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tiven Gruppen gibt es momentan in Darmstadt? Was hat es mit dem Block1898 auf sich? „Ultras Darmstadt“ hat sich seit einiger Zeit aufgelöst. Neben den öffentlich bekannten Problemen war man sich auch intern nicht mehr wirklich einig, weshalb das schlussendlich ein nötiger Schritt war. Einige der früheren UD-Mitglieder sind natürlich weiter in der Darmstädter Fanszene oder auch dem Block1898 aktiv. Der Block1898 ist gleichermaßen der Fanblock als Ort wie auch die Idee, diesen von Selbstregulierung bis hin zur eigenen Tageskasse komplett selbst zu organisieren. „Block1898“ dient daneben auch als Dach über uns und den anderen aktiven Gruppen ‚Ultrà de Lis‘ und ‚Gioventù Biancoblù‘, um damit alle anfallenden Aufgaben zu koordinieren und Neuankömmlingen erst mal eine Anlaufstelle zu bieten, bevor sie sich vielleicht direkt zu einer der Gruppen orientieren. Da ihr im ersten Satz die „Fanszene in Darmstadt“ ansprecht, soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass die heterogene Szene in Darmstadt auch außerhalb dieses Blocks jede Menge zu bieten hat und jede Art Fankultur auszuleben in Darmstadt vorhanden ist, ohne dass es dadurch Konflikte untereinander gäbe. Thema Freund und Feind. Ihr pflegt eine offizielle Freundschaft zum Urban Squad Bern. Erzählt doch bitte etwas zu der Freundschaft (Seit wann gibt es sie? Was zeichnet sie aus?). Gibt es noch weitere nennenswerte Kontakte in andere Szenen? Wie sieht es um die aktuelle Rivalität zu den anderen Vereinen aus der Region aus? Also Offenbach, Frankfurt oder Mannheim. Den ersten Kontakt mit den Bernern gab es Ende 2007 und seit Herbst 2008 kann man Gäub-Schwarz am Böllenfalltor ja kaum noch weg denken. Die enorme Gastfreundschaft und die gemeinsamen Erfahrungen schweißen natürlich zusammen, aber gerade das Gespür dafür, da zu sein, wenn‘s mal nicht so läuft ist schon enorm ausgeprägt. Kontakte gibt es hier und da, aber nichts was wir jetzt gesondert hervorheben wollen würden. Die drei genannten sind sicherlich die größten Rivalen unserer Lilien, auch wenn wir uns durch chronische Pöbelei gerne inflationär Feinde schaffen. Obwohl rar an fußballerischen Vergleichen ist die Rivalität zu Frankfurt durch Masse und Nähe am Präsentesten. Die Kickers sind schon eher das klassischere Feindbild, das effektiv aber nur rund um die Spieltage zum Leben erwacht. Ähnlich verhält es sich mit dem Waldhof, wobei das durch deren Verbandelung mit der SGE ja wieder eine Geschichte für sich ist. Vielen Dank für das Interview.

Spielberichte Meidericher Spielverein – Borussia Dortmund II; 1:2 Seit langem mal wieder ein Spiel, dass der Duisburger an sich als Derby bezeichnen könnte. Da die Dortmunder bekanntermaßen ihre Zweitvertretung zahlreich besuchen, sofern die Spiele nicht zeitgleich mit der Profimannschaft stattfinden, konnte auch mit einem gut gefüllten und lautstarken Gästeblock gerechnet werden. Flutlichtatmosphäre, ein interessanter Gegner und die allgemeine Begeisterung rund um den MSV ließen es dann auch vergessen,


dass wir wieder eine englische Woche hatten und die Anstoßzeit von 19:00 alles andere als optimal für unseren normalen Spieltagsablauf war. Dementsprechend haben wir auch schon größere Massen an jungen MSV-Fans erlebt, die gemeinsam mit uns zum Wedaustadion laufen. Da wir an solchen Rahmenbedingungen allerdings aktuell nichts ändern können und die Anstoßzeiten in der dritten Liga an sich ziemlich fanfreundlich sind (verglichen mit den Erfahrungen der letzten Jahre) finden wir uns damit ab und wollen mal nicht in einen völligen Rage-Modus verfallen und die Seiten mit Flüchen auf den DFB füllen. Für die ein oder andere Person wäre das mit Sicherheit amüsant zu lesen, wir erkennen aber ganz klar unseren Bildungsauftrag an und werden nicht diese Boulevardtaktiken für eine bessere Auflage nutzen. Wenn die öffentlich-rechtlichen sich schon nicht an diesen Grundsatz halten, dann wenigstens wir! Am Stadion gab es dann direkt nach Einlass zum ersten Mal unseren neuen „Aus der Kurve“Flyer, welcher für eine weitaus größere Basis an MSV-Fans gedacht ist als dieses Werk, das ihr gerade in den Händen haltet. Mit dem neuen Flyer möchten wir auch einer größeren Masse an MSV-Fans unsere Positionen näher bringen und für fanrelevante Themen sensibilisieren. Hier haben wir nämlich in den letzten Jahren recht große Defizite aufkommen lassen was zum Beispiel durch eine geringe Beteiligung am Protest gegen das Sicherheitspapier deutlich wurde. Jeden Monat wird nun ein neuer Flyer die Besucher des Wedaustadions erreichen. Die Zeit vor dem Spiel war also durch Aktivitäten unserer zahlreichen Flyer-Verteiler abgedeckt, währnd sich das gesamte Stadion immer mehr füllte. Unglaublicherweise waren zum Anpfiff über 21.000 Besucher in Duisburg, davon ca. 1500-2000 Dortmunder, wobei die Ultras von die Amateure sich im Oberrang niederließen. Volles Haus und erfolgreiche Spiele der Zebras passen irgendwie nicht so zusammen, weswegen auch heute recht schnell zwei Abschlüsse im Tor vor der Nordkurve landeten. Der Anschlusstreffer kurz vor Halbzeitpfiff brachte zwar nochmal etwas Hoffnung, eine engagierte Leistung führte aber trotzdem nicht zum Erfolg gegen clever bis dreckig spielende Borussen. Besonders förderlich für die Stimmung war der Spielverlauf sicherlich nicht. Es wirkte so, als wäre die gesamte Nordkurve völlig übermotiviert, überall wurden Lieder angestimmt, dabei wurden gut funktionierende Lieder übersungen oder gestört und wenn auf ein Lied eingegangen wurde, hörten die Initiatoren meist schon kurze Zeit später auf zu singen. Die Nordkurve glich einem reinen Chaos, die Koordinierung des Ganzen gestaltete sich äußerst schwierig und mit dem weiteren Spielverlauf auch sehr frustig. Es hat sicherlich positive Ansätze und viel Potential, dass sich mittlerweile viele MSV-Fans an der Stimmung beteiligen wollen, allerdings bitte nicht ohne Rücksicht


auf Verluste. Es muss sich noch einiges an Gespür entwickeln, ob es Sinn macht, jetzt zum zehnten Mal ein Meidericher SV zu intonieren, wenn sich an anderer Stelle bereits ein anderer Gesang aufbaut und lauter wird. Wir hoffen allerdings, dass sich diese Vorgänge mit der Zeit einspielen werden. Im Gästeblock gab es hingegen sehr viel positives zu beobachten. Sehr laut und mit viel Bewegung beteiligte sich oftmals fast der gesamte Gästeblock an einem Liedgut, das durch Melodik und Kreativität überzeugen konnte. Das war alles andere als „Standardmelodien aus deutschen Kurven“ und trotzdem zog so eine große Masse mit. Könnte sich ein MSV-Fan ja auch mal überlegen, inwiefern es Sinn macht, hier bei drei Zeilen Text schon den Untergang des supporttechnischen Abendlandes herauf zu beschwören. So war mit Abpfiff die Laune nicht gerade auf dem Höhepunkt. Die Nordkurve hat sich nicht mit Ruhm bekleckert, die Mannschaft wollte zu viel und hat sich dabei verzockt und der nächste Arbeitstag stand schon vor der Tür. Die nächsten Heimspiele dürfen gerne etwas besser laufen.

SV Wehen-Wiesbaden – Meidericher Spielverein; 2:0 Das letzte Spiel bei der aus dem SV Wehen entstandenen Neugeburt in Wiesbaden war bereits einige Jahre her, damals gab es einen bezahlten Vorsänger in der Wellblechhütte, Discomusik aus den Boxen und Werbung an jeder Ecke. Die Vorfreude hielt sich also in Grenzen. Um eine übertriebene Polizeibegleitung zu verhindern und ein pünktliches Erreichen des Stadions zu gewährleisten, stellten wir einen Doppeldecker, der auch recht schnell restlos voll war. Der Auswärtsbericht in der letzten WdK schien ebenfalls Früchte zu tragen, fuhren die Gruppenspalter aus Erfurt dieses Mal immerhin mit dem Auto und ließen die normalen Kohorte Ultras die meiste Zeit in Ruhe. Ganz von ihrem Vorhaben, weiter Unruhe zu stiften, ließen sie allerdings nicht ab, weswegen die Truppe den Bus verfolgte und uns an jeder Raststätte dann doch wieder auf die Nerven ging. Ich frage mich, ob das an der Luft in Duissern liegt. Ohne große gruppeninterne Konflikte (war wohl nix mit Gruppe spalten!) erreichten wir also Wiesbaden und warteten auf die Stadionöffnung. Dort diskutierten die Ordner schon zu Beginn, was passiert, wenn die Kartenlesegeräte ausfallen. Sehr beruhigend und fortschrittlich, diese Technik in Hessen. Natürlich trat der Fall bei einigen Personen auch ein, andere Ordner hatten herbe Probleme, ihr Gerät überhaupt zu bedienen, weswegen sich der Einlass etwas in die Länge zog. Kurz darauf gab es das nächste Problemfeld: Da der Wiesbadener Gästeblock in zwei separate Blöcke aufgeteilt ist, wollten die anwesenden Ordner penibel darauf achten, dass jedes Zebra auch in den Block geht, der auf der jeweiligen Karte stand. Problematisch waren die Karten, deren Blockbezeichnung am Einlass auf Grund kaputter Kartengeräte abgerissen waren, aber auch sonst war es für uns keine Diskussionsgrundlage, die Gruppe auf zwei Blöcke aufzuteilen. Wir machten also höflich unseren Standpunkt klar und betraten den zweiten Block, um uns relativ zentral hinter dem Tor zu positionieren, während die anwesende Ordnerschaft recht hilflos zuschaute. Da fängt der Arbeitstag direkt beschissen an, wenn einem ein Haufen Jugendlicher so auf der Nase rumtanzt, oder? Da hättet ihr auch direkt Lehrer werden können.


Immer wieder wurden also Personen, die mit uns das Spiel verbringen wollten, bis zum Anpfiff an den Ordnern vorbei in unseren Block gebracht, um dann ein Spiel zu sehen, welches der MSV bis zur Schlussphase klar dominierte. Ein Tor wollte einfach nicht fallen, weil jeder Spielzug nur bis zum Strafraum ging und wie es im Fußball eben so ist und schon immer war, fingen wir uns dann kurz vor Schluss den Gegentreffer. Absolut unglücklich, unerwartet und damit ein ziemlicher Schlag ins Gesicht. Leider schafften es die Zebras nicht, in den letzten Minuten den Ausgleich zu erzwingen und bekamen auch noch per Konter das zweite Gegentor. Während der Gegentreffer war übrigens deutlich zu sehen, was in Wiesbaden für eine unglaubliche Fußballkultur herrscht. Ein Scooter-Torjingle weckte Erinnerungen an Gladbach, aber irgendwie jubelte sonst niemand wirklich laut. Der Stadionsprecher musste nach dem ersten Tor mehr Stimmung einfordern und auch die mittlerweile dort entstandene Ultraszene konnte in 90 Minuten kein einziges Mal bemerkt werden. Akustisch wie auch optisch war da absolut nix los. Ein paar Klatschpappen konnten in der Heimkurve ausgemacht werden, das war es dann aber auch schon. Die Zaunfahne mit der Aufschrift „Hessens 1 in Liga 3“ lud daher eher zu einem großen Schmunzeln ein und stammt entweder von einem sehr selbstironischen Menschen oder ist Realsatire in Reinform. Wenn fast schon 50% der anwesenden Menschen die Gästefans sind, sagt das schon einiges aus. Deren Auftritt (wir meinen damit uns Zebras – als Hinweis für alle Blitzbirnen, die mit einer solchen sprachlichen Gestaltung nix anfangen können) war die meiste Zeit recht überzeugend und hat Spaß gemacht. Es konnte gut frei gedreht werden, Lieder wurden in neuen Varianten ausprobiert und die Mitmachquote konnte sich auch sehen lassen. Erst zum Schluss begannen einige Personen wieder, in Lieder rein zu singen, was die Stimmung deutlich abflachen ließ. Kurz darauf fiel dann auch das erste Gegentor, was den Auftritt weiter nach unten zig. Garniert mit ein paar zu vernehmenden Affenlauten gegen den Wiesbadener Spieler mit der Nummer 20 waren die letzten Minuten sicherlich alles andere als ruhmreich und schmälerten einen bis dahin an sich recht gut aufgelegten Gästeanhang. Zwei Niederlagen in Folge also, die nächste englische Woche vor der Brust, so langsam darf sich das Glück wieder zurückmelden an der Wedau. Übel nimmt es der Mannschaft sicherlich niemand, wenn sie mit solch einem Einsatz keinen Sieg einfährt, aber gewinnen ist halt doch irgendwie schöner.


VfB Korschenbroich – Meidericher Spielverein; 0:5 Wir möchten euch einmal ein Beispiel unseres unglaublichen Organisationstalentes darstellen. Vor der offiziellen Festlegung des Spielortes mussten wir bereits einen Treffpunkt wie auch die allgemeine Anreise zur zweiten Runde des Niederrheinpokals festlegen, um diese Infos beim Heimspiel gegen die Dortmunder Amateure zu verbreiten. Da wir uns relativ sicher waren, dass das Spiel gegen Korschenbroich im Rheydter Grenzlandstadion stattfinden würde, suchten wir also eine passende Zugverbindung raus und wollten damit bedruckte Flyer im Stimmungsblock verteilen. Unser Mitglied, welches immer den Weg zum Copy-Shop auf sich nimmt, hat dann fälschlicherweise die Flyer vom Erstrundenkick in Krefeld drucken lassen. Eine riesige Masse an Flyern für ein bereits gewonnenes Spiel, super. Aber davon lassen wir uns noch lange nicht unterkriegen. Ohne großes Meckern wurden per Hand auf allen Flyern die Daten durchgestrichen und verbessert. War zwar etwas aufwendig, aber die Kommunikation eines Treffpunkts ist für eine angenehme Anreise schon recht wichtig. Die Flyer waren also fertig du bereit zum Verteilen, da kam die Info, dass das Spiel in Homberg stattfinden wird. Über 100 Flyer also völlig sinnlos drucken lassen und völlig sinnlos per Hand beschriftet. Immerhin haben wir jetzt genug Material für eine kleine Konfettiaktion in der Zukunft. Nun durften wir also selber überlegen, wie wir die Anreise zum Spiel auf der anderen Rheinseite angehen. Im Endeffekt entschieden wir uns dafür, den Treffpunkt auf Grund der kürzeren Anreise etwas später zu legen und ließen Telefone und digitale Kontakte warm laufen, um nicht alleine nach Homberg zu fahren. Im Endeffekt standen bei richtig beschissenem Wetter 60 Leute pitschnass am Treffpunkt und begaben sich in den Linienbus zum PCC-Stadion. Ein kleiner Fußmarsch und dann auch direkt ab auf die Tribüne, wo wir wie auch schon bei den Testspielen in den Jahren zuvor die einzige Möglichkeit sehen, um in Homberg einen vernünftigen Auftritt hinzulegen. Mit einem recht großen Haufen sahen wir ein Spiel, was der MSV völlig ungefährdet für sich entscheiden konnte. Ohne jegliche Gefahr vor dem eigenen Kasten kam es immer wieder zu guten Gelegenheiten der Zebras, von denen fünf dann auch den Weg ins Tor der Niederrheiner fanden. Wirklich ekstatisch bejubelt wurden diese allerdings von niemandem im weiten Rund, zu eindeutig war der Leistungsunterschied. Das ganze Ereignis glich von der Stimmung her vielmehr einem Testkick. Dementsprechend träge war dann auch die erste Hälfte auf der Tribüne. Das Liedgut war zwar abwechslungsreich, es fehlte aber irgendwie etwas an Pfeffer, so dass vieles einfach vor sich hin gesungen wurde. Der Auftritt war okay, aber absolut nichts Weltbewegendes. In der zweiten Hälfte änderte sich dies allerdings. Die Menschen im Block sangen sich langsam


in Rage, es kam deutlich mehr Bewegung in den Block und als dann 15 Minuten vor Schluss auf die Melodie von „We’re not gonna take it“ das Niederrheinpokalsieger-Lied losging, hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. Bis zum Abpfiff hielt sich das Lied und jeder in unserem Umkreis drehte bei jeder Wiederholung mehr ab. Die Gesichter um einen herum zeigten einfach nur Freude und Spaß am Moment. Niederrheinpokalspiele könnten einen ganz besonderen Status bei uns allen erlangen. Auch noch nach Abpfiff, als die Mannschaften zum Verabschieden kamen, hielt sich das Lied, was auch den Spielern beider Mannschaften ein breites Grinsen auf das Gesicht legte. Gästefans gab es übrigens auch: Ungefähr 30 Menschen aus Korschenbroich hatten sich von uns aus gesehen links hinter dem Tor niedergelassen, waren in einer kurzen Pause sogar mal zu vernehmen und fielen dann zum Schluss durch die hohe Anzahl an nackten Oberkörpern auf. Dort schien man(n) also auch Spaß gehabt zu haben. Zurück ging es dann wieder in einem Linienbus, der voll mit MSV-Fans war und in dem Limbo mit dem Niveau getanzt wurde. Vor allem dem Haufen aus Duissern, der noch immer unsere Klamotten spazieren trägt, schien das zu gefallen. Glücklicherweise mussten die dann in der 903 ein paar Stationen eher aussteigen. Irgendwann wird dieses Pulverfass explodieren, das wird von Spieltag zu Spieltag deutlicher! Den Tag lassen wir uns von diesem gruppeninternen Konflikt aber nicht kaputt machen. Niederrheinpokalsieger – MSV!

Ultra Aktiv

Nachttanzdemo 2013 Über 500 Menschen, darunter auch viele Gesichter aus dem Stimmungsblock, haben am Freitag, den 06.09. an der Nachttanzdemo in Duisburg teilgenommen. Die Nachttanzdemo wurde zum dritten Mal von der Kampagne „DU it yourself“ organisiert. Die Demoroute ging vom Hbf über Hochfeld zum Duisburger Rathaus, wo die Forderung für ein soziokulturelles Zentrum noch einmal lautstark vorgebracht wurde. Insgesamt ist diese Nachttanzdemo sicherlich als Erfolg zu werten. Trotz einem kurzen und heftigen Regenschauer zu Beginn der Demo wurde


von den vielen jungen Menschen gute, friedliche Stimmung verbreitet und zu der Musik von den zwei Demowagen (einmal elektronische Musik, einmal Punk-Rock) getanzt. Zeitgleich wurden dabei aber auch durch viele bunte Schilder die politischen Forderungen auf die Straße getragen. Auch die Demo-Organisatoren der Kampagne DU it yourself waren zufrieden. In der Pressemitteilung nach der Demo sagt David Meir von DUiy : „Die Nachttanzdemo hat wieder gezeigt: Die Forderung für ein unabhängiges und unkommerzielles soziokulturellen Zentrum hat in Duisburg viel Zuspruch.“ Auf der Demo wurde auch ein Teilerfolg der Kampagne gefeiert, denn der Kulturdezernent der Stadt Duisburg, Herr Krützberg, hat einen Termin mit Kampagnen-Vertretern für Mitte Oktober vereinbart, um potentielle Gebäude für ein Zentrum zu besichtigen. Wir sind sehr gespannt, wie die Gespräche mit Herr Krützberg laufen. Und wir hoffen, dass wir bald in der WdK berichten können, dass die Kampagne „DU it yourself“ Räume für ein soziokulturelles Zentrum von der Stadt zu Verfügung gestellt bekommt.

Kohorte-Kino Am kommenden Freitag laden wir euch endlich wieder zum Kohorte-Kino ein. Das Wetter wird schlechter, es wird wieder eher dunkel und damit ist es auch wieder möglich, bei uns einen interessanten Film zu sehen. Dieses Mal werden wir euch den Film „This is England“ von Shane Meadows. Der Film spielt, wie der Titel schon vermuten lässt, im England der Achtziger Jahre und thematisiert die dortige Entstehung der Skinhead-Subkultur. Nun dürften sich einige fragen, warum wir einen Film mit einer solchen Thematik zeigen und was das mit Fußball zu tun hat. Wir sind selbst Teil einer lebendigen Subkultur, weswegen die Auseinandersetzung mit allen möglichen weiteren Subkulturen interessant und manchmal auch wichtig sein kann. Ein solcher Film zeigt oftmals diverse Unterschiede und ähnliche Elemente unterschiedlichster Subkulturen und auch die damit einhergehenden Konflikte innerhalb und außerhalb eben dieser. Wir würden uns daher über ein zahlreiches Erscheinen eurerseits freuen, um gemeinsam mit uns den Film zu sehen und im Optimalfall am nächsten Tag auch mit nach Kiel zu fahren.

Spieleabend Am Montag nach Kiel könnt ihr seit langem mal wieder einen Spieleabend mit uns verbringen. Klar, Brett- und Gesellschaftsspiele sind nicht der modernste Shit, den der Markt so hergibt, trotzdem macht es immer noch Spaß, seinem Gegenüber eine herbe Niederlage am Tisch zuzufügen. Vielleicht habt ihr ja auch einen Hals auf uns, weil die letzte Busfahrt zu teuer, das Bier alle oder die Stimmung scheiße war. Dann ist hier die perfekte Gelegenheit, es uns heimzuzahlen und zwar analog und nicht digital. Online-Spielchen sind nicht so unser Ding.


Anderswo München

Das Entgegenkommen des Vereins auf die Südkurve hat sich bewahrheitet. Vereinsoffizielle und Fans haben zusammen einen Kompromiss gefunden. Mithilfe der Drehkreuze am Blockeingang, soll bei den beiden Heimspielen im September gegen Hannover und Wolfsburg ein “freier” Blockzugang zur Südkurve getestet werden. Jede_r Inhaber_in eines Tickets hat erstmals wieder die Möglichkeit, sich einen beliebigen Platz in der Südkurve zu suchen.

Erfurt

Beim Gastspiel unserer Zebras in Erfurt forderte Schiedsrichter Peter Sippel den Sicherheitsbeauftragten des Vereins dazu auf, ein kleines Spruchband im Heimblock mit der Aufschrift “Scheiss DFB” zu entfernen. Diese Forderung missachtete dieser allerdings zu Recht mit der Aussage, dass dieses Banner für Meinungsfreiheit im Stadion stehe. Ob vom DFB nun gegen RW Erfurt ermittelt wird ist noch nicht bekannt.

Mannheim

Die Ultras Mannheim haben sich dazu entschlossen, jegliche Spiele des SV Waldhof Mannheim, die aufgrund einer TV-Übertragung von Sport1 verlegt werden müssen, als Gruppe zu boykottieren. Es handelt sich hierbei um keinen Stimmungsboykott, sondern lediglich darum, dass auf unterstützende Materialien wie Choreos, Fahnen, Vorsänger etc. verzichtet wird. Denn die Ultras wollen nicht, dass ihre Unterstützung Bestandteil einer Sport1-Übertragung wird.

Kopenhagen

Rassismus-Vorwürfe gegen den Verein FC Kopenhagen. Der Verein hat Fans mit ausländisch klingenden Namen den Zutritt zum Stadion verboten, auch wenn ein gültiges Ticket vorhanden war. Offizieller Grund für diese rassistische und ausgrenzende Maßnahme seien Sicherheitsbedenken. Sollte die Person allerdings deutlich als FCK-Fan zu identifizieren sein, kann die Person wohl durch Umwege doch ins Stadion gelangen. Ein vollkommen zu verurteilendes Verhalten!

Tunesien

Nach der “Jasminrevolution” 2011 in Tunesien blieben die Fußballstadien meist leer. Sowohl Heim- als auch Auswärtsfans wurde der Zutritt in die Stadien nicht gestattet. Laut dem Tunesischen Fußballverband (FTF) sollen in Zukunft allerdings zumindest bei Erstligaspielen wieder Heimfans zugelassen werden. Ab Ende September sollen Heimfans nun wieder das Stadion betreten dürfen.

Neues vom Infostand Großer Ausverkauf bei uns am Infostand: Diverse Fanzines, „One Love“ Shirts, Aufnäher sind alle restlos vergriffen und werden auch nicht mehr nachbestellt, dafür arbeiten wir zur Zeit an schicken neuen Artikeln, welche vielleicht schon in eineinhalb Wochen zum Heimspiel


gegen Darmstadt erhältlich sind. Bis dahin könnt ihr euch bei uns noch mit reichlich Aufklebern und Buttons eindecken und auch von der aktuellen Ausgabe des Fanzines „45°“ haben wir für interessierte Leser noch einige im Angebot. Dieses bietet für nur 2€ auf 112 Seiten diverse Spielberichte aus den Monaten Mai bis Juli quer durch alle Ligen. Von Magdeburg - Zwickau, über die Relegationsspiele zum Saisonende bis zum Champions League Finale sind 50 Berichte und zahlreiche Fotos im Heft enthalten. Die Spielberichte entstehen dabei jeweils in Absprache mit beiden beteiligten Fanszenen, so dass viele Details zum Spieltag weitergegeben werden können. Auch wenn in dieser Ausgabe kein Spiel mit MSV Beteiligung enthalten ist, definitiv eine gute Anschaffung für alle, die sich für das Geschehen in den Fankurven begeistern können.

Fördermitgliedschaft Auch in dieser Saison bieten wir euch die Möglichkeit einer Fördermitgliedschaft in unserer Gruppe. Wenn euch die Choreos gefallen, ihr Gefallen an unseren Fahnen findet oder uns einfach nur so cool findet und deswegen Ultra in Duisburg unterstützen wollt, auch wenn ihr selber kaum Zeit habt, könnt ihr einmalig 15€ bezahlen. Dafür erhaltet ihr regelmäßig unseren Newsletter, der euch alles Wissenswerte zu den kommenden Spielen wie Treffpunkte und Buszeiten näher bringt und immer wieder interessante Artikel oder Fernsehbeiträge beinhaltet, die wir euch wärmstens ans Herz legen wollen. Wenn ihr Interesse daran habt, euch intensiver in die Gruppe einzubringen, steht euch für den gleichen Preis auch die Mitgliedschaft im Förderkreis offen. Hier bekommt ihr eines unserer Gruppenmitglieder an eure Seite, das euch ständig auf dem Laufenden hält was gerade so ansteht und wo wir unsere Aktivitäten durchführen, euch unterstützt und den Zugang in unseren Kreis erleichtert. Hierfür braucht ihr nur genügend Motivation, die euch gemachten Angebote auch anzunehmen. Wir freuen uns auf euch!

Leserbeteiligung Die Worte der Kohorte ist ein kleines Heftchen für euch. Wir wollen euch unsere Standpunkte darlegen, Informationen weitertragen und euch über Entwicklungen und Fußball- und Ultra-Deutschland auf dem Laufenden halten. Das klappt allerdings nur, wenn euch unser Heft auch gefällt. Daher steht es euch natürlich frei, Feedback oder vielleicht sogar selbst geschriebene Texte, die ihr gerne in unserem Heftchen lesen würdet, an folgende E-MailAdresse zu schicken: kohorte.ultras@gmail.com

Worte der Kohorte verpasst? Die aktuelle Ausgabe war schon vergriffen, als ihr ins Stadion gekommen seid? Oder ihr hattet generell keine Zeit, ins Stadion zu kommen, wollt aber trotzdem die aktuelle Ausgabe der WdK lesen? In dieser Saison wollen wir euch von dieser Problematik befreien und die jeweiligen Ausgaben wieder hochladen. Schaut einfach einige Tage nach dem Spieltag auf http://issuu.com/ultrasliberi vorbei. Dort werden dann die letzten Ausgaben unseres kleinen Heftchens zu finden und zu lesen sein.


WdK Darmstadt  
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