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Nr. 23 (240) 13.11.14 I.P. 10 Jg.

www.vinschgerwind.it

Wohin geht Noggler? engel-tech.communications

Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

Sepp Noggler im „Wind“-Gespräch

„Das Unternehmen Moriggl ist unbedingt weiterzuempfehlen!“ JOHANN TELSER „Telser Türen“ - Burgeis (IT) .PSJHHM(NC)

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Kommentar Raus aus den Stauden - Sepp Nogglers Abrechnung mit den „Denkmäulern“

Foto: Angelika Ploner

Foto: Erwin Bernhart

Inhalt

Vinschgerwind 23-14

Seite 6

„Verkrüppeltes Krankenhaus“ - Wie LH Arno Kompatscher vermittelt Seite 4

Langtaufers: Das schöne Seitental wird ganz sanft

Seite

5

Hintermartell: Richard und der Wolf

Seite

5

Latsch: Zwei Hauben für das Paradiso

Seite

5

Naturns: Zweigstelle der landw. Hauptgenossenschaft eröffnet

Seite

8

Schluderns: Das Miteinander vor der Zerreißprobe

Seite

9

Suldenbach: Das Projekt „flussaufwärts“ geht weiter

Seite 10

Partschins: Einweihung der FF-Halle als Volksfest

Seite 10

Latsch/Vinschgau: Halbrunde Tourismusrunde

Seite 11

Leserbriefe/Stellungnahmen

Seite 12

Vinschgau: Bunt und interessant ist das Theaterangebot

Seite 15

Nationalpark Stilfserjoch: Monitoring der faunistischen Biodiversität

Seite 40

Mitnond hoaßt af Schludearns alloan. Weil dr Birgamoaschtr di Birgerversommlung alloan gmocht hot. Wiedr isch nix mea mit mitnond. Ollz klor?

Verschtea i nit. Obr dr Birgamoaschtr mocht iaz mit dr Musi mitnond Musi. Gach kannts in Schludearns wiedr a Kotzamusi ogebm. Wail jedr aloan tschepprt.

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Wer will Maseben? Nun ist es klar: Das kleine Skigebiet Maseben in Langtaufers bleibt heuer geschlossen. Über die Umstände, die dazu geführt haben, sind diverse Varianten im Umlauf. Aber die Tatsache, dass das Skigebiet geschlossen bleibt, kann und muss zum Nachdenken über die wirtschaftliche Entwicklung im Oberland anregen. Es mag schon sein, dass wir in eine Zeit des Rückbaues eintreten. Vor allem für Strukturen, welche aus Steuergeld finanziert werden, droht dieser Rückbau. Sparmaßnahmen wird so etwas in der politischen Sprache genannt. Es ist so, dass wir uns offensichtlich nicht mehr alles leisten können, was wir in Zeiten des Aufbaues wollten. Ob das auch für das kleine Maseben gilt? Ich stelle das in Frage. Denn im wirtschaftlichen Bereich, vor allem im Tourisumssektor ist noch Luft nach oben. Die Aussage im Oberland, dass wir zu viele Lifte im Verhältnis zur vorhandenen Bettenanzahl haben, mag aus der Sicht mancher Liftbetreiber richtig sein. Folgerichtig wäre ein Abbau von Liften. Ist die Schließung von Maseben ein Schritt in diese Richtung? Auf der anderen Seite scheinen gerade solche Aussagen auf jene lähmend zu wirken, die mit einer bestimmten Vehemenz darauf schauen müssten, dass die vorhandenen Betten mit Gästen gefüllt werden. Und gerade hier sehe ich Potenzial, welches nicht so richtig genutzt wird. Die Diskussion über die wirtschaftliche Entwicklung im Oberland möge man wieder - und mutiger als bisher - eröffnen. Außer man will tatsächlich stillschweigend in Kauf nehmen, dass Langtaufers in prächtiger Schönheit wirtschaftlich dahinsiecht, dass die jungen Leute aus dem Tal fliehen. Kreatives sei gefragt. Auch im Tal selbst wird sich etwas bewegen müssen.


4 /politik/

Vinschgerwind 23-14

Euregio-Person Thomas Moriggl führt mit seinem Cousin Gunnar die Moriggl GmbH. Der Präsidenten der Jungunternehmer Südtirols wurde kürzlich zur Euregio-Person des Monats auserkoren.

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Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

82,6 % NEIN

Sind Sie einverstanden, dass das Krankenhaus Schlanders in eine Tagesklinik umgewandelt werden soll? Neue Umfrage: Haben Sie sich vorgenommen, Ihre weihnachtlichen Einkäufe vorwiegend im Vinschgau zu tätigen?

17,4 % JA

„Verkrüppeltes Krankenhaus“ Schlanders/Vinschgau - Zur Bürgerversammlung nach Schlanders kam der Landeshauptmann mit Überraschungsgast Martha Stocker im Schlepptau. Ein kluger Schachzug, der Arno Kompatscher selbst in die Rolle des Vermittlers zwischen Bürger und Gesundheitslandesrätin brachte und in jedem Fall gut aussehen ließ.

von Angelika Ploner

N

och lebt die Hoffnung. Für die Geburtenabteilung. Und für die Chirurgie am Krankenhaus Schlanders. Ob es einen Durchmarsch der Gesundheitslandesrätin geben wird? Das bleibt fraglich. Dürr waren die Antworten von Martha Stocker jüngst am 4. November bei der Bürgerversammlung in Schlanders. Die erste Wortmeldung aus dem Publikum kommt an diesem Abend vom Primar der Chirurgie Schlanders Peter Stecher: „Wenn die Chirurgie auf eine Tageschirurgie zurückgestuft wird, dann wird sie praktisch abgeschafft. Es werden dann nur mehr ganz einfache Operationen gemacht, und es wird schwierig überhaupt Ärzte zu finden, die diese Operationen durchführen. Haben wir keine Ärzte mehr, brauchen wir auch nicht mehr zu diskutieren.“ Applaus brandete im Publikum auf. Der Saal im Kulturhaus Schlanders war gut gefüllt an jenem Abend.

Während Stocker die nicht enden wollende Kritik eher über sich ergehen lässt, ist es Kompatscher, der den Kritikern den Wind aus den Segeln nimmt und sich nicht unter Druck setzen lässt. Der neue Landeshauptmann bringt das seriöse Auftreten mit, um auch die kritischsten Geister unter den Anwesenden auszugleichen, hält die Contenance, damit die rauhen Töne nicht Überhand nehmen. „Es wird am Ende nicht allen alles gefallen“, sagt er, um wenig später ein Beispiel nachzureichen. „Ein Unternehmer, der weiß, er muss sein Unternehmen wettbewerbsfähiger machen, wird letztendlich auch nicht seine Mitarbeiter fragen. ... denn der Mitarbeiter wird das aus einer ganz subjektiven Sicht sehen. Das wird unsere Verantwortung sein. Und dann liegt es an Ihnen das gut oder schlecht zu befinden.“ Es war die Antwort auf die Kampfansage vom Prader Gemeindearzt Wunibald Wallnöfer: „Es nützt nichts, wenn man das Krankenhaus Schlanders verkrüppelt. Das sollen sich die

Vinschger nicht gefallen lassen und sich unter Umständen überlegen, darauf politisch zu reagieren.“ Es sind ungemütliche Wochen für das Duo, vor allem für Martha Stocker. Die Gegenreden, die ihr entgegenschlagen sind viele. „Wo wollt ihr denn die Leute in der Chirurgie in Meran unterbringen? Auf Stockbetten?“, fragt einer der Anwesenden. Stocker: „In Meran ist durchaus ein Trakt vorhanden, der mit ganz wenigen Mitteln ausgebaut werden kann. Von dem her ist die räumliche Verfügbarkeit durchaus gegeben.“ Ein anderer stellt eine Paradoxie zwischen dem Ausbau der Bettenabteilung und der Schließung der Chirurgie fest. Stocker: „Wir schließen hier nichts. Wir stellen tagesklinisch um. Betten werden auch dort gebraucht. Und wir sind für die Zukunft gerüstet, weil die Menschen immer mehr Pflege bedürfen.“ Wird der Bettentrakt längerfristig ein Pflegeheim? Das dürfte sich der ein oder andere

Fotos: Angelika Ploner

Martha Stocker: Jungärztinnen und Jungärzte wollen wir in Zukunft nicht mehr an ein Haus gebunden sehen, sie sollen an zwei Krankenhäusern Erfahrungen sammeln.“

Arno Kompatscher: „So wie ein Politiker, der für die Mobilität zuständig ist, nicht von Beruf Busfahrer oder Hubschrauberpilot sein muss ... so muss ein Politiker, der für das Gesundheitswesen zuständig ist, auch nicht Arzt oder Primar sein.

gefragt haben im Saal. Natürlich wettern die Ärzte, das Krankenhauspersonal, die Bürger. Schließlich betrifft das Krankenhaus irgendwie jeden. Beispiel Blinddarmdurchbruch. Dieser soll künftig vom Rettungsdienst oder der Flugrettung übernommen werden. Die neuen Hubschrauber sind so ausgestattet, dass sie auch nachts fliegen können. Gebetsmühlenartig wiederholen Arno Kompatscher und Martha Stocker an diesem Abend, dass nur Vorschläge auf dem Tisch liegen würden. Das letzte Wort sei noch nicht gesprochen. Auch weil es starken Gegenwind – politischen Gegenwind – gibt. „Wir arbeiten zusammen mit dem Burggrafenamt an einem Gegenvorschlag“, ließ BM Dieter Pinggera die Landesrätin und den Landeshauptmann wissen. Und: „Man wird nicht um diesen herumkommen.“ Derweil lebt die Hoffnung - eine kleine zumindest - weiter.


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Langtaufers/Wolkenstein

Maseben wird geschlossen D

Das kleine Skigebiet Maseben bleibt im heurigen Winter zu. Der Wintertourismus in Langtaufers wird damit wohl äußerst sanft werden. So sanft, wie es sich wohl viele auch in der Kaunertal-Diskussion gewünscht haben?

Foto: Andreas Waldner

er kommende Winter wird in Langtaufers sehr sanft werden, sanfter als es den Gasthäusern und Hotels im beschaulichen Seitental lieb sein kann. Es gibt bereits Gästestornierungen für den Winter. Unsicherheiten, Unklarheiten, diverse Versionen vor allem, was das kleine Skigebiet Maseben betrifft, kursieren seit Wochen im Tal. Seit vergangenem Montag ist klar, was mit dem Skigebiet Maseben passiert: Es bleibt über Weihnachten geschlossen. Das sagt Egon Maier Hartmann zum Vinschgerwind. Am Montag hat es eine Aussprache mit dem Gemeindeausschuss in Graun gegeben. Er habe das Gefühl, dass man mehr über das Wetter geredet hat, sagt Maier Hartmann. Denn mehr als eine Zusage für moralische Unterstützung habe es in der Gemeinde Graun nicht gegeben. Geredet haben zudem nur der BM Heinrich Noggler und der Langtauferer Referent Peter Eller. Maier Hartmann sagt, dass er für Verkaufsgespräche jederzeit offen sei. Seine Vorstellung: Der revisionierte

Lift und das Bergasthaus Atlantis könne jederzeit um relativ wenig Geld erworben werden. Sollte ein Verkauf nicht über die Bühne gehen, werde man gemeinsam mit Hansi Klöckner versuchen, das Ganze ab Februar, wenn die Sonne wieder über Atlantis scheint, in Betrieb zu nehmen. Auf der anderen Seite hat sich die Schließung bereits schleichend angekündigt. Fakt ist, dass die Pächter des Berggasthauses Atlantis über die Allerheiligentage ihre Sachen wieder

ins Tal gebracht haben und am 3. November 2014 in der Mila-Bar in Bozen ihren Rücktritt vom 5-jährigen Pachtvertrag gemeinsam mit dem Besitzer und Verpächter Egon Maier-Hartmann unterzeichnet haben. Auch sämtliche Schlüssel wurden, so Federspiel und Gruber, an Maier-Hartmann übergeben. Nach einer durchwachsenen Sommersaison, in der Federspiel und Gruber als Angestellte der Maseben KG den Lift und das Gasthaus geführt hatten, haben die beiden gemeinsam mit

Martell/Bozen

Latsch

Richard und die Wölfe

Paradiesisch

H

G

Foto: Erwin Bernhart

leich mit zwei Hauben und 16 von 20 möglichen Punkten hat sich das Gourmet-Restaurant Paradiso im Fünf-Sterne-Hotel Paradies in Latsch im neuen Gault Millau und Guide de L’Espresso bemerkbar gemacht. Zudem ist das Hotel selbst als Aufsteigerhotel des Jahres 2014 gekürt worden. Peter Oberrauch (im Bild mit Gratulant LH Arno Kompatscher), der im Paradiso mit himmlischen Köstlichkeiten verzaubert, ist einer der aufstrebenden Sterne am Himmel der besten Köche Südtirols. Bereits im Interalpenhotel in Tirol von Gault Millau mit zwei Hauben ausgezeichnet, leitet er seit April 2014 die Gourmetküche des Hotel Paradies. Der Location-Wechsel von Oberrauch ist ihm wohl bekommen. Und damit ziehen erstmals Hauben nach Latsch. Die Tester beschreiben mit Begeisterung von der „akkuraten Verarbeitung und tiefsinniger Verbindung mediterraner mit lokalen Aromen“ und von Gerichten bei denen „unterschiedliche Produktaromen köstlich verschmolzen und wie kleine Kunststücke in Szene gesetzt wurden.“ Auch der geniale Patissier Martin Troi bekam höchstes Lob für paradiesische Kreationen. Der Vinschgerwind hat einen guten Riecher für den Hauben-Braten gehabt: Das von unseren Lesern gekürte schönste Hochzeitspaar konnte sich über ein Abendessen im Gourmet-Restaurant Paradiso freuen. Foto: „Wind“-Archiv

ans Fleischmann, in Martell telt hat, aufgrund eines jüngeren mit anerkennender Distanz Ansuchens von Günther Hanny auch „Seewolf“ genannt, ist anauch für den Bau eines Kraftgezipft. Die ganze Sache werde werkes. Hanny vom Gasthof Ensich klären lassen, sagt Fleischzian wurden allerdings nur 30 % mann. Derzeit gehen Briefe hin der Baukosten zuerkannt. Er reund her. Das Wochenmagazin ff kurrierte dagegen. Das Ansuchen hatte berichtet, dass zwei MarFleischmanns ist zehn Jahre her. teller Gastwirte einen LandesbeiEr habe damals nicht als landtrag zurückzahlen müssten. Für wirtschaftlicher Betrieb, auch Fleischmann vom Gasthaus Zum nicht als Schutzhütte angesucht, See wären das 175.000 sondern als Gasthaus. Euro und für Walter Ein 80%iger BaukoSchwembacher vom stenbeitrag gilt laut Gasthof Schönblick Gesetz für landwirtwären das, immer schaftliche Gebäude, laut ff, 130.000 Euro. Schutzhütten und AlDiese Beiträge, 80 % men ohne Stromnetz. der Baukosten, sind Es ist nun Landesrat wegen zweier KraftRichard Theiner, der werksbauten geflosdie Dinge in Hintersen. Aufgekommen ist Hans Fleischmann martell wieder ins Lot das, was die ff als „Der ist sich keiner bringen wird müssen. Beitragsskandal“ geti- Schuld bewusst (eb)

ihren Frauen eine Berghaus Maseben OHG gegründet und für 25.000 Euro im Jahr das Atlantis auf 5 Jahre gepachtet. MaierHartmann wollte die Lifte selbst betreiben. Ein neues Arbeitsfeld haben Federspiel und Gruber mittlerweile am Watles gefunden. Möglich ist in Langtaufers nun vieles: Auch ein erneutes Aufflammen der Diskussion run dum einen Zusammenschluss mit dem Kaunertal. Sonst wird’s in Langtaufers eben ganz sanft. (eb)


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„Ich bin nicht ein Mann

der ersten Reihe“

Der Regionalassessor Sepp Noggler übt sich in Zurückhaltung und äußert sich zu aktuellen Themen kaum, zur Sanitätsreform etwa, zur Pestiziddebatte in seiner Heimatgemeinde Mals, zum Stand in Sachen Stromnetzübernahme. Im Gespräch mit dem Vinschgerwind geht er aus der Reserve und sagt, dass die Reform für das Gemeindewahlgesetz am 19. und 20. November im Regionalrat anstehe, dass er in Sachen Krankenhaus aus der hinteren Reihe operiere, dass in Mals die Denkmäuler Regie und Politik übernommen hätten und dies zu einer Isolierung von Mals geführt habe...

Sie sind als zuständiger Regionalassessor dabei, ein neues Gemeindewahlgesetz zusammenzubasteln. Sie wollen die Reduzierung der Gemeindeausschussmitglieder wieder rückgängig machen. Der Vorwurf der Oppositionsparteien ist, dass die SVP ihre Ausschussmitglieder und damit Macht erhalten wolle. Das sind Abänderungen des bestehenden Gemeinde-Wahlgesetzes. Ich bin sehr viel mit Bürgermeistern und Gemeindesekretären in Kontakt und ich sehe und erfahre, wo es fehlt. Die Anzahl der Gemeindeausschussmitglieder wurde mit dem bestehenden Regional-Gesetz um bis zu zwei reduziert. Mein Vorschlag ist, dass ein Ausschussmitglied, bei Bedarf, wieder zusätzlich aufgenommen werden darf. Vorausgesetzt, dass dies im Gemeindestatut vermerkt sein wird. Können Sie dies an einem konkreten Beispiel erläutern? Nehmen wir die flächenmäßig größte Gemeinde, die Gemeinde Sarntal. Derzeit sind dort sieben Referenten. Weil man mit dem Gemeindewahlgesetz 2013 geglaubt hat, sparen zu müssen, wurden zwei Gemeindereferenten gestrichen. Es würden also 5 bleiben. Mein Reformvorschlag ist dahingehend, dass zu diesen 5 Ausschussmitgliedern ein weiteres dazugenommen werden kann. Die Vergütung bleibt allerdings auf 5 Ausschussmitglieder berechnet, so dass dieses Geld dann auf 6 intern aufgeteilt werden muss. Das heißt, dass

ein Referent einer mittleren Gemeinde mit einer Vergütung von 1.500 Euro netto in etwa 250 Euro pro Monat weniger an Vergütung bekommen wird. Allerdings haben die Gemeinden mittlerweile ihre Statuten dem Gesetz von 2013 angepasst. Müssen die Gemeinderäte wieder Statuten ändern? Das ist natürlich klar. Im Gesetz von 2013 sind die Fristen für eine Statutenanpassung genau vorgesehen gewesen. Sonst hätten die Gemeinden einen Rüffel von der Gemeindenaufsicht erhalten. Das neue Wahlgesetz wird am 20. November dem Regionalrat zur Genehmigung vorgelegt. Nicht alle Gemeinden werden allerdings einen zusätzlichen Referenten notwendig haben. Sie machen derzeit im Trentino Geburtshelfer für Gemeindefusionen. Schwappt das auch auf Südtirol über? Fusionen sind im Trentino Thema. In Südtirol ist das kein Thema, weil die Fusionen in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts gemacht worden sind. Damals ohne lange Diskus-

Seit dem 27. Februar 2014 ist Sepp Noggler als Regionalassessor für örtliche Körperschaften auch für die Gemeinden zuständig. Mit Gemeindenfusionen ist er derzeit im Trentino beschäftigt. Das komme für Südtirol nicht in Frage, auch weil Gemeinden in Südtirol in der Ära des Faschismus, in den 20er Jahren, bereits fusioniert worden sind

Foto: Erwin Bernhart

Vinschgerwind: Ihre Aufgaben als Regionalassessor scheinen Sie vollständig einzunehmen. Sie vernachlässigen Ihre Internetseite und Sie äußern sich zu aktuellen Themen, vor allem den Vinschgau betreffend, nicht. Sepp Noggler: Teilweise ist das richtig. Was die Webseite anbelangt, bin ich erst wieder neu beim Aufbauen. Was die Situation im Vinschgau anbelangt, stimmt Ihre Behauptung keinesfalls.

sionen und ohne Bürgerbefragung, weil der Faschismus die Verwaltungen konzentrieren wollte. Es ist heute sehr aufwändig, Gemeindefusionen über die Bühne zu bringen. Im Trentino ist es eine sinnvolle Sache. Mehrere Kleingemeinden haben finanzielle Probleme und Zuschüsse auf zehn Jahre von Seiten der Region und von der Provinz Trient locken zu einer Fusion. Um welche Summen handelt es sich? Die hängen von


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der Bilanzsumme und von der Größe der Gemeinden ab. Es handelt sich um 200.000 bis 250.000 Euro pro Jahr und Gemeinde - bei 5 Gemeinden sind es ca. 1 Mio. Euro - auf zehn Jahre. Ab dem fünften Jahr wird die Summe dann stückweise reduziert. Nochmals zum Gemeindewahlgesetz. Wird in Ihrem Reformvorschlag das leidige Problem der Amtsentschädigung bzw. der bislang nicht daran gekoppelten Sozialabgaben vorkommen? Dieses Problem kommt nicht vor. Ich habe dies bereits beim Präsidenten und Geschäftsführer des Rates der Gemeinden sowohl in Bozen und auch in Trient angesprochen und habe signalisiert, dass ich bereit bin, eine Lösung zu suchen. Eine Lösung wäre leicht zu finden, weil man sich diesbezüglich an die Regelungen für die Regionalratsabgeordneten anlehnen könnte. Ich habe das auch in Trientner Gemeinden vorgebracht. Wie könnte eine Lösung ausschauen? Einen Teil der Sozialabgaben könnte der Bürgermeister selbst zahlen, den anderen Teil die Gemeinde. Aus diesem Topf könnten die Sozialbeiträge finanziert werden. Somit wäre kein Unterschied mehr, ob der Bürgermeister Bauer oder freigestellter Arbeitnehmer ist. Das wäre anzustreben. Allerdings ist man in Trient völlig anderer Meinung. Dort ist ein Bürgermeister eher ein „Sonntagsredner“ und die Beamten erledigen die Verwaltung. Ich habe dem Präsidenten des Gemeindeverbandes klar gesagt, dass man sich vorerst intern zwischen den beiden Provinzen einigen solle. Es geht nicht, dass man für beide Provinzen eine andere Situation schafft. Und innerhalb des Gemeindenverbandes sind zurzeit noch die unmöglichsten Vorstellungen unterwegs. Man ist sich noch nicht einig. Deshalb ist dieses Thema im Gesetzesentwurf nicht enthalten. Zurück zu Ihrer Zurückhaltung bei öffentlichen Äußerungen zu brennenden Themen. Beispiel Krankenhaus Schlanders. Jeder hat eine andere Arbeitsweise. Es gibt Leute, die an vorderster Front kämpfen und gesehen werden wollen. Ich bin nicht ein Mann der ersten Reihe, ich fühle mich auch weiter hinten wohl. Ich will damit sagen, dass mir und dem Richard Theiner die ganze Sanitätsreform, vor allem was den Vinschgau betrifft, ein Anliegen ist. Wir versäumen keine Aussprachen und wir versäumen keine wichtigen Absprachen. Uns ist es wichtig, dass die kleinen Krankenhäuser nicht gegen die großen

ausgespielt werden sollen, sondern wir reden von unserem Krankenhaus Schlanders, und zwar losgetrennt von den anderen. Das Krankenhaus hat einen großen Stellenwert und ich bin zuversichtlich, dass da keine großen Einbußen zu erwarten sein werden. Natürlich werden wir bereit sein müssen, Einsparungen vorzunehmen. Ich bin aber überzeugt, dass diese Einsparungen keine Schließungen von Abteilungen sein werden. Wir sind auf dem richtigen Weg, wenn ich auch nicht ganz vorne stehe. Ein anderes Thema betrifft Ihre Heimatgemeinde Mals - die Pestiziddebatte. Sie haben sich da wenig geäußert. Wie ist Ihre Sichtweise? Über meine Heimatgemeinde äußere ich mich grundsätzlich nicht. Es ist nicht zielführend, dass ich mich als ehemaliger Verwalter gscheid einmische. Vor fünf Jahren haben dort die „Denkmäuler“ die Regie und die Politik übernommen. Im Klartext: Diese sind superintelligent und da ich nicht zu den Superintelligenten gehöre, kann ich mich leicht aus dieser Art von Diskussionen ausklinken. Wir orten falsche Bescheidenheit. Wir sind nun, was die Pestiziddebatte betrifft, in einem totalen Problemfeld drinnen. So etwas wird sich wohl nicht mehr wiederholen. Wir sind mit einem Regionalgesetz dabei, auch die Volksabstimmungen in den Gemeinden zu regeln und zwar, was die Zulassungskommission betrifft. So sieht es zumindest ein Entwurf von Arnold Schuler und von mir vor. Nach diesem Vorschlag soll ein dreiköpfiges Richtergremium über die Zulassung einer Volksabstimmung entscheiden. Dann kommt es nicht mehr vor, dass sich jede Gemeinde eine eigene Kommission vom Stammtisch her zusammenstellen kann, bis diese Kommission die Abstimmungsfrage im Interesse des Antragstellers zulässt. Das ist ein sehr großes Problem, welches es in Zukunft nicht mehr geben soll. Das ist eine starke Kritik an der Vorgangsweise in Ihrer Heimatgemeinde Mals. Die Volkabstimmung selbst ist kein Thema. Die Fragestellung war und ist das Problem. Wenn man sich anschaut, welchen Wirbel diese auch im gesamten Vinschgau erzeugt hat. Ich sehe einfach, dass sich Mals immer mehr isoliert. Das ist das Gegenteil davon, was wir jahrelang in der Bezirksgemeinschaft gemacht haben, nämlich die Kirchtürme abbauen. Ich bin der Meinung, dass uns das in der Vergangenheit gut gelungen ist, sei es innerhalb der Gemeinde, sei es in der Bevölkerung. Ich bekomme den Missmut in der bäuerlichen Bevölkerung stark zu spüren. Ich finde das schade, weil es an die wirtschaftliche bäuerliche Substanz geht. Die Arbeit der Bauern, die sich jahrelang bemüht haben, in Richtung Ökologie unter Einhaltung der Agriosprogramme zu gehen, wischt mach

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mit einer solchen fragwürdigen Volksbefragung einfach unter den Tisch. Und man geht noch einen Schritt weiter: Die Spitzen dieser Aktionsgruppe sind sehr lehrreich und sagen den Bauern, wie diese in Zukunft ihre Felder zu bestellen haben. Dies alles ist nicht meine Sache, deshalb halte ich mich draußen. Ein anderes Thema: Während man in diesen Tagen auf Landesebene mit dem Ankauf der ENEL-Anteile wiederum die Rückholung der Energie feiert, passiert im Vinschgau in puncto Heimholung des Stromes wenig. Das ist richtig. Dieses Problem hatten wir von Anfang an. Vor 15 Jahren mussten wir dem damaligen Landeshauptmann immer wieder sagen, dass der Vinschgau auch zu Südtirol gehört - und wenn der Strom in den Vinschgau kommt, dann kommt er auch nach Südtirol. Es hat dazumal schon geheißen, dass die Heimholung des Stromes gleichzusetzen ist mit der Heimholung zur Provinz und nicht zu den Gemeinden. Unsere Idee war eine andere. Wir sind derzeit beim Abschluss der Verhandlungen im Bezug auf das Stromnetz. Die Gemeinderäte im Tal werden demnächst darüber abstimmen, ob sie das Verteilernetz übernehmen wollen. Die Beteiligung an der Großwasserableitung ist uns, glaube ich, ganz gut geglückt, aber genug wäre nie. In weniger als dreißig Jahren gibt es wieder eine Verlängerung der Konzession, da kann man noch nacharbeiten. Und bei der Neuorientierung der Energiewirtschaft werde ich darauf pochen, dass das Versprechen von Landesrat Theiner umgesetzt wird. Das Versprechen ist, dass Gemeinden den Anteil der SEL bei Kleinkraftwerken übernehmen können. Vorausgesetzt, dass die Gemeinderäte das Konzept der eigenständigen Stromverteilung annehmen, kann das gelingen. Es ist natürlich nicht ganz billig und handelt sich auf den Vinschgau gerechnet um 7-8 Millionen Euro auf zehn Jahre aufgeteilt. Wir sind immer davon ausgegangen, dass wir das Geld, welches über die Wasserkraft eingenommen wird, für den Ankauf des Stromnetzes und für den Aufbau der eigenständigen Stromverteilung hergenommen wird. Wenn ich vergleiche, was die Gemeinden derzeit über den Strom einnehmen und was sie für das Netz ausgeben sollen, dann bleibt vom vorhandenen Geld noch ganz schön einiges übrig. Steht demnächst ein Wechsel an der VEKSpitze an? Der Albrecht Plangger ist seit 4 Jahren Präsident, kürzlich waren Neuwahlen und Plangger wurde erneut zum Präsidenten gewählt. Plangger wird bis zum Abschluss der Netzübernahme sicher Präsident bleiben. Legt Plangger sein Amt, so wie er das anklingen hat lassen, aus Zeitgründen zurück, dann werden wir einen neuen Präsidenten brauchen. Interview: Erwin Bernhart


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Nicht gleichgestellt

Notfallübung im Wasserkraftwerk Graun

Frauen sind den Männern nicht gleichgestellt. Frauen stellen in Führungspositionen einen Anteil von nicht mal 9%, auf der mittleren Führungsebene liegt der weibliche Anteil bei ca. 20%. Dies ist in einem Bericht des AFI klar aufgezeigt worden.

Die Sicherheit in den Wasserkraftwerken der SEL Gruppe ist für die Mitarbeiter und für die Bevölkerung von großer Bedeutung. Um für den Ernstfall optimal vorbereitet zu sein, hat im Wasserkraftwerk Graun der SEL-Tochter Hydros, kürzlich eine Notfallübung stattgefunden. Die Simulation des Ernstfalls wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Graun organisiert, zusammen mit den FF Langtaufers, Reschen, St. Valentin und Mals, der Bergrettung Langtaufers und der Gemeindepolizei von Graun.

Rom-Infos ins Tal Endlich auch einmal eine gute Nachricht an die Bürger. Mit dem am 5. November im Senat in zweiter Lesung genehmigten Gesetzesdekret „Sblocca Italia“ können junge „Nestbauer/innen“ wieder einen geförderten Baugrund zur Errichtung eines Eigenheimes von der Gemeinde zur Fixgebühr von € 200,00 erwerben, statt mit einer Registergebühr von 9% des Immobilienwertes. Dies waren seit Januar 2014 im Durchschnitt € 3.000,00 – 4.000,00 (und auch mehr in Gegenden wie Gröden, wo der Baugrundpreis extrem hoch ist). Das System der Enteignung von bebaubaren Flaechen durch die Gemeinde für den geförderten Wohnbau und die Zuweisung an junge bauwillige Personen gibt es nur in Südtirol und im reduzierten Aussmaß im Piemont und der Emilia Romagna, daher war es extrem schwierig interessierte Mitstreiter zu finden. Ich bin dieser Geschichte seit einem Jahr erfolglos nachgelaufen. Nun wollte der Staat für Eigentumsverschiebungen innerhalb der Ministerien und öffentlichen Körperschaften (Regionen, Gemeinden) fuer sich wieder die Fixgebühr einführen. In einer Nachtsitzung konnten wir uns gegen 7.00 Uhr früh zusammen mit anderen Kollegen an dieses Vorhaben anhängen und die Fixgebuehr auch fuer den gefoerderten Wohnbau wiedereinfuehren. Gleichzeitig steht mit dem Stabilitaetsgesetz 2015 die naechste Herausforderung vor der Tuer. Wir werden von allen Seiten mit „ Vorschlaegen“ zugepflastert. Steuerbefreiungen auf einer Seite , hoehere Beitraege auf der anderen Seite . Der Staat hat aber kein Geld. Ich konzentriere mich daher auf Massnahmen , die den Staat nichts kosten, den Buerger oder die Gemeinde aber besser arbeiten lassen oder werde versuchen diewenigen Steuererleichterungen fuer das Berggebiet ( z.B. billigeres Heizoel)zu verteidigen, die man uns schon wieder nehmen will.

Neueröffnung der Zweigstelle Naturns Naturns - Die Landwirtschaftliche Hauptgenossenschaft Südtirol feierte die Neueröffnung der umgebauten Zweigstelle in Naturns. Dazu hat sich am 25. Oktober in der Bahnhofstraße 59 ein zahlreiches Publikum eingefunden.

v.l.: Direktor Reinhard Fuchs, Präsident Hugo Valentin, Zweigstellenleiter Fabian Gander bei der Ansprache, Landesrat Arnold Schuler

von Maria Gerstgrasser

H

ugo Valentin, Präsident der Genossenschaft, hieß den derzeitigen und ehemalige Filialleiter, Lieferanten, Kunden und Ehrengäste herzlich willkommen und erteilte nach einem kurzem Rückblick Dr. Reinhard Fuchs das Wort. Als Direktor der Genossenschaft ging dieser ausführlich auf die Entwicklung der Zweigstelle Naturns ein. Sie wurde 1957 gegründet und fand nach siebzehnjähriger Ansiedlung in gemieteten Räumen in der Bahnhofstraße einen fixen Standort. Dort erlebte der Betrieb vor ca. 20 Jahren kleinere Umbauarbeiten und ist seither auch als Gartenmarkt tätig. Um diesen effizienter zu gestalten, wurden in diesem Jahre Neuerungen durchgeführt. Reinhard Fuchs brachte auch Angaben über die vergrößerten Geschäfts- und Verkaufsflächen und über die Lagerhalle, erweitert durch Hochregale. Die Bauarbeiten hatte die Firma Siwabau GmbH übernommen. Planung und Bauleitung oblagen dem Leiter des Technischen Büros der Hauptgenossenschaft, Geom. Andrea Ambrosini. Nun finden nicht nur die Landwirte ein erweitertes und besseres Sortiment vor, auch für Hobbygärtner und Hobbybauern hat sich die Produktpalette erweitert und den heutigen Erfordernissen angepasst.

Eine Anerkennung galt auch dem derzeitigen Filialleiter Fabian Gander, für den es sicher eine Herausforderung war, während des gesamten Umbaus das Geschäft offen zu halten. Auch Landesrat Arnold Schuler fand lobende Worte für das Verkaufsteam, das stets mit Kompetenz und Freundlichkeit die Kunden bedient. Außerdem brachte er einen Rückblick auf Südtirols Landwirtschaft, die vielfältiger und spezialisierter geworden ist. Andreas Heidegger, Bürgermeister von Naturns, überbrachte die Grüße der Gemeindeverwaltung und dankte den Geschäftsleuten, die seit 1957 zur Bereicherung des wirtschaftlichen Lebens in der Gemeinde beigetragen haben und wünschte einen erfolgreichen Neustart. Filialleiter Fabian Gander bedankte sich bei Kunden und Mitarbeitern, welche den Umbau mit Tatkraft und Verständnis mitgetragen haben. Der Diakon Robert Agostini nahm die Segnung der Räume vor. Einen würdevollen Abschluss erfuhr die Eröffnung durch die Durchschneidung des Bandes, das Vertreterinnen der Bauernjugend bereit hielten. Die Böhmische der Musikkapelle Naturns überraschte mit flotten Weisen, die sich auch im Freigelände fortsetzten. Dort konnten sich die Anwesenden bei Kraut und Wurst, dargereicht von Mitgliedern des Reitvereines, über den gelungenen Umbau unterhalten.

Foto: Maria Gerstgrasser

von Albrecht Plangger


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Schluderns

Das Miteinander vor der Zerreißprobe V

„Ich weiß auch nicht, warum die drei Referentenstühle leer sind“, sagt BM Erwin Wegmann vor seinem einstündigen Referat. Dann begann die teils hitzige Diskussion Foto: Magdalena Dietl Sapelza

ieles deutet darauf hin, dass es auf der politischen Bühne in Schluderns ähnlich weiter gehen könnte, wie vor der Entmachtung von BM Erwin Wegmann 2013. Und das trotz der neuen Konstellation im Gemeinderat. Im Alleingang hatte Wegmann am vergangenen Freitag zur Bürgerversammlung geladen. Verschnupft reagierten die Referenten. Mit Ausnahme von Romina Eberhöfer waren sie fern geblieben. Auch Gemeinderäte fehlten. Man überließ Wegmann das Parkett. Hauptthema war der Kindergartenneubau mit Musik-Probelokal. Wegmann will das Projekt von Architekt Roland Baldi um jeden Preis durchbringen. Dabei geht es nicht zuletzt um das Versprechen, das er der Musikkapelle gegeben hat. Wegmann nannte die Zahlen der neuesten Berechnung: Kindergarten - 2.866.000 Millionen Euro (zusätzlich 600.000 für Einrichtung), Probelokal - 1.083.000 Mio Euro. Fragen kamen aus dem Publikum: Kann sich Schluderns das Mammut-Projekt von insgesamt rund 4 Mio. Euro leisten ohne jahrzehntelang finanziell blockiert zu sein, ohne kommende Haushalte belasten zu müssen? Für den Kindergarten gibt es rund 20 Pro-

zent Förderungen, für das Probelokal gibt es nichts. In den Augen vieler ist das Ganze zu protzig. Dass in Sachen Kindergarten etwas geschehen muss, unterstrichen mehrere Anwesende. Der Bau aus den 1960er Jahren entspricht nicht mehr den Anforderungen. Seit Jahrzehnten ist am Gebäude kaum noch etwas gemacht worden. Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich eine kostengünstige Sanierung, um dem ebenfalls erforderlichen Ausbau des Altenheimes nicht den Weg zu versperren. Denn auch dieses entspricht nicht mehr den Anforde-

rungen. Für das Altenheim (mit 5.3 Mio. beziffert) gibt es derzeit noch Landes-Förderungen bis zu 70 Prozent. Die neu eingesetzte Gemeinderats-Kommission für Großprojekte hat für den Kindergartenneubau Varianten vorgeschlagen, die kostengünstiger sind. Wegmann ging nicht darauf ein. Die Aufklärungsversuche der Kommissionsmitglieder Armin Bernhard und Peter Trafoier prallten ab. Die Stimmung heizte sich auf, und eine sachliche Argumentation ging unter. Fazit: Wegmann konnte seine Anhänger hinter sich bringen. Der Druck wächst und die Lage vor einer anstehenden Entscheidung im Gemeinderat spitzt sich zu. Das Miteinander steht vor der ersten Zerreißprobe. (mds)

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178.000,- € =LPPHU:RKQXQJ


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Vinschgau/Meran

Projekt „flussaufwärts“ geht weiter D

sitzer, Landwirte und Touristiker beim nächsten Forum hofft. Der Termin wird noch rechtzeitig bekannt gegeben. Im Juni und September dieses Jahres hat die Landesabteilung Wasserschutzbauten gemeinsam mit den Landesabteilungen Forstwirtschaft und Brand- und Zivilschutz, dem Nationalpark sowie dem Landesamt für Geologie Projekttage für die Mittel- und Grundschule Prad organisiert. Den Schülern wurden die Themen Wassergefahren, technische Schutzmaßnahmen wie die Rückhaltesperre im Zirmbach, die Funktion des Zivilschutzes und die Geologie des Suldenbaches in der „Schmelz“ erklärt und spielerisch näher gebracht. Die Projekttage waren ein voller Erfolg und sind von den Schülern und Lehrpersonen mit Begeisterung aufgenommen worden. Das Projekt flussaufwärts wird über das Programm „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung EFRE 2007-2013 finanziert.

„Das Forum bietet die Möglichkeit der Mitgestaltung bei der Entwicklung des Gebietes rund um den Suldenbach“, betont Willigis Gallmetzer, Projektverantwortlicher der Landesabteilung Wasserschutzbauten. Das Projekt solle das Bewusstsein in der Bevölkerung für Naturgefahren wie Hochwasser oder Muren steigern und gleichzeitig zur Eigenverantwortung anregen, so Gallmetzer, der auf eine rege Teilnahme von Seiten der Behörden- und Interessenvertreter, vor allem der Grundbe-

Bozen/Vinschgau

Partschins

Instandhaltungen

Einweihung als Volksfest

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Foto: „Wind“-Archiv

er 25. Oktober 2014 wird als Festtag der Dorfbevölkerung in die Annalen von Partschins eingehen. An diesem Tag wurden die neue Feuerwehrhalle und der neue Jugendraum gesegnet und offizielle ihren Bestimmungen übergeben. Ein Großteil der Bevölkerung nahm an der von der Die Fahnen-Patinnen in festlicher Kleidung Musikkapelle Partzentrum nachgedacht. Ja man hatte bereits schins musikalisch umrahmten Feier teil. einen Techniker mit einer Studie bzw. mit Von den Feuerwehrleuten aus Partschins, einem Projekt beauftragt. Man kam jedoch aus Rabland und der Töll und von benachrelativ schnell zum Schluss, dass eine Erbarten Wehren umgeben lobten Feuerwehrweiterung aufgrund der Beengtheit keine funktionäre, hochrangige Politiker und mit Gute Lösung sei. der Gemeinde Partschins befreundete BürAus diesem Grunde können wir heute germeister das unverzichtbare Engagement sagen, dass man ein wichtiges Ziel für die der Freiwilligen Feuerwehr und das EngageGemeinde Partschins erreicht und für die ment für die Jugendarbeit. BM Albert Gögeörtliche Feuerwehr eine sehr gute Lösung le: „Anfangs hatte man über einen Um- und gefunden hat.“ Ausbau der bestehenden Struktur im DorfFoto: Erwin Bernhart

it 3,24 Millionen Euro war die Landesregierung in dieses Straßen-Instandhaltungs-Jahr gestartet, zwei Zusatzprogramme später steht die Investitionssumme bei zehn Millionen Euro mehr. “Wir sind in den letzten Jahren etwas in Rückstand geraten, diesen Rückstand holen wir jetzt auf“, so Landeshauptmann Arno Kompatscher. Mit den heute genehmigten Mitteln werden Arbeiten im ganzen Land angegangen, ausgeschrieben werden sie noch im laufenden Jahr. Dabei ist bereits bis dato einiges am 2700 Kilometer umfassenden Straßennetz geschehen: „Wir haben heuer bereits eine ganze Reihe von Asphaltierungsarbeiten durchgeführt“, so Straßen-Landesrat Florian Mussner. Auch dank der zusätzlichen finanziellen Mittel sei es möglich gewesen, die Schäden nach dem strengen Winter zu beheben, und zwar in allen Bezirken: auch im Vinschgau (Laaser Umfahrung, Vinschger Straße in Schlanders).

Foto: „Wind“-Archiv

as im Jahr 2013 von der Landesabteilung Wasserschutzbauten aus der Taufe gehobene Projekt „flussaufwärts – Einzugsgebietsplan Suldenbach“ beschäftigt sich mit dem Schutz vor Naturgefahren und der nachhaltigen Entwicklung im Einzugsgebiet des Suldenbaches. Die ersten Ergebnisse zum Einzugsgebietsplan Suldenbach sind im Rahmen des zweiten Forums bereits vorgestellt worden. Für die Grund- und Mittelschule Prad (im Bild) fanden im Juni und September Projekttage zum Thema statt. Seit Kurzem liegen die Ergebnisse der Untersuchungen zum Einzugsgebietsplan Suldenbach vor. Dabei geht es um Daten zur Entwicklung der Bevölkerung und Wirtschaft in den Gemeinden Stilfs und Prad, zum ökologischen Zustand des Suldenbaches, Flora und Fauna, auch in Bezug auf den Nationalpark, zur Wassernutzung und deren Optimierung sowie zu den Wassergefahren, v.a. im Bereich von Sulden. Die Ergebnisse wurden beim zweiten Forum „flussaufwärts“ im Bürgersaal von Prad Vertretern der Gemeinden Stilfs und Prad, aus Landwirtschaft, Tourismus sowie Industrie und Handwerk vorgestellt.


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Latsch/Vinschgau

Halbrunde Tourismusrunde D

rechts der Präsident von Vinschgau Marketing Matthias Tschenett, 3. v.l. der Direktor von Vinschgau Marketing Kurt Sagmeister mit seinem Staff

Foto: Erwin Bernhart

as Land habe bis zu 35 Prozent an Beiträgen für Tourismusorganisationen gekürzt. Was rund 90.000 Euro weniger für Vinschgau Marketing bedeute. Weitere Kürzungen werden für Vinschgau Marketing gefährlich. Das sagte Vinschgau Marketing Präsident Matthias Tschenett, als er die Touristiker zur 3. Tourismusrunde im Culturforum in Latsch am 23. Oktober 2014 begrüßte. Der Tourismus müsse im Landeshaushalt endlich jenen Stellenwert erfahren, den er als Motor der Wirtschaft verdiene. Im heurigen Jahr verzeichne man bisher ein 1,9-prozentiges Minus bei den Nächtigungen. Die Märkte Deutschland und Schweiz seien stabil geblieben, Belgien wachse. Ein Rückgang sei bei den Italienern festzustellen. Die Gäste bleiben kürzer, Südtirol werde zur Zweiturlaubsdestination. Die kürzere Aufenthaltsdauer bewirke ein Verkehrsproblem und sei kostenintensiv. Lob brachte Tschenett für das Abwickeln des Giro d’Italia. Da habe

sich die perfekte Zusammenarbeit zwischen Land, Gemeinden, Tourismusvereinen und V.IP sehen lassen können. Zudem seien die Aufgaben im Tourismus klar verteilt und es herrsche in den Gremien ein „Vinschgaudenken“ vor. Kurt Sagmeister, der Direktor von Vinschgau Marketing, prophezeite, dass man bis Ende des Jahres wiederum rund 400.000 Gäste in den Vinschgau gelockt haben werde. Er belegte die Aussagen von Tschenett mit Zahlen: Der Gast sei 2004 noch 5,4 Tage lang geblieben, 2013 war sein Aufenthalt nur noch im Schnitt 4,5 Tage lang. Die Gäste verbinden laut einer Umfrage den Vinschgau mit Berge - Obstbau - Schnee und Geltscher - Bauernhöfe und Almen und den typischen

Ortschaften. „Wir liefern dazu die passenden Bilder“, verwies Sagmeister auf die Radbeschilderung, auf die Ortstafeln, auf die Bilder in den Internetseiten und in den Katalogen. Erfreut ist er darüber, dass im Jänner die ZDF-Wintershow rund um die Madritschhütte in Sulden gedreht werden soll. Damit erreiche man ein Publikum von 2 bis 3 Millionen Fernsehzuseher. Die VinschgauCard habe bei den Gästen eine 90-prozentige Zufriedenheit erreicht - und dies trotz großer Probleme mit den Zugverbindungen im Sommer. Markus Ehrensberger referierte über „Herausforderungen und Chancen im alpinen Tourismus. Das Fazit des Impulsreferates: Aufgrund der Globalisierung werde der asiatische Markt immer interessanter. (eb)


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Antwort auf den Leserbrief von Christl Holzer im „Vinschger Wind“ vom 31.10.2014 Sehr geehrte Frau Holzer, entgegen den in einigen Medien in der Vergangenheit aufgestellten Behauptungen wurde beim Südtiroler Sanitätsbetrieb die Anzahl von Führungs- und Direktionsstellen nicht erhöht, sondern um 34 Prozent verringert. Mag sein, dass beim schnellen Durchforsten der Beschlüsse des Südtiroler Sanitätsbetriebes, die ja alle online einsehbar sind, der Eindruck entsteht, dass neue Stellen geschaffen wurden. Den Tatsachen entspricht das aber ganz und gar nicht. Diese Beschlüsse beinhalten eigentlich nur Umwandlungen bereits bestehender Positionen, die aufgrund der Anpassung des Verwaltungsorganigramms im Rahmen der Reorganisation des Gesamtorganigramms durchgeführt wurden. Die Zahl der Stellen auf Führungsebene wurden bereits in der Vergangenheit drastisch reduziert und nicht erhöht. Durch Zusammenlegungen von Ämtern und Zusammenfassung von Abteilungen konnten 42 von ehemals 123 Führungspositionen eingespart werden. Das ist eine Verminderung von 34 Prozent! Auf Kostenebene bedeutet dies, dass Ausgaben reduziert werden konnten. Die in den Medien zitierten Positionen, die angeblich neu und zusätzlich geschaffen wurden, sind rein durch die Umstrukturierung der Verwaltung beim Abbau von 123 auf 81 Führungsstellen entstanden und bedingen keine Mehrkosten für den Südtiroler Sanitätsbetrieb. Dass neben diesen Führungspositionen auch die Anzahl der Stellen in der Verwaltung Jahr für Jahr abgebaut wird (während diese im pflegerischen und sanitären Bereich - Ärzte, Pfleger und anderes Sanitätspersonal – zunimmt) kann jederzeit anhand der alljährlich veröffentlichten Bilanz des Betriebes überprüft werden. Freundliche Grüße, der Generaldirektor, Andreas Fabi

Klein ist attraktiv Was macht US-Präsident Barack Obama mit seiner Familie an der Kassa eines traditionellen, kleinen Geschäftes in Washing-

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ton? Er feiert gemeinsam mit vielen anderen Amerikanern den „Small Business Saturday“. Dieser Feiertag wurde vor einigen Jahren in den Vereinigten Staaten von Amerika eingeführt und wird jedes Jahr Ende November (heuer am 29. November) wie ein Feiertag zelebriert. Er soll auf die Bedeutung der lokalen Geschäfte vor Ort hinweisen, im Gegensatz zu den anonymen globalisierten Ketten und großflächigen Konzernen. Persönliche Beratung, lokale Produkte und Dienstleistungen, Vertrauen, Qualität, Regionalität, kurze Transportwege, soziale Verantwortung und Nähe am Kunden gewinnen im Einzelhandel immer mehr an Bedeutung. Das haben auch die US-Amerikaner entdeckt, die mit dem „Small Business Saturday“ kleine und familiengeführte Handelsbetriebe in den Orten unterstützen möchten. Dieses Umdenken in der Gesellschaft ist nicht nur in unseren Kreisen und in unserem Umfeld spürbar. Die Menschen fühlen verstärkt diesen Mehrwert, den der Handel und die vielen Familienbetriebe generieren. Dafür gibt es gute Voraussetzungen in Südtirol: 93 Prozent aller Unternehmen sind Klein- und Familienbetriebe, d. h. Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten. Viele davon sind im Handel und im Dienstleistungsbereich tätig. Allein Südtirols Einzelhandel zählt über 7.300 Verkaufspunkte, die in einem ausgewogenen Gleichgewicht zwischen klein, mittel und groß für einen attraktiven, vielfältigen und lebendigen Handel in Südtirol und somit für Wettbewerb sorgen. Beschäftigt werden Südtirolweit 16.500 Menschen. Und Südtirols Konsumenten schätzen dieses Angebot: Laut einer Studie des Wifo der Handelskammer Bozen kaufen über 60 Prozent der Südtiroler täglich in der Nähe der eigenen Wohnung ein, über 50 Prozent tätigen ihre Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad, 40 Prozent suchen das kleine Fachgeschäft auf und über 90 Prozent sind der Meinung, der Einzelhandel trage sehr positiv zur Lebendigkeit der Dörfer bei. Mauro Stoffella, Pressesprecher hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol

Volksvertreter – Verräter Kürzlich haben unsere Volksvertreter (Verräter) in Laas den Sel-Skandal, die Politikerrenten und so allerlei Dreck, den sie eingekocht haben, Revue passieren lassen. Diese Skandale, liebe Leserinnen und Leser, sollen uns für lange Zeit in unserem Gedächtnis bleiben. Diese Sauereien haben mit Politik und Volksvertretung nichts zu tun, geschweige denn mit Demokratie. Im nächsten Jahr sind Gemeinderatswahlen. Nach dem Polit-Rentenskandal, bei dem fast alle Parteien die Hand aufgehalten haben, weiß ich keine Partei, der ich die Stimme geben könnte. Das alte Sprichwort beweist wieder einmal: „Die Politik ist eine Hure“. Wie würden wir heute dastehen, wenn ein Oppositioneller (die alten Genossen wussten davon) die Bombe vor den Landtagswahlen hätte platzen lassen? Dieser Abgeordnete würde samt seiner Partei wohl bis zu seinem Lebensende dem Landtag angehören. Aber nein, alles was sie von sich gegeben haben, ist leeres Latein. Und jetzt kommen sie, um mit alten Sprüchen die Gunst der Wähler zurückzuerobern. Die Diskussion Nationalpark ist eine elendige Geschichte. Es tut mir leid zu sagen: Der Park wird nie und nimmer ein Nationalpark, wie es sich gehört. Da wird nur Geld für eine Handvoll Sesselwärmer rausgeschmissen. Die Politiker wollen uns weis machen, dass wir die Bahnverbindung Mals-Scuol noch erleben. Wer soll das Vorhaben bezahlen? Die Leute, die unser Land regieren, müssen zuerst schauen, dass sie am Monatsende den gut 30.000 Landesbediensteten den Lohn überweisen. Da ist für eine solche Verbindung (für gut 3 Milliarden Euro) kein Geld mehr übrig. Meine lieben Volksverräter, eure Märchenstunde ist vorbei. Die Vinschgerbahn ist soweit ok – wenn sie schwarze Zahlen schreibt. Aber mit euren Zuckerlen werden es immer rote sein, (über 70-Jährige und Schüler fahren gratis). Seit letztem Jahr soll die Bahn elektrifiziert werden. Das soll 50 Millionen Euro kosten. In jedem unserer Nachbarländer hat man für die Elektrifizierung vor der Inbetriebnahme gesorgt. Aber wer kennt das nicht, wie oft hat es geheißen, dieses oder jenes Bauvorhaben ist abgeschlossen und

später sind Sachen aufgetaucht, die ins Geld gehen und wo dann keiner etwas wusste. Zurück zu den Wahlen im kommenden Jahr. Die politisch interessierten und angeschmierten Wähler, die nicht mehr wissen, wem sie die Stimme geben sollen, sollten sich überlegen eine neue Partei zu gründen - als Alternative zu dem, was wir kennen, zum Beispiel die AFS - Alternative für Südtirol. Herbert Marseiler, Prad

Vinschgerbahn hoch 2 Mobillandesrat Florian Mussner hat jüngst zwei gute Nachrichten für die Vinschgerbahn: Seit Montag, 3. November, nimmt die Vinschgerbahn ihren regulären Betrieb wieder auf. Der Sommer mit den vielen Unannehmlichkeiten hat gezeigt, was es bedeutet, einen von Stau unabhängigen Verkehrskorridor zu besitzen. 2. Er kündigt die Elektrifizierung der Vinschgerbahn als prioritäres Ziel der Mobilitätspolitik des Landes an, um die notwendige Erhöhung der Fahrgastkapazität zu erreichen. Der Verein Freunde der Eisenbahn freut sich darüber und bedankt sich. Er hofft, dass die notwendigen Geldmittel noch in diesem Jahre bereitgestellt und die Arbeiten im Jubiläumsjahr 2015 „10 Jahre Neue Vinschgerbahn“ begonnen werden. Walter Weiss, Naturns

Wie ist das zu verstehen? Bei der „SVP“-Bürgerversammlung in Schlanders wurden uns wieder einmal ein paar Zahlen präsentiert, die mir nicht ganz einleuchten: ca. 800 Millionen betragen die Betriebskosten für die Sanität im Jahr und diese werden lt. Landesrätin in Form einer Pro-Kopf-Prämie ausgeschüttet: 800 Millionen dividiert durch eine halbe Million Einwohner macht ca. 1.600 € pro Kopf aus und knapp 3% bzw. 25 Millionen davon fließen ins Krankenhaus Schlanders. Nachdem im Bezirk Vinschgau lt. ASTAT ca. 35.000 Einwohner leben, müssten rechnerisch mehr als 50 Millionen € pro Kopf für das Bezirkskrankenhaus ausgeschüttet werden, nicht nur 25 Millionen! Bezahlen wir Vinschger bereits jetzt für die anderen Bezirkskrankenhäuser und deshalb sollen wir diese auch gefälligst nutzen oder wie ist das zu verstehen? Horst Gemassmer, Kortsch


Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Von da oben scheint der Rosengarten (mit dem Gugger) gleich ums Eck zu sein.

Vor dem Wintereinbruch. Einmal im Jahr gehe ich aufs Kortscher Jöchl. Über das Maneidtal (Früher Cammneid-Tal), Grubsee ist es keine besonders lange Tour.

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/Impressionen/ 13


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Weihnachtslesung

Zusatzkonzert von Dominik Plangger

Eine Weihnachtslesung mit der bekannten Schriftstellerin Selma Mahlknecht und Kurt Gritsch findet am Freitag, 28. November um 20 Uhr in der Bibliothek Laas statt.

Nach Abschluss der sechs Konzerte umfassenden Südtirol-Tour kann eine äußerst positive Bilanz gezogen werden. Der aus Stilfs stammende Liedermacher Dominik Plangger und Claudia Fenzl begeisterten in Bruneck, Meran, Bozen, Laas, Latsch und Brixen das Publikum, dass auf Grund der Nachfrage ein Zusatzkonzert in Schlanders am 16. Dezember im Kulturhaus Karl Schönherr geboten wird. Kartenvorverkauf: in allen Buchhandlungen; Meran: Non Stop Music; Bozen: Bazar, Online-Ticket: www.ticketone.it

Schlanders

Sich den Ängsten stellen

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Foto: Angelika Ploner

ie Botschaft am Ende der Bürgerversammlung war klar: Dieter Pinggera will Bürgermeister in Schlanders bleiben. „Wir haben viel vorangebracht und noch viel vor“, ließ Pinggera die Anwesenden wissen, nachdem er auf die abgelaufenen viereinhalb Jahre geblickt hatte. Und weil Pinggera über gute rhetorische Mittel verfügt, wurde aus der versprochenen kurzen Rede dann doch eine knappe Stunde. Auch wenn die Aufmerksamkeit der Zuhörer an diesem 4. November ausblieb. Denn vorausgegangen war der Bürgerversammlung eine lange Diskussion um das Krankenhaus (s. Seite 4), die Gemeindepolitik stellte man hinten an. Auch dass Landeshauptmann Arno Kompatscher als Gastredner auf seinen Auftritt wartete, beeindruckte den Bürgermeister nicht. Vom Marketingkonzept bis zur Verschönerung des Gewerbegebietes Vetzan: Die Liste der vorangetriebenen Projekte war eine lange. Die Fragestunde der Bürger blieb zu fortgeschrittener Stunde aus und am Ende glich das

Ganze dann doch mehr einem Wahlkampfauftakt denn einer Bürgerversammlung. Doch Sorgen um seinen Sessel braucht sich der Amtsinhaber nicht machen. Gegenkandidat aus Wirtschafts- oder Bauernkreisen ist in Schlanders eh weit und breit keiner in Sicht. (ap)

Vinschgau - Von Angststörungen ist ein Drittel der Menschen im Laufe des Lebens betroffen, meinte Verena Perwanger, die neue Primarärztin im Psychiatrischen Dienst Meran bei einer Informationsveranstaltung zum Thema „Wenn Angst zur Krankheit wird“. Albin Steck, der Koordinator des Psychologischen Dienstes im Vinschgau erläuterte die verschiedenen Angststörungen und Therapieformen. Sehr beeindruckend waren die persönlichen Erfahrungsberichte von Ingeborg Forcher und Christian Califano.

Foto: Heinrich Zoderer

Dieter for President

Foto: „Wind“-Archiv

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v.l.: Christian Califano, Albin Steck, Ingeborg Forcher und Verena Perwanger. Den Informationsabend moderierte der Psychologe Harald Tappeiner

von Heinrich Zoderer

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ngst ist ein normales Gefühl, das in vielen Situationen lebensnotwendig ist, meinte Perwanger. Die Angststörungen gehen bei vielen Menschen auch wieder vorbei. Problematisch wird es, wenn die Angst krankhaft wird, das Leben beherrscht, Panikattacken auftreten, verbunden mit dem Gefühl zu sterben oder verrückt zu werden. Damit beginnt ein Teufelskreis, die Person zieht sich zurück und die Angst vor auftretender Angst nimmt ständig zu. Medikamente, Psychotherapien und Selbsthilfegruppen können eine Hilfe sein. Angst hat viele Gesichter und tritt meistens gehäuft in Familien

auf, meinte Albin Steck. Je früher solche Angststörungen erkannt und behandelt werden, umso größer sind die Heilungschancen. Es geht darum, Angststörungen zu erkennen, zu benennen, zu begreifen und dann zu handeln. Heute gibt es mehrere Therapieformen, um auf den Körper, die Gefühle, die Gedanken oder das Verhalten einzuwirken. Wichtig ist es, die Angst zu akzeptieren und sich den Ängsten zu stellen. Ingeborg Forcher ist die Leiterin der Selbsthilfegruppe bei Depression und Angststörungen. 10 Jahre hat die Angst ihr Leben beherrscht. Sie nahm Medikamente, suchte Ärzte auf, musste die Arbeitsstelle aufgeben und konnte oft alltägliche Dinge nicht verrichten. In

einem schwierigen Prozess hat sie gelernt, sich den Ängsten zu stellen und mit der Angst umzugehen. Sie rief alle Betroffenen auf, aktiv zu werden, die Angst als Chance zu Veränderung zu sehen, Gefühle nicht zu leugnen und dem Körper zu vertrauen. Selbsthilfegruppen geben Hilfe, man tauscht sich aus und macht sich gegenseitig Mut. Christian Califano hat eine Selbsthilfegruppe für Eltern von Kindern mit selektivem Mutismus gegründet. Seine Tochter redete im Kindergarten nicht und machte bei den Spielen nicht mit. Auch er rief dazu auf, sich bei Problemen nicht zurückzuziehen, sondern zusammenzuarbeiten, um sich gegenseitig zu stützen und zu helfen.


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Vinschgau

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ie Vinschger Bühnen zählen zu den rührigsten im Lande. Theaterfreunde kommen vom Herbst 2014 bis zum Frühsommer 2015 wiederum voll auf ihre Kosten. Bei zahlreichen Lustspielen gibt es viel zu lachen. Doch auch Stücke mit ernstem und sozialkritischem Hintergrund stehen auf dem Programm. Der Vinschgerwind hat mit dem Obmann des Theaterbezirkes Arnold Pirhofer gesprochen. Vinschgerwind: Die TheaterSaison im Vinschgau für 2014 -2015 hat begonnen. Zufrieden mit der Aktivität? Arnold Pirhofer: Ja, sehr zufrieden. Von den 23 Bühnen im Tal haben 17 ein Stück angemeldet. Die Theatertätigkeit hat im Spätherbst rege begonnen und geht im kommenden Frühjahr weiter. Welche Stücke erwarten die Theaterfreunde? Großteils sind es Lustspiele. Es

gibt jedoch auch Bemühungen, andere Spielrichtungen einzuschlagen. In Schlanders wird zum Beispiel eine Farce vom Schlanderser Autor Horst Saller uraufgeführt. Die Heimatbühne Taufers bringt ein sozialkritisches Jugend-Stück auf die Bühne, bei dem erstmals viele Jugendliche und einige spielerfahrene Erwachsene gemeinsam agieren. Die Anregungen der Theaterbezirksführung, sich an anspruchsvolle Stücke heranzuwagen, tragen also Früchte? Ja. Es zeichnet sich ab, dass Bühnen jenseits des üblichen Lustspiel-Klischees bereit sind, anspruchsvolles Theater zu zeigen. Lustspiele haben jedoch nach wie vor ihre Berechtigung. Das Theater-Angebot ist bunt und interessant. Wir sind auf dem richtigen Weg. In der vergangenen Saison hat die Mischung ebenfalls gestimmt. Besonders beeindruckt

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STADTTHEATER FÜRTH Intendant Werner Müller

CORNELIA DRESE als Norma Desmond

EURO-STUDIO Landgraf

Einzige Aufführung in Südtirol und Italien

OLIVER ARNO JULIA LIßEL HARDY RUDOLZ REINHARD BRUSSMANN MANUEL MAIRHOFER CLAUS DAM U. A.

MUSIK von ANDREW LLOYD WEBBER Buch und Gesangstexte von Don Black und Christopher Hampton Basierend auf dem Film von Billy Wilder Deutsch von Michael Kunze Regie Gil Mehmert Musikalische Leitung Heiko Lippmann Choreografie Melissa King Ausstattung Heike Meixner Sinfonieorchestermusiker des Nationalen Akademischen Bolschoi Opern - und Ballett - Theaters der Republik Belarus Verlag: Die Übertragung des Aufführungsrechtes erfolgt durch die MUSIK UND BÜHNE Verlagsgesellschaft, Wiesbaden, Namens und im Auftrag von THE REALLY USEFUL GROUP LTD, LONDON.

Donnerstag, 27. November 2014 um 20 Uhr im Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders

Karten sind im Kulturhausbüro (Göflanerstr. 27, Schlanders) und an der Abendkasse ab 19 Uhr erhältlich. Eintrittspreise: €30; €27 (mit Kulturpass und Dolomiten-Vorteilskarte); €25 (Senioren); €15 (Schüler und Studenten)

& CO. OHG Ausführung sämtlicher Maler- Lackierer- und Gipsarbeiten e-mail: info@wieser-maler.com internet: www.wieser-maler.com

Tourneeleitung: Konzertdirektion Landgraf, Lärchenweg 1, 79822 Titisee-Neustadt, Tel: 07651-207 0, Fax: 07651-207 77, www.landgraf.de Plakatgestaltung: Michael Kaiser- Schmid • Foto-Montage: Michael Kaiser-Schmid mit einem Foto von Iko Freese / drama-berlin.de und einem Portraitfoto von Cornelia Drese © Ralf Brinkhoff /Birgit Mögenburg • Druck: www.forminnovation.de • 2014

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

„Das Theater-Angebot ist bunt und interessant“

Arnold Pirhofer, Obmann des Theaterbezirkes Vinschgau haben mich die Stücke „Anne Frank“ in Schluderns, „Rita“ von Toni Bernhart in Prad, die „7 Todsünden“ in Latsch und das Sommerstück von Ernst Thoma in Mals und nicht zuletzt das Bezirksspiel „Don Quichotte“ in Schlanders. Aus der Theatergemeinschaft Bezirksspiel ist „Der Kreis –

Theater im Vinschgau“ herausgewachsen. Eine neue Form des Bezirkstheaters? „Der Kreis“ ist eine selbständige Bühne, getragen von Mitgliedern aus dem ganzen Tal, mit dem Anspruch, gehobenes Theater anzubieten und Talente der Vinschger Bühnen zu fördern und weiterzubilden. Die Arbeit im „Kreis“ soll für die Bühnen ein Gewinn sein. Mit Christoph Brück, dem Regisseur von Don Quichotte, hat man einen erfahrenen Regiefachmann gefunden. Brück hat sich bereit erklärt, eine Fünfjahresperiode durchzuziehen. Für das anspruchsvolle Stück „Kaukasischer Kreidekreis“ von Berthold Brecht haben sich eine Reihe von Spielerinnen und Spielern angemeldet. Zum Zuge gekommen sind 14 Theaterspieler aus zehn Orten. Interview: Magdalena Dietl Sapelza


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Schlanders/Kulturhaus

Ausstellung gegen das Vergessen K

Die Bildungsausschüsse von Schlanders und Kortsch organisieren diese Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Ortler Sammlerverein, den Schützen, der Bibliothek Schlandersburg und den Philatelisten von Schlanders. Nicht nur Bilder, sondern auch verschiedene Dokumente, persönliche Gegenstände und Kriegsgeräte hat der Sammlerverein zur Verfügung gestellt, um den Alltag an der Ortlerfront zu verdeutlichen. Sebastian Felderer von den Philatelisten Schlan-

Foto: Heinrich Zoderer

ulturarbeit ist Friedensarbeit, meinte Monika Wunderer, die Vizebürgermeisterin von Schlanders, anlässlich der Ausstellungseröffnung „Gegen das Vergessen“ im Kulturhaus. Neben der Ausstellung über den Ersten Weltkrieg gibt es bis Ende November noch Vorträge sowie Film- und Erzählabende.

An der Ortlerfront gab es Schützengräben in Fels und Schnee. Viele starben nicht im Kampf gegen den Feind, sondern im Kampf gegen die Natur ders stellt u. a. eine Postkarte mit einer Beerdigung in Trafoi aus. Am 5. März 2014 gab es 14 Lawinenopfer am Ortler. Die Karte soll deutlich machen, dass die meisten nicht durch Kriegshandlungen, sondern durch Naturkatastrophen an der

Ortlerfront ums Leben kamen. Verschiedene Dokumente und Sterbebilder zeigen, mit welcher Opferbereitschaft viele damals für Gott, Kaiser und Vaterland in den Krieg zogen. „Das gegebene Gelöbnis macht es uns zur heiligen Pflicht mit Opfermut,

ohne Zögern dem Ruf der Fahne zu folgen“, schreibt der Landeshauptmann an die Mitglieder der Schießstände. Rund 150 Personen aus Schlanders, Kortsch, Göflan und Vetzan starben im Ersten Weltkrieg oder blieben vermisst. Viele starben jung. „Lebt wohl! Ein hartes Abschiedswort! Doch frohen Mutes zog ich fort. Es rief der Kaiser, weinet nicht. Gehorsam ist Soldatenpflicht“. So steht es auf vielen Sterbebildern. Werner Kuntner hat nach Kinderschicksalen im historischen Gerichtsarchiv von Schlanders gesucht und Christine Holzer hat diese in einer Broschüre zusammengestellt. Es gab viele uneheliche Kinder. Die Väter waren Bürger aus Schlanders, Italiener und russische Kriegsgefangene. Auch das war eine Folge des Krieges, die nicht vergessen werden sollte. Heinrich Zoderer

Heimatbühne Schleis

Im feurigen Stier

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mil und Taddäus waren vor 20 Jahren gemeinsam im Italienurlaub. Als im Gasthaus „Zum feurigen Stier“ eine junge Italienerin auftaucht, die ihren Vater sucht, ahnen beide Schlimmes... Die kurze Inhaltsangabe macht das Theaterstück erst spannend und verspricht blendende Unterhaltung. Die Heimatbühne Schleis bzw. die neun Schauspieler (Priska Schenk, Peter Abarth, Max Eller, Florian Waldner, Markus Eller, Richard Hirschberger, Nadja Abarth, Anja Haller und Judith Abarth) sind derzeit unter der Regie von Peter Abarth und Max Eller beim fleißigen Proben und am Samstag, den 15. November 2014 steht die Premiere an. Der Schwank in drei Akten „Zwei Herren spielen Dame“ (Wilfried Reinehr) wurde etwas adaptiert, so dass die turbulente Komödie lokalen Anstrich bekommen hat. Aufführungstermine und Reservierungen sh. Theaterwind


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Das anzunehmen, war ein langer Prozess Annemarie Hell ist eine zurückhaltende und freundliche Frau. Sie strahlt Ruhe und Zufriedenheit aus. Seit 1989 arbeitet sie als Physiotherapeutin im Krankenhaus Schlanders. Jeden Tag geht sie zu Fuß vom Ortszentrum, wo sie wohnt, zu ihrem Arbeitsplatz. Wer sie auf dem Weg oder auch im Krankenhaus sieht und grüßt, ist oft irritiert. Sie grüßt, aber manche merken, dass etwas nicht stimmt. Sie ist nicht blind, hat aber ein stark eingeschränktes Sehvermögen und kann die Leute nicht erkennen. von Heinrich Zoderer

Foto: Heinrich Zoderer

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m Warteraum im Krankenhaus sieht Annemarie die Umrisse der Wartenden. Aber sie sieht nicht die Details, sie erkennt die Personen nicht. Für diejenigen, die das nicht wissen, sieht es seltsam aus. Ihr Blick geht in die Ferne. Das muss Sehende irritieren und am liebsten würde sie sich bei den Menschen entschuldigen. Aber sie will nicht jedem ihre Geschichte aufdrängen. Normalerweise sagt sie am Ende der ersten Sitzung, dass sie nur sehr eingeschränkt sieht und die Menschen, die ihr auf der Straße oder im Spital begegnen, nicht erkennt. Vertraute Stimmen erkennt sie, aber am liebsten wäre es ihr, wenn die Grüßenden gleich den Namen sagen, damit sie nicht herumrätseln muss. Heute ist sie es gewohnt, so zu leben. Sie kommt gut damit zurecht. Dabei war es nicht immer so. Annemarie besuchte die Lehrerbildungsanstalt in Meran und machte 1974 die Matura. Sie sang beim Schülerchor und in der Freizeit unternahm sie mit ihrem Vater Walter Hell viele Bergwanderungen. Sie wollte nicht in der Grundschule unterrichten, sondern hinaus in die Welt. So ging sie nach Wien, um Biologie zu studieren. Bereits im ersten Studienjahr, Annemarie war 20 Jahre alt, traten innerhalb kurzer Zeit massive Sehstörungen auf. Sie suchte Ärzte auf, aber niemand konnte ihr eine zufriedenstellende Erklärung geben. Falsche Diagnosen wurden gestellt. Was war die Ursache für den Sehverlust, würde sie das Sehvermögen ganz verlieren? Solche Fragen quälten sie und niemand konnte sie beantworten. Das Studium konnte sie nicht mehr fortführen, eine lange Zeit der Unsicherheit und Orientierungslosigkeit begann. Es war die schlimmste Zeit in ihrem Leben. Dann hatte sie einen Unfall und musste drei Wochen im Krankenhaus bleiben. Dabei lernte sie ihren ersten Mann kennen. Obwohl sie das Studium wegen der Probleme mit ihren Augen aufgeben musste, begann eine glückliche Zeit. Sie heiratete und verstand sich gut mit ihrem Mann. Nach einigen Jahren wurde er krank und schließlich starb er. In dieser Zeit besuchte ihre jüngere Schwester die Maturaklasse

Annemarie Hell und Bellino Masiero. Beide haben ein sehr eingeschränktes Sehvermögen. Trotzdem machen sie Spaziergänge am Sonnenberg, im Martelltal oder wie hier durch die Uinaschlucht und erlitt, genau wie Annemarie einige Jahre zuvor, massive Einbrüche im Sehvermögen. Kurze Zeit später traf es auch ihre jüngste Schwester. Von welcher Krankheit waren die jungen Frauen befallen? Ihr Vater war zwar stark kurzsichtig, aber niemand in der Familie war erblindet. Ein emeritierter Universitätsprofessor in Wörgl konnte ihr und ihren zwei Schwestern schließlich erklären, welche Krankheit sie hatten: Morbus Stargardt. Das ist eine degenerative Veränderung der Netzhautmitte. Eine sehr seltene, genetisch bedingte Krankheit, bei der die Makula, die Stelle des scharfen Sehens, zerstört wird. 8.000 Betroffene gibt es in Deutschland. Meistens beginnt die Krankheit im zweiten Lebensjahrzehnt. Beide Elternteile müssen ein defektes Gen (ABCA4-Gen) an ihr Kind weitergeben, damit die Sehstörung auftritt. Bis heute gibt es keine Möglichkeit der Heilung. Das Sehvermögen nimmt immer mehr ab, ein Sehrest bleibt aber erhalten. Bei Annemarie Hell beträgt das Sehvermögen 1/40tel. Dies zu akzeptieren und damit zu leben, war nicht einfach. Man leugnet es und will es nicht wahrhaben. Was sollte sie in dieser Situation tun? Beim Blindenverband riet man ihr Telefonistin oder Physiotherapeutin

zu werden. Sie entschied sich für Letzteres. Annemarie war 30 Jahre alt, als sie in Padua das Studium begann. Eigentlich hätte sie Hilfe gebraucht, um ihre Situation aufzuarbeiten. Aber die gab es nicht. Mit der Unterstützung von Studienkollegen lernte sie viele Stunden am Tag. Oft hatte sie das Gefühl, keine Zeit zum Atmen zu haben. Trotzdem schloss sie nach drei Jahren das Studium ab und begann 1989 ihre Arbeit als Physiotherapeutin. In den 90er Jahren lernte sie Bellino Masiero kennen, der seit seiner Geburt stark sehbehindert ist. Seit vielen Jahren leben sie zusammen. Annemarie liest mit dem Lesegerät Zeitschriften und Bücher. Es geht langsam und ist mühsam. Lieber bestellt sie bei Medibus (der deutschen Mediengemeinschaft für blinde und sehbehinderte Menschen) Hörbücher und hört sich diese an. Sie und ihr Mann machen viele Spaziergänge, besuchen Konzerte und reisen gerne. In den letzten Jahren unternahmen sie Gruppenreisen nach Island, Griechenland und Tibet. Manche Reisen machen sie auch alleine. Dabei suchen sie sich einen Begleiter, müssen sich durchfragen und Hilfe in Anspruch nehmen. Das sind sie gewohnt und damit kommen sie gut zurecht.


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„Kolch und Wosser“

Heilige Weibsbilder

Der Heimatpflegeverein und der Bildungsausschuss Partschins laden am Freitag, den 14. November 2014 ab 19.00 Uhr in den Geroldsaal zur Abschlussveranstaltung des Projektes ein.

Einladung zur Buchpräsentation: Heilige Weibsbilder - gelehrt, eigenwillig, streitbar. Es liest Irene Hager, Ida Prinoth begleitet den Text mit ihren Fotobeiträgen am Freitag, 28. November 2014 um 20.00 Uhr im Raiffeisensaal im Kulturhaus Schluderns: Die drei Bethen mit den goldenen Kugeln, die heiligen drei Königinnen Katharina, Margarethe und Barbara, Gertrud mit dem Spinnrocken und die amazonische Ursula. Diese und andere Heiliginnen stellt Irene Hager aus dem neuen Buch von Erni Kutter vor.

Kalk als Dünger

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Foto: Erwin Bernhart

ie Bauern müssen mindestens alle fünf Jahre eine Bodenanalyse machen lassen, um die Düngung genau abstimmen zu können. Bei verdichteten Böden eigne sich Kalk als Düngemittel, weil dieser den Boden aufschließt und damit die Luftzirkulation fördere. Damit werden Bodenlebewesen in ihrem Wachstum gefördert, die Humusbildung ist die Folge davon. Kalk ist vor allem notwendig, um in stark kupferhaltigen Böden die Giftigkeit des Schwermetalls für das Wurzelwachstum zu unterbinden. Vor allem in Weinbergen rund um Dorf Tirol und in Schenna werde dies angewandt. Die Kupferrückstände rühren von früheren Spritzungen in den Weinbergen her, als man noch keine Grenzwerte kannte. Der Kalk zum Düngen ist überwiegend kohlensaurer Kalk, also Calciumcarbonat. Und dieser stamme überwiegend vom Quadrater Kalkbruch. So schließt sich ein Kreislauf. Diese Informationen haben die Teilnehmer der Exkursion „Kalk im Obst- und Weinbau“ beim Gasthof Happichl in Rabland erfahren. Der örtliche Bauernbund unter Obmann Josef Sprenger hatte gemeinsam mit dem Bildungsausschuss Partschins geladen und Bernhard Botzner vom Beratungsring als Referenten gewinnen können. (eb)

Hanni Laimer, Josef Sprenger und Bernhard Botzner

Die Kompetenzgärtner Schlanders - Einmal im Jahr nimmt man sich am Schulsprengel Schlanders die Zeit, das eigene Handwerk zu prüfen. Mit diesen Worten eröffnete Schuldirektor Reinhard Zangerle den Pädagogischen Tag am vergangenen 3. November. Das heurige Thema: kompetenzorientierter Unterricht.

Foto: Angelika Ploner

Partschins

von Angelika Ploner

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as kann ich? Genau diese Frage hatte Direktor Reinhard Zangerle einigen Grund- und Mittelschülern am Schulsprengel Schlanders gestellt. Mähmaschine fahren, Kühe melken, Fenster putzen, Lasagne kochen, Goaßl schnöllen, klettern, Fußball spielen, ein guter Kumpel sein, Äpfel klauben, Ape fahren oder Computer und Handy bedienen: Die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler sorgten mitunter für Schmunzeln bei der Lehrerschaft, die sich am 3. November zum Pädagogischen Tag in der Aula der Mittelschule Schlanders versammelt hatte. Kompetenzorientierter Unterricht lautete das Thema, ein Begriff, der, so Direktor Zangerle, seit einigen Jahren

durch die Bildungswelt schwirrt und der die Vorstellungen darüber, entzweit. Das Kurz-Referat von Angelika Maria Janz (Pädagogisches Beratungszentrum Meran) sollte den Lehrern Inputs geben, wie kompetenzorientierter Unterricht geplant und gestaltet werden kann. „Zum guten Lernen braucht es verlässliche Beziehungen zu Lehrpersonen und Mitschülern“, eröffnete Janz ihr Referat. Nicht weniger wichtig ist die Freude am Lernen, den Sinn des Lernens zu erkennen, Handwerkszeug zum Lernen zu haben und eine Struktur. „Die Struktur - ein klarer Inhalt, ein klarer Auftrag – ist ganz wichtig. Unser Gehirn ist so aufgebaut, dass es Struktur braucht.“ Doch Lernen muss jeder für sich selbst. Kompetenzen kann man weder über-

tragen, noch unterrichten. Und: Es gibt nicht die hundertprozentige Kompetenz. „Man kann immer nur Momentaufnahmen machen.“ Dafür müsse man aber öfter hinschauen. Denn, ob jemand kompetent ist oder nicht, zeigt sich in seinem Handeln. Deshalb ist es wichtig, Lern- und Leistungssituationen zu schaffen. Während in einer Leistungssituation Fehler nicht erwünscht sind, soll in klar erkennbaren Lernsituationen aus Fehlern gelernt werden. Janz abschließend: „Wenn wir als Schule kompetenzorientiertes Lernen ermöglichen wollen, so ist das Aufgabe der Schule, der Lehrer und der Schülerinnen und Schüler. Die Lehrer sind in diesem Dreigestirn die Kompetenzgärtner und „gießen das Pflänzlein, solange es das braucht.“


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Buch - SĂźdtirol - Vinschgau

Land unter Strom

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ie Affäre um die Landesenergiegesellschaft SEL ist ein LehrstĂźck in Sachen Politik. Der Journalist Christoph Franceschini legt die dubiosen Machenschaften hinter der vielgepriesenen „Heimholung der Energie“ offen: Wettbewerbsunterlagen wurden ausgetauscht, Konkurrenten erpresst, Verwaltungsräte getäuscht, Beteiligungen Ăźber Treuhänder verschwiegen, Geschäfte fĂźr die eigene Tasche geplant. Das hat System. Einige Drahtzieher wurden

verurteilt, doch wie tief der Sumpf wirklich ist, zeigt erst dieses Buch. Nach Sichtung Hunderter Seiten Gerichtsakten und Beweismaterial, nach jahrelangen Recherchen und Interviews mit Beteiligten kann der Autor endlich das ganze AusmaĂ&#x; aufzeigen: SĂźdtirol ist ein Selbstbedienungsladen! Christoph Franceschini SELfservice Ein SĂźdtiroler Skandal Euro 17,90 | ca.356 Seiten ISBN: 978-88-7283-500-5

Schlanders

Foto: Heinrich Zoderer

Trauer als Kraftquelle

Patrizia Pichler aus Schlanders lebt in Nordtirol und arbeitet dort als Hospizfachfrau und Trauerbegleiterin

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erden und Vergehen bilden den Kreislauf der Natur. Leben bedeutet Veränderung und ständiger Wandel. Schmerzhafte Verluste, Enttäuschungen und schwere Schicksalsschläge gehÜren dazu. Trauer und Freude sind Geschwister. Wenn trauern gelingt, kommt Kraft und Freude. Wenn sie nicht gelingt, verfallen Menschen in Depression und ziehen sich zurßck. Trauer kann sogar an die nächste Generation vererbt werden. Diese Aussa-

gen machte Patrizia Pichler bei einer Veranstaltung in Schlanders. Sie war Krankenschwester und arbeitet heute in Nordtirol als Hospizfachfrau, als Trauerbegleiterin und als Leiterin der Selbsthilfegruppe Trauernde Eltern. Zum Vortrag brachte sie einen Topf mit Trauerpaketen mit. Wir schleppen diese mit uns mit, schlucken vieles, drĂźcken es weg, verdrängen unsere Trauer, denn wir mĂźssen funktionieren und haben keine Zeit. Wir sind gefĂźhlsmäĂ&#x;ige Analphabeten, es fehlt eine Kultur des Trauerns, meinte Pichler. Der Grund fĂźr unsere Trauer ist vielfältig. Wir trauern nicht nur Ăźber den Verlust geliebter Menschen, sondern auch Ăźber schmerzhafte Lebensveränderungen und unerfĂźllte Träume. Im Topf befand sich ein gefährliches Trauergemisch: Verlust der Arbeit, älter werden, verlorene Kindheit, Ăśkologische Trauer Ăźber UmweltzerstĂśrung, verlorene Träume, unerfĂźllter Kinderwunsch, Verlust eines Haustieres, gebrochenes Herz, verlorene Werte, ungelebtes Leben. Wenn wir die Trauer zulassen, ihr Raum und Zeit geben, kann sie sich in Hoffnung verwandeln und neue Lebenskraft geben. (hzg)

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'LHVHVJUR‰] JLJHXQGJHSà HJWH(FNUHLKHQKDXVLQUXKLJHU und sonniger Lage bietet Familien, was das Herz begehrt ‌ JUR‰] JLJH5lXPHSULYDWH*U QÀlFKH]XP(QWVSDQQHQHLQH JHP WOLFKH6WXEH]XP:RKOI KOHQHLQHRIIHQH'DFKWHUUDVVHPLW 3DQRUDPDEOLFNI UODXH6RPPHUDEHQGHJHULQJH(QHUJLHNRVWHQ GXUFK6RODUDQODJHXQG+RO]RIHQXYP Heidelinde Gurschler ¡ Immobilien Goldrain - Tel. +39 0473 743057 heidelinde@wohntraeume.it www.wohntraeume.it

Wo WohlfĂźhlen an erster Stelle steht ...


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Laas

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Unser Frau - Heimatbühne Schnals

Ein entspannter Theaterabend

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v.l.: Franz Waldner und Herbert Raffeiner Worten führte Schuldirektor Herbert Raffeiner in die Ausstellung von Franz Waldner ein. „Entwurzelt, entrückt, entartet“ so nannte Waldner seine Präsentation von Naturstudien in der Raiffeissenkasse von Laas. (eb/lp)

in Besuch von Theatervorstellungen ist immer ein Erlebnis und jede Heimat- oder Volksbühne ist ein eigener Kosmos, mit spielfreudigen Darstellern, mit einfallsreichen Regisseuren, mit fleißigen Bühnenbauern. Darstellern aus dem eigenen Dorf, dem eigenen Tal beim Theaterspielen zuzuschauen, ist eine Gaudi - unabhängig von Inhalt und Tiefgang des dargebotenen Stückes. Eine rund zwei Stunden lange Unterhaltung mit lachender Entspannung hat die Heimatbühne Schnals bei der Premiere des Stückes „Die Gedächtnislücke“ (Schwank in drei Akten von Bernd Gombold) am vergangenen Freitag geboten. Mitglieder von befreundeten Bühnen aus Kastelbell, Latsch, Prad, sogar aus Latzfons und Innichen und sogar einen Vertreter der Theatergesellschaft von Villach konnte der Heimat-

Schlanders Kulturhaus Karl Schönherr

Foto: Bernd Böhner

Die einzige Aufführung in Südtirol und Italien „Sunset Boulevard“ nach dem berühmten Film von Billy Wilder, mit der Musik von Andrew Lloyd Webber und Texten von Don Black und Christopher Hampton (Deutsch von Michael Kunze) ist ein fulminantes Musical über die Höhen und Tiefen des Filmbusiness. Es gewährt intime Einblicke hinter die Kulissen der Traumfabrik Hollywood, ist dabei spannend wie ein Psychothriller, berührend und witzig zugleich – und wartet mit einer Partitur auf, die zu den großen Höhepunkten des erfolgsverwöhnten MusicalSunset Boulevard mit Reinhard Komponisten Andrew Lloyd Brussmann und Cornelia Drese Webber zählt. Die Musik wird live gespielt, und zwar von 21 Musikern des Sinfonieorchesters des Nationalen Akademischen Bolschoi Opern- und Ballett-Theaters der Republik Belarus. Karten für dieses Musical sind im Kulturhausbüro (Göflanerstr. 27, Schlanders) und an der Abendkasse ab 19 Uhr erhältlich.

Schwungvoll, witzig und spritzig, die Schauspieler der Haimatbühne Schnals; v.l.: Helmuth Rainer, Irma Oberhofer, Armin Ladurner, Maria Magdalena Rainer, Herbert Rainer, Heidi Santer, Adalbert Weithaler, Frieda Gorfer, Andreas Rainer, Helga Santer, und Harald Gamper bühne-Obmann Peter Rainer begrüßen. Und dann kam ein Feuerwerk von Episoden, Sprüchen und Witzen, eingebettet in die Geschichte eines gestressten Bürgermeisters und eines gerissenen Gemeindedieners. Das Publikum amüsierte sich köstlich, was an den Szenenapplausen messbar und an den herzhaften Lachern hörbar

war. Dem Regisseur Peter Rainer ist es gelungen, alle seine Schauspieler mit dem ihnen entsprechenden Spielcharakter zu besetzen. Also, wer einen entspannten Theaterabend erleben möchte, der ist bei der Heimatbühne Schnals in Unser Frau willkommen. (eb) Weitere Aufführungstermine sh. Theaterwind

Burgeis

Burgeiser Schützen räumen Etsch auf Einige Helfer mit dem gesammelten Müll

Foto: „Wind“-Archiv

Foto: Leonardo Pellissetti

r ist Fotograf, Kalendermacher, Autor, Marmorführer, Ideenträger, Kutschenträumer, Künstler - und als Ideator vieler Initiativen in Beruf und Freizeit für Beiläufiges, Hintergründiges und Unscheinbares ist er als Gesamtfigur ein Kunstwerk an sich.“ Unter anderem mit diesen

Foto: Erwin Bernhart

Naturstudien

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itte Oktober trafen sich die Burgeiser Schützen, um gemeinsam die Etsch zu säubern. Trotz des schlechten Wetters arbeitete die fleißige Gruppe den ganzen Vormittag. So wurde das Etschufer auf beiden Seiten vom unteren bis zum oberen Dorfende sauber gemacht. Auf dieser eigentlich kurzen Strecke kam jedoch ein

großer Haufen Müll zusammen. Es waren interessante Sachen dabei, wie Stühle und Wäscheleinen und natürlich eine Menge Restmüll. Auf diesen Weg möchte sich der Ausschuss der Burgeiser Schützen bei allen Helfern bedanken und ganz besonders bei Wirt Helmut von der Schlossbar für das spendierte Mittagessen.


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Schlanders

Schlanders/Vinschgau

Gegen das Vergessen

Auftakt

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laufende Kamera, schlüpft in die Rolle des Kommandanten, wechselt wenig später in die des Prokuristen, des Fremden, des Ministerpräsidenten, des Wachmanns, des Cafetiers, des Lehrers, des Knaben. Übergroß wird das Bild des Schauspielers auf die Kinoleinwand projiziert. Die Zuschauer erleben die szenische Lesung

Foto: Angelika Ploner

s ist gegen Ende des Abends, als Sebastian Baur die folgende Szene vorliest: Spital neben einem Divisionskommando. Man hört die Regimentsmusik lustige Weisen spielen. Ein Schwerverwundeter (wimmert): „Nicht spieln – nicht spieln!“ Ein Wärter: „Stad sein! Das ist die Tafelmusik vom Exzellenzherrn Feldmarschallleutnant von Fabini! Die wird er euretwegen net aufhören, was glaubt’s denn?!“ Die Tür geht auf. Man hört Gesang: „Ja so ein Räuschel is mir lieber als wiara Krankheit, wiara Fieber.“ Zur szenischen Lesung im Kulturhaus Schlanders steht Sebastian Baur abseits. Am rechten Bühnenrand spricht er in die

Heimatbühne St. Valentin

Verwirrungen und Chaos

Foto: Andreas Waldner

Die Komödie „Handylust und Handyfrust“ behandelt die Irrungen und Wirrungen moderner Technik im Kontext zwischenmenschlicher Beziehungen. Schauplatz ist ein moderner Bauernhof. Alle sind für den Fortschritt, sogar die Oma besitzt ein Handy und die erwachsenen Kinder können sich ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen. Nur einer hasst nichts mehr als den technischen Fortschritt: Landwirt Alois Krügel. Um seiner Familie die Freude an der Technik zu verleiden, hat sich Alois heimlich für eine Fernsehsendung „Zurück ins 16. Jahrhundert“ beworben. Beate Lichtlein, die Dame der Castingagentur, sorgt kurz nach ihrer Besichtigung des Hofes dafür, dass sowohl Strom als auch Wasser abgestellt werden - ganz wie im 16. Jahrhundert! Nun gibt es keine Melkmaschine mehr, der Traktor ist nicht in Betrieb, die Dusche versiegt, der Computer stürzt ab und der Backofen bleibt kalt. Die Familie versinkt im „Mittelalterchaos“ ... Gewollt und ungewollt kommt es zu turbulenten Verwechslungen und das Chaos auf dem Krügelhof ist perfekt. Die Zuschauer können sich auf ein köstliches Stück Humor und das Können der Akteure freuen. (aw) Termine und Infos sh. Theaterwind.

Für die Heimatbühne St.Valentin hat die heiße Phase der Proben begonnen

live, Karl Kraus Antikriegsdrama „Die letzten Tage der Menschheit“ - eine Auswahl davon - als Live-Projektion. „Die unwahrscheinlichsten Taten, die hier gemeldet werden, sind wirklich geschehen. Die unwahrscheinlichsten Gespräche, die hier geführt werden, sind gesprochen worden; die grellsten Erfindungen sind Zitate“, mit diesen Worten beginnt Baur seine Lesung. Schmunzeln? Lachen? Weinen? Tragisch, komisch, wahnwitzig führen die Szenen aus Karl Kraus Lesedrama den 1. Weltkrieg vor. Zurück bleibt an diesem 22. Oktober, wenn das Publikum - es hätte übrigens noch mehr vertragen – den Kinosaal verlässt ein bitterer Geschmack im Mund. Die Botschaft der Organisatoren 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges hallt nach und leistet ihren Beitrag: Gegen das Vergessen. (ap)

ie Bezirksgruppe Vinschgau lädt die Mitglieder der SÜD-TIROLER FREIHEIT sowie Interessierte zur Bezirksversammlung am Freitag, den 14. November um 20 Uhr in den Saal der Freiwilligen Feuerwehr in Schlanders ein. Motto: Gemeinsam unsere Gemeinde gestalten. Neben Vertretern des Bezirks werden auch die Landtagsabgeordneten der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Eva Klotz und Sven Knoll, anwesend sein und über die aktuellen politischen Ereignisse berichten. Der Abend klingt mit einem gemütlichen Beisammensein und der Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen mit den Abgeordneten aus.

Foto: Erwin Bernhart

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Schlanders

Mals

VKE-Spende

Bauen, zocken, bluffen, mitfiebern…

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as Wohl der Kinder liegt beiden am Herzen: Die VKE-Sektion Schlanders spendete den Erlös aus dem traditionellen Kinderfest „Radau in der Matscher Au“ unlängst dem Südtiroler Kinderdorf. Das Südtiroler Kinderdorf arbeitet seit fünf Jahrzehnten für benachteiligte Kinder, Jugendliche und Eltern, für deren Schutz und deren Wohl. Genossenschaftlich geführt, deckt das Südtiroler Kinderdorf einen Gutteil der Spesen, die das Betreuungs- und Behandlungsangebot mit sich bringt, mit Spenden ab. Dass die Summe überhaupt zusammenkam, dafür gebührt vielen ein Dankeschön: den freiwilligen Helfern, ohne die das traditionelle Kinderfest „Radau in der Matscher Au“ nicht abgehalten werden könnte, der Raiffeisenkasse Schlanders, der Firma Recla aus Schlanders und der Kortscher Bäckerei Pilser. (ap)

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as herkömmliche Spiel gibt Jugendlichen und Erwachsenen viel mehr als einsame Spiele an Automaten und Computern. Spielen als aktive und kulturelle Freizeitgestaltung vereint, bringt Menschen aller Altersgruppen zusammen, fördert Kreativität, Ausdauer, Geschick- Unzählige Spiele standen im Oberschulzentrum von Mals für die zahlreichen lichkeit und Ge- großen und kleinen Besucherinnen und Besucher bereit meinschaftsgefühl. Sozialwissenschaftlichen Gym- Sonntag konnten sich SportbeWie viel Freude und Spaß es nasiums organisiert. Rund 1.000 geisterte unter den Besuchern macht, gemeinsam zu würfeln, verschiedene Brett-, Karten- und bei Bewegungsspielen austoben zu zocken, zu bluffen, mitzufieStrategiespiele standen bereit. und „Kletterfüchse“ durften bern… erlebten Jung und Alt bei Die Schülerinnen und Schüler sich auf die Kletterwand wagen. den Spieletage am vergangenen erklärten die Spielregeln bei Be- Für Speis und Trank war bestens Wochenende im Oberschulzendarf mit Umsicht und Geduld. gesorgt. Auftakt der Spieletage trum von Mals. Der Spieleverein Am Samstagabend wurde das 2014 war im Oktober in Bozen. „dinx“ (gegründet 2003) hatte aktuelle Spiel des Jahres „Ca- Nun geht es noch im November die zweitägige Veranstaltung mel (C)up“ vorgestellt. Und das in Toblach weiter und im De(Samstag und Sonntag) zusamInteresse daran war groß. Am zember in Brixen. (mds) men mit der vierten Klasse des

Forst

Marein/Kastelbell

Exquisiter Geschmack

Kleine, wertvolle Lourdeskapelle

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Foto: „Wind“-Archiv

ie kleine, wertvolle Lourdeskapelle an der Alten Straße unter großen Bäumen wurde von Franz Vent vom nahegelegenen Stuhlleiterhofe im Jahre 1914 errichtet –also genau vor 100 Jahren. Den genauen Anlass der Errichtung weiß man nicht. Jedenfalls muss dieser Bruder des damaligen Bauern ein außerordentliches Vertrauen zur Muttergottes gehabt haben. Er litt wahrscheinlich unter Depression, denn er landete später angeblich in der Nervenheilanstalt Hall. Im Innern steht eine Lourdes-Muttergottes mit daneben knieender Bernadette, eingerahmt mit besonderen Steinen. An den Wänden befinden sich vier Holzreliefs mit schönen

Schnitzereien von Josef Runggaldier; Hermann Defatsch aus Marein pflegt und hegt die kleine Lourdeskapelle

Fotos: Robert Kaserer

raditionsgemäß präsentiert die Spezialbier-Brauerei FORST für die Weihnachtszeit ihr besonderes Weihnachtsbier – FORST CHRISTMAS BREW. Abgefüllt wird es in die hochwertige 2 Liter Keramikflasche, deren liebevolle Gestaltung von Jahr zu Jahr variiert. Das diesjährige Motiv zeigt die magische und gemütliche Atmosphäre des ersten Forster Weihnachtswaldes. Es handelt sich um ein Benefizprojekt, das 2013 von Cellina von Mannstein, Verwaltungsratsmitglied der Brauerei FORST, ins Leben gerufen wurde. Im Rahmen des Forster Weihnachtswaldes werden Spenden für die Aktion „Südtirol hilft“ gesammelt.

Rahmen geschaffen und datiert von Josef Runggaldier aus St. Ulrich/Gröden: . Muttergottes mit Jesukind . Schmerzhafte Muttergottes mit dem Leichnam Jesu . die heilige Dreifaltigkeit thronend über der Erdkugel . heiliger Franziskus Unter dem Altarbild steht neben einem Marienmonogramm: „O Maria ohne Makel empfangen, bitte für uns, die wir zu Dir

unsere Zuflucht nehmen“. Außen an der Holztür steht: „Kein Platz auf Erden ist so lieb und trauth als der, wo ich im Schmerz Muth und Trost fand.“ Über der Haustür des Hofes befindet sich auch eine geschnitzte Marienstatue, die früher in der Kapelle stand. Sie wird stets gepflegt. Robert Kaserer

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

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Laatsch

Lootscher Morkt - klein, fein, gesellig A

Der Lootscher Markt ist ein besonderes Erlebnis - mit KĂśstlichkeiten aus KĂźche und Keller, mit speziellen Erzeugnissen einheimischer Handwerker...

Fotos: Andreas Paulmichl

uch die 10. Auflage des „Lootscher Morktes“ nach der Wiederbelebung war auch heuer wieder ein groĂ&#x;er Erfolg. Hunderte „Marktler“ säumten die Handwerkerzone und drängelten sich um die rund 60 Stände. Immer wieder gelingt es den Organisatoren den Markt zu einem besonderen Erlebnis zu machen. Neben dem Angebot an einheimischen Produkten und Waren, boten auch einheimische Handwerker und Handwerkerinnen ihre speziellen Erzeugnisse an. Neben Filz- und Strickkunst, Malerei und Lootscher Wein zogen vor allem die von Werner Brunner aus alten Werk- und Gebrauchsgegenständen und so zu neuem Leben erweckten „eisernen Kunstwerke“ die staunenden Blicke der Besucher auf sich. Auch fĂźr das leibliche Wohl

der Marktbesucher war bestens gesorgt. Allerlei KĂśstlichkeiten aus KĂźche und Keller luden zur Stärkung ein. Neu am „Lootscher Morkt“ war auch der Pizzabäcker

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Markus Gostner, der mit seinem mobilen Pizzaofen alle Hände voll zu tun hatte. Fßr die musikalische Unterhaltung sorgten die Ziachorgler Florian, Fabian

und Marian. Die Gasthäuser des Ortes warteten mit traditionellen Gerichten auf, so durfte auch die „Saure“ und die Schlachtplatte natĂźrlich nicht fehlen.


Bildungsausschuss Mals

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Malettes BILDUNGS HERBST Adventexerzitien

Momente der Stille Exerzitien im Alltag

Es gibt vieles, was uns in unserem alltäglichen Leben bewegt. Freude und Hoffnung, Trauer und Angst. Oft fehlt es an der Zeit, der Stille und dem Raum, um unseren Gefühlen und Gedanken nachzugehen und Platz zu geben. Vieles bleibt im Stress und in der Hektik des Lebens auf der Strecke, was eigentlich wichtig ist. So kommt das Gefühl der Unruhe, etwas vergessen zu haben und so manches arbeitet unbewusst weiter. Die Exerzitien im Alltag sollen durch tägliche Übung, Betrachtungen in Zeiten der Stille, dem eigenen Leben nachspüren, um dann eventuell notwendige Korrekturen vornehmen zu können.

Referenten: Marlene Baldauf, P. Pius und P. Philipp Termine: Montag 24.11.2014 um 20.00 Uhr – vier weitere Treffen werden gemeinsam vereinbart Ort: Kloster Marienberg Anmeldung: info@marienberg.it Tel. 0473 843980 Buchvorstellung

Spartreff „Clever Haushalten“ Turbokonsum Ade

Buch und Spartreff verdichten 20 Jahre Erfahrung aus der Verbraucherarbeit und liefern wertvolle Tipps aus den Bereichen Umgang mit Geld, Haus, Strom, Telefon, Auto, Banken, Versicherungen, Einkaufen, Dienstleistungen usw. Besonders in Zeiten der Krise ist es wichtig zu wissen, wo es Sparpotentiale gibt und ein individuelles Konsummanagement!

Referent: Walther Andreaus, Verbraucherzentrale Südtirol Termin: Mittwoch, 26.11.2014 Beginn: 19.30 Uhr Ort: Mals – Kulturhaus

Bezirksservice Bildungsausschüsse

...ES LOHNT SICH ! Beiträge für Projekte jetzt ansuchen

Bildungsausschüsse können für die Finanzierung ihrer Projekte um Förderungen ansuchen. Die Trägerschaft des Projektes muss eindeutig dem Bildungsausschuss zuordenbar sein. Projekte haben klare Ziele, sind zeitlich begrenzt, sind komplex und erfordern einen hohen personellen und finanziellen Aufwand. Die Finanzierung richtet sich nach der Höhe der Kosten des Projektes. Die Kosten sind genau anzugeben und müssen bei der Abrechnung auch belegt werden. Die neuen Bestimmungen sehen die Anerkennung ehrenamtlicher Leistungen vor. Die Projekte werden von einer internen Kommissioin bewertet und im Rahmen der verfügbaren Mittel finanziert. Der Einreichtermin für die Ansuchen ist der 30. November.

Bildungsausschuss Schluderns

Kastelbell/ Tschars

TarscH

LatscH

Martell

Goldrain

Schlanders

Kortsch

Laas

Stilfs

Prad

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Glurns

Mals

Bildungsausschüsse Vinschgau

Graun

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Schluderns

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Bildungsausschuss Schlanders & Kortsch

Di.18.11.2014, 20:00 Uhr Kulturhaus Schlanders Vortrag von Manfred Haringer „Die ersten Kämpfe an der Ortlerfront”

Mi. 19.11.2014, Veranda des Realgymnasiums Schlanders Ausstellung „Peace Counts - Die Erfolge der Friedensmacher” Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 14:00 - 18:00 Uhr Do. 20.11.2014, 20:00 Uhr

Film- und Erzählabend Auf den Spuren des Ersten Weltkrieges im Martelltal und Cevedalegebiet (Teil 1 und Teil 2)

Mo. 24.11.2014, 20:00 Uhr

Film- und Erzählabend Auf den Spuren des Ersten Weltkrieges im Martelltal und Cevedalegebiet (Teil 3 und Teil 4)

Die „Friedensmacher“ zu Gast in Schlanders Im Rahmen des Projektes „Gegen das Vergessen – der erste Weltkrieg 1014-2014 “ organisiert der Bildungsausschuss Schlanders ein pädagogisches Schulprojekt und eine öffentliche Begleitausstellung im Realgymnasium Schlanders zu Reportagen, die sich mit Friedensmachern aus aller Welt beschäftigen.

Pädagogisches Schulprogramm Das Projekt „peace Counts school“ geht von der Überzeugung aus, dass es im Sinne einer modernen und alltagstauglichen Friedenserziehung wichtig ist, besonders Kindern und Jugendlichen in Form faszinierender Reportagen Vorbild für Frieden anzubieten und die Auseinandersetzung

mit den Bedingungen des Friedens durch gezielte Lernangebote zu ermöglichen. Dadurch sollen Kinder und Jugendliche ermutigt werden, selbst Verantwortung für ihre Um- und Mitwelt zu übernehmen und sich für die Belange des Friedens und der Völkerverständigung einzusetzen. „Peace Counts school“ ist ein Projekt des Instituts für Friedenspädagogik Tübingen e.V., in Kooperation mit der Peace Counts foundation und der Argentur Zeitenspiegel in Weinheim bei Stuttgart.

Die Ausstellung „Peace Counts. Die Erfolge der Friedensmacher“ Die Ausstellung bietet – nicht nur unter pädagogischen Aspekten - einen ungeheuren Schatz an Erfahrungen und Anregungen, den es zu heben gilt. Die Reportagen berühren die zentralen Themen unseres Lebens und Zusammenlebens (wie Bedrohung, Angst, Versöhnung und Zukunftsgestaltung) und sie zeigen Wege aus ausweglosen Lagen der Gewalt und Resignation. Ort und Termin: Veranda des Realgymnasiums Schlanders ab 19.11.2014 jeweils Mo. bis Fr. von 14:00 bis 18.00 Uhr

Bildungsausschuss Kastelbell/Tschars

Pralinenkurs

mit Natalie Trafoier (Konditorin und Patissière Restaurant Kuppelrain) Pralinen sind die wohl geschmackvollste und edelste Form, in die sich Schokolade stecken lässt. Kunstvoll hergestellt aus hochwertigen Zutaten sind sie eine Kunst für sich. Patissière Natalie führt Sie an diesem Nachmittag in die Pralinenherstellung ein. Sie werden viele Tipps und Tricks sowie ihre eigenen, handgefertigten Pralinen mit nach Hause nehmen. Erster Termin: Samstag, 22. November von 14.00 – 18.00 Uhr Zweiter Termin: Montag, 24. November von 14.00 – 18.00 Uhr im Restaurant Kuppelrain Unkostenbeitrag: 30 E Anmeldungen bis 20. November (Teilnehmerzahl begrenzt) Annemarie Platzgummer: 335 56 82 247 oder Emilia Tappeiner: 335 16 85 125

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

Lesung mit Diashow

„Vietnam, auf dem Weg in eine neue Zeit“ Reisebilder und Reportagen – Vorstellung des Projektes „Dorf der Freundschaft“ mit Robert Asam, Journalist Wer Vietnam besucht, entdeckt ein Land voller Gegensätze. Der Wasserbüffel im Reisfeld gehört ebenso zum Alltag wie der Porsche Cayenne im Verkehrsgewühl von Hanoi. Vietnam sucht seinen Weg zwischen freier Marktwirtschaft und autoritärem Einparteiensystem. Ein Spagat, der in den Reportagen dieses Buches nachgezeichnet wird. Sie führen die Leser an Orte abseits der üblichen Reiserouten und erzählen von Menschen, die für das traditionelle Vietnam ebenso stehen wie für das Land, das versucht, die vielen verlorenen Jahre wettzumachen. Freitag, 21. November 2014 um 19.30 Uhr in der Bibliothek Kastelbell In Zusammenarbeit mit den Bibliotheken Kastelbell-Tschars. Freiwillige Spende

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15.11.2014 4. Tuifl- & Krampustreffen ab 14.00 Uhr der Latscher Tuifl Dorfzentrum Latsch 16.11.2014 ab 11.30 Uhr Suppensunnta in Morter Kulturhaus 29.-30.11.2014 Weihnachtsmarkt mit GlĂźh10.00-18.00 Uhr weinstand der Latscher Tuifl Lacuswiese 04.12.2014 Krippenweihe im Schloss um 19.30 Uhr Goldrain 05.12.2014 Nikolausumzug mit Kramab 17.00 Uhr pus in Latsch und Goldrain 06.12.2014 Nikolausfeier in Morter 06.12.2014 von 13.30-18.00 07.12.2014 von 10.00-12.00 und Krippenausstellung von 13.30-18.00 im Schloss Goldrain 08.12.2014 von 10.00-12.00 und von 13.30-18.00

„STIL MIT GEFĂœHL“ findet wieder statt: Mittwoch, 19. November 2014 18 Uhr 30 Bei Modegalerie Leo - Latsch/Zentrum (Seminarraum im 1. Stock) Dauer ca. 1,5 Stunden Anmeldungen bitte unter: Tel. 0473 623 250 oder info@leoni.bz.it Kosten inklusive Unterlagen: Euro 15.00 pro Person/ bzw. pro Paar

Herilu-News Die Homepage des wurde rundum erneuert! Auf der nun wĂśchentlich aktualisierten Seite www.HERILU.eu erhalten Sie nĂźtzliche Informationen Ăźber Geschäfte, interessante Angebote, Events, Ă–ffnungszeiten, Humorvolles u.v.m. Die HERILU-PARTNER freuen sich auf Ihren Besuch! Der erste Gabor-Shop Italiens ist da! Am 05.11. erĂśffnete der Damenschuhspezialist GABOR im HERILU einen Gabor-Shop. Vier Mitarbeiterinnen aus dem Vinschgau betreuen die Kunden beim Kauf von hochwertigen Damenschuhen, Stiefeletten und Stiefeln, oder von sportlichen Herrenschuhen ebenso wie von Kinderschuhen ab GrĂśĂ&#x;e 25. Bei GABOR im HERILU in Latsch finden Sie hohe Qualität zu angemessenem Preis.

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Claudia Pinggera Modefachfrau – FarbTyp-Stilberaterin bei Modegalerie Leo – Latsch/Zentrum

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Burgeis/Vinschgau/Südtirol

Die Forstwirtschaft ist seit dem Schuljahr 1992/93 fester Bestandteil der Ausbildung an der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft in der Fürstenburg; oben: die Wettkampfgruppe - einige Schüler der dritten und vierten Klasse treten bei verschiedenen Wettkämpfen der Waldarbeit an; rechts: Holzmesslehre

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eben den Fachrichtungen Artgerechte Nutztierhaltung und Obstbau ist an der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft in Burgeis seit dem Schuljahr 1992/93 auch die Forstwirtschaft fester Bestandteil der umfassenden Ausbildung. Im 2. Schuljahr umfasst der Theorieunterricht in der Fachrichtung Forstwirtschaft drei Wochenstunden. Dabei lernen die Schüler die wichtigsten einheimischen Baumarten und deren waldbaulichen Eigenschaften. Die Schüler treten im Frühjahr geschlossen bei der Fischerprüfung an, um die Fischereilizenz zu erwerben. Sowohl im Unterricht als auch in Abendeinheiten werden sie gezielt darauf vorbereitet. Die Holzmesslehre beinhaltet das richtige Vermessen von stehenden Bäumen und liegenden Blochen. In der Holztechnologie beschäftigen sich die SchülerInnen mit dem Wachstum von Waldbäumen, erlernen die Anatomie und Chemie des Holzes und sind dann imstande, die

verschiedenen Holzarten zu unterscheiden. Einen weiteren wichtigen Teil innerhalb der Ausbildung nimmt der Forstschutz sowie der Landschaftsund Umweltschutz ein. In der 3.Klasse umfasst der theoretische Unterricht für die Fachrichtung Forstwirtschaft vier Wochenstunden. Zu Beginn des Schuljahres lernen die Schüler/innen die einheimischen Sträucher und deren Ansprüche. Danach bekommen sie tiefere Einblicke in die Ergonomie und Arbeitssicherheit. Als zukünftige Forstarbeiter nehmen sie auch am Motorsägen-Grundkurs teil, welcher jedes Jahr in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Forst- und Domänenverwaltung sowie dem Forstinspektorat Schlanders organisiert wird. So konnten auch im heurigen September 34 Schüler/innen den Kurs positiv absolvieren. Es folgt eine weitere Vertiefung im Bereich Holztechnologie: Die Schüler beschäftigen sich mit Inhalten der Holzphysik, mit den Holzfehlern, der Rundholzsortierung und dem

Foto: Fachschule Fürstenburg

Forstwirtschaft an der Fürstenburg

Holzschutz und abschließend mit den verschiedenen Möglichkeiten der Holzverwendung. Ein sehr wichtiger Bereich in der Forstwirtschaft stellt der Waldbau dar. In der 3.Klasse bekommen die SchülerInnen erste Einblicke in die Verjüngung von Wäldern und in die daraus resultierenden Maßnahmen der Waldpflege. Der Bereich Forstschutz wird spezialisiert, indem die wichtigsten Schadinsekten und Pilzkrankheiten an Waldbäumen gelehrt werden. Im Fach Jagd und Fischerei beschäftigen sich die Schüler/innen mit dem Haarraubwild, den heimischen Vögeln und dem Hundewesen. Das vierte Schuljahr stellt ein zusätzliches Spezialisierungsjahr in der jeweils gewählten Fachrichtung dar. Der Theorie-unterricht des Fachbereichs Forstwirtschaft umfasst 290 Stunden, welcher durch verschiedene zusätzliche Praxiswochen abwechslungsreich gestaltet wird. Das Schuljahr ist in sogenannten Modulen aufgebaut, welche positiv zu absolvieren sind. Der

Fachbereich Forstwirtschaft umfasst 8 Module. Gleich zu Beginn des Schuljahrs haben die Schüler die Möglichkeit, ein einwöchiges Praktikum an einer Forststation in Südtirol zu absolvieren. Dabei können sie den Förstern über die Schultern schauen und sie bei ihrer Arbeit begleiten. Im Modul Forstbotanik erfahren die Schüler mehr über den Waldstandort und Einwirkgrößen darauf, machen Standortsbeschreibungen und lernen verschiedene Zeigerpflanzen kennen. In der Ingenieurbiologie werden dann die Fähigkeiten verschiedener Pflanzen zur Hangsicherung sowie der biologischen Verbauung von Fließgewässern besprochen und auch in der Praxis begutachtet und angewandt. Das Modul Jagd und Fischerei beinhaltet vorwiegend das Schalenwild und dessen Bejagung sowie Grundlagen der Reviereinrichtung. Drei Jagd-Tage (Hirschbrunft, Reviereinrichtung, Begleitung bei einem Ab-


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schuss) runden den Theorieunterricht ab. Der wichtige Bereich Waldbau wird in der 4.Klasse weiter vertieft. Dabei lernen die Schüler Bestands-Beschreibungen durchzuführen und erfahren Genaueres über die verschiedenen Betriebsformen und Bewirtschaftungsmöglichkeiten. In der Modulwoche Waldtypisierung haben die Schüler die Gelegenheit, verschiedene Waldtypen Südtirols zu besichtigen und mit den jeweils zuständigen Förstern über deren Bewirtschaftung zu diskutieren. In der Holzmesslehre bauen die Schüler der 4.Klasse auf das Gelernte des zweiten Schuljahres auf, beschäftigen sich jedoch mit Aufnahmen ganzer Bestände. In der Modulwoche des letzten Schuljahres zum Beispiel wurde eine ganze Abteilung des Klosterwaldes kluppiert und anschließend verschiedene Stichproben angewandt und ausgewertet. Die sichere Fortbewegung im freien Gelände, auch im Winter, ist Voraussetzung bei der Arbeit als Forstmann. Im Modul

Schnee- und Lawinenkunde lernen die Schüler über die Gefahren und Entstehung von Lawinen und erfahren Grundsätzliches zum Thema Lawinenschutz, im Speziellen zur technischen Lawinenverbauung. Das Verhalten im freien Gelände wird in Zusammenarbeit mit der Bergrettung Sulden und der Forststation Prad geprobt. So dürfen die Schüler/innen auch

Zwei Schüler hatten sogar die Gelegenheit, ihr Praktikum in Norwegen zu absolvieren. die Kameradenrettung üben und Schneeprofilmessungen durchführen. Einen großen Bereich in der Forstwirtschaft stellt die Forsttechnik dar. Die Schüler erfahren mehr über die verschiedenen Möglichkeiten der Holzbringung und lernen die verschiedenen Arbeitsverfahren und –techniken der Holzernte kennen. Zudem besteht die

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Möglichkeit, einen Freischneide- und einen Durchforstungskurs zu absolvieren. Zum Abschluss des Schuljahres absolvieren die SchülerInnen noch das 4-wöchige Praktikum in einem ausländischen Forstbetrieb, wo sie das Gelernte der drei Jahre im praktischen Arbeitsalltag umsetzen und wertvolle Erfahrungen sammeln können. In den letzten Jahren waren die Schüler beispielsweise an Forstbetrieben in Vorarlberg und Kärnten, im Nationalpark Bayrischer Wald, in einem Schlägerungsbetrieb im Stubaital oder im Revierforstamt Val Müstair in der Schweiz. Zwei Schüler hatten sogar die Gelegenheit, ihr Praktikum in Norwegen zu absolvieren, wo sie Einblicke in die dortige Forst- und Jagdwirtschaft erhielten. Einige Schüler der dritten und vierten Klasse treten bei verschiedenen Wettkämpfen der Waldarbeit an. Sie trainieren fleißig in ihrer Freizeit, um sich zum Beispiel bei der AlpeAdria-Olympiade mit verschiedenen Schülern aus Österreich, Italien, Kroatien, Slowenien

und neuerdings auch Bosnien zu messen. Dabei müssen sie ihre Fertigkeiten mit der Motorsäge unter Beweis stellen und in den Disziplinen Kettenwechsel, Kombinationsschnitt, Präzisionsschnitt, Fällschnitt und Entasten ihr Können zeigen. In weiterer Folge dürfen die Schüler auch bei den Europameisterschaften der Waldarbeit teilnehmen. Dort treten Mannschaften aus 20 europäischen Ländern gegeneinander an. Neben den technischen Disziplinen ist auch forstliches Fachwissen gefragt, welches in einem Parcours mit 16 Stationen abgefragt wird. So müssen beispielsweise Stammzahlen, Hektarvorräte und Grundflächen geschätzt, sowie Baumarten, Schädlinge und Wildtiere unterschieden werden. Unsere Schüler erzielten in den letzten Jahren stets sehr gute Erfolge. Gekrönt wurden ihre Leistungen mit dem aktuellen Vize- Europameistertitel, welchen sie heuer im Mai bei der Europameisterschaft der Waldarbeit in Burgeis vor heimischem Publikum erzielt haben. Simone Götsch, Fachlehrerin

Schlanders

Demenz ist immer besser behandelbar ie meisten Demenzursachen sind nicht heilbar, aber immer besser behandelbar“, dies war eine der Kernaussagen von Christian Wenter, dem Primar für Geriatrie am Krankenhaus Meran bei einem Vortrag in Schlanders. Es ist eine Krankheit mit vielen Betroffenen. Derzeit sind es 8.500 Personen in Südtirol und jedes Jahr kommen rund 1.000 Personen dazu. Da die Lebenserwartung in den letzten Jahrzehnten sehr stark gestiegen ist, hat auch die Anzahl der Demenzkranken zugenommen. Was es heißt demenzkrank zu sein, das wissen nur die Betroffenen und die Angehörigen, meinte Wenter. Wichtig ist eine frühzeitige Diagnose, denn schlimm ist es, wenn jemand sich über Jahre mit Zweifeln quält. Der Hausarzt ist dabei der erste Ansprechpartner. Es gibt heute recht gute Medikamente, damit sich die Situation nicht verschlechtert, sondern eine bestimmte Zeit stabilisiert und die Selbständigkeit aufrechterhalten werden kann. Alzheimerpatienten leben in einer eigenen Welt. Die Welt der Gesunden ist nicht ihre Welt. Für die Umgebung ist es schwierig, dies zu akzeptieren. Neben dem Verlust

Foto: Heinrich Zoderer

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Christian Wenter, der Primar der Geriatrie im Krankenhaus Meran beim Vortrag über das Leben mit Demenz in der Bibliothek Schlandersburg

des Gedächtnisses und von körperlichen Störungen, gibt es verschiedene Verhaltensauffälligkeiten: Wandertrieb, Angstgefühle, Apathie, Aggressionen, Wahnvorstellungen, emotionale Labilität oder sexuelle Enthemmung. Diese Verhaltensauffälligkeiten können nicht medikamentös behandelt werden. Um die größten Probleme zu entschärfen, muss das Lebensumfeld und das eigene Verhalten verändert werden. Den Demenzkranken kann man nicht ändern. Es geht darum, die Aufmerksamkeit darauf zu richten, was der Demenzkranke noch kann. Helfen heißt deshalb, seine vorhandenen Fähigkeiten zu fördern und zu stärken. Heute gibt es dazu verschiedene Betreuungskonzepte, um mit dieser Situation zurechtzukommen. Die Methode der Validation (Wertschätzung) nach N. Feil, die Selbsterhaltungstherapie nach B. Romero, die Biographiearbeit oder die Milieutherapie sind nur einige der neuen Ansätze, um mit Demenzkranken umzugehen. Auch Sport und körperliche Bewegung sind gute Methoden, damit sich die Krankheit langsamer entwickelt. (hzg)


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JuZe Freiraum Schlanders Ö Jeden Donnerstag 19.30 – 20.30 Uhr Zumbakurs (Kosten 30 € pro Monat) Info & Anmeldung im JuZe Ö Fr. 14.11.14 ab 19.30 Uhr Kinoabend Jugendzentrum JuMa Mals Ö Fr. 14.11.14 um 19 Uhr: Törggelen vor dem JuMa Jugendtreff „Juze“ St. Valentin Ö Sa. 15.11.14 + Sa. 22.11.14 + Sa. 29.11.14 GESCHLOSSEN WEGEN THEATERAUFFÜHRUNGEN!!! Jugendtreff Reschen Ö Sa. 15.11.14 ab 19.00 Uhr Kastanien aus dem Backofen + Herbstbasteln Ö Fr. 21.11.14 ab 17.30 Uhr Mädelsabend: Beauty + Schminkabend mit Ramona (Kosten 3 €) Phönix Schluderns Ö Do. 20.11.14 ab 17.00 Uhr Geldtasche basteln; mitbringen: 2 Plastikflaschen + 1 Reißverschluss Citytreff Glurns Ö Fr. 14.11.14 ab 15.30 Uhr Tiroler Abend: Spinatspatzlen machen Ö Fr. 21.11.14 ab 14.00 Uhr Häkelkurs; mitbringen: Häkelnadel (6 – 8 mm), Wolle (50 – 100 g) Chillhouse Stilfs Ö Fr. 21.11.14 ab 17.00 Uhr Schreibwerkstatt Wir schreiben 2 Zeitungsartikel Ö Sa. 22.11.14 ab 17.00 Uhr Malwerkstatt,wir peppen den Treff auf JuZe Naturns Ö Sa. 15.11.14 ab 20.00 Uhr Livekonzert „We love to mosh“ Line Up: Unavoidable (Hardcore Austria) Damn City (Hardcore Italy) Burning the Ocean (Metalcore Italy) Ö Mi. 26.11.14 15.00 bis 17.00 Uhr U16 Calcettoturnier Kosmo Plaus Ö Mi. 19.11.14 Ausflug Cineplexx Info & Anmeldung bis Mo. 17.11.14 Jugendtreff Taufers „Revoluzer“ Ö Fr. 14.11.14 ab 18.30 Uhr Schokofondue Jugendtreff Burgeis Ö Sa. 22.11.14 Zams – Krampuslauf mit Anmeldung, 388 79 78 864 Jugendcafé Chillout Latsch Ö Mi. 19.11.14, 26.11.14 ab 14 Uhr Krampusmaskenbau Juze Kastelbell Ö Sa. 15.11.14 ab 14.00 Uhr Wir machen Boshi’s (Mützen selber häckeln) Info & Anmeldung bei Myri oder Facebook Jugendclub Taifun Martell Ö Sa. 15.11.14 ab 18.00 Uhr Kinoabend & Hot Dog; Info & Anmeldung bei Myri oder Facebook Jugendtreff Eyrs Ö Di. 18.11.14 ab 17.00 Uhr Filmnachmittag für alle MittelschülerInnen Jugendtreff Tschengls Ö Do. 20.11.14 ab 17.00 Uhr Planungstreffen Nikolaus Jugendtreff „La:Ma“ Laas Ö Fr. 14.11. 14 ab 19.00 Uhr 14 Fifa Turnier Ö Sa. 22.11.14 ab 19.00 Uhr Comedy Night; Infos und Anmeldungen bei Andy Jugendtreff „Time Out!“ Schnals Ö Samstag, 15.11.14 Der Jugendtreff bleibt geschlossen Ö Samstag, 29.11.14 Kinofahrt nach Bozen. Infos und Anmeldungen bei Magdalena Jugendtreff „All In“ Kastelbell/Tschars Ö Mi. 20.11.14 14.00 – 17.00 Uhr Krampusmaskenschnitzen Jugendtreff Kastelbell Ö Do. 21.11.14 Filmnachmittag Ö Fr. 22.11.14 geschlossen

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Am Montag fuhren wir ins Kino nach Bozen, zuerst picknickten wir im Park und danach schauten wir „die boxtrolls“ im Kino. Nach der Rückkehr nach Mals machten wir selber „Schlutzer“, sie schmeckten sehr gut. Nach einer kurzen Nacht kamen nach dem Frühstück Mädels aus Schluderns und Goldrain dazu. Am Dienstag zu Mittag trafen wir uns im JuMa, wo wir zuerst ein paar Kennenlernspiele spielten, zum Mittagessen grillten wir Würstchen und Marshmellows. Nachmittags gingen wir zum Skaterpark in Mals, um Werwolf und pink Stories zu spielen. Im Juma zeichneten wir unsere Umrisse auf ein

großes Plakat und beklebten es mit Bildern unserer Hobbies, Vorlieben und was uns gefällt. Später besuchten wir einen Workshop, bei dem es um unsere Körperentwicklung ging. Er war ganz interessant. Wir schauten dann noch einen Film, nachdem wir Pizza im Raclette gegessen haben. Am Mittwoch Vormittag machten wir Naturkosmetik, wir machten ein Handpeeling, eine Gesichtsmaske und ein Fußbad. Zu Mittag gab es Nudeln und nach zwei weiteren Spielen gingen wir nach Hause. Es war ein ganz tolles Erlebnis! Greta & Katha, 11 Jahre

Halloweenaktionstaalsg JuMa Jugendzentrum M

Bei strahlend schönem Herbstwetter starteten wir in den Halloweentag mit ein paar Spielen im Freien, zu Mittag gab es Monsterburger vom Grill und Marshmellows im Keksmantel… Durch diese gestärkt gings ran an die Fotoralley – 20 Fotos mussten gemacht werden, um mit „Süßem oder Saurem“ belohnt zu werden… Im Bild die drei Fotoralleygruppen, allen ein großes Danke für die Mithilfe und Teilnahme!

Halloweenparty im JuZe Freiraum

Es war wieder soweit, wie jedes Jahr fand im Jugendzentrum Freiraum auch heuer wieder eine Halloweenparty statt. Einige Jugendliche aus Schlanders haben mit ihren Vorbereitungen ein paar Tage vor der Party begonnen. Sie haben fleißig an der Deko gebastelt, höhlten Kürbisse aus, bastelten Gespenster und Fledermäuse. Am Tag der Party haben sie Muffins und Pizza gebacken und als Begrüßungsgetränk gab es eine alkoholfreie Bowle. Mit Dj Wolf und Dj Luca kam das Tanzbein in Schwung und mehr als 30 Jugendliche tanzten zur Musik. Sie hatten großen Spaß beim Karaokesingen und gegen 23 Uhr gingen die Jugendlichen glücklich nach Hause. Das JuZe bedankt sich bei den Jugendlichen, die aktiv mitgeholfen haben.


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Naturns

m landesweiten Tag der Offenen Jugendarbeit wurden die neuen Räumlichkeiten im JuZe Naturns offiziell ihrer Bestimmung übergeben und gesegnet. JuZe-Präsident Zeno Christanell hob in Anlehnung an ein Zitat von Mark Twain hervor, dass offene Jugendkulturzentren wichtige Orte der Begegnung und des Austausches sind. Bildung sei die Abwehrstrategie der Erwachsenen gegen die Jugend, meinte der amerikanische Schriftsteller Mark Twain. „Das JuZe Naturns ist in diesem Sinne sicherlich keine Verteidigungsbastion, sondern ganz im Gegenteil ein offener Treffpunkt zwischen Jung und Alt. Jede Ansicht und Meinung hat Platz und wird respektiert“, meinte der Präsident des Jugendzentrums Naturns Zeno Christanell. Die offene Jugendarbeit besteht in Naturns bereits seit fast zwei Jahrzehnten. Der erste Offene Treff wurde 1995 auf Initiative der Gemeinde und einiger engagierter Erwachsenen ins Leben gerufen. Seit September 2001 steht den Jugendlichen von Naturns und Umgebung mit

Foto: „Wind“-Archiv

„Unsere Gesellschaft braucht Orte der Begegnung“ A

Buttons gestalten im Juze Naturns dem „Latschraunerhaus“ ein ganzes „Haus der Jugend“ zur Verfügung. Das Juze, wie das Jugendzentrum seit seiner Geburt von der Jugend und der Bevölkerung genannt wird, hat in der Mühlgasse einen sehr guten Standort und mit seinen Projekten und Veranstaltungen die Akzeptanz der Bevölkerung großteils gefunden. Die Jugendkultur entwickelte sich in Naturns andauernd weiter. Vor allem die Jugendlichen selbst haben immer wieder neue Vorstellungen, Ideen und Ansprüche eingebracht. Insgesamt steht es um die Of-

fene Jugendarbeit und damit auch das JuZe nicht schlecht, die finanzielle Unterstützung sowohl von Seiten der Gemeinde, als auch vom Amt für Jugendarbeit lässt eine kontinuierliche Arbeit zu, der Verein und die Hauptamtlichen sind in ihrem Handeln frei und unabhängig. Seit kurzem stehen dem JuZe nun neue Räumlichkeiten zur Verfügung. Bereits 2013 wurde mit der energetischen Sanierung der beiden Dächer begonnen. Zudem fand teilweise eine Aufhöhung statt, durch welche ein neuer Mehrzweckraum entstand. „Dieser Raum steht für Sitzungen, Seminare, Workshops und vieles mehr zur Verfügung. Er hat einen externen Zugang und kann somit auch von allen anderen Vereinen und Organisationen im Dorf genützt werden“, erklärte Zeno Christanell bei der Einweihungsfeier. Ebenfalls neu ist ein Medienraum, welcher an vier vernetzten PC-Stationen Recherchen im Internet, aber auch gemeinsames Spielen ermöglicht. Aktuelle Infos zu den Angeboten und den Programmen des JuZe gibt es laufend unter www.juze-naturns.it.

Buchvorstellung

Option und Gedächtnis W

ohl zum letzten Mal kommen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen in dieser Form und Zahl zu Wort: Wie haben sie die Zeit der Option erlebt? Welche Erinnerungen haben sich eingeprägt? Was ist erzählbar, was wird verschwiegen? Ein Projektteam hat in rund 70 Interviews insgesamt 25 sogenannte „Erin-

nerungsorte“ ausgemacht. Dabei wird deutlich, dass Erinnerungen kollektiven Gedächtnismustern und tradierten Erzählstrukturen folgen. Die Publikation „Option und Gedächtnis“ legt diese offen und bringt einer jüngeren Generation die Zwischenkriegsund Kriegszeit in Südtirol noch einmal anhand der Erfahrungen

ihrer Vorfahren näher. Ein Lesebuch zur Option und zur Erinnerung daran. Auch Vinschger kommen in diesem Buch zu Wort: Karl Pobitzer, geboren in Schleis; Paul Thöni, der berühmte Malser Mittelschuldirektor; Berta Stimpfl geb.

Tappeiner aus Laas und Josef Peer aus Burgeis. Eva Pfanzelter Option und Gedächtnis - Erinnerungsorte der Südtiroler Umsiedlung 1939 (Edition Raetia) 256 Seiten; Euro 24,90


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„Aufklärung“ Im Buch „Hohe Morde“ - ARUNDA 87 - geht es um die Aufklärung berühmter Mordtaten, die vor etwa 150 Jahren, also am Beginn des Fremdenverkehrs die Gemüter unserer Urgroßeltern erregten: Der Fall Tourville auf dem Stilfser Joch in Trafoi, die Umtriebe einer Räuberbande im Zillertal, der Raubmord an einem reichen Leipziger Bürger auf der Rassassalm an der Schweizer Grenze … Morde, deren Aufklärung kriminalogische, juristische und journalistische Feinarbeit erforderten und den Autor Henner Kotte wiederholt in unser Land führten (ARUNDA 87, Koproduktion mitteldeutscher Verlag, 10 €). In einem ganz anderen Sinne wird „Aufklärung“ in der umfangreichen Publikation“Flickwerk“ verstan-

Bei einem ARUNDA Fest vor vielen Jahren, beim „Frühstück“ auf dem Tartscher Pichl ging dieses urtümliche Wasserblech von Hand zu Hand und erweckte Neugier und Bewunderung. Dieses wertvolle „Flickwerk“ aus der Pionierzeit der Wassertechnik wird jetzt im Vinschger Museum in Schluderns neben anderen Geräten gezeigt; ergänzend werden die einst beim „Wassern“ üblichen, meist rätoromanischen Fachausdrücke erklärt.

den (ARUNDA 88, 300 Seiten, 35€). Zuerst zu den Bildern auf den beiden Umschlagseiten: Ein jahrhundertaltes Wasserblech. Es gehört dem Michael Hellrigl, Rösslwirt in Tartsch und befindet sich jetzt als Leihgabe im Vinschger Museum in Schluderns. Zusammengefügt aus dicken, handgeschmiedeten Blechen und grob vernietet wie ein mittelalterliches Stadttor. Dieses nierenförmige Gerät wurde in den wasserführenden Kanal, in den „Waal“ gestoßen, um das kostbare Nass zu stauen und in jede gewünschte Richtung zu lenken. Auch nachts musste „gewassert“ werden und zwar barfuß, weil es keine Gummistiefel gab. Reichen Bauern dienten dafür Lederstiefel. Und so hat sich allerhand erhalten aus jener Zeit, die noch greifbar, aber fast schon vergessen ist. Greifbar meist nur in Museen, manchmal auch in privaten Haushalten und Sammlungen. Siegfried de Rachewiltz hat noch vor der Drucklegung dieses Buches - also im letzten Moment - auf einem Bauernhof in Schnals ein mittelalterliches Kettenhemd entdeckt. Es diente lange als Fliegengitter. Erinnerung an einen durchziehenden Ritter oder Kriegsmann? Ein Mord aus dem „Hohen“ Mittelalter? Mausefallen, Umnutzung einer Patrone oder die


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Pioniere Wir suchen Pioniere, nicht nur Erfolgsmenschen, Pionierpflanzen und einsame Erfinder … für das Jahr 2015 plant die ARUNDA Redaktion eine Publikation in Form eines Kalenders. Altbekannte und „stille“ Pioniere Südtirols und der angrenzenden Nachbarn werden ausgekundschaftet und miteinander vernetzt. Um die Vielseitigkeit dieses Themas auszuloten, werden Vorreiter und Interessierte am Samstag, den 29. November 2014 ab 17 Uhr zu einem Ideenaustausch in die Bibliothek Schlandersburg eingeladen (Parkplatz im Zentrum hinter dem Rathaus). Zudem werden die ARUNDA- Publikationen „Flickwerk“, „Hohe Morde“ und „Via Claudia Augusta“ besprochen. Anregungen sind jederzeit willkommen und sind zu richten an die ARUNDA Redaktion I-39028 Schlanders, Hauptstraße 10, E-mail: info@arunda.it, Tel.0473 730103. Die 2757 Meter hohe Stilfserjochsterasse – eine strassenbautechnische Pionierleistung – wurde in kürzester Zeit von 1820 bis 1826 – unter dem Ingenieur Carlo Donegani als Militärstrasse vom österreichischen Kaiserreich in die Lombardei erbaut.

Die Stilfserjochsterasse als Schauplatz eines Mordes, der in England und ganz Europa Aufsehen erregte. Unterhalb der Franzenshöhe, zwischen der 6. und 7. Kehre, erinnert eine Gedenktafel an ein Verbrechen aus dem fernen Jahr 1876; nur selten wird das Urlaubsland Tirol unter diesem Gesichtspunkt gesehen. In der ARUNDA „Hohe Morde“ werden mehrere Verbrechen juristisch und kriminologisch dokumentiert und von Henner Kotte packend dargestellt.

Anatomie eines Fäustlings, eines Handschuhes aus der Ortlerfront des Ersten Weltkrieges…dabei geht es nicht um Kurioses, sondern um die Ästhetik des Gebrauchten, des Geflickten, um „das zweite Leben der Dinge“. Um fruchtbare Resteverwertung … in der Küche ebenso wie im Atelier des Künstlers. Kulturlandschaft als Flickwerk - dargestellt an ausgewählten Beispielen ... 18 reich illustrierte Fachbeiträge eröffnen eine neue Welt. Auch Sakrales Recycling - Heiliges im Materialwandel - wird gezeigt und die Schönheit des Alltäglichen. „Flickende Frauen“… die Verästelung dieser Flickwelt, angeregt durch die Sammlung aus dem Landwirtschaftsmuseum Brunnenburg, wirkt als lebendige, sich immer wieder erneuernde „Aufklärung“ (ARUNDA 88, 300 Seiten, 35€). Hans Wielander


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Spezial Pizza Die Pizza: Sie trat ihren Siegeszug vor genau 125 Jahren als Pizza Margherita an und ist heute in allen möglichen Varianten bekannt. Die Pizza zählt zweifelsohne zu den beliebtesten Gerichten in der Welt.

Die Pizza Marinara

von Angelika Ploner

400

Grad Celsius

MARGHERITA

125 Jahre Pizza Margherita. Die Geschichte ist zu schön, um wahr zu sein: Um die italienische Königin Margherita zu ehren, soll ein neapolitanischer Pizzabäcker eine Pizza kreiert haben in den Farben Italiens: Grün, weiß, rot. Basilikum, Mozzarella und Tomaten – entstanden ist die Pizza Margherita im Schloss Capodimonte, der Sommerresidenz der italienischen Königsfamilie. Dorthin hatte im Sommer, genau am 11. Juni 1889 Königin Margherita den Bäcker der Pizzeria Brandi, Raffaele Esposito eingeladen. Heute ist die Pizza Margherita bekannter als ihre Namensgeberin, die Königin. Nirgendwo wird die Pizza-Tradition so hochgehalten wie in Neapel. Hier gibt es sogar eine Vereinigung, die sich „die wahre neapolitanische Pizza“ nennt.

Diese Temperatur ist die richtige, um eine Pizza rasch zu backen und zwar in 80 bis 90 Sekunden. Pizza braucht eine schnelle, gleichmäßige und hohe Temperatur.

10

Euro kostet im Durchschnitt eine Pizza plus Getränk. Damit gilt eine Pizza als ein krisenfestes Nahrungsmittel, das sich jeder leisten kann.

Woher hat die Pizza Marinara ihren Namen? Der Name bezieht sich nicht auf Meeresfrüchte, sondern auf die Zeiten, als Fischer nach einer auf dem Meer verbrachten Nacht an der Bäckerei Halt machten und – ausgehungert – eine Pizza verlangten, die leicht und schnell zubereitet war. Die Pizza Marinara ist köstlich und einfach: der Geschmack von Tomaten, Origano, Knoblauch und Olivenöl verbindet sich und bietet ein unverwechselbares Aroma.

200

v. Chr. entstand in Rom die Rundung der Pizza. Doch eigentlich kannten schon die Etrusker einen Teig, der auf Steinen über einem Feuer gebacken und anschließend mit einer Vielzahl von Zutaten belegt wurde. Was kein Neapolitaner oder Florentiner gerne hört, ist, dass Jahrhunderte vorher die Griechen auf die Idee kamen, den Teig erst nach dem Belegen zu backen und somit ebenfalls als Erfinder der Pizza in Frage kommen. Der Begriff »Picea« oder »Piza« taucht erstmals im Jahr 1000 im neapolitanischen Dialekt auf und bedeutet »Druck« oder »Ruck«, was sich auf die Handbewegung des Hebens der Pizza aus dem Ofen bezog.

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250 Gramm Teig, 80 Gramm Mozzarella, ein paar Tomaten und ein bisschen Olivenöl: viel ist nicht dran an einer Pizza Margherita, vielleicht ist sie gerade deshalb so bekömmlich.

1957

einfache Zutaten verbergen sich hinter dem Pizzateig: Hefe, Mehl, Wasser und Salz.

1830 eröffnete in Neapel die erste Pizzeria und galt zunächst nur regional als Attraktion.

wurde die erste tiefgefrorene Fertigpizza auf den Markt gebracht.

35

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/Spezial-Pizza/ 35

Der Pizzateig

(Der Teig reicht schätzungsweise für 4 Pizzen.)

25 g Hefe, 1/4 l lauwarmes Wasser, 400 g Weizenmehl, 1 TL Salz Zuerst den Vorteig (das Hefestück) anrühren. Die Hefe in 1/4 Liter lauwarmem Wasser auflösen. Etwa 2 EL Mehl hinzufügen. Zu einer glatten Paste verrühren. 30 Minuten unter einem Tuch aufgehen lassen. 350 g Mehl (den Rest zum endgültigen Kneten beiseite stellen) bergförmig anhäufen und ein möglichst tiefes Loch in die Mitte drücken. Vorteig, Salz und restliches Wasser hineingießen. Die Zutaten mit reichlich bemehlten Händen sorgfältig vermischen. Etwa 10 Minuten lang stetig kneten. Wenn der Teig elastisch ist, formt man ihn zu einem Laib und schneidet diesen in vier gleich große Stücke. Die Stücke zu Kugeln formen und etwa 2 Stunden oder bis sie ihr Volumen verdoppelt haben unter einem Tuch aufgehen lassen. Pro Pizza eine Kugel verwenden. Den Teig zu einem dünnen Kreis flach drücken. Den Kreis mit einer Küchenrolle ganz dünn ausrollen. Dann mit den Fingerknöcheln rundherum einen 2 cm breiten Rand hoch drücken. Die Pizza ist nun fertig zum Belegen.

Zentimeter:

Der Durchmesser einer echten neapolitanischen Pizza darf nicht größer als 35 Zentimeter und der Teig nicht höher als zwei Zentimeter sein.

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Pizzen pro Stunde bäckt ein erfahrener Pizzaiolo in Neapel.

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Wer in St.Valentin Kind ist, hat es gut. Für ihren Kindergarten hat die Gemeinde Graun 900.000 € aufgewendet, um den Kleinen ein möglichst gutes Umfeld zu bieten

Kindergarten St. Valentin auf der Haide

Gelungene Sanierung Geplant war ursprünglich nur die energetische Sanierung des 1979 errichteten Kindergartens. Dann wurden aber gleich Nägel mit Köpfen gemacht und kurzerhand eine Reihe anderer Sanierungsmaßnahmen mit hinein genommen. Der Kindergarten St. Valentin hat zwei Kindergartengruppen. Insgesamt sind derzeit 41 Kinder angemeldet. Vom Geburtenrückgang ist in St. Valentin noch nichts zu spüren, wie Leiterin Christine Theiner feststellt: „Eher im Gegenteil.“ von Waldner Andreas

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er Gedanke zur Sanierung beschäftigte schon seit fast vier Jahren die Gemeindeverwalter“, ließ die Vizebürgermeisterin und zuständige Referentin für den Kindergarten,

Karoline Gasser Waldner, den Vinschgerwind wissen. „Man hat sich überlegt, ob dieser Kindergarten in diesem Zustand überhaupt noch sanierbar sei oder ob man an einen Neubau denken sollte.“ Vor zwanzig Jahren wurde das undichte Dach erneuert. Die

Sanitäranlagen wurden vor 15 Jahren saniert. Seither ist nichts mehr getan worden. Im Hause herrschte extreme Feuchtigkeit. Die Heizung war das ganze Jahr über eingeschaltet. Die Einteilung der Räumlichkeiten mit den zwei Gruppenräumen entsprach jedoch den Erfordernis-

sen des Kindergartenbetriebes. Die Dachkonstruktionen wurden damals sehr aufwändig mit Holsteindecken betoniert. Eine grobe Kostenberechnung hat ergeben, dass ein Neubau teurer wäre als eine Sanierung. Also entschied man sich für eine Sanierung. Die entsprechende


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Fotos: Andreas Waldner

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Ausschreibung hat Architekt Roland Seidl gewonnen. Die Planungsphase hat sich über zwei Jahre hingezogen. Die Kindergartenreferentin organisierte regelmäßige Treffen mit dem Kindergartenpersonal und dem Architekten. So konnten auch die Erzieherinnen ihre Erfahrungen, Kompetenzen und die neuen Anforderungen eines zeitgemäßen Kindergartens in die Planung einbringen. Auch der Landesarchitekt Josef March wurde konsultiert. „Der Baukörper wurde belassen, der war allerdings nichts mehr wert“, verrät Seidl bei meinem Besuch in seinem Atelier. Er habe ihn stehen lassen, schon wegen der knappen Bauzeit. Im Prinzip ist nur mehr der Rohbau übrig geblieben. Der Rest ist komplett ausgetauscht

worden. Wenn wir den Kindergarten niedergerissen und neu aufgestellt hätten, dann wäre das in den Sommerferien nicht möglich gewesen. Da hätten wir ein Jahr aussiedeln müssen. Die Atika-Dächer (Atika= Abschlusswand zur Verdeckung des Daches) waren von Anfang an Problemdächer. Im Rahmen der letzten Sanierung wurden auf die Blechbedachung 50 cm hohe Nagelbinder und eine weitere Blechabdeckung gelegt. Ungewollt entstand eine Dampfsperre, welche das feuchte Raumklima verursachte. Daher mussten die Dächer bis auf die Betondecke abgebaut werden. Die Nagelbinder wurden wieder eingebaut und aufgedämmt. Mit einer zweiten Dachschalung wurde das Dach diffusionsoffen gemacht. „Das

hat eine wilde Arbeit gegeben“, resümiert Seidl. Die Kellermauern wurden bis zu den Fundamenten freigelegt und heruntergedämmt. Gleichzeitig wurden Abflussrohre für die Dachrinnen verlegt. Der Vorhof ist gepflastert worden. „Die flotte Anordnung der Räume, die war schon vorhanden. Das könnte man bei einem Neubau nicht viel besser machen“, gibt Seidl zu. Durch entsprechende Möblierung ist es ihm gelungen, eine hohe Multifunktionalität der Räumlichkeiten im Kindergarten zu schaffen. Die entstandene Raumgliederung ermöglicht den Kindern, in verschiedenen Kleingruppen zu spielen. Die Böden und die Einrichtung haben einen braunen, warmen Farbton.

oben links: Die Vizebürgermeisterin und Verantwortliche für den Kindergarten St.Valentin Karoline Gasser Waldner: „Sie haben wirklich alle gut gearbeitet. Man hat immer müssen den Handwerkern sagen: Das ist unser Datum. Das immer Präsentsein, das Dasein tat auch den Handwerkern gut und ist irgendwie schon ganz wichtig gewesen.“ oben rechts: Die Gruppenräume werden durch Einbauten gegliedert. Schränke und Regale dienen als Raumteiler und Spielepodeste erweitern die Spielfläche. An der Rückwand ein großes Fenster in den Waschraum


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Aus dem Kindergarten der 1970er Jahre wurde durch eine individuelle und behutsame Fassadengestaltung ein moderner und freundlicher Kindergarten. Die einzelnen anthrazitfarbenen Dachabschnitte betonen die Baukörper der Innenräume. Es wurden einfachverglaste Holzfenster durch neue moderne, wärmeschutzverglaste Fenster ersetzt. Durch den Einbau einer energiesparenden Beleuchtung, einer Bodenheizung, einer Dämmung der Außenfassaden und der 500 m2 großen Dachfläche erhofft man sich eine Energieeinsparung von 60 %

Die Wände sind weiß. „Für Buntheit und Farbtupfer sorgen schon die Kinder und ihre Spielsachen“, meint Seidl doppeldeutig. Die Fußbodenheizung ist fürs Herumsitzen und Rutschen der Kinder gedacht und sorgt gleichzeitig für angenehme Raumtemperatur.

Christine Theiner, die Leiterin des Kindergartens zeigt mir nicht ohne Stolz den „neuen“ Kindergarten. Dem Architekten sei es gelungen ein gesundes Raumklima zu schaffen und durch ausreichende Schalldämmung eine ausgezeichnete Akustik herzustellen. Der Lichteinfall

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sei optimal. Die kurzen ebenen Wege im Gebäude sind sowohl für die Kinder als auch für das Personal günstig. Die geplante Überschaubarkeit fördert die Raumnutzungskompetenz der Kinder und die Erzieherinnen können besser ihrer Aufsichtspflicht nachkommen. Der Windfang sei energiewirtschaftlich eine zweckmäßige Sache und dient gleichzeitig auch als Schmutzschleuse. In der Vorhalle befindet sich die Garderobe mit dreiundvierzig Sitzplätzen. Das Foyer dient auch als Elternwarte- und Kontaktraum. Hier ist eine Empore dazugekommen, die oft und gerne von den Kleinen benützt wird. Derzeit ist die Kinderbibliothek dort. Diesen Bereich kann man immer wieder verändern. Zu jedem Gruppenraum ist ein kleinerer Zusatzraum dazugekommen. Das waren die

ehemaligen Garderoben. Diese Intensivräume dienen der Kleingruppenarbeit. Sie sind derzeit als Mal-Ateliers ausgestattet. Die Gruppenräume sind durch Einbauten gegliedert. Schränke und Regale dienen als Raumteiler. Spielepodeste und Spieletagen erweitern die Grundfläche und lassen die Kinder eine andere Raumperspektive erleben. Zudem grenzen Spielpodeste den Spielbereich gegenüber dem anderen ab. „Die Kinder brauchen Rückzugsmöglichkeiten und finden sie hier durch Nischen, Podeste, Höhlen und Ecken“, erklärt mir Frau Theiner. „Aber auch die Gelegenheit sich als größere Gruppe zu treffen, ist gegeben. Das alles ist dem Architekten sehr gut gelungen.“ „Unser Herzstück, so möchte ich es einmal benennen, ist der Bewegungsraum“, fährt


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Fotos: Andreas Waldner

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oben von links: Der Waschraum bietet ausreichend Platz für Handtücher und Zahnputzbecher. Mit dem vorhandenen Spiegel können die Kinder ihr Aussehen kontrollieren. Das Becken kann eventuell auch für kreative Arbeiten (Tonen) und als Wasser-Matsch-Bereich benutzt werden Eingangsbereich: Der Windfang dient auch als Schmutzschleuse. Die neue Galerie ist im Bild links oben sichtbar. Die Garderobe mit Sitzgelegenheiten teilt den Raum. Während der Bring- und Abholzeiten können sich hier Eltern treffen, um miteinander ins Gespräch zu kommen

die Leiterin fort. „Er ist auf unseren Wunsch hin um die alte Küche erweitert worden. Es ist ein schön großer Bewegungsraum geworden. Er wurde mit Spezialboden für die Gymnastik ausgestattet. An den Kletterwänden können sich die Kinder erproben. Die unterschiedlichen Turngeräte dienen für gezielte Bewegungsangebote. Bewegung zu ermöglichen ist wichtig. Nicht umsonst wird die Kindergartenzeit als eine „bewegte Zeit“ für Kinder definiert – und so sollte es nicht nur im übertragenen Sinne sein.“ Im geräumigen Leiterinnen-

zimmer befindet sich neben der Büroausstattung ein großer Tisch für die Teambesprechungen. Er befindet sich direkt neben dem Eingang. Die Küche befindet sich nun im Nordtrakt, in der ehemaligen alten Wohnung. Im Außenspielgelände wurde zusätzlich ein Wasser-Matsch-Bereich geschaffen. „Im Haus ist es ruhig, wenn auch vierzig Kinder da sind“, betont abschließend Frau Theiner. „Die Wohnqualität ist topp. Das haben sie wirklich „eins A“ gemacht. Selbst die Kinder sagen: Wir haben so einen tollen Kindergarten!“

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Nationalpark Stilfserjoch

Monitoring der faunistischen Biodiversität

Die Felderhebungen 2014 in alpinen Lebensräumen

Lage der Probeflächen für die Erhebung der faunistischen Biodiversität 2014 im Nationalpark Stilfserjoch. Erstellung der Karte: Luca Pedrotti

Wolfgang Platter, am Martini-Tag, 11. November 2014

W

enn man korrekte und glaubhafte Aussagen über den Biodiversitätsverlust, also über den Verlust von tierischen und pflanzlichen Arten oder von Lebensräumen machen will, muss man qualitativ gute wissenschaftliche Datengrundlagen über einen längeren Vergleichszeitraum haben. Der Begriff Biodiversität zieht in die öffentliche Diskussion erstmals nach der internationalen Konferenz von Rio de Janeiro im Jahre 1992 ein. Im Jahre 2010 hat an der römischen Universität La Sapienza die erste nationale Konferenz zur Biodiversität in Italien stattgefunden. In der Folge wurde ein Zehnjahresplan zum Erhalt der Biodiversität in Italien 2010-2020 erstellt. Der Nationalpark Stilfserjoch beteiligt

sich mit den drei anderen Nationalparken im italienischen Teil des Alpenbogens Gran Paradiso, Val Grande und Belluneser Dolomiten an dem Projekt „Monitoring der Biodiversität in alpinen Lebensräumen“. Der heutige Beitrag ist diesem Projekt zur Erhebung der Artenvielfalt und deren Gefährdung durch Veränderungen gewidmet.

Faunistisches Monitoring der Biodiversität im Nationalpark Stilfserjoch Dem Projekt liegt der fachliche Ansatz zugrunde, dass bestimmte Tierarten empfindliche Zeigerarten, sogenannte Biodindikatoren, für Veränderungen in ihren Lebensräumen sind. Als besonders taugliche Zeiger für Umweltveränderungen erweisen sich die Insekten. Insekten machen über 70% aller bis heute beschriebenen

und bekannten Tierarten aus. Insekten haben kurze Lebenszyklen und viele Generationen, Insekten dringen in die verschiedensten Lebensräume vor. Wir haben im Gebiet des Nationalparks entlang eines Höhentransektes von der subalpinen bis zur nivalen Höhenstufe Probeflächen ausgewählt, um auf diesen Flächen von Frühjahr bis Herbst in vierzehntägigen Begehungen die in Bodenfallen gefangenen Insekten einzusammeln und diese anschließend nach ihren Familien, Gattungen und Arten zu bestimmen. Der methodische Ansatz ist folgender: Auf den ausgewiesenen Probeflächen werden in zwei aufeinanderfolgenden Sommern die vorhandenen Tiere der ausgewählten Tiergruppen erhoben; die Artenanzahl wird aus den beiden Erhebungsjahren gemittelt.


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Foto: Andrea Morelli

Foto: Franco Fratini Foto: Angelina Iannarelli

Nach fünf Jahren Pause wird die Felderhebung auf den gleichen Probeflächen wiederholt und die Tierarten erneut bestimmt. Aus dem Vergleich der erhobenen Artenanzahl lässt sich die Ab- oder Zunahme des Artenvielfalt oder Biodiversität quantifizierend ermitteln. Neben verschiedenen Gruppen von Insekten und Spinnen werden auch die Vögel als aussagekräftige Bioindikatoren herangezogen. Im abgelaufenen Sommer 2014 wurden im Südtiroler Parkanteil 32 und im trentiner Parkgebiet 15 solcher Probeflächen eingerichtet. Im lombardischen Flächenanteil ist die Erhebung der Zeigerarten schon im Sommer 2013 begonnen und heuer im zweiten Jahr fortgesetzt worden. Im Südtiroler und trentiner Parkgebiet wird die Wiederholung im kommenden Sommer 2015 erfolgen. Der Kartenausschnitt zeigt die Lage der Probeflächen in den drei Länderanteilen des Nationalparks.

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Foto: Angelina Iannarelli

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Erhobene Tiergruppen der Wirbellosen

Fangmethoden und -zahlen Bodeninsekten wurden in Bodenfallen in Form von Bechern mit Essigködern gefangen, Schmetterlinge durch Beobachtungen bestimmt; nur schwierig zu bestimmende Arten wurden mit mit Fangnetzen gefangen, um sie nachher sicher zu bestimmen. Die nachfolgende Tabelle gibt eine Vorstellung der Stückzahlen von den mittels Bodenfallen im Zeitraum Mai bis September 2014 gefangenen Wirbellosen im trentiner und Südtiroler Parkanteil. Die Partschinserin Birgit Unterthurner, Studentin an der Universität für Bodenkultur in Wien, hat die 32 Probeflächen im Südtiroler Länderanteil des Nationalparks im Sommer 2014 gewissenshaft betreut und die Fangbecher entleert. Erhobene Tiergruppe

Südtiroler Parkanteil

Trentiner Parkanteil

Laufkäfer (Carabidae)

4.960

2.745

Kurzflügler (Staphylinidae)

5.580

915

Ameisenartige (Formicidae)

24.800

15.250

Webspinnen (Aranae)

2.480

1.220

Gesamtzahl Fallen

620

305

oben links: Die Libellen gelten als sensible Bioindikatoren. oben rechts: Ein spektakulärer Vertreter der Bockkäfer. unten links: Heuschrecken in Paarung. unten rechts: Zwei Bläulinge als Vertreter der Tagfalter. Für die Wintermonate gibt es für die Taxonomen am Naturmuseum Trient unter den Projektkoordinatoren Dr. Valeria Lencioni und Dr. Mauro Gobbi also Arbeit genug zur Aufschlüsselung der gefangenen Individuen nach Arten. Insgesamt vier Taxonomen als Experten für die jeweilige Tiergruppe werden die verschiedenen Arten im Labor bestimmen. Für schwierig zu bestimmende Arten muss das Mikroskop zur Erkennung der Art-Merkmale herangezogen werden.

anzunehmen, dass der besonders niederschlagsreiche Sommer 2014 im Vergleich zu einem trockeneren Sommer andere Arten- und Individuen-Zahlen unserer Bioindikatoren ergibt. Und im Zusammenhang mit gesicherten Aussagen zur Zu- oder Abnahme der Biodiversität sind ohnehin Langzeiterhebungen notwendig, welche eine historische Datenreihe ergeben. Insofern sind die vorigjährigen und die heurigen Erhebungen im Feld ein Anfang einer Messreihe, die umso aussagekräftiger und verlässlicher wird, je länger sie fortgesetzt wird. Über die Auswertung und Aufschlüsselung nach Arten werde ich zu einem späteren Zeitpunkt gerne wieder berichten.

Ornithologisches Monitoring Die Vögel wurden durch zweimaligen Besuch der Probeflächen erhoben. Dabei wurden die Termine an den Beginn und an das Ende der Brutsaison gesetzt, so dass die Vogelarten nach brütenden und nicht brütenden Arten und Durchziehern unterschieden werden können. Das Ansprechen der Vögel erfolgt durch Sichtbeobachtung und das Zuordnen der Stimmen und Rufe aus Hörproben . Dabei ist die zeitliche Dauer der Hörproben standardisiert.

Foto: Pietro Veivolo

Im Zuge der Erhebungen der faunistischen Biodiversität in alpinen Lebensräumen wurden folgende Wirbellose als Bioindikatoren herangezogen: Aus der großen Gruppe der Käfer die Familie der Laufkäfer (Carabidae) und der Kurzflügler (Staphylinidae), von den Spinnentieren (Arachnida) die Familie der Webspinnen (Aranae), von den Hautflüglern die Ameisen (Formicidae), von den Schmetterlingen die Tagfalter (Lepitoptera rhophalocera), weiters die Heuschrecken (Orthopteren) und die Libellen (Odonati).

Vegetationserhebungen Zur Charakterisierung der verschiedenen Lebensräume wurden auf den Probeflächen auch Vegetationsaufnahmen gemacht, ebenso das Mikroklima mit der Lufttemperatur als Parameter über Datenlogger aufgezeichnet. Die Aussagekraft der Daten wollen wir durch Wiederholung des Monitorings im nächsten Jahr erhöhen und absichern. Aus dem Mittelwert zweier Erhebungsjahre ergibt sich eine höhere Datenqualität. Es ist

Hätten Sie das für möglich gehalten, dass das Gewicht aller Ameisen auf unserer Erde dem Gewicht aller Menschen entspricht? Ich habe diese Angabe dem wissenschaftlichen Sachbuch von Bert Hölldobler und Edward O. Wilson „Auf den Spuren der Ameisen“ (Springer Spektrum, 2. Auflage 2013) entnommen.


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Rückspiel zum Jahresabschluss

Die Chefs hinter der Bande

Freizeithockey - Die Duelle zwischen Naturns und Prad sorgen immer für Brisanz. Wer sich das Rückspiel nicht entgehen lassen möchte, sollte am 26. Dezember nach Naturns pilgern und wird sicher ein spannendes Match erleben. Der Anpfiff zum Vinschger Eishockey-Derby erfolgt um 20.30 Uhr auf dem Naturnser Eisplatz. (sam)

Der ehemalige HC Meran Spieler, Walter Allneider (links), hat seit Jahren das Kommando hinter der Bande des SSV Naturns über. Bei den Geiern hingegen hat mit Tomas Mahovsky (rechts) erstmals ein tschechischer Trainer im Obervinschgau das Sagen. (sam)

Reif für den Titel Es ist wieder soweit! Nach über einem halben Jahr ohne den schnellsten Mannschaftssport der Welt jagen die Eishockeycracks des ASV Prad und die Blue Cannibals des SSV Naturns wieder dem Puck auf dem Eis hinterher. Und beide Mannschaften verfolgen nur das eine Ziel: Der Titel soll endlich in den Vinschgau kommen! Von Sarah Mitterer

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Foto: Sarah Mitterer

ür die Freizeithockeyteams des SSV Naturns und des ASV Prad hat vor kurzem die neue Meisterschaft begonnen. Nachdem es in der abgelaufenen Saison erneut nicht mit dem Titelgewinn geklappt hat, brennen die beiden Mannschaften darauf, endlich den heiß ersehnten Pokal zu holen. Bei den Finalspielen im vergangenen März waren die Naturnser sehr nahe dran, die Meisterschaft für sich zu entscheiden. Doch die Untervinschger verloren das Endspiel gegen den HC Gardena Bulls Queens mit 0:3 und beendeten die Saison als Vizemeister. Die Geier aus Prad gewannen das „kleine Finale“ gegen den HC Power Bulldogs mit 5:2 für sich und freuten sich über den Gewinn der Bronzemedaille. Aber die Krönung, der mehr als überfällige Titel, lässt weiterhin auf sich warten. Umso mehr brennen die Jungs darauf, endlich den höchsten Gipfel im Freizeithockey zu erklimmen. Im Kampf um die Krone gehen acht Teams ins Rennen. Gespielt wird 3x15 Minuten, für den Sieger gibt es drei Punkte. Sollte es nach Ablauf der regulären Spielzeit ein Unentschieden geben, so entscheidet das Penaltyschießen, bei dem es für den Sieger zwei und den Verlierer einen Punkt gibt. Es wird eine einfache Hin- und Rückrunde gespielt, die anschießenden Play Offs

werden im Best of Five Modus ausgetragen. Lediglich das Finale wird in einem einzigen Spiel entschieden. Während der Saisonauftakt für die Untervinschger erfolgreich war, suchen die Geier noch nach der Form aus der vergangenen Saison. Das bei den Fans mit Spannung erwartete erste Derby zwischen den zwei Teams, das immer eines der Highlights der Saison ist, wurde Ende Oktober in Prad ausgetragen. Dabei zeigten die Prader wahre „Stehaufmännchen“-Qualitäten: Naturns lag stets in Front, doch die Geier kämpften aufopferungsvoll und schafften immer wieder den Ausgleichstreffer. Der scheinbare

Siegtreffer der Naturnser kurz vor dem Schlusspfiff wurde aberkannt, so stand es nach Ablauf der regulären Spielzeit 5:5 und das Penaltyschießen musste entscheiden. Das nötige Quäntchen Glück lag dabei auf Seiten der Naturnser, die somit ihren Platz in der vorderen Tabellenhälfte festigen konnten. Für die Geier bietet sich noch in diesem Jahr die Revanche (siehe eigene Meldung). Es bleibt spannend, die Saison ist noch lang und so richtig aufregend wird es dann in den Play Offs, in denen ein Ausrutscher fatal sein könnte, denn da lautet das Motto: „Siegen oder fliegen“!

Foto: Sarah Mitterer

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SV Partschins Raiffeisen

Fairnessauszeichnung

„Bis jetzt gut!“

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m Freitag, 24.10.14, wurden im Rahmen der ordentlichen Vollversammlung des Autonomen Provinzialkomitees Bozen des italienischen Fußballverbandes in Terlan unter anderem die Sieger der Fairnesswertung der Saison 2013/14 prämiert. In der B-Jugend regional gewann diesen Preis die SpG Untervinschgau. Dabei wurde dem SpG-Koordinator Günther Pföstl eine Plakette übergeben, welche dieser an den Mannschaftskapitän der letztjährigen BJugend regional, Lukas Schöpf und an deren Trainer, Daniel Schnitzer, weitergab. Fairness in und außerhalb des Sportplatzes wird bei der SpG Untervinschgau großgeschrieben. Der Beweis sind die vielen gewonnenen Fairnesswertungen in den Kategorien Junioren, A-Jugend und B-Jugend in den vergangenen elf Jahren. Und

Foto: „Wind“-Archiv

Jugendfußball: SpG Untervinschgau

v.l.: Betreuer Manni Schöpf, SpG-Koordinator Günther Pföstl, Kapitän Lukas Schöpf und Trainer Daniel Schnitzer auch in der laufenden Saison ist das Verhalten von Spielern, Trainern und Betreuern positiv hervorzuheben, so rangiert man nach zirka zwei Dritteln der Hinrunde bei den Junioren regional und der B-Jugend regional auf dem zweiten Platz der Wertung und die A-Jugend

regional liegt auf Platz vier. Disziplin, Respekt und Fairness gehören, neben der fußballerischen Entwicklung, zu den wesentlichen Aspekten des Ausbildungsweges der Jugendförderung in der Spielgemeinschaft Untervinschgau. Günther Pföstl

Fußball

FIFA gibt grünes Licht ass es Melanie Kuenrath in den Nachwuchskader der Frauen des FC Bayern München geschafft hat, ist mittlerweile bekannt. Nun erhielt die 15-Jährige eine weitere erfreuliche Nachricht, die sie einen Schritt näher Richtung Profifußball bringt. Weil die Burgeiserin aufgrund ihres Alters noch keine Spielgenehmigung hatte, da in den Statuten der FIFA eine Regelung (Artikel 19) im Bezug auf internationale Transfers von Minderjährigen besagt, dass solche Transfers nur genehmigt werden, sofern der oder die Spielerin 16 Jahre alt ist und neben der fußballerischen Ausbildung auch noch eine akademische Ausbildung absolviert, musste sie auf eine Sondergenehmigung hoffen. Während der FC Bayern, der Bayrische Fußballverband und der DFB in Frankfurt diese bereits erteilt hatten, lag es nur noch am internationalen

Schiedsgericht der FIFA, ob Melanie die Sonderlizenz erhält. Ende Oktober gab die FIFA grünes Licht und so ist die Nachwuchskickerin nun offiziell spielberechtigt und kann gemeinsam mit ihrem Team um die deutsche Meisterschaft kämpfen. Der Erhalt dieser Sondergenehmigung ist eine kleine

Sensation, denn nur sehr selten bricht die FIFA ihre Regeln: Der wohl bekannteste Spieler, für den diese Ausnahme gemacht wurde, war der Argentinier Lionel Messi, der mit 13 Jahren zu Barcelona wechselte. Wie es für den Argentinier anschließend in Sachen Profikarriere weiterging, weiß jeder Fußballfan. (sam)

Foto: Theo Kuenrath

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Melanie hat mit Fußballstar Lionel Messi schon etwas Gemeinsames

eit der glorreichen Saison 2013-2014, jener des unhaltbaren Aufstieges in die Landesliga, ist Frank Volker Präsident der Sektion Fußball im ASV Partschins. Der Vinschgerwind fragte - gerade vor dem Spiel gegen den Tabellenzweiten Lana (0:1 verloren, aber mit ziemlich guter Leistung der Partschinser Mannschaft) - den 44-jährigen Präsidenten nach der Lage seiner Kampfmannschaft in der bis jetzt bestrittenen Landesliga-Meisterschaft. „Bis jetzt“, sagt er ohne zu zögern, „läuft es gut mit 5 Siegen und der 5. Stelle in der Tabelle an gleicher Stelle mit Weinstraße. Die Stimmung in der Mannschaft ist eindeutig gut.“ Wie ist die Mannschaft im Bezug auf Zusammensetzung und dem Alter der Spieler? Volker: „Die Mannschaft ist ziemlich jung, der Älteste, Armin Rungg, ist 27 Jahre alt. Die Jungen haben sich gut eingesetzt und integriert. Was die Präsident Jugendregelung Frank Volker betrifft, das heißt, dass 2 Spieler der Jahrgänge ’94 und ’95 immer im Feld dabei sein müssen, sind wir gut ausgerüstet: Wir haben nämlich in diesem Zusammenhang 6 Spieler, 5 die von den Junioren kommen, welche über gute Voraussetzungen verfügen und sich in die Mannschaft gut integriert haben. Es sind Fabian Albrecht, Daniel Hofer, Patrick Müller, Alexander Nischler, Patrick Reiner, Jonas Tumler.“ Gibt es auch manche SpielerAusfälle zu beklagen? „Wegen Kreuzbandverletzungen ist Michael Huber ausgefallen; er wird vielleicht am Ende der Saison wieder zurückkommen. Alex Pezzei hingegen kommt heute wieder gegen Lana. Es bleibt allerdings zu erwähnen, dass Alex und Michael im Vorjahr viele Tore erzielt haben.“ (lp)

Foto: Leonardo Pellissetti

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Prad/Eyrs/Laas - Fußball: Junioren

Meisterschaft mit seltsamer Regelung

Fotos: „Wind“-Archiv

Das Trainerduo Manfred Gander und Karl Bernhart

Im Bild die Juniorenmannschaft der Spielgemeinschaft Prad, Eyrs, Laas

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ie Zusammensetzung von Spielgemeinschaften ist eine fruchtbare Form von Zusammenarbeit. Nicht selten ist eine Spielgemeinschaft die einzige Art und Weise die Ausbildung und Entwicklung des Nachwuchses zu garantieren. Die Sportvereine aus Eyrs, Laas und Prad arbeiten seit ei-

nigen Jahren im Jugendbereich eng zusammen. Das Juniorenteam spielt im Kreis A leider nur außer Konkurrenz mit. Das heißt, dass die Ergebnisse dieser Mannschaft nicht für die Landesmeisterschaft gewertet werden. So ist es natürlich für das Trainerteam der Pool-Junioren Gander Manfred und Bernhart

Karl eine besondere Herausforderung, die Spieler zu motivieren. Bis jetzt ist dies recht gut gelungen. Die Jungs gehen sehr engagiert zu Werke und trainieren fleißig. Bernhart trainiert seit 3 Jahren die Junioren. Er trainiert im Jugendbereich mit kurzen Unterbrechungen seit 1977, man kann ihn als einen

der historischen Trainer Vinschgaus definieren. Er war auch wie Manfred Gander erfolgreicher Spieler der 1. Mannschaft. Wenn auch in den Ergebnislisten der Zeitungen so genannte Poolmannschaften immer ohne Punkte am Ende gereiht werden, führt zumindest der Verband in seinen Rundschreiben eine eigene „virtuelle Tabelle“, wo alle Resultate der Juniorenmeisterschaft ihren Niederschlag finden. In dieser Tabelle befindet sich die Mannschaft momentan im Mittelfeld. (lp)

Fußball Schlanders-Mals

Im Zeichen der Sportlichkeit er leidenschaftliche und erfolgreiche ehemalige Fußballer, der neue Malser Sportpräsident Helmuth Thurner, Nachfolger von Alfred Lingg, verfolgt normalerweise nur die Heim-Spiele seiner Kampfmannschaft. Im Derby gegen Schlanders war er auch auswärts dabei. Eine gute Gelegenheit, um ihm einige Fragen zu stellen. Auf die Frage, wie er denn die Malser Kampfmannschaft beurteile, sagt Thurner: „Ich sehe die Mannschaft sicher positiv. In den ersten Spielen haben wir zu viele Punkte zurückgelassen, jetzt ist man dabei, diese zurückzuholen.“ Was die Zusammensetzung der Mannschaft betrifft, merkt Präsident Thurner an, dass man seit 5 bis 6 Jahren mehrere Spieler habe, die in fruchtbarer Spielkontinuität konstant dabei sind. „Die Stimmung ist gut und die Mannschaft funktioniert.“

Im Bezug auf das Derby Schlanders-Mals spezifizierte Thurner, dass die erfolgreiche Malser Mannschaft nicht komplett war: Es fehlten nämlich die verletzten Mirko Stecher und Mario Porth, während Paul Lingg aufgrund einer Spielsperre auf der

Bank saß. Manuel Sandbichler und Benjamin Spiess erzielten die Tore für den Malser Sieg. Nach der Meinung von Thurner war die erste Halbzeit ziemlich ausgeglichen, in der zweiten Hälfte hat Mals etwas mehr gemacht. Der VSS-Obmann des

Vinschgaus und Schlanderser Fan Karl Schuster, Vater von Tormann Lukas, kommentierte, dass Schlanders wegen einiger Fehler verloren und weniger Kampfkraft als die Malser gezeigt habe. Mit Erleichterung war das sehr korrekte Benehmen von Spielern und dem Publikum der beiden Sportvereine festzustellen. (lp)

Fotos: Leonardo Pellissetti

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Ein Spielmoment

Präsident Helmuth Thurner auf der Schlanderser Tribüne


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Wintersport - Val Müstair

Tour de Ski am Start

Ein Bild der Veranstaltung am 1. Jänner 2013 wird sicher enorm sein und circa 150 Medienvertreter aus der ganzen Welt werden erwartet. Die geografischen charakteristischen Bedingungen sowie die wunderschöne winterliche Landschaft und die ganzen In-

frastrukturen, insbesondere die perfekt präparierten Loipen, lassen das Val Müstair als ideale Langlaufregion glänzen. Präsident des Organisationskomitees ist Alfred Lingg,

bekannt als langjähriger Präsident des Malser Sportvereines, welcher mit vollem Einsatz die Veranstaltung vorbereitet und begleitet. Zwei Punkte werden bei der Veranstaltung „Tour de Ski“ unterstrichen: die freiwilligen Helfer und die Sponsoren und Gönner. Freiwillige Helfer. Für die Organisation und Durchführung der Veranstaltung sind vom 5. bis 7. Januar 2015 freiwillige Helfer notwendig. Wer bereit ist, sich für diese Aufgabe zur Verfügung zu stellen, kann sich beim Verein Tour de Ski Val Müstair Chasa Comünala, 7532 Tschierv Tel +41 (0)81 858 55 66 - Fax +41 (0)81 858 62 62 info@ tour-de-ski.ch anmelden. Spender und Gönner. Um die Veranstaltung zu ermöglichen, ist die Unterstützung von Firmen oder Einzelpersonen sehr nützlich. (lp)

Vinschgau/Pitztal

Kunstturnen

Reschenseelauf-Team erfolgreich

Zu den stärksten Tirols

Foto: „Wind“-Archiv

Fototermin mit dem Skistar Benjamin Raich nach der Siegerehrung im Pitztal

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ie Begegnung mit dem österreichischen Ski-Ass Benjamin Raich war für die Läuferinnen und Läufer des Rennerclubs Vinschgau ein ganz besonderer Moment. Raich war nach dem Gletschermarathon Pitztal – Imst Hauptakteur bei der Preisverteilung. Neben dem Halbmarathon stand der Run&Fun Lauf (11, 2 km) auf dem Programm. Und da glänzte das ReschenseelaufTeam mit Spitzenergebnissen. Erste Plätze in der jeweiligen

Kategorie eroberten Manuel Koch, Martin Kobler, Hubert Pilser und Ilse Schütz. Zweite wurden Andrea Riedl, Roswitha Tragust und Resi Tragust. Den 5. Platz eroberte Günther Tragust, den 8.Platz Tamara Verdross und den 9. Platz Simone Tragust. Den Halbmarathon (21 km) beendete Erhard Gebhard in seiner Kategorie als Sieger. Abschließend lud Raich zur Autogrammstunde und ließ sich mit den erfolgreichen Athleten ablichten. (mds)

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inen mehr als zufriedenen Saisonauftakt legten die Turnerinnen des ASV Latsch Raiffeisen hin. Beim den Gesamt-Tirolermeisterschaften 2014 in Schwaz zeigten die Athletinnen von Carla Wieser, dass sie perfekt vorbereitet waren und jede sicherte sich einen Platz unter den besten 10. Der Vinschger Turnverein war der einzige aus Südtirol, der an diesen Meisterschaften teilnahm. Geturnt wurde an fünf Geräten: Schwebebalken, Trampolin, Stufenbarren, Pferd und Boden. Unter den wachsamen Augen der Kampfrichter erturnten sich Celine Stampfer und Charlotte Pragal die Bronzemedaille. Katharina Gamper,

Marilena Haller und Claudia Pobizer schrammten knapp am Podium vorbei und landeten auf dem undankbaren vierten Platz. Lena Kaserer, Lisa Mitterhofer, Lisa Kofler, Amelie Kofler, Noelle Stampfer, Naomi Theiner und Katharina Egger konnten dank ihrer Top Platzierungen ebenfalls zufrieden die Heimreise antreten. (sam) Foto: Carla Wieser

ie mitteleuropäische Veranstaltung mit Start in Deutschland, durch die Schweiz, Südtirol und mit dem Finale im Fleimstal wird bald beginnen. Die Sprintetappe in Tschierv (Val Müstair) wird nämlich am 6.1.2015 stattfinden. Am Samstag, den 22. November 2014 wird um 20 Uhr in der Sporthalle von Tschierv die offizielle Präsentation der Veranstaltung stattfinden, welche alle zwei Jahre über die Bühne geht. Die starke Wirkung für die öffentlichkeitswirksame Vorstellung der betroffenen Zone hat beträchtliche wirtschaftliche Effekte, insbesondere aus touristischer Sicht für dieses Gebiet. Da das Val Müstair die Heimat der berühmten Spitzen-Athleten Dario und Gianluca Cologna ist, wird die sportliche Veranstaltung im Zeichen des Langlaufs ablaufen. Die mediale Wirkung

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

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Fußball: Landesliga

Trotz Schwankungen bleibt die Lage gut

Fotos: Leonardo Pellissetti

imstande waren, durch das Zentrum des Gegners durchzukommen. Die Gäste gingen in der 41. Minute in Führung. Nach der Pause ließ das Trio Bacher, Mair und Tappeiner Klasse aufblitzen. Die Attacken kamen nun von der Seitenlinie mit Flanken, welche die Verteidigung im Zentrum ins Wanken brachte. In der 73. Minute kam durch den kampfstarken Peter Mair das Tor zum Ausgleich. Der 11. Spieltag war von den Resultaten her gesehen besser als der spielerische Aspekt. Naturns gewann 4:0 als Gast eines direkten Gegners, weil die Obermaiser einige sehr gute Chancen nicht nutzten. Wegen der Niederlage von Lana führt nun Naturns mit 5 Punkten Vorsprung die Tabelle an. Partschins holte nur ein Unentschieden gegen den tabellenletzten Pichl Gsies. Mehr Wert hatte im daruaffolgenden Tur-

Partschinser Attacke gegen Lana er 10. Spieltag der Meisterschaft war für die beiden untervinschger Mannschaften ungünstig, obwohl beide HeimVorteil hatten. Partschins, welches am Samstag spielte, verlor 0:1 gegen den Tabellenzweiten Lana. Naturns wurde zu einem Unentschieden vom Tabellenletzten Bozner Boden gezwungen. Partschins spielte selbstbewusst, bestimmte über weite Strecken das Spiel und zwang Lana zur Verteidigung.

Beide Mannschaften hatten einige gute Chancen. In der 73. Minute in Folge eines schnellen Konters erzielte Lana das Sieges-tor. Das allgemeine Urteil von Fachleuten war, dass ein Unentschieden das richtige Ergebnis gewesen wäre. Eine andere Musik gab es im Spiel des Tabellenersten Naturns gegen den Tabellenletzten Bozner Boden. Die Gäste spielten so defensiv, dass die Spieler von Engelbert Grünfelder kaum

Mair in der Mitte von Gegnern

Heimatbühne Taufers i. M.

Theater anders gestalten Foto: Heimatbühne Taufers i.M.

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nus das Unentschieden gegen Passeier, wo ein kämpferisches Spiel geboten wurde. Im letzten Spiel spielte Naturns gegen den Tabelledritten Weinstraße Süd. Es war eine sensationelles Spiel: Zuerst ging Weinstrasse 2:0 in Führung. Naturns, das die Abwesenheit von Damian Huber spürte, reagierte und verteidigte seine Unbesiegbarkeit mit Toren von Florian Pohl (83. Min.) und Peter Mair (93.). (lp)

18 junge Schauspieler bringen das Stück „Romeo und Julia reloaded“ von Norbert Franck in der Schulturnhalle von Taufers i. M.

Romeo und Julia reloaded, aufgeführt in 3 Akten und 13 Szenen. Eine Geschichte aus der heutigen Zeit, in einer Schule, in der sich mit lauter Alltagsproblemen, Lehrern, Mitschülern und Eltern zurechtfinden müssen. Des öfteren als reines Jugendtheater aufgeführt, bringt die Heimatbühne Taufers i. M. das Stück mit vielfältiger musikalischer Untermalung, mit jungen und erfahrenen Spielern auf die Bühne. Neid, Trotz, Hass, Gewalt und Liebe spielen dabei eine grosse Rolle. 18 Protagonisten, die Hälfte davon zwischen 13 und 16 Jahren, werden dieses Jahr die Bühne füllen. Eine Herausforderung nicht nur für die Regie (Davide Brighenti) und die Organisation hinter den Kulissen, sondern speziell für die erstmals auf der Bühne stehenden jungen Menschen. Die Mischung von unerfahrenen Spielern und reiferen Darstellern bringt Lebendigkeit und Realität auf die Bühne. Dadurch eröffnen sich die Möglichkeiten, neue Wege zu gehen in Zusammenhalt, Disziplin und Ausdauer, ohne dabei den Spass an der Sache zu verlieren. Wobei die „alte Hasen“ auch einiges dazulernen können. Aufführungen: Samstag, 15. November; Samstag, 22. November; Sonntag, 23. November; Mittwoch 26. November und Samstag, 29. November jeweils um 20:00 Uhr, am Sonntag 16. November um 17:00 Uhr. Platzreservierungen bei Martina unter: 340 23 67 216


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unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen Eingetragen im ROC: Nr. 12485

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Vinschgerwind 23-14

13.11.14

Jahrestag/Danksagungen Diejenigen, die uns verlassen haben, gehören zu den Unsichtbaren, nicht zu den Abwesenden.

Heimatbühne Schnals

Johannes XXIII

„Die Gedächtnislücke“

Lustspiel in drei Akten von Bernd Gombold Regie: Peter Rainer Ort: Haus der Dorfgemeinschaft in Unser Frau – Schnalstal Aufführungstermine: Fr. 14.11.14, 20.00 Uhr; So. 16.11.14, 16.00 Uhr; Sa. 22.11.14, 20.00 Uhr; So. 23.11.14, 16.00 Uhr; Reservierung: Tel. 331 78 27 275 (tägl. von 15.00 bis 20.00 Uhr)

Danksagung

Sebastian Wiesler *07.04.1995 † 26.08.2014 Taufers i.M.

Wir danken allen, die uns in dieser schweren Zeit nach Sebastians plötzlichen Tod beistanden und immer noch beistehen, im Besonderen für die Anteilnahme und das Gebet. Die Trauerfamilie

Theater Verein Schlanders

„Das Herz ist ein Umzugskarton“

Uraufführung einer Farce (ein Akt ohne Pause) von Horst Saller Regie: Daniela Montini Alber Ort: Kulturhaus Karl Schönherr – Schlanders Aufführungstermine: Premiere: Fr. 14.11.14, 20.00 Uhr; So. 16.11.14, 17.00 Uhr; Do. 20.11.14, 20.00 Uhr; Sa. 22.11.14, 20.00 Uhr; So. 23.11.14, 17.00 Uhr; Di. 25.11.14, 20.00 Uhr; Reservierung: Tel. 348 74 39 724 (ab 16.00 Uhr)

Dorftheater Schleis

„Zwei Herren spielen Dame“

Schwank in drei Akten von Wilfried Reinehr Ort: Sparkassensaal – Schleis Aufführungstermine: Premiere: Sa. 15.11.14, 20.00 Uhr; So. 16.11.14, 18.00 Uhr; Sa. 22.11.14, 20.00 Uhr; So. 23.11.14, 18.00 Uhr; Reservierung: Tel. 346 624 94 18 (von 9.00 bis 20.00 Uhr)

Theaterbühne St. Valentin

„Handylust und Handyfrust“

Theresia Obwegeser

Ludwig Obwegeser

* 12.09.1935 † 19.08.2014 Schluderns

* 15.04.1927 † 30.10.2014 Schluderns

Unser Herz will dich halten, unsere Liebe dich umfangen, unser Verstand muss dich gehen lassen, denn deine Kraft war zu Ende und deine Erlösung eine Gnade.

Weinet nicht, ihr Lieben, glücklich ist mein Los, frei von allen Erdenleiden, ruh ich nun in Gottes Schoß.

geb. Wieser – Resi –

– Ludi –

Ort: Kulturhaus St. Valentin a.d.H. Aufführungstermine: Premiere: Sa. 15.11.14, 20.00 Uhr; So. 16.11.14, 20.00 Uhr; Sa. 22.11.14, 20.00 Uhr; So. 23.11.14, 16.00 Uhr; Sa. 29.11.14, 20.00 Uhr; Reservierung: Tel. 334 97 67 176 (09.00 bis 11.00 Uhr & 17.00 bis 19.00 Uhr)

Heimatbühne Taufers i.M.

„Vergelt’s Gott“ Es war uns ein großer Trost, dass uns so viele Menschen auf vielfältige Weise anlässlich des Todes unserer Eltern beigestanden sind. Besonders danken wir dem Personal des Krankenhauses Schlanders und des Altenheimes Schluderns für die liebevolle Pflege.

Familie Obwegeser

„Romeo und Julia reloaded“

von Norbert Franck Regie: Davide Brighenti Ort: Schulturnhalle Taufers i.M. Aufführungstermine: Premiere: Sa. 15.11.14, 20.00 Uhr; So. 16.11.14, 17.00 Uhr; Sa. 22.11.14, 20.00 Uhr; So. 23.11.14, 20.00 Uhr; Mi. 26.11.14, 20.00 Uhr; Sa. 29.11.14, 20.00 Uhr; Reservierung: Tel. 340 236 72 16 (Martina)

Heimatbühne Kastelbell-Tschars „Eine Frau mit Garantie“

Lustspiel in 3 Akten von Franz Schaurer Regie: Max Blaas Ort: Josef Maschler Haus – Tschars Aufführungstermine: Premiere: So. 30.11.14, 17.00 Uhr; Sa. 06.12.14, 20.00 Uhr; So. 07.12.14, 17.00 Uhr; Mo. 08.12.14, 17.00 Uhr; Sa. 13.12.14, 20.00 Uhr; So. 14.12.14, 17.00 Uhr; Reservierung: Tel. 333 32 98 232

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Die Holzwerkstatt für Kinder, Eltern, Großeltern und Andere REFERENT/IN Erich Wallnöfer und Martina Thanei TERMINE Sa, 22.11., Sa, 29.11., Sa, 06.12.2014 (jeweils Sa) UHRZEIT 14.30 Uhr – 17.30 Uhr, insgesamt 3 Treffen ORT Mittelschule Laas Kursbeitrag 60 Euro (inkl. Materialspesen) ANMELDESCHLUSS Mi, 19.11.2014 Religion

Momente der Kraft und Stille Advent – Zeit der Erwartung REFERENT/IN

Marlene Baldauf, P. Pius, P. Philipp TERMINE Mo, 24.11.2014 weitere Termine werden am ersten Tag vereinbart, 5 Treffen UHRZEIT 20.00 Uhr – 21.30 Uhr ORT Kloster Marienberg Kursbeitrag 50 Euro Anmeldung Kloster Marienberg, Annemarie Schwarz, Tel. 0473 843 989 ANMELDESCHLUSS Mo, 17.11.2014

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REFERENT/IN Patrik Tschenett

TERMINE Fr, 28.11. – Sa, 20.12.2014 (jeweils Fr und Sa) UHRZEIT 19.00 Uhr – 21.00, insgesamt 8 Treffen ORT OSZ Mals Kursbeitrag 110 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 24.11.2014

Info – Anmeldung: Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr Details zu den Kursangeboten finden Sie auf www.gwr.it

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