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HERBST 2018 | € 3,50

S T I LV O L L E

W O H N T R Ä U M E

TOLLE AUSSICHT

ABENTEUERLAND

GRENZENLOS

AUSGEZEICHNET

Luxus im Kinderzimmer kann und soll auch Spaß machen.

Kochen ohne Limits versprechen die Küchen der neuesten Generation.

Wir zeigen die preisgekrönten und spektakulärsten Einfamilienhäuser Österreichs.

            

 

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DIE SCHÖNSTEN WOHNIDEEN FÜR IHR ZUHAUSE.


Editorial Angebote schaffen COVERFOTO: VICHAPON KONG IN/ISTOCK/THINKSTOCK, UNOMAT/ISTOCK/THINKSTOCK, MONTAGE: WEEKEND MAGAZIN

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aut einer aktuellen Studie besteht der ­typische Vorarlberger Haushalt aus 2,6 Per­ sonen, die sich eine Wohnfläche von 121 m², die zu 70 % im Eigentum der Bewohner steht, teilen. In den letzten zehn Jahren ist die Vorarlberger Bevöl­ kerung um etwas mehr als 25.000 Personen gewachsen, daraus ergibt sich eine Wohnfläche von ca. 1,15 Mio. m². Dabei handelt es sich natürlich um eine vereinfachte Darstellung. Gleichzeitig zeigt sich daran, welche enormen Bewe­ gungen am Markt stattfinden. Bauleistung verdoppelt. Die Politik steht vor der Aufgabe Rahmenbedingungen für leist­ baren Wohnraum zu schaffen, und eine Antwort besteht in der Schaffung von zusätzlichem Ange­ bot. Das Land Vorarlberg verfolgt dazu eine mehrgliedrige Strategie. Im Bereich des gemeinnützigen Wohnbaus wurde die Bauleistung in den vergangenen fünf Jahren auf ca. 700 Wohnungen jährlich mehr als verdoppelt.

Wertvolle Beratung. Eine weitere Säule ist der private Wohnbau, für den mehr als 40 Mio. Euro im Lan­ desvoranschlag vorgesehen sind, mehr als 10 Mio. Euro stehen für die Sanierung von Wohnraum zur Verfügung. Neben finanzieller Un­ terstützung bieten Institutionen wie zum Beispiel das Energieinstitut wertvolle Beratungsleistungen an.

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Leerstand-Studie. Das Land ver­ sucht auch leerstehenden Wohn­ raum zu aktivieren, dazu wurde das Projekt „sicher vermieten“ ge­ startet. Ebenfalls wurde eine Stu­ die zum Leerstand in Vorarlberg durchgeführt, deren Ergebnisse in das Projekt einfließen. Angebot für jeden. Sie sehen, die Ansätze und Angebote sind vielfältig und verfolgen das Ziel ein Angebot für jeden zu schaffen. In diesem Sinne hoffe ich, dass Sie Ihr passendes Angebot schon gefunden haben oder bald finden und wünsche viel Vergnügen. v

Landesstatthalter Mag. Karlheinz Rüdisser Wohnbaureferent

FOTO: VLK

Impressum Medieninhaber & Herausgeber: Weekend Magazin Verlags GmbH, Quellenstraße 16, 6900 Bregenz, Tel.: 055 74 / 200 10-0, E-Mail: vorarlberg@weekend.at. Geschäftsführung: Anton Willam. Projektleitung: Marcus Stoimaier Redaktion: Marcus Stoimaier, Gert Damberger, Patrick Deutsch, Conny Engl, Melanie Lipic, Stolzer Elisabeth, Margit Wickhoff, Mariella Beier, Hermann Stefanie, Miriam Defregger. Vertrieb: Österr. Post AG. Druck: Radin print d.o.o., 10431 Sveta Nedelja, Kroatien. Im redaktionellen Teil stehende entgelt­ liche Veröffentlichungen sind mit ­ANZEIGE gekennzeichnet. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos sowie Satz- und Druckfehler übernehmen wir keine Haftung. Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz, sind vorbehalten. Derzeit gilt Preisliste 2018. Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.weekend.at ­abgerufen werden.


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Komfort in Glas Natürliches Licht macht uns glücklicher und leistungsfähiger und hat positive Auswirkungen auf das Gemüt. Die Vorteile von XL-Fenster und Wintergärten.

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Preisgekrönt Von Neusiedler- bis zum Bodensee – wir zeigen die schönsten Architektenhäuser aller neun Bundes­ länder.

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Vom interaktiven Raketensessel bis zum Prinzessinnen­ bett – auch im Kin­ derzimmer darf’s etwas Luxus sein.

Vom Hallenbad de luxe bis zum Infinity Pool im eigenen Gar­ ten – beim Pool sind der Fantasie fast kei­ ne Grenzen gesetzt.

Abgehoben

Poolträume

FOTOS: DELFIN WELLNESS/FOTOSTUDIO EDER, CIRCU MAGICAL FURNITURE, DIETMAR HAMMERSCHMID, SUNSHINE WINTERGARTEN, BSH GROUP, HOLZPRODUKTE ACHLEITNER, ENGEL & VÖLKERS MIAMI CORAL GABLES

Inhalt


06 Starfaktor: Von Madonna bis Johnny Depp – so luxuriös ­residieren die Stars.

34 Küche 4.0: Von der interaktiven Ar­ beitsplatte bis zum schlauen Kühl­ schrank – Kochen ohne Grenzen.

52 Holz ist Trumpf: Längst hat der hochwertige Naturstoff auch im Badezimmer Einzug gehalten.

16 Die Marmor-Revolution: ­Welche hochwertigen Alter­ nativen es zum edlen Stein gibt.

42 Wohlfühltrend Hygge: „Gemütlichkeit leben“ in den eigenen vier Wänden.

80 Anders bauen: Von Beton bis Stroh – diese alternativen ­Baustoffe liegen im Trend.

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Wohnen STARS IM IMMOBILIENRAUSCH. Ob Villa, Ranch oder luxuriöses Stadthaus: Stars wohnen anders. Viele mehren mittels Immobilien auch ihr Vermögen. Wir werfen einen Blick hinter die sonst verschlossenen Türen.   Von Stefanie Hermann

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ekanntlich sind aller guten Dinge drei. Das dachte sich wohl auch Popsternchen Taylor Swift (28) und kaufte sich kurzerhand die dritte Immobilie im Stadtteil Tribeca, New York. Die Sängerin besitzt mittlerweile Woh­ nungen und Häuser im Wert von min­ destens 72 Millionen Euro. Auch John­

ny Depp kann auf eine beeindruckende Immobiliensammlung verweisen. Nicht immer beweist er aber ein glückliches Händchen. 1995 kaufte er für 950.000 Dollar ein rund 16 Hektar großes Grund­ stück mit einem Ranch-Haus darauf. 2001 verkaufte er es für eine Million Dollar, um es 2005 um den doppelten Preis für seine Mutter zurückzukaufen. Nach ihrem Tod

schrieb er das Grundstück abermals zum Verkauf aus – diesmal für 2,9 Millionen Dollar. Allein, die Interessenten blieben aus. Eine Preisreduktion konnte daran nichts ändern, auch eine Auktion blieb erfolglos. Mehr Geschick legte da Ma­ donna an den Tag: Sie machte mit ihrem Anwesen in Beverly Hills einen Gewinn von 7,5 Millionen Euro.  v

FOTOS: MARC ANGELES, VIENNAREPORT, ENGEL & VÖLKERS MIAMI CORAL GABLES, TOPTENREALESTATEDEALS.COM

und sammeln


MADONNA Madonnas ehemaliges Anwesen am Sunset Boulevard gilt als eines der schönsten in Beverly Hills. 2003 um zwölf Millionen Dollar gekauft, konnte sie es 2013 mit einem Gewinn von 7,5 Milli­ onen Euro weiterverkaufen. Mitt­ lerweile wurde die Villa renoviert und ist weiter im Wert gestiegen. Rund 30 Millionen Euro muss zahlen, wer in das Traumanwesen in Kalifornien umziehen will. In­ kludiert sind dafür aber auch der eigene Tennisplatz, ein 18 Meter langer Pool, ein Fitnesscenter so­ wie ein privates Kino.

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Madonna


Johnny Depp JOHNNY DEPP Einst für seine Mutter gekauft, hat Depp nun Schwierigkeiten, seine umgebaute Pferdefarm an den Mann zu bringen. Auf dem 16,6 Hektar großen Grundstück stehen ein Ziegelhaus, ein Gäs­ tehaus und drei Scheunen. Das Haupthaus im Farmerstil hat sechs Schlafzimmer, sechseinhalb Badezimmer und eine Gourmet­ küche. Abgerundet wird das An­ wesen von einer Garage für vier Autos und einem Pool. Zuletzt wurde die Ranch für zwei Millio­ nen Euro angeboten. Eine Autkion blieb erfolglos.

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Das australische Supermodel Elle Macpherson hat die Villa in Coral Gabels, Florida, heuer für rund sieben Millionen Euro erworben. Der Schweizer Gartenarchi­ tekt Enzo Enea hat das Gelände gestaltet. Der Ent­ wurf für das Haus stammt vom US-amerikanischen Architekt Chad Oppenheim. Der Stil ist dezent und vermittelt europäisches Flair. Sieben Schlafzimmer, sechseinhalb Badezimmer, ein Salzwasserpool, Kamin und eine Bibliothek lassen keine Wünsche offen.

Elle Macpherson

FOTOS: FRANCK-BOSTON/ ISTOCK/ THINKSTOCK

ELLE MACPHERSON


Mit Profis statt Pannen

Vorarlbergs Wohnraum ist knapp. Käufern und Verkäufern, Mietern und Vermietern am Markt macht das allzu oft Probleme. Der Rat von Experten ist gefragt. Zu verkaufen. Schwierige Wertfindung, zahlreiche Besichtigungstermine, kompli­ zierte Vertragserstellung. Und immer der finanzielle Druck, langen Leerstand zu vermeiden. Wer seine Immobilie verkaufen will, muss einigen Aufwand betreiben. Selbst schnell eine Anzeige im Internet erstellen und schon ist das Geld vom Verkauf am eigenen Konto – funktioniert so nicht. Gesucht. Wer eine Immobilie sucht, hat es nicht einfacher: Unseriöse Angebote, ver­ steckte Kosten, bauliche Mängel und schlicht zu wenige Objekte sind nur einige Fallstri­ cke. Mehr denn je ist es heute schwierig, die passende Immobilie in Vorarlberg zu finden.

09 Alles aus einem Haus. Raiffeisen Immobilien hat sich auf den Rundumservice spezialisiert. Ob eine Immobilie verkauft, vermietet, ge­ kauft oder gemietet werden soll, die Experten von Raiffeisen übernehmen alles. Konkret heißt das: Anbieter profitieren von der Ob­ jektbewertung, der Aufbereitung aller Daten und Verträge, der Organisation der Besichti­ gungstermine und vielem mehr. Immobilien­

Im besten Alter. Besonderes Augen­ merk legt Raiffeisen Immobilien auch auf die Menschen im Alter. Oftmals wollen sie eine Veränderung ihrer Wohnsituation, sich räumlich verkleinern, Barrierefreiheit, Ob­ jekte weitergeben oder haben sonst einen Wunsch. Raiffeisen Immobilien hat für diese Menschen spezielle Angebote.

FOTOS:RAIFFEISENIMMOBILIEN

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suchende schätzen das geprüfte Angebot, die aktive Info zu passenden Objekten und einiges mehr. Hinzu kommt eine Besonder­ heit bei Raiffeisen Immobilien: Als Teil der Vorarlberger Raiffeisenbanken haben Kunden den Finanzpartner im gleichen Haus. Vom Bausparen über den Kredit bis zur Anlage der Einnahmen aus dem Verkauf – bei Raiffei­ sen finden alle Vorarlberger die persönliche Beratung und das attraktive Finanzangebot.

Einen ersten Vorgeschmack über das breite Angebot von Raiffeisen Immobilien finden alle unter www.raiffeisen-immobilien.at.


Das schönste Haus im Land ARCHITEKTURPREIS. Bereits zum siebenten Mal wurde der Preis „Das beste Haus“ der s Bausparkasse in Zusammenarbeit mit dem Bundeskanzleramt und dem Architekturzentrum Wien vergeben. Gesucht wurden die besten Häuser der Bundesländer. Wir stellen einige der Siegerhäuser vor.  Von Patrick Deutsch

Architekt: Besonderheiten: Wohnfläche:

Sebastian Illichmann vorbildliche Sanierung eines Einfamilienhauses aus der Nachkriegszeit 180 m2

Wien. Der Umgang mit Ein­

familienhäusern aus der Nach­ kriegszeit gewinnt an Bedeutung. Viele Bestandsgebäude sind klein, dunkel und energetisch nicht zufriedenstellend. Wie man mit derartiger Substanz ein zeitgenös­ sisches Wohngefühl realisiert, zeigt Architekt Sebastian Illichmann.


Niederösterreich. Ein denkmalgeschützter Gutshof aus dem 13. Jahrhundert wurde revitalisiert und mit viel Geschick und Sensibilität auf zeitgemäße Wohn­ standard gebracht. Die Trennung zwischen alt und neu macht die Historie des Bauwerks in allen Pha­ sen erkennbar. Der Gutshof beher­ bergt drei Generationen einer Familie in insgesamt vier Wohneinheiten.

Architekt: Franz Sam. Besonderheiten: Zeitgemäßer Wohnkomfort bei größt­ möglichem Respekt vor historischem Bestand. Wohnfläche: 500 m2

Oberösterreich.

FOTO: KURT KUBALI, HERTHA HURNAUS, DIETMAR HAMMERSCHMID, SAM ARCHITECTS

Dieses Haus ist ein Paradebeispiel für nachhaltiges Bauen. Der Bestand am Grundstück wurde mit einem Wohn­ haus nachverdichtet. Es wurden in minimalem Ausmaß nur ökologische Baumaterialien und Dämmstoffe ver­ wendet. Zusätzlich ist das Haus bei Bedarf mobil: Statik und Dimensionen ermöglichen den Abtransport und Aufbau an anderer Stelle.

Architekt: Hammerschmid, Pachl, Seebacher – Architekten. Besonderheiten: Mobile Nachverdich­ tung mit minimalem Fundamentierungsaufwand, top Nachhaltigkeit. Wohnfläche: 50 m2

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Architekt: Geri Blasisker Besonderheiten: Dieses Einfamilienhaus auf 11 Meter schmalem Grund nutzt jeden Quad­ ratmeter, beengt wirkt es nie. Wohnfläche: 105 m2

Tirol Bauplätze sind rar in Tirol. Archi­ tektonische Größe gedeiht aber mitunter gerade auf beengtem Raum: Wie ein Wellenbrecher steht hier auf nur 550 m2 Grundfläche ein praktikables Gebäude, das beweist, dass der großstädtische japanische Entwurfsgedanke der „Minimal Houses“ auch in der Verdichtung von ländlichen Gefügen funktioniert.

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Salzburg. Mit seiner sägerauen Holzfas­ sade entspricht das Haus dem Wunsch nach Zurückhaltung und vermittelt nach außen die Intimität des Wohnraumes. Über einen Steg betritt man ein Gebäude mit individuellem Raumkonzept, tiefe Öffnungen schaffen Verbindung zur Natur. Das Zentrum des „Lese­ haus“es bildet eine Bücherwand.

FOTOS: GERI BLASISKER, ALBRECHT IMANUEL SCHNABEL

Architekt: Thomas Lechner Besonderheiten: Individuelles Raumkon­ zept, Reduktion und Klar­ heit der Form im Kontext zur Umgebung. Wohnfläche: 105 m2


Hausbau in bester Qualität ist unsere Spezialität.

WOHNEN KÖNNEN SIE ÜBERALL, ZUHAUSE SIND SIE HIER. Wir bauen unsere Häuser mit der Erfahrung von über 700 gebauten Objekten. Mit Verlässlichkeit und echter Handschlagqualität. Mit dem garantierten Fixpreis. Mit dem Know-how für ökologisches Bauen aus Zimmermeisterhand. Wir realisieren Hausträume – vertrauen Sie uns – bauen Sie mit ALPINA. Alpina Hausbau GmbH | Erlachstraße 2, A-6971 Hard, T +43 5574 73 595, www.alpinahaus.at PARTNERBETRIEBE berndnagel Licht & Form | Dorf Installateur | Elektro Kirchmann | Feldkircher Metallbau | Fischer Böden | Fliesen Jams | Giessmann Beschattungen | Henn Ofenbau | Hepp Installationen | Malerhandwerk Hieble | Raum & Zeit Bodenleger | Schaffer Dachbau | Spenglerei Schlachter | SST Solar- und PV- Anlagen | Siegfried Steurer Installationen | zimmermann Baumeisterarbeiten |


Steiermark Trotz exponierter Lage bildet das Haus eine Einheit mit den umge­ benden Weingärten – passend zu den Bauherren: Das Winzerehepaar beauftragte die eigene Tochter, ein Haus als Wohnsitz für den Ruhe­ stand zu planen. Der Bestand aus den 60er-Jahren wurde abgetragen, der 350 Jahre alte Gewölbekeller als Ausgangspunkt erhalten.

Architekt: Ulrike Tinnacher. Besonderheiten: Das behagliche und funktionale Gebäude scheint, wie die umliegen­ den Rebstöcke, aus dem Boden zu wachsen, sich als zweitrangig in die Natur einzuordnen. Wohnfläche: 150 m2

FOTOS: SIMON OBERHOFER, NUSSBAUMERPHOTOGRAPHY.COM

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Vorarlberg Der 1889 im Dornbirner Bahnhofs­ quartier erbaute Stadel stand zuletzt jahrzehntelang leer. Denkmalschutz verhinderte den Abriss und machte das Gebäude trotz zentraler Lage für Architektin Julia Kick erschwing­ lich. Mit viel Liebe zum Detail machte sie daraus ein konzeptuell vielschichtiges Loft mit teilbaren Wohn- und Arbeitsräumen.

Architekt: Julia Kick. Besonderheiten: Bauwerk bleibt nach außen hin fast unverändert, adaptierte Innenräume ermöglichen modernes Wohnen und Arbeiten. Wohnfläche: 200 m2


DIE ZUKUNFT IM BLICK © istockphoto.com/acilo

ENERGIEEFFIZIENZ IM FOKUS

Der Ziegel von heute ist zukunftsfit und schafft in Häusern Behaglichkeit, Natürlichkeit und hervorragenden Schutz gegen Unwetter. Beton eröffnet unzählige geometrische Gestaltungsmöglichkeiten und schafft Raum für Design und Ideen.

Schon immer spielten massive Baustoffe in der Geschichte des Bauens eine Hauptrolle, so auch heute. Architekten rund um den Globus setzten in der Stadtentwicklung ebenso auf sie wie in der Objektgestaltung. In ländlichen Regionen prägt die massive Bauweise den unverwechselbaren Charakter verschiedenster Häuser – ganz egal ob es sich um ein liebevoll saniertes Landhaus, ein modernes Einfamilienhaus oder ein zu Hause für mehrere Generationen handelt. Wer auch immer darin lebt, hat auch der Natur Gutes getan und bei der Errichtung auf die Schonung der Ressourcen geachtet.

Wer massiv baut, profitiert von niedrigen Energiekosten und kann Förderungen gut ausnützen. Wände und Decken aus Beton speichern die Sonnenwärme besonders effizient und auch die Sommertauglichkeit und Wetterbeständigkeit des traditionsreichen Ziegels wurde optimiert. Massive Mauern sind winddicht, ganz ohne Folien und zusätzliche Dämmung. Mit massiven Baustoffen können die Klimaziele der EU optimal erreicht werden und durch die kurzen Transportwege kann zudem ein großer Beitrag zum ökologischen Bauen geleistet werden. www.baumassiv.at

© designbar | Foto: © Lukas Lorenz

Familien, die ein Eigenheim errichten, stehen vor wichtigen Entscheidungen – denn ein eigenes aus baut man zumeist nur einmal im Leben. Und das für viele Jahrzehnte. Dabei ist jede einzelne Entscheidung wichtig – eine davon ist die Bauweise. Wer heute zukunftsorientiert denkt und nachhaltig handelt, wird sich für eine massive Bauweise entscheiden. Mehr als 80 Prozent aller Bauherren setzen auf massive Baustoffe wie Ziegel, Beton oder mineralische Putze. Denn sie bieten Vorteile, die für sich selbst sprechen.

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Marmor 4.0 HART IM TREND. Seit mehr als 40 Jahren wird im spanischen Örtchen Cantoria Marmor abgebaut. Warum das edle Material aber zunehmend von praktischeren Alternativen abgelöst wird, verrät ein Lokalaugenschein bei Oberflächen-Spezialist Cosentino.  Von Elisabeth Stolzer Gestaltung alles andere als attraktiv. Das bekam man auch in Spanien zu spüren: Unzählige Betriebe mussten in den letz­ ten Jahren schließen. „Auch bei uns macht der Marmor-Abbau mittlerweile nur noch rund fünf Prozent des Geschäf­ tes aus“, erzählt Cosentino Austria-Chef Oliver Reitter. Stattdessen hat sich das traditionsreiche Familienunternehmen auf die Entwicklung neuer, innovativer

Oberflächen spezialisiert. Und die sehen dem begehrten Marmor zum Verwech­ seln ähnlich. Der bessere Naturstein. Mit Silestone® hat das Unternehmen ein Material entwi­ ckelt, welches zu mehr als 90 Prozent aus Quarzstein besteht und vor allem durch seine Widerstandsfähigkeit und Langle­ bigkeit besticht. „Wer schon einmal Kaffee

Naturstein oder nicht? Bei den neuen Oberflächenma­ terialien lässt sich das nur noch schwer feststellen.

FOTOS: COSENTINO, KK.

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uxus und pure Eleganz: Jahrzehntelang war Mar­ mor ausschließlich dem Wohnbereich der Reichen und Schönen vorbehalten. Küchen, Böden und Bäder protzten mit der edlen Oberfläche. Für Designliebha­ ber galt er jedoch schon immer als un­ handlich, denn neben dem Preis machte ihn auch die schwierige und unflexible

Das spanische Unternehmen Cosentino gilt als Vorrei­ ter in der Entwicklung innovativer Oberflächen.


Vielfältige Farbenpalette: Auf Kundenwunsch werden auch individuell passende Oberflächen-Platten hergestellt.

oder Rotwein auf einer Steinplatte ver­ schüttet hat, weiß solche Eigenschaften zu schätzen“, so Reitter. Farbe, Textur und Format lassen sich dabei individuell an die Wünsche von Architekten und De­ signern anpassen und erlauben so volle Gestaltungsfreiheit. Neben der trendigen Marmor-Optik sind auch Granit oder so­ gar Holzstrukturen möglich. Noch einen Schritt weiter geht man mit der modernen Dekton® Oberfläche. Sie widersteht nicht nur sämtlichen Witterungsbedingungen, auch hartnäckige Verschmutzungen (wie etwa Graffitis) lassen sich problemlos da­ von entfernen. Durch die Herstellung in großformatigen Platten ist das Material besonders für den Fassadenbereich op­ timal geeignet. Große Hotelketten oder Unternehmen wie die ÖBB geben daher schon seit einigen Jahren Dekton®-Ober­ flächen den Vorzug.

Zurück zum Ursprung. Eine Flexibi­ lität wie sie bei Naturstein nur schwer möglich wäre. Und dennoch sehen die neuen Oberflächen dem Original täu­ schend ähnlich. Das hat vor allem mit dem Herstellungsprozess zu tun: Wie auch der Marmor werden die neuen Materialien mittels Druck und Hitze künstlich verdichtet. Was in der Natur Jahrhunderte dauert, geschieht in den Produktionshallen von Cosentino im Zeitraffer. Rund um die Uhr entstehen so Platten für Küchen, Böden und mehr. Verarbeitet werden sie anschließend vom Steinmetz, der die Platten genauso wie den Naturstein weiter bearbeitet. In Optik und Haptik lassen sich für den Kunden am Ende nur noch mit geübtem Auge Unterschiede feststellen. Wer da noch zu herkömmlichem Marmor greift ist selber schuld. v

Im spanischen Cantoria wird auch heute noch Marmor abgebaut.

Im Trend: Mit der Silestone® Loft Serie wird der Beton-Look ins Wohnzimmer gebracht.

Wie aus einem Guss: In der Küche kom­ men die großformatigen Dekton®-Platten besonders gut zur Geltung.


Mit erhöhter Dichte weiter leistbaren Wohnraum schaffen Unter Mitwirkung verschiedener Partner konnte ein Projekt mit ­hoher Dichte verwirklicht werden, das beweist, dass Verdichtung und ­effiziente Raumnutzung hohe Qualität aus architektonischer Sicht sowie für alle im Quartier lebenden Menschen Vorteile haben kann. Ansprüche steigen. Raum ist begrenzt und ein wertvolles Gut, eine effiziente Nutzung von Flächen zur Wohnnutzung gewinnt zu­ nehmend an Bedeutung. Eine qualitätsvolle Verdichtung ist auch ein wichtiger Bestand­ teil, um leistbares Wohnen weiterhin zu er­ möglichen. Gleichzeitig steigen dadurch die Ansprüche an Architektur, Gemeinflächen, Freiräume, Prozessplanung, Einbettung, Beteiligung und viele andere Faktoren.

Götzis und ein Beispiel für eine qualitätsvolle und hochwertige Verdichtung. Das Gesamt­ quartier des ehemaligen Wirtschaftsparks mit einer Grundstücksfläche von ca. 28.000 m2 erfuhr eine Umnutzung und Ergänzung mit Revitalisierungen und Neubauten. Die Ge­ samtrealisierung des Projekts soll bis Ende 2021 abgeschlossen werden.

Gutes Zusammenleben. Neben einer breit angelegten Quartiersbetrachtung wurde auch ein Architekturwettbewerb durchge­ führt. Ziel war es dabei den Wohnbau in die bestehende alte Industriearchitektur einzu­ gliedern und den Charakter zu erhalten. Eine hohe Baudichte verbunden mit hochwertiger Architektur führte zu einer raumgebenden

Architektur und Städtebau v Qualitätsvolle städtische Dichte am Siedlungsrand,

jedoch in fußläufiger Entfernung zum Ortskern

v Ressourcenschonender Umgang mit Grundstücksflächen

durch Umnutzung einer ehemaligen Industrieanlage

v Die clevere Planung und Anordnung der Baukörper

ermöglicht hochqualitative Wohnraumnutzung bei zeitgleicher hoher Dichte (Baunutzung bei 119)

v Langlebige, lebenszyklusoptimierte Umsetzung (heimische Hochwertige Verdichtung. Das Projekt „Wohnen im Wieden“ ist Bestandteil des Quartiers „Wirtschaftspark – Kalkofenweg“ in

Holzschindelfassade, Holzfenster, Nahwärmeanschluss etc.)

v Gesamtinvestitionsvolumen € 11,2 Mio.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG DES LANDES VORARLBERG

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Clevere Planung der Baukörper ermöglicht hochqualitative Wohnraumnutzung.

Durchwegung des Areals und zu einer an­ sprechenden Begrünung und Einbettung der Gebäude. Solche Konzepte steigern die Lebens- und Wohnqualität und leisten einen wichtigen Beitrag für ein gutes ­Zusammenleben.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG DES LANDES VORARLBERG

Austausch fördern. Die Wohnbauselbst­ hilfe als gemeinnützige Wohbauvereinigung errichtet am Standort des Vorarlberger Wirt­ schaftsparks drei viergeschossige Wohn­ gebäude mit insgesamt 65 Wohneinheiten. Ebenfalls mit eingeplant wurden Gemein­ schaftsräumlichkeiten mit Teeküche und WC, eine Tiefgarage, gesonderte Abstell­ plätze für einspurige Fahrzeuge, Fahrradund Kinderwagenräume, Kleinkinderspielflä­ chen sowie ein öffentlicher Kinderspielplatz,

Besucherparkplätze und Lagerräume in zwei Untergeschossen. Gerade die Ge­ meinschaftsräume und Flächen für Kinder sowie die öffentliche Durchwegung sollen die Anlage beleben und den Austausch zwi­ schen den Bewohnern fördern. Die Häuser nach den Plänen des Büros Baumschlager und Eberle werden im Niedrigenergiestan­ dard bzw. Passivhausstandard gemäß der Wohnbauförderung des Landes errichtet. Die Gebäude sind barrierefrei gestaltet, in den Erdgeschosswohnungen sind in der Außenanlage Privatgärten angelegt. Langlebige Umsetzung. Ein weiteres Krite­ rium für ein gutes Zusammenleben ist eine soziale Durchmischung, ein vernünftiger Mix aus Eigentum, Mietkauf- & Mietwohnungen

in allen drei Häusern verbunden mit einer langlebigen, lebenszyklusoptimierten Um­ setzung (heimische Holzschindelfassade, Holzfenster, Nahwärmeanschluss etc.) soll dies ermöglichen. Wohnqualität sichern. Gemeinschaftliches Wohnen und Leben zu leistbaren Bedingun­ gen zu schaffen erfordert mehr als eine rein kostengünstige Bauweise. Eine durchdachte und geschickte Planung ist Voraussetzung, um auch in verdichteter Bauweise den vielfäl­ tigen Anforderungen gerecht zu werden und die Wohn- und Lebensqualität zu sichern. Wohnbauselbsthilfe Dipl. BW Erich Mayer www.wohnbauselbsthilfe.at

Die Häuser des Büros Baumschlager und Eberle werden gemäß Wohnbauförderung des Landes errichtet.

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Das kleine

Deko 1x1

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Für einen Stil entscheiden. Da­ mit das Erscheinungsbild eines Raums harmonisch wirkt, kann es hilfreich sein, sich für einen Deko-Stil zu entscheiden und diesen dann kon­ sequent durchzuziehen. Ganz egal, ob Retro-Look, Shabby-Chic oder Indust­ rie-Design: Erlaubt ist, was gefällt. Wem

Bild oben: Wohnacces­ soires aus der Herbst-/ Winterkollektion von Esprit Home. Rechts: Teelichtständer von Sostrene Grene um 10,98 Euro, Schale aus Keramik von Esprit Home (2er-Set um 19,99 Euro), Kissen „Marine“ von Bolia um 55 Euro.

das zu langweilig wird, wählt einen Stoff (z. B. Samt) oder eine bestimmte geome­ trische Form um optische Gemeinsam­ keiten zu schaffen.

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Gruppenzwang. Ganz egal, ob Kerzen, Vasen oder Bilderrah­ men: Deko-Experten platzieren

kleinere Objekte immer in ungeraden Stückzahlen. Im Zweifelsfall also lieber drei oder fünf Kerzen gemeinsam gruppieren. Auch die Größenver­ hältnisse spielen eine Rolle: Zu viele ähnliche Objekte wirken schnell langweilig. Lieber Abwechslung ins Spiel bringen.

FOTOS: HERSTELLER.

WOHNACCESSOIRES. Die einen lieben es puristisch, den anderen kann es gar nicht zu viel sein: Bei der Home-Deko scheiden sich die Geister. Mit diesen einfachen Grundregeln kann zumindest optisch nichts mehr schiefgehen. Von Elisabeth Stolzer


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Weniger ist mehr. Wenn Sie sich auf das Sofa setzen, müssen erst einmal zwei Reihen Kissen zur Seite geräumt werden? In Ihrer Vasen­ sammlung haben Sie längst den Über­ blick verloren? Auch in Sachen Deko gilt: Es kommt nicht auf die Menge an. Anstatt jede freie Fläche vollzuräumen, sollte man sich lieber für ein paar ausge­ wählte Stücke entscheiden. Denn über­ füllte Vitrinen und Regale wirken schnell unaufgeräumt – Im Zweifel lieber öfter umdekorieren.

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Farbenspiel. Farben haben einen großen Einfluss auf unser Empfin­ den: Während zum Beispiel Rottö­ ne als warm wahrgenommen werden, sind Grün- und Blautöne eher kühl. So lässt sich die Wirkung eines Raumes ganz gezielt steuern und wir können ein be­ stimmtes Raumgefühl schaffen. Bleibt man mit den Wohnaccessoires also in einer bestimmten Farbfamilie, wirkt das Erscheinungsbild eines Raumes beson­ ders harmonisch. Akzente kommen mit Kontrastfarben gut zur Geltung.

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In Szene gesetzt. Die kleine Scha­ tulle, die man erst nach zähen Ver­ handlungen im letzten Urlaub er­ standen hat oder das Erbstück von der Lieblingsoma: Solche Schätze wecken schöne Erinnerungen in uns und haben daher einen ganz besonderen Platz ver­ dient. Umso wichtiger ist es, sie gebüh­ rend in Szene zu setzen und ihnen Raum zu lassen, ihre Wirkung zu entfalten. Denn der Mix aus Persönlichem und Designobjekten macht nicht zuletzt den Charme einer gelungenen Einrichtung aus.

Links: Handgearbei­ tete Vase „Coletto“ von Leonardo um 99,95 Euro, diverse Wohnaccessoires von Zuiver, Deko-Objekt aus Teak-Holz von Zara Home um 45,99 Euro.


Fashion-Design trifft Home-Accessoires: aktuelle Herbst-/Winterkollektion von Zara Home, „HAY gold dot“-Karaffe aus der aktuellen Design-Kooperation COSxHAY um 29 Euro, puristische Deko aus der Esprit Home-Kollektion (v. l.)

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Schön und praktisch. Wenn Ih­ nen die angesagten Topfpflanzen langsam den Blick aus dem Fenster rauben und das Abstauben der Kommo­ de zum Spießrutenlauf wird, ist Han­ deln angesagt. Was oft vergessen wird: Deko soll uns in erster Linie Freude bereiten. Wird das Wohnen mit ihr al­ lerdings zur nervlichen Belastungspro­ be, gibt es nur einen Weg: Raus damit! (Oder zumindest auf das Wesentliche reduzieren.)

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Nicht jeden Trend mitmachen. Zugegeben: Die Auswahl an tol­ len Wohnaccessoires ist riesig. Trotzdem sollte man seinem Stil treu bleiben. Wer sich nur für jene Stücke entscheidet, die zu den bereits vor­ handenen Einrichtungsgegenständen passen, hat auf Dauer gesehen länger Freude daran. Spontankäufer machen zumindest mit saisonaler Deko nichts verkehrt, die lässt sich regelmäßig aus­ tauschen.  v

Gelungener Farben- und Formenmix: Keramikvasen von Rice ab 29,90 Euro.

FOTOS: HERSTELLER.

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Wild gemixt. Gemusterte Stof­ fe, Teppiche oder Bilder bringen Lebendigkeit in einen Raum. Ver­ wendet man jedoch zu viele verschiedene Ornamente, kann es schnell überladen wirken. Besser: Mit großflächigen Mus­ tern beginnen (etwa einem gestreiften Teppich) und nach und nach Stücke mit mittleren und kleinen Mustern ergän­ zen. Ein gemeinsamer Farbton schafft die Verbindung und man sieht schnell, wenn es dann doch zu viel wird.


Ton in Ton: Moonstone Vase aus Steingut von Bolia ab 15 Euro.

Wilder Mustermix: Tableware und Deko-Accessoires von Rice.

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FOTOS: HERSTELLER.

Runde Sache: Schlichte Tischlampe von Sostrene Grene um 16,80 Euro.

Samt ist Trend: „Miami Pillow“ mit Palmenmuster und „Brit Armchair“ von Zuiver (Preis auf Anfrage).


Individuelles Wohngefühl von ZÜCO

Pixel

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Die Lust auf Verwandlung »lässt alle Möglichkeiten zu.« Um sich in den eigenen vier ­Wänden so richtig wohlzufühlen, darf die Einrichtung mit besonderer Sorgfalt ausgewählt werden. ZÜCO bietet Ihnen Wohlfühlmöbel der besonderen Art.

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Einkaufen wird zum Erlebnis. Das innovative ZÜCO-Team berät Sie gerne kompetent und kreativ, damit Ihr neues Zuhause perfekt zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt.

Amber Dominik Spettel (Verkaufsleiter) und Josef Gunz (Geschäftsführer), Züco Dornbirn.

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FOTOS: BEIGESTELLT

Funktionell und hochwertig. Modernes Design, beste Materialien und erstklassige Verarbeitung zeichnen ZÜCO-Möbel aus und machen sie zur Freude und Begleiter für viele Jahre. Als feines Extra punkten viele ZÜCO-Möbel zu­ sätzlich mit Funktionen,

die zum Entspannen und R ­ elaxen einladen und die Wohnqualität steigern. Ein Hand­ griff, und die Designercouch wird durch das Verstellen von Arm- oder Rücken­lehnen zum bequemen Liege- oder Schlafsofa. Aus dem ­Ledersessel wird auf Knopfdruck eine funktionelle Relaxliege, und der Esstisch verwandelt sich im Handum­drehen zur festlichen Tafel.


ZAUBERHAFTES WOHNEN STOMP

MASON

LETTO

Züco Polsterdesign GmbH Lustenauer Straße 75a, A-6850 Dornbirn Telefon: +43 (0) 5572 / 37 20 88 Fax: +43 (0) 5572 / 37 20 88-8 Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 8 bis 12 Uhr & 13.30 bis 18 Uhr, Samstag: 9 bis 12 Uhr, Montag geschlossen!

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Schlafen wie Dornröschen DAS PERFEKTE SCHLAFZIMMER. Es ist der Ort der Entspannung und somit das Herzstück des Hauses: das Schlafzimmer. Ein geruhsamer Schlaf steigert die Lebensqualität maßgeblich, weshalb diesem Raum bei der Einrichtung besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Von Miriam Defregger

FOTOS: ISTOCK/THINKSTOCK, HOMEART GARTNER

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twa ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett. Eine ziemlich lange Zeit, weshalb die Qualität des Schlafzimmers eine große Rolle spielen sollte. Ein erholsa­ mer Schlaf ist nicht nur entspannend, er stärkt außerdem unser Immunsystem und sorgt dafür, dass wir die Erlebnisse und Emotionen des Tages verarbeiten und abspeichern können. Halten wir uns also zu selten im Schlafzimmer auf, hat das schädliche Auswirkungen für Körper und Geist. Umso wichtiger ist es daher, das eigene Schlafgemach so zu gestalten, dass man gerne Zeit darin verbringt.

Wiederholungen. Vertraut man auf die Theorien der Raumpsychologie, kommen wir am ehesten zur Ruhe, wenn wir un­ sere Schlafumgebung in einer harmoni­ schen Formensprache gestalten und auf klare Proportionen setzen. „Im Grunde genommen heißt das, dass das Schlaf­ zimmer als stimmiges Gesamtkonzept gesehen werden sollte. Innenarchitektur beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel aller Gestaltungsmöglichkeiten in einem Raum – diese hört nicht beim Aufstellen einzelner Möbel auf“, erklärt Alexander Pichler von homeArt Gartner. Um eine ei­ gene Atmosphäre erschaffen zu können, sind Wiederholungen in Form und Mate­

rial ausschlaggebend. Auch die Wahl der Farbe an Wänden, Fußböden und Möbel­ stücken wirkt sich auf unsere Psyche aus. Wer einige Grundregeln der Farblehre beachtet, kann seinen Räumen also zu mehr Atmosphäre verhelfen: Warme Farben wie Orange, Gelb, Beige oder helles Braun tragen zur Entspannung bei, während kühle Farbtöne wie Blau und Grau einen erholsamen und tiefen Schlaf versprechen. Details. „Viele Menschen vergessen oder verzichten beim Einrichten auf Vorhänge – dabei werden Räume durch Vorhänge gleich viel wohnlicher“, empfiehlt

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Ein Gesamtkonzept ist wichtig: Ta­ pete, Nachtkästchen und Fußboden sollten daher harmonieren.

sollten während des Schlafes deaktiviert werden. Man kann auch bauliche Maß­ nahmen setzen und das Stromnetz über Nacht generell abschalten“, sagt Pichler. Auch die richtige Raumtemperatur kann entscheidend für die Schlafqualität sein: Die ideale Schlafzimmertemperatur liegt zwischen 16 und 18 Grad, Stoßlüften vor dem Schlafengehen begünstigt einen er­ holsamen Schlaf.

Feng Shui. Auch nach der daoisti­ schen Harmonielehre Feng Shui ist das Schlafzimmer der wichtigste Raum im Haus. Ziel des Feng Shui ist die Har­ monisierung des Menschen mit seiner Umgebung, die durch eine besondere Gestaltung der Wohn- und Lebensräume erreicht werden soll. Dies kann beispiels­ weise durch Befreiung von schädlichen Einflüssen erfolgen oder durch die op­ timale Ausrichtung einzelner Möbel­ stücke. Schlafen unter massiven und drückenden Balken, tiefen Dachschrä­ gen oder gar vor dem Fenster ist ein absolutes No-go, ebenfalls das Anbrin­ gen von Spiegeln gegenüber des Bet­ tes. Unter Verwendung von zahlreichen Hilfsmitteln wie Windspielen, Kristallen, Zimmerbrunnen, Goldsteinen, farbigen Stoffen oder Wasserpostern kann der Fluss der Lebensenergie Qi in Wohn­ räumen jedoch leicht reguliert werden. Elektrosmog. Doch nicht nur die Ein­ richtung selbst spielt bei der Gestaltung eines entspannten Schlafumfeldes eine Rolle. Auch wenn das Schlafzimmer be­ reits einer himmelsähnlichen Ruheoase

gleicht, können digitale Störfaktoren wie Fernseher, Computer, W-LAN-Boxen oder Handys einen geruhsamen Schlaf verhindern. Wer die „Arbeit“ in Form von Handy oder PC unmittelbar vor sich sieht, kann nur schwer zur Ruhe kommen. Falls kein eigenes Arbeitszim­ mer vorhanden ist, sollten Arbeits- und Schlafbereich zumindest durch Raum­ trenner optisch unabhängig voneinan­ der platziert sein. „Elektronische Geräte

Fazit. Geschmäcker sind verschieden – alles kann, nichts muss! Auch knallrote Wände mit grellen Neonlichtern können für ein paar Menschen entspannend wirken. Trotzdem lassen sich mit nur wenigen Handgriffen, kleinen Details und ausgewählten Farbkombinationen unscheinbare Räume in wohnliche, stim­ mige Schlafgemächer verwandeln, die zum Träumen einladen. v

Wiederholung in Material und Farbe erzeugt eine angenehme Stimmung im Raum. Lichtquellen sollten eher dezent sein.

FOTOS: ISTOCK/THINKSTOCK, HOMEART GARTNER

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Pichler. Dasselbe gilt übrigens auch für Teppiche: Ein schöner Teppich kann ein­ zelne Elemente im Zimmer verbinden, so­ dass sie weniger verloren wirken und eine stimmige Einheit bilden. Details wie diese tragen maßgeblich zum Wohlfühleffekt bei und geben dem Raum eine eigene Sig­ natur. Auch die Wahl der Lichtquellen hat einen großen Einfluss auf die Raumwir­ kung. „Während früher eine helle Decken­ leuchte das Mittel der Wahl war, greift man heute eher auf dezentere Stehlam­ pen oder dimmbare Nachttischlampen zurück, da sanftes Licht besser auf den Schlaf vorbereitet“, so Pichler.


sedda Polstermöbel – Einrichten mit maßgeschneidertem Komfort Wohlfühlen, auftanken und genießen – aber auch Freunde empfangen, Feste feiern und gemütliche Abende ­verbringen: Zu Hause möchten wir uns so einrichten, wie es uns gefällt. Individuell. Keine Kompromisse machen und den eigenen Stil leben: Das gilt insbesondere für die Polstermöbel. Sie stehen im Mittelpunkt, müssen in Form sowie Farbe gefallen, perfekt in den Raum passen und flexibel sein. Wie die Sofas von sedda. Sie verwandeln sich vom re­ präsentativen Sitzmöbel zum gemütlichen Rela­ xer oder zur bequemen Bettstätte. Auch in der Planbarkeit überzeugen sie mit Sitzvergnügen nach Maß: Dank des vielfältigen Typenplans las­ sen sich Wohnlandschaften nach persönlichen Vorgaben zusammenstellen.

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Fertigung nach Sondermaß. „Individualität spielt bei der Wahl des Polstermöbels eine entscheidende Rolle“, erklärt Roland Ragailler, Geschäftsführer des österreichischen Pols­ termöbelherstellers sedda. „Das gilt für den Sitzkomfort ebenso wie für das Design oder die Funktionen.“ Der Premiumhersteller fer­ tigt deshalb jede Couch auf Kundenwunsch.

„Um wirklich jeden Wunsch zu erfüllen, ist bei sedda auch eine Fertigung nach Sonder­ maß möglich“, unterstreicht Roland Ragailler. Mit einer großen Farbpalette von rund 300 Designs und Stoffen sowie etwa 40 Lederqualitäten stellen sich die Sofas in allen ­Nuancen auf anspruchsvolle Besitzer ein. Einzigartige Funktionslösungen. Ob Federkern, Kaltschaum, straff oder leger gepolstert, verschiedene Sitzhöhen und -tiefen bis hin zum Boxspring-Komfort – bei sedda sind Spezialisten am Werk. Das gilt auch für alle Funktionen, die von den In­ genieuren im eigenen Haus konzipiert und patentiert wurden. Geschäftsführer Roland Ragailler: „Als Pionier in Sachen Multifunktio­ nalität bieten wir formschöne Designmöbel mit einzigartigen Funktionslösungen, die wir ständig weiterentwickeln.“ Mit den paten­ tierten Auszugsmechanismen „easy®“ und „quick®“ hat sich das Unternehmen seit vielen Jahren als Spezialist für flexible Schlafsofas im Markt etabliert. Darüber hinaus hält der Polsterspezialist noch weitere Innovationen bereit, wie die sedda-Powerstation. Mit der neuen integrierten Ladeeinheit lassen sich

Smartphones, Tablets und Laptops bequem und direkt am Polster aufladen. Viele Möglichkeiten. Über 50 Jahre österrei­ chische Handwerkserfahrung aus Wallern steht für 100 % Qualität made in Austria, individu­ elle Planungsmöglichkeiten und nahezu unbe­ grenzten Gestaltungsfreiraum. Die bekannte sedda Gemütlichkeit kann übrigens in den Schauräumen Wallern und Wien 23 in natura ausprobiert werden.

Kontakt: sedda Polstermöbel – erhältlich im guten Fachhandel sedda Polstermöbelwerke Modellschau geöffnet Mo – Fr 9 bis 18 Uhr, Sa 9 bis 12 Uhr Mitterweg 45, 4702 Wallern/Trattnach Tel.: 07249 441-55 www.sedda.at

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Luxus im Kinderzimmer EDEL. Fßr kleine Prinzessinnen und Prinzen ist das Beste gerade gut genug – und zwar nicht nur bei Mode und Accessoires, sondern auch beim Wohnen. Von Margit Wickhoff

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chlafen im Baumhaus oder im Heißluftballon, gemütlich am Raketensofa lümmeln oder im Stubenwagen vom französi­ schen Designer schlummern – kleine Trendsetter residieren in Kinder­ zimmern, für die dieser Begriff eigentlich gar nicht ausreicht. Denn die Fantasie­ welten, die in international angesagten Möbelmanufakturen entstehen, haben mit Einrichtung im klassischen Sinn schon fast nichts mehr gemein. Sie schaf­ fen Raum für kleine Abenteurer, süße Feen oder große Entdecker und das nicht nur mit einzigartiger Optik, sondern auch mit hochwertigsten Materialien. Engel und Bengel. Dass Mama und Papa dafür tief in die Tasche greifen müssen, versteht sich von selbst, wobei dabei weniger der Luxusaspekt, sondern meist eher der Wunsch nach besonde­ rer Optik und Qualität im Vordergrund steht, wie Möbelhändler Herbert Lock betont. Gemeinsam mit seiner Frau Petra betreibt er den Onlineshop engel undbengel.com und den dazugehörigen Laden in München. Das Sortiment von Engel und Bengel umfasst eine Auswahl exklusiver Kinder-Möbel, -Beleuchtung und -Wohnaccessoires für Kunden mit gehobenen Ansprüchen und dem Sinn fürs Besondere: „Wir beobachten ganz klar, dass schönes Design auch bei Kin­ dermöbeln immer mehr an Bedeutung gewinnt, wobei unsere Kunden auch großes Augenmerk auf die Herstellung und die Art der verwendeten Materialien legen.“

FOTO: CIRCU MAGICAL FURNITURE, WWW.CIRCU.NET

Der „Bun Van“ von Circu erinnert an den Camper Fillmore aus dem Disney-Film Cars –- da wird das Schlafengehen zum Roadtrip.

Natur. So ist der Wunsch, die Natur in den Wohnraum zu holen, wie generell am Möbelmarkt, auch im Kinderzimmer spürbar: „Holzelemente dürfen und sol­ len als solche erkennbar sein, Naturmate­ rialien sind gefragt“, erklärt der Experte. Sichtbar wird das etwa bei der Möbel­ manufaktur Mathy by Bols, deren Möbel mit dem Werkstoff Holz und der fanta­ sievollen Umsetzung von Schlafplätzen mitunter sogar echtes Outdoor-Fee­ ling kreieren. Als Draufgabe gibt’s bei Mathy by Bols auch gleich noch das gute Gefühl, mit dem Kauf einen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung zu leisten. So bestehen die Produkte der belgischen Möbelmacher zum Teil aus recycelten Materialien, garantiert aus nachhaltig angebautem Holz und Farben auf Wasserbasis, die weder Gesundheit noch Umwelt belasten.

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„Rocky Rocket“ von Circu ist ein interaktiver Sessel im Mondraketen-Design. Hier gehen kleine Buzz Lightyears auf Mondexpedition.

Handwerksbetrieben unter fairen und nachhaltigen Bedingungen hergestellt. Pompös. Ein totaler Kontrast zur nordi­ schen Schlichtheit ist das kunterbunte, geradezu pompöse Design von Circu Furniture aus Portugal. Mit dem Ziel Kin­ derträume zur Realität werden zu lassen, kreieren die Designer von Circus einzigar­

tige Zauberwelten. Dass sich Eltern damit die unerfüllten Wünsche ihrer Kindheit erfüllen, ist eine Karte, die die Macher von Circu ganz bewusst ausspielen. So lautet die Mission des Unternehmens mit den Eltern zusammenzuarbeiten, um deren inneres Kind wertzuschätzen und die Visionen und Wünsche ihrer Kinder zu erfüllen. Einfach ausgedrückt:

Prinzessinnen-Bettwäsche von Snurk, gesehen bei cuckooland.com

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Flugzeugbett „Sky B Plane“ für unvergessliche Traumreisen von Circu, Preis auf Anfrage beim Hersteller.

und Accessoires bilden »denMöbel Rahmen, in dem Kinder

kreativ sein können. Je mehr Möglichkeiten sie bieten, desto besser.

»

Herbert Lock, Geschäftsführer von engelundbengel.com

FOTOS: CIRCU MAGICAL FURNITURE, WWW.CIRCU.NET, WWW.CUCKOOLAND.COM

Nordisch. Ein weiterer erkennbarer Wohntrend im Kinderbereich ist, so Her­ bert Lock, ganz eindeutig der nordische Stil. Klare Linien und Formen, ästhetische Einfachheit und seine schlichte Zeitlosig­ keit machen ihn zum All-Time-Hit, nicht nur für Kleinsten, sondern auch später im Jugendzimmer. Paradebeispiel dafür ist die Marke Oliver Furniture. Die Mö­ belstücke des Unternehmens mit Sitz auf der Insel Seeland etwas nördlich von Ko­ penhagen sind – so besagt es die Firmen­ philosophie – gemacht, um Generationen zu überdauern. Und zwar nicht nur im praktischen Sinn der Nutzung, sondern auch im Sinne einer Lebensweise, die auf unsere Kinder und Kindeskinder Rück­ sicht nimmt: Der gesamte Holzbedarf der Möbel stammt aus europäischen Wäldern und die Produkte werden in europäischen


Papa darf endlich gemeinsam mit dem Sohnemann im Flugzeugbett ins Land der Träume fliegen, und Mama darf mit der Lieblings-Tochter im Meerjungfrauen-­ Muschel-Bett kuscheln – zauberhaft. Funktionalität. Zurück ins echte Leben, wo der schöne Schein im Kinderzimmer nur so lange währt, bis die Kinder den Raum tatsächlich bewohnen. Klafft zwi­ schen Design auf der einen sowie Funkti­ onalität und Qualität auf der anderen Seite nicht doch irgendwie immer eine Lücke? „Keineswegs“, sagt dazu Herbert Lock, im

Gegenteil: „Am Ende des Tages will jeder Möbelhersteller und Händler zufriedene Kunden, denn ein Einrichtungsgegen­ stand kann noch so schön sein, wenn er fehlerhaft ist oder sich in der Praxis nicht bewährt, hat er keinen dauerhaften Platz im Sortiment.“ Onlinekauf. Weil die Kunden also trotz hoher optischer Ansprüche auch ganz genau wissen wollen, was sie von ei­ nem Produkt erwarten können, ist der Beratungsbedarf beim Möbelverkauf hoch. Schwer vorstellbar, dass trotz die­

ser Tatsache Online-Shopping auch bei Kindermöbeln voll im Kommen ist: „Wir haben im Online-Bereich stark wach­ sende Umsätze, unser Shop hat unse­ ren stationären Laden, wo wir bei den Ausstellungsflächen natürlich begrenzt sind, bereits überholt.“ Das Kinderzimmer einrichten, ohne die Möbel vorher live gesehen und angefasst zu haben? Geht das? „Ja, indem man online umfassende Informationen zur Verfügung stellt und telefonisch oder per E-Mail für Fragen zur Verfügung steht.“ Moderne Eltern gehen also mit der Zeit. v

FOTOS: OLIVER FURNITURE, THÉOPHILE & PATACHOU, MATHY BY BOLS

Links: Schlichtes Design der Wood Collection von Oliver Furniture. Rechts: Stubenwagen von Théo­ phile & Patachou um über 1.000 Euro. Unten: Eisenbahn-Bett von Mathy by Bols. Alles gesehen bei engelundbengel.com

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FOTO:

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Neue Dynamik für „Sicher Vermieten“

Mietzins gedeckelt. Aufgrund der Bestim­ mungen der Mindestsicherung – die bei den Gemeinden vorgemerkte Zielgruppe, die für

Details zur Mietgarantie. Da es hin­ sichtlich der Mietgarantie des Landes in der Vergangenheit zu Missverständ­ nissen gekommen ist: Die Mietgaran­ tie gilt nicht bereits ab „Bereitstellung der Wohnung“, sondern bezieht sich auf konkrete Mietausfälle während eines aufrechten Mietverhältnisses. Das Land gibt keine Garantie ab, dass die Wohnung bereits ab dem nächsten Monatsersten vermietet ist. Ebenso kann die Mietgarantie nicht für die Leerstände zwischen zwei Vermietungen in Anspruch genommen werden. Details zu „Sicher Vermieten“ gibt es unter www.vev.or.at/ sicher-vermieten.

Durch einen Projekt-Kümmerer wird »Sicher Vermieten neue Dynamik erfahren.« VEV-Präsident RA Dr. Markus Hagen

FOTOS: VORARLBERGER EIGENTÜMERVEREINIGUNG

Nun auch Einfamilienhäuser dabei. Gute Nachrichten gibt es bei „Sicher Vermieten“ auch in anderer Hinsicht: Auch Einfamilien­ häuser können nun über das Projekt ver­ mietet werden. Die Rahmenbedingungen für potenzielle Vermieterinnen und Vermieter bleiben dabei dieselben: Land Vorarlberg, VOGEWOSI und die VEV übernehmen die Beratung, die Abwicklung der Mietverträ­ ge, die laufende Verwaltung und garantie­ ren pünktliche Mieteinnahmen. Für diese umfassenden Sicherheiten nehmen Vermie­ terinnen und Vermieter einen gedeckelten Mietzins in Kauf.

„Sicher Vermieten“ infrage kommt, bezieht in vielen Fällen Mindestsicherung – sind die Mietzinseinnahmen gedeckelt. Die absolute Netto-Miete ist mit einer Wohnfläche von 130 Quadratmetern gedeckelt – und ent­ spricht somit 1.002,30 Euro in Gemeinden mit über 10.000 Einwohnern bzw. 891,80 Euro in allen anderen Gemeinden. Einfami­ lienhäuser und große Wohnungen sind dar­ über hinaus grundsätzlich für Familien mit Kindern und für Menschen mit begründ­ barem Mehrflächenbedarf vorgesehen.

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Das maßgeblich von der Vorarlberger Eigentümervereinigung initiierte Leerstandprojekt „Sicher Vermieten“ erhält nun personelle Unterstützung. Eine Kümmerin bzw. ein Kümmerer soll sich fortan aktiv um leerstehende Wohnungen bemühen. Neu ist auch: „Sicher Vermieten“ ist um Einfamilienhäuser erweitert worden.


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Kochen KÜCHENREVOLUTION. Der Kühlschrank, der für uns mitdenkt, die Arbeitsplatte, die zum Tablet mutiert – der digitale Vormarsch in der Küche.  Von Marcus Stoimaier

FOTO: BSH GROUP

ohne Limits


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Der vernetzte Haushalt: Die App für den Geschirrspüler bestellt automatisch Tabs nach.

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Home-Connect: Via Tablet oder Handy lässt sich heutzutage sogar schon die Kaffeemaschi­ ne steuern.

Lebensbereich geworden – freilich vor­ ausgesetzt, dass man das auch möchte … Kühlschrank-Kamera. Entscheidet man sich für eine Küche 4.0, kann man aus einem breiten Angebot wählen. Vom Handy aus lassen sich längst Geräte wie das Backrohr, die Kaffeemaschine oder der Geschirrspüler bedienen. Per App (z. B. „Simply Yummy“) gibt’s die besten Rezepte, die dank Schritt-für Schritt-An­ leitung selbst für den größten Kochba­ nausen einfach umzusetzen sind – die Backofeneinstellungen werden dann nämlich direkt ans Gerät geschickt, die

Einkaufsliste gibt es ohnehin, wenn man will, kann man sogar im Onlineshop be­ stellen. Und wenn man gerade unterwegs ist, kann man via vernetzter Innenkamera auch gleich in den Kühlschrank schauen, was man denn für das Festmahl oder das romantische Dinner noch benötigt. Home-Connect. So ist etwa beim Bran­ chenriesen Bosch die vernetzte Küche quer durch alle Produktkategorien seit zwei Jahren komplett. „Wir registrieren eine kontinuierlich steigende Nachfrage im Home-Connect-Bereich. Mit dem Aus­ bau der Produktpalette und natürlich auch

FOTOS: BSH GROUP

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ssen ist fertig!“, hallt es aus der Küche. Ein Ausruf, den sich alle passionierten Ho­ bbyköchinnen und Hob­ byköche eigentlich getrost sparen könnten – künftig bekommen nämlich alle Gäste die Einladung, doch bitte zu Tisch zu kommen, bequem per Mail aufs Handy, automatisch vom Back­ hofen verschickt versteht sich, der erkennt nämlich selbst, wann der Schweinsbraten nun richtig knusprig ist. Die digitale Re­ volution ist längst ins Allerheiligste eines jeden Haushalts vorgedrungen. Die Küche ist zu einem durch und durch vernetzten


Die Arbeitsplatte verwandelt sich ins Tablet – der Kühlschrank denkt selbst mit.

Mitdenker. Ganz neu ist die Funktion Lebensmittelerkennung mit Lageremp­ fehlung für vernetzbare Bosch-Kühl­ schränke mit Innenraumkameras. Dabei

erkennt das Gerät automatisch rund 60 verschiedene Obst- und Gemüsesorten und gibt per App Hinweise zum idealen Lagerort. Will man etwa Salat auf eine der Glasplatten im Kühlbereich legen, rät die App ab und empfiehlt die Lagerung im sogeannten „Vita-Fresh-Bereich“. So werden Lebensmittel immer opti­ mal aufbewahrt, bleiben länger frisch und müssen seltener entsorgt werden. Damit nicht genug, unterstützt „Home Connect“ durch diverse digitale Partner­ schaften auch beim Onlineshopping von Lebensmitteln und beim rechtzeitigen Nachkaufen von Reinigungsmitteln.

zeitlose Designerküchen perfekt integriert

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des Services haben wir auf diese Entwick­ lung auch längst reagiert“, sagt Christine Bauer, Sprecherin der BSH-Group, die neben Bosch auch für Marken wie Sie­ mens, Gaggenau oder NEFF verantwort­ lich zeichnet. BSH hat deshalb im Vorjahr auch die Plattform „Home Connect“ ge­ launcht, bei der sich quasi der gesamte Haushalt vernetzen und bequem per Handy oder Tablet steuern lässt.


Da kann nichts mehr schiefgehen – mit den Assistenz­ programmen der Backöfen gelingt jedes Dinner.

Kaffee per Fingertip. Auch beim Kaf­ fee muss man sich nicht mehr mit mü­

den Augen nach dem Aufstehen mit der Zubereitung herumplagen – die Kaffee­ vollautomaten von Siemens oder NEFF bereiten den Lieblingskaffee bequem per Sprachsteuerung oder Fingertip am Handy zu, die App merkt sich die belieb­ testen Zubereitungsarten und aktualisiert

diese regelmäßig. Nur das Häferl muss man noch selbst hinstellen … Induktion Revolution. Mit einer ab­ soluten Neuheit konnte unlängst Sie­ mens auf der IFA in Berlin aufwarten. Das neue „freeInduction Plus“ Koch-

FOTOS: BSH GROUP

Der integrierte „Tab-Counter“ weiß zum Beispiel immer, wie viele Geschirrspül­ tabs noch vorhanden sind, und bestellt diese auf Wunsch automatisch nach.

40 Zeitloses Design trifft Technik von heute

Die Retro-Serie von Russell Hobbs. mit Edelstahlschaft garantieren durch ihr spezielles Design ein besseres Mixen von Cremes, Desserts, Sahne und Eischnee. Dank des vielfältigen Zubehörs und zwei Geschwindigkeitsstufen plus Impuls-/

Ice-Crush-Funktion bietet der Retro Food Processor eine Vielzahl von Zubereitungs­ möglichkeiten. Die Retro Speisenzuberei­ tungsserie ist zudem in der Farbvariante Vintage Cream verfügbar.

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Mixen, schneiden, raspeln: Ausgestattet mit drei Geschwindigkeitsstufen und einer Impuls-/Ice-Crush-Funktion eignet sich der Retro Ribbon Red Glas-Standmixer für die Zubereitung vielerlei Speisen wie etwa Shakes, Suppen und Smoothies. Für ein 40 % gleichmäßigeres Mixergebnis ist der Retro Ribbon Red Stabmixer mit der InfinityMix-Technologie ausgestattet. Der 500 Watt starke Retro Ribbon Red Handmixer verfügt über vier verschiedene Geschwin­ digkeitsstufen sowie eine zusätzliche Tur­ bofunktion. Zwei spülmaschinengeeignete Helix-Quirle aus glasfaserverstärktem Nylon

FOTO: BEIGESTELLT

Ganz im Stil der 50er-Jahre, ohne jedoch auf moderne Technik zu verzichten, sorgt die Retro Ribbon Red Speisenzubereitungsserie von Russell Hobbs, bestehend aus einem Food Processor, einem Glas-Standmixer, einem Stabmixer und einem Handmixer, künftig für ein ganz besonderes Flair in der Küche.


Die Essenseinladung kommt per E-Mail – versendet vom Backofen … Romantischer geht’s in der Küche dann fast nicht mehr.

feld verspricht Kochen ohne Limits. Auf 90 Zentimetern Breite können erstmals bis zu sechs Töpfe und Pfannen jeder Form und Größe beheizt werden – und zwar vollflächig, überall auf dem Kochfeld. Der technologische Schlüssel dazu liegt unter der Glaskeramik: Dort befinden sich 56

ovale Mikro-Induktoren, die automatisch erkennen, wo das Kochgeschirr steht und welche Form es hat – sie werden nur dort aktiv, wo ihre Power benötigt wird. Tablet. Auf der IFA feierte auch PAI seine Weltpremiere – der Projek­

Genial: das Etagenbecken. Beckenserie BLANCO ETAGON.

tor von Bosch verwandelt jeder Ar­ beitsplatte in der Küche in ein Tablet. Ein integrierter 3-D-Sensor erfasst die Berührungen des Interface durch den Nutzer und ermöglicht so die Taststeuerung der Bedienfläche. So hat man etwa das richtige Rezept immer direkt vor der Nase – oder surft einfach im Internet, wenn das Kochen ohnehin schon digital läuft. Wermutstropfen: PAI soll im Februar 2019 in China und später auch in den USA auf den Markt kommen – wann und ob es auch in Ös­ terreich erhältlich sein wird, steht noch nicht fest. Auf diesen Schock könnten wir uns eigentlich einen Kaffee gönnen: „ALEXAAA …“. v

Die schönen Dinge im Leben machen einfach Freude. So wie Armaturen und Spülen von BLANCO. Sie vermitteln das Gefühl, etwas Besonderes zu besitzen. Wenn man morgens aufsteht und Kaffee trinkt oder abends gemeinsam kocht. Wenn man sich mit Freunden trifft oder sich allein etwas Leckeres zubereitet. Wenn alles fließend abläuft, man sie berührt oder sich einfach nur an ihrem Anblick erfreut.

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Neuester Möbeltrend für Ihre Traumküche

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Lebensraum Küche. Die Küche öffnet sich immer mehr zum Ess- und Wohnzimmer hin. Sie verschmilzt geradezu damit und wird so zu einem viel genutzten Raum. Hier treffen sich Familie und Freunde, hier wird gekocht, gewohnt und gelebt. Die Küche als beliebter Treffpunkt jeder Wohnung. Da ist es nur all­

zu verständlich, dass die Ausstattung einer Küche immer wichtiger wird. Heute hat man einfach Freude zu zeigen, wie man in seinen eigenen Räumen wohnt. Und da sind neue Designideen mit viel Raum für Individuali­ tät gefragt! Möbelfronten in beeindruckend dünnen Ausführungen und in außergewöhn­

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Küchen mit dünnen Fronten in außergewöhnlichen Materialien liegen stark im Trend. Zudem erlauben sie viel Individualität. Der Höchster Beschlägehersteller Blum hat die passende Lösung, mit der jede Küche zur persönlichen Traumküche wird.

FOTOS: BLUM

Küchen mit dünnen Fronten in außergewöhnlichen Materialien, wie Naturstein, Keramik, HPL oder Corian liegen stark im Trend.


Dünne Fronten bringen das schlanke Design von Legrabox besonders gut zur Geltung.

lichen Materialien, wie z. B. aus sehr harten Materialien, wie Naturstein, Keramik, HPL oder Mineralwerkstoffen (Corian), treffen Zeitgeist und Trend. Blum hat die Lösung. Egal, ob Klappen, Türen oder Auszüge – für diesen neuen De­ signtrend hat Blum eine passende Lösung entwickelt: das innovative Befestigungssys­ tem Expando T. Damit lassen sich Möbelideen zeitgemäß und ganz einfach realisieren. Dank dünner Fronten in außergewöhnli­ chen Materialien erhalten Möbel eine ganz persönliche Note. Für noch mehr Komfort im Küchenalltag bietet Blum – abgestimmt auf die gewünschte Komfortstufe und die jeweilige Einbausituation in der Küche – vier verschiedene Bewegungstechnologien, auf elektrischer oder mechanischer Basis. Überzeugen Sie sich selbst. Fragen Sie beim Tischler Ihres Vertrauens nach Produk­ ten von Blum. Lassen Sie sich kostenlos be­ raten und probieren Sie Blum-Schrankideen selbst aus im Blum-Schauraum in Dornbirn.

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Happy mit Hygge & Co. D

ie Dänen mögen es hyg­ gelig, die ­Schweden leben nach Lagom und die Japa­ ner s­ chwören auf Wabi-Sa­ bi. Hinter all diesen Trends

steckt eine Gegenbewegung zu unserer digitalen, schnelllebigen Zeit. Es geht um ein Lebensgefühl, das nach Reinheit, Na­ türlichkeit, Entschleunigung und Besin­ nung auf das Wesentliche strebt. Auch die

eigenen vier Wände werden nach dieser Philosophie ausgerichtet, was aber nicht heißt, dass nur Minimalismus und Puris­ mus die Herrschaft übernehmen, sondern sehr wohl auch die Gemütlichkeit zählt.

FOTOS: ALVHEM

GESCHMACKVOLL. Hygge, Lagom, Wabi-Sabi … was sich anhört wie exotische Gerichte, sind Lebensphilosophien, die zufriedener und glücklicher machen sollen. Dabei spielt auch die Einrichtung des eigenen Zuhauses eine wichtige Rolle.  Von Conny Engl


Die Kombination von unterschiedlichen Materialien und gedeckten Farbtönen – vorrangig Grau, Blau und Rosé – steigert im Wohnzimmer den Wohlfühlfaktor.

Hygge-Feeling. Der dänische Wohl­ fühl-Trend hat uns schon im Vorjahr erreicht und unser Zuhause vor allem in der kalten Jahreszeit in eine lauschige Kuschel-Oase verwandelt. Doch Hygge, was so viel heißt wie „Gemütlichkeit der Seele“, ist keineswegs nur wintertaug­ lich. Auch wenn sich der Stil farblich am Scandi Chic orientiert – also Schwarz-, Grau- und Brauntöne zum Einsatz kom­ men –, bringt er mit seiner Grundfarbe Weiß eine Frische und Leichtigkeit in die Räume. Pastellfarben wie Rosé, Hellblau oder Minze sind ebenso erlaubt. Dazu

gesellen sich helle Holzböden sowie alte und neue Möbel in unterschiedlichen Holzarten. Accessoires aus natürlichen Materialien, schönes Geschirr, Lang­ florteppiche und ein Ohrensessel mit Hocker unterstreichen das gemütliche Gesamtbild. Im Gegensatz zum Boho Style wird hier die Wohnung aber nicht mit Dekomitteln überladen. Das Credo lautet: Alles mit Maß und Ziel – es soll immer schön luftig und dezent wirken. Einrichten auf Hyggisch heißt auch: War­ mes, sanftes Licht! Mehrere dimmbare Lampen mit warmer Farbtemperatur –

FOTOS: DVA, IBEN & NIELS AHLBERG/GAP INTERIORS

BUCHTIPP Marion Hellweg, Hygge! Das neue Wohnglück Verlag DVA, 30,80 Euro In diesem Buch dreht sich alles um „Hygge“. Einrichtungsexperten zeigen anhand persönlicher Home Tours, wie man sich den Wohlfühl-Trend aus Dänemark in die eigene Wohnung holt. Ent­decken Sie unzählge Ein­ richtungs- und Lifestyle-Inspirationen zum Entspannen und Genießen.

wohldosiert im Raum verteilt – schaffen eine stimmungsvolle Atmosphäre. Ein Muss sind natürlich auch Arrangements aus Teelichtern, Stumpenkerzen und Kerzenhaltern. Dazu noch sanfte Mu­ sik, Gespräche mit Freunden, leckeres Essen – und dem Hygge-Feeling steht nichts mehr im Weg. Die goldene Mitte. Das ­schwedische Geheimrezept für Ausgeglichenheit lau­ tet Lagom. Frei übersetzt bedeutet das in etwa „nicht zu viel und nicht zu we­ nig, gerade recht“, sprich: das richtige Maß finden – in allen Lebensbereichen. In Bezug aufs Wohnen heißt das: Neut­ rale Farben, klare Formen, Möbel, die Ruhe ausstrahlen, nichts Prunkvolles oder Verspieltes – nur vereinzelt werden kreative Akzente gesetzt. Im Gegensatz zu Hygge ist dieser Trend nicht ganz so kuschelig, aber dennoch gemütlich. Er dient als Kontrastprogramm zur all­ gegenwärtigen Reizüberflutung. Weiße Möbel, zarte Pastellfarben und schlich­ te, unauffällige Accessoires wirken in Kombination besonders beruhigend – sowohl fürs Auge als auch für die Seele. Lagom ist nicht laut, sondern leise und folgt damit dem Prinzip „Weniger ist mehr“. Funktionalität, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit stehen im Vorder­ grund. Lagom leben heißt, auch

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MODEL FOTO: COLOURBOX.DE

Das Haus, die Heimat, die Beschränkung »– die sind das Glück und sind die Welt.« Theodor Fontane, deutscher Schriftsteller (1819 – 1898)

Schönheit des ­ U nvollkommenen. Die japanische Form des Purismus nennt sich Wabi-Sabi. Eng verbunden mit dem Zen-Buddhismus, geht es bei diesem Konzept darum, die Ästhetik in der Einfachheit und Unvollkommenheit zu schätzen – die verborgene Schönheit hinter all dem ­oberflächlichen Glanz und Schein zu erkennen. Wie bei jeder Art des Purismus wird auch hier Wert auf Qua­ lität gelegt, jedoch haben Gebrauchsspuren an Möbelstücken ihre Berechti­ gung. Unbehandeltes Holz, natürliche Textilien, handgeformte Keramik und asymmetrische Formen finden sich in dieser Art von Wohnen wieder. Farblich

Die Natürlichkeit des Holzes vereint mit dezenten aber kuscheligen Accessoires sorgt für eine hyggelige Atmosphäre.

präsentiert sich Wabi-Sabi in Weiß, de­ zentem Grau oder gedeckten Erdtönen. Wie auch bei den Trends aus Skandina­ vien spielen dezente Lichtquellen eine große R ­ olle. Sie erzeugen die nötige Wärme, die der minimalistische Ein­ richtungsstil verlangt. So wirken die Räume nicht seelenlos, sondern har­ monisch und einladend. Der amerika­ nische Autor Richard R. ­Powell definiert Wabi-Sabi mit folgender schönen For­ mulierung: „Beschränke alles auf das Wesentliche, aber entferne nicht die Poesie. Halte die Dinge sauber und unbelastet, aber lasse sie nicht steril werden.“ v

FOTOS: IRENE SANDVED LUNDE/HEIDI HOLDING

verantwortungsvoll mit wertvollen Ressourcen wie Wasser und Strom umzugehen – was nicht nur unser Kon­ to, sondern auch uns ausgeglichener werden lässt.

FOTO: COLOURBOX.DE

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Inspiriert von der Natur, produziert mit dem 3D-Drucker – der Stuhl „Bow“ von Zaha Hadid Architects für das spanische Designstudio Nagami.

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Möbel aus dem

Drucker ZUKUNFTSWEISEND. Innovative 3D-Druckverfahren revolutionieren die produzierende Industrie und machen auch vor der Möbelherstellung nicht halt. Das ist das Möbeldesign von morgen.  Von Margit Wickhoff


Vielfältig. Vom Lampenschirm über Lounge-Möbel bis zum Stuhl, dessen Design eine Hommage an den Erbauer des Eiffelturms, Gustave Eiffel, darstellt – Kunst wird mit dem 3D-Drucker zum Möbelstück.

FOTOS: ZAHA HADID ARCHITECTS/ANGEL FERNANDEZ NUÑEZ, VENTURY.FR/EMMANUEL TOURAINE

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chuhe, Kleidung, Schmuck, Alltagsgegenstände oder so­ gar das eigene Porträt als Mi­ nifigur zum Angreifen – vieles kann heute per Knopfdruck im Drucker entstehen. Das Zauberwort, das dahintersteckt, heißt 3D-Technolo­ gie. Ausgeklügelte Software und Algo­ rithmen sowie aufwendige Hardware machen möglich, was bis vor wenigen Jahren noch undenkbar war und die Zu­ kunft der Produktion in vielen Branchen neu definiert. Denn 3D-Druck ermöglicht es Designern und Produzenten völlig neue Wege zu gehen. Massentauglich. Anschaulich und im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar wird das, wenn man einen Blick auf die Möbelbranche wirft. Hier gewinnt die Technologie zunehmend an Bedeutung und erobert langsam, aber sicher auch die großen Hersteller. So präsentierte etwa IKEA im Jahr 2017 mit seiner PS-Kollektion einen Strickstuhl, der mit einer vollau­ tomatisierten Strickmaschine hergestellt wird. Die Design-Vorlagen kommen aus dem Computer. Der Stuhl besteht aus einem pulverbeschichteten Stahlrahmen, an dem der 3D-gestrickte Stoff befestigt

49 ist – ein Hängematten-Sitzgefühl mit farblich passendem Sitzkissen in Rosa oder Grau gehalten. Zurück zum Anfang. Eine Vorreiterin der 3D-Möbelszene ist die im Jahr 2016 verstorbene Architektin Zaha Hadid. Sie sorgte schon 2014 mit einem 3D-druck­ baren Stuhl für Aufsehen und gehörte damit zu den ersten namhaften Desig­ nern, die sich mit der innovativen Tech­ nologie beschäftigten. Das Unternehmen der Star-Architektin, das seit ihrem Tod von ihrem Partner Patrik Schumacher geführt wird, entwarf erst Anfang 2018 anlässlich der Mailänder Design Week die beiden 3D-Stühle Bow und Rise für das spanische Designstudio Nagami. Die beiden futuristisch anmutenden Möbelstücke bestehen aus PLA, einem biologisch abbaubaren Rohstoff, der aus natürlichen Ausgangsprodukten wie etwa Maisstärke gewonnen wird und sich durch geringes Gewicht sowie ­besondere Stabilität auszeichnet. Multifunktionell. Auch der britische Industriedesigner Ross Lovegrove, der einst dem Sony Walkman sein Gesicht verlieh, gehört zu den Wegbereitern für

gedruckte Möbel. Und auch er beschäf­ tigt sich weiterhin mit der Thematik. So schuf er ebenfalls anlässlich der Design Week für Nagami mit Robotica TM einen multifunktionellen Hocker. Dieser kann nicht nur als Sitzgelegenheit, sondern auch als kunstvoller TV-Tisch oder Bei­ stelltisch dienen. Mit seiner Silikon-Be­ schichtung wird er bei Bedarf gar zur hitzebeständigen Abstellfläche für Spei­ sen, die direkt aus dem Ofen kommen. Neuer Jugendstil. Ein weiterer Visionär und Ideengeber der Szene ist der fran­ zösische Designer Emmanuel Touraine. Unter dem Label Ventury kreiert er Mö­ belstücke, deren Stil er selbst als „Neo Art Nouveau“ charakterisiert. Inspirati­ onen für seine Designs holt er sich bei Größen wie dem legendären Ingeni­ eur und Namensgeber des Eiffelturms Gustave Eiffel oder dem Architekten der Sagrada Familia, Antoni Gaudí. Auch die berühmten Illustrationen von Korallen, Seeanemonen oder Medusen des Bio­ logen und Mediziners Ernst Häckel dienen als Ideenquelle – insbesondere hinsichtlich der Ausführung der Objekte, wie der Designer erklärt: „Von der ­Natur geschaffene Konstruktionen,


V.l.n.r.: 3D-Strickstuhl von IKEA, futuristischer Hocker „Robotica TM“ von Ross Lovegrove und der Stuhl „Rise“ von Zaha Hadid Architects für Nagami.

Es wird nicht mehr lange dauern und »jedermann kann zu Hause am eigenen 3D-Drucker zum Designer werden. » Emmanuel Touraine www.ventury.fr

Formen und Strukturen können durch den 3D-Druck erstmalig ganz einfach auf andere Objekte übertragen werden. Da­ raus bieten sich völlig neue Zugänge im Designprozess.“ Vision. Emmanuel Touraines Vision ist es, die 3D-Drucktechnologie in Zukunft einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Möglich soll das nicht nur mit Opensource-Druckdateien werden, die man kaufen und individuell adaptieren kann, sondern auch mit einem weltwei­ ten Netzwerk an 3D-Druckern: „Derzeit sind sowohl Drucker als auch Materiali­ en noch sehr hochpreisig, aber das wird sich schon in wenigen Jahren ändern. Es wird nicht mehr lange dauern und jedermann kann zu Hause am eigenen 3D-Drucker zum Designer werden. Auch

große Hochleistungs-3D-Drucker wer­ den weltweit verfügbar sein.“ Zukunftsweisend. Und genau diese Verbreitung der Technologie bietet bei der Produktion von Waren völlig neue Möglichkeiten. So kann die sonst so aufwendige Herstellung von Prototy­ pen von der Automobilindustrie bis zur Möbelbranche mit dem werkzeuglosen 3D-Druck wesentlich einfacher und unkomplizierter erfolgen. Auch Trans­ portwege werden sich damit in Zukunft wesentlich reduzieren lassen, wie Emma­ nuel Touraine betont: „Ein Design kann in einem Land entworfen und anderswo auf der Welt, in unmittelbarer Nähe des Käufers, produziert werden. Daraus er­ geben sich nicht nur Kosteneinsparun­ gen, sondern auch wesentliche ökologi­

sche Vorteile, durch den Wegfall langer Transportwege.“ Und ein weiteres Plus: Die Interaktion zwischen dem Designer und dem Kunden erfährt ein komplett neues Niveau: „Kunden bekommen die Möglichkeit in den Designprozess ein­ zugreifen, ihre eigenen Wünsche einzu­ bringen. Das ist für die Kundenbindung von unschätzbarem Wert.“ Kunst. Weil bis dahin noch einige Jahre ins Land ziehen werden, beschränkt sich der Großteil des 3D-Möbelmarkts bis­ lang noch auf eine sehr kleine Zielgruppe an Kunden – Sammler und finanzstarke Liebhaber. Sie dürfen sich an Möbelstü­ cken erfreuen, die nicht nur durch ihre innovative Machart, sondern auch durch ihr einzigartiges Design kunstgewordene Grüße aus der Zukunft darstellen. v

FOTOS: IKEA, ZAHA HADID ARCHITECTS/ANGEL FERNANDEZ NUÑEZ

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ebenso wie die Selbstverwirklichung der Kunden – die breite Palette an Angeboten macht es möglich. In der Wohnabteilung finden Sie garantiert alle passenden Teile: Wohnlandschaften und Schränke, Sofas, Couchtische, Vorhänge und Accessoires! Besuchen Sie eines der XXXLutz Einrich­ tungshäuser und lassen Sie Wohnträume wahr werden. XXXLutz Fact-Box: ca. 21.600 Mitarbeiter in der XXXLutz-Gruppe ca. 566 Einrichtungshäuser (in Österreich, Deutschland, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, ­Kroatien, Bulgarien, Frankreich, Schweiz, Rumänien und Schweden). Seit vielen Jahren die Nummer 1 in Österreich!

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Gut Holz! M

assivholzböden und andere Holzelemente sind schon seit eini­ ger Zeit in unseren Badezimmern ange­ kommen. Neu ist hingegen der Trend zu Badewannen und Waschbecken aus dem

natürlichen Werkstoff. Die Palette reicht hier von Designerstücken bis zu urig an­ mutenden „Schaffelbädern“. Eines haben aber alle Designvarianten gemeinsam: Holz vermittelt immer eine besonders war­ me und gemütliche Atmosphäre und gibt dem Badezimmer einen exklusiven Touch.

Die Vorteile. Entgegen der landläufigen Vorstellung wird die nasse Holzoberflä­ che nicht rutschig und glitschig, sondern bleibt auch unter Wasser weich und grif­ fig. Zusätzlich bewirkt die geringe Wär­ meleitfähigkeit von Holz eine langsamere Abkühlung des Badewassers – ent­

FOTO: MARKUS BSTIELER

DAS GEWISSE ETWAS. Holz liegt auch in diesem Jahr voll im Trend und erobert immer mehr Räume. Diese Entwicklung macht auch vor dem Badezimmer nicht halt.  Von P. Deutsch


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Sachlichkeit und Materialität dominieren den Entwurf „Shell Basin“, das Waschbecken der Badmöbelserie Shell der Innsbrucker Designerin Nina Mair. Die fugenlose Schale wird aus Nussholz mittels CNC-Fräse herausgearbeitet, von Hand verfeinert und in mehreren Arbeitsschritten geölt. „Shell Basin“ ist im Onlineshop erhältlich: shop.ninamair.at

Besonders gut eignen sich harzreiche Hölzer, wie beispielsweise Lärchenholz. Der hohe Harzanteil sorgt für eine gute Versiegelung der Oberfläche. Von Sorten wie Ahorn oder Buche sollte man sich hingegen fernhalten. Diese sehen zwar gut aus, neigen aber dazu, aufgrund ih­ rer hohen Holzfeuchte, nachzutrocknen. Dadurch verzieht sich das Holz und be­ kommt im schlimmsten Fall Risse. Gut versiegelt. Die Zeiten, in denen Holzbadewannen regelmäßig von Hand neu geölt oder versiegelt werden muss­ ten, sind vorbei. Im Rahmen des Her­ stellungsprozesses werden sie nach und nach imprägniert, grundiert, versiegelt und häufig auch mit einem speziellen Kratzschutz versehen. Wer sich also für

Design-Highlight: Die Holzbadewanne „Ocean Sailor“ vom Schweizer Hersteller Bagno Sasso mit integrierten digitalen Armaturen Q Five.

eine Holzbadewanne interessiert, sollte sich vor dem Kauf über die Beständigkeit der Versiegelung informieren. Hersteller von günstigen Modellen sparen oft am falschen Ende und verwenden beispiels­ weise eine Versiegelung, die nicht aus­ reichend elastisch ist und nicht mit dem Holz arbeiten kann. Der Gesundheit zuliebe. Ein weite­ rer Vorteil offenbart sich beim Thema Heilbäder. Kräuter-, Moor- und Solebä­ der entfalten in Holzbadewannen eine besondere Wirkung. Der Grund dafür ist, dass sich die zugegebenen Zusätze nicht elektrostatisch aufladen und an den Rand angezogen werden. Die Partikel „schweben“ im Wasser und können ihre Wirkung uneingeschränkt entfalten. v

FOTOS: MARKUS BSTIELER, WWW.PPHILIPP.COM, BAGNO SASSO, WWW.BADEWANNE.AT, MARIA TSAKIRI, HOLZPRODUKTE ACHLEITNER

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spannten Stunden in der Wanne steht also nichts entgegen. Bedenken hinsichtlich der Haltbarkeit sind hingegen unbe­ gründet, die Erfahrung zeigt, dass eine Holzbadewanne eine Anschaffung „für die Ewigkeit“ ist. Auch die Reinigung ist erstaunlich einfach und hygienisch: Weil es bei Holz keine statische Aufladung gibt, kommt es auch nicht zu unangenehm an­ haftenden Schmutzrändern. Nach einem normalen Vollbad genügt in der Regel einfaches Ausspülen mit klarem Wasser. Zu beachten ist aber, dass Badewannen aus Holz nicht mit scharfen Reinigungs­ mitteln gereinigt werden. Diese könnten die Oberfläche beschädigen. Die Qual der Wahl. Hat man sich erst für eine Holzba­ dewanne entschieden, steht zunächst die Auswahl der Holzart auf dem Programm:


Klassische Formen dominieren bei den „Schaffelbad“-Wannen der Hersteller Achleitner (oben, www.holzprodukte-achleitner.at) und Balubad (unten, www.balubad.at).

Der Schweizer Hersteller Bagno Sasso setzt bei seinen Modellen „Ocean Shell“ (oben) und „Wave Diamond“ (unten) auf ausgefallenes Design. Mehr Modelle gibt’s unter www.bagnosasso.ch

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Die Holzbadewannen von Rupert Hirnsperger wurden mit dem Salzburger Handwerkspreis ausgezeichnet. www.holzbadewanne.at


Gelegenheit

macht Diebe EINBRUCHPRÄVENTION. Mechanische Sicherungen bei Fenstern und Türen und vor allem eine Abklärung der Schwachstellen durch die Polizei schützen vor unliebsamen Überraschungen.  Von Gert Damberger

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FOTO: TELENOT/BRIAN A. JACKSON/SHUTTERSTOCK.COM

Neben der Urlaubszeit ist der Spätherbst die zweite „Hauptsaison“ für Ein­ brecher. Keinesfalls sollte man den Wochenendtrip auf Facebook erwähnen.

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FOTOS: COLOURBOX.DE

ie Terrassentür ein­ geschlagen, die Schubladen durch­ wühlt und keine Spur vom neuen Laptop, der Schmuckschatulle und der Bargeldreserve. Eine „Über­ raschung“, auf die man liebend gern verzichten möchte und die doch jeder erleben kann. Laut Sicherheitsbericht des BMI gab es 2017 in ganz Österreich 11.802 angezeigte Wohnungs­ einbrüche. Im Vergleich zum Vorjahr war erfreulicherweise ein Rückgang um neun Prozent zu ver­ zeichnen. Die Anzeigen weisen somit erneut den niedrigsten Wert im Zehn-Jahres-Vergleich auf. „Die Aufklärungsrate beträgt 14,5 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Prozentpunkte gestiegen,“ heißt es im Sicherheits­ bericht. Abgeschreckt. Das Maßnahmenpaket gegen die „Dämmerungseinbrüche“ hat­ te gegriffen, vor allem in Wien, wo die Fallzahlen zurückgegangen sind. Er­ freulich ist, dass es bei über 40 Prozent aller Wohnraumeinbrüche beim Versuch geblieben ist und es den Tätern nicht ge­ lungen war, Diebesgut an sich zu raffen – ein Beweis für den verstärkten Eigen­ schutz der Bürger. Der Präventionsge­

danke setzt sich immer mehr durch, auch dank der Beratungen durch die Polizei. Spontantäter. Zu den richtigen Prä­ ventionsmaßnahmen gehören mecha­ nische Sicherungen, Alarmanlagen und vor allem die Eigenverantwortung des Mieters oder Eigentümers. Der Großteil der Bruch-Delikte sind Gele­ genheitstaten. Das heißt, die Ganoven wählen ihre Objekte meistens spontan, ohne zu wissen, was sie genau erwartet.

Dabei wird der Weg des geringsten Widerstands genutzt. Gekippte Fens­ ter, u ­ nversperrte (nur zugeschlagene) Türen oder Terrassen­türen ohne Auf­ hebelschutz sind ein ideales Einfallstor. Fenster und Türen. Bei 80 Prozent aller Einbrüche/Einbruchsversuche versuchen die Täter, über Fenster und Glastüren auf Terrassen und Balkonen einzudringen. Diese leicht erreichbaren Fenster bzw. Türen sollten unbedingt

Schutz vor Einbruch Häuser v Terrassentüren und eben-­ erdig g ­ elegene Fenster durch einbruchshemmende Maßnahmen sichern v Keine Aufstiegshilfen (Leitern, Sessel, Tische) herumstehen lassen v Bewegungsmelder ­anbringen v Außensteckdosen müssen von innen ­abschaltbar sein v Unübersichtliche Bepflan­ zung am Haus vermeiden v Nur hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen lassen v Möglichst lückenlose Außen­ beleuchtung installieren

Wohnungen v Nur hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen lassen v In den Abendstunden Zeitschaltuhren verwenden v Eigentums/-Inventar­ verzeichnis anlegen v Schmuck- und Kunstge­ genstände fotografieren v Zeichen der Abwesen­ heit vermeiden ­(Nachbarschaftshilfe) Bewegungsmelder im Außenbereich sollten ­diskret und unerreichbar ange­ bracht werden.

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Smarte Sicherheitslösungen können viel: sie täuschen Anwesenheit vor oder erinnern beim Verlassen des Hauses, den Alarm scharfzustellen und vieles mehr.

Lauter & stiller Alarm. Natürlich sind derungen hat, ist bei Selbstinstallation auch Alarmanlagen ein Mittel der Wahl, sowohl die Gefahr einer technischen um für Sicherheit zu sorgen. Mo­derne Unterversorgung wie auch einer FehlFunkanlagen können meistens via App investition ­gegeben. mit dem Smartphone ferngesteuert wer­ den. Dank integrierter Kameras in den Psychische Folgen. Der ­materielle Bewegungsmeldern kann man jederzeit Schaden ist oft schnell wettgemacht, einen Blick auf die über­wachten Zonen aber die eigentliche Belastung e ­ ines werfen, die Funkanlage scharf/unscharf Einbruchs ist der Verlust des Sicherheits­ schalten und Einstellungen ändern. Auf gefühls. Angstzustände, Schlafstörungen Wunsch kommt die Meldung direkt und Kontrollzwang können die Folgen zum Wachdienst, damit dieser ­sofort sein. ­Viele Einbruchsopfer kämpfen mit einschreiten kann. Grundsätzlich sollte Traumata und benötigen psychologische eine Alarmanlage aber nur nach einer Hilfe, um das Vertrauen ins Leben wie­ eingehenden Beratung durch einen derzuerlangen. v Sicherheitsfachmann PILZZAPFENVERRIEGELUNG in Betrieb genommen werden. Da jedes Heim seine speziellen Anfor­ PILZZAPFENVERRIEGELUNG

Entwicklung der Wohnraumeinbrüche in Österreich 2008 bis 2017 25.000 21.165

22.500 25.000 22.500 18.566

16.548 17.110

15.608 15.681

22.500

15.516

15.442

12.975

25.000 11.802

22.500 25.000 22.500

PILZZAPFENVERRIEGELUNG

2008

2008

2010

2011

QUELLE: POLIZEILICHE KRIMINALSTATISTIK ÖSTERREICH

2012

2013

2014

2015

2016

2017

Sicherheitsfenster: je mehr „Pilzzapfen“, desto besser.

FOTOS: TELENOT, GAULHOFER

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mechanisch gesichert sein. Je mehr „Pilz­ zapfen“ ein Fenster hat, desto bruchsi­ cherer ist es. Wer ganz auf Nummer si­ cher gehen möchte, entscheidet sich für Spezialfenster, bei denen das Glas direkt mit dem Rahmen verklebt ist. Versucht man, ihn auszuhebeln, bricht die Schei­ be. Glasbruch macht Lärm und erhöht die Verletzungsgefahr, beides Dinge, die Einbrecher nicht unbedingt schät­ zen. Um das Label „Widerstandsklasse 2“ zu erhalten, müssen Fenster Sicher­ heitsglas, Sicherheitsbeschläge, Pilz­ zapfenverriegelung an allen Seiten und Sicherheitsschließteile haben – dieses Gesamtpaket macht ein Eindringen fast unmöglich. Übrigens sollten auch Kellerfenster aufhebel- und bruchsicher sein, ebenso wie Nebeneingangstüren.


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Mein Haus hört zu

Profi-Vernetzung. Damit das smarte Ei­ genheim aber auch in einigen Jahren noch reibungslos funktioniert, sollte man sich für eine professionelle und zukunftssichere Vernetzung entscheiden. Ein gutes Beispiel dafür ist die Smart-Home-Lösung von Elek­ troinstallationsspezialist Busch-Jaeger. Mit „Busch-free@home“ können Endgeräte im Haus sowohl kabelgebunden als auch ka­ bellos vernetzt werden. Es eignet sich damit

Mehrwert. Neben der Haussteuerung ist die Bedienung von Audio-, Video- und Haus­ haltsgeräten möglich. Durch die Koppelung an beispielsweise das Sonos Home SoundSystem können Lautsprecher gestartet, ein­ gestellt oder zu Gruppen zusammengefügt werden. Des Weiteren lässt sich das Tür­ kommunikationssystem „Busch-Welcome“ einbinden. Via Smartphone-App kann man Besucher nicht nur auf dem Sofa identifizie­ ren, sondern auch vom Büro oder Hotelzim­ mer aus. Ebenfalls sehr praktisch: Verlässt man das Haus, können alle Lichtquellen dank eines Zentralschalters an der Haustüre aus­ geschaltet werden. Automatisiert. Eine komfortable Neuerung ist das Geofencing: Anhand der GPS-Funk­ tion des Smartphones kann ein virtueller Be­

Draußen vor der Türe – Via Smartphone, Tablet oder Smart-Home-Panel kann man mit den Besuchern kommunizieren und diesen sogar die Türe öffnen.

reich in und um das Haus definiert werden. Verlässt der Benutzer samt Handy diesen Raum, können automatisierte Aktionen wie Alle-Lichter-Aus oder das Absenken der Heiztemperatur ausgelöst werden. Sobald man sich wieder in entsprechender Zone befindet, gehen Lichter oder Heizung wieder an. Das ist komfortabel und spart Energie sowie bares Geld. Individuell. Eine Automatisierung des Ei­ genheims ist eine Investition, die wohlüber­ legt sein sollte. Für individuelle Angebote bietet Busch-Jaeger den Online-Konfigura­ tor www.yoursmarterhome.at. Anhand von Immobilien-Daten wird das Smart-Home mit den gewünschten Komponenten zusam­ mengestellt, ein Richtpreis errechnet sowie ein Fachhändler empfohlen. ABB AG Electrification Products Division Zentrale: Clemens-Holzmeister-Straße 4 1109 Wien, Österreich Telefon: +43 (0)1 60109 6530 E-Mail: at-lpkc@abb.com

FOTOS: BUSCH-JÄGER

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In Hörweite. Mit dem Sprachdienst „Alexa“ und den zugehörigen Endgeräten hat Ama­ zon einen vereinfachten Zugang und eine simple Bedienung von Smart-Home-An­ wendungen ermöglicht. Per Sprachbefehl lässt sich nicht nur die Playlist starten, son­ dern auch das Licht oder die Heizung steu­ ern. Der Wunsch vom intelligenten Zuhause wird dadurch in vielen Haushalten Realität.

sowohl für einen Neubau als auch für die Nachrüstung bestehender Immobilien. Die Bedienung erfolgt über fest verbaute Schal­ ter, Displays und mobil über Smartphone oder Tablet sowie per Sprachsteuerung über die entsprechende App. Seit dem Frühjahr 2018 lässt sich auch Alexa in das Smart-­ Home-System integrieren.

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Elektrospezialist Busch-Jaeger bietet mit Busch-free@home ein Smart-Home-System, das sich je nach Bedarf erweitern und ausbauen lässt. Außerdem kann ab sofort Amazons „Alexa“ zur Steuerung per Sprachbefehl verwendet werden.


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Heute und in Zukunft

Smarter vernetzt wird das Energiesparpotenzial komplett ausgeschöpft. Smart Home Systeme von Busch-Jaeger stimmen Heizung, Beleuchtung und Jalousiesteuerung individuell auf Lebensgewohnheiten ab und schalten sie nur bei Bedarf ein. Einfach smarter für ein Leben nach Wunsch. yoursmarterhome.at


Pool perfect! 64 D

er Bau eines Schwimm­ beckens ist eine Investi­ tion auf Lebenszeit und sollte von Anfang an gut durchdacht sein. Es gibt verschiedene Bausysteme zur Auswahl – jede für sich hat ihre Vorteile, was Pla­ nung, Ausführung, Kosten, Nutzen und Design anbelangt. Der Blick in den Gar­ ten sollte Freude bereiten – maximaler Luxus mit minimalem Aufwand eben. Edelstahl & Co. Plant man den Pool bereits beim Hausbau oder bei einem Umbau mit, stehen noch alle Möglich­ keiten für die Platzwahl, Größe und Po­ sitionierung offen. Der Bau des Pools im bestehenden Garten ist meist mit mehr Aufwand verbunden, bietet aber auch kreative Gestaltungsmöglichkeiten, um Lieblingsplätze und eigene Frei­

zeitgewohnheiten zu ver­einen. Neben den klassischen Folien- und Stahlmantelbecken gibt es zum Beispiel auch Pools aus Polyester und Edelstahl so­ wie Schwimmbecken aus Sichtbeton, mit Naturstein oder Fliesen: „In Bezug auf das Material geben wir nie Trends vor. Die Wahl des Schwimmbeckens ist situationsabhängig – und jeder Mensch hat einen anderen Geschmack. Wir haben alle Beckenarten im Pro­ gramm und ermitteln im Beratungs­ gespräch, welches Schwimmbecken zum Kunden und zum Budget passt. Jedes Schwimmbecken hat seine Vor­ teile – diese müssen natürlich mit dem Kunden und seinen Wünschen harmo­ nieren“, so Pool-Experte Martin Mitter­ mayr von der Delfin Wellness GmbH in Leonding. Edelstahl etwa ist elegant und hygienisch, es hat eine lange Lebens­

dauer und überzeugt mit individueller Formgebung. Polyester punktet mit einer kurzen Bauzeit und hygienischer Oberfläche. Folie ist individuell gestalt­ bar in Form und Farbe, dazu sind alle Beckenwasseraufbereitungen möglich. Sichtbeton bringt eine gewisse Extrava­ ganz in den Garten – das hat nicht jeder. Viel zu bedenken. Genau und in­ tensiv – so sollte die Planungsphase verlaufen. Der optimale Baubeginn ist Herbst oder Frühling, damit man im darauffolgenden Sommer schon am Pool relaxen kann und sich nicht mit Baustellen-Feeling abfinden muss: „Bei der Planung eines Pools sollte man sich über die Art der Nutzung des Pools, die Anzahl der Badenden, die vorhandene Lage im Garten, die Himmelsrichtung, die Wasseraufbereitungsarten - ob das

FOTOS: DELFIN WELLNESS/MW-MOMENTS E.U., DELFIN WELLNESS/WWW.DELFIN-WELLNESS.AT

ERFRISCHEND. Wer im kommenden Sommer im eigenen Pool planschen möchte, sollte schon jetzt mit der Planung beginnen. Aber welches Material ist geeignet? Was ist alles möglich und was liegt im Trend? Und überhaupt: Welche Kosten können auf Sie zukommen? Eine Schwimmrunde durch wissenswerte Facts.  Von Melanie Lipic


Auch das Planen eines Pool-Einstiegs will wohl überlegt sein.

Ein Pool aus Sichtbe­ ton ist ein optisches Highlight und passt perfekt zu architekto­ nisch ­durchgeplanten Wohnanlagen.

Schwimmbecken als Überlauf oder Skimmerbecken ausgeführt werden soll – und über die Gesamtge­ staltung dieses Wohnzimmers im Freien Gedanken machen“, so Mittermayr. Tipp: Wird eine Pool-Über­ dachung oder Abdeckung schon bei der Planung ins Gesamtkonzept integriert, gewährleistet das später eine einfachere Pflege des Pools und verlängert auch die Bade- saison um einige Wochen.

Zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten: Freie Beckenformen und -farben sind bei Folienpools ein klares Plus.

Kosten. Dass ein Pool eine richtige Investition ist, sollte klar sein. Deshalb darf das Budget nicht aus den Augen verloren werden: „Die Kosten beginnen bei circa 2.500 Euro – nach oben hin gibt es keine Grenze“, so Mittermayr. Grundsätzlich gilt: Edelstahl­ becken sind mit Abstand am teuersten, Folienbecken sind am günstigsten. Durchschnittlich werden circa zwischen 20.000 und 40.000 Euro in einen Pool inves­ tiert. Aber Achtung: Die Gesamtkosten für das Well­ ness-Wohnzimmer im Freien können noch viel höher liegen. Denn natürlich wollen auch Baumeister, Gärt­ ner und zum Beispiel Fließenleger bezahlt werden.

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Lüftung, Klimatisierung, Heizung & Bauphysik: Bei der Planung eines Indoor-Pools ist neben vielen anderen Dingen die Koordination mit der Haustechnik wichtig.

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POOL-ABDECKUNG Schutz vor Wind, Wetter und Schmutz? Kindersicherheit? Speichern der Temperatur? Überlegen Sie sich schon in der Planungsphase, ob und warum Sie eine Pool-Abdeckung oder -Überdachung haben wollen. Grundsätzlich ist es wichtig, auf eine normgerechte Ausführung zu achten – gerade in Österreich, wo Schneeund Windlast Themen sind. Wichtig ist auch die Qualität der einzelnen Komponenten. Sie sollen nicht nur dem Auge gefallen, sondern ihre Aufgabe lange Zeit erfüllen.

Elegante Lösung: Unterflur-Rollladenabdeckung.

Trends. Dass es Österreich in Bezug auf Pools luxuriös und chic liebt, kann Mit­ termayr bestätigen: „Der Trend geht im­ mer mehr zu Pools mit hohem Wasser­ spiegel und sogenannten Infinity Pools.“ Häufig werden auch Skimmerbecken mit speziellen „Hochwasser“-Skimmern verbaut, um einen ähnlichen Effekt wie bei Überlaufrinnen zu erreichen. Beson­ ders beliebt sind nach wie vor recht­ eckige Schwimmbecken. Wobei diese derzeit als langgezogener „Schwimm­ kanal“ ausgeführt werden, bei Hangla­ gen oft mit Überlaufrinnen oder Über­ laufkanten – Infinity Pools de luxe also. In sind gerade sehr flache Schwimm­ badüberdachungen wie etwa Unter­ flur-Rollladenabdeckungen. Zu guter Letzt: Auch in der Poolbranche hat das Thema „Nachhaltigkeit“ Einzug gehal­ ten. Ob das Kochsalz und Aktivkohle für einen minimalen Verbrauch an Desinfektionsmitteln oder modernste Schwimmbadtechnik und innovative Steuerungscomputer betrifft: Schon bei der Planung können die Weichen für einen umweltfreundlichen, energie­ sparenden und wirtschaftlichen Betrieb gestellt werden.   v

FOTOS: DELFIN WELLNESS/FOTOSTUDIO EDER, LINZ, DELFIN WELLNESS/WWW.DELFIN-WELLNESS.AT

Auch die laufenden Erhaltungskosten dürfen nicht vergessen werden: Diese sind abhängig von Pool-art und Größe. Man sollte pro Saison mit circa 400 bis 1.000 Euro rechnen.


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FOTO: COLOURBOX.DE

Auf der Sonnenseite N

ach dem diesjährigen heißen Sommer wird der Winter 2018/19 wieder den Wärmeverbrauch in den heimischen Haushal­ ten in die Höhe treiben. Steigende Kos­ ten für Heizöl, Kohle, Holz und Gas las­ sen Konsumenten immer häufiger nach günstigen und umweltschonenden Al­ ternativlösungen suchen. Doch wie oder

besser gesagt womit heizt man nun am besten? Für welche Form der Energie­ gewinnung sollte man sich bei einem Neubau entscheiden? Was ist der Un­ terschied zwischen einem Niedrig- und Passivenergiehaus? Und wie wichtig ist der richtige Standort für die Installation einer Solaranlage? Wir sind all diesen Fragen nachgegangen und zeigen Ihnen, wie Sie auf der Sonnenseite landen.

Auf Knopfdruck. Fertigteilhäuser liegen auch heuer wieder voll im Trend. Denn so wie heutzutage fast alles per One-Klick sofort erledigt ist, soll es auch – oder vor allem wenn es sich um die Erfüllung des Eigenheims handelt – zackig gehen. Niedrigenergiehäuser sind dabei heutzutage Standard. Ab 2021 soll jedoch für alle Neubauten der von der EU festgelegte Niedrigstenergie-­

FOTOS: ELK FERTIGHAUS GMBH, ZENKER

NESTWÄRME. Je näher der Winter rückt, desto präsenter auch der Gedanke an ein warmes Zuhause. Bei immer mehr Häuslbesitzern ermöglicht eine Photovoltaikanlage mit Wärmepumpe diesen kuscheligen Rückzugsort.  Von Conny Engl


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Die innovativen Passivhäuser von ELK und ZENKER bieten neben höchster Wohnqualität auch die Möglichkeit des nachhaltigen Energiesparens.

Gebäudestandard gelten. Sowohl bei Niedrig- als auch bei Niedrigstenergie­ häusern sorgen sehr gute Isolierungen und sorgsam abgedichtete Fugen dafür, dass keine Wärme entweichen kann. Bei letzterem Gebäudestandard gibt es ­allerdings höhere Anforderungen, wie etwa eine strikte Südorientierung oder den verpflichtenden Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung. Ebenfalls

erforderlich sind spezielle Fenster mit großer Dämmwirkung und hochlicht­ durchlässiger Verglasung. Es existiert aber auch bereits eine weiterentwickelte Form, nämlich Häuser in Passivbauweise (Klasse A+). „Passiv“ deshalb, da der überwiegende Teil des Wärmebedarfs aus „passiven“ Quellen gedeckt wird. Etwa aus Sonneneinstrahlung oder Um­ gebungswärme, sprich: Abwärme von

Personen und technischen Geräten. So fallen beim Passivhaus im Vergleich zu seinen „Vorgängern“ zwischen 60 und 80 Prozent weniger Heizkosten an. Darüber hinaus spart man sich die Kosten für die Wartung. Dafür sind die nahezu energie­ autarken Gebäude in der Anschaffung teurer. Statt einer herkömmlichen Hei­ zungsanlage, verfügen sie jedoch über eine Lüftungsanlage, die für eine


Energiesparend bauen, nachhaltig leben: mit einem Passivhaus von WimbergerHaus.

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hocheffiziente Wärmerückgewinnung sorgt. So ist für eine regelmäßige Lüf­ tung der Räumlichkeiten gesorgt – und Schimmel hat keine Chance. Stabile Seitenlage. Wer bereits ein Haus besitzt und künftig von Sonnenenergie profitieren will, sollte vor dem Kauf einer solarthermischen Anlage einige Faktoren überprüfen. Ganz oben auf der Liste steht die Frage: Hält das Dach das zusätzliche Gewicht überhaupt aus? Gebäude neue­ ren Baujahrs wurden zwar oft schon mit ausreichender Dachlastreserve gebaut,

ein Blick auf die Statik sollte dennoch er­ folgen. Zur Info: Ein Quadratmeter Kol­ lektorfläche wiegt zwischen 10 und 25 kg. Der Trend geht vor allem in Richtung Pho­ tovoltaik in Verbindung mit Wärmepumpe. Voraussetzung dafür ist eine sehr gute Wärmedämmung. Bei einer Umrüstung muss daher darauf geachtet werden, dass das bestehende Gebäude einen gewissen Dämmstandard aufweist, damit die Kom­ bination mit Solartechnologie auch Sinn macht. „Ein starker Zuwachs ist auch beim Einbau von Solarstromspeichern wahrzunehmen“, weiß Herbert C. Lein­

decker, FH-Professor für Bauökologie und Gebäudeoptimierung. Einerseits um den Eigenverbrauchsanteil zu erhöhen. Denn gemeinsam mit einer PV-Anlage, kann so selbst erzeugter Strom zwischengespei­ chert werden – und auch dann genutzt werden, wenn die Sonne nicht scheint. Und andererseits werden die Speicher angeschafft, um von Stromlieferungen unabhängig zu sein. Dicke Luft. Eine natürliche Lüftung sei mit den neuen Baustandards nur schwer zu bewerkstelligen, bemängelt

FOTO: COLOURBOX.DE

Der Wechselrichter ist das Herzstück jeder Photovoltaikanlage. Er wandelt den in den Photovoltaikzellen erzeugten Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom um. Am Bild: Der Wechselrichter „Galvo“ von Fronius.


Je nach Ausführung sorgt das Wohnkonzept „SolarGEN family“ von GENBÖCK HAUS als Niedrig-, Niedrigst- oder Passivhaus für kleinste Heizkosten und ein großartiges Wohnklima.

FOTOS: WIMBERGERHAUS, FRONIUS, GENBÖCK HAUS, WWW.VARIOHAUS.AT

Lein­decker: „Man müsste sehr viel lüften, was in der Praxis aber nicht geschieht, weil das auch nicht energieeffizient ist. Die Folge sind schlechte Luftqualität und gesundheitsgefährdende Schadstoffe in der Innenraumluft.“ Moderne Gebäude haben daher eine automatisierte Lüftung zumindest über die Fenster. Besser sei nach wie vor eine Lösung mit Lüftungs­ anlagen mit Wärmerückgewinnung, rät der Experte. Natürlich spielt der Stand­ ort auch eine zentrale Rolle. Vorhandene Bäume oder Nachbargebäude werfen Schatten. Zu berücksichtigen ist auch

die Entwicklung in den nächsten zwan­ zig Jahren. Befindet sich nebenbei ein leeres Grundstück, auf dem womög­ lich weitere Störfaktoren in die Höhe sprießen werden? Eine Ausrichtung nach Süden verspricht die höchsten Erträge, bautechnisch ist das allerdings nicht immer möglich. Es muss aber auch nicht unbedingt das Hausdach sein! Gute Alternativen bieten beispielsweise Carport- oder Anbaudächer, sowie Hausfassaden oder auch Freiflächen. Sollte nicht genügend Sonne zum Haus durchdringen, empfiehlt Leindecker die

Nutzung von Erdwärme, beispielsweise Tiefenbohrung. Gescheit investiert. Grundsätzlich rech­ net sich eine Photovoltaikanlage immer – aus ökologischer Sicht. Die Amortisa­ tionszeit, also die Dauer bis die Anlage ihre Investitionskosten erwirtschaftet hat, ist unterschiedlich, kann aber bis zu zehn Jahre betragen. Dabei sollte man die lange Lebenszeit von 25 bis 30 Jahren aber nicht außer Acht lassen. Die Ersparnisse hängen außerdem vom Öl-/Gaspreis ab. Je höher, umso rentabler die Solaranlage. v

Dieses moderne Plus-Energie-Haus „New Design Esprit“ von VARIO-HAUS produziert mehr Energie als eine dreiköpfige Familie zum Leben und Heizen benötigt.

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Licht im Raum

GLÄSERNER HIGHTECH. Fenster lassen sich per App auch von unterwegs öffnen und schließen, thermochromes Glas regelt den Sonnenschutz von alleine, und dank innovativer Rahmen verschmelzen auch XL-Fenster scheinbar mit der Fassade.  Von Manuela Fritz

FOTOS: ECONTROL, SOLARLUX

Dimmbares Glas kann stufenlos verdunkelt werden – einfach per Fingertipp am Tablet (EControl).


Die Fenstersysteme Cero by So­ larlux punkten mit extra-schmaler innovativer Rahmenführung – und ermöglichen auch XL-Glasschie­ betüren. Gesehen und exklusiv in Vorarlberg bei Tischlerei Josef Feuerstein, Schauraum Dornbirn, Lustenauerstr. 58

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ie Wohnpsychologen bestätigen: Der Mensch ist bei natür­lichem Licht leistungs-, konzentra­ tions- und reaktions­ fähiger. Nicht zuletzt hat ­ Tageslicht auch positive Auswirkung auf die Ge­ mütsverfassung – man ist glücklicher.

Da man heute durchschnittlich mehr als 90 Prozent in Innenräumen verbringt, sind große Fenster und möglichst viel Offenheit entscheidend für die Lebens-, Wohnqualität und Wohlbefinden. Und dass XL-Fensterfronten auch im Hin­ blick auf Sicherheit, Energiebilanz und Komfort gefragt sind, ist den zahlreichen

Innovationen in der Fensterbranche zu verdanken. Gläserne Revolution. Die wohl wichtigste Errungenschaft bei Fens­ terinnovationen war die Entwicklung von Wärmeschutzverglasung, stellen Fenster und Türen doch die größte

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FOTO: SOLARLUX GMBH

In einer Welt, die immer schnelllebiger wird, vermittelt Holz als Baumaterial Ruhe und Beständigkeit. Solarlux verbindet mit der GlasFaltwand Woodline technische Raffinesse und den wohnlichen Charakter von Holz. Nahtloser Übergang. Die Glas-Faltwand schafft durch die komplette Öffnung eine Verbindung zwischen dem Innen- und Au­ ßenbereich. Die Natur hält dadurch Einzug in den Wohnraum. Da ist es nur naheliegend diesen Übergang durch das Material Holz noch nahtloser zu gestalten. Die Schei­ benelemente können nach dem Ziehhar­ monikaprinzip aufgefaltet und an der Seite verstaut werden. Kaum ein anderes Fenster bietet eine solch großzügige Offenheit und macht das Ess- oder Wohnzimmer zur Terrasse. Die Woodline aus hochwertigen und nachhaltigen Hölzern fügt sich in dieses Ambiente wunderbar ein und unterstreicht mit einer barrierefreien Bodenschiene den

Ob offen oder geschlossen, die Glas-Faltwand Woodline stellt immer eine nahtlose Verbindung zur Natur her. fließenden Übergang. Selbst geschlossen bietet die Glas-Faltwand grenzenlose Aus­ blicke. Die schmalen Profile lassen den Blick frei für das wirklich Wichtige: Die Natur.

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Schmale Rahmen aus modernen KunststoffAlu- oder Holz-Alu-Kombinationen lassen Fenster und Hausfassade m ­ iteinander verschmelzen (Internorm).

Energie- Schwachstelle des Hauses dar. Die Wärmeschutzverglasung besteht aus Zwei- bis heute mittlerweile schon Fünffachverglasung. Auch in puncto Schalldämmung hat sich viel getan: Bei Fenstern mit Schalldämmung der Klasse 4 sind Geräusche erst ab 45 De­ zibel zu hören – zum Vergleich: Flüstern liegt im 20- bis 30-Dezibel-Bereich. Mit durchbruch- bzw. durch wurfhemmen­ dem Glas ist schließlich auch für hohe ­Sicherheit gesorgt, möglich etwa durch die im Glas integrierte Alarmspinnen.

Optimal gedimmt. Für noch mehr Komfort in Sachen ­Beschattung sorgt allerdings dimmbares Glas. Bequem von einem Touch-Panel aus lässt sich die Dimmung stufenlos justieren. Der neu­ este Clou ist thermochromes Glas, das seine Lichtdurchlässigkeit automatisch von der Scheibentemperatur abhängig macht: Je intensiver die Sonnenein­ strahlung, desto mehr verdunkelt sich das Glas von selbst. Sensortechnik. Ausgerüstet mit di­ versen Sensoren machen Fenster heute überhaupt vieles automatisch. So gehö­

Neben dem Einsatz in der Dachfläche des Hauses bzw. auch eines Wintergartens eig­ net sich diese Technologie gut für geschäft­ lich genutze Objekte im Gastronomie- sowie im Hotellerie-Bereich. Modell: Sunshine Open Air Dachschiebefenster

FOTOS: INTERNORM, SUNSHINE

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Komfortzone. Vernetzung und smarte Technologien ­haben auch die Fenster­ branche erreicht. Ein ein­facher Finger­ tipp auf das Tablet oder Smartphone genügt, um ein Fenster zu öffnen oder zu schließen – überaus praktisch bei Dachfenstern oder wenn man vor dem Nachhausekommen von unterwegs aus für Frischluft ­sorgen möchte. Dasselbe gilt übrigens auch für den Sonnenschutz – dieser ist mit der passenden Aus- bzw. Nachrüstung ebenfalls bequem per App bedienbar.


Freiluftfeeling: Für ganz große Öffnungen bis zu 4 Meter breite und 12 Meter höhe lässt sich das Sunshine Open Air Dachschiebe­ fenster schindelförmig nach oben öffnen

ren stickige Luft und Schimmelbildung der Vergangenheit an: Sensoren messen die Luftfeuchtigkeit – sind die Werte zu hoch, öffnet sich das Fenster von selbst. Und zwar nur so lange wie unbedingt nötig, damit nicht zu viel Wärme ver­ loren geht. Mit Regensensoren muss man sich keine Sorgen mehr vor uner­ warteten Regengüssen machen – schon beim ersten Tropfen schließen sich die schlauen Fenster von selbst.

und maßgeschneiderte Lösungen für den persönlichen Traum vom Winter­ garten: Ganzjährig nutzbar, als großer barrierefreier Zugang in den Garten, hochwertige Materialien wie Alumini­

um oder Holz/Aluminium geben dem Wintergarten sein individuelles Ausse­ hen. Ein Glashaus macht die Terrasse zu einem echten Wohlfühlort - ohne Wind, Regen und störende Zugluft. v

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Wohnen im Grünraum D

ie Idee des Gartenhauses selbst ist so alt wie die Kunst des Gartenbaus an sich. Sie ermöglichen selbst bei zu viel Hitze, Kälte oder Nässe ein gewisses Out­ door-Feeling, rücken den Menschen in die Nähe der Natur und bieten ihm gleichzeitig Schutz vor den Widrigkeiten derselben.

Budgetfrage. Je nachdem, wie viel Zeit und Geld man bereit ist, für seinen Garten bzw. dessen Gestaltung und Erhaltung aus­ zugeben, budgetiert man sein Gartenhaus. Das kann ein einfacher Verschlag für Gar­ tenwerkzeug sein, es kann aber auch deut­ lich mehr sein: Minihäuser, die – je nach den örtlichen Gegebenheiten – auch über einen längeren Zeitraum als eigene, autarke Wohneinheiten funktionieren können.

Viele Möglichkeiten. Es geht dabei, erklärt die Grazer Architektin Astrid Wildner-Kerschbaumer, aber auch um praktische Erwägungen: Moderne Gar­ tenhäuser von der Stange hätten oft den Vorteil, dass man – je nach Bundesland – die Mühen eines baubehördlichen Ge­ nehmigungsverfahrens umgehen könne. „Wer ein Nebengebäude errichtet, darf das unter gewissen Umständen einfach

FOTOS: KAPO/ NWW./ EUNIDO

GARTENHÄUSER. Für Menschen, die sich nicht mit einem Blockhaus vom Baumarkt in ihrem Garten zufriedengeben wollen, gibt es High-End-Gartenhäuser von der Stange. Sie sind vielseitig, gestaltbar und verbinden das Outdoor-Wohngefühl mit Designanspruch.


Individuell planbare Gartenhäuser von der Stange. Der Hypercubus von WG3 Architekten.

77 hinstellen – wer hingegen ein eigenes Wohngebäude, das in der Steiermark ab einer Größe von 40 Quadratmetern als solches definiert ist, plant, braucht eine Genehmigung“, erklärt die Architektin, die für KAPO selbst ein eigenes Gartenhaus entworfen hat. Hinsichtlich der Nutzung, so Wildner-Kerschbaumer, seien der Fantasie kaum Grenzen gesetzt: „Hobbyraum und Werkstatt, Spielhäuschen für Kin­ der, Yoga- oder Musikraum – aber auch Poolhaus, Bibliothek oder Büro zum ungestörten Arbeiten“. Luxus. In der Luxusvariante lässt sich das Gartenhaus je nach Ausstattung auch für einen längeren Zeitraum bewoh­ nen. Wobei man natürlich den Fokus nicht primär auf diese Nutzungsart gelegt hat – wer sich ein solches Gartenhaus leistet (die Kosten für die Luxusvariante liegen bei etwa 60.000 Euro), der hat in der Regel schon ein Dach über dem Kopf. Das System ist modular, aus edlen Hölzern gestaltet und in vier verschiedenen Größen erhältlich: 12 m², 17 m², 24 m² und 40 m². Die Kosten bemessen sich nicht nur an der Größe, sondern auch an der Ausstattung: Die nackte Ein­ steiger-Variante ist schon ab 12.500 Euro zu haben, geplant und kalkuliert wird individuell nach einem Gespräch mit der Architektin und den KAPO-Technikern bzw. Ausstattern. Hypercubus. Ein anderes Konzept ist das des Hypercu­ bus-Gartenhauses, das u.a. ebenfalls von KAPO vertrieben wird. Hypercubus, gestaltet von den Architekten WG3, ist eine mobile Wohneinheit von 25 Quadratmetern auf drei

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Auch als Zubau geeignet: Der Eunido Cube 4 aus dem burgenländischen Wiesen.

ten angeboten. Prinzipiell funktioniert er als kleine, funktionelle Wohneinheit für maximal zwei Personen. Küchenblock, Schlaf- und Sanitärbereich sorgen für den notwendigen Komfort, das Innenle­ ben der Einheit ist individuell gestaltbar.

Konstruiert ist das Haus der WG3-Ar­ chitekten aus Brettsperrholz in einem Stahlrahmen; das ganze Minigebäu­ de ist wärmegedämmt, der komplette Innenausbau besteht aus Fichte bzw. Seekiefer.

Ein frei stehendes Garten­ haus, das alle Stückeln spielt – der Eunido Cube.

FOTOS: KAPO/ NWW./ EUNIDO

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Ebenen. Das Design macht Hypercubus mit dem LKW transportabel – das „Gar­ tenhaus“ kann also auch beim Umzug in einen andereren Garten mitgenommen werden. Hinsichtlich der Austattung wird Hypercubus in mehreren Varian­


Das KAPO | Gartenhaus von Astrid Wildner-Kerschbaumer. Viele Kombinationen. Als Gartenhaus, aber auch als Zubau funktioniert eun­ ido® cube4. Das Design ist in den Größen von 7m2 bis über 30m2 erhältlich; die Cu­ bes können beliebig miteinander kombiniert werden – egal, ob nebenoder übereinander. Auch ein Anbau an ein bestehendes Haus stellt für das eun­ ido-Team kein Problem dar. Die Produk­ tion dauert nur wenige Wochen, dann wird der Cube im Werk verpackt, innen und außen fix und fertig angeliefert und mit einem Kran auf die vorbereitete Stelle (z.B. Schraubfundament, Punkt­ fundament) abgestellt – ohne Schmutz oder Lärm. Noch unkomplizierter kann der Kunde sich für eine Selbstaus­ bau-Variante entscheiden. Dabei wird der Cube außen fix und fertig geliefert, innen setzt der Kunde seine Wünsche mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst um. Vom Kinderzimmer über Gäs­ tezimmer, Ateliers, Hobbyräume bis hin zu Homeoffice und kleinen Feriendomi­ zilen kann nahezu jede Idee verwirklicht

werden. Durch die Materialien, die fle­ xible Planung und schnelle, saubere und unkomplizierte Aufstellung überzeugt das gute Nest („eu“ = gut, „nido“ = Nest) auch die anspruchsvollsten Kunden, verspricht der Hersteller. Sorgen, dass man ein „Einheitshaus“ kauft, muss man sich übrigens keine machen: Auch der unido® Cube ist individuell planbar.

Innovativ. Eines der innovativsten Gar­ tenhausprojekte Europas – das des finni­ schen Herstellers Kekkilä – wurde übri­ gens vergangenes Jahr eingestellt, wie uns das Unternehmen mitteilte. Vielleicht greift aber ein heimisches Unternehmen die Idee auf: ein Gartenhaus, das über­ wiegend aus Glas besteht und beliebig erweiterbar ist. Auch das hätte Charme. v

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Alternativ bauen VOM BETON BIS ZUM STROH. Eine zentrale Bedeutung beim Bauen besitzt die richtige Auswahl der Baustoffe, denn dadurch wird die Qualität des Wohnens stark beeinflusst. 

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Gepresstes Stroh hat ausgezeichnete Werte bei Wärmespeicherung und Schallschutz.

D FOTOS: GRAPHIT77, ISTOCK/ THINKSTOCK, ANANDOART/ ISTOCK/ THINKSTOCK, PIOVESEMPRE/ ISTOCK/ THINKSTOCK

urch den Trend zum ökolo­ gischen Bauen erfreuen sich alternative Baustoffe zuneh­ mender Beliebtheit. Nachhal­ tige Baumaterialien wie Stroh oder Lehm schonen zusätzlich die Umwelt. Beton bringt’s! Aufgrund des schlechten Image steckt der Betonhausbau in Österreich noch in den Kinderschuhen. Aber die Zeit, in denen Betonhäuser verächtlich als „un­ gemütliche Bunker“ tituliert wurden, sind längst vorbei: Zahlreiche Architekten haben längst den „ästhetischen Faktor“ des Baustoffs erkannt. Zusätzlich zu den geringeren Kosten bietet der Baustoff Beton viele weitere Vorteile wie etwa natürlichen Schall-, Brandund Feuchteschutz. Durch die hohe Trag­ fähigkeit können dünnere Wände gebaut werden, was sich positiv auf die Größe des Wohnraums auswirkt. Die große Spannweite von Betondecken ermöglicht es, sogar ganz auf tragende Zwischenwände verzichten zu können. So bleiben die Wohnräume offen und weitläufig. Gutes Klima. Auch in Sachen Raumklima und Energiekosten kann Beton überzeugen. Bei Temperaturen jenseits der 30°C-Marke macht uns die Hitze auch in den eigenen vier Wänden gehörig zu schaffen. Durch die hohe

Wärmespeicherfähigkeit von Beton wird die Strahlungswärme von den Bauteilen aufge­ nommen, zwischengespeichert, und wenn es draußen kühler ist, wieder abgegeben. Aus diesem Grund herrscht innerhalb von Betonbauten immer ein angenehmes Raum­ klima. Im Winter hilft dieser Effekt dabei, Heizkosten zu sparen. Regional und energieeffizient. Auch Stroh ist im Hausbau vielseitig einsetzbar. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: Stroh­

ballen können regional direkt vom Bauern bezogen werden und wachsen innerhalb we­ niger Monate nach. Zudem hat gepresstes Stroh ausgezeichnete Werte bei Wärmespei­ cherung und Schallschutz. Das geht so weit, dass je nach Lage und Sonneneinstrahlung, sogar auf eine klassische Heizungsanlage verzichtet werden kann. Zusätzlich kann man sich beim Thema Brandgefahr entspannt zurücklehnen: Strohballen, die mit einer Lehm- oder Kalkschicht verputzt wurden, sind äußerst feuerbeständig. Laut dem

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deutschen „Fachverband Strohballenbau“ stehen bereits an die hundert Strohbauten in Österreich. Gut und günstig. Ein weiterer Vorteil des Bauens mit Strohballen ist der niedrige Preis, der eine fünf- bis zehnprozentige Ersparnis gegenüber anderen Dämmstoffen ausma­ chen kann. Geeignete Getreidesorten sind laut Angabe des deutschen Fachverbandes Roggen, Dinkel und Weizen. Gerste sollte nur verwendet werden, wenn nichts anderes erhältlich ist und Hafer ist ungeeignet. Ein weiterer Trumpf sind die isolierenden Eigen­ schaften von Stroh. Alleine durch ihre Dicke erreichen die Ballen eine Dämmqualität, wie sie für Passivhäuser gefordert wird. Auf Pfählen gebaut. Trotz der vielen Vor­ teile, bleiben dennoch Risiken. Stroh ist und bleibt ein pflanzliches Material, das bei Feuchtigkeit und entsprechenden Tempe­ raturen verrottet. Bei unsachgemäßer Iso­ lierung können Schimmelpilze entstehen. Besonders wichtig ist, dass das Stroh kei­ nen direkten Kontakt mit dem Boden hat. Deswegen muss in jedem Fall ein unterlüf­ tetes Fundament auf Pfählen gelegt werden. Bleiben die Mauern jedoch von Feuchtigkeit verschont, können sie ein Bauherrenleben lang halten.

Multitalent Lehm. Lehm zählt zu den in­ teressantesten Baustoffen: Vor allem seine Fähigkeit zur Wärme und Feuchtigkeitsre­ gulierung wird von keinem anderen Baustoff erreicht. Lehm weist außerdem sehr gute Schallschutzeigenschaften auf. Eine weite­ re Eigenschaft ist ihre Fähigkeit, Geruch zu absorbieren und Strahlung abzuschirmen. Kein anderer Baustoff eignet sich so gut für die Kombination mit einer Wandheizung wie Lehm. Auch Lehmputz erfreut sich zunem­ hender Beliebtheit. Durch seine positiven bauphysikalischen und baubiologischen Eigenschaften sorgt er für natürlichen Wohnkomfort und ein gesundes Raumklima.

Zeitloser Baustoff. Nach dem Trend der Fertighausbauweise hat die Ziegelmassiv­ bauweise in den vergangenen Jahren wieder deutlichen Zuspruch erfahren. Der Ziegel vereint Umweltverträglichkeit und Natür­ lichkeit. Kein anderer Baustoff ist der Natur derart verbunden. Die vier Elemente, Erde, Wasser, Luft und Feuer sind die natürlichen Ingredienzien dieses ältesten und bewähr­ testen aller Baustoffe. Zu einem der erfah­ rensten Hersteller von Ziegelmassivhäusern zählt „ziegelrot“ die innovative Marke der MABO Bau- u. Renovierungs GmbH, die Ziegelmassivhäuser zum Preis von Fertig­ häusern anbietet. v

FOTOS: YANISHKA/ ISTOCK/ THINKSTOCK, ZIEGELROT/ FOTOLIA

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Lehm zählt zu den interessantesten Baustoffen: Vor allem seine Fähigkeit zur Wärme- und Feuchtigkeitsregulie­ rung wird von keinem anderen Baustoff erreicht. Lehm weist außerdem sehr gute Schallschutzeigenschaften auf.


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