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Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - periodicitá quattordicinale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE BOLZANO Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - erscheint 14-tägig - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, NE BOZEN

Nr. 14 (305) 13.07.17 I.P. 13 Jg.

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Matsch wird erstes Bergsteigerdorf Südtirols

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13.07.17

Inhalt

Vinschgerwind 14-17

/INHALT/ 3

Kommentar

von Magdalena Dietl Sapelza Langtaufers/ Zusammenraufen Kaunertal: FURNITURE / DESIGN / PROJECT Warten auf Initiativen zur Verkehrsentlastung im Entscheidung oberen Vinschgau gab es einige. Nun hat die Bezirksgemeinschaft eine Zählung der Seite 6 Seite 5 Fahrzeug-Bewegungen in den Gewerbe-Zonen von Mals, Schluderns, Glurns und Prad in Auftrag gegeben. Das Ziel: Varianten im Innenarchitektur Hinblick auf ein Umfahrungskonzept zu Interior Design entwickeln. Ein Schritt in die richtige RichRenovierung Möbeldesign tung. Denn bisher hat jeder sein eigenes in Langtaufers Hinterkirch im Gasthof Gletscherblick Süppchen gekocht: Die Tartscher forderten Privathäuser / Restaurants / Hotels / ein Tunnel, die Glurnser bastelten an einer Modegschäfte / Showrooms / Büros Stadtumfahrung, und die Schludernser gaben eine Umfahrungs-Studie in Auftrag. Frühschoppen mit Musik ab 10.00 Uhr Alles mit Steuergeld bezahlt und für die Schubladen. Dabei ist aus Bozen seit jeher Für Speis, Trank und stimmungsvolle Unterhaltung unmissvertändlich zu hören: Wenn ihr euch ist Bestens gesorgt. Es spielt „Duo Bergkristall“. einig seid und wisst was ihr wollt, dann können wir planen. Nun scheint sich in SaINTERIORARCHITECTURE chen „große Umfahrung“ wieder etwas zu Tartsch 17, 39024 Malsbewegen. im Vinschgau, TelNicht 0473 835152 www.mobiliar.it zuletzt weil in Prad, Glurns und Schluderns neue Bürgermeister am Ruder sind. Ein positives Signal wurde mit der Vinschgerwind Impressum Freigabe des Verkehrsschildes an der Sponinfo@vinschgerwind.it | redaktion@vinschgerwind.it grafik@vinschgerwind.it | sport@vinschgerwind.it diniger Brücke gesetzt, das den Verkehr Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 durch die Prader Gewerbezone und über Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr die Lichtenberger Gerade in die Schweiz Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonbotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ Anzeigen, Sekretariat, Werbung: lockt. Eine Entlastung für Schluderns und nement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des Edwina Oberthaler: 0473 732 196 keine Verantwortung. Druckreif übermittelte geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Richard Spechtenhauser: 0473 732 196 Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Glurns, aber nur eine Lösung auf Zeit. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 165 Gerti Alber: 0473 732 196 Daten) können seitens der Anzeigenabteilung (Inkl. Porto); Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es Es braucht dringend ein Gemeinden Schweiz: Sfr 95.Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher übergreifendes Verkehrskonzept. Denn Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz und grafischer Form haftet ausschließlich der Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. der Druck steigt mit dem zunehmenden nicht unbedingt die Meinung der Zeitung Sport: Sarah Mitterer (sam), Leonardo Pellissetti (lp) wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Eigentümer und Herausgeber: Verkehr. vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Tatsache ist: Die bisherigen Intiativen Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgeveröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Unterschied auf Personen sowohl männlichen als richtes Bozen Nr. 6/2005 haben außer Spesen nichts gebracht. Es Beat Grond (bg), Andreas Waldner (aw), Barbara auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders Wopfner (bw), Heinrich Zoderer (hzg), Cornelia Die Redaktion behält sich das Recht vor, wird Zeit, dass sich die Gemeindepolitiker IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 Knoll (ck), Anna Alber (ana) Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zu„Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 rückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate zusammenraufen und endlich „Nägel mit Eingetragen im ROC: Nr. 12485 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern und die damit zusammenhängenden WerbeKöpfen“ machen. Matsch ist erstes Südtiroler Bergsteigerdorf

Maria MagdalenaKirchtag am Sonntag 23. Juli 2017

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4 /POLITIK/

Vinschgerwind 14-17

Wind - online

Graun

Dezember 2017: Aus für Haider AG

Ü

ber einen brisanten historischen Tagesordnungspunkt hatte am Montag (03.07) der Gemeinderat von Graun abzustimmen. Dabei ging es um die Genehmigung des Fusionsprojektes der Schöneben AG mit der Haider AG durch Inkorporation. Die Gemeinde Graun ist Mehrheitsinhaberin der seit Jahren Verlust bringenden Haider AG und hätte laut Gesetz die Anteile mit größtem Verlust abstoßen müssen. Das konnte durch eine erfolgreiche Vermittlung durch den Gemeindereferenten Franz Prieth dadurch verhindert werden, dass er im Stande war, beide Gesellschaften durch außerordentliche Vollversammlungsbeschlüsse dazu zu bringen, die Fusionsverhandlungen einzuleiten. Prieth vertritt die Gemeinde in den Liftgesellschaften und ist für die Koordinierung der Skigebiete im Oberland zuständig. Die Fusionsverhandlungen sind abgeschlossen. Für die Bewertung der Liftgesellschaften wurden die Bilanzdaten per 31.03.2017 verwendet. Für 27 Haider AG – Aktien gibt es eine neue Schöneben AG – Aktie. Die Haider AG wird mit 1. Dezember 2017 erlöschen. Die Schulden übernimmt die Schöneben AG. Für die Haideralmbahn wird eine 15-Jahres-Betriebsgarantie zugesichert. Der Gemeinderat war einmütig der Meinung, dass die Haider AG nicht mehr zu retten gewesen wäre und dass das Erholungs- und Skigebiet nur durch die Verschmelzung mit der Schöneben AG längerfristig eine Überlebenschange hat. Deshalb stimmten von 14 anwesende Ratsmitglieder 13 für die Inkorporation der Haider AG in die Schöneben AG. (aw)

13.07.17

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

Schmecken die Marteller Erdbeeren im Vergleich zu anderen Erdbeeren besser? Neue Umfrage: Sind Sie dafür, dass 10 oder sogar 12 Pflichtimpfungen in Italien eingeführt werden?

63,2 % NEIN 36,8 % JA

Öffentliche Bauvorhaben Bei der Gemeinderatsitzung am 29. Juni in Schlanders wurde der wichtigste Tagesordnungspunkt vertagt. So stand dann nicht das Ausführungsprojekt über ein Gründerzentrum im Kasernenareal, sondern die öffentlichen Bauvorhaben im Mittelpunkt der Sitzung. Bei der Gemeinderatsitzung berichteten die einzelnen Referenten über die verschiedenen Bauvorhaben in Schlanders und in den Fraktionen.

von Heinrich Zoderer

A

ltbürgermeister Johann Wallnöfer, der langjährige Rechnungsrevisor der Gemeinde Schlanders, Heinrich Müller und das ehemalige Gemeinderatsmitglied Erwin Dilitz erschienen zur Gemeinderatsitzung, um die Diskussionen über den Tagesordnungspunkt „Vorstellung und Genehmigung des Ausführungsprojektes für die Errichtung des Zentrums für Innovationsdienstleistung und Kreativwirtschaft im Kasernenareal“ anzuhören. BM Dieter Pinggera beantragte die Verschiebung dieses Punktes, da das Dekret über die zugesicherten Geldmittel noch nicht eingetroffen war. Er kündigte eine Sondersitzung des Gemeinderates am 28. August an und teilte mit, dass am 25. Oktober ein Bürgerinformationsabend zu diesem Thema abgehalten

wird. Nach Bilanzänderungen, einer Abänderung zum Bauleitplan und der Verlängerung der Vereinbarung über die Gemeindepolizeidienste mit der Bezirksgemeinschaft berichteten die Referenten über die öffentlichen Bauvorhaben. Reinhard Schwalt, der Vizebürgermeister und Referent für öffentliche Arbeiten ist für die meisten Bauvorhaben verantwortlich. Neben dem weiteren Ausbau des Glasfasernetzes mit Gesamtkosten von 6,8 Millionen geht es um die Potenzierung der Trinkwasserleitung und Stromversorgung im Gewerbegebiet von Vetzan und um die Sanierung der Trinkwasserleitung Brugg-Laas und Brugg-Kortsch, die Errichtung von Schutzdämmen und Schutzzäunen im Ausmaß von 3,7 Millionen, eine Erweiterung beim Haus der Dorfgemeinschaft in Kortsch (rund 1 Mill.), die Erweiterung der Feuerwehr-

halle von Kortsch (1,3 Mill.), die Sanierung des Mittel- und Niederspannungsnetzes in Kortsch (1,7 Mill.) die Dorfplatzgestaltung in Göflan (2,6 Mill.) und die Dorfplatzgestaltung in Vetzan (0,5 Mill.) Weitere größere Vorhaben sind der Bau von Infrastrukturen in der Erweiterungszone Maneid, die Sanierung des Bezirksgerichtes, der Bau der Tiefgarage Grübl und die Asphaltierung und Sanierung mehrerer Bergstraßen. Manuel Trojer, der Sportreferent, berichtete, dass die Umgestaltung des Schulsportplatzes rund 1 Million gekostet hat,s und die Referentin Monika Wielander informierte, dass der Bau der Seniorenwohnungen 1,95 Millionen kosten wird. Die Gestaltung der beiden Spielplätze in den Melaunen und im Feldweg wird 22.800 bzw. 57.000 Euro kosten, erläuterte die zuständige Referentin Dunja Tassiello.


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Vinschgerwind 14-17

/POLITIK/ 5

Obervinschgau

Zukunftsweisendes Projekt vor Entscheidung V

or rund einem Jahr wurde das Projekt zum Zusammenschluss der beiden Skizonen Langtaufers und Kaunertal bei den Behörden eingereicht. Im Juli 2017 möchte die Südtiroler Landesregierung eine Entscheidung treffen. Einstweilen liegen ein verneinendes Umweltgutachten vom Februar 2017 und ein ungünstiges Vorgutachten der Raumordnung vor, welches sich vorwiegend auf das verneinende Umweltgutachten stützt. Die Oberländer Gletscherbahn AG hat nun bis 8. Juli 2017 Zeit, zu den ungünstig bewerteten Punkten Stellung zu nehmen. „Wir können alle missbillig bewerteten Punkte entkräften und werden dies auch mit Gewissenhaftigkeit tun“, erklärt Paul Jakomet, Geschäftsführer der Gletscher-

Aktionärsversammlung am Mittwoch (29.06) in Graun. (v.l.) Paul Jakomet, Josef Thöni, Magnus Blaas, Thomas Federspiel, Peter Oberhofer und Wirtschaftsring-Obmann Hans Moriggl bahn AG. In der Hauptsache geht es bei den Ablehnungen um drei Bereiche: Umwelt, Landesplanung und Wertschöpfung. Das Umweltgutachten vom Februar 2017 und das Vorgutachten der Raumordnung bewerten die Skipistenvariante vom Karlesjoch durch das Melagtal verneinend. Diese Variante wurde bereits im Dezember 2016

von der Gletscherbahn AG zurückgezogen und mit jener vom Weißseejoch nach Langtaufers ersetzt. Die Weißseejochvariante wird von den prüfenden Ämtern nur nebenbei erwähnt. Die entscheidend ablehnenden Bewertungen beziehen sich auf die zurückgezogene KarlesjochMelagtal-Variante. Die Weißseejochvariante unterscheidet

sich wesentlich von der zurückgezogenen Karlesjoch-Variante und wird auch vom Umweltbeirat als eindeutig umweltschonender bewertet. Der dritte beanstandete Bereich, die Wertschöpfung, befürchtet ungünstige Auswirkungen auf die anderen Skigebiete im Obervinschgau. „Das ist nicht wahr – das Gegenteil ist der Fall“ meint Jakomet. Alle Präzedenzfälle zeigen, dass es zu gegenseitigen Befruchtungen gekommen sei. Die Oberländer Gletscherbahn wird nun zu den Punkten Stellung nehmen, Unterlagen nachreichen und ein Gespräch mit den Entscheidungsträgern beantragen, um die offenen Themen zu klären. Befürworter und Gegner warten nun gespannt auf eine Entscheidung der Landesregierung. (aw)

Vinschgau

Protest der Vinschger Amtsärzte wirkt D

er geharnischte Brief der Vinschger Amtsärzte zur Impfpflicht hat Wirkung gezeigt. Der Brief ging an den Landeshauptmann Arno Kompatscher, die Landesrätin Martha Stocker, den Generaldirektor des Sanitätsbetriebes Thomas Schäl, die Direktorin des Gesundheitsbezirkes Meran Irene Pechlaner, den Verantwortlichen des Dienstes für Hygiene und öffentliche Gesundheit des Bezirkes Meran Simone Schmorak. Die Vinschger Amtsärzte empörten sich über die Generaldirektion und der Sanitätsdirektion und schrieben unter anderm: „Am 14 Juni haben wir OHNE jegliche Information und vorherige Besprechung vom Südtiroler Sanitätsbetrieb die schriftliche Anweisung erhalten, dass ab 1. Juli 2017 das neue Impfdekret anzuwenden sei. Keiner von uns war in die Planung der lmpfkampgne miteinbezogen worden. Die beleidigenden Unterstellungen von Seiten der Generaldirektion und der Sanitätsdirektion, dass

sich die Ärzte aus ihrer Verantwortung stehlen und ihren Aufgaben nicht gerecht werden wollen, sind fehl am Platz. ln den Städten und in vielen Gemeinden gibt es eigene lmpfzentren. ln der Peripherie hingegen trägt der Amtsarzt die alleinige Verpflichtung und Verantwortung, die lmpfungen durchzuführen. Zu glauben, dass Tausende von Impfungen nur so nebenbei verabreicht werden können, ist eine Blauäugigkeit von Seiten des Sanitätsbetriebs und eine Unverantwontlichkeit ohnegleichen. Wir schaffen es aus zeitlichen und organisatorischen Gründen und unter Einhaltung der rechtlichen Korrektheit nicht, die vielen Tausend zusätzlichen lmpfungen laut dem neuen Dekret zu übernehmen. Der Sanitätsbetrieb wusste seit längerer Zeit, was das Impfdekret beinhaltet. Um eine derart große Impfaktion auf die Beine zu stellen, braucht es eine rechtzeitige Planung und Organisation. Es ist sicherlich keine Lösung, eine bereits überforderte Berufs-

gruppe durch einen einseitigen Beschluss in die Verantwortung zu zwingen und sie dann als Sündenbock hinzustellen. Eine Lösung wäre die Einrichtung eigener Impfzentren in allen Sprengeln, so wie dies bereits in den Städten und in einigen Gemeinden gemacht wird. Im Interesse der Patienten fordern wir eine sofortige Aussprache mit den Verantwortlichen des Sanitätsbetriebes, damit eine einheitliche Lösung zum Problem lmpfen in Südtirol ausgearbeitet wird. Sollte das nicht passieren und sollte man wieder über unsere Köpfe hinweg entscheiden, bekräftigen wir hiermit unseren Beschluss im Rahmen der Amtsarzttätigkeit, den Impfdienst nicht mehr zu übernehmen und mit 1. August 2017 geschlossen von unserer Amtsarzttätigkeit zurückzutreten.“ Die Aussprache erfolgte promt am vergangenen Montag in Latsch. Es wurde folgender Kompromiss gefunden: Von Seiten der Verantwortlichen des Dienstes wurde versichert, dass

ab dem 1. Oktober in Schlanders ein Impfzentrum für den Mittelvinschgau eingerichtet wird, in dem extra eingestellte Ärzte für eine Entlastung der Amtsärzte sorgen. Im Gegenzug werden diese die Impfungen bis 1. Oktober wie bisher tätigen. Für den Obervinschgau soll es ab 1. Jänner 2018 im Sprengel Mals auch ein voll funktionierendes Impfzentrum geben, wo die Obervinschger Amtsärzte in Turnussen impfen, untestützt von Sanitätsassistentinnen, die das Organisatorische übernehmen. Als Entlsatung wurden auch für Mals eigene Ärzte des Hygienedienstes in Aussicht gestellt. Sollten die versprochenen Entlastungen nicht wie vereinbart eintreten, behalten sich die Amtsärzte nach wie vor die Option vor, den Impfdienst zu kündigen.


Vinschgerwind 14-17

13.07.17

Die SaldurseenRunde gehört zu den Klassikern im Tal

Matsch schreibt Alpingeschichte Matsch wird erstes Südtiroler Bergsteigerdorf. Gemunkelt wird das schon einige Zeit. Doch was ist das, ein Bergsteigerdorf? Und was bedeutet es für Matsch und seine Bewohner? von Karin Thöni / Titelfoto: Gianni Bodini

E

s wird wohl eine große Sache. Matsch wird am 23. Juli 2017 im Rahmen des Dorffestes zum ersten Bergsteigerdorf Südtirols gekürt. Die Matscher nehmen’s mit der üblichen Gelassenheit. Die Pressemaschinerie, die in den letzten Tagen in Gang gesetzt wurde und noch in Gang gesetzt werden wird, wird viele überraschen. Matsch wird für einige Zeit in aller Munde und in einigen Zeitungen und Zeitschriften sein. International.

Die Bergsteigerdörfer Über zwanzig Bergsteigerdörfer gibt es mittlerweile, die meisten in Österreich, eins in Deutschland, noch keins in Südtirol. Der Initiator des Projekts Bergsteigerdörfer war und ist der Österreichische Alpenverein. Schon der Name verrät einiges: Bergsteiger! Das Wort scheint aus der Mode gekommen. Fast antiquiert, verstaubt. Doch genau darum geht es: zurück zu den Wurzeln, zurück zur Natur. Nicht aus Nostalgie, sondern als Selbstverteidigung. Spielten die Alpenvereine vor langer Zeit vor allem als „Erschließer der Alpen“ eine Rolle, so müssen sie sich heute als „Anwalt

der Alpen“ einsetzen. Stille Gegenmodelle zu grassierenden Skischaukeln, Hotelburgen und Sport- und Spaßtälern werden nun unterstützt und gefördert. Ganz nach dem Grundsatzprogramm der Alpenkonvention (= völkerrechtliches Übereinkommen zum Schutz der Alpen), die den Bergsteigerdörfern zu Grunde liegt. Bergsteigerdörfer sollen kleine und feine Orte sein und bleiben. Keine austauschbaren Allerweltsorte, sondern Sehnsuchtsorte, „Orte guten Lebens“ ohne idyllische Verklärung wie sie der Alpenforscher Werner Bätzing genannt hatte. Der Alpenverein formuliert die Ausrichtung folgendermaßen: „Natur schützen, alpine Kultur und Tradition bewahren, sanften Tourismus fördern und Attraktivität im ländlichen Raum stärken.“ Doch um in den Genuss des mittlerweile begehrten Siegels zu kommen, gilt es einen langen Kriterienkatalog zu erfüllen.

Die Kriterien Für die Bergsteigerdörfer gelten strenge Kriterien: hohe Natur-, Landschafts- und Ortsbildqualität, Alpinkompetenz der Gastgeber, lebhafte Traditionen und funktionierendes Vereinswesen, zurückhaltende touristische Infrastrukturen, vorhandene

Schutzhütte, intaktes Wegenetz, Nahversorgung und nachhaltige Mobilität. All diese Kriterien hat das Tal Matsch erfüllt. Es war für den Alpenverein Südtirol nicht ganz einfach in unserem Land noch Dörfer zu finden, die diesen Kriterien entsprechen. Eigentlich eine Blamage. Es kann gut und gerne sein, dass Matsch mit der Auszeichnung Bergsteigerdorf ein Alleinstellungsmerkmal in ganz Südtirol erreicht. Matsch will also scheinbar aussteigen aus der Wachstumslogik und sich auf die eigentlichen Qualitäten des Tales besinnen. Kein Prahlen mit Superlativen, sondern so etwas wie „Rückständigkeit“ als Markenzeichen. Nehmen, was da ist.

Das Dorf Und wahrlich, wer nach Matsch kommt, trifft nicht auf Großparkplätze, Hotelburgen, Hochspannungsleitungen oder große Liftanlagen. Schafe und Kühe fressen in den Wiesen um das Dorf, Bauern fahren ihr Heu ein, sonntags spielt des öfteren die Musikkapelle, Bräuche und Feste bestimmen das Dorfleben. Das Tal ist umringt von 25 Dreitausendern, unzählige Steige und Wege führen auf verschiedenste Gipfel. Leichte Wanderungen führen an Waalen und Höfen vorbei.

Foto: Gianni Bodini

6 /TITEL/


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Vinschgerwind 14-17

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Die Besonderheiten So einige Besonderheiten kann Matsch aufweisen. Neben einer langen Geschichte, den gefürchteten Matscher Raubrittern und lebendigen rätoromanischen Flurnamen, kann das Tal vor allem durch seine vielfältige Landschaft punkten. Von Trockenrasen zum Gletscher - das Tal deckt alle Höhenstufen auf engstem Raum ab. Auch deshalb ist es Teil eines weltweiten Forschungsnetzwerkes, das die Langzeitänderungen durch Klima und Landnutzungswandel untersucht. Matsch gehört zu den am besten untersuchten Tälern der Alpen. Der höchste Bergsee der Alpen, der Matscherjochsee auf 3.188m, und das höchste Seenplateau Südtirols, die Saldurseen, liegen im hintersten Matschertal. Die Weißkugel, die heimliche Königin der Ötztaler Alpen lockt ambitionierte Bergsteiger auf den aussichtsreichen Gipfel.

Die Vorgeschichte Die Alpenvereine Deutschlands, Österreichs und Südtirols arbeiten schon seit einiger Zeit auf verschiedenen Gebieten zusammen. Initiativen auf den Alpenvereinshütten wie „So schmecken die Berge“ oder „Mit Kindern auf Hütten“ werden über die Grenzen getragen und sollen unter anderem Regionalität und schonenden Umgang mit Ressourcen fördern. Der AVS bekundete dann auch Interesse an dem Projekt „Bergsteigerdörder“ und wurde mit ein-

gebunden. Von den fünf vorgeschlagenen Dörfern in ganz Südtirol blieb dann Matsch übrig. Und die AVS Ortsstelle Matsch unter der findigen Leitung von Ines Telser bekundete vorausschauend bei einem Treffen Interesse. Eine Bürgerversammlung, bei der das Projekt vorgestellt wurde, brachte Zustimmung. Auch die Tourismustreibenden des Tales, zukünftige Partnerbetriebe, zeigten sich aufgeschlossen. Es gab Dorfbesichtigungen der Zuständigen und eine Vorstellung in Salzburg beim Gremium der Internationalen Steuerungsgruppe durch die AVS- Ortstellenleiterin und den Sektionsleiter Kassian Winkler. Dann kam der Zuschlag. Matsch wird definitiv Bergsteigerdorf. Und kommt damit auch in den Genuss der Werbekanäle aller Alpenvereine: Vereinszeitungen, Homepage, Facebook… Über zwei Millionen deutschsprachige Mitglieder werden nun so erreicht. Die Matscher bilden eine lokale Arbeitsgruppe, immer in Verbindung mit der Arbeitsgruppe des AVS. Es gibt Treffen, Versammlungen, Infoabende mit den zukünftigen Partnerbetrieben. Eine Broschüre mit einer Auflage von 10.000 Stück wird erstellt. Sie vermittelt ausführlich die Besonderheiten von Matsch, gibt Wanderund Tourentipps und verweist auf Schlechtwetterprogramm und Partnerbetriebe. Auch bürokratische Hürden und finanzielle Fragen müssen gelöst werden, die Empfindlichkeiten aller ernst genommen werden. Und das alles in kürzester Zeit. Ehrenamtlich. Das gesamte Projekt kostet 40.000 Euro - aufgeteilt auf drei Jahre und auf Land, Gemeinde mit Fraktion und AVS. Weitere Partner sind auch die Ferienregion Obervinschgau und Vinschgau Marketing.

der Bergsteigerdörfer-Deklaration zwischen AVS, Gemeinde Mals und Eigenverwaltung Matsch statt. Auch die Auszeichnung der Bergsteigerdorf-Partnerbetriebe geht dann feierlich über die Bühne. Diese verpflichten sich zu einem Nachlass für AVS-Mitglieder von 10 Prozent und bieten u.a. regionale Gerichte an.

Die Zukunft Den schönen Worten sollen dann auch Ergebnisse folgen. Der AVS sieht dies realistisch: „Das gesamte Dorf muss das Projekt tragen und daran arbeiten. Es ist kein Allheilmittel für volle Betten“, sagt Anna Pichler vom AVS. Eine reine Rückbesinnung auf den klassischen Bergsteiger ist sicher zu romantisch. Doch mit geringen Investitionen kann ein großes Zielpublikum erreicht werden. Und schlussendlich ist es auch eine unmissverständliche Positionierung hin zum Weniger. Ganz nach dem Slogan eines anderen Bergsteigerdorfs. „Kommen Sie zu uns, wir haben nichts.“

In welche Richtung wird das Bergsteigerdorf Matsch in Zukunft gehen?

Die Beitrittsfeier Nun schließlich, am 23. Juli 2017 wird Matsch feierlich in einem Festakt in das Netzwerk der Bergsteigerdörfer aufgenommen. Dann findet auch die Unterzeichnung

Foto: Heinrich Moriggl

Natürlich hat auch Matsch seine Probleme und Querelen. Arbeitsplätze und Wohnmöglichkeiten im Tal sind überschaubar. Die Landwirtschaft bringt gerade das Nötigste ein. Es wird experimentiert mit Gemüse, Beeren, Mutterkuhhaltung, ein Biohochtal ist in Diskussion. Auch die Abwanderung der Jungen ist ein Problem. Doch es hält sich in Grenzen. In Matsch wird gebaut, Kindergarten und Schule können gehalten werden.

Foto: Karin Thöni

Talschluss von Matsch


8 /WIRTSCHAFT/

Vinschgerwind 14-17

13.07.17

von Albrecht Plangger

Die „ff“ hat einen neuen Mitbesitzer

Rom Info ins Tal

Manuel Saxl übernimmt 30 Prozent des ff-Verlags. Er wird Nachfolger des bisherigen Direktors Kurt W. Zimmermann, der seine Anteile an Saxl verkauft. Ansonsten bleibt die Eigentümerstruktur unverändert. Geschäftsführer Stefan Weber verbleibt wie bisher im Unternehmen. Manuel Saxl übernimmt seinen Anteil und wird in Kürze auch den Posten des verantwortlichen Direktors einnehmen. Er ist Brixner, 23-jährig und studiert Internationale Betriebswirtschaft und Geschichte in Wien.

Das Konkurrenzgesetz mit äußerst wichtigen Maßnahmen für unsere Stromverteilergenossenschaften schicken wir wieder an den Senat zurück, nachdem einige unwichtige Maßnahmen wieder abgeändert wurden. Die Regierung – besser gesagt der Wirtschaftsminister Calenda – wollte das Gesetz durchziehen, der Partito Democratico hat aber alles eingebremst. Ein Machtkampf ! Renzi und der PD auf einer Seite, Minister Calenda mit „höheren Ambitionen“ auf der anderen Seite. Durchgesetzt hat sich Renzi. Ein klares Zeichen an den Minister, daß ohne die Partei nichts geht. In der Abgeordnetenkammer geht es Anfang Juli gemütlicher weiter. Wir befassen uns mit der Mameli-Staatshymne, mit dem Wechsel von Gemeinden in andere Regionen, mit der Verleihung von staatlichen Verdienstorden. Das Wahlgesetz ist noch kein Thema, es kommt Ende September wieder in die Verfassungskommission. Viel turbulenter wird es in den nächsten Wochen im Senat zugehen. Ein neues Einwanderungsgesetz muß her und das Impfdekret soll am 10. Juli im Senat abgestimmt werden. Dazu kommt noch das Konkurrenzgesetz. Geht der Machtkampf Renzi / Calenda weiter, dann wird das Gesetz zum Schaden großer Konsumentengruppen wohl „versenkt“ werden. Das Impfdekret wird in der Kammer erst am 25. Juli abgestimmt. Für Südtirol interessant war eine hochkarätig besetze Tagung zum Thema „Wasserkraft im Berggebiet“, die kürzlich in der Abgeordnetenkammer stattgefunden hat. Weder Italien, noch das Land Südtirol verfügen derzeit über ein Gesetz zur Verlängerung oder Vergabe von großen Wasserableitungen über 3.000 kWh Nennleistung. Erstmals wurde öffentlich von der Italienischen Regierung beim „strategischen Gut Wasser“ ein Zurück zur „Öffentlichen Hand“ und eine Abkehr von den bloßen Markt-Prinzipien verlangt. Das sog. „Bersani-Dekret“ zur Liberalisierung der Stromproduktion aus dem Jahre 1999, sei mittlerweile überholt. Die Heimfallsrechte aller wasserumspielten Anlagen der großen Wasserkraftwerke müssen eigentumsmäßig den Regionen bzw. den Gemeinden bleiben. Der sog. „Markt“ habe beim „strategischen Gut Wasser“ vielfach versagt und er garantiert kaum Wertschöpfung für die örtliche Bevölkerung

Gemeinschaftskraftwerk Inn

Mit dem Gemeinschaftskraftwerk Inn (GKI) entsteht zwischen Ovella (Schweiz) und Prutz/Ried (Österreich) das größte neu gebaute Laufwasserkraftwerk im Alpenraum. Die Stauanlage mit einem 15 Meter hohen Wehr entsteht unterhalb des Dorfes Martina.

Die Geländegestaltung um den Krafthaus-Rohbau in Prutz/ Ried hat begonnen. Die Zwischenlager des Aushubmaterials werden abgebaut und im Bereich des Krafthauses aufgeschüttet, so dass nach der Fertigstellung lediglich die oberste Etage des Krafthauses sichtbar wird. von Andreas Waldner

A

n der Wehranlage in Ovella wird der Inn auf einer Länge von ca. 2,6 km aufgestaut, um das Triebwasser für das Kraftwerk entnehmen zu können. Maximal 75 m³/s werden auf der orografisch rechten Seite aus dem Stauraum ausgeleitet und über einen 23 km langen Triebwasserstollen und einem gepanzerten Schrägschacht dem Krafthaus zugeführt. Im Krafthaus in Prutz verwandeln zwei Francis-Turbinen mit direkt gekoppelten Generatoren die Kraft des Wassers unter einer Fallhöhe von etwa 160 m und mit einer Leistung von zusammen maximal 89 MW zu elektrischer Energie. Damit können fast 100.000 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom versorgt werden. Die Ableitung des erzeugten Stroms erfolgt über ein Erdkabel in die benachbarte Schaltanlage des Kraftwerkes Kaunertal. Das Triebwasser wird über einen unterirdischen, ca. 300 m langen Unterwasserkanal wieder dem Inn zugegeben. Die

Abgabe wird dann über die TurbinenanlaufCharakteristik so gesteuert, dass beim Anfahren der Turbinen der Anstieg des Wasserspiegels im Inn nicht mehr als 10 cm in 10 Minuten beträgt. Für die Errichtung des Krafthauses wurden 17.000 m3 Erdmasse ausgehoben. Insgesamt wurde 16.000 m3 Beton und 2.800 Tonnen Stahl verbaut. Die Dachfläche beim Krafthaus beträgt 820 m2. Der Rohbau des Krafthauses wurde im April planmäßig fertiggestellt. Die Arbeiten zur Umlegung der Reschen-Bundesstraße im Bereich des zukünftigen Unterwasserkanals sind abgeschlossen. Um den Unterwasserkanal im Bereich der B 180 errichten zu können, wurde die Bundesstraße in einer zweispurigen Schleife südwestlich der derzeitigen Trassenführung umgeleitet. Der Verkehr auf der Reschen-Bundesstraße wird durch die Bauarbeiten am Unterwasserkanal nur unwesentlich beeinträchtigt. Der bestehende Geh- und Radweg wurde ebenfalls provisorisch verlegt und verläuft neben der Umfahrungsstraße.


13.07.17

Vinschgerwind 14-17

/WIRTSCHAFT/ 9

Vinschgau/Active & Genuss Almen Tarsch/Latsch

Qualitätssiegel für Tarscher Almlounge & Almhütte

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ie Freude ist groß: Die Tarscher Almlounge und die Tarscher Almhütte sind mit dem Qualitätssiegel „Echte Qualität am Berg“ ausgezeichnet worden. Birgit und Sigi von der Tarscher Almlounge und Jolanda und Roland von der Tarscher Almhütte nahmen vergangene Woche die Plakette entgegen, die am Eingang zu den beiden Betrieben aufmerksam auf die „Echte Qualität am Berg“ macht und für Gäste eine wertvolle Qualitätssicherung ist. Im Jahr 2008 ist die Initiative „Echte Qualität am Berg“ im Meraner Land gestartet worden und ist heuer vor dem Hintergrund des touristischen Zusammenschlusses auch auf den Vinschgau ausgeweitet worden. Das Projekt zeichnet Schutzhütten, Almen und Berggasthäuser aus, welche vorbildlich und mit viel Hingabe geführt werden und auch am Berg unverfälschte Qualität bieten. Die Auszeichnung richtet sich damit an Betriebe, die am Berg und damit mitten in der Natur sind. Betriebe, die im Tal ansässig sind, Hotels und andere gewerbliche Unterkunftsbetriebe können die Auszeichnung nicht erhalten. Interessierte Betriebe bewerten sich selbst mit Hilfe eines Fragebogens.

Bild: ©Vinschgau Marketing

Die Selbstanalyse ermöglicht den Betrieben eine Standortbestimmung zur eigenen Betriebsführung und enthält gleichzeitig Anregungen und Tipps zur Qualitätssteigerung und Weiterentwicklung, sowie nütz-

liche Informationen zum Thema Weiterbildung. Betriebe, die bei der Selbstbewertung die Mindestzahl an positiven Bewertungen erreichen, werden von Vinschgau Marketing besucht. Gemeinsam mit den Betreibern wird die Selbstanalyse besprochen und gegebenenfalls wird in einem zweiten Moment die Auszeichnung verliehen. Der Betrieb erhält als Auszeichnung eine „Echte Qualität am Berg“-Plakette, die am Eingangsbereich der Hütte angebracht wird und die Gäste gleich am Eingang informiert, dass in dieser Hütte Qualität großgeschrieben wird. Die kostenlose App „Echte Qualität am Berg“, welche über den Apple Store oder über Google Play heruntergeladen werden kann, enthält Informationen zu allen ausgezeichneten Betrieben, verschiedene Wandertouren und Rezepte zum Nachkochen.

Vinschgau

Direktorenwechsel

D

ie Lehrpersonen und Schüler im Schulsprengel Mals, Laas und Schlanders bekommen im neuen Schuljahr einen neuen Direktor bzw. eine neue Direktorin. Nachdem Reinhard Karl Zangerle, der Direktor des Schulsprengels Schlanders am 1. September in Pension geht und Martina Rainer mit Schulbeginn im Herbst als Inspektorin ans deutsche Schulamt wechselt und Andrea Eberhöfer Direktorin im Schulsprengel Laas wird, kommt es im Herbst zu einem Direktorenwechsel in den drei Schulsprengeln. Lukas Trafoier aus Latsch/Tarsch (oben) wird

der neue Direktor im Schulsprengel Mals. Er war in diesem Schuljahr Direktor im Grundschulsprengel Vahrn und unterrichtete vorher am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium in Meran. Karolina Kuppewieser Holzeisen aus Naturns (unten) wird den Schulsprengel Schlanders übernehmen. In diesem Schuljahr leitete sie den Schulsprengel St. Leonhard in Passeier. Nachdem Andrea Eberhöfer im Herbst in Mutterschaft geht, wird Udo Ortler, der Direktor vom Schulsprengel Graun auch die Amtsführung im Schulsprengel Laas übernehmen. (hzg)

Die kleine Bar am Bahnhof Spondinig NEU UND

GEÖFFNE

T

Unter Pappel und Linden hausgemachte Limo schlürfen und die Piadina probieren Montag bis Freitag von 6.30 bis 20 Uhr Samstag und Sonntag von 8 bis 20 Uhr


10 /WIRTSCHAFT/

Vinschgerwind 14-17

13.07.17

Glurns/Laatsch/Mals/Bozen

Rambach: Der Stromschlag aus Bozen och ist nichts passiert, beschwichtigt der Glurnser Bürgermeister Luis Frank, wohlwissend, dass das Ganze ein großer Schlamassel ist. Denn Fakt ist, die Gemeinde Glurns hat als letzte im Rennen verbliebene Vinschger Gemeinde die Konzession für den Rambach versemmelt. Hannes von Hepperger heißt der lachende Dritte. Ausgerechnet das Konkurrenzprojekt des Bozner Ingenieurs hat das Rennen um die Rambach-Konzession gemacht. Die Vinschger Gemeinden haben sich allesamt aus dem Sattel heben lassen. Eine Rückblende. Am 12. Oktober 2016 wird das Verfahren für die Konzession am Rambach eröffnet. Nicht angesucht hat - aufgrund Datumsverwechslungen - die eigens für die Rambach-Erschließung gegründete Rambach-Konsortial GmbH. Fünf Ansuchen liegen jedenfalls auf. Eines von der Fraktion Laatsch, das Zweite von der Gemeinde Glurns und das Dritte von der „Proplan KG“ des Ulrich Innerhofer & Co.. Planer aller drei Projekte ist - Achtung ! ein und derselbe: Ingenieur Ulrich Innerhofer. Allein da muss man schon den Kopf schütteln, sagt ein Insider zum

Nachgedacht Juli 2017

von Don Maro Pinggera

Es wird intensiv darüber nachgedacht, das Stilfserjoch ‚winterfest‘ zu machen, so dass ein ganzjähriger Betrieb möglich ist. Eine gute Idee! Schon als Kind habe ich mich immer gefragt, wieso das nicht möglich ist. So sind die derzeitigen Überlegungen gut. Allerdings ist es fragwürdig, die dafür nötige Bahn erst von

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

N

Hat man die Urbanistik zu wenig studiert? Die Rambach-Konzession für das 3-MW-Kraftwerk am Rambach erhält der Bozner Ingenieur Hannes von Hepperger. Vinschgerwind. Doch die Farce um die Rambach-Konzession ist um Facetten reicher. Konkurrenz bekommen die drei Vinschger Projekte von zwei Ansuchen aus Bozen unterschrieben von Hannes Hepperger. Während das Ansuchen der Fraktion Laatsch - aufgrund fehlender Unterlagen - sofort ausgeschlossen wird, bleiben die drei anderen im Rennen. Der Paukenschlag kommt Ende Juni. Die Dienststellenkonferenz bewertet nur ein Projekt positiv: jenes von Hannes Hepperger. Alle anderen Projekte werden negativ bewertet. Der

Grund: Das Kraftwerk wurde Achtung ! in die Bannzone mit absolutem Bauverbot geplant. Was absurd klingt, formuliert Bürgermeister Frank so: „Da ist wohl die Urbanistik zu wenig studiert worden.“ Vor diesem Hintergrund scheint Hepperger zumindest cleverer in der Projekterstellung gewesen zu sein. Denn der Bozner Ingenieur hat für seine beiden Projekten zumindest zwei verschiedene Standorte für das Kraftwerk gewählt. Während ein Projekt aus dem Rennen fiel, kam dem anderen das Landesgesetz Nr.2/2015 zupass, laut

Trafoi aus aufsteigen zu lassen. Hunderte Parkplätze müssten in diesem engen Tal geschaffen werden. Möglicherweise wäre es dann mit der Idylle von den Heiligen Drei Brunnen vorbei! Eher sollte darüber nachgedacht werden, die Umlaufbahn in Spondinig starten zu lassen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Eine Anbindung an den Zug ist so möglich und die Parkplatzfrage ist dort sicher auch besser zu lösen als im engen Trafoi. Die Umlaufbahn könnte über Stilfs geführt werden, mit einer Einund Aussteige Station. Von dort weiter via Trafoi (ebenfalls mit der Möglichkeit aus-, oder zuzusteigen) auf das Joch. Wenn dann noch Sulden angebunden wird, ist das Ganze perfekt! Phantasien? Wer dieser Meinung ist, fahre zum Arlberg und

schaue sich die neue Flexenbahn an! So sind seit kurzem alle Orte um den Arlberg mit der Bahn erreichbar. Also mutig voran! Derzeit gibt es auch im Vinschgau Veränderungen in der Seelsorge. Die vielgepriesenen Seelsorgeeinheiten werden Realität. Schneller, als gedacht. Was dabei auf der Hand liegt: die Anzahl der Gottesdienste ist so nicht mehr haltbar. Was völlig logisch ist: Wenn ein Hotelier mit seinen Bediensteten für ein Haus mit 100 Betten verantwortlich ist, innert kürzester Zeit jedoch noch drei weitere Hotels übernehmen muss (mit dem gleichen Personalstand!), dann ist der bisherige Service einfach nicht mehr möglich. Das gilt für Pfarreien ganz genauso.

dem das Kraftwerksgebäude 15 Meter verschoben werden darf. Damit fiel der Bau aus der Bannzone. Und machte das Rennen. Seitdem steht man in Glurns und im oberen Vinschgau unter Strom und ist um Schadensbegrenzung bemüht. Erste Gespräche mit Hepperger hat es bereits gegeben. Mit der Rambachkonzession in der Tasche hat der Bozner Ingenieur aber eine mehr als komfortable Ausgangsposition für Verhandlungen. Hannes von Hepperger zum Vinschgerwind: „Ich bräuchte eigentlich niemanden, um das Kraftwerk zu realisieren, bin aber gesprächsbereit.“ Während sich Hepperger ein gemeinsames Kraftwerks-Projekt vorstellen kann, ist die Vinschger Linie eine andere: Die Konzession will man zu 100 Prozent in Vinschger Hand wissen. Damit ist die Marschrichtung klar. Eine von der Gemeinde Glurns in Auftrag gegebene Wirtschaftlichkeitsrechnung soll Zahlen auf den Tisch legen. Wohl vor allem jene Zahl, die der Preis sein wird, die man Hepperger für die Konzession anbieten wird. Wie das Ganze auch ausgeht: Es ist so oder so zum Kopfschütteln. (ap)

Hier ist Besonnenheit gefragt, wo welche Gottesdienste oder weitere Angebote am effizientesten eingesetzt werden können und müssen. Es ist auch höchste Zeit, die ständigen Diakone (es sind Kleriker!) noch viel stärker in Leitung und Seelsorge einzubinden. Es ist ein absoluter Unsinn, dass diese noch nicht einmal eine Wortgottesfeier MIT Kommunion feiern dürfen. Die verantwortlichen Oberen sollten endlich aufwachen! Wenn sich in den Pfarreien genügend willige und fähige Menschen finden, die sich einbringen, wenn die Diakone besser wirken dürfen, dann ist nicht nur den Priestern, sondern auch den Gläubigen gedient. Und dann könnten die Seelsorgeeinheiten eine echte Chance für die Zukunft der Kirche Südtirol sein.


13.07.17 13.07.17

Vinschgerwind 14-17 14-17 Vinschgerwind

/PR-INFO/ 11

PEDROSS – ARBEITEN MIT PERSPEKTIVE PEDROSS ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen und bietet bereits heute 170 Mitarbeitern – davon rund 16% in Teilzeit – in Latsch einen sicheren Arbeitsplatz und vielfältige berufliche Perspektiven. Um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden, ist das Zusammenspiel aller Fachkräfte aus den verschiedenen

Bereichen erforderlich und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ergibt sich ein spannendes Aufgabengebiet in dem sie ihre persönlichen Kenntnisse und Qualifikationen zum Einsatz bringen können. Abgerundet wird das ganze durch attraktive und familienfreundliche Arbeitszeiten. Gearbeitet wird in 2 Schichten

am Tag – von 05.00 bis 13.00 Uhr und von 13.00 bis 21.00 Uhr. Besonders geschätzt wird die Freizeit an den Wochenenden.

SORTIEREN – VERPACKEN Wir verpacken 25 Millionen Laufmeter Sockelleisten im Jahr. Nadejda, Margareth, Robert, Michael, Erwin, Alberta, Viktoria, Hannes, Mohamed, Simon, Heike, Marianne, Hansjörg, Jalal, Evi, Rudolfina, Hannelore, Petra, Marlene, Josefa, Doris, Zemira, Margit

DIGITALDRUCK Wir verarbeiten 400.000 m² Papier im Jahr und haben unzählige Gestaltungsmöglichkeiten. Wir bieten unseren Kunden bereits heute rund 4.700 diverse Dekor- und Designmöglichkeiten. Maria, Magdalena und Luigi

LACKIERUNG Wir verarbeiten 75 Tonnen Lack und machen 600 verschiedene Einfärbungen im Jahr. Emrah, Roland, Mirco, Joachim, Stefan, Josef, Roman, Klaus, Midhet


12 /LESERBRIEFE/

Vinschgerwind 14-17

Fragen, Tipps und Antworten

Partnerschaft und Familie Mein Sohn (4. Klasse Grundschule) tut sich schwer in Deutsch und soll nach Ansicht seiner Lehrerin bestimmte Inhalte über die Ferien vertiefen. Wenn ich nur davon spreche, geschweige denn etwas einfordere, wird er gleich ungehalten und meint, dass ich ihm nicht auf die Nerven gehen soll. Wie kann ich dieses leidige Thema angehen, ohne ihn gegen mich aufzubringen?

Systemische Einzel-,Paar-, und Familienberatung - Tel. 3332690799 Elisabeth Hickmann: Ferienzeiten sind zunächst einmal zur Erholung da, da sind sich alle Beteiligten einig. Dennoch macht es Sinn, bestimmte Rückstände in einzelnen Fächern gezielt aufzuholen, um mit mehr Sicherheit ins neue Schuljahr zu starten. Nach einigen Wochen macht sich ohnehin beim einen oder anderen Langeweile breit, die mit Fernsehen oder am Handy vertrieben wird. In ihrem Fall scheint es mir wichtig, ihren Sohn erst einmal dafür zu gewinnen, so dass Deutsch nicht zum Dauerbrenner wird. Wählen Sie einen günstigen Zeitpunkt für ein ruhiges Gespräch zu Zweit. Interessieren Sie sich dafür, wie es ihm mit der anstehenden Ferienaufgabe geht und schildern ihm dann, was ihre eigenen Motive dabei sind. Laden Sie ihn im Anschluss zu einer gemeinsamen Lösungssuche ein: „Lass uns gemeinsam überlegen, wie und wann du Deutsch angehen möchtest?“ Nur so fühlt er sich der Lösung verpflichtet und wird freiwillig seinen Teil dafür tun. Zentral ist ihre eigene Haltung. Seien Sie offen für die Gefühle und Ideen ihres Kindes und ziehen Sie bei der Umsetzung gemeinsam an einem Strang. Kinder im Grundschulalter sind in der Regel überfordert, alleine Aufgaben anzugehen. Es fällt mir als Kind leichter, wenn Mama oder Papa gemeinsam mit mir lesen und schreiben. Haben Sie auch eine Frage? Schreiben Sie eine Mail an: redaktion@vinschgerwind.it www.beratung-hickmann.it

13.07.17

Neuentstehender Lift, der keinen Sinn macht. Die Fusion Haider Alm AG und Schöneben AG scheint soviel wie fix zu sein. Dass das Land dann für die Zubringerbahn einen größeren Beitrag bezahlt, ist schon merkwürdig, zumal diese Bahn total unwirtschaftlich sein wird. Von 6 – 7 Betriebsstunden im Winter pro Tag, sind 2 Stunden ausgelastet, aber 4 – 5 Stunden Leerlauf. Denn ohne Abfahrtspiste fährt niemand ein zweites Mal mit der Bahn. Einen Ziehweg benützen keine handvoll Skifahrer. Also ist die Bahn ein Negativsaldo Sonderklasse. Manche Leute glauben an Wunder. Es wird immer von einer Liftverbindung Haider Alm –Schöneben gesprochen bzw. berichtet, was total falsch ist. Denn es ist ein Zubringerlift zu Schöneben. Das ist ganz was anderes. Dass das Land kaum naturschonend reagiert, ist bekannt. Auch der Herr Theiner „Landesrat für Raumordnung – Naturschutz – Energie“ schein nichts übrig zu haben und für Naturschutz eine andere Vorstellung zu haben. Beschämend!! Dieser Zubringerlift ist eine totale Naturkatastrophe und ohne Wirtschaftlichkeit. Dies müsste dem Land wohl klar sein. Stecher Walter

Umfahrung Rabland – Quo Vadis? Unser Bürgermeister Albert Gögele und sein Referent Hartmann Nischler haben in der Juni-Ausgabe unserer Dorfzeitung einen über 3-seitigen „Alibi-Bericht“ veröffentlicht, um der Bevölkerung ihre Entscheidung in Sachen Umfahrung Rabland darzustellen. Insgesamt 12 von 18 Gemeinderäten haben sich für die Variante durchs Unterdorf (Teiluntertunnelung) ausgesprochen, obwohl der Großteil dieser 12 Räte sich noch vor 3 Jahren für die Variante Vereinsheim (Gesamtuntertunnelung) ausgesprochen hat (14 Ja + 1 Nein). In diesem Bericht kann man lesen, dass bei der Variante durchs Unterdorf für die Tunnelausfahrt 150 Meter zwischen Cutraunstrasse „soweit technisch möglich“ gefordert werden. Man kann nicht etwas fordern, wenn man nicht weiß, ob es technisch durchsetzbar ist. Denn sollte sich herausstellen, dass nur

die Hälfte möglich ist, wie von den Planern (Technikern) angedeutet, was dann? Eine Tunnel- Auf-bzw. Abfahrt in unmittelbarer Nähe einer Wohnsiedlung ist keine Lösung des Straßenproblems in Rabland. Unabhängig davon, dass zwischen zwei Häuserreihen (30 Familien) in einem Abstand von 11-12 Metern ein Tunnel entstehen soll, führt anschließend eine zweite offene Straße durchs Dorf. Dass die Landesverwaltung einem solchen Schildbürgerstreich aufsitzt, kann der Großteil der Rablander Bürger nicht glauben. Um Geld zu sparen, darf man nicht auf eine angemessene Umfahrung für diese Hauptverkehrsader verzichten. Die Gemeindeverwalter von Kastelbell/Tschars, sowie andere Gemeinden haben sich bei der Landesregierung mit Erfolg für ihre Bürger eingesetzt und eine zufriedenstellende Lösung gefunden. Herr Achammer möchte im Herbst 2018 die absolute Mehrheit seiner Partei anpeilen, da wird er, sollte sich die Landesregierung für diese vorgeschlagene „Variante D„ durchs Unterdorf entscheiden, in Partschins/Rabland und den umliegenden Gemeinden sicher keinen Grundstein dafür legen. Heinz Tappeiner, Rabland

Falsche Zitate und ihre Folgen „Verkehrslösung im Dorf Laas eingefordert“ Im Artikel „Verkehrslösung im Dorf Laas eingefordert“ (Dolomiten, 29.06.17) wurde ich nicht nur falsch zitiert, sondern meine Aussagen wurden auch aus dem Zusammenhang gerissen. Eine entsprechende Richtigstellung ist bereits erschienen, worüber ich sehr dankbar bin. Allerdings blieben die E-Mails unerwähnt, die ich unmittelbar nach dem Erscheinen des Artikels erhalten habe und die nicht mit direkten und indirekten persönlichen Angriffen und Beleidigungen mir und meiner Familie gegenüber sparen. Wenn dann noch zu guter Letzt von Unkorrektheit und Objektivität geschrieben wird, sind solche Beleidigungen alles andere als korrekt und objektiv. Priska Lechner Gemeinderätin der Bürgerliste Laas

Vom wind gefunden

Seltene Erden - seltene Krankheiten „Seltene Erden“ zählen zu den wichtigsten Rohstoffen der Welt. Kein iPod, kein Handy, kein PC, kein Hybridfahrzeug, kein Flachbildschirm und kein Windrad kann ohne Seltene Erden hergestellt werden. Deshalb zählen sie zu den begehrtesten Rohstoffen der Welt. Seltene Erden werden derzeit hauptsächlich in China abgebaut, über 90%. Die Seltene-Erden-Metalle kommen in der Natur nicht rein, sondern immer als Mischung mit anderen Seltene-ErdenMetallen vor. Die Gewinnung ist deshalb aufwendig und kann zu großen Umweltproblemen führen. Ganz etwas anderes sind „Seltene Krankheiten“: bekannt sind rund 8.000. In Europa gilt eine Krankheit als selten, wenn nicht mehr als 5 von 10.000 Einwohnern von dieser Erkrankung betroffen sind. Schätzungen zufolge leiden in Deutschland rund 4 Millionen, in Europa 30 Millionen Menschen an einer seltenen Krankheit. 80 Prozent der seltenen Krankheiten sind genetischer Natur. Seltene Erkrankungen manifestieren sich in nahezu allen Organen und betreffen vielfach mehrere Organe gleichzeitig. Sämtliche Bereiche der Medizin sind betroffen. In München gibt es ein Zentrum für seltene Erkrankungen. Der Tag der seltenen Krankheiten ist am 29. Februar, in Nicht-Schaltjahren am 28. Februar. (hzg)


Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Am Naturnser Kreisverkehr. Radfahren ist grün. Radfahren ist cool. Radfahren ist gesund. Angeblich soll der Vinschgau ein Paradies für Biker sein. Aber auch ein Paradies ohne Regeln kann zur Hölle werden.

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Vinschgerwind 14-17

/IMPRESSIONEN/ 13


14 /LOKALES/

Vinschgerwind 14-17

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Für die Sicherheit

Ökologiepreis Vinschgau 2017

Die Arbeiten am Lawinendamm in Reschen werden fortgesetzt. Bis Ende September sollte auch das vierte Baulos (250.000 Euro) realisiert. Insgesamt wurden 590.000 Euro investiert.

im Spätherbst 2017 wird zum 8. Mal die Verleihung des Ökologiepreises stattfinden. Es ist eine Veranstaltung von besonderer Bedeutung, einzigartig in Südtirol und mittlerweile traditioneller Bestandteil der Vinschger Umwelt-Kultur. Die sieben Trägervereine, welche den Preis stiften und organisieren, haben es sich zum Ziel gesetzt, besonders umweltschonende, ökologisch kluge Praxisbeispiele bekannt zu machen und entsprechend zu würdigen.

pr-info

Prad wieder im „QuetschkommodeFieber“

Foto: Heinrich Zoderer

Die „Quetschkommode“ ist ein Festival für Straßenkunst, Tradition, Kleinkunst, Gauklerei und Musik jeglicher Art mit Schwerpunkt Ziehharmonika/ Akkordeon. Auf jedem Fall mit dabei ist qualitative Volksmusik bunt gemischt mit modernen Interpretationen. Bewährtes trifft auf Experimentelles. Kunst trifft auf Menschen und Menschen auf Kunst. Musik-Kunst, Straßen-Kunst, Aktions-Kunst und die große Kunst der speziellen Verköstigung. Die mittlerweile vierte Ausgabe am Sonntag, den 16. Juli 2017 von 11.00 bis 19.00 Uhr rund um den Hauptplatz von Prad ist vielfältig, phantasievoll und lustig. Durch die öffentliche und private Förderung ist die „Quetschkommode“ bei freiem Eintritt sehr Familienfreundlich und spricht alle Generationen an. Für die Verpflegung sorgen verschiedene Vereine von Prad. Organisator ist der Bildungsausschuss Prad, dem es wiederum gemeinsam mit Ulrich

am Fischerteich Schlanders/Glurns/Sulden/Jazzfestival - Das Jazzfestival zählt mit den insgesamt 70 Konzerten zu den Höhepunkten im Südtiroler Kultursommer. Drei Konzerte fanden im Vinschgau statt: in Schlanders, Glurns und Sulden. von Heinrich Zoderer

Foto: „Wind“-Archiv

Foto: v.l. Annegret Rück, Wally Telser Gianordoli, Adelina Wallnöfer, Helga Rechenmacher Moser und Michale Reissner gelungen ist, Kunst und Musik als Bildungsprozesse vor allem in der Vorbereitung auf das Festival im Dorf und darüber hinaus zu aktivieren.

eim Südtiroler Jazzfestival traten insgesamt 180 Musiker innerhalb von 10 Tagen an 60 Schauplätzen auf. Vom 30. Juni bis 9. Juli gab es im Land der Chor- und Blasmusik 70 Jazzkonzerte. Seit 35 Jahren gibt es dieses Festival. Aber erst seit 2004 werden die Konzerte nicht nur in Bozen, sondern an verschiedenen Orten in Südtirol aufgeführt. Seit sechs Jahren gibt es auch jeweils drei Jazzkonzerte im Vinschgau, bisher immer in Mals, Sulden und Schlanders, dieses Jahr anstatt in Mals auf dem Stadtplatz von Glurns. Klaus Widmann, der Leiter des Festivals, ist stets bemüht die Konzerte an besonderen Orten aufzuführen. Karin Meister von Schlanders Marketing hat mit Widmann mehrere Plätze in Schlanders erkundet, und die beiden haben sich dann für den Kortscher Fischerteich entschieden. Abseits vom Ort, direkt am Radweg, befindet sich der Fischerteich in einer einmaligen Umgebung, mitten in der Natur mit einer guten Verkö-

Foto: Heinrich Zoderer

B

Am Rande des Fischerteiches, inmitten einer einmaligen Landschaft lauschten die zahlreichen Zuhörer und Zuhörerinnen den Jazzklängen der Gruppe „Francesco Diodati XL“ mit den sechs Musikern aus Italien, Österreich, Frankreich und den Niederlanden. stigung. „Kultur & Natur“ war auch das Motto der Veranstaltung. Sechs Vollblutmusiker aus vier Ländern spielten am Rande des Sees auf einer eigens aufgebauten Bühne ab 21 Uhr, während der Sommertag so langsam in die Nacht überging. Es war etwas windig und frisch, aber die Atmosphäre war perfekt und die internationalen Musiker in der Formation „Francesco Diodati XL“ begeisterten das Publikum mit ihrem innovativen Jazz. Neben Francesco Diodati, Filippo Vignato und Glauco Benedetti aus Italien, bestand das Sextett

noch aus Elias Stemeseder aus Österreich, Guilhem Flouzat aus Frankreich und Joris Roelofs aus den Niederlanden. Die BENELUX Staaten Belgien, Holland und Luxemburg bildeten auch den Länderschwerpunkt beim diesjährigen Jazzfestival. Am 7. Juli spielte die Gruppe „On Dog“ auf dem Stadtplatz in Glurns und am Sonntag, den 9. Juli gab es beim Messner Mountain Museum Ortles in Sulden ein Jazzkonzert der französischen Sängerin und Musikerin Laura Perrudin mit einer keltischen Harfe.


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/LOKALES/ 15

Partschins

Spiele im Schlossgarten artschins spielt“ ist das heurige Motto des Bildungsausschusses Partschins. Eine Reihe von Veranstaltungen gemeinsam mit verschiedenen Vereinen sind geplant, der Parloggerkurs ist bereits gut angekommen. Wo die Leute spielen, wird kommuniziert, wird Gemeinschaft gelebt und gepflegt. Für einen Spieletag der besonderen Art hat kürzlich die Baronesse Alexandra von Goldegg ihren Garten von Schloss Spauregg auf Anfrage des Bildungsausschusses Partschins zur Verfügung gestellt. In dieser besonderen Umgebung waren auch besondere Spiele ausgestellt, Brettspiele aus der Sammlung der Schlossherrin, etwa „Von Bozen nach Partschins“, ein Würfelspiel, vor langer Zeit im Schloss erdacht, gezeichnet und mit Spielanleitung versehen. Auch andere Spiele, von denen die Spielanleitung abhanden ge-

Fotos: Erwin Bernhart

P

Spielen im Schlossgarten: der Bildungsausschuss und die Chronisten von Partschins, der Schützenkommandant Bendikt Hueber mit Schlossherrin Alexandra von Goldegg kommen ist, lagen zur Ansicht auf. Die Chronisten von Partschins haben gemeinsam mit den Mitgliedern des Bildungsausschusses die alten Spiele kopiert und mit Schutzfolie neu verpackt und neben herkömmlichen und auch nicht alltäglichen Brettspielen auf einzelne Tische zum Spielen hergerichtet. Von diesen Spielgelegenheiten wurde dann auch im Schatten mächtiger Bäume zwanglos reger Gebrauch gemacht. Die ehrwürdige Kegelbahn, deren

Unebenheiten für Heiterkeit und zusätzliche Spielfreude sorgen, wurde von den Kindern rasch in Beschlag genommen und ins Herz geschlossen. Wally Nardelli, die Präsidentin des Bildungsausschusses Partschins, hieß die Besucherschar herzlich willkommen, bedankte sich für das Gastrecht bei der Familie von Goldegg ebenso bei den Schützen von Partschins und bei den Musikanten. Die Jungmusikanten Benjamin Gorfer und Elias Prantl haben den Spieltag

Theaterverein s’Lorgagassl Stilfs

Der Wildschütz vom Königssee 29. und 30. Juli statt; jeweils um 21.00 Uhr. Ein besonderer Dank gilt dem Schafzuchtverein Edelweiß Stilfs, welcher das Gelände zur Verfügung stellt. Gespielt wird ein Volksstück von Franz Vogl, mit dem Titel „Der Wildschütz vom Königssee“, unter der Regie von Pankratius Eller. Die Witwe Nandl lebt mit ihrer Tochter Evi auf einem einsamen Hof und ist aus Not zum Wildern gezwungen. Der Jäger Flori weiß es, schweigt aber weil er in Evi verliebt ist. Als aber Fallen und Schlingen im Wald gefunden werden kommen Nandl und Flori in die Zwickmühle. Ob der Fallensteller am Ende doch noch gefasst wird, sehen Sie in eine der vier Aufführungen in dieser einzigartigen und besonderen Location. Foto: „Wind“-Archiv

D

er Theaterverein s’Lorgagassl Stilfs spielt auf. Am letzten Juli-Wochenende 2017 ist es endlich soweit. Nach der zweijährigen Pause betritt der Theaterverein Stilfs wieder auf die Bühne. Da der Umbau des Gemeindehauses jedoch noch andauert, wird ein Freilichttheater am Lausboden in Stilfs aufgeführt. Die Vorbereitungen und Proben sind schon voll im Gange und die Premiere am Donnerstag, den 27. Juli 2017 rückt immer näher. Die drei weiteren Aufführungen finden am 28.,

musikalisch bespielt und die Schützenkompanie Partschins unter Kommandant Benedikt Hueber hat mit Weißwürst’ und Kuchen für das leibliche Wohl und mit einem eigenen Spielbeitrag für Lacher gesorgt. Mit einem eigens zum Spieltag verfassten Kasperltheater, überraschte Alexandra von Goldegg nicht nur die kleinen Besucher sondern brachte mit ihren HelferInnen auch die Erwachsenen zum Schmunzeln. (eb)

Freilichttheater Lausboden

Theatergruppe s‘L��gagassl Stil�� spielt

DER WILDSCHÜTZ vom königssee

Volksstück von Franz Vogl

Regie: Pankratius Eller

Aufführungen:

Ersatztermin bei Regen:

Donnerstag, 27. Juli 2017 um 21.00 Uhr (Premiere)

Donnerstag, 03. August 2017 um 21.00 Uhr

Freitag, 28. Juli 2017 um 21.00 Uhr

Freitag, 04. August 2017 um 21.00 Uhr

Samstag, 29 Juli 2017 um 21.00 Uhr

Samstag, 05. August 2017 um 21.00 Uhr

Sonntag, 30.Juli 2017 um 21.00 Uhr

Sonntag, 06. August 2017 um 21.00 Uhr

Eintritt:

Erwachsene 12€ Kinder von 6-14 Jahren 8€

Kartenreservierung: von 10.00 bis 17.00 Uhr unter Tel. 3488538821

Reservierte Karten müssen spätestens 15 Minuten vor Theaterbeginn abgeholt werden. Freie Platzwahl !

Mit freundlicher Unterstützung:


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Raiffeisenkassa- Obervinschgau

Foto: Wind-Archiv

Fahrt ins Stubaital

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ie Fahrt der Mitglieder der Raiffeisenkasse Obervinschgau ging heuer ins Stubeital. Bekannt ist das Tal als Tourismusdestination im Sommer (z. B. Stubaier Höhenweg) und Winter (Stubaier Gletscherbahn, Schlick 2000, Elferlifte und Serlesbahnen) und wegen der Produktion hochwertiger Metallwerkzeuge der Marke STUBAI. Die gestreckte Tal-Linie erlaubt fast von jeder Stelle aus den freien Blick auf den vergletscherten Talabschluss. Insgesamt leben hier 13.400 Bewohner, davon jeweils mehr als 4000 in Neustift und Fulpmes. Stefan Gietl von den Stubaier Gletscherbahnen ge-

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währte den Teilnehmern einen interessanten Einblick in die touristische Entwicklung des Gletscherskigebietes und der damit zusammenhängenden wirtschaftlichen Entwicklung für das Stubaital. Der Weitsicht und dem wirtschaftlichen Gespür für die touristische Entwicklung von Heinrich Klier sei es zu verdanken, dass stetig in neue Aufstiegsanlagen aber auch in andere Wirtschaftszweige investiert wurde. Pro geschaffenem Arbeitsplatz am Berg entstehen, laut Gietl, 3 neue Arbeitsplätze. Nach seinen interessanten Ausführungen wurde im Skigebiet auf 2.600 Metern im Gletscherrestaurant das Mittagessen serviert. Am Nachmittag stand dann die Wanderung auf dem „Wilde Wasser Weg“ auf dem Programm. Begeistert von der Fahrt kehrten die Mitglieder am frühen Abend nach Hause zurück. (aw)

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/MENSCHEN/ 17

Der Albert mit seinen Freiwilligen und seinen Kracherlen „Pichler, hast du Geld kannst du kaufen“, so hat sich der Direktor Karl Detomaso mit seinem Nonsberger akzent geäußert, als der Naturnser Albert Pichler nach Bozen in die Zentrale des Weißen Kreuzes gepilgert ist, um Unterstützung für die Gründung „seine“ eigene Naturnser Sektion zu bitten.. von Klaus Abler

Foto: Klaus Abler

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iese finanzielle Unterstützung von Seiten der Bozner Landesleitung wurde ihm nicht gewährt. Trotzdem hat es der gelernte Tischler, Jahrgang 1929, geschafft, im Mai 1982 die Sektion Naturns zu gründen. Zuvor wurden sämtliche Rettungseinsätze über die Sektionen Meran und Schlanders abgewickelt. Der starke Durchzugsverkehr auf der Vinschgauer Staatsstraße und die damit zusammenhängenden schweren Verkehrsunfälle, die Entwicklung des Tourismus, die neu errichteten Bergstraßen hatten bei Albert und einigen Mitstreitern die Vision für einen lokalen Rettungsdienst geweckt. Albert war als aktiver Feuerwehrmann selber oft vor Ort. Sie mussten sich um die Verletzten kümmern, obwohl unbeholfen und nicht ausgebildet. Mehr als ein Befreien aus den Fahrzeugen, ein zur Seite legen und das ewige Warten auf die Retter aus Meran oder Schlanders konnte man nicht tun. Das erste Schreiben wurde bereits am 17. Juli 1980 zur Zentrale nach Bozen geschickt. Absender waren neben Albert Pichler weitere sechs Feuerwehrmänner und Vertreter des Alpenvereines. In der Folge richtete auch die Gemeinde Naturns einen Antrag an die Bozner Landesleitung. Die Gemeinde Naturns, mit dem damaligen Bürgermeister Walter Weiss, hatte die Notwendigkeit eines lokalen Rettungsdienstes erkannt und den Verein von Anfang an unterstützt. Als Albert 35 Freiwillige angeworben hatte, und bei Direktor Detomaso vorsprach, stellte dieser die Bedingung, dass für eine eigenständige Sektion mindestens 50 Freiwillige Helfer und 500 zahlende Mitglieder vorgesehen sind. Zusätzlich stellte der Direktor die Bedingung, dass Pichler die persönliche Verantwortung trage und die Gemeinde für die Unterkunft sorgen müsse. Auch stellte Detomaso klar, dass mit keiner finanziellen Unterstützung aus Bozen zu rechnen sei. Eigentlich hätte sich Albert mehr Unterstützung erwartet: zumindest ein Einsatzfahrzeug oder die Dienstkleidung. Es war dies das erste Mal, dass Albert und Heinrich Koch, Mitstreiter der ersten Stunde, aufgeben wollten. Auf der Rückfahrt von Bozen haben sie über wei-

Albert Pichler, Jg. 1929 aus Naturns tere Finanzierungsmöglichkeiten nachgedacht. Die örtliche Raiffeisenkasse hat auf Nachfrage dann das erste Einsatzfahrzeug finanziert und die Gemeinde die Räume zur Verfügung gestellt. Die Räume oberhalb der Feuerwehrhalle dienten zuvor als Ausbildungsstätte der ersten Landesfeuerwehrschule. Albert kann sich noch gut an den Dienstbeginn um 19:00 Uhr des 14. Mai 1982 sowie an die erste Patientin erinnern. Nachdem die Notrufnummer von der Sektion angegeben werden musste, wurden auch die ersten Einsätze von den Meranern disponiert. Folglich wurden auch viele Einsätze von der Meraner Rettung selber „beansprucht“. Diese raste dann oft von Naturns ins Schnalstal oder versorgten Patienten in der Naturnser Rettungswache. Die 87101, die „Naturnser Notrufnummer„ für Rettung und Feuerwehr“ wurde erst später aktiviert. Das erste Jahr wurden über 700 Einsätze abgewickelt. Albert vermutet, dass gerade die Mühen und Schwierigkeiten in der Anfangsphase dazu beigetragen haben, den Gemeinschafts- und Freundschafts-

sinn unter den Mitarbeitern zu stärken. Die Umbauarbeiten in der Stelle wurden von den Freiwillige ausgeführt. Freiwillige Helfer mussten Essen und Bettwäsche selber mitnehmen und sogar die Einsatzkleidung selber finanzieren. Albert erinnert sich an die Finanzierung des Sanitätsmaterials durch Spenden, Sammlungen und öffentliche Beiträge. Durch das Sammeln von Altpapier und Altmetall wollte man die Kosten decken. Als dies dann wertlos wurde, musste man es noch teuer entsorgen. Das ursprüngliche Einsatzgebiet der Gemeinden Naturns, Plaus und Schnals wurde erst später um die Gemeinden Partschins und Kastelbell- Tschars erweitert. Albert blickt gerne an die ersten Partnerschaften mit ähnlich ausgerichteten Hilfsorganisationen im Ausland zurück, welche viel Material und Ausstattung zur Verfügung stellten. Albert übergab die Verantwortung als Sektionsleiter im Jahre 1991 an seine Nachfolger, wurde als Ehrenmitglied auf Sektionsebene und mit der Goldenen Verdienstmedaille des Weißen Kreuzes geehrt. Mit seiner Gesundheit ist Albert vom „Himmel in die Hölle gekommen“. Ein angeborener Herzfehler musste operiert werden. Der Sektion Naturns wurde Überleben von maximal einem Jahr prophezeit. Allen Skeptikern zum Trotz konnte man heuer das 35 jährige Jubiläum der Sektion feiern. Ohne den aktiven Beitrag von Frau Hella und Tochter Daniela wäre dies sicher nicht möglich gewesen. Mittlerweile decken 87 Freiwillige über 68 Prozent der Dienste,. Sie legten im Jahr 2016 knapp 218.000 Kilometer zurück und wickelten dabei 3.990 Einsätze ab. Auch wurden die zahlenden Mitglieder auf 2.232 aufgestockt. „Der Pichler soll lieber seine Kracherlen verkafn, weil von der Rettung versteht er nichts“, hat der Direktor zum Getränkehändler gesagt“. Dass der mittlerweile 88 jährige Albert zumindest etwas verstanden haben muss und vor allem vieles bewegt, und viele motiviert hat, zeigt die Entwicklung und die Aufstellung der Sektion Naturns heute. Immerhin wurde in Naturns 1985 die erste Jugendgruppe im Lande gegründet und seit 2007 verfügt die Sektion Naturns über die erste und einzigste Vereinsfahne.


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Flüchtlinge

Unzuverlässiger Postdienst

Angekommen: Am 3. Juli sind drei Flüchtlingsfamilien in Schlanders eingetroffen. Die restlichen Flüchtlinge - 16 junge Männer - kommen in den nächsten Wochen.

Etliche Betriebe und Haushalte im Gemeindegebiet von Prad beschweren sich, dass Mitte Juni die Post entweder gar nicht oder nur sporadisch zugestellt wurde. Der urlaubsbedingten Ausfall von Personal wurde von der Postverwaltung nicht kompensiert. Der Landtagsabgeordnete Walter Blaas fordert den Landeshauptmann Arno Kompatscher auf, bei der Post entsprechenden politischen Druck zu machen, damit derartige Situationen in Zukunft vermieden werden. Ein nicht funktionierender Postdienst bedeutet Unannehmlichkeiten und wirtschaftliche Einbußen.

Ukraine: Binnenflüchtlinge Drei Vertreter von Kolping Südtirol weilten anlässlich der Versammlung von Kolping Europa für einige Tage in Lemberg/ Lviv in der Ukraine. Dort konnten sie sich von der Lage in diesem Land kundig machen. Anfang 2014 wurde die Krim durch Russland besetzt, ständige Kämpfe zwischen Separatisten und der ukrainischen Armee lassen das Land nicht zur Ruhe kommen. Inzwischen gibt es fast zwei Millionen Flüchtlinge im Land, die alles verloren haben: ihr Zuhause, ihre Familie, Freunde und ihre Arbeit. Ob sie jemals wieder zurück in ihre Heimat können, ist ungewiss. Diese Menschen brauchen dringend Unterstützung, um das Erlebte zu verarbeiten. Kolping hilft hier besonders Familien mit kleinen Kindern und stellt ihnen Sozialarbeiter und Psychologen zur Seite. Außerdem baut Kolping ein Netzwerk auf, in dem sich die Menschen gegenseitig unterstützen können. Zusätzlich werden „kurze“ Ausbildungen angeboten, damit die Familien schnell wieder Arbeit finden. Kinder Ferienzeiten werden angeboten: Abbau von Vorurteilen und Integration wird so vereinfacht. Denn es ist wichtig: diese Binnenflüchtlinge müssen sich wieder schnell ein bisschen heimisch fühlen. Kolping hilft hierbei. Wir konnten als Südtiroler viel lernen und auch unsere unterstützten Projekte für autistische Kinder besichtigen und dabei feststellen: unser Kolping Geld ist zielgerichtet eingesetzt worden!

Zivildienst als Einstieg in die Berufswelt Ob in Altenheime, beim Weißen Kreuz, bei der Caritas, der Zivildienst bietet jungen Menschen eine gute Gelegenheit, ihr soziales Bewusstsein zu stärken. Sie können Erfahrungen und Kenntnisse sammeln als Orientierung für den persönlichen und beruflichen Lebensweg. von Magdalena Dietl Sapelza

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eit September 2016 betreut Valentina Patscheider aus Burgeis (im Bild) als Zivildienerin die Asylbewerber im „Haus Ruben“ in Mals, das von der Caritas geführt wird. Patscheider hat das humanistische Gymnasium abgeschlossen und studiert Katholischen Religionspädagogik in Innsbruck. Um in die soziale Arbeitswelt hinein zu schnuppern, hat sie sich anfangs für den 12-monatigen Zivildienst bei der Caritas im „Haus Arnika“ in Meran beworben. Angeboten wurde ihr dann die Stelle in Mals. Und sie hat diese auch angenommen. Nun organisiert sie dort Workshops für die Flüchtlinge. Sie zeigt ihnen beispielsweise wie der SüdtirolPass funktioniert. Sie begleitet sie zu Behörden, zum Arzt, übersetzt für sie, begleitet sie zu einem Arbeitsvermittlungs-Gespräch und vieles mehr. (Asylbewerber dürfen 60 Tage nach Stellung des Asylantrages arbeiten). Die meisten der „Gäste auf Zeit“ im „Haus Ruben“ sprechen Englisch und hoffen darauf, in Italien bleiben zu können. Derzeit halten sich in Mals 41 Männer und neun Frauen auf. „Meine Aufgaben sind sehr vielfältig, abwechslungsreich und interessant. Im Team werden die Bedürfnisse der Asylbewerber erhoben, besprochen und die entsprechenden Initiativen geplant“, sagt Patscheider.

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Kolping im Vinschgau

Valentina Patscheider Alle Altersgruppen haben die Möglichkeit, freiwilligen Zivildienst gegen einen kleinen Entgelt zu leisten. Freiwilliger Landeszivildienst und Ferieneinsatz richten sich an Jugendliche. Der freiwillige Sozialdienst steht Erwachsenen ab 29 Jahren offen. Zum freiwilligen Landeszivildienst können sich alle in Südtirol ansässigen Jugendlichen von 18 bis 28 Jahren melden. Der Dienst kann für acht oder für 12

Monate geleistet werden. Der Monatslohn beträgt 450 Euro und jede/jeder ist Haftpflicht und sozialversichert. Zudem können alle öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos benützt werden. Den Jugendlichen bietet der Zivildienst eine gute Möglichkeit, den ersten Schritt in die Arbeitswelt zu setzen und Erfahrungen zur persönlichen Berufs-Orientierung zu sammeln. Beliebt ist seit jeher der Einsatz beim Weißen Kreuz aber nicht nur. Die einzelnen sozialen Einrichtungen, Organisationen, Vereinigungen und Verbände des Landes haben ihren Bedarf an freiwilligen Zivildienern für das Arbeitsjahr 2017/2018 im Amt für Kabinettangelegenheiten in Bozen angemeldet. Auf der Homepage“ Freiwilliger Zivildienst Autonome Provinz Bozen“ finden Interessierte unter „Projekte“ die Stellen-Angebote für Zivildienst in ganz Südtirol. Auf der Liste ist beispielsweise das Bürgerheim Nikolaus von der Flüe in Schlanders. Zivildienerinnen und Zivildiener können sich bis Ende Juli direkt bei den jeweiligen Einrichtungen melden. Valentina Patscheider hat ihre Entscheidung für den Zivildienst nicht bereut. Sie arbeitet gerne mit den Flüchtlingen im „Haus Ruben. Nach dem Abschluss ihres Studiums möchte sie weiter in Einrichtungen der Caritas arbeiten.


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WANDERTOUR

/WANDERN/ 19 HÖHENWEG

Fotos: Angelika Ploner

BERGTOUR

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WANDERINFOS: Dauer: 2 - 2,5 h Strecke: 6 km Der Latscherhof und der Bierkeller sind lohnende Einkehren für Wanderer auf diesem Rundwanderweg. Man kann die Tour auch in umgekehrter Richtung machen.

Gemütliche Waalrunde in Latsch Eine gemütliche Waalrunde führt vorbei an zwei kulturellen Schätzen in Latsch: Ober- und Untermontani. Die beiden Waale - der Neu- und der Mareinwaal- , auf denen man vornehmlich wandert, schließen sich zu einem lohnenden Rundwanderweg zusammen. TOURENINFO: In Latsch (Parkmöglichkeit beim Sportzentrum) nimmt man den Weg Nummer 5 bis zum Latscherhof. Dort kann man sich stärken, bevor man die Waalrunde antritt oder aber auch das Auto parken. Von dort folgt man dem Weg Nr. 5, der die Wanderer bis zum Eisstadion schickt, das links umgangen wird und auf einen Waldweg führt, der zum Waalweg - dem Neuwaal - hinaufführt. Auf dem schönen Weg, immer mit der Markierung 5 ausgeschildert, wandert man fast eben bis nach Montani. Vorbei kommen Wanderer an Felszeichnungen. Damit - so informiert eine Tafel - hat es folgendes auf sich: Quellen erwähnen 1394 einen „Walpach“ bis Montani. 1564 erwarben die Latscher das Recht von den Herren von Montani den Neuwaal zu errichten. Dieser führt von der Plima durch den Montanigerwald zu den Mareinwiesen. An dieser Stelle haben sich die Waalhirten mit ihrem Namen und dem Arbeitsjahr im Fels verewigt.... Der Weg führt etwas unterhalb des Waals zum Schlosshof von Montani, deshalb geht es kurz abwärts bis zur Burgruine Obermontani und weiter - auf Weg Nummer 5 - zur Ruine Untermontani. Bei der Wegteilung folgen Wanderer dem Weg rechts, der später auf den Mareinwaal und bis zur Einkehr Bierkeller führt. Ein breiter Wirtschaftsweg bringt die Wanderer dann zum Eisstadion und zum Latscherhof zurück: Hier schließt sich der Rundwanderweg. (ap)


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Schlanders

Sulden

Erneute Sichtung eines Schlangenadlers

Sulden feiert seine 80 Jährigen cht rüstige 80-Jährige Suldnerinnen und Suldner fanden sich als Ehrengäste am 2. Juli zur Dankesmesse in der Pfarrkirche von Sulden ein. Altpfarrer Dr. Hurton (selbst 89-jährig), zelebrierte den Gottesdienst für die Jubilare in ganz besonderer Weise. Er erinnerte auch an die drei bereits Verstorbenen des Jahrgangs 1937 und sprach von der Dankbarkeit und den vielen Wendungen in einem langen Leben, welche manchesmal auch als Kreuz erlebt werden. Ein Kreuz aber, welches uns letztendlich stärker, mutiger und gottbejahend macht. Musikalisch begleitet wurde diese festliche Messe von einem kleinen Suldner Ensemble, welches als Schlusslied passend zum Anlass, das Lied: „Vergiss nicht zu danken dem ewigen Herrn…“ anstimmte. Danach ging es zum gemeinsamen Mittagessen ins Hotel

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m 24. Juni organisierte Florian Felderer, der Mitarbeiter des Nationalpark-Besucherzentrums Avimundus eine vogelkundliche Wanderung am Vinschger Sonnenberg. Die Exkursion wurde vom Vogelkundler Hansjörg Götsch aus Schlanders geführt. Die Teilnehmer konnten die verschiedensten Vogelstimmen zuordnen lernen und über 30 verschiedene Vogelarten bestimmen. Die größte Überraschung war jedoch, als neben Zippammer, Neuntöter und Co., plötzlich ein seltener Schlangenadler über die Steppenvegetation der Kortscher Leiten seine Kreise drehte. Die

Foto: Cornelia Knoll

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Cornelia in Sulden, wo Küchenchef Johannes ein kleines Festessen für alle Geladenen zauberte. Bei einem Glasl Wein, vorzüglichem Essen und selbstgebackenem Kuchen gab man so manch frühere Erinnerung zum Besten. Über ehemalige Schulerlebnisse im alten Schulhaus,

über erste Tanzerfahrungen in der Waldesruh‘ und darüber, wie man früher in dem kleinen Bergdorf lebte. Es war eine fröhliche Runde an diesem Sonntag, die mit dem Versprechen endete, sich beim nächstmöglichen Jubiläum bald wieder in gemütlicher Runde zu treffen. (ck)

Exkursionsteilnehmer konnten beobachten, wie der Adler im Suchflug plötzlich von einem Sperber massiv angegriffen wurde. Solche Scheinangriffe des viel kleineren Sperbers unternimmt dieser als Verteidigung seines Brutrevieres. Bereits im Jahre 1915 wurden Beobachtungen eines Schlangenadlers im Gebiet von LatschVetzan-Laaser Leiten von Vogelkennern und Jagdaufsehern gemacht. Der Schlangenadler ist in Südtirol lediglich als Zugvogel bekannt. Er bewohnt offenes, trockenes Gelände und jagt bevorzugt Reptilien über sonnenerwärmten Hängen. Der Vinschger Sonnenberg bietet diesem Vogel also die besten Voraussetzungen, um vielleicht in Zukunft auch als Brutvogel in Erscheinung zu treten. Hansjörg Götsch AVK Südtirol

Sommerkino in Schlanders F

reilichtkino auf dem Kulturhausplatz am 1. Juli und 1. August gehört seit mehreren Jahren zum fixen Sommerprogramm der Kulturhausverwaltung von Schlanders. Wenn es das Wetter zulässt, sind diese Filmabende immer schöne Erlebnisse. Bei schlechtem Wetter muss man auf den Kinosaal ausweichen. Am 1. Juli war das der Fall. Nach den heißen Tagen in der ersten Monatshälfte im Juni kam am Monatsende der

lang ersehnte Regen. Was gut für die Landwirtschaft war, war schlecht für das Freilichtkino. Gezeigt wurde der Film „Plötzlich Papa“. Samuel, ein junger Mann, genießt sein Leben als Single. Am Strand in Südfrankreich sucht er vor allem den Spaß und lebt ein Leben ohne Verpflichtungen, bis eines Tages eine junge Frau Samuel seine drei Monate alte Tochter Gloria, von deren Existenz er nichts wusste, übergibt und mit dem Sommerkino am 1. Juli und 1. August in Schlanders.

Foto: Heinrich Zoderer

Foto: Hansjörg Götsch

Schlanders

Bei gutem Wetter auf dem Kulturhausplatz und sonst im Kinosaal.

Taxi verschwindet. Gloria verändert das Leben von Samuel, er lernt Verantwortung zu übernehmen und trotzdem glücklich zu sein. Am Ende des recht witzigen Films meint Samuel: Mein Vater hat mich gelehrt, mich den Ängsten zu stellen und Gloria hat mich gelehrt, mich dem Leben zu stellen. Beim nächsten Film am 1. August geht es wieder um einen jungen Mann, der Schwierigkeiten hat sich im Leben zurecht zu finden. „Bob, der Streuner“ erzählt von James, der drogenabhängig ist und als Straßenmusiker in London lebt. Eines Tages findet er einen abgemagerten und verletzten Kater vor seiner Tür. Er füttert ihn und wird ihn nicht mehr los. Bob, der Kater, begleitet James beim Musizieren und sie werden unzertrennliche Freunde. Wenn das Wetter es zulässt, wird dieser Film am 1. August um 21:15 Uhr im Freien gezeigt. (hzg)


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Naturns - geistliches Konzert

Vinschgau

Kirchenchor und Holzbläserquartett

ZUG-LOS

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geigerin. Doch auch die anderen Musiker verfügen über eine außerordentliche Spielkunst. Schon seit einigen Jahren gibt es mit dem Kreativ-Ensemble und dem Kirchenchor eine fruchtbare künstlerische Zusammenarbeit bei gemeinsamen Konzerten. Kyrie, Sanctus und Agnus Dei aus der Missa brevis in C (KV 259) von W. A. Mozart bildeten den Abschluss dieses gelungenen Kirchenkonzertes. Dazu vereinigten sich Solisten, Chor, Streicher und Bläser zu einem einzigen Klangkörper. Dank des großen Engagements der Ausführenden und der einmaligen Akustik des Kirchenraumes wurde die Musik zum Regenten an diesem Abend und zu einem Höhepunkt für Naturns. Foto: „Wind“-Archiv

inmal mehr konnten die Zuhörer die Klangfülle des Kirchenchores St. Zeno in der schönen gotischen Pfarrkirche erleben. Mit dem Streichquartett des Kreativ-Ensembles und einem Holzbläserquartett aus Naturns gestaltete der Chor, unter der Leitung von Josef Pircher, einen musikalisch reichen Abend. Einleitend wies Eberhard Daum, der gekonnt durchs Programm führte, auf die Bedeutung und Botschaft der Musik für den Menschen hin. Der Chor begann mit einem eindrucksvollen „Salve Regina“ von Charles M. King, sowie dem wohlklingenden „Ave Maria“ des Romantikers, Nikolaus Fux. Diese Einführung durch den Chor in die geistliche Sphäre

des Abends folgte das KreativEnsemble mit auserlesenen Werken des Barock und der Klassik. Nach der berühmten Arie von J. S. Bach und einem berührenden Largo von A. Vivaldi ließen die Streicher, Menuette von F. Schubert erklingen. Drei Kirchensonaten von W. A. Mozart, erstklassig interpretiert, rundeten schließlich den Instrumentalteil ab. Sonia Domuscieva, künstlerische Leiterin des Ensembles, gebührt ein Extralob als Solo-

Laas

Die Kraft des Wassers spüren m Wasser liegt Heil, es ist das einfachste und - richtig angewandt - das sicherste Heilmittel“, so Sebastian Kneipp. Zahlreiche Interessierte folgten der Einladung des Bildungsausschusses Laas im Rahmen des Projektes „Weißwasser“ zum Fohlenhof in Laas. Cornelia Hölzl Gamper, Vorsitzende des Südtiroler Kneippverbandes, gestaltete einen sehr anschaulichen und mit vielen praktischen Anwendungen unterhaltsamen Nachmittag. Mit einem Rote-Beete-Saftreinigungsgetränk nach dem Motto von S. Kneipp „Alle Krankheiten haben ihren Keim in den Störungen des Blutes“, genossen die TeilnehmerInnen einen Kneipp Cappuccino, ein kaltes Armbad, welches alle Sinne anregt. Es folgten Waschungen mit nassem kalten Leinentüchern in Gesicht und Nacken, Wassertreten, Kneippsche Güsse am warmen Körper und Bar-

Foto: Ludwig Fabi

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Liselotte Parth (Vorsitzende des Bildungsausschuss Laas) rechts im Bild bei der Begrüßung mit einem „Rote-Beete-Saft“ im Fohlenhof von Laas fuß gehen im Barfußweg von Hausherrin Maria Haidler Gartner. Bei den Wechselbädern, so Frau Hölzl, solle man vorsichtig sein, denn kleine Reize fördern, große Reize hemmen und zu starke Reize lähmen. Rita Tischler, eine Teilnehmerin aus dem Ultental informierte darüber, dass zurzeit das alte Ultner Bauernbadl „Überwasser“ renoviert und 2018 der Badebetrieb mit Gasthaus wieder eröffnet wird. (lu)

er Vinschgerzug steht still voraussichtlich bis Ende der nächsten Woche - wegen eines technischen Defekts am Schrankensystem. Pendler empfinden das als „kleinere Katastrophe.“ Eine „große Katastrophe“ war das für die vielen Jugendlichen, die am vergangenen Wochenende zur Beach-Fete nach Schluderns fahren wollten. Und da sind noch verärgerte Feriengäste. Der HGV Präsident Manfred Pinzger rechnet mit einem großen Schaden für den Tourismus. Die Lamentos unterstreichen die Bedeutung des Vinschgerzuges. Und sie zeigen, wie auch im Fall des HGV-Präsidenten, die Wandlung vom einstigen Zuggegner zum Zugbefürworter. Ein Wandel vom Saulus zum Paulus. (mds)


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Franz-Tumler-Literaturpreis: Die Nominierungen - Teil 1

MASCHA DABIĆ: Reibungsverluste

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abić erzählt einen Arbeitstag im Leben von Nora Kant, einer 30jährigen Dolmetscherin. Morgens - sympathisch chaotisch - zwingt sie sich ins Büro: Aus dem Russischen überträgt sie Texte und Gespräche ins Deutsche oder Englische. Sie arbeitet für einen Verein in Wien, der sich um Asylsuchende kümmert. In Therapiesitzungen nimmt sich Noras Kollegin Roswitha, eine Psychotherapeutin, jener an, die sich im „Aggregatzustand des Wartens“ befinden, sie hilft mit Worten, hakt nach, lässt schweigen und weinen. Nora sitzt daneben und dolmetscht – gibt wieder, was sie aufgenommen und blitzschnell in die deutsche Sprache gedreht hat. Phrasen werden angepasst, sinngemäß vermittelt. Ohne Reibung, ohne Verluste soll dieser

Vorgang sein, auch weil Reibung Wärme erzeugt und diese zur neutralen Rolle Noras nicht passt. Die Folterberichte, Kriegserfahrungen, Fluchttraumata, Schwierigkeiten im Heim, Emotionen der Klienten und schriftlichen Fallstudien sind aufreibend für Nora. Die Schicksale von Herrn Achmadow, Frau Magomadowa, Herrn Basajew und anderen lassen sie nicht kalt. Nora ist zwar nur die Zwischenfrau, aber als „Erstverstehende“ auch Mitwisserin. „Mit Staunen hatte sie zur Kenntnis genommen, dass ein Kopf, der soeben Zeuge einer derart pervertierten Szenerie geworden war, wenn

Foto: „Wind“-Archiv

Edition Atelier, Wien, 2017, 151 S.

auch nur aus zweiter Hand, imstande war, weiterhin seine übliche Visage zur Schau zu tragen. Das also musste die sprichwörtliche Sprachgewalt sein, im eigentlichen Sinne des Wortes.“ Nora kommt mit Menschen und ihren Geschichten in Kon-

takt, trägt aber auch ihre persönlichen Geschichten in sich, nach all dem Hören, Sprechen und Wahrnehmen wird sie zur Erzählenden und lässt aufplatzen, was sie noch niemandem anvertraut hat. Während ihres Aufenthaltes in St. Petersburg hat sie einiges erlebt, Vladimir, Marina, Olga und Timothy haben Spuren in ihr hinterlassen. Absurde, schmerzhafte, schöne und solche, über die Nora lieber schweigt. Ein Debütroman, der den NErvder Zeit trifft. Mascha Dabić erzählt ungekünstelt, lässt Russisches wie Englisches einfließen und verleiht dem Grauen Sprache und Pausen. Sehr lesenswert, auch weil uns unaufdringlich nähergebracht wird, was wir nicht wahrhaben wollen. Maria Raffeiner

Mals-Graun

Über 460 Arbeiten bewertet reundschaft ist bunt!“ war in diesem Jahr das Motto beim 47. Internationalen Jugendmalwettbewerb, der von den Genossenschaftsbanken aus sieben europäischen Ländern ausgetragen wurde. Der Jugendwettbewerb greift alljährlich wichtige Themen und Ereignisse unserer Zeit auf. Er konfrontiert mit ihnen nicht nur die Jugend, sondern über die Jugend auch die Gesellschaft. Die Heranwachsenden werden zu kreativen Leistungen angespornt und die Schule wird dabei auch in ihrer Erziehungsaufgabe unterstützt. 427 Bilder von Grundschülern und die Gemeinschaftsarbeit (Videoproduktionen, Präsentationen und Malarbeiten) von 38 Mittelschülern konnte Marketingleiter Gerhard Stecher entgegennehmen. Für die interne Jury der Raiffeisenkasse Obervinschgau, zusammengesetzt aus vier lokalen Künstlern und zwei Schulvertretern, war es nicht leicht

aus den 427 eingereichten Malarbeiten zum Thema eine Vorauswahl für die Weiterleitung der Siegerarbeiten nach Bozen zu treffen. In einer Feierstunde in der Aula Magna im Oberschulzentrum in Mals erhielten die Sieger in Anwesenheit aller Grundschüler der Schulsprengel von Mals und Graun ihre Preise. Umrahmt wurde die Veranstaltung mit dem musi-

kalischen Märchen „Die kleine Prinzessin“, in Szene gesetzt von Peter Waldner - Cembalist, Organist und Alte-Musik-Spezialist aus Mals - und Verena Wolf als Erzählerin. Die Preisverteilung für die Mittelschüler fand jeweils in der Mittelschule in Mals und in St. Valentin statt. Der Jugendwettbewerb dient nicht zuletzt einem wohltätigen Zweck. Jedes Jahr werden pro

eingereichtem Bild vom Raiffeisen-Hilfsfonds 50 Cent an eine wohltätige Einrichtung zugewandt. Dies ergibt auf Landesebene bei 13.000 eingereichten Arbeiten einen Spendenbeitrag von 6.500 Euro. Dieser Betrag wurde bereits an die Südtiroler Vereinigung Kinderherz übergeben. Dieser Verein kümmert sich um herzkranke Kinder in Südtirol. (aw)

Foto: Andreas Waldner

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Über 40 Schüler konnten sich heuer über einzelne Sachpreise freuen, welche an die drei Erstplatzierten des Malwettbewerbs und des Kreativitätswettbewerbs vergeben wurden. Zudem war für jeden der 465 Teilnehmer ein Trostpreis vorgesehen.


Kurzras

Foto: Heinrich Zoderer

Bergfotos auf Grawand

Elmar Pichler-Rolle, der Direktor der Gletscherbahnen, Gottlieb Kaserer, der Fotograf, Monika Mayer, seine Begleiterin, Karl Josef Rainer, der BM von Schnals und Arthur Scheidle als Vertreter vom Kuratorium für Technische Kulturgüter

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as Schnalser GletscherHotel „Grawand“ auf 3.212 m ist das höchstgelegene Hotel Europas. In nur sechs Minuten überwindet man mit der höchsten Seilbahn Südtirols einen Höhenunterschied von 1.200 Metern und landet inmitten einer herrlichen Bergwelt mit mehreren Dreitausendern. Mit der Eröffnung dieser Seilbahn im Juli 1975, dem Erschließen des Hochjochferners als Skigebiet und der Errichtung des Sportdorfes 1977 in Kurzras hat sich das Schnalstal vom Bauerntal zu einem modernen Tourismuszentrum entwickelt. Vielen ist diese Entwicklung zu schnell gegangen und viele haben diese Verbauungen auf dieser Höhe kritisiert. Aber es hat einen Aufschwung ausgelöst, Arbeitsplätze wurden geschaffen und Abwanderung wurde verhindert. Bis 2013 gab es den Sommerskilauf. Heute ist das Glacier Hotel „Grawand“ ein beliebtes Ausflugsziel und Ausgangspunkt für viele Wanderungen. Elmar Pichler-Rolle, der Direktor der Gletscherbahnen, hat sich dieses Jahr zur Eröffnung der Sommersaison etwas Neues einfallen lassen. Zusammen mit dem Kuratorium für Technische Kulturgüter

wurde ein „Gipfeltreffen“ der besonderen Art organisiert. Unter dem Titel „Altitude“ zeigt der Bozner Hobbyfotograf Gottlieb Kaserer auf Schautafeln Bilder von den höchsten Bergen der Welt. Die großformatigen Schautafeln baumeln von der Decke im großen Saal des Hotels. Die Besucher können zwischen diesen Aufnahmen von Berggipfeln und Hochebenen, Landschaften und Städten aus Asien, Afrika und Amerika herumspazieren, ins Freie blicken und sie mit den Dreitausendern der Ötztaler Alpen in einen Dialog bringen. Seit 20 Jahren macht Kaserer zusammen mit seiner Partnerin Monika Mayer Fernreisen und hochalpine Touren, um fremde Landschaften und Völker kennen zu lernen und zu fotografieren. Regelmäßig zeigt er seine vielen Fotos in Bozen und Partschins, im letzten Jahr auch in Schlanders und erzählt ausführlich über die Begegnungen mit den Landschaften und den Menschen. Erfreut und beeindruckt von den Bildern und der Bergwelt zeigten sich die Besucher bei der Ausstellungseröffnung am 6. Juli. Die Ausstellung ist den ganzen Sommer bis am 10. September zugänglich. (hzg)


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Gemeindearchiv Prad-Agums Alles begann mit der Ahnenforschung. Ludwig Veith, Jahrgang 1949, Elektrotechniker in Prad, begann 1979 mit der Erforschung seiner Familiengeschichte. Sein Großvater Alois Veith, Jahrgang 1852, wanderte mit 18 Jahren zusammen mit seinen Brüdern nach Amerika aus. Hungersnot und Arbeitslosigkeit führten dazu, dass rund 35 Millionen Europäer in die Neue Welt aufbrachen. Auch rund 100 Personen aus Prad wanderten aus, um in Amerika ein neues Leben zu beginnen. Alois Veith arbeitete 8 Jahre als Steinmetz in Amerika und kehrte dann als einer der wenigen auf Bitten seiner Mutter wieder nach Europa zurück. Diese bewegte Geschichte seines Großvaters brachte Ludwig Veith auf Spurensuche nach seinen Wurzeln und führte dazu, dass er sich über drei Jahrzehnte mit der Familien- und mit der Dorfgeschichte auseinandersetzte. Diese Arbeit wurde zu einem Abenteuer, einer Suche nach verschiedenen Quellen, die gesichtet, geordnet und inventarisiert werden mussten. Er musste die alten Schriften lesen lernen und vor allem musste er den Inhalt verstehen lernen. Alles musste aufgearbeitet, teils transkribiert und an einem Ort zusammengeführt werden. Stolz zeigt mir Ludwig im Gemeindehaus einen feuerfesten Metallschrank, in dem seit 2014 das Gemeindearchiv mit dem gesamten Schriftgut verwahrt und unter Aufsicht für alle zugänglich gemacht wird. In einer Broschüre, bestehend aus 130 Seiten, hat Ludwig Veith alle Schriftstücke der verschiedenen Bestände zu einer „Inventur des Historischen Gemeinde-Archivs Prad-Agums“ von 1445 bis 2016 zusammengefasst und übersichtlich geordnet, so dass man Originalschriftstücke im Archiv finden kann. Durch diese Arbeiten hat Veith nicht nur wertvolle Schriftstücke gerettet und das erste Gemeindearchiv einer Vinschgauer Gemeinde aufgearbeitet und inventarisiert, er ist auch zu einem Dorfchronisten und Heimatforscher geworden, hat die historischen Dorfpunkte beschrieben und gibt seit vielen Jahren jährlich eine Dorfchronik heraus.

Alte Schriftstücke auf der Mülldeponie und auf dem Dachboden Als Ludwig Veith seine Ahnenforschung begann, führte man ihn auf den Dachbo-

den des alten Gemeindehauses. Dort lagen viele alte Schriftstücke in einem beklagenswerten Zustand unter einem undichten Dach. Zufällig fand er sogar auf der Mülldeponie „Prader Sand“ alte Dokumente aus dem Gemeindearchiv. Die erste Sammlung, die Veith anlegte, war das „Familienarchiv Veith vulgo Brugger“. In den Jahrhunderten vor dem Ersten Weltkrieg wurden viele Dokumente nicht in der Gemeinde, sondern bei den jeweiligen Dorfmeistern in einem eigenen Schrein, dem „Dorfmeister-Kastl“ aufbewahrt. Der „Prader-DorfmeisterSchrein“ ist ein gezimmerter Schrein mit seitlich angebrachten Tragehenkeln und einem Doppelschloss. Der Dorfmeister besaß einen Schlüssel, den zweiten Schlüssel verwahrte der Gemeindekassier bzw. der Gemeindeanwalt (d.h. der Sekretär). Nur zusammen konnten sie den Schrein öffnen und Urkunden herausnehmen. Nach er-

folgter Neuwahl des Dorfmeisters wechselte der Schrein zum neuen Verwalter. Auch der Archivschrank in der Sakristei zu St. Georg in Agums aus dem Jahre 1713 konnte nur mit zwei verschiedenen Schlüsseln geöffnet werden. Neben Urkunden von kirchlichem Interesse wurden dort auch jene von Gemeindeinteresse verwahrt. Die älteste Urkunde stammt aus dem Jahre 1371. Nach dem Neubau der Pfarrkirche in Prad und nach der Übersiedelung in den Widum von Prad im Jahre 1958 wurden auch die verschiedenen Dokumente aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert der ehemaligen Gemeinden Prad und Agums aus dem Archivschrank der alten Sakristei zu Sankt Georg nach Prad überführt. In drei Holzkoffern wurde der Urkunden- und Schriftbestand im Treppenhaus des Turms irgendwo achtlos gelagert. Im Jahre 1990 führte Adolf Bernhart, ehemaliger Volksschullehrer und Hei-


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und Wasserrechte, zu finden sind auch Gerichtsvorladungen und Streitigkeiten zwischen Einzelpersonen mit der Gemeinde oder zwischen Dorfgemeinschaften, es enthält Spesenabrechnungen, Gemeindebeschlüsse, die Genehmigung von Mühlen, Wasserwerken, Wasserleitungen, Bau- und Schürfrechten, Unterlagen über die Etschverbauung, die Verbauung des Suldenbaches und anderer Bäche, es geht um Bräuche, Maße und Gewichte, Steuern und Grenzstreitigkeiten. Kaufurkunden, Nachlassregelungen, Versteigerungen, Schuldscheine und Aufstellungen aus dem Armenfond, sowie verschiedene Regelungen und Verordnungen enthält das Gemeindearchiv. Das Schulwesen, das Gesundheitswesen, Militärangelegenheiten, Steuerregelungen, Unterlagen zum Kirchenbau, zum Wegebau und anderer Dorfangelegenheiten liegen auf.

links: Ludwig Veith, der Chronist und Dorfhistoriker mit dem „Maria Theresianischen Kataster“ von Prad aus dem Jahre 1781/87, der wertvollsten Sammlung des Historischen Gemeindearchivs. Seit 2014 werden die verschiedenen Dokumente des Historischen Gemeindearchivs von Prad-Agums in einem feuerfesten Metallschrank (im Hintergrund) in der Gemeinde aufbewahrt und für alle zugänglich gemacht. rechts: Eine der ältesten Urkunden aus dem Jahre 1382

Fotos: Heinrich Zoderer

Von Chronisten als Einzelkämpfer zu einem landesweiten Chronistenwesen

matpfleger, Ludwig Veith zum Vellnairhof, einem der inneren Prader Berghöfe. In der Bauernstube stand ein aus Fichtenholz gemachter Schrein mit einem Doppelschloss, das „Kolter-Archiv von Valnayr“. Der damalige Jungbauer öffnete den Schreindeckel mit einem gezielten Fußtritt. Eine Inventurliste aus dem 19. Jahrhundert durfte Veith mitnehmen. Erst vier Jahre danach bekam Veith auf Umwegen Zugang zu einigen Dokumenten. Es hat dann nochmals bis 2014 gedauert, bis Veith das gesamte Archiv (insgesamt 106 Schriftstücke) bekam und für die Öffentlichkeit zugänglich machen konnte. Das älteste Dokument aus dem Kolter-Archiv stammt aus dem Jahre 1445. Neben diesen historischen Schriften aus der Sakristei von Agums, dem Kolter-Archiv von Valnayr, dem Familien-Archiv-Veith, besteht das Historische Gemeindearchiv noch aus dem historischen Schriftgut „Bal-

dauf“, verschiedenen Unterlagen über die „Sennerei-Interessentschaft“ und weiteren Sammlungen. Das wertvollste Schriftgut des ganzen Gemeindearchivs ist das „Maria Theresianische Kataster“ von 1781/87. Unter den weiteren Sammlungen findet man eine Dienstbotenordnung von 1827, eine Feuerordnung von 1817, eine Waldordnung von 1830, das „Suldenbachbau-Schichtenbuch“ von 1871-1877, die Wetteraufzeichnungen von Paul Wallnöfer, die „Gemeindeamts Raitungen“ (Rechnungen) von 1748 – 1922 und weitere Unterlagen.

Alm-, Weide-, Holz- und Wasserrechte, Verträge, Streitigkeiten und Rechnungen Die verschiedenen Dokumente des Gemeindearchivs sind ein Spiegelbild der bäuerlichen Welt der letzten Jahrhunderte. Es geht vor allem um Alm-, Weide-, Holz-

Ludwig Veith ist ein lebendiges Beispiel eines Einzelkämpfers, wie es sie zum Glück auch in anderen Gemeinden gibt. Diesen Menschen ist es zu verdanken, dass viele alte Dokumente gerettet und der Nachwelt erhalten geblieben sind. Am 1. Juni 1991 gab es im Ansitz Plawenn das erste Obervinschger Chronistentreffen. In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat sich viel geändert. Heute gibt es in fast allen Gemeinden Dorfchronisten, die fleißig sammeln und Archive aufarbeiten. Robert Kaserer war von 2010 bis 2013 der erste Landeschronist. Hermann Theiner aus Latsch hat bereits 1996 das „Historische Archiv des Spitals zum hl. Geist in Schlanders“ aufgearbeitet, Werner Kuntner hat 2000 das „Historische Archiv der Gemeinde Kortsch“ inventarisiert, Claudia und Hermann Theiner haben 2007 das „Wielanderarchiv“ in Schlanders aufgearbeitet. David Fliri aus Taufers bearbeitet das Archiv in Marienberg und die verschiedenen Pfarrarchive. In mehrjähriger Arbeit hat Werner Kuntner ab 2009 unter Mithilfe von verschiedenen Praktikanten das historische Archiv der Bezirksgerichte Schlanders, Glurns und Nauders aufgearbeitet und ein Inhaltsverzeichnis verfasst. Über 23.000 Gerichtsakten wurden bearbeitet und stehen der Öffentlichkeit zur Verfügung. Es gibt noch andere Chronisten, die nicht nur die Jahreschroniken herausgeben, sondern auch Archive aufarbeiten und darauf achten, dass alte Dokumente nicht auf dem Müll landen oder auf Dachböden verschimmeln, sondern einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Heinrich Zoderer


26 /JUGEND/

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Jugendtreff „fResch“ Reschen Ö Sa. 15.07.17 ab 09.00 Uhr Stand beim Reschenseelauf Ö Mo. 17.07.17 – Di. 18.07.17 Mädelscamp Jugendtreff „Juze“ St.Valentin Ö Sa. 15.07.17 ab 09.00 Uhr Stand beim Reschenseelauf Ö Mo. 17.07.17 – Di. 18.07.17 Mädelscamp Jugendzentrum „JuMa“ Mals Ö Fr. 14.07.17 ab 18 Uhr Süßes am Standl vom langen Freitag Ö Do. 20.07.17 ab 19.00 Uhr let’s try – milk shake time Jugendzentrum „JuMa“ Mals Jugendtreff „Revoluzer“ Taufers Jugendtreff Burgeis Jugendtreff Tarsch Ö Do. 13.07.17 ab 19.30 Uhr Vortreffen Girlscamp Watles im JuMa Mals Ö Mo. 24.07.17 bis Mi. 26.07.17 Girlscamp afn Watles Jugendtreff „Chillhouse“ Stilfs Ö Sa. 15.07.17 River Boat Lana Anmeldung erforderlich Jugendtreff „La:Ma“ Laas Ö So. 16.07.17 ab 8.30 Uhr Ried Badesee Anmeldung erforderlich JuZe „Freiraum“ Schlanders Ö Mi. 19.07.17 ab 19.00 Uhr Jugendversammlung Ö Di. 18.07.17 ab 09.00 Uhr Schwimmen im Montiggler See Anmeldungen bis 13. Juli

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Jugendtreff „All in“ KastelbellTschars und Jugendcafe „ChillOut“ Latsch gehen Baden Nachdem es die letzten Wochen kalt und unfreundlich war, ging es Anfang Juli zur „blauen Woche“ mit Sonnenschein und guter Laune auf zu verschiedenen Schwimmbädern landein, landaus. Auf dem Programm standen die Schwimmbäder Latsch, Montiggl und Schlums sowie der Badesee Issinger Weiher und als Wochenabschluss die Wasserwelt Wörgl! Ausgestattet mit Sonnencreme, Bikini und Badehose gab es die ganze Woche Spaß vom Allerfeinsten! Gerne wiederholen wir diese Aktionen im nächsten Jahr wieder, wenn es wieder heißt: „Packt die Badehose ein“.

Alkoholfreier Sommercocktail in der Platzlbar Jugendtreff „Time Out“ Schnals

Der Workshop fand am 24. Juni in der Platzlbar in Kurzras statt. Der Barkeeper Patrick gab den Jugendlichen einen kurzen Einblick zu der Entstehungsgeschichte und dem Mischen von Cocktails. Anschließend hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, selbst aus verschiedenen Zutaten einen Cocktail zu kreieren. Es wurden neue Rezepte probiert, Cocktails gemischt,

… ist ein Projekt der Bezirksgemeinschaft Vinschgau in enger Zusammenarbeit mit den Jugenddiensten Mittel- und Obervinschgau, dessen primäres Ziel die Förderung des sozialen und freiwilligen Engagement von Jugendlichen aus dem Vinschgau im Alter von 13 bis 19 Jahren ist. Info: Jugenddienst Mittelvinschgau / Servizio giovani Silandro Tel. 328 55 88 131 (Myriam Sanzio Egger) myriam.mittelvinschgau@jugenddienst.it

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verfeinert und dekoriert. Am meisten Punkte holte sich Emely und durfte sich somit über einen Eisbecher freuen. Außerdem wurde ihr Cocktail in die Platzbar-Getränkekarte aufgenommen und kann dort probiert werden. Mit diesem Cocktailworkshop ging der Jugendtreff in die Sommerpause und öffnet im September wieder seine Tore.


13.07.17

Vinschgerwind 14-17

/JUGEND/ 27

Latsch

Mittelschüler feiern Schulschluss

Foto: „Wind“-Archiv

Die Freude war groß: Im Schuljahr 2016/17 sind alle Schüler der Mittelschule Latsch versetzt worden

I

m Rahmen einer Feier mit Schülern, Eltern, Lehrpersonen und Freunden wurden an der Mittelschule Latsch kürzlich den 68 Absolventen der vier Abschlussklassen die Diplome übergeben. In der vollbesetzten Aula der Schule blickte man gemeinsam auf das abgelaufene Schuljahr zurück, wobei die

Lehrperson Nadja Senoner gekonnt durch den Abend führte. Direktor Stefan Ganterer übergab allen Schülern die Diplome und wünschte ihnen viel Glück für ihren weiteren Studien- und Lebensweg. Besonders erfreulich war die Tatsache, dass im abgelaufenen Schuljahr alle Schüler

versetzt wurden. Dabei gab es viele sehr gute Leistungen, die Schülerinnen Anna Kaserer und Julia Mitterer konnten sogar durch die Note „zehn mit Auszeichnung“ glänzen.Nach dem offiziellen Teil gingen alle gemeinsam in den Schulhof der Mittelschule, wo Schüler, Eltern, Lehrpersonen und die

Firma „Schweitzer Getränke“ für eine umfangreiche Verpflegung gesorgt hatten. Bei netten Gesprächen wurden noch einige Erinnerungen der letzten drei Jahre aufgefrischt und die Schülerinnen und Schüler nahmen endgültig Abschied von einer ereignisreichen Mittelschulzeit in Latsch.

Fürstenburg

Zeugnisse und Diplome übergeben n der Diplomfeier vom Samstag, 24. Juni erhielten 36 Schülerinnen und Schüler der Fachschule Fürstenburg genauso 18 der Fachschule Kortsch nach 3-jähriger Ausbildung ihre Berufsbefähigungszeugnisse. 20 Schülerinnen und Schüler der Fürstenburg und 18 der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Kortsch haben das 4. Ausbildungsjahr abgeschlossen. Sie konnten ihre Berufsdiplome in Empfang nehmen. Zur Maturaprüfung konnten neun Schüler der Fürstenburg und 27 aus Kortsch antreten. Beglückwünscht wurden sie in der Aula in der Fachschule in der Fürstenburg. Zu Beginn begrüßte Direktorin Monika Aondio Absolventinnen und Absolventen, Familienangehörige, Freunde und Gäste. Sie bedankte sich bei den Fachschulabsolventen über den großen Einsatz und gratulierte ihnen herzlich. Prior P. Philipp Kuschmann gestaltete

Foto: Andreas Waldner

A

einen kurzen Wortgottesdienst. Regionalassessor Sepp Noggler gratulierte den Absolventen und wünschte ihnen alles Gute für die Zukunft. Bauernbundbezirksobmann Raimund Prugger schloss sich den Glückwünschen an und empfahl den Diplomierten, „neigierig“ zu bleiben, also gierig auf Neues, sei es in Bezug auf Wissen als auch auf Können. Bezirksbäuerin Ingeborg Rechenmacher und die Bezirksleiterin der Bauernjugend

Tamara Kaserer erwähnten lobend die Schulführungskräfte Monika Aondio und Martin Ungerer mit ihrem Lehrpersonal. Beide Fachschulen haben einen guten Ruf und zeichnen sich durch ein hohes Bildungsniveau aus. Die besten Abschlüsse der 3-jährigen Ausbildung erzielten Laura Stecher von der Fachschule Kortsch und Sophia Kienzl von der Fachschule Fürstenburg. Als Höhepunkt erhielten die zwei Geehrten

Direktorin Monika Aondio blickte mit Ehrengästen, Lehrpersonen, Studenten, Angehörigen und Freunden auf die Studienzeit zurück. Eine vertonte Diaschau ließ Lehrfahrten, Ausflüge, Projekte und andere Ereignisse live Revue passieren.

je einen Förderpreis aus den Händen von Raimund Prugger, gestiftet vom Bauernbundbezirk Vinschgau. Im Rahmen der heurigen Diplomfeier fand auch die Ehrung und Verabschiedung der geschätzten Sekretärin Ruth Sagmeister Fabi statt. Sie geht Ende Juli in Pension. Am Schluss der Feier durften sich die Absolventen beim Mittagessen im Schlosshof mit Freunden und Familien austauschen und feiern lassen. (aw)


Vinschgerwind 14-17

13.07.17

PARTSCHINS

WIRTSCHAFT-SPEZIAL 10 BETRIEBE IM PORTRAIT //// Seite 28 – 33 //// Zweifelsohne: Die Gemeinde Partschins mit Rabland und der Töll ist ein beeindruckender Wirtschaft- und Lebensraum mit Menschen, die Unternehmergeist und Mut beweisen. Innovationsfreudige Unternehmen sind hier angesiedelt, Unternehmen, die international - auf dem Weltmarkt agieren und solche, die ihre Stärken vor Ort einsetzen. Nur einen Steinwurf entfernt wartet die MeBo, wichtige Anbindung an die Hauptachse, die Brennerautobahn. Das ist ein entscheidender Vorteil des Wirtschaftsstandortes Partschins. Natürlich spielt auch hier die Landwirtschaft eine große Rolle. Die Texel, in der die Landwirte versammelt sind, ist die zweitgrößte im Vinschgau. Die Hauptrolle spielt aber

der Tourismus. Partschins, Rabland und die Töll sind zusammen eine starke Tourismusgemeinde, die natürlich von der Nähe zu Meran profitiert. Nichtsdestotrotz: Die

Foto: Erwin Bernhart

28 /SPEZIAL-PARTSCHINS/

von Angelika Ploner

Stärken hier am Eingang zum Vinschgau liegen in der vielfältigen Mischung und Menschen, die mit Herzblut und Begeisterung am Werk sind.


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Vinschgerwind 14-17

/SPEZIAL-PARTSCHINS/ 29

ELEKTRO TV RABLAND

Fotos: Elektro TV Rabland, Angelika Ploner

Wo der Service stimmt

Auf über 300 Quadratmeter erstreckt sich die Vielfalt des Angebots. Die Rede ist vom Elektrofachgeschäft Elektro TV Rabland. Sonnengelb strahlt die Fassade den Kundinnen und Kunden entgegen, die im Inneren beste Beratung und professionellen Service erwarten dürfen. Karl Moser ist der Inhaber des traditionsreichen Fachgeschäftes, das mit hochwertigen Produkten in den Bereichen Unterhaltungselektronik, Elektrogroßgeräte, Elektrokleingeräte, Satellitentechnik und einen eigenen Bereich für Telefonie aufwartet. Seit 1982 führt Elektro TV Rabland ausgewählte Geräte renommierter Marken wie Metz, Panasonic, Liebherr, Jura, Miele, Bosch, Siemens, Wirbel um nur einige wenige zu nennen. Vor jedem

Kauf darf begutachtet und ausprobiert werden, auch Tipps zu Pflege, Bedienung und Energieeffizienz schließt die Beratung mit ein. Bei Elektro TV Rabland finden Sie auch einen professionellen Kundendienst bzw. eine Servicestelle für viele Marken. Reparaturen werden fachmännisch durchgeführt. Ein besonderer Bereich sind TV-Geräte für das Gastgewerbe.

!

Einzigartig - Elektro TV Rabland verfügt über einen elektronischen Katalog, der den Zugriff auf mehr als 10.000 Geräte erlaubt und somit - fast - jedes Wunschprodukt innerhalb kurzer Zeit lieferbar macht.

TAUSENDSCHÖN

Das Geheimnis verjüngter Haut lüften wir für Sie im Kosmetikstudio Tausendschön in Partschins. Ohne Lifting, dafür mit den erfolgreichsten Behandlungsmethoden im Anti-Aging-Bereich: Microneedling, Ultraschall und Mikrodermabrasion. Effektiver kann Anti-Aging nicht sein! Denn die Wirkstoffe gehen direkt unter die Haut und sorgen für spür- und sichtbare Ergebnisse. Schönheit ist demnach eine Frage der Technik. Gönnen Sie Ihrer Haut Verwöhn-Momente, denn Sie haben es in der Hand, sich in Ihrer Haut wohlzufühlen. Der Erfolg von Tausendschön? Verena Gufler und Mitarbeiterin Daniela analysieren Ihre Haut genau, um sie zu verstehen. Dann erst werden maßgeschneiderte Behandlungsmethoden und Heimpflegekonzepte entwickelt und für jedes Problem die passende Lösung gesucht. Intelligente Hautpflege mit System nennt sich das, ganz einfach, Kosmetik ist mehr als nur streicheln, Wirkstoffkosmetik wie jene der Firma Reviderm geht in die Tiefe. Überraschen Sie Ihre Haut mit dieser Wirksamkeit und verwöhnen Sie sich selbst. Denn das schönste Kleid das eine Frau tragen kann, ist eine gesunde Haut.... Wenn Hautpflege einzigartig werden soll, dann sind Sie bei Tausendschön in Partschins richtig. Aktuelle Angebote finden Sie unter www.tausendschoen.it

Foto: Verena Gufler

Hautpflege erleben...

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Kosmetikinstitut Tausendschön, Peter-Mitterhoferstraße 1A, Partschins, Terminvereinbarungen: 0473 968281 / 339 6080098 info@tausendschoen.it


30 /SPEZIAL-PARTSCHINS/

Vinschgerwind 14-17

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SALON PRISKA

JAHRE

Das Friseur-Handwerk scheint im Salon Priska im Blut zu liegen. Der Großvater sowie Mutter Annemarie von Friseurin Priska übten dieses Handwerk bereits aus. Somit wird die Friseur-Tradition in 3. Generation gelebt. Freude und Geschick scheinen in den Genen zu liegen. Mutter Annemarie eröffnete vor 50 Jahren diesen Friseursalon und hat denselben zu einem geschätzten und beliebten Salon aufgebaut. Ihr Lebenswerk führt Tochter Priska mit Freude weiter. Termine für Damen und Herren gibt es nach Vereinbarung. Im Salon Priska werden haut- undhaarfreundliche Produkte verwendet, klassische Frisuren, aktuelle Trends und natürlich typgerechte Haarschnitte angeboten. Wert gelegt wird auf eine persönliche und individuelle Beratung. Priska und Mitarbeiterin Lisa freuen sich auf Sie! Salon Priska findet man direkt an der Vinschgauerstrasse in Rabland.

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Öffnungszeiten: Di-Mi-Fr 8:30–12:00 und 15:00–18:30 Uhr, Do 08:30–12:00 Uhr, Sa 08:30–16:00 Uhr durchgehend

STACHLBURG KRIPP

Foto: Erwin Bernhart

im Einklang mit der Natur Mit Blauburgunder, Chardonnay, Weißburgunder, Ruländer und Gewürztraminer hat Baron Kripp sein Weingut in Partschins bepflanzt. „Die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sind hier besonders ausgeprägt und erlauben uns fruchtbetonte, frische Weißweine und elegante Blauburgunder zu keltern“, sagt Sigmund Kripp. Die Böden hier sind humusreich und tiefgründig, ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wenn – wie in der Stachlburg - im Einklang mit der Natur, ökologisch und nachhaltig, gearbeitet wird. Auf insgesamt sieben Hektar baut hier Baron Sigmund Kripp Wein an. Vom Gambero Rosso geadelt wurde etwa der Vinschgauer Weissburgunder des Schlossweingutes Stachlburg. Das Schlossweingut feiert heuer 27 Jahre: 1990 hat Baron Kripp im Weingut den ersten Chardonnay- und Blauburgunder-Weinberg angelegt. Die wichtigsten Eckdaten: Seit 1945 ist die Stachlburg im Eigentum der Freiherren von Kripp und wird von ihnen als landwirtschaftlicher Betrieb geführt. Die biologischen Weine aus dem Weingut Stachlburg haben den Vinschgau als extreme Weinregion seit fast 30 Jahren mitgeprägt.

texelbahn

... die Panoramaseilbahn in Partschins

Texelbahn · Zielstraße 11 · I-39020 Partschins Tel. +39 0473 968295 · info@texelbahn.com · www.texelbahn.com

Foto: Salon Priska

feiert Geburtstag


13.07.17

DIE ALPIPLAST

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SCHREIBMASCHINENMUSEUM

der Trinkhalmhersteller Nr. 1

Die Schweiz zu Gast in Partschins – Sonderausstellung über Schweizer Schreibmaschinen! Hermes. Götterbote aus den Alpen. Die Schweiz und ihre Schreibmaschinen: So lautet der Titel der neuen Sonderausstellung im Schreibmaschinenmuseum in Partschins, die an diesem Samstag, 15. Juli um 18 Uhr eröffnet wird. Dass die Schweiz mit der Marke Hermes Ende der 30er Jahre nach den USA und Deutschland zum weltweit drittgrößten Exporteur von Schreibmaschinen wurde, Foto: Hermes Baby, die legendäre, von vielen weiß kaum jemand. Der VerkaufsschlaJournalisten und Schriftstelger “Hermes Baby” ist in der Schweiz lern benutzte Reiseschreibjedoch allseits bekannt, schließlich wurde die Kleinschreibmaschine noch in maschine, die in den 30er Jahren die Welt eroberte den 80er Jahren hergestellt. Die Sonderausstellung beleuchtet neben dem Produkt Hermes die verschiedenen Fabrikate der schweizer Schreibmaschinenproduktion. Neben einigen privaten Leihgaben sind auch Exponate vom Papiermuseum Basel in der sehenswerten Ausstellung zu sehen. Im Beisein von Bürgermeister Albert Gögele und Museumsrat Ewald Lassnig wird der aus Basel angereiste Kurator der Ausstellung, Georg Sommeregger, in die Ausstellung einführen.

Foto: Schreibmaschinenmuseum

Foto: Alpiplast

Keine Frage: Die Alpiplast ist eines der interessantesten und gleichzeitig unbekanntesten Unternehmen Südtirols. Seit 46 Jahren stellt die Alpiplast Trinkhalme her, mehr noch: Ist Trinkhalmproduzent Nummer eins in Italien und beliefert Unternehmen wie Ferrero, McDonalds, Zuegg, Spitz, Zipperle. Ob transparent oder in Farbe, kurz oder lang, gerade oder flexibel, lose verpackt oder einzeln gehüllt - die Produktion passt sich den Kundenwünschen an. Im Jahr 1971 wurde die Alpiplast von Seniorchef Karl Forcher gegründet, heute sind 17 Mitarbeiter beim Trinkhalmproduzenten auf der Töll beschäftigt. Wie man in den 70ern auf die Idee kommt Trinkhalme herzustellen? „In den 60er Jahren“, erzählt Juniorchef Markus Forcher, „gab es in Plaus eine deutsche Firma, die Eislöffel und Trinkhalme produzierte und bei der Karl Forcher, Vater und späterer Gründer von Alpiplast, als Maschinenschlosser und Betriebsmechaniker beschäftigt war.“ Anfang 1970 wurde die Firma geschlossen. „Mit dem Wissen, das sich mein Vater über die Jahre angeeignet hat, entschloss er sich zusammen mit einem Arbeitskollegen den Schritt in die Selbständigkeit zu machen.“ In einer leerstehenden Scheune in Partschins wurde 1971 die Alpiplast gegründet, die ersten Maschinen baute Karl Forcher selbst nach, andere mussten angekauft werden. Es war eine schwierige Anfangszeit damals: ohne Kunden und mit leeren Auftragsbüchern. Mit Fleiß und Herzblut eroberte man sich den Markt. Die Tagesleistung der Produktion von Trinkhalmen in hartem PVC lag später bei 80.000 Meter, heute werden täglich weit über 1.200.000 Meter produziert. Die Höhepunkte in der Betriebsgeschichte waren: Im Jahr 2000, als man den Betriebssitz auf der Töll bezog, ein Jahr später, als man McDonalds als Kunden gewann und 2012, als die biologisch abbaubaren Trinkhalme bei den Olympischen Spielen in London exklusiv von der Alpiplast geliefert wurden. Ein weiterer Meilenstein waren auch die ISO-Zertifizierung im Jahre 2001 sowie die Zertifizierung nach BRC-iOP im vergangenen Jahr.

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Vinschgerwind 14-17

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MODESTADELE

uonfoch schneidig

Seit über 20 Jahren ist Ungerer Ihr zuverlässiger Partner, wenn es ums Kühlen, Klimatisieren und Einrichten geht. Der zweifache Meisterbetrieb mit Sitz auf der Töll bietet mit einem Team aus erfahrenen und qualifizierten Mitarbeitern innovative Lösungen für die Gastronomie, die Landwirtschaft und den Frisch- und Feinkostbereich. Der Planung geht eine eingehende Beratung voraus, bevor sorgfältig und pünktlich - mit Sachverstand - eingebaut und montiert wird. Auch nach dem Verkauf ist Ungerer für Sie da: Der kundenfreundliche Service schließt die Wartung von Kühl- und Klimaanlagen mit ein. Auch unterstützt das Team von Ungerer seine Kunden bei der Abwicklung der gesamten gesetzlichen Anforderungen: von den Wartungen über die gesetzliche Dokumentation bis hin zu den notwendigen Meldungen.

Uanfoch schneidig ist die Mode, uoanfoch herzlich die Beratung. Die Rede ist vom Modestadele im Herzen von Partschins, das seit April die Türen offen hält. Bekannte Modemarken listet das Geschäft, dazu zählen Maulsport, Camp David, Chiara d’Alba, Donna Futura, Sanetta und Bondi, um nur einige wenige zu nennen. Exklusive Damenmode und eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl an Sportund Freizeitbekleidung füllt die übersichtlich sortierten Regale. Und: Kinderbekleidung von 0 bis 12 Jahren. Hier einzukaufen lohnt sich, die Beratung stimmt, Inhaberin Eva-Maria Frank hat ihr Gespür für Mode zum Beruf gemacht und füllt damit eine Lücke in der Gemeinde Partschins. Denn das Modestadele ist nicht nur eine feine und sympathische Adresse, sondern auch das einzige Konfektionsgeschäft auf dem gesamten Gemeindegebiet.

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Fotos: Ungerer

kühlen I klimatisieren I einrichten

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Wissenswert: Ungerer ist der offizielle Servicepartner für Aermec Klimaanlagen in Südtirol.

DIE TEXELBAHN

Das höchste der Gefühle verspricht die Panoramaseilbahn Texelbahn ihren Gästen. Seit dem 25. April 2009 ist die Partschinser Aufstiegsanlage in Betrieb. Ein Gemeinschaftsprojekt, das bereits am ersten Tag von Erfolg gekrönt war: 1.641 Personen wurden da auf den Giggelberg hochgeschaukelt. Mittlerweile, acht Jahre später sind es natürlich ein Vielfaches davon. In fünf Minuten bringt die Texelbahn Wanderer auf 1.544 Meter mitten in den Naturpark der Texelgruppe mit zahlreichen Wandermöglichkeiten, allen voran dem Meraner Höhenweg. Bemerkenswert: 4,5 Millionen Euro kostete die Aufstiegsanlage, 800.000 Euro davon brachten Bürger der Gemeinde Partschins ein.

Rabland Lahnstr. 7 Tel. & Fax: 0473 96 71 86

Foto: Erwin Bernhart

ins Herz des Naturparks

Sommerschlussverkauf seit 1. Juli

Fotos: Modestadele, Angelika Ploner

UNGERER


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METZGEREI GAMPER PETER

Vinschgerwind 14-17

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THERMO-TON KG - RUNGG EDUARD

Die Metzgerei Gamper in Partschins ist ein Traditionsbetrieb. Die Anfänge liegen im Jahr 1930. Um beste Qualität anzubieten, bezieht die Metzgerei Gamper das Fleisch von einheimischen Bauern, deshalb kommt frisches und qualitätsvolles Fleisch in die Verkaufstheke. Selbst produziert werden in der Metzgerei verschiedene Wurstwaren nach alten Rezepten, würziger Speck und Kaminwurzen. Geführt werden auch Grillspezialitäten und küchenfertige Gerichte, die frisch zubereitet werden und für die ebenfalls nur bestes Qualitätsfleisch verwendet wird. Die Metzgerei Gamper ist eine der wenigen, bei denen selbst geschlachtet wird. Das garantiert natürlich besondere Qualität. Im Metzgereibetrieb ist man stets um Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und Zufriedenheit bemüht. Denn das Wichtigste für das Team ist, dass die Kundinnen und Kunden das Geschäft zufrieden verlassen.

Die Kunst liegt im Handwerk, aber auch im Detail und im Design. Dieser Kunst hat sich das Team von Thermo-Ton mit Sitz in Partschins/Töll seit Jahren mit Begeisterung verschrieben. Jeder Ofen von Hafnermeister Eduard Rungg ist ein Unikat und echte Handwerksarbeit. Kundenwünsche werden aufmerksam erfasst. Aus gutem Grund: Denn jeder Kunde hat eigene Anforderungen, beginnend bei der Raumgröße bis hin zum individuellen Wärmebedarf und dem persönlichen Geschmack. Die engagierte Beratung fußt auf langjährige Erfahrung und natürlich Qualität. Jeder Ofen wird vom Meisterbetrieb detailliert geplant, qualifiziert und fachmännisch ausgeführt. Das zählt zu den Prinzipien der Firma Thermo-Ton. Hinzu kommen perfekte Arbeitsabläufe, sowie höchste Sorgfalt und Perfektion. Perfektion ist für Hafnermeister Eduard Rungg dann erreicht, wenn individuelle Ansprüche und Wünsche verwirklicht, Technik und Design perfekt zusammenspielen, ein optimales Wohlgefühl erfüllt und auch das letzte Detail ausgefeilt ist.

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Foto: Thermoton

Feuer ist das Element

Foto: Angelika Ploner

Tradition und Qualität


Fotos: Wolfgang Platter

Ausschnitt aus der Bienenblumenwiese von Ludwig Platter in Laas: Bienenfreund, Klatschmohn und Lein.

Ausschnitt aus dem vogelfreundlichen Garten von Emil Moser in Laas: Krautschicht, Strauchschicht und Baumschicht im Stockwerkbau.

Nationalpark Stilfserjoch

Bienenwiese und Vogelgarten ästhetisch schön und ökologisch wertvoll Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Benedikt, 11. Juli 2017

D

ie landwirtschaftlich genutzten Böden der Talsohle im Unter- und Mittelvinschgau sind in den letzten 50 Jahren weitestgehend mit Apfelbäumen bepflanzt worden und der Obstbau hat Existenzen gesichert, Arbeit beschafft und Wohlstand gebracht. Mähwiesen für die Viehhaltung sind weitestgehend auf die Mittelgebirgsterrassen und auf das Berggebiet zurückgedrängt worden. Auch viele Mähwiesen sind durch Planierung maschinentauglich bearbeitbar, durch Einsatz von chemischen Düngemitteln und Einsaat von ertragsreicheren Grasmischungen intensiviert worden. Dagegen sind artenreiche, extensiv genutzte, naturnahe Wiesen, Magerwiesen, auf kleine Flächen reduziert. Die frühe und häufigere Mahd der Fettwiesen erschwert den Bodenbrütern wie der Feldlerche, der Wachtel oder dem Braun-

kehlchen die erfolgreiche Brut und Aufzucht der Jungen.

Lebensraumverlust Hecken als strukturierende Landschaftselemente, vernetzende Verbindungskorridore, sichere Lebensräume und abwechslungsreiche Nahrungsspender fehlen häufig und großflächig in den ausgeräumten Agrarlandschaften. Entsprechend stark und auffällig ist der Artenschwund und der Verlust an Biodiversität von Tieren ab den Wirbellosen als untere Glieder der Nahrungskette bis zu den Vögeln und Kleinsäugern. Neuntöter und Goldammer gehören auch im Vinschgau leider schon zu den seltenen Vogelbeobachtungen. Ob des hohen Flächendruckes werden an den Grundstücksgrenzen immer noch zu viele Feldraine weggehobelt. Wildsämereien und Insektennahrung fehlen für Körner- und

Insektenfresser unter den Vögeln. Altbaumbestände, hochstämmige und alte Streuobstbäume mit ausfaulenden Astlöchern verschwinden in großen Bereichen der Feldfluren fast völlig. Dementsprechend leiden die Höhlenbrüter wie der Wiedehopf, der Wendehals, die Blaumeise oder der Gartenrotschwanz unter Wohnraumnot. Künstliche Nisthilfen werden als Nistkästen vermehrt angeboten, aber von den einzelnen Arten unterschiedlich gut angenommen.

Hungernde Bienen Intensivierte, von windbestäubten Futtergräsern dominierte Mähwiesen mit wenigen Arten von insektenbestäubten Blütenpflanzen sind für die Honigbienen geringwertige Pollen- und Nektarspender. In Deutschland gibt es schon bienenleere Landstriche: In landwirtschaftlich genutzten Monokulturen beispielsweise mit


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Foto: Mauro Durbano

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v.l.n.r.: Detaile aus der Bienenblumenwiese: Ringelblume, Malve, Honigbiene und Buchweizen (Schworzplentn). Wussten Sie, dass zur Erzeugung von einem Gramm Honig die Biene 800 bis 1000 Blüten besuchen muss?

Foto: Franco Fratini

Blühaspekt in der Bienenwiese zum Peter- und Paulstag am 29. Juni 2017.

v.l.n.r.: Der Gimpel liebt Ebereschen oder Vogelbeeren als Herbst- und Winternahrung. Emils vogelfreundlicher Garten bietet sie. Die Nistkästen verraten, dass Emil in seinem Erwerbsberuf Tischler war, ebenso der Wasserspender an der Vogeltränke.

Im Nationalparkhaus aquaprad ist ab jetzt bis Ende 2018: eine Sonderausstellung „Blumen - Wiesen –Leben“ zu sehen. Die Ausstellung zeigt, warum Blumenwiesen als Hotspots der Biodiversität Europas gelten.

Foto: Enrica Fornerco

Rapsanbau für die Ölgewinnung als alternative erneuerbare Energiequelle gibt es für die Honigbienen nur während der kurzen Blütezeit der Feldfrucht eine gute Tracht, hernach hungern die Bienen und die Imker müssen mit ihren Bienenstöcken zu neuen Futterquellen wandern oder zufüttern, um das Bienenvolk vor dem sommerlichen Zusammenbruch und Hungertod zu bewahren. Umso erfreulicher ist es, dass ich Ihnen auf den heutigen Seiten ein paar ermutigende Bilder aus Laas zeigen kann: Aus Freude und Verständnis, ökologischem Bewusstsein und dem Sinn für ästhetisch Schönes sind gegen den Intensivierungstrend eine Bienenblumenwiese und ein vogelfreundlicher Garten als wertvolle Lebensräume zweiter Hand entstanden. Sie sind geeignete Bruträume und ergiebige Futterquellen für unsere tierischen Mitgeschöpfe, Balsam für unsere menschliche Seele und unseren Geist.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 9.30-12.30 und 14.30-18.00 Uhr; Samstag, Sonn- und Feiertage: 14.30-18.00 Uhr Montag Ruhetag


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ARSV Vinschgau

Zu den schnellsten Südtirols

Der ARSV Vinschgau Raiffeisen ist ein eigenständiger Radsportverein, der im Jahre 1981 gegründet wurde und seinen Sitz in Prad hat. (sam)

Sein persönliches Highlight erlebte Andreas Tappeiner vor gut einem Jahr beim Ötztaler Radmarathon. Vier Alpenpässe, 230 Kilometer und über 5.000 Höhenmeter mussten dabei überwunden werden. Dabei stellte „Andi“ eine Fabelzeit auf. Nach 7:25.02 Stunden erreichte er das Ziel, nur sechs Südtiroler sind bisher in der Geschichte dieses Radmarathons schneller gewesen als der Vinschger. (sam)

„Ein Gefühl von Freiheit“

Fotoquelle: Andreas Tappeiner

Andreas Tappeiner gehört zu den größten Rennradtalenten im Vinschgau. Zwischen 12.000 und 14.000 Kilometer im Jahr spult der 30-Jährige auf seinem Rennrad ab. Im Gegensatz zu manch anderem Radsportler begann seine Karriere auf zwei Rädern sehr spät. Vor ziemlich genau fünf Jahren bestritt er sein erstes Radrennen, mittlerweile hat sich „Andi“ in der Südtiroler Radszene einen Namen gemacht und überzeugt immer wieder mit seinen starken Leistungen.

Von Sarah Mitterer

F

reiheit spüren und einfach mal abschalten“ – mit diesen Worten beschreibt Andreas Tappeiner das Gefühl, das ihm das Rennradfahren verleiht. Vor gut fünf Jahren wurde der talentierte Sportler in den Bann des Radsports gezogen. Es war der Sommer 2012, in dem sich die sportliche Laufbahn des damals 25-Jährigen um 180 Grad drehte. Bis dahin hatte der Vinschger im Kader des ASV Kastelbell Tschars den Ball in Landesliga, sowie

der 1. und 2. Amateurliga über den Rasen gejagt. Doch Tappeiner suchte nach einer neuen Herausforderung und so nahmen ihn die beiden Radsportler Joachim Blaas und Marina Ilmer unter ihre Fittiche. Die Rennradfahrer starten für den ARSV Vinschgau Raiffeisen und überzeugten „Andi“ davon, diese Sportart auszuprobieren und sie auch auf Wettkampfbasis auszuüben. Und so ging alles schneller als erwartet. Bereits Ende Juli 2012 stieg Tappeiner zum ersten Mal bei einem Rennen auf das Rad; ohne jegliche

Wettkampferfahrung warf er sich ins kalte Wasser und startete beim Arlberg Giro, wo es eine Strecke von 150 Kilometern und 2.400 Höhenmetern zu bewältigen galt. Seitdem ist Andreas fast täglich mit dem Rad unterwegs. Neben seinem Vollzeitjob im Büro der Obstgenossenschaft Juval trainiert er fünf bis sechs Mal in der Woche, vor allem im Vinschgau. Zu seinen Trainingspartnern gehören seine zwei Mentoren, die ihm stets mit wertvollen Tipps zur Seite stehen.

Zwischen 450 und 500 Kilometer legt er wöchentlich auf dem Rennrad zurück. Am Wochenende geht’s auch mal raus aus dem Tal und der Jaufenpass oder das Timmelsjoch werden erklommen. Fast das ganze Jahr über trainiert Andreas, lediglich im Oktober legt er eine kurze Pause ein. Aufgrund der Temperaturen ist es im Winter schwierig auf dem Rad zu trainieren. Um diese Zeit sportlich zu überbrücken, hält er sich mit Berg- und Skitouren fit. Im Februar bricht er dann immer zu einem Trainingslager nach Mallorca oder Gran Canaria auf, wo die ersten Kilometer auf dem Rad für die neue Rennsaison abgespult werden. Was Verletzungen betrifft, so blieb Tappeiner bisher von größeren Blessuren verschont, was alles andere als selbstverständlich ist. Denn vor allem die Abfahrten sind für die Rennradsportler, deren einziger Schutz am Körper der Helm ist, sehr gefährlich. „Man darf keine Angst haben“, erklärt Andreas, dessen höchste Geschwindigkeit die bisher gemessen wurde 112 km/h betrug. Fällt sein Blick in die Zukunft, so hat Andi noch ein klares Ziel vor Augen: Er möchte ein drittes Mal an der Tour Transalp teilnehmen, einer Alpenüberquerung auf dem Rennrad. Und natürlich will er sich noch so lange und so oft wie möglich auf den Sattel schwingen und das Gefühl der Freiheit genießen.

Fotoquelle: Andreas Tappeiner

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Graun/Reschen

Die Turm Regatta 2017

18. Reschenseelauf 2017

Heuer werden sich vier Segelbootsklassen am Wochenende (22./23.07) auf dem Reschensee spannende Wettkämpfe liefern. Die Klassen Fireball, Finn, TopCat und Laser segeln zur 5. internationalen Turmregatta. Dieser sportliche Wettkampf ist auch ein besonderes Ereignis für Zuschauer. Sie können dabei die unterschiedlichen Schiffstypen und die Vielfalt der Segelmanöver beobachten. Der Reschensee auf 1500 Meter Höhe gilt als das windsicherste Revier in

Großes SegelSpektakel am 22. und 23. Juli am Grauner Turm

den Alpen. Der warme Vinschgau im Süden und die schroffe Nordtirolerseite garantieren Luftbewegungen (Thermik) bei schönen, stabilem Wetter. Bei schlechtem Wetter findet über dem Pass ein Druckausgleich zwischen Nord- und Südalpen statt. Das bedeutet, dass man auf dem Reschensee auch bei bedecktem oder regnerischem Wetter Wind aus Süd oder Nord hat, anders als bei den restlichen Thermik-Revieren der Alpen (aw)

Schlanders/Vinschgau

16. Stabhochsprungmeeting

A

m 21. Juli 2017 ist es wieder soweit. Bereits zum 16. Mal findet das mittlerweile traditionsreiche internationale Stabhochsprungmeeting auf dem Kulturhausplatz in Schlanders statt. Letztes Jahr konnte der aktuelle Olympiasieger von Rio Thiago Braz da Silva die Zuschauer von Schlanders mit einem Platzrekord von 5,90m (!!!) verzaubern. Neben dem brasilianischen Olympiasieger war auch der aktuelle Weltmeister

von Peking 2015, Shawn Barber aus Canada bereits in Schlanders. Auch dieses Jahr ist es dem LAC Vinschgau, aufgrund des guten Athletenmanagements durch Erwin Schuster, wieder gelungen, ein paar hochkarätige Stabhochspringer in den Vinschger Hauptort zu bringen. Es werden u.a. folgende Athleten in den Schlanderser Sommerhimmel springen: - M  ichal Balner (CZE) – Personal Best 5,82m - A  ndrew Irwin (USA) – PB 5,80m - L  ogan Cunningham (USA) – PB 5,75m Auch der Lokalmatador Manfred Menz aus Meran wird wieder mit von der Partie sein. Nach dem Springen gibt es ein Live-Konzert mit „The Koalas“. Auch ein Auftritt der Tanzgruppe Goldrain wird den sportlichen Abend mit einigen Showeinlagen bereichern.

E

s ist wieder soweit. Die größte und wohl auch eine der schönsten Laufveranstaltungen des Landes findet wieder statt. Mehrere tausend Läuferinnen und Läufer werden am Samstag, 15. Juli bei der 18. Ausgabe des Reschenseelaufs an den Start gehen. Neben den Läufern können auch Handbiker und Nordic Walker teilnehmen. Zudem gibt es wieder einen Kinderlauf sowie einen Just-for-FunLauf, bei dem die Starter den See ohne Zeitabnahme und Wertung umrunden und das Panorama genießen können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen eine Strecke von 15,3 Kilometer bewältigen. Gelaufen wird fast ausschließlich auf dem Fahrradweg. Das Start- und Zielgelände befindet sich in Graun beim historischen Kirchturm. Achtung! Die Anmeldefrist ist

Foto: Sarah Mitterer

Foto: Andreas Waldner

Graun/Reschen

Das Programm des 18. Reschenseelaufs: 13.30 Uhr: Bambini Apfellauf

(jede Kategorie separat)

16.57 Uhr: Handbiker 17.00 Uhr: H  auptlauf + Justfor-Fun 17.20 Uhr: N  ordic Walking + Smoveys

bereits verstrichen, jedoch sind Nachmeldungen an folgenden Tagen möglich: Freitag, 14.07. von 14.00 bis 20.00 Uhr oder am Samstag, den 15.07. von 08.00 bis 16.00 Uhr bei der Startnummernausgabe im Start-/Zielgelände. (sam)


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Nacht der Kult ur Wirtshaus - Kultur 17.30-18.30 Uhr Wirtshausmusik, Gasthof Weißes Kreuz 18.00-19.00 Uhr Märchenerzähler Roman Moser, Teesalon 20.00-22.00 Uhr „Loungemusik“ und Ausstellung, Stadtcafè

Veranstaltungen

LITERTUR 19.30 Uhr Literatur - Kaffe | KAFFEE RIEDL/MALSERSTRASSE „Darf`s noch was sein?“ Musik und Literatur rund ums Kaffeehaus Texte: Maria Raffeiner, Tschengls; Christof Anstein, Glurns Musik: Jakob Raffeiner, Tschengls MUSIK

20.30 Uhr Platz - Konzert | STADTPLATZ BEI SCHLECHTER WITTERUNG AM RATHAUSPLATZ „Mit Pauken und Trompeten“ Symphonische Blasmusik und traditionelle Klänge - Konzert der Stadtkapelle Glurns Musik: Musikkapelle der Stadt Glurns unter der Leitung von Manfred Horrer, Schlanders

KULTUR

21.45 Uhr Licht - Schatten | WIDUMPLATZ und „Feuerzauber“ Nächtliche Feuershow am Widumplatz 23.15 Uhr Ausführende: Gruppe „Daidalos“, Wien 21.45 Uhr Storia - Storie | TREFFPUNKT: STADTPLATZ Nachtstadtführung in ital. Sprache Kulturführung: Maddalena Giannini, Glurns | NUR IN ITAL. SPRACHE

TAUFERER TORTURM (bis 20.00 Uhr)

MUSIK

WIDUMPLATZ (19.00 - 24.00 Uhr)

❚ Projekt Space 70 - Ausstellung von Patrizia Castano | SCHALLERHAUS/LAUBENGASSE ❚ Stadtcafè - Fotoausstellung Die Veranstaltungen finden bei jeder Witterung statt.

G LU R N S

18.30 Uhr Abend - Klang | GRAFTRAPPGASSE/ HAUS THERESIA „Feierabendmusik“ Schwungvoll-traditionelle Melodien und Eröffnung der 5. Glurnser Kulturnacht - Musik und Umtrunk Musik: Ortwein-Musikanten, Mals

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17.00 Uhr Stadt - Geschichte | TREFFPUNKT: SCHLUDERNSER TORTURM/GLURNS „Vom Acker zum Brot“ Eine Stadtführung mit Mühlenbesichtigung auf den Spuren der Glurnser Ackerbürger Kulturführung: Christof Anstein, Glurns

❚ Stationen einer kleinen Stadt

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KULTUR

21.30-22.30 Uhr Wirtshausmusik, Gasthof Steinbock

Ausstellungen / Mostre:

14. Juli 2017

Seegrundstücke in Kanada

KULTUR

22.00 Uhr Hinterhof - Musik | WIDUMPLATZ/GAP „TREmissione Acoustic Trio“ Verspielte Grooves, tänzelnden Pianomelodien und poppig-jazziger Gesang. Coverversionen bekannter Songs und Freiraum für Improvisation und Gestaltung Musik: TREmissone, Vinschgau, Voice: Mara Siller, Piano: Hannes Ortler, Drums: Michael Reissner 23.15 Uhr Nacht - Zauber | WIDUMPLATZ/GAP Kulturnachtfinale mit Feuershow Ausführende: Gruppe „Daidalos“, Wien


13.07.17

Vinschgerwind 14-17

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Stilfs

„Der Wildschütz vom Königssee“

Volksstück von Franz Vogl Regie: Pankratius Eller Ort: Lausboden Stilfs (Freilichttheater) Aufführungstermine: Premiere: Do. 27.07.17, 21.00 Uhr – (Ersatztermin bei Regen: Do. 03.08.17, 21.00 Uhr) Fr. 28.07.17, 21.00 Uhr – (Ersatztermin bei Regen: Fr. 04.08.17, 21.00 Uhr) Sa. 29.07.17, 21.00 Uhr – (Ersatztermin bei Regen: Sa. 05.08.17, 21.00 Uhr) So. 30.07.17, 21.00 Uhr – (Ersatztermin bei Regen: So. 06.08.17, 21.00 Uhr) Reservierung: T el. 348 85 38 821 von 10.00 bis 17.00 Uhr Reservierte Karten müssen spätestens 15 Minuten vor Theaterbeginn abgeholt werden. Freie Platzwahl

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13.07.17

Vinschgerwind 14-17

/KLEINANZEIGER/ 41

Stellenmarkt

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Wir bauen Vollholzhäuser aus leim- und metallfreien Bauelementen welche wir in unserem Werk in Prad am Stilfserjoch fertigen. Wir verstärken unser Team und suchen eine/n:

VERWALTUNGSLEITER/IN Ihre Tätigkeit umfasst die Verantwortungsbereiche Finanzund Rechnungswesen, Controlling, Kostenrechnung und Reporting, Management-Informationssysteme, Personalverwaltung und allgemeine Verwaltungsagenden. Sie verfügen über eine betriebswirtschaftliche Ausbildung sowie mehrjährige Berufserfahrung in einer ähnlichen Position. Ausgeprägte Führungskompetenz, eine strukturierte Arbeitsweise sowie gute Deutsch- und Italienischkenntnisse runden Ihr Profil ab. Wir bieten eine verantwortungsvolle Position in einem abwechslungsreichen Betätigungsfeld. Werden Sie Teil unseres Teams, dem natürliches Bauen mit Holz ein Herzensanliegen ist.

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42 /KLEINANZEIGER/

Vinschgerwind 14-17

13.07.17

Manchmal bist du in unseren Träumen, oft in unseren Gedanken, immer in unserer Mitte und ewig in unseren Herzen.

8. Jahrtag

Hubert Greis Tarsch * 24.9.1963 † 18.7.2009

In Liebe denken wir an dich, ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, 16. Juli um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Tarsch. Wir danken allen die daran teilnehmen.

Einzigartig beschreibt etwas, das bewundert wird und wundervoll ist und das nie ersetzt werden kann.

6. Jahrtag

Benjamin Heinisch * 20.4.1988 † 21.7.2011 Eyrs Wir gedenken unseres lieben Benjamin beim Wortgottesdienst am Freitag, 21. Juli um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Eyrs. In Liebe deine Familie

In Liebe deine Familie

Danksagung Von der Erde gegangen, im Herzen geblieben.

5. Jahrestag

Oswald Abertegger * 12.2.1943

Bestattungen TONEZZER Schlanders

Allen, die uns nach dem Ableben unseres lieben Vaters Georg auf irgendeine Weise beigestanden sind, ein herzliches Dankeschön!

† 25.7.2012

Familie Lindenthaler, Mals

In Liebe gedenken wir deiner ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, 23. Juli, um 8.30 Uhr in der St.-Nikolaus-Kirche von Vetzan. Deine Mama und Geschwister

Wenn in der Nacht die Rosen weinen und unser Herz vor Kummer bricht. Möchten wir Dir noch einmal erscheinen und Dir sagen „Wir lieben Dich“.

Du hast stets geschafft, manchmal gar über deine Kraft. Alles hast du gern gegeben. Müh’ und Arbeit war dein Leben. Du hast ein gutes Herz besessen, nun ruhe still und unvergessen.

2. Jahrestag

Raffeiner Walter

2. Jahrestag

Laas *16.5.1953 † 15.7.2015

Toni Hellrigl Toni Peater

In Liebe und Dankbarkeit denken wir an Dich, ganz besonders am Sonntag, 16. Juli 2017 um 10 Uhr in der Pfarrkirche von Laas. Deine Familie

*26.2.1938 †20.7.2015 Taufers i.M.

In Liebe gedenken wir deiner am Sonntag, 23. Juli 2017 um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche von Taufers. Ein Vergeltsgott an alle, die daran teilnehmen. Danksagung Wer treu gewirkt, bis ihm das Auge bricht, und liebend stirbt, ja, den vergisst man nicht.

4. Jahrestag

Karl Weiss In Liebe denken wir an dich, ganz besonders beim Gedächtnisgottesdienst am Sonntag, 16. Juli 2017, um 10 Uhr in der Pfarrkirche von Latsch. Deine Waltraud deine Kinder: Veronika, Karoline, Renate, Seppl und Joachim mit Familien

Konrad Dauma *11.2.1932 † 29.6.2017 Latsch Herzlichen Dank sagen wir: · allen, die mit uns Abschied nahmen und ihre Anteilnahme auf vielfältige Weise zum Ausdruck gebracht haben; · die bei der Begräbnisfeier mitgewirkt haben; · den Krankenpflegerinnen und Ärzten der Dialysestation des Krankenhauses Schlanders · dem Personal des Alten- und Pflegeheimes „St.Sisinius“ in Laas für die liebevolle Betreuung; · den Helfern des Weißes Kreuzes für die langjährige Begleitung; · allen Bekannten und Verwandten und Freunden, die ihn in lieber Erinnerung behalten Die Trauerfamilie


13.07.17

Vinschgerwind 14-17

/KLEINANZEIGER/ 43

Liabr Stefan,

Begegnungen im Leben mochen insre Lebensreise, af der mir ins jeden Tog afs nuie aufmochen, earsch weartvoll. So a deis Stuck Weg, den mir mit dir, Stefan, als Orbatskolleg und als guatn Freind hoben gean terft. Du hosch ins olle mit dein positiven Gemüt, mit dein Optimismus und dein Eifer oungsteckt und begeischtert. Du hinterlosch in insrer Mitte, sei es bei der Orbat, oder a in insrn Freindeskreis a groasse Lücke. Die Erinnerung an dir, an die scheanan und wertvollen Momente, geben ins Kroft und Troast in der schwaren Zeit! Mir wearn di nia vergessen – und irgendwenn sechmr ins wieder! Deine Orbatskollegen und Freinde, Moriggl GmbH.

Wind-Termine „Ayurveda & Meditation für Alle – Der Schlüssel zur Gesundheit liegt in uns Selbst“

Termin: Fr., 14. Juli 2017, 19.00 Uhr Referenten: Dr. med. Lothar Krenner, Dr. Agnes Christanell Ort: Bürger- und Rathaus Naturns Eintritt frei.

Tage der offenen Tür

Open days (freier Eintritt) Aktionstage mit Sonderprogramm anlässlich der Neueröffnung. Wann: Sa, 15.07.2017, 14.00 – 18.00 Uhr und So, 16.07.2017, 10.00 – 18.00 Uhr Wo: archeoParc Schnalstal Info: www.archeoparc.it

Allfälliges/Weiterbildung

Ausstellung - Mostra

Das Licht durchbricht die Finsternis La luce penetra le tenebre

Maria Theresia Zischg - Schöpf & Dr. Wolfgang Vigl Wo: Ansitz Rosengarten – Lana Wann: 22.07. – 13.08.2017 Mo./Lun. – So./Dom. ore 10.00 – 13.00 Uhr Mo./Lun. – Fr./Ven. ore 16.00 – 19.00 Uhr Do./Gio. ore 16.00 – 21.00 Uhr

AMC Verkauf und Kundendienst

DER GOLDMARKT Alex Muscolino

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Outdoor - Handwerken in der Prader Sand REFERENT/IN

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Vorhang auf für unsere Träume! Theater-Werkstatt REFERENT/IN

Martina Thanei und Team TERMINE Mo, 07.08. – Sa, 12.08.2017 UHRZEIT 09.00 Uhr – 15.00 Uhr, insgesamt 5 Treffen ORT Bahnhofsremise, Schluderns KURSBEITRAG 72 Euro ANMELDESCHLUSS Mi, 26.07.2017

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Vinschgerwind ausgabe 14-17 Vinschgau Südtirol  

Zeitung Vinschgerwind Ausgabe 14-17 vom 13.07.2017 Bezirk Vinschgau Südtirol - Themen - Politik, Gesellschaft, Lokales, Sport, Kultur, Fotoi...

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