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April 2011

Menschen, Quartiere und Ideen aus der Überseestadt Bremen

ÜBERHAUPT 24 STUNDEN IN DER ÜBERSEESTADT SEITE 10

FLOTTER DREIER FÜNF KURZINTERVIEWS ZUR BÜRGERSCHAFTSWAHL SEITE 20

AKTUELLE NEWS, TERMINE UND UNTERNEHMENSREGISTER FÜR DIE ÜBERSEESTADT!


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Menschen, Quartiere und Ideen aus der Überseestadt Bremen

Alles über die Überseestadt Bremen lesen Sie im Übersee-Magazin!

Online lesen und mehr über das Übersee-Magazin erfahren: www.ueberseemagazin.de


INHALT

LIEBE LESERINNEN UND LESER! Wir sind für Sie wirklich früh aufgestanden. Und wo wir schon mal wach waren, haben wir auch gleich durchgemacht. Alles nur, um Ihnen einen Einblick in alltägliche und dennoch spannende Dinge zu geben, die sich rund um die Uhr in der Überseestadt abspielen. Dabei haben wir viele Menschen kennengelernt, ihnen über die Schulter geschaut und waren immer wieder überrascht. Unseren 24-Stunden-Bericht finden Sie ab Seite 10. Die Bürgerschaftswahl steht vor der Tür und natürlich hat die Politik auch eine Meinung zur Überseestadt. Wir haben die fünf großen Parteien befragt. Machen Sie ihr eigenes Politbarometer auf den Seiten 20 + 21.

Seite 04

ÜBERSICHT TIPPS UND TERMINE VON APRIL BIS ANFANG JULI 2011

Seite 06

ÜBERBLICK AKTUELLES AUS DER ÜBERSEESTADT

Seite 09 Seite 10

ÜBERZEICHNET ÜWE DIE MÜWE

Seite 16

ÜBRIGENS IN DER LIEBE ZUR GUTEN WURST VEREINT

Die Resonanz auf das Unternehmens-Register für die Überseestadt war überwältigend. Knapp 40 Unternehmen haben wir zusätzlich aufnehmen können. Ob Ihr Unternehmen dabei ist, sehen Sie ab Seite 24.

ÜBERHAUPT 24 STUNDEN IN DER ÜBERSEESTADT

Wir wünschen eine gute Lektüre! Ihr Übersee-Magazin-Team Impressum: Herausgeber: Daniel Günther, Thorsten Kniewel, Jack Kraska Redaktion: DIALOG Public Relations, Daniel Günther e.K., Altenwall 24, 28195 Bremen, redaktion@ueberseemagazin.de, Telefon: 0421.32 88 110, www.dialog-pr.de Design: kraska – gestaltung, Jack Kraska, Altenwall 24, 28195 Bremen, Telefon: 0421.16 88 93 70, kontakt@kraska.net, www.kraska.net Druck: SchintzDruck, Oppenheimerstraße 26, 28307 Bremen, Telefon: 0421.48 578-0, Fax: 0421.48 578-48, E-Mail: info@schintz-druck.de Anzeigeninformationen finden Sie im Internet unter www.ueberseemagazin.de Auflage: 15.000, Die Ausgabe 3 / 2011 erscheint in der Kalenderwoche 26. Titelbilder: Thomas Kleiner

Seite 17 Seite 18

ÜBERLEBT RESTE EINER REVOLUTION – DIE VERSTECKTEN HYDRAULIKKANÄLE

Seite 19

ÜBERLEBT II FRÜHER WIESE – HEUTE HAFEN

Seite 20

FLOTTER DREIER FÜNF KURZINTERVIEWS ZUR BÜRGERSCHAFTSWAHL

Seite 22

ÜBERFLIEGER ERFAHRUNG AUS ÜBER 100 JAHREN – RICKMERS REISMÜHLE

Seite 24

REGISTER UNTERNEHMEN IN DER ÜBERSEESTADT

Seite 30

ÜBERREDET INTERVIEW MIT DR. MAYWALD (ISH)

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GLOSSE STÄDTEPLANER AUF’S RAD!


TERMINE

ÜBERSICHT TIPPS UND TERMINE VON APRIL BIS ANFANG JULI 2011

APRIL 15.04. bis 17.04.2011 Immer nie am Meer – Psychogroteske mit rabenschwarzem Humor 20 Uhr Speicherbühne, Am Speicher XI 4.1. Kosten: Abendkasse 12 Euro, Vorverkauf 8 Euro www.speicherbuehne.de 16.04.2011 Neues aus der Überseestadt 11 Uhr Hafenmuseum Speicher XI Führung vom Speicher XI zum Europahafen Dauer: 1,5 Std., Preis pro Person: 8 Euro (6 Euro ermäßigt) 0421.30 38 279 info@hafenmuseum-speicherelf.de 17.04.2011 Weserwege Bremer Fährtage 2011 11 Uhr Europahafen Den ganzen Tag kreuz und quer über den Fluss schippern, das geht mit dem HalÖver-Fährtag-Ticket. An den verschiedenen Anlegestellen erwartet die Passagiere zusätzlich ein unterhaltsames und spannendes Programm für Kinder, Familien und Weserbegeisterte. www.kultur-vor-ort.com 21.04., 19.05. und 16.06.2011 Vertriebskonferenz: Kurs halten - Erfolg steigern 16 bis 20 Uhr Konsul-Smidt-Straße 8 t (Speicherhafen/Port 6) Preis pro Kursteilnehmer im Vertriebscoaching: 50 Euro, weitere Informationen und Anmeldungen unter 0421.43 31 06 70 www.salescons.de www.marketingcontor.de 24.04. bis 03.07.2011 »Weserkreuzfahrt« 14 bis 18 Uhr Vom Martinianleger über Lankenau, Pier 2, Holzhafen und Moorlosen Kirche flussabwärts bis nach Vegesack und wieder zurück. Teilstreckenkarten und Fahrradmitnahme sind möglich. Ein Kooperationsprojekt von Hal över mit Kultur vor Ort, Hafenmuseum Speicher XI, Kulturhaus Walle Brodelpott und Kulturhaus Pusdorf Kosten: Hin- und Rückfahrt 16,50 Euro (Kinder von 4 bis 14 Jahren die Hälfte), Familienkarte 25 Euro www.hal-oever.de

29.04.2011 jazzahead! Clubnight - Jazz Bremen Special 20 Uhr Stauerei, Cuxhavener Straße 7 www.schwankhalle.de 29.04., 13.05. und 04.06.2011 Kaffee, Kunst und vereinzelt Matrosen – Hafenspaziergang mit Kaffeeverköstigung 16 Uhr (im Juni um 15 Uhr) Treffpunkt: Speicher XI/Hafenmuseum Dauer: 1,5 Std., Preis pro Person: 9 Euro (ermäßigt 7 Euro, Kaffeeverköstigung nicht inklusive!), Gruppenpreis bis 12 Personen: 100 Euro, bei 13 bis 20 Personen: 130 Euro Anmeldung erforderlich unter 0421.61 97 727 www.kultur-vor-ort.com 30.04.2011 Vorführung neuer Sorten – Schmincke Acrylmalerei 10:15 bis 12:45 Uhr & 13 bis 15:30 Uhr GERSTAECKER, Überseetor 13 info@gerstaecker-bremen.de www.gerstaecker.de 30.04.2011 Schwerelos in den Mai tanzen 23 Uhr Club Underdock, Am Speicher XI Nr. 11 Weltraum-Deko und Party-Musik Eintritt: 9 Euro www.club-underdock.com

MAI 04.05., 11.05., 18.05. und 25.05.2011 SEGWAY-Tour Überseestadt 17 Uhr Treffpunkt: Speicher XI Dauer: 1,5 Std. inkl. Einweisung Kosten: 45 Euro pro Person Mindestalter: 16 Jahre Mindestanforderung: Mofaführerschein Veranstalter: [mp]2 Mahrenholz & Pforr GbR Auch längere Touren (2,5 Std.) an Mai-Wochenenden um 11 Uhr möglich Mehr Infos bei BTZ Hotline: 01805.10 10 30 oder 0421.30 800 10 info@bremen-tourism.de 07.05. und 04.06.2011 Tanguerilla 21 Uhr Speicherbühne, Am Speicher XI 4.1. Audio-visuelle Tangoinszenierung für Paartänzer, Alleintänzer und Nichttänzer Kosten: 6 Euro Abendkasse www.speicherbuehne.de

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08.05.2011 Lenzmarkt am Speicher XI 11 bis 18 Uhr Rund 50 Aussteller des Großmarktes Bremen bieten eine große Auswahl an Pflanzen, Stauden, Rosengehölzen sowie Kräutern an. Auch Dekorationsartikel, Gartengeräte und -zubehör können unter freiem Himmel erstanden werden. www.grossmarkt-bremen.de 11.05., 13.05. und 14.05.2011 Hunger & Seide – Bist du noch da? 20 Uhr Stauerei, Cuxhavener Straße 7 Das Münchner Performancetheater Hunger & Seide zu Gast in der Überseestadt, Theaterstück zu gesellschaftlich relevanten Fragestellungen des urbanen Raums in einer nicht-linearen Erzählstruktur www.schwankhalle.de 12.05., 09.06. und 07.07.2011 KLUB DIALOG ABEND 19 Uhr Stauerei, Cuxhavener Straße 7 Offene Plattform von Kreativen für Kreative info@klub-dialog.de www.klub-dialog.de 14.05.2011 Einweihung der Marina im Europahafen 11 Uhr Martin Günthner, Senator für Wirtschaft und Häfen, weiht den Anleger offiziell ein, eine Parade aus 75 Booten wird zur Feier des Tages erwartet Freier Zutritt für alle Interessierten 14.05. und 15.05.2011 Kap-Hoorn ART »Die Dritte« - Kunst in der Halle Sa.: 17 bis 22 Uhr, So.: 11 bis 18 Uhr Kap-Horn-Straße 9, Bremen-Gröpelingen (Hallen-Komplex der Hafenateliers) Über 50 Künstler aus sechs verschiedenen Nationen stellen zum Thema »Beziehungsweise(n)« aus. Die Künstler sind während der Veranstaltung anwesend, der Eintritt ist frei kap-hoorn-art@gmx.de 19.05. und 16.06.2011 Hafenrundfahrt durch die Industriehäfen 16:45 Uhr Treffpunkt: Martinianleger Begeben Sie sich auf eine Entdeckungsfahrt durch die Bremer Häfen und erleben Sie den sonst nicht zugänglichen Hafenumschlag hinter der Schleuse


TERMINE

Dauer: 1:45 Std., Fahrpreis: 9,80 Euro (Kinder die Hälfte) Eine Zusammenarbeit von Hal över mit Kultur vor Ort und dem Hafenmuseum Speicher XI Anmeldung beim Hafenmuseum unter 0421.30 38 279 20.05. bis 22.05.2011 Festival der Laute Hochschule für Künste, Speicher XI Konzerte und Vorträge des Fachbereichs Musik über drei Tage hinweg Der Eintritt für die Tagesveranstaltungen ist frei. Abendkarte: 15 Euro (8 Euro ermäßigt) www.hfk-bremen.de 21.05.2011 Hafen hautnah! 11 Uhr Treffpunkt: Hafenmuseum Speicher XI, Museumsshop Rundgang entlang der imposanten Industriegebäude. Erfahren Sie Wissenswertes über den Wandel von Umschlag und Logistik sowie über die Geschichte einzelner Traditionsunternehmen. Den Abschluss bildet jeweils die Besichtigung eines der ansässigen Betriebe Dauer: 1,5 Std., Preis pro Person: 8 Euro (6 Euro ermäßigt), keine Anmeldung erforderlich Kooperationsprojekt der ISH (Initiative Stadtbremische Häfen) und des Hafenmuseum Speicher XI info@hafenmuseum-speicherelf.de 22.05.2011 Radtour: Vom Weser Tower zum Molenturm 11 Uhr Treffpunkt: Ende der Schlachte/Weser Tower Preis: 8 Euro, Veranstaltung von

StattReisen in Kooperation mit dem Hafenmuseum Speicher XI und dem Kulturhaus Walle Brodelpott Anmeldung unter 0421.43 05 656 www.stattreisen-bremen.de 28.05.2011 Nähkurs 10 bis 18 Uhr Natur zum Anziehen, Konsul-Smidt-Str. 8 g Kosten: 65 Euro inkl. Mittagessen Eine Anmeldung ist erforderlich unter 0421.62 03 419 oder info@natur-zum-anziehen.de 29.05. und 19.06.2011 Offener Rundgang: Vom Europahafen zum Speicher XI 11 Uhr Treffpunkt: Haltestelle der BSAG-Linie 3 am Europahafen Veranstaltung von StattReisen in Kooperation mit dem Hafenmuseum Speicher XI und dem Kulturhaus Walle Brodelpott Keine Anmeldung erforderlich! www.stattreisen-bremen.de

JUNI 09.06.2011 Weinprobe Chardonnay - Weltreise mit einem Klassiker 19 Uhr Weinlager Speicher I Kosten: 20 Euro pro Person (inkl. Käse, Wasser und Baguette), Anmeldung unter 0421.39 94 317/323 oder weinlager@ludwig-von-kapff.de www.ludwig-von-kapff.de 10.06. und 01.07.2011 Die große Hafenrundfahrt – per Rad 16 Uhr Eine geführte Radtour von der Innenstadt bis

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Herzlich H erzlich willkommen im ImmobilienCenter! Schauen Sie vorbei in unserem neuen ImmobilienCenter. Hier nden Sie Informationen, Beratung und Vermittlung zu allen Themen rund um die Immobilie. Wir freuen uns auf Ihren Besuch im FinanzCentrum am Brill. Sie können auch gerne einen Termin vereinbaren, telefonisch unter 179-1000.

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in die Industriehäfen rechts der Weser Treffpunkt: Schütting (Handelskammer/ Marktplatz) Kosten: 12 Euro pro Person (11 Euro ermäßigt) Eine Anmeldung unter 0421.43 05 656 oder info@stattreisen-bremen.de ist erforderlich 17.06. und 18.06.2011 Seenotträume 20 Uhr Speicherbühne, Am Speicher XI 4.1. Kosten: Abendkasse 12 Euro, Vorverkauf 8 Euro www.speicherbuehne.de 24.06. bis 03.07.2011 Duckstein-Festival Ludwig-Franzius-Platz Bereits im zweiten Jahr findet das Festival am Europahafen statt, diesmal unter dem Motto »Kunst, Kultur & Kulinarisches« Der Eintritt ist frei www.duckstein-festival.de

JULI 04.07.2011 Speichermarkt: Kunst - Kultur – Lebensart 11 bis 18 Uhr Am Speicher XI www.grossmarkt-bremen.de

HER MIT IHREN TERMINEN! Sie wissen von einer interessanten Veranstaltung mit Bezug zur Überseestadt oder richten diese sogar selber aus? Wir sind immer dankbar für Tipps und Terminhinweise! Nehmen Sie das Übersee-Magazin in Ihren Verteiler auf und senden Sie uns Ihren Vorschlag via Mail an: redaktion@ueberseemagazin.de


PROJEKTE

ÜBERBLICK AKTUELLES AUS DER ÜBERSEESTADT

Foto: Yann Kersalé, AIK

hinzu. Mittlerweile firmiert die Sozietät für Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung als Schomburg Rother Schumacher und feiert nun 60-jähriges Bestehen. Seit Juni 2009 ist das Unternehmen im »Portland« zu Hause. Seniorpartner Bernhard Schomburg: »Die Dynamik und das attraktive Umfeld sind für uns hier perfekt«. Und so soll die Erfolgsgeschichte mit zusätzlichem Schwung im neuen Quartier weitergehen: Die Partnerschaft wächst und sucht stetig weitere Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, auch mit der Option ein künftiger Partner zu werden. www.berater-bremen.de

Foto: Schomburg Rother Schumacher

60 JAHRE STEUERBERATUNG

1951 verließ ein gewisser Werner Strauß die Bremer Finanzverwaltung und machte sich als Helfer in Steuersachen selbstständig. Strauß blieb nicht allein, im Laufe der Jahre kamen Partner und Mitarbeiter

DER WOHNRAUM ÜBERSEE WÄCHST

Animation: Justus Grosse GmbH

22 Stockwerke, 82 Meter hoch, Arbeitsplatz für rund 800 Menschen – der Weser Tower am Eingang der Überseestadt ist Bremens höchstes Bürogebäude. Seit Dezember letzten Jahres erscheint das Gebäude bei Dunkelheit in blauem Schein. Dafür sorgen insgesamt 700 Meter LED-Strips mit mehr als 6.500 Einzelleuchten an den Außenflügeln des Gebäudes. Der Lichtkünstler Yann Kersalé aus Paris taufte sein Werk »La Rivière Source« – die Flussquelle. Hintergrund: Die LED-Leuchten spiegeln die Weserströmung wider – beeinflusst durch Tide und Wind. Eine Kamera zeichnet die Wellenbewegungen der Weser auf und transferiert die digitalen Daten via Internet an einen Rechner, der wiederum die LED-Lichtleisten steuert. Diese Lichtleisten umrahmen die Glasfassade des Towers und wandeln die Wellenbewegungen in blaues Glimmern um. Eine seltene und in Bremen derzeit einzigartige Illumination.

die für den zukünftigen Wohnungsbau neue Maßstäbe setzen sollen. Nach Grundsteinlegung im Sommer 2011 soll die Bauzeit etwas über ein Jahr betragen. Zusammengefasst realisiert Justus Grosse somit bis 2012 über 120 neue Wohnungen in der Überseestadt.

Animation: Justus Grosse GmbH

»LA RIVIÈRE SOURCE« – DIE FLUSSQUELLE

Landmark Tower, Torhaus, Flusshäuser – Wohnen in der Überseestadt wird bald keine Seltenheit mehr sein. Nach den jüngsten Erfolgen nimmt der Projektentwickler Justus Grosse GmbH die nächsten Wohnungsbauvorhaben ins Visier: Am »WeserUfer« wird das Gebäude »Panorama« mit 36 Eigentumswohnungen voraussichtlich bereits im Mai 2011 bezugsfertig sein. Im selben Bereich wird bis zum Frühsommer 2012 die Immobilie »Kristall« (Bildanimation oben) als Verlängerung der bereits existierenden Gebäude um den Landmark Tower realisiert. Auf insgesamt sechs Geschossen entstehen 27 Eigentumswohnungen mit windgeschützten Loggien und Südwestblick auf die Weser. Auch kleine Bürosuiten kommen im Gebäude unter. Nahe des Speicher I wird mit dem Projekt »Port 3« erstmals ein Wohngebäude am Europahafenkopf errichtet. Es ist bereits vollständig vermarktet und soll zum November dieses Jahres fertig sein. Westlich des Schuppen 3 entsteht zudem das Projekt »Green Living« (Bildanimation rechts oben) mit besonderen energetischen Standards, Seite 06

Doch auch andere Investoren lassen die Bagger anrollen. Im Bremer Westen plant die Gewoba ein »Tor zu Überseestadt« zu schaffen. Unter anderem soll in direkter Nachbarschaft zur Hochschule für Künste studentisches Wohnen möglich gemacht werden. Zum Konzept gehört überdies eine Kindertagesstätte sowie ergänzende Wohnbebauung am Waller Wied – Fertigstellung bis 2015. Zeitlich näher liegt hingegen die Realisierung eines 18-Millionen-Projektes mit rund 100 exklusiven Mietwohnungen an der »Hafenkante«. Bis Ende 2011 könne laut Gewoba mit den Erdarbeiten für fünf Häuser auf einem Areal von 6.000 Quadratmetern begonnen werden. Die Wohnungen mit einer Größe von 65 bis 120 Quadratmetern bilden den ersten Bebauungsschritt der »Entwicklungsgesellschaft Hafenkante«, zu der auch die Sparkasse Bremen, Hochtief, Brebau, Zech Immobilien und der Hamburger Projektentwickler DS-Baukonzept gehören. www.weserufer.com www.bremen-hafenkante.de

WOHNEN AUF DEM WASSER Auf dem Wasser und gleichzeitig stadtnah wohnen – das muss in Bremen vielleicht bald kein Traum mehr sein. Stadtentwickler aus dem Bau- und Umweltressort sehen unter anderem im Europahafen einen potenziellen Standort für schwimmende Häuser, sogenannte »Floating Homes«. Momentan werde geprüft, wie die bauordnungsrechtlichen Voraussetzungen für ein solches


PROJEKTE

Vorhaben aussehen. Ergebnisse sollen im Sommer vorliegen. Eines der Hauptprobleme liegt wohl im Weser-Tiedenhub, der bei gut vier Metern liegt. Ein Pilotprojekt kÜnnte Aufschluss ßber die Eigenschaften schwimmender Pontonhäuser geben.

Animation: STRABAG Real Estate GmbH/ Sprenger von der Lippe

GEWINNER DES ARCHITEKTURWETTBEWERBS

Es waren strenge Auflagen fĂźr die Konzeption des neuen BĂźrogebäudes nĂśrdlich der Konsul-Smidt-StraĂ&#x;e, gleich gegenĂźber der denkmalgeschĂźtzten Schuppen 1 und Speicher I. Verträglich in die Umgebungsbebauung sollte die Immobilie sich einfĂźgen. Keinen unpassenden Kontrast bilden zum 400 Meter langen backsteiner-

nen Schuppen 1 mit seiner ruhigen, unaufgeregten Fassade. Ein gläserner Hochglanzkomplex war also nicht erwĂźnscht, sondern eher eine massive BrĂźstung und eine Verkleidung mit groĂ&#x;flächigen Fassadenplatten oder schlichtem Mauerwerk. Auch beim Dach war lediglich ein leicht geneigtes Flachdach Vorgabe. Insgesamt acht ArchitekturbĂźros aus ganz Deutschland hatten sich an dem von der STRABAG Real Estate GmbH ausgelobten Wettbewerb beteiligt. Den Anforderungen am Treffendsten entsprochen hat der Entwurf des ArchitekturbĂźros Sprenger von der Lippe aus Hannover. Das Investitionsvolumen des Projektes beläuft sich auf rund 15 Millionen Euro. Derzeit werden noch mehrere Gutachten erstellt, beispielsweise Ăźber die Beschaffenheit des Bodens. In Abhängigkeit von den Ergebnissen und des Mietaufkommens beginnt der Bau noch in 2011. www.strabag-real-estate.com www.sprengervonderlippe.de

STEIGENBERGER KOMMT INS WESER QUARTIER Noch in diesem Jahr soll es losgehen, direkt neben dem Weser Tower. Die grĂśĂ&#x;te deutsche Hotelgesellschaft Steigenberger

hat einen Pachtvertrag Ăźber eine 20-jährige Laufzeit mit dem Bremer Investor und Bauherren Siedentopf geschlossen. Ein VierSterne-Hotel mit circa 140 Zimmern und Suiten, einem Konferenzbereich, einem Spa sowie Restaurant und Bar wird bis etwa Mitte 2013 im Weser Quartier errichtet und fĂźr eine zusätzliche Belebung am Eingang der Ăœberseestadt – auch auĂ&#x;erhalb der BĂźrozeiten – sorgen. www.siedentopf.de www.steigenberger.com

HOCHWASSERSCHUTZ MIT FREIZEITWERT Zur ErschlieĂ&#x;ung des Baugebietes ÂťHafenkanteÂŤ werden im Westen der Ăœberseestadt die Deiche derzeit um einen knappen Meter erhĂśht und im Zuge dessen die Promenade entlang der Weser um rund einen Kilometer verlängert. Martin GĂźnthner, Senator fĂźr Wirtschaft und Häfen, sorgte fĂźr den ersten ÂťSpatenstichÂŤ mittels Bagger. Die rund vier Meter breite Promenade wird direkt hinter dem Landmark Tower fortgesetzt und verbindet kĂźnftig den Europahafen mit dem Wendebogen am Ende des Hafenbeckens. Sitzstufen entlang der Strecke sollen zudem zum Verweilen einladen.

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PROJEKTE LEITTHEMA

1. Geschäftsführer Niclas Stürken: »Die zentrale Lage, der Kontrast aus Tradition und Moderne, die Mittagspause mitten im bremischen Hafenflair verbringen – die Überseestadt erschien uns als neue Heimat äußerst attraktiv. Zudem ist die Gebäudetechnik im Schuppen 1 auf dem neuesten Stand.« Der Umzug von bisher zwei Standorten samt des kompletten Druckmaschinenparks verlief reibungslos, so dass gerade einmal ein Produktionstag verloren ging. Im neuen Domizil nahm das Unternehmen zudem eine leistungsfähigere Druckmaschine in Betrieb, die bis zu 18.000 Bogen pro Stunde bedrucken kann. www.stuerkenalbrecht.de

HOCHSCHULTAGE 20XI MIT NEUEM BESUCHERREKORD Malerei und Mode, Design und Digitale Medien, Musik, Film und Videokunst sowie Zeichnungen und Bildhauerei – Studierende der Hochschule für Künste (HfK) präsentierten der Öffentlichkeit ihre Arbeiten und Semesterprojekte auf den Hochschultagen 20XI. »Der Speicher XI hat gebrummt, es war unglaublich viel los«, berichtet HfK-Pressesprecher Klaus Schloesser. Schätzungen zufolge ließen sich über die zwei Tage hinweg 8.000 bis 9.000 Besucher von den ausgestellten Exponaten und Vorführungen inspirieren. »Studierende aller Fachbereiche haben während der Hochschultage das ganze Füllhorn ihrer Kreativität dargeboten und somit der HfK viele neue Freunde beschert«, so Schloesser weiter. Doch es gab nicht nur viel zu bestaunen, sondern auch die konkrete Möglichkeit, sich in persönlichen Beratungsgesprächen über Studienangebote und Aufnahmeverfahren an der HfK zu informieren.

MARINA IM EUROPAHAFEN KOMMT

Foto: Hochschule für Künste

Es wurde viel darüber geredet und nun ist es soweit: der Terminplan für die Marina im Europahafen steht. Das Einrammen der Dalben erfolgt noch im April. In der ersten Maiwoche werden dann die drei Pontons zu Wasser gelassen. Auf einer Länge von 75 Metern können dann Schiffe ab 17 Metern Länge festmachen. Für Sportboote und Yachten gibt es einen durch ein Tor abgesperrten Bereich von 100 Metern Länge. Sind die Anleger im Wasser, wird die Zugangsbrücke auf Höhe des Durchgangs zwischen »Portland« und Schuppen 1 errichtet. Die offizielle Einweihung der Marina findet am 14. Mai 2011 um 11 Uhr statt, begleitet von einer großen Parade aus 75 Booten. Neben Yachten, Fahrgastschiffen und Kanus, ist die Marina auch für Segelschiffe mit stehenden Masten und historische Kähne ausgelegt. Die Baukosten, getragen durch die WFB Wirtschaftsförderung Bremen, belaufen sich auf circa 650.000 Euro. Interessierte Bootsbesitzer sollten sich beeilen, denn die Hälfte der Liegeplätze ist bereits vermietet. www.marina-europahafen.de

ERSTES UNTERNEHMEN IM SCHUPPEN 1 Im April machte die Stürken Albrecht Druckgesellschaft den Anfang und bezog als erstes Unternehmen den »neuen« Schuppen

Animation: Jens Wirdemann

Zur Veranstaltung gehörte zudem die Verleihung des mit 800 Euro dotierten Hochschulpreises des Studiengangs Integriertes Design. Er ging in diesem Jahr an Niklas Hippel für dessen Diplomarbeit »Collect Consume Forget«. Begründung der Jury: »Authentischer kann man den heutigen Alltag nicht dokumentieren.« Über das Internet ersteigerte Hippel alte Handys und wertete ihren nicht gelöschten Inhalt aus – von SMS bis zu Fotos. Damit deckte er auf, dass wir mit dem Handy auch einen großen und zudem sehr privaten Teil unseres Lebens verkaufen. www.hfk-bremen.de www.collect-consume-forget.com

Seite 08

»SICHTBAR« IM WESER TOWER

Foto: »sichtbar«

Die Baufirmen setzen bei den Bauarbeiten gezielt auf lärm- und erschütterungsarme Verfahren. Bis Ende des Jahres sollen die Maßnahmen andauern und rund eine Millionen Euro inklusive genehmigter Bundesmittel kosten.

Vom Frühstück über Salate und Snacks zum Mitnehmen bis zu klassischen Gerichten des östlichen Mittelmeerraumes am Abend: Die Karte der neuen »sichtbar« im Weser Tower bietet Speisen für den ganzen Tag. Dazu gehört von 11:30 bis 14:30 Uhr auch ein Mittagstisch. Das Lokal bietet Platz für 90 Personen und steht auch für Firmenfeiern, Jubiläen oder Hochzeiten samt Cateringservice zur Verfügung. Übrigens: Werktags zwischen 17 und 19 Uhr ist »Cocktail-Happy Hour«. www.sichtbar-wesertower.de

TERRASSENSAISON ERÖFFNET Das DOCKS Coffee and Taste am Europahafen startet mit einem neuen Sonnendeck samt großer BBQ-Grill-Ecke in die Frühjahrssaison. Zudem öffnet es nun auch am Wochenende seine Türen und kann für Veranstaltungen mit bis zu 65 Personen gemietet werden. Auch in den Restaurants HANSEN am Europahafen und im RIVA am Landmark Tower ist die Terrassensaison nun wieder eröffnet. www.docks-cafe.de

AUS FÜR KiTa DER »ÜBERSEEKIDS« Nach dreieinhalb Jahren schließt die Krippe »ÜberseeKids« im Kaffeequartier nun im Sommer. Die von der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) betriebene Ein-


PROJEKTE

richtung zeichnet sich durch besondere Betreuungszeiten für Kinder von Berufstätigen aus und sollte zu gleichen Anteilen von der Stadt, den Eltern sowie deren Arbeitgebern getragen werden. Letztere erwiesen sich allerdings in der Vergangenheit laut BEK hinsichtlich der finanziellen Unterstützung als unzuverlässig. Einer der Gründe hierfür sei, dass es sich nicht um einen Einzelarbeitgeber, sondern um viele verschiedene handele. »Die Kostenbelastung ist für uns Eltern somit nicht mehr tragbar«, erklärt Franca Reitzenstein, Elternsprecherin der KiTa in der Lloydstraße. Einige der rund 20 Kinder wechseln ab dem 31. Juli in den Kindergarten, andere werden bei den »Portland Kids« gegenüber des Speicher 1 weiter betreut.

ßere Räume mit verbesserter Akustik, eine Sonnenterrasse und kostenlose Parkplätze freuen«, erläutert der Inhaber. Zudem wird es im neuen El Mundo einen separaten Raucherbereich sowie einen Clubraum für private Feiern geben. Neben seinem Stammpublikum will Najmehchi in Zukunft auch Berufstätige der Überseestadt erreichen, beispielsweise mit dem Mittagstisch. »Unser kulinarisches Konzept behalten wir bei. Passend zur neuen Lage werden wir zusätzlich ausgewählte Fisch-Gerichte in unsere Karte aufnehmen.« Die Neueröffnung im Schuppen 1 ist für Juni 2011 geplant, das genaue Datum wird online bekanntgegeben. www.elmundo.de

FRUCHTIGES JUBILÄUM

Das Bremer Restaurant El Mundo, beliebt für seine internationale Küche, wird im Sommer in den Schuppen 1 ziehen. Seit 20 Jahren ist Inhaber Reza Najmehchi mit seinem Lokal in Bremen-Walle ansässig, nun wird es Zeit für eine Veränderung. »Unsere Gäste dürfen sich auf einen uneingeschränkten Blick aufs Wasser, grö-

Foto: Thomas Kleiner

EL MUNDO ZIEHT IN DIE ÜBERSEESTADT

Im Jahr 1908 gründete Bernhard Himmelskamp ein Unternehmen für den Import und Handel mit Obst, Gemüse und Südfrüchten. Sein Enkel, Dieter Himmelskamp, folgte dieser Profession und ist nun seit 44 Jahren in der Firma tätig, 30 Jahre davon als Inhaber. Zum Jubiläum gratulierte Uwe Kluge (rechts), Geschäftsführer der Großmarkt Bremen GmbH, mit einem Blumenstrauß.

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LEITARTIKEL LEITTHEMA

Fotos: Thomas Kleiner

ÜBERHAUPT 24 STUNDEN IN DER ÜBERSEESTADT

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Die gute Seele des Großmarktes: Marktinspektor Markus Günsch kennt die meisten Händler und Kunden persönlich.

Was passiert 24 Stunden am Tag zwischen Weser Tower und Hafenkante, zwischen Nordstraße und Weser? Das wollten wir wissen. Wir haben Menschen in ihrem Alltag begleitet. Hier ist unser (viel zu kurzer) Bericht! 5.23 Uhr: GROSSMARKT BREMEN Es ist 4.47 Uhr als Markus Günsch sein Auto vor dem Verwaltungsgebäude des Bremer Großmarktes abstellt. Günsch ist seit 18 Jahren Marktinspektor und das frühe Aufstehen gewöhnt. »Zu meinem Tag gehört ein Mittagsschlaf. Nur so ist der Job mit den frühen Arbeitszeiten zu packen.« Sein erster Weg vor seinem morgendlichen Marktrundgang führt ihn heute kurz ins Büro – schauen ob es wichtige Mails oder Briefe gibt. Draußen ist derweil schon reger Betrieb. Die Schranken an der Einfahrt des Großmarktes gehen ständig auf und zu. Die ersten Einzelhändler sind bereits fertig mit ihren Einkäufen und verlassen den Markt schon wieder. »Die Wochenmärkte kommen schon um 2 Uhr. Auch die Einzelhändler von den ostfriesischen Inseln sind schon wieder los, um die Fähren zurück zu erwischen«, erklärt Günsch, während er im Wachhaus kurz nach dem rechten sieht. Hier laufen die Überwachungssysteme des Großmarktes zusammen. Fällt etwa eine Kühlung aus, muss Markus Günsch schnell reagieren. Aber heute gibt es keine besonderen Vorkommisse, das bestätigt auch Wachhündin Dala mit müdem Blick. Seite 10

Danach geht’s ins Getümmel der großen Markthalle. Zunächst vorbei an Blumen, Sträuchern, Palmen und Stauden, die links und rechts die Gänge säumen. Es folgt die »Saisonhalle« in der regionales Obst und Gemüse angeboten werden, gefolgt von der Halle mit Südfrüchten und exotischem Gemüse. Dass hier das Revier von Markus Günsch ist, wird schnell klar. Von allen Seiten kommt ihm ein »Moin Markus!« entgegen. Als Marktinspektor kennt er viele der 120 Anbieter und über 2.000 Kunden oft schon jahrelang. »Einige habe ich aufwachsen sehen. Und wenn da mal einer komisch ist, dann drohe ich schon mal damit, dass ich seine Mutter anrufe«, sagt Günsch grinsend. Der Marktinspektor ist stets für jeden ansprechbar, er ist Problemlöser, achtet auf die Einhaltung der Marktregeln, kassiert auch mal Standgebühren. Zudem muss sich der gelernte Metzger mit allem Wichtigen über Blumen und Lebensmittel auskennen, schließlich muss er sicherstellen, dass in den Markthallen die richtigen Temperaturen herrschen. Um 6.50 Uhr klingelt sein Handy: Ein Unbefugter Kleinlaster ist in die Gemüsehalle gefahren, nach ein paar Minuten ist die Sache geregelt. »Alles halb so wild«, sagt Günsch. Nächste Station: die Spezialitätenhallen für Bioprodukte aus der Region, Fisch oder mediterrane Leckereien, etwa aus der Türkei oder dem Iran. Unterwegs ein kurzer Zwischenstopp, durch eine Seitentür, eine Treppe hinauf in einen Elektrizitätsraum. Günsch liest


LEITARTIKEL

Foto: Kubikfoto

Hier röstet der Chef noch selbst. Christian Ritschel, Inhaber von Lloyd Caffee, überwacht den Kühlvorgang der Bohnen nach dem Rösten.

10:05

8.57 Uhr: BÜRO AM LANDMARK TOWER Und während Markus Günsch sich zum Frühstück eine Currywurst servieren lässt, beginnt wenige hundert Meter weiter am Weserufer neben dem Landmark Tower der Arbeitstag für den Unternehmensberater André Dillinger. Es ist 8.11 Uhr als er sein Büro betritt. Auf den Berater wartet heute Vormittag ein strammes Programm. Er hat gerade seinen Computer eingeschaltet, da klingelt schon das Telefon. Ein Kunde hat ein Problem mit einem Lieferanten. »Es gab ein Gerücht um die Liquidität meines Kunden. Nun muss ich die Beteiligten schnell anrufen und die Situation richtigstellen, da sonst ein Projekt zum Erliegen kommt.« Gesagt, getan. Kurze Zeit später kann Dillingers Kunde aufatmen. »Unsere Kunden sind kleine und mittelständische Unternehmen, die wir in Sachen Strategie und Weiterentwicklung beraten und bei der Umsetzung begleiten«, erklärt der 38-Jährige, während auf seinem Monitor mit Zahlenkombinationen gespickte Tabellen erscheinen. Die vielen Zahlen sind eine von ihm entwickelte Kosten-/Leistungsrechnung für einen Druckereibetrieb. Im Konferenzraum nebenan laufen parallel schon die

Vorbereitungen zu einem Kundenworkshop für ein Unternehmen, das seinen Vertrieb ausbauen will. Bis zum Workshop hat Dillinger aber noch eine knappe Stunde Zeit, als sein Telefon erneut klingelt. Und diesmal wird es ein längeres Gespräch: An der Strippe der Steuerberater eines Klienten, der ein Unternehmen aus der Verpackungsbranche kaufen will. André Dillinger diskutiert das weitere Vorgehen und bespricht die Zahlen. »So eine Übernahme muss gut geplant sein«, sagt er. »Neben juristischen und finanziellen Fragen die es zu klären gilt, ist vor allem eine strategische Zeitplanung wichtig.« 10.05 Uhr: RÖSTEREI LLOYD CAFFEE Beim Blick aus Dillingers Büroräumen in Richtung Holzhafen sind auf einem Gebäude unschwer drei große Buchstaben zu erkennen: »HAG«. Dort, auf dem ehemaligen Werksgelände der bekannten Kaffeemarke, dem heutigen Siriuspark, schließt Christian Ritschel gerade seinen Laden auf. Der Lloyd Caffee Inhaber verbindet hier eine Rösterei, ein Café und ein Spezialitätengeschäft miteinander. Gleich hinter dem Tresen steht das Herz des Unternehmens, der Röster. Und er läuft schon. »Wir rösten den Kaffee etwa 20 Minuten«, sagt Ritschel stolz und fügt hinzu, »den Kaffee, den wir im Supermarkt kaufen, röstet die Industrie ungefähr 70 Sekunden. Den Unterschied schmeckt man natürlich!« Mit einem Handgriff öffnet Ritschel eine Klappe Seite 11

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Foto: Rainer Geue

den Strom ab, prüft die Sicherungen und kontrolliert, ob die Solaranlage auf dem Dach des Marktes einwandfrei läuft. Auch bei den Spezialitätenanbietern ist es heute Morgen ruhig, sodass er Zeit für eine kurze Frühstückspause hat.

Unternehmensberater André Dillinger stimmt die Details einer Unternehmensübernahme mit dem Steuerberater seines Klienten ab.


Foto: Thomas Kleiner

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11:53 Mahlzeit! »Essen für Jedermann« lautet der Wahlspruch von Hans-Jürgen Schreiber, Inhaber der Anbiethalle, der in seinem Lokal selbst serviert. rechts: Da sitzt jeder Handgriff. Kinderleicht dockt Achim Biedermann mittels Joystick die tonnenschweren Schiffscontainer an und stapelt bis zu fünf Stück übereinander.

an der großen Rösttrommel und die dunkelbraunen Bohnen rauschen in einen runden Behälter. »Nicaragua Cup of Excellence« heißt die Kaffeesorte, die da soeben verarbeitet wird. Ritschel erklärt das Besondere daran: »Nur etwa ein bis zwei Prozent der Ernte hat die Ehre ein Cup of Excellence zu werden. Die Auszeichnung wird durch eine internationale Jury vergeben. Danach wird der Kaffee versteigert und die Erlöse gehen direkt und ohne Zwischenhändler an die produzierende Farm.« Nach dem Rösten wird der Kaffee nun gemischt, je nach Kundenwunsch gemahlen und dann in Mengen von 250 Gramm bis 5 Kilogramm verpackt. Bei Lloyd Caffee läuft der Röster an drei bis vier Tagen die Woche, da jede Produktion auf Nachfrage erfolgt. »Bei uns liegt nix im Regal und wartet darauf bestellt zu werden, schließlich soll der Kaffee frisch sein«, erklärt der 53-Jährige. Unterdessen füllt sich das Café langsam mit Gästen, denn gleich beginnt ein Kaffeeseminar in dessen Mittelpunkt natürlich die Kaffeebohne steht. Es geht aber auch um den Erfinder des entkoffeinierten Kaffees, den Bremer Kaufmann Ludwig Roselius, auf dessen Firmengelände Ritschel heute Lloyd Caffee röstet: »Wir haben das Seite 12

Glück in diesem kaffeehistorischen Gebäude zu sitzen und das müssen wir nutzen«, sagt er und lädt die Seminarteilnehmer zu einem kleinen Rundgang ein. 11.53 Uhr: ZU GAST IN DER ANBIETHALLE Kaffee gibt es in der Anbiethalle am Kopf des Europahafens zwar auch, aber hier sind es doch eher Strammer Max mit Gurke auf Schwarzbrot, Matjes mit Bratkartoffeln oder Schnitzel mit Pommes, die für Betrieb sorgen. Holzvertäfelte Wände, schlichtes Mobiliar, Schiffsmodelle auf den Fensterbänken und Bremen 1 aus dem Radio machen den rustikalen Charme des Lokals aus. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein und man könnte meinen, draußen am Europahafen werden noch Güter umgeschlagen und gleich läuten die Hafenarbeiter durch den Ruf »Anbiet!« (vom plattdeutschen anbeißen) wieder zur Mittagspause. Hans-Jürgen Schreiber hat hier das sagen. Der gelernte Kaufmann hat die Anbiethalle vor ein paar Jahren von seinem Bruder übernommen und ist heute schon


Fotos: Thomas Kleiner

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13:07 seit 5 Uhr auf den Beinen. »Ab 6 Uhr morgens gibt es Frühstück. Nun, so gegen 12, beginnt bei uns die heiße Phase für den Mittagstisch«, sagt der gebürtige Meppener mit Blick auf die Uhr. Schnell räumt er noch ein paar Gläser vom Morgenstammtisch weg, der hier täglich zusammenkommt, und dann dauert es nur wenige Minuten bis die ersten vollen Teller die Runde machen. Alle paar Minuten hallt ein »Mahlzeit« durch den Flur und der Gastraum füllt sich. Schreiber ist hier für alles zuständig: Einkauf, Ordnung, in der Küche mithelfen und servieren. »Wir sind ein kleiner Familienbetrieb mit drei Mitarbeitern. Da muss jeder mit anpacken, wo gerade eine helfende Hand gebraucht wird«, sprichts und verschwindet erneut in der Küche. 13.07 Uhr: HANSAKAI IM HOLZHAFEN Bei Achim Biedermann gab es heute gut belegte Brote zum Mittag. Der 62-Jährige arbeitet seit 46 (!) Jahren beim Umschlagsunternehmen Hansakai am Holzhafen. Es ist kurz nach 13 Uhr, als er wieder auf seinen sogenannten Reachstacker klettert – ein Fahrzeug mit 75 Tonnen Eigengewicht, das Schiffscontainer im Hafengebiet transportiert. Der Volvomotor röhrt laut, als Biedermann den Koloss mit den mannshohen Rädern in Bewegung setzt. Zwischen Containerstapeln mit bis zu fünf Containern Höhe geht es hindurch bis vor eine Lagerhalle. »Für Hemelingen«, ruft ein Kollege Biedermann zu und zeigt auf einen Container. Binnen Sekunden hat er die schwere Fracht »am Haken« und setzt sie auf den Auflieger eines LKW, der den mit Kaffee gefüllten Container zu einer Rösterei bringt. »Ich kenne das Gelände hier in- und auswendig«, sagt Achim Biedermann. »Ich denke gar nicht mehr nach, wo ein Container hin muss, das mache ich automatisch, weil es für jede Containergröße oder jeden Inhalt festgelegte Plätze gibt.« Die Information, welchen Transportbehälter er als nächstes bewegen muss, wird Biedermann auf einem kleinen Display angezeigt. Dort stehen Standort sowie die Containernummer.

Die Infos werden vom zentralen Computer eingespeist. Ist der Container umgesetzt, gibt Biedermann den neuen Standort ein und der nächste wartet schon. Bis zu 40 Tonnen kann der Reachstacker heben und das bis zu einer Containerlänge von 40 Fuß. »Ich schätze 80 bis 100 Container bringe ich pro Schicht von A nach B. Das war gerade der Letzte für heute, denn nun ist Feierabend. Um 14.30 Uhr beginnt die Spätschicht, ich muss morgen früh um 6 Uhr wieder ran.« 15.18 Uhr: HOCHSCHULE FÜR KÜNSTE Während sich Achim Biedermann auf den Heimweg macht, beginnt für Mirsad Herenda in einer kleinen Werkstatthalle am Kopf des Speicher XI gerade die Schaffensphase. Der Bosnier studiert an der Hochschule für Künste im Studiengang Freie Kunst und hat Metall als seinen Werkstoff entdeckt. »In meiner aktuellen Phase mache ich viel mit Eisen- und Kupferdraht, modelliere Skulpturen aus dem Draht, schweiße und schmelze dann Kupfer bei 1.600 Grad, um den Figuren eine Haut zu geben«, so der Künstler. Sein Lieblingsmotiv: Ziegen-

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Bei 1.600 Grad schmilzt Mirsad Herenda Kupfer und gibt seinen Skulpturen damit ihren unverwechselbaren Charakter.

15:18

Foto: Thomas Kleiner

Foto: Thomas Kleiner

Der Kunststudent Mirsad Herenda aus Bosnien ist seit sieben Jahren in Deutschland und wird im Sommer seinen Abschluss in Freier Kunst hier machen.

Foto: Franjo Steffen

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17:34 Jens Boysen, ein Kapitän wie man ihn sich vorstellt. Aber nur auf den ersten Blick. Denn er ist studierter Diplom-Pädagoge und bildet benachteiligte Jugendliche zum wachbefähigten Decksmann aus.

böcke. Warum Ziegen? Ganz einfach: Die Stadt aus der er kommt, liegt in bergigem Gebiet. Viele Ziegen leben dort und seien den Einwohnern nahezu heilig. Je nach Größe des Werks und wie gut er sich fühle, brauche er für eine Skulptur mal zwei, mal 14 Tage. »Wenn ich erst einmal loslege, dann arbeite ich auch manchmal die ganze Nacht durch, fast ohne es zu merken.« Und so verschwindet sein Gesicht wieder hinter der Schweißschutzmaske und die grelle Schweißflamme blitzt auf und lässt Funken sprühen. 17.34 Uhr: ANLIEGEPLATZ ROLANDMÜHLE Gleichzeitig hat um die Ecke im Holzhafen Kapitän Jens Boysen mit seinem Schiff, der MS Steenborg, festgemacht. Der 65-jährige Seebär hatte 1963 in Bremen als Decksjunge erstmals auf einem Schiff angeheuert. Seine erste Fahrt führte ihn damals vom Europahafen zum nördlichen Polarkreis. Auch sein Schiff hat Bremer Wurzeln, es wurde vor über 40 Jahren in Rönnebeck gebaut. Nun liefert er seit zwölf Jahren Weizen aus Schleswig-Holstein zur Bremer Rolandmühle, Deutschlands einziger Seehafenmühle. »Wie oft ich pro Jahr Weizen nach Bremen liefere, hängt von der Ernte im nördlichsten Bundesland ab. Daher fiebere ich Jahr für Jahr mit den Landwirten mit.« Mit einem überdimensionalen Sauger wird der Weizen aus dem Seite 14

Rumpf des Schiffes gesogen und über Förderbänder zunächst in Silos transportiert. Die Steenborg fährt mit dem markanten Schriftzug »Roland-Mehl«, aber sie ist keineswegs Eigentum der Rolandmühle. »Der Schriftzug ist vielmehr mein persönliches Dankeschön für die guten Geschäftsbeziehungen«, sagt Boysen. »So etwas gibt es nur, wenn sich Kaufleute und Seeleute gegenseitig verstehen.« Doch Boysen ist nicht nur Kapitän, sondern auch studierter Diplom-Pädagoge – eine ungewöhnliche Kombination. »In den letzten zehn Jahren habe ich insgesamt 43 benachteiligte oder verhaltensauffällige Jugendliche betreut. Ich biete ihnen hier an Bord die Möglichkeit einer Kurzausbildung zum wachbefähigten Decksmann, damit sie wieder Fuß fassen in ihrem Leben.« 19.31 Uhr NETZWERKER AUF DEM WASSER Während die MS Steenborg im Holzhafen wieder losmacht, heißt es auch am Martinianleger an der Schlachte »Leinen los!«. Punkt 18.30 Uhr legt »Das Schiff No.2« von Hal över zu einem besonderen Ausflug ab. Das Netzwerk »Hafenklönschnack« hat eine Hafenrundfahrt durch die Überseestadt organisiert. Die mehr als 50 Teilnehmer – Unternehmer und Mitarbeiter von Firmen aus der Überseestadt – haben unter Deck Platz genommen. Zusätzlich zum tollen Ausblick gibt es für


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Foto: Daniel Günther

Entspannt arbeiten: Karl-Heinz Gleich auf der Brücke des »Schiff No.2« der Reederei Hal över, bei einer Rundfahrt durch die Bremer Häfen.

19:31 gelernte Hotelfachmann mixt aber nicht nur leckere Cocktails, er ist gleichzeitig Barmagier. Von Kartentricks über die Umwandlung von Papier zu Geld bis hin zu verschwindenden Gegenständen, Fabian Generotzky sorgt für Kurzweil. Und als der Barmagier kurz nach zwei Uhr die letzten Gäste verabschiedet, beginnt auf dem Großmarkt schon wieder das bunte Treiben. Ein neuer Morgen bricht an, in der Bremer Überseestadt.

22:51 Barchef und Magier Fabian Generotzky unterhält seine Gäste in der Sky Bar im 20. Stock des Landmark Tower mit Zaubertricks.

22.51 Uhr: PANORAMABLICK IN DER SKY BAR Dort arbeitet Fabian Generotzky. Sein Arbeitsplatz: die höchste Bar der Stadt, die exklusive Sky Bar im 20. Stock. Etwa 35 Plätze für Clubmitglieder und eine einmalige Panoramasicht über das bremische Stadtgebiet bietet die Location. Barchef Generotzky: »Die Sky Bar wird sehr gut angenommen. Insbesondere die Altersgruppe ab 35 Jahren aufwärts fühlt sich hier wohl. Wir hören oft auch andere Dialekte. Die Bremer nehmen ihre Gäste also scheinbar gern mit hierher.« Der

Daniel Günther (31), Bastian Korte (26): Beide keine Frühaufsteher, aber für die 24-Stunden-Story zu »Durchmachern« geworden.

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Foto: Daniel Günther

den kleinen Hunger Bockwurst mit Kartoffelsalat und jede Menge Wissenswertes. So berichtet Dagmar Nordhausen von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen über die Marina im Europahafen. Im Anschluss macht die Veranstaltung seinem Namen alle Ehre, es wird geklönt und »genetzwerkt«. Über all dem sitzt oben auf der Brücke Karl-Heinz Gleich und lenkt »Das Schiff No.2« sicher durch die Hafenbecken. »Noch sind hier ja keine Anlieger, an denen wir mit unseren Schiffen festmachen können. Aber das wird bald kommen und dann machen wir auch regelmäßig in der Überseestadt Halt«, sagt der Kapitän als draußen gerade der Landmark Tower, Bremens neues Wohnhochhaus, vorbei zieht.


xxx MAHLZEIT

ÜBRIGENS IN DER LIEBE ZUR GUTEN WURST VEREINT

Curry Kitchen www.facebook.com/Currywurst Song zum Artikel: Herbert Grönemeyer: »Currywurst«

Bremen und das Ende seiner Zeit als Bankkaufmann in Düsseldorf. Es folgten Jahre in der Firma des Vaters, nun die Selbstständigkeit. »Currywurst ist Kult, fast jeder mag sie.« So auch die sehr unterschiedliche Kundschaft in der Überseestadt: »Alle verbindet die Liebe zur guten Currywurst«, sagt der Überzeugungs-Bräter. Die Idee, seine Curry-Leidenschaft professionell auszuleben, entstand bei einem Besuch seiner alten Weggefährten in Düsseldorf – »aus einer Bierlaune heraus.« Beim Essen im ersten Currywurst-Restaurant Deutschlands, dem »Curry«, machte es Klick: »Sowas müsste man auch mal in Bremen machen.« Es dauerte aber noch fünf Jahre, bis er die Restaurant-Idee zu einem mobilen Konzept weiterentwickelte. »Die Wurst ist das Konzept«, sagt er mit einem überzeugenden Lächeln. Und natürlich der außergewöhnliche Verkaufswagen. Das Modell »Tradewind« vom US-amerikanischen Hersteller »Airstream« stand verlassen in einem amerikanischen Trailerpark und wurde vor zwei Jahren überführt. »Man findet da auch einige mit Einschusslöchern«, lacht Florian.

Jahrelang arbeitete der Bremer Florian Demit in einer Düsseldorfer Bank und machte den Kunden Finanzprodukte schmackhaft. Jetzt ist er zurück in der Hansestadt, um den Bremern die vielleicht beste Currywurst der Stadt zu servieren.

Hätte jemand noch vor wenigen Jahren zu Florian Demit gesagt, er würde einmal in der Bremer Überseestadt mit einem mobilen Currywurst-Stand die gastronomische Szene aufmischen, hätte er dies selbst nur mit einem Kopfschütteln und Lächeln quittiert. Seit Mitte März jedoch ist es Realität: Demits »Curry Kitchen« lockt von Tag zu Tag eine wachsende Zahl von Currywurstfreunden und Hungerleidenden aus den umliegenden Büros, von den zahlreichen Baustellen und teilweise sogar aus der Innenstadt. Sie sammeln sich vor dem silberglänzenden 1960erJahre-Wohnwagen, der mit seiner stromlinienförmigen Blechhülle an die ersten Kampfjets aus den 1950er Jahren erinnert. Auf dem Schotterplatz an der KonsulSmidt-Straße Ecke Silbermannstraße, gegenüber des Landmark Tower, bestellen bei dem großen, dunkelhaarigen Mann mit markanter Brille alle nur das Eine: Currywurst. »Ich war eigentlich schon immer ein Currywurst-Fetischist«, gibt Florian zu. Wenn andere ihre Freunde mit allerlei Gekochtem und Gebackenem versorgten, gab es bei ihm Currywurst. Er experimentierte schon früh mit Saucenrezepten und probierte verschiedene Metzger aus. Aber dennoch dachte der gelernte Bankkaufmann anfangs nicht im Traum daran, sich mit dieser Passion selbstständig zu machen. »Ich hatte irgendwann aber einfach genug«, erklärt Florian seine Rückkehr nach Seite 16

Neben dem unverwechselbaren Auftritt hat der längste je von Airstream gebaute Einachser weitere Vorteile: »Ich bin halt mobil und kann mehr Events bereisen und für Firmenfeiern und Privatpartys gebucht werden.« Der Wagen birgt aber auch Herausforderungen in sich. »Die 50 Jahre machen sich trotz Generalüberholung bemerkbar«, sagt Florian. Das Vehikel will behutsam bewegt werden, es ist ein bisschen wie ein Tanz mit einer rüstigen, alten Dame. Jeden Morgen gegen 9 Uhr zieht er das Gefährt mit seinem grasgrünen Lada-Jeep aus dem Depot in Woltmershausen auf den Schotterplatz vor dem Landmark Tower. Abends geht es wieder zurück – es folgen zwei Stunden Reinigung. An sechs Arbeitstagen ist Florian somit zwölf Stunden unterwegs. Das Leben als Banker wäre entspannter. Für Florian kein Thema: »Ich bin zwar abends total platt, aber ich bin dabei gut drauf.« Von der guten Laune kann sich jeder Gast überzeugen, man gerät schnell ins Plaudern. Aber eines verrät er nicht: Woher denn nun die Wurst kommt und was das Geheimnis seiner Saucen ist. Hat er selbst nicht langsam genug von den Bratlingen, die ihn stets umgeben? »Ich gönne mir noch so drei bis vier Currywürste in der Woche – allein schon zur Qualitätssicherung. Und sie schmeckt ja auch einfach.«

Marco Bosch (31): Buten-Bremer, der vor allem die Weser und ihr Ufer in sein Herz geschlossen hat.


GLOSSE

ÜBERTRIEBEN STÄDTEPLANER AUF’S RAD! DIE ÜBERSEESTADT IST EIN SPANNENDES PLANSPIEL FÜR ARCHITEKTEN. ABER WENN SIE FERTIG IST, SOLLTE SIE AUF GANZ BREMEN STRAHLEN!

Eine Glosse von Axel Brüggemann Neulich stand ich in einer Kneipe neben einer Städteplanerin. Die hat über den Bahnhofsvorplatz geredet – der soll neu bebaut werden. Und über die neuen Nutzungskonzepte des Klinikums Mitte. Dort läuft gerade eine Planung unter Bürgerbeteiligung. Kein leichtes Unterfangen. Jeder Anwohner hat Wünsche, die sein Leben schöner machen können: KiTas für die Eltern, Altersheime für die Greise, ein Schwimmbad für die Wellness-Freaks! Aber dummerweise ist Stadtplanung kein Wunschkonzert! Städteplaner müssen rechnen, auf die Bedürfnisse der Anwohner eingehen – und die Stadtentwicklung im Auge haben. Sie lieben, so scheint es mir, die Innenstädte und Orte wie die Überseestadt. Hier können sie das Neue mit dem Alten konfrontieren, oder ganze Stadteile erfinden. Ich glaube, dann kommen sie sich wie Kinder vor, die auf einem Blatt Papier ihre Traumwelt aufmalen. Der Unterschied zum Kindergarten: ihre Wunschwelt wird dann in Stein und Glas und Beton gebaut. Und zum unverrückbaren Bestandteil der Stadt. Ich wohne nicht in der Überseestadt. Und auch nicht in der Stadtmitte. Ich wohne in Ar-

bergen. Das war einmal ein Dorf. Heute ist es ein Randbezirk von Bremen. Wo früher Kirche, Tante-Emma-Laden und Zeitschriftengeschäft die Dorfgemeinschaft zusammenhielten, steht heute ein »Lidl«. Geshoppt wird im nahen »Weserpark« Und die alten Häuser mit ihren Hobby-Gärten werden peu à peu durch Ein- oder Zweifamilienhäuser verdrängt. Das alte Dorf Arbergen ist zu einem Pendlervorort mutiert. Die Leute hier haben keine Lobby. Und die Städteplaner überlassen die Entwicklung unseres Stadtteils dem Zufall der Neubauhaus-Anbieter. Arbergen ist für sie nicht so sexy wie die Überseestadt!

bis ihr bei mir seid. Und wenn ihr dann wieder in Euren schicken Lofts oder Glas-Büros mit Blick auf das Wasser hockt, werdet mal kreativ! Die Überseestadt hat nämlich nur dann einen Sinn, wenn sie sich nicht selbst genügt und ein Vorzeige-Projekt für Stadtplaner ist, sondern wenn die intellektuelle Elite sich hier zur Denkzelle für die ganze Stadt entwickelt. Auch für mein geliebtes Arbergen!

Was all das mit der Überseestadt zu tun hat? Viel! Auch hier geht es schließlich um Traditionen! Und um die Frage, wie man einen Stadtteil als Denkzentrale anlegt. Wie man Intellektuelle, Künstler, Architekten und Medienleute anlockt.

Axel Brüggemann (39): Autor und Journalist, arbeitet für die FAZ, den Stern, das ZDF und arte. Seine Gedanken schreibt er auf: ungedrucktes.blogspot.com. Im März erschien sein neues Buch »Landfrust« im Rowohlt Verlag.

Jeder, der in der Überseestadt wohnt, sollte wissen wie privilegiert er ist. Weil dieser Stadtteil für Städteplaner spannender ist als die Bremer Diaspora. Weil man sich Mühe gibt, damit Leute Interesse für den neuen Stadtteil entwickeln. Und deshalb, liebe Übersee-Städter, schwingt Euch doch mal auf’s Fahrrad, radelt an der Weser ostwärts,

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GESCHICHTE LEITTHEMA

Kaimauerbild: Büro für Industriearchäologie Dipl.-Ing. Rolf Höhmann, Darmstadt, i. A. des Landesamtes für Denkmalpflege Bremen Skizze: Ludwig Franzius (1888): Neue Hafen-Anlage zu Bremen, Hannover: Hofbuchdruckerei der Gebrüder Jänecke Portrait: Walter Franzius (1982): Ludwig Franzius. Bremens grosser Wasserbau-Ingenieur, Bremen: Historische Gesellschaft e.V.

ÜBERLEBT RESTE EINER REVOLUTION – DIE VERSTECKTEN HYDRAULIKKANÄLE

Von außen eine bloße Kaimauer, hier in einem Bild von 2003. Kaum einer vermutet dahinter einen begehbaren Kanal. Der Halbportalkran in einer Skizze von Ludwig Franzius aus dem Jahre 1888. Gut zu erkennen: Der Hydraulikkanal in der Mitte der Kaimauer. Auch die Silhouetten zweier Güterwaggons sind eingezeichnet.

Entlang der Kaimauer des Europahafens befinden sich noch heute mehr als 120 Jahre alte unterirdische Gewölbe. Über ihre Existenz, geschweige denn ihre ursprüngliche Funktion ist allerdings nur den Wenigsten etwas bekannt – eine Spurensuche.

Ludwig Franzius (*1832 in Wittmund; † 1903 in Bremen): Der Baudirektor des Freihafen I. In Bremen erinnert noch heute Vieles an ihn: In der Werderstraße, im nach ihm benannten Franziuseck, steht eine Büste des Ingenieurs. Hier in der Nähe stand sein Wohnhaus. Der neue Platz am Kopf des Europahafens wurde 2009 ebenfall nach Franzius benannt.

Es ist der 21. Oktober 1888: Rathaus, Baumwollbörse, Schütting – ganz Bremen ist festlich geschmückt und beflaggt. Ein Strom von Schaulustigen zieht entlang der Faulenstraße aus der Innenstadt gen Westen. Ihr Ziel: Die Feierlichkeiten zur Eröffnung des Freihafen I (heute Europahafen). Die »Weser-Zeitung« berichtet am Folgetag von voll besetzten Tribünen rechts und links des neuen Hafenkopfs. Zahlreiche Lobesreden werden gehalten bis Kanonensalven den Schlusspunkt unter die öffentliche Feier setzen. Der Bau dieses noch heute südlichsten Seehafens Deutschlands war in vielerlei Hinsicht besonders. Viele Schiffe mit Tiefgang erreichten Bremen zu dieser Zeit aufgrund der zunehmend versandeten Weser gar nicht mehr. Die 1887 begonnene Weserkorrektion auf insgesamt 70 Kilometern Länge sowie das neue 120 Meter breite und 2.000 Meter lange Hafenbecken sollten der Hansestadt wieder den Status eines maritimen Handelsstandortes sichern. BAHNBRECHENDE INNOVATIONEN FÜR DEN HAFENUMSCHLAG Oberbaudirektor Ludwig Franzius war der Kopf beider Großprojekte. Vom Bremer Senat vorrangig mit der technischen und verwaltungsmäßigen Überwachung Seite 18

des Hafenbaus betraut, setzte er sich im Endeffekt über diese Weisung hinweg und übernahm bald die gesamte Planung und Ausführung. Diese eigenmächtige Herangehensweise war durchaus zum Wohle der Stadt. Denn Franzius sorgte nicht nur dafür, dass die 1.500 Arbeiter während des dreijährigen Baus auf den täglichen Genuss von Alkohol verzichteten und sich mit Kaffee- und Teekantinen zufrieden gaben. Er konzipierte zudem eine innovative Infrastruktur: Sogenannte einhüftige oder Halbportalkrane waren Teil dieses Konzepts. Während ein Kranfuß an der Uferkante mit zwei Rädern auf einer Schiene verlief, lief der rückwärtige Fuß auf einer Schiene oberhalb der Eingangstore der Schuppen. Der dadurch erzielte Raum mit einer Spannweite von 10 Metern erlaubte den Bahnverkehr für zwei nebeneinander fahrende Züge auf den Kajegleisen. Die fahrbaren Krane mit einer Tragkraft von 1,5 Tonnen drehten sich zudem unmittelbar auf dem Fahrgestell und benötigten somit kaum Platz. Dieses System revolutionierte das Löschen der Schiffe und startete von Bremen aus einen Erfolgszug durch viele weitere Städte. Auch das Jahrbuch der Hafenbautechnischen Gesellschaft von 1926 beurteilte die Ideen rückblickend als »bahnbrechend für die neuere Entwicklung des Umschlagverkehrs«. Auf den ersten Blick erinnern heute allerdings nur noch die Schuppen und Speicher an vergangene Tage. Selbst die Hafenkrane wurden in den 1990er Jahren abgebaut. Doch ein entscheidender Teil der mehr als 120 Jahre alten Infrastruktur ist immer noch da, jedoch eher im Untergrund. Flaniert man heute am Europahafen auf Höhe des Schuppen 2, fällt eine in die neue


GESCHICHTE

ÜBERLEBT II FRÜHER WIESE – HEUTE HAFEN

Grafik: Kulturhaus Walle Brodelpott, Plan aus 1930er Jahren

Promenade integrierte Backsteinmauer auf. Noch weiter nordwestlich, am grün bewachsenen Eingang des Hafenbeckens, stoßen aufmerksame Beobachter ebenfalls auf Ziegelsteinwände. Eine schlichte Hafenmauer ohne Spundwände, könnte man denken. Aber dahinter steckt mehr: Diese unscheinbare Mauer ist im Inneren von einem Gewölbe durchzogen – ein Hydraulikkanal, der die Mobilität der Krane mittels Wasserdruck überhaupt erst ermöglichte. Vom Hafeneingang bis zum Hafenkopf erstreckt sich dieser unterirdische Kanal noch heute und hat damit zwei Weltkriege sowie den schleichenden Hafenniedergang überlebt. Zwar in Teilen eingestürzt, ist er an anderen Stellen noch über mehrere Einstiege begehbar, denn die Arbeiter mussten Wasserleitungen und Elektrik von Hand verlegen, warten und reparieren. Hierfür lag auf der Sohle des Kanals ein kleines Gleis, um den Transport schwerer Rohre zu erleichtern. Ein großer Mensch hat aber seine Mühe hier aufrecht zu stehen: Nur knapp zwei Meter hoch und 1,25 Meter breit ist der Gang. KONSTANTE TEMPERATUR UND MATERIALTRICKS Somit sind die Kanäle das Einzige, was von der damals so innovativen Infrastruktur übrig geblieben ist. Neben den Kranen sind auch das alte Hafen- und Maschinenhaus aus dem öffentlichen Bild am Europahafen verschwunden. Am heutigen Ludwig-Franzius-Platz gelegen, beherbergte das 27 Meter lange und zwölf Meter breite Maschinenhaus die Hydraulikanlage zur Erzeugung von Wasserdruck und Elektrizität. Noch in den 1950er Jahren standen hier Dampfpumpen, die mit 60 Umdrehungen in der Minute 100 PS leisteten und Druckpumpen, die insgesamt je 950 Liter Wasser aus zwei riesigen, höher gelegenen Behältern entnahmen und es durch die sechs Kilometer lange Hochdruckhauptleitung pressten. Dem Vernehmen nach arbeitete die Anlage einwandfrei, nur bei starkem Frost herrschten gelegentlich kurze Arbeitspausen aufgrund eingefrorener Rohre. Um einen längeren Ausfall zu verhindern, wurde das Druckwasser im Winter erhitzt. Deshalb existierte im Inneren des Backsteinkanals immer eine konstant warme Temperatur. Um trotz der Anforderungen einer breiten Kaimauer zum Schutz vor anschlagenden Schiffen eine Kostenexplosion beim Material zu verhindern, bediente sich Ludwig Franzius eines Kniffs. Unterhalb des Kanals bildete sogenannter »Sparbeton« den Kern des Bauwerks. Diese Mischung aus Zement und kiesigem Sand (Verhältnis 1:10) war nicht einmal halb so teuer wie Ziegelstein und dennoch genauso beständig. Die Oberfläche der Mauer wurde zudem mit Basaltlava abgedeckt – dies sollte gegen jede Art von Witterung schützen.

Vorbei am Kellogg’s-Gelände auf der linken, zwischen Weser und Europahafen, gelangt man von der Straße »Auf der Muggenburg« zur »Stephanikirchenweide«. Eine Straßenbezeichnung, die an längst vergangene Tage erinnert. Vor über 850 Jahren wurde auf einem Dünenhügel direkt vor der Altstadt die Gemeinde St. Stephani gegründet. Aus ihr entwickelte sich das Stephaniviertel, das nach 1300 in die Stadt Bremen eingemeindet wurde. In unmittelbarer Nähe: das damalige Dorf Walle, durch Wiesen- und Weideland von der Bremer Altstadt getrennt. Die riesigen Flächen gehörten 16 Waller Großbauern. St. Stephani besaß gen Westen ebenfalls einige Ländereien, die sogenannte Schweinsoder Peerweide – auch Stephanikirchenweide genannt. Mit den Planungen für den Hafenbau 1888 kaufte die Stadt Bremen die dafür notwendigen Flächen auf. Die Waller Wiesen der Großbauern wichen für den Holz- und Fabrikenhafen sowie den Freihafen II (Überseehafen), der – Ironie der Geschichte – gute hundert Jahre später wieder zugeschüttet wurde Die Stephanikirchenweide machte Platz für den Freihafen I (Europahafen). Seit dieser Zeit existiert in Hafennähe die Straße »Stephanikirchenweide«, damals noch in Verlängerung des Zollpfads. Ihr heutiger Verlauf entspricht immer noch ungefähr dem von früher.

Cecilie Eckler-von Gleich (58): Der Bremer Westen ist ihr Zuhause. Schon immer interessiert an der Geschichte des Bremer Hafens, schrieb sie das Buch »Die alten Hafenquartiere: „Alter Westen“ und Muggenburg 1860-1945«.

Heutzutage hat der hydraulische Antrieb von Kranen ausgedient. Die alten Kanäle in der neuen Überseestadt sind Memorabilien aus einer anderen Zeit. Doch sie sind nach wie vor in Verwendung: Im »Leerrohr« verlaufen Versorgungskabel für nautische Zwecke, wie zum Beispiel die Beleuchtung von Seefahrtsschildern. Auf diese Art tragen die alten Gemäuer noch immer ein wenig zu einem einwandfreien Ablauf im Hafen zu Bremen bei.

MEDITERRANE SONNENKÜCHE 24. & 25. April Osterbrunch

Bastian Korte (26): Überzeugter Lokalpatriot – nicht nur, weil er die Werder-Raute tief im Herzen trägt.

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KURZINTERVIEW

FLOTTER DREIER FÜNF KURZINTERVIEWS ZUR BÜRGERSCHAFTSWAHL

2011 Antworten von Dr. Rita Mohr-Lüllmann, Spitzenkandidatin der CDU im Land Bremen

Antworten von Dr. Oliver Möllenstädt, FDP-Landesvorsitzender

Wie steht Ihre Partei zum gesamten Stadtentwicklungsprojekt Überseestadt?

Die Überseestadt ist für Bremen ein großer Gewinn. Die CDU sieht es als immensen Erfolg, dass in Bremen ein neuer Stadtteil geschaffen wurde, in dem sich über 450 Unternehmen angesiedelt haben. In idealer Lage wurde darüber hinaus durch umfangreiche private Investitionen neuer Wohnraum erschlossen. Gleichzeitig ist eine lebhafte Kulturszene entstanden, die ganz Bremen bereichert.

Die FDP begrüßt und unterstützt das Stadtentwicklungsprojekt Überseestadt. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass in den attraktiven Lagen an der Weser neben Gewerbeimmobilien auch Wohnraum geschaffen werden kann. Gutes Entwicklungspotential bietet die Überseestadt insbesondere für Unternehmen der Kreativ- und Dienstleistungswirtschaft. In den kommenden Jahren wird es darauf ankommen, die begonnene positive Entwicklung mit neuem Schwung zu beleben.

Sollte Ihre Partei Regierungsverantwortung erhalten bzw. beibehalten, inwiefern würde sie sich für ein noch stärkeres Zusammenwachsen der Überseestadt mit angrenzenden Stadtteilen einsetzen?

Die CDU sieht die größte Herausforderung darin, den Übergang vom Stephaniviertel in die Überseestadt zu verbessern. Wir werden uns dafür einsetzen, diesen Bereich für Bremerinnen und Bremer sowie Touristen einladender zu gestalten. Viel zu tun gibt es auch an der »Grenze« zu Walle, wo die trennenden Elemente beseitigt werden müssen. Eine weitere wichtige Maßnahme ist die Verbesserung des ÖPNV-Anschlusses. Vor allem mit Blick auf die Parkplatzknappheit besteht hier großer Handlungsbedarf.

Wir werden gute Rahmenbedingungen schaffen, damit die Überseestadt auch in den späten Abendstunden und an den Wochenenden mit Leben erfüllt ist. Wenn die Angebote der Überseestadt auch für die Bewohner der angrenzenden Stadtteile attraktiv sind, wird das Zusammenwachsen gestärkt. Dies wird gelingen, wenn mehr Menschen neben ihrem Arbeitsplatz auch ihren Lebensmittelpunkt dort haben.

Hand aufs Herz: Sind Sie privat auch mal in Bremens jüngstem Stadtteil unterwegs?

Ein Spaziergang entlang der Weser in die Überseestadt, anschließend einen Cappuccino in einem der Cafés - einfach großartig. Auch Besuche der Kulturveranstaltungen im BLG-Forum versuche ich regelmäßig in meinem Terminkalender unterzubringen. Das Flair dieses Stadtteils ist faszinierend. Die CDU führt oft Veranstaltungen in der Überseestadt durch - zuletzt den Ball der Einheit im Hudson. Die Überseestadt ist ein von Erfolg gekröntes Projekt, das mir zeigt, was Bremen alles leisten kann.

Die Überseestadt hat eine Menge zu bieten: Gern besuche ich Events und Partys im »Hudson Eventloft« oder genieße die hervorragende asiatische Küche im »Chilli Club«. Ganz besonders empfehlen kann ich die Kochkurse der »Kochschule Bremen« im Speicher I. Bei Thore Müller und seinem Team habe ich wirklich viel Nützliches für den heimischen Herd gelernt.

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KURZINTERVIEW

Antworten von Karin Krusche, Sprecherin für Baupolitik und Stadtentwicklung Bündnis 90/Die Grünen

Antworten von Klaus-Rainer Rupp, Abgeordneter und Kandidat für die Bremische Bürgerschaft von DIE LINKE. Landesverband Bremen

Antworten von Jürgen Pohlmann, Abgeordneter der Bremischen Bürgerschaft und baupolitischer Sprecher der SPD

Wir Grünen betrachten die Überseestadt seit jeher als das wichtigste Bremer Stadtentwicklungsprojekt. Das ehemalige Hafenrevier entwickelt sich mit der Ansiedlung kreativer Dienstleistungsunternehmen und der HfK, mit der Wohnbebauung und Gastronomie rasant zu einem wirtschaftlich und kulturell lebendigen Ortsteil. Gerade die Mischung von Neuem und alteingesessenen Gewerbebetrieben macht die besondere Attraktivität aus. Jetzt kommt es darauf an, auch kleinteiligere Investoren-Vorhaben und Wohnraum für Menschen mit kleinerem Geldbeutel zu ermöglichen. Perspektivisch ist eine weitere Anbindung mit der Straßenbahn nötig.

Grundsätzlich ist die Idee, nicht mehr genutzte Hafenflächen als neue Stadtquartiere zum Wohnen und Arbeiten zu erschließen durchaus wünschenswert. Bei einer sozial- und umweltverträglichen Realisierung und einem gelungenen Mix von innovativen Dienstleistungsunternehmen, die zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, von Kulturangeboten und vor allem bezahlbarem Wohnraum für Alle, bietet die Überseestadt die einmalige Chance, Bremen noch attraktiver zu machen.

Als Bremer SPD haben wir von Beginn an die Entwicklung der Überseestadt aktiv gefördert und unterstützt. Wohnen, Dienstleistung und Gewerbe sollen dort eine gemeinsame Perspektive haben. Dafür stehen wir als Partei. Die Dynamik, mit der sich die Überseestadt entwickelt, ist ein positives Signal auch für die Zukunft Bremens.

Wir wollen dafür sorgen, dass der Aufenthalt in der Überseestadt für alle Bremer und insbesondere Waller attraktiv wird. Dazu gehören Freizeitangebote wie die neue Skateranlage und zum Verweilen einladende Parks wie der geplante zwischen Hafenkante und Landmark Tower. Um die Überseestadt und Walle besser zu verzahnen, setzen wir uns für eine Randbebauung am Überseetor entlang ein. Die Ausstrahlung der Überseestadt wirkt sich positiv auf Walle aus.

Die Frage der Regierungsverantwortung stellt sich angesichts der gegebenen Konstellationen für uns nicht. Aber auch als linke Oppositionspartei werden wir uns dafür einsetzen, dass die Überseestadt und die angrenzenden Teile gewissermaßen organisch zusammenwachsen. Insbesondere die BewohnerInnen des Bremer Westens könnten so von einem lebendigen und von vielen Kulturangeboten geprägten Stadtquartier und neuen Arbeitsplätzen »profitieren«.

Das Zusammenwachsen der Überseestadt mit dem Stadtteil Walle ist eine zentrale Anforderung der SPD an die Stadtentwicklungspolitik. Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, das Angebot im Schul- und KiTaBereich weiter zu vernetzen sowie die Quartiere über die Nordstraße hinaus anzubinden, sind Aufgaben, die vor uns stehen.

Ich bin dort oft unterwegs, um mir die Bauentwicklung mit ihrem hohen architektonischen Anspruch anzuschauen. Die Mischung aus Altem und Neuem hat ein besonderes Flair. Ich setze mich dann am liebsten ins »Hafencasino«, aber kehre auch gerne in den Cafés am Europahafen ein.

Ich bin gerne in der Überseestadt unterwegs. Gerade aufgrund der Geschichte des Quartiers und seiner Nähe zur Weser. Aber auch das Hafenmuseum und der ehemalige von Klaus Hübotter zur Hochschule für Künste umgestaltete - Speicher XI sind immer wieder einen Besuch wert. Zudem führt meine Partei in der Überseestadt immer mal wieder gut besuchte Veranstaltungen durch, so zuletzt unseren Landespolitischen Ratschlag unter dem Motto »Die Stadt gehört uns« im Roten Saal des Speicher XI.

Als Kind habe ich den Hafenbetrieb erlebt und als Jugendlicher zeitweise dort gejobbt. Seit vielen Jahren wohne ich im Stadtteil Walle. An meinem Geburtstag ist die ganze Familie durch die Überseestadt spazieren gegangen. Die Öffnung der Überseestadt hat den Bürgern im Bremer Westen den Zugang zur Weser frei gemacht. Per Fahrrad oder zu Fuß, heute die Entwicklung zu sehen, ist ein Gewinn. Ich freue mich, diesen Prozess aus der Nähe mitzuerleben!

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Ulrich Mittmann, Geschäftsführer der Rickmers Reismühle, beim Rundgang durch die Produktion. Der gebürtige Bremer ist schon seit über 20 Jahren in der Lebensmittelindustrie tätig.


PORTRAIT

ÜBERFLIEGER ERFAHRUNG AUS ÜBER 100 JAHREN – DIE NUMMER EINS IM REIS-GROSSHANDEL

Foto: Thomas Kleiner

Jasmin-Reis aus Thailand, Wildreis aus den USA, Risotto aus Italien oder Basmati Reis aus dem Himalaya-Grenzgebiet zwischen Indien und Pakistan – die Aufzählung zeigt schon, bei der Rickmers Reismühle auf der Bremer Stephanikirchenweide trifft ein kleines Stück Welt aufeinander. Doch sie verdeutlicht auch: Reis ist nicht gleich Reis. Und seine Verarbeitung ist eine qualitative und hoch technologische Herausforderung. Der Zufall wollte es so: Am Tag unseres Besuches ist Ulrich Mittmann genau ein Jahr Geschäftsführer der Rickmers Reismühle. Damit reiht er sich ein in eine achtbare Riege von Männern, die die Geschicke des Unternehmens lenkten. Einer der Protagonisten war jener Mann, nach dem die Firma heute noch benannt ist: Rickmer Clasen Rickmers. Als sich der Helgoländer 1872 an der Reismühle der Firma Ichon & Co beteiligte, ahnte noch niemand, dass sie nur wenige Jahre später der weltweit größte Betrieb ihrer Art sein sollte. Da befand sich die Firma aber schon längst im alleinigen Besitz des Reeders und Werftbesitzers Rickmers. Dessen Schiffe brachten die weiße Fracht bereits Jahre vor seiner Tätigkeit im Reisgeschäft von den Ostasienrouten mit. So reifte in ihm die Idee, den Rohstoff selber zu veredeln und zu vertreiben. Die Bedingungen waren günstig: Er besaß eine eigene Flotte, Reis etablierte sich vermehrt als Volksnahrungsmittel und zudem war der kontinentale Handel auf dem Vormarsch. Bis zum Tod von R. C. Rickmers im Jahr 1886 florierte das Geschäft. LEERE PACKHÄUSER ALS VORRATSLAGER BREMENS Doch es folgten schwerere Jahre. Zwar stellte die mittlerweile als Reiswerke Rickmers firmierende Gesellschaft um 1900 noch immer die größte Mühle Europas, jedoch war ein Rückgang im Bremer Reisgeschäft deutlich spürbar. Während der Weltkriege kam die Reisproduktion aufgrund fehlender Einfuhren teils zum Erliegen und man stellte Kartoffelflocken her. Zeitweise dienten die leeren Packhäuser zur Lagerung der gesamten Kartoffelvorräte der Stadt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Fabrik komplett zerstört und abgerissen, man siedelte auf die andere Weserseite nahe des heutigen Standortes über. 1948 endet nach dem Ausscheiden von Rickmers’ Enkel Robert die

Rickmers Reismühle GmbH Stephanikirchenweide 30 28217 Bremen www.rickmers.eu

Ära einer über 75-jährigen Familiendynastie, die Leitung wird erstmals in »fremde« Hände gelegt. Nach zwischenzeitlicher Zugehörigkeit zum Kellogg-Konzern, ist die Rickmers Reismühle seit 1988 wieder selbstständig und firmiert unter dem heutigen Namen. »Unser Unternehmen blickt auf eine lange Historie und bündelt somit einen großen Erfahrungsschatz. Auch einige unserer derzeit über 50 Mitarbeiter sind seit 20 Jahren im Betrieb. Daraus ist eine Philosophie der behutsamen Know-how-Weitergabe entstanden, um auch für nachfolgende Generationen gleichbleibend hohe Standards zu gewährleisten«, so Geschäftsführer Ulrich Mittmann. 25.000 Tonnen Reisprodukte verlassen jährlich die Produktionshallen, rund um die Uhr laufen die Maschinen. Von Bremen aus geht der Reis ins gesamte Bundesgebiet, aber auch nach ganz Europa. »40 Prozent unserer Erzeugnisse werden exportiert«, berichtet der studierte Wirtschaftswissenschaftler. Über 100 verschiedene Produkte umfasst das heutige Rickmers-Sortiment. Namhafte Marken wie »bali« oder »Riso Cremona« gehören ebenso dazu, wie eine breite Palette von Verpackungen von 500 Gramm bis zu 1.000 Kilogramm. Auf drei Zielgruppen liegt der Fokus der Reisexperten: der Lebensmittelindustrie – mit Produkten wie Reismehl für beispielsweise Fischpanaden oder Reisflocken für Babynahrung – sowie Groß- und Endverbrauchern. Während Letztere einen vergleichsweise kleinen Anteil ausmachen, ist Rickmers im Großverbrauchersegment klar Deutschlands Marktführer. Diese Position verpflichtet: »Wir produzieren Lebensmittel. Die Qualität der Ware hat dabei allerhöchste Priorität«, unterstreicht Mittmann. Dieser Anspruch gelte auch für die Lieferanten, etwas höhere Bezugspreise nehme man dafür gern in Kauf. Neben den eingangs erwähnten Herkunftsländern kommt der Großteil des in der Überseestadt verarbeiteten Reises aus Uruguay. »Manchen mag das überraschen, aber Uruguay ist ein traditionelles Reisland und zudem sehr klein, was die Kontrollen in der Prozesskette der Anlieferung vereinfacht.« Doch auch nach der Anlieferung ist die Reise des Reiskorns noch lange nicht zu Ende. Zwar ist die Rohware bei der Ankunft bereits von seiner umgebenden Strohhülse befreit, jedoch längst noch nicht verzehrfähig. Vom Seite 23

Bahn- oder LKW-Container geht es zur Lagerung in große Silos. Von dort durchläuft das Produkt von oben nach unten insgesamt fünf Etagen und diverse Fertigungsschritte: Metalldetektoren, Siebeprozesse, Steinausleser – es wird gerüttelt und sortiert, dass sogar der Betonboden vibriert. PHOTOELEKTRONISCHE VERLESUNG: HUNDERTE REISKÖRNER PRO ZEHNTELSEKUNDE Danach wird der Reis geschliffen. »Aus der Anzahl der Schleifpassagen entstehen unterschiedlichen Reisqualitäten. Durch spezielle Schleifsteine wird er von noch vorhandenen Rückständen befreit, der Reis wird gemahlen. Hieraus erklärt sich auch die Begrifflichkeit Reismühle«, so der 50-Jährige. Nach einem weiteren Trennvorgang zwischen brüchigen und ganzen Körnern wird der Reis verlesen. Hunderte von Reiskörnern schießen pro Zehntelsekunde über ein Laufband und werden photoelektronisch auf die geforderte Farbe hin überprüft. Zu dunkle Reiskörner werden per Luftdruck automatisch aussortiert und treten den erneuten Schleifprozess an. Am Ende steht ein vielfältig einsetzbares Produkt, das anscheinend nie langweilig wird: »Zwei- bis dreimal pro Woche esse ich Reis in verschiedensten Variationen«, gesteht Mittmann. Die Entwicklungen in der Überseestadt sieht der gebürtige Bremer übrigens nur mit positiven Gefühlen: »Auch wenn wir uns noch mitten in der Entstehung befinden, das bisher Realisierte ist schon sensationell.«Vielerorts geäußerte Bedenken bezüglich eines Mischgebiets aus Wohnen und Industrie treffen auf die Rickmers Reismühle nicht zu, »denn wir verursachen weder Lärm- noch Geruchsbelästigung durch unsere Arbeit. Die gute Anbindung und die Lage am Wasser, wir könnten uns kaum einen besseren Standort für unser Unternehmen vorstellen.«

Bastian Korte (26): Überzeugter Lokalpatriot – nicht nur, weil er die Werder-Raute tief im Herzen trägt.


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INTERVIEW

ÜBERREDET »ICH BIN EIN MANN DES HAFENS«

Herr Dr. Maywald, könnten Sie sich vorstellen in der Überseestadt zu wohnen? Ja, natürlich. Ich bin ein Mann des Hafens, auch die Geräusche der Umschlagskrane sind für mich wie Musik eines lebendigen Hafenreviers. Meine Frau möchte aber lieber im beschaulichen Schwachhausen bleiben. Mit dem Motto »Zukunft Hafen« geht die ISH in die Offensive. Was bedeutet dieser Slogan für Sie und den Verein? Die Bremer Häfen haben nicht nur eine über 100-jährige Geschichte, sie sind nach wie vor lebendig und sollen es auch künftig bleiben. Mehr als 1.200 Überseeschiffe machen jährlich im Industrie- und Holzhafen fest und sichern so weit über 3.000 Arbeitsplätze. Wir wollen den Blick schärfen, den Bremerinnen und Bremern die Potenziale dieses Areals wieder näher bringen, damit sie wieder stolz sagen: »Dort, gleich hinterm Roland, das sind unsere Häfen«! Mittlerweile sind erste Wohnprojekte in der Überseestadt Realität. Das »Bremer Modell« mit den im Grundbuch eingetragenen Immissionswerten für Lärm und Geruch hat den Weg hierfür geebnet. Wie schwer war die Kompromissfindung? Schon schwer und langwierig. Erste Gespräche begannen ja schon vor fünf Jahren. Es schlagen da zwei Herzen in der Brust unserer Mitglieder, denn viele der Unternehmer sind eingefleischte Bremer. Sie begrüßen die neuen Entwicklungen, die Ansiedlung kreativer Köpfe und von Bewohnern, doch nur unter der Voraussetzung eines unbeeinträchtigten Arbeitens im Holzhafen – auch in den nächsten Generationen. Da waren Kontroversen mit den städtebaulichen Vorstellungen der Stadtgemeinde Bremen vorprogrammiert. Jetzt ist man sich im Grundsatz einig und hat stabile Rechtssicherheit für alle Beteiligten. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Konflikte

in Einzelfällen künftig ausgeschlossen sind. Dann setzt man sich mit den Investoren, den Betrieben und der Stadt wieder an einen Tisch und versucht eine Lösung auszuhandeln. Zunehmend bekommen die Bremer Bürger wieder ein Bewusstsein dafür, dass im alten Hafengebiet etwas passiert, ein Wandel stattfindet. Profitieren nicht auch die seit Jahrzehnten dort ansässigen Industriebetriebe von dieser neuen Öffentlichkeit?

Foto: Initiative Stadtbremische Häfen e.V.

Der Mix aus traditionellen Hafenbetrieben, kreativen Denkfabriken und neuen Wohnkomplexen wird immer wieder als das Besondere der Überseestadt hervorgehoben. Doch bis hierhin war es ein weiter Weg, beeinflusst durch verschiedenste Interessenlagen. Dr. Werner Maywald setzt sich als Geschäftsführer der Initiative Stadtbremische Häfen e. V. (ISH) für die Belange der ansässigen Industrieunternehmen ein. Mit ihm sprachen wir über den Hafenstandort Bremen, aber auch über neue Chancen, die in der jüngeren Entwicklung des Stadtteils liegen.

ISH – Initiative Stadtbremische Häfen e.V. Auf dem Dreieck 5 28197 Bremen www.ish-bremen.de www.zukunft-hafen.de

Projektverschiffungen hinken beispielsweise noch hinterher, während andere Bereiche wie der Getreide- und Futtermittelimport, das Recycling oder der Güterexport via Container gute Zuwachsraten verzeichnen. Zu den generellen Arbeitsbedingungen im Hafen: Würden Sie diese für die Industriebetriebe als optimal bezeichnen? Im Prinzip ist die trimodale Anbindung – Wasser, Schiene und Straße – auf der rechten Weserseite gut, muss aber für künftig wachsenden Verkehr noch ausgebaut werden. Zum 100-jährigen Jubiläum des Industriehafens im letzten Herbst versprach die Politik eine Anpassung der dortigen Wassertiefe an die realen Anforderungen der Schifffahrt. Zudem wäre der Ringschluss der Autobahn A 281 mit der Weserquerung nicht nur für die logistischen Belange unserer Unternehmer, sondern auch für die Bevölkerung unabdingbar. Der Ausbau von Unter- und Mittelweser sind weitere Projekte, die vorangetrieben werden sollten. Optimierungen zum Wohle des Industrie- und Hafenstandortes Bremen gelingen aber nur mit einem geschlossenen, ressortübergreifenden Rückhalt seitens der Politik. Stellt der viel zitierte Fachkräftemangel auch für Ihre knapp 50 Mitglieder ein Problem dar? Ja, der Fachkräftemangel ist überall spürbar. Dabei geht es nicht nur um den »typischen Hafenarbeiter«, sondern es betrifft auch Bürotätigkeiten. Unsere Unternehmen bieten vielfälDr. Werner Maywald, Geschäftsführer der ISH. Die jüngste Entwicklung der Überseestadt begrüßt er, jedoch tige Arbeitsmöglichkeiten, von der unter Wahrung der Industrieinteressen. Hafenlogistik über die Fachinformatik bis zur Abfallwirtschaft. Ziel muss sein, Aufklärungsarbeit zu leisten und junge Selbstverständlich. Es gibt ja auch bereits Menschen für dieses Arbeitsumfeld zu bebegleitete Touren durch die Reviere in Koopegeistern. Deshalb haben wir auch das Proration mit dem Hafenmuseum oder Schiffsjekt »Zukunftssicherung durch qualifiziertes fahrten durch den Industriehafen. Früher Personal« ins Leben gerufen. wäre das undenkbar gewesen. Solche GeleSie haben einen Wunsch frei: Was wünschen genheiten lassen die Bürger – nicht nur TouSie sich für die zukünftige Entwicklung der risten, auch die Bremer selbst – wieder näher Überseestadt? an den Hafen heranrücken. Bremen ist und Ich würde gern in zehn Jahren mit meiner bleibt Hafenstadt, diese Erkenntnis gewinnen Frau durch die Überseestadt flanieren und auf diese Weise schon ganze Schulklassen. dabei zusehen, wie Hafenbetriebe, Kreative, Wie gestaltet sich denn die aktuelle EntwickKaufleute und Anwohner in einem stetig gelung der Hafenbetriebe am Standort Bremen wachsenen Stadtteil und diesem besondenach der großen Krise? ren maritimen Flair respektvoll miteinander Von einer flächendeckenden Erholung könumgehen. nen wir noch nicht sprechen. Unsere jüngsten Umfragen haben ein Bild des gedämpften Optimismus ergeben. Der Anlagenbau und Seite 30




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Übersee-Magazin Bremen April 2011