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Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

Nr. 20 (211) 03.10.13 I.P. 9 Jg.

www.vinschgerwind.it

Oben Schnee unten Sand

Prad löst sich von der Ferienregion Ortlergebiet

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Thomas Lohse, Diplom Osteopath

Dr. med. S. Almasbegy


03.10.13

Inhalt

Vinschgerwind 20-13

/inhalt/ 3

Kommentar Prad geht im Tourismus eigene Wege - ohne Sulden, Trafoi und Stilfs Seite 6

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Glurns: Eigene und eigenartige Vorstellung von Demokratie

Kein Kolonialgebiet mehr

Seite 4

Laas/Eyrs: Der Etschdialog geht in die entscheidende Phase

Seite

4

Schlanders/Laas: Die Marmor-Giftzähne in den Gemeindeblättern

Seite

4

Mals: Gemeinderat beschließt Ausstieg aus Watles und Schwimmbad

Seite

5

Prad: E-Werk Prad erhält Auszeichnung von Legambiente

Seite

9

Finstermünz/Vinschgau/Landeck: Grenzüberschreitender Radweg

Seite 10

Stellungnahmen und Leserbriefe

ab Seite 11

Reschen: Die FF Reschen ist auch zu Wasser gerüstet

Seite 14

Menschen: Valeria Visintainer (102) - Von der Freude am Leben

Seite 16

Laas: Björn Bicker ist der Sieger des Franz-Tumler-Literaturpreises 2013

Seite 18

Vernagt/Stilfs/Kurzras: Vinschger Schafabtriebe

Seite 20

Glurns: Schützen tragen neue Gürtel

Seite 21

Der Vinschger Strom ist eine delikate Angelegenheit und der Vinschger Stromstreit ist legendär. Die Vinschger Stromkämpfer haben immer schon eine ganz andere Linie vertreten als die restlichen Gemeinden im Land und vor allem eine andere Linie als die Landesregierung. Den Stellenwert des Stromes, der Energie allgemein, hat man im Vinschgau früh erkannt. Der Vinschgau wollte nicht nur Mitsprache in Sachen Strom, sondern eine Beteiligung an den im Vinschgau liegenden E-Werken. Dieser Weg hat gute Gründe: emotionale, wirtschaftliche und soziale. „Der Vinschgau war bis vor wenigen Energie für den Jahren rechtloses Vinschgau Energie-Koloniallokal organisieren gebiet für nationale Konzerne. Die Beute war erklecklich. Der wirtschaftliche Schaden für die Vinschger Bevölkerung unermesslich.“ Solches und anderes mehr ist der mittig gehefteten Broschüre zu entnehmen. Das Vinschgauer Energiekonsortium (VEK), an dem auch alle Vinschger Gemeinden beteiligt sind, hat mit der Beilage zum heutigen Vinschgerwind eine Informationsinitiative fortgesetzt. Darin enthalten sind Rückblicke, Visionen, konkrete Probleme, Forderungen, Vorzeigemodelle. Die Vision, den „Vinschgau zum ersten Tal ohne fossile Brennstoffe zu machen“ lebt und sie wird beharrlich verfolgt. Der Vinschgau will nicht mehr Kolonialgebiet sein, auch nicht Kolonialgebiet, welches von Bozen aus ausgebeutet wird. Gelingen kann dies, wenn alle Akteure im Vinschgau weiterhin an einem Strang ziehen. Standpunkte | Marksteine | Kritikpunkte | Empfehlungen

Sonderthema: Bauen und Einrichten

ab Seite 28

Nationalpark Stilfserjoch: Die Geheimnisse des Ortler-Eises

Seite 38

Vinschgerwind Impressum info@vinschgerwind.it | redaktion@vinschgerwind.it | grafik@vinschgerwind.it | sport@vinschgerwind.it

Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732196 Esther Stricker: 333 45 10 025 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Elke Wasmund (ew), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Bruno Telser (uno), Renate Eberhöfer (re), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57

Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 150 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften

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Energiewirtschaft der Gegenwart und Zukunft Eine Informationsinitiative des Vinschgauer Energie Konsortiums

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4 /politik/

Vinschgerwind 20-13

Mehrwertssteuer

03.10.13

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

Seit 1. Oktober 2013 ist die Mehrwertssteuer (IVA) in Italien von 21 auf 22 Prozent erhöht worden. Mitten in der Regierungs-Krise rund um den unsäglichen Silvio Berlusoni.

Die Umfrage, in der Sie die schönsten Hochzeitsbilder bestimmen können, lassen wir noch bis zum 10. Oktober 2013 weiterlaufen. Wir fügen allderdings eine neue Umfrage hinzu. Herausfinden wollen wir, wie sich die VinschgerInnen in Bezug auf die Landtagswahlen 2013 verhalten werden. Das mögliche Wählerverhalten grundsätzlich interessiert nicht nur uns. Die Fragen gehen in diese Richtung: Wissen Sie schon, welcher Partei Sie Ihre Stimme geben werden? Geben Sie Weiß ab? Gehen Sie überhaupt wählen?

Schlanders/Laas

Laaser Hochwasserschutz

Giftzähne

S

chlanders und Laas lassen in Sachen Marmorabstransport in ihren jeweiligen Gemeindeblättern eine Medienschelte vom Stapel. In Schlanders ist es BM Dieter Pinggera, der beklagt, dass in den Presseberichten „vorwiegend Stimmen und Meinungen aus Laas zu lesen“ seien und er breitet dann über drei Seiten die Sichtweise der Schlanderser Verwalter aus. In 9 Punkten versucht Pinggera zu erläutern, warum „der Transport über die Schrägbahn aus Sicht der Gemeinde Schlanders keine definitive Lösung sein kann.“ Fast gleichzeitig spottet im Laaser „Blattl“ Georg Lechner über das „Vinschger Medienwirrwarr“. Es falle auf, dass im Athesia-Vinschger „immer wieder besonders viele Artikel veröffentlicht“ werden, „die der Straßenpolitik des Schlanderser Bürgermeisters A. Pinggera ... sehr wohlgesonnen sind.“ Der Vinschgerwind,

schreibt Lechner, sei bei seiner Berichterstattung „mehr für den Bahntransport.“ Tipp vom Vinschgerwind: Die Gemeindeblätter sollten - in diesem Fall - in den jeweils anderen Gemeinden ausgeteilt werden. „s’Blattl“ in Schlanders und die „Rundschau“ in Laas. (eb)

und Diskussionskultur

Laas - Das Wissen, dass Teile von Laas überschwemmungsgefährdet sind, ist alt. In Gefahrenzonenkarten festgehalten wurde diese Bedrohung im Rahmen des Projektes „Flussgebietsplan Oberer Vinschgau - Etsch-Dialog“.

In schwieriger Mission auf schwierigem Terrain: v.l: Amtsdirektor Mauro Spagnolo, Julius Staffler (Amt für Wildbach und Lawinenverbauung West), BM Andreas Tappeiner

von Philipp Trafojer

2

008 wurden immer im Rahmen des „Etsch-Dialogs“ Projektes für Laas erste konkrete Maßnahmen ergriffen. Die Gewissheit, dass für drei der Laaser Gebäude eine hohe, für 16 eine mittlere und für elf eine geringe Gefahr droht, zwangen dazu. Unter dem Arbeitstitel „Hochwasserschutz Laas“ wurde in einem Wettbewerb das Malser Ingenieurbüro „Patscheider & Partner“ mit der Aufgabe betreut, bauliche Maßnahmen zur Sicherung von Laas zu entwerfen. Am 24. September dieses Jahres erfolgte im Laaser Josefshaus die erste Präsentation der angedachten Maßnahmen. Am Podium vor etwas mehr als 30 Zuhörern begründeten Amtsdirektor Mauro Spagnolo und

Julius Staffler, beide vom Amt für Wildbach und Lawinenverbauung West, Walter Gostner von „Patscheider & Partner“ und Eva Ploner, die Kommunikationsbeauftragte des EtschDialoges, flankiert von Bürgermeister Andreas Tappeiner die zum Schutz von Laas nötigen Maßnahmen. Der größte Teil der Präsentation war den vom Malser Ingenieurbüro erarbeiteten Maßnahmen gewidmet. Ing. Walter Gostner erläuterte, dass es für Laas eine kleinere und eine weitläufigere Variante gäbe, die aber wegen des Widerstandes der Grundbesitzer kaum durchführbar sei. Auf jeden Fall notwendig seien aber bauliche Maßnahmen im Dorf, die Aufweitung der Etsch auf einem Kilometer, die Schaffung von durch Dämme begrenzten Retentionsflächen

in Teilen der Eyrser Au und im Falle von Jahrhunderthochwassern die Flutung landwirtschaftlicher Flächen. Am Ende der Präsentation warb Julius Staffler ausdrücklich um die noch ausstehende Zustimmung der Grundbesitzer und Pächter, ohne die das Projekt nicht realisiert werden könne. Dass er damit, jedenfalls an diesem Abend, noch nicht rechnen konnte, zeigten einige in der Diskussion folgende Stellungnahmen aus dem Publikum. Da ging es nicht nur um Wertminderung von Besitz und der „Frage der Verhältnismäßigkeit“. Es ging hauptsächlich um die Entscheidungshoheit von Vollversammlungen, um Fehlverhalten in Vergangenheit und Gegenwart, um Menschen, die gerne Bäume setzen würden, und das Fliegenfischen.


03.10.13

Vinschgerwind 20-13

/politik/ 5

Glurns

„Die freie Meinungsäußerung hat Grenzen“ D

ie freie Meinungsäußerung hat Grenzen. Wenn ein Rechtsverhältnis besteht, geht es nicht, wenn die Verwaltung öffentlich kritisiert wird. Ein Rechtsverhältnis schränkt die freie Meinung ein.“ Das sagte der Glurnser Gemeindesekretär Georg Sagmeister am vergangenen Montag im Glurnser Gemeinderat. Sagmeisters Sager bezieht sich auf den Rücktritt von Hans Oberthaler als Präsident von Glurns Marketing. Oberthaler hat sich öffentlich gegen eine mögliche Westumfahrung von Glurns gestellt. Ihm wurde dann im Stadtrat von BM Erich Wallnöfer das Vertrauen entzogen, klarer würde man sagen „die Kuttlen gewaschen“ und dann kam der unwiderrufliche Rücktritt. Der Gemeinderat setzte am Monat mehrheitlich kurzerhand Elisabeth Weisenhorn als Präsidentin und Michaela PircherMazagg als Verwaltungsrätin für Glurns Marketing ein. Die Umfahrungsdebatte sollte dann eine noch größere Dimen-

Im Glurnser Gemeinderat gab eine „halbe Bürgerversammlung“: Den erklärenden, debattierenden und argumentierenden Gemeinderäten saß eine stillschweigende Protestmenschenmenge gegenüber sion einnehmen. Zur Ratssitzung waren mehr als 30 BürgerInnen gekommen, vier Eingaben gegen den Beschluss Nr. 17 lagen vor. Mit diesem Beschluss hat der Gemeinderat im Juni für eine mögliche Trasse im Westen von Glurns optiert. Heftige Proteste branden seither auf und diese gipfelten vorerst mit Eingaben, Bemerkungen und Vorschlägen gegen jenen Beschluss. Wieder war es der Sekretär, der für die Verwalter vorerst die

Kohlen aus dem Feuer zu holen versuchte: Man habe über die Einsprüche zu befinden. Eine generelle Diskussion über den Beschluss werde es nicht geben. Es gab diese Diskussion trotzdem, auch wenn an der Bauleitplanänderung grundsätzlich nichts geändert wurde. Die vier Eingaben von Eigentümern sowie das von 120 Leuten unterschriebene geharnischte Protestschreiben, in dem die Frage nach Privatinteressen

der Verwalter aufgeworfen wurde, wurden vom Gemeinderat mit acht Stimmen abgelehnt, 6 waren dagegen. Albrecht Ebensperger war es dann, der eine Kompromissformel vorschlug: Die Vorarlberger Beraterfirma um Gerhard Reinalter solle in einer Bürgerversammlung über die Verkehrslage generell informieren. BM Erich Wallnöfer wollte das erst dann tun, wenn ein konkreteres Projekt vorliegt. (eb)

Mals

Wind-Leserfoto

Mals beschließt Ausstieg

Betteln ist grundsätzlich erlaubt

M

anche Beschlussvorlagen werden in Mals minutiös vorbereitet. Das Konzept für die Führung des „Pflanzgartens“ etwa. Benachteiligte Menschen sollen dort Arbeit finden. Im Rahmen des Interreg-Projektes „Diversicoltura“ sollen im Pflanzgarten, von der Vinschger Sozialgenossenschaft betreut, regionale Produkte verkauft und ein Leseraum eingerichtet werden. Eine von Peppi Stecher geforderte Wirtschaftlichkeitsrechnung konnte BM Ulrich Veith nicht vorweisen.

Andere Beschlüsse werden möglichst ohne viel Aufhebens über die Bühne gebracht. Etwa jener, dass die Gemeinde Schritte einleiten wird, aus der Touristik&Freizeit auszusteigen. Die 89,51 Prozent Beteiligung an Watles und Schwimmbad stehen demnach zum Verkauf. Erforderlich habe dieser Beschluss die Gesetzeslage gemacht, nach der Gemeinden aus Gesellschaften aussteigen müssen, die drei Jahre hintereinander Verluste geschreiben haben. Man hofft, so Veith, dass sich die Gesetzeslage ändern wird. Denn man sei auf gutem Wege, die Touristik&Freizeit auf eigene Füße zu stellen. Auf die Frage, was passiere, wenn man die Aktien nicht loswerde, sagte Veith, dann müsse die Gesellschaft liquidiert werden. (eb)

M

enschen dürfen andere Menschen an öffentlichen Orten auf ihre Notlage aufmerksam machen und sie um Hilfe bitten. Trotzdem wird immer wieder über teilweise oder allgemeine Bettelverbote diskutiert. Mitunter wird argumentiert, dass durch die Bettelverbote Bettler vor Ausbeutung durch mafiöse Strukturen geschützt werden sollen. Diesen kräftigen Mann, in würdeloser und unterwürfiger KnieEllenbogen-Lage beim stillen-aggressiven Betteln, habe ich in der Maria-Theresien-Straße in Innsbruck gesehen und reflexartig fotografiert. Text und Foto: Andreas Waldner


6 /Titel/

Vinschgerwind 20-13

03.10.13

Getrennte Wege Prad/Sulden/Stilfs. Die Prader haben einen eigenen Tourismusverein gegründet, sind aus der Ferienregion Sulden ausgetreten und wollen ab 1.1.2014 alleine durchstarten. Es sind 13 Jahre her, als die Tourismusvereine von Prad und Stilfs fusioniert sind. Man hat sich aufgrund von Fusionsgeldern zusammengetan. Zusammengewachsen ist man nicht. Prad hat nun offensichtlich den Ausstieg gefunden. von Erwin Bernhart

O

b das für das gesamte Gebiet gut ist, wird sich herausstellen müssen“, sagt der Präsident der Ferienregion Ortlergebiet Lukas Wallnöfer. „Aber“, fügt Wallnöfer hinzu, „wenn 90 Prozent der Mitglieder aus Prad diesen Weg gehen wollen, so müssen wir dies als Ferienregion akzeptieren.“ In Prad herrscht so etwas wie Aufbruchstimmung: Tatsächlich haben 80 bis 90 Prozent der Prader Tourismusbetriebe vor zwei Wo-

chen schriftlich ihren Austritt aus der Ferienregion Ortlergebiet eingereicht. Bei einer Vorstandssitzung wurden die Austrittsgesuche zur Kenntnis genommen. Und: Ein neuer Tourismusverein „Prad am Stilfserjoch“ ist im August notariell gegründet worden, die Vollversammlung hat den Ausschuss und dieser den Präsidenten bereits bestimmt. Präsident des neuen Vereines ist Alfred Karner, seines Zeichens Chef des Hotel Zentral und seit vorigem Jahr auch Besitzer des Garden Park Hotels. Seit April 2013 ist Karner auch HGV-Ortsobmann. Karner scheint mit seinen knapp 40 Jahren alles eher als ein Heißsporn. Besonnen trifft es wohl besser. Jedenfalls sind seine Ausführungen überzeugend und klar vorgetragen. Ihm zur Seite werden Fabian Rungg als Vizepräsident und Michael Nigg und Karin Wunderer als Ausschussmitglieder stehen.

sei, sagt Karner, das Vinschgau Marketing. Vinschgau Marketing mit seinem Direktor Kurt Sagmeistger habe, neben der SMG, die Aufgabe, Gäste ins Tal zu bringen. Mit der Bewerbung von Zielgebieten nach außen. Den Pradern sei vor allem der Sommertourismus wichtig. Die Bewerbung für den Sommer wurde bisher etwas vernachlässigt, sagt Karner. Die Betreuung der Gäste vor Ort, das sei wiederum Aufgabe des örtlichen Tourismusvereines. Das könne man stemmen, sagt Karner, mit eigenen Veranstaltungen, mit eigenen Ideen. Und wenn es einen Tourismusverein vor Ort gebe, gelinge die Zusammenarbeit mit Kaufleuten und anderen Betrieben und auch mit der Dorfbevölkerung möglicherweise besser als bisher, weil sich diese damit leichter identifizieren können. Mit diesen Argumenten, aber vor allem mit dem Argument, dass man die freiwillige AbgaKarner erklärt den Albe an den Tourismusverleingang der Prader mit ein auf Null reduzieren geänderten Rahmenbewill, hat eine Gruppe um Der Winter muss besser dinungen. Eine Polemik Karner die Prader Touribeworben werden wolle er auf gar keinen stiker überzeugt, den eiLukas Wallnöfer, Präsident der Ferienregion Ortlergebiet Fall. Da ist zum einen die genständigen Weg - ohne gesetzlich vorgesehene Sulden, ohne Trafoi und Ortstaxe, die ab 1. Jänner ohne Stilfs - zu gehen. 2014 der Gast bezahlen wird müssen. Die Selbst der Prader BM Hubert Pinggera, urOrtstaxe macht, so hat man es in Prad aussprünglich ein Befürworter des Miteinander gerechnet, rund 140.000 Euro im Jahr aus. in der Ferienregion Ortlergebiet, musste sich Mit Landesbeiträgen, Sponsorengeldern und aufgrund der überwältigenden Mehrheit anderen Einnahmen rechnen die Prader mit argumentativ entwaffnen lassen. Die freieinem Budget von rund 230.000 Euro im komwilligen Beiträge an den Tourismusverein menden Jahr 2014. Genug, um sich allein als bzw. an die Ferienregion Ortlergebiet sind Tourismusverein durchschlagen zu können. mit Sicherheit auch Auslöser für den PraDavon ist man jedenfalls überzeugt. der Alleingang. Denn die Ferienregion hat Eine zweite Begründung für den Alleingang in ihren Kreisen bislang einen freiwilligen Beitrag von rund 25 Prozent des bisherigen angedacht. „Dies könnte sich aber noch ändern“, sagt Wallnöfer. Auch weil man nicht Lukas Wallnöfer, Präsident der Ferienregion wisse, wie sich die Ortstaxe vor allem zeitOrtlergebiet: „Wir wollen uns nicht gegenlich organisieren lässt. In den Tourismusseitig schaden. Allerdings tut eine Trennung vereinen landauf landab wird seit Frühjahr dem Ortlergebiet nicht gut. Beide Tourisüber die Auswirkungen der Ortstaxe demusvereine werden geschwächt.“ battiert. Diese Ortstaxe (von 0,7 bis 1,3 Euro

Foto: Magdalena Dietl Sapelza


03.10.13

pro Übernachtung) soll von den einzelnen Betrieben an die jeweilige Gemeinde abgeführt werden. Von der Gemeindeverwaltung gelangt dann ein Teil davon zurück zu den Tourismusvereinen und ein Teil - 20 Prozent, wie es im Vinschgau ist, wird an Vinschgau Marketing überwiesen. Der zeitliche Ablauf dieser Prozedur ist bis dato nicht klar und auch deshalb Gegenstand von Diskussionen. Viele Vereine wollen sich finanziell durch die freiwilligen Beiträge absichern - auch um die Überweisungszeit überbrücken zu können. Sonst müssten wohl Kredite aufgenommen werden. In Prad gibt es diese Argumentation augenscheinlich nicht.

nach Verschleiß von mehreren Präsidenten ist man seit einigen Jahren sowohl finanziell insgesamt als auch mit zwei getrennten Bilanzen gut aufgestellt. Das sagen der ehemalige Ferienregionspräsident Heinrich Gapp und der jetzige Präsident Wallnöfer. Das bestätigt im Übrigen auch Alfred Karner. „Das, was die Prader in die Ferienregion eingezahlt haben, wurde auch wieder in Prad ausgegeben“, sagt Wallnöfer.

Was geschieht nun mit den bisherigen Gemeinsamkeiten? Mit dem gemeinsamen Internetauftritt? Mit dem Tourismusbüro in Prad? Mit Drucksorten, Hotelführer usw.? In diesen Punkten soll verhandelt werden. Es gibt auch Kritiker, die den Prader AlleinKarner: „Wir streben nicht eine vollkommene gang in Frage stellen. „Mit Speck fängt man Trennung an. Wir möchten eine sachliche Mäuse“, sagen diese. Die Aussicht auf völlige Ebene, um die technischen Details bespreBefreiung der freiwilligen Tourismusabgabe chen zu können. Der Trennungsprozess ist habe viele in Prad zum Schritt in die Eigennoch lange nicht abgeschlossen.“ ständigkeit bewogen. Dies gehe völlig gegen Wallnöfer sieht das vorläufig anders: „Zuden Trend. Kurt Sagmeister sagt, dass es aus erst ist eine gründliche Reinigung vonnöder Sicht des Gastes völlig unerheblich sei, ten. Eine saubere Regelung für die Trennung ob es einen eigenen Prader Tourismusverein muss stattfinden. Sonst hätt’ eine Trennung gebe. „Der Status quo wäre aus der Sicht des ja keinen Sinn. Ich glaube, mit dieser EinGastes und aus meiner Sicht besser gewestellung alle Mitglieder in der Ferienregion sen“, sagt Sagmeister. Wenn ein Miteinander Ortlergebiet vertreten zu können. Die Transallerdings nicht gehe, sei eine Trennung besparenz werden wir jedenfalls bis zum letzten ser. Wie bei einer Ehe. Sagmeister bringt die Tag, den 31.12.2013, aufrechterhalten.“ Trennungsgeschichte auf Die Prader bleiben bis den Punkt: „Der bisherige Jahresende Mitglieder Koordinationsaufwand mit allen Rechten und war wohl höher als der Pflichten. Erst mit gemeinsame Nutzen.“ Vor 1.1.2014 sind sie dann Der Sommer muss besser allem Sulden möchte amfrei und können mit beworben werden bitioniert in neue Projekte dem eigenen Verein Alfred Karner investieren - einen Natiodurchstarten. Präsident des Tourismusvereines Prad am Stilfserjoch nalpark-Höhenweg etwa, oder verstärkte WinterwerDer Austritt der Prabung - und benötigt dafür der aus der FerienreFinanzmittel. Auch deshalb ist weiterhin der gion Ortlergebiet bringt noch etwas durchfreiwillige Beitrag der Betriebe von enormer einander: Das mittlerweile etwas austarierte finanzieller Bedeutung. Trotz Ortstaxe. „Man Gefüge zwischen den Vinschger Tourismuswird den Wintersport, auch bei den Einheivereinen. Alle sind mit entsprechenden mischen, besser verankern müssen“, sagt Quoten an Vinschgau Marketing beteiligt. Lukas Wallnöfer. Das sei auch Aufgabe von Die Ferienregion Ortlergebiet hält mit 23 Vinschgau Marketing. Prozent die meisten Anteile. Auch weil sie In der Zielrichtung unterscheiden sich die mit rund 560.00 Nächtigungen pro Jahr die Prader vom Rest der Ferienregion Ortlernächtigungsstärkste Region ist. Gehen die gebiet. Die Prader wollen mehr in die SomPrader mit ihren rund 180.000 Nächtigungen merwerbung investiert haben - Sulden will aus der Ferienregion Ortlergebiet heraus, sich dem rückläufigen Wintertourismus mit bleiben noch 380.000 Nächtigungen in der verstärkter Werbung stellen. In Prad wird Wintersportgemeinde Stilfs mit seinem Zugdie Forderung nach mehr Sommerwerbung pferd Sulden. verständlich, wenn man sich die zwei gut gehenden Campingplätze - Kiefernhain und Die Anteile an Vinschgau Marketing müsSägemühle - in Erinnerung ruft. sen demnach neu geregelt werden. Ein Es sind die unterschiedlichen Vorstellungen mögliches Szenario entwirft Karner: Es im finanziellen Bereich, bei den Zielrichkönnte sein, dass Prad 8 Prozent Anteile tungen, beim Selbstverständnis eines Tourismusvereines überhaupt, die die Prader aus der Ferienregion drängen lassen. In der Ferienregion ist man überrascht und überAlfred Karner, künftiger Präsident des rumpelt worden. Im Jahr 2001 sind die Tou„Tourismusverein Prad am Stilfserjoch“: „Es rismusvereine der Gemeinden Stilfs und Prad formiert sich Neues und das Vorhandene fusioniert, Fusionsbeiträge haben gelockt, soll nicht Schaden nehmen. Der Impuls für man hat sich zusammenraufen müssen und den Alleingang von Prad ist die Ortstaxe.“

Vinschgerwind 20-13

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an Vinschgau Marketing erhält. Das sei noch Verhandlungsgegenstand und mache Kopfzerbrechen. Demzufolge würde die Ferienregion Ortlergebiet - dann nur noch aus dem Gemeindegebiet Stilfs bestehend - nur noch mit 15 Prozent beteiligt sein. „Durch den getrennten Weg verliert die Ferienregion Ortlergebiet an Schlagkraft“, sagt Lukas Wallnöfer. Wallnöfer meint primär den Auftritt nach außen, die Präsentation der Region mit dem Ortler, mit dem Stilfserjoch, mit dem Nationalpark, mit dem großen und traditionsreichen Skigebiet Sulden. Allerdings wird die Ferienregion Ortlergebiet, wenn es zu dieser Neuaufteilung der Quoten an Vinschgau Marketing kommen sollte, auch an Schlagkraft nach innen verlieren. Die Durchsetzungskraft für Wünsche, vor allem für die Ausrichtung von Werbemaßnahmen, im Vinschgau Marketing würde geschwächt.

Foto: Erwin Bernhart


8 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 20-13

03.10.13

Etschwerke AG in Zahlen

27.908 SüdtirolerInnen, die dauerhaft oder auch nur aus Studien- oder Arbeitsgründen außerhalb des Landes leben, können sich per Briefwahl an der Landtagswahl beteiligen. Diese Zahl steht nun, nach Ablauf der Meldefrist fest.

Die Etschwerke AG gehört zu den umsatzstärksten Unternehmen im Lande und erwirtschaftete im Jahr 2012 einen Umsatz von 869 Millionen Euro. Insgesamt produziert die Etschwerke AG 662 Gigawattstunden im Jahr an Energie, davon macht die Wasserkraft 447 Gigawattstunden aus. Rund 500 Mitarbeiter werden beschäftigt. Mit 8 Prozent ist die Etschwerke AG auch am Reschenstausee beteiligt.

von Albrecht Plangger

Meilensteine

D

ie Abschaffung der öffentlichen Parteienfinanzierung: Das italienische WahlVolk hat die Parteienfinanzierung schon einmal per Referendum abgeschafft, da die staatstragenden Parteien „schamlos“ in die Staatskasse gegriffen haben. Danach hat man einfach die Wahlkampfkostenrückerstattung eingeführt. Zuerst war man bescheiden, dann wurde es mehr, dann gab es immer öfter Wahlen und somit Rückerstattungen und schließlich hat man mit diesen Rückerstattungen die ganzen Parteikosten bestritten. Regeln gab es keine, (die macht das Parlament lieber bei den Bürgern als bei sich selbst) und somit ist es letztendlich vorgekommen, dass sich ein einzelner Parteikassier sage und schreibe 23 Mio. € auf die Seite schaffen konnte. Die Regierung Letta hat sich zum Ziel gesetzt, den „direkten öffentlichen Geldhahn“ für die Bezuschussung der Parteien zu schließen, es sei denn der „Wähler“ oder Bürger lässt der Partei etwas von seiner Einkommenssteuer zukommen (2 Promille - wie der Steuerzahler schon für die Kirchen oder gemeinnützige Vereine tun kann) oder er macht eine Schenkung an die Partei. Das beginnt beim ganz normalen Mitgliedsbeitrag von wenigen Euro bis zu einer Spende von € 5.000, wo die Absetzbarkeit 52% beträgt. Danach wird diese halbiert. Letztendlich kann bis zu 15% eines Parteienhaushalts von einer einzelnen Person kommen, erst ab 2016 wäre die Höchstgrenze bei 300.000 € angesetzt (Berlusconi lässt grüßen). Es wird fleißig debattiert und gestritten, aber niemand weiß, ob es nicht doch einen geheimen Pakt gibt, „alles beim Alten zu lassen“. Vor den Wählern tut man so, als ob man täte, man hat ja mit dieser Sache ordentlich Wahlkampf betrieben. Man spielt auf Zeit. Das Gesetz muss auch noch in den Senat und dort sind die Mehrheiten unsicherer.

Ein völlig neues Markenzeichen und 50 Jahre Kraftwerk Naturns: Das größte Energieunternehmen des Landes, die Etschwerke AG, blicken zurück und gehen selbstbewusst in die Zukunft.

Foto: Erwin Bernhart

Rom-Info ins Tal

Foto: Erwin Bernhart

Drei Mandate im Ausland

Mit neuem Markenzeichen und mit Selbstbewusstsein blickt die Etschwerke AG in die Zukunft; in der Naturnser E-Werkszentrale v.l.: Toni Gögele, Clara Martone, Claudia Chisté, BM Andreas Heidegger, Siegfried Tutzer, BM Karl Josef Rainer, Massimiliano Sturaro , BM Luigi Spagnolli, BM Günther Januth, Generaldirektor Nicola Calabró, VizeBM Giorgio Balzarini und VizeBM Klaus Ladinser

von Erwin Bernhart

D

as leistungsmäßig größte Kraftwerk (175 Megawatt) des Landes ist jenes von Naturns, welches vom Wasser aus dem Schnalser Stausee gespeist wird. Das Kraftwerk ist auch Herzstück der Etschwerke AG, weil es mit 300 Millionen Kilowattstunden pro Jahr den größten Teil des von den Etschwerken produzierten Stroms (insgesamt 447 Millionen kWh) ausmacht. Weil das Kraftwerk vor 50 Jahren erbaut worden ist, haben die Verantwortlichen der Etschwerke AG (zu je 50 Prozent im Besitz der Gemeinden Meran und Bozen) am Montag vor einer Woche ausgewählt, um einen Blick zurückzuwerfen und vor allem auch mit einem neuen Markenzeichen in die Zukunft zu starten. Mit rund 175.000 Kunden ist die Etschwerke AG, 1893 also vor 120 Jahren gegründet, landesweit der größte Energieakteur, der in der Vergangenheit wesentlich für die wirtschaftliche Entwicklung in den großen urbanen Zentren beigetragen hat. Der Bozner VizeBM Klaus Ladinser brachte die Rolle, die die Etschwerke AG auch in Zukunft spielen wollen wie selbst-

verständlich auf den Punkt: ���Die Etschwerke können nicht darauf verzichten, eine wichtige Rolle zu spielen.“ Eine Lösung im Stromstreit wünschten sich alle Verantwortlichen. „Klare Rahmenbedingungen für einen korrekten Wettbewerb“, forderte Merans BM Günther Januth. Auf die gesellschaftspolitische Dimension wies der Etschwerke-Präsident Massimiliano Sturaro hin. Die Etschwerke haben 2012 30 Millionen Euro an Dividenden an die Gemeinden Meran und Bozen ausgeschüttet und 33 Millionen Euro an Steuern abgeführt. Die BM von Naturns und Schnals, Andreas Heidegger und Karl Josef Rainer mahnten, rückblickend auf die gute Zusammenarbeit, eine weitere „dynamische“ Zusammenarbeit für die Zukunft an, bei Lärmproblemen in Naturns etwa, bei der Wasserversorgung für die Bauern in Schnals. Generaldirektor Nicola Calabrò stellte dies in Aussicht, man solle das E-Werk als Teil des Territoriums sehen. Das neue Logo, welches der zweite feierliche Anlass war, verbindet unter dem Kürzel „aew“ die italienische und die deutsche Firmenbezeichnung „Azienda Energetica Etschwerke“.


03.10.13

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/Wirtschaft/ 9

Prad

„Wir sind stolz auf unsere Energiestrukturen“ D

ie Gemeinde Prad deckt den Energiebedarf zu 100 Prozent eigenständig mit erneuerbaren Energieträgern. Strom und Wärme werden in vier kleinen Wasserkraftwerken, in Photovoltaik-Anlagen und zwei mit einheimischer Biomasse befeuerten Fernwärmeheizwerken produziert. Die Fäden laufen im genossenschaftlich geführten E-Werk (gegründet 1925) unter der Verantwortung von Georg Wunderer zusammen. „Ihm gilt unser Dank“, betonte BM Hubert Pinggera kürzlich vor Vertretern der italienischen Umweltorganisation Legambiente, im neuen Gemeindehaus in Prad. „Georg Wunderer hat seine Visionen seit den 1980er Jahren konsequent umgesetzt. Wir sind stolz auf unsere eigenständigen Energiestrukturen, und wir profitieren durch günstige Preise“, lobte BM Hubert Pinggera. Die Delegation von Legambiente hatte ein italienweites Besichtigungsprogramm in Toblach und Prad gestartet, als Teil des EU-Projektes „100% RES Communities“, finanziert von „Intelligent Energy Award 2013“. Von den 27 von Legambiente 2013 in Italien erhobenen „Comuni rinnovabili“ liegen immerhin 19 in

v.l.: Kammer-Abgeordneter Albrecht Plangger, Georg Wunderer, Luis Alonso Lilo, Katiuscia Eroe (von Legambiente) und Rudi Rienzner (vom Landes-Energieverband)

Südtirol. Prad hat in Vergangenheit bereits mehrere Auszeichnungen von Legambiente erhalten und 2010 die „Champions League für erneuerbare Energien“ gewonnen. Und es ist deshalb kein Zufall, dass die Besichtigungstour hier begonnen hat. Dem E-Werk und der Gemeinde Prad wurden Tafeln übergeben, die auf die Selbstversorgung durch erneuerbare Energien hinweisen. „Es ist kaum zu glauben, was in Prad passiert ist“, erklärte Katiuscia Eroe. „Prad mit der genos-

senschaftlichen Energieversorgung ist ein Musterbeispiel, das eindrucksvoll aufzeigt, wie man im Bereich erneuerbarer Energie nachhaltig und effizient wirtschaften kann. Das soll andere Gemeinden anregen, diesen Weg zu gehen und sich von den fossilen Brennstoffen zu verabschieden.“ Die von Legambiente vergebenen Auszeichnungen an Südtiroler Gemeinden stützt die energiepolitische Vision des Südtiroler Energieverbandes SEV. (mds)

Nr.

1

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Nr.

10

PEPPI STECHER

www.die-freiheitlichen.com www.facebook.com/diefreiheitlichen

Nr.

18

ANDRÈ PIRHOFER

Auftraggeber: Die Freiheitlichen (Freiheitliche Partei Südtirol) vertreten durch Obfrau L. Abg. Ulli Mair

System brechen. Freiheitlich wählen! Nr.

2

ULLI MAIR


10 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 20-13

03.10.13

Altfinstermünz/Vinschgau/Bezirk Landeck

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Radabschnitt in der „Terra Raetica“ eröffnet

Übergabe des Radweg-Teilstückes mit den Vertretern des GWR in Spondinig

M

it der Eröffnung des Radwegabschnittes auf der „Via Claudia Augusta“ vom Schalklhof bei Pfunds zur Klause Altfinstermünz ist kürzlich am „Tag der Europäischen Zusammenarbeit“ ein weiterer Baustein im grenzüberschreitenden Projektfeld von „Terra Raetica“ gesetzt worden. (Kostenpunkt für das Teilstück rund

800.000 Euro). Nun muss nur noch die Lücke Altfinstermünz-Nauders geschlossen werden. (Veranschlagter Kostenpunkt für diese bereits geplante aufwändige TrassenFührung 3,5 bis 4 Millionen Euro). Dann kann die Radstrecke „Via Claudia Augusta“ über den Reschenpass ungehindert befahren werden. Dem Radtourismus wird seitens

der „Terra Raetica“ Verantwortlichen große Bedeutung beigemessen. Und die Zahlen unterstreichen das: In diesem Jahre sind bisher von der Messstation in Fließ/Urgen 27.000 Radfahrer gezählt worden, bei Mals sogar 130.000. Zur Eröffnung des neuen RadTeilstückes waren politische Vertreter von diesseits und jenseits der Grenze mit ihren Fahrrädern zur alten Zollstation nach Altfinstermünz gekommen. Dort konnten sie sich über die 41 Groß- und die 53 Kleinprojekte im Zeitraum von 2007 bis 2013 informieren, die vom Interreg-Rat „Terra Raetica“ in den Bereichen Kultur, Natur, Landwirtschaft, Tourismus und vielem mehr angeregt und vorangetrieben worden sind. (Projektvolumen: 13,1 Millionen, EU- Förderungen von 9,7 Millionen). Der Interreg-Rat „Terra Raetica“ setzt sich aus Vertretern des Vinschgaus, des Engadins und des Bezirkes Landeck zusammen und war vor sechs Jahren aus der Taufe gehoben worden, um Entwicklungen im Dreiländereck grenzüberschreitend zu fördern. Die Fäden im Interreg-Rat „Terra Raetica“ im Vinschgau ziehen die Vertreter der Bezirksgemeinschaft und jene der Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung GWR in Spondinig. (mds)

Gegendarstellung zur Rubrik „Aus dem Gerichtssaal“ - Schlanders ist anders

„Schlanders ist wirklich anders“ Der Bericht „Aus dem Gerichtssaal – Schlanders ist anders“ darf aufgrund völlig falscher Darlegung der Tatsachen nicht unwidersprochen bleiben! Rechtsanwalt Tappeiner Peter bezeichnet die Berichterstattung in Sachen Marmor „zumeist einseitig und oberflächlich“, überbietet selbst jedoch mit seiner eigenen Oberflächlichkeit alles bisher Berichtete: 1. Völlig frei erfunden und diskreditierend ist die geäußerte Vermutung, die Gemeinde Schlanders hätte bis heute die alljährliche Angleichung der Entschädigung an die Schwankungen der Lebenshaltungskosten nie verlangt. Tappeiner spricht in diesem Zusammenhang von einem Verlust für die Gemeindekasse von über 400.000 Euro, von Großzügigkeit und von schwer verständlicher Klage über die hohen Transportkosten. Dies alles entspricht nicht der Wahrheit! Die Gemeinde Schlanders hat die genannte Aufwertung immer verlangt und kassiert zur Zeit für Pachtschilling und Transport samt Aufwertung Euro 249,50/ m3. Eine einzige Anfrage bei der Gemeinde hätte genügt! Es ist mir völlig unverständ-

lich, wie man solch gravierende Vorwürfe ohne jegliche Überprüfung äußern kann und damit das Ansehen der Gemeindeverwaltung verletzt! 2. Rechtsanwalt Tappeiner unterstellt der Gemeinde Schlanders weiter Untätigkeit in Zusammenhang mit der Verpflichtung des Konzessionärs, 95% der abgebauten Blöcke in eigenen Betriebsstätten verarbeiten zu lassen. Tatsache ist, die Göflaner Marmor GmbH hält diese vertragliche Bestimmung ein! Die Verarbeitung bezieht sich sowohl auf Fertigprodukte für den lokalen Markt als auch auf Halbfertigprodukte in Form von Unmaßplatten, Tranchen und zugeschnittenen Blöcken für den „Export“ nach Italien und ins Ausland. Wie vertraglich vorgesehen erbringt der Konzessionär jährlich den Nachweis, dass 95% wie oben beschrieben verarbeitet worden sind. 3. Selbst die von Tappeiner angeführte Anzahl der Arbeitsplätze entspricht nicht der Wahrheit; die Göflaner Marmor GmbH bietet derzeit 12 Angestellten sowie 5 selbständigen Mitarbeitern einen Arbeitsplatz. 4. Auch die abschließende Bemerkung,

der Gemeinderat hätte bisher überhaupt kein Wort über die ganze Geschichte verloren, ist völlig aus der Luft gegriffen. Abgesehen davon, dass ich als Bürgermeister den Gemeinderat in jeder Sitzung über den aktuellen Stand der Dinge informiere, hat der Gemeindrat in dieser Amtsperiode mindestens bereits viermal zum Thema befunden, wie jeder Interessierte selbst auf der Internetseite der Gemeinde nachvollziehen kann. Mit dem letzten Beschluss Nr. 18 vom 18.04.2013 hat der Gemeinderat einstimmig (!) nochmals den Marmorbruch „Mitterwandl“ als wesentliche Einrichtung der Marktgemeinde Schlanders definiert. Mir bleibt nur zu hoffen, dass die anderen Berichte aus dem Gerichtssaal besser recherchiert sind! Gott sei Dank ist Schlanders wirklich anders als berichtet. Der Bürgermeister Dieter Pinggera


03.10.13

Von wegen... Herr Günther Wallnöfer sollte hier mal was richtigstellen! Von wegen… auf der Flucht! Frage – ob es wohl absichtlich ist, seinen eigenen Grund - Feld zu tauschen, um einen anderen neben einer Obstanlage zu erwerben? …damit so die Möglichkeit besteht eine Heu – Grumet Probe zu machen? Kaum zu glauben, dass auf diese Art und Weise Nachbarstreit zu lösen ist! Ehrlichkeit währt am längsten! Patrizia Gunsch, Mals

Verantwortung für die Folgen Als langjähriger Gast in Langtaufers, der im Übrigen nicht befragt wurde, wie viele andere Gäste auch, sehe ich mich veranlasst, zum Thema Anbindung ans Kaunertal Stellung zu beziehen. Die erste Frage die sich mir aufdrängt, ist die nach dem Interesse der Kaunertal AG, das sie mit dem Bau der Seilbahn verfolgt. Zwei Gründe drängen sich auf. Zum einen geht es um einen Zugang zum Skigebiet Kaunertal, der Maut frei und sicherer ist als die jetzige Straße. Zum anderen will man mehr Gäste in das Skigebiet ziehen. Dieses würde aber zu Lasten der Skigebiete von Watles bis Nauders gehen und hier zu entsprechenden Mindereinnahmen führen. Langtaufers hätte dadurch jedoch zunächst lediglich mehr

Vinschgerwind 20-13

Verkehr und einen Parkplatz in der Gestaltung und flächenmäßigen Größe wie etwa in Nauders, Schöneben oder im Schnalstal. Ob damit jedoch ein wirtschaftlicher Erfolg verbunden wäre, ist in meinen Augen mehr als fragwürdig. Die Skifahrer, die auf diesem Wege ins Skigebiet Kaunertal kommen, werden abends, wenn sie wieder ins Tal kommen, in ihre Autos steigen, bestenfalls in den Ski Bus, und in ihre Quartiere fahren wo sie entweder Halbpension haben oder dann vor Ort essen gehen. Nun verspricht man sich in Langtaufers davon mehr Gäste, die im Tal wohnen. Auch dieses scheint mir ein Trugschluss zu sein, denn schon heute ist das Tal in den Kernzeiten Weihnachten, Fasching und Ostern ausgebucht und viel Platz ist z.Z. nicht mehr, um neue Quartiere zu bauen. Es bleibt also nur die sogenannte Zwischensaison. Hier verspricht man sich ebenfalls höhere Gästezahlen. Auch dies scheint mir eine falsche Annahme zu sein, da sich die Gesamtzahl der Menschen, die in dieser Zeit Urlaub machen können, nicht zu steigern ist. Dies liegt zum einen daran, dass in Europa die sogenannte Alterspyramide stetig anwächst und zum anderen daran, dass die reale Kaufkraft in ganz Europa sinkt. So bleibt eigentlich nur der harte Konkurrenzkampf mit den übrigen Skigebieten, auch mit den in Billiglohnländern, und der funktioniert nur mit dem Marktmecha-

/leserbriefe/ 11

nismus des „bunter-schriller-billiger“ und dieser Mechanismus entfaltet letztlich eine zerstörerische Dynamik, weil jeder sich im Kampf um die Gäste immer neue Methoden einfallen lässt, um noch billiger und schriller zu sein. Es gibt noch eine weitere Gefahr, die ich glaube zu sehen, es ist die Gefahr, dass große Tourismuskonzerne und Hotelketten, wenn sie ein Geschäft wittern, ins Tal drängen. Dabei erzeugen sie auf die Politik so viel Druck durch das Versprechen von mehr Arbeitsplätzen und höheren Steuermehreinnahmen, dass auch in Langtaufers die Tourismuszone sehr schnell ausgedehnt wird. Dieses Versprechen wird jedoch, wie die Erfahrung zeigt, im großen Ganzen nicht eingehalten. Denn Lohndumping und geschickte Steuervermeidung gehören hier zum alltäglichen Geschäft. Man kann das alles wollen, aber man muss dann auch bereit sein, die Verantwortung für die Folgen zu übernehmen und sie nicht auf Dritte abzuschieben. Meines Erachtens sollte die Entwicklung im Tal auf dem Weg eines sanften und nachhaltigen Tourismus erreicht werden. Hierzu sind jedoch Kreativität, Kompetenz und Zuverlässigkeit zwingend erforderlich und darüber hinaus erfordert dies die Grenzen unterschiedlicher Ansichten nachrangig zu sehen und ein weitgehend gemeinsames Handeln zu gestalten. F.-W. Botterbusch, Köln

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Titelgeschichte letzte Ausgabe Vinschgerwind Ob vermeintliche Reservespieler zum Einsatz kommen, haben die Wählerinnen und Wähler in der Hand. Im Übrigen schließe ich mich meinem streitbaren Wipptaler Kollegen und Fußballtrainer Klaus Schuster an, der in einem ff-Leserbrief festhält: „Die Anzahl derer, die sich in der Südtiroler Gesellschaft wie Reservespieler fühlen, hat sich in den letzten Jahren konstant erhöht. Dazu gehören fast alle Lohn- und Gehaltsempfänger, die nicht auf Führungspositionen sitzen, und generell alle, die nicht vom System Südtirol profitiert haben. Also diejenigen, die als Steuerzahler nach den Wahlen für die Schadenersatzforderungen beim SEL-Skandal zur Kasse gebeten werden.“ Martin Daniel, Landtagskandidat der Grünen

Stellungnahme zum Leserbrief der Initiative Zukunftssicherung Obervinschgau Reschenpass vom 22.08.2013: Es ist in Ordnung, dass man sich einsetzt und Recht fordert. Es ist in Ordnung, Unrecht aufzuzeigen. Es ist wichtig, dass sich Bürgerinnen und Bürger Sorgen und Gedanken um die Zukunft machen und sich dafür einsetzen. Es ist auch normal, dass es unterschiedliche Ansichten über die verschiedenen Möglichkeiten der Entwicklung gibt. Es ist natürlich, dass in einer Diskussion unterschiedliche Ansichten vertreten werden, so verschafft man sich neue Blickwinkel und Perspektiven, die einer besseren Zukunft von Nutzen sein können. Es ist aber absolut nicht in Ordnung, wenn man zu unehrlichen Mitteln greift. Unehrlich ist, wenn man Tatsachen verfälscht oder nur teilweise bzw. sinnverfälschend wiedergibt. Ich möchte in dieser Stellungnahme keine Wertung der vorgeschlagenen Möglichkeiten vornehmen, jedoch auf eklatante Ungereimtheiten hinweisen bezüglich der Äußerungen zur Aktionärsversammlung der Haider AG. Bezüglich der Tagesordnung, die scheinbar vom Bürgermeister (BM) einseitig verfälscht worden ist, ist anzumerken, dass die Befürworter

03.10.13

der Kaunertalvariante die Tagesordnung schon zu Beginn der Sitzung verändert und um einen Punkt erweitert haben. Was zu drei Ergebnissen führt. Erstens konnte der BM den einzigen Tagesordnungspunkt gar nicht verhindern, da es ja mittlerweile zwei gab. Zweitens ist es wohl nicht zu viel verlangt, anderen das zuzugestehen, was man für sich selbst beansprucht hat, nämlich die Änderung der Tagesordnung. Drittens wurde eingangs die Tagesordnung über Handzeichen geändert, also sollte das nachher auch kein Problem mehr darstellen. Weiters möchte ich mich zum sehr schwerwiegenden Vorwurf eines undemokratischen Vorgehens äußern. Demokratiepolitisch ist es die Pflicht der Gemeinde, die Interessen und das Wohl der Allgemeinheit zu vertreten, auch auf die Gefahr hin, dass einige damit nicht einverstanden sind. Es wäre äußerst fragwürdig und bedenklich, wenn sich die Gemeinde als Hauptaktionär nicht in die Belange einmischen würde, die die wirtschaftliche Zukunft des oberen Vinschgaus betreffen. Wenn es einige auch nicht verstehen wollen, so ist die Gemeinde nicht nur für eine Interessensgruppe oder einen Teil der Aktionäre zuständig. Den BM als undemokratisch zu bezeichnen, nur weil man sich und seine eigenen Interessen nicht vertreten fühlt ist also nicht in Ordnung. Undemokratisch wäre es gewesen, wenn er sich nicht einmischen würde. Fortfahrend muss ich feststellen, dass man dem BM vorwirft, dass er keine „Delega“ hatte. Nun bevor man sich zu Anschuldigungen hinreißen lässt wäre es vorteilhaft, sich zu informieren. Am Anfang einer jeden Legislatur wird der BM mit allen Befugnissen ausgestattet, die dann für die Dauer der Legislaturperiode gültig sind, also auch für Aktionärsversammlungen. Noch weiter ist anzumerken, dass dem BM tatsächlich und öffentlich ein Aufschub zugesagt wurde und dies bei der Aktionärssitzung auch von Befürwortern der Kaunertalvariante bestätigt wurde. Der Gemeinde Aufschub zu versprechen und gleichzeitig anderen ein Ultimatum zu stel-

len, sind äußerst fragwürdige Methoden. Man kann nicht wegreden, was tatsächlich so passiert ist. Folgerichtig wäre also die Feststellung, dass wer zu unlauteren Mitteln greift, es letztens auch selten ehrlich meint. Der Punkt ist der, dass es um die wirtschaftliche Entwicklung und Zukunft des oberen Vinschgaus im Allgemeinen und um den Erhalt bzw. den Ausbau der Haider Alm und Masebens geht. Eines vorweg, die Geister scheiden sich nicht am Ziel, sondern ausschließlich an den Mitteln und Wegen dahin. Keine Mittel sind auf alle Fälle Zwietracht, Streit, Halb- Unwahrheiten, Unterstellungen und gegenseitige Anschuldigungen, von welcher Seite auch immer. Also wäre es doch sinnvoll, dies zu unterlassen, da es letztlich genau das Gegenteil von dem bewirkt, was uns allen am Herzen liegt, nämlich die wirtschaftliche Zukunft des oberen Vinschgaus. Alle Möglichkeiten sollen geprüft und überprüft werden, genau, objektiv, realistisch und im Interesse der Allgemeinheit. Da es um die Zukunft geht, wie man in Leserbriefen unermüdlich feststellt, sollte man Genauigkeit und Umsicht walten lassen und immer eine gesunde Portion Vorsicht und Skepsis. Vor allem aber sind Entscheidungen, die unter Zeitdruck gefällt werden, häufig überstürzt, deshalb sollte man sich die Zeit, die notwendig ist, nehmen. Was wäre zu tun? 1. Die realistischen, schriftlichen und rechtsgültigen Angebote prüfen. 2. Transparent und objektiv die Möglichkeiten kommunizieren. 3. Alle Interessensgruppen miteinbeziehen. 4. Eine Entscheidung treffen und zwar, ohne fahrlässig zu werden, schnellstmöglich. Dies ist meine Meinung und soll nicht als Vorwurf, sondern als Anregung verstanden werden. Dazu stehe ich. Noggler Theo St. Valentin a. d. Haide

Umdenken Bei uns in der Schweiz nimmt die Zahl der Senioren am Lenkrad stetig zu, deren Leistungsfähigkeit im Verkehr dagegen tendenziell

ab. Nach heutigem Modell muss sich ein Lenker in der Schweiz ab 70 jedes zweite Jahr einem medizinischen Check unterziehen, um seinen Ausweis behalten zu können. Man muss sich das einmal vorstellen: Wer heute über 80 Jahre alt ist, hat den Führerschein in den 1950er-Jahren gemacht, gehört sozusagen zur ersten Generation, in welcher der Führerausweis zu etwas Selbstverständlichem wurde. Ein Umdenken in der heutigen Zeit wäre angesagt. Man ist sich der Problematik von Rentner am Steuer stärker bewusst. Genau aus diesem Grund sollten ältere Menschen einen Gesundheitscheck machen und ab 80 gar nicht mehr Auto fahren, da die Fahrtauglichkeit unter den heutigen Anforderungen nicht mehr gegeben ist. Kaum eine Bevölkerungsgruppe wächst so schnell wie die der über 75-Jährigen. Dabei sind viele in dieser Altersgruppe gesundheitlich eingeschränkt. Sie stehen unter Medikamenteneinfluss, sehen schlechter, reagieren langsamer, d.h. die Reaktion ist sprichwörtlich lebensgefährlich geworden und gibt zu denken! Wenn jemand nun sagt, das sei eine Diskriminierung der Älteren, ist meiner Meinung nach schlicht fahrlässig. Schaut doch einmal wie diese Menschen nur schon Mühe haben mit dem Ein-oder Ausparkieren oder gar das Verhalten auf Autobahnen. Dass diese Menschen von sich aus erkennen würden, dass ihre Fahrtüchtigkeit eingeschränkt ist, kann man vergessen. Sie glauben mit absoluter Überzeugung, sie seien nach wie vor unfehlbar, denn wer gibt schon freiwillig die Freiheit auf, die ihm das Auto gewährt? Ja, ab 80 keinen Führerschein mehr zu haben mag hart sein, aber es geht einzig und allein darum, jenen Menschen, die nicht mehr zuverlässig am Straßenverkehr teilnehmen können, dieses auch aufzuzeigen. Auch wenn jemand unter Demenz leidet oder sonst welche Gebrechen hat, ist das heute noch kein Grund, das „Billett“ freiwillig abzugeben. Auch bei den Ärzten hat die Schweigepflicht Vorrang. Entweder der betroffene Autofahrer meldet sich freiwillig bei der Behörde, oder er kurvt krank und unbehelligt durch die Straßen. Fazit: Schließlich geht es auch darum, diese Menschen zu schützen! Giacumin Bass, Müstair


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/Impressionen/ 13

Farbenzauber. Irgendwann fällt der erste Schnee in der Höhe, dann wahrscheinlich schneit es auch tiefer und schenkt der herbstlichen Pracht eine zusätzliche, vergängliche Note. Dann kommt der Winter. Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it


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Buchvorstellung

Ungewöhnliches im Atelierhaus G.A.P. Glurns

„Wahnsinn:Leben - Markus ist Bluter, HIV-infiziert, blind“ - Buchvorstellung von Markus Telser und Christine Losso am Samstag, 19. Oktober in Schluderns ab 20.00 Uhr.

Am 5. Oktober 2013 geschieht im Atelierhaus G.A.P. Ungewöhnliches. Zum Tag der zeitgenössischen Kunst geben die jungen Künstler des Atelierhauses Einblick in ihr privates Leben, obwohl sie physisch gar nicht anwesend sein werden. Jeder der Kreativen wird sich an einem spezifischen Ort in Südtirol/ Europa aufhalten, wo er/sie aus Studien, Berufs- oder persönlichen Gründen zu tun hat. Das Life Streaming wird im leeren Atelierhaus G.A.P projiziert, wo diese Gruppe von Künstlern für gewöhnlich physisch anwesend und aktiv ist. Life Streaming von 17.00 bis 22.00 Uhr.

Auch zu Wasser gerüstet Reschen - Die freiwillige Feuerwehr von Reschen ist mit einem neuen Wasserrettungsboot ausgerüstet. Die Aufgaben und Problemstellungen am Reschensee nehmen mit der veränderten Nutzung laufend zu. Nun ist man im Oberland gut ausgestattet. von Andreas Waldner

Foto: Andreas Waldner

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hre neueste Anschaffung ist ein Wasserrettungsboot - das einzige im gesamten Feuerwehrbezirk Obervinschgau. Es wurde am Sonntag (22.09.) im Rahmen einer schlichten Feier vom Pfarrer Siegfried Pfitscher gesegnet und der Rettungscrew übergeben. „Obwohl unser altes Rettungsboot bereits 26 Jahre alt war, haben wir lange überlegt, ob wir ein neues Boot in den Dienst stellen sollen“, erzählt Feuerwehrhauptmann Hubert Schöpf. „Doch der Wasserverkehr auf dem See und damit die Aufgaben auch für die Feuerwehr nehmen immer mehr zu.“ Das Rettungsboot von der Firma Mancini sei auf den individuellen Bedarf angepasst gebaut worden. „Quasi come un vestito su missura“ sagte Herr Mancini, der persönlich zur Feier gekommen war. Die Anschaffung sei nur möglich gewesen, weil sich der Landesfeuerwehrverband gemeinsam mit dem Bezirksverband mit 58%, die Gemeinde Graun mit 37 % und die FF-Reschen mit 5% an der Finanzierung des Schiffes und der Ausrüstung beteiligt haben. Allein das Boot mit Anhänger kam auf 92.000 € zu stehen. 16.000 € kostete die Ausrüstung der 12 Rettungsmänner. Die Spesen und die Durchführung für die Zulassung des Anhängers hat die Firma Kofler-Fahrzeugbau übernommen. Das Rettungsschiff ist 10 Meter lang und 2,5 m breit. Mit einem 200 PS-Motor ausgestattet, ist es für insgesamt 10 Personen zugelassen. Aus Sicherheitsgründen

ist das Rettungsfahrzeug nicht mit einem Propeller-, sondern mit einem Jetantrieb ausgestattet. Das Wasserstrahl-angetriebene Boot wird durch eine bewegliche Düse (Vektorsteuerung) in die Richtung gedreht, in der der Wasserstrahl austritt. Beim Rückwärtsfahren wird eine Schubumkehrklappe betätigt, die den Wasserstrahl nach unten vorne ablenkt. Dadurch ist das Boot auch bei langsamster Fahrt äußerst wendig. Die Wasser- und Eis-Rettungscrew von Reschen setzt sich aus 12 FF-Männern zusammen. 7 davon sind im Besitze eines entsprechenden Bootsführerscheines, den sie unter großem finanziellen und zeitlichen

Aufwand in Riva del Garda erworben haben. Die Mannschaft ist mit modernsten Trockenanzügen, rutschfesten Schuhen, Sicherheitswesten und Sicherheitsgarnituren mit Helm ausgestattet, mit denen sie ganzjährig und bei jeder Temperatur ins Wasser steigen können. Durch eine enge Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr BZ bildet sich die Mannschaft theoretisch und praktisch weiter. Im Winter werden die Wasserengel einen weiteren Rettungsschwimmkurs besuchen. „Es ist einfach ein gutes Gefühl zu wissen, dass wir da Mander haben, die gut vorbereitet, ausgebildet und ausgestattet sind für den Fall der Fälle. Das tut al-

len gut, die mit den Seen in Verbindung kommen und vor allem jenen, die Verantwortung dafür tragen“, sagte Gemeindereferent Franz Prieth bei der Feier. Bezirkspräsident Manfred Thöni hingegen stellte fest: „Ein Boot segnen und übergeben ist eine Rarität“ und fährt weiter: „Uns ist es nun gelungen, die Leute entsprechend auszurüsten. Aufgrund der großen Aktivität und verschiedener Vorkommnisse auf unseren Seen und Gewässern, sei es im Sommer wie im Winter, haben wir die Investition befürwortet und unterstützt. So kann gut und gezielt geholfen werden. Ich wünsche aber, dass das Rettungsboot möglichst selten zum Einsatz kommt.“


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/Lokales/ 15

Schluderns/Vinschgau/Altenried

„Schwabenkinder“ sorgen für Kulturaustausch D

links: die „Storchenmusi“; rechts: die „Obervinschger Gstanzlsänger“ im Vintschger Museum und Geschichten zwischen dem Vinschgau und dem Schwabenland“, so lautete das Motto der Veranstaltung, zu der der Präsident des Museumsvereines Kristian Klotz zahlreiche Interessierte begrüßen konnte. Es spielte die neu gegründete Vinschger Gruppe „Storchenmusi“ (benannt nach Alois Federspiel, genannt Storcha Lois) unter der Leitung von Gernot

Niederfriniger und es sang das frisch-freche Duo „Obervinschger Gstanzlsänger“ Marian Polin (Mals) und Lukas Punter (Planeil) sowie eine als Schwabenkinder verkleidete Schülergruppe aus Mals. Musik aus dem Schwabenland gaben die „Stäffelesgeiger“ aus Altenried zum Besten. Das Repertoire zeigte eindrucksvoll, dass im Vinschgau ähnliche Musik-

stücke gespielt und Lieder gesungen werden wie im Schwabenland. Auch viele Bräuche sind ähnlich. Die Schwabenkinder haben also nicht nur gearbeitet, sondern auch für einen regen Kulturaustausch gesorgt. (mds) Vintschger Museum Schluderns, Tel.: 0473 615 590 vintschgermuseum@rolmail.net

Gemeinsam für Südtirol!

Landeshauptmann-Kandidat

Arno Kompatscher mit dem SVP�TEAM www.svp.eu

27.10. Landtagswahlen 2013

Wahlwerbung, Auftraggeber: SVP

amit sie daheim „von der Schüssel“ waren, brachen einst Vinschger Kinder im März in Richtung Bodensee auf. Ziel des 200 Kilometer langen Fußmarsches war der Kindermarkt in Ravensburg. Dort suchten sich die Bauern der Gegend aus den Reihen der sogenannten „Schwabenkinder“ ihre Knechte und Mägde für den Sommer aus. Erschöpft aber mit einem doppelten Gewandt (Werktagsund Sonntagskleider) kehrten die Kinder zu Martini wieder in den Vinschgau zurück. Dem Thema „Schwabenkinder –Kinderarbeit und Migration einst und jetzt“ (mitfinanziert von Interreg IV) widmet sich eine Dauerausstellung im Vintschger Museum in Schluderns. Die diesjährige „Lange Nacht der Museen“ stand im Zeichen der Schwabenkinder und des einst damit verbundenen Kulturaustausches. „Lieder, Tänze


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Bozen/Vinschgau

5000 Euro sparen

W

ir haben über unsere Verhältnisse gelebt. Und wir haben uns täuschen lassen von den Profithaien. Nun heißt es sparen, Bescheidenheit wiederentdecken, den Hausverstand ein- und den Müllproduktionstrieb ausschalten, mit einem wachen Auge für Abzocker. Das Buch verdichtet 20 Jahre Erfahrung im Verbraucherschutz und liefert Hunderte einfache, a l l t a g s t a ug l i c h e Tipps und Schritte für ein individuelles KonsumManagement. Denn Sparen heißt nicht nur Verzichten. Wie der Südtiroler Walther Andreaus nicht müde wird zu betonen. edition mama – info@mamapromotion.it 132 Seiten; Euro 10,00; erhältlich im Buchhandel in ganz Südtirol und bei der Südtiroler Verbraucherzentrale

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§ Nicht immer sind die anderen Schuld Aus dem Gerichtssaal

Die letzte Rubrik scheint in der Gemeindestube von Schlanders nicht gut angekommen zu sein. Freunde haben mir schon geraten, ich sollte in Laas um politisches Asyl ansuchen! Deshalb wollen wir uns heute einem neutralen Thema zuwenden, nämlich einigen ausgefallenen Schadenersatzklagen, mit welchen sich Gerichte in letzter Zeit beschäftigen mussten. Gemeinsam ist diesen Fällen die Tendenz, die Schuld für erlittenes Ungemach immer bei anderen und nie bei sich selbst zu suchen. Wir in Europa hinken da nur hinter den Amerikanern her. Klassisch ist dabei der Fall der amerikanischen Hausfrau, deren Katze im Mikrowellenherd verkohlte und welche die Herstellerfirma erfolgreich auf Schadenersatz verklagte, weil in den Gebrauchsanweisungen der Hinweis fehlte, dass der Herd kein geeigneter Aufenthaltsort für Haustiere wäre!

Auf einer ähnlichen Wellenlänge ist ein Fall angesiedelt, der vor ein paar Monaten den Obersten Gerichtshof in Rom beschäftigte. Ein Ehepaar aus Neapel begab sich an einem Sonntag in ein Restaurant. Angrenzend an das Lokal hatte dessen Inhaber einen Spielpark für Kinder angelegt. Die Eltern speisten auf der Terrasse, ihre Kleinen tummelten sich mit anderen Kindern im Park. Plötzlich stürzte ihr Sprössling von der Schaukel und verletzte sich schwer. Kaum hatten sie sich vom ersten Schrecken erholt, klagten sie den Lokalbesitzer auf Schadenersatz. Das Berufungsgericht erkannte auf ein Teilverschulden des Spielplatzbesitzers. Erst das Höchstgericht sorgte für klare Verhältnisse: Eine Haftung des Betreibers bestünde nur für den Fall, dass die Spielgeräte fehlerhaft gewesen wären. Für den Sturz von der Schaukel wären alleine die Eltern verantwortlich, weil sie ihre

Aufsichtspflicht verletzt hatten. Noch skurriler war der Fall, mit dem sich ein Gericht in Köln befassen musste. Ein Mann hatte eine ordentliche Menge Alkohol getrunken und wollte auf dem Heimweg noch mal die Natur bewässern. Er lehnte sich dabei an einen Zaun, der einen Bahndamm abschirmte. Der Zaun war morsch und brach durch. Der Mann rollte die Böschung hinunter und zog sich erhebliche Verletzungen zu, worauf er den Grundstücksbesitzer verklagte. Das Gericht sprach diesen von jeder Verantwortung frei, weil „…das Lehnen an den Zaun zum Zwecke des Urinierens keine befugte Nutzung des Geländes darstellt“ und es dem Eigentümer nicht zugemutet werden könne, bei der Errichtung eines Zaunes auch auf etwaige betrunkene Naturpinkler Rücksicht zu nehmen! Peter Tappeiner, Rechtsanwalt

Mals

Treffpunkt Flohmarkt

N

Das a.gon Theater München zeigt

ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN Stefan Zimmermanns Inszenierung von Anna Gavaldas Erfolgsroman mit Katharina Pütter, Ottokar Lehrner, Lutz Bembenneck, Ursula Dirichs u.a.

Freitag, 4. Oktober um 20 Uhr im Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders Kartenvorverkauf sind im Tourismusverein Schlanders-Laas in Schlanders Restkarten an der Abendkasse ab 19.00 Uhr

ormalerweise ist in Mals während der Vormittagsstunden immer viel Betrieb. Ein Flohmarkt für Kinderbekleidung und zwar von Herbst- und Winterware, Kinderschuhen, Kinderwagen-Ausstattung, Spielsachen und Kinderbüchern sorgte auch an den Nachmittagen für viel Bewegung in Mals. Dabei ist ein großer organisatorischer Aufwand nötig, die ca. 4.000 abgegebenen Artikel zu etikettieren, auszustellen und abzurechnen. Auch heuer ist es einer engagierten Viel Ware und viel ehrenamtliches Engagement stecken hinter der Abhaltung des Flohmarktes in Mals

Gruppe von Frauen in Zusammenarbeit mit dem VKE Mals gelungen, in ihrer Freizeit optimale „Markt-Voraussetzungen“ für die zahlreichen Interessenten zu schaffen und qualitativ hochwertige Ware anzubieten. Ob es dem zunehmenden wirtschaftlichen Druck oder dem veränderten Konsumverhalten zuzuschreiben ist, auf jeden Fall finden solche Angebote für Anbieter und Käufer immer mehr Anklang und regen zu einem bewussteren Umgang mit Gebrauchtware an. (lu)


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/Menschen/ 17

Von der Freude am Leben Nicht ein einziges Mal in ihrem Leben war Valeria Visintainer im Krankenhaus. Und immerhin: In einem Monat und zehn Tagen wird die Schlanderserin 103 Jahre alt. Valeria Visintainer ist die Zweitälteste im Hauptort und hat eine ganz besondere Leidenschaft: Sie kennt zahlreiche Gedichte auswendig. von Angelika Ploner

Geboren wurde Valeria Visintainer am 13. November 1910 in Trient, genauer in Cles am Deutschnonsberg. Als die Familie Visintainer nach Göflan zog, war Valeria zehn Jahre alt und kannte kein einziges Wort in Deutsch. Der Vater, der fand erst beim Toni, später beim Karl Tinzl in der Kanzlei Arbeit, hat für den Rechtsanwalt viele Texte ins Italienische übersetzt und umgekehrt aus dem Italienischen ins Deutsche. Wia hoasch du? habe ein Mädchen in Göflan sie gefragt, als sie ganz frisch dort wohnte. „Niente capire“, habe sie ihr geantwortet. „Du, de hot an gspassigen Nomen, de hoasst niente capire,“ habe das Mädchen dann einer Dritten erzählt. Erst viel, viel später, als sie schon erwachsen war, habe ihr jemand diese Anekdote erzählt. Valeria ging gerne zur Schule. „I hon gweint, wenn die Lehrerin mi nimmer unterrichtet hot.“ Valeria war damals 14 Jahre alt, mit diesem Alter schulte man aus. Gebittet hätte sie die Lehrerin, dass sie ihr noch ein Jahr lang Deutschunterricht gebe, gebettelt und ange-

Foto: Bürgerheim Schlanders

E

s gibt Tage, da wundert sich Valeria Visintainer selbst. Dass sie so alt werden würde, das hätte sie nie geglaubt, und, fügt sie hinzu, das hätte sie auch nicht verlangt. 103 Jahre alt wird die zweitälteste Bürgerin von Schlanders in anderthalb Monaten, genau am 13. November. „Wissen Sie“, sagt sie, „i fühl mi suscht gonz gsund, tratzn tian miar lei die Augen.“ Die Augen, die bereiten Valeria Visintainer Sorgen. Mit dem Sehen hapert’s seit geraumer Zeit, lesen, sagt sie, das kann sie schon lange nicht mehr und beim Schreiben komme sie gar in alle Richtungen. Und doch: Valeria Visintainer versprüht Lebensfreude, verbreitet Lebensmut. „Wissen Sie, i hons fein do“, sagt sie und deutet aufs Bürgerheim. Nur manchmal fehlen ihr der Garten und die Möbel, die sie hatte, bevor sie hierher ins Bürgerheim zog. Gleich ums Eck ist ein kleiner Balkon. Und wenn die Sonne scheint, sitzt sie fast jeden Tag dort, auf einem Stuhl, den sie von Zuhause mitgenommen hat. Ein zweiter Stuhl bietet jenen Menschen Platz, die Valeria Visintainer besuchen und denen sie – und das macht sie gerne – von ihrem Leben erzählt. Und wenn man mehr als ein ganzes Jahrhundert erlebt hat, dann gibt es zweifelsohne einiges zu erzählen.

Valeria Visintainer ist 102 Jahre alt. Sie lebt seit wenigen Jahren im Bürgerheim von Schlanders und freut sich auf ihren 103. Geburtstag, der am 13. November ansteht fleht. Doch nichts war zu machen, Valeria kam ins Vögeleheim zum Flicken, Einsticken, Socken stopfen. Später half sie dann manchmal in einer Kanzlei aus, war Dolmetscherin bei den Finanzern in Prad. Vor allem aber führte sie den Haushalt Zuhause, erst für die Eltern, später für ihre Schwester Lina, mit der sie bis ins hohe Alter lebte. Wenn sie auch nicht wie der Bruder studieren durfte, so sei sie doch glücklich gewesen, sagt sie. Der Vater hätte ihr später einmal gestanden: Er hätte sie gerne studieren lassen, wie den Bruder, wenn es auch ein finanzielles Opfer bedeutet hätte, aber die Angst um ihre Gesundheit war größer. Valeria erkrankte in ihren Jugendjahren an Tuberkulose. „I bin sellm ollm af Hosl aui und hon in Wold tief eingeatmet“, lacht sie und streckt die Hände dem Himmel entgegen, genauso wie sie es damals tat. Aus voller Kehle habe sie dann gesungen. Der Gesang, der war ihr Lebenselixier und machte sie gesund. Denn wenig später bestätigten gleich zwei Ärzte, dass sie völlig gesundet sei. Nur einer blieb trotz der erfreulichen Diagnose skeptisch: Ihr damaliger Verlobter, der aus Padua stammende „capo stazione“ von Schlanders. Er wollte von einer Heirat plötzlich nichts mehr wissen. Sie selbst, sagt sie, hätte ihn nicht ungern geheiratet. Aber heute verste-

he sie, dass eine Hochzeit nichts Gescheites gewesen wäre. Sie hätte keinen guten Mann gehabt, keinen mit „Courage“. Der „capo stazione“ und Valeria Visintainer heirateten nicht und heirateten auch später nicht mehr. Beide blieben allein. Deswegen sei sie aber nicht unglücklicher gewesen. Und allein, das war sie sowieso nicht. Sie hatte viele Freunde und viele Bekannte. „Gesang verschönt das Leben, Gesang erfreut das Herz, ihn hat uns Gott gegeben, zu lindern unseren Schmerz“, sprudelt es plötzlich aus ihr heraus. Gedichte kennt Valeria Visintainer mindestens ein Dutzend und alle auswendig. Nur die schönsten Gedichte habe sie sich gemerkt, die seien ihr im Kopf und im Herzen geblieben und hätten ihr in manchen Lebenssituationen geholfen. Auch als die Letzte aus ihrer Familie, ihre Schwester Lina an Nierentumor verstarb und sie Valeria ins Bürgerheim übersiedelte. Dort wird beim Geburtstag immer eine kleine Feier organisiert. „Ban 100er, sem hobm sie mi schian gfeiert“, schwärmt Valeria, auch knapp drei Jahre später noch. Einen großen Strauß Blumen habe sie vom Bürgermeister empfangen und einen Kuchen bekommen. „Iatz wear i nor in November 103 Jahre olt“, sagt sie und wundert sich ein bisschen selbst.


18 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 20-13

03.10.13

Richtigstellung

Eisenbahnreise durch die USA

Die Krebspatienten haben nicht im Fohlenhof Schnaps verkostet, sondern im Ausserloretzhof. Bei der Organisation haben FF, KVW und der Seniorenclub Laas mitgeholfen.

Neun Mitglieder des Vereins Freunde der Eisenbahn reisten im September 2013 durch die USA. Neben der Besichtigung der spektakulären und atemberaubenden Ausblicken über ein Stück Natur, wie Mesa Verde, Monument Valley, Arches und Hawaii, stand die Eisenbahn im Mittelpunkt der interessanten Reise. Ein besonderes Erlebnis war die Fahrt mit der Cumbres and Toltec Scenic Railroad und mit der Durango-Silverston Railroad. Auf schmalen Schienen ging es entlang steiler Felswände und tiefer Schluchten, sowie über Canyons und Flüsse.

LVH-Frauen unterwegs

D

ie Frauen der Handwerksbetriebe des Vinschgaus begangen ihre kürzlich organisierte Tagesfahrt in Lana, wo sie von Hansi Pichler, SWR-Präsident und Harald Stauder, Lananer BM begrüßt wurden. Zweierlei war beiden ein Anliegen: Einmal dankten sie den Frauen, zum anderen betonten sie die Wichtigkeit der Mitarbeit in den Betrieben. Gegliedert war die Tagesfahrt dann in mehrere Etappen: Halt machte man in der Pfarrkirche Proveis, in der Käserei Castelfondo und beim Smeraldosee. Am späten Nachmittag fuhr die Frauenschar über die Mendel nach Kaltern, wo - auf Einladung von Bezirksobfrau Rita Egger – die BM von Margreid Theresia Degasperi Gozzi das neue ASAA-Projekt für Angehörige Demenzkranker vorstellte. Landesobfrau Marlies Darbringer und die Landtagskandidatin Rosalinde Gunsch Koch erwiesen den LVH-Frauen persönlich die Ehre, die Landtagskandidatin der Handwerker Heidi Felderer überbrachte ihre Grüße telefonisch. Der Abend klang mit einem Dank aus. Die scheidende Bezirksobfrau Maria Wallnöfer und das neugewählte Team dankten der scheidenden Vizeobfrau Barbara Fleischmann für ihre jahrelange Mitarbeit im Bezirk und merkten an: „Barbara bleib den LVH Frauen weiterhin treu.“

Franz-Tumler-Literaturpreis ist verankert Heuer ist der Franz-Tumler-Literaturpreis zum 4. Mal vergeben worden. Die im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgetragene Preisverleihung ist nun auch in der Bevölkerung angekommen und strahlt weit über die Grenzen des Vinschgaus und weit über Südtirol hinaus.

Der Preissieger Björn Bicker (links) gratuliert der Publikumssiegerin Barbara Aschenwald (rechts); Jonas Lüscher und Isabella Straub freuen sich mit

von Erwin Bernhart

B

jörn Bicker hat mit seinem Roman „Was wir erben“ den mit 8000 Euro dotierten Franz Tumler Literaturpreis 2013 der Gemeinde Laas erhalten. Am 20. September fanden sich zur Preisverleihung in der Laaser Marxkirche so viele Zuschauer ein wie noch nie bei dieser Veranstaltung. Auch bei den Lesungen mit den anschließenden Jurykritiken lauschten viele litertaturbegeisterte Vinschger neben vielen Schülern. Dem Jurymitglied Hauke Hückstädt, dem Leiter des Literaturhauses Frankfurt oblag es, den Siegerroman in einer kurzen Laudatio vorzustellen: „Bicker gelingt es in seinem Roman, viele Erzählstränge auszulegen. Es ist ein Buch wie eine Zwiebel, deren Häutung von einer Generation erzählt, die in den frühen Siebzigern geboren wurde

und von deren ererbten Verstrickungen noch wenig erzählt ist. Ein Roman ist es auch wie eine Matrjoschka, jene russischen Holzpuppen, in denen sich in jeder Figur eine weitere offenbart. „Was wir erben“ ist ein großer Text über deutsche Figurationen von Schuld und Mitwisserschaft, Trunksucht und verratener Liebe, vom Theater sogar, von der richtiggehenden Künstlichkeit und der falschen Aufgeregtheit in der Kunst.“ Der junge Romancier Bicker erinnerte unaufgeregt an die unselige NS-Vergangenheit von Franz Tumler („Ich weiß nicht, wie ihr mit dieser Bürde umgeht.“). Ihm sei dieser Preis Anregung und Auftrag, auch über solche Bürden reflektieren zu wollen. „Die Förderung von Literatur lohnt immer“, sagte zuvor der Kurator Ferruccio Delle Cave. Das Konzept mit Erstlingsromanen sei eines, welches beflügelt.

Tatsächlich werde im Laufe dieser Preisvergabe der Prozess von Literatur beschrieben, in den Lesungen und in den Debatten, in denen Bilder, Figuren, Facetten aufgegriffen, vielseitig verknüpft und sprachlich wie inhaltlich analysiert werden. Heuer habe es zuweilen sogar kleinere Streitgespräche innerhalb der Jurymitglieder gegeben. „Es lohnt sich weiterzumachen“, sagte Delle Cave. Denn es arbeite ein ganzes Dorf mit, eine ganze Region. Das engagierte Team darunter Maria Raffeiner, Verena Tröger, Ludwig Fabi, Wilfried Stimpfl, Raimund Rechenmacher und Alma Svaldi sei zusammengewachsen. Rechenmacher und Svaldi übergaben den Publikumspreis - von LeserInnen in den Bibliotheken bestimmt - an Barbara Aschenwald für ihren Roman „Omka“. Aschenwald wird damit einen Schreibaufenthalt auf den Rimpfhöfen zugesprochen.

Foto: Erwin Bernhart

Vinschgau


03.10.13

Vinschgerwind 20-13

/Gesellschaft/ 19

Kulturhaus Schlanders

15 erfolgreiche Kulturjahre it einem Festakt und einem glanzvollen Festkonzert wurde kürzlich das 15-jährige Bestehen des Kulturhauses Karl Schönherr in Schlanders gefeiert. Bürgermeister Dieter Pinggera würdigte die Arbeit der ehemaligen und derzeitigen Verwaltungsräte, der Angestellten und vielen freiwilligen Mitarbeiter und schilderte anhand von beeindruckenden Zahlen die erfolgreiche Geschichte des Kulturhauses. Nahezu eine halbe Million Menschen haben seit der Eröffnung die ca. 4.500 Veranstaltungen (Konzerte, Theateraufführungen, Ausstellungen, Versammlungen, Bälle, Filmvorführungen) besucht. Der Präsident des Kulturhauses Martin Trafoier hob in einer humorvollen Begrüßung die gute Zusammenarbeit mit den vielen Kulturpartnern hervor und dankte der Gemeinde, dem Land, der Stiftung Südtiroler

Foto: Kurt Wieser

M

Celeste Aida: Scilla Cristiano (Mitte), Paolo Bartolucci (links), Dirigent Francesco Ommassini und sein Orchester genießen den Applaus Sparkasse, der Raiffeisenkasse Schlanders, der Sel und den zahlreichen Betrieben und Unternehmen aus Schlanders und dem Vinschgau für die finanzielle Unterstützung des reichhal-

tigen und abwechslungsreichen Kulturprogramms. Das Orchestra Regionale Filarmonia Veneta unter der schwungvollen Leitung von Francesco Ommassini, der Te-

nor Paolo Bartolucci und die herausragende Sopranistin Scilla Cristiano begeisterten das Publikum schließlich mit glanzvollen italienischen Opernmelodien - und ließen sich zu fünf (!) Zugaben hinreißen. Auch die übrigen Jubiläumsveranstaltungen haben das Publikum mitgerissen: das Holzhausenquartett mit einem märchenhaft-witzigen Kammermusical, die kubanische Band Soneros de Verdad mit feurigen lateinamerikanischen Rhythmen und der stimmgewaltige Don Kosaken Chor Serge Jaroff mit einprägsamen russischen Weisen. Der kulturelle Jubiläumsreigen endet morgen mit einer besonderen Theateraufführung: Das agon-Theater München zeigt „Zusammen ist man weniger allein“, eine charmant-turbulente Liebeskomödie nach dem Bestseller von Anna Gavalda.

Vinschgau/Sulden

Fünf Vinschger gemeinsam auf dem Ortler vl. Andy Walder, Paul Platzer, Karl Platzer, Hermann Tanner, Albert Platzgummer

Foto: Andy Walder

ters auf dem Ortler standen, wählten den Aufstieg über den Hintergrat, sicherlich die schönste Route auf den Ortler und das noch bei wolkenlosem Himmel. Der Abstieg erfolgte über den Normalweg bis zur Payerhütte und dann über die Tabarettahütte hinunter bis ins Tal. Eine eindrucksvolle Bergtour, wie uns die Männer berichteten, sie sollte jedoch nur mit Bergführer durchgeführt werden.

A

nfang September haben sich fünf Morterer Bergkameraden ein gemeinsames Gipfelziel ausgesucht, nämlich den höchsten Berg Südtirols auf 3.905m. Anlass dafür war sicherlich auch das neue Gipfelkreuz, das im Juni diesen Jahres neu errichtet wurde. Die erfahrenen Bergfreunde, die alle schon öf-

Die traumhaften Bilder der Tour gibt es unter www.berglouter.com.

mit den

Wolperdinger Singers

er Popein preisgekrönt

Mit freundlicher Unterstützung

Autonome Region Trentino-Südtirol

Der Männergesangverein Schlanders freut sich, Sie zu diesem einmaligen Gesangserlebnis einladen zu dürfen. Eintritt: Freiwillige Spende

r aus Bayern

und Gospel-Cho

am Samstag, 12. Oktober 2013 um 18 Uhr im Innenhof der Mittelpunkt Bibliothek Schlandersburg

Bei schlechter Witterung findet das Konzert in der Aulamagna der „WFO-Fachoberschule für Wirtschaft“ satt.


Vinschgerwind 20-13

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Fotos: Barbara Wopfner

20 /Gesellschaft/ Vernagt/Stilfs/Kurzras

Vinschger Schafabtriebe D

er Sommer ist vorbei, in den hohen Lagen wird es kälter und es wird Zeit, die Schafe wieder in den hofeigenen Stall zu holen. Doch bis dorthin ist es noch ein langer Weg, den die Tiere mit ihren Hirten zu Fuß zurücklegen. Im ganzen Vinschgau werden um diese Zeit Schafe, Ziegen und Kühe von den Almen geholt, ein Erlebnis für viele, auch für Nicht-Bauern. Das Eintreffen der Tiere wird mit Spannung erwartet, die Blicke der Bauern und der vielen neugierigen Zuschauer richten sich auf die Wiesen und auf das felsige Gelände, über das die Tiere eintreffen. Ein einmaliger Anblick, wenn 1500 Schafe aus dem Nebel nach und nach auftauchen und runter in die Gehege von Kurzras kommen. Dann beginnt die Suche der Bauern. Ein geübter Blick hilft bei der Suche nach der richtigen Markierung und mit etwas Geduld finden alle nach und nach ihre

Tiere. 2010 fand die letzte Viehzählung statt, dabei wurden in ganz Südtirol offiziell 45.000Schafe gezählt. Der Verband der Südtiroler Kleintierzüchter rechnet jedoch mit einer höheren Zahl, um die 47.000 Tiere, denn nicht alle Tiere können zu 100% erfasst werden. Stärkster Bezirk in der Schafzucht ist der Vinschgau, ca. 70% dieser Tiere leben zwischen dem Reschen und der Töll. Die am stärksten vertretende Rasse ist dabei das weiße Tiroler Bergschaf, von

dem es auch eine schwarzbraune Variante gibt. Jedoch typisch für den Vinschgau ist das „Schnalser oder Vinschgau“ Schaf, ein alte Rasse, die fast in Vergessenheit geraten ist. Seit 2008 unterstützt der Verband der Südtiroler Kleintierzüchter ein Zuchtprogramm, das der Rasse eine kleine Renaissance beschert. Es fühlt sich wohl auf den Sonnenseiten über Naturns und Schlanders und hat bereits einige Liebhaber gefunden, welche diese alte Rasse wieder halten. (bw) links: Schafabtrieb in Kurzras rechts oben: Ankunft der Schafe in Vernagt rechts: Schafe werden bei der „Schofschoad“ in Stilfs vor Ort geschoren

pr-info Seilbahn Unterstell, Naturns

Seit gut einem Monat ist die Seilbahn Unterstell ein solares Kraftwerk. Konrad Götsch hat nach der Überdachung der Talstation im Jahr 2007 nun auch die Bergstation überdachen und mit integrierten Solarmodulen bestücken lassen. Nun produzieren die Tal- und die Bergstation, so ganz nebenbei, Strom. Und zwar soviel, dass die Bahn damit ganzjährig betrieben werden kann. Rund 48.000 Kilowattstunden benötigt der Bahnbetrieb. Die Module produzieren sogar mehr, nämlich 54.000 Kilowattstunden. Ökologischer geht’s nicht mehr. Man schwebt sozusagen mit der Kraft aus der Sonne auf die Höhe

Foto: Erwin Bernhart

Die Sonne fährt Seilbahn

links: Die Überdachung der Bergstation bringt nicht nur Energie von der Sonne, sondern sie bietet im Winter auch Schutz vor Schnee; oben: der Betriebsleiter Konrad Götsch des Naturnser Sonnenberges. Diese jüngste Errungenschaft beschert ein zusätzliches einmaliges Erlebnis und ein gutes Gefühl. Die vielen Ausflugsziele, die von der Bergstation der UnterstellSeilbahn in Angriff genommen werden, erfreuen sich seit der

Eröffnung der Bahn im Jahr 2004 größter Beliebtheit. Ob das Richtung Katharinaberg ist oder Richtung Texelbahn, oder ob die Buschenschänke am Naturnser Sonnenberg angesteuert werden, eines bleibt: Die Bahn ist ganzjährig in Betrieb und mit mehr als 300 Sonnentagen steht

dem Ausflugsgenuss nichts im Wege. Auch mit der Texelbahn gibt es eine gute Zusammenarbeit, die Kombikarte wird von Einheimischen und Gästen gern angenommen.

Neuer Trend

In Naturns etabliert sich ein neuer Trend: Zu Fuß, mit WalkingStöcken oder ohne, von der Talstation hinauf auf die Bergstation und mit der Bahn wieder retour. Beliebt ist diese sportliche Betätigung vor allem nach Feierabend und die Unterstellbahn hat mit einem eigenen Fahrplan darauf reagiert: Es gibt ganzjährig an jedem Mittwoch Abendfahrten um 19.00, 20.00 und um 21.00 Uhr.


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Glurns

Schützen tragen neue Gürtel

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Schützenkompanie Glurns

A

ndächtig und voller Freude trugen die Schützen ihre neuen breiten Gürtel mit den Federkielstickereien bei der Kirchtagsprozession am „Palbira Sunnta“ durch die mittelalterliche Stadt. Kurz vor der Prozession hatte Pfarrer Paul Schwienbacher die 18 Gürtel gesegnet und Hauptman Martin Prieth hatte sie den einzelnen Männern dann übergeben. „Bisher haben die meisten der 26 Schützen nur schmale einfache Gürtel getragen“, so Prieth. Vor zirka zwei

Jahren hatte Prieth mit der Suche nach Sponsoren begonnen. Denn ein bestickter Gürtel kostet an die 1.200 Euro. Geldmittel erhielt Prieth vom Landesamt für Kultur, vom Südtiroler Schützenbund, von der Stadtgemeinde Glurns und von der Raiffeisenkasse Prad/Taufers. Ein Fehlbetrag musste mit Mitteln aus der Vereinskasse gedeckt werden. Der Gürtel-Ankauf ist bereits die zweite Investition der Glurnser Schützenkompanie in diesem Jahr. Im Mai wurde die Kampa-

Werkzeugkoffer

nie-Fahne restauriert. „Für das kommende Jahr versuchen wir das Geld für die Restaurierung der Bezirksfahne aufzutreiben“, so Prieth. Die Bezirksfahne ist in Glurns - der Vinschger Stadt - stationiert und zwar im Malser Torturm, wo sich das Vereinslokal der Glurnser Schützen befindet. Die Glurnser Kompanie stellt mit Michael Sagmeister auch den Bezirks-Fähnrich. Der Fähnrich trägt die Bezirksfahne regelmäßig bei den Bezirksfeiern mit. (mds)

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Kurzras

Gletscherleben loipe für ihr Training nutzen. Im Oktober lockt der „Gentlemenrider Nitro Snowpark“ wieder Snowboarder und Freestyler ins Tal. Der größte SnowboardTest Italiens, das 19. Snowboard

DH24PB3 – 800W – 3,2 Joule 170,00.- inklusive Mwst.

Opening „BoardAdventure by Boardbreaker“ findet vom 18.20.10.2013 statt. Eine Woche später steht das „Nitro Park Opening“ der „Gentlemenrider“ auf dem Programm.

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Foto: PhotoGrüner Thomas

D

ie Ruhe konnte in diesem Sommer vermehrt Wanderer auf 3.200 m.ü.M. locken, standen doch die Skilifte ab Anfang Mai zum ersten Mal seit Gründung des Skigebietes still. Mit zusätzlichen Angeboten wie dem „Ötzi Express“ und Führungen konnten im Vergleich zu den Vorjahren Steigerungen erzielt werden. „Die Fußgängerzahlen im Juli konnten deutlich im zweistelligen Prozentbereich gesteigert werden und auch der August war zufriedenstellend. Die Frequenzen des Lazaunlifts von Mitte Juni bis Mitte September waren ebenso gut“, berichtet Direktor Helmut Sartori. Dank guter Bedingungen ist der Herbstskilauf bereits am 21. September gestartet. Zum Training haben sich bereits viele Nationalmannschaften angekündigt. Wie jedes Jahr wird die Elite der europäischen Langläufer und Biathleten die Höhen-

HITACHI Schlagbohrmaschine

Ötzi Express auf dem Schnalstaler Gletscher

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Kastelbell/ Tschars

TarscH

LatscH

Martell

Goldrain

Schlanders

Kortsch

Laas

Stilfs

Prad

03.10.13

Glurns

Mals

Bildungsausschüsse Vinschgau

Graun

Vinschgerwind 20-13

Schluderns

22 /Bildungszug/

Bildungsausschuss Mals

Malettes

BILDUNGS HERBST

Information, Unterhaltung und Kultur in der Gemeinde Mals

2OI3

Die Kunst der Erziehung

Ein praktischer Kurs für Mütter und Väter von Kindern zwischen 3 und 12 Jahren in der ALTEN HANDELSSCHULE MALS (GEGENÜBER DESPAR DIETL)

Trotzanfälle beim Einkaufen, Fernsehen ohne Ende, Unordnung im Kinderzimmer, „Muss ich dir immer alles hundert Mal sagen…“ Das Leben mit Kindern kann gelegentlich nervenaufreibend sein. Manchmal reicht eine Kleinigkeit und in einer Alltagssituation gehen die Gefühle mit uns durch. Damit Eltern und Kinder auch im Familienalltag respektvoll miteinander umgehen, bietet das ELTERNTRAINING „FamilienTeam®“ praktische Unterstützung. Sie finden Antworten auf die Fragen: - Wie gebe ich meinem Kind die Zuwendung, die es braucht, ohne es zu verwöhnen? - Wie setze ich liebevoll, aber konsequent Grenzen? - Wie löse ich Probleme und Konflikte ohne Sieger und Verlierer? - Wie unterstütze ich mein Kind in schwierigen Situationen?

Nicht-KFS-Mitglieder: 85 Euro pro Person (ohne Unterstützung 135 Euro); 110 Euro pro Paar (ohne Unterstützung 165 Euro)

Referentinnen: Elisabeth Hickmann (Schlanders) und Nicole Neubauer (Deutschland) Anmeldung innerhalb 11.10.2013 KFS-Bezirk Vinschgau, Priska Theiner, Tel. 335 630 50 44 (abends), priska.theiner@rolmail.net KFS-Büro, Tel. 0471 974 778, info@familienverband.it, www.familienverband.it

Termine: 18. und 19. Oktober, 26. Oktober, 29. und 30. November Freitag jeweils von 19–22 Uhr, Samstag von 9–17 Uhr. Teilnahmegebühr: Durch die finanzielle Unterstützung des Bildungsausschusses Mals und der Bezirksgemeinschaft Vinschgau ist es möglich, die Teilnahmegebühr für diesen Elternkurs zu reduzieren. KFS-Mitglieder: 75 Euro pro Person (ohne Unterstützung 125 Euro); 100 Euro pro Paar (ohne Unterstützung 155 Euro)

Mit freundlicher Unterstützung:

Aus dem Leben eines Mannes

Gleich den antiken Helden, drängt es drei Männer dazu, auszuziehen und die Welt zu unterwerfen. Die drei verschiedenen Charaktere bilden drei männliche Archetypen: den Heros, den Intellektuellen und den Schönling. Die Unterwerfer gelangen auf einen Planeten, der im Laufe der Geschichte verwüstet wurde und nun einer Müllhalde gleich ist. In dieser Welt werden sie nicht nur mit der Landschaft konfrontiert, denn ihrem Weltbild stellen sich drei weibliche Wesen in den Weg. Die Begegnung führt zum Konflikt der Geschlechter, der über die Jahrtausende hinweg unverändert aktuell blieb. Aus der Konfrontation gehen die Frauen als Überlebende hervor. Den drei Argonauten wird jedoch der eigene Charakter zum tödlichen Verhängnis. Mit dem Ableben der Männer, ist auch der Untergang der bis dahin chauvinistischen Welt besiegelt. Die Inszenierung soll ein stärkeres Bewusstsein dafür schaffen, dass die weiter zunehmende Ausbeutung der Ressourcen, die Menschheit an einen Abgrund führen wird. Der Raubbau an Land und Leuten kann eigentlich nur eines bedeuten: Das 4000 Jahre alte Model der männlichen Weltaneignung ist gescheitert. Die Jahrtausende alte Geschichte der „Argonauten“ hebt der deutsche Schriftsteller in einen zeitgenössischen Rahmen und hat eine eigenwillige Version der bekanntesten Sage der Antike geschaffen.

Landschaft mit Argonauten

Theater-Gastspiel des freien Theaters Bozen

Darsteller: Suzanne Fabian, Gabriele Langes, Undine Schmiedl, Alexander Flache, Thomas Giegerich, Peter Schulz-Sandow Bühnenbild und Projektionen: Roberto Morello, Monika Bonell Kostüme: Sieglinde Michaeler, Walter Granuzzo Regie: Reinhard Auer Termin: Samstag, 19. Oktober 2013 um 20 Uhr in Mals - Kulturhaus


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Vinschgerwind 20-13

/Bildungszug/ 23

Bildungsausschuss Graun

Oberländer

Aktionstage 2013

foto grafie

wolfgang thöni

10 Einheiten

Reschen

Anmeldung: b  ei Alfons Wallnöfer

Tel. 0473 633 123

Teilnehmerzahl: maximal 12

Teilnehmer

Organisation: Krippenverein

Die Ausstellung kann während der Oberländer Aktionstage an folgenden Tagen besucht werden: Fr., 18. Oktober von 18 bis 20 Uhr, So., 20. Oktober von 10 bis 12 Uhr Do., 24. Oktober von 17 bis 19 Uhr, Fr., 25. Oktober von 18 bis 20 Uhr So., 27. Oktober von 10 bis 12 Uhr. Zusätzliche Führungen zwischen 15. und 26. Oktober nach telefonischer Absprache unter Tel. 348 47 28 050

Reschen

Fotos und Konzept: Ludwig Schöpf

Einladung zur Eröffnung der Ausstellung im Museum Vinschger Oberland in Graun gegenüber der Pfarrkirche am Montag, den 14. Oktober 2013 um 20.00 Uhr Wir möchten eure Augen, Ohren und euren Gaumen verwöhnen!

Krippen bauen Referent: Alfons Wallnöfer Termin: Mittwoch, 16. Okt. 2013 Beginn: 19.00 Uhr Treffpunkt: Alte Volksschule,

gabriel plangger

Bildungsausschuss Schlanders

Yoga für alle Sie können wählen zwischen zwei Abendkursen (alle Altersstufen) Dienstag ab 15.10.2013 Termin 1: 18.30 bis 19.30 Uhr Termin 2: 20.00 bis 21.00 Uhr Leitung: Mairianna Bertagnolli Ort: Turnraum des Lebenshilfe zentrums Dr. Karl Tinzl Straße Schlanders Mitzunehmen: Decke, Socken, kleines Kissen Anmeldung bis Montag, 14.10.2013 beim Bildungsausschuss Schlanders Tel. 333 3203093 oder ba.schlanders@rolmail.net

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

DORF- & STADTGESPRÄCHE Wir reden frei miteinander über unsere Vorstellungen zur Zukunft Südtirols. Eine professionelle Moderation sorgt dafür, dass wir unsere Ideen und Themen klar und deutlich formulieren. Die Ergebnisse der Gespräche werden wir veröffentlichen und nach den Wahlen den Politikern übergeben. Dorf- & Stadtgespräche finden überall in Südtirol statt. Jeder ist herzlich eingeladen.

Fortsetzungstermin: Ort: Schlanders Tennisbar Sportzone Zeit: Do., 10.10.2013, 19.30-22.30 Uhr

Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf


24 /Jugend/

Vinschgerwind 20-13

Juze Freiraum Schlanders Ö Fr. 04.10.13 ab 15.00 Uhr Tag der offenen Jugendarbeit Siebdruckworkshop + Jamsession + Musik + Buffet + Bar+ analkoholische Cocktails Ö Mi. 02. & 09.10.13 15.00 – 17.00 Uhr Juze Nachmittag für Mittelschüler Ö Fr. 11.10.13 um 20.00 Uhr Infoabend für Jugendlichen: Meine Rechte und Pflichten Jugendtreff Explosiv Prad Ö Mi. 09.10.13 ab 15.00 Uhr Wii-Turnier Ö Fr. 11.10.13 19.00 Uhr – Kochabend Ö Mi. 17. 10.13 ab 15.00 Uhr Kreativnachmittag Jugendtreff Revoluzer Taufers Ö Do. 10.10.13 ab 17.30 Uhr „Hond af die Wond” Ö Di. 15.10.13 ab 16.30 Uhr Ketteleworkshop Jugendtreff Phönix Schluderns Ö Sa. 05.10.13 ab 14.00 Uhr Herbstputztag mit anschließender Spaghettata Ö Mi. 09.10.13 ab 15.00 Uhr Analkoholische Cocktailrezepte Ö Do. 09.10.13 ab 17.00 Uhr Baguette-Abend Citytreff Glurns Ö Sa. 12.10.13 ab 19.00 Uhr Schools Opening Party Jugendzentrum JUMA Mals Ö Fr. 04.10.13 ab 15.00 Uhr Girlsday; ab 17.00 Uhr Open day für MittelschülerInnen & Eltern Ö So. 13.10.13 ab 10.00 Uhr Graffitiworkshop Jugendclub Taifun Ö Sa. 05.10.13 von 18.00 – 22.00 Uhr Mittelschulparty. Jugendcafe Latsch Ö Fr. 04.10.13 um 15.00 Uhr Buttonworkshop zum Tag der offenen Jugendarbeit Ö Fr. 11. + Sa. 12.10.13 ab 20.00 Uhr Filmnacht für Mittelschüler. Info und Anmeldung bei Myri. Jugendtreff Laas Ö Fr. 04.10.13 ab 18.00 Uhr Wattturnier; Anmeldung (342 63 90 854) erforderlich Ö Sa. 05.10.13 14.00 – 18.00 Uhr Graffiti Vorbereitungskurs Ö Sa. 12.10.13 von 10.00 – 18.00 Uhr Anmeldung (342 63 90 854) bis 04.10.! Jugendtreff Reschen Ö Sa. 05.10.13 ab 19.00 Uhr „Essen wie in… Amerika“ – PANCAKES Jugendzentrum JuZe Naturns Ö Fr. 04.10.13 ab 16.00 Uhr TrackMania (LAN-Turnier) Ö So. 06.10.13 Juze-Sunntig Jugendtreff Burgeis Ö Sa. 05.10.13 ab 18.00 Uhr erster gemeinsamer Kochabend Ö Sa. 12.10.13 ab 18.00 Uhr Singstar-Battle Ö Mi. 16.10. 13 ab 14.30 Uhr gemeinsamer Spaziergang zum Burgeiser Bergsee

Alkoholprävention in Südtirol

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Am 31. August 2013 fand in der Freizeitanlage Trattla in Martell erstmals das Sommerfestival ,,Red valley rock‘‘ statt. ,,Red valley rock‘‘ wurde vom Jugendbeirat Martell gemeinsam mit dem Bandmanager Peter Fuchs und dem Sportverein Martell organisiert. Alle Marteller Jugendvereine unterstützen die Veranstaltung durch tatkräftige Mithilfe. Das Festival nahm seinen Auftakt mit einem Sumoturnier, bei dem sich die Sieger über einen Geschenkskorb freuen durften. Vom frühen Abend bis nach Mitternacht hatten verschiedene Bands – alle aus Südtirol – ihren Auftritt. Es startete die Band Blessed by Purity, gefolgt

von Krakenhaus, dann Cäsh and go, später Chili con Carne und zum Abschluss spielte die Gruppe Shocking Minds. Während der Veranstaltung konnten sich die Besucher mit Currywurst, Hamburger und Pommes stärken. An der Trendybar konnte man leckere alkoholfreie Cocktails genießen. In den späteren Abendstunden sorgte ein heimeliges Lagerfeuer für eine angenehme Atmosphäre. Der Jugendbeirat Martell bedankt sich beim Sportverein Martell, bei der Gemeindeverwaltung, bei allen Sponsoren, bei allen fleißigen Helfern und bei allen Besuchern!

Gut in der Schule angekommen sind wir jetzt so weit, endlich wieder die erste Mittelschulparty in diesem Schuljahr zu starten. Die Schools Opening Party findet am Samstag, den 12. Oktober wie gewohnt im Citytreff in Glurns statt. DJ’s werden wieder für gute Stimmung und jede Menge Spaß sorgen. Gemeinsam werden analkoholische Cocktails zubereitet und kleine Snacks gemacht. Die Party beginnt um 19:00 Uhr, jedoch alle, die bereits früher kommen wollen, um bei der Vorbereitung mit dabei zu sein, sind ab 15:30 Uhr herzlich willkommen. Da die Mittelschüler von Schluderns, Glurns und Taufers gemeinsam die Schule besuchen, haben wir beschlossen, auch einige Veranstaltungen gemeinsam zu organisieren. So werden wir in diesem Jahr unter anderem die Mittelschulpartys im Citytreff Glurns in Zusammenarbeit mit dem Jugendraum Revoluzer in Taufers und dem Jugendhaus Phönix in Schluderns abhalten. Wir freuen uns auf eine tolle Party und viele gut-gelaunte Gäste!

Unter den vergangenen Sommerprojekten sticht ein besonderes Projekt hervor. Die interkulturelle Weltreise. Entwickelt, organisiert und durchgeführt durch die Jugendarbeiterinnen vom JuMa und die beiden Referenten Florian und Sidy wurde die Woche eine Abenteuerreise über die Kontinente. Vormittags wurde alles rund um die Kontinente gelernt – Sprachen, Geschichten und Spiele; zu Mittag gemeinsam Gerichte aus aller Welt gekocht und nachmittags gemeinsam mit Sidy getrommelt. Am Freitag wurde bei afrikanischem Getrommel, amerikanischen Snacks und einer Fotoshow die Projektwoche den Eltern und Verwandten vorgestellt. Finanziert wurde die Workshop-Woche vom Interreg IV Projekt. Im Oktober wird noch ein Eseltrekking, ein Survivalcamp und das Erlernen des Aufbaus eines mobilen Hochseilgartens im Rahmen der Teilprojekte des Interreg IV organisiert. Infos & Anmeldungen bei Veronika unter Tel. 327 835 25 18


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Partschins

Vinschgau

„Tausend und eine Naht“

„Finale fulminoso“

A

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Glurns

Wut und Aggression

D

em Katholischen Familienverband Südtirol (KFS) ist es ein Anliegen, Mütter und Väter in ihrer Elternrolle zu stärken. Anfang Oktober finden landesweit fünf Vorträge darüber statt, wie man Aggressionen und Wutanfälle bei Kindern kompetent begleiten kann. Wer aktiv etwas daran ändern will, sich in Wutsituationen ausgeliefert zu fühlen, sollte

hinten Mitte: Claudia Dalmonego (Vorsitzende der Happy Quilters), Barbara Rechenmacher (Bibliotheksleiterin) sowie das älteste und das jüngste Mitglied der Happy Quilters

rInnen zu einem Umtrunk und Buffet eingeladen. Eine Besonderheit des Abends war die Verlosung von kleinen Patchworkkunstwerken und ein Knopf-Schätz-Spiel für alle. Barbara Rechenmacher

er Bezirksvorstand BurggrafenamtVinschgau im Südtiroler Chorverband bietet alljährlich für die Chorleiter, Obleute und Ausschuss-Mitglieder der Mitgliedschöre einen Ausflug an, als Zeichen des Dankes für unzählige Stunden im Dienste des Gesanges. Die diesjährige Fahrt führte zum Operettensommer nach Kufstein. In der mächtigen Festung genossen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den „Vogelhändler“ von Carl Zeller. Die Kulisse war prächtig und musikalisch wurde die Aufführung zu einem Ohrenschmaus. Die Solisten der Wiener Volksoper, sowie Chor und Orches-ter der Staatsoper Timisoara überzeugten mit wunderbaren Arien, aber auch durch wit-

Die Ausstellung kann noch bis zum 20. Dezember 2013 zu den Öffnungszeiten der Bibliothek besucht werden: Mo. und Mi. 9.00 – 11.30 Uhr, Di. und Do. 14.30 – 18.00 Uhr, Fr. 16.00 – 19.00 Uhr.

die unterschiedlichen Formen und möglichen Ursachen von Aggressivität bei Kindern kennen. Alexandra Schreiner-Hirsch, Sozialpädagogin und Kommunikationstrainerin nach FamilienTeam®, KlasseTeam® und ProfiTeam®, informiert über grundlegende Techniken und Fertigkeiten, die im Alltag helfen, auch in kritischen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Der Vortrag findet am Freitag, 11. Oktober 2013, um 20 Uhr in Glurns im Gemeindehaus statt. Der Eintritt ist frei.

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

m vorvergangenen Samstag wurde in der Bibliothek Partschins eine Ausstellung der besonderen Art eröffnet: „Tausend und eine Naht“ – eine Quiltausstellung der Gruppe „Happy Quilters“ aus Lana. Mit bunten Farben, verschiedensten Formen und Mustern haben die 23 Mitglieder – Frauen von 12 bis über 80 Jahren - Kunstwerke aus Stoffen geschaffen und damit Gefühle und Gedanken oder auch diverse Themen dargestellt. Dabei haben sie unterschiedlichste Techniken der Patchwork-Herstellung verwendet und lassen dadurch ihre Ausstellung sowohl für Laien als auch für Patchwork-Profis zu einer wahren Augenweide werden. Über 150 Interessierte kamen zur Ausstellungseröffnung in die Bibliothek Partschins und genossen gemeinsam einen farbenfrohen, unterhaltsamen Abend. Nach Grußworten von Kulturreferent Hartmann Nischler stellte die Vorsitzende der PatchworkGruppe Claudia Dalmonego kurz die „Happy Quilters“ und die Handarbeitstechnik Patchwork vor. Anschließend waren alle Besuche-

Die Chorleiterinnen und Chorleiter aus dem Bezirk Burggrafenamt Vinschgau vor dem Operettenbesuch im historischen „Auracher Löchl“ am Fuße der Festung in Kufstein zige Einlagen. Der letzte Akt endete nicht mit dem gewohnten Schlusshöhepunkt, sondern mit einem „Finale fulminoso“ im wahrsten Sinne des Wortes. Ein gewaltiges Unwetter setzte die Bühne binnen weniger Minuten unter Wasser, und alle mussten Reißaus nehmen. (mds)


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rote Lippen, blauer Schurz A

lles Farbige erinnert ans Leben, weicht die Farbe, kommt der Tod. Blaue Lippen sind als Alarmzeichen zu verstehen, denn wenig später könnten sie grau werden, und das bedeutet nichts Gutes. Rote Lippen hingegen signalisieren die sprühende, saftige Jugend. Farben sind eine Stoffeigenschaft, aber noch mehr, sie sind aus Sicht der Tiere und Menschen ein Signal, eine Botschaft, ein Erkennungszeichen. Jeder Staat, jedes Land versucht über eine, wenn möglich unverwechselbare Farbkombination ein Hoheitszeichen zu schaffen, das quasi personenähnliche Qualitäten hat. Diese Wappen, Fahnen oder Flaggen dürfen weder beschimpft, beleidigt oder sonst beschmutzt werden, ohne bestimmte Konsequenzen daraus zu erwarten. Die intakte Autorität wird über eine saubere, farbige Anwesenheitsmarke dargestellt. Die vollkommen schwarze Flagge ist das Erkennungszeichen des anarchistischen Widerstandes, die weiße Flagge hingegen signalisiert die Kapitulation, das Ende der Parteinahme und das Ende der Macht. Alle unsere Vorgängerkulturen hatten ein ausgesprochen gutes Verhältnis zur Farbigkeit, ja eigentlich zur Buntheit. Farbe hat einerseits mit Repräsentation feudaler Macht und Reichtum zu tun, andererseits ist sie aufs engste verbunden mit einfachen, sogenannten „primitiven“ Kulturen und Volksgruppen. Die europäische Archäologie hat im 19. Jahrhundert mit den Ausgrabungen antiker Gebäude den, wie wir heute wissen, falschen Mythos aufgebaut, die Tempel und bildhauerischen Werke des klassischen Altertums wären farblos geschaffen, das heißt, ihr Erscheinungsbild wäre allein durch das jeweilige Material begründet. Tatsache ist aber, dass alle, wahrscheinlich ausnahmslos alle Gebäude, Säulen, Wände, Dachstühle samt den Darstellungen der Götter und Olympiasieger von oben bis unten bemalt waren. Schon mit der Reformation begann eine gewisse Reserviertheit oder sogar Ablehnung und Bekämpfung der Farbe. Die freche, herausfordernde Farbigkeit, eine gute Freundin der Sünde, der Verschwendung und der Lebenslust, war nicht vereinbar mit der gestrengen, puritanischen Gottessuche. Kein evangelischer Pastor, keine katholische Nonne trägt farbige Kleider. Auch für unsere demokratisch gewählten Staatsmänner, die ehrbaren Herrn, die nüchternen Bürger oder Repräsentanten des laizistischen Staates ist es unschicklich, zu feierlichen oder offiziellen Anlässen farbige, oder gar bunte Kleidung zu tragen (Ausnahmen dazu bilden die Talare der Verfassungsrichter, bisweilen auch jene der Universitätsrektoren). Farbige, bunte Kleidung ist in unseren Gegenden dem Fasching,

der Freizeit, den Bauern und vor allem den Frauen vorbehalten. Kaiser Franz Josef jedoch konnte noch bis 1917 in einer knallroten Hose auftreten, und jeder Kardinal noch heute mit scharlachrotem Talar und Käppchen.

Farbstoffe sind Botenstoffe, sie geben uns Bescheid über den Zustand oder die Zugehörigkeit einzelner Körper, Zustände oder Phänomene. Jede Blume, jedes Tier, jeder Stein, jedes Stück Holz zeigen sich uns in ihrer typischen Farbe. Stimmt sie mit der Erwartung nicht überein, könnten dahinter eine Krankheit, ein Mangel, oder sonstige Defizite vermutet werden. Die „gesunde“ Farbe wird noch überhöht durch den Glanz, die Strahlkraft. Wenn Farbe und Glanz aus dem menschlichen Haar verschwinden, verschwindet mit ihnen auch das erste sichtbarste Erkennungszeichen eines jugendlichen Körpers. Dem Mann scheint dieser Farbverlust nicht wirklich zu schaden, die Frau jedoch verliert dadurch die Präsentation ihrer Empfängnisfähigkeit, und könnte dadurch sexuell unattraktiv erscheinen. Schrille Farbigkeit bedeutet bei Tieren oft eine Warnung an die Umgebung, Abstand zu halten, sich nicht ungebührend zu nähern und sie in Ruhe zu lassen, oder den Fressfeinden die Ungenießbarkeit oder Gefährlichkeit zu kommunizieren, aber auch eine eventuelle wehrhafte Präsenz zu verdeutlichen (Der schwarzgelbe Salamander als übel schmeckende, ätzende Speise, der bunte Hahn oder Pfau als Aufpasser und Ablenker von seinen brütenden Hennen, für diese wiederum der farbige Garant des gesunden, attraktiven Samenspenders). Frauen signalisieren angeblich ihre fruchtbaren Tage durch ausgewähltes Design und besondere Farbgebung ihrer Kleidung. Der weiße Anstrich von Fassaden und Innenräumen der Wohnungen bei Mensch und Haustier war ursprünglich eine reine Hygienemaßnahme. Dabei wurde frischer, scharfer, in Wasser verdünnter Kalk aufgetragen, um alle Gattungen Käfer, Milben, Russen, Schwaben usw. zu verätzen. In einigen Bauernhäusern unserer Gegend hat sich bis in die 1960er Jahre die Gewohnheit erhalten, Fensterrahmen, Türrahmen, Hausoder Balkontüren, manchmal auch die Küchen bis auf Brusthöhe mit einer hellgrünen oder blauen Farbe zu streichen. Von beiden Farben erhoffte man sich ursprünglich eine antiseptische Wirkung. Das Blau und Grün kamen dadurch zustande, dass Kupfervitriol bzw. Kupferarsen der Kalkbrühe beigemischt wurden. Beide Farben, eigentlich Produkte der Alchimisten und Chemiker, wurden auch zur „Schädlingsbekämpfung“ im Obst- und

Weinbau eingesetzt, wobei die Rückstände in den behandelten Lebensmitteln nicht selten zu Vergiftungen führten (Auch Ludwig van Beethoven soll angeblich in Wien durch permanentes und ausgiebiges Trinken eines „behandelten“ Weines vergiftet worden sein). Das Bestreichen der Türrahmen (Türstock), der Fensterrahmen und Leibungen mit einer giftigen Substanz, sollte alle kriechenden oder fliegenden Kleintiere daran hindern, die magische Schwelle zu übertreten, indem sie durch den Geruch oder die schrille Farbe abgeschreckt, oder anderenfalls vernichtet wurden. Neben den Lippen sollten wir die Wangen nicht vergessen, den roten Stern, die Rote Liste des drohenden Verlustes, die Rote Armee, das Rotkäppchen, Rotlicht und Blaulicht, den blauen Reiter, den blauen Engel, den Mantel der Jungfrau Maria und den Schurz der Bauern. In der frühen europäischen Malerei konnte ein kräftiger Blauton nur unter Mitwirkung von Lapislazuli (Ultramarinblau) bewerkstelligt werden, wie beispielsweise in den Fresken von Stift Marienberg, oder einem Farbstoff namens Ägyptischblau, einem der ältesten künstlich hergestellten Pigmente, dessen Gewinnung sehr viel Kenntnis und Präzision voraussetzt und daher vor allem in kultischem oder herrschaftlichem Zusammenhang auftaucht, wie übrigens alle Blaufärbungen der älteren Geschichte. Für die Tuchfärbung wurde bereits im alten Rom „Indigo“ aus Indien oder Persien importiert, aber auch eine Pflanze namens „Färberwaid“ zur Blaufärbung von Stoffen verwendet. Plinius berichtet von britannischen Weibern und Mädchen, die völlig nackt, aber mit blau gefärbtem Körper bestimmte religiöse Handlungen unternommen hätten. Schließlich bewirkte die synthetische und industrielle Herstellung des Indigo zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine weite Verbreitung blau eingefärbter Kleidungsstücke. BlueJeans und der blaue Männer-Schurz sind ein Resultat dieser „Demokratisierung“. Ebenso blau, aber wesentlich stumpfer erscheint die Montur der Fabrikarbeiter. Dieses blaue Kleidungsstück war neben der roten Fahne und der roten Nelke eines der prägenden Stilmittel der Arbeiterklasse. Keine Farben binden so viele Symbole und Bilder an sich wie Rot und Blau. Die eine als Kämpferin und feurige Liebhaberin (PrìnnatLìab), mit Namen wie Karmin, Zinnober oder Purpur, die andere kühl und vornehm als Indigo, Mangan, Kobalt, Berliner- Pariser- oder Himmelsköniginnenblau. Erich Kofler Fuchsberg


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Aglaia Hofer


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Vinschgerwind von Angelika Ploner

Sonderthema Bauen&Einrichten

Die Vita

kurz & bündig Architekt Werner Tscholl,

Foto: Angelika Ploner

geb. 1955 Studium in Florenz – 1981 abgeschlossen, seitdem Architekt Zu den wichtigsten Projekten zählen: das Museum im Kloster Marienberg, die Puni-Destillerie, die Fürstenburg, Sigmundskron, Timmelsjoch, Selimex, Mondadori …

„Marmelade kann man einwecken,

Bauten aber nicht“ Vinschgerwind: Herr Archi-

tekt Tscholl, an welchem Projekt arbeiten Sie gerade? Werner Tscholl: An zu vielen. Nein, Scherz beiseite. Es sind mehrere gleichzeitig. Im Kloster Marienberg beginnt der nächste Teil mit der Bibliothek, die dann öffentlich zugänglich gemacht werden soll. Dann arbeite ich an verschiedenen Wohnhäusern, am Friedhof in Tisens und einer ganzen Reihe

von Projekten, die noch in der Planungsphase stecken. Sind Sie ein architektonischer Querdenker? Was ist ein Querdenker? Jemand, der mit seinen Ideen auffällt. Jemand, der anders als andere denkt. Querdenker sicher nicht, ein Vordenker vielleicht. Ich denke, wie ich halt denke und viel-

leicht ist das nicht jedermanns Sache, auf den Zug aufzuspringen. Quer ist, glaube ich, immer negativ, man sperrt sich, man blockiert. Meine Objekte sind vielleicht ungewohnt. Objekte, die wir vor 20 Jahren gemacht haben, die damals eine Sensation waren, sind mittlerweile akzeptiert, ganz einfach, weil sich die Leute dran gewöhnt haben. Also es ist immer eine Sache der Gewöhnung. Und deshalb

bin ich vielleicht ein Vordenker, aber kein Querdenker. Was bedeutet für Sie gute Architektur? Oder ist Architektur nur Geschmackssache? Das ist die schwierigste Frage überhaupt und die stelle ich mir, seit ich angefangen habe zu arbeiten und wenn ich ganz ehrlich bin, dann weiß ich bis heute noch nicht, was gute Architektur ist. Gute Architektur in dem


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Sinne kann es eigentlich nicht geben, denn man ist immer auf der Suche nach Besserem. Man ist nie so zufrieden, als dass man sagen könnte, das ist jetzt gut. Sie sind nie zufrieden? Nein, es gibt immer etwas, wo ich sage, das hätte ich so oder anders vielleicht besser machen können und deshalb ist es auch schwierig zu sagen, was gute Architektur ist. Auf keinen Fall ist es Geschmackssache. Ich sage so: Man kann unterscheiden zwischen Architektur und Bauen. 99 Prozent ist einfach Bauen. Währenddem Architektur einen höheren Anspruch hat und viele Kriterien erfüllen soll und muss, unter anderem auch jenes, dass es den Leuten gefällt. Gute Architektur sollte eigentlich so sein, dass sie allen Leuten gefällt, dass sie 100-prozentig perfekt funktioniert, schön ist und der Landschaft, der Zeit und den Materialien gerecht wird. Gute Architektur

muss Ausstrahlung haben. Also es sind ganz viele Dinge, die da stimmen müssen. Das klingt fast unmöglich. Ja, das glaube ich auch. Aber jedes Projekt ist eine Weiterentwicklung und Ansporn für Neues und gleichzeitig für gute Architektur.

Ein Bau, der nur bewahrt wird, ist tot. von Werner Tscholl

Welchen architektonischen Ansprüchen müssen Ihre Bauprojekte gewachsen sein? Für mich ist das Wichtigste, dass der Bauherr sagt: Ich habe das bekommen, was ich in Auftrag gegeben habe. Früher, als ich noch jünger war, da war man noch radikaler und hat gesagt: Wenn es den Leuten gefällt,

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dann ist es keine gute Architektur. Das hat sich verändert. Im Grunde wäre es das Maximale, wenn es wirklich allen Leuten gefällt. Meine Bauprojekte müssen stimmig sein, müssen Charakter haben, müssen eine Ausstrahlungskraft haben und dürfen nicht plastifiziert wirken. Ein Gebäude muss leben, das ist einer der ersten Sätze, die ich mir zu Grunde gelegt habe. Architektur ist, erlebbaren Raum zu schaffen, im Sinne von erleben und leben. Viele Ihrer Gebäude haben eine öffentliche Seite. Revitalisierungen, Sanierungen: Sind Sie ein architektonischer Bewahrer? Bewahrer in dem Sinne nicht. Wenn ich saniere, dann lass ich das Alte so wie ich es vorfinde. Wenn das mit Bewahrer gemeint ist, ja gut, dann bin ich ein Bewahrer. In meinen Augen ist bewahren ein Schritt, der ein Ende bedeutet, also konservieren, unter die Glocke stellen. Das kann

es nicht sein. Bauten, auch wenn es Revitalisierungen sind oder Sanierungen müssen immer eine neue Komponente erhalten. Deshalb bin ich kein Bewahrer, sondern ein Revitalisierer. Ein Bau, der bewahrt wird, ist tot. Marmelade kann man einwecken, aber Bauten kann man nicht einwecken. Bauten müssen weiterleben. Bauten sind für eine Funktion gemacht. Ich rühr das Alte überhaupt nicht an. Wenn man an diese alten Sachen rangeht, sieht man, dass immer wieder Generationen vor uns nur Fehler gemacht haben, beim Erweitern, beim Anfügen, beim Sanieren, beim Revitalisieren. Diese Fehler entfernen wir meistens wieder, weil sie uns als nicht passend vorkommen, weil die Zeit eine andere geworden ist. Und ich sage, ich bin nicht die erste Generation, die keine Fehler mehr macht und in 20 oder 30 Jahren werden Architekten kommen, die sagen, das muss wegkommen. 


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Projekte von Werner Tscholl

 Zumindest haben sie dann die gleiche Chance, wie wir sie auch schon hatten, um das so zu machen, wie sie meinen, dass es richtig ist. Welches Ihrer Bauprojekte war das spannendste für Sie? Immer das letzte.

Revitalisierung der Fürstenburg, Mals, 2011

Schloss Annaberg (Latsch) Baubeginn: offen

Die Whisky Destillerie Puni des Albrecht Ebensberger, Glurns, 2012

Kloster Marienberg, Abt-Hermann-Haus mit Klostermuseum, 2007

Was ist gerade im Kopf? Sobald ein Projekt draußen vom Kopf ist, sobald es gezeichnet ist, ist die Spannung weg, dann ist es nur mehr reine Arbeit. Spannend ist für mich ein Projekt, wenn es noch mir ganz alleine gehört, wenn es noch im Kopf herumschwirrt. Das muss gar nicht ein Auftrag sein, das kann auch ein Projekt sein, für das gar niemand einen Auftrag gegeben hat. Zurzeit? Zurzeit ein Wohnhaus, von dem man aber noch nicht sagen kann, wann es gebaut wird, wo es gebaut wird oder für wen es gebaut wird. Bauen im Bestand: Liegt darin die Zukunft für Architekten? Ihre Meinung. Nein, ganz sicher nicht. Denn, wenn wir nichts mehr neu bauen, dann sind wir tot. Das Pro-

Fotos: „Wind“-Archiv

Was wäre das letzte? Das, was gerade im Kopf ist.

blem ist, dass wir uns immer ein Thema setzen und dann gibt es nur mehr dieses eine Thema. Natürlich müssen wir anfangen umzudenken. Ich bin der Erste, der sagt, dass wir alten Bestand nutzen müssen. Und das tun wir ja auch. Aber das ist nicht die Zukunft. Die Zukunft ist auch neu bauen. Denn, wenn wir nur mehr sanieren oder im Bestand bauen, dann kann das auch nicht funktionieren. Das größere Problem ist die Zersiedelung. Wir müssen aufhören, neuen

Baugrund auszuweisen in den landwirtschaftlichen Zonen. Sozialer Wohnungsbau, geförderter Wohnbau: Beides ist Bauen auf engstem Raum. Kann gute Architektur unter diesen Zwängen noch gelingen oder müssen sich hier die Spielregeln ändern? Ich kann da nicht mitreden, weil ich bis jetzt noch nichts im sozialen oder geförderten Wohnbau gemacht habe. Ich glaube, es ist eine andere Herangehensweise.

Die hohe Baudichte ist beispielsweise überhaupt kein Problem. Da brauchen wir uns nur Glurns oder überhaupt alle Altstädte anzuschauen, da lebt man auf engstem Raum. Das hat mit architektonischer Qualität nichts zu tun. Die Frage ist vielleicht eine andere: Man müsste sich ganz neu definieren. Wie muss man planen, dass mit wenig Geld auf engstem Raum gelungen gebaut wird. Das Problem ist, dass bei diesen Zonen meistens kein Konzept herrscht. Es

Eigenproduktion


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gibt zwar Durchführungspläne, Wiedergewinnungspläne, aber jeder Einzelne macht dann das, was er will. Der eine malt sein Haus grün an, der andere gelb oder blau. Es fehlen die Einheit und die Einfachheit. Aber reden ist einfach, man müsste da mal bauen und die richtige Antwort für diese Herausforderung oder Aufgabe suchen. Was halten Sie von Südtirols Vorzeigemodell KlimaHaus? Na ja. Es ist in Ordnung, ich will da jetzt nichts und niemanden kritisieren. Es ist im Grunde halt nichts anderes, als einen Mantel um ein Gebäude herumgehängt und das war es auch schon. An und für sich ist es sicher in Ordnung, dass wir „Klimahäuser“ bauen, aber wir müssen es ja nicht propagieren als Erfindung Südtirols. Finden Sie das Muss eines Klimahausstandards richtig? Nein, das finde ich nicht richtig. Ich bin gegen jeden Zwang, den es gibt. Und gerade bei solchen Sachen, von denen wir nicht

wissen, wie wir sie in 20 oder 30 Jahren bewerten werden, darf man unmöglich Leute dazu zwingen, etwas zu tun, von dem wir nicht wissen, ob es sich als richtig erweisen wird. Das wäre so ungefähr dasselbe, als ob man die Leute vor 100 Jahren gezwungen hätte, Asbest zu verwenden. Es darf einfach nicht sein, dass man Leute zu etwas zwingt, von dem wir nicht wissen, ob es richtig oder falsch ist. Dieser Zwang darf nicht sein. Zwang ist immer falsch. Erziehung ja. Die Leute dazu zu erziehen, dass wir Energie sparen müssen, das ja, aber es darf kein Zwang sein.

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Architekt, Auftraggeber, Handwerker: Wie vermeiden Sie Konflikte am Bau? Konflikte gibt es kaum. Man hat Differenzen, aber keine Konflikte. Ich hatte bei meiner Arbeit bislang noch nie einen Konflikt. Differenzen ja, die muss es geben, sonst macht die Arbeit auch keinen Spaß. Gesunde Reibungen muss es geben. 

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 Anders gefragt: Ist Bauen ein Kompromiss? Nein, nie ein Kompromiss. Das Schlimmste, was einem Bau passieren kann, ist ein Kompromiss. Es darf keine Kompromisse geben. Bauen ist die Idee von einem, zwei oder drei Leuten, die gemeinsam etwas machen wollen, das darf kein Kompromiss sein. Kompromisse sind etwas für zwischenmenschliche Beziehungen, aber fürs Bauen ist das nicht gut. Wenn man baut, steht die Grundidee des Architekten, der Bauherr trägt sie mit, bezahlt sie und der Handwerker führt sie nach bestem Wissen und Gewissen aus, da kann es keinen Kompromiss geben. Dass Bauherren und Architekt unterschiedlicheVorstellungen haben, gibt es bei Ihnen nicht? Nein, dann lass ich die Hände davon. Wenn der Bauherr nicht 100 prozentig mit dem einverstanden ist, was ich für ihn machen will, dann hat es keinen Sinn, dass ich mit ihm arbeite.

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Themenwechsel: Die Materialien. Sie greifen vornehmlich zu Holz und Stein. Warum? Eigentlich weder zu Holz, noch zu Stein. Sondern? Holz setze ich immer weniger ein, weil ich der Meinung bin, dass es nicht so schnell schön altert, wie es eigentlich sollte. Es dauert zu lange und dann gibt es diese Zwischenzeiten, die mir nicht mehr so gut gefallen. Glas ist zum Beispiel ein Material, das dauerhaft eingesetzt werden kann, das verwende ich gerne. Beton ist auch ein wunderbares Material. Aber welches Material ich letztendlich verwende, hängt immer vom Bau selbst ab. Welches Ihrer Objekte würden Sie so nicht mehr bauen? Keines. Herr Architekt Tscholl: Was schätzen Sie am Vinschgau? Was schätze ich am Vinschgau? Schwierig zu sagen. Ich bin hier daheim, das schätze ich.

Umgekehrt gefragt: Würden Sie wegziehen vom Vinschgau? Ohne weiteres, ja. Da hätte ich kein Problem. Wenn es sich ergeben würde, dass ich nach New York ziehen würde oder wollte, warum nicht. Ich schlage überall Wurzeln und da wo ich gerade bin, fühl ich mich am wohlsten. Sie sind Vinschgaus bekanntester Architekt, haben zahlreiche Projekte in Südtirol und im oberitalienischen Raum realisiert: Was hebt den Vinschgau architektonisch von anderen Gebieten ab, oder hebt er sich überhaupt ab? Nicht mehr. Damals vor 30 Jahren, als ich angefangen habe, waren wir Vinschger Architekten Dietl, Spitaler, Gapp und meine Wenigkeit, vielleicht diejenigen, die das erste Mal Architektur in die Täler hinaus gebracht haben. Die Architekten, die damals von Bozen herauf kamen, haben nur die öffentlichen Projekte gemacht, kaum private Sachen. Wir hatten das Glück, Bauherren zu haben, die etwas probiert ha-

ben, einfach mal was anderes wollten. Mittlerweile haben alle Landesteile aufgeholt und ich würde sagen, den Vinschgau überholt. Was wäre ein Traum, was würden Sie gerne bauen? Auch das ist schwierig zu sagen. Ich habe keinen Traum mehr in dem Sinne. Das Spektrum ist abgedeckt. Im Prinzip ist jeder Bau ein Traum. Abschließend eine persönliche Frage: Wie wohnen Sie selbst? Ich wohne hier im Haus, das ich selbst vor 30 Jahren gebaut habe. Das war mein erstes Projekt, ich hatte kein Geld, keine Aufträge, nur einen Grund und hab vor allem selbst Hand angelegt, mitgemauert und vieles andere. In dieser Zeit hab ich viel gelernt. Dieses Haus war damals ein Aushängeschild, ein Objekt, das aufgefallen ist. Ich fühle mich hier noch immer wohl. Demnächst werden wir aber umziehen und ein neues Haus hier in Morter bauen. 

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Nationalpark Stifserjoch

Die Geheimnisse des Ortler-Eises Foto: Wolfgang Platter

Die ersten Ergebnisse aus den Untersuchungen der Eiskernbohrungen von 2011 Der Ortler von der Kehre 1 an der Vinschgauer Rampe der Stilfserjoch-Passstraße aus: Herbstnebel füllen das Trafoital und der höchste Gipfel der Ostalpen ragt majestätisch aus dem Nebelmeer.

Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Nikolaus von Flüe, 25. September 2013

Am 5. September in Sulden und am 10. September in Bozen wurden die 1. Untersuchungsergebnisse vorgestellt, welche bis jetzt aus den Bohrkernen vom Gletscher des Ortlers gewonnen wurden. Diese Bohrkerne waren im Rahmen des internationalen Forschungsprojektes „Ortler Ice Core“ im September 2011 entnommen worden. Das Projekt wird von Prof. Lonnie Thompson und vom Trentiner Glaziologen Paolo Gabrielli an der State Ohio University in den Vereinigten Staaten von Amerika koordiniert. Inzwischen arbeiten am Projekt Wissenschaftler aus 6 verschiedenen Ländern mit, darunter auch Südtiroler Institutionen. Gletscher sind paläoklimatische Archive, welche in ihren Eisschichten wertvolle und interessante Informationen zu verschiedenen Bereichen der Naturwissenschaften aufbewahren. Und bevor die Gletscher in Zeiten der Erderwärmung und des Klimawandels abschmelzen und damit die im Eis konservierten Informationen un-

wiederbringlich verloren gehen, werden Bohrkerne entnommen und die Eiszylinder in Tiefkühlzellen für die nachfolgend möglichen Forschungen aufbewahrt. Die Eissäulen haben einen Durchmesser von ca. 10 cm und sind Meter für Meter identifiziert. Von den vier im September 2011 auf 3.850 Metern Meereshöhe knapp unterhalb des Ortler-Gipfels entnommenen Eiskernen ist bisher (erst) einer von den Forschern der verschiedenen Fachrichtungen untersucht worden. Die Bohrungen waren von der Oberfläche durch das Grundeis bis zum gewachsenen Felsen vorangetrieben worden. Sie hatten eine Eismächtigkeit am OrtlerGletscher von 76 m ergeben. Im heutigen Beitrag möchte ich versuchen, die 1. Untersuchungsergebnisse am OrtlerEis zusammenzufassen

Warum gerade der Ortler? Im Rahmen des Suldner Informationsabends hat Paolo Gabrielli die Frage beantwortet, warum gerade der Ortler-Gletscher bebohrt worden ist. Der Ortler türmt sich im niederschlagsarmen Vinschgau als einem

inneralpinen Trockental zum höchsten Berg der Ostalpen auf. Bei den geringen jährlichen Niederschlagssummen braucht es einen langen Zeitraum, bis sich aus den geringen Schneeauflagen über Firnbildung ein Eis-panzer von vielen Metern Mächtigkeit aufbaut. Es konnte daher als Arbeitshypothese angenommen werden, dass die untersten Eisschichten am Ortler-Gletscher ein sehr hohes Alter aufweisen müssten.

Welche Temperaturen herrschen im Ortler-Eis? Interessant sind die im Bohrkern ermittelten Temperaturen des Eises. In den oberen dreißig Metern hatte das Eis eine Temperatur von + 0°C, lag also beim Schmelzpunkt des Eises bzw. Gefrierpunkt des Wassers. In den unteren Eisschichten von 30 bis 70 m Tiefe nahm die Temperatur nach unten von -0,5 bis -3,5°C ab. Diese höhere Eistemperatur in den oberflächennahen Schichten und die tiefere Temperatur in den unteren Schichten ist zunächst überraschend, hat aber ihre einsichtige Erklärung in der Klimaänderung in den letzten 100 Jahren von 1911


– 2011. Aus der Auswertung der Messergebnisse, welche in den umliegenden meteorologischen Messstationen in großer und mit dem Ortler vergleichbaren Höhenlage seit Beginn der Messungen um 1860 bis 2010 erhoben worden sind, wissen wir, dass die Jahresdurchschnittstemperatur der Luft in 3.500 m MH über einen längeren Zeitraum -4°C betragen hatte. Im kurzen Zeitraum der letzten 30 Jahre von 1980 bis 2010 ist der Jahresmittelwert der Lufttemperatur in 3.500 m Höhe recht dramatisch um 2°C auf nur mehr -2°C angestiegen. Diese Erhöhung der Lufttemperatur hat auch zu einer Erwärmung des Eises in seinen oberen Schichten bis in die Nähe seiner Schmelztemperatur geführt. Noch wirken diese oberen Eisschichten auch am Eispanzer des Ortlers als Isolator und verzögern das Eindringen der Wärme aus der angestiegenen Lufttemperatur in tiefere Eisschichten. Modellrechnungen im Team von Paolo Gabrielli haben ergeben, dass die Eistemperatur auch in den tieferen Schichten des Ortler-Eises im Zeitraum 2020-2050 um 1,8°C ansteigen werden. Damit wird sich der Ortler-Gletscher in einen sogenannten „gesamttemperierten“ Gletscher umwandeln. In der Temperaturbilanz des Gletschers muss auch die Geothermie (Erdwärme) einbezogen werden, welche von unten auf das Eis einwirkt.

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in ihren Schichten, welche in den Jahren zwischen 1956 und 1963 entstanden sind, eine erhöhte Radioaktivität aufweisen. In dieser Zeitspanne haben die Länder, welche über die Atomenergie verfügten, ihre Atomsprengversuche überirdisch in der Erdatmosphäre ausgeführt. Dies hatte eine weltweite Fernverfrachtung radioaktiver Teilchen und deren Ablagerung und Konservierung auch im Eis der Gletscher zur Folge. Für den Ortler-Gletscher war die erhöhte Tritium-Radioaktivität jetzt in den Laboruntersuchungen zum Bohrkern in einer Tiefe zwischen 40 und 45 m nachweisbar. Der Schluss daraus: Wenn der Anfall von diesen radioaktiven Teilchen zeitlich in die Jahre 1956-1963 eingeordnet werden kann, bedeutet dies, dass die obersten 40-45 Meter Eis am Ortler in den letzten 50-60 Jahren entstanden sind. Zur Schätzung des Altes von Grundeis wird von den Gletscherforschern zunächst auch ein mathematisches Modell herangezogen. Dieses Modell wird mit zunehmendem Wissen ständig auch mit neuen Daten ergänzt und dadurch in seiner Zuverlässigkeit verfeinert. Aus der von Paolo Gabrielli und seinem Team an der Universität in Columbus durchgeführten Modellrechnung ergab sich für das Grundeis am Ortler ein errechnetes Alter von ca. 400 Jahren. Das tatsächliche Alter des Grundeises am Ortler liegt aber mit 2.650 Jahren (!) deutlich höher. Damit sind die tiefen Schichten des heutigen Ortler-Gletschers um ca. 650 Jahre vor Christi Geburt, also in der archäologischen Zeittafel in der Eisenzeit entstanden. Wie kann das behauptet werden? Die Eisforscher hatten das Glück, dass im ersten Bohrkern in 72 m Tiefe eine Lärchennadel eingeschlossen war. Deren organisches Baumaterial hat eine Altersbestimmung mit der sogenannten Kohlenstoff-14-Methode zugelassen.

Welche Folgen hat die Eiserwärmung? Wenn das Schmelzwasser des bereits heute in den oberen 30 m temperierten Eises das Grundeis am Ortler erreichen wird, wird dieses Wasser wie ein Gleitmittel wirken und zum Beispiel die Fließgeschwindigkeit des Gletschers beschleunigend verändern. Als Konsequenz werden etwa die Häufigkeit und die Mächtigkeit der Eisbrüche an der Stirnseite des Gletschers zunehmen. Ein mächtiger Eisbruch vom Ortler ist etwa vom 22. Juli 2009 dokumentiert. Der Abschmelzprozess der Eismassen wird beschleunigt werden.

modelle für die untersten 10-5 m Eis sehr ungenau und unzuverlässig sind, weil in diesen tiefen Eisschichten ob des hier herrschenden Druckes und des großen darüber liegenden Gewichtes die Firneisschichten so stark verdichtet und verändert sind, dass eine Schichtenstruktur nicht mehr vorhanden und somit eine zuverlässige Alterszuordnung der amorphen Masse nicht mehr möglich ist.

Info: Das Grundeis des Ortlers ist 2.650 Jahre alt. Somit ist seine Entstehung in der archäologischen Zeitleiste in die Eisenzeit einzuordnen. Ein bildhafter Vergleich zur zeitlichen Einordnung: Hannibal, der berühmte Feldherr der Karthager hat die Alpen mit seinen 38 Elefanten von der Iberischen Halbinsel Richtung Italien im Feldzug gegen die Römer unter Scipius im Jahre 218 v. Chr. (in einer Wärmezeit) überquert.

Gespannt Auf weitere Forschungsergebnisse darf man gespannt sein, so etwa auf die Untersuchungen der im Eis eingeschlossenen Pollenkörner. Diese Untersuchungen werden von Prof. Klaus Oeggl und seinen Mitarbeiter(innen) am Botanischen Institut der Universität Innsbruck durchgeführt. Gespannt darf man dann etwa auch auf die neuen Erkenntnisse der Höhen-Mediziner sein. Dr. Hermann Brugger als Leiter des Institutes für alpine Notfallmedizin an der EURAC in Bozen und sein Mitarbeiter Giacomo Strapazzon haben die Reaktionen der Körper der Eisforscher während der Bohrkampagne im September 2011 beim länger dauernden Aufenthalt in großer Höhe zu ihrem Forschungsobjekt gemacht. Neue Erkenntnisse zur Höhenkrankheit, zum Lungenödem und zum Hirnödem sollen gewonnen werden.

Errechnetes und tatsächliches Alter

Foto: Wolfgang Platter

Paolo Gabrielli hat in Sulden zunächst ausgeführt, dass alle Gletscher unserer Erde

Foto: Wolfgang Platter

Wie ist es möglich, dass das über das mathematische Modell errechnete Alter des Eises vom tatsächlichen Alter so stark abweicht? Paolo Gabrielli hat diese große Differenz damit erklärt, dass die Rechen-

Wie alt ist nun das Ortler-Eis?

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Links: Die Bautafel vom September 2011 fasst die damaligen Partner am Projekt Eiskernbohrung Ortler zusammen. Mitte: Der Einschluss einer Lärchen-Nadel im 1. Bohrkern des Ortler Eises in 72 Metern Tiefe hat die Altersdatierung des Eises mit der RadiocarbonMethode zugelassen: Das Grundeis am Ortler-Gletscher ist 2.650 Jahre alt. Rechts: Das Bohr-Zelt am Ortler Gletscher im September 2011 vom Hubschrauber aus.

Foto: Reinhold Stecher/Matteo Cattadori

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Erfolg durch junge Spieler

Landwirtschaft und Sport

Fußball: 2. Liga ASV Schluderns Raiffeisen

Klassenerhalt und Aufbau

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Foto: Leonardo Pellissetti

inige Fragen werden dem neuen Schludernser Trainer Roman Perkmann gestellt. Seit 15 Jahren Spieler in der Kampfmannschaft des SC Laas hat Perkmann viel Erfahrung. Vinschgerwind: Die ersten Eindrücke in Ihrer neuen Rolle? Perkmann: Die Mannschaft hat viele junge Spieler und die Stimmung ist eindeutig positiv. In Schluderns hat Fußball Tradition und ist wichtig für den Sportverein und für das Dorfleben. Fußball wird in Schluderns intensiv gelebt, von vielen Leuten verfolgt und geschätzt. Der Sportplatz ist somit Treffpunkt. Ziele in der heurige Meisterschaft? Der Klassenerhalt und hauptsächlich die junge Mannschaft aufzubauen und zu entwickeln. Viele Spieler stehen zu Verfügung, ca. 26, Kleinfeldspieler und Junioren waren am Training dabei in einer guten Mischung von einigen Erfahrenen und guten Jungen. Wie schaut es in der 2. Liga aus? Es ist eine starke, sehr ausgeglichene Liga. Plaus, in der SpG mit Naturns, ist natürlich sehr stark, die Vinschger Mannschaften sind allgemein gut, wie Prad und Laatsch, auch Eyrs als Mannschaft mit guten Jungen kann überraschen. Ist der 32-jährige Perkmann Spieler-Trainer? Ich trainiere mit, aber ich bevorzuge es, die Jungen spielen zu lassen. (lp)

Auf dem mit Namen und in der Realität faszinierenden Himmelreich-Hof in Tschars ist Markus Fliri Weinbauer. Er hat Fußball unter Alfred Wellenzohn, Skifahren unter Ernst Wellenzohn/Helli Werner praktiziert. Er fährt auch Mountainbike und ist zudem Jäger und (Pilze-)Sammler. (lp)

Investition in Jugend SSV Naturns Raiffeisen Industriepool - Während die Kampfmannschaft mit viel Einsatz die vierte Saison in der Oberliga bestreitet, betreibt der SSV Naturns eine erfolgreiche Aufbauarbeit im Jugendsektor. Der Nachwuchs wird behutsam aufgebaut.

Vor dem Italienpokalspiel gegen BZ 96 in wurde die neue Mannschaft präsentiert

von Leonardo Pellissetti

N

aturns ist dabei, die vierte Saison in der Oberliga zu bestreiten. Das erste Spiel gegen St. Martin wurde dank Ausdauer und Kampfgeist in den letzten 5 Minuten siegreich entschieden. Nach dem verlorenen Spiel in Mori wurde die Revanche in Naturns erwartet. Naturns spielte mit hohem Tempo und Einsatz, verschaffte sich dadurch auch mehr Torchancen, aber vergab alle und wurde von St. Georgen bestraft, welches die eigenen Chancen kaltblütig nutzte. Schade, weil die von Chini trainierte Mannschaft insgesamt besser aufgestellt war. Zu betonen ist, dass die Naturnser eine Halbzeit zu 10. spielten und 5 gelbe Karten kassierten. Eine verhängnissvolle Tatsache, welche eine tiefe Überlegung mit klaren Konsequenzen brauchen wird.

Jugend-Politik Ganz interessant und wichtig ist beim Naturnser Sportverein der Einsatz für die Jugend. 12 Mannschaften spielen in Naturns, 7 davon in Zusammenarbeit mit der Spielgemeinschaft mit Partschins, Plaus und Schnals. Das sind rund 120 Spieler. Weitere 50 Kinder, wie Günther Pföstl informiert, abwärts der U10 bilden den Basisbereich, heuer wurde für 5- bis 6-jährige Kinder mit Erfolg Ballspiel und Bewegungsstunde angeboten, an denen 20 Kinder teilgenommen haben. Auf unsere Frage über das Konzept von Sport in Naturns allgemein erklärt der Jugendkoordinator Günther Pföstl: „Für die Sektionsleitung Fußball im SSV Naturns ist es gleichermaßen wichtig, den Spitzensport und den Breitensport zu

fördern. Man ist stets bestrebt, eine starke erste Mannschaft zu stellen, welche in der Oberliga mithalten kann, als Aushängeschild für den Naturnser Fußball und als Vorbild für unsere Jugendspieler. Aber auch in die Jugendarbeit wird sehr viel investiert. Bei den regionalen Teams (Junioren, A-Jugend und B-Jugend) kann man seit einigen Jahren mit den besten Teams Südtirols mithalten. Im Aufbaubereich gilt es die Grundlagen für die fußballerische Ausbildung zu legen. Hier zählen nicht die Ergebnisse, sondern die individuelle Entwicklung der Spieler. Dafür können wir auf kompetente Trainer zählen, welche mittlerweile fast alle einen Befähigungsnachweis haben. Wir sind stets bemüht, den Nachwuchs für den Fußball zu gewinnen und ihm den Spaß und die Freude am Fußball zu vermitteln.“

Foto: Leonardo Pellissetti

Foto: Leonardo Pellissetti

Im goldenen Moment für den Fußball von Kastelbell/Tschars mit der stolzen Besetzung der Tabellenspitze in der 1. Liga freut sich BM Gustav Tappeiner besonders für die Rolle der jungen Spieler in der Mannschaft seiner Gemeinde.

Foto: Leonardo Pellissetti

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Laatsch

Eishockey

3. Jugendfußballturnier um die Calva-Trophäe

Tor für die Geschichtsbücher

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Der begehrte Wanderpokal des U-10 Turniers befindet sich bis zum nächsten Herbst in Schluderns

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er 10. September war ein historischer Tag für das italienische Eishockey, aber auch für einen Vinschger: An diesem Tag fand in der Bozner Eiswelle das erste Heimspiel des HC Bozen Südtirol in der Ersten Bank Eishockey Liga (EBEL) statt und ein Vinschger sicherte sich dabei einen Eintrag in die Geschichtsbücher. In der 6. Minute erzielte Peter Wunderer vor 2.500 Zuschauern gegen den EC Red Bull Salzburg die 1:0 Führung. Der 23-jährige Prader ist damit der erste Eishockeyspieler, der in der EBEL einen Treffer auf italienischem Boden erzielen konnte. Das Spiel gewannen die Südtiroler mit 4:3. Wunderer und der Goldrainer Hannes Oberdörfer mischen mit dem HC Bozen die österreichische Profiliga ordentlich auf: Das Team gewann die ersten vier Spiele der neuen Saison und eroberte zur Überraschung vieler Eishockeyexperten die Tabellenspitze. (sam)

Foto: Andreas Paulmichl

ürzlich wurde vom ASV Laatsch/Raiffeisen das 3. Jugendfußballturnier um die Calvatrophäe auf dem Laatscher Sportplatz durchgeführt. Der Wettkampf konnte bei idealem Wetter ausgetragen werden. Dieses Turnier ist für Trainer und Kinder eine willkommene Gelegenheit, noch rechtzeitig vor Beginn der Fußballsaison in Schwung zu kommen. Dies zeigt die zahlreiche Beteiligung. Bei den U-10 Turnieren beteiligten sich 8 Mannschaften (Oberland, Burgeis, Mals, Taufers/Laatsch, Glurns, Schluderns, Prad und Eyrs/Laas). Bei den zahlreichen und spannenden Vorrundespielen während des Tages wurde eifrig probiert, gewechselt und getestet. Schließlich qualifizierten sich die Mannschaft aus Prad und jene aus Schluderns für das Finalspiel am Abend, das die Schludernser Jungs mit 2:1 für sich entscheiden konnten. Bei dem U-12 Turnier am Vormittag beteiligten sich 4

Mannschaften (Mals, Laatsch/ Taufers, Schluderns und Laugen Tisens). Auch diesmal gingen die Schludernser als Sieger vom Platz. Bei der anschließenden Preisverteilung konnten alle Kinder ein T-Shirt und den jeweiligen Mannschaftspokal in Empfang nehmen. Der begehrte Wanderpokal des U – 10 Turniers befindet sich vorerst bis zum

nächsten Herbst in Schluderns. Ein herzliches Vergelt’s Gott gilt allen freiwilligen Helfern/ innen, die zum guten Gelingen des Jugend-Turniers beigetragen haben. Ein großes Dankeschön auch den beiden Sponsoren, der Raiffeisenkasse Prad-Taufers und die Firma Fliesen 3000, welche das Jugend-Turnier finanziell unterstützten.

Red Lions B-Jugend

Bergläufe immer beliebter

Optimaler Meisterschaftsstart

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I

Foto: „Wind“-Archiv

usammenfassung der letzten Wettkämpfe. Beim Maddalene Sky Marathon (Nonsberg): 44,2km, 2905m hinauf und 3256m Abstieg wurde Rudi Schöpf gesamt 56. (33. in der Regionalwertung) in 6:23:23 und Theo Plangger wurde gesamt 76. (56. RW) in 7:17:20. Meran2000: Der überlegene Sieger des Dolomiten-Marathons Thomas Niederegger wurde gesamt 2. und Sieger seiner Kategorie mit 1:00:53. Christian Tscholl holte einen 3. Platz, Anna Kerschbaumer und Robert Steiner einen 4., Walter Alber kam auf Platz 6, Ewald Pixner auf den 12. und Martin Theiner auf den 16. Achensee: Auch dieser Lauf weist sehr steile Passagen auf. Beim 23,2km-Lauf siegte Gebi Erhard in seiner Klasse, beim

10km-Rennen wurde Ilse Schütz gesamt 2. und sie siegte in ihrer AK; Hubi Pilser wurde in seiner Klasse 2. (Foto). Auch beim 3Zinnenlauf stand Thomas wieder auf dem Podest. Er wurde gesamt 3. und Zweiter seiner Kategorie. Insgesamt 7 Frauen (Anna Pircher,Tamara Schwienbacher,Verena Pratzner, Petra Waldner, Anna Kerschbaumer, Monika Siller und Lotte Staudacher) sowie 11 Männer vom Rennerclub bewältigten diese anspruchsvolle Strecke bei kühlem, regnerischem Wetter: Thomas Niederegger, Christian Tscholl, Daniel Fissneider, Karl Tappeiner, Rudi Hölbling, Walter Alber, Roland Altstätter, Martin Kobler, Ewald Pixner, Plangger Theo und Ferdinand Waldner. Helmut Zischg

n der vergangenen Saison feierten die Red Lions der U14 ein historisches Double, nun ist die neue Meisterschaft gestartet und die Mädchen wollen ihre zwei Titel verteidigen, was dank ihres optimalen Saisonstarts gut möglich ist. Das erste Spiel gewannen die roten Löwinnen auswärts gegen die Südtiroler Damen mit 3:1. Das erste Heimspiel bestritten die Nachwuchsspielerinnen gegen Obermais, den direkten Titelkonkurrenten in der vergangenen Saison. Auch bei diesem Spiel zeigten die Löwinnen, dass sie im Kampf um den Titel mitreden werden und sie gewannen die Partie klar mit 4:0. (sam)

Fotos: Sarah Mitterer

Laufsport

Foto: HCB

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Martell

ASV Latsch - Fußball

Klettern für alle

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as Kletterteam Vinschgau startet die neue Saison. Am 6. September 2013 startete das „Kletterteam Vinschgau“ in eine vielverheissende neue Saison in der Kletterhalle Martell (Freizeitzentrum Trattla Martell). Alle Kinder und Jugendlichen im Alter von acht bis 18 Jahren trainieren dort zweimal pro Woche und nehmen anschließend am regionalen Kletterwettbewerb „Juniorcup“ teil. Im vergangenen Frühjahr 2013 nahmen zwei Vinschger Athleten an der Italienmeisterschaft in Arco teil und konnten dort beachtenswert gute Ergebnisse erzielen. Darauf sind wir besonders stolz. Für Erwachsene und Kinder bietet der AVS Martell im Herbst 2013 und im Frühling 2014 weitere Kletterkurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. Nähere Infos unter Telefonnummer 347 5908728 und unter www.kletterhalle.it/martell

Ähnlichkeit der Prominenten D

ie an vorderster Front kämpfenden Mannschaften im Vinschgau, nämlich Naturns in der Oberliga und Latsch in der Landesliga, erleben zu Beginn dieser Meisterschaft wenige glückliche Momente. Mit Ähnlichkeiten: Beide erlebten nach dem ersten siegreichen Spiel drei Niederlagen hintereinander. Eine weitere Ähnlichkeit ist ein gewisses Pech bei den letzten Heimspielen und die dritte Ähnlichkeit ist die Nervosität und die Neigung, gelbe und rote Karten zu bekommen. Eine gewisse Nervosität ist auch bei der Latscher Begleitung zu spüren. Wie z.B., dass im Spiel Latsch-Bozen der Schiedsrichter aus Bozen war.Nur mit den Entscheidungen der Schiedsrichter kann man trotzdem nicht die Mannschaftssituation interpretieren. Latsch hat beim letzten Spiel gegen Bozen sehr tapfer gekämpft. Obwohl für fast zwei Drittel des Spieles zu 10., haben die Lat-

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scher Jungen nie aufgegeben, attackiert und Torchancen herausgespielt. Im Sturm haben Lo Presti, Schwemm und Tscholl entschlossen Druck aufgebaut, so dass die Bozner nur mit Konter reagieren konnten. Das Pech hat auch eine Rolle gespielt. Der Kreuzeckschuss von Paulmichl in der 6. Minute hätte dem Spiel eine ganz andere Linie geben können. Man kann sich mit der von Erfahrung bestätigten Beobachtung trösten, dass das Glück nicht immer in die gleiche Richtung ausschlägt. (lp)

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Konter der Bozner in der zweiten Halbzeit, auch Stürmer Mattia Lo Presti hilft in der Latscher Verteidigung aus


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Vinschgerwind 20-13

/Kleinanzeiger/ 45

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Vinschgerwind 20-13

03.10.13

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„Die Malicanti“

Wind-Termine

ein Konzert , Tänze und traditionelle Gesänge aus der bäuerlichen Kultur Apuliens werden dargeboten. Das Publikum kann nicht

nur zuhören sondern ist auch zum Tanz eingeladen. Eintritt frei. Wann: am Do., 3. Oktober 2013 um 20.00 Uhr Wo: Sparkassen Saal im Kulturhaus Schlanders

Jahrestag

Rafael Kofler Schluderns * 14.10.1993 † 12.10.2009

Es sind die schönen Erinnerungen, dein fröhliches Lachen und viele glückliche, unvergessliche Momente, die wir wie ein kostbares Geschenk in uns tragen. Rafael, du fehlst uns sehr. Lieber Rafael, wir denken ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Samstag, 12. Oktober um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Schluderns. Danke allen, die daran teilnehmen und dich stets in lieber Erinnerung behalten. In Liebe deine Eltern Esther und Peter und dein Bruder Jonas

Der Erfolgsroman von Anna Gavalda in einer Inszenierung des Münchner a.gon Theaters Wann: a m Freitag, 4. Oktober 2013 um 20.00 Uhr Wo: Kulturhaus Karl Schönherr, Schlanders

Das a.gon Theater München zeigt

ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN

Staatstheater Kassel

Stefan Zimmermanns Inszenierung von Anna Gavaldas Erfolgsroman mit Katharina Pütter, Ottokar Lehrner, Lutz Bembenneck, Ursula Dirichs u.a.

Wir lieben und wir wissenFreitag, 4. Oktober um 20 Uhr im Kulturhaus Karl Schönherr nichts in Schlanders von Moritz Rinke

Foto: N. Klinger

4. Jahrestag

ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN

Kartenvorverkauf sind im Tourismusverein Schlanders-Laas in Schlanders

Restkarten an der Abendkasse ab 19.00 Uhr Wann: Donnerstag, 17. Oktober 2013 um 20.00 Uhr Wo: Kulturhaus Karl Schönherr, Schlanders In Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Kulturinstitut

Jahrestag Draußen am Ende des Regenbogen werde ich auf euch warten.

1. Jahrestag Ich bin nicht tot, ich tauschte nur die Räume. Ich leb’ in euch und geh durch eure Träume.

8. Jahrestag

Adolf Biedermann *06.03.1961 † 12.10.2005 In lieber Erinnerung gedenken wir deiner am Sonntag, 13. Oktober um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Eyrs. Die Angehörigen

Walter Alber Proxn Walter – Schneidermeister * 26.10.1924 † 2.10.2012 Vor einem Jahr hast du, lieber Walter, uns verlassen, in Liebe und Dankbarkeit gedenken wir deiner bei der heiligen Messe am Sonntag, den 6. Oktober um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Schlanders. Deine Frau mit Familie Es gibt Momente im Leben eines jeden Menschen, da hört die Erde für einen Moment auf, sich zu drehen.... und wenn sie sich dann wieder dreht, wird nichts mehr sein wie vorher.... Viel zu früh musstest du dein Leben lassen und hast es doch so sehr geliebt, wir aber können es gar nicht fassen, dass es dich nicht mehr gibt.

3. Jahrestag

Janine Kaserer

* 05.10.1992 † 16.10.2010 Schluderns In Liebe gedenken wir Deiner ganz besonders bei der hl. Messe am Sa. 12.10.2013 um 19.30 Uhr, in der Pfarrkirche von Schluderns. Allen, die daran teilnehmen und für unsere Janine beten, danken wir von Herzen. Deine Familie


03.10.13

Vinschgerwind 20-13

/Kleinanzeiger/ 47

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WORD UND EXCEL GRUNDKURS REFERENT/IN Patrik Tschenett TERMINE Fr, 18.10. – Sa, 16.11.2013 (jeweils Fr und Sa) UHRZEIT Fr, 20.00 Uhr – 22.00 Uhr, Sa, 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 8 Treffen ORT OSZ Mals Kursbeitrag 110 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 14.10.2013

REGIONALER HONIG IN DER KÜCHE UND BEIM BACKEN REFERENT/IN Erwin Folie TERMINE Mo, 21.10. – Do, 24.10 2013 UHRZEIT 19.30 Uhr – 23.00 Uhr, insgesamt 3 Treffen ORT OSZ Mals Kursbeitrag 75 Euro ANMELDESCHLUSS Do, 17.10.2013

FOTOBUCH UND FOTOKALENDER SELBST GESTALTEN REFERENT/IN Oliver Wieser TERMIN Schlanders Mi, 23.10.2013 oder Fr, 08.11.2013 TERMIN Mals Fr, 18.10.2013 oder Mi, 06.11.2013 UHRZEIT 20.00 Uhr – 22.00 Uhr, jeweils 1 Treffen ORT Schlanders WFO Schlanders ORT Mals OSZ Mals Kursbeitrag 20 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 14.10.2013

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Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr

Integrierte Volkshochschule Vinschgau – Weiterbildung für Menschen mit und ohne Behinderung DER MIX MACHT‘S. SPIEL MIT KERAMIK UND HOLZ REFERENT/IN Andrea Raich und Vincenzo de Cristofaro KURSBESCHREIBUNG Mixen Sie nach Lust und Laune Keramik und Fundstücke aus der Natur. Und zaubern Sie phantasievolle Kreationen. Gemeinsam machen wir uns auf die Suche um Wurzeln, Schwemmholz und Fundstücke in der Natur zu sammeln. Wir lassen uns von unseren Fundstücken inspirieren. Wir fertigen aus Ton die passende Ergänzung. Besonders spannend wird beim dritten Treffen der Grubenbrand. Wir fügen unsere Kreationen zusammen. Und lassen den Tag gemütlich ausklingen. TERMINE Sa, 19.10. – Sa, 09.11.2013 (jeweils Sa) UHRZEIT 10.00 Uhr – 15.00 Uhr, insgesamt 4 Treffen ORT Tanas (Gasthof Paflur) Kursbeitrag 80 Euro (inkl. Materialspesen) ANMELDESCHLUSS Mo, 14.10.2013

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Vinschgerwind ausgabe 20_13