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ISRAEL

Journal Kongress


Leumi wünscht dem 2. Deutschen Israel Kongress viel Erfolg Germany Representative Offices:

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EDITORIAL Sacha Stawski, Vorsitzender von ILI - I Like Israel e.V. und Honestly Concerned e.V.; Veranstalter des 2. Deutschen Israelkongresses

Liebe Teilnehmer, liebe Mitwirkende des 2. Deutschen Israelkongresses, Als Veranstalter begrüße ich Sie sehr herzlich in Frankfurt am Main und danke Ihnen, dass Sie gekommen sind. Ihre Anwesenheit, Ihr aktives Mitwirken an diesem Ereignis ist Willenserklärung und Signal zugleich: eine Geste der Solidarität mit Israel, die durch Ihre Präsenz deutlich wird. Das ist einzigartig in Europa. Dieses Signal wird weit über Frankfurt und Deutschland hinaus gehört, wird von Politik und Gesellschaft beachtet und führt – darauf hoffen und daran arbeiten wir – zu einem positiven Wandel des Klimas für Israel. Vor allem aber – und ich weiß, wie wichtig Ihnen dies ist, wird das Signal in Israel vernommen als Ausdruck Ihrer – unserer – emotionalen und unverbrüchlichen Loyalität und Freundschaft mit dem Jüdischen Staat Der 2. Deutsche Israelkongress findet in Zeiten grundlegender Veränderungen statt. Ob die weltweite Finanzkrise und die Erschütterungen im arabischen Raum einen Paradigmenwechsel für künftige Gesellschaften darstellen oder nur lokal und zeitlich begrenzte Irritationen sind, wagt niemand vorherzusagen. Im Spannungsfeld internationaler Entwicklungen ist ein junges Land wie Israel im 64. Jahr seiner Unabhängigkeit immer noch schutzloser als Nationen mit weit zurückreichender Historie. Einer der Gründe, die uns hier in Frankfurt zusammenführen, ist tatsächlich die Sorge darüber, dass das kleine Land Israel, umgeben von Diktatur und Instabilität, dass diese einzige Demokratie im Nahen Osten, heute weniger denn je auf anerkannte und gesicherte Grenzen blicken kann. Die Konsequenzen, die eine einseitige Anerkennung Palästinas für Israel haben könnte, sind unüberschaubar. Gleichzeitig ist die Beziehung zu den Nachbarländern wie Ägypten und Jordanien, jahrzehntelang in einem delikaten Gleichgewicht gehalten, von Ungewissheit überschattet. Unverändert und seit Jahren lebt Israel mit einer heimtückischen Bedrohung, die von der Regierung des Iran immer wieder und unverhohlen zum Ausdruck gebracht wird. Auch das Bewusstsein, dass diese Bedrohung uns allen im Westen und unseren Werten gilt, führt uns nach Frankfurt am Main. Ebenso führt eine weltweite Krise der Finanzgefüge – in Israel dank einer klugen Politik weitgehend unter Kontrolle gehalten – dazu, dass Menschen ein Gefühl von Heimat und Sicherheit brauchen. Heimat und Sicherheit ist das, was das Land Israel schon vor der Staatsgründung 1948 geboten hat und was in aller Zukunft so bleiben muss. Dies sind nur einige der Gründe, warum wir als Motto des diesjährigen Kongresses gewählt haben: „Frieden durch Sicherheit – Sicherheit durch Frieden“ Wir sehen mit Sorge das sich verschlechternde Klima, die erkaltenden Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. Das uneingeschränkte und tagesunabhängige Bekenntnis zu Israel prägt die politische Welt in Deutschland zunehmend weniger. Historische Verantwortung und Staatsraison scheinen aus dem Blickfeld zu entschwinden. Und dennoch sehe ich Positives: das sind die mehr als 100 Partnerschaften zwischen deutschen und israelischen Kommunen. Und das ist die öffentlich kaum diskutierte und dennoch mit Dankbarkeit aufgenommene Rolle Deutschlands zur Befreiung des Soldaten Gilad Shalit aus der Geiselhaft - und das sind Sie. Sie sind gekommen, allein, mit Freunden, mit der Familie. Viele von Ihnen sind auch Repräsentanten der annährend 200 Organisationen, die diesen Kongress unterstützen. Sie widmen sich Israel im Alltag, an jedem Tag im Jahr – mit Zeit, Engagement und Leidenschaft. Dieser Kongress ist Ihrer. Er soll Ihnen das Gefühl geben, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Er soll Ihnen Freude und Kraft geben, auch künftig für Israel einzustehen. Ich möchte an dieser Stelle danken. Als Vorsitzender des Vereines „ILI –I Like Israel e.V.’“ habe ich vielen, vielen Menschen zu danken: Ohne finanzielle Unterstützung, ohne Kreativität, ohne einen Arbeitsaufwand, der uns alle in den letzten Wochen bis zur Erschöpfung gefordert hat, wäre dieser Kongress nicht möglich geworden. Vor allem wäre er nicht zustande gekommen ohne die Liebe zu Israel, die unser aller Handeln bestimmt. Ich wünsche uns allen, dass diese Veranstaltung zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

Shalom Ihr Sacha Stawski, Vorsitzender des Vereines „ILI - I Like Israel e.V.“,Kongressveranstalter


INHALT >> seite 03

editorial

>> seite 11

Bundeskanzlerin – Dr. Angela Merkel

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Resolution

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Israelischer Aussenminister, Avigdor Liberman

>> seite 14

Grußworte

Israelische Botschaft – S.E. Yoram Ben Zeev

Zentralrat der Juden in Deutschland –Dr. Dieter Grauman

Stadt Frankfurt – OB –Petra Rot,

Innenminister des Landes Hessen, Boris Rhein

DFB Präsident - Dr. Theo Zwanziger

Präsidentin IKG München – Dr. h.c. Charlotte Knobloch

Autorin, Esther Schapira

Kongress Koordinationsbüro, Dig Frankfurt, ILI, Claudia Korenke

>> seite 16

Schirmherrschaft

Regine Sixt / Ein Gespräch mit Andrea Schlaier

Politisches

>> seite 18

Was macht die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland

einzigartig? Prof. Gert Weisskirchen

>> seite 19

Terror ist legitim und nicht strafbar, Ulrich W. Sahm, Jerusalem

>> seite 20

Israelhass und die Umbrüche in der arabischen Welt, Michael Spaney

>> seite 22

Die existentielle Bedeutung der politischen Einflussnahme für den

Staat Israel, Jörg Haller, Israelfreunde Norddeutschland -

>> seite 25

Die Freiheit der Iraner ist untrennbar mit dem Existenzrecht Israels

verbunden, Dr. Wahied Wahdat-Hagh, Senior Fellow - European

Foundation for Democracy

>> seite 26

Was bedeutet das besondere deutsch-israelische Verhältnis?

Benjamin Weinthal

Medien

>> seite 28

Medien im Nahostkonflikt

Solidarität

>> seite 30

Israel anders kennenlernen - Im Politik-, Geschichts-, Geografie- und Religions

unterricht kommt es ständig vor – aber wie gut kennt ein deutscher Schüler

oder Student Israel wirklich? Anat Rajber

>> seite 32

Israeltag, ein Fest für alle! Christian W. E. Mosch

>> 05


Christliche Power

>> seite 36

Alexia Kämpfel im Gespräch mit Harald Eckert Publizist,

Referent und Autor

>> seite 38

Die Geschichte des christlichen Zionismus, Jürgen Bühler

Reise nach Israel

>> seite 40

Blau-weiße Träume - Vor 40 Jahren hatte Benzi Malka seinen ersten

Arbeitstag bei EL AL, Rivka Kibel

>> seite 42

Zwei Jugendliche erzählen, Zwei Jugendliche erzählen von ihren

Begegnungsreisen

mit Holocaustüberlebenden in Israel, Tabea & Christof

>> seite 44

Resumee - Maren Sommer

>> seite 46

Glosse - Ein neuer Feiertag, Achim Krausz

Touristik

>> seite 47

Kultur Strand und Party Tel Aviv: weltweit unter den Top Ten,

Israelisches Verkehrsamt

Thema

>> seite 48

Eröffnung des israelischen Generalkonsulats in München –

Tibor Shalev Schlosser

>> seite 47

KKL feiert 110. Geburtstag, Rivka Kibel

>> seite 52

Teddy Kollek und seine Jerusalem Foundation, am 27. Mai 2011 hätte er

seinen 100. Geburtstag gefeiert

>> seite 54

Gilad Shalit –ein Phänomen der besonderen Art, Ulrich W. Sahm,

Jerusalem

Das Erbe bewahren, Der Freundeskreis Naturschutz in Israel besteht seit

20 Jahren, Miryam Gümbel

Sport

>> seite 56

European Maccabi Games 2011 in Wien, Alon Meyer

>> seite 59

Israelis in der Bundesliga Israelische Nationalspieler in der deutschen

Fußball-Bundesliga, Dave Rajber

Wirtschaft

>> seite 60

“Taste Israel“ auf der ANUGA in Köln

>> seite 62

Wein aus Israel, Ein Gesräch mit Alexia Kämpel / Barkan & Ron Riess

Wissenschaft & Technik

>> seite 64

Das Technion in Haifa 100 Jahre Erfolg beim Aufbau Israels


INHALT >> seite 66

Enneubare Energien, Die Erneuerbaren als Leitsystem der Zukunft,

Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesver

bandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)

>> seite 68

Tankstellen werden zu Akkuladestationen - Better place Elektroautos

Charity für Israel

>> seite 70

Was wird aus den Spenden für den Keren Hayesod? Angelika Brecht-Levy

>> seite 72

Geballte Frauenpower Die WIZO fördert und finanziert in Israel rund 800

Institutionen, Rivka Kibel im Gespräch Diana Schnabel

>> seite 74

Vernetzt zum Ziel, Judith Epstein

Alija

>> seite 76

Alijah aus Deutschland – heute

Sergei Tcherniak, Repräsentant der Jewish Agency for Israel in Deutschland

Hinrich Kaasmann, Ebenezer Hilfsfonds Deutschland, Hamburg, Jewish

Agency for Israel. Seit 30 Jahren engagiert sich die Jewish Agency for Israel

in Deutschland

Kunst/Kultur

>> seite 80

Lebendige Geschichte - Das Israel Museum in Jerusalem

Jüdische Religion

>> seite 82

Chabad in Deutschland

Kulinarisches

>> seite 84

Essen und Religion, Ulrich W. Sahm, Jerusalem

>> seite 87

Rezepte - Gefillte Fish, Patte,

Lifestyle

>> seite 88

Die Globetrotter aus Israel Sydney, Berlin, New York - sie ist global

unterwegs, die junge Generation Israelis - von Matthias Hinrichsen

Musik

>> seite 90

TOTES MEER MASADA Oper von Matthias Hinrichsen

>> seite 92

Programm

>> seite 100

Raumpläne

>> seite 104

Verzeichnis

>> seite 112

Tombola

>> seite 113

In Eigener Sache

>> seite 114

Das Gebet für die Staat Israel

Impressum

>> 07


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Grußwort von Dr. Angela Merkel, Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland anlässlich des 2. Deutschen Israelkongresses

Alle Teilnehmer und Gäste des 2. Deutschen Israelkongresses in Frankfurt grüße ich sehr herzlich. Es freut mich, dass diese Veranstaltung die ganze Bandbreite der deutsch-israelischen Beziehungen beleuchtet. Deren Gestaltung, ihre Pflege und Förderung finden von Generation zu Generation immer wieder neue Ausdrucksformen. Dazu zählen Jugendbegegnungen ebenso wie der Dialog über digitale Medien wie deutsch-israelische Blogs. So werden auch künftig auf vielerlei Weise Kontakte geknüpft und Freundschaften gepflegt. Dieses lebendige Miteinander und Füreinander nimmt sich vor dem Hintergrund des Zivilisationsbruchs durch die Shoah auch heute noch wie ein Wunder aus, für das ich schlichtweg nur Dankbarkeit empfinden kann. Aus der engen Verbundenheit unserer beiden Länder erwächst uns die Verpflichtung für die Zukunft, für unsere gemeinsamen Werte einzutreten und die vielfältigen Bande, die uns einen, zu pflegen und zu festigen. Dafür, wie wir diese historische Verantwortung in einem veränderten regionalpolitischen Umfeld wahrnehmen und unsere politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Beziehungen wirkungsvoll gestalten können, erhoffe ich mir vom Deutschen Israelkongress wichtige Impulse. Dies gilt auch hinsichtlich der tief greifenden Umbrüche in vielen arabischen Ländern, die neue Fragen nicht zuletzt für die politische Zusammenarbeit zwischen Israel und Deutschland aufwerfen. Verantwortung für die Vergangenheit und Zukunftsgestaltung liegen in den einzigartigen deutsch-israelischen Beziehungen besonders eng beieinander. Beides gleichermaßen im Blick zu behalten, ist eine umfassende Aufgabe, der sich das noch junge, aber viel versprechende Projekt des Deutschen Israelkongresses widmet. Die Stadt Frankfurt mit ihrer großen jüdischen Tradition bietet hierfür zahlreiche Anknüpfungspunkte. So wünsche ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen gelungenen Kongressverlauf mit vielen interessanten Begegnungen und anregenden Gesprächen.

Berlin, zum 23. Oktober 2011 >> 11


Eine vom Leitungsgremium des 2. organisationsübergreifenden Deutschen Israelkongresses zur Abstimmung gebrachte KongressResolution fand großen Zuspruch unter den annährend 200 unterstützenden Israel-solidarischen Gruppierungen, Städten, Gemeinden, Städtepartnerschaften und Organisationen aus allen gesellschaftlichen Kreisen:

Resolution anlässlich des 2. Deutschen Israelkongresses 2011

Die am 2. Deutschen Israelkongress teilnehmenden und unterstützenden Organisationen erklären ihre unverbrüchliche Freundschaft und Solidarität mit Israel, der Heimstätte des jüdischen Volkes und einzigen rechtsstaatlichen Demokratie im Nahen Osten und rufen alle Unterstützer von Frieden und Demokratie dazu auf, in diesen Zeiten an Israels Seite zu stehen. So fordern wir Politik, Medien und Gesellschaft auf, sich aktiv einzusetzen für: Eine Stärkung der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. Begrüßenswerte Haltungen, wie „die Sicherheit Israels ist deutsche Staatsräson“ und „Deutschlands historische Verantwortung gegenüber Israel“ dürfen nicht nur Lippenbekenntnisse bleiben, sondern müssen in konkrete Politik umgesetzt werden. Dies sollte sich auch insbesondere in der Haltung der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe widerspiegeln. Ein verstärktes deutsches Engagement für Israel bei der Europäischen Union und den Vereinten Nationen. Ein eindeutiges politisches Bekenntnis zur Zweistaatenlösung auf der Basis von bilateralen Verhandlungen und die daraus folgende Ablehnung einer unilateralen Anerkennung Palästinas. Ein eindeutiges politisches Bekenntnis zum jüdischen Staat Israel mit Jerusalem als Hauptstadt; das Recht Israels auf eine Existenz in gesicherten Grenzen und sein Recht auf Selbstverteidigung gegen Angriffe auf seine Bürger und sein Territorium. Politischen Druck auf die Palästinensische Autonomiebehörde, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Dialog und Verhandlungen sollen ausschließlich mit jenen Akteuren geführt werden, die Israel als jüdischen Staat und die bisherigen Vereinbarungen im Friedensprozess anerkennen und der Gewalt abschwören. Eine einmütige Verurteilung des Regimes in der Islamischen Republik Iran und ein deutliches Eintreten der deutschen Regierung für eine Ausweitung der Iran-Sanktionen auf EU- und UN-Ebene, um die iranische Nuklearkapazität zu verhindern. Die Iranische Zentralbank muss dringend von der EU sanktioniert und der Ölimport aus Iran in die EU untersagt werden, wie dies bereits im Falle Syriens geschehen ist. Veranstaltungen mit Vertretern des Mullahregimes und der Wirtschaft, die darauf abzielen, Sanktionen zu unterwandern, sind zu unterlassen. Der gescheiterte „kritische Dialog“ ist auf allen Ebenen abzubrechen. Eine deutliche Unterstützung derjenigen Kräfte im Mittleren Osten und Nordafrika, die für individuelle Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit eintreten, sowie die konsequente Verurteilung islamistischer Tendenzen, die Israelhass und Antisemitismus schüren. Ein sofortiges Verbot der Hisbollah in Deutschland. Maßnahmen gegen sowie eine konsequente Bekämpfung von Antisemitismus und der immer weiter verbreiteten Feindseligkeit gegenüber Israel in der deutschen Gesellschaft und Politik. Eine Kommission zur Revision deutscher Schulbücher den Nahostkonflikt betreffend, sodass eine angemessene, historisch korrekte Darstellung der Konfliktursachen gewährleistet ist. Die Beziehungen zu Israel weiterhin auf allen Gebieten zu stärken. Delegations- und Bildungsreisen, die zum Ausbau des Schüleraustauschs, der Städtepartnerschaften und einem intensivierten wissenschaftlichen, wirtschaftlichen sowie kulturellen Austausch dienen, sind auf allen nationalen, föderalen, kommunalen und zivilgesellschaftlichen Ebenen vermehrt zu unternehmen und zu fördern.

Frankfurt am Main, 23. Oktober 2011


AuĂ&#x;enminister des Staates Israel


„Das Band zwischen der jüdischen Gemeinschaft und Israel wird niemals an Stärke verlieren. Denn es besteht aus einem ganz besonderen Stoff: der jüdischen Seele. Daher gilt für immer: Israel liegt uns im Sinn und am Herzen.“ Dr. Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland

Es freut mich sehr, dass der Deutsche Israelkongress in diesem Jahr eine Fortsetzung erlebt. Ich bin sicher, dass wir mit viel Begeisterung und Energie im Jahr 2011 daran anknüpfen können, was wir im vergangenen Jahr begonnen haben. Gerne erinnere ich mich an die beeindruckenden Stunden beim 1. Israelkongress. Heute können wir sagen: Das Konzept der Veranstalter ist aufgegangen. Israel-Freunde aus ganz Deutschland kamen in Frankfurt zusammen, lernten sich kennen, tauschten sich aus, planten gemeinsam, waren kreativ. Diese produktiven Kontakte wollen wir nun weiter ausbauen und festigen. Für Israel bedeutet dieser Kongress ein großartiges Zeichen der Solidarität. Wir sind froh, dass wir Freunde, Partner und Unterstützer wie die Organisatoren und die Teilnehmer dieses Kongresses haben. Dem Israelkongress 2011 wünsche ich viele Besucher - und ich hoffe, wir sehen uns in Frankfurt! Botschafter Yoram Ben-Zeev

„Trotz der Bedrohungen durch den Terrorismus lebt in Israel die Freiheit. Und damit beweist das israelische Volk, dass die Freiheit immer stärker sein wird als Gewalt und Terror.“ Boris Rhein, Innenminister des Landes Hessen

Esther Schapira, FS Politik u. Gesellschaft, Red. Zeitgeschichte, Hessischer Rundfunk

Viel zu viele meiner Kollegen sind willige Bildbeschaffer für die Bilder im Kopf – auch die eigenen. Israel-Bashing ist längst populärer Mainstream, für den man sich dennoch als mutiger Querdenker feiern lassen kann. Denn angeblich ist es in Deutschland tabu, Israel zu kritisieren. Tatsächlich existiert dieses Tabu zum Glück längst nicht mehr, so es überhaupt je gegolten hat. Mehr Gegenwind erfährt dagegen jeder, der sich öffentlich positiv über Israel äußert. Unerträglich ist mir zuweilen die selbstgerechte Verweigerung jeder Empathie, die Gefühlskälte mit der es als politische Ausflucht abgetan wird, wenn ein Volk, das schon einmal knapp der Vernichtung entronnen ist, die Morddrohung in der Charta der Hamas ernst nimmt und „Auslöschung Israels“ nicht bereitwillig mit „friedlicher Nachbarschaft“ übersetzt. Weniger Urteil, mehr Wissen. Weniger Vorurteil, mehr Aufklärung. Das wünsche ich mir. Europa mit seiner Jahrhunderte langen Blutgeschichte hat wenig Grund, ungeduldig zu werden, weil der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern nach gut 60 Jahren noch immer nicht gelöst ist.


GRUSSWORTE Willkommen in Frankfurt am Main. In dieser Stadt, die sich seit Jahrzehnten um gute Beziehungen zu Israel bemüht. Etwa über die Städtepartnerschaft zu Tel Aviv. Der Austausch zwischen Tel Aviv und Frankfurt am Main ist ein Austausch des 21. Jahrhunderts – zwischen zwei Metropolen, die mit dem Flugzeug in wenigen Stunden zu erreichen sind. Beide Metropolen agieren als kommunale Akteure zwar nicht in der großen internationalen Politik, aber dennoch bieten sich gute Möglichkeiten, Menschen einander näher zu bringen, Hürden aus dem Weg zu räumen und Feindbilder zu überwinden. Es sind diese Ressourcen, die partnerschaftliche Verbindungen so wertvoll machen. In diesem Sinne greift der Kongress auf, was in den Beziehungen zwischen den Städten schon Realität ist. Willkommen in Frankfurt am Main und gutes Gelingen für Ihre Beratungen. Petra Roth, Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt

„Die ambivalenten Entwicklungen und Zuspitzungen infolge des so genannten arabischen Frühlings, die UN-Causa „Palästina 194“ oder das Gebaren der Türkei haben Israel in der jüngsten Vergangenheit mehrfach ins internationale Scheinwerferlicht gerückt. Mehr denn je ist es auch und gerade die Aufgabe von uns Juden in der Diaspora, sich für die Interessen und die berechtigen Sorgen des Jüdischen Staates stark zu machen. Wir sind gefordert, in dem hochkomplexen Konflikt unermüdlich als Brückenbauer in unseren Heimatländern zu fungieren und einseitigen und vereinfachenden Verurteilungen Israels entschlossen entgegenzutreten. Bei allem was uns unterscheidet: Wir alle wünschen uns Frieden. Wir alle haben das Ziel, eine bessere und sicherere Welt für unsere Kinder und Enkelkinder zu schaffen. Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Kultusgemeinde München und Oberbayern

„Warum“, fragt mich eine Freundin aus Eilat, „genießt Du Israel nicht, statt soviel für das Land zu arbeiten?“ Eine schlichte und überzeugende Frage. Und deshalb besuche ich Israel bald nach dem Israelkongress. Und mein Genuß? Die prächtigen Blumen im Park von Hagoshrim. Die spielenden Füchse vor dem Bungalow in Shoresh, während ferne die Lichter von Abu Gosh blinken. Die 20 Sorten Datteln im Laden des Moshaw Degania. Die Zimmerim und die jeminitische Küche in Nimrod. Und das Land bietet vieles mehr. Kommen Sie mit nach Israel.

Claudia Korenke Koordinationsbüro 2. Deutscher Israelkongress.

„Die Beziehungen zu unseren Freunden in Israel sind dem Deutschen Fußball-Bund sehr wichtig. So gibt es einen regelmäßigen Austausch in der Jugend- und Talentförderung, in der Trainerausbildung und im Schiedsrichterwesen. Ein Höhepunkt ist die jährliche Israelreise der U 18-Nationalmannschaften der Jungen und Mädchen, die während eines einwöchigen Aufenthalts in Israel neben ihren sportlichen Herausforderungen auch Yad Vashem besuchen und das Land, die Leute und die Kultur unserer jüdischen Freunde und Partner kennenlernen.“ Dr. Theo Zwanziger, DFB Präsident

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Andrea Schlaier im Gespräch mit

Regine Sixt

Regine Sixt führt nicht nur das Internationale Marketing bei der Sixt AG, Deutschlands größtem Autovermieter. Seit 20 Jahren ist sie in zahlreichen Gremien aktiv, die sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern einsetzen - seit zwölf Jahren im eigenen Hilfswerk „Tränchen trocknen“, heute eine Stiftung mit ihr an der Spitze. Wir sprachen mit der Unternehmerin über dieses Engagement, das sie auch regelmäßig nach Israel führt, wo sie etwa als Kuratoriumsvorsitzende des Hadassah Medical Center kleinen Patienten zur Seite steht. Dem Land fühlt sie sich sehr verbunden, was auf Gegenseitigkeit beruht: Als erste Deutsche und erste Frau erhielt sie den „Citizen of the World Award“. Regine Sixt ist im Kuratorium der Jerusalem Foundation Deutschland, Mitglied des Kuratoriums des Tel Aviv Museums of Modern Art, sie ist im Board of Governors der Hebrew University of Jerusalem - und Schirmherrin des Israel-Kongresses 2011.

Israel-Journal: Frau Sixt, erinnern Sie sich an Ihren ersten Aufenthalt in Israel? Welche Beziehung hatten Sie damals zum Land?

trocknen“ im Hadassah-Krankenhaus kleine Patienten auf unterschiedliche Weise. Warum gilt Ihr Einsatz gerade diesem Haus?

Regine Sixt: Ich kam mit meinem Mann und interessierte mich für Geschichte und was wäre denn interessanter gewesen, als tausende von Jahren zurückzulaufen? Ich war von der ersten Sekunde an völlig fasziniert: die Offenheit der Menschen, die Schönheit des Landes, die historische Bedeutung Jerusalems, wo man an jeder Ecke den Hauch der Geschichte spürt – ich war ganz einfach überwältigt. Und ich bin es bis heute noch immer wieder auf’s Neue. Ich wollte Israel ganz einfach kennenlernen und wurde wie von einem magischen Faden dort hingezogen. Wenn es ein Land gibt neben Deutschland, das ich „mein Land“ nennen würde, weil es mir absolut entspricht, dann ist dies sicherlich Israel. Die Offenheit, die ich gerade als Deutsche so wohltuend empfinde, gegenüber uns, die wir in ganz großer Schuld gegenüber dem Judentum stehen.

Regine Sixt: Wir brauchen doch Zeichen der Hoffnung in unserer Welt! Hadassah ist für mich das ideale Symbol für Frieden und Verständigung in einer Zeit voller Konflikte und Hass. Nicht umsonst wurde Hadassah ja für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen – und ich hoffe, dass es ihn auch bald mal erhält. Wer hätte es mehr verdient als die unermüdlichen Ärzte und das Pflegepersonal – genauso wie die Patienten bestehend aus Juden, Israelis und Palästinensern gleichermaßen. Da gibt es keine Unterschiede, egal welcher religiösen und ethnischen Herkunft die Menschen von Hadassah sind. Der einzelne steht da im Mittelpunkt, der Hilfe benötigt. Nicht mehr und nicht weniger.

Sie unterstützen mit Ihrer weltweit agierenden Stiftung„ Tränchen

Sie unterstützen die Kinder von Hadassah unter anderem durch zwei Schulräume im Hadassah „Mount Scopus“ und Hadassah „Ein Kerem“. Wie gestaltet sich das Projekt? Regine Sixt: Ganz wunderbar. Wir werden

einen Online-Unterricht für die Kinder realisieren, die ans Bett gefesselt sind. So können sie vom Krankenbett aus im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten den Unterricht mitverfolgen. Das ist auch wichtig, damit sie sich nicht einsam und isoliert fühlen, sondern ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln. Für Ihr Engagement für Israel wurden Sie 2010 als erste Frau und erste Deutsche mit dem renommierten „Citizen of the World Award“ ausgezeichnet. Was bedeutet Ihnen öffentliche Anerkennung in dem Kontext? Regine Sixt: Es war für mich die größte Ehre, diesen Preis im Kreis von honorigen Israelis überreicht zu bekommen. Wissen Sie, diese und ähnliche Auszeichnungen sind ja in erster Linie Verpflichtung, mich noch mehr zu engagieren – besonders in diesem Fall, wenn Sie mit den anderen Preisträgern wie Shimon Peres, Richard Gere, Zubin Mehta oder Harry Belafonte in einer Reihe stehen. Diese Anerkennung ist natürlich auch eine Ermutigung für uns alle bei Sixt, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. In Israel hat der


SCHIRMHERRSCHAFT Einsatz gerade für die Schwachen der Gesellschaft einen extrem hohen Stellenwert. Es ist doch die Verpflichtung jedes einzelnen Menschen, nach ganzen Kräften zu helfen. Wenn wir von Sixt damit ein Beispiel, ein Impuls für andere sind, ist das doch wunderbar.

viel auf der Welt unterwegs sind und die Augen nicht vor dem Elend verschließen, dann ist das doch die normalste Reaktion der Welt, zu helfen. Wie sagt es die Friedens-Nobelpreisträgerin Bertha von Suttner so schön: „Nach lieben ist

Anz. 185x63.indd 1

helfen das schönste Wort der Welt.“ Sie könnten nun sagen, das ist doch alles nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber ich habe die Hoffnung, dass mehr und mehr Menschen und Unternehmen ihren Tropfen beitragen – und schon haben Sie einen Regen, der neues Leben bringt! Jeder sollte sich engagieren und seinen

Neuanlagen...

Reparatur und Instandsetzung

Wartung und Notruf...

Weil Sicherheit planbar ist...

Regine Sixt: Wissen Sie, wenn Sie wie ich

Kann der Einsatz für die Schwachen der Gesellschaft, wenn er von prominenter Seite kommt, auch politisch etwas verändern? Regine Sixt: Ich möchte mich politisch nicht einmischen – davon verstehe ich zu wenig. Ich mache lieber Marketing in 100 Ländern von Sixt. Politik war für mich spannend, als ich unseren wunderbaren Bundespräsidenten Christian Wulff auf seiner Reise nach Israel begleiten durfte. Das war für mich ein Highlight in meinem Leben!

Modernisierung

Was motiviert Sie, soziale Verantwortung zu übernehmen?

Wie hat das nun elf Jahre währende karitative Engagement Sie selbst verändert? Regine Sixt: Es kann mich nicht verändern – ich bin immer so wie ich immer war. Das Schicksal der Kinder geht mir heute noch genauso nahe, wie damals, als wir starteten. Ich habe ganz wunderbare Kinder erlebt, die so tapfer für ihre Heilung und ihre Zukunft kämpfen. Sie darin zu unterstützen, ist eine wundervolle Aufgabe. Es ist doch das natürlichste der Welt, zu helfen. Dass wir nun offiziell eine Stiftung sind, in der sich auch meine beiden Söhne engagieren, ist doch eine wunderbare Sache. Helfen kann – im positiven Sinn – ansteckend sein!

Wie viele andere Hilfsprogramme haben Sie rund um den Globus für Kinder gestartet? Können sie uns Beispiele geben? Regine Sixt: Natürlich versuche ich mit meiner KinderhilfeStiftung so vielen Kindern wie möglich zu helfen. So haben wir zum Beispiel in Mayumba, Gabun, ein Kinderheim mit kleiner Kirche, einer Schule und einem Krankenhaus für 120 Kinder gebaut. Zusammen mit dem Komitee „Ärzte für die Dritte Welt“ und Dr. Maria Furtwängler haben wir mobile Hospitals in Neu Delhi eingerichtet. In Zusammenarbeit mit „Ein Herz für Kinder“ haben wir das Kinderheim „Little Lambs“ in den Townships von Afrika errichtet. Mit „Ein Herz für Kinder“ planen wir auch für 2012 einige Projekte, unter anderem den Bau einer Schule auf Haiti. Das sind nur einige unserer Projekte und Sie sehen, wir sind weltweit tätig! Und ich hoffe inständig und setze alles daran, dass noch sehr viele weitere Projekte hinzukommen und wir so viele kleine Tränchen trocknen können.

Beitrag leisten und ich möchte eben mit meinem Engagement jeden Cent dem Projekt zukommen lassen.

Aufzugs- & Fördertechnik GmbH Bruno-Dressler-Straße 17 63477 Maintal Telefon (0 61 09) 38 01 + 38 02 Telefax (0 61 09) 38 03 info@aufzugstechnik-frankfurt.de www.aufzugstechnik-frankfurt.de 11.07.2011 11:47:41 Uhr


Was macht die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland einzigartig? von Prof. Gert Weisskirchen

Was macht die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland einzigartig? Wenige Jahre nach dem Holocaust hat Israel entscheidend mitgeholfen, dass Deutschland zu einer Demokratie geworden ist. Neben Israel waren es besonders die Länder des Westens, die uns Deutschen die Chance für einen Neubeginn gaben. Trotz der Schrecken, trotz der Morde, trotz des Genozids: die Deutschen durften in Freiheit leben. Das ist das Einzigartige: wir haben Freiheit und Solidarität erfahren im Angesicht des Unheils, das wir anderen zugefügt hatten. Israel, der jüdische Staat, ist der Garant für Demokratie in einer Region, deren Menschen aufgebrochen sind, sich von Willkür zu befreien. Israel – seine Liberalität bietet an, die Offenheit im friedlichen Wettbewerb, wie humanes Zusammenleben, besser zu gestalten. Israel bietet ein Maß an Kritik daran, welcher Weg zu finden ist im Streit der Meinungen, Chancen für die Menschen, die sich darin unterscheiden, woher sie kommen und zueinander finden, eine gemeinsame Zukunft zu bauen. Israel erwartet Respekt und Anerkennung seines Rechts auf Existenz. Nicht allein, weil die Vergangenheit uns mahnt, die Lehren, die wir uns selbst erteilt haben, nicht zu vergessen, stehen wir Seite an Seite mit Israel. Nicht allein, weil die Gegenwart von uns fordert, Demokratie nicht teilen zu lassen – nicht nördlich

Die Evangelische Marienschwesternscha#, Darmstadt, grüßt die Teilnehmer des 2.Deutschen Israelkongresses Noch unter der NaziDiktatur gehörte Israel bereits zum Themenkreis unserer Gründerin, Mutter Basilea Schlink. Sie wagte die Aussage,

des Mittelmeers, nicht südlich des Mittelmeers – dürfen Israelis und Deutsche sich nie mehr voneinander trennen. Wir würden unsere europäische Zukunft verraten. Wir würden vergessen, warum Europa, der von uns selbst so geschundene Kontinent, die Zeit der Teilungen vor 20 Jahren hat überwinden können. Weil nämlich Freiheit und Solidarität untrennbare Kinder der Demokratie sind und bleiben. Die Wiege der europäischen Zivilisationen steht im östlichen Teil des Mittelmeeres. Shmuel Eizenstadt, der große jüdische Soziologe, hat uns wieder daran erinnert, welche verschiedenen Wege in die unterschiedlichen Verständnisse der Moderne führen und doch aufeinander bezogen sind. Deshalb gilt: wir bewahren uns selbst, wenn wir Deutsche und Israelis gemeinsam einstehen für Freiheit und für Solidarität.

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dass Israel eine große Zukunft zu erwarten habe. Das folgte für sie konsequent aus der unverbrüchlichen Gültigkeit der Heiligen Schrift. Darum gehört es von Anfang an zum Kern unserer Berufung als Kommunität, über konfessionelle und nationale Grenzen hinweg zur Versöhnung und Wiederherstellung unserer Beziehung zum Bundesvolk Gottes beizutragen. Evang. Marienschwesternschaft Heidelberger Landstr. 107 64297 Darmstadt www.kanaan.org

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POLITISCHES TERROR ist legitim und nicht strafbar von Ulrich W. Sahm, Jerusalem

Als Israel den querschnittgelähmten Hamas-Chef Scheich Ahmad Jassin im Gazastreifen „gezielt getötet“ hat, stand die Welt Kopf. Das sei kein rechtsstaatliches Vorgehen und gezieme sich nicht für eine anständige Demokratie. Israel behauptete zwar, dass Jassin kurz vor seinem Tod eine Selbstmordattentäterin losgeschickt und andere Terroranschläge befohlen hatte, aber bekanntlich gilt jeder als „unschuldig“, solange seine Schuld nicht nachgewiesen worden ist. Manche Wohnzimmerstrategen in Deutschland meinten gar, dass Israel Scheich Jassin hätten verhaften müssen. Dabei bedachten sie nicht, dass Israel zu dem Zweck in den Gazastreifen hätte einmarschieren müssen. Israel hat tatsächlich Tausende Palästinenser verhaftet, vor Gericht gestellt, zur Rechenschaft gezogen und verurteilt. Unter ihnen sind Massenmörder mit über 60 Menschenleben auf dem Gewissen. Viele Anschläge sind noch frisch in Erinnerung. Park Hotel, Sbarro oder Dolfinarium und Café Moment dienen als Stichworte. 280 Mörder sind jetzt von der Hamas freigepresst worden, im Tausch für den seit fünf Jahren wider alle Regeln in Geiselhaft gehaltenen Soldaten Gilad Shalit. Unter den 1027 Namen auf der Liste jener, deren Begnadigungsschreiben Präsident Shimon Peres unterschrieben hat, sind keine kleine Taschendiebe.Israel hatte keine Wahl, denn sonst hätte sich Premierminister Benjamin Netanjahu eines „Todesurteils“ über Shalit schuldig gemacht. Jetzt aber eine Frage an die deutschen Wohnzimmerstrategen: „Gezielt Töten“, wie es auch die Amerikaner mit Osama bin Laden getan haben, ist also ganz böse. Aber was nun? Der Gefangenenaustausch bedeutet, dass selbst Massenmörder nach kurzer Haft wieder frei kommen. Bei aller berechtigten Freude über die Freilassung von Gilad Schalit ist dies ein Punkt, der im Westen überhaupt nicht beachtet oder gar kritisiert worden ist. Das Freipressen von rechtskräftig verurteilten Häftlingen bedeutet, dass die Hamas jegliche rechtsstaatlichen Grundsätze außer Kraft setzt. So wird Mord legitimiert und niemanden scheint das in Europa sonderlich zu stören. Wer dazu schweigt, meint wohl, dass es legitim ist, Schulbusse und Restaurants mitsamt Kindern und Frauen zu sprengen, solange diese Taten „politisch motiviert“ sind. Nicht Israel ist hier zu kritisieren, sondern jene, die nun ein Ende der Blockade, einen Dialog mit der Hamas, deren Anerkennung und vieles mehr fordern, weil sich doch die Hamas als „gemäßigt“ und „pragmatisch“ erwiesen hat. (C) Ulrich W. Sahm

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Israelhass und die Umbrüche in der arabischen Welt von Michael Spaney

Durch die Umbrüche in der arabischen Welt hat sich die Lage im Nahen Osten nur scheinbar gewandelt. Israel ist nach wie vor der einzige Staat mit einer Demokratie nach westlichem Muster und einem funktionierenden ökonomischen System.

Dagegen haben in den arabischen Staaten mit der Vertreibung einiger Despoten weder die individuelle Freiheit noch eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage Einzug gehalten. Stattdessen gehen islamistische Gruppierungen wie die Muslimbruderschaft, die erst kürzlich in Ägypten und Tunesien legalisiert wurde, gestärkt aus den Umbrüchen hervor. Ein sich erneut bahnbrechender Israelhass ist nicht nur im islamistischen, sondern auch im säkularen politischen Spektrum zu beobachten. Eldad Beck hatte schon im Februar von antisemitischen Parolen in Ägypten berichtet: „Die führende Opposition in Ägypten hat es versäumt, sich gegen die antisemitische Stimmung zu stellen.“ Die antisemitische, antiisraelische Hetze kulminierte im Sturm auf die israelische Botschaft in Kairo Anfang September dieses Jahres. Dieser Überfall markierte den vorläufigen Höhepunkt einer Serie von Attacken, wie den Terrorangriffen in Israel vom August dieses Jahres, den Anschlägen auf die Gaspipeline nach Israel oder dem Raketenbeschuss Eilats im letzten Jahr. Im Zuge der restaurativen Entwicklung in Ägypten, wird der Nahostkonflikt erneut instrumentalisiert, um von der innenpolitischen Stagnation abzulenken. Ähnliches gilt für das syrische Regime, das die Aufstände im eigenen Land blutig niederschlägt: Am sogenannten „Naqsa-Tag“ wurden mehrere hundert Demonstranten mit Bussen zum Golan gebracht, um von dort aus die Grenze zu Israel zu stürmen. Die enge Verbindung zwischen dem syrischen Regime und der antisemitischen Terrororganisation Hamas wird auch daran deutlich, dass die Führung der Hamas in Damaskus residiert. Ebenso benutzt das Nato-Mitgliedsland Türkei den Nahost>> 20

konflikt, um die öffentliche Aufmerksamkeit von den innenpolitischen Auseinandersetzungen abzuziehen. Die von Israel aufgrund der Waffenlieferungen verhängte Seeblockade wurde von Erdogan wiederholt als „illegal“ bezeichnet. Dagegen lassen weder der Palmer-Bericht der UN noch der Seerechtler Heintschel von Heinegg einen Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Blockade. Der UN-Bericht zu den Vorkommnissen auf der Mavi Marmara wirft dagegen der Türkei die Unterstützung der Gaza-Flottille vor, deren erklärtes Ziel der Bruch der Blockade war. Die palästinensische Führung selbst schürt immer wieder den Hass auf Israel. Das gilt für die Hamas ebenso wie für die Führung der PLO. So sind öffentliche Lobpreisungen der Selbstmordattentäter auch im öffentlichen Fernsehen der PA keine Seltenheit. Straßen und Plätze werden nach ihnen benannt und sogar von der PA organisierte Kindercamps tragen ihre Namen. Während in Israel eine Million Araber leben, würde Abbas laut eigener Aussage in einem palästinensischen Staat nicht die Anwesenheit eines einzigen Israelis dulden. Der Antrag der Palästinenser an die UNO auf Gründung eines eigenen Staates war selbst nichts anderes als ein weiterer Versuch Israel zu delegitimieren und den Konflikt zu internalisieren. Die antisemitischen Deutungsmuster des Nahostkonflikts, in denen die Legende von der „Naqba“ eine zentrale Rolle spielt, treffen auch in Deutschland immer wieder auf fruchtbaren Boden. Die Schulbuchverlage Cornelsen, Westermann und Klett geben allesamt Materialien heraus, in denen Israel kontinuierlich als Aggressor

angeprangert wird, während die Palästinenser als Opfer dargestellt werden, die „unter Druck“ zum Terror griffen. Eine Gesellschaft, die Israel systematisch als Aggressor darstellt, steht dem einzelnen Menschen, der seine individuelle Überzeugung zum Maßstab seines Handels macht, prinzipiell feindlich gegenüber. Das macht der Fall des inhaftierten ägyptischen Bloggers Maikel Nabil Sanad deutlich: Sanad hatte das Vorgehen der Militärführung gegen Demonstrantinnen auf dem Tahrir-Platz kritisiert, die sich entwürdigenden „Jungfräulichkeits-Tests“ unterziehen mussten. Auf seinem Blog sprach er sich darüber hinaus für eine freundschaftliche Beziehung zwischen Ägypten und Israel aus. Die Inhaftierung Sanads und die geringe Unterstützung für seine Freilassung in Ägypten zeigt, wie weit die ägyptische Gesellschaft von der Freiheit des Individuums und dem Recht der freien Rede entfernt ist. Wer sich wie Maikel Sanad weigert, auf Israelis zu schießen, die das Existenzrecht ihres Landes verteidigen, wird im heutigen Ägypten offenbar schnell des Verrats bezichtigt. Solange Israelhass und Antisemitismus in den arabischen Freiheitsbewegungen salonfähig sind, wird eine Auseinandersetzung mit den tatsächlichen Schwierigkeiten für eine positive Entwicklung in den arabischen Staaten verhindert. Diese sind eine Bedrohung für Israel und für die demokratischen Bewegungen selbst. Westliche Staaten sollten ihre Unterstützung für arabische PolitikerInnen deshalb danach beurteilen, ob sie eine positive Haltung zum Friedensprozess mit Israel einnehmen. An dieser Frage sollte letztlich über eine Zusammenarbeit entschieden werden.


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Deutscher Israelkongress 2011

Die existenzielle Bedeutung der politischen Einflussnahme für den Staat Israel von Jörg Haller, ICEJ Political Department Israelfreunde Norddeutschland

Deutschland macht es vor: Warum der Israelkongress eine wichtige politische und geistliche Rolle in Europa spielt Der Präsident Irans droht Israel unverhohlen mit der Zerstörung, ein ägyptischer Mob stürmt die israelische Botschaft, der türkische Ministerpräsident Erdogan kündigt an, Kriegsschiffe zum Schutz einer Gaza-Flotille nach Israel zu entsenden, die Hamas feuert weiter hunderte Raketen auf israelisches Gebiet und lässt Terroristen Eilat im Süden Israels angreifen, der US-Präsident möchte Israel zur Landaufgabe bewegen und die islamisch dominierte UNO verhandelt über einen Antrag zur Gründung eines arabischen Staates auf israelischem Terretorium – „Palästina“, das vorweg schon einmal auch von einem dutzend westlicher Staaten der Welt anerkannt wird. International gerät Israel weiter in Isolation – selbst die deutsche Regierung stimmt mal im Sicherheitsrat gegen israelische Interessen, mal lädt sie im Außenausschuss des Bundestages Abgeordnete aus dem Iran ein, was nur durch einen Zufall und ausgerechnet durch eine Delegation israelischer Abgeordneter ans Licht kam. Die Medien spielen weiterhin ihre Rolle „gut“: Wichtige Zusammenhänge im Nahostkonflikt werden unterschlagen, Israel oft genug weiter als Agressor dargestellt. Nicht erst diese zugespitzte Lage macht deutlich, welche Bedeutung eine möglichst gewichtige politische Einflussnahme in Bezug auf die legitimen Rechte bis hin zum Existenzrecht Israels hat. In Deutschland gibt es etwa dreißig Pro-Israel-Werke, die eine regelmäßige politische Arbeit leisten: von Lobbyarbeit mit Politikern im Bundestag in Berlin - über die Klarstellung von verzer>> 22

renden Medienberichten – bis hin zur Arbeit auf der Ebene von Organisationen, Instituten und Kirchen, die einen unverhohlenen zunehmend heftigeren Antiisraelismus an den Tag legen – wie vor kurzem das „Deutsche Pfarrerblatt“, das Israel im Kern die Existenzberechtigung absprach – oder die Arbeit der kirchlichen „Akademie Bad Boll“, die in einen „Dialog“ mit der Hamas treten wollte – und erst durch das Einreiseverbot der Bundesregierung zum Einlenken bewegt wurde. Israel verbindet – Vorbild für Europa Sieht man dieses breite Spektrum der Arbeitsbereiche, so wird schnell klar, dass eine strategisch sinnvolle Vernetzung und eine Abstimmung zwischen Pro-IsraelOrganisationen sinnvoller und notwendiger wird. Eine bis vor kurzem undenkbare Zusammenarbeit von sonst politisch oder religiös eher konträr ausgerichteten Gruppen und Vereinen wurde auf breiter Ebene auch mit dem Israelkongress 2010 auf eine neue Basis gestellt. Diese geht oft über eine thematische Sachlichkeit hinaus, es entstehen neue Allianzen, neue Freundschaften – und auf regionaler Basis wurden bundesweit Zusammentreffen ins Leben gerufen, die bisher so zumindest nur schwer möglich waren. Dazu kommt eine Vorbildeigenschaft, die der Kongress auf Europa ausstrahlt: auch in Großbritannien und in Italien rücken die Israel-Werke auf gemeinsamen Kongressen näher zusammen. „Betriebsunfall des Bundestages“ Ein kurzer Rückblick auf die gemeinsa-

men Aussagen des Israelkongresses 2010 zeigt, dass die dort verfasste Deklaration und entscheidenden Kritikpunkte an der deutschen Haltung zu Israel Früchte trugen: Als „Betriebsunfall“des Bundestages“ bezeichnete die CDU-Abgeordnete Gitta Connemann auf dem Kongress 2010 die gemeinsame Resolution des Bundestages zur Gazaflotille und ergänzte, sie hätte so nicht abgestimmt, wäre sie persönlich anwesend gewesen. Andere bemängelten die fehlenden Fakten in dem Fall, die in Sachen Flotilla erst nach und nach bekannt wurden. So wurden die einst von der Homepage des Bundestages als „Friedensaktivisten” gefeierten LINKE-Teilnehmer der Gaza-Flotille, allen voran Annette Groth, in einer Sondersitzung im Mai 2011 von allen anderen Parteien im Bundestag massiv kritisiert – wie auch die Haltung der Linken als Fraktion an sich. Kongress-Delegation im Kanzleramt Ein weiteres Thema ist die lang anhaltende und gemeinsame Kritik am deutschen Verhalten im Weltsicherheitsrat. Mit der Zustimmung zur UNO-Resolution gegen den Ausbau israelischer Siedlungen im Februar 2011 unterstützte Deutschland die einseitige Verurteilung der einzigen Demokratie im Nahen Osten – durch Geschichtsklitterung. Es existiert kein Völkerrecht, das Israel den Bau von Siedlungen verbietet. Und die Geschichte zeigt, israelische Siedlungen an sich waren nie ein wirkliches Friedenshindernis. Mit ihrer Abstimmung ignorierte die Bundesregierung zudem den täglichen Terror der Hamas und die Kriegsdrohungen der Hisbollah. Außenminister Westerwelle ver-


warf nicht nur israelische Interessen, als es um die israelischen Siedlungen ging, sondern sich in ebenso indifferenter Weise später auch in der Lybien-Frage. (Offensichtlich mindestens eines der beiden Vorfälle kostete Westerwelle den FDP-Parteivorsitz). Im Mai 2011 wurde eine Delegation mehrerer auf dem Israel-Kongress vertretenen Organisationen (siehe Foto) vom zuständigen Referat im Bundeskanzleramt empfangen – u.a. mit 6.000 Unterschriften im Gepäck, die die deutsche Abstimmung zu Israel kritisierten. In freundlicher, guter Atmosphäre wurde darüber hinaus Klartext gesprochen, was die grundsätzliche Haltung Deutschland angeht. Ein Ziel: Die Botschaft der Einheit und Einigkeit in wichtigen Grundfragen wurde abgeschickt und ist angekommen.

Schwierigkeiten bringen kann. Das, was in Ägypten bei der Erstürmung der israelischen Botschaft als Brainware in den Köpfen dieser Leute zuvor ablief, ist beileibe allein kein arabisches Thema, sondern ein weltweites, wenn es um die Dämonisierung des jüdischen Staates geht. Unsere Aufgabe ist es immer wieder, diesem unsichtbaren Feind aus Hass und Lüge öffentlich die Wahrheit entgegenzusetzen.

Israel-Kongress ausgehen wird, ist deshalb: Entschlossenheit und gemeinsames Auftreten in Sachen Israel verfehlen ihre Wirkung keinesfalls, auch wenn dies nicht immer sofort erkennbar ist. Sie haben eine Stimme – gemeinsam haben Wir eine Stimme, die wir für Wahrheit und echten Frieden im Nahost einsetzen werden. Als Freunde Israels sind wir nicht allein – auch das ist eine verbindende Botschaft, die uns zusammenbringt. Ich freue mich darauf!

Ist Deutschland noch ein Freund Israels? Ist die Frage, die sich auf dem Israelkongress 2010 im Hinblick auf Deutschland schon stellte: ‘Hat Deutschland wirklich aus seiner Geschichte gelernt?’ schon beantwortet? Ist die vielbeschworene und gleichzeitig verdächtige Gebetsmühlenformel, Deutschland bekenne sich zum „Existenzrecht“ Israels ein erneutes Lippenbekenntnis? Hat Helmut Kohl recht, wenn er meint, es gäbe in der Außenpolitik kein klares Wertefundament mehr? Tatsache ist, im Nahostkonflikt besteht in vielerlei Hinsicht ein permanenter Kampf zwischen „Pro“ und „Contra“, ein Duell zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Akzeptanz , Unterstützung Israel auf der einen, Dämonisierung und Ablehnung Israels auf der anderen Seiten – ein Kampf auch um die politische und öffentliche Meinung, die Israel durch unvorhersehbare Ereignisse wie z.B. beim Flotilla-Angriff medial und politisch im Laufe weniger Stunden in

2. Israelkongress: “be‘esrat haschem“Botschaft der Entschlossenheit Von ca. 80 auf nun über 160 teilnehmenden Organisationen hat der 2. Deutsche Israelkongress weitere Gruppierungen dazu gewonnen, die sich öffentlich solidarisch an die Seite Israels stellen. Ungeachtet der geplanten UNO-Abstimmung im September zum Thema eines Staates „Palästina“ – die Botschaft, die von diesem 2. Deutschen

Bild oben: Eine Delegation des Israelkongresses

im Kanzleramt - V.l.n.r.: Jörg Haller (Israelfreunde Norddeutschland), Jörg Gehrke (Initiative 27. Januar Berlin), Hinrich Kaasmann (Ebenezer Hilfsfonds Deutschland), Ludger Siemes (Referatsleiter Nahost im Bundeskanzleramt), Anat Rajber (ILI I like Israel e.V. – Israeltag München), Lothar Klein (CDU, ehem. MdEP, Sächsische Israelfreunde), Sacha Stawski (ILI – I like Israel e.V. und Honestly Concerned), Michael Spaney (Mideast Freedom Forum Berlin), Harald Eckert (Christen an der Seite Israels e.V.), Stephan Lehnert (Internationale Christliche Botschaft Jerusalem), Levi Salomon (Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus)


Für Weitblicker. Nachrichten und Meinungen aus der christlichen Welt. ideaSpektrum. Woche für Woche.

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Nachrichten und Meinungen aus der evangelischen Welt

Alkohol: Gibt es eine „Generation Wodka“? Afghanistan: Deutsche Entwicklungshelfer vermisst Moderne Lieder: Was heute am liebsten gesungen wird

Christen und Israel

Engelkongress: Es glauben mehr an Engel als an Gott „Psychologie heute“: Kindheit wird zunehmend sexualisiert „Wer wird Millionär?“: Warum ein Pastor bei Günther Jauch war

Darf ein Christ töten?

Pfarrerverband: Viele leiden unter der Last des Amtes Ausstellung: Die Wiederentdeckung des Wunders Evangelikale: Nicht auf einem Auge blind sein!

Zwischen den Fronten Wie Christen in Palästina für Versöhnung arbeiten

Wie weit geht die Treue zum jüdischen Staat?

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Die Freiheit der Iraner

ist untrennbar mit dem Existenzrecht Israels verbunden von Dr. Wahied Wahdat-Hagh, Senior Fellow - European Foundation for Democracy

Hussein Schariatmadari ist einer der Berater von Ali Khamenei, dem iranischen Revolutionsführer. Zudem ist er Herausgeber der in Teheran erscheinenden Zeitung Kayhan. In einem Kommentar schrieb Schariatmadari, dass die US-Regierung und seine „alten Verbündeten“ einen alten Plan zur „Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates“ verfolgen würden. Dieser Plan solle in den Vereinten Nationen eine Mehrheit bekommen und schließlich umgesetzt werden. Schariatmadari ist der Meinung, dass die Auswirkung eines solchen Projektes die „Anerkennung des künstlichen zionistischen Regimes“ bedeute. Er ist der Meinung, dass das Schicksal eines palästinensischen Staates untrennbar sei von der Zukunft des „islamischen Iran“. Daher pocht er, wie das gesamte islamistische Establishment des Iran, darauf dass das „islamische Erwachen“ nicht nur die arabische Welt ändern werde, sondern sogar in den USA und in Europa bald in Erscheinung trete. Gemäß der iranischen Staatsideologie ist die islamische Revolution von 1979 im Iran ein Vorbild für die arabischen Massen. Die iranischen Staatsideologen meinen tatsächlich, dass Ali Khamenei, der oberste Fahnenträger der islamischen Revolution in der arabischen Revolution sei und alle islamischen Staaten sich dem herrschenden totalitären politischen System des Iran unterordnen müssen. Deswegen misstrauen die iranischen Ideologen einem „unabhängigen palästinensischen Staat“. Denn ein neuer palästinensischer Staat muss sich nach Meinung der iranischen Ideologen dem Diktat des iranischen Staatsklerus unterordnen. Dies wird auch als der Hegemonialanspruch des Iran über die arabische Welt bezeichnet. Tatsächlich ist die politische Utopie der Islamisten die Abschaffung des Staates Israel, die Reislamisierung der islamischen Welt und die Schaffung von islamistischen

Staaten. Um diesen islamistischen Herrschaftswillen zu realisieren, ist den iranischen Islamisten nichts zu schade. Sie übernehmen die Verschwörungstheorien der rechtsradikalen Revisionisten, sie dulden je nach Belieben iranische Nazis, die Juden hassen, sie tun alles, um die Juden in Israel zu dehumanisieren und Israel als Staat zu dämonisieren. Der fundamentalistische Herrschaftswille ist der Grund für die feindselige Haltung gegen den Staat Israel. Vor diesem Hintergrund wird der iranische Präsident Ahmadinejad nicht müde immer wieder in verschiedenen Variationen, mal den Untergang, mal die Vernichtung Israels zu fordern. Er sagte am 26.8.2011 in Teheran bei einem sogenannten Freitagsgebet, dass „das zionistische Regime ein Zentrum der Mikrobe und der Krebszellen ist. Wenn nur eine Handbreit auf dem Gebiet Palästinas übrig bleibt, wird es wieder schädlich werden.“ Es ist keine Frage, dass der Antisemitismus in Form der staatlichen Ideologie des genozidalen Antizionismus ein „konstitutives“ Moment des Islamismus ist. Mittels des terroristischen Kleinkrieges wird diese Ideologie permanent forciert. Dennoch ist es wichtig, dass das Spannungsfeld zwischen Ideologie, terroristischem Krieg, eine Kriegserklärung und Krieg, der eine besonders große menschliche Katastrophe bedeutet, erkannt wird. Die iranischen Machthaber und auch Ahmadinejad wissen, dass die konkrete Politik der Realisierung eines Nahziels dient und daher auf einem anderen Blatt definiert wird als die ideologische Staatsdoktrin. Genau deswegen hat Ahmadinejad in einem Interview am 22.9.2011 in

New York mit Russia Today gesagt, dass die „Gründung eines palästinensischen Staates der erste Schritt sei zur Gründung des palästinensischen Staates im gesamten Palästina.“ Es ist davon auszugehen, dass der zweite Schritt, den Ahmadinejad anvisiert in der Sphäre der islamistischen Utopie zu orten ist, die sich genauso wenig realisieren lässt, wie die Utopie aller totalitären Ideologien. Tatsächlich hat das iranische Regime große unlösbare Probleme. Die Wirtschaft des Iran liegt brach. Inflation und Arbeitslosigkeit bedrohen immer mehr den sozialen Frieden der Iraner. Die Zwangsverschleierung und die Folgen der Polygamie haben große soziale Miseren geschaffen. Das Verbot der unabhängigen Gewerkschaften und der unabhängigen Parteien haben dazu geführt, dass die Iraner ihre Freiheit nur noch im Internet oder im Satellitenfernsehen finden können, wo sie Zugang zur freien Welt haben. Die systematische Verfolgung der Bahai kommt laut dem völkerrechtlich gültigen Rome Statute einem Genozid gleich. Last not least erkennen immer mehr Iraner, dass das politische System des Iran nicht reformierbar ist. Deswegen werden sie aber nicht langfristig auf ihre Freiheit verzichten. Ein freier Iran ist daher unabdingbar mit dem Existenzrecht Israels verbunden, denn beide Staaten zusammen könnten irgendwann in Zukunft der Motor der Entwicklung des gesamten Nahen Ostens werden. Die „Islamische Republik Iran“ ist nicht nur eine Barriere für den Friedensprozess im Nahen Osten, sondern auch für die Freiheit aller Iraner. >> 25


(c) Hinrichsen

Was bedeutet das besondere

deutsch-israelische Verhältnis? von Benjamin Weinthal

Benjamin Weinthal, Jahrgang 1968, ist Europakorrespondent der Jerusalem Post und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Foundation for Defense of Democracies

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat in den vergangenen 4 Jahren mehrmals betont, dass die Sicherheit Israels ein Teil der deutschen Staatsräson sei. Anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung des Staates Israel im Jahr 2008, hat Bundeskanzlerin Merkel eine historische Rede vor der Knesset gehalten. Sie sagte in dieser Rede wörtlich: „... die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar ‑ und wenn das so ist, dann dürfen das in der Stunde der Bewährung keine leeren Worte bleiben. Deutschland setzt gemeinsam mit seinen Partnern auf eine diplomatische Lösung. Die Bundesregierung wird sich dabei, wenn der Iran nicht einlenkt, weiter entschieden für Sanktionen einsetzen.“ Im US-Kongress 2009 wiederholte sich Bundeskanzlerin Merkel bezüglich der besonderen Verantwortung gegenüber dem jüdischen Staat. Was aber genau bedeuten die Worte der Bundeskanzlerin Merkel, wenn Sie öffentlich über die Sicherheit Israels spricht? Wie kann man ihre Worte bezüglich der deutschen Staatsräson tatsächlich umsetzen? Nennen wir als Beispiel das

iranische Regime, als größte Gefahr für die Sicherheit Israels, für den Westen und für die iranischen Demokraten.Für den Fall, dass der Iran Israel tatsächlich angreift, würden sich die Bundesregierung und der Bundestag verpflichten, Israel militärische Unterstützung zu leisten? Würde sich die Bundesrepublik Deutschland präventiv an Selbstverteidigungsmaßnahmen Israels gegen Irans illegales Nuklearwaffenprogramm beteiligen? Sollte man nicht deutliche Zweifel an einem besonderen deutsch-israelischen Verhältnis haben, wenn man sich die Zahlen der florierenden deutsch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen anschaut. Deutschland bleibt Irans wichtigster EU-Handelspartner. Entgegen der neu beschlossenen EU-Sanktionen hat sich der deutsche Exporthandel in den Iran zwischen 2009 und 2010 um 2,6 Prozent, also insgesamt 3,8 Milliarden Euro, gesteigert. Bei dem Import iranischer Waren nach Deutschland sieht es- im Zuge der Sanktionierung - im gleichen Zeitraum nicht besser aus. So ließ sich auch hier eine Steigerung von 382 Millionen Euro auf 453 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2011 verzeichnen. Auch beim Einkauf von iranischen Öl und Gas hielt sich die Bundesrepublik nicht gera-

de zurück. So steigerte sie auch hier ihre Ausgaben in Richtung Iran von 197 Million Euro im ersten Halbjahr 2010 zu 280 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2011. Gehen wir davon aus, dass die besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel nicht erst seit Merkels Amtszeit bestehen, sollten wir rückblickend feststellen, dass Willy Brandt, ehemaliger Bundeskanzler, 1973 an der Seite Israels grandios versagt hat. Als 1973, während des Jom Kippur-Krieges, die USA Waffen in Bremerhaven auf israelische Schiffe verfrachten wollte, um Israel beizustehen, wurde dies durch die deutsche Regierung blockiert. Hat Brandt doch damals ausdrücklich betont, Israel zu unterstützen und eben nicht Neutralität walten zu lassen oder wegzuschauen, wenn Israel von arabischen Ländern angegriffen wird. Israels Existenz wurde damals aufs Spiel gesetzt. Brandts Worte waren wohl nur Sprechblasen. Die entscheidende Frage bleibt, ob nun die Bundeskanzlerin ihre Versprechen inhaltlich und vor allem praktisch umsetzen wird. Wir erinnern uns an ihre Worte, wenn es um die Sicherheit Israels geht :“ ...dürfen das in der Stunde der Bewährung keine leeren Worte bleiben.„


„Die Torah wurde nur gegeben, um Frieden in die Welt zu bringen“

„Die Stabilität und Vollendung aller Völker basiert auf der Einhaltung der 7 universellen Gebote für die Menschheit“ Der 7. Lubavitcher Rebbe Menachem Mendel Schneersohn für den beständigen Frieden in Deutschland, in Israel und in der Welt unterstützen Sie unsere laufende Bildungsarbeit mit den 192 Botschaftern der UN in New York, sowie den EU Vertretern in Brüssel für Gerechtigkeit und Wahrheit. Tel./Fax: +00972-2-5802-234 · www.kerennechama.org

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Die Medien und der Nahostkonflikt von Christian W. E. Mosch

Die Medien und Agenturen berichten leider oft verzerrt und nicht ganz den Tatsachen entsprechend oder nur oberflächig über den Nahost-Konflikt, sehr oft unberechtigterweise zum Nachteil Israels… …doch es gibt inzwischen eine Reihe unabhängiger Organisationen, einzelner Journalisten oder Internetblogger, welche sich mit Experten- und Fachwissen kritisch, analysierend und korrigierend mit der allgemeinen Medienberichterstattung auseinandersetzen und verdrehte Behauptungen richtigstellen.

Es kam in den letzten 11 Jahren oft vor, dass bekannte Nachrichten- und Bildagenturen oder TV-Sender zugeben mussten, Fehler gemacht zu haben und diese im Nachhinein korrigierten, doch da waren die falschen Informationen über den betreffenden Vorfall bereits in den Köpfen der Leser und Zuschauer. Ein Beispiel: Das angebliche Massaker in Jenin, im Jahr 2002, mit anfangs angeblichen 2.000 Toten arabischen Einwohnern. Diese von den Palästinensern sofort verbreiteten falschen Informationen wurden von den ausländischen Medien ungeprüft übernommen – nur kurze Zeit später stellte sich heraus, das die Medien einer palästinensischen Propagandalüge aufgesessen sind, es gab keine 2.000 von Israel angeblich kaltblütig ermordeten Palästinenser, sondern 23 tote israelische Soldaten, welche in einen Hinterhalt mit Sprengfallen geratenen waren. Auch gibt es zuverlässige unabhängige Medien und Journalisten in Israel die mit Hintergrundinformationen und guter Recherche dem wirklichen Geschehen auf den Grund gehen und den Tatsachen entsprechend berichten. Hier eine Auswahl empfehlenswerter Medien, welche glaubwürdig über Israel berich-

ten, (wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit): Organisationen, welche sich mit kritischer Medienbeobachtung und Medienanalyse befassen: www.honestlyconcerned.info 2002 gegründet von Sacha Stawski. Inzwischen eine sehr gute Informationsquelle mit e-mail-Pressespiegeln über die Berichterstattung aus Israel und den Nahostkonflikt, sowie einem Pressespiegel über antisemitische Vorfälle in Deutschland und weltweit. Honestly-Concerned ist eine Nicht-Regierungs-Organisation, welche sich für eine wahrhaftige Berichterstattung und gegen Antisemitismus einsetzt. Kontaktadresse: Sacha Stawski, www.pmw.org.il Palestinian Media Watch ist eine israelische Organisation, welche die arabischen Palästinensischen Medien, TV und Zeitungen beobachtet, und diese ins Englische übersetzt. Dabei deckt PMW oft die wahren Absichten oder die Widersprüchlichkeiten gegenüber den Reden der Palästinenser, welche auf Englisch gehalten werden, auf. www.honestreporting.com Die englischsprachige Webseite „Honest Reporting“ wurde im Jahre 2000 von einer Gruppe britischer College Studenten gegründet. Honest Reporting beobachtet die

Medien im Blick auf Israel und versucht alle falsche Berichterstattung über Israel aufzudecken und richtigzustellen. www.nicht-mit-uns.com Auch GMW setzt sich kritisch mit Medien, Organistionen und Persönlichkeiten im deutschsprachigen Raum auseinander. Gegründet 2001 von Markus Vallen und Kerstin Heimbold, welche sich die Frage stellten: „Was können wir heute tun?“ um dem Antisemitismus oder der falschen Berichterstattung entschieden entgegenzutreten. www.memri.org MEMRI, das „Middle East Media Research Institute”, ist eine der am meisten genutzten Online-Quellen über den Nahen- bzw. Mittleren Osten (Middle East). MEMRI hat das zurzeit größte Archiv von Übersetzungen aus den Sprachen: Arabisch, Farsi, Türkisch und Urdu. Regierungs-Newsletter: www.israel.de Webseite der israelischen Botschaft in Berlin, mit aktuellen Hintergrundinformationen. www.goisrael. Webseite des israelischen Tourismusministeriums mit Reisehinweisen und Reisetipps zu Israel.


MEDIEN Nachrichten und Informationen aus und über Israel: www.jpost.com www.israelnationalnews.com www.ynetnews.com www.haolam.de www.israelmagazin.de www.israelheute.com www.israelnetz.com www.israelaktuell.de www.juedische-allgemeine.de www.usahm.de www.icej.org Die größte christliche zionistische Organisation mit der einzigen Botschaft in Israels Hauptstadt Jerusalem.

Informationen, Analysen und Kommentare zu Israel und dem Nahen Osten

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ISRAEL ANDERS von Anat Rajber

KENNEN LERNEN

Die deutschen Medien berichten täglich über Ereignisse in Israel. Im Lehrplan der Schulen wird das Land in verschiedenen Fächern thematisiert. Gleichzeitig finden sich israelische Bürger in ihrem Land inmitten eines facettenreichen gesellschaftlichen, kulturellen, religiösen und wirtschaftlichen Lebens, das zwar vom israelisch-palästinensischen (-arabischen) Konflikt beeinflusst, aber nicht beherrscht wird. Der Hintergrund für die Entwicklung dieses Israelprojekttages ist, dass jedem Schüler während seiner Schulzeit Israel mehrfach begegnet – im Religionsunter-

richt, im Geografieunterricht und erneut im Geschichts- und Politikunterricht. Gleichzeitig wird jedoch das Bild der israelischen Gesellschaft und Kultur nicht vermittelt.

Podiumsdiskussionen und Filmen durch die Veranstalter individuell gestaltet. Ebenso können verschiedene Ausstellungen über Israel als Rahmenangebot gezeigt werden.

Der Projekttag „Israel anders kennen lernen“ soll in erster Linie SchülerInnen und LehrerInnen bzw. Studenten und Dozenten jeweils eines Bundeslandes oder einer Universität einen Einblick in den israelischen Alltag über das übliche Maß und die übliche Form des Lehrplans hinaus bieten. Das Programm des Israeltages wird durch Workshops,

Erstmals startete dies gemeinsame Projekt deutscher Bildungsträgern, föderaler Institutionen und der israelischen Botschaft im Jahr 2006 und wird bis Ende 2011 zum 19. Mal stattgefunden haben. So zum Beispiel ist der 16. Israel-Tag dieser Art kürzlich in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung

Fotos: Tim Bruns und Botschaft des Staates Israel

Im Politik-, Geschichts-, Geografie- und Religionsunterricht kommt es ständig vor – aber wie gut kennt ein deutscher Schüler oder Student Israel wirklich?


SOLIDARITÄT

Sachsen-Anhalt, der Hochschule Harz sowie der Botschaft des Staates Israel organisiert worden und fand zum dritten Mal in Sachsen-Anhalt statt. In Wernigerode begaben sich dabei 240 Jugendliche in Seminaren und bei einem Film auf eine virtuelle Reise nach Israel. An der Ludwig-Maximilians-Universität München hat letztes Jahr im Rahmen der internationalen Hochschulmesse erstmals ein Israel-Projekttag stattgefunden, gemeinsam mit dem Referat für Internationale Angelegenheiten der LMU und der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit organisiert. In vier Panels konnten sich die bis zu 100 Teilnehmer - vorwiegend Studenten, aber auch einige ältere Semester – über verschiedene Aspekte des heutigen Israel im internationalen Kontext informieren. Einen gelungenen Ausklang bot die am Abend in der Unilounge stattfindende „Meschugge-Party“. Damit wurde ein Berliner Party-Erfolgsrezept erstmals in die bayerische Landeshauptstadt importiert. Sofern sich Bildungsträger, Schulen oder Universitäten für einen solchen Projekttag „Israel anders kennen lernen“ wünschen, wird die Botschaft des Staates Israel sicherlich gern Ihr Ansprechpartner sein, um den deutsch-israelischen Dialog auch im akademischen Umfeld zu stärken und um den Blick auf Israel nicht allein den Medien und Schulbüchern zu überlassen.

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Israeltag – ein Fest für alle! von Christian W. E. Mosch

Es begann im Jahre 2002. Leo Sucharewicz, der Gründer von „ILI – I Like Israel e.V.“, kam von einer Veranstaltung, als ihm klar wurde, daß das allgemeine Israelbild in Deutschland zumeist von negativen und stereotypen Vorurteilen belastet ist. Die positiven und schönen Seiten Israels schienen nur die Wenigsten zu kennen. Seine Lösung waren „ILI“ und die „Israeltage“.

2003 organisierte er den ersten ILI-Israeltag in München. In den folgenden Jahren nahmen weitere große und kleine Städte deutschlandweit und in der Welt an öffentlichen Veranstaltungen zum Unabhängigkeitstag Israels teil. Jedes Jahr werden es mehr. Organisiert werden diese IsraelEvents von privaten Organisationen und Israelfreunden, oft mit Unterstützung örtli-

cher Gemeinden und Politiker. Viele lokale Politiker wurden als Schirmherren gewonnen. ILI hilft bei der Beschaffung von bunten Infomaterialen und Ratschlägen. Inzwischen ist der jährlich (zumeist) am 14. Mai gefeierte Israeltag zu einem festen Event-Termin geworden. In Israel wird dieser „Jom Ha’atzmaut“ gemäß dem jüdischen Kalender an einem anderen Tag begangen.

Öffentlich in den Innenstädten wird mit Show, Musik, Tanz, Informationen und interessanten Gesprächen, sowie kulinarischen Genüssen aus Israel gefeiert. Es geht um alles, worüber sonst meist nicht berichtet wird: die kulturelle Vielfalt, Innovationen, Bildung, Technik, Tourismus, Wirtschaft. „Der „ILITag“ macht


den Staat Israel und seine blau-weißen Symbole in deutschen Städten und im Ausland sichtbar. Über Grenzen, Kulturen und Religionen hinweg vereinen sich Menschen weltweit, um den Unabhängigkeitstag eines einzigartigen und oft falsch verstandenen Landes als Fest für Jedermann zu feiern“, so Sacha Stawski, Vorsitzender von ILI – I Like Israel. Wenn Sie beim nächsten Israeltag am 14. Mai 2012 mitmachen wollen, erhalten Sie von ILI – I Like Israel vollen Support. Der Israeltag ist für Israel wichtig. Der Israeltag ist für Deutschland und zur allgemeinen Aufklärung wichtig.Und dass Sie mitmachen, ist für den Israeltag sehr wichtig. Am wichtigsten ist es wirklich zu machen: Einen Info-Stand, ein Straßenfest, eine Bühne. Wer einen Israeltag organisiert, erhält von ILI ein kreatives Programmpool, ein detailliertes Handbuch, Hotline, regionale Workshops und Infomaterial für die Besucher: Broschüren, Poster, Plakate, Kataloge, Fähnchen und Flugblätter. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.I-Like-Israel.de Die ILI News: ILI veröffentlicht wöchentlich das Beste aus Israels Wirtschaft, Medizin, Techno-

logie, Kultur, Politik, Gesellschaft und Sport. Ein Gegengewicht zum SPIEGEL und was nicht in der Süddeutschen Zeitung steht. Die ILI News sind kostenlos. Finanzierung des Israeltages und der ILI News: Fördernde ILI-Mitglieder zahlen 10,– Euro monatlich, bzw. 120,- Euro jährlich. Nicht viel für den Einzelnen und steuerlich absetzbar. Aber viel, was Sie und ILI daraus für Israel machen können. Leider deckt dies aber bei Weitem nicht die tatsächlichen Kosten der Arbeit mit Organisation und Marketing von vielen Dutzenden Israeltagen weltweit. Bei all dem ist ILI auf die Hilfe von ehrenamtlichen Mitarbeitern angewiesen und auf die finanzielle oder anderweitige Unterstützung aller Israelfreunde. (Für die finanzielle Unterstützung stellt ILI Zuwendungsbescheinigungen aus). ILI wäre dankbar, Sie zu seinem Unterstützerkreis zählen zu dürfen und bedankt sich schon jetzt für Ihre Großzügigkeit. Das ILI-Konzept? ILI ist ein Think Tank für Pro Israel Organisationen. Ein Forum für Demokraten, die Freiheit, Toleranz und Menschenrechte im

111010 FPS anz ISRAEL KONGRESS:111010 FPS anz ISRAEL KONGRESS

Wirtschaft und Recht. Connected.

10.10.2011

16:26 Uhr

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Arbeitsrecht Bank- und Finanzrecht Gesellschaftsrecht

FPS Rechtsanwälte & Notare ist eine unabhängige, auf nationaler Partnerschaft basierende, vollintegrierte Wirtschaftssozietät mit Büros in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main und Hamburg. Über 110 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sowie Notare sind heute bei FPS tätig. FPS ist Ansprechpartner einer Vielzahl renommierter in- und ausländischer Mandanten. Als eine der führenden unabhängigen Wirtschaftskanzleien in Deutschland beraten wir nationale und internationale Groß- und mittelständische Unternehmen sowie Kommunen und Verbände. Unsere Rechtsanwälte begreifen sich als Geschäftspartner unserer Mandanten, nicht nur als deren Rechtsberater. Wir behalten stets die wirtschaftlichen Ziele im Blick. Das Geschäft unserer Mandanten machen wir zu unserem Geschäft.

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Nahen Osten unterstützen. ILI e.V. ist überparteilich und überkonfessionell. ILI unterstützt Israel, das einzige demokratische Land in einer undemokratischen Region. Die guten, freundschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland will ILI verbessern. Der jährliche Israel Tag ist hierbei von besonderer Bedeutung. ILI hält antiisraelische Tendenzen in den Medien für einen historischen Fehler und bemüht sich um Korrektur, Aufklärung und Verbesserung des Israel-Bildes in der Gesellschaft. ILI unterstützt als Service Center Pro Israel Organisationen mit Informationen, Fortbildung, Ideen, Projektmanagement, Medienarbeit und Aktionen. Der Vorstand von ILI e.V. wird unterstützt von Beiräten auf Bundesebene, international und in Israel, sowie dem Gründer und Ehrenmitglied Leo Sucharewicz. Vorstandsvorsitzender ist Sacha Stawski, der auch Vorsitzender der Initiative Honestly Concerned e.V. ist, die sich gegen Antisemitismus und für eine wahrhaftige Berichterstattung einsetzt. Die Arbeit von ILI ist strategisch aufgebaut, gut organisiert und wird von Kommunikationsexperten geplant.

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Senioren-Wohnanlage und Pflegeheim Ein würdevolles Leben im Alter für Juden und Christen, das war 1920 der Wunsch des Stifterehepaares Henry und Emma Budge. Stadtnah und dennoch im Grünen liegen die 2003 neu erbaute Wohnanlage mit über 170 Ein- und Zweizimmerwohnungen und das moderne Pflege-heim, das in sonnigen Ein- und Zweibettzimmern qualifizierte Pflege und Betreuung anbietet. Unsere Kurzzeitpflege steht Ihnen Pflegebedürftigkeit zur Verfügung.

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Über die Möglichkeiten jüdischen Lebens in der Stiftung informiert Sie gern unser Rabbiner Andrew Steiman. Das Haus verfügt über eine eigene Synagoge und eine koschere Küche. Eine Kapelle bietet Raum für christliche Gottesdienste. Nehmen Sie die Budge-Stiftung mit ihrer Kompetenz für Pflege und Betreuung in Anspruch.

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2012: am 14. Mai ist Israel Tag

Israel hat einen Israel Tag Seit 2003 wird jedes Jahr im Mai Israels Geburtstag gefeiert. Ein kraftvolles Zeichen der Solidarität. 2010 haben mehr als 62 Städte Israels 62. Unabhängigkeitstag gefeiert. Jedes Jahr mehr und größer… Der Israel Tag ist für Israel wichtig. Mitmachen ist für den Israel Tag wichtig. Am wichtigsten ist: machen: Einen InfoStand, ein Straßenfest, eine Bühne. Wer einen Israel Tag organisiert, erhält von ILI vollen Support. Mit kreativem Programmpool, detailliertem Handbuch, Hotline, regionalen Workshops und Info-Material für die Besucher: Broschüren, Poster, Plakate, Kataloge, Fähnchen und Flugblätter. ILI ist ein Think Tank für Pro Israel Organisationen, ein Forum für Demokraten, die Freiheit, Toleranz und Menschenrechte im Nahen Osten unterstützen. ILI e.V. ist überparteilich und überkonfessionell. Wir unterstützen Israel – das einzige demokratische Land in einer undemokratischen Region. ILI bietet einen im deutschsprachigen Raum einmaligen Newsletter mit neuesten Nachrichten aus Israel.

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Alexia Kämpfel im Gespräch mit

HARALD ECKERT Publizist, Referent und Autor 1. Vorsitzender von „Christen an der Seite Israels e.V.“, Vorstand der „Initiative 27. Januar“, der „European Coalition for Israel“ von „Christians for Israel International“ und dem „Christlichen Forum für Israel“. Harald Eckert ist verheiratet, hat vier Kinder und wohnt in Hebertshausen bei Dachau/Bayern.

Herr Eckert, seit vielen Jahren sind Sie ein großer Freund und Unterstützer Israels. Sie leisten mit Ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zum Verständnis Israels und seiner Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Mit Ihrer Teilnahme an dem zweiten Israel Kongress setzen Sie ein weiteres Zeichen ihrer Verbundenheit mit dem heiligen Land. Bitte erzählen Sie uns über die Entstehung und Gründung ihres Vereins „Christen an der Seite Israels“! Der Deutsche Verein wurde am 14. Mai 1998, genau 50 Jahre nach der Wiederentstehung des Staates Israels, von meinem Vorgänger und Vereinsgründer Theo Ellesat ins Leben gerufen. Theo war mit dem Gründer des internationalen Vereins „Christians for Israel“ in Holland, Ende der 1970-iger Jahre befreundet. Das inspirierte ihn diese Arbeit auch in Deutschland aufzunehmen und ich sollte seine Begeisterung bald teilen. Was ist die Hauptaufgabe der Christen an der Seite Israel?

Wir haben grundsätzlich drei Aufgaben und verfolgen damit folgende Ziele: Zum einen unterstützen wir Israel in geistlicher (Gebet) und praktischer Weise, vor allem aber in humanitärer und sozialer Hinsicht, zudem wollen wir auch bei der Alija und der Integration der Einwanderer behilflich sein. Unser größtes aktuelles Projekt ist die Unterstützung von Holocaustüberlebenden in Israel. Immerhin gibt es noch etwa 200.000 Überlebende. Etwa die Hälfte davon hat große materielle und /oder gesundheitliche Probleme und sind dringend auf Hilfe von außen angewiesen. Die meisten von ihnen stammen aus Russland und den ehemaligen Sowjetrepubliken. Der zweite Schwerpunkt bei uns ist die Arbeit in christlichen Kirchen und Gemeinden vor Ort. Wir informieren über unsere Zeitung „Israelaktuell“ halten Predigt- Vortrags- und Seminardienste, sowie größere Konferenzen ab. Das Verständnis für unsere jüdischen Wurzeln als Christen und für unsere besondere Verbundenheit auch mit dem heutigen Israel muss in vielen christlichen Kreisen noch wachsen. Dafür setzen

wir uns ein. Drittens engagieren wir uns auch zunehmend in Politik und Gesellschaft zur Stärkung der Deutsch-Israelischen Freundschaft. Dies geschied meist in Netzwerken, wie z.B. mit der „Initiative 27. Januar“ oder der „Europäischen Koalition für Israel“. Wie viele Mitglieder haben Sie? Unsere Mitgliederzahl ist bewusst klein gehalten. Wir sind ca. 20 Mitglieder. Aber unser Freundeskreis ist recht groß. Unsere Zeitung „Israelaktuell“ wird derzeit in einer Auflage von ca. 30.000 Stück gedruckt und wird an über 25.000 Anschriften verschickt. Woher bzw. aus welchen gesellschaftlichen Kreisen kommen ihre Mitglieder? Ich schätze, dass von der religiös engagierten Seite etwa 2/3 aus freikirchlich geprägten Kreisen und ca. 1/3 aus katholischen oder evangelischen Kreisen kommen. Die soziologische Struktur unseres Vereins ist mehrheitlich gutbürgerlich mit


CHRISTLICHE POWER einem Anteil von vielleicht ¼ bis 1/3 Akademikern. Warum engagieren Sie sich für Israel? Ich habe schon immer ein starkes Interesse an historischen Zusammenhängen und der Geschichte gehabt. Die Frage: „Wie konnten die Nazi-Gräuel, in Deutschland und von Deutschland ausgehend, passieren?“ beschäftigte mich seit meiner arüber, wie besonders, ja einzigartig das jüdische Volk und seine Geschichte war und ist, wie eng wir Christen mit diesem Volk verbunden sind. Und wie tragisch im Gegensatz dazu weitreichende Abschnitte der Kirchengeschichte – und folglich davon dann auch in unserer europäischen Geschichte – gelaufen sind. Mir wurde es zu einem Herzensanliegen, die positiven Ansätze, wie wir sie in der Bibel finden, zu verstärken und den destruktiven Kräften entgegenzutreten. Was macht ihre Arbeit für Sie persönlich so unentbehrlich? Was motiviert Sie am meisten? Mein Engagement für die christlich-jüdische

und die Deutsch-Israelischen Beziehungen sind ein Herzensanliegen und inzwischen so etwas, wie eine Lebensaufgabe geworden. Ich mache das, weil ich glaube, dass ich damit sowohl dem jüdischen Volk und Israel, aber auch der christlichen Gemeinschaft und meinem deutschen Volk etwas Gutes tun kann. Das empfinde ich als ein Vorrecht und es ist ein großes Privileg, mich dem auch widmen zu können. Erzählen Sie uns über ihre aktuellen Projekte? Für die christliche Zielgruppe arbeite ich gerade an meinem nächsten Buch: Über den Brief des Apostel Paulus an die Römer 11 und das Ölbaumgleichnis. In den vergangenen Monaten haben wir uns auf politisch-gesellschaftlicher Ebene in Deutschland, Europa und New York stark engagiert gegen die einseitige Anerkennung eines Palästinenserstaates. Was Deutschland betrifft, bin ich dankbar für die ca. 47.000 Unterschriften, die eingegangen sind, um Bundeskanzlerin Merkels Position in dieser Frage zu unterstützen. Aktuell sind wir mitten in den Vor-

bereitungen für mehrere Veranstaltungen in Berlin am 20.-21. Januar 2012 anlässlich des 70. Jahrestages der Wannseekonferenz. Wir erwarten dazu eine Delegation aus Israel mit prominenten Holocaustüberlebenden und Regierungsvertretern. In Israel wird genau beobachtet, wie wir in Deutschland mit solchen Schlüsseldaten umgehen. Die sog. „Wannseekonferenz“ steht für die höchstmögliche Eskalation an Unmenschlichkeit und geistiger Abartigkeit: Die in die Geschichte eingegangene „Endlösung“ war der Masterplan zum industriellen Massenmord an 11 Millionen europäischen Juden. Den 70. Jahrestag dieses dämonischen Planes sollten wir Deutsche sehr ernst nehmen – und als „Initiative 27. Januar“ und „Christen an der Seite Israels“ versuchen wir, unseren Beitrag dazu zu leisten. Herr Eckert, Danke für Ihre so ehrlichen und ausführlichen Antworten. Das Interview führte Alexia Kaempfel, Politologin, München

Dr. Lennart Möller

DIE AKTE EXODUS Neue Entdeckungen über den Auszug aus Ägypten

Wann und wo, wenn nicht am Berg Sinai, wurde Israel zuerst als Nation geboren?

© splirockresearch.org; Dr. Lennart Möller; Dr. Sung Hak Kim

Neueste Forschungsergebnisse liefern nun erstaunlich deutliche Hinweise: Der Exodus aus Ägypten und der göttliche Bundesschluss am Sinai sind geschichtliche Fakten. Zugleich stellen die sensationellen archäologischen Entdeckungen althergebrachte Vorstellungen auf den Kopf: denn die Wüstenwanderung fand nicht auf der Sinai-Halbinsel statt, sondern weiter östlich im einstigen Land Midian - dem heutigen Saudi-Arabien. Dort liegt, so sagen es eine Vielzahl atemberaubender Funde, auch der wahre Berg Sinai - heute strengstens bewacht und mit Stacheldraht umzäunt. Diese Funde stellen sich gegen die vorherrschende historische Lehrmeinung – und sind nicht ohne politischen Sprengstoff. Trotz vieler Widerstände kommen die unübersehbaren Spuren aus der Zeit der Geburt Israels in der arabischen Wüste nun ans Licht. 450 Seiten, Geb. Hardcover, 24,5 x 16,5 cm 790 farbige Fotos und Abbildungen Nr. 447600; ISBN 978-3-942540-00-1 29,90 € (D); 30,80 € (A); 44,50 sFR* *unverbindliche Preisempfehlung

Der Autor Dr. Lennart Möller ist Professor für Umweltmedizin am renommierten Karolinska-Institut der Medizinischen Universität Stockholm. Er ist Autor mehrerer Bücher über Themen aus Wissenschaft und Religion. Die Akte Exodus fasst seine mehrjährigen Nachforschungen über den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten zusammen.

Mehr Informationen zur Akte Exodus unter www.inner-cube.com


Die Geschichte des christlichen Zionismus

von Dr. Jürgen Bühler

Christliche Unterstützung für Israel ist nichts Neues, sondern ist so alt wie die Kirche selbst. Das Neue Testament erzählt uns, wie bereits im ersten Jahrhundert die neuen heidenchristlichen Gemeinden in Griechenland, Kleinasien und Rom mit Nachdruck dazu angeleitet wurden, ihre jüdischen Brüder zu unterstützen. Der Apostel Paulus gibt der römischen Gemeinde eine starke Motivation dafür, dass sie Israel mittragen sollten. „Denn wenn die Nationen ihrer geistlichen Güter teilhaftig geworden sind, so sind sie verpflichtet, ihnen auch in den leiblichen zu dienen.“ (Röm 15,27) In vielen seiner Briefe und wohin er auch immer reiste, ermahnte Paulus die Heiligen, nie zu vergessen, die von den Juden empfangenen Segnungen zu erwidern. Er widmet ein ganzes Kapitel im 2. Korintherbrief diesem Anliegen und spricht über diesen Brauch zu den Gemeinden in Achaia, Mazedonien, Griechenland und Rom. Spurgeon Darum ist es keine Überraschung, dass man in vielen Erweckungsbewegungen, sowohl vor als auch nach der Reformation, die jüdischen Wurzeln des Glaubens verstand und eine herzensinnige Nähe zu den Juden empfand, verbunden mit dem Wunsch, sie zu segnen, und verbunden mit der prophetischen Sicht von Israels Wiederherstellung als Nation. Ganze Jahrhunderte hindurch gab es in den frühen „Erweckungsbewegungen“, wie etwa unter den französischen Waldensern,

Hugenotten, deutschen Pietisten oder britischen Puritanern, eine Einheit in ihrer Liebe für das erwählte Volk. Natürlich hob sich diese ganz entschieden ab von der vorherrschenden Ersatztheologie und den damit verbundenen antisemitische rEmpfindungen in den meisten etablierten Kirchen, so dass diesen neuen philosemitischen Strömungen oft harte Opposition entgegentrat. Manche unter ihren Vertretern mussten sogar mit ihrem Leben dafür bezahlen. Im Jahre 1587 wurde ein Mann namens Francis Kett am lebendigen Leib verbrannt, weil er es gewagt hatte, im Glauben zu sagen, dass die Bibel die Rückkehr der Juden in ihr Land vorhersagte. Doch in vielen protestantischen Kreisen blieb die Lehre von Gottes Treue gegenüber dem natürlichen Israel lebendig. 1607 schrieb Thomas Brighton in seinem Buch „Offenbarung der Offenbarung“, dass die Wiederherstellung der Juden in ihrem Land Israel absolut sicher wäre, denn „die Propheten sprechen überall davon“. Der Gründer der Methodistenkirche, John Wesley, schreibt ein Jahrhundert später: „So viele biblische Prophezeiungen weisen auf dieses große Ereignis [die Wiederherstellung der Juden] hin, dass es erstaunlich ist, wieso Christen überhaupt daran zweifeln können. Und diese werden überaus klar bestätigt aufgrund der wunderbaren Erhaltung der Juden als ein abgesondertes Volk bis auf den heutigen Tag. Wenn dies vollbracht sein wird, wird dies eine so überzeugende Demonstration von alttestamentlicher wie auch neutestamentlicher Offenbarung sein ...“

Der englische Theologe Charles H. Spurgeon sagte 1855 in einer Sonntagspredigt: „Ich glaube, dass wir die Wiederherstellung der Juden nicht ernst genug nehmen. Doch wenn es in der Bibel irgendetwas gibt, das verheißen wurde, dann ist es doch mit Sicherheit dies. Ich stelle mir vor, dass man die Bibel nicht lesen kann, ohne deutlich zu sehen, dass es eine ganz konkrete Wiederherstellung der Kinder Israels geben wird. [...] Möge dieser Tag bald anbrechen!“ Darum überrascht es uns nicht, dass von Anfang an mit dem Erscheinen der zionistischen Bewegung im späten 19. Jahrhundert entschiedene Christen sich auf die Seite des jüdischen Volkes stellten, um ihnen zu helfen und ihre Neugründungen in Eretz Israel zu unterstützen. William Hechler, Lord Balfour und Ode Wingate sind nur einige Beispiele von christlichen Kirchenführern, Politikern und Männern in Uniform, die sich kompromisslos auf die Seite des jüdischen Volkes in den Jahren vor und nach der Entstehung des modernen Staates Israel stellten. Sie waren nicht nur Freunde der Juden, sondern auch vollberechtigte Partner bei der Erfüllung von Gottes ewigen Verheißungen über die Sammlung Seines geliebten Volkes. Somit ist christlicher Zionismus keine neue Strömung, noch vertritt er eine neuartige Lehre, sondern wir folgen in den Fußstapfen einer uralten und hehren Tradition. Fest verwurzelt in diesem protestantischen und evangelischen Erbe ist die ICEJ ihrem Auftrag, das jüdische Volk zu trösten, seit ihrer Gründung 1980 treu geblieben.


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„Es ist einmal geschehen, also kann es auch wieder geschehen“ Primo Levi Holocaust-Überlebender Autor

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Das Gedenken wahren, den Gefahren wehren.

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Blau-weiße Träume Vor 40 Jahren hatte Benzi Malka seinen ersten Arbeitstag bei EL AL

Ohne Uniform und inkognito, aber stets auf der Hut und für den Ernstfall bewaffnet, wachen sie im Flugzeug: Seit dem 11. September 2001 weiß wohl jeder, was ein Sky Marshall ist. Benzi Malka, General Manager von EL AL in Frankfurt, kennt den Job des Flugsicherheitsbegleiters von der Pike auf. Vor genau 40 Jahren hatte Malka seinen ersten Arbeitstag bei der staatlichen israelischen Fluggesellschaft – als Sky Marshall. Ein Jahr lang machte er den Job, dann folgte eine EL AL-Pause. 1977 kehrte Malka als Administrator der Security zurück. Es folgte der Aufstieg im Management der Airline: 1980 wurde der gebürtige Israeli Sales Promoter, sieben Jahre später District Manager Süddeutschland. Seit zehn Jahren ist Malka nun General Manager für Österreich und Deutschland. 2001 hat die Airline elf Mal pro Woche in Deutschland gen Israel abgehoben. Mittlerweile bietet EL AL im Winter 15 Verbindungen und mit dem Sommerflugplan hebt die Airline dann wieder 23 Mal pro Woche nonstop von Berlin, Frankfurt und München gen Tel Aviv ab. Benzi Malka sitzt oft in einer dieser Maschinen – was dafür sorgt, dass sein Heimweh nach Israel nicht zu groß wird. „Ich fliege mindestens zwölf Mal im Jahr nach Israel“, sagt Malka. Außerdem lebe er ohnehin zwar in Deutschland, aber „auf einer israelischen Insel. Ich telefoniere ständig mit Israel, höre israelische Radiosender und lese die Tageszeitungen aus Israel. Wenn ich aus meinem Büro gehe, wundere ich mich manchmal, dass die Leute auf der Straße Deutsch sprechen“, sagt Malka und lacht. So ist Iwrith nach Jahrzehnten in Deutschland für den Airline-Manager noch immer die dominante Sprache – auch wenn sein Deutsch her-

vorragend ist. Letzterem würde er aber nie zustimmen: „Meine Grammatik ist manchmal eine Katastrophe“, resümiert Malka selbstkritisch. Gelernt hat er sein Deutsch bereits in Israel – wenn auch unbewusst. Als Sohn marokkanischer Juden ist Malka in Kfar Ata, heute Kiryat Ata, aufgewachsen. „In unserer Straße lebten fast nur Deutsche“, erzählt Malka. Wie selbstverständlich hätten die Mütter seiner Freunde auch mit ihm Deutsch gesprochen. Dass er dabei sehr viel gelernt hat, wurde Malka in der Not bewusst. Als er seiner Verlobten Marlies in Deutschland das Ja-Wort geben wollte, war der engagierte Übersetzer so aufgeregt, dass er kein Wort herausbekam. „Da habe ich übernommen“, erfreut sich Malka noch heute an der abstrusen Situation. Fortan hat Malka, auch deshalb, weil seine Frau Deutsche ist, viel hinzugelernt. Schwierig wurde es für den Israeli trotzdem, als er an seinem temporären Arbeitswohnsitz, in München, die ersten Telefonate mit echten Bayern führen musste. „Ich habe nicht verstanden, was die sagen“, sagt Malka lachend. „Das klang wie Trommeln in meinen Ohren.“ Mittlerweile hat sich der EL AL-Chef nicht nur an das Süddeutsche gewöhnt, sondern sich auch innig in München verliebt – auch, wenn er seit zehn Jahren in Frankfurt arbeitet. „Der Taunus und die Rheinstrecke sind zwar sehr schön“, räumt Malka ein. Aber München – die Stadt sei sauberer als Frankfurt, die Menschen offener. „Und man ist so schnell in den Bergen“, schwärmt Malka. Zudem seien seine Kinder in München

„erwachsen geworden“. Und der größte Trumpf der Stadt: Samuel. Sein bislang einziger Enkelsohn lebt in Bayern. Und deshalb machen die Münchner Punkte wett, auch wenn zwei von Malkas Kindern in Frankfurt wohnen. Efrat, Amram und Esther heißen Malkas beide Töchter und sein Sohn. Amram und Esther hießen auch Malkas Eltern. „Ich wollte, dass die beiden Namen wieder unter einem Dach leben“, begründet er die traditionelle Namensvergabe. Auch abseits davon ist Benzi Malka in der jüdischen Tradition verhaftet und ihr verpflichtet. Die Feiertage begeht er zu Hause und traditionell, am liebsten gemeinsam mit möglichst vielen Familienmitgliedern. Traditionell ist auch seine Einstellung zur Wohlfahrt Zedaka ist für Malka privat eine Selbstverständlichkeit, er sieht aber auch „sein“ Unternehmen in der Pflicht – und Spenden werden von EL AL auch erwartet. „Ich denke, die Juden haben die Philanthropie erfunden“, sagt Malka. Deswegen sei es wohl für alle ganz selbstverständlich und legitim, bei jeder Veranstaltung, die mit Israel zu tun habe, auch bei EL AL anzuklopfen. „Wir versuchen auch, möglichst alle zu unterstützen. Aber unsere Ressourcen sind nun einmal begrenzt.“ Global hat EL AL indes gerade eine neue Wohltätigkeitsinitiative ins Leben gerufen. Alle Mitglieder des Vielfliegerprogramms Matmid Club können daran teilhaben. Der


REISE NACH ISRAEL Name des Programms lautet „GlobaLY“ – eine Wortschöpfung aus dem englischen Begriff „globally“ und dem Airline-Code von EL AL, „LY“. Die Geschäftsidee ist, Reisende stärker an EL AL zu binden. Die Wohltätigkeitsidee ist, dass EL AL jedes Jahr eine Summe im Gegenwert von fünf Prozent der von Matmid-Clubmitgliedern gesammelten Punkte spendet. Das Geld, Malka überschlägt die Summe mit rund einer Million US-Dollar jährlich, kommt drei karitativen, israelischen Projekten zugute: In Zusammenarbeit mit „Birthright Israel“ werden junge Diasporajuden nach Israel

Großvater und Enkel: Benzi Malka mit Samuel, Foto: privat

gebracht, um ihnen ein Kennenlernen des Landes zu ermöglichen. Alleinstehende Soldaten der israelischen Streitkräfte werden in Kooperation mit der Vereinigung „Association for the Wellbeing of Israel’s Soldiers“ zu ihren Familien geflogen. Und Kindern, die an einer lebensbedrohlichen Krankheit leiden, wird gemeinsam mit der israelischen Stiftung „Make-a-Wish“ ein Wunsch erfüllt. Auf Malkas persönlicher Wunschliste stehen neben einer gesunden Familie auch einige klassische Konzerte und viel Lektüre. „Ich liebe Mozart, Beethoven, Wagner - und verbrauche mindestens ein Buch pro Woche“, sagt Malka. Beruflich weiß er noch präziser, was er sich wünscht: Nonstop-Flüge nach Eilat – und „dass die Mitglieder der Jüdischen Gemeinden, insbesondere die Frankfurter, mehr EL AL fliegen. Der Talit ist blau-weiß, die Airline sollte es auch sein“, sagt Malka mit dem ihm eigenen Patriotismus. Den wird er auch nach seiner Pensionierung weiter pflegen. „Am liebsten möchte ich dann als Ehrenamtlicher in irgendwelchen jüdischen Organisationen mitarbeiten, beispielsweise alte Leute

betreuen“, blickt Malka in die Zukunft. Und er möchte weiterhin reisen. Nach Irland, von Schloss zu Schloss. Oder in eines der amerikanischen Naturreservate. Oder wieder nach Spanien, um das jüdische Leben in Cordoba oder Toledo zu erkunden. „Hauptsache nicht nur an den Strand, das ist mir zu langweilig“, sagt Malka. Bis für ihn Langeweile aufkommen kann, wird es indes noch eine Weile dauern. Derzeit steht erst einmal der Umbau seines Hauses auf dem Programm. „Meine Schwiegermutter wird bei uns wohnen.“ Malka ist eben ein Familientier – und deshalb fällt es ihm auch nicht so schwer zu beantworten, wo er sich einmal seinen Altersruhesitz suchen wird: „Ich werde da leben, wo meine Familie ist.“ Und schlimmstenfalls weiß er ja, mit welcher Airline er zwischen Deutschland und Israel pendeln kann... EL AL ist im Internet inklusive OnlineFlugbuchungsmaschine unter www.elal.de zu finden. In Facebook kann man der Airline unter dem Stichwort „EL AL Global“ ein „gefällt mir“ geben.

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Zwei Jugendliche erzählen Zwei Jugendliche erzählen von ihren Begegnungsreisen mit Holocaustüberlebenden in Israel:

Tabea: Mein Name ist Tabea Heid ich bin 26 Jahre alt, und war bei der Begegnungsreise im Juli 2010 dabei gewesen. Auf der Reise haben wir zum einen das Land kennengelernt, es ist wirklich ein wunderschönes und interessantes Land, auf dem ein großer Segen von Gott liegt. Den Schwerpunkt der Reise bildeten jedoch die Begegnungen mit den Holocaustüberlebenden, welche mich tief berührt haben. Ich konnte mir im Vorfeld nicht vorstellen, dass die Menschen mit so viel Freude und Liebe auf uns zugehen würden. Sie haben uns einfach in den Arm genommen, mit uns geweint und gelacht. Es war ein tolles Erlebnis für mich zu sehen, dass die Leute nicht hasserfüllt waren, ganz im Gegenteil, sie haben sich gefreut, dass wir zu ihnen nach Israel kommen, um ihre Vergangenheit aus erster Hand zu erfahren. An einem Tag der Reise haben wir in der Suppenküche mitgeholfen. Für mich war erschütternd zu sehen, dass viele Holocaustüberlebende, die in ihrem Leben schon so viel Leid ertragen mussten, heute an der Armutsgrenze leben. Schon früh morgens stehen sie stundenlang an und warten, damit sie

etwas zu essen bekommen, weil sie zu wenig Geld haben. Ich finde es traurig, dass man so etwas einfach nicht mitbekommt, sei es im Fernsehen oder in der Schule. Für mich persönlich, war die Begegnungsreise sehr wichtig und ich kann andere junge Leute nur dazu ermutigen. Es ist schön zu sehen, dass die Holocaustüberlebenden uns vergeben haben. Für die Holocaustüberlebenden ist es wichtig zu sehen, dass wir sie nicht vergessen haben und aus ihrer Vergangenheit hören wollen. Wenn wir sie gefragt haben: Was können wir für euch tun? Sagten sie: Vergesst uns nicht, das ist es, was wir wollen!


ng u r ä l k f u A Dient zlurermutigen, zur und sol heit zu stehen. Wahr

Warum gerade

ISRAEL? Christof: Ich bin der Christof, bin 23 Jahre alt, und war im Oktober/November mit dabei. Das Thema „Holocaustüberlebende“ war für mich ein Thema, das ich leider sehr lange nicht beachtet habe. Ich bin mit meiner Gruppe nach Israel gekommen. Wir waren bei einer Dame aus Deutschland, die ein Haus hat und Holocaustüberlebende pflegt. Das ist die Inge Boos(?). Das war eine Atmosphäre. Die Leute waren offen und herzlich. Sie haben uns ihre Geschichte erzählt, nicht, dass sie uns reindrücken können, was wir falsch gemacht haben. sondern sie wollen es uns erzählen, damit wir sie nicht vergessen. Es sind 6 Millionen Schicksale in dieser Zeit, die tragisch endeten. Und für mich persönlich ist sehr wichtig, dass die jetzt noch lebenden 300 000 Menschen nicht vergessen werden. Ihre Schicksale soll man hören und weiter verbreiten. Ich sehe das als Christ und als Mensch, dass man diese Erzählungen lebendig erhalten muss. Sie haben uns vergeben, was wir tun müssen: Wir dürfen sie nicht vergessen. Wir müssen diesem Volk ein Stück weit entgegenkommen. Mein Großvater hatte 15 Geschwister, da waren etliche Leute bei der SS, von denen ich nicht weiß, was sie gemacht haben. Deswegen bin ich am Schluss von etwas befreit worden, von dem ich gar nicht gewusst habe, dass es mich belastete. Deswegen freue ich mich schon wieder sehr darauf, wenn ich wieder runter darf zu den Holocaustüberlebenden. Sie sind mir wirklich eine Herzensangelegenheit. Ich werde im Februar/März alleine nach Israel fliegen. Ich habe Geldgaben und Material dabei. Zur Reise selber möchte ich sagen, Israel ist super. Man hat alles, was man sich vorstellen kann: Schnee am Berg Hermon, Wüste im Negev... Ich kann die Jugendlichen nur ermutigen, dass sie sich mit dem Land beschäftigen und dass sie diese Leute ehren, weil sie es wert sind.

Warum wird gerade Israel als Gottes Volk bezeichnet? Und warum nimmt die antisemitische Haltung weltweit immer mehr zu? Der Verfasser zeigt auf, wie sich eine prophetische, heilsgeschichtliche und evangelistische Linie durch die ganze Bibel zieht und welche Rolle Israel dabei spielt. Das Buch soll zur Aufklärung und Ermutigung dienen. Gut geeignet zum Weitergeben! Taschenbuch, 112 Seiten • Bestell-Nr. 180360 • EUR 6.50.

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Resümee von Maren Sommer

Um ehrlich zu sein, hatte ich mich schon im Jahr 2010 auf eine Israel-Reise vorbereitet, da einigen anderen Schülern und mir damals vorgeschlagen wurde, an einem „Bibel-Koran-Quiz“ teilzunehmen und in diesem Rahmen nach Israel zu fliegen. Umso mehr habe ich mich gefreut im Jahr 2011 an einem richtigen Schüleraustausch teilnehmen zu können. Ich war sehr gespannt, ob ich bei einer jüdischen oder einer arabischen Familie leben würde. Aus den Nachrichten hatte ich vorher oft erfahren, wie problematisch das Verhältnis zwischen Juden und Palästinensern ist und wie gewalttätig die Auseinandersetzungen in einigen Gebieten ausfallen. Doch man versicherte uns, Gilboa zähle zu den friedlichen Gebieten und für unsere Sicherheit sei gesorgt. Als ich am selben Tag abends von meiner Gastschwester Nihaya bereits schon einem beträchtlichen Teil ihrer arabischen Familie vorgestellt wurde und so ungefähr alle fünf Minuten gefragt wurde, ob ich nicht doch noch etwas essen wolle, war die Unsicherheit verflogen. Mir wurde noch nie vorher mit einer solchen Gastfreundlichkeit begegnet. Nihaya lebt mit ihren zwei Schwestern, ihren zwei Brüdern und ihren Eltern in einem sehr großen und schönen Haus. Ihre älteste Schwester studiert Medizin in Jordanien. Ich habe Familienleben auf eine viel geselligere Art und Weise erlebt als in Deutschland. Sehr schön fand ich den Tag an dem Nihaya, ihre Schwestern und ich von ihrem Onkel abgeholt wurden und gemeinsam ihre Großeltern im Nachbardorf besuchten. Nihaya erklärte mir, dass sich ihre Onkel und Tanten jeden Freitag mit ihren Großeltern treffen, um Tee zu trinken, was ich

sehr schön finde, denn meine Verwandtschaft in Deutschland trifft sich auf diese Art leider nur zu besonderen Anlässen. Nihaya stellte mich ihren Cousinen vor, die ebenfalls Englisch sprechen konnten und ich fühlte mich schnell in die Mädchengruppe integriert. Von Nihayas Großeltern erfuhr ich einiges über den Islam und die große Bedeutung, die diese Religion für Nihaya und ihre Familie hat. Die Anzahl der israelischen Moslems, die zum Kaaba pilgern dürfen, wird von der Regierung begrenzt. Diese Reise ist für strenggläubige Moslems ungefähr so wichtig wie die Beichte für Katholiken und Nihaya befürchtet, dass sie nun gar nicht die Chance bekommt, einmal im Leben dorthin zu pilgern. Auch mich hat dies traurig gemacht. Nihaya hat mir einen besonders guten Einblick in diese fremde Kultur verschafft, indem wir an einem Abend eine muslimische Hochzeit besuchten und sie mir immer alles ausführlich erklärt hat. Ich hoffe, Nihayas Zeit in Deutschland wird für sie ebenso bereichernd sein wie diese zehn Tage in Israel für mich. >> Mittwoch, 11.05.2011 Dieser Morgen begann für mich, wie auch die beiden zuvor mit einem üppigen arabischen Frühstück bei meiner Gastschwester Nihaya. Der Bus brachte uns nach Jerusalem zur Holocaust-Gedenkstätte „Yad

Vashem“. Am Eingang mussten wir alle unsere Taschen abgeben und wurden mit Kopfhörern ausgestattet. Zuerst verschaffte der Guide uns einen Überblick über das Gelände von „Yad Vashem“. Anschließend begann der Hauptteil unserer Führung in einem hohen dreieckförmigen Gang. An der Wand neben uns wurde das jüdische Leben vor dem zweiten Weltkrieg mit Hilfe von Schwarz-Weiß-Fotografien und Hintergrundgeräuschen dargestellt. Uns wurde vor Augen geführt wie facettenreich das jüdische Leben in Europa war. Auffällig an dem Gang während wir ihn durchquerten, etwas schmaler zu werden schien. Die Ausstellungsräume befanden sich links und rechts. Der Guide erklärte uns, dass man in „Yad Vashem“ auf die Geschichten von Einzelpersonen Wert lege. Ich schätze diese Methode, denn so bekommen die Besucher besser die Chance, sich in das Geschehene hinein zu versetzen. In den Ausstellungsräumen wurden die einzelnen Schritte der Judenvernichtung erläutert. Vom Zwang der Juden in Ghettos und Vierteln zu leben, bis zur Einlieferung in Arbeitslager, die später zu Konzentrationslagern wurden und der darauf folgende Massenmord. Sehr bewegend war der Moment als wir vor einer im Boden eingelassenen Glasscheibe standen, unter der sich unterschiedliche Schuhe von KZInsassen befanden. Dies solle die enorme Anzahl der ermordeten Juden, wie die unterschiedlichen Persönlichkeiten verdeutlichen. Denn genau diese Individualität,


Dies solle betonen, wie wichtig es sei, den Opfern des Holocausts zu gedenken. Man lege es nicht darauf an, Schuldgefühle zu erzeugen, sondern wolle einfach die Erinnerung wahren. Zuletzt besuchten wir noch das „Children’s Memorial“; einen dunklen Raum in dem das Licht brennender Kerzen durch Spiegel scheinbar unendlich oft reflektiert wurde. So wurde der im Holocaust ermordeten jüdischen Kinder gedacht. Wir waren alle ziemlich nachdenklich gestimmt. Mich hat besonders erstaunt, dass einige unserer Austauschschüler recht wenig oder sogar fast nichts über den Holocaust gewusst hatten und nun umso geschockter waren.

die die Nazis zu eliminieren suchten, sollte in „Yad Vashem“ betont werden. Gegen Ende der Ausstellung wurde der Mittelgang dann wieder breiter und die beiden Wände liefen immer weiter auseinander; zwischen ihnen wurde der Blick auf Jerusalem frei. Wir betraten anschließend den wichtigsten Raum der Gedenkstätte, der an die Namen der Opfer erinnerte. Zunächst schien es, als ob sich an den Wänden gereihte Aktenordner mit Steckbriefen der Opfer befänden. Doch der Guide wies auf leere Regalreihen. Immer noch sind viele Opfer des Holocaust unbekannt. In der Mitte des Raumes befand sich eine kleinere Kuppel über uns, an der die Fotos vieler Opfer befestigt waren und wenn wir nach unten blickten, spiegelten sich die Gesichter schemenhaft in der Wasseroberfläche eines Steinbassins.

WegWeiser für

glaubenszentrum.de/henkel

schWierige Zeiten

November – Kurzbibelschule 28. 2. Dezember 2011 In einer Zeit der Auflösung aller Werte, zunehmender Gesetzlosigkeit und Verwirrung brauchen wir eine möglichst klare Sicht. Niemand hat eine klarere Sicht als der Gott der Bibel. Gott persönlich kennenzulernen ist die wichtigste Aufgabe für diese Zeit. Wer ist unser Gott? Wie sieht er uns? Welche Absichten hat er mit uns? Wie sollen wir leben? Was bedeutet es ganz praktisch, dass wir ihm unser Herz geben sollen?

Dies sind grundlegende Fragen, mit denen wir uns beschäftigen und die uns standhaft machen für die Zukunft.

hartwig henKel + team des glaubenszentrums

Gottesdienste:

ist bibellehrer mit einer prophetischen gabe. sein lehr- und hilfsdienst „hand in hand“ 19:30 uhr orientiert sich an der Vision von einer erweckten, geheiligten, aktiven gemeinde. dienstaG und donnerstaG um Glaubenszentrum Bad Gandersheim Dr.-Heinrich-Jasper-Str. 20 37581 Bad Gandersheim

Tel.: (0 53 82) 9 30-0 office@glaubenszentrum.de www.glaubenszentrum.de

Gott erleben im ...


r e m m i l Israe r ein wiede rlebnis! E s e r e d n beso

GLOSSE

2012 Ein neuer Beth-Shalom Feiertag Israelreisen Glosse von Achim Krausz

Agrarreise

1. bis 11. März 2012 mit Fredi Winkler

Frühlingsreise

15. bis 25. April 2012 mit Samuel Rindlisbacher

Pfingstreise

24. Mai bis 4. Juni 2012 mit Norbert Lieth

Jugendreise

5. bis 17. August 2012 mit Nathanael Winkler

Wanderreise

11. bis 21. Oktober 2012 mit Thomas Lieth Anmeldung & Information E-Mail:reisen@beth-shalom.ch Internet: www.mnr.ch www.beth-shalom.co.il

Kaltenbrunnenstrasse 7 79807 Lottstetten Tel. 07745 8001, Fax 07745 201

Neulich in New York. Am 22. September hatten viele UN-Delegierte einen verkürzten Arbeitstag. Sie konnten ihre Kinder von der Schule abholen, zuhause den Müll raustragen, oder ihrer Frau Blumen mitbringen. Von den Ehemännern, die etwas ungelegen heimkamen, soll hier nicht die Rede sein. Gab es in der UNO am 22.9. hitzefrei? Nein. Der Anlass war viel schlichter: Mahmud Ahmadinejad. Der iranische Präsident ließ Allahs Worte durch seine Zähne strömen. Zunächst korrigierte er die Kompetenzen in der UNO. Nicht Joseph Deiss, der Vorsitzende der 65. Generalversammlung erteilte ihm das Wort sondern Allah selbst. Seine geistige Verwirrung blieb allerdings weitgehend unbemerkt, da alle, welche die Erde nicht für eine Scheibe halten, den Raum bereits verlassen hatten. Dadurch entgingen ihnen allerdings einige Kleinode iranischen Humors. Etwa die Passage (Zitat) „ ... die Wertvorstellungen (des Westens) über die Frau, die Jugend, die Familie, sie (die westlichen Nationen) rauben die Familie und die Staaten aus, und versuchen sie zu unterwerfen und zu versklaven.“ (Zitat Ende) Das muss der Grund sein, warum Frauen in Scharen den Westen verlassen, um in den Iran zu ziehen. Gut gesteinigt ist immer noch besser als schlecht versklavt. Und kaum sind die hehren Worte zur Überlegenheit des Islam verhallt, da passiert das Malheur. Zu den bereits rund 100 jüdischen Nobelpreisträgern gesellt sich Prof. Dr. Daniel Shechtman (von Saul Perlmutter et al. ganz zu schweigen). Trotz Versklavung von Frau, Kind und Familie fand Shechtman die Zeit für seine elementare Forschung. Denn seine Entdeckung der Quasikristalle musste er gegen die allgemeine Lehrmeinung der Wissenschaft durchsetzen. Wir Normalsterblichen verstehen zwar weder Details noch Hintergrund seiner Arbeit, doch der jetzt - 30 Jahre später - formulierten Begründung des Preiskomitees werden wir uns gerne anschließen. Diese Ehrung hat den „Spiegel“, bekannt für seine beispiellos objektive Israel-Berichterstattung, so verwirrt, dass in der Online-Ausgabe zunächst Dan zu David und der Physiker zum Chemiker gemacht wurde. Was wiederum verständlich ist, da es sich um den Nobelpreis für Chemie handelt. Aber wiederum unverständlich ist, wenn man einen so hohen journalistischen Anspruch stellt. Nun ja, im Spiegel erscheint vieles spiegel-verkehrt. Zum Glück hat das Blatt wichtigere Themen, welche die Leser intellektuell nicht überfordern. So etwa, ein erwachsener Brasilianer in kurzen Hosen - vulgo: ein Fußballer - soll seine gemietete Villa angezündet haben, um die Versicherungssumme zu kassieren, die nur dem Eigentümer zusteht. Bleiben wir lieber bei Dan Shechtman von der Technion Universität in Haifa. Schön langsam etabliert sich durch ihn und seine genialen Kollegen ein neuer jüdischer Feiertag im Kalender: Der 10. Dezember. An diesem Tag wird in Stockholm der Nobelpreis verliehen. Seit 1901 über 100 Mal mit jüdischen Preisträgern. Das hilft der Welt mehr, als wenn Allah Ahmadinejad reden lässt. © Achim Krausz / www.textpotenz.de


E

TOURISTIK

Kultur, Strand und Party

Tel Aviv: weltweit unter den Top Ten.

„Miami Beach des Mittelmeers“, „Kulturmetropole“, „San Francisco des Nahen Ostens“ und „Berlins heiße Schwester“ sind nur einige der Superlative, mit denen Lonely Planet, National Geographic, Forbes und Bild von Tel Aviv schwärmen. Die Reiseexperten preisen nicht nur das großzügige Freizeitangebot der israelischen Trendmetropole, sondern auch ihre kreative Kunst-, Film- und Musikszene sowie ihr freizügiges Lebensgefühl. In Jerusalem wird gebetet, in Haifa gearbeitet und In Tel Aviv gelebt. Wenngleich die Vielschichtigkeit der beiden erstgenannten Städte diese alte israelische Redensart mittlerweile überholt hat, wird Tel Aviv seinem Ruf als lebensbejahende, offene „Stadt, die niemals schläft“, mehr denn je gerecht. Grund genug für Lonely Planet, die israelische Metropole in den Olymp der zehn attraktivsten Städte der Welt 2011

zu erheben, nur getoppt von New York und Tanger.Sonne, Strand, Sport, Kultur, Musik, Bars und Restaurants; mit so vielen Veranstaltungen und Festivals über das Jahr hinweg, besonders im Sommer; mit so vielen Menschen, die aus dem ganzen Land und aus der ganzen Welt kommen, das ist Tel Aviv. Am kilometerlangen weißen Sandstrand von Tel Aviv kann man den verschiedensten Trendsportarten nachgehen, vom Wellenreiten über Kitesurfen bis hin zu einem Ausritt zu Pferde. Entlang der Promenade finden sich mehrere Open-Air Fitnessstudios und in regelmäßigen Abständen betreiben die Menschen ihre Morgengymnastik oder Entspannungsübungen - das alles eingerahmt von der unwiderstehlichen Naturkulisse des Mittelmeers. Für Aktivurlauber gibt es also ein abwechslungsreiches Programm.

Auch ist es möglich, die Stadt bequem mit dem Rad zu erfahren und von hier aus unterschiedlich anspruchsvolle Touren in Tel Avivs Umgebung und Umland zu machen. Hier bietet sich besonders das geschichtlich-architektonisch interessante Bauhausviertel an. Nirgendwo auf der Welt kann man so viele in weiß gehaltene Häuser im Bauhausstil besichtigen, weshalb dieser Stadtteil auch die „Weiße Stadt“ genannt wird. Am Abend warten zahlreiche Restaurants, Bars und ein buntes, schillerndes Nachtleben auf die zahlreichen tanzfreudigen Besucher. Die Straßen pulsieren, aus den Nebengassen und Hinterhöfen dringen die Beats auf den Boulevard und in den angesagtesten Clubs tanzen Tel Aviver und nonLocals bis in die Morgenstunden. Tel Aviv - ein sagenhaftes Lebensgefühl und große Gastfreundschaft erwartet Sie! Quelle: www.goisrael.de

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Eröffnung des israelischen Generalkonsulats in München

Tibor Shalev Schlosser Es gibt außer Tibor Shalev Schlosser wahrscheinlich keinen israelischen Diplomaten, der in seiner beruflichen Laufbahn zwei Generalkonsulate in Deutschland eröffnet hat. Nach 1991 in Berlin, wo er bis 1995 erste Kontakte zu den neuen Bundesländer knüpfte, leistet er nun an der Isar Pionierarbeit: Gerade hat er seinen Dienst als Generalkonsul in München aufgenommen. Nach Stationen innerhalb des Auswärtigen Dienstes für sein Land in Rom, bei der UN-Menschenrechtskommission in Genf und zuletzt als Direktor der Internationalen Organisationsabteilung in Jerusalem – nun also Bayern. Der 50-Jährige ist dabei nicht allein für den Freistaat zuständig, sondern auch für Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Wir sprachen mit ihm über die neuen Aufgabe und seinen Blick auf das heutige Deutschland. Israel-Journal: Herr Generalkonsul Shalev Schlosser, nach 16 Jahren sind Sie zurück in Deutschland. Wo sind Sie angekommen? Shalev Schlosser: Ich fühle mich zuhause, obwohl Süddeutschland für mich relativ unbekannt ist. In München war ich vorher nur als Tourist. Baden-Württemberg ist mir

persönlich schon etwas vertrauter. 1988 habe ich meine Magisterarbeit in Heidelberg geschrieben, wo ich in einem ökumenischen Studentenwohnheim mit Christen und Muslimen lebte. Im Sommer arbeitete ich bei BASF in der Produktion. Das sind wichtige Erfahrungen. Davon abgesehen war der Empfang hier sehr herzlich. Ich fühle mich unter Freunden - sowohl was den Stab von Ministerpräsident Horst Seehofer anbelangt als auch die warmherzige Begrüßung von Charlotte Knobloch, der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde in München und Oberbayern und viele ihrer Vertreter. Sie sind zuständig für fünf Bundesländer. Worin wird der Schwerpunkt Ihrer Arbeit liegen? Shalev Schlosser: Im Ausbau der Beziehungen in allen Bereichen zwischen

Süddeutschland und Israel. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit ist ein bedeutender Teil davon und dafür werden wir eine große Abteilung mit einem eigenen Diplomaten haben. München ist ein wichtiges wirtschaftliches, industrielles Zentrum von Deutschland und Europa. Außerdem liegt es geographisch relativ entfernt von Berlin, so dass wir uns auch die Arbeit vernünftig aufteilen können. Von München aus werden wir unsere Akzente setzen in der gesamten bayerischen Region, in BadenWürttemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Das Generalkonsulat befindet sich auch in Bayern, weil Ministerpräsidenten Seehofer uns das angeboten hat. Diese Unterstützung erleichtert uns die Arbeit von Anfang an erheblich. Wie steht es um die aktuellen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland?


THEMA Shalev Schlosser: Deutschland ist unser engster Verbündeter in Europa. Teilweise wegen der Geschichte, aber auch zum großen Teil wegen der gemeinsamen Werte, dem Respekt der Menschenwürde und des wirtschaftlichen Erfolgs. Ein Beispiel: Deutschland und Israel sind zwei Staaten, die dieses letzte sehr große wirtschaftliche Tief relativ gut überstanden haben. Israel ist so klein wie Hessen, trotzdem befindet es sich wie Deutschland an der Weltspitze in Technologie, der Wissenschaft und Forschung. In vielen dieser Bereiche möchten wir Kontakte knüpfen und eng zusammenarbeiten. Was haben Sie sich für den kulturellen Austausch vorgenommen? Shalev Schlosser: Erziehung ist sehr wichtig: Lehreraustausch, Studentenaustausch, aber auch Öffentlichkeitsarbeit. Wir müssen die unmittelbaren Kontakte zwischen unseren Ländern weiter ausbauen und gemeinsame Erfahrungen schaffen. Es gibt wenige Städte, die so laut an die Geschichte erinnern wie München als ehemalige Nazi-Hauptstadt der Bewegung. Schräg gegenüber des Generalkonsulats befand sich die Gestapo-Zentrale. Wie präsent ist die Vergangenheit hier für Sie? Shalev Schlosser: Für mich als Israeli und Jude, der auch einen großen Teil seiner Familie in der Shoa verloren hat, spürt man überall in Deutschland die Vergangenheit, wenn man das will. Die Geschichte ist für uns kein Hindernis, sie wird immer da sein und uns begleiten. Dieses Hauptquartier ist heute nur ein Name in der Geschichte. Es existiert nicht mehr. Das Generalkonsulat von Israel dagegen existiert und ich baue gerade die Beziehungen zu dem neuen Deutschland weiter aus. Das ist für mich persönlich eine starke Erfahrung. Zu dem neuen Deutschland gehört auch eine neue Generation, die zuweilen relativ unbefangen die Politik Israels kritisiert. Wie erleben Sie das? Shalev Schlosser: Grundsätzlich trägt die junge Generation keine Schuld. Schuld tragen diejenigen, die mitgemacht haben. Aber eine Verantwortung trägt eine Nation doch. Die Verantwortung wurde auch anerkannt. Das ist nicht ein leeres Wort, man muss auch was damit machen. Aber darum muss man sich auch immer weiter kümmern - auch bei der jüngeren Generation. Ich bin hier, um den Dialog zu führen. Wir sind ein demokratischer Staat und hören Kritik auch bei uns innerhalb Israels. Aber es gibt konstruktive Kritik und bösartige Kritik. Ich kann zum Beispiel nicht hören, wenn einer sagt: „Ich bin ein Freund Israels, aber…“ Das ist ein schlechter Beginn. Entweder bist du ein Freund von Israel oder nicht. Man fängt besser so an:

„Ich bin ein Freund von Israel“, dann sagt man, „und“ ich würde gerne besser verstehen, warum man das soundso macht. Haben sie ein konkretes Beispiel vor Augen? Shalev Schlosser: Ich habe von deutschen Wirtschafts- oder akademischen Kreisen gehört, die einen Boykott gegen Israel vorschlagen. Würden diese Leute auch andere Nationen boykottieren - vielleicht syrische Vertreter oder libysche? Zwei Drittel dieser Welt sind keine demokratischen Staaten. In Israel gibt es einen nationalen Konflikt zwischen uns, den Palästinensern und einigen nahöstlichen Nachbarn. Es ist der einzige derartige Konflikt, der überhaupt lösbar ist und auch an einem Tisch besprochen wird. Wir sollten nie vergessen: Israel ist sehr, sehr allein dort im Nahen Osten. Israel ist sehr klein. Wir haben auch schon sehr große Kompromisse gemacht: Aus Gaza raus, aus Libanon raus. Und das alles hat was gebracht? Weitere Raketen, weiteren Extremismus. Was sehen Sie, wenn Sie jetzt auf Deutschland blicken?

Shalev Schlosser: Ich schätze die intensive deutsche Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, die hier seit so vielen Jahrzehnten so ständig, so tief gemacht wird. Mit Respekt muss ich sagen: In Deutschland wird Verantwortung übernommen. Vielleicht ist es ironisch, aber die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland sind tief, eng, eine starke Freundschaft auf allen Ebenen. Die Tatsache, dass wir jetzt diese neue Vertretung in München geöffnet haben, ist dafür ein Zeichen. Sie sind bisher noch allein in München. Ihre Familie will aus dem Kibbuz Gezer nachkommen. Was zeigen Sie ihr dann, das Oktoberfest? Shalev Schlosser: (Lacht) Ich war schon am ersten Tag dort und bin mit einer Trachtenjacke und einem Trachthemd aufgetreten. In dem Moment, wo ich sage, ich bin hier, möchte ich meine Arbeit auch genießen. Und ich habe das auch genossen, es war schön, es war lustig. Jedenfalls freue ich mich sehr, wenn meine Familie kommt - hoffentlich in einem Jahr.


KKL feiert 110. Geburtstag

von Rivka Kibel

Lange bevor die Kinder der jüdischen Kindergärten in Frankfurt wissen, wofür so ein Baum eigentlich wichtig ist, kennen sie bereits die blau-weiße KKL-Kasse. An jedem Shabbat werfen sie dort ein paar Cent ein - früh übt sich, wer ein großer Spender werden will. Der Keren Kayemeth LeIsrael (KKL), zu deutsch Jüdischer Nationalfonds, wandelt die Spenden in Bäume um. Alljährlich bekommen die Kinder dann zu Tu Bischwat, dem Neujahrsfest der Bäume, eine Urkunde darüber, dass in ihrem Namen ein Baum in

Bodens, das Anlegen von Gärten und Wäldern, die fachgerechte Bewässerung – das übersteigt die Kapazität des Staates“. Heute hat sich der KKL zur größten Umweltschutzorganisation Israels entwickelt und verschreibt sich mitnichten nur der Aufforstung. Das ma-

rem auch ist, als Brücke zwischen Deutschland und Israel zu dienen. Als Symbol dafür wächst in Israel, rund 15 Kilometer nordöstlich von Beer Schewa, Hauptstadt der Wüste Negev, der „Wald der deutschen Länder“. Die Kiefern, Akazien, Tamarisken, Olivenbäume

Israel gepflanzt wurde. Gegründet wurde der KKL vor 110 Jahren im Auftrag des Zionismus-Begründers Theodor Herzls. Seine Idee: mit Spenden jüdischer Bürger Land im britischen Mandatsgebiet Palästina zu kaufen und urbar zu machen – und so den Weg zu einem jüdischen Staat zu bereiten. Israels erster Ministerpräsident, David Ben Gurion, votierte für die Unterstützung des KKL, denn „die Wüste in einen blühenden Garten zu verwandeln, die Herrichtung des

chen bereits seine Emblem-Farben deutlich: blau, grün und braun stehen für die Sicherung der Wasserressourcen, die Begrünung des Landes und den ökologischen Umgang mit dem Boden. Die erste Deutschland-Dependance nach dem Krieg wurde 1953 gegründet. Derzeit hat der KKL neben seinem Hauptsitz in Düsseldorf auch Büros in Berlin, Frankfurt und München. Ihnen steht ein ehrenamtliches Präsidium vor, dessen Ziel es unter ande-

und Zypressen verhindern das Vordringen der Wüste und bilden einen Klima verbessernden Grüngürtel um Beer Schewa angrenzende Gemeinden wie Lehavim. Zu den Projekten des KKL gehören neben der Aufforstung auch die Sicherung der Wasserwirtschaft durch den Bau von Wasserreservoiren, das Anlegen von Radwegen, die Renaturierung von Flussläufen, der Brandschutz in den Wäldern sowie die Organisation von Feriencamps für Kinder.


über Generationsgrenzen und Hierarchieebenen hinweg. Zudem gibt eine Reihe von Projekten, bei denen der KKL eng mit Beduinen des Negev zusammenarbeitet, um deren Lebensqualität zu verbessern. So wurden in der Beduinenstadt Rahat ein Wasserreservoir errichtet und der „Gerar River Park“ sowie die dazugehörige Promenade angelegt. Auch anderen Ländern steht der KKL mit seiner Expertise, vor allem, was die Begrünung von Wüstenabschnitten angeht, Rat gebend zur Seite. Als Beispiel kann die Middle East Research Cooperation (MERC) genannt werden. Im Bereich der Aufforstung unterstützt der KKL beispielsweise die Arbeit des United States Forest Service oder des United Nation Environmental Programs. Im Bereich Wassermanagement ist er während der United Nations Climate Change Konferenz mit von der Partie. KKL-Seminare finden mittlerweile nicht nur in Israel statt, sondern auch in Ländern wie Australien, Ruanda oder in Gegenden mit ähnlichen klimatischen Verhältnissen, wie im Fall von Tibor und Indonesien – beides rein muslimische Länder. So ist jede Spende für den KKL auch eine Investition in die Friedensarbeit.

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Die Liste der bereits vollendeten Projekte kann sich sehen lassen. Nach Angaben des KKL wurden bislang mehr als 80.000 Hektar Landfläche aufgeforstet und rund 200 Wasserreservoire zum Recyceln von Abwasser oder zum Auffangen von Regenwasser installiert (sie liefern sechs Prozent des Wasserbedarfs Israels). Der KKL hat außerdem den Alexander-Fluss renaturiert und Biosphären- und Erholungsparks sowie behindertengerechte Spiel- und Picknick-Plätze errichtet. Um den Umweltschutz-Gedanken im Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit zu verankern, hat der Verband die „Clean up Campaign“ ins Leben gerufen, bei der auf die Problematik der Umweltverschmutzung durch den Menschen hingewiesen wird. Ganz neu sind zwei Plattformen, die auf der Homepage des KKL (www.jnf-kkl.de) unter dem Stichwort „Greenbusiness“ beschrieben werden. Der Green Business Circle ist eine Plattform für Initiativen um das Thema Umwelt und zukunftsfähiges Wirtschaften mit der Verpflichtung um Wohltätigkeit und Engagement für nachhaltige, grüne Projekte in Israel. greenXchange ist ein Programm für junge Führungskräfte mit Interesse an Ökologie und dem Wunsch, die Arbeit des KKL in Israel zu fördern. Beide Initiativen verbinden sich miteinander

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Teddy Kollek und seine Jerusalem Foundation Am 27. Mai 2011 hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert: Teddy Kollek, der „Löwe von Jerusalem“.

Legendäre 28 Amtsjahre lang leitete er von 1965 an die Geschicke dieser Stadt und machte sie auf seine pragmatische, herzliche und entschiedene Art zu einer modernen, lebendigen Weltmetropole. Zeitlebens kämpfte er für die Aussöhnung zwischen Israelis und Arabern, für friedliche Koexistenz und Chancengleichheit für alle Bewohner seiner Stadt. Die Menschen dankten es ihm, indem sie ihn 5x hintereinander wiederwählten. Vor seiner Amtszeit als Bürgermeister war Kollek 12 Jahre Bürochef des ersten israelischen Ministerpräsidenten Ben-Gurion. Für seine Friedensbemühungen wurde der gebürtige Wiener Jude mit zahlreichen

Ehrendoktoraten und Auszeichnungen bedacht. U.a. erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, den RomanoGuardini-Preis, den Bayerischen Verdienstorden und das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. … und 45 Jahre Jerusalem Foundation. 1966 gründete Kollek sein Lebenswerk, die Jerusalem Foundation – als überparteiliche, unabhängige und gemeinnützige Stiftung, die sich für eine freie, offene, pluralistische und moderne Gesellschaft in Jerusalem einsetzt. Mit seiner Foundation erbaute Kollek das moderne Jerusalem: ob Community Centers, Sport- und Spielplätze, Parks, Büchereien, Theater, Museen,

Kindertageszentren, Seniorenheime, Schulen oder Programme für interkulturellen und interreligiösen Dialog – und dies in unterschiedlichsten Vierteln der Stadt. Gabriele Appel vertritt die Foundation als National Director von München aus in Deutschland. Die zwischenzeitlich über 4.000 Stiftungsprojekte sprechen alle ethnischen und sozialen Gruppen gleichermaßen an – Juden, Muslime und Christen, gleich welcher Herkunft, gleich welchen Alters.  Über sämtlichen Aktivitäten steht Kolleks Vision: Kontinuierliche Schaffung verbesserter Lebensqualität, Chancengleichheit, Vermittlung von Wachstum und nachhaltigem Fortschritt für alle Bewohner


der Stadt - durch Fokussierung auf drei wesentliche Tätigkeitsbereiche:

. Coexistence . Culture . Community Die Foundation ist Jerusalems einzige Institution, die eng mit allen zuständigen BehĂśrden, Ă„mtern, Einrichtungen und Wohlfahrtsorganisationen zusammenarbeitet. Sie fungiert als Ăźberparteiliche und unabhängige Mittlerin zwischen den unterschiedlichen Interessen. Hilfe fĂźr arabische und jĂźdische gehĂśrlose und hĂśrgeschädigte Kleinkinder Ein aktuelles GroĂ&#x;projekt der Jerusalem Foundation heiĂ&#x;t MICHA. Die gleichnamige Organisation betreut seit 1969 gehĂśrgeschädigte Kleinkinder in Jerusalem. Schon im Babyalter werden sie in professionelle Betreuung aufge-

nommen, sobald ein HÜrschaden diagnostiziert wird. Die frßhe Behandlung ermÜglicht: • erfolgreiche Integration in die hÜrende Gesellschaft • Entwicklung der Kommunikationsfähigkeit • Maximierung des Bildungspotentials MICHA muss bis 2013 seine bisherigen Räumlichkeiten verlassen. Ein Umzug in zwei neu zu erstellende Stockwerke im Gebäude eines bereits bestehenden Diagnose- und Rehabilitationszentrum fßr gehÜrgeschädigte Kinder im Stadtviertel Abu Tor wäre mÜglich. Die dafßr nÜtigen Mittel mßssen jedoch zuerst durch Spenden aufgebracht werden. Gelingt dies, werden beide Institutionen in Zukunft gemeinsam ein Kompetenzzentrum fßr die Betreuung hÜrgeschädigter Kleinund Schulkinder in Jerusalem bilden. Am neuen Standort wird MICHA den erzieherischen und rehabilitatorischen Bedßrfnissen seiner kleinen Patienten noch besser gerecht – mit einer Einrichtung nach dem neuesten Stand der Technik.

Wie kÜnnen Sie helfen? Ihre finanzielle Unterstßtzung soll der Jerusalem Foundation den Bau des neuen MICHA-Zentrums ermÜglichen und somit eine weitere Brßcke der Verständigung und Koexistenz schlagen. Sehr gerne informieren wir Sie per Mail, Telefon oder mit einer Projektfßhrung, wenn Sie in Jerusalem sind. Gabriele Appel freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme unter: Tel.: 089-896 70 213, Mobil: 0151-165 44 964 oder E-mail: gabrielea@jfjlm.org Spendenkonten der Jerusalem Foundation Deutschland e.V.: Commerzbank Berlin, BLZ 100 400 00, Konto-Nr.: 222 85 00 Westdeutsche Landesbank Dßsseldorf, BLZ 300 500 00, Konto-Nr.: 3 519 519 Spenden an die Jerusalem Foundation Deutschland e.V. sind steuerabzugsfähig.

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Israel‘s main asset in human and security terms is the sense of mutual responsibility that its citizens and soldiers feel toward one another. Without this feeling, there is no meaning to our lives here. Without this feeling, we have neither army, security nor the ability to protect ourselves. Rightly or not, Shalit has become a symbol of

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mutual responsibility. And therefore his upcoming release will not only be the redemption of a

captive and the saving of the life and the return home of a son. Shalit‘s release will be the realization of Israeli solidarity.

(roy rajber)

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FREI!

Gilad Shalit – ein Phänomen der besonderen Art von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 12. Oktober 2011

Die Nachricht der bevorstehenden Freilassung des vor über fünf Jahren von der Hamasorganisation in den Gazastreifen entführten Soldaten Gilad Shalit hat in Israel gemischte Gefühle ausgelöst: Freude über die Rettung des Soldaten, Angst vor weiteren Geiselnahmen, Furcht vor neuen Terroranschlägen und moralische wie politische Bedenken wegen der Freilassung von 1027 palästinensischen Gefangenen. Einen Juden aus der Geiselhaft zu befreien und dafür fast jeden Preis zu zahlen, ist ein tief-religiöses Gebot, im Mittelalter in Deutschland entstanden, als Fürsten namhafte Juden entführten, um deren Gemeinde zu hohen Erlöszahlungen zu erpressen. Die Kampagne zur Freilassung von Gilad Schalit war deshalb eine Massenbewegung mit Protestmärschen und Demonstrationen, wie sie wohl in keinem anderen Land denkbar wäre. Die landesweiten Kundgebungen richteten sich jedoch nicht gegen die Geiselnehmer der Hamas, sondern fast ausschließlich gegen den eigenen Regierungschef, erst Ehud Olmert und dann Benjamin Netanjahu. Ihnen wurde vorgeworfen, „nicht genug“ zu tun, obgleich sich die Politiker, Militärs, Geheimdienst und Vermittler aus verschiedenen Ländern ständig mit dem Fall beschäftigten. Diese innerisraelischen Proteste waren für die Hamas das Zeichen, den Preis für Shalit immer höher zu schrauben und immer mehr Gefangene mit viel Blut an den Händen im Tausch für den einen Soldaten zu fordern. Es gab jahrelange Verhandlungen unter Beteiligung Deutschlands, Ägyptens und nach Angaben des Hamaschefs Chaled Maschal sogar der Türkei und Syriens. Frankreichs Präsident Nicolas Sar-

kozy engagierte sich persönlich, weil Shalit auch Franzose ist. Unter den 1027 Gefangenen sind 280 Palästinenser mit mehrfachen lebenslänglichen Haftstrafen wegen Mordes. Unter 300 Frauen, die freikommen sollen, waren einige an besonders denkwürdigen Terroranschlägen beteiligt. 200 der Freigelassenen sollen deportiert werden, in den Gazastreifen, nach Norwegen und Schweden. Marwan Barghouti, wegen fünffachen Mordes verurteilt, wird nicht freigelassen. Er gilt als der populärste Palästinenser und als potentieller Nachfolger von Arafat und Abbas. Auch Arafats ehemaliger Vertrauter, Ahmed Saadat, der Waffenschmuggel von Iran in die palästinensischen Gebiete organisiert hatte, wird weiter seine Strafe absitzen. Hamas-Chef Maschal kündigte im syrischen Staatsfernsehen weitere Entführungen israelischer Soldaten und Zivilisten an, um alle übrigen 8000 arabischen Gefangenen aus israelischen Gefängnissen freizupressen. Gegen den hohen Preis äußerten sich Opfer von Terroranschlägen und Angehörige, wie die überlebende Tochter der holländischen Familie Schijveschuurder. Bei dem Anschlag auf die Pizzaria Sbarro am 9. August 2001 verlor sie ihre Eltern und 2, 4 und 12 Jahre alten Geschwister. Die damals 20 Jahre alte palästinensische Studentin Ahlam Tamimi hatte, als „jüdische Touristin“ verkleidet den Selbstmordattentäter zu dem Restaurant geführt. Sie wird trotz 16-facher lebenslänglicher Haftstrafe freikommen, obgleich sie keine Reue zeigt und Israels Existenz nicht anerkennen will. Der Bombenbauer Abdallah

Barghouti mit 67 Menschenleben auf dem Gewissen, darunter auch jener Familie Schijveschuurder, wird nicht frei kommen. Am Wochenende wird Staatspräsident Shimon Peres 1027 Begnadigungen unterschreiben. Die massenhafte Freilassung von Mördern wirft in Israel moralische und politische Bedenken auf. Der rechtstaatliche Grundsatz, Terroristen und Mörder zur Rechenschaft zu ziehen, wird außer Kraft gesetzt. Israels Forderung an alle Länder der Welt sowie an die palästinensische Autonomiebehörde, Terror zu bekämpfen und Terroristen zu bestrafen, verliert Glaubwürdigkeit. Politisch problematisch ist das abgeschlossene „Geschäft“ mit einer von der internationalen Gemeinschaft definierten „Terror-Organisation“. Für die Hamas ist das ein großer „Sieg“ mit erheblichem Schaden für das Ansehen von Präsident Mahmoud Abbas und der Autonomiebehörde in Ramallah. Terror zahlt sich eher aus denn Kooperation, Dialog und Friedensbereitschaft der „gemäßigten“ Fatah-Partei. Israels Regierungen standen nicht zum ersten Mal vor einem schweren Dilemma. Frühere Gefangenenaustausche haben Hunderten Israelis das Leben gekostet, weil viele der Freigelassenen sich erneut an Anschlägen beteiligten. Andererseits gilt in Israel der Grundsatz, dass jeder Soldat gewiss sein müsse, von seinem Staat aus Notlagen errettet zu werden. Das gilt als das wahre Geheimnis der hohen Kampfmoral und der Bereitschaft, dafür zur Not das eigene Leben zu opfern.


Das Erbe bewahren von Miryam Gümbel

Der Freundeskreis Naturschutz in Israel besteht seit 20 Jahren Für die Familie Domberger gehört Mäzenatentum zu den großen Mitzwot. Israel und jüdisches Leben liegen ihr dabei besonders am Herzen. Ein Projekt, das Joseph H. Domberger und seine Frau Jacqueline sel. A. vor zwei Jahrzehnten ins Leben gerufen haben, widmet sich der Natur: Vor zwanzig Jahren ist der »Freundeskreis Naturschutz Israel« in München ins Vereinsregister eingetragen worden. Er unterstützt die Arbeit der Israel Nature and Park Authority – finanziell, aber insbesondere mit Kontakten und dem Brückenschlagen zu verschiedenen Einrichtungen. Ein wichtiger Part dabei ist, dass seit Anbeginn der bayerische Umweltminister auch Schirmherr des Vereins ist. Wissens- und Erfahrungstransfer von Rangern aus den Nationalsparks ist hier nur ein nachhaltiges Beispiel. Die Natur den Heranwachsenden näher zu bringen, ist ein weiterer Schwerpunkt. Der Verein unterstützt das Projekt Adopt a Class,

bei dem israelische Schulkinder an die Projekte der Israel Nature and Park Authority herangeführt werden und deren Bedeutung vermittelt bekommen. Reisen aus Deutschland zeigen dies Erwachsenen dieses Landes. Dessen Natur zu erhalten und das kulturelle Erbe zu bewahren, das sind die Aufgaben, die der Verein unterstützt. Dazu gehören die großen Vogelschutzgebiete in Hula – eine der wichtigsten Stationen auf dem jährlichen Zug der Vögel zwischen Nord und Süd – ebenso wie der Avdat National Park im Negev. Die Ausgrabungen aus der Römerzeit zählen heute zum Unesco Kultur Erbe. Ein wichtiges Beispiel israelisch-bayerischer Freundschaft ist auch die Erforschung der israelischen Schmetterlingswelt. Die Schönheit des Landes zu bewahren und für mehr Wissen und Verständnis darüber zu sorgen, gehört zu den Aufgaben des nunmehr zwanzigjährigen Freundeskreises Naturschutz in Israel.

Joseph H. Domberger und seine Frau Jacqueline sel. A in Israel

Oben: Israelische Ranger im Berchtesgadener Land

Unten: Zugvogelstation Hula im Norden Israels

Fotos: Miryam Gümbel

Weitere Informationen unter: info@dpi.de

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Alon Meyer über die

Erstmals in der Geschichte von Makkabi Deutschland wurde eine solch große Delegation von 203 Teilnehmern zu den European Maccabi Games 2011 nach Wien geschickt. Nach der beeindruckenden Eröffnungsfeier am Wiener Rathausplatz folgten sieben Tage des Sports. Makkabi Deutschland nahm an insgesamt dreizehn Sportarten teil und errang stolze 85 Medaillen, davon 26 in Gold. Diese Spiele waren somit die erfolgreichsten in der Geschichte Makkabi Deutschlands. Am Ende belegte man im Medaillenspiegel hinter den Amerikanern und Briten den dritten Rang. Gewonnen wurden diese allen voran bei den bekannt starken Abteilungen der deutschen Mannschaft, wie Tischtennis und Schach. Besonders erwähnenswert jedoch war der Medaillenregen der neu formierten Schwimmabteilung mit sage und schreibe 25 (!) Medaillen. Und im Schatten der Frauen WM war auch erstmal eine deutsche Damenfußballmannschaft erfolgreich am Start. Mit Sportschießen wurde ebenfalls neues Terrain ausprobiert und gleich mit Gold und Silber belohnt. Die Erfolge unserer Sportler waren fantastisch, aber was diese Spiele ausmachte, war der Zusammenhalt unserer Deutschen Delegation untereinander, denn die Delegation und war sie noch so groß, wuchs zu einer großen Mischpuche zusammen.

Fotos: Alon Meyer (1), Raffael Herlich (3)

Alon Meyer, Vizepräsident für Sport, Makkabi Deutschland

European Maccabi Games 2011 in Wien


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»Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich« (Röm 11,18) Als Christen verschiedener Bekenntnisse, eingebunden in unsere Gemein-

Arbeitszweige des Sächsische Israelfreunde e. V.

den, eint uns die Liebe zu Gott, unserem Vater, dem Herrn der Geschich-

Gebet für Israel

te. Uns eint die Liebe zu seinem alten Bundesvolk Israel, aus dessen

Versöhnungsarbeit zwischen Israelis, Arabern und Christen

Wurzeln wir leben und das Heil Gottes unverdient empfangen haben. Wir

Praktische Hilfe für Holocaustüberlebende in Israel

suchen die Begegnung mit Juden und Arabern als Kinder Abrahams, damit

Internationale Diasporaarbeit

aus dem Aufeinanderhören Vertrauen wächst und hoffentlich Versöhnung

Medienarbeit (z.B. Zeitschrift „Zum Leben“)

möglich wird. Wir wollen durch die wahrheitsgemäße Information dazu

Bildungs- und Referentenservice

beitragen, dass Vorurteile abgebaut, Unkenntnis über Geschichte und

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Religion überwunden und Verständnis füreinander entwickelt wird. Jesus

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von Dave Rajber

Israelis in der Bundesliga von Dave Rajber

Israelische Nationalspieler in der deutschen Fußball-Bundesliga. Eine Konstellation, die in der Vergangenheit nur schwer vorstellbar war, scheint sich in dieser Saison endgültig zu einer Erfolgsgeschichte zu entwickeln. Neben dem geschichtlich durchaus schwierigen Hintergrund wurde israelischen Spielern lange Zeit die nötige Klasse abgesprochen, sich in der Bundesliga durchzusetzen. Vor allem physische und konditionelle Rückstände brachten deutsche Vereine bei Verpflichtungen israelischer Spieler zum zweifeln. Dies scheint sich nun zunehmend zu ändern, vor allem dank Almog Cohen. Der israelische Abräumer im Mittelfeld vom 1.FC Nürnberg wird in seiner Heimat aufgrund seiner aggressiven Spielweise schon der “israelische Gattuso“ gennant. Cohen wechselte noch als israelischer U21 Nationalspieler im Sommer 2009 ablösefrei nach Nürnberg, wo er sich nicht nur in seiner Nationalmannschaft zu einer festen Größe entwickelte, sondern auch in der Mannschaft des 1.FC Nürnberg zu einem echten Leistungsträger wurde. Sein früherer Trainer bei Maccabi Netanya, Lothar Matthäus, riet den Verantworlichen des 1.FC Nürnberg den damals noch 21-jährigen Cohen unter

Vertrag zu nehmen. Der erfolgreiche Werdegang Cohen’s bei Nürnberg ging auch an der Konkurrenz aus der Bundesliga nicht vorbei. Auch der 1.FC Kaiserslautern verpflichtete in der letzen Transferperiode mit Gil Vermouth und Itay Schechter zwei israelische Nationalspieler von Hapoel Tel-Aviv. Nach einem langen Tauziehen mit den Verantwortlichen von Hapoel holten Trainer Marco Kurz und Sportdirektor Stefan Kuntz das Duo für rund 2,5 Millionen Euro in die Pfalz. Trainer Marco Kurz schenkte Shechter in den ersten Spielen dieser Saison bereits das Vertrauen für die Startelf, was ihm Shechter wiederum mit zwei Saisontoren zurückzahlte. Mit seinem wichtigen Treffer im Derby gegen Mainz 05 haben ihn auch die Fans des 1.FCK endgültig in ihr Herz geschlossen. Sogar eine Israelflagge ist in der Fankurve des Fritz-WalterStadions schon zu sehen. Der momentane Erfolg israelischer Spieler in Deutschland spiegelt sich auch in der Medienpräsenz der Bundesliga in Israel wieder. Ob im Ra-

dio, in Zeitungen, oder in Form von ve r m e h r t e n Live-Übertra Bild ganz oben: gungen von Almog Cohen Bundesliga- Bild oben: Itay Shechter spielen im Bild unten: Gil Vermouth israelischen Fernsehen, die Israelis verfolgen die Entwicklung ihrer Deutschland-Legionäre genau. Mittlerweile werden in Israel jede Woche mindestens drei Bundesligaspiele live übertragen. Ein noch nie da gewesener Wert, der besonders in der DFL zu großer Freude beiträgt. Almog Cohen, Gil Vermouth und Itay Shechter machen durch ihren Erfolg nicht nur ihre Landsleute besonders stolz, sie eröffnen auch der Bundesliga ganz neue Möglichkeiten. Die Tür für weitere israelische Neuzugänge in die Bundesliga scheint heute offener denn jemals zuvor. >> 59


WIRTSCHAFT

„Taste Israel“ auf der ANUGA in Köln Auch in diesem Jahr präsentierte sich Israel auf der Lebensmittelmesse ANUGA mit einer Vielzahl von höchst interessanten Unternehmen. Besucher der Messe waren herzlich eingeladen, bei einer Tour am Israel-Pavillon die israelische Lebensmittelindustrie kennen zu lernen. Ein Branchenexperte aus Israel stellte dabei eine Auswahl von qualitativ hochwertigen Produkten und Innovationen vor, um Interessenten die Vielfalt israelischer Lebensmittelprodukte näher zu bringen und einen Dialog mit den Unternehmen über mögliche Kooperationen zu eröffnen.

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Fasslager Barkan Kellerei Kibbutz Hulda

Wein aus Israel

Ein Gespräch mit Alexia Kämpel / Barkan & Ron Riess Fragen an Ron Riess, Generalimporteur für koscheren Wein der Kellerei Barkan aus Israel Herr Riess, was ist oder was macht einen Wein koscher? Koschere Weine unterscheiden sich im Gegensatz zu nicht koscheren Weinen durch ihr Anbauweise, das Herstellungsverfahren und die Einhaltung jüdischer Religionsvorschriften, den Kashrut Gesetzen. Die wesentlichen Kriterien für einen koscheren Wein sind folgende: Die Trauben werden erst ab dem 4. Jahr nach Pflanzung des Rebstocks geerntet. Nach zwei Monaten vor Erntebeginn darf nicht mehr organisch gedüngt werden. Die Erntegeräte, der Fuhrpark, Silos und alle technischen Geräte werden unter rabbinischer Aufsicht genau gesäubert. Enzyme und zugeführte Bakterien, sowie sonstige Organismen, die den Gärprozess anregen, sind unzulässig. Allein, die Hefepilze auf der Schale regten früher die Fermentation an. Seit einigen Jahren werden jedoch Reinzuchthefen eingesetzt, die koscher hergestellt wurden. Das hat den Vorteil, dass der Gärprozess/ Fermentation besser und gezielter gesteu-

ert werden kann, als bei einer SpontanGärung, auf die man bis dahin angewiesen war. Beim Vinifizieren sind Gelatine, Kasein (Protein) und Stierblut unzulässig. Nur Betonit ist für die Reinigung erlaubt. Zur Klärung sind nur Papierfilter oder Tonkugeln erlaubt, sowie das einmalige Befüllen der Flaschen. Im siebten Jahr (eine Glatt koscher Regelung) den Shabatjahr, werden keine Trauben geerntet. Die Rebstöcke sollen sich organisch regenerieren. 1% der Weinerzeugung wird zu Gunsten der Armen abgegeben und darf nicht verkauft werden. Beim Ausbau in der Kellerei dürfen nur Personen tätig sein, die den Shabat ehren und einhalten. Bei der Likörherstellung ist noch folgendes zu beachten: der Alkohol von der Weintraube, von Kartoffeln und Mais ist koscher. Der Alkohol von Ölderivaten, verdorbenem Obst oder Obstresten ist nicht gestattet und somit nicht koscher. Sind alle Weine aus Israel koscher? Nein, aber die größten Kellereien, die fast die gesamte Landes-Weinproduktion herstellen, produzieren koscher. Einige kleinere Weinboutiquen stellen auch unkoschere Weine her. Israel ist somit der größte Produzent von koscherem Wein.

Seit wann wird im heutigen Staatsgebiet Israel Wein angebaut? Der Weinanbau in Israel reicht bis in die Antike zurück. Bereits in der Tora ist zu lesen: „ Denn der Herr, Dein G´tt, führt Dich in ein gutes Land, ein Land, darin Bäche, Brunnen und Seen sind, die an den Bergen und in den Auen fließen, ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigenbäume und Grantäpfel wachsen, ein Land, darin es Ölbäume und Honig gibt....“(Dewarim oder Deuteronomium 8,7-8). Die Weinrebe zählt daher zu den sieben Früchten, mit denen das Land Israel gesegnet ist. Der moderne Weinanbau wird ab dem Jahr 1882 datiert. Unter der Osmanischen Herrschaft, die 1922 mit der Abschaffung des Sultanats endete, war der Weinanbau im heutigen Israel über Jahrhunderte vernachlässigt worden. Erst Ende des 19. Jahrhunderts brachte Baron Edmond James de Rothschild die ersten Rebstöcke von Frankreich in das damalige Palästina und gründete im Jahre 1882 die Carmel Wein Kellerei in der Nähe der heutigen Stadt Tel Aviv. Wo liegen Anbaugebiete für den Wein? Insgesamt werden fünf Hauptanbaugebiete unterschieden: von Norden her aufgezählt sind das die Regionen in Galiläa, südlich der libanesischen Staatsgrenze


bis zum nordöstlich gelegenen Golan mit dem großen Weingut Golan Heights Winery in Katzrin. Die Shomron-Ebene, die Gegend westlichvon Jerusalem, ist das größte Weinanbaugebiet. Hier befinden sich die Hauptkellereien von Carmel, Baron Cellars und die Binyamina Wine Cellars. In der Samson Region unterhalb von Tel Aviv befinden sich ebenfalls die Carmel Kellerei in Rishon le Zion, Barkan Winerey im Kibutz Hulda und die dazugehörigen Segal Wines. Die Anbaugebiete sind hier Dan, Adulam und Latrun. Bei Jerusalem in den Judäischen Bergen existiert die Efrat Wine Cellars in Motzah, ebenso wird in Beth El und an den südlichen Judäischen Bergen angebaut. Neuerdings wurde auch der Negev mit Hilfe von speziellen Bewässerungssystemen fruchtbar gemacht, vor allem im Zentral Negev sowie in den nördlichen Hügeln des Negev.

Mitzpe Ramon, -Negev Wüste

Ansonsten sind alle bekannten internationalen Sorten in Israel vertreten: Rotweine werden hergestellt aus den Trauben von: Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah, Petite Syrah, Shiraz , Pinot Noir, Pinotage , Carignan und eben der ArgamanTraube. Folgende Weißweine sind zu finden: Sauvignon Blanc, French Colombard, Semillon, Chardonnay, Gewürztraminer, Wieviele Hekto-Liter Wein werden pro Jahr produziert?

Weinberg Dischon, oberes Galiläa

Zichron Ya´akov gibt es kalkhaltige Böden und es herrscht ein eher mediterranes Klima. Bei Samson, die Küstenebene unterhalb von Tel Aviv bis hinein nach Jerusalem, gibt es ein eher heißes und feuchtes Klima im Sommer und ein warmes, mildes Wetter im Winter. Die Böden sind hier ebenfalls lehm- und kalkhaltig. In Judäa ist die Region hügelig, die Böden sind oft von schwerer, dunkler Erde, man findet aber auch eine teilweise verwitterte steinhaltige Löß-Erde, sowie kalkhaltige Böden vor. Im Winter kann es sogar Schnee geben. Wieviele Weinngüter gibt es? Es gibt ca. 10 große Weingüter, die mehr als 500 TSD Flaschen/Jahr produzieren. Hinzu kommen noch etwa 200 Weinboutiquen,die zwischen 100010.000 Flaschen/Jahr herstellen.

Dovev, libanesische Grenze

Wie sind dort die Bodenbeschaffenheit und das Klima? Hier muss man unterscheiden: Im Golan, sowie im oberen und unteren Galiläa herrscht ein insgesamt durch die Höhe bedingtes kühleres Klima. Die Bodenbeschaffenheiten reichen von vulkanischer Roterde im Golan bis basalt- und kalkhaltigen Böden. Teilweise sind in Galiläa die Böden aber auch lehmig. Diese Bedingungen sind günstig für die Rebsorten Merlot oder Cabernet Sauvignon. In der Region Shomron, dem Herzstück des Weinanbaus in Israel um die Gegend

Welche Rebsorten eignen sich am besten für den Anbau und gibt es typische israelische Weinrebe? Es gibt keine typische israelische Traube, nur eine Neuzüchtung, die Argaman-Traube. Das ist eine Kreuzung aus der französischen Carignan-Traube und der portugiesischen Sousao-Traube.

Es werden ca. 50.000 Hektoliter Wein pro Jahr hergestellt. Bei sieben Millionen Einwohnern in Israel ist das ganz beachtlich und man erkennt sofort, dass dem Export eine wichtige Auf ehr als 70 % sind aus roten Trauben hergestellter Wein, Roséweine stellen ca. 3 % der Produktion dar und weiße Weine machen ca. 25% aus. Der Rest sind Schaumweine und Liköre. Wer sind die größten Exportländer? Die größten und wichtigsten Exportländer sind USA und in Europa England und Frankreich. Hier sind auch die größten jüdischen Gemeinden zu Hause. Warum ist Wein aus Israel eher teuer? Da die Herstellung von koscherem Wein aufwendiger ist, als bei nicht koscherem Wein, sind diese Weine natürlich kein Massenprodukt, das über Discounter in Deutschland zu vertreiben wäre. Die Weine beginnen preislich bei ca. 6.50 Euro pro Flasche und weniger sollte man für einen guten Qualitätswein, auch für nicht koschere Weine, ausgeben. Qualität hat eben seinen Preis, und beachten Sie, dass wir ein Naturprodukt haben, das vollkommen frei von künstlichen Zusatzstoffen ist. Da diese Art von Lebensmitteln bei der Bevölkerung immer populärer werden, haben koschere Weine aus Israel eine gute Chance, stärker am Markt teilzuhaben. Lieber Ron Riess, Danke für das Gespräch. Das Interview führte Alexia Kaempfel, Politologin München

www.alefsweinhandel.com >> 63


Das Technion in Haifa 100 Jahre Erfolg beim Aufbau Israels

Das Technion feiert in wenigen Monaten das 100. Jubiläum seiner Grundsteinlegung. Die Erfolgsgeschichte der ältesten Hochschule im Nahen Osten hat viel mit dem Aufbau des Staates Israel zu tun. Durch sein technisches Knowhow hat das Technion jede Neuausrichtung des Landes unterstützt, bzw. die Wege dafür geebnet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren Juden häufig vom Studium an europäischen Hochschulen ausgeschlossen. So wurde nicht zuletzt auf dem 5. Zionistenkongress in Basel (1901) die Notwendigkeit einer jüdischen Hochschule gefordert. Der „Hilfsverein der Deutschen Juden“ nahm sich dieses Themas an und entsandte seinen Geschäftsführer, Dr. Paul Nathan, auf Erkundungsreise nach Palästina. Dort gab es zu dieser Zeit weder technisches Knowhow zum Bau von Straßen oder Brücken, ganz zu schweigen von Wasserleitungen oder Stromtrassen. Was er in dem rohstoffarmen Land allerdings fand, waren junge Menschen, die durch Schulprojekte und Hilfsleistungen verschiedener europäischer Länder viele Sprachen und das allgemeine Gymnasialwissen beherrschten. Die Gründungsväter des Technion sahen in einer fundierten technischen Ausbildung dieser Oberschüler die beste Möglichkeit, die gesamte Region zu entwickeln. Nach dem Einwerben einer ausreichend großen Summe für den Bau einer höheren technischen Lehranstalt und ihrer anfänglichen Betriebsmittel, wurde nach einem Entwurf des preußischen Regierungsbaumeisters Alexander Baerwald aus Berlin eine technische Hochschule in Palästina geplant. Als geeigneter Platz dafür wurde das wirtschaftlich aufstrebende, mit einem Hafen versehene und an der Bahnstrecke der Hedschas-Bahn gelegene Haifa ausgewählt. Am 11. April 1912 fand die feierliche Grundsteinlegung auf dem Karmelberg statt, bereits 46 Jahre bevor der Staat Israel ausgerufen wurde. Der Name „Technion“ leitet sich von der deutschen Bezeichnung „Technikum“ ab, von technischen Lehranstalten mit Praxisorientierung, die in verschiedenen deutschen Standorten bereits auf Jahrzehnte hervorragender Ausbildung

zurückblicken konnten, so z.B. in Mittweida, Köln und Danzig. Die ersten 17 Technion-Studenten, darunter auch eine Frau, schlossen ihr Studium

in den Fächern Bauingenieurwesen und Architektur ab. Sie waren die Pioniere, die Wohnungen bauten sowie Stadt- und Verkehrsplanung im Nahen Osten entwickelten. Das Technion eröffnete schon früh seine Fachbereiche für Maschinenbau und Elektrotechnik, Disziplinen, die ab 1934 im Gebiet „Industrial Technology“ zusammengefasst wurden und beim Aufbau des Landes ebenfalls von Bedeutung waren. Mitte der 1950er Jahre wurde der Fachbereich für Luft- und Raumfahrt gegründet, zu einem Zeitpunkt, da Israel weder eigene Flugzeuge besaß, noch an der Raumfahrt beteiligt war. Aber das sollte sich schnell ändern. Am Technion wurden die Fachleute ausgebildet, die auf die z.T. immer bedrohlicher werdende Sicherheitslage des Landes mit Innovationen antworten konnten. Viele

dieser aus der Not geborenen Ideen der Forschungs- und Entwicklungsarbeit wurden später bahnbrechend zum Nutzen der Menschheit transformiert. So wurde zum Beispiel die am Technion von zwei Studenten entwickelte Software für eine bodengesteuerte Luftabwehrrakete einige Zeit später als Fernsteuerung für eine verschluckbare Kapsel zur Untersuchung des menschlichen Darms „umgenutzt“. Viele solcher Beispiele aus den verschiedenen ingenieur- und naturwisschenschaftlichen Fachbereichen des Technion und den zahlreichen Forschungsgruppen lassen sich aufzählen. Bei der Wandlung Israels vom Agrar- zum Hightech-Land war das Technion ganz maßgeblich beteiligt. Der gemeinsame Umbau des Landes mit Hilfe einer maßgeschneiderten Gesetzgebung und dem erfolgreichen Einwerben von Kapital aus dem Ausland gelang. Die technische Ausbildung der erforderlichen Fachkräfte für die Hightech- Industrie wurde vom Technion vorangetrieben. Heute sind 80% der israelischen Ingenieure Absolventen des Technion und 70% der in Israel angesiedelten technischen Unternehmen werden von TechnionAlumni geleitet. Israel ist folglich eines der wenigen Länder, dessen Wirtschaft jährlich wächst und dessen Währung seit Jahren kontinuierlich im Wert steigt. Der Hightech-Bereich, der Israels neue Stärke ausmacht und den das Technion mit seinen 18 Fachbereichen und zahlreichen interdisziplinären Arbeitsgruppen bedient, umfasst nicht nur die wissenschaftliche Seite, also die Grundlagenforschung, sondern auch den Technologietransfer, also die Ausgründung wissenschaftlicher Ideen, die in der Wirtschaft verwertbar sind und der Menschheit durch ihren innovativen Charakter Nutzen bringen. Diese so genannten


WISSENSCHAFT & TECHNIK ständige Fortbewegung und auch das Treppenlaufen ermöglicht; >> ein Nachweisverfahren und die Bestimmung der Menge von bakterieller Wasserverschmutzung entwickelt. Der Nachweis basiert auf einem Silikon-Chip, der die schädlichen Bakterien rasch im Wasser aufspürt und somit zur Rettung von Menschenleben eingesetzt werden kann; >> Grundlagen- und angewandte Forschungen für große neue Visionen durchgeführt, so zum Beispiel für die inzwischen marktreife Elektromobilität „Better Place“ des Technion-Absolventen Shai Agassi.

„Startup-Firmen“ werden vom TechnologieTransfer-Büro (T3) des Technion bei ihrem Schritt zur Marktreife betreut.

>> eine „elektronische Nase“ entwickelt, die im Atem der Patienten schon sehr früh verschiedene Krebsformen „riecht“ und deren

Durch die zahlreichen interdisziplinären Forschungsgruppen aus dem medizinischbiotechnologischen und dem ingenieurwissenschaftlichen Bereich werden aktuelle Probleme aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet, was zur Entwicklung ungewöhnlicher Ideen und Lösungen führt. So haben Wissenschaftler des Technion in der jüngsten Vergangenheit unter anderem

Stadium bestimmen kann; >> anhand der Vorbilder aus der Natur schlangen- und käferartige Roboter hergestellt, die Verschüttete bei Erdbeben und Terrorangriffen aufspüren; >> in Außenskelett für Querschnittsgelähmte zur Marktreife gebracht, das eine selbst-

Mit Ihrer Spende lässt sich in Israel viel bewegen! Mit offiziellem staatlichen Auftrag ist Magen David Adom (MDA) in Israel für Krankentransport-, Notfallrettungs- und Blutspendedienste verantwortlich. Mit 1.650 Hauptamtlichen und 13.000 gut ausgebildeten Freiwilligen betreibt MDA 116 Einsatzzentralen, 850 Rettungswagen sowie Blutspendefahrzeuge und Rettungshubschrauber, die über das ganze Land verteilt sind. MDA leistet mehr als 500.000 Mal pro Jahr medizinische Notfallhilfe. Um diese lebenswichtige Aufgabe auch in Zukunft erfolgreich durchführen zu können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Helfen Sie uns, Leben zu retten.

Die vergangenen 100 Jahre seit der Grundsteinlegung des Technion in Haifa haben viele Meilensteine hervorgebracht, die für die Wissenschaft, aber auch für die Entwicklung des Staates Israel wichtig sind. Lassen Sie sich die aktuellsten Forschungsergebnisse und Ausgründungen des Technion im März 2012 in Haifa und an anderen Orten Israels von Fachleuten des Technion persönlich erklären und reisen Sie mir der Deutschen Technion-Gesellschaft zum Technion. Wissenschaft und die daraus entspringende Hightech-Industrie mit ihren zahllosen Startup-Unternehmen sind unstreitig die interessanteste und aufregendste Seite Israels – und sie ist untrennbar mit dem Technion, seiner ältesten Hochschule, verbunden. Das Technion ist Israels Zukunft und wir freuen uns, diese Zukunft gemeinsam mit Ihnen zu erleben. Informationen zur geplanten Reise der Deutschen Technion-Gesellschaft erhalten Sie über die Geschäftsstelle in Berlin: Deutsche Technion-Gesellschaft e.V., TEL1515-Ernst-Reuter-Pl. 7, 10587 Berlin Tel. 030-88 55 44 04 E-Mail office@dtgev.de)

Rheinstr. 4N 55116 Mainz Tel. 0 61 31 - 2 04 78 16 www.MDA-Israel.de „Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt“ (Talmud) Santander Bank Hannover Kto. 1025 357 500 BLZ: 250 101 11 Deutsche Bank Kto. 0133 322 00 BLZ: 550 700 24


Erneuerbare Energien Die Erneuerbaren als Leitsystem der Zukunft Die Energiewirtschaft in Deutschland steht sequent den Ausbau der Erneuerbaren zahlreicher. Die Windenergie stellt mit einem vor einem historischen Umbruch und kann Energien vorangetrieben und aus Visionen Anteil von 7,5 Prozent an der deutschen zugleich Wegweiser für andere Länder sein. anwendungsfähige Technologien entwickelt Stromerzeugung die wichtigste ErneuerbaMit den von der Bundesregierung beschlos- hat. Heute decken die Erneuerbaren gut 20 re Energie dar. Das ist eine hervorragende senen Gesetzen zur Energiewende wurde Prozent des deutschen Strombedarfs. Bis Leistung, die auch international ihresgleizum ersten Mal seit langer Zeit ein Konsens zum Jahr 2020 soll ihr Anteil auf 35 Pro- chen sucht. Aber auch neue Netztrassen über grundsätzliche Fragen der deutschen zent steigen, bis 2050 sogar auf 80 Prozent. und Biogasanlagen verändern das Land. Energiepolitik hergestellt. Der umfassende Längst gehören die Erneuerbaren zum Kern- Daher stellt sich die entscheidende Frage für Umbau des Energiemarktes und die Ent- geschäft der meisten deutschen Energieun- Deutschland und alle anderen Länder: Wird wicklung hin zu einer klimaneutralen Erzeu- ternehmen. Allein mehr als 1.000 Mitglieds- es auch die nötige Akzeptanz für den Bau gungsstruktur stellt Politik, Wirtschaft und unternehmen des BDEW sind in diesem von erneuerbaren Erzeugungsanlagen geVerbraucher vor immense ben? Vielerorts haben Herausforderungen. Dasich Bürgerinitiativen bei wächst allmählich bei gebildet, die gegen allen Beteiligten das Vereine „Verspargelung“ ständnis dafür, dass eine der Landschaft oder rein statische Betrachtung neue Stromtrassen der Stromversorgung nicht aufbegehren. Eine mehr ausreicht. Es ist das tiefgreifende Infradynamische Wechselspiel strukturskepsis ist zwischen Erneuerbaren hier zu beobachten: Energien und konventiEnergiewende ja, aber onellem Kraftwerkspark, nicht vor meiner Hausaber auch des europäitür. An dieser Stelle schen Wettbewerbs und muss das gemeinsaStromaustauschs, das me Gespräch gesucht den Blick auf die vor uns werden. Der BDEW liegenden Herausfordeund seine Mitgliedsrungen klarer macht. Ziel unternehmen setzen ist es, eine sichere Stromsich dafür ein, Konversorgung jederzeit und flikte zu benennen, an jedem Ort zu gewährBranchenlösungen zu Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der leisten. Bisher sind die erarbeiten und alle Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) deutschen Stromnetze Interessensgruppen die sichersten in Europa, an der Umsetzung des doch mit dem Ausbau der Erneuerbaren Bereich tätig – damit leisten sie einen ent- Energiekonzeptes zu beteiligen. Die EnergieEnergien kommt es gleichzeitig zu starken scheidenden Beitrag, die wünschenswerten politik muss derart gestaltet werden, dass Schwankungen bei der Stromeinspeisung. Ausbauziele zu erreichen. alle Schritte für die Bevölkerung transparent Schon heute gibt es Tage, da haben wir 80 und nachvollziehbar sind. Prozent erneuerbaren Strom im Netz, und es >> Gesellschaftliche Akzeptanz ist der gibt Stunden, da sind es nur fünf Prozent. Schlüsselfaktor. Fakt ist: Wir sind dabei, >> Investitionen in Netze sind unabdingUm die gewohnte Versorgungszuverlässig- das Gesicht unseres Landes dauerhaft zu bar. Entscheidend für den weiteren Ausbau keit beizubehalten, müssen Stromnetze und verändern. Am stärksten deutet sich das der Erneuerbaren wird sein, wie schnell es Stromspeicher massiv ausgebaut werden. durch die großen Windparks an, die überall gelingt, sie in das bestehende Versorgungsentstanden sind. Die Zahl der Anlagen hat system einzubinden. Dafür müssen vor al>> Erneuerbare decken bereits 20 Pro- sich in den letzten zehn Jahren mehr als lem die Stromnetze – sowohl auf regionaler zent des Strombedarfs. Deutschland ist verdoppelt. Und der Trend bricht nicht ab: Verteil- als auch auf überregionaler Übereines der ersten Länder weltweit, das kon- Die Windenergieanlagen werden größer und tragungsnetzebene – ausgebaut und neue


Techniken entwickelt werden, um den Strom aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse aufnehmen, effizient verteilen und speichern zu können. Hierzu stehen in den kommenden Jahren milliardenschwere Investitionen an. Eine Studie des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft hat einen Ausbaubedarf von bis zu 380.000 Kilometern allein im Verteilnetz ermittelt. Zudem muss ein solcher Netzausbau einhergehen mit der Modernisierung des konventionellen Kraftwerkparks als Ergänzung der Erneuerbaren Energien. Auch beim Bau neuer Netze und konventioneller Erzeugungskraftwerke stellt sich die Akzeptanzfrage innerhalb der Bevölkerung. >> Smartes Netz Die Zeichen stehen in vielen Bereichen auf Veränderung: Bereits heute bereitet die deutsche Energiebranche die intelligente Vernetzung des gesamten Energiesystems vor – von Erzeugung über Speicherung, Transport, Verteilung bis hin zur effizienten Verwendung. Die stark steigende Anzahl von Photovoltaikaber auch Biomasseanlagen in privater Hand erfordert auf der regionalen Verteilnetzebene neue Stromkabel in Städten und Dörfern. Um den dezentral erzeugten Strom in das Netz einspeisen zu können, ist eine robuste und reibungslose Kommunikation zwischen den Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern nötig. Auch dieses neue „smarte“ Netz, das die Kommunikation zwischen den Haushalten, Netzen und Erzeugungsanlagen ermöglicht, muss erst noch aufgebaut werden. >> Die Erneuerbaren haben ihren Preis Wir dürfen allerdings nicht die Augen davor verschließen, dass der Ausbau der Erneuerbaren nicht zum Nulltarif zu haben ist: Bereits heute liegt der Anteil der staatlichen Steuern

und Abgaben am Strompreis für Haushaltskunden in Deutschland durchschnittlich bei 46 Prozent. Dabei zahlen Verbraucher im Jahr 2011 3,530 ct/kWh Strom zur Förderung des Ausbaus der Erneuerbaren. Im Jahr 2010 lag diese EEG-Umlage noch bei 2,047 ct/kWh. Damit steigen die Mehrbelastungen allein aus dieser Umlage 2011 auf voraussichtlich 13,5 Milliarden Euro. Die weitere Strompreisentwicklung hängt ganz wesentlich von der

Der BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., Berlin, vertritt rund 1.800 Unternehmen. Das Spektrum der Mitglieder reicht von lokalen und kommunalen über regionale bis hin zu überregionalen Unternehmen. Sie repräsentieren rund 90 Prozent des Stromabsatzes, gut 60 Prozent des Nah- und Fernwärmeabsatzes, 90 Prozent des Erdgasabsatzes sowie 80 Prozent der Trinkwasser-Förderung und 60 Prozent der Abwasser-Entsorgung in Deutschland.

Förderung der regenerativen Energien ab sowie von den daraus resultierenden höheren Kosten bei den Netzentgelten. Die deutschen Ausbauziele haben ihren Preis, dennoch müssen die Verbraucher künftig vor einer Kostenexplosion bewahrt bleiben – ohne eine Integration der Erneuerbaren in den Markt wird es daher nicht funktionieren. >> Chance und Herausforderung Die deutschen Unternehmen der Energiewirtschaft wollen den Umbau der Energie-

versorgung. Deutschland gilt seit langem als Technologieführer, wenn es um erneuerbare Energien geht. Die Entwicklung des Marktes in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte und wir setzen alles daran, dass diese effektiv fortgeschrieben wird. Dabei setzen wir auch auf die besondere Beziehung zwischen Deutschland und Israel – speziell bei technologischen Innovationen haben beide Länder stets erfolgreich zusammengearbeitet und sich gegenseitig befruchtet. Allen voran spielen Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien in der Forschung und Produktion, die beide Länder in Kooperation ausüben, eine eminente Rolle. Über viele Jahre wurde eine konstruktive und vielschichtige Art der wechselseitigen Wirtschaftsbeziehungen aufgebaut, von der beide in jeder Hinsicht profitieren und die ebenfalls die politischen und sozialen Bande festigen. Veranstaltungen wie der Deutsche Israelkongress, der bereits zum zweiten Mal stattfindet, leisten in diesem Zusammenhang einen wertvollen Beitrag. Es wird eine Plattform geboten, auf der deutsch-israelische Beziehungen auf- und ausgebaut werden, Informationen ausgetauscht und interessante Kooperationsmöglichkeiten entstehen können. Wir freuen uns darauf, die Zusammenarbeit beim Klimaschutz und im Bereich Erneuerbare Energien mit Israel erfolgreich fortzuführen, Forschungsprojekte anzukurbeln und neue Technologien zu implementieren. Die Erneuerbaren sind das Leitsystem der Zukunft, aber dieses Leitsystem muss auch stabil und vor allem bezahlbar sein. Wenn wir hier überzeugende Lösungen finden – gerne auch in Kooperation mit anderen Ländern – dann werden wir international erneut Vorreiter sein; ähnlich wie beim Erneuerbare-EnergienGesetz, das inzwischen über 40 Länder weltweit kopiert haben.

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Tankstellen werden zu Akkuwechselstationen Shai Agassi, CEO und Founder, Better Place

Better Place schließt Kooperation mit einer Tankstellenkette in Israel Die Tankstelle ist für den Autofahrer ein wichtiger Ort: Hier holt er sich Treibstoff für die nächste Fahrt. Das sollte sich nicht ändern, wenn Menschen mit Elektroautos fahren, fand das Elektroautounternehmen Better Place und vereinbarte eine Zusammenarbeit mit einer Tankstellenkette in Israel. Fahrer von Elektroautos sollen künftig an den Tankstellen ihre Akkus tauschen.

Ende 2008 hat Better Place, das Unternehmen des ehemaligen SAP-Managers Shai Agassi, mit der Elektrifizierung von Israels Straßenverkehr begonnen. Bislang hat das Elektroauto-Unternehmen nur Ladesäulen aufgestellt. Jetzt geht es darum, Batterietauschstationen einzurichten. Dazu hat Better Place eine Zusammenarbeit mit der Tankstellenkette Dor Alon vereinbart. Auf dem Gelände verschiedener Tankstellen will Better Place in den kommenden Wochen die ersten Stationen aufbauen, an denen Fahrer von Elektroautos künftig einen leeren Akku gegen einen vollen eintauschen können. Dor Alon unterhält Tankstellen im ganzen Land. 45.000 Elektroautos Zudem hat das Better Place nach eigenen Angaben Partnerschaften mit 92 Unternehmen in Israel abgeschlossen. Sie haben sich bereiterklärt, 45.000 Autos


mit Verbrennungsmotor gegen elektrisch betriebene Autos einzutauschen, sobald sie erhältlich sind. Renault will den Elektro-Pkw Fluence 2011 für die beiden ersten Better-Place-Projekte in Israel und Dänemark ausliefern. 100.000 Fahrzeuge sollen dort bis 2016 verkauft werden. Better Place hat die Kooperationen bei der Einweihung des Better Place Center bekanntgegeben. Dort können sich Besucher künftig Elektromobilität vorführen lassen. Dazu gehören auch Probefahrten mit Elektroautos auf einer anderthalb Kilometer langen Teststrecke. Die Eröffnung des Informationszentrums ist am 14. Februar 2010. Testbetrieb ab September Bei der Veranstaltung sagte Better-Place-Grün-

der Agassi, in diesem Jahr sollten die Infrastrukturen in Dänemark und Israel in den Versuchsbetrieb gehen, berichtet die Tageszeitung Jerusalem Post. Der Test in Israel soll im September beginnen. Bis dahin sollen fünf bis zehn Akkuwechselstationen sowie mehrere tausend Ladesäulen verfügbar sein. Nach einer sechsmonatigen Testphase wird die Infrastruktur in den Normalbetrieb übergehen. Dann soll die Zahl der Wechselstationen auf etwa 100 angewachsen sein. Agassi rechnet damit, dass rund 1.000 Elektroautos im Monat verkauft werden. Das Geschäftsmodell von Better Place basiert auf einer Art Abonnementmodell: Der Kunde kauft ein Elektroauto und bucht bei dem Anbieter eine bestimmte Kilometerzahl im Monat,

die Better Place in Form von Akkuladung bereitstellt. Der Akku bleibt dabei Eigentum von Better Place. Der Vorteil dieses Modells ist, dass das Auto ohne den Akku deutlich günstiger wird. Laut einer Studie aus den USA vom vergangenen Jahr könnte ein solches Abomodell der Erfolgsfaktor für die Einführung von Elektroautos sein.

Für ein faires Israelbild. Gegen Antisemitismus. Unsere Aktivitäten  Medienresearch  Newsletterdienst  Rechercheplattform  Networking  Lobbyarbeit

Der moderne Antisemitismus tritt vor allem in der Form einer moralisch verpackten Israelkritik auf. Das ist mittlerweile unbestritten. Nicht jede problematische Darstellung Israels in den Medien ist auf eine antisemitische Intention zurückzuführen. Doch führen einseitige und teils feindselige Berichte letztendlich dazu, unterschwellige antisemitische Einstellungen zu bestätigen und zu fördern. Nicht selten werden Bilder manipuliert. Sie werden von Nachrichtenagenturen veröffentlicht und von den Redaktionen unkritisch übernommen.

Hier schreiten wir ein. Wir wollen Falschdarstellungen korrigieren, Halbwahrheiten entlarven und liefern Gegendarstellungen oder unterschlagene Ergänzungen. Wir rufen auf zu Unterschriften- und Protestaktionen, unterstützen Israel-Solidaritätsveranstaltungen und betreiben Lobbyarbeit unter anderem bei Bundestagsabgeordneten. Unsere Informationen, Presse- und Veranstaltungshinweise veröffentlichen wir über Maillinglisten mit mehr als 4.000 Multiplikatoren im Inland und europäischen Ausland.

Unterstützen Sie unsere Arbeit, damit wir unseren unermüdlichen Kampf gegen Antisemitismus und gegen einseitige Berichterstattung über Israel unvermindert fortsetzen können. Wir wären dankbar, Sie zu unserem Unterstützerkreis zählen zu dürfen und bedanken uns schon jetzt für Ihre Großzügigkeit. Eine Spendenquittung kann selbstverständlich ausgestellt werden. Spendenkonto: Kontoinhaber: Honestly-Concerned e.V. Postbank Berlin, Konto-Nr. 520725100, BLZ 100 100 10, IBAN DE63 1001 0010 0520 7251 00 , BIC PBNKDEF

Honestly Concerned e.V. · Friedrichstr. 37 · D-60323 Frankfurt am Main · www.honestlyconcerned.info Telefon: +49 (0)172 679-7701 · Telefax: +49 (0)321 21253581 · info@honestly-concerned.org


Was wird aus den Spenden für den Keren Hayesod? von Angelika Brecht-Levy

Im vergangenen Jahr feierte der Keren Hayesod seinen 90. Geburtstag. In diesen neun Jahrzehnten wandelten sich Visionen zu handfesten Infrastrukturen – mit den Spendengeldern wurde Israel aufgebaut und gefördert.

WOHLFÜHLEN MITTEN IN FRANKFURT

Die Aktivitäten des Keren Hayesod haben Wachstum und Fortschritt der israelischen Gesellschaft entscheidend geprägt. Seit der Gründung Israels 1948 brachte der Keren Hayesod zusammen mit der Jewish Agency fast drei Millionen Einwanderer nach Israel und sorgte dafür, dass die Menschen mit der Gesellschaft verschmelzen konnten. Er errichtete 800 landwirtschaftliche Siedlungen, schuf 1300 Sozialprojekte, sanierte 90 heruntergekommene Wohngegenden und Entwicklungsstädte in Randgebieten, betreute und bildete 300.000 benachteiligte Jugendliche aus und half bei der Förderung einer jüdischen Erziehung für Tausende von Kindern auf der ganzen Welt. Was hat der Keren Hayesod in seinem Jubiläumsjahr 2010 in Israel erreicht? Alijah, Rettung und Eingliederung Die drei hauptsächlichen Ziele des Keren Hayesod führen dem Staat Israel neue Energie, Kultur und „human ressources“ zu. Mehr als 19.000 Einwanderer entschieden sich für ein neues Leben in Israel, 7700 aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion, 1650 aus Äthiopien. Hunderte kamen auf verschlungenen Pfaden nach Israel, da sie

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CHARITY FüR ISRAEL sich in ihren Herkunftsländern in Gefahr wähnten. Für 8000 von ihnen waren die Auffangzentren erste Station in ihrem gewählten Land. Auch Avi Yitzhak hätte sich in seiner Kindheit in Äthiopien nie vorstellen können, dass er einmal studieren und Arzt werden würde. Er hat 1991 im Zuge der „Operation Salomon“ Alijah gemacht und war der erste Neueinwanderer aus dem ostafrikanischen Land, der in Israel eine Ausbildung zum Arzt machte. Stolz nahm Dr. Yitzhak an der IDF-Rettungsaktion im vom Erdbeben verwüsteten Haiti teil: „Es ist sehr wichtig, dass alle Förderer des ,Keren Hayesod – Vereinigte Israel Aktion‘ erfahren, dass Israel eine moralische Instanz ist, die der Welt etwas zurückgibt… Irgendwie sind alle, die mich während meines Studiums gefördert haben, heute mit mir hier – für die Opfer dieser Katastrophe und für Israel.“ Eigens entwickelte Programme vermitteln Tausenden Neueinwanderern aus Äthiopien in den Eingliederungszentren Wissen über Israel, seine Menschen, seine Kultur. Eltern lernen die Welt kennen, in der ihre Kinder leben werden. So gelingt Integration – in den Schulen, in der Gesellschaft. Ganz am Anfang wartet das Programm „Alijah auf einem Roten Teppich“ auf Neueinwanderer. Wie auf einer Messe können sie sich über den Wohnungsmarkt, Gesundheitskassen, Berufschancen informieren. So sollen sie in 24 Stunden Grundlagenwissen für einen guten Start sammeln. Auch für allein stehende Soldaten der Israel Defense Forces (IDF) setzt sich der Keren Hayesod ein. 2010 wurden 700 nach dem Militärdienst vom „WINGS“-Programm bei ihren ersten Schritten zurück ins Zivilleben unterstützt. Die meisten sind mittellose Neueinwanderer, die sich ohne die Hilfe ihrer Familien zurechtfinden müssen. Zum Hilfspaket von „WINGS“ gehören Bildungsseminare, Fortbildungskurse, sie werden über das Arbeitsleben in Israel und den Wohnungsmarkt informiert, zu Berufschancen beraten und lernen soziale Kompetenzen. Zudem erhalten sie ein kleines Stipendium als Starthilfe für den neuen Lebensabschnitt. Maria Weingoltz hatte in den IDF ihren Traumjob als Kampfsoldatin. Sie stammt aus den früheren GUS-Staaten, sie kam als Waisenkind nach Deutschland und wanderte nach Israel ein. Der KH hilft ihr, im zivilen Leben Fuß zu fassen. >> Israels Gesellschaft stärken Der Jugend gehört auch in Israel die Zukunft. Nur, wie sieht diese Zukunft aus? Zehntausende Kinder und Jugendliche leben unterhalb der Armutsgrenze, sie haben ein geringes Selbstwertgefühl, fühlen

sich allein gelassen. Sie laufen Gefahr, in die Kriminalität, in die Drogenszene abzurutschen. Hier setzt das KH-Programm „Zukunft der Jugend“ an, enorm wichtig, weil es allein im vergangenen Jahr 10.000 Kindern und Jugendlichen geholfen hat, ihre Talente und Begabungen zu erkennen. Sie erhalten – oft zum ersten Mal in ihrem Leben - Aufmerksamkeit, von qualifizierten Tutoren, die für das Programm ausgebildet wurden. Mit Hilfe von speziellen Dienstleistungen der Kommunen entwickeln die jungen Menschen Selbstvertrauen, sie erkennen und nutzen die Chancen, die sich ihnen auftun, in Schule und Freizeit, zu Hause. Rund 40 Prozent von ihnen sind Olim oder stammen aus NeueinwandererFamilien. Sie eignen sich Kompetenzen an, die ihrem Leben einen entscheidenden Richtungswechsel geben – vom Rand der Gesellschaft in deren Mitte. Net@ nennt sich ein weiteres erfolgreiches KH-Programm, das durchschnittlichen Schülern aus Randgebieten oder benach-

man die Welt des Internet entdeckt und nutzt. Viele Fotos beweisen, dass „Lehrer“ und „Schüler“ viel Spaß beim Lernen hatten. Amigour gewährt Tausenden von HolocaustÜberlebenden und Neueinwanderern aus den GUS-Staaten, die völlig mittellos in Israel ankamen, ein Dach über dem Kopf. In diesem geschützten Lebensumfeld wird für ein vielseitiges Programm gesorgt, das Farbe, Freude, Kultur und soziale Kontakte in das Leben der Senioren bringt. 2010 haben 500 Israelis Gruppen gegründet, die sich als „Junge Gemeinschaften“ in benachteiligten Stadtvierteln und Wohngebieten niederließen, wo sie ihre sozialen Kompetenzen in den Dienst der schwachen Bevölkerungsschichten stellten. Sie wollen das Leben der Menschen hin zum Positiven verändern. So baute die „Junge Gemeinschaft“ Kiryat Yavel einen Jugendtreff auf, der zum Dreh- und Angelpunkt des Problemviertels in Jerusalem wurde. Zwei Drittel des Spendenaufkommens die-

„Die Motivation für Israel ist der Schlüssel zum Aufbau zukünftiger jüdischer Führungspersönlichkeiten wie auch zur Sicherung der Zukunft als Volk.“ teiligten Kommunen (Beispiel Lod, wo 77 Prozent der Kinder ein Leben unterhalb der Armutsgrenze führen) eine Brücke zu neuen Horizonten im High-Tech-Bereich baut. Sie schließen die Oberschule mit dem Abitur und als zertifizierte Computer- und Netzwerktechniker ab. Damit eröffnen sich ihnen berufliche Chancen, von denen sie zuvor nur hatten träumen können. Das Programm vermittelt ihnen darüber hinaus soziale Kompetenzen und führt sie in die Welt des ehrenamtlichen Einsatzes zu Gunsten der Gesellschaft ein. Fast 1000 Schüler konnten im vergangenen Jahr dank der Spenden an den Keren Hayesod am Net@Programm teilnehmen. Es sind nicht nur die jungen Menschen, um die sich der KH kümmert, auch die Senioren liegen ihm am Herzen. Er bringt sie sogar zusammen: Zu Chanukka 2010 trafen sich Net@-Schüler mit alten Menschen, die in den betreuten Wohnungen des Programms „Amigour“ leben. Sie zeigten den oft einsamen und armen Bewohnern, wie

nen sozialen Aufgaben. Verbundenheit mit Israel, Solidarität mit dem jüdischen Volk Was kann man tun, um das unsichtbare Band zwischen Israel und Juden in aller Welt zu festigen? Der Keren Hayesod investierte im vergangenen Jahr 13,4 Prozent des Spendenaufkommens in Bildungsprogramme, deren Thema Israel ist. So nahmen 26.600 junge Juden aus der Diaspora an Kurzaufenthalten im Land teil. 9500 entschieden sich für Langzeitprogramme. 30.000 Kinder und Jugendliche profitierten von Bildungsprogrammen, die der KH-VIA in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion anbietet. Am Machon-Institut in Jerusalem wurden 283 Jugendgruppenleiter ausgebildet. 1100 Lehrkräfte arbeiteten mit Jugendlichen. Sie nutzten Dutzende Programme, die in der Diaspora und in Israel erfolgreich sind. „MASA“ zum Beispiel ermöglicht jungen Erwachsenen zwischen 18 und 30 Jahren aus der Diaspora einen Langzeitaufenthalt in Israel. >> 71


Sie können zwischen 200 verschiedenen Programmen wählen, sodass ein jeder das individuell auf ihn zugeschnittene findet. Von dieser Erfahrung, die sie ein Leben lang begleiten wird, machten 2010 fast 10.000 junge Leute Gebrauch. Darunter auch Ilan Price (18) aus Südafrika, der ein Jahr lang Teil der Jugendbewegung „Habonim Dror“ war und sich heute viel reifer fühlt: „Ich dachte schon vor meiner Heimreise darüber nach, wie ich mich in Südafrika an der Universität und in der Gemeinde engagieren kann.“ Oder die 28-jährige Olga Baskin aus Weißrussland, die Ärztin ist und mit 21 Medizinern mit „MASA for Doctors“ nach Israel kam, wo sie am As-

saf Harofeh Krankenhaus arbeitet: „MASA hilft mir, meine Gefühle pro oder kontra Alijah gründlich zu prüfen, bevor ich eine Entscheidung treffe. Jetzt weiß ich, dass ich eine zweite Chance bekommen habe, die Chance auf ein neues Leben in Israel. Die verdanke ich den Spendern, die MASA und damit meinen Aufenthalt unterstützen.“ Karina Krajden kommt aus Brasilien und hat sich mit ihrem Ehemann für das „Individuelle MASA-Programm“ entschieden. Die 30-Jährige hat ein Stipendium im Bereich Neugeborenen-Neurologie, sie lebt in Ramat Gan, absolviert einen Ulpan und nimmt an MASA-Aktivitäten und Ausflügen teil: „Wir haben eine tolle Zeit, das ist eine

der wunderbarsten Erfahrungen meines Lebens.“ Die Motivation für Israel ist der Schlüssel zum Aufbau zukünftiger jüdischer Führungspersönlichkeiten wie auch zur Sicherung der Zukunft als Volk. Wer einmal längere Zeit in Israel gelebt hat, engagiert sich für jüdisches Leben und für Israel. Zusätzlich zu diesen Langzeit-Programmen und Engagements wird der Keren Hayesod – VIA immer wieder mit Katastrophen konfrontiert, bei denen spontane, schnelle Hilfe nötig ist, wie beim Waldbrand in der Carmel-Region rund um Haifa.

Zionistisch, weltoffen und religionsübergreifend tätig, so präsentiert sich die Women‘s International Zionist Organisation (WIZO). Die weltweit tätige Frauenorganisation zählt mehr als 250.000 ehrenamtliche Mitglieder. Der Verein unterhält in Israel rund 800 Institutionen, in denen Frauen, Kinder, Jugendliche und alte Menschen betreut werden – unabhängig von deren Herkunft oder Religion. „Unsere Kinder in den WIZO-Kindertagesstätten heißen Daliah oder David, Mustafa oder Leila, Igor oder Tatjana“, sagt Diana Schnabel. Die Frankfurterin hat Rachel Singer vor gut sechs Monaten an der Spitze der WIZO Deutschland abgelöst, Vize-Präsidentin ist Simone Graumann. Das Israel Journal sprach mit Diana Schnabel über erste Erkenntnisse als Präsidentin der WIZO Deutschland und ihre Pläne für die Zukunft der Vereinigung. Israel Journal: Frau Schnabel, Sie sind nun seit gut einem halben Jahr Präsidentin der WIZO. Wie lautet Ihr erstes Fazit? Diana Schnabel: Ganz viel Arbeit! Ganz viel Verantwortung! Ehrlich gesagt habe ich so manch schlaflose Nacht, wenn ich darüber nachdenke, wie ich dieser Aufgabe wirklich gerecht werden kann und wie wir es schaffen, all unseren Verpflichtungen in Israel nachzukommen. Aber diese ehrenamtliche Tätigkeit bereichert mein persönliches Leben und macht viel Spaß. Gott sei Dank sind wir hier in


Geballte

Frauenpower von Rivka Kibel

Die WIZO fördert und finanziert in Israel rund 800 Institutionen Frankfurt ein tolles Team, das erfolgreich zusammenarbeitet. Und auch das Deutschland-Präsidium besteht aus lauter Powerfrauen! Israel Journal: Was hat Sie bei Ihrer Arbeit in den vergangenen Monaten besonders bewegt? Was besonders erfreut? Schnabel: Es ist uns gelungen, im Sommer dieses Jahres dank der Hilfe von Alexa Brum, der Direktorin der Lichtigfeld-Schule, eine „Schul-WIZO“ zu gründen. Eine Gruppe Schülerinnen hat tatkräftig mitgeholfen, als das WIZO-Jugendorchester aus Tiberias in Frankfurt zu Gast war und zwei Konzerte in der Schule gegeben hat. Die Mädchen waren wirklich unglaublich, sie haben das Gebäude mit Infos und Plakaten dekoriert, sie haben gebacken, Sandwiches zubereitet und sich sofort als neue Mitglieder und Freundinnen auf der Facebook-Seite von WIZO Germany angemeldet. Es ist schön zu sehen, wie eifrig die Mädchen bei der Sache sind und Interesse an der WIZO zeigen. Sie sind unser Nachwuchs, die Zukunft der WIZO. Israel Journal: Wo sehen Sie bei der WIZOArbeit noch Nachholbedarf? Es ist mir ein großes Anliegen, die Arbeit der WIZO noch bekannter zu machen. Nicht nur mit ihrer großen Leistung auf dem Gebiet der pädagogischen Frühförderung von Kleinkindern in Israel, sondern auch WIZO´s Bedeutung für die Integration von Einwanderern und der Stellung der Frau in der israelischen Gesellschaft. Wunderbar beschreibt es der

Satz von Teddy Kollek – Jerusalems legendärem Bürgermeister: „Wenn es WIZO nicht bereits gäbe, müsste man sie erfinden.“ Israel Journal: Was aber hat derzeit erste Priorität auf Ihrer To-do-Liste? Schnabel: Wir wollen deutschlandweit jüngere Frauen ansprechen und motivieren und auch das Medium Facebook verstärkt nutzen. Gerade bei dieser Generation ist es wichtig, sie in ihrer Solidarität mit Israel und den Menschen im Land zu stärken. Wir möchten versuchen, den jungen Frauen zu vermitteln, dass es Spaß machen und erfüllend sein kann, aktiv in der eigenen Gemeinde zu werden und dabei gleichzeitig Frauen und ihren Familien in Israel zu helfen. Unter dem Motto: „Frauen für Frauen“. Israel Journal: Als nächstes arbeitsintensives Projekt steht für die WIZO am 19. und 20. November der große Basar im Ignatz Bubis-Gemeindezentrum an. Welchen Gastautor erwarten Sie in diesem Jahr am Bücherstand? Schnabel: Michel Bergmann signiert am Samstag, dem Eröffnungsabend des Basars, sein Buch „Machloikes“ und Gila Lustiger am Sonntagnachmittag „Woran denkst Du jetzt?“. Aber auch sonst gibt es tolle Sachen auf unserem Basar: israelische und russische Livemusik, Bücher, Schmuck, Superessen, 12.000 (!!!) Teile beim Firstund Second-Hand-Stand und unglaubliche Gewinne bei unserer Tombola.

ruf und haben drei Kinder großgezogen. Woraus haben Sie und schöpfen Sie noch immer die Kraft für Ihr zeitraubendes Ehrenamt? Ich habe niemals das Gefühl, dass mir die WIZO–Arbeit meine Zeit raubt. Im Gegenteil. Ich empfinde es als Privileg, mich für diese weltweit anerkannte Organisation engagieren zu dürfen. Dieter Graumann hat vor Kurzem vom „Feuersturm der Leidenschaft“ gesprochen, der die WIZO–Frauen antreibt. Und das trifft auf mich wirklich zu. Ich bin als Tochter von Holocaust-Überlebenden in einem zionistischen Elternhaus aufgewachsen; in dem Bewusstsein, dass das Leben meiner Eltern und Verwandten anders verlaufen wäre, wenn es den Staat Israel gegeben hätte. Dieses Wissen und die Freude, die ich bei jeder Begegnung mit den Frauen, Kindern und Jugendlichen in einer WIZO–Einrichtung erleben darf, motivieren mich. Ebenso habe ich das große Glück einen Ehemann zu haben, der mich in meiner Arbeit für die WIZO sehr ermutigt. Israel Journal: Wie können interessierte Frauen Kontakt mit der WIZO aufnehmen? Schnabel: Informationen finden sie im Internet unter www.wizo-ev.org und auf Facebook mit dem Suchwort „WIZO Germany“. Wer direkt Kontakt aufnehmen möchte, kann eine Mail an wizogermany@t-online.de schicken oder sich unter der Rufnummer 0 69 / 17 39 30 melden.

Israel Journal: Sie sind Logopädin von Be-

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Judith Epstein

Vernetzt zum Ziel Frühzeitig haben Frauenorganisationen im Bereich der NGO-Arbeit erkannt, dass wirksame Arbeit nur durch Professionalität und Vernetzung erfolgreich ist. Lange vor Social Media und Internet haben Frauen politische und nationale Netzwerke im Einsatz für Wohltätigkeit etabliert, die heute zum Fundament internationaler Hilfsorganisationen gehören. Ein führendes Beispiel ist Hadassah, eines der weltgrößten Frauennetzwerke mit mehr als 1 Mio Mitgliedern auf der ganzen Welt. Gegründet wurde die Organisation 1912 in New York - Frauen im damaligen Palästina haben dafür entscheidende Vorarbeit geleis-

tet. Der Grundgedanke: Menschen zu helfen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Inzwischen gehört die Organisation zu den bedeutenstden Hilfsorganisationen weltweit und ist mit einem ständigen Sitz in der Uno vertreten. Seit einem Jahr repräsentiert die Münchnerin Judith Epstein Hadassah in den Vereinigten Nationen in Genf und möchte aufgrund Ihrer Position im internationalen Vorstand von Hadassa die Frauenorganisation auch

in Europa stärker ausbauen. “Die Herausforderung ist gross, Hadassah nun auch in Europa nach amerikanischem Vorbild zu entwickeln ohne aber die spezifischen europäischen Werte und die ganz andere Struktur der Organisation zu vernachlässigen.” Hadassah ist in den USA seit Jahrzehnten erfolgreich.Welche Bedeutung die Organisation hat,zeigt sich in der Nominierung für den Friedensnobelpreis im Jahr 2005. Judith Epstein hat in den letzten Jahren viel

Foto: Sabine Grudda


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Erfahrungen im Bereich der NGO Arbeit sammeln können. Sie ist Mitglied im Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, hat hier erfolgreich einen Business Club lanciert und engagiert sich im im Kuratorium des Tel Aviv Museum und im Freundeskreis der Hebrew University. Denn für die erfolgreiche Unternehmerin bedeutet Networking einen ganz wichtigen Faktor im Miteinander der Menschen. Genau diese Zielsetzung, die eine der Grundlagen der Arbeit von Hadassah ist, hat sie auch bei dieser Organisation schätzen gelernt. Hier bringt sie ihre Erfahrung, ihr Wissen und ihre Verbindungen ebenfalls ein. Israel ist Epstein ein Anliegen. Die friedliche Koexistenz auf der Basis sozialer Gerechtigkeit. Ihr weitverzweigtes Netz von Kontakten und persönlichen Freundschaften in Politik, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft ist letztlich Ausgangspunkt für die neue Positionierung von Hadassah und damit verbunden neuen internationalen Projekten. „Ich glaube an das Gute im Menschen“, meint Judith Epstein zum persönlichen Engagement für as Hadassah Medical Center in Jerusalem gesagt. Darüber hinaus fühlt sie sich der Tradition der Wohltätigkeit verpflichtet, die in der jüdischen Sozialethik verwurzelt ist. “Ich habe das so in meinem Elternhaus mitbekommen und mit meinem Mann und der Familie lebe ich diese Tradition weiter.” In der Arbeit des Hadassah-Krankenhauses in Jerusalem sieht Epstein aufgrund seiner Geschichte nicht nur ein Medizinzentrum mit einer überdurchschnittlich guten medizinischen Versorgung. Es hat anerkanntermaßen auch eine hohe politische Bedeutung als Friedensstifter. Denn Hilfe erfahren hier Menschen im Nahen Osten ohne Ansehen von Nationalität und Religion. Dieses Miteinander gilt nicht nur für die Patienten, sondern auch für das medizinische Personal. Die Arbeit für Hadassah bedeutet für die Unternehmerin aber aber weit mehr als den Einsatz für das Krankenhaus in Jerusalem.Sie hat hier die Moeglichkeit sich ganz grundsätzlich für eine friedliche, politische und gesellschaftliche Entwicklung im Nahen Osten zu engagieren. Dieses Anliegen ,die Verbundenheit mit dem jüdischen Staat und das Bekenntnis zu seiner gesicherten Existenz in der Weltöffentlichkeit ist ihr Motiv.Durch all ihre Aktivitäten möchte sie das Verständnis der Gesellschaft für die Vielschichtigkeit der Situation im Nahen Osten erhöhen.Judith Epstein hofft, so auf der Grundlage von Toleranz und Demokratie, einen kleinen Beitrag zum Friedensprozess leisten zu können, der am Ende einen dauerhaften und gerechten Frieden im Nahen Osten erzielen wird.

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„An diesem einzigartigen Ort ist Medizin der Schlüssel zum Frieden und deshalb ist es für mich selbstverständlich dieses wichtige Projekt zu unterstützen“ Veronica Ferres - Schauspielerin und Hadassah International Botschafterin

Unterstützen Sie die Gründung einer neuen Kinderintensivstation im Hadassah Medical Center Jerusalem, Ein Kerem. Regine Sixt Vorsitzende des Ehrenkomitees

Prof. Dr. Dr. Thomas Ruzicka

Gady Gronich

Präsident des Vorstands

Direktor für Deutschland & Europa

Ihre Spende zählt! Deutsche Freunde der Hadassah Medical Relief Association e.V. St.-Jakobs-Platz 12 | 80331 München Tel. +49 89 4800 2906 | Fax: +49 89 444 54 355 info@hadassah.de | www.hadassah.de Bankverbindung: Merck Finck & Co. Bank München BLZ 700 304 00 | Spendenkonto 15 77 16

Gemeinsam mehr erleben. In unserem ISRAEL KONGRESS trifft man immer nette Leute, teilt gemeinsame Interessen und setzt sich füreinander ein. Wenn Sie einmal fachlichen Rat brauchen, bin ich gern für Sie da. Vermittlung durch: Imrich Donath, Generalvertretung Dietigheimer Str. 21, D-61350 Bad Homburg Tel. 0 61 72.2 97 59, Fax 0 61 72.2 43 05

Hoffentlich Allianz.


ALIJA

Alijah aus Deutschland – heute Hinrich Kaasmann, Ebenezer Hilfsfonds Deutschland, Hamburg

Sergei Tcherniak, Repräsentant der Jewish Agency for Israel in Deutschland

Laut dem israelischen Rückkehrgesetz dürfen Juden, Kinder der Juden, Enkelkinder der Juden, Ehepartner der obengenannten Kategorien und nicht erneut verheiratete Witwen der Juden nach Israel einzuwandern. Einwanderung nach Israel, wenn man sie ohne Fehler organisiert, führt nicht zum Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit. Israel ist eine moderne westliche Demokratie, die ihren Staatsbürgern und den ständig Ansässigen alle im Westen übliche soziale Rechte und Bewegungsfreiheit garantiert.

Die jüngere Geschichte der Alijah aus Deutschland ist ambivalent, denn für Juden aus der GUS wurde Deutschland nach 1991 zum Einwanderungsland. Bis Ende 2004 kamen ca. 240.000 sog. Kontingentflüchtlinge; den deutschen Konsulaten reichte im Wesentlichen die so genannte „Zeile 5“ im sowjetischen Pass. Damit entstanden für die jüdischen Gemeinschaften hierzulande große Herausforderungen, auf die hier nicht eingegangen wird. Wichtig ist die Tatsache, dass aus israelischer Sicht der deutsche Status als „Kontingentflüchtling“ keine Alijah-Berechtigung nach Israel bedeutete. Vielmehr muss jeder Einzelfall entsprechend dem „Rückkehrgesetz“ geprüft werden. Dies ist eine der Aufgaben der Jewish Agency, die weltweit im Auftrag des

Staates Israels agiert . Die ursprünglichen Einwanderer sind meist fortgeschrittenen Alters und im deutschen Sozialsystem abgesichert. Einzelne machen Alijah aus familiären Gründen, aber insgesamt gesehen ist diese Bevölkerungsgruppe hier stabil. Anders bei den Kindern, die teilweise bereits hier geborener sind. Sie tragen eine „russische“, eine „deutsche“ und eine „jüdische“ Identität in sich, die oft zu emotionalen und praktischen Konflikten führen. Hier versucht die Jewisch Agency mit vielfältigen Bildungsangeboten (z.B. Naale, Massa, Taglit) zu helfen, die jüdische Identität zu festigen. Wenn wir davon ausgehen, dass neben anderem Israel auch das „Rettungsboot“ für verfolgte Juden weltweit ist, so ist es wichtig, dass Juden ihre Identität nicht nur „innerlich“ festmachen,

sondern auch juristisch. Nur dann ist im „Fall der Fälle“ - möge uns der Allmächtige davor bewahren – eine schnelle Einwanderung nach Israel möglich. Daraus ergibt sich heute eine besondere Verantwortung und Aufgabe: Ältere Juden – die Großelterngeneration - darf sich nicht mit ihrem abgesicherten Status zufrieden geben, sondern muss die Verantwortung übernehmen, ihre jüdische Identität juristisch nachzuweisen und an die Kinder- und Enkelgeneration in Form von geprüften, anerkannten Dokumenten weiterzugeben. Vor dem Hintergrund der Geschichte und den damit verbundenen Sensibilitäten bedarf es für diesen Schritt Mut. Wir, Vertreter der JAFI und auch verschiedenen Hilfsfonds, sind uns dessen bewusst und handeln entsprechend. >> 77


Für die JAFI ist es wichtig, nicht „Fälle“ zu bearbeiten, sondern in persönlicher Beratung jeden einzelnen zu betreuen. Dazu stehen neben dem Hauptbüro in Berlin Vertretungen in Frankfurt und seit Anfang 2011 auch in Hamburg offen. Hamburg hat dabei eine gewisse Sonderrolle, da sich die Beratungsstelle der JAFI im Kontorhaus Messberg in den Räumen des christliche Ebenezer Hilfsfonds befindet, der seit vielen Jahren die Alijah unterstützt und bedürftigen Auswanderungswilligen bei der Ausreise nach Israel durch Übernahme von Umzugskosten hilft. Das hanseatische Backsteingebäude hat eine sehr fragwürdige Vergangenheit: Von 1928 bis 1945 vermarktete von hier die Firma Tesch & Stabenow das Giftgas Zyklon B und lieferte u.a. nach Auschwitz. In seiner Grußbotschaft zur Eröffnung des Büros sagte Nathan Sharansky, Vorsitzender der JAFI: »Es schließt sich ein Kreis, dass an dem Ort, von dem einst die Tötung des Volkes Zions ausging, heute ein Ort ist, der Zion zum Segen wird.« Erbaut 1924 durch die jüdischen Architekten Hans und Oskar Ger-

son wurde das Haus ursprünglich nach dem Reeder Albert Ballin benannt, der einer der prominentesten jüdischen Persönlichkeiten der Kaiserzeit war und mit dessen Schiffen (HAPAG) ca. 1. Mio Juden (1871-1924) in die USA auswanderten. In den letzten 3 Jahren nimmt das Interesse an Aliyah zu, wenn auch auf „niedrigem Niveau“: nach 16% Steigerung in 2010 erwarten wir in diesem Jahr eine Zunahme um 15%; voraussichtlich werden 150 Juden Deutschland verlassen und nach Israel gehen. Nicht unerwähnt bleiben darf eine weitere Aufgabe: Nicht wenige Israelis leben und arbeiten in Deutschland. Einzelne kommen in Lebenssituationen, dass sie nach Israel dauerhaft zurückkehren möchten, aber finanziell auf Hilfe angewiesen sind. JAFI kann z.B. mit Ebenezer Hilfe vermitteln und beratend zur Seite stehen.


Jewish Agency for Israel Seit 30 Jahren engagiert sich die Jewish Agency for Israel in Deutschland. Unser Hauptziel ist es, die Verbindung der jüdischen Gemeinden und deren Mitglieder mit Israel aufrechtzuerhalten und zu stärken. Der Kontakt der jüdischen Gemeinden in Deutschland mit Israel ist uns daher sehr wichtig. Unsere Arbeit geht dabei in drei Richtungen: Aliyah, Jüdisch-Zionistische Ausbildung und Partnerschaft mit Israel.

Leben frei zu leben, bedroht wird. Dennoch bewegt sich der Schwerpunkt der Aliyah heute von den Rettungseinsätzen zur Förderung und Erleichterung der Immigration für diejenigen, die beschließen, Israel zu ihrer Heimat zu machen. Aliyah nach eigenem Entschluss ist z. Z. einer der Hauptschwerpunkte der Tätigkeiten der Jewish Agency.

men fortfahren. Zögern Sie nicht, sich mit uns in Verbindung zu setzen, um mehr über die Jewish Agency und unsere Programme zu erfahren. Wir helfen Ihnen gern in Deutsch, Russisch, Hebräisch und Englisch.

Wir möchten Juden weltweit motivieren, Verbindungen zu ihrem Erbe und dem Land Israel anzuknüpfen, und sie dabei zu unterstützen, eine blühende jüdische Zukunft und ein stärkeres Israel mit aufzubauen.

Um unsere Aufgabe zu erfüllen, veranstalten wir vielseitige Aktivitäten. Aliyah-Programme für unterschiedliche Gesellschaftsschichten und Altersgruppen, damit jeder einen für sich passenden Aliyah-Ablauf finden kann. Eine große Vielzahl an Studien- oder Arbeitsprogrammen, die es jüdischen Menschen ermöglichen, Israel zu entdecken und zu erforschen. Seminare, Vorlesungen und Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Wir werden auch in Zukunft mit diesen Projekten und anderen Program-

(kostenfreie und direkte Durchwahl nach Israel zu allen Fragen, in Deutsch und Russisch)

Unsere Kontaktadressen: Global Center – 0-800-1819271

Die Jewish Agency beobachtet ständig die Situation der Juden in der Welt. Sie ist immer darauf vorbereitet, Sofortmaßnahmen zu ergreifen, wann immer die Sicherheit der Juden, oder bereits die Möglichkeit, ein jüdisches

Berlin – Auguste-Viktoria Str. 74-76, 14193 Berlin, Tel. 030-881 94 25, sergeit@jafi.org Frankfurt – Hebelstr. 6, 60318 Frankfurt, Tel. 069-943 33 40, alexp@jafi.org Hamburg - Messberg 1, 20095 Hamburg, Tel: 040-767 55 82 0, innas@jafi.org >> 79


Miryam Gümbel

Lebendige Geschichte Das Israel Museum in Jerusalem von Miryam Gümbel

Die Bezeichnung Museum scheint für das Israel Museum fast ein wenig zu bescheiden. Die Vielzahl der Projekte verteilt sich über ein großes Areal und führt in ganz unterschiedliche Epochen und Themen. Ebenso, wie sich das vergleichsweise kleine Land bei weitem nicht mit einem einzigen Aufenthalt erkunden lässt, ist auch ein erster Besuch in dieser kulturellen Institution nur ein Anfang. Erweiterungen und wechselnde Ausstellungen bieten zudem immer wieder Neues.

Viel Zeit kann man schon bei dem Modell der Stadt zu Zeiten des zweiten Tempels verbringen. Nicht nur die Größe dieser Rekonstruktion erlaubt ein intensives Erleben. Vom Freigelände aus fällt der Blick auch immer wieder auf die lebendige Stadt von heute. Das Gestern und Heute verbindet in

eimaliger Weise der „Schrein des Buches“. Hier werden die berühmten Qumran-Rollen aufbewahrt - das fast vollständige Buch Jesaja aus der Zeit um die Zeitenwende. Doch es sind nicht nur Schriftzeichen auf Pergament, die hier faszinieren. Der Besucher wird auf Grund archäologischer Forschungen auch in die Lebenswelt der Zeit eingeführt. Eine weitere Besonderheit ist mit dem „Schrein des Buches“ verbunden: die Architektur. Für die historische Kostbarkeit hat der der in Cernowitz gebürtige Archi-

tekt Friedrich Kiesler, der 1926 in die USA emigrierte, ein Konzept entworfen, das mit dem Inhalt der Gebäude in mehrfacher Weise korrespondiert. Mitgewirkt hat auch der Architekt Armand Bartos, Der weiße Deckel, der sich über einen Teil des Baus wölbt, erinnert an das Gefäß, in dem die


KUNST & KUTUR Fotos: Israelmuseum, Jerusalem

Schriftrollen am Toten Meer entdeckt wurden. Der schwarze Basaltstein als Gegenpol in der Anlage greift auf die in den Schriften immer wieder auftauchende Thematik von Licht und Dunkel zurück. Beim Spaziergang durchs Gelände lassen sich auch Skulpturen moderner Bildhauer von internationalem Rang entdecken. Und immer wieder fällt der Blick auf die Stadt und lässt in den Gedanken des Besuchers Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen. Nicht nur im Freigelände widmet das Museum der zeitgenössischen Kunst breiten Raum - auch in den Ausstellungsräumen ist diese wichter Sammlungsbestandteil.

Das Israel Museum in Jerusalem ist die größte kulturelle Einrichtung in Israel. Rund um Kunst- und Kulturgeschichte von den Vorgeschichte bis ins Heute erlebt der Besucher lässt sich hier die Entwicklung die Geschichte der Entwicklung des Judentums und des Landes Israel ein.

Neben Kunsthandwerk, Archäologie, Handschriften, Gemälden und einer umfassenden Judaica-Sammlung - wohl die größte der Welt und somit eine wahre Schatzkammer - bietet das Museum noch eine weitere Besonderheit: die Ausstellung der „verwaisten Gemälde“. Hier haben die Museumsleute eine Sammlung von während der Nazi-Herrschaft enteigneten Bildern zusammengetragen. Neben der hohen Qualität der Gemälde präsentiert sich hier unaufdringlich, aber dafür umso eindringlicher, eines der schrecklichsten Kapitel jüdischer Geschichte in Europa.

Das Israel Museum - im westlichen Teil Jerusalems nahe der Knesset – ist nicht nur das bedeutendste Museum des Landes, sondern gehört auch weltweit zu den renommierten Kunst- und Archäologiemuseen. Gegründet und erbaut wurde es 1965 unter dem Jerusalemer Bürgermeister Theidor Teddy Kollek (1911-2007).

Sponsoren sorgen mit ihrer Begeisterung für die Sache und entsprechender materieller Unterstützung dafür, dass das Israel Museum die Fülle der Ideen und Pläne in immer neuen Präsentionen auch weiterhin umsetzen kann.

www.imjnet.org.il info@imj.org.il 972-2-6708811

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Chabad Lubawitsch Die Philosophie Chabad-Lubawitsch ist eine Philosophie, eine Bewegung, und eine Organisation. Chabad-Lubawitsch wird als dynamischste Kraft im heutigen Judentum betrachtet. Das Wort Lubawitsch bedeutet im Russischen „Stadt der Bruderliebe“ Das Wort „Chabad“ ist ein hebräisches Akronym für die drei intellektuellen Fähigkeiten: Chochma-Weisheit, Bina-Verstehen und

Da'at-Wissen. Dieses System jüdisch-religiöser Philosophie auf der tiefsten Ebene der Tora G-ttes bringt uns bei, wie wir den Schöpfer verstehen und erkennen können. Außerdem lernen wir etwas über die Rolle, den Sinn und den Zweck der Schöpfung und über Bedeutung und besondere Aufgabe eines jeden Geschöpfes. Diese Philosophie lenkt jeden Menschen daraufhin, jede seiner Taten zu verfeinern und sie durch Weisheit, Verständnis und Wissen lenken zu lassen. Das Wort „Lubawitsch“ ist der Name einer Stadt in Weißrussland. Dort hatte die Bewegung über ein Jahrhundert ihren Sitz. Das Wort Lubawitsch bedeutet im Russischen „Stadt der Bruderliebe.“ Der Name Lubawitsch drückt die Verantwortung und Nächstenliebe aus, die durch die Chabad-Philosophie jedem Juden erwiesen wird.

Die Bewegung Nach der Gründung vor 250 Jahren verbreitete sich die ChabadLubawitsch-Bewegung als Teil der Chassiden über Russland und die Nachbarländer. Diese Bewegung gab Tora-Gelehrten Antworten, die sie sonst nirgendwo fanden, und einfachen Bauern Nächstenliebe,

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JüDISCHE RELIGION die sie zuvor nicht erfahren hatten. Nun hat die Chabad-Lubawitsch-Philosophie mit ihren Anhängern fast alle Orte auf der Welt und fast alle Facetten jüdischen Lebens erreicht.

Führungsstil Kein Mensch und kein Detail war ihnen für ihre Liebe und Zuwendung zu unbedeutend. Die Bewegung wird durch die Lehren ihrer sieben Rebbes geleitet. Der erste war Rabbiner Schneur Salman von Liadi gesegneten Andenkens (1745-1812). Diese Rebbes haben sehr detaillierte Aspekte des jüdischen Mystizismus in ihren vielen Büchern offenbart. Sie haben die alten, biblischen Qualitäten der tiefen Frömmigkeit und des guten Führungsstils verkörpert. Und sie haben sich nicht nur um Chabad-Lubawitsch, sondern um jüdisches Leben überhaupt, sowohl spiritueller als auch körperlicher Natur, gekümmert. Kein Mensch und kein Detail war ihnen für ihre Liebe und Zuwendung

zu unbedeutend. In unserer Generation hat der Lubawitscher Rebbe, Rabbiner Menachem Mendel Schneerson gesegneten Andenkens (1902-1994), der einfach als „Der Rebbe“ bekannt geworden ist, die überlebenden Juden des Holocaust’ unterstützt.

Die Organisation Die Grundlagen der heutigen Chabad-Lu-

(1880-1950), seinen Schwiegersohn und späteren Nachfolger, Rabbi Menachem Mendel, zum Vorsitzenden des neugegründeten Bildungs- und Sozialdienstes der Bewegung ernannte. Mit tiefempfundenem Mitgefühl gegenüber jedem Juden, mit ungeheurem Optimismus und großer Selbstaufopferung begann der Rebbe eine erstaunliche Vielfalt von Programmen, Dienstleistungen und Institutionen für jeden Juden. Heute gibt es circa 4.000 Gesandtenfamilien, von denen die 250jahre alten Prinzipien und die Chabad-Philosophie in mehr als 3.300 Institutionen mit Zehntausenden von Mitarbeitern zur Wohlfahrt des jüdischen Volkes angewendet werden.

bawitsch-Organisation wurden in den frühen 40iger Jahren gelegt, als der sechste Lubawitscher Rebbe, Rabbiner Josef Jizchak Schneersohn gesegneten Andenkens

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Essen und Religion von Ulrich W. Sahm, Jerusalem

Der Mensch unterscheidet sich vom Tier durch aufrechten Gang, Denkfähigkeit und Erfindungsreichtum. Vor allem aber behauptet er, als „Abbild Gottes“ geschaffen worden zu sein. Deshalb habe er eine höhere Moral als jedes andere Lebewesen, kann also zwischen Gut und Böse unterscheiden. Die Grundlage dazu lieferte die Schöpfungsgeschichte. Und dort begannen alle Probleme mit dem Speisezettel. Der Apfel war Tabu. Kaum hatte Eva hineingebissen, endete der paradiesische Zustand ungezwungener Nacktheit. Sex und Speisegesetze zählen zu den wichtigsten gesellschaftlichen Triebkräften. Sie prägen unser Selbstverständnis entscheidender als religiöser Glaube, politische Ideologien und Weltanschauungen. Touristen erleben beim Besuch in Israel mit Befremden, dass es zum Frühstück im Hotel sauren Hering aber keine Leberwurst gibt. Während des muslimischen Fastenmonats Ramadan sind tagsüber in Bethlehem, Hebron und Ramallah die meisten Restaurants geschlossen. Die jüdische Sitte des „koscheren“ Essens

wird hinter vorgehaltener Hand oft als „archaisch“ und „primitiv“ belächelt. Das Alkoholverbot bei den Moslems und ihre Abscheu gegen Schwein gelten als „altmodisch“. Wer sich als frommer Jude tatsächlich an alle 613 in den fünf Büchern Moses verzeichneten Ver- und Gebote hält, kann kein Feinschmecker sein. Aal und Schrimps sind ebenso verboten wie Schwein, Pferd und Kamel. Der Vers „Du sollst das Zicklein nicht in der Milch seiner Mutter kochen“ hat fatale und vor allem teure Folgen. Fromme Juden haben zwei Waschbecken in der Küche und separate Sets von Kochpötten, Besteck und Tellern: für „Milchiges“ und

„Fleischiges“. In jeder Küche mit Koscherurkunde in Restaurants, Hotels und in jeder Militäreinheit achtet ein gut bezahlter „Koscheraufpasser“ auf das Einhalten der Regeln. Fast alle Waren in israelischen Supermärkten tragen den Koscher-Stempel eines Rabbi, sogar Klopapier. Und weil die Bibel verbietet, Blut zu genießen, werden Huhn wie Rind geschächtet. Sie müssen ausbluten. Zusätzlich wird das saftige Filet Mignon über Nacht in eine hochprozentige Salzlauge gelegt, um dem Fleisch die letzten Säfte zu entziehen. Aber auch fromme Juden mögen keine Schuhsolen. Deshalb gibt es in Israel tiefgefrorenes Fleisch mit „mindestens 10 Prozent Wasser gespritzt“.

Ram Oren

Ein Kind, ein Versprechen und eine dramatische Rettung

Wilna 1939. Gertruda ist Kinderfrau für Michael Stolowitzky, Sohn einer jüdischen Familie aus Polen, die vor den deutschen Truppen nach Litauen flieht. Bald darauf stirbt Michaels Mutter und Gertruda verspricht ihr, das Kind sicher nach Israel zu bringen. Doch dann besetzt Deutschland auch Litauen und beide geraten in Lebensgefahr. Wird Gertruda ihr Versprechen einlösen können?

Bestseller

352 S., geb., 14 x 21 cm € 17,95 (D) / SFr *27,50 / € 18,50 (A) Best.-Nr. 111767 ISBN 978-3-7655-1767-9 3. Auflage

Michael Stolowitzky ist Überlebender des Holocaust und einer der beiden Hauptpersonen im Buch: „Für dich habe ich es gewagt“. Informationen zu Veranstaltungen mit Michael Stolowitzky finden Sie unter www.brunnen-verlag.de

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Für dich habe ich es gewagt


Bilder: www.usahm.de/Sahm/Sonntagsblatt/page_01.htm

KULINARISCHES

Für Wurst und Steak gibt es vegetarische Margarine „mit Buttergeschmack“. „Frühstücksspeck“ wird aus Putenfleisch hergestellt, mit künstlichem Aroma. Koschere Küche ist also nichts für den echten Gourmet. Aber halt! Wir Deutsche sind keineswegs Allesfresser und bei genauem Hinschauen stellt sich heraus, dass die großartige chinesische oder japanische Küche keine Milchprodukte kennt. In ganz Deutschland gibt es genau 72 Pferdefleischereien für 80 Millionen Einwohner und nur drei Pferdefleisch-Kochbücher, während man in Frankreich an jeder zweiten Straßenecke ein Pferdekopf-Schild am Fleischerladen sieht. Tatsächlich gibt es in Deutschland religiös motivierte „Speisegesetze“, genauso wie bei Juden und Moslems. Fast jeder hält sich daran, intuitiv, sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen. Denn im 8. Jahrhundert hat Papst Gregor III dem als Winfrid geborenen Heiligen Bonifatius beschieden, dass die ollen Germanen dem Christentum zugeführt werden sollten. Deshalb dürften sie kein Pferdefleisch mehr genießen. Früher hatten sie ihren Göttern Rösser geopfert (und dann selber aufgegessen). Und weil Bonifatius nur für Germanien zuständig war, gilt dieses Verbot weder für Frankreich, noch für die Schweiz oder Italien. Mit Sprüchen wie „igitt“ oder „Pferde sind so edel“ rechtfertigen junge Deutsche ihre Abscheu, obgleich sie Pferdefleisch nie probiert haben. Nur Rheinländer wollen nicht auf Sauerbraten vom Pferd verzichten. Dieses kaum bewusste deutsche Tabu ist deshalb so ulkig, weil das jüdische Verbot, Milch und Fleisch zu mischen, einen iden-

tischen Hintergrund hat. Vor 3000 Jahren opferten die Baal-Anbeter im Libanon das „Zicklein in der Milch seiner Mutter“. Den Israeliten wurde diese heidnische GötterSpeise verboten. Das im ganzen Orient verbreitete Gericht „Mansaf“ darf übrigens bis heute bei keinem Festessen fehlen. Zartes, im Ofen gebackenes Lamm wird über einem Berg von Reis (gewürzt mit Gelbwurz, Zimt und Kardamom) mit einer Soße aus aufgelöstem „Kischk“ übergossen. „Kischk“ ist ein faustgroßer, „wie ungewaschene Füße“ stinkender Klotz, der aus fermentierter und mit Salz getrockneter Ziegenmilch hergestellt wird. Der „Stein“ muss vor dem Kochen über Nacht eingeweicht, zerschlagen und gesiebt werden. Dieses „Kischk“ ist wohl der beste Beweis dafür, dass es sich um eine uralte, biblische Speise handelt. Denn niemand käme heute auf die Idee, Ziegenmilch zum Konservieren in einen Stein zu verwandeln. Rund um das Essen gibt es bei allen Völkern irgendwelche Tabus. Dazu gehört auch das Fasten – vierzig Tage lang von Aschermittwoch bis Ostern bei Christen, am Jom Kippur bei den Juden und während des Ramadan-Monats bei den Moslems. Glücklicherweise gehört zum Fasten auch immer ein leckeres Fastenbrechen. Bei den Katholiken wird bekanntlich am Freitag kein Fleisch gegessen. Und wie im koscheren Hotel in Israel gibt es dann auch in Deutschland im katholischen Hospiz keine Leberwurst zum Frühstück. Auf das eigentümliche Bedürfnis des Menschen, religiöse oder ideologische Gefühle

ausgerechnet in der Küche auszutoben und sich so für ein Lebewesen mit „höherer Moral“ zu halten, nehmen natürlich die Fluggesellschaften Rücksicht. Auf Wunsch kann man da anstreichen, was man im Himmel gerne ist und isst: Vege-

tarier (fleischlose Mahlzeit, Milchprodukte und Eier sind erlaubt), Veganer (keine Fleisch- oder Fischprodukte, kein Alkohol, keine Milchprodukte und Eier), laktosefrei, diabetisch, glutenfrei, Hinduistisch Rindfrei (für Inder, nur in First Class und Business buchbar), Natrium-, Cholesterin- oder Protein- arm, fischfrei, vollwertig, Koscher, Muslimisch (kein Schwein, kein Wild und kein Alkohol). Völlig absurd ist freilich das Sandwich beim Flug am Sabbat im israelischen Flugzeug. Der Aufkleber bezeugt: „Dieses Brötchen wurde nicht am Sabbat hergestellt“. Wer sündigt, kommt bekanntlich in die Hölle. Doch der Weg dorthin kann gepflastert sein mit den schönsten (kulinarischen) Genüssen. >> 85


Selbst der Papst is(s)t Top Kosher! Top Kosher & Gourmet bietet koshere Caterings auf höchstem Niveau für jeden Anlass. Davon konnte sich auch der Papst bei seinem Berlin-Besuch im September überzeugen.

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Rezept Gefillte Fish One of my memories of shabbat preparation in our Jewish home is the pot of gefillte fish cooking. Gefillte fish, decorated with thin slices of carrot, is part of the festive holiday table. Its sauce is perfect for soaking challah, the shabbat bread. 2 lbs. carp 3-4 medium onions 3 hard-boiled eggs 3 raw eggs 1/4 cup suger 3 tablespoons breadcrumbs 1 teaspoon salt 1/2 teaspoon freshly ground black pepper Stock: 6 cups water 1/4 cup suger 1 tablespoon salt 1 teaspoon with pepper 2 medium onions, sliced 3 carrots, sliced thinly 1. Remove the head of the fish, as discard. Grind the fish, along with its bones, in a fine meat grinder 2. Add the other ingredients and grind again. 3. Bring all the stock ingredients to a boil in a saucepan that is large enouph to hold fish as well. Simmer while you shape the balls. 4. Shape the ground fish into ovals, carefully slide into simmering stock, cover and cook for 2 and 1/2 hours.

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Foie Gras, Gänseleber-Terrine

Edition Edi i IIsraelogie l i

Herausgegeben von Helge Stadelmann und Berthold Schwarz

Zubereitungszeit: 25 Minuten - Koch-/Backzeit: 40 Minuten

American Holiness Churches in the Holy Land 1890–2010

Zutaten:

Mission to the Jews, Arabs and Armenians 2011. 234 pp., num. fig. and graphs ISBN 978-3-631-63506-3 · hb. €-D 29,80 / €-A 30,70 / SFR 40,–

3 · Jacob Thiessen

Gott hat Israel nicht verstoßen Biblisch-exegetische und theologische Perspektiven in der Verhältnisbestimmung von Israel, Judentum und Gemeinde Jesu 2010. 239 S. ISBN 978-3-631-59863-4 · geb. €-D 32,80 / €-A 33,80 / SFR 43,–

2 · Michael J. Vlach

The Church as a Replacement of Israel: An Analysis of Supersessionism 2009. 221 pp. ISBN 978-3-631-58603-7 · hb. €-D 32,80 / €-A 33,80 / SFR 43,–

€-D: inkl. MwSt. – gültig für Deutschland, €-A: inkl. MwSt. – gültig für Österreich

4 · Paul Schmidgall

1200 g Gänseleber, d.h. 2 Lebern (Foie Gras) 16 g Speisesalz 3 g weißen Pfeffer 1 Prise Muskatnuss 1 TL Zucker 20 ml Portwein Zubereitung: Foie Gras, Gänseleber-Terrine Die beiden Gänselebern 1 Stunde in lauwarmes Wasser legen. Die Lebern säubern und in eine Steingut-Schale legen. Mit dem Salz und Pfeffer, Muskatnuss und Zucker würzen und mit dem Portwein übergießen. 12 Stunden in den Kühlschrank stellen und von Zeit zu Zeit in der Marinade wenden. Die Lebern in eine Terrine (16x11x7cm) geben und vorsichtig andrücken. Im Wasserbad garen: 2cm Wasser, das 70°C haben soll. Stellen Sie dazu das Wasserbad mit der Terrine bei Thermostat 4 40 Min. in den Backofen. Abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren.

1 · Berthold Schwarz / Helge Stadelmann (Hrsg.)

Christen, Juden und die Zukunft Israels Beiträge zur Israellehre aus Geschichte und Theologie 2009. XII, 336 S. ISBN 978-3-631-58138-4 · geb. €-D 27,80 / €-A 28,60 / SFR 37,– Bookshop: www.peterlang.de PETER LANG · Internationaler Verlag der Wissenschaften Postfach 94 02 25 · D-60460 Frankfurt am Main

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m Wohnzimmer des Korrespondenten Ulrich Sahm finden Reisegruppen (bis zu 50 Personen) Platz für Vortrag und Abendessen mit Zitronen-Haschisch-Tee und Wein.

I

Typisches sephardisch-jüdische FastenbrechenEssen: Zaatar (Ysop) auf arabischen Sesambrötchen. Esaus rotes Linsengericht. Ein 24 Stunden lang im Ofen gebackenes jemenitisches Sabbatbrot. „Zicklein in der Milch seiner Mutter“. Ein guter Anlass, über Speiseregeln, Fasten, monotheistische kulinarische Eigenarten und über die kulturelle Vielfalt im Orient zu diskutieren. Selbstverständlich wird als Beilage mal eben im Handumdrehen der Nahostkonflikt gelöst. Ulrich Sahm kennt sich aus und erzählt über seine Erfahrungen. Anmeldungen: ulrich@sahm.com | www.sahm.com


LIFESTYLE

Die Globetrotter aus Israel Sydney, Berlin, New York von Matthias Hinrichsen

sie ist global unterwegs, die junge Generation Israelis.

Sie entdecken die Freuden und Vorzüge anderer Länder und Städte, sind aufgeschlossen und ihr Lifestyle ist richtungsweisend für immer mehr junge Menschen. Kein Wunder, dass Tel Aviv weltweit eine der angesagtesten Städte der Gegenwart ist, denn hier sind sie zu Hause. Sie sind auf natürliche Weise selbstbewusst. Und das drückt sich erkennbar in der Mode aus. Lifestyle in allen Facetten, gewagter, aber auch gekonnter Textilmix – es kommt immer wieder darauf an, was aus dem Vorhandenen kreiert wird. Sie sind Künstler, Lebenskünstler auf gehobenem Niveau. Israel ist schon lange kein Land der billigen Orangen, Städte wie Tel Aviv bieten Lebensqualität pur, besonders zur späteren Stunde bis in den frühen Morgen, wenn die Rushhour Tausende von Pendlern über die Highways in die Mittelmeermetropole spült. Joggen in der Morgensonne am kilometerlangen Strand, danach zum Frühstück in eines der hippen Cafés auf

dem Rothschild Boulevard oder der näheren Umgebung. Von engagierten, jungen Israelinnen geführte Geschäfte gehören zum Alltagsbild. Sie sind mit viel Liebe und vor allem mit emotionalem Zeitgeist ausgestattet und werden gleichermaßen Tag für Tag betrieben. Restaurants und Cafés avancieren zum zweiten Wohnzimmer, zum Treffpunkt von Lebenskünstlern genauso wie der Upper Class, zum sozialen Treffpunkt. Die junge Generation des Heiligen Landes lebt trotz westlicher Einflüsse, insbesondere aus den Vereinigten Staaten, authentisch. Sie haben ihren eigenen Stil entwickelt: entspannt, geschäftig, zukunftsorientiert. Es sind die modernen Erben eines jungen Staates mit Weltbedeutung.


MUSIK

TOTES MEER

MASADA von Matthias Hinrichsen

Oper

Der Ort ist seit fast 2.000 Jahren mit der jüdischen Bevölkerung aufs Intensivste miteinander verwoben: Masada. Die einstige Festung am Rande des Toten Meeres ist Inspirationsquelle und Symbol des jüdischen Behauptungswillens, begründet durch den Widerstand gegen die Römer im Jahr 72 n. Chr. (n.d.Z.). Im nächsten Jahr wird die dritte Austragung eines Opernwochenendes vom 7. bis 11. Juni 2012 an diesem geschichtsträchtigen Ort erneut Zehntausende Besuchern zur Freude gereichen. Angeboten wird die BizetOper “Carmen” unter der Leitung des Dirigenten Daniel Oren und dem israelischen Symphonieorchester Rishon LeZion. Besucher aus dem Ausland können Eintrittskarten zur Aufführung im Rahmen drei verschiedener Pakete erwerben, Einzelkarten werden leider nicht angeboten. Wie in 2010 könnten anlässlich dieser Veranstaltung Flüge nach Israel mit der staatlichen Fluggesellschaft EL AL zu Sonderpreisen angeboten werden, aktuell sind sie noch nicht verfügbar. Die Bizet-Oper “Carmen” in einer dreieinhalbstündigen Sonderproduktion – mit dem Berg Masada als natürlicher Kulisse, speziellen Beleuchtungs-, Sound- und Feuereffekten – wird von Daniel Oren dirigiert und von internationalen Opernsängern, dem israelischen Opernchor und dem israelischen Symphonieorchester Rishon LeZion aufgeführt. Termine sind Donnerstag 7.6.2012, Samstag 9.6.2012 und Sonntag 10.6.2012, gesungen auf Französisch mit englischen und hebräischen Untertiteln. Das Gala Opernkonzert, aufgeführt von den Opernstars Tenor Roberto Alagna und Mezzosopranistin Elina Garance, findet am Montag 11.6.2012 statt. Sie werden begleitet durch das Israelische Opernorchester unter der Leitung von Marcello Montadelli. Das Konzert beinhaltet Stücke aus Opern wie Aida, Carmen, Werther, Otello, La Cenerentola und Anna Bolena. Am Freitag 8. Juni findet ein gemeinsames Konzert des renommierten Pianisten Fazil Say und dem

Königlichen Philharmonischen Orchester Londo statt, gespielt werden Gershwins Rhapsody in Blue und Ravels Konzert in G. Für sämtliche Veranstaltungen steht eine begrenzte Anzahl an Eintrittskarten zur Verfügung. Die Israeli Opera feierte 2010 ihr 25jähriges Jubiläum mit diesem Ereignis am Toten Meer: Anfang Juni 2010 wurde unter der Leitung von Daniel Oren Verdis „Nabucco“ auf Massada inszeniert. Das Tel Aviver Ensemble läutete damit ein neues, jährlich stattfindendes Open Air-Opernfestival ein. Nach vier Jahren Planungsphase und vier Monaten Bauzeit war das Opernwochenende 2010 ein absoluter Erfolg geworden. „Über 4000 Touristen sind extra für dieses Event aus der ganzen Welt angereist“, erläuterte die Intendantin der Israeli Oper, Han-

nah Munitz. „So etwas hat es noch nie zuvor gegeben.“ Die Karten waren so schnell ausverkauft, dass eine Zusatzaufführung stattfand, um noch mehr Interessierten die Möglichkeit zu geben, in der besonderen und einzigartigen Kulisse Masadas einen unvergesslichen Abend zu erleben. Insgesamt kamen über 42.000 Besucher in den Genuss von „Nabucco“ und von “Aida”; in diesem Jahr über 45.000 Besucher. Die Wüste forderte übrigens nicht nur die Planer heraus, die auf beeindruckende Weise ein Zusammenspiel von Licht, Technik, Bühne und Umgebung schafften, sondern die Natur bestimmte auch den Spielplan mit. Um die kühleren Abendstunden genießen zu können, begannen die Aufführungen erst um 22.00 Uhr.

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Samstag

2. DEUTSCHER ISRAELKONGRESS

Vor tages-Programm: Samstag, 22.10.2011 09.00 – 17.00

Diverse Stadtführungen – Siehe Vortagesprogramm!

17.30 – 18.30

Empfang der Stadt Frankfurt (auf Einladung)

19.30 – 21.30

Vernetzungstreffen der veranstaltenden Organisationen des 2. Israelkongresses Diskussion über die Vernetzung deutscher Nichtregierungsorganisationen und Wege einer verbesserten Zusammenarbeit. Verabschiedung der im Vorfeld erarbeiteten Kongressresolution gefolgt von Wein & Brezeln Ort: Gemeinderatssaal der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Savignystraße Auf Einladung des Mideast Freedom Forum Berlin

Michael Spaney Mideast Freedom Forum Berlin

19.30 – 21.30

Jonathan Weckerle Mideast Freedom Forum Berlin

Sacha Stawski Honestly Concerned, ILI

Harald Eckert Christen an der Seite Israels

Parallelprogramm: „BLOGGER-TREFF“ Deutschland – Israel: Ein schwieriges Verhältnis Ort: „THE PURE BASEMENT“ · Poststr. 20 · 60329 Frankfurt am Main In Kooperation mit dem Mideast Freedom Forum Berlin

Alex Feuerherdt Tilmann Tarach Nirit Bialer Journalist Autor „Der ewige Habait Sündenbock“ (...presenting Israeli culture in Berlin)

Moderation: Sebastian Mohr Mideast Freedom Forum Berlin

Jugendprogramm

21.30 – 03.00

Jugendprogramm (für Jung und Alt): „Meshugge Party“ mit DJ Aviv Netter

Musik

Ort: „THE PURE BASEMENT“ Poststr. 20 · 60329 Frankfurt am Main Eintritt frei In Kooperation mit dem Mideast Freedom Forum Berlin


KONGRESSPROGRAMM Sonntag Vormittag

2. DEUTSCHER ISRAELKONGRESS

Sonntag, 23.10.2011 10.30 – 12.00

Anmeldung

12.00 – 12.15

Im Großen Saal: Grußworte für den Staat Israel:

Rabbiner Pröbstin Stadtdekan Menachem Klein Gabriele Scherle Dr. Johannes zu Eltz 12.15 – 13.00

Im Großen Saal: Grußworte: Begrüßung und Verlesung der von allen Organisationen zuvor verabschiedeten Kongressresolution Boris Rhein (CDU), durch den Innenminister des Veranstalter Landes Hessen

Uwe Becker Stadtkämmerer der Stadt Frankfurt

Dr. Theo Zwanziger Präsident DFB

Sacha Stawski, Honestly Concerned e. V., ILI - I Like Israel e. V.

Eröffnung des Kongresses durch die Moderatorin des Kongresses: Melody Sucharewicz 13.00 – 13.15

Im Großen Saal: Grußworte der Schirmherren – Teil 1:

SE Yoram Regine Sixt Ben-Zeev Sixt AG Botschafter des Staates Israel in Deutschland

Autoren signieren ihre Bücher Büchermarkt Namhafte Autoren werden ihre Bücher signieren Ort: Ebene C2, Raum „Conclusio II“

14.30 -15.00 h Dr. Johannes Gerster signiert „Nicht angepasst – Mein Leben zwischen Mainz, Bonn und Jerusalem“ 15.30 -16.00 h Ulrich Sahm signiert „Alltag im Gelobten Land“

16.00 - 16.30 h Dr. Ralph Giordano signiert zahlreiche seiner Werke 17.00 h - 17.30 h Mosab Hassan Yousef signiert „Sohn der Hamas“

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Sonntag Nachmittag Sonntag, 23.10.2011 13.15 – 14.15

2. DEUTSCHER ISRAEL KONGRESS

Programm

Im Großen Saal: Internationale Ehrengäste zum Thema Frieden durch Sicherheit – Sicherheit durch Frieden [auf Englisch mit Simultanübersetzung] Ehrengast Danny Ayalon – Stellvertretender Israelischer Außenminister Weitere Ehrengäste aus Israel: Ron Huldai Oberbürgermeister von Tel Aviv Laura Kam Executive Director for Global Affairs,The Israel Project

Danny Ayalon Stellvertretender Israelischer Außenminister

Ron Huldai Oberbürgermeister von Tel Aviv

Moderation: Laura Kam Executive Director Melody for Global Affairs, Sucharewicz The Israel Project

Musik

14.15 – 14.20

Musikalisches Interlude

14.20 – 14.30

Im Großen Saal: Ansprachen der Schirmherren – Teil 2:

Dr. Dieter Graumann Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland

14.30 – 15.00

Im Großen Saal: Keynote Ansprache:

Mosab Hassan Yousef Autor: “Sohn der Hamas”

Be Be‘ ‘birkat birkat


KONGRESSPROGRAMM Sonntag Nachmittag Sonntag, 23.10.2011 15.00 – 15.05

2. DEUTSCHER ISRAEL KONGRESS

Programm

Musik

Musikalisches Interlude

Verleihung des „ILI“ und der ILI- Ehrenmitgliedschaft Ralph Giordano Ansprache des Preisträgers

15.05 – 15.25

Übergabe des Preises: Melody Sucharewicz und Sacha Stawski 15.25 – 16.25

Im Großen Saal: Podiumsdiskussion „Frieden durch Sicherheit – Sicherheit durch Frieden“. Personen des öffentlichen Lebens und Experten diskutieren über Deutschlands Verantwortung für die Zukunft Israels

Oberst Erez Katz wird auf Englisch sprechen!

Bettina Kudla (CDU), MdB, Mitglied im Finanzausschuss und im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union

16.25 – 16.30

Prof. Gert Weißkirchen (SPD), 19762009 MdB, 1999-2009 Außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, 2004-2008 Persönlicher Beauftragter des OSZE-Vorsitzenden zur Bekämpfung des Antisemitismus

Dr. h.c. Johannes Gerster (CDU), MdB a.D., Vorsitzender der DeutschIsraelischen Gesellschaft von 2006-2010, Leiter der Konrad Adenauer Stiftung in Israel von 1997-2006)

Lothar Klein (CDU), Stadtrat in Dresden, MdEP a.D., 1. Vorsitzender Sächsische Israelfreunde e. V.

Oberst Erez Katz Militärattaché der Israelischen Botschaft

Moderation: Jochen Feilcke (DIG Berlin/ Potsdam)

Musik

Musikalisches Interlude

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Para

Parallelprogramm

llelpro gramm 2. DEUTSCHEREntISRAELKONGRESS scheid e

16.30 – 17.50 PARALLELPROGRAMM: Breakout Sessions / Workshops im großen Saal / Harmonie Hall und 6 weiteren Konferenzräumen Breakout Session / Workshop 1: Unter der Leitung von Mideast Freedom Forum Berlin Iran, die Umwälzungen im Nahen Osten, Israels Sicherheit und die europäische Politik Ort: Ebene C1, Raum „Martim 3“ Dieser Workshop wird auf Englisch sein!

Yossi Melman Journalist, Haaretz, Israel

WORKSHOP 1

Herb Keinon Diplomatic Correspondent, Jerusalem Post, Israel

für ein n Sie sich re en der c Works htzeitig hops!

Emanuele Moderation: Ottolenghi Michael Spaney PolitikwissenMideast Freedom schaftler und Forum Berlin Publizist, Senior Fellow der Foundation for Defense of Democracies

Breakout Session / Workshop 2: Unter der Leitung des Christlichen Forums für Israel Christlicher Zionismus und die christliche Unterstützung von Israel Ort: Ebene C1, Raum „Martim 1“

WORKSHOP 2

Hinrich Kaasmann Stephan Lehnert Wilfried Gotter Ebenezer Internationale Sächsische Hilfsfonds Christliche Bot- Israelfreunde Deutschland e. V. schaft Jerusalem

Breakout Session / Workshop 3: „Jugendworkshop“ (und für die Junggebliebenen): Inspiration und Motivationsworkshop mit Edgar Itt Ort: Ebene C2, Raum „Spektrum 1“

WORKSHOP 3

Der erfahrene Motivationscoach, Speaker und Inspirationstrainer Edgar Itt überträgt in seinem lebendigen Vortrag die erprobten Mechanismen des Spitzensports auf seine Zuhörer. Werte aus dem Sport wie Zielsetzung, Motivation, Verantwortung und Disziplin werden zu Werkzeugen für Edgar Itt persönlichen Erfolg. Denn jeder hat täglich seine eigenen Herausforderungen und kann diese mit der richtigen Einstellung auch erreichen... Edgar ist einer der faszinierendsten und glaubwürdigsten Inspirationstrainer unserer Zeit. Gewählt unter die „Top 100 EXCELLENT SPEAKERS“. Breakout Session / Workshop 4: Unter der Leitung von The Israel Project Die Rolle von Erziehung in der Stärkung von Frieden, Sicherheit und Toleranz im Nahen Osten (mit besonderem Schwerpunkt auf palästinensische Medienberichterstattung und mit Blick auf israelische und palästinensische Schulbücher). Ort: Ebene C1, Raum „Martim 2“ Dieser Workshop wird auf Englisch sein!

WORKSHOP 4 Itamar Marcus Gründer und Direktor von Palestinian Media Watch (PMW), Israel

angefragt: Shelley Elkayam Gideon Böss CEO und Director Journalist, of Research, DIE WELT Institute for Monitoring Peace and Cultural Tolerance in School Education (IMPACT SE)

Moderation: Christoph Heil Director European Affairs, The Israel Project


KONGRESSPROGRAMM Kongressprogramm Parallelprogramm Sonntag, 23.10.2011

2. DEUTSCHER ISRAELKONGRESS

PARALLELPROGRAMM: Breakout Sessions / Workshops

Breakout Session / Workshop 5: Versuche, Israel zu delegitimieren und wie man dem begegnen kann Ort: Ebene C2, im großen Saal / Harmonie Hall

Ben Dror Yemini wird auf Englisch sprechen!

WORKSHOP 5 Stephan J. Kramer Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland

PD Dr. Samuel Ben Dror Yemini Salzborn Journalist, Politik- und Sozial- Maariv, Israel wissenschaftler, Universität Giessen

Yinam Cohen Pressesprecher der israelischen Botschaft

Moderation: Kay Schweigmann-Greve, Vorsitzender der DIG Hannover

Breakout Session / Workshop 6: Unter der Leitung von Honestly Concerned e. V. Die Rolle der Medien, i. B. auch der Neuen Medien (Social Networks) in Bezug auf den Nahostkonflikt; Möglichkeiten, aktiv zu werden Ort: Ebene C2, Raum „Spektrum 2“

WORKSHOP 6 Benjamin Weinthal Journalist Jerusalem Post, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Foundation for Defense of Democracies

Ulrich W. Sahm Deutscher Auslandskorrespondent, Israel

Tibor Shalev Schlosser General Konsul, Israelisches Generalkonsulat München

Sacha Stawski Vorsitzender von Honestly Concerned e. V., ILI – I Like Israel e. V.

Breakout Session / Workshop 7: Unter der Leitung von Christen an der Seite Israel / European Coalition for Israel Israel Lobbyarbeit in Deutschland und Europa Mit Anmerkungen von: Ort: Ebene C2, Raum „Köln & Berlin“

WORKSHOP 7

Harald Eckert 1. Vorsitzender Christen an der Seite Israels e. V. / Vorstandsmitglied Europäische Koalition für Israel (European Coalition for Israel) und Initiative 27. Januar e. V.

Lothar Klein Tomas Sandell CDU-Politiker; Finnland – Stadtrat in Gründer und Dresden, leitender MdEP a.D., Direktor der 1. Vorsitzender European Sächsische Coalition Israelfreunde e. V. for Israel (ECI)

Jörg Gehrke Koordinator der Hauptstadtarbeit der Initiative 27. Januar e. V.

Jörg Haller Political Department Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ)

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Sonntag Abend 23.10.2011

2. DEUTSCHER ISRAELKONGRESS

PROGRAMM

Musik

16.25 – 16.30

Musikalisches Interlude

18.00 – 18.40

Präsentationen der Workshop Ergebnisse (7 Kurzpräsentationen á 5 Min.) Moderation: Harald Eckert

18.40 – 19.15

Regionaltreffen (in den Breakout/Workshop Räumen)

19.15 - 19.25

Übergabe der Hauptgewinne aus den Losverkäufen und Ziehung der „Israelreise-Sonderverlosung“ durch Glücksfee Indira Weis, Fußball-WM Botschafterin

19.25 – 20.00

Israelisches Singen und Tanzen

20.00 - 20.55

Konzert mit Israelischem Stargast: Dudu Fisher

20.55 - 21.00

Hatikvah und Abschluss des Kongresses durch den Veranstalter

Musik Konzert

Programm für Jugendliche 23.10.2011

PARALLELPROGRAMM FÜR JUGENDLICHE

Jugendprogramm Der Raum „Fantasie 2“, auf Ebene C3 des CongressCentrums, steht Jugendlichen den ganzen Tag als Treffpunkt zu Verfügung. In diesem Raum werden sich auch die Gruppen der Zionistischen Jugend Deutschland (ZJD), des Jugendzentrums usw. treffen. Darüber hinaus wird folgendes Programm angeboten, das parallel zum Hauptprogramm stattfindet:

13.00 – 14.15

„Peola“ der ZJD Frankfurt

15.25 – 16.25

Diskussion über die Unterstützung Israels durch die nächste Generation; wie man mehr Interesse und Unterstützung für Israel unter Jugendlichen generieren kann

Stefan Hensel Hamburg für Israel 16.30 – 17.50

Breakout Session / Workshop 3: Jugendworkshop (und für die Junggebliebenen) Motivations-Workshop von Edgar Itt Ort: Ebene C2, Raum „Spektrum 1“

WORKSHOP 3

Sebastian Mohr Mideast Freedom Forum Berlin


KONGRESSPROGRAMM Sonntag

2. DEUTSCHER ISRAELKONGRESS

23.10.2011 Programm 18.00

Business Circle „Israel und Weltwirtschaft - Chancen und Risiken“ Eine Veranstaltung von Bank Leumi und dem Jüdischen Nationalfonds KKL Ort: Raum„Spektrum 2“ auf Ebene C2“ Wichtig: begrenzte Teilnehmerzahl In englischer Sprache

Kinderprogramm Spiel und Spaß – aber auch eine Ruhezone halten wir bereit für unsere jüngsten Israelfreunde: Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahren. Dafür haben wir eigens Kinderräume in den Räumen „Hamburg“ und „München“ auf Ebene C1 im Maritim Hotel (Übergang von Ebene C 2 aus) eingerichtet, in denen der Nachwuchs professionell betreut und beschäftigt wird:

Grußwort: Tibor Shalev Schlosser Generalkonsul des Staates Israel

Vortrag: Inon Elroy Botschaftsrat Handel und Wirtschaft, Direktor Israel Trade Center

Da schminkt eine Künstlerin die Kleinen, die sich dann auch gleich fotografieren lassen können, ein Luftballonskünstler zaubert eine verblüffende Vielfalt von Formen und Figuren, die Phantasie der Kinder ist gefragt beim Mitmachzirkus, Bilderrahmen werden ebenso gebastelt wie die XXL-Stadt, die man auch richtig bewohnen kann. Das Tollste aber ist das Glitzertattoo – eine israelische Erfindung, die nur bei Little Star Events, unserem Partner für das Kinderprogramm zu haben ist. Unser herzförmiges Kongresslogo wird es auch als Tattoo geben...

Israelmarkt

Bloggerraum

In den Foyers auf Ebenen C1 und C2, sowie in den Räumen „Illusion 1, 2 und 3, sowie Fantasie 2 auf Ebene C 3 findet der „Israelmarkt“ statt. Über 50 der über 200 teilnehmenden Organisationen und Aussteller präsentieren ihre Materialien.

Tombola

Auch freuen wir uns darauf, einen „Bloggerraum“ anzubieten, der ebenfalls auf Ebene C1 des Congress Centrums, unmittelbar benachbart zu den Presseräumen sein wird.

Die Tombola-Teilnahme lohnt sich! Hauptgwinn: Ein Reise-Komplettpaket mit Flug nach Israel (gestiftet von Diesenhaus-Ram), komplett mit einer Woche Mietwagen (gestiftet von SIXT), einem Abendessen mit dem bekannten Nahostkorrespondenten Ulrich Sahm (von Honestly-Concerned e. V.), drei Übernachtungen/Frühstück im Hotel Prima Tel Aviv (von MeinIsrael.de und Livne-Reisen), sowie attraktive Hotel-Übernachtungen (von Marriott Hotel München, NH Hoteles sowie Maritim Frankfurt), ein hochwertiges Gemälde (von Galerie „Taste Modern“) sowie viele wertvolle Sachund Buchpreise (u.a. von den Sächsischen Israelfreunden, El Al, Messe Frankfurt, Ariella Verlag, Ron Riess, dem Aviva-Verlag, Old Abraham, der Zeitschrift Jüdisches Europa, dem KKL und Korenke PR u.v.a.m).

Essen & Trinken Der Catering Service des Koscheren Restaurants der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, SOHAR, wird den ganzen Tag über typisch israelische Speisen und Getränke im Foyer von Ebene C3 des CongressCentrums anbieten!

Büchermarkt Büchermarkt in Raum „Conclusio 2“ auf Ebene C2

5 €-Verlosung Gewinnen Sie eine Woche Israel inklusive Flug und Halbpension für 2 Personen – gestiftet von „TOUR MIT SCHANZ“! Sie schreiben mit Bleistift Ihren Namen auf einen 5-EUR-Schein und nehmen damit an der Sonderpreisverlosung teil! Mit dem 5-EUR-Schein unterstützen Sie die Israelkongress-Arbeit.

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Ebene C1: Workshops, Kinderprogramm Presse, VIP-Lounge, Bloggerraum Nr. Veranstaltung 01 Martim 3: Workshop 1 Iran, die Umwälzungen im Nahen Osten, Israels Sicherheit und die europäische Politik Unter der Leitung von: Mideast Freedom Forum Berlin

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02 Martim 2: Workshop 4 Die Rolle von Erziehung in der Stärkung von Frieden, Sicherheit und Toleranz im Nahen Osten Unter der Leitung von: The Israel Project (TIP) 03 Martim 1: Workshop 2 Christlicher Zionismus und die Christliche Unterstützung von Israel Unter der Leitung von: Christliches Forum

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Aus Sicherheitsgründen ist der Übergang zwischen CongressCentrum und Maritim nur über das mittig gelegene Treppenhaus von Ebene C2 des CongressCentrums aus, und für Behinderte über den Glasaufzug (hinter dem Getränkestand Ebenen C2 und C3), möglich!

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04 Köln & Berlin: Workshop 7 Israel Lobbyarbeit in Deutschland und Europa Unter der Leitung von: Christen an der Seite Israels/ European Coalition for Israel

05 München: Kinderprogramm 2 07

06 Kinder Check-In 07 Hamburg: Kinderprogramm 1

14 08

08 Bloggerraum

13

09 10

09 Honestly Concerned e.V. 10 Presseraum 11 VIP-Raum

11

12 VIP Lounge 13 VIP-Raum

12

14 The Israel Project (TIP) Rolltreppe geschlossen!


RAUMPLÄNE Ebene C2: Hauptprogramm, Workshops, Infostände Nr. Veranstaltung/Organisation 01 Großer Saal / Breakout Session: Workshop 5 Versuche Israel zu delegitimieren und wie man dem begegnen kann

15

02 Kibler Teppich

14 13

03 TUS Makkabi Frankfurt 1965 e.V. 04 Sächsische Israelfreunde e.V. 05 SIXT

12

06 Kopfhörerausgabe 02

07 DIG Saar, Frankfurt am Main, Freiburg, Stuttgart

11 03

Harmony Hall/ Großer Saal: Hauptveranstaltung,

08 Gemeinschaftsstand von ILI – I Like Israel e.V., Honestly Concerned e.V., Pro-Israel-Initiative „neveragain“

10

09 Botschaft des Staates Israel 04

Breakout Session:

09

01 08 05 Treppenhaus: Übergang zur Ebene C1 im Maritim 07 06

10 ZJD –Zionistische Jugend Deutschland 11 Spektrum 1: Workshop 3: Jugendworkshop mit Motivations-Workshop von Edgar Itt 12 Spektrum 2: 16.05-17.30 h Workshop 6: Die Rolle der Medien, i. B. auch der Neuen Medien (Social Networks) in Bezug auf den Nahostkonflikt; Möglichkeiten aktiv zu werden Unter der Leitung von: Honestly Concerned e.V. ab 18.00 h Business Club mit Bank Leumi und KKL 13 Conclusio 1: Doronia Markt 14 Conclusio 2: Büchermarkt SCM Hänssler – mit Signierstunden 15 Conclusio 2: DIG Judaica Bücherflohmarkt

>> 101


Ebene C3: Infostände, Restauration

A

Nr. Organisation C

B

01 Superstar Holidays Ltd. 02 Scuba Reisen 03 Diesenhaus-Ram 04 Sohar‘s Kosher Catering

07

05 Tour mit Schanz Reisebüro GmbH 06 Tel Aviv Foundation 07 Fantasie 1: Sohar‘s Dining Room „All day“

01

02

06

05

A

Säle Illusion 1, 2, 3: Markt (Ausstellerraum), Darstellung auf rechter Seite

B

Saal Fantasie 2: Markt (Ausstellerraum), Darstellung auf rechter Seite

C

Bilder-Galerie entlang der Bildleiste

03

04 Legende 01

Standnummer Standbereich/Foyer Tisch 1,80 x 0,60 m Standbegrenzung Infostand für Aussteller


06 05 04

09

07

10 11 12

23

03 13

22

08

14

21 20

24 25

19

27

29

15 Keren Nechama

16

16 Keren Hayesod

18

26 30

Nr. Organisation

02

15

17 Herzen für Israel

01

17

18 Jüdisches Europa

28

19 Magen David Adom

31

20 Ruf zur Versöhnung e.V. 21 Missionswerk Mitternachtsruf Beth-Shalom A

22 Victor Sanovec’s Kochbuch

Aussteller in den Sälen Illusion 1,2,3

23 Zionistische Organisation Frankfurt / Prozionistische Linke

Nr. Organisation

Nr. Organisation

01 Mideast Freedom Forum Berlin (MFFB) e.V. Scholars for Peace in the Middle East (SPME) Deutschland

07 Israelladen En-Gedi

02 Jüdischer Nationalfonds KKL

10 Mein Israel

03 Jerusalem Foundation

11 Christlicher Medienverbund KEP e.V.

28 Ebenezer Hilfsfonds Deutschland e.V./ Jewish Agency

04 Inner Cube – Christliche Medien

12 Ariela Verlag/Aviva Verlag

29 American Jewish Committee 30 Hadassah International

05 Institut für Israelogie

13 Koordinierungsrat gegen Antisemitsmus

06 Jerusalem Zentrum

14 B‘nei B‘rith

B

24 Die Falken 25 Kinder- und Jugendaliyah

08 Evangelische Marienschwesternschaft

26 ICEJ 27 The Israel Project (TIP)

09 WIZO

31 Chabad Lubavitch Frankfurt am Main

Aussteller im Saal Fantasie 2

Nr. Organisation 01 Christliche Freunde Israels e.V. 02 Christen an der Seite Israels

11

10

09

08

07

03 Initiative 27. Januar e.V.

06

04 Feigenbaum e.V. 05 Meir Panim

05

06 Meir Panim 07 Old Abraham

01

02

03

04

08 Corapart 09 Zedakah 10 Airvalve Flow Control GmbH 11 Bücher und Kunstkarten Reinhold Reischel

>> 103


Beteiligte Organisationen, Unterstützer und Inserenten von A-Z

Lutz Huschmann Vohensteinweg 54 D-74523 Schwäbisch Hall Tel: (0791) 94 663 48 E-Mail: info@abba-stiftung.org Internet: www.abba-stiftung.org

ABISJA – Freundschaft mit dem jüdischen Volk e. V. Am Alten Bahnhof 15 38122 Braunschweig Rainer Kretschmer Tel: (0049)531 – 214 540 6 E-mail:rainer.kretschmer@cmw-ev.de

Arbeitskreis jüdischer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten Tobias Dünow Willy-Brandt-Haus Wilhelmstraße 141 · 10963 Berlin Tel: 030 - 25991 - 300 Fax: 030 - 25991 - 507 E-Mail:parteivorstand@spd.de

archEtrans e. V. H.R. Hiegel, Alte Friedrichstr. 4, 76149 Karlsruhe, Germany Tel: +49 721 356 300

Heike und Ricklef Münnich Petristraße 1 · 99092 Erfurt Tel: 03 61-785 22 93 E-Mail: post@ahavta.com

ACJ Berlin Office Lawrence & Lee Ramer Institute for German-Jewish Relations Hans Adler Library Leipziger Platz 15, Mosse Palais 10117 Berlin Tel: +49 (0)30 22 65 94-0 Email: berlin@ajc.org

AKIM Deutschland e. V. Dietigheimer Straße 21 61350 Bad Homburg Donath@akim-deutschland.de Tel: +49 6172 24 305 Mobile: +49 6172 29 759

AmEchad n. r. V. München Yehoshua Chmiel E-Mail: info@amechad.de www.amechad.de

Anti-Defamation Center – Bildungswerk für Demokratie & Kultur e. V. Postfach 65 09 25 · 13309 Berlin Tel: 030-45 02 39 77 Mobil: 0152-296 60 583 E-Mail: verein@adc-bildungswerk.de www.adc-bildungswerk.de

ARO1 – Israel, der Nahe Osten & der Rest der Welt www.aro1.com Ulrich J. Becker aro1.com@gmail.com

Audiatur-Stiftung Storchengasse 4 CH-8001 Zürich Tel: 044 211 35 35 E-Mail:info@audiatur-stiftung.ch www.audiatur-stiftung.ch

Sharon Adler Gneisenaustr. 46 · 10961 Berlin Tel: 030-691 85 03 E-Mail: info@aviva-berlin.de www.aviva-berlin.de

www.derberliton.de Herausgeber: Avraham Efroni-Levi, Main office: 177 Haroe Str. 52362 Ramat Gan,Israel Secondary: Berlin Deutschland E-Mail: info@derberliton.de

Liberale jüdische Gemeinde München Beth Shalom e. V. Postfach 750 566 81335 München Tel: 089-7670-2711 Fax: 76702758 E-Mail: info@beth-shalom.de www.beth-shalom.de

Kaltenbrunnenstrasse 7 79807 Lottstetten Tel 07745 8001 www.beth-shalom.ch info@beth-shalom.ch

Klosterstr. 16 95028 Hof Tel: 09281-140267 E-Mail: info@isralladen.de www.israelladen.de

Frankfurter Bibelgesellschaft e. V. Bibelhaus Erlebnis Museum Metzlerstraße 19 60594 Frankfurt a.M.

CHAVERIM e. V. Anerkannter Kulturträger der Stadt Norderstedt Vors. Heike Linde-Lembke Ulzburger Straße 14 22850 Norderstedt Tel.: +49 (0) 40 5 24 03 62 Mobil: +49 (0) 171 6 98 09 46 E-Mail: heikelinde@wtnet.de

Evangelische Kirchengemeinde Bolheim Lindenbergplatz 8 89542 Herbrechtingen-Bolheim Tel: 07324 / 3471 gemeindebuero@kirche-bolheim.de www.kirche-bolheim.de

Seitenstettengasse 4, 1010 Wien Tel: +43/1/531 04-0 Fax: +43/1/531 04-108 Mag. Raimund Fastenbauer E-Mail: r.fastenbauer@ikg-wien.at

Bund Jüdischer Soldaten e. V. Dr. G. Römer-Hillebrecht Postfach 08 05 62 10005 Berlin Mobil: 0151-22819289 Botschaft des Staates Israel in Deutschland Auguste-Viktoria-Strasse 74-76 14193 Berlin Tel: 030-890 45 423 Fax: 030-890 45 409 E-Mail: pub-assis@berlin.mfa.gov.il www.israel.de

Liebigstraße 24 60323 Frankfurt Main Tel: 069-7241379 Fax: 069-70768939 E-Mail: b.b.logeffm@t-online.de

Oranienburgerstr. 28-31 10117 Berlin Tel: +49 (0)163 8288422 E-Mail: info@bjsd.de

Bremer Freunde Israels e. V. Prof. Dr. Gerd-Volker Röschenthaler Meldenweg 19, 28357 Bremen Mobil: 0179-2117837 skype name: roeschenthaler Email: gvroeschenthaler@web.de


OrganisatiOnen vOn a-z

BUDGE-STIFTUNG Wilhelmshöher Str. 279 D-60389 Frankfurt am Main Tel: 0049-69-47 87 10 Fax: 0049-69-47 71 64 E-Mail: info@budge-stiftung.de

Chabad Lubavitch Frankfurt am Main Voelckerstr. 18 60322 Frankfurt Tel. 069-959-2950

Child Survivors Deutschland e. V. Überlebende Kinder der Shoah c/o Horst Selbiger Hinzbach 5 36214 Nentershausen Tel: 06627-919309 Fax: 06627-915489 E-Mail: child-survivors@gmx.info www.child-survivors-deutschland.de

P.O. Box 1100 3860 BC Nijkerk - Niederlande und P.O. Box 4419 91041 Jerusalem - ISRAEL Rev. Willem J. J. Glashouwer www.c4israel.org

Christliche Polizeivereinigung e. V. Goethestraße 29 72474 Winterlingen Tel: 07434/91100 Fax: 07434/91101 E-Mail: info@cpv-online.org

Christliche Freunde Israels e. V. Schwarzauerstr. 56 D-83308 Trostberg Tel: (08621) 977286 Fax: (08621) 977389 E-Mail: info@cfri.de

Denkendorfer Kreis für christlich-jüdische Begegnung e. V. Helmut Schert Schillerstraße 30 71394 Kernen i.R. denkendorfer-kreis@t-online.de www.denkendorfer-kreis.de

Axel H. A. Holst Ellerstr. 35 52078 Aachen Te./Fax: 0241/526809 Mobil: 0171/9984435 E-Mai: Axel-Holst@t-online.de

Deutsch-Israelische Gesellschaft AG Berlin und Potsdam Auguststraße 80 10117 Berlin Tel. 030-28395 215 Fax 030-28395 116 E-Mail: schalom@digberlin.de www.digberlin.de

Chut shel Chessed Reuven Gideon E-Mail: breslev.deutsch@gmail.com

Christen an der Seite Israels e. V. Ehlener Strasse 1 34289 Zierenberg Fon +49(0)5606-3759 Fax +49(0)5606-1000 eMail: info@israelaktuell.de

FGBMFI Full Gospel Business Men‘s Fellowship International Scharfstr.1 · 94469 Deggendorf Tel: 0991 / 63 12 Fax: 0991 / 63 12 E-Mail: cib(at)fgbmfi.de

Verlag Aschkenas Berlin Skythische Verlagsgruppe Dr. Boris Altschüler 10629 Berlin E-Mail: info@verlag-aschkenas.de

Die Brücke e. V. Waltraud und Günter Keil Lepsiusstr. 83, 12163 Berlin, Postfach 410720, 12117 Berlin Tel.: 030 - 7914410 Fax: 030 – 7931652 e-Mail: diebrueckeberlinjerusalem@t-online.de

Eibauer Str. 26 01324 Dresden http://www.dig-dresden.de eMail: Dresden@digev.de Facebook: „DIG Dresden“

c/o Claudia Korenke Kettenhofweg 92 D-60325 Frankfurt am Main Tel: +49 (0) 69 / 97 58 56 - 0 Mobil: +49 (0) 171 / 57 66 321 E-Mail: info@korenke.com www.korenke.com

Deutsch-Israelische Gesellschaft Freiburg Langen Wangen 2 79112 Freiburg

Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. Arbeitsgemeinschaft Hamburg Krayenkamp 8, 20459 Hamburg Tel: (040) 37 67 81 38 E-Mail dig-hamburg@gmx.de

Deutsch-Israelische Gesellschaft Arbeitsgruppe Hannover Postfach 1267 30954 Hemmingen E-Mail: info@dig-hannover.de

Deutsch-Israelische Gesellschaft Arbeitsgruppe Mainz Alfred Wittstock Rilkeallee 45 · 55127 Mainz Telefon: 06131/68 02 83 Telefon Büro: 06131/39-247 88

DIG

Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. Arbeitsgemeinschaft Nürnberg-Mittelfranken

Deutsch-Israelische Gesellschaft Arbeitsgemeinschaft NürnbergMittelfranken Heribert Schmitz Lessingstr. 5 90522 Oberasbach Tel: 0911-9698385 Email: kontakt@dig-nbg-mfr.org

Am Tennisplartz · 26605 Aurich-Extum E-Mail: Ostfriesland@digev.de

Iris Neu Dr. Schoenemannstr. 27 66123 Saarbrücken Tel: 06 81/3 90 41 80

Deutsch-Israelische Gesellschaft Stuttgard/Mittlerer Neckar Bärbel Illi Keplerstr. 34 · 73760 Ostfildern Tel: 0711-4411138 Mobil: 0151 14943690 baerbel.illi@t-online.de

>> 105


Deutsch-Israelische Gesellschaft Wiesbaden Christian Hill · Postfach 1433 65004 Wiesbaden E-Mail: Wiesbaden@digev.de

Deutsch-Israelische Gesellschaft Trier www.dig-trier.de facebook.com/DIG.Trier E-Mail: deemef@googlemail.com

European Jewish Congress Paris Office: 78, Avenue des Champs-Elysées 75008 PARIS Tel: 33.1 43 59 94 63 Brussels Office: European Jewish Congress 73, Rue de Namur 1000 BRUSSELS Tel : 32.25 40 81 59 www.eurojewcong.org

Kapellenweg 15 · 86949 Windach Tel: 0171-7518175 E-Mail: kontakt@israelfreunde.eu www.israelfreunde.eu

www.facebook.com/Freunde.Israels

www.xing.com/net israelnetworking Helge Eikelmann Richard-Wagner-Str. 17 80333 München Tel: 089 - 1211 0402 E-Mail: eikelmann@d-i-w.de www.d-i-w.de

Deutsch-Israelischer Verein für Rehabilitation und soziale Eingliederung Gießen e. V. Grüninger Weg 26 35415 Pohlheim Tel: +49 (0) 6404 804-40, info@deutsch-israelischer-verein.de www.deutsch-israelischer-verein.de

Heidelberger Landstr. 107 64297 Darmstadt Tel: 06151-5392-0 Fax: 06151-5392-57 E-Mail: office@kanaan.org www.kanaan.org

Pfarrerin Annemarie Werner Detmolder Straße 17 10715 Berlin Tel: 030-8532576 annemarie.werner@t-online.de

Göttinger Chaussee 115 30459 Hannover E-Mail: info@ezidak.de

Hinrich Kaasmann Messberg 1 – 20095 Hamburg Mobil: 0171-5 58 56 58 Büro: 040 – 32 52 77 20 E-Mail: Hinrich.Kaasmann@ ebenezer-deutschland.de www.ebenezer-deutschland.de

SJD - Die Falken Bz. Hannover Friedrich Wilke Wilhelm-Busch-Str. 12 30167 Hannover Tel: 0511-62 82 98 friedrich.falkenmail@gmx.de www.falken-hannover.de/

Feigenbaum e. V. Tubizer Str. 20 D-70825 Korntal-Muenchingen Wilfried Bullinger Tel: +49-(0)711-83 71 76 E-mail: info@feigenbaum.de www.feigenbaum.de

Freunde der Hebräischen Universität Jerusalem Münchner Str. 20 85774 Unterföhring Tel: 089- 24 23 16 71 E-Mail: info@fhuj.de

German Media Watch Johannisplatz 3· 04103 Leipzig Redaktionsleitung@nicht-mit-uns.com Heplev - abseits vom mainstraem http://heplev.wordpress.com

Deutscher Koordinierungsrat der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit e. V. Otto-Weiß-Str. 2 61231 Bad Nauheim Tel: +49 (0) 6032 / 91 11 0 info@deutscher-koordinierungsrat.de

Schloss Aspenstein 82431 Kochel am See Tel: 08851-7831 tamara.wissing@vollmar-akademie.de www.vollmar-akademie.de

Glaubenszentrum Bad Gandersheim Dr.-H.-Jasper-Str. 20 37581 Bad Gandersheim Christa Egli Tel: 05382-930-0 christa.egli@glaubenszentrum.de www.glaubenszentrum.de

www.ec4i.org

Förderverein Eisleber Synagoge e.V. c/o Rüdiger Seidel Clara-Zetkin-Straße 68 06295 Lutherstadt Eisleben Tel: 0177 - 7274431 E-Mail: info@synagoge-eisleben.de

http://hamburgfuerisrael.wordpress.com/

Deutsche Freunde der Hadassah Medical Relief Association e.V. Herr Gady Gronich Tel: 0 89 - 48 00 29 06 www.hadassah.de E-Mail: info@hadassah.de

Herzen für Israel e. V. Joachim Mall Wörthstr. 3 · 75173 Pforzheim Tel.: 07231 / 28141-95 + -96

Projekt Himmelszelt e. V. Wolfgang Geiger Brunnenstrasse 2 89542 Herbrechtingen Tel.: 07324-6600 E-Mail: info@himmelszelt.de

Honestly-Concerned e. V. Sacha Stawski Friedrichstr. 37 60323 Frankfurt/M. Tel: (0172) 679-7744 info@honestly-concerned.org www.honestly-concerned.org

http://honestreporting.com


OrganisatiOnen vOn a-z

ICOA Marktstraße 6 07778 Dornburg/Saale Tel: +49 36427 - 21726 Fax: +49 36427 - 21727 E-Mail: info@icoa.de www.icoa.de

ILI - I LIKE ISRAEL e.V. Friedrichstr. 37 60323 Frankfurt/M. Tel:+49 172 679-7744 Fax:+49 321 21253581 www.il-israel.org E-Mail: ili@il-israel.org

USA: 1901 Pennsylvania Ave. Suite 901 Washington, DC 20006, USA Phone: 202-280-1178 Email: usa@iiacf.org Israel: 12 Derech Shechem Jerusalem 97200, Israel Phone: +972 77 300 8762 Email: israel@iiacf.org Europe: Email: europe@iiacf.org

Förderverein für evangelikale Theologie und Ausbildung (FTA) e. V. Rathenaustr. 5-7 35394 Gießen Tel: (0641) 97970-0 Fax: (0641) 97970-39 E-Mail: info(a)israelogie.de

Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ e. V.) Postfach 31 13 37 70473 Stuttgart Tel: 0711 - 83 88 94 80 E-Mail: info@icej.de

Initiative 27. Januar e.V. Herzog-Heinrich-Str. 18 80336 München Tel: 089-45215320 Fax: 089-45215321

Israelfreunde Norddeutschland Arbeitskreis Hannover c/o Jörg Haller Weidegrund 8 · 30900 Wedemark Tel: 05130-3075 Fax: 05130-3037 E-Mail: info@israelfreunde.de

Klosterstr. 16 · 95028 Hof Tel: 0 92 81 / 14 02 67 Fax: 0 92 81 / 14 04 37 Tel: 05130-3075 Fax: 05130-3037 E-Mail: israelvereinhof@web.de

Matthias Hinrichsen Kiefkampstraße 16 30629 Hannover Tel 0511-5421535 mobil 0163-4772177 E-Mail: info@israelmagazin.de www.israelmagazin.de

Christlicher Medienverbund KEP e.V. Steinbühlstraße 3 35578 Wetzlar Tel: (06441) 915 151 Fax: (06441) 915 157 E-Mail: info@israelnetz.com www.israelnetz.com

Israelis in Berlin Dipl.-Ing. Ilan Wiess Haubachstr. 30, 10585 Berlin Tel: (030) 822.65.36 (0171) 955 92 36 E-Mail: ilan@ilanweiss.de www.israelisinberlin.de

Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern K.d.ö.R. · St.-Jakobs-Platz 18 80331 München Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100 Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170 E-Mail: info@ikg-m.de

Israelitische SynagogenGemeinde Adass Jisroel zu Berlin Tucholskystraße 40 10117 Berlin-Mitte Tel: 030-28 13 135 Fax: 030 28 13 122 E-Mail: adassjisroelberlin@web.de

www.jer-zentrum.org JCPA Beit Milken · 13 Tel Hai St. Jerusalem 92107, Israel, Tel: 972-2-5619281 Fax: 972-2-5619112, E-Mail: jcpa@netvision.net.il

The Jerusalem Foundation Gabriele Appel, M.A., National Director Germany Chopinstr. 16 81245 München Tel: +49 89 896 70 213 Fax: +49 89 833 957 Mobil: +49 151 165 44 964 E-Mail: gabrielea@jfjlm.org www.jerusalemfoundation.org/de

Jewish Agency for Israel Hohenzollerndamm 196 10717 Berlin Tel: 030-881 94 25 Fax: 030-886 819 30 E-Mail: juliak@jafi.org www.jewishagency.org

Jüdischer Frauenbund in Deutschland c/o ZWSt · Hebelstr. 6 60318 Frankfurt am Main Tel: 1212 6743 86361 E-Mail:webmaster@juedischerfrauenbund.org

Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main, K.d.ö.R. Westendstraße 43 60325 Frankfurt am Main Tel.: 069 / 76 80 36-0 Fax: 069 / 76 80 36-149 E-Mail: mailto@jg-ffm.de

Jüdische Gemeinde Konstanz

Jüdische Gemeinde zu Berlin K.d.ö.R. Oranienburger Str. 28–31 10117 Berlin Tel: 030-88 028-0 Fax: 030-88 02 82-679 E-Mail: service@jg-berlin.org www.jg-berlin.org

Jüdischer Jugend- und Studentenverband Hessen e.V. (JJSH) Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main, K.d.ö.R. Westendstraße 43 60325 Frankfurt am Main Tel: +49 (0)163 65 16 405 E-Mail: info@jjsh.de

Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus Levi Salomon Oranienburger Straße 28-30 10117 Berlin Mobil: 0170-6327421 E-Mail: levi.salomon@gmail.com

Keren Hayesod Deutschland Vereinigte Israel Aktion e. V. Budapester Str.41 · 10787 Berlin E-Mail: kh.berlin@keren-hayesod.de

Jüdischer Nationalfonds e. V. Keren Kayemeth LeIsrael Kaiserstraße 28 40479 Düsseldorf Tel: +49 (0)211 - 49189 - 0 Fax: +49 (0)211 - 49189 - 22 E-Mail: info@jnf-kkl.de www.jnf-kkl.de

>> 107


Frau Hannah Porat-Dahlem Rechov Shalom Rav 1-14 Beitar Illit 90500, Israel hannahporat@kerennechama.org Tel: 00972-2-5802234

Mideast Freedom Forum Berlin Michael Spaney Tel: 0179 - 660 34 32 spaney@mideastfreedomforum.org www.mideastfreedomforum.org

KIFA Kurdistan-Israel Friendship Association International e. V. Diemelweg 15, 50765 Köln E-mail: bakhteyar1969@aol.com

Freunde von Meir Panim e.V. Hilfszentren in Israel Einemstr. 2 ·10787 Berlin Tel: 030-285 041 83 Fax: 030-285 041 82 E-Mail: info@meirpanim.de www.meirpanim.de

Kinder- und Jugend Aliyah Hebelstraße 6 60318 Frankfurt Tel: 069 - 43 69 49 kinderundjugendaliyah @t-online.de www.kiju-aliyah.de

Kurdischer Verein für Menschenrechte in Österreich Zibermaystr. 23, A-4020 Linz comele2008@hotmail.com

Sächsische Israelfreunde e.V. Wilfried Gotter Schulstraße 5 · 09661 Rossau OT Schönborn - Dreiwerden Tel: (03727) 92624 Fax: (03727) 92623 E-Mail: info@zum-leben.de

Scholars for Peace in the Middle East (SPME) Deutschland Prof. Dr. Ralf R. Schumann Rütlistr. 18 · 13407 Berlin Tel. 030-45027023

Missionswerk Mitternachtsruf Kaltenbrunnenstrasse 7 79807 Lottstetten Tel: 07745 80 01 Fax: 07745 201 E-Mail: post@mitternachtsruf.ch www.mitternachtsruf.de

www.palwatch.org Phone (972-2) 625-4140 Fax (972-2) 624-2803

SCHALOM e.V. Carolastraße 5 · 09131 Chemnitz Tel: 0371 - 69 577 69 Mobil: 0172 - 91 503 45

www.theisraelproject.org Washington, DC Office 2020 K Street, NW Washington, DC | 20006 | USA Israel Office Jerusalem Technology Park 1 Agudat Hasport Hapoel Rd. Jerusalem | 96951 | Israel

TuS MAKKABI Berlin e.V. Passauer Straße 4 · 10789 Berlin Tel.: +49 (0) 30 / 21 84 70 8 Fax: +49 (0) 30 / 23 62 72 86 E-mail: info@tus-makkabi.de

UNION PROGRESSIVER JUDEN IN DEUTSCHLAND e. V. Diesterwegstraße 7 33604 Bielefeld Tel: 0521-3043184 Fax: 0521-3043186 E-Mail: info@liberale-juden.de www.liberale-juden.de

WIDER DES VERGESSENS

Magen David Adom - Israel e.V. Rheinstraße 4N, 55116 Mainz Tel. 06131 – 2047816 E-mail:post@mda-israel.de

Marsch des Lebens TOS Dienste Deutschland e .V. Lange Str. 26 · 04103 Leipzig Tel: 0341-2156717 E-Mail: mailbox@tos.info www.marschdeslebens.org

meinIsrael.de TOS Dienste Deutschland e .V. Shlomo Livne Postfach 170454 60078 Frankfurt /Main Tel. 069.17 23 43 E-mail: info@meinIsrael.de

Pro Israel Initiative „Never Again“ Siegen Roger Bückert http://pro-israel-initiative. blogspot.com/

Prozionistische Linke Frankfurt E-Mail: prozion@gmx.de www.prozion.de

Ruf zur Versöhnung e. V. In den Schwarzwiesen 14 61440 Oberursel Tel: 0049-6171-886860 Fax: 0049-6171-886861 E-Mail: office@rzv-israel.de

Sierra Leone - Israel Friendship Society Sirajin Rollings E-Mail: rollingskay@gmail.com

Rena Jacob 97877 Wertheim am Main Tel: 09342-24 03 057 E-Mail: rena.jacob@t-online.de http://sunday-news.wider-des-vergessens.de/

Staatliches Israelisches Verkehrsbüro Friedrichstr. 95 · 10117 Berlin Tel: 030-2039970 Fax: 030-20399730 www.goisrael.de

WIZO Deutschland e. V. Friedrichstrasse 29 60323 Frankfurt am Main Tel: (00 49 69) 17 39 30 u. 72 12 10 Fax.: (00 49 69) 17 39 60 E-Mail: wizogermany@t-online.de

The Tel Aviv Yafo Foundation Elke Treviranus Zobelstr. 11 60316 Frankfurt am Main Tel: +49-69-603-2097 Fax: +49-69-603-2099 E-Mail: elke@telavivfoundation.de

Yad-Rachamim e. V. In Israel: R. Wolf , P.O.Box 1263 91012 Jerusalem E-mail: info@yad-rachamim.org In Deutschland: E. Wolf-Hoffmann Tel: 0151-24205107 E-mail: Yad-Rachamim@web.de


Städtepartner Zedakah e.V. Maisenbach-Zainen Talstraße 100 75378 Bad Liebenzell Tel: 07084 9276-0 Fax: 07084 9276-47 E-Mail: info@zedakah.de www.zedakah.de

Zentralrat der Juden in Deutschland Leo-Baeck-Haus Postfach 04 02 07 · 10061 Berlin Tel: 030-284456-0, Fax: - 13 E-Mail: info@zentralratdjuden.de www.zentralratdjuden.de

Zionistische Jugend in Deutschland e.V Falkensteiner Straße 1 60322 Frankfurt am Main Tel.: 069 / 55 69 63 Fax: 069 / 90 500 594 E-Mail: office@zjd-habonim.de

Zionistische Organisation in Deutschland e.V. Hebelstr. 6/II · 60318 Frankfurt Tel: 069-4980251 Fax: 069-490473

Beteiligte Deutsche Städte und Städtepartnerschaften

Frankfurt – Tel Aviv Stadt Frankfurt am Main Partnerschaftsverein Frankfurt - Tel Aviv Claudia Korenke Kettenhofweg 92 60325 Frankfurt Tel: 069/9758560 claudia.korenke@korenke.com

Ludwigsburg – Kreis Oberes Galiläa Landkreis Ludwigsburg Pressestelle und Europaangelegenheiten Partnerschaft Ludwisburg Region Oberes Galiläa Hindenburgstr. 40 71638 Ludwigsburg Tel: 07141/144-2922

Mainz – Haiifa Landeshauptstadt Mainz 10 – Hauptamt Öffentlichkeitsarbeit/Protokoll Postfach 3820 · 55028 Mainz Tel: 06131/122382

Oldenburg – Mateh Asher Stadt Oldenburg Amt für Wirtschaftzsförderung Marie-Curie-Str. 1 26 133 Oldenburg Tel: 0441/2353695

Freiberg – Nes Ziona Stadtverwaltung Freiberg Pressestelle Obermarkt 24 · 09599 Freiberg Tel: 03731 273/106

Pankow – Askelon Bezirksamt Pankow von Berlin Stabsstelle des Bezirksamtes Achillesstr. 53 · 10709 Berlin Tel: 030/90295222

Nordhausen – Beth Shemesh Stadt Nordhausen Markt 1 · 99734 Nordhausen Tel: 03631/696 800 Wahlbuerau@nordhausen.de

Pocking - Metulla Stadt Pocking Erster Bürgermeister Herr Krah Simbacherstr. 16 94060 Pocking Tel: 08531/709 – 80

Recklinghausen - Akko Die Brücke Institut für internationale Kontakte und Integration Willi-Brandt-Park 1 45655 Recklinghausen Tel: 02361/502012

Leipzig-Herzliya Partnerschaftsverein Leipzig-Herzliya e. V. Rückmannsdorferstr. 22a 04179 Leipzig Tel: 0341/4486750 Email: info@leipziog-herzliya.de

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Christa Behr ist geboren in der Nähe und war dort als Religionslehrerin von Hamburg, lebte 18 Jahre in Österreich in der Evangelischen Kirche also ca. 16 Jahren, lebt sie tätig. Seit 1991, in Jerusalem und arbeitet in einer lokalen Gemeinde mit. Die Botschaft der Buße und Versöhnung als Deutsche mit Israel und ein biblisches und Österreicherin Verständnis sind ihr ein wesentliches Anliegen. Seit mehr als 10 Jahren bereitet sie Reisen zu den Konzentrations- und Todeslagern ist auch in Afrika zu Vorträgen in Polen vor und über Israel unterwegs. Durch diese beiden Bibelarbeiten, aus dem Alten Testament „Gedanken zum Buch Ester“ und aus dem Neuen Testament „Die Beziehung des Paulus zu Jerusalem“, möchte sie zum verstärkten Gebet und zur Fürbitte für Israel und Jerusalem aufrufen. Gerade in unserer Zeit sehen wir neu Antisemitismus als ein weltweites aufkommenden Phänomen. Die gesamte Gemeinde Jesu ist gerufen, in dieser Situation Salz der Erde zu sein und durch die Erkenntnis der Wahrheit auch das Zeitgeschehen im „Nahen Osten“ recht zu deuten. Alle Gemeinden sind gerufen, in dieser Zeit Früchte der Buße zu bringen, damit sich unsere tragische und schuldbeladene Geschichte und Kirchengeschichte nicht wiederholt.

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Buße heißt: Umkehr Dritte erweiterte Auflage 5,– EUR

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Edition

Der Staat Israel ist eine merkwürdige Sache. Die Auseinandersetzungen im Nahen Osten beschäftigen – relativ gesehen – Medien und Politik ungleich mehr als jeder andere Konflikt auf dieser Erde. Das Geschehen dort lässt auch viele Menschen persönlich nicht kalt. Bei Diskussionen um dieses Thema kann es schnell sehr hoch hergehen.

Das soll nicht heißen: Hier sind die Juden; das sind die Guten, die machen alles richtig und müssen um jeden Preis verteidigt werden. Und dort sind die Muslime; die sind die Bösen, die haben immer Unrecht. So einfach ist die Sache nicht! Dennoch, hierzulande wird kleines Unrecht der Israelis häufig lautstark angeprangert, während ungleich größere Vergehen der Palästinenser schweigend hingenommen werden. Bei den Juden werden oft genug Mücken zu Elefanten gemacht und bei den Muslimen Elefanten wie Mücken behandelt. Dieser verzerrenden Darstellung werden einige Argumente entgegengesetzt. Die sind zugespitzt formuliert, denn sie sollen zum Denken anregen . . .

Der Verein Child Survivors Deutschland e.V. – Überlebende Kinder der Shoah – trifft sich zur 23. Arbeitstagung vom 10.–13. November 2011 im Max-Willner-Heim in Bad Sobernheim. Alle Betroffenen sind herzlich eingeladen!

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Edition Band 1

Nun gibt es Leute, die klagen, Medien und Politik seien einseitig pro-israelisch und täten den armen Palästinensern Unrecht. Und es gibt Leute, die regen sich auf, Politik und Medien seien einseitig propalästinensisch und täten den armen Juden Unrecht. Der Verfasser gehört zur zweiten Gruppe. Er meint, der Nahostkonflikt werde häufig durch eine Art „Judenbrille“ betrachtet. Diese Brille sieht die Welt wie durch Fensterglas; bei den Juden in Israel aber wird sie zur Lupe. Die werden riesengroß und superscharf und überdeutlich gesehen. Bei den Palästinensern dagegen sieht die Judenbrille plötzlich wie durch Milchglas – alles trübe und verschwommen.

Herbst-Treffen des Vereins Child Survivors e.V.

Wir danken unseren Sponsoren:

Andreas Rau Andreas Rau

DIE JUDENBRILLE

Die deutsche Meinungsindustrie und der Nahostkonflikt

Die Judenbrille Die deutsche Meinungsindustrie und der Nahostkonflikt

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In eigener Sache Der 2. organisationsübergreifende Deutsche Israelkongress findet am 23. Oktober 2011 im CongressCentrum an der Messe in Frankfurt am Main statt – das größte israelfreundliche Ereignis in Europa.

Erwartet werden 3.000 Besucher, unter ihnen der Stellvertretende Israelische Außenminister Danny Ayalon, der Oberbürgermeister von Tel Aviv, Ron Huldai, der „Sohn der Hams“ – Mosab Hassan Yousef, bekannte Israelische Journalisten und Korrespondenten wie Yossi Melman (Haaretz), Herb Keinon (Jerusalem Post), Eldad Beck (Yedioth Ahronoth), Ben-Dror Yemini (Ma’ariv) und Benjamin Weinthal (Jerusalem Post), aber auch der in Israel stationierte deutsche Korrespondent Ulrich Sahm, sowie bekannte Israelische Wissenschaftler, wie z.B. Itamar Marcus (Gründer und Direktor von Palestinian Media Watch (PMW)), Shelley Elkayam (CEO und Director of Research des Institute for Monitoring Peace and Cultural Tolerance in School Education (IMPACT SE)), und viele andere. Den krönenden Abschluß des Kongresses wird ein Konzert des Startenors Dudu Fisher bilden. Der 2. Deutsche Israelkongress soll der Welt zeigen, daß es auch hierzulande Freunde und Unterstützer des Jüdischen Staates Israel gibt. Gerade angesichts der wahrscheinlichen Palästina-Anerkennung und der Veränderungen in der arabischen Welt mit ungewissem Ausgang bedarf Israel guter Freunde. Deshalb organisieren wir den Kongress. Der Israelkongress steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dr. Dieter Graumann und S.E. Yoram Ben-Zeev, Botschafter des Staates Israel in Deutschland, sowie Frau Regine Sixt, von der SIXT AG. Mit den Zielen des Kongresses identifizieren sich ein weltweit einzigartiges neu geschaffenes Netzwerk von fast 200 unterstützenden Israel-solidarischen Gruppierungen, Städten, Gemeinden, Städtepartnerschaften und Organisationen aus allen gesellschaftlichen Kreisen. Die Veranstalter erwarten dringend finanzielle Unterstützung, um die Ausgaben zu decken. Die Hilfe zahlloser ehrenamtlicher Helfer allein reicht leider nicht aus. Eine großherzige finanzielle Unterstützung würde nicht nur dem Staat Israel zu Gute kommen, sondern der gesamten Israelsolidarität in Deutschland – „Gemeinsam für Israel“. Das Spendenkonto des Vereines "ILI - I Like Israel e.V.", der den Kongress ausrichtet wird geführt bei der Santander Bank, BLZ 70010111, Kto: Nr: 1507866200. Selbstverständlich erhalten Sie eine Spendenquittung. Mit Dank im Namen aller Israelfreunde und mit herzlichen Grüßen, Sacha Stawski Veranstalter des 2.Deutscher Israelkongress Vorsitzender von ILI - I Like Israel e.V.


Impressum Herausgeber: ILI - I LIKE ISRAEL e.V. Friedrichstr. 37 · D- 60323 Frankfurt/Main Telefon: +49 172 679-7744 Telefax: +49 321 21253581 Website: www.il-israel.com eMail: ili@il-israel.org Vertreten durch: Sacha Stawski in Zusammenarbeit mit Kongress-Organisationsbüro: ILI - I LIKE ISRAEL e.V. c/o Claudia Korenke Public Relations GmbH Kettenhofweg 92 D-60325 Frankfurt am Main Fon +49 (0) 69 / 97 58 56 - 0 Fax +49 (0) 69 / 74 90 43 Mobil +49 (0) 171 / 57 66 321 www.korenke.com claudia@israelkongress.de V.i.S.d.P.: Sacha Stawski Bildnachweis: Bildquellen für die verwendeten Fotos sind zumeist die jeweiligen Autoren. Alle Rechte liegen beim jeweiligen Bildautor. Verantwortlich für Konzeption, Redaktion, Planung und Herstellung sowie Anzeigen-Akquisition dieser Informationsbroschüre: Haller WedeMarketing e.K. · Jörg Haller Weidegrund 8 · 30900 Wedemark Fon +49 (0) 5130 / 3075 Mobil +49 (0) 174 / 86 41 572 Fax +49 (0) 5130 / 3037 haller@wedemarketing.de und Events & Projekte · Anat Rajber Rumfortstrasse 5 · 80469 München Tel. +49 (0) 89 - 99 888 627 Mobil +49 (0) 173 - 871 57 33 rajber.events@t-online.de Design & Layout: Sabine Grudda Fotografie + Design Telefon: +49(89)95 44 18 18 E-Mail: sabine.grudda@arcor.de www.sabine-grudda.de Druck: BLUEMEDIA GMBH GESTALTUNG - DRUCKVORSTUFE - DIGITALDRUCK Lindberghstraße 17 80939 München Tel. 089-4508069-17 Fax 089-4508069-99 www.bluemedia-gmbh.de


Hilfe für Juden in der Diaspora Begegnung – Versöhnung Rückkehr nach Israel Hört das Wort des HERRN, ihr Nationen: Der Israel zerstreut hat, wird es wieder sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde! Jer 31,10 Ebenezer Deutschland ist ein christlicher, gemeinnütziger Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, Juden zu helfen. Wir möchten den christlich-jüdischen Austausch und Prozesse der Versöhnung fördern und helfen bei der Rückkehr nach Israel zum Beispiel in folgenden Projekten: Praktische Hilfe bei der Alijah aus… + Russland (Kaliningrad, Samara, Wladiwostok), + Ukraine (Donezk, Nikolajev) + Deutschland Humanitäre Hilfe für verarmte Juden + Kleidersammlung für Nikolajev + Lebensmittelpakete + Medikamente Versöhnungsdienst + Besuche bei Holocaustüberlebenden in der GUS, in Deutschland und in Israel im Rahmen von Kurzeinsätzen Hilfe für die Falasha Mura in Äthiopien + Schulspeisung + Medizinische Nothilfe + Hilfe bei der Alijah + Integrationshilfe für äthiopische Waisenkinder in Israel

Israel liegt vor Ihrer Haustür, erfahren Sie, wie Sie sich engagieren können! www.ebenezer-deutschland.de

Ebenezer Hilfsfonds Deutschland e.V. • Messberg 1 • 20095 Hamburg • (VR 16 799) Tel: 040 / 32 52 77 20 • Fax: 040 / 32 52 77 22 • Email: info@ebenezer-deutschland.de Spendenkonto: Deutsche Bank 24 BLZ: 200 700 24 • Konto-Nr.: 51 111 41


Hava Nagila. (Sixt grüßt Israel und sagt Shalom)

“Menschlichkeit ist eine universelle und persönliche Herausforderung. Für alle Starken unter uns ist sie eine unbedingte Verantwortung.” Regine Sixt, Trägerin des Citizen of the World Award, Jerusalem

www.sixt.co.il | www.sixt.de


Offizielles Journal zum 2. Deutschen Israelkongress 2011