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Wallstein Verlag Literatur

FrĂźhjahr 2017


Wallstein Verlag Frühjahr 2017

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© Nora Longatti

Luise Maier geb. 1991 in Schardenberg (Österreich), wuchs in Vilshofen auf und lebt heute in Biel. Sie hat am Schweizerischen Literaturinstitut Biel/Bienne studiert. »Dass wir uns haben« ist ihr Debüt.

• Lesereise in Planung • Bestellen Sie Ihr persönliches Vorabexemplar unter moffermann@wallstein-verlag.de

Luise Maier Dass wir uns haben Roman

Dieser Roman ist ein Kammerspiel mit vier Beteiligten. Eine Familie: Mutter, Vater, der Bruder, die kleine Schwester. In kurzen Sequenzen erinnert sich die Schwester an das Familienleben, so alltäglich wie existentiell. Von eindringlichster Nähe ist die Rede und von sprachloser Distanz. Dass es unter der Oberfläche brodelt, lässt sich schnell erahnen. Ein Aufeinanderbezogensein und ein Sich-Verlieren der Familienmitglieder werden diskret sichtbar gemacht, die Sehnsucht nach Zärtlichkeit ebenso wie die Erfahrung von Gewalt. Und als die Familie schließlich zerbricht, zeigt sich, dass trotz aller äußerlichen Veränderungen niemand leicht aus seiner Rolle kommt. Was das Mädchen erlebt, liegt oft außerhalb seines Fassungsvermögens, die kunstvolle Schmucklosigkeit, mit der die Autorin erzählt, gibt der Geschichte ihre ungeheure Kraft.


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»Es blieb eine kleine Narbe, wenn mich jemand danach fragte, sagte ich: Ich bin beim Fangen-Spielen mit meinem Bruder in einen Ast gerannt.«

Das Debüt dieser jungen Autorin ist von enormer Intensität. Sie erzählt ohne Kommentar und Wertung, als wäre der Ablauf des Geschehens fast naturnotwendig. Eine Familiengeschichte mit Tiefgang.

Luise Maier Dass wir uns haben Roman

ca. 160 S., geb., Festeinband ca. € 18,00 (D); € 18,50 (A) ISBN 978-3-8353-3045-0 Auch als E-Book März   WG 1112


Wallstein Verlag Frühjahr 2017

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© Guillaume Perret

Noëlle Revaz geb. 1968, lebt in Biel. Für ihren ersten Roman »Rapport aux bêtes« (erschienen bei Gallimard; dt. »Von wegen den Tieren«) ist sie mit einem Preis der Schiller-Stiftung und dem Prix Marguerite Audoux ausgezeichnet worden. Ihr zweiter Roman »Efina« wurde mit dem Prix Michel-Dentan und dem Prix Alpha der Kantone Bern und Jura (2011) gewürdigt.

• Schweizer Literaturpreis 2015 für die französische Originalausgabe von »Das unendliche Buch« • Lesereise in Planung

Noëlle Revaz Das unendliche Buch Roman

Noëlle Revaz entwirft ein satirisch-groteskes Zukunftsszenario des Kultur-, Medien- und Literaturzirkus, aber seine Elemente muten gar nicht so unbekannt an. Die Buch­premiere ist eine gigantische Fernsehshow, die Moderatoren werden als Stars gefeiert, die Schriftstellerinnen stellen sich selbst dar. Niemand kommt auf die Idee, ein Buch aufzuschlagen oder gar darin zu lesen. Seine Qualitäten werden zelebriert wie bei einer Prêt-à-Porter-Inszenierung, bestens ausgeleuchtet. Einbandfarbe und -material, Größe und Dicke sind von Belang, und die Biographien der Autorinnen natürlich. Neue Ideen und Kreativität sind immer gefragt, allerdings nicht bei der Entstehung eines Kunstwerks, sondern ausschließlich bei der Vermarktung der Leere, etwa wenn zwei Sternchen des Zirkus zu einer Figur verschmolzen werden sollen: Joeanna Fortunaggi – die Sensation der Saison. Unvorhergesehenerweise bringen sie alles durcheinander: Sie tun es wirklich, sie schreiben ein Buch. Ein Roman von tiefschürfender Originalität, der nicht zuletzt eine eigenwillige Liebeserklärung an die Literatur ist.


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»Noëlle Revaz nimmt alles auseinander, was sie weiß, alles, was wir an Büchern lieben. Als Metapher der Gegenwart ... der Algorithmen, der Abwertung des Denkens, der Kunst und alles Menschlichen. Aber nachdem diese völlige Dekonstruktion abgeschlossen ist, macht sich Noëlle Revaz Wort für Wort daran, die Möglichkeiten eines Buches wieder aufzubauen.« Aus der Laudatio von Eleonore Sulser zum »Prix Suisse de littérature« (2015)

Ist das ein Science-FictionRoman? Eine Dystopie? Eine bitterböse Mediensatire? Eine Posse voller schwarzem Humor? – Vielleicht von allem etwas. Oder besser: sehr viel.

Noëlle Revaz Das unendliche Buch Roman

Aus dem Französischen von Ralf Pannowitsch ca. 288 S., geb., Schutzumschlag ca. € 22,00 (D); € 22,70 (A) ISBN 978-3-8353-1870-0 Auch als E-Book März   WG 1112


Wallstein Verlag Frühjahr 2017

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© Vera Matranga

Patrick Roth geb. 1953 in Freiburg/Brsg., lebt als freier Autor in Los Angeles und Mannheim. Nach seinen künstlerischen Anfängen als Regisseur und Drehbuchautor entwickelte er seinen charakteristischen Stil als Erzähler von biblischmythischen Stoffen, die in einer filmisch präsentischen Form neu dramatisiert werden. Für sein literarisches Schaffen wurde Patrick Roth vielfach geehrt (u. a. mit dem Preis der Stiftung Bibel und Kultur, dem HugoBall-Preis, dem Literaturpreis der KonradAdenauer-Stiftung); weiterhin wurde er mit Poetikdozenturen an den Universitäten in Frankfurt, Heidelberg und Hildesheim ausgezeichnet. • Lesereise in Planung

Patrick Roth Die Christus Trilogie Kommentierte Ausgabe

Patrick Roth SUNRISE Das Buch Joseph. Roman ISBN 978-3-8353-1051-3

Patrick Roth Meine Reise zu Chaplin Ein Encore ISBN 978-3-8353-1357-6

Seit ihrem Erscheinen 1998 steht die »Christus Trilogie« im Ruf eines erratischen Blocks in der Landschaft der Gegenwartsliteratur. Quer zum postmodernen Zeitgeist hatte es Patrick Roth unternommen, eine Brücke zurück zu den Stoffen der Bibel zu schlagen und ihren erstarrten Bildern in ungeheuer authentischen Geschichten (»Riverside«, »Johnny Shines« und »Corpus Christi«) neue Sicht und Fassung zu geben. Die suggestivfilmische Erzählweise, der symbolische Zugriff und die unorthodoxe Durchmischung mit popkulturellen und mythologischen Elementen lösen die christlichen Mythologeme aus ihren traditionellen theologischen Zusammenhängen – Taufe, Heilung, Wiedererweckung, Kreuzigung und Auferstehung werden in ihrer numinosen Dimension neu erfahrbar. Gefasst in eine rhythmisierte, bildgewaltige Sprache, aufgeladen mit Suspense, Mystik und Bedeutsamkeit entfalten Roths poetische Konstellationen des christlichen Mythos überwältigende Präsenz und Provokation in unserer transzendenzfernen Zeit. Der von Michaela Kopp-Marx erarbeitete Kommentar führt in die Struktur und Interpretation der Texte ein und gibt dem Leser einen umfangreichen Stellenkommentar an die Hand, der die zentralen Quellen, Kontexte und Subtexte der jeweiligen Werke benennt und Ansätze zur Deutung freilegt.


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»Die ungeheuerste Auferstehungsgeschichte, die jemals in deutscher Sprache geschrieben wurde.« Stimmen der Zeit

Erstmals erscheinen die drei Christusromane von Patrick Roth – Riverside, Johnny Shines, Corpus Christi – in einem Band, vorzüglich kommentiert von Michaela Kopp-Marx.

Patrick Roth Die Christus Trilogie

Kommentierte Ausgabe Mit Kommentaren von Michaela Kopp-Marx

ca. 600 S., geb., Schutzumschlag ca. € 29,90 (D); € 30,80 (A) ISBN 978-3-8353-3065-8 Auch als E-Book Juni   WG 1112


Wallstein Verlag Frühjahr 2017

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© Paul Kulms

Hermann Peter Piwitt geb. 1935, wuchs in Frankfurt am Main auf, studierte Soziologie, Philosophie und Literaturwissenschaften. Seit 1965 veröffentlichte er zahlreiche vieldiskutierte Romane, Erzählungen und Essays. Piwitt lebt heute in Hamburg. • Lesereise in Planung

Hermann Peter Piwitt Drei Freunde Erzählungen

Hermann Peter Piwitt Lebenszeichen mit 14 Nothelfern Geschichten aus einem kurzen Leben ISBN 978-3-8353-1379-8

Hermann Peter Piwitt Erbarmen Novelle ISBN 978-3-8353-1043-8

Keine Abrechnung, keine Beschönigung, Hermann Peter Piwitt erzählt so beiläufig wie kunstvoll. Autobiographisches, Erinnertes und Erfundenes fließen ununterscheidbar ineinander, etwa wenn er über die eigene Kindheit spricht, über die Auseinander­setzungen vor und nach 1945 mit dem Vater, über den Bruder, über die Abenteuer als junger Mann mit Freunden und Künstlerkollegen in Frankfurt oder Berlin, Rom oder Seestadt, über die immer neuen Versuche, Frauen zu imponieren samt gelegentlicher Erfolge und demü­ tigender Niederlagen. Und zwar von Jugend an bis ins Alter. Da findet sich nichts Aus­ geschmücktes, kein Ornament. Piwitt muss sich und dem Leser nichts mehr beweisen, er kommt zur Sache und schweift ab, schaut sich kommentierend selbst über die Schulter und entwirft mit leichter Hand Lebensgeschichten, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Er ist ein genauer Zuhörer und Beobachter, seine Zuneigung gilt den kleinen Leuten, den Glücksmomenten und Malheurs des Alltags, die etwas ungemein Sinnliches gewinnen und zugleich eine weit darüber hinausgehende Dimension. Hier zieht einer Bilanz, darüber, was wichtig war und aufgehoben werden soll, und über das, was zeitlebens ein Rätsel blieb.


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»So eigenwillig, geistreich und mutig wie Hermann Peter Piwitt hat schon lange kein deutscher Autor mehr über sein Leben geschrieben.« Gisa Funck, WDR 3

Die sieben Erzählungen dieses Bandes zeigen den Autor auf der Höhe seiner Kunst. Sie sind funkelnde Kabinettstücke.

Hermann Peter Piwitt Drei Freunde Erzählungen

ca. 144 Seiten, geb., Schutzumschlag ca. € 18,00 (D); € 18,50 (A) ISBN 978-3-8353-1979-0 Auch als E-Book März   WG 1112


Wallstein Verlag Frühjahr 2017

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xyz © Cordula Giese

Helmut Böttiger geb. 1956, arbeitete bei verschiedenen Zeitungen, u. a. als verantwortlicher Literatur­ redakteur der Frankfurter Rundschau, und lebt heute als freier Autor und Kritiker in Berlin. Der ausgewiesene Kenner der Werke und des Lebens von Paul Celan wurde mit dem Alfred-Kerr-Preis, dem Ernst-RobertCurtius-Förderpreis für Essayistik und mit dem Preis der Leipziger Buchmesse (für sein Buch über die Gruppe 47) ausgezeichnet. • Lesereise in Planung

Helmut Böttiger Celan am Meer Von der Bretagne erzählt dieses Buch und von der Liebe – der Liebe zwischen einem mittellosen deutschsprachigen Ostjuden und einer Tochter aus dem französischen Hochadel. Und es erzählt auch über die Liebe zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan, über höchstes Glück und existenzielle Gefährdung. Gisèle Celan-Lestrange, die Frau des Lyrikers Paul Celan, bat ihren Mann im Jahr 1960, zusammen mit ihr Paris für mindestens ein Jahr zu verlassen und in die Bretagne zu gehen. Nach Trébabu, einem Ort außerhalb der Zeit. Man weiß von diesem Aufenthalt nicht viel. Die Bretagne muss für Celan eine seltene Zuflucht gewesen sein. Helmut Böttiger reist, fast 50 Jahre später, auf Celans Spuren in die Bretagne und spürt der spröden Schönheit dieser Gegend und ihren jahrtausendealten Geheimnissen nach. Er fährt an die Küsten, zu den rätselhaften Menhiren und trifft auf verschlossene Bewohner, die, wenn sie ernsthaftes Interesse wahrnehmen, plötzlich doch ins Erzählen kommen. Die Geheimnisse werden dadurch nicht zum Verschwinden gebracht, aber umso konturenschärfer erhellt. Böttigers 2006 erstmals erschienenes Buch, für diese Ausgabe überarbeitet und aktualisiert, ist ein gewichtiger Beitrag zum Verständnis der Biographie Celans und eine Anleitung, wie man Gedichte und Landschaften liest.


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»Es ist die Liebe – eine äußerst umstrittene Sache –, die mir diese Zeilen diktiert.« Paul Celan

Helmut Böttiger begibt sich auf eine literarische Reise in die wilde Landschaft der Bretagne – auf den Spuren einer großen Dichterliebe und des Echos dieser geheimnisvollen Gegend in den Gedichten Paul Celans.

Helmut Böttiger Celan am Meer ca. 160 Seiten, geb., Schutzumschlag ca. € 20,00 (D); € 20,60 (A) ISBN 978-3-8353-3043-6 Auch als E-Book März   WG 1118


Wallstein Verlag Frühjahr 2017

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© Reiner B. Binkowski

Doris Runge geb. 1943 im mecklenburgischen Carlow, Studium der Pädagogik in Kiel, seit 1976 lebt sie in Cismar. Für ihre Lyrik wurde sie 1985 mit dem Friedrich-Hebbel-Preis ausgezeichnet; 1997 erhielt sie den Friedrich-HölderlinPreis der Stadt Bad Homburg, 2007 den Ida-Dehmel-Literaturpreis, sie übernahm die Liliencron-Dozentur der Universität Kiel und die Poetik-Professur der Universiät Bamberg. • Lesereise in Planung

Doris Runge man könnte sich ins blau verlieben Gedichte

Doris Runge ist eine der stillen und um so eindringlicheren Lyrikerinnen dieses Landes. Ihre Sprachbilder brennen sich beim Lesen ein durch höchste Präzision, und zugleich verschwimmen sie, greifen weit aus in die Landschaften, in die Zeiten, beschwören vergangene Mythen in ihrer Gegenwärtigkeit. Dass Alltägliches und Märchenhaftes, bitter Ernstes und Schalkhaftes plötzlich wie selbstverständlich nebeneinander liegen können oder gar miteinander verschmelzen, macht ihre Gedichte so intensiv, so zugänglich wie geheimnisvoll. in deinen augen untergehen ein atemloser süffiger tod war es so so soll es sein aus der blausten aller augenfarben ist sie nicht wegzudenken die liebe


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»Man hat diese Gedichte, wenn man will, in wenigen Augenblicken durchgelesen. Aber man wird nicht fertig damit.« Heinrich Detering

Neue Gedichte der großen Dichterin. In ihrer Strenge und Schönheit stehen sie einzigartig da in der Poesielandschaft unserer Gegenwart.

Doris Runge man könnte sich ins blau verlieben Gedichte

ca. 88 S., geb., Schutzumschlag ca. € 18,00 (D); € 18,50 (A) ISBN 978-3-8353-3044-3 März   WG 1151


Wallstein Verlag Frühjahr 2017

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© Jaques Fleury-Sintès

Safiye Can geboren als Kind tscherkessischer Eltern in Offenbach a. M., studierte Philosophie, Psychoanalyse und Rechtswissenschaft in Frankfurt a. M. Sie schreibt Lyrik und Prosa und übersetzt aus dem Türkischen. Safiye Can wurde mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Else-LaskerSchüler-Lyrikpreis (2016) und dem Alfred Müller-Felsenburg-Preis für aufrechte Literatur (2016). Sie lebt in Offenbach. Veröffentlichungen: Rose & Nachtigall. Gedichte (2014); Diese Haltestelle hab ich mir gemacht. Gedichte (2015). • Lesereise in Planung

Safiye Can Kinder der verlorenen Gesellschaft Gedichte

Safiye Cans Gedichte fragen nach dem Platz des einzelnen in der Welt, nach Heimat, nach Zugehörigkeit. Sie halten Bilanz, vergewissern sich über Erfahrungen seit der Kindheit, werfen wilde Blicke in Unabgeschlossenes, träumen ohne selbstauferlegte Schranken der Vernunft. Entdeckerfreude spiegelt sich in ihnen, die auf ein Vertrauen baut, dass das Fremde nicht für immer fremd bleibt, vielleicht sogar ein selbstverständliches Zuhause wird. Ich wundere mich Ich wundere mich wieso heute alle Menschen lächeln sie lächeln in der Innenstadt sie lächeln an der Hauptwache sie lächeln beim Eisessen sie lächeln auf der Rolltreppe sie lächeln in der S-Bahn sie lächeln an der Haltestelle dann fällt mir aber auf dass nicht sie es sind, die lächeln ich bins, die lächelt sie antworten nur.


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»Safiye Can schreibt über Toleranz und Achtung, über Respekt, Freundschaft und die Liebe – originell, rhythmisch und zielsicher. Sie schreibt Gedichte, deren Worte sich im Leser festsetzen.« Frankfurter Rundschau

Gedichte vom Fremdsein und vom zu-Hause-Fühlen. Vom Gewordensein und vom nach-vorne-Träumen. Liebesgedichte. Safiye Can ist eine wache Zeitgenossin, die sich selbstbewusst in der Welt verortet. www.safiyecan.de

Safiye Can Kinder der verlorenen Gesellschaft Gedichte

ca. 96 S., geb., Schutzumschlag ca. € 18,00 (D); € 18,50 (A) ISBN 978-3-8353-3048-1 März   WG 1151

Wallstein


Wallstein Verlag Frühjahr 2017

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(1929 – 2008), studierte zunächst Pädagogik und Kunst­ geschichte, später Germanistik und Psychologie. Von 1951 bis 1956 gab er zusammen mit Werner Riegel die Literaturzeitschrift »Zwischen den Kriegen« heraus. Er debütierte mit dem Gedichtband »Heiße Lyrik«. Ab 1969 war er Gastdozent an zahlreichen Universitäten, er war Mitglied der Gruppe 47, des P.E.N. sowie der Akademie der Künste (Berlin) und der Freien Akadamie der Künste in Hamburg. Zu seinen bekanntesten Werken zählen »Irdisches Vergnügen in g« (1959), »Die Jahre, die Ihr kennt« (1972), »Der Hüter des Misthaufens. Aufgeklärte Märchen« (1983). Für seine Werke wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis (1979), dem Arno-Schmidt-Preis (1986), und dem GeorgBüchner-Preis (1993). Der Herausgeber Stephan Opitz, geb. 1951, lehrt an der Universität Kiel. Veröffentlichungen u. a.: Peter Rühmkorf. Jazz & Lyrik. Aufnahmen 1976–2006 (Hg., 2009); Marcel Reich-Ranicki, Peter Rühmkorf. Der Briefwechsel (Hg. mit Christoph Hilse, 2015). • Lesereise mit Stephan Opitz und Joachim Kersten in Planung

Peter Rühmkorf Des Reiches genialste Schandschnauze

Texte und Briefe zu Walther von der Vogelweide

Marcel Reich-Ranicki und Peter Rühmkorf Der Briefwechsel ISBN 978-3-8353-1620-1

Peter Rühmkorf fand in den 1970er Jahren eine erstaunliche und für sein weiteres literarisches Werk bedeutsame Nähe zu Walther von der Vogelweide. Davon erzählt dieses Buch. Rühmkorfs Anverwandtschaft über einen Zeitraum von acht Jahrhunderten hinweg zeigt sich in seinen Übersetzungen der mittelhochdeutschen Gedichte Walthers von der Vogelweide, »des Reiches genialster Schandschnauze«. Parallel dazu schrieb Rühmkorf einen auch literaturwissenschaftlich bemerkenswerten Essay über den »Reichssänger und Hausierer«, für den er sich von dem bedeutenden Mediävisten Peter Wapnewski Rat holte. Der Briefwechsel zwischen Dichter und Wissenschaftler, in dem sie über den ›richtigen‹ Zugang zu Walther streiten, wird hier dem Essay zur Seite gestellt. Die Beschäftigung mit dem mittelalterlichen Dichterkollegen half Rühmkorf auch bei der Überwindung seiner ›poetischen Krise‹: Erstmals nach zehn Jahren entstanden um 1975 wieder eigene Gedichte. Diesen Zusammenhang belegen Passagen aus den unpublizierten Tagebüchern Rühmkorfs, die in diesem Band auszugsweise dokumentiert sind.

© Mathias Michaelis / Deutsches Literaturarchiv Marbach

Peter Rühmkorf


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»Im Resümee: … wo Walther v. d. Vogelweide seinen persönlichen Entzückungen oder Bedrückungen freien Lauf läßt, kann er für uns zu einem ebenfalls sehr persönlichen Spießgesellen – oder Leidensgenossen werden.« Peter Rühmkorf

Peter Rühmkorf und Walther von der Vogelweide: eine freundschaftliche Annäherung zweier großer Lyriker über die Jahrhunderte hinweg, erzählt anhand von Gedichten, Briefen und Tagebuchnotizen.

Peter Rühmkorf Des Reiches genialste Schandschnauze

Texte und Briefe zu Walther von der Vogelweide Herausgegeben von Stephan Opitz ca. 296 S., ca. 12 Abb., geb., Schutzumschlag ca. € 19,90 (D); € 20,50 (A) ISBN 978-3-8353-3039-9 Auch als E-Book März   WG 1117


Wallstein Verlag Frühjahr 2014

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(1891–1950) war expressionistischer und surrealistischer Lyriker. Er dichtete als Lothringer in deutscher und in französischer Sprache. Als »Jean sans terre« (Johann Ohneland) lebte er zwischen den Ländern und wurde während des Ersten Weltkriegs zum entschiedenen Pazifisten. Die Herausgeberin Barbara Glauert-Hesse, Studium der Germanistik und Amerikanistik. Im Auftrag der Deutschen Schiller­ gesellschaft katalogisierte sie gemeinsam mit Claire Goll das Pariser Archiv von Yvan und Claire Goll. Nach Claire Golls Tod 1977 setzte sie die herausgeberische Arbeit an den Goll-Nachlässen fort.

Yvan Goll Germaine Berton Die rote Jungfrau

Claire Goll, Yvan Goll und Paula Ludwig »Nur einmal noch werd ich dir untreu sein« Briefwechsel und Auf­zeichnungen 1917 – 1966 ISBN 978-3-8353-1046-9

Im Januar 1923 erschoss die einundzwanzigjährige Germaine Berton einen Wortführer der rechtsnationalen »Action Française« und versuchte anschließend, sich selbst zu töten. Dieser politische Mord erschütterte die Dritte Republik und ist bis heute in Frankreich ein kontrovers diskutierter Kriminalfall. Die junge Frau hatte eigentlich den Kriegstreiber, Monarchisten und Antisemiten Léon Daudet töten wollen, um mit einem Fanal den Tod des Sozialisten und Pazifisten Jean Jaurès zu rächen, der im Sommer des Jahres 1914 ermordet worden war. Sie sah in den nationalistischen Kriegstreibern die wahren Schuldigen an dem großen Gemetzel. Der Strafprozess wurde zum politischen Tribunal und endete mit einem Freispruch. In hohem Tempo und mit expressionistischer Wucht erzählt Yvan Goll das Leben der Germaine Berton und schildert, wie sie sich radikalisierte und schließlich existentiell zur Tat getrieben wurde. 0Atemlos wird auch der Prozess geschildert, während vor den Türen des Gerichts die erregten Massen das Urteil erwarten. Golls fesselnder Bericht erschien 1925 in der von Rudolf Leonhard herausgegeben legendären Buchreihe »Außenseiter der Gesellschaft« im »Verlag die Schmiede« in Berlin. Die Neuausgabe verwendet den von Georg Salter gestalteten historischen Umschlag.

© Musée Pierre-Noël et des Amis de la Fondation Yvan et Claire Goll

Yvan Goll


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Ein politischer Mordanschlag – Paris bebt.

Ein atemloser Bericht über ein Selbstmordattentat, das Paris erschütterte.

Yvan Goll Germaine Berton Die rote Jungfrau

Herausgegeben und mit einem Nachwort von Barbara Glauert-Hesse ca. 160 S., geb., Schutzumschlag ca. 18,00 € (D); 18,50 € (A) ISBN 978-3-8353-1984-4 Auch als E-Book März   WG 1111


Wallstein Verlag Frühjahr 2017

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(1885–1948), geb. in Flensburg, war zunächst Schauspielerin und Vortragskünstlerin an Varietés und Kabaretts, später Lyrikerin und Schriftstellerin und nach dem Tod ihres Mannes Hugo Ball dessen Biografin und »lebendiger Nachlass«. Viele ihrer Texte sind verstreut in Zeitungen erschienen oder längst vergriffen. Nun können sie neu entdeckt werden. Die Herausgeberinnen Nicola Behrmann, geb. 1973, seit 2010 Assistant Professor an der Rutgers University, New Jersey (USA). Veröffentlichungen u. a.: Emmy Hennings Dada (Mithg., 2015). Christa Baumberger, geb. 1974, seit 2009 Kuratorin des Nachlasses Emmy Hennings am Schweizerischen Literatur­archiv in Bern. Veröffentlichungen u. a.: Emmy Hennings Dada (Mithg., 2015); Schreiben im Gefängnis (2014); Resonanzraum Literatur. Polyphonie bei Friedrich Glauser (2006).

Emmy Hennings Das Brandmal | Das ewige Lied

Emmy Hennings Gefängnis | Das graue Haus | Das Haus im Schatten ISBN 978-3-8353-1834-2

Nach Erscheinen ihres zweiten Romans »Das Brandmal« im Jahr 1920 galt Hennings als eine der wichtigsten Schriftstellerinnen ihrer Generation. Die radikale und selbstzerstörerische Aufrichtigkeit des Mädchens Dagny, das ruhelos durch die deutschen Städte zieht und sich zeitweise zur Prostitution gezwungen sieht, wurde mit den Romanen Hamsuns und Dostojewskijs sowie den »Bekenntnissen« von Augustinus und Rousseau verglichen. Auch heute liest sich der Roman als eindringliches Zeugnis eines bedrängten Lebens, das an Aktualität nichts verloren hat. Die 1923 erschienene Erzählung »Das ewige Lied« ist der Fiebermonolog einer Sterbenden, der in vielerlei Hinsicht an »Das Brandmal« anknüpft. Von der Literaturgeschichte nahezu vergessen, wird dieses Werk hier erstmals wieder aufgelegt. Der zweite Band der Kommentierten Studienausgabe enthält beide Texte nach dem Erstdruck ediert und von einem ausführlichen Stellenkommentar begleitet. Eine um­fassende Rezensionssammlung dokumentiert die beeindruckende Wirkungsgeschichte, vor allem von »Das Brandmal«. Im Nachwort werden die biografischen Hintergründe beider Werke sowie deren Rezeptionsgeschichte und literarische Bedeutung erstmals fundiert aufgearbeitet.

© Schweizerisches Literaturarchiv, Bern. Nachlass Hennings/Ball.

Emmy Hennings


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Emmy Hennings – eine literarische Wiederentdeckung. Avantgarde weit über Dada hinaus!

Zwei literarische Wiederentdeckungen über Frauenschicksale Anfang der 20er-Jahre, die ein Jahrhundert später nichts von ihrer aufrüttelnden Wirkung eingebüßt haben.

Emmy Hennings Das Brandmal | Das ewige Lied Herausgegeben von Nicola Behrmann und Christa Baumberger unter Mitarbeit von Simone Sumpf Mit einem Nachwort von Nicola Behrmann Emmy Hennings. Werke und Briefe. Kommentierte Studienausgabe, Bd. 2. Herausgegeben i.  A. des Schweizerischen Literaturarchivs und des Vereins zur Förderung des Schweizerischen Literaturarchivs ca. 508 S., ca. 20, z. T. farbige Abb., Leinen, geb., Schutzumschlag ca. € 24,90 (D); € 25,60 (A) ISBN 978-3-8353-3040-5 Auch als E-Book Februar   WG 1111


Wallstein Verlag Frühjahr 2017

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(1915 –1973), geb. in St. Stefan im Lavanttal (Kärnten) als neuntes Kind eines Bergmanns, war Lyrikerin und Erzählerin. Ihre Schulbildung musste sie aus gesundheitlichen Gründen früh abbrechen. Jahrzehntelang bestritt sie den Familienunterhalt als Strickerin. Sie erhielt u. a. den Georg-Trakl-Preis (1954 und 1964) und den Großen Österreichischen Staatspreis (1970). Seit 2014 erscheint eine Werkausgabe von Christine Lavant im Wallstein Verlag.

Die Herausgeber Fabjan Hafner, 1966-2016, Studium der Slawistik und Germanistik. Literaturwissenschaftler, Übersetzer, Autor. Veröffentlichungen u. a.: Peter Handke. Unterwegs ins Neunte Land (2008); Christine Lavant: Briefe an Maja und Gerhard Lampersberg (Mithg., 2003). Doris Moser, geb. 1965, Studium der Anglistik/ Amerikanistik und Germanistik. Zunächst Radio­ journalistin und Kulturorganisatorin (Ingeborg-Bachmann-Preis). Seit 1996 Leiterin des Fachbereichs Angewandte Germanistik an der Universität Klagenfurt. Veröffentlichungen u. a.: Neues vom Buch (Mithg., 2011); Der Ingeborg-Bachmann-Preis. Börse, Show, Event (2004).

Christine Lavant Gedichte aus dem Nachlass

Christine Lavant Zu Lebzeiten veröffentlichte Gedichte Werke in vier Bänden, Bd. 1 ISBN 978-3-8353-1391-0

Christine Lavant Zu Lebzeiten veröffentlichte Erzählungen Werke in vier Bänden, Bd. 2 ISBN 978-3-8353-1392-7

»Wer das, was er schreiben muss, zurückhält, ist vielleicht wie ein Weib, das seine Kinder vergräbt aus Angst, sie könnten dem lieben Nachbarn nicht gefallen«, stellte Christine Lavant fest. Die Kärntner Dichterin schrieb zeitlebens ca. 1.800 Gedichte. Nur gut ein Drittel davon hat Lavant auch veröffentlicht. Inhaltlich kühnere, formal riskantere Gedichte hielt sie zunächst zurück, und nach der Veröffentlichung ihres dritten großen Gedichtbandes »Der Pfauenschrei« (1962), als ihre dichterische Stimme nahezu verstummt war, wollte sie von Veröffentlichung nichts mehr wissen. Viele Gedichte aus dem Nachlass zeigen ungeschützt und zugänglich, wo Lavants bildgewaltige Dichtung ihren Ausgang nimmt. Es ist eine Lyrik, von der Monika Rinck sagt, sie sei »die ungeheure Transformation von Schmerz und Leid in ein großes, kraftvolles und zuweilen immens komisches Werk«. Der dritte Band der vierbändigen Werkausgabe enthält eine Auswahl aus den nachgelassenen Gedichten aus allen Schaffensperioden, darunter auch das lange Zeit verschollene, erst kürzlich wieder entdeckte Erstlingswerk »Die Nacht an den Tag«, das 1948 zwar gesetzt, aber nie gedruckt wurde. Drei Viertel der hier versammelten Gedichte sind Erstveröffentlichungen, die übrigen wurden zuvor in diversen Nachlasspublikationen publiziert.

© privat

Christine Lavant


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»Das Selbst ist ein herrliches Geheimnis hinter tausend und einem Elend und niemals darstellbar.« Christine Lavant

Fast 500, größtenteils unbekannte Gedichte von Christine Lavant. Eine unvergleichliche Entdeckung.

Christine Lavant Gedichte aus dem Nachlass Herausgegeben von Fabjan Hafner und Doris Moser unter Mitarbeit von Brigitte Strasser Mit einem Nachwort von Doris Moser Christine Lavant: Werke in vier Bänden, Bd. 3. Herausgegeben i. A. des Robert-Musil-Instituts der Universität Klagenfurt und der Hans Schmid Privatstiftung herausgegeben von Klaus Amann und Doris Moser ca. 672 S., geb., Schutzumschlag ca. € 38,80 (D); € 39,90 (A) ISBN 978-3-8353-1393-4 Auch als E-Book März   WG 1151


Wallstein Verlag Frühjahr 2017

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»Dutli zu lesen ist ja immer ein Genuss.« Andreas Platthaus, FAZ

Ralph Dutli Dantes Gesänge – Gerät zum Einfangen der Zukunft Ossip Mandelstams »Gespräch über Dante«

Göttinger Sudelblätter Begründet von Heinz Ludwig Arnold. Hg. von Thorsten Ahrend und Thedel v. Wallmoden 52 Seiten, engl. Broschur ca. 12,90 (D), 13,30 (A) ISBN 978-3-8353-3047-4 Auch als E-Book Januar   WG 1118

Ralph Dutli Dantes Gesänge – Gerät zum Einfangen der Zukunft Ossip Mandelstams »Gespräch über Dante«

Tag und Nacht habe Mandelstam die »Divina Commedia« gelesen, erinnert sich Anna Achmatowa; er konnte ganze Passagen auf Italienisch auswendig. Sein »Gespräch über Dante« ist gewiss der wichtigste Essay überhaupt im Werk Ossip Mandelstams. In kühnen Metaphern nähert sich Mandelstam darin dem Werk Dantes und erkundet das dynamische Wesen der Poesie. Sein Essay ist ein Versuch über Bewegung, Gehen und Denken, über das Unterwegssein im Wort. Er ruft unüberhörbar auch nach einer politischen Lesart, ist Vertiefung in das Los eines Verbannten, verschwörerischer Geheimcode zwischen verfemten Dichtern, letztlich ein Versuch, die »Obertöne der Zeit« zu hören und Dantes Gesänge als »Gerät zum Einfangen der Zukunft« für die moderne Dichtung zu gewinnen. Ralph Dutli, einer der besten Kenner Mandelstams, untersucht diesen zentralen Text in dessen Werk und gibt neue Anregungen zur Erkundung der Strahlkraft des großen Dichters und Philosophen Dante Alighieri in der Weltliteratur.

Ralph Dutli geb. 1954, studierte in Zürich und Paris Romanistik und Russistik, lebt als freier Schriftsteller in Heidelberg. Er ist Romanautor, Lyriker, Essayist, Biograph, Übersetzer und Herausgeber der 1985 bis 2000 erschienenen zehnbändigen Ossip-MandelstamGesamtausgabe. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. den Johann-Heinrich-Voß-Preis 2006 der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, den Rheingau Literaturpreis 2013 und den Preis der LiteraTour Nord 2014 für seinen Roman »Soutines letzte Fahrt«, sowie den Düsseldorfer Literaturpreis 2014 für sein literarisches Gesamtwerk.


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»Bin von einem Entzücken ins andre geraten und habe mich durch allerhand Tiefsinn hindurchgelacht.« Peter Rühmkorf über Matthias Politycki

Matthias Politycki Reduktion & Tempo

Als Erzähler unterwegs im 21. Jahrhundert Mit einer Vorbemerkung von Martin Huber Göttinger Sudelblätter; Begründet von Heinz Ludwig Arnold Hg. Von Thorsten Ahrend und Thedel v. Wallmoden 48 Seiten, engl. Broschur; ca. 12,90 (D), 13,30 (A) ISBN 978-3-8353-3062-7 Auch als E-Book Februar   WG 1118

Matthias Politycki Reduktion & Tempo

Als Erzähler unterwegs im 21. Jahrhundert »Das größte Abenteuer ist die Sprache« – das klingt gut, findet Matthias Politycki, aber eigentlich hält er diesen Satz für eine Armutserklärung notorischer Stubenhocker. Das heißt natürlich nicht, dass ein Schriftsteller Sprache weniger wichtig nehmen darf, Politycki bekennt, »in Sprache vernarrt zu sein wie eh und je«, aber dennoch: die wirklichen Abenteuer sind die Erfahrungen in der Welt, und die schlagen sich auch nieder in einer »wahrhaftigeren« Sprache. Ironisch blickt Politycki auch auf die eigenen Schreibanfänge vor Jahrzehnten zurück, auf die bemühte Artistik jener Werke, die ihm erst nach einem Prozess längeren Erfahrungssammelns als solche erkennbar wurde. Vier Punkte benennt er, die für sein Schreiben konstitutiv sind, zwei inhaltliche, zwei formale: Relevanz, Authentizität, Tempo und Reduktion. Und wie Politycki dann den Marathonlauf zur Metapher des Erzählens erhebt, das ist überraschend, verblüffend, einleuchtend. Größtmögliches Tempo, keine Mätzchen, Konzentration aufs Notwendige mit Blick aufs Ergebnis.

Matthias Politycki geb. 1955, studierte in München und Wien Neuere Deutsche Literatur, Philosophie und Theaterund Kommunikationswissenschaften. Seit 1990 ist er freier Schriftsteller, er schreibt Gedichte, Romane, Erzählungen, Essays, lebt in Hamburg und München. Spätestens mit »Weiberroman« (1997) und »Ein Mann von vierzig Jahren« (2000) wurde er einem großen Publikum bekannt, 2015 erschien »42,195. Warum wir Marathon laufen und was wir dabei denken«; im April 2017 wird herauskommen: »Schrecklich schön und weit und wild. Warum wir reisen und was wir dabei denken«.


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Friedrich Rückert brachte die orientalische Literatur nach Europa. Kann sein Orientbild angesichts der zunehmenden Islamophobie helfen, Brücken zu schlagen?

Stefan Weidner Fluchthelferin Poesie

Friedrich Rückert und der Orient Göttinger Sudelblätter Begründet von Heinz Ludwig Arnold. Hg. von Thorsten Ahrend und Thedel v. Wallmoden

62 S., engl. brosch. € 12,90 (D); € 13,30 (A) ISBN 978-3-8353-1986-8 Auch als E-Book Januar   

Stefan Weidner Fluchthelferin Poesie Friedrich Rückert und der Orient

Friedrich Rückert zu lesen heißt abzutauchen in zwei Vergangenheiten: in die des Abendlands und die des Orients. Was hat der Poet heute noch angesichts der aktuellen Krisen­ situation zu sagen? Stefan Weidner unterzieht den Dichter und polyglotten Übersetzer der orientalischen Literaturen einer Neulektüre vor dem Hintergrund des aktuellen politischen Spannungsfelds zwischen arabischer Welt und Europa. Was der Orient im 19. Jahrhundert für Rückert war, scheint im 21. Jahrhundert für die aus der arabischen Welt kommenden Flüchtlinge Europa zu sein: Beide idealisieren und romantisieren ihren Sehnsuchtsort. Aber während es Rückert erspart blieb, mit der Wirklichkeit in der arabischen Welt konfrontiert zu werden, prallen heute die Flüchtlinge mit ihren Hoffnungen gegen die europäische Wirklichkeit. Und der Orient als Sehnsuchtsort, wie er in den Übersetzungen Rückerts aufscheint, gerät immer stärker in Konflikt mit den aktuellen Bildern. Stefan Weidner zeigt in seiner Analyse dieser Diskrepanz, wie es mit Hilfe von Rückerts poetischem Blick auf die arabische Welt gelingen kann, sich von der medialen Verfremdung und dem einseitig gegenwartsbezogenen Blick auf den Orient freizumachen. 

Stefan Weidner geb. 1967, lebt als Autor, Islamwissenschaftler und Übersetzer in Köln. Seine Essays, Buchkritiken und Reiseberichte erscheinen in der FAZ, in der ZEIT und in der Süddeutschen Zeitung. Ausgezeichnet wurde er u. a. mit dem Clemens Brentano Preis der Stadt Heidelberg und dem Johann-Heinrich-Voß-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.


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John Burnside »Wo die Exekutive ihre Finger einzieht?«

Wie die Poesie im Zeitalter des Kultur-Totalitarismus überlebt

»Where executives would never want to tamper?«

How poetry survives in an age of cultural totalitarianism Berliner Rede zur Poesie, Bd. 2

Deutsch / Englisch Aus dem Englischen von Iain Galbraith ca. 80 Seiten, geb., Festeinband ca. 13,90 (D), 14,30 (A) ISBN 978-3-8353-3063-4 Auch als E-Book Juni    WG 1118

Oswald Egger Was nicht gesagt ist Berliner Rede zur Poesie, Bd. 1 48 S., 14 Abb., geb., Festeinband 12,90 € (D); 13,30 € (A) ISBN 978-3-8353-1982-0 Auch als E-Book Bereits erschienen!   WG 1118

John Burnside »Wo die Exekutive ihre Finger einzieht?« Wie die Poesie im Zeitalter des Kultur-Totalitarismus überlebt Berliner Rede zur Poesie 2 Seit dem Herbst 2016 gibt es in Deutschland ein Haus für Poesie. Diesen Namen hat sich die Literaturwerkstatt Berlin gegeben, die sich seit langem mit dem »poesiefestival berlin«, mit dem Gedichteportal lyrikonline.org und zahlreichen Lyriklesungen für diese Gattung engagiert. Die Umbenennung wurde im Berliner Rathaus gefeiert, und Oswald Egger hielt die erste vielbeachtete »Berliner Rede zur Poesie«, die im Wallstein Verlag eine neue Reihe begründet. Am 9. Juni 2017 wird die Berliner Rede zur Poesie erstmals im Rahmen des poesiefestivals berlin gehalten werden, von dem international mit den höchsten literarischen Auszeichnungen gewürdigten schottischen Autor John Burnside, einem »Erzähler von Weltrang und einem eminenten Lyriker« (Tobias Döring, FAZ). Burnside zeigt in seinem Vortrag, ausgehend von einem Gedicht W. H. Audens, wie die Poesie überlebt und uns im gleichen Atemzug an unsere animalischen und imaginativen Kräfte erinnert, an die Kreatürlichkeit, die wir mit allen anderen lebenden Wesen teilen, sowie an eine ökologische Vision, die uns ermöglicht, neue Formen des Widerstands gegen die Macht der Manager zu entdecken und erfinden.

John Burnside geb. 1955 in Dumferline, Schottland. Er studierte Englisch und europäische Sprachen in Cambridge und lebt seit 1996 als freier Schriftsteller im schottischen Fife. Burnside schreibt Romane (auf Deutsch veröff. bei Knaus); Erzählungen, Gedichte (auf Deutsch veröff. bei Hanser) und gilt als einer der renommierte­ sten und erfolgreichsten europäischen Autoren. Geehrt wurde er u. a. mit dem Whitbread Poetry Award, dem T. S.-Eliot-Preis, und dem Petrarca-Preis.


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• Lesungen in allen Literaturhäusern des Netzwerks: Basel, Berlin, LCB, Göttingen, Graz, Hamburg, Köln, Leipzig, Rostock, Salzburg, Stuttgart, Wien, Wiesbaden, Zürich

Vierzehn literarische Brieffreundschaften aus ganz Europa diskutieren über Zustand und Zukunft ihres Kontinents. Interessante Zeiten, könnte man sagen. Fragile. Europäische Korrespondenzen Zusammengestellt vom Netzwerk der Literaturhäuser die horen. Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik, Bd. 265. Herausgegeben von Jürgen Krätzer ca. 320 S., ca. 10 Abb., brosch. ca. € 16,50 (D); € 17,00 (A) ISBN 978-3-8353-3037-5 März   WG 1562

Interessante Zeiten, könnte man sagen.

Fragile. Europäische Korrespondenzen die horen, Band 265

Der »Versuch Europa«, der Versuch, ein nationenübergreifendes Gemeinschaftsmodell zu imaginieren und zu stabilisieren, bleibt politisch und kulturell brisant. Das Netzwerk der Literaturhäuser hat deshalb vierzehn Autorinnen und Autoren aus den Ländern Europas eingeladen, mit Briefpartnern im deutschsprachigen Raum in einen mehrmonatigen Austausch über aktuelle gesellschaftliche, kulturelle oder politische Themen zu treten, die Ihnen ebenso wertvoll wie gefährdet erscheinen. Viele Autorinnen und Autoren leben in anderen als ihren Geburtsländern, sie reisen viel und sind mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen europäischen Ländern im Kontakt, sie sind Seismographen der Stimmungen und Diskussionen, die Europa beschäftigen. Die Briefpartner sind Jan Wagner und Nikola Madzirov, Irena Brežná und Anna Schor-Tschudnowskaja, Katharina Schultens und Cristina Ali Farah, Carmen-Francesca Banciu und Mirela Ivanova, Martin Pollack und Yevgenia Belorusets, Annika Reich und Zeruya Shalev, Ingo Schulze und László Gyory, Georg Klein und Victor Martinovich, Carlo Ihde und Szczepan Twardoch, Karl-Markus Gauss und Dževad Karahasan, Björn Bicker und Ece Temelkuran, Kathrin Röggla und A.L. Kennedy, Antje Rávic Strubel und Lena Andersson, Ruth Schweikert und Cécile Wajsbrot.

Die Herausgeber Im Netzwerk der Literaturhäuser entwickeln und veranstalten 14 Literaturhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit verschiedenen Partnern inter­ nationale Projekte wie Länderschwerpunkte, bilaterale Stadtschreiberprojekte, Plakataktio­ nen wie »Poesie in die Stadt« und Veranstaltungsreihen, zuletzt »August 1914. Autoren blicken auf die Städte Europas«. Ziel ist es, zu zeigen, wie es auch im digitalen Zeitalter möglich ist, deutschsprachige und internationale Gegenwartsliteratur zeitgemäß und innovativ zu verbreiten.


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Eine Enzyklopädie der Bergpässe: Alpine Verbindungswege im Blick von Kulturwissenschaftlern und bekannten Autoren.

… immer steigend, kommt Ihr auf die Höhen Bergübergänge Herausgegeben von Andreas Erb und Christof Hamann die horen. Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik, Bd. 266. Herausgegeben von Jürgen Krätzer ca. 180 S., ca. 24, z.T. farbige Abb., brosch. ca. € 14,00 (D); € 14,40 (A) ISBN 978-3-8353-3038-2 Juni   WG 1562

… immer steigend, kommt Ihr auf die Höhen

Bergübergänge die horen, Band 266

Hochgelegene Regionen verbinden wir heute oftmals mit den Namen herausragender Berge, dem Matterhorn, dem Kilimandscharo, dem Mount Everest. Wurden die Gipfel lange Zeit als Orte des Zwiegesprächs zwischen Göttern und Menschen angesehen, so schufen die Pässe hingegen vielfältige Verbindungen zwischen den Menschen selbst. Handelswege, Schmugglerwege, Kriegswege, Pilgerwege: Pässe bilden Einbuchtungen in den ansonsten nur schwer zu überquerenden Gebirgsriegeln. Sie sind Orte eines vielfältigen Verkehrs von Menschen, Tieren, Dingen, von Erlaubtem und Verbotenem, auch Möglichkeitsräume, an denen zukünftige Ereignisse zum Greifen nahe scheinen. Pässe stiften daher auch Ideen und Fantasien. Mit Essays u. a. von Iso Camartin, Udo Friedrich, Lucas Mario Gisi, Alexander Honold, Rolf Parr, Barbara Piatti, Angela Steidele und Manfred Weinberg. Mit Lyrik und Prosa u.a. von Marcel Beyer, Nico Bleutge, Martin R. Dean, Tim Krohn, Volker Kutscher, Klaus Merz, Klaus Modick, Karl-Heinz Ott, Angelika Overath, Annette Pehnt, Marion Poschmann, Norbert Scheuer, Tom Schulz, Ulf Stolterfoth, Alain Claude Sulzer, Leo Tuor, Theresia Walser und Peter Wawerzinek.

Die Herausgeber Andreas Erb, geb. 1958 in Baden-Baden, ist Bildender Künstler und Literaturwissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen. Veröffentlichungen u. a.: Antje Rávic Strubel: Schlupfloch Literatur (Hg., 2016); Bernhard Jaumann: Tatorte und Schreibräume – Spurensicherungen (Hg., 2015); Von hier aus (zusammen mit Norbert Scheuer, 2013). Christof Hamann, geb. 1966 in Überlingen am Bodensee, ist Schriftsteller und Professor für Literaturwissenschaft an der Universität zu Köln. Veröffentlichungen u. a.: Institutionen der Pädagogik. Studien zur Kultur- und Mediengeschichte ihrer ästhetischen Formierungen (Mithg., 2016); Zwischen Normativität und Normalität. Zur diskursiven Position der ›Mitte‹ in populären Zeitschriften nach 1848 (2014); Nur ein Schritt bis zu den Vögeln. Roman (2012).


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• Lesereise in Planung

In jedem seiner Romane wagt Lukas Bärfuss sich auf neues Terrain. In »Hagard« folgt er einem Verfolger, und als Leser fühlt man sich fortwährend ganz nah an dessen Kopf.

Lukas Bärfuss Hagard Roman

ca. 190 S., geb., Schutzumschlag ca. € 19,90 (D); € 20,50 (A) ISBN 978-3-8353-1840-3 Auch als E-Book März   WG 1112

oten! Bereits angeb

Lukas Bärfuss Hagard Roman

Ein Mann, eben stand er während des Feierabendgedrängels noch am Eingang eines Warenhauses, folgt aus einer Laune heraus einer Frau. Er kennt sie nicht, sieht sie auch nur von hinten, aber wie in einem Spiel sagt er sich: Geht sie dort entlang, folge ich ihr nicht weiter; geht sie in die andere Richtung, spiele ich das Spiel noch eine kleine Weile weiter. Es bedeutet ja nichts, niemand kommt zu Schaden, und der Abstand in der Menge ist so groß, dass die Frau es gar nicht bemerken wird. Eher ist es eine sportliche Aufgabe, sie in der Menge nicht zu verlieren. In einer knappen Stunde hat Philip ohnehin einen wichtigen Termin. Aber schon fragt er sich, ob der nicht auch zu verschieben wäre, bis zur Abendverabredung bliebe ja noch etwas Zeit. Was ihn bewegt, ist erst einmal unklar. Ist der Verfolger einfach ein gelangweilter Schnösel? Ein Verrückter? Ein Verbrecher? Er scheint selbst vor etwas zu fliehen. Etwas Bedrohliches liegt in der Luft, etwas Getriebenes. Ein atemloser Sog entsteht, in den auch der Leser gerät, je länger die Verfolgung anhält. Allen Sinneswahrnehmungen haftet etwas beunruhigend Surreales an. Die aufgerufenen Fragen über unsere Lebenswirklichkeit im 21. Jahrhundert gewinnen eine unabweisbare Schärfe.

Lukas Bärfuss geb. 1971 in Thun/Schweiz, Dramatiker und Romancier, Essayist. Seine Stücke werden weltweit gespielt, seine Romane sind in etwa zwanzig Sprachen übersetzt. Lukas Bärfuss lebt in Zürich. Preise u. a.: Mühlheimer Dramatikerpreis (2005), Anna-SeghersPreis (2008), Mara-CassensPreis (2008), Schillerpreis der Schweizerischen Schillerstiftung (2009), Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis (2009), Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster (2010), sowie Ber­ liner Literaturpreis (2013), Solothurner Literaturpreis (2014), Schweizer Buchpreis (2014), Nicolas-Born-Preis 2015.


Literatur bei Wallstein: Daniela Danz Lange Fluchten Roman

Ludwig Laher Überführungsstücke Roman

146 S., geb. 18,90 € (D); 19,40 € (A) ISBN 978-3-8353-1841-0

178 S., geb., Schutzumschlag 19,90 € (D); 20,50 € (A) ISBN 978-3-8353-1876-2

Ihre Favoriten 2016

3. Aufl. Matthias Zschokke Die Wolken waren groß und weiß und zogen da oben hin Roman

Wilhelm Busch Umsäuselt von sumsenden Bienen Schriften zur Imkerei

220 S., geb., Schutzumschlag 19,90 € (D); 20,50 € (A) ISBN 978-3-8353-1875-5

48 S., 14 Abb., geb. 12,90 € (D); 13,30 € (A) ISBN 978-3-8353-1868-7

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2. Aufl.

3. Aufl.

Teresa Präauer Oh Schimmi Roman

Lot Vekemans Ein Brautkleid aus Warschau Roman

204 S., geb., Schutzumschlag 19,90 € (D); 20,50 € (A) ISBN 978-3-8353-1873-1

Aus dem Niederländischen von Eva M. Pieper und Alexandra Schmiedebach 253 S., geb., Schutzumschlag 19,90 € (D); 20,50 € (A) ISBN 978-3-8353-1601-0

Bayern Thomas Romberger c /o Vertreterbüro Würzburg Huebergasse 1 D-97070 Würzburg Tel: (09 31) 1 74 05 Fax: (09 31) 1 74 10 romberger @vertreterbuero-wuerzburg.de Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern Peter Wolf Jastrow c/o Verlagsvertretungen Jastrow + Seifert + Reuter Cotheniusstraße 4 D-10407 Berlin Tel: (0 30) 44 73 21 80 Fax: (0 30) 44 73 21 81 service@buchart.org Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein Torsten Hornbostel Michaela Wagner Winsener Straße 34  a D-29614 Soltau Tel: (05191) 606665 Fax: (05191) 606669 Hornbostel-Verlagsvertretungen @t-online.de Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Luxemburg Raphael Pfaff An den Drei Hohen 51 D-60435 Frankfurt / M. Tel: (0 69) 54 89 03 66 Fax: (0 69) 54 90 24 raphael.pfaff@web.de

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TE R E SA PR Ä AUE R

OH SCHIMMI »Großartig, genial, einzigartig, unabhängig von allem Betriebsdruck«

»Verspielt, kalauernd und einfallsreich«

Swantje Karich, Die literarische Welt

»Dieser Monolog eines übermütigen und schamlosen Tauge­ nichts reisst mit. Betört, verblüfft, amüsiert und bezaubert.«

»›Oh Schimmi‹« ist nicht nur albern, sondern auch klug, ja sogar der eigenen Autorin gegenüber subversiv.« Insa Wilke, Süddeutsche Zeitung

»Wir sind in Lauf der Lektüre durch etliche doppelte Böden gerasselt. Mit dem allergrößten Vergnügen« Kristina Pfoser, ORF Morgenjournal

Rainer Moritz, Deutschlandradio Kultur

Marina Bolzli, Berner Zeitung

»Ein verbales Feuerwerk, das leuchtet und funkelt bis zum Schluss.« Konrad Holzer, BUCHKULTUR

»Ihre Sprache ist ein Ereignis«

»Ein durchgeknallter Zuckerschock, der auch häppchenweise Spaß macht.«

Katrin Schumacher, MDR KULTUR Café

Julia Schafferhofer, Kleine Zeitung

Teresa Präauer »hat (…) einen formvollendet freien Roman geschrieben, verrückt, verstörend sehr komisch und auch tragisch«

»Es ist verblüffend und höchst unterhaltsam zu lesen, wie plausibel dieser Schimmi allein aus der Logik seiner Sprache heraus gerät«

Alexander Cammann, Die Zeit

Eva Behrendt, die tageszeitung Teresa Präauers Lesereise geht weiter: • Rottenmann (30.12.2016) • St. Johann in Tirol (25.01.2017) • Innsbruck (26.01.2017) • Linz (02.02.2017) • München (07.02.2017) • Brüssel (21.02.2017) • Wiesbaden (22.02.2017) • Kiel (23.02.2017) • München (26.05.2017) • Hinterthiersee (14.11.2017) Zahlreiche weitere Lesungen sind geplant.

Teresa Präauer Oh Schimmi Roman

www.wallstein-verlag.de

204 S., geb., Schutzumschlag 19,90 € (D); 20,50 € (A) Auch als E-Book ISBN 978-3-8353-1873-1

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