Issuu on Google+


Spielberichte Meidericher Spielverein – Hallescher FC; 1:3 Irgendwie passen die Zebras und Heimspiele gerade nicht zusammen. In der Heimspieltabelle belegt der MSV den vorletzten Platz und das hat sich vor allem die letzten Spiele stark auf die Stimmung ausgewirkt. So war das Wedaustadion ab dem 1:0 der Hallenser erneut fast unheimlich still, selbst der zwischenzeitliche Ausgleich sorgte nur für bedingtes Aufbäumen. Durch den sehr frühen Rückstand war die Stimmung im gesamten Rund heute also die meiste Zeit weit unter dem Durchschnitt. Selbst unsere Versuche, mit einfachem Liedgut einige Fans zur Unterstützung der Zebras zu animieren, fruchteten nicht, so dass in der zweiten Halbzeit der Stimmungsblock fast schon alleine die Fahne für unseren Spielverein hoch hielt und bei einigen Liedern eine sehr gute Mitmachquote und Lautstärke erzeugt werden konnte. So sind wir nach dem Spiel zumindest mit dem Stimmungsblock den Umständen entsprechend zufrieden, generell ist es aber schade, dass aktuell aus unterschiedlichsten Gründen Großteile der Fanschar eben nicht die Unterstützung durch laute Gesänge an erster Stelle stehen haben, sondern sich derart demotivieren lassen. Drei Standards sorgten für die drei Gegentore in der ersten Halbzeit, danach waren unsere Spieler definitiv bemüht, aber alles andere als erfolgreich. Trotzdem sollte gerade solch ein Bemühen doch honoriert werden, wenn hier oftmals gesagt wird, dass die Mannschaft einfach kämpfen muss. Eine kämpfende Mannschaft spielt aber auch mal alles andere als ansehnlich und das war letzte Woche wohl der Fall. Vor dem Spiel trafen wir uns wie auch schon zum letzten Heimspiel an einem Treffpunkt mit unseren engsten Freunden und Freundinnen und liefen zum Stadion, welches wir dann auch zeitnah betraten, nix besonderes also und das übliche Gewäsch, was das standardmäßige Floskelrepertoire der Spielberichtsflyer so hergibt. Block entern, Zaun ausgiebig beflaggen, blablabla. Wie auch schon gegen die Stuttgarter Kickers positionierte sich die gesamte Gruppe probeweise geschlossen vor dem Korb, um nicht so gezerrt im Block zu stehen und einen größeren, kompakten Stimmungskern ohne Lücken aufzubieten. Die Trommeln wurden nach dem Experiment vom letzten Heimspiel von unten wieder an ihren altbekannten Platz gehangen, da rückblickend die Trommeln am Korb kaum zu hören waren. Mittig im Block konnte von dort wieder hörbar der Takt angegeben werden, wobei sich unsere Herren an den Drums doch ein paar Mal vertrommelten, ihr Lappen! Zum Anpfiff gab es von unserer Seite ein Spruchband in Gedenken an den verstorbenen Edgar Kaspers, Mitglied des Verwaltungsrates des Meidericher Spielverein e.V. und bis vor 2 Jahren Marketingchef einer großen Duisburger Brauerei. Im Alter von 67 Jahren verstarb dieser nämlich am 6.11.2013, woraufhin die Mannschaft in Osnabrück auch im Trauerflor auflief. Überraschenderweise gab es zum Heimspiel allerdings keine


Schweigeminute, welche dem Spruchband einen deutlich angemesseneren Rahmen gegeben hätte, so begannen wir erst relativ zögerlich mit dem Singen, bis das Spruchband heruntergenommen wurde. Zu diesem Zeitpunkt war im Gästeblock noch herzlich wenig los, da die Saalefront reichlich Verspätung hatte und erst kurz vor Halbzeit im Wedaustadion ankam und wie in der Gegnervorstellung angekündigt durch ihre Mottofahrt einen absoluten Augenschmaus darstellten. Einige Teile der Nordkurve nahmen diesen Auftritt dann zum Anlass, gehörig zu pöbeln und vor allem mal wieder den Zigeunerpack-Mist auszupacken. Trotz Lautstärke war es schön zu sehen, dass es mittlerweile einige Personen gibt, die auch trotz der ganzen „In den PeschenThematik“ nicht auf diesen Zug aufspringen. Aber ist ja nur Fußball, da ist ein bisschen Rassismus schon okay, beim MSV ist trotzdem jeder willkommen und es ist absolut unverständlich, dass sich manche Bevölkerungsgruppen davon vielleicht abschrecken lassen, ins Stadion zu kommen. Andererseits ist es wohl auch unerklärlich, wie sich in einer so multikulturell geprägten Stadt wie Duisburg so wenige Menschen aktiv für den Spielverein interessieren. Is klar. Zurück zum Gästehaufen. Bis zur Halbzeit änderte sich am dortigen Auftritt nichts, es hingen mehr Zaunfahnen, wobei der Gästeblock dabei eher wie einer der deutschen Nationalmannschaft wirkte und der Block war voller, stimmungstechnisch war kein Aufwind zu erkennen. Zur zweiten Hälfte gab es dann hinter einem für die Mottofahrt angefertigten Banner ein dichtes rot-weißes Fahnenintro mit rot-weißem Rauch. Sah nicht schlecht aus, farbiger Rauch hat am helllichten Tage aber immer eine nette Wirkung. Danach setzten die Gäste trotz deutlicher Führung kaum Akzente.

beträchtlich steigen. Also, Fahnen einrollen, einpacken und ab dafür.

Am Ende waren wohl viele froh, dass endlich abgepfiffen wurde. Ein äußerst unansehnliches Spiel, eine äußerst lethargische Nordkurve und ein äußerst kalter Samstag ließen die Lust, endlich nach Hause zu kommen,

Cronenberger SC – Meidericher Spielverein; 0:5 Viertelfinale im Niederrheinpokal, der MSV marschiert weiter auf den ersten, offiziellen Titel seit den Amateurmeisterschaften zu und wir feiern das wie einen Siegesmarsch in der Champions League. Nicht ganz, aber Spaß machen die Spiele trotzdem. Gegen den Cronenberger SC, einen Landesligisten, gab es die bisher weiteste Anreise zum


Spiel. Die Strecke nach Wuppertal gingen wir im Bus an, um zum einen eine möglichst komfortable Abfahrtszeit zu haben und zum anderen auch jüngeren Menschen die Möglichkeit zu geben, trotz Schule am nächsten Tag recht frühzeitig wieder in Duisburg zu sein. Mangelnde Attraktivität des Gegners und der Termin unter der Woche ließen die Busplätze zwar nicht im Handumdrehen voll werden, im Endeffekt war der Bus allerdings doch ganz gut gefüllt. Es ging den meisten aber nicht so wirklich in den Kopf, dass wir nach gut einer Stunde bereits das Stadion am Zoo erreichten. Deutlich schneller als erwartet tat sich die schicke Haupttribüne des Stadions am Zoo vor uns auf. Die Kontrollen vor Ort waren äußerst entspannt und wir konnten ohne weiteres auf eben jene Tribüne und positionierten uns im Sitzplatzbereich unten rechts, um so die Vorteile der überdachten Tribüne für eine bessere Akustik zu haben und trotzdem die Nähe zu den Stehplätzen zu halten, woraufhin wir auch von drot einige Lieder übernehmen konnten. Des Weiteren wurde keinem MSV-Fan, der sich extra mit einem Sitzplatz eingedeckt hat, um seine Ruhe vor hüpfenden Jugendlichen und großen Fahnen zu haben, die Sicht durch unsere Positionierung genommen. Lief also alles bestens. Viele von uns waren sicherlich noch nicht in Wuppertal, ich persönlich fand das alte Stadion am Zoo mit seiner Laufbahn und den großen Hängen vor den Kurven ziemlich geil und einzigartig, so dass ich etwas wehmütig war, als ich vom Neubau erfuhr. Dieser ist allerdings genau so einzigartig und skurril und wirkt, als wären unterschiedlichste Bausätze völlig willkürlich zusammengesteckt. Die Haupttribüne passt überhaupt nicht zur Gegengerade und die beiden riesigen Stehplatzbereiche, die dermaßen mit Wellenbrechern zugepflastert sind, dass man dort nix anderes mehr drauf sieht, passen ebenfalls


Eindruck wird das aber wohl nur bedingt verändern.

absolut nicht ins Bild. Sollte gesagt worden sein, dass in Wuppertal eine neue „Arena“ stehen soll, hätte ich als Verantwortlicher den Architekten wohl erschlagen. War der Wunsch, einen völlig wirren Neubau irgendwie zusammen zu setzen, dann hat der zuständige Architekt hier sein Meisterwerk abgelegt. Gänzlich fertig ist das Stadion noch nicht, die Stehplätze sollen noch mit den Tribünen verbunden werden, den skurrilen

Über das Spiel lässt sich nicht viel sagen. Der MSV machte bereits frühzeitig in der ersten Hälfte das erste Tor, legte noch zwei hinterher und damit war der Drops gelutscht. Völlig ungefährdet, spielerisch aber alles andere als brillant wurde der Weg ins Halbfinale gegen die rot-weißen Essener geebnet. Hoffen wir mal, dass die Zebras hier im Schongang spielten, um heute gegen Unterhaching die nötigen Leistungen abzurufen, andernfalls könnte die Zeit bis zur Winterpause noch recht zäh werden. Die Stimmung auf der Tribüne war trotzdem durchgehend okay, auch wenn es ab und zu etwas chaotisch wurde, die Trommeln mal den Takt vermasselten oder es beim Liedgut einige Unkoordiniertheiten gab. Phasenweise fehlte etwas Kraft in den Gesängen, manchmal zogen sehr viele Zebras mit, ab und zu ließen sich auch die Stehplatzbesucher dazu bringen, in die Gesänge einzusteigen. Auf dieser riesigen Tribüne standen die Gästefans allerdings dermaßen verteilt, dass sich kaum Lautstärke oder koordinierte Stimmung entwickeln konnte. Nach dem vierten Tor präsentierten wir dann auch unser neues „Niederrhein-pokalsieger“-Banner mit einigem Konfetti und Wurfrollen, was ganz schick ausah und sicherlich bei noch zwei ausstehenden Spielen etwas übermütig sein könnte, aber als Drittligist in diesem Pokal darf ruhig etwas Selbstbewusstsein gezeigt werden. Ebenfalls gab es zu Beginn der zweiten Hälfte noch ein Spruchband für unseren Stadionverbotler und gegen den Cronenberger SC, der als bisher einziger Verein das Stadionverbot auch für das Niederrheinpokalspiel gelten ließ, wohingegen die bisherigen Runden immer die Möglichkeit boten, dass wir als Gruppe komplett und zusammen im Stadion stehen konnten. Bei einem solchen Traditionsduell, geprägt von jahrelanger Rivalität, ist so ein Entschluss auf Grund der Sicherheitsbedenken natürlich absolut nachvollziehbar. Nach dem Abpfiff wurde noch ein bisschen der bevorstehende Niederrheinpokalsieg besungen und dann der Weg zum Bus bestritten, woraufhin wir kurz nach 22Uhr wieder in Duisburg fahren und pünktlich in unsere Bettchen fielen. Im April geht’s dann seit Ewigkeiten mal wieder in ein Pflichtspiel gegen RWE.


Ultra-Aktiv

Kleiderspenden Liebe MSV-Fans, die letzten beiden Heimspiele vor der Winterpause stehen vor der Tür. Und wir wollen diese beiden Heimspiele dafür nutzen, Kleiderspenden für den Kleiderladen des Sozialzentrums St.Peter in Duisburg - Hochfeld zu sammeln. In diesem Kleiderladen wird Kleidung für kleines Geld an bedürftige Menschen weiter gegeben. Die kleinen Erlöse, die dadurch entstehen, werden im Bereich der Schulmaterialkammer des Sozialzentrums weiter verwendet, um bedürftigen Familien Schulsachen wie Stifte, Hefte und weitere alltägliche Verbrauchsgegenstände zur Verfügung zu stellen. Auch ihr könnt euch an dieser Aktion von uns beteiligen, indem ihr Kleidung am KohorteStand abgebt. Gebraucht werden jegliche Klamotten (egal ob Mütze oder T-Shirt), die noch in gutem Zustand sind. Also schaut doch mal nach, was ihr alles so entbehren könnt und bringt etwas zum nächsten Heimspiel gegen Burghausen mit. Auch unter der Woche werden wir eine Anlaufstelle bieten, damit ihr am Stadion eure Kleiderspenden abgeben könnt. Wann genau das sein wird, könnt ihr auf unserem Blog nachlesen! Wir bedanken uns jetzt schon mal für alle Spenden, die bei uns abgegeben werden!

Busfahrten Die Busfahrten laufen trotz der sportlich und fantechnisch schweren Saison sehr gut und sind immer eine äußerst angenehme Abwechslung im Alltag. Mit coolen Leuten weite Strecken auf sich nehmen, mal mehr oder weniger sinnvoll quatschen und diskutieren oder einfach mal 8 Stunden völlig verkrüppelt im Bus ein Nickerchen halten. Schöner kann sich mensch einen Samstag doch wohl kaum vorstellen. Dazu kommt auch noch ein Spiel des MSV, das diese Saison auswärts zumeist erfolgreicher abläuft als zu Hause. Von daher seid ihr herzlich eingeladen, mit uns nach Münster und Heidenheim zu fahren. Meldet euch bei Interesse einfach an unserem Stand oder notfalls per Mail über kohorte.ultras@gmail.com! Wir versuchen dabei natürlich immer, die Busse so günstig wie möglich zu halten, um jedem noch so jungen oder finanzschwachen Fan eine Fahrt zu ermöglichen. Also, meldet euch bei uns, wir sehen uns dann zur Abfahrt!

Gedankengänge Wer hoch fliegt…

…der fällt auch tief. Allzu oft hört man dieses Sprichwort und ebenso oft scheint es sich (leider) auch zu bewahrheiten. Momentan fühle ich mich, wenn ich diese Wörter höre, ziemlich an die sportliche Situation beim MSV erinnert. Wurde vor der Saison seitens der Offiziellen noch ziemlich tiefgestapelt was das Thema Aufstieg anging, sah die Situation nach einem überraschend gutem Saisonstart und ein paar siegreichen Spielen in Folge plötzlich ganz anders aus. Lauthals verkündete Trainer Karsten Baumann das Ziel Aufstieg, was in Fankreisen sowieso schon lange der Erwartungshaltung entsprach.


Die letzten Wochen waren dann eher ernüchternd, seit gefühlten Ewigkeiten gab es keinen Heimsieg mehr und auswärts konnte man auch nur in Osnabrück punkten. Baumann ruderte zurück und spätestens nach dem Spiel gegen den Halleschen FC am vergangenen Wochenende war die Stimmung in der Nordkurve auf dem Nullpunkt. Schon während der Halbzeitpause gab es aus meiner Sicht unverständliche Pfiffe gegen die Mannschaft. Klar, wenn die auch nicht aufsteigen und jedes Spiel gewinnen, so wie die sollen… Die Frage, die ich mir da stelle: Woher kommt diese Erwartungshaltung? Nicht einmal 2 Wochen vor dem Start dieser Drittligasaison war noch nicht einmal eine Mannschaft vorhanden. Zwar ging ich, wie ein Großteil der MSV-Anhänger ebenfalls, motiviert in die Saison, aber dennoch mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass diese Spielzeit keine sportlich angenehme wird. Der Saisonstart ist dann überraschend positiv verlaufen und die junge sowie fast komplett neu zusammengewürfelte Mannschaft bereitete auch mir Freude. Spätestens jetzt ist die Stimmung aber leider schon wieder gekippt. Das Wedaustadion bleibt von Spiel zu Spiel leerer und sogar „Baumann raus“-Rufe waren letzten Samstag zu vernehmen. Dass die Stimmung in der Nordkurve, themenunabhängig, sehr schnell kippen kann, ist bekannt, aber nichts Positives. Momentan sind diese Stimmungsschwankungen wieder deutlich zu beobachten. Wurde die Mannschaft in Osnabrück noch fast frenetisch gefeiert, waren gegen Halle gellende Pfiffe an der Reihe. Diese Pfiffe lassen mich immer wieder den Kopf schütteln. Ich kann absolut verstehen, dass keiner mit dem Spiel am Samstag zufrieden war und ich möchte auch keinem das Recht nehmen, zu meckern wie er/sie will, aber beim Blick auf die Tabelle kann ich den aufkommenden Unmut nur schwer verstehen. Der MSV belegt den 11. Tabellenplatz, mit 6 Punkten Abstand zum Aufstiegsplatz und 7 Punkten Abstand zum Abstiegsplatz. Gesichertes Mittelfeld. Mehr als ich am Anfang der Saison erwartet habe und für die Umstände, mit denen wir in die Saison gestartet sind, ist das absolut in Ordnung. Jetzt schon wieder so gegen Mannschaft und Trainer zu hetzen ist in meinen Augen völlig daneben. An der Unzufriedenheit der Fans ist aus meiner Sicht nicht (nur) die Mannschaft schuld, sondern viel mehr die viel zu hohen Erwartungen, die sich in den letzten Wochen gebildet haben. Ich kann die Euphorie durchaus verstehen, und habe nichts dagegen, wenn die Mannschaft nach Siegen ausgiebig gefeiert wird, aber auch nur, wenn nicht nach 1-2 schlechteren Spielen wieder alle möglichen Köpfe gefordert werden. Damit möchte ich nicht den Fans die alleinige Schuld geben, schließlich hat auch Trainer Baumann seinen Teil dazu beigetragen, aber ich kritisiere dennoch die „Stimmungsschwankungen“ und die teilweise unangemessenen Erwartungshaltungen. Nach einem Sieg die Mannschaft zu feiern und sie nach nur einer Woche und einer Niederlage in den Boden zu stampfen bringt keinem etwas. Auch wenn das den ein oder anderen nicht gerade begeistern mag, wir werden diese Saison bestimmt nicht aufsteigen, dazu ist so eine junge Mannschaft nicht in der Lage. Es sollte das Ziel sein, den momentanen Tabellenplatz beizubehalten und mit der Mannschaft nächstes Jahr weiter oben mitzuspielen, mehr nicht. Da ich hier nicht ausschließlich meckern möchte und der Text auch nicht nur dazu gedacht ist, appelliere ich an alle Fans die Mannschaft auch in schlechteren Zeiten zu unterstützen, und nicht schon in einer Formkrise die Köpfe in den Sand zu stecken. Es ist jetzt an der Zeit die Mannschaft weiter nach vorne zu pushen, damit wir die Saison vernünftig zu Ende bringen können und einen guten Tabellenplatz erreichen! Lasst der Mannschaft Zeit und den Trainer in Ruhe arbeiten, dann können wir viel mehr schaffen, als die Mannschaft durch Pfiffe zu demotivieren. Auf geht’s Zebras!


Anderswo Deutschland Der Deutsche Ligaverband unterzeichnete die “Berliner Erklärung”. Damit wird ein deutliches Zeichen gegen Homophobie gesetzt. Die “Berliner Erklärung” ist eine von der Magnus Hirschfeld Stiftung initiierte Erklärung, die sich für Vielfalt, Respekt und Akzeptanz stark macht. Unterstützt durch die Magnus Hirschfeld Stiftung soll in Zukunft mithilfe von 38 Profivereinen, welche ebenfalls diese Aktion unterzeichnet haben, intensive Aufklärungsund Forschungsarbeit im Kampf gegen Homophobie stattfinden. Die gesamte Arbeit verläuft unter dem Rahmen der “Fußball für Vielfalt”-Kampagne. Ein sehr zu unterstützendes Vorhaben, welches wir durchweg positiv bewerten! Schade ist einzig nur, dass die DFL nicht wie ein paar wenige Vereine direkt nach Veröffentlichung der Kampagne Unterstützung zugesagt hat, sondern erst noch eine „Bedenkzeit“ benötigte. Ein klares Statement sieht also doch anders aus.

Fankongress “Ein fanfreundliches Stadionerlebnis: Wie Fans den Fußball wollen”, so lautet das Motto des anstehenden Fankongress. Am 18. und 19. Januar 2014 findet in Berlin erneut der Fankongress statt. Die Organisationen “Unsere Kurve” und “ProFans” möchten im Rahmen dieser Veranstaltung Möglichkeiten aufzeigen, den Stadionbesuch zu verbessern. Einige der Themen, auf welchen diesmal der Schwerpunkt liegt, sind beispielsweise: Mitbestimmung in Vereinen, Fan- und Sozialarbeit in Stadien, Selbstregulierung bei diskriminierenden Vorfällen, Existenzprobleme der kleinen Vereine, das Verhältnis Fans - Polizei und viele weitere Themengebiete. Der letzte Fankongress konnte ebenfalls mit einer großen Themenvielfalt überzeugen, war aber oftmals zu vortragslastig und wenig zielführend, so dass die Teilnehmer zwar durchaus interessante Infos zu hören bekamen, aber nur wenig produktives und zielführendes bei den jeweilige Workshops herum kam. Lassen wir uns mal überraschen, ob das dieses Mal anders sein wird.

Berlin Nach dem massiven und brutalen Vorgehen der Polizei gegenüber Union Fans beim Auswärtsspiel in Kaiserslautern bezieht der Verein Union Berlin nun klar Stellung. Durch harsche Kritik an dem Vorgehen der Polizei, stellt der Verein sich klar auf die Seite der Fans uns schützt diese. Neben zahlreichen Union Ahänger_innen wurden auch Mitarbeiter des Fanprojekts und der Fanbeauftragte hart angegangen. “..Das Maß ist voll..” und “..Gewaltsuchende Polizisten..”, sind nur zwei kurze Zitate aus der Stellungnahme des Vereins, welche die Kritik an der Polizei sehr deutlich zum Ausdruck bringen. Ein vorbildliches, zu lobendes Verhalten der Vereinsführung, wobei es sicherlich nicht verwunderlich ist, dass erneut Union Berlin einen solch deutlichen Schritt an die Öffentlichkeit geht!


Karlsruhe Soziales Engagement spielt für eine Menge Ultrá Gruppierungen eine wichtige Rolle. Die Phönix Sons aus Karlsruhe führen am kommenden Spieltag einige karitative Aktionen durch. Neben Bechersammeln für Kinder aus Karlsruhe, welche Ihren Alltag mit einer Behinderung meistern müssen, werden auch Klamotten und Spielzeuge für Flüchtlingsfamilien gesammelt. Zudem wird ein Benefizkonzert stattfinden, mit dem ein örtliches Jugendheim unterstützt werden soll. Alle Aktionen finden in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Fanprojekt statt. Zu wünschen ist, dass diese Aktionen erfolgreich für alle Beteiligten verlaufen.

Frankreich Nach den vergangenen Auseinandersetzungen im Ligaspiel zwischen Nizza und St. Etienne erwägt der französische Präsident der “Ligue de Football Professionel”(LFP), Frédéric Thiriez, in französischen Fußballstadien keine Gästefans mehr zuzulassen. Aufgrund von Meldeauflagen könnte dieses Verbot teilweise sogar durchgesetzt werden. Inwiefern dadurch auch untere Ligen betroffen werden könnten, ist unklar. Es bleibt zu hoffen, dass der französische Präsident damit auf taube Ohren stößt.

Neues vom Infostand Neuer Lesestoff erhältlich: Da wäre zu einem die neue Ausgabe des 45 Grad-Heftes. Die neue Ausgabe beinhaltet wie bewährt zahlreiche Spielberichte aus dem Monat Oktober, u. a. mit der Spielpaarung Duisburg – Saarbrücken. Ansonsten geht es quer durch alle Spielklassen, Spielberichte, Choreofotos, im Auslandteil geht es diesmal nach Italien, Kroatien, Schweiz, Frankreich, dazu kommt ein Spezial zu den Jubiläumschoreos der Ultras Rapid. Kostenpunkt wie gehabt 2 Euro, auch die letzten Ausgaben sind noch erhältlich. Auch die neue dreißigste Ausgabe des Blickfang Ultra ist inzwischen eingetroffen, hier gibt es inhaltlich dann wieder die ganze Mischung: Interviews, Spielberichte, Pöbel und Theorie… da das Paket bei Redaktionsschluss dieser Gazzetta noch nicht eingetroffen war, bekommt ihr eine ausführliche Inhaltsangabe dann in der nächsten WdK oder ihr kennt dann schon alles weil ihr das Fanzine schon heute für 3,50€ mit nach Hause genommen habt.

Fördermitgliedschaft Auch in dieser Saison bieten wir euch die Möglichkeit einer Fördermitgliedschaft in unserer Gruppe. Wenn euch die Choreos gefallen, ihr Gefallen an unseren Fahnen findet oder uns einfach nur so cool findet und deswegen Ultra in Duisburg unterstützen wollt, auch wenn ihr selber kaum Zeit habt, könnt ihr einmalig 15€ bezahlen. Dafür erhaltet ihr regelmäßig unseren Newsletter, der euch alles Wissenswerte zu den kommenden Spielen wie Treffpunkte und Buszeiten näher bringt und immer wieder interessante Artikel oder Fernsehbeiträge beinhaltet, die wir euch wärmstens ans Herz legen wollen. Wenn ihr Interesse daran habt, euch intensiver in die Gruppe einzubringen, steht euch für den gleichen Preis auch die Mitgliedschaft im Förderkreis offen. Hier bekommt ihr eines unserer Gruppenmitglieder an eure Seite, das


euch ständig auf dem Laufenden hält was gerade so ansteht und wo wir unsere Aktivitäten durchführen, euch unterstützt und den Zugang in unseren Kreis erleichtert. Hierfür braucht ihr nur genügend Motivation, die euch gemachten Angebote auch anzunehmen. Wir freuen uns auf euch!

Leserbeteiligung Die Worte der Kohorte ist ein kleines Heftchen für euch. Wir wollen euch unsere Standpunkte darlegen, Informationen weitertragen und euch über Entwicklungen und Fußball- und Ultra-Deutschland auf dem Laufenden halten. Das klappt allerdings nur, wenn euch unser Heft auch gefällt. Daher steht es euch natürlich frei, Feedback oder vielleicht sogar selbst geschriebene Texte, die ihr gerne in unserem Heftchen lesen würdet, an folgende E-MailAdresse zu schicken: kohorte.ultras@gmail.com

Spenden Wir arbeiten gerne an diesem Heft und halten es auch in Zukunft für wichtig, es kostenlos an euch zu verteilen. Es ist doch etwas anderes, ob jeder vor dem Spiel, in der Halbzeitpause oder später zuhause auf seinem Smartphone rumtippt oder etwas Gedrucktes in den Händen hält. Bei der aktuellen Seitenstärke der WdK entstehen Kopierkosten von 20 Cent pro Heftchen, klingt nicht viel, bei 19 Heimspielen und einer Auflage von mehreren Hundert Heften pro Ausgabe, kommt da übers Jahr gesehen aber schon eine recht beachtliche Summe zusammen. Die, die unter der Woche in ihrer Freizeit die Berichte tippen und zum Copyshop hetzen, würden sich darum ganz besonders freuen, wenn ihr zukünftig ab und an beim Abgreifen der WdK den ein oder andern Cent spendet und euch so an den Unkosten beteiligt, damit unser Heftchen auch weiterhin kostenlos im Wedaustadion verteilt werden kann. Über Materialspenden ganz anderer Art würden wir uns ebenso sehr freuen. Wenn von eurer letzten Renovierungsarbeit oder beim Umzug Utensilien wie Tapeten, Farben, Klebeband oder Pinsel noch bei euch im Weg rum liegen, könnt ihr diese gerne bei uns am Infostand beim Fanprojektcontainer abgeben. Bei der nächsten Choreo-Bastelei finden diese sicherlich eine sinnvolle Verwendung. Das Beste an der Sache, du hast wieder Platz im Keller geschaffen und trägst gleichzeitig noch einen Teil zu Unterstützung des MSV bei!

Stimmungsblock online Im Internet findet ihr den Stimmungsblock auf der Homepage http://www.stimmungsblock. blogspot.de/ Jede Woche gibt es hier aktuelle Spieltagsfotos, Infos, Treffpunkt und vieles mehr, schaut regelmäßig vorbei!


Worte der Kohorte verpasst? Die aktuelle Ausgabe war schon vergriffen, als ihr ins Stadion gekommen seid? Oder ihr hattet generell keine Zeit, ins Stadion zu kommen, wollt aber trotzdem die aktuelle Ausgabe der WdK lesen? In dieser Saison wollen wir euch von dieser Problematik befreien und die jeweiligen Ausgaben wieder hochladen. Schaut einfach einige Tage nach dem Spieltag auf http:// issuu.com/ultrasliberi vorbei. Dort werden dann die letzten Ausgaben unseres kleinen Heftchens zu finden und zu lesen sein.


WdK Unterhaching