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Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

Nr. 24 (241) 27.11.14 I.P. 10 Jg.

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Angezählt

Schludernser Gemeinderat contra BM Erwin Wegmann

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7ARMDURCH DEN7INTER


Seilbahnen Sulden setzen neue Maßstäbe Neue Maßstäbe setzen die Seilbahnen Sulden: Mit der hochmodernen 10er-Kabinenbahn Rosim wird das Zukunftsprojekt Skikarussell „Ortler-Ronda“ in die Tat umgesetzt. Unbegrenztes Skivergnügen mitten in der Ortlergruppe. Zusätzlich ist mit der neuen Skipiste Rosim 1 das Pistenangebot um 2,5 Kilometer erweitert worden. Mit der Erweiterung und Modernisierung des Bergrestaurantes Kanzel ist an der Bergstation außerdem ein traumhafter Treffpunkt entstanden - mit herrlichem Ausblick auf das Ortler-Dreigestirn. 13 Millionen Euro hat man in den vergangenen Monaten in Sulden investiert. Die

Einzelprojekte wurden von insgesamt 40 einheimischen Betrieben von der Planung bis zur Realisierung ausgeführt. Auch das sind neue Maßstäbe, die in Sulden zukunftsträchtig angelegt worden sind und die eine hohe Identifikation der Seilbahnen Sulden mit der Bevölkerung mit sich bringen. Neben der anspruchsvollen neu angelegten Piste Rosim 1, der Pistenbrücke mit Fußgängertunnel, der Erweiterung der Beschneiungsanlage, dem exklusiven Kanzel-Restaurant ist mit dem „Kinderland Cevedale“ mit einem Hightech-Förderband auch für die Kinder investiert worden. Mit dem rund

200 Meter langen Förderband werden die jüngsten Skifahrer bequem und sicher nach oben transportiert. Nicht von ungefähr hat das Skigebiet Sulden jüngst eine bedeutende internationale Auszeichnung erhalten: In der Studie „Best skiresort in den Alpen“, von Mountain Management Consulting in Zusammenarbeit mit der Uni Innsbruck, ist Sulden an vierter Stelle, hinter Zermatt, Serfaus-Fiss-Ladis und Arosa gereiht. In dieser Reihe rangiert Sulden als erstes Skigebiet Italiens. Die heurigen Investitionen sind ein Garant dafür, auch in Zukunft mit den Besten mithalten zu können.

Seilbahnen Sulden am Ortler Tel. 0473 613047 www.seilbahnensulden.it


27.11.14

Inhalt

Vinschgerwind 24-14

/inhalt/ 3

Kommentar Vor Weihnachten gibt es in Schluderns öfters eigenartige Situationen

Die Rede vom Landecker Wirtschaftskammer-Obmann Toni Prantauer

Seite 6

Seite 4

Schlanders: Die Gemeinde geht baden

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Bozen/Vinschgau: Andreas Fabi geht

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Schlanders/Südtirol: Bei der Süd-Tiroler Freiheit müssen Junge ran

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Prad/Vinschgau: 50 Jahre Bonifizierungskonsortium Vinschgau

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9

Prad/Vinschgau/Bormio: Zusammenwachsen in kleinen Schritten

Seite 10

Schlanders: Der Schlanderser Wellnesstempel

Seite 10

Leserbriefe und Stellungnahmen

Seite 12

Menschen: der Maskenschnitzer Harald Punter aus Planeil

Seite 17

Rabland/Töll/Partschins: Das Projekt-Finale

Seite 18

Latsch: Katastrophenhelfer für internationale Einsätze

Seite 20

Nationalpark Stilfserjoch: 40 Jahre Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde

Seite 44

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Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732196 Kathrin Gluderer: 0473 732196 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Heinrich Zoderer (hzg) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57

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von Chefredakteur Erwin Bernhart

Das Vertrauen ist futsch Die kleine Südtiroler Welt gerät aus den Fugen. Beispiel Politikerrenten: Viele Altmandatare machen gegen das von den amtierenden Mandataren beschlossene Rentengesetz vom Juli Rekurs. Die Altmandatare, darunter ein Luis Durnwalder, ein Otto Saurer, ein Hubert Frasnelli, auch eine Rosa Thaler und noch ein lange Liste wollen gerichtlich prüfen lassen, ob dieses Rentengesetz auch rechtens ist. Vor allem die SVP steht damit vor einem großen Problem: Auf der einen Seite wollte die neue Führung unter SVP-Obmann Philipp Achammer und LH Arno Kompatscher durch eine Reform der von Rosa Thaler angeschobenen Rentenreform von der Bevölkerung Vertrauen zurückgewinnen, nachdem der sog. „Rentenskandal“ eine hohe Welle der Empörung hervorgerufen hat. Vor allem jene Summen in Millionenhöhe, welche als Vorauszahlungen den Politikern überwiesen worden sind, haben völliges Unverständnis hervorgerufen. Die „neue“ SVP hat zurückgerudert und die „alte“ SVP läuft nun Sturm dagegen. Der listige Paul Köllensberger von den Grillini hat der neuen SVP-Führung nahe gelegt, sie solle doch diese Altmandatare aus der Partei ausschließen. Ein Ausschluss käme wohl einem parteiinternen Super-GAU gleich. Bei einer Krisensitzung des SVP-Präsidiums am vergangenem Montag distanzierte sich die aktuelle SVP Spitze von den rekurrierenden Altmandataren. „Wir distanzieren uns ganz entschieden von diesem Weg und weisen die in diesem Zusammenhang erhobenen Vorwürfe gegen die SVP-Führung zurück“, erklärt SVP-Obmann Philipp Achammer. Bis die kleine Südtiroler Welt - auch die Welt der SVP - wieder in ihre Fugen zurückgekehrt sein wird, wird wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Das Vertrauen ist jedenfalls futsch.


4 /politik/

Vinschgerwind 24-14

Großzügige Spende Die Garage Rinner in Latsch hat den Erlös einer Tombola der Südtiroler Krebshilfe, Bezirk Vinschgau gespendet. 1.936 Euro wurden bei der Eröffnung des Revisionszentrum übergeben.

27.11.14

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

52,6 % NEIN

Haben Sie sich vorgenommen, Ihre weihnachtlichen Einkäufe vorwiegend im Vinschgau zu tätigen? Neue Umfrage: Was halten Sie von einer Zugverbindung Mals-St.Maria-Bormio-Livigno?

47,4 % JA

Die anderen eröffnen Tunnels

Toni Prantauer und Andreas Tappeiner am Karlesjoch

T

oni Prantauer: „Wieder 1 Jahr vergangen, viel geredet – noch kein Lift ins Langtauferertal in Sicht. „Stunde Null“ stand letzte Woche in euren Zeitungen! Ausdünnung der Infrastruktur auf der anderen Seite des Karlesjoch schreitet voran, auch die Raika wird in Kürze in Graun ihre Filiale schließen. „Für die Touler (Langtauferer) stirbt damit auch ein Stück Lebensqualität“, wie ebenfalls in der Zeitung stand. Ohne Perspektiven werden weitere Institutionen den Obervinschgau verlassen, die Bevölkerung sich mehr in die Zentralräume verlagern und auch die Schließung der Geburtenstation Schlanders sollten mahnende Zeichen sein. Dass auch der Skilift in Maseben heuer still stehen soll, würde uns auf Nordtiroler Seite ebenfalls bedenklich stimmen.

In Bezirk Landeck bauen wir hingegen das Krankenhaus um 84 Mio aus, haben einen Universitätslehrgang (Start im September 2014 mit 72 Studenten!) geschaffen und sogar im Sommer die Nächtigungen wieder um 3% steigern können. Wir werden die 8 Millionen Nächtigungsmarke 2014 damit wahrscheinlich wieder erreichen. Warum hinter Nauders der touristischen Entwicklung mit der riesen Chance „dem einzigen grenzüberschreitenden Gletscherskigebiet“ nicht näher getreten wird, verstehen wir auf Nordtiroler Seite nicht. „Kunde droht mit Umsatz“ muss wohl die Angst von Bürgermeister Noggler sein, der zu unserer Verwunderung eine Studie des WIFO (HK Bozen) verweigert, welche die Auswirkungen dieser einzigartigen Skiverbindung auf das Obervinschgau aufzei-

gen soll. Es gibt ja 2015 Gemeinderatswahlen, wir aus dem Bezirk Landeck hoffen auf einen kooperativeren Kandidaten und damit einer Wende, sprich Aufnahme von konstruktiven Gesprächen über den Zusammenschluss. Der Gast bucht nach dem Kriterium Pistenkilometer, somit sollte allen Skigebieten klar sein, dass nur ein Miteinander für alle Beteiligten einen Mehrwert schafft – siehe auch am Beispiel Fiss-Serfaus-Ladis. Die Kündigung des Kartenverbundes der BB Nauders mit Schöneben ist wohl auch ein Zeichen dafür, dass eine Partnerschaft nur dann funktioniert, wenn 1 + 1 mehr ist als 2. Deshalb darf der Bezirksobmann auch die Forderung in den Raum stellen, dass in die Verhandlungen für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit in der Reschenre-

gion auch Dr. Rubatscher eingebunden werden soll, da mit einem Gletscheranschluss vom Reschen eine Saisonverlängerung im Winter um mindestens 3 Monate möglich wäre und im Sommer ein Spitzen-Angebot mit einer hervorragende Radrundfahrt geschaffen würde, da die Karlesjochbahn (an die Südtiroler Grenze) bereits jetzt 340 Betriebstage aufweist. Wie man an der heutigen Umgebung sieht, wird am Gletscher jedenfalls investiert. Wenn schon eine Erweiterung in Richtung Südtirol derzeit nicht möglich ist, dann werden weitere Kapazitäten im Skigebiet genutzt und mit diesem Wiesenjaggeltunnel (Tunnelpatin Vroni) eine weitere hervorragende Piste erschlossen. Gratulation den Kaunertaler Gletscherbahnen für das gelungene Projekt.“

Foto: Bezirksstelle Landeck | Wirtschaftskammer Tirol

Kaunertal/Langtaufers - Während bei uns Lifte schließen (sh. Maseben) eröffnen die Tiroler Nachbarn Skitunnels und rüsten skitechnisch und touristisch auf. Am 8. November waren, neben einer rund 60köpfigen Südtiroler Delegation, bei der Eröffnung des „Wiesejaggltunnels“ am Kaunertaler Gletscher auch HGV-Präsident Manfred Pinzger und Bezirkspräsident Andreas Tappeiner anwesend. Der Vinschgerwind bringt - aus aktuellem Anlass - vollinhaltlich die Ansprache vom Landecker Wirtschaftskammerpräsident Anton Prantauer. Auch um zu dokumentieren, welche Töne in Nordtirol angeschlagen werden.


27.11.14

Vinschgerwind 24-14

/politik/ 5

Schlanders

Gemeinde geht baden eorg Sagmeister dürfte lange gegrübelt haben, wie er die miserablen Zahlen des Freibades Schlanders präsentiert. Der Schlanderser Generalsekretär entschied sich für die Flucht nach vorn: ein kleinlautes Mea Culpa. „Es war ein Lernjahr“, erklärte er jüngst im Schlanderser Rathaus, „ich habe die Führung völlig unterschätzt .... im Nachhinein ist man immer gescheiter.“ Dass der ansonsten selbstbewusste Multisekretär diese ungewohnten Töne anschlägt, hat einen guten Grund: Sagmeisters (sagenhafte) Idee, das Freibad Schlanders heuer selbst zu führen, brachte der Gmeinde einen Verlust von 104.354 Euro ein. Mängel räumte dieser vor allem in der personellen Besetzung ein: „Das Team war am Anfang völlig überfordert, das muss man offen und ehrlich zugeben.“ Ein junges Team – völlig ohne Erfahrung – sollte das Freibad-Experiment der Gemeinde Schlanders ausführen. Und scheiterte kläglich. Bereits im Sommer

Fotos: Angelika Ploner

G

Aussicht auf Besserung säten der Bürgermeister Dieter Pinggera (rechts) und der General Georg Sagmeister mit der einzigen positiven Nachricht des Abends: Dieser schlechte Jahrhundertsommer dürfte sich nicht so schnell wiederholen. Für die heurige Badesaison stellte man im Freibad 24 Personen an, die Hälfte davon auf Abruf und startete ohne Erfahrungen in die Führung desselben. schlug den Gemeindeverwaltern deshalb viel Ärger und Kritik entgegen. Und doch schwamm man weiter auf derselben Welle: „Wir wollen und müssen es besser machen“, wiederholte Bürgermeister Dieter Pinggera gebetsmühlenartig. Aufhorchen ließen in der miserablen Bilanz vor allem die Personalkosten, die mit 98.369,80 Euro zu Buche schlagen. Das höchste Gehalt strich

die Strukturleiterin des Freibades mit 1.700 Euro monatlich ein. „Die Personalkosten sind viel zu hoch“, gestand Sagmeister und gab gleichzeitig die Marschrichtung für die Zukunft vor: „Wir müssen mit 70.000 Euro durchkommen.“ Das Konzept Sagmeisters ist nicht auf ein, sondern auf drei Jahre ausgelegt. Auch die nächsten zwei Jahre wird die Gemeinde Schlanders demnach das

Vinschgau/Bozen

Wind-Leser-Bild

Andreas Fabi geht

Selten frisch?

I

Dieses Bild wurde von Walter Trafoier aus Kortsch in Bozen vor kurzem frisch geknipst.

Schlanders. Der Kahlschlag an der Spitze des Sanitätsbetriebes dürfte Martha Stockers Sanitätsreform beschleunigen. Bislang haben sich die hochrangigen Sanitäts-Direktores Stockers politischen Treiben eher durch Schweigen entzogen und haben den Diskussionen in den einzelnen Krankenhäuser als Staffage beigewohnt. Solange Richard Theiner Sanitätslandesrat war, haben präzise politische Vorgaben für eine Reform gefehlt, so dass nur Budget-bezogene Einsparungen getätigt worden sind. Das dürfte sich nun ändern. (eb) Foto: Erwin Bernhart

n die zweite Reihe wolle er zurücktreten. Der Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes Andreas Fabi (Bild), dessen familiäre Wurzeln nach Tartsch reichen, räumt seinen Posten. Auf Raten. Denn sein Beauftragungs-Vertrag läuft noch bis 2016. Bis zur Ernennung eines neuen Generaldirektors durch die Landesregierung wolle er die Übergabe des Sanitätsbetriebes begleiten. Mit seinem Rücktritt verfallen auch die Posten der vier Sanitätsdirektoren, auch jener von Irene Pechlaner, der Gesundheitsdirektorin von Meran/

Freibad selbst führen. Es sei denn die ehemalige Pächterin Doris Kolleritsch gewinnt den Streit vor dem Schiedsgericht. Kolleritsch wirft der Gemeinde nämlich vor, ein ihr vertraglich zugesichertes Optionsrecht (ausgearbeitet von Vorgänger Christian Messmer) nicht eingeräumt zu haben. Seitdem behängt der Streit am Schiedsgericht, im Dezember wird der Schiedsspruch erwartet. (ap)

Anscheinend ging in den letzten Wochen in Bozen viel in die Hosen. Man denke an den Rentenskandal, auch an den Landtag, an den Kampf um Einkaufszentren.... Frische Unterhosen sind deshalb offensichtlich Mangelware. In Bozen muss man wohl den Tag erwischen, an dem es frische Unterhosen gibt. Der Rest der Woche ist demnach den gebrauchten vorbehalten. Haben auch Sie einen interessanten Schnappschuss gemacht? Schicken Sie diesen an redaktion@vinschgerwind.it


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Vinschgerwind 24-14

27.11.14

14

Allein gegen

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

BM Erwin Wegmann steht im Schludernser Gemeinderat allein mit dem Rücken zur Wand. Mit 14 Ja-Stimmen gegen die BM-Enthaltung ist die Entscheidung für den Neustart bei Großprojekten gefallen. Das von Wegmann favorisierte rund 4 Millionen teure Kindergartenprojekt mit Musikprobelokal von Roland Baldi ist damit versenkt worden.

BM Erwin Wegmann (links) stellt sich im Gemeinderat ins Abseits - seine Mitstreiter von der Bürgerliste folgen ihm nicht

von Magdalena Dietl Sapelza

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egmann liebt Alleingänge. Doch dass er nun im Gemeinderat alleine da steht, das hat er sich sicher nicht gewünscht. Selbst seine Mitstreiter von der Bürgerliste sind ihm bei der entscheidenden Abstimmung am 18. November nicht gefolgt. Gefolgt sind sie dem Vorschlag der neu eingesetzten Ratskommission für Großprojekte. Für den Zeitraum 2014 bis 2020 sind nun folgende Prioritäten festgeschrieben: Sanierung/NeubauKindergarten, Musikprobelokal, Umbau Altenheim, SanierungDach-Grundschule und Ankauf „Ellerhaus“. Die Ratskommission unter dem Vorsitz von Armin Bernhard hat mit kostengünstigen Varianten überzeugt. „Wir wollen alle Projekte angehen. Wenn wir Kosten sparen, kann es auch gelingen“, sagt Bern-

hard. Die Vertreter der Bürgerliste haben eingelenkt, obwohl sie anfangs eine Vertagung gefordert hatten - bis genaue Zahlen vorliegen. Deshalb habe auch er sich enthalten, erklärt Wegmann dem Vinschgerwind. Das Ruder für die Entscheidung und gegen die Vertagung riss Mirko Stocker nach hitziger Diskussion mit der Frage herum: „Weiß jemand jetzt, wie er abstimmen muss? Ich weiß es.“ Rückblende: Wegmanns Alleingänge und Fehlinformationen rund um das Großprojekt Kindergarten mit Musikprobelokal - im zweiten Anlauf nach einem verpatzten Start- zählten mit zu den Gründen für den Rücktritt von neun Gemeinderäten und für Wegmanns Entmachtung vor einem Jahr. Vieles drehte sich damals um die Frage: Kann sich Schluderns das Mammut-Projekt überhaupt leisten? Eine Frage, die auch den 2014

neu gewählten Gemeinderat beschäftigt. Eine klare Antwort gab nun die Ratskommission für Großprojekte anhand konkreter Zahlen: Die Umsetzung des Baldi-Projekts würde den Gemeindehaushalt jahrzehntelang finanziell blockieren, und den dringend notwendigen Umbau des Altenheimes verhindern. Wegmann ist Mitglied der Ratskommission. Laut Bernhard, hat er die in der Kommission intern vereinbarten Vorschläge mitgetragen. Nach außen hin machte er jedoch weiter Stimmung für „sein Projekt“. Und er stellte dieses im Alleingang bei der Bürgerversammlung am 7. November vor. Vor den Kopf gestoßen waren Referenten und Kommissionsmitglieder. VizeBM Astrid Reinstadler droht mit Rücktritt (siehe Interview). Durch die Bürgerversammlung heizte sich die Stimmung auf. Die Musikkapelle vermutete, dass das Musik-

Probelokal auf der Strecke bleiben könnte. Eine Klausur des Gemeinderates folgte. Dort sei es zuerst sehr laut geworden, so ein Teilnehmer. Dann ging’s zur Sache, und für das Musikprobelokal wurde mit dem Areal des Recyclinghofes ein neuer Standort gefunden. Kurz vor der Gemeinderatsitzung besprach die Ratskommission diesen Vorschlag mit Vertretern der Musikkapelle. Und diese zeigten sich damit einverstanden. Das war entscheidend, dass sich auch fünf Räte der Bürgerliste hinter den Neustart bei Großprojekten stellten - gegen ihren BM. Fazit: Das Ergebnis der Grundsatzentscheidung kommt einem indirekten Misstrauensvotum gegen BM Erwin Wegmann gleich. Wegmann steht allein im Abseits. Doch er bleibt bei seinem Argument. „Ich verstehe nichts mehr. Alles ist leicht finanzierbar.“


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Vinschgerwind 24-14

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„Der BM muss selber seinen Weg finden“

Sie drohen mit Rücktritt. Warum denn? Ich habe mit dieser Konsequenz gedroht. Es ist die Konsequenz auf einen Alleingang von Seiten des Bürgermeisters. Er hat eine Vereinbarung, die im Ausschuss mit drei zu eins Stimmen gefasst worden ist, nicht respektiert. Wir haben in Schluderns eine Ratskommission für Großprojekte, die sich mit dem Thema Großprojekte auseinander zu setzen hat, um zu zeigen, in welcher Form die Projekte verwirklicht werden können. Diese Kommission hat bestimmte Vorgaben gehabt, wie zum Beispiel mit der Musikkapelle zu reden und bestimmte Sachen zu klären und dann die Bevölkerung darüber zu informieren und ihr die Möglichkeiten der Realisierung aufzuzeigen, so dass die Bevölkerung eine klare Vorstellung hat. Der BM hat das alles nicht beachtet, ist in einer Alleinaktion zur Bevölkerung gegangen, hat weder im Ausschuss noch im Gemeinderat transparent gearbeitet und dann nur einen Teil der Informationen an die Bevölkerung herangetragen. Das finde ich schade, weil die Bevölkerung jetzt eine einseitige Information hat. Und das ist von vorn herein nie unsere Idee von Transparenz gewesen ist. In der letzten Ratssitzung wurde die Marschrichtung für Projekte beschlossen. Welche Marschrichtung ist das? Die Marschrichtung ist, dass beschlossen worden ist, - und das war schon von Anfang an in der Ratskommission klar - dass Schluderns ein Altersheim braucht, einen Kindergarten und ein Musikprobelokal. Die

objektiv angeschaut werden und indem wir konstruktive Ebenen der Kommunikation erreichen. Ist das Klima im Gemeindeausschuss vergiftet? Das Klima im Gemeindeausschuss ist nicht wirklich vergiftet. Die Viererkonstellation mit SVP und Freiheitliche arbeitet gut zusammen. Wir sprechen die Sachen ab. Positiv finde ich, dass viele Meinungen Platz haben und dass man diskutiert und nachher versucht, mehrheitsfähige Beschlüsse zu fassen. Schade finde ich, wenn die Mehrheitsbeschlüsse nicht respektiert werden. Ich muss sagen, ich habe in meinem Leben immer im Team gearbeitet und bin in vielen Teams gewesen. Ich habe festgestellt, dass Teamarbeit fruchtbar ist, weil vor einer Entscheidung viele Ideen einfließen. Erforderlich ist jedoch, dass jeder die Mehrheiten im Team respektiert, auch wenn sich seine eigene Meinung nicht durchsetzt. Für den Gemeindeausschuss heißt das, dass man sich an das hält, was beschlossen wird.

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Vinschgerwind: Im Mai 2015 sind Gemeinderatswahlen. Schluderns hat heuer gewählt. Kann es sein, dass auch Schluderns im Mai 2015 neu wählt? Astrid Reinstadler: Grundsätzlich bin ich nicht der Meinung, dass Schluderns 2015 neu wählen sollte. Wir haben eine ViererKoalition, in der alle Parteien dabei sind, und in der es darum gegangen ist, transparent und gemeinsam zu arbeiten. Ein Problem, das wir im Moment haben, und was ich schade finde, ist, dass der Bürgermeister in der Konstellation nicht immer mitgeht, und dass Mehrheiten nicht immer respektiert werden. Das heißt aber nicht unbedingt Neuwahlen. Es heißt allerdings, wenn künftig bestimmte Aktionen gemacht werden, habe ich Konsequenzen angedroht, und diese werden sicher durchgeführt. Die Folge müssen nicht Neuwahlen sein. Der BM wird dann gefordert sein, einen funktionierenden Ausschuss zusammenzustellen.

Vizebürgermeisterin Astrid Reinstadler von der „Liste Mitnond -Freie Liste Schluderns“ droht BM Erwin Wegmann mit Rücktritt: „Wenn künftig bestimmte Aktionen gemacht werden, gibt es Konsequenzen“ Ratskommission hat nach Möglichkeiten gesucht, dass alles verwirklicht werden kann und Vorschläge gemacht. Beim Analysieren der Zahlen, wurde klar, dass man bei allen drei Projekten mit der Finanzierbarkeit auf dem Boden bleiben muss. Das ist Voraussetzung, dass alle drei Projekte ausgeführt werden können, ohne dass sich Schluderns in eine Schuldenfalle hineinmanövriert, die sicherlich schwerwiegende Folgen für spätere Verwaltungen haben würde. BM Erwin Wegmann hat sich bei diesem Grundsatzbeschluss als einziger enthalten. Wie bewerten Sie diesen Umstand? Ich sehe es eigentlich als tolles Zeichen, dass 14 Gemeinderatsmitglieder dafür gestimmt haben. Für mich heißt das, dass 14 Leute die Marschrichtung, die von der Ratskommission vorgegeben worden ist, total gut finden. Und dass sie die Möglichkeit sehen, dass die Vorhaben auch realisierbar sind. Das ist vernünftig gehandelt. Wir sind von der emotionalen Schiene zur Sachlichkeit gekommen. Und ich hoffe, dass es uns gelingt, in dieser Form weiter zu arbeiten, indem die Sachen vor einer Entscheidung

Wie wollen Sie den BM überzeugen, gemeinsam mit dem restlichen Ausschuss und gemeinsam mit dem Gemeinderat an einem Strang zu ziehen? Ich glaube nicht, dass es unsere Aufgabe ist, den Bürgermeister zu überzeugen. Der BM muss selber seinen Weg finden. Ich bin eine Verfechterin von Eigenverantwortlichkeit und des entsprechenden Handelns. Ich bin aber auch der Meinung, dass das Handeln Folgen hat. Der Bürgermeister ist von mir darauf aufmerksam gemacht worden, dass das Handeln in bestimmten Situationen auch Konsequenzen hat. Und deshalb hoffe ich, dass er sieht, dass eine objektive, ehrliche Arbeit im Ausschuss einfach fruchtbarer ist, als Sachen auf emotionaler Ebene auszutragen. Denn wir haben in Vergangenheit gesehen, wohin das führt. Die Entwicklungsmöglichkeiten von Schluderns werden gehemmt. Ist es mühsam, im Schludernser Gemeindeausschuss zu sitzen? Es ist mühsam. Das muss ich sagen. Es hat aber auch ganz interessante Seiten. Nie in meinem Leben habe ich in so kurzer Zeit so viel gelernt. Und ganz viele Sachen sind mir klar geworden. Trotzdem möchte ich sagen, dass es im Moment nicht ganz einfach ist. Doch ich hoffe, dass wir einen Weg finden, und dass es möglich ist, in der Viererkonstellation weiter zu arbeiten. Interview: Magdalena Dietl Sapelza Erwin Bernhart


Vinschgerwind 24-14

27.11.14

Richtiggestellt

Runder Tisch - Freunde der Eisenbahn

Nicht die Mitglieder des Naturnser Reitvereines haben bei der Eröffnung der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft Kraut und Wurst gereicht (Vinschgerwind Nr. 23/14), sondern die Mitarbeiter von Karin’s Konditorei Naturns.

Kürzlich fand in Terlan der 3. runde Tisch Etschtal statt. Im Mittelpunkt der Tagung stand der Übergang der Bahnstrecke Bozen - Meran an das Land. Dazu erklärte LR Florian Mussner, daß die Verhandlungen mit der RFI in vollem Gange sind. Noch besser stehe es bezüglich der Elektrifizierung der Vinschgerbahn. Noch vor Weihnachten soll das diesbezügliche Programm von der Südtiroler Landesregierung beschlossen werden, damit die Arbeiten 2015 ausgeschrieben werden können.

„Die Jungen müssen ran“

Fotos: Angelika Ploner

Vinschgau - In der Süd-Tiroler Freiheit wartet man auf „einen Knalleffekt“: Das Volk müsse endlich aufwachen und die Selbstbestimmung fordern. Das war der Grundtenor der 2. Bezirksversammlung in Schlanders am Freitag, den 14. November. Der Knalleffekt kam drei Tage später, intern, als das Aushängeschild Eva Klotz als Landtagsabgeordnete überraschend zurücktrat.

v.l. Stefan Zelger, Alfred Theiner, SieglindeStocker, Klaudia Thöni, Dietmar Rainer, Benjamin Pixner, Eva Klotz und Sven Knoll

von Angelika Ploner

F

ür das perfekte Fotolächeln hat man in der Süd-Tiroler Freiheit einen ganz besonderen Trick. Man sagt dann nicht etwa „cheese“ oder „Käsekuchen“. Nein, das Zauberwort, das alle zum Lachen bringt, heißt SVPeee. Alfred Theiner, der Bezirkssprecher, muss ganz besonders lachen an diesem 14. November bei der Bezirksversammlung in Schlanders, die zweite übrigens, im Vinschgau. Dass Eva Klotz, das Aushängeschild der Partei, drei Tage später als Landtagsabgeordnete zurücktritt, ahnt niemand an diesem Abend. Nicht direkt, indirekt aber, deutet Klotz die anstehende Veränderung nicht nur einmal an: „Die Jungen müssen ran“, betont sie mehrmals. Die Andeutungen gehen im allgemeinen Geschimpfe unter. Naturgemäß ist SVP das beliebteste Schimpfwort des Abends. „Die SVP macht Gehirnwäsche“, „die SVP ist Weltmeister im Muglen“, „die SVP signalisiert bei jeder Gelegenheit: Wir sind Italiener.“ Genau darin ortet die Südtiroler Freiheit den größten Fehler. Sven Knoll: „Autonomie, Autonomie, Autonomie und Scheuklappen auf. Viele tun so, als ob Südtirol ein Freilichtmuseum wäre, wo die Geschichte abgeschlossen ist. Die Au-

tonomie war nicht schlecht als Verschnaufpause, aber sie ist nicht das Ende. Und nicht die SVP oder Italien bestimmen wie die Geschichte von Südtirol weitergeht, sondern die Südtiroler selbst.“ Schottland und Catalonien werden immer wieder als Vorbilder genannt an diesem Abend. Auch der Mauerfall ist Thema. „Wenn man will, geht vieles“, sagt Knoll, das hätten diese Beispiele gezeigt. Gesunder Patriotismus, die Liebe zum Heimatland gehören zum Selbstverständnis der Süd-Tiroler Freiheit. Das Thema Selbstbestimmung verfolgt man politisch konsequent. Doch der von der Südtiroler Freiheit ersehnte patriotische Schub lässt seit vielen Jahren auf sich warten, die Welle der Begeisterung für die Unabhängigkeit Südtirols hält sich in Grenzen. „Die Leute müssen aufwachen“, mahnt Eva Klotz. Auch Sven Knoll meint: „Entweder wir sagen weiterhin, das interessiert uns nicht oder aber wir fangen endlich an nachzudenken.“ Im gleichen Atemzug werden immer wieder die 3,3 Milliarden – die Finanzvereinbarung der SVP mit Italien – genannt. 3,3 verschenkte Milliarden, ist man sich bei der SüdTiroler Freiheit einig. „Um wieviel ging’s zum Vergleich beim Rentenkandal?“, fragt Alfred Theiner. Um 70 Millionen ließ Sven Knoll den

Bezirkssprecher wissen. „Aha“, sagt Theiner, „ja eben.“ Ein Klacks im Vergleich. Ein Klacks? Ach ja, Eva Klotz hat ja auch die Hand aufgehalten beim Rentenskandal. Genau diesen weiß man auch tunlichst zu verschweigen bei der Bezirksversammlung in der Schlanderser Feuerwehrhalle. In die Reihe der Feindbilder stellt man an diesem Abend auch die Südtiroler Medien, genau genommen eines: die Dolomiten. „Die Dolomiten ist immer noch eine heilige Zeitung“, sagt Alfred Theiner, „die Alpini haben für 100.000 Euro die positive Berichterstattung gekauft.“ In der Südtiroler Freiheit setzt man deshalb lieber auf die modernen Medien: Internet oder Facebook. „Das ist wichtig, in einer Zeit, in der man die Berichterstattung kauft“, setzt Theiner noch eins drauf. Theiner ist kein Mann der leisen Töne, das merkt man schnell an diesem Abend. Neben patriotischen Zurufen, Seitenhieben und Frontalangriffen spricht man sich am Ende der Bezirksversammlung aber vor allem eines zu: Mut. Denn „den Mutigen gehört die Zukunft“. Und die Mutigen warten auf „einen Knalleffekt. Mit einem neuen, jungen Aushängeschild Sven Knoll. Die Ära Klotz ist indes beendet.

Foto: „Wind“-Archiv

8 /Wirtschaft/


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Vinschgerwind 24-14

/Wirtschaft/ 9

Prad/Vinschgau

50 Jahre Bonifizierung Vinschgau E

v.l.: Gottfried Niedermair, Andreas Tappeiner, Richard Theiner, Sepp Noggler, Arnold Schuler, Lothar Burger, Paul Wellenzohn und Raimund Prugger

Foto: Erwin Bernhart

s gibt wohl keine zweite Organisation wie es das Bonifizierungskonsortium Vinschgau eine ist, welche fast das gesamte Tal - von der Töll bis zur Gemeinde Mals - vereint. Und das seit 50 Jahren. Dieses Jubiläum war Mittelpunkt einer schlichten Feier am 14. November 2014 im Nationalparkhaus aquaprad in Prad, zu der rund 70 Katastervertreter, Beregnungswarte und Obmänner erschienen sind. Schlicht wohl deshalb, weil das Zugunglück im Jahr 2010 bzw. die daraus resultierenden Gerichtsverhandlungen die Feier überschatteten. Eine effiziente und gerechte Wasserverteilung waren die ursprünglichen Anliegen bei der Gründung des Bonifizierungskonsortiums Vinschgau vor 50 Jahren. Ein Anliegen, welches gerade in einem der niederschlagärmsten Gebiete des Alpenraumes einer dringenden Lösung bedurfte, damit die in der Landwirtschaft tätigen Bauern ein ausreichendes Einkommen erzielen konnten. Der Zusammenschluss, das Vorantreiben von Gemeinschaftsstrukturen in der Bewässerung hat im Laufe der Zeit nicht nur Früchte getragen, sondern den Vinschgau mit zu einer blühenden Landwirtschaft verholfen. Heute verwaltet das Konsortium unter dem derzei-

tigen Obmann Paul Wellenzohn und dem Geschäftsführer Gottfried Niedermair 50 Wasserkonzessionen, eine Beregnungsfläche von 7.400 Hektar, davon 900 Hektar Tropfberegnung. Rund 60 Kilometer offene Waale werden instand gehalten. 5.500 Mitglieder bringen eine Gesamtfläche von 8.400 Hektar in das Konsortium ein. Die Arbeit für das Bonifizierungskonsortium geht nicht aus: Denn mit enormem Aufwand werden Beregnungsanlagen saniert, Entwässerungsgräben und ein Netz an Konsortialwegen betreut. Die Weiterentwicklung der Bewässerungssysteme stehe an, der Ausbau von Speicherbecken und die Ausdehnung in den oberen Vinschgau werde angegangen, sagte Wellenzohn in seiner Begrüßungsrede. Von einer Erfolgsgeschichte sprach Niedermair. Landesrat Arnold Schuler ging in seiner Festrede auf die Entwicklung

und auf die Bedeutung der Landwirtschaft ein. Das Bonifizierungskonsortium habe in den letzten 50 Jahren an die 140 Millionen Euro investiert. Die Herausforderung für die Zukunft werde die Instandhaltung sein. Der Ausgang des Verfahrens infolge des Zugunglückes werde auch für künftige Verwalter bei der Bonifizierung von Bedeutung sein. Der Aspekt der Sicherheit werde auch in Zukunft groß geschrieben, betonte der für Wasser und Energie zuständige LR Richard Theiner. Der LA Sepp Noggler mahnte an, die Bergbauern nicht zu vergessen. Grußworte kamen von Bezirkspräsident Andreas Tappeiner, vom BBBezirksobmann Raimund Prugger und vom langjährigen Bonifizierungsobmann Lothar Burger, der sagte, dass die Landwirtschaft auch in Zukunft ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor bleiben werde. (eb)

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10 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 24-14

27.11.14

Prad/Vinschgau/Bormio

In kleinen Schritten zum Miteinander Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Vertreter aus Südtirol, Graubünden und der Lombardei beschäftigen sich im Prader Rathaus mit Visionen für die Zukunft

W

er eine Radtour im Raum Vinschgau, Graubünden und Bormio plant, braucht dazu drei Karten, weil jeder Teil nur sein eigenes Radnetz bewirbt. Mit diesem Beispiel brachte es Stefan Gander beim grenzüberschreitenden Treffen in Prad auf den Punkt. Der Weg muss hin zur Gemeinsamkeit führen, die allen eine sozialökonomische Entwicklung bringen kann. Gander war Mintinitiator der Begegnung am Samstag, den 22. November, die der Rotary Club Bormio Contea unter das Motto „Eine Vision für die Zukunft“ gestellt hat. (Im vergangenen Jahr hat-

te es bereits ein Treffen in Bormio gegeben). Es ging um einen Gedankenaustausch, bei dem zukunftsweisende Projekte und deren mögliche Finanzierung vorgestellt wurden. Gekommen waren hochrangige Vertreter aus dem dreisprachigen Raum Provinz Bozen, Sondrio, Val Müstair und der Region Lombardei. Vieles drehte sich um Netze, um Radwegnetze, um Eisenbahnnetze und neue Verbindungen, um Schaffung von Infrastrukturen zur Einleitung eines wirtschaftlichen Aufschwungs. Aus den einstigen Militärstraßen könnten attraktive Mountain-

bike-Wege werden. Der Ausbau der Zugverbindungen könnte die Menschen der drei Regionen zusammen bringen und Touristen anlocken. Beschrieben wurde zum Beispiel die Zugverbindung von Mals, über Sta. Maria, nach Bormio, Livigno bis zum Schweizer Bahnnetz. Die Regionen rund um das Stilfser Joch befinden sich im Zentrum der Alpen und haben dadurch ein riesiges Potential das es auszuschöpfen gelte. Das bekundeten alle Redner unisono. Von allen politischen Seiten kam die Bekundung, dass das Interesse groß sei, an gemeinsamen Pro-

jekten zu arbeiten. Wenn alle an einem Strang ziehen, lasse sich vieles entwickeln. Es brauche allerdings einen Masterplan und entsprechende Finanzierungen. Dabei gelte es, die Fördermöglichkeiten der EU aus dem Aktionsplan Makro-Regionen auszuloten und auch zu nutzen. Wenn sich alle immer wieder an einen Tisch setzen, lässt sich etwas aufbauen. Der Rotary Club will in diese Richtung weiterarbeiten. Und Gander meint: „Das Einander-Kennenlernen ist wichtig. Dann kann sich in vielen kleinen Schritten ein konstruktives Miteinander entwickeln.“ (mds)

Schlanders

Der Schlanderser Wellnesstempel

Foto: Angelika Ploner

D

ie geplante Wellnessanlage im Freibad Schlanders trägt Lokalkolorit: Sogar eine Göflaner-Marmor-Dampfsauna ist darin von Architekt Jürgen Wallnöfer (im Bild) vorgesehen worden. Daneben alles was das Herz eines Saunagängers begehrt: Panorama-Infrarotkabinen, eine Kräuter-Biosauna, natürlich eine Aufgusssauna, Solebecken, Kneippbecken und und und. Für 110 Personen ist das Ganze ausgelegt. 330 Öffnungstage im Jahr sind vorgesehen. Kostenpunkt: 2,8 Milionen Euro Technikerspesen inklusive. Doch die Vorstellung der geplanten Wellnessanlage jüngst im Schlanderser Gemeinderat war alles andere als entspannt. Kein Plantschen im Wellnesstempel, ganz im Gegenteil. Der Grundtenor: Man fühlt sich unwohl mit dem Großprojekt. „Wo sollen die Leute den her-

kommen, wenn es schon großzügige Saunen in Latsch und Mals gibt?“, fragte Martin Daniel von „Für Schlanders – Per Silandro“. Vor allem Latsch ist nur einen Katzensprung von Schlanders entfernt. Hannes Ille, SVP: „Nicht die Investitionskosten sind das Problem, sondern die laufenden Kosten.“ Für Bürgermeister Dieter Pinggera tut dies der Attraktivität der Wellnessanlage keinen Abbruch. „Wir haben alle Infrastrukturen gebaut, es gibt keinen Handlungsbedarf bei Schulen, Kindergärten, Feuerwehrhallen, sogar die Finanzierung der Seniorenwohnungen steht, Schlanders hat seine Hausaufgaben gemacht.“ Mit anderen Worten: Jetzt kann man sich auch ein bisschen Luxus leisten. Luxus in Form eines Wellnesstempels. Ob Luxus oder nicht, es ist eine späte Erkenntnis, jene, dass das Wellnessprojekt ein

gewagtes sei, jetzt, wo das Vorprojekt auf dem Tisch liegt. Und: Der Rohbau seit über zwei Jahren bereit steht. Seit der Öffnung des sanierten Freibades im Juni 2012 steht die immerhin über 800 Quadratmeter große Fläche im Rohbau und wartet auf die dritte und letzte Bauphase: die Wellness-Anlage. Jetzt abtauchen zu wollen, da es an den Ausbau geht, würde in der Tat schwierig werden. Das weiß auch Bürgermeister Pinggera. Die Gemeinderäte hat er deshalb mit einer Wirtschaftlichkeits- und Führungskostenschätzung ruhig gestellt. Die will er in der nächsten Ratssitzung präsentieren. Denn viel Zeit bleibt nicht: Im Mai sind Wahlen und das Wahlkampfthema scheint sich wiederholen zu wollen. Denn vor fünf Jahren war der Wellnesstempel in Schlanders überragendes Wahlkampfthema. (ap)


Töll

RÖFIX gewinnt Geste d’Oro Preis

Der Le Geste d’Or Preis für Innovation 2014 wurde am Samstag, den 8. November in Paris im Salon International du Patrimoine Culturel des Carrousel du Louvre von Benno Pamer, Marketingleiter RÖFIX und Andrea Sandri, Produktmanager RÖFIX, sowie den Restauratoren und Künstlern der CRAC OHG Franco Dal Zotto und Vera Fedrigo entgegengenommen

D

ie RÖFIX AG nahm gemeinsam mit seinem Partner Unternehmen VICAT an dem renommierten Wettbewerb Le Geste d’Or, Le Trophee du Grand Prix 2014 teil. Das Projekt von RÖFIX und VICAT fügte sich vom Prestige her perfekt in den elitären Wettbewerb ein: Es handelte sich dabei um das Geburtshaus von Tina Modotti in Udine, das von den beiden Künstlern Franco Dal Zotto und Vera Fedrigo der CRAC OHG restauriert wurde. Für die Gestaltung der Hausfassade wurde das Produkt RÖFIX Belit Gussmörtel verwendet. Die Arbeiten an der Fassade waren Teil eines großen Sanierungsprojekts an diesem historisch bedeutsamen Gebäude. Für die Planung und Bauleitung zeichnete Architekt Francesco Mattini. Der Verein Le Geste d’Or besteht aus einer unabhängigen internationalen Jury aus 43 Experten, welche jedes Jahr Architekten, Baufirmen und Fachleute aus der Baubranche zu einem Wettbewerb einlädt. Die Bewertungskriterien sind Fachwissen, Erfahrung, handwerkliches Können, Einfallsreichtum sowie das Know-How des Teams über Sanierungsund Renovierungstechniken. 2014 waren erstmals auch internationale Projekte zu dem Wettbewerb zugelassen. Die Jury bewertete 210 Projekte und ernannte die

Gewinner in 30 Kategorien. Mit dem Flachrelief an der Fassade des Geburtshauses von Tina Modotti in Udine präsentierte RÖFIX, als führendes Unternehmen im Bereich Baustoffe, ein sehr junges und interessantes Projekt einer kunstvollen Gebäudesanierung. Der Künstler verwendete für dieses Projekt ein innovatives Verfahren, das zum Patent angemeldet wurde. Dank der technischen Eigenschaften und Verarbeitungsmöglichkeiten des dabei verwendeten RÖFIX Belit Gussmörtel konnte das Material in dicken Schichten aufgetragen und trotzdem eine hervorragende Dampfdurchlässigkeit garantiert werden. Außerdem passt sich RÖFIX Belit Gussmörtel perfekt an die ursprünglich verwendeten Baumaterialien an. Genau diese Eigenschaften standen während des gesamten Sanierungsprojekts von Architekt Francesco Mattini am Geburtshaus von Tina Modotti im Vordergrund. Ergebnis dieser fruchtbaren Zusammenarbeit war einerseits ein vielbeachtetes Architekturobjekt im Herzen von Udine, andererseits die Verleihung des Le Geste d’OR 2014 Preises ist eine große Anerkennung und bestätigt die führende Position von RÖFIX als Hersteller von hochwertigen Produkten für Renovierungen und neuartige aufwendige Verarbeitungen.


12 /Leserbriefe/

Vinschgerwind 24-14

Sehr geehrter Dr. Fabi, ich und viele andere, die Ihre Antwort auf meinen Leserbrief vom 31.10.2014 aufmerksam gelesen haben, können nicht verstehen, warum Sie nicht sofort auf die angeblich falschen Behauptungen in einigen Medien reagiert haben. Freundliche Grüße Christl Holzner

Keine Frühsexualisierung unserer Kinder Schule hat Bildungsauftrag, Erziehung ist Sache der Eltern! Wem gehören die Kinder und wie steht es vor allem um das Kindeswohl? Diese Frage stelle ich mir angesichts der Diskussionen in mehreren europäischen Ländern bezüglich der Sexualerziehung an den Schulen immer öfter. So fordert etwa die Österreichische Unterrichtsministerin eine Vorstufe des Sexualkundeunterrichts bereits im Kindergarten, in der Volksschule solle es dann bereits Pflichtfach sein. Die Ministerin ist der Auffassung, Sexualpädagogik könne nicht früh genug beginnen. Eine ähnliche Diskussion kennen wir aus deutschen Bundesländern, letzthin etwa aus Baden Württemberg. Unter der verharmlosenden Bezeichnung „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ sollen bei den Kindern natürliche Schamgrenzen gebrochen werden. Man kann nicht genug davor warnen und tatenlos zusehen, wenn irgendwelche Interessensgruppen dabei sind, die frühkindliche Entwicklung in intimsten Fragen zu prägen, noch dazu ohne Zustimmung der Eltern. Auch in Südtirol gibt es immer wieder Diskussionen um den Sexualunterricht, der immer

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„aggressiver“ zu werden scheint. Es gibt offensichtlich aber auch Familien, die sich die Kindererziehung gerade auf diesem sensiblen Gebiet nicht „enteignen“ lassen wollen. Sie bestehen auf dem Grundsatz: die Schule hat einen Bildungsauftrag, Erziehung ist in erster Linie Sache der Eltern! Gilt das heute noch? Es handelt sich um verletzliche Kinderseelen, die im Kindergarten und in der Schule Fremden anvertraut werden. Dazu zitiere ich Barbara Rosenkranz von der FPÖ: „Ein Sexualunterricht in der Schule kann folglich nur die Vermittlung von Grundkenntnissen über die menschliche Fortpflanzung zum Inhalt haben. Dies stellt ein notwendiges Basiswissen dar, welches behutsam und vor allem altersgerecht vermittelt werden muss. Informationen über sexuelle Neigungen und Praktiken haben dagegen im staatlichen Unterricht nichts verloren. Sie sind etwas Individuelles und Intimes. Kinder haben bis in die Pubertät hinein ein natürliches Schamgefühl, das es zu schützen gilt. Aus diesem Grund dürfen Kinder mit Details sexueller Spielarten nicht belästigt werden“. L. Abg. Pius Leitner

Noggler kein Mann der ersten Reihe Im Interview des letzten VinschgerWindes charakterisiert sich Sepp Noggler als zurückhaltende Person. Dann lässt er sich aber doch aus der Reserve locken und kritisiert seinen Nachfolger als Bürgermeister in Mals vehement. Ein Stein des Anstoßes ist für ihn die Volksabstimmung über den Pestizideinsatz. Solchen „Betriebsunfällen“ möchte er vorbeugen und den Gemeinden ein

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Richtergremium vor die Nase setzen, das die Volksabstimmungen erschweren soll. Ich hoffe, dass sich LR Schuler nicht vor den Karren seines „Freundes“ spannen lässt, denn die öffentlichen Reaktionen bei verschiedenen Anlässen zeigen ganz deutlich, dass die Bevölkerung mitentscheiden will. Wie viel Noggler von den Bürgern hält, zeigte er auch dadurch, dass er als Bürgermeister keine Abstimmungen, sondern nur unverbindliche Befragungen zuließ. Folglich wäre es kein Schaden, wenn Noggler sich noch weiter hinten einreihen würde. Hanns Fliri, Naturns

„Hellau“ Zum Noggler-Interview vom letzten Vinschgerwind fällt mir nur ein Wort ein: „Hellau!“ Johannes FragnerUnterpertinger, Mals

Rentner, Rekurrierer und Strategen vereint gegen Glaubwürdigkeit und Ansehen der Politik Über 50 Rekurse wurden gegen das Gesetz zur Neuregelung der Politikerrenten eingebracht; sie stammen offenbar von Altmandataren, die zumeist der SVP angehören. Dies zeigt deutlich, dass die Strategie der SVP in dieser Frage nicht aufgegangen ist, Denn das „neue“ Gesetz zur Sanierung des Rentenskandals vom Juli 2014 ist eine windelweiche Schadensbegrenzung, die die bisher genossenen Privilegien nur zum geringen Teil einschränkt. Alle Vorschläge der Grünen, die eine überzeugende Revision der Rentenregelung und der Vorschusszahlungen bewirkt hätten, wurden mit der Begründung abgeschmettert, man wolle eventuellen Rekursen vorbeugen. Genau diese Rekurse sind nun in massivem Aufgebot eingetroffen. Die Riege der Altmandatare in den eigenen Reihen ließ sich zum großen Teil nicht überzeugen. Dieser Generation von Politikerinnen und Politikern scheint nicht nur das Gemeinwohl gleichgültig zu sein, sondern auch das Ansehen der Politik insgesamt und der eigenen Partei. Resultat der weit gehend misslungenen Operation Schadensbegrenzung: Ein lasches, von Nachgiebigkeit bestimmtes Politikerrentengesetz, das die alten Privilegien nur

in geringsten Teilen einschränkt – und die Rekurse als Dreingabe. Da nützt der Katzenjammer wenig, sondern es gilt neuerdings zu handeln. Der Regionalrat erhält jedenfalls noch Gelegenheit, über das Thema zu diskutieren, wenn das von uns Grünen vorgelegte Gesetz zur Rentenreform in das Plenum kommt. Dann wird sich zeigen, ob der Moment für einen couragierten Neustart in dieser leidigen Angelegenheit gekommen ist. Brigitte Foppa,Hans Heiss, Riccardo Dello Sbarba

Option Einmal im Herbst 1939 habe ich mitbekommen, wie mein Vater nach der Heimkehr von einer Versammlung traurig zur Mutter sagte: wir müssen optieren, wir müssen wählen. uns entscheiden, wir müssen gehen „entweder in d‘ Walsch oi, oder in Taitschlond ausi“, und ich habe ihn weinen gehört, das erste, und vielleicht einzige Mal. Er hat dann deutsch gewählt, aber „gegangen“ sind wir nicht. Propagandisten haben auf die Leute eingeredet: war einer fürs Dableiben, malte er das Auswandern in grauen Farben und hat den Dableibern alles versprochen, was sie gerne hören wollten (wie bei den Politikern üblich). War er fürs Auswandern hieß es: Die Dableiber werden nach Italien hinunter versetzt. Was es heißt die Heimat verlassen müssen, nicht freiwillig, sondern gezwungen, habe ich zehn Jahre später erlebt, als wir aus Zrlund (Graun) hinaus gewassert wurden. Solche Erfahrungen vergisst man sein Leben lang nicht mehr. Die Familie meiner Frau war im November 1940 ausgewandert. Versprechen eine neue Heimat und schöne Arbeit zu bekommen haben sie weggelockt. Die „neue“ Heimat war anders als schön und die Arbeit hat dem Schwiegervater das Kreuz ruiniert. Das Heimweh und das neblige Klima haben ihn noch kränker gemacht. Bei der Rückkehr 1950 war in ihrem Haus eine italienische Familie einquartiert. Die Italiener ließen sich nicht verscheuchen: „in questa casa comando io!“ Hühner flatterten in der Stube, auf der Türschwelle wurde Holz gehackt. Erst ein Gerichtsbeschluss konnte sie zum Auszug zwingen. Paul Warger, Taufers im Münstertal


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/Impressionen/ 13

Auf Skitour. Ich bin kein guter Skitour-Fahrer. Wenn es zu steil oder zu eng wird, bleibe ich unten und warte. So habe ich die Mรถglichkeit die schwungvollen, eleganten, ballettartigen Bewegungen der guten Skifahrer zu beobachten und zu fotografieren. Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it


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von Albrecht Plangger

Beeindruckende Berg- und Wandertouren

Rom-Infos ins Tal

In Zusammenarbeit mit dem AVS Latsch zeigt Andy Walder - Buchautor und bekannt als „Berglouter“ am 7. Dezember ab 19.00 Uhr eine Multivisionsshow im CulturForum in Latsch. Unter dem Titel „Faszination Bergwelt“ bringt Walder beeindruckende Berg- und Wandertouren auf Großleinwand in einzigartiger Harmonie von Bildern und Videos in Dolby-Sound. Der Eintritt ist frei. Freiwillige Spenden sind willkommen und werden zugunsten von Felix Aufderklamm, der bei einer Bergtour verunglückte, verwendet.

General lässt für Felix den Hubschrauber steigen Schluderns - Staunend und angespannt verfolgte der 11-jährige Felix Jörg am Freitag, den 24. Oktober, die Landung des großen Carabinieri-Hubschraubers auf dem Sportplatz in Schluderns. Felix Jörg (links)erhielt Besuch vom CarabinieriGenaral Georg Di Pauli im großen Carabinieri Hubschrauber.

Fotos: „Wind“-Archiv

Staatspräsident Napolitano macht Druck. Er will zurücktreten. Nun sollen die Parteien aber - und dies noch vor Weihnachten - einige wichtige Reformen zu Ende bringen: erste Lesung Verfassungsreform, Job´s Act, neues Wahlgesetz und Stabilitätsgesetz 2015. Wir werden eine neue Finanzregelung Staat/Land samt Planungssicherheit für den Landeshaushalt erreichen, ein Wahlgesetz, mit dem die Bürger in den 4 Wahlkreisen die besten Vertreter/innen für Rom wählen können, eine Verfassungsreform, die unser Autonomiestatut „schont“, darüber hinaus noch ein Innovationsschub und mehr Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt. Der Staatspräsident will auf jeden Fall verhindern, dass die Wahl seines/r Nachfolgers/in mit den wichtigsten Reformen verknüpft und somit auf der Zielgeraden noch kaputt gemacht werden könnte. Unsere neue Finanzregelung kommt auch ins Finanzgesetz 2015. Parlamentarier aus anderen Regionen werden degegen ankämpfen und Regierung und Mehrheitspartei werden uns klar machen, dass wir im Stabilitätsgesetz darüber hinaus nichts mehr zu haben hätten.... Ich hoffe aber, dass sich über Seilschaften mit Kollegen aus anderen Provinzen beim Bürokratieabbau in den Gemeinden etwas tun lässt und diese ihre strategische Beteiligungen in den Liftgesellschaften behalten dürfen (auch wenn sie defizitär sind), dass das Heizöl in den Berggebieten „billiger“ bleibt, dass auch für unsere Bürger, die in der Schweiz oder im Ausland arbeiten , die Freigrenze bei der Doppelbesteuerung von € 6.500 auf €8.500 erhöht wird. Wichtig ist aber, dass die Reformen zügig weitergehen und die Reformprojekte langsam definitiv werden und nicht mehr leicht rückgängig gemacht werden können.

Foto: berglouter.com

14 /Lokales/

von Magdalena Dietl Sapelza

F

elix stand mit strahlendem Gesicht im Mittelpunkt, denn der Besuch galt ihm. Und mit ihm strahlten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Schluderns. Der Carabinieri-General für Trentino Südtirol, Georg Di Pauli aus Kaltern, stieg aus, begrüßte die bunte Schar, ging auf Felix zu und reichte ihm die Hand. Doch der Reihe nach: Am internationalen Tag des Down Syndroms am 21. März war Felix von einem Südtiroler Privatradiosender zum „Südtiroler des Tages“ gekürt und zu einem LiveInterview geladen worden. Auf die Frage, was er einmal werden möchte, antwortete Felix: „I wear

Carabinieri, wia dr Marco. Der isch mein Freund.“ Der Carabiniere Marco Marigo wohnt in seiner unmittelbaren Nachbarschaft und nimmt sich oft Zeit für eine Plauderei mit ihm. Begeistert erzählte Felix davon. Zufällig hörte Di Pauli das Interview und entschied, den Kleinen bei seiner nächsten Vinschgau Visite in der Schule zu besuchen. Als es soweit war, traf er Felix in der 4. Klasse nicht an. Daraufhin nahm der General mit der Familie Kontakt auf und lud sie nach Bozen ein. Das Treffen verzögerte sich und Di Pauli entschied dann kurzentschlossen, zu Ehren von Felix, den Hubschrauber steigen zu lassen. Dieses Mal klappte alles wie am Schnürchen. Die organisatorischen Fäden zog der Chef

der Carabinieri–Station Schluderns, Francesco Bognanni. Der Schuldirektor Herbert Raffeiner sorgte für die freie Stunde für alle Schüler. Die Lehrpersonen, Eltern und mehrere Carabinieri, darunter der neue Vinschger Chef Giacomo Hazley Querini und auch Freund Marco Marigo, umringten mit Felix den Hubschrauber. Felix und seine Mitschüler durften in das Gefährt steigen, wo ihnen die drei Piloten die aufwändige Technik erklärten. Einen Rundflug schlug Felix aus. Lieber wollte er sich den „großen Vogel“ am Boden anschauen. Nach dem Abschied freute er sich, als dieser im Tiefflug einige Runden drehte. Der hohe Besuch mit Hubschrauber hat Felix nochmals darin bestärkt, Carabinieri zu werden.


16 /Lokales/

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§ Die große Vereinfachung Aus dem Gerichtssaal

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echt wird im Namen des Volkes gesprochen. So jedenfalls steht es am Anfang eines jeden Urteils, das von den Gerichten verkündet wird. Ob die Art und Weise, wie dies konkret geschieht, dem Volk auch recht ist, mag man allerdings bezweifeln. Das fängt schon bei den manchmal biblischen Zeiten an, welche die Gerichte für ihre Entscheidungen benötigen. Wenn Zivilverfahren eine „Ewigkeit“ dauern, kommt das schon einer Rechtsverweigerung gleich. Die Italiener haben dafür eine treffende Volksweisheit: “giustizia ritardata è giustizia negata!“ Ganz zu schweigen von den volkswirtschaftlichen Schäden, welche angerichtet werden, wenn die Durchsetzung eines Rechtsanspruchs vereitelt wird oder dafür Jahre verstreichen. Auch eine schleppend funktionierende Strafjustiz ist nicht geeignet,

das Vertrauen des Volkes in den Rechtsstaat zu stärken. Wenn am Ende eines sich über Jahre hinziehenden Verfahrens die Verjährung einer Straftat festgestellt wird, dann kommt dies einer Bankrotterklärung der Gerichtsbarkeit gleich. Doch gibt es bei allen diesen Schattenseiten auch manchmal kleine Lichtblicke. Auch weil es sich der hoffnungslosen Überlastung der Gerichte bewusst war, hat das Parlament vor kurzem nämlich ein Gesetz erlassen, das zumindest für Ehetrennungen und Scheidungen die Möglichkeit vorsieht, durch Vertrag zu einer endgültigen Regelung der familien- und der damit verbundenen vermögensrechtlichen Angelegenheiten zu gelangen. Den Rechtsanwälten kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Die Trennungs- und Scheidungsbedingungen können in einer von

ihnen verfassten Vereinbarung festgehalten und von den Eheleuten unterschrieben werden, wobei die Anwälte deren Unterschriften beglaubigen. Falls keine minderjährigen oder unterhaltspflichtigen Kinder vorhanden sind, wird die Vereinbarung direkt beim Standesamt der Gemeinde eingetragen, wo die Ehe geschlossen wurde. Sind hingegen minderjährige oder unterhaltspflichtige Kinder vorhanden, dann kann die Trennungs- oder Scheidungsvereinbarung zwar auch vor dem Anwalt abgeschlossen werden. Allerdings muss diese dann dem Staatsanwalt zu einer auch inhaltlichen Prüfung vorgelegt werden. Ist er der Meinung, dass die Interessen der Minderjährigen ausreichend berücksichtigt sind, dann erteilt er seinen Sichtvermerk. Wenn der Staatsanwalt hingegen Zweifel hat, dann leitet er

den Akt an den Gerichtspräsidenten weiter, der entscheidet, ob er die Eheleute zu einer Anhörung vorlädt. Alles in allem eine vernünftige, schnelle, kostengünstige und einfache Lösung. Die gleichen Verfahrensregeln wie für eheliche gelten übrigens auch für Beziehungen „ohne Trauschein“. Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die 3-Jahresfrist, die zwischen Trennung und Scheidung verstreichen muss, immer noch gilt. Ob diese ganz abgeschafft oder nur verkürzt wird, darüber berät zurzeit der Justizausschuss im Parlament. Peter Tappeiner, Rechtsanwalt

pr-info Weißes Kreuz

Das gute Gefühl der Mitglieder des Weißen Kreuzes Für die Basis-Mitgliedschaft ‚Südtirol‘ genügen 25 Euro im Jahr, um als Mitglied alle interessanten Vorteile genießen zu können: Mitglieder erhalten sechs kostenlose Krankentransporte, Preisnachlässe auf weitere Transporte, einen Erste-Hilfe-Grundkurs und folgende Kostenübernahmen: für alle eventuell anfallenden Rettungseinsätze in Südtirol, des Tickets bei einem Flugrettungseinsatz sowie des Anschlusses eines Haus- oder Mobil-Notruf-Geräts. Mitglieder „Weltweit“ hingegen versichern sich mit nur 60 Euro im Jahr gegenüber allen anfallenden Rettungskosten, weltweit, auch gegenüber jenen Einsatzkosten, die neuerdings auch auf dem Staatsgebiet anfallen können, eventuell nötige fachkundig durchgeführte Heimtransporte und -flüge inklusive. Besonders für Familien (98 Euro) ist eine gut organisierte Rückholung aus dem Urlaub im Notfall von Vorteil. Zudem genießen die Mitglieder „Weltweit“ alle Vorteile der Mitglieder „Südtirol“. Der Jahresbeitrag kann auch über die Homepage http://mitglieder.wk-cb.bz.it/de/ oder in vielen Sektionssitzen des Weißen Kreuzes eingezahlt werden. Weitere Infos unter der Rufnummer 0471 444 310/-313 oder mga@wk-cb.bz.it.


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/Menschen/ 17

„Wenn’s Herbscht weart, ziacht’s miar zu di Lorvn hin“

Harald Punter, Jg.1977, in seiner Werkstatt in Planeil: „I gea mein Weg, egal ob er richtig odr folsch isch“

von Mgadalena Dietl Sapelza

A

b dem Spätsommer beschäftigt sich Harald fast tagtäglich in seiner kleinen Werkstatt mit Tuiflund Krampuslarven. „Wenn`s Herbscht weart, ziacht`s miar zu di Lorvn hin“, sagt er. Mit Schnitzeisen und Knüppel formt er aus Holzstücken bizarre Gesichtsformen. Zirmholz ist ihm das liebste. Bei jedem Schnitzvorgang hält er Zwiesprache mit der Materie Holz, nachdem er sich vorher mit den Vorstellungen des Auftraggebers beschäftigt hat. Vieles muss beachtet werden. Der eine ist groß, der andere klein, der eine wünscht sich eine grobe naturbelassene Maske, der andere eine geschliffene und bunt bemalte. Die Anforderungen und Wünsche der späteren Träger sind für den Künstler Verpflichtung und gleichzeitig Inspiration. Beim Schnitzen

lässt er sich treiben, und in stundenlanger Tüftelei haucht er dem Holzstück Leben ein. „Mit dr Zeit hot ma sei Technik mit a poor kloane Geheimnisse“, erklärt er. Jede Maske ist ein individuelles Einzelstück, Formen und Farben verändern sich laufend, entwickeln sich weiter. Harald versucht die Tradition mit der heutigen Zeit zu verbinden. „Ma dorf nia steanbleibm“, meint er. Auf Wunsch arbeitet er Larven auch um. Meist verändert er dann die Acryl-Bemalung. „Damit olm eppas nui isch unt nit jedr siecht, wer dahintr steckt“, sagt Harald. Sein künstlerisches Geschick entwickelte er in der Mittelschule. Man müsse nicht immer eine Begabung haben, betonte er. Mit viel Übung komme man auch weiter. „Wer s`greascht Talent hot, unt faul isch, kimmp aa nit weitr.“ Harald entschied sich für die Bildhauerschule im

Lechtal. Nach der vierjährigen Lehre besuchte er ein Jahr die Marmorfachschule in Laas. Dieser Lehrgang brachte ihm die Erkenntnis, dass er für Marmorbearbeitung viel zu ungeduldig ist. Daraufhin schaute sich in den Kunstakademien in Nürnberg, München und Wien um und merkte, dass ein Studium nicht das Seine war. „Deis zu tian, wos di Professorn sogn, honni nit gwellt unt dr Diskurs hot sui nit interessiert“, erklärt er. Schließlich suchte er als selbständiger Künstler seinen eigenen Weg. Doch es war schwierig. Nur vereinzelt flatterten kleinere Aufträge ins Haus. Meist waren es Jäger, die Brettchen für ihre Trophäen bestellten. Doch irgendwie schlug er sich durch. Er verzichtete auf vieles, auf ein Auto, auf Urlaub… Er lebte teilweise fast spartanisch und kämpfte so gegen die Regeln des klassischen Bürgertums. Wenn

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Das Maskenschnitzen ist seine große Leidenschaft. Unzählige Tuifl- und Krampuslarven hat Harald Punter aus Planeil bereits geschaffen und umgearbeitet. Seinen Lebensrhythmus bestimmen künstlerische Arbeiten, Erdbeerfelder und Schafe. Als Chef der „Pramulta-Tuifl“ von Planeil versucht er die alte Tradition weiterzuentwickeln und ist immer für Neues offen. Im Verein läuft auch ein Mädchen als Tuifl mit. man nachdenke, werde einem bewusst, dass es im Leben nicht immer so gehen müsse, wie andere meinen, erklärt er. Lachend fügt er hinzu „Meine Eltern sein olm tolerant gweesn, unt sou hon i di Zeit meiner Jugendrevolte guat überstondn.“ Schließlich nahm er doch eine geregelte Arbeit bei einer Malerfirma an und legte seine künstlerische Tätigkeit auf Eis. Dieses Eis taute jedoch nach einem Jahr, als ihm klar war, dass die freiberufliche, künstlerische Tätigkeit seinem Naturell als Freigeist am Besten entsprach. Er begann Bilder zu malen, beschäftigte sich mit dem klassischen Akt, mit dem Mysterium Natur, und er schaffte wieder unterschiedliche Skulpturen aus Holz und übernahm Auftragsarbeiten. Eine finanzielles Polster verschaffte er sich jährlich mit „Äpfelklauben“ und Baumschneiden. Die verkrüppelten Bäume empfindet er als Inspiration. Für ihn ist es nicht wesentlich, wie etwas ausschaut. Das gilt für Naturgebilde wie auch für Menschen. Heute ist er sich ganz sicher, dass der künstlerische Weg für ihn der richtige ist. Er fühlt sich ungebunden und ist frei auch für seine kleine Landwirtschaft. Seit kurzem kultiviert er naturbelassene Erdbeerfelder, und er hält rund 25 Tiroler Steinschafe, eine alte vom Aussterben bedrohte Rasse. „Oft isch es onfocher, sich mit Viecher ozgeebm, als mit Leit“, meint er. Das Heu für seine Schafe holt er von steilen Feldern mit 119 Erschwernispunkten. „Über 800 Johr hot ma dia Wiesn gmeit“, sagt Harald. Und er empfindet es als Verpflichtung und Auftrag, dieses Erbe der Ahnen weiter zu pflegen, genauso wie das Tuifl-Brauchtum mit der Anfertigung von Masken, jedes Jahr ab dem Spätsommer.


18 /Gesellschaft/

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Weihnachtsmarkt

Konzert: „Auf ihr Pforten“

Am Sonntag, 30.11.2014 findet von 9:30 - 17 Uhr wieder der Weihnachtsmarkt im Haus Slaranusa - Lebenshilfe - in Schlanders statt. Alle sind herzlich dazu eingeladen.

„Tollite Portas - AUF IHR PFORTEN“ ist der Titel des Advent-Konzertes , welches am Samstag, den 6. Dezember 2014 um 18.00 Uhr in der Pfarrkirche von Unser Frau im Schnalstal bei freiem Eintritt stattfindet und vom Kirchenchor Schnals und dem Kulturverein Schnals organisiert wird. Das Konzert wird von Chor und Orchester betritten und dürfte in der wunderschönen Wallfahrtskirche von Unser Frau beeidruckend werden. Der Kirchenchor Schnals und der Kulturverein Schnals laden dazu herzlich ein.

Das Finale

Kortsch/Wien

Beim jüngsten Außenminister

Rabland/Partschins - Der Heimatpflegeverein Partschins gestaltete das Finale, den Abschluss, des vom Bildungsausschuss initiierten Projektes „Kolch und Wosser“ in der Gemeinde Partschins. Im Rablander Geroldsaal waren am 14. November 2014 Neugier, Erinnerungen, Kunst und Geselligkeit vorhanden.

Foto: „Wind“-Archiv

Martin Trafoier mit Außenminister Sebastian Kurz

freundlich und entspannt. Neben Umweltfragen zum Schutz der Eisbären waren die Unabhängigkeitsbestrebungen in Europa (Schottland, Katalonien) Haupttema. Trafoier fragte Kurz nach seiner Meinung dazu auch im Hinblick auf entsprechende Bestrebungen in Südtirol. Die Antwort des Außenministers war klar: Abspaltungsversuche seien Schritte zurück. Die Zukunft Europas liege in einer starken Gemeinschaft, die Regionen und Nationalitäten gleichberechtigt zusammen gestalten können. An diesem Ziel gelte es zu arbeiten, nicht zuletzt um den Frieden erhalten zu können. (mds)

links: Herbert Schönweger referiert über Kalk und Wasser in der Kunst; oben: Hanni Laimer und Stefan Tappeiner lauschen den Ausführungen von Ewald Lassnig; unten: Karl Hofer führt in die FreskoTechnik ein

Foto:s Erwin Bernhart

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m Österreichischen Nationalfeiertag (als Erinnerung an die Besiegelung des Neutralitätsvertrages 1955) öffnete das Parlament in Wien, das so genannte „Hohe Haus“, seine Tore für die Bevölkerung. Martin Trafoier aus Kortsch (Präsident der weltweiten Eisbärengesellschaft mit Sitz in Hammerfest Norwegen) hielt sich an diesem Tag in Wien auf. Spontan ersuchte er um einen Termin im Büro des Außenministers Sebastian Kurz. Und dieser wurde ihm auch gewährt. Aufgeregt war Trafoier nicht, denn im Ungang mit hohen Persönlichkeiten im In- und Ausland ist er geübt. Das Gespräch verlief

S

chönes und Heiteres“ versprach die Einladung vom Heimatpflegeverein Partschins. Mit Heiterem, aus dem Blick der Nachfahren, wurde denn auch begonnen. Ewald Lassnig beleuchtete den Jahrhunderte dauernden Wasserstreit in Rabland und Partschins. Vor Gerichten gestritten hat man jahrelang, Wasserrechte in die Heirat miteingebracht, um das Wasser gerauft, bis das Blut geflossen ist, schöne Brunnen gestaltet. Das Wasser war und ist in der Gemeinde Partschins, wie andernorts, begehrt und für die wirtschaftliche Entwicklung vor allem in der Landwirtschaft von höchster Bedeutung. Das Partschinser Wasser war im laufenden Projekt-Jahr ständiger Begleiter, abgefüllt und eigens etikettiert stand es Besuchern bei jeder Veranstaltung zur Verfügung: bei der Projekteröffnung in

Rabland im Mai, bei einer Quellenwanderung zu den OberhausQuellen im Juni, bei der „Bruchlandung“ im Kalkbruch Quadrat im August, bei der geologischen Wanderung und bei der Veranstaltung „Kalk und Wasser im Handwerk“ im September, bei „Kalk und Wasser im Obstbau“ im Oktober und eben auch beim Abschluss im Geroldsaal am 14. November 2014. Erinnerungen, auch Jugenderinnerungen an den Kalkbruch, wach gerufen wurden in einem Kurzfilm mit Interviews vom langjährigen Bruchbetreiber Egon Stingel, vom Alt-BM Robert Tappeiner, vom langjährigen Vize-BM Matthias Bernhart, vom Adolf Forcher und von den Geschwistern Hertha und Hermann Castiglioni. Aufgezeichnet hatte diese Interviews Erwin Bernhart, Chefredakteur vom Vinschgerwind.

Über die Anwendung von Kalk in der Malerei, in der Kunst, am Bau und über die lebendige Schönheit des Wassers referierte der Kunstkenner Herbert Schönweger. Anschauliche und praktische Beispiele zeigte der Künstler Karl Hofer anhand einer Fresko-Malerei und in Form der Aquarelltechnik. Durch den Abend hat Stefan Tappeiner, Mitglied des Vorstandes des Heimatpflegevereines geführt. Flankiert wurde die Veranstaltung von alten Fotografien vom Kalkbruch, vom Kalkwerk auf der Töll, von Kalkarbeitern und von Bildern von der Cantina. Bei Gerstsuppe klang der Abend aus. Erfreut über das große Echo zum gelungenen Projekt-Abschluss zeigten sich die Obfrau des Bildungsausschusses Partschins Hanni Laimer und Markus Breitenberger vom Bezirksservice Burggrafenamt.


27.11.14

Vinschgerwind 24-14

Schlanders

Ein guter Morgen fängt am Abend an! freie Betten, kuschelig warme Zudecken und Kissen aus reiner Merinowolle, veredelt mit Zirbenflocken, ermöglichen ein optimales Schlafgefühl. Die Produkte der Firma RELAX verbinden natürliche Roh- und Werkstoffe mit den neuesten Erkenntnissen aus Ergonomie und Orthopädie zu ökologischen Gesundheitsprodukten. Das Schlafsystem Relax 2000 mit 45 dreidimensional gelagerten Zirbenholztellern und einer flexiblen Einsinktiefe von 70 mm ermöglicht eine perfekte Körperanpassung und Entlastung der Wirbelsäule während des Schlafs. Der zweite wichtige Teil Ihres Bettes ist die Matratze. RELAX-Naturlatexmatratzen zeichnen sich durch ihre Punktelastizität und ihre Naturreinheit aus. Bei Möbel Reisinger in Eyrs finden Sie ein Komplettangebot für gesundes, natürliches Schlafen und eine kompetente Schlafberatung.

Schlanders Marketing

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ür teures Geld hat man in der Gemeinde Schlanders das Marketing neu aufgestellt. Das Ergebnis: Seit knapp einem Jahr gibt es mit „Schlanders Marketing“ eine Stabstelle und mit Karin Meister eine Marketingbeauftragte. Sie organisiert den Auftritt der Gemeinde Schlanders nach außen, begleitet Veranstaltungen und ist finanziell mit Geldmittel von rund 20.000 Euro ausgestattet. Jüngst präsentierte sie im Rathaus eine Reihe von Tätigkeiten von „Schlanders Marketing“, u. a. das neue Corporate Design der Gemeinde, das neue Gesicht, das die Firma tagraum entwickelt hat und das von Meister betreut wird. Derzeit laufen die Vorbereitungen für das Projekt „Sternstunden in Schlanders“, dem heurigen Weihnachtsprogramm. Ein Höhepunkt im kommenden Jahr dürfte das Dorffest werden, das seit über 15 Jahren nicht mehr stattgefunden hat und zu dem sich am 24. und 25. Juli mindestens ein Dutzend Vereine gemeldet haben. (ap) Foto: Angelika Ploner

pr-info Möbel Reisinger

Tiefer, erholsamer Schlaf ist Lebensqualität. Im stressgeplagten Alltag der heutigen Zeit ist das Bedürfnis nach Erholung und Entspannung groß und erholsamer Schlaf die wichtigste Voraussetzung für ein gesundes Leben. Naturmaterialien fördern den erholsamen Schlaf. Naturlatex, Wolle, Baumwolle und das Holz der Zirbe spielen dabei eine wichtige Rolle. Metall-

/Gesellschaft/ 19


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Vinschgerwind 24-14

27.11.14

Latsch

Katastrophenhelfer für internationale Einsätze gal ob Waldbrände in Spanien, Portugal oder in den USA. Jede helfende Hand zählt. Und seit kurzem gehören auch drei Vinschger zu denen, die sich ehrenamtlich in solche Krisengebiete begeben. Florian Kupperion, Philipp Fischer und Peter Paul Schweitzer gehören seit Mitte Oktober offiziell der international tätigen Hilfsorganisation @fire an, die weltweit zu Einsätzen zur Waldbrandbekämpfung reist. Um als offizielles Mitglied aufgenommen zu werden, mussten sie neben einem theoretischen Lehrgang auch einen praktischen Ausbildungsteil absolvieren. Die praktische Einheit, wofür die 14 Teilnehmer aus Deutschland, der Schweiz und Südtirol nach Latsch gereist waren, wurde am Sonnenberg ausgetragen. Gestartet wurde das Trainingslager in den frühen Morgenstunden mit der Absei-

lung aus der Seilbahn nach St. Martin, bei der das Team mit der Latscher Bergrettung zusammenarbeitete. Ausgerüstet mit Schaufeln, Motorsäge und anderen Einsatzwerkzeugen folgte im Anschluss ein längerer Marsch. Immer wieder mussten die Teilnehmer verschiedene Übungen absolvieren, wie das Fällen eines Baumes Peter Paul Schweitzer, Florian Kupperion und Philipp Fischer sind nun bereit für oder Errichten von den weltweiten Einsatz; rechts: Zu Beginn wurden die Teilnehmer abgeseilt Schutzschneisen zur Schutzdecke einhüllen, um sich Verhinderung der Ausbreitung Wasser zur Feuerlöschung fehlt. vor den Flammen zu schützen. des Feuers. Ein weiteres Haupt- Abschließend probten die Helfer Die drei Vinschger haben die augenmerk lag auf den verschie- in Gelb noch den äußersten NotAusbildung erfolgreich gemeidenen Methoden zur Bekämp- fall, nämlich im Flammenmeer stert und können nun weltweit fung der Vegetationsbrände ohne eingesperrt zu sein. In einer zu Einsätzen gerufen werden. oder mit nur sehr wenig Wasser, solchen Situation müssen sie (sam) da in vielen Gebieten das nötige sich in eine spezielle feuerfeste Fotos: Sarah Mitterer

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Heimatbühne Kastelbell

Liebe Theaterfreunde: Wir sind voll motiviert Liebe Theaterfreunde, nach einer längeren Pause meldet sich die Heimatbühne Kastelbell/Tschars wieder zurück. Voll motiviert stehen wir mitten in den Proben unseres neuen

Theaterstücks. So langsam kommen wir zum Endspurt, was natürlich die Nervosität steigert. Wir haben aber sehr viel Spaß bei den Proben und hoffen das Publikum bei den Aufführungen

auch zum Lachen zu bringen. Da wir nicht bis zu der gewohnten Zeit im Januar warten wollten, spielen wir schon jetzt vom 30. November bis zum 14. Dezember. Wir würden uns sehr freu-

en, euch, liebe Theaterfreunde, zur Premiere oder einer der folgenden Aufführungen begrüßen zu dürfen. Liebe Grüße und bis bald - die Heimatbühne Kastelbell/Tschars

Heimatbühne Kastelbell-Tschars Lustspiel in 3 Akten von Franz Schaurer Regie: Max Blaas

Eine Frau mit Garantie

JOSEF MASCHLER HAUS - TSCHARS Sonntag, 30.11.2014 17.00 Uhr Premiere Samstag, 06.12.2014 20.00 Uhr Sonntag, 07.12.2014 17.00 Uhr

Montag, 08.12.2014 17.00 Uhr Samstag, 13.12.2014 20.00 Uhr Sonntag, 14.12.2014 17.00 Uhr

Eintritt Erwachsene Euro 9,00 - Kinder Euro 5,00 - Reservierung - Tel. 333 3298232

martin-kaserer.com

Reservierte Karten müssen bis spätestens 20 Minuten vor Beginn der Aufführung an der Kassa abgeholt werden!


27.11.14

Vinschgerwind 24-14

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Heimatbühne St. Valentin

Eine herzerfrischende Umsetzung des pfiffigen Dreiakters „Handylust & Handyfrust“ von Wolfgang Bräutigam gelang der Heimatbühne St. Valentin. Eine gehörige Portion Wortwitz floss in die spritzigen Dialoge ein und dies wurde vom Publikum mit schallendem Gelächter und Applaus belohnt. Handylust und Handyfrust befasste sich mit den Tücken und Vorzügen der Handys und stellte dies auf amüsante Weise in den Vordergrund des Geschehens. Als dann zu Testzwecken noch der Strom abgeschaltet werden muss, bricht

das Chaos aus und es kommt zu Verwechslungen, Missverständnissen, harten familiären Auseinandersetzungen, Eifersucht, Streit und Streik. Bei der Premiere überzeugten alle Darsteller. Besonders gut gespielt hat Markus Blaas den Knecht Josef und Carmen Moriggl die Chefin der Castingfirma. Das Bühnenbild kam einem Kunstwerk gleich. Andreas Habicher und Martin Blaas haben in liebevoller Arbeit detailgetreu die Fassade eines Bauernhofes gestaltet. Ein Brunnen mit plätscherndem Wasser vor einem

Foto: Andreas Waldner

Handylust & Handyfrust

Ein modernes Stück, in dem es um den Zwiespalt der heutigen Zeit geht – den technischen Fortschritt einerseits und die Angst vor der Strahlenbelastung. v.l.: Hedwig Probst, Karl Probst, Kathrin Köfele, Rita Punter, Stefan Köfele, Markus Blaas; nicht im Bild: Dagmar Hellrigl, Michael Waldner und Carmen Moriggl Gartenzaun und das Modell eines Sendemastes gehen in die Panoramamalerei mit dem Haidersees und der schneebedeckten Ortlergruppe nahtlos über, sodass die gemalten und

realen Bildobjekte schwer auseinander gehalten werden können. (aw) Am Samstag, dem 29.11.2014, um 20 Uhr geht noch einmal der Vorhang auf.

Heimatbühne Taufers i.M.

Jugendtheater kommt gut an oller Saal, tosender Beifall und ein gut gelauntes Publikum waren das Ergebnis der Aufführungen des Sückes „Romeo und Julia reloaded“ der Heimatbühne Taufers. Der Spielleiter Brighenti Davide und Obmann Florian Rufinatscha Voller Einsatz in jugendlicher Frische auf der Bühne freuten sich über den großen Erfolg der bishe13 und 16 Jahren, ließen die moderner Musik. Eine neue Errigen Aufführungen. Bereits im Romanze neu aufleben, durch fahrung für die älteren Spieler, September begann die intencoole Sprüche, in ihrer lockeren sowie für den Bühnenbau, die sive Probezeit. 18 Schauspiejugendlichen Art, untermalt Licht- und Tontechnik und die ler, davon die Hälfte zwischen mit lockeren Sprüchen und Maske. (bbt)

Fotos: Reto Wiesler

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Weitere Aufführung: Samstag, 29. November um 20:00 Uhr. Platzreservierungen bei Martina unter: 3402367216


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Vinschgerwind 24-14

27.11.14

Schlanders - Filmabend

Fotos: Heinrich Zoderer

Hüttenwirte erzählen

Auch die Hüttenwirte auf der Bayerhütte und auf der Oberetteshütte erzählen im Film „Wächter der Wanderer“ über ihr Leben unter den höchsten Berggipfeln; Der Filmemacher Helmut Lechthaler, der Moderator Georg Pardeller vom AVS Bozen, die Hüttenwirtin Karin Heinisch von der Oberetteshütte und Bernhard Wöll von der Bayerhütte

W

ir bilden uns ein, alles im Griff zu haben. Hier oben auf über 3.000 Meter wissen wir, dass die Natur das Sagen hat und wir nichts im Griff haben. Deshalb bin ich Hüttenwirtin geworden.“ Das meint Heidi von Wettstein von der Müllerhütte auf 3.145m. Sie ist eine von zehn Hüttenwirten, die im Film von Helmut Lechthaler und Astrid Kofler „Wächter der Wanderer“ über das Leben auf Schutzhütten erzählen. Der Filmclub Schlanders zeigte

den Film in Zusammenarbeit mit dem AVS und anschließend diskutierten Karin Heinisch von der Oberetteshütte, Bernhard Wöll von der Payerhütte und Helmut Lechthaler über den Film und den besonderen Reiz einer Schutzhütte. Neben wunderschönen Naturaufnahmen der Südtiroler Bergwelt, werden zehn Geschichten über unterschiedliche Hüttenwirte aus dem ganzen Lande erzählt. Gesprochen wird von der Freiheit in den Bergen, dem Glücks-

gefühl und der Kraft, die Berge vermitteln, vom Essen und Feiern, aber auch vom Kampf um das Wasser, der Einsamkeit in den Bergen und der Suche nach abgängigen Wanderern. Jeder Tag ist anders und jeder Sonnenaufgang ein neues Erlebnis. Es sind unterschiedliche Menschen, einige sind bereits in der zweiten Generation auf einer Schutzhütte, andere waren früher Bankbeamte, Lehrer oder Handwerker und haben nun in den Bergen ihre Welt

gefunden. Karin Heinisch und ihr Mann Edwin haben 2010 eher zufällig die Oberetteshütte übernommen und mussten vieles neu lernen. Heute haben sie alles gut in Griff. Bernhard Wöll ist mehr oder weniger unter dem Ortler auf der Payerhütte aufgewachsen und im Sommer macht er, wenn er gerade Zeit hat, eine Wanderung zum Ortler. Sein Vater war 27 Jahre Hüttenwirt und sein Großvater 40 Jahre. Da gibt es viel zu erzählen. (hzg)

Vinschgau

Line Dance erobert den Vinschgau inheitlich gekleidet, konzentriert und synchron setzen sie ihre Tanzschritte zu schwungvoller Country-Musik und folgen der vorgegebenen Choreographie. Sie tanzen individuell in Reihen und Linien vor- und nebeneinander. Und sie haben großen Spaß dabei. Die Rede ist von den rund 40 Tänzerinnen und Tänzern der Vinschger Line-Dance-Gruppe, die seit drei Jahren in einem Verein organisiert ist. Wöchentlich treffen sie sich zu Proben in Laas und Rabland. Die Auftritte bei unterschiedlichen Veranstaltungen bestreiten sie gemeinsam. Besonders aufregend war die Teilnahme an Weltrekordversuchen in St. Anton. Als Verstärkung der Line Dance Gruppe Landeck schafften sie die Eintragung in das Guinnessbuch der Rekorde, einmal mit 1.300 Personen und 20 Tänzen

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

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oben: die Line-Dance-Gruppe vor dem Training in der Mittelschule von Laas; rechts: Trainer Francesco Ferrara in der Stunde, ein anderes Mal mit 1.200 Personen im Schlangentanz. Auch Line Dancer aus Tscherms waren beim Weltrekord dabei. Leiter der Vinschger Line Dance Gruppe ist Francesco Ferrara. Unterstützt wird er von seiner Partnerin Wally Gruber. Ferrara hat diesen Tanz-Sport in den Vinschgau gebracht. Er war als Elektromonteur beim Bau der Bahnstrecke im Vin-

schgau tätig und wurde hier sesshaft. Heute arbeitet er in der Schweiz. Ferrara selbst war mit dem „Line Dance Fieber“ bei einem Country-Fest in Bayern infiziert worden. Seine erste Line Dance Gruppe im Vinschgau formierte sich unter seiner Leitung 2008 in den Reihen der Pferdefreunde Glurns. Der Line Dance ist unter Leistungssport eingestuft. Es geht um Kondition und

Merkfähigkeit. Die Muskeln werden genauso angeregt wie die Sinne. Das steigert das allgemeine Wohlbefinden. Beim Synchron-Tanzen ist regelmäßige Teilnahme an den Proben wichtig. Ansonsten kann man den Anschluss verpassen, es sei denn, man findet daheim die Zeit zum Üben. Neueinsteiger sind jederzeit willkommen. Diese werden in Anfängerkursen vorbereitet, damit sie sich schneller in die bereits erfahrene Tanzgruppe integrieren können. Gute Erfahrungen haben Ferrara und Gruber mit Kindern und Jugendlichen gemacht. Der Line Dance wirkte in der Schule leistungssteigernd. Derzeit warten einige Interessierte darauf, starten zu können. Deshalb wird derzeit über einen Neueinsteiger-Kurs nachgedacht. (mds) Informationen unter: 3406900682 (ab 17.00 Uhr)


50 Jahre

Malermeister Wieser hinten v. l.: 'Ă NTHER7IESER -ATTHIAS7IESER 7ALTER7IESER vorne v. l.: ,ISA7IESER 2OBERT7ALDER *OACHIM0EDROSS +LAUS 0ERKMANN 7ALTER4RAFOIER #HRISTIAN2ECHENMACHER und $ENNIS &EDERSPIEL

Grundschule Laas

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0 Jahre „Malermeister W. Wieser“ in Schlanders: Ein rundes Jubiläum, das nicht ohne Grund stolz macht. Vom kleinen Handwerksbetrieb zu einer Top- und Traditionsadresse unter den Handwerksbetrieben im Vinschgau und darĂźber hinaus: Das ist – zusammengefasst – die Geschichte des Malerbetriebs „Malermeister W. Wieser“. Doch der Reihe nach. Es scheint im Blut zu liegen, das Malergewerbe: Neben BetriebsgrĂźnder Walter Wieser, war bereits dessen Vater Michael Wieser von Beruf Maler und schon dessen Vater vor ihm. „Jo, des sein olls Moler gewesen“, bestätigt Walter Wieser, der Seniorchef von „Malermeister W. Wieser“ in der Handwerkerzone Kortsch. Im FrĂźhjahr 1964 hat Walter Wieser den gleichnamigen Malerbetrieb gegrĂźndet, nachdem er zwei Jahre Erfahrungen in der benachbarten Schweiz gesammelt hatte. Mit

OVEG Eyrs

einem Gesellen startete der junge Malermeister, bis am Ende des Jahres waren’s drei. „Mit klianere Orbatn hobmer ongfongen,“ erinnert er sich. Im Krankenhaus Schlanders, in der Hoppe und in der Mittelschule St. Valentin habe man die ersten Arbeiten mit Stolz ausgefĂźhrt, später dann im Gamperheim. Der Malerbetrieb wurde weiterempfohlen, die Sorgfalt und die Zuverlässigkeit wusste man alsbald im ganzen Vinschgau zu schätzen. Bis heute hat man sich diese Qualitäten behalten. Und nicht zuletzt deshalb feiert „Malermeister W. Wieser“ heuer sein 50-Jahr-Jubiläum. Einen Namen hat man sich auch als Ausbildungsbetrieb gemacht. JĂźngst holte der Lehrling Dennis Federspiel Gold bei den Berufs-Landesmeisterschaften in Bozen. Die Zukunft von „Malermeister W. Wieser“ ist gesichert: Sohn Matthias arbeitet seit 2012 tatkräftig im Betrieb mit. (ap)

Sailer-Haus, Schlanders

Kondominium Feldweg, Schlanders

$IEWICHTIGSTEN$ATENEINER %RFOLGSGESCHICHTE

1964: Grßndung 1969 Walter Trafoier wird als Lehrling eingestellt: noch heute – ßber 40 Jahre später – arbeitet er im Betrieb mit 1980: Sohn Gßnther Wieser tritt in den Betrieb ein 1992: Walter und Gßnther grßnden eine OHg 1995: Das Betriebsgebäude in der Handwerkerzone Kortsch ist bezugsfertig 2012: Sohn Matthias tritt in den Betrieb ein

-

$IE$IENSTLEISTUNGEN EINE!USWAHL Malerarbeiten aller Art Gestaltung von Fassaden Dekorations- und Lackierarbeiten Hochwertige Lackierungen von Möbeln und Türen Gipsdecken, Gipswände und Brandschutzverkleidungen Bodenbearbeitung Epoxidharzbeschichtungen

0ROTZENWEG+ORTSCHs3CHLANDERS 4EL&AXs-OBIL )NTERNETWWWWIESER MALERCOM INFO WIESER MALERCOM


Bildungsausschuss Mals

Kastelbell/ Tschars

TarscH

LatscH

Martell

Goldrain

Schlanders

Kortsch

Laas

Stilfs

Prad

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Glurns

Graun

Bildungsausschüsse Vinschgau

Mals

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Schluderns

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Bildungsausschuss Schluderns

2OI4

Malettes BILDUNGS HERBST Vortrag

Die Option 1939 Die Option gehört zweifellos zu den einschneidensten und dramatischsten Ereignissen der Geschichte Südtirols. 75 Jahre danach ist ein Anlass, die Voraussetzungen, den Ablauf und die Folgen dieses Ereignisses in Erinnerung zu rufen. Ein besonders interessanter Aspekt ist dabei auch die in diesem Prozess bedeutende Rolle der Kirche. Im Referat der Historikerin Dr. Martha Verdorfer wird es schließlich auch um die Erinnerung an die Option gehen und wie sie sich von 1945 bis heute verändert hat. Kalendervorstellung „Laatscher Kalender 2015“ Der Großteil der Bevölkerung entschied sich für das Auswandern in das „Deutsche Reich“. Im Zuge der Option 1939 wurde Franz Josef Grass beauftragt, als Dokumentation die Gebäude von Laatsch zu fotografieren. Die Fotos sollten der Erinnerung an die alte Heimat und als Zeugnis für die Nachkommen dienen. Termin: Mittwoch, 03.12.2014 Beginn: 19.30 Uhr Ort: Laatsch, Gasthof Lamm Organisation: Pfarrei St. Luzius Laatsch

Bildungsausschuss Graun

„Hoadr Kunstfenster“

„Toulr Kapella-Liachtr“

30.11.2014 – 06.01.2015

Irmhild Eller, Langtaufers

30.11.2014 – 06.01.2015

Seit ca. 10 Jahren besuche ich immer wieder Seminare und Malkurse und habe mich so zur Freizeitmalerin entwickelt. Ich bevorzuge die Aquarellmalerei. Mit Vorliebe male ich Stillleben und Landschaften. So freue ich mich dieses Jahr die „Hoadr Kunstfenster“ gestalten zu dürfen. Die diesjährige Ausstellung trägt den Titel „Dem Lichte entgegen“.

So., 30.11.2014 (1. Advent)

Sonntag, 07.12.2014 (2. Advent)

17.00 Uhr – Pfarrkirche St. Valentin a.d.H.

16.00 Uhr – Lichterwanderung von Patzin bis Perwarg

• Advent-Feier mit der Musikschule Obervinschgau, dem Malser Viergesang, den Geschwistern Brenner Greta und Anna, Noggler Barbara sowie den Bläsern der Musikkapelle St.Valentin; kurze Adventsmeditation • Offizielle Anleuchtung der Kunstfenster am Vereinshaus und Verkauf von Weihnachtsgebäck und Getränken; die Fensterbilder sind bis zum 07.01.15 (Hoadr Kirchta) zu sehen • Anschließend Bilderausstellung im Vereinshaus sowie am Sonntag, 07.12.14 von 9.30 – 12.00 Uhr Organisation: Bildungsausschuss und kath. Familienverband – Zweigstelle St. Valentin

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

Auch heuer werden während der Advents- und Weihnachtszeit in Langtaufers die acht Kapellen angeleuchtet. Von Raffein bis Melag erinnern die angeleuchteten Kapellen an die besinnliche Zeit. Der Bildungsausschuss bedankt sich bei allen Besitzern der Kapellen für die Zusammenarbeit. Am zweiten Adventsonntag (07.12.2014) wird wiederum die Lichterwanderung von Patzin bis Perwarg durchgeführt.

•M  ännergesang und besinnliche Texte bei der Wanderung von Patzin bis Perwarg auf dem Forstweg. Wir bitten die Teilnehmenden Laternen mitzubringen. • I n Perwarg spielen die Weisenbläser der MK Reschen. Genießen Sie ein heißes Getränk und eine wärmende Suppe. • Busdienst: Ab St. Valentin 15.20 Uhr – Reschen 15.30 Uhr – Graun 15.40 Uhr – Melag 15.50 Uhr. Der Bus hält an allen Bushaltestellen. Rückfahrtmöglichkeit von Kapron Richtung Melag um 19.00 Uhr, von Kapron Richtung Graun um 19.15 Uhr. Organisation: Bildungsausschuss, KVW Ortsgruppe Langtaufers, Freiwillige Feuerwehr Langtaufers

Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf


27.11.14

Vinschgerwind 24-14

/Gesellschaft/ 25 pr-info Ayurvita Schlanders

Dorftheater Schleis

Turbulenzen auf der Schleiser BĂźhne: links: Richard Hirschberger und Judith Abart; rechts: Nadia Abart, Peter Abarth und Max Eller

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er Schwank „Zwei Herren spielen Dame“ von Wilfried Reinehr auf der BĂźhne des Schleiser Dorftheaters hat das Publikum in zweiter Auflage amĂźsiert. Die Premiere war bereits Anfang April gefeiert worden. Doch nach einem Trauerfall im Dorf waren alle weiteren AuffĂźhrungen abgesagt worden. Im Herbst haben die Schauspielerinnen und Schauspieler das StĂźck erneut aufgegriffen. Der Inhalt dreht

sich um die JugendsĂźnden zweier Schleiser Männer, des Bäckermeisters Taddäus (Max Eller) und des UnterwäscheVerkäufers Emil (Peter Abarth). Beide haben vor 18 Jahren einen aufregenden Urlaub in Riccione verbracht und sind plĂśtzlich mit den Folgen ihrer amourĂśsen Abenteuer konfrontiert. Die junge Dame Silvia (Nadja Abart) will ihren Vater kennenlernen und diesen, was lange niemand weiĂ&#x;, an ihrer

millionenschweren Erbschaft beteiligen. Im bunten Treiben mit deftigen SprĂźchen und Witzen mischen Emils Ăźbereifrige Schwester (Priska Schenk), deren Neffe Wolfi (Markus Eller), der Beamte Otto (Florian Waldner), der Backpulver-Vertreter Robert (Richard Hirschberger) und die einfältige Traudl (Judith Abart) kräftig mit. Ein sehr langes Versteckspiel beginnt mit Missverständnissen und turbulenter Verkleidung, das Silvias Mutter (Anja Haller) schlieĂ&#x;lich auflĂśst. Silvias Vater ist der Beamte Otto, der vor 18 Jahren ebenfalls in Riccione Urlaub gemacht hat. Er wird zu seiner Ăœberraschung Millionär. Regie fĂźhrten die beiden Hauptdarsteller Max Eller und Peter Abarth. Das Publikum honorierte die MĂźhe der Akteure auf und hinter der BĂźhne mit kräftigem Applaus. (mds)

Geschenk zum 10-Jährigen Zum 10-jährigen Bestehen des Kosmetikstudios Ayurvita in Schlanders hatte sich Hedi Altstätter fßr ihre treuen Kundinnen und Kunden ein besonderes Geschenk ausgedacht. Sie lud zu einer kostenlosen Hautanalyse, die ein Fachmann der Firma Klapp mit einem Spezialgerät durchfßhrte. Die Analyse brachte den Einzelnen wichtige Erkenntnisse rund um die Beschaffenheit der Haut. Während die einen beim Test waren, stärkten sich die anderen in geselliger Runde bei einem kleinen Buffet. (mds) Infos: 333 69 74 606

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

Durch Jugendsßnde zum Millionär

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PĂźnktlich zum Start der Herbstsaison konnte die Verlegung der neuen absolut rutschfesten Steinfliesen im schĂśnen Latscher Hallenbad abgeschlossen werden. Das AquaForum zählt zu den modernsten Hallenbädern im Land. UV-Geräte garantieren fĂźr alle Becken eine gute Wasserqualität. Die Tunnelrutschbahn ist bei den Kindern äuĂ&#x;erst beliebt, während die Erwachsenen das Quirl- und Solebecken genieĂ&#x;en kĂśnnen. Egal ob FreizeitspaĂ&#x; fĂźr die ganze Familie oder Erholung in der groĂ&#x;zĂźgigen Saunalandschaft – im AquaForum von Latsch findet ein jeder Wasserbegeisterte etwas fĂźr sich. (Siegmar Trojer)


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Vinschgerwind 24-14

Schluderns

Schluderns/Burgeis

6o Jahre „Blechlorv“

Arche Noah

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

enn wir uns beim Saatgut nur noch auf Großkonzerne verlassen, dann könnten wir eines Tages von ihnen abhängig sein. Denn die Samen der hochgezüchteten HybridSorten keimen kaum noch. Sie haben keine Seele mehr. Großkonzerne wollen ein Monopol schaffen, Gewinne abschöpfen. Ihre Getreidezüchtungen beschränken sich auf wenige Sorten. Beim Dinkel ist das eine einzige. Das alles sagt Edith Bernhard. Sie und ihr Mann Robert bemühen sich seit Jahren dem im Rahmen ihrer Möglichkeiten entgegenzuwirken. Ihr Garten in Burgeis ist zu einer „Arche Noah“ für verschiedene alte Pflanzensorten geworden.

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ie die Schludernser zur außergewöhnlichen Blechlorv gekommen sind, weiß niemand so genau. Erzählt wird, dass sich ein Schmied-Lehrling 1954 erstmals mit einer selbstgefertigten Blechlorv beim traditionellen Nikolausumzug am 5. Dezember gezeigt haben soll. Andere haben es ihm dann wohl nachgemacht. Der Schemenverein Schluderns stellt nun die diesjährigen Aktivitäten unter das Motto: „60 Jahre Blechlorv“. Diese – oftmals belächelt - ist typisch für Schluderns, originell und einzigartig im Alpenraum. Benni Tragust, der neue Chef des Schemenvereins, und seine junge Truppe setzen alles daran, dass die traditionelle Blechlorv in ihrer herkömmlichen und einfachen Machart weiter getragen wird. „Die Träger sollen stolz auf ihre Blechlorv sein und sich selbstbewusst damit zeigen“, so Tra-

gust. Er und seine Leute haben sich zum Jubiläum einige Aktivitäten ausgedacht. Unterstützt werden sie von Edmund Tragust, Heiko Hauser und Irina Garber. Am Samstag-Nachmittag, den 29. November, findet der traditionelle Kinderschemen-Lauf statt, bei dem sich unzählige kleine Krampusse aus vielen Südtiroler Orten zusammen mit den Schludernser Schemen zeigen. Zur Aufführung kommt

ein kurzes Theaterstück am Glühweinstandl auf dem Dorfplatz mit Anekdoten rund um die Blechlorv. Zu sehen sind ein Schementanz, eine Feuershow und vieles mehr. Das „Schemenrennen“ in Schluderns beginnt traditionell am Abend des Katharinamarktes mit den ersten gehörnten Dreikäsehochs. Je näher der Nikolausabend kommt, umso größer werden die Schemen. (mds)

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

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27.11.14

Der Vorstand der Schludernser Schemen: v.l. Lukas Blaas, Stefan Telser, Benni Tragust (Chef ), Max Wegmann und Daniel Wegmann

Theaterverein Schlanders

Ihre Vorliebe gilt dem Getreide. An die 100 Sorten haben sie bisher gesammelt, vom Einkorn über Hartweizen, Weichweizen, Emmer bis hin zum Dinkel. Sie bauen das Getreide an, zeigen die Vielfalt auf und versuchen, die Menschen zu sensibilisieren. Mit der Getreideausstellung „Alles rund ums Korn“ zum Auftakt der Katharinawochen in Schluderns ist ihnen das bestens gelungen. Geschätzt wurden die kleinen kulinarischen Kreationen aus Getreide, die bereit standen und die entsprechenden Rezepte zum Mitnehmen. Seit einigen Jahren wird in den Tagen rund um den Schludernser Kirchtag am 25. November ein buntes Programm angeboten, ein kulturelles und geselliges, getragen vom Bildungsausschuss, von der Gemeinde und von Sponsoren. (mds)

Spannung bis zuletzt H

orst Saller aus Schlanders ist kein unbekannter Theaterautor. Hat er doch 2009 den 3. Preis beim Autorenwettbewerb der Südtiroler Theaterzeitung und den 1. Preis bei den Autorentagen der Vereinigten Bühnen Bozen gewonnen. Mit dem neuen Theaterstück „Das Herz ist ein Umzugskarton“ hat er erstmals für den Theaterverein Schlanders ein Stück geschrieben, das im November im Kulturhaus unter der bewährten Regie von Daniela Montini Alber aufgeführt wurde. Es ist ein tiefsinniges, witziges Stück mit überraschenden Wendungen und Spannung bis zuletzt. Auf der Bühne befinden sich nur Kartone, fein säuberlich sortiert, gestapelt und nummeriert. Der Umzug Foto: Heinrich Zoderer

v.l.: Peter Rauch (Schluderns) und Edith Bernhard (Burgeis)

ins große Haus auf dem Lande steht bevor. Die Hausverwalterin, die Möbelpacker und die Nachbarinnen treten auf und reden über Jürgen und Sonia, die umziehen wollten, aber am Tag zuvor von einem Müllwagen überfahren wurden und tot sind. Die beiden Toten stehen auch auf der Bühne, reden miteinander, sehen und hören alles, aber die Lebenden können sie nicht sehen und nicht hören. Diese reden vor allem über

Jürgen, das große Arschloch, das Golf spielt, nur an seine Karriere denkt, die Sekretärinnen vernascht, alles pedantisch genau macht, sich aber nicht um seine Frau kümmert und nicht auf sie hört. Die erste Wendung passiert, als Hannes auftritt und Jürgen für sein Projekt anwirbt. Nun weiß Jürgen nicht mehr ob er lebt oder schon tot ist. Und es kommt zu weiteren Wendungen und Überraschungen. (hzg) Es wurde nicht nur hervorragend gespielt, sondern auch gesungen. Auch der Autor Horst Saller (ganz links) trat als Spieler und Sänger auf der Bühne auf


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/Gesellschaft/ 27 Schluderns

Stil mit Gefühl

Nordmanntannen im Angebot

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für jeden Menschen ist dieser von Natur aus durch Haut-, Haar- und Augenfarbe festgelegt. Jedem Farbtyp werden ganz bestimmte Farben zugeordnet, jene nämlich, die ihn am besten zur Geltung bringen. Claudia Leoni, ausgebildete Modefachfrau und Farb-TypStilberaterin berät seit vielen Jahren Kundinnen über Farben und Stil und hält Mode-StylingSeminare in regelmäßigen Abständen, um einen Überblick – einen praktischen – in den wichtigsten Modefragen zu geben. Das reicht von effizienter Kleiderschrank-Organisation bis hin zu harmonischen Farben in Gesichtsnähe und der „Spielwiese Accessoires“. „Sehen Sie Ihren Kleiderschrank zweimal im Jahr intensiv durch“, empfiehlt Leoni, „die Statistik sagt, 40 Prozent von dem, was im Kleiderschrank hängt, tragen wir, den Rest nicht.“ Einkaufen

Schluderns

Mit Gott und der Welt zufrieden ren aus Gesundheitsgründen fern geblieben, einige waren in sich gekehrt und andere plauderten angeregt. Über so manche kuriose Begebenheit wurde herzhaft gelacht. Die Not, die Unterdrückungen durch den Faschismus, durch Die 88-Jährigen Schludernserinnen und den NationalsoziaSchludernser nach dem Mittagessen lismus, die Entbehrungen sind längst ie tauschten Anekdoten aus verschwommen. früheren Zeiten aus, frischten „Mir hoobm a Ratscherle Erinnerungen an die Schule, an gmocht unt sain heint mit Gott die Jugendjahre, an Option und unt dr Welt zufrieden“, sagt HilKrieg auf. Das Jahrgangstreffen da und scherzt: „Weil di Mandr der 1926 geborenen Schludernstork in der Unterzohl gweesn serinnen und Schludernser hatte sein, isch as an Tanzl leider nix Hilda Tragust (Schmolzer Hilda) gwortn.“ Kurz vor drei Uhr am organisiert. Von den 15 noch Nachmittag löste sich die Gruppe lebenden 88-Jährigen waren langsam auf. Denn die „Schmolneun zum Treffen und zum gezer Hilda“ musste Fußballschaumeinsamen Mittagessen in den en gehen. Denn sie darf bei keiRösslwirt gekommen. Einige wanem Heimspiel fehlen. (mds)

S

Foto: Angelika Ploner

Latsch

ieles ist Gefühlssache. Vieles ist Typsache. Und für den Rest gibt es hilfreiche Tipps, wie man aus sich und seinem Äußeren das Beste rausholen kann. Ein Hingucker pro Auftritt reicht, ansonsten wirkt man schnell „overdressed“. Auf ein Unterteil sollten drei Oberteile entfallen. Kleine Frauen sollten keine allzu großen Handtaschen tragen, umgekehrt natürlich genauso. Eine gutsitzende Jeans gehört zur modischen Basic-Ausstattung und wird immer eine halbe Nummer kleiner gekauft, damit sie passt. Und: Schuhe sind der Schlüssel zur Perfektion. „Man sollte deshalb nie bei den Schuhen sparen, billige Schuhe sieht man von weitem“, betonte Claudia Leoni bei ihrem jüngsten ModeStyling-Seminar in Latsch. Frühlings-, Herbst-, Winter-, Sommertyp oder Mischtyp: Sechs Farbtypen gibt es und

Foto: Walter Wegmann

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Claudia Leoni bei ihrem jüngsten Mode-Styling-Seminar in Latsch unter Druck erzeugt Fehleinkäufe. Und die gilt es zu vermeiden. Leoni: „Ziel ist es, eine gut situierte Garderobe zu haben, mit der man für viele Anlässe gewappnet ist.“ Eine WohlfühlGarderobe mit perfekt sitzenden Hosen, Jeans, Röcken und Kleidern, saisonal komplettiert und veredelt mit hochwertigen Accessoires. (ap)

m Bahnhof von Schluderns stehen ab dem 10. Dezember täglich (außer Sonntag) von 12.00 bis 19.30 Uhr Nordmanntannen aller Größen und Preisklassen zum Verkauf bereit. Die füllige, gradstämmige und immergrüne Nordmanntanne ist als Weihnachtsbaum sehr begehrt, zum einen wegen seiner schönen Form und zum anderen wegen seiner Konsistenz. In den warmen Räumen behält die Tanne ihre Nadeln und ist wochenlang als Christbaum geschmückt eine Augenweide. Am Heiligen Abend hält der Ve r kau f s s t a n d von morgens bis um 14.00 Uhr offen. Weihnachten kann also kommen. (mds) Informationen: 338 14 55 522


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Schlanders/Vinschgau

Internationale Modelleisenbahnausstellung in Schlanders

Fotos: Heinz Unterholzer

Highlight Nr. 1 in Italien

Der Modelleisenbahnclub Schlanders bringt mit der Ausstellung „American Trains“ am 6., 7. und 8. Dezember 2014 amerikanisches Flair ins Kulturhaus Schlanders. Auf 1000 Quadratmetern werden legendäre Eisenbahnen aus Amerika präsentiert - Infos: www.mecschlanders.com

D

ie Eisenbahn in Miniatur, Amerika in Miniatur, diese beiden Schlagwörter haben es so manchem Modelleisenbahner angetan. Wer sich einmal mit den Details der großen Bahnen dieses Kontinents beschäftigt hat, bleibt sein Leben lang fasziniert. Und weil es nicht so einfach ist, dieser Faszination beim Original nachzugehen, versucht man es im Modell. Seit dem Bestehen des Modelleisenbahnclubs Schlanders gibt es auch dort eine Gruppe, die sich hauptsächlich mit den amerikanischen Bahnen beschäftigen. Ob beim Bau von Anlagen oder Dioramen, oder beim Sammeln von Modellen seiner Lieblingsgesellschaft, da kommen europäische Ideen und Nachbauten nicht zum Zuge. Als Höhepunkt der Vereinstätigkeit wird alle drei Jahre im tausend m² großen Kulturhaus in Schlanders eine Ausstellung organisiert, tausende von Besuchern aller Altersklassen lassen sich jedes Mal von den

Miniatureisenbahnen in den Bann ziehen. Auch heuer steht dieses Event vor der Tür, unter dem Thema „American Trains“. Alle ausgestellten Anlagen und Modelle zeigen ein Vorbild aus dem Kontinent hinter dem Atlantik. Nachdem es auch in den benachbarten Ländern nicht an solchen Amifreaks fehlt, konnten auch etliche Aussteller für dieses Event in Schlanders gewonnen werden. Im letzten Jahr hat sich auch die Clubaktivität wieder voll den amerikanischen Bahnen gewidmet. Eine 20 Meter große Anlage, die vor etlichen Jahren von Mitgliedern des Clubs gebaut, und jahrelang auf einem Dachboden in Tiefschlaf versetzt wurde, musste eine Generalrestaurierung über sich ergehen lassen und wird wieder in neuem Glanz dem Publikum präsentiert. Von den kleinen Maßstäben bis hin zur großen Spur G, von idyllischen Stadtszenen bis hin zu den legendären Waldbahnen, das

Kulturhaus Schlanders wird wieder einmal bis in die letzte Ecke ausgefüllt sein. Züge Züge – soweit das Auge reicht, heißt das Motto. Ein umfangreiches Rahmenprogramm rundet diese Veranstaltung ab. Im Vorhof dreht eine Miniaturbahn auf 5 ¼ Zoll Geleisen mit Mitfahrgelegenheit für die Kleinsten ihre Runden, beim Modellbauwettbewerb, bei dem das Publikum mitwählt, werden die besten Arbeiten prämiert, in der Bastelecke kann die Jugend erste Erfahrungen mit dem Modellbau machen und auf dem Flohmarkt werden so manche Modelle ihren Besitzer wechseln. Verschiedene Filme zum Thema amerikanische Eisenbahnen im Vorbild und Modell werden während der gesamten Ausstellungszeit gezeigt. In einer 72 Seiten starken Broschüre, die zu diesem Anlass gedruckt wurde, sind alle Objekte, die ausgestellt werden, dokumentiert. Heinz Unterholzer


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Vinschgau/Frauenhaus Meran

ICH SAG NEIN - Gewaltprävention fßr Mädchen D

ie Beratungsstelle gegen Gewalt an Frauen und das Frauenhaus Meran stellen sich vor: Gewalt an Frauen, insbesondere innerhalb der Familie, ist ein weit verbreitetes Problem, welches viele Gesichter hat: • kĂśrperliche Ăœbergriffe (Schläge, Ohrfeigen, FuĂ&#x;tritte‌) • seelische Grausamkeiten (DemĂźtigungen, Beschimpfungen, Drohungen, Einschränkung der persĂśnlichen Freiheit‌) • sexuelle Gewalt (jegliche unter Zwang/Drohung stattfindende sexuelle Handlung) • Ăśkonomische Gewalt (Verbot auĂ&#x;erhäuslicher Arbeit, Ausbeutung der Frau als Arbeitskraft, Entzug der Geldmittel,‌). Internationale Statistiken zufolge wird fast jede 4. Frau Opfer von Gewalt. Es ist sehr schwierig, die Dynamik, die sich in Gewaltbeziehungen entwickelt, zu durchbrechen. Viele Frauen schweigen Ăźber ihre Erlebnisse, meist aus Angst vor weiteren Misshandlungen, aus Scham oder SchuldgefĂźhlen. Doch je länger die Gewalt andauert, umso gravierender sind die gesundheitlichen und sozialen Folgen. Die Mitarbeiterinnen wissen aus der langjährigen Tätigkeit des Frauenhausdienstes, dass bereits Mädchen und junge Frauen sehr frĂźh

Gewalterfahrungen machen, zumeist erleben sie die Gewalt in der eigenen Familie mit. Um diesen Erfahrungen entgegenzuwirken und um Mädchen und junge Frauen zu stärken, setzt der Verein seit einigen Jahren vermehrt auf Gewaltprävention. Gemeinsam mit dem Landesbeirat fĂźr Chancengleichheit, dem FrauenbĂźro, anderen Landesämtern und dem Frauenhausdienst Brixen wurde ein Gewaltpräventionsprojekt ins Leben gerufen. Die Workshops „Ich sag Nein“ sollen Mädchen dahingehend unterstĂźtzen, GrenzĂźberschreitungen und Gewaltsituationen wahrzunehmen, das KĂśrperbewusstsein zu stärken, sowie Strategien zum persĂśnlichen Schutz zu erarbeiten.

oder beruflich mit gewaltbetroffenen Frauen in Kontakt sind sowie ein Ort der Prävention, Sensibilisierung und Schulung rund ums Thema Gewalt an Frauen. Das Frauenhaus ist ein Zufluchtsort fĂźr Frauen in Gewaltsituationen mit deren Kindern; ein Ort, der Schutz Sicherheit und Unterkunft in einer solidarischen Umgebung sowie fachliche Begleitung anbietet. AuĂ&#x;erdem wurde fĂźr Kriseninterventionen eine kostenlose Notruflinie 800 014008 rund um die Uhr aktiviert.

Der Verein

FĂźr Kontakte und Informationen

Seit mehr als 20 Jahren fĂźhrt der Verein „Donne contro la violenza – Frauen gegen Gewalt – ONLUS“ den Frauenhausdienst in Meran im Auftrag der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt. Der Dienst besteht aus zwei getrennten Einrichtungen: die Beratungsstelle gegen Gewalt an Frauen und die Wohnstruktur. Die Beratungsstelle gegen Gewalt an Frauen ist Ăśffentliche Anlaufstelle fĂźr Frauen in Gewaltsituationen und Menschen die privat

Beratungsstelle gegen Gewalt an Frauen – Frauenhaus Meran Freiheitsstr. 184/A 39012 Meran Tel. 0473 - 222335 oder grßne Nummer 800014008 24h24 fax 0473 – 222140 e-mail: info@donnecontrolaviolenza.org www.frauengegengewalt.org Fßr Spenden und Beiträge: Kto.Nr.1107840 Sßdtiroler Volksbank

Unser Angebot zur Selchzeit! Hammen Schlegel Bauch :XUVWĂ HLVFK GewĂźrze im Geschäft erhältlich! Direktverkauf fĂźr Gastronomie und Privat! 'HWDLOJHVFKlIW*HZHUEHJHELHW9HW]DQ‡7HO gIIQXQJV]HLWHQ0R)UYRQXQG8KU

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30 /Jugend/

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JuZe Freiraum Schlanders Ö Sa. 29.11.14 16.00 – 19.00 Uhr Mosaik – Körper, Beziehungen, Sexualitäten Ö Di. 02.12.14 ab 17.00 Uhr Adventkalender basteln & dekorieren Jugendzentrum JuMa Mals Ö Sa. 29.11.14 um 16.00 Uhr Fahrt zum MOSAIK ins JuZe Schlanders Ö Di. 09.12.14 um 16.00 Uhr Weihnachtsgeschenk basteln Jugendtreff „Time Out“ Schnals Ö Sa. 29.11.14 Kinofahrt nach Bozen (Infos und Anmeldungen bei Magdalena im Jugendtreff) Ö So. 07.12.14 ab 16.00 Uhr Kleiner Umtrunk auf dem Dorfplatz mit Krampussen „All In“ Kastelbell-Tschars Ö Fr. 28.11.14 ab 17.00 Uhr Cooking Class (Jugendhaus Tschars) Ö Fr. 05.12.14 ab 15.00 Uhr Gemütliches Beisammensein mit Knabbereien (Jugendhaus Tschars) Jugendtreff La:Ma Laas Ö Sa. 29.11.14 18.00 – 8.00 Uhr Lan Party; Anmeldung erforderlich Ö Sa. 06.12.14 18.00 – 8.00 Uhr Film Nacht (Hobbit 1 und 2) Anmeldung erforderlich Ö So. 07.12.14 Kino Bozen Hobbit 3; Anmeldung erforderlich Jugendtreff Chillhouse Stilfs Ö Fr. 28.11.14 ab 17.00 Uhr Frei-Tag; Chillen, Musik, Spaghetti Ö Sa. 29.11.14 ab 17 Uhr Letzte Vorbereitungen zum Klosn; Treff dekorieren Jugendtreff Burgeis Ö Sa. 29.11.14 ab 18.00 Uhr Schokofondue Jugendtreff Revoluzer Taufers Ö Do. 27.11.14 ab 16.30 Uhr Zimtmuffins Ö Sa. 13.12.14 Laax Freestyleacademy, 329 33 33 361 Citytreff Glurns Ö Fr. 29.11.14 ab 19.00 Uhr Film & Popcorn Ö Fr. 05.12.14 Geschlossen Phönix Schluderns Ö Fr. 05.12.14 Geschlossen Ö Mi. 10.12.14 ab 16.00 Uhr Weihnachtskekse backen JuZe Naturns Ö Fr. 28.11.14 ab 17.00 Uhr Fridays Kitchen Ö Sa. 29.11.14 11.00 – 15.00 Uhr 4 Girls Only: Beautyday Ö Mi. 03.12.14 15.00 – 17.00 Uhr U16: leckere Pizza backen Kosmo Plaus Ö Fr. 28.11.14 ab 17.00 Uhr Fondue-Abend Ö Mi. 10.12.14 ab 15.00 Uhr Kekse backen Jugendtreff „Juze“ St. Valentin Ö Fr. 28.11.14 ab 18.00 Uhr Film + Popcorn Jugendtreff Reschen Ö Sa. 06.12.14 ab 19.00 Uhr Christmas Cookies – wir backen Weihnachtskekse Jugendcafé Chillout Latsch Ö Fr. 28.11.14 ab 15.00 Uhr Sushi leicht gemacht; Info & Anmeldung bei Myri oder Facebook Ö Mi. 3.12.14 Stand in der Mittelschule Latsch Jugendclub Taifun Martell Ö Sa. 29.11.14 Gürtel selber machen Info & Anmeldung bei Myri oder Facebook Jugendtreff Tschengls Ö Fr. 5.12.14 ab 18.00 Uhr Nikolaus – und Krampusumzug

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Das perfekte Dinner JuZe Naturns & Freiraum Schlanders Zwei Teams, zwei Abende und jeweils ein DreiGänge-Menü. Das waren die Zutaten für die Juze-Ausgabe „Das perfekte Dinner“. Jeweils 3 Jugendliche aus Naturns und Schlanders nahmen die Herausforderung zum Kochduell nach Vorbild der bekannten Fernsehsendung an. Das Prinzip des Spiels: jedes Team gestaltet in seinem JuZe ein Dinner für die gegnerische Gruppe und am Ende des Abends verteilt das eingeladene Team Punkte für Dekoration, Freundlichkeit und natürlich das Essen. Für beide Teams war es eine große Herausforderung. Sie mussten jeweils die Menüs planen ohne das finanziell vorgegeben Budget zu überschreiten, Rezepte heraussuchen und sich Gedanken über die Gestaltung des Abends machen. Den ersten Abend gestalteten die Jugendlichen des JuZe Naturns und setzten die Messlatte bereits sehr hoch: ihr Menü bestand aus einer leckeren Kürbiscremesuppe, gefolgt von Fleischspießen mit Kartoffeln und zum Schluß die Krönung: zweierlei vom Schokomousse. Kurzzeitig lagen die Nerven der Köche des JuZe blank, als sie merkten, dass das Fleisch, längere Zeit als geplant in Anspruch nahm – doch das Lob der Gegner entschädigte sie dafür. Keine einfache Aufgabe für das 2. Team

Neue Jugendarbeiterin im Jugendtreff Ju!p Explosive in Prad

Hallo! Mein Name ist Verena Schnarf und ich bin die neue Jugendarbeiterin im Jugendtreff Prad und freue mich auf diese neue Herausforderung. Ich komme aus Olang, bin 22 Jahre alt und lebe seit nun fast zwei Jahren in Stilfs. Ich habe vor kurzem mein Studium der Erziehungswissenschaften an der Universitá degli Studi di Verona abgeschlossen. Während meiner Studienzeit konnte ich dank eines Praktikums bereits erste Erfahrungen im Bereich Jugendarbeit sammeln. Von diesem Zeitpunkt an wusste ich, dass ich nach dem Studium genau diese Arbeit hauptberuflich ausüben möchte. Ich möchte die bisherigen Erfahrungen weiterentwickeln und die gute Arbeit der letzen Jahre im Jugendtreff Prad weiterführen. Die Jugendlichen brauchen einen Ort, an dem sie im Mittelpunkt stehen, sie sich zurückziehen und ihre Ideen und Fähigkeiten frei entfalten können. Gemeinsam mit den Jugendlichen möchte ich genau so einen Ort schaffen. Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit mit den Jugendlichen und freue mich ganz besonders sie kennenzulernen, sie zu begleiten und ihnen tatkräftig zur Seite zu stehen.

aus Schlanders diesen Abend zu toppen. Die Mädels vom „Freiraum“ ließen sich jedoch nicht beeindrucken und so gab es die darauf folgende Woche in Schlanders ebenfalls eine Kürbiscremesuppe mit Blätterteigstangen. Die Hauptspeise war ein würziges Gulasch mit Püree und zum Abschluss wurde eine Apfel-Vanille-Creme serviert. Zwar fand das Team aus Naturns – dieselbe Vorspeise nicht als sehr einfallsreich, mussten aber eingestehen, dass vor allem in punkto Dekoration, die Mädels aus Schlanders klar vorne lagen. Das Menü war in beiden Jugendzentren sehr sehr lecker und so war es klar, dass es eine knappe Entscheidung geben würde. Mit nur 2 Punkten Vorsprung wurde das Team aus Schlanders zum Sieger gekürt. Die Mädels durften sich über ein „JuZe-Menü“ als Preis freuen. Alle sechs Teilnehmer waren sich einig, dass das „Perfekte Dinner“ eine gelungene Aktion war und nach einer Neuauflage verlangt.

4 Girls Only-Taschenworkshop Jux Lana, Time Out Schnals, JuZe Naturns, Freiraum Schlanders In vielen Jugendtreffs und -zentren gibt es spezielle Angebote für Mädchen. Dies nahmen die 4 Jugendarbeiterinnen von Schlanders, Schnals, Naturns und Lana zum Anlass diese gemeinsame Aktion zu planen. So nahmen Ende Oktober 11 Mädels das JuZe Naturns in Beschlag. Der Grund? Ein cooler Taschenworkshop. Bereits am Vormittag trudelten die ersten Girls ein und machten sich sofort über die Stoffe her. Nach kurzer Zeit hatte jede ihren Stoff gefunden und sofort wurde richtig losgelegt. Während die ersten an die Nähmaschine durften, sorgten die anderen für das Mittagessen. Nach der leckeren selbst gemachten Pizza ging es munter weiter mit Schnittmuster zeichnen, zuschneiden und nähen. Natürlich war auch Zeit für Entspannung bei einem Ratscher mit den neuen Freundinnen oder einem Match am Calcetto- und Billardtisch. Gegen Abend hatten fast alle Mädels ihre fertigen Taschen in den Händen und verabschiedeten sich nach einem anstrengenden aber sehr gelungenen Tag nach Hause.


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/Jugend/ 31

Schlanders

Plawenn-Spielplatz ist neues SchmuckstĂźck r ist ein SchmuckstĂźck geworden, der neu gestaltete Spielplatz im Plawennpark. In prominenter Lage mitten in Schlanders erfreut er sich – seit der Fertigstellung vor wenigen Wochen - enormen Zuspruchs. Realisiert wurde der neue Spielplatz samt Ăśffentliche Toiletten im Zuge der Bauarbeiten fĂźr das neue unterirdische Probelokal fĂźr die BĂźrgerkapelle Schlanders. Das ArchitekturbĂźro Dietl hat das Platzangebot fĂźr den neuen Spielplatz in Absprache mit den Schlanderser Gemeindeverwaltern ausgelotet und das Gelände optimal bespielt. FederfĂźhrend in der Begleitung von Seiten der Gemeinde war Manuel Massl, zuständig fĂźr die Spielplätze in Schlanders. Neue und alte Spielgeräte ergänzen sich und bieten zahlreiche MĂśglichkeiten zum Spielen und Austoben. Blickfang ist die groĂ&#x;e Kletter-Kombination. „Neben der Kletter-Kombination wurden auch ein Federwippgerät und die Schaukel neu angekauft, von den bestehenden Spielgeräten wurden das Trampolin und die Kletterpyramide wiederverwendet“, erklärtManuel Massl. Doch nicht

Foto: Angelika Ploner

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nur die Kleinen lädt der neue Spielplatz ein, auch zum Verweilen wird der Plawennpark von Eltern und Senioren gerne genutzt. Die Aufträge erhielten gleich mehrere Firmen, deshalb teilen sich die Kosten auf: Mit 15.897 Euro schlagen die neuen

Schlanders/Langtaufers

Langtaufers ist eine Reise wert

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Foto: „Wind“-Archiv

or einiger Zeit haben wir drei Tage in Langtaufers verbracht. Das war eine tolle Zeit. Ganz besonders interessant fanden wir die Punkerbesichtigung. Dort sind wir im Dunkeln die

Gänge entlang gelaufen. Es war aufregend zu erfahren, wie die Soldaten den eventuellen Angriffen begegnen wollten. AuĂ&#x;erdem haben wir gesehen, wie man aus Schafwolle Wolle zum Stricken machen kann. Wir waren auf einem Bauernhof, wo uns viel Ăźber die Tiere, wie KĂźhe, Kälber, Hängebauchschweine, Hasen, Meerschweinchen, Katzen und Hunde erzählt wurde und wir alle diese Tiere auch angreifen konnten. Die Zeit verging wie im Fluge, aber es war auch schĂśn, wieder nach Hause zu kommen. Die Klasse 5B der Grundschule Schlanders

Spielgeräte und die Wiedermontage der alten Geräte zu Buche. Die Gestaltung des Spielplatzes samt Stahleinfassungen kostet 33.573 Euro. Die Rundumgestaltung Bodenplatten, Grenzmauer usw. und Bänke – beläuft sich hingegen auf 31.606 Euro (MwSt. ßberall inklusive). (ap)

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32 /Kultur/

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27.11.14

„Klosn“

Stilfs und sein tief verwurzelter, urtümlicher Brauch

Foto: Archiv von Roland Angerer

Vom Beginn der Winterzeit, vom Jahresende und dem Jahreswechsel, vom Ende der Erntezeit, von der Dunkelheit und der Kälte des Winters, vom Wecken der Geister dieser besonderen Jahreszeit und von Freude, Angst, Fruchtbarkeit und ganz besonders von der Gemeinschaft, erzählt dieser Brauch. Im Gespräch mit Roland Angerer, früher selbst leidenschaftlicher „Kloser“, erfahre ich mehr über diesen Brauch und dessen tiefe Verwurzelung in Stilfs. von Barbara Wopfner

N

iemand kann genau beantworten, wie weit die Wurzeln dieses Brauches zurückführen. Da es keine alten, schriftlichen Dokumente über das „Klosn“ gibt, ist es nicht möglich klare Datierungen festzulegen. Mit großer Sicherheit war der Brauch in der Zeit der Raunächte angesiedelt, die zwischen dem 21.Dezember und dem 6.Jänner zelebriert wurden. In Folge der Christianisierung wurde dem hl. Nikolaus und seinem Gefolge, dem „Tuifl“ und den „Weißen“ Raum gegeben und damit der Brauch zeitlich vorverlegt. Dieses Ritual wurde von Generation zu Generation mündlich überliefert und es ist erstaunlich, mit welcher Kraft sich der Brauch über diesen langen Zeitraum am Leben hält. Das „Klosn“ ist ein urtümlicher Brauch, tief verwurzelt in einer Dorfgemeinschaft, der auch mit dem Wandel der Zeit seine Veränderungen durchlaufen hat. Im „Klosn“ stecken sehr viele Elemente, die das Leben symbolisch widerspiegeln und in diesem Schauspiel dargeboten werden. Wie in einem Theaterstück gibt es klare Rollen, Szenen, einen Ablauf und Struktur. Zwischen Beteiligten und Zuschauern entsteht Interaktion und somit wiederum aufs Neue: Gemeinschaft. Grundlegendes Element des „Klosn`s“ ist das Männliche. Nur „junge Männer“ bringen das Schauspiel dar und bereiten sich schon Wochen zuvor auf diesen Tag vor. Jedes Jahr übernehmen die Burschen eines Jahrganges die Hauptorganisation. Es hat sich eingependelt, dass dies die 20-Jährigen sind. Sie übernehmen die Verantwortung, dass alle Rollen besetzt sind, dass die Jüngeren eingewiesen und in den Brauch eingeführt werden. Das „Oklosn“ spielt hier eine wichtige Rolle, denn nur wer das Aufnahmeritual des „Oklosns“ durchlaufen ist, darf am Umzug teilnehmen.

…zu den Rollen Die Gruppe der „Esel“: Sie spiegeln die Freu-


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/Kultur/ 33

Foto: Fabian Brenner

Foto: Walter Tschenett

27.11.14

Infos zum Thema: • 4. Dezember auf Rai Sender Bozen: „Gelebtes Brauchtum“ um 20.20 Uhr • Dorfchronik von Heinrich Waschgler und Joseph Pardeller • Dorfbuch „Stilfs- Geschichte eines Bergdorfes“ von Gerd Klaus Pinggera

Der Ablauf des Umzuges Roland Angerer erklärt, dass sich der Ablauf in den vergangenen Jahrzehnten etwas ver-

„Lorfn“ vor dem hl. Nikolaus ab, der seine Ansprache hält, das Angelus Gebet und das „Vaterunser“ spricht. Danach entlässt er alle mit seinem Segen. Ein wichtiger, bleibender Moment ist nun das gemeinsame Schellen der „Esel“. Sie finden ihren Rhythmus und das Schellen hallt durch das Tal. Roland Angerer beschreibt es als eine Art Trance, der Lärm, der gemeinsame Rhythmus, die Gemeinschaft sind überwältigend und der Klang bleibt noch lange in den Ohren. Von da an bis 20 Uhr beginnt ein weiteres offenes Treiben. In diesen Stunden werden Stuben der Nachbarn gestürmt, Mädchen und Frauen werden gern erschreckt und „überfallen“. Um 20 Uhr beginnt der Nachtumzug, dieses Mal auf „Karmatsch“, im Osten des Dorfes. Noch einmal wird durch das Dorf gezogen und die letzten Schellen und grölenden Rufe schließen den Umzug ab. Mit einem gemeinsamen Fest klingt dieser Tag aus. Früher ging man ins Wirtshaus, jetzt trifft man sich im Kulturhaus, wo bis in die späten Stunden in der „Kloserbar“ gefeiert wird. Foto: Walter Tschenett

Der „Scharsch“: Er ist eine besondere Figur, er überwacht den Lauf. Er sieht zu, dass keiner aus der Reihe tanzt, zu grob wird oder zurückbleibt. Ihm müssen „Esel“ und „Klaubauf“ Gehorsam erweisen, er sorgt für Ordnung im Chaos. Der Nikolaus und seine „Weißen“ und die „Tuifl“: Der Nikolaus beschenkt die Kinder mit Nüssen und kleinen Süßigkeiten. Sein Gefolge sind die „Weißen“. Die zwei bis drei „Tuifl“ beim „Klosn“ haben eine eigene Rolle, leicht gekleidet, ohne Schellen, laufen sie schnell durch die Gassen und mit langen Ruten vertreiben sie die Zuschauer.

ändert hat. In Gesprächen mit bereits verstorbenen Zeitzeugen hat er erfahren, dass in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts der Umzug im Osten begonnen wurde. „S`Egg“ war damals der Versammlungsort. Man zog mit dem Sonnenverlauf durch das Dorf, was wiederum Raum für Interpretationen gibt. Die Sonne, welche im Osten aufgeht und im Westen untergeht, sie spendet Kraft und steht für Fruchtbarkeit. Heute beginnt der Nachmittagsumzug um 14 Uhr auf einem Hügel im Westen des Dorfes, auf „Gaschitsch“. Es ist eine gut sichtbare Anhöhe, von dort aus der „Erste Esel“ den Umzug einläutet, indem er drei Mal über „Gaschitsch“ läuft. Auf diese Weise lädt er den Nikolaus ein. Gemeinsam ziehen sie dann zur Schiedbrücke, wo sie sich mit der Gruppe der „Klaubauf“ vereinen. Nun wird durch die Gassen von Stilfs gezogen, bis hin zum Kirchenplatz. Dort endet gegen 15.30 Uhr dieser erste Umzug und das erste freie Treiben beginnt. Um 17.00 Uhr finden sich dort alle wieder zum Angelus Gebet ein. „Esel“ sowie „Klaubauf“ legen ihre Foto: Walter Tschenett

de, die Leichtigkeit, das Helle, die Freiheit, das Tänzelnde und Musikalische wider. Ihr Gewand besteht aus bunten Stofffetzen und mit ihren „Schellen“ bringen sie Rhythmus und Bewegung mit. Unter ihnen wird ein „Erster Esel“ ernannt, ihn erkennt man an der Blume auf seiner „Lorv“. Diese „Lorv“ lässt sie unerkannt bleiben und eröffnet einen Raum, in dem mehr möglich ist als im Alltag. Sie zwicken die BesucherInnen und auf diese Art wurde schon so manches Mädchen umworben. Die Gruppe der „Klaubauf“: Sie sind die trägen, behäbigen Figuren in diesem Spiel. Dunkle, bunte, lange Fetzen zieren ihre Roben. Selbstgeschnitzte, fantastische „Holzlorfn“ symbolisieren das dämonisch Finstere dieser Jahreszeit. Ausgerüstet mit einer langen Kette, fangen sie BesucherInnen ein und wirbeln sie herum („s‘ ummerlossn“). Passend zum finsteren Erscheinen, schimpft er mit den Menschen, darf ihn alles sagen, ohne sich ein Blatt vor dem Mund zu nehmen. Sie sind der Gegenpol zu den „Eseln“ und drücken die Ambivalenz des Brauches aus, hell – dunkel, träge – tänzelnd, Schellen – Grölen.


34 /Kinderträume/

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Weihnachts KINDERTRÄUME „I winsch mir von Christkindl die Playmobil, weil Lego hon i schu viel“

„A Einrad oder a Stickerbuach, ober s Einrad hat i liaber“

„I wünsch mir a Nintendo-Spiel und a ferngstuerte s Auto und suscht nicht mea.“

Nina Mayr, 7 Jahre, Naturns

Marie Josephin Pohl, 3 Jahre, Kastelbell

„I wünsch miar a Paktele ... mit Gummibärlen drin.“

Andreas Frank, 9 Jahre, Muntetschinig

I winsch mr an Rossschwoaf firn Krampus und a echts Gweir und an Eisentraktor.

„An blauen Bösen … fa Lego dia Kämpfer, dia ma konn zommstelln“

Matthias Blaas, 5 Jahre, St. Valentin

Hannah Schuster, 2 Jahre, Schlanders

Loris Lingg, 4 Jahre, Schluderns


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„I wünsch miar Gleise fürn Duplo-Lego-Zug und an Polizei-LegoHubschrauber zun zombauen.“

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„A sou a Uh r, dia ho t a Spielele drauf zun Spieln und die Zeit ouns chaugn. Und an Globus – dr Tata , di Mama und dr Simon wünsch n inz sell… unt für miar an rosa roatn Nogllack.“

Matthias Hasenburger, 5 Jahre, Schlanders

„I winsc Hansch hat mir Kappell ilen oh ne Fing eu er hose m nd a roate St , a it gelbe rumpfHerz a Biene Maja G elen und wandl.“

Laura Thanei, 5 Jahre, Matsch

Nora Sofie Hofer 5 Jahre, Kastelbell

pr-info Glurnser Advent

Der Glurnser Advent Eine heimelige und besinnliche Einstimmung auf das Weihnachtsfest vermittelt der Glurnser Advent. Bereits zum 14. Mal wird diese rührige Veranstaltung im kleinen Städtchen über die Bühne gehen. Beim Organisator, dem Glurnser Verein „Laubenkomitee – OK Glurnser Advent“, laufen dazu schon lange die Vorbereitungen. Unter der Regie von Elmar Prieth (Präsident des Organisationskomitees) und der künstlerischen Leitung von Karl-Heinz Steiner wird der Glurnser Advent auch heuer vor der beeindruckenden Kulisse des mittelalterlichen Städtchens mit einem reichhaltigen Programm für vorweihnachtliche Stimmung sorgen. Der Stadtplatz und die Laubengasse sind die Standorte für die Adventveranstaltung, welche vom Samstag, 6. bis Montag, 8. Dezember stattfinden wird. Neben dem liebevoll gestalteten Adventmarkt, bei dem über 40 Aussteller und Händler ihre ausgewählten kunsthandwerklichen Arbeiten jeden Tag anbieten werden, wird vor allem die Musik mit zahlreichen Auftritten von Bläsern, Musikgruppen, Alphornbläsern im Mittelpunkt stehen. Adventbesinnliches gibt es mit verschiedenen Chören und Musikern in der Pfarrkirche zum hl. Pankratius. Den Kindern wird durch den Katholischen Familienverband vorweihnachtliches Basteln und Lesen in den Räumen der Jungschar angeboten. Eine zweimalige Aufführung eines weihnachtliches Kasperletheaters ist am Montag, 8. Dezember angesagt. Die innere Ruhe und vorweihnachtliche Geborgenheit wird besonders dadurch erreicht, indem der Verkehr – mit Ausnahme der öffentlichen Verkehrsmittel - innerhalb der Stadtmauern vollständig während der Veranstaltung ausgesperrt wird. Das detaillierte Programm und weitere Informationen finden Interessierte unter der Webseite: www.glurns.eu.

Licht Düfte Klänge

Glurnser Advent

Dezember 2014

Adventmarkt · Adventsingen Musik · Krippenausstellung

Samstag, 6. von 11 Uhr bis 21 Uhr Sonntag, 7. von 11 Uhr bis 21 Uhr Montag, 8. von 11 Uhr bis 21 Uhr Wir danken für die Unterstützung!

Laubenkomitee - OK Glurnser Advent Stadt Glurns

Autonome Region Trentino-Südtirol Regione Autonoma Trentino-Alto Adige

Fritz, Schlanders

AUTONOME PROVINZ BOZEN - SÜDTIROL Abteilung 35 - Handwerk, Industrie und Handel

PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO - ALTO ADIGE Ripartizione 35 - Artigianato Industria e Commercio


36 /Kinderträume/

Vinschgerwind 24-14

27.11.14

„An Woogn, an Mischtstr euer und a Spielwogn mit an Ou nhänger m it hintn zw oa Radlan. In Spielt und in Han raktor gl hon i schun.“

„An und a is F ch l“ Ong

„A Barbieschloss und zwoa Resslan und oane Barbie“

Mirco Blaas, 4 Jahre, Matsch Nino Marson, 2,5 Jahre aus Schlanders Lynn Theiner, 5 Jahre, St. Valentin

I winsch mir fan ibob Ch ristkindl an Sk in i de it m dl ra nk mit Le . nn ko in Berg oidüsn

Sophie Gutgsell, 6 Jahre, Sulden

„Viele Schelln, an Mischtstreuer, an Woogn, an Traktor und viele Kia.“

Michael Frank, 4 Jahre, Muntetschinig

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27.11.14

Vinschgerwind 24-14

„I tat mir oder a Rollerschuhe n kindl w Roller von Ch ristĂźnsche n und von de r EiskĂś an Film nigin“

Wayra Puintner, 5 Jahre aus Laas

„Mir winschn ins boade die gleiche Poppa, a schiane, mit der mir nor mitanond spielen kennen“

/Kinderträume/ 37

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��ä Emma und Lea Prinoth, 2 und 4 Jahre aus Latsch

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pr-info Laatscher Krampusumzug

Laatscher Krampusumzug Lautes GegrĂślle, lärmendes Glockengeläute, tolle Krampuswagen, Feuershow, Kettenrasseln und auĂ&#x;ergewĂśhnliche handgeschnitzte Lorvn: Am 6. Dezember ziehen die Laatscher Krampusse wieder los und lehren das FĂźrchten. Furchterregend schĂśn, schaurig und wild gilt der Laatscher Krampusumzug als Geheimtipp, den sich die wenigsten entgehen lassen. Die „Calva Tuifl“ organisieren den Krampusumzug seit 2002 jedes Jahr an einem Samstag, heuer findet das hĂśllische Treiben genau am Nikolaustag statt. Um 18:30 Uhr beginnt der Krampusumzug vor der Laatscher Pfarrkirche. Hier begrĂźĂ&#x;t der Heilige Nikolaus die Besucher und stimmt sie ein, bevor die Krampusse Ăźber den Kirchplatz bis zum sogenannten Krampusdorf ziehen, angefĂźhrt von den kleinen Krampussen, den Kindern mit ihren handgeschnitzten Lorvn. Im Krampusdorf erwartet die Besucher dann der HĂśhepunkt des wilden Treibens: Furcht und Nervenkitzel garantieren spektakuläre Showeinlagen. Die Krampusparty geht im beheizten Festzelt mit DJ weiter, und zwar bis spät in die Nacht hinein....

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38 /Kinderträume/

Vinschgerwind 24-14

„I wünsch mir a Tagebuach, a Barbie und kloane Filly Rösslan.“

Carolin Frank, 7 Jahre, Muntetschinig

27.11.14

„A aus“ ie p S lh

„An er wia g Bag Tata“ der

Mara Götsch, 2 Jahre, Naturns Noa Mitterer, 2 Jahre, Naturns „An Baggr mit Raupen und Schi“.

Noel Waldner, 5 Jahre, St. Valentin

„I will mir wünschn a Ressele woa tonzt und an Tiger“

Lisa Auer, 3 Jahre, Naturns

pr-info Koatlacker Nikolaus

Koatlacker Nikolausumzug

Donnerstag, 04.12.2014 – um 18.00 Uhr Auch in Prad hält man an vielen alten Traditionen und Bräuchen fest, wie den Koatlacker Nikolausumzug. Traditionell findet der Umzug am 4. Dezember statt und in den letzten Jahren ist dieser zu einem der größten, aufwendigsten und meist besuchten Nikolausumzüge unseres Landes geworden . Der Umzug trägt den Namen des Prader Dorfteils „Koatlack“ und hat auch da seinen Ursprung und Ausgangspunkt. Organisiert wird der Umzug vom „Koatlacker Nikolauskomitee“. Ziel dieses Komitees ist es, diesen Brauch nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und ihn an die Kinder und Jugendlichen sowie an die vielen Zuschauer weiterzugeben. Eingeläutet wird der Koatlacker Nikolausumzug traditionell von den zwei „Zwickeseln“, begleitet von goaßlschnöllenden Fuhrmännern, die die Esel führen und im Zaum halten. Diese starten als Erste von Koatlack aus in Richtung Dorfplatz, um die Zuschauer auf den unmittelbaren Umzug einzustimmen. Angeführt wird der Umzug von der Hauptfigur, dem hl. Nikolaus, der mit seinen Engeln und dem so genannten „Rutenträger“ zu Fuß den Umzug eröffnet. Dahinter ein Wagen, beladen mit Nikolaussäckchen gefüllt mit guten Gaben und vielen Süßigkeiten, welche an Interessierte vom Nikolaus mit seinen Gehilfen verteilt werden. Danach kommen dann die Tuifl mit ihren furchterregenden, aber zugleich kunstvoll gestalteten „Lorven“ und Gewändern aus Schaf- oder Ziegenfell. Die Tuifl im geisterhaft flackernden Licht der Fackeln begleiten aufwändig und urig gestaltete Wagen, wie zum Beispiel den „Tuiflthron“ den „Vulkanwagen“, den „Käfigwagen“, den Feuerwagen und einige mehr.


27.11.14

„Fa Legotechnik an Roboter und suscht nicht mea“

Vinschgerwind 24-14

/Kinderträume/ 39

„I iar an ch m wüns ktor.“ Tra

„I winsch mr von Christkindl an Schnorchl mit a groaßer Taucherbrille derzua, damit i richti Tauchn konn“

Matthias Fritz, 2 Jahre, Schlanders

Felix Kofler, 5 Jahre, Lichtenberg

Robbin Hellrigl, 6 Jahre, Laas „I wünsch miar an Nintendo und Schleich-Pferde.“

„A Leopardenschlong, ober kuane echte, und fa mein Hund Vicky a Gwandl und von Legochima in Leopard“

„I wünsch miar a Hundele, a Beigleisen und ..... a Paktele.“

Aaliyah Pöhli, 6 Jahre, Schlanders „A poppawagele“

Dominik Rainer, 5 Jahre, Naturns

Lena Pobitzer, 2 1/2 Jahre, Schleis Katharina Plangger 5 Jahre, St. Valentin


40 /Kinderträume/

Vinschgerwind 24-14

27.11.14

„I hat gearn von Ch ristkindl die kluanen Lego, nor konn i mir an Hochsitz oder a Haus bauen“

„An Christbaum wünsch i miar, und no a Eule und an Froschkönig.“

„A Einkaufswagele mit an Spielgipfele drin, ober sel schaug aus wia a echts Gipfele“

Niklas Bayer, 4 Jahre, Morter Hannes Gunsch, 2 Jahre, Schlanders

Amelie Mayr, 4 Jahre, Naturns „A Traktorpuzzle und suscht gaournichtsmea“.

„I winsch mir a Barbiehaus und an Spielzauberstab… weil an echtn gibs nit.“

Simon Waldner 6 Jahre, St. Valentin Sophie Lingg, 5 Jahre, Schluderns

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27.11.14

Vinschgerwind 24-14

/Kinderträume/ 41 „I wünsch mir von Ch ristkindl a rosa Barbie mit an Pferd un d a Katzele mit Punktelen und a Maschele drauf“

„I wünsch a t mir a Prinzes s spielen innenschloss und wie zun de nochts bam m r an WeihLiachtle it viele viele n drau f“

Götsch Jasmin, 4 Jahre, Kastelbell Gaia Marson, 4,5 Jahre, Schlanders „I mir an h sc wün er mit Hubsch raub und nou g n Fernstuieru os mit w an Fliager geat“ d n o H r e d

Damjan Grkovic, 5 Jahre, Naturns

„I wünsch mir an richtigen Koffer mit a Prinzessin drauf“

„I winsch mr an groaßn Trakter mit Unhänger“

Leonie Wielander, 4,5 Jahre, Tschars Julian Wielander, 2,5 Jahre, Tschars


42 /Kinderträume/

Vinschgerwind 24-14

27.11.14

„Von Christkindl wünsch i mir a Prinzessinnenpoppa“

„An Polizeiloschter fan Lego Cobra Tec, a Rennautobohn und a setta Pischoul, wou Pfeil ausikemman“

„I wünsch miar a Poppele.“

Sophia Tappeiner Fast 4 Jahre, Kastelbell

Paul Thanei, 5 Jahre, Schluderns

„I wünsch mir fa Legochima in gle ich n wia dr Dominik, in Leopard, und fa Playmobil di Königsritterburg mi tn Troll“

Isabella Fiore, 1 1/2 Jahre, Schlanders

Lukas Auer, 5 Jahre, Naturns

Burgeis

Die Nacht der Krampusse

Nikolaus- und

D

ie Burgeiser Kr ampusse haben eine lange Tradition und deshalb auch besondere „Krampuslorvn“, welche selbst hergestellt und in ihrer Ausgestaltung von der Burgeiser Jugend mit großer Liebe Die Burgeiser Krampusse am Dorfplatz zu Details angeKrampusumzug in Burgeis verfertigt werden: die Anordnung spricht wiederum Schauriges. der Hörner, die mehr oder weniGestartet wird um 19.30 Uhr in ger lange „Gosch“, die Auswahl Außerbrugg. Der Umzugsweg der Fellfarben, die Farbe der lanwird kurzfristig bekannt gegegen Zähne, die Beleuchtung von ben. Ziel ist der Dorfplatz, wo Augen und Maul... Die schweren kleine Showeinlagen, das Vertei„Lorvn“ verlangen von ihren len von Geschenken durch den Trägern einiges an Kraft und hl. Nikolaus erfolgen werden Ausdauer ab. Auch stimmlich. und anschließend bei PartystimDenn neben Kettengerassel und mung mit DJ Toro der KrampusRutenrascheln ist tiefes Gebrüll abend in geselliger Runde ausauch Kennzeichen der Burgeiser klingen wird. Die Veranstalter Krampusse. freuen sich auf viel Publikum. Der heurige 11. Nikolaus- und Foto: Erwin Bernhart

Design @ Michael Riccardi - info@mriccardi.com

Krampussumzug

Freitag, 05. Dezember Start des Umzugs

Uhr

Im Anschluss

Krampussfete mit Dj Toro auf dem Dorfplatz Burgeis Plakat_A3_Krampus_bugeis14.indd 1

05.11.2014 18:35:28


27.11.14

„I hat von Christkindl gearn a netts Poppele“

Vinschgerwind 24-14

/Kinderträume/ 43

I winsc hm a Flöt r e.

Jonas Folie, 4 Jahre, St. Valentin

Fiona Hellrigl, 3 Jahre, Laas

„A Prinzessin enpuzzle“

Eva Habicher, 4 Jahre, St. Valentin

pr-info Kaufleute Schlanders

Sternstunden in Schlanders Am 8., 13. und 14. Dezember gibt es in Schlanders Einkaufsgutscheine im Gesamtwert von 5.000 Euro zu gewinnen. Die Gewinnchancen starten ab einem bestimmten Einkaufswert, den jeder teilnehmende Betrieb selbst festsetzt. Einzulösen sind die Einkaufsgutscheine dann in jenen Geschäften, in denen sie gewonnen wurden (innerhalb 31.03.2015). Die teilnehmenden Betriebe erkennen Kundinnen und Kunden an einem leuchtenden Stern vor oder in den Geschäften. Sie machen die Aktion erst möglich und verdienen Ihr Vertrauen. Sternstunden gibt es nicht nur für Kundinnen und Kunden, sondern sollen auch das Leben von Südtirols Obdachlosen erhellen. Am 8. Dezember findet deshalb die Aktion „Wärme für Südtirols Obdachlose“ in Zusammenarbeit mit der Vinzenzgemeinschaft Schlanders statt. Gut erhaltene Schlafsäcke, warme Decken und große Reisetaschen (ab Größe L) können oberhalb der Post-Bar im ehemaligen KVW-Gebäude abgegeben werden. Für jedes abgegebene Stück erhalten Sie einen Einkaufsgutschein im Wert von 10 Euro, einzulösen wiederum in den Mitgliedsbetrieben (innerhalb 31.12.2014). Ein weihnachtliches Rahmenprogramm begleitet die „Sternstunden in Schlanders.“ Die Öffnungszeiten: Am 8. und am 14. Dezember sind die Geschäfte von 14 – 18 Uhr geöffnet, am 13. Dezember vormittags und von 14 – 18 Uhr. Tipp: Am 8. Dezember findet in der Fußgängerzone in Schlanders auch ein Trödelmarkt statt.

„I woaß es nou nit…ober i wünsch mir a kluans Gschen k, ober wenn man es auf blost, isch´s riesig und sel isch a Hüpfbu rg und von Playmobil s Westernhittl“

Marian Mayr, 6 Jahre, Naturns


44 /Nationalpark/

Vinschgerwind 24-14

27.11.14

Nationalpark Stilfserjoch

40 Jahre Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde Foto: Igino Falco

Wertvolles Monitoring der Südtiroler Avifauna

Wacholderdrosseln sind als Brutvögel in Südtirol mit einem ersten Brutnachweis in Tschars 1969 belegt.

Wolfgang Platter, am Tag der Hlg. Katharina von Alexandrien, 25. November 2014

M

ein heutiger Beitrag ist eine Würdigung der Arbeit aufmerksamer Naturliebhaber, fachlich kompetenter Verteidiger sensibler Bioindikatoren und ehrenamtlicher Idealisten zum Wohle der Allgemeinheit und der Nachwelt: Die Südtiroler Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde und Vogelschutz (kurz AVK) besteht seit 40 Jahren. Viele Vogelschützer, -freunde, -liebhaber beobachten und schützen die Vögel und schicken ihre Beobachtungen an den Gründervater der Arbeitsgemeinschaft, den Meraner Lehrer Oskar Niederfriniger ein, der eine große Datenbank angelegt hat und betreut. Die vielen Beobachtungen sind unter anderem in die Publikation des ersten Vogelatlasses Südtirol im Jahre 1996 als wertvolle und nachlesbare Informationen eingeflossen und damit allgemein zugänglich geworden. „ornitho.it“ ist hingegen die neue Form der Eintragung von Beobachtungen in eine

Internet-Plattform, welche von der Schweizerischen Vogelschutzwarte ausgegangen ist, inzwischen außer in der Schweiz in Deutschland, Österreich, Frankreich, Katalonien gespeist und angewendet wird: Beobachtungsdaten von Tausenden Vogelbeobachtern zu vielen Brut-, Zug- und Standvogelarten sind in Echtzeit abrufbar. Am Freitag, 7. November d.J. hat die AVK im Südtiroler Naturmuseum in Bozen ihr 40-jähriges Bestehen 1974-2014 gefeiert: Im Rahmen einer Fachtagung wurden in interessanten und hochwertigen Vorträgen neue, großteils noch unveröffentlichte Beobachtungen, Fakten und Erkenntnisse präsentiert.

„Avifauna in Südtirol – Veränderungen in den letzten 40 Jahren“ Den Vortrag von Oskar Niederfriniger möchte ich, auch zur Würdigung Oskars, auf dieser Doppelseite zusammenfassen. Zu Recht ist Oskar Niederfriniger für seine Verdienste um die Vogelkunde und den Vogelschutz in Südtirol im Rahmen der Vierzig-Jahr-Feier der

AVK auf Beschluss des Vorstandes von Dr. Leo Unterholzner, ebenfalls Mitglied und Mitarbeiter der ersten Stunde sowie Schriftleiter der AVK-Nachrichten, die Ehrenmitgliedschaft der Arbeitsgemeinschaft verliehen worden.

Kommen und Gehen Oskar Niederfriniger hat in seinem Vortrag anhand verschiedener Vogelarten nachgewiesen, dass es in Südtirols Vogelwelt ein Kommen und Gehen gibt und in den letzten 40 Jahren Veränderungen im Artenspektrum und in der Individuen-Anzahl stattgefunden haben. Einige Beispiele von Neubürgern oder Verlierern unter den Vogelarten seien kurz zusammengefasst: Die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) ist in Südtirol ein relativer Jungbürger: Erstmals 1969 mit einem Brutnachweis in Tschars nachgewiesen, dürfte sie das Maximum ihres Bestandes in den 90-er Jahren erreicht haben. In den letzten Jahren haben sich ihre Bestände eingependelt.


/Nationalpark/ 45 Foto: Adalberto Tombolini

Vinschgerwind 24-14

Foto: Walter Anselmi

Die Türkentaube (Streptopelia decaocto) ist in Südtirol seit 1959 nachgewiesen. Wie ihr Artname verrät, ist sie ein Zuzügler aus dem Osten: Dementsprechend beginnen ihre Nachweise in Südtirol vom Osten des Landes her in Toblach, über Bruneck und Brixen. 1990 hat sie bereits alle Haupttalfurchen Südtirols besiedelt. Der Kiebitz (Vanellus vanellus) ist ein Verlierer: Er braucht offene Ackerflächen. Seit 1970 waren Brutnachweise in Südtirol bekannt geworden so u.a. auch für die Vinschgauer Talsohle zwischen Lichtenberg und Laas. Mit dem Verschwinden der Ackerflächen ist auch der Kiebitz verschwunden: Seit 2009 gibt es für Südtirol keinen Brutnachweis mehr! Die Feldlerche (Alauda arvensis) hingegen braucht die offene Wiese. Wie der Kiebitz ist sie ein Bodenbrüter und leidet unter dem Schwund dieser Kulturgattung und unter der frühen Mahd, welche zu Gelege- und Brutverlusten führt. Der bekannte und faszinierende Gesang, im Steigflug vorgetragen, ist heute im Vinschgau fast nur mehr auf den Wiesen des großen Plawenner Schuttkegels zu vernehmen. Südtirol weit zieht sich die Feldlerche in höhere Lagen zurück, so auf die Almflächen auf der Seiser Alm und am Ritten. Der Alpen-Birkenzeisig (Carduelis flammea) war bis 1980 ein Charaktervogel der oberen Wald- und Baumgrenze, der nur in den Wintermonaten zur Futtersuche in die Talsohlen abgestiegen ist. Ab 1980 hat er die Talböden beginnend bei Schlanders auch als Brutgebiet im Frühjahr und Sommer in Höhenlagen zwischen 220 und 800 Metern MH entdeckt. Die neueren Eintragungen von Beobachtungen in die ornithologische Internet-Plattform „ornitho.it“ zeigen für 2014 Verbreitungslücken sowohl in der Talsohle als auch an der Waldgrenze auf. Die Singdrossel (Turdus philomelos) ist heute der auffälligste Vogel der Obstanlagen. Im Zeitraum 1990-2014 hat sie sich landesweit verbreitet. Seine Gegenwart kündigt der Zugvogel mit dem abwechslungsreichen Gesang an. Der melodiöse, kräftige und phrasenreiche Gesang wird besonders laut in der Morgen- und Abenddämmerung von hohen Singwarten aus vorgetragen. Gegen Süden zum Trentino hin keilt das Vorkommen der Singdrossel aus. Das Braunkehlchen (Saxicola rubetra) galt schon seit Beginn der Beobachtungen der Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde als Sorgenkind und im Bestand gefährdet. Dem Wiesenbewohner, der als Insektenfresser und Zugvogel von hohen Halmen aus Insekten jagt, ist durch die Entwässerung der Feuchtwiesen, durch starkes Güllen und durch das Roden der Heckenstreifen der geeignete Lebensraum entzogen worden. Der Vergleich der Verbreitung laut Südtiroler Vogelatlas 1996 und ornitho.it-Plattform 2014 zeigt den dramatischen Schwund des Verbreitungsgebietes. Auch der Neuntöter (Lanius collurio) ist zum Sorgenkind geworden. Während es 1990

Foto: Karin Liebmann

27.11.14

links: Graureiher sind als Brutvögel und Überwinterer neu in Südtirol. Erste Brutnachweise gehen auf das Jahr 2008 zurück. Mitte: Die Rauchschwalbe verschwindet zunehmend aus dem Dorfbild. Ihre Dichte ist in Südtirol stark abnehmend. rechts: Das Braunkehlchen verliert als Wiesenbewohner und Bodenbrüter in Südtirol dramatisch an tauglichen Lebensräumen. in den Heckenlandschaften, an den Rändern von Wiese zu Wald und im Dornstrauchgestrüpp am Vinschgauer Sonnenberg noch gute Bestände gab, sind die Bestandslücken 2014 zunehmende größer geworden. Die Verfrachtung von Insektiziden aus den Obstbaugebieten in der Thermik der Mittagsstunden auch in höhere und entferntere Lagen des Sonnenberges scheint eine Rolle zu spielen, weil die Nahrungskette dieses Insektenfressers ausgedünnt wird. Der Steinrötel (Monticula saxatilis), ein früherer Charaktervogel des Vinschgauer Sonnenberges ist aus den tiefen Lagen des Sonnenberges völlig verschwunden, auch er dürfte unter der Abtrift der Spritzmittel zu leiden haben. Nur noch in den höheren Bereichen des Sonnenberges zur oberen Waldgrenze hin konnten letzthin vereinzelte Beobachtungen des Steinrötels gemacht werden. Der Kleinspecht (Dendrocopos minor), dem das Rot des Buntspechtes an der Bauchseite fehlt, ist hingegen ein Neueinwanderer in Südtirol. Im Jahre 1990 gab es für Südtirol noch keine Brutnachweise, ab 1994 konnten sie für die Brunecker Gegend erbracht werden. Typisch für den Kleinspecht ist seine lokale und oft kleinräumige Verbreitung. Der Graureiher (Ardea cinerea) ist im Südtiroler Vogelatlas von 1996 noch als Durchzügler aufgelistet, in den letzten Jahren ist er auch in Südtirol zum Brutvogel geworden. Für das Jahr 2008 sind 5 Brutplätze in Südtirol belegt und aus den Eintragungen in ornitho.it 2014 ist zu erkennen, dass seine Verbreitung in unserem Land fortgeschritten ist. Es gibt auch Winterbilder und -boebachtungen, aus denen der Graureiher im tiefen Schnee etwa des Pfunderer Tales, an der jungen Falschauer in St., Gertraud in Ulten oder am aufgeweiteten Rambach zwischen Fuldera und Valchava im Münstertal belegt ist. Der Kormoran (Phalocrocorax carbo) gehört neuerdings zu den Wintergästen Südtirols am Kalterer See und an der unteren Etsch, wo er sich nachts auf Schlafbäume zurückzieht.

Vom Glurnser Altbürgermeister Luis Riedl habe ich die Beobachtung, dass die Dohlen (Corvus monedula) aus den Stadtmauern und von den Dächern von Glurns abgewandert sind; vermutlich fühlen sie sich von den Haustauben gestört. Eine kleine DohlenKolonie brütet noch im Turm der Agumser Kirche von St. Georg. Der Bartgeier (Gypaetus barbatus) ist dank Wiederansiedlungsprojekt in die Alpen zurückgekehrt und für die nächsten Brutsaisonen sind auch die ersten Naturbruten in den Vinschgauer Bergen zu erwarten. Von den Felswänden auf die Balken unter den Vordächern unserer Häuser in Dörfern und Städten abgestiegen und damit zum Kulturfolger geworden ist in den letzten 30 Jahren auch die Felsenschwalbe (Ptyonoprogne rupestris). Auffällig ist weiters das Vordringen der Elster (Pica pica) aus der offenen Heckenlandschaft in den Baumbestand der Hausgärten und Parkanlagen. Elstern sind aber nicht nur Nesträuber von Kleinvögeln, sondern auch Schädlingsvertilger. Als Brutvögel neu am Haider See ist der Haubentaucher (Podiceps cristatus). Ein Neuankömmling an der Südtiroler Etsch und ihrem Umland ist auch die MittelmeerMöwe (Larus michahellis). Neueinwanderer sind auch der Karmingimpel (Carpodacus erythrinus) und der Gänsesäger (Mergus merganser).

Keine Entwarnung möglich Der Wechsel im Artenspektrum der Vogelarten Südtirols mit Neueinwanderern in den letzten 40 Jahren darf nicht nur beruhigen, sondern er enthält auch eine mahnende Botschaft: Stärker als das Kommen ist das Gehen ausgeprägt! Denken Sie beispielsweise an die Anzahl Schwalben in unseren Dörfern der 50- und 60-Jahre, als es noch unversiegelte Böden mit Lehmpfützen zum Bau eines haltbaren und dauerhaften Nestes und Insekten-Nahrung genug gab. Bleibt die lange schon bekannte Erkenntnis: Es gibt keinen Artenschutz ohne Lebensraumschutz!


Vinschgerwind 24-14

27.11.14

1. Amateurliga: Nummer 1 im Vinschgau Vier Teams aus dem Tal bestreiten die Meisterschaft in der ersten Amateurliga. Neben Latsch sind dies Kastelbell, Schlanders und Mals. Dabei zeigten die Latscher, dass sie die Nummer 1 im Bezirk sind. In den drei Spielen gegen die Lokalrivalen gingen sie immer als Sieger vom Platz, erzielten dabei insgesamt neun Tore und kassierten lediglich einen Gegentreffer. (sam)

Zwei treue Fußballseelen

Foto: Sarah Mitterer

46 /Sport/

Sie kümmern sich seit Jahren um das Wohlbefinden der 1. Mannschaft des ASV Latsch Raiffeisen und sind die guten Seelen des Teams. Hansi Stecher und Roland Schwemm (Bild oben) sind immer mit voller Motivation bei den Spielen dabei und unterstützen „ihre“ Jungs tatkräftig. (sam)

Mit einer Hand am Pokal Fußball. Mit dem Gewinn des Herbstmeistertitels in der 1. Amateurliga ist für den ASV Latsch Raiffeisen die halbe Miete bereits geschafft. Dank des 3:3 Ausgleichs beim Auswärtsspiel in Neumarkt war den Latschern der Titel nicht mehr zu nehmen. Somit bleibt das Team auf Aufstiegskurs, doch bis zum Meisterschaftsgewinn liegt noch ein weiter Weg vor den Torjägern. Von Sarah Mitterer

Fotos: Sarah Mitterer

S

eitdem der Abstieg aus der Landesliga in die 1. Amateurliga am Ende der vergangenen Saison feststand, war die Vorgabe für die neue Fußballsaison ganz klar: die sofortige Rückkehr in die Landesliga! Hierfür scheuten die Verantwortlichen des ASV Latsch Raiffeisen keine Kosten und Mühen und stellten eine starke Truppe auf die Beine. Die meisten Landesliga-Spieler wurden bestätigt, mit Moritz Frötscher und Lukas Schuler konnten zwei torgefährliche Spieler in den Kader aufgenommen werden, die das in ihnen gelegte Vertrauen bestätigen konnten. Auch auf der Bank wurde ein neuer Mann verpflichtet: Christian Platzer, der bereits in der Ober- und Landesliga auf Torjagd ging, hat gleich eine Doppelrolle inne, nämlich die Funktion des Spielertrainers, die er bisher überzeugend ausübte. Unterstützung erhält er von Bernhard Hanni, der die Fäden zieht, wenn Platzer selbst

Spielszene Latsch vs. Sarntal Links: Moritz Frötscher auf dem Platz steht. Das Team, das eine starke Heimspielbilanz aufweist, ist eine perfekte Mischung aus erfahrenen Spielern wie Kapitän Hannes Schwemm und Hannes Stecher, aber auch die jungen Wilden zeigten immer wieder, wie viel Talent und Potential

Neuzugang Lukas Schuler

Der Kapitän Hannes Schwemm

in der Mannschaft steckt. Am torgefährlichsten erwies sich bisher Mattia LoPresti, während Matthias Gufler sich zu einem bei der Konkurrenz gefürchteten Elfmeterschützen entwickelte. Was die Position im Tor betrifft, so konnte sich bisher keine klare Nummer 1 herauskristallisieren. Kevin Vornberger und Martin Innerhofer kamen fast gleich oft zum Einsatz und trugen mit ihren Paraden wesentlich zur Tabellenführung bei. Schon zu Beginn der Hinrunde zeigten die Latscher Ballkünstler, dass sie die Mannschaft sind, die es zu schlagen gilt und wurden in den meisten Spielen ihrer Favoritenrolle gerecht. Bereits im vorletzten Hinrundenspiel konnten die Titelaspiranten den Sack zumachen. Zwar kamen sie auswärts gegen

Neumarkt nicht über ein 3:3 hinaus, doch da auch der größte Widersacher, Auer, im Kampf um den Titel patzte, war den Latschern der Herbstmeistertitel nicht mehr zu nehmen. Dem vorgegebenen Ziel, der Wiederaufstieg, sind die Mannen von Spielertrainer Platzer somit ein großes Stück näher gekommen. Der Gewinn der Herbstmeisterschaft bedeutet jedoch nicht, dass das Team sich zurücklehnen kann. Es liegt noch jede Menge Arbeit vor den Balljägern und es bleibt keine Zeit zum Ausruhen. Wer Meister werden will, muss hart trainieren und nicht nur beim Spiel, sondern auch beim Training immer sein Bestes geben. Denn die Konkurrenz schläft nicht und jeder Ausrutscher könnte den Latschern am Ende teuer zu stehen kommen.


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Vinschgerwind 24-14

/Sport/ 47

Leichtathletik

Plaus - Fußball der 2. Liga

Zweiter Staatsmeister

Schlechter Abschied einer guten Hinrunde

v.l.: Mirko Lepir und Michael Albrecht Stabhochspringen Schlanders statt, als eines der sportlich erfolgreichsten gewertet werden. Wohin sich die Leichtathletik bewegt, könnte am Beispiel von Mirko Lepir eindrucksvoll gedeutet werden. Als amtierender Italienmeister der Mittelschüler erreichte er als 14-jähriger Debütant im Weitsprung mit

6,23m nicht einmal das Finale der besten acht (11. Platz). Sieger wurde Mattia Zagotto mit der zweitbesten je in Italien gesprungenen Weite von 7,11m. Nur das Ausnahmetalent Andrew Howe war mit seinem Weltrekord von 7,52m als 15-jähriger Weitspringer besser. Hier zeigt sich eindeutig, dass erfahrene renommierte Trainer sich ausschließlich mit einzelnen Top Athleten beschäftigen, während die Vereinstätigkeit immer mehr abgedrängt wird. Das wird umgekehrt auch von den andern durchaus mageren Leistungen bestätigt, die ausgereicht hatten um im Trentino einen Staatsmeistertitel zu gewinnen, z.B. reichten 4,00m im Stabhoch (4,56m), 12,85m im Dreisprung (15,10m Italienrekord) oder es gab riesige Abstände zwischen Gold und Bronze wie 43,17m zu 33,73m im Diskus oder 16,80m zu 12,43m im Kugelstoßen Mädchen. (ah)

Kunstturnen

Kleine Akrobatinnen im Wettkampffieber 0 Nachwuchsturnerinnen von fünf Vereinen, darunter der Gastgeber ASV Latsch, pilgerten nach Latsch in die Turnhalle, um sich beim VSS Mannschaftswettkampf zu messen. Die Kinder absolvierten Turnübungen an den vier olympischen Geräten Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Boden und zeigten den Zuschauern tolle Übungen. Auch die Turnerinnen von Carla Wieser, die einmal mehr den Wettkampf perfekt organisiert hatte, absolvierten gelungene Auftritte, hatten aber ein wenig Pech. Gleich drei Mal schrammten die Latscherinnen mit Platz vier knapp am Podest vorbei. Dank Charlotte Pragal

Fotos: Sarah Mitterer

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oben: Volle Konzentration war gefragt links: Einsatz am Schwebebalken

konnte die Mannschaft aber in der Serie B einen Heimsieg feiern. Wenige Wochen vor dem Wettkampf in Latsch krönte sich Celine Stampfer beim zweiten Teil der Gesamttirolermeisterschaften, die in Brixen durchgeführt wurden, in der Al-

tersklasse 8 zur Gesamttirolermeisterin 2014. Sie setzte sich dabei gegen 100 andere Turnerinnen aus ganz Tirol durch. Aus Vinschger Sicht nahmen zwölf Turnerinnen des ASV Latsch an diesem Wettkampf teil und erzielten sehr gute Resultate. (sam)

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ass die Plauser Mannschaft eine schöne Hinrunde in der heurigen Meisterschaft der 2. Liga bestritten hat, wird von dem erreichten 4. Tabellenplatz bestätigt. Vor dem letzten Spiel gegen Ulten äußerte sich Trainer Willi Platzgummer voll Vertrauen. „In der heurigen Saison ist alles möglich. Die Wirkung von Stürmern wie Claudio Di Gallo und Hannes Stecher (2-mal dreifache Tore) lässt viel hoffen, die

Foto: Leonardo Pellissetti

um Weitspringer Mirko Lepir aus Prad gesellt sich nun der Naturnser Michael Albrecht als Italienmeister dazu. Bei den Staatsmeisterschaften in Borgo Valsugana wurde er seiner Favoritenrolle gerecht und holte sich souverän den Titel über die 300m Strecke. Der 15-Jährige, der zusammen mit Davide Re aus Rom den Italienrekord in 35,12 Sekunden hält, zeigte seine Stehvermögen-Qualitäten auf der Zielgeraden, wo er seine Konkurrenz mit der Zeit von 35,62 Sekunden schlicht in den Boden rannte. In der gesamten Gesichte der Leichtathletik des Tales gab es bis heuer erst einen Sieg bei den Italienmeisterschaften durch Dolores Tschenett. Damit dürfte das krisengeschüttelte Jahr, aus finanziellen Gründen fanden weder das Trainingscamp in Latsch, Fakiecup sowie keines der drei großen Meetings unter anderen das

Fotos: Christoph Blaas

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v.l.: Piero Mattei, Ausschussmitglied Alexander Zischg, Trainer Willi Platzgummer Das Foto wurde beim Spiel Partschins-Passeier geknispt Mannschaft ist gut und es wird gut gearbeitet sowie fleißig trainiert. Wir hoffen noch auf ein gutes Ergebnis in der Meisterschaft, weil die Mannschaft Präsenz zeigt.“ Der Traum, Wintermeister zu sein, wäre nicht unbegründet gewesen und das ließ sich deutlich spüren. Dann kam aber die absolut unerwartete heimwärtige 1:5 Niederlage im letzten Spiel gegen Ulten, welche eine eindeutige Nervenkrise zeigt. Von einer punkteschwächeren Mannschaft 4 Tore in 16 Minuten (3 in 5 Minuten) zu kassieren, ist sicher ein Zeichen von Verwirrung, die nicht nur mit der Zahl-Unterlegenheit erklärt werden kann. Aus der bis jetzt gut geleisteten und in den Spielen gezeigten Arbeit kann man sich begründet vorstellen, dass dieses unglückliche Spiel gegen Ulten nur eine Episode in der sportlichen Fußball-Laufbahn von Plaus bleibt. (lp)


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Vinschgerwind 24-14

27.11.14

Schlanders-Latsch: Giovanissimi vom Fußball-Verband

Fotos: Leonardo Pellissetti

Junge Mannschaften in guter Entwicklung

Die Mannschaft aus Latsch und jene aus Schlanders

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ie Meisterschaft der Giovanissimi Provinzial der Lega betrifft die Jungen zwischen 12 und 14 Jahren. Sie stehen eine Stufe unter den Allievi, also mit Perspektive für die Zukunft in der ersten Mannschaft. Gerade am regnerischen 15. November trafen sich die Giovanissimi von Schlanders und Latsch zum Spiel in Kortsch. Die Schlanderser, älter und damit klarerweise in körperlicher Überlegenheit, gewannen ohne Probleme mit Toren

von Lukas Gambuzza, Thomas Schuler, Jacopo Rainer, Felix Marx, Thomas Schuler, Hannes Alber, Dominik Gruber. Die Latscher Giovanissimi, von Philipp Pirhofer trainiert, in Kortsch von Werner Kuppelwieser vertreten, boten eigentlich ein ganz gutes Zusammenspiel. Sehr interessant erschien eine Fußball-Kombination des Schlanderser Trainers Kurt Gurschler (aus Latsch!), wenn das Ergebnis schon entschieden war. Auf seinem Befehl

Martell

Eishockey

Biathlon: IBU Cup

Vom Rekordmeister zum Altmeister P

eter Wunderer gehört zu den talentiertesten Eishockeystürmern aus dem Vinschgau. In seiner jungen Karriere hat der Prader schon einige Erfolge feiern können. 2012 gewann er mit Mailand die Serie A2, anschließend wechselte er zum italienischen Rekordmeis-ter, den HC Bozen, wo er vor allem die vergangene Eishockeysaison wohl nie vergessen wird, denn er erlebte dort einige historische Eishockeymomente. Der 24-jährige Stürmer nahm mit Bozen an der Ersten Bank Eishockey Liga (EBEL), der höchsten österreichischen Liga teil. Es war das erste Mal, dass ein Foto: Sarah Mitterer

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om 12. bis 14. Dezember wird in Martell der 2. Biathlon Cup 2014/2015 ausgetragen. Das Biathlonzentrum Martell richtet damit schon zum 6. Mal einen IBU-Cup Biathlon aus, der eine Fortsetzung vom Europacup ist. An den Wettkämpfen in Martell werden ca. 200 Athletinnen und Athleten aus über 30 Nationen teilnehmen. Am Mittwoch der 10. Dezember um 19.30 Uhr Zusammentreffen mit gemeinsamen Essen im Bürgerhaus Martell. Am Donnerstag den 11. von 9.0011.30 Uhr Training der Frauen und von 12.00-14.30 Uhr Training der Männer. Am Freitag, den 12. von 9.0011.30 Uhr offizielles Training der Frauen und von 12.00-14.30 Uhr offizielles Training der Männer. Am Samstag den 13. um 10.00 Uhr Sprint 7,5 km Frauen, 13.00 Uhr Sprint 10 km Männer. Am Sonntag, den 14. um 10.00 Uhr Verfolgung 10 km Frauen, um 12.30 Uhr 12,5 km Männer.

hin durften seine Spieler mehrere Minuten lang nicht attackieren, um die Technik der Ballkontrolle vorbildlich üben zu können. Am Spielende sind die Schlanderser Kommentare entstanden, die Gäste waren nämlich gleich zum Krampusabend nach Latsch zurückgefahren. Die Meinung von einigen Eltern. Der Vater von Felix Telfser erklärte, dass die Kinder eine sportliche Beschäftigung und schönen Gemeinschaftssinn

Team aus Italien bei dieser Meisterschaft startete. Wunderer war es auch, der für den ersten EBEL-Treffer auf italienischem Eis sorgte. Dies war sein erster

haben. Die Mutter von Hannes Alber freute sich über das Fußball-Spiel und definierte sich als begeisterte Zuschauerin. Sektionsleiter Paolo Gambaro und VSS-Obmann Karl Schuster unterstrichen die fruchtbaren Resultate, welche von der Spielgemeinschaft der Gemeinde entstanden sind: Die Junioren gewannen im Vorjahr die Meisterschaft und sind heuer vorne, wie die Allievi und die Giovanissimi. (lp)

historischer Moment. Der zweite folgte zu Saisonende: Der HC Bozen sicherte sich als Neuling sensationell den Meistertitel und erstmals holte ein nicht österreichisches Team den EBELPokal. Mit Beginn der neuen Eishockeysaison ist Wunderer in ein neues Abenteuer gestartet. Der Prader wechselte zum Altmeister Cortina und nimmt mit dem Team an der Serie A, der höchsten italienischen Spielklasse teil. Im bisherigen Saisonverlauf gab es so einige große Momente für ihn: Gegen Pustertal verwandelte er den entscheidenden Penalty zum Sieg, gegen den amtierenden Italienmeister Ritten gelangen ihm zwei Treffer. Aktuell hat er elf Zähler auf seinem Punktekonto; sechs Mal traf er selbst, fünf Mal bereitete er ein Tor vor. Die Weichen für Wunderers weitere Eishockeyzukunft sind somit gestellt. (sam)


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/Sport/ 49

Kastelbell/Tschars - Fußball der 1. Liga

Positive Hinrunde für den Vinschger Fußball emo Mengon führt die Sektion Fußball von Kastelbell/Tschars im 6. Jahr. Die Mannschaften der Sektion: 2 U8, U10, in der SpG U11, U12, Giovanissimi, Allievi, Junioren. Auf unsere Frage über die von ihm geführte Mannschaft und über die anderen Vinschger Mannschaften antwortet er folgendermaßen: „Für Kastelbell kann man sagen, dass die Hinrunde positiv gelaufen ist, obwohl durch unsere Schuld manche Punkte verloren gegangen sind.

sern, das heißt, die Schwelle von 40 Punkten erreichen und sehr wahrscheinlich auch überschreiten zu können. Es fehlt noch ein Spiel am Ende Mengon mit seiner Frau Dunja; der Hinrunde rechts: Luca Mengon Spieler in der 1. Mannund wir haben schaft 19 Punkte schon erreicht, somit Am Anfang der Meisterschaft sind wir auf der Linie unserer hatten wir uns vorgenommen, Erwartungen. Die Mannschaft die Lage vom Vorjahr zu verbesist kompakt und wird von

Fotos: Leonardo Pellissetti

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Harald Kiem meisterhaft geführt. Was die Meisterschaft der Vinschger Mannschaften betrifft, denke ich, dass sie keine Probleme haben werden, ihre Ziele zu erreichen, nachdem sich alle bis jetzt gut geschlagen haben. Wie vorgesehen, fährt Latsch in Richtung Aufstieg. Mals und wir stehen in der oberen Hälfte der Tabelle und Schlanders wird sich, trotz mancher Schwierigkeiten, wohl auch im nächsten Jahr in der 1. Liga bestätigen.“ (lp)

Mals

N

ach zwei Monaten Training stellte sich die FußballKlasse des OSZ Mals der ersten Bewährungsprobe: einem Testspiel gegen eine Mannschaft des FC Südtirol im Pfarrhof Bozen. Erst in der zweiten Hälfte hatte sich die Mannschaft des FC Südtirol gegen die Schüler durchgesetzt und nach einem Eckball das Spiel 1:0 für sich entschieden. Arnold Schwellensattl, Trainer der Fußball-Klasse, forderte von der Schulmannschaft vor allem Mut und Spielfreude und zeigte sich insgesamt zufrieden mit deren Leistung: „Defensiv standen wir gut. Die Schüler haben viel von dem umgesetzt,

was wir in den vergangenen Monaten geübt haben. Am Offensivspiel werden wir noch feilen.“ Ähnlich resümiert Manuel Horrer, Koordinator der FußballKlasse des OSZ: „Wir haben uns im ersten Testspiel sehr gut präsentiert und uns vom Gegner nicht beeindrucken lassen. Wir sind auf einem guten Weg. Für die Schüler war es ein tolles Erlebnis gegen eine Mannschaft des FC Südtirol zu spielen. Wir sind dem FC Südtirol dankbar für diese Möglichkeit.“ Neben zahlreichen Eltern ließ sich auch Gustav Tschenett, Direktor des OSZ Mals, dieses erste Testspiel nicht entgehen. Ihn haben vor allem die Ruhe und

Foto: „Wind“-Archiv

Fußball-Klasse des OSZ Mals gegen den FC Südtirol

Der Oberschuldirektor Gustav Tschenett: Respekt vor dieser Leistung. Gratulation an die Spieler und an das Trainerteam Konzentration seiner Fußballstars beeindruckt: „Die Schüler sind das Spiel beherzt ange-

gangen. Respekt vor dieser Leistung. Gratulation an die Spieler und an das Trainerteam.“


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Vinschgerwind 24-14

27.11.14

Vinschgau

Auf die Felle, fertig, los 3. DYNAFIT Vinschgaucup für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer m 2. Jänner 2015 geht’s wieder los, mit der dritten Ausgabe des beliebten DYNAFIT Vinschgaucups, einer Serie von fünf Skitouren- und Schneeschuhrennen. Austragungsorte sind, wie in den letzten Jahren, die Skigebiete von Sulden (Kanzel), Haideralm, Watles und Trafoi. Anstelle von Maseben kommt heuer erstmals das Skigebiet Schöneben mit ins Boot. Der Startschuss fällt jeweils freitags um halb acht Uhr abends, wo durchschnittlich 200 Stirnlampen die Pisten stürmen werden – ein beeindruckendes Spektakel. Der dritte DYNAFIT Vinschgaucup wurde in der Interfama in Prad vorgestellt. Gleich bleibt, wie in den letzten Jahren, die Unterscheidung zwischen Renn- und Hobbywertung. Nur jene, welche ein gültiges, spor-

Foto: „Wind“-Archiv

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Im Bild das aufgestockte Organisationskomitee rund um das Skirunningteam stehend v.l.: Franz Gruber, Stefan Karnutsch, Stefan Holzknecht, Alexander Erhard, Stefan Kuppelwieser; sitzend v.l.: Klaus Wellenzohn, Anton Steiner, Patrik Gamper, Martin Thöni tärztliches Zeugnis vorweisen können, starten in der Rennklasse, alle Übrigen kommen in die Hobbywertung, wo es eine neue Richtzeitermittlung geben wird, die mehr Sieger hervorbringen soll. Neu sind auch große Tombolapreise, die unter jenen Teilnehmern verlost werden,

die an mindestens drei Rennen teilgenommen haben und am Finaltag anwesend sind. Diese erhalten nicht nur ein Treuegeschenk des Hauptsponsors DYNAFIT, sondern haben die Chance, einen Hubschrauberrundflug oder eine geführte Ortlerbesteigung oder viele andere

hochwertige Preise zu gewinnen. Gleich bleibt hingegen das Nenngeld von 20 Euro für ein Nudelgericht, den Kleidertransport und eine Tombola nach dem Rennen. Auch der soziale Aspekt bleibt nach wie vor nicht auf der Strecke. Heuer gehen 5 Euro eines jeden Nenngeldes an den Katholischen Familienverband Südtirols, welcher lokale Familien in Not unterstützt. Die Online-Anmeldungen sind ab sofort möglich. Trainieren oder probieren kann man schon vor den jeweiligen Rennen in den Skigebieten Watles und Haideralm, wo zum einen separate Skitourenstrecken ausgewiesen worden sind und zum anderen an bestimmten Tagen die Hütten am Abend offenhalten. Nähere Infos zum DYNAFIT Vinschgau Cup finden sie auf www.ski-running.com

Landesliga

SSV Naturns Raiffeisen - Industriepool - Jugendtrainer Andreas Kofler

Kopf an Kopf

Zusammen wachsen

Die Meisterschaft der Landesliga wird immer mehr ein Kopf an Kopf Rennen. Naturns führt immer, hat aber, wie im Spiel gegen Plose, etwas verschenkt. Lana folgt mit einem Punkt Abstand. Aber noch gefärlicher - laut Meinungen von erfahrenen Sportbeobachtern - scheint Obermais zu sein, inzwischen schon an die dritte Stelle hinaufgeklettert. Auch Partschins bestreitet eine gute Meisterschaft und verspricht, auf vorderen Tabelleplätzen zu bleiben. Massimo Bertinato ist der neue Trainer in Partschins. Trainer Hannes Köllemann ist aus persönlichen anderweitigen Verpflichtungen zurückgetreten. Bertinato hat im Vinschagu Spuren hinterlassen, da er vor mehr als zehn Jahren Trainer von Schlanders war. Der damalige Sektionsleiter Giovanni Ruzzon hat ihn gerufen. (lp)

Andreas Kofler ist eine Stück Fußballgeschichte von Naturns. Mit 15 Jahren begann er nämlich in der Kampfmannschaft zu spielen und war dann 15 Jahre lang dabei. Dachach spielte er 7 Jahre lang in Partschins. Dort war er ein Jahr lang Spielertrainer, dann kam er zur Jugend: zuerst zur B-Jugend, jetzt bei der CJugend Gelb. Die C-Jugend Blau wird von Georg Platzgummer, der, wie auch Manfred Tappeiner, als guter Kopfballspieler bekannt war, . Wie sehen Sie die Lage des Jugend-Fußballs? Andreas Kofler: Allgemein gut, der Fußball hat bei den Jungen ein guten Ruf. Was Naturns und mich direkt betrifft, haben wir im Bereich der C-Jugend 2 Mannschaften, mit 5 Spielern des Jg. 2003. Wir haben nämlich zu viele Spieler für nur eine Mannschaft. Welche sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Prinzipien als Jugentrainer?

links: Andy Kofler heute, rechts in eine Historische Erinnerung: im Jahr 1998 in Mals neben Filippo Inzaghi aktuelle Trainer von Milan, auf die andere Seite Gustav Grünfelder Trainer von Schlanders. Die Gelegenheit war Freundschaftsspiel zwischen Atalanta für Sommertraining in Mals gegen Vinschger Auswahl Zuerst die technisch individuelle Ausbildung, die Koordination und das Passspiel. Darüberhinaus der Zusammenhalt und der Respekt gegenüber Mitspielern, Gegnern und Verein. Wieviel zählt das Ergebnis im Spiel? Das Ergebnis spielt nicht die Hauptrolle, dennoch versuchen wir, in jedem Spiel das Beste zu geben und somit, wenn mög-

lich, auch zu gewinnen. Spielen müssen alle, das ist auch die Philosophie des Vereins. Meisterschaften gewinnen ist schön, aber noch wichtiger ist es, so viel wie möglich Spieler weiterzubringen und, wenn möglich, bis zur ersten Mannschaft. Auch der Trainer muss immer etwas lernen. Trainieren bedeutet also zusammen wachsen von Spielern und Trainer! (lp)


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Jahrestag/Danksagungen Die Liebe zu den Deinen war stets dein groĂ&#x;es Streben. Trotz Arbeit, Kummer und Sorgen, hast immer Halt und Trost gegeben. Nun stehen wir alleine ohne deine starke Hand, doch in unseren Herzen liebste Mutter hält uns ein unzertrennliches Band.

5. Jahrtag

Anna Wwe. Rainer

TheaterbĂźhne St. Valentin

„Handylust und Handyfrust“

Ort: Kulturhaus St. Valentin a.d.H. AuffĂźhrungstermine: Sa. 29.11.14, 20.00 Uhr; Reservierung: Tel. 334 97 67 176 (09.00 bis 11.00 Uhr & 17.00 bis 19.00 Uhr)

HeimatbĂźhne Taufers i.M.

geb. GrĂźner

„Romeo und Julia reloaded“

* 22. Januar 1930 †04. Dezember 2009 Unser Frau Schnals Wir gedenken unserer lieben Mutter, Oma und Uroma bei der hl. Messe am Sonntag, 08. Dez. 2014, um 09.00 Uhr in der Pfarrkirche von Unser Frau Schnals

Deiner Kinder

Eigentlich war alles selbstverständlich, dass wir miteinander sprachen, gemeinsam nachdachten, zusammen lachten, weinten und liebten. Eigentlich war alles selbstverständlich, nur das Ende nicht.

2. Jahrestag

Elisabeth Kaserer geb. Preiss

* 16.01.1941 †02.12.2012 Schlanders Ganz besonders gedenken wir deiner bei der Hl. Messe am Montag, 8. Dezember um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Schlanders. Ein groĂ&#x;es Vergelt’s Gott allen, die unsere Elisabeth immer wieder am Grab besuchen und an den Gedächtnismessen teilnehmen. In Liebe deine Familie

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von Norbert Franck Regie: Davide Brighenti Ort: Schulturnhalle Taufers i.M. AuffĂźhrungstermine: Sa. 29.11.14, 20.00 Uhr; Reservierung: Tel. 340 236 72 16 (Martina)

HeimatbĂźhne Kastelbell-Tschars „Eine Frau mit Garantie“

Lustspiel in 3 Akten von Franz Schaurer Regie: Max Blaas Ort: Josef Maschler Haus – Tschars Auffßhrungstermine: Premiere: So. 30.11.14, 17.00 Uhr; Sa. 06.12.14, 20.00 Uhr; So. 07.12.14, 17.00 Uhr; Mo. 08.12.14, 17.00 Uhr; Sa. 13.12.14, 20.00 Uhr; So. 14.12.14, 17.00 Uhr; Reservierung: Tel. 333 32 98 232

Jahrestag/Danksagungen Es ist zu frĂźh, sagt das Herz, es ist Gottes Wille, sagt der Glaube, du fehlst uns, sagt die Liebe, und wer sagt, so ist das Leben, der weiĂ&#x; nicht, wie weh es tut. 1. Jahrestag

Irma Brunner geb. MĂźller

* 14.12.1940 †3.12.2013 Naturns In Liebe und dankbarer Erinnerung gedenken wir besonders bei der heiligen Messe am Sonntag den 07. Dezember um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Naturns. Allen die daran teilnehmen und fßr unsere liebe Irma beten, danken wir von Herzen. Deine Familie

10. Jahrestag

Herbert Tischler *26.02.1934 †02.12.2004 Taufers i.M. In lieber Erinnerung gedenken wir deiner am Samstag, 6. Dezember um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Schluderns. Conny und Alexa mit Familien


27.11.14

Vinschgerwind 24-14

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Zeitung Vinschgerwind ausgabe 24-14 Vinschgau Südtirol  

Zeitung Vinschgerwind Ausgabe 24-14 vom 27.11.2014 Bezirk Vinschgau Südtirol - Themen - Politik, Gesellschaft, Lokales, Sport, Kultur, Fotoi...

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Zeitung Vinschgerwind Ausgabe 24-14 vom 27.11.2014 Bezirk Vinschgau Südtirol - Themen - Politik, Gesellschaft, Lokales, Sport, Kultur, Fotoi...

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