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Nr. 13 (328) 28.06.18 I.P. 14 Jg.

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Duo!! Trio!!! Solo? Irritierter SVP-Bezirk auf Strategiesuche für Landtagswahlen

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28.06.18

Inhalt

Vinschgerwind 13-18

/INHALT/ 3

Kommentar Vinschger Vorwehen bei Landtagswahlen

Derzeit kein Marmortransport in Göflan

Seite 6

Seite 4

Naturns: Frittiertes - Wohin mit dem Öl?

Seite

4

Mals/Bozen: Pestizidverordnung aufgehoben

Seite

5

Taufers: Pflastersteine sind entfernt

Seite

5

Laas/Obervinschgau: VEK/VION arbeitet erfolgreich

Seite

8

Müstair: 20 Jahre LICO

Seite 10

Leserbriefe-Stellungnahmen

Seite 12

Mals: Die Akte Glyphosat

Seite 14

Aus dem Gerichtssaal: Der Löwe und der Esel

Seite 16

Menschen: Hermann Grutsch aus Sulden

Seite 17

Martell: Erdbeerfest im Erdbeertal

Seite 18

Vinschgau/Meran: FOS-Schülerinnen kreiieren Praline

Seite 29

Kultur: Fußball-Kultur in Naturns

Seite 30

Sonderthema: Starke Wirtschaft in Laas

ab Seite 33

Nationalpark Stilfserjoch: 1918 - 2018

Seite 38

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Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732 196 Richard Spechtenhauser: 0473 732 196 Gerti Alber: 0473 732 196 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Sarah Mitterer (sam), Leonardo Pellissetti (lp) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Andreas Waldner (aw), Barbara Wopfner (bw), Heinrich Zoderer (hzg), Cornelia Knoll (ck), Anna Alber (ana), Claudia Gerstl (cg) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabon-

keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur.

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von Chefredakteur Erwin Bernhart

Duo, Trio, Solo? Mit Sepp Noggler, Elfi Kirmaier und seit Kurzem auch mit Dieter Pinggera steht nun fest, wer im Vinschgau für die Südtiroler Volkspartei für den Landtag kandidieren wird. Aus einem im SVP-Bezirksausschuss mit Nachdruck beschlossenen Duo ist ein Trio geworden. Dass auch im Vinschgau darüber gezetert wird, ist normal. Auch in anderen Bezirken ist man nicht glücklich über die Landesliste bzw. darüber, dass zu den Bezirkskandidaten noch weitere Kandidaten dazugestellt werden. Aber - das war in der Vergangenheit auch schon so. Vor 15 Jahren etwa, als den beiden bindenden Kandidaten Richard Theiner und Robert Koch Waldner von Bozen aus der Manfred Pinzger beigestellt worden ist. Da hat es auch Aufschreie im Vinschgau gegeben. Also, das Beistellen über die Landesliste ist nicht neu. Allerdings ist heuer neu, dass es im Vinschgau sogar 6 SVP-Kandidaten geben wird. Denn zu Noggler, Kirmaier und Pinggera gesellen sich aus dem geografischen Vinschgau noch der Landesrat Arnold Schuler aus Plaus, der Arbeitnehmer Zeno Christanell aus Naturns und die Jugendkandidatin Jasmin Ladurner aus Partschins hinzu. Arnold Schuler hat bei den Wahlen 2013 im Vinschgau viele Stimmen bekommen. Dazu werden sich noch jene Kandidaten aus anderen Parteien gesellen, die auch aus dem Vinschgau kommen: Alfred Theiner aus Prad etwa, Benjamin Pixner aus Kastelbell, Natascha Santer Zöschg aus Naturns, Esther Tappeiner aus Schlanders und die zwei Partschinser Dietmar Weithaler und Gertraud Gstrein. Alle für die Süd-Tiroler Freiheit. Die Auswahl ist also groß. Und andere Parteien haben ihre Kandidaten für denVinschgau noch gar nicht namhaft gemacht.

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4 /POLITIK/

Vinschgerwind 13-18

Umweltfreundlich

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

Sind Sie dafür, dass den Moslems im Vinschgau Gebetsräume zur Verfügung gestellt werden?

Der Südtiroler Landtag genehmigte einen freiheitlichen Antrag, der vorsieht, die Südtiroler Schutzhütten umweltfreundlich mit Energie zu versorgen.

Neue Umfrage: Drei Vinschger SVP-Landtagskandidaten stellen sich im Oktober 2018 der Landtagswahl. Glauben Sie, dass alle drei gewählt werden?

82,1 % NEIN 17,9 % JA

Verordnung zu wenig ernst genommen

Göflan

Kein Transport

V

om Göflaner Wantl wird derzeit kein Marmor abtransportiert. Burkhard Pohl und seine Bergmänner bauen zwar Marmor ab, müssen aber die Blöcke am Wantlbruch stapeln. Es gibt bislang keine Abtransportgenehmigung - also kein Provisorium wie in den Jahren zuvor. Dem Schlanderser BM Dieter Pinggera wurde vom Assessorat für Forstwesen mitgeteilt, dass nicht gefahren werden darf. Bekanntlich ist im Abbaukonzessionsvertag von 2003 enthalten, dass die Gemeinde Schlanders für den Abtransport zuständig ist und sich deshalb um sämtliche Genehmigungen kümmern muss. Wenn der Marmor allerdings nicht abtransportiert wird, kommt das einem Vertragsbruch gleich. Grund für den derzeitigen Stopp sind gerichtliche Urteile, zuletzt auch ein abgewiesener Rekurs beim Staatsrat in Rom, eingereicht von der Göflaner Marmor GmbH gegen Johann Gurschler vom Tafratzhof. Die Göflaner haben vorsorglich in Laas nachgefragt, ob sie den Marmor über Tarnell zu Tal bringen dürfen. Der Laaser BM Andreas Tappeiner hat abgelehnt. Un-

Es brodelt in der Abfallküche der Marktgemeinde Naturns und wohl auch in den Köpfen der Bürger, die sich am Recyclinghof mit der Nicht-Annahme bestimmter Sammelobjekte konfrontiert sind.

Foto: Erwin Bernhart

Vizebürgermeister Helmut Müller ist sich der unakzeptablen Situation bewusst und bittet um Verständnis

von Maria Gerstgrasser

N Foto: Erwin Bernhart

wahrscheinlich ist, dass der Göflaner Marmor über Seilund Schrägbahn über Laas nach Schlanders transportiert werden wird. Dies lässt der Göflaner Fraktionspräsident Erhard Alber durchblicken. (eb)

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aturns galt als Vorreiter in Sachen Recycling und Mülltrennung. Das Pilot-Projekt „Grüne Tonne“ war das erste dieser Art in Südtirol. Er fand Anerkennung, und war richtungsweisend für andere Gemeinden. Auch der Recyclinghof hat als Betrieb optimal funktioniert. Nun haben sich aber die gesetzlichen baulichen Bestimmungen geändert. Das Amt für Abfallwirtschaft hat die neuen Verordnungen frühzeitig an die Gemeinden weitergegeben. Naturns hat es allerdings verabsäumt, sich termingerecht den neuen Vorgaben anzupassen und hinkt aktuell anderen Gemeinden hinterher. Durch das Landesamt wurde jetzt am Recyclinghof Naturns die Annahme und Sammlung

von Abfällen auf das Nötigste reduziert. Zurzeit ist es für die Naturnser Bürger nicht mehr möglich, Elektrogeräte, Bauschutt; Speiseöle, Batterien und andere Schadstoffe abzugeben. Momentan dürfen dort lediglich Papier und Karton, Glas, Metall, Altkleider und Plastikflaschen angenommen werden. Viele Bürger erfuhren erst davon, als sie mit besagten Stoffen am Recyclinghof ankamen und ihnen dort die Abnahme verweigert wurde. Die kurze Information im Pfarrblatt und auf der Homepage der Gemeinde über diese Änderung erreichte nur einen Bruchteil der Bevölkerung, sodass sich nun die Bediensteten am Recyclinghof dem Unmut der Bürger stellen müssen. Auch Vizebürgermeister Helmut Müller wird als Zuständiger für die Bereiche Müllentsorgung und Recyclinghof mit der Kritik

der Bürger konfrontiert. Täglich nimmt er Reklamationen von aufgebrachten Bürgern entgegen. Helmuth Müller: „Ich habe Verständnis für den Ärger und nehme die Problematik sehr ernst. Die Gemeindeverwaltung ist bemüht, auf schnellstem Wege eine Lösung zu finden. Bis der Recyclinghof seinen Betrieb wieder voll aufnehmen kann oder eine Alternative gefunden wird, ist die Bevölkerung gebeten, die Schadstoffe und Elektrogeräte zu Hause aufzubewahren. Jene, die dringend größere Mengen entsorgen müssen, ersuche ich, sich an private Entsorgungsbetriebe zu wenden.“ Es bleibt zu hoffen, dass der Recyclinghof seinen Betrieb bald wieder voll aufnehmen kann und dass die Bevölkerung sich zwischenzeitlich nicht an einstige Entsorgungsmethoden erinnert.


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Vinschgerwind 13-18

/POLITIK/ 5

Bozen/Mals

Kein Weltuntergang D

ie Durchführungsverordnung über die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln im Gemeindegebiet der Gemeinde Mals hat das Bozner Verwaltungsgericht einstweilig ausgesetzt. Am 9. Jänner 2019 soll der Rekurs gegen die Malser Verordnung sachverhandelt werden. Die Aussetzung des in vielen Medien als Malser „Pestizidverbotes“ hat für einigen Wirbel gesorgt, vor allem in jenen Kreisen, die die Abstandsregelung in der Gemeinde Mals befürworten, also auch die für die Verordnung gestimmt habenden Gemeinderäte. Der Malser BM Ulrich Veith etwa hat dialektal gefacebookt und das wurde von Alexander Schiebel auf seiner eigenen Facebookseite dann so übersetzt: „... nach jedem Sturm kommt wieder die Sonne .. und ist der Schock auch noch so groß. Wir haben uns die letzten Wochen bereits auf das Worst-Case-Szenario vorbereitet. Ihr könnt euch auf mich verlassen. Ich lasse euch und die vielen Bio-Bauern nicht

ungeschützt den Giften ausgesetzt. Es bleibt spannend ... startet gut in den Tag und genießt die Sonne. Uli“ Wen Veith mit den „vielen Biobauern“ gemeint hat, bleibt sein Geheimnis. Der Obmann von Bioland Südtirol, Toni Riegler, hat in seiner Stellungnahme (Vinschgerwind 12/18) jedenfalls unter anderem betont: „Die Überzeugung für eine Bio-Wirtschaftsform jedoch kann auch wachsen, vor allem durch Gespräche und Verhandlungen, weniger durch Zwang oder Repressalien.“ Um den jeweiligen Fraktionen in der Pestizidfrage Einblick in die Beschlussfassung des Verwaltungsgerichtes zu geben, sei daraus wörtlich zitiert: „...Mit Bezug auf das periculum in mora (Gefahr in Verzug) gilt zu berücksichtigen, dass die

von den Rekurswerbern angeführten zu erwarteten Schäden durch weitere Zusatzgutachten belegt worden sind, während die Gemeinde von einer weiteren näheren Nachweisung der potenziellen Risiken für die öffentliche Gesundheit, zu deren Vorbeugung die angefochtenen Maßnahmen erlassen worden sind, absieht. Zudem gehen aus den von der Gemeinde Mals gelegten Prüfberichten,

welche sich auf öffentlichen Flächen entnommene Grasproben beziehen, Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in geringeren Mengen hervor, als die jeweiligen zulässigen Rückstandshöchstwerte (EU MRL). Aus diesen Gründen gilt es in einer Phase, in welcher aufgrund einer summarischen Überprüfung die verschiedenen Interessen abgeglichen werden, das private Interesse, welches darauf abzielt, durch konventionelle Landwirtschaftsmethoden den zu erwartenden Ernteausfällen entgegenzuwirken, einstweilig vorrangig zu behandeln.“ In der Gemeinde Mals, in der neben einigen Apfelanlagen auch einige Kirschanlagen angelegt worden sind, welche biologisch nicht einfach zu bewirtschaften sein dürften, kann in der laufenden Saison also neben biologischer Bewirtschaftung auch integriert gearbeitet werden. Möglicherweise Zeit, wie es Bioland-Obmann Toni Riegler sagt, für „Gespräche und Verhandlungen“. (eb)

Taufers im Münstertal

Glosse

Entwarnung

Es gibt wahrscheinlich keinen Gott

n Taufers im Münstertal ist die Situation entschärft: Die Pflasterübergänge, die wegen des Lärms für Schlagzeilen und heftige Interventionen in Taufers und auf Landesebene auch über verschiedene Parteien gesorgt haben, sind entfernt. Bagger haben die Pflaster entfernt und es wurde die Lücke mit Teer geschlossen. Der Veterinär kann wieder gut schlafen, berichtet der Tierarzt Wolfgang Kapeller augenzwinkernd und

auch zufrieden. Beim 1. Baulos bei der Straßenneugestaltung durch das Dorf Taufers waren mehrere erhöhte gepflasterte Fußgängerübergänge eingebaut worden, die auf wenig Gegenliebe gestoßen sind und gegen die sich auch Anwohner beim 2. Baulos zur Wehr gesetzt haben. Offensichtlich mit Erfolg. Dass es in der Bauphase zu Lärm, Staub und Verkehrsstaus kommen kann, nehmen viele Tauferer zur Kenntnis BMin Roselinde Gunsch Koch hat sich zudem vehement dafür eingesetzt, dass auch die nach dem Bau einhergehenden Wasserschäden eines Anrainers saniert werden. (eb) Foto: „Wind“-Archiv

I

In seinem Beitrag „In die Zeit gesprochen“ lässt uns der Hochwürden Thomas Stürz wissen, dass viele wegen der wissenschaftlichen Sprache der Theologen von der Gottesdiskussion ausgeschlossen werden. Um eine Wissenschaft zu sein, muss ein Fachgebiet einen klar umrissenen Forschungsgegenstand besitzen und diesen nach den Regeln der Wissenschaftlichkeit bearbeiten. Beides ist bei der Theologie nicht der Fall. Die Existenz des rein spekulativen Forschungsgegenstands „Gott“ ist unbewiesen. Die Theologen schmuggeln ihr Forschungsobjekt „Gott“ in ihre Texte hinein, ohne dessen Existenz nachgewiesen zu haben. Auch die zahlreichen sich widersprechenden Gottesbilder entlarven die Theologie als illusionäre Pseudowissenschaft. Dass es zum Beispeil parallel eine evangelische und eine katholische „Gotteswissenschaft“ an den Universitäten gibt, ist genau so sinnvoll, als gäbe es eine nordtirolerische und eine südtirolerische Chemie. Wenn islamische Theologen der christlichen Theologie schwerste Irrtümer vorwerfen, und umgekehrt, dann sieht jedes Kind, dass es hier nicht um Wissenschaft geht, sondern nur um unbegründete Meinungen. Niemand kann beweisen, dass es Gott nicht gibt. (aw)


6 /TITEL/

Vinschgerwind 13-18

28.06.18

Katzenjammer beim Katerfrühstück Vinschgau - Der Schlanderser BM Dieter Pinggera ist als Kandidat für die Landtagswahlen von LH Arno Kompatscher und SVP-Obmann Philip Achammer auf die Landesliste gesetzt worden. Pinggera hat zugesagt. Vor allem die SVP-Frauen im Vinschgau sind irritiert. Ein außerordentliche Bezirksausschusssitzung hätte die Wogen glätten sollen - es ist zum Chaos gekommen. von Erwin Bernhart

D

er SVP-Bezirksobmann Albrecht Plangger hatte mit seinem Studienfreund Sepp Laner vom AthesiaVinschger die Presse mitgebracht, wohl um die Berichterstattung wohlwollend beeinflussen zu können. Der Vinschgerwind war nicht nach Kortsch zur außerordentlichen SVP-Bezirkausschusssitzung am vorvergangenen Montag eingeladen. Plangger, so sagen es mehrere Beobachter, ließ dann die Zügel schleifen. Denn Plangger und SVP-Obmann Philip Achammer hatten den SVP-Ortsobleuten lediglich zu erklären, dass mit Dieter Pinggera ein dritter SVP-Kandidat in den Wahlkampf-Ring steigen wird. Pinggera kommt über die sogenannte „Landesliste“, welche es laut SVP-Statut dem Landeshauptmann und dem SVP-Obmann ermöglicht, zu den Bezirkskandidaten 10 landesweite Kandidaten dazuzustellen. So dass die Liste von 35 komplett ist. Gekommen ist es anders. Katzenjammer war angesagt. Irritiert gab man sich, vor allem die Frauen. Irritiert darüber, dass im Vorfeld von einem dritten Kandidat kaum die Rede war. Und vor allem, dass man die Nominierung eines dritten Kandidaten, also von Dieter Pinggera, aus der Presse habe erfahren müssen. Dabei ist schon seit längerem dieser dritte Kandidat wie ein Damoklesschwert über die Vinschger SVP geschwebt. In der Parteizentrale vorgeschlagen wurden nämlich der Laaser BM Andreas Tappeiner, der Malser BM Ulrich Veith und letztlich auch Dieter Pinggera. Tappeiner und Veith haben abgesagt, Pinggera ist übrig geblieben.

Der Bezirksausschuss glich denn auch einem Katerfrühstück. Denn Teile in der Vinschger SVP hatten damit gerechnet, dass es bei zwei bindenden Kandidaten im Vinschgau bleiben wird können. So wie es vor 10 Jahren der Fall war, als neben dem damals amtierenden Landesrat Richard Theiner Sepp Noggler als amtierender BM von Mals aber als Neuling auf Landesebene den Wahlkampf bestritten hatte. Ein Duo gab es in der Geschichte der Vinschgauer SVP zweimal. 2008 ist es geglückt, dass beide in den Landtag eingezogen sind: Theiner grandios mit insgesamt 23.949 Vorzugsstimmen und Noggler landete mit 7.196 Stimmen auf den 17. Platz der SVP-Vorzugsstimmenliste - vor Georg Pardeller. Ein Duo gab es mit Richard Theiner und Robert Koch Waldner noch 1998. Theiner schaffte damals den Einzug in den Landtag mit 11.682 Vorzugsstimmen und beendete eine vinschgaulose Abgeordnetenphase (Otto Saurer und Herbert Denicolò starteten nicht als Kandidaten des Vinschgaus). Robert Koch Waldner schaffte mit 8.492 Vorzugsstimmen den Einzug in den Landtag nicht. 2003 und 2013 ist der Vinschgau jeweils mit einem Trio angetreten. 2003 schaffte es wiederum Richard Theiner (16.392 Vorzugsstimmen), Manfred Pinzger (8.837) verpasste um 18! Stimmen den Einzug in den Landtag und Robert Koch Waldner (8.196) blieb ebenfalls auf der Strecke. 2013 schafften es Theiner (26.655) und Noggler (12.695) und den Einzug in den Landtag verpasste Roselinde Gunsch Koch mit 3.989 Vorzugsstimmen. Nach diesen Rückblicken und in Anbetracht der Tatsache, dass die Wahlbeteiligung über die Jahre grundsätzlich rückläufig ist und die Oppositionsparteien nicht schla-

fen, lässt sich keine Regel herauslesen, dass der Vinschgau bei zwei bindenden Kandidaten auch zwei gewählte Landtagsabgeordnete haben wird, auch nicht, dass bei drei Kandidaten mindestens zwei gewählt sind. Trotzdem gibt es Mordio und Gezeter in der Vinschger SVP. Die Ernennung des dritten Kandidaten hat zu Irritationen geführt. „Wie das kommuniziert worden ist“, sagt die SVP-Bezirkskandidatin Elfi Kirmaier, „das geht nicht.“ Dass man das aus der Zei-


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Eine dritte Leidensgeschichte ist, dass die Latscher vermuten, dass die Wahl Kirmaiers eine Retourkutsche dafür ist, dass sich die Gemeinde Latsch für die Stromnetzverwaltung für die Edyna und damit gegen das VEK entschieden hat. Auch Sonja Platzer hat sich im Gemeinderat dezidiert für die Edyna ausgesprochen. Eine Spaltung zwischen Ober- und Untervinschgau also. Und es war der Latscher BM Helmut Fischer der mit der Aussage, dass mit den zwei SVP-Kandidaten Noggler und Kirmaier im Vinschgau kein Staat zu machen sei, für eine Bombe vor allem innerhalb der SVP-Frauschaft gesorgt haben soll. Fischer meinte, dass die Arbeitnehmer-Stimmen mit den zwei Kandidaten nicht abgedeckt werden können und dass dafür ein Dieter Pinggera durchaus in Frage komme. Die Frauen haben gegen Fischer beim außerordentlichen SVP-Bezirksausschuss am 18. Juni gewettert, ohne dessen Namen zu nennen. Fischer, der Vizeobmann des SVP-Bezirkes Vinschgau hat sich dem Donnerwetter durch Abwesenheit entzogen. Sepp Noggler und Dieter Pinggera haben bei der Ausschusssitzung wohlweislich geschwiegen. Nach dem stundenlangen Katzenjammer wollte Plangger die Sitzung beschließen und da meldete sich nochmals Elfi Kirmaier zu Wort. Sie trete, und das habe sie sich wohlüberlegt, unter diesen Umständen von ihrer Kandidatur zurück. Den Tränen nahe. Ein beschämendes Schauspiel, sagt ein Beobachter. Die Ortsobleute ließen diesen Rücktritt nicht zu, bestärkten Kirmaier in ihrer Kandidatur. Der alte SVP-Hase Robert Kaserer

Fotos: Erwin Bernhart

tung herauslesen hat müssen, das habe die Basis irritiert. Denn die Bezirksleitung habe voriges Jahr beschlossen, dass man mit zwei bindenden Kandidaten in den Wahlkampf ziehen wolle. Auf der Basis dieses Beschlusses und auch, dass man die Frauenquote auf Bezirksebene berücksichtigen wolle, wurde dann der basisdemokratische Prozess einer Vorwahl zwischen Elfi Kirmaier und Sonja Platzer eingeleitet. Kirmaier hat diese Vorwahl gewonnen. Und genau mit dieser Vorwahl beginnt eine Leidensgeschichte innerhalb der SVP. In der Gemeinde Latsch empfindet man Benachteiligungen. Zumal Elfi Kirmaier als Vizeobfrau der SVP-Bezirksfrauenleitung von der Bezirksfrauenleitung im Vorfeld der Wahl massiv unterstützt worden sei. Dabei, so sagt man in Latsch, hätte sich gerade die Bezirksfrauenleitung neutral verhalten sollen. Man solle doch diese Geschichte aufarbeiten, man müsse reden, forderte etwa Sonja Platzer bei einer Bezirksausschusssitzung anfangs Juni. Platzer stieß allerdings auf eine Wand der Ablehnung. Vor allem bei den Frauen. Eine zweite Leidensgeschichte ist, dass sich die Kirmaier-Frauen möglicherweise und unwissentlich ein Ei gelegt haben könnten. Denn Elfi Kirmaier hat noch nicht die für eine Kandidatur erforderliche italienische Staatsbürgerschaft. Kirmaier vom Vinschgerwind darauf angesprochen sagt, dass ihr Ansuchen für die italienische Staatsbürgerschaft beim Regierungskommissariat in Bozen aufliege und dass man ihr versprochen habe, dass die Sache bis zum Sommer erledigt sein werde.

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erwirkte eine Abstimmung per Handaufheben. Kirmaier machte daraufhin einen Rückzug. Ihre Kandidatur bleibt aufrecht. Kirmaier sagt, sie wollte im Bezirksausschuss reflektiert haben, ob die Vinschger SVP ein Trio derpackt. „Bei drei könnt’s blöd ausgehen“, das sagt auch Kirmaier. Das habe die Geschichte schon gezeigt. Es sei kein guter Start in den Vinschger Wahlkampf, sagen Beobachter. Die Stimmung sei nicht gut. Von der These, dass mit drei Kandidaten die Chancen dafür erhöht würden, dass zwei gewählt werden, hält Sepp Noggler nichts und sagt trocken: „Die Chancen bleiben diesselben, wie bei zwei Kandidaten.“ SVP-Obmann Philip Achammer, selbst beim SVP-Bezirksausschuss anwesend, versprach, Experten für den Wahlkampf schicken zu wollen. Eine Strategie, wie man mit den drei ins Feld ziehen könne, wurde vertagt. Der Katzenjammer beim Katerfrühstück war wichtiger.

unten links: Bei der Bezirksausschusssitzung im Schloss Goldrain, bei der Elfi Kirmaier und Sepp Noggler (im Bild zwischen SVP-Obmann Philip Achammer und SVP-Bezirksobmann Albrecht Plangger, rechts: LR Richard Theiner) als Landtagskandidaten nominiert worden sind, war die Vinschger SVP-Welt noch in Ordnung. Dann kam Dieter Pinggera (unten) über die Landesliste hinzu.


8 /WIRTSCHAFT/

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von Albrecht Plangger

Leserbrief

Rom Info ins Tal

Malser Weg Liebe Malser und Freunde des Malser Weges, wohl wissend, dass dieses Zwischengerichtsurteil nur eine der vielen Hürden auf dem Weg zu einem pestizidfreien Lebensraum ist, gehen wir den Malser Weg gemeinsam unbeirrt weiter. Initiativgruppe Hollawint: Elisabeth Viertler, Margit Gluderer, Pia Oswald, Beatrice Raas, Martina Hellrigl

Der Großteil des VEK Verwaltungsrates bei der Vollversammlung in Laas

VEK/VION erfolgreich

Laas - Das Vinschgauer Energiekonsortium hat am 14. Juni 2018 seine Vollversammlung auch mit vielen neuen Mitgliedern abgehalten. Tätigkeitsfelder, Investitionen und Mitgliederzuwächse sind beeindruckend. von Erwin Bernhart

D

ie Entwicklung in der Vinschger Eigenständigkeit in Sachen Stromwirtschaft schreitet zügig voran. Bei der Gründung des Vinschgauer Energiekonsortiums (VEK) waren es 20 Genossenschaftsmitglieder, heute (Mai 2018) sind es 1312. Auch die Kunden der Strommarke VION werden monatlich mehr. Im Juni 2016 ist VION mit 37 Kunden gestartet, im August 2016 waren es bereits 531 und Ende Dezember sind es 3.870. In den einzelnen Gemeinden, in denen das VEK das Stromnetz betreibt, sind es zwischen 50 und 60 % aller Stromkunden. Mit solchen Wachstumsraten konnte VEK-Präsident Alexander Telser bei der VEK-Vollversammlung im Josefshaus in Laas am 14. Juni aufwarten. Die Vollversammlun habe man verschieben müssen, weil nicht alle Bilanzdaten vorgelegen haben. Eine Gedenkminute hielten die zahlreich erschienen Genossenschaftsmitglieder für den kürzlich verstorbenen Energie-Pionier Georg Wunderer ab. Auch in seinem Sinne, so Telser, wolle man die Genossenschaft VEK weiterführen. Mehrere Ziele formulierte Telser für die nahe Zukunft: 2019 soll der geschützte Markt aufgehoben werden und man wolle die damit frei werdenden Kunden an VION binden. Auch die Kunden in Schlanders wolle man

mit einem eigenen Schalter zu VION holen. Überzeugungsarbeit sei auch bei den Großkunden zu machen. Ende 2018 sollen in allen Gemeinden sogenannte Hyper-Charger zum Aufladen von E-Autos installiert werden. Von den technischen Investitionen berichtete der technische Leiter Egon Alber und die Bilanzdaten erläuterte der Geschäftsführer Florian Pinggera. Beim Kraftwerk Laas hat man 2017 eine Marge von rund 356.000 Euro erzielt und im gesamten Geschäftsjahr einen Gewinn von 319.000 Euro, welcher von der Vollversammlung per Beschluss für diverse Rücklagen bestimmt worden ist. Die Geschäftstätigkeit habe sich seit der Übernahme des Stromnetzes zum 1.1.2017 durch das VEK enorm ausgedehnt, was sich beispielsweise auch in den gegenüber 2016 verdoppelten Personalkosten niedergeschlagen hat. Mittlerweile zählt das VEK 12 Angestellte. Hubert Variola hat sein Mandat im Verwaltungsrat zum 21.05.2018 niedergelegt. Die Vollversammlung hat den Malser Fraktionspräsidenten Armin Plagg kooptiert. In der Diskussion mahnte Egon Bernhart von der BEGS in Schlinig eine bessere Zusammenarbeit beim Hackschnitzeleinkauf an. Ausklingen ließen die Mitglieder die Versammlung bei einem Buffet von Ralf Muther.

Foto: Erwin Bernhart

Heute am 21. Juni werden endlich die 14 Gesetzgebungskommissionen bestellt und die jeweiligen Präsidenten ernannt. Somit kann jetzt nach 4 Monaten Stillstand unsere gesetzgeberische Arbeit beginnen. Wir Südtiroler Abgeordnete sitzen direkt in der Verfassungs-, Umwelt- und Energiekommission und Landwirtschaftskommission. Wir haben aber auch alle anderen 11 Kommissionen mitzubetreuen und zu kontrollieren, ob sich dort wohl keine südtirolfeindlichen Gesetzesmaßnahmen bilden bzw. werden versuchen über befreundete Kollegen die Südtiroler Themen weiterzubringen. Persönlich werde ich in dieser Legislatur in der Umwelt- und Energiekommission sitzen und nicht mehr in der Verfassungskommission. Dort habe ich meine Erfahrungen gesammelt und in den vergangenen 5 Jahren nichts „anbrennen“ lassen. Wir haben die Verfassungsreform und mehrere Wahlgesetze als Südtirol gut überstanden. Spielräume für persönliche Kompetenzen gibt es in der Umwelt- und Energiekommission mehr. Die Präsidentschaft in meiner Kommission geht an die Lega. Das ist schon mal ein guter Anfang, wenn der Minister ein 5 Sterne Bewegungs-Mann ist und seine rechte Hand der Präsident der staatlichen Vogelschutzvereinigung. Nun wird die neue Regierung die Themen vorgeben müssen, mit welchen wir uns prioritär befassen sollen. Die Liste der Vorhaben ist groß, die Versprechen aus dem Wahlkampf sind viele, die Erwartungshaltung der Lega und 5 Sterne Bewegungs-Wähler ist immens. Ankündigungen wurden viele gemacht, aber konkrete Beschlüsse wurden von der Regierung leider noch keine gefasst. Wir werden sehen, was der erste Knackpunkt für Südtirol sein wird, die Impfpflicht, Finanzabkommen, Flat Tax, Pensionsreform, Leibrenten, Autobahnkonzession, Flüchtlinge usw. Mittlerweile haben alle Minister und ihre Unterstaatssekretäre ihre Arbeit aufgenommen. Aber noch sind noch nicht alle „deleghe“ verteilt und viele Fragen offen: wer ist für Berggebiet zuständig, wer für die Gemeinden usw. ? Hinter den Kulissen wird diesbezüglich heftigst gestritten.


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/WIRTSCHAFT/ 9

Laas

Eine besondere Marmorführung F

Franz Waldner aus Laas führte eine Gruppe Gehörloser durch das Marmorlager und die Steinmetzschule. Mit Hilfe von Sandra Paris, der Gebärdensprachdolmetscherin aus Innsbruck war die Verständigung kein Problem. Für alle war es ein einmaliges Erlebnis.

Foto: Heinrich Zoderer

ranz Waldner aus Laas hat schon sehr viele Gruppen durch Laas geführt und den verschiedenen Menschen aus dem In- und Ausland Einblicke gegeben in das Wertvollste, was Laas besitzt: den Laaser Marmor. Einer außergewöhnlichen Gruppe durfte er am Sonntag, den 10. Juni die Marmorwelt näher bringen und über die Geschichte, den Abbau, den Abtransport und die Verwendung in der Kunst und Architektur erzählen. Eine Gehörlosengruppe aus dem Raum Stuttgart, die im Unterland einen Kurzurlaub machte, wollte auf der Heimreise bei einer Marmorführung das Weiße Gold aus Laas näher kennenlernen. Mehrere Gehörlose von Bruneck, Brixen, Meran und aus dem Vinschgau erwarteten die Gruppe bereits am Bahnhof in Laas. Zusammen mit Sandra Paris, der Gebärdensprachdolmetscherin aus Innsbruck, führte Franz Waldner die Gruppe durch das Marmorlager und die Steinmetzschule. Dabei erzählte Franz Waldner in gewohnter Weise und Sandra Paris übersetzte alles in die Gebärdensprache. Auch die Fragen der Gehörlosen konnte Waldner nach der Übersetzung beantworten. Die Gebärden-

sprache ist eine Augensprache, eine Zeichensprache mit einer vollständigen Grammatik. Mit den Händen und mit dem ganzen Oberkörper kann man sich über die genau festgelegten Zeichen verständigen. In Österreich und Deutschland gibt es mehrere Gebärdensprachdolmetscher, bei uns in

Südtirol noch keinen einzigen. Die Führung wurde mit einer Diashow im Josefshaus abgeschlossen. Für Franz Waldner war es ein besonderer Tag und eine besondere Marmorführung, aber auch für die Gehörlosen aus Deutschland und Südtirol war es ein einmaliges Erlebnis. (hzg)

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20 JAHRE LICO

Jubiläumsfeier mit Gästen aus 17 Nationen Müstair - Die 20-Jahrfeier der Firma LICO in Müstair am Samstag, den 9. Juni 2018 war ein Fest der Superlative. Die Inhaber Edwin und Alfred Lingg und ihr 110-köpfiges Mitarbeiterteam feierten mit Angehörigen, Freunden und Kunden aus der ganzen Welt. beschäftigt in Müstair 115 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (vor allem Grenzpendler aus dem Vinschgau) und 40 in den Tochtergesellschaften. 20 Jahre erfolgreiche Unternehmensgeschichte war also ein guter Grund, kräftig zu feiern. Auf dem Programm stan-

Fotos (4): Lucas Pitsch

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ie Produktion von Korkböden in der Firma LICO in Müstair startete 1998 in einer kleinen, überschaubaren Halle. Gefertigt und verpackt wurde damals noch vieles in Handarbeit. Schon

bald kamen neue Hallen kamen dazu, und es wurde automatisiert. Böden der Firma LICO finden heute Abnehmer in der ganzen Welt. Die Produktpalette ist breit und innovativ. LICO-Tochterfirmen befinden sich in Österreich, Belgien, USA und Indien. Das Unternehmen

links oben: Die LICO-Chefs Alfred und Edwin Lingg sorgten für viele Überraschungen; links unten: Führung durch den Betrieb; Foto: Erwin Bernhart

von Magdalena Dietl Sapelza

rechts: der Gemeindepräsident des Val Müstair Rico Lamprecht gratuliert

den Betriebsführungen, Führungen im Kloster St. Johann (Weltkulturerbe der UNESCO) mit Museum, ein Fußballturnier mit neun Mannschaften, der Festakt mit Rückblick und Ansprachen der politischen Vertreter, darunter der Gemeindepräsident des Val Müstair, Rico Lamprecht. Dieser überreichte an die Inhaber der Firma LICO Edwin und Alfred Lingg den Engadiner Innovationspreis 2017, dotiert mit 3.000 SF. Die Lingg-Brüder verdoppelten die Summe und gaben 6.000 SF an den Verein Movimento weiter. Dieser kümmert sich in Graubünden um Menschen mit Beeinträchtigung. Für Grillspezialitäten, Getränke und musikalische Unterhaltung war rund um die Uhr gesorgt. Höhepunkt war der Galaabend, der mit Fußballakrobaten, Brasilianischen Schlangenfrauen und vieles mehr für Überraschungen sorgte.


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/WIRTSCHAFT/ 11

Schlanders

Grüne auf der Suche nach Wahlkampfthemen ie Grünen haben kürzlich zu einem Themenabend nach Schlanders geladen: „Die Zukunft der Landwirtschaft Was sollte die Politik für eine nachhaltige Landwirtschaft tun?“ Entweder die Einladung ist daneben gegangen oder das Thema interessiert nicht. Gekommen sind nämlich 12 Leute. Gianni Bodini hat mit seinen Bildern in einem „Fototelling“ die anschließende „Fishbowl“ eingeleitet. Bodini, dessen Bilder auch die Ästhetik moderner Landwirtschaft enthalten, stimmte mit einem Bild „Mist zu verkaufen“ ein. Landschaft und Menschen seien im Umbruch sagte Bodini und: „Meine Sympathie für die Apfelbauern hält sich in Grenzen.“ Die Bauern tun ihm leid, weil sie sich in einem Teufelskreis befinden. Ein Rückkehr zu kleinen Parzellen mit verschiedenen Früchten forderte Bodini. Er mache sich Sorgen um den Honig. Die Grü-

Foto: Erwin Bernhart

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v.l.: Hanspeter Staffler, Brigitte Foppa und Riccardo Dello Sbarba nen-Vorsitzende Brigitte Foppa wies einleitend darauf hin, dass man eine Podiumsdikussion mit Bäuerinnen geplant habe. Aber die Bäuerinnen hätten alle abgesagt. Das ökologische Gleichgewicht sei gefährdet, sagte Foppa. Welche Forderungen könne man politisch stellen, fragte sie in die Runde. Der gebürtige Malser Hanspeter Staffler, als Generalsekretär des Landes im Wartestand

und Landtagskandidat für die Grünen, outete sich als grünes Mastermind: Der einzige Ausweg sei die Ökologisierung der Landwirtschaft, um Wohnen, Landwirtschaft und Tourismus im Einklang zu bringen. Es gehe auch um soziale Gerechtigkeit. Die Landwirtschaft sei als Stand von der öffentlichen Seite Jahrzehnte lang unterstützt worden. Das sei gesellschaftlich so gewollt. Nun sei es

gerecht und an der Zeit, wenn die Landwirtschaft der Gesllschaft etwas zurückgebe. Von einer Apfelanlage habe die Gesellschaft nichts davon, wohl aber von einer Ökologisierung der Landwirtschaft. Heftige Kritik übte der Landtagsabgordnete Riccardo Dello Sbarba an Sepp Noggler, ohne dessen Namen zu nennen. Noggler sei es gelungen, im Urbanistikgesetz unglaublich viele Ausnahmeregelungen für die Landwirtschaft unterzubringen. Der Tartscher Förster Albert Prizzi rief den Grünen Abgeordneten zu, dass diverse Gesetzesartikel gar nichts bringen, wenn deren Auswirkungen nicht vor Ort kontrolliert werden können. Bei der Diskussion, einheimisches Fleisch zu fördern, musste Foppa bedauern, dass ein diesbezüglicher Antrag im Landtag abgelehnt worden sei. (eb)

Immer auf Empfang

Markus Thaler

So wie Farben die Welt bunter machen, lassen auch Hörsysteme Geräusche spürbarer werden. Kommunikation und Interaktion sind der Schlüssel zu gesunden Beziehungen und Freundschaften. Auch deshalb kann sich ein gutes Gehör langfristig positiv auf die Seele auswirken. Nette Worte und Begegnungen mit lieben Menschen sind wie Balsam für die Seele! Kommen Sie zu uns jeden Montag nach Mals und jeden Donnerstag nach Schlanders. Wir von AudioVita bieten Ihnen die optimale Hilfe bei Ihrem Hörproblem. Ausführliche Hörtests und angenehme Beratung gehören dazu. Sollten Hörgeräte erfor-

derlich sein, bieten wir Lösungen jeder möglichen Bauart an; damit Sie das Leben wieder in all seiner Vielfältigkeit störungsfrei genießen können. So hören Sie wieder das Summen der Bienen und Zwitschern der Vögel. Der Sommer kann kommen! Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für einen kostenlosen Hörtest bei Frau Natascha, die Telefonnummer ist 0473 732084. Wir überprüfen mit modernster Messtechnik Ihre Hörleistung und Ihre Sprachverständlichkeit, um noch besser einen eventuellen Hörverlust ausgleichen zu können. AudioVita – Das Beste fürs Gehör


12 /LESERBRIEFE/

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Fragen, Tipps und Antworten

Partnerschaft und Familie Der Urlaub im Sommer steht vor der Tür und ich habe ehrlich gesagt schon im Vorfeld Panik, da sich mein Partner für einen Urlaub am Meer mit der Familie gar nicht begeistern kann. Ihm würden ein paar Tage Sommerfrische, maximal in Österreich, reichen. Gleichzeitig mag ich ihn nicht dauernd „zwangsbeglücken“. Wie verhalte ich mich am besten? Elisabeth Hickmann: Die gemeinsam verbrachte Zeit im Urlaub festigt im günstigsten Fall das Wir-Gefühl in einer Partnerschaft und Familie. Gleichzeitig laufen wir Systemische gerade im Urlaub Einzel-,Paar-, und Gefahr, an IdealFamilienberatung vorstellungen von Tel. 3332690799 Glück, Entspannung und harmonischem Miteinander festzuhalten. Krisen sind bei so hohen Erwartungen schon fast vorprogrammiert. So wie Sie sich und Ihren Partner beschreiben, haben Sie beide klare Meinungen und Ansichten. Es geht Ihnen beiden darum, sich selber treu zu bleiben und das sollte zunächst respektiert werden. Sie sind beide eigenständige Persönlichkeiten mit individuellen Bedürfnissen und Vorstellungen. Wie gelingt es Ihnen dennoch, einen Konsens zu finden, ohne dass einer von Ihnen beiden das Gefühl hat, zu etwas genötigt zu werden? Suchen Sie unvoreingenommen das Gespräch mit Ihrem Partner. Vermeiden Sie Vorwürfe und gehen Sie konstruktiv und verständnisvoll aufeinander ein. Es geht nicht darum, den anderen über den Tisch zu ziehen. Ich persönlich favorisiere die Haltung eines sowohl - als auch, anstatt einem entweder – oder in Gesprächen. Dies bedeutet, den unterschiedlichen Bedürfnissen Raum zu geben. Wie bei einer Wippe geht es in einer Partnerschaft stets darum, die rechte Balance zu finden zwischen bestimmen und sich anschließen, und das möglichst wechselseitig. Seien Sie ehrlich: Wäre Ihr Partner zu angepasst und würde immer ja sagen, so wäre er für Sie möglicherweise langweilig. Haben Sie auch eine Frage? Schreiben Sie eine Mail an: beratung@hickmann.it www.beratung-hickmann.it

28.06.18

„Unruhe bei dem BürgerInnen!“ Unter kritischem Journalismus, welchem sich der VinschgerWind gerne zurechnet, verstehe ich die möglichst objektive Betrachtung eines Sachverhaltes, einer Situation, eines Projektes aus verschiedenen Blickwinkeln. In diesem Bericht ist bereits aus den Bildern ersichtlich, dass nur ein Blickwinkel aufgezeigt und textlich heruntergeleiert wurde. So kommt der Satz „Lasst das Projekt fallen“ gebetsmühlenartig aus dem „Winkel“; so wird der Ortsteil genannt, in welchem die Fotos entstanden und in welchem es nur einen Blickwinkel gibt. Aussagen meinerseits werden als Zitat in diesem Artikel ohne Rücksprache abgedruckt. Die „schnippische“ Antwort die ich einer einzigen Anrainerin gegeben habe lautet:“Als Bürgermeisterin bin ich nicht nur für die Gesundheit sondern auch für die Sicherheit der BürgerInnen zuständig,...... abgesehen davon bringt es auch eine Dorfverschönerung mit sich.“ Taufers i.M. ist ein Straßendorf, die Hauptstraße durch das Dorf ist keine Wohnstraße, sondern eine internationale Verbindungstraße. Die Umgestaltung dient der Sicherheit aller Verkehrteilnehmer, vor allem aber soll nach dem Prinzip „Schutz des schwächeren vor dem Stärkeren“ den Füßgängern mehr Sicherheit gewährt werden. Anstatt sich auf eine Unterschriftenaktion zu beziehen, hätte der Redakteur in einer tiefer gehenden Recherche auch die positiven Seiten des Verkehrskonzeptes erfahren können. Seriöse Berichterstattung sieht anders aus. Gunsch Roselinde, BMin Taufers i.M.

Mit dem Maß, mit dem ihr messt … Wen ich bei den Landtagswahlen im Herbst wählen werde, weiß ich heute noch nicht. Fest steht jedenfalls, dass es nur Politiker sein werden, die vorher im Landtag beweisen, dass ihnen die Mitspracherechte und die direkte Demokratie wichtig sind. Bei der anstehenden Landtagsdebatte zum künftigen Bürger-Mitsprache-Gesetz wird sich zeigen, wer von den Abgeordneten uns Bürgern tatsächlich Vertrauen schenkt und wer hingegen direkte Mitspracherechte erschweren und verhindern will. So werde ich diese Landtagssitzung genauestens beobachten und mir ein Bild davon machen, welche Volksvertreter bürgerfreundlich handeln und abstimmen. Zuerst sind also sie dran, dann im Herbst wir Bürger. Vertrauen gegen Vertrauen. Das ist das Maß mit dem gemessen wird. Greti Egger, Naturns

Direkte Demokratie Die Volkspartei ist schon lange keine mehr. Immer dann, wenn es um Mitsprache und Beteiligung geht, zeigt die Parteiführung ihr wahres Gesicht. Die Interessen einiger Einfluss-Reichen gehen vor. Denen ist das Allgemeinwohl mehr Hindernis als Anliegen. Als Parteispitze jedoch kann man nicht immer gleichzeitig auf allen Hochzeiten tanzen. Irgendwann - wahrscheinlich bei der Land-

tagsdebatte im Juli - steht die Entscheidung an, auf welche Seite man sich schlagen und ob man zum Parteinamen auch stehen will. Schönthaler Helmut, Eyrs

Die Welt steht Kopf Die Verurteilung des ehemaligen Landeshauptmanns Dr. Durnwalder und seines Amtsdirektors Dr. Erhard hat uns geschockt. Was ist in unserer Gesellschaft los? Wenn Menschen pflichtbewusst ihre Arbeit erledigen, können sie nicht persönlich zu solch horrenden Geldstrafen verurteilt werden. Unser gesunder Hausverstand kommt da nicht mehr mit. Unser Bruder bzw. Schwager, Herr Heinrich Erhard, galt während seiner langen Dienstzeit als korrekter, fleißiger und unbestechlicher Beamter. Wenn er also das Dekret für die Jagd auf Murmeltiere und andere geschützte Tierarten mit unterzeichnet hat, hatte er sicher gute Gründe dafür. Scheinbar haben die extremen Tierschützer heutzutage eine gewaltige Lobby hinter sich. Wir vertrauen darauf, dass sowohl die derzeitige Landesregierung als auch der Jagdverband und der Bauernbund die beiden Verurteilten nicht im Regen stehen lassen, sondern aktiv Hilfe und Unterstützung bieten. Anna Erhard und Albert Hutter, Laatsch/Mals

Richtigstellung: Taxi Top von David Lechner ist ein professionelles Taxi-Unternehmen im Obervinschgau. Mit 14 Angestellten und 10 Taxis werden täglich und nächtlich Fahrgäste an gewünschte Bestimmungsorte transportiert. Der Zufriedenheitsgrad ist hoch und der Dienst professionell. 750 Leute wurden etwa an jenem Wochenende zur vollsten Zufriedenheit transportiert, auch die zwei Leserbriefschreiberinnen (sh. Vinschgerwind 12/18). Vor allem bei der Heimfahrt zur fortgeschrittenen Stunde wird auf Grund des teilweise schwierigen Zustandes der Kunden von den Fahrern höchste Konzentration und Feingefühl verlangt. Frau A., welche hauptsächlich für die Koordination zuständig ist, auch ca. 300 Telefonate nächtlich entgegennimmt, ist stets darum bemüht, für jeden jungen Vinschger eine sichere Heimfahrt zu ermöglichen. Die Kritik hat über die Stränge geschlagen und das gesamte Taxiunternehmen ist verunglimpft worden. Dazu muss man den Hintergrund kennen: Es kann zu Vorfällen kommen (wenn etwa jemand ins Taxi kotzt), die die angeforderten Fahrpläne durcheinanderbringen können. Genau so ein Vorfall hat sich in besagter Nacht ereignet, so dass telefonisch vereinbarte Fahrpläne nicht eingehalten werden konnten. Ein in Richtung Taufers bestelltes Taxi hat mit den Mädchen, die dann den erbosten Leserbrief geschrieben haben, dennoch eine Fahrt bis nach Prad vereinbart. Das Unternehmen hat demnach versucht, Unvorhergesehenes mit guten Willen auszugleichen. Gerade aus dieser Optik verwehrt sich das Unternehmen Taxi Top gegen Verunglimpfungen jeglicher Art.


Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Holz „Landschaft“. Greit, am Waldberg in Martell ist ein Beispiel von gelungenen Ensembleschutz, die nicht museal wirkt. Strahlt Harmonie, Rhytmus und Leben aus. Es tut einfach gut.

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/IMPRESSIONEN/ 13


14 /LOKALES/

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Tag der Begegnung

König-Ludwig-Zugmodell

Am Sonntag, 1. Juli 2018 gibt es in der Erlebnisburg Altfinstermünz einen Tag der Begegnung. Um 11 Uhr gibt es einen Ökumenischer Gottesdienst, ab 12 Uhr gemütliches Beisammensein.

Die Eisenbahnwelt in Rabland freut sich über ein ganz besonderes Geschenk. Familie Häußlein (Maja Ingrid und Alfons Häußlein) aus Bayreuth beschenkte das Museum mit einem Sonderzug und zwar mit einem König-Ludwig-Zugmodell. Seit Juni 2018 können Besucher die im Museum neu ausgestellte Modelleisenbahn bewundern. Bei dem Modell handelt es sich um eine einmalige und sehr seltene Sonderanfertigung der Spielzeugfirma Märklin.

Die Akte Glyphosat

Glurns

Stadtmarketing

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Der österreichische Biochemiker Helmut Burtscher-Schaden

von Heinrich Zoderer

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

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lyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Pestizid. Nachdem die Krebsforschungsagentur der WHO das Pflanzengift 2015 als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ eingestuft hat, entstanden in ganz Europa Initiativen gegen eine weitere Zulassung durch die EU-Kommission. Die Europäische Bürgerinitiative „STOP GLYPHOSAT“ sammelte 1,3 Millionen Unterschriften für ein Glyphosat Verbot. Im November 2017 stimmten 18 der 28 EU-Länder für eine weitere Zulassung, allerdings nur für 5 Jahre. Entscheidend war die Zustimmung von Deutschland. Belgien, Estland, Frankreich, Kroatien, Italien, Zypern, Luxemburg, Malta und Österreich stimmten dagegen. Um die Hintergründe über diese

Zulassungsprozeduren zu beleuchten, lud die Initiative „Der Malser Weg“ den Umweltchemiker und Buchautor Helmut Burtscher-Schaden zu einem Vortrag nach Mals ein. Der österreichische Biochemiker Helmut Burtscher verfolgte die Spur von Glyphosat zurück bis in die 70er Jahre, als das Mittel erstmals für den US-amerikanischen Markt zugelassen wurde. Er analysierte die US-amerikanischen Behörden-Archive der 1970er und 80er Jahre und die Dokumente des Europäischen Zulassungsverfahrens der Gegenwart. In seinem Buch „Die Akte Glyphosat“ entlarvt der Autor ein System, das es den Herstellern von Chemikalien ermöglicht, die Gefahren und Risiken ihrer Produkte herunterzuspielen. Mangelnde Transparenz und Unabhängigkeit, sowie die enge Verstrickungen zwischen Indus-

trie, privaten Prüfinstituten und Kontrollbehörden, belegen nach Burtscher, dass es bei dem Zulassungsverfahren mehr um die Durchsetzung von Konzerninteressen als um die Gesundheit der Bürger geht. Burtscher-Schaden erklärte, dass Glyphosat bereits in einer Studie aus dem Jahre 1985 des Herstellers Monsanto als wahrscheinlich krebserregend bei Mäusen eingestuft wurde. Durch Manipulationen und Medienkampagnen wurde das verschleiert und Glyphosat wurde weltweit verkauft. Am Ende des Vortrages zeigte sich Burtscher optimistisch, weil durch das neue Pestizidgesetz auf europäischer Ebene die Transparenz und Unabhängigkeit gefordert wird und viele Regierungen und Bürgerinitiativen sich gegen eine weitere Verwendung von Glyphosat ausgesprochen haben.

Foto: Heinrich Zoderer

Mals - Der österreichische Biochemiker Helmut Burtscher-Schaden, Mitarbeiter der Umweltorganisation Global 2000, referierte in Mals über die dubiosen Zulassungsverfahren von Glyphosat auf europäischer Ebene.

ei der jüngsten Ratssitzung in Glurns hatte der Gemeinderat auch die Bilanz von Glurns Marketing zu begutachten und zu genehmigen. Das von Elmar Prieth geleitete Stadtmarketing ist in seiner Tätigkeit breit gefächert und vor allem für die kulturelle Belebung der Stadt zuständig. Mit den Laubenmärkten und mit dem Glurnser Advent sorgt Glurns Marketing seit Längerem für gediegene Kulturveranstaltungen, die weit über die Stadt hinaus bekannt und beliebt sind. Im Bilanzjahr 2017 konnte Glurns Marketing rund 264.000 Euro an Erlösen verbuchen. Auf der Gegenseite sind 272.000 Euro an Kosten entstanden. Mit dem kleinen Verlust von 7.700 Euro hat Glurns Marketing kein Problem, zumal im vorigen Jahr eine Rückstellung von rund 71.000 Euro vorgesehen worden war. Die Mehrkosten erklärte Prieth im Gemeinderat vor allem mit den Personalkosten. Die gelegentlichen Abrechnungen über die unkomplizierten Voucher sei im vorigen Jahr weggefallen, so dass die Auszahlungen komplizierter und teurer geworden sind. Der Gemeinderat genehmigte die Bilanz von Glurns Marketing einstimmig. (eb)


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/LOKALES/ 15

Prad/Bürgerversammlung

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m 8. Juni lud die Gemeindeverwaltung zu einer Bürgerversammlung in den Raiffeisensaal des Nationalparkgebäudes „aquaprad“. Die Ausschussmitglieder informierten ausführlich über durchgeführte und geplante Vorhaben. Auch der Präsident der Eigenverwaltung Prad und der Oppositionsführer im Gemeinderat berichteten über ihre Tätigkeiten. BM Karl Bernhart erwähnte die gute Zusammenarbeit im Ausschuss, im Gemeinderat, mit den örtlichen Vereinen und Institutionen, aber auch mit den anliegenden Gemeinden, im Bezirk und mit der Landesverwaltung. Durch diese Zusammenarbeit sind viele Vorhaben umgesetzt bzw. auf den Weg gebracht worden. Er nannte das Projekt Kalkofen in der Schmelz, die Sanierungsarbeiten bei der Burgruine Lichtenberg, das Konzept zur Ortsentwicklung und

den Bau einer Verbindungsbrücke zum Bahnhof in Spondinig. Der Vize-BM Werner Egger berichtete über die Sanierungsarbeiten bei der Mittelschule, den geplanten Bau der Feuerwehrhalle in Lichtenberg, über verschiedene Asphaltierungsarbeiten und Baufortschritte beim geförderten Wohnbau. Die Schul- und Kulturreferentin Annegret Rück lobte die gute Zusammenarbeit mit den schulischen Institutionen und den Einsatz der vielen Vereinen z.B. bei der Organisation der Gesundheits- und Bildungstage. Udo Thoma berichtete über die Bemühungen einer Verkehrsberuhigung an der Hauptstraße. Auch am Konzept einer 24-Stunden-Betreuung wird gearbeitet, ebenso wie beim Thema Trinkwasser. Über die Neustrukturierung und den Umbau in der Sportzone berichtete Gerald Burger. Erfreut

Foto: Heinrich Zoderer

Gute und sachliche Zusammenarbeit

Nur wenige Bürger kamen zur Bürgerversammlung. Die Gemeindeverwaltung, der Präsident der Eigenverwaltung und der Oppositionsführer berichteten über ihre Tätigkeiten. V.l.: BM Karl Bernhart, Werner Egger, Annegret Rück, Udo Thoma, Gerald Burger, Gilbert Stecher, Alfred Theiner. zeigte er sich, dass es gelungen ist die Serie A-Mannschaft AC Parma zum Training nach Prad zu holen. Er informierte über die Zusammenarbeit mit Neu-Ulm, Aktionen im Bereich Tourismus, Jugend und Handel. Alfred Theiner von der Süd-Tiroler Freiheit beanstandete vor allem, dass das Thema Trinkwasser noch immer nicht gelöst ist. Der Präsident der

Eigenverwaltung Prad Gilbert Stecher informierte über die Instandhaltung von Waldwegen, die Waldbewirtschaftung, die Erhaltung der Almen und notwendige Arbeiten im Bereich der „Kultur“. In der Diskussion ging es vor allem um eine Parkregelung beim Friedhof und um den Ankauf von Aktien des Südtiroler Energieunternehmen Alperia. (hzg)

Vinschgau/Schleis

Madlen, iatz weart gschnöllt!

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len die jungen Frauen ändern. Die Madeln von Arunda Goaslschnöller machen dabei ernst: obwohl sie erst seit einigen Monaten schnöllen, traten sie Ende Juni bereits im benachbarten Prad a. Stj. bei der Landesmeisterschaft an. In mehreren GoaslschnöllerVereinen gibt es zwar ein paar wenige weibliche Schnöllerinnen, den Löwenanteil bilden aber nach wie vor die Männer. Im wöchentlichen Training wird der richtige „Fohrer“ trainiert. „In erster Linie haben wir Spaß an der Tradition des Schnöllen und drehen nebenbei den Spieß einmal um: die Männer unterstützen nun uns Frauen.“

Foto: „Wind“-Archiv

inschgerinnen gründen ersten Frauenverein in der Männerdomäne Goaslschnöllen. Acht junge Frauen im Vinschgau haben Anfang 2018 einen eigenen Goaslschnöller- Verein gegründet, der ausschließlich aus Frauen besteht. Das Goaslschnöllen hat in unserer Region lange Tradition, wird aber hauptsächlich von Männern ausgeführt- das wol-

v.l.: Vera Gruber, Kathrin Abarth, Miriam Schenk- Rufinatscha, Marion Tragust, Daniela Abarth, Manuela Blaas-Peer, Barbara Wiesler- Pobitzer, Elke Abarth-Zöggeler

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Vinschgerwind 13-18

Naturns

Richtigstellung Richtigstellung zur Stellungnahme des SSV Naturns zu den Vorfällen und Sanktionen nach dem Spiel gegen Virtus Bozen: Sollte es im Zuge der Ermittlungen, der Pressemitteilung vom 10. Mai 2018, oder unserer Stellungnahme in den Medien zu missverständlichen Aussagen und Äußerungen von unserer Seite gegenüber dem Autonomen Landeskomitee Bozen des italienischen Fußballverbandes, dem Sportrichter oder dem Sportberufungsgericht gekommen sein, dann möchten wir uns für diese entschuldigen. Auch möchten wir nochmals unterstreichen, dass wir uns vor jeglicher Diskriminierung und von rassistischen Aussagen gegenüber Unparteiischen und Gegnern distanzieren. Die Sektionsleitung des SSV Naturns Raiffeisen – Sektion Fußball

28.06.18

§ Der Löwe und der Esel Aus dem Gerichtssaal

Ein alter Löwe lag kraftlos vor seiner Höhle und erwartete den Tod. Die Tiere, deren Schrecken er bisher gewesen war, bedauerten ihn nicht. Sie freuten sich vielmehr und ließen ihren angestauten Hass an ihm aus. Selbst der träge Esel gab dem vormals gefürchteten König der Wildnis einen Schlag mit seinem Huf. Diese Tierfabel von Lessing (oder Aesop?) kam mir in den Sinn als ich von der letzten Verurteilung Luis Durnwalders durch den Rechnungshof in Rom erfuhr. Wir wünschen unserem Altlandeshauptmann natürlich ein langes Leben, aber bei solchen Schlägen könnte weniger robusten und betuchten Naturen die Freude am Dasein vergehen! Auffallend ist dabei, dass die ganzen gerichtlichen Turbulenzen, in welche Durnwalder geraten ist, mit seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik oder jedenfalls mit dem

absehbaren Ende seiner politischen Karriere zusammenfallen. Dies gilt für den ganzen „Tam – Tam“ durch Staatsanwaltschaft und Rechnungshof um seinen Sonderfond ebenso wie für die Verfolgung im Zusammenhang mit der Abschusserlaubnis für geschützte Tierarten. Für 2655 akribisch nachgerechnete, im Zeitraum von 2010 bis 2014 „erschossene“ Füchse, Murmeltiere, Steinböcke, Dachse und Kormorane sollen Durnwalder und sein damaliger Amtsdirektor Heinrich Erhard jeweils 568.125 Euro an Schadenersatz dem Vater Staat zahlen! Warum an den Staat? Weil diesem als rechtmäßigem Eigentümer der Wildtiere durch die angeblich illegalen Sonderabschussgenehmigungen ein Schaden an seinem Vermögen entstanden und er dadurch um ganze Euro 1.136.250 „ärmer“ geworden wäre! Und wie ist das Gericht

auf diese Summe gekommen? Nun, es legte seiner Berechnung den – bitte nicht erschrecken! – „taxidermischen Wert“ der erlegten Tiere zugrunde, also jenen von einbalsamierten Tieren abzüglich der Präparierungskosten von 40%. Nebenkläger und federführend bei diesem „Halali“ des Rechnungshofs waren zwei Tierschutzvereine, welche das Urteil als „historisch“ begrüßten und mit einer Warnung an die Adresse jener Landespolitiker verbanden, welche dem Wolf und dem Bären auf den Pelz rücken möchten. Da mag sich der Landesrat Schuler also warm anziehen wenn er den Meister Petz und Meister Isegrim oder zumindest die „auffällig“ gewordenen Exemplare – (übrigens, woran erkennt man diese?) - zum Abschuss freigeben will! Peter Tappeiner Rechtsanwalt

Pfunds/Vinschgau

Eröffnung der Radbrücke in Pfunds m Rahmen des Inntaler Radtages wurde die Eröffnung der neuen Radbrücke beim Campingplatz Via-Claudia-See in Pfunds gefeiert. Gemeinsam mit Landeshauptmann Günther Platter radelten zahlreiche Teilnehmer vom Prutzer Dorfplatz bis zur neuen Radbrücke beim Campingplatz nördlich der Kajetansbrücke. Krönender Abschluss der Radtour war die offizielle Eröffnung dieser neuen Innüberquerung inklusive Festakt, umrahmt von einer Fahnenabordnung der Pfundser Schützen, der Musikkapelle Pfunds und strahlendem Sonnenschein. Platter zeigte sich über den erfolgreichen Abschluss des Projekts begeistert und betonte den nachhaltigen Nutzen der Investition, die Hand in Hand mit der UCI Straßenrad WM 2018 geht: „Wenn so eine wunderbare und weltweit mitverfolgte Veranstaltung wie die Rad WM in Tirol stattfindet, bei der wir unser Land mit der Schön-

Foto: Andreas Waldner

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Die Radbrücke eröffnete der Nordtiroler LH Günther Platter mit dem traditionellen Bandlschneiden heit seiner Natur präsentieren können, dann müssen auch die Radwege in Tirol ausgebaut werden.“ Die 62,5 Meter lange und 2,5 Meter breite Beton-Stahlkonstruktion wurde von Helmut Kofler aus Tösens geplant. Die Stahlkonstruktion wiegt 37 Tonnen und ruht auf 300 Kubikmetern

Stahlbeton. Die Gesamtkosten betrugen 580.000 Euro, die sich der TVB Tiroler Oberland, die Gemeinde Pfunds und das Land Tirol teilen. „Dieser Radweg ist ein Herzstück im Radwegnetz Tirols. Da werden Einheimische und Gäste viel Freude haben.“ sagte Platter. Seine Freude über

das gelungene Ergebnis brachte auch Rupert Schuchter, der Bürgermeister von Pfunds, in seinen Grußworten zum Ausdruck. Und der TVB-Obmann Armin Falkner dankte allen Partnern des Brückenprojektes mit der Feststellung: „Wir sind dem Radweg-Lückenschluss zwischen Pfunds und Nauders wieder einen Schritt nähergekommen.“ Er begrüßte vor allem den hohen Sicherheitsstandard, den man den Radfahrern mit der neuen Radverbindung bieten kann. Durch die Brücke werde „Genussradeln“ möglich, da keine gefährlichen Straßenquerungen die Route beeinträchtigen. Die Biker sind nicht mehr dem Verkehr auf der stark frequentierten Kajetansbrücke ausgeliefert. Falkner sieht im gesamten ViaClaudia-Radweg eine touristische Lebensader und misst dem Projekt nach der Fertigstellung internationale Bedeutung zu. (aw)


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/MENSCHEN/ 17

Der „Meydi-Hermann“ Genüsslich im Liegestuhl sitzend, den Blick auf den nahestehenden Ortler gewandt, erzählt der Suldner Hermann Grutsch seine Lebensgeschichte. von Cornelia Knoll

Foto: Cornelia Knoll

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ir sitzen gemeinsam vor seinem wunderschönen Haus in Sulden, welches seit 1970, Leben und Heimat von Hermann und seiner Familie ist. Blumen in allen Farben und Formen zieren den liebevoll angelegten Garten und schmücken auch die Balkone dieses selbstgebauten Familienhäuschens. „Ja“, sagt Hermann lächelnd, „ich bin wirklich stolz auf dieses Haus und darauf, dass wir es geschafft haben, trotz Not und Mühe, dies zu errichten.“ So ganz einfach war es nämlich nicht für den einstigen Stilfser Maurerbursch, sich eine eigene Existenz aufzubauen. Jeder einzelne Quadratmeter Grund, auf dem sein kleiner Familienbetrieb nun steht, habe ihn 20 Stunden harter Mauerarbeit gekostet, erzählt er. Doch mithilfe seiner Frau Erna und vieler abendlich-nächtlicher Arbeit am eigenen Bau, wurde der Traum vom Familienheim endlich wahr. Am 19.12.1973 konnte Familie Grutsch mit den Töchtern Angelika und Susi in 2 Räume des Hauses einziehen und ein erstes, wenn auch karges Weihnachtsfest feiern. Geld für große Geschenke war damals nicht mehr vorhanden und die Ansprüche dementsprechend klein. Doch eine große, geschenkte Pralinenschachtel rettete unerwartet das Fest und zauberte allen ein Lachen ins Gesicht, erinnert sich der nun 85-Jährige. Neben den Mauerarbeiten im Sommer machte sich Hermann viele Jahre als tüchtiger Hausmeister im Hotel Eller und Hotel Marlet unersetzbar, während Ehefrau Erna die ausgebauten Gästezimmer im eigenen Häuschen bewirtschaftete.

Hermann Grutsch übernahm mit 65 den Messnerdienst in Sulden „Arbeiten und Verantwortung tragen habe ich schon von Kindesbeinen an gelernt“, so der rüstige Rentner, der in Sulden nur „Meydi“ genannt wird. Er erzählt von den armen Jahren in seiner 9 köpfigen Stilfser Ursprungsfamilie und dem Vater, der wegen der Armut jahrelang in Österreich arbeiten musste. Als zweitältester, musste Hermann, wie viele andere Kinder auch, bereits ab dem neunten Lebensjahr als Hirte dienen. In Begleitung seiner Mutter und Schwester stieg er jährlich im März durch Eis und Schnee die Scharte in Stilfs hinauf, um bei fremden Bauern auf dem Lande seine Arbeitsstätte zu finden. “Na, Hoamwea honn i eigentlich nia kopp“, erinnert sich Hermann, der die vielen Sommermonate weitab von Heimat und Familie war und oft ohne Strom oder Heizung wohnen musste “.Miar isches olm recht guat pa die Bauern gongen und schließlich hatt i drhoam jo a lei orbaten gmiasst.“ Einmal musste er auf einer Alm 150 Ziegen hüten und konnte dafür jeden Tag bei einem der

Ziegenbesitzer zum Essen kommen. Pro Ziege also…1 Tag Essen! Bei einem anderen Bauern in Planeil verdiente sich der fleißige Stilfser für die monatelange Hirt und Knechtarbeit sechs Meter Loden, woraus 2 Paar Hosen für ihn geschneidert wurden. „Sogor 2 Poor Knoschpen honn i selm kriag“, schmunzelt der 5 fache Großvater.“ Obr ofteramol bin i a pa ärmere Bauern gwesn, wo i mit a poor Paarlen und Goggelen honn zufrieden sein gmiast. Jeden 1. November dann, wenn die Arbeit getan war, kam Hermann zurück in sein Heimatdorf Stilfs und besuchte dort im Winter die Schule. Zuerst 2 Jahre lang nur die italienische Volksschule und irgendwann auch die Katakombenschule, welche heimlich in Stilfs eingerichtet war. Jahre später; mit 22, schickte ihn ein Baumeister in die neue Berufsschule nach Mals. Dort erlernte Hermann den Beruf des Maurers und erwarb so eine wichtige Ausbildung für seinen weiteren Lebens und Arbeitsweg, der ihn durch ganz Südtirol führte.

1960 brachte ihn seine Maurertätigkeit nach Sulden ins Hotel Eller. Dort begegnete er als Vorarbeiter zum ersten Mal seiner späteren Ehefrau Erna. Sie und ihre Schwester Hilda waren dort im Gastbetrieb angestellt und unternahmen in ihrer Freizeit so manchen Ausflug auf Hermanns Vespa. Seine junge hübsche Ehefrau (so Hermanns Worte), heiratete er im Mai 1964. Die Töchter Susi und Angelika vervollständigten das Familienglück und sorgten später für eine frohe Enkelschar, welche ihrem heißgeliebten „Neina“ immer zur Seite stehen. So ganz einfach waren nämlich Hermanns Jahre auch nach seiner Pensionierung nicht. Mit 65 Jahren übernahm er mit viel Freude den Dienst des Messners in der Suldener Pfarrkirche und übte diese Tätigkeit für 15 Jahre aus. Doch dann machten ihm seine Knochen zu schaffen und ließen ihn das Ehrenamt abgeben. Eine weitere schwere Krankheit folgte und forderte allen Überlebensmut vom Suldener Urgestein „Meydi“. Doch auch diese Hürde meisterte er mit viel Kraft und mit der Liebe seiner Familie. Er habe auch nicht vor sich wieder einen Oberschenkel zu brechen, beteuert Hermann, augenzwinkernd. Schließlich hätten ihm die letzten 4 Jahre mit jeweils einem Knochenbruch, darauffolgenden Operationen und mehrwöchiger Rehabilitation vollkommen gereicht. Auch habe er in der Reha sein gutes Glasl Wein, seinen Speck und a guates Paarlbrot vermisst. Dies gehöre zu einem gesunden Leben dazu und darf weder beim „Holbmittog noch beim Marend“ fehlen, verrät er lachend und schenkt sich genüsslich a Glasl Wein ein.


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Vinschgerwind 13-18

Kolping im Vinschgau

MITGLIED bei Kolping Mit der Mitgliedschaft im Kolpingwerk bzw. bei einer Kolpingsfamilie sind Rechte und Pflichten verbunden. Wer aufgenommen werden möchte, soll keine „Karteileiche“ werden, sondern zur aktiven Mitarbeit bereit sein. Mitgliedschaft bei Kolping bedeutet bzw. erfordert eine Identifikation mit den Grundlagen und Zielsetzungen dieses katholischen Sozialverbandes, dessen Zugang heute prinzipiell ALLEN Menschen offen steht.. Die Mitglieder sind eingeladen und berechtigt, an den verschiedenen Angeboten und Veranstaltungen von Kolping auf allen Ebenen teilzunehmen. Bestimmte Einrichtungen ( z.B. Kolpinghäuser) räumen Mitgliedern bevorzugte Bedingungen ein- z.B. Skonto beim Essen, bei der Aufnahme usw. Mitgliedschaft bei Kolping bedeutet auch das Recht der aktiven Teilhabe am Prozess der innerverbandlichen Meinungsbildung und Beschlussfassung in den dafür vorgesehenen Organen und Gremien. Dies schließt selbstverständlich das aktive und passive Wahlrecht ein; sämtliche Leitungsgremien werden bei Kolping demokratisch gewählt. Seit seinen Anfängen – vor mehr als 150 Jahren – hat es sich Kolping zur Aufgabe gemacht, seine Mitglieder zum verantwortlichen Mitdenken, Mitsprechen und Mithandeln in allen Bereichen der Gesellschaft anzuregen und zu befähigen. Verbandsarbeit lebt von der aktiven Mitwirkung vieler. Vielleicht bist auch DU/SIE bereit mitzutun?! Meldung bei Annarosa Former oder Thomas Warger Gamperheim)– beide in Schlanders.

28.06.18

Sonderausstellung im Vintschger Museum Das Ende des I. Weltkrieges jährt sich heuer zum 100sten Mal. Die Sonderausstellung „1918 – Königsspitze und Ortler – Der Soldat im Eis“ im Vintschger Museum in Schluderns erinnert an die Kämpfe an der Ortlerfront. Eröffnung ist am 29. Juni 2018 um 20.00 Uhr. Die Kuratoren sind Helene Dietl Laganda und Simon Laganda. Die Ausstellung ist bis zum 4. November 2018 zugänglich. Weitere Infos: www.vintschgermuseum.com

Das 19. Erdbeerfest ein Familienfest Martell - Am letzten Wochenende im Juni findet in Martell das bereits traditionelle Erdbeerfest statt. Dieses Jahr gab es einen Bauernmarkt mit regionalen Produkten, viele Angebote für Familien, frische Erdbeeren, Erdbeerkuchen und eine Broschüre mit Erdbeerrezepten.

Höhepunkt des Erdbeerfestes war der Anschnitt der Riesenerdbeertorte durch die Erdbeerkönigin Jasmin Perkmann zusammen mit LR Richard Theiner.

von Heinrich Zoderer

B

ei teilweise strahlendem Wetter und angenehmen Temperaturen fand am 23. und 24. Juni auf dem Festgelände Trattla im Martelltal das 19. Erdbeerfest statt. Rund 5.000 Personen fanden sich an den beiden Tagen auf dem Festplatz ein. Neben Musik, Essen und Trinken und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm standen die frisch geernteten Erdbeeren und die 24 m² große Riesenerdbeertorte im Mittelpunkt des Festes. Bereits lange vor dem offiziellen Tortenanschnitt um 14:30 positionierte sich die Erdbeerkönigin Jasmin Perkmann vom Flurahof geduldig vor der Riesentorte, ließ sich fotografieren und schenkte allen ihr freundliches Lächeln. Zum Tortenanschnitt scharte sich die Politprominenz um die Erdbeerkönigin, die

dann zusammen mit LR Richard Theiner die Torte anschnitt. 40 Personen haben die Riesentorte bzw. insgesamt 60 m² Erdbeerkuchen gebacken, dabei 3.000 Eier, 150 kg Mehl, 40 kg Marillenmarmelade und 550 kg Erdbeeren verarbeitet. Insgesamt waren 200 Freiwillige im Einsatz. Erstmals waren heuer mehrere Produzenten aus dem Stilfserjoch Nationalpark, die ihre Produkte auf einem Bauernmarkt anboten. Die kleinen Besucher konnten in der neuen AVS Kletterhalle nach Herzenslust klettern, mit den Erwachsenen Minigolf spielen, basteln oder sich schminken. Außerdem wurden geführte Wanderungen auf dem Erdbeerweg angeboten. Im Nationalparkhaus „culturamartell“ konnten die Besucher neben der Ausstellung über das Martelltal und die Berglandwirtschaft auch die Sonderausstellung „Gletscher,

weiße Welt in Bewegung“ besichtigen. Am Sonntag gab es eine Modeschau, einen gemeinsamen Auftritt mehrerer „Königinnen“ zusammen mit der Erdbeerkönigin, sowie die Verlosung der großen Erdbeerlotterie. Die Marteller Erzeugergenossenschaft MEG präsentierte auf dem Fest eine kleine Broschüre mit 12 Rezepten rund um die Erdbeeren. Katharina Gluderer aus Martell, Maturantin an der Landeshotelfachschule Kaiserhof in Meran hat als Abschlussarbeit die Rezepte zusammengestellt. Es sind kalte und warme Vorspeisen, Hauptspeisen und Nachspeisen. Das Erdbeerfest war heuer erstmals als „Green Event“ zertifiziert. Das bedeutet, dass mehrere Kriterien der Nachhaltigkeit, wie z.B. Energieeffizienz, Abfallmanagement und regionale Wertschöpfung berücksichtigt wurden.


28.06.18

Vinschgerwind 13-18

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Mittelschule Schlanders

Mittelschüler sammeln Plastikverschlüsse für guten Zweck W

Mittelschüler sammelten Plastikstöpsel und überreichten sie dem “Stöpselsammler“ Georg Unterladstätter aus Nordtirol. Der Erlös kommt einem wohltätigen Zweck zugute.

Foto: „Wind“-Archiv

ir Schüler und Schülerinnen der MS Schlanders beteiligten uns in diesem Schuljahr an einem interessanten Projekt. Wir sammelten Plastikverschlüsse von Tetrapackungen, Getränke- oder Kosmetikflaschen, um sie am Ende des Schuljahres Herrn Unterladstätter aus Nordtirol zu übergeben. Georg Unterladstätter ist ein Mann mit schwerer körperlicher Beeinträchtigung, sitzt im Rollstuhl und kann nur sehr schwer und undeutlich sprechen. Er hat sich zum Ziel gesetzt, junge Leute in Nord- und Südtirol zu animieren, Plastikstöpsel zu sammeln. Die gesammelten Plastikverschlüsse werden an eine Recycling-Firma verkauft, die daraus Granulat herstellt, das u.a. zur Produktion von Plastikteilen, Flaschen oder Böden verwendet wird. Der Erlös kommt

Familien mit Kindern zugute, die eine Therapie, eine Operation oder einen Krankenhausaufenthalt brauchen. Wir waren von Anfang an mit Begeisterung dabei und sammelten fleißig, da wir dadurch einerseits Menschen helfen, andererseits auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten konnten. Am 31. Mai 2018 kam Herr Unterladstätter an unsere Schule. Wir waren schon sehr gespannt

und lernten einen lebensfrohen Mann kennen, der sein Leben mit großer Willenskraft meistert. Zwei Schüler/innen aus jeder Klasse trafen sich mit ihm in der Aula und überreichten ihm die Stöpsel. Es waren 12 Müllsäcke voll, die zusammen 193 kg wogen. Wir waren sehr stolz darauf! Fast hätten wir die 200-kgGrenze geschafft! Herr Unterladstätter freute sich sehr, als wir ihm das Ergebnis mitteilten.

Zubereiten: ca. 18 - 25 Min. Für 4 Personen Zutaten Fleisch: 1-1½ kg Fiorentina-Steak feines Salz schwarzer Pfeffer aus der Mühle Pflanzenöl (für den Grillrost)

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Fiorentina - Steak mit Salsa verde

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GRILL ZEIT

genügend Holzkohle verwenden ist ein weit verbreiteter Fehler. Der Abstand zwischen Grillgut und Glut sollte nicht mehr als 10 cm sein, da sonst ein gleichmäßiges Garen nicht möglich ist.

Salsa Je 1 Bund Blattpetersilie, Basilikum und Kerbel 2 Schalotten 2 Knoblauchzehen 1 Scheibe Toastbrot 2 EL weißer Balsamico 150 ml Olivenöl feines Salz schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung Den Grill für starke Hitze vorbereiten. Das Steak eventuell trocken tupfen. Den Grillrost fetten und das Steak offen bei ca. 230°C von beiden Seiten anbraten, bis ein Muster entsteht. Im Anschluss die Hitze reduzieren und auf indirekte Hitze wechseln. Das Steak mit geschlossenem Deckel bei indirekter Hitze (ca. 200°C) noch 15-20 Minuten ruhen lassen und anschließend salzen pfeffern. Für die Salsa die Kräuter waschen und trocken schütteln, die Blätter abzupfen und grob schneiden. Schalotten und Knoblauch schälen und würfeln. Das Toastbrot entrinden und würfeln. Die Kapern entstielen und grob hacken. Alle Zutaten für die Salsa im Mörser grob zerstoßen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Salsa verde zum Fiorentina-Steak servieren.

Quelle: Lafer - Meine besten Grill-Rezepte

Nach der Pause durften wir ihm und seinem Betreuer, Herrn Seifart, Fragen stellen. Herr Seifart „übersetzte“ uns die Antworten des lebensfrohen Mannes. Die Begegnung mit Herrn Unterladstätter wird uns lange noch in Erinnerung bleiben und wir hoffen, dass wir im kommenden Schuljahr das Projekt weiterführen können. Paula Pircher und Ida Delago (3B)


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Einrichtungshaus De Stefani

TEURE FEHLER VERMEIDEN! ROHBAU UND KÜCHE SYNCHRON PLANEN So mancher Häuslbauer muss ernüchtert feststellen, sich zwar gründlich mit Keller, Wänden, Fenstern und Heizung, aber zu wenig mit der Einrichtung beschäftigt zu haben. Etwa dann, wenn im fertigen Haus die Küche eingebaut werden soll und plötzlich einige Zentimeter fehlen, um die gewünschten Schränke oder Geräte unterzubringen. Wenn womöglich sogar Wände versetzt werden oder gar wegen Anschlüssen und Steckdosen wieder aufgestemmt werden müssen. Das ließe sich mit guter Planung vermeiden. Empfehlung • Beginnen Sie mit der Küchenplanung ohne Zeitdruck deutlich vor Beginn der Installationsarbeiten. • Beauftragen Sie Ihren Küchenexperten mit der Erstellung eines Installationsplanes, der sämtliche Anschlüsse und Abläufe (Wasser, Strom, Gas, Abluft) enthält. • Achten Sie mit Ihrem Baumeister darauf, dass der Querschnitt des Abluftrohres für den Dunstabzug mindestens 150 Millimeter beträgt. • Planen Sie im Zweifel lieber eine Steckdose zu viel als eine zu wenig ein. Diesen und weitere Expertentipps finden Sie auch online unter

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Einrichtungshaus DE STEFANI Staatsstraße 1, 39024 Mals Tel.: 0473 / 831238, info@de-stefani.com

Ein Marsch - zwei Länder

Fotos: Angelika Ploner

Taufers/Schweiz

U

nter perfekten Bedingungen starteten die 250 Teilnehmer, die sich zum heurigen sechsten 2-Ländermarsch an- und nachgemeldet hatten. Angenehme Temperaturen und beständiges Wetter waren am 9. Juni die Begleiter auf den 28 Kilometern und 1.675 Höhenmetern, die es wieder zu überwinden galt. Die Bergrettung Taufers hatte die teils weglose Strecke mit jenen Wegmarkierungen abgesteckt, die von der Kunstgruppe des Kindergartens und den Grundschülern aus Taufers gestaltet worden waren. Auch Ein- und Ausstiege bei kleineren Schneeflächen wurden bestens präpariert. Vom Festplatz Taufers aus starteten die Teilnehmer ins Avingatal. Nach der

Manzingeralm ging es zum Übergang Starlex Fourcla auf 2.631 Meter und weiter ins Val-S-Charl. Im weiteren Verlauf wanderten die Teilnehmer durch Europas höchsten Zirbenwald, vorbei an der Almhütte Astras -TamangurSesvenna und weiter ins Plazer Tal Richtung Plazer Alm bis zum S-Charl Joch (2.296 Meter), um wieder durch das Avingatal zurück zum Festplatz Taufers zu gelangen. Die Bergrettung Taufers

verpflegte die Wanderer an mehreren Streckenpunkten. Nach sechs bis zehn Wanderstunden erfrischten sich viele auch im neu gebauten Kneippbecken direkt am Festplatz, wo es von der Feuerwehr Taufers Speis und Trank für die Teilnehmer gab. Für die Veranstalter - Bergrettung und Feuerwehr Taufers - gab es viel Lob von Seiten der Wanderer, die sich bereits auf eine Neuauflage freuen. (ap)

Latsch - Musikschule

Abschlusskonzert der Musikschule Latsch

M

it einem bunt gemischten Programm lud die Musikschule Latsch am Mittwoch, 6. Juni zum alljährlichen Abschlusskonzert in das CulturForum Latsch. Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu und auch heuer boten die Schülerinnen und Schüler der Musikschule Latsch beim Abschusskonzert einen Einblick in die musikalische Arbeit dieses Jahres. „Damit diese Arbeit auch gut gelingen kann, braucht es natürlich ein gut funktionierendes Zusammenspiel zwischen Lehrern, Schülern und Eltern.“, betonte Stefan Gstrein, Direktor der Musikschule Unterer Vinschgau, in seiner Ansprache. Den stimmungsvollen Anfang, vor vollem Saal, machte der Chor der Singklasse, der zum Einstieg drei Lieder aus dem Unterwassermusical „Im Riff geht’s rund“ präsentierte. Es folgte ein breites Repertoire, das von klas-

Johannes Pohl am Horn präsentierte dem Publikum Fantasie von Franz Strauss

Foto: Claudia Gerstl

EXPERTEN° TIPP

28.06.18

sischen und traditionellen Kompositionen bis zu experimentellen Stücken reichte. Die Schüler aus den Klassen Blockflöte, Klavier, Tiefes Blech, Querflöte, Horn, Gitarre, Klarinette, Steirische Harmonika, Saxophon und Percussion gaben auf der Bühne ihr Bestes und ernteten

dafür von Familie und Freunden der Musik viel Applaus. Stefan Gstrein nutzte die Gelegenheit des Abschlusskonzertes auch um die heurigen Erfolge bei Musikwettbewerben und Leistungsabzeichen hervorzuheben und den Schülern zu gratulieren. (cg)


Latsch

nter dem Titel „Anders leben – anders reisen“ organisierte der Weltladen Latsch eine Vortragsreihe, die die bunte Vielfalt des Themas Reisen präsentiert. Am Freitag, 08. Juni fand im Fraktionssaal des CulturForum Latsch der letzte Abend der ersten Auflage statt, bei dem Alex Stricker mit dem Publikum nach Island reiste. Islands Landschaften wecken oft den Anschein, als wäre die Insel ein fremder Planet: riesige Gletscher, brodelnde Vulkane, schäumende Geysire und rauschende Wasserfälle. Für ein halbes Jahr war die Insel im Nordatlantik die Heimat des Latscher Geologiestudenten Alex Stricker. In seinem Vortrag erzählte er von seinem Auslandaufenthalt an der Universität

Island in Reykjavík und seinen Ausflügen mit Zelt und Rucksack durch das Land. Seine Bilder zeigten Eisbrocken, die wie Diamanten schillern, majestätische Wasserfälle und beeindruckende Gletscher. Alex Stricker erzählte nicht nur von atemberaubenden Nordlichtern, Islandpferden und heißen Quellen, er schilderte auch die Gefahren der Natur: schlummernde Vulkane, hohe Wellen und der starke Wind „Der ist viel stärker als der Vinschger Ober-

wind. Da hat man keine Chance, uns hat es fast verblasen.“ Nicht nur die Landschaft, auch die Lebensmentalität der Isländer hat bei Alex einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Vor allem im Schwimmbad habe er Bekanntschaft mit Einheimischen gemacht. „Am Anfang waren sie immer ganz still, dann haben sie angefangen zu reden und man hat realisiert, dass man gerade mit einem Politiker redet. Die isländische Sängerin Björk habe ich auch einmal im Schwimmbad getroffen.“, erzählt der Latscher Student lachend. Mit Humor und viel Wissen führte er durch den Abend, der ein gelungenes Finale der Vortragsreihe bildete. Aufgrund des Erfolges wird es ab Herbst 2018 eine zweite Auflage geben. (cg)

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Foto: Alex Stricker

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© Frieder Blickle

Anekdoten aus Island

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Sulden

Gipfelkreuz für die Suldenspitze G

Dieses Kreuz wird auch an die leidvollen Gebirgskriegjahre und an die vielen gefallenen Soldaten erinnern, welche im 1.Weltkrieg dort oben ihr eisiges Grab fanden. Den Sockel für das Lichtkreuz bildet so auch eine alte Kanonenlafette von 1918, welche erst kürzlich auf der Suldenspitze ausgeapert war. Zusammen mit dem zersplitterten Glas im Kreuz soll es ein Mahnmal

Fotos: Cornelia Knoll

leisende Sonnenstrahlen brechen sich in den unzählig geborstenen Glasstücken, welche in Stahl gefasst, den Hauptkörper dieses wunderschönen Gipfelkreuzes bilden. Es soll nun bald auf 3375 m den Gipfel der Suldenspitze krönen und Bergsteigern ein weithin leuchtender Zielpunkt sein.

für die Zukunft sein, erklärt der Chef der Bergrettung Sulden. Er und seine Bergretter-Kollegen haben miteinander dieses wunderschöne Projekt realisiert und auch finanziert. Dafür dankte ihnen Altpfarrer Josef Hurton bei der feierlichen Messe in Sulden und der anschließenden Gipfelkreuzsegnung von ganzem Herzen. Er betonte dass Natur und Berge ein Gottesgeschenk für alle Menschen sind und das Kreuz daran erinnert. Spezieller Dank gebührt den kreativen und handwerklichen Köpfen: Toni und Eugen Reinstadler, welche in Zusammenarbeit mit der Glaserei Egger aus Mals dieses berührende KunstGesegnet wurde das neue Gipfelkreuz für werk geschaffen hadie Suldenspitze von Altpfarrer Josef Hurton ben. (ck)

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22 /GESELLSCHAFT/

Vinschgerwind 13-18

28.06.18

Mals

Regionalität unter der Lupe ichael Erhard aus Laatsch hat für sein Maturaprojekt an der Landeshotelfachschule Kaiserhof in Meran das Thema „Regionalität in der Gemeinde Mals“ gewählt. Mehrere Monate lang hat er intensiv daran gearbeitet, und letztendlich ist eine informative, ansehnliche Broschüre daraus geworden, in der elf Betriebe dargestellt sind. Es sind dies: Bäckerei Schuster, Bauernladen Pobitzer, die Kräuterrebellen, Hofkäserei Engelhorn, Calvenschlössl, Sockerhof, Sozialgenossenschaft Vinterra, Migihof, Brennerei Secci und die beiden Tourismusbetriebe Biohotel Panorama und Alpin & Relax Hotel Das Gerstl. Doch der Reihe nach: Anfangs des Jahres 2018 nahm der Maturant die ersten Kontakte zu jenen Betrieben in der Gemeinde Mals auf, die regionale Produkte erzeugen und diese auch erfolgreich vermarkten. „Zu Beginn habe ich sechs Betriebe ins Auge gefasst, doch im Laufe meiner Arbeit kamen noch fünf weitere dazu“, erklärt Erhard. Er setzte sich intensiv mit den einzelnen Betrieben auseinander, beleuchtete deren

Arbeitsweise, deren Philosophie, deren Vermarktungsschienen. Er besuchte Verkostungen, nahm Interviews mit dem Handy auf und knipste Fotos. Unzählige Stunden investierte er in die Sortierung der Informationen. Er stellte fest, dass 90 Prozent der Betriebe auf Bio setzen. Nach und nach reifte die Idee, mit dem gesammelten Material eine Broschüre zu gestalten und diese auch zu drucken. Erhard machte sich über facebook auf die Suche nach Hilfe bei der Grafik. Fündig wurde er in Meran bei der Grafikerin Barbara Matha`. Sie erklärte sich bereit, mit ihm zusammen die Gestaltung der Bröschüre zu übernehmen. Gedruckt wurden dann 1.000 Exemplare bei einem Internet Druck-Anbieter. Für die Finanzierung seines Projektes erhielt Erhard die Unterstützung der porträtierten Betriebe, die ihm auf freiwilliger Basis etwas zukommen ließen. Bei der Matura präsentierte Erhard den Kommissionsmitgliedern druckfrische Broschüren und erhielt dafür viel Lob. In Mals liegen die Hefte nun in den Betrieben, in Geschäften und Bars auf. (mds)

Der 19-jährige Michael Erhard aus Laatsch zeigt seine druckfrische Broschüre. Nach der Maturaprüfung arbeitet er den Sommer über als Servicekraft im Fünfsternehaus Hotel Stock in Finkenberg im Zillertal. Im Herbst möchte er ein Studium im Bereich Hotel-Management beginnen.

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Planeil

Schlanders

Sieg bei Vom Seniorenspieletag Geo-Challenge bis zur Vatertagssprechstunde F

ie Grundschulkinder aus Planeil feierten kürzlich mit Lehrern, Eltern, Geschwistern und mit Diakon Norbert Punter den Schulabschluss im Schludernser Park. Das gemeinsame Fest unterstreicht die Verbundenheit der kleinen Schule mit der Dorfbevölkerung. Begegnungen werden das ganze Jahr über gepflegt. Die beiden Lehrer Florian Thaler und Beate Abarth, unterstützt von Mirjam Koch (Religion) und Stefanie Riccardi (Italienisch) denken bei der Planung der Projekte immer auch an die Dorfbevölkerung. „Wir planen meist Aktionen für das ganze Dorf, um etwas zu dessen Belebung beizutragen“, sagt Florian Thaler, der die Verantwortung

als Schulleiter trägt. Die Planeiler wurden im vergangenen Schuljahr zu vielen Schulveranstaltungen geladen, wie zur Martins- und Weihnachtsfeier. Großen Anklang fanden der „Seniorenspieletag“, zu dem sich 13 älteren Menschen in der Schule einfanden. Gut kam das „Schulcafe“ an, das zweimal im Jahr als „Tag der offenen Tür“ gestaltet wurde. Sehr gut besucht war auch die „Vatertags-

sprechstunde“. Diese wurde an einem Samstag anberaumt, um den Vätern entgegenzukommen, die während der Woche auswärts arbeiten. Die Lehrpersonen stellten sehr oft ihre Freizeit zur Verfügung, und sie organisierten vieles, was nicht ihre Aufgabe wäre. An einem Samstag veranstalteten sie beispielsweise auch ein „Preiskarten“ mit den Kindern. Die sozialen Kontakte wurden nicht nur im Dorf gepflegt, sondern auch mit Schulen in Mals (gemeinsame Wahlfächer), in Matsch (Maiausflug) und in Burgeis (dreitägiger Schulbesuch). Kurzum, man ist bemüht, die Schule zu erhalten. Denn ohne Schule wäre Planeil um vieles ärmer. (mds) Foto: „Wind“-Archiv

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unten: Die Schülerinnen und Schüler bedanken sich für die „Küchenzeile“, die ihnen die Eltern als Schuleinrichtung geschenkt haben.

Warten auf das WM-Finale – bei einem kühlen Weizen…

Foto: „Wind“-Archiv

Foto: „Wind“-Archiv

links: Den Planeiler Grundschulkindern werden beim Grillfest mit Eltern und Geschwistern im Schludernser Park die Zeugnisse überreicht.

laggen, Sehenswürdigkeiten und Städteraten – um diese Themen geht es bei der GeoChallenge, die jährlich von der Südtiroler Volksbank für Südtiroler Oberschüler organisiert wird. In Schlanders erwiesen sich Klaus Eberhöfer, Katharina Gamper und Lukas Stecher, die für die Klasse 1A des Realgymnasiums gegen andere Bienniumsklassen des Oberschulzentrums antraten, als die geografisch versiertesten Schüler. In einem spannenden Finale holten sie für ihre Klasse das Preisgeld von €300. Die Siegerklasse wurde zudem in die Filiale der Volksbank Schlanders eingeladen, wo sie von Vreni Hutter, dem Vize-Fi-

lialleiter Urban Christandl und Deborah Lechner in die spannende Welt der Geldgeschäfte eingeführt wurden. Die Schüler/ innen erfuhren viel über den Arbeitstag eines Schalter- und Bankbeamten und konnten auch einen Blick in das Innere eines Geldautomaten werfen. Zudem erhielten sie ausführliche Antworten auf ihre Fragen zu Falschgeld, Sicherheitsmaßnahmen, Krediten, Bürgschaften und Arbeitsmöglichkeiten. (mt)

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Mals - Pardellesweg 26 Tel. 0473 83 12 43

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28 /JUGEND/

Vinschgerwind 13-18

28.06.18

Jugendtreff Tschengls Jugendtreff „fResch“ Reschen Ö So. 1.7.18 ab 19.00 Uhr Fahrt zum Freilichtkino nach Schlanders Ö Di. 3.7.18 ab 17.00 Uhr Ferienöffnungszeit Jugendtreff „Juze“ St.Valentin Ö So. 1.7.18 ab 19.00 Uhr Fahrt zum Freilichtkino nach Schlanders Ö Do. 5.7.18 ab 17.00 Uhr Sommeröffnungszeit Jugendtreff „Chillhouse“ Stilfs Ö Sommeröffnungszeiten Mi. & Do. & Fr. 17.00 – 21.00 Uhr Jugendhaus „Phönix“ Schluderns Ö Fr. 6.7.18 geschlossen Sommeröffnungszeiten Ö Mi. 18.00 bis 21.00 Uhr Fr. 19.00 – 22.00 Uhr Jugendtreff „Citytreff“ Glurns Ö Di. 3.7.18 ab 16.00 Uhr Kochen: Rucola Pesto aus dem Garten Ö Di. 10.7.18 ab 16.00 Uhr Gartenprojekt: Tisch bauen JuMa Jugendzentrum Mals Ö So. 1.7.18 bis Sa. 7.7.18 Bibione Meerfahrt Ü11 Ö 11.7.18 bis 13.7.18 Jump&run Camp Watles Jugendtreff „JU!P“ Explosiv Ö Mo. 2.7.18 bis Sa. 7.7.18 Meerfahrt Bibione Jugendtreff Tschengls Ö Fr. 6.7.18 19.00 – 22.00 Uhr Langer Filmabend Jugendtreff Tarsch Ö Mi. 4.7.18 ab 15.00 Uhr Gelati Nummitog JuZe „Freiraum“ Schlanders Ö Fr. 6.7.18 ab 18.00 Uhr Kochabend „EU trifft Vinschgau“ Jugendtreff „All In“ Kastelbell Tschars Ö Do. 28.6.18 ab 14.00Uhr Schwimmen in Schlums Ö Fr. 29.6.18 ab 15.00 Uhr Grillen im Jugendhaus Tschars JuZe Naturns Ö Sa. 30.6.18 bis 20.00 Uhr Anmeldeschluss Actionwoche Ö So. 1.7. 18 16.00 – 20.00 Uhr JuZe-Sunntig Ö Ende August Wie schaut es mitanonder im Dorf aus? Workshop mit Thomas Hanifle. Du bist zwischen 12 und 16? Arbeitest gern multimedial? Dann zeige uns deine Sichtweise! Anmeldung innerhalb Fr. 13. Juli bei Evelyn

Ausschuss gegründet Der Jugendtreff Tschengls freut sich über den neuen Aus-

schuss der mit Ende Mai gegründet wurde. Er stellt sich aus insgesamt 5 Jugendlichen zusammen, davon zwei Mädchen und alle im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. Die Jugendlichen werden sich künftig, als Ausschussmitglieder für die Interessen und Belange des Jugendtreffs einsetzten und gemeinsam mit der Jugendarbeiterin vor Ort Aktionen planen, Programmpunkte umsetzten und versuchen den Jugendlichen einen angenehmen und wertvollen Freiraum zu schaffen in dem sie sich wohlfühlen und ihre Freizeit verbringen können. Wir freuen uns auf eine tolle Zusammenarbeit und viele spannende Erlebnisse rund um den Treff und bedanken uns für die Mitarbeit. INFO: Öffnungszeiten (von Seiten der Jugendarbeiterin Myriam Sanzio Egger) Freitag: 19.00 – 20.30 Uhr Samstag: 19.00 – 20.30 Uhr Kontakt: 328 5588131 (Myriam Sanzio Egger) mittelvinschgau@jugendtreff.bz

Rockabilly im Freiraum Übernachtung im JuZe Nachdem sich die Jugendlichen auf das Motto Rockabilly geeinigt hatten trafen sie sich am Freitag den 18. Mai um 16.00 Uhr um das JuZe zu dekorieren und die Musikanlage aufzustellen. Fleißige Hände hatten schon für die Zubereitung köstlicher Muffins und Cake Pops gesorgt, welche mit einem der farbenfrohen Cocktails genossen werden konnten. Ab 19.30 Uhr wurde dann gemeinsam getanzt und gefeiert.

Auf Wunsch einiger Jugendlicher durften sie am 25. Mai im Jugendzentrum Schlanders übernachten. Mädels und Jungs trafen sich um 17.30 gemeinsam mit den Jugendarbeitern zur Planung und starteten gemeinsam zum Einkaufen und Kochen. Auf an über Lagerfeuer gegrillten Marshmallows folgte ein Verdauungsspaziergang über die nächtliche Sonnenpromenade. Die restliche Nacht verging mit Tischtennis- und Billiardspielen, Filmschauen, einer Spaghettata und spärlichen Schlafpausen.

Jugendtreff „All in“ Kastelbell-Tschars

Voll im Knetfieber

Mal ganz was neues haben die Jugendlichen des Jugendtreffs „All In“ Kastelbell-Tschars vor kurzem Ausprobiert: Knete selbst herstellen! Mit Mehl, Salz, Lebensmittelfarbe und Wasser ausgestatten konnte es dann losgehen. Mit den Anweisungen unserer Vizepräsidentin Sarah Winkler wurde alles genau erklärt: Jeder konnte sich die Farbe erkneten, die ihm am meisten gefiel. Es wurde gedrückt und gerissen, geknetet und gerollt und bis zum Schluss konnte sich das Ergebnis sehen lassen. Kunterbunt gemischt präsentierten die Jugendlichen stolz die selbstgemachte Knete. Und schon bald werden wir uns an den SLIME heranmachen – denn der soll noch vor dem Sommer entstehen.

Kosmo Plaus Do. 5.7.18 ab 17.00 Uhr Fußballspielen

Ö

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Übertragung der Fußball WM im Jugendtreff Check In

Fußballbegeisterte aufgepasst: Am 03.07 und am 10.07 lädt der Jugendtreff Check In Goldrain zum Fußballabend. Gemeinsam verfolgen wir das Achtelfinale und Halbfinale der Fußball WM 2018. Beide Abende dauern von 19.00 bis 22.00 Uhr. Sollte ein Spiel verlängert werden, wird auch die Trefföffnungszeit angepasst damit ihr auch ja nichts verpasst. Fanartikel und Fanbekleidung sind erwünscht. Somit steht zwei spanungsgeladenen und actionreichen Fußballpartien nichts mehr im Wege. Wir freuen uns auf euch.


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Schlanders

Buchvorstellung

Komm, spiel mit uns

„i schmeck in langes“

Fotos: Anna Schwienbacher

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m 13. Juni luden der VKE (Verein für Kinderspielplätze und Erholung), das Elki (Eltern-Kind-Zentrum) und Spielideen zum ersten gemeinsamen sommerlichen Spielefest. Trotz des mäßigen Wetters lockte es zahlreiche Kinder und Eltern von 14 bis 17 Uhr in die Matscher Au, um dort gemeinsam mit Freunden und Eltern zu spielen, zu basteln (z.B. den Feuervogel) oder etwa mit Knetmasse Kreatives zu schaffen. Neben Spiel und Spaß wurde ein kleiner Flohmarkt, von Kindern für Kinder, organisiert, wo nicht mehr gebrauchte Spielsachen verkauft wurden. Ein Highlight des Spielefests waren die selbstgebauten Holzspiele, die von Hans-

peter Schöntaler von Spielideen zur Verfügung gestellt wurden. Schöntaler fertigt nun schon seit 18 Jahren Geschicklichkeitsspiele aus Holz an. Was anfangs nur für die Kindergeburtstage seiner drei Töchter gedacht war, verleiht er heute auf Feiern und Festen, wie dem sommerlichen Spielefest. Auf über 50 Holzspiele ist die Spielesammlung mittlerweile angewachsen. Kinder und Eltern genossen jedenfalls den Spielenachmittag in vollen Zügen und nahmen auch das Angebot von Getränken und kleinen Köstlichkeiten gerne in Anspruch. Anna Schwienbacher

ans Haid, der österreichische Volkskundler aus dem Ötztal, ist in Südtirol und vor allem im Vinschgau kein Unbekannter. Haid veröffentlicht seit gut drei Jahrzehnten Mundartgedichte, Hörspiele und Romane. Ein zentrales Thema seiner literarischen Arbeiten ist die Beeinflussung des Alpenraums durch die Auswüchse des Massentourismus. In zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Brenner-Archiv der Universität Innsbruck wird Haids mannigafltiges Wirken mit einer Werksausgabe zu Lyrik, Prosa sowie Essays und Kolumnen gewürdigt. Der erste Band ist nun im Haymon-Verlag erschienen.

Herausgegeben von Ulrike Tanzer „i schmeck in langes“, Ausgewählte Gedichte. Werkausgabe. Band 1; EUR 22,90 - ISBN 978-3-7099-7296-0 280 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Vinschgau/Meran

FOS -Schüler kreieren Praline artbitterschokolade, Marillenmarmelade, Marillenschnaps und Chili. Die neue FOS-Praline sorgt für ein feurig-süßes Geschmackserlebnis. Wie jedes Jahr veranstaltete die Fachoberschule „Marie Curie“ in Meran auch im Schuljahr 2017/18, im Rahmen des BWL Unterrichts das Entrepreneurship. Bei dieser Form des praktischen Unterrichts entwickeln Kleingruppen von Schülern ihre eigenen Produkte und gründen ein fiktives Unternehmen. Heuer arbeitete eine Gruppe an einem Produkt, das am Ende in die Realität umgesetzt wird. Was letztes Jahr ein Lifestyle-Getränk war, ist heuer eine Praline. Scovilla nennt sich das von Schülern gegründete Unternehmen: benannt nach der Skala zur Abschätzung der Schärfe von Früchten der Paprikapflanze; und das nicht ohne Grund. Die Praline der vier Schüler hat es in sich. Die vorausgehende Süße ist nur von Kürze, die Chili ist es, die die Praline ausmacht. Aus diesem Grund überließen die Schüler die Wahl der Chili, die in die

Foto: Anna Schwienbacher

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hauchdünne Schokoladeschicht, zwischen Marillenmarmelade und Marillenschnaps kommt, auch nicht dem Zufall. Zusammen mit einer Klasse der Ernährungsfachrichtung der FOS ging es für einen Vormittag nach Lana zu Rudolf Kerschbaumer: Uni Professor und Chilibauer. Mit seiner Hilfe gelang es die passende Chili zu finden. Schlussendlich fiel die Wahl auf die Sorte Lemon-Drop. Mit ihrer zitronigen Note steht sie in perfekter Harmonie zu der Schokolade. Neben Kerschbaumer und der Parallelklasse war es auch Thomas Tappeiner vom Unternehmen „Venustis“ in Laas, der der Gruppe „Scovilla“ tatkräftig zur Seite stand und sie mit seinem Fachwissen bereicherte und unterstützte. Da die Produktion der Pralinen sehr aufwendig ist, wird es schlussendlich auch Tappeiner sein, der die Praline in sein Sortiment aufnimmt. Anna Schwienbacher


30 /KULTUR/

Vinschgerwind 13-18

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Ein „HU“ für die Fans

Fußball - Kultur von Erwin Bernhart

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m die laufende Fußb a l l we l t m e i s t e r schaft in Russland geht es hier nur ganz am Rande. Das sympathische „HU“ der Isländer nehmen wir allerdings hinein. Es geht um Bodenständigeres, um Lokaleres. Aber es geht um Fußball - um Fußball-Kultur, auch um Archaisches. Ein in Fußballkreisen universelles Thema. Es geht weniger um theoretische Exkursionen, viel mehr um gelebte Vorkommnisse auf den Zuschauertribünen, um Kritiken, um Verhaltensweisen, um Erklärungen, Erwartungen und Wünsche. Der lokale Bezug ist Naturns, dort der SSV Naturns Raiffeisen und dort die Sektion Fußball. Die Naturnser sind „norret“ - Fußball-norret - also Fußball begeistert. Einen tiefen Einblick in die Seele des Naturnser Fußballes (bedingt übertragbar auch auf Fußballsektionen anderer Vereine) hat kürzlich eine Podiumsdiskussion geboten. Die Seele des Naturnser Fußballes hat mehrere Kammern - da sind die Vorstellungen der Vereinsführung, der Sektionsführung, des Trainers, der Spieler, und da sind die Erwartungen der Fans, der Spieler-Väter, der Nörgler, der Besserwisser, da sind Verhaltensweisen auf der Tribüne. Die Kammern der Naturnser Fußballseele drohen auseinanderzudriften. Dieses Driften hat nicht zuletzt jene Strafexpedition Anfang April ausgelöst, bei der die Sektion Fußball in Naturns zu einer Geldstrafe und zu Platzsperren verurteilt worden ist. Grund: der Linienrichter sei beleidigt worden. Naturns sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, dass der Linienrichter mit rassistischen Ausdrücken aus den Reihen der Fans attakiert worden sei. Die verantwortlichen Vereinsfunktionäre haben sich unmittelbar öffentlich distanziert, haben selbst recherchiert und haben

keine rassistischen Beleidigungen ausfindig machen können. Sie sind aber beim Sportgericht mit ihrer entlastenden Beweisführung abgeblitzt. Die Strafen blieben aufrecht - und damit der Vorwurf im Raum. Damit hat das Sportgericht eine große Wunde in Naturns aufgerissen und neben mehreren Aktionen des Vereines auch die Frage aufgeworfen, was im Fußball erlaubt ist, wo die Grenzen sind... „Fußball: Freude, Emotion, Leidenschaft. Wo ist die Grenze?“ - zu dieser Frage wurde zu einer Podiumsdiskussion in das Bürger- und Rathaus geladen. Den Drift zwischen Vereinsführung und Fans wollte man schließen - auch wollte man erkunden, wie man mit den Vorwürfen des Sportgerichtes umgehen könne. Herausgekommen sind dann auch ganz andere Befindlichkeiten - Befindlichkeiten, welche in dieser Form selten den Weg in die Öffentlichkeit finden. Die Podiumsdiskussion selbst war eine Sternstunde der „Fußballkultur“. Moderiert wurde die Diskussion von Zeno Christanell. Im Fußball sei viel erlaubt. Es gehe um Leidenschaft, um Emotionen - bei Spielern, Trainern und bei Fans zweier Fußballmannschaften. Die Grenzen seien tief gesetzt. So beginnt Gabriele Ghirardello, Psychologe und Mentalcoach, sein Impulsreferat. Ein Beispeil: „Arbitro scemo“ komme am Fußballplatz vor. Was würde geschehen, wenn man dies zu einem Dorfpolizisten sagen würde, fragt Ghirardello. Das Wort „Fan“ komme aus dem Englischen und stehe für die verkürzte Version von „fanatic“. Und als Fanatismus bezeichne man den rücksichtslosen Einsatz für eine Idee. Dieser Einsatz könne von einem Einzelnen oder von einer Gruppe kommen. In der Psychologie spreche man von „verschobener Gewalt“ - wenn Grenzen überschritten werden. Ghirardello, der selbst Fußballspieler war, dann auch Trainer und der unter anderem als Spielerpsychologe 6 Jahre lang beim FC Südtirol tätig war, wirft drei Maßnahmen in die Zuhörerschaft: soziale Kontrolle über die Familie, Schule und über den Verein sei eines, ein Zweites finde mit dieser Podiumsdiskussion statt und ein drittens: Phantasie sei gefragt. Für die Phantasie bringt Ghirardello ein Beispiel: Die brasilianische Mannschaft Recife, berüchtigt durch die Ausschreitungen ihrer Fans, hat eine Agentur damit beauftragt, Randale und Verbalinjurien einzugrenzen. Die Agentur habe Mammis kurz ausgebildet und auf die Tribüne gestellt. „Das ist gelungen“, sagt Ghirardello. Im Magazin für Fußballkultur lesen sich Ghirardellos Ausführungen so: „Beim Risikospiel zwischen Sport Club de Recife und Nautico Capibaribe setzte der Verein auf Weisung besagter Agentur Mütter als Ordner

ein. Und zwar nicht i rge n dwe l ch e Mütter, sondern zuvor eigens ausgesuchte Erzeugerinnen von stadtbekannten Krawallmachern, die dafür extra eine SecurityBlitzausbildung erhielten. (...) Und tatsächlich: Der Plan funktionierte! Erstmals seit sehr vielen Jahren gab es bei diesem Duell keine Verletzten, keine Festnahmen, ja nicht mal hier und da verteilte Ohrfeigen.“

Einige Statements am Podium: Luis Pföstl, der mittlerweile zurückgetretene Fußball-Sektionsleiter im SSV Naturns, sagt, dass es nicht in die richtige Richtung gehe. Unterstützung für die Mannschaft sei gefragt, aber mit positiven Emotionen. Die Diskussion darüber, wie man die Emotionen in positive Energie umwandeln könne, sei wichtig. Günther Pföstl, seit 22 Jahren technischer Leiter im SSV, sagt: „Die Strafen haben uns hart getroffen, auch imagemäßig. Wir stehen unter Beobachtung.“ Man überlege, Kameras auf den Tribünen aufzustellen, als Funktionäre wolle man wachsamer sein und es gehe um eine Sensibiliserung aller und auch um Zivilcourage, also um das Einschreiten aller, wenn die Situation auch verbal eskalieren sollte. Fußball habe in Naturns einen hohen Stellenwert, sagt BM Andreas Heidegger. Ihm gefalle, dass sich der Fußball und auch die Fangemeinde entwickelt hätten. Erst die Emotionen machen den Fußball interessant. Dabei können schon mal Aggressionen abgebaut werden. Aber es müsse alles getan werden, um Rassismus zu vermeiden. Die Gemeindereferentin Astrid Pichler ist „absoluter Fußballfan“. „Ich war im April wegen der Strafen schockiert“, sagt sie. Denn oft sei es auf der Tribüne wie auf einem Friedhof, trotz mehr als 300 Fans. Fair play b e i n h a lte d a s


gesamte Fu ß b a l lge schehen, nicht nur der Umgang der Spieler auf dem Rasen, sondern auch der Umgang der Fans untereinander und den Schiedsrichtern, Spielern und Trainern gegenüber und auch den Funktionären gegenüber. Das Thema Fußball-Kultur gehe über die Gemeindegrenzen von Naturns hinaus und betreffe auch die Verbände. „Wo sind die Verbände“, fragt Pichler. Dietmar Hofer ist Präsident des SSV Naturns und leidenschaftlich. „Die Stangata im April hat weh getan. Ich war am Boden zerstört“, sagt Hofer. Er werde alles in seiner Macht stehende tun, um so etwas künftig zu verhindern. „Es geht nicht, dass durch den Kakao gezogen wird, was man jahrelang aufgebaut hat.“ Videokamera, ein Ziehharmonikazelt beim Spielereingang seien Überlegungen im SSV und Hofer richtet einen feurigen Appell an die Zivilcourage. In den ersten Statements ist zu spüren, dass Emotionen auch abseits des Fußballplatzes im Spiel sind. Balsam auf die geschundene Vereinsseele kommt von auswärts. Andreas Canal, der langjährige sportliche Direktor von Bozen FC, weist darauf hin, dass Naturns mit der Situation nicht allein sei. Der SSV sei ein sehr bodenständiger und angesehener Verein, der mit Rassismus sicher nichts zu tun habe. In Naturns werde Fußball gelebt, wie er in Tramin oder in St. Pauls gelebt werde. Ein junger Mann sagt, dass es in Südtirol keine Eigeninitiative gebe. Wegschauen sei üblich, es gebe keine Zivilcourage. Norbert Kaserer, der Kassier des SSV Naturns, sagt, dass er am Platz Fan sei. Leidenschaft schaffe auch Leiden, vor allem dann, wenn es nicht gut laufe. Da gehen einem schon mal die Gäule durch, wenn der Schiedsrichter falsch pfeife. „Ich sehe nicht

ein, dass wir uns da ans Kreuz nageln lassen müssen“, sagt Kaserer. Denn er habe nicht das Gefühl, dass Naturns schlimmer sei, als andere Fans. „Gegen die Fans aus Obermais sind wir Hascherlen“, sagt Kaserer. Es werde vom Verband mit zweierlei Maß gemessen. Luis Pföstl wies darauf hin, dass der SSV noch nie so erfolgreich gewesen sei. Seit 8 Jahren in der Oberliga, die Jugendarbeit sei erfolgreich, auch ökonomisch sei man das. Die Frage sei, wie man den Hebel bei der Fankultur umlegen könne. Es gehe auch um Kritiken an Spieler und Funktionären. Auf die Frage, wo denn die Grenze sei, konnte Ghirardello nur auf die Haltung und auf die Kultur im Verein hinweisen. Lukas Spechtenhauser, als Sponsor und Spieler-Vater am Podium, gab seine Freude über die Anzahl der Zuschauer bei den Heimspielen zum Ausdruck. Man stecke sich auf der Tribüne gegenseitig an. Im Übrigen gebe es Verbalattacken auch bei den Jugendspielen. Ein an Klarheit kaum zu überbietendes Statement gab Trainer Gustl Grünfelder ab. Dass es in Naturns viele Fachleute gebe, halte er aus, aber: „Es stinkt mir brutal, wenn auf die jungen Burschen hineingeschrien wird. Ich wünsche mir, dass die Buben positiv motiviert werden.“ Naturns habe mit Abstand die jüngste Mannschaft. Ghirardello sekundierte. Es benötige sehr viel Kraft, die Jungen, die sich ja in einer Entwicklungsphase befänden, wieder zu regenerieren. Und der Spieler Gregor Hofer dazu: „Spieler, die beleidigt werden, sieht man das an.“ Im letzten Spiel heuer habe man die Eier herausgetan und den Klassenerhalt geschafft. Klatschen, so Hofer, würden uns Spielern auf dem Spielfeld mehr Input geben. Andreas Canal gab Grünfelder unter anderem damit Recht, dass die Leute nicht wüssten, was die Spieler unter der Woche leisten. Die Problematik komme allerdings von weiter her. Denn es sei eine Katastrophe auch bei den Jugendspielen zu beobachten. Lukas Kuppelwieser war für die Fans am Podium. Er sagt, dass auch die Fans vor dem Spiel nervös seien und man habe als Fan halt einen andere Sichtweise als die Spieler. „Wir müssen als Sportfamilie in guten und in schlechten Zeiten zusammenhalten.“ Respekt von den Kritikern forderte Günther Pföstl, denn es gebe Phasen, in denen die Kritik penetrant sei. Entscheidende Fragen warf Andreas Kofler, langjähriger Spieler beim SSV und derzeit Jugendtrainer, auf. Welche Erwartungen haben wir, was wollen wir. Wollen wir Spieler einkaufen?

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Wir haben eine große Freude über den Klassenerhalt. Lasst’s doch den Linienrichter in Ruhe. „Ich bin als 15-Jähriger oft weinend vom Spielfeld gegangen“, sagt Andreas und mahnte zu mehr Ruhe und Gelassenheit. Die Zwänge, in denen sich ein sportlicher Leiter und die Sektion bewegen, beschreibt Günther Pföstl so: „Die Naturnser erwarten sich eine erfolgreiche, eine attraktiv spielende Mannschaft, mit jungen Einheimischen und auch, dass Spieler von gewissen Vätern eingesetzt werden. Wir müssen dann schauen, das alles unter einem Hut zu bringen.“ Der Philosophie bleibe man treu: Das Arbeiten an der Spielgemeinschaft, das Früchte trägt. Den Klassenerhalt zu schaffen sei Ziel. Bevor der Sektionsleiter Luis Pföstl verabschiedet wird, weist SSV-Präsident Dietmar Hofer auf 1000 Dinge, die im SSV Naturns gut laufen hin, auf die 11 Sektionen, auf die mehr als 1000 Mitglieder: „Es wird gut gearbeitet und mein Herz schlägt weiterhin Gelb-Blau.“ Während in Russland die WM läuft, bereiten sich die Dorfvereine auf die kommende Meisterschaft vor. Der SSV Naturns hat die Vorbereitung, neben dem Trainerwechsel von Grünfelder zu Harald Kiem, mit einer öffentlich ausgetragenen Debatte über Fußball-Kultur, über Wege, wie man miteinander auf dem Fußballplatz und am Spielfeldrand umgeht, eröffnet und dabei tief in eine verwundete und auch verunsicherte Fußballseele blicken lassen. Das hat allen gut getan. Ein Anfang. Den Fußballfans und den Funktionäre in Naurns ist für die kommende Saison ein befreiendes, ein gebündeltes, ein gewaltabweisendes, ein verbaler Blitzableiter - ein isländisches „HU“ zu wünschen.

Foto: Erwin Bernhart

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Mals/Tartsch/Schlanders/Tarsch

Tage der Architektur ie Architekturstiftung Südtirol organisierte in Zusammenarbeit mit IDM Südtirol vom 25. bis 27. Mai in ganz Südtirol neun geführte Rundgänge, um insgesamt 50 Bauwerke zu besichtigt. Am 26. Mai führten die Architektinnen Julia Pircher aus Schlanders und Sylvia Dell`Agnolo aus Tarsch rund 40 Personen zu ganz unterschiedlichen Gebäuden und Plätzen in Tartsch bei Mals, Schlanders und Tarsch oberhalb von Latsch. Es war eine architektonische Reise durch die Kulturlandschaft des Vinschgaus, die um 9 Uhr am Bahnhof in Mals begann und nach 18 Uhr beim Gasthof zum Riesen in Tarsch endete. Die erste Station war der Bunker 23 von Benny von Spinn oberhalb von Tartsch. Unter dem Faschismus als Teil des Alpenwalls konzipiert, soll es ein kultureller Treffpunkt mit besonderen Räumen und einer 350 Quadratmeter großen Friedensterrasse werden. Die Jausenstation „Margronda“ beim ehemaligen Pflanzgarten hat Arch. Jürgen Wallnöfer als Einkehrmöglichkeit am Sonnensteig zwischen Marienberg und der Churburg geplant. Das Gebäude in Massivholzbauweise lädt ein, um biologische Produkte zu ver-

kosten und den wunderbaren Ausblick zur Ortlergruppe zu genießen. In Schlanders wurde das Kasernenareal besichtigt. Hannes Götsch, der Koordinator von BASIS Vinschgau, berichtete über die Umbaupläne und die verschiedenen Vorhaben. Arch. Walter Dietl führte die Gruppe durch das unterirdische Musikprobelokal am Plawennpark und erläuterte die Umbauarbeiten am Musikpavillion. In der Fußgängerzone Schlanders zeigte Arch. Stefan Marx den neu gewonnenen Wohnraum im Dachgeschoss eines Privathauses. In Schlanders wurde Bei der architektonischen Reise durch die Kulturlandanschließend der Kulturhaus- schaft des Vinschgaus führten die beiden Architektinnen platz und seine Funktion für Julia Pircher und Sylivia Dell`Agnolo die Gruppe zu verschiedene Initiativen wie ein verschiedenen Gebäuden und Plätzen in Tartsch, SchlanFreilichtkino im Sommer be- ders und Tarsch. sprochen. Die von Julia Pircher und zeigte das von ihr mustergültig umgeentworfene mobile Platzmöblierung aus baute Elternhaus, den Gasthof zum Riesen Schaltafeln konnten ausprobiert werden. mit den neuen Ferienwohnungen im eheZum Abschluss führte Sylvia Dell´Agnolo maligen Stadel. (hzg) die Gruppe durch die Gassen von Tarsch Foto: Heinrich Zoderer

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Schlanders

Kapuziner verlassen Schlanders I

stein vom Kapuzinerkloster gelegt wurde. Demnach haben die Mönche 374 Jahre lang in Schlanders gewirkt. Nach dem Empfang durch die Bürgerkapelle Schlanders gestaltete der Bischof mit zahlreichen Priestern und Kapuzinern aus allen sechs Südtiroler Klöstern eine heilige Messe. Anwesend war auch Bruder Erich Geir, Ordensoberer der Kapuziner Österreichs und Südtirols und einige Vertreter der Missionare des Heiligen Franz von Sales, welche das Kloster übernehmen und die Seelsorge in Schlanders

Foto: Heinrich Zoderer

n den letzten Jahren lebten nur mehr zwei Personen im Kapuzinerkloster in Schlanders: Br. Albert Piok und Br. Maximilian Frank. Am 27. Mai gab es auch für die beiden den großen Abschied. Damit verlassen nach Mals nun auch in Schlanders die letzten Kapuziner den Vinschgau. Bei der Abschiedsfeier dankten nicht nur der Bischof Ivo Mussner, sondern auch der Schlanderser Dekan Josef Mair und der BM Dieter Pinggera den Kapuzinern und erinnerten daran, dass im Jahr 1644 der Grund-

Nicht nur die Kapuziner aus dem ganzen Land, auch Bischof Ivo Muser kam nach Schlanders, um mit der Bevölkerung den Kapuzinern zu danken und sie zu verabschieden. Herzlich willkommen geheißen wurden auch die Missionare des Heiligen Franz von Sales, die neuen Bewohner des Klosters in Schlanders.

weiterführen werden. Die Ordensgemeinschaft der Missionare des Heiligen Franz von Sales zählt zu den Ordensgemeinschaften der salesianischen Familie und wurde 1838 im französischen Annecy von PierreMarie Mermier (1790–1862) gegründet. Die Gemeinschaft zählt weltweit ca. 1200 Mitglieder und arbeitet hauptsächlich in Indien, afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern. Das Hauptanliegen des Ordens ist die Erneuerung des Glaubens. Neben Seelsorge und Mission verfolgt die Gemeinschaft auch ein starkes pädagogisches Anliegen. Schlanders ist die erste Niederlassung in Südtirol. Pater Abraham Vettuvelil aus Indien, der Generalminister der Missionare des Heiligen Franz von Sales, reiste aus Rom zur Feier an. In seiner Begrüßung sprach er Englisch, das Pater Mathew Kozhuppakalam übersetzte. Mathew Kozhuppakalam, der ebenfalls aus Indien stammt, hat in Eichstätt Theologie studiert und in München promoviert. Er und ein weiterer Missionar werden im Kloster in Schlanders leben. Bruder Maximilian Frank wird künftig im Seniorenheim Schlanders wohnen, Bruder Albert Piok wird ins Kapuzinerkloster nach Meran übersiedeln. (hzg)


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WIRTSCHAFT SPEZIAL LAAS von Angelika Ploner

Nicht jeder Wirtschaftsstandort hat Marmor vorzuweisen, das macht Laas natürlich zu etwas Besonderem. Der weltbekannte Laaser Marmor ist schlicht eine Institution im Marmordorf und fast überall präsent. Das Wirtschaftsleben in Laas prägen natürlich auch andere Betriebe: weltweit agierende Unternehmen wie die HOPPE, kleine und mittlere Betriebe, die zusammen ein interessantes Wirtschaftsbild zeichnen, ein

vielfältiges, buntes und einzigartiges. Da gibt es den Sauerkrauthersteller Lechner, der einzige in Südtirol oder die Tüftler-Familie Ladurner, die im Bereich der mechanischen Unkrautvernichtung Pionier ist. Da gibt es fleißige und ehrgeizige Landwirte und Kaufleute, die mit Kreativität auf sich aufmerksam machen.

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FAM. H. LECHNER

Der Sauerkrauthersteller Lechner Das Vinschger Bauern-Sauerkraut heißt auch Lechner Kraut. Warum? Weil die Familie Lechner der größte und einzige Sauerkrauthersteller in Südtirol ist. Das gesamte Weißkraut, also der Kobis wird mit Helfern selbst angebaut. Zwischen Laas und Prad sind die Böden besonders kalkhaltig und deshalb ideal zum Anbau von Kobis. Für den unverwechselbaren Geschmack zeichnet aber auch das Klima: viel Sonnenschein und kühle Nachttemperaturen. Und: Die Art und Weise, wie die Kobisköpfe zu Sauerkraut verarbeitet werden. Die Kobisköpfe werden noch auf dem Feld sauber geputzt und bereits am Tag danach eingeschnitten und nach alter überlieferter Familienrezeptur zu Sauerkraut verarbeitet. Nur soviel sei verraten: Das Verfahren unterstützt die Natur in ihrem Gärungsprozess. Etwas Salz und die spezielle Lagerung in den Silos machen dann den mild-würzigen Geschmack aus. Die Produktfamilie wächst: Das Sauerkraut gibt es natur, gewürzt, gekocht, mit Speck und in weiteren Variationen, dazu gesellen sich Rübenkraut, Blaukraut, Gewürzgurken, das Bio-Sauerkraut, Rote Beete und feines eingelegtes Gemüse. TIPP: Besuchen Sie den Hofladen im neuen Betriebssitz oberhalb der Industriezone Laas - auch eine architektonische Augenweide.

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ALPE LAAS

Eine wichtige Säule für die wirtschaftliche Entwicklung in Laas Der Obstbau hat im Gemeindegebiet von Laas eine wichtige Tradition; neben Gemüsebau wird seit den 1980er Jahren auch Obstbau betrieben. Das Gebiet zwischen Laas und Mals ist mittlerweile ein wichtiges und in der Obstbranche bekanntes Obstbaugebiet geworden. Die ALPE ist eine der 6 Obstgenossenschaften der VI.P, des Verbandes der Vinschgauer Obst- und Gemüseproduzenten. Die hervorragende Apfelqualität im Vinschgau kommt nicht von ungefähr. Sie ist Ergebnis jahrzehntelanger Bemühungen. Bereits in den 50er Jahren erkannten die Vinschgauer Bauern den Naturreichtum des Tales und beschlossen, ihn sensibel und naturgemäß zu nutzen. Ihre Hingabe im Anbau und in der Ernte haben sie sich bis heute erhalten. Nun unterstützen modernste Technologien in der Lagerung und Verarbeitung auf sanfte Weise die naturnahen Anbau-und Ernteprozesse. Der genossenschaftliche Zusammenschluss mit seinen strengen internen Richtlinien garantiert, dass das Qualitätsniveau auch weiterhin so hoch bleibt, wie unsere Naturregion es vorgibt. In den vergangenen Jahren ist die ALPE stetig gewachsen, bis 2014 wurden auch die Obst- und Gemüsemengen der Partnergenossenschaft OVEG verarbeitet. Im Genossenschaftssitz in der Industriezone Laas werden über 10 Monate die von den Mitgliedern produzierten Äpfel verarbeitet, die Produktionsmenge Äpfel liegt bei ca. 36.000 Tonnen und ist weiter im Steigen begriffen.

Verkauf & Service

KEINE ABFÄLLE

Seit 2016 ist die ALPE auch das Verarbeitungszentrum für die Kirschenproduktion des gesamten Vinschgau; mit der Investition in eine Sortiermaschine und angeschlossenen Verpackungslinien wurde die Voraussetzung geschaffen, besser und gezielter auf die Wünsche und Anforderungen der Kunden einzugehen; mit dieser vollautomatischen Anlage können die Kirschen nach Qualität, Farbe, Kaliber und innere Qualität sortiert werden. Mit der Sortiermaschine ist durch die Möglichkeit der stärkeren Differenzierung der Qualitätsgrößen eine Steigerung der Wertschöpfung geschaffen worden, da das Preisniveau bei Kirschen sehr sensibel ist und sich bereits in 2mm-Schritten ändert. Die Gesamtproduktion an Kirschen im Vinschgau beträgt ca. 450 Tonnen.

COMBOPACK 18V

Ein weiterer wichtiger Bereich ist der Anbau von Blumenkohl; die Mitglieder der ALPE produzieren ca. 1.600 Tonnen, die Gesamtproduktion im Vinschgau beträgt ca. 3.600 Tonnen; der Geschäftsführer der ALPE ist auch der zuständige verantwortliche Geschäftsfeldleiter der VI.P. In den Sommermonaten ist der Vinschgau einer der wichtigsten Blumenkohlanbieter in Italien; über ein sehr engmaschiges Verkaufsnetz werden alle wichtigen Städte in Italien, von Turin bis nach Triest und von Verona bis nach Rom, täglich mit frischem Blumenkohl aus dem Vinschgau beliefert.

Die Genossenschaft bietet und

180 Mitgliedern

80 Mitarbeitern eine wirtschaftliche Basis, d.h. 260 Familien

haben durch die Genossenschaft ein sicheres Einkommen. Die Wertschöpfung der Genossenschaft ist indirekt auch ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung des Gebietes, denn diese fließt zum Großteil wiederum in Investitionen und kommt somit dem lokalen und regionalen Handwerk und Handel zu Gute. In den vergangenen Jahren wurde laufend Investitionen realisiert, um die Genossenschaft an die Anforderungen des Marktes anzupassen und dadurch den Mitgliedern eine sichere Zukunft zu garantieren.

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LADURNER KARL OHG

RENNER BAU

Innovation und Pioniergeist

geballte Baukompetenz

In nicht weniger als acht Ausführungen gibt es den Kümler Ladurner ein Hackgerät zur umweltfreundlichen Unkrautbekämpfung. Genau in diesem Bereich, nämlich der mechanischen Unkrautbekämpfung hat sich die Firma „Ladurner Karl OHG“ in Laas einen Namen gemacht. Moderne Geräte gegen das Unkraut entwickelt man im Familienbetrieb. Dazu zählt auch das Mähwerk Ladurner, eine Fadenbürste zur Beikraut-Enternung im ZwischenstockBereich, die hauptsächlich für Bio-Bauern hergestellt wird, mittlerweile aber auch von konventionell arbeitenden Bauern im Vinschgau immer mehr eingesetzt wird. Bei der „Ladurner Karl OHG“ sind Menschen am Werk, die tüfteln, testen und solange nachbessern, bis das Gerät passt. Alle Familienmitglieder sind mit Innovationsgeist am Werk, testen, fertigen und produzieren im Betrieb, der 1959 von Johann Ladurner als Schlosserei und Schmiede gegründet wurde. Deshalb hat die „Ladurner Karl OHG“ heute drei Standbeine: die Schlosserei und den Maschinenbau in der Industriezone und eine Eisenwaren-Handlung, in der Kunden - von der kleinen Schraube bis zu den verschiedensten Heimwerkerprodukten - alles finden.

Was vor über 20 Jahren als kleiner Maurerbetrieb begann, ist heute ein solides Bauunternehmen. Schritt für Schritt ist der Betrieb gewachsen und hat sich jene Baukompetenz angeeignet, die viele Kunden zu schätzen wissen. Seit 1992 ist die Baufirma in der Industriezone Laas zu finden. Mit sieben Mitarbeitern baut, renoviert, erweitert und saniert man sämtliche Bauten. Mit Renner-Bau bauen heißt: Auf eine 20jährige Erfahrung vertrauen und sich auf traditionelles, solides Handwerk verlassen zu können. Qualitätsbewusstsein und Verlässlichkeit sind das Markenzeichen, ob das nun Aushub- oder Maurerarbeiten oder Isolierungsund Verputzarbeiten sind. Um flexibel zu sein und auch kleine Kranarbeiten übernehmen zu können, verfügt das Unternehmen noch zusätzlich über einen Autokran.

39023 LAAS 0473 628104 www.ladurner.biz info@ladurner.biz

Front- Heck- und Zwischenachsanbau an jedem Schlepper möglich.


28.06.18

Vinschgerwind 13-18

WALLNÖFER GÜNTHER & RUDOLF OHG

/SPEZIAL-LAAS/ 37 METZGEREI MUTHER

Augenmerk Kundendienst

Qualität, die schmeckt

Vor 38 Jahren gründeten die Brüder Günther und Rudolf Wallnöfer ihren Elektrofachbetrieb. Viel Einsatz, treue Kunden und langjährige, loyale Mitarbeiter sind die Säulen des Meisterbetriebes. Mit 31 motivierten Mitarbeitern, darunter auch 1 Tochter und 3 Söhne, bauen Günther und Rudolf heute Elektroinstallationen für Private und Industrie, Heizungs- und Lüftungsregelungen, Hausleitsysteme, programmieren kundenorientierte Automatisierungsanlagen und Steuerungen für Fernheizwerke und Ansteuerungen für Wasserbecken oder Beregnungsanlagen. Mit geprüften Heizkesselwärtern bietet die Firma südtirolweit den Dienst des Heizkesselwartes an. Besonderes Augenmerk wird auf den Kundendienst und die fachgerechte Wartung der Anlagen gelegt. Ebenso wichtig ist die laufende Fortund Weiterbildung im und außerhalb des Betriebes. Seit vielen Jahren ist die Firma Wallnöfer Günther und Rudolf OHG im Nationalen Album der SOA eingetragen und nun auch im internationalen Register der E -Markenbetriebe. Wachsam und offen für Neues ist man bei Wallnöfer Günther und Rudolf OHG und bestrebt den Kunden auch in Zukunft Zuverlässigkeit und Qualität zu garantieren.

Qualität, die schmeckt: Dafür ist die Metzgerei Muther bekannt. Aus gutem Grund. Denn die Metzgerei Muther ist einer der wenigen Betriebe, die einen eigenen EUzertifizierten Schlachthof haben. Das heißt, das Fleisch stammt zum großen Teil aus der Umgebung und hat nur kurze Transportwege zurückzulegen. Zum anderen kann die Qualität vom Rohprodukt bis zum fertigen Produkt hinter der Theke garantiert werden. Hier reihen sich auch die Wurstspezialitäten ein, die selbst produziert und nach alter, überlieferter Rezeptur hergestellt werden. Als Familienunternehmen fühlt man sich seit 1977 der Tradition einer Dorfmetzgerei verpflichtet. Dazu zählt auch die Philosophie lokale Ressourcen für die Herstellung von Qualitätsprodukten zu nutzen. Im Metzgerei-Handwerk engagiert man sich nun schon in zweiter Generation: Sohn Ralf Muther führt seit Dezember 2015 den ausgezeichneten Ruf, den man sich in über 40 Jahren erarbeitet hat, weiter.


38 /NATIONALPARK/

Vinschgerwind 13-18

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Nationalpark Stilfserjoch

Die Porze (2.598 m) im Talschluss des Dorfertales am Karnischen Kamm in Osttirol

Das Tilliacher Joch als Grenzkamm zwischen dem Lesachtal in Osttirol und dem Cadore im Veneto

Wolfgang Platter am Tag des Hlg. Johannes des Täufers, Kirchenpatron in Laas

I

m heurigen Jahr jährt sich das Ende des Ersten Weltkrieges zum hundertsten Mal. Viele Gedenkveranstaltungen finden statt. Die Schützen von Tschengls und der Nachbarorte gedachten am 8. Juni in einer Gedächtnismesse mit anschließendem Totengedenken am Kriegerdenkmal im Friedhof von Tschengls der Gefallenen. Anschließend hielt Dr. Herbert Raffeiner einen fundierten und gut dokumentierten Vortrag über das Ende des Ersten Weltkrieges und seine fatalen Folgen vor allem auch für die Wohnbevölkerung in seinem Heimatort Tschengls und im ländlichen Vinschgauer Raum. Einige interessante Aussagen und Angaben aus dem Vortrag möchte ich zusammenfassend

zitieren: Krieg verloren, in dessen Folge Vaterland verloren, den Kaiser verloren, einen König gewonnen, der eine andere Sprache spricht und mit dem man nichts anzufangen wusste. Die nächsten Diktaturen in Sicht, in der extremen Not eine neue Währung bekommen und die für den österreichischen Kaiser gezeichneten Kriegsanleihen als wertlos verloren. Das „gemeine“ Volk war diesen Entwicklungen chancenlos ausgesetzt. Von Tschengls mussten 70 Männer und Jungmänner in den Krieg gehen, 20 sind gefallen. Die Kriegstoten im Ersten Weltkrieg waren insgesamt 10 Millionen, im Zweiten Weltkrieg starben 50 Millionen Menschen.

Die Ortler-Front Im Ersten Weltkrieg galt die Front am Stilfserjoch als ruhige Front. Durch die um 1.000

Ein Grenzstein an der Staatsgrenze Österreich Italien am Tilliacher Joch

Meter höheren Berge gab es an der OrtlerFront durch direkte Kriegshandlungen bedeutend weniger Tote als an der Dolomitenfront. Kälte, Lawinen, Krankheit und Auszehrung forderten den größeren Tribut. Der Kommandeur der österreichisch ungarischen Truppen an der Ortler-Front war in der zweiten Kriegshälfte der Generalmajor Moritz Erwin von Lempruch(1871-1946). Er stammte aus niederem österreichischen Adel und war studierter Techniker. Er hat die Telegraphie als schnelle Verbindung zwischen Hinterland und Front installiert und Seilbahnen zur Versorgung der Truppe an der Frontlinie gebaut. Seine reflektierte Entscheidung, gegen das absehbare Ende des Krieges hin die anbefohlenen Angriffe auf die italienischen Täler Rabbi, Valfurva und Veltlin nicht durchzuführen, entsprach

Fotos: Wolfgang Platter

1918-2018 Hundert Jahre Ende des Ersten Weltkrieges


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eigentlich einer Befehlsverweigerung, hat aber Hunderte bis Tausende Soldatenleben gerettet. Das Garnisonskommando war in Prad eingerichtet. Die Nachbardörfer haben unter der Truppeneinquartierung schwer gelitten. In Tschengls, aber auch in Eyrs und in Laas waren mehrere Regimenter mit je 150250 Mann untergebracht. Die Soldaten campierten in den Städeln und haben ob ihrer schlechten Versorgungslage die Dorfbewohner um Lebensmittel erpresst, sonst würden sie die Scheunen anzünden. Nach dem Zusammenbruch sind in Tschengls am 4. November 1918 um viertel vor drei Uhr nachmittags die italienischen Alpini eingezogen und haben die Kontrolle über das Dorf übernommen. Mit Unterbrechungen aus Angst vor der Spanischen Grippe sind die Alpini bis Ende Februar 1919 in Tschengls geblieben. Vor dem Ersten Weltkrieg zählte die österreichisch ungarische Monarchie 70 Millionen Einwohner, nach dem Krieg hatte Deutsch Österreich 7 Millionen Bewohner.

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/NATIONALPARK/ 39

Kalkanzeiger: Silberwurz, Dryas octopetala

Kalkanzeiger: Rhätischer Mohn, Papaver rhaeticum

Rostrote Alpenrose, Rhododendron ferrugineum

Kalkanzeiger: Blaues Mänderle, Paedarota bonarota

Oben und unten: Obertilliach im Osttiroler Lesachtal

Die Diözese Bozen-Brixen hat in Osttirol Waldbesitz: Die Mensal-Fichte im Dorfertal ist ca. 250 Jahre alt, 45 m hoch und hat einen Holzvorrat von 30 Festmetern

Die Dolomiten-Front und der Karnische Friedensweg Von der Ortler-Front wissen wir Vinschger aus Erzählungen und aus der Literatur wahrscheinlich mehr als über die DolomitenFront. Mit einigen Freunden bin ich Mitte Juni d.J. eine Tagesetappe der vormaligen Dolomiten-Front abgegangen. Die Frontlinie ist heute als Karnischer Friedensweg als Mahnmal gegen den Krieg instandgehalten. Ausgehend von Obertilliach im Osttiroler Lesachtal haben wir das Tilliacher Joch im Dorfertal (italienisch Forcella Dignas) auf 2.094 m MH erstiegen. Hier verläuft am Bergkamm die Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien. Südlich des Grenzkammes liegen im Tal des Piave die Ortschaften S. Stefano di Cadore und Bladen (Sappada). Von der italienischen Seite wurden im Ersten Weltkrieg auch Dorf und Kirche von Obertilliach beschossen, aber nicht getroffen, weshalb die Obertilliacher 1916 ein Herz-Jesu-Gelöbnis schworen und bis heute in Form einer Bittprozession einhalten. Den Talschluss des Dorfertales bildet die Porze. Dieser Berg steht historisch auch für den Kampf um die Selbstbestimmung Südtirols: Durch das Dorfertal bei Obertilliach führt die Überlandstromleitung über die Porze-Scharte in das Veneto, von der am 25. Juni 1967 ein Strommasten gesprengt worden ist. Dabei kamen vier Carabinieri um ihr Leben. Die Geschichtsforschung und -schreibung ist uneins, ob die Sprengung ein Terroranschlag der BAS (Befreiungsaktion Südtirol) oder eine Aktion und Falle des italienischen Geheimdienstes war. Als Naturkundler zeige ich in Friedenszeiten, in denen wir gottlob leben, ein paar Bilder vom historischen Schauplatz und von der Pflanzendecke auf dolomitischen Untergrund am Tilliacher Joch zu Füßen der Porze (2.598 m) am Karnischen Kamm.


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Foto: Sarah Mitterer

Reschenseelauf in den Startlöchern Laufsport - Am 14. Juli findet der famose Reschenseelauf statt. OK-Chef des Events ist kein Geringerer als Gerald Burger, der in Sachen Organisation von Großevents alles andere als ein Unbekannter ist. (sam)

Dankesgruß an Georg Wunderer Stelvio Marathon - Thomas Niederegger, der im vergangenen Jahr beim Marathon Platz 5 belegte, trat bei der heurigen Ausgabe am „Just for fun“ Lauf an und erinnerte mit seiner Dankeswidmung auf seiner Startnummer an seinen kürzlich verstorbenen Schwiegervater Georg Wunderer. (sam)

Foto: Sarah Mitterer

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„Magischer“ Marathonlauf

Auf die Plätze, fertig, los! Unten: Toni Steiner und Anna Pircher Von Sarah Mitterer

D

er Marathon gilt für die meisten Läuferinnen und Läufer als Königsklasse in der Leichtathletik. Doch eine Atmosphäre wie jene beim Stilfserjoch Marathon gibt es wohl in dieser Form nirgendwo sonst. Denn die letzten Kilometer auf der Passstraße und das Ziel vor einer einzigartigen Bergkulisse sorgen bei der Ankunft bei jedem Teilnehmer für Gänsehautmomente. Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr ging am 16. Juni die zweite Ausgabe des Stelvio Marathons über die Bühne. Bei strahlendem Sonnenschein fiel kurz nach 8 Uhr im Prader Dorfzentrum der Startschuss. Die 42,195 Kilometer lange Strecke führte die Marathonläufer

über Agums und Lichtenberg nach Glurns, über den Radweg zurück nach Prad und von dort aus ging es dann hinauf auf das Stilfserjoch. Die letzten Kilometer dieser spektakulären Strecke bildeten die berühmten Serpentinen der Stilfserjoch Passstraße, ehe man die auf 2.757 Meter hoch gelegene Ziellinie überquerte. Nach 3:44.34 Stunden überquerte Andreas Reiterer mit Blick auf den König Ortler die Ziellinie und unterbot damit den Streckenrekord vom Vorjahressieger Jochen Uhrig, der in diesem Jahr Platz zwei belegte. Bei den Damen war Edeltraud Thaler einmal mehr eine Klasse für sich. Thaler konnte ihren Titel aus dem Vorjahr souverän verteidigen und sicherte sich mit über 25 Minuten Vorsprung den Sieg auf der

Marathondistanz. Mit der drittplatzierten Tamara Schwienbacher gelang einer Vinschgerin der Sprung aufs Treppchen in der Königsdisziplin. Gerlinde Baldauf schrammte als Vierte knapp am Podest vorbei. Auf der Classic-Strecke, bei der die Teilnehmer sich direkt von Prad auf den Weg auf das Stilfserjoch machten, zeigten die Vinschger Athleten starke Leistungen. Anna Pircher, die im vergangenen Jahr an der Ma-

rathondistanz am Start war und als Vierte knapp am Podium vorbeischrammte, konnte sich bei einem weiteren Top-Event in die Siegerliste eintragen. Hinter der Mortererin sorgte Angelika Schwienbacher vom ASV Martell mit ihrem zweiten Platz für einen Vinschger Doppelsieg. Auch bei den Herren konnte mit Toni Steiner, der den zweiten Platz hinter dem Meraner Stefano Facchini belegte, ein Vinschger einen Podestplatz feiern. Auf der neu eingeführten „Short Distanz“ Strecke, bei der die Starterinnen und Starter sich von Trafoi aus über 45 Kehren hinauf zum Ziel machten, triumphierte der Burgeiser Alex Erhard bei den Herren, bei den Damen gelang Annemarie Schöpf der Sprung auf Platz zwei.

Fotos: Sarah Mitterer

Über 700 Athleten machten sich bei der 2. Auflage des Stilfserjoch Marathons auf dem Weg zum magischen Pass. Und alle wollten nur eines: Die Ziellinie auf dem zweithöchsten Gebirgspass Europas überqueren. Die Tagessiege auf der Marathonstrecke gingen an zwei Südtiroler, auf den beiden kürzeren Distanzen konnten sich mit Anna Pircher und Alex Erhard zwei Vinschger in die Siegerliste eintragen.


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/SPORT/ 41

Schluderns

Sportverein Schluderns feiert 50. Geburtstag

v.l: VSS-Obmann Günther Andergassen gratuliert SVS-Präsident Raimund Lingg; rechts oben: die Geistlichen Alfred Gander und Josef Stampfl; rechts: Ehrengäste darunter LR Martha Stocker und Albert Tanzer. Tanzer war erster Fußball-Sektionsleiter. In der Spielsaison 1970/71 konnten erstmals Meisterschaftsspiele auf dem neu errichteten Fußballplatz ausgetragen werden. In den Anfangsjahren drehte sich neben Fußball vieles um Ski Alpin und vor allem Leicht-

2. Amateurliga

Foto: Sarah Mitterer

Der FC Oberland sicherte sich den Vizemeistertitel

s war eine starke Saison, die das Team des FC Oberland spielte. Am letzten Spieltag sicherte sich die Mannschaft den zweiten Platz in der 2. Amateurliga und qualifizierte sich für die Aufstiegsspiele. Dort musste man gegen Barbian Villanders und Rasen Antholz um das Ticket für die 1. Amateurliga kämpfen. Doch bereits nach dem ersten Match, das die

radona und die Empfänge der Behindertensportler Dorothea Agethle und Roland Ruepp, die WM- und Olympiamedaillen nach Schluderns gebracht hatten. Der ASV Schluderns zählt heute rund 500 Mitglieder und leistet Beachtliches in der Kinder- und Jugendarbeit. (mds)

Radsport

Aus der Traum

E

athletik. Später kamen die Sektionen Sportschützen und verschiedene Hallensportarten dazu. Im Fußball schaffte es die Schludernser A-Mannschaft bis in die Landesliga. Derzeit spielt sie in der II. Amateurliga. Höhepunkte im Verein waren der Besuch von Diego Armando Ma-

Obervinschger auswärts gegen Rasen Antholz mit 1:4 verloren, stand man gehörig unter Druck. Da aber auch das Heimspiel gegen Barbian Villanders knapp mit 0:1 verloren wurde, musste man alle Träume vom Aufstieg begraben. Nichts desto trotz können die Obervinschger mit dem Gewinn des Vizemeistertitels auf eine hervorragende Saison zurückblicken. (sam)

Tappeiner unter den besten Südtirolern

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m 10. Juni fand die 31. Dolomitenradrundfahrt sowie die 5. Auflage des SuperGiroDolomiti statt. Start und Ziel befanden sich in Lienz. Insgesamt waren 1500 Radfahrer am Start, knapp 400 nahmen am SuperGiroDolomiti teil. Dieses Rennen gehört mit 232 Kilometern und 5234 Höhenmetern zu den schwierigsten Radrennen im gesamten Alpenraum. Es galt unter anderem den Gailbergsattel, den Plöckenpass, den Lanzenpass, Nassfeldpass und den Kartitscher Sattel zu bewältigen. Dem Vinschger Andreas Tappeiner gelang dabei ein sehr starkes Rennen. Der Kastelbeller, der nach 2016 zum zweiten Mal am SuperGiroDolimiti teilnahm, zeigte sich sehr zufrieden mit seinem Abschneiden. In der Gesamtwertung belegte er in einer Zeit von 7 Stunden und 43 Minuten den ausgezeichneten 7. Platz, in seiner Wertungsklasse bedeutete dies der 2. Platz. Aus Südtiroler Sicht war er hinter Michael Spögler und Thomas Gschnitzer (beide im Bild mit Tappeiner (rechts)) der drittstärkste Radfahrer des Landes. Der Gesamtsieg ging an den dreifachen Mountainbike-Weltmeister Alban Lakata. (sam) Foto: „Wind“-Archiv

rei Tage lang feierte ASV Schluderns Raiffeisen seinen 50. Geburtstag. Auf dem Programm standen Fußballturniere, Festakt, Ehrungen und geselliges Beisammensein. Den Festgottesdienst zelebrierten die Geistlichen Alfred Gander und Josef Stampfl. Dieser war im Gründungsjahr 1968 Kooperator in Schluderns und gehörte der ersten Fußballmannschaft an. Doch der Reihe nach. Lange Zeit wurde in Schluderns auf dem „Flugplatz“ Fußball gespielt. „Wir wollen einen Sportverein“, diese Forderung von Jugendlichen war im April 1968 auf Anschlagtafeln und an der Tür vom damaligen BM Franz Klotz zu lesen. Und das zeigte Wirkung. Bereits am 28. Juni kam es zur Gründung des Sportvereins. Erster Präsident war der Bäckermeister Matthias Fritz. Ihn unterstützten im Ausschuss Peppi Rungaldier, Gustl Theiner, Peppi Denicolo‘, Karl Wenusch, Hans Rainalter

Fotos: Walter Wergmann

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Mals/Prad

FC Augsburg und AC Parma zu Gast ie Bundesligamannschaft des SC Augsburg kommt heuer zum dritten Mal nach Mals zum Sommertraining. Die Kontakte zu den Funktionären des FC Augsburg, zu Präsident Klaus Hofmann und zum Sportdirektor Stefan Reutter, hat der Malser Sportvereinspräsident Helmut Thurner gepflegt. Der Sportverein Mals sorgt für einen runden Ablauf der Trainingseinheiten, welche zwei Mal täglich, vormittags und nachmittags abgehalten werden. Einige Funktionäre des FC Augsburg haben sich mittlerweile in den Obervinschgau regelrecht verliebt und kommen ab und zu auch privat, um einen Teil des Urlaubs zu verbringen. Der FC Augsburg - Spieler, Trainer und Funktionäre sind teils im Garberhof und teils im Hotel Panorama untergebracht - findet in Mals optima-

Fotos: „Wind“-Archiv

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Die Spieler des FC Augsburg (seit 8 Jahren in der 1. Bundesliga) fühlen sich in der Gemeinde Mals sichtlich wohl le Trainingsbedingungen vor. Der isländische Nationalspieler Alfred Finnbogason, der beim FC Augsburg unter Vertrag ist, bestreitet die WM in Russland. Am 8. Juli wird es ab 17.00 Uhr ein Testspiel des FC Augsburg gegen den österreichischen Zweitligisten Austria Lustenau auf dem Malser Sportplatz geben. Unterstützt wird der Aufenthalt der Bundesliga-

mannschaft von der Ferienregion Obervinschgau und von der Gemeinde Mals. Helmut Thurner ist es auch gelungen, die Serie A Mannschaft des AC Parma nach Prad zu holen. Parma wird vom 7. bis zum 21 Juli 2018 den Sportplatz von Prad zu Trainingszwecken nutzen. Zwei Testspiele werden stattfinden und zwar am 14. Juli gegen eine Auswahl von Prad/

Mals und am 17. Juli gegen eine Auswahl Naturns/Lana. Der Aufenthalt in Prad wird vom Tourismusverein Prad und von der Gemeinde Prad unterstützt. Der Sportverein Mals wird in Sachen Weltmeisterschaft aktiv. Die Halbfinalspiele und das Finale werden in Mals auf einer großen LED-Wall als PublicView organisiert.

Schlanders

Latsch

Stabhochsprung

Tanzshow zum Abschluss

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Z

ie Vorbereitungen für das 17. internationale Stabhochsprungmeeting auf dem Kulturhausplatz in Schlanders laufen auf Hochtouren. Am Freitag, 27. Juli 2018 Uhr werden internationale Stabhochspringer ihr Geschick und Können zeigen und Sprünge in atemberaubende Höhen zaubern. Es wird ein letzter Formtest für die anschließenden Leichtathletikeuropameisterschaften in Berlin sein. Einmalig an diesem Abend wird sein, dass von 21.30 - 23.13 Uhr eine totale Mondfinsternis stattfinden wird; daher auch der diesjährige Namen „lunar eclipse jump“. Eine weitere Neuigkeit wird die 1. Auflage der Südtiroler Stabhochsprung Trophy sein. Vier junge Südtiroler Nachwuchsspringer (2 Frauen und 2 Männer) werden vor dem internationlen Wettkampf, ab 19.15 Uhr, ihre Talente zeigen und persönliche Bestleistungen anpeilen.

um Bersten voll waren die Zuschauerränge in der Turnhalle Latsch: Am 8. Juni fand dort die Abschlussveranstaltung der Sektion Tanzen des ASV Latsch statt. Die zwei Hobbygruppen - zum einen die 5 - 7 Jährigen, zum anderen die 8 - 15 Jährigen und die Wettbewerbsgruppe der Sektion gaben jene Tänze zum Besten, die sie im laufenden Tanzjahr einstudiert hatten. Mit dabei war bei der Tanzshow waren auch die Gruppe „Jugendliche und junge Erwachsene“. Mit dem Synchro dance und dem Choreographic dance wird die Wettbewerbsgruppe nun an den Italienmeisterschaften in Rimini im Juli teilnehmen und dort ihr Können unter Beweis stellen. Den krönenden Abschluss des Abends bildete die Tanzeinlage aller drei Gruppen zum Lied „I sing a Liad für di“ von Andreas Gabalier. Damit verabschiedeten sich die Tänzerinnen unter großem Applaus vom

Publikum. Worte des Dankes gab es von Werner Kiem, dem Präsidenten des ASV Latsch für Lotte Gamper, Tanzlehrerin der drei Gruppen. Die Anzahl der Mitglieder der Sektion Tanzen

in Latsch, so Kiem, sei auf eine stolze Zahl von rund 100 Mitgliedern angewachsen. Lotte Gamper dankte ihrerseits Eltern und natürlich vor allem den Tänzerinnen selbst. (ap)


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Service

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AutomobilmechatronikerIn/-fachmann/-frau Lehrabgänger/innen sind willkommen. Der Stellenantritt erfolgt per sofort oder nach Vereinbarung. Ihre Aufgaben · R eparatur- und Wartungsarbeiten von Kundenfahrzeugen Sie bringen mit · Technische Grundausbildung als Automechaniker / Automobil-Mechatroniker / Automobil-Fachmann ·O  rganisationstalent, Freude am Kundenkontakt · S ie sind interessiert Neues zu lernen und haben Freude an moderner Automobilelektronik · S elbständige, exakte und saubere Arbeitsweise sind für Sie selbstverständlich · S ie sind flexibel, belastbar, pflichtbewusst, engagiert und haben ein gepflegtes Auftreten ·G  ute Deutschkenntnisse, einwandfreier Leumund · F ührerausweis min. Kat. B · B erufserfahrung auf der Marke VW, Skoda von Vorteil

· Magazineur

Wir bieten Ihnen · Abwechslungsreiche und interessante Tätigkeit mit Zusatzaufgaben · Angenehmes, lebhaftes Arbeitsklima in einem motivierten Team · S ehr hohen Qualitätsanspruch · Fortlaufende Weiterbildung · Z eitgemäße Entlöhnung · Verantwortung und Selbständigkeit

· Fahrer

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Für weitere telefonische Auskünfte steht Ihnen Herr Flurin Denoth gerne zur Verfügung. Möchten Sie Ihre berufliche Zukunft gemeinsam mit uns gestalten? Senden Sie uns Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen, inklusive Foto an: Central-Garage Denoth AG Stradun 270 – CH-7550 Scuol – Tel. +41 81 864 11 33 info@garage-denoth.ch – www.garage-denoth.ch

· Lagerhaltung · Durchführung von Bestellungen · Be- und Entladen · Einteilung der Auslieferungen · Verantwortlich für Leihmaterial · Auslieferer mit Führerschein B oder C/CE

Bewerbungsunterlagen an: buchhaltung@schweitzer-getraenke.it oder Tel. 0473 623 228


46 /KLEINANZEIGER/

Vinschgerwind 13-18

28.06.18

Jahrestag/Danksagungen Lieber Christian, du gabst uns so viel Freude, so viel Glück, nun kehrst du zu deinem Schöpfer zurück. Du bleibst für immer in unseren Herzen, bereitet dein Heimgang uns auch so viele Schmerzen.

Christian Bachmann „ Bachi “ * 11. Februar 1993

1. Jahrestag

Willi Traut

* 19.8.1944 † 30.6.2017 Goldrain In Liebe denken wir an dich, ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, 1. Juli 2018 um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche von Goldrain/Tiss.

Wir vermissen dich so sehr,

deine Rosmarie und deine Buabm Urban und Stefan mit Familien.

† 4. Juni 2018

Außerstande jeden einzeln anzusprechen und anzuschreiben, möchten wir uns auf diesem Weg bei allen von ganzem Herzen bedanken: - für die tröstenden Worte, gesprochen oder geschrieben, - für jeden Händedruck, - für alle Zeichen der Liebe und Freundschaft, - für das letzte Geleit und das stille Gebet, - für die schöne musikalische Gestaltung der Messe durch den Kirchenchor Latsch - für alle Blumen, Kränze und die vielen Spenden, - für alles, was uns in diesen schweren Tagen zuteil wurde. Latsch, im Juni 2018

Immer wenn wir von dir erzählen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen. Unsere Herzen halten dich gefangen, so, als wärst du nie gegangen, was bleibt sind Liebe und Erinnerung.

Wir spüren die Traurigkeit und die Trennung, aber wir glauben an eine ewige Freude und Gemeinschaft.

1. Jahrestag

Erhard Hölbling *19.4.1962 † 7.7.2017 St. Valentin auf der Haide

Die Trauerfamilie

In lieber und dankbarer Erinnerung feiern wir am Sonntag, den 8. Juli 2018 um 8.45 Uhr in der Pfarrkirche von St. Valentin die Hl. Messe. Allen die daran teilnehmen ein herzliches Vergelts’Gott. Deine Angehörigen Ein Engel sein nur für einen Tag… …und dich noch einmal wiedersehen… … um dir zu sagen, wie sehr du uns hier unten fehlst… und wir dich niemals vergessen werden.

1. Jahrestag

7. Jahrtag

Stefan Heinisch

Benjamin Heinisch

* 3.1.1989 † 5.7.2017 Laas/Eyrs

* 20.4.1988 † 21.7.2011 Eyrs

Unsere lieben Jungs Wir schauen in die Sterne und sehen euer Gesicht, hören den Wind, der euren Namen spricht. Wir atmen die Luft, sie riecht nach euch. Ihr seid überall nur nicht bei uns. Wie lieben euch und vermissen euch sehr. Wir gedenken eurer und eurer Großeltern am Sonntag, 1. Juli 2018 um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Eyrs. Eure Lieben

Neuer Service auf www.vinschgerwind.it Ab sofort sind die Todesanzeigen von der Töll bis zum Reschen auf www.vinschgerwind.it abrufbar. Zur Verfügung gestellt von

www.trauerhilfe.it

11. Jahrestag

Peter Scherer *27.6.1941 † 1.7.2007 Kortsch

In Liebe und Dankbarkeit denken wir an Dich, besonders bei der hl. Messe am Sonntag, 9. Juli 2018 um 9.45 Uhr in der St. Johanneskirche in Kortsch. In Liebe deine Familie

Gianluca Gallo * 10.9.1979 9.7.2006 Silandro

Sei sempre vicino a noi Du bist immer bei uns Santa Messa in ricordo domenica, 1 luglio alle ore 9.00 nella chiesa dei ex-Cappuccini.


28.06.18

Es ist zu früh - sagt das Herz, es ist Gottes Wille - sagt der Glaube, du fehlst uns - sagt die Liebe, und wer sagt - so ist das Leben, der weiß nicht, wie weh es tut.

Vinschgerwind 13-18

/KLEINANZEIGER/ 47

Susanne Tumler Schlanders – Zentrum

Schlanders - Zentrum Tel. 0473 62 11 77 Große Auswahl an 11 SommerTel. 0473 62 77

Schluderns

Neue Telefonnummer:

0473 616 909

stoffen und Nähzubehör

Alois Blaas Stinagaber Lois

Mo. 2. bis inkl. Mi. 4. Juli wegen Ferien geschlossen

* 07.03.1948 _ 12.06.2018 - Schluderns Danksagung Viele tröstende Worte sind gesprochen und geschrieben worden. Viele stumme Umarmungen, viele Zeichen der Liebe und Freundschaft durften wir erfahren. Wir danken allen, die uns in der schweren Zeit nahe waren, die uns in irgendeiner Weise in der Zeit der Krankheit und Trauer unterstützt haben. Danke ... allen, die zur würdevollen Abschiedsfeier beigetragen haben ... für die Blumen und Geldspenden für Messen und einen guten Zweck ... allen, die unseren Lois in lieber Erinnerung behalten ein herzliches „Vergelt‘s Gott“ Die Trauerfamilie Bestattungsdienst: ANGELUS Schluderns

Jedes Kreuz am Straßenrand steht für ein Schicksal, für Schmerz und für Trauer.

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25. Jahrestag 05.07.1993 – 05.07.2018

UNVERGESSEN 3 junge Prader

Egon Folie

Stefan Gander

Werner Theiner

In liebem Gedenken Eure Eltern, Geschwister und Verwandten.

Weiterbildung vor Ort IVHS – Integrierte Volkshochschule Vinschgau Weiterbildung für Menschen mit und ohne Behinderung IVHS-Freizeit

Natur-Tag. Gemeinsam auf Entdeckungsreise

REFERENT/IN Martina Thanei und Kathrin Hofer TERMINE Fr, 06.07.2018 UHRZEIT 10.00 Uhr – 17.00 Uhr, insgesamt 1 Treffen ORT Treffpunkt: Bahnhof Mals KURSBEITRAG 25 Euro (inkl. Verpflegung) MITZUBRINGEN Teller, Becher, Besteck, Trinken, der Witterung angepasste Kleidung ZIELGRUPPE Väter, Mütter, Großeltern oder Paten mit einem Kind (ab 2,5 Jahre) ANMELDESCHLUSS Di, 03.07.2018 IVHS-Freizeit

IVHS-Freizeit

Meine Schatzkiste REFERENT/IN TERMINE UHRZEIT ORT KURSBEITRAG

Elisabeth Hickmann und Martina Thanei Mo, 13.08.2018 09.00 Uhr – 17.00 Uhr, insgesamt 1 Treffen Grundschule Latsch 50 Euro (inkl. Material) pro Erwachsener mit einem Kind ZIELGRUPPE Väter, Mütter, Großeltern und Paten mit einem Kind (4 bis 10 Jahre) ANMELDESCHLUSS Do, 09.08.2018

Details zu den Kursangeboten finden Sie auf www.gwr.it

Aktiv durch den Sommer! REFERENT/IN TERMIN UHRZEIT ORT KURSBEITRAG ZIELGRUPPE ANMELDESCHLUSS

Simone Spechtenhauser Do, 12.07. – Do, 16.08.2018 (jeweils Do) 18.00 Uhr – 19.30 Uhr, insgesamt 6 Treffen Bahnhof Laas 24 Euro Kinder und Jugendliche Mo, 09.07.2018

www

gwr.. it

INFO – ANMELDUNG: Bahnhof Spondinig 1 – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr


Zeitung Vinschgerwind ausgabe 13-18 Vinschgau Südtirol  

Zeitung Vinschgerwind Ausgabe 13-18 vom 28.06.2018 Bezirk Vinschgau Südtirol - Themen - Politik, Gesellschaft, Lokales, Sport, Kultur, Fotoi...

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