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Schande über unser Haupt! Direkt auf der Titelseite der letzten Ausgabe haben sich zwei dicke Klöpse eingeschlichen. Zum einen handelte es sich natürlich nicht nochmal um die Ausgabe 86, sondern um die Nummer 87, zum anderen hat uns Hertha natürlich nicht die erste Niederlage der Rückrunde beschert, sondern 1860 München. Demnach gab es auch keine Serie, die gerissen ist. Aber was soll‘s, wir sind unglaublicher Weise auch nur Menschen und machen dementsprechend ab und an Fehler. Ein schlechtes Omen war es allerdings nicht, konnten die Zebras immerhin die drei Punkte gegen Cottbus an der Wedau halten. Das schien auch große Teile der Nordkurve zu motivieren, die Mannschaft irgendwie zu unterstützen, was dann aber leider in einem großen Chaos, Missverständnissen und fehlender Koordination endete. Daran gilt es natürlich irgendwie zu arbeiten, auch wenn wir nicht direkt davon ausgehen sollten, dass der Meidericher Spielverein nun jedes Heimspiel Siege erzaubert. Mit Zauber hatte der Sieg in Ingolstadt nämlich wenig zu tun, trotzdem haben uns die drei Punkte dort sicherlich dem Klassenerhalt verdammt nahe gebracht. Unsere Meinung zu dem Spiel könnt ihr natürlich direkt auf der nächsten Seite erfahren. Zusätzlich gibt es erneut etwas über die aktuellen Vorkommnisse zum Thema Sicherheit inklusive der Erläuterung des gegen Cottbus präsentierten Spruchbandes, ein Rückblick auf den Fanabend im Presseraum des Wedaustadions und auf das Treffen der Queer Football Fanclubs (kurz QFF), welches am Wochenende des Testspiels gegen Gladbach hier in Duisburg stattfand. Es gibt also neben den üblichen Infos einiges Interessantes für euch zu lesen. Darüber und über vieles anderes könnt ihr dann auch nach dem Spiel noch quatschen, wenn ihr uns zum gemeinschaftlichen Grillen nach dem Spiel begleitet. Über bekannte wie unbekannte Gesichter freuen wir uns dabei natürlich. In diesem Sinne IMMER ALLES GEBEN!


FC Ingolstadt 04 – Meidericher Spielverein, 0:1 Ingolstadt ist alles andere als ein interessanter Gegner. Dabei liegt das nicht mal unbedingt an dem Gründungsjahr 2004, welches gerne mit nicht vorhandener Tradition gleichgesetzt wird. Die beiden Vereine ESV und MTV Ingolstadt hatten im bayrischen Fußball nämlich durchaus eine traditionelle Geschichte, die Fusion für eine bessere sportliche Perspektive fand einfach nur deutlich später statt als zum Beispiel beim 1. FC Köln, beim Hamburger SV oder auch bei uns in Duisburg. Eine Fusion allein und damit evtl. auch eine Änderung des Gründungsjahres im offiziellen Vereinsnamen müssen nicht direkt die gesamte Tradition wegwischen bzw. einen Verein auf ewig zu einem Retortenclub verdammen. Bei den genannten und vielen anderen Traditionsteams würde niemand auf so eine Idee kommen. Solch eine Diskussion, ab wann man von einem Traditionsverein sprechen kann, ist hier aber wohl an der falschen Stelle und würde deutlich zu lang dauern, klarstellen wollen wir nur, dass der Begriff „Tradition“ kaum definiert und damit sehr schwammig ist. Was Ingolstadt dafür unglaublich uninteressant macht, ist die absolut langweilige Fanszene in einer langweiligen Stadt mit einem Stadion mitten auf dem Acker, alles begünstigt durch äußerst viel Kohle von Audi, die einen so rasanten Aufstieg des Vereins ermöglichte, dass es gar keine Zeit gab, eine vernünftige Fankultur zu entwickeln. Dementsprechend ist der Sportpark in Bayern kein beliebtes Reiseziel, auch wenn der Gästeblock einer der besseren der Liga ist. Nach einem kurzen Zwischenstop, um unseren Stadionverbotlern die Möglichkeit zu geben, das Spiel in angenehmer Atmosphäre zu schauen und um unsere Gäste einzusammeln, kamen wir dann auch verfrüht mitten in der Pampa an. Zwar war anfangs noch alles recht entspannt, als dann allerdings die Ordner in Erscheinung traten und die Stadiontore öffneten, wurde der Eindruck erweckt, dass hier ganz andere Horden als die üblichen Duisburger Auswärtsfahrer erwartet wurden. Oder aber man vermutete im kleinen Duisburger Haufen ernstzunehmende Terroristen. Die Straight-Edge-Hardcore-Kickboxer-Crew aus Jena, welche die Ordnerwesten tragen durfte, ließ jeden seine kompletten Taschen entleeren und dann die Schuhe ausziehen, um auch diese gründlichst zu filzen. Dazu gab es natürlich noch eine gründliche Leibeskontrolle. Manchen Ordnern schien dieses Prozedere wohl auch etwas unangenehm, es gab aber auch genug, die mit einer in ihren Augen wohl nötigen aggressiven Grundhaltung die Gespräche führten. Hätten diese Personen einen Aufkleber in einer Hosentasche entdeckt, hätte es wahrscheinlich direkt einen Tritt gegen den Kopf gegeben. Trotzdem kann man das Beste aus solchen Kontrollen rausholen, wenn man einfach mal so richtig den Ruhrpottler raushängen lässt. Zum Schmunzeln waren zum Beispiel die Gesichter der Order bei der Kontrolle der Schuhe, die man seit ca. 7 Stunden nicht ein einziges Mal ausgezogen hat. Ebenfalls muss es sich kei-


ner nehmen lassen, mal schön einen fahren zu lassen, wenn die Ordnungskräfte gerade in der Hocke an den Schuhen rumfrickeln. Wenn schon gründliche Kontrollen, dann aber auch richtig mit allem Drum und Dran, allzu leicht will man es den Damen und Herren ja nicht machen. Im Endeffekt waren wir allerdings schnell genug durch die Kontrollen, um den Zaun in sehr ansehnlicher Art und Weise zu bestücken und auf den Anpfiff zu warten. Hierbei ein Kommentar zum Vorprogramm: Phasenweise angenehm leise, je näher der Anpfiff rückte, desto lauter wurden die Pegel aber aufgedreht. Hätte der FCI hier mal eine konstant angenehme Lautstärke gewählt, wäre es glatt ganz nett gewesen, so aber konnte gepflegt bei den drei 08/15-Vereinshymnen abgekotzt werden. Spiel war dann irgendwie nicht ganz so spannend, aber trotzdem souverän von den Zebras gewonnen. Das ist auch mal aller Ehren wert, wenn man bedenkt, was die Spielanalysen in der Hinrunde so alles hergaben. Daran durften wir uns auch kurz zurückerinnern, als Bollmann in der letzten Minute frei vorm Tor stehend eiskalt über den Ball senst. Grandios, hätte ich nicht besser machen können (sinnloser Zusatz: Hätte ich wirklich nicht, ich bin allerdings auch eine riesige Pflaume auf dem Platz und verdiene damit nicht meinen Lebensunterhalt). Der Gästeblock war während des Spiels recht gut aufgelegt was die Mitmachquote betrifft. Die erste Hälfte war zwar etwas sehr standard, das wurde allerdings in der zweiten Hälfte durch einige nette Melodien aufgelockert. Die Menschen im Block konnten trotzdem die meiste Zeit recht nett abdrehen, was sich auch in der Lautstärke auszahlte. Das führte dann auch dazu, dass man den Heimblock ein einziges Mal wahrnahm und selbst das war alles andere als berauschend. Wie eingangs erwähnt, langweilig halt. Der „FCA Merda“-Doppelhalter in der heimischen Zaunbeflaggung zaubert allerdings immer wieder ein breites Lächeln aufs Gesicht, der Lappen hängt irgendwie immer, völlig egal ob es gerade Sinn macht oder nicht. Da scheint wirklich der pure Hass zu herrschen, grandios! Danach ging‘s schnell in den Bus, SV’ler eingesammelt, Gäste abgesetzt, etwas für die Getränkekasse getan… der übliche Kram also, den ihr in fast jedem Bericht lesen könnt, wenn es um die Heimfahrt geht und der deshalb eigentlich tierisch langweilig ist. Hier auch, deswegen halten wir‘s kurz. Kein Spiel mehr in Bayern diese Saison, jawollo!


Der Wahn geht weiter! „Die Vollkontrollen am 12.12. für salonfähig erklärt – Stellt euch eurer Verantwortung“ war auf dem Spruchband zum Spiel gegen Energie Cottbus zu lesen. Bezug genommen haben wir damit auf die Vollkontrollen beim Spiel der Hallenser in Darmstadt. Dort wurde zwei Gästefans, 17 und 20 Jahre alt, in ein Zelt gebracht, um sich dort zuerst bis auf die Unterhose und dann völlig nackt auszuziehen. Die Polizei wollte nach Pyrotechnik suchen, auch in den intimeren Körperöffnungen, weil die zwei Betroffenen wohl verdächtig gelaufen seien und getuschelt hätten. Den jungen Männern sei es ebenfalls nicht möglich gewesen, die Vollkontrollen auf Kosten des Stadionbesuchs abzulehnen, obwohl das eine Alternative sein MUSS. Gefunden wurde natürlich nichts. Auf Nachfrage des Fanprojekts antworteten die Polizisten, dass solche Kontrollen seit Dezember doch beschlossen seien. Natürlich betrafen die Entscheidungen aus dem Dezember nicht Spiele der dritten Liga und es steht ebenfalls fest, dass diese Vollkontrollen in Darmstadt einzig und allein von der Polizei und nicht von einem der beiden Vereine ausgingen. Trotzdem zeigt die Aussage deutlich, was die aktuelle Debatte um ein angebliches Sicherheitsproblem ausgelöst hat. Übermotivierten Polizisten wurden Tür und Tor geöffnet beziehungsweise einige Beamte könnten dadurch überhaupt erst auf die Idee gekommen sein, mal irgendwo Vollkontrollen durchzuführen. Das haben die Vertreter der DFL definitiv zu verantworten und darauf wollten wir mit diesem Spruchband auch hinweisen. Doch nicht nur in Darmstadt zeigt sich, dass der Sicherheitswahn im deutschen Fußball völlig aus dem Ruder läuft. So bemängelten Feuerwehr und Polizei in Hamburg den exzessiven Einsatz von Wunderkerzen. Der DFB sprang da direkt auf und kündigte an, den Gebrauch von Wunderkerzen zu sanktionieren. Daher wurden auch direkt mal alle Fans des FC St. Pauli seitens des DFB aufgefordert, keine Wunderkerzen zu zünden, um die Mitmenschen nicht zu gefährden und Strafen für den Verein zu vermeiden. Ein Accessoire eines Kindergeburtstages ist für das Stadion also nun offiziell zu gefährlich? Herzlichen Glückwunsch, der DFB hat sich erneut der Lächerlichkeit preisgegeben. Nun ist dieses nicht das erste Wunderkerzenverbot, auch in Bochum und in Kaiserslautern kam es schon dazu, dieses Mal gibt es allerdings die erste hochoffizielle Ansage des DFB. Wir möchten an dieser Stelle den äußerst gelungenen abschließenden Absatz des Artikels auf publikative.org zitieren: „Wunderkerzen sollten künftig auch auf Kindergeburtstagen dringend verboten werden – wegen entflammbaren Stoffen wie Papptellern, Plastikbechern oder Papierfähnchen. Hamburger Polizei, Feuerwehr + DFB – übernehmen Sie! Und sicherlich wird bald in der ersten Talkshow demonstriert, wie schnell Menschen durch Wunderkerzen in Brand gesteckt werden können.“ Zu guter Letzt möchten wir passend zum Thema noch auf den Hubschrauberunfall in Berlin hinweisen. Bei einer groß angelegten Übung der Polizei kam es zu einem Hubschrauberunglück, bei dem ein Pilot sein Leben verlor. Diese Polizeiübung diente dazu, neue Taktiken im und um das Fußballstadion zu proben. Massenhaft Polizisten mimten böse Hooligan-Horden, die aufeinander losgingen. Fußball wurde also als Art Kriegsschauplatz inszeniert, um die Polizisten geschult in die Einsätze zu schicken. Nun sind solche Rollenspiele in einer polizeilichen Ausbildung oder Schulung mit Sicherheit nichts Ungewöhnliches, allerdings muss ganz klar


hinterfragt werden, in was für einem Ausmaß geprobt werden muss. Der Einsatz von Hubschraubern bei Fußballspielen an sich ist mit Sicherheit schon fragwürdig, dass solch eine Übung dann aber auch noch in einem Schneesturm durchgeführt wird, setzt dem Ganzen die Krone auf. Was passieren würde, wenn sich solch ein Unfall über einem prall gefüllten Stadion ereignen würde, daran möchten wir auf keinen Fall denken. Das alles wirkte auch durch die anwesenden Kamerateams wie eine reine PR-Aktion mit immensen Kosten, um zu zeigen „Seht her, wir lernen wie wir diese Wilden im Stadion in den Griff kriegen“. Weiterer Beleg dafür ist die ständige Erwähnung, dass auch Pyrotechnik gezündet werden sollte. Hätten die Hubschrauber die zündelnden Polizisten identifizieren sollen? Und das alles nun auf Kosten eines Menschenlebens. Wer hätte gedacht, dass Rainer Wendt mit seiner gequirlten Kacke doch mal Recht haben sollte, als er meinte, dass man sich in deutschen Stadien in Lebensgefahr begibt. Absolut bezeichnend, dass es sich dann nur um eine völlig überzogene Übung ohne Beteiligung von Fußballfans handelte.

Ultra Aktiv Fanabend Ende März fand im Presseraum des Wedaustadions mal wieder ein Fanabend statt. Normalerweise berichten wir ja nicht über diese Abende, an denen Duisburger Fanclubs die Möglichkeit geboten wird, Vereinsvertretern und Spielern Fragen zu stellen, die ihnen unter den Nägeln brennen. Dieses Mal war ein Thema des Fanabends allerdings das DFL-Sicherheitspapier, anwesend war dafür der Geschäftsführer Roland Kentsch wie auch der Sicherheitsbeauftragte des MSV, Michael Meier. Das von uns schon so lange geforderte Gespräch mit Herrn Kentsch sollte also an diesem Abend stattfinden. Beim Erhalt dieser Information fühlten wir uns erst vor den Kopf gestoßen, waren wir doch die einzigen, die zum Thema DFL-Papier penetrant ein Gespräch forderten und die Verlegung dieses Gesprächs vor ein großes Publikum wurde erst als Ausweichtaktik seitens des Geschäftsführers wahrgenommen. Wir entschlossen uns allerdings relativ schnell, diesem Abend trotzdem beizuwohnen, um so vor einem großen Publikum die Aussagen von Kentsch zu bekommen, die wir hören wollten. Ganz konkret wollten wir von ihm die Aussage, dass ein Fangremium als Institution eingerichtet wird, welches dann im regelmäßigen Austausch mit dem Verein steht, wie es auch im neuen Sicherheitskonzept der DFL verankert ist. Diese Aussage bekamen wir auch allesamt zu hören. Die weitere Diskussion zum Thema war allerdings äußerst müßig, da viele der anwesenden MSV-Fans nicht allzu sehr in der Materie Sicherheitskonzept steckten und auch die vorherige kurze Einführung durch Michael Meier konnte dies nicht gänzlich auflösen. Dementsprechend entstanden Diskussionen zu Themen, die bei den damaligen Gesprächen mit dem Verein vor der Unterzeichnung des Papiers schon längst geklärt waren. Ebenfalls wurde es recht emotional, als Herr Kentsch für seine Ja-Stimmen bei allen 16 Anträgen kritisiert wurde, wieder aus dem Grund, dass einige der Anwesenden viele Entwicklungen gar nicht so mitbekommen haben, wie es bei uns und einigen anderen der Fall war. Nun sind Diskussionen über solche Themen in einem größeren Kreis sicherlich sinnig, um Aufklärung leisten zu können und daher auch nicht generell abzulehnen, ein produktives Gespräch, wie wir es allerdings erhofft und gefordert hatten, war an diesem Abend einfach nicht möglich. Trotzdem wurde eine Aussage getätigt, an der Herr Kentsch sich nun messen lassen muss und das ist definitiv das Beste, was man aus diesem Gespräch herausholen konnte.


Meidericher Spielverein – VfL Borussia Mönchengladbach, 0:0 Zum Testspiel vor zwei Wochen luden wir euch alle herzlich ein, mit uns den Stimmungsblock zu bevölkern. Völlig entspannt konnten wir uns um 16Uhr am Stadion treffen und mal ohne jeglichen Stress am Stand oder mit der WdK gemeinsam den Block betreten. Wir wollten fernab vom Spieltagstrott ein paar neue und seltener gesungene Lieder ausprobieren und einfach einen schönen Tag mit der Gruppe verbringen. Das hat an diesem Tage auch recht gut geklappt. Zwar konnten sich nur wenige wirklich gehen lassen, allerdings fehlt bei solch einem Testkick dann doch oftmals der letzte Funke Motivation. Unter diesem Aspekt war das schon ganz in Ordnung, auch wenn anscheinend ein paar Menschen im Wedaustadion kurzzeitig dachten, sie wären spontan in Kasachstan gelandet. Für uns steht außer Frage, bei einem MSV-Spiel auch nur diesen ganz klar in den Vordergrund zu stellen. Wir möchten uns trotzdem bei allen bedanken, die mit uns den Freitag verbracht haben, ihr habt einigen unserer Mitglieder damit eine große Freude gemacht. Uns ist allerdings bei einem doch schon länger existierenden Lied aufgefallen, dass der Text noch nicht gänzlich sitzt. Daher wollen wir hier noch kurz die nächsten Zeilen nutzen, um das Lied nochmal ganz klar vorzustellen, welches wir auf die Melodie von „The Offspring – Why don’t you get a job“ singen. Alles was ich zum Leben brauch bist du, MSV Und darum lass ich dich auch nie allein! Denn seit über 100 Jahren schon Gehörst du zu der Stadt wie der Rhein Refrain 2x: MSV, weiß und blau, allez allez Für dich steh ich jeden Tag ein Und egal was passiert, egal was mal war Alles für den Spielverein Es gibt nichts, was uns zügeln kann, nichts was uns hält, Solang man merkt, dass was nicht stimmt! Denn ich kann im Stadion nicht glücklich sein, Solange Freunde Ausgesperrte sind! Refrain 2x Und dann geht’s wieder von vorne los.

12. Internationale Konferenz der Queer Football Fanclubs Am spielfreien Wochenende fand die 12. Internationale Konferenz der Queer Footballfanclubs statt. Mit dabei natürlich auch die Rainbowzebras aus unserer Stadt. Dankenswerterweise haben wir einen kleinen Bericht des Treffens zugesandt bekommen, wofür wir uns an dieser Stelle natürlich bedanken wollen.


Treffen der Queer Football Fanclubs (QFF) vom 22. bis 24.03.2013 in Duisburg Das Treffen von QFF fand in diesem Jahr zum ersten Mal in seiner 6-jährigen Geschichte in Duisburg statt. Unsere Freunde von den Rainbow Zebras hatten die Mitglieder des Zusammenschlusses der LesBiSchwulen-Fanclubs aus Deutschland und der Schweiz eingeladen. Den Auftakt des Treffens bildete am Freitagabend ein gemeinsames Abendessen in der Nähe des Hauptbahnhofs. Als Veranstaltungsort für die eigentliche Mitgliederversammlung, die am Samstagmorgen begann, hatten die Organisatoren die Firmenzentrale der ’Schauinsland-Reisen’ ausgewählt (wir drücken hier einmal ein Auge zu). Zunächst berichteten verschiedene Fanclubs über ihre vielfältigen Aktivitäten und Aktionen. Auf der Agenda standen auch diverse Neuwahlen. Es galt, das Arbeits- und Entscheidungsgremium von QFF, den Sprecherrat, neu zu besetzen. Des Weiteren wurde auch ein neuer Vertreter für die AG Fanbelange des DFB nominiert, denn auch dort ist QFF vertreten. Am Nachmittag beschäftigten wir uns dann in einzelnen Arbeitsgruppen mit verschiedenen Themenstellungen. Unter anderen sei hier die innere Struktur von QFF zu erwähnen, sowie die Zusammenarbeit mit anderen Fanorganisationen. Natürlich kamen auch andere Themen, wie die Geschehnisse rund um das Sicherheitspapier der DFL, nicht zu kurz. Und wenn man den ganzen Tag inhaltlich gearbeitet und diskutiert hat, folgt am Abend selbstverständlich auch eine ordentliche Feier. Am Sonntagmorgen ließen wir dann unser erfolgreiches Treffen mit einem gemütlichen Brunch ausklingen.

Neues vom Infostand Seit Herbst letzten Jahres erscheint ein neues Fanzine, welches seitdem auch an unserem Stand zu finden ist und das wir euch an dieser Stelle einmal kurz vorstellen möchten. „45°“ heißt das neue Kurvenheft, das in monatlicher Erscheinungsweise über die wichtigsten Ereignisse rund um die Fankurven berichtet. Im Vordergrund stehen dabei Fotos und kurze, informative Texte, die die wichtigsten Fakten enthalten. Der Fokus ist dabei auf die interessantesten und brisantesten Spiele des Vormonats gerichtet. Da die Ultragruppen der jeweiligen Fanszenen bei der Gestaltung der Texte mitwirken, sind die Texte aussagekräftig und realitätsnah. Im Gegensatz zum Internet werden hier Infos aus erster Hand verbreitet, Choreos erklärt und die Hintergründe zu Spruchbändern geliefert. Das Heft soll anregen, sich Kurven und Aktionen genauer anzusehen. Die Augen sollen auf Details gelenkt werden wie Corteos, Zaunfahnen und ihre Bedeutungen für die Gruppen, Spruchbänder und ihre Erklärungen. Also all die Sachen, die das Geschehen vor und in den Stadionkurven so interessant für uns machen. Ein anderer Ansatz des Heftes ist ein dokumentarischer. Es soll ein monatliches Nachschlagewerk greifbar werden, das man auch in Jahren gerne mal wieder rauskramt. Die aktuelle Ausgabe des Fanzines enthält insgesamt 26 Spielberichte (u. a. Duisburg-Kaiserslautern), mehre Choreo-Fotoseiten und ein besonderes Augenmerk wird auf das Berliner Derby gelegt, aber auch im Auslandsteil gibt es interessante Texte zu den Spielen Aris PAOK, Inter – Milan oder Lazio Rom - Mönchengladbach. Das Heft erhaltet Ihr für schlappe 2 Euro bei uns am Infostand. Die aktuelle Ausgabe 5 ist ebenso wie vereinzelte ältere Hefte erhältlich.


Worte der Kohorte – Das Magazin

Graffitis für eure Wände! Im Duisburger Stadtbild gibt es viele kahle Wände, graue Garagen, nackte Flächen. Diese Flächen würden mit hübschen Bildern sicherlich einiges mehr hermachen und damit das gesamte Stadtbild verbessern. Daher haben wir schon seit einiger Zeit das Angebot stehen, diese Wände für euch zu bemalen. Einige MSV-Fans haben dieses Angebot auch danken angenommen, was aber noch lange nicht alle Wände der Stadt abdeckt! Wenn ihr also solche nackten Wände oder Garagentore habt, meldet euch auch weiterhin bei uns!. Wollt ihr ein Zebra, etwas anderes vereinsoder etwas stadtbezogenes? Schreibt einfach eine Mail mit eurem Wunsch an kohorte.ultras@gmail.com oder meldet euch bei einem bekannten Gruppenmitglied. Dann können alle Details geklärt werden. Das einzige, was wir dafür gerne von euch hätten, wäre eine Erstattung der Materialkosten und eine kleine Spende für die Choreokasse, wodurch euer Geld in die nächste Choreo, Stoff für Schwenker oder anderes Material, welches im Stadion genutzt wird, fließt. Wir freuen uns auf eure Mails für ein schöneres Duisburg!

Worte der Kohorte verpasst? Die aktuelle Ausgabe war schon vergriffen, als ihr ins Stadion gekommen seid? Oder ihr hattet generell keine Zeit, ins Stadion zu kommen, wollt die aktuelle Ausgabe der WdK aber trotzdem lesen? In dieser Saison wollen wir euch von dieser Problematik befreien und die jeweiligen Ausgaben wieder hochladen. Schaut einfach einige Tage nach dem Spieltag auf www.issuu.com/ultrasliberi vorbei. Dort werden dann die Ausgaben unseres kleinen Heftchens zu finden und zu lesen sein.


WdK Sandhausen