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Verlagsprogramm Herbst 2010

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Getroffen haben wir uns im November 1989 auf den Dresdner

Die Währungsunion war uns dazwischengekommen, der Zug fuhr

­Montags-Demonstrationen. Da­mals produzierten wir illegal den

rasend in Richtung Wiedervereinigung, und der Zeitschriftenmarkt

»Aufbruch«, eine Flugblattzeitschrift für das Neue Forum. Das Foto

war voll. Wir mussten Geld verdienen. Schon im Februar 1990 hat-

entstand zwei Monate später in einem Hinterhof in der Dresdner

ten wir zu diesem Zweck unseren Kopierladen eröffnet, die Seite A4

Neustadt. Es zeigt die Gründungsmannschaft des gerade aus der

für 20 Pfennig. Mit Unterstützung zweier Men­schenfreunde aus der

Taufe gehobenen Michel Sandstein Verlags: »Sandstein« für das

Partnerstadt Hamburg entwickelten wir uns nun innerhalb weniger

Dresden-typische Baumaterial, »Michel« für den deutschen Michel

Monate zum Grafischen Betrieb und Belichtungs­studio, später zur

mit der Zipfelmütze, der sich gerade so mutig aufgelehnt hatte.

Grafikagentur. Unser erstes richtiges Buch, »Die Grütznervilla«,

Die Diskussionen wurden nun legal und öffentlich geführt, und wir

ein Bau­denkmal der Dresdner Gründerzeit, produzierten wir 1994.

hatten Lust, eine richtige Zeitschrift zu machen. Zwei Straßen weiter

In jenen Jahren formte sich unser heutiges Profil, Bücher zu den

wollten wir deshalb eine Ruine kaufen, um ein soziokulturelles

Themen Architektur, Kunst und Geschichte.

­Zentrum mit Büroräumen aufzubauen – finanziert von den gewiss reich­lichen Erlösen aus dem Verkauf von »thema – Beiträge für

Heute gehören zu Sandstein mehr als 40 Mitarbeiter, und wir haben

­soziales Gestalten«. Der Ruinen-Kauf kam zum Glück nicht zustande.

einen Namen als kulturgeschichtlicher Verlag. Neben regional aus­ gerichteten Publikationen betreuen wir anspruchsvolle Kunstbücher

»thema« aber erschien bis April 1990. Wir erhielten begeisterte

und zahlreiche Ausstellungskataloge – u. a. für das Deutsche Histori-

Zuschriften aus Neuseeland und den USA und hatten 35 Abonnen-

sche Museum Berlin oder die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

ten, zum Teil aus dem eigenen Bekanntenkreis.

Sicher, wir sind erwachsener geworden und natürlich professioneller. Mut und Enthusiasmus, Leidenschaft und die Lust, sich mit Inhalten auseinanderzusetzen, haben wir uns aber bis heute bewahrt.

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burg M y t h o s B u rg

B u rg u n d H e r r s c haft

Katalog »Burg und Herrschaft« Herausgeber: Rainer Atzbach und Sven Lüken im Auftrag der Stiftung Deutsches Historisches Museum, Berlin 320 Seiten, 390 farb. Abb. Format 27 × 22 cm, Festeinband 48 € ISBN 978-3-940319-97-5 Katalog »Mythos Burg« Herausgeber: Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg 456 Seiten, 600 farb. Abb. Format 27 × 22 cm, Festeinband 48 € ISBN 978-3-940319-98-2 Begleitband »Die Burg« zu »Burg und Herrschaft« und »Mythos Burg« Herausgeber: Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg 340 Seiten, 280 farb. Abb. Format 27 × 22 cm, Festeinband 38 € ISBN 978-3-940319-96-8 3 Bände im Schuber 98 € ISBN 978-3-942422-02-4

Zur gemeinsamen Ausstellung des Deutschen Historischen Museums, Berlin (25. Juni bis 24. Oktober 2010) und des Germanischen Nationalmuseums, Nürnberg (6. Juli bis 7. November 2010) erscheint eine dreibändige Katalogedition. »Burg und Herrschaft« lautet der Berliner Titel von Katalog und Ausstellung. Fast 1000 Jahre war die mittelalterliche Burg Zentrum politischer und wirtschaftlicher Macht. Architek­ turteile und Modelle verdeutlichen Entstehung und Gestalt der mittelalterlichen Burg, kostbare Handschriften und Bilder eröffnen Ein­ blicke in die mittelalterliche Herrschaftspraxis, Waffen und Rüstun-

gen bezeugen die militärische Rolle. Die Nürnberger Publikation und Ausstellung beleuchtet unter dem Titel »Mythos Burg« die mythische Überhöhung der Burg schon im Mittelalter: Auf Siegeln und Grabplatten lassen sich Herrscher als ideale Ritter darstellen, Wandteppiche, Fresken und Buchminiaturen zeigen das gesamte höfische Leben vom Kampf bis zur Erotik, das sich in und vor der Burg abspielte. Doch das tatsächliche Leben war wesentlich facetten­ reicher. Die Katalog­edition wird abgerundet von einem wissenschaftlichen Begleitband »Die Burg« und lädt ein zu einer Ent­deckungsreise in eine ferne Welt voller Gegensätze, die bis heute fortwirkt.

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D e n ko rt e Max-Planck-Gesellschaft und Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft: Brüche und Kontinuitäten 1911 – 2011

Herausgeber: Max-Planck-Gesellschaft ca. 352 Seiten, ca. 300 meist farbige Abb. Format 30 × 24 cm, Festeinband mit Schutzumschlag, 38 € ISBN 978-3-942422-01-7 Erscheint am 14. Dezember 2010

Die Max-Planck-Gesellschaft ist heute die renommierteste deutsche Organisation für Grundlagenforschung. Ihre Geschichte ist ebenso glanzvoll wie problematisch, denn sie trat 1948 das Erbe der 1911 gegründeten Kaiser-WilhelmGesellschaft an. Mit ihr verbinden sie einerseits Nobelpreisträger wie Albert Einstein, Max Planck und Otto Hahn, andererseits aber ein be­­drückendes Erbe, denn Wissenschaftler der Kaiser-Wilhelm-Gesell­ schaft kooperierten auch mit dem NS-System. Der Band reflektiert zum 100. Gründungsjahr der KaiserWilhelm-Gesellschaft die Geschichte beider Einrichtungen in Fotografien, Essays und Interviews. Er er­zählt mit Blick auf bestehende oder aufgegebene Bauten, in denen Forschung

gemacht wurde und wird, und auf die Menschen in ihnen ein herausragendes Kapitel der jüngeren ­Wissenschaftsgeschichte. Darin haben nicht nur naturwissenschaftliche Entdeckungen wie die der Kernspaltung von 1938 ihren Platz, sondern auch so bedeutende geistesgeschichtliche Orte wie die 1913 eröffnete Bibliotheca Hertziana für Kunstgeschichte in Rom.

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Hitler und die Deutschen Vo l k s g e m e i n s c h a f t u n d V e r b r e c h e n

Herausgeber: Hans-Ulrich Thamer und Simone Erpel für die Stiftung Deutsches ­Historisches Museum, Berlin 328 Seiten, 280 meist farbige Abb. Format 28 × 21 cm, Festeinband 38 € ISBN 978-3-942422-10-9 Erscheint am 15. Oktober 2010

Mit Hitler sind wir noch längst nicht fertig. Jede Generation stellt sich aufs Neue die Frage, wie ein solcher Diktator möglich war. Die Herrschaft des Nationalsozialismus bedeutete eine bis dahin kaum gekannte Gewalt- und Vernichtungspolitik – warum aber fanden Hitler und sein Regime dennoch fast bis zum Ende breite Zustimmung unter den Deutschen? Ausgehend von einer Ausstellung im Deutschen Historischen Museum versucht dieser Themenband Antworten zu geben. Im inter­ disziplinären Zugriff analysieren führende NS-Forscher Aufstieg, Ideologie und Macht Hitlers. Dazu zählen der Kurator der Berliner Ausstellung Hans-Ulrich Thamer, die renommierten Hitler-Biografen Brigitte Hamann und Ian Kershaw, die bekannten Zeithistoriker Hans

Mommsen, Peter Steinbach und Norbert Frei, kulturhistorisch argumentierende NS-Spezialisten wie Peter Reichel und Claudia Schmölders und eine Reihe aus­ gewiesener Forscherinnen und Forscher der jüngeren Zeit- und Kulturhistoriker-Generation. Hitlers Erfolg als »Führer« wird im Wirkungszusammenhang mit den gesellschaftlichen Bedingungen

und Erwartungen seiner Zeit beleuchtet. Die Mechanismen seiner Herrschaft geraten dabei ebenso in den Blick wie die Ästhetisierung des Politischen, die Inszenierung der »Volksgemeinschaft« und der Terror gegen jede Art der Abweichung. Und auch der lange Schatten, den diese deutsche Vergangenheit bis in unsere Gegenwart wirft, ist ein wichtiger Aspekt.

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Glöckner

Johann Heinrich von Heucher und Carl Heinrich von Heineken

Gemälde und Zeichnungen. 1904 – 1945 Werkverzeichnis der Gemälde und Zeichnungen von Christian Dittrich Werkverzeichnis der Photographien von Werner Schmidt Herausgeber: Kupferstich-Kabinett der Staat­ lichen Kunstsammlungen Dresden und Nachlass Hermann Glöckner 308 Seiten, 947 meist farbige Abb. Format 33 × 24 cm, Festeinband mit Schutzumschlag 49,80 € ISBN 978-3-942422-12-3

Beiträge zur Geschichte des Dresdner Kupferstich-Kabinetts im 18. Jahrhundert Christian Dittrich Herausgeber: Martin Schuster und Thomas Ketelsen für die Staat­ lichen Kunstsammlungen Dresden, Kupferstich-Kabinett 204 Seiten, 119 meist farb. Abb. Format 27 × 21 cm, Festeinband 25 € ISBN 978-3-942422-11-6

Hermann Glöckner – einer der bedeutendsten Künstler, der in der DDR gelebt hat – schuf in über sieben Jahrzehnten ein Werk von beeindruckender Spannweite. Der lange Zeit »im Stillen« arbeitende Maler, Grafiker und Bildhauer ist heute vor allem als ein wichtiger Vertreter des Konstruktivismus bekannt. vom Gegenständlichen ausgehen. Gleichzeitig wird Glöckners Vorliebe für bildstrukturierende Elemente und Kompositionslinien in ihrer Entwicklung nachvollziehbar, die er später zum Prinzip seines »Tafelwerks« erhob und die ihn nach 1945 zu seinen Faltungen und dreidimensionalen Objekten führte.

Mit dem Werkverzeichnis der vor 1945 entstandenen Gemälde, Zeichnungen und farbigen Blätter Glöckners – ergänzt durch das ­Verzeichnis seiner Fotografien – liegt nun eine umfassende Dokumentation des künstlerischen Frühwerks vor. Diese zeigt, wie direkt die Arbeiten jener Jahre

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Die opulent bebilderte Publikation ist ein fundamentaler Baustein für die weitere Forschung zu Glöckner und würdigt eine herausragende Künstlerpersönlichkeit, deren besonderer Stellenwert für die deutsche und europäische Kunst – und damit in der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts überhaupt – erst spät erkannt wurde.

Die beiden Namen der ersten Direktoren des Dresdner KupferstichKabinetts, Johann Heinrich von Heucher und Carl Heinrich von Heineken, stehen seit jeher für den hohen Standard sowohl der Sammlungsbestände als auch der kunsthistorischen Forschung, dem das Kabinett seit der Gründung im Jahre 1720 seine weltweite Bedeutung verdankt. Christian Dittrich hat den beiden Gelehrten und Universalisten des 18. Jahrhunderts zahlreiche Studien gewidmet, die wegweisend geworden sind für jede quellenkundliche, sammlungs-

geschichtliche und kultur­geschicht­ liche Auseinandersetzung mit der Frühgeschichte des Sammelns von Zeichnungen und Grafik im 18. Jahrhundert in Deutschland. Die zum Teil an entlegener Stelle erschienenen Aufsätze sind in der vorliegenden Publikation erstmals vereint. Zusätzlich beigefügte Aufsätze verstehen sich als Fortführungen der Forschung von Christian Dittrich. In den Bibliografien wird versucht, die zwischenzeitlich enorm angewachsene Literatur zu Heucher und Heineken wenigstens im Ansatz zu erfassen und zur D ­ iskussion zu stellen. Unsere Festgabe begreift sich aber auch als ­Beitrag zum 450jährigen Jubiläum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.


Herausgeber: Dirk Syndram und Martina Minning, bearbeitet von Jochen Vötsch für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Die Inventare

Inventarbände 1587 – 1619 – 1640 – 1741 4 Bände im Schuber, ca. 850 Seiten, ca. 500 Abb. ISBN 978-3-942422-13-0 Subskriptionspreis 210 € (ab 7. November 2010: 250 €) Erscheint am 4. November 2010

Format 31 × 24 cm 5 Bände, ca. 1250 Seiten, ca. 700 meist farbige Abb. ISBN 978-3-940319-99-9 Subskriptionspreis 248 € (ab 7. November 2010: 298 €)

Essayband ca. 400 Seiten, ca. 200 Abb. ISBN 978-3-942422-00-0 Subskriptionspreis 38 € (ab 7. November 2010: 48 €) Erscheint im 1. Quartal 2011

Käufer der kompletten Edition erhalten den Essayband nach Erscheinen versandkostenfrei zugesandt.

der kurfürstlich-sächsischen Kunstkammer in Dresden [ fol. 5r/5r]

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Im Jahr 2010 können die Museen der Dresdner Kunstsammlungen auf eine 450-jährige Geschichte zurückblicken. Denn 1560 gründete Kurfürst August die kurfürstlichsächsische Kunstkammer im Dresdner Residenzschloss. Sie war damit eine der ältesten ihrer Art. Die Sammlung wurde über die Jahrhunderte von seinen Nachfolgern gepflegt und kenntnisreich erweitert.

Dank der erhaltenen Kunstkammer­ inventare ist die Sammeltätigkeit der sächsischen Kurfürsten sehr gut dokumentiert. Sie bieten nicht nur wichtige Informationen zu den Objekten selbst, zu deren Erwerbung und den beteiligten Künstlern, sondern stellen auch eine einzig­ artige Quelle dar, um Rückschlüsse auf die Sammlungsgeschichte, den sich wandelnden Geschmack und

den höfischen Kulturaustausch zu gewinnen. Das Jubiläumsjahr ist ein gebührender Anlass, diese Forschungsgrundlage zugänglich zu machen: Veröffentlicht werden die Transkriptionen von vier der sieben erhaltenen Kunstkammerinventare – dem ersten Inventar von 1587 und dem letzten von 1741 sowie von zwei weiteren Bänden, die wichtige Zäsuren markieren.

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Die Inventaredition wird durch einen umfangreichen Essayband vervollständigt, in dem ausgewiesene Wissenschaftler die Fülle des Materials unter sammlungs­ geschichtlichen und thematischen Aspekten untersuchen: Im ersten Teil wird die Geschichte der Dresdner Kunstkammer von ihrer Gründung bis zur Auflösung im Jahr 1832 nachgezeichnet und zugleich in den europäischen Kontext des höfischen Sammelns gestellt. Der zweite Teil ist bedeutenden Bestandsgruppen gewidmet; so werden beispielsweise die innovativen Werkzeuge, die virtuos gearbeiteten Elfenbeine oder die Gemälde der Kunstkammer ausführlich vorgestellt. Sammlungsgeschichtliche und objekt­ bezogene Forschungen ergänzend, werden zudem rezeptionsästhetische Fragen angeschnitten.

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Das Königliche Invalidenhaus zu Berlin Geschichte und Entwicklung seines Geländes

Die Wiedergeburt einer Königin Geschichte und Restaurierung der Amalien-Orgel in Berlin

Herausgeber: Förderkreis Amalien-Orgel e. V. ca. 92 Seiten, ca. 120 meist farbige Abb. Format 28 × 21 cm, Klappenbroschur 14,80 € ISBN 978-3-942422-16-1 Erscheint im November 2010 Laurenz Demps Herausgeber: Förderverein Invalidenfriedhof e. V. 224 Seiten, 230 teils farbige Abb., Format 30 × 24 cm Festeinband mit Schutzumschlag 48 € ISBN 978-3-940319-43-2

Laurenz Demps beschreibt die Entstehung des Invalidenhauses sowie die Entwicklung des ihm zur Verfügung gestellten Geländes seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis in die unmittelbare Gegenwart. Dies ist umso interessanter, weil es bisher keine zusammenhängende Darstellung dieses nicht nur für die Stadt­geschichte Berlins so wichti­gen Gebietes gibt. Ausgehend von der Anlage von ­Gärten und Maulbeerplantagen im 18. Jahrhundert werden die Ent­wicklung des ersten industriellen Zentrums Berlins (Borsig, Egells u. a.) in der Chausseestraße, der

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Bau von zwei Bahnhöfen ­sowie der zahlreichen wissen­schaft­lichen Einrichtungen (u. a. Landwirtschaftshochschule und Natur­ kunde­museum) behandelt. Mit dem Sitz von zwei Bundes­ ministerien und dem Neubau für den BND zeigt sich, wie wichtig das Ge­lände des ehema­ligen Invalidenhauses auch heute noch ist.

In der evangelischen Kirche »Zur frohen Botschaft« in Berlin-Karlshorst befindet sich ein klingendes Juwel des preußischen Kulturerbes: Es ist die 1755 für Anna Amalie von Preußen gebaute Hausorgel. Der Band, der anlässlich der Ein­ weihung der restaurierten Orgel erscheint, zeichnet die wechselvolle Geschichte des ursprünglich im Balkonzimmer im Berliner Stadtschloss aufgestellten Instrumentes nach. Die musikalischen Interessen der preußischen Prinzessin – einer außergewöhnlichen Persönlichkeit des 18. Jahrhunderts – werden in

einem kulturgeschichtlichen Kontext beschrieben. Außerdem erfahren die Erbauer der Orgel, Peter Migendt und Ernst Julius Marx, eine Würdigung. Die Berichte der Restauratoren machen nachvollziehbar, wie notwendig die Restaurierung war und mit wieviel Sachkunde und großem handwerklichem Geschick sie ausgeführt wurde, um das letzte noch vorhandene Zeugnis Berliner Orgelbaukunst des 18. Jahr­hunderts wieder in altem Glanz erstrahlen und in alter Stimmung ertönen zu lassen.


BEGAS M ONU M ENTE F Ü R DAS K A I SERRE I CH

Herausgeber: Esther Sophia Sünderhauf für die Stiftung Deutsches Historisches Museum, Berlin ca. 392 Seiten ca. 430 meist farbige Abb. Format 28 × 21 cm, Festeinband 38 € ISBN 978-3-942422-15-4 Erscheint am 26. November 2010

Das DHM zeigt zum 100. Todestag des Bildhauers Reinhold Begas (1831 – 1911) die erste Ausstellung seit 1911 und erinnert damit an einen seine Epoche bestimmenden Künstler. Als Schöpfer der größten Denkmäler Berlins – wie des Neptunbrunnens und des KaiserWilhelm-Nationaldenkmals – sowie als Porträtist bedeutender Persönlichkeiten gestaltete er die Bildwelt des Kaiserreiches.

Der opulent bebilderte Katalog ist die erste Monografie zu Begas nach einem schmalen Band von 1901 und nähert sich dem Leben und Werk von vielen Seiten. Ein Aufsatzteil wird in 15 Essays die wichtigsten Entwicklungslinien, Einflüsse und Aspekte von Begas’ Schaffen, die Rezeption seiner Werke und die Einordnung in den Zeitkontext beleuchten. Im Zentrum des Buches steht ein von Jutta von Simson verfasstes Verzeichnis der bildhauerischen Werke. Es folgt ein Katalog der in der Ausstellung gezeigten Werke, der eine Fülle von zeitgenössischen Fotografien und Textdokumenten erfasst.

Den Abschluss des Buches bilden Briefe von und an Begas, die aus Familiennachlässen und Archiven erstmalig an die Öffentlichkeit gelangen, zudem eine Reihe von Texten über ihn, die – anders als die wissenschaftlichen Einlassungen – die Zeitstimmung und Denkungsart lebendig veranschaulichen.

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Claus Köpcke

Die Geschichte der Denkmalpflege Sachsens 1945 – 1989

Bauingenieur und Wissenschaftler

125 Jahre Peterskirche Leipzig

Hans Nadler zum 100. Geburtstag Heinrich Magirius Arbeitsheft 16 des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen Herausgeber: Landesamt für Denkmalpflege Sachsen 240 Seiten, 362 teils farb. Abb. Format 29,7 × 21 cm, Broschur 19 € ISBN 978-3-942422-05-5

Dietrich Conrad 112 Seiten, 156 teils farbige Abb., Format 22 × 22 cm Festeinband, 14,80 € ISBN 978-3-942422-04-8 Claus Köpcke wurde 1831 in Jork (Altes Land) als Sohn eines Elbschiffers geboren. Er studierte an der Polytechnischen Schule in Hannover Ingenieurwesen und Architektur. Nach ersten Tätigkeiten bei Hafenund Speicherbauten in Harburg war er ab 1863 bei der Hannoverschen Staatsbahn beschäftigt, zuerst als Hilfsarbeiter, dann als Baudirektor. Seine steile Karriere führte ihn 1868 zum Preußischen Handelsministerium, wo er als Regierungsrat im »Technischen Bureau« beschäftigt war. Nur ein Jahr später wurde er als Professor für Eisenbahn-, Wasser- und Brückenbau an das Polytechnikum in Dresden berufen.

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Ab 1872 war Köpcke im Sächsischen Finanzministerium für den Ausbau des Eisenbahnwesens verantwortlich. Er entwickelte wesentlich die sächsischen Schmalspurbahnen. Unter seiner Leitung entstanden mehrere wichtige Brücken, die bekannteste ist das 1893 erbaute Blaue Wunder zwischen den Dresdner Vororten Loschwitz und Blasewitz. Auch an der Umgestaltung des Dresdner Hauptbahnhofs mit der Hallenkonstruktion war er von 1892 bis 1898 beteiligt. Das Buch beschreibt seinen Lebensweg und eine Vielzahl seiner Projekte. Es vermittelt reich bebildert und anschaulich ein Gefühl vom großen Zeitalter der Inge­ nieurkunst – dem 19. Jahrhundert.

Am 1. Juli 2010 wäre Prof. Dr. Hans Nadler, der Nestor der sächsischen Denkmalpflege, 100 Jahre alt geworden. Er war sowohl mit Weitsicht als auch mit einem Blick für das Machbare beschenkt und konnte so das damalige Institut für Denkmalpflege und die sächsische Denkmalpflege nach 1945 entscheidend mitgestalten. Sein Geburtstag ist Anlass für diese Publikation. Der Autor Heinrich Magirius ist langjähriger Kollege und Weg­gefährte, der das Institut für Denkmalpflege (später Landesamt für Denkmalpflege) wesentlich mittrug und aufbaute.

Arbeitsheft 15 des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen Herausgeber: Landesamt für Denkmalpflege Sachsen in Zusammenarbeit mit der Vereinigung zur Förderung von Aufbau und Erhaltung des Peterskirchgebäudes e. V. 124 Seiten, 170 teils farb. Abb. Format 29,7 × 21 cm, Broschur 15 € ISBN 978-3-942422-19-2

Am 27. Dezember 1885 wurde die Leipziger Peterskirche – eine der bedeutendsten historistischen Kirchen in Sachsen und der erste evangelische Kirchenbau in Leipzig seit der Reformation – geweiht. In den Beiträgen dieses Bandes, der zum 125-jährigen Kirchen­ jubiläum erscheint, werden die Entstehungsgeschichte der Kirche, ihre Bedeutung für die Stadt Leipzig, ihre Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und die langjährigen Bemühungen der Gemeinde und der sächsischen Denkmalpflege um eine denkmalgerechte Sanierung des Bauwerks dargestellt. Besonderes Interesse gilt dabei dem umfangreichen, u. a. von namhaften Künstlern der Düsseldorfer Akademie geschaffenen Glasfensterzyklus und seiner Restaurierung.


Der Kamelienwald Die Geschichte einer deutschen Gärtnerei Das Geheimnis der Kamelie

Mustafa Haikal 3. überarbeitete und erweiterte Auflage ca. 172 Seiten, ca. 75 teils farbige Abb. Format 23,5 × 17 cm, Broschur 14,80 € ISBN 978-3-942422-17-8 Erscheint am 15. November 2010

Mustafa Haikal Herausgeber: Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen Schlösser und Gärten Dresden Schloss Pillnitz 72 Seiten, 100 meist farbige Abb. Format 23,5 × 17 cm, Klappenbroschur 7,95 € ISBN 978-3-940319-26-5

Weltberühmt wurde sie durch die Literatur: In Alexandre Dumas’ »Die Kameliendame« trägt die morbidschöne Protagonistin den Namen der prächtigen Blume. Nach Europa kam die Kamelie im 18. Jahrhundert. Exotische Pflanzen zu züchten war vor allem ein Hobby des Hochadels. Doch auch zur Innerlichkeitskultur des entstehenden Bürgertums gehörte bald das Interesse für die Schönheit von Pflanzen und die Geheimnisse der Natur. Gärten, so klein auch immer sie sein mochten, wurden zu Refugien der Menschen in einer industrialisierten und urbanisierten modernen Gesellschaft – gerade in Deutschland.

Nachdem die Kamelie von Seefah­ rern nach Europa gebracht worden war, machten die exotische Herkunft und ihr Formenreichtum sie zu einer der begehrtesten Pflanzen in Gärtnereien und Gewächshäusern sowie zu einem Statussymbol im Privatbereich. Noch heute fasziniert sie die Menschen. Im Schlosspark Pillnitz befindet sich eine mehr als 200 Jahre alte Kamelie, die 1778 den Import aus Japan und 1905 gar einen Brand des hölzernen Schutzhauses überstand. Das heute neun Meter hohe Exemplar lockt jährlich Tausende nach Pillnitz, wenn dort von Mitte Februar bis April seine bis zu 35 000 karmesinroten Blüten leuchten.

Vor diesem kulturhistorischen Hintergrund zeichnet Mustafa Haikal die Geschichte der berühmten sächsischen Hofgärtnerfamilie Seidel nach. Die Kamelie ist mit dem Schicksal der Seidels aufs Engste verbunden. Johann Heinrich Seidel eröffnete in Dresden die erste Kameliengärtnerei. 1794 besuchte ihn Goethe, und beide kamen mehrmals ins »vertraute Gespräch über die offenbaren Naturgeheimnisse«. Seidel wurde zum Ahnherrn einer Dynastie sächsischer Gärtner – vier seiner Söhne ergriffen den Beruf des Vaters, zwei Töchter heirateten angesehene Gärtner. So entwickelte sich die Dresdner Hofgärtnerei zur ersten deutschen Exportgärtnerei, überstand zwei Weltkriege und endete erst unter der Verwaltung der Treuhand. Die sächsische Residenzstadt war nicht nur der Schauplatz dieser Gärtner- und Garten­ geschichte, sie beherbergt bis heute auch ein besonders sehenswertes Exemplar des Kamelienbaumes.

Die Publikation mit zahlreichen prächtigen Abbildungen enthält eine Fülle von Informationen rund um die Kamelie: von der Herkunft des Namens über die bedeutende Rolle der sächsischen Gärtner bei der Kultivierung dieser Zierpflanze bis zur außergewöhnlichen Vielfalt in der Darstellung der Kamelie in der bildenden Kunst und in der Werbung.

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Katalog zur Sammlung orientalischer Kunst in der kurfürstlich-sächsischen Rüstkammer Dresden

Die Türckische Cammer 120801001-Inhalt.xpr:Layout 1

28.01.2010

11:16 Uhr

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D I E A N FÄ N G E D E R TÜ RC K I S C H E N CAM M E R I M 1 6. JA H R H U N D E RT

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Köchergarnitur mit Daumenring osmanisch, 16. Jahrhundert Leder, mit Seidensamt überzogen, Lederapplikationen, geprägt, teils vergoldet; Gurt in Brettchenweberei, Haken Eisen, vergoldet; Daumenring Elfenbein, geschnitzt und poliert Bogenköcher 70,1 x 30,3 cm; Gewicht 602 g; Pfeilköcher 47 x 19 cm; Gewicht 336 g; Daumenring 3,3 x 4,1 cm; Gewicht 7 g Rüstkammer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Inv.-Nr. Y 177 Inventar der Türkenkammer von 1674, S. 14, Nr. 29 Die Garnitur besteht aus zwei Köchern für Bogen und Pfeile sowie einem aus Elfenbein geschnitzten Daumenring. Beide Köcher sind aus Leder und auf der Vorderseite mit rotem Seidensamt bezogen. Um ihre Kanten zieht sich ein breiter Ledersaum mit s-förmigen Prägeornamenten, Vergoldung und blauer Bemalung. In gleicher Technik, aber mit Blattranken verziert, sind medaillonförmige Mitteldekore und Zwickelfüllungen ausgeführt. Der Ring diente dem Schutz des Daumens, mit dem der Schütze die Sehne zu spannen pflegte. Der erste sichere Beleg für diese Köchergarnitur stammt aus dem Inventar der Türckischen Cammer von 1674, ohne dass hier jedoch deren Provenienz verzeichnet ist. Im Inventar der Rüstkammer von 1606 (S. 937) findet sich eine Eintragung, die ebenfalls diese Garnitur meinen könnte. Demnach wäre es denkbar, dass es sich um eben jene Köchergarnitur handelt, die Caspar von Minckwitz, Herr auf Drehna, aus Istanbul mit nach Dresden brachte. Wann und weshalb Minckwitz in Istanbul weilte, ist leider unbekannt. 35

Reflexbogen osmanisch, 16. Jahrhundert Bogen Holz geschnitzt, mit Sehnen und Horn beklebt, auf zweifarbigem Lackgrund feine Pudergoldzeichnung; Sehne Ramie, mit farbigem Zwirn umwickelt Länge 106,8 cm; Gewicht 471 g Rüstkammer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Inv.-Nr. Y 220 Inventar: siehe Bemerkung bei Kat.-Nr. 12

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Herausgeber: Holger Schuckelt für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 384 Seiten, 427 farbige Abb. Format 30 × 24 cm Festeinband mit Schutzumschlag 39,90 € ISBN 978-3-940319-89-0

Über mehrere Jahrhunderte entstand durch diplomatische Geschenke, Ankäufe und Beute­ stücke aus diversen Feldzügen gegen die Osmanen eine exotische Kollektion, die seit 1591 einen eigenen Komplex innerhalb der Rüstkammer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bildete: die Türckische Cammer. Mit Gold und Edelsteinen verzierte Arbeiten aus den Istanbuler Hofwerkstätten finden sich hier ebenso wie orien­ talisierende Meisterwerke siebenbürgischer Goldschmiede. Das Spektrum reicht vom kleinen, aus Elfenbein geschnitzten Daumenring bis hin zum riesigen und prächtig verzierten Zelt eines hohen osmanischen Würdenträgers.

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und einem angewinkelten Arm, dessen Hand einen Pusikan hält. Die hölzerne Scheide ist mit rotem Samt bezogen. Mundblech, Ortband und die sieben schmalen Reifen sind aus vergoldetem Silber. Auf dem Ortband befindet sich ein graviertes und punziertes Medaillon mit Gabelblättern und Rosetten.

Panzerstecher mit Scheide siebenbürgisch, vor 1591 1591 Geschenk der Kurfürstin Sophie an ihren Gemahl Kurfürst Christian I. von Sachsen Klinge Eisen, geschmiedet, geätzt und vergoldet; Griff, Knauf und Parierstange mit vergoldetem Silberblech überzogen; Scheide Holz, Beschläge Silber, vergoldet Gesamtlänge 122,4 cm; Klinge 102,6 cm; Gewicht 2021 g

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Säbel vermutlich deutsch, 16. Jahrhundert, Mittelteil des Kreuzes osmanisch aus dem Besitz von Christoph Heinrich von Feilizsch Klinge Eisen, geschmiedet; Kreuz Eisen, graviert, Griff und Parierstangen Silber, getrieben, graviert, teils durchbrochen Gesamtlänge 93,4 cm; Klinge 76,4 cm; Gewicht 1378 g auf dem Kreuz eine lange, bisher nicht gelesene arabische Inschrift

Rüstkammer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Inv.-Nr. Y 349 Inventar der Rüstkammer von 1606, S. 572 Literatur: Ehrenthal 1899, S. 111, E 729; Schuckelt 2007, S. 30 u Abb. S. 38 Die in ihrem Querschnitt vierkantige Klinge ist im oberen Teil mit Ranken geätzt und vergoldet. Griff, Knauf, Parierstange und Scheide sind mit gegossenem, vergoldetem Silberblech überzogen. Während der Griff mit seinem Spiralmuster aus abwechselnd glatten und punzierten Streifen eher schlicht verziert ist, tragen der durch sechs Rippen unterteilte Knauf, das achteckige Stichblatt, die zur Klinge hin gebogene Parierstange und das Stichblatt einen reichen Dekor aus Kreisen und Rosetten auf gepunztem Grund. Auf der Unterseite des Stichblattes finden sich gravierte Ranken und die Inschrift »Wigt 5 Mark 13 lott 19/3«.

Rüstkammer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Inv.-Nr. Y 77 Inventar der Rüstkammer von 1606, S. 957 Der äußerst interessante Säbel gehörte ursprünglich einem Christoph Heinrich von Feilizsch, über dessen Identität bisher jedoch keine Informationen vorliegen. Sowohl die leicht gebogene Rückenklinge als auch der mittlere Teil der Parierstange mit flächendeckend gravierten arabischen Inschriften sind osmanisch. Die s-förmig gebogenen Enden der Parierstange und der Griff sind spätere Ergänzungen. Die Parierstange läuft in Drachenköpfen aus, deren Zungen, Lippen und Haarbüschel am Hinterkopf und am Hals eingerollt sind. Der gerade, in acht verschieden breite Flächen facettierte Griff ist wie die Ergänzungen der Parierstange mit Silberblech überzogen. Die einzelnen Flächen tragen unterschiedlich stilisierten Rankendekor, wobei vier der acht Flächen durchbrochen sind. Der Knauf des Griffes hat die Form eines Vogelkopfes mit geöffnetem Schnabel, eingerollter Zunge und gewellten Federn.

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384 Seiten zeigen die prachtvollen Schätze der Kurfürsten von Sachsen in Text und Bild und eröffnen den Blick auf eine der bedeutendsten und ältesten Sammlungen osmani­ scher Kunstwerke in Deutschland.

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GESCH EN KE, KRI EGE UN D GESAN DTE

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Meisterwerke der Portraitkunst 10 Jahre Museum Georg Schäfer

Herausgeber: Sigrid Bertuleit, Museum Georg Schäfer, Schweinfurt 256 Seiten, 200 meist farbige Abb. Format 31,5 × 24,5 cm, Festeinband 24 € ISBN 978-3-942422-03-1 Begleitend zur großen gleichnamigen Jubiläumsausstellung (9. Mai bis 31. Oktober 2010) erscheint der Katalog »Meisterwerke der Portraitkunst«. Er beleuchtet unterschied­ liche Facetten des Bildnisses im 19. Jahrhundert: Staatsportrait, repräsentatives Gesellschaftsbildnis und Studie, Gruppenportrait, Selbstbildnis, A ­ telierbild, Familiendarstellung, Typenbild und Kari­ katur. Neben bedeutenden Persönlich­ keiten aus den Bereichen Wissenschaft, Politik und Kultur, wie Kaiser Wilhelm II., Bismarck, Wagner oder Schopenhauer, treten auch in Vergessenheit geratene Charaktere ihrer Zeit hervor. Jedes Gesicht verbindet sich mit einer Geschichte, berichtet über Freundschaften und Feindschaften, gesellschaftlichen Aufstieg, Erfolge und Niederlagen. Zu den vertretenen Künstlern ­zählen unter anderem: Lovis Corinth, Julius Exter, Anton Graff, Olaf Gulbransson, Max Hess, Leo von König, Wilhelm Leibl, Franz Lenbach, Gabriel von Max, Adolph Menzel, Max Liebermann, Otto Scholderer, Moritz von Schwind, Franz Skarbina, Max Slevogt, Carl Spitzweg, Hans Thoma, Karl Wilhelm Wach.

Calvinismus Die Reformierten in Deutschland und Europa

Herausgeber: Ansgar Reiß und Sabine Witt, ­Deutsches Historisches Museum Berlin und Johannes a Lasco Bibliothek Emden 464 Seiten, 350 farbige ­Abb. Format 29 × 22,5 cm, Festeinband 19,95 € ISBN 978-3-940319-65-4 Nur wenige Personen der Welt­ geschichte entfalteten eine so tiefe, vielfältige und bis heute andauernde Wirkung auf Wissenschaft, Politik, Kunst und Menta­litäten wie der Genfer Reformator Johannes Calvin (Noyon 1509 bis 1564 Genf). Seinen 500. Geburtstag nahmen das Deutsche Histo­rische Museum und die Johannes a Lasco Bibliothek zum Anlass, Anfänge, Verbreitung und Auswirkungen des Calvinismus in Deutschland und Europa darzustellen. Der zeitliche Rahmen reicht von den reformatorischen Bewegungen des Spätmittelalters bis ins 20. Jahrhundert. Anliegen der Ausstellung und des Begleit­bandes ist es, zu erörtern, wie sich am Anfang der Neuzeit um 1500 Kirche und Gemeinwesen erneuerten, um aus dieser Bewegung den Impuls zu nehmen, der die folgenden Jahrhunderte erfüllte.

Karl Friedrich Schinkel und Clemens Brentano

Hans von Marées Sehnsucht nach Gemeinschaft

Wettstreit der Künstlerfreunde

Herausgeber: Birgit Verwiebe, Staatliche Museen zu Berlin 136 Seiten, 115 meist farbige A ­ bb. Format 30 × 24 cm, Festeinband 28 € ISBN 978-3-940319-53-1

Herausgeber: Angelika Wesenberg, Staatliche Museen zu Berlin 160 Seiten, 158 meist farbige ­Abb. Format 30 × 24 cm, Festeinband 28 € ISBN 978-3-940319-48-7

Schinkel und Brentano verband eine enge, künstlerisch produktive Freundschaft. Sie verreisten gemeinsam und pflegten einen intensiven Austausch. Einer der Höhepunkte dieser Freundschaft war ein 1815 von Brentano initiierter Wettstreit, bei dem sich erweisen sollte, welcher Kunstgattung – der Dichtung oder der Malerei – der höhere Rang gebühre. Schinkel nahm die Herausforderung an. Brentanos kompliziert erzählter Geschichte folgend, schuf er eine Skizze, zwei großformatige Zeichnungen und, als krönenden Abschluss seiner romantischen Phase, das Gemälde »Schloss am Strom«, das heute zu den Glanz­ stücken der Romantik-Sammlung der Berliner Nationalgalerie gehört.

Dem eigenen Ungenügen an seinem Werk und dem Unverständnis der anderen setzte Hans von Marées Selbststilisierungen nach tradierten Künstlermythen ent­ gegen. Erst lange nach seinem Tod wurde sein Werk gleichsam neu entdeckt und als einsame, geniale Leistung nunmehr gefeiert. Besonders beglückend war für ihn 1873 die Arbeit an den Fresken in der Zoologischen Station in Neapel. Die großformatigen Studien zu diesen Ansichten des Lebens am Golf von Neapel stehen im Zentrum des Kataloges.

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In der Dresdener Galerie Caspar David Friedrich in der Dresdener Galerie Band VII

Herausgeber: Gerd Spitzer für die Staatlichen Kunstsamm­lungen Dresden, Galerie Neue Meister 64 Seiten, 31 meist farbige Abb. Format 21 × 17 cm, Broschur 8 € ISBN 978-3-942422-08-6

Die Dresdener Galerie gehört mit der Nationalgalerie in Berlin und der Hamburger Kunsthalle zu den drei bedeutendsten Sammlungen von Gemälden Caspar David Friedrichs in Deutschland. Singuläre Hauptwerke des Künstlers wie »Das Kreuz im Gebirge«, die »Zwei Männer in Betrachtung des Mondes« und »Das Große Gehege bei Dresden« dominieren den großartigen Bestand und sind inzwischen auch zu Signalbildern für die berühmten Kunstsammlungen in der Elbestadt geworden. In dem Katalogheft, das die 2006 begonnene Reihe »In der Dresdener Galerie« mit dem inzwischen siebten Heft fortsetzt, wird die gegenwärtig 14 Werke umfassende Dresdener Kollektion in großen Farb­abbil­dun­

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gen und durch erläuternde Texte ausführlich vorgestellt. Der einleitende Aufsatz bietet zum ersten Mal eine zusammenfassende ­Darstellung der Geschichte dieser Friedrich-Sammlung. In dieser Reihe werden Ende 2010 ein Band zu den Werken des »Fin de Siècle« und ein Band zu Gerhard Richter erscheinen.


Carl Gustav Carus

Max Liebermann

Ludwig Richter

Otto Dix

in der Dresdener Galerie Band VI

in der Dresdener Galerie Band V

in der Dresdener Galerie Band IV

in der Dresdener Galerie Band III

Herausgeber: Gerd Spitzer für die Staatlichen Kunstsamm­lungen Dresden, Galerie Neue Meister 64 Seiten, 29 meist farbige Abb. Format 21 × 17 cm, Broschur 8 € ISBN 978-3-940319-72-2

Herausgeber: Heike Biedermann und Andreas Dehmer für die Staatlichen ­Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister 60 Seiten, 24 z. T. farbige Abb. Format 21 × 17 cm, Broschur 8 € ISBN 978-3-940319-27-2

Herausgeber: Gerd Spitzer für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister 64 Seiten, 29 meist farbige Abb. Format 21 × 17 cm, Broschur 8 € ISBN 978-3-940319-09-8

Herausgeber: Birgit Dalbajewa für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister 56 Seiten, 26 meist farbige Abb. Format 21 × 17 cm, Broschur 8 € ISBN 978-3-937602-95-0

Ferdinand von Rayski

Die Brücke

in der Dresdener Galerie Band II

in der Dresdener Galerie Band I

Herausgeber: Gerd Spitzer für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister 120 Seiten, 62 meist farbige Abb. Format 21 × 17 cm, Broschur 15 € ISBN 978-3-937602-86-8

Herausgeber: Birgit Dalbajewa für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister 56 Seiten, 26 meist farbige Abb. Format 21 × 17 cm, Broschur 8 € ISBN 978-3-937602-76-9

Die Publikation »Carl Gustav Carus in der Dresdener Galerie« ist die sechste in einer seit 2006 bestehenden Reihe. Sie erschien aus Anlass der großen Carus-Ausstellung, die 2009 in Dresden und anschließend 2010 in Berlin zu sehen war. Die 21 Gemälde der Dresdener Ga­lerie Neue Meister – dies ist der bei weitem umfangreichste Bestand von Werken des Malers überhaupt – werden in Farbtafeln und mit erläuternden Texten vor­ gestellt. Der einleitende Aufsatz geht auf die Geschichte dieser einzigartigen Sammlung ein. Ein Verzeichnis der Werke im Bestand der Sammlung, biografische Angaben zum Künstler sowie Literaturhinweise ergänzen die Darstellung.

Max Liebermann (1847 – 1935) gilt durch sein Werk und seine kunstpolitische Tätigkeit als einer der wichtigsten Wegbereiter der modernen deutschen Malerei. Zunächst in Frankreich, später bei zahlreichen Aufenthalten in den Niederlanden, entdeckt der Künstler das Leben und die Arbeit der einfachen Landbevölkerung als Motiv für sich. Die Niederlande werden dem Berliner Künstler zur »Malheimat«. Um die Jahrhundertwende wandeln sich Motive und Malstil. Liebermann wendet sich fortan Abbildungen des gehobenen Bürgertums und der Porträtmalerei zu. Später liefert ihm der prächtige Garten seines Sommerhauses am Wannsee die wichtigsten Motive. Die Autoren veranschaulichen in diesem Band die schwierige Erwerbungsgeschichte von Werken Max Liebermanns für die Dresdener Gemäldegalerie. Diese nahm 1897 mit dem Ölgemälde »Die Näherin« ihren Anfang. Heute umfasst die Liebermann-Sammlung insgesamt sechs Gemälde, die ebenso wie drei weitere, ehemals in Galeriebesitz befindliche Werke des Künstlers ausführlich in Text und Bild vorgestellt werden.

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Das restaurierte Meisterwerk Johannes Beutner

Heinz Scharr

Tizian

1890 – 1960 Leben und Werk

Das Werk

Die Dame in Weiß

Herausgeber: Jördis Lademann für das Stadtmuseum Pirna 144 Seiten, 127 meist farbige Abb. Format 28 × 22 cm, Festeinband 25 € ISBN 978-3-940319-88-3

Herausgeber: Christa Hirschler im Auftrag des Schlossmuseums ­Sondershausen 254 Seiten, 250 meist farbige Abb. Format 28 × 22 cm, Klappenbroschur 20 € ISBN 978-3-940319-71-5

Das Werk Johannes Beutners entwickelte sich im Spannungsfeld von Impressionismus, Jugendstil, Expressionismus und Neuer Sachlichkeit, hin zu einem neuen Realismus, vom Wilhelminischen Kaiserreich bis in die DDR. Unterbrochen durch zwei Weltkriege, gehemmt und 1945 nahezu ausgelöscht im Brand von Dresden, beeinträchtigt durch Diffamierung, zeugt Beutners Kunst dennoch von seiner Fähigkeit, Freude und Glück bewusst und intensiv erleben zu können. Die daraus gewonnene lebensbejahende Energie spricht bis heute aus seinen Aktbildern, seinen Porträts, Kinderund Landschaftsgemälden wie auch aus seinen baugebundenen Arbeiten.

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Heinz Scharr, Jahrgang 1924, gehört zu den bedeutendsten zeitgenös­ sischen Künstlern Thüringens. Sein grafisches und plastisches Werk ist von einer hohen technischen und gestalterischen Meisterschaft geprägt. Scharrs großes Thema ist die Natur. Der Blick ist dabei auf jene Elemente und Vorgänge gerichtet, die Substanzen und Geschöpfen innewohnen, sie strukturieren und verändern. Scharrs grafisches und skulpturales Werk spiegeln sich ineinander. Skulptur bedeutet für Scharr vor allem die Erweiterung seiner Gestaltungsmöglichkeiten ins Dreidimen­ sionale, auch die faszinierende Arbeit an und mit Eisen.

Laufe des 16. Jahrhunderts so ­markant entwickelt, weshalb Ausstellung und Katalog die »Dame in Weiß« im Kontext der Porträt­ malerei und Idealbildnisse präsentieren. Gewidmet ist dieser Band der Reihe »Das restaurierte Meisterwerk« der Restaurierung des Bildes, die die Staatlichen Kunstsammlungen in den Jahren 2006 bis 2007 durchführte.

Herausgeber: Andreas Henning und Günter Ohlhoff für die Staatlichen Kunst­sammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister 104 Seiten, 81 meist farbige Abb. Format 27 × 24 cm Klappenbroschur ISBN 978-3-940319-93-7 18,90 € Dresden war sich sicher: Die Weißgekleidete ist Tizians Geliebte. Der erste gedruckte Katalog der Königlichen Gemäldegalerie, der 1765 erschien, vermerkte sie als »Porträt der Mätresse von Tizian, bedeckt mit Haaren & gekleidet in Weiß…«. Diese romantisierende Interpretation als Liebschaft des Künstlers gilt mittlerweile als überholt, doch sollte diese Deutung die Geschichte des Bildes lange Zeit prägen. Tizians »Dame in Weiß« ist eines der anmutigsten, aber auch eines der rätselhaftesten Werke dieses Malers. Sie gehört zu den belle donne, die kein Porträt im strengen Sinn darstellen, sondern ein Ideal der bellezza zur Anschauung bringen. Keine andere Stadt als Venedig hat diese Bildform im


Canaletto

Rembrandt van Rijn

Andrea Mantegna

Johannes Vermeer

Ansichten vom Canal Grande in Venedig

Die Entführung des Ganymed

Die Heilige Familie

Bei der Kupplerin

Herausgeber: Axel Börner und Andreas Henning für die Staat­lichen Kunstsamm­ lungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister 120 Seiten, etwa 100 Abb. Format 27 × 24 cm Klappenbroschur 18,90 € ISBN 978-3-940319-28-9

Herausgeber: Uta Neidhardt und Thomas Ketelsen für die Staatlichen Kunstsamm­ lungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister, Kupferstich-Kabinett 112 Seiten, 118 meist farbige Abb. Format 27  × 24 cm Klappenbroschur 18,90 € ISBN 978-3-937602-88-2

Herausgeber: Andreas Henning und Christoph Schölzel für die Staatlichen ­Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister 104 Seiten, 83 meist farbige Abb. Format 27 × 24 cm Klappenbroschur 18,90 € ISBN 978-3-937602-72-1

Herausgeber: Uta Neidhardt und Marlies Giebe für die Staatlichen Kunst­samm­ lungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister 104 Seiten, 124 meist farbige Abb. Format 27 × 24 cm Klappenbroschur 20 € ISBN 978-3-937602-26-4

Die Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden besitzt ein hochkarätiges Ensemble an Veduten, die der junge Canaletto um 1725 in Venedig schuf. Sie gehören zu den Höhepunkten in der Geschichte der Vedutenmalerei. Niemals wieder in seinem Leben hat Canaletto, der eigentlich Giovanni Antonio Canal (1697 – 1768) hieß, einen solch freien Pinselstrich verwendet, so malerisch das klare Licht der Lagunenstadt behandelt. Jüngst wurden mit Hilfe des J. Paul Getty Trust (Los Angeles) zwei Veduten von Canaletto restauriert, die die Mündung des Canal Grande zeigen.

Zu Rembrandts 400. Geburtstag veranstalteten die Gemäldegalerie Alte Meister und das KupferstichKabinett gemeinsam eine Aus­ stellung, in deren Mittelpunkt zwei Werke standen: das Gemälde »Die Entführung des Ganymed« von 1635 und die entsprechende Vorzeichnung zu diesem Werk im Besitz des Kupferstich-Kabinetts.

Andrea Mantegna war einer der führenden Meister der Frührenaissance in Oberitalien. Er starb vor 500 Jahren. Aus diesem Anlass widmete ihm die Gemäldegalerie Alte Meister eine Kabinettausstellung in der Reihe »Das restaurierte Meister­werk«. Im Zentrum steht »Die Heilige Familie«, ein heraus­ ragendes Spätwerk von Mantegna. Das Bild wurde 2001 restauriert. Erstmals sind jetzt wieder die farbliche Brillanz und zeichnerische Klarheit erlebbar. Gezeigt werden interessante Etappen der Restaurierung und Untersuchungen der ­Maltechnik, die im J. Paul Getty Museum in Los Angeles durchgeführt werden konnten.

Als Johannes Vermeer im Jahre 1556 sein großformatiges Vielfigurenbild »Bei der Kupplerin« fertigstellte, signierte und vermutlich als erstes Werk seiner Laufbahn auch datierte, war er seit drei Jahren selbständiger Meister der Delfter Lucasgilde. Nach seinen beacht­ lichen frühen Historienbildern trat mit der »Kupplerin« überraschend eine andere Bildgattung und eine neue Art des Sehens und Malens in den Mittelpunkt seines Schaffens.

Neben Künstlern wie Gaspar van Wittel und Luca Carlevarijs ist im Katalog auch Bernardo Bellotto vertreten, der fast 20 Jahre in Dresden für König August III. arbeitete und sich wie sein berühmter Onkel ebenfalls Canaletto nannte. Der Katalog behandelt in einzelnen Aufsätzen alle Themen der Ausstellung. Zudem erläutern Beiträge die Bedeutung der Staffage in Canalettos Veduten, die Verwendung der Camera obscura sowie das Kolorit in der venezianischen Malerei.

Die 2003 erfolgte Restaurierung des »Ganymed« durch die Restau­ ratorin Gerthilde Sacher ermöglichte neue ­Einsichten zur Arbeitsweise Rembrandts und förderte jahr­zehntelang verborgen gebliebene Malschichten wieder zutage. Der Vergleich mit der Vorzeichnung gestattet nun erstmals einen besonderen Einblick in den Entwurfs- und Arbeitsprozess des Künstlers.

Mantegna stellt eines der populärsten Motive der Zeit dar. Die Tradition der Andachtsbilder musste Innovationen geradezu heraus­ fordern. Dies macht ein Vergleich mit Werken von Botticelli, Lorenzo di Credi, Previtali, Giovanni Bellini und anderen Künstlern deutlich. Das außerordentliche künstlerische Niveau Mantegnas spiegelt sich auch in seiner Druckgrafik. Aus der Sammlung des Kupferstich-Kabinetts werden berühmte Blätter wie die »Grablegung Christi« oder der »Kampf der Seegötter« gezeigt.

Der Katalog beschreibt, wie mit der Restaurierung der »Kupplerin« der Entstehungsprozess dieses Bildes in Teilen offengelegt wurde. Es zeigt sich, dass Vermeer die Angebote und Möglichkeiten des Niederländischen Caravaggismus aufgriff und – soweit bekannt – ein einziges Mal in seiner Weise durchspielte. Sein Gemälde verkörpert einen der wohl wichtigsten Entwicklungsschritte seiner künstlerischen Laufbahn und öffnete ihm zugleich das Tor für eine Malweise, die mit den Stilprinzipien der »Kupplerin« nicht mehr viel gemein hat.

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Verborgene Pracht

Juden in Schwarzburg

Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale

Festschrift zu Ehren Prof. Philipp Heidenheims (1814 – 1906), Rabbiner in Sondershausen, anlässlich seines 100. Todestages

Herausgeber: Schlossmuseum Sondershausen Zwei Bände im Schuber Band I: Beiträge zur Geschichte der Juden Schwarzburgs 256 Seiten, 127 Abb. (s/w) Band II: Der jüdische Friedhof von Sondershausen 280 Seiten, 190 Abb. (s/w) Format 28 × 21 cm, Klappenbroschur, 39 € ISBN 978-3-937602-74-5

Von Anfang des 17. bis Mitte des 19. Jahrhunderts diente der Friedhof an der Königstraße in HamburgAltona Sefarden und Aschkenasen. Er ist wohl die größte Anlage neuzeitlicher jüdischer Grabmale in Deutschland.

Herausgeber: Michael Brocke, Salomon Ludwig Steinheim-Institut Duisburg, im Auftrag der Stiftung Denkmalpflege Hamburg 432 Seiten, etwa 496 Abb., farbig und s/w, Format 29 × 24 cm, Festeinband 39,80 € ISBN 978-3-940319-33-3

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Dieses Buch macht die »verborgene Pracht« des aschkenasischen Areals sichtbar. Im Spiegel der Grab­ inschriften wird Gemeinde-, Sozialund Kunstgeschichte lebendig, ­ausgewählte Stammbäume bedeutender Familien runden die Gesamtschau ab. So eröffnet sich erstmalig die Sicht auf die Epoche frommen und traditionellen, aber auch modernen Selbstbewusstseins, das jüdische Kaufleute, Rabbiner und Gelehrte der Elbestadt über Jahrhunderte entfalten konnten.

Schon im Mittelalter lebten Juden in Schwarzburg. Nach den Pest­ pogromen von 1349 waren sie für lange Zeit nur in wenigen Orten geduldet. Erst vom Ende des 17. Jahr­ hunderts an konnten sich jü­dische Gemeinden dauerhaft ­etablieren.

Bis ins 19. Jahrhundert hinein besaßen die Juden den Status von »Schutzbürgern« und waren einer diskriminieren­den Sonder­gesetz­ gebung unterworfen, ehe sie im Prozess einer langwierigen Gesetzesreform die vollen Bürgerrechte erlangten. Keine der schwarz­ burgischen Gemeinden hat den Holocaust überdauert. Als eines der letzten Zeugnisse ­jüdi­schen Lebens in Sondershausen versteckt sich im Wald oberhalb der Stadt der Friedhof der jüdischen Gemeinde. Dieser Ort birgt 250 Jahre Geschichte der Sondershäuser Juden: von seiner Anlage im Jahr 1699 bis zur Vertreibung und Vernichtung auch dieser Gemeinde im 20. Jahrhundert. In Band II der Publikation wurde der Versuch unter­nommen, die erhaltenen Grabinschriften zu lesen und sie durch Übersetzung und Kommentar einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.


Gründerzeit 1848 – 1871

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Fremde?

Keine Gewalt!

Deutsche und Polen Abgründe und Hoffnungen

Bilder von den »Anderen« in Deutschland und Frankreich seit 1871

Revolution in Dresden 1989

Herausgeber: Burkhard Asmuss und Bernd Ulrich im Auftrag der Stiftung Deutsches ­Historisches Museum, Berlin 272 Seiten, 200 meist farbige Abb. Format 24 × 17 cm, Broschur 20 € ISBN 978-3-940319-66-1

Herausgeber: Rosemarie Beier-de Haan und Jan Werquet im Auftrag der Stiftung Deutsches Historisches Museum, Berlin 360 Seiten, 268 teils farbige Abb. Format 28 × 21 cm, Broschur 38 € ISBN 978-3-940319-78-4

Herausgeber: Holger Starke im Auftrag des Stadtmuseums Dresden 216 Seiten, 114 z. T. farbige Abb. Format 28 × 21 cm, Broschur 19,90 € ISBN 978-3-940319-73-9

Herausgeber: Ulrike Laufer und Hans Ottomeyer, Deutsches ­Historisches Museum Berlin 560 Seiten, 583 farbige Abb. Format 30 × 24 cm, Festeinband 19,95 € ISBN 978-3-940319-29-6

Zwanzig Jahre nach den Ereignissen im Herbst 1989 widmet sich das Buch dem Heranreifen und dem Verlauf der Friedlichen Revolution in Dresden. Dabei werden der demokratische Umbruch in den Gesamtzusammenhang des gesellschaft­lichen Wandels in den letzten b ­ eiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts gestellt und das Werden einer neuen Dresdner Stadtgesellschaft beleuchtet. Hierbei wird erkennbar, dass die Bedeutung Dresdens für den Gesamtprozess des Gesellschaftswandels im Osten Deutschlands bislang weitgehend unterschätzt worden ist. Neben den Fachbeiträgen ver­leihen authentische Erfahrungs­berichte aus dem letzten Jahrzehnt der DDR sowie Erinnerungen von Protagonisten und Beteiligten der Fried­ lichen Revolution in Dresden dem reich illustrierten Band Lebendigkeit und Anschaulichkeit.

Die politische Enttäuschung über den Ausgang der bürgerlichen Revolution 1848/49 mündete in eine Phase immenser wirtschaftlicher Energie. Es kam zu zahlrei­chen Neugründungen noch heute bestehender und zu einem rasan­ten Aufschwung älterer Unter­nehmen. Aktiengesellschaften entwickelten sich, große Bankinstitute entstanden. Aus der Mangelgesellschaft der Restauration entstanden die Grundlagen nationalen Wohlstands. Noch vor der Reichsgründung 1871 hatte sich Deutschland reorganisiert und war auf dem Weg zu einer europäischen Wirtschaftsmacht. Dieser Themenband zur gleich­namigen Ausstellung behandelt den industriellen Aufschwung, die Entstehung einer neuen Warenwelt und zugleich den Forschritts­ eifer und die Lebensträume des unternehmenden Bürgertums zwischen Vormärz und Kaiserreich. Einen sehr anschaulichen Einblick geben neben Essays und Objekt­ beschreibungen auch Gründer­ biografien, Zitate und unterschiedlichste ­Abbildungen wie die zahlreichen Holzstich-lllustrationen aus der »Leipziger Illustrirten Zeitung«.

Das Deutsche Historische Museum Berlin widmet sich mit einer umfassenden Ausstellung der wechselhaften Geschichte der deutschpolnischen Beziehungen. Anlass ist der 70. Jahrestag des Überfalls auf Polen am 1. September 1939. Das Katalogbuch eröffnet mit den drei Teilungen Polens im ausgehenden 18. Jahrhundert und schlägt den Bogen über die blutige Besatzungspolitik Deutschlands bis zum heutigen Verhältnis der beiden Nachbarstaaten in der Europäischen Union. Dazwischen werden die zahlreichen Etappen der deutsch-polnischen Geschichte ausführlich erläutert: die deutsche Polen­begeisterung im Vormärz, das schwierige deutsch-polnische Verhältnis zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die gewaltsame Vertreibung der deutschen Bevöl­kerung aus den Gebieten östlich von Oder und Neiße sowie die deutsch-polnischen Beziehungen in der DDR und der Bundesrepublik in der Zeit des Kalten Krieges, an die sich die Phase der Entspannungspolitik anschloss.

Wer sind wir? – Wer die »Anderen«? Das sind Fragen, die nicht nur in der Entstehungszeit der Nationen im 19. Jahrhundert gestellt wurden. Auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts durchleben moderne Gesellschaften Prozesse, die nationale Identitäten in Frage stellen. Der Katalog zur gleichnamigen Ausstellung des Deutschen Historischen Museums in Berlin »Fremde? Bilder von den ›Anderen‹ in Deutschland und Frankreich seit 1871« reflektiert die Entstehung und Wirkung von Fremdbildern in beiden Ländern und zeigt, wie diese zur Konstruktion und Ver­festigung nationaler Selbstdefinitionen dienten. Zentrale Themen sind die Darstellung des »kolo­nialen Fremden«, Erscheinungs­for­men des Antisemitismus sowie Stereotype von Migranten. Weitere Schwerpunkte sind Fragen der Staatsangehörigkeit und das gegenwärtige Islambild.

Industrie & Lebensträume zwischen Vormärz und Kaiserreich

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11.09.2009

11:44 Uhr

e der SLUB

erausforderung. er Sächsischen Landesbibliothek. 2000

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Schriftenreihe der SLUB

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden

Zwischen Aufbruch und Agonie

_Umschlag.xpr

n: Schwarze Köpfe. Dresdner Scherenschnitte mann-Kohlmann. 2000

ie Anfänge des Buchdrucks in Dresden. 2000

rt de la fortification. d Festungskrieg vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. 2001

stin: Über Naumann, den guten Menschen stler. Ausstellungskatalog. 2001

er 1945–2000. eitsbibliothek Annemarie Verweyen. 2001

stin: Jüdisches Leben in Dresden. ässlich der Weihe der Synagoge. 2002

r Freundschaft Denkmal. Stammbücher und Poesiealben nderten im Bestand der SLUB. 2003

Dieter: Die Direktoren der Universitätsbibliothek 28 bis 1996. 2005

n: Julius Schnorr von Carolsfeld. nd Zeichnungen. Bestandskatalog. 2005

UB. Lexikon der Sächsischen Landesbibliothek – ersitätsbibliothek Dresden. 2006

Die Auktion der Dubletten der kurfürstlichen Bibliothek s 1777. 2006

antin: Die Bibliothek der Gehe-Stiftung in Dresden. 2006

Zwischen Aufbruch und Agonie. lerie Nord 1974 bis 1991. 2009

Nachlass Ernst Hassebrauks (1905 – 1974) in der SLUB Dresden g, erscheint 2009)

Gastronomica Walter Putz in der SLUB Dresden g, erscheint 2010)

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Julius Schnorr von Carolsfeld

Schriftenreihe der SLUB Nr. 10

Julius Schnorr von Carolsfeld, Druckgraphik und Zeichnungen Bestandskatalog der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und ­Universitätsbibliothek Dresden Stephan Seliger, mit Beiträgen von Thomas Bürger, Perk Loesch und Hansheinrich Schnorr von Carolsfeld 214 Seiten, 110 Abb. (s/w) Format 23,8 × 16,6 cm Klappen­broschur, 26 € ISBN 978-3-937602-53-0

der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden

LEXIKON

der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden

Das ABC der SLUB Lexikon der Sächsischen Landes­ bibliothek – Staats- und ­Universitätsbibliothek Dresden Herausgeber: Thomas Bürger und Konstantin Hermann 264 Seiten, 327 meist farbige Abb. Format 23,8 × 16,6 cm Klappen­broschur, 20 € ISBN 978-3-937602-69-1

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Zwischen Aufbruch und Agonie Schriftenreihe der SLUB Nr. 14

2009 entschloss sich Sigrid Walther, das Archiv der Dresdner Galerie Nord aus den 70er und 80er Jahren der SLUB anzuvertrauen. 14 Jahre hatte sie die Galerie geleitet und seit der Auflösung 1991 Korrespondenzen, Fotografien und Plakate gehütet. Die in diesem Band abgedruckten Fotografien – ergänzt durch Erinnerungen von Künstlern, Musikern und Dichtern – stehen symbolisch für das Alltagsleben der Kunst in der DDR, für engstirnige politische Auseinandersetzungen mit den Behörden genauso wie für tiefe Verbundenheit der Besucher mit den Künstlern und einen großen Zuspruch.

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden

Lexikon

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Die Dresdner Galerie Nord 1974 bis 1991

Zwischen Aufbruch und Agonie. Die Dresdner Galerie Nord 1974 bis 1991 Sigrid Walther 176 Seiten, 250 Abb. (s/w) Format 23,8 × 16,6 cm Klappen­broschur, 20 € ISBN 978-3-940319-76-0

Julius Schnorr von Carolsfeld

Das ABC der SLUB

Schriftenreihe

Mit der Schriftenreihe der SLUB ­sollen vor allem herausragende Nachlässe und Schenkungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden

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Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden



Zum Geleit S. 4



Lexikon S. 9



Zeittafel S. 252



Literatur S. 261



Autoren S. 263



Impressum S. 264

Musik und ihre Theorien Clemens Kühn zum 65. Geburtstag Herausgeber: Felix Diergarten, ­Ludwig Holtmeier, John Leight, Edith Metzner 280 Seiten, zahlr. Noten­beispiele Format 24 × 17 cm, Broschur, 18 € ISBN 978-3-942422-06-2 Dalcroze 2000 Herausgeber: S. Gies, C. Straumer, D. Zwiener 136 Seiten, 26 Abb. Format 24 × 17 cm, Broschur, 12 € ISBN 978-3-930382-83-5 Kurt Weill und das Musiktheater in den 20er Jahren Herausgeber: Michael Heinemann 104 Seiten, keine Abb. Format 24 × 17 cm, Broschur, 12 € ISBN 978-3-937602-05-9 W. A. Mozart La clemenza di Tito Herausgeber: Michael Heinemann 48 Seiten, 5 farbige Abb. Format 24 × 17 cm, Broschur, 6 € ISBN 978-3-937602-11-0 Dresden – Venedig Stationen einer musikgeschicht­ lichen Beziehung Herausgeber: Michael Heinemann 80 Seiten, 2 farbige Abb. Format 24 × 17 cm, Broschur, 10 € ISBN 978-3-937602-23-3 Wilhelm Friedemann Bach Der streitbare Sohn Herausgeber: Michael Heinemann und Jörg Strodthoff 120 Seiten zahlreiche Notenbeispiele Format 24 × 17 cm, Broschur, 12 € ISBN 978-3-937602-52-3 Wilfried Krätzschmar Perspektiven seines Schaffens Herausgeber: Jörg Peter Hiekel 94 Seiten, zahlreiche Noten­beispiele Format 24 × 17 cm, Broschur, 12 € ISBN 978-3-937602-55-4

Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden 1856 – 2006 Herausgeber: Manuel Gervink 120 Seiten, 64 Abb. (s/w) Format 24 × 17 cm, Broschur, 12 € ISBN 978-3-937602-57-8 Dmitri Schostakowitsch Das Spätwerk und sein zeitgeschichtlicher Kontext Herausgeber: Manuel Gervink, Jörn Peter Hiekel 218 Seiten, 1 Abb., zahlreiche ­Notenbeispiele Format 24 × 17 cm, Broschur, 15 € ISBN 978-3-937602-89-9 Märchenoper Ein europäisches Phänomen Herausgeber: Matthias Herrmann, Vitus Froesch 136 Seiten, 4 Abb., zahlreiche Notenbeispiele Format 24 × 17 cm, Broschur, 12 € ISBN 978-3-940319-14-2 Robert Schumanns »Welten« Herausgeber: Manuel Gervink, Jörn Peter Hiekel 152 Seiten, 9 Abb., zahlreiche Notenbeispiele Format 24 × 17 cm, Broschur, 12 € ISBN 978-3-940319-13-5 Systeme der Musiktheorie Herausgeber: Clemens Kühn, John Leigh 132 Seiten, zahlreiche Noten­beispiele Format 24 × 17 cm, Broschur, 12 € ISBN 978-3-940319-64-7


Die Orgeln Gottfried Silbermanns

Die GottfriedSilbermann-Orgel der Petrikirche zu Freiberg Entstehung · Veränderung · Rekonstruktion Herausgeber: Berit Drechsel, für die Ev.-Luth. Kirchgemeinde 92 Seiten, 84 meist farbige Abb. Format 28 × 21 cm, Klappenbroschur 15 € ISBN 978-3-940319-02-9 Die Gottfried-Silbermann-Orgel der Freiberger Petrikirche ist das größte zweimanualige Instrument des berühmten sächsischen Orgelbaumeisters. Fast zeitgleich mit der Orgel der Dresdner Frauenkirche entstanden, wurde sie am Reformationsfest 1735 geweiht. Beide Instrumente verband neben zahlreichen baulichen Parallelen auch eine identische Disposition des Hauptwerkes. Wie fast alle historischen Orgel­instrumente erfuhr die Freiberger Petriorgel im Laufe der Jahrhunderte substanziell einschnei-

dende Ver­änderungen. Ziel der 2006/07 durchgeführten Restaurierungs- bzw. Rekonstruktionsarbeiten war es, sich den ursprünglichen Inten­tionen Silbermanns wieder weit­gehend anzunähern. Von besonderer Bedeutung sind die während der Arbeiten zutage getretenen Funde. So lagen in den Pedalwindladen zahlreiche Dokumente aus der Entstehungszeit der Orgel, die auch zu anderen Instrumenten Silbermanns neue Fakten lieferten. Zudem zeig­ten sich bei zwei Registern Markierungen, die Rückschlüsse auf die ursprünglich von Gottfried Silbermann gelegte Stimmung erlauben. Für die Forschung sind diese Hinweise ein bedeutender Impuls für die künftige Auseinandersetzung mit Temperierungsfragen.

3. überarbeitete und ergänzte A ­ uflage Text von Frank-Harald Greß Mit einem Essay von Joachim Menzhausen Fotografien von Michael Lange 184 Seiten, 130 meist farbige Abb. Format 31 × 24 cm Festeinband mit Schutzumschlag 38 € ISBN 978-3-930382-50-7 Sachsen zählte im Barock zu den ökonomisch und kulturell führenden europäischen Ländern. Ver­ wurzelt in höfischer Musikkultur und protestantischen Traditionen entfaltete sich auch eine vielfältige, landesweite Musikpflege. Mit ­Gottfried Silbermann erreichte schließlich auch der sächsische ­Instrumentenbau eine sprichwört­ liche Verfeinerung der Musikalität. Der Autor des repräsentativen Bandes, Prof. Frank-Harald Greß, einer der besten Kenner sächsischer Orgeln, arbeitete in enger Abstimmung mit der Silbermann-Gesell­­ schaft an dieser modernen Gesamtdarstellung. Eingeleitet wird das Buch mit einem Essay von Dr. Joachim Menzhausen über die sächsische Kunst des 18. Jahrhunderts. Ihm folgt eine ausführliche Dar­ stellung des Lebens Gottfried Silbermanns und des Erfolges seiner schon zu Lebzeiten berühm­ ten Orgelwerkstatt. Allen nach­ weisbaren Orgeln des Meisters, auch den meisten nicht erhaltenen, ist ein »Porträt« in Wort und Bild gewidmet. Großformatige Fotos des Dresdner Fotografen Michael Lange bringen dem Betrachter die barocke Pracht der Prospekte nahe.

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Aus dem Deutschen Uhrenmuseum Glashütte

»Eine Uhr am Körper zu tragen ...«

Herbert Dittrich Herausgeber: Stiftung Deutsches Uhrenmuseum Glashütte in deutscher und englischer Sprache Format 25,5 × 25,5 cm, Klappenbroschur 29,80 € je Band

500 Jahre neues Zeitgefühl

Band I

Band III

Die Messung des Augenblicks

Erfinder und Visionäre

Wie die genaue Zeit nach Glashütte kam

Die Pioniere der Präzisionsuhren-Herstellung in Dresden und ­Glashütte

120 Seiten, 60 teils farbige Abb. ISBN 978-3-940319-37-1

160 Seiten, 90 teils farbige Abb. ISBN 978-3-940319-40-1

Band II

Band IV

Die Kunst der Genauigkeit

Der Beginn einer Tradition

Die Wurzeln der Präzisions­-­ uhren-Herstellung in Sachsen

Die ersten 50 Jahre Präzisionsuhren-Herstellung in Glashütte von 1845 bis 1895

120 Seiten, 50 teils farbige Abb. ISBN 978-3-940319-39-5

176 Seiten, 200 teils farbige Abb. ISBN 978-3-940319-67-8

Für das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte erscheint eine exklusive Schriftenreihe zur Geschichte der Glashütter Uhrmacherkunst. Sie umfasst bisher vier reich bebilderte, zweisprachige Bücher (dt. und engl.). Diese enthalten viele Fakten und Hintergrundinformationen rund um das Thema Zeitmessung und Uhrenindustrie in Glashütte. Wo konnte man die genaue Zeit bestimmen und wie kam sie nach Glashütte? Wer waren die Menschen, die sich plötzlich in dieses fremde Wissen einarbeiten konnten? Gegenständlich und urkundlich exakt werden große Ereignisse geschildert, wie die Gründung der Uhrenmanufakturen in der alten, verarmten Bergstadt Glashütte oder der Alltag bei der Herstellung der verschiedenen Uhren.

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Michael Kicherer, Sven Riesel Herausgeber: Stiftung Deutsches Uhrenmuseum Glashütte – Nicolas G. Hayek 80 Seiten, 60 meist farbige Abb. Format 32 × 21,5 cm, Klappen­ broschur 24,80 € ISBN 978-3-942422-07-9 Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurden mechanische Uhren zum ersten Mal in einer solchen Größe hergestellt und mit bestimmten technischen Merkmalen ausgestattet, dass sie am Körper getragen werden konnten. Der Zweck, die Gestaltung und die Bedeutung der tragbaren Uhren standen stets in Wechselwirkung mit kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte zeigt in einer Sonder­ ausstellung markante Momente dieser Interaktion zwischen Uhr und Mensch. Mechanische tragbare Uhren waren immer mehr als nur zweckgebundene Zeitmesser. Nicht selten sollte eine tragbare Uhr weniger die Zeit, als viel mehr den sozialen Status ihres Trägers oder dessen indivi­duel­len Stil anzeigen: »Eine Uhr am Körper zu tragen ...« – seit 500 Jahren ein neues Zeitgefühl.


erfolgreichen Kamera- und Kinoindustrie Dresdens. Dr. Gerhard Jehmlich war über lange Zeit Leiter der Forschung und Entwicklung des VEB Pentacon. Auf der Basis von Archivstudien und Zeitzeugenerinnerungen erörtert er die Innovationen in Technik und Fertigung sowie die ökonomischen Erfolge des Unternehmens, aber auch die Hemmnisse durch zentralistische Wirtschaftsführung, fehlende Ressourcen und die Restriktionen des Kalten Krieges. Eingebettet ist diese Darstellung in einen Abriss der Geschichte der Dresdner Kameraindustrie und einen Ausblick auf die Aus- und Neugründungen nach der Liquidation des Kombinates durch die Treuhand. So wird beispielhaft das differenzierte Bild eines bedeutenden Industriebetriebes der DDR gezeichnet – und von der Lebensleistung seiner Beschäftigten berichtet.

SANDSTEIN VERL AG

Der VEB Pentacon Dresden

Der  VEB  Pentacon Dresden Der Volkseigene Betrieb VEB Pentacon steht für die Nachkriegsepoche der international

Geschichte der Dresdner Kamera- und Kinoindustrie nach 1945 Gerhard Jehmlich

Gerhard Jehmlich Herausgeber: Neue Photographische Gesellschaft in Sachsen e. V. 280 Seiten, ca. 300 teils farbi­ge Abb. Format 28 × 24 cm, ­Festeinband 29,90 € ISBN 978-3-940319-75-3

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978-3-940319-75-3

Die Wilsdruffer Vorstadt

Der VEB Pentacon Dresden

Aus der Geschichte eines Dresdner Stadtteils

Geschichte der Dresdner Kameraund Kinoindustrie nach 1945

Autorin und Herausgeberin: Annette Dubbers Erschienen im Verlag A. Dubbers in Kooperation mit dem Sandstein Verlag 72 Seiten, 250 meist farbige Abb. Format 31 × 24 cm, Broschur 11,80 € ISBN 978-3-937199-40-5 Die Wilsdruffer Vorstadt ist der 16. Stadtteil, der in dieser Reihe vorgestellt wird. Die Bücher wollen anhand von Text und Abbildungen Geschichte erlebbar machen, zum Verstehen des Stadtteils beitragen und Erinnerungen wecken. Die Wilsdruffer Vorstadt und in diese übergehend die Seevorstadt/ West ist das Territorium, das einst westlich an den Festungsring grenzte. Heute ist es das Gebiet zwischen Neuer Terrasse, Postplatz, Marienstraße, Budapester Straße und dem Bahnbogen, an dessen Strecke sich die Ammon- und die Könneritzstraße schmiegen. Es ist ein Stadtteil mit Wohngebieten, Dienstleistungs-, Kultur- und Bildungseinrichtungen, dem seine Ursprünge nicht mehr anzusehen sind. Auch das und vieles mehr macht die Beschäftigung mit diesem Stadtteil spannend. Die Publikation zeichnet ein plastisches Bild von den Anfängen der Vorstadt bis ins Jetzt.

In dieser Reihe sind erschienen: ■ Die Altstadt 15,80 € ISBN 978-3-937199-36-8 ■ Die Äußere Neustadt 12,50 € ISBN 978-3-973602-71-4 ■ Blasewitz 12,50 € ISBN 978-3-937602-91-2 ■ Gorbitz 9,50 € ISBN 978-3-930382-64-4 ■ Die Innere Neustadt 11,80 € ISBN 978-3-937199-31-3 ■ Johannstadt (vergriffen) ISBN 978-3-930382-32-3 ■ Klotzsche 11,80 € ISBN 978-3-937199-39-9 ■ Leuben (vergriffen) ISBN 978-3-937199-33-7 ■ Loschwitz 9,80 € ISBN 978-3-937199-30-6 ■ Pieschen 9,50 € ISBN 978-3-930382-59-0 ■ Plauen 11,80 € ISBN 978-3-937199-34-4 ■ Strehlen 11,80 € ISBN 978-3-937199-38-2 ■ Striesen 12,50 € ISBN 978-3-937602-90-5 ■ Die Südvorstadt 11,80 € ISBN 978-3-937199-32-0 ■ Zschertnitz 9,50 € ISBN 978-3-930382-97-2

Der volkseigene Betrieb VEB Pentacon steht für die Nachkriegsepoche der international erfolgreichen Ka­mera- und Kinoindustrie Dresdens. Dr. Gerhard Jehmlich war über lange Zeit Leiter der Forschung und Entwicklung des VEB Pentacon. Auf der Basis von Archivstudien und Zeitzeugenerinnerungen erörtert er die Innovationen in Technik und Fertigung sowie die ökonomischen Erfolge des Unternehmens, aber auch die Hemmnisse durch zentra­ listi­sche Wirtschaftsführung, feh-

lende Ressourcen und die Restrik­ tio­nen des Kalten Krieges. Eingebettet ist diese Darstellung in einen Abriss der Geschichte der Dresdner Kamera­industrie und einen Ausblick auf die Aus- und Neugrün­ dungen nach der Liquidation des ­Kombinates durch die Treuhand. So wird beispielhaft das differenzierte Bild eines bedeutenden Industriebetriebes der DDR gezeichnet – und von der Lebensleistung seiner Beschäftigten berichtet.

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Der Große Garten zu Dresden

Die Frauenkirche zu Dresden

Gartenkunst in vier Jahrhunderten

Geschichte und Wiederaufbau

Herausgeber: Sächsische Schlösserverwaltung Fotos von Frank Höhler 176 Seiten, 131 meist farbige Abb. Format 31 × 24 cm, Festeinband mit Schutzumschlag 18 € ISBN 978-3-930382-51-4

Herausgeber: Stiftung Frauenkirche Dresden Text: Andreas Friedrich Fotos: Jörg Schöner 132 Seiten, 198 meist farbige Abb. Format 28 × 16,5 cm Klappenbroschur, 15 € ISBN 978-3-937602-47-9 außerdem in englischer Sprache: ISBN 978-3-937602-48-6

Mit Parkeisenbahn, Zoo, Gondelteich, Freilichtbühne und gar einer Autofabrik mag der Große Garten im Zentrum Dresdens leicht den Eindruck »durchgrünter Beliebigkeit« hinterlassen – wäre da nicht der faszinierende Bau des Palais’ mit seinen kultivierten Grünanlagen. Die Leuchtkraft dieses einma­ ligen Ensembles ist ungebrochen. Einst war es das Herzstück eines barocken Gesamtkunstwerkes von europäischem Format.

Dessen wandlungsvolle Geschichte in Garten­kunst und Architektur stellt dieses Buch erstmals zusammenhängend dar – seine prägenden Gestalter Karcher und Bouché, die Feste und die Zerstörungen, seinen reichen Skulpturenschmuck und die vielen Restaurierungsbemühungen. Eine Fülle historischen Bildmaterials macht die weithin unbekannte Entwicklung ebenso anschaulich wie die Fotos von Frank Höhler, welche die stillen Schönheiten des heutigen Parks ins Bewusstsein rufen.

Sie ist Gotteshaus und historisches Baudenkmal, Mahnmal und zugleich eine der bekanntesten Dresdner Sehenswürdigkeiten: die Frauenkirche. Die außerordentliche Leistung des authentischen Wiederaufbaus der Frauenkirche nach ihrer fast vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wird gelegentlich als das »Wunder von Dresden« bezeichnet.

Mit diesem Band gibt die Stiftung Frauenkirche Dresden eine Kompaktausgabe der opulenten Baumonografie »Die Frauenkirche zu Dresden – Werden, Wirkung, Wiederaufbau« heraus. Der erste Teil widmet sich dem Baugeschehen im 18. Jahrhundert, während der zweite sich mit dem Wiederaufbau befasst. Die vom Autor Andreas Friedrich zusammengefassten Inhalte basieren auf den Texten von Spezialisten, die in Vorbereitung, Planung und Baudurchführung maßgeblich eingebunden waren.

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Ballhäuser in Dresden

Gartenstadt Hellerau

Herausgeber: Balance Film GmbH 2., vollkommen überarbeitete und erweiterte Auflage mit Fotos von Ralf Kukula und einem Text von Volker Helas 204 Seiten, 370 meist farbige Abb. Format 15,6 × 30 cm, Festeinband mit Schutzumschlag, 25 € ISBN 978-3-940319-15-9

Herausgeber: Ralph Lindner und Hans-Peter Lühr 224 Seiten, 296 meist farbige Abb. Format 24 × 30 cm Festeinband 28 € ISBN 978-3-940319-30-2

Tanzen und Schwofen war um die Jahrhundertwende die Nr.  1 unter den Freizeitvergnügen. Allein in Dresden gab es dafür vor dem Ersten Weltkrieg 155 »Etablissements« mit Sälen voller Lüster, Stuck und Plüsch, ja sogar mit künstlichem Alpen­ glühen. Ralf Kukula hat seit den 1990er Jahren ihren morbiden Charme oder auch erneuerten Glanz fotografiert und historische Fotos eins­ti­ger Pracht und Ballherrlichkeit

Die Geschichte ihrer Bauten

dane­ben­gestellt. Volker Helas fand viel Wissenswertes über die unter­ gegangene Tanzkultur und die ­Ge­­schichte der Dresdner Ballhäuser heraus. Am Ende des Buches sind alle einstigen Ballhäuser, die sich im heutigen Stadtgebiet Dresdens befinden, in Wort und Bild dokumentiert. Entstanden ist ein opulenter Bild-Text-Band zu einem Kapitel deutscher Kulturgeschichte vom Anfang des 20. Jahrhunderts.

In dem beachtlichen Quantum von Hellerau-Literatur fehlte bisher ein für die Gartenstadt grundlegender Aspekt – ihre architektonische ­Ausprägung. Nun geben namhafte Autoren in zwölf Essays ihre differenzierte Sicht auf dieses »Phänomen Hellerau«, dessen Städtebaugeschichte in drei großen Phasen zu sehen ist: die Frühgeschichte bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges, die Gartenstadterweiterung der zwanziger Jahre und die Neubau- und Sanierungsprojekte der Gegenwart. Mit Architekten wie Richard Riemerschmid, Hermann Muthesius und Heinrich Tessenow hat die Entstehung Helleraus im Geist der Reformbewegung namhafte Künstler der deutschen Baugeschichte im 20. Jahrhundert vorzuweisen. Tessenows furioses Festspielhaus und Riemerschmids gediegene Deutsche Werkstätten gelten heute als die wichtigsten Beiträge der Gartenstadt zur Architektur­ geschichte.

Mit Texten zur Gartengestaltung und dem Denkmalpflege- und Erweiterungsprogramm nach 1990 schlägt der Band den Bogen zur Gegenwart. Aufsätze über die europäische Gartenstadtbewegung, die Geschichte der deutschen Werkstätten und die große künstlerische Strahlkraft Helleraus geben dem Architekturpanorama eine übergreifende kulturgeschichtliche Dimension. So entsteht eine »Bilanz nach 100 Jahren«, in der die avantgardistischen wie die konservativen Momente des Reformexperimentes Hellerau gleichermaßen zur Sprache kommen.

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Torgau

Das Wunder von Leinefelde

Stadt der Renaissance

Eine Stadt erfindet sich neu

Herausgeber: Tilmann von Stockhausen für die Staatlichen Kunst­ sammlungen Dresden 188 Seiten, 290 meist farbige Abb. Format 28 × 16,5 cm Klappenbroschur 15 € ISBN 978-3-940319-69-2

Torgau zählt zu den eindruckvollsten Renaissancestädten in Deutschland. Zahlreiche Bauten haben sich aus dem 16. Jahrhundert erhalten. Die historische Altstadt ist Zeugnis einer Zeit, in der Torgau als die wichtigste sächsische Residenzstadt europäische Bedeutung hatte. In Torgau residierten die sächsischen Kurfürsten. Vom Glanz des 16. Jahrhunderts kann man in der

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Herausgeber: Wolfgang Kil, Ulrike Steglich und Iris Reuther für die Stadt Leinefelde-Worbis 164 Seiten, 148 meist farbige Abb. Format 25 × 21 cm, Festeinband 25 € ISBN 978-3-937602-94-3 außerdem in englischer Sprache: ISBN 978-3-940319-38-8

Renaissancestadt noch an vielen Orten großartige Zeugnisse vor­ finden. Wissenschaftler und Restaura­toren geben Ein­blicke in den aktuellen Stand der ­Forschung zu den bedeutendsten Bauten der Elbestadt. Im Anhang schildert ein umfassender Katalogteil in Kürze etwa 50 interessante Gebäude sowie architektonische Details ­Torgaus.

Die Botschaft, die von Leinefelde ausgeht, ist alles andere als deprimierend: Es geht auch ohne Wachstum! Der Verzicht auf ein ewiges »Höher, schneller, weiter« kann sogar zu neuen, erfreulichen, bereichernden Lebensumständen führen. Eine positive Entwicklung von Städten ist nicht ausschließlich an erweiterte Siedlungsflächen oder Zuwächse an Einwohnern und Geschäften gekoppelt. Wem in Ostdeutschlands Städten die nicht enden wollenden Abrissszenen aufs Gemüt schlagen, der kann sich an Leinefelde wieder aufrichten. Die neue, verkleinerte Südstadt ist kein Archipel auseinanderdriftender Wohninseln und kein verwilderndes Biotop. Natürlich lassen sich lebendige Erinnerungen an das heroische Zentrum der Textil­industrie weder verdrängen noch begraben, doch der Blick auf das Leinefelde von heute kann einem Leben nach der »Spinne« sehr wohl Idee und Richtung geben.

Was von schrumpfenden Städten nach eher willkürlich vollzogenem Rückbau übrigbleibt, ergibt vielerorts ein bedrückendes Bild. Doch durch entschlossenes Handeln lassen sich unvermeidliche Schrumpfungsfolgen wie Entdichtung, Entschleunigung, Unterauslastung und Rentabilitätsverlust in ihren schädlichen Auswirkungen eindämmen und durch andere Qualitäten aufwiegen. Das hat Leinefelde beim Rückbau seiner Südstadt wie in einem großen Laborexperiment vorgeführt.


Lernräume

600 Jahre Universität Leipzig

Erleuchtung der Welt

Von der Landesschule Dresden zur Akademie

Sachsen und der Beginn der modernen Wissenschaften

Herausgeber: Deutsche Gesetzliche Unfall­ versicherung e. V. (DGUV) Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand 184 Seiten, 155 meist farbige Abb. Format 23,5 × 28,5 cm, Festeinband 24 € ISBN 978-3-940319-77-7 Wechselvoller könnte die Historie des Geländes im Dresdner Norden kaum sein. Von Heinrich Tessenow und Oskar Kramer in den 1920er Jahren als Landesschule Dresden in Klotzsche erbaut, wurde die Anlage auf dem Thümmelsberg nach 1934 als Nationalpolitische Erziehungsanstalt missbraucht und später als Standort des sowjetischen Militärs genutzt. Heute befindet sich hier eine Akademie der Deutschen

Gesetzlichen Unfallversicherung. Dieses Buch, das Chronik und Bildband vereint, beleuchtet die Geschichte des außerge­wöhnlichen Gebäudekomplexes erstmals in ihrer Gesamtheit. Aufschlussreiche Texte sowie Bilder des Alltags und der Architektur geben Einblicke in das Leben damals und heute – und beschreiben damit ein bemerkenswertes Kapitel deutscher und Dresdner Geschichte. Aus Anlass einer Jubiläumsaus­ stellung erschienen zwei Publika­ tionen, die die Geschichte der Universität Leipzig und die Herausbildung der modernen Wissenschaften im Zeitalter der Aufklärung zum Thema haben. »Wissen« war das Schlagwort der Aufklärung, überholte Traditionen sollten kritisch gesichtet werden. Die beiden Bände veranschaulichen an aussagekräftigen Beispielen, wie in der Aufklärung die Grundlagen für unsere moderne Gesellschaft gelegt wurden. Mitteldeutschland, Sachsen und die Leipziger Universität waren das Zentrum dieser Entwicklung. Sie prägten nachhaltig deutsche und europäische Wissenschaftsgeschichte.

Essayband Herausgeber: Detlef Döring und Cecilie Hollberg im Auftrag der Universität Leipzig 384 Seiten ca. 350 farbige Abb. Format 28 × 23,6 cm Klappenbroschur, 5,95 € ISBN 978-3-940319-60-9 Katalog Herausgeber: Detlef Döring, Rudolf Hiller von Gaertringen, Cecilie Hollberg, Volker Rodekamp im Auftrag der Universität Leipzig 478 Seiten ca. 600 farbige Abb. Format 28 × 23,6 cm Klappenbroschur, 5,95 € ISBN 978-3-940319-61-6

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Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen Jahrbücher

Herausgeber: Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen Format 29 × 22,5 cm Klappenbroschur/Broschur je 15 € Jahrbuch 2002 184 Seiten, 178 meist farbige Abb. ISBN 978-3-937602-06-6 Jahrbuch 2003 216 Seiten, 198 meist farbige Abb. ISBN 978-3-937602-14-1 Jahrbuch 2004 236 Seiten, 223 meist farbige Abb. ISBN 978-3-937602-33-2 Jahrbuch 2005 224 Seiten, 204 meist farbige Abb. ISBN 978-3-937602-73-8 Jahrbuch 2006 232 Seiten, 243 meist farbige Abb. ISBN 978-3-937602-97-4 Jahrbuch 2007|08 218 Seiten, 222 meist farbige Abb. ISBN 978-3-940319-32-6 Jahrbuch 2009 220 Seiten, 288 meist farbige Abb. ISBN 978-3-940319-87-6 Sachsens tausendjährige Geschichte spiegelt sich am eindrucksvollsten in seinen Schlössern, Burgen und historischen Gärten. Die Jahrbücher präsentieren neueste Forschungen zur Landes-, Architektur- und Baugeschichte, zu Kunstwerken und historischen Persönlichkeiten. Außerdem vermitteln sie Ergebnisse von Restaurierungen und Informationen über Ausstellungen sowie die aktuellen Entwicklungen.

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China in Schloss und Garten Chinoise Architekturen und Innenräume

Herausgeber: Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen ca. 208 Seiten, ca. 250 meist farbige Abb. Format 29 × 22,5 cm, Broschur 25 € ISBN 978-3-942422-21-5 Erscheint Mitte Dezember 2010 Schloss Pillnitz war im Herbst 2008 Veranstaltungsort eines internationalen Symposiums zur Chinoiserie – einer Richtung europäischer Kunst, die sich an chinesischen Vorbildern orientiert. Thematisiert werden die Chinoiserie als kulturhistorisches Phänomen, die ostasiatischen und europäischen Vorbilder und ihre Wechselwirkungen, Lack­kabinette in Deutschland und Ungarn, William Chambers Wirkung in Europa sowie Japonerie und Chinoiserie in Sachsen. Der Band leistet einen fundierten Beitrag zur Erforschung der chinesischen Einflüsse in Schloss und Garten.

Schlossbau der Spätgotik in Mitteldeutschland Tagungsband

Herausgeber: Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen in Zusammen­arbeit mit dem Kuratorium Schloß ­Sachsenburg e. V. und der Deutschen Burgenvereinigung e. V., Landesgruppe Sachsen 192 Seiten, 300 meist farbige Abb. Format 29 × 22,5 cm, Broschur 25 € ISBN 978-3-940319-23-4

2002 begannen im Schloss Sachsenburg bei Frankenberg/Sa. umfangreiche Untersuchungen zur Baugeschichte. Die durch das Kuratorium Schloß Sachsenburg e. V. angestoßenen Arbeiten führten zu überaus bedeutenden Erkenntnissen, die den Anlass boten, 2006 ein Symposium zum Schlossbau in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in Mitteldeutschland auszurichten. Damit ergab sich auch die Möglichkeit, die in zahlreichen anderen mitteldeutschen Schlössern neu erzielten Forschungsergebnisse vorzustellen. Dieser reich bebilderte Band präsentiert die Beiträge der namhaftesten zur Thematik forschenden Wissenschaftler.

Wilhelm der Einäugige Markgraf von Meißen (1346 – 1407)

Herausgeber: Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen in Zusammen­arbeit mit dem Verein für sächsische Landesgeschichte e. V. 200 Seiten, 300 meist farbige Abb. Format 29 × 22,5 cm, Broschur 25 € ISBN 978-3-940319-59-3 Das 600. Todesjahr von Markgraf Wilhelm von Meißen war Anlass für eine Tagung über diesen Herrscher, der in der sächsischen Historio­grafie bisher zu den am wenigsten beachteten Regenten des wettinischen Hauses gehört. Die Burg Mildenstein bot für die Veranstaltung im Herbst 2007 den idealen Rahmen, da das Erscheinungsbild der Burg in den Jahrzehnten um 1400, also im Zeitalter des Markgrafen Wilhelm, entscheidend geprägt wurde. Namhafte Historiker, Kunst­ historiker, Architekten und Restauratoren hinterfragten in ihren Beiträgen die Bedeutung des Markgrafen Wilhelm von Meißen.


Der vorliegende Band zur Sonderausstellung »Kunst oder Kommerz? Meissener Porzellan im 19. Jahrhundert« erscheint anlässlich des 300. Jubiläums der Gründung der Meissener Porzellanmanufaktur auf der Albrechtsburg in Meißen. In ihm wird der aufregende Weg des Meissener Porzellans im 19. Jahrhundert nachgezeichnet, der nach dem künstlerischen Niedergang und einem dramatischen Verkaufseinbruch unumgänglich für das traditionelle Unternehmen war. Mit neuen künstlerischen und

zurückerobern und bis in die heutigen Tage hinein behaupten. Die Broschüre enthält darüber hinaus ein informatives Glossar der einschlägigen Techniken.

Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen Sandstein Verlag

Ledertapeten Bestände, Erhaltung und Restaurierung

Herausgeber: Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen 188 Seiten, 245 meist farbige Abb. Format 29 × 22,5 cm, Broschur 25 € ISBN 978-3-937602-25-7

Anlässlich des 300. Jubiläums der Gründung der Meissener Porzellanmanufaktur auf der Albrechtsburg in Meißen geben die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen zwei Publikationen heraus: Kunst oder Kommerz? Meissener Porzellan im 19. Jahrhundert 132 Seiten, ca. 130 farbige Abb. Format 28 × 21 cm Klappenbroschur 14,90 € ISBN 978-3-940319-95-1

Seitdem August der Starke Schloss Moritzburg bei Dresden umbauen und neu ausstatten ließ, befindet sich hier der weltweit größte Originalbestand an Goldledertapeten des Hochbarock. Aus Anlass der Wiedereröffnung des ersten restaurierten Tapetenraumes fand in Moritzburg 2003 ein Symposium statt, auf dem die historische Entwicklung dieser luxuriösen Raumdekoration des 16. bis 18. Jahrhunderts erörtert wurde.

Experiment und Produktion Die Albrechtsburg als erste ­Porzellanmanufaktur Europas 96 Seiten, ca. 105 farbige Abb. Format 28 × 21 cm Klappenbroschur 14,90 € ISBN 978-3-940319-94-4

Kunst oder Kommerz?

Manufaktur ihre führende Weltmarktstellung

Meissener Porzellan im 19. Jahrhundert

technologischen Strategien konnte die

Kunst oder Meissener Porzellan im 19. Jahrhundert

Kommerz?

Kunst oder Kommerz?

Experiment und Produktion

Meissener Porzellan im 19. Jahrhundert

Die Albrechtsburg als erste Porzellanmanufaktur Europas

Der Band zur Sonderausstellung »Kunst oder Kommerz? Meissener Porzellan im 19. Jahrhundert« erscheint anlässlich des 300. Jubiläums der Gründung der Meissener Porzellanmanufaktur auf der Albrechtsburg in Meißen. In ihm wird der aufregende Weg des Meissener Porzellans im 19. Jahrhundert nachgezeichnet, der nach dem künstle­ rischen Niedergang und einem ­dramatischen Verkaufseinbruch unumgänglich für das traditionelle Unternehmen war. Mit neuen künstlerischen und technologischen Strategien konnte die Manufaktur ihre führende Weltmarktstellung zurückerobern und bis in die heutigen Tage hinein behaupten. Die Broschüre enthält darüber hinaus ein informatives Glossar der einschlägigen Techniken.

Ein größerer Gegensatz ist wohl kaum vorstellbar: Der erste Schlossbau Deutschlands, wuchtig, monumental, steinern, beherbergte die erste Porzellanmanufaktur Europas. 1710 begann eine Epoche intensiver Nutzung. Hier »laborierten« der Alchimist Johann Friedrich Böttger, der Universalgelehrte Ehrenfried Walther von Tschirnhaus und der Bergbauexperte Pabst von Ohain gemeinsam mit Hüttenfachleuten und begann mit der Herstellung von Porzellan. Amüsante Interviews geben Einblicke in zahlreiche Aspekte der Porzellan­geschichte, in Chinoiserie, die Begeisterung Europas für asiatische Artefakte, in höfische Tischsitten und den Traum vom Porzellanschloss sowie in ökonomische und technische Fragen.

Dieser Band präsentiert die im In- und Ausland bewahrten Bestände sowie deren Erhaltung und Restaurierung.

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Signifikante Signaturen 4 × junge Kunst

Die Edition unternimmt eine Ent­ deckungsreise durch die Gegenwartskunst der neuen Bundes­ länder. Jährlich werden vier Künstler aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und MecklenburgVorpommern vorgestellt, denen jeweils ein Einzelkatalog gewidmet ist und die im gemeinsamen Schuber ein informatives Paket zum Stand der Dinge liefern sollen.

2009 Schuber ISBN 978-3-940319-84-5 Kathrin Harder ISBN 978-3-940319-80-7 Jan Brokof ISBN 978-3-940319-82-1

So entsteht ein handliches Kom­­ pendium, das verschiedenste ­Haltungen und Arbeitsweisen einem größeren Publikum zugänglich macht. Die Individualität der Handschriften wird durch die jeweils besondere, werkbezogene Gestaltung der einzelnen Bücher unterstrichen.

Johannes Nagel ISBN 978-3-940319-83-8

1999

Iris Thürmer ISBN 978-3-930382-58-3

Sophia Schama ISBN 978-3-930382-74-3

Schuber (vergriffen)

Anna Franziska Schwarzbach (vergriffen)

Susanne Ramolla ISBN 978-3-930382-27-9

Hans-Wulf Kunze Landschaft und Porträt ISBN 978-3-930382-57-6

Thomas Blase Malerei ISBN 978-3-930382-76-7

¿

Klaus Walter ISBN 978-3-940319-81-4

Die Reihe »Signifikante Signaturen« wird gefördert und herausgegeben von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.

Vier Künstlerkataloge im Schuber Format 23,5 × 16,5 cm, Festeinband Einzelpreis je Katalog 10 € Preis je Schuber 25 €

Bernd Engler ISBN 978-3-930382-36-1 Eberhard Havekost (vergriffen) Johanna Bartl ISBN 978-3-930382-35-4

2002 Schuber ISBN 978-3-930382-82-8 Susken Rosenthal ISBN 978-3-930382-73-6

2001 Schuber (vergriffen) Jörg Jantke ISBN 978-3-930382-56-9

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Sylvia Dallmann Arbeiten auf Papier zwischen 1991 und 2002 ISBN 978-3-930382-75-0

2003 Schuber ISBN 978-3-930382-93-4 Daniel Klawitter »Expedition« ISBN 978-3-930382-89-7 Miro Zahra ISBN 978-3-930382-90-3 Peter Krauskopf ISBN 978-3-930382-91-0 Katharina Blühm ISBN 978-3-930382-92-7


Kathrin Harder Auf einem Querformat ist ein dunkler oder heller Grund zu sehen, Schwarz und Weiß. Minimalistisch arbeitet die Malerin in den Grenz­ bereichen des Realen und des Imaginierten. »Sine loco et anno« lässt uns teilhaben am intuitiv-kontrollierten Entdecken des Wesenhaften in der Natur, im Kosmischen, des Wechselspiels von Linie und Fläche.

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Johannes Nagel Der Keramiker Johannes Nagel will Klarheit. Er schiebt den ganzen Über­bau der Versunkenheit, das Milieu zwischen Häuslichkeit und Irdengut beiseite. Heraus kommt Kunst, mag sie auch Keramik ­heißen. Dieser Künstler arbeitet nicht mit gefälliger Weichheit, ­sondern mit den Schneidwerk­ zeugen der Intelligenz.

Jan Brokof Buch auf, Bühne frei: Jan Brokofs Figurationen auf Papier haben sich endlich zu einem gemeinsamen Auftritt zusammengefunden – vom Leben und mit Grafit gezeichnet. Die Zusammenstellung der Werkauswahl erfolgt in Form einer Publikation, die dem Künstler weitest­ge­ hende Gestaltungsfreiheit überlässt. Eine Ausstellung in Buchform also.

Klaus Walter Abstrakte Musterungen begegnen uns tagtäglich. Klaus Walter dienen sie als eine Basis seiner Arbeit. Im Werk des Malers entdeckt man wiederholte Bildelemente, schab­ lonierte Motive und frei gearbeitete Passagen neben- und ineinander verwoben. Es entstehen Ölgemälde, die eine ganz eigenwillige ­poe­tische Sprache sprechen.

Julia Körner Malerei ISBN 978-3-937602-41-7

Famed Places and Spaces ISBN 978-3-937602-81-3

2008

Stefan Schröder Ausgewählte Projekte 1995 – 2005 ISBN 978-3-937602-43-1

Stefanie Oeft-Geffarth Ausgewählte Projekte 2001– 2006 ISBN 978-3-937602-83-7

Wieland Krause Video- und Fotoarbeiten ISBN 978-3-937602-44-8

2007

I/10 · Öl auf Papier · 150 × 100 cm · 2008

2004 Schuber ISBN 978-3-937602-21-9 Christina Glanz Fotografien 1992 – 2004 ISBN 978-3-937602-18-9 Mike Strauch ISBN 978-3-937602-17-2 Janet Grau ISBN 978-3-937602-19-6 Christian Weihrauch Zeichnungen ISBN 978-3-937602-20-2

2005 Schuber ISBN 978-3-937602-45-5 Göran Gnaudschun Fotografie ISBN 978-3-937602-42-4

2006 Schuber ISBN 978-3-937602-80-6 Sophie Natuschke Poesie des Unscheinbaren ISBN 978-3-937602-82-0 Tanja Zimmermann Malerei ISBN 978-3-937602-84-4

Schuber ISBN 978-3-940319-08-1 Marcus Golter Köpfe, Plastik, Zeichnung ISBN 978-3-940319-04-3

Schuber ISBN 978-3-940319-58-6 Stefanie Busch ISBN 978-3-940319-51-7 Sven Ochsenreither kinder-räume ISBN 978-3-940319-49-4 Erika Stürmer-Alex ISBN 978-3-940319-52-4 Klaus Völker ISBN 978-3-940319-50-0

Hilke Dettmers ISBN 978-3-940319-05-0 Henriette Grahnert ISBN 978-3-940319-06-7 Franca Bartholomäi Holzschnitte ISBN 978-3-940319-07-4 31


Schriftenreihe zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft Herausgeber: Stiftung Sächsische Gedenkstätten

Geschichte des Speziallagers Bautzen. 1945– 1956

Stasi-Gefängnis Bautzen II 1956 – 1989 Katalog zur Ausstellung

Bautzen II Sonderhaftanstalt unter MfSKontrolle 1956 bis 1989 Bericht und Dokumentation

Katolog zur Ausstellung

Susanne Hattig, Silke Klewin, ­Cornelia Liebold, Jörg Morré 236 Seiten, 146 Abb. Format 23 × 16,5 cm Klappenbroschur 15 € ISBN 978-3-937602-29-5

Susanne Hattig, Silke Klewin, ­Cornelia Liebold, Jörg Morré 240 Seiten, 160 Abb. Format 23 × 16,5 cm Klappenbroschur 15 € ISBN 978-3-937602-98-1

Karl Wilhelm Fricke, Silke Klewin 320 Seiten, 140 Abb. Format 23 × 16,5 cm Klappenbroschur 15 € ISBN 978-3-940319-24-1

Mitte Mai 1945 errichtete die so­­ wjetische Besatzungsmacht in der Landesstrafanstalt Bautzen ein sogenanntes Speziallager. Offizielle Aufgabe des Lagers war die Internierung von Funktionären des untergegangenen nationalsozialistischen Staates, was im Einklang mit den Beschlüssen der alliierten Siegermächte stand. Aber schon bald diente das Lager als Gefängnis für Menschen, die dem Aufbau eines kommunistischen Regimes im Wege standen. Auch nach der Gründung der DDR blieben Tausende von ihnen für Jahre in Gefangenschaft. Der Band stellt die Biografien zahlreicher politisch Verfolgter vor. Anhand von persönlichen Erinnerungsstücken dokumentiert er ihr Leben im Spezial­lager und Gefängnis Bautzen in den Jahren 1945 bis 1956.

Thema des zweiten Bandes zur Gedenkstätte Bautzen ist die Sonderhaftanstalt Bautzen II, die einzige Strafvollzugs­einrich­tung der DDR, die inoffiziell dem Ministerium für Staatssicherheit unterstand. Nach außen als normale Strafvollzugseinrichtung getarnt, erhielt das Gefängnis 1956 eine Sonderstellung. Hier sperrte die Staatssicherheit besonders gefährliche »Staatsfeinde« ein. Bautzen II diente der Inhaftierung von Oppositionellen, Spionen, Republikflüchtlingen und deren Fluchthelfern aus dem Westen sowie von Abtrünnigen innerhalb des Staats- und Militärappa­ rates der DDR. Mit dem Zusammenbruch der SEDDiktatur 1989 endete auch die Geschichte des Stasi-Gefängnisses Bautzen II.

Kein anderer Haftort symbolisiert das dunkle Kapitel der politischen Verfolgung und Inhaftierung in der DDR so eindringlich wie Bautzen II. Das intern als »Sonder­objekt für Staatsfeinde« bezeichnete Haus wurde zwischen 1956 und 1989 vom Ministerium für Staatssicherheit als Hochsicherheitsgefängnis für sogenannte Staatsverbrecher genutzt. Namen wie Helmut Brandt, Rudolf Bahro, Georg Der­ tinger, Adolf-Henning Frucht, Walter Janka, Gustav Just oder Erich Loest sind mit Bautzen II verbunden. Die Autoren beschreiben den spezifi­schen Charakter dieser Sonderhaftanstalt des SED-Regimes und deren komplizierte Stellung innerhalb des Strafvollzugs­systems der DDR. Biogra­fische Porträts ­ehemaliger Bautzen-Häftlinge, unver­öffentlich­tes Bildmaterial und interne Dokumente des MfS sowie eine Chronik ergänzen die Darstellung. »Die Autoren dieses Bandes haben sich einer wichtigen Aufgabe gestellt. Die Last Bautzen II wiegt schwer, Klarheit ist nötig. Eine Dokumentation ist entstanden, Baustein im Haus unserer Ge­­ schichts­schreiberei. Lücken wurden geschlossen, der Opfer gedacht. Legenden werden es nun schwerer haben.« Erich Loest

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BorIS BöHM

Die 1899 in Dresden geborene Malerin Elfriede Lohse-Wächtler wurde 1940 in Pirna-Sonnenstein von den Nationalsozialisten ermordet. Sie gilt heute als eine der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Erst in den letzten zwei Jahrzehnten wurde ihr Werk wiederentdeckt und gewürdigt.

Sandstein Verlag ISBN 978-3-940319-85-2

Elfriede Lohse-Wächtler

Erstmals werden durch die Fotografien und Bilder des Nachlasses der Familie Wächtler die Stationen des Lebens der Künstlerin nahezu vollständig ins Bild gesetzt. Sie beleuchten ihre Wirkungsstätten und Schicksalsschläge und ermöglichen eine emotionale Annäherung an die Künstlerin.

Wollen wir leben, Das Leben!

Elfriede Lohse-Wächtler 1899 –1940 | Eine Biografie in Bildern

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U-Haft am Elbhang

24.11.2009 14:23:22 Uhr

Nationalsozialistische Euthanasie­­ verbre­chen

Fundamentale Gebote der Sittlichkeit

Wollen wir leben, Das Leben!

Beiträge zur Aufarbeitung ihrer Geschichte in Sachsen

Der »Euthanasie«-Prozess vor dem Landgericht Dresden 1947

1899 – 1940 Eine Biografie in Bildern

 Annette Weinke, Gerald Hacke 184 Seiten, 30 Abb. Format 23 × 16,5 cm Klappenbroschur 15 € ISBN 978-3-937602-15-8

Autorenkollektiv 208 Seiten, 97 Abb. Format 23 × 16,5 cm Klappenbroschur 15 € ISBN 978-3-937602-32-5

Herausgeber: Boris Böhm, Gerald Hacke 212 Seiten, 45 sw-Abb. Format 23 × 16,5 cm ­Klappenbroschur 15 € ISBN 978-3-940319-55-5

Boris Böhm Herausgeber: Kuratorium Gedenkstätte Sonnenstein e. V. 128 Seiten, 182 farbige und sw-Abb. Format 17 × 24 cm, Broschur 14,80 € ISBN 978-3-940319-85-2

Die Untersuchungshaftanstalt der Bezirksverwaltung des Ministe­ riums für Staatssicherheit Dresden war ein Instrument der geheim­ polizeilichen Repression in der DDR. Der Band dokumentiert die Ge­­ schehnisse auf dem Gelände an der Bautzner Straße als Sitz eines NKWD-Untersuchungsgefängnisses und Tagungsortes für sowje­tische Militärtribunale, als Unter­ suchungshaftanstalt des MfS und während der Besetzung durch Dresdner Bürger im Dezember 1989. Dabei werden Ziele, Struktur und Tätigkeit der sowjetischen und ostdeutschen Repressionsorgane im Raum Dresden dargestellt. Die Autoren zeichnen die Haft­ bedingungen aus Sicht ehemaliger Gefangener nach. Das Buch enthält außerdem eine Beschreibung der Ereignisse der friedlichen Revolution in Dresden und schildert die Diskussion um die Errichtung einer Gedenkstätte in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt.

In den Jahren 1940 und 1941 richteten die Nationalsozialisten sechs Tötungsanstalten im Deutschen Reich ein, in denen mehr als 70 000 psychisch kranke und geistig behinderte Menschen vergast wurden. Die vorliegende Publikation dokumentiert zum einen die zentral organisierten Krankenmorde in Pirna-Sonnenstein und deren Aufarbeitung nach 1945. Zum anderen widmet sie sich der Rolle der psychia­trischen Einrichtungen in Waldheim und Großschweidnitz, in denen tausende Patienten durch Medikamente und Nahrungsentzug systematisch umgebracht wurden. Darüber hinaus enthält der Band biografische Arbeiten zu Schick­ salen ermordeter Kranker. Anhand von zwei Täterbiografien wird die Beteiligung von Ärzten und Pflegepersonal an den Mordaktionen beleuchtet. Berichte von Zeitzeugen vermitteln zudem eine persönliche Perspektive auf die »Euthanasie«Verbrechen in Sachsen.

In den Jahren 1940 und 1941 wurden von den Nationalsozialisten in der ehemaligen Heil- und Pflege­ anstalt Pirna-Sonnenstein fast 14 000 geistig behinderte und psychisch kranke Menschen vergast. Nach Abbruch der zentral organisierten Patientenmorde setzte sich das Töten in verschiedenen psychiatrischen Anstalten, so auch in ­Großschweidnitz, fort. Hier starben tausende Patienten durch syste­ matischen Nahrungsentzug und überdosiert verabreichte Medikamente. Zwei Jahre nach Kriegsende kam es vom 16. Juni bis 7. Juli 1947 im Landgerichtsgebäude am Münchner Platz in Dresden zum Prozess gegen 15 Beteiligte der Krankenmorde in Sachsen.

Die 1899 in Dresden geborene Malerin Elfriede Lohse-Wächtler wurde 1940 in Pirna-Sonnenstein von den Nationalsozialisten ermordet. Sie gilt heute als eine der bedeutendsten deutschen Künst­ lerinnen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Erst in den letzten zwei Jahrzehnten wurde ihr Werk wiederentdeckt und gewürdigt.

Die Untersuchungshaftanstalt der Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit in Dresden 1945 bis 1989/90

Elfriede Lohse-Wächtler

Erstmals werden durch die Foto­ grafien und Bilder des Nachlasses der Familie Wächtler die Stationen des Lebens der Künstlerin nahezu vollständig ins Bild gesetzt. Sie beleuchten ihre Wirkungsstätten und Schicksalsschläge und ermög­ lichen eine emotionale Annäherung an die Künstlerin.

Das als Dresdner »Euthanasie«Prozess bezeichnete Verfahren war das bedeutendste seiner Art in Ostdeutschland. Der vorliegende Sammelband behandelt den Prozess aus unterschiedlichen Perspektiven. Er untersucht die Bemühungen des Landgerichts Dresden, das tausendfache Morden unter Anwendung rechtsstaatlicher Mittel zu sühnen. Auch wird dieser Prozess in den Kontext der allgemeinen politischen Entwicklung sowie der Aufarbeitung von NS-Verbrechen in Ost- und in Westdeutschland gestellt.

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Museumsführer für Kinder

August der Starke

Zwei Engel entdecken die Skulpturensammlung

Eine Biografie für Kinder

Text: Monika Rosner Illustrationen: Glummie Riday 88 Seiten, reich bebildert und farbig illustriert empfohlen für ­Kinder ab 8 Jahre Format 33 × 22 cm Festeinband 9,95 € ISBN 978-3-940319-31-9

Was hat August der Starke zum Frühstück gegessen? Und war er überhaupt so stark? Diese und viele andere Fragen beantwortet dieses Buch. Unterhaltsam und kind­ gerecht erzählt es die Lebens­ geschichte des berühmten sächsischen Kur­fürsten und polnischen Königs: von der Kindheit im Dresdner Residenzschloss und den Reisen durch ganz Europa, von den prunk­ vollen Festen und von Johann Friedrich Böttger, der aus Blei Gold machen sollte und dabei herausfand, wie man Porzellan herstellt.

Bianka Stübig Illustrationen von Stefan Seidel Herausgeber: Staatliche ­Kunstsammlungen Dresden, Museums­pädagogik mit 16-seitigem Einlegeheft »Malen, Rätseln und kreativ Gestalten mit Angelus und Uriel« 46 Seiten, 42 farbige Abb. Format 26 × 22 cm, Festeinband 9,95 € ISBN 978-3-940319-86-9

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»Was für ein bezauberndes Kleid!«, rufen Angelus und Uriel und ma­chen gleich darauf eine über­ raschende Entdeckung: Die junge Frau vor ihnen trägt nur scheinbar ein Gewand aus weichem fließendem Stoff. Die beiden sind gerade einem besonderen Kunstwerk begegnet. Es ist eine Skulptur, ganz aus kostbarem Stein. Genau die richtige Gefährtin für die zwei Engel aus dem Gemälde der Sixti­ nischen Madonna auf ihrer Forschungsreise durch die Museen. Gemeinsam mit ihr durchstöbern sie die Skulpturensammlung. Die Ausstellungsstücke erzählen interessante Geschichten. Auch die verschiedenen Materialien und Verfahren, mit denen sie gefertigt wurden, sind erstaunlich. Ein Kreativteil er­­ gänzt den Museumsführer für junge Leser und Künstler ab 6 Jahren.


Naturführer Ost-Erzgebirge

Zwei Engel auf Reisen

Zwei Engel büxen aus...

im Museum für Sächsische Volkskunst mit der Puppentheatersammlung

Grit Lauterbach, Claudia Schmidt Illustrationen von Michael Kaden Herausgeber: Staatliche ­Kunstsammlungen Dresden, Museums­pädagogik mit 16-seitigem Einlegeheft »Malen und Basteln mit Angelus und Uriel« 44 Seiten, 47 farbige Abb. Format 26 × 22 cm, Festeinband 9,95 € ISBN 978-3-940319-56-2

Zwei Engel im Grünen Gewölbe Constanze Sturm, Claudia Schmidt Illustrationen von Stefan Seidel Herausgeber: Staatliche ­Kunstsammlungen Dresden, Museums­pädagogik mit 16-seitigem Einlegeheft »Malen und Rätseln mit Angelus und Uriel« 44 Seiten, 42 farbige Abb. Format 26 × 22 cm, Festeinband 9,95 € ISBN 978-3-940319-01-2

Stephanie Sonntag Illustrationen von Stefan Seidel Herausgeber: Staatliche ­Kunstsammlungen Dresden, Museums­pädagogik mit 16-seitigem Einlegeheft »Malen und Bastlen mit Angelus und Uriel« 44 Seiten, 43 farbige Abb. Format 26 × 22 cm, Festeinband 9,95 € ISBN 978-3-940319-91-3

Band I Pflanzen und Tiere über 750 Artenbeschreibungen Herausgeber: Grüne Liga Osterzgebirge e. V. 504 Seiten, etwa 1000 farbige Abb. Format 21 × 13 cm, Klappenbroschur 15 € ISBN 978-3-940319-16-6 in tschechischer Sprache: Prˇehled rostlin a zˇivocˇichu˚ ISBN 978-3-940319-19-7 Band II Natur im Überblick Herausgeber: Grüne Liga Osterzgebirge e. V. 472 Seiten, etwa 430 Abb. Format 21 × 13 cm, Klappenbroschur 15 € ISBN 978-3-940319-17-3 in tschechischer Sprache: Geografick´y prˇehled ISBN 978-3-940319-20-3 Band III Naturkundliche Wanderziele Herausgeber: Grüne Liga Osterzgebirge e. V. 748 Seiten, 1000 meist s/w-Abb., 1 eingelegte CD Format 21 × 13 cm, Klappenbroschur 15 € ISBN 978-3-940319-18-0

Drei Bände, detailliert, wissenswert, praxistauglich, jeweils in Deutsch und in Tschechisch erhältlich. Die Reihe »Naturführer Ost-Erzgebirge« im handlichen Taschenbuchformat bietet viele Anregungen, sich mit der faszinierenden Natur des Ost-Erzgebirges zu beschäftigen. Es gibt viel zu entdecken – in den Buchenwäldern am steilen Südabhang des Ost-Erzgebirges, an den Bergwerksteichen zwischen Brand-Erbisdorf und Sayda, auf den Steinrücken um Oelsen und Petrovice oder an den schroffen Talhängen von Müglitz und Weißeritz. Den beiden Umweltvereinen »Grüne Liga Osterzgebirge e. V.« und »Sˇt’ovík Teplice« gelang es, namhafte und erfahrende Autoren aus der Region für ihr Projekt zu gewinnen. Entstanden sind dabei jeweils drei Bücher in Deutsch und Tschechisch, die für alle Naturliebhaber dieser Gegend ideale Begleiter in der Natur sind. Ob Einheimischer oder Tagesbesucher, mit dem Naturführer macht es Spaß, wandern zu gehen.

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Sandstein Verlag Goetheallee 6 01309 Dresden

Vertreter für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern:

Telefon (03 51) 440 78 - 0 Vertrieb (03 51) 440 78 - 26 Fax (03 51) 440 78 - 12

Robert Nuber Paul-Lincke-Ufer 33 10999 Berlin

E-Mail: verlag@sandstein.de Internet: www.sandstein-verlag.de

Telefon (030) 618 12 26 Fax (030) 611 22 93

Übergänge – das Dresden Projekt Fotografien von Fredrik Marsh Herausgeber: Andreas Krase, ­Technische Sammlungen Dresden, Fredrik Marsh 104 Seiten, 72 Abb., sw und farbig Format 22,5 × 29,7 cm, Festeinband 25 € ISBN 978-3-940319-74-6

Die Luftpumpe am Himmel Wissenschaft in Sachsen zur Zeit August des Starken und August III. Herausgeber: Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen 48 Seiten, 40 farbige Abb. Format 24 × 16,7 cm, Broschur 3,50 € ISBN 978-3-937602-99-8

Backlist Die Madonna Stroganoff Ehrengast aus Moskau Herausgeber: Andreas Hennig, Staatliche Kunstsammlungen ­Dresden, Gemäldegalerie Alte ­Meister 24 Seiten, 17 meist farbige Abb. Format 22 × 22 cm, Broschur 6,95 € ISBN 978-3-940319-79-1 Rolf Günther, Ilka Melzer Goppeln als Malerdorf Herausgeber: Städtische Sammlungen Freital 76 Seiten, 73 meist farbige Abb. Format 31,5 × 24 cm, Broschur 15 € ISBN 978-3-940319-90-6 Oskar Zwintscher 1870 – 1916 Leben und Werk mit dem ­Werkverzeichnis der Gemälde Text von Rolf Günther 96 Seiten, 138 Abb., Format 31 × 24 cm, Klappenbroschur 24,50 € ISBN 978-3-930382-29-3 Pol Cassel 1892 – 1945 Herausgeber: Franz Carl Diegelmann, Stadtmuseum Pirna 144 Seiten, 118 meist farbige Abb. Format 28 × 22 cm, Broschur, 25 € ISBN 978-3-937602-28-8 Gerhard Kettner – Begegnungen im Atelier Zeichnungen und Texte Herausgeber: Gitta Kettner, Marlies Giebe 60 Seiten, 50 teils farbige Abb. Format 26 × 21 cm, Klappenbroschur 18 € ISBN 978-3-930382-85-9 Igor Oleinikov Sturm Herausgeber: Galerie Döbele GmbH 66 Seiten, 21 farbige Abb. Format 28 × 25 cm, Festeinband 15 € ISBN 978-3-940319-35-7

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Die Ahnengalerie der Wettiner Herausgeber: Heinz-Werner ­Lewerken unter Mitarbeit von Karin Kolb für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 100 Seiten, 82 z. T. farbige Abb. Format 28 × 23 cm Klappenbroschur 15 € ISBN 978-3-937602-70-7 Ralf Giermann Moritzburger Festkultur im ­augusteischen Zeitalter Die Sorgen an den Nagel hängen Herausgeber: Schloss Moritzburg 48 Seiten, 42 farbige Abb. Format 24 × 16,7 cm, Broschur 5 € ISBN 978-3-937602-34-9 Ralf Giermann Meissener Porzellan im Schloss Moritzburg Vom Heiligen Hubertus und einem Tête-à-Tête Herausgeber: Schloss Moritzburg Fotografien von Jürgen Karpinski 48 Seiten, 36 meist farbige Abb. Format 24 × 16,7 cm, Broschur 5 € ISBN 978-3-940319-70-8 Eberhard Friedrich, Klaus-Peter Arnold, Olaf Stoy Plaketten und Medaillen aus ­Dresdner Porzellan Herausgeber: Dresdner Porzellankunst e. V. 208 Seiten, 340 meist Duplexabb. Format 21 × 16 cm, Klappenbroschur 24,90 € ISBN 978-3-940319-34-0

Das barocke Schneeberg Kunst und städtische Kultur des 17. und 18. Jahrhunderts in Sachsen Text von Mario Titze Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen 208 Seiten, 248 s/w- und 31 Farb­ fotos Format 31 × 24 cm, Festeinband mit Schutzumschlag 29,80 € ISBN 978-3-930382-77-4 Die Schöne Tür in der Sankt ­Annenkirche zu Annaberg Herausgeber: Heinrich M ­ agirius Mit Beiträgen von Heinrich ­Magirius, Hans Burkhardt, Siegfried ­Seifert und Peter Vohland 128 Seiten, 131 meist farbige Abb. Format 26 × 22 cm Festeinband mit Schutzumschlag 20 € ISBN 978-3-937602-04-2 Die Berliner Mauer Ausstellungskatalog Dokumen­-­ ta­tionszentrum Berliner Mauer Herausgeber: Verein Berliner Mauer – Gedenkstätte und Dokumentationszentrum Redaktion: Dr. Gabriele Camp­ hausen, Maria Nooke Texte in deutsch und englisch 188 Seiten, 177 Abb. Format 28 × 21 cm, Festeinband 9 € ISBN 978-3-930382-80-4

Das öffentliche Denkmal Denkmalpflege zwischen Fach­ disziplin und gesellschaftlichen Erwartungen Herausgeber: Thomas Will Arbeitskreis Theorie und Lehre der Denkmalpflege e. V. 116 Seiten, 64 Abb. (s/w) Format 29,7 × 21 cm, Broschur 18 € ISBN 978-3-937602-22-6 Schrumpfende Städte und Dörfer Wie überleben unsere ­Baudenkmale? Herausgeber: Birgit Franz Arbeitskreis Theorie und Lehre der Denkmalpflege e. V. 108 Seiten, 135 Abb. (s/w) Format 29,7 × 21 cm, Broschur 18 € ISBN 978-3-940319-12-8 Sozialer Raum und Denkmalinventar Vorgehensweisen zwischen Erhalt, Verlust, Wandel und Fortschreibung Herausgeber: Birgit Franz, Gabi Dolff-Bonekämper, Arbeitskreis Theorie und Lehre der Denkmalpflege e. V. 116 Seiten, 80 meist s/w-Abb. Format 29,7 × 21 cm, Broschur 15 € ISBN 978-3-940319-42-5 Die Kunst der KunstTherapie Band I: Aus der Mitte Band II: Kunstaustausch Herausgeber: Doris Titze, Hochschule für Bildende Künste Dresden 480 Seiten, 324 z. T. farbige Abb. Format 24 × 20 cm 2 Bände Broschur, zusammen mit einer DVD im Schuber 39 € ISBN 978-3-937602-40-0 Resonanz und Resilienz Die Kunst der KunstTherapie, Bd. IV Herausgeber: Hochschule für ­Bildende Künste Dresden 288 Seiten, 170 meist farbige Abb. Format 24 × 20 cm, Klappen­broschur 27 € ISBN 978-3-940319-36-4

Sandstein Verlag Herbst 2010  

Der Sandstein Verlag mit Sitz in Dresden führt ein kunst- und kulturgeschichtliches Programm.