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Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

Nr. 18 (209) 05.09.13 I.P. 9 Jg.

www.vinschgerwind.it

Sattelfest? SVP-Obmann Richard Theiner im „Wind“-Gespräch


2 /Wandern/

Vinschgerwind 18-13

05.09.13

„Vo Hearische, Mullis und olta Maurn“a viertl Johrhundert AVS Oberettes Könnte eine Schutzhütte Geschichten erzählen, die AVS Oberetteshütte hätte deren unzählige. Seit gut einem Viertel Jahrhundert steht sie nun am Rande des verwaisten Oberettesferner und trotzt Schnee, Gewitter, Hagel und manchmal musste sie sicherlich auch so manchen Gästen und Bewohnern die Stirn bieten. Die Hütte in der widerspenstigen Steinbauweise ist voller Geheimnisse. Wer weiß denn schon, dass die heute sorgfältig gemauerten Umfassungen der Hütte schon 1883 ersten Gästen Schutz bot? Sicherlich damals war es eine einfache Schutzhütte, hauptsächlich gebaut um den Touristen die Möglichkeit zu verschaffen, aus dem Ötztal und dem Schnalstal auf kürzestem Wege zur Ortlergruppe zu gelangen. Was werden die „Hearischen“, wie man die Touristen damals genannt hat, besprochen haben, was hat sie auf die damalige Karlsbader Hütte geführt? Abenteuerlust, Neugierde? Das damalige Proviantdepot gab jedenfalls genug her für lange und trinkfeste Nächte: „Tee, gebrannten Kaffee, Rum, Cognac, Malaga, Sherry, Zucker, Cacao, Zwieback, Fleischextrakt, Erbsensuppeextrakt und Karlsbader Magenlikör.“ Mehr und mehr mussten sich die Gemäuer an steigende Besucherzahlen gewöhnen, immer mehr wollten in die unberührte Gegend an den „Oberen Etten“, was so viel heißt wie öd. Mehr Gäste, steigende Ansprüche. Stolz verkündete man in den Schriften des AV über „vortreffliche Lagerstätten, Apotheke, Bibliothek, meteorologische Instrumente, Gletscherseile und Eispickel“ der Karlsbader Hütte. Bald musste ausgebaut, vergrößert werden.

Ein Mullistall musste her und von da an wurde die Hütte auch saisonal bewirtschaftet. Nun trug die Hütte jeden Tag Leben in sich. Abenteuerliche Geschichten sollen sich zugetragen haben, von versuchten Überfällen auf die Wirtin wird heute noch erzählt. Der Steig, von Franz Höller finanziert, trägt heute noch den Namen „Hearasteig“. 1902 beschließt die Sektion Prag die Karlsbader Hütte in Höllerhütte umzubenennen, um den großen Förderer Franz Höller zu würdigen. Und wieder wurde es turbulent um und im Schutzhaus: Nach dem Ersten Weltkrieg erfolgte 1919 die Enteignung und militärische Besetzung der Hütte. Der CAI betrieb die Hütte bis zum Brand 1945. Könnte sie erzählen, die Hütte, man würde mehr erfahren über diese Zeit und die trostlosen Jahre, in der sie als Ruine Jahrzehnte dahinvegetierte. Doch bald sollte die Geschichte der Hütte weiter geschrieben werden: aus den Steinen, den Gemäuern der Ruinen entstand ein neues Schutzhaus: groß, hell und modern. Die trotzige Steinbauweise blieb. 1982 beschloss der AVS den Bau und den Abriss der traurig wirkenden Ruine. Nun erlebten die Steinmauern abermals Neues: Bagger, Beton, Barackenteile und sogar Hubschrauber. Hubschrauber der italienischen Armee, die Gratisflüge im Gegenwert von 16 Millionen tätigten und dem Bau einen gewaltigen Aufschub gaben. Endlich gab es wieder Leben am Fuße des Oberettesgletschers. Engagierte Freiwillige und ein tatkräftiger Ortsstellenleiter in der Person von Wilhelm Gunsch hauchten den verwaisten Gemäuern neue Lebendigkeit ein. Sommer um Sommer, Sonntage um Sonn-

tage, bei Regen, Schnee und Sonnenschein: die Matscher und viele Handwerker des Vinschgaus hämmerten, mauerten, betonierten und zimmerten. Viele unglaubliche und für die heutige Zeit unmögliche Geschichten fallen in diese Zeit des Umbruchs, des Neubeginns. 1984 ging die Materialseilbahn in Betrieb, ein wiederum neues Geräusch in der sonst so ruhigen Gegend. Einige Hüttenwirte- und Hüttenwirtsfamilien hat das Haus in diesem Viertel Jahrhundert erlebt, unzähligen Gästen gewährte sie Einblick in den Hüttenalltag auf 2670m Höhe. Sie sah Kinder aufwachsen und unbeschwerte Sommer genießen, genauso wie sie Gegenstand von Streitereien, schweren Entscheidungen, Arbeit und Abschied war. Immer wieder muss sie sich, will sie den eitlen Anforderungen der Zeit entsprechen, anpassen und erneuern. In den letzten Jahren wurde ein neuer Steig zur Hütte errichtet und die Küche vollständig neu eingerichtet. Auch auf die Wasserversorgung durch einen hydraulischen Widder und eine umweltfreundliche Kläranlage wurde Wert gelegt. Die Oberetteshütte unterliegt einem nie endenden Wandel, wie die Menschen, die sie besuchen. Ihre zirmgetäfelte Meraner Stube, die holzverkleideten, hellen Zimmer und die geräumigen Lager rufen bei den Gästen immer wieder Begeisterung hervor. Und trotzdem ist die Oberetteshütte eine Schutzhütte geblieben, die vielen Weißkugelgehern, mittlerweile aber auch Wanderern und Familien Unterkunft gewährt. Es hängt immer noch einiges Abenteuerliche und etwas Neugierde zwischen den Mauern der Oberetteshütte. Heute noch. Karin Thöni-Heinisch

A viertl Johrhundert

25 Johr in Sunnta 8. September 2013 um 11i isch Bergondocht es spieln die junga Matscher Ziachorgler die Hittenwirtsfamilie und die AVS-Ortsstell Matsch freien sich af Enk! Bo gonz schlecht Wetter verschiabmrs um a Woch. Mea infos untr: www.oberettes.it

AVS Oberetteshitt


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Inhalt

Vinschgerwind 18-13

/inhalt/ 3

Kommentar Titel: Bleibt Richard Theiner Landesrat? Angst hat Theiner keine...

Finanzer lösen Irritationen bei Ritterspielen aus

Seite 6

Seite 4

Vinschgau/Pfalzen: Tauben versemmeln Wirtschaftsgespräch

Seite

4

Schlanders: Die Verwalter schießen einen Techniker in den Wind

Seite

4

Partschins: Vom Tourismusentwicklungskonzept zur Dorfentwicklung

Seite

5

St. Valentin/Langtaufers: Unterschriften für Fortschritt

Seite

5

Partschins: Neues E-Werk produziert viel Strom

Seite

8

Eyrs/Vinschgau: Pestizidverbot ist Nonsens

Seite

9

Plawenn/Ulten/Alsack: Ohne Beregnung ist’s trocken

Seite 10

Menschen: Erna Privora ist 104 - von der Schönheit des Alters

Seite 17

Sonderthemen: Das neue Rathaus in Prad - Herbstmode

ab Seite 33

Nationalpark Stilfserjoch: Die Sperlingsarten in avimundus

Seite 44

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Ja dürfen’s denn des? Im Jahr 1848 gab es eine berühmte Revolution. Weniger in Tirol, als im restlichen Reich der Habsburger, vor allem in Wien. Das Bürgertum hatte die Schnauze voll vom Machtgehabe der Habsburger. Die Bürger wollten ein Mitspracherecht, verlangten eine anständige Verfassung. Damals war Ferdinand I. Kaiser in der Donaumonarchie. Vom Kaiser Ferdinand, selig, würde man in der heutigen Diktion sagen, dass er ein Mensch „mit besonderen Fähigkeiten“ war. In schulischer Sprache würde man von einer „Teilleistungstörung“ beim Ferdl sprechen. Dem Ferdinand wird ein Spruch nachgesagt, den er angesichts einer demonstrierenden Menge verdutzt getan haben soll: „Ja dürfen’s denn des?“ Irgendwie scheint sich, vielleicht abgesehen von den „Teilleistungsstörungen“, die Geschichte, wenn auch auf kleinerem Terrain, zu wiederholen. Im Vinschgau gibt es aktuell tatsächlich mehrere Beispiele. Nur eines sei, stellvertretend, herausgehoben. In der Stadt Glurns etwa, wo der dortige König (er ist kein Habsburger), in der heutigen Sprache Bürgermeister und auch demokratisch gewählt, potzblitz aufdreht, wenn eine Gruppe von Bürgern eine andere Meinung vertritt, als er selbst. Die Menschen haben sich gar erdreistet, Unterschriften zu sammeln, um ihre Ansicht, dass eine Umfahrung im Westen der Stadt nichts bringt, zu untermauern. Sogar Köpferollen, na na nicht im wirklichen Sinne, sondern in Form von Rücktritten, soll der Glurnser BM verlangt haben. Nach dem Motto: Wer gegen mich ist, soll gehen, oder zumindest schweigen. Des darf er net tun.

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Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732196 Esther Stricker: 333 45 10 025 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Elke Wasmund (ew), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Bruno Telser (uno), Renate Eberhöfer (re), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Martin Platzgummer (map) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57

von Chefredakteur Erwin Bernhart


4 /politik/

Vinschgerwind 18-13

80.000. Besucherin

Vinschgau/Pfalzen

Versemmelt

H

Foto: Erwin Bernhart

euer hat die Presse vergebens auf jene Aussendung des Südtiroler Wirtschaftsringes - Bezirk Vinschgau - gewartet, in der von der Begegnung unserer lokalen Wirtschaftskapitäne mit LH Luis Durnwalder (Bild) berichtet wurde. Heuer wurde diese Begegnung in Durnwalders Feriendomizil Pfalzen regelrecht versemmelt. Anstatt der Wirtschaftskapitäne sind Vinschger Leichtmatrosen zum LH gepilgert und zwar jene, die sich offensichtlich als besondere LH-Freunde wähnen. Das hat zu Irritationen geführt, im Tal und auch in Pfalzen. Angeführt soll den Tross der Matrosen Raphael Egger aus Latsch haben, sekundiert vom Rescher Kurt Ziernhöld und flankiert von Rita Egger und Marina Wallnöfer. Oskar Bernhart soll auch dabei gewesen sein. Üblich war es bisher, dass Raffl Egger in Absprache mit dem Wirtschaftsring den LH-Termin fixiert hat, die Kapitäne sich in Terenten kurz auf konkrete und knackige Themen verständigt haben und dann mit dem LH diskutiert, einiges angemahnt, einiges ge f o rd e r t , einiges kritisiert und einiges gelobt haben. Heuer, es ist wohl der letzte DurnwalderSommer, ist die Leitung zum Wirtschaftsring abgebrochen und die genannte Truppe, deren Mitglieder eher als Tauben denn als Falken bekannt sind, ist allein gefahren. (eb)

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

In Glurns wird eine kleine Umfahrung angedacht, in Mals ist eine kleine Umfahrung oberhalb des Dorfes im Bau. Ist es sinnvoll, wenn Gemeinden solche Verkehrs-Eingriffe machen? (54 abgegebene Stimmen)

38,9 % JA

(21 Stimmen)

61,1 %

(33 Stimmen)

Nein

Neue Umfrage: Ist eine starke Vertretung des Vinschgaus im Landtag, von welchen Parteien auch immer, wichtig?

Um ein Jahr zurück Schlanders - Wenn etwas nicht passt, dann ist man in der Schlanderser Gemeinde auch mal radikal. Kürzlich wurde ein Geologe in die Wüste geschickt, weil von dem, was dieser geliefert hat, nur 20 Prozent brauchbar waren. Nun muss die Gemeinde Schlanders in Sachen Gefahrenzonenplan neu starten.

General und BM in Schlanders: Georg Sagmeister und Dieter Pinggera - Aufräumarbeiten

Foto: Erwin Bernhart

Anita Heeb aus Henggart in der Nordostschweiz ist die 80.000. Besucherin im Schreibmaschinenmuseum. Dafür gab’s kürzlich Blume vom BM und ein Dorfbuch von Ewald Lassnig.

05.09.13

von Erwin Bernhart

D

er Gemeindeausschuss von Schlanders hat kurz vor Ferragosto den Vertrag mit dem Geologen Marini aus Bozen gekündigt. Marini war nach einer Ausschreibung mit der Erstellung des für alle Gemeinden vorgeschriebenen Gefahrenzonenplanes beauftragt worden. Das war im Dezember 2011. Marini hatte das günstigste Angebot eingereicht, die Gemeinde Schlanders konnte rechtlich demnach nicht anders, als den Auftrag zu erteilen. Bis zum Juni 2012 gaben die Schlanderser dem Bozner Geologen Zeit, die entsprechenden Unterlagen zu erarbeiten. Marini hat zum geforderten und vereinbarten Zeitpunkt nicht geliefert. Die zunächst gnädigen Schlanderser gewährten noch zwei Fristenverlängerungen. Im April 2013 wurden die Schlanderser

Gemeindeverwalter ungeduldig und setzten den Geologen in Verzug. Im Klartext: Er soll die Unterlagen sofort liefern und bei den zuständigen Landesämtern deponieren. Der Geduldsfaden riss endgültig, als anfangs August das Landesamt für Geologie die Unterlagen Marinis nicht positiv bewerten konnte und auch das Landesamt für Wasserschutzbauten verlauten ließ, dass die Unterlagen unvollständig seien und nur 20 Prozent der Daten die Wassergefahren betreffend brauchbar seien. Ab diesem Datum traten die für Schlanders bekannten radikalen Mechanismen in Kraft, für die der dortige Generalsekretär Georg Sagmeister bekannt ist und die dann BM Dieter Pinggera auch politisch zu vertreten hat. „Für die Gemeinde Schlanders besteht nun dringender Handlungsbedarf, da die Genehmigung des Gefahrenzonenplanes

in weite Ferne rückt, auf Grund des Verschuldens des Technikers, dieses Dokument aber von fundamentaler Wichtigkeit für diese Verwaltung ist.“ Auch damit begründet der Gemeindeausschuss am 13. August 2013 den sofortigen Rücktritt aus der Vereinbarung mit Marini. Die erste Anzahlung fordern die Schlanderser zurück und sie behält sich weitere Schadenersatzforderungen vor. „Beim Gefahrenzonenplan hat es uns um ein Jahr zurückgeworfen“, ärgert sich Georg Sagmeister. Nach mehreren Fristverlängerungen durch die Landesregierung sollen die Gefahrenzonenpläne bis Ende 2015 abgegeben werden. Ob die Geschichte mit dem Bozner Geologen ohne Prozess abgehen wird, ist noch nicht sicher. Jedenfalls habe sich der Geologe bisher noch nicht in der Gemeinde gemeldet.


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Graun/Langtaufers

Aufruhr bei den Ritterspielen

Unterschriften

E

M

ine kleine Anfrage hat bei den heurigen Ritterspielen in Schluderns für einige Aufregung gesorgt. Mit dem Ergebnis, dass einige Inhaber von Marktständen vorzeitig ihre Zelte abgebrochen haben und einige andere sind schon gar nicht nach Schluderns gekommen. Die Zuschauer haben von all dem nicht viel mitbekommen, außer, dass es einige „Marktlücken“ gegeben hat. Die Anfrage kam von der Finanzwache kurz vor den Ritterspielen. Die Finanzwache in Schlanders will das weder bestätigen noch dementieren. Keine Auskunft über die operativen Tätigkeiten, heißt es. Nach sieben Jahren Finanzruhe bei den Ritterspielen hat das achte Jahr nun mit einem Fingerzeig begonnen. Man möge doch eine Liste der Aussteller und Marktbetreiber zur Verfügung stellen, so lautete angeblich die Anfrage unverfänglich. Es hat fast nach einer nachfolgenden Finanzkontrolle geklungen, die dann allerdings nicht erfolgt ist. Jedenfalls wur-

Mehrere Stände sind erst gar nicht zu den diesjährigen Ritterspielen gekommen, einige haben ihre Zelte abgebrochen und sind vorzeitig abgereist

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Schluderns/Schlanders

den die Standbetreiber vom Veranstalter darauf hingewiesen, dafür Sorge zu tragen, dass sie „in Ordnung“ seien. Was heißt aber für einen Marktstandbetreiber aus Deutschland, aus Österreich oder von woher auch immer - vor allem für ein derartiges Nischenprodukt, wie es Ritterspiele sind - in Italien finanztechnisch und gesetzlich „in Ordnung“ zu sein? Größere Marktstände haben sich flugs eine Steuernummer besorgt, viele kleinere haben sich wegen der unsicheren Lage sicherheitshalber aus dem Staub gemacht. Denn die Auskünfte der italienischen Steuerbehör-

den waren anscheinend eindeutig: Die Marktler müssten in Italien extra für die Ritterspiele in Schluderns jeweils eine eigene Firma gründen. Aufgrund der Kleinstrukturiertheit vieler Standbetreiber ein Absurdum. In deutschen Landen nimmt das Finanzamt eine pauschalisierte Steuersumme. In Italien ist dafür entweder eine Registrierkasse oder ein Steuerblock notwendig. Und das für drei Tage Ritterspiele. Ein Unding. Aber anscheinend Gesetz. Auf ein nächstes Jahr werden sich die Standbetreiber jedenfalls besser vorbereiten. Oder nicht mehr kommen. (eb)

Partschins

Wind-Leserfoto

Patschins - wohin?

Kreuzweg

D

Dieses Kreuz habe ich in Gaisa in der Röhn bei Fulda an der Aussenwand des Altersheimes gesehen. Unweigerlich ruft dieser Anblick in mir das vielleicht bekanntere Kreuz mit dem Frosch hervor. Was Künstler so alles anzustellen imstande sind!

dern innerhalb einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Personen aller Sektoren und Fraktionen, den gesamten Lebensraum der Gemeinde miteinbeziehen. Mit der Fragestellung „Wohin soll sich dieser Lebensraum entwickeln“ wolle man sich befassen. Damit soll, ausgehend von der Grundproblematik, dass in den letzen Jahren ein Bettenabbau bei Kleinbetrieben stattgefunden hat und Bedarf an Betten bei mittleren und größeren Betrieben besteht, ein Grundkonsens über die Tourismusentwicklung in der Bevölkerung hergestellt werden. (eb) Foto: Erwin Bernhart

er Gemeindeausschuss von Partschins hat kürzlich beschlossen, bei der Firma Kohl und Partner ein Tourismusentwicklungskonzept (TEK) in Auftrag zu geben. Laut der zuständigen Referentin für Tourismus, Birgit Egger Ladurner (Bild), soll aber mehr daraus werden. „Weil ein Betrieb Erweiterungsbedarf angemeldet hat, hat die Gemeinde die Verpflichtung, sich mit einem Entwicklungskonzept zu befassen“, sagt Egger. Man wolle die Gelegenheit beim Schopf packen und nicht eine reine statistische Datenerhebung machen, son-

it dem Aufruf „Wir sind für die Aufrechterhaltung, Sanierung, Weiterführung, sowie für den Ausbau des Skigebietes Haideralm und eine Erschließung des Skigebietes Kaunertal von Langtaufers aus“ hat die Gruppe „Initiative Zukunftssicherung Obervinschgau-Reschenpass“ eine Unterschriftenaktion gestartet und mittlerweile in Langtaufers mehr als 200 Unterschriften und in St. Valentin knapp 400 Unterschriften gesammelt. Ziel der Aktion ist es, den politischen Entscheidungsträgern eine Willensbekundung innerhalb der Bevölkerung in die Hand zu geben. Ziel ist es auch, eine Mehrheit der Bevölkerung von der Sinnhaftigkeit der skitechnischen Erneuerungen zu gewinnen. Auch auf Graun und auf Reschen ist die Unterschriftenaktion ausgeweitet worden. Die Initiatoren begründen die Aktion auch damit, dass „die ganze Region um den Reschenpass im Sinne der Europaregion Tirol zusammenwachsen und gestärkt werden soll.“ (eb)

Foto und Text: Andreas Waldner, St. Valentin

Haben auch Sie einen interessanten Schnappschuss gemacht? Schicken Sie ihn an redaktion@vinschgerwind.it. Wir veröffentlichen das Foto bei Gelegenheit.


6 /Titel/

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Ob ich Landesrat bleibe, werden die Wähler entscheiden

Landesrat Richard Theiner wird immer stärker in den Schatten des „Auserwählten“ SVP-Spitzenkandidaten Arno Kompatscher gedrängt. Theiner spricht im Interview über den „Benedikter-Effekt“, über seine Ambitionen, die Peripherie stärken zu wollen, seine Ansicht über die Lifte im Obervinschgau, seine Zuversicht, demnächst den Stromstreit lösen zu können und seine Prognosen zum Wahlkampf. Vinschgerwind: Herr SVP-Obmann, sind Sie frustriert? Richard Theiner: Sie sehen mich gut gelaunt, hoch motiviert und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir bei den Landtagswahlen ein gutes Ergebnis einfahren werden.

Das Zugpferd der SVP scheint jedenfalls Arno Kompatscher zu sein. Haben Sie Angst vor einem möglichen BenedikterEffekt? Nein, überhaupt nicht. Wir stellen unsere Kampagne ja ganz bewusst unter das Motto: Gutes bewahren und Neues wagen. Es braucht beide Aspekte. Ich habe in den vergangenen Jahren wertvolle Erfahrungen sammeln können, die ich jetzt sehr gut einbringen kann. Wenn es Kompatscher tatsächlich ernst meint mit der Erneuerung, dann sind Sie in der kommenden Legislaturperiode wohl kaum mehr Landesrat. Ich bin zuversichtlich, ein gutes Wahlergebnis erzielen zu können. Letztendlich wird es in erster Linie von den Wählerstimmen abhängen, wie die neue Landesregierung zusammengesetzt wird. Auf der einen Seite SVP-Obmann, auf der anderen Seite haben Sie im sozialen Bereich, beim Pflegegeld etwa, Ihre Arbeit unbestritten geleistet. Sind Ihnen als SVP-Obmann die Hände gebunden, als Arbeitnehmer auftreten zu können?

Foto: Erwin Bernhart

Arno Kompatscher hier, Arno Kompatscher da. Sie als SVP-Obmann kommen in der öffentlichen Wahrnehmung kaum mehr vor. Und das ausgerechnet vor den Landtagswahlen. Klar ist, dass unsere Wahlkampagne den Spitzenkandidaten in den Mittelpunkt rückt. Als SVP-Obmann bin ich natürlich an allen Ecken und Enden sehr gefordert und setze mich für das gesamte Team ein.

Der SVP-Obmann hat die Aufgabe, die gesamte SVP zu vertreten und nicht eine einzelne Richtung. Dies habe ich in den vergangenen viereinhalb Jahren so gehandhabt. Ich habe mich aber nicht gescheut, auf der Seite der Schwachen zu stehen. Das zieht sich wie ein roter Faden durch meine politische Tätigkeit. Meine Bilanz als Soziallandesrat kann sich absolut sehen lassen. Während in vielen Nachbarländern ein Sozialabbau stattgefunden hat, ist es uns gelungen, dies in Südtirol zu verhindern.

den sozialen Ausgleich geschaut. Mir war es immer wichtig, dass das V in unserer Partei auch entsprechend zur Geltung kommt. Es ist Tatsache, dass auch in Südtirol aufgrund der Wirtschaftskrise die Schere zwischen Arm und Reich auseinandergeht. Neben Arbeitnehmern und Rentnern stehen auch Kleinbauern und Kleinunternehmer unter einem gewaltigen Druck. Mir ist es wichtig, dass man nicht nur jene sieht, die auf der Sonnenseite sind, sondern auch jene, die im Schatten stehen.

Zwei Herzen sind also in Ihrer Brust. Als SVP-Obmann können Sie die sozialen Themen im Wahlkampf wohl kaum spielen. Auch als SVP-Obmann habe ich immer auf

Spüren Sie in Ihrem Wahlteam, dass man gegenüber sozialen Themen sensibler ist, als es bisher der Fall ist? Auch dem Landeshauptmann Durnwalder kann man zugute halten, dass er eine ausge-


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prägte soziale Ader hat. Bei der Umsetzung von sozialen Vorhaben hatte ich die Unterstützung der gesamten Landesregierung. Auch für das neue Team gilt: Ohne sozialen Ausgleich gibt es keine Weiterentwicklung. Sollte die SVP die absolute Mehrheit verfehlen, welche Oppositions-Partei würde sich für eine Koalition besser eignen: die Freiheitlichen oder die Grünen? Wir werden alles daran setzen, dass wir aus eigener Kraft imstande sein werden, die Regierung zu bilden. Im Autonomiestatut ist es vorgesehen, dass auch die italienische Sprachgruppe in der Landesregierung vertreten sein muss. Unser natürlicher Koalitionspartner, auch aufgrund des Abkommens, welches ich mit Bersani abgeschlossen habe, ist der Partito Democratico. Der PD ist deshalb sicher dabei. Es kann durchaus sein, dass ein weiterer italienischer Partner, wie beispielsweise die Scelta Civica, dazukommen wird. Das hängt vom Ausgang der Wahlen ab. Unser Ziel ist es, dass wir es aus eigener Kraft schaffen, die Mehrheit zu stellen, dann werden wir nicht zusätzliche Partner mit ins Boot holen. Das heißt, beim Verlust der absoluten Mehrheit wird die SVP ausschließlich italienische Partner ins Boot holen, um die deutsche Opposition draußen zu halten? Für uns ist es enorm wichtig, dass wir die Gestaltungshoheit haben, damit wir nicht erpressbar sind. Es stehen wichtige Entscheidungen an. Bei der Arbeitslosigkeit etwa. Da geht es für mich darum, dass zu Gunsten der Peripherie entsprechende Entscheidungen gefällt werden, damit die Bezirke gestärkt werden. Es ist klar, dass die italienischen Parteien einen ganz anderen Zugang zum Thema Entwicklung des ländlichen Raumes haben, als es die Südtiroler Volkspartei hat. Zur Peripherie: Die Dienste im Krankenhaus Schlanders sind für ein peripheres Tal, wie es der Vinschgau ist, von enormer Bedeutung. Der alte Bettentrakt soll ausgebaut werden. Welche Dienste wollen Sie im Schlanderser Krankenhaus zusätzlich einrichten? Während in Italien kleine Krankenhäuser geschlossen werden, setzen wir auf Bestand und sogar Ausbau. Der schlagende Beweis dafür ist der begonnene Neubau des gesamten Bettentraktes. Erst vor wenigen Jahren wurde die ganze Klinik erneuert und in Qualität investiert. Schon seit Jah-

ren werden spezialisierte Hüft- und Knieoperationen durchgeführt. Erst vor Monaten haben wir beschlossen, dass in Schlanders zukünftig mehr operiert werden soll. In enger Absprache mit Meran werden neue spezialisierte Dienste angeboten. Konkret? Ganz konkret denken wir an Behandlungen in der Allgemeinchirurgie, der Gynäkologie und der Orthopädie: von heute 2.500 Eingriffen im Jahr erhöhen wir auf 3.000. Das Krankenhaus Schlanders ist außerdem einer der größten Arbeitgeber im Tal und somit eine unverzichtbare Einrichtung für uns alle. Für Schlanders sehe ich zusätzliche Perspektiven: Wenn die Grenzen im Gesundheitsbereich fallen werden, kann die Lage im Dreiländereck ein Nachteil oder eine Riesenchance sein. Ich glaube an die Chance. Es gibt Gespräche mit den Schweizer Krankenkassen. Ein anders Thema, welches für Arbeitsstellen stehen kann: Vor allem Sie waren es, der sich dafür eingesetzt hat, dass im Skigebiet Trafoi investiert worden ist. Wie ist Ihre Haltung für den Obervinschgau in Sachen Skigebiete? Gerade im Obervinschgau sind wir neben dem Sommertourismus auch auf einen guten Wintertourismus angewiesen. Wir brauchen diese Aufstiegsanlagen. Sie sind mit den Liftgesellschaften in Kontakt und auch mit Hans Rubatscher. Weniger mit Rubatscher, aber mit den Liftgesellschaften. Meine Meinung ist, dass wir einen Gesamtvorschlag für den oberen Vinschgau brauchen. Der muss aber im Obervinschgau entstehen und von der Bevölkerung getragen werden. Nur so haben wir die Chance, diesen Vorschlag auf Landesebene umzusetzen. Auch für die Rettung des Skigebietes Trafoi, gab es einen Konsens zwischen der Bevölkerung von Trafoi, der Gemeinde Stilfs und der Seilbahngesellschaft von Sulden. Tatsache ist, der obere Vinschgau ist nicht Gröden oder der Kronplatz... ...und will dies wahrscheinlich auch nicht werden... Wir wissen, dass die grundlegenden touristischen Infrastrukturen Im Vinschgau ohne öffentliche Unterstützung nicht möglich sind. Für mich ist klar, der Watles ist nicht nur für die Gemeinde Mals unverzichtbar. Bei der Haideralm muss es in einem solchen Konzept Garantien geben, dass sie als Skigebiet, neben dem sehr erfolgreichen Schöneben, bestehen bleibt. Auch für Langtaufers braucht es Perspektiven. Fakt ist aber, die Zeit für Einzelkämpfer vorbei. Das muss gemeinsam gemacht werden. Sie würden einem potenziellen Investor, wie es Hans Rubatscher ist, nicht von vornherein die Tür zuschlagen.

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Das wäre töricht. Man soll das prüfen. Man kann diskutieren, kritisch beleuchten, aber man muss auch entscheiden. Denn die Zeit drängt. Ich möchte dieses Thema in das neue Regierungsprogramm hineinbringen, damit man grundlegende Konzepte berücksichtigen kann. Die öffentlichen Mittel werden nicht mehr, sondern eher weniger. Umso wichtiger ist es, einen Konsens zu finden. Themenwechsel. Sie haben kürzlich gesagt, dass der Stromstreit zwischen den Vinschgern und der Landesregierung noch vor den Wahlen beigelegt sein wird. Woher nehmen Sie diese Zuversicht? Beigelegt sein kann. Es ist wichtig, dass wir vor einer neuen Regierungsbildung möglichst viele Stolpersteine aus dem Weg räumen. Seit 15 Jahren wird in Sachen Strom diskutiert und auch gestritten. Einiges ist falsch gelaufen. Es ist nun an der Zeit, dass die Angelegenheit in die richtige Spur kommt. Alle bisher Beteiligten kennen den Vinschger Stromstreit in- und auswendig. Wenn sich hingegen eine neue Mannschaft mit dem Thema auseinandersetzen muss, vergeht viel zu viel Zeit. Ich glaube, dass wir derzeit gute Voraussetzungen haben, in den kommenden Wochen ein gutes Ergebnis für den Vinschgau zu erzielen. Ich werde mich mit allen Kräften dafür einsetzen. Bisher hängt eine Lösung ausschließlich von LH Luis Durnwalder ab. Wir sind in einer konstruktiven Gesprächsphase, die mich zuversichtlich stimmt. Es geht auch darum, die Ungerechtigkeiten der Wasserableitung ohne Konzession zu beseitigen. Vinschgau bezogen ist es bei Landtagswahlen bisher immer schief gegangen, wenn man mit mehr als zwei Kandidaten angetreten ist. Ihre Prognose für den Vinschgau und Ihre Prognose für die SVP? Ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingt, die 18 Mandate zu halten. Die Leute suchen Orientierung und Sicherheit, ohne sich Neuem zu verschließen. Trotz guter Umfrageergebnisse dürfen wir uns nicht zurücklehnen. Freistaat oder die Ausrufung des Selbstbestimmungsrechtes sind zur Zeit nicht realistisch. Deshalb werden wir konsequent den erfolgreichen Weg des Ausbaus der Autonomie bis hin zur Vollautonomie weiter verfolgen. Was den Vinschgau anbelangt: Drei SVP-Kandidaten waren immer schwierig. Die Würfel sind gefallen. Die Parteibasis hat entschieden. Ich werde alles daran setzen, dass der Vinschgau insgesamt gestärkt hervorgeht. Gerade jetzt, wo vieles neu verteilt wird, wo Weichen gestellt werden. Alle drei Kandidaten haben die Voraussetzungen, unser Tal in Bozen gut zu vertreten. Interview: Erwin Bernhart


8 /Wirtschaft/

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art&bibliothek Naturns

Besondere Feier in Marienberg

Drei besondere und besuchenswerte Freitage veranstaltet die öffentliche Bibliothek in Naturns im September unter dem Motto „art&bibliothek“: Malerei/Objekt - Literatur & Film & Musik & Kochen & Wein. Nähere Informationen: www.bibliothek-naturns.it

Am Samstag, 14. September 2013, werden in der Stiftskirche von Marienberg die beiden Marienberger Mönche, P. Urs Maria Stadelmann (Bild rechts) und P. Philipp Kuschmann (Bild links) von Diözesanbischof Ivo Muser zu Priestern geweiht. Beginn der feierlichen Priesterweihe: 14.00 Uhr Parkmöglichkeiten gibt es in Burgeis bei der Pfarrkirche. Ein Shuttle-Dienst bringt die Teilnehmer ins Kloster.

von Albrecht Plangger

Synergie mit Energie

Rom-Info vom Tal ins Tal Zuzeit ruht die Parlamentsarbeit in Rom. Diese beginnt wieder mit Schulbeginn am 5. September. Wir Südtiroler Parlamentarier werden erst am Freitag wieder antreten, weil am Donnerstag auf Schloß Tirol zwei ganz wichtige politische Freunde unseres Landes den Verdienstorden des Landes Südtirol erhalten werden, nämlich Pierluigi Bersani, ein großer Autonomiefreund, der es leider nicht geschafft hat, Ministerpräsident zu werden und der langjährige Bozner PD-Abgeordnete (früher Bürgermeister von Belluno) Gianclaudio Bressa. Am Freitag, den 6. September geht es dann mit der Verfassungsreform und der Einsetzung des sog. „comitato dei 42“ schon wieder um „Weltbewegendes“. Dann wird sich langsam herausstellen, ob Italien imstande ist, sich zu reformieren und ein handlungsfähiges Parlament zu begründen, mit Abschaffung des Zweikammernsystems und der Einrichtung eines „Senates der Regionen“ nach dem Muster des deutschen Bundesrates. Ich bin überzeugt, dass es mit viel Streit gelingen wird, das „Komitee“ einzusetzen, aber dann kriege ich leider meine Zweifel (seit 30 Jahren angekündigt, aber immer wieder kläglich gescheitert). Gleichzeitig steht auf der obersten Prioritätenliste die Abschaffung der öffentlichen Parteienfinanzierung und ein neues Wahlgesetz. Die Arbeit wird uns also im Herbst nicht fehlen. Dazu kommt, dass nach der Freude über die Abschaffung der IMU ganz bestimmt der große „Kater“ kommen wird, wenn in den nächsten 50 Tagen entschieden werden muss, wie dieser Steuerverzicht gegenfinanziert werden kann. Oder wenn die Gemeindeverwaltungen anfangen, den Haushalt 2014 vorzubereiten , ohne zu wissen, was statt der IMU und mit der neuen „Servicetax“ auf sie zukommen wird. Konkrete Einsparungen oder z. B. zusätzliche Einnahmen mit dem Verkauf von nicht genutztem Staatseigentum sind nicht in Sicht, daher wird es voraussichtlich wieder Steuererhöhungen unter einem anderen Namen geben.

Partschins - Die Partschinser haben am vergangenen Samstag das neue Wasserkraftwerk „Birkenwald“ eingeweiht. Dabei sind sie den Weg ihrer Vorfahren, welche 1908 das Kraftwerk „Wasserfall“ gegründet und gebaut haben, konsequent weitergegangen.

„Birkenwald“ ist offiziell eröffnet, v.l.: die Gemeindereferenten Birgit Egger Ladurner, Luis Forcher, Hartmann Nischler, BM Albert Gögele, LR Florian Mussner, Willi Kotz und die Gemeindereferenten Hannes Pföstl und Evelyn Tappeiner

von Erwin Bernhart

W

eitsichtig war man in Partschins in Sachen Stromerzeugung: 1908 ist das Kraftwerk „Wasserfall“ in Betrieb genommen worden. Damals von einer Genossenschaft. Diese Genossenschaft hat die Faschistenzeit nicht überlebt. Aber das Kraftwerk blieb in Gemeindebesitz, wurde 1957 durch das Kraftwerk „Salten“ ergänzt. Zuletzt haben beide zusammen rund 4 Millionen Kilowattstunden erzeugt. Mittlerweile ist der Strombedarf in der Gemeinde Partschins bei 10 Mio. kWh. Seit 2003 hat man sich deshalb um eine Verbesserung der Stromerzeugung der gemeindeeigenen E-Werke bemüht. Und nun kommt der Quantensprung: Seit vergangenem Samstag ist das neue Kraftwerk „Birkenwald“ eingeweiht, das Kraftwerk „Wasserfall“ ist im Originalzustand erhalten, vom Netz genommen und soll zu einem Technikmuseum umfunktioniert werden. Mit einer komplizierten Wasserkonzession (im Einvernehmen mit der Landwirtschaft, mit privaten Nutzern und mit einer Tag-und Nacht Regelung für die Wasserentnahme

beim Wasserfall) ausgestellt im Jahr 2010 konnte eine Produktionssteigerung von sagenhaften 245 Prozent erreicht werden. 7,2 Mio. kWh werden nun pro Jahr erzeugt. „2000 Haushalte können damit versorgt werden“, berichtete der Partschinser BM Albert Gögele bei der Eröffnungsfeier, der die Energie aus Wasserkraft als „sauber, ungefährlich und unerschöpflich“ beschrieb. Mit einem Kostenaufwand von insgesamt 5,5 Millionen Euro (6 Millionen Euro war der Kostenvoranschlag) und einer Bauzeit von gut einem Jahr konnte das Werk kurz vor Ende 2012 den Probebetrieb aufnehmen. Weitere Pläne liegen in der Schublade. Die Unterstufe „Salten“ erzeugt zurzeit 2,6 Mio. kWh. Auch „Salten“ soll in der Produktion verbessert werden. Die Konzession am Holerbach soll in eine ganzjährige Konzession umgewandelt werden. Mit sichtlichem Stolz verteilte BM Gögele Lob an die am Bau beteiligten Techniker und Firmen, blickte aber auch auf die Vorleistungen seines Vorgängers und dessen Ausschussmitglieder zurück. Die Musikkapelle Partschins begleitete die Feier am Samstagvormittag mit flotten Klängen.


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/Wirtschaft/ 9

Eyrs/Vinschgau

„Alles hat Platz, wenn man guten Willens ist“

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ür uns ist es frustrierend, dass der Obstanbau derzeit verteufelt wird, ohne Einblick in das eigentliche Wirtschaften zu nehmen“, sagt Theodor Niederfriniger. Möglicherweise stellvertretend für viele Bauern, die gemäß den Agrios-Richtlinien wirtschaften, macht Niederfriniger seinen Unmut über die pauschale Verurteilung von Bauern in der Diskussion rund um die Pestizide vor allem im oberen Vinschgau Luft. Ein verantwortungsvoller, regelkonformer Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (analog der Anwendung von Human- und Verterinärpharmaka!), sowie die Einhaltung einer Abstandskultur gehören ebenso zum Selbstverständnis dazu, wie technische und ökologische Möglichkeiten zu nutzen. Viele Bauern in der Gegend von Eyrs und Tschengls verwenden seit Jahren keinen Kunstdünger mehr, sondern die Gülle aus den Biogasanlagen der Gegend. Bereits derzeit wird auf einem großen Teil der IP-Flächen um Eyrs mechanische Baumstreifenpflege durchgeführt - ohne Herbizide also. „Wir integrieren durchaus Sachen aus dem Bioanbau; diese werden auch vom Beratungsring empfohlen. „Es wäre gescheiter“,

sagt Niederfriniger, „die laufende Ökologisierung anzuerkennen, als alles Obstbauwirtschaften schlechtzureden. Ohne Feindbild läuft auch hier nix! Bei vielen scheint sich die Ansicht zu auszubreiten, dass ein Obstbauer nichts anderes zu tun hat als Gift zu spritzen. Das zeugt von Unverständnis. Ohne Handarbeit, Fleiß und persönliches Engagement ist auch kein Obstbaubetrieb machbar! In unserem Einzugsgebiet erwirtschaften nahezu 200 Familienbetriebe ihre Existenzgrundlage auf kleinflächigen Betrieben. Andernorts werden vergleichbare Gesamtflächen von einem einzigen Konzern bearbeitet.“ „Ich bin gegen ein generelles Pestizidverbot“, nimmt Niederfriniger eindeutig eine Position ein. „Dadurch würde die Anbauvielfalt verhindert, egal ob IP oder BIO: Das hätte den Verzicht auf ERWERBS/Obst-, Wein-, Beeren-, Marillen-, Kartoffel- oder Feldgemüseanbau zur Folge – übrig bliebe Grünland und Getreide. So würde das Kind mit dem Bade ausgeschüttet“. Nicht kleinreden wolle er die Probleme und Entgleisungen die neuerdings rund um den Obstbau wahrgenommen werden: „Hier hat

Theodor Niederfriniger: „Der Obstanbau betrifft die Existenz vieler Familien“ jeder Bauer zu reflekieren und eventuell seine Hausaufgaben zu machen! z.B. die Umrüstung der Sprüher auf Injektordüsen, Heckenanpflanzung, sich mit guten Manieren an die örtlichen Gepflogenheiten halten.“ (eb)


10 /Wirtschaft/

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Ulten, Alsack, Plawenn, St. Valentin

Grumet-Ernte ist um zwei Drittel eingebrochen D

ie Bauern auf der oberen Malser Haide sind in Sorge. Die Folgen der trocken gelegten Beregnung sind überall sichtbar. Und die Heustöcke werden kleiner ausfallen. Nach einer relativ guten Heuernte - dank des nassen Frühjahrs - ist die Grumeternte um zwei Drittel eingebrochen. „Da wo schlechter Untergrund ist, hat es sogar einen Totalausfall gegeben“, erklärt der BB-Vertreter von Ulten, Alsack und Plawenn, Josef Blaas. Und der BB-Vertreter von St. Valentin, Kurt Waldner, und der Vertreter des „Meliorierungskonsortiums Oberes Vinschgau“ Josef Plangger pflichten dem bei. Die drei haben ein Pressetreffen organisiert, um auf die prekäre Situation aufmerksam zu machen. Sie appellieren an die Landespolitiker. Diese sollten sich hinter das geplante Beregnungsprojekt stellen. Doch der Reihe nach. Die Verantwortlichen des „Meliorierungskonsortiums Oberes Vinschgau“ hatten die maroden Leitungen trocken gelegt, weil sie die Verantwortung nicht mehr übernehmen wollen. Das verheerende Zugunglück 2010 infolge eines lecken Beregnungsrohres und die Anklage gegen Vertreter des Bonifizierungskonsortiums Vinschgau haben diese Entscheidung beeinflusst. Mittlerweile liegt ein fertiges Projekt für den Neubau der Bereg-

nungsanlage auf dem Tisch. „Das Projekt liegt noch bei Romano Comunello. Er wird es nach einer genauen Überprüfung des Einzugsgebietes demnächst beim Amt für Gewässernutzung einreichen“, erklärt der Präsident des Meliorierungskonsortiums, Stefan Stocker. Den Grundbesitzern war das Projekt im April vorgestellt worden. Errechneter Kostenpunkt rund 12.000 Euro pro Hektar. Die Bauern interessiert nun, wie hoch die möglichen öffentlichen Beiträge sind. Erst dann wollen sie über den Neubau der Beregnung abstimmen. Eine Zweidrittel-Mehrheit ist wiederum Voraussetzung, dass das Bonifizierungskonsortium Vinschgau die Trägerschaft für den Bau übernimmt. Entscheidend für die Finanzierung könnten EU-Gelder zur Förderung des ländlichen Raumes sein. Diese werden für die Jahre 2014 bis 2020 demnächst vergeben. Die Bauern im Oberland hoffen nun, berücksichtigt zu werden. Und sie nehmen die Politiker Albrecht Plangger und Josef Noggler in die Pflicht. „Als unsere Vertreter sollen sie sich in Sachen Fördergeldern für die Beregnung einsetzen,“ so die Bauernvertreter unisono. Bis auf der oberen Malser Haide wieder Beregnungswasser fließt, werden die Bauern sich noch einige Male Sorgen machen müssen. (mds)

Direkte Demokratie I

einige Millionen an Steuergeldern verschlinget. Oder viele andere Projekte, die nur dazu dienen, die „Macher“ in günstiges Licht zu rücken. So bin ich auch dagegen, dass meine Steuern, die ich zahlen muss, für die Herstellung und den Verkauf von Waffen ausgegeben werden. Die Liste ließe sich noch endlos fortsetzen. In meinen Augen ist das undemokratisch bis zum „Gehtnichtmehr“. Und ich meine, nur eine Demokratie, wo auch der Bürger gefragt wird und mitreden kann, ist echte Demokratie. Auf dem Weg dorthin sehe ich die Unterschriftensammlung der Initiative für mehr Demokratie als einen weiteren Meilenstein. Nur wenn wir bis zum 13. September die 8.000 Unterschriften zusammenbringen,

„Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.“ Diese Aussage des deutschen Politikers Gustav Heinemann hat mich veranlasst, diesen Leserbrief zu schreiben. Tradition heißt nicht Stillstand. Ich denke dabei an mehr Mitbestimmungsrechte für die Bürger in Südtirol. Ich denke dabei an die vielen Millionen an Steuergeldern, die von unserer Landesregierung bereits zum Fenster hinausgeworfen wurden und zurzeit noch werden: der ungewollte Flughafen z.B.. Der wurde uns damals einfach übergestülpt, obwohl weit über 20.000 Unterschriften dagegen abgegeben worden sind. Oder die Therme Meran, die auch jährlich

Die Bauern-Vertreter klagen über massive Futter-Einbußen. v. l. : Kurt Waldner, Josef Plangger und Josef Blaas auf einer Wiese bei Alsack.

wird es weitere Volksabstimmungen geben. Nutzen wir diese wohl letzte Chance zahlreich! Robert Ruepp, Schluderns

Direkte Demokratie II Mit dem Kopf durch die Wand: Das im Juni beschlossene Landesgesetz zur direkten Demokratie liest sich wie eine willkürliche Anhäufung von Erschwernissen und Einschränkungen und dürfte wohl kaum zur Bürgerbeteiligung sondern eher zu deren Verhinderung gedacht sein. Zwar ist kein Quorum mehr vorgesehen, im Gegenzug jedoch unüberwindbare, doppelte Unterschriftenhürden. Nach vier Jahren will man


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uns Bürgern ein Gesetz auferlegen, das nie und nimmer den Anforderungen echter Bürgerbeteiligung entspricht. Ziehen wir die Notbremse! Hoffentlich denken mindestens weitere 7.999 Mitbürgerinnen und Mitbürger wie ich und unterschreiben bis spätestens 13. September 2013 auf ihrer Gemeinde die beiden Anträge für mehr Demokratie. Karl Zerzer, Naturns

Nächstes Jahr auf dem Open Air Sehr geehrter Herr Felderer, mit großem Eifer haben wir in der letzten Ausgabe des Vinschgerwind Ihren Leserbrief gelesen und zuerst möchten wir uns für die Blumen bezüglich Klos, Müllbehälter und Absperrung bestimmter Zonen bedanken. Was die Zufahrt zum Hubschrauberlandeplatz betrifft, ist Ihnen wahrscheinlich entgangen, dass jederzeit freiwillige Helfer anwesend waren, die gegebenenfalls die Absperrung sofort geöffnet hätten. Kommen wir zum Wesentlichen: „Ein Tritt“ in den Hintern war Ihr Leserbrief auf jeden Fall. Es war ein gewaltiger Tritt in den Hintern der Organisatoren, die schon im Oktober 2012 damit begonnen haben, das Matscher Au Open Air zu organisieren und hunderte Stunden ihrer Freizeit investierten, um diese Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Weiters war es ein Tritt in

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den Hintern der 130 freiwilligen Helfer, welche für einen reibungslosen Ablauf unseres Festivals sorgen. Zu guter Letzt war es ein Tritt in den Hintern der Personen, die seit Jahren versuchen, neue Angebote für die Jugend zu schaffen und Musikkultur im Vinschgau und darüber hinaus zu fördern. Am Ende Ihres Leserbriefes behaupten Sie, unsere Veranstaltung sei von Steuergeldern finanziert, habe keinen Sinn und stelle Eltern vor große Probleme. Leider müssen wir Sie darüber informieren, dass Sie nicht ganz richtig informiert sind und dass man normalerweise seine Quellen überprüft, bevor man etwas in einer Zeitung veröffentlicht. Unsere Veranstaltung wird zu keinem Teil von Steuergeldern finanziert, und deshalb sind wir ausschließlich auf private Sponsoren angewiesen. Sinnlos ist das Matscher Au Open Air wohl nur für Menschen, die glauben, dass Kultur im Allgemeinen sinnlos ist. Fakt ist, dass wir ein Teil der Südtiroler Kultur sind und dass viele Hunderte Jugendliche froh sind, dass es unser Festival gibt. Was die Probleme für Eltern betrifft, eine Gegenfrage: Ist es wirklich so schlimm, wenn ein Jugendlicher zwei Tage lang mit einem reichhaltigen und qualitativ hochwertigen Programm aus Musik, Kunst und Kultur unterhalten wird? Zum Abschluss möchte ich Sie, falls Sie noch nie auf dem Matscher Au Open Air waren, recht herzlich

/Leserbriefe/ 11

einladen, sich nächstes Jahr selbst ein Bild zu machen. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass Sie es gut finden. Mit freundlichen Grüßen Organisationskomitee Matscher Au Open Air

Instabile Politik Wieder ist eine italienische Regierung kurz vor dem Zusammenbruch und Neuwahlen stehen im Raum. Jeder versteht, dass diese instabile Politik in Italien nichts Gutes bewirkt und besonders nicht für unser SüdTirol. Medienberichten zufolge bestätigt das auch Senator Karl Zeller. Aber das unglaubliche an der ganzen Sache ist, dass die SVP immer noch an ihren aussichtslosen Abkommen und unzähligen „Geheimverträgen“ fest hält und der Bevölkerung was vormacht! Die Staatsschulden erreichen von Monat zu Monat Rekordwerte und mit Neuwahlen werden diese sicherlich nicht reduziert, denn alleine in Österreich kostet die Organisation der Nationalratswahl rund 13 Millionen Euro. Italiens Politik schadet der allgemeinen Fortentwicklung Süd-Tirols! Sichern wir jetzt unsere Zukunft und gehen unseren eigenen Weg! Benjamin Pixner, Landesjugendsprecher der Süd-Tiroler Freiheit, Kastelbell-Tschars

Trachten-Outlet


12 /Leserbriefe/

Vinschgerwind 18-13

Antwort auf den Leserbrief „Gedanken aus Langtaufers“

in der Ausgabe Vinschgerwind 17-13 vom 22.08.13. Langtaufers. Das Tal, in dem wir aufgewachsen sind, das Tal, in dem wir mit unseren Familien leben, mit unseren Freunden zusammen sind, das Tal, das wir von Geburt an unsere Heimat nennen. Wir lieben unser Tal, und Hand aufs Herz, wir wollen das Beste für unser Tal. Seit etlichen Jahren verdienen wir unser Geld mit dem Tourismus, und der hauptsächliche Tourismus in Langtaufers begann vor ungefähr 40 Jahren, mit der Errichtung eines Skigebiets. Es folgten Gastbetriebe, Pensionen, Wanderwege, bewirtschaftete Almen, und und und… Der Tourismus im Tal war geschaffen, und wir können es nicht verleumden, einen großen Teil trug die Errichtung eines Skigebietes bei. Wir arbeiten in gastgewerblichen Betrieben und der Kontakt zum Gast ist uns wichtig. Wer sich etwas mit dem Thema „Anschluss an das Skigebiet Kaunertal“ befasst, erkennt, dass bei der momentan laufenden Petition im Internet 90% Gäste unterschrieben haben. Erweitert man sein Blickfeld ein wenig, und zwar nur soweit (ca. 4 km Luftlinie), um unsere Nachbarn im Kaunertal zu betrachten, sieht man ein Tal, welches die Gäste wegen seines Angebotes lieben, und zwar nicht nur das Pistenangebot im Winter, sondern auch das Angebot im Sommer (ca. 40 % der Einnahmen im Kaunertal werden im Sommer erwirtschaftet). Die Gäste dort lieben die Wanderwege, die Möglichkeit auch ohne gute Kondition die Bergwelt zu bewundern, die Möglichkeit einer begehbaren Gletscherspalte und die Infrastruktur (kleine Geschäfte, Schwimmbad, intakte/nicht private Spielplätze usw). Auch einige von uns betreiben Urlaub auf dem Bauernhof, freuen uns über unsere Stammgäste, allerdings bleiben diese von Jahr zu Jahr vermehrt aus, und der hauptsächliche Grund dafür, sie haben den Jungbrunnen nicht gefunden, sie werden älter. Ein Gast vor 30 Jahren war noch zufrieden, wenn er ein und dieselbe Piste 20-mal auf

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und abfahren konnte, diesen gibt es heute allerdings nur noch sehr selten. Damit kommen wir wieder zurück zu dem Anschluss an das Kaunertaler Skigebiet. Zu der Frage „Wer will das schon?“, so möchte ich darauf hinweisen, dass es sich bei den „paar Einheimischen“ um die absolute Mehrheit der Langtauferer Bürger handelt, dies beweist eine Unterschriftensammlung, durchgeführt von Langtauferer Jugendlichen. Und zu dem „Fremden“, bei dem Investor handelt es sich um einen Tiroler, und dazu kurz eine Geschichtsstunde für die Verfasser des letzten Leserbriefes: Südtirol gehörte vor dem Ersten Weltkrieg zu Tirol, unsere Bräuche, Traditionen und Vorfahren stammen aus diesem Land. Und noch eine kurze Information am Rande, es handelt sich sogar um einen gebürtigen Südtiroler. Zusammengefasst, wir sind für den Anschluss an das Kaunertaler Skigebiet, nicht weil wir unser Heimattal zerstören wollen und auch nicht, um zu einer „marktschreierischen Superlativenwelt“ dazuzugehören. Wir sind für den Anschluss, weil wir unser Tal lieben, es aufwerten wollen, unseren Kindern eine Zukunft im Tal bieten wollen, unseren Gästen ein attraktives Angebot verschaffen wollen und weil wir vermeiden wollen, dass unsere bestehenden Skigebiete zu „Liftstützenskeletten“ werden und unsere Betriebe zu leerstehenden Ruinen verkommen. Wir leben im Jahr 2013 und nicht mehr in der Zeit der industriellen Revolution, und im Jahr 2013 gibt es Wege, bei denen sich Wirtschaft und Natur im Einklang befinden können. Drei gebürtige Langtauferer Frauen: Manuela Eller, Simone Eller und Martina Thöni

Zur Diskussion um den Obstanbau im Oberen Vinschgau Als deutscher „Feriengast“, der im oberen Vinschgau seit 45 Jahren zusammen mit seiner Familie seinen Urlaub verbringt, reagiere ich auf die Ausweitung des Obstanbaus mit Sorge und Schmerz. Direkt am Ortsrand von Mals liegt jetzt ein großes Kirschfeld, abgedeckt durch hellgraue Plastik und zusätz-

lich durch ein schwarzes Netz, das seitlich bis auf den Boden herabreicht. Überall entstehen neue Obstfelder bis hinauf nach Matsch, Alsack oder Taufers. Seit Jahrzehnten begangene Wiesenwege zum Tartscher Bichl sind gesperrt; Hecken, in denen Smaragdeidechsen lebten, wurden wegplaniert. Die Landschaft, wie sie Einheimische und Feriengäste lieben, wird zerstört. Bisher war der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle für einen großen Teil der Bevölkerung. Jetzt steht der obere Vinschgau am Scheideweg: Tourismus oder industrielle, landwirtschaftliche Produktion, beides geht nicht zusammen. Vorgestern habe ich von oben, von der Göflaner Scharte aus, hinunter gesehen auf den mittleren Vinschgau um Schlanders, ein erschreckender und trauriger Anblick! Bis auf das letzte Fleckchen besteht alles nicht bebaute Land, Quadratkilometer für Quadratkilometer, aus Obstplantagen, aus künstlich geformten Spalieren in Reih und Glied, der ständigen Beregnung ausgesetzt, kein natürlicher Baum, keine Hecke, teilweise überdeckt mit fußballfeldgroßen Plastikplanen. Der „Apfelgarten Vinschgau“ der Tourismuswerbung ist totes Land: kein Grashüpfer, kein Spatz, keine Maus, kein Bussard. Sie sind vor der lebensfeindlichen Umwelt geflohen oder den chemischen Spritzmitteln zum Opfer gefallen. Ebenso wie Myriaden von Kleinstlebewesen, die aus totem Sand oder Lehm einen fruchtbaren Boden machen. Oberer Vinschgau am Scheideweg – wird es ihm genauso gehen? In solch einer Umgebung kann Tourismus nicht mehr gedeihen. Das Schigebiet an der Tarscher Alm z. B. ist nicht am Schneemangel gescheitert. Gefehlt haben ein Masterplan zur Entwicklung und die öffentlichen Mittel – also die politische Entscheidung des Landes. Und eben ein natürlicher Talgrund. Welche Familie mit Kindern will schon in einer Gemeinde wie Latsch Ferien machen? Zwei Wege stehen zur Entscheidung. Der eine ist der für den Export produzierenden, am privaten Gewinn orientierten, industriel-

len Landwirtschaft, die die natürliche Ressource des Bodens zerstört, von der chemischen Industrie abhängig ist und der Mensch und Natur schweren Schaden zufügt. Der andere Weg ist der einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung, die achtsam mit der Natur umgeht und vielen zugute kommt – aufbauend auf dem Wissen unserer Vorfahren über die Erfordernisse nachhaltigen Wirtschaftens und über unser Eingebundensein in die hochsensible, alpine Umwelt einerseits, und in der gelebten Verantwortung für das uns anvertraute Leben, für die Schöpfung andererseits. So stehe auch ich als Feriengast am Scheideweg. Die durch Pestizide, Umwelt- und Bodenzerstörung vergifteten Äpfel esse ich nicht, seit ich vom Vinschger Radweg aus die Männer in Gummianzügen mit der Aufschrift BASF auf dem Rücken in den Apfelfeldern gesehen habe. Auch den Radweg benutze ich daher nur noch eingeschränkt. Sollte die Entscheidung für den industriellen, Mensch und Natur schädigenden Obstanbau gefallen sein, so werde ich in Zukunft zusammen mit meiner Familie und vielen Freunden, die genauso denken wie ich, den Vinschgau meiden. Dr. Joachim v. Luxburg, Königsbrunn b. Augsburg

Positive Anregungen Von Unwissenheit oder böswilliger Unterstellung kann gar keine Rede sein, das Ergebnis der Volksabstimmung ist eindeutig. Es liegt über 50 %, also haben sich die Bürger der Gemeinde Taufers und Mals für den Bau des Kraftwerkes ausgesprochen, oder was versteht ihr unter eindeutig. Die Unterlegenen sollten soviel Respekt haben und auf keinen Fall die fortschreitenden Arbeiten behindern oder sogar gefährden, denn es geht um unser aller Wohl. Die Auswirkung auf Flora und Fauna ist sicher nicht so groß, wie ihr vermutet, alles wird sicher schonend gebaut werden, in einigen Jahren ist von dem ganzen Eingriff nichts mehr zu sehen. Ich hoffe ihr tragt mit euren positiven Anregungen bei, dass dieses Werk geplant und gebaut wird. Hansjörg Bernhart, Burgeis


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/Impressionen/ 13

Sommerschluss. Mein Traumstrand ist k端hl und vertikal. Ohne Sand, Tamerisken und Ginster sowie ohne melancholische Sonnenunterg辰nge. Ach das Meer... Statt nach S端den fahr ich lieber nach Sulden und liege unter einem Sonnenschirm ohne M端cken. Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it


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W statt B

Ortler-Traum erfüllt

Bei der ausführenden Firma des Parkplatzes von Melag haben wir einen Buchstaben verwechselt: HOWA aus Prad muss es heißen, nicht HOBA, wie wir formuliert haben.

Schlanders - Seit drei Jahren träumt Jan Oberhofer davon, den Ortler zu besteigen. Mitte August war es dann soweit, Jan (geb. 2005) konnte sich gemeinsam mit seinem Vater Christian am nagelneuen Gipfelkreuz dem Erinnerungsfoto stellen. Fünf „leichtere“ Dreitausender hat er vorher bestiegen, um sich zu akklimatisieren und gut vorbereitet zu sein. Zum Ortler-Gipfel auf der Normalroute begleitete ihn der Bergführer Peter Reinstadler. (lu)

Kurzinterview

Nachgefragt

Sozialarbeit in Zahlen Vinschgau. Der Sozialbericht für das Jahr 2012 liegt frisch auf dem Tisch. In fast allen Bereichen zeigt das statistische Zahlenmaterial einen Rückgang oder einen Gleichstand. Für Karin Tschurtschenthaler, der Direktorin der Sozialdienste in der Bezirksgemeinschaft Vinschgau ein Zeichen dafür, dass Hilfeleistungen, Betreuung und Begleitung greifen und bei den Menschen im Vinschgau ankommen. Einige Zahlen herausgepickt. von Angelika Ploner

22

15.737

Minderjährige waren im vergangenen Jahr vollzeitig in Wohneinrichtungen oder bei Pflegefamilien untergebracht.

23

17

Minderjährige wurden 2012 in Tageseinrichtungen oder teilzeitig bei Pflegefamilien betreut.

Foto: Angelika Ploner

Vinschgerwind: Frau Tschurtschenthaler, welche Schlüsse ziehen Sie aus dem Sozialbericht, der frisch auf dem Tisch liegt? Karin Tschurtschenthaler: Wir haben in bestimmten Bereichen gleichbleibende oder sogar rückläufige Zahlen. Das ist ein Beweis dafür, dass Sozialarbeit gelingt. Ein Beispiel? Zum Beispiel in der außerfamiliären Unterbringung bei Minderjährigen sind die Zahlen rückläufig. Gerade in diesem Bereich zeigt uns die Erfahrung, dass mit ambulanter Fa m i l i e n b e treuung mehr erreicht wird, als in der außerfamiliären Unterbringung. Eltern müssen lernen, Verantwortung zu übernehmen und lernen das Stück für Stück, indem die ambulante sozialpädagogische Familienarbeit intensiviert wird. Mit welcher Herausforderung sehen sich die Sozialdienste der Bezirksgemeinschaft in den nächsten Jahren vor allem konfrontiert? Die größte Herausforderung ist mit Sicherheit jene der Pflege zu Hause. Angehörige brauchen längere Betreuungszeiten, das heißt wir müssen verstärkt in die Tagespflegeheime investieren. Hier wird am meisten Bedarf angemeldet. Deshalb wird das Tagesheim Prad zum Beispiel ab Oktober an fünf Tagen in der Woche geöffnet sein. Und ein Projekt in Laas zielt demnächst auf die Wochenendbetreuung von Seniorinnen und Senioren ab.

Foto: „Wind“-Archiv

14 /Lokales/

Plätze der Arbeitsrehabilitation in Latsch sind seit Jahren ausgelastet. Der ARD Latsch ist wie ein Lehrbetrieb , der den Betroffenen ermöglicht, sich wieder in den Arbeitsalltag einzubringen, aber auch mit den krankheitsbedingten Einschränkungen umzugehen. Die Arbeitsbereiche sind: Gärtnerei, Tischlerei, Küche, Töpferei, Gemüseund Kräuteranbau und die Kräuterverarbeitung.

3

27

Betreuungsstunden wurden 2012 für die Pflege zu Hause aufgebracht. Nimmt man die Betreuungsstunden in den Tagesstätten dazu, dann kommt man auf insgesamt geleistete Pflegestunden von 17.916. Die Zahl der betreuten Personen belief sich auf 791.

01.09.2013 Seit fünf Tagen ist die VISO, die Vinschger Sozialgenossenschaft, eine privat geführte Genossenschaft aktiv. Sie ist in Hinkunft Schnittstelle zwischen Arbeitsrehabilitationsdienst, Arbeitsvermittlungsdienst und erster Arbeitsmarkt und hat die klare Aufgabe geeignete Arbeitsplätze anzubieten.

Menschen mit Behinderung besuchten 2012 die Werkstätte in Prad. Das Ziel der Werkstätte, die es in dieser Form seit 1975 gibt, ist es, die Selbständigkeit der Menschen mit Behinderung zu erhalten und zu fördern. In der Lebenshilfe in Schlanders waren vergangenes Jahr 51 Menschen mit Behinderung untergebracht.

24.644 Essen auf Rädern wurden im vergangenen Jahr ausgegeben. Davon wurden 15.176 von Volontären zugestellt.

812.197,41 Euro sind im Jahr 2012 an finanzieller Sozialhilfe ausgezahlt worden. 2011 waren es noch 941.650,20 Euro.

Tagespflegeheime gibt es derzeit im Vinschgau: in Prad, in Mals und in Latsch. Die Tagespflegeheime in Prad und in Latsch waren im Jahr 2012 an zwei Tagen in der Woche geöffnet, jenes in Mals an einem Wochentag. Weil die Nachfrage an teilstationären Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren steigt, wird das Tagespflegeheim in Prad ab Herbst dieses Jahres an fünf Tagen in der Woche geöffnet sein und 8 Betreuungsplätze pro Tag anbieten.


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Reschen/Vinschgau

Funktionäre bei Panzersperren

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Foto: Karl Pfitscher

m 09. August 2013 lud die Wirtschaftskammer (WK) Landeck Unternehmervertreter aus dem Bezirk Landeck und Funktionäre des Südtiroler Wirtschaftsrings (SWR) zu einer Wanderung auf die Hochebene Plamort. Treffpunkt war der Parkplatz an der Talstation Bergkastl in Nauders. Nach der Auffahrt mit den Gondeln wurde wetterbedingt kurz im Bergrestaurant eingekehrt. Toni Prantauer begrüßte als Obmann der WK Landeck die Teilnehmer und nach einer Vorstellungsrunde führte Kurt Ziernhöld, ehemaliger Funktionär des SWR-Bezirks Vinschgau, die Gruppe in Richtung Plamort. Erklärungen zur Geschichte von Nauders, Reschen und Plamort und historische

Hintergründe über das geschichtsträchtige Dreiländereck durch Kurt Ziernhöld erstaunten die Anwesenden. Die Panzersperren und die Bunkeranlagen auf Plamort waren bis 1990 militärisches Sperrgebiet. Am Weg zum Dorf Reschen konnten die Unternehmervertreter dann auch in einen dieser Bunker hineingehen und die Gänge, Schießscharten und Versorgungstunnel besichtigen. Der Ausklang dieses einmaligen Ausflugs fand im Hotel Almhof in Nauders bei einer zünftigen Marende statt.

Taufers i.M.

Auf der Mitteralm

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Auszeichnungen für den dort produzierten Käse erwerben. Anfang August feierte die Alm ihr 100-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür. Bei Kaiserwetter fanden sich fast 200 Besucher auf der Alm ein. Stolz konnten die Betreiber erstmalig das Ergebnis ihrer heurigen Produktion einem breiten Publikum präsentieren und der Käse mundete. Die Böhmische der Musikkapelle Taufers umrahmte das Fest musikalisch, kulinarische Köstlichkeiten gab es vom Grill. Alminteressentschaftspräsident Hubert Schaller zeigte sich erfreut über den Zustrom und bedankte sich Käseanschnitt und Kostprobe des produbei Almpersonal und zierten „Almgoldes“ Bauern. (bbt)

Foto: Brigitte Thoma

ie auf 2011 m hoch gelegene „Mitteralm“ im Avingatal von Taufers i. M. gehört zu den größten und schönsten Milchviehalmen in Südtirol. Die Senner konnten in den vergangenen Jahren unzählige Medaillen und

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/Lokales/ 15


16 /Lokales/

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Schlanders

Schlanders/Vinschgau

Eingeweiht

„Vier ausgezeichnete Theaterstücke“

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ei der Einweihung der neuen Räumlichkeiten für den Modelleisenbahnclub Schlanders durch den Schlanderser Dekan Josef Mair kam auch ein Freund des Hauses vorbei: LH Luis Durnwalder. Durnwalder ließ am Samstag vor einer Woche dafür andere Einladungen sausen. Eine Ehre für den Club, andere waren düpiert. Direkt am Bahnhof mit dreiseitigem Panoramafenster hat nun der von Heinz Unterholzer als Präsident geführte und einzige Modelleisenbahnclub Südtirols eine neue Bleibe auch zum Ausstellen von Dioramen gefunden.

v.l. Marjan Cescutti, Martin Trafoier und Peter Silbernagl bei der Pressekonferenz in Schlanders

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enau am 19. September 1998 wurde das Kulturhaus Schlanders eingeweiht. 15 Jahre ist das nun her und mit einem Veranstaltungsreigen wird man dieses Jubiläum in den kommenden Wochen feiern. Das Südtiroler Kulturinstitut ist seit der Spielzeit 2000/2001 im Kulturhaus präsent: mit Abend-, Jugend- und Kindertheater. In der vergangenen Spielzeit besuchten die Aufführungen schätzungsweise 2.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Diese stolze

Zahl nannte Martin Trafoier, der Präsident des Kulturhauses jüngst in kleinem Kreise, jenem nämlich, den man zu einer Pressekonferenz ins Schlanderser Kulturhaus lud. Der Grund: Marjan Cescutti, der Vorsitzende des Südtiroler Kulturinstituts und Peter Silbernagl, der Direktor stellten die heurige Programmauswahl für Schlanders vor. Vier Inszenierungen, Theaterbühnen aus Kassl, aus Hamburg, aus Dresden und aus Mannheim, werden in der heurigen Spielzeit

„reizvolle Begegnungen schaffen.“ (Peter Silbernagl) Moritz Rinkes Stück „Wir lieben und wissen nichts“ wird am 17. Oktober Auftakt sein, Franz Kafkas „Der Prozess“ am 29. November vom Thalia Theater Hamburg als alptraumhafter Psychokrimi auf die Bühne kommen. Im nächsten Jahr geht’s mit Christa Wolfs „Der geteilte Himmel“ (30. Jänner 2014) weiter. Den Abschluss bildet Theresia Walsers Uraufführung „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“ am 28. März 2014. (ap)

15 JAHRE

SCILLA CRISTIANO

ORFEO ZANETTI

CELESTE AIDA FESTKONZERT MIT DEM ORCHESTRA REGIONALE FILARMONIA VENETA

UNTER DER LEITUNG VON FRANCESCO OMMASSINI

FREITaG, 6. SEpTEmbER 2013 Um 20 UhR

Im KULTURhaUS KaRL SChÖNhERR IN SChLaNDERS Karten sind im Tourismusverein Schlanders-Laas in Schlanders in der Göflanerstr. 27 (Kulturhaus) erhältlich Das 15-Jahre-Kulturhaus-abonnement für alle fünf Veranstaltungen gibt es dort zum Sonderpreis von €60. Eintrittskarten: €20; €17 (Kulturpass/Dolomiten Vorteilskarte); €14 (Senioren, Schüler, Studenten)

12.09.2013

15.09.2013

27.09.2013

04.10.2013

hOLZhaUSENQUaRTETT

SONEROS DE VERDaD

DON KOSaKEN ChOR

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SchlanderS


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/Menschen/ 17

Von der Schönheit des Alters Vor zwei Tagen, am 3. September feierte Erna Privora ihren 104. Geburtstag. Gefeiert wurde so, wie es der ältesten Bürgerin von Schlanders am besten gefällt: Mit an „mords Tam-Tam“, wie es die alte Dame selbst nennt. Am 3. September feierte Erna Privora aus Schlanders ihren 104. Geburtstag. Verena, ihr Urenkelkind hat am selben Tag Geburtstag wie sie

von Angelika Ploner

I

m Gesicht lässt sich ihr Alter nicht ablesen. Und dass sie einmal 104 Jahre alt werden würde, hätte Erna Privora selbst wohl nicht für möglich gehalten. Vor zwei Tagen, am 3. September feierte die älteste Bürgerin von Schlanders im Bürgerheim ihren 104. Geburtstag, und zwar so wie es ihr am besten gefällt: „Mit an mords Tam-Tam.“ Die weiß-blau getupfte Bluse und der dazu passende Rock hingen schon seit einigen Tagen ganz vorne im Schrank, bereit für die kommende Geburtstagsfeier. Und der Besuch beim Friseur, um die Haare nachzufärben, war ebenso seit Wochen vorgemerkt. Denn weiße Haare, sagt sie, sind nur etwas für alte Leute. Eitel, das ist Erna Privora auch mit ihren 104 Jahren noch genauso, wie früher. Ihre Mutter habe schon einen ganz „eigenen Gusto gehabt.“ „Und man tut schon was erben“, meint sie. Ihr Gusto sei „ollm modern zu sein.“ Dunkelblau, Grün und Weiß sind ihre Lieblingsfarben. Um den Hals trägt sie seit vielen Jahren ein und dieselbe schwarze Perlenkette. Es kann schön sein, das Alter, solange man gesund ist und jeden Tag aufstehen kann. Oft beneiden sie die anderen Mitbewohner vom Bürgerheim um ihre Kraft in den Beinen. „I bin no guat ba die Fiass“, sagt sie stolz. Einmal habe man ihr einen Rollstuhl gebracht. Aber „des hot miar nit gepasst, des isch nix für miar“, schüttelt sie den Kopf und hinter der blaugrün umrandeten Brille blitzen die dunkelbraunen Augen auf. Fast das gesamte 20. Jahrhundert hat Erna Privora erlebt. Am 3. September 1909 wurde sie in Meran geboren. Als sie drei Jahre alt war, zog die Familie Privora von Meran nach Schlanders. Der Vater hatte jenes Haus, in dem heute der Hasenwirt untergebracht ist, gekauft gehabt. Erna Privora war eines von sechs Kindern: drei Buben und drei Mädchen. Der Erstgeborene war ein Sohn. Da hätte der Vater seine rechte Freude gehabt. „So worn holt die Männer“, lacht Erna Privora,

Semmeln seien diese Schürzen weggegangen. Einmal parkte eine ganze Motorradgruppe vor dem Geschäft, weil sie diese Schürzen entdeckt gehabt hatte. Es dauerte nicht lange und alle standen samt Schürzen bekleidet und zum fotografieren bereit. „Dia hobm a Gaudi kop“, erzählt Erna Privora.

„lei koan Madl als Erschts.“ Dann gebar die Mutter noch den Erich, die Hildegard, die Gisela, den Karl und als Letzte, als Jüngste, sie, die Erna. Als die Mutter meinte, dass des Madl nähen lernen müsse, war Erna gerade ausgeschult. Doch in der Näherei, in der sie untergekommen war, verstrich nur wenig Zeit. Erna Privora musste in dem Geschäft ihres Vaters mitarbeiten. „A kloans Gschäftl isch des gwesen. Über 50 Jahre hon i ausgholtn“, erzählt die Jubilarin mit Stolz. Alles Mögliche stand zum Verkauf: Erst Schuhe, später Schürzen, die blauen Bauernschürzen, Ausnähdecken und Kissen, Stickgarne, Knöpfe, und Servierschürzen mit Sangallo-Spitze. Auch Hüte waren im Sortiment, Filz, Loden, Strohhüte und die praktischen „Vespa-Kapplen“. Das Geschäft von Erna Privora war damals - ganz nebenbei erwähnt - das einzige Hutgeschäft im Vinschgau. In der Auslage ganz vorne breitete sie des Öfteren die blauen Schürzen mit humorvollen Sprüchen wie „Lustig und ledig, verheiratet und erledigt“ oder „Mei Ruah will i hobn“ aus. Wie die warmen

Auf ihrem Tisch im Zimmer im 4. Stock des Bürgerheims stehen Rosen, die ihre Schwiegertochter gebracht hat. Erna Privora liebt es, wenn Blumen ihr Zimmer schmücken. Einmal, erzählt die kleine, zierliche Frau sind drei Herren und eine Dame vom Radio zu ihr hierher gekommen. Der Robert, ihr Sohn, saß neben ihr auf einem Stuhl. Die Dame hat Erna angeschaut und gefragt: „Sagen Sie mir bitte, welches war Ihre größte Freude im Leben.“ Und sie habe daraufhin ihrem Bua mit dem Ellbogen einen ordentlichen Stoß versetzt. Es war der Robert, ihr Sohn, der ihre ganze Freude war. Die Tante, Ernas älteste Schwester und die Großmutter zogen den Robert auf. Sie hingegen sei immer im Geschäft gestanden, sagt sie. Robert ist heute 81 Jahre alt. Seit vier Jahren lebt Erna Privora im Bürgerheim von Schlanders. Das „Tam-Tam“, wie sie sagt, beim letzten Geburtstag, dem 103., das hätte ihr gefallen. Da habe der Kommandant sie einfach unter seinem Arm eingehakt und sei mit ihr hinaus spaziert, aus ihrem Zimmer. Draußen hätten dann alle geklatscht, die gekommen waren, um ihr zu gratulieren. „Miar geats wirklich guat do“, sagt sie und deutet auf das Bürgerheim. Das Altern kann eben auch schön sein. Und es ist zweifelsohne diese Schönheit, die es im Gesicht von Erna Privora abzulesen gilt. Und nicht allein das Alter.


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Flowige Trails Die Region rund um den Reschenpass lädt am 7. und 8. September zum ersten ALUTECH 3-LÄNDER-ENDURO. Die Anmeldung läuft! www.trailsolutions.at

Tschengls

Junger Imker

05.09.13

Soyalm Weideräumung Goldrain - Auch in diesem Jahr wurde wieder ein Stück Weide vom Junglärchenbestand befreit. Ohne dieses Unterfangen wäre eine Überwucherung, aufgrund der Unterbenützung nicht aufzuhalten. Ein Stück Kulturlandschaft ginge verloren, mitsamt ihrer biologischen Vielfalt, sprich Wildblumen und Insekten. Die Fraktion Goldrain bedankt sich herzlich bei den fleißigen Helfern, vor allem bei der Bauernjugend und dem Bauernbund, die viel Einsatz und erfolgreiche Zusammenarbeit bewiesen. (sil)

Ritterspiele sind Publikumsmagnet Schluderns - Die Südtiroler Ritterspiele in Schluderns haben in der achten Auflage nichts an Attraktivität verloren. 12.500 Besucherinnen und Besucher ließen sich vom mittelalterlichen Treiben begeistern - 500 mehr als 2012.

Beim Leeren der Honigstände im „Tschenglser Badl“

I

m August ist jene Zeit, in welcher der Imker den Ertrag seiner Arbeit erntet. Auch einer der wohl jüngsten Imker konnte kürzlich sein süßes Gold ernten. Der 12- jährige Tschenglser Elias Brunner und sein Lehrmeister Max Pohl hatten allerhand zu tun. Zur Firmung im April bekam der Junge, welcher im Herbst die zweite Klasse der Mittelschule Laas besucht, ein Bienenvolk von seinem Paten geschenkt. Die Leidenschaft für die fleißigen Insekten entwickelte sich bereits in den Kindertagen, sein Opa hatte mehrere Bienenvölker. Das süße Gold schmeckte und faszinierte ihn. Auch beschäftigt sich Elias mit der Haltung, der Vermehrung und der Züchtung von Honigbienen, sowie der Produktion von Honig und Bienenprodukten. Eingeführt in die Imkerei wird er von Max Pohl, welcher Stolz auf seinen wissbegierigen Schützling ist. (bbt)

Das kostenlose Kinderprogramm rund um die Uhr begeisterte die Kleinen und deren Eltern

von Magdalena Dietl Sapelza

D

ie Südtiroler Ritterspiele in Schluderns haben in der achten Auflage nichts an Attraktivität verloren. Die 12.500 großen und kleinen Besucherinnen und Besucher waren wiederum vom mittelalterlichen Spektakel begeistert. Und sie ließen sich die Stimmung selbst von den öfters auftretenden Regenschauern nicht verderben. Die größten Besucherströme waren an den drei Tagen aus dem norditalienischen Raum nach Schluderns gekommen. Doch auch zahlreiche Deutsche, Österreicher, Schweizer und nicht zuletzt viele Südtiroler mischten sich unter das mittelalterlich gekleidete Volk, das mit 1300 Darstellern und Marktleuten aus allen

Teilen Europas hierher gekommen war, um miteinander zu feiern. Zahlreiche Besucher kamen nicht zuletzt, um sich das Theaterstück „Die Matscher“ aus der Feder von Harald Trafoier und inszeniert von Christl Stocker Perkmann anzuschauen. Nach drei Jahren Pause war es heuer wiederum gelungen, ein Theaterprojekt zu realisie-

Christiane Heinisch mit Mathias und Tina Pali mit Aliah

ren. Unmittelbarer Anlass für die grandiose Darbietung mit rund 150 Personen, mit mittelalterlichem Fußvolk, mit Reitern, Kutsche und Narren war das Jubiläum „850 Jahre Schluderns“. Finanzielle Mittel für die Realisierung des Theaterprojektes hatte die Bibliothek Schluderns, die Gemeinde, der Verein Südtiroler Ritterspiele und die Heimatbühne bereit gestellt. Die Vereine spendierten an ihren Versorgungsständen mehrere Essen für die kleinen Komparsen. Die Ritterspiele stellen mittlerweile einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Die Kassen der Schludernser Vereine und deren Zulieferer füllten sich. In Schluderns und in den Orten der Umgebung kamen Tourismus und Handel auf ihre Kosten.


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02.05.13


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05.09.13

Vinschgau/Südtirol

Unternehmer sollen Verantwortung übernehmen chen. Die derzeitigen Rahmenbedingungen sind allerdings sehr schwierig: Bürokratie, Steuerbelastungen, Energiekosten usw.

Foto: Angelika Ploner

Wofür werden Sie sich einsetzen, welches werden Ihre Schwerpunkte sein? Als Bezirksvertreter habe ich die Aufgabe, grundsätzlich die Themen des Verbandes im Bezirk zu vertreten. Alle Bezirksvertreter des Landes treffen sich laufend in Bozen. Wichtig ist, dass wir im Unternehmerverband an einem Strang ziehen. Einen besonderen Focus, den ich mir persönlich gesetzt habe, ist, die soziale Verantwortung der Unternehmen präsent und bewusst zu machen. Auch werden wir die bereits guten Beziehungen zu allen Ober-, Berufs- und Fachschulen weiter ausbauen und unsere sehr erfolgreiche Initiative „Begegnung Schule-Unternehmen“ fortsetzen. Gustav Rechenmacher ist seit April 2013 Vinschger Bezirksvertreter im Unternehmerverband, ist Mitglied des Vorstandes des Unternehmerverbandes, führt das IT-Unternehmen „Systems GmbH“ mit Niederlassungen in Schlanders, Bozen und Bruneck Vinschgerwind: Seit April sind Sie Bezirksvertreter im Unternehmerverband und lösen damit Hans Moriggl an der Spitze ab. Haben Sie das Gefühl, dass die Anliegen der Vinschger Unternehmer in Politik und Gesellschaft Gehör finden? Gustav Rechenmacher: Ich bin seit 6 Jahren im Vorstand des Unternehmerverbandes tätig. In der letzten Amtsperiode war ich VizeBezirksvertreter. Nun haben wir im April die Rollen gewechselt: Hans Moriggl ist seither Vize und ich bin Bezirksvertreter. Ich habe schon das Gefühl, dass man als Unternehmer in der Politik nicht immer gehört wird. Das Gefühl ist in den letzten drei Jahren entstanden, seit Präsident Pan an die Spitze des Unternehmerverbandes getreten ist und bemängelt hat, dass dreiviertel des Landeshaushaltes für Fixkosten reserviert sind und dass damit wenig Spielraum für Investitionen besteht, dass wir auf Export setzen müssen usw.. Wenn ich auf die letzten drei Jahre zurückblicke, stelle ich fest, dass relativ wenig Konkretes passiert ist. Der Weg ist mühselig. Haben Sie Hoffnung, dass sich das mit dem anstehenden Politikwechsel ändern wird? Die Hoffnung geben wir Unternehmer nie auf. Wenn wir das Glas nicht als halbvoll ansehen würden, würden wir vieles nicht mehr ma-

Was ist unter „sozialer Verantwortung“ zu verstehen? Es ist in der Gesellschaft nicht immer klar, dass ein Unternehmer einen wesentlichen Beitrag zum sozialen Frieden leistet. Es geht um die Arbeitsplätze: Wenn die Leute Arbeit haben, ist sozialer Friede garantiert. Das ist der Kern der Dinge. Mir wäre es lieber, wenn Förderungen stark reduziert würden und dafür die Bürokratie abgebaut wird. Den Unternehmern ist mehr Spielraum zu lassen. Nach dem Motto: Lasst uns arbeiten und erstickt uns nicht in der ganzen Bürokratie. Da braucht man nicht nach Rom oder nach Brüssel zu schauen. Wir haben in Südtirol genügend Hausaufgaben zu machen. Ich sage, in der letzten Legislaturperiode sind viele Hausaufgaben nicht gemacht worden. Südtirol hat eine niedrige Zahl an Arbeitslosen. Bisher. Welche Vision haben Sie, um den Standort Vinschgau in Sachen Arbeitsplatzausbau attraktiver zu machen? Das Wichtigste ist, dass uns die Möglichkeit geboten wird, Arbeitsplätze zu schaffen. Der Vinschgau ist relativ stabil, was neue Betriebe und somit Arbeitsplätze betrifft, was Veränderungen und Bewegungen in der Wirtschaft betrifft. Es passiert relativ wenig. Weil ich mit meiner Firma auch im Pustertal und in Bozen tätig bin, stelle ich fest, dass es im Pustertal und in Bozen viel mehr wirtschaftliche Bewegung gibt. Der Vinschgau tritt, aus meiner Sicht, seit einigen Jahren auf der Stelle. Will man im Tourismus oder auch in anderen Sektoren etwas weiterbringen, scheitert das oft an mangelnder Zusammenarbeit. Man hat den Eindruck, man will nicht. Der mittlere

Vinschgau und der obere Vinschgau wollen nicht zusammenarbeiten. Mein Gefühl sagt mir, dass man an einem Strang ziehen müsste. Beispiel Verkehr: Die ewige Diskussion über die Lösung bei Verkehrsfragen. Das ist eine ewige Baustelle, da muss endlich eine Lösung gefunden und eine Entscheidung getroffen werden. Ob diese dann gut ist oder nicht, das sieht man oft erst nachher. Bei der Mebo zum Beispiel waren zuerst viele dagegen, heute kann man sich die Mebo nicht mehr wegdenken. Oder die Zusammenschlüsse der Skigebiete im Obervinschgau. Ein schwieriges Thema. Es ist schon recht, dass es Gegner gibt, dass wir auf die Umwelt Rücksicht nehmen müssen. Auf der anderen Seite müssen wir schauen, dass wir Arbeitsplätze schaffen, damit uns die Jugend nicht abwandert. Das ist einer der wichtigen Punkte. Wenn die Jugend abwandert, ist das eine Spirale nach unten. Und zur Arbeitslosigkeit: Dass wir Vollbeschäftigung haben, ist längst vorbei. Ein Beispiel: Ich habe für meinen Betrieb im Raum Bozen-Pustertal zwei Sekretärinnen gesucht und habe 100 Bewerbungen bekommen. Das war in den letzen 10 Jahren nicht so. Was ist Ihr Zuruf an die Vinschger Unternehmer? Nicht den Mut aufgeben. An die Vision, an die Zielsetzung des eigenen Unternehmens glauben. Positiv in die Zukunft schauen. Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass jeder die Verantwortung für den eigenen Betrieb übernimmt. Man soll nicht sagen, da und dort ist das Land zuständig, oder das Land sagt, da ist der Staat zuständig oder da ist die EU zuständig. Jeder muss seine Verantwortung übernehmen. Das fängt bei den Mitarbeitern an, die ihre Verantwortung übernehmen müssen. Jeder Unternehmer soll in seinem Umfeld das tun, was zu tun ist. Wenn wir als Unternehmer von Krise reden, dann ist das ein Multiplikatoreffekt, der sich auf die Motivation der Mitarbeiter, auf die Handlungsfähigkeit niederschlägt. Wir müssen das anders angehen und sagen, dass sich die Rahmenbedingungen geändert haben, dass wir uns neu aufstellen und ausrichten müssen. Oft hängt eine Krise vom Unternhemen selbst ab, von einem geänderten Kundeverhalten und man erkennt das nicht. Der Krise wird dann die Schuld gegeben. Wichtig ist es also, die eigenen Hausaufgaben zu machen, die Mitarbeiter ins Boot zu holen und zu motivieren, und nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Die Unternehmer sollen die eigene Verantwortung wahrnehmen. Interview: Erwin Bernhart


02.05.13

Der Vinschger Wind 9-13

/Gesellschaft/ 21 Die Mitgliedsunternehmen im Bezirk Vinschgau

KG www.elektrokainz.com info@elektrokainz.com Tel.: +39 0473 73 98 99

Ein Unternehmen der Lechner Marmor AG

39023 Laas Tel. 0473 626 624 info@lasamarmo.it www.lasamarmo.it

Schwimmbecken und Ăœberdachungen 39026 Prad am Stilfserjoch Tel. 0473 616180 info@polyfaser.it

Bäckerei Preiss & Callovini GmbH Moosweg 5 - I-39020 Kastelbell Tel. +39 0473 624 141 - www.preiss-brot.com

IT-Infrastructure

Business Solutions


22 /Gesellschaft/

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Der Bauer, der übersetzt E

twa einmal monatlich fliegt der Malser Markus Hafner nach Brüssel. Er ist Übersetzer für den italienischen Vertreter im EMB (Europeen Milk Board). Dies nebenberuflich. Zu Hause führt er einen landwirtschaftlichen Viehzuchtbetrieb, ist ExGemeinderat und Fußballfan. Im oberen Vinschgau ist die Entwicklung der Landwirtschaft derzeit eine große Herausforderung. Was sagt der Übersetzer dazu, der in Brüssel für einen fairen Milchpreis und für das Überleben der Milchbauern kämpft? (ba) Vinschgerwind: Seit einigen Jahren sind Sie als Übersetzer im EMB in Brüssel tätig. Was genau machen Sie? Markus Hafner: Das EMB ist die europäische Dachvereinigung von Milchproduzenten aus 17 EU – Ländern und der Schweiz mit Sitz in Brüssel. Wir vertreten ca. 100.000 europäische Milchbauern mit steigender Tendenz. Ich selbst würde mich als „Kofferträger“ von Roberto Cavalliere bezeichnen; er ist der italienische Vertreter im EMB – Vorstand. Meine Hauptaufgabe ist die Simultanübersetzung von Deutsch – Englisch ins Italienische. Kommt Herr Cavalliere selbst aus einer Bauernfamilie? Ja. Roberto Cavalliere führt gemeinsam mit seinen Brüdern am Gardasee einen Milchvieh-

einen gerechten, kostendeckenden Milchpreis. Oft fühlen wir uns wie Don Quichotte. Wir (EMB) gegen die Weltkonzerne: Nestle`, Lactalis, Arlafood, Friesland-Campina …. Und dann das politische Barkett zwischen Trilog (Kommission, EU-Parlament , Minister) und die verschiedenen politischen Parteien.

Genannt die „Zwillinge“ - Markus Hafner und sein Chef Roberto Cavalliere auf dem Weg nach Brüssel betrieb mit über 100 Kühen in Laktation. Die gesamte Milch wird in der hofeigenen Käserei zu italienischen Käsespezialitäten verarbeitet. Zudem werden mit einem Teil der Milch 60 Eissorten hergestellt; als erste Agrigelateria in Italien wurde bekannt. Ein Nischenprodukt sind die speziellen Weine, die wie

die anderen Produkte auch im Hofladen verkauft werden. Seit neuestem gibt es eine Agrarpizzeria. Welche Interessen der Milchbauern vertritt das EMB? Wir kämpfen für ein Überleben der gesamten europäischen Milchproduzenten, und für

Erklären Sie das genauer. • Bei den Schwarzen weiß man ja inzwischen ganz genau, wo „diese“ stehen. (Verfechter der Liberalisierung) • Bei den Sozial-Demokraten hat man das Gefühl, dass diese hinter dem „Kleinen Mann“ sind, aber bei den Abstimmungen fallen diese um und stimmen für die Industrie. • Und dann sind da noch in Brüssel die Grünen. In Brüssel sind das die echten Bauern, wie der Häusling, die Lichtenberger, der Bouve`, aber in der Agrarkommission sind diese in der Minderheit. • Ein besonderer Fall sind die italienischen Legisti. Zudem arbeiten wir stark mit dem Agrarkommissar Ciolos zusammen und mit Paolo De Castro, der italienischer Vorsitzender der Agrarkommission ist. • Ich durfte viel durch Europa tingeln und brauchte sehr lange, bis ich die komplizierten Zusammenhänge einigermaßen verstehen konnte. Die größte Enttäuschung ist für mich die Copa-Cogeca (Dachorganisa-

Agripark • Agrigelateria • Pizzeria Caseificio • Cantina • Agriturismo

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05.09.13

tion des Europäischen Bauernverbandes). Ihr einziges Schlagwort lautet: „Wettbewerbsfähig“! Jetzt bist du als Südtiroler Milchproduzent mit diesem Schlagwort konfrontiert: Wettbewerbsfähig – wofür? a) Weltmarkt ca. 25-30 Cent pro Liter Milch b) Europamarkt 32-37 Cent c) für den italienischen Markt 40 Cent. Und wir vom EMB sind gerade dabei, die Produktionskosten pro Liter Milch von jedem Mitgliedsland zu erheben und da kommt Erstaunliches zutage: In Deutschland, das angeblich Weltmeister in der Milchproduktion ist, sind die Produktionskosten im Norden 43 Cent, im Osten erstaunliche 46 Cent und im Süden 51 Cent. Und glauben Sie, wir in Südtirol können besser produzieren? Und wenn Sie die Landes-

15 JAHRE

beiträge hineinrechnen? Die sind lächerlich! Z.B. wir bekommen keine 5000 € Beitrag für unseren Betrieb, alle Beiträge zusammen. Sind Sie mit der Landwirtschaftspolitik im Bereich Milchwirtschaft in Südtirol, in Europa zufrieden? Ein ganz klares Nein! Auf Anhieb, wenn man den Milchauszahlungspreis der Südtiroler Milchhöfe sieht, glaubt man, Friede, Freude, Eierkuchen, … aber wenn man tiefer geht, kommt Folgendes zutage: a) Vor 20 Jahren war der Milchpreis bei 900 Lire. b) Heute bei 50 Cent. Vergleicht man die Produktion von damals und heute im Jahr 2013, dann müssten wir alle zusperren. Landwirtschaft im oberen Vinschgau – große Herausfor-

DONNERStag, 12. SEptEmbER 2013 um 20 uhR Im KuLtuRhauS KaRL SChÖNhERR IN SChLaNDERS

Karten sind im tourismusverein Schlanders-Laas in Schlanders in der göflanerstr. 27 (Kulturhaus) erhältlich. Das 15-Jahre-Kulturhaus-abonnement für alle fünf Veranstaltungen gibt es dort zum Sonderpreis von €60. Eintrittskarten: €15; €12 (Kulturpass/Dolomiten Vorteilskarte); €10 (Senioren, Schüler, Studenten) MarktgeMeinde

SchlanderS

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derung. Sie haben sich noch nie öffentlich in der Thematik geäußert … Das stimmt und das werde ich auch nicht tun! Über die Entwicklung von Obst und Beerenbau im oberen Vinschgau wurde „alles“ von allen Seiten schon gesagt und geschrieben: Ich möchte nur 2 Dinge ansprechen, die uns alle betreffen: 1. Die Arbeits- und Produktionskosten ufern auf unseren Höfen aus, der Milchpreis ist seit über 20 Jahren der gleiche, obwohl der Konsument im Regal viel mehr bezahlt! Nun stelle ich Ihnen die Frage, wer wohl an dieser Misere verdient? Meine Antwort lautet: Weder der Bauer (Milchproduzent) noch der Konsument. Es sind die Konzerne! 2. Und nun zu uns Vinschgern mit ca. 22 Almen: Diese wurden vorbildlich restauriert, mit Leader-, Landes- und Europagel-

dern. Wir haben gutes bis sehr gut ausgebildetes Almpersonal. Die Symbiose Viehwirtschaft Tourismus scheint zu funktionieren, und morgen haben wir keine Kühe mehr, die Almen und Hochweiden zu beschlagen. Ihr Traum? Ihre Vision? Als junger Mensch hatte ich den Traum, ein guter Braunviehzüchter zu werden. Mit Hilfe meiner Familie war ich einmal ein guter Braunviehzüchter. Seit ich in Brüssel bin, träume ich nicht mehr. Dass ich aber immer noch weiter kämpfe, dass ich mit Menschen wie Romuald Schaber, Sieta van Kampima und Roberto Cavalliere oder in Südtirol mit einem Adalbert Braunhofer oder mit dem Peter Moriggl in Kontakt sein darf: Diese Personen sind die Idealisten der Milchwirtschaft. Wir alle wollen einen gerechten Milchpreis erzielen.


Kastelbell/ Tschars

TarscH

LatscH

Martell

Goldrain

Schlanders

Kortsch

Laas

Stilfs

Prad

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Glurns

Mals

Bildungsausschüsse Vinschgau

Graun

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Schluderns

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Bildungsausschuss Schlanders

DORF- & STADTGESPRÄCHE

Ort: Schlanders Tennisbar Sportzone Zeit: Mo., 9.9.2013, 19.30-22.30 Uhr

Wir reden frei miteinander über unsere Vorstellungen zur Zukunft Südtirols. Eine professionelle Moderation sorgt dafür, dass wir unsere Ideen und Themen klar und deutlich formulieren. Die Ergebnisse der Gespräche werden wir veröffentlichen und nach den Wahlen den Politikern übergeben. Dorf- & Stadtgespräche finden überall in Südtirol statt. Jeder ist herzlich eingeladen.

Eine Veranstaltung des Bildungsausschusses Schlanders in Zusammenarbeit mit dem Amt für Weiterbildung

Konzept und Moderation


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Bildungsausschuss Glurns

Kulturangebote rund um die Palabiratage 2013 vom Fr., 06.09. bis So., 15.09.2013 in Glurns

Lesung mit Luis Stefan Stecher Fr., 06.09.2013 – 20.00 Uhr – Puni Destillerie/Glurns

Literarische Weltreise Mo., 09.09.2013 – 20.00 Uhr – Gemeinde Glurns-Dachgeschoss Markus Fritz nimmt Sie mit auf eine „Literarische Weltreise“. Er stellt literarische Neuerscheinungen der letzen 12 Monate vor, Donatella Gigli liest ausgewählte Passagen und Thomas Piazza und Christian Hofer spielen dazu auf der Klarinette.

Paalapaam, hoachr Paam, wirfmr a Piirl in Schoass. Inz isch di Laon zkloan, oodr du pisch za groass. Paalapaam, scheanr Paam, plia schpaat af deer Wält, susch frprenntr dai Pliascht lai di Hoadrwint, Hoadrwint Kelt.

Ethical Banking - Ein Beteiligungsmodell für die Region?

Paalapiir, Fintschgrpiir, Korrnrlaitgmias, Korrnrlaitgmias, woll kropfat, voll Weschpm, oowr fir inz Heini siass.

Mi., 11.09.2013 –20.00 Uhr – Gemeinde Glurns-Dachgeschoss „Solidarität zeigen, Selbstverantwortung fördern, Hilfe zur Selbsthilfe leisten“ - mit diesem Leitgedanken startete im Jahr 2000 in der Bozner Raiffeisenfiliale ein Projekt, das mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus Kreise gezogen hat: „Ethical Banking“, eine Spar- und Finanzdienstleistung, die als „non profit service“ arbeitet. Konkret heißt das: extrem niedrige Kreditzinsen, die allenfalls eine Kostendeckung für die Bank gewährleisten, dazu gezielte Förderung von sozial, kulturell und ökologisch engagierten Projekten. Zu den Partnern von „Ethical Banking“ zählen u.a. die Weltläden Südtirols, der bäuerliche Notstandsfonds, die regionalen Bio-Verbände, eine Sozialgenossenschaft, der Bozner Filmclub sowie Initiativen im Bereich alternative Energie oder gerechter Handel. Mehr als 32 Mio. Euro wurden in den vergangenen Jahren von Sparer/ innen zweckgebunden investiert.

Paalapiirl, Tirggnpiirl, du pisch mr a Frichtl, wias Leebm, wäartz safti, ischas ferti deis Gschichtl. Paalapaam, oltr Paam, wirfmr a Piirl in Schoass. Inz isch di Luan zkloan, oodr du pisch za groass. Text: Palabiraliad von Luis Stefan Stecher

Morgenerwachen So., 08.09.2013 – 7.00 Uhr Frauenkirche im Stadtzentrum von Glurns Musikalische Meditation, dann ruhige Wanderung, begleitet von Gedanken und Texten, Stimmen, Klängen und Stimmungen mit Besuch von St. Jakob bei Söles. Abschluss mit Frühstück unter Palabirnen Musik: Gernot Niederfriniger Texte und Gedanken: Christof Anstein Bei schlechter Witterung Lesung und Musik in der Frauenkirche

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

Referent: Helmut Bachmayer - Gründer der Abteilung „Ethical Banking – non profit“, seit 2009 Präsident des Fördervereins „Ethical Banking“

Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf


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JuZe Freiraum Schlanders Ö Fr. 06.09.13 ab 19.00 Pyjamaparty für Jungs Ö Sa. 07.09.13 ab 18.00 Uhr Schulstart – Discoparty für Mittelschüler Music, Buffet und Cocktails (Kosten 4 Euro) Ö Mi. 11.09.13 von 15.00 bis 17.00 Uhr Juzenachmittag für Mittelschüler Playstationturnier Anmeldung bis am Di. 10.09.13 im Juze; Kosten 5 Euro Ö Sa. 14.09.13 ab 19.00 Uhr Benefizkonzert „Hope for Ethiopia“ @ Vereinshaus Kortsch Jugendtreff Laas Ö Sa. 07.09.13 ab 18.00 Uhr Schulbeginnfeier Ö Sa. 14.09.13 ab 18.00 Uhr Lan Party Phönix Schluderns Ö Neue Öffnungszeiten ab 10.09.2013 Mi. 15.00 – 17.00 Uhr für Mittelschüler Mi. + Do. 17.00 – 20.00 Uhr Fr. 18.00 – 22.00 Uhr Sa. 18.00 – 23.00 Uhr Citytreff Glurns Ö Neue Öffnungszeiten ab 10.09.2013: Mi. 20.00 – 22.00 Uhr Fr. 16.00 – 18.00 für Mittelschüler jeden 2. Fr. 18.00 – 22.30 Uhr jeden 2. Sa. 17.00 – 22.00 Uhr Jugendtreff Revoluzer Taufers Ö Öffnungszeiten ab 06.09.2013: Di., Do., Fr.: von 16.30 bis 19.30 Uhr Jugentreff Explosiv Prad Ö Neue Öffnungszeiten: Mo. von 15.00 bis 18.00 Uhr Mi. von 15.00 bis 19.00 Uhr, Fr. + Sa. von 19.00 bis 23.00 Uhr Chill House Stilfs Ö Ab September Treff mittwochs wieder offen! Ö Sa. 07.09.13 ab 17.00 Uhr Schulbeginnparty Ö Fr. 13.09.13 ab 15.00 Uhr Fußball im Kulturhaus Ö Sa. 14.09.13 ab 17.00 Tischtennisturnier und Vorbereitungen Infotag Jugendzentrum JUMA Mals Ö Neue Öffnungszeiten ab 10.09.2013: Di. – Fr. von 16.00 bis 21.00 Uhr Mi.+ Fr. von 15.00 bis 17.00 Uhr nur für Mittelschüler Sa. von 18.00 bis 22.30 Uhr

Alkoholprävention in Südtirol

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Hope for

Ethiopia

BENEFIZKONZERT VEREINSSAAL KORTSCH // AB 19:00UHR // EINTRITT 5E // 14.SEP

MAINFELT THE SORRYS

GLUMP & PLUNDER Am Samstag, den 14. September findet im Vereinssaal von Kortsch das Benefizkonzert „Hope for Ethiopia“ statt. Die Veranstaltung wird vom Jugendzentrum „Freiraum“ Schlanders mitorganisiert. Als Gesundheit, Bildung, Wasserversorgung, unterdas Projekt vom Vorstandsmitglied Denny Pedross vorgestellt wurde, waren alle stützen vor allem Frauen und Mädchen bei ihrer begeistert. Das Jugendzentrum Freiraum möchte Ausbildung und haben gemeinsam mit George gemeinsam mit den Jugendlichen, anhand dieses McAnthony Grundschulen in allen 5 umliegenden Projektes, die Chance nutzen, um die Jugend für Dörfern errichtet. In Badessa, sowie auch im restlichen Äthiopien leiden die Menschen vor allem das Thema Armut zu sensibilisieren. Die Einnahmen des Konzertes fließen in die unter den wiederkehrenden Trockenperioden. Schulprojekte in Badessa, einem kleinen Dorf im Am Samstag sorgen die Bands „The Sorrys“, Süden Äthiopiens. Die Steylerschwestern haben „Glump und Plunder“ und „Mainfelt“ für dort in Zusammenarbeit mit Caritas Südtirol Unterhaltung. Ab 19.00 Uhr sind die Türen des verschiedene Projekte gestartet und unterstützen Kortscher Vereinssaales geöffnet und jeder, egal mittlerweile Menschen in Badessa und in den fünf ob alt oder jung ist herzlich eingeladen. umliegenden Dörfern. Sie arbeiten im Bereich

ZELTN ZUM ERSTEN…. UND ZUM ZWEITEN Die Zelte gerade erst aufgestellt und eingerichtet, hat uns kürzlich der Schauer von unserem Camp in „Truies“ unterhalb der Stilfser Alm gleich wieder verjagt. Wie dann ein Zelt nach Wind und Wetter aussieht, zeigt das Foto. „Unser“ Sportbus leistete nicht nur als Transportmittel wertvolle Dienste, sondern auch als Unterstand, Aufenthalts- und Trockenraum während des Unwetters. Auf der verfrühten Heimfahrt wurde aber schon ausgemacht, dass das mitgebrachte Fleisch und die Würstln halt am nächsten Tag auf dem Sportplatz-Grill gegrillt werden. So kam es dann auch und alle ließen sich’s schmecken! Wir lassen uns jedoch durch nichts und niemanden drausbringen und wagten einen zweiten Versuch. Wieder mit dem Sportbus ging’s am Donnerstag, 22. August auf die „Eyrser Lahn“, wo wir bei schönstem Sommerwetter zwei tolle Tage verbrachten. Das Lagerfeuer, der Vollmond, die Sterne und die laaaaaaange Nacht werden wir so schnell nicht vergessen!

Es tut sich auch sonst noch allerhand rund ums Chill House, so bereiten wir zur Zeit u.a. den Infoabend und die Einweihungsfeier vor (mehr davon in der nächsten Ausgabe des Vinschgerwind). Aus diesem und vielen anderen Anlässen hielt der neu gegründete Vorstand bereits einige Sitzungen ab und wir freuen uns auf die beiden Veranstaltungen, vor allem auf die Einweihung. Bei dieser Gelegenheit müssen wir endlich der Gemeindeverwaltung danken, die uns beim Umbau des Jugendtreffs großzügig unterstützt hat. Abgesehen von der Bedeutung, die das Chill House für uns Jugendliche hat, sind wir der Meinung, dass das Gebäude auch eine Aufwertung für das Dorfbild ist und inzwischen von der ganzen Bevölkerung positiv angenommen wurde.


05.09.13

pr-info „insr Lodn“, Laas

„insr Lodn“ füllt Marktlücke“ Vor neun Monaten wurde „insr Lodn“ am Hauptplatz in Laas eröffnet. Das Geschäft hat mittlerweile seinen Platz im facettenreichen Handelsangebot des Marmordorfes gefunden und ist nicht mehr wegzudenken. Einkaufen in Laas macht Spaß. Das Geschäft „insr Lodn“ bietet ein umfangreiches Sortiment an Haushaltswaren, an Korb- und Spielwaren, an Geschenkartikel und vieles mehr. „insr Lodn“ führt auch Koffer aller Größen sowie neuerdings hochwertige Kochtöpfe verschiedenster Formen für Gastbetriebe, die sich auch gut für große Familien oder für ErntehelferVerpflegung eignen. Ingrid und Joggo setzen auf Qualität Joachim Pircher und Ingrid Bayer und Kundenservice. Was nicht im Geschäft „insr Lodn“ in Laas lagernd ist, wird bestellt. Die beiden Geschäftsleute sind ständig bemüht, auf die Wünsche ihrer Kundinnen und Kunden einzugehen und freuen sich auf ihr Kommen. (mds) „insr Lodn“ am Hauptplatz, Vinschgauerstr.45, Telefon: 0473 626568

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/Gesellschaft/ 27

15 JAHRE

SONEROS DE VERDAD

Luis Frank arias mosquera

mayito rivera

KUBANISCHE MUSIKNACHT

SONNtag, 15. September 2013 um 20 uhr Im KuLturhauS KarL SChÖNherr IN SChLaNDerS Karten sind im tourismusverein Schlanders-Laas in Schlanders in der göflanerstr. 27 (Kulturhaus) erhältlich Das 15-Jahre-Kulturhaus-abonnement für alle fünf Veranstaltungen gibt es dort zum Sonderpreis von €60. eintrittskarten: €15; €12 (Kulturpass/Dolomiten Vorteilskarte); €10 (Senioren, Schüler, Studenten)

06.09.2013

12.09.2013

27.09.2013

04.10.2013

CeLeSte aIDa

hOLZhauSeN Quartett

DON KOSaKeN ChOr

a.gon theater müNCheN MarktgeMeinde

SchlanderS


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Auf den Spuren der Engel S

eit meiner Pensionierung habe ich hunderte von Besuchern in die Engelkrypta von Marienberg geführt. Wie sie sich vorstellen können, blieb ich seitdem auf den Spuren der Engel. Der Marienberger Bilderzyklus in der Krypta versucht die Frage zu beantworten: Warum hat Gott den Menschen erschaffen? Die Antwort darauf: Die Menschen sind durch die Erlösertat Christi dazu bestimmt, den zehnten, durch Erzengel Michael gestürzten Engelchor, zu ersetzen. Der dreizehnte Engel im Mitteljochgewölbe wird als Symbol der erlösten Menschheit gedeutet. Die christliche Engelkunde ist, was man weiß, geprägt von der um 500 n.Ch. in griechischer Sprache geprägten Hierarchien-Lehre des Dionysius Areopagita. Er beschreibt auf folgender Weise das Heer der neun treu gebliebenen Engel-Chöre: die obersten - die Seraphim, Cherubim und Throne - stehen Gott am nächsten. Sie geben göttliche Kräfte, die sie selbst von Ihm empfangen, weiter an die mittleren Hierarchien – die Herrschaften, Kräfte und Gewalten – welche dieselben ihrerseits in lebendigem Austausch den untersten Hierarchien vermitteln - den Fürstentümern, Erzengeln und Engeln. Seit einiger Zeit sind Engel wieder gefragt. Nicht so sehr bei Theologen, sondern vor allem bei Anthroposophen, New-Age-Anhängern, Psychotherapeuten, Sterbefor-

schern, Schriftstellern, Künstlern und Filmemachern. Sie treten im Fernsehen und im Theater auf, in Schlagertexten und in der Werbung. Man denke nur an die Mahnung auf Plakaten: „Gib deinem Schutzengel eine Chance.“ „Wenn Ihr Schutzengel mal nicht aufpasst, fangen wir Sie auf“, verspricht eine Unfall- und Lebensversicherung. Manchmal erscheinen Engel dem Menschen im Traum. Sie leben in der Umgangssprache, in Ausdrücken wie: engelgleich, engelrein, mit Engelszungen reden, du bist ein Engel, Engelsgeduld. „Du ahnungsvoller Engel, du“, sagt Goethes Faust zu seinem Gretchen. Menschen, die uns unerwartet in einer ausweglosen Situation zu Hilfe kommen, Trost spenden, Beistand leisten, wirken auf uns wie Engel. Bekanntlich kommen Engel vor allem in Kirchenliedern und in der Weihnachtsbotschaft vor. Sie kündigten die Geburt Jesu an und waren stets an seiner Seite: bei der Flucht nach Ägypten, der Versuchung in der Wüste und im Garten Gethsemane bis hin zu Auferstehung und Himmelfahrt. Im Buch der Bücher treten sie als freundliche Boten Gottes auf, als Grenzgänger zwischen Himmel und Erde. Meister Eckhart sah in ihnen „Gedanken Gottes“. Im Christentum werden verstorbene Kinder in die Schar der Engel eingereiht. Zynisch spricht man allerdings auch von Engelmacherinnen, die verhindern, dass ungeborene Kinder das Licht der Welt erblicken. In Mythen und Märchen sind Engel Träger geheimnisvoller Mächte. Laut Eugen Dre-


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wermann verkörpern sie psychologische, innere Kräfte der menschlichen Psyche. Und wer von uns kennt nicht das kitschig schöne Engelbild auf Glanzpapier? Todesengel wurde der berüchtigte KZ-Arzt Josef Mengele von seinen Opfern genannt. Jahrhundertelang haben die Engel zum festen Glaubensbestand der christlichen Religion gehört. In der Scholastik stritt man sogar darüber, wie viele Engel wohl auf einer Nadelspitze Platz haben. Nicht wenige Theologen haben im Zuge der Entmythologisierung im Sinne Rudolf Bultmanns (seine Tochter lebte, nebenbei bemerkt, in St. Valentin a.d.H. und ist dort begraben) die Boten Gottes kurzerhand in die Rumpelkammer überlebter mythologischer Phantasie verbannt, wo sie zusammen mit Christkind, Nikolaus, Weihnachtsmann und Osterhasen verstauben sollten. Andere Kirchenmänner verteidigen dagegen noch heute die Existenz von Engeln. Sie zählen diese himmlischen Wesen zu den fundamentalen Glaubenswahrheiten und halten sie für unerlässlich zur Erweiterung des christlichen Bewusstseins und Lebensgefühls. In der Literatur wimmelt es ebenfalls von Engeln in vielerlei Gestalt und unterschiedlicher Bedeutung. Goethe hat in seinem Faust ebenfalls Engel eingesetzt, die zu guter Letzt dem Teufel Faustens Seele ablisten und sie zur Vollendung in den Himmel tragen. In irdischer Absicht mahnte Lessing seine männlichen Geschlechtsgenossen locker und salopp: „Lieb‘ ein Mädchen, keinen Engel!“. Rainer Maria Rilkes Duine-

ser Elegien enden mit der Feststellung: „Ein jeder Engel ist schrecklich.“ Hier steht der Engel fraglos für eine höhere, unsichtbare Welt, die sich als Macht bekundet und Erschütterungen hervorruft. Sarah Kirsch ruft aus: „Wer wüchse nicht gern mit einem Engel auf.“ Oft lassen die Dichter Engel in Extrem- oder Grenzsituationen auftreten, in denen Menschen elementare Erfahrungen machen wie die der Liebe, des Schmerzes oder des Sterbens. Ein ungewöhnliches Engelbuch, das völlig aus dem Rahmen der bisher üblichen Publikationen fällt, ist Michel Serres‘ „Die Legende der Engel“. Bei ihm haben sich die Engel zu modernen Telegeschöpfen gemausert. Sie benutzen die heutigen Technologien mit all ihren Raffinessen, um mit Überschallgeschwindigkeit ihre Botschaften zu verbreiten. Sie sitzen in Halbleitern, Wendeschaltern, in Umformern, Gleichrichtern, Chips und Mikroprozessoren, in Großrechnern, Teleskopen, in den Cockpits der Flugzeuge und sind mit allen Systemen der modernen Datenübermittlung bestens vertraut. Als Adapter, Impulse, als Wellen, Codes, elektronische Signale bewohnen sie Maschinen, nisten sich in den Medien ein und versorgen uns mit wichtigen und oft auch überflüssigen Informationen aus aller Welt. Mit ihren einstigen Dienstleistungen, frohe Botschaften zu überbringen, die Geburt Jesu anzukündigen und andere Aufträge Gottes auszuführen, haben ihre jetzigen Funktionen nichts mehr zu tun. Stattdessen sorgen die heutigen Engel dafür, dass

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/Kultur/ 29

dieses Universum perfekt funktioniert und dass durch weit gespannte Kommunikationsnetze die Menschheit zu einer Einheit verschmilzt. Serres‘ Engel sind folglich ein Sinnbild und Interpretationsschlüssel für unser modernes Kommunikationszeitalter. Der Einfall ist gar nicht so übel. Die schwer zu deutenden viereckigen „Brettchen“, auf denen die Marienberger Engel stehen, könnten somit als Laptop gedeutet werden. Unsere Vorstellungen von Engeln haben vor allem Maler und Bildhauer geprägt: Fra Angelico, Jan van Eyck, Giotto, Boticelli und andere mehr. Auf verschiedenen Tafelbildern begleiten Engel die Menschen nach dem Sündenfall auf dem Weg aus dem Paradies. Jakobs Kampf mit dem Engel ist von Malern aller Zeiten und Schulen dargestellt worden, von Rembrandt, Delacroix, Moreau bis hin zu Gauguin. Im Rokoko kam die Tendenz zur Verniedlichung auf. Aus dem ehrfurchtgebietenden Himmelsboten wurde das putzige rundliche Kleinkind mit Spielzeugflügeln (Putte). Jede Zeit hat ihre eigenen Äußerungen und Vorstellungen. Selbst in unserem Jahrhundert haben sich zahlreiche Künstler um Engeldarstellungen bemüht. Heute bin ich glücklich darüber, das vermeintliche „Nebenthema“ Engel in den Blick genommen zu haben. Falls es auch Ihr Interesse finden sollte, so freue ich mich selbstverständlich sehr. Andreas Waldner

links oben: von oben kommend der 13. Engel (Symbol der erlösten Menschheit) Kopf an Kopf mit dem Erzengel Michael in der Westkappe des Mitteljochs in der Krypta von Marienberg; oben v.l.: Putte in der Stiftskirche von Marienberg über dem Kirchenportal an der Innenseite; die vier Erzengel in der Hofkapelle in Gschwell-Langtaufers; der Erzengel Michael am Dorfbrunnen von Burgeis mit der Waage (Mühlstein und armen Sünder)


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Naturns

Kortsch

Spielegruppe

Bauernjugend Göflan gewinnt

S

A

m Samstag, den 10. August wurde im Rahmen des Sommerfestes der FF Kortsch bereits das 7. Südtiroler Tankerziehen ausgetragen. Mit Start um 20 Uhr lieferten sich die teilnehmenden Gruppen vor zahlreichem Publikum ein spannendes Rennen, um die begehrte Wandertrophäe. Das 12 Tonnen schwere Tank-

löschfahrzeug der FF Kortsch musste mit jeweils 6 Mann oder 8 Frauen aus dem Stand über eine Strecke von 15 Metern gezogen werden. Die letztjährigen Favoriten, die Sauriaslfetzer Laas hatten Pech beim Start, und

wurden durch die Bauernjugend Göflan von der Spitze verdrängt. Nach Beendigung des Bewerbes konnte der Kommandant der FF Kortsch bei der Siegerehrung folgendes Ergebnis bekannt geben:

Ergebnisse: 1. Platz 2. Platz 3. Platz 4. Platz 5. Platz 6. Platz 7. Platz 8. Platz

Bauernjugend Göflan Zeit: 19:17 sec. Die Sauriaslfetzer Laas 20:51 sec. Die Kortscher Schafer 21:82 sec. FF Morter 22:79 sec. Kortscher Böhmische 23:27 sec. Bauernjugend Kortsch 23:51 sec. Gruppe Fiat 23:77 sec. Kortscher Schützen 24:86 sec.

Die teilnehmenden gemischten Frauengruppen sorgten für eine tolle Auflockerung im Wettstreit und erhielten den größten Applaus! 1. Platz Frauen Herzilein Zeit: 21:26 sec. 2. Platz Frauen Die Schwizzer Töfffreunde 30:82 sec. 3. Platz Frauen Der Familienverband Kortsch 29:08 sec.

Foto: „Wind“-Archiv

eit nunmehr 2 Jahren organisiert der VKE, in Zusammenarbeit mit der Waldorfschule Meran, ganzjährig die Spielgruppe nach Waldorfpädagogik. Seit Mai ist die Spielgruppe auch in einem Waldstück oberhalb der Gaststätte Waldschenke in Tschirland beheimatet. Mit tatkräftigem Einsatz zahlreicher Eltern der „Regenbogengruppe“ konnte aus einem ausrangierten Wohnwagen ein Rückzugsort geschaffen werden, der allen Wetterlagen trotzt. Diese tollen Erlebnisse der „Regenbogengruppe“ in der freien Natur, waren Anstoß dafür, dieses Erlebnis auch anderen Kindern zugänglich zu machen. Die Idee der VKE-Kinderferien „Sommer im Wald“ war geboren. 6 Wochen lang, von Mitte Juni bis Ende Juli, konnten Kinder zwischen 3 und 6 Jahren eine Sommerbetreuung der besonderen Art genießen. Die Kinder verbrachten den ganzen Tag in der freien Natur unternahmen kleinere Ausflüge in die nähere Umgebung und spielten mit Naturmaterialien. Neben dem wö-

Jugendgruppen: Starken Minestranten Kortsch Großen Minestranten Kortsch

Siegerehrung mit der Gruppe Bauernjugend Göflan 1. Platz

22:97 sec. 24:97 sec.

Münstertal

Zurück von der Tortour D

chentlichen Grillen wurden die Kinder mit leckeren Gerichten aus der Waldschenke versorgt. Die Kinder und Eltern zeigten sich alle sehr begeistert von diesen besonderen „Erlebniswochen“. Dies ist in jedem Fall als Auftrag an die VKE-Sektion, dieses Angebot auch im Sommer 2014 zu organisieren, zu verstehen. Saurer Tanja Gruber

siver Vorbereitung und vielen individuellen Trainingsstunden war es ein anstregendes und spannendes Erlebnis für alle Beteiligten, sei es für die Athleten als auch für das 10-köpfige Betreuungsteam, welches die Radfahrer in einem Follow-Car und zwei Transportautos begleitete. Die Route führte über Schaffhausen, Kreuzlingen, Oberriet, Chur, Bergün, Zernez, Flüelapass, Chur, Disentis, Sustenpass, Brig, Sion, Aigle,

Foto: Brigitte Thoma

Fotos: „Wind“-Archiv

oben: Gruppenraum im Freien unten: Gruppenraum bei Regen

ie Tortour ist das erste mehrtägige Nonstop-Radrennen der Schweiz. Sie startet in Schaffhausen und führt über rund 1000 Kilometer und 14500 Höhenmeter rund um die Schweiz zurück nach Schaffhausen. Gefahren wird im Solo, 2-er, 4-er und 6-er Teams. Heuer traf sich die Weltspitze der Langdistanz-Radfahrer vom 15. bis 18. August. 600 Athletinnen aus 24 Nationen starteten am 15. August nachmittags am Rheinfallbecken zum Einzelzeitfahren. Das Ergebnis aus diesem Zeitfahren definierte die Startreihenfolge am Freitagmorgen. Valentin Fliri aus Taufers i. M. und Beni Malgiaritta aus Müstair beteiligten sich in einem 6-er Team an diesem Langzeitradrennen. Zum Team der ibWHochschule in Chur gehörten auch der 16-jährige Fabian Bonderer, Silvan Casutt, Martin Züger und Marco Pol. Nach inten-

Moudon, Muntelier, Balsthal, Laufenburg, Glattfelden zurück nach Schaffhausen. Bei den Teams war immer nur ein Fahrer im Einsatz, gewechselt wurde an den Kontrollposten. Am Start, in der Mitte des Rennens und die letzte Etappe traten alle gemeinsam in die Pedale, dies mit einem super Erfolg. So konnte das ibW-Team in seiner Kategorie den ersten Platz einfahren, nach 32 Stunden und 25 Minuten! (bbt) Das Team der ibWHochschule Chur bewies Teamgeist und Ausdauer. Müde aber glücklich am Ziel in Schaffhausen, v.l.: Silvan Casutt, Valentin Fliri, Beni Malgiaritta, Martin Züger, Fabian Bonderer, Marco Pol


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Val Müstair

30 Jahre nach dem Waldbrand in Müstair A

Auswirkungen der Instandhaltungsarbeiten nach dem Großbrand vor 30 Jahren

Foto: Beat Grond

lljenen, die den WaldGroßbrand vom 27. Juli 1983 oberhalb der Höfe Guad bei Müstair miterlebt haben, wird dieses Ereignis in steter Erinnerung bleiben. Es war eindrücklich, die dunklen Rauchwolken und die gierigen Flammen gegen den Himmel aufsteigen zu sehen. Mit Gänsehaut beobachteten die Leute vom Tal aus das schreckliche Naturschauspiel und fragten sich, wie das wohl enden wird. Um sich dieses Erreignisses bewusst zu werden und die Auswirkungen der Instandstellungsarbeiten nach 30 Jahren vor Augen zu führen, lud der Gemeindevorstand am 17. August 2013 zu einer Besichtigung der aufgeforsteten Brandflächen vor Ort ein. Der Einladung sind 30 interessierte Einheimische und Gäste gefolgt. In Val Brüna orientierte der Kantonsförster Reto Hefti über die Waldbrandbekämpfung im

Allgemeinen und über Präventionsmaßnahmen. Hefti ist überzeugt, dass mit mehr Vorsicht seitens der Waldbesucher viele Waldbrände verhindert werden könnten. Als häufigste Verursacher nennt er die Touristen, die Jäger, das Militär und Blitzeinschläge. Im Kanton Graubünden wurden zwischen 1980 und 2012 446 Waldbrände registriert, die beiden größten im Val Müstair und im Misox. Mit eindrücklichen Fotos aus dem Brandgebiet zeigten Hansjörg Weber, Forstingenieur und

Jörg Clavadetscher, Revierförster, die desolate Situation nach dem Brand und die Instandstellungsarbeiten. Dann ging’s hinauf in das aufgeforstete Gebiet von Tramèn. Das Feuer hat eine Fläche von 50 ha gesunden Schutzwald zerstört. Der Jungwuchs ist vollständig verbrannt. Die Bäume über 16 cm Durchmesser wurden gefällt und ins Tal transportiert, entrindet und verkauft, den Großteil an Fuchs in Latsch. Dünnere Bäume wurden stehen gelassen und erst nach der Wiederaufforstung

Vinschger Palabira Tage in Glurns

gefällt und als Erosions- und Lawinenschutz stehen gelassen. Von 1984 bis 1986 wurden 110.000 junge Bäumchen der verschiedensten Sorten gepflanzt, 5.000/ha. Unterstützt wurde die Waldgruppe dabei durch mehrere Jugendgruppen aus dem Unterland. Da das heiße Wetter weiterhin anhielt und die Bodenerde verbrannt und ausgetrocknet war, wurde in mühsamer Arbeit ein Bewässerungssystem eingerichtet. Nach Überzeugung der verantwortlichen Forstleute haben diese Maßnahmen den Jungwuchs vom Dursttod gerettet. Das ganze Projekt hat 4.8 Mio. Franken gekostet. Der Gemeinde sind Restkosten von 600.000 Franken geblieben und auch diese sind zum Teil von div. Institutionen und Privaten mitfinanziert worden, sodass schlussendlich die Gemeinde noch 2% berappen musste. (bg)

vom 6. – 15. September 2013

Palabiragerichte Spezialitätenwoche von Fr. 06. September bis So. 15. September 2013

Die unten angeführten Gastbetriebe bieten während der Vinschger Palabiratage besondere Köstlichkeiten rund um die Palabirne an.

v

Glurns, Florastraße

Gasthof Weisses Kreuz Glurns, Malserstraße Gasthof Steinbock Florastraße Glurns

Glurns, Stadtplatz

Unsere Empfehlung: Ragout vom Rothirsch mit Palabira-Kartoffeltörtchen

Stadtcafè Glurns, Florastraße

Unsere Empfehlung: Palabirnengebäck

Viele Köstlichkeiten für Ihren Gaumen finden Sie beim

Unsere Empfehlung: Gerstrisotto mit Palabirnen und Frischkäse Palabiramousse Unsere Empfehlung: Frittierte Palabirne auf Wildgeschnetzeltem Palabirascheiterhaufen mit Vanillesauce Unsere Empfehlung: Palabiraschmarrn

Eine Initiative von Glurns Marketing

www.glurns.eu

RIEDL - B äckerei Eisdiele C afé K onditorei in Glurns, Malser Straße, Tel. 0473 831348

Glurns, Lauben SPORT

MODE

KREATIV & GASTRO

Unsere Empfehlung: Birnengipfel, Palabirneneis, Birne im Schlafrock und Birnen in Schokolade Unsere Empfehlung: Palabirabrot, Kirchtagskrapfen mit Palabirnenmarmelade, Schokobirnenkuchen

T RA CHTE N M O D E

Glurns, Stadtplatz www.fredshopping.com

Verkauf von Palabirnen

In den jeweiligen Gasthäusern und Geschäften werden auch andere Palabirnenprodukte angeboten.

Markttag – Marktstände in Glurns am Sa. 07. September 2013 von 10.00 – 17.00 Uhr Palabira-Sunnta auf dem Stadtplatz von Glurns, am Sonntag 15. September 2013


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05.09.13

Valchava

Partschins/Venedig

Konzert

Heimatpfleger auf der Biennale

Reservation Tel. +41 (0)81 858 53 17

Bozen/Vinschgau

Bäuerlicher Notstandsfonds

2

0 Jahre Weihnachtskarten des Bäuerlichen Notstandsfonds Menschen helfen: keine elektronische Post und kein EMail schnell am Computer anklicken. Dafür eine persönliche Weihnachtskarte in die Hand, und sich etwas Zeit zur Betrachtung nehmen. Auch heuer haben hierfür der Südtiroler Künstler Rudolf Maria Complojer und Südtiroler Hobbymaler ihre Motive unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Schon zum 20. Mal jährt sich dieses Jahr unsere Weihnachtskarten-Aktion. Durch den Kartenerwerb bzw. eine kleine Spende schenken Sie unverschuldet in Not geratenen Menschen in Südtirol Hoffnung und einen kleinen Lichtblick. Kartenmotive und detaillierte

Informationen: im Internet unter www.menschen-helfen.it

K

Foto: Erwin Bernhart

einen Widerspruch sehen die Heimatpfleger von Partschins darin, auf der einen Seite Dorfbild und Dorfcharakter zu schützen und auf der anderen Seite sich von moderner Kunst inspirieren zu lassen. Dass sich beide Interessen bestens ergänzen, hat die heurige Fahrt einer Gruppe interessierter Heimatpfleger zur Biennale nach Venedig gezeigt. Zudem muss vorausgeschickt werden, dass sich in den Reihen der Partschinser Heimatpfleger unter der Obfrauschaft von Hanni Laimer-Schönweger äußerst kunstsinnige Personen befinden. Darunter die Brüder Matthias und Herbert Schönweger, der Bildhauer Karl Hofer und die Hobbymalerin Irene Krause. So konnte die Busfahrt für eine Einführung in die Welt der Kunstschaffenden und der Kunst im Allgemeinen und in die heurige Biennale von Vene-

Die Partschinser Heimatpfleger auf dem Weg zu den „giardini“ der Biennale von Venedig dig im Besonderen genutzt werden. Die Gebrüder Schönweger haben das in einem spontanen Zwiegespräch ermöglicht. In den „giardini“ der Biennale konnte die äußerst interessierte Gruppe einer fachkundigen Führung durch den „Palazzo Enciclopedico“ lauschen, in dem, von einem blutjungen Massimiliano Gioni kuratiert, Werke verschiedenster Künstler aus dem 20. Jahrhundert ausge-

stellt waren. Der Rundgang zu den einzelnen Pavillons war dann den Mitgliedern der Reisegruppe freigestellt. Hans Egger, ehemaliger Fendt Italia Vertreter, wusste bei der Rückfahrt in der Nähe von Verona eine kulinarische Perle. Die Reisegruppe konnte so nach dem Kunstgenuss der Biennale mit dem Genuss italienischer Spezialitäten den Tag ausklingen lassen. (eb)

Tartscher Bichl

Archäologische Wanderung

Foto: „Wind“-Archiv

T

rio Papillons zu Gast im Museum Chasa Jaura Valchava Am Donnerstag, 12. September 2013, 20:30 Uhr, lädt das Museum Chasa Jaura Valchava zu einem Konzertabend ein. Das Trio Papillons spielt Werke von Dvorak, Debussy und Doppler. Das 2008 gegründete Ensemble aus der Region Basel gewann bereits zahlreiche Preise, ebenso wie die jungen Musikerinnen in der Solowertung ihres Instruments. Alina Isler und Mara Werdenberg, Querflöten; Christina Zheng, Klavier.

D

as Südtiroler Archäologiemuseum bietet am Samstag-nachmittag, 7. September eine geführte Wanderung zum

Tartscher Bichl an. Günther Kaufmann, Kurator am Südtiroler Archäologiemuseum, zeigt archäologische Besonderheiten des sagenumwobenen Hügels. Die Teilnahme an der Exkursion ist kostenlos, die Anmeldung bis zum 5. September jedoch verpflichtend. Die nachmittägliche Exkursion zum Tartscher Bichl am 7. September beginnt um 14.30 Uhr und führt vom Bahnhof Mals

nach Tartsch zum Tartscher Bichl und wieder zurück. Referent ist Günther Kaufmann, Kurator am Südtiroler Archäologiemuseum. Treffpunkt ist am Bahnhof Mals. Die Teilnahme an der Exkursion ist kostenlos. Eine Anmeldung bis zum 5. September unter der Rufnummer 0471 320112 ist jedoch verpflichtend. Die Veranstaltung entfällt bei Regenwetter.

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Vinschgerwind 18-13

/Sonderthema/ 33

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

05.09.13

Das neue Rathaus in Prad Seit der vergangenen Woche sind die Ämter der Gemeinde Prad am Stilfserjoch im neuen Rathaus untergebracht. Zu Ende ist damit eine lange Zeit der Suche nach einer Bleibe in Gemeindeeigentum. von Angelika Ploner

D

ie Vorgeschichte um das neue Rathaus in Prad ist eine lange. Fast zwei Jahrzehnte logierte man in der „Alten Post“ und war auf der

Suche nach einer Bleibe in Gemeindebesitz. Neubau oder Ankauf RAIKA-Gebäude: Darum kreisten die jahrelangen Diskussionen. 2008 traf man dann die Grundsatzentscheidung, die für den Ankauf des alten RAIKA-

Gebäudes ausfiel. Um 1,750 Millionen Euro (inkl. MwSt.) kaufte man das Gebäude von der RAIKA an, baute es um und sanierte es grundlegend. Vergangene Woche zog man dann in das voll sanierte Gebäude ein. Die

Baukosten inklusive Technikerspesen: 1,7 Millionen Euro. Hinzu kommt die Einrichtung, die Bürgermeister Hubert Pinggera mit rund 300.000 Euro beziffert. Er und der zuständige Referent Luis Lechner sind überzeugt: 


34 /Sonderthema/

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05.09.13

Stimmen zum neuen Rathaus

Ich möchte vorausschicken, dass wir nach einer langen Zeit der Miete und beengter Platzverhältnisse froh sind, ein neues Gebäude zu haben, das unseren Bedürfnissen entspricht. Nach dem Baubeginn im Herbst 2011 kamen wir zügig voran, das ist auch der guten Zusammenarbeit mit den hiesigen Firmen und Technikern zu verdanken. Es war den zuständigen Referenten Werner Egger und Luis Lechner ein großes Anliegen, einheimische Betriebe zum Zuge kommen zu lassen. Das ist uns als Gemeindeverwaltung gelungen, indem wir den Umbau und die Sanierung des Gebäudes in zwei funktionelle Baulose aufgeteilt haben und damit unter die Hürde von einer Million Euro gerutscht sind. Durch diese halböffentliche Ausschreibung konnten die Arbeiten an Firmen des Vertrauens vergeben werden.“

Hubert Pinggera, Bürgermeister, Prad a. Stj.

Luis Lechner, Referent für öffentliche Arbeiten, Prad a. Stj.

Treppe

Bauamt Archiv

Teeküche

Bauamt 2AP

Aufzug

Treppenh.

Beh.WC

Steuer-Lizenzamt-Gem.Polizei

Kopierr./fotocop.

Hall

VR

WC

Wartebereich

Handarchiv

Besprechungsr.

WF Standes- Melde- Wahlamt 2AP

oben: Grundriss des Erdgeschosses. Im Erdgeschoss des neuen Rathauses in Prad am Stilfserjoch sind die publikumsintensiven Ämter untergebracht: Meldeamt, Standesamt, Gemeindepolizei, Steueramt und Bauamt. Letzteres nimmt den größten Platz in der Etage ein. rechts: Innenaufnahmen des neuen Rathaues und der Forststation Prad am Stilfserjoch, die im Dachgeschoss eine neue Bleibe gefunden hat.

Ich habe das Projekt von meinem Vorgänger Werner Egger übernommen. Als Referent und als Ortshandwerker bin ich erfreut, dass die Arbeiten in Baulose aufgeteilt wurden und somit den hiesigen Wirtschaftstreibenden zugute kamen. Die Zusammenarbeit mit den Technikern, Planern und Handwerkern war gut, somit wurden Probleme schnell und zielführend gelöst und die Arbeiten konnten im vorgesehenen Zeitrahmen zu Ende geführt werden.“


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 Mit dem neuen Rathaus hat man ein Werk für die nächste Generation geschaffen. Ein Werk, das vor allem funktionellen Gesichtspunkten Folge leistet. Zum Zuge kamen bei den Arbeiten heimische Betriebe. Grund dafür ist ein kleiner Kunstgriff, den Architekt und die politisch Verantwortlichen gemacht haben: Der Bau wurde in zwei Baulose eingeteilt. Weil man dadurch unter der Hürde von 1 Million blieb, durfte nach Gewerken ausgeschrieben werden oder auf direktem Wege verhandelt werden. Den Zuschlag erhielten Prader und Südtiroler Firmen. Die Auf- und Einteilung im neuen Rathaus folgt - wie gesagt - einer funktionellen Logik. Zählt man das Kellergeschoss dazu, verteilen sich Ämter und

Mitarbeiter auf insgesamt vier Stockwerke. Im Erdgeschoss finden Bürger die publikumsintensiven Gemeindeämter: das Meldeamt, die Gemeindepolizei, das Steueramt und das Bauamt, das bisher den kleinsten Platz hatte und nun den größten Platz einnehmen darf. Im ersten Obergeschoss teilen sich die großzügige Fläche das Sekretariat, die Buchhaltung, das Büro des Bürgermeisters, jenes des Gemeindesekretärs und der Sitzungssaal für die Gemeindereferenten. Den letzten und durch die Aufstockung neu dazugewonnenen Stock, das 2. Obergeschoss, gehört zur Hälfte der Gemeinde und zur anderen Hälfte dem Land, das die Räumlichkeiten dort für die Forststation Prad angekauft hat. Der Teil, der im Besitze der Gemeinde ist, ist

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/Sonderthema/ 35

den Bürgern vorbehalten: Ein Bürgersaal steht dort für Vereinsversammlungen oder auch für die Sitzungen des Gemeinderates bereit und bietet genügend Platz und Sitzgelegenheiten. Am 15. September wird das Rathaus

einweiht werden. Und nicht nur. Ein Einweihungsmarathon steht den Pradern am Sonntag in einer Woche ins Haus: Eingeweiht werden Altenwohnungen, Kindergarten und Rathaus in einem Abwasch.


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Interview mit dem Architekten Kurt Stecher über das neue Rathaus in Prad a. Stj.

„Kostenersparnis war der Sinn und Zweck“ Vinschgerwind: Herr Architekt Stecher, welches waren – rückblickend – die größten Herausforderungen beim Umbau und der Sanierung des Rathauses in Prad? Architekt Kurt Stecher: Das Rathaus Prad war ein Bestandsgebäude, das in seinen wesentlichen Strukturen erhalten werden musste. Das war eine der Herausforderungen. Die Zweite war, dass wir die vorgegebenen Kosten nicht überschreiten durften. Denn Kostenersparnis war ja der Sinn und Zweck dieses Ankaufs. Also zum einen war die Einhaltung des vorgegebenen Kostenrahmens wesentlich und zum andern so viel als möglich vom Bestand zu behalten. Nachdem der ursprüngliche Bau der Raiffeisenkasse 1975 von mir stammt, waren die Voraussetzungen dafür gegeben, um mit den Ausführungsplänen die gesamten geplanten Umbauarbeiten kostengünstig durchzuführen. Wie ist das neue Rathaus logistisch organisiert? Welcher Ordnung folgt der Bau als öffentliche Anlaufstelle für die Bürger? Der Haupteingang rührt noch vom alten Gebäude her und ist zentral vom Kreuzweg aus erreichbar und über einen architektonisch farblich gekennzeichneten Eingang gut sichtbar. Wir haben natürlich im Erdgeschoss versucht, die publikumsintensiven Ämter unterzubringen: Meldeamt, Standesamt, Steueramt, Gemeindepolizei und das Bauamt. Im 1. Stock haben wir dann die Verwal-

Wir lieferten und verlegten die Teppichfliesen. Stachelburgstr. 17 · I-39028 Schlanders Tel. 0473 730395 · www.fleischmann.bz.it

tungsbüros untergebracht: die Buchhaltung, das Sekretariat, der Gemeindesekretär, der Bürgermeister und der Raum für den Gemeindeausschuss, sowie ein Besprechungsraum für die Referenten. Neu dazugekommen ist das 2. Obergeschoss. Wir haben das Dachgeschoss, das beim ursprünglichen Altbau nicht nutzbar war, weil es zu nieder war, komplett abgebrochen und als neues Geschoss in Holz-Leichtbauweise aufgestockt. Dort ist die Forststation Prad untergebracht und der Bürgersaal, in dem auch die Ratssitzungen stattfinden werden. Das Kellergeschoss ist im wesentlichen unberührt geblieben, man hat die ehemaligen Archivräume und auch andere Räume wie z.B. die EDV-Räume oder die Heizräume, die man entsprechend aufgerüstet hat, übernommen. Welchem architektonischen Konzept liegt das Projekt zugrunde? Natürlich hat man die neue Funktion als Rathaus auch architektonisch hervorheben wollen. Durch den südwestseitigen Anbau des neuen Treppenhauses samt behindertengerechten Aufzug ergab sich ein breiterer südseitiger Baukörper, welcher sich gestalterisch und farblich vom nordseitigen hellgrauem Baukörper absetzt und gemeinsam das neue architektonisches Konzept darstellt. Womit wir bei der nächsten Frage wären: Die Sprache des Architekten drückt sich

Architekt Kurt Stecher, bekannt für seine öffentlichen Bauten in Südtirol, hat das neue Rathaus in Prad umgeplant und saniert auch über Materialien und Farben aus: Was spielt im eben fertig gestellten Bau zusammen, was kontrastiert? Ursprünglich wäre geplant gewesen, die gesamte Fassade mit wetterfesten farbigen Zementfaserplatten einheitlich zu verkleiden. Diese wären farbig besser zur Geltung gekommen und das Gebäude hätte stärker optisch gewirkt. Aus Kostengründen konnte dies nicht verwirklicht werden. Es wurde ein verputztes Wanddämmsystem verwendet, deren rote und hellgraue Farben matter wirken. Die Außentüren und Fenster sind einheitlich neutral in Antrazithgrau gehalten. Im Prinzip sind ja auch die Fenster und Außentüren im Erd- und Obergeschoss ziemlich unverändert geblieben, um möglichst wenig in die alte Bausubstanz einzugreifen. Innen wurde im Erdgeschoss die Einrichtung mit der vorhandenen Eichenholz-Einrichtung ergänzt und die bestehende Holzdecke renoviert. Im 1.


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Obergeschoss wurden alle Einrichtungsmöbel und Einrichtungstrennwände aus dem Bestand in Kirschholz wieder verwendet. Im neu aufgestockten 2. Obergeschoss wurde der Bürgersaal komplett neu in Eiche eingerichtet. Die Forststation hingegen hatte den Wunsch ihre Einrichtung samt Dielenboden in einheimischen Lärchenholz auszuführen. Welche Rolle spielt Licht im Rathaus? Hauptsächlich im Dachgeschoss ist es gelungen, viel Licht über die großzügigen Fenster hineinzuholen. Wir haben hier durchgängige Fensterfronten, die das Tageslicht hereinholen und gleichzeitig eine imposante Aussicht ermöglichen für die Forststation und den Bürgersaal. Generell wurde versucht alle neuen Trennwände soweit als möglich transparent auszuführen, entsprechend dem Sinn ein transparentes Rathaus für den Bürger zu schaffen, wo er sich ohne Probleme zurecht findet. So sind im Erdgeschoss die neuen Trennwände für die publikumsintensiven Büros als verglaste Trennwände einsichtbar, sodass man gleich erkennt ob das Amt frei oder besetzt ist und die geforderte Privacy eingehalten werden kann. In den Obergeschossen wurden sämtliche neuen Decken mit Akustikgipsplatten verkleidet, welche eine angenehme Raumakustik schaffen und gleichzeitig konnten damit die neuen Lüftungskanäle der kontrollierten Be- und Entlüftungsanlage verkleidet und die neuen Beleuchtungskörper integriert werden. Die gesamte Beleuchtungsanlage wurde in allen Geschossen mit neuen energiesparenden Beleuchtungskör-

Faszination

Naturstein

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pern ausgestattet. Die gute Raumakustik mit der andauernden Frischluftzufuhr und dem Luftwechsel sowie die arbeitsgerechte Beleuchtung schaffen für die Mitarbeiter ein angenehmes gutes Arbeitsklima im neuen Rathaus. Kunst am Bau des Prader Rathaues: Was hat es damit auf sich? Der ursprüngliche Bauherr, die Raiffeisenkasse, hat den bekannten Meraner Künstler Peter Fellin ein Wandbild über das Thema Vinschgau/Prad malen lassen. Wir haben das bestehende wertvolle Gemälde während des Umbaues gut geschützt und am Ende einer geringfügigen Restaurierung unterzogen. Das Bild entwickelt sich vom Kellergeschoss nach oben zum Erdgeschoss und versinnbildlicht die Vinschgauer Geschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Im Kellergeschoss ist der Fund der Hirschhornspitze mit Runenschrift am Tartscher Bühel aus der Steinzeit mit der St.Veits-Kirche dargestellt und im Erdgeschoss auf einer Wand der Bischof von Chur und die Matscher Raubritter, die sich lange Zeit bekämpft haben und auf der anderen Wand eine Familie als Prader Bevölkerung mit dem Landschaftshintergrund der Prader Sand und der Ortlergruppe. Das Freskobild ist in sehr prägnanter einfacher Graphik von Peter Fellin dargestellt und bereichert heute die Eingangshalle des Rathauses. Welche Energiebilanz weist das neue Rathaus auf? Das Rathaus ist als Klimahaus A-Gebäude

/Sonderthema/ 37 konzipiert und mit einer kontrollierten Beund Entlüftungsanlage für alle Räume ausgestattet. Die gesamte Außenhülle, Wände, Dach und Kellerdecke sind mit umweltverträglichen Wärmedämmsystemen versehen: z.B. sind die Außenwände mit einem Holzlattenrost aufgepolstert und der Hohlraum mit 16-25 cm Zellulosefaser ausgeblasen. Dasselbe Zellulosfaser-Dämmsystem ist auch im Dachbereich mit 32 cm Dämmstärke verwendet worden. Die nach Süden geneigten Pultdächer sind mit einer Photovoltaikanlage versehen worden und liefern erheblich mehr Strom als im Rathaus verbraucht werden kann. Weiters ist der Bauan das Fernwärmenetz angeschlossen. Lokale Handwerker kamen zum Zug. Dazu war ein kleiner Kunstgriff notwendig, mit dem man die Qualität und die Wertschöpfung gesichert hat. Man hat die Sanierung bzw. die Aufstockung in zwei funktionelle Baulose aufgeteilt: Das 1. Baulos bildet die Sanierung des Gebäudes als Rathaus mit Kellergeschoss, Erdgeschoss und dem 1. Obergeschoss, welches mit 10 Prozent Mehrwertsteuer verrechnet werden konnte. Das 2.Baulos bildet die Aufstockung des 2. Obergeschosses, welches als Neubau mit 21 Prozent Mehrwertsteuer verrechnet wurde. Durch die funktionelle Aufteilung in diese zwei Baulose ist man unter der Hürde von einer Million geblieben und konnte die Arbeiten nach Gewerken ausschreiben bzw. auf dem direkten Verhandlungswege vergeben. Interview: Angelika Ploner

Staatsstr. 15 - Mals Tel. 0473 83 53 81 Fax 0473 84 58 58 Mobil: 347 58 88 171 Verlegung von Fliesen und Natursteinen


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Vinschgerwind

Herbstgefühle 2013

von Angelika Ploner

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Nationalpark Stifserjoch

Passer species Die drei einheimischen Arten von Sperlingen aus der Sammlung von Hansjörg Götsch in avimundus in Schlanders. V.l.n.r. Feldsperling (schwarzer Wangenfleck), Haussperling (graue Kopfplatte), Italiensperling (braune Kopfplatte).

Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Ägidius, 1. September 2013

Der Spatz ist die häufigste Vogelart in unseren Siedlungsräumen der Talsohle. Dass von der Gattung Sperling (Passer) in unseren Breitengraden mit dem Haus-, Italienund Feldsperling drei Arten von Spatzen nebeneinander vorkommen, wissen nur die eingefleischten Vogelkundler. Häufiges Vorkommen einer Tierart bedeutet noch nicht von selbst, dass unser Wissen über die Art breit und detailliert ist. Im heutigen Beitrag möchte ich daher die drei heimischen Sperlingsarten vorstellen, auch um zu genauerem Hinsehen beim Beobachten des sogenannten Gemeinen und Alltäglichen anzuregen.

Der Haussperling (Passer domesticus) Beim Haussperling (ital.: Passera europea) sind die beiden Geschlechter in der Gefiederausfärbung deutlich zu unterscheiden. Das Männchen hat eine dunkelgraue Kopfplatte. Nacken, Ohrgegend und Kopfseiten sind hingegen kastanienbraun. Die Backen sind hellgrau bis weißlich. Als weiteres Erkennungsmerkmal für die Art ist auch der ausgeprägte schwarze Kehlfleck des Männchens zu nennen, der bis zur Brust reicht.

Das Weibchen und die Jungvögel sind ohne schwarzen Kehlfleck, oberseits mattbraun und unten schmutzig weiß, insgesamt unauffällig in der Gefiederfärbung. Bekannt ist das Schilpen der Haussperlinge, das als Lautäußerung häufig auch im Schwarm vorgetragen wird. Der Haussperling brütet in ganz Europa. Er fehlt nur in Island und in Teilen Nordskandinaviens. Auf Sardinien wird der Haussperling durch den Weidensperling ersetzt. In Südtirol ist der Haussperling flächendeckend als Standvogel verbreitet. Das Nest des Haussperlings findet sich in Löchern aller Art, vorzugsweise in und an Gebäuden aber auch in Baumhöhlen und in Kletterpflanzen an Mauern. Legebeginn ist Mitte bis Ende April. Bei einer Gelegegröße von 4-6 Eiern werden 2-3 Jahresbruten gezeitigt. Beide Partner brüten 11-13 Tage und füttern die Jungen 13-16 Tage im Nest. Wegen der hohen Vermehrungsrate kommt der Haussperling mancherorts in großen Dichten vor. Als klassischer Kulturfolger mit großen Anpassungsfähigkeiten fehlt der Sperling in keiner Siedlung. Nach der Brutzeit bilden sich im Spätsommer meist Sperlingsschwärme, die vor allem in ländlichen Gebieten ausstrahlen, um das Nahrungsangebot der Umgebung wie reifende Gräser

und Getreide zu nutzen. Auch die Jungvögel sammeln sich in wachsenden Schwärmen; sie werden wohl zum Teil von den Altvögeln aus dem Nestbereich vertrieben. In Südtirol reicht die Verbreitung des Haussperlings von der Talsohle bis auf 1.700 Meter Meereshöhe. Dem Vogel-Atlas Südtirol ist zu entnehmen, dass die höchsten Vorkommen aus Kurzras in Schnals (2.000 m MH), Sulden (1.900 m) und Schlinig (1.700 m) gemeldet worden sind. In vielen städtischen Räumen nehmen die Haussperlinge neuerdings dramatisch ab. Die Geschichte des Haussperlings als Begleiter des Menschen ist eine lange. Sobald Menschen sesshaft wurden und die ersten bescheidenen Anfänge der Ackerbaues entwickelten, waren auch die Haussperlinge zur Stelle: Der bekannte deutsche Ornithologe Einhard Bezzel schreibt in seinem BLV-Handbuch Vögel, dass sich die Spuren des Haussperlings 10.000 bis 15.000 Jahre zurückverfolgen lassen.

Der Italiensperling (Passer italiae) Die systematische Stellung dieser Sperlingsart, die im Italienischen Passera d´Italia heißt, ist umstritten: In manchen ornithologischen Fachbücher wird sie als eigene Art klassifiziert, andere Autoren führen den Ita-

Fotos: Wolfgang Platter

Die Sperlingsarten in avimundus


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liensperling als Unterart des Haussperlings. In Südtirol kommen beide, Haussperling und Italiensperling, in einer breiten Kontaktzone vor, die sich nahezu über das ganze Land erstreckt. Nördlich des Brenners lebt nur mehr der reine Haussperling, gegen Süden findet man Mischlinge bzw. neben den Haussperlingen auch Italiensperlinge. Dem Vogelatlas Südtirol ist als weiteres Detail zu entnehmen, dass sich der Haussperling weit nach Süden ausgebreitet hat während der Italiensperling lediglich über den Reschenpass nach Norden gedrungen ist. Die Artmerkmale des reinrassigen Italiensperlings sind die braune Kopfplatte, der rein weiße Wangenfleck und ein angedeuteter Augenstreif.

Der Feldsperling (Passer montanus) Beim Feldsperling (ital.: Passera matuggia) unterscheiden sich die beiden Geschlechter in der Ausfärbung ihres Federkleides nicht. Vom Haussperling ist der etwas kleinere Feldsperling durch den schokoladebraunen Scheitel zu unterscheiden. Vom Italiensperling unterscheidet sich der Feldsperling hingegen durch den schwarzen Fleck in den weißen Ohrdecken. Der schwarze Kehllatz ist beim Feldsperling scharf abgegrenzt und kleiner als beim Männchen von Haus- und Italiensperling. Der Feldsperling hat zudem einen weißen Halsring, der fast den gesamten Umfang des Halses umspannt. Als Lebensraum besiedelt der Feldsperling im Vergleich zum Haussperling eher die Außenbereiche der Siedlungen am Übergang zur offenen Landschaft, dann auch Feldgehölze, Gärten, Parks und Obstwiesen. In Südtirol ist der Feldsperling deutlich weniger weit verbreitet als der Haussperling. Er bewohnt tiefe Lagen, brütet bis auf 1.000 Meter Meereshöhe und dringt nicht in höher gelegene und enge Täler vor. Gerne nutzt er vorhandene Nistkästen als Bruträume. Er hat sich dadurch in den Obstanlagen mit Niederstammbäumen und aufgehängten Nisthilfen wieder vermehrt, nachdem ihm zwischendurch mit dem Ausklingen des Streuobstbaues mit Hochstämmen und ausfaulenden Astlöchern Wohnraumnot entstanden war. Auch Haussperlinge sind Nistkastenbewohner, manchmal zum Ärger von Singvogelschützern, die Meisen oder andere Höhlenbrüter ansiedeln wollen. Haussperlinge kann man von den Nistkästen relativ leicht abhalten: Durch Fluglöcher von 30 Millimetern Durchmesser können Kohlmeisen noch ohne Schwierigkeiten durchschlüpfen, Haussperlinge aber nicht mehr. Die kleineren Feldsperlinge schlüpfen noch durch Fluglöcher von 27 mm Durchmesser hindurch und besiedeln also Meisen-Nistkästen. Gegen ein paar Feldsperlinge wird man allerdings nichts einzuwenden haben, zumal sie in viel geringeren Dichten vorkommen als die Haussperlinge und in manchen Gegenden neuerdings stark abgenommen haben.

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Gimpel, Dompfaff oder Blutfink (Pyrrhola pyrrhola, ital.: Ciufollotto). Bei dieser einheimischen Finkenart ist die unterschiedliche Ausfärbung des Federkleides von Männchen und Weibchen besonders ausgeprägt. In der Fachterminologie spricht man von Geschlechtsdimorphismus. Links: Weibchen, rechts: Männchen

Besuch in avimundus Wenn Sie sich die oben beschriebenen Artmerkmale und die besonderen Kennzeichen der drei Sperlingsarten aneignen und nachhaltig einprägen wollen, empfehle ich Ihnen einen Besuch unseres Informationspunktes avimundus in der Kapuzinergasse am Beginn der Fußgängerzone in Schlanders. In dieser naturkundlichen Bildungseinrichtung der Gemeinde Schlanders und des Nationalparks Stilfserjoch finden Sie die präparierten Vogelbälge nicht nur der Sperlingsarten, sondern auch noch einen viel breiteren Artenquerschnitt durch die Südtiroler Vogelwelt in qualitativ hochwertigen Präparaten. Ausgewählte Vogelarten werden entweder den Lebensräumen zugeordnet gezeigt oder nach ihrem Verhalten (Zugvögel, Wintergäste), ihrer Brutbiologie (Nesthocker, Nestflüchter,

Wirtsvogel) oder nach der zoologischen Systematik der Familien (Tag- und Nachtgreifvögel, Raufußhühner). Auch den Vogel des Jahres 2013, die Bekassine zeigen wir. Jährlich wählt der Naturschutzbund eine Vogelart aus, welche besonders bedroht ist. In den letzten Jahren hat sich dabei immer wieder gezeigt, dass Bedrohungen der Arten auf Bedrohungen der Lebensräume gründen. Die Präparate in avimundus sind eine Leihgabe von Hansjörg Götsch aus Schlanders. Der Eintritt in den Infopoint ist kostenfrei. Unsere Mitarbeiterin Dr. Lucia Villa betreut Sie als Naturkundlerin kompetent und erwartet Sie gerne. Die Öffnungszeiten von avimundus sind noch bis Ende Oktober von Dienstag bis Samstag von 10-12 und von 1418 Uhr. Am Sonntag, Montag und an den Feiertagen bleibt der Infopoint geschlossen.

Bekassine (vorne) und Waldschnepfe. Die Bekassine ist der Vogel des Jahres 2013 des Deutschen Naturschutzbundes. Bekassine und Waldschnepfe unterscheiden sich nicht nur in der Größe; die Bekasssine hat ein längsgestreiftes Kopfgefieder, der Oberkopf der Waldschnepfe ist quergestreift.


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Kurz und bündig

Stabhochsprung: Junge Sportlerin dabei

Fußball-Skl. Paolo Gambaro: „Schlanders hat die gleiche Mannschaft wie im Vorjahr plus Daniel Ortler. Ich glaube, dass wir eine gute Meisterschaft bestreiten werden!“ (lp)

Anna Lena Hofer, Jg. 1997, ist Tochter von Hansjörg Hofer, Freund von Rosita Pirhofer die auch ihre Trainerin ist. Die junge Sportlerin ist Mittelstreckenläuferin beim Sportclub Meran und war das erste Mal beim Stabhochsprung Meeting in Schlanders: „Es ist eine Freude bei einem so tollen Event dabei Rosita Pirhofer und Anna Lena Hofer zu sein!“ (lp)

Filippidis macht Tris

A Foto: Leonardo Pellissetti

SV Kastelbell-Tschars Raiffeisen. Einige Änderungen: Ramon Da Lima Compagnoni (Bild) gehört nicht mehr dem Kader von Kastelbell/Tschars an. Kurt Raffeiner hat die Kampfmannschaft verlassen, sowie Christian Holzknecht, der Zweite vielleicht provisorisch. Aus Latsch ist Tormann Hannes Lechner dazu gekommen. Nach dem 2:0 Sieg gegen Salurn im Pokalspiel (Tore von Schuler und Tuttolomondo) kommentiert Trainer Alessandro Pupin: „Wir haben wenige Verteidiger, im Angriff geht es besser. Man muss allerdings mit der Begeisterung aus dem Vorjahr weitergehen.“

Schlanders - Das Wetter zeigt sich bei der 13. Auflage des Stabhochsprungs gnädig und erlaubt eine erfolgreiche Show vor viel Publikum. Der Grieche kommt mit dem feuchten und kalten Wetter am besten zurecht und holt sich den dritten Sieg in Folge.

Foto: Leonardo Pellissetti

Neuigkeiten

von Andrea Heel

Spritziges Freundschaftsspiel

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Foto: Leonardo Pellissetti

Schlanders-Junioren Naturns 7:0 5 Tore wurden von Di Gallo erzielt, eines von Zangerle, eines war ein Eigentor. Interessant die Wende der 2 Trainer: Gustav Grünfelder trainierte im Vorjahr Naturns, Harald Regensburger Schlanders. Heuer ist das spiegelverkehrt. Nachdem das Spiel in Schlanders bestritten wurde hielt sich Harald mit Fairness zurück. (lp)

chlanders ist anders, denn wenn es sonst auch umgekehrt sein mag, gegen die griechische Dominanz beim Stabhochspringen auf dem Platz konnten die Deutschen mit ihrem bestmöglichen Aufgebot auch heuer wieder nicht ankommen. Den dritten Sieg in Folge in souverän lässiger Art holte sich der 27-jährige Grieche Konstantin Filippidis. 5,40 m schaffte er als Einziger gleich beim ersten Versuch, auch die 5,58 m um dann gleich den Platzrekord von 5,74 m anzupeilen. Aber ein zweistündiger Dauerregen bis kurz vor Beginn der Veranstaltung und die etwas zu kühle Temperatur ließen ihn knapp scheitern. Mitfavorit Kasten Dilla, eigens früher angereist, war zu verkrampft und legte bei seiner Einstiegshöhe von 5,40m einen

salto nullo hin. In der Endwertung musste er sich damit sogar mit einem Platz hinter dem Lokalmatador Manfred Menz, 4,80m, zufrieden geben. Mit übersprungenen 5,20 m holte sich der Italiener Giorgio Piantella den zweiten Rang mit dem Deutschen Daniel Clemens. Die gleiche Höhe übersprangen der Niederländer Renz Blom, Weltmeister von Helsinki, Michael Frauen und der Südkoreaner Kim Yoo-Suk. Übrigens blieb der Grieche an diesem Wochen-

Foto: Michael Traut

Fußball

Grünfelder und Regensburger

Foto: Leonardo Pellissetti

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Der Sieger Filippidis mit Ingrid und Sandra

ende der König der Lüfte, denn der angekündigte Weltmeister Raphael Holzdeppe gewann den Länderkampf in Berlin mit lediglich 5,53 m. Bis zum Ende der Veranstaltung füllte sich der Kulturhausplatz bis in seinen letzten Winkel und im VIP Bereich drängte sich eine sehr reiche Vertretung von Prominenz aus Politik und Sport, die nach dem Springen zur Afterevent Party ins Hotel Vierjahreszeiten geladen wurden. Die Veranstalter vom Lac Vinschgau Raiffeisen ASV Schlanders haben zwar schon voriges Jahr angedeutet, die Veranstaltung heuer nicht stattfinden zu lassen, doch der unerbitterte Einsatz von Altpräsident Sepp Rinner, Sponsoren und Beiträge zu bekommen habe dazu beigetragen, wie Moderater Josef Platter erwähnte, dieses eingespielte und etablierte Meeting nicht sterben zu lassen.


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SSV Naturns Raiffeisen Industriepool

Sommerlicher Test

Fest der Spielgemeinschaft

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urz vor dem Beginn der neuen Meisterschaft bieten die Freundschaftsspiele die Möglichkeit, Bestand und Niveau der Mannschaften zu bestimmen. Vor einem interessierten Publikum stellte sich Schlanders am 17. August Moos. Die Passeirer der Landesliga waren in der 1. Halbzeit stärker und führten 2:0. Dann reagierten die Schlanderser energisch, welche eine sehr gute zweite Hälfte bestritten. Zu bewundern war die Angriffslust der vom neuen

Trainer Gustav Grünfelder neu eingesetzten Jungen und Reserven, die vor dem Landesligisten von Moos weder Angst noch Respekt zeigten und andauernd die Initiative übernahmen. Mit Toren des vor dem gegnerischen Tor immer sehr wachen und aufmerksamen Claudio Di Gallo durch Elfmeter und des schon gut integrierten und aktiven Daniel Ortler endete für die Jungen von Gustav Grünfelder das Spiel mit einem würdigen 2:2 Unentschieden. (lp)

Foto: Leonardo Pellissetti

Konzentration der Schlanderser vor dem Strafschuss

Foto: Leonardo Pellissetti

Schlanders

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a die Jugend auch im Fußball die Zukunft bedeutet, war es sehr treffend, dass die 10 Jahre der Spielgemeinschaft Untervinschgau - Naturns, Partschins, Plaus und Schnals - mit dem Jugendturnier-Prokulus-Cup gefeiert wurden. Am 15. August wurden in Plaus und in Naturns die Spiele von 6 Mannschaften bestritten. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die entsprechende Broschüre verteilt. Das Finale Nürnberg-Udinese wurde in Naturns um 17.30 Uhr feierlich bestritten. Nach einem guten ersten Teil des Turniers war Udi-

nese vom Ausfall von 4 Spielern und Müdigkeit geschwächt und benachteiligt und verlor im Finale 7:0 (in Plaus hatte Udinese 1:2 verloren). 6 Tore wurden vom Nürnberger Wunder-Mittelstürmer Nico Geyer geschossen, 2 in den ersten 2 Spielminuten. (lp) Endtabelle: 1. Nürnberg 2. Udinese 3. FC Südtirol 4. Tirol 5. Spg. Untervinschgau 6. Stukenbrock (mit jüngerer Mannschaft)

ASV Mals Sektion Yoseikan Budo MEMBER OF WORLD YOSEIKAN FEDERATION

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LAC-Raiffeisen Präsident Heiner Pohl: Gedanken und Hintergründe

Die Faszination der Leichtathletik ach dem glanzvollen Stabhochsprung-Event in Schlanders, bei dem wiederum so viele Menschen die Faszination der Leichtathletik erlebten, fragt man sich, warum diese Sportart etwas Besonderes ist. Die Leichtathletik ist aufgrund ihrer Einfachheit eine einmalig faszinierende Sportart. Sie besteht aus den Grundbewegungen des Menschen, die ihm seit Urzeiten das Überleben garantierten: LAUFEN – SPRINGEN – WERFEN. Deshalb ist die Leichtathletik die Mutter aller Sportarten, denn Laufen, Springen und Werfen verlangt fast jede andere Sportart auch. Wer in diesen Grundfähigkeiten gut ausgebildet wird, der ist für andere Disziplinen auch geeignet. In der Ursprünglichkeit der leichtathletischen Disziplinen, die seit der Antike kaum verändert wurden, liegt auch der Grund, warum diese Sportart das Herzstück der Olympischen Sommerspiele ist. Die Medaillen im Marathon, 100 Meter-Sprint oder Zehnkampf glänzen mehr als andere Medaillen in anderen Sportarten. Bereits im fernen Jahr 1912 bei den Olympischen Spielen in Stockholm adelte der schwedische König den Sieger im

Foto: Michael Traut

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Heiner Pohl (links) mit Erwin Schuster und Sepp Rinner am Abend vom Stabhochsprung Zehnkampf mit den Worten „Sie sind der König der Athleten“. Jeder junge Sportbegeisterte wird von der Leichtathletik in den Bann gezogen: das Laufen um die Wette ist vermutlich in den menschlichen Genen tief verankert, aber auch das Weitspringen oder Kugelstoßen um die Wette mit Gleichaltrigen ist Sport pur: Die Stoppuhr oder das Maßband sprechen eine klare Sprache, der Sieger ist rasch ermittelt. Man kann auch die eigenen Fortschritte bestens feststellen, fleißiges Training führt zur besseren Leistung, ein einfaches Prinzip, welches auch für viele andere Lebensbereiche gilt. Ein weiterer besonderer Aspekt der Leichtathletik: Sie ist

ein Individualsport. Der Athlet ist – auch wenn er in einer Gruppe trainiert – zuletzt auf sich allein gestellt: beim Start, beim Anlauf, beim Abwurf ist man so allein wie sonst kaum. Auch das ist für viele Momente in anderen Lebenslagen eine gute Schule. Einen guten Leichtathleten zeichnet – wie in vielen anderen Sportarten auch – seine Zielstrebigkeit und sein Trainingsfleiß aus. Talent ist gegeben, Erfolg ist erarbeitet. Ein Leichtathlet macht im Vergleich zu Mannschaftssportarten mit regelmäßigem Spielkalender wenige Wettkämpfe, dafür muss er das ganze Jahr über hart trainieren. Will der Athlet erfolgreich sein, muss er auf den Punkt genau

seine beste Leistung bieten – das verlangt Planung und Ausdauer im Training, Nervenstärke und Willen im Wettkampf. Um letztlich den Kreis zu schließen und zu den WeltklasseStabhochspringern, die jedes Jahr im August nach Schlanders kommen, zurückzukehren, sei folgendes bemerkt: Diese Topathleten haben ein Jahrzehnte langes Training hinter sich, um in wenigen Sekunden den wohl schwierigsten Bewegungsablauf zu zeigen, nämlich das Springen mit einem meterlangen Stab über eine Latte, die sich auf fast 6 Metern über dem Boden befindet. Für den Betrachter ist kaum nachvollziehbar, welche Fähigkeiten dahinter stecken – und doch geht in diesen wenigen Sekunden ein Zauber von den Athleten ins Publikum über. Es sind Bewunderung und Respekt, welche diese großen Athleten mehr schätzen als das Startgeld. Erstere beiden bekommen sie in Schlanders durch das großartige Publikum, Letzteres ist die notwendige Voraussetzung, dass dieses Sportevent stattfinden kann – und dafür ein dickes Lob an alle Sponsoren und freiwilligen Organisatoren. Heiner Pohl

Latsch - Eishockey

Puckjagd über die Grenzen hinaus

Eisfix in den Startlöchern

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hockey ist die erstmalige Teilnahme der Serie A2 Teams an der INL (Inter-National-League), die aus 15 Teams aus Italien, Österreich und Slowenien besteht. In zwei Südtiroler INLMannschaften stehen Vinschger im Kaderaufgebot. Stefan Palla, Daniel Rizzi, Stefan Kobler, Daniel Valgoi und Thomas Mitterer werden mit Meran, Nationaltorhüter Thomas Tragust wird mit Eppan die neue Saison bestreiten. (sam) Fotos: eliteprospects

ine historische Eishockeysaison steht für acht Vinschger Spieler bevor. Erstmals werden sie mit ihren Südtiroler Mannschaften nicht in der italienischen, sondern der österreichischen Liga starten und internationale Eishockeyluft schnuppern. Peter Wunderer und Hannes Oberdörfer werden mit dem HC Bozen in der EBEL (Erste Bank Eishockey Liga) auf Torjagd gehen. Ein weiterer Meilenstein im italienischen Eis-

v.l.: Oberdörfer und Wunderer

it den „Eisfix Sommernächten“ leitete der AHC Vinschgau die neue Saison ein. Verschiedene Bands und eine Modenschau sorgten für Unterhaltung für die zahlreich erschienenen Besucher. Von sportlicher Seite gibt es erste Neuigkeiten: Michele Modica (Bild links) ist der neue Präsident des AHC Vinschgau. Er tritt die Nachfolge von Patrik Holzknecht (Bild rechts) an, der dieses Amt seit 2009 inne hatte. Was die Meis-

Foto: Leonardo Pellissetti

Latsch - Eishockey

terschaft betrifft, so dürfen sich die Eishockeyfans auf eine tolle Saison mit bekannten Teams freuen, die heuer in die dritte italienische Eishockeyliga zurückgekehrt sind. (sam)


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Vinschgerwind 18-13

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Mals

Bruneck/Vinschgau

Fußball-Begeisterung ist groß

3/4 Halbmarathon

Martin Noggler und Ingo Pitscheider (ASV Mals) verfolgten aufmerksam das Camp-Treiben; rechts: Spannung bei der Preis- und Diplomübergabe

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achdem die englische Fußballmannschaft Watford und die Serie B Mannschaft aus Padua ihre Sommer-Trainingslager im „Malser Stadion“ absolvierten, gehörte anschließend diese einmalige Sportanlage den lokalen Nachwuchskickern von 6 bis 12 Jahren. Bei strahlendem Wetter fand vom 16. bis 18. August das vierte

Hansi-Dorfner-Fußball Camp statt. 110 Kinder aus dem Obervinschgau und der nahe gelegenen Schweiz nahmen daran teil! Bei besten Bedingungen wurde zweimal täglich trainiert und dabei grundlegende Techniken und einfache taktische Grundformen mit verschiedenen Spielformen geschult. Das Hans Dorfner Trainerteam

mit ausgebildeten Trainern und Sportlehrern garantiert ein qualifiziertes Training. Aber auch Spaß und Freude am Fußball standen im Mittelpunkt. Die Koordination sowie die Verköstigung der Kinder wurde von der Sektion Fußball des ASV Mals organisiert, welche von den zahlreichen Eltern viel Lob erhielt. (lu)

er 3/4 Halbmarathon, auch bekannt als „Erdäpfllauf“, verzeichnete dieses Jahr eine Rekordteilnahme von ca. 709 Teilnehmern, darunter zahlreiche Vinschger. Der Lokalmatador Georg Brunner siegte vor dem Favoriten Hannes Rungger, der Laaser Michael Burger (im Bild mit Tochter Luana) überraschte mit dem dritten Platz. Thomas Hellrigl aus Tartsch glänzte auf dem 8. Gesamtrang und konnte sich im Ziel über einen Sack PustererKa r t o f f e l n freuen. Bei den Frauen siegte die Favoritin Kathrin Hanspeter vor Edeltraud Thaler und der Laaserin Petra Pircher. (lp)

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Kastelbell/Vinschgau

Fotos: Angelika Ploner

„Traumhafte Voraussetzungen“

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om Konzept der Hans-Dorfner-Fußballschule ist Organisator Franz Weithaler seit 13 Jahren überzeugt: „Es werden Training und Spaß vereint und das ist sehr wichtig. Die Kinder sollen nicht nur trainieren, sondern auch Spaß haben.“ Das ist auch einer der Gründe, warum das Fußballcamp von Hans Dorfner in der Kastelbeller Sportzone Schlums jedes Jahr ein sehr

gut besuchtes Camp ist. Heuer waren es wieder über 80 Kinder zwischen 6 und 13 Jahren, die daran teilnahmen und fünf erlebnisreiche Tage erlebten. Nach einem sensationell – mit weit über 100 Kindern – besetzten Camp in Mals, gastierte der 7-köpfige Trainerstab vom 20. bis zum 24. August in Schlums. Das Trainingsprogramm gliederte sich in Technik- und Tak-

tikübungen, in Schuss- und Koordinationstrainings, jeweils zwei Stunden am Vormittag und zwei Stunden am Nachmittag. Hervorgegangen sind daraus in den fünf Tagen Fußballkönige, Elfmeterkaiser, Koordinationssieger, ein Torhüterkönig, täglich wechselnde Champs of the Camp, TechnikabzeichenTräger in Bronze, Silber und Gold. In der Mittagspause stand das Schwimmbad der Sportzone Schlums/Kastelbell dank Sonja und Paul Kofler gratis zur Abkühlung bereit. Dass zwei Sportplätze, Turnhalle und Schwimmbad bereit stehen, wissen die Trainer der Hans-DorfnerFußballschule zu schätzen und gaben Kastelbell/Schlums bei der Abstimmung über den Trainingsort 10 von 10 möglichen Punkten. Mit anderen Worten: Es sind „traumhafte Bedingungen“, die

sie da in „Schlums“ vorfinden. Hans Dorfner selbst war bei der Abschlussveranstaltung am 24. August und am Tag zuvor persönlich in Kastelbell anwesend. Dass das Hans-DorfnerFußballcamp jedes Jahr erfolgreich über die Bühne geht, ist vieler Hände Fleiß: neben Organisator Franz Weithaler ist das Koch Wilfried Winkler zu verdanken, dem Platzwart Karl Gurschler und den Helferinnen Resi und Kathrin Gurschler, Sibylle Schwienbacher und Elke Laimer Polin. Finanziell haben die Raika und die Gemeinde Kastelbell mitgeholfen. (ap)

Naturns

Nationales Jugendturnier des SSV Naturns

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or kurzem fanden auf der Tennisanlage in Naturns, bei herrlichen Tennistemperaturen, die Finalspiele des Nationalen Jugendturniers im Rahmen des Circuits Bank the future statt.Für Naturns war es nach fast 8 Jahren wieder eine Premiere, dass ein solches

Foto: „Wind“-Archiv

Siegerfoto U14 Buben

Turnier im Sommer ausgetragen wurde. Gespielt wurde in 7 Kategorien wobei es zu zwei reinen Finals von Spielern des Nachbarclubs Partschins kam. Wie erwartet standen sich im U12 Buben Finale die topgesetzten Gerstgrasser Jakob und Plunger Manuel gegenüber, wobei sich Ersterer mit 6:4 6:1 durchsetzte. Ebenso ein rein Partschinser Finale gab es bei den U14 Buben, hier setzte sich der topgesetzte ältere Bruder von Jakob, Max Gerstgrasser, im Finale gegen den Überraschungsmann Sebastian Kuen, ebenfalls aus Partschins, durch. Kuen hatte zuvor die

Nummer Zwei des Turniers klar besiegt. Mit Jakob Gamper (SV Lana) bei den U16 und Avanzin Nathan (SSV Brixen) bei den U10-Jährigen gab es jeweils auch Siege der topgesetzten Favoriten. Wobei sich Jakob Gamper erst nach 3 umkämpften Sätzen als Sieger küren durfte. Bei den Mädchen gewannen mit Bettina Paoli (U16) und Sarah Rizzoli (U10) ebenfalls die Favoriten. Sarah Rizzoli setzte sich, im selben Finale wie bereits vormittags in Lana, auch in Naturns klar in 2 Sätzen

durch. Das Finale der U12 gewann mit Alessia Piccolori aus St. Cristina eine nicht gesetzte Spielerin, sie setzte sich im Halbfinale gegen die Nummer 1 des Turniers, Anna Breitenberger in 3 Sätzen durch und kämpfte im Finale ebenfalls in 3 hart umkämpften Sätzen eine nicht gesetzte Spielerin Sarah Schmid aus Welsberg nieder. Im Beisein des Sportreferenten von Naturns Zeno Christanell dem lokalen Vizepräsident der Raika Naturns Wolfram Gapp fand die Preisverteilung statt.

Ergebnisse Finale: U10 Buben: Avanzin Nathan vs. Pinzan Stefano 6-4 6-2 U10 Mädchen: Rizzolli Sarah vs. Hofer Maria 6-1 6-1 U12 Buben: Gerstgrasser Jakob vs. Plunger Manuel 6-4 6-1 U12 Mädchen: Piccolori Alessia vs. Schmid Sarah 6-2 6-7 7-5 U14 Buben: Gerstgrasser Max vs. Kuen Sebastian 6-0 6-1 U14 Mädchen: Paoli Bettina vs. Theiner Deborah 6-3 6-1 U16 Buben: Gamper Jakob vs. Bona Aliosha 6-7 6-4 6-1


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Marketing/Werbung Ihre Aufgaben umfassen: - Weiterentwicklung der Werbestrategie für die Region in Abstimmung mit der Geschäftsführung und dem Team - P lanung und Umsetzung von Werbekampagnen (Großteils im Onlinebereich) mit den entsprechenden Agenturen - K ontrolle und Verbesserung der einzelnen Maßnahmen unter Anwendung von Analysen und Programmen - Verwaltung und laufende Kontrolle des Werbebudgets - Planung und Umsetzung von Werbekooperationen Sie haben eine Ausbildung oder mehrjährige Berufserfahrung im Bereich Marketing/Onlinewerbung und verfügen über Grundkenntnisse der Betriebswirtschaftslehre. Das Analysieren von Statistiken und Zahlen bereitet Ihnen Freude. Der Umgang mit sozialen Medien ist Ihnen vertraut. Kenntnisse über Google Adwords und Google Analytics sind von Vorteil. Sie sprechen fließend Deutsch und Italienisch und haben sehr gute Englischkenntnisse. Ihre Arbeitsweise ist zielorientiert, strukturiert und genau. Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bis zum 19. September 2013 per E-Mail oder Post an: Vinschgau Marketing – Konsortial G.m.b.H. Laubengasse 11, 39020 Glurns oder an info@vinschgaumarketing.net


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Vinschgerwind 18-13

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12.09.2013

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SONNtag, 15. September 2013 um 20 uhr Im KuLturhauS KarL SChÖNherr IN SChLaNDerS Karten sind im tourismusverein Schlanders-Laas in Schlanders in der göflanerstr. 27 (Kulturhaus) erhältlich Das 15-Jahre-Kulturhaus-abonnement für alle fünf Veranstaltungen gibt es dort zum Sonderpreis von €60. eintrittskarten: €15; €12 (Kulturpass/Dolomiten Vorteilskarte); €10 (Senioren, Schüler, Studenten)

06.09.2013

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Jahrestag/Danksagungen Manchmal sehen wir zur Tür, aber du kommst nicht herein; manchmal bräuchten wir deinen Rat, aber alles um uns bleibt stumm; manchmal feiern wir ein Fest, aber dein Platz bleibt leer… und wir vermissen dich so sehr! Zum Gedenken an deinen 2. Todestag

Karl Gluderer * 14.10.1945 † 12.09.2011 – Prad Wir denken an dich, ganz besonders am Sonntag, den 15. September um 9 Uhr in der Pfarrkirche von Prad. Wir danken allen, die daran teilnehmen Deine Familie


05.09.13

Allgemeine Weiterbildung ELTERN-KIND-MUSIZIEREN REFERENT/IN Martina Wienchol TERMINE Mals Do, 12.09. – Do, 21.11.2013 (jeweils Do) TERMINE PRAD Di, 24.09. – Di, 26.11.2013 (jeweils Di) UHRZEIT 09.00 Uhr – 09.45 Uhr, insgesamt 10 Treffen ORT MALS Musikschule Mals ORT PRAD Musikschule Prad Kursbeitrag 50 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 09.09.2013

DUFT-QIGONG UND MEDITATION REFERENT/IN Brigitta Seissl TERMINE Do, 12.09. – Do, 19.12.2013 (jeweils Do) UHRZEIT 18.00 Uhr – 19.00 Uhr, insgesamt 13 Treffen ORT Wohn- und Pflegeheim St. Sisinius Laas Kursbeitrag 75 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 09.09.2013

TAIJIQUAN – TAI CHI CHUAN REFERENT/IN Brigitta Seissl TERMINE Do, 12.09. – Do, 19.12.2013 (jeweils Do) UHRZEIT 19.15 Uhr – 20.15 Uhr, insgesamt 13 Treffen ORT Wohn- und Pflegeheim St. Sisinius Laas Kursbeitrag 75 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 09.09.2013

COMPUTERKURS 50+ REFERENT/IN Patrik Tschenett TERMINE Fr, 13.09. – Sa, 05.10.2013 (jeweils Fr und Sa) UHRZEIT Fr, 17.45 Uhr – 19.45 Uhr, Sa, 16.45 Uhr – 18.45 Uhr, insgesamt 8 Treffen ORT OSZ Mals Kursbeitrag 110 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 09.09.2013

EDV GRUNDKURS REFERENT/IN Patrik Tschenett TERMINE Fr, 13.09. – Sa, 05.10.2013 (jeweils Fr und Sa) UHRZEIT Fr, 20.00 Uhr – 22.00 Uhr, Sa, 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 8 Treffen ORT OSZ Mals Kursbeitrag 110 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 09.09.2013

YOGA BASIC FÜR ANFÄNGER UND WIEDEREINSTEIGER REFERENT/IN Marlene Horrer TERMINE Mi, 18.09. – Mi, 06.11.2013 (jeweils Mi) UHRZEIT 20.00 Uhr – 22.15 Uhr, insgesamt 7 Treffen ORT Mittelschule Schlanders Kursbeitrag 98 Euro (ohne Unterlagen) ANMELDESCHLUSS Mo, 16.09.2013

YOGA AUFBAU FÜR TEILNEHMER/INNEN MIT YOGAERFAHRUNG REFERENT/IN Marlene Horrer TERMINE Fr, 20.09. – Fr, 08.11.2013 (jeweils Fr) UHRZEIT 20.00 Uhr – 22.15 Uhr, insgesamt 7 Treffen ORT Mittelschule Schlanders Kosten 98 Euro (ohne Unterlagen) ANMELDESCHLUSS Di, 17.09.2013

YOGA FÜR FRAUEN UND MÄNNER REFERENT/IN Johanna Wassermann TERMINE Do, 19.09. – Do, 21.11.2013 (jeweils Do) UHRZEIT Vormittag 09.00 Uhr – 11.00 Uhr, UHRZEIT Abend 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 9 Treffen ORT Vormittag Alten- und Pflegeheim Mals ORT Abend OSZ Mals Kursbeitrag 90 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 16.09.2013

Info – Anmeldung: Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr

Vinschgerwind 18-13

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ERSTE HILFE IM RAHMEN DER ARBEITSSICHERHEIT (BETRIEBE GEMÄß KLASSIFIZIERUNG A) REFERENT/IN Ausbilder unter Aufsicht eines Arztes – WK Bozen TERMINE Fr, 27.09. – Sa, 28.09.2013 UHRZEIT Fr, 08.00 Uhr – 17.00 Uhr Sa, 08.00 Uhr – 12.00 Uhr, insgesamt 2 Treffen ORT Feuerwehrhalle Prad a. Stj. Kosten 195 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 16.09.2013

ENGLISCH FÜR ANFÄNGER REFERENT/IN Michaela Parth TERMINE Di, 01.10. – Do, 07.11.2013 (jeweils Di und Do) UHRZEIT 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 10 Treffen ORT OSZ Mals Kursbeitrag 130 Euro ANMELDESCHLUSS Do, 26.09.2013

Integrierte Volkshochschule Vinschgau – Weiterbildung für Menschen mit und ohne Behinderung ERZIEHUNG - AUFBAU VON POSITIVEM VERHALTEN DAS LOVT - KONZEPT REFERENT/IN Sabine Berndt KURSBESCHREIBUNG Als LOVT – Konzept bezeichnet man ein lösungsorientiertes Verhaltenstraining. Dieses Konzept wird für den Bereich der Down-Kinder, autistische Kinder, Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, als auch für Kinder mit Lernschwierigkeiten erfolgreich eingesetzt. Ein besonderer Arbeitsschwerpunkt liegt in der Prävention und im Aufbau von positivem Verhalten. Das Ziel dieses Ansatzes ist es, ungünstige, unbewusste Signale bewusst zu machen und anschließend zu versuchen, neues, alternatives Verhalten aufzubauen. TERMINE Fr, 04.10. – Sa, 05.10.2013 UHRZEIT 09.30 Uhr – 16.30 Uhr, insgesamt 2 Treffen ORT Schlanders (Lebenshilfezentrum) Kursbeitrag 80 Euro ANMELDESCHLUSS Fr, 20.09.2013

LANDART. SPINNENNETZ UND WALDGEFLÜSTER REFERENT/IN Martina Thanei KURSBESCHREIBUNG Wir machen eine Entdeckungsreise in die Natur. Wir erkunden die Natur. Und suchen nach verschiedenen Materialien. Daraus machen wir kleine Kunstwerke und Naturbasteleien. Außerdem toben wir uns bei tollen Spielen aus. Oder genießen einfach die Natur. TERMINE Sa, 21.09. – Sa, 26.10.2013 (jeweils Sa) UHRZEIT 09.30 Uhr – 12.00 Uhr, insgesamt 5 Treffen ORT Schlanders (JUZE) Kursbeitrag 20 Euro (inkl. Materialspesen) ANMELDESCHLUSS Mi, 18.09.2013

FREIES MALEN IN SCHLUDERNS REFERENT/IN Martina Thanei KURSBESCHREIBUNG Beim Freien Malen geht es nicht darum, ‹Kunst› zu machen. Wir brauchen dazu keine besondere Begabung. Wir lassen uns von den Farben einladen. Wir malen das, was wir ausdrücken wollen. So können die Bilder ganz langsam entstehen. Und sich entwickeln. Wir malen auf großem Papier. Und verwenden tolle Farben und verschiedene Pinsel. TERMINE Mo, 30.09. – Mo, 11.11.2013 (jeweils Mo) UHRZEIT 19.00 Uhr – 21.30 Uhr, insgesamt 6 Treffen ORT Schluderns (Altersheim) Kursbeitrag 36 Euro (inkl. Materialspesen) ANMELDESCHLUSS Do, 26.09.2013

Details zu den Kursangeboten finden Sie auf unserer Homepage www.gwr.it


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Vinschgerwind 18 13  

Ausgabe Vinschgerwind 18-13 vom 05.09.13 Bezirk Vinschgau Südtirol - Politik, Gesellschaft, Sport, Kultur, Impressionen

Vinschgerwind 18 13  

Ausgabe Vinschgerwind 18-13 vom 05.09.13 Bezirk Vinschgau Südtirol - Politik, Gesellschaft, Sport, Kultur, Impressionen

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