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Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n째 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abge채ndert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

Nr. 8 (225) 17.04.14 I.P. 10 Jg.

www.vinschgerwind.it

Der Wald-Wild-Konflikt

Spannungsfeld Forst-Jagd: eine Spurensuche


17.04.14

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Wild contra Wald - Der Jungwald ist in Gefahr zuviel Wild

Foto: Erwin Bernhart

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Nachfolger von Richard Theiner als SVP-Obmann ist nominiert Seite 9

erfĂźgbar inklusive unserer Dienstleistungen:

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ner

MotorUnion

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Kommentar

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wagen-Sparhits im April.

Vinschgerwind 8-14

Mals/Bozen: Pepi Stecher im Interview

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Schlanders: Die Neustrukturierung des E-Werkes Schlanders

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Naturns: Wie sicher ist Naturns? - BĂźrger klagen - Carabinieri beruhigen

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Latsch: Blancos letzte Beschwerde

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SchĂśneben/Watles: Ausgezeichnete Skigebiete

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Mals/Glurns/Schluderns: Schuldenfreie Ferienregion

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FĂźrstenburg: Tagung zum Auftakt der Alpsaison

Seite 11

Leserbriefe und Stellungnahmen

Seite 12

Mals: Freiheit und Verantwortung in der Landwirtschaft

Seite 14

Schluderns: „Mitnond“ als ZĂźnglein an der Waage

Seite 15

Sonderthema: Sanieren - Radsaison

ab Seite 37

Nationalpark Stilfserjoch: Amsel, Drossel, Fink und Star...

Seite 44

Vinschgerwind Impressum info@vinschgerwind.it | redaktion@vinschgerwind.it grafik@vinschgerwind.it | sport@vinschgerwind.it

DantestraĂ&#x;e 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 BĂźrozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732196 Kathrin Gluderer: 0473 732196 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin ThĂśni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Elke Wasmund (ew), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Bruno Telser (uno), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Peter Pfeifer (pp), Heinrich Zoderer (hzg)

Druck: Fotolito Varesco, Auer, NationalstraĂ&#x;e 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; auĂ&#x;erhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 150 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung verĂśffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurĂźckzuweisen. FĂźr die Inhalte der Werbeinserate und die

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damit zusammenhängenden Werbebotschaften Ăźbernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif Ăźbermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) kĂśnnen seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. FĂźr die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschlieĂ&#x;lich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. EigentĂźmer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Abschusspläne Tierschßtzer rufen dazu auf, die Jagd vollständig einzustellen. Man solle Tiere lieber schßtzen als bejagen. Tiere hätten auch ein Recht auf Leben, auf einen angemessenen Lebensraum. So weit, so gut. Jäger schßtteln da nur den Kopf. Den Wildtieren, den Hirschen, den Rehen fehlen die natßrlichen Gegenspieler, die Beutegreifer. Deshalb sei die Jagd wichtig. So weit, so gut. Den Kopf schßtteln aber auch andere, die die Jäger auffordern, mehr Wild zu erlegen, speziell Rotwild, speziell im Vinschgau. Was also? Jagd einstellen? Mehr jagen? Was uns der Mario Broll, der Amtsdirektor des Forstinspektorates Schlanders, erklärt, läuft dahin hinaus, dass die Jagd tatsächlich ein gesellschaftlich relevantes Thema ist. Und zwar von nicht unerheblicher Brisanz. Broll sagt, dass durch Verbiss der Jungwald nicht nur in Gefahr ist, sondern dass im Jungwald sogar an die 60 Jahre Wachstum fehlen. Was uns der Jungwald kßmmert? Nun, ohne Jungwald beziehungsweise ohne laufend nachwachsende Bäume fehlt uns irgendwann mal die Schutzfunktion des Waldes: Schutz vor Lawinen, Schutz vor Muren, Schutz vor Steinschlag. Das sagt nicht nur Broll, das sagen wissenschaftliche Studien - auch in den Wäldern des Vinschgaus. Die Hirschfamilie mag nun einmal gern an den jungen Sprossen knabbern, die Fichten, Tannen, Lärchen und FÜhren treiben. Allerdings bleibt dann das Wachstum auf der Strecke. Es gibt viele Bäume, die 25 Jahre alt aber nur einen guten Meter hoch gewachsen sind, sagt Broll. Broll bzw. das Forstinspektorat fordert die Jäger auf, mehr Wild zu erlegen. Viel mehr Wild.

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4 /politik/

Vinschgerwind 8-14

Der Giro kommt

17.04.14

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

62,1 % JA

Am Dienstag, 27.Mai fährt der Giro d’Italia durch den Vinschgau - von Ponte di Legno über’s Stilfserjoch - mit der Zielankunft im Martelltal. Profildetails unter www.gazzetta.it

In Schluderns treten vier Listen mit vier BM-Kandidaten zu den Gemeinderatswahlen an. Begrüßen Sie grundsätzlich eine solche Entwicklung in den Gemeinden? (29 abgegebene Stimmen)

Schlanders

„Pius und Ulli“: Totalschaden

Kündigung nahegelegt

I

n Schlanders ist es Dorfgespräch und um die Sache ranken sich die unmöglichsten Geschichten. Es geht darum, dass der langjährige Buchhalter des E-Werkes Schlanders, Martin Mailänder, den Betrieb verlassen hat. Die einen sagen, dass er gefeuert worden ist. Die Wahrheit liegt genau dazwischen: Mailänder hat - offiziell - gekündigt. Diese Kündigung ist ihm allerdings vom Vorstand des E-Werkes durchaus nahegelegt worden. Seit die neuen elektronischen Zähler vor gut drei Jahren installiert worden sind, habe die Zählerablesung bzw. die Verbuchung nicht richtig funktioniert, sagt der EWerksdirektor Hubert Variola. Es sei eine komplizierte Materie, aber man müsse sich auf eine Arbeitskraft in Führungsposition zu 100 Prozent verlassen können. Man sei auf die Fehlerhaftigkeit erst heuer durch Zufall draufgekommen, sagt Variola. Man habe Mailänder in Verwaltungsrat und Direktion sofort zur Rede gestellt und daraufhin sei kurzfristig die Kündigung erfolgt. Den Schaden beziffern will und kann Variola nicht. Es handle sich um eine normale Auflösung eines Arbeitsverhältnisses. E-Werkspräsident Gottfried Niedermair spricht davon, dass es sich um Dinge handle, die unter die Privacy falle. Der Hintergrund der nahegelegten Kündigung dürfte auch sein, dass die Gemeinde Schlanders die Verwaltung des E-Werkes innerhalb heuer in der Hand des Ausschusses haben will. (eb)

(18 Stimmen)

37,9 % NEIN (11 Stimmen)

Neue Umfrage: Soll im Vinschgau zum Schutz des Jungwaldes mehr Rotwild als bisher erlegt werden?

Der Malser Hirschenwirt Peppi Stecher ist als Bezirkssprecher der Freiheitlichen zurückgetreten. Seine Gründe, seine Prognosen für die Freiheitlichen erläutert Stecher im Interview.

Vinschgerwind: Herr Stecher, sind Frauen rechthaberisch? Peppi Stecher: Keine Ahnung, Frauen sind ein ewiges Mysterium. Ist Ulli Mair eine rechthaberische Frau? Betrifft mich nicht mehr. Im Mai 2014 finden die Europawahlen statt. Orakeln wir: Wie schneidet Ihrer Meinung nach

der freiheitliche Kandidat Pius Leitner ab? Die EU-Wahl 2014 wird für die Freiheitlichen und dessen Kandidaten Pius Leitner sozusagen die Nagelprobe. Opposition und SVP in einem Boot: Ulli Mair und Pius Leitner sitzen den Rentenskandal wie die Mandatare der SVP aus. Was ist aus dem hehren Ziel „das System brechen“ der Freiheitlichen geworden? Das derzeitige Motto lautet: „Das System aussitzen“. Wann ist es Ihnen als Bezirkssprecher, der Sie seit 2009 sind, zu bunt geworden: beim Renten-, Ausländer- oder beim Sexspielzeug-Skandal? Leitner und Mair haben im Herbst 2013 die Höhe ihrer Renten-Beträge erfahren. Sie haben geschwiegen und stillschweigend zugestimmt. Speziell mit der Vorschusszahlung war für mich dann Schluss mit lustig. Während bei der SVP junge Politiker nachrücken, ist bei den Freiheitlichen weit und breit niemand in Sicht. Die Klausurtagung in Terlan hat eines gezeigt: Die Freiheitlichen sind vom Spitzenduo abhängig. Sind die freiheitlichen Mitglieder obrigkeitshörig oder blauäugig? Vielleicht beides. Für mich jedenfalls ist die Marke „Pius und Ulli“ an die Wand gefahren. Totalschaden. Und kein Reservewagen verfügbar. Sie konnten bei den jüngsten Landtagswahlen als einziger Kandidat auf der freiheitlichen Liste im Heimatdorf mehr Stimmen bekommen, als

die Spitzenkandidaten Leitner und Mair. Als Wirt haben Sie das Ohr am Volk. Was kam Ihnen in den vergangenen Wochen alles zu Ohren? Stimmt, ich hatte als einziger Kandidat mehr Stimmen als Pius und Ulli. Und das sagt mir, dass meine politische Arbeit dort, wo mich die Leute kennen, nicht die schlechteste ist. Was ich mir alles anhören musste, kann ich nicht mal aussprechen. Fakt ist, dass auch Leitner und Mair nichts gesagt hätten, wenn die Zahlen nicht veröffentlicht worden wären. Dieser Vertrauensverlust ist enorm, die Freiheitlichen werden um Jahre zurückgeworfen. Blicken wir in die Zukunft. Ihr Tipp bei den Gemeinderatswahlen 2015: Wie viele Gemeinderäte werden die Freiheitlichen in den 116 Gemeindestuben stellen. Wie viele sind es momentan? Nach Parteiaustritten im Wipptal, Mandatsverlust in Latsch und nach Parteiausschluss eines Gemeinderates sind es momentan 115. Wenn sich am derzeitigen System der Freiheitlichen nichts ändert und die miese Stimmung bis 2015 anhält, werden sich die Gemeinderatssitze halbieren. Für welche Partei treten Sie selbst bei den Gemeinderatswahlen 2015 in Mals an? Ich werde mir die politische Situation in Mals sehr genau anschauen und lasse mir diesbezüglich alle Optionen offen. In der Politik weiß man nämlich nie was kommt. Das ist wie im richtigen Leben. Interview: Angelika Ploner


17.04.14

Vinschgerwind 8-14

/politik/ 5

Naturns

Latsch

Wie sicher ist Naturns?

Durchstarten

B

M Andreas Heidegger weiß von Nichts. Auf eine Einbruchsserie vor allem in Garnis und kleineren Hotels in Naturns angesprochen, gibt sich Heidegger überrascht und ahnungslos. Im Normalfall habe er gute Kontakte mit den Naturnser Carabinieri. Ihm seien derlei Dinge nicht zugetragen worden. Es ist genau jenes Verhalten, welches in Naturns nicht länger hingenommen werden soll. Hiltrud Tavernini, Besitzerin von zwei Garnis in Naturns, ärgert sich darüber, dass kein Fall an die Öffentlichkeit gelangt, dass die Diskussion um die Sicherheit in Naturns überhaupt nicht stattfindet. „Was mich stört, ist, dass alles unter den Tisch gekehrt wird“, sagt Tavernini dem Vinschgerwind. Zweimal sei in ihrer Pension im heurigen Frühjahr bereits eingebrochen worden. Die Serie scheint sich immer zu Beginn der Tourismussaison zu ereignen. Tavernini erinnert sich aus dem Stegreif an 6 Einbrüche im vergangenen Jahr in Naturns. Immer im Frühling.

Die Carabinieri raten grundsätzlich zu normalen Vorsichtsmaßnahmen, um Einbrüche oder Diebstähle eindämmen zu können Viele Anzeigen seien gemacht worden, die Aufklärungsrate liege bei Null. Die Gäste werden verschreckt und wollen nicht wiederkommen. Ein Unding, vor allem in Zeiten, in denen sich jeder um Gäste bemühen und wehren müsse. In der Carabinieristation Naturns verweist man darauf, dass für Auskünfte grundsätzlich die Carabinieristation in Schlanders zuständig sei. Der Schlanderser Capitano Andrea Moglia weist darauf hin, dass es kleinere Einbrüche gegeben habe, die den Carabinieri gemeldet worden sind, aber nicht zur Anzeige gebracht worden sind. Deshalb

sind sie strafrechtlich und statistisch gar nicht vorhanden. Einbrüche oder Diebstähle, wie sie überall vorkommen können. Moglia sagt, dass grundsätzlich mehr Vorsicht geboten sei. In der letzten Zeit seien vier Geldtaschen aus Autos gestohlen worden, Geldtaschen, die gut sichtbar im Cockpit gelegen sind. Deshalb rufe er die Bevölkerung auf, mit einer vom Hausverstand geleiteten Vorsicht zu agieren. Panik sei nicht angesagt. Und den Naturnsern rät er, unabhängig ob es sich um eine Garni oder um ein Viersternehotel handle, zum vermehrten Einsatz von Videokameras. (eb)

D

er Schuss vor den Bug hat seine Wirkung nicht verfehlt: Der Latscher BM Helmut Fischer hat am Dienstag vor einer Woche 15 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen für seinen Ausschuss erhalten. Fischer hat sich im Gemeinderat dafür entschuldigt, dass er, vor lauter Freude end-

v.l.: Mauro Dalla Barba, Andrea Kofler, BM Helmut Fischer, Vize Sonja Platzer und Robert Zagler lich für die Latscher arbeiten zu können, vergessen habe, mit den einzelnen Gemeinderäten über mögliche Kompetenzzuteilungen zu reden. Auch deshalb hat er im Gemeinderat beim ersten Anlauf keine Mehrheit für seinen Ausschuss erhalten. „Fehlzündung“ hat der Vinschgerwind letztes Mal getitelt. Nun heißt es durchstarten in Latsch. (eb)

Latsch

Schöneben/Watles

Blancos letzte Zuckung

Triple-Gold für Schöneben

D

D

er Tourismusverein LatschMartell ist Käufer der Konkursmasse der Tarscher Alm, Besitzer ist er noch nicht. Die Besitzübertagung verzögert sich, weil der Spanier Jaime Lorenzo Blanco Beschwerde gegen den Verkaufspreis eingelegt hat. Der Tourismusverein hatte im Jänner 2014 die Tarscher Alm in einem einzigen Los um 1,28 Millionen Euro ersteigert, der ursprüngliche Schätzpreis lag bei rund 2,6 Millionen Euro. Blanco hatte schon bei den letzten, ergebnislosen Versteigerungsterminen diese Beschwerden eingelegt, die immer abgelehnt worden sind. Am 9. Mai 2014 ist die Verhandlung angesetzt,

in der Blancos Beschwerde - zu 99 Prozent - wohl abgelehnt werden wird. Erst dann erfolgt die effektive Besitzübertragung an den Tourismusverein. Der Vorstand des Vereines bereitet derweil die Gründung zweier neuer Gesellschaften vor. Eine GmbH soll den Lift, die zweite den Gastronomiebetrieb verwalten. Nicht ausgeschlossen wird eine Verpachtung der Tal- und Bergstation. Damit will sich der Tourismusverein in eine rechtlich saubere Position bringen, denn einem gewerblich agierenden Tourismusverein würden Land und Gemeinde allfällige Beiträge wohl nicht genehmigen dürfen. (eb)

er Skiareatest, der sich in den letzten Jahren zum absoluten Gradmesser im Sommer- und Wintertourismus entwickelt hat, sandte auch in der vergangenen Sommer- und Wintersaison sein Team aus, um die Besten der Besten zu ermitteln. Unter den Besten, die heuer anlässlich der Sommer- und Winter-Awards-Verleihung Anfang April bei der Fachmesse Alpitec/Prowinter in Bozen prämiert worden sind, ist nicht zum ersten Mal das Skigebiet Schöneben zu finden. Gleich in fünf Kategorien konnte Schöneben Preise abräumen: Zum dritten Mal konnte das Skigebiet Schöneben das internationale Pistengütesiegel für drei Jahre verlängern – dafür gab es das internationale Pistengütesiegel – triple Gold. Schöneben ist auch eines der drei „beliebtesten Familienskigebiete“. Für die hervorragenden Ideen und deren Umsetzung wurden das Skigebiet Schöneben auch belohnt. Skiareatest-Awards für das Fun & Action-Angebot gingen ebenso an Schöneben und heuer auch an den Watles. Unter den Skischulen des Jahres 2014 mit fünf Schneekristallen in Gold ist auch die Skischule Reschen zu finden. Ein Sommer-Award 2013 wurde an das Ski- und Wandergebiet Watles vergeben. Der Watles erhielt heuer erstmals auch ein internationales Pistengütesiegel für drei Jahre. (eb)


6 /Titel/

Vinschgerwind 8-14

17.04.14

Waidmannsheil

Der Landesjägermeister Berthold Marx schweigt, der Amtsdirektor des Forstinspektorates Schlanders Mario Broll appelliert an die Vernunft: Im Wald-Wild-Konflikt steckt man in einer heiklen Phase. Am 1. Mai geht die Jagd auf, eine Woche zuvor, am 23. April werden die Abschusspläne ausgehandelt. Das Problem: Während ein guter Rotwildbestand die Vinschger Jäger erfreut, ruft die Forstwirtschaft immer lauter nach mehr Abschuss, weil der Vinschger Schutzwald stirbt. von Angelika Ploner

B

erthold Marx meidet jeden Kommentar und bleibt stumm. Er stehe schon genug unter Beschuss, sagt der Landesjägermeister, im Vinschgau und im restlichen Südtirol. Eine Debatte will er nicht führen: weder mit dem Vinschgerwind, noch mit Mario Broll, dem Amtsdirektor des Forstinspektorates Schlanders. Erst nach dem 23. April wolle er reden, dann, wenn die Abschusspläne des Rotwildes erstellt sind. Bis dahin: schweigen. Die Abschusspläne werden zwischen Vertretern der Jagd, der Forst- und der Landwirtschaft ausgeknobelt. Vorgestern (15. April, Anm. der Redaktion) gab es ein Vortreffen zwischen den Parteien, ein Novum, das verdeutlicht, wie angespannt das Verhältnis ist. Am Ergebnis ändern dürfte dieses Vorgespräch allerdings wenig. Die Abschusspläne des Rotwildes werden – so wie in den vergangenen Jahren - auch heuer leicht nach oben korrigiert werden, während der WildWald-Konflikt weiter schwellt. Ein guter Rotwildbestand erfreut nämlich die Vinschger Jäger, die Forstwirtschaft hingegen ruft nach mehr Abschuss. Weil der Vinschger Schutzwald stirbt, wollen sie den Rotwildbestand erheblich reduziert wissen. Ein Teufelskreis. Rotwildparadies Vinschgau. Der Vinschgau gilt als Paradies fürs Rotwild: offene Flächen, wenig Wald, weite Almflächen, verhältnismäßig wenig Störung durch den Tourismus. Deshalb hat das Rotwild in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Zählte man im Jahr 2000 noch 1.613 Stück Rotwild im Bezirk Vinschgau, stieg die Zahl 2008 auf 2.619 Stück. Im vergangenen Jahr wurden 2.480 Stück gezählt. Lothar Gerstgrasser, Naturnser Forstwirt und Wildbiologe, berät die Jagdaufseher und Reviere in Wildbewirtschaftungsfragen. Die explosionsartige Vermehrung zeichnet er am Beispiel Naturnser Sonnenberg nach: 1951 wurde das erste Rotwild erlegt, 1968 – 17 Jahre später – das dritte Rotwild. 1983 brachte man 5 Hirsche und 11 Stück Kahlwild zur Strecke, 1998 acht

Hirsche und 17 Stück Kahlwild, 2013 waren es – Achtung! - 29 Hirsche und 51 Stück Kahlwild. Diese Entwicklung kann man auch auf die restlichen Reviere Vinschgaus umlegen, dort verhält es sich nicht anders. Vor allem im Mittelvinschgau explodierten die Bestände in den vergangenen Jahren, im oberen Vinschgau sind die Zahlen leicht rückläufig.

Lösen können das Problem einzig die Jäger von Mario Broll

Parallel dazu werden jedes Jahr die Abschusspläne im Jagdbezirk Vinschgau nach oben korrigiert. Bei der Jägerschaft kommt das nicht gut an. Und doch kommen sie ihrer Pflicht vorbildlich nach: In allen Revieren Vinschgaus lag die Abschussplanerfüllung in den vergangenen Jahren bei weit über 90 Prozent, nur in den Revieren Graun und Schluderns lag man darunter. Die Jägerschaft ist zur Abschussplanerfüllung verpflichtet. 1.196 Stück Rotwild hat man im Jahr 2013 erlegt. Zum Vergleich: 2012 waren es 1291 Stück, 2003 insgesamt 1090 Stück, im Jahr 1996 brachte man 647 Stück zur Strecke. Bestandsregulierung ist Schlüsselfrage. Vor diesem Hintergrund geht den Jägern das Gestöhne der Forst- und auch Landwirtschaft - zu hohe Bestände, Wildschäden usw. - wider den Strich. Sie halten die Population für ausgewogen und können – zwar nicht vordergründig, aber doch - mit einem guten Bestand auch häufiger einen Trophäen-Hirsch erlegen. Nur am Rande erwähnt: Während im Rest Südtirols auf 100 Jäger nur 9 Trophäenhirsche entfallen, waren es im Jahr 2012 im Vinschgau immerhin deren 29, die sich 100 Vinschger Jäger teilten. Von der Jägerschaft gibt es deshalb weder ein klares

Bekenntnis zur jährlichen Erhöhung der Abschusspläne, und schon gar nicht zu einer intensiven Bejagung und erheblichen Reduzierung des Rotwildes. Doch genau das - den Rotwildbestand stark zu dezimieren -, ist die Schlüsselfrage, die es im Bemühen um das Überleben des Vinschger Schutzwaldes zu beantworten gilt. Vinschger Schutzwald stirbt. Dem Vinschger Wald bekommt die hohe Rotwilddichte nämlich schlecht: Rinden werden abgenagt, mit dem Geweih abgeschabt und junge Triebe verbissen. Junge Bäume kommen, so Mario Broll, der Amtsdirektor des Forstinspektorates Schlanders, kaum hoch, nur mit Umzäunungen und das kostet einen Haufen Geld (s. nebenstehendes Interview). Die Konsequenz für den Vinschger Wald: viel Altholz, kaum Dickung, wenig Stangenholz und große Verjüngungsdefizite. Das Wachstum des Vinschger Waldes ist nicht nur gebremst, es liegt über 60 Jahre – so die Statistiken und Zahlen – im Rückstand. Zudem bietet der Vinschgau auch klimatische Nachteile für den jungen Wald. Geht diese Entwicklung weiter, droht der Vinschger Schutzwald zu sterben. Broll hat mit Jagdverantwortlichen und Eigentümern viele Revierbegehungen im Vinschgau gemacht. Das Problem ist bekannt, Taten fehlen bislang gänzlich. Broll: „Der Rotwildbestand bewegt sich weiterhin auf zu hohem Niveau.“ In Zahlen ausgedrückt: 8 bis 12 Stück Rotwild pro 100 Hektar Wald. Die Jäger, so Broll, erlegen seit Jahren nur den Zuwachs, deshalb konnte es überhaupt erst zu dieser hohen Rotwilddichte kommen. „Lösen können das Problem einzig die Jäger. Sie kennen Wild und Wald am Besten,“ sagt Broll. Und: Sind per Jagdgesetz für die Hege von Wild und Wald verpflichtet. Doch was jeder Einzelne unter Jagd versteht ist recht individuell. Genauso individuell geht jeder mit dem Wild-Wald-Konflikt um. Berthold Marx macht es vor. Der Landesjägermeister schweigt.


Vinschgerwind 8-14

17.04.14

/Titel/ 7

Abschusszahlen Rotwild Bezirk Vinschgau 3000 2619 2480

2500 2058

2168

2082

1993

2108

2099

2211

2113

2115

2056

2000 1613

1587

1500 1126

Grafik: Vinschgerwind I Quelle: Mario Broll

1000

994 784 762

788

866 751

820

911

1000 977

1090

1158

1083

1135

1049

1118

1018

1117 1090

1208

1124

1347

1326

1303 1188

1219

1324

1280

1111

1347 1196

500

0

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004 bewilligte Abschüsse

2005

2006 erledigte Abschüsse

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

Zählung

Foto: Erwin Bernhart

„Ich appelliere an die Vernunft der Jäger“ Vinschgerwind: Unter den Vinschger Jägern sagt man: „Der Broll hat keine Ahnung von Jagd.“ Haben Sie Ahnung von der Jagd? Mario Broll (lacht): Also, wenn das die Wahrnehmung von manchen Jägern ist, dann werden sie schon ihre Gründe haben, warum sie das meinen. Ich dachte immer in meiner menschlichen und beruflichen Laufbahn etwas gelernt zu haben. Aber ich bin durchaus offen, noch weiterhin zu lernen, wenn entsprechende Argumente auf den Tisch gelegt werden. Mario Broll, Haben Sie nun Ahnung von Jagd? Amtsdirektor in Wissen Sie, diese Behauptung überrascht Schlanders seit mich, aber lässt mich auch sehr gelassen. 2010, davor im Mir hat man das nie ins Gesicht gesagt. Forstinspektorat Dann ist das hier das erste Mal. Bozen II und 19 Ja, aber ich wiederhole: Wenn das die WahrJahre lang Amtsdinehmung ist, wird es Gründe geben und die rektor im Amt für sollen sachlich und fachlich dargebracht Forstplanung. werden. Sie fordern, um 30 bis 50 Prozent mehr Kahlwild-Abschuss. Warum? Auch das ist eine interessante Feststellung und ich nehme zur Kenntnis, dass ich das gesagt haben soll. Vielleicht geben sich die Jäger selber diese Ausrichtung? Sie haben das nie gesagt? Also, ich kann mich wirklich nicht erinnern, jemals eine solche Forderung gestellt zu haben. Mit welcher Forderung gehen Sie dann in die Verhandlungen am 23. April, wenn die Abschusspläne erstellt werden? Mit einer sehr einfachen Forderung, nämlich die eines Umdenkens. Fakt ist: Wir haben im Vinschgau die schönsten Lebensräume fürs Wild, die höchste Rotwilddichte, die höchsten Abschusspläne, die höchste Erfüllung dieser und die höchsten Wildschäden. Wenn man diese fünf Parameter zusammennimmt, ist die Wilddichte im Verhältnis zum Lebensraum eindeutig zu hoch. Und nun liegt es an den Jägern damit umzugehen. Denn im Artikel 1 des Jagdgesetzes steht drinnen, dass die Bewirtschaftung und Hege – zusammengefasst - im Einklang mit dem Lebensraum stehen soll. Das ist im Vinschgau leider nicht der Fall. Wir haben 1994 eine Wildschadenserhebung gemacht, seitdem ist die Population

nachweislich nicht reduziert worden, das heißt, wenn man eine Milchmädchenrechnung macht: Die Schäden sind mindestens die gleichen geblieben wie 1994. Ihre Forderung? Ich stelle überhaupt keine Forderung. Ich appelliere an die Vernunft. Die Jäger kennen das Wild und die Reviere am besten und sollten diejenigen sein, die Lösungsansätze auf den Tisch legen, damit das Ziel Waldverjüngung erreicht wird. Der Schutz- und Bergwald im Vinschgau muss nachhaltig leistungsfähig bleiben. Sie werfen den Ball damit den Jägern zu. Die Jäger aber sagen: „Wir schießen schon genug.“ Die Abschussplanerfüllung des Rotwildes liegt in den meisten Vinschger Revieren bei weit über 90 Prozent. Ich kann nur an die Vernunft und an die soziale Verantwortung der Jäger appellieren. Die Wald- und Weidepläne, die jetzt erstellt wurden, sehen eine Verminderung der Holznutzung von 15 bis 30 Prozent vor. Was heißt das? Das bringt einen vermögensrechtlichen Schaden für den Eigentümer mit sich. Der Wald ist tendenziell alt und es fehlen die Jugendphasen. Das ist vergleichbar mit der Gesellschaft. Wenn es in einer Gesellschaft nur mehr 70- oder 80-Jährige gibt, dann ist diese nicht mehr leistungsfähig. So ist es mit dem Vinschger Schutzwald. Provokant gefragt: Hat wirklich das Rotwild Schuld am schlechten Zustand des Waldes oder tut die Forstwirtschaft zu wenig für den Vinschger Wald? Also die Forstwirtschaft hat sicher nicht zu wenig getan, diesen Vorwurf weise ich entschieden zurück. Naturnahe Verjüngung ist unsere Devise seit 1956 und das gelingt uns auch. Im Rest von Südtirol besser als im Vinschgau. Im Vinschgau muss man den Wald schützen und die Bäume umzäunen. Ein Viertel Hektar Zaun kostet 4.000 bis 5.000 Euro. Wenn ich das hochrechne, dann kostet das Umzäunen einen Hektars 20.000 Euro. Auf der einen Seite fordern Sie mehr Abschüsse, auf der anderen Seite verweigern Sie Jägern Fahrgenehmigungen. Wie geht das zusammen? Das stimmt nicht. Wir haben eindeutige Richtlinien, die die Vergabe der Fahrgenehmigungen regeln. Diese Richtlinien sind mit dem Jagdverband ausgehandelt und wir halten uns dran. Wie könnte ein angemessener Wildbestand im Vinschgau aussehen? Ein angemessener Wildbestand im Vinschgau ist der, der eine angemessene natürliche Waldverjüngung zulässt.


8 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 8-14

17.04.14

Hannes Rungg bleibt

Robert Asam - Wutbürger im Gasthaus

Der hds von Schlanders hat Hannes Rungg für die nächsten vier Jahre als Ortsobmann bestätigt. Der neue Ortsausschuss: Gertrud Staffler, Oliver Wieser, Christian Oberhofer, Manuel Holzknecht, Martina Gamper, Petra Wellenzohn und Waltraud Wielander.

Robert Asam, früher der Ausgewogenheit verpflichteter Journalist, kann jetzt endlich ein leidenschaftlich einseitiges Kabarettprogramm machen: „Jetzt sind Wutbürger gefragt. Und zwar dort, wo Wutbürger am besten wüten, im Wirtshaus am Stammtisch.“ Mit seinem Programm „Leidenschaftlich einseitig“ ist Asam im Vinschgau am 24.4. im Gasthaus Lamm in Laatsch, am 25.4. im Gasthof „Zum Riesen“ in Tarsch zu Gast. Beginn ist jeweils um 20.00 Uhr.

von Albrecht Plangger

Rom-Info ins Tal Mittwoch den 9. April 2014: Die 6er und 12er Kommission sind endlich wieder voll arbeitsfähig und haben auch schon für den Vinschgau einen äußerst wichtigen Beschluss gefasst. Seit der Schließung der Außenstelle des Landesgerichtes in Schlanders mussten die Sprachgruppenzugehörigkeitserklärungen direkt in Bozen abgegeben, und danach die diesbezüglichen Bescheinigungen auch dort beantragt und abgeholt werden ( braucht es meist für die Teilnahme an öffentlichen Wettbewerben). Die Fahrt nach Bozen ist für die Oberländer eine Tagestour und alles andere als bürgernah. In Zukunft kann man alles über die Gemeinde anfordern und beim Friedensgericht in Schlanders abholen. Auch das Friedensgericht wird somit entsprechend aufgewertet. Weitere Dienste wie Sachwalterschaften, Beeidigungen und Schätzungen sollen beim Friedensgericht angesiedelt und abgewickelt werden, um die Gerichtsdienste wieder näher zum Bürger zu bringen. Mit der neuen Regelung bei der Sprachgruppenzugehörigkeitserklärung ist ein erster großer Schritt gemacht. Die Initiative „Gerichtsdienste in der Peripherie” ist vom Vinschgau ausgegangen, andere periphäre Gebiete wie Wipptal, Ahrntal, Hochpustertal und Unterland werden es uns danken. Die 6er und 12er Kommission sind im Grunde für Südtirol gesetzgeberisch wichtiger als das Parlament. Wir sind endlich wieder arbeitsfähig, die Aostaner sind mittlerweile seit 17 Monaten diesbezüglich verwaist. Senator Francesco Palermo ist neuer Präsident der 6er Kommission und der Trentiner Alt – Landeshauptmann Lorenzo Dellai Präsident der 12er Kommission, die über alle Autonomie – relevanten Themen zu befinden haben. Somit kommt bei der nächsten Sitzung am 29. April der Nationalpark Stilfser Joch wieder auf die Tagesordnung.

Schwankungen Der Sparkurs zeigt Früchte. Die Ferienregion Obervinschgau steht schuldenfrei da und kann wieder in die Planung neuer Investitionen und Aktivitäten investieren. Die Mitgliedsbeiträge werden gesenkt. Diese zwei guten Nachrichten verkündete der Präsident Thomas Theiner kürzlich bei der Jahresvollversammlung in Glurns. v.l. Andreas Theiner, Lukas Gerstl und Thomas Theiner

von Magdalena Dietl Sapelza

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ie weniger gute Nachricht: Die Nächtigungen sind im Vergleich zu 2012 um 6,2 Prozent gesunken (von 411.247 auf 385.766). „Wir sind 2013 wieder ungefähr auf dem Niveau vom Jahr 2011 mit 383.554 Nächtigungen“, beruhigte Theiner. Große Schwankungen habe es im 4 und 3-SterneBereich gegeben. Als mögliche Gründe für den Rückgang im vergangenen Jahr wurden genannt: 1. die Wirtschaftskrise, die vor allem am Rückgang der italienischen Gäste mit rund 14 Prozent Minus bemerkbar war; 2. der Zeitpunkt Ostern war schlecht gelegen; 3. Überschwemmungen in Deutschland. Ins Gewicht fallen nicht zuletzt auch die Schließungen kleiner Betriebe. Ein Trend, der zwar schade ist, sich aber laut Theiner nicht aufhalten lässt. Ein Problem für Betreiber von Frühstückspensionen und Ferienwohnungen ist, dass in der Zwischensaison oft alle Restaurants im Ort gleichzeitig geschlossen sind. „Die Gäste finden nichts zu essen und kommen dann nicht“, klagt eine Vermieterin aus Taufers i. M. Ein Gasthof sollte zumindest offen halten. Das HauptHerkunftsland der Gäste ist Deutschland mit 54 Prozent. Es folgen Italien mit 25 Prozent und die Schweiz mit 12 Prozent. Der Sommertourismus ist mit 272.876 Nächtigungen ausgeprägter als der Wintertourismus mit 114.560 Nächtigungen. Hier besteht Ausbaupotential. Für das Jahr 2014 wird nur noch

ein Bettenbeitrag eingehoben. Die 35 Cent pro Nächtigung entfallen. „Der Vorstand hat sich lange Gedanken gemacht und einen Vorschlag ausgearbeitet “, erklärt Theiner. Dass die Mitgliedsbeiträge (nach Einführung der Kurtaxe) reduziert werden, wurde von den Versammlungsteilnehmern zwar als positiv empfunden, doch einigen erscheint der Verteilungsschlüssel als ungerecht und unverhältnismäßig. „Es trifft die Kleinen und man müsste noch darüber diskutieren “, so Expräsident Gerhard Malloth. Die Mehrheit der Anwesenden genehmigte jedoch den Vorschlag. „Man kann ja bei der nächsten Versammlung noch einmal darüber reden“, so Theiner. Hotels der gehobenen Kategorie bezahlen einen Bettenbeitrag von 60 Euro, Pensionen, Betreiber von Urlaub auf dem Bauernhof 40 Euro Ferienwohnungen/Privatzimmervermieter je nach Kategorie von 40 bis 20 Euro. Vorgestellt wurde ein umfassendes Veranstaltungsprogramm mit altbewährten Angeboten, wie zum Beispiel die Straße der Romanik „Stiegen zum Himmel“ und neuen Impulsen zum Beispiel regelmäßige Wanderungen zum Sonnenaufgang am Watles. Laufend ausgebaut werden die Internetauftritte und die Zusammenarbeit mit Vinschgau Marketing. „Wir vertreten den Vinschgau nach außen, mit einheitlichem Erscheinungsbild. Was wir entwickeln, geben wir gerne an die Mitgliedsvereine weiter“, sagt Kurt Sagmeister. Gearbeitet wird effizient und innovativ, trotz Sparkurs.


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/Wirtschaft/ 9

Naturns/Vinschgau/Burggrafenamt

Schloss Kastebell

Für Achammer und Christanell

Esther Stocker belebt Schloss Kastelbell

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Roselinde Koch Gunsch gratuliert Zeno Christanell zur Nominierung

ei der Eröffnung am vergangenen Samstag ist das Publikum bereits Teil einer Installation: Vor der Schlosstür und vor allem im Hof liegen weiße Marmorquader unterschiedlicher Größe aus Göflaner Marmor. Weiß ist für die renommierte Künstlerin Esther Stocker, die aus Laatsch stammt und in Wien lebt, jenes dynamische Element, welches geometrische Strukturen aufbrechen kann. Günther Oberhollenzer, Kurator des Essl Museums bei Wien, führte in das Werk von Stocker ein. Bis zum 9. Juni 2014 ist die bemerkenswerte Ausstellung in Schloss Kastelbell zugänglich - Di. bis Sa. 14 - 18 Uhr; So. und Feiertage 11 - 18 Uhr. (eb)

B u rgg r a f e n a m te s und mit 92 Prozent aus dem Vinschgau nominiert. Helmut Fischer, der stellvertretende SVP-Bezirksobmann, versprach, dass jene 23 als weiße Proteststimmen abgegebenen Stimmrechte aus dem Vinschgau bei der effektiven Wahl am 4. Mai im Meraner Kursaal dem Achhammer zur Verfügung stünden. Allseitig gedankt wurde dem Noch-SVP-Obmann Richard Theiner, der seinen Werdegang als Obmann Revue passieren ließ. Ein Beispiel: Nach dem SEL-Skandal haben ihn gerade jene Leute, die dem LH Luis Durnwalder seit Jahren „in den Arsch“ gekrochen sind zu einem Sturz von Durnwalder bewegen wollen. Er sei kein gebrochener Mensch, nachdem ihm die eigenen Leute dermaßen angegriffen hätten. Er könne aber sagen, dass die Partei heute weniger Schulden aufzuweisen habe als vor 5 Jahren. (eb)

Foto: Erwin Bernhart

Foto: Erwin Bernhart

ir können es uns nicht leisten, das Chaos ausbrechen zu lassen. Der SVP-Karren steckt heute tiefer im Dreck als vor 5 Jahren“, beschwor der Burggräfler SVP-Bezirksobmann Karl Zeller die Funktionäre. Mit knapp 83 Prozent der Stimmrechte aus dem Burggrafenamt und mit knapp 68 Prozent jener aus dem Vinschgau wurde der amtierende Landesrat für Schule und Kultur Philipp Achammer für die Kandidatur für den SVP-Parteiomann nominiert. Ein Aufatmen ging am vergangenen Freitag in Naturns durch die Reihen der Ortsobleute. Denn in den Diskussionsbeiträgen war eine solches Ergebnis nicht klar auszumachen. Zu beleidigt und vor den Kopf gestoßen sind vor allem viele Vinschger Ortsgruppen darüber, dass „ihr“ Parteiobmann Richard Theiner von Bozen aus abgesägt worden ist. Einen Vinschger Kandidaten gab es nicht, zumal Albrecht Plangger für das Amt nicht zur Verfügung steht. Eindeutiger war die Nominierung als Kandidat eines SVP-Obmannstellvertreters: Der Naturnser Zeno Christanell wurde mit 87 Prozent der Stimmrechte des

v.l.: Esther Stocker, BM Gustav Tappeiner und Landesrat Philipp Achammer

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10 /Wirtschaft/

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35 Jahre Praxis Dr. Herbert Müller Erste Zahnklinik im Vinschgau

V.l.: Inhaber Dr. Herbert Müller, Verwaltungschefin Marlene Müller, Zahntechnikermeister Ulrich Wielander und die langjährigen Mitarbeiterinnen Klaudia Koch und Isabella Tognetti

Die zahnärztliche Praxis Dr. Herbert Müller wurde im Jahre 1979 im Frühjahr eröffnet. Dr. Herbert Müller hatte in Bologna studiert, zuerst gesamte Heilkunde und darauf Fachausbildung in Zahnmedizin, die er mit höchster Punktezahl und Auszeichnung abschließen konnte. Darauf folgte eine zahnärztliche Ausbildung am renommierten zahnärztlichen Institut der Universität Zürich, wobei vor allem die Fachgebiete Prothetik, Parodontologie und Kieferchirurgie ausgebaut und vertieft werden konnten. Nach Eröffnung der Praxis am oberen Dorfeingang von Schlanders erfreute diese sich rasch eines großen Besucherandrangs, sei es aufgrund der angebotenen Dienste als auch wegen der modernen Einrichtung mit neuesten Röntgengeräten und vielem anderen mehr. Auch das stets engagierte, freundliche und hilfsbereite Personal erfreute sich großen Zuspruchs. Chefin Marlene Müller, die Seele des Hauses, führt bis heute die Verwaltung in sehr genauer, freundlicher und zuvorkommender Abwicklung und ebenso sind Fr. Klaudia Koch aus Schlanders, Fr. Isabella Tognetti aus Latsch und der in Österreich ausgebildete sehr präzise Zahntechnikermeister Ulrich Wielander tragende Säulen des stets auf Teamwork basierenden zahnärztlichen Betriebes. Frau Klaudia Koch und Frau Isabella Tognetti genießen bis heute das Vertrauen der Patienten und sind

stets mit Kompetenz und großer Freundlichkeit am Werk. Inhaber Dr. Herbert Müller erzählte uns, dass in den ersten Jahren der Andrang zur Praxis enorm war, manches Mal gaben die Patienten vor, Schmerzen zu haben, nur um einen Termin bei ihm zu erhalten. Noch heute werden alle zahnärztlichen Gebiete, konservierende Zahnheilkunde, Parodontologie, Kieferorthopädie, Kieferchirurgie mit Implantologie und vor allem Prothetik, gestützt auf das hauseigene Technikmeisterlabor, angeboten. Moderne Geräte wie digitale Röntgensysteme und alle Implantatverfahren mit dazugehörenden Überstrukturen vervollständigen das Klinikangebot. Nicht zuletzt lassen nach wie vor Seriosität, genaue Behandlungen und auch faire Tarife, die bereits seit langer Zeit unverändert bestehen und auch der momentanen wirtschaftlichen Situation angepasst sind, zahlreiche Patienten in die Grüblstraße 5 strömen, in der Gewissheit eine gute Behandlung für lange Zeit in Anspruch nehmen zu dürfen. Im Zuge und zur Feier des 35-jährigen Praxisbestehens möchten das Team Dr. Müller nun alle Bewohner des Vinschgaus zu einem Gratismundhygieneprogramm und anderen reduzierten Behandlungen für die nächste Zeit einladen. Großer Dank geht auch an alle langjährigen Patienten, die der Praxis immer ihre Treue bewahrt haben.


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/Wirtschaft/ 11

Praxisjubiläum Dr. Herbert Müller oben v.l.: Ulrich Wielander, Isabella Tognetti, Marlene Müller und Klaudia Koch unten v.l.: Isabella Tognetti, Dr. Herbert Müller und Klaudia Koch

PR-Info

Burgeis/Vinschgau

Tagung zum Auftakt der Alp-Saison as auf den Almen passiert, hängt immer mit dem zusammen, was im Tal geschieht“, sagte Mario Broll vom Forstinspektorat Schlanders. Das heißt, wenn Bauern im Tal die Viehhaltung aufgeben, dann geht die Zahl der Tiere auf den Almen zurück. Und der Trend in diese Richtung ist immer deutlicher spürbar. Vor allem die Kühe auf den Almen werden weniger - im Vinschgau wie im gesamten Alpenraum. Das machte Erich Tasser von der EURAC kürzlich bei der Alpwirtschaftstagung in der Fürstenburg deutlich. Der Trend hat Auswirkungen auf die Kosten und auf die Pflege der Weideflächen. Künftig müsse man sich hauptsächlich auf die Verbesserung der guten Flächen konzentrieren und keine neuen mehr erschließen, so Broll. Eine Hilfe zur Deckung der steigenden Kosten könnte beispielsweise ein Almschank sein. „Der viehwirtschafliche Teil darf jedoch nicht

ins Hintertreffen geraten, denn ohne Tiere hat eine Alm keine Zukunft“, sagt Andreas Kasal vom Amt für Bergwirtschaft. „Die Alm hat nur eine Chance, wenn sie kein Museum wird“, pflichtete Broll bei. Derzeit gibt es im Vinschgau noch viele engagierte Bauern, die als Motoren alles dransetzten, die Alpwirtschaft weiterzubringen. Diese ist wichtig zur Aufrechterhaltung der Berglandwirtschaft. Im Rahmen der LEADER-Programme sind von 1992 bis 2006 rund zwei Millionen Euro in die Sanierung der Almen und in Aus- und WeiStandortbestimmung in der Fürstenburg: die Alp-Wirtschaft steht im Mittelpunkt

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

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terbildung des Alp-Personals geflossen. Ein gutes Fundament ist also da, und die Alp-Produkte überzeugen durch gute Qualität. Darauf gilt es aufzubauen. Als Bremsklotz für die Almbetreiber erweisen sich die strengen Auflagen im Bereich Arbeitssicherheit, mit unzählige oft unnötigen Kursstunden, sowie die ausufernde Bürokratie und die Säumigkeit bei der Auszahlung der Alpungsprämien, die teilweise noch für 2012 ausständig sind. „Trotz gegenteiliger Ankündigung der Politiker geht der heilige Bürokratius weiter. Alle

predigen Wasser und trinken Wein“, kritisiert Albert Hutter. Die Auszahlung der fehlenden Prämien werde demnächst erfolgen, beruhigte Markus Joos vom Landwirtschaftsamt in Schlanders. Auch er bestätigte den gewaltigen bürokratischen Aufwand, meinte aber: „Wenn wir vom EU-Förderkuchen etwas haben wollen, müssen wir die Bürokratie rund herum leider auch in Kauf nehmen.“ Für den Zeitraum von 2014 bis 2020 sind für den ländlichen Raum 50 Millionen Euro in Aussicht gestellt. (mds)


12 /Leserbriefe/

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Zum Thema „Pestizidfreie Gemeinde Mals“ Nun soll es doch ernst werden mit der Volksabstimmung über den Einsatz von chemisch synthetischen...Pflanzenschutzmitteln in der Gemeinde Mals. Wie bei jeder Wahl wird nun schon richtig, mit allen Registern der Werbekunst zum letzten Angriff geblasen. Und auch der Gewinner scheint diesmal festzustehen, die Befürworter der Pestizidverbotes. In der Tat, man braucht kein Prophet zu sein, um den Ausgang dieser Abstimmung vorauszusehen. Man mag es glauben oder nicht: sogar in Matsch haben wir in den letzten Jahren- wenn auch in sehr bescheidenem Maße- zu den ominösen Spritzmitteln gegriffen. Die Viehwirtschaft befindet sich schon seit Jahren arg in Schieflage, so sind Alternativkulturen eine Möglichkeit um das Einkommen von uns Bergbauern etwas zu verbessern. Sollte uns der Einsatz dieser chemischen Hilfsmittel verboten werden, ist mit einem Totalausfall der Ernte zu rechnen. Wer kann da noch mitmachen? Biologisch wirtschaftende Bauern? Gerade hier liegt das Problem. Die biologische Anbauweise ist ein Wunschtraum vieler Bauernwir Viehbauern sind ja nicht so weit davon entfernt, nur scheint es auf diesem Gebiet noch viele Unbekannte zu geben. Ist die Forschung schon so weit fortgeschritten, um uns bei eventueller biologischer Anbauweise effizient zu beraten? Wenn ja, wären alle Anhänger des Pestizidvebotes bereit un-

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sere sündteuren Bioprodukte zu kaufen? Die Nachfrage nach biologisch produzierten Produkten scheint zu stagnieren. Schon jetzt werden viele unserer Produkte nach biologischen Richtlinien produziert, z.B. Alpkäse, Lammfleisch, Kartoffeln u.a. Ein besonderes Kaufinteresse für diese Produkte ist nicht auszumachen, im Raum Obervinschgau reißt sich eine verschwindend kleine Schar um Diese. Eine Bioregion Obervinschgau- unsere Nachbargemeinden Graun, Taufers, Glurns und Schluderns gehörten auch dazu- muss langsam entwickelt, nicht erzwungen werden. Es ist wohl nicht zu rechtfertigen, dass man wegen einiger „schwarzen Schafe“, die rücksichtslos Schulhöfe und Nachbarwiesen besprühen, gleich alle konventionell arbeitenden Bauern bestraft. Das wäre wohl das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Das kann wohl nicht das Ziel der Initiative um die Volksabstimmung sein. Peter Telser, Matsch

Glurns - Landesregierung lehnt Bannstreifen ab Ein mutiger Schritt der Stadtverwaltung Glurns, einen Bannstreifen von 100 Metern um die Stadtmauern von Glurns einzurichten, wurde von der Landesregierung mit Beschluss Nr. 327 vom 18. März 2014 einfach unterbunden. Der Stadtverwaltung von Glurns geht es einzig und allein darum, das unverwechselbare

Ensemble „Stadt Glurns mit Stadtmauern“ zu schützen. Ein Anbringen von Hilfsbauten wie Betongerüsten, Folien und Netzen bis zur Stadtmauer hin wirkt auf jeden Fall störend auf das einzigartige Kleinod. Daher stellt die Errichtung eines Bannstreifens ein legitimes Instrument zum Schutz des kulturellen und landschaftlichen Wertes dar. Die Mitglieder des Heimatpflegeverbandes Südtirol beklagen die Ablehnung der beantragten Schutzzone durch die Landesregierung, die sich über Beschlüsse einer Stadtverwaltung einfach hinwegsetzt und sich anscheinend dem Druck von bestimmen Lobbys beugt. Hier wurde nicht einmal ein positiver und mutiger Schritt seitens der Gemeinde und des Bürgermeisters respektiert. Es ist schließlich hervorzuheben, dass die 1. Landschaftsschutzkommission den Antrag der Gemeinde Glurns mit Stimmenmehrheit genehmigt hat. Man hat uns erst kürzlich versprochen, Fachgutachten in Zukunft zu respektieren. Ist diese Vorgehensweise die hochgepriesene Erneuerung der Politik? Wir sind sehr enttäuscht. Der Heimatpflegeverband Südtirol unterstützt nach wie vor das Vorhaben der Stadtverwaltung Glurns, das einzigartige Ensemble „Stadt Glurns samt landschaftlich reizvoller Umgebung“ zu schützen. Dr. Peter Ortner Landesobmann

Stellungnahme zur Bannzone um die historische Stadtmauer von Glurns

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In meiner Eigenschaft als Obmann des Heimatpflegevereins der Stadt Glurns möchte ichhiermit Stellung nehmen zur geplanten Bannzone um unsere Stadtmauer und deren Ablehnung durch die Südtiroler Landesregierung: Der Vormarsch des intensiven Obstbaus im Obervinschgau, der sich in den letzten Jahren bemerkbar gemacht hat, lässt sich nicht aufhalten. Dass auch unser „Stadtl“ mit seinen historischen Stadtmauern aus der

Zeit Kaiser Maximilians nun von allen Seiten von intensiv kultivierten Obstanlagen (Äpfel und vor allem Kirschen) „in die Zange“ genommen wird, ist ebenfalls eine Tatsache. Die Stadtgemeinde hat mit der Idee einer Bannzone von 100 m um die historische Stadt eine löbliche Initiative gestartet, um dieses „Problem“ in den Griff zu kriegen. Dabei ist klarzustellen: Dies soll keine generelle Ablehnung von landwirtschaftlicher Bewirtschaftung sein, es geht hierbei um die sog. Hilfsbauten für Intensivkulturen (hohe Betonpfähle, auffällige Netze und Abdeckplanen). Leider wurde der Beschluss vom Landschaftsschutz in Bozen nun abgewiesen. Die Landesregierung wurde hier bei ihrer Entscheidung - sehr wahrscheinlich - durch die gute Lobby-Arbeit einiger weniger beeinflusst. Momentan geht es hier um das Privatinteresse von einer Handvoll Einzelpersonen, für diese könnte man vielleicht sogar auf dem Tauschwege eine gute Lösung finden. Aber es kann doch nicht sein, dass das wirtschaftliche Interesse einzelner vor das Interesse der ganzen Stadtbevölkerung gestellt wird. Ich möchte im Namen der Glurnser - und ich bin mir sicher, dass in diesem Punkt mindes-tens 95% der Bürger hinter mir stehen - an die zuständigen Stellen appellieren: Bitte überlegt’s euch das gut und schaut’s, dass die wenigen unverbauten Ansichten auf die Stadtmauer erhalten bleiben. Ich hoffe sehr, dass die Landesregierung und insbesondere das Amt für Bau-und Kunstdenkmäler, an welches der Ball nun weitergespielt wurde, sich für uns alle stark machen! Wir wollen unser „Kapital“, die Schönheit der Landschaft und Einzigartigkeit unseres Stadtls, nicht leichtsinnig aufs Spiel setzen. Karl Sagmeister, Obmann Heimatpflegeverein der Stadt Glurns


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/Impressionen/ 13

Mikrokosmos. Nach dem schneereichen Winter sind sie wieder da. Die Blüte der Palabirne und die fleißige Biene. Wie berauscht tauche ich für einen Moment in diese Welt ein. Wo das Kleine so wenig klein ist und das Große so wenig groß ist. Alles ist gleich wichtig und „heilig“. Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it


14 /Lokales/

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JG in Vinschger Hand

24. Kaninchenausstellung am 3. und 4. Mai

René Tumler aus Naturns wurde mit 67 von 103 Stimmen zum neuen SVP-Landesjugendreferenten gewählt. Seine Stellvertreter: Mara Amort aus Rodeneck Manuel Massl aus Vetzan.

Die traditionelle Kaninchenausstellung, die der Vinschgauer Kaninchenzuchtverein heuer zum 24. Mal organisiert, findet am Samstag, 3. und Sonntag 4. Mai (ab 9 Uhr) in der Prader Handwerkerzone statt. Die 22 passionierten Hasenzüchter des Vinschgauer Kaninchenzuchtvereins mit Präsident Siegfried Muntetschiniger an der Spitze stellen an die 100 Hasen zwölf verschiedener Rassen (Roter Neuseeländer, Zwerge...) aus. Für Speis und Trank, so lassen die Veranstalter wissen, ist bestens gesorgt. Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt.

Vinschgau

Führungsgremium bestätigt

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as zwölfte Jahr in Folge konnte die Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung (GWR) mit Sitz am Bahnhof in Spondinig ein ausgeglichenes Bilanzergebnis erzielen. Diese erfreulichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bilden die Voraussetzungen dafür, um den Geist der ländlichen Entwicklung im Vinschgau weiterhin mit umsetzbaren Projekten für und mit den Menschen in der Region zu füllen. Das Führungsteam mit Hofer Sepp an der Spitze ist daher motiviert und wurde bei der kürzlich abgehaltenen Vollversammlung für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Für die lokale Vernetzung zur Durchführung von Aus- und Weiterbildungsangeboten vor Ort, die Vorbereitung und Begleitung regional bedeutv.o.: Sepp Hofer (Obmann), Gustav Tschenett (stellv. Obmann), Friedl Sapelza (Geschäftsführer)

samer Projekte sowie den Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in den Bezirken Vinschgau, Unterengadin und Landeck wird sich die Genossenschaft als verlässlicher Partner weiterhin für den Vinschgau einsetzen. (lu)

Freiheit und Verantwortung in der Landwirtschaft Mals - Rund 150 Zuhörer verharrten am 31. März bis kurz vor Mitternacht im Kulturhaus von Mals, als über die Freiheit der Bauern diskutiert wurde. Der Bund Alternativer Anbauer und Bioland hatten zu dieser Podiumsdiskussion eingeladen. Es ging um die Zukunft der Landwirtschaft, um die Erhaltung der Vielfalt und um das Schaffen von kleinen Kreisläufen. Diskutiert wurde über die Verantwortung für die Umwelt und Nachwelt, es ging auch um die Volksbefragung in Mals und um den Dialog darüber.

Groß war das Interesse bei der Podiumsdiskussion über die Freiheit der Bauern, moderiert von Gudrun Esser

von Heinrich Zoderer

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ie Referenten aus der Schweiz und aus Deutschland und die Podiumsteilnehmer erzählten aus ihrer Lebensgeschichte, die von Veränderungen, Kreativität und gelebten Überzeugungen gekennzeichnet ist. Berthold Ketterer ist Physiker und Unternehmensberater. In Tschlin im Unterengadin baute er mit anderen eine Biobrauerei auf. Es war eine verrückte Idee, aber nach zwei Krisen arbeiten sie jetzt erfolgreich. Wolfgang Keller aus dem Taunus war früher ein begeisterter Giftspritzer. Es gab Zeiten, da hat er auch überlegt, seine Felder einem Golfclub zu verpachten. Heute ist er überzeugter Biobauer. Auch Raimund Prugger, der Bezirksobmann des Bauernbundes, erzählte von seinem Werdegang vom Viehbauer zum Gemüsebauer bis zum Obstbauer. In Bezug auf die Pestiziddebatte betonte er die

Notwendigkeit des Dialoges, aus dem beide Seiten ohne Gesichtsverlust herauskommen sollten. Die AGRIOS-Richtlinien müssen umgesetzt werden. Das bedeutet: neue Sprühgeräte, Pflanzen von Hecken und das Sprühen nur bei Windstille. Friedrich Steiner erzählte über die Anfangsschwierigkeiten, ein Biohotel zu betreiben. Es war nicht leicht, Biobauern in der Nähe zu finden, die ihre Produkte liefern konnten. Heute nehmen die Gäste heimische Produkte mit nach Hause und werden so zu wichtigen Werbeträgern der Region. Daniel Primisser, der Jungbauer vom Moleshof aus Prad, produziert auf seinem Biohof nicht nur Gemüse und Getreide, sondern er führt auch den ersten Bio-Mast-Hähnchenbetrieb in Südtirol. Von den konventionellen Bauern erwartet er, dass nicht nur geredet wird, sondern die Hecken gesetzt werden, damit die Abtrift nicht auf die Felder der Biobauern trifft.

Traudl Schwienbacher, die engagierte Bäuerin aus dem Ultental, erinnerte daran, dass der Vinschgau einmal die Kornkammer Tirols war. Sie baut Kräuter an und träumt davon, dass die Bauern in Harmonie und Verantwortung mit der Natur leben und Südtirol die Chance wahrnimmt, zum Selbstversorger zu werden. In der Diskussion betonte Johannes Fragner-Unterpertinger, dass man jahrelang versucht habe, ein Auskommen zwischen Biobauern und konventionellen Bauern zu finden, aber nicht richtig ernst genommen wurde. Deshalb ist es zur Einleitung einer Volksabstimmung gekommen. Der neue Wind beim Bezirksbauernbund und auch in der Landespolitik ist zu spüren. Alle Teilnehmer setzen auf Dialog. Prugger sprach von einer Zeit des Umbruchs, wo alle dabei sind zu lernen. Er will mithelfen, den Knoten zu entwirren, aber es soll niemand Wunder von ihm erwarten.


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/Lokales/ 15

Schluderns

Das mögliche Zünglein an der Waage eugierige BürgerInnen, ein Buffet mit regionalen Produkten, mit einem Zelt überdacht - vor dem Rathaus von Schluderns: Die „Freie Liste Schluderns - Mitnond“ hat sich am vergangenen Samstag der Presse und der Bevölkerung vorgestellt. Mit der Bürgermeisterkandidatin Astrid Reinstadler an der Spitze wollen sich 14 weitere Schludernser BürgerInnen der Gemeinderatskandidatur stellen. „Wir wollen dazu beitragen, dass Schluderns regierbar wird“, sagt Astrid Reinstadler. Inhaltlich wolle man die Bevölkerung bereits im Vorfeld von größeren Projekten miteinbeziehen, die Satzung für Bürgerbeteiligung für einen niederschwelligeren Zugang abändern, die Diskussion über eine nachhaltige Landwirtschaft ankurbeln, die Verkehrsprobleme in Schluderns mildern - mit einer intelligenten Ampel an der Glurnser Straße

„Mitnond“ v.l.: Robert Ruepp, Sepp Jörg, Armin Bernhard, Sigrid Kircher, Carmen Thanei, Monika Gunsch, Christian Riedl, Armin Rauch, Florian Tahler, Astrid Reinstadler, Thomas Spiss, Elisabeth Kircher, Gustav Punter und Lukas Thanei etwa, das Parkproblem sei anzugehen und eine große Umfahrung nicht aus den Augen zu verlieren. Die leerstehende Kubatur in Schluderns wolle man beleben. Das Wahlprogramm ist bunt. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen hat sich unter dem Schlagwort „Mitnond“ zusammengefunden, Akademiker, Angestellte, Unternehmer und Pensionisten. Tatsächlich könnte diese Gruppierung eine

Foto: Erwin Bernhart

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entscheidende Rolle im Gemeinderat von Schluderns spielen. Denn es sind - bei vier BM-Kandidaten und vier Gruppierungen - viele Konstellationen denkbar. Wer auch immer als BM gewählt werden wird und je nach Stärke der Vertretung der Gruppe „Mitnond“, wird um eine Art Koalition nicht umhinkommen. „Mitnond“ könnte das Zünglein an der Waage sein. „Die Inhalte sind uns wichtig. Wir sind für beide Seiten offen“, sagt Rein-

stadler. Mit beiden Seiten meint Reinstadler die SVP mit Martin Rainalter als BM-Kandidat und die „Bürgerliste Schluderns“ von Ex-BM Erwin Wegmann. Sowohl die SVP als auch Wegmann haben schon Kontakt mit der neuen, unbekannten Gruppierung aufgenommen und um mögliche Koalitionsgefühle vorgefühlt. Politikmüdigkeit und Politikverdrossenheit sind in Schluderns jedenfalls Fremdwörter. (eb)


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Pi-Tag

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§ Gottes Segen in Las Vegas Aus dem Gerichtssaal

Was hat Leo Noggler mit dem 14. März zu tun? Leo Noggler war mein Volksschullehrer. Er war fortschrittlich und hat auf die Prügelstrafe verzichtet. Sein Lieblingsfach war Rechnen. Sein Rezept für Lernerfolg war: wiederholen, wiederholen, weiderholen. Trockene Formeln brachte er uns mit Eselsbrücken bei. Eine davon lautete: Der Mensch ist ein Esel, der Esel ein Vieh, der Radius des Kreises ist r Quadrat Pi. „Merkt euch das - von nun an bis in Ewigkeit“ befahl er uns. Immer am 14. März wird der sogenannte Pi-Tag gefeiert. Pi ist eine Kreiszahl. Dieses Symbol π steht für Pi. Die Zahl hat einen Wert von gerundet 3,14. Weil der März im Jahr 2014 in der amerikanischen Datumsschreibweise 3-14 oder 3/14 geschrieben wird, hat man den 14.3 zum Pi-Tag ernannt. Als ich das in einer Zeitung gelesen hatte, fiel mir mein geschätzter und im ganzen Vinschgau bekannter Lehrer Leo Noggler ein. Andreas Waldner

Adam sei Deutscher, Eva sei Südtirolerin. Die beiden lernen sich auf einer Reise kennen, verlieben sich, feiern Traumhochzeit in Las Vegas und ziehen miteinander in die Schweiz. Soweit der romantische Teil der Geschichte. Nach kurzem Zusammenleben zerbricht die Ehe, Eva zieht zurück nach Südtirol. Adam, der weiterhin in der Schweiz lebt, reicht in Deutschland Antrag auf Ehescheidung ein. Doch das Gericht erklärt sich für nicht zuständig. Anders in Italien. Die italienische Gerichtsbarkeit ergibt sich auf Grund der italienischen Staatsbürgerschaft Evas. Beide Ehepartner sind EUBürger. Demnach unterliegt ihre Situation direkt einer EURatsverordnung von 2010 zur Zusammenarbeit im Bereich des auf die Ehescheidung und Trennung anzuwendenden

Lügen haben junge Beine Komödie von Ray Cooney

im Kulturhaus von Pedross

Langtaufers

ne Heimatbüh rs gibt die ren Auffühle ie p S s e e usfalls ein iere und die weit rmine: m Te egen des A Achtuunfegrs: wbekannt, dass deierdPeren müssen. Die neuen w n e b o Langta h ine versc Premiere: rungsterm Fr. 09. Mai 2014 – 20.00 Uhr 10. 17. 18. 24. 25.

Mai Mai Mai Mai Mai

2014 – 2014 – 2014 – 2014 – 2014 –

Das deutsche Recht hingegen erlaubt eine Scheidung der Ehe ohne vorhergehendes Trennungsverfahren. Voraussetzung ist lediglich der Nachweis einer einjährigen Trennung vor dem gerichtlichen Antrag. Die Partner einigen sich also auf die Anwendung des deutschen Rechtes, in diesem Fall da der Ehegatte deutscher Staatsbürger ist. Demnach muss sämtlichen Anträgen vor dem italienischen Gericht nach deutschem Recht entsprochen werden. Christoph Tappeiner www.rechtsanwalt-tappeiner.it

pr-info Heimatbühne Langtaufers

Heimatbühne Langtaufers

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Rechtes. Diese stellt es Partnern frei, sich jederzeit, „spätestens jedoch zum Zeitpunkt der Anrufung des Gerichts“, auf das anzuwendende Recht zu einigen, gibt ihnen also die Möglichkeit einer Auswahl zwischen mehreren Rechtssystemen. Im Gegensatz zum „Forum Shopping“, womit die einvernehmliche Auswahl eines Gerichtsstandortes gemeint ist, findet in diesem Fall ein Shopping hinsichtlich der für die Partner günstigsten Rechtsordnung statt. Konkret könnten sich Adam und Eva auch auf Schweizer- oder italienisches Recht einigen, doch die beiden Systeme bringen für die NochEheleute ungewünschte Nebeneffekte mit sich, so z.B. hinsichtlich der Pensionsfürsorge oder auf Grund der Notwendigkeit einer vorherigen Einleitung eines Trennungsverfahrens.

20.00 Uhr 20.00 Uhr 16.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr

Verschoben

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egen des Ausfalls eines Spielers gibt die Heimatbühne Langtaufers bekannt, dass die Premiere des Theaterstückes „Lügen haben junge Beine“ von Ray Cooney und die weiteren Aufführungstermine verschoben werden müssen. Dies sind die neuen Spieltermine: PREMIERE: Fr. 09. Mai 2014 20.00 Uhr Sa. 10. Mai 2014 Sa. 17. Mai 2014 So. 18. Mai 2014 Sa. 24. Mai 2014 So. 25. Mai 2014

20.00 Uhr 20.00 Uhr 16.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr

Platzreservierung unter 347 251 59 27 bei Sylvia Klöckner

Platzreservierungen:

Tel. 347 251 59 27

© croisy - Fotolia.com

(werden nur bis 15 Min. vor Spielbeginn freigehalten)

Mit freundlicher Unterstützung des Südtiroler Theaterverbandes

In der Hoffnung, Sie und Ihre Freunde bei der Premiere oder bei einer der darauffolgenden Aufführungen begrüßen zu dürfen, verbleibt bis auf Weiteres mit freundlichen Grüßen die Heimatbühne Langtaufers


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/Menschen/ 17

Erfolg auf allen Wegen Aufgewachsen mit vier Geschwistern in der unseligen Zeit des Faschismus betrat der Naturnser Robert Fliri im Laufe seines Lebens die wichtigsten Meilensteine der Wirtschaft, nämlich Handwerk, Handel und Tourismus und wurde nicht nur in Dorf und Tal, sondern auch weit darüber hinaus bekannt. Robert Fliri, Jahrgang 1930, bewegt sich auch heute noch gerne in der Natur, liest viel und beschäftigt sich mit der Vergangenheit, genauso wie mit der Gegenwart

von Maria Gerstgrasser

R

obert Fliri verfügt heute noch über ein ausnehmend gutes Gedächtnis und kann sich an wichtige Ereignisse und auch banalste Kleinigkeiten, Daten und Namen erinnern und verlässlich wiedergeben. Er erzählt von seinen ersten Schuljahren in italienischer Sprache und erinnert sich daran, dass man mit den traditionellen blauen Schürzen nicht in der Schule erscheinen durfte. So versteckte er seine Schürze am Grab seiner Großeltern im nahegelegenen Friedhof. Nach der Option seines Vaters für Deutschland durfte Robert Fliri nicht mehr den Italienischen Unterricht besuchen, fand aber Aufnahme in der Katakombenschule, die Josef Astfäller nach seiner Enthebung vom Schuldienst angeboten hatte. Durch den Verlauf des Zweiten Weltkrieges änderten sich die politischen Voraussetzungen, die dem Zehnjährigen die Auswanderung ersparten. Er erinnert sich an zunehmende Repressionen durch den Faschismus. Sein Vater hatte als Metzger die sogenannte Freibank im damaligen Postgebäude inne und verkaufte dort verbilligtes Fleisch. Der Jugendliche nahm eine Stelle als Stallbursche in Goldrain an, wollte aber beruflich in die Fußstapfen seines Vaters und Großvaters treten und fand in Meran eine Metzgerlehrstelle, an die er kaum gute Erinnerungen knüpfen kann. Die Ernährung war mangelhaft und der Heimweg am Wochenende oft zu Fuß zu bewältigen. Beim Schupfermetzger in Naturns beendete er die Lehre und verblieb dort auch noch bei Mathias Götsch, dem nachfolgenden Inhaber, bis er sich dem Viehhandel verschrieb. Seine individuellen Fähigkeiten, wie Menschenkenntnis, Kontaktfreude und Überredungsgabe setzte er gezielt ein und scheute keine Mühe, die Berghöfe zu erwandern und gekauftes Vieh auf beschwerlichen Wegen ins Tal zu bringen und an gute Kunden weiterzugeben. So durchstreifte er ganz Vinschgau und das Burggrafenamt. Bei den Kundschaften, die er belieferte, kamen ihm seine Italienischkenntnisse sehr zugute. Er lernte Leute und deren Schicksale kennen, mit Einwänden umzugehen und Kompromisse zu schließen und trifft sich heute noch mit einstigen Geschäftspartnern. Bei seinen Streifzügen verstärkte sich sein Sinn für die Natur und eine intakte Umwelt, für

die er sich nachträglich sehr einsetzte. Reichlich Gelegenheiten dafür bot ihm auch der zehnjährige Einsatz im Gemeinderat von Naturns. In den sechziger Jahren konnte er sich in der Trögerstraße eine Hofstelle mit großem, komfortablem Haus für seine Familie und für Feriengäste errichten. Den Stadel, der bereits eine Woche nach der Inbetriebnahme ein Raub der Flammen wurde, konnte er wieder aufbauen und knappe zehn Jahre später eröffnete er den Kompatscherhof mit Ferienwohnungen. So kann Robert Fliri auch zu den Pionieren im Tourismus gezählt werden. Die Förderung des Fremdenverkehrs und eine saubere Umwelt waren ihm ein großes Anliegen geworden. Er gab den Viehhandel auf und arbeitete dreißig Jahre hindurch mit dem Tourismusverein zusammen. Seine Hauptaufgabe war die Ausrichtung und Anlegung der Waalwege und neuer Wanderwege und deren Instandhaltung. Als Initiator zur Erstellung des Sonnenberger-Panoramaweges von Naturns nach Partschins hatte er die Bauaufsicht übernommen und sich unermüdlich für die Verwirklichung der ca. 3.800 m langen Weg-

strecke eingesetzt. Beim Bau in dem steinigen und unwegsamen Gelände entstanden Probleme bürokratischer und technischer Art. Dadurch zogen sich die Bauarbeiten mit Unterbrechungen über vier Jahre hin und konnten Ende 1991 fertiggestellt werden. Die Wegmarkierung 91 soll die Erinnerung an dieses Jahr aufrechterhalten. Während der Bauzeit war er fast jeden Tag am Weg anzutreffen und beschrieb seine Beobachtungen folgendermaßen: „Das Echo der Einheimischen und Gäste war durchaus positiv. Schon während der Bauarbeiten sind Menschen jeden Alters dort gewandert, und nicht ohne Grund wurde der neue Weg vorübergehend „Grüß Gott Weg“ genannt.“ Im ganzen Gemeindegebiet ließ er an Plätzen und Wegen Bänke aufstellen, und gar mancher kann sich an das Schildchen mit der Mahnung: „Sei kein Dreckspatz und halte die Landschaft sauber!“ erinnern. Seit dem Unfalltod seiner Frau lebt Robert nun allein. Man kann ihm aber täglich bei seinen Spaziergängen und auf dem Weg nach Kompatsch zu seiner Tochter begegnen. Auch der Erfolg seines Sohnes, der in Innsbruck eine Praxis innehat, erfüllt ihn mit Freude.


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17.04.14

Familienwanderung

Konzert in Marienberg am Ostermontag ab 19.30 Uhr

Die Sozialverbände der Gemeinde Schlanders laden am 1. Mai 2014 zur gemeinsamen Familienwanderung. Start ist um 9.00 Uhr am Göflaner Dorfplatz.

Der Projektchor Marienberg (bestehend aus jungen ChorsängerInnen aus dem Vinschgau und Umgebung) mit Orchester und Solisten führt unter der Leitung von Lukas Punter und Marian Polin Werke von W. A. Mozart und G. F. Händel auf. Orchestermusiker und Solisten sind Musikstuendten aus Süd- Nordtirol und Bayern. Im Rahmen des Konzerts werden erstmals zwei restaurierte Instrumente aus dem umfangreichen historischen Instrumentarium von Marienberg präsentiert und bespielt, nämlich eine Violine und ein Violoncello aus dem frühen 18. Jh.

Schluderns

Warum Bürgerliste Schluderns?

D

ie „Bürgerliste - Schluderns“ haben wir mit dem Ziel gegründet, bei der Gemeinderatswahl am 04. Mai 2014 für den Gemeinderat und das Bürgermeisteramt in Schluderns zu kandidieren. Wir sind ein Zusammenschluss aus interessierten Schludernser/innen, die sich den Themen der Gemeinde sachlich annehmen. Wir wollen einstehen für erreichbare und umsetzbare Visionen, uns gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft in Schluderns und ein friedvolles Miteinander mit gegenseitigem Respekt einsetzen. Wir waren und sind uns der großen Verantwortung gegenüber der Bevölkerung bewusst und schließen uns aus diesem Grund als unabhängige Bürgerliste für Schluderns zusammen. Für das Bürgermeisteramt bewirbt sich Wegmann Erwin, bisheriger Bürgermeister. Weitere Kandidaten für den Gemeinderat sind: Stecher Parth Brigitta, bisherige Bürgermeisterstellvertreterin; Hauser Andreas, bisheriger Referent; Abart Elmar, Fritz Muntetschiniger Irene, Innerhofer Frank Martha, Karnutsch Franz, Lutt Christian, Paulmichl Alois, Peer Thomas Josef, Punter Andreas – Schwarz Christian. - Wir treten mit dem Ziel an, gemeinsam die Zukunft unserer Gemeinde zu gestalten, und uns für eine gerechte Lösung der einzelnen Probleme und Bedürfnisse der Bevölkerung einzusetzen. - Schlussendlich sind uns ein besonderes Anliegen die bereits in Vorbereitung befindenden Projekte auszuführen und erfolgreich abzuschließen.

Die Gästestatistik Schlanders/Laas. Im Tourismusverein Schlanders-Laas hielt man vergangene Woche Rückschau. Präsident Karl Pfitscher lud die Mitglieder in den Schupferwirt in Schlanders und legte das jüngste Tourismusjahr als Zahlenwerk dar. von Angelika Ploner

51 Prozent deutsche Urlaubsgäste bevorzugten Schlanders und Laas als Urlaubsorte. 18 Prozent der Statistik macht der italienische Gast, 13 Prozent der schweizer Gast aus.

184.463

Übernachtungen zählte man 2013/2014 in Schlanders-Laas. Die Zahl ist rückläufig. Im vergleichsjahr 2011/2012 wies die Statistik noch 187.746 Übernachtungen aus. Die meisten Übernachtungen entfallen auf den Hotelbereich mit 95.083 an der Zahl. Der Campingbetrieb kann 11.970 Nächtigungen auf sich vereinen.

72

45.855

Betriebe zählt der Tourismusverein Schlanders-Laas im Jahr 2012/2013

Ankünfte verzeichnet der Tourismusverein Schlanders/Laas im jüngsten Tourismusjahr (1.11.2012 - 31.10.13). 45.160 waren es noch im Jahr zuvor.

120 Tage waren die Betriebe in SchlandersLaas 2012/2013 ausgelastet. In Prozent umgerechnet sind das 32,8 Prozent. 119 Tage waren es noch 2011/2012, der Prozentsatz lag damals bei 32,5 Prozentpunkten.

10

1.1.2014 4 Bei 4 Tagen liegt die Aufenthaltsdauer der Gäste im Tourismusjahr 2012/2013. Im Vorjahr hielten sich die Gäste noch durchschnittlich 4,2 Tage in Schlanders und Laas auf.

Seit diesem Datum gilt die Ortstaxe in Südtirol. 0,70 Euro pro Übernachtung zahlen Gäste der Ein- und Zwei-Sternebetriebe, der Campings, der nicht gewerblichen Betriebe wie Urlaub auf dem Bauernhof oder Privatzimmervermieter usw. 1 Euro hingegen zahlen die Gäste, die in Drei-Sterne- und Drei-Sterne-S-Betrieben urlauben. 1,30 Euro die Gäste der 4- und 5-Sterne-Hotelerie.

23 Gästeehrungen fanden im abgelaufenen Tourismusjahr statt: 13 Ehrungen für Gäste aus Deutschland, 5 Ehrungen für Gäste aus Italien, 2 Ehrungen für Gäste aus der Schweiz, 2 Ehrungen für Gäste aus Belgien und eine Ehrung für Gäste aus Österreich.

Exklusive Zusatzleistungen und vorteilhafte Preise bei 10 Attraktionen bietet die neue VinschgauCard, die rund 150 Vinschger Betriebe (Hotels, Pensionen, Campingplätze...) ihren Gästen anbieten. Daneben beinhaltet die VinschgauCard -die neue Gästekarte - die kostenlose Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Südtirol und Ermäßigungen etwa bei Seilbahnen, Museen oder Freizeiteinrichtungen.


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/Gesellschaft/ 19

Latsch/Südtirol

Die Lobby der Familie in Latsch D

er Katholische Familienverband Südtirols hat am 5. April seine 48. Landesversammlung im Latscher CulturForum abgehalten. Unter dem Motto „Kraftquelle Familie“ präsentierte sich der Verband sehr kämpferisch und richtete eindringliche Forderungen an die Südtiroler Politik und Gesellschaft. Einen ganzen Nachmittag lang stand die Südtiroler Familie im Latscher CulturForum im Blickpunkt. In einem vollen Saal konnten Priska Theiner, die Vinschger Bezirksleiterin, und Angelika Mitterrutzner, die Präsidentin des Verbandes, zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Dazu zählten aus der Politik die Landesräte Waltraud Deeg und Philipp Achammer sowie der EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann. Auch der Latscher BM Helmut Fischer als Hausherr war anwesend. Der Katholische Familienverband ist eng mit der Südtiroler Politik verbunden. Als

„Lobby aller Südtiroler Familien“ sucht er natürlich den engen Kontakt zu den verantwortlichen Politikern. Präsidentin Mitterrutzner sprach von „zwei neuen, aufgeschlossenen Landeräte, die das Ohr bei den Menschen und ihren Bedürfnissen haben wollen“. Sie versprach insbesondere Landesrätin Deeg Unterstützung ihres Verbandes: der KFS werde ihr im Aufbau des Ressorts und der Familienagentur als „konstruktiver Ansprechpartner“ zur Seite stehen. Als wichtiges Ziel benannte sie eine Familienpolitik, die „die Bedürfnisse des Kindes in den Mittelpunkt stellt und nicht erst dann reparierend eingreifen muss, wes es gilt negative Entwicklungen aufzufangen“. Sie forderte außerdem Impulse, damit sich junge Erwachsene trauen, ihren Kinderwunsch zu verwirklichen. Dazu zählt sie gesetzliche Maßnahmen zur besseren Vereinbarung von Familie und Be-

pr-info Peter Telser, Eyrs

Rasenmähen ohne Mähkorb?

D

as geht. Mit dem einzigen und patentierten Schnittsystem von GRIN. Mit diesem System wird der geschnittene Rasen im speziellen Schnittkessel zerkleinert und pulverisiert, so dass er dem geschnittenen Rasen als Dünger dient. Nie mehr anhalten, um den Mähkorb ausleeren zu müssen: Das Rasenmähen geht mit dem GRIN-System nicht nur schneller und bequemer, man erspart sich auch Dünger. Mit dem „Mähsystem GRIN“ werden beim Mähen gleiche Ergebnisse wie bei herkömmlichen Rasenmähern erzielt. Der Vorteil: Kein Grasrest muss komUnd jetzt neu: postiert oder in die grüne AKKU-Mähsystem GRIN Tonne geleert werden. Die Abfallbeseitigung entfällt. Das ist nicht nur bequem, sondern dient auch dem Umweltschutz. Denn gerade Grasreste bzw. Rasenabfall bereiten den Kompostieranlagen große Schwierigkeiten, weil das Gras aufgrund seiner Feuchte beim Kompostieren zu faulen beginnt. Erhältlich bei: Peter Telser, Vinschgauerstraße 15, 39023 Eyrs Tel.: 0473 739927

Kämpferisch vor zahlreichen Publikum: Die Präsidentin des KFS Angelika Mitterrutzner ermahnt die Politik

ruf. Angemahnt wurden vor ihr das der Recht der Mütter auf einen Teilzeitarbeitsplatz, die Anerkennung der Erziehungs- und Pflegezeit für die Rente, bessere Betreuungseinrichtungen, die freie Wahlmöglichkeit in punkto Kleinkinderbetreuung sowie generell mehr Wertschätzung der Familien- und Erziehungsarbeit. Auch eine Überarbeitung der Landeskriterien im Bereich Wohnbauförderung zugunsten von Familien der Mittelschicht, regte sie an.

Die letzthin öffentlich andiskutierte Angleichung der Wartestände im öffentlichen und privaten Sektor begrüßte sie und forderte die Wirtschaft auf, „die langfristigen Vorteile einer diesbezüglichen Verpflichtung einzusehen“. Nicht an die Wirtschaft richtete sich das Gastreferat der bekannten deutschen Ordensschwester Teresa Zukic. Sie sprach über den befreienden Umgang mit Fehlern, sowie den Druck, alles perfekt machen zu müssen. (jan)


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pr-info agrischa

Erlebnis Landwirtschaft „agrischa“ in Zernez am 26.04 und 27.04.2014 Pro

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Sa vonmsta g Son 09.3 , 26.0 0 von nta Uh 4.20 09 g, 27. r - M 14 .30 04 it bis .201 terna 16. 4 cht 30 Uh r

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Die fünfte „agrischa – Erlebnis Landwirtschaft“ findet heuer erstmalig in der Region Engadin/Südbünden statt. Die Bäuerinnen und Bauern aus dem Val Müstair, Unter- und Oberengadin, Bergell und Puschlav präsentieren sich als sympathische Botschafter der Bündner Landwirtschaft am Samstag, 26.04.2014 (09.30 Uhr bis Mitternacht) und Sonntag, 27.04.2014 (09.30 bis 16.30 Uhr) in Zernez. Die Erfolgsgeschichte dieser Landwirtschaftsausstellung geht damit weiter und möchte ein weiteres Mal eine spannende Brücke zwischen dem bäuerlichen Leben und der nicht-bäuerlichen Bevölkerung schlagen. Dabei kann hautnah miterlebt werden, wie eine moderne, natürliche aber auch zukunftsweisende Landwirtschaft zur Schau gestellt wird. Beim Festumzug am Sonntag um 11.00 Uhr wird auch eine Abordnung der Vinschger Bauernjugend, sowie Goasslschnöller und Volkstänzer dabei sein. Marktstraße mit regionalen Spezialitäten - Mit allen Sinnen landwirtschaftlich Dank der Vielfalt an Sinnes- und Gaumenfreuden, erlebnisreichen Attraktionen, regionaler Marktstraße und spannenden Tierausstellungen gibt es viel zu endecken und Überraschendes zu erfahren. Kosten Sie von den regionalen Spezialitäten und lassen Sie sich von uns kulinarisch verwöhnen.

Verlockende Attraktionen – Familienolympiade/Strohburg/Ochsenrennen Besonders beliebt ist die Familien-Olympiade, wobei die Familien mit ihrem Wissen, spielerischen Können und Teamgeist tolle Preise gewinnen. Wagemutig die Strohburg erklimmen oder behutsam den Kleintieren im Streichelzoo ganz nah sein. Am Sonntag mit Spannung das Ochsenrennen verfolgen oder im Attraktionenring Wissenswertes über Ziegen, Pferde, Schafe, Mutterkühe und Kleintiere erfahren – wir garantieren Erlebnis pur! Auf dem Festgelände sorgen zahlreiche Musikformationen ganztags für eine ausgelassene Stimmung. Abends im Festzelt versprechen die Midnight-Ladies eine geballte Ladung Partystimmung.

Alpwirtschaft als Hauptthema – Wanderausstellung Terra Raetica Alpwirtschaft In der Gastregion Engadin/Südbünden spielt die Alpwirtschaft eine zentrale Rolle und so liegt es auf der Hand, die Alpenwelt der Gastregion in den Mittelpunkt der agrischa zu stellen. Erlernen Sie das Handwerk der Alpkäseherstellung und lassen Sie sich von den Präsentationen zum Hauptthema faszinieren. Am Sonntag präsentieren sich die Gastregionen mit einem Umzug durch Zernez. Ein weiterer Höhepunkt ist die Eröffnung der Wanderausstellung zur Landwirtschaft in der Terra Raetica. Die Regionen Tirol, Vinschgau, Engiadina Bassa und Val Müstair präsentieren zum ersten Mal ihre Wanderausstellung zur Land- und Alpwirtschaft im Dreiländereck.

Gelebte Tradition verbindet - Festumzug mit Vinschger Beteiligung Der Kanton Graubünden ist seit vielen Jahren als Zuchtkanton, speziell bei der braunen Rindviehrasse, überall bekannt. Bündner Bauern, welche viel Motivation und Freude an der Zucht haben, stehen bei der traditionellen Milchviehrangierung am Samtag im Mittelpunkt. Wer wird wohl den begehrten Titel der „Miss agrischa“ nach Hause nehmen? Am späteren Samstagnachmittag nutzen die In www.a formationen Bündner Jungzüchter die Gelegenheit und organisieren eine gegrischa -erlebn meinsame Milchviehrangierung mit ihren Südtiroler-Kollegen. is.ch. Grenzü Dieser Programmpunkt verspricht einen spannenden Einblick b e rschreit Busver in die internationale Braunviehzucht. e Ab Mals bindung nac nde h Zerne zu jede z r vollen Stunde


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/Gesellschaft/ 21 Kastelbell/Tschars

Berglandwirtschaft in vielschichtiger Krise

Kastelbell lädt zur Spargelzeit

Podium in Pedross v.l.: Referent Peter Eller, BM Heinrich Noggler, Landesrat Arnold Schuler, LA Sepp Noggler, Bezirksobmann des BB Raimund Prugger und Heinrich Thöni

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ir in der Berglandwirtschaft haben wirklich große Probleme, Sorgen und Nöte, eigentlich viele versteckte Sorgen und Nöte.“ Mit diesen Worten eröffnete Gemeindereferent Peter Eller die Informationsversammlung im Vereinssaal in Pedross, zu der der Südtiroler Bauernbund kürzlich (02.04.) geladen hatte. Im Vorfeld wurden sechs Schwerpunkte festgelegt: Die Erlöse gehen zurück oder fallen aus. Die Differenz der Erlöse pro Hektar eines Talbauern und jenem eines Bergbauern sind zu groß. Für alles, was produziert und verkauft wird, ist der Erlös unbefriedigend und sinkend. Sowohl der Milchals auch der Viehpreis waren vor 30 Jahren höher als heute. Statt Pachtertrag muss z.B. für die Bewirtschaftung einer Steilwiese bezahlt werden. Der Grundwert liegt bei den Talflächen bei 40 € und mehr, im Gemeindegebiet Graun hingegen nur bei lächerlichen 4 bis 5 Euros. Es gibt keine Vollerwerbsbauern mehr, weil keine Landwirtschaft in der Gemeinde eine Familie ernähren kann. Der Nebenverdienst muss dazu verwendet werden, den Betrieb aufrechtzuerhalten. Auch die scheinbar großzügigen Landesbeiträge in Höhe von 30% schmelzen schlussendlich auf magere 8% zusammen, weil ja 22% als Mehrwertsteuer für die gekauften Objekte abgerechnet werden müssen. Beim Aufteilungsschlüssel für Trocken- und Wildschäden lässt man den Geschädigten wissen, dass sie die Zulassung ganz knapp verpasst hätten. Sie gehen leer aus. Die Sicherheits-, Betriebsund Maschinenvorschriften und andere Normen werden jedes Jahr größer, ja fast unerträglich und verursachen nur Spesen. So ist z.B. die Nachrüstung eines al-

ten Transporters mit einem Überschlagbügel teurer als das Fahrzeug selber. Die Landschaftsform erfordert kostspielige, hangtaugliche Maschinen. Beim Beregnungsbau kosten die Grabarbeiten doppelt so viel wie auf der Ebene. Die Förderung anerkennt jedoch nur die Fläche auf dem Papier, ohne Berücksichtigung der Steilheit. Das muss zukünftig unbedingt getrennt bezuschusst werden. Der Bürokratieabbau ist bis heute nur leeres Versprechen. Die Bauern der Gemeinde müssen fast täglich scharenweise nach Mals, Schlanders oder Bozen. Eller sieht vielleicht in der Glasfaserleitung und in der Internet-Kommunikation ein wenig Abhilfe. Eine der erwähnten, versteckten Nöte ist jene, dass kaum mehr eine Person für Führungsaufgaben in Genossenschaften, Interessentschaften, Almverwaltungen, Vereinen u.s.w. zu finden ist. Denn jeder weiß, dass er mit Übernahme eines Ehrenamtes mit einem Fuß im Gefängnis steckt. „Wenn wir die hohe Politik schon hier haben, so wollen wir sie reden lassen. Wir hoffen, dass sie sich fest einsetzen für uns.“ Mit diesen Worten übergab Eller das Wort dem Landesrat Arnold Schuler. Dieser zeigte sich überrascht über so viele Besucher. Sein Vortrag: „Die Zukunft der Landwirtschaft im Berggebiet“. Schon in der Vergangenheit hat es Verschiebungen der Einzelförderungen vom Obstbau zur Berglandwirtschaft gegeben. An dieser Grundausrichtung soll festgehalten werden. Die Förderpolitik der EU, des Staates und des Landes muss vereinfacht werden. So wurde bei der Maschinenförderung der Preis in die Höhe getrieben, so-

dass die Förderung, die eigentlich für den Bauern gedacht war, dem Hersteller und dem Verkäufer zu Gute kamen. Der Grundsatz, über die Fläche Geld zu verteilen sei richtig. „Die Berglandwirtschaft wird man künftig nicht vergessen. Ob es zur Zufriedenheit von allen sein wird, sell traue ich mir nicht zu behaupten, weil das wird schwierig, weil die Situation schwierig ist. Und die Geldmittel insgesamt auch nicht mehr werden. Wir werden so gut wie möglich schauen, dass alles weiterhin funktioniert“, versprach Arnold Schuler. Die Bergbauern befinden sich in einer vielschichtigen Krise. Es ist in erster Linie eine Krise der Landwirtschaft. „Und die Lage wird sich weiter verschlechtern“, sagte Sepp Noggler. Milch und Fleisch (Vieh), die beiden Produkte, die dem Bergbauern in erster Linie das Überleben gestatten, sind durch die Globalisierung der Ernährungsindustrie abgewertet, die Erträge fallen. Auch der Getreideanbau ist keine Alternative. „Der Bauernbund kann nichts austeilen“, sagte Raimund Prugger. „Der Bauernbund ist im vorpolitischen Raum tätig und sucht Problemlösungen, dass es funktioniert für die Bauern und für die Mitglieder.“ Bürgermeister Heinrich Noggler berichtet über die Verwirklichung einer Mistkompostierungsanlage im Schotterloch. Damit soll das leidige und problematische Misthaufenproblem in der Gemeinde Graun gelöst werden. Um den Bergbauern in Außer-Langtaufers unter die Arme zu greifen, hat die Gemeinde einen Unterstützungsbeitrag in Höhe von 160.000 € für eine Beregnungsanlage zur Verfügung gestellt.

I

n der Gemeinde Kastelbell redet man nicht lange herum, man tut es: Die Zusammenarbeit zwischen Gastronomie und Bauern wird gelebt. Wer in diesen Wochen in den Gasthäusern von Kastelbell und Tschars einkehrt, wird eine Küche mit regionalen Produkten, eine Küche der kleinen Kreisläufe, vorfinden Kastelbeller Spargel und dazu passende Kastelbeller Weine. Ab sofort ist die Kastelbeller Spargelzeit eingeläutet und diese dauert bis Ende Mai. Der Spargel wird in Kastelbell - auf den Gütern des Köfelgutes - in der Früh gestochen, gewaschen, portioniert und ist zu Mittag auf den Tellern der Gasthäuser in verschiedensten Kreationen zu finden. Frischer geht’s nicht. Die achte Kastelbeller Spargelzeit wurde vor einer Woche im

Foto: Erwin Bernhart

Foto: Andreas Waldner

Langtaufers/Pedross/Vinschgau

Hotel Winkler in Tschars vom Tourisumusvereinsobmann Manfred Prantl offiziell eröffnet. Martin Pohl erläuterte den Spargelanbau und seinen dazu passenden Wein, einen Ruländer. Die Weinbauern Leo Forcher (Chardonay), Markus Fliri vom Himmelreichhof (Malea Cuvée), Gisela Aurich vom Unterortlhof (Weißburgunder), Heiner Pohl vom Marinushof (einen Cuvée) und Helmuth Tonner vom Josmoarhof (Sauvignon) stellten ihre Weine vor. Vorzügliche Spargelgerichte gibt es im Hotel Winkler, am Gstirnerhof, am Himmelreichhof, beim Schlosswirt Juval und in der Pizzeria Sonne. Grußworte und Komplimente kamen von BM Gustav Tappeiner, dem HGVGebietsobmann Karl Pfitscher, von Simon Mair, dem stellver. BB-Bezirksobmann und vom LA Sepp Noggler. (eb)


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Schnalstal

Wissenschaftliche Neugier wecken

Aufbruchstimmung bei Gastwirten

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n vier Vormittagen hat heuer die 1. Klasse des Realgymnasiums mit den Grundschülern der 4. und 5. Klassen der Grundschulen Goldrain und Laatsch experimentiert. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Grundschüler als Versuchskaninchen verwendet wurden, sondern dass die Oberschüler mit ihnen gemeinsam chemische, physikalische und biologische Versuche durchgeführt haben. Die Kleinen experimentierten mit großer Leidenschaft und Begeisterung. Die Oberschüler hatten auch ihren Spaß dabei. Auch sie haben viel dazu gelernt, denn je einfacher man einen Versuch erklären muss, desto besser muss man über ihn Bescheid wissen. Die Freude am naturwissenschaftlichen Arbeiten konnten die Oberschüler erfolgreich weitergeben und bei den Grundschülern die Neugier zum Experimentieren wecken.

ahlreiche Besucher konnte Ortsobmann Andreas Götsch zur Jahresversammlung der HGV Ortsgruppe Schnals begrüßen. Er erinnerte an das Motto der Landesversammlung „Gemeinsam Tourismus gestalten“ und rief zum Zusammenhalt auf. Die neue Situation im Tal, allen voran die neue Führung der Schnalstaler Gletscherbahn, lässt ihn positiv in die Zukunft blicken. Jedoch dürfe man sich nicht allein auf die Aufstiegsanlagen verlassen, jeder müsse seine Hausaufgaben machen und im Verbund für die Wirtschaft des Schnalstales operieren. Obmann-Stellvertreter Benjamin Raffeiner berichtete über das letzte Jahr. Wichtige Punkte seien die Einführung monatlicher Vorstandssitzungen und die Diskussionen rund um die Einführung der Kurtaxe sowie das Turnier „Südtiroler Wattkönig“ gewesen. Ein großes

Foto: Elke Wasmund

Schlanders

v.l.: Verbandssekretär Helmuth Rainer, Direktor der Gletscherbahnen Werner Laimgruber, BM Karl Rainer, Präsident TV Alexander Rainer, Gebietsobmann Karl Pfitscher, Ortsobmann Andreas Götsch, Vorstandsmitglieder Benjamin Raffeiner, Caroline Gurschler, Dietmar Weithaler und ARGE Schnalstal Geschäftsführerin Karin Tscholl Anliegen ist die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen im Tal. Man arbeite gemeinsam mit der ARGE an Projekten, um die Kooperation der Gastwirte mit den Bauern und Handwerken zu stärken. Das Mitwirken bei den Großevents „Ötzi Alpin Marathon“ und „Schnolser Summerfest“ lagen dem jungen Vorstand sehr am Herzen und

die ersten Schritte sind bereits unternommen. Anschließend richtete der Gebietsobmann Karl Pfitscher seine Worte an die Mitglieder und Edith Oberhofer referierte zu „Starke Marken – Erfolgsmodelle für kleine Häuser“. Verbandssekretär Helmuth Rainer informierte über aktuelle Themen aus Politik und Wirtschaft. (ew)

Schlanders/Klausen

Fotos: Angelika Ploner

„Spätzündr“ eröffnen Theaterfestival

Die Senioren der Theatergruppe Schlanders bei der Premiere des Stücks „Die Spätzündr“ im vergangenen Jahr, nun werden sie damit das „Internationale Senioren-Theaterfestival“ eröffnen

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ie Senioren-Theatergruppe Schlanders entfaltet sich. Im wörtlichen Sinne, denn die agile Gruppe wird das 5. Internationale Senioren-Theaterfestival „EntFalten“ in Klausen am 1. Mai eröffnen. Eine große Ehre zweifelsohne: Zwölf Gruppen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol „geben Einblick in ihre Kreativität und in ihre Fähigkeiten. Ernste,

heitere, gewagte, bewährte und sehr lebensnahe Stücke stehen auf dem dreitägigen Programm“, lässt der Veranstalter, u. a. der Südtiroler Theaterverband, Interessierte wissen. Das Stück, das die zwölf Schlanderser Seniorinnen und Senioren vor internationalem Publikum auf die Bühne bringen werden, nennt sich „Die Spätzündr“ und ist jenes, das Regis-

seur Rudi Mair im vergangenen Jahr mit ihnen einstudiert und mit großem Erfolg aufgeführt hat. Theater im Theater. Denn im Seniorenheim „Schönblick“ wurde – so der Inhalt - eine Theatergruppe gegründet, eine recht widerborstige, wenn man so will, die bis zum Schluss nicht nur eine eigene Dynamik entwickelt, sondern vor allem für Lachtränen sorgt. Vor einem

Jahr ließen die Senioren das Publikum wissen, dass man sich mit diesem Theaterstück einen Wunsch erfüllt hat. Einige Mitglieder der Senioren-Theatergruppe haben sich einen weiteren Wunsch erfüllt und sich zur Seniorengruppe FIAT formiert. Diese wird zudem am 3. Mai unter der Leitung von Sieglinde Gamper die Eigenproduktion „Die Idee von der WG“ beim Senioren-Theaterfestival zeigen. Damit bleiben die Senioren in der Theatergruppe Schlanders ihrem Motto treu: Wir lassen uns das Spielen nicht verbieten. (ap) Tipp: „Die Spätzündr“ (Eigenproduktion) am 1. Mai um 18:30 Uhr (Regie: Rudi Mair), „Die Idee von der WG“ (Eigenproduktion) am 3. Mai um 15 Uhr (Regie: Sieglinde Gamper) zu sehen beim 5. Internationalen Senioren-Theaterfestival in Klausen. Der Zugang ist kostenlos.


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pr-info Drogerie Conrad Müstair

Was sind und was können Nahrungsergänzungsmittel? ngela Conrad hat eine glückliche Hand. Mit dem Pharmazeuten und Apotheker Nicolas Brescacin hat sie vor gut einem Jahr einen vielseitigen Geschäftsführer für die Drogerie Conrad engagieren können. Brescacins Talente sind nicht nur bei den Kunden gefragt. Am 23. und am 25. April 2014 wird es in der Drogerie Conrad einen interessanten Workshop geben und zwar einen Info-Abend über Sporternährung, Sportmassagen und Sportschuhe. Im Mittelpunkt dieses Workshops wird die Frage stehen, welche Nahrungsergänzungsmittel für wen und zu welchem Zeitpunkt den größten Nutzen bringen können. Nicolas Brescacin, der vor Jahren für das olympische Triathlon-Team aus Argentinien als Berater für Nahrungsergänzungsmittel tätig war und der Vorträge in diesem Bereich vor dem gesamten Trainerstab

Foto: Erwin Bernhart

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Nicolas Brescacin klärt über Dosierung, Einnahme-Zeitpunkt und Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln auf Südamerikas abgehalten hat, wird sein Fachwissen in diesem Bereich einem breiten Publikum zur Verfügung stellen. Im Vinschgau und darüber hinaus

beginnen in diesen Tagen die Vorbereitungen für den Reschenseelauf und auch für andere Läufe anzulaufen, so dass ein Workshop mit den genannten Themen gerade zur rechten Zeit kommt. Simona Jenal wird über die Wirkungen über Unterschiede von Sportmassagen referieren und es werden die neuesten Sport-Schuh-Modelle aus dem Hause Salomon vorgestellt werden. „Es geht bei diesem Workshop um einen reinen Informationsabend“, betont Angela Conrad, frei von allen Kaufzwängen. Denn das Thema sei sehr wichtig, vor allem im Hinblick darauf, dass große Unsicherheit und vor allem großes Unwissen angesichts der großen Angebotspalette im Bereich Nahrungsergänzungsmittel herrsche. Nicolas Brescacin pflichtet dem bei und betont, dass Nahrungsergänzungsmittel nur bei

gezieltem und genauem Einsetzen eine - wenn erwünscht leistungssteigernde oder andere Wirkungen, z.B. beim Abnehmen, bringen können. „Nicht alle Ergänzungsmittel sind für jeden Sportler zu jeder Zeit geeignet“, sagt Brescacin. Unterschiede zwischen Jung und Alt, zwischen Ausdauersportarten und azyklischen Sportarten und vieles mehr seien zu berücksichtigen. Bei diesem ersten Workshop soll vor allem im Bereich Nahrungsergänzungsmittel aufgeklärt werden, es soll auch mit Mythen aufgeräumt werden. Die Informationen über Sportmassagen und über geeignete Sport-Schuhe sollen den Spaß an der Bewegung steigern, vor allem, wenn durch einfache Übungen und Überlegungen Unannehmlichkeiten und Beschwerden nach dem Sport vermieden werden können.


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Naturns

Naturnser bieten Konzert der Elegien um Frühlingskonzert der Musikkapelle Naturns am 5. April 2014 hat der Kapellmeister Dietmar Rainer eine spannende, in weiten Teilen auch traurige Literaturauswahl getroffen. Rainers Experimentierlust folgen die MusikantInnen der Musikkapelle und die hervorragenden Solisten innerhalb der Kapelle. Dramatisch eröffnet wurde das Konzert mit der „EgmontOuvertüre“ von Ludwig van Beethoven. Die Musikkapelle Naturns präsentierte eine der meist gespielten Ouvertüren Beethovens, welche auf die Bitte keines Geringeren als Johann Wolfgang von Goethe entstanden ist, in einer hervorragenden Instrumentation von Jan van Grevenbroek. Mit der „Elegy for Tohoku“ erinnert der Komponist Alexander Comitas an die Katastrophe von Fukushima, an jenes Erdbeben mit einem verheerenden Tsunami im Jahr 2011. Diesem Klagelied folgte mit „Banja Luka“ von Jan de Haan der Höhepunkt des Konzertes: Der von den Kriegswirren in Bosnien 1995 tief betroffene Komponist de Haan hat seine Gefühle, seine Eindrücke in die Tonsprache des 20. Jahrhunderts übersetzt. Das Stück ist eine Herausforde-

Foto: Erwin Bernhart

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pi- und Stimmungswechsel. Mit „An Amercan Elegy“ erinnert der Komponist Frank Ticheli an den Amoklauf an der Columbine High School. Den an sich traurigen Hintergrund hebt die heroische und sentimentale Tonsprache auf. Die Musikkapelle hat dieses Stück mit getragener Eleganz umgesetzt, dass der Applaus von einer Gänsehaut begleitet war. Kapellmeister Rainer hat den Elegiereigen erst zum Schluss mit „SyphoDramatisch, klassisch, heldenhaft, impressionistisch, traurig, tänzerisch, emotional, beschwingt... - die Musik- nic Movements“ von Frigydes Hidas aufgehoben, mit einem kapelle Naturns hat ein vielfältiges Repertoir geboten Ausflug in Jazzgefilde, leicht rung an die Musikkapelle und auch an die „beschwipst“ vorgetragen. Zuhörer: Dissonanzen, Marschmusik, von Rainer hat mit seiner Literaturauswahl Trommeln getriebene Rhythmen - exzelim 4. Frühlingskonzert unter seiner Regie lente Solisten. Der Applaus kam verzögert, wiederum Neuland betreten, ist Wagnisse die Betroffenheit, die Entfremdung war im eingegangen, hat das Publikum herausPublikum groß. gefordert. Die Musikkapelle ist ihm als Im zweiten Konzertteil fing die Kapelle harmonischer Klangkörper, die hervorradas Publikum mit der Suite „Balkanya“ von genden Solisten als gefühlvolle Stimmen, Jan van der Roost wieder auf: mit wohlgein dieses Wagnis gefolgt. Das Publikum launten, schwungvollen Klängen mit Temfolgte staunend. (eb)

pr-info Kulturhaus Schlanders

Ostermontags-Konzert

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OSTERMONTAGSKONZERT MIT DEM

KLENGEL STREICHQUARTETT AUF DEM PROGRAMM STEHEN

W. A. Mozarts Quartett Nr. 19 in C-Dur, KV.465, Dissonanzenquartett genannt, sowie Franz Schuberts Quartett Nr.14, D 810 „Der Tod und das Mädchen“.

Ostermontag, 21. April 2014

um 20 Uhr im Kulturhaus Karl Schönherr Schlanders Kartenvorverkauf im Büro des Kulturhauses Karl Schönherr in der Göflanerstraße 27 und an der Abendkasse ab 19 Uhr.

as Klengel Streichquartett besteht aus vier jungen, engagierten Südtiroler Instrumentalisten und Musikpädagogen, die ihr Quartett nach dem großen deutschen Cellisten, Komponisten und Instrumentallehrer Julius Klengel (1859-1933) benannt haben. Der Bozner Violinist Alessandro Fabris spielt als Solist mit dem Orchester des Konservatoriums von Bozen und mit dem Haydn Orchester und tritt regelmäßig auch mit anderen Orchestern auf. Die Meraner Violinistin Alexandra Haller hat ebenfalls bereits zahlreiche Konzertauftritte hinter sich (mit dem Jeunesse Orchester Wien, dem Klaviertrio „Trio cum tempore“, dem „Quartett Moment“ aus Wien u.a.). Der Brunecker Manuel Chizzali ist Bratschist des „Laurin-Quartett“ und Mitglied der „White Tower Singers“ sowie beim „Chorus sine nomine“ in Wien und hat zahlreiche Konzerte in kammermusikalischen Formationen gespielt. Johannes Höhn aus Bozen spielt Violoncello und ist zudem Organist in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Terlan. Beim Ostermontagskonzert spielt das Klengel Streichquartett W. A. Mozarts Quartett Nr. 19 in C-Dur, KV.465, Dissonanzenquartett genannt, sowie Franz Schuberts Quartett Nr.14, D 810 „Der Tod und das Mädchen“. Karten gibt es im Büro des Tourismusvereins Schlanders-Laas in der Kapuzinerstraße 10 in Schlanders und an der Abendkasse ab 19 Uhr.


Bildungsausschuss Mals

Kastelbell/ Tschars

TarscH

LatscH

Martell

Goldrain

Schlanders

/Bildungszug/ 25

Kortsch

Laas

Vinschgerwind 8-14

Stilfs

Prad

Schluderns

Glurns

Mals

Bildungsausschüsse Vinschgau

Graun

17.04.14

Bildungsausschuss Latsch

KULTURTAGE 2014 humorvoll, lehrreich, musikalisch, provokant Donnerstag, 1. Mai, ab 11.00 Uhr, Festbetrieb am Dorfplatz, Aufstellen des Maibaums ab 14 Uhr Ostermontag, 21.04.2014, 09.00 Uhr Thema: Messe am Ostermontag, musikalische Gestaltung „Missa solemnis in C-Dur Krönungsmesse KV 337“ W.A. Mozart Autor: Projektchor Marienberg mit Solisten&Orchester, Leitung Marian Polin und Lukas Punter Ort: Mals, Pfarrkirche Information: Keine Anmeldung notwendig, kein Eintritt - freiwillige Spende Ostermontag, 21.04.2014, 19.30 Uhr Thema: Osterkonzert - „Missa solemnis in C-Dur Krönungsmesse KV 317“ W.A. Mozart Autor: Projektchor Marienberg mit Solisten&Orchester, Leitung Marian Polin und Lukas Punter Ort: Kloster Marienberg, Stiftskirche Information: Keine Anmeldung notwendig, kein Eintritt - freiwillige Spende Mittwoch, 23.04.2014, 20.00 Uhr Thema: „Leidenschaftlich einseitig“ Kabarettistische Lesung Autor: Robert Asam Ort: Laatsch, Gasthof Lamm Information: Eintritt 5 E - Anmeldung erforderlich Karten erhältlich im Informationsbüro Mals Montag, 28.04.2014, 20.00 Uhr Thema: „Freiheit in wundersamen Welten“ oder: „Vom Geheimnis das glücklich macht.“ Ein Märchen für Erwachsene Autor: Margret Bergmann begleitet von Heidi Pixner an der Harfe Ort: Mals, Cafe Fritz Information: Eintritt 5 E - Anmeldung erforderlich Karten erhältlich im Informationsbüro Mals

1. Mai und es geht urgemütlich in den Sommer Die letzten Wintergeister werden mit der Goaßl außigschnöllt. Auf dem Latscher Dorfplatz zieht pralles Leben ein. Fröhliches, klingendes Treiben beginnt mit dem Aufstellen des Maibaums, mit der Volkstanzgruppe Burgstall und ihrer Tanzlmusi, der Nauderer Schupfamusi und den vielen Jungbürgern, die sich unter Anleitung eine Maienpfeife schnitzen können. Die Latscher Vereine bieten Spezialitäten wie Maienbutter und Zuckergondel an. Kuchen, Krapfen, Kiechl stehen bereit. An den Spielständen oder mit dem traditionellen Quiz kann man stattliche Preise gewinnen. Freitag, 2. Mai, ab 16.00 Uhr, Festhalle

Bolivien schaut nach Latsch Eine junge Latscherin hat in der bolivianischen Stadt Cochabamba Armut, aber auch eine farbenfrohe lebensbejahende Kultur kennen gelernt. Nun kommen junge Bolivianer zum Gegenbesuch nach Latsch. Sie wollen unsere Kultur und Lebensweise erfahren. Sie sind neugierig auf unsere Musik und unsere Tänze, möchten aber auch ihre Tänze vorführen. Sich kennenlernen, gemeinsam kochen, spielen und Spaß haben ist der Kern des Bolivien-Festls in der Festhalle.

Foto: Franz Josef Grassl

Bildungsausschuss Schlanders

Lesung mit

Barbara Aschenwald

Geistliches Konzert

„UBI CARITAS“ mit dem Vokalensemble SUVENDES Leitung: Martina Wienchol Samstag, 26.04.2014 Pfarrkirche Schlanders 20.30 Uhr

(Publikumspreis Franz-TumlerLiteraturpreis 2013)

am Mittwoch, 23. April Bibliothek Schlandersburg Schlanders

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

Eintritt: Freiwillige Spende

Yoga für alle mit Marianella Bertagnolli ab Dienstag, 29.04.2014 bis 10.06.2014 Termin: 20.00 bis 21.00 Uhr 7 Treffen Turnraum Lebenshilfe Schlanders Info und Anmeldung: Ba Schlanders – 333 9763752 ba.schlanders@rolmail.net

Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf


26 /Jugend/

Vinschgerwind 8-14

JuZe Freiraum Schlanders Ö Fr. 18.04.14 + Sa. 10.04.14 Bonsai Aktion Ö Sa. 19.14.14 ab 19.00 Uhr Discoparty für Mittelschüler Jugendtreff LA:MA Laas Ö von 22.04.14 bis 28.04.14 – Urlaub Ö Mi. 29.04.14 um 16.30 Uhr Radeltour Phönix Schluderns Ö Do. 17.04.14 ab 17.00 Uhr Übernachtung im Jugendtreff Revoluzer Taufers Ö Mi. 23.014.14 – Sa. 26.04.14 72h ohne Kompromiss Citytreff Glurns Ö Do. 17.04.14 ab 17.00 Uhr Übernachtung im Jugendtreff Revoluzer Taufers JuZe Naturns Ö Sa. 26.04. 11.00 – 15.00 Uhr 4 Girls Only – Mädchentreff Kosmo Plaus Ö vom 21.04.14 bis 25.04.14 geschlossen Ö Mo. 28.04.14 ab 15.00 Uhr Billardturnier Jugendtreff Reschen Ö Do. 24.04.14 ab 18 Uhr Mädchenabend: BRASILIEN (Cocktail) + Just Dance (Wii) Ö Sa. 26.04.14 Besuch Theaterstück in Langtaufers, davor: brasilianisch essen, Anmeldung + Infos bei Jutta Jugendtreff „Juze“ Hoad: Ö Sa. 19.04.14 ab 19.00 Uhr Wii again + Fingerfood Ö Fr. 18.04.14 ab 16.00 Uhr Osterküche Ö Di. 29.04.14 ab 16.30 Uhr Hot Dog Day Ö Sa. 26.04.14 Fahrt nach München, Info und Anmeldung unter +39 329 33 33 361 CHILL HOUSE STILFS Ö Fr. 18.04.14 und Sa.19.04.14 Treff geschlossen Ö Sa. 26.04. ab 17.00 Uhr Tischtennisturnier Jugendtreff „All In“ Kastelbell Tschars Ö Fr. 17.04.14 ab 15.00 Uhr Pimp My JuZe @ Jugendhaus Tschars Ö Mi. 23.04.14 ab 15.00 Uhr Calcetto Turnierl @ Jugendtreff Kastelbell Ö Mi. 30.04.14 Anmeldeschluss Airsofttag Jugendtreff „Time Out“ Schnals Ö Sa.19.04.14 ab 16.00 Uhr Ostereiersuche im Treff und ACHTUNG Anmeldeschluss für die Münchenfahrt Ö Sa 26.04.14 Fahrt nach MÜNCHEN Jugendcafé „Chillout“ Latsch Ö Fr. 18.04.14 18.00 – 21.00 Uhr Filmabend Ö Sa. 19.04.14 9.00 – 12.00 Uhr Bonsaiaktion auf dem Lacuspaltz Ö Mi. 23.04.14 ab 15.00 Uhr FIFA Turnier mit Jojo Ö Von 12.04 – 2.05.14 öffnen die Ausschussmitglieder Infos unter www.Jugendtreff.bz/ chillout Jugendtreff Eyrs Ö Geschlossen bis 4.05.14 Die Ausschussmitglieder öffnen Jugendtreff Tschengls Ö Geschlossen bis 8.04.14 Die Ausschussmitglieder öffnen Jugendtreff Tarsch Ö Sa. 24.04.14 ab 18.00 – 22.00 Uhr Öffnungszeiten Jugendtreff

17.04.14

Am Samstag, den 22. März 2014 organisierten wir, die Mädels vom Juze Freiraum, gemeinsam mit unserer Jugendarbeiterin Kathi, eine Pyjamaparty für Mädchen. Es fing um 17.00 Uhr an. Am Anfang kamen 3 Kosmetikerinnen zu uns ins Juze, gemeinsam stellten wir Kosmetikartikel aus Naturprodukten her. Wir machten zum Beispiel eine Gesichtsmaske aus Avocado, Gurken, Tomaten oder Bananen. Das Mandelpeeling sorgte für einen strahlenden Teint und eine Handmassage durfte natürlich nicht fehlen. Wir bekamen tolle Tipps und feine Haut – wie ein „Babypopo“. :o) Wir behandelten uns gegenseitig, dabei haben wir sehr viel gelacht und es hat riesen Spaß gemacht. Nachdem wir unsere Haut verwöhnt hatten, bereitete wir alles für unser Abendessen her. Wir kochten Schnitzel mit Kartoffelsalat und Tomatensalat. Zum Nachtisch gab es einen leckeren Pudding. Während die anderen kochten und den Tisch gedeckt haben, richteten die restlichen Mädchen unseren Schlafplatz her. Nach dem Essen schauten wir einen lustigen Film namens „Harte Jungs“, dazu gab es Popkorn und Chips. Anschließend zockten

wir Wii bis in die späte Nacht. Einige gingen auch schon ins Bett. Um 04.30 Uhr gingen auch die letzten von uns ins Bett. Dann war es auch schon bald Zeit zum Aufstehen, am Morgen gingen wir zum Bäcker, um frische Gipfelen für unser Frühstück zu besorgen. Wir deckten den Tisch mit Brot, Marmeladen, Nutella und frischen Erdbeeren. Unserer netten Betreuerin, Kathi, bastelten wir ein „Männchen aus Erdbeeren“, als Dankeschön für die tolle Pyjamaparty. Nach dem Aufräumen spielten wir noch eine Runde Aktivity. Müde, aber voller Freude auf die nächste Pyjamaparty gingen wir alle nach Hause. P.S. Verfasserinnen: Samira Iiellici & Greta Folie :o)

Am 22. März trafen wir uns am frühen Nachmittag bei der Glurnser Turnhalle mit fünf Freerunnern des Teams Flying Art. Beim Freerunning steht die Bewegung im Mittelpunkt. Dabei bewegt man seinen Körper kreativ und man bezieht dabei seine Umgebung mit ein. In unserem Fall hieß das, dass die Jugendlichen lernen durften, wie man zum Beispiel schnell und mit fließenden Bewegungen über Springböcken läuft. Insgesamt 13

Buben aus Glurns, Schluderns Mals und Burgeis waren schon gespannt darauf, was sie in den 2 Stunden mit dem Flying Art Team erwartete. Anfangs starteten wir mit einfachen Aufwärmübungen. Dann wurden zwei Gruppen gebildet, unterteilt in Fortgeschrittene und Anfänger. Auf Matten und Springböcken wurden dann die ersten Übungen ausprobiert. An einem sehr intensiven und lehrreichen Nachmittag durften alle die verschiedensten Übungen und Techniken ausprobieren und beherrschten bereits Übungen wie einen Frontflip, oder Backflip, die eine große Körperbeherrschung voraussetzten. Finanziert und organisiert wurde der Workshop vom Amt für Jugendarbeit. Wir möchten uns auch beim Team Flying Art bedanken, die uns mit viel Begeisterung und Einsatz das Freerunning zeigten.

Emmausgang Eine Besinnung der besonderen Art bietet das Jugendteam der Seelsorgeeinheit von Laas am Ostermontag. Beim Emmausgang, der auf dem Parkplatz der OVEG in Eyrs um 6.00 Uhr in der Früh startet und im Kultursaal mit einem gemeinsamen Frühstück endet, wird an die Emmausgeschichte gedacht, bei der zwei Jünger nach dem Tode Jesu ganz in ihrer Trauer gefangen nach Emmaus wandern. Dabei werden sie unterwegs von Jesu begleitet werden, den sie erst erkenne, als er beim gemeinsamen Essen zu Hause das Brot bricht.

Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene: Du lernst die Basics oder kannst dich an neuen Tricks versuchen und an deiner Technik feilen. Für Jugendliche der Jahrgänge 1999 – 2002 Termine: 30.04.14, 07.05.14, 14.05.14, 21.05.14, 28.05.14, 04.06.14 immer von 15.30 – 17.00 Uhr auf dem Funpark Kostenbeitrag: € 25,00 Anmeldeschluss: 23.04.14 Weitere Infos und Anmeldung im JuZe.


17.04.14

Vinschgerwind 8-14

/Jugend/ 27

Schluderns/Kortsch

Schlanders

Schülerinnen kochen im Altenheim

ArtCafé 2.0

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Foto: Magdalena Dietl Sapelza

n der Küche des Altenheimes von Schluderns sind regelmäßig Praktikantinnen der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung in Kortsch beschäftigt. „Ihr könntet ja in größeren Gruppen öfters im Altenheim kochen“, regte die Direktorin Sibille Tschenett an. Gesagt, getan und „Kochen im Altenheim“ war im Rahmen des Projektes „Jung trifft Alt“ war geboren. Dreimal im März (immer am Mittwoch) Die schülerinnen der Fachschule für Hauswirtschaft Korschritt jeweils eine Schüle- tsch kochen und servieren im Schludernser Altenheim rinnen-Gruppe zur Tat (zweimal wertvollen Tipps. Alte Menschen sollen viel Service-Gruppen mit Fachlehrerin Christine trinken (mindestens eineinhalb Liter am Gufler und einmal die Ernährungsgruppe Tag). Sie sollen zu viel Süßes vermeiden, mit Fachlehrerin Susanne Federspiel). Die nicht zu viele Rohprodukte essen (mehr jungen Frauen kochten, dekorierten den Gedünstetes), dosiert würzen und vieles Speisesaal, deckten auf und servierten den mehr. Wichtig ist eine angenehme und ruSeniorinnen und Senioren das Essen. Sie hige Essatmosphäre. Das Projekt wurde am brachten Unbeschwertheit und AbwechsSamstag, den 28. März im Kulturhaus von lung in den Alltag der Heimbewohner. Die Schluderns in feierlichem Rahmen abgeErnährungsgruppe stellte auch die Broschlossen. (mds) schüre „Ernähren im Alter“ zusammen mit

Naturns/Vinschgerwind

Foto: Erwin Bernhart

Besuch beim Vinschgerwind

Viele Fragen hatten die SchülerInnen der Klasse 2 A der Mittelschule Naturns an den Vinschgerwind

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ie Klasse 2 A der Mittelschule Naturns besuchte Anfang April mit den Lehrerinnen Karoline Kuppelwieser und Anita Baur die Redaktion des Vinschgerwindes, um sich vor Ort einen Einblick in die Entstehung einer Zeitung zu verschaffen. Der Chefredakteur Erwin Bernhart erklärte den Schülerinnen und Schülern anschaulich die vielen Arbeitsschritte, die es braucht, damit pünktlich alle zwei Wochen der Vinschgerwind aus den Briefkästen geholt wer-

den kann. Auch die einzelnen Mitarbeiter/ Mitarbeiterinnen standen für Fragen zur Verfügung, dabei machte vor allem das Retuschieren, Manipulieren und Verändern des frisch geschossenen Klassenfotos den Schülerinnen und Schülern viel Spaß! Die Klassensprecherin der 2 A bedankte sich zum Abschluss ganz herzlich für die Führung durch die Redaktion und dann ging es wieder mit dem Vinschger Zug zurück nach Naturns.

nter dem Motto „Kunst und Kultur” startet ab Freitag, 18. April wieder das Projekt Art Café im Jugendzentrum Freiraum Schlanders . In einer lockeren Atmosphäre wird dem Besucher die Möglichkeit geboten, auftretende Künstler nicht nur zu bewundern, sondern auch mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Ab dem 18. April ist das Art Café dann jeden zweiten Freitag im Monat bis Ende Mai wiederum Treffpunkt verschiedenster Künstler und Musiker aus Südtirol und dem italienischen Raum. Den Anfang machen am 18. April ab 20.30 Uhr die Musiker KVSU e ODD mit ihrer Live-Performance „Tempi Moderni“, welche von Charlie Chaplins „Moderne Zeiten“ inspiriert wurde. Das originelle Künstlerduo KVSU produziert mit elektronischen Alltagsgegenständen eigenständig ihren SYNTH. ODD ist ein vielseitiger Künstler,dessen Werke man nicht nur auf dem Computer, sondern auch auf Leinwänden bewundern kann. Am 2. Mai bekommt das Art Café Besuch von Bolnican, einem jungen surrealistischen Künstler aus Rovereto. Begleitet wird er von seinem Landsmann Bbeta und seiner Auswahl an Chillout-Music. Weiter geht es am 16.Mai mit Jazzmusik. An diesem Abend wird das Amon und Kundalini Project, bestehend aus zwei langjährigen Produzenten, musikalisch unterhalten sowie wird Vj Frak seine Videowerke präsentieren. Außerdem stellen die Marmorschüler aus Laas ihre Werke aus. Das Schlusslicht bilden am 30. Mai Luciano Civettini und Patrick Strobl. Der eine ein bekannter Künstler aus Trient, der andere eine lokale Berühmtheit aus dem Vinschgau.


28 /Kultur/

Vinschgerwind 8-14

17.04.14

Präfiguration Südtiroler Politiker? So etwa könnten die nackten Gestalten auf dem Titelbild gedeutet werden. Nach den Enthüllungen der peinlich hohen Gehälter und Pensionsansprüche reißt man den Politikern, also den Volksvertretern, die Kleider vom Leib. Bisher hochgelobt wegen seriöser Amtsführung, stehen sie nun da, verloren und hilflos in ihrer Nacktheit, geschützt nur von schnell improvisierten Masken. Das Schwarzweißfoto des jungen dänischen Fotografen Albert Grøndahl wurde als Titelbild zum Thema DAS FREMDE gewählt und es steht auch am Ende des in Berlin erscheinenden Magazins. Dazwischen gibt es noch viel mehr Nacktes, immer hervorragendes Fotomaterial und 30 auch italienische Textbeiträge auf 120 Seiten.

39NULL ist ein neues Medium und wird vor allem von in Berlin lebenden Landsleuten geschrieben und gestaltet. Thematisch breit gestreut, sehr international, lässt es endlich durchatmen. Dazwischen - gewissermaßen zur Erholung - eine „Vinschgerische Plauderunterhaltung“ mit Mundartspezialitäten, liebevoll gesammelt und erklärt von Christian Zelger. Der Beitrag „Lo spaesato“ des Südtiroler Senators Francesco Palermo - er ist zuständig unter anderem für den Schutz von Minderheiten im Europarat - zwingt uns Deutschsprachige dazu, wieder einmal einen italienischen Text zu lesen und mit Sorgfalt zu studieren. Auch das ist eine Präfiguration. Es geht also von Anregung zu Anregung, von Land zu


17.04.14

Land, wobei ich beim Titelbild bleiben möchte. Der dänische Fotograf hat seine Modelle irgendwo in einem sandigen Föhrenwald, zwischen Spree und Skagerrak, fotografiert und ließ sie die Kleider ablegen - aus welchem Grund auch immer. Für mich ergeben sich daraus eine Reihe von historische „Überlegungen“, in denen Nacktheit eine religiöse Qualität darstellt. Als „Adamiten“ wurden bereits im frühen Christentum und dann in der Reformation mehrere christliche Gruppierungen bezeichnet, die angeblich den Zustand der Nacktheit wiederherstellen wollten, wie er bei Adam und Eva vor dem Sündenfall herrschte. Etwas von diesem Geiste vermitteln die Nacktbilder des Dänen, wobei das Ganze auch an Golgatha denken lässt, an Christus und die gekreuzigten Schacher. Oder an ein Picknick als letztes Abendmahl. Immer wieder haben Künstler diese Zusammenhänge aufgedeckt, gedeutet, auf die Gegenwart bezogen. Schmerzlich, provozierend und auch erlösend. Zu den gewagtesten Darstellungen mit religiösem Hintergrund gehören die Kreuzigungen des belgischen Künstlers Fèlicien Rops (1833-19989), der unter anderen Provokationen auch eine nackte Frau als Gekreuzigte dargestellt hat. Als „vorausdeutende Darstellung“ wird der Begriff Präfiguration verwendet, in der Theologie ebenso wie bei der Deutung von Kunstwerken, in denen etwas Zukünftiges anklingt. Der dänische Fotograf hat sicher-

Titel- und Schlussbild des dänischen Fotografen Albert Grøndal in der neuen Zeitschrift zum Thema

DAS FREMDE Nr. 2 Winter 2014 www.39NULL.com Reich illustriert, über 30 Beiträge, 20x26cm, 124 Seiten, Preis 13 €

Der Vinschger Wind 8-14

/Kultur/ 29

lich nicht an die ärgerlichen Pakteleien der Südtiroler Politikerkaste gedacht; er hat aber ein Bild geschossen, als hätte er Ähnliches erfahren oder geahnt. Weil sich diese Situation überall ergibt, ergeben kann, auch im kleinen Kreis, im kleinen Verein. Überall Amtskleider, Uniformen, Masken. Überall „Fremde“. Zur Zeit denken wir mit besonderer Sorge an die Krim, an die Ukraine, an das Baltikum, an die maskierten Nicht-Russen, die völkerrechtlich „nackt“ agieren, weil sie keine Hoheitszeichen erkennen lassen. Das Titelbild von 39NULL ist eine Präfiguration, eine vorausdeutende Darstellung für Menschen, die sich fremd geworden sind, die verzweifelt nach Nähe suchen. Die sich quälen, beschuldigen, anklagen. Ein Vorbild könnte der heilige Sebastian sein, der mit Pfeilen durchschossene Märtyrer. Er ist auch eine in Tirol sehr häufig dargestellte nackte, schöne Männergestalt. Neben Christus am Kreuz und dem linken und rechten Schächer gehören diese Gestalten zu den wenigen erlaubten Aktdarstellungen. Nackt, das ist für viele Christen nur erlaubt im Zusammenhang mit Martyrium. Nur als solches bewirkt es Erlösung und Auferstehung … ein Ostergedanke vielleicht… jedenfalls eine anregende Präfiguration. Hans Wielander


30 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 8-14

17.04.14

Schlanders

Töll/Partschins/Rabland

Teufelinnen in Chanel

Mit offene Antennen

ie warten auf den Beginn der Pressekonferenz, um über die Verfilmung ihres Lebens zu sprechen. Sie tratschen über abscheuliche Taten in ihrer Vergangenheit, über Partys

ir mahnen, wir wachen, wir bringen uns ein, in der Bauberatung, im Ensembelschutz, in die Baukommission“, sagte die Obfrau des Heimatpflegevereines von Partschins Hanni Laimer. Die Jahresvollversammlung fand kürzlich im restaurierten und vom Fischereiverein Meran genutzten und denkmalgeschützten Bahnhof auf der Töll statt. „Es ist für uns eine Ehre, dass der Heimatpflegeverein Partschins zu uns kommt“, hieß der Präsident des Fischereivereines Meran Ernst Egger die Heimatpfleger willkommen. Man wolle den gewachsenen Lebensraum weitergeben, sagte Laimer in ihrem Rückblick. Dank gebühre den Generationen vor uns. Große Veränderungen vor allem im Bausektor habe es Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre gegeben. „Wie eine Dampfwalze ist man über unsere Gemeinde drübergefahren“, sagte Laimer. Da galt es Widerstand zu leisten,

bei Stalin, über Handküsse von Mao, über Schuhe, Makronen, Cola und schusssichere BHs… Den drei entthronten Diktatoren-Gattinnen Imelda Marcos (Philippinen), Margot Honecker (DDR) und Leila Ben-Ali (Tunesien) hat Theresia Walser die komische, bitterböse Komödie „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“ gewidmet. Es ist Walsers fünftes Stück, das im Nationaltheater Mannheim uraufgeführt worden ist. Kürzlich war das Ensemble im Kulturhaus von Schlanders zu Gast. Einst als Ikonen der Gesellschaft gefeiert, werden die drei Damen nun gemieden. Frustriert überbieten sie sich gegenseitig mit Monstrositäten. Die drei TeufelInnen in Chanel geraten in einem Zicken-Krieg immer mehr aneinander - sprachlich stark, mit dialogbetonten Untertönen. Der Übersetzer heizt den Kampf zwischen den Frauen an, indem er falsch übersetzt und Aussagen weglässt. Zum Schluss lässt er die Urne mit Erich Honeckers Asche zu Boden fallen. Eine Demütigung. Und der „Staub der Geschichte“ wirbelt über die Bühne. (mds)

Foto: Erwin Bernhart

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Der Vorstand des Heimatpflegevereines von Partschins: „Unsere Antennen sind offen.“ im positiven Sinne. BM Albert Gögele konnte über den aktuell erarbeiteten Vorschlag des Ensembleschutzplanes berichten. 24 Ensembles habe man in der Gemeinde ausgemacht, auch als Kompromisse zwischen Gemeinde und Eigentümer. Denn der örtliche Bauernbund sehe den Ensembleschutz eher als Schaden an. In der anschließenden Podiumsdiskussion junger Partschinser, an der Miriam Haller, Schönweger Stefan, Bettina Rinner, Johanna Kripp und Tobias Nischler teilgenommen haben, sind durchaus auch kontroverse Standpunkte vor allem zum

Ensembleschutz herausgekommen. Einig war man sich in der Wichtigkeit der Heimatpflege. Der Künstler Friedrich Gurschler mahnte eindringlich die Wichtigkeit der Heimatpflege an. Einen kleinen Markt für Kräuter und Sträucher wolle man heuer veranstalten, einen Vortrag über die Via Claudia Augusta von Korad Laimer stehe auf dem Programm und beim Projekt „Kolch und Wasser“ wolle man in Form einer Erinnerungskultur mitarbeiten, blickte Hanni Laimer nach vorn. Und man wolle die Antennen weiterhin offen halten. (eb)

Marienberg

Das Kriegsgetöse in der Presse Luis Benedikter und Pepi Feichtinger: „Bruder Wilram war ein dröhnender und blutiger Verseschmied“

Foto: Erwin Bernhart

Fotos: Christian Kleiner

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epi Feichtinger und Luis Benedikter führten bei der Klausurtagung des Freundeskreises Marienberg in eine aus heutiger Sicht sonderbare Welt ein: Wie haben bekannte Presseleute, wie es Sebastian Rieger alias Reimmichl oder Bruder Wilram waren, den Tirolern den „großen Krieg“, den 1. Weltkrieg, schmackhaft gemacht. Der aktuelle Anlass dazu: Vor 100 Jahren ist Europa in den wohl folgenreichsten Krieg gestürzt.

Alle Glaubensgemeinschaften in Österreich und Deutschland bejahten den Krieg, im damaligen Tirol wurden dafür sämtliche Register gezogen, mit „patriotischer Schmierseife“, welche 1915 auch von Kaiser Franz Josef dahingehend unterstützt wurde, dass er die gesamte Monarchie dem hl. Herz Jesu geweiht hat. Mit diesem „politischen Katholizismus“ wurde das brave Tiroler Volk für den Krieg begeistert, in den „gerechten und heili-

gen“ Krieg getrieben. Es gehe, so Reimmichl im „Bötl“, dem meistgelesenen Medium in Tirol“ um Besitz, Freiheit und Religion. Während Feichtinger kommentierte, las Benedikter mit sonorer und pointierter Stimme Originalzitate. Den Fundus hatte Feichtinger im Buch „Kämpfen für das Heiligste“ (Raetia Verlag) zusammengetragen. Kopfschüttelnd, entsetzt, erstaunt und teilweise auch amüsiert folgten die Mitglieder des Freundeskreises den Ausführungen. Viele sind wiederum der Einladung von Freundeskreis-Präsident Andreas Folie zur traditionellen Klausur ins Kloster Marienberg gefolgt, welche mit der Vesper und anschließend mit einem gemütlichen Beisammensein abgeschlossen wurde. Abt Markus Spanier zeigte die neue Chorkapelle und sperrte für die Freundeskreis-Mitglieder den frisch restaurierten Weinkeller auf. (eb)


17.04.14

Vinschgerwind 8-14

/Sonderthema/ 31


32 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 8-14

17.04.14

Pfunds

Schlanders

Immaterielles Kulturerbe

Vielfach ausgezeichnete Bücher

rstaunliches bringt oft der Blick zu unseren Nachbarn in Nordtirol. In Pfunds hat die Dorfgemeinschaft kürzlich gefeiert: Die Heilig-Grab-Bruderschaft Pfunds feierte am vorvergangenen Sonntag die Aufnahme zum UNESCO Kulturerbe. In Predigten oder Ansprachen haben die Promotoren den langen Weg beschrieben, der zu gehen war, damit die Bruderschaft in das Verzeichnis der UNESCO aufgenommen wurde. Der Laaser Wilfried Stimpfl war am Sonntag vor einer Woche in Pfunds und hat an der Feier teilgenommen. Dem Vinschgerwind hat Stimpfl die Fotos zur Verfügung gestellt. Im Bild nach dem Festgottesdienst an der Kirchentür: BM Gerhard Witting, Dekan Franz Hinterholzner, der Abt von Stams German Erd, verdeckt der Bruderschaftsmeister Bernd Thöni, die Volkskundlerin Petra

Foto: Angelika Ploner

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Unter den vielfach augezeichneten und preisgekrönten Büchern findet sich auch jenes von Björn Bicker, letztjähriger Franz-TumlerLiteraturpreisträger

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ie 110 preisgekrönten Buchtitel liegen im oberen Stockwerk der Mittelpunktsbibliothek Schlandersburg auf – unübersehbar - und begleitet von einer langen Liste von Literaturpreisen. Auch der letztjährige Gewinner des

Franz-Tumler Literaturpreises Björn Bicker ist mit seinem Buch „Was wir erben“ vertreten, daneben Alice Munro, die 2013 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde, die Siegmund-Freud-Preisträgerin Angelika Neuwirth mit

„Arabistin“ oder Therezia Moros Roman „Das Ungeheuer“, 2013 ausgezeichnet mit dem deutschen Buchpreis. Vier Autoren, die stellvertretend für die bereits erwähnten 110 ausgezeichneten Autorinnen und Autoren erwähnt seien. Romane, Gedichte, Sachbücher: Die Buchausstellung „Vielfach ausgezeichnet“ ist vielfältig, führt Werke, die den Fokus auf Sprachkunst, Wissen, Werte oder Unterhaltung legen. Alle ausgezeichneten Bücher wurden bereits im Jänner im Waltherhaus in Bozen bei den „Bücherwelten“ gezeigt, nun ist die Ausstellung nach Schlanders gewandert. Noch bis Ende April darf in den Büchern in der Mittelpunktsbibliothek geblättert werden, die meisten führt die Bibliothek selbst und können entliehen werden, auf Wunsch werden sie auch angekauft. (ap)

Theater Schleis

Jugendsünden kommen ans Licht

Streng, und in der zweiten Reihe, der Landtagsvizepräsident Anton Mattle und der Hauptbetreiber Inspektor Robert Klien, der zwei Jahre forschte, um die notwendigen Unterlagen bereitstellen zu können. Übrigens: Im Jahre 2011 wurde bei einer Gedenkfeier an das 500-jährige Bestehen der Bruderschaft gedacht.

as Schleiser Dorftheater hat viele Fans. Wenn ein Stück angekündigt ist, sind innerhalb kürzester Zeit die Aufführungen ausverkauft. Das war auch dieses Mal so. Bereits nach der Premiere wurde eine Zusatzaufführung bekannt gegeben. Der Schwank „Zwei Herren spielen Dame“ von Wilfried Reinehr dreht sich um die Jugendsünden des Bäckermeisters Emil (Peter Abarth) und des Unterwäsche-Verkäufers Thaddäus (Max Eller). Beide sind mit den Folgen ihres amurösen Abenteuers in Riccione konfrontiert. Eine junge Dame Silvia (Nadja Abart) will ihren Vater kennenlernen. Im bunten Geschehen auf der Bühne mischen Emils übereifrige Schwester (Priska Schenk) mit, genauso wie deren Verehrer, der Beamte Otto (Florian Waldner), deren Neffe Wolfi (Markus Eller) und der Vertreter Robert (Richard Hirschberger). Die einfältige Traudl (Judith Ab-

oben: Judth Abart und Markus Eller; rechts: Nadia Abart, Max Eller und Priska Schenk

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

Fotos: Wilfried Stimpfl

Bis zum 19. April 2014 - bis zur Osternacht - ist das Heilig-Grab in der Pfarrkirche von Pfunds zu sehen

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art) belebt das Stück mit ihren erfrischenden Auftritten. Ein langes turbulentes Versteckspiel mit Verkleidung beginnt. Schlussendlich löst Silvias Mutter Maria (Anja Haller) das

Rätsel um die Vaterschaft auf. Regie führen Peter Abarth und Max Eller. (mds) Zusatzaufführung: Donnerstag, den 24. April um 20.00 Uhr im Sparkassensaal in Schleis


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Laatsch

Mesner baut sich Kapelle im Hausgarten

roler Sopransolistin und Stimmbildnerin Klara Sattler dirigierte ihren Männerchor und erfreute durch ein berührendes Solo. Eine Abordnung der Glurnser Schützen in Tracht und mit Fahne war bunter Teil des würdigen Rahmens. Andächtig und gerührt läutete Schöpf zum ersten Mal die Glocke. „Di Glogg dorf

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ahrelang hatte der ehemalige Mesner der Pfarrkirche St. Luzius, Wolfgang Schöpf, seine Freizeit in den Bau seiner eigenen Kapelle im Garten investiert und sich damit einen Traum erfüllt. „Unser Vater träumt nicht nur, sondern er lebt seine Träume“, betonten seine Töchter. Die vielen Gäste, die sich zur Segnung der kleinen Kapelle in Laatsch eingefunden hatten, waren vom schmucken Bauwerk angetan. Entstanden ist ein detailgetreues MiniaturKunstwerk mit Glockenturm und Glocke, mit Altar und Kirchenbänken, das Schöpf zu seinem fünfzigsten Geburtstag einweihen konnte. Zur Segnung der Kapelle waren namhafte Gäste gekommen. Der ehemalige Kooperator von Mals und jetzige Privatsekretär des Bischofs Ivo Muser, Markus Moling, segnete die Kapelle und weihte sie der Hl. Familie. Die bekannte Südti-

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

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Zivildien� beim Weißen Kreuz, eine coole Sache! Interessiert? Dann ruf uns an: 0471 444 382 oder 800 110911 oder schreib uns: zivildienst@wk-cb.bz.it Wir freuen uns auf Dich!

ma ersch nochn Segnan läutn“, erklärt Schöpf. Das habe ihm Moling eingangs erklärt. Wie es sich zu einer Einweihung gehört, gab es anschließend für alle Gäste ein weltliches Fest mit Musik und Gesang im Laatscher Vereinshaus. Sattler jodelte, ihr Chor sang Lieder und Schöpf trug einige seiner

links: der ehemaligen Mesner Wolfgang Schöpf und die Sopranistin Klara Sattler strahlen vom Dach der Kapelle; rechts: Markus Moling weiht das kleine Gotteshaus ein, umrahmt von Sattlers Männerchor bekannten „Raps“ vor. Die humorvollen und sozialkritischen Sprechgesänge kreiert und speichert er in seinem Kopf während der Arbeit in der Firma HOPPE. Von nun an wird Schöpf bei jedem Patrozinium ein Fest feiern. Und das Schönste für ihn ist: Er kann wieder Mesner sein. (mds)


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Naturns

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ote Rosen im Schaufenster der Bibliothek von Naturns wiesen auf den Tag der Frau hin, der hier am achten März besonders feierlich begangen wurde. Mit der fünften Veranstaltung: „Von Frau zu Frau“ handelte es sich um ein kleines Jubiläum, das in einem buntgemischten Programm besonders verdeutlicht wurde. Die Bibliotheksleiterin Gaby Hofer konnte an die zweihundert Frauen aller Altersstufen begrüßen und feststellen, dass sich die Zahl der Interessierten in den fünf Jahren beinahe verdoppelt hatte. Mit dem literarischen Teil wurde der Abend eröffnet. Dazu las Donatella Gigli amüsante und nachdenkliche Textauszüge über Nymphen und elfenhafte Wesen. Annemarie Gluderer vom Kräuterschlössl Goldrain führte die Frauen auf den Boden der Wirklichkeit zurück und referierte über den Anbau von

Foto: Manuela Trenkwalder

Am Tag der Frau

Bibliotheksleiterin Gabi Hofer

Kräutern und deren fachgerechte Behandlung, sowie über spezielle Frauen- und Männerkräuter. Die anwesenden Frauen waren angetan von der Klangschalenmeditation, die von Bettina Christanell geboten wurde. Durch die Jungunternehmerinnen Marianne Frühauf und Nadia Micheli wurden die Frauen ermuntert, eigene Träume und Ideen zu verwirklichen. Sie präsentierten ihre außergewöhnlichen Geschäftsideen „olle Tog“, Planentaschen und Häkelkäppis aus den Alpen. Die junge Designerin Barbara Pföstl brachte maßgeschneiderte Modestücke und ließ sie von fünf Damen unter großem Beifall vorführen. Für perfektes Makeup und passende Frisuren waren Kathrin Fliri und Petras Salon zuständig. Gabriella Schrötter unterstrich durch ihre Bauchtanzeinlagen die Körperlichkeit

und Anmut der Frau. Auch die Meisterfotografin verdeutlichte durch die Fotoausstellung „Von Frau zu Frau“, dass jede Frau auf ihre Weise einzigartig und schön ist. Auch Manuela Trenkwalder stellte sich mit ihrer Kamera zur Verfügung, um einzelne Frauen oder Frauen in beliebiger Gruppe zu fotografieren Sommeliere Monika Unterthurner erzählte heuer vom Wein der Sorte Riesling, der dann beim abschließenden Büffet neben unterschiedlichen Teesorten verkostet werden konnte. Der zwölfjährigen Sängerin und Gitarristin Rosa Schaller und ihrer Mutter Monika oblag die musikalische Umrahmung. Und jede Frau freute sich über die Kosmetikproben, die die Firma Hanny zum Mitnehmen bereitgestellt hatte. So ist der Bibliothek auch heuer ein unterhaltsamer und genussvoller Abend gelungen.

Stilfs/Prad BEZIRKSGEMEINSCHAFT VINSCHGAU

Biologischer Gartenbau Latsch Gemüse- und Kräuterpflanzen aus kontrolliert biologischem Anbau Während der Pflanzzeit vom Sa. 26.04.14 bis zum Sa. 24.05.2014 haben wir länger für Sie offen: Mo. bis Fr. von 09.00 - 12.00 und von 13.00 - 18.00 Uhr Sa. von 09.00 - 12.00 Uhr Wir sind mit unseren Gemüse- und Kräuterpflanzen am 23.04.2014 auf dem Georgimarkt und am 03.05.2014 auf dem Glurnser Laubenmarkt vertreten.

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tilfser Werkstätten“ nennt sich eine Initiative des Bildungsausschusses Stilfs unter der Federführung von Roland Angerer, welche die Vermittlung alter Handwerkskunst zum Inhalt hat. In Zusammenarbeit mit der GWR-Spondinig werden dafür entsprechende Kurse angeboten. Ein Web-kurs wird derzeit schon das zweite Mal in Stilfs abgehalten und ein Grundkurs zum Erlernen des Eindeckens von Schindeldächern wurde kürzlich abgeschlossen. In der Werkstatt und in Zusammenarbeit Kursteilnehmer unter der Leitung von Sepp Patscheider (links) beim Fertigstellen eines Prototyps

Bezirksgemeinschaft Vinschgau ARD Biologischer Gartenbau Latsch Feuchtgasse 2, 39021 Latsch Tel. 0473 622 206

Foto: Ludwig Fabi

Bund Alternativer Anbauer

Handwerkskunst neu vermittelt mit der Fa. Lechner Holzbau vermittelte Sepp Patscheider an vier Nachmittagen die verschiedenen Techniken des Schindeldach-Deckens an einem praktischen Beispiel. Holzschindeldächer erleben seit einigen Jahrzehnten wieder eine Renaissance und können auf vielfältige Weise z.B. für Wegkreuze, Gartenlauben, Holzhütten, Stadeldächer und Kunstwerke aus Holz eingesetzt werden. Aufgrund des großen Interesses wird dieser Kurs im kommenden Winter wieder neu aufgelegt. (lu)


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Laas

Blinder Bildhauer formt Marmor-Auge D

In der Werkstatt der Marmorschule in Laas v.l.: der MeisterSchüler Armando Casagrande, der Fachlehrer Andreas Riedl, der blinde Bildhauer aus Bologna Felice Tagliaferri und die Direktorin Virginia Tanzer Die Skulpturen des Künstlers sind zu betrachten unter: www.chiesadellarte.it

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

er blinde Bildhauer Felice Tagliaferri aus Bologna schafft trotz seines Handycaps wunderschöne Skulturen aus Stein und Marmor. Er bringt die Vorstellungen seiner inneren Welt nach außen. Und das mit Erfolg. Mittlerweile ist er italienweit ein bekannter Künstler. Um sich weiterzubilden, hielt er sich kürzlich eine Woche lang in der Marmorfachschule in Laas auf. Dort beschäftigte er sich hauptsächlich mit dem Punktieren. Es handelt sich dabei um eine Übertragungstechnik zum Kopieren von Steinbildhauerarbeiten. Diese ermöglicht es, die vorgegebene Form detailgetreu nachzuformen. Tagliaferri hat ein Auge als Vorlage gewählt und dieses eins zu eins neu erschaffen - ein Werk mit starker Symbolkraft. Unterstützt wurde Tagliaferri vom Fachlehrer Andreas Wieser und dem Schüler der Meisterklasse Armando Ca-

sagrande. „Wir haben uns etwas einfallen lassen müssen, um die vorgegebene Plastik für den blinden Künstler begreif-bar zu machen und haben die Punkte mit Zahnstochern markiert“, erklärt Riedl. Dem Künstler Tagliaferri eröffnet sich durch das Punktieren eine neue Möglich-

pr-info Gasthof Weingart

Foto: Angelika Ploner

Erfolgreicher Neustart Zahlreiche Gäste feierten zusammen mit den neuen Betreibern den Neustart des Gasthof Weingart

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eit dem 4. April sind die Türen im Gasthof Weingart in Vetzan wieder offen. Die neuen Betreiber Susi, Vladi und Meinrad feierten mit zahlreichen Gästen, die gekommen waren und stießen auf einen erfolgreichen Neustart an. Festlich wurde das Weingart eröffnet: Den kirchlichen Segen erteilte Kapuzinerpater Theodosius Caratsch, die Schlanderser Jagdhornbläser „St. Hubertus“ begleiteten die Feier musikalisch. Die Vetzaner sind froh über die Neueröffnung: Nachdem der Gasthof einige Monate geschlossen war, fehlte ein - für das Dorfleben - wichtiger Mittel- und Treffpunkt. Seit der Neueröffnung unterstützen die Vetzaner das neue Leben und sind fleißige Gäste. Susi, Vladi und Meinrad freuen sich über die gute Resonanz. Wichtig ist den beiden ein guter und herzlicher Kontakt mit den Gästen – Jung und Alt – aus Vetzan und Umgebung, denn davon lebt der Gasthof Weingart. Die Öffnungszeiten: jeden Tag von 7:30 Uhr bis 23 Uhr, am Dienstag ist Ruhetag.

keit der Gestaltung. Tagliaferri kennt die bunte Welt in seiner Erinnerung und schöpft daraus. Er ist im Alter von 14 Jahren nach einer Krankheit erblindet. Das hat ihn jedoch nicht davon abgehalten, neben seiner Arbeit als Telefonist künstlerisch tätig zu werden. Bekannt wurden er

und seine Werke nach einer Studie des Bildhauers Nicola Zamboni. Dieser verglich die künstlerische Arbeit von Sehenden mit jener der Blinden. Entscheidend ist die Vorstellungskraft und das Gespür. Tagliaferri hat beides. Der beste Beweis sind seine Skulpturen. (mds)


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Schlanders

Bildungsdialog auf Augenhöhe hilipp Achammer, der junge Landesrat für Bildung, Kultur und Integration kam pünktlich mit seinem Chauffeur ins Oberschulzentrum nach Schlanders, um zwei Stunden einen Bildungsdialog auf Augenhöhe zu führen. Es war die fünfte von insgesamt zehn Veranstaltungen dieser Art. Annelies Pichler, die Moderatorin, ein Mitarbeiter, welcher den Computer bediente und bei der Diskussion eifrig mitschrieb, sowie der Schulamtsleiter Peter Höllrigl waren bereits in der Aula. Es war ein sonniger Freitagnachmittag, trotzdem kamen rund 70 bis 80 Personen, viele Lehrkräfte, fast alle Vinschger Schuldirektoren, Vertreter der Gemeinden, einige Eltern und sogar ein paar Oberschüler. Es war eine Veranstaltung im neuen politischen Stil. Achammer betonte in seiner kurzen Einführung, dass nichts von oben entschieden werden sollte, Schule

muss gemeinsam mit allen Beteiligten gedacht und gestaltet werden. Er hoffe auf wertschätzende Gespräche, die Schulautonomie sei wichtig. Ziel sei es, für Südtirol die primäre Zuständigkeit im Bildungsbereich zu erhalten. Die angestrebten Reformen müssten partizipativ erarbeitet werden, so wie es im Koalitionsabkommen stehe. Anschließend setzte sich Achammer seitlich an einen Tisch, so dass er das Publikum im Auge hatte, aber auch die projizierten Texte sehen konnte. Er hörte zwei Stunden aufmerksam zu, machte sich Notizen und nickte den Gesprächspartnern wohlwollend zu. Zwanzig Minuten wurden die Stärken der Südtiroler Schulen besprochen, anschließend jeweils eine halbe Stunde die Herausforderungen und die ersten notwendigen Schritte. Viele Schulen, sowie einzelne Lehrpersonen und Elternvertreter hatten ihre Anlie-

Graun/St. Valentin/Reschen

Der junge Landesrat Achammer, mit weißem Hemd und ohne Krawatte und Annelies Pichler, die sehr geschickt die Nachmittagsveranstaltung moderierte

Foto: Heinrich Zoderer

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gen dem Landesrat bereits vorab schriftlich mitgeteilt. Die zentralen Punkte daraus wurden an die Leinwand projiziert und bildeten so den Einstieg in die Diskussion. Viele Stärken der Schule wurden hervorgehoben: die Wichtigkeit der Bergschulen, die Mitbestimmungsgremien, Projektwochen, die duale Ausbildung, die Vernetzung und Öffnung der Schulen. Ganz konkrete Herausforderungen wurden angesprochen: der Teamunterricht, der Schulkalender, die Mensaaufsicht, die Bürokratie, die Anerkennung von Musik und Sport, die Klassen-

größe, die Schülerbeförderung, Integration und Inklusion, der Leistungsdruck und die Hausaufgaben. Eine Lehrperson und ein Elternvertreter lobten den Landesrat für diese Veranstaltung. Am Ende dankte Achammer allen Anwesenden für ihre sachlichen und konstruktiven Beiträge, drückte den Lehrpersonen seine Wertschätzung aus und sagte zum Schluss: „Viele Fragen kann ich im Moment noch nicht beantworten, aber der Bildungsdialog geht weiter.“ Es war ein guter Start, es klang ehrlich und überzeugend. (hzg)

Schnals

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ürzlich (07.04.) wurde in den Mohrenstuben in Reschen der langjährige Sponsorenvertrag zwischen dem Tourismusverein Reschenpass und der Raiffeisenkasse Obervinschgau erneuert. Für die Raiffeisenkasse setzte zum ersten Mal Neodirektor Markus Moriggl seine Unterschrift unter den einjährigen Vertrag. Die Raiffeisenkasse ist der wichtigste Partner der Oberländer Tourismusbetriebe. Moriggl nahm die Gelegenheit war und stellte das Raiffeisenprojekt „WiFree Zone – Gratis surfen in Südtirol“ vor. Er empfahl, in

v.l.: Martina Thöni, Geschäftsführer Ulrich Stampfer, Raika-Direktor Markus Moriggl, Präsident Karl Gapp, Agnes Hohenegger Dilitz

möglichst vielen Häusern und auf öffentlichen Plätzen diesen kostenfreien Internetzugang zu installieren. Geschäftsführer Ulrich Stampfer hingegen berichtete über den Stand des Biketrail-Projektes, welches mit Hilfe der 5 Bergbahnen verwirklicht werden soll. Der Trend des Freeridens bzw. Singletrailfahrens wächst stetig, vergleichbar mit dem Freeski im Winter. Die Ferienregion Reschenpass hätte mit ihrer Gegend, ihrem Gelände und ihrer Infrastruktur eine optimale und exklusive Voraussetzung für diesen nachhaltigen Trendsport. (aw)

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schaft werden. So geht es jedenfalls Anna Eberhöfer aus Karthaus. Sie hat die Liebe zur Fuchsie, einer artenreichen Gattung aus der Familie der Nachtkerzengewächse gepackt. Mit ihrer netten Blütenform, die an schmal geschnittene Glockenröcke erinnert, ist sie auf vielen Balkonen zu finden ist. Fast 100 Pflanzen von ca. 50-60 verschiedenen Sorten nennt die begeisterte Gärtnerin ihr Eigentum. Tendenz steigend, denn nachdem sie die „Fuchsienfreunde in Südtirol“ kennengelernt hat, mit denen sie sich austauscht und an gemeinsamen Gartenbesuchen teilnimmt, ist Ihr Interesse noch mehr geweckt. Ihr nächstes Projekt heißt winterharte Fuchsien auf 1.300 m.ü.M. anzupflanzen. „Am Ritten wachsen sie bereits. Also sollte es doch auch in Karthaus klappen.“ erzählt sie optimistisch.

Foto: Elke Wasmund

Foto: Andreas Waldner

Tourismusverein Reschenpass Liebe zu Fuchsien erneuert Sponsorvertrag lumen können zur Leiden-

Fuchsienpracht (Foto: Maria Schweigkofler) Bisher ist sie im Vinschgau die einzige „Fuchsia“, würde sich aber über einen Austausch mit gleichgesinnten Blumenliebhabern freuen. (ew) Kontakt: +339 7521739


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/Sonderthema/ 37

Vinschgerwind

Sonderthema Sanieren

von Angelika Ploner

Sanieren lohnt sich Das Sanieren von alten Gebäuden nimmt bei Vinschger Architekten und Handwerkern einen großen Aufgabenbereich ein. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern und hat vor allem damit zu tun, dass Land und Staat Sanierungen mit Steuerabzügen von bis zu 65 Prozent fördern und schmackhaft machen. Allerdings hinken Altbausanierungen den energetischen Sanierungen hinterher. von Angelika Ploner

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uf satte 205.000 Kubikmeter wird die veraltete Bausubstanz allein zwischen Laas und Graun geschätzt. Eine stolze Zahl, an der sich das Potential im Bereich

Sanieren im Vinschgau erahnen lässt. Potential, das noch nicht ausgeschöpft ist, obwohl Sanierungen – Altbausanierungen und energetische Sanierungen – bereits jetzt größtenteils die Auftragsbücher von Architekten und Handwerkern füllen. Und

auch in Zukunft füllen werden. Denn das Interesse ist ungebrochen. Angekurbelt auch durch eine Reihe von Fördermaßnahmen. Deshalb nimmt die energetische Sanierung einen deutlich höheren Stellenwert bei den Vinschger Handwerkern ein, als

es die Altbausanierung tut. Andreas Nagl, der Bezirksobmann der Handwerker Untervinschgau sieht in der Altbausanierung und der Sanierung alter Dorfkerne allerdings großes Zukunftspotential für die Vinschger Handwerker. 


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Beispiele erfolgreicher Sanierungen und Revitalisierungen gibt es im Vinschgau mehrere: v.l.n.r. Haus Brenner, Dorfplatz Prad am Stilfserjoch, Haus Lampacher, Dorfplatz in Latsch, die Fürstenburg und Haus Wallnöfer in der Silbergasse in Glurns.

 Die Handwerker seien fachmännisch jedenfalls dafür gerüstet, sind Erhard Joos (Bezirksobmann der Handwerker Obervinschgau) und Nagl überzeugt. Auch die Vinschger Architekten stehen der Altbausanierung und energetischen Sanierung offen gegenüber. Iwan Zanzotti und Klaus Marsoner, zwei junge Vinschger Architekten sagten in einem Vinschgerwind-Interview: „Am Ende ist eine Sanierung authentischer.“ Eine Sanierung lebe

von innen heraus und sei von außen auf Anhieb oft nicht als erfolgreiche Sanierung auszumachen. Bauherren allerdings – so zeigt es die Erfahrung – identifizieren sich am Ende mehr mit einem sanierten Gebäude als einem neu gebauten. In der Vergangenheit haben Vinschger Architekten mit Sanierungen schon öfter aufhorchen lassen: 2010 ging der Preis für energieeffiziente Altbausanierung – vergeben vom Land – gleich zwei Mal in den Vinschgau. Der Glur-

nser Architekt Jürgen Wallnöfer gewann mit seinem Wohnhaus in der Silbergasse in Glurns, Christian Kapeller, Architekt in Schlanders hingegen mit dem Stockerhof in Laatsch. Beide Projekte wurden von der Jury hoch gelobt: „Architektur, Denkmalschutz und Energieeinsparung sind vorbildlich aufeinander abgestimmt und gewähren die hohe Qualität und Nachhaltigkeit der Sanierung.“ Und: „Der Schutz der historischen Substanz, die architektonische Gestaltung und die Energieeffizienz stehen sich nicht im Weg.“ Doch auch abseits von preisgekrönter Architektur gibt es genügend hervorragende Beispiele für vorbildhafte Sanierungen: Die alte Pfarre von Tabland etwa, bei der Altes und Neues vom Architektenduo Stephan Marx und Elke Ladurner auf beeindruckende Weise verbunden wurde. Werner Tscholls Revitalisierungen der Fürstenburg oder von Schloss Sigmundskron stehen für sich und sorgten für internationales Architekturinte-

resse. Zum Vinschgerwind meinte Tscholl einmal: „Wenn ich saniere, dann lass ich das Alte so wie ich es vorfinde....Bauten, auch wenn es Revitalisierungen sind oder Sanierungen müssen immer eine neue Komponente

Wenn ich saniere, dann lass ich das Alte so wie ich es vorfinde.... von Werner Tscholl

erhalten. Marmelade kann man einwecken, aber Bauten kann man nicht einwecken.“ Sanierung lohnt sich – auch Dank üppiger Förderungen. Aus verschiedenen Fördertöpfen – Steuerabzügen – können jene, die sanieren, schöpfen. Da gibt es einmal 50 Prozent Steuerabzug für außerordentliche Instandhaltungen, Sanierungen, Umbau und Wiedergewinnungsarbeiten von Wohnungen und Wohngebäuden. Bis Ende


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dieses Jahres können 50 Prozent der Investitionskosten von der Einkommenssteuer abgezogen werden. Der Austausch von Fenstern, der Einbau einer Heizanlage, aber auch Möbel und energieeffiziente Elektrogeräte, die für die sanierte Wohnung bestimmt sind, fallen in diesen Fördertopf, um nur einige Beispiele zu machen. 30 Prozent Beitrag für energiesparende Maßnahmen – Wärmedämmung oder Austausch von Fenstern etwa – vergibt hingegen das Land unabhängig vom Einkommen. Die dritte Förderung sieht 65 Prozent Steuerabzug für energe-

tische Sanierungsmaßnahmen vor. Ein Beispiel: Für eine Gesamtsanierung beläuft sich der abzugsfähige Höchstbetrag auf 100.000 Euro, die auf zehn Jahre aufgeteilt und jeweils von der Einkommenssteuer abgezogen werden können. Doch unabhängig von den Förderungen bringt eine Sanierung immer auch eine energetische Optimierung, eine Senkung des Energieverbrauchs vor allem des Heizverbrauchs und viel Wohnqualität und Wohnkomfort mit sich. Beginnen sollte jede Gebäudesanierung mit einer fundierten Bestandsanaly-

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/Sonderthema/ 39

se von einem unabhängigen Fachmann. Alle Bauteile wie Außenwand, Fenster, Dach, Kellerdecke bzw. Bodenplatte, bestehende Wärmebrücken sowie die Heizungsanlage werden erfasst und analysiert. Am häufigsten fragen sich Bürger, ob sich eine energetische Sanierung der Gebäudehülle oder der Heizanlage überhaupt auszahlt, sagt Paolo Orrú von der Energieberatungsstelle Vinschgau. Und: Welcher Wohnkomfort erreicht wird, welche Dämmmaterialien und Dämmstärken sinnvoll sind oder welche Förderungen und Bonusse es gibt. Die Zahl der

kostenlosen Bauberatungen, sagt Paolo Orrù nimmt seit fünf Jahren stetig zu. Die Kosten einer Sanierung sind in der Tat ein großes Thema unter den Bauherren. Die Sorge ist, dass eine Sanierung ein Fass ohne Boden wird. Umso wichtiger ist die erwähnte fundierte Bestandsanalyse vor einer Sanierung. Und doch können Überraschungen bei einer Sanierung nicht ausgeschlossen werden. Am Ende ist eine Sanierung in jedem Fall lohnend. Das zeigt auch das wachsende Interesse am Thema Altbau- und energetische Sanierungen. 

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Vinschgerwind von Angelika Ploner I Quelle: www.ebiketestsieger.com

Fahrrad & sanfte Mobiliät

E-Bike ist nicht gleich E-Bike E Vorderradantrieb (Nabenmotor im Vorderrad). E-Bikes mit Vorderantrieb sind sozusagen der Einstieg in die Pedelec-Klasse. Zu den

Vorteilen eines Frontnabenmotors zählen die Einfachheit des Aufbaus sowie die gute Gewichtsverteilung, besonders wenn man den Motor mit einer Batterie am Rahmen oder Gepäckträger kombiniert. Ein weiteres Argument für den Vorderradantrieb ist die Verteilung der Arbeitskräfte: Muskelkraft hinten, motorische Unterstützung vorne. Man könnte also behaupten, dass man es mit einem regelrechten Allradantrieb zu tun hat. Gerade in Kurven zeigt der Frontantrieb fahrtechnische Vorteile. Nabenmotoren im Vorderrad haben darüber hinaus den grundsätzlichen Vorteil, dass sie meist relativ preisgünstig sind, weshalb diese Antriebsart besonders bei E-Bikes

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E-Bikes einem normalen Fahrrad möglichst nahe kommt, so sollte man ein E-Bike mit Mittelmotor wählen, denn E-Bikes mit einem Motor in der Mitte kommen aufgrund ihres zentralen Schwerpunktes vom Fahrgefühl her einem normalen Fahrrad immer noch am nächsten. Personen, denen der sportliche Aspekt besonders wichtig ist, sollten Experten ein E-Bike mit einem Heck- bzw. Hinterradantrieb wählen. Nachstehend eine Übersicht und die E-Bike Motoren im Vergleich:

foto: centurion.de

-Bikes erfreuen sich zunehmend größerer Beliebtheit. Doch E-Bike ist nicht gleich E-Bike. Bei E-Bikes bzw. Pedelecs kann zwischen drei verschiedenen Motorpositionen unterschieden werden: Vorn, mittig oder hinten am Rad. Beim Kauf eines E-Bikes sollte man beachten, dass die Position des Motors unmittelbaren Einfluss auf die Fahreigenschaften hat. Deshalb sollte man sich vor dem Kauf eines E-Bikes genau überlegen, zu welchem Zweck man das E-Bike eigentlich nutzen will – z.B. als simples Fortbewegungsmittel oder für sportliche Touren in den Bergen. Wenn man besonderen Wert darauf legt, dass das Fahrverhalten eines

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aus niedrigeren Preisklassen häufig anzutreffen ist. E-Bike-Frontmotoren lassen sich einfach nachrüsten und können mit jeder Art von Gangschaltung als auch mit einer Rücktrittbremse kombiniert werden. Die Nachteile am E-Bike-Vorderradantrieb: Bei rutschigem Untergrund oder beim Anfahren am Berg kann das Rad schneller durchdrehen als bei einem Mittel- oder Heckantrieb. Deshalb ist ein Vorderradantrieb gerade im Gebirge oder in hügeligen Gegenden nicht die beste Wahl. Hinterradantrieb (Nabenmotor im Hinterrad). Wer es sportlich mag, liegt bei E-Bikes mit Heck- bzw. Hinterradantrieb sicherlich richtig, da sich diese durch eine besonders gute Griffigkeit beim Fahren und durch ein hervorragendes Fahrverhalten auch auf rutschigem Untergrund auszeichnen. Ein Nabenmotor im Hinterrad ist als Nachrüstsatz übrigens einfach einzubauen. Die Nachteile am E-Bike-Hinterradantrieb: Wenn der Heckantrieb mit einer Batterie im Bereich des Gepäckträgers kombiniert wird, kann die Anfälligkeit des Hinterrads für eventuelle Reifenschäden steigen. Auch die Belastung von Speichen und Felge ist dann recht hoch. Der Einbau einer Rücktrittbremse ist in Kombination mit einem Hinterradantrieb nur schwer zu realisieren. Außerdem muss bei einem Radwechsel die Verkabelung gelöst werden.

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Foto: www.ebnervisual.com

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E-Bikes erfreuen sich in Südtirol immer größerer Beliebtheit. Experten erwarten sich in den nächsten fünf Jahren einen regelrechten Boom

Mittelmotor (Mittelmotor im Bereich des Tretlagers). Laut Experten bietet der Mittelmotor die meisten Vorteile und dürfte auch langfristig das größte Potenzial haben. Bei E-Bikes mit Mittelmotor ist das Fahrgefühl noch am ehesten mit dem eines normalen Fahrrads vergleichbar, was auf die mittige Gewichtsverteilung zurückzuführen ist. Aufgrund des niedrigen Schwerpunkts bieten E-Bikes mit Mittelmotor darüber hinaus ein ausgesprochen sicheres Fahrgefühl. Da das Hauptgewicht bei diesem E-Bike-Typ zentral und somit bei gefederten Rahmen innerhalb des gefederten Bereichs liegt, profitieren die Fahrer von einem besonders hohen Fahrkomfort. Ein großer Vorteil am Mittelmotor bzw. Tretlagerantrieb ist auch, dass die Kabel bei

einer Reifenpanne nicht gelöst werden müssen. Der Mittelmotor selbst ist darüber hinaus aufgrund seiner kompakten Anordnung und der kurzen Kabel weit weniger störanfällig als ein Vorder- oder Hinterradantrieb. Aufgrund der Möglichkeit herunterzuschalten, gelten E-Bikes mit Mittelmotor auch als ausgesprochen bergtauglich. Ein weiteres Argument pro Mittelmotoren sind die hohe Effizienz und der, im Vergleich zu Nabenmotoren, niedrigere Stromverbrauch. Die Nachteile am E-Bike-Mittelantrieb: E-Bikes mit Mittelrahmen brauchen meist einen Spezialrahmen und sind deshalb nicht bzw. nur sehr schwer nachrüstbar. In der Regel kann bei E Bikes mit Mittelantrieb auch keine Rücktrittsbremse eingebaut werden.

pr-info Gassl Nachtbar Prad

Sushi, Soul und coole Drinks Dort wo normalerweise die Cocktail Mixer den Rhythmus vorgeben wurden am 16. März die Messer gewetzt. Das Team von der Gassl Nachtbar in Prad und die Alpensushi Crew luden zu einem einzigartigen Abend und verwandelten das Gassl in eine exklusives Sushi Restaurant. Die Alpensushi Crew – die die Restaurants Momo in Meran und Bamboo, Shiro und Bento in Bozen betreibt – begeisterte die Gäste mit ihren raffinierten Sushi-Kreationen. Für den richtigen Groove, im bis auf den letzten Platz gefüllten Gassl, sorgte DJ Lini mit musikalischen Soul-Leckerbissen, die bei den Gästen runter gingen wie Öl. Runter wie Öl gingen auch die coolen Drinks und prickelnden Cocktails, die das Gassl-Team kredenzte. Am Ende des Abends blieb somit nur noch ein Wunsch offen: Der nächste “Sushi & Soul”-Abend möge so bald wie möglich stattfinden. Wer diesen Termin nicht verpassen will, schaut einfach unter www.facebook.com/gassl.nachtbar

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Vinschgerwind: Herr Stecher, vorab eine persönliche Frage: Wie oft schwingen Sie sich selbst aufs Rad? Frowin Stecher: Ich selbst fahre wettkampfmäßig Rad, das heißt ich schwinge mich mindestens vier bis fünf Mal in der Woche durchschnittlich jeweils zwei Stunden aufs Rad. Bike ist nicht gleich Bike: Worauf muss man beim Kauf eines Fahrrades achten? Man muss sich vor dem Kauf eines Fahrrades über die eigenen Ansprüche im Klaren sein. Will ich ein Komfortrad, das zwischen 400 und 900 E kostet oder will ich die sportliche Variante, wo wir zwischen 1.000 und 1.600 E sind oder will ich mich im Supersportbereich bewegen, wo wir bei 1.800 E starten. Das Zweite, das es zu entscheiden gilt, ist: Fully oder Hardtail. Fully heißt hinten und vorne gefedert, Hardtail nur vorne gefedert. Das ist ungefähr so, wie wenn ich mich bei einem Motorradkauf zwischen einer Cross- und eine Straßenmaschine entscheiden muss.

Was ist das richtige Fahrrad für Freizeitsportler, was für Profis? Der Rahmen macht beim Fahrrad den Unterschied. Freizeitsportler brauchen eine geradere Sitzposition, Profis hingegen eine sehr gestreckte Sitzposition, um eine optimale Kraftübertragung zu haben.

Foto: Angelika Ploner

„Die richtige Sitzposition ist das Wichtigste“

Kundenservice nach dem Kauf: Was ist wichtig? Worauf Frowin Stecher, Sport Tenne, Mals muss ich als Kunde achten? Das Um und Auf ist, dass das Rad beim Fachhändler gekauft wird. Der Es gibt keine Ausstattung, auf die nicht Fachhändler muss hinter dem Produkt verzichtet werden darf. Die Ausstattung stehen und das Produkt kennen, dementmuss ganz einfach dem Bedarf angepasst sprechend gut ist die Beratung. Außerdem werden: Körpergewicht und Einsatz sind muss der Kunde darauf achten, einen hier entscheidend. Deshalb muss die AusAnsprechpartner vor Ort zu haben, zum stattung dem Bedarf entsprechen. Beispiel bei dringenden Reparaturen. Ein Tipp für Mountainbike-Einsteiger. Auf was darf man bei der Ausstattung Mountainbike-Einsteiger sollten Räder leinicht verzichten? hen und testen, das ist ein großer Vorteil.


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Restaurant Weisses Rössl

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Bierkeller

Was ist ein Hardtail, was ist ein Fully, was ein Tourer? Ein Hardtail ist ein vorne gefedertes Rad (Vorteil bergauf), ein Fully ist vorne und hinten gefedert (Vorteil bergab ) und ein Tourer ist ein Trekkingrad (Vorteil Radwege). Dann gibt es noch die Roadbikes, die Rennräder und nicht zu vergessen die E-Bikes. Mountainbike-Rahmen: Carbon oder Alu? Meine persönliche Meinung ist, nur des Gewichts wegen braucht man keinen Carbonrahmen wählen. Der entscheidende Unterschied liegt in der Steifigkeit des CarbonRahmens und dem dementsprechend hohen Fahrkomfort. Klickpedale: Für und Wider? Ein Für ist in jedem Fall die bessere Kraftübertragung. Auf eine Stunde gerechnet, das haben wir getestet, ist man mit Klickpedalen 5 Minuten schneller. Ein weiteres Für ist die bessere Blutzirkulation, die Füße sind ausgeruhter und entspannter. Wider kenne ich eigentlich nur eines: Das Risiko, dass ich es nicht schaffe, rechtzeitig auszuklicken und damit einen Sturz riskiere. Ein Tipp für den Durchschnittsfahrer sind kombinierte Pedale.

Wie finde ich die richtige Sitzposition? Die richtige Sitzposition ist das Wichtigste beim Radfahren. Das beste Rad nützt gar nichts, wenn die Sitzposition nicht stimmt. Hier werden auch die meisten Fehler gemacht. Da liegt es eindeutig an den Händlern, sich Zeit zu nehmen und den Kunden genau auszumessen, um dann die optimale Sitzposition zu finden. Saisonstart: Was muss beim Bike unbedingt gecheckt werden? Zum Grundcheck gehört die Kontrolle der Bremsen, der Luft und des Reifenzustands, der Gangschaltung, der Federgabel, der Kette- und Kettenblätter, des Tretlagers und der Verschraubungen am Rad. Was sollte man vor jeder Fahrradtour überprüfen? Werkzeugtool und Reserveschlauch: Beides muss unbedingt mitgeführt werden. Überprüft werden sollte auch die Bekleidung und die Verpflegung. Bleiben wir bei der Verpflegung. Kraft für die Biketour: Wie soll man das Essen und das Trinken bei einer Biketour einteilen, damit kein Leistungseinbruch droht?

Trinken ist das Wichtigste. Eine Faustregel besagt: Jede viertel Stunde einen Schluck Wasser trinken, damit der Körper nicht dehydriert. Beim Essen gilt: Jede Stunde einen halben Powerriegel oder Energieriegel. Diese kleinen Portionen sind wichtig, um einem Leistungseinbruch und einer Heißhungerattacke vorzubeugen. Was sind typische Mountainbike-Fahrfehler? Die zwei größten Fehler sind Selbstüberschätzung und Nicht-Kenntnis des Geländes. Aber auch die falsche Reifenwahl ist ein verbreiteter Fehler. Die schönste Mountainbike-Tour im Vinschgau. Der ganze Vinschgau ist ein Geheimtipp. Ein Blick in die Zukunft. Momentan ist das der Wechsel vom 26-ZollRad auf das 27,5- oder 29-Zoll-Rad. In den nächsten 5 Jahren wird der E-Bike-Bereich boomen. Gesundheitlich beeinträchtigte Personen haben damit die Chance sich zu bewegen, zudem ist das E-Bike eine sehr umweltfreundliche Alternative zum Auto.

Interview: Angelika Ploner


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Vinschgerwind 8-14

17.04.14

Nationalpark Stilfserjoch

Amsel, Drossel, Fink und Star Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Zeno, 12. April

Singdrossel Turdus philomelos Tordo bottaccio

W

er kennt es nicht, das Kinderlied zur Vogelschar? Wer aber kennt die Vogelstimmen der vielen Sänger in der sich ständig stärker auffüllenden Gesangsarena in der morgendlichen Tagesdämmerung? Die Hähne der Singdrossel umwerben ihre Bräute schon vor Tagesanbruch mit übereifrigem Gesang. Die variantenreichen Liedstrophen dienen der Revierabgrenzung vor Nebenbuhlern und Eindringlingen. Bei Tageslicht suchen die Amsel-Weibchen trockene Grashalme mit feuchter Gartenerde zu einem haltbaren Nestboden zu verkleben. Ja und der Buchfink hat sich in sein schönstes Balzkleid geworfen, um seiner Dame zu imponieren. Die ersten Rauchschwalben fliegen durch die offene Luke in das Gebälk der Scheune und die Mönchsgrasmücke singt meisterhaft im tarnenden Versteck der SchneeballHecke. Den Frühling zeigen nicht nur die weißen Blüten der Marillen-, Kirsch- und Birnbäume, sondern für aufmerksame Ohren und Augen auch und besonders die vielen Vogelstimmen.

Stand-, Strich- und Zugvögel Laut dem Südtiroler Vogelatlas (Stand 1996) sind in Südtirol 142 Vogelarten als regelmäßige Brutvögel nachgewiesen. Ferner sind 182 Arten manchmal oder regelmäßig als Gäste im Sommer oder im Winter bzw. als Durchzügler anzutreffen. Je nachdem, ob die Vogelarten den Winter als nahrungsknappe und lebensfeindliche Jahreszeit bei uns oder in anderen Ländern verbringen oder Teilwanderzüge unternehmen, unterscheiden die Vogelkundler zwischen Stand-, Strich- und Zugvögeln. In Zeiten des Klimawandels und der Erderwärmung werden das Verhalten und die Wanderflüge zwischen Zugvögeln und Strichvögeln unscharf: Manche Zugvogelarten, die in früheren Jahren das Mittelmeer überquert haben, überwintern heute schon im sich erwärmenden Südeuropa, das auch im Winter hinreichende Insektennahrung zu bieten beginnt.

Kurz- und Langstreckenzieher Zu den Zugvögeln gehören v.a. viele Insekten fressende Arten. Den Insektenfressern fehlt im nord- und mitteleuropäischen Winter der polaren und kontinentalen Klimazonen das Nahrungsangebot der Insek-

ten. Daher suchen sie in mehr oder weniger weiten Vogelzügen die warmen Länder der südlichen Hemisphäre auf. Kurzstreckenzieher überwintern in Südeuropa oder überqueren das Mittelmeer, um sich in den nordafrikanischen Ländern diesseits der

Sahara aufzuhalten. Kurzstreckenzieher gehören im Frühjahr ob der kürzeren Zugdistanzen zu den Frühheimkehrern unter den Zugvögeln. Beispiele dafür sind etwa die Bachstelze, der Zilpzalp und der Hausrotschwanz.

Foto: Marco Valbusa

Stand-, Strich- und Zugvögel


/Nationalpark/ 45

Foto: Franco Fratini

Blaumeise – Cyanistes caeruleus – Cinciarella. Die Blaumeise ist ein Standvogel.

Vinschgerwind 8-14

Foto: Franco Benetti

17.04.14

Langstreckenzieher überwintern hingegen im Äquatorialafrika südseits der Sahara. Langstreckenzieher sind daher Spätheimkehrer. Zu ihnen gehören beispielsweise der Wendehals, der Kuckuck oder der Mauersegler.

Die Datenbank ornitho.it Renato Lardelli von der Schweizer Vogelschutzwarte in Sempach ist einer der Ideatoren der vogelkundlichen Datenbank ornitho. In diese Datenbank als soziales Netzwerk kann jeder Vogelfreund seine Feldbeobachtungen eingeben. Inzwischen ist das Daten- und Beobachtungsnetz von ornitho auf die Länder Schweiz, Öster-reich, Italien, Deutschland und in Spanien auf Katalonien ausgedehnt worden. Jedes teilnehmende Land ist für die Verortung der Beobachtungen flächendeckend in ein Gitternetz mit Planquadraten von 10 mal 10 km eingeteilt worden. In dieses grobe Beobachtungnetz ist noch ein feineres Gitternetz von 1x1 km eingelegt. Zur Prüfung der wissenschaftlichen Qualität der gemeldeten Beobachtungen ist für ornitho Italien für jede Region bzw. jede Provinz ein „Gewährsmann“ als ornithologischer Experte eingesetzt, der die wissenschaftliche Plausibilität der Daten vor deren Freigabe im Netz überprüft und validiert. Dank dieses sozialen Netzwerkes und der Mitarbeit vieler Vogel-Begeisterter sind inzwischen viele rezente Beobachtungen in Echtzeit und auch viele historische Daten in

Foto: Igino Falco

Rauchschwalbe – Hirundo rustica – Rondine. Die Rauchschwalbe ist ein Zugvogel.

Der Frühjahrszug der Mehlschwalben (Delichon urbicum) von Süd- nach Norditalien in „Echtzeit“ aus der Datenbank von ornitho.it im Zeitraum 2. – 7. April 2014 bei insgesamt 886 eingegebenen Beobachtungen.

dieser großen Datenbank verfügbar. So ist beispielsweise der Frühjahrszug der Mehlschwalben vom Süden Italiens in die Alpenregion datumsgenau ablesbar.

Der Grünspecht – Vogel des Jahres 2014 Jedes Jahr bestimmen der Deutsche Naturschutzbund und andere Naturschutzorganisationen einen Vogel des Jahres. Für das laufende Jahr 2014 wurde der Grünspecht (Picus viridis) ausgewählt. Der Grünspecht ist ein sogenannter Erdspecht: Zur Nahrungssuche hält er sich vorwiegend am Boden auf, ernährt er sich doch hauptsächlich von Ameisen und nicht von Insekten und deren Larven in Baumrinden und deren Ritzen. Zum Auflesen der Ameisen ist dem Grünspecht seine klebrige Zunge ein hervorragendes Sammelinstrument. Er kann die Zunge bis 10 Zentimeter aus dem Schnabel stülpen. Der Grünspecht bewohnt laubholzbestückte Lebensräume in tieferen Tallagen. Wegen seines nicht allzu kräftigen Schnabels kann er seine Bruthöhlen nur in Stämme von Weichholzarten wie Pappeln und Weiden meißeln. Der Grünspecht ist ein Standvogel, der europaweit verbreitet ist. Kennzeichnend für den Grünspecht sind das namengebende Federkleid am Körper und die karminrote Kopfplatte. Männchen und Weibchen unterscheiden sich durch die rote Clown-Maske am Schnabelgrund des Unterschnabels. Dieses rote Gesichtsfeld fehlt dem Weibchen.

Weibchen des Grünspechtes. Picus viridis – Picchio verde. Vogel des Jahres 2014.


Vinschgerwind 8-14

17.04.14

Der Präsident trainiert

Das Wichtigste

Trainer der Prader U 10 ist der Prader Präsident Marco Masiero. Präsident und auch selber Trainer? „In einem Sportverein braucht man viel Personal. Es herrscht allerdings Personalmangel. Somit trainiere ich auch!“

„Das Wichtigste ist nicht, auf das Resultat zu schauen, sondern probieren zu spielen“, so der Kommentar am Ende eines verlorenen Spiels von Isidor Wieser, Trainer der U 10 Mals/Gelb. (lp)

Mit Überzeugung

D

Foto: Leonardo Pellissetti

er 55-jährige Landwirt Erhard Kaserer (im Bild) war zuerst Spieler und dann 12 Jahre lang Präsident des Sportvereines ASV Goldrain Raiffeisen. Kaserer spricht über seine Erinnerungen bezüglich dieser Erfahrung, die sicher nicht leicht ist, wie die Tatsache beweist, dass es schwierig ist, Präsidenten zu finden. Ihre Erinnerungen an die Zeit an der Spitze des Vereines? Erhard Kaserer: Es ist schön gewesen, das habe ich gerne für das Dorf gemacht! Ich bin immer mit Begeisterung dabei gewesen. Gab es Schwierigkeiten? Es war nicht leicht, wie auch heute die ganzen gesetzlichen Bestimmungen im Griff zu haben. Somit ist es nicht selbsverständlich, dass einer noch Präsident ist. Einige spezielle Erinnerungen? Beim Bau der neuen Sportkabine und der Gebäude habe ich viel Zeit investiert und sogar gearbeitet. Und die Zukunft? Ich bin froh, dass Klaus Gluderer, der schon Präsident war, ein Mann mit Erfahrung, als mein Nachfolger diese Aufgabe übernommen hat. Sport ist wichtig. Ich bin persönlich interessiert, weil jetzt meine Enkelkinder Spieler sind. Es ist wichtig, dass der Sport weitergeht. Ich bereue nicht, was ich im Verein gemacht habe. Sport hat nämlich eine wichtige Bedeutung für unsere Jugend. Interview: Leonardo Pellissetti

VSS Fußballer am Start Bei der Rückrunde des VSS-Fußball Bezirkes Vinschgau spielen fast 900 Kinder Fußball. Zwischen dem 30. April und dem 2. Juni werden die Pokalspiele stattfinden. Am 2. Juni wird das Finale in Glurns stattfinden. Fotos: Leonardo Pellissetti

Altpräsident Erhard Kaserer

Fotos: Leonardo Pellissetti

46 /Sport/

Zwei der 8 U-10 Mannschaften in Goldrain v. l. SpG ASV Laas/Eyrs/Tschengels mit Trainer Oskar Köllemann und ASV Prad III mit Trainer Marco Masiero

von Leonardo Pellissetti

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ie Rückrunde der VSS Fußball Meisterschaft ist am 29. März gestartet. Wie der VSS-Obmann Karl Schuster, für den Fußball im Vinschgau zuständig, berichtet sind 61 Vinschger Mannschaften involviert, die fast 900 Kinder betreffen. In Detail handelt es sich um 22 Mannschaften der U-8 und 24 U-10. U-11 (mit 5 Vinschger Mannschaften), U-12 (6 Vinschger Mannschaften) und U-13 (4 Vinschger Mannschaften) spielen in verschiedenen Südtiroler Kreisen mit je 10 Mannschaften.

Bild von U-8 Pokal-Prämierung 2013 in Kortsch

Die Pokalspiele um die Trophäe der Bezirksgemeinschaft Vinschgau werden am 30. April starten. Voriges Jahr wurden die Endspiele in der Sportzone Schlums von Kastelbell abgehalten. Heuer werden die Halbfinalspiele der U-10 und die Endspiele der U-11, U-10, U-12 und U-13 am 2. Juni (Nationalfeiertag) in Glurns stattfinden. Auf eigenen Wunsch wurde das schöne Städtchen als Austragungsort der Veranstaltung ausgewählt, weil heuer das 50 Jahre Bestehen des dortigen Sportvereines gefeiert wird. Die ganze Organisation des VSS Fußball wird seit 35 Jahren von Karl Schuster geleitet. Er nutzt die wichtige Hilfe von Margit Gurschler, hilfsbereite Sekretärin in der Bezirksgemeinschaft. Dass die Bezirksgemeinschaft dem VSS helfen kann, wurde durch einen Beschluss des damaligen Bezirkspräsidenten Sepp Noggler ermöglicht. Der

inzwischen in den Landtag gewählte Noggler ist auch dabei, bei der Finanzierung der Vinschger Mini WM zu helfen. Bei dem ersten Spieltag der VSS Rückrunde der Meisterschaft in Goldrain sowie in Glurns und Vetzan war das lebendige Interesse der von ihrem Trainer gewissenhaft betreuten jungen Fußballer und die Anwesenheit von vielen Eltern und Jungen festzustellen. Schönes Frühlingswetter und schöne Stimmung waren idealer Rahmen der Veranstaltung.

U-8 Turnier 25. April 2014 in Vetzan und Burgeis am 18. Mai 2014 in Martell und Reschen 9. Juni 2014 (Pfingstmontag) Abschlussturnier mit Preisverteilung


17.04.14

Vinschgerwind 8-14

Weitspringen in der Halle

Fotos: Michael Traut

LAC bei Lindemeeting in München

v.l.: Kuppelwieser und Lepir

S

eit 40 Jahren veranstaltet der TSV 1860 das Sportfest Werner von Linde in der olympischen Sportstätte Münchens. 38 Ausgaben hat es bisher gegeben, zwei Jahre fiel es wegen Umbauarbeiten aus. Der neu gebauten Halle blieb der Charakter als olympische Sportstätte erhalten. Vielen Vinschgern ist die Leichtathletikhalle mit dem 200m Oval und Steilkurve immer noch ein Begriff. Knapp 500 Nachwuchssportler aus dem Vinschgau durften in den letzten vier Jahrzehnten dort gelaufen, gesprungen sein und

TeilnehmerInnen an Lindemeeting 7,82 Sekunden über die Sprintdistanz holte er sich die Silbermedaille. Überraschend stark zeigte sich auch der Berufsschüler Andreas Kuppelwieser aus Plaus. Mit 5,50m verpasste er nur knapp das Finale im Weitsprung. Fabian Waldner zeigte entsprechend der Vorbereitungsphase solide Leistungen. Gut setzte sich Moritz Graf über 800m in Szene. (ah)

geworfen haben. Vielfach war es auch der erste Kontakt mit dem Ausland. Ein besonders großes Talent kommt derzeit aus Prad. Der 13 Jahre alte Mirko Lepir legte gleich bei seinem ersten Sprung in die Weite unvorstellbare 5,95m in den Sand und verpasste nach den zwei weiteren Versuchen über 5,85m und 5,71m wegen seines Starts über 60m die Finalsprünge. Mit

Naturns - Tennis

Jugendturnier des ASV Partschins er ASV Partschins Raiffeisen Tennis war vor kurzem Ausrichter des ersten Jugendturniers im Rahmen des „Raiffei-sen Circuits 2014“ des Südtiroler Landesverbandes. Es kamen knapp über 100 Teilnehmer aus allen Landesteilen und dem Trentino in die Tennishalle Naturns, wo in 8 verschiedenen Kategorien um den Turniersieg gekämpft wurde. Der erfolgreichste Verein war der TC Rungg (Girlan, Gemeinde

Eppan), welcher mit den Siegen von Sebastian Brezinski in der Kategorie U14 und U16 und Figl Maximilian gleich 3 Titel holte. Sehr erfolgreich war auch der ausrichtende Verein, der mit einem Turniersieg durch Jakob Gerstgrasser bei den U12 Buben und 3 Finalteilnahmen durch Max Gertgrasser U16, Manuel Plunger U12 und wiederum Jakob Gerstgrasser U14 erfolgreich war. (r)

Foto: „Wind“-Archiv

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/Sport/ 47

Südtiroler Herzstiftung dankt

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er zweite DYNAFIT Vinschgau Cup wurde mit dem Finale auf der Haideralm beendet. Anlässlich der Preisverteilung wurde der Südtiroler Herzstiftung ein Betrag von über 5.000 Euro überreicht, der aus einem Teil des Startgeldes der AthletInnen bei den 5 Cup-Rennen zur Verfügung gestellt wurde. Den Scheck konnten die Vertreter der Südtiroler Herzstiftung beim großen Finale auf der Haideralm entgegennehmen. Wie Herbert Alber bei seiner Dankesrede erwähnte, sind solche Veranstaltungen in erster Linie als Primärprävention anzusehen. Das, was die Südtiroler Herzstiftung jedoch als Hauptaufgabe betreibt, ist die Sekundärprävention, das heißt, wenn jemand von einem Herzproblem betroffen ist, versucht sie durch angepasste Bewegungs- und Sporttherapie ein weiteres so gut als möglich zu vermeiden. (r) Kontakt: www.herzstiftung.org


Vinschgerwind 8-14

Naturns Fußball Oberliga

Taktik gefunden

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Foto: Leonardo Pellissetti

m den Klassenerhalt zu schaffen, ist die Zeit knapp. Aber im Spiel gegen Ahrntal scheint Naturns die richtige Taktik gefunden zu haben. Starke Deckung hinten und im Mittelfeld mit Attacken von den Seiten, wo Ramiro Lago endlich seinen richtigen Platz gefunden zu haben scheint. Der Argentinier kann exakte Flanken für Elias Tappeiner oder für den spritzigen Damian Huber ausführen. (lp)

Tappeiner hat geköpfelt, der Ahrntaler Torman sieht verzweifelt den Ball im Tor landen

17.04.14

Klettern

Kletternachwuchs pilgert nach Latsch E nde März gastierte Südtirols Kletternachwuchs in Latsch, wo die beiden AVS-Sektionen Martell und Latsch interessante Kletterwochen organisierten und in der Latscher Turnhalle verschiedene Kletterevents veranstalteten. So fand eine Bouldernight statt, sowie ein Schulprogramm für Grundschüler, zudem wurden die Schullandesmeisterschaften der Mittel- und Oberschulen ausgetragen. Zum Abschluss fand am letzten Märzwochenende eine Etappe des Juniorencups im Bouldern statt. Die Vinschger Schüler zeigten bei den Landesmeisterschaften eine sehr gute Leistung und konnten einige Podestplätze

sicherte sich Moser in seiner Kategorie Silber, Schönthaler holte Bronze. Beim abschließenden Juniorencup gingen Kinder aus ganz Südtirol und dem Trentino an den Start. Am ersten Tag waren die 14 - 19-jährigen Nachwuchskletterer an der Reihe, die 14 Boulderprobleme zu durchklettern hatten. Jonas Pichler vom AVS Martell belegte dabei in der Einsteigerkategorie, welche für jene Athleten ist, die zum ersten Mal an einem Wettbewerb teilnehmen, den zweiten Platz. Einen Tag später waren die kleinsten Kletterer im Einsatz und zeigten vor den Augen ihrer Eltern ihr Können an der Kletterwand. (sam) Foto: Sarah Mitterer

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einfahren. In der Schulwertung der 2. und 3. Mittelschulklassen belegte der Schulsprengel Latsch mit Jonas Oberdörfer, Jonas Pichler und Jonas Mahlknecht den dritten Platz. Bei den Oberschülern holten sich Lukas Moser, Martin Schönthaler und Stefan Fleischmann vom Oberschulzentrum Schlanders Platz 2. In der Einzelwertung

Kleinfeldfußball

Langlaufen spielerisch vermittelt

Neuling schlägt Landesmeister

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Doppeltorschütze David Augscheller (rot-weiß)

Foto: Ludwig Fabi

ach anfänglicher Skepsis bei den Sportvereinen scheint die Einführung der Fünf-TageWoche neue Trainings- und Nachwuchsförderungen zu ermöglichen. Der Samstagvormittag bewährt sich zunehmend als optimale Trainingszeit für den Wintersport. Auch der ASV Sesvenna Volksbank hat heuer von Weihnachten bis Ende März für langlaufinteressierte Kinder ab sechs Jahren Trainingseinheiten angeboten, welche begeistert angenommen wurden. Dabei standen nicht so sehr die Wett-

kampfvorbereitung, sondern der Spaß an der Bewegung in der freien Natur und das Erlangen der Sicherheit auf den schmalen Skiern im Mittelpunkt. Der ASC Sesvenna versucht damit, seine Langlauftradition fortzusetzen und die Freude am Langlaufen von klein auf zu wecken und spielerisch zu vermitteln. Begeistert von der Trainerin Klara Angerer und der Helferin Niki nahmen die Kinder am obligaten Abschlussrennen teil und freuen sich schon auf das weiterführende Sommertraining. (lu) Klara Angerer (r. hinten) mit den begeisterten Langlaufkindern

D

ie Rückrunde beim Kleinfeldfußball der Freizeitspieler hat mit dem Spitzenspiel ASV Latsch gegen den ASV Stilfs begonnen. Die Stilfser sind amtierender Landesmeister, während die Latscher nach vielen Jahren wieder eine Mannschaft für die VSS Freizeit Kategorie Kleinfeld auf die Beine gestellt haben. Wie in der Hinrunde, behielten auch in der Rückrunde die Latscher die Oberhand. Dank Toren von Patrick Kuppelwieser und David

Foto: Sarah Mitterer

Schlinig

Augscheller (2-mal) siegten die Latscher mit 3:1. Zum Kreis West gehören neben diesen beiden Teams Laas, Laatsch, Mals, Kortsch, Real Kamasutra 1995, Schluderns, Vetzan und die Schlossgeister (Lichtenberg). Die ersten beiden Mannschaften in diesem Kreis qualifizieren sich für die Landesmeisterschaft und treten dann gegen Teams aus dem ganzen Land an im Kampf um den Titel. (sam)


Vinschgerwind 8-14

/Sport/ 49 Foto: Romana PĂśhli

17.04.14

Tennissport

Ein (noch) kleiner Stern geht am Schlanderser Tennishimmel auf D

ie kleine Janina Spieler (JG 2006) vom ATFC Schlanders spielt erst seit 2 Jahren VSS Minitennis und kann bereits jetzt groĂ&#x;e Erfolge aufweisen. Letztes Jahr hat sie sich fĂźr die Landesmeisterschaften in Deutschnofen qualifiziert und dort den 3. Platz belegt. Heuer im März hat Janina ihr erstes FIT Turnier in Brixen gespielt und dort den 1. Platz belegt. Seit kurzem ist die „groĂ&#x;e“ Kleine beim SĂźdtiroler Landeskader, wo sie bereits mehrmals in Bozen und Meran trainiert

hat. Am 29.03.2014 hatte sie ihren ersten Einsatz fĂźr den Kader beim Spiel in Verona und auch dort konnte sie ihren ersten Sieg im PIA-Cup feiern. Janina trainiert mit ihrem Trainer Presti Christian regelmäĂ&#x;ig Ăźbers ganze Jahr. 2 mal wĂśchentlich in den Wintermonaten im Tenniscamp Naturns und auf den Freiplätzen der Sportzone Schlanders sogar 3-mal wĂśchentlich. Obwohl hinter diesen Leistungen unumstritten Talent steckt, ist doch nicht zu vergessen, dass

Janina erst durch die Tennisfreude ihrer Mama Spieler Nadia (Stammspielerin des ATFC), durch die Fachkompetenz ihres Trainers und durch die UnterstĂźtzung und FĂśrderung des ATFC Schlanders diesen Weg bestreiten konnte und weiterhin kann. Ein groĂ&#x;es Bravo fĂźr unsere kleine Spielerin, weiterhin viel GlĂźck und noch so einige starke und trotzdem spaĂ&#x;ige Tennissaisonen. FĂźr den ATFC Schlanders Romana PĂśhli

Weitere Informationen und News unter www.tennis-schlanders.com

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Vinschgerwind 8-14

17.04.14

Jahrestag/Danksagungen Immer wenn wir von dir erzählen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen. Unsere Herzen halten dich gefangen, so als wärst du nie gegangen. Was bleibt, sind Liebe und Erinnerung.

In Liebe gedenken wir deiner, ganz besonders bei der hl. Messe am Ostersonntag, 20.04.2014 um 8.15 Uhr in der St. Martin Kirche in Göflan.

Dorftheater Schleis

„Zwei Herren spielen Dame“

Schwank in drei Akten von Wilfried Reinehr Ort: Sparkassensaal in Schleis Aufführungstermin: So. 20.04.14, 20.00 Uhr; Mo. 21.04.14, 20.00 Uhr; Zusatzaufführung: Do. 24.04.14, 20.00 Uhr; Reservierung: Tel. 346 624 94 18 (von 9.00 bis 20.00 Uhr)

Heimatbühne Langtaufers

„Lügen haben junge Beine“ 10. Jahrestag

Gustav Schuster Melcher Gust

*29.11.1950 † 19.04.2004 Göflan

Deine Lieben

Komödie von Ray Cooney Regie: Patrik Eller Ort: Kulturhaus von Pedross – Langtaufers Achtung: wegen des Ausfalls eines Spielers gibt die Heimatbühne Langtaufers bekannt, dass die Premiere und die weiteren Aufführungstermine verschoben werden müssen. Die neuen Termine: Premiere: Fr. 09.05.14, 20.00 Uhr; Sa. 10.05.14, 20.00 Uhr; Sa. 17.05.14, 20.00 Uhr; So. 18.05.14, 16.00 Uhr; Sa. 24.05.14, 20.00 Uhr; So. 25.05.14, 20.00 Uhr; Reservierung: Tel. 347 251 59 27 (Sylvia Klöckner)

Die Erinnerung an einen lieben Menschen ist wie das Licht eines Sterns. Man sieht es auch dann noch leuchten, wenn der Stern schon lange erloschen ist.

2. Jahrestag

Maria Elisabeth Paulmichl geb. Habicher

*19.10.1919 † 28.04.2012 Alsack

In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir deiner am Sonntag, den 27. April 2014 bei der hl. Messe um 10.30 Uhr in der Kirche von Plawenn. Allen, die daran teilnehmen ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Familie Wer im Herzen seiner Lieben lebt, ist nicht tot, sondern nur fern. Tot ist nur, wer vergessen wird.

Daniela Pinggera *08.09.1966 † 27.03.2014 Laatsch

Ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die sich mit uns verbunden fühlten und ihre Anteilnahme in so vielfältiger Weise zum Ausdruck brachten. Danke allen, die unsere Daniela auf ihrem letzten Weg begleitet haben und Sie weiterhin in lieber Erinnerung behalten. Besonders bedanken möchten wir uns für die Spenden an Sohn Dominik.

Die Trauerfamilien

Allfälliges LESBEN TELEFON 0471 976342 INFO + BERATUNG > JEDEN DO. 20–22 UHR > LESBIANLINE@CENTAURUS.ORG

Jahrestag/Danksagungen Immer wenn wir von dir erzählen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen. Unsere Herzen halten dich gefangen, so als wärst du nie gegangen. Was bleibt, sind Liebe und Erinnerung.

4. Jahrtag

Otto Stocker Plawenn

Die liebevolle Erinnerung an dich lässt dich jeden Tag in unsern Herzen weiterleben. In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders beim Gedächtnisgottesdienst am 27. April um 10.30 Uhr in Plawenn an dich. Allen, die in liebevollen Gedenken an unseren Otto daran teilnehmen, ihn im Gebet einschließen und ihn an seinem Grabe besuchen ein herzliches Vergelt’s Gott. In Liebe deine Familie


17.04.14

Vinschgerwind 8-14

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Vinschgerwind ausgabe 8-14  

Zeitung Vinschgerwind 8-14 vom 17. April 2014 Bezirk Vinschgau Südtirol - Themen - Politik, Lokales, Gesellschaft, Kultur, Sport, Fotoimpres...