Stahlbau heute 1/2020

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Stahlbau heute Special: Bauen am Wasser

Der besondere Stahlbau Neues Bauen mit Stahl und Glas Glas und Stahl im Fassadenbau Feuerverzinken und Korrosionsschutz SchweiĂ&#x;technik IT und Software Logistik und Verkehr Projekte und Produkte Aus Wirtschaft und Verbänden

1 | 2020


bauforumstahl e.V.

40. Deutscher Stahlbautag Der 40. Stahlbautag findet am 1. und 2. Oktober 2020 in Bremen statt. Das Maritim Hotel & Congress Centrum freut sich auf unsere Gäste. Wie gewohnt bieten wir den Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit, sich in einer begleitenden Fachausstellung an der Veranstaltung zu engagieren und damit die Möglichkeit zu erhalten, im Rahmen von Rundgängen im Pausenbereich sich vorzustellen und Kontakte zu knüpfen.

Wir schicken gerne die vollständigen Anmeldeunterlagen für die Fachausstellung wie auch für die Sponsoringleistungen. Wie immer werden die Angebote nach dem »First come – first serve«-Prinzip vergeben. Für Fragen stehen wir gerne ebenso zur Verfügung und freuen uns auf den nächsten erfolgreichen Stahlbautag in Bremen mit Ihnen. Weitere Informationen

bauforumstahl e.V. D-40237 Düsseldorf Tel.: +49 (0)211/67078 www.bauforumstahl.de www.facebook.com/bauforumstahl


Stahlbauheute 1/2020

Editorial

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... unsere besten Wünsche begleiten Sie Genauso enden derzeit sämtliche Briefe und Mails, die bei uns eintreffen und die wir an Kunden und langjährige Partner versenden. Mitte Februar kamen wir von der überaus erfolgreichen Veranstaltung »20 Jahre Symposium Brückenbau in Leipzig« mit weit mehr Teilnehmern und Vortragenden als in den Vorjahren und großer begleitender Fachausstellung zurück nach Wiesbaden und wurden nach Aufarbeitung der Unterlagen wie der Anfertigung von Teilnahmebestätigungen mit Punkten der Ingenieurkammern, dem Versand von zusätzlichen Tagungsbänden usw. dann von einem Tag auf den anderen mit Botschaften überrollt, die wir so noch nie erhalten hatten. Messen, die wir seit Langem in unserem Terminkalender verbindlich vorgemerkt haben, wurden, wie zum Beispiel die »Light + Building« in Frankfurt am Main, die »Fensterbau Frontale« in Nürnberg, die »Tube« in Düsseldorf oder die »Hannover Messe«, um Monate verschoben. Und auch das Dresdner Brückenbausymposium mit Verleihung des Deutschen Brückenbaupreises wurde abgesagt. Die Sorge um die Gesundheit aller stand und steht im Vordergrund. Und nun brechen Aufträge weg, und Lieferketten, die über Jahrzehnte Bestand hatten, gibt es nicht mehr. Das Virus und dessen schnelle Ausbreitung haben uns total ausgebremst, wir erleben mit dieser Pandemie eine der größten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Krisen seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Eine Konsequenz sollte, ja muss sein, dass wir unsere Komfortzone verlassen und bereit sind, uns freiwillig und gern um Menschen zu kümmern, die unsere Hilfe benötigen, weil sie allein einer solchen Krise und deren Auswirkungen nicht gewachsen sind.

Wir wünschen uns sehr, dass die Verantwortung, die Sorge, die Unterstützung und die Empathie für Menschen, die jetzt unsere Hilfe brauchen, nicht nachlässt, sondern weiter anwächst. Wir werden aus dieser Krise gestärkt hervorgehen, davon bin ich fest überzeugt, auch wenn harte Monate und vielleicht sogar Jahre vergehen, bis wir die Verluste ausgleichen und Geschäftsbeziehungen wieder intensivieren können. Ausgabe 1/2020 von »Stahlbau heute«, die Ihnen hier vorliegt, erörtert unter anderem den Bau von Wasserkraftwerken sowie Gebäuden und Anlagen, die in puncto Konzeption und Realisierung den Anspruch auf ein Maximum an Nachhaltigkeit einlösen – mit dem Ziel, Ihnen praxisrelevante Anregungen und Informationen zu vermitteln. Nutzen Sie die Zeit zu einer sinnstiftenden Lektüre und reichen Sie das Heft auch an Ihre Mitarbeiter weiter. Vice versa werden wir vorausschauend planen und uns überlegen, mit welchen Themen, Berichten, Ein- und Ausblicken wir Sie unterstützen und mit Ihnen »die Zeit danach« angehen und gestalten können. Bleiben Sie gesund, unsere besten Wünsche begleiten Sie.

Elisabeth Wiederspahn


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Stahlbauheute 1/2020

Stahlbau heute

Inhalt

1 | 2020

Special: Bauen am Wasser

Der besondere Stahlbau Neues Bauen mit Stahl und Glas Glas und Stahl im Fassadenbau Feuerverzinken und Korrosionsschutz Schweißtechnik IT und Software Logistik und Verkehr Projekte und Produkte Aus Wirtschaft und Verbänden

Freilichtbühne Loreley, © Achim Birnbaum Wehranlage Kraftwerk Traunleiten, © zek Bahnhof Ostende, © DFA | Dietmar Feichtinger Architectes

Freilichtbühne Loreley © Thomas Frey

Neuer Bahnhof Ostende © DFA | Dietmar Feichtinger Architectes

Editorial 3 ... unsere besten Wünsche begleiten Sie Der besondere Stahlbau 6 Freilichtbühne Loreley mit neuer Überdachung 10 Ostende mit neuem Bahnhof 14 Gesundheitswelt Bad Endorf mit neuem Parkhaus Special: Bauen am Wasser 18 Ersatzneubau des Kraftwerks Traunleiten 26 ... Einbau von Fischbauchklappen 28 Denkmalgeschützte Wehranlage in Lenhausen Neues Bauen mit Stahl und Glas 30 Neuer Firmensitz von Party Rent in München Glas und Stahl im Fassadenbau 33 Ganzglaskonstruktion am Place Ville Marie in Montreal 36 Forschungsprojekt für das Monitoring von Fassaden 38 Gemeinsam Großes bewegen IT und Software 40 Neue präskriptive Fähigkeiten im Asset Portfolio Management 41 Effizientere Gebäude durch intelligente Datennutzung 41 Niedriger Energieverbrauch dank neuer Software Feuerverzinken & Korrosionsschutz 42 Cruise Center Baakenhöft: Brandschutz durch Feuerverzinken 44 R30-Brandschutz für Brandschutzwände 45 Erweiterung des kostenlosen Webinar-Angebots 46 Einsparung von CO2 und Material 47 Innovationspreis Feuerverzinken 2020 Schweißtechnik 48 WIG-Schweißen mit Vorteilen


Stahlbauheute 1/2020

Inhalt

Gesundheitswelt Bad Endorf mit neuem Parkhaus © Goldbeck GmbH

Kraftwerk Traunleiten © eww

Ganzglaskonstruktion am Place Ville Marie in Montreal © Sid Lee & MSDL

Logistik und Verkehr 49 Schonendes Verfahren zur Ladungssicherung für Voigt & Schweitzer Projekte und Produkte 49 Schonendes Verfahren zur Ladungssicherung 50 Praterbrücke Wien: Dehnfugentausch ohne Vollsperrung 51 Erfolgreicher Enni-Solarpark in Moers 52 Neue Fräser für verschiedene Anwendungen 53 Reduzierte Taktzeiten durch effiziente Rohrbiegmaschine 54 Druckübertragendes Dämmsystem mit Zulassung 55 Rough-Terrain-Kran für Galvaswiss 56 Gaswärmepumpe mit Systemvorteilen Aus Wirtschaft und Verbänden 57 Bestandener Praxistest eines Brennstoffzellen-Blockheizkraftwerks 58 Service via Internetplattform 59 Flexible Schienensysteme dank vormontierbarer Montagesysteme 60 Klare Richtung: Zukunft 60 Neubeginn beim Windenergieausbau in Baden-Württemberg mit Bürgerentscheid 61 Liquidität auch für Gebrauchtmaschinen 62 Kombination aus modularem Wohnungsbau und Gewerbefläche 63 Finanzkreislauf Straße beibehalten, Verkehrsträger nicht gegeneinander ausspielen 63 Zukunft der Stahlindustrie gemeinsam gestalten 64 Duales Führungsteam in Frankfurt 65 Enormer Zuspruch für und bei digitalBAU 66 Kooperation mit Softwarehaus Termine 67 Anwendertag in Dresden 67 Übergabe und Nachfolge in Planungsbüros Veröffentlichungen 68 68

RAL Gütezeichen erleichtern Bietern Ausschreibungen BIM-Anwendung in der Wasserwirtschaft

69 73

wer macht was Impressum

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Stahlbauheute 1/2020

Der besondere Stahlbau

asp Architekten

Freilichtbühne Loreley mit neuer Überdachung

Die spektakuläre Sicht ins Rheintal vom Plateau des steil aufragenden Loreleyfelsens lockt das ganze Jahr über zahlreiche Besucher an. Nur wenige Hundert Meter von der Aussichtsplattform entfernt liegt die 1939 erbaute Freilichtbühne Loreley. Das Stuttgarter Büro asp Architekten hat das in die Jahre gekommene, denkmalgeschützte Areal sensibel erneuert und für die Bühne in enger Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro MSIng eine Zeltdachkonstruktion entwickelt, die heutige Anforderungen an moderne Konzerttechnik erfüllt, den Blick auf den Rhein nicht verstellt und sich dennoch behutsam in die Topografie des Geländes einfügt.

Veranstaltungsort für Konzerte und Festivals © P!EL

Zeltdachkonstruktion aus zwei Perspektiven © Achim Birnbaum

Zaun

Löschwasserentnahmestelle Zaun

N

Zau

Zaun

Zaun

n

Treppe Bestand

Zugang Nord Rettungsdienst

Einstau Sickermulde (32+16m²)/2 x 0,5 m = 12 m³

Zaun

Bastion / Bierbunker

Zaun

Pufferzone 1 Zaun

Fluchttore 4 x 2.40 m i.L.

NA

Zaun

Stah

lro

hrbü

ge

l

FO

Fluchttore 8 x 2.40 m i.L.

H

NA

Fluchttreppe West

LoreleyTerrassen

Stah

lro

Löschwasserentnahmestelle

hrbü

ge

l

läu

nd

Ha

00 m

Doppeltor

rbüg

lroh

fe

el

läu

nd

Ergänzungen/Änderungen

Pufferzone 1 PublikumsAufstellbereich (Aufschlag

Phase:

180 °)

un

Eingangsgebäude

el

rbüg

0m

2.0

lroh

Pufferzone 1

H=

Stah

g

OK FFB 179.57

Aufstellflä tempor. che Zelt

Zaun H=1. Aufstellflä 20 m Rettungsfa che hrzeuge

........................

15,3% Rampe

Za

un

Zugang zum Elektrotu rm

To Gebiletten äud WC e

NA

Gef. 3 %

%

Ausg

NA

hrt

Zufa

Be- & Entladehof

Gef. ca. 14,5

ang

Aus

Za

un Zaun

Backstage-Gebäude Zaun

Elektro Turm

Bauherr:

Zaun

NA

2

Löschwassereinspeisung

g3

Pufferzone 2 PublikumsAufstellbereich

Bauteil:

Planbezeichnung:

gan

Freitreppe 34 STG 16.4/30

Stadt

Bahnho 56346 S

Zaun

Gesamtanlage © asp Architekten

17 STG 16.4/3 0

rt

un

fah

Za

Zu

Ausgang 4

OK FFB E0 185.20 OK FFB E-1 182.23

0

25 Plätze für Rollstuhlfahrer

3 Sattelzüge á 15 m + 4 m Laderampe

Zaun

Zaun

Bauvorhaben:

17 STG 16.4/3

and

e 6.5

eo-W

tramp

Vid

%

Gastro Turm

Bauherr:

20 m

Zaun

Backstage Bereich

Planfreigabe: St. Goarshausen

Zaun H=1.

Zaun

25 Plätze für Rollstuhlfahrer

Löschwasserentnahmestelle

Ausfü

Architekt:

Za

Ha

Fluchttore Ausgang 1 12 St. je. 2.40 m i.L. ges. 28.80 m i.L.

Zufahrt Rettu ngsfa Müll / Nota usgang hrzeuge /

Zaun H=2.

Stah

Aufstel Rettung lfläche sfahrzeu

Künstlergarderoben

fe

Ausgang 1

Fluchtwegerweiterung West

Fluch

6

Freil

Über Zusta

Lage


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Der besondere Stahlbau

Ein Märchen aus alten Zeiten Am Fuße des sagenumwobenen Felsens der Loreley verengt sich der Rhein zur schmalsten und tiefsten Stelle im schiffbaren Abschnitt. Sandbänke, Strudel und starke Strömungen brachten hier viele Schiffe zum Kentern. Auch heute noch ist die Durchfahrt je nach Wasserstand überaus gefährlich. Verantwortlich für die vielen havarierten Boote ist der Legende nach eine Zauberin, die auf dem Felsen sitzend ihre langen, goldenen Haare kämmt und mit ihren Liedern die Schiffer betört. Nach wie vor üben der Mythos und die einzigartige Landschaft eine große Faszination aus. So ist es nicht verwunderlich, dass das Obere Mittelrheintal 2002 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde.

Baugeschichte Auf einem seitlich zum Hauptsporn des Felsens gelegenen Vorsprung begann im Jahr 1932 der TurnerArbeitsdienst mit dem Bau einer Theaterspielstätte. 1933 wurde das Areal als NS-Feier- und Thingstätte umgewidmet und der Frankfurter Architekt Hermann Senf (1878–1979) entwarf eine repräsentative Bühnenanlage in Form eines Amphitheaters, die 1939 fertiggestellt wurde. Nach Kriegsende ging das Areal in Eigentum des neu gegründeten Bundeslandes Rheinland-Pfalz über. Bis 1968 wurden in den Sommermonaten weiterhin Theaterklassiker aufgeführt. 1974 übernahm die Stadt St. Goarshausen die Trägerschaft und mit dem ersten Rockkonzert im Juli 1976 begann die bis Freitreppe und Elektroturm © Achim Birnbaum

1. Bauabschnitt

Umgang

Umgang Mitte 184.781

hinterer Bühnenbereich 183.93

Künstlergarderoben

183.68

183.60

183.44

Umgang unten

Orchestergraben 182.34

Weg

184.893

Bühne 182.24

182.66

182.66

Schnitt © asp Architekten

179.42

Konstruktion Tragwerk eingeaarbeitet Ergänzungen/Änderungen

ARCHITEKT

712 LORELEY/04_LO_A_BÜ_SN_01 Phase:

Bauantrag

Architekt:

asp Architekten Stuttgart Talstraße 41 70188 Stuttgart Tel 0711/22 338 - 0 Fax - 88 E-Mail asp@asp-stuttgart.de

Fachplaner:

Bauherr:

Stadt St. Goarshausen

Bahnhofstraße 8 56346 St. Goarshausen Bauvorhaben:

Freilichtbühne Loreley Abbruch best. Zeltdach, Neubau Bühnenüberdachung

Bauteil:

Planbezeichnung:

Schnitt Architekt Datum Plan Nr. Gez. Gepr. Format

Maßstab

EG

Fachplaner

BA BÜ= Bühnendach BA= Backstage KÜ= Künstlergarderoben EG= Eingangsgebäude

Luftaufnahme von Rhein und Loreleyfelsen © Thomas Frey

Zeichnungsinhalt Projekt Nr. Fachplaner Datum Gez. Gepr.

04 LO Phase

Bauteil

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Der besondere Stahlbau

heute dauernde Ära der Freilichtbühne als Veranstaltungsort für Konzerte und Festivals.

Dachstruktur nach Fertigstellung © Achim Birnbaum

»Bühneneinbauten« © Achim Birnbaum

Schrittweise Neugestaltung Da die Zeltdachkonstruktion der Bühne aus den 1970er-Jahren merklich in die Jahren gekommen war und weder den Versammlungsstättenrichtlinien noch aktuellen technischen Anforderungen entsprach, wurde ein VGVVerfahren zum Umbau und zur Modernisierung des gesamten Geländes ausgelobt, für das asp Architekten als Generalplaner den Zuschlag erhielten. Ziel war es, die Freilichtbühne technisch und funktional zu ertüchtigen, um Veranstaltungen mit bis zu 15.000 Besuchern möglich zu machen. Das Gelände sollte wieder als zusammenhängender Bereich erlebbar gemacht werden. Es war ein besonderes Anliegen der Planer, die Vielzahl der für ein Festival notwendigen Funktionen sinnvoll zu ordnen und in ansprechende, aber zugleich angemessene Bauten zu integrieren. Die Eingriffe in die Topografie und in die vorhandene Bausubstanz durften aufgrund des UNESCO-Welterbestatus und des Denkmalschutzes nur minimal ausfallen. Sämtliche Maßnahmen mussten mit dem Landesdenkmalamt abgestimmt und mehr als 30 Träger öffentlicher Belange beteiligt und gehört werden. Gefordert war außerdem, das Projekt bei laufendem Betrieb umzusetzen, sodass nur außerhalb der Konzertsaison, von Oktober bis Ende Mai, in mehreren Bauabschnitten gebaut werden konnte. Im Mittelpunkt der ersten Umbauphase stand der Neubau der Bühnenüberdachung. Hier kam das Know-how, das die Planer durch die Realisierung zahlreicher Sport- und Veranstaltungsbauten mitbringen, zum Einsatz.

Ansicht © asp Architekten


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Stahlbauheute 1/2020

Der besondere Stahlbau

OK Belag -0.02

E 0.04

WC Beh. 5.14 m² OK FFB ±0.00 OK RFB -0.08

2.4m i. L.

4.0m i. L.

2.4m i. L.

2.4m i. L.

2.4m i. L.

2.4m i. L.

2.4m i. L.

2.4m i. L.

Gelände abböschen

2.4m i. L.

neue Zaunanlage

82

E 0.02

E 0.01

Arzt 13.04 m²

Sanitäter 50.37 m²

E 0.03

Cortenstahltreppe

Zaun

Stützwand Böschung

Aufenthalt Arzt/San. 6.67 m²

Zufahrt Rettungsfahrzeuge / Müll / Notausgang Zugang zum Elektroturm

OK Belag -0.05 EFH =FFB±0.00 = 193.50

E 0.10

WC Gastro D 1.785 m²

Materialität und Eingriffe Die Architekten sowie die Landschaftsarchitekten von Pfrommer + Roeder beschränkten sich auf zwei Werkstoffe, die sowohl farblich als auch in ihrer rauen Haptik der umgebenden Landschaft entsprechen. Bei den baulichen Maßnahmen kam Holz als Konstruktions- und Fassadenmaterial

E 0.08

WC San. H 1.88 m²

E 0.07

WC San. D 1.88 m²

E 0.06

WC Patienten 1.79 m²

OK Belag -0.02

E 0.05 Lager 2.56 m²

gepflasterte Fläche

Eingang / Fluchttore

Pufferzone Publikums-Aufstellbereich

Aufstellfläche temp. Zelt DRK bestehender Zaun

Aufstellfläche temp. Zelt Feldbetten

Aufstellfläche Rettungsfahrzeuge

60

E 1.09

Treppe 14.62 m²

E 1.02

E 1.01

OK FFB +3.18 OK RFB +3.12

E 1.05

Feuerwehr 8.13 m²

E 1.08

Einsatzleitung 36.81 m²

E 1.04

Flur 10.43 m²

E 1.06 Polizei 6.25 m²

E 1.07 DRK 6.25 m²

80

Teeküche 6.25 m²

E 1.03

Polizei 8.13 m²

Betreiber 7.80 m²

OK Podest +3.18

1.4

Die Bühnenüberdachung Nach Rückbau der maroden und zu kleinen Bestandskonstruktion spannt sich heute das neue Membrandach über die komplette Bühnenfläche, den hinteren Bühnenumgang und teilweise über den Orchestergraben. Drei Stahlbögen bilden eine muschelförmige Konstruktion, die mit einer hellen Membranhaut bespannt ist. Zwei der Bögen kreuzen sich im vorderen Bühnenbereich, ein dritter Bogen spannt die Konstruktion nach hinten ab. So wird die vorgeschriebene maximale Höhe von 15 m ab Oberkante Bühnenboden eingehalten. Neben der maximalen Bogenhöhe und der durch die Breite der Bühne bedingten Spannweite des Bogens, ist die Integration eines Gerüstes für die Bühnentechnik (ein sogenanntes Rigg) maßgebend für die Ausbildung der Stahlkonstruktion. Die Form der dazwischenliegenden Membran ergibt sich durch den Zuschnitt und den Grad der Vorspannung. Im vorderen Membranfeld leiten drei Seile die Windkräfte ab, im hinteren Membranfeld sind zwei Seile angeordnet. Das System ist gelenkig in alle Richtungen auf den Fundamenten gelagert, wobei die Verankerung der Bögen mittels Spannstäben und einer Querkraftknagge erfolgt. Die Gründung geschieht über Einzelfundamente. Der vordere und der mittlere Bogen gründen an den Enden jeweils direkt in einem Einzelfundament, die Kräfte aus dem hinteren Bogen werden über Diagonalen in vier Einzelfundamente eingeleitet. Besonders bemerkenswert ist, dass sich die neue Überdachung nahezu selbstverständlich in den Verlauf der Topografie einfügt, dabei aber aufgrund der elegant-filigranen Konstruktion einen hohen Wiedererkennungswert besitzt.

E 0.09

WC Gastro H 1.835 m²

Grundriss Ebene 0 Grundriss Ebene +1

Grundriss des Eingangsgebäudes © asp Architekten

Fassade des Eingangsgebäudes © Achim Birnbaum

zum Einsatz. Sämtliche Eingriffe in die Freibereiche sind aus Cortenstahl, von den Treppenanlagen über die Ebenen für Rollstuhlfahrer bis hin zur Beleuchtung. Lediglich die Bühnenüberdachung bleibt mit ihrer Membrankonstruktion als Sonderbaustein deutlich erkennbar. Alle Nebengebäude sind in einfacher, aber dennoch ausgeklügelter Holzbauweise geplant. So ist das neue Eingangsgebäude mit Brettsperrholzwänden auf einer Stahlbetonbodenplatte ausgeführt. Die Fassadenverkleidung besteht aus einer vertikalen Holzlattung mit vorvergrautem Anstrich. Gezielt platzierte Cortenstahlelemente, wie beispielsweise die Treppe ins Obergeschoss, nehmen die Materialität der Freiraumgestaltung auf. Besonders erwähnenswert ist der umfassende und bis ins Detail durchdachte barrierefreie Ausbau. Separate Zugänge, Fluchtwege und zwei Plattformen mit optimaler Bühnensicht wurden errichtet, sodass für bis zu 50 Rollstuhlfahrer, inklusive Begleitperson, ausreichend Platz zur Verfügung steht. Beide Plattformen sind über Rampenanlagen erreichbar und als Stahlbetonkonstruktion mit einer Verkleidung aus Cortenstahlplatten ausgeführt.

So gelingt der Spagat zwischen sensibler Ergänzung und markantem Blickfang: Nebengebäude und Freianlagen fügen sich mit respektvollem Abstand, angepasster Farbigkeit und Materialität in den Bestand ein. Die neue Bühnenüberdachung sticht dagegen hervor und könnte mit ihrem hohen Wiedererkennungswert zu einem neuen Wahrzeichen des Loreleyfelsens werden. Birgit Seidel Weitere informationen

asp Architekten GmbH D-70188 Stuttgart Tel.: +49 (0)711/22338-0

asp@asp-stuttgart.de www.asp-stuttgart.net Bauherr

Stadt St. Goarshausen Architekt

asp Architekten GmbH, Stuttgart Tragwerk

MSIng GmbH Matthaei Schotte Ingenieure, Stuttgart Freianlagen

Pfrommer und Roeder Freie Landschaftsarchitekten BDLA IFLA, Stuttgart Stahlbau/Bühnendach

Albrecht & Jäcker, Wahrenbrück Metallbau

Schneider Metallbau, Kastellaun


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Der besondere Stahlbau

Dietmar Feichtinger Architectes

Ostende mit neuem Bahnhof

Vor mehr als hundert Jahren hat König Leopold II den heutigen Bahnhof errichten lassen. Entstanden ist ein bürgerliches Gebäude mit beeindruckender Architektur. Nicht nur die Stadt hat sich weiterentwickelt, sondern auch der Bahnhof. Entstanden ist ein beliebter Verkehrsknotenpunkt, an dem Tausende von Passagieren täglich den Weg zum Zug, der Straßenbahn, einem Bus oder Fähre und Kreuzfahrtschiff finden. Dadurch hat sich im Laufe der Jahre ein verwirrender Mix aus Gebäuden und Parkplätzen entwickelt. Eine Weiterentwicklung war so nicht mehr möglich. Die Projektpartner haben deshalb entschieden, den Bahnhof zu renovieren und diese Küstenstation in der einzigartigen Lage direkt am Meer zu einem führenden, attraktiven Verkehrsknotenpunkt zu entwickeln.

Stahlkonstruktion mit Polycarbonatpaneelen © DFA | Dietmar Feichtinger Architectes

Vordach als shedartige Struktur © DFA | Dietmar Feichtinger Architectes

DFA | DIETMAR FEICHTINGER ARCHITECTES - STATION OSTENDE - LEVEL +0

Lageplan © DFA | Dietmar Feichtinger Architectes

N

10

0m

50 m

100 m


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Der besondere Stahlbau

Großprojekt »station aan zee« Die Renovierung umfasst: – die Umstrukturierung der Parkplätze und der Straßenbahnstation, – Renovierung des Bahnhofs, ohne das denkmalgeschützte Gebäude zu beeinträchtigen, – den Bau neuer Plattformen sowie den Bau eines großen Vordachs über den Bahnsteigen, dem Straßenbahn- und Busbahnhof sowie dem Fahrradabstellplatz, – den Abriss eines Teils der Ufergebäude, die zu groß geworden sind, um so einen Fußgängerzugang zu schaffen, den Abriss des Straßenbahndepots und seine Verlagerung in ein ehemaliges Hafengebiet – sowie die Verschönerung des Bahnhofvorplatzes. 2019 wurde die alte Straßenbahnhaltestelle abgerissen. Die Fahrradparkplätze befinden sich nun im Niveau R -1. Sie werden durch eine Reihe offener runder Atrien belichtet und belüftet.

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»Küstenstation« im Kontext © DFA | Dietmar Feichtinger Architectes

0m

DFA | DIETMAR FEICHTINGER ARCHITECTES - OSTENDE TRAIN STATION - SECTION - PARKING

5m

Schnitt und Ansicht des Parkhauses © DFA | Dietmar Feichtinger Architectes 0m

25 m

10 m

50 m

Die Straßenbahnstation wurde unter das alles verbindende große Dach näher an den Bahnhof gelegt. Der freigelegte Raum unter dem Dach erlaubt nun den Blick auf das historische Bahnhofsgebäude.

Verkehrsknotenpunkt direkt am Meer © DFA | Dietmar Feichtinger Architectes


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Der besondere Stahlbau

Ein mehrgeschossiges Parkhaus wurde in einer zweiten Ebene entlang den Bahnsteigen errichtet. Der neue Bahnhof von Oostende Die Albert I Promenade, die Hafenatmosphäre, die Frachtschiffe, und der große Maria Hendrika Park sind Elemente, die Oostende eine besondere Atmosphäre verleihen, Räume von großer Weite. Das neue Projekt, das verschiedene Nutzungen verbindet, bereichert durch seine Größe und Einheit das Ganze. Das Erscheinungsbild des Ensembles entspricht dem Status eines Bahnhofs und verleiht ihm eine starke Präsenz: Entstanden ist ein Dialog zwischen der imposanten Architektur des bestehenden Gebäudes mit Blick auf den Hafen und dem Rathaus und der Großzügigkeit des Daches. Der Bahnhofsplatz öffnet sich nun zur Stadt hin. Ein großer Raum am Hafen ist entstanden. Er vereint Bushaltestellen, Straßenbahnen, Fahrradabstellplätze und wird zu einer echten multimodalen Plattform für die Nutzer. Die Überdachung ›La ­Canopée‹ Durch die großzügige und einheitliche Form der Gestaltung bereichert das Dach das Ensemble. Es handelt sich um eine Erweiterung, deren Größe dem städtischen Maßstab entspricht. Elegant und transparent, ist es seine Aufgabe, mit Leichtigkeit zu bedecken, zu verbinden und zu vereinen. Unter dem Dach wurden sämtliche Funktionen integriert, Treppen, Aufzüge und der Steg abgehängt und die Zugänge leicht und luftig geschützt. Sie gewährleisten eine angenehme Durchsicht vom Bahnhofsgebäude bis zu den Plattformen. Schilder und Anschlagtafeln sind ebenfalls abgehängt.

Parkhausfassade mit Transparenz © DFA | Dietmar Feichtinger Architectes

Auflagerung und Erschließung © DFA | Dietmar Feichtinger Architectes

Träger: Aussehen und Anordnung © DFA | Dietmar Feichtinger Architectes

Grundriss © DFA | Dietmar Feichtinger Architectes


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Der besondere Stahlbau

0m

DFA | DIETMAR FEICHTINGER ARCHITECTES - OSTENDE TRAIN STATION - FACADE - PARKING WITH STATION

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Ansicht und Schnitt © DFA | Dietmar Feichtinger Architectes

DFA | DIETMAR FEICHTINGER ARCHITECTES - STATION OSTENDE - SECTION - TRAMWAY - PARKING - ROOFGARDEN

Querschnitt der Dachkonstruktion © DFA | Dietmar Feichtinger Architectes

Das Dach besteht aus Polycarbonatpaneelen, die auf einer Stahlkonstruktion befestigt wurden. Sie bieten eine lichtdurchlässige helle und einladende Atmosphäre. In Sheds angeordnet, ermöglichen sie im Zwischenraum eine effektive, natürliche Belüftung. Diese Komposition in Schuppen verleiht dem Dach eine Bewegung und macht es luftiger. Unzählige Lichtveränderungen unter dem Dach entstehen durch die Umgebungshelligkeit und die Farbe des Himmels. Diese Besonderheit trägt zur Identität des Ortes bei. Die Farbgebung der Paneele bietet Sonnenschutz und vermeidet Direktblendung. Die neue großzügige Dachkonstruktion erstreckt sich bis zur bestehenden Station. Die öffentlichen Toiletten sind im Untergeschoss installiert und vom Bahnsteig über eine Treppe und einen Aufzug östlich des bestehenden Gebäudes zugänglich. Angrenzend an die neue Halle ist dieser Raum im Erdgeschoss mit Kiosken ausgestattet.

0m

10 m

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20 m

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10 m

So bietet der neu geschaffene öffentliche Freiraum Transparenz vom Bahnhofsplatz über die Plattformen bis hin zum Hafen und den Fähren. Eine durchgängige Konstruktion Die Metallkonstruktion des Daches besteht aus schlanken Säulen, d. h. vier Rohren, die sich auf der Basis treffen (Schweißverbindung). Sie sind in die Dachkonstruktion eingespannt und bilden einen Balken. Sie sind gelenkig gelagert. Das Bauwerk ist mit einer Brücke, die vom Parkhaus zu den Bahnsteigen führt, fest verbunden. Dadurch sind Temperaturausdehnungen in Längsrichtung möglich. Die Struktur besteht aus Hauptträgern und Querträgern mit einem interaxialen Abstand von 15 m, die aus doppelten I-Profilen gebildet werden. Diese so konstituierten Profile ermöglichen die problemlose Integration von Leitungskanälen und elektrischen Versorgungsnetzen. Durch die Schlankheit der Stäbe und ihre Flexibilität wird die Wärmeausdehnung absorbiert.

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Das Dach bildet eine Membran, eine Dehnungsfuge entlang dem Parkplatz ermöglicht unterschiedliche temperaturbedingte Verformungen. Querträger im Abstand von 5 m überspannen dieses Tragwerk, für die Montage der Polycarbonatplatten. Der integrierte Parkplatz Entlang den Bahnsteigen im Westen befindet sich ein Gebäude mit den Parkplätzen, das den Bahnhof abschließt. Das Gebäude ist in Bezug auf die Bahnsteige strategisch positioniert. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe der Verbindungsbrücke und ermöglicht den direkten Zugang zum Parkhaus. Es erschliesst auch die Bahnsteige der Straßenbahn. In diesem Teil des Gebäudes überschneiden sich zwei Ebenen: ein Parkdeck und ein Bürodeck, das den Verwaltungsdiensten der SNCB zugeordnet ist. Die Büros sind um Innenhöfe angeordnet. Eine großflächig verglaste Fassade öffnet sich zur Stadt. Der südliche Teil des Daches ist vollständig mit Photovoltaikmodulen bedeckt. Das Parkhaus verfügt über 670 Parkplätze. Vertikale Erschließungen – offene Treppen – punktieren das Gebäude. Lange Baukörper bildet eine Fassade zur Stadt hin. Es handelt sich um einen Parkplatz im Freien, wobei das an der Fassade angebrachte Metallgewebe für eine natürliche Belüftung und als Filter zur Stadt dient. Durch seine Kontinuität bietet es einen zuverlässigen Sonnenschutz. Dietmar Feichtinger Architectes

Auftraggeber

NMBS-Holding, Brüssel Architekt

DFA | Dietmar Feichtinger Architectes Stahlbau

Ferrokonstrukt NV, Meulebekke


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Der besondere Stahlbau

Stahlskelettkonstruktion mit Deckenplatten aus Beton © Goldbeck GmbH

Bad Endorf hat überregionale Bedeutung, findet sich hier doch eine der stärksten JodThermalsole-Quellen Europas und ein beliebtes Ausflugsziel. Neben Kurz- und Tagesurlaubern aus den umliegenden Städten und Gemeinden kommen Erholungssuchende auch aus größerer Entfernung in den seit 1987 offiziell als Heilbad anerkannten Ort – sei es, weil sie dessen Kur- und Wellness-, Regenerations- wie Rehabilitationsangebote schätzen, oder einfach, weil sie auf dem »Grenzenlos«Pfad und der »Via Julia« wandern oder auf dem 2005 eröffneten »Benediktweg« radpilgern wollen.

Goldbeck

Gesundheitswelt Bad Endorf mit neuem Parkhaus Der Standort Trotz der Anbindung an die Bahnstrecke München–Salzburg und eines Linienbusnetzes bis nach Bernau, Prien und Rosenheim reisen zahlreiche Gäste mit dem eigenen Auto an und erwarten verständlicherweise ein ausreichendes Parkangebot. Da sich die meisten von ihnen freilich gen

Thermenlandschaft in direkter Nachbarschaft © Gesundheitswelt Chiemgau AG

»Gesundheitswelt« orientieren – das sind die Thermen, die Klinik, der Kurpark, ein dazugehöriges Hotel oder die Akademie –, drängte sich der Gedanke auf, in möglichst geringer und dennoch tunlichst lärmvermeidender Distanz zu dem touristischen Zentrum ein Parkhaus zu errichten. Und so wurde, den


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Der besondere Stahlbau

Bauwerk (noch) im Entwurf © Goldbeck GmbH

Straßenverlauf aufnehmend, in nur wenigen Metern Abstand vom Haupteingang der »Thermalwasseroase« ein Projekt in Systembauweise realisiert, das sich als Besonderheit durch eine hinterleuchtete, mit LED-Wallwashern bestückte Hülle aus Lochblech auszeichnet. Das Bauwerk Dabei handelt es sich um eine offene Garage, die lediglich Feuerwiderstandsklasse F 0 erfüllen muss, weil über ein Drittel ihrer Außenwände ins Freie führt. Die konstruktive Ausbildung des im Werk vorgefertigten und in Bad Endorf montierten Neubaus basiert auf einer Stahlskelettstruktur

Fassadenausbildung am Eingangsbereich © Goldbeck GmbH

15

aus Stützen und Trägern, deren Anordnung das Raster für die Deckenplatten definiert: Die beschichtungslosen Betonplatten, eine Entwicklung von Goldbeck und Herzstück des gesamten Systems, gelten als wartungsarm sowie als resistent gegenüber Temperaturwechseln, Frost, Tausalzen und Öl. Die damit über eine Flachgründung geschaffenen 309 Stellplätze haben Abmessungen von 2,50 m × 5,00 m und verteilen sich auf sieben Ebenen, die nach dem Split-Level-Prinzip organisiert sind. Ihre Erschließung erfolgt über Rampen mit einer Neigung von 13,75 % und 6 m breite Fahrgassen, die ein bequemes Manövrieren erlauben, zumal hier Übersichtlichkeit vorherrscht, resultierend aus dem Tageslichteinfall und einer sekundierenden nächtlichen Beleuchtung in allen Geschossen, einer einprägsamen, adäquat beschilderten Wegeleitung und der Wahl von Materialien, deren Oberflächen hell und freundlich anmuten. Ähnliches trifft auf den leicht vorgerückten, die Schmalfront aufseiten der Themen untergliedernden Treppenturm mit Aufzugsanlage und Kassenautomaten zu, der an einen kleinen, seine Rolle als Zutrittsbereich betonenden Vorplatz angrenzt.


16

Stahlbauheute 1/2020

Der besondere Stahlbau

1 V

U

T

S

R

Q

P

O

N

M

L

K

J

I

H

G

F

E

D

C

B

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

6.41

1.85

13

14

15

16

17

18

19

20

21

22

57.745

6.10

13.275

16.195

"Tropfen Fassade" (Lochblechkassettenfassade)

5.40

geschlossene Fassade

Profilbauglas Fassade

12

A

50.925

7.095 "Tropfen Fassade" (Lochblechkassettenfassade)

+9.400

+9.400

6

17.315

30.185

2.825

735 1.225

TH mit Aufzug

+9.400

+9.400

geschlossene Fassade

+9.400

+9.370

+9.400

geschlossene Fassade Gittermatte als Anprallschutz und Absturzsicherung

+0.000

Gittermatte als Anprallschutz und Absturzsicherung

Gittermatte als Anprallschutz und Absturzsicherung

+0.000

+0.000

Ansicht Süd

Ansicht West

22 A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

K

L

M

N

O

P

Q

R

S

T

U

21

20

19

18

17

16

15

14

13

12

10

9

8

7

6

5

4

3

2

1

57.07

16.575

geschlossene Fassade

11

V

51.08 16.10

4.88

6.445

7.08

2.175

7.725

"Tropfen Fassade" (Lochblechkassettenfassade)

7.27

Profilbauglas Fassade

Profilbauglas Fassade

+9.400

+9.400

7.73

"Tropfen Fassade" (Lochblechkassettenfassade)

7.27

Profilbauglas Fassade

7.715

7.30

Profilbauglas Fassade

"Tropfen Fassade" (Lochblechkassettenfassade)

"Tropfen Fassade" (Lochblechkassettenfassade)

+9.400

7.72

2.165

Profilbauglas Fassade

Benachbarte Flurstücke:

Flurstück 184 Flurstück 1224/8

Gemarkung Bad Endorf Gemarkung Bad Endorf

Gebietszugehörigkeit:

Markt Bad Endorf Landkreis Rosenheim Bezirk Oberbayern

Eigentümer:

Markt Bad Endorf Bahnhofstraße 6 83093 Bad Endorf

Flurstück 1224/1

Gemarkung Bad Endorf

Gebietszugehörigkeit:

Markt Bad Endorf Landkreis Rosenheim Bezirk Oberbayern

Eigentümer:

Gesundheitswelt Chiemgau Aktiengesellschaft Ströbinger Straße 18 a 83093 Bad Endorf

Flurstück 1293/4 Flurstück 1293/15 Flurstück 1295/3

Gemarkung Mauerkirchen i. Chiemgau Gemarkung Mauerkirchen i. Chiemgau Gemarkung Mauerkirchen i. Chiemgau

Gebietszugehörigkeit:

Markt Bad Endorf Landkreis Rosenheim Bezirk Oberbayern

Eigentümer:

Markt Bad Endorf Bahnhofstraße 6 83093 Bad Endorf

Flurstück 1284

Gemarkung Mauerkirchen i. Chiemgau

Gebietszugehörigkeit:

Markt Bad Endorf Landkreis Rosenheim Bezirk Oberbayern

Eigentümer:

Bundesrepublik Deutschland (Bundesfinanzverwaltu

Bauherr:

+9.400

GWC Gesundheitswelt Chiemgau AG

Unterschrif

Ströbinger Straße 18a 83093 Bad Endorf

Entwurfsverfasser:

Ebene 4

Ebene 3

GOLDBECK Süd GmbH

Unterschrif

Niederlassung München Domagkstraße 1a

Freie Stellplätze

Ebene 2

D-80807 München

Ebene 0

+0.080

+0.000

+0.000

Gemeinde:

Markt Bad Endorf

Gemarkung: Bauort:

Ströbinger Strasse, 83093 Bad Endorf

Flurstück:

Mauerkirchen i. Chiemgau

1293/16

Ebene -1

Ebene -2

Ansicht Ost

Ansicht Nord

+/- 0.00 = 536.40 m ü. NN

BAUANTRAG

Ansichten von Schmal- und Längsseiten © Goldbeck GmbH

gez.:

18.08.2017

Weißbecker/Hottner

geprüft: Maßstab:

1:100

Domagkstraße 1a, D-80807 München

Telefon: +49 (89) 614547

Auftrag Nr.

Projekt

Neubau eines Parkhauses

MN2157

für GWC Gesundheitswelt Chiemgau Planinhalt

Ansicht Ost, West, Nord, Süd .......

Phase

4

Ebene

XX Format:DIN A0 +++, 1759 x 841mm

A

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

21

22

Schacht

Schacht

Schacht

2.10

2.10

57.07

Schacht

V

V

5.00

2.50

+ 4.125

U

2.50

U

T

2.07

T

S

weg 50m

Schacht

2.07

Schacht

Flucht

R

6.00

2.07

1%

1%

S

Ebene 3,

Fluchtweg 50m

34 Stpl.

R

1.95

+ 4.25

5.00

+ 4.255

8.Stg. 17,2/27

23

8.Stg. 17,2/27

8.Stg. 17,2/27

2.50

6.10

O

+ 4.285 Aufzug

B

+ 2.91

Gemarkung Bad Endorf Gemarkung Bad Endorf

Gebietszugehörigkeit:

Markt Bad Endorf Landkreis Rosenheim Bezirk Oberbayern

Eigentümer:

Markt Bad Endorf Bahnhofstraße 6 83093 Bad Endorf

Flurstück 1224/1

Gemarkung Bad Endorf

Gebietszugehörigkeit:

Markt Bad Endorf Landkreis Rosenheim Bezirk Oberbayern

Eigentümer:

Gesundheitswelt Chiemgau Aktiengesellschaft Ströbinger Straße 18 a 83093 Bad Endorf

B

5.00

+ 2.89

N

+ 2.88 + 2.875

1.95

2.50

O

Flurstück 184 Flurstück 1224/8

Rampe von E2 auf E3 13,75% Gefälle

+ 2.90

N

P

+ 4.265

Rampe von E3 auf E4 13,75% Gefälle

2.50

32.61 AK. Stahl

+ 4.275

8.Stg. 17,2/27

P

48.84 AK. Stahl

52 Stpl. 6.00

1%

2.07

1%

50.94

Ebenen 2, Flucht weg 50m

L

Flurstück 1293/4 Flurstück 1293/15 Flurstück 1295/3

Gemarkung Mauerkirchen i. Chiemgau Gemarkung Mauerkirchen i. Chiemgau Gemarkung Mauerkirchen i. Chiemgau

K

Gebietszugehörigkeit:

Markt Bad Endorf Landkreis Rosenheim Bezirk Oberbayern

J

Eigentümer:

2.08

K

51.08

M

2.08

M

L

Benachbarte Flurstücke:

Q

2.50

Q

Markt Bad Endorf Bahnhofstraße 6 83093 Bad Endorf

I

Flu chtw eg

2.48

I

33m

5.00

2.50

J

+/- 2.75 H

H'

H

+ 2.75

Flurstück 1284

Gemarkung Mauerkirchen i. Chiemgau

Gebietszugehörigkeit:

Markt Bad Endorf Landkreis Rosenheim Bezirk Oberbayern

Eigentümer:

Bundesrepublik Deutschland (Bundesfinanzverwaltung)

2.52

H'

5.00

Bauherr:

2.50

Fertigung:

GWC Gesundheitswelt Chiemgau AG

G

1%

G

Unterschrift:

Ströbinger Straße 18a 83093 Bad Endorf F

Entwurfsverfasser:

2.07

F

GOLDBECK Süd GmbH

Unterschrift:

Niederlassung München 1%

Ebenen 2

Domagkstraße 1a D-80807 München

Grundstück:

D

2.07

D

E

6.00

2.07

16.23 AK. Stahl

E

C

2.50

C

5.00

BFT Fassade

B

B

20.00 AK. Stahl

2.50

Diese Unterlage ist Eigentum der GOLDBECK GmbH und ist urheberrechtlich geschützt. Sie darf ohne ausdrückliche Genehmigung weder vervielfältigt noch Dritten zugänglich gemacht oder für Dritte verwendet werden. Zuwiderhandlungen verpfichten zu Schadenersatz. Copyright by GOLDBECK GmbH.

Grundstück:

Ebene 1

Kasse

+ 2.91

A

A

2.61

2.50

2.50

2.50

2.50

2.50

2.50

2.50

2.50

2.50

2.50

2.637

2.50

2.50

2.50

2.50

2.50

2.50

2.50

2.50

2.50

Gemeinde:

Markt Bad Endorf

Gemarkung: Bauort:

Mauerkirchen i. Chiemgau

Flurstück:

1293/16

Ströbinger Strasse, 83093 Bad Endorf

Grundriss der zweiten und dritten Ebene © Goldbeck GmbH

2.61

53.15

1.96

+/- 0.00 = 536.40 m ü. NN 1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

A

17

18

19

20

21

22

BAUANTRAG gez.:

18.08.2017

Weißbecker/Hottner

geprüft: Maßstab:

Domagkstraße 1a, D-80807 München

Telefon: +49 (89) 614547 - 0

Auftrag Nr.

Projekt

Neubau eines Parkhauses

MN2157

für GWC Gesundheitswelt Chiemgau Planinhalt

Grundriss: Ebene 2 / Ebene 3

Phase

4

Ebene

02 Format:DIN A0, 1189 x 841mm

Das innerhalb von sechs Monaten vollendete Gebäude, das im Übrigen auch mit vier Ladestationen für elektrisch betriebene Fahrzeuge ausgestattet ist, hat eine Länge von 53 m und eine Breite von 48,50 m, wobei sich seine Höhe von 11,75 m in einen ober- und in einen unterirdischen Abschnitt (2,75 m) auffächert, um zu vermeiden, dass es in Relation zu seinem Umfeld zu über-

mächtig oder gar dominant wirkt. In Form wie Raumprogramm des im November 2018 eingeweihten Parkhauses drückt sich also der Wunsch nach einer gelungenen, Anrainer wie Nutzer überzeugenden Lösung aus, die ihre Nachbarschaft weder ignoriert noch übertrumpft, sie vielmehr ergänzt oder abrundet, indem sich das geforderte Maximum an Funktionalität wie Kom-

Planer

OP

laufende Nr.

Art

GR

Index

00102 Layout: MN2157-4-OP-GR-02-00102

Plane

OP

laufen

0020

Layout: M


Stahlbauheute 1/2020

Der besondere Stahlbau

17

Details: Gliederung der Gebäudehülle © Goldbeck GmbH

fort und die Baukörpergestaltung als eine stimmige Einheit präsentieren, die letztlich durch eher dezent erscheinende Elemente akzentuiert wird, ablesbar z. B. am Hinterleuchtungskonzept der Lochblechfassade. Siegfried Löffler

Fachjournalist, München

Erscheinungsbild der Straßenfront bei Dunkelheit © Goldbeck GmbH

Bauherr

Gesundheitswelt Chiemgau AG, Bad Endorf Planung und Ausführung

Goldbeck Süd GmbH, München


18

Stahlbauheute 1/2020

Nach rd. zwei Jahren Umsetzungsphase startete beim Ersatzneubau des Kraftwerks Traunleiten nahe der oberösterreichischen Stadt Wels im Herbst 2019 der Probebetrieb. Vom Krafthaus über den rd. 2 km langen Ausleitungskanal bis hin zur mit zwei jeweils 44 m breiten Fischbauchklappen ausgeführten Wehranlage wurden sämtliche zentralen Anlagenkomponenten erneuert, vergrößert oder saniert. Rd. 48 Mio. e investierte die Wels Strom GmbH in die Errichtung ihres mit Abstand größten Wasserkraftwerks. Als leistungsstarke Stromerzeuger kommen beim neuen Kraftwerk Traunleiten zwei Kaplan-Bulb Turbinen von ANDRITZ Hydro zum Einsatz. Rd. 91 GWh beträgt das Regelarbeitsvermögen der rundum modernisierten Anlage.

Special: Bauen am Wasser

Ab 2020 Strom für 30.000 Haushalte

Ersatzneubau des Kraftwerks Traunleiten

Blick auf das Kraftwerk Traunleiten © eww

Stahlwasserbau an der Wehranlage: komplette Erneuerung und Modernisierung im Zuge des Umbaus © zek

Grundriss der Wehranlage © BHM INGENIEURE – Engineering & Consulting GmbH


Stahlbauheute 1/2020

Special: Bauen am Wasser

Übersichtslageplan © BHM INGENIEURE – Engineering & Consulting GmbH

Einleitung Der offizielle Spatenstich für den Neubau des Traditionskraftwerks an der Traun fand im Beisein von zahlreichen Vertretern aus Politik und Wirtschaft am 28. September 2017 statt. Nach Abschluss eines mehrjährigen Behördenund UVP-Verfahrens konnte die Erneuerung des fast 120 Jahre in Betrieb stehenden Kraftwerks schließlich in die Bauphase übergehen. Das grundlegende Funktionsprinzip der Anlage – das Triebwasser wird mittels Wehrklappe aufgestaut und durch einen offenen Wehrkanal zur Turbinierung geführt – blieb beim Neubau unverändert. Auch die beiden 1965 und 2006 jeweils links- und rechtsufrig an der Wehranlage errichteten Restwasserkraftwerke blieben von den Bauarbeiten unberührt. Dank der umfassenden Erneuerung kann am Anlagenstandort, an dem sich die Traun während des vergangenen Jahrhunderts um rd. 6 m eingetieft hat, nahezu das Doppelte an Ausbauwassermenge turbiniert werden. Um diese Fast-Verdopplung der Ausbauwassermenge den betrieblichen Erfordernissen entsprechend sicher ins Krafthaus leiten zu können, wurde während der vergangenen zwei Jahre der rd. 2,4 km lange Ausleitungskanal saniert und erweitert, der Stahlwasserbau an der Wehranlage grundlegend erneuert und ein neues

Kraftwerksgebäude mit hocheffektiven Maschinensätzen errichtet. Betreiber und Auftraggeber Wels Strom GmbH, die im mehrheitlichen Besitz der eww ag sowie der Energie AG Oberösterreich steht, investierte rd. 48 Mio. e in das Projekt. Seit dem symbolischen Spatenstich im Herbst 2017 ist in bautechnischer Hinsicht viel geschehen, wie ein auf der Homepage des Betreibers Wels Strom GmbH verfügbares DrohnenflugVideo eindrucksvoll zeigt. Ein Blick aus der Vogelperspektive auf die großflächige Baustelle lässt erahnen, welch hoher Aufwand mit dem Neubau verbunden ist.

Neues Krafthaus in Traunleiten nach Fertigstellung © zek

19


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Stahlbauheute 1/2020

Special: Bauen am Wasser

Montagebeginn der jeweils 44 m breiten Wehrklappen © eww

Grundriss © BHM INGENIEURE – Engineering & Consulting GmbH

Umfassende Erneuerung Diesen Eindruck bestätigt Josef Feldbauer, Geschäftsführer und Projektleiter der mit der Generalplanung beauftragten BHM INGENIEURE – Engineering & Consulting GmbH: »Wir haben parallel zum Kraftwerk Traunleiten auch den Neubau des Kraftwerks Danzermühl in Laakirchen betreut, eine Großbaustelle rd. 30 km weiter westlich. Aufgrund des wesentlich höheren Gefälles am Standort Traunleiten ergibt das allerdings hier ein noch größeres Bauvolumen.« Das interdisziplinäre Ingenieurunternahmen agiert in den Bereichen Industrie, Verkehr, Kraftwerke sowie für öffentliche Auftraggeber oder Spezialthemen und hat sich dank einer Vielzahl von nationalen und internationalen Referenzprojekten einen branchenübergreifend hervorragenden Ruf erarbeitet. Auch beim unlängst fertiggestellten Ersatz-

neubau des Kraftwerks Danzermühl der Papierfabrik Laakirchen, konnte BHM seine Kompetenz voll unter Beweis stellen. Josef Feldbauer: »Die ambitionierte Zeit-schiene zur Projektumsetzung stellte für alle Beteiligten eine Herausforderung dar, letztlich konnte der Bau wie vorgesehen innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen werden. In planerischer Hinsicht mussten wir mehr als 500 Pläne liefern – das entspricht im Schnitt 1 Plan pro Arbeitstag der Bauzeit. Für mich persönlich war dieses Projekt eine Herzensangelegenheit, da ich 2020 meinen 65. Geburtstag feiern und mich anschließend aus dem Berufsleben verabschieden werde. Außerdem wohne ich in der Nähe des Kraftwerks, somit ist mir die Betreuung vor Ort besonders leicht gefallen.«

Die kompletten Hoch-und Tiefbauarbeiten auf der sich über 2 km erstreckenden Baustelle – während der Bauphase wurden rd. 160.000 m³ Erdreich bewegt sowie ca. 40.000 m³ Beton und 10.000 t Stahl verbaut – erledigte die Arbeitsgemeinschaft der Felbermayr GmbH und PORR AG. Die Kooperation der beiden im Bausektor hocherfahrenen Unternehmen hatte sich schon beim Kraftwerk Danzermühl bestens bewährt.


Stahlbauheute 1/2020

Special: Bauen am Wasser

In Summe erstreckt sich die Baustelle am Rand der Gemeinde Steinhaus auf eine Länge von rd. 2 km. Im Zuge der Bauarbeiten werden das Krafthaus und das Einlaufbauwerk völlig neu errichtet, der Stahlwasserbau an der Wehranlage komplett erneuert und modernisiert sowie der offene Zulaufkanal saniert und erweitert: »Der Wehrkanal wird im oberen Drittel verbreitert, wodurch ein bestehender Flaschenhals entfernt und die Fließbedingungen für die stark erhöhte Ausbauwassermenge verbessert werden. Weiters erfolgen Sanierungsarbeiten auf der ganzen Länge des Kanals, soweit diese nicht schon in der Vergangenheit ausgeführt wurden«, ergänzt Feldbauer.

Heimspiel für Stahlwasserbauer Für die Bilfinger VAM Anlagentechnik GmbH, die den Großteil der Stahlwasserbauausrüstung für die Wehranlage und das Krafthaus liefert, stellt das Projekt im wahrsten Sinne des Wortes ein Heimspiel dar. Der Unternehmenssitz des international aktiven Branchenspezialisten liegt nur wenige Kilometer Luftlinie von der Anlage entfernt auf dem Gebiet der Stadt Wels. Die größten Bauteile des Lieferumfangs bilden zwei je 44 m breite Wehrklappen, erklärt Bilfinger VAM-Projektleiter Bernhard Brindl: »Obwohl ursprünglich nur eine Sanierung der bestehenden Wehrklappen geplant war, hat sich der Betreiber entschlossen, diese Bauteile inklusive der Lagerung ebenfalls komplett zu erneuern und die Anlage somit auf den aktuellen Stand der Technik

zu bringen. Im Gegensatz zu den alten Antrieben mit Triebstock und Zahnrad werden die neuen Klappen jeweils einseitig mittels Hydraulikzylindern bewegt. Wie die restlichen Stahlwasserbauteile werden auch die Wehrklappen im Bilfinger VAM Werk Wels gefertigt und via Lkw auf die Baustelle geliefert.« Jede Klappe wird im Prinzip aus drei Einzelteilen gefertigt, die vor Ort mittels Flanschverbindungen und Dichtungen fix zusammengebaut werden. Bei der Fertigung ist laut Brindl höchste Präzision unabdinglich. Schließlich müssen pro Klappe insgesamt 9 Lager eine exakte Flucht aufweisen und die Flanschstöße auf den Millimeter genau zusammenpassen.

Detailaufnahme der Rechenreinigungsmaschinen-Putzharke © zek

Montage der neuen Einlaufschützen © eww

21

Bilfinger VAM-Projektleiter Bernhard Brindl © zek


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Stahlbauheute 1/2020

Special: Bauen am Wasser

Auf logistischer Seite wird auch die Anlieferung der Elemente in Übergröße eine interessante Herausforderung. Um die Anrainer vom Baustellenverkehr möglichst zu entlasten, wurde bereits für die erste Bauphase eine eigene temporäre Autobahnabfahrt eröffnet. Für den Einbau der Wehrklappen, deren Anlieferung über die B 1 im Norden erfolgen wird, ist ein relativ kurzer Zeitraum von wenigen Wochen ab dem November 2018 vorgesehen.

die vorhandene Armierung sowie die Gewichtslimitierung des bestehenden Antriebs anzupassen war durchaus eine anspruchsvolle Aufgabe«, erläutert Brindl. Neben den verschiedenen Schützen und Reguliereinrichtungen montierte Bilfinger seit dem Baustart einen Grobrechen und lieferte die Dammbalkenausstattung für den Einlaufbereich. Nach Abschluss des Engineerings startete noch im Juli 2018 die Fertigung der Wehrklappen.

Schotterschleuse revitalisiert Nach dem Beginn der ersten Bauphase im Herbst 2017 konnte bereits Mitte Juni 2018 das neue Einlaufbauwerk in den Probebetrieb gehen. Die drei Einlaufschützen, ebenso von Bilfinger VAM gefertigt, mit Abmessungen von jeweils 7 m × 4,9 m wurden ebenfalls mit hydraulischen Antrieben versehen und halten den Wehrkanal während der Bauarbeiten zuverlässig trocken. Neben dem Engineering und dem Fertigungs- und Montageauftrag umfasst das Bilfinger VAM-Portfolio für das Projekt Traunleiten auch die Sanierung bestehender Bauteile. »Die erst vor rd. fünf Jahren sanierten Schotterschleusen am Einlaufbereich wurden einer umfangreichen Revitalisierung unterzogen. Weiters haben wir für die bestehende rechte Schotterschleuse einen komplett neuen zweiteiligen Schützenkörper 8 m × 6 m gefertigt. Diesen neuen Schützen auf

Ökologische Aufwertung Bei einer Anlagenführung Ende Oktober 2019 äußerten sich Wels StromProjektleiter Gerald Kalchauer und Geschäftsführer Franz Gruber sehr wohlwollend über das kurz vor der Vollendung stehenden Projekt. Gruber betonte die umfassenden Ausgleichsmaßnahmen, die im Zuge der Bauarbeiten für die Umwelt durchgeführt wurden: »In Summe flossen ca. 5 % des gesamten Investitionsvolumens in die ökologischen Maßnahmen. Dazu zählt etwa die Revitalisierung eines bestehenden Altarms, der durch die Neuerrichtung eines 300 m langen Nebengerinnes erreicht wurde. Um die ökologische Durchgängigkeit in beide Flussrichtungen zu gewährleisten, wurde beim Ausleitungskanal eine Fischabstiegsmöglichkeit geschaffen. Für die Vogelpopulation haben wir einen geschützten Bruthügel errichtet. Als Kompensation für die notwendi-

Fertigung des neuen Schützen für die Schotterschleuse © Bilfinger VAM

gen Abholzungen wurden Wiederaufforstungen im Verhältnisse 2:1 durchgeführt.« In puncto Fischwanderung verweist Projektleiter Kalchauer auf zwei zentrale Optimierungen, die im Zuge des Neubaus vorgenommen wurden. So wurde im Bereich des Turbinenauslaufs, an dem eine für Fische attraktive Lockströmung herrscht, ein direkter Verbindungskanal zur Restwasserstrecke errichtet. Der 65,5 m lange Tunnel hat einen Querschnitt von 2,6 m × 3,3 m, ist für Wartungszwecke begehbar und wurde als zusätzlicher Lockreiz mit einer Beleuchtung ausgestattet. Mittels dieser Verbindung werden die ansonsten beim Krafthaus anstehenden Gewässerbewohner in die Restwasserstrecke geleitet, wo diese den vorhandenen technischen Schlitzpass an der Wehranlage zum Aufstieg ins Oberwasser nutzen können. Um den Fischen auch die zur Wanderung ins Unterwasser zu ermöglichen, wurde am Krafthaus eine separate Abstiegsmöglichkeit hergestellt. Dazu wurde in der Nähe des Einlaufbereichs ein Rohr DN 600 installiert, das mit bis zu 200 l/s dotiert wird, ein bewusst tief situierter Einschwimmbereich ermöglicht auch bodennahen Lebewesen die Passage flussabwärts. Zwei neue Wehrklappen Die Wehranlage des Kraftwerks, auch als Welser Traunwehr bekannt, wurde laut Josef Feldbauer 1898 als schräg angeordnetes Sturzwehr mit fester Wehrschelle und einer Wehrschwellenbreite von 90 m errichtet. Nach dem Umbau 1936 in eine Schusswehranlage erfolgte 1949 schließlich eine neuerliche Adaptierung, bei der erstmals Wehrklappen eingebaut wurden. Nun sollte im Rahmen der Kraftwerkserneuerung die Wehranlage grundlegend statisch ertüchtig werden, indem ein neuer, auf Bohrpfählen gegründeter Wehrkörper hergestellt wurde. Die zentralen Komponenten der Wehranlage, die beiden jeweils 44 m breiten Wehrklappen, wurden dabei ebenfalls komplett neu ausgeführt. Anstelle der vormals mechanischen Antriebe mit Triebstock und Zahnrädern werden


Stahlbauheute 1/2020

Special: Bauen am Wasser

Erneuerte und instandgesetzte Wehranlage mit Wehrklappen © zek

Vorbereitung und Erhöhung des Oberwasserkanals © zek

die neuen Wehrklappen nun jeweils einseitig mit Hydraulikzylindern bewegt. Um das im Kraftwerkumfeld befindliche Wohngebiet vom Baustellenverkehr zu entlasten, wurde an der nahe gelegenen Autobahn eine temporäre Baustellenabfahrt geöffnet. Somit konnten Schwertransporte wie die überbreiten, jeweils aus drei Teilen zusammengesetzten Wehrklappen oder die massiven Turbinengehäuse auf direktem Wege ins Projektgebiet befördert werden.

Horizontal-Einlaufrechen Um die fast verdoppelte Ausbauwassermenge effizient und sicher zum Krafthaus leiten zu können, musste der Oberwasserkanal entsprechend adaptiert werden. Dazu wurde die Ausleitungsstrecke an ihrem Beginn erheblich verbreitert, weiter unten im Krafthausbereich erfolgte hingegen eine Erhöhung des Kanals. Darüber hinaus wurde die Kanalentleerung dafür genutzt, das rd. 120 Jahre alte Gerinne umfassend zu sanieren. Die Erweiterung des Oberwasserkanals bringt in erzeugungstechnischer Hinsicht den positiven Nebeneffekt mit sich, dass nun auch bei verringertem Wasserdargebot im Teillastbetrieb die gesamte zur Verfügung stehende Fallhöhe genutzt werden kann.

23

Gerald Kalchauer betont, dass die Funktionalität des Kraftwerkseinlaufs höchste Priorität besitzt: »In der Vergangenheit hatten wir beim Turbineneinlauf saisonal immer wieder mit Steinmoos und dem Bewuchs von Algen zu kämpfen, was sich in weiterer Folge als Erzeugungsverlust niedergeschlagen hat.« Anstelle des vormals vertikal ausgeführten Schutzrechens wurde der neue Turbineneinlauf mit einem fischfreundlichen Horizontalrechen ausgeführt. Der vom Vorarlberger Stahlwasserbauspezialisten Künz gelieferte Schutzrechen misst imposante 70 m in der Länge sowie 4,5 m in der Höhe und zählt damit wohl zu den größten Exemplaren dieser Bauart im mitteleuropäischen Raum. Die Reinigung des 315 m² großen Rechenfeldes übernimmt eine ebenfalls von Künz gefertigte Hochleistungsrechenreinigungsmaschine, zur Entfernung von sperrigem Schwemmgut wie Baumstämmen wurde die Maschine mit einem zusätzlichen mobilen Greifarm ausgestattet. Ein Reinigungszyklus entlang dem gesamten Rechenfeld mit einer lichten Weite von 60 mm nimmt maximal rd. 8 min in Anspruch. Dabei entfernt die Putzharke der auf Schienen fahrbaren Maschine zuverlässig jegliches Geschwemmsel vom Schutzrechen und gibt dieses Richtung Unterwasser ab. Somit entfällt für die Betreiber die ansonsten obligatorische Rechengutentsorgung, in ökologischer Hinsicht bleibt das organische Material dem Gewässerhaushalt der Traun erhalten.


24

Stahlbauheute 1/2020

zwei identisch konstruierte Kaplan-Turbinen in Bulb-Ausführung © zek

Längsschnitt © BHM INGENIEURE – Engineering & Consulting GmbH

Blick in die Krafthaus-Baugrube im Sommer 2018 © zek

Special: Bauen am Wasser

Zwei Kaplan-Turbinen Josef Feldbauer weist darauf hin, dass das neue Krafthaus trotz seiner Größe harmonisch in das bestehende Umfeld eingebunden wurde: »Immerhin nimmt die Grundfläche des Gebäudes eine Fläche von knapp 2.000 m² ein, der Höhenunterschied von der Gründungssohle bis zum Dach beträgt 31,75 m. Was im Bauzustand noch spektakulär ausgesehen hat, stellt sich nach der Verfüllung der Baugrube und der Flutung der Anlage vergleichsweise harmlos dar. Nach der Fertigstellung ragt nur knapp die halbe Höhe des Bauwerks über dem Unterwasserspiegel hervor.« Wer nach Abschluss der Bauarbeiten die technische Ausstattung der Anlage begutachten möchte, muss sich im Krafthaus ins unterste Geschoss begeben. Wie bei horizontalen KaplanTurbinen in Bulb-Ausführung üblich, bleiben von den Maschinensätzen nach dem Einbau und der Endmontage nur die Verstelleinrichtungen der Leitapparate sichtbar. Den Zuschlag zur Ausführung der beiden Turbinen inklusive Synchron-Generatoren erhielt der international renommierte Wasserkraftexperte ANDRITZ Hydro. Jede der identisch konstruierten Maschinen wurde auf eine Ausbauwassermenge von 75 m³/s und eine Nettofallhöhe von 13,58 m konzipiert, womit jede Turbine eine Engpassleistung von 8,72 MW erreichen kann. Die jeweils mit 3.100 mm Durchmesser gefertigten 5-flügeligen Laufräder drehen wie die direkt mit der Turbinenwellen gekoppelten Generatoren mit exakt 200 U/min. ANDRITZ-Projektleiter Martin Heutele erklärte bei der Inbetriebnahme vor Ort, dass die Hauptbauteile der Turbine von den Experten der technischen Versuchsanstalt (TÜV AUSTRIA TVFA Prüf- und Forschungs-GmbH) genauestens unter die Lupe genommen wurden. Das Einbetonieren der Turbinengehäuse erfolgte im Jänner des Vorjahres, parallel dazu wurden weitere Turbinenkomponenten im ANDRITZ-Werk im deutschen Ravensburg gefertigt,


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Special: Bauen am Wasser

vormontiert und der Versuchsanstalt zur Endabnahme übergeben. Im Anschluss an die finalen Überprüfungen wurden die Bauteile nach einer getakteten Logistiksequenz auf die Baustelle transportiert und mittels Mobilkränen Stück für Stück eingehoben. »Bei der aktuellen Nassinbetriebnahme werden die Turbinen bei allen möglichen Einsatzszenarien ausgiebig getestet. Damit wird überprüft, ob die Maschinen auch die Leistung erbringen, die vom Betreiber erwartet wird – und die wir verkauft haben. Gleichzeitig ist damit sichergestellt, dass die Anlage auch bei Ausnahmesituationen oder Störfällen ordnungsgemäß funktioniert«, so Heutele. Die Stromproduktion des Kraftwerks erfolgt dem Stand der Technik entsprechend natürlich vollautomatisch. Zur Ausführung der entsprechenden elektro- und leittechnischen Ausstattung wurde der Automatisierungsspezialist Schubert Elektroanlagen GmbH beauftragt. Der Hard- und SoftwareLieferumfang der Niederösterreicher beinhaltete Schaltschränke, Verkabelungen sowie die Siemens-Steuerungen SIMATIC S7-300 und das Prozess-

Reinigungsdurchgang am Rechenfeld © Künz

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Revitalisierung eines Nebengerinnes im oberwasserseitigen Staubereich © BHM

leitsystem WinCC für verschiedene Anlagenteile. Dazu zählen sowohl die Wasserhaushaltsautomatik der Wehrsteuerung als auch die Verkabelung und Einbindung der 10-kV-Mittelspannungsschaltanlage in das Prozessleitsystem. Schubert sorgte darüber hinaus für die Anbindung von Eigenbedarfsanlagen, Sumpfpumpen, Sperrwasseranlagen und Gebäudeleittechnik. Komplettiert wurde der Auftrag mit den Schaltschränken für die Hilfsbetriebe und der Lieferung einer stationären Batterieanlage. Vorzeigeprojekt in toto Beim Rundgang über das Kraftwerksgelände vergaß Wels StromProjektleiter Kalchauer nicht, auf die gute Zusammenarbeit mit der Energie AG hinzuweisen: »Als reine Betreibermannschaft hatten wir zu wenig Erfahrung für den anstehenden Kraftwerksneubau an der Traun, weswegen wir uns vor allem im baulichen Bereich externe Unterstützung seitens der hochkompetenten Energie AG geholt haben.« Geschäftsführer Gruber hält fest: »Ich bin der Meinung, dass der Neubau des Kraftwerks Traunleiten eines der besten Projekte von Wels Strom darstellt, aber auch eines der besten Projekte, die ich in einer Funktion begleiten durfte. Bei überregionaler Betrachtung ist das Projekt tatsächlich ein Vorzeigeprojekt: Wir haben die Kosten nicht überschritten und

bewegen uns innerhalb des gesetzten Terminplans. Außerdem müssen wir uns in qualitativer Hinsicht keinerlei Sorgen machen und haben darüber hinaus auch in arbeitsrechtlicher Hinsicht alles richtig gemacht. Kurzum ein Projekt, das über Österreich hinaus alle internationalen Standards erfüllt – und unsere Eigentümer sehr glücklich macht, nicht nur uns.« Für die nachhaltige Stromproduktion im oberösterreichischen Zentralraum stellt das neue Kraftwerk Traunleiten, das Anfang kommenden Jahres seinen Regelbetrieb aufnehmen soll, definitiv einen Gewinn dar. Mit einem Regelarbeitsvermögen von rd. 91 GWh wird die Anlage künftig den Jahresstrombedarf von rd. 30.000 Haushalten abdecken.

Wir danken der zekHYDRO Redaktion, Austria, dass sie Texte ihrer Erstveröffentlichungen vom August 2018 und Dezember 2019 für die Leser von »Stahlbau heute« zur Verfügung gestellt hat.


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Special: Bauen am Wasser

Fronius

... Einbau von Fischbauchklappen

Beengte Platzverhältnisse und hohe Qualitätsanforderungen setzen Lösungen voraus, die das Schweißen ergonomisch und gefahrlos ermöglichen. Und genau dieses Verfahren konnte Fronius Bilfinger Berger Industrial Servicey mit einem Push-PullSchweißbrenner mit langem Schlauchpaket anbieten. Für die perfekte Schweißnaht sorgt eine TPS Stromquelle.

Fischbauchklappe des Wasserkraftwerks Traunleiten © Fronius International GmbH

Anlass und Umfang Anlass war der Auftrag für den Bau von Stahlkomponenten für den Neubau des nahe gelegenen Wasserkraftwerks Traunleiten. Der Vertrag umfasste das Engineering, die Fertigung und Lieferung sowie die Montage von 23 verschiedenen Stahlkomponenten mit einem Gesamtgewicht von etwa 350 t. Darunter Einlaufschütze, Turbineneinlaufdammbalken, Grobrechen zum Schutz der Turbinen und zwei Wehrklappen, sogenannte FischbauchKlappen. Fischbauchklappe ist 44 m lang Fischbauchklappen steuern bei Laufwasserkraftwerken die Stauhöhe des Wassers. Ihren Namen verdanken sie ihrer gewölbten Form, die an einen Fischbauch erinnert und sie besonders torsionsreif macht. Genau das war bei diesem Projekt gefragt. Zwei drehbare Klappen, jeweils 44 m lang, die je an einer Stirnseite über einen hydraulischen Verstellantrieb mit der Seiten-

wand des Stauwerks verbunden sind. Darüber hinaus sind die 2,5 m hohen Klappen mit der Schwelle über eine Drehachse verbunden. Dies ermöglicht das Aufrichten und Senken der Fischbauchklappen und damit die schnelle Regelung des Wasserstands. »Aufgrund der Transportbeschränkungen wurden die Klappenkörper in drei Segmente unterteilt. Die Verbindung der Teile erfolgte auf der Baustelle über Flanschplatten mit hochfesten


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Special: Bauen am Wasser

Schraubverbindungen, was eine regelmäßige Überprüfung des Anzugdrehmoments erfordert.« Pro Segment war ein wiederverschließbares Mannloch vorzusehen. Reicht für die Wartung ein Zugang aus, brauchte Bilfinger für das Schweißen mit der bislang verfügbaren SchweißAusrüstung mindestens zwei Mannlöcher. Um alle Schweißpositionen erreichen zu können, hätten die Schweißer die Schweißstromquelle inklusive Drahtvorschubgerät mit ins Innere des Werkstücks nehmen müssen. »Wir hätten im Anschluss die zusätzlichen Zugänge wieder verschweißen und auf ihre Dichtigkeit kontrollieren müssen. Unabhängig von den zusätzlichen Kosten bedeutet jedes zusätzliche Mannloch eine Schwachstelle, an der Wasser eindringen könnte«, verdeutlicht Bernhard Brindl, Projektleiter bei Bilfi nger, am Standort Wels. 600 m Schweißnähte Fronius empfahl den Einsatz eines langen Schlauchpakets in Verbindung mit einem Push-Pull-Brenner und einer Schweißstromquelle aus der TPS/iGerätegeneration. Bilfi nger vertraut schon lange auf Fronius. »Bei uns sind einige Hundert Fronius-Geräte im Einsatz«, betont Brindl und orderte einen 8 m langen PullMig-Schweißbrenner sowie eine TPS 500i für den Bau der Torsionsklappen. Dabei verschweißten die Experten S355-Stahlbleche vorrangig mit Kehlnähten sowie einigen V-Nähten mit einer Gesamtlänge von etwa 600 m.

Toleranzvorgabe im Millimeterbereich einhalten © Fronius International GmbH

Sie begannen mit dem Aufbau einer Stahlwanne, die eine Seite der Klappe bildet. Darauf wurden Verstrebungen und anschließend der »Deckel« aufgeschweißt. Enge Toleranzvorgaben waren einzuhalten und auf minimalen Schweißverzug zu achten, damit sich die Teile später präzise zusammenschrauben und auf die Drehachse montieren ließen.

Beengte Platzverhältnisse im Innern der Wehrklappe © Fronius International GmbH

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Mehr Bewegungsfreiheit »Das Ergebnis hat uns alle überzeugt«, sagt Brindl. »Der durch das lange Schlauchpaket erweiterte Aktionsradius erlaubte es, auf das zweite Mannlöcher pro Segment zu verzichten und den damit verbundenen Aufwand komplett zu sparen.« Zudem konnte die Schweißstromquelle samt Drahtvorschubgerät außerhalb des Klappenkörpers platziert werden. »Das bedeutet nicht nur ein Plus an Bewegungsfreiheit, sondern erleichtert – und das ist für uns entscheidend – im Notfall den Rettungskräften den Zugang und die Bergung.« Die Ausrüstung bietet eine Reihe Vorteile, die sich auch im Pipeline-, Behälter- und Schiffsbau unmittelbar auf die Effi zienz, Ergonomie und Qualität auswirken. Erfolg auf lange Sicht »Die Schweißer wollen am liebsten nur noch mit diesem Gerät arbeiten«, fasst der Projektleiter zusammen. »Wir haben die TPS 500i mit dem langen PullMig-Schweißbrenner sofort für unsere Abteilung reserviert. Die für den Behälterbau zuständige Abteilung hat nachgezogen und ebenfalls ein langes Schlauchpaket bestellt. So können sich die Schweißer auch bei größeren Behältern ganz ihrer eigentlichen Arbeit widmen und profi tieren vom vergrößerten Aktionsradius.« Weitere Informationen

Fronius International Perfect Welding GmbH A-4643 Pettenbach Tel.: +43 (0)7242/241-0 contact@fronius.com www.fronius.com

Platzierung der Schweißstromquelle außerhalb des Klappenkörpers © Fronius International GmbH


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Special: Bauen am Wasser

Ruhrverband

Denkmalgeschützte Wehranlage in Lenhausen

Die denkmalgeschützte Wehranlage in Lenhausen verfügt über zwei KaplanTurbinen aus dem Jahr 1928. Sie erzeugen jährlich rd. 4,9 Mio. kWh erneuerbaren Stroms. Da die zwei jeweils 22 m langen genieteten Stahlrohre, die Wehrwalzen, die in wesentlichen Teilen unter dem Wasserspiegel arbeiten, für eine technische Untersuchung ausgebaut und herausgehoben werden mussten, kam ein mobiles Schlauchwehr zum Einsatz.

Aufgabe und Durchführung Die Trockenlegung der Wehrwalzen und des Unterbaus wurde erforderlich, weil die Wehranlage über keine Revisionsverschlüsse verfügt. Das mobile Schlauchwehr, ein mit Wasser gefüllter Kunststoffschlauch, der im Hochwasserschutz eingesetzt wird, übernimmt während der Revisionsarbeiten die Aufgaben des Walzenwehrs.

Um die Schläuche, erforderlich waren zwei 25 m lange und 2 m im Durchmesser aus besonders widerstandsfähigem Material hergestellte Schläuche, verlegen zu können, musste der sogenannte »Lennesee« abgesenkt und der Untergrund aufbereitet werden. Die Überprüfung der Standfestigkeit war dann ein weiteres Kriterium.

Trockenlegung der Wehrfelder durch ein mobiles Schlauchwehr © Ruhrverband


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Special: Bauen am Wasser

Montagearbeiten an der historischen Wehranlage © Ruhrverband

Durch ihr Gewicht liegen die wassergefüllten Schläuche anschließend fest auf der Flusssohle auf, sodass der Lennesee wieder aufgestaut werden konnte. Im Falle eines Hochwasser müssen die Schläuche entfernt werden. Die Wehrwalzen, im Innern mit Trägern und Streben stabilisiert, sodass sie auch größeren Wassermassen standhalten können, haben ein Gewicht von je 31 t. Sie wurden auf Tiefladern zuerst zum Entfernen von Farb- und sonstigen Resten nach Mülheim und danach weiter zu Quast Anlagentechnik, Marienheide, gebracht. Bei Quast werden beschädigte Streben und Nieten ausgetauscht, bevor die beiden Wehrwalzen wieder nach Mülheim transportiert werden. In Mülheim bekommen sie dann eine neue schwarze Farbe. Die Rückführung und der Wiedereinbau der renovierten Wehrwalzen in Lenhausen sollen für das Frühjahr 2020, also nach dem Ende der Hochwassersaison, eingeplant werden. Danach folgen die weiter vorgesehenen Arbeiten wie Bau einer Fischaufstiegsanlage, die Sanierung der Ufermauern und des Obergrabens sowie der Umbau der Rechenanlage, um einen besseren Fischschutz zu gewährleisten. Für die Sanierung der Wehrwalzen hat der Ruhrverband 1,5 Mio. e einkalkuliert. Dazu kommen noch die Kosten für die weitere Sanierung. Dass mobile Schlauchwehre in dieser Größe und Umfang zur Wehrsanierung eingesetzt wurden, dürfte das erste Mal weltweit gewesen sein und wird sicher als Anregung angenommen werden.

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Bauwerk unter Denkmalschutz © Ruhrverband

Ausheben des Bedienstegs © Ruhrverband

Eine große Herausforderung bei diesem Austausch und dem Einsatz von mobilen Schlauchwehren ist der Umgang mit Hochwasser. Sollte eine Überflutung drohen, muss das Wasser in den Schläuchen abgelassen werden, sodass diese auftreiben und von der Strömung verdriftet werden. Schwere Taue sorgen dafür, dass sich die Schlauchwehre an das linke oder rechte Ufer bewegen und später wieder in die alte Position gebracht werden können.

Ausheben der rechten Wehrwalze © Ruhrverband

Transport von Wehrwalzen © Spedition Bender

Weitere Informationen

Ruhrverband Projektleiter: Dipl.-Ing. Christian Heitefuss D-45128 Essen Tel.: +49 (0)201/178 0 info@ruhrverband.de www.ruhrverband.de Stahlbau

Quast Anlagentechnik GmbH, Marienheide

Wir danken der EnergieAgentur.NRW, Erstveröffentlichung, für die Freigabe von Textbeiträgen aus dem Magazin «Innovation&Energie«, März 2020.


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Neues Bauen mit Stahl und Glas

Jarosch Architektur

Neuer Firmensitz von Party Rent in München

Der neue Firmensitz von Party Rent in München überzeugt durch klare Formensprache, besondere Raumerlebnisse und authentische Materialien. Das von Jarosch Architektur gestaltete Gebäude dient als Brand Space und Vorzeigebeispiel für das Arbeiten von morgen. Warenlieferung und -bearbeitung, Administration, Konzeptpräsentation – die Tätigkeiten des europaweiten Marktführers für Eventausstattung sind vielfältig, ebenso die Ansprüche an seinen Firmensitz. Die komplexen Prozesse im Neubau formschön und funktional zu kombinieren, war Auftrag für Jarosch Architektur. Mit Party Rent wollten sie den Beweis erbringen, dass auch ein Logistikstandort ein sehr ästhetischer Ort sein kann.

Fassadenausbildung im Detail © Marcus Buck/Jarosch Architektur

Gebäude als Brand Space und Vorzeigebeispiel © Marcus Buck/Jarosch Architektur

Das architektonische Gesamtkonzept Die Fassade aus Metallpaneelen glänzt in der Sonne, der dreigeschossige Bau besticht durch klare Linien. Ein gebäudehoher Lager- und Kommissionierungsbereich wird umrahmt von zwei mehrgeschossigen Riegeln mit Büro- und Besprechungsräumen. Die dreigeschossigen Trakte im Süden und Osten verbinden sich funktional in der südöstlichen Ecke. Dort liegt eine effektvolle Galerie. Sie ist erreichbar über die zentrale Erschließungstreppe

und einen Aufzug im Auge der Treppe. Sichtbezüge und räumliche Verbindungen zu beiden Bürogeschossen sind hier erlebbar. Im zweiten Obergeschoss des Südriegels befindet sich ein Showroom mit einem großen Balkon und Alpenblick. Hier können Produkte und Veranstaltungsbemusterungen präsentiert werden. Entlang der Ostfassade erstrecken sich – über den Ladebrücken für die Lkws – auf zwei Geschossen Großraumbüros.


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Neues Bauen mit Stahl und Glas

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Erscheinungsbild bei Nacht und bei Tag © Marcus Buck/Jarosch Architektur

Innenräume Der Innenraum ist gegliedert durch schlichte Glastrennwände mit schlanken Stahlprofilen. So entstehen Büround Besprechungsräume, die Ruhe bieten, wo gleichzeitig die Offenheit des Gemeinschaftsbüros beibehalten wird. Eine Fensterfront flutet die Arbeitsplätze mit natürlichem Licht. Die Trennwände reflektieren in ihren Proportionen die Fensterfassade. Die Materialität ist innen wie außen bewusst reduziert »brut« gehalten. Er-

gebnis ist eine harmonische Gestaltung ohne visuelle Ablenkungen: Wände in Rohbeton, Böden aus rohem Eichenholz. An Treppe und Aufzug wird der geölte Stahl der Glaswandprofile verwendet. Ziel der Architekten war, die Konstruktion des Gebäudes im Innern bewusst sichtbar zu machen. Ihnen ist wichtig, dass Bauten keinen gestalterischen Moden unterliegen. Nur so könnten diese werterhaltend die Zeit überdauern.

Innenräume mit Glastrennwänden © Marcus Buck/Jarosch Architektur

Galerie am Schnittpunkt Wo sich Süd- und Ostriegel treffen, erstreckt sich über zwei Etagen ein Lichthof und wird nach Norden und Westen von einer Galerie umrahmt. Licht fällt durch Dachfenster mit tiefen Rahmen in der gerasterten Decke. Zwei prägnante Hängelampen und ein frei stehender Kamin verbinden die Geschosse optisch.


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Aufzug und Treppe Hier liegt eine weitere gestalterische Besonderheit: In der Mitte der offenen Treppe verbindet ein Aufzug die Etagen. Wie in Pariser Altbauten wird der stählerne Käfig von der Treppe umschlossen. Das Zitat von Wohnarchitektur verstärkt die Behaglichkeit des Eingangsbereichs. Aus Streckmetall gefertigt, ist der Schacht durchscheinend, die Bewegungen des Aufzugs sind wahrnehmbar. Lichtkonzept Auch das Lichtkonzept wurde von einer Hand entworfen. PSLab Stuttgart hat mit Jarosch Architektur eine individuelle Planung entwickelt, die bewusst mit Schatten arbeitet. Viel Beleuchtung ist in die Decke integriert. Die Lamellen der Schallschutzdecke werden zum Gestaltungselement mit filigranen Linienlichtern. Die Innenraumgestaltung wird nicht durch Schalter unterbrochen, alles ist computergesteuert.

Neues Bauen mit Stahl und Glas

Gliederung des Baukörpers © Marcus Buck/Jarosch Architektur

Hintergrund Party Rent ist ein europaweit agierender Eventausstatter mit 24 Standorten und rd. 950 Mitarbeitern in neun Ländern. Der Standort in München besteht seit 2013 und zählt 75 Mitarbeiter. Die Gestaltung der Räumlichkeiten richtet sich an zwei Zielgruppen: Mitarbeiter und Kunden. Seinen Kunden präsentiert sich Party Rent als Ausstatter mit hoher Designkompetenz. Das soll auch durch die Gestaltung des Firmensitzes vermittelt werden.

Und es gilt auch gegenüber Mitarbeitern und Bewerbern zu überzeugen. Der Markt für Fachkräfte ist in München hart umkämpft. Weitere Informationen

Jarosch Architektur D-64293 Darmstadt Tel.: +49 (0)6151/96 76 003 kontakt@jaroscharchitektur.de www.jaroscharchitektur.de

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Glas und Stahl im Fassadenbau

Rendering zum Glasdach © Sid Lee & MSDL

seele

Ganzglaskonstruktion am Place Ville Marie in Montreal

seele realisierte am Place Ville Marie nach den Entwürfen von Sid Lee Architecture und Menkès Shooner Dagenais Létourneux Architectes ein 42 m langes Glasdach, bestehend aus nur 18 Isoliergläsern und konnte mit »Grand Hall« bereits das vierte Projekt in Kanada fertigstellen.

Lage und Aufgabe Der Place Ville Marie befindet sich im Herzen von Montreal direkt am Boulevard René-Lévesque. Der zentrale Platz verfügt über einen Zugang zu einer darunterliegenden Food & Shopping Mall. Durch die Revitalisierung der Place Ville Marie durch den Eigentümer Ivanhoé Cambridge entstand ein neuer Eingangspavillon für die Mall, der aus einem rd. 630 m² großen Glasdach und bis zu 4,2 m auskragenden Vordächern besteht. Mit dem Ganzglasdesign wurde ein freier Blick in den daruntergelegenen Bereich ermöglicht. Die Dachverglasung schafft Transparenz und Großzügigkeit und wird somit zum attraktiven Anlaufpunkt. seele konnte mit diesem Projekt nun auch seine Ganzglaskompetenz in Kanada in den Fokus rücken.

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Konstruktion nach Fertigstellung © seele holding GmbH

Blick von der Food & Shopping Mall © seele holding GmbH

Glas und Stahl im Fassadenbau

Schwereloses Design als Neuheit Stahl-Glas-Konstruktionen und Elementfassaden sind in Kanada sehr verbreitet, während Ganzglaskonstruktionen eher speziell und einzigartig sind. Das Glasdach in Montreal ist das erste Projekt von seele in der Provinz Québec und das vierte in Kanada. Es ist das Projekt mit den größten Isolierglaseinheiten und Glasträgern. Die 15 m langen und 2,5 m breiten Isoliergläser, mit einem Eigengewicht bis zu 5,6 t, werden von 8-lagigen Verbundglasträgern gestützt, die ebenfalls 15 m lang sind. Aufgrund des Architektenentwurfs sind die Konsolen der Träger in der Wand versteckt, sodass das Dach zu schweben scheint und ein Höchstmaß an Transparenz geschaffen wird. Ein besonderes Augenmerk der Konstruktion liegt auf den Eingangsüberdachungen an beiden Enden: Sie kragen bis zu 4,2 m über die Eingangsfassaden hinaus und werden von 14-lagigen Glasträgern getragen. »Da es sich bei diesem Projekt um die bisher größte Ganzglaskonstruktion handelt, wurden hohe Erwartungen an die Expertise von seele gestellt. Wir realisieren bereits seit 2007 Ganzglasfassaden in spektakulären Glasgrößen. Besonders spannend sind dabei die anzuwendenden Normen und Prüfverfahren in den jeweiligen Ländern. Die Zusammenarbeit mit der Baubehörde war sehr konstruktiv und hat, wie man sehen kann, zu einer Neuheit in Kanada geführt«, so Sebastian Keller, Project Manager bei seele. Insbesondere die statischen Anforderungen hinsichtlich der Lastabtragung galt es gemeinsam mit dem bauseitigen Tragwerksplaner NCK nachzuweisen, da das Glasdach und die auskragenden Vordächer massive Lasten aufgrund der extremen Wetterbedingungen in Kanada aushalten müssen.


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Glas und Stahl im Fassadenbau

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Genialität verpflichtet

Einsatz der Glasvakuummaschine zur Montage © seele holding GmbH

Logistik und Montage Bei nahezu jedem Bauvorhaben in einer Großstadt gibt es besondere Anforderungen hinsichtlich der Logistik und Montage. Im Falle des Glasdachs am Place Ville Marie waren v. a. der begrenzte Platz, eine speziell benötigte Glasvakuummaschine und das Wetter von Bedeutung. Die 2,5 t schwere Glasvakuummaschine mit bis zu 60 Saugern wurde speziell in Europa entwickelt. Da die Montage auch in den Wintermonaten erfolgen musste, wurden zusätzlich Einhausungen eingesetzt, um die Silikonarbeiten ausführen zu können. Mit diesem Projekt bewies seele einmal mehr seine Kompetenz für Ganzglaskonstruktionen – vom Entwurf bis zur Montage.

Laminate als Glasträger © seele holding GmbH

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Glas und Stahl im Fassadenbau

seele

Forschungsprojekt für das Monitoring von Fassaden

Zur Unterstützung beim Monitoring von Gebäuden wird im Forschungsprojekt DigitalTWIN gezeigt, wie doppelschalige Fassadenelemente anhand vernetzter Informationen und interaktiver Anweisungen zukünftig effektiver und effizienter betrieben werden können.

Partner und Anspruch Renommierte Projektpartner aus Industrie und Forschung entwickeln bis 2021 digitale Werkzeuge und Techniken weiter, um Dienste, Prozesse und Abläufe entlang der Wertschöpfungskette des Bauwesens zu vernetzen und zu automatisieren. Bei DigitalTWIN – Digital Tools and Workflow Integration for Building Lifecycles – steht das Verständnis für systemische Abhängigkeiten und Wechselwirkungen im Vordergrund, weshalb die Forschungspartner aus unterschiedlichen Branchen und Tätigkeitsfeldern kommen. Im Rahmen des Smart-Service-Welt-IIFörderprogramms wird DigitalTWIN durch das BMWi gefördert. Nach dem Start im Juni 2018 wurden die Marktgegebenheiten, Technologien und Standards analysiert und die Kerntechnologien ausgewählt. Ergänzend entwickelte das Konsortium drei Use Cases (Anwendungsfälle), die relevan-

te Fragestellungen der Digitalisierung im Bauwesen thematisieren. So beschäftigt sich Use Case 1 mit der einfachen Verfügbarkeit und Visualisierung von Livemess- und -prüfdaten am Gebäude mittels des digitalen Zwillings durch Nutzung von Edge-Cloud- und Cluster-Computing-Technologien. Sensorik im Bauelement Das Bauelement ISOshade® von iconic skin ist eine Isolierglaseinheit mit werkseitig integriertem Sonnenschutz, bestehend aus einem Dreifachisolierglas und einem Zwischenraum mit innen liegender Sonnenschutzanlage. Die Intelligenz von ISOshade® liegt im abgedichteten Zwischenraum, der Klimalasten mittels eines bauphysikalischen Prinzips selbst reguliert. Trockenmittel, das im Rahmenverbund eingefüllt ist, schützt zusätzlich vor Kondensation. ISOshade® ist für alle Fassadentypen geeignet und eignet

Verwendung vieler unterschiedlicher Gerätetypen Dokumentation und Qualitätssicherung Monitoring und Gebäudemanagement

Daten, die von sensorbestücken Fassaden erfasst werden, gelangen über gesicherte Gateways an den DIGITAL TWIN Cloud-Cluster zur Weiterverarbeitung.

Der Cloud-Cluster setzt auf einer flexiblen und skalierbaren Softwareplattform mit universellen Hardwareschnittstellen auf.

Use Case 1 in einer schematischen Darstellung © se commerce GmbH

vielfältige Anwendungen und Dienste durch anwendungsspezifische Datenaufbereitung und Integration von Desktop-, Mobil- und VR/AR/MR-Geräten.


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Glas und Stahl im Fassadenbau

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rum der digitalen Infrastruktur – von der grundlegenden Forschung bis hin zur Entwicklung von Prototypen und Lösungen. Telegärtner Karl Gärtner Die Telegärtner Karl Gärtner GmbH ist ein im Jahr 1945 gegründetes Unternehmen der Nachrichtentechnik. Als inhabergeführtes Familienunternehmen hat sich die Telegärtner Gruppe zu einem weltweit agierenden Spezialisten in den Bereichen Daten- und Telekommunikation entwickelt mit einer besonderen Expertise in der Verbindungs- und Schnittstellentechnik.

Überprüfung mittels HoloLens © se commerce GmbH

sich auch für den Einsatz in Hochhäusern. Von besonderem Interesse sind ein kontinuierliches Monitoring und die frühzeitige Detektion von Fehlern und Beschädigungen, um Wartungsarbeiten gezielt durchzuführen. Mit der DigitalTWIN-Sensortechnik, die in einzelne Elemente integriert wird, können Rückschlüsse auf Veränderungen gezogen werden. Um für den Gebäudebetreiber und den Wartungsmitarbeiter einfach bedienbare Userinterfaces bereitzustellen, kommt eine neuartige Cloud-Cluster-Architektur auf Basis einer Plattformtechnologie zum Einsatz, um online und offline Szenarien zu ermöglichen. Die Plattform nutzt scaleIT-Technologiestack. Darin eingebunden sind Microservices für IFC/BIM-Daten, Sensorwerterfassung, -weitergabe und -speicherung sowie eine Middleware zur Aufbereitung der Daten und die Visualisierung mittels Mixed-Reality-Software Unity. Derzeit können mit der eingebauten Sensorik Informationen zum Zustand des Bauelements abgerufen, über Zeitreihenanalysen Veränderungen detektiert und der Sonnenschutz über das digitale Modell bedient werden. Intuitive Benutzeroberflächen stellen den Status der Fassade in Echtzeit dar. Hardware- und Softwarekomponenten Die Sensornetzlösungen des Forschungspartners Carl Zeiss 3DA wurden hierzu im ISOshade® verbaut, da diese Hardware bereits von Zeiss als Multisensor gemeinsam mit der entwickelten Multisensor-Anwendung für Messräume getestet wurde. Features dieser Entwicklung aus Hardware und

Software erlauben es, das System so individuell zu konfigurieren, dass der Benutzer die gewünschten Grenzwerte festlegen kann. Die Demo 2 des Use Case 1 ist für das Forschungsprojekt DigitalTWIN ein Meilenstein, da die erforderliche Systemarchitektur und wichtige Microservices zur Vernetzung von Objekt- und Metadaten sowie deren Visualisierung angewendet werden. Die Demo steht aktuell im Showroom von iconic skin und wird an unterschiedlichen Veranstaltungen, wie der digitalBAU in Köln im kommenden Jahr ausgestellt werden. se commerce Die se commerce GmbH ist Konsortialführer des Forschungsprojektes. Das IT-Unternehmen ist Teil der seele Unternehmensgruppe und schafft für den weltweit tätigen Fassadenbauspezialisten die Hard- und Softwareinfrastruktur und entwickelt bestehende Softwarelösungen weiter. Heinrich-Hertz-Institut Innovationen für die digitale Gesellschaft stehen im Mittelpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeit des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI. Dabei ist das Fraunhofer HHI weltweit führend in der Erforschung von mobilen und optischen Kommunikationsnetzen und -systemen sowie der Kodierung von Videosignalen und Datenverarbeitung. Gemeinsam mit internationalen Partnern aus Forschung und Industrie arbeitet das Fraunhofer HHI im gesamten Spekt-

Carl Zeiss 3D Automation Die Carl Zeiss 3D Automation GmbH (Tochterunternehmen der Carl Zeiss Industriellen Messtechnik GmbH, Teil der Carl Zeiss AG) entwickelt, produziert und liefert Zubehör und Automatisierungslösungen für die industrielle Mess- und Prüftechnik. planen-bauen 4.0 Die planen-bauen 4.0 Gesellschaft zur Digitalisierung des Planens, Bauens und Betreibens mbH (PB40) vereint als Non-Profit-Plattformgesellschaft in ihrer Gesellschafterstruktur die Wertschöpfungskette Planen, Bauen und Betreiben. Ihr Ziel ist es, die Digitalisierung der Bauwirtschaft in Deutschland durch vielfältige Aktivitäten in Bezug auf Netzwerkbildung, Wissenstransfer, nationale und europäische Normung sowie die Schaffung von Rahmenbedingungen für die durchgängige Nutzung digitaler Methoden in der mittelständisch geprägten Bauwirtschaft zu unterstützen. Werner Sobek Stuttgart Werner Sobek Stuttgart ist Mitglied der Firmengruppe Werner Sobek. Diese steht weltweit für Engineering, Design und Nachhaltigkeit. Weitere Informationen

seele holding GmbH D-86359 Gersthofen Tel.: +49 (0)821/2494-0 info.de@seele.com www.seele.com


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Glas und Stahl im Fassadenbau

sedak – Wagner Design Lab

Gemeinsam Großes bewegen

Architektur mit Glas im Überformat ist auch abseits der Metropolen zu finden: wie das neue »Wagner Design Lab« des Sitzmöbelherstellers Wagner in Langenneufnach. Der auf schlanken Stahlträgern gelagerte Showroom gleicht einer schwebenden Bühne. Dafür sorgen die beiden 120-m²Glasfassaden an den Längsseiten, die aus nur jeweils zwei Isoliergläsern bestehen. Mit knapp 20 m Länge sind es weltweit die größten Gläser, die bisher verbaut wurden.

Einheit von Design und Architektur © Titus Bernhard Architekten

Das Wagner Design Lab des Sitzmöbelherstellers Topstar/Wagner ist Design-Labor und Showroom für Stühle und Möbel. Die Architekten Titus Bernhard und Andreas Weißenbach entwarfen einen Kubus als Überbau des ehemaligen Wohnhauses der Familie Wagner, dessen gegenüberliegende Längsseiten aufgrund der Größe der

Glasscheiben geradezu offen wirken. Das Highlight kommt aus der direkten Nachbarschaft: Der Glasveredler sedak produzierte für den Showroom Dreifachisoliergläser mit einer Größe von jeweils 3,04 m × 19,21 m. Gefertigt wurden die Gläser aus einem ZweifachTVG-Laminat mit Wärmeschutzbeschichtung und SG-Interlayer. So

Glasverarbeitung der Superlative © sedak GmbH & Co. KG


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Glas und Stahl im Fassadenbau

Produktion der Gläser im Überformat mit einzigartigem Maschinenpark © sedak GmbH & Co. KG

Einbau der Isoliergläser vor Ort in Langenneufnach © sedak GmbH & Co. KG

entstanden zwei Flächen von 117 m² Glas – mit nur einer Fuge. Das Wagner Design Lab kam als erstes Bauwerk mit Gläsern in diesem Überformat punkten. »Ikonische Bauwerke mit großem Glas werden bislang v. a. in den USA, Asien und Arabien realisiert. Wir freuen uns, dass zunehmend Anfragen aus unserer Heimat verzeichnen«, sagte Bernhard Veh, Geschäftsführer von sedak. Nach dem Messeturm in Frankfurt mit 17-m-Gläsern ist der Showroom das zweite Projekt in kurzer Zeit, bei dem übergroße Gläser in Deutschland verbaut wurden. Nachbarschaftliche Symbiose Unter der Maxime »Gemeinsam Großes bewegen« entstand das Projekt in enger Partnerschaft der Unternehmen. Wagner beweist mit dem Design Lab eindrucksvoll, dass die gemeinsame Innovationskraft zu außergewöhnlichen Ergebnissen führt. Die beiden Unternehmen eint nicht nur ihr nach-

barschaftlicher Standort: »Mit einer gemeinsamen Vision und Mut können Unternehmen gemeinsam Großes schaffen«, sagte Peter Wagner, Geschäftsführer und Mitinhaber des Möbelherstellers, »hier sogar im doppelten Sinne – die großen Scheiben stehen eben auch für die große Idee dahinter.« Die hohe Transparenz der Fassade vermittelt das Gefühl von Exklusivität und maximaler Offenheit – dieser Eindruck strahlt auf die Möbel zurück und betont den Qualitätsanspruch von Wagner. Mit dem Einbau der Fassadenscheiben im März 2020 ist ein wichtiger Meilenstein gesetzt – die Einweihung des Showrooms ist für diesen Sommer geplant. Weitere Informationen

sedak GmbH & Co. KG D-86368 Gersthofen Tel.: +49 (0)821/2494823 info@sedak.com www.sedak.com

Bauherr

Fa. Topstar/Wagner, Langenneufnach Architekt

Titus Bernhard Architekten, Augsburg Isolierglas

sedak, Gersthofen

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IT und Software

AVEVA

Neue präskriptive Fähigkeiten im Asset Portfolio Management

Digitalisierung der Industrie © AVEVA Solutions Limited

AVEVA, ein weltweit führender Anbieter für Industriesoftware, hat heute eine signifikante Erweiterung seines Asset Performance Management (APM) Portfolios veröffentlicht: das AVEVA APM-Assessment, die Asset Strategy Optimization sowie die Asset Strategy Library. Die Veröffentlichung vervollständigt die Integration der kürzlich erworbenen MaxGrip Soft-

Unified Engineering Platform © AVEVA Solutions Limited

ware-Lösungen in das APM-Portfolio von AVEVA. Dadurch können Unternehmen nun ein höheres Level der Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Sicherheit und Effizienz im Betrieb ihrer Anlage erreichen. Die integrierten SoftwareLösungen vergrößern die umfassenden und vorausschauenden SoftwareFunktionen von AVEVA und ermöglichen es der Belegschaft, Prescriptive

Ausführung von Prescriptive Guidance © AVEVA Solutions Limited

Guidance in Technik, Betrieb und Wartung auszuführen. Dies führt zu einer verbesserten Effizienz, Sicherheit und Zuverlässigkeit. Durch die Investitionen und die Integration von APM-Technologien erhielt AVEVA die Anerkennung als Marktführer im globalen Asset Performance Management. Die weltweiten Analysten von Frost & Sullivan zeichnen AVEVA im Bereich von 1,2 Mrd. $ aufgrund seines Beitrags zur vierten industriellen Revolution und den Digitalisierungstrends aus. Weitere Informationen

AVEVA Solutions Limited D-65843 Sulzbach Tel.: +49 (0)6196/505201 sales.de@aveva.com www.aveva.com


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IT und Software

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synavision

Effizientere Gebäude durch intelligente Datennutzung Auf der E-world in Essen vom 11. bis 13. Februar präsentiert die synavision GmbH neueste Lösungen, wie z. B. digitale Korrosionsüberwachung, um durch datenbasiertes Qualitätsmanagement die Bau- und Betriebskosten moderner Gebäude massiv zu senken. Eine intuitiv zu bedienende Softwareanwendung erfasst nicht nur sämtliche Betriebsdaten aller technischen Anlagen, sondern bewertet sie auch automatisiert nach Optimierungspotenzialen. Anhand eines Digitalen Zwillings der Automationsfunktionen des Gebäudes werden laufend die Messwerte der Sensoren und Aktoren ausgewertet, sodass Anwender stets

überprüfen können, ob ihre Gebäude optimal funktionieren. So können geringinvestive Maßnahmen abgeleitet werden, die die Energiekosten um bis zu 30 % senken. Idealerweise wird dies schon in der Planung eines Neubauprojekts eingesetzt, um eine erfolgreiche Inbetriebnahme der Gebäude zu sichern und die Einregulierungsphase zu verkürzen. In Deutschland lassen sich über Effizienzeinsparungen im Gebäudesektor bis zu 22 Mrd. e jährlich realisieren. »Leider werden viel zu wenig Gebäude im laufenden Betrieb optimiert. Mit unserer Software bieten wir Gebäudebetreibern ein Qualitätsmanagement,

das sich bereits nach wenigen Monaten amortisiert und Facility Manager befähigt, die Betriebseffizienz ihrer Gebäude erheblich zu steigern«, so Dr. Stefan Plesser, Geschäftsführer der synavision GmbH. synavision bietet als erstes Unternehmen weltweit Software an, mit der ein technisches Monitoring für die Gebäudetechnik von Planung bis Betrieb umgesetzt werden kann. Weitere Informationen

synavision GmbH D-33602 Bielefeld Tel.: +49 (0)521/96989320 info@synavision.de www.synavision.de

synavision

Niedriger Energieverbrauch dank neuer Software Die Stadt Aschaffenburg hat den Energieverbrauch ihrer Berufsschule II deutlich reduziert und die Steuerung der Heizungsanlage optimiert. Möglich wurde das mit einer GebäudeMonitoring-Software. Aufgrund der hohen Effizienzgewinne amortisierte sich die Investition innerhalb von nur fünf Monaten. Die einzelnen Komponenten moderner »Smart Buildings« müssen genau aufeinander abgestimmt sein, damit sie ihren technisch möglichen Wirkungsgrad in der Praxis erreichen. Die Software der Firma synavision überprüft den Wirkungsgrad und macht die tatsächliche Betriebseffizienz transparent.

Im Mittelpunkt der Analyse stand, das Regelungsverhalten der Heizkreise zu verbessern. Außerdem wurden die Betriebszeiten der Lüftungsanlagen angepasst. Die Stadt gewinnt heute dank eines Energiemanagement-Systems und der Gebäudeautomation bereits große Datenmengen über den Betrieb ihrer Liegenschaften. Mit der Software können konkrete Optimierungspotenziale und Handlungsmaßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz erkannt werden. Allein bei der Berufsschule II spart die Stadt damit pro Jahr rd. 10.000 e an Heizkosten.

Durch Nutzung der Potenziale von Künstlicher Intelligenz schafft die synavision-Software automatisiert einen kompletten Überblick über die Betriebseffizienz der gesamten technischen Anlagenfunktionen. synavision bietet als erstes Unternehmen weltweit Software an, mit der ein technisches Monitoring für die Gebäudetechnik umgesetzt werden kann. Weitere Informationen

synavision GmbH D-33602 Bielefeld Tel.: +49 (0)521/96989320 info@synavision.de www. synavision.de


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Stahlbauheute 4/2019

Feuerverzinken & Korrosionsschutz im Stahlbau

Deutschlands erstes Projekt mit R30Brandschutz durch Feuerverzinken © Institut Feuerverzinken GmbH

Institut Feuerverzinken

Cruise Center Baakenhöft: Brandschutz durch Feuerverzinken Ein 2019 abgeschlossenes Forschungsvorhaben der TU München hat belegt, dass durch Feuerverzinken die Feuerwiderstandsdauer von Stahl verbessert wird. Hierdurch ist eine Brandschutzdauer von 30 min vielfach mit ungeschützten, feuerverzinkten Stahlkonstruktionen möglich. Mit dem neuen Cruise Center Baakenhöft in der Hamburger HafenCity wird in Deutschland ein erstes Gebäude mit R30-Brandschutz durch Feuerverzinken realisiert und bis Mitte 2020 fertiggestellt.

Eingeschossige Halle in Stahlskelettbauweise © Schienbein Industrielle Dach- und Fassadentechnik GmbH

Das Cruise Center Baakenhöft wird bis zur Fertigstellung des Südlichen Überseequartiers bis 2023 als Ausweichterminal dienen und wird darüber hinaus als multifunktionale Veranstaltungsstätte genutzt. Der als eingeschossige Halle in feuerverzinkter Stahlskelettbauweise ausgeführte Bau verfügt über eine Grundfläche von rd. 1.050 m² mit einer Länge von 68,50 m und einer Breite von 15,50 m. Das Stahltragwerk besteht aus einer Reihung von 10 Rahmenelementen mit Stützen aus HEM 240- bzw. HEM 280-Profilen und HEM 280-Riegeln, die jeweils mittels 4 HEB 200-Profilen verbunden wurden. Alle Außenwände des Gebäudes werden mit Metallkassetten bekleidet. Die Innen- und Außenschalen bestehen aus Aluminium mit einer dazwischenliegenden nichtbrennbaren Dämmung. Seitens des Bauherrn, der HafenCity Hamburg GmbH, ist für das Gebäude während des Nutzungsbetriebs als Kreuzfahrtterminal eine maximale Personenzahl von 400 und bei der Nutzung als Versammlungsstätte bis zu 700 Personen festgelegt. »Für den Bauherrn des Cruise Centers Baakenhöft bietet die Feuerverzinkung einen maximalen Nutzen. Die Kombination aus Korrosionsschutz- und


Feuerverzinken & Korrosionsschutz im Stahlbau

Brandschutzeigenschaften, ergänzt durch die mechanische Widerstandsfähigkeit, schafft ein Gesamtpaket, das nur Feuerverzinken ermöglicht und das den Bauherrn überzeugt hat«, sagt Frank Schienbein, Geschäftsführer Schienbein Industrielle Dach- und Fassadentechnik GmbH, die als Generalunternehmer das Terminal geplant hat und baut. Das Cruise Center Baakenhöft befindet sich in der HafenCity Hamburg in unmittelbarer Wassernähe zur Elbe. Hochwasserereignisse treten hier regelmäßig auf, sodass hohe Anforderungen an den Korrosionsschutz gestellt werden. Darüber hinaus muss bei Überschwemmungen mit Treibgut von erheblicher Größe gerechnet werden, wodurch sich durch damit verbundene Anpralllasten erhöhte Anforderungen an die Dimensionierung der Gebäudestützen ergaben. Für die feuerverzinkte Stahlkonstruktion des Terminals sind aus Sicht des Brandschutzes die konstruktiven Anforderungen, die sich aus der Heißbemessung ergeben, identisch mit den Anforderungen aus der Kaltbemessung. Eine Überdimensionierung war deshalb nicht erforderlich. Der Korrosionsschutz durch Feuerverzinken deckt beim Cruise Center Baakenhöft die Brandschutzanforderungen mit ab, ohne hierfür zusätzliche Kosten zu verursachen. Auch bei der Nutzung als Versammlungsstätte bietet sie einen weiteren Vorteil. Bei Eventveranstaltungen ist es üblich, Installationen vorzunehmen und Lasten wie beispielsweise Lichtund Tonequipment von den Deckenträgern abzuhängen. Hierbei werden oftmals herkömmliche Brandschutzbeschichtungen (Dämmschichtbildner) durch mechanische Einwirkungen beschädigt. Die Folge sind hohe Erhaltungsaufwendungen. An den mechanisch hochbelastbaren feuerverzinkten Oberflächen können derartige mechanische Beschädigungen ausgeschlossen werden. Die verbesserte Feuerwiderstandsfähigkeit von feuerverzinktem Stahl basiert auf der Verringerung der Emissivität. Emissivität ist ein Maß dafür, wie stark ein Material Wärmestrahlung mit seiner Umgebung austauscht. Während die Emissivität von unbehandeltem (»schwarzem«) Stahl mit

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Montage der Stahlkonstruktion © Schienbein Industrielle Dach- und Fassadentechnik GmbH

Fertigstellung bis Mitte 2020 © Institut Feuerverzinken GmbH

einem konstanten Wert von 0,7 in den Regelwerken angegeben wird, haben stückverzinkte Stähle der Kategorien A und B nach DIN EN ISO 14713-2 bis zu einer Bauteiltemperatur von 500 °C nur eine Emissivität von 0,35 und erwärmen sich deshalb langsamer. Insbesondere bei kompakten oder nur dreiseitig beflammten feuerverzinkten Stahlquerschnitten ergibt sich im Vergleich zu nicht verzinkten eine verzögerte Erwärmung, die in Abhängigkeit von Ausnutzungsgrad, Stahlgüte und Am/V-Verhältnis einen Feuerwiderstand von R30 erreichbar machen kann. Neben dem Cruise Center Baakenhöft gibt es in Europa weitere Projekte mit Brandschutz durch Feuerverzinken. Diese reichen von der einfachen Brandwand über Parkhausbauten bis hin zu komplexen Bürokonstruktionen. Mehr Informationen und kostenlose Bemessungstools zum Brandschutz durch Feuerverzinken: www.feuerverzinken.com/brandschutz

Weitere Informationen

Institut Feuerverzinken GmbH D-40470 Düsseldorf Tel.: +49 (0)211/6907650 info@feuerverzinken.com www.feuerverzinken.com Bauherr

HafenCity Hamburg GmbH Entwurfsverfasser

Sellhorn Ingenieurgesellschaft mbH Ausführungsplanung

Andreas Wagner Architekten Generalunternehmen

Schienbein Industrielle Dach- und Fassadentechnik GmbH Kaltbemessung

Kossin + Vismann Bauingenieure HeiSSbemessung

hhpberlin – Ingenieure für Brandschutz GmbH


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Stahlbauheute 4/2019

Feuerverzinken & Korrosionsschutz im Stahlbau

Institut Feuerverzinken

R30-Brandschutz für Brandschutzwände Die Feuerverzinkung verlängert die Feuerwiderstandsfähigkeit von Stahl, weil feuerverzinkte Stähle sich durch eine verringerte Emissivität auszeichnen. Emissivität ist ein Maß dafür, wie stark ein Material Wärmestrahlung mit seiner Umgebung austauscht. Während die Emissivität von unbehandeltem (»schwarzem«) Stahl mit einem konstanten Wert von 0,7 in den Regelwerken angegeben wird, haben stückverzinkte Stähle der Kategorien A und B nach DIN EN ISO 14713-2 bis zu einer Bauteiltemperatur von 500 °C nur eine Emissivität von 0,35. Hierdurch ergeben sich brandschutztechnische Vorteile, die vielfach das Erreichen einer 30-minütigen Feuerwiderstandsdauer (R30) möglich machen. An einem ersten realisierten Projekt wurde eine geforderte Feuerwiderstandsdauer von R30 mit feuerverzinktem Stahl ohne kostspielige zusätzliche passive Brandschutzlösungen umgesetzt. Die Römer AG betreibt in Wohlen im Aargau ein Entsorgungszentrum für Metall- und Papierabfälle sowie Altholz und Kunststoffrecycling. In 2018 wurde mit der Planung einer neuen Sortieranlage sowie einer neuen Halle begonnen, die den Holzlagerplatz überdacht. Aus Brandschutzgründen mussten im Rahmen dieser Baumaßnahme zwei Brandschutzwände erstellt werden, für die eine Feuerwiderstandsdauer von 30 min (R30) gefordert war. Für die Stützen der rd. 13 bzw. 9 m hohen, in Stahlbauweise konstruierten Brandschutzwände kamen HEB340-Profile zum Einsatz, die feuerverzinkt wurden. Als Ausfachung wurden Brandschutzfassadenpaneele verwendet. Da an einer der beiden Brandschutzwände Brandschutzmaßnahmen erst ab einer Höhe von ca. 5 m erforderlich waren, wurden zum Auflegen der Brandschutzpaneele feuerverzinkte UPE240-Profile als Träger verwendet. Durch die Feuerverzin-

kung konnte nicht nur ein dauerhafter Korrosionsschutz geschaffen, sondern auch gewährleistet werden, dass die Stahlkonstruktion die geforderte Feuerwiderstandsdauer von 30 min erreicht. Der R30-Nachweis für das Projekt erfolgte mittels Heißbemessung durch Mensinger Stadler Ingenieure. Für die Stahlbau-Planung und -Ausführung war die H. Wetter AG verantwortlich.

Mehr Informationen zum Brandschutz durch Feuerverzinken sowie eine umfangreiche Toolbox mit Bemessungssoftware zum Download unter: www. feuerverzinken.com/brandschutz. Weitere Informationen

Institut Feuerverzinken GmbH D-40470 Düsseldorf Tel.: +49 (0)211/6907650 info@feuerverzinken.com www.feuerverzinken.com

Geforderte Feuerwiderstandsdauer durch Feuerverzinken © Institut Feuerverzinken GmbH

R30 ohne zusätzliche Maßnahmen © Institut Feuerverzinken GmbH


Feuerverzinken & Korrosionsschutz im Stahlbau

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Institut Feuerverzinken

Erweiterung des kostenlosen Webinar-Angebots Seit Langem unterstützt das Institut Feuerverzinken Architekten, Ingenieure sowie Stahl- und Metallbauer durch persönliche Beratung, Seminare und Vorträge zu korrosionsschutzrelevanten Themen. Ergänzend sind hierzu seit 2019 neue digitale Angebote in Form von Webinaren hinzugekommen. Webinare bieten die Möglichkeit ohne lange Reisezeiten an einem interaktiven Liveseminar teilzunehmen, das nicht nur kompaktes Praxiswissen vermittelt, sondern auch die Möglichkeit bietet, Fragen zu stellen. In 2020 sind insgesamt 19 Webinare zu den folgenden Themen geplant: – R30-Brandschutz durch Feuerverzinken leicht gemacht: Grundlagen für Planer und Architekten – Feuerverzinkte Fassaden: Planung, Ausschreibung und Ausführung

– Feuerverzinkter Betonstahl: Einsatzfelder, Planung, Ausschreibung, Ausführung – Feuerverzinkte Konstruktionen im Straßenbrückenbau planen, ausschreiben, ausführen: Neubau, Instandsetzung, Ertüchtigung – Dauerhafter und nachhaltiger Korrosionsschutz für Stahl: Eigenschaften und Leistungsparameter der Feuerverzinkung – Korrosionsschutz durch Feuerverzinken: Konstruktion, Fertigung, Werkstoffe – Duplex-Systeme – Feuerverzinken plus Beschichten: Planung, Ausschreibung, Ausführung – Korrosionsschutz im Stahl-, Metall- und Betonbau: Die wichtigsten Normen und Regelwerke zum Feuerverzinken

Details zu den Seminaren im Internet © Institut Feuerverzinken GmbH

Die Webinare beginnen jeweils um 10:30 Uhr und dauern 45 Minuten. Im Anschluss an die Webinare sind Fragen möglich. Die Webinare laufen auf allen Endgeräten (PC, Laptop, Tablet-PC, Smartphone). Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch eine Anmeldung erforderlich. Details zum Webinar-Angebot des Institutes Feuerverzinken sowie Anmeldungen unter www.feuerverzinken. com/webinare. Weitere Informationen

Institut Feuerverzinken GmbH D-40470 Düsseldorf Tel.: +49 (0)211/6907650 info@feuerverzinken.com www.feuerverzinken.com

ist R30

#PERFORMANCE ZINQ steht für Leidenschaft für Leistung und Innovation. Deswegen ist das erste R30 Stahlbau-Projekt in Deutschland mit ZINQ-Oberflächen ausgestattet worden. Im Hamburger Hafen wird derzeit ein Gebäude in Stahlbauweise fertiggestellt, das gemeinsam mit unserem Kunden Holtkamp aus Nottuln umgesetzt und erstmalig mit einem ZINQ R30 Brandschutz ausgestattet wurde. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie der ZINQ R30 Brandschutz für Stahlkonstruktionen funktioniert, was Holtkamp zu ZINQ R30 sagt und welche weiteren Brandschutzinnovationen auf den Markt kommen werden, kontaktieren Sie Herrn Bernd Jung (E-Mail: bernd.jung@zinq.com / Tel: +49 178 3876 023).

zinq.com


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Feuerverzinken & Korrosionsschutz im Stahlbau

Industrieverband Feuerverzinken

Innovationspreis Feuerverzinken 2020 Zum neunten Mal wird der Innovationspreis Feuerverzinken ausgelobt. Unternehmen, Entwickler, Forscher, Designer und Erfinder können sich bis zum 22. Mai 2020 um den Award des Industrieverbandes Feuerverzinken bewerben. Der Innovationspreis Feuerverzinken wurde erstmals im Jahr 2003 verliehen und bietet nach wie vor neuen Produktanwendungen und innovativen Forschungsleistungen mit Bezug zum Feuerverzinken eine Plattform. Er wird vergeben für Produkte, die ganz oder hinsichtlich wichtiger Details aus feuerverzinktem Stahl bestehen und

neue Anwendungen für das Feuerverzinken eröffnen. Alternativ können Forschungsleistungen für verbesserte oder neue feuerverzinkte Stahlanwendungen ausgezeichnet werden. Der Preis macht das Potenzial des Korrosionsschutzes durch Feuerverzinken deutlich und bringt seine Innovationskraft zum Ausdruck. Die Feuerverzinkungsindustrie ehrt mit dem Preis Innovatoren für ihre Leistungen und schafft gleichzeitig Impulse für Innovationen. Der Innovationspreis wird im Rahmen eines Festaktes anlässlich des Branchenevents »Feuerverzinken 2020« in Dresden verliehen.

Teilnahmeunterlagen sind beim Industrieverband Feuerverzinken e.V., Postfach 140451, 40074 Düsseldorf, info@ feuerverzinken.com erhältlich sowie als Download unter www.feuerverzinken.com/innovationspreis. Weitere Informationen

Institut Feuerverzinken GmbH D-40470 Düsseldorf Tel.: +49 (0)211/6907650 info@feuerverzinken.com www.feuerverzinken.com

www.feuerverzinken.com/brandschutz

Infohotline: 0211/6907650

INSTITUT FEUERVERZINKEN

Kostenlose Bemessungssoftware jetzt vorbestellen


Feuerverzinken & Korrosionsschutz im Stahlbau Advertorial

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The Coatinc Company

Einsparung von CO2 und Material

Westfalenhalle in Dortmund © Janosch Gruschczyk

Zugspitzbahn als Beispiel © Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG

Viele wissen: Die konventionelle Feuerverzinkung macht Stahl langlebiger. Weniger bekannt ist, dass das Verfahren aus vielen Gründen umweltschonend ist. Die wenigsten wissen, dass The Coatinc Company (TCC) seit vielen Jahren auf nachhaltige Prozesse und Produkte setzt.

Die Feuerverzinkung und Hochtemperaturverzinkung machen Stahl thermisch wie chemisch belastbar und schützen diesen für bis zu 50 Jahre vor Korrosion. Somit müssen Bauteile nicht mehr in kurzen Abständen gewartet und (schlimmstenfalls) kostenintensiv instand gesetzt werden. Die hohe Lebensdauer feuerverzinkter Produkte wirkt sich positiv auf die Ökobilanz aus.

Nachhaltig ist aber nicht nur das Produkt, sondern auch das Verfahren selbst: Bis zu 99 % des verwendeten Stahls wird recycelt und wiederverwendet. Und die Feuerverzinkung von The Coatinc Company spart pro Tonne Stahl 114 kg CO2 und ist darüber hinaus frei von Mikroplastik. Die Vorbehandlung angelieferter Objekte findet innerhalb geschlossener Kreisläufe statt. So wird ein abwasserfreier Prozess gewährleistet. Auch werden entstehende Dämpfe, die während des Verfahrens entstehen, frühzeitig durch Filteranlagen abgesaugt und gereinigt. »Umwelt- und Klimaschutz ist tief in der DNA unserer Unternehmensgruppe verankert. Bei der Etablierung neuer Prozesse schauen wir daher ganz genau, ob diese sich negativ auf die Umwelt auswirken oder nicht«, so Paul Niederstein, geschäftsführender Gesellschafter der TCC. Deswegen sticht auch die Coatinc PreGa in Kreuztal durch Nachhaltigkeit hervor. »Im Kernprozess werden keinerlei fossile Brennstoffe verwendet, da der HTV-Kessel mit Strom induktiv beheizt wird. Am Standort in Mook in den Niederlanden geht man noch einen Schritt weiter: Die Coatinc PreGa NL verwendet nur Strom, der ausschließlich aus regenerativen Quellen stammt und daher vollständig CO2-neutral ist«, so Niederstein weiter. Und weil das Verfahren individuell einstellbare Zinkschichtdicken ermöglicht, wird die Menge des Zinks auf ein Optimum reduziert. Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Oberflächenveredelung erreicht man am zentralen Standort in Kreuztal unter der Telefonnummer +49 2732 796-0. Mehr über The Coatinc Company unter www.coatinc.com oder per Mail an info-de@coatinc. com. Weitere Informationen

The Coatinc Company Holding GmbH D-57072 Siegen Tel.: +49 (0)271/43478 inof@coatinc.com www.coatinc.com


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Schweißtechnik

Castolin Eutetic

WIG-Schweißen mit Vorteilen

Neues Gerätemodell im Einsatz © Castolin Eutectic

Das neue Gerätemodell bietet die neuesten Entwicklungen und Technologien, und die Benutzung wird generell komfortabler. Auch die Schweißergebnisse. Zu den grundlegenden Funktionen und Eigenschaften der neuen Schweißgeräte gehören: – Anwenderfreundlicher Betrieb – Der Hilfsmodus bietet voreinstellbare Parameter – Die Geräte der tragbaren Baureihe gehören zu den leichtesten am Markt – Volle Leistung über die gesamte Betriebslebensdauer hinweg – Perfekte Lichtbodenzündung

Die Modelle im Stromstärkebereich 180–230A wiegen kaum mehr als 7 kg. Sie sind ausgelegt für WIG-Schweißen, WIG-Impulslichtbogenschweißen und Elektrodenschweißen. Die neuen Modelle werden in Deutschland hergestellt und sie sind kompatibel mit Stromgeneratoren. Das geringe Gewicht und das widerstandsfähige Gehäuse machen sie robust, einfach zu handhaben und einfach zu transportieren. CastoTIG 2301 DC und 2302 AC/DC werden optional mit einem Wasserkühlungssystem für die Schweißkontaktspitze geliefert. Die AC-Modelle sind für das Schweißen von Aluminium in perfekter Qualität ausgelegt. Die Modelle sind mit einer intelligenten Hochfrequenzsteuerung ausgestattet, welche den Geräuschpegel senkt und eine hochschnelle Lichtbogenzündung gewährleistet. Das große Farbdisplay zur Steuerung bietet vier digitale Schaltflächen, einen physischen Drehknopf und eine grafische Hilfsfunktion. Diese Faktoren machen das Modell benutzerfreundlicher, denn der Zugriff auf die verschiedenen Funktionen wird erleichtert. CastoTIG 2019 wurde von Grund auf für manuelle und automatische Anwendungen entwickelt. Die Stromstärke lässt sich anhand der grafischen Darstellung auf dem Farbdisplay präzise und stufenlos einstellen. Der Fusionszyklus wird von einem Mikroprozessor gesteuert, der es dem Benutzer ermöglicht, die einzelnen Teile mit unerreicht konstantem Lichtboden zu verschweißen. Die hochentwickelte

und detaillierte Energiesteuerung macht das Schweißen auch bei ausgesprochen dünnen Werkstücken möglich (1/10 mm). Der gebündelte und gleichmäßige Lichtbogen erhöht die Geschwindigkeit des Schweißvorgangs und verbessert die Qualität der Schweißnaht erheblich. Bei der Verwendung besonders hoher Frequenzen von über 17.000 Hz ist der Schweißvorgang absolut geräuschlos. Das bedeutet für den Benutzer erhebliche Verbesserungen hinsichtlich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Die tragbare Werkstattbaureihe CastoTIG 2019 haben das Schweißen grundlegend verändert. Die Punktschweißfunktion und die einwandfreie Lichtbogensteuerung gewährleisten auf dünnsten Werkstücken ein zuverlässiges Priming, das vollkommen unabhängig ist von Elektrode und Inertgas. Die Steuerung der Lichtbogenenergie hilft bei der Minimierung von Verformungen und daher wird die Qualität der geleisteten Arbeit generell erhöht. Weitere Informationen

Castolin Eutectic F-91140 Villebon-sur-Yvette Tel.: +33 (0)169826982 www.castolin.fr


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Logistik und Verkehr

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Elting Metalltechnik

Schonendes Verfahren zur Ladungssicherung für Voigt & Schweitzer

Einfaches Stecken dank im Boden eingelassenen Schienenraster © Elting Metalltechnik/Carsten Hinnah

Stattliche 8,50 m Breite auf 2,60 m Tiefe und 3,30 m Länge misst der Zinktauchkessel am Standort Maintal der Verzinkerei Voigt & Schweitzer. Und alles, was darin oberflächenveredelt wird, muss im Verteilverkehr vom Kunden abgeholt und wieder ausgeliefert werden. Wobei Rohware und Verzinktes oft als Mischladung in einer Tour transportiert werden müssen, sich aber auf keinen Fall berühren dürfen. Eine Herausforderung für Fahrer und Ladungssicherung. Hier setzen die Maintaler auf das formschlüssige Ladungssicherungssystem VarioSAVE von Elting Metalltechnik. »Unser Ladungsgut ist in Geometrie, Stückzahl, Gewicht und Materialstärke so vielfältig, dass es keine zwei identischen Touren gibt«, sagt Bernd Wörner (Disponent). Dazu gehören massive Teile für den Fahrzeug- und Behälterbau ebenso wie filigrane Gartentore oder handgeschmiedete Balkongeländer. »Und mit jeder Be- und Entladung verändert sich die Konstellation auf der Ladefläche«, ergänzt Wörner weiter. Erschwerend kommt hinzu, dass verzinkte Oberflächen nicht auf Rohware stoßen dürfen. Sonst leidet der Korrosionsschutz.

Steckrunge mit Halt und Abfangmöglichkeit © Elting Metalltechnik/Carsten Hinnah

Deshalb haben die Maintaler sich für das Ladungssicherungssystem VarioSAVE von Elting Metalltechnik entschieden. Statt mit Spanngurten arbeitet das System mit soliden Stahlrungen und einem in die Ladefläche integrierten Schienensystem. Jede Schiene besitzt mit den Rungentaschen vielfältige Steckmöglichkeiten für die Rungen. Die Ladung wird also nicht überspannt und festgezurrt, sondern abgesteckt. Das spart nicht nur Zeit, es ermöglicht auch eine saubere Abteilungsbildung. Denn mit dem über die ganze Ladefläche verteilten Schienenraster können Güter an nahezu jedem Punkt der Ladefläche gesichert werden. »Gesichert wird, wie es das Ladegut verlangt – nicht wie es die Anschlagplätze für Spanngurte erlauben.« Bei Teilbe- und -entladungen muss das verbliebene Ladegut damit nicht mehrmals täglich verschoben und neu gezurrt werden. »Jeder Gurt weniger bedeutet ca. 3 min Zeiteinsparung. Das Rungenstecken ist einfacher und effektiver gegenüber dem Gurteöffnen, Ladungverschieben und Niederzurren.« Im Schnitt sparen die Fahrer bei der Beladung fünf Gurte mit dem Steckrungensystem ein und damit eine Viertelstunde auf

dem Betriebshof der Verzinkerei. Bei Auslieferung und Rückladung im Verteilverkehr kommen noch mal ca. 5–8 min pro Entladestelle im Schnitt hinzu, wobei in Halbtagestouren jeweils vier bis fünf Kunden abgefahren werden. Im Tageseinsatz mit größerem Radius sind es sechs bis zehn Kunden. »Unterm Strich rechnen wir mit mindestens einer Stunden Zeiteinsparung pro Fahrzeug und Tag durch das System – und das ist eine konservative Schätzung«, erklärt Wörner. Ein weiterer positiver Effekt der formschlüssigen Ladungssicherung liegt in der Beschädigungsfreiheit. Verformungsanfällige Ladegüter wie dünne Bleche oder filigrane Balkongeländer leiden schnell unter den Zurrkräften der Spanngurte, sodass Transportschäden drohen. Weniger Zurren bedeutet auch, dass weniger Druck auf das Material einwirkt, was sich auch positiv in der jährlichen Reklamationsübersicht widerspiegelt. Weitere Informationen

Elting Geräte- und Apparatebau GmbH & Co. KG Tel.: +49 (0)2874/90079-0 welcome@variosolutions.de www.variosolutions.de


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PROJEKTE UND PRODUKTE

Maurer

Praterbrücke Wien: Dehnfugentausch ohne Vollsperrung

Einhub des zweiten Mittelträgerpaares © Maurer SE

Sechs liegende und ein aufgeklapptes Element im Test © Maurer SE

Prüfende Blicke beim Funktionstest © Maurer SE

Nur dreimal 15 min musste die Polizei den Verkehr anhalten, um auf der vierspurigen A23-Autobahnbrücke die neuen Dehnfugen-Mittelträger einzuheben. Der sportliche Zeitplan konnte nur unter Einsatz des MMBS (Maurer Modular Bridging System) eingehalten werden. Das Überbrückungssystem war vom Bauherrn, der ASFINAG (Autobahn- und Schnellstraßenfinanzierung AG), getestet worden, bevor es erstmals auf einer österreichischen Autobahn eingesetzt wurde.

Arbeitsposition und Klappvorgang © Maurer SE

Die Praterbrücke, Teilstück der Südosttangente Wien, ist mit durchschnittlich 220.000 Fahrzeugen pro Tag die meistbefahrene Autobahnbrücke Österreichs. Nun müssen auf der vierspurigen Brücke die Dehnfugen (Maurer DS420) teilerneuert werden. Die Herausforderung war, die Sanierung ohne nennenswerte Verkehrsbeeinträchtigungen zu ermöglichen. Tagsüber musste der Verkehr vierspurig rollen und selbst nachts war an eine Vollsperrung nicht zu denken: Maximal 15 min Anhaltung durch die Polizei lautete die behördliche Vorgabe. Um dies zu schaffen, wurde erstmalig auf einer österreichischen Autobahn das modulare Überbrückungssystem MMBS eingesetzt. Weil das Stahltragwerk der Brücke eine sehr geringe Belagsanschlusshöhe von ca. 60 mm hat, war keine große Fly-over-Lösung möglich: Die Elemente konnten im Bereich der Praterbrücke nicht verankert werden. Für die kraftschlüssige Verankerung der MMBS-Elemente auf der


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pROJEKTE UND pRODUKTE

Stahltragwerksseite der Brücke konnte eine Sonderlösung entwickelt werden. Da keine Vorerfahrungen vorlagen, testete die ASFINAG zusammen mit der örtlichen Bauaufsicht und der ausführenden Baufirma die schrittweise Montage und Demontage sowie das Auf- und Zuklappen der MMBSElemente auf einem Probefeld. Entscheidend waren einerseits die hierfür notwendigen Zeiten, andererseits die Verkehrstauglichkeit. Getestet wurden Überfahrungen mit bis zu 80 km/h sowie das Bremsen und Anfahren. Nach dem internen Test gab es einen Fernsehtermin zur Demonstration der Funktion der MMBS-Platten.

Die etwa 3 t schweren Elemente werden nebeneinander über das Arbeitsfeld gelegt und befestigt und sind dann auch von Schwerverkehr überfahrbar. Für die vier Spuren (14 m) auf der Praterbrücke waren 11 MMBS-Elemente im Einsatz. Sie wurden in nur einer Nacht verlegt und verankert. Die 6 neuen Mittelträger wurden dann in der Nacht vom 25. auf den 26. September eingehoben. Das erfolgte in Zweierpaketen, mehr war aus Lastgründen nicht möglich. Diese Nacht von 22–5 Uhr war eine technische und logistische Meisterleistung und war mit allen Beteiligten im Vorfeld detailliert geplant und abgestimmt worden. Tatsächlich wurde der Verkehr, wie vorgegeben, nur dreimal je 15 min angehalten.

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Die Teilerneuerung der Dehnfuge dauerte rd. 5 Wochen, die gesamte Baustelle zweieinhalb Monate. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für dieses anspruchsvolle Sanierungsvorhaben war die konstruktive Zusammenarbeit sowohl innerhalb der Maurer-Gruppe als auch mit dem Bauherrn (ASFINAG), der Bauaufsicht (Pöyry) und der Baufirma (SSB - Sanierung Straße Brücke Bau GmbH). Weitere Informationen

Maurer SE D-80807 München Tel.: +49 (0)89/32394-159 info@maurer.eu www.maurer.eu

Goldbeck Solar

Erfolgreicher Enni-Solarpark in Moers

Energiegewinnung inmitten der Stadt © Goldbeck Solar

Im vergangenen Oktober wurde der Enni-Solarpark in Moers-Vinn offiziell eingeweiht. Nun hat die EnergieAgentur.NRW den »Solarpark inmitten der Stadt« in die Referenzliste regenerativer Vorzeigeprojekte in Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Der von Goldbeck Solar errichtete Solarpark beweist eindrucksvoll, wie harmonisch Natur und Bürger nebeneinander existieren können. Schon seit längerer Zeit wird der Fokus in Deutschland auf erneuerbare und damit umweltfreundliche Energien

gelegt. Nordrhein-Westfalen ist dabei eines der Bundesländer, die den Übergang in das neue Energiezeitalter aktiv und konsequent verfolgen. So fiel letztlich auch die Entscheidung, einen Solarpark in Moers-Vinn zu errichten. Den Zuschlag für das Projekt erhielt das erfahrene EPC-Unternehmen Goldbeck Solar, welches sich direkt an die Planungen für den Solarpark machte. So konnte die Photovoltaikanlage im August 2019 in Betrieb genommen und im Oktober 2019 offiziell eingeweiht werden.

Die rd. 10.000 Astronergy-Module mit einer Gesamtleistung von 3,8 MWp können nun etwa 1.000 Einfamilienhäuser mit sauberem Strom versorgen und so den jährlichen CO2-Ausstoß um 1.798 t senken. Die große Besonderheit des EnniSolarparks in Moers-Vinn ist nicht nur seine positive Wirkung auf die Umwelt, sondern die Lage. Denn die Anlage liegt in direkter Nähe zum Stadtkern. Dadurch ist die Energiewende für zahlreiche Menschen täglich erlebbar. Gleichzeitig zeigt das Projekt , dass eine harmonische Koexistenz von Natur und Bürgern sehr gut möglich ist. Für den von Goldbeck Solar errichteten Photovoltaikpark war die Aufnahme in die Liste regenerativer Vorzeigeprojekte im Rahmen der KlimaExpo. NRW daher nur eine Frage der Zeit. Denn durch seine Nähe zur Innenstadt unterscheidet sich das Projekt deutlich von anderen Solarparks. Weitere Informationen

Goldbeck Solar GmbH D-69493 Hirschberg Tel.: +49 (0)6201/7103300 info@goldbecksolar.com www.goldbecksolar.com


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PROJEKTE UND PRODUKTE

Kyocera

Neue Fräser für verschiedene Anwendungen Kyocera hat sein breites Portfolio erweitert und liefert mit dem neuen MFLN zudem hocheffizientes Werkzeug für die Schwerzerspanung. Damit bedient das japanische Unternehmen den hohen Bedarf an langlebigen Zerspanungswerkzeugen, die eine extreme Widerstandsfähigkeit und stabile Leistung unter vielfältigen Schnittbedingungen aufweisen. Der 90°-Fräser bietet durch die höhere Stegdicke eine besonders hohe Steifigkeit. Ein weiterer Vorteil sind die geringen Schnittkräfte aufgrund des axialen Spanwinkels von max. 17°. Die fortschrittliche Fräsleistung lässt sich an der hervorragenden Oberflächengüte und der Rechtwinkligkeit des bearbeiteten Werkstücks erkennen. Auch die neu entwickelten tangentialen Dreieckswendeschneidplatten mit drei Schneidkanten tragen zur geringen Schnittkraft und erhöhten Werkzeughaltersteifigkeit bei. Die PR15-Serie nutzt die MEGACOATNANO-Beschichtungstechnologie mit ausgezeichneter Verschleiß- und Haftfestigkeit. Die hohe Leistung gestaltet die Bearbeitung stabiler und mit weniger Neigung zum Rattern. Somit stellen sie leistungsstarke, wirtschaftliche und multifunktionale Lösungen für die Fräsbearbeitung dar.

Drei Versionen mit Schneidenwinkel © KYOCERA Fineceramics GmbH

Kyoceras neuer Planfräser MFLN mit einer breiten Anlagefläche für die Wendeschneidplatte ist für große Schnitttiefen und hohe Vorschubgeschwindigkeiten geeignet. Die tangential montierten Wendeschneidplatten mit 22 mm Länge und beidseitig zwei Schneidkanten bieten eine erhöhte Steifigkeit und Stabilität, geringe Schnittkräfte und eine hohe Zuverlässigkeit beim Schwerzerspanen. In Verbindung mit Kyoceras originaler PVD-Beschichtungstechnologie MEGACOAT NANO mit hoher Härte (35 Gpa) und ausgezeichneter Oxidationsbeständigkeit verspricht er eine lange Werkzeugstandzeit. Der Tangential-Planfräser wird in drei Ausführungen mit unterschiedlichen

Schneidkantenwinkeln angeboten, um eine Vielzahl von Bearbeitungsanwendungen abzudecken. Weitere Informationen

Kyocera Fineceramics GmbH D-41460 Neuss Tel.: +49 (0)2131/16 37-188 info@kyocera.de www.kyocera.de

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pROJEKTE UND pRODUKTE

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Schwarze-Robitec

Reduzierte Taktzeiten durch effiziente Rohrbiegmaschine

Deutliche Zeitersparnis im Rohrbiegeprozess © ELB-Form GmbH

Mit dem Auftrag für eine neue Maschine hat ELB-Form einen Volltreffer gelandet: Denn die neue vollelektrische Multiradius-Rohrbiegemaschine CNC 80 E TB MR verschafft dem Experten für Kalt- und Warmformgebung extrem kurze Taktzeiten. Ausschlaggebend ist die intelligente NxG-Steuerung der Maschine. Sie senkt die Produktionszeit je nach Bauteil und gewünschter Rohrgeometrie um 20–40 %. Bei der Produktion abgasführender Rohre und Systeme erfüllt ELB-Form mit Sitz im österreichischen Vandans (Vorarlberg) die hohen Ansprüche seiner Kunden, aus der Automobil- und Luftfahrtbranche. Dafür konzipierte der Rohrbiegeexperte Schwarze-Robitec eine CNC 80 E TB MR – allerdings mit einem entscheidenden Unterschied zu den Maschinen, die dieser bislang kannte. Erstmals setzt ELB-

Form jetzt eine Rohrbiegemaschine mit intelligenter NxG-Steuerung ein. Sie prüft bei jeder Biegesequenz vollautomatisch das Zusammenspiel aller Achsen und stimmt die Bewegungsabläufe optimal aufeinander ab. Während also ein Biegevorgang noch im Gange ist, werden die Achsen für die nachfolgenden Arbeitsschritte schon vorbereitet. Die Produktionszeit sinkt so je nach Bauteil und gewünschter Rohrgeometrie um 20–40 %. Wie dieser Vorteil vereinzelt tatsächlich ausfällt, zeigte sich bei der Vorabnahme der Maschine: Für eine spezielle Anwendung sank die Zeit für einen Biegeprozess von 35 auf 16 s. Gerade in der sehr auf Taktzeiten bedachten Automotive-Branche stellt das einen relevanten Vorteil für Zulieferer dar.

Außerdem wird Zeit eingespart dank kürzerer Rüstzeiten mit dem Schnellwechselsystem Quick-Tool-Unlock zur schnellen und einfachen Montage und Demontage ohne weitere Hilfsmittel. Seit mehr als 20 Jahren vertrauen die Vorarlberger auf Schwarze-Robitec und haben mehrere CNC-Maschinen im Einsatz. Angesichts des enormen Produktivitätssprungs soll nun eine weitere Bestandsmaschine mit der NxG-Steuerung nachgerüstet werden. Weitere Informationen

Schwarze-Robitec GmbH D-51109 Köln Tel.: +49 (0)221/89008-0 sales@schwarze-robitec.com www.schwarze-robitec.com

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PROJEKTE UND PRODUKTE

Mosotherm

Druckübertragendes Dämmsystem mit Zulassung

Profilierung für kraftschlüssige Stapelung © Wilhelm Modersohn GmbH & Co. KG

Reduzierung von Wärmebrücken © Wilhelm Modersohn GmbH & Co. KG

Verwendung aller Schraubentypen © Wilhelm Modersohn GmbH & Co. KG

Energieeffizientes Bauen steht mehr denn je im Fokus der nachhaltigen und ressourcensparenden Planung. Mit dem druckübertragenden Dämmsystem »Mosotherm« präsentiert Modersohn® Stainless Steel erstmalig einen vom DIBt bauaufsichtlich zugelassenen Dämmstoff (Z-21.8.2100), der durch hohe Druckbeständigkeit auch tonnenschwere Gewichte dauerhaft abfängt und nachweislich Wärmebrücken im Bereich der metallischen Befestigungen im Beton und im zweischaligen Wandaufbau reduziert. Das Dämmelement mit Trapezrillenprofil ist als Gesamtsystem »Mosotherm« in Verbindung mit den MOSO® Konsolankern aus Lean Duplexstahl eine durchdachte Lösung zur thermisch getrennten Mauerwerksabfangung. Als Anbieter und Verarbeiter lagert die Wilhelm Modersohn GmbH & Co. KG die Dämmplatten im Format von 4.000 mm × 520 mm auf Vorrat. Die Platten stehen in 5 mm und 10 mm Dicke zur Verfügung und können nach Kundenwunsch zugeschnitten und bearbeitet werden. Im Systemsegment des Unternehmens findet besonders die Keilscheibe aus Mosotherm großes Interesse bei Baukunden. Durch die hohe Festigkeit und Temperaturbeständigkeit ergeben sich auch weitere Einsatzmöglichkeiten, wie z. B. die Ausführung druckfester Dämmebenen in Hochlastbereichen als Boden- oder Deckenelemente. Das Mosotherm Dämmelement ist ein spezielles GFK Material, welches bei höheren Temperaturen gehärtet wird. Es ist in einem Temperaturbereich von +80° C bis -40° C kriech- und bruchbeständig. Die ermittelte Materialdichte beträgt im Schnitt 1.250 kg/m³. Untersuchungen ergaben eine Wasseraufnahmefähigkeit von unter 5,0 %. Für den Bereich der Fassadenbefesti-

gungen zählt insbesondere der Wärmeleitwert, der je nach Plattendicke von ca. 0,14–0,16 W/mK, durch einen mit Leichthochlochziegeln vergleichbaren Wert überzeugt. Zusätzlich ermöglicht die sehr schlanke Konstruktionsart der Konsolen, gerade bei höheren Traglasten, den χ-Wert (punktbezogenen Wärmedurchgangskoeffizient) deutlich durch den Einsatz von Lean Duplex Stahl zu reduzieren. Durch die ineinandergreifende Profilierung auf der Ober- und Unterseite der 5 mm und 10 mm dicken Platten kann eine größere Dämmstoffdicke kraftschlüssig realisiert werden. Dazu können bis zu 3 Platten gestapelt werden. Bei einer Materialstärke von 10 mm kann so eine Dicke von maximal 30 mm erreicht werden. Zulassungstechnisch sind bei den MOSO® Tragankerköpfen demnächst 2 Platten (entspricht 20 mm) einsetzbar. Die Querkräfte werden durch die ineinandergreifenden Rillen übertragen. Weitere Informationen

Wilhelm Modersohn GmbH & Co. KG D-32139 Spenge Tel.: +49 (0)5225/8799-472 info@modersohn.de www.modersohn.eu


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pROJEKTE UND pRODUKTE

Terex

Rough-Terrain-Kran für Galvaswiss »Mit dem Terex® RT 45 haben wir uns ganz bewusst für ein robustes und bewährtes Arbeitsgerät entschieden, das sich durch ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine sehr einfache Bedienung auszeichnet«, erklärt Ernst Müller, Leiter Unterhalt bei Galvaswiss, dessen Unternehmen den Neuerwerb zum Be- und Entladen von Lkws einsetzen wird. Neben der hohen Zuverlässigkeit des Terex RT 45 Rough-Terrain-Krans waren für das Schweizer Unternehmen

auch die organisatorischen Rahmenbedingungen mit ausschlaggebend für die Kaufentscheidung: »Die gesamte Abwicklung verlief völlig reibungslos – von der Besichtigung des Herstellungswerks im italienischen Crespellano über die Vertragsgestaltung bis hin zur termingerechten Übergabe an uns«, resümiert Ernst Müller zufrieden. Der bei Bedarf schnell verfügbare After Sales Support aus dem nahen Winterthur sichert den Einsatz des RT 45 zusätzlich.

Terex Cranes Germany GmbH D-66482 Zweibrücken Tel: +49 (0)6332/83-0 info@terex.com www.terex.com/cranes/de

WEITERE INFORMATIONEN

Terex RT 45 Rough-Terrain-Kran © Terex Cranes Germany GmbH

Galvaswiss GmbH Werk Oberndorf D–78727 Oberndorf a.N. Tel.: +49 (0)7423/8670-0 oberndorf@galvaswiss.ch www.galvaswiss.ch und

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PROJEKTE UND PRODUKTE

Schwank

Gaswärmepumpe mit Systemvorteilen

Neubau mit effizienter Gebäudetechnik © Schwank GmbH

Der Spezialist für Maschinen und Anlagen zur Steinbearbeitung, BurkhardtLöffler in Bayreuth, hat 2017 eine rd. 4.000 m² große Halle und ein großes Verwaltungsgebäude gebaut. Während man sich bei Burkhardt-Löffler für die Produktionshalle ein flexibles und energiesparendes Heizsystem wünschte, sollte für das Verwaltungsgebäude mit seinen großen Glasflächen eine kombinierte Kühl- und Heizlösung zum Einsatz kommen. Das Projekt wurde mit dem Hersteller Schwank realisiert, der als Klimaexperte für Gewerbe und Industrie beide Gewerke abdecken konnte. Er plante in der Fertigung acht vollisolierte und modulierende Dunkelstrahler mit je 29 kW, die zeit- und temperaturabhängig verschiedene Heizzonen regeln, für den Bürotrakt eine Gaswärmepumpe mit 85 kW Leistung, die kühlen und heizen kann, beides auch gleichzeitig. Die hier erzeugte Kälte oder Wärme wird über Kältemittelleitungen an einen Plattenwärmetauscher geleitet, der die Energie an das Medium Wasser übergibt und in einem Pufferspeicher bereitstellt. Über individuell regelbare Innenkassetten werden die jeweiligen Büro- und Besprechungsräume auf die gewünschten Temperaturen gebracht.

Installation hinter dem Gebäude © Schwank GmbH

Die Vorteile der motorisch betriebenen Gaswärmepumpe sind dabei vielschichtig und spiegeln sich in ökologischen wie ökonomischen Faktoren wider. So nutzt die Gasmotorwärmepumpe z.B. die Primärenergie Gas, was per se schon einen wirtschaftlichen Betrieb ermöglicht, da die Kilowattstunde Gas nur ein Drittel so viel kostet wie Strom. Darüber hinaus kann die Gaswärmepumpe ihre eigene Motorabwärme für den Heiz- und Kühlprozess nutzen. Folgerichtig muss sie ihren Heizbetrieb bei den Registerabtauphasen nicht unterbrechen, sondern kann die Motorabwärme für diesen Prozess nutzen. Umgekehrt steht im Kühlbetrieb die Motorabwärme zur Warmwasserbereitung zur Verfügung. Zu den technischen Vorteilen überzeugt die Gaswärmepumpe beim Bauvorhaben Burkhardt-Löffler v. a. mit unkomplizierter Planung, Installation und Betriebsweise. Einkaufsleiter Dipl.-Ing. Michael Hannweber: »Schwank hat rundum sorglos geliefert und uns damit gleich zwei Probleme auf einmal gelöst: Wärme für die Halle und Klima für den Verwaltungsbereich. Die Kälteleistung ist trotz unserer großen Fensterflächen vollkommen ausreichend und der Betrieb über Gas ist deutlich preiswerter und effizienter als stromgeführte Systeme.«

Dipl. Ing. Michael Hannweber ist zufrieden. Schwank Dunkelstrahler sorgen in der Halle für gutes Klima. © Schwank GmbH

Dunkelstrahlern als Vorzugslösung © Schwank GmbH

Weitere Informationen

Schwank GmbH D-50735 Köln Tel.: +49 (0)221/71760 info@schwank.de www.schwank.de


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Aus Wirtschaft und Verbänden

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LandesEnergieAgentur Hessen GmbH i. G. (LEA)

Bestandener Praxistest eines Brennstoffzellen-Blockheizkraftwerks

Seit über sechs Monaten versorgt ein Brennstoffzellen-Mikroblockheizkraftwerk (BZ-Mikro-BHKW) eine hessische Grundschule in Trebur-Astheim (Kreis Groß-Gerau) mit Strom und Wärme. Damit hat das System den Praxistest bestanden. Seit der Inbetriebnahme wurden über 6.000 kWh Strom und rd. 2.500 kWh Wärme erzeugt. In der Grundschule wird der erzeugte Strom überwiegend für den Eigenbedarf eingesetzt und die anfallende Wärme für die Gebäudeheizung genutzt. Überschüssiger Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Das eingesetzte Modell BlueGen von SOLIDpower hat eine Leistung von 0,6 kW thermisch und 1,5 kW elektrisch. Brennstoffzellen-BHKWs sind KraftWärme-Kopplungsanlagen (KWKAnlagen) und wandeln Erdgas mithilfe der Brennstoffzelle in Strom und Wärme um. Durch Brennstoffzellen-Mikro-KWKAnlagen lässt sich der CO2-Fußabdruck von Gebäuden im Schnitt um mehr als eine Tonne senken. Jürgen Schmidt, Geschäftsführer der ETech zeigt sich erfreut über die positiven Ergebnisse des Praxistests: »Die ersten sechs Monate haben gezeigt, dass die Technologie zuverlässig und störungsfrei funktioniert. Da Brennstoffzellen-BHKWs Strom und Wärme umweltfreundlicher produzieren als herkömmliche BHKWs und dabei absolut leise und vibrationsfrei arbeiten, sind diese Geräte äußerst attraktiv für

unsere Kunden. Wir planen daher, in Zukunft weitere Projekte mit Brennstoffzellen-BHKWs zu starten.« Sowohl private als auch gewerbliche Anwender und Kommunen können Investitionszuschüsse für den Einbau innovativer Brennstoffzellensysteme in Wohn- und Nichtwohngebäude beantragen. Dafür hat die KfW im Auftrag des Bundes das Programm 433 »Energieeffizientes Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle« aufgelegt. Die Höhe des Zuschusses beträgt, abhängig von der elektrischen Leistung, zwischen 7.050 e und 28.200 e. Installiert wurde das Modell »BlueGen« des Herstellers SOLIDpower GmbH im Juli 2019 von der EnergieTechnik Rhein-Main GmbH (ETech).

Die ETech ist ein gemeinsames Unternehmen der Überlandwerk GroßGerau GmbH (ÜWG), die für die Projektentwicklung verantwortlich war, sowie des Zweckverbands Riedwerke und des Kreises Groß-Gerau. Die KfW-Bank und die Mainzer Stiftung für Klimaschutz und Energieeffizienz haben den Einbau des energieeffizienten Brennstoffzellen-BHKWs mit insgesamt rd. 12.000 e gefördert. Weitere Informationen

LandesEnergieAgentur Hessen GmbH i. G. (LEA) D-65189 Wiesbaden Tel.: +49 (0)611/95017-8639 info@lea-hessen.de www.lea-hessen.de

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PROJEKTE UND PRODUKTE

DINO Containerdienst

Service via Internetplattform Abfallcontainer schnell und bequem per Internet bestellen? Das geht ab sofort über die neue Internet-Plattform, die in ganz Deutschland diesen Service anbietet. Schon mit wenigen Mausklicks können private und gewerbliche Kunden ihren Wunschcontainer zu einem Festpreis buchen. Der Anbieter DINO Containerdienst arbeitet hierfür mit zahlreichen zuverlässigen Partnern im gesamten Bundesgebiet zusammen. Wie kommen Kundinnen und Kunden zum richtigen Abfallcontainer? Auf der Webseite den Standort (Lieferadresse) und die PLZ eingeben, die Abfallart auswählen und schon liefert das System die Preise für verschiedene Containergrößen. Nun folgt der zweite Schritt: Wunschcontainer auswählen, Anliefertermin festlegen, Kundendaten und Zahlungsart eingeben – und ab geht die Bestellung. Ein großer Vorteil des neuen Containerportals ist, dass sich Kundinnen und Kunden die Recherche vor Ort ersparen können. Bei Containerdienst.cc genügen eine Anfrage und die Auswahl der Abfallart. So stehen Container für Bauschutt, Baumischabfall, Beton, Erdaushub/Boden, und Haushaltsauflösung, Gartenabfall sowie unbehandeltes Holz zur Verfügung.

Auftragsdurchführung direkt im Anschluss © DINO Containerdienst GmbH

Hinter dem neuen Container-Bestellportal steht ein traditionsreiches Entsorgungsunternehmen, der DINO Containerdienst mit Hauptsitz in Berlin. 1994 gegründet, verfügen die Macher über große Erfahrung mit Containerservice, Entsorgung, Recycling und allen privaten und gewerblichen Abfallarten. In Berlin/ Brandenburg sowie im Ruhrgebiet und der Region Rhein-Main ist DINO mit eigenen Fahrzeugen und Containern aktiv. An anderen Orten arbeiten die Entsorgungsprofis mit einem Netzwerk kleiner und mittelständischer Partnerbetriebe zusammen. Für jede Art und jede Menge an Abfall können Container bestellt werden. Auf dem Internetportal können Benutzer Kleincontainer bis hin zu großen Varianten mit einem Fassungsvermögen von 40 m³ auswählen. Wenn es mal ganz schnell gehen muss, ist in vielen Regionen und je nach Verfügbarkeit sogar ein 24-h-Bestellservice möglich – also heute bestellen und morgen den Container in Empfang nehmen. Was ankommt, ist die Festpreisgarantie. Alle Kosten inklusive Anfahrt und Entsorgung werden in einer Pauschale zusammengefasst und von Anfang an kommuniziert. Mehr Informationen und das Buchungstool des innovativen Containerservice finden Interessierte unter www. containerdienst.cc. Werktags ist der Anbieter auch telefonisch zu erreichen: Berlin 030/430 94 03, von 7–17 Uhr. Weitere Informationen

DINO Containerdienst GmbH D-13509 Berlin Tel.: +49 (0)30/4309403 info@containerdienst.cc www.containerdienst.cc


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pROJEKTE UND pRODUKTE

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Aerocompact

Flexible Schienensysteme dank vormontierbarer Montagesysteme Der PV-Montagesystemhersteller Aerocompact GmbH mit Hauptsitz in Österreich hat im Januar seine CompactFlat-Produktfamilie um zwei Modelle erweitert. Die aerodynamischen Aluminium-Baukastensysteme CompactFLAT SN10 und SN10+ eignen sich für die Aufständerung gerahmter Solarmodule auf Folien-, Bitumen- und Betonflachdächern. Auf Wunsch passt der Hersteller, der seine Produkte weltweit vertreibt, die 10° geneigten Systeme auch für Kies- und Gründächer an. Aerocompact hat das neue Schienen-

system CompactFlat SN10 für nach Süden ausgerichtete Solaranlagen konzipiert. Das Ost/West-System CompactFlat SN10+ verwendet dagegen zwei gespiegelte Standardbrackets des SN10-Systembaukastens als Mittelstütze. Dadurch lassen sich beide Varianten mit denselben Bauteilen realisieren, was die benötigte Lagerkapazität reduziert. Weil sich die Systeme ohne Solarmodule vormontieren lassen, kann man Stillstandszeiten vermeiden, wenn die PV-Module noch nicht vor Ort verfügbar sind.

Flexible Klemmung: Die Solarmodule lassen sich sowohl an der Längsseite (Bild 1) als auch an der kurzen Seite (Bild 2) befestigen. © Aerocompact GmbH

Auch bei den Klemmungen gibt es Neuentwicklungen, denn die Universalklemmen CLM10 und CLE10 funktionieren mit allen Metalldach- und Flachdachsystemen. Sie sind stufenlos höhenverstellbar und lassen sich sowohl an der Längs- als auch an der Kurzseite der Module befestigen. Dank der längsseitigen Klemmung können die Systeme auch Module mit 72 Zellen aufnehmen. Wie alle Unterkonstruktionen der CompactFlat-Produktfamilie wurden die neuen Systeme in der 3-D-Auslegungssoftware AEROTool hinterlegt, die den Kunden gratis zur Verfügung steht. Die integrierten Bautenschutzmatten (»Pads«) hat Aerocompact insbesondere für Foliendächer entwickelt. Sie heben das System in eine höhere Position, wodurch horizontale Bewegungen, die durch thermische Ausdehnung entstehen, ausgeglichen werden. Außerdem kann Wasser so abfließen. Weil man die Pads mit Clips an dem Schienensystem befestigen kann, ist eine Verklebung nicht erforderlich. Weitere Informationen

Aerocompact GmbH A-6822 Satteins Tel. +43 (0)5524/225 66 marco.rusch@aerocompact.com www.aerocompact.com


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Aus Wirtschaft und Verbänden

Bundesverband Bausysteme

Klare Richtung: Zukunft

Am 20. September 2019 beging der Bundesverband Bausysteme e. V. sein 60-jähriges Bestehen. Zur Jubiläumsveranstaltung trafen sich seine Mitglieder und Gäste in Koblenz zu einem ganz speziellen Event: eine Schifffahrt durch das Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal. Ein Jubiläum ist sowohl Anlass zum Feiern als auch für Rückschauen und Ausblicke. Diese fielen in Summe sehr positiv aus, denn einige der Fachverbände, die im Bundesverband zusammengeschlossen sind, waren in den vergangenen Jahren sehr aktiv und haben einiges erreicht. Insbesondere die Fachverbände »Vorgefertigte Raumsysteme« und »Bauprodukte Digital« haben entscheidende Schritte in die Zukunft getan. Der Fachverband »Lagertechnik im Hochbau« hat Bemessungsgrundlagen von Elastomerlagern den aktuellen Anforderungen angepasst. Dazu hat er u. a. seine Technische Merkblattserie zu Lagern und Lagerungen im Hochbau um die Blätter 2 (Gleitlager) und 3 (Schwingungslager) ergänzt. Auf Veranlassung durch den Fachverband und in Zusammenarbeit mit dem VDI

wurde außerdem das Blatt 1 (Lagerungen im Hochbau) zur VDI/BVBSRichtlinie 6207 final bearbeitet. Der erst vor eineinhalb Jahren gegründete Fachverband »Bauprodukte Digital« hat mittlerweile 21 Mitglieder und als oberste Ziele die Gestaltung praxiskonformer digitaler Produktdaten und Services, den Austausch von Informationen und Erfahrungen, die Vernetzung zwischen Herstellern und Kunden sowie die Erweiterung digitaler Wertschöpfungsketten. Auf ganz unterschiedliche Aktivitäten kann der Fachverband Vorgefertigte Raumsysteme zurückblicken. Als wichtigster politischer Erfolg kann die neu aufgenommene Zusammenarbeit mit dem Bundesbauministerium und der Bauministerkonferenz gewertet werden. Der Fachverband hat ergänzend ein Positionspapier formuliert, in dem ausführlich – von wirtschaftlichen bis zu ökologischen Aspekten – dargelegt wird, warum für Modulgebäude eine nur zehnjährige AfA gelten sollte. Der Entwurf einer Sonderbauverordnung für Containergebäude mit einer begrenzten Nutzungsdauer wurde

mittlerweile auf Veranlassung der Bauministerkonferenz erstellt und beschreibt die Besonderheiten dieser Gebäude im Hinblick auf die Regelungen der MBO. Ziel des Bundesverbands Bausysteme ist: erster Ansprechpartner für modulares und digitales Bauen zu werden. Mit seiner Expertise insbesondere aus den Fachverbänden für BIM und vorgefertigte Raumsysteme ist er dafür gut aufgestellt. In Zukunft sollen verstärkt Fachverbände und Fachgruppen, die gegenwärtig ruhen, wieder aktiviert werden. Insbesondere ist geplant, die Fachverbände und den Bundesverband enger untereinander zu vernetzen, sodass relevante Informationen gemeinsam genutzt werden können und auch das Marketing gemeinschaftlich abgewickelt werden kann. Weitere Informationen

Bundesverband Bausysteme e.V. D-56075 Koblenz Tel.: +49 (0)261/9145350 info@bv-bausysteme.de www.bv-bausysteme.de

Windpark Tengen

Neubeginn beim Windenergieausbau in Baden-Württemberg mit Bürgerentscheid Mit einer Mehrheit von knapp zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen haben sich die Bürgerinnen und Bürger in Tengen, Landkreis Konstanz, am 8. März 2020 für den Bau eines Windparks ausgesprochen. »Es ist ermutigend, dass sich trotz Kontroversen und vieler Diskussionen im Vorfeld eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung für den Windpark ausgesprochen hat. Dem Beispiel sollten andere Kommunen im Südwesten folgen«, sagt Franz Pöter, Geschäftsführer

der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg. Der Verein fordert einen Neubeginn beim Ausbau der Windenergie im Land, bei dem die Kommunalparlamente und Bürgermeisterinnen und Bürgermeister eine entscheidende Rolle spielen müssen. »Nur wenn es gelingt, Standorte für Wind und Solarparks auszuwählen, die Akzeptanz bei der Mehrheit der Bürger finden, sind Windparks in Baden-Württemberg umsetzbar. Die erfolgreichen Bürgerentscheide in Ten-

gen und zuvor in Bräunlingen zeigen, dass es gelingen kann, Naturschutzverbände, andere Anspruchsgruppen und die breite Bürgerschaft für Projekte der erneuerbaren Energien zu gewinnen«, so Pöter. Weitere Informationen

Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e.V. D-70563 Stuttgart Tel.: +49 (0)711/7870-309 info@erneuerbare-bw.de www.erneuerbare-bw.de


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Aus Wirtschaft und Verbänden

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Fintech leaseback

Liquidität auch für Gebrauchtmaschinen

Vorzug der schnellen Abwicklung © NetBid Finance GmbH

Wenn es darum geht, schnell und unkompliziert Kapital zu organisieren, gibt es für Unternehmer nicht viele Optionen. Vor allem im produzierenden Gewerbe, in dem oft spezielle und dadurch kostspielige Maschinen im Mittelpunkt des unternehmerischen Geschehens stehen, haben Verantwortliche oft wenig Gestaltungsspielraum. Banken akzeptieren gebrauchte Produktionsmaschinen i. d. R. nicht als Sicherheit für eine Finanzierung und fordern u. U. teilweise die Bereitstellung hoher Sicherheiten für im Gegenzug relativ geringes Risiko. Die BaFin-akkreditierte Fintech aus Hamburg bietet Unternehmen eine Lösung. Auf www.leaseback.de können Unternehmen innerhalb weniger Minuten den Zeitwert ihrer Produktionsmaschinen schätzen lassen, um durch ein Sale & Leaseback neue Liquidität für das Unternehmen zu schaffen. Mithilfe eines transparenten, schlanken und

nachvollziehbaren Prozessablaufs sowie schneller Entscheidungen stellt die NetBid Finance GmbH einen zügigen Liquiditätszufluss sicher. Die Lösung der NetBid Finance GmbH hat folgende Vorteile: – Unternehmer generieren Liquidität als Innenfinanzierung aus eigener Kraft – Uneingeschränkte Weiternutzung der Maschinen nach dem Verkauf ohne Unterbrechung der Produktion – Transparenter, schlanker und nachvollziehbarer Prozessablauf – Schnelle Entscheidungen seitens der NetBid Finance GmbH und damit zügiger Liquiditätszufluss – Bei der Sale & Leaseback-Lösung der NetBid Finance GmbH handelt es sich um eine bankenunabhängige Finanzierung

Das Angebot der NetBid Finance GmbH stößt im deutschen Mittelstand auf große Nachfrage. Täglich erreichen die Hamburger Fintech Anfragen von Unternehmern aus dem ganzen Bundesgebiet, die an einer Sale & Leaseback-Transaktion interessiert sind, um Liquidität zu generieren. Aktuell ist NetBid Finance auf Sale & Leaseback-Lösungen für den metallverarbeitenden Bereich fokussiert. Die Expansion in angrenzende und weitere Branchen schließt das Unternehmen jedoch nicht aus. Weitere Informationen

NetBid Finance GmbH D-20354 Hamburg Tel.: +49 (0)40/355059-0 service@netbid.com www.netbid.com

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Aus Wirtschaft und Verbänden

Max Bögl

Kombination aus modularem Wohnungsbau und Gewerbefläche

Visualisierung der Lidl-Projektentwicklung © Firmengruppe Max Bögl/Lidl Deutschland

Das erste Projekt für eine Lidl-Filiale mit Wohnbebauung in serieller Modulbauweise mit maxmodul steht kurz vor Baubeginn: Gemeinsam mit Lidl finalisiert maxmodul derzeit die Planungen für ein Mixed-Use-Immobilienprojekt mit insgesamt 26 Wohnungen und Lebensmitteleinzelhandel. Das moderne und nachhaltige Modulgebäude soll in der Hönower Straße 97–99 in Berlin-Mahlsdorf entstehen. Die über der Lidl-Filiale liegenden Wohnungen bestehen aus insgesamt 114 Raummodulen, die in der maxmodul-Baufabrik mit einem sehr hohen Vorfertigungsgrad und höchster Präzision produziert und im Anschluss auf der Baustelle montiert werden. Der Baubeginn ist für Frühsommer 2020 geplant, die Bauzeit soll weniger als ein Jahr betragen.

Serielle Modulbauweise mit maxmodul © Firmengruppe Max Bögl/Lidl Deutschland

Serielles, modulares Bauen ist ein Teil der Lösung für Wohnraummangel in Metropolen. Bauen mit maxmodul ist kostensicher, schnell und von gleichbleibend hoher Qualität. Für die Anwohner, die Städte und Lidl ergibt sich daraus eine Win-win-Situation. »Beim modularen Bauen verringert sich die Bauzeit deutlich. Dadurch können wir schneller wieder für unsere Kunden öffnen, wenn wir z. B. Filialen abreißen und mit Wohnungen neu bauen. Darüber hinaus bedeutet die kürzere Bauzeit, dass Anwohner weniger durch die Baustelle beeinträchtigt werden. Für die Städte bringen wir die Quartiersentwicklung voran, indem wir die Versorgung sichern und z. B. neuen, attraktiven Wohnraum schaffen«, erläutert Alexander Thurn, Geschäftsleiter Immobilien Projektentwicklung und Lagerexpansion bei Lidl Deutschland. Wie bei klassisch gebauten Immobilien wird auch bei maxmodul größter Wert auf Individualität sowie architektonische und städtebauliche Qualität gelegt. »Unsere seriell errichteten

Immobilien lassen sich vielfältig gestalten und werden auf die jeweiligen Standortbedingungen angepasst«, sagt Markus Richthammer, Vorstand Industrie bei Max Bögl. »Wir freuen uns, dass wir mit Lidl einen Partner haben, der gemeinsam mit uns diese innovative Bauform vorantreibt, und sind sehr gespannt, unsere maxmodule erstmals in Kombination mit der Filiale eines Lebensmitteleinzelhändlers einsetzen zu können. Das Projekt hat zukunftsweisenden Charakter – davon sind wir überzeugt.« Weitere Informationen

Firmengruppe Max Bögl D-92301 Neumarkt Tel.: +49 (0)9181/909-0 www.max-boegl.de www.maxmodul.de


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Aus Wirtschaft und Verbänden

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Pro Mobilität

Finanzkreislauf Straße beibehalten, Verkehrsträger nicht gegeneinander ausspielen »Pro Mobilität spricht sich klar für die Beibehaltung des Finanzkreislaufs Straße aus. Die Verwendung der Einnahmen aus der Lkw-Maut zur Finanzierung anderer Zwecke wäre aufgrund des enormen Erhaltungsstaus bei der Straßeninfrastruktur und dem großen volkswirtschaftlichen Nutzen der Straße ein falsches Signal«, erklärte Christian Funke, Geschäftsführer von Pro Mobilität. Um die anspruchsvollen Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen, stehen Straße, Schiene und Wasserwege vor großen Herausforderungen. Ein Gegeneinander der Verkehrsträger ist aus Sicht von Pro Mobilität daher nicht zielführend. Nur durch gemeinsame Anstrengungen kann eine effiziente, zukunftsfähige und klimafreundliche

Mobilität geschaffen werden. Jahrzehntelang wurde zu wenig in den Erhalt der Straßeninfrastruktur investiert. Der Erhaltungsstau wird noch über Jahrzehnte nicht aufgelöst sein. Darüber hinaus bedarf es großer finanzieller Aufwendungen zur Schaffung von Infrastrukturen für emissionsarme und emissionsfreie Antriebe und Kraftstoffe: Dazu gehören Ladesäulen, Infrastrukturen für Wasserstoff, LPG und LNG. Und die Straße wird gebraucht, um diese Ziele zu erreichen. Zum einen, aber millionenfach auf der letzten Meile, die durch die Schiene nicht erreichbar ist, zum anderen auf der Mittel- und Langstrecke, weil die Schiene die benötigten Kapazitäten, Flexibilitäten und Dienstleistungen hierfür auch

langfristig nicht bereitstellen kann. 2018 wurden über den Verkehrsträger Straße mehr als 70 % der gesamten Güterverkehrsleistung abgewickelt, während die Schiene etwa 17 % beförderte. Trotzdem wurden der Schiene etwa 38 % des Gesamtinvestitionsvolumen des Bundes für die Verkehrswege zugeteilt. Eine Umverteilung der LkwMaut würde die Versorgungssicherheit von Bürgern und Wirtschaft eklatant gefährden. Weitere Informationen

Pro Mobilität Initiative für Verkehrsinfrastruktur e.V. D-10117 Berlin Tel.: +49 (0)30/22488412 info@promobilitaet.de www.promobilitaet.de

BMWi und WV Stahl

Zukunft der Stahlindustrie gemeinsam gestalten Der Stahlindustrie kommt als Grundstoffindustrie in der Wertschöpfungskette eine erhebliche Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft zu. Sie hat mit weltweiten Überkapazitäten, wettbewerbswidrigen Subventionen und Abschottungstendenzen im internationalen Handel zu kämpfen. Zudem besteht weiterhin die Gefahr einer Abwanderung der Branche in Länder mit weniger strengen Klimavorgaben. Deshalb sollen im heutigen Gespräch konkrete Handlungsoptionen und -instrumente sowohl national als auch auf europäischer Ebene diskutiert werden. Ziel ist die Entwicklung eines gemeinsamen Konzeptpapiers Stahl, um auch in Zukunft eine wettbewerbsfähige Stahlindustrie in Deutschland und Europa zu sichern.

Beteiligt waren Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und die Spitzenvertreter der großen Stahlproduzenten in Deutschland, der IG Metall und der Wirtschaftsvereinigung Stahl, wobei Altmaier betonte: »Eine wettbewerbsfähige Stahlindustrie am Standort Deutschland ist für die Zukunft unseres Landes von herausragender Bedeutung. Wir brauchen hierzu einen Instrumentenmix, um die Stahlindustrie wettbewerbsfähig zu halten, CO2ärmer zu machen und Produktionskapazitäten und damit Arbeitsplätze in Deutschland zu halten.« Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl betonte: »Die Stahlindustrie in Deutschland steht vor der Mammutaufgabe, ihre Produktion CO2-arm aufzustellen. Das ist notwendig, da sich die Klimaziele ohne CO2-arm produzierten Stahl und

seine Innovationen nicht erreichen lassen. Die Branche kann entscheidende Beiträge zu einer klimaneutralen Wirtschaft in Deutschland und Europa leisten.« Die Teilnehmer an dem Spitzentreffen stimmen darin überein, dass es darum geht: Chancengleichheit auf dem globalen Stahlmarkt zu schaffen und ein Abwandern industrieller Wertschöpfung aus Europa zu verhindern und die notwendige Umstellung der Stahlproduktion hin zu einem CO2-armen Herstellungsverfahren gemeinsam voranzubringen. Weitere Informationen

Wirtschaftsvereinigung Stahl D-40321 Düsseldorf Tel.: +49 (0)30/23 25 546-50 info@wvstahl.de www.wvstahl.de


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Aus Wirtschaft und Verbänden

ATP

Duales Führungsteam in Frankfurt

Solveig Hillebrecht und Harald Stieber © ATP architekten ingenieure

Der Wiener Bauingenieur und BIMExperte Harald Stieber, MSc., trat mit September 2019 in das duale Führungsteam von ATP Frankfurt ein. Gemeinsam mit Solveig Hillebrecht leitet der erfahrene Manager zukünftig die Geschicke des Architektur- und Ingenieurbüros mit Sitz in Offenbach. In der Geschäftsführung/Architektur folgt Harald Stieber dem Offenbacher Architekten Ulf Bambach nach. Jener wechselte nach zehnjähriger Tätigkeit

als ATP-Partner in Frankfurt in die Selbstständigkeit. Die kooperative Kultur der Integralen Planung, welche ATP an allen zehn europäischen Gesamtplanungsstandorten lebt, wurde von Bambach am Frankfurter Standort maßgeblich mitgeprägt. »Mir gefällt, dass bei ATP wirklich alle Disziplinen gemeinsam, in einem professionellen Miteinander, Gebäude planen – von der ersten Idee bis zur Realisierung und sogar darüber hinaus«, begründet Harald Stieber seine Entscheidung für eine Karriere bei ATP. »Mich beeindruckt der stringente und strukturierte Planungsprozess, der klare Ziele ganz zu Beginn einfordert und diese dann höchst effizient verfolgt.« Harald Stieber studierte an der University of Applied Sciences in Wien »Bauingenieurwesen und -management« (2002). 13 Jahre war er für die VAMED, Wien, in leitender Funktion für die Generalplanung und bauliche Umsetzung zahlreicher internationaler Kliniken verantwortlich. 2011 ergänzte er sein akademisches Profil mit dem Masterstudium »Management

im Gesundheitswesen«. Für PORR, Wien, verantwortete er zwischen 2015 und 2017 im Bereich Business Development den Aufbau des Unternehmensbereiches Healthcare. Vor seinem Eintritt in die Geschäftsführung von ATP Frankfurt war Stieber als Vorstand im Münchener Büro Nickl & Partner Architekten tätig. Stieber bringt mit seinen Erfahrungen im Bauwesen ausgezeichnete Voraussetzungen mit, um den Wachstumsprozess entscheidend mitzugestalten. »Mein Ziel ist es, den Standort Frankfurt gemeinsam mit meiner Kollegin Solveig Hillebrecht so zu führen, dass das Team auch in Zukunft mit Begeisterung für ebenso begeisterte Kunden plant«, so der neue Geschäftsführer. Weitere Informationen

ATP architekten ingenieure D-63065 Offenbach Tel.: +49 (0)69/82030 presse@atp.ag www.atp.ag

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Neue Fachmesse nach Premiere

Enormer Zuspruch für und bei digitalBAU Mit ihrer erfolgreichen Premiere hat die digitalBAU der Baubranche einen kräftigen Schub verliehen, denn vom 11. bis 13. Februar erzeugten mehr als 270 Aussteller und ca. 10.000 Besucher auf dem Kölner Messegelände eine regelrechte Aufbruchstimmung, wobei sich alle Beteiligten einig waren: Die Digitalisierung eröffnet Chancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Bauwesens, sie erhöht Produktivität und Effizienz im Bauprozess und sichert so langfristig den Erfolg. Trotz widriger Wetterbedingungen im Vorfeld hat die digitalBAU alle Erwartungen übertroffen. Schon kurz nach Öffnung der Veranstaltung war die 17.000 m² große Halle 7 der Koelnmesse sehr gut gefüllt. Die Entscheidung der Veranstalter, der Messe München und des Bundesverband Bausoftware (BVBS), mit der digitalBAU in die Domstadt zu gehen und damit einen zweiten zentralen Standort neben der BAU in München zu etablieren, erwies sich als richtiger Schritt, wie Dr. Reinhard Pfeiffer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München, hervorhob: »Der enorme Zuspruch aus der Branche unterstreicht den Erfolg unseres neuen Konzepts. Gemeinsam mit der Industrie haben wir ein neues Kapitel aufgeschlagen: die digitalBAU fördert den Dialog der Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette und begleitet so digitale Entwicklungen, Trends und Dienstleistungen für die Bauindustrie.«

Auch Prof. Joaquín Díaz, BVBS-Vorstandsvorsitzender, ist überzeugt: »Die Digitalisierung erfordert ganz neue Antworten auf die aktuellen Fragen der Baubranche, die von traditionellen Messen bisher nicht adressiert werden. Die ehemals getrennten Bereiche der Planung, Ausführung, dem Betrieb sowie Bauprodukte selbst, rücken immer mehr zusammen und müssen durch die fortschreitende Digitalisierung integral betrachtet werden. Die Branche sucht nach Lösungen, die in der Zusammenführung von Software, Produkten und Prozessen liegen.« Die überraschend große Resonanz sorgte bei den Ausstellern rundum für Begeisterung. Die Nemetschek-Group war hier mit 10 ihrer 16 Tochtermarken vertreten und stellte ihre digitalen Produkte und Lösungen vor. Marcel

Mit PERI in der Planung und auf der Baustelle unterwegs © Peri

Flir von Liebherr freut sich ebenfalls über den großen Zulauf: »Wir haben neue Kontakte knüpfen können und das auf sehr hohem Niveau.« Und Xella, zugleich Aussteller auf der BAU in München, ist laut Dr. Jochen Fabritius »äußerst zufrieden mit dem Resultat.« Die nächste digitalBAU findet vom 15. bis 17. Februar 2022 wieder in Köln statt. Weitere Informationen

digitalBAU Messe München GmbH D-81823 München www.digital-bau.com


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Technische Hochschule Wildau

Kooperation mit Softwarehaus Die Technische Hochschule Wildau und die HSi GmbH aus Erfurt kooperieren zukünftig im Bereich Technologietransfer. Die Lernfabrik der TH Wildau – Wildauer Maschinen Werke – setzt im Rahmen der Studienarbeiten die aktuelle HSi-Software zur Planzeitund Kostenermittlung von Einzelteilen und Baugruppen ein. Im Gegenzug stellt die TH Wildau der HSi Konstruktionsdaten zur Verfügung, die in die Weiterentwicklung und Verbesserung der HSi-Lösungen einfließen. Am 19.02.2020 beschlossen in Wildau Prof. Dr.-Ing. Stefan Kubica, Prof. Dr.-Ing. Eckart Wolf und Dipl.-Ing. (FH) Detlef Nemak vonseiten der TH Wildau sowie die HSi-Vertreter Christian Müller und Jens Veith ihr Kooperationsabkommen. Bereits seit 2005 kommt die HSi-Software an der TH Wildau zum Einsatz. Im Zuge der Kooperation werden zukünftig die Studenten des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen die HSi-Lösungen noch intensiver nutzen, um u. a. Arbeitspläne und Kalkulationen zu erstellen. Zudem sind Präsentationen gemeinsamer Entwicklungen von HSi und TH Wildau auf Messen geplant. Die Dauer der Kooperation ist zunächst für zweieinhalb Jahre vorgesehen und wird je nach Bedarf jährlich inhaltlich angepasst. Die TH Wildau und die HSi streben generell eine langfristige Zusammenarbeit an.

Kooperationstreffen: Christian Müller, Dipl.-Ing (FH) Detlef Nemak, Prof. Dr.-Ing. Eckhart Wolf, Prof. Dr.-Ing. Stefan Kubica, Jens Veith © Mike Lange

Die Technische Hochschule Wildau ist die größte Hochschule des Landes Brandenburg. Ihr attraktives Studienangebot umfasst 15 Studienrichtungen mit Bachelorabschluss sowie 15 Studienrichtungen mit Masterabschluss. Ein besonderes Kennzeichen ist ihre Internationalität. Knapp 20 % der Studierenden kommen aus mehr als 60 Ländern. Kooperationsverträge, der Austausch von Studierenden und Lehrenden verbinden die TH Wildau weltweit mit über 100 akademischen Bildungseinrichtungen. Als eine der forschungsstärksten Fachhochschulen Deutschlands befördert die TH Wildau Innovationen sowie den Wissens- und Technologietransfer. Wichtige Kompetenzfelder sind Angewandte Biowissenschaften, Informatik/Telematik, Optische Technologien/ Photonik, Produktion und Material, Verkehr und Logistik sowie Management und Recht.

Die Wildauer Maschinen Werke bilden die Lern-, Forschungs- und Transferplattform für digitale Kompetenzen der TH Wildau. Damit verbunden ist ein Netzwerk verschiedener Studiengänge und Forschungsgruppen der Hochschule, die sich im Kontext einer Fahrzeugbaufirma zu einer virtuellen Fallstudie zusammenfassen. Weitere Informationen

TH Wildau D-15745 Wildau Tel.: +49 (0)3375/508211 info@th-wildau.de www.th-wildau.de HSi GmbH D-99092 Erfurt Tel.: +49 (0)361/43029750 info@hsi4m.com www.hsi4m.com


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Termine

buildingSMART

Anwendertag in Dresden Das Programm für den 18. buildingSMART-Anwendertag am 22. April 2020 in Dresden steht und es wird ein Rekordprogramm werden: 45 Einzelvorträge werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern geboten. Für den Keynote-Vortrag haben wir Prof. Shervin Haghsheno vom KIT Karlsruhe Institut für Technologie gewonnen, sein Thema wird Lean Management/ Lean Construction sein.

Eröffnet wird der Anwendertag vom sächsischen Minister für Regionalentwicklung und Bauen, Thomas Schmidt. Bereits am Vortag treffen sich unsere buildingSMART-Mitglieder zu den Arbeitstreffen und natürlich zum traditionellen Abendempfang. Dieser wird in diesem Jahr ganz besonders werden: Wir feiern an Bord der Sächsischen Dampfschifffahrt »25 Jahre buildingSMART Deutschland«.

Weitere Informationen

buildingSMART Deutschland e.V. D-01069 Dresden Tel.: +49 (0)30/55571996-0 geschaeftsstelle@buildingsmart.de www.buildingsmart.de

VBI

Übergabe und Nachfolge in Planungsbüros Mit sechs neuen Terminen an Standorten quer durch die Republik setzt der VBI seine bewährte Seminarreihe im Jahr 2020 fort. Ab sofort sind die Seminare in Frankfurt/M. (11. März), Hamburg (15. Mai), Düsseldorf (4. Juni), Mannheim (25. Juni), Leipzig (8. September) und München (25. November) über die VBI-Website buchbar. Erfahrene Berater, die den Prozess aus der praktischen Begleitung von Planungsbüros kennen, erläutern, wie Übergabe und Übernahme zum Erfolg geführt werden. Die begrenzte Teilnehmerzahl sorgt für ausreichenden Raum, um auf individuelle Fragestellungen einzugehen.

Zu den Inhalten zählen: – Systematische Planung der Unternehmensnachfolge – Steuerrechtliche und rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten – Kaufpreisfinanzierung/ Fördermittel – Haftungsfragen und Versicherung Die Teilnahmegebühr für die Halbtagsseminare mit Seminarunterlagen und Verpflegung beträgt 240 e. VBIMitglieder zahlen 195 e (Preise inkl. USt.).

Weitere Informationen

Verband Beratender Ingenieure VBI D-10787 Berlin info@vbi.de www.vbi.de

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Veröffentlichungen

RAL

Gütezeichen erleichtern Bietern Ausschreibungen

Cover der Broschüre © RAL Deutsches Institut für Kennzeichnung und Gütesicherung e.V.

Öffentliche Ausschreibungen bedeuten für Unternehmen in der Regel hohen Arbeits- und Zeitaufwand. Zahlreiche Kommunen sind inzwischen dazu übergegangen, diesen Aufwand zu verringern, indem sie in Ausschreibungen RAL Gütezeichen als Nachweis für die Bietereignung und für die Erfüllung der Leistungsanforderungen anerkennen. Welches die rechtlichen und inhaltlichen Grundlagen dafür sind, beschreibt die in überarbeiteter Neuauflage erschienene Broschüre »Öffentliche Auftragsvergabe und RAL Gütesicherung – Ausschreibungen rationalisieren und sicher gestalten«. Wie Unternehmen in Ausschreibungen von RAL Gütezeichen profitieren können, fasst Thomas Roßbach, Geschäftsführer von RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung, das seit 1925 für die Anerkennung von RAL Gütezeichen zuständig ist, zusammen: »Verlangt eine Vergabestelle RAL Gütezeichen als Kriterium für die Ausschreibung, genügt die Vorlage der Kennzeichnung, um daran teilzunehmen. Unternehmen, die nicht über das RAL Gütezeichen verfügen, können sich ebenfalls an der Ausschreibung beteiligten.

Sie müssen allerdings den Nachweis erbringen, dass sie dieselben Anforderungen erfüllen, die mit der Verleihung des jeweiligen RAL Gütezeichens verbunden sind.« Dieser Nachweis ist bei jeder Ausschreibung aufs Neue erforderlich. Gütezeichenbenutzer brauchen dagegen den Nachweis, dass sie die Kriterien erfüllen, nur einmal zu erbringen – bei der Prüfung für die Verleihung des RAL Gütezeichens. Alle in- und ausländischen Unternehmen haben die Möglichkeit, ein RAL Gütezeichen zu erwerben. Das Leistungs- und Wirtschaftlichkeitsgebot wiederum wird u. a. erfüllt, weil RAL Gütezeichen Eigenschaften wie Langlebigkeit, Nachhaltigkeit, fachkundiges Personal oder zuverlässigen Kundendienst verlangen. Weitere Informationen

RAL Deutsches Institut für Kennzeichnung und Gütesicherung e.V. D-53229 Bonn Tel.: +49 (0)228/68895-0 info@ral.de www.ral.de www.ral-guetezeichen.de

VBI

BIM-Anwendung in der Wasserwirtschaft Mit der Broschüre »BIM-Anwendung in der Wasserwirtschaft – Empfehlungen für die Planerpraxis« legt der VBI für Praktiker und Auftraggeber einen weiteren Leitfaden vor, mit dem die Rolle der planenden Ingenieure im digitalisierten Planungs- und Bauprozess gestärkt wird. Der Leitfaden zeigt, wie die Anwendung der BIM-Methode auf wasserwirtschaftliche Projekte mit ihren oft großen Flächenausdehnungen und komplexen Einzelobjekten gelingen kann und liefert darüber hinaus Hin-

weise zur Honorierung der BIM-Leistungen. Die Autoren richten den Blick auch auf das hohe Potenzial, das BIM für den späteren Betrieb der Anlagen bietet. Die Einführung und Umsetzung der Planungsmethode BIM stellt Ingenieurunternehmen vor erhebliche Herausforderungen – eröffnet aber gleichzeitig vielfältige Chancen. Projekte in der Wasserwirtschaft, bei denen unterschiedliche Fachdisziplinen und Objekttypen zusammentreffen, stellen dabei besondere Anforderungen.

Der VBI-Leitfaden »BIM-Anwendungen in der Wasserwirtschaft – Empfehlungen für die Planerpraxis« (DIN A 5 Broschur) umfasst 32 Seiten und ist zum Preis von 10 e einschließlich MwSt. zzgl. Versandkosten über den Onlineshop des VBI zu beziehen: http://www.vbi.de/shop/. Der Preis für VBI-Mitglieder beträgt 7 e. Weitere Informationen

Verband Beratender Ingenieure VBI D-10787 Berlin Tel.: +49 (0)30/26062-0 vbi@vbi.de www.vbi.de


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wer macht was Autoparksysteme

Wöhr Autoparksysteme GmbH Ölgrabenstraße 14 71292 Friolzheim/Germany Tel +49 (0) 7044-46 Fax +49 (0) 7044-46-149 info@woehr.de www.woehr.de

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STAHLbaumontagen

DEN STAHLBAU Stahlbau Klapfenberger GmbH & Co. KG Johann Namberger Str. 1+3 Gutsch & Exner Software D-83308 Trostberg Am Weißen Steine 22 Tel.: 08621/9869-0 D-37085 Göttingen www.klapfenberger.de Schriftart für den FirmenLogo: Tel.: 05 51/770 62 79 Swis721 Blk BT und Swis721 Blk Oul BT Fax: 05 51/770 33 29 steeloffice@gutsch.de VOS Kaiser GmbH www.gutsch.de east - west connections

RSB Rudolstädter Systembau GmbH Oststraße 40 D-07407 Rudolstadt Tel.: 0 36 72/454-0 Fax: 0 36 72/454-212 www.rsb-rudolstadt.de SCHRAUBEN/ verbindungselemente

SCIA Software GmbH Emil-Figge-Str. 76–80 D-44227 Dortmund Tel.: 02 31/97 42-586 Fax: 02 31/97 42-587 info@scia.de www.scia-software.de Statik für den Bauingenieur

F. Reyher Nchfg. GmbH & Co. KG Haferweg 1 22769 Hamburg Tel.: 040/85363-0 Fax: 040/85363-290 mail@reyher.de www.reyher.de

STAHLBAU

Haslinger Stahlbau GmbH Rüdesheimer Str. 7 80686 München Tel.: 089/547269790 office@haslinger-stahlbau.de www.haslinger-stahlbau.de

TOBSTEEL GmbH Rudolf-Diesel-Str. 8 D-74613 Öhringen Tel.: 07941/6073-0 Fax: 07941/6073-500 info@tobsteel.com www.tobsteel.com SCHWEISSTECHNIK

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EWM Hightec Welding GmbH Dr.Günter-Henle-Str. 8 56271 Mündersbach info@ewm-group.com www.ewm-group.com

Langwiesenäcker 10 69151 Neckargemünd Deutschland Tel: +49 (0) 62 23 86 16 26 Fax: +49 (0) 62 23 86 16 53 Mobil: +49 (0) 170 35 73 92 2 tiberius.kaiser@bingvoskaiser.de www.bingvoskaiser.de

Wolf System GmbH Am Stadtwald 20 D-94486 Osterhofen Tel.: +49 9932 37-0 Tel.: +49 9932 2893 mail@wolfsystem.de www.wolfsystem.de

Lochner Stahlbaumontagen GmbH Im Gewerbepark 1 D-92681 Erbendorf Tel.: 0 96 82/18 29 0-0 Fax: 0 96 82/18 29 0-50 www.lochner-stahlbaumontagen.de

STAHL-Glaskonstruktionen

Hausmann GmbH & Co. Stahlbau KG Augsburger Str. 50 86551 Aichach Tel.: 08251/87580 info@stahlbau-hausmann.de www.stahlbau-hausmann.de STAHLHANDEL

Der Spezialist für Stahl-Spezialitäten

WURST STAHLBAU GmbH Sandstr. 41 D-49593 Bersenbrück Tel.: 0 54 39/94 94-0 Fax: 0 54 39/94 94-90 info@wurst-stahlbau.de www.wurst-stahlbau.de STAHLBEARBEITUNG

F. Hackländer GmbH Holländische Straße 120 D-34127 Kassel Tel.: 05 61/98 34-212 Fax: 05 61/98 34-105 gf@hacklaenderkassel.de www.hacklaenderkassel.de

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SILOBAU

BEPRO Blech u. Profilstahl GmbH & Co. KG Consolstraße 11 D-45889 Gelsenkirchen Tel.: 00 49/209/982 51-10 Fax: 00 49/209/982 51-31 info@bepro.de www.bepro.de

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Martin GmbH Poststraße 33 D-07356 Lobenstein Tel.: 03 66 51/64 00 Fax: 03 66 51/64 029 Martin-GmbH.Lobenstein @t-online.de www.silobau.net www.martingmbh.net

RSB Rudolstädter Systembau GmbH Oststraße 40 D-07407 Rudolstadt Tel.: 0 36 72/454-0 Fax: 0 36 72/454-212 www.rsb-rudolstadt.de

Ha-Beck, Inh. M. Hasecke e.K. Burlaer Str. / Sättelstädt 99820 Hörselberg-Hainich Laser-/Plasmaschneiden www.plasmaschneiden24.de info@ha-beck.de Tel.: 03622/65316 Fax: 03622/65317

Salzgitter Mannesman Stahlhandel GmbH Schwannstraße 12 D-40476 Düsseldorf Tel.: 02 11/43 00-1 Fax: 02 11/43 00-90 info@szmh-group.com www.salzgitter-mannesmannstahlhandel.de


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Stahlbauheute 1/2020

Stahlhochbau

wer macht was

VEREIDIGTER

R

SACHVERSTÄNDIGER

Metall-Stahlbau Welschar GmbH Trippeldamm 14 D-32429 Minden Tel.: 0571/5086-0 Fax: 0571/5086-290 info@welschar.de www.welschar.de Stahlleichtbau

Dr.-Ing. Wilfried Bärsch Schiedsverfahren und Gutachten im Stahlbau Weinsheimer Str. 12 D-67547 Worms Tel.: 0 62 41/20 96 47 Fax: 0 62 41/20 96 48 Mobil 01 60/844 69 95 info@sb-b.de www.sb-b.de

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Georg Diezinger GmbH Metallbau Färbereistraße 2 D-91578 Leutershausen Tel.: 0 98 23/92 93-0 Fax: 0 98 23/92 93-20 georg.diezinger@t-online.de www.diezinger.de

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Stahlbauheute 1/2020

Impressum

Herausgeber Verlagsgruppe Wiederspahn mit MixedMedia Konzepts Biebricher Allee 11 b, 65187 Wiesbaden Tel.: 0611/84 65 15 Fax: 0611/80 12 52 www.verlagsgruppewiederspahn.de REDAKTION Elisabeth Wiederspahn kontakt@verlagsgruppewiederspahn.de VERLAG Verlagsgruppe Wiederspahn mit MixedMedia Konzepts Chefredakteur Dipl.-Ing. M. Wiederspahn Biebricher Allee 11 b, 65187 Wiesbaden Tel.: 0611/84 65 15 Fax: 0611/80 12 52 aNZEIGEN Ulla Leitner Verlagsgruppe Wiederspahn mit MixedMedia Konzepts leitner@stahlbau-heute.de

GRAFIK

Birgit Siegel

DRUCK Schmidt printmedien GmbH Ginsheim-Gustavsburg Einzelheft: 10,– e copyright

Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen einzelnen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form, reproduziert oder in eine von Maschinen verwendbare Sprache, übertragen werden. Mit Ausnahme der gesetzlich zugelassenen Fälle ist eine Verwertung ohne Einwilligung des Verlages strafbar.

ISSN 2568-3322 März 2020

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MAURER Schwenktraversen-Dehnfugen IZMIT BAY BRIDGE, IZMIT, TÜRKEI | 4. LÄNGSTE HÄNGEBRÜCKE DER WELT MIT HOHEN ERDBEBEN ANFORDERUNGEN

Anwendung: Der Einbau von MAURER Schwenktraversen soll die Hängebrücke befahrbar machen und im Falle eines Erdbebens vor horizontaler Überlast schützen. Vorteile: • Uneingeschränkte Aufnahme der spezifizierten Bewegungen und gleichzeitige Übertragung von Verkehrslasten • Überfahrbarkeit der Dehnfuge für Notfallfahrzeuge nach Erdbebenfall • Überlastschutz des Brückendecks von zu großen Horizontalkräften • Wartungsfreie Dehnfuge

• Langlebigkeit durch hohe Qualität der verwendeten Materialien • Erdbebenverschiebung in Brückenlängsrichtung von ca. 4 m • 10 x höhere Verschiebegeschwindigkeit im Servicebetrieb von bis zu 20 mm/sek • Korrosionsschutz durch wasserdichte Mittelträgerverbindung

MAURER SE | Frankfurter Ring 193 | 80807 München Telefon +49.89.323 94-0 | Fax +49.89.323 94-306 | www.maurer.eu

Referenzen: • Bahia de Cadiz, Spanien • Hochmoselübergang, Deutschland • Izmit Bay Bridge, Izmit, Türkei • Mainbrücke Randersacker, Deutschland • Rheinbrücke Schierstein, Deutschland • Rion Antirion, Griechenland • Russky Island Brigde, Wladiwostok, Russland • Tsing Ma, China • Viadukt Millau, Frankreich

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