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ER NS TE ÄS

IND 2016/2017

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Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - periodicitá quattordicinale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE BOLZANO Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - erscheint 14-tägig - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, NE BOZEN

IM VINSCHGAU

WILLKOMMEN IM VINSCHGAU

WINTER

FREERIDEN IM VINSCHGAU SKILEHRER IM PORTRAIT 7 SKIGEBIETE


www.forst.it www.beviresponsabile.it


WINTERWIND 2016/17 INHALT

INHALT 4 Impressionen Wintersportparadies Vinschgau 8 Die Ortler Skiarena 10 ...mehr als Skifahren

Skigebiet Schöneben

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Für die ganze Familie Skigebiet Haideralm

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Wintergenuss Erlebnisberg Watles

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Klein und Fein Skigebiet Minschuns

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Ein Tal steht Kopf Tour de Ski im Val Müstair

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Unvergleichliches Panorama Skigebiet Trafoi

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Skigebiet mit Herz Skigebiet und Ferienort Sulden

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Im Nationalpark Winter im Martelltal

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Viele Möglichkeiten Winter im Schnalstal

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Mit der Kraft der Gletscher Die Kosmetiklinie „Glassise“

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Klettern im Winter Klettersteig bei Unterstell

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Mein Gletscher Blick ins Kaunertal

Vinschgerwind Impressum

Reportage: 14 Reportage: Freeriden 18 Kampf der Drachen

Blick in die lokale Szene

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Sicherheit

Tipps vom Fachmann

Reportage: Skilehrer

Die Alten und die Jungen

Respekt

Wildtiere und Wintersport

Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451

www.vinschgerwind.it

Chefredakteur: Erwin Bernhart (redaktion@vinschgerwind.it) Grafik&Layout: Hartwig Spechtenhauser Mitarbeit: Magdalenea Dietl Sapelza, Angelika Ploner, Anna Alber, Andreas Waldner, Wolfgang Platter, Alfred Plangger, Kerstin Erhard, Beate Rubatscher, Michaela Hohenegger, Stephan Gander, David Stocker, Roland Folie, Tanja Santer, Verena Ennemoser, Niculin Meyer, Fotos: Ortler Skiarena, Skigebiete - Schöneben, Watles, Minschuns, Trafoi, Sulden, Schnals, Kaunertal, Ferienregion Reschenpass, Alfred Plangger, Stephan Gander, Alex Filz, Frieder Blickle, Enno Kapiza, Andrea Badrutt, Claudio Daguatti, Dominik Täuber, Daniel Zangerl Werbung: Edwina Oberthaler, Richard Spechtenhauser; Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57; Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005; Eingetragen in ROC:Nr.12485

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WINTER WILLKOMMEN

WILLKOMMEN IN DEN SKIGEBIETEN UND WILLKOMMEN IN DEN SEITENTÄLERN DES VINSCHGAUS Wintersportorte, sind eine tragende Säule im Tourismusgeschehen des Vinschgaus. Wintersportorte werden aber auch von uns Einheimischen gern besucht. Der Sport oder die Freizeitgestaltung im Winter - Skifahren, Snowboarden, Langlaufen, Schlittenfahrten, Skitouren, Skikiten, Wandern... - ist gleichzeitig Erholung, Ertüchtigung, Ausgleich und Tankstelle für Geist und Körper. Das Angebot im Vinschgau, von Schnals über Martell bis Sulden, Watles, Haideralm, Schöneben hin zu Schlinig, Matsch und Langtaufers ist vielfältig. Die Auswahl, was am Wochenende, in den Ferien, an freien Tagen, am Nachmittag unternommen werden kann, ist so breit gefächert, dass es allen möglich ist, den Vorlieben nachzugehen. Auch was das Essen und Trinken betrifft, ist man in den Skigebieten, in den im Winter geöffneten Almhütten bestens gerüstet. Einen schönen Winter mit viel Schnee, viel Sonne und viel Betätigung im Freien wünschen wir uns und allen unseren LeserInnen. Ihr Vinschgerwind-Team

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WINTER WILLKOMMEN

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VERRÜCKTE KIDS

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VERRÜCKTE KIDS

VERRÜCKT: Auf die Bedürfnisse und ­Wünsche der Kids reagieren viele Skigebiete Snowparks sind angesagt, in denen verrückte und waghalsige Sprünge versucht und vollendet werden. IND

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ORTLER SKIARENA

GENUSSGIPFEL

„ORTLER SKIARENA“ In der Ortler Skiarena erwarten Dich 15 schneesichere Skigebiete, die von November bis Mai abwechslungsreiches Wintervergnügen garantieren. Freu Dich auf 330 km erstklassige Pisten bis hinauf über 3.000 m und traumhafte ­Naturlandschaften. Unbegrenzter Winterspaß in Südtirol für die ganze Familie.

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5 Skigebiete 330 Pistenkilometer = 1 Skipass von Schöneben am Reschen bis zum Rosskopf/ Sterzing und Ladurns/Gossensaß. Das ist die Ortler-Skiarena. Auch heuer bietet das Skikarussell besonders für Familien viel Abwechslung. Aufgrund der exzellenten Infrastruktur kommt es zudem zu keinen langen Wartezeiten an den Liften, dafür

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aber warten prämierte Skikindergärten, Skischulen und zahlreiche Hütten mit grosszügigen Sonnenterrassen. Der höchste Berg Südtirols ist der Ortler mit 3.905 Metern Meereshöhe. Um diesen Berg herum haben sich die anderen Berge zu verneigen. Und um diesen Berg herum gruppieren sich die Skigebiete im Westen Südtirols. Nicht umsonst schmückt sich eine Gruppe von 15 Skigebieten mit dem

majestätischen Namen „Ortler Skiarena“. Es sind die kleinen und feinen Skigebiete, die sich in eine einzigartige Bergwelt schmiegen, die Erholung und Entspannung abseits von Hektik bieten. Gastfreundschaft und Gemütlichkeit werden in diesen Skigebieten großgeschrieben, vor allem Familien und Kindern gegenüber. Die Skigebiete der „Ortler Skiarena“ sind Ideen- und Impulsgeber in einer großen Ferienregion Südtirols.


SKIGEBIET SCHÖNEBEN

SCHÖNEBEN

...MEHR ALS SKIFAHREN Das Skigebiet Schöneben heimst regelmäßig internationale Preise in verschiedenen Kategorien ein und beweist auch damit höchste Qualität (Skigebietstest - Skiarea und Skiresort). Heuer etwa war Schöneben „Geheimtipp führendes Skigebiet bis 40 km Pisten“. Jede Saison bietet Schöneben Neues, neben Bewährtem. Neugierig? Willkommen! Text: Alfred Plangger | Fotos: Skigebiet Schöneben

Mehr Informationen Skigebiet www. schoeneben.it www.snowpark-schoeneben.it

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Tourismusverein FERIENREGION RESCHENPASS Tel. 0039 0473 63 31 01 www.reschenpass.it

Skischulen: www.skischule-reschen.it www.schneesportschule.it


SKIGEBIET SCHÖNEBEN

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enn Sie richtigen Winterurlaub erleben wollen, mit allem, was zu einem unvergesslichen Schneevergnügen gehört, dann kommen Sie ins Skiparadies „Schöneben“ am Reschenpass. Hier erwarten Sie die schönsten Pisten für alle Ansprüche: Allroundfahrer – Anfänger – Fortgeschrittene – Profis und die, die es noch werden wollen. Die abwechslungsreichen Abfahrten sind vor allem ideal für Familien. Dank modernster und optimierter Beschneiungsanlagen und Pistengeräte garantiert unsere professionelle Mannschaft für bestens präparierte Pisten bis Ende April. Daher sind dem Skivergnügen im Skiparadies Schöneben keine Grenzen gesetzt. Ein kontinuierlicher und kostenloser Zubringerdienst bringt Sie täglich zur Talstation. Von dort aus gelangen Sie mit modernsten Aufstiegsanlagen ohne Wartezeiten ins schneesichere und sonnige Skivergnügen bis auf 2.350 m Meereshöhe.

Modern und schneesicher Ausgedehnte Carving-Hänge, schwungvolle Abfahrtspisten und ein toller, professioneller Fun- und Spaßpark für Boarder bringen Spaß und Abwechslung in den Skitag. Der Snow-Park Schöneben wurde erweitert und mit einem ParkSetup stehen unglauabliche 55 Obstacles, darunter 4 neue Jibs, davon zwei Rails, und eine Beginner Line zur Verfügung. In der Creative Area, bestehend aus 8 verschiedenen Obstacles, ist der Fantasie keine Grenze gesetzt. In unserem wunderbaren erweiterten Kinderland tummeln sich die Kleinen und Kleinsten und freuen sich auf unser Maskottchen „Schöni“. Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener, eine Fahrt durch das Kinderland wird zum Erlebnis. Drei Förderbänder bringen Sie in die Höhe und gleichzeitig können Sie die herrliche Bergwelt der Umgebung und fast das gesamte Skigebiet

bewundern. Durch die unterschiedlichen Längen und Neigungen der Abfahrten ist das Kinderland ideal zum Erlernen des Skifahrens und zum Vertiefen der bereits vorhandenen Kenntnisse. Kinder und Erwachsene tummeln sich im Kinderland und erwecken das Areal zum Leben. Verschiedenste Angebote der Skischule Reschen können im Kinderland perfekt umgesetzt werden. Besonders der Skikindergarten mit Ganztagsbetreuung erfreut sich großer Beliebtheit. Die Lage und Ausstattung des Kinderlandes ermöglicht den Kindern, auf spielerische Weise das Skifahren zu lernen und bietet viele Möglichkeiten, den Nachmittag bei Ski, Spiel und Spaß zu verbringen. Ein besonderes Highlight im Kinderland ist der Besuch von „Schöni“, dem Maskottchen des Skigebiets Schöneben. Mit Skikünsten und Tanzeinlagen begeistert er die Kinder und wird zum beliebten Fotomodell. Im neuen modernisierten SelfserviceRestaurant werden Sie mit traditionellen und italienischen Gerichten verwöhnt. Auf der Sonnenterrasse erhalten Sie an der Eisbar gegen einen kleinen Unkostenbeitrag Liegestühle und Decken. Action ist bei der sonntäglichen Live-Musik in Schöneben, beim Après-Ski und überall, wo der Einkehrschwung hinführt, angesagt.

SCHNEESKULPTUR 2016 (ca. 1000 m3 Schnee wurden in vier Wochen in 300 Stunden verarbeitet) Ochs am Berg Künstler Urban Plagg mit Helfer Herbert Folie Die Schneeskulptur repräsentiert die Schlagkraft des Moschus-

Skifahren und mehr

ochsen und basiert auf dem so

Freunde des Langlaufs finden in der Ferienregion Reschenpass ein wahres „Loipen-Eldorado“ mit hervorragend gepflegten Pisten und abwechslungsreichen Langlauftouren durch Wälder, den Seen entlang, nach Österreich und in die Schweiz: Dreiländerloipe – Weißkugelloipe – Reschenseeloipe. An skifreien Tagen kommt keine Langeweile auf. Geräumte Winterwanderwege, Eissegeln, Pferdeschlittenfahrten und Eisschnelllauf auf dem Reschensee, drei beleuchtete Rodelbahnen (bis 24.00 Uhr) sorgen für Abwechslung während des Winterurlaubs bei uns in der Ferienregion Reschenpass.

genannten David-Goliath-Prinzip. Der Ochse steht für die enorme Willenskraft, mit der er es schafft, Berge zu versetzen. „Jeder Einzelne ist in der Lage, seine Ideen und Träume zu verwirklichen, solange man nur stark dafür arbeitet und daran glaubt“, so Urban Plagg und Herbert Folie.

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SKIGEBIET SCHÖNEBEN

TOP VERANSTALTUNGEN IM SKIGEBIET SCHÖNEBEN 10.12.2016 — 23.12.2016 Skistart im Skiparadies Reschenpass Endlich ist es wieder soweit, die neue Skisaison im Skiparadies Reschenpass startet. Das Skiopening 2016/2017 wird gebührend gefeiert, mit Spezialpreisen vom 10.12.2016 23.12.2016. Tagesskipass: Erwachsene, Jugendliche und Senioren: 22,00 € Kinder (Jahrgang 2002-2011): 14,00 € Jugendliche und Senioren: 22,00 €.

07.01.2017 — 23.04.2017 Live Musik in Schöneben - fast jeden Sonntag - auf der Sonnenterasse am Selfrestaurant (wetterabhängig) Beginn: ab 11:30 Uhr

16.12.2016 Auf die Felle, fertig, los Schöneben, Haideralm, Langtaufers Das Skigebiet Schöneben ist am 16. Dezember 2016 der Auftakt für die 5. Ausgabe des Dynafit Vinschgaucups, die Serie von insgesamt fünf Skitouren- und Schneschuhrennen im Vinschgau. Die ca. 200 Teilnehmer, ausgerüstet mit einer Stirnlampe, stürmen die Pisten hoch, dabei wird immer zwischen einer Renn- und Hobbykategrie unterschieden. Von den 20 € Startgeld, die ein Nudelgericht, den Kleidertransport und eine Tombola beinhalten, gehen ­ 5­€ al Spende an die Kinderkrebshilfe. Weitere Termine: 20.01.2017: Dynafit Vinschgau Cup auf der Haider Alm 11.02.2017: Dynafit Vinschgau Cup in Langtaufers Melden Sie sich jetzt schon an! http://www.ski-running. com/dynafit-vinschgaucup/anmeldung/

07.01.2017 Battle ROJal Schöneben - QParks Tour Freunde des Winters seid gespannt auf die heurige Contest Saison denn die erfolgreiche QParks Tour ist zurück! Dieses Jahr wieder mit jeder Menge Action. Der Tourstop im Jahr 2017 im Snowpark Schöneben mit optimalen Bedingungen! Die QParks Tour bietet vor allem aufstrebende, junge Rider die Möglichkeit sich unter professionellen Wettkampfbedingungen ins Rampenlicht der Szene zu shreddern! Auch als Zuschauer sollte man das Event auf keinen Fall verpassen, denn neben atemberaubender Contetaction ist auch ein feines Rahmenprogramm geplant. Wann: 07.01.2017 Wo: Schöneben Beginn: 09.00 Uhr Kontakt: Snowpark Schöneben, Telefon: 0473 633333, Webside: http://www.snowpark-schoeneben.com

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NATIONALPARK STILFSERJOCH

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OBERLAND DRACHEN

KAMPF MIT DEM „Was auf dem Wasser Spaß macht, muss auch im Schnee funktionieren“, dachten sich die Pioniere des Snowkitens. Der neue Trend ist längst auch im Top-Snowkite-Revier am Reschenpass angekommen, wo es drei zum Snowboard-Mekka gewordene Hotspots für die Lenkdrachen-Wintersportler gibt. Hier wurden schon mehrfach Snowkitemeisterschaften ausgetragen.

Text u. Foto: Andreas Waldner

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läche und Schnee, Wind und Sonne - das versprechen die 3 TopSnowkit-Hotspots am Reschenpass sowohl in St.Valentin, als auch in Graun und in Reschen. Kitesurfer und Snowkiter haben nicht nur gerne Wasser in der Nase, sondern auch Schnee um die Ohren. Der Tanz der bunten Drachen fasziniert nicht nur sie, sondern auch Zuschauer, Wanderer und Reisende. Mit gewagten Sprüngen und Fahrten mit vollem Karacho wetteifern die Kitepiloten und brausen sogar Wies aufwärts. An schönen Tagen mit gutem Wind tummeln sich schnell über 100 Kiter auf den gefrorenen Seen. Hier, im eines der besten Snowkitereviere überhaupt, wurden schon mehrfach Snowkitemeisterschaften ausgetragen. Da der Reschen-Pass eine Nord-Südverbindung darstellt, sind

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hier NW-N und S-SO die Hauptwindrichtungen. Die Geographie hat den Reschensee sozusagen zu einem Windloch gemacht. Das freut die Snowkiter. Sehr gute Bedingungen haben sie sowohl bei einer Nordströmung, als auch beim Südostwind. Die Bedingungen zum Snowkiten im Oberland sind, kurz und bündig, ideal. Neben den ebenen Flächen der zugefrorenen Seeen stehen auch Wiesen der schiefen Ebene zur Verfügung. Vor allem die unendliche, gleichmäßige Oberfläche der Seeen macht es Anfängern leicht, das Snowkiten zu lernen, weil weder Unebenheiten, Bäume, Hochspannungsleitungen, noch unübersichtliche Kuppen und andere Hindernisse zu überwinden sind. Snowkiten ist viel einfacher als Kitesurfen auf dem Wasser. Schon nach wenigen Stunden können Anfänger Snowkiten. Dabei lässt man sich von einem Lenkdra-

chen über den Schnee ziehen. Man kann sowohl Skier, Carver oder Kurzskier als auch ein Snowboard verwenden. Alles was man dafür benötigt, ist eine geeignete Ausrüstung, genug Platz und natürlich entsprechenden Wind. Snowkiten ist kein Extremsport. Er kann sicher und kontrolliert mit optimalem Material betrieben werden und ist für alle Gewichts- und Könnerstufen geeignet. Und das beste: Snowkiter brauchen keine aufwändig präparierten Pisten und teuren Liftanlagen, sondern nur Ski, Schnee, Wind, eine weite Fläche ohne Hindernisse und einen Kiteschirm. Lernen kann Snowkiten jeder, der Snowboard oder Ski fährt. Und es ist leichter zu lernen als Surfen auf dem Wasser. Beim Snowkiten kommt jeder auf seine Kosten! Das Dahingleiten mit dem Gefühl der Schwerelosigkeit sorgt für den absoluten Kick.


OBERLAND DRACHEN

INFOS: Technik Die Schirme sind an zwanzig Meter langen Schnüren befestigt und erhalten ihre Form durch aufblasbare Luftschläuche. Zieht man die Lenkstange – auch Bar genannt – in eine Richtung, kippt der Schirm in die selbige. Um nicht den ganzen Zug mit den Armen halten zu müssen, hakt man sich mit einer Schlaufe im Trapez ein. Unter Powerzone versteht man jenen Bereich am Himmel, in dem der Schirm die meiste Zugkraft entwickelt. Des Weiteren ist das Windfenster durch die Länge der Schnüre begrenzt. Lenkt man den Kite zu schnell durch die Powerzone, kann es passieren, dass man wie ein Fisch an der Angel durch den Schnee gezogen wird. Wer die Kurven wie ein Profi meistern will, muss den Oberkörper quer zur Windrichtung verdrehen und sich mit dem eigenen Gewicht gegen den Wind lehnen. Tipps zum Einstieg ins Snowkiten Anfänger sollten die ersten Schritte unbedingt unter Aufsicht eines professionellen Snowkite-Lehrers wagen. Dieser bietet neben wichtigen Tipps für den Einstieg meist auch relativ kostengünstiges Leihmaterial. Der Preis für den Unterricht inklusive Leihgebühr beläuft sich im Schnitt auf etwa 90-100 Euro pro Tag. Wird dieser Sport mit einer guten theoretischen Grundlage und dem nötigen Respekt vor den Naturgewalten betrieben, sollten sich bereits nach zwei Tagen die ersten Erfolgserlebnisse einstellen. Hier hat Snowkiten einen deutlichen Vorteil gegenüber dem Kitesurfen, da Anfänger teilweise über eine Woche benötigen, um ihre ersten 50 Meter auf dem Wasser zu fahren. Die größte Schwierigkeit für Anfänger ist es, sowohl die Bretter unter den Füßen, als auch den Drachen sicher zu

Weitere Informationen Bei ihrem Gastgeber und in den Tourismusbüros

kontrollieren. Das Beherrschen von Sportarten, wie Skifahren, Wakeboarden und Surfen ist zwar keine zwingende Voraussetzung, erleichtert aber den schnellen Lernerfolg.

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SKIGEBIET HAIDERALM

ERÖFFNUNG AM 17.12.2016

HAIDERALM Das Skigebiet Haideralm öffnet am Samstag, den 17. Dezember 2016. Anfänger und Fortgeschrittene, Klein und Groß finden ein kleines, gemütliches Skigebiet vor. Text: Erwin Bernhart | Fotos: Skigebiet Haideralm

Mehr Informationen Haider AG | Kirchgasse 28 | I-39027 St. Valentin a.d.H. | Südtirol - Italien T +39 0473 63 46 28 | F +39 0473 63 41 70 www.haideralm.it | info@haideralm.it

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SKIGEBIET HAIDERALM

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ie Haideralm startet am 17. Dezember 2016 in die Wintersaison. Mitten im Dorf St. Valentin startet die Kabinenbahn und bringt Sie auf eine atemberaubende Aussichtsplattform - den Haidersee und den Reschensee zu Füßen. Ein Sessellift und drei Schlepplifte stehen ab der Bergstation mit einer Pistenlänge von 20 Kilometern zur Verfügung. Die gut präparierten Pisten bieten Anfängern und Fortgeschrittenen, Klein und Groß und Familien einen abwechslungsreichen Skigenuss. Die längste Abfahrt mit 1.400 Höhenmetern an einem Stück befindet sich auf der Haideralm. Für die Kinder ist das Kinderland ein Märchenland. Mit einem Zauberteppich ist die Beförderung für alle Kinder kein Problem und im Skikindergarten ist eine liebevolle Betreuung garantiert.

SAISONSDATEN: Events 17.12.2016

Saisoneröffnung

20.01.2017

Dynafit Vinschgaucup

Treffpunkt an der Talstation ab 19.30 Uhr

Wöchentliche Veranstaltungen Jeden Mittwoch: Rodeln beim Hasenlift Mit einem Pistenbully ist ab 20.00 Uhr der Transport zum Rodelstart gewährleistet.

Vom Essen und Trinken Im Bergrestaurant bewirten Sie Lore und Franz mit tollen Gerichten und coolen Drinks. Köstlichkeiten, vom belebenden Jagertee bis zum köstlichen Kuchen, sind vorbereitet.

Gemütliches Beisammensein bei Glühwein und Tee beim Hasenlift.

Jeden Donnerstag: Tourengeher Ab 17.00 Uhr sind die Pisten frei für Schneeschuhwanderer und Tourengeher. Das Bergrestaurant ist am Abend geöffnet und

Fazit Das Skigebiet Haideralm bietet Bequemes, Nostalgisches, Kulinarisches und ist für die jungen Freerider, für die Snowparkbegeisterten, für Anfänger und auch für Familien mit Kindern höchst attraktiv.

sorgt für Speis und Trank.

Käse-Fondue (nur auf Vorbestellung 0473 - 634628) jeden Donnerstag Abend. Gerne bringen wir Sie mit der Gondelbahn zur Haideralm hinauf und wieder hinunter.

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FÄHRST DU N O C H ODER „HOTDO G G S T “ DU SCHON ?

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Copyright: Florian Puintner

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REPORTAGE FREESTYLE

Ein Blick in die loka Text: Anna Al be

r

le Freestyleszene

„Nichts is t unmögli ch, und nu diese kann r die Angst überwund schränkt u en werden ber, wie er ns ein, un “, so äuße es schafft, d sogar rt sich Seth waghalsig auf den Sk Morrison d e und schw iern zu vo arü ierige Trick llbringen. styler. Gese s und Sprü Morrison is llen, die se n t ge e in profess ine Leiden zur Genüg ioneller Fre schaft teil e. Der „Vin e e n sc , fi hger Wind Boxen und “ blickt hin ndet er im Vinschga Hindernis u ter die „Sch se“ der Fre estylewelt anzen, .

Die Anfäng e

Früher, als die Skier n och altback noch an h ene Holzsk olprige La ndstraßen ier waren, abseits de erinnerten die Pisten r „Streif “ n , und das och ein „w 1920er-Jah Skifahren ilder Ritt“ ren eine n auch war, entsta eue Trend ren die alp nd in den sportart, d ine Welt im ie in d Sturm ero en folgend bekannt a berte: das ls „Freesty en JahTrickskifa le“. Im Freesty hren, bess le fahren d er ie Skisport Figuren au ler über B f Schanze u ck n, Boxen elpisten, sp beim Skic und Gelän ringen ross in ein der und m em „hinde essen sich rnisreiche n“ Parcou rs. Andrek

Stein, der norwegisch e Olympia von 1952, sieger im a gilt dabei lp als „Vater“ tersport, d des modern inen Riesentorlauf as früher a en Freesty ls „Hotdog USA und N les im Win ging“ beze orwegen a ichnet wu us, schwa olympisch rde. Von d bbte diese e Art des S e n n e u k e i, Teil Europ und Snow freie, nun as über; u auch nd streckte boardfahrens in de Vinschgau n südliche seine Füh aus. n ler bis in d Mit Erfolg en entlege . Im Profisp n e n o rt, durch d Burgeiser en als Beis Skicrosser piel genan Stefan Tha getragen v nten nei, sowie on jungen auch im „ begeistert Freizeitsp en Sportle ort“, rn. F

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eine Freihe Was reizt d it bewahrt ie jungen Erwachse Sportart zu nen, diese betreiben? oft gefährl W als ein Fre ich anmute estyler selb er könnte diese Fra nde ge besser st: „Das G Training, beantwort efühl, nach einen Trick en o ft b zw langem un überragen . eine neu d; der Adre d hartem e Figur zu nalinkick m „Man fühlt e is tern, ist ein ist u sich leben fach dig, losgelö nfassbar.“ Snowboard st und frei“ -Freestyle , so Floria r aus Laas. n Puintne r, ein

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Freiheit un d Kreativitä t pur. Es geht nicht ums Gewin nen. Jeder beklatscht jeden. Jed er hilft jedem In Szene in . den Bilder n: Florian Puintner (S eite 18), Elia s Reinstad (links) und ler Michael Pla ttner (unten ).

Copyright: Elias

Reinstadler

REPORTAGE FREESTYLE

Copyright:

Michael Pla

ttner

Zudem füg t er hinzu, gesetzt seie dass der K n und sich reativität k jeder in se verwirklich eine Grenze inem indiv en könne. n iduellen S Gefahr geb Der beson darin, dass til dere Reiz b annt? es keinen e st Wettbewe ü n Sie freuen S d olch reize e a u ch rb unter „se sich fürein n de und fasz inesgleich ander, we helfen sich sich bring inierende en“ gibt. nn Tricks t, gegenseitig Face so lch grausa gelingen u , wenn ma beispielsw me Gestalt tten dieser Sport mit nd sie l etwas nic e is kann er an e b e i den Olym ht gelinge In einem si Sotschi vo nehmen, w pischen W n will. nd sich die n 48,8 Verl enn interspiele e Trickskifa tz bietet sich w u e n rb n 2014 in g e „ n Freestyle-S auf 100 Sp hrer einig: für die Au pringen“ d ortlern im Der Vinsch sübung de fungiert d Elias Rein ie Rede ist. Wettbegau s Freestyle abei wortw stadler, se s ziemlich örtlich als druckende lb st aktiver darauf hin gut an. Er „Sprungb Snowpark Freestyle-S , dass bei rett“, durc s und eine kifahrer, w der Verletz Freizeitsp h beeinr innovati eist ungsgefah ort vonein ven Skicro r Profispo ander getr dings beid sspiste. rt u e n nd n e t unentbeh werden m Meet & Gre rliche Risik üssen, all Einerseits et – die Tre e re n e se n thalten. i, durch ein ffpunkte de Michael P durch beis e Professio lattner, Fre r S z e n p e n ie a lsweise Oly estyle-Skif lisierung d über die M port stark ahrer aus mpia und es Sports, öglichkeit gestiegen. Leidensch FIS, der D en, im Vin auf: „Sich a „ ruck im Pro ft D zu , ie sc klärt hgau Free K fr erlich nen ic ü h k e e r r, w fishöh urden, verg style zu be nen neben, de le treib trieben“, so er und schwieriger, r sowohl fü swert ist dabei der S dabei wurd ichsweise der Prade nowpark in en, r Neulinge verschied rS e teils übe wiederum , als auch Schöene rvorkomme portler. Im Amateurs für Fortge Schnee ers „Lines“ bietet. Zude schrittene n, dass es port könn und unzu m nennt e chaffenen durch unb e es reichende r den seit Snowpark Watles verf edachtes H s Üben zu 2013 aus , im Skige Gute Vorb üge zudem andeln Verletzun biet Watle ereitung k noch über veranstalt gen komm s. ann die Ve eine Skicro mum redu ete letztes t. rl e tzungsgefa zieren, ein Jahr ein w sspiste un den „Suzu irklich gro d hr auf ein Restrisiko den sein. ki Nine Kn ßartiges S Miniwird jedoc „Abseits d ights“-Con wieder jed p o h immer v rt e r event, test, den si P T er Freesty is ra te m e p ig orhanoline oder nen sich b ch wohl au ler im Kale „Leider gib Wassers eispielswe ch heuer nder rot a „weicher“ t es seit ein ise große nfärbe Landung zu chanzen gut, um d em Inhabe Schnalsta ie Tricks a rwechsel im n wird. erproben“ l in der nä uf , h verrät Rein eren Umge Skigebiet d. h. eine bung kein stadler. profession E rs e t e P d ll ro ie e zum Beisp -Line meh Linie für w Arbeit – da iel höhere r, irklich ge nn das Verg Auch die S n Schanze nügen kigebiete n“, so Platt übte Fahrer, mit erkannten n neuen, im er. Üben, Übe b ereits das mer popu n, Üben Pote läre voller Arb „Kein Meis eit konstru r werdenden Trendsp nzial der ter ist jem ieren sie Ja ortart. In m Freestyle-B als vom H bekannte hr für Jahr üheegeisterte immel Spri ein „Parad . Klaus Hoh Freestyle-S chwort trifft auch au gefallen“. Dieses all ies“ für enegger vo seits f das Trick ki und Sno m Skigebie skifahren wboard zu beispielsw mir viele R t Schöneb zu. eise hinte lernen – d outiniers d en erläute r solch ein ies versich ieses Sport n Versuche e b e n rt, was e r em Projek e Snowpark rten s – ist durc und manch t w “ ie dem „S st h unzählig e mal auch g c k rö geprägt. E t: ß „5 te n 0 chö.0 te e d 0 il u 0 Quadratm s Kunstsch in Trainer rch schme bzw rzhafte Stü nee; mind eter Schne für die Err von Nutze estens 500 rze ichtung d e, n sein, zum . Skilehrer kann da es Parks, w Arbeitsstu bei nur be al es sehr fahrzeuge Bereich ge n o dingt d b wenige vo e e m n i be. Usus, e m h in rt ägig im Ein destens zw n ihnen in vor allem betreuen u Plattner so ei Pistensatz sind. diesem im Freizeit n genannte d w W a ä rt hrend des bereich is en zudem „Trick-Tip Park, auch sind Video t, dass lau Winters fünf Ange s“ a mithilfe d s, in dene t stellte täg er Pistenfa n von profe ngesehen werden. D bzw. Figure lich den hrzeuge.“ ies ssionellen n erklärt u Freestylern nd vorgefü „Der Park Schlussen Tricks hrt werden ist wie ein dlich sind . Er fügt h e g ro unterstütz ß sich jedoc e d F ieser spek a in m zu: ilie, man h t sich gege h alle einig takuläre S ilft einand nseitig un : Die Müh port mit si dann verg er, d lernt von en, die ch bringt, essen, we einander“ si n nd spätest n d den des V . ie S tu n ens d en der hart ergnügens en Arbeit übergehen in Stun.

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Pizzeria - Restaurant

Abends Pizza aus dem Holzofen.

Winterspaß pur Gemütliches Ambiente zum Entspannen, gute Küche mit Tiroler und italienischen Spezialitäten, das bietet der Gasthof Lamm in St. Valentin. Wir verbinden mediterranes Flair mit urgemütlichem Tiroler Ambiente. Die Familie Johann Sprenger legt Wert auf Tradition. Deshalb sind sämtliche Zimmer im Tiroler Stil eingerichtet und bieten so eine Umgebung, in der sich jeder Gast in seinem Urlaub wohlfühlen kann. Mit 60 gemütlichen Sitzplätzen sind wir auch für größere Reisegruppen gerüstet. Damit sich auch alle wohlfühlen können, bieten wir getrennte Nichtraucher und Raucherräume. Gesundes finden Sie an unserer reichhaltigen Salatbar. Beim großen Frühstücksbuffet tanken Sie für den Tag in freier Natur. Der Gasthof Lamm ist aufgrund seiner idealen Lage auf der Obervinschger Seenplatte Ausgangspunkt für zahlreiche sportliche Betätigungen rund um den Reschenpass, ein wahres Paradies für

Skifahrer, Langläufer, Snow-Kiter, Winterwanderer und für alle Wintergenießer. Willkommen also in einem Wander- und Sportparadies, welches seinesgleichen sucht und welches Ruheräume und Aktionsport unmittelbar erlebbar macht. Alle Zimmer unseres Hauses sind mit Dusche, WC, WIFI, Sat-TV und Safe ausgestattet. Abends servieren wir Ihnen schmackhafte Pizzas aus unserem Holzofen.

Preise Winter 2016/2017 Zimmer mit Frühstück Halbpension

pro Person/Tag pro Person/Tag

E 35 bis 42 E 45 bis 58

Alle Preise zzgl. Kurtaxe E 1,30 pro Person/Tag

Hotel Lamm*** I-39027 St. Valentin a. d. Haide Landstraße 67 Tel.: +39 0473 634 641 Fax: +39 0473 634 005 E-Mail: info@hotel-lamm.it www.hotel-lamm.it


SKIGEBIET HAIDERALM

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SKIGEBIET WATLES

WATLES

WINTERGENUSS Den Winter in vollen Zügen genießen, sei es beim Skifahren und Snowboarden oder bei einem Event am Watles. Manchmal auch einfach nur die Aussicht auf die d­ arunter liegende Winterlandschaft auf sich einwirken lassen.

Erlebnisberg Watles 17.12.2016 – 02.04.2017 täglich 9 - 16 Uhr www.watles.net

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Sportwell 20.09.2016 – 30.04.2017 DI - FR 14 – 21:30 Uhr SA + SO 14 - 19:30 Uhr MO Ruhetag www.sportwell.net

Nordic Schlinig 17.12.2016 – 02.04.2017 täglich 9 - 15 Uhr www.nordiccenter.net TEL.: +39 0473 835456


SKIGEBIET WATLES

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er Erlebnisberg Watles oberhalb von Burgeis bei Mals ist seit Jahren Treffpunkt für Wintersportfans. Nicht nur Skifahrer und Snowboarder genießen hier die vielen Sonnenstunden und die breiten Pisten, auch Freerider genießen die Fahrt durch den Tiefschnee im Sautal. Wer sich gerne an ein paar Sprünge wagt, kann dies im Snowpark austesten. Mit 4 Boxen, 4 Kicker, 2 Rails und 1 Wallride finden Anfänger wie Profis ihre Herausforderung. Zu den neuesten Attraktionen des Skigebietes gehört die Ski Cross Piste. Einen knappen Kilometer lang führt der Parcour über Treppe, Wu Tang, Rollers, Jumps und Banks zum Ziel. Auch dieses Jahr findet am 15. Jänner wieder der Ski Cross World Cup am Watles statt. Anfänger von Groß und Klein können in der Skischule Watles das Ski fahren oder

Snowboarden erlernen. Fortgeschrittene können auch ihre Technik verbessern. Für die Kleinen gibt es ein spannendes Programm im Skikindergarten Bubo Kinderpark. Die Family Fun Line ist ein großer Spaß für die ganze Familie. Die kleine Schwester des Snowparks bietet kleine Sprünge, Steilkurven Querwellen und vieles mehr. Ein Familienspaß ist auch die 4 km lange Rodelbahn. Von der Bergstation ausge-

hend verläuft die Rodelbahn durch zauberhafte Lärchen- und Fichtenwälder. Der Weg von der Tal- bis zur Bergstation kann mit dem Lift oder in einer Stunde zu Fuß über die Höfer Alm erfolgen. Ein separater Winterwanderweg führt Skitourengeher und Schneeschuhwanderer abseits der Pisten durch die verschneite Winterwelt, vorbei an der Höfer Alm und Plantapatschhütte bis zum Piz Watles, begleitet von nichts als dem Knirschen des Schnees unter den Füßen. Im nahe liegenden Nordiccenter Schlinig genießen Langläufer bestens präparierte Loipen im urigen Tal. Die Loipen sind sowohl für klassischen Langlauf, als auch für Skating geeignet. Für das leibliche Wohl sorgt die Plantapatschhütte und Höfer Alm. Auf den Sonnenterassen werden regionale Köstlichkeiten serviert, von Herzhaftem bis hin zu süßen Mehlspeisen.

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SKIGEBIET WATLES

EVENTS IM SKIGEBIET WATLES 27.12.16 – 07.03.17 Skitouren- und Schneeschuhabende Jeden Dienstagabend von 19 bis 23 Uhr zeigt sich der Watles von seiner ruhigen Seite. Nachts, mit Touren-Skiern, Schneeschuhen oder auch zu Fuß über die Pisten und den Winterwanderweg bis zum Watles Kreuz laufen. Zum Aufwärmen geht es in die Höfer Alm!

22.01.17 Familien Rodeltag Rodelspaß für Groß und Klein über die 4 km lange Rodelbahn von der Bergstation bis zur Talstation. An diesem Tag gibt es die spezielle Rodelkarte für grenzenloses Rodelvergnügen.

26.02.17 Gaudi-Faschingsrennen Auch das Gaudi- Faschingsrennen findet am Sonntag in der Faschingszeit wieder statt. Auf der ‚RodelbahnAbfahrt‘ bewältigen die Maskierten an verschiedenen Stationen die gestellten Aufgaben und am Ende wird nach Richtwert prämiert!

25.03.17 Nostalgierennen Die Zeitreise startet wieder! Im nostalgischen Look werden auf den Hütten urige Gerichte gekocht und die Mitarbeiter servieren in lodenen Hosen. Höhepunkt des Tages ist das Nostalgierennen. Mit Holz-Skiern und Heuschlitten kämpfen sich die ‚alt-modisch‘ gestylten Teilnehmer den Slalom-Lauf hinunter ins Ziel, wo ein Schnapsl auf sie wartet. Startvoraussetzung: nostalgische Kleidung und ordentlich Gaudi!

Audi FIS Ski Cross World Cup Watles

27.03. 01.04.2017

15. 1. 2016

www.skicrosswatles.it

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TRADITION die man schmeckt Tradition hat in Laatsch einen Namen: der Gasthof Lamm. Die Familie Oswald Wallnöfer ist die vierte Generation, die sich dieser Tradition verpflichtet fühlt und mit Freude daran arbeitet, den Gästen das Beste aus Küche und Keller zu bieten. Deshalb ist es eine Selbstverständlichkeit, dass gesunde Lebensmittel aus der eigenen Landwirtschaft angeboten werden, ergänzt mit Köstlichkeiten aus der näheren Umgebung. Die Küche des Gasthof Lamm ist weitum als köstlich gediegen bekannt. Dabei ist der Gasthof Lamm alles andere als „hinter den Bergen“. Dass der Charakter des traditionellen Dorfgasthauses bewahrt wird, darauf legt die Familie Wallnöfer großen Wert. Im Hotel brauchen deswegen die Gäste aber nicht auf modernen Komfort zu verzichten. Die Zimmer des Hotels sind mit Satelliten-TV verse-

Familie Wallnöfer

hen und mit Breitband ebenso, so dass auch im Urlaub auf ein schnelles Internet zugegriffen werden kann. Helles Holz sorgt in den Hotelzimmern für ein behagliches Urlaubsklima. Dazu bietet das Hotel eine gemütliche Sauna zum Entspannen nach ausgedehnten Winterwanderungen, die sich gerade im „Magischen Rhätischen Dreieck“ anbieten. Denn inmitten dieser Magie liegt das „Lamm“ in Laatsch. Der Gasthof Lamm ist also Ausgangspunkt für Winteraktivitäten aller Art - in die nahe gelegenen Wintersportorte - und auch für Ausflüge in die nahe gelegenen Kulturstätten wie Marienberg, die Churburg oder die Stadt Glurns oder zu anderen sehenswerten Ortschaften. Die Familie Wallnöfer freut sich auf Ihren Besuch.

Laatsch 72 39024 Mals Tel. +39 0473 831336 info@hotel-lamm.net www.hotel-lamm.net •

Fax +39 0473 830626


SKIGEBIET MINSCHUNS

MINSCHUNS - EIN GEHEIMTIPP

KLEIN UND FEIN Das Skigebiet Minschuns im Val Müstair ist sicherlich zu den „kleinen & feinen“ Orten zu zählen. Das hochgelegene Skigebiet (2000 - 2700 m) erschliesst mit drei Bügelliften abwechslungsreiche Abfahrten oberhalb der Baumgrenze.

Schlittelspass für die Familie, entspannende Momente auf der Sonnenterrasse oder in der Berghütte, stiebende Abfahrten, sonnige Winterwanderungen und gut präparierte Langlaufloipen: im kleinen und feinen Skigebiet Minschuns sowie im ganzen Val Müstair finden Sie ein abwechslungreiches Angebot.

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kifahren statt Schlangestehen! So lautet das Motto im Skigebiet Minschuns im Val Müstair. Angrenzend an den Schweizerischen Nationalpark liegt Minschuns eingebettet in eine einzigartige intakte Naturlandschaft, und wer Weile hat, das Auge schweifen zu lassen, kann mit etwas Glück fast vom Pistenrand aus Steinböcke und Gämsen in ihren Winterquartieren beobachten. Das Skigebiet ist sowohl für Skifahrer wie für Snowboarder ein Paradies. Die Talabfahrt nach Tschierv oder die Abfahrt über die Alp Champatsch nach Lü und weiter nach Tschierv runden das Skivergnügen am Ende des Tages ab.


SKIGEBIET MINSCHUNS

LANGLAUFERLEBNIS Geniessen Sie den Langlaufsport im Val Müstair, der Heimat unseres Botschafters und Profilangläufers, Gianluca Cologna, welcher zusammen mit seinem Bruder, dem Olympiasieger und Weltmeister Dario Cologna, in der Weltelite mitläuft. Es steht Ihnen ein Loipennetz von 28 km zur Verfügung. Höhenloipe Minschuns (5 km), Panoramaloipe Lü (3 km), Talloipe Valchava-FulderaTschierv (20 km) mit Einstieg beim Center da passlung Furom Fuldera sowie die Tour de Ski Loipe (700 m) in Tschierv. Langlaufcenter Furom - Rent & Service - Der Treffpunkt für Langläufer: Bistro mit Sonnenterrasse, Langlaufshop: Rent a Ski, Testskis, Wachs- und Skiservice, Fachberatung und Verkauf, Verkauf Loipenpass, Garderobe, Dusche/ Toilette. Tel. +41 81 858 55 77 Langlaufunterricht: Info und Kontakt: Scoula da skis Val Müstair Curdin Bott: Tel, +41 (0)79 662 19 73

Familien mit kleinen und großen Kindern lieben Minschuns besonders wegen seiner Überschaubarkeit. Während sich die ganz Kleinen im flach abfallenden Gelände vor der Sonnenterrasse im Schnee tummeln, genießen die Größeren das Schneevergnügen auf dem übersichtlichen Pistennetz.

Das Val Müstair ist im Winter ein Geheimtipp mit vielen Trümpfen. Ob Sie das Tal auf einem der vielen Winterwanderwege erkunden, als Schneeschuhwanderer Ihre Spuren im Schnee hinterlassen oder auf den Langlaufloipen die Natur genießen – Sie werden unvergessliche Erinnerungen mit nach Hause

nehmen. Der Schneeschuh-Erlebnispfad „senda da l’uors“ führt auf einer Marschdistanz von 9.7 km von Fuldera nach Sta. Maria und ist besonders für Schneeschuhtouren-Einsteiger ideal. Weitere Schneeschuhtouren-Vorschläge finden Sie auf der Homepage www.val-muestair.ch. Unbekümmerte Stunden verbringen Sie auf dem Schlittelweg Lü – Tschierv oder auf einem der Natureisplätze in Müstair und Tschierv (beide nachts beleuchtet), wo Sie den Winterzauber bei Spiel und Spass erleben.

info@curdinbott.ch Loipenpass: Bitte beachten Sie, dass Sie für die Loipen im Val Müstair einen Loipenpass benötigen. Diesen erhalten Sie in den Informationsbüros und im Center da passlung Furom. Preise: 1 Tag CHF 8.00, Wochenkarte CHF 40.00, Saisonpass Val Müstair CHF 60.00. Loipenpass Schweiz CHF 140.00.

Weitere Informationen: www.val-muestair.ch www.minschuns.ch

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SKIGEBIET MINSCHUNS

Scoula da skis Val Müstair Altersgerechter Unterricht für Kinder ab 4 Jahren bis Senioren in allen Disziplinen. Auskünfte und Anmeldung: Augustin Oswald +41 79 349 17 31 Gruppenunterricht: 1 – 4 Tage CHF 55.00 pro Tag (bei 5 Tagen = 1 Tag gratis) 5 Tage nur halbtags CHF 180.00 Mittagsbetreuung für Kinder ab Schulalter (2 Std.) CHF 25.00 inkl. Essen + Trinken. Abschlussrennen am Freitag Nachmittag Privatunterricht: CHF 70.00 pro Stunde; Beginn des Unterrichts nach Absprache.

Gratis Sportbus Val Müstair Mit dem kostenlosen Sportbus gelangen Sie ab der Schweizer Grenze in Müstair bis ins Skigebiet Minschuns mit Halt in allen Dörfern. Bergfahrt Müstair Grenze ab 8.45 Uhr, 10.45 Uhr, 12.45 Uhr* (*mittwochs 12.55 Uhr), Rückfahrt Minschuns ab 11.30 und 16.15 Uhr.

PREISE MINSCHUNS

(FÜR NICHTINHABER DER SAISONKARTE DER ORTLER SKIARENA) Erwachsene

Kinder

Jugendl. u. Senioren

Halbtageskarte (ab 13 Uhr)

CHF 32.00

CHF 23.00

CHF 28.00

1 Tag

CHF 40.00

CHF 29.00

CHF 35.00

2 Tage

CHF 78.00

CHF 56.00

CHF 68.00

3 Tage

CHF 112.00

CHF 81.00

CHF 98.00

4 Tage

CHF 142.00

CHF 103.00

CHF 125.00

5 Tage

CHF 170.00

CHF 123.00

CHF 149.00

6 Tage

CHF 192.00

CHF 139.00

CHF 168.00

12 Tage

CHF 283.00

CHF 205.00

CHF 248.00

SAISONDATEN 17.12.2016

Saisoneröffnung

26.03.2017

Saisonschluss

Unterhaltung und Events 28.12.2016

Fondueplausch ab 17 Uhr im Restaurant Alp da Munt

31.12.2016 Tour de Ski VM + 01.01.2017 www.tour-de-ski.ch 26.01.2017

Spaghettiplausch und musikalische Unterhaltung „Val Mora“ ab 16.00 vor dem Restaurant Alp da Munt

05.02.2017

Glaube - Politik - Sport im Restaurant Alp da Munt

11.03.2017

Vollmond-Skifahren beim Skilift Valbella Vallatscha Zubringerlift bis 17 Uhr in Betrieb. Skihütte „Bar Aunta“ offen Auskunft bei der Talstation +41 81 858 51 09

26.02.2017  Metzgete ab Mittag im Restaurant Alp da Munt 19.03.2017 Handels- und Gewerbeverband Val Müstair Skitag mit Mittagessen

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Die öffentliche Apotheke im Val Müstair Drogerie & Apotheke Parc Rom An der Schweizergrenze Öffnungszeiten Apotheke: Mo – So 09.00 – 12.00 & 13.00 – 18.00 Drogerie: Mo – So 08.00 – 20.00

SEBASTIAN CONRAD AG, TEL. +41 (0)81 858 56 80 FAX. +41 (0)81 858 61 18 E-Mail: drogerie@conradsa.ch


TOUR DE SKI VAL MÜSTAIR

Wo feiert man das Jahresende und fiebert mit, wenn sich die Weltelite des Langlaufs zum Auftakt der Tour de Ski 2016/17 trifft? Natürlich im Val Müstair. Allegra und bainvgnü. Ich begrüsse Sie im Namen des Organisationskomitees und der Bevölkerung des Val Müstair zur dritten Austragung und zum Auftakt der Tour de Ski 2016/17 in Tschierv ganz herzlich. Wir wollen spannende Rennen auf anspruchsvollen Strecken für Fans und Zuschauer bieten. Für diese 3. Etappe der Tour de Ski haben wir herausfordernde Strecken konzipiert und gebaut. Nicht nur für die Langlauf-Elite, auch für den vielversprechenden Nachwuchs. Dieser zeigt am 31.12.2016 am Morgen sein Können. In Zusammenarbeit mit dem Skisport Förderverein führen wir diesen Wettkampf durch. Anschliessend finden die Sprinterrennen der „Grossen“ statt und am 01.01.2017 führen wir ein Distanzrennen durch, die Damen laufen 5, die Herren 10 Km. Dieser Grossanlass kann nur dank grosser Solidarität durchgeführt werden. Solidarität und Unterstützung von Swiss Ski, FIS, Sponsoren, Gönnern und den zahlreichen Voluntari, die vor und hinter den Kulissen tatkräftig zum Gelingen dieses Anlasses beitragen. Wir freuen uns, mit Ihnen den Jahreswechsel in unserem Festzelt zu feiern und spannende Wettrennen zu geniessen. Und vergessen Sie nicht, im Januar und März 2017 finden im Val Müstair auch die Schweizer-Meisterschaften im Langlauf statt. Wir freuen uns auf Sie. Cla Filip Pitsch OK-Pràsident Tour de Ski Val Müstair

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TOUR DE SKI IM VAL MÜSTAIR Die Langlaufweltelite ist am 31. Dezember 2016 und am 1. Jänner 2017 zu Gast im Val Müstair. Für die Heimatgemeinde der Brüder Dario und Gianluca Cologna und für die Ferienregion ist es Ehrensache, den Auftakt der spektakulären Rennserie als ausgezeichnetes Langlauffest zu gestalten

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er Schweizer Tour de SkiPionier, das Val Müstair, begrüsst die Langlauf-Weltelite in Tschierv – zum dritten Mal. Nach 2013 und 2015 ist Val Müstair zum dritten Mal Etappenort der FIS Tour de Ski. Zum ersten Mal startet die beliebte und spekatkuläre Rennserie der Langlauf-Weltelite im beschaulichen Val Müstair. Mit gleich zwei Rennen zum Auftakt der Tour de Ski ist die Langlaufregion Val Müstair in diesem Jahr so prominent im FIS-Kalender vertreten wie noch nie. Auf diesen Fortschritt sind wir besonders stolz – wir als Val Müstair, als Gemeinde, als Ferienregion, als Heimat der Brüder Gianluca und Dario Cologna. Entsprechend engagiert und seriös setzen wir alles daran, auch die dritte Austragung im Val Müstair zu einem ausgezeichneten Langlauffest für alle Beteiligten zu machen.

Herausforderung: Jahreswende Der prominente Zeitpunkt der Austragungen an Silvester und Neujahr ehrt das Val Müstair. Gleichzeitig stellt das Datum aber eine grosse Herausforderung in Sachen Betten-Kapazität, personellen Ressourcen und Logistik dar. Nur dank dem Engagement der ganzen Region und der Unterstützung auf überregionaler Ebene ist ein Anlass dieser Grösse im Val Müstair überhaupt realisierbar, denn die Tour verlangt dem kleinen Tal zur Jahreswende alles ab: 180 Athleten/-innen, 150 Medienschaffende, über 300 Funktionäre, Trainer und Betreuer sowie hunderte Gäste im VIP-Bereich und ca. 7000 Zuschauer pro Tag: Mit diesen Zahlen rechnet das OK der Tour de Ski im Val Müstair. Nur mit vereinten Kräften und der tatkräftigen Unterstützung von zahlreichen Sponsoren und Gönnern sowie rund 400 freiwilligen Helfern kann die Tour de Ski erfolgreich durchgeführt werden.


TOUR DE SKI VAL MÜSTAIR

Eine ganzes Tal ist Tour de Ski

Überblick FIS Tour de Ski 2017

Die zahlreichen positiven Rückmeldungen von Zuschauern, der FIS sowie von Swiss Ski und der Bevölkerung motivieren die Region, den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen. Seine Eventkompetenz beweist das Val Müstair nebst der Tour de Ski auch mit den kommenden Schweizermeisterschaften im Januar und März 2017, und zukünftig mit weiteren Rennen im Kalender von FIS und Swiss Ski. Jetzt feiert und „ist“ das Val Müstair zunächst aber mir Leib und Seele ganz auf Tour de Ski eingestellt und drückt seinen Favoriten Gianluca und Dario Cologna ganz fest die Daumen!

Der Sprint zum Auftakt der diesjährigen Tour findet an Silvester auf der erprobten und spektakulären 700-Meter-Strecke in Tschierv statt. An Neujahr misst sich die Langlaufwelt dann in der klassichen Disziplin auf der langen, im Sommer 2016 homologierten Strecke mit 2.5 Kilometern. Als Schlüsselstück darf der steile Anstieg vom Vortag nicht fehlen. Hier dürften einige Entscheide gefällt werden. Nach dem Schweizer Auftakt im Val Müstair und einem Ruhetag zieht der Tourtross weiter über Oberstdorf und Toblach bis zum Finale mit dem legendären Aufstieg auf die Alpe Cermis im italienischen Val di Fiemme.

ÜBERBLICK FIS TOUR DE SKI 2017 Val Müstair

31.12. Sprint (frei) Prolog 01.01. 5/10 km (klassisch) Massenstart Oberstdorf

03.01. Skiathlon 04.01. 10/15 km (frei) Verfolgung Toblach

06.01. Sprint (frei) Val di Fiemme

07.01. 10/15 km (klassisch) Massenstart 08.01. 9 km (frei) Verfolgung

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SKIGEBIET TRAFOI

TRAFOI

TRAUM-WINTER FÜR FAMILIEN Schließen Sie die Augen und träumen Sie vom perfekten Winterurlaub mit Familie …

Text: Stephan Gander | Fotos: Enno Kapiza

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s gibt sie noch! Orte, in denen man frei von Hektik, Trubel und fern vom Alltag, den Winter mit allen Sinnen genießen kann. Trafoi ist ein solcher Ort, es scheint als wäre die Zeit stehen geblieben. Für Skifahrer, Tourengeher und Schneeschuhwanderer ist das Trafoital wie ein natürlicher KraftOrt. Mitten im Nationalpark Stilfserjoch erlebt man einen Winter wie im Bilderbuch. In der Nacht hat es wieder ordentlich geschneit. Soweit das Auge reicht, bietet sich dem Betrachter ein einmaliges Schauspiel: von weißer Pracht schwer

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behangene Bäume lassen den Winterwald wie zu einem Wunderland werden. Die Ohren lauschen dem gemütlichen Rauschen des Trafoibaches, sonst ist nichts zu hören - nur selige Ruhe und die Geräusche der Natur. Die Sonne geht auf, die mächtigen Gipfel leuchten rosa – der Tag beginnt: gemütlich bringt der neue Sessellift die ersten Skifahrer auf 2.400 Meter zum Belvedere, der frische Schnee stäubt von den Bäumen, das Naturschauspiel, das sich Meter für Meter darbietet, sucht seinesgleichen. Jetzt ist es gleich soweit: die Piste ist frei und super präpariert, die Sonne wärmt die Haut und das grandiose Panorama

das Herz! Jetzt mit den Stöcken Schwung holen: die Skier nehmen ordentlich Fahrt auf und gleiten perfekt über die dicke Schnee-Matte, dann ein Schwung nach rechts, die Kanten greifen, ein Schwung nach links, die Kanten greifen … jetzt mit gleichbleibendem Rhythmus die Fliehkraft überwinden. Dann kommt ein schönes Gleitstück: der Schnee knirscht unter den Skiern, die Schneekristalle wirbeln durch die Luft, Glücksgefühle durchströmen den Körper – nur Fliegen ist schöner! Nach ein paar intensiven Abfahrten gönnen wir uns eine kleine Pause auf der urigen Furkelhütte: Bei strahlendem Sonnenschein lockt die große Terrasse


SKIGEBIET TRAFOI

INFOS Hotels und Pensionen: www.trafoi.com Skischule Trafoi: www.skischule-trafoi.com Furkelhütte: Auch die Furkelhütte wird im Winter wieder für Schneeschuhwanderer und Tourenskigeher an einigen Abenden geöffnet sein. Die genauen Abende werden im Laufe des Winters bekannt gegeben. Infos: +39 0473 611 577

Weitere Informationen: Saison: 19.12.2015 - 01.04.2016 Infos: 0473 61 30 47 www.trafoi.com www.ortlerskiarena.com

mit Gratisliegestühlen und unbezahlbarer Aussicht auf das Gipfel-Panorama des 3.905 Meter hohen Ortler und GipfelKollegen. Wenn es schneit und stürmisch ist, finden Wintersportler in der hölzernen Stube ein gemütliches Plätzchen zum Pausieren. Heute genießen wir die Sonne draußen! Während oben in Skigebiet Trafoi sich die Genussskifahrer über die herrlichen Aussichten, die leicht bis anspruchsvollen Pisten- Abfahrten freuen, übt unten im Tale der Skinachwuchs …. am Gustav Thöni Lift, gleich neben der Kirche. Dort wo Roland und Gustav Thöni als Kinder das Skifahren gelernt haben und schon als kleine Knirpse um die Wette ge-

fahren sind, da üben heute am Fuße des Riesen-Ortler die kleinen Skizwerge. Die Skischule Trafoi „Gustav Thöni“ hat sich auf kleine Ski-Anfänger spezialisiert, die kompetenten Skilehrer wissen was Kinder motiviert und mit kleinen Tricks kommt der Ski-Nachwuchs schnell auf Erfolgskurs. In Trafoi hat man sich auf Familien mit Kindern spezialisiert! Auch abseits der Piste kommen Schneeschuhwanderer und Tourengeher auf ihre Kosten: Mit Fellen unter den Skiern steigen wir auf, zuerst durch verschneiten Wald vorbei an knorrigen alten Lärchen, mit jedem Atemzug wird die würzige und reine Bergluft in die Lungen gepumpt. Das

tut gut! Vorbei an der Furkelhütte – jetzt ist die Baumgrenze überschritten, dann geht’s weiter zum Schafsegg – was für ein prächtiger Blick auf die Ötztaler Alpen und hinunter in den Vinschgau. Noch ist das Ziel nicht erreicht, es sind noch 400 Höhenmeter bis zum Piz Minschuns (2.935 m). Mit jedem Schritt wächst das Panorama, mit jedem Schritt wächst die Vorfreude, auf eine herrliche Abfahrt durch jungfräulichen Pulverschnee. Oben angekommen, belohnt uns ein grandioses 360 ° Panorama, das Gipfel-Glück steigt in uns empor, wir genießen die Weite und die Stille. Und plötzlich verstehen wir, was J.W. Goethe bereits vor 200 Jahren sagte: „Über allen Gipfeln … ist die Ruh!“

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2.

SICHERHEIT TIPPS

1.

AUSWAHL DES MATERIALS Die richtige Auswahl der Ausrüstung ist die wichtigste Basis. Eine für die jeweilige Person richtige Ausrüstung zu kaufen, ist ein wichtiges Thema: die passenden Skier, die richtige Größe bei den Skischuhen, angemessene Bekleidung, Helm, Brille, Protektoren usw.. Da ist die Beratung im Fachgeschäfte gefragt.

DER VERLEIH Im Fachgeschäft und gutem Skiverleih werden die Bindungen elektronisch überprüft und dann auf jede Person individuell eingestellt.

3.

DIE GERÄTEPRÄPARIERUNG

SICHERHEITS

TIPPS

VOM FACHMANN

Roland Folie vom Fachgeschäft Sport Folie in Reschen ist als einziger Fachbetrieb im Vinschgau Mitglied „lea-

Bevor es auf der Piste losgeht, sollten die Geräte gewartet und präpariert werden. Wie man bei seinem Auto den Wintercheck durchführen lässt, sollte man auch seine Sportausrüstung herrichten lassen. Der Fachmann kann überprüfen ob Belag und Kanten zu präparieren sind und ob die Bindung noch richtig eingestellt ist. Die Präparierung der Skier wird auf das eigene Fahrkönnen angepasst, damit eine sichere Fahrweise und der Spaß am Sport garantiert bleiben.

4.

DIE BINDUNG Jedes Jahr vor dem Saisonstart sollte man die Bindung überprüfen lassen. Es gibt die Möglichkeit, mit zertifizierten Geräten die Kombination Ski-Schuh-Bindung überprüfen und aufeinander abstimmen zu lassen. Dabei spielen Körpergröße, Gewicht, Alter, Fahrkönnen und die Sohlenlänge der Skischuhe ein wichtige Rolle. Mit dem errechneten “Z-Wert” kann dann eine fachgerechte Einstellung der Bindung nach ISO-Norm vorgenommen werden. Die Funktion der Bindung kann sich mit dem Alter verändern, diese Abweichung wird mit dem zertifizierten Gerät korrigiert. Verschiedene Schuhe können auch verschieden mit der Bindung reagieren.

ding ski service“, der Berufsgemeinschaft der Sportgerätetechniker im LVH

6.

DIE HAFTUNG

5.

DIE BEKLEIDUNG

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Bei der Bekleidung werden immer qualitativ hochwertigere und technischere Materialien verwendet. Nicht nur Wärmespeicherung und Wohlfühlen, auch Stimulation und Regeneration der Muskeln und des Kreislaufs werden beeinflusst. Wichtige Accessoires sind Helm und Protektoren als Schutz für Wirbelsäule.

Auch der Skifahrer wird immer feinfühliger in Haftungsfragen. Im Skiverleih ist man bei sorgfältiger Überprüfung und Einstellung der Bindungen nach ISO-Norm, sicherheitstechnisch und gegenüber von Versicherungen in Ordnung. Damit im Skiverleih allgemein gültige Standards erreicht werden, wurde 2008 im LVH die Berufsgemeinschaft der Sportgerätetechniker gegründet. Betriebe die vorgegebene Kriterien erfüllen, erhalten das Qualitätssiegel “Leading Ski Service”. Wichtig dabei ist neben Ausbildung, auch die Qualität des Leihmaterials, der Präparation, und des Services.


SKILEHRER PORTRAIT

ZWEI SKILEHRER IM PORTRAIT

VON HOLZ-BRETTELN CARVINGSKIERN UND „EINKEHR-SCHWÜNGEN“ Rote Skikleidung, sonnengebräuntes Gesicht, exzellente Skifahrer, charmante, umschwärmte Après-SkiAnimateure, Aufreißer mit großem Erfolg bei den Frauen... der Beruf des Skilehrers ist mit einer Menge Klischees behaftet. Doch vieles ist nicht so wie man glaubt. Das sagen zumindest jene, die im Winter tagtäglich auf den Skipisten ihre Gäste betreuen. Text: Magdalena Dietl Sapelza

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er Beruf des Skilehrers ist in erster Linie mit Freundlichkeit, Geduld, Einfühlungsvermögen und mit großem Verantwortungsbewusstsein verbunden und weniger mit dem Vergnügen bei „Einkehr-Schwüngen“ und beim Après Ski. Das betonen die zwei Skilehrer der Skischule Sulden-Gustav Thöni im Gleichklang. Walter Schwienbacher zählt mit 75 Jahre zu den ältesten Skilehrern in Sulden, Alexander Ortler mit 31 Jahre zu der jüngeren. Der eine hat seine Skilehrer-Karriere von 55 Jahren in Trafoi mit den damals gebräuchlichen über zwei Meter langen Skiern aus Holz, mit Lederschuhen und fixer Riemenbindung begonnen. Der andere hat vor sechs Jahren angefangen, mit kurzen, taillierten und wendigen Carving-Skiern. Beide haben einiges gemeinsam: Sie standen schon als Knirpse auf den Bretteln, Schwienbacher auf dem verschneiten Hang hinter der Kirche in Trafoi und Ortler auf dem „Cevedale Hang“ in Sulden. Beide entwickelten sich zu exzellenten Skifahrern und waren vor ihrer Skilehrer-Laufbahn als vielversprechende Skirennläufer erfolgreich. Sie mussten ihre Rennkarriere jedoch verletzungsbedingt beenden. Als Skilehrer nutzen sie ihr Können und bringen den großen und kleinen Wintergästen am Fuße des Ortler mit viel Gespür das Skifahren bei.

Dorfplatz - Burgeis - Tel. 0473 830105

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SKILEHRER PORTRAIT

WALTER SCHWIENBACHER

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as Skifahren fasziniert Walter Schwienbacher seit er mit vier Jahren zum ersten Mal auf seinen schweren „Ponzenbrettern“ stand. So bezeichnet er seine damaligen Skier aus Holz. Diese waren schwer und lang. Als ihn 1951 der kleine Schlepplift das erste Mal über den Hang unterhalb des „Hotel Madatsch“ nach oben zog, war das ein besonderer Moment. Kurze Zeit später freute er sich über den neu errichteten Sessellift zur „Furkelhütte“. Das höchste der Gefühle war es, sich auf der schmalen Abfahrt ins Tal zu stürzen. Dabei blitzte sein Skifahrer-Talent auf. Er schaffte es kurz darauf in die italienische JugendNational-Mannschaft. 1958 eroberte er den Landesmeister-Titel im Slalom und in der Abfahrt. Eine schwere Verletzung bei der Italienmeisterschaft 1960 in Bormio beendete Walters Rennläufer-Karriere. Das war der Start für seine Skilehrer-Laufbahn, die er nach kurzer Ausbildung am Karerpass in Trafoi begann. Er war einer von sechs Skilehrern, die sich dort um die Ski-Touristen kümmerten. Den Anfängerinnen und Anfängern auf den damals gebräuchlichen über zwei Meter langen Skiern brachte er zu allererst das „Schneepflugfahren“ bei, damit sie bremsen lernten. Erst dann ging es weiter mit Stemm- und Parallelschwung. „Mit den langen Skiern haben die Gäste früher viel länger gebraucht, bis sie halbwegs fahren konnten“, meint Walter. „Es hieß üben, üben, üben. Man hat damals auch mehr Zeit gehabt, denn die Gäste sind zwei bis drei Wochen geblieben.“ Mit den heutigen kurzen und taillierten Skier gehe alles viel schneller – ja fast zu schnell. Da es mit der Arbeit in Trafoi oft nicht gut bestellt war, schaute sich Walter in anderen Skigebieten um. Er war in Madonna di Campiglio und Madesimo tätig und trainierte Rennläufer. In den Sommermonaten betreute er Gäste in der „Skischule Cristallo“ auf dem Stilfser Joch. Der Sommerskilauf war dort in den 1960er und 1970er Jahre noch sehr attraktiv, vor allem für Italiener. Heute halten sich dort nur noch Nationalmannschaften zum Training auf. 1965 wurde Walter ins Team der Skischule Sulden Gustav Thöni aufgenommen. Er versteht den Umgang mit seinen Schützlingen. Meist entwickelt sich eine vertraute Verbundenheit zwischen Lehrer und SchülerInnen. Bei „Einkehrschwüngen“ in Skihütten und beim Après Ski feiert er mit ihnen Lernerfolge und schließt Freundschaften. Das ist heute noch genauso wie früher. „Ein bisschen Feiern gehört

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IM VINSCHGAU

Walter Schwienbacher (Jg. 1941) aus Trafoi ist seit 55 Jahren hauptberuflich Skilehrer. Als Hilfstrainer begleitete er die Spitzen-Skirennläufer Roland und Gustav Thöni jahrelang im internationalen Skizirkus

dazu, nur mittlerweile halte ich nicht mehr lange aus“, meint er. Mit Hannelore Trost aus Leverkusen begann Walter noch in Trafoi ein romantisches „Gspusi“. 1975 wurde sie seine Frau und schenkte ihm vier Kinder. Für seinen Beruf und seine oftmals späte Heimkehr von der Piste zeigte seine Frau viel Verständnis. Längst fährt Walter moderne taillierte Carvin-Skier. „Die moderne Technik im Skisport hat vieles einfacher gemacht“, betont er. Nach der diesjährigen Saison will Walter seinen Skilehrer-Beruf nach 55 Jahren aufgeben. „Die Jungen sollen weitermachen“, erklärt er. Doch in die Ecke stellen wird er seine Skier nicht. Privat will er weiter fahren, denn die Freude an schnellen Schwüngen im Schnee ist bei ihm nach wie vor ungebrochen.


SKILEHRER PORTRAIT

Alexander Ortler (Jg. 1985) aus Sulden begann nach Beendigung seiner Skirennsport-Karriere vor sechs Jahren als Skilehrer. Es ist sein Zweitberuf neben dem des Junior-Chefs im „Hotel Cevedale“

ALEXANDER ORTLER

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lexander Ortler zählt zur jungen Generation der Skilehrer. Er ist mit modernen Carving-Skiern aufgewachsen und arbeitet seit 2010 in der Skischule Sulden-Gustav Thöni. Mit knapp drei Jahren machte er seine ersten Skiversuche auf dem „Cevedale Hang“ nahe seinem elterlichen Hotel in Sulden. Mit vier Jahren zog er jeden Tag allein los und verbrachte Stunden um Stunden am „Bruno Kessler Lift“. Um den Pollen zu entfliehen, die seinen Heuschnupfen auslösten, durfte er im Sommer in der

Suldner Renn-Ski-Sportgruppe auf dem Stilfser Joch mittrainieren. Dort fiel er als großes Talent auf, das ihm die Tür zu Ski-Rennsport öffnete. 1998 ließ er als Sieger des nationalen und des internationalen „Topolino – Rennens“ aufhorchen und wurde entsprechend gefeiert. 1999 gewann er als jüngster Teilnehmer der Nationalmannschaft alle vier Italienmeistertitel in der Abfahrt, im Superski, im Slalom und im Riesentorlauf. Er bestritt erfolgreich Europa-Cup-Rennen und war kurz vor dem Sprung in den Welkcup-Zirkus. Doch das Verletzungspech begann ihn zu verfolgen. Er erlitt Bänderrisse, Knieverletzungen..., wurde operiert, kämpfte sich zurück. Vielen ist noch sein spektakulärer Sturz als Vorläufer bei der Abfahrt in Bormio im Dezember 2005 in Erinnerung. Er brach sich zwei Rippen. Nach einem Unterschenkelbruch 2006 und einer weiteren Knieverletzung beendete er schließlich 2009 seine Rennsportkarriere. Als Skifahrer mit Leib und Seele wollte er im Schnee bleiben und absolvierte die dreijährige Skilehrer Ausbildung. „Der Skilehrer-Beruf ist mein Zweitberuf und macht mir großen Spaß“ sagt er. Sein Erstberuf ist der des Hotelier und Juniorchefs im „Hotel Cevedale“in Sulden. „Skilehrer zu sein ist für mich ein guter Ausgleich und wichtig, denn ich kann das weitergeben, was ich gut kann“, betont er. Gerne betreut er Kinder und Anfänger. Das erste, was er den ungeübten Schützlingen auf einer flachen Piste beibringt, ist das Bremsen. „Es ist immer ein besonderer Moment und eine Genugtuung, wenn sie das dann zum ersten Mal in den Griff bekommen“, sagt er. Vieles im geschickten Umgang mit seinen Schülern hat er von den älteren Skilehrerkollegen gelernt. „Der Walter mit seiner Erfahrung hat mir beispielweise viele Tipps gegeben“, betont Alexander. Mit der modernen Ausrüstung lässt sich das Skifahren heute in kurzer Zeit lernen. Nach zwei bis drei Tagen schaffen die meisten bereits eine Fahrt über eine steilere Piste. „Oft muss man bremsen, denn manche Eltern glauben, ihre Kinder müssten in einer Woche Weltmeister werden“, so Alexander. Wenn er nette Damen betreut, legt er gerne auch einen „Einkehrschwung“ mehr ein als üblich und hält beim Après Ski länger aus. Denn er ist noch Single. „Viele Skilehrer Klischees sind jedoch übertrieben und haben wenig mit der Wirklichkeit zu tun“, erklärt er. Vieles erübrige sich, weil die Damen das WellnessAngebot der Hotels nutzen wollen und sich schnell verabschieden. Und in seinem Fall könne er es sich nicht immer leisten, sich die Nächte um die Ohren zu schlagen, denn er müsse am nächsten Tag nicht nur auf der Piste sondern auch im Hotel fit sein.

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SKIGEBIET SULDEN

DAS

ORTLERGEBIET

Skifahren in zwei abwechslungsreichen Familienskigebieten am Fuße von König Ortler © Vinschgau Marketing/Frieder Blickle

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as Ortlergebiet mit den beiden Skigebieten Sulden und Trafoi ist ein Wintersportgebiet der landschaftlichen Superlative. Es liegt im Nationalpark Stilfser Joch, dem größten Naturpark Italiens, am Fuße des 3.905 m hohen Ortler. Die hochalpine Bergwelt von Sulden und Trafoi ist nicht nur ein Eldorado für Skifahrer, Langläufer, Snowboarder und Freerider. In der weitläufigen Bergwelt mit ihren hohen Dreitausendern finden sich einige der besten Skitouren im Alpenraum. Gemütlicher erkunden Winterwanderer und Schneeschuhwanderer die verschneite Berglandschaft. Eine Vielzahl an Wegen, Bergpfaden und Trails ermöglicht es, die facettenreiche Kulturlandschaft dieser einzigartigen Region auch im Sommer beim Wandern, Mountainbiken oder Radfahren zu erkunden. Die vielseitige hochalpine Landschaft des Nationalparks Stilfserjoch mit einem Wegenetz von über 250 km an markierten Strecken verwandeln die Ferienregion Ortlergebiet in eines der beliebtesten Wandergebiete Südtirols.

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SKIGEBIET TRAFOI

SKIFAHREN BY NIGHT Ein unvergessliches Erlebnis, das die Seilbahnen Sulden am Ortler anbieten, ist das Nachtskifahren. Jeden Mittwoch (ab 28.12.2016) von 20.45 bis 22.45 Uhr steht die Rosimbahn für jene zur Verfügung, die tagsüber vom Skifahren noch nicht genug bekommen haben oder einfach nur die einzigartige Atmosphäre genießen möchten. Für eine abendliche Stärkung und gemütliches Beisammensein hat auch die Kanzelhütte geöffnet. An einem solchen Abend kommen sowohl Genießer als auch Sportskanonen voll auf ihre Kosten. Der krönende Abschluss ist ein kleines Feuerwerk bei der Bergstation, mit dem der faszinierende Abend zu Ende geht. Informationen: Ferienregion Ortler | www.ortler.it | Tel. +39 0473 613015

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SKIGEBIET SULDEN

SEILBAHN SULDEN

SKIGEBIET MIT HERZ Vor einer einmaligen 3.000er Kulisse mit Ortler, Königsspitze und GRan Zebrú dreht sich das Pistenkarussell des Skigebietes Sulden. Als eines der ersten Skigebiete eröffnet Sulden im Herbst und als eines der letzten schließt es im Frühjahr. Auf den Schnee in Sulden ist Verlass.

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SKIGEBIET SULDEN

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nmitten der Ortlergruppe im Nationalpark Stilfser Joch liegt Sulden am Ortler. Das weitläufige Gletscherskigebiet unter dem Ortler wird von insgesamt 14 Dreitausendern umrahmt. Eingebettet in die Bergwelt der Ostalpen finden sich hier 40 Pistenkilometer mit modernster Infrastruktur bis auf über 3.000 m Seehöhe. Das hochalpine, schneesichere Gletscherskigebiet Sulden am Ortler hat sechs Monate im Jahr geöffnet, es bietet neben zahlreichen Pisten für Skifahrer auch Tiefschneehänge für Extrem-Skifahrer, Freerider und Telemarker, einen Funpark mit Halfpipe und Boardercross für Snowboarder und Freestyler. Für Naturliebhaber bietet Sulden aber auch Skitouren in das Hochgebirge der Dreitausender, bis weit in den Frühling hinein. Trotz seiner Beliebtheit ist Sulden ein Ort der gelebten Traditionen geblieben und ist als zweite Heimat Reinhold Messners seit 2004 auch Sitz des Messner Mountain Museums Ortles. Sulden wirbt mit „Sulden.bärig“. Ein toller Mix aus abwechslungsreichen Pisten präsentiert sich den Skifahrern. 44 Kilometer werden bestens präpariert, die meisten davon sind leichte Pisten (17 Kilometer) für Genießer und mittelschwere (13 Kilometer) für Könner, 14 Kilometer tragen eine schwarze Markierung und sorgen mit Sicherheit für Adrenalin. Wintersport hat in Sulden Tradition. An der Tradition hält man fest, und stellt dieser Innovation an die Seite. Deshalb hat das Skigebiet Sulden im vergangenen Jahr aufgerüstet. Das neue Aushängeschild ist die moderne 10er Kabinenbahn Rosim. Diese zieht - nicht nur was die Technik betrifft – sämtliche Register und ist mit einer ganzen Reihe von Vorteilen ausgestattet. Die hohe Förderkapazität befördert 2.000 Gäste pro Stunde in die Höhe. Ohne Geduldsproben dürfen Gäste die neue Piste Rosim 1 demnach hinunterwedeln. Begeistert vom neuen Angebot sind Gäste und einheimische

Skifahrer gleichermaßen. Aber auch abseits davon ist das Skigebiet Sulden ein vielseitiges, eines mit Traumkulisse. Die längste Abfahrt ist die Talabfahrt Schöntauf mit 11 Kilometern. Tourengeher finden im Gletscherskigebiet Sulden zahlreiche Möglichkeiten, durch Wälder und einsame Landschaften zu touren, einige der Gipfel rund um den höchsten Berg Südtirols zu erklimmen und freie Abfahrten durch den Tiefschnee zu meistern. Besonders im Frühjahr finden Fans dieser Sportart in Sulden ideale Bedingungen vor.

FREERIDER Durch unberührten Schnee oder von Gipfeln herab durch den Tiefschnee zu fahren, ist das Um und Auf für Freerider, BackcountrySkifahrer und Snowboarder. Im Gletscherskigebiet Sulden finden Freeride-Fans besonders geeignete und anspruchsvolle Variantenabfahrten. Alle Abfahrten im Gelände

Als besonders lohnenswert gilt die Tour hinauf auf die Suldenspitze in 3.376 m Seehöhe. Die Tour ist in einer Gehzeit von rund 3 Stunden und 30 Minuten zu bewältigen, dabei sind knapp 800 Höhenmeter zu überwinden. Auf dem Gipfel werden passionierten Skitourengeher mit einem grandiosen Blick über die Alpen, auf den Cevedale und die Königsspitze belohnt.

sind über die Liftanlagen von Sulden zu erreichen, zwischendurch sind kurze zusätzliche Aufstiege erforderlich. Die Abfahrten im freien Gelände sind überwiegend anspruchsvoll. Ein Highlight für die Freerideszene ist die Tiefschneeabfahrt von der Schöntaufspitze (3.250 m) bis zur Talstation auf 1.900 m Seehöhe.

Toureninformationen Suldenspitze: Ausgangspunkt/Höhe: Bergstation Seilbahn Sulden 2.610m Route/Schwierigkeit: mittel Route/Verlauf: Über Suldengletscher Höhenunterschied: 917 m Gehzeit: 3 Stunden, 30 Minuten Länge der Strecke: 2,5 km Hangrichtung: Nordwest

Die Alpinschule Ortler bietet allen Interessierten täglich geführte Wanderungen auf die Suldenspitze. Für all jene, die die Bergwelt Südtirols auf eigene Faust erkunden wollen ist es ratsam, sich vorab über die aktuellen Schneebedingungen und die Lawinensituation vor Ort zu informieren. www.provinz.bz.it

www.seilbahnensulden.it Tel. +39 0473 613 047 Fax +39 0473 613 112 info@seilbahnensulden.it www.ortlerskiarena.com

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SKIGEBIET SULDEN

EVENTS/TIPPS

IM SKIGEBIET SULDEN Herzlich Willkommen im Skigebiet Sulden am Ortler – das Skigebiet der hochalpinen Extraklasse im Nationalpark Stilfserjoch/Südtirol! Dank unserer Höhenlage 1.900m – 3.250m und der leistungsfähigen Schneeanlagen garantieren wir Schneesicherheit von Oktober bis Anfang Mai! Genießen Sie das Skifahren auf traumhaften Pisten, umgeben von unserer einzigartigen Bergund Gletscherwelt! Wir freuen uns auf Sie! Bereits täglicher Skibetrieb - traumhafte Pistenverhältnisse!

Hallo Kinder! Ihr liegt uns am Herzen! Wer spielend lernt für Leben, das ist die goldene Devise unseres Kindergartens. Vormittags fahren unsere Kleinen 2,5 Stunden Ski mit einer kleinen Vormittagsstärkung, damit das Skifahren nachher noch leichter geht. Am Nachmittag können die Kleinen, die noch Lust haben mit der Betreuerin im Kindergarten spielen, basteln und lauter, tolle Sachen erleben bis 16.30 Uhr.

Infos für Eltern: Skikurs von Mo – Fr von 10.00 – 12.50 Uhr oder Skikindergarten von Mo – Fr von 10.00 – 16.00 Uhr inkl. vormittags Skikurs und Mittagessen. Kinder ab 3 Jahren können einen Skikurs bei uns besuchen. Einteilung immer Montags 10.00 Uhr am Cevedalehang.

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NATIONALPARK STILFSERJOCH

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FERIENGEBIET LATSCH-MARTELLTAL

…glitzerndes Weiß, kristallklare Bergluft, Wintersonne, tiefverschneite Landschaften, heimeliger Atmosphäre, Gastfreundschaft… ... so präsentiert sich das Feriengebiet seinen Besuchern in den Wintermonaten: die wohl schönste Art den Winter mit allen Sinnen zu erleben und zu genießen. Willkommen im Winterparadies LatschMartelltal im Nationalpark Stilfserjoch. Das Feriengebiet im Vinschgau, das sich aus den zwei Gemeinden Latsch und Martell zusammensetzt, ist das ideale Ausflugs- und Ferienziel für naturverbundene Aktivurlauber, aber auch all jene, die Ruhe und Besinnlichkeit suchen, in einer idyllisch verschneiten Winterwelt, voll heimeliger Atmosphäre und Gastfreundschaft. Von Latsch ist es nicht weit ins Martelltal, Herzstück des Nationalparks Stilfserjoch, eines der schönsten und naturbelas-

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sensten Seitentäler des Vinschgaus. Es erstreckt sich von 950 m bis zum Gletscher des Cevedale auf 3769 m. Das Martelltal bietet ein großes Angebot an Winteraktivitäten fernab vom turbulenten und hektischen Massentourismus. Winterliebhaber finden in Latsch und dem Martelltal, sonnenverwöhnte Loipen zum Langlaufen und Biathlon, abenteuerliche Rodelbahnen und Pisten zum Austoben, Eislaufplätze für Spaß mit Freunden und Familie, eine Vielzahl an „Weißen Wegen“ in der herrlich verschneiten Naturkulisse zum Winterwandern, unzählige 3000er zum Skibergsteigen, vertikale Perspektive und Nervenkitzel beim Eisklettern, sowie Entspannung und „dampfendes Erlebnis“

im AquaForum. International einen Namen gemacht hat sich das Martelltal durch die Austragung der Biathlon Junioren Weltmeisterschaft 2007. Im heurigen Winter ist das Martelltal wieder Austragungsort einiger nationaler und internationaler Sportwettkämpfe wie den Biathlon IBU Cup oder das Skitourenrennen Marmotta Trophy. Tipp: auch der Nörderberg in Latsch erwacht im Winter zu neuem Leben. Eine markierte Tour lädt Winterliebhaber dazu ein, das Gebiet rund um die Tarscher Alm zu entdecken. Bei einer Rast in der Tarscher Almlounge & Berghotel wird der Gaumen verwöhnt.


FERIENGEBIET LATSCH-MARTELLTAL

Tourismusverein Latsch-Martell - Hauptstraße 38/a | I-39021 Latsch Tel. +39 0473 62 31 09 | Fax +39 0473 62 20 42 | info@latsch.it | www.latsch-martell.it Text: © Tourismusverein Latsch-Martell mit Goldrain, Morter, Tarsch; Fotos: © Vinschgau Marketing – Konsortial G.m.b.H. (F. Blickle), Alle Bildrechte liegen bei den angeführten Fotografen oder Vinschgau Marketing

Langlaufen & Biathlon Wintersport für Genießer im stillen und idyllischen Martelltal Anhänger des nordischen Skisports finden im Martelltal Loipen und Panoramastrecken sowohl für den Klassischen Langlauf als auch für das Skating. Eingebettet in eine herrliche Kulisse im hinteren Teil des Tales, inmitten der gigantischen Dreitausender des Stilfserjoch Nationalparks, befindet sich bei der Grogg Alm das Biathlonzentrum. Anmeldung, Verleih der Skiausrüstung und weitere Informationen: Langlauf- und Biathlonschule Martell St. Maria i. d. Schmelz 16 Tel. +39 0473 744 545 www.biathlon-martell.com info@biathlon-martell.com

Skibergsteigen Toureneldorado Latsch-Martelltal Skitourengeher finden mit den vielen 3000ern unzählige Möglichkeiten für ansprechende Touren inmitten der verschneiten Naturkulisse. Als Einkehrmöglichkeiten bieten sich die urigen Hütten und Almen wie die Lyfi Alm (2.165 m), die Zufallhütte (2.264 m), die Martellerhütte (2.610 m) oder die Tarscher Almlounge & Berghotel (1.940 m) an.

Rodeln Schlitten an die Leine und auf geht’s Der Spaß auf zwei Kufen ist ein Wintersport für die ganze Familie – Nachtrodeln bei Mondschein in Gesellschaft von guten Freunden ist ein ganz besonderer Reiz. Die Naturrodelbahnen Hölderle bietet tolle Wintererlebnisse für Groß und Klein. Rodelverleih und weitere Informationen: Bar Cafè Hölderle Tel. +39 0473 744 642.

Schneeschuh- & Winterwandern

VERANSTALTUNGEN & EVENTS 08. – 11.12.2016 Adventmarkt Enzianalm Martelltal

18.12.2016

Auf leisen Sohlen durch die ­verschneite Naturkulisse

Biathlon Südtirol Cup Landesmeisterschaft

Schneeschuhwandern im Feriengebiet LatschMartelltal ist ein atemberaubendes Naturerlebnis, bei welchem man die märchenhafte Winterlandschaft genießen kann. Schneeschuhwanderer finden ein großes Netz an gut markierten Winterwander- und Schneeschuhwanderwegen. Viele Touren bieten spektakuläre Panoramablicke auf die Bergwelt rund um die Ortler-Cevedale-Gruppe. Hütten und Almen wie die Lyfi Alm (2.165 m), die Zufallhütte (2.264 m), die Martellerhütte (2.610 m), Berggasthof Stallwies (1.953m), sowie die vielen Einkehrmöglichkeiten im Tal laden nach einer Schneeschuhwanderung zum netten Beisammensein und zum Aufwärmen ein. Schneeschuhe können vor Ort in den Gasthäusern ausgeliehen werden. Das Gebiet rund um die Tarscher Alm ist ein wahrer Geheimtipp und die Tarscher Almlounge & Berghotel (1.940 m) lädt zum Einkehren ein. Schneeschuhwandervorschläge - Schneeschuh-Tour Tarscher Alm (9,8 km / 776 Hm) - Zur Lyfi Alm im Martelltal (6,3 km / 325 Hm)

03. – 08.01.2017

Eislaufen

Biathlon IBU-Cup

25. - 26.02.2017 Biathlon Italienmeisterschaft Luftdruck

04.03. & 18. - 19.03.2017 Skitourenrennen “Marmotta Trophy”

25. - 26.03.2017 Biathlon Italienmeisterschaft Massenstart und Sprint

Eisklettern Eine eiskalte Herausforderung Das Martelltal bietet beliebte Spots für geübte Eiskletterer. Vertikale Perspektive und Nervenkitzel finden Freunde dieser Extremsportart am künstlichen Eiskletterturm beim Hotel Waldheim.

Tanzen auf dem Eis – Spiel, Spaß und Bewegung für die ganze Familie Elegante Runden auf dem Eis drehen. Oder lieber ein hitziges Hockeymatch ausfechten? Die Schlittschuhe sind eine tolle Alternative zu den Skiern. Das IceForum in Latsch bietet eine, überdachte Eisarena - so kann die ganze Familie unabhängig von der Witterung die Eisbahn besuchen. In Martelltal in der Freizeitanlage Trattla kann man auf einen Eislaufplatz im Freien seine Runden drehen. Weitere Informationen: IceForum Latsch Valtneidweg 1/a Tel. +39 0473 623 560 www.iceforum.it | info@iceforum.it

SunKid Zauberteppich & Snowtubing „Rolltreppe“ zum Start für eine rasante Abfahrt Der SunKid Zauberteppich befindet sich neben dem Biathlonzentrum auf der Grogg Alm (1.700 m) im Martelltal. Das Skiförderband ist 100m lang und bringt Kinder und Erwachsene auf einer Anfängerpiste an den Start. Die Hänge rund um den Zauberteppich eignen sich außerdem zum Snowtubing, Dabei düst man sitzend oder liegend auf einem Luftreifen die Piste hinunter. Die Snowtubes können vor Ort ausgeliehen werden.

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FERIENREGION SCHNALSTAL

SCHNALSTAL Ein halbes Jahr Schneesicherheit auf dem Schnalstaler Gletscher, eines der schönsten Skitourengebiete der Alpen, Schneeschuh- und Winterwanderungen und mit der Ötzi Glacier Tour hat das Schnalstal viele Winterfreuden zu bieten. Info: Tourismusverein Schnalstal | Tel. +39 0473 679 148 | www.schnalstal.it Schnalstaler Gletscherbahnen | Tel. +39 0473 662 171 | www.schnalstal.com

Skifahren Das schneesichere Skigebiet Schnalstaler Gletscher erstreckt sich mit 30 Pistenkilometern zwischen 2.000 und 3.200 Höhenmetern. So beginnt das Skifahren im Schnalstal bereits im Herbst und dauert bis zum Frühjahr an.

stige und sichere Schneeverhältnisse vor. Die Gletscherbahn verkürzt die Aufstiege und so erklimmen Skitourengeher die Schnalser Dreitausender relativ einfach und schnell.

Winterwanderungen Die geräumten Schneeschuhwandern Beim Schnee-

Skitouren Mit dem mächtigen Berg Weißkugel und zahlreichen weiteren Dreitausendern bildet der Schnalskamm eines der schönsten Skitourengebiete der Alpen. Tourengeher finden im Schnalstal gün-

ÖTZI GLACIER TOUR- MIT DEN SKIERN ODER SCHNEESCHUHEN ZUR ÖTZI FUNDSTELLE Ötzi Glacier Tour – mit den Skiern oder Schneeschuhen zur Ötzi Fundstelle Die Ötzi Glacier Tour führt Sie in Begleitung eines Bergführers von der Bergstation der Schnalstaler Gletscherbahn (3.212 m) über den Hochjochferner (2.800 m) weiter zum Hauslabjoch auf 3.280 m. Von dort erreicht man in rund 15 Minuten die Fundstelle der Gletschermumie Ötzi, welche unbestrittener Höhepunkt dieser Ski- oder Schneeschuhtour ist. Von der Fundstelle (3.210 m) genießt man einen faszinierenden Blick auf die Nordflanke des Similaun. Die äußerst abwechslungsreiche Tagestour quert den Alpenhauptkamm und ist mit ihren landschaftlichen und archäologischen Superlativen nicht nur für Bergliebhaber und Geschichtsfreunden interessant. Der Abstieg erfolgt über die Aufstiegsroute, mit den Skiern über die Talabfahrt bis nach Kurzras, mit den Schneeschuhen steigt man bis zur Teufelsegghütte ab, von dort nimmt man den Sessellift Roter Kofel bis ins Tal.

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Schneeschuhwanderungen im urtümlichen Schnalstal verlaufen unterhalb der Waldgrenze entlang der Talsohle und sind damit ideal für Einsteiger.

schuhwandern im Schnalstal befreien sich Wintersportler Schritt für Schritt von der Hektik des Alltags. Mit den Schneeschuhen gelingt der Aufstieg durch Wälder und Bergrücken spielend leicht. Viele schöne

Winterwanderwege im Schnalstal führen durch verschneite Wälder und über sonnige Wiesen, vorbei an jahrhundertealten Bauernhöfen. Der sanfte, naturnahe Wintersport eignet sich für die ganze Familie, unabhängig von Alter und Kondition.

mern, € 120,00 pro Person bei 3 Teilneh-

im Skigebiet Schnalstal kennen zu lernen. Der Voucher im Wert von € 35,00 ist in allen teilnehmenden Betrieben erhältlich und kann auch auf mehrere Tage aufgeteilt werden. Weitere Informationen erhalten Sie im Piccolo Hotel Gurschler, Tel. +39 0473 662 100.

mern

Zeitraum: 01.12.2016 - 30.04.2017

Zusatzinfo: Gehzeit ca. 3 Std. im Aufstieg

Kosten: € 35,00 pro Voucher

ab dem Hochjochferner. Eine gute körper-

Anmeldung: keine Anmeldung erforderlich!

Tag: Dienstag; Treffpunkt: 8.30 Uhr vor dem Infobüro in Kurzras Dauer: von 8.30 - ca. 16.30 Uhr Zeitraum: 22.11.2016 - 25.04.2017 Kosten: € 100,00 pro Person ab 4 Teilneh-

liche Grundkondition ist Voraussetzung. Anmeldung: Erforderlich innerhalb Montag 17.00 Uhr bei Ihrem Gastgeber oder im Tourismusbüro.

GLACIER WINE RALLYE - EINE WEINVERKOSTUNG DER BESONDEREN ART Die Glacier Wine Rallye steht ganz unter dem Motto Genuss am Gletscher. Die besondere Weinverkostung führt Skifahrer und Winterwanderer von Hütte zu Hütte. Dort servieren die Gastwirte jeweils einen ausgewählten Südtiroler Spitzenwein, sowie passende Häppchen zur Verkostung. Ziel der Initiative ist es, den Gästen die Möglichkeit zu bieten, mit einem einzigen Ticket mehrere Gastbetriebe und die Vielfalt der Südtiroler Weinwelt

GIPFELGESCHICHTEN ZWISCHEN 300 DREITAUSENDERN Im Glacier Hotel Grawand erzählen Ortskundige besondere Geschichten rund um das Gletscherskigebiet. Der Rundumblick von der Bergstation der Gletscherbahn bietet eine einmalige Aussicht auf die umliegende Bergwelt. Bei guter Fernsicht sieht man nicht nur die Ortlergruppe mit Königsspitze,Cevedale und Ortler, die Ötztaler Alpen mit Weißkugel und Wildspitze sondern auch weit in das Dolomitengebiet und die Berninagruppe. Bei einem genussvollen Aperitif erfahren die Gäste zahlreiche Geschichten rund um die Gipfelwelt, aber auch um das Gletscherskige-


FERIENREGION SCHNALSTAL

EVENTS & HIGHLIGHTS: 14.12.2016, 12.01.2017, 10.02.2017 & 13.03.2017

FINAIL HOF / MASO

Gletscherabfahrt in Vollmondlicht

17.12.2016 Kids Snow Day Winterwanderweg- & Schneeschuhwanderweg Sentiero invernale e sentiero per ciaspole Winter hiking trail and snow shoe trail

30.12.2016

Markierte Wege / Sentieri con segnalazione / Trails with guidemarker

Schneeschuhwanderweg Sentiero per ciaspole Snow shoe trail

Vor-Silvester-Party mit Fackelabfahrt

Coffee and tea Ruhetag beachten / prego rispettare i giorni di riposo / please note the day off

For Kids only Eislaufplatz pattinaggio Ice rink Bushaltestelle Fermata bus Bus stop

11.02.2017

Wir empfehlen vor jeder Schneeschuhwanderung sich bei Ihrem Gastgeber oder im Tourismusbüro über die Lawinenlage zu informieren. Vi consigliamo di informarVi del bolletino valanghe prima di qualsiasi escursione con le ciaspole presso Vostro alloggio oppure nei uffici turistici. We recommend you to inform you about the avalanche situation before each snowshoeing tour. © Agea.gov.it - Autonome Provinz Bozen – Südtirol Amt für raumbezogene und statistische Informatik 9.6 © Agea.gov.it  - Provincia Autonoma di Bolzano – Alto Adige Ufficio Informatica geografica e statistica 9.6

Rundwanderung Kurzras – Escursione circolare Maso Corto Kurzras/Maso Corto – Marchegghof/Maso Kurzras/Maso Corto – Gerstgras Kurzras/Maso Corto – Lagaun

0.45 h 1.00 h 1.20 h 1.45 h

Kurzras/Maso Corto – Bergl Alm/Malga Finailhof/Maso Finail Vernagt/Vernago – Unser Frau/Madonna Unser Frau/Madonna – Mastaun Alm/Malga

2.30 h 0.45 h 0.50 h 1.30 h

Unser Frau/Madonna – Lafetz Alm/Malga Unser Frau/Madonna – Raindl Unser Frau/Madonna – Karthaus/Certosa Karthaus/Certosa – Penaud Alm/Malga

1.30 h 1.00 h 1.30 h 3.30 h

Sabato Super Samstag Stimmung mit der Gruppe Shanti Powa in Kurzras

18. - 19.03.2017 biet, die Fundstelle der Gletschermumie Ötzi und die berühmte Transhumanz. Der Schafübertrieb führt alljährlich tausende Schafe vom Vinschgau/ Schnalstal aus über das Hochjoch zu den Sommerweiden im österreichischen Vent und im Herbst wieder zurück. Tag: Montag/Dienstag Treffpunkt: 12.00 Uhr im Glacier Hotel Grawand Zeitraum: 12.12.2016 - 17.04.2017 (ausgenommen am Montag, 26.12.2016) sowie am Dienstag 27.12.2016 Kosten: Berg- und Talfahrt bzw. Tagesskipass Anmeldung: keine Anmeldung erforderlich!

FISI – SKISTARS AUF DER PISTE Vom 21. bis 23. April 2017 gehen Stars aus Ski Alpin und Nordisch am Schnalstaler Gletscher an den Start. Bereits zum zweiten Mal lädt der italienische Wintersportverband FISI die Skisport-Fans und die Mitglieder der Skiklubs zum gemeinsamen Skifahren mit den Stars der italienischen Nationalmannschaften

auf den Schnalstaler Gletscher ein. Vom 21. bis 23. April gibt es täglich viele Aktionen, so auch einen kostenlosen Ski-Test mit den neuesten Skiern und Materialien, zur Verfügung gestellt von den offiziellen Ausrüstern der FISI. In der Tat haben Fans und Skiklubs so gut wie nie die Möglichkeit, ihre Idole auf den Skipisten zu treffen. Entweder sind diese im Training oder voll auf die WeltcupRennen konzentriert. Die Tage im Schnalstal hingegen dienen ganz der Entspannung. Die Veranstaltung ist also für alle Wintersportfans die perfekte Gelegenheit, die Skistars der italienischen Nationalteams aus nächster Nähe kennenzulernen. Täglich gibt es von 9.00 bis 16.00 Uhr am Gletscher Ski-Tests, Hütten-Zauber und Rennen, ab 16.00 Uhr geht es dann weiter zum Après Ski in Kurzras.

Free Ride Hero

24. - 25.03.2017 Ziesel Adventure Race

21.04. - 23.04.2017 FISI Winter-Saisons-Finale mit den italienischen Ski-, Snowboard- & Langlaufstars

29.04.2017 14. Ötzi Alpin Marathon

06.05.2017 Bikini & Bermuda Race

Tag: Freitag - Sonntag Zeitraum: 21.04. - 23.04.2017 Kosten: Berg- und Talfahrt bzw.

The Glacier Ar

ea

Tagesskipass Anmeldung: keine Anmeldung ­erforderlich!

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NATUR KOSMETIK

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MIT DER KRAFT DER GLETSCHER KOSMETIKSERIE AUS SÜDTIROL – Die Mehrheit aller Gletscher hat in den zurückliegenden Jahrzehnten zum Teil stark an Masse und Fläche verloren. Mit einem Teil der Erlöse vom Verkauf GLACISSE wird die Forschung unterstützt und auf dem Gletscher eine Wetterstation aufgebaut, um den Klimawandel zu erforschen.

S

eit über 20 Jahren ist Paul Grüner Hüttenwirt auf der Schutzhütte „Schöne Aussicht“ im hinteren Schnalstal in Südtirol – also im Herzen der Ötztaler Alpen. Der Hochjochferner liegt direkt hinter dem Schutzhaus. Dieser Gletscher faszinierte den visionären Wirt schon seit seiner Kindheit. Er beobachtete jedes Jahr, wenn sich Schnee und Eis in den warmen Jahreszeiten zurückzogen und das Gletschereis in der Sonne glänzte, wie kleine graue Hügelchen zurückblieben, dessen Sand sehr fein gekörnt war. Auch blühten die wenigen Pflanzen am Gletscherrand besonders farbintensiv. Paul Grüner erkannte das Geschenk der Natur und erahnte die gesamte Kraft und Geschichte: Erzählungen und schriftliche Überlieferungen, Berichte von früheren Gesundheitskuren auf dem Hochjochferner bestätigten dies. Ritter Freiherr von Alpenburg stellt 1837 vor allem „eine Erheiterung der Seele bei Griesgramen Individuen“ fest, beschreibt aber auch die Heilungen von Krankheiten.

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Der Meraner Arzt und Gletscherforscher Georg Götsch schreibt über seine Erfahrungen über die „heilende Wirkung“ in und auf dem Gletscher, unter anderem auch bei Hautkrankheiten. Diesem Geheimnis der heilenden und belebenden Kraft des Gletschers, das Paul Grüner selbst seit Jahren spürt, wollte er auf den Grund gehen und sammelte feinen Gletschersand und Gestein und ging an die Arbeit. Nach mehrjähriger intensiver Forschung, in Zusammenarbeit mit namhaften Universitäten und Forschungsins tuten, gelingt ihm die Entwicklung einer einzigartigen KosmetikPflegelinie mit außergewöhnliche Feuchtigkeitspendender und straffender Wirkung. Das reinste Wasser, welches einer Quelle auf 2.845 m entspringt, ist die Basis für diese Kosmetika. ACQUA GLACIAL® und MICA GLACIAL® bilden die Basis für die Einmaligkeit von Glacisse. Dieser stimuliert die Antioxidationsprozesse und schützt die Zellen vor freien Radikalen, welche die Haut schädigen. Die Glacisse Produkte spenden Feuchtigkeit und sichern zudem, dass diese Feuchtigkeit langfristig in der Haut gespeichert wird, damit sie straff und elastisch bleibt.


NATUR KOSMETIK

ZOLLHAUS Nur 300 Meter von der Schutzhütte Schöne Aussicht entfernt, liegt das alpine Feriendomizil der ganz besonderen Art. Wer hier in der Früh erwacht, hat den überwältigenden Blick auf die Gipfel der Ötztaler Alpen und den Hochjochferner ganz für sich allein. Im Inneren des Zollhauses befinden sich eine gemütliche Wohn- und Schlafstube mit einem franzöGesicht

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Aussicht zur Verfügung, ebenso wie unsere schwedische Außensauna mit Warmwasser-Pool. Die kleine Terrasse auf der Südseite lädt zum Innehalten, Sonne tanken und Träumen ein. Im Frühsommer können Sie von hier aus dem archaischen Schauspiel der Transhumanz beiwohnen, dem uralten Schnalstaler Schafübertrieb zu den alten Sommerweiden im Ventertal in Österreich. +39 0473 67 91 30 info@schoeneaussicht.it

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AM KNOTT UNTERSTELL

ÜBUNGSUND FAMILIENKLETTERSTEIG AM „KNOTT“ AUF UNTERSTELL AM NATURNSER SONNENBERG Text und Fotos: Christjan Ladurner

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er „Knott“ (Felsen) auf Unterstell kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Als der Staudamm im Schnalstal gebaut wurde und in der Folge eine Druckleitung das Wasser nach Naturns zum Kraftwerk leitete, errichtete die Stromgesellschaft eine kleine Seilbahn, um Wartungen durchführen zu können. Am „Knott“ stand lange Zeit die Stütze dieser Seilbahn. Als die Bahn stillgelegt und die Stütze abgetragen wurde, baute der Bauer von Unterstell eine wunderbare

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Aussichtsplattform am Knott. Und nun gibt es direkt unter dieser Plattform einen Übungs- und Familienklettersteig: eine einzigartige Einrichtung in Südtirol! Bisher boten sich den Neulingen in dieser Sportart kaum Möglichkeiten, sich an längere und schwierigere Routen heranzutasten. Auch für Familien mit Kindern gab es keine geeigneten Angebote um einmal in aller Ruhe probieren zu können. All diesen Bedürfnissen kommt der Klettersteig, der in mehrere Routen unterteilt ist, entgegen. Am „Knott“ gibt es vier Routen, zwei steile Leitern, eine Seilbrücke und ein kurzes, einfaches Verbindungsstück zwischen zwei verschiedenen Routen, um einen schweren Quergang zu umgehen. Wer schon etwas geübt ist oder es etwas schwieriger mag, der kann ganz unten anfangen. Der Einstieg am „Salamanderpfeiler“, kurz „Sally“ genannt, ist von der Bergstation der Unterstell- Seilbahn in einer gemütlichen Viertelstunde erreichbar. Künstliche Tritte helfen über die ersten Schwierigkeiten hinweg und leiten hinauf zum „Untertassen-Überhang“ (die Tritthilfen sehen aus wie kleine Untertassen). Der ca. 3 Meter hohe Überhang ist schwierig und auch etwas kniffelig zu bewältigen. Kraft und Technik kommen hier auf alle Fälle zum Einsatz. Danach ist die Route zwar steil, aber etwas einfacher. Der angsteinflößende Riesenüberhang kann ganz einfach mit Hilfe von künstlichen Tritten bewältigt werden und schon steht man an der „Big foot bridge“. 33 riesige Metallfüße machen das Überqueren der 20 Meter langen Brücke zum Kinderspiel! Zur Brücke gelangt man auch über einen Waldsteig, der vom Zustiegsweg zur Plattform abzweigt. Am Ende der Brücke beginnt die einfache Route „Turtle“ (Schildkröte). Der aufmerksame Beobachter wird die Felsformation mit dem Aussehen einer riesigen Schildkröte gleich erkennen. Bald nach der Brücke teilen sich die Routen. Die Route „Turtle“ führt steil und ausgesetzt, aber einfach nach oben auf einen Pfeilerkopf. Dort gibt es die Möglichkeit über eine ebenfalls einfache Variante, der Reibungs-Traverse, nach rechts zu queren und über die Route

„Affele“ (Äffchen) auszusteigen. „Turtle“ zieht hingegen gerade nach oben zum Ausstieg bei der Plattform. Bei der ersten Abzweigung nach der Seilbrücke gibt es die Möglichkeit, in schwieriger und ausgesetzter Kletterei über den sogenannten „Oacherlequergang“ (Eichhörnchenquergang) nach rechts zu queren. Nach dem „PizzatellerSpreizschritt“, dem Abschluss dieser schwierigen Passage, teilt sich die Route. Gerade hinauf führt „Affele“ zur ersten Himmelsleiter. Kurz unterhalb der Leiter trifft man auf den „Elefantenbauch“, einen Überhang, der etwas Kraft und Geschick verlangt. Der Aufstieg über die Leiter ist einfach. Die anschließende Passage, die zum Ausstieg führt, muss geschickt mittels Reibungstechnik (der Kletterer muss die Schuhsohlen an den Fels pressen) überwunden werden. Bei der Weggabelung nach dem „Oacherlequergang“ kann man auch nach rechts über die Route „Dinosaurier“, kurz „Rocky“ genannt, weiterklettern. Dann steigt man über die Passage „der Weg zum Geist“ ab. Das Teilstück ist exponiert, aber mit vielen Tritthilfen versehen. Über einen relativ kurzen und einfachen Überhang gelangt man zur zweiten Himmelsleiter. Die führt pfeilgerade nach oben und verlangt vom Kletterer Kraft und Geschick. Am Ende der Leiter quert man sehr ausgesetzt nach rechts. Am Anfang helfen noch ein paar künstliche Tritte, dann muss der Kletterer die Reibungstechnik anwenden. Unter der Plattform hindurch und über eine kurze, steile Kante gelangt man zum Ausstieg. Dieser Teil des Klettersteiges wird „der gute Untersteller Geist“ genannt. Bevor man mit den Bohrarbeiten am Fels begann, wurde dieser freundlich befragt, ob ihm das auch recht wäre. Wie man sehen kann, hat er zugestimmt, denn die Rechtsquerung verläuft direkt über seinem „rechten Auge“. Der Übungs- und Familienklettersteig am Knott bietet für jeden Geschmack etwas: Einfache Routen, schwierige Passagen, exponierte Wegstrecken und technische Abschnitte, eine wunderbare Seilbrücke und zwei steile Leitern. Man kann üben und klettern, so viel und so lange man will, und das zu jeder Tageszeit, denn der Zustieg und der Abstieg sind kurz.


AM KNOTT UNTERSTELL

Wanderweg

Wanderweg zur Plattform

Ausstieg

Ausstieg Plattform

A Schildkröte B

ROUTE

Turtle

B

A B

B

A Zustieg

A

1. Himmelsleiter B A Traverse C C Elefantenbauch

Das Auge A B

B

Big Foot Bridge

START

B

C/D Oacherle Quergang

ROUTE

Rocky

ROUTE

Affele

Spreizschritt

B

2. Himmelsleiter B

Weg zum Geist

B

Pizzateller

B

B

B/C

Der gute Untersteller

B

Geist

RiesenÜberhang

B/C B C ROUTE

Sally

D UntertassenÜberhang A B/C B

Zustieg

B

START

TECHNISCHE DETAILS: Route „Sally“ 50 m Stahlseil – Schwierigkeiten B–B/C–D

Route „Turtle“ 40 m Stahlseil – Schwierigkeit B

Route „Affele“ 50 m Stahlseil – eine Leiter – Schwierigkeit A–B–C/D

Route „Rocky“ 60 m Stahlseil – eine sehr steile Leiter – Schwierigkeiten A–B–B/C

„Big foot bridge“ Länge 20 m – 33 Metallfüßen – Schwierigkeit einfach

Reibungs Traverse Länge 6 m – Schwierigkeit A–C

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SKIGEBIET KAUNERTAL

KAUNERTAL

MEIN GLETSCHER ! Ein Genussskitag am Kaunertaler Gletscher ist schwer zu schlagen!

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er das Gefühl von Abenteuer liebt, liebt es auch die rund 18km lange Zufahrtsstraße hinauf in die Gletscherregion zu fahren, die für sich schon ein einzigartiges Erlebnis ist. Man entflieht für kurze Zeit der Zivilisation und findet ein Skigebiet, das ob seiner Lage immer noch ein Ge-

heimtipp ist. Wer langes Anstellen an den Liften nicht mag, wer breite Schwünge auf vorwiegend Naturschneepisten sucht, ist hier genau richtig. Der Kaunertaler Gletscher – der am westlichsten gelegene der 5 Tiroler Gletscher bietet eine Vielfalt an sportlichen Erlebnissen in einer grenzenlosen Bergwelt.

Snowpark Kaunertal – der Kaunertaler Gletscher – die Wiege des Snowboardens! Vor über 30 Jahren, als die junge Trendsportart „Snowboarden“ von Amerika nach Europa gelangte, war der Kaunertaler Gletscher eines der ersten Skigebiete in Österreich, der die Snowboarder mit offenen Armen empfing. Die ersten Snowboarder am Gletscher kamen aus Australien und England und bald war diese bunte, quirlige Szene mit ihrem Rebellentum nicht mehr weg zu denken. So entstand am Gletscher

eine der ersten Halfpipes in den Alpen. Die jährlich stattfindenden Events wie das Kaunertal Opening und die Springclassics gibt es nun schon seit über 30 Jahren und haben bei Snowbaordern und Freeskiern Kultstatus! Der Snowpark Kaunertal wird während der Herbst- und der Frühjahrssaison täglich von den Shapern der Firma Schneestern gepflegt.

Seit einigen Jahren ist der Kaunertaler Gletscher Kopfsponsor des Snowboarders Edwin Coratti. Edwin Coratti nahm bisher an 36 Weltcups teil und kam dabei siebenmal unter die ersten Zehn. Im Moment kann Edwin auf Grund einer Verletzung nicht an Wettkämpfen und Trainings Teil nehmen. Das Team vom Kaunertaler Gletscher wünscht ihm auf diesem Wege gute Besserung!

Infos zum Snowpark Kaunertal: • Derzeit hat der Snowpark Kaunertal die längste Jibline in den Alpen! Sie steht noch bis 11.12.2016. • Das große Frühjahrs Park Setup mit Kicker-Line, Slopestyle Area und Minishred-Park steht dann ab 08.04. bis 05.06.2017 (Pfingstmontag!) zur Verfügung.

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SKIGEBIET KAUNERTAL

Barrierefreies Skifahren am Kaunertaler Gletscher kommen Rollstuhlfahrer der Natur ganz nahe.

Auf Grund der Kaunertaler Gletscherstraße, die bis ins Skigebiet direkt an die Pisten und Lifte führt, ist der Gletscher schon lange bei Menschen mit Handicap als gut zugängliches Skigebiet beliebt. 2013 wurde das Kaunertal für sein barrierefreies Tourismusprojekt mit dem EDEN Award der EU ausgezeichnet. Egal ob mit Kinderwagen, Rollstuhl & Co. - mit der Gondelbahn „Karlesjoch“ gelangen Besucher völlig barrierefrei und anstrengungslos vom Gletscherparkplatz bis zum höchsten Punkt des Kaunertaler Gletschers. Am „Dreiländerblick“ auf 3.108 Meter eröffnet sich ein Blick auf die Bergwelt bis tief in die Schweizer Alpen.

Filmkulisse für Kinofilme aus Hollywood Locationscouts für Filmproduktionen und Werbeaufnahmen beschreiben die Landschaft, die durch die Kaunertaler Gletscherstraße erschlossen wird, folgendermaßen: „Für mich ist es immer wieder faszinierend, wie sich die Landschaft vom Tal bis hinauf zum Gletscher ändert. Egal, ob ich auf der Suche nach einer tibetischen Landschaft bin oder ein schottisches Hochlandmoor suche oder eine Kulisse für Szenen in Alaska brauche – hier finde ich alles!“ So war die Landschaft des Kaunertaler Gletschers Filmkulisse für TRIPLE X. Die Winterszenen und die Lawinenabgänge für den Hollywoodfilm Triple X mit Hauptdarsteller Vin Diesel wurden am

Freeriding am Kaunertaler Gletscher Nord-West-Hang des Nörderbergs gedreht. Auch ein Teil der Verfolgungsjagd des James Bond Filmes SPECTRE wurde auf der Kaunertaler Gletscherstraße vom Gepatschhaus hinunter zum Stausee gedreht. Auf unserer Webseite www.kaunertaler-gletscher-at/ allesbleibtanders/ filmkulisse oder direkt auf youtube kann man sich die Trailer anschauen. Wer erkennt die Szenen in diesem Trailer wieder? Aber auch verschiedene Hersteller aus der Autobranche, Textilbranche oder Sportbranche schätzen die wilde, schöne Gebirgslandschaft des Kaunertals für ihre Werbeaufnahmen.

Wer kennt dieses Gefühl? Ein herrlicher Wintertag, strahlender Sonnenschein. Man ist der erste, der am Grat oder am Gipfel eines tiefverschneiten Berges steht. Man hat den Weitblick und den Überblick. Man spürt die perfekte Konsistenz des Schnees und stürzt sich hinunter - ins Abenteuer, in einen unberührten PowderHang. - Kaum zu glauben: Für Freerider ist der Kaunertaler Gletscher noch so etwas wie ein Secret Spot. Freeride-Varianten in allen alpinen Schwierigkeitsgraden mit Höhenruns bis über 1000 Meter sind in der Bergwelt des Kaunertaler Gletschers viele zu finden.

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SKIGEBIET KAUNERTAL

EVENTS

AM KAUNERTALER GLETSCHER 12 NOV – 10 DEZ 20016: SHOOT YOUR HALF MILE JIB LINE CONTEST // Snowpark Kaunertal

16-18 DEZ 2016: Elooa Splitboard Camp// Kaunertal

04-08 JAN 2017: ris’n fun level 01 // Kaunertal

25-26 MAR 2017: Freeride Testival // Kaunertal

22 APR – 05 JUNI 2017: Spring Classics Kaunertal

13 – 15 OKT 2017: 32. Kaunertal Opening Weitere Events auf www.kaunertaler-gletscher.at und www.snowpark-kaunertal.tirol

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... dort, wo die Symbiose von Natur und Tradition zu einem besonderen Genuss fĂźhrt!

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NATIONALPARK STILFSERJOCH

Rothirsche flüchten im Tiefschnee: Störungen im Wintereinstand führen bei den ­Wildtieren zu empfindlichen Energieverlusten. Foto: Stefano Sandrini

W un IL d D Resp W T ekt b ei Sp IN IE ortR T und E Freiz E eitak R tivitä S ten i st ge P fragt O

Der Winter ist im kontinentalen Klima der Alpen der begren-zende und auslesende Faktor für Tiere und Pflanzen. Für die Alpen sind heute 13.000 Pflanzenarten und 30.000 Tierarten beschrieben. Die Alpen werden heute von 14.000 Millionen Menschen bewohnt. Der landschaftliche Reiz und Eigenwert der Alpen ist so hoch, dass diese Bergkette Mitteleuropas jährlich von 120 Millionen urlaubenden Gästen besucht werden. Die Erholung für Menschen und die schonende und nachhaltige touristische Nutzung sind zwei Funktionen, welche die Schutzgebietsgesetze ausdrücklich auch für die Natur- und Landschaftsschutzgebiete vorsehen. Früher waren die Berge im Winter wenig besucht bis gemieden, heute erfahren sie dank Aufstiegsanlagen und wegen der verschiedensten Sport- und Freizeitaktivitäten auch winterlichen Besuch von uns Menschen. Mancherorts werden große Dichten erreicht oder die Grenzen der Belastbarkeit überschritten: Wildtiere geraten in Stress, Gefahr und Überlebensrisiko. Der verantwortungsbewusste Berggeher und der aufgeklärte Tourist meiden die Wintereinstände von Wildtieren als Ruhezonen und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Sicherung des Bestandes von Wildtieren und zu ihrem Überleben.

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NATIONALPARK STILFSERJOCH

Wolfgang Platter, November 2016

Standortfaktoren im Hochgebirgswinter Die Lebensräume von Pflanzen und Tieren in den Alpen oberhalb der Waldgrenze sind in Bezug auf ihre Standortbedingungen Extremlebensräume: Tiefe Lufttemperaturen, scharfer Bodenfrost, hohe Windgeschwindigkeiten, intensive Sonneneinstrahlung mit einem hohen Anteil an kurzwelliger Ultraviolettstrahlung, Austrocknungsgefahr der Pflanzen durch Verdunstung, lange Schneebedeckung und unterbundene Fotosynthese sind nur einige der lebensfeindlichen Bedingungen, welche das großräumige Wetter im Habitat und das kleinräumige Mikroklima am Standort bieten.

Ortsfeste Pflanzen und bewegliche Tiere Sprossbildende Pflanzen sind ortsfest und nach ihrer Keimung an ihren Wuchsstandort gebunden. Höhere Tiere wie die fünf Klassen der Wirbeltiere sind bewegungsfähig und können durch Ortswechsel lebensfeindlichen Extrembedingungen des Winters ausweichen.

Überwinterungsstrategien bei Pflanzen Einjährige Pflanzen keimen jährlich neu aus den Samen und schließen ihren Reproduktionszyklus bis zur erneuten Samenreife innerhalb derselben Vegetationsperiode ab. Ausdauernde Gebirgspflanzen haben als Anpassung an ihren Standort im Laufe der Evolution verschiedenste Überlebensstrategien ausgebildet. So bilden etwa die Haare der Pelzanemone (Pulsatilla vernalis) oder des Edelweisses (Leontopodium alpinum) einen Kälteund Verdunstungsschutz. Die Kugel- oder Igelform des Gletscher-Mannsschildes (Androsace alpina) oder des Stängellosen Leimkrautes (Silene acaulis) bietet das ideale Verhältnis zwischen kleinem äußeren Volumen und großer inneren Oberfläche, um vertrocknungsresistent Fotosynthese und damit Stoffproduk-

tion und Energiegewinn zu betreiben. Andere krautige Gebirgspflanzen ziehen im Herbst alle oberirdischen Organe ein und überdauern den Winter mit ihren unterirdischen Organen Wurzelstock, Rhizom, Knolle oder Zwiebel. Bäume, Sträucher und Zwergsträucher haben im Laufe der Evolution Lignin als Baustoff und Gerüstsubstanz hervorgebracht. Im Gebirge ist die Vegetationszeit, welche für die sommerliche Fotosynthese als Energieumwandlungsprozess nutzbar ist, sehr kurz und oft auch durch Kälteeinbrüche verlangsamt oder gar gestoppt. Eine Faustregel der botanischen Hochgebirgsökologie besagt, das bei einer Vegetationszeit unter 100 Tagen der Holzbaustoff Lignin nicht mehr gebildet werden kann und die Triebe der Bäume nicht mehr winterhart ausreifen. Dieser Standortfaktor der immer kürzer werdenden sommerlichen Vegetationsperiode ist an der oberen Waldgrenze gegeben. In den Alpen können wir die Waldgrenze je nach Nord- oder Süd-Exposition bei 2.000 bis 2.200 Metern Meereshöhe ansetzen. An der Wald- und Baumgrenze und der dazwischen liegenden sogenannten Kampfzone sind aufrecht wachsende Holzgewächse mit langen Baumstämmen und Schäften durch Lawinenabgänge Schneebruch gefährdet. Die Natur ist erfinderisch und hat reagiert: Auf die waldgrenzbildenden Baumarten Lärche (Larix decidua) und Zirbe (Pinus cembra) folgt in der nächsten Etage der Krummholzgürtel mit Baumarten wie der Legföhre oder Latsche (Pinus mugo) oder in Lawinenbahnen der Grünerle (Alnus viridis).

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Foto: Wolfgang Platter

Foto: Wolfgang Platter

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links: Im Waldbereich bilden die Bäume hochaufragende Stämme aus, um ihre Blätter und Nadeln zur Photosynthese in die Sonne zu stellen. Bei Schneelast und in Lawinenbahnen sind Stämme und Äste bruchgefährdet. rechts: Die Netzblättrige Weide (Salix reticulata) als Beispiel für einen Spalierstrauch mit Kriechsprossen. Niederliegende, eng an den Boden angeschmiegte Triebe bringen Bruchsicherheit bei

Foto: Renato Grassi

Foto: Moreno Pellegrin

Schneedruck und Überschüttung. links: Murmeltiere sind Bewohner der hochalpinen Rasen. Den Winter meistern sie als passive Überwinterer. Sie schlafen über 6 Monate lang in ihren Erdbauten und zehren von ihren Fettreserven. rechts: Der Steinadler ist als Standvogel ein aktiver Überwinterer. In der nahrungsknappen Winterzeit nimmt er zur Not auch Aas an, wenn er keine Lebendbeute schlagen kann.

Schon der Name Krummholz verrät, dass diese Baumarten viele Äste bilden, welche im Säbelwuchs aus dem Boden wachsen, bruchfest sind und sich nach langer Schneebedeckung und hohem Schneedruck wieder aufrichten können. Diese Holzarten können außerdem Hangrutschen und der Bodeninstabilität trotzen und dank ihrer vielen Äste und Triebe mit dem instabilen Gelände mitwachsen. Im Herbst stellen die Bäume im kontinentalen Klima unserer Breitengrade das Wachstum ein. Die Zellen teilen sich nicht mehr. Die Wachstumspause bzw. der Wechsel von im Herbst gebildeten kleinen dickwandigen Zellen und weitlumigen größeren Zellen aus der Wiederaufnahme des Wachstums im Frühjahr sind im Stammquerschnitt eines gefällten Baumes als Jahresring ablesbar.

Die kleinsten unter den Bäumen Mit der Abwandlung vom einschäftigen Stamm der Nadelbaumarten Lärche und Zirbe zu den vielen bruchfesten und bieg-

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samen Ästen bei Legföhre und Grünerle ist die Anpassungsstrategie der verholzenden Hochgebirgspflanzen aber noch nicht ausgeschöpft: Verschiedene Arten von Weidengewächsen (Familie Salicaceae) bilden holzige Kriechsprosse, welche meterlang im dunklen und damit Strahlung absorbierenden und wärmenden Humus eng an den Boden angeschmiegt oder gar in den Boden eingebettet gedeihen. Diese Kriechsprosse bilden nach unten aus vielen schlafenden Augen Wurzeln und nach oben und nach den Seiten gestauchte Triebe und kleinste Blätter aus. Der große schwedische Naturforscher Carl von Linné (1707-1778), der die binäre Nomenklatur für die systematische Ordnung der Pflanzen- und Tierarten erdacht hat, nannte diese Spalierweiden „minima inter arbores“, also die kleinsten unter den Bäumen. Die alpinen Zwergweidenarten mit ihren Kriech- und Spaliersprossen gehören zu den besten Bodenfestigern von instabilen Rohböden. Sie sind eine geniale Antwort der Natur auf die Erosion in den Bergen.

Passive und aktive Überwinterer unter den Gebirgstieren Auch die Gebirgstiere haben sich im Laufe der Evolution bestmöglich an ihren Lebensraum angepasst und eine Reihe von Überwinterungsstrategien entwickelt. Eine bewährte Strategie besteht darin, dem Winter auszuweichen. Dies geschieht durch groß- oder kleinräumige Wanderungen. Eine großräumige Wanderung ist etwa der Vogelzug vieler insektenfressender Vogelarten, welche im Herbst aus den Gebirgstälern der Alpen in südeuropäische oder afrikanische Länder abfliegen. Bei den Zugvögeln unterscheiden wir Kurzstreckenzieher wie zum Beispiel die Bachstelze und Langstreckenzieher wie den Kuckuck. Kurzsteckenzieher überwintern in mediterranen Ländern dies- und jenseits des Mittelmeeres. Sie sind im Frühjahr frühe Rückkehrer: Die ersten Arten kehren schon Ende Februar in ihr Brutgebiet in den Alpentälern zurück. Langstreckenzieher fliegen in das äquatoriale Afrika jenseits der Sahara. Langstreckenzieher sind Spätheimkehrer, der


wechseln ihr Haarkleid von sommers erdbraun auf winters

Foto: Emilio Ricci

links: Schneehase und ­Hermelin

Foto: Bernard Schouwey

NATIONALPARK STILFSERJOCH

schneeweiß, um sich zu tarnen. rechts: Die Gämse ist sprintender Läufer mit Verharrpausen. Ihre Hufe sind spreizbar: Die vergrößerte Auftrittsfläche verhindert

lasenen Windgrat nach Futter, um

Foto: Michele De Lorenzi

links: Die zwei Schneehühner im Winterkleid suchen an einem freigeb-

Foto: Wolfgang Platter

ein Einsinken in den Schnee.

ihren Energiehaushalt und Stoffwechsel aufrecht zu erhalten. rechts: Die Alpenazalee (Loiseleuria procumbens), hier in der sommerlichen Blüte, stellt im Winter die Hauptnahrung für Gämse und Schneehuhn dar. Sie heißt bezeich-

exponierte Südhänge, die früher

Foto: Fabrizio Polinelli

links: Das Steinwild wechselt im Wintereinstand auf steile, sonnen-

Foto: Davide Glarey

nenderweise auch Gämsheide.

ausapern als Schatthänge und dürres Gras freigeben. rechts: Der Rotfuchs im Mäusesprung: Mit seinen Tasthaaren und seiner empfindlichen Nase kann er die Mäuse unter dem Schnee aufspüren.

unverwechselbare Ruf des Kuckucks oder des Mauerseglers ist bei uns erst wieder im Mai zu vernehmen. Kleinräumige Wanderungen sind die Wechsel von den Sommer- in die Wintereinstandsgebiete wie sie z.B. das Rotwild unternimmt, wenn es im Winter von den Berg- in die Tallagen oder von der Schattseite auf die Sonnenseite wechselt. Bei den Schmetterlingen überwintern nur wenige Arten als Vollinsekt, die meisten

Arten dagegen als Ei oder als Puppe. Der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) ist eine einheimische Tagfalterart, welche als Vollinsekt überwintert. Ein ausgeprägter Wanderfalter ist der Admiral (Vanessa atalanta). Er fliegt alljährlich aus dem Mittelmeerraum bei uns ein. Die Nachkommen derEinwanderer ziehen im Herbst wieder nach Süden, wo sie auch überwintern. Eine weitere Überwinterungsstrategie ist das passive Überwintern. Kriechtiere wie

die Eidechsen und Schlangen fallen als wechselwarme Tiere in Kältestarre, ebenso die Fledermäuse unter den Säugetieren. Auch der Grasfrosch, die Erdkröte, der Kammmolch, der Feuersalamander als einheimische Vertreter der Lurche senken im Winterversteck ihre Körpertemperatur auf die Umgebungstemperatur ab, drosseln ihre Lebensfunktionen zur Energiereduktion und verharren in Kältestarre.

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Foto: Enrico Pozzi

Foto: Alberto Bontacchio

NATIONALPARK STILFSERJOCH

Der Schneehase heißt im Italienischen Lepre variabile. Der Name bezieht sich auf den Fellwechsel vom Sommer- in das Winterhaar. Der Farbwechsel im Fell dient der Tarnung vor Fraßfeinden. Das Hermelin (Mustela erminea) im Wechsel vom Sommer- in das Winterfell. Das Hermelin ist größer als das Mauswiesel (Mustela nivalis) und hat in beiden Morphen eine schwarze Schwanzspitze. Der Bartgeier ist ein Winterbrüter: Im ausapernden Spätwinter ist das Angebot an Fallwild als Futterbasis für die Aufzucht der Jungen am größten.

Winteraktive Tiere Aktive Überwinterer unter den Alpentieren sind alle vier Huftierarten Reh (Capreolus capreolus), Rotwild (Cervus elaphus), Gämse (Rupicapra rupicapra) und Steinwild (Capra ibex). Aktive Übwerwinterer sind auch das Hermelin (Mustela erminea) und das Mauswiesel (Mustela nivalis) als Vertreter der Marderartigen. Beiden stellen sie unter der vor Kälte isolierenden Schneedecke in den Erdgängen den Mäusen nach. Ein aktiver Überwinterer ist auch der Rotfuchs (Vulpes vulpes), der mit seinen empfindlichem Tast- und Geruchsinn und seinem Gehör Mäuse auch unter der Schneedecke orten kann und bei erfolgreicher Jagd im sogenannten Mäusesprung erbeutet. Aktiver Überwinterer unter den Taggreifvögeln ist der Steinadler (Aquila chrysaetos) als Standvogel der Alpen: Im Winter stellt er von der Lebendbeute Murmeltier auf andere Nahrung wie den Schneeha-

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sen (Lepus timidus) oder karges Aas von Gämskitzen oder anderem Fallwild um. Der Bartgeier (Gypaetus barbatus) ist sogar Winterbrüter, weil im ausapernden Spätwinter am meisten Fallwild für die Aufzucht seines einzigen Jungen zur Verfügung steht. Auch der Fichtenkreuzschnabel (Loxia curvirostra) hat seine Jungenaufzucht in den Winter verlegt, weil in dieser Jahreszeit die Lärchen und Fichten ihre reifen und ölhaltigen Samen aus den Zapfen freigeben. Die insektenfressende Kohlmeise (Parus major) ist kein Zug-, sondern ein Standvogel: Sie stellt im Winter ihre Nahrung von Insekten auf ölhaltige Samen wie Sonnenblumenkerne um. Besonders auffällig ist die Umstellung auf Winternahrung auch beim Schneehasen (Lepus timidus): Im Sommer ernährt er sich zu über 50% von verschiedenen Gräsern, im Winter besteht seine Nahrung

hingegen zu drei Vierteln aus Nadeln der Koniferen, v.a. der Legföhre. Allgemein bekannt ist auch der Farbwechsel im Fell bzw. Federkleid vom Sommer zum Winter beim Schneehasen, Hermelin und Schneehuhn. Die weiße Farbe in der Körperbedeckung ist auf Schnee die effizienteste Tarnung vor Fraßfeinden. Der Tannenhäher (dialektal Zirbmgratsch, Nucifraga caryocatactes) legt im Herbst Wintervorräte aus den Samen der Zirbe an: Von bis zu 25 Kilogramm Zirbelnüssen in bis zu 5.000 Verstecken kann der Vogel in der durch die Schneebedeckung völlig

Foto: Archiv Nationalpark Stilfserjoch

Eichhörnchen und Braunbär halten Winterruhe mit Unterbrechung bei Bedarf. Das Alpen-Murmeltier (Marmota marmota) lebt in Familienverbänden und verschläft mehr als sechs Monate des Winters geschützt vor Kälte in seinem mit Heu ausgepolsterten Erdbau. Dabei werden in diesem Winterschlaf die Lebensfunktionen energiesparend extrem reduziert: Die Atemfrequenz der Murmeltiere sinkt von sommers 30 Atemzügen pro Minute auf winters 4-5, die Herzfrequenz von 130 auf 15 Schläge pro Minute und die Körpertemperatur von 37,7 auf 2,6°C.

Wenn die ersten Krokusse die weichende Schneedecke durchbrechen, sind auch die Grasfrösche (Rana temporaria) aus der Winterstarre erwacht und suchen ihre Laichgewässer auf.


tion. Bei Schneefall und -stürmen gräbt sich das Schneehuhn in einem selbst gescharrten Schneeiglu ein und verharrt dort tagelang, um seinen Energiehaushalt zu drosseln. Wenn wir dann als Skitourengeher oder Skiabfahrer im freien Gelände in seine Nähe kommen, stören und verschrecken wir es. Die Flucht durch Abflug zehrt an den knappen Energiereserven des Vogels.

Wintersport mit Köpfchen Verantwortungsbewusster Artenschutz für die Alpentiere und ökologisch sensibles Winterurlauben bedeutet respektvolle Routenwahl beim Skitourengehen, bei der Abfahrt im freien Gelände, beim Schneeschuhwandern, beim Gleitschirmfliegen, beim Eisfallklettern: Der durch das erfolgreiche Wiederansiedlungsprojekt in die Alpen zurückgekehrte und winterbrütende Bartgeier im Felshorst neben dem Eisfall, die nicht durch winterliche Hubschrauberrundflüge verschreckte Gämse, das nicht zur Flucht gezwungene Schneehuhn danken es ihnen. Sie alle haben als Mitgeschöpfe vor uns Menschen, die wir uns Homo sapiens nennen, schon die Alpen bewohnt. Und in unserem Auftrag zum Erhalt der Biodiversität sollen und wollen wir ihnen weiterhin Heimstatt bieten.

Foto: Bertrand Muffat Joly

veränderten Winterlandschaft bis zu 80% seiner Nahrungsdepots wiederfinden. Es ist dies eine Intelligenzleistung dieser Rabenvogelart sondergleichen! Die winteraktive Gämse (Rupicapra rupicapra) sucht ihre karge Winternahrung auf windaperen Graten oder steigt in das Waldgebiet ab. Im Hochgebirge muss sie sich mit den kargen, nährstoffarmen, zellulosereichen und schwer verdaulichen Blättern der Gämsheide oder Alpenazalee (Loiselleuria procumbens) zufriedengeben. Das Steinwild (Capra ibex) wechselt im Winter an sonnexponierte, steile Südflanken, wo der Schnee durch die längere Sonnenscheindauer schneller abschmilzt oder durch die Steilheit des Geländes abrutscht und das dürre Gras auf den schmalen bewachsenen Felsbändern freigibt. Unter den vier einheimischen Arten der Raufußhühner (Haselhuhn, Auerhuhn, Birkhuhn und Schneehuhn) bewohnt das Schneehuhn (Lagopus muta) die oberste Etage der Gebirge. Weit oberhalb der Waldgrenze überwintert es als Standvogel aktiv und verlässt auch im Winter die Hochgebirgsregion nicht. Dabei ist das Nahrungs-angebot sehr karg und auf die vom Wind freigefegten Kämme und Hangkanten eingegrenzt: Blätter und Knospen von Zwergsträuchern bilden die Notra-

Der heftige Kampf der Spielhähne in der Balzarena um die Henne verrät den weichenden Winter und das wiederkehrende Frühjahr. Balzarenen sollten für Wintersportler tabu sein.


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