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Wenn Du einen Traum hast, setze alles daran, ihn Dir zu verwirklichen, denn daraus kann ein Erlebnis werden, welches du nie vergessen wirst. Mexiko - ein Land voller Unterschiede.


Mexiko


EstadosUnidosMexicanos Vereinigte Mexikanische Staaten Amtssprache:

Spanisch, seit 2003 sind jedoch weitere 62 indigene "Nationalsprachen" in Mexikoanerkannt

Hauptstadt:

Mexiko-Stadt

Staatsform:

Präsidiale Bundesrepublik

Staatsoberhaupt und Regierungschef:

Präsident Enrique Peña Niento

Fläche:

mit einer Fläche von 1.972.550 km² ist Mexiko fünf Mal größer als Deutschland

Einwohnerzahl:

112.322.757 (Volkszählung 2010)

Bevölkerungsdichte:

56,9 Einwohner pro km²

Bevölkerungsentwicklung:

steigend, +0,994 % pro Jahr

Währung:

Mexikanischer Peso

Unabhängigkeit:

wurde 1810 erklärt und 1821 anerkannt

Nationalhymne:

HimnoNacioalMexicano

Zeitzone:

es gibt drei Zeitzonen in Mexiko UTC (Universal Time Coordinated) −6 bis −8 Winterzeit und UTC –5 bis –7 Sommerzeit (April bis Oktober) UTC-8:Tiempo del Pacífico, offiziell ZonaNoroeste (Nordwestliche Zone) UTC-7:Tiempo de la Montaña, offiziell ZonaPacífico (Pazifikzone) UTC-6:Tiempo del Centro, offiziell ZonaCentro (Zentralzone)

Kfz-Kennzeichen:

MEX

Internet-TLD:

.mx

Telefonvorwahl:

+52


Allgemeines zum Land

Mexiko ist ein Land in Nordamerika. Im Norden grenzt es an die USA, im Südosten an Guatemala und Belize sowie das Karibische Meer, östlich liegt der Golf von Mexiko und im Süden und Westen begrenzt es der Pazifik. Mexiko ist eine föderale Republik, mit 31 Bundesstaaten und einem Hauptstadtdistrikt, Mexiko-Stadt. Die größten Städte Mexikos, in denen Millionen von Menschen leben, liegen alle weitgehend im Landesinneren. Dagegen sind die Küstenregionen dünn besiedelt. Zu diesen Millionenstädten gehören Mexiko-Stadt, Me Stadt, Guadalajara, Puebla, Monterry, Ciudad Juárez, Tijuana, León, Nezahualcóyotl, Ecatepec de Morelos und Zapopan. So leben allein in Mexiko-Stadt Mexiko Stadt 18 Prozent der Gesamtbevölkerung Mexikos. Des Weiteren ist diese Metropolenstadt das wirtschaftliche rtschaftliche Zentrum, welches ein Drittel des DienstleistungsDienstleistungs und Handelssektors und die übrigen zwei Drittel der Vermögenswerte auf sich vereint. Die Kriminalitätsrate in Mexiko-Stadt Mexiko Stadt ist sehr hoch. Generell ist neben der Korruption der Polizei und der Justiz die Drogenkriminalität ein großes Problem, denn Mexiko bildet ein wichtiges Transitland für den Drogenhandel von Süd- und Zentralamerika und der USA. In Mexiko gibt es 62 indigene Sprachen, die als offizielle Nationalsprache anerkannt sind. Zu den Sprachen prachen mit den größten Sprechzahlen gehören das Nahuatl (1,6 Mio.), das Mayathan (800.000), das Mixtekisch (500.000), das Tzeltal (470.000), das Zapotekisch (460.000) und das Tzotzil (430.000). So gibt es insgesamt 16 indigene Sprachen mit über 100.000 Sprechern, Sprechern, was mehr als in jedem anderen Land Amerikas ist Die Bevölkerung setzt sich aus 60% Mestizen, 30% indigenen Völkern, 9%


Europäisch stämmigen (meist Spanier) und dem übrigen 1% anderer Abstammung (größtenteils Afrika) zusammen. Das Land besteht zu 87% aus Katholiken. So sind mit 7,5% die Protestanten eine wachsende Minderheit. 3,5% der Menschen bezeichnen sich als keiner Religion zugehörig und 0,36% sind Angehörige sonstiger Religionen, darunter auch des Islam. In gewissen Schichten hat die Religion eine sehr große Bedeutung. Dazu zählt vor allem die ländliche Bevölkerung und weniger die der Großstädte.

Geschichte Mexikos Präkolumbische Zeit Die erste Besiedlung Mexikos liegt etwa 20.000 bis 22.000 Jahre zurück. Komplexe Kulturen begannen sich ab 900 bis 300 v.Chr. zu bilden. Zwischen 100 bis 900 n.Chr. Entwickelte sich daraus die so genannte mesoamerikanische Zivilisation. Es entstanden die Kulturen der Maya, der Olmeken, der Tolteken und der Azteken. Um 1500 n.Chr. stiegen die Azteken zum herrschenden Volk im Gebiet des heutigen Mexikos auf. Spanische Kolonialzeit In den Jahren 1517 und 1518 wurden die ersten spanischen Expeditionen auf die Halbinsel Yucatán gemacht. Die dort neu entdeckten Hochkulturen und die reichlichen Goldstände machten das Land für die Spanier interessant. Daraufhin wurde um 1519 bis 1521 das Reich der Azteken mit zahlreichen indigenen Verbündeten gestürzt und das Reich zum Vizekönigreich Neuspanien gemacht. Unabhängigkeitskriege und Revolution Im Jahre 1819 wurde die Unabhängigkeit Mexikos von Spanien erklärt, woraufhin ein langer Krieg folgte, der im Jahre 1821 endgültig zur Unabhängigkeit führte. So wurde Mexiko ab dem Jahre 1822 von einem Kaiser regiert, der jedoch nach einem Militäraufstand ein Jahr später wieder abdanken musste. Mexiko wurde zur Republik. Im selben Jahr löste sich das Guatemalagebiet von Mexiko, woraus später die unabhängigen Staaten Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua und Costa Rica entstanden. Im Jahre 1835 wollten die USA die Gebiete Texas und Kalifornien von Mexiko abkaufen. Da sie immer mehr beanspruchten, kam es zum MexikanischAmerikanischen Krieg. Dieser dauerte von 1846 bis 1848 und endete mit der Niederlage Mexikos. Nun musste es die nördlichen Gebiete, das heutige Kalifornien, New Mexiko, Arizona, Nevada, Utah und Colorado an die USA abtreten. Durch eine Schuldenkrise im Winter 1861/62 kam es dazu, dass Truppen aus Frankreich und Spanien an der Golfküste Gebiete besetzten. Während der Besetzung setzte Frankreich den Habsburger Maximilian als Kaiser ein. Mit Präsident Benito Juárez und mit Hilfe der USA konnten die Franzosen aus


Mexiko vertrieben werden und somit ging das mexikanische Kaiserreich mit der Hinrichtung Maximilians am 19. Juni 1867 zu ende. Auf die Zeit des Kaiserreiches folgte eine lange Zeit der Diktatur unter Porfirio Diaz, bis es im Jahre 1910 zur Mexikanischen Revolution kam. Im Jahre 1911 trat er zurück und die revolutionären Kräfte besiegten die Armee. Jedoch gingen sie in internen Streitigkeiten unter, wodurch die nächsten 20 Jahre ständige Unruhen herrschten. Am Ende der Revolution kontrollierte die Partei der Institutionalisierten Revolution (Abk. PRI) das Land. Sie war bis zum 20. Jahrhundert die kontrollierende Macht. Seit 1917 ist Mexiko eine Bundesrepublik und es gibt eine politische Verfassung. Bis zum Jahr 1953 hatten nur Männer das Wahlrecht. Der Präsident wird für einmalige sechs Jahre Amtszeit direkt vom Volk gewählt. Er ist der Chef der Bundesregierung und oberster Repräsentant des Staates. Die einzelnen Bundesstaaten werden von Gouverneuren regiert.

Klima und Natur Durch die Nähe zum Äquator gibt es in Mexiko keine vier Jahreszeiten wie bei uns, sondern eine Regen- und eine Trockenzeit. Die Trockenzeit dauert von November bis April und die Regenzeit von Mai bis Oktober. Ihren Höhepunkt erreicht die Regenzeit im August. Jedoch bedeutet Regenzeit nicht, dass es die ganze Zeit durchregnet. So kommt die Sonne nahezu täglich zwischen den Regenschauern zum Vorschein. Durch die Größe und Lage Mexikos wird das Klima von den geografischen Unterschieden bestimmt und ist dadurch sehr vielseitig. Es gibt sowohl subtropisches, als auch alpines und Wüstenklima. So kann man z.B. in MexikoStadt bei ca. 15°C und bedecktem Himmel losfahren und kommt zwei Stunden später bei strahlendem Sonnenschein und etwas über 20°C ans Ziel. Mexiko liegt am nördlichen Rand der Tropen und hat somit ein sehr tropisches Klima, welches eine Durchschnittstemperatur von 15°-30°C hat. Des Weiteren teilt es sich in vier Klimazonen auf: der "Tierracaliente" (Heißes Land), der "Tierratemplada" (Gemäßigtes Land), der "Tierrafría" (Kaltes Land) und der "Tierrahelada" (Eiszone). Unter die Tierracaliente, dem heißen Land, fallen alle Gebiete, die unter 915m (Meeresspiegel) liegen. So können die Temperaturen in den Küstenregionen im Sommer bis auf 48 Grad steigen und im Winter auf 13 Grad sinken. In der TierraTemplada, dem gemäßigten Land, worunter die Regionen fallen, die in einer Höhe von 914 bis 1830 Metern über dem Meeresspiegel liegen, herrschen Durchschnittstemperaturen zwischen 17 und 21 Grad vor. Unter die Tierrafria, dem kalten Land, fallen die Regionen, die 1830 bis 2745 Meter über dem Meeresspiegel liegen. Hier können besonders nachts die Temperaturen erheblich sinken. Es herrscht eine Durchschnittstemperatur von


15 bis17 Grad vor. Alle Gebiete, die über 3000 Meter über dem Meeresspiegel liegen, gehören zu der sogenannten Tierrahelada, was Eiszone bedeutet. Hier herrscht eine Durchschnittstemperatur von 9 Grad vor. So ist der Norden im Sommer (in der Trockenzeit) extrem heiß und trocken und der tropische Süden extrem heiß und feucht. Mexiko gehört zu den zwölf Ländern des so genannten Biodiversitäts-Hotspots. Es beheimatet 200.000 verschiedene Spezies und damit 10-12% aller weltweit vorkommenden Arten. So steht Mexiko mit seiner Artenvielfalt an Reptilien auf Platz eins (763 Arten). Mit 290 bekannten Arten an Säugetieren belegt es den zweiten Platz und bei den Amphibien den vierten. Die Flora umfasst 26.000 verschiedene Spezies. Insgesamt sind circa 2.500 Arten, die gesetzlich geschützt sind.

Küche In der mexikanischen Küche fand eine Vereinigung zwischen der aztekischen und der spanischen kolonialen Küche statt. Im Süden ist die traditionelle Küche der Maya stark verbreitet. Es herrschen große Unterschiede der Esskultur zwischen den Küstengebieten und dem zentralen Hochland. Der Süden gilt als chiliverliebt, wogegen der Norden des Landes eher rindfleischorientiert ist. Das Mittagessen ist bei den Mexikanern die wichtigste Mahlzeit des Tages, wodurch die folgende Mittagspause eines normalen Arbeitstages auch dementsprechend ausgiebig ist. Abends wird eher nur ein kleiner Imbiss eingenommen, der aus Früchten, Tacos oder ähnlichem bestehen kann. So spielen in diesem heißen und tropischen Land durch die üppige Vegetation Früchte und Gemüse eine dominierende Rolle. Typisch zu jeder Mahlzeit sind Tortillas, das sind Maisfladen. Auf den Tischen, z.B. in Restaurants, stehen immer Schälchen mit Chilis oder Chilisauce bereit. Deren Schärfe kann ganz unterschiedlich sein. Das Leitungswasser in Mexiko ist nicht zum Trinken geeignet. Das Wasser kann in Flaschen oder in Kanistern gekauft werden. Zu den alkoholisch üblichen Getränken zählen Bier, Tequila, Mezcal und Pulque.


Feiertage und Feste Datum 1.Januar 6.Januar 5.Februar

Name

Deutscher Name

Anmerkungen

Año Nuevo Neujahr gesetzlicher Feiertag Día de Reyes Heilige drei Könige Aniversario de la Constitución Mexicana Tag der Verfassung gesetzlicher Feiertag 24.Februar Día de la Tag der Fahne Bandera 21.März Natalicio de Benito Geburtstag von Juarez Benito Juárez gesetzlicher Feiertag April Jueves Santo Gründonnerstag gesetzlicher Feiertag April Viernes Santo Karfreitag gesetzlicher Feiertag 1.Mai Día del Trabajo Tag der Arbeit gesetzlicher Feiertag 5.Mai El Cinco de Mayo 5. Mai gesetzlicher Feiertag 1.SeptemberInformepresidencialRegierungserklärung 16.September Día de la Unabhängigkeitstag gesetzlicher Independencia Nationalfeiertag 12.Oktober Dia de la Raza Jahrestag der „Begeg- Entdeckung nung zweier Welten“ Amerikas durch Kolumbus (1492) 1/2.November Días de los MuertosTag der Toten 2.NovemberDía de los Fieles Allerseelen gesetzlicher Feiertag Difuntos 20.November Aniversario de Tag der Revolution gesetzlicher Feiertag RevoluciónMexicana 12.Dezember Nuestra Señora de Tag der Jungfrau von Guadalupe Guadalupe 25.Dezember Navidad Weihnachten gesetzlicher Feiertag


Ankunft An einem Montag im Oktober, dem 08.10.2012, 08.10.2012 ging es um vier Uhr morgens los, in mein wohl größtes Abenteuer, nach Mexiko! Wie sich später noch herausstellen wird, war es nicht nur das größte, sondern auch das schönste und spannendste Abenteuer meines bisherigen Lebens. Los ging es mit dem Zug nach Frankfurt/Flughafen. Flughafen. Es war das erste Mal überhaupt, dass ich mit dem Flugzeug geflogen bin sowie am Flughafen war. Ich hab mich aber trotzdem gut zurecht gefunden. Beim Einchecken wurde es gleich spannend, weil das Flugzeug, mit dem ich fliegen sollte, Verspätung Verspätung hatte und somit mein Anschlussflug umgebucht werden musste. musste. Das hatte zur Folge, Folge dass ich später in Mexiko-Stadt Stadt angekommen bin. Da das Hostel, in dem ich übernachten wollte, schon um 21:30 Uhr zumachte und ich erst um 23:30 Uhr ankam, habe ich kurzfristig rzfristig bei einem anderen angerufen und mir einen Platz reserviert. Ansonsten hat alles weitere am Flughafen und mit dem Flug gut geklappt und ich bin nach ca. 20 Stunden Reise in Mexiko Stadt gelandet. Hier erwartete mich auch schon die erste Hürde, denn denn ich brauchte mexikanisches Geld, den Pesos. esos. Ich musste es einige Male an verschiedenen Geldautomaten probieren, bis es endlich funktionierte und ich Geld bekam. Da war ich kurz ein bisschen aufgeregt, weil ich unbedingt Geld benötigte. Danach ging es mit dem Taxi zum Hostel, wo ich meine erste Nacht in Mexiko gut verbrachte. Am nächsten Morgen musste ich schon früh aufstehen, um rechtzeitig um neun beim Vimex-Büro Büro für den Sprachkurs da zu sein. So ging es mit Sack und Pack los, denn für die nächsten Tage hatte ich ja ein anderes Hostel reserviert, welches Nahe Vimex liegt.. Da mir ein Taxi zu teuer war, habe ich auf eigene Faust die Metro genommen und in zwei Geschäften nach dem richtigen Weg gefragt. Schlussendlich habe ich das Büro recht gut gefunden und ich wurde herzlich empfangen.


Eine Woche Mexiko-Stadt Mexiko Stadt Sprachkurs vom 09.10. - 13.10. 2012

Der Sprachkurs ging von Dienstag bis Samstag, immer von 10 bis 13 Uhr, mit einer Kaffeepause zwischen drin. Beim Bei Sprachkurs waren fünf Übernachtungen im Hostel mit Frühstück und das Lehrmaterial Lehrmaterial inklusive. Wir waren zu zweit während des Kurses, mit einer Spanischlehrerin, die neben Spanisch panisch nur noch etwas Französisch sprach, wodurch das Kommunizieren anfangs erschwert war. In den ersten beiden Tagen haben wir die grundlegendsten Dinge gelernt und sehr viel aufgeschrieben. Am dritten und vierten Tag des Kurses sind wir auf die Straße und in Läden gegangen und mussten etwas einkaufen oder nach dem richtigen Wegfragen, auf Spanisch, wodurch wir das Gelernte austesten konnten. Am letzten Tag haben wir versucht, versucht viel miteinander zu sprechen. Der Nachmittag stand mir immer zur freien Verfügung. Ich habe öfters etwas mit meinem Sprachkurskollegen und später mit Camp-Teilnehmer Teilnehmer unternommen. Ich hatte das große Glück, dass im Büro von Vimex eine Deutsche, meine spätere Camp-Leitung, Leitung, gerade ein FSJ machte macht und uns dann mit ihren ebenfalls deutschen WG-Mitbewohnern Mitbewohnern bekannt gemacht hat. Wir haben fast jeden Abend alle gemeinsam etwas unternommen. Über sie ie haben wir auch eine Mexikanerin exikanerin kennen gelernt, die uns anbot, uns Mexiko-Stadt Mexiko Stadt zu zeigen. So sind wir tagsüber mit ihr z.B. in einen bekannten Park oder in ein Café mit Dachterrasse, wo man ein gutes Stück über Mexiko-Stadt Mexiko Stadt sehen kann, gegangen. Durch diese Bekanntschaften hatte hatte ich einen leichten Start in Mexiko und die erste Woche bis zum Camp verging wie im Flug.


1. Workcamp VIMEX21 Xochicalco / Patrimonio vom 14.10. - 27.10. 2012

Allgemeines Das Camp war ein Archäologieprojekt in der archäologischen Zone des Museums Xochicalco. Dieser präkolumbische archäologische Fundplatz gehört zur UNESCO-Weltkulturerbestätte Weltkulturerbestätte und ist eine Touristenattraktion. Anbei liegt das Dorf Xochicalco. Es befindet sich südwestlich von Cuernavaca, im Bundesstaat Morelos. Unser Arbeitspartner vor Ort war das Museum. Schlussendlich haben wir jedoch nicht eine Arbeit, die direkt mit Archäologie zu tun hatte, gemacht. Wir sind hauptsächlich, immer mit zwei bis drei Angestellten des Museums, in Schulen gegangen und haben mit den Kindern über das Weltkulturerbe ltkulturerbe gesprochen, über unsere Länder erzählt, Spiele gespielt und gebastelt. Die Anreise zum Camp verlief problemlos und da wir Freiwilligen Freiwilligen uns schon am VIMEX-Büro in Mexiko-Stadt Stadt getroffen hatten, musste ich nicht alleine anreisen. Insgesamt waren wir zu fünft: Die Camp-Leiterin, Leiterin, die ebenfalls Deutsche war, und vier Teilnehmer. Sie kamen aus Frankreich, Japan und Belgien. Der Altersunterschied zwischen uns war sehr groß, so war die älteste Teilnehmerin 61 Jahre alt,, die zweitälteste 31 Jahre, dann 26 Jahre, 22 Jahre und ich war mit meinen 19 Jahren die Jüngste.


Unterkunft Die Unterkunft war bei einer Familie im Haus in Tetlama und sehr einfach, aber ausreichend. Im Untergeschoss wohnte die Familie, im 1.Stockwerk war ein Raum, der als Sitzungsraum Sitzungsraum diente, den wir aber benutzen durften. Des Weiteren war da noch eine kleine Küche. Die Sachen, die in den Kühlschrank mussten, durften wir in den Kühlschrank der Familie tun. Im obersten Geschoss war unser Bereich. Das Bad war von den anderen Räumen nur durch einen Vorhang getrennt, was anfangs sehr gewöhnungsbedürftig war. Von einem der Räume ging es dann noch auf das Dach rauf. Nach der ersten Woche in dieser Unterkunft mussten wir in eine andere umziehen. Diese zweite Unterkunft mussten wir uns selber suchen. Netterweise half uns einer der Projektverantwortlichen des Museums dabei. Die zweite Unterkunft war in Xochicalco. Die Wohnung, in der wir wohnen konnten, gehörte den Nachbarn und stand and leer. Sie hatte drei Zimmer, ein Bad und eine Küche. Das Schöne Schön an dieser Unterkunft war, dass wir abends gut draußen sitzen konnten. Den Kühlschrank konnten wir von den Nachbarn benutzen. Beide Unterkünfte waren in der Nähe des Museums und in kleinen Dörfern, in denen es keinen Handyempfang, jedoch ein Internet-Café Internet gab. Da wir zum Kochen nur einen kleinen Elektroherd hatten, war es schwierig, schwierig eine große Mahlzeit zu kochen. Aber glücklicherweise bekamen wir in den Schulen immer etwas Warmes zu essen. Im Camp selber haben wir uns nicht typisch mexikanisch ernährt, wobei ei wir für meinen Geschmack ein bisschen zu viel Toastbrot gegessen haben.


Arbeitsprojekt Am ersten Arbeitstag haben wir uns im Museum getroffen, einiges besprochen und es danach noch besichtigt. Ab dem zweiten Tag ging es dann fast jeden Arbeitstag in eine Schule der Umgebung. Es waren überwiegend Grundschulen. Teilweise leben die Menschen in den Dörfern, in denen die Schulen waren, waren noch sehr traditionell und eher ärmlich. Viele der Kinder sind noch nie Menschen aus anderen Ländern begegnet, wodurch wir immer eine Attraktion waren. Bei den untersten Klassen haben wir uns oft eher nur kurz vorgestellt vorgestellt und anschließend z.B. mit ihnen in unserer Sprache bis zehn gezählt. Anschließend Spiele gespielt oder gebastelt. Die etwas älteren Schüler bekamen von uns Berichte aus unseren Ländern oder wir haben ebenfalls mit it ihnen gebastelt. Einmal waren wir auch uch in einer weiterführenden Schule, welche nach der Grundschule kommt. Mit diesen Schülern haben wir viel über das Weltkulturerbe und unsere Länder gesprochen. Wir hatten eine Teilnehmerin aus Japan im Camp. Sie war bei den Kindern oft eine Attraktion, denn denn alle wollten ihren Namen von ihr in ihrer Sprache geschrieben haben, das war etwas sehr Besonder esonderes für diese Kinder. Auch die Mütter der Schüler beteiligten sich meistens, wenn wir kamen. Sie bereiteten uns für die Pause extra eine Mahlzeit vor, was immer imm sehr lecker schmeckte und wodurch wir einen guten Einblick in die mexikanische Küche bekamen. Einmal haben wir auch etwas ältere Schüler, die ins Museum kamen, bei ihrer Führung begleitet. begleitet Am letzten Tag haben wir Müll auf dem MuseumsMuseums gelände gesammelt und zum Mittag uns mit selbstgekochtem Essen aus unseren Ländern bei den Angestellten des Museums bedankt. Mir hat die Arbeit in den Schulen sehr viel Spaß gemacht und ich fand sie sehr sinnvoll. Die zwei vom Museum, die für uns hauptsächlich verantwortlichen verantwortlichen waren, waren waren sehr engagiert und wir hatten alle eine schöne gemeinsame Zeit!


Ein besonderes Erlebnis An einem Vormittag waren wir bei einer noch sehr traditionell lebenden Familie, bei der wir Tamales und Tortillas noch richtig von Hand herstellen durften. rften. Auch Essen gehört zum Weltkulturerbe und dadurch war es unseren Begleitern vom Museum wichtig, dass wir selbst erleben konnten, wie das Essen hergestellt wird. Nachdem der de Teig aus Maismehl fertig war, haben wir ihn zum Kochen in kleinen Fladen in Maisblätter Maisblätter eingepackt. Während unser Essen kochte, durften wir uns einen Teller oder eine Schale aus Ton, so wie es dort noch öfters gemacht wird, formen und verzieren. Danach wurde ein Teil unserer gekochten Maisfladen, Tamales genannt, gepresst und kurz gebacken, die sogenannten Tortillas. Zu den Tamales und Tortillas gab es Mole Verde, eine Art Suppe aus Linsen und Hühnchen. Dort habe ich das erste Mal in meinem Leben Suppe ohne Löffel und nur mit Hilfe der Tortillas gegessen und es schmeckte sehr gut. Für ür mich war dieser Vormittag sehr interessant und es hat mir gut gefallen, dass wir die Möglichkeit hatten, hatten so etwas einmal mitzumachen. Es war ein besonderes Erlebnis! Gut gestärkt, sind wir anschließend noch in die Schule im Ort gegangen.


Freizeit Unsere Freizeitausflüge unternahmen wir an dem Wochenende während des Camps und an dem freien Tag, den wir unter der Woche einmal hatten. Am Wochenende waren wir in Tepoztlan, einer wunderschönen kleinen Stadt, die ein bisschen touristisch ausgelegt ist. Sie liegt im Tal. Oben am Berg gibt es eine alte Pyramidenanlage. Ansonsten ist Tepoztlan für Heilfrüchte und Heilpflanzen, die es dort zu kaufen gibt, und das gute Essen bekannt. Wir haben dort zwei andere Freiwillige und zwei Mexikaner, die alle etwas mit Vimex zu tun haben, getroffen und auch den Sonntag gemeinsam verbracht. Nach der Stadtbesichtigung sind wir nach Cuatla gefahren. Dort fand am Abend ein Oktoberfest statt, wofür besonders wir Deutschen, die CampLeitung, eine andere Freiwillige und ich, dazu eingeladen waren, denn wir haben dort eine Power-Point Präsentation über Deutschland gehalten. Anschließend konnten wir bei zwei Mitarbeitern von Vimex den Abend ausklingen lassen und schlafen. Am nächsten Tag sind wir über Cuernavaca, welches wir auch noch kurz besichtigten, zurück zum Camp gefahren. Den Tag unter der Woche wollten wir zu den sogenannten Grutas, eine riesige Tropfsteinhöhle, in die wir 2km hineingelaufen sind, fahren. Wir hatten uns für den Bus entschieden und wollten diesen an der Straße anhalten, was meistens auch gut funktioniert, doch an diesem Morgen hat es einfach nicht geklappt. Wir versuchten mehrere Busse anzuhalten, während wir schon mal die Straße entlang liefen. Schlussendlich hat uns ein Auto mitgenommen und für das letzte kleine Stück nahmen wir ein Taxi. Nach den Grutas, die wirklich imposant und sehr schön waren, ging es nach Taxco, einer Stadt, die für Silberschmuck bekannt ist, weiter. Taxco liegt am Berg und ist eine sehr schöne Stadt, mit einer beeindruckenden Kirche. Der Nachhauseweg war etwas chaotisch. Denn der Bus, nach dem wir noch ein Taxi nehmen hätten müssen, war uns zu teuer. Darauf beschlossen wir, zu den Grutas zurückzufahren und von dort aus ein Taxi zu nehmen, was ein guter Plan war. Der Kleinbus zu den Grutas ist extra wegen uns nochmal gefahren, obwohl er schon Feierabend gehabt hätte. Bei den Grutas ist es normalerweise leicht, ein Taxi zu bekommen, aber ausgerechnet an diesem Abend hatten die Taxifahrer ein Meeting. Der Kleinbusfahrer hat uns geholfen und schlussendlich hat sich einer der Taxifahrer dann doch bereit erklärt, uns für einen wirklich fairen Preis zum Camp zurückzubringen. So hatten wir einen sehr spannenden und aufregenden Tag. Eine weitere Freizeitaktivität war die sogenannte Tirolesa; dabei ist ein Stahlseil z.B. über eine Schlucht oder einen Fluss gespannt und man kann über eine am Seil befestigte Rolle, hängend in einem Gurt, über die Schlucht fahren, was sehr viel Spaß macht. Dabei sah man die Schlucht aus einer Perspektive, aus der man die Landschaft sonst nicht sehen konnte, es war beeindruckend! Ansonsten haben wir mit den für uns Verantwortlichen vom Museum noch eine


etwas kleinere Anlage angeschaut, die zu der Anlage in Xochicalco dazudazu gehört.. Am Abend im Camp haben wir meistens noch noch ein bisschen geredet und sind recht früh schlafen gegangen, weil wir durch die Arbeit und das sehr warme Wetter oft müde waren.

Fazit Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir dieses Camp sehr gut gefallen hat, auch wenn der große Altersunterschied Altersunterschied für mich manchmal nicht ganz einfach war. Zu Beginn dieses Camps konnte ich nur ein winziges bisschen Spanisch sprechen, prechen, was aber den Kinder in den Schulen völlig egal war. Sie waren alle sehr begeistert und glücklich, dass wir kamen und mit ihnen etwas machten, und zum Verständigen spielte es keine Rolle, ob man ihre Sprache sprach oder nicht. Dies hat mich sehr beeindruckt. Die Schüler in Mexiko tragen alle Schuluniformen, die Mädchen überwiegend Röcke und Kniestrümpfe, die Jungen Hosen und Hemd, was anfangs anfangs sehr ungewohnt war.


Am Ende des Camps konnte ich bei einer Unterhaltung Unterhaltung immerhin das Thema, um das es ging, verstehen und einfache Sätze bilden. Ich habe täglich insbesondere neue Vokabeln dazugelernt. Das Wetter war sehr warm, woran ich mich erst gewöhnen gewöhnen musste, musste und es gab einige Mosquitos. s. Zu meinen Camp-Mitmenschen Camp Mitmenschen habe ich den Kontakt weitgehend verloren, dafür besteht der Kontakt zwischen mir und ein paar Mexikanern, mit denen wir zusammen gearbeitet haben, immer noch. Mein schönstes Erlebnis während ährend dieser Zeit war in einer Schule, als Schüler und Eltern für uns einen Tanz vorbereitet hatten und uns diesen als Dankeschön, dass wir gekommen waren, vorführten.


2. Workcamp VIVE21 Protecting the Marine Turtles in Colola vom 31.10. - 16.11. 2012

Allgemeines Das Schildkrötencamp ist bei dem Dorf Colola, im Bundesstaat Michoacán, Michoacán zu finden. Es gibt dort das ganze Jahr über Camps. Michoacán ist einer der ärmsten Staaten Mexikos. Das Schildkrötencamp in Colola dient vor allem jungen Menschen aus us aller Welt dazu, für gute zwei Wochen etwas über die vom Aussterben bedrohten Tiere und der Arbeit der Dorfbewohner von Colola zu erfahren und selbst Hand anzulegen. Die Arbeit mit den Schildkröten dient dem Artenschutz der Meeresschildkröten. In Colola ist die Art der "tortuganegra", die schwarze Schildkröte, die das ganze Jahr über am häufigsten zu findende Rasse. Ansonsten sieht man noch die Rasse der Golfinas und der Laúd. Aber später mehr dazu. Bis vor 30 Jahren war die Rasse der tortuganegra fast ausgestorben ausgestorben und es kamen nur noch wenige Schildkröten an den Strand von Colola. Die Menschen in diesen Küstengebieten haben die Eier sowie das Fleisch der Schildkröten gegessen; da die Gegend arm ist, war es eine günstige Nahrungsquelle für die Menschen dort. rt. Dadurch wurden aber die Schildkröten immer weniger. Doch dann haben die Einwohner begonnen, begonnen die Schildkröten zu schützen und nach alternativen Nahrungsquellen gesucht. Durch den intensiven Schutz ist der Bestand an Schildkröten, die jährlich zum Ablegen Ablegen der Eier an den Strand kommen, wieder beachtlich ich gestiegen. Direkt beim Camp ist es verboten, verboten im pazifischen Ozean baden zu gehen. Denn dort ist eine offene Küste, wo die


Strömung und die Wellen sehr stark sind. So kann es sein, wenn man dort ins Wasser gehen würde, dass man nicht mehr wieder herauskommt, weil man von den Wellen immer weiter ins Meer hinein gezogen wird. Es gibt aber einige schöne Buchten in der Nähe, wo man baden gehen kann. Das Klima in Colola ist das ganze Jahr über warm und eher feucht. In der Sonne wird es ab ca. 10 Uhr fast unerträglich und man schwitzt schon beim Nichtstun. Erst gegen vier Uhr nachmittags wird es auch in der Sonne wieder erträglicher. Trotz des heißen Wetters ist die Landschaft sehr grün, denn es regnet öfters, aber meistens nicht den ganzen Tag. Die ersten Tage unseres Camps hatten wir ein paar Regentage, an denen es auch sehr windig war. Spätestens am Abend hat es aber immer aufgehört. Die Anreise zum Camp erfolgte von Mexiko-Stadt aus. Ich habe mich an der Busstation mit einer anderen Camp-Teilnehmerin aus Deutschland getroffen und wir sind zusammen weitergereist. Von Mexiko-Stadt aus ging es mit dem Bus ca. 4 Stunden nach Morelia. Dort hatten wir einige Stunden Aufenthalt, bis es mit einem Nachtbus um halb elf weitere sieben Stunden nach Tecoman weiterging. In Morelia trafen wir auf eine weitere Camp-Teilnehmerin aus Südkorea. Als wir um sechs Uhr morgens in Tecoman aus dem Bus ausstiegen, merkte man sofort den Klimaunterschied. Es war wärmer und es herrschte eine höhere Luftfeuchtigkeit. Von Tecoman ging es dann nochmal zwei Stunden mit einem anderen Bus nach Colola weiter. So kamen wir am frühen Nachmittag im Camp an, wo es bereits sehr warm war.Insgesamt waren wir mit der CampLeitung zu acht, im Alter zwischen 19 und 28 Jahren: Drei Mexikaner, zwei Französinnen, zwei Deutsche und eine aus Südkorea. Die Gruppe hat sehr gut funktioniert und wir sind gut miteinander klargekommen. Wobei ich hier noch erwähnen möchte, dass sich unsere Camp-Leitung teilweise fragwürdig verhalten hat. Außerdem hat sie ziemlich viel getrunken und hat alles eher als Urlaub angesehen. Wobei wir diese kleine Hürde untereinander, aber auch gut gelöst hatten.

Unterkunft Unsere Unterkunft lag vor Ort, am Ausgangspunkt des Schildkrötenschutzgebietes und direkt am Strand. Sie war sehr einfach, aber es gab fließendes Wasser und eine kleine mit Sonnenergie betriebene Batterie für Strom. So hatten wir bei sehr sonnigem Wetter genug Strom für das Laden von z.B. unsere Fotos und Licht. War der Tag weniger sonnig, ist das Licht im Laufe des Abends ausgegangen und wir mussten mit unseren Taschenlampen auskommen. Gekocht wurde mit Gas. Wir hatten einen mit Kokosnussblättern überdachten Unterstand, wo sich die Kochgelegenheit und ein großer Tisch befinden. Unser Dach war jedoch nicht mehr ganz wasserdicht, wodurch wir bei heftigem Regen zusammenrutschen mussten, um nicht nass zu werden.


Anbei gab es eine Art Schuppen, der mit Holzpritschen Holzpritschen zum Schlafen ausgestattet ist. Durch das ganzjährige ganzjährige warme Klima hat der Schlafraum keine Tür und der Unterstand keine Wände. Der Fußboden besteht aus Sand. Die Dusche, ein aus Brettern zusammengenagelter Sichtschutz, und die aus Stein gemauerten Toilettenhäuschen befinden sich etwa 20 Meter vom "Wohnraum" "Wohn entfernt. Man lebt also richtig im Freien. Nebenan hat es einen weiteren aus Holz und Kokosnussblättern ussblättern gebauten Unterstand für die Arbeiter der Schildkröten. Die Unterkunft liegt ungefähr eine Viertelstunde zu Fuß von Colola entfernt. Man kann am Strand Strand oder der Straße entlanglaufen. entlanglaufen Im Dorf gibt es zwei Internet-Cafés Cafés und einige kleine Supermärkte zum Einkaufen. Einkaufe Handyempfang gibt es im Campund im Dorf keinen, jedoch ein öffentliches, aber teures Telefon. Unser Speiseplan war sehr abwechslungsreich. Durch unsere drei aus Mexiko haben wir viel mexikanisch gekocht, wodurch ich die gute Möglichkeit hatte, die mexikanische Küche besser kennenzulernen. Typisch für die Küstenregion ist Fisch, den wir auch frisch gefischt probieren durften und der sehr lecker lec war. Da es keinen Kühlschrank und nur zwei Kühlboxen hatten, mussten wir ein bisschen darauf schauen, schauen wann wir was einkauften, denn das Eis in den Boxen hielt bei dem heißen Wetter nicht ewig.


Arbeitsprojekt Die Arbeit mit den Schildkröten wird immer nachts verrichtet, denn die Schildkröten kommen erst im Dunkeln und wenn der Mond aufgeht an den Strand, um ihre Eier abzulegen. Die Schildkröten orientieren sich am Mond. So gelangen die frischgeschlüpften Jungtiere mithilfe des Mondes ins Meer. Da sie vom Licht so abhängig sind, kann jegliche andere Lichtquelle eine Schildkröte völlig falsch leiten. Auf dem Weg vom Strand ins Wasser warten vor allem Vögel und streunende Hunde auf die frischgeschlüpften Tiere und im Wasser lauern weitere Gefahren. So überleben von 100 kleinen Schildkröten nur ca. 4 Stück. Die ausgewachsenen weiblichen Schildkröten kehren zum Eierablegen wieder an ihren Geburtsstrand zurück. Die Männchen betreten das Land, wenn sie als Junge einmal ins Wasser gegangen sind, nicht mehr. Wie schon oben erwähnt, kommen die drei Arten Meeresschildkröten tortuganegra (schwarze Suppenschildkröte), tortugagolfina (Bastardschildkröte) und tortugalaúd (Lederschildkröte) in Colola an den Strand. Die Brutzeit dauert bei allen drei Arten um die 50 Tage und die frischgeschlüpften Schildkröten sind etwa 5cm groß. Die Eier haben ungefähr die Größe eines Tischtennisballes. Die Temperatur ist entscheidend für das Geschlecht der Schildkröten. Liegt die Temperatur zwischen 24° und 28°C so entwickeln sich Männchen. Bei Temperaturen von 29° bis 32°C gibt es ein ausgewogenes Verhältnis an männlichen und weiblichen Tieren und über 33° bis 36° entwickeln sich Weibchen. Die tortuganegra, die am häufigsten in Colola vorkommende Art, wird zwischen 75 und 100cm groß und wiegt um die 70kg, jedoch maximal bis zu 120kg. Sie legt in der Hauptbrutzeit zwischen August und Januar durchschnittlich 65 Eier pro Eiablage. Tortuganegra sowie auch die Golfina gehören zu den Landwirbeltieren. Die Golfina ist mit maximal 70cm die kleinste Spezies der Meeresschildkröten und wiegt zwischen 35 und 45 kg. Ihre Hauptbrutzeit, in der sie 80–160 Eier ablegt, ist von Mai bis August. Die Lederschildkröte gehört zu den Reptilien und ist die größte lebende Meeresschildkröte der Erde. Sie kann gut über 2 Meter groß werden und ein Gewicht von bis zu700kg auf die Waage bringen. Während der Eiablage, hauptsächlich von Oktober bis März, legt sie 50 bis 100 Eier ab. Wir haben zwischen 21:30 und 22:00 Uhr mit dem Arbeiten angefangen. Es gab fünf Zonen. In der Zone direkt am Camp befindet sich der eingezäunte Brutbereich. Hier werden die Eier eingegraben, die Stelle mit einem Stock markiert und beschriftet. Wenn die kleinen Schildkröten schlüpfen, werden sie gezählt und in große Wannen getan. Wenn es ein paar Hundert in den Wannen sind, werden sie zum Meer gebracht und in die Freiheit entlassen. Eine weitere Zone lag am Strand vor dem Dorf Colola, wir haben sie als "Süd" bezeichnet.


In dieser Zone werden die abgelegten Eier ausgegraben, eingesammelt und u zum Brutbereich gebracht. Die Zone zwischen Süd und dem Brutbereich ist M1. Richtung Norden gab es dann noch die Zone M2 und hinter M2, bis zu einem Felsen, die sogenannte Zone "Nord" oder "Fels". Wenn in allen diesen Zonen eine Schildkröte an den Strand Strand kommt und sich ihren Eiablageplatz sucht, sucht hinterlässt sie eine Spur im Sand, der wir beim Patrouillieren folgen konnten, um entweder die Schildkröte noch an ihrem Ablageplatz vorzufinden oder die Stelle, an der sie die Eier abgelegt hat. War die Schildkröte Schildkröte noch da, da haben wir sie vermessen. Dann wird protokolliert, welche Spezies es ist,, wo sie die Eier abgelegt hat, um welche Zeit wir dort waren und, und wenn sie noch da ist, ihre Größe. Es gibt drei Teams an Arbeiter, die alle aus Colola kommen. Diese drei Teams wechseln sich immer wochenweise mit dem Dienst ab. Sie werden dafür nicht bezahlt. In jeder Zone waren war also ein oder manchmal auch zwei der Arbeiter von dort. Die Arbeitsanleitung erfolgte von den Verantwortlichen der Zonen, wobei die Arbeit nicht schwierig hwierig war. Wir haben uns dann aufgeteilt und sind allein oder zu zweit mit einem der Arbeiter einer Zone mitgegangen und haben geholfen. Im Brutbereich, der in zwei Bereiche eingeteilt war, waren drei von uns. Einer war bei den schlüpfenden Schildkröten und die anderen beiden haben Löcher für die Eier aus dem Bereich "Süd" gegraben. Mir hat die Arbeit im Brutbereich mit den kleinen Schildkröten am besten gefallen. Die sind so winzig und süß. Zwischen eins und zwei waren wir mit der Arbeit fertig und konnten konnt schlafen gehen. Ich musste mich anfangs erst daran gewöhnen um zehn Uhr abends nochmal mit Arbeiten anzufangen und hinterher war ich meistens nicht mehr müde genug, um sofort schlafen zu gehen. Am Morgen schafften wir es aber alle, nicht zu lange zu schlafen, lafen, weil es schon früh zu warm wurde.


Freizeit Durch die nächtliche Arbeit, hatten wir den ganzen Tag über zur freien Verfügung. Am besten bietet sich als Freizeitaktivität an, baden zu gehen, wenn man das Meer schon einmal direkt vor der "Haustüre" hat. Außerdem ist es so heiß, dass man auf jegliche andere andere körperliche Aktivitäten verzichtet bis es etwas kühler wird. Zum Baden gibt es ganz in der Nähe eine Bucht, in der die Wellen und die Strömung nicht so stark sind und es recht flach ins Wasser geht. Zwei weitere, dazu noch sehr schöne Buchten sind ein ein Stück weiter entfernt von Colola, aber noch gut zu erreichen. Eine der beiden Buchten ist von Felsen umgeben und direkt am Strand stehen Palmen, was sie sehr idyllisch macht. Am späteren Nachmittag, wenn die Sonne nicht mehr so stark schien, schien haben wir auch Volleyballan unserem selbstgebastelten Netz gespielt. Wir haben viel mit Karten gespielt, vor allem während der wenigen Regentage. An einem Tag sind wir an einen Korallenstrand und einen Surfstrand, an denen es schwarzen Sand gibt, gefahren. Einer der Arbeiter Arbeiter der Schildkröten und unser Hauptverantwortlicherhat Hauptverantwortlicherhat uns dorthin gebracht. Schön fand ich, dass noch drei andere, die auch bei den Schildkröten arbeiten, mit uns mitgekommen sind und wir nicht nur unter uns waren, sondern auch mit der lokalen Bevölkerung verschiedenes erschiedenes unternommen haben. An einem Tag sind wir nach ch Tecoman gefahren, die nächstgrößte nächstgrößte Stadt. Von Colola aus braucht man ca. 2,5 Stunden mit dem Bus. Ich muss aber sagen, dass es sich nicht unbedingt gelohnt hat. Es gibt es nicht viel zu machen mach und um Tecoman herum sind auch keine Sehenswürdigkeiten. Wir wollten noch eine andere größere Stadt anschauen und ein mexikanischer Teilnehmer des Camps, der in Morelia wohnt, hat uns eingeladen, eingeladen zu ihm zu kommen. So haben wir alle zusammen das Camp einen einen Tag früher beendet und


sind nach Morelia, um es zu besichtigen. Wir hatten unseren Privatguide und bekamen schöne Gegenden der Stadt zu sehen und typisch mexikanisches Essen. Es hatte sich gelohnt. An einem Tag waren wir mit ein paar aus dem Dorf, die in unserem Alter waren, beim Kokosnussernten. Für mich war es beeindruckend, wie sie die Palmen hochgeklettert sind, um die Kokosnüsse herunter zu werfen. In den Palmenwäldchen ist die Luftfeuchtigkeit noch viel höher als am Strand, wodurch es dort gefühlt noch viel heißer ist als sonst. Wir konnten ganz frische Kokosmilch trinken und frisches, noch weiches oder schon hartes Fruchtfleisch essen. Gut gestärkt sind wir dann zurück an den Strand gegangen und unsere Begleiter zeigten uns, wie sie aus ihrem Dorf fischten. Ich habe es auch probiert, aber sie haben eine spezielle Angel und es ist schwer, sich nicht beim Werfen in der Schnur zu verfangen. An zwei Tagen sind wir, weil wir den Vorschlag bekamen und Lust dazu hatten, in die Schule in Colola gegangen und haben mit den Schülern im Englischunterricht Aussprache geübt. Uns und den Schülern hat es Spaß gemacht. Hier musste ich leider feststellen, dass das Englischwissen und die Aussprache der Schüler sehr schlecht war, obwohl sie nur um ca. zwei Jahre jünger waren als ich. Jeden Samstag findet im Dorf ein Fest für das ganze Dorf statt, zu dem wir an beiden Samstagen während des Camps gegangen sind. Es gibt Essen und Trinken und Musik zum Tanzen. Das Dorffest findet in einer Straße statt und ist für Jung und Alt. Immer wieder kommen auch aus dem Nachbardorf Menschen zum Dorffest.


Fazit Es gibt nicht viel zu sagen, außer dass mir das Camp sehr gut gefallen hat. Mir hat die Arbeit mit den Schildkröten sehr viel Spaß gemacht. Das einfache und natürliche Leben n der Dorfbewohner hat mich sehr fasziniert. Ich würde sofort wieder nach Colola zurückgehen und noch einmal an einem Schildkrötencamp teilnehmen. eilnehmen. Bei dem Dorffest war es so beeindruckend, dass wirklich fast das ganze Dorf anwesend war und es herrschte eine eine tolle Atmosphäre. Es war schön, dass wir durch die Arbeit viel Kontakt zur lokalen Bevölkerung hatten. Ich stehe immer noch mit ein paar Menschen von dort in Kontakt.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist der Sternenhimmel. Da am Strand keine störende große Lichtquelle ichtquelle ist, sieht man, man wenn es klar ist, so viele Sterne, dass es kaum vorstellbar ist, wenn man es selbst nicht gesehen hat. Es sieht so aus, als ob die Sterne blinken und funkeln. Ich habe mehrere Sternschnuppen gesehen. Es war sehr schön zu beobachten, en, wie Wasser und


Mond zusammenhängen. hängen. Denn als der Mond abnehmend war, war die See viel unruhiger und die Wellen viel höher und stärker. Mosquitos s hatten wir auch reichlich. Sie kamen überwiegend abends, wenn es gedämmert hat. Wenn man aber lange Kleidung Kleidung trägt und sich mit Antimosquitospray einreibt, kann man sie sich ganz gut vom Hals halten. Meiner Meinung nach ist ein Mosquitonetz für die Nacht nicht unbedingt notwendig, nachts haben sie uns in Ruhe gelassen. Zum Schluss kann ich nur noch sagen, dass dass mir dieses Camp ewig gut in Erinnerung bleiben wird!!


3. Workcamp NATATE35 Angels of love in San Cristóbal de las Casas vom 19.11. - 01.12. 2012

Allgemeines Mein letztes Workcamp war in San Cristóbal de las Casas. Diese Stadt liegt in den Chiapas, dem südlichsten Bundesstaat Mexikos. In dem sich über 200 km lang erstreckenden Gebirgszug, Sierra Madre de Chiapas, befindet sie sich auf 2.100 100 m Höhe über dem Meeresspiegel. Die Stadt wurde im Jahre 1528 gegründet und istt heute ein wichtiges touristisches Ziel der Chiapas. Der Grundriss der Stadt ist stark gitterartig und deren Straßen aus KopfsteinKopfstein pflaster und die verschieden bunten Häuser sind sehr typisch. Das Bergland um San Cristóbal de las Casas wird hauptsächlich von Mayas bewohnt, die zum Teil noch sehr stark ihre eigenen Traditionen leben. In der Stadt verkaufen viele von ihnen ihre selbsthergestellten Textilien. San Cristóbal de las Casas hat ein subtropisches Hochlandklima mit einer Luftfeuchtigkeit von 78%. Obwohl wohl es tagsüber meist recht warm ist, fallen die Temperaturen nachts erstaunlich tief und es kann richtig kalt werden. Als Arbeitsprojektt war vorgesehen, dass wir Camp-Teilnehmer Camp Teilnehmer mit der Behinderteneinrichtung Angeles de Amor zusammenarbeiten und auf deren d Gelände etwas Nützliches bauen. Den meisten körperlich wie geistig behinderten Menschen in Mexiko ist die soziale Eingliederung und Gleichstellung in der Gesellschaft zum größten Teil noch immer versperrt.


Ihnen bleibt oft nur der „freie Markt”, also die Arbeit auf der Straße, als Straßenmusikanten und Bettler. Die Anreise hat gut geklappt. Ich habe das Flugzeug nach Tuxtla Gutierrez, der Hauptstadt von den Chiapas, genommen und anschließend einen Shuttlebus nach San Cristóbal de las Casas. Von dort aus aus ging es mit einem völlig überteuerten Taxi dorthin (ich (ich hatte aber keine andere Wahl, weil ich nicht wusste, wo die Organisation Nataté genau liegt). liegt Als ich im Büro von Nataté ankam, welches sehr zentral liegt, habe ich erfahren, dass ich die einzige Teilnehmerin Teilnehmerin des Workcamps bin. Deshalb fand das Camp nicht in der gewohnten Form statt. Aber wenn man etwas im Ausland plant, muss man damit rechnen, dass nicht immer alles so läuft, wie man es sich vorstellt. Also war das kein Problem für mich, auch ohne andere a Workcamp-Teilnehmer Teilnehmer in einem Projekt zu Arbeiten.

Unterkunft Normalerweise wäre die Unterkunft des Camps etwas außerhalb, im Nachbarort von San Cristóbal gelegen, aber ich allein hatte Platz in dem Haus von Nataté, in dem die Langzeitfreiwilligen wohnen. wohnen. Durch die zentrale Lage der Unterkunft konnte ich alles gut zu Fuß erreichen, auch den Arbeitsplatz. In dem Haus wohnen immer um die zehn bis 14 Freiwillige. Ich hatte fast die ganze Zeit ein Zimmer für mich allein. Ich musste mich selbst verpflegen. verpflegen Bei den Diensten, die im Haus gemacht werden mussten, habe ich mich einfach eingefügt. Das Haus ist schlecht isoliert und Heizungen gibt es keine, wodurch es nachts ganz schön kalt wurde. Ansonsten ist es aber gut ausgestattet. Zwischendrin hatten wir drei rei Tage lang immer wieder kein Wasser, weil die Wasserversorgung in der ganzen Straße abgestellt worden ist. Die meisten Häuser haben zwar einen Reservetank, aber bei so vielen Leuten in einem Haus hält dieser auch nicht lange. Zum Glück konnten wir im Haus Ha von Nataté duschen gehen und unser Geschirr waschen.


Arbeitsprojekt Für mein Arbeitsprojekt bekam ich auch eine andere Aufgabe als eigentlich vorgesehen, die Einrichtung blieb die selbe. In diese Einrichtung sind noch zwei der Langzeitfreiwilligen gegangen, mit denen ich mitgehen konnte. Die Einrichtung heißt Angeles de Amor, was auf Deutsch etwa "Engel der Liebe" bedeutet. Es ist eine Einrichtung sowohl für geistigals auch für körperlich und geistig behinderte Menschen. Angeles de Amor besteht seit dem Jahr 2005 und hilft den Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderung, sich in die Gesellschaft zu integrieren, und gibt ihnen die Möglichkeit, ihren Horizont zu erweitern. Sie umfasst um die zehn Menschen mit Behinderung und zwei Betreuer. Dazu kommen noch ein paar andere Mitarbeiter, die jedoch nicht mit den Menschen zusammenarbeiten. Zu den Betreuern kommen dann noch die Freiwilligen dazu, so wie ich. Das Gelände der Einrichtung ist recht groß und es gibt dort einige Tiere, wie Hühner, Ziegen, Gänse, Hasen. Von der Unterkunft zur Arbeit brauchte man gute 20 Minuten zu Fuß. Angefangen zu arbeiten habe ich um 9:30 Uhr und war um 14:00 Uhr schon fertig. Die Menschen mit Behinderungen können ab neun Uhr morgens kommen und dann werden erst einmal malerische oder schriftliche Aktivitäten gemacht. Manche von ihnen haben in dieser Zeit oft geschrieben und aufgezeichnete Gegenstände ausgemalt und benannt. Die anderen haben einfache Bilder ausgemalt, gepuzzelt oder ähnliches gespielt. Ich habe ihnen dabei geholfen, ihre Aufgaben zu erfüllen und mich mit ihnen beschäftigt. Dieser Ablauf war jeden Morgen der selbe. Später haben wir uns dann alle gemeinsam bewegt. Wir standen im Kreis, hatten Musik und nacheinander durften die Menschen in der Mitte eine Übung vormachen und wir haben sie nachgemacht. Das konnte z.B. Hüpfen sein oder mit den Armenzu kreisen. Diese "sportliche" Einlage dient dazu, dass sich die Menschen täglich ein bisschen bewegen. Danach haben wir oft ein Spiel gespielt und dann Pause gemacht. Die Pause ging ungefähr eine Stunde, in der wir oft draußen waren, uns ausgeruht und etwas gegessen haben. Hier war meine Aufgabe zum Beispiel diejenigen, die nicht alleine essen konnten, zu füttern. Nach der Pause gab es wieder eine Zeit, in der gebastelt, gemalt oder gespielt wurde. Einmal in der Woche kam ein Musiker für den Musikunterricht. Die meisten haben sich immer sehr gefreut und begeistert gesungen.Um zwei Uhr konnte ich nach Hause gehen. Wir hatten insgesamt drei Geburtstage in der Zeit, in der ich da war, zu feiern. In Mexiko wird ein Geburtstag sehr traditionell gefeiert. Es gibt eine Torte, die mit viel Sahne und Biskuitteig gemacht ist und sehr künstlich aussieht. Je nachdem, wie viel Geld eine Familie hat, wird ein Clown engagiert und in einen Ballon aus Pappe werden Süßigkeiten getan. Dieser Ballon wird an einer Schnur aufgehängt und dann mit einem Stock kaputt geschlagen. Hier darf jeder eingeladene Gast einmal schlagen. Die Süßigkeiten, die zu Boden fallen, darf man einsammeln und behalten.


Freizeit Nach der Arbeit war ich oft in der Stadt und hab diese erkundet. Dort gibt es z.B. einen Markt, auf dem vor allem selbst gewebte Textilien verkauft werden, er ist sehenswert. Des Weiteren gibt es viele Kirchen zu besichtigen und einfach die Stadt an sich mit mit ihren bunten Häusern. Abends kann man auch sehr gut weg gehen. Es gibt einige Bars, in denen man auch gut tanzen kann. Da die Langzeitfreiwilligen alle schon eine Weile in San Cristóbal waren und neben ihrer Arbeit noch andere Dinge zu tun hatten, bin ich ich tagsüberoft alleine losgezogen, um etwas zu unternehmen. In meiner ersten Woche wurde von Nataté mit den Freiwilligen eine sogenannte Cena, ein Abendessen im Haus von Nataté veranstaltet. Dafür haben die Freiwilligen gekocht und alles


vorbereitet, wobei ich einfach mitgeholfen hatte. Dieses kleine Fest am Abend war sehr schön, mit einer Musikeinlage und einer Feuershow. Während des Workcamps hatte ich ein Wochenende, an dem in ich einiges unternahm. Da ich alleine war und herausgefunden hatte, dass man über Nataté mit einem Touristenkleinbus zu verschiedenen sehenswerten Plätzen in den Chiapas gehen konnte, habe ich dies gemacht. So bin ich am Samstag zu den Wasserfällen Chiflón und den Lagunas de Montebello gefahren. Chiflón bedeutet Pfeifen. Der Wasserfall hat seinen Namen so bekommen:Wenn vor einem Unwetter starker Wind aufkam, haben die Menschen im nahegelegenen Dorf ein Pfeifen gehört, dass durch diesen Wind, der durch das fallende Wasser blies, verursacht wurde. So waren die Einwohner vor dem Unwetter gewarnt. Bei den Wasserfällen läuft man am Fluss entlang aufwärts bis zu einem riesigen Wasserfall. Auf dem Weg kommt man an mehreren kleineren Wasserfällen vorbei. Das Wasser hatte wunderschöne Farben und es war sehr beeindruckend, vor so einem riesigen Wasserfall zu stehen. Leider war die Zeit sehr knapp, weil wir noch zu den Lagunen weiter gefahren sind, aber das muss man bei solchen geplanten Touren in Kauf nehmen. Als wir auf dem Weg zu den Lagunen de Montebello waren, hat es einen Wetterumschwung gegeben, es zog zu und begann zu regnen. So hatten wir leider das Pech, bei den Lagunen anzukommen und die schönen Farben nicht sehen zu können, weil die Sonne nicht schien. Die Lagunen gehören zum Nationalpark Montebello und umfassen ungefähr 60 Seen, die durch die Sonne in den schönsten Türkis- und Blautönen leuchten. Wir haben trotz des Wetters drei der Seen besichtigt. Um den ersten See war viel Wald und durch den Nebel über dem See und dem Wald gab es eine fast märchenhafte Stimmung. Durch die dritte Lagune unserer Besichtigungstour verläuft die Grenze zu Guatemala. So sind wir zu Fuß kurz nach Guatemala rüber gelaufen. Trotz des Wetters hat sich auch dieser Ausflug gelohnt und es war ein gelungener Tag. Am Sonntag habe ich nochmal eine Tour mit gemacht. Es ging zum Canyon del Sumidero, der nur 1,5 Stunden von San Cristóbal entfernt liegt. Wir sind dort mit einem Boot den Fluss abwärts bis zu einer Schleuse und zu einer Stromerzeugungsanlage gefahren. Auf dem Weg haben wir Krokodile, Pelikane, Leguane und andere Vögel gesehen. Dazu einen Wasserfall, der jedoch um diese Zeit nur spärlich Wasser führt. Beeindruckend waren an manchen Stellen die enorm hohen Felswände, die sich an beiden Seiten des Flusses empor heben. Bei strahlendem Sonnenschein war es ein wunderschönes Erlebnis. Anschließend ging es noch in eine Stadt, Chiapa de Corzo. Sie hat viele Sehenswürdigkeiten, wie la Pila, einem diamantförmigen Brunnenbau mit 52 Metern Durchmesser und einer Höhe von 12 Metern, und die Kirche San Domingo. Auch dieser Tag hatte sich gelohnt.


Fazit Die Zeit in San Cristóbal de las Casas war schön, diese Stadt ist einfach sehenswert. Ich habe viel alleine gemacht, was ein bisschen schade war. Dazu war ich die ersten Tage gesundheitlich ges nicht ganz fit. Die Menschen bei der Arbeit haben einen sofort ins Herz geschlossen und sich immer, immer wenn ich kam, richtig gefreut, worüber ich mich auch gefreut habe. Am meisten beeindruckte es mich, bei dem Canyon vor den links und rechts von mir aufragenden, riesigen Felswänden zu stehen und hinauf zuschauen. Eine sehr schöne Überraschung erlebte ich, als ich nach diesem Ausflug vom Canyon von der Busendstation zurück zur Unterkunft gelaufen bin und die zwei Französinnen aus dem Schildkrötencamp mp wieder getroffen habe.


Schlusswort Ich hatte eine wunderschöne Zeit in Mexiko, mit vielen neuen und schönen Erfahrungen und neuen Freundschaften. Die Camps waren alle auf ihre eigene Weise sehr schön; wobei mir das Schildkrötencamp am besten gefallen hat. Hier hat besonders der enge Kontakt zur lokalen Bevölkerung eine wichtige Rolle gespielt. Besonders beeindruckt hat mich die Freundlichkeit der Menschen, die im Gegensatz steht zu dem distanzierten Umgang, den die Deutschen Fremden gegenüber haben. Die Mexikaner sind total offen und sehr gastfreundlich und viele haben ein echtes Interesse an einem gezeigt. Interessant zu wissen ist, dass man immer eine Antwort bekommt, wenn man in Mexiko nach dem Weg fragt – selbst wenn der Gefragte keine Ahnung hat. Dann beginnt er irgendetwas zu beschreiben, denn die Mexikaner wollen im Regelfall nicht zugeben, dass sie etwas nicht wissen und sagen lieber etwas Falsches. Mexiko gehört nicht zu den sichersten Ländern. Da ich aber selber keine Vorfälle miterlebt habe, habe ich mich dort sehr sicher gefühlt. Wenn man sich an ein paar grundlegende Regeln hält, ist man als Tourist aber auch nicht das Ziel gezielter Verbrechen. Z.B. ist es nicht von Vorteil, sehr auffällig und mit viel Schmuck bekleidet zu sein. Dies verlockt nur unnötig zu Überfällen. Auch empfiehlt es sich nicht, nachts alleine draußen herumzulaufen, vor allem als Mädchen nicht. Von Mexikanern habe ich erfahren, dass es gefährlich ist, nachts nicht mit den normalen Bussen zu fahren, denn vor allem Überlandbussesind vor Überfällen nicht sicher. Dann ist es besser, ein Taxi zu nehmen. Beim Taxifahren ist es hilfreich, einen Einheimischen dabei zu haben, denn bei Touristen werden die Preise unnötig hoch angesetzt. Zwischen jedem Camp war Mexiko-Stadt mein Zwischenstopp. Von dort aus war es am einfachsten und sichersten zum nächsten Camp zu kommen. Nach der Woche Sprachkurs kannte ich mich in dem Teil von Mexiko-Stadt, in dem ich mich befand, gut genug aus, so dass ich ohne Mühe die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen konnte; vor allem die Metro. Dies war die billigste Lösung. Ich hatte auch immer ein paar Tage zwischen den Camps zu füllen, in denen ich z.B. nach Teothiuacan, einer Ausgrabungsstätte gefahren bin, oder Museen besuchte und mich mit meinen bereits bestehenden Bekanntschaften getroffen habe. Übernachtet habe ich immer im selben Hostel. Es war schön eines zu haben, in das ich zurückgekommen bin und in dem ich die Leute größtenteils kannte; sie haben sich gefreut, dass ich wieder da bin. Es waren viele junge Leute aus ganz verschiedenen Nationen dort. Die Mexikanische Währung, der Pesos, ist viel weniger wert als der Euro. So ist ein Pesos ungefähr 0,05 Euro. Davon habe ich profitiert und konnte ich meinen Aufenthalt einigermaßen günstig halten. Der Sprachkurs hat sich auf jeden Fall gelohnt, auch wenn es für mich anfangs


sehr schwierig war, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Ich habe ein bisschen gebraucht, bis ich mich getraut habe, zu sprechen. Außerdem war mein Wortschatz so klein, dass s es fast unmöglich war, etwas zu sagen, ohne ins Wörterbuch zu schauen. So habe ich Stück für Stück mehr dazu gelernt und kann mich nach zwei Monaten "learningbydoing" auf Spanisch recht gut verständigen. Zum Schluss kann ich nur sagen, dass mit dieser Reise Reise einen Traum in Erfüllung ging und ich zwei der intensivsten Monate meines Lebens erlebt habe.

Campbericht Mexiko 2012  

Ausführlicher Bericht von Hannah, die während ihrer Mexikoreise 2012 an drei Workcamps von drei verschiedenen mexikanischen Organisationen t...

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