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EDITION Das Stilmagazin von BRAUN Hamburg Vol. 4

I. MODE

EUR 8.50

II. STILWELT

III. UPDATE

IV. LITERATUR


Gärtner Internationale Möbel, Große Bleichen 23, 20354 Hamburg, Telefon 040 35 60 09-0


Grand Relax & Ottoman Designed by Antonio Citterio, 2019 Grand Relax ist ein luxuriöser Ruhesessel, der maximalen Komfort mit kompakten Dimensionen und einer klassisch zurückhaltenden Formensprache verbindet. Beim Hinsetzen sinkt der Benutzer in weiche Kissen ein und wird von einer verborgen im Sessel integrierten, einstellbaren und arretierbaren Synchronmechanik in eine Ruheposition geführt. Das Rückenteil ist aussen mit geprägtem Spaltleder eingefasst und bildet eine Art Schild, das die Kontur des Sessels definiert und den Nutzer umarmt. So wirkt Grand Relax kompakt und einladend zugleich. Erhältlich bei Gärtner ab November 2019.

www.gaertnermoebel.de


EDITION / VOL. 4 – EDITORIAL

EDITIO N Das Stilmagazin

Liebe Leser! Was bedeutet Glaubwürdigkeit? Und wie verträgt sich diese mit der Innovation? Gut, sagen wir. Denn wer seinen Grundwerten treu bleibt und dadurch Glaubwürdigkeit vermittelt und sich dennoch Neuerungen gegenüber offen zeigt, befindet sich auf der Überholspur und blickt nicht dauernd in den Rückspiegel. Herzlich willkommen! Wir freuen uns, Ihnen die neue Ausgabe der EDITION zu präsentieren. Wir wollen Ihnen das Gefühl einer zeitgemäßen Verlässlichkeit geben. Wir wollen Ihnen Zeit schenken, Zeit, sich zurückzulehnen, sich forttragen zu lassen und Neues zu entdecken. Und zeigen Ihnen Orte, die inspirieren und faszinieren, Dinge, die das Leben ein kleines bisschen schöner machen, und Menschen, die innovativen und dennoch konstanten Wegen folgen. Wir haben mit CEO Gildo Zegna gesprochen und sind ganz seiner Meinung, wenn er sagt, dass die Erwartungen der Menschen einem permanenten Wandel unterlegen sind. „Innovativ zu sein ist der Schlüssel, um mit ihnen im Dialog zu bleiben.“ Diesem Dialog haben auch wir uns verschrieben, und wir führen ihn mit unseren Kunden, unserer Mode und auch unseren Gesprächspartnern fort: mit der Suche nach dem individuellen Antrieb, der Kraft des Konstanten und der Schönheit des Unbekannten. Nehmen Sie sich die Zeit und gestalten Sie diesen Dialog mit. Er führt uns an die Küste Mallorcas, über anregende Gespräche hin zu einem mallorquinischen Weingut, das seinen Platz in der Welt bereits eingenommen hat. So stilsicher und elegant wie die Klassiker der Modewelt, aber auch so innovativ und zukunftsorientiert wie deren Neuheiten. Und wenn Sie nach der Lektüre Lust bekommen haben, den Dialog fortzusetzen, freuen wir uns über einen Besuch unter braun.hamburg/edition oder in einem unserer Geschäfte. Herzlichst, Ihr

LARS BRAUN, HERAUSGEBER

2.3


A TRIP IN A BAG

WWW.04651-SYLT.DE


EDITION / VOL. 4 – CONTENT

CONTE N T

56 FASHION STORY III: Klar zum Segel setzen!

10 STILWELT LIEBEN SIE DAS NEUE, HERR ZEGNA? Der Philanthrop Gildo Zegna über Luxusbekleidung.

50 STILWELT REIFEPRÜFUNG Über eine Freundschaft, die Wunderbares schafft.

14 MODE FASHION STORY I: OH LORD United Elegance of Europe.

52 STILWELT FATHER AND SON Stefano und Roberto Aimone erfinden Lederwaren neu.

28 STILWELT DIE FRÜCHTE DER NEUGIERDE Die experimentierfreudige Kultmarke Stone Island.

56 MODE FASHION STORY III: I AM SAILING Der Stoff, aus dem Seeabenteuer sind.

30 STILWELT WORÜBER SCHWEIGT EIN HOTELDIREKTOR, HERR PETERS? Der Direktor des Hamburger Hotels Vier Jahreszeiten über Kontinuität und Strategie.

66 KLASSIKER ADRESSEN UNSTERBLICHER KUNST Drei Museen, drei Quellen der Inspiration.

34 MODE FASHION STORY II: QUINTESSENZ Meisterstücke, mit Leidenschaft zusammengestellt.

4.5


EDITION / VOL. 4 – CONTENT

78 STILWELT: Die Dokumentation eines Lebensgefühls.

68 STILWELT WAS TREIBT SIE AN, HERR ROSBERG? Der Rennfahrer-König über grüne Antriebstechnologien.

100 KLASSIKER BESTIMMUNGSORTE Vier Destinationen und vier Hotels, die eine Reise wert sind.

72 MODE FASHION STORY IV: BLACK OR WHITE Die Sneaker der Saison.

106 UPDATE WAS PASSIERT, WENN WIR DIE SONNE VERDUNKELN, HERR LATIF? Der Klimaexperte Mojib Latif zum Stand der Dinge.

78 STILWELT KÖNNEN SIE SICH NICHT ENTSCHEIDEN, HERR TILLMANS? Ein Superstar und Chronist, der keine Grenzen kennt. 82 KLASSIKER POINTS OF INTEREST Persönliche Favoriten von Herausgeber Lars Braun. 84 MODE FASHION STORY V: LOVE ME TENDER Vollendete Harmonie: Die Mode von Brunello Cucinelli.

110 STILWELT DIE KLEINEN FREUDEN DES LEBENS Perfektion ohne Kompromisse. 114 LITERATUR INSPIRATION, SEITENWEISE Meisterwerke zum Be-Greifen.


6.7


EDITION / VOL. 4 – STILWELT

DIE VERGÄNGLICHKEIT ADELT DEN AUGENBLICK. Franz Friedrich Kovacs

8.9


IN DRITTER GENERATION: Als CEO leitet Gildo Zegna die Geschicke der

Zegna-Gruppe. Gemeinsam mit seinem Cousin Paolo und weiteren Mitgliedern

der Familie hat der vorausschauende Manager das Ziel, das Unternehmen stets

in Familienbesitz zu halten: „Nur so ist nachhaltiger Erfolg möglich.“


EDITION / VOL. 4 – STILWELT

Lieben Sie das Neue, Herr Zegna? Gildo Zegna ist ein dynamischer Manager, der das Geschäftsmodell seines Großvaters erfolgreich international skaliert hat. Die philanthropische Vision des Gründers, der einen ganzen Berg aufforsten ließ, damit die Arbeiter der Wollstoff-Produktion Lanificio Zegna eine gesunde und schöne Umgebung hatten, begleitet auch die dritte Generation: Zegna ist immer gewesen, was man heute ein sozial und wirtschaftlich nachhaltiges Unternehmen nennt. INTERVIEW: Martina Müllner-Seybold. FOTOS: Zegna.

Die Marke Zegna hat eine beeindruckende Geschichte – sie ist so viel mehr als eine Luxusmarke für Bekleidung. Die feinen Wollstoffe aus der Lanificio Zegna sind das Rückgrat der internationalen Herrenkonfektion. Ihr Unternehmen ist weit verzweigt und umfasst sogar ein Naturschutzgebiet, die Oasi Zegna. War es für Sie immer klar, dass Sie in dieser Familie und in diesem Unternehmen Ihre Rolle einnehmen werden? Das Unternehmen war immer schon Teil meines Lebens. Die Sommer meiner Kindheit habe ich mit der gesamten Familie im Haus meines Großvaters in Trivero verbracht. Das ist der Ort, an dem unsere Stoffproduktion Lanificio Zegna situiert ist, und diese Tradition besteht bis heute – wir verbringen dort eine wunderschöne Zeit. Es hat sicherlich seine Richtigkeit, dass jeder Vater den Traum träumt, dass seine Kinder einmal im Familienunternehmen arbeiten, und so war das auch bei meinem Vater. Mir erschien das als komplett natürlich. Als ich dann als Mitglied der dritten Generation offiziell ins Unternehmen kam, wollten mein Cousin Paolo und ich unseren Abdruck hinterlassen, genau wie das vor uns mein Vater und mein Onkel getan haben. Wir wollten die Unternehmenswerte weiter stärken und das internationale Geschäft ausbauen.

Die philanthropische Vision meines Großvaters weist uns Generation für Generation den Weg, genau wie unseren Mitarbeitern. Ermenegildo Zegna war seiner Zeit voraus. Damals schon war unser Geschäftsmodell nachhaltig orientiert, und das Bewusstsein, dass wir etwas zurückgeben wollen, ist auch heute Leitbild unseres Unternehmens. Wir kümmern uns um die Menschen, das Land und die Umwelt. In einer Welt voller Sneakers und Casual-Outfits – ist ein Anzug da ein Distinktionsmerkmal? Wir erleben gerade eine totale Veränderung, wie Männer Stil leben. Es ist alles dynamischer, schnell und in konstantem Wandel. Was allerdings nicht heißt, dass auf Details zu achten nicht mehr von Relevanz wäre. Guter Stil spricht heute eine andere Sprache. Für uns heißt das, dass wir die perfekte Balance zwischen unserer Schneidertradition und einem zeitgemäßen Ansatz suchen. Bei Zegna haben wir über alle Linien hinweg eine neue Ästhetik entwickelt, die genau am Puls der Zeit ist. Und genau so lautet unsere Definition von moderner Konfektion: unsere Detailversessenheit niemals aufzugeben und den höchsten Verarbeitungsstandards treu zu bleiben. Vergleichen wir, wie sich ein Mann vor dreißig Jahren gekleidet hat und wie er sich heute kleidet, sind die Unterschiede signifikant. Eleganz allerdings ist damals wie heute eine tragende Säule des Stils eines Mannes. Natürlich hat sich geändert, wie wir Eleganz definieren, und so ist es jetzt selbstverständlich, lässige Elemente oder Casual-Outfits in die männliche Business- und Reisegarderobe zu integrieren.

Die Zegna-Gruppe unterstützt Kultur und Musik. Was berührt Sie am meisten, wenn Sie eine Oper oder ein Klassikkonzert besuchen? Die Exzellenz der Darbietung – weil sie einer echten Passion entspringt. Sie berührt mich, weil sie verdeutlicht, dass dieses Leben dem Ausdruck der Künstlerseele gewidmet ist. Für mich sind Kultur, Musik und Mode verschiedene Ausdrucksformen der Kunst, sie interagieren miteinander. Heute sind wir alle – der Digitalisierung sei Dank – mit einer Vielzahl an Nachrichten und Bildern konfrontiert, die wir über digitale Kanäle und Social Media austauschen können. Ich finde das unvorstellbar wertvoll, weil es erlaubt, die Reichweite zu erhöhen. So können alle Spielarten der Kunst über die eigentliche Vorstellung oder Performance hinaus wirken, sie überwinden diese Grenzen.

Zegna hat immer mit Nachdruck Forschung und Entwicklung betrieben. Ob mit der jüngeren Marke ZZegna oder funktionalen Stoffen, die Gruppe überrascht auf ganzer Linie mit Innovation. Die Erwartung der Kunden ist einem permanenten Wandel unterlegen – innovativ zu sein ist der Schlüssel, um mit ihnen im Dialog zu bleiben. Da Stoffe seit Anbeginn das Herz unseres Unternehmens bilden, gehört Innovation zu unserem Selbstverständnis. Wir wollten einzigartig sein in Sachen Design, Performance und Stil in allen unseren Kollektionen. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Einer der funktionalsten Stoffe bei Ermenegildo Zegna entsteht, indem wir in einem sehr innovativen Verfahren stark gezwirnte,

Schon Ihr Großvater hat verstanden, dass eine gesunde und schöne Umgebung die Mitarbeiter stimuliert, ihr Bestes zu geben. Ist dieses Prinzip 2019 noch immer gültig?

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I.

II.

I. DER NAME: Seit 1910 im Familienbesitz – und so soll es bleiben: Die

Familie Zegna versteht Erfolg als persĂśnliche Verantwortung.

II. DER URSPRUNG: In Trivero, direkt neben der Lanificio Zegna, der

Wollstoffproduktion, steht die Familienvilla, heute ein Museum und ein Ort des Austauschs.

III.

III. DIE ZUKUNFT: Die operative Firmenzentrale in Mailand ist ein Muster-

beispiel gelungener moderner Architektur, sie zitiert die Heimat der Zegnas.


EDITION / VOL. 4 – STILWELT

Superfine-Merinowollfasern verweben. So entsteht ein atmungsaktiver, extrem komfortabler und knitterfreier Stoff – perfekt für jemanden, der viel unterwegs ist. Techmerino Wash & Go bei Z Zegna ist ein weiteres Beispiel eines hochtechnischen Produkts: elegante Sportswear, die perfekt zum Reisen ist, entwickelt für Kunden, die auf praktische, funktionale Kleidung Wert legen, welche vielseitig einsetzbar ist – und trotzdem die traditionellen Merkmale eleganter Kleidung nicht vermissen lässt. Wir vereinen das alles in einem Produkt. Was, denken Sie, könnten deutsche Männer von italienischen Männern lernen? Das ist keine nationale, sondern vielmehr eine persönliche Haltung. Wir sind jetzt seit etwa fünfzig Jahren in Deutschland präsent, und die deutschen Männer standen unserer Marke von Anfang an sehr nahe. Ganz allgemein kann man sagen, dass Männer heute ganz anders an ihren persönlichen Stil herangehen als früher – und das überall auf der Welt. Das spornt uns an und stimuliert uns. Sich gut anzuziehen war für uns Italiener immer schon ein Teil unserer Kultur und unseres Lebensstils. Und ich kann definitiv sagen, dass wir diese Kultur exportiert haben, das ist der italienische Touch. Unsere deutschen Kunden, genau wie jene anderswo auf der Welt, schätzen die Marke Zegna für ihre hohe Qualität und Authentizität, und sie folgen uns, weil sie uns vertrauen. Aber natürlich müssen wir die Horizonte dieser Kunden immer erweitern, sie ermutigen, neue Dinge auszuprobieren und unter ihre bestehende Garderobe zu mischen. Dabei hilft, dass man sich für die Schönheit unserer Handarbeit und die Fachkenntnis unserer Schneider so begeistern kann.

STIL IST KEINE FRAGE DER NATIONALITÄT, SONDERN EINE FRAGE DER PERSÖNLICHEN HALTUNG.

Was soll sich jeder Mann einmal in seinem Leben gönnen? Eine Karte für die Saisoneröffnungsgala an der Mailänder Scala und einen Zegna Made-to-Measure-Mantel aus Vicuña, einer der wertvollsten Fasern der Welt.

Gildo Zegna

Zegna kleidet die einflussreichsten Manager, Politiker, Stars und Royals, macht um diese Tatsache allerdings nicht besonders viel Aufhebens. Da sind Sie sehr diskret. Wann sind Sie besonders stolz auf Ihre Marken und Produkte? Natürlich ehrt es mich, wenn ich auf der ganzen Welt berühmte Persönlichkeiten sehe, die zu unserer Marke greifen. Warum? Weil Zegna für Qualität und Stil steht, für besondere Liebe im Detail, für Produktexzellenz, für 110 Jahre Erfahrung, Männer zu kleiden, für Made-in-Italy-Eleganz. Mit dem Tragen zeigt unser Kunde, dass ihm diese Werte wichtig sind. Was treibt Gildo Zegna an? Meine Ziele sind die Ziele unserer Familie: die Vision meines Großvaters fortzuführen und das lebendige Verständnis von sozialer Verantwortlichkeit zu stärken. Denn diese Tradition begleitet uns seit 1910. Außerdem will ich, dass Zegna immer in der Eigentümerschaft unserer Familie bleibt, weil das Kontinuität garantiert und überhaupt erst ermöglicht, sich langfristige Zielsetzungen zu stecken. Die drei Säulen Ihrer Garderobe ... Ein Maßanzug aus unserem „Zegna 120 Milmil“-Stoff, ein High-Performance-Sakko aus unserem Polo-Strick und ein Paar XXX Zegna Sneakers.

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Oh Lord

Es sind Zitate wie eine letzte Verbeugung: Britishness hat in dieser Saison Gewicht. Strukturen, Qualitäten, Designs – oh Lord! Der Stil allerdings überdauert auch einen möglichen Brexit: Es herrscht europäische Modernität in Form von italienischer Raffinesse, französischem Chic oder deutscher Präzision. United Elegance of Europe.

braun.hamburg/edition

Sakko ERMENEGILDO ZEGNA Rollkragenpullover AIDA BARNI Hose PT01


EDITION / VOL. 4 – FASHION STORY I

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Anzug LARDINI Hemd DANOLIS Schuhe HOGAN


EDITION / VOL. 4 – FASHION STORY I

Blouson FALKE Rollkragenpullover AIDA BARNI Hose DONDUP 16 . 17


EDITION / VOL. 4 – FASHION STORY I

Mantel MASSIMO PIOMBO Pullover AIDA BARNI Hose PT05


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EDITION / VOL. 4 – FASHION STORY I

Mantel DE PETRILLO Rollkragenpullover AIDA BARNI Hose PT01 FORWARD


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Mantel MACKINTOSH Rollkragenpullover TOM FORD Hose DONDUP Schuhe COMMON PROJECTS


EDITION / VOL. 4 – FASHION STORY I

Jacke FAY Rollkragenpullover AIDA BARNI

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Pullover AIDA BARNI


EDITION / VOL. 4 – FASHION STORY I

Lederjacke NOVE Pullover AIDA BARNI Hose PT01 Schuhe COMMON PROJECTS

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Jacke MOORER Rollkragenpullover AIDA BARNI Hose INCOTEX


EDITION / VOL. 4 – FASHION STORY I

Mantel BOGLIOLI Pullover AIDA BARNI

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Die Früchte der Neugierde Die Kultmarke Stone Island hat Forscherdrang in ihrer DNA: Ihre Sportswear ist voll textiler Innovation. Grenzen zu überschreiten und sich von anderen Disziplinen inspirieren zu lassen, diese Kunst hat Stone Island perfektioniert. TEXT: Martina Müllner-Seybold. FOTO: Stone Island.

Herr über 60.000 Farbrezepte: Stone-Island-Kreativdirektor Carlo Rivetti gerät ins Schwärmen, wenn er durch die Archive der Marke Stone Island führt. Jeder Test, jedes Experiment, auch jeder Fehlschlag, alles ist fein säuberlich dokumentiert. „Man muss einer Idee die Zeit geben, zu reifen – das kann auch mal drei Jahre dauern“, sagt Carlo Rivetti. Seine Neugierde treibt ihn an, in Stone Island hat er seine Lebensaufgabe gefunden. Seit der Gründung 1982 kennt die Marke zwei Konstanten: die Inspiration durch Militaryund Workwear und die Innovation. Das riesige Archiv umfasst auch Militäruniformen und Arbeitsbekleidung aus aller Welt. Und dann das Research-Lab: In den Laboratorien am Stammsitz in Ravarino tüfteln Textiltechniker, Schnittmacher und „Verrückte aller Disziplinen“, wie Rivetti sie lachend nennt. Grenzen? Sind zum Überwinden da! Besonders spannend wird es, wenn Stone Island sich an Stoffe und Veredelungstechniken aus anderen Disziplinen als jene der Mode wagt. Jacken aus einem Nylongewebe, das eigentlich in der Wasserfiltertechnologie verwendet wird. Temperaturempfindliche Fasern, die ihre Farbe ändern. Polyester, das unter Vakuum mit einem Edelstahlfilm überzogen wird – eine Technik, die in der Luftfahrt angewandt wird, um die Bordcomputer zu schützen. Materialien, die nicht gewebt sind, Kevlar oder gefilztes Polyester, rhombenförmige Netze in der Polyester-Struktur, das Ganze mit Polyurethan überzogen – eine Firma wie ein begehbarer Experimentierkasten. Über allem stehen Die Konsequenz, mit der die Marke Stone Island vorgeht, fasziniert, und zwar generationenübergreifend. Das reicht von den eingeschworenen Stone-Island-Jüngern, die seit den 1980er Jahren den Weg der Marke verfolgen, bis zu den Millennials. Die Kompassnadel im Markenlogo ist so zum Code unter Gleichgesinnten geworden: Menschen, die für die Stone-Island-Produkte eine regelrechte Passion entwickeln. Jede neue Kollektion nährt diese Leidenschaft: „Neue Ausdrucksformen des Luxus“ nennt Stone Island seine aktuelle Kollektion. Sportliche Eleganz trifft auf bahnbrechende Funktionalität. 100 Prozent Stone Island eben.

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INNOVATION TRIFFT TRADITION: Das Headquarter von Stone Island

in Ravarino, Provinz Modena, beheimatet in seinem Archiv über 30 Jahre Forschungs- und Entwicklungsarbeit und 20.000 Kleidungsstücke.


EDITION / VOL. 4 – STILWELT

Einige entwickeln im Windkanal. Andere im Sturm. Form folgt Performance. Das neue Cayenne Coupé. Bei uns in den Porsche Zentren in Hamburg. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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BEWEIST HALTUNG: Ingo C. Peters ist erfolgreicher Direktor

des Hamburger Traditionshauses Vier Jahreszeiten. Kontinuität ist für ihn Strategie und Überzeugung gleichermaßen.


EDITION / VOL. 4 – STILWELT

Worüber schweigt ein Hoteldirektor, Herr Peters? Ingo C. Peters ist die Ausnahme, die alle längst überholt geglaubten Regeln bestätigt. Seine Karriere vom Pagen zum hochdekorierten Direktor des Hamburger Traditionshotels Vier Jahreszeiten ist von Haltung geprägt. Für seine Prinzipien und die Werte des Hotels steht er ein – und ist seinem 300 Mitarbeiter starken Team damit ein leuchtendes Vorbild. INTERVIEW: Martina Müllner-Seybold. FOTOS: Willing-Holtz, Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten.

Was verleiht einem Hotel Charakter? Ganz klar: die Mitarbeiter, ganz besonders in einem altehrwürdigen Grand Hotel wie dem unserem, das seit 122 Jahren besteht. Wir haben Mitarbeiter, die schon lange dabei sind und wichtige Gäste gesehen haben, Politiker, Filmschauspieler, die miterlebt haben, wie in unserem Hotel Geschichte geschrieben wurde – hier wurden Verhandlungen geführt, Verträge unterschrieben und vieles mehr. Diese Mitarbeiter verleihen dem Hotel Charakter. Charakter kommt nicht durch das Gebäude. Es kann seinen Teil beisteuern, aber 80 Prozent und mehr verantworten die Mitarbeiter.

Hotelimmobilie gehört wieder einem Eigentümer. Entweder einem „High-Net-Worth Individual“, einer Familie, oder einem Fonds, einer Versicherung oder Ähnlichem. Wenn der Eigentümer sieht, die Faktoren sind alle im grünen Bereich, dann sagt er sich, irgendwas machen die schon richtig. Ich hatte ja das große Glück, hier Anfang der 1980er Jahre eine Ausbildung gemacht und davor ein halbes Jahr als Page gearbeitet zu haben. Damals war noch die Familie Haerlin im Hotel tätig. Da habe ich sehr viel von den Werten des Gründers Friedrich und seinem Sohn Fritz Haerlin mitbekommen. Diese Werte habe ich bewahrt und gegen alle möglichen Vorstöße verteidigt. Das können Sie allerdings nur durchsetzen, wenn alle Erfolgsfaktoren im grünen Bereich sind.

Das Vier Jahreszeiten bleibt immer das Vier Jahreszeiten, allen Eigentümerwechseln zum Trotz ... Das Hamburger Abendblatt hat anlässlich eines Eigentümerwechsels mal geschrieben, das Vier Jahreszeiten hat mal wieder den Vornamen gewechselt, aber der Nachname wird immer der gleiche bleiben. Unser Hotel zeichnet sich durch Kontinuität aus: Das Hotel ist 122 Jahre alt, aber ich bin erst der vierte Direktor! Das ist ein Schnitt von über 30 Jahren, und wenn man mich noch bis zum Ruhestand hier agieren lässt, werde auch ich knapp über 30 Jahre hier gewesen sein. Eine Kontinuität, die Sie nicht hinbekommen, wenn Sie, wie in internationalen Hotelketten üblich, alle zwei bis drei Jahre die Spitze auswechseln.

Kontinuität ist für Sie also Strategie und Überzeugung gleichermaßen? Genau. Ich gebe nur ein kleines Beispiel. Wir haben diese wunderschönen, schweren Schlüsselanhänger aus Messing, mit einem J und einer 4. Das lieben die Gäste, die Rezeption mit den Schlüsseln im Hintergrund ist eines der meistfotografierten Motive. Solche Schlüssel hat heute kein Hotel mehr, für uns haben sie symbolischen Charakter, gleichzeitig aber auch einen praktischen Vorzug. Der Schlüssel ist extra so schwer gemacht, damit der Gast ihn abgibt, wenn er außer Haus geht. Wenn dieser Schlüssel bei uns am Brett hängt, wissen wir sofort, wir können ins Zimmer und Service machen und stören den Gast nicht. Die Zimmermädchen rufen an der Rezeption an, ob der Schlüssel hängt, bevor sie ein Zimmer betreten. Wenn wir eine Nachricht oder Karten vom Concierge für die Elbphilharmonie oder was auch immer für den Gast haben, können wir ihm das sofort aushändigen, wenn er wiederkommt. Für Hotelgruppen waren diese Schlüssel oft ein Dorn im Auge, sie seien nicht mehr zeitgemäß – aber wir würden ein Stück Identität verlieren, wenn wir diese Tradition durch Plastikkärtchen ersetzen würden.

Dann müssen Sie uns jetzt Ihr Geheimnis verraten. Denn die Eigentümer des Hotels haben ja durchaus gewechselt, aber Sie blieben ... Wichtig ist, dass das Hotel im Hinblick auf alle Key-Performance-Indikatoren erfolgreich ist. Dazu gehören selbstredend finanzieller Erfolg, Gästezufriedenheit, Mitarbeiterzufriedenheit und natürlich die Zufriedenheit der Eigentümer, da das heutzutage getrennt ist. Es gibt eine Hotelgruppe, die macht das Management, aber die

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Dafür kämpfen Sie wie ein Löwe? Ja, ich stelle das auch über meine berufliche Zukunft. Wenn von mir verlangt würde, etwas zu ändern, was den Charakter des Hotels signifikant ändern oder sogar zerstören würde, würde ich lieber meinen Arbeitsplatz räumen. Diesem Hotel und seinem Charakter Schaden zuzufügen, das könnte ich nicht mit meinen Grundsätzen vereinbaren. Was beeindruckt Sie? Bodenständige Persönlichkeiten. In unserem Hotel wohnten und wohnen viele Größen aus Politik, Schauspiel oder Wirtschaft. Nachhaltig beeindruckt hat mich Sir Peter Ustinov, ich kannte ihn schon aus dem Vier Jahreszeiten, als ich noch Page war. Als ich im Mandarin Oriental Phuket Yacht Club Direktor wurde, kam er jedes Jahr für vier Wochen. Zum Ende seines Aufenthalts habe ich ihn jedes Mal in meine Wohnung eingeladen und ihn bekocht. Als ich wieder nach Hamburg kam, war er oft hier. Einmal hatten wir die Situation, dass ein Gast eine Suite gebucht hatte, die vorher Sir Peter Ustinov bewohnt hat. Dieser Gast reiste etwas früher an und machte in der Halle einen Riesenaufstand. Keiner traute sich, Sir Peter anzusprechen, also ging ich hoch und erklärte ihm die Lage. Sir Peter meinte, das sei gar kein Problem; dann räume er eben sein Zimmer, setze sich drei Stunden in die Halle und schaue sich das Treiben hier an. Dann hätten Sie mal unsere Mitarbeiter sehen sollen. Sir Peter kam fünf Minuten später seelenruhig runter, er hat sich überhaupt nicht aufgeregt, dass irgendjemand anderer in seine Suite wollte. Stattdessen setzte er sich drei Stunden in einen Sessel, las Zeitung, sah sich das Treiben an und war total entspannt. Damit können Sie mich beeindrucken! Oder Tom Jones. Mit dem quatschte ich, und während wir uns unterhielten, hielt er eine Banane in der Hand. Die pellte er, aß sie und sang dann für unsere Gäste in der kleinen Bar. Für nichts zu schade – mit so etwas können Sie mich beeindrucken, aber nicht mit Macht, Glanz und Gloria. Das sind Superlative, die man alle mit Geld kaufen kann; solche Begegnungen aber kann man nicht kaufen. Worüber schweigt man in Ihrem Beruf? Man redet nicht über Geld, über Religion, über Politik und auch nicht über Krankheit. Das erste Gebot! Was bringen Sie zur Sprache? Ganz deutlich: ungebührliches Verhalten im Hotel, da kenne ich kein Pardon. Und vor allem, wenn es ungebührliches Verhalten gegenüber unseren Mitarbeitern ist. Das geht so weit, dass ich auch schon Hausverbote ausgesprochen habe. Haben Sie das Gefühl, dass die Sitten rauer geworden sind? Ja, auf jeden Fall! Umso wichtiger ist es, kein Pardon zu kennen. Da ist es mir auch egal, wie viel Geld jemand bringt. Das ist natürlich ein Statement für alle Mitarbeiter, die wissen, der Chef stellt sich vor uns. Apropos Mitarbeiter: Sie sind ja nicht nur Chef von klassischen Hotel- und Restaurantangestellten, im Vier Jahreszeiten kann man auch ganz erstaunlichen Berufen nachgehen. Mein Spruch lautet: Wir machen alles selber, außer Haare schneiden und Uhren und Schmuck verkaufen. Wir machen unser eigenes Eis, wir binden eigene Blumen. Wir haben unseren Spa nicht outgesourct. Ich finde, wenn ein anderer eine Dienstleistung besser oder günstiger liefern kann als wir selbst, bin ich fehl am Platz, dann verstehe ich meinen Job nicht. Ich erkläre es am Beispiel des Floristen – da würden alle meinen, es ist doch viel wirtschaftlicher, das outzusourcen. Ich finde nein. Wir beide kaufen auf dem gleichen Großmarkt zum

gleichen Preis ein, wir bezahlen dem Floristen den gleichen Lohn. Aber ein externer Florist muss ja mit unseren Aufträgen einen Gewinn machen. Also kann der interne Mitarbeiter nur wirtschaftlicher sein, insbesondere, da wir ja nicht nur das Hotel dekorieren, sondern auch die Blumen für Hochzeiten und dergleichen machen und damit die Möglichkeit haben, ein Profit-Center daraus zu kreieren. Allerdings ist das nicht die erste Prämisse. Wer nicht outsourct, kann die Qualität selbst kontrollieren und bestimmen. Sie haben sogar alle Handwerker selbst im Hotel ... Genau. Ich habe in jedem Gewerk einen Handwerker da. Wenn bei uns irgendetwas kaputt ist, kann ich sofort jemanden schicken. Jedes andere Hotel muss eine Firma anrufen, warten und jedes Mal eine Anfahrtspauschale bezahlen. Stellen Sie sich vor: Wir haben im Hotel sogar eine Lackier- und Spritzkabine! Woran erkennen Sie, ohne die Kreditkarte zu prüfen, die Bonität und die Integrität eines Gastes? Das ist heute ganz schwer. Als ich vor vierzig Jahren hier angefangen habe, war das ganz klar zu erkennen: an den Schuhen! Egal ob Jeans oder legere Kleidung – an Qualitätsschuhen, ohne schiefe, abgelatschte Hacken, konnte man sofort die Bonität und Qualität eines Gastes erkennen. Das ist heute nicht mehr so. Man kann ja Sneakers tragen, die über 1.000 Euro kosten. Was macht Hamburg zur schönsten Stadt der Welt? Ich bin ja ein „Hamburger Jung“. Für mich gibt’s nichts Schöneres als diese Stadt. Ich habe in vielen Städten dieser Welt gelebt, ob London, New York, Boston, Los Angeles oder Jakarta ... Hamburg hat heute alles, was andere Weltstädte zu bieten haben. Nur diesen Pace, diese Geschwindigkeit, die haben wir nicht. Es ist hier nicht wie in London, Hongkong oder sonst wo, sondern sehr entschleunigt. Für mich ist Hamburg die Traumstadt, aus Hamburg könnte mich nichts wegziehen. Sie wohnen selbst im Hotel. Kann ein Hotel ein Zuhause sein? Absolut, das Hotel ist mein Zuhause. Natürlich ist man immer mehr oder weniger im Job und on duty, aber das macht mir nichts aus. Ich bin nah dran, habe kurze Wege zur Arbeit und zurück, muss nicht im Stau sehen. Seit 22 Jahren. Sieht man Sie im Hotel auch mal mit T-Shirt und Jeans? Mich nicht, nein. Selbst wenn ich mich hinten rausschleiche, versuche ich immer, einigermaßen ordentlich auszusehen. Wie wichtig ist im Hotelkontext noch die formelle Kleidung? Es gibt ja auch Hotelkonzepte, nach denen das Personal in legeren Outfits rumläuft. Das wäre im Vier Jahreszeiten ja ein Tabubruch sondergleichen? Schwierig zu sagen, wie wichtig formelle Kleidung noch ist. Für die jüngere Generation immer weniger. Wenn ich mit meiner Frau oder guten Freunden ausgehe, gehört es für mich dazu, sich stilvoll zu kleiden. Für mich persönlich ist es ziemlich unverständlich, dass es Leute gibt, die zu bestimmten Anlässen relativ leger daherkommen, aber ich glaube, das ist die Zeit, in der wir heute leben. Die Leute wollen sich keinen Zwängen unterwerfen. In unserem Gourmetrestaurant Haerlin können Sie natürlich in Kombination kommen. Sakko, schicke Jeans an und Lederschuhe, wunderbar. Aber in Jeans, T-Shirt und Sneakers werden Sie nicht reingelassen. Das Schöne ist, das wird von den Gästen großteils respektiert und eingehalten.


EDITION / VOL. 4 – STILWELT

I.

Was sind die Säulen Ihrer Garderobe? Also das sind im Prinzip drei Sachen. Gute Schuhe – handgenähte Lederschuhe. Dann in jedem Fall Hemd, und das Sakko. Neigen Sie zum Luxus bei Bekleidung? Für mich ist gute Qualität wichtig, weil es immer günstiger ist, als wenn ich mir was „Billiges“ kaufe, was ich nach kurzer Zeit wegschmeißen muss. Ich würde das nicht unbedingt als Luxus bezeichnen, ich achte einfach auf Qualität. Mir ist es nicht wichtig, dass ich mit einem Markenanzug rumlaufe, mir kommt es auf echte Werte an. Es gibt so viele spannende Hersteller, die tolle Sachen produzieren, bei denen man sein Geld für das Produkt, nicht für das Etikett ausgibt. Das gehört ja fundamental zum Hamburger Stil: Dass man nie mit dem Reichtum anderer Leute belästigt wird. Das ist genau richtig. Ein Grund mehr, Hamburg zu lieben.

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I. EIN BEKANNTES BILD: Das Vier Jahreszeiten thront über dem westlichen Ufer der Hamburger Binnenalster im Herzen der Stadt.

II. EINDRUCKSVOLL UND CHARMANT: Die Wohnhalle des Traditions-

II.

hauses verbindet gekonnt moderne mit traditionellen Elementen.

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Weste und Jeanshemd von THEORY Hose NEIL BARRETT Schuhe COMMON PROJECTS


EDITION / VOL. 4 – FASHION STORY II

QU IN TE SS E NZ Ja, es ist möglich: In jeder Kollektion gibt es dieses eine, ganz besondere Stück, das die Trends der Saison genauso wie die Essenz der Marke auf den Punkt bringt. Diese Meisterstücke zu vereinen, ist eine ganz besondere Leidenschaft. Setzt man sie in einen Dialog, entwickeln sie, obwohl schon einzeln spannend, gemeinsam neue Intensität.

braun.hamburg/edition

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EDITION / VOL. 4 – FASHION STORY II

Hinter The Row stecken Mary-Kate und Ashley Olsen, seit 2006 machen sie Mode, so tiefsinnig, dass ihre Kinderstar-Karriere schnell vergessen war. Der Anspruch ist im Namen formuliert: The Row zitiert die Wiege der Maßschneiderei, Londons Savile Row.

Mantel und Pullover von THE ROW Jeans PT05 Schuhe SANTONI

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EDITION / VOL. 4 – FASHION STORY II

Es braucht nicht plakativ zu sein: Mit Patten und aufgesetzten Taschen zitiert Minimalismus-Großmeister Neil Barrett den Military-Stil und lässt trotzdem Raum, um die Textur und Qualität der Materialien wirken zu lassen.

Pullover und Hose von NEIL BARRETT

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EDITION / VOL. 4 – FASHION STORY II

Der Designer, der auch Gärtner ist: Dries van Notens Liebe zu Blumen findet in vielen seiner Entwürfe Ausdruck. Respekt verdient sich der Modemacher mit seiner Formensprache, die für immer modern bleibt.

Mantel, Anzug, Hemd, Hose von DRIES VAN NOTEN Schuhe SANTONI

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EDITION / VOL. 4 – FASHION STORY II

Eine Ikone der Menswear: Einmal im Leben einen Mackintosh besitzen, heißt es in Großbritannien. Zum Beispiel? Eine Cabanjacke, wie sie klassischer nicht sein könnte – und doch ist sie anders. Schon das Schwarz statt Navy ist eine moderne Wahl.

Mantel MACKINTOSH Hose PT01 Schuhe COMMON PROJECTS

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EDITION / VOL. 4 – FASHION STORY II

Prints sind Etros kreative Königsdisziplin. Wenn Toile de Jouy auf Paisley trifft, dann ist ein wilder, eklektischer Mix garantiert. Ein Blouson wie ein Gemälde to go.

Blouson ETRO Cordhose PT05 Schuhe SANTONI

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EDITION / VOL. 4 – FASHION STORY II

Wenn nichts, aber auch gar nichts mehr zu entfernen, aber auch nichts mehr hinzuzufügen ist, dann ist das Minimalismus par excellence. Großmeister darin: die britische Marke Joseph.

Mantel und Hose von JOSEPH Pullover THE ROW Schuhe SANTONI

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EDITION / VOL. 4 – FASHION STORY II

Was auf Sylt gegen Wind und Wetter schützt, ist auch in urbanen Gefilden gut gewählt: Die moderne Interpretation eines Norweger-Musters hat besonderes Trendpotenzial.

Rollkragenpullover und Hose von 04651/

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Reifeprüfung In den Weingärten von Can Axartell finden neben 1.000 Jahre alten Olivenhainen besonders ursprüngliche Weine zu ihrer Reife. Die Ergebnisse sind so charaktervoll wie kompromisslos. TEXT: Markus Deisenberger. FOTOS: Can Axartell.


EDITION / VOL. 4 – STILWELT

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Der Ort würde sich gut als Location für einen James-Bond-Film eignen: Tief in einen alten Steinbruch hinein wurde das im Norden Mallorcas gelegene Weingut Can Axartell gebaut. Wie sich die Glasfassade an den Stein schmiegt und zugleich den Blick auf eine geschwungene, über vier Stockwerke führende Treppe freigibt, ist wohl als einer jener Glücksfälle zu bezeichnen, wo Architektur spektakulär wirkt, obwohl sie sich behutsam in eine malerische Landschaft fügt. Tatsächlich gab es schon die eine oder andere Anfrage von großen Filmfirmen, doch allesamt erfolglos, denn hier geht es nicht um Marketing, sondern um Leidenschaft. Hans-Peter Schwarzkopf hörte nach Beendigung seiner beruflichen Karriere davon, dass diese 200 Hektar großen Ländereien bei Pollença zum Verkauf standen. Die Wurzeln des Anwesens und seiner Olivenhaine reichen zurück bis in das Jahr 1229. Seit dem 16. Jahrhundert werden auf Can Axartell Wein und Oliven angebaut. Das Anwesen war zwar größer als geplant, aber die Möglichkeit, Wein anzubauen, gefiel dem Unternehmer. Mehr noch: Sie ließ ihn nicht mehr los. Und so schlug er zu. Weinbau statt Haarkosmetik, aber nicht irgendeiner, sondern biologischer Anbau und die Kultivierung alter, autochthoner Rebsorten. Sorten also, die schon seit hunderten von Jahren in der Gegend einheimisch sind. So nahm ein einzigartiges Projekt nachhaltigen Weinbaus seinen Anfang. Ausschließlich handverlesene, ausgereifte Trauben sind es, die in die Weine von Can Axartell gelangen. 2013/2014 gab es bereits die ersten professionell gekelterten Jahrgänge: Crianza-Rotweine, zu denen sich mittlerweile auch Weißweine und ein Rosé gesellt haben. Gemeinsam ist ihnen die schonende Verarbeitung. Beim Keltern wird mit der Schwerkraftmethode „Mètode Gravetat“ gearbeitet, die ganz ohne elektrische Pumpen auskommt. Damit finden die Trauben ihren Weg von der Rebe bis zum Fass nur durch Schwerkraft – auch das ist besonders und

ein schonendes Verfahren. Überhaupt wird bis ins allerletzte Detail mit Sorgfalt gearbeitet. Den überlegten und nachhaltigen Umgang mit der Natur spiegelt schon die Bauweise der Bodega wider. Dass in den alten Steinbruch gebaut wurde, ist nämlich nicht kosmetisches Detail, sondern macht durchaus Sinn. So wird der gesamte Kelterungsprozess ständig von der natürlichen Kühle des Felses begleitet, denn im Berg hat es das ganze Jahr über eine gleichbleibende Temperatur von 16 bis 18 ˚C. Quasi nebenbei rettete Schwarzkopf das malerische Tal unterhalb des markanten Bergs mit seinem Projekt vor der Zerstörung. Der Vorbesitzer des Areals besaß nämlich bereits eine Baugenehmigung für ein Großprojekt mit Hotel und 13 Apartmenthäusern. „Der beste Wein wird mit Respekt gemacht“, lautet der Slogan von Can Axartell. Und er wird mit ebensolchem getrunken, möchte man hinzufügen. Die Palette reicht heute vom leichten Blanco über einen mutigen Rosado bis zum zwölf Monate im Holzfass gelagerten Barrique-Wein „The Artist“. Bloß Schaumwein gibt es nicht. Das Weingut jedenfalls ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie mallorquinisch-deutsche Freundschaft abseits der Partymeilen aussehen kann. www.canaxartell.com

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I. GENUSSMOMENTE: Die exklusiven Weine und auch das erlesene

Olivenöl können direkt in einer der Filialen von BRAUN Hamburg verkos-

tet und erworben werden. Besonders exklusive Rebsorten wie Giró Ros, Prensal, Malvasia de Banyalbufar oder Callet und Manto Negro verleihen den edlen Tropfen die ganz spezielle Note.

II. EHRWÜRDIG: Olivenhaine mit Geschichte.

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Father and Son Zwei, die ihre Sporen in der Mode schon redlich verdient haben, treten an, die Lederjacke zu adeln: Es sind Vater und Sohn, und das macht die Geschichte von Ajmone so besonders. TEXT: Martina Müllner-Seybold. FOTOS: Mark Newton.

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ibt es eigentlich ein männlicheres Kleidungsstück als eine Lederjacke? Egal ob Bikermodell, Aviatorjacke oder Veloursledermantel: Dass sich Maskulinität und Leder gut vertragen, haben viele Prominente hinlänglich bewiesen. Von James Dean bis Tom Cruise, von Alain Delon bis Jim Morrison, von David Beckham bis Barack Obama, ein bisschen Revolution haftet der Lederjacke seit jeher an. Nach Revolution war es auch Stefano und Roberto Aimone, allerdings nach einer leiseren. Der Sohn Stefano hatte bei zahlreichen Luxusmarken im Design gearbeitet, der Vater Roberto die Edelmode von Agnona zu kaufmännischem Erfolg geführt. Beide hatten ihre Spuren hinterlassen, sich Respekt verdient. Die Lust auf das Eigene hat sie ab 2015 auf eine ganz besondere Reise geschickt. Mit der Marke Ajmone fanden sie ihre eigene Nische: Jacken, Mäntel, Taschen, Gürtel und Schuhe von beeindruckender Qualität, die Leder-Know-how mit den Tugenden der Schneiderei verbinden. Just relax, take it easy Der schöpferische Drang des jungen Kreativen reibt sich am wertvollen Erfahrungsschatz des erfahrenen Managers – eine äußerst fruchtbare Kombination, die in Ajmones Modellen ihren Ausdruck findet. Da ist die Bikerjacke, schwarz und schwer und männlich, aber gleichzeitig so fein und detailreich und edel, dass sich eine ganz neue Dimension eröffnet. Das Innenleben wie das eines hervorragenden Anzugs, die Zutaten, wie Zips und Druckknöpfe, schwer und wertig. Vier bis fünf Wochen dauert es, bis ein solches Kunstwerk in den Manufakturen in der Toskana fertiggestellt ist. Die vegetabile Gerbung der Pferde- und Rindsleder in Nappa und

der Lamm- und Ziegenleder in Velours lässt dem Rohstoff seinen Charakter: Die natürliche Lederstruktur bleibt erhalten. Weil auch das Finish – verschiedene Öle und Talkum-Pulver – von Hand ins Leder gerieben wird, wird schon beim ersten Anfassen klar: Das hier ist anders. Die Patina entsteht – das ist Stefano und Roberto Aimone besonders wichtig – erst durch das Leben der Träger. Keine künstlichen Vintage-Verfahren, keine vorweggenommene Alterung. Ein Stück von Ajmone ist die Einladung, Abenteuer zu erleben. Look at me, I am old, but I‘m happy Bekannte Models? Braucht die Marke Ajmone nicht. Denn Vater und Sohn sehen selbst aus wie die Archetypen jener Männer, die ihre Marke anspricht. Dass auch Hollywoodstars wie Justin Theroux ihre Liebe zu Ajmone entdeckt haben, geht angesichts der Strahlkraft des Vater-Sohn-Duos fast unter. Ohne großes Aufhebens hat die Marke im Eiltempo die besten Händler der Welt als Partner gewonnen; in Japan, wo Marken mit Geschichte besonders geliebt werden, wird der Geheimtipp heiß gehandelt. Mit jeder Kollektion erweitern die Macher ihre Vision von den besten Lederprodukten um neue Facetten. Wissend, dass, egal ob Weekender, Schuh, Gürtel oder Ledermantel, die Produkte ihre Träger ein Leben lang begleiten werden. Apropos begleiten: Mit der Geburt ihrer Marke konnten die Aimones etwas rückgängig machen, was sie schon das ganze Leben über verfolgt. Ein Tippfehler hatte einst aus dem J in ihrem Nachnamen ein I gemacht. Jetzt, wo Stefano und Roberto alleinige Herren ihres Schicksals sind, haben sie diesen Patzer korrigiert: Das J ist zurück.

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EDITION / VOL. 4 – STILWELT

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Overshirt AJMONE


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„PELLETTERIA E SARTORIA“, Roberto und Stefano Aimone führen in ihrer Marke Ajmone die Lederverarbeitung mit der Schneiderkunst zusammen. Moderne Klassiker mit höchsten Ansprüchen.

Gürtel AJMONE

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EDITION / VOL. 4 – FASHION STORY III

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Der Stoff, aus dem Seeabenteuer sind: Markante Webstruktur, große Reverskragen und fein polierte Knöpfe – maritime Inspirationen zeichnen Jacken und Mäntel aus. Perfekt zur Outerwear sind sportlich-elegante Rollis in dickem Rippstrick.

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EDITION / VOL. 4 – FASHION STORY III

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EDITION / VOL. 4 – FASHION STORY III

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Adressen unsterblicher Kunst Ein imposantes Gebäude, das zeitlose Kunstwerke enthält, eindrucksvolle Hallen, die Inspirierendes beheimaten und ein extravaganter Bau, der die Lebenslust wiederspiegelt – drei spektakuläre Monumente der zeitgenössischen Architektur die uns innehalten lassen und zum Staunen bewegen. TEXT: Kim Schneider. FOTOS: Andrea Leopardi, Meric Dagli, Omar G. Garnica, Valentin Gautier/unsplash.com.


EDITION / VOL. 4 – KLASSIKER

I. MUSEO SOUMAYA Was der Architekturkritiker Raymund Ryan als „eine außergewöhnliche Struktur, die sich aus der Erde als eine dreidimensionale Ikone erhebt“ beschrieb, ist ein Geschenk des Mexikaners Carlos Slim Helù an seine Heimatstadt. In diesem eindrucksvollen Metallbau stellt der Milliardär seine private Kunstsammlung aus – rund 66.000 Exponate werden hier gezeigt, die Werke stammen von Signac, van Gogh, Picasso, Dalí und vielen weiteren großen Meistern der Kunstgeschichte. Nicht nur das Museum selbst ist eine Hommage (an die Kunst), sondern auch sein Name: benannt ist es nämlich nach Carlos’ verstorbener Frau. WWW.MUSEOSOUMAYA.ORG DESTINATION: MEXICO-CITY / MEXICO

II. SOLOMON R. GUGGENHEIM MUSEUM An der Fifth Avenue zwischen Central Park und dem East River, in der noblen Upper East Side (Manhattan) erhebt sich diese weltbekannte Hochburg der Kunst. Hier trifft man sich, um moderne Kunstwerke zu entdecken, über alte Meister zu staunen und den Surrealismus real zu erleben. Von außen gesehen ist das Museum eine Rotunde, innen vereint es eine Vielzahl geometrischer Formen – der Architekt Frank Lloyd Wright wollte damit die Plastizität organischer Strukturen widerspiegeln. Unbestritten hat er aber auch einen Ruhepol in dieser hektischen Stadt geschaffen. WWW.GUGGENHEIM.ORG DESTINATION: NEW YORK CITY / U.S.A.

III. LA CITÉ DU VIN Frankreich und Wein, das gehört zusammen wie Romeo und Julia, nur verläuft die Beziehung weniger dramatisch. Ein bisschen Dramatik versprüht jedoch das extravagante Gebäude, das hier im Hafenviertel „Port de la Lune“ in der Weinhochburg Bordeaux entstanden ist. Seine 2.500 reflektierenden Aluminiumplatten sollen den glanzfeinen Wein in einem Glas symbolisieren. Es verbindet Freizeitpark und Weinbaumuseum, also Spaß mit Lerneifer. Was hier auch nicht zu kurz kommt, ist der Genuss: Mit allen Sinnen wird der edle Tropfen erfasst und erkundet. Kurzum: ein Muss für alle Weinliebhaber! WWW.LACITEDUVIN.COM DESTINATION: BORDEAUX / FRANKREICH

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UNTERNEHMER UND PROMOTER DER E-MOBILITÄT: Nico Rosberg will als Unternehmer die Zukunft der Fortbewegung mitgestalten.


EDITION / VOL. 4 – STILWELT

Was treibt Sie an, Herr Rosberg? Aus dem deutsch-finnischen Formel-1-Weltmeister wurde ein Verfechter der Forcierung grüner Antriebstechnologien: Nico Rosberg ist eine Persönlichkeit, die überrascht. Clevere Investments und geschickte Eigen-PR inklusive. TEXT: Martina Müllner-Seybold. FOTO: Alamy Stock Photo.

Andere Zeiten Doch nicht nur in Sachen Verantwortung gegenüber seiner Familie ist Nico Rosberg einer, der neue Zeiten beschwört. Sein öffentliches Engagement für umweltfreundlichere Antriebstechnologien hat einen wichtigen Teil in Nico Rosbergs Leben eingenommen. An die Zukunft der Formel E glaubt er so entschlossen, dass er sein Geld in die Rennserie steckt. Zur Gallionsfigur einer neuen Ära taugt der smarte Ex-Rennfahrer perfekt: Die Gesetzmäßigkeiten der Aufmerksamkeit beherrscht er wie ein Profi: Ob Twitter, eigener YouTube-Channel, Podcast oder Instagram-Storys, Rosberg weiß, wie er seine eigene Öffentlichkeit schafft. Auf der großen Bühne wie beim Weltwirtschaftsforum in Davos gibt er sich kampfeslustig. „Wenn überall nur noch Elektroautos oder wasserstoffbetriebene Autos verkauft werden, dann kann die Formel 1 nicht weiter mit Verbrennungsmotoren fahren.“ Eine Ansicht, die er als Organisator des Greentech Festivals in Berlin untermauerte. Eingebettet in das Spektakel des Formel-E-Rennens in Berlin zeigten Unternehmen aus aller Welt ihre Zukunftsvisionen von der grünen Mobilität. Die Fäden, die Nico Rosberg und seine Festival-Businesspartner, die Technologieberater Sven Krüger und Marco Voigt, in Berlin spannen, beeindrucken: von soliden Leitbetrieben bis zu innovativen Start-ups, von Politikgrößen bis zum schwedischen Kronprinzen. Dazu ein Galaabend voll Glanz und Glamour, schließlich weiß Nico Rosberg nur zu gut, dass er seinen Themen eher über Bild, Bunte und Gala als über Intellektuellenblätter zu breiter Öffentlichkeit verhilft.

Es ist diese beeindruckende Mischung aus Glamour und Bodenhaftung, die an Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg so fasziniert. Er selbst teilte einmal ein Video aus seiner Kindheit. Eine Finca auf Ibiza, seine Mutter und sein Vater, der finnische Rennfahrer Keke Rosberg, trainieren liebevoll den kleinen Steppke, der rund ums Haus in seinem Kart die ersten Runden dreht. Sein Vater ist lange an seiner Seite, fordert und fördert die sportlichen Ambitionen seines Sohnes. Fast wäre es statt des Rennfahrens ein anderer Sport geworden – in seiner Jugend verbucht Nico Rosberg stattliche Leistungen für Monacos Jugendmannschaft im Tennis. Doch das Dröhnen der Motoren, der Kick auf der Rennstrecke, die strategischen Tüfteleien mit seinen Teams, die ihn schnell als gewissenhaften und doch risikofreudigen Fahrer schätzen lernen – all das reizt ihn dann doch mehr. Der heute 34-Jährige hat sein jungenhaftes Antlitz behalten, das macht die Überlegtheit, mit der er jeden seiner Karriereschritte setzt, umso überraschender. Als er sich 2016 dank harter Arbeit und nach einem nervenaufreibenden Zweikampf mit seinem Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton den Weltmeistertitel holt, überrascht er alle mit seinem Rücktritt. Ja, das war Aufhören, wenn es am schönsten ist, aber auch ein Rücktritt seiner Frau Vivian und den beiden Töchtern zuliebe. Das verursacht in der Männerdomäne Formel 1 ein gewisses Kopfschütteln. Rennsportlegende Niki Lauda, ein Förderer, aber auch Kritiker Rosbergs, äußerte seinen Missmut öffentlich: „Das hat es zu meiner Zeit überhaupt nicht gegeben.“

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MEIN ZIEL WAR ES IMMER, WELTMEISTER ZU WERDEN. Nico Rosberg

Networking der Königsklasse Man fragt sich angesichts der perfekten Inszenierung: Ist es sein Aufgewachsen-Sein in der Welt des Profisports, das den Umgang mit dem öffentlichen Interesse so natürlich macht? In Monaco wohnt er bis heute, die Welt der Reichen und Schönen ist immer Teil seines Lebens gewesen. Fein dosiert gibt er, was die Öffentlichkeit sehen will: Lädt die Chefredakteurin der Gala zum Plausch über Privates beim Helikopterflug, veranstaltet im Herbst eine mehrtägige Reise durch Südfrankreich und Monaco: „Drivin’ with Nico“ bringt eine handverlesene Teilnehmerschar dem Rennfahrer ganz nah. Vier Tage lang werden Hybrid- und E-Supercars getestet, zudem kann man mit stilvollen Youngtimern die formidable Landschaft entdecken. Selbstverständlich ist eine Fahrt auf einem Formel-1-Trainingsgelände auch mit dabei: Networking unter Gleichgesinnten, eine Disziplin, in der Nico Rosberg längst genauso zur Meisterschaft gelangt ist. Er spricht fünf Sprachen fließend, Jobs wie die des Formel-1-Experten bei RTL verschaffen seinen Botschaften Reichweite. Den Glanz dieser Welt bringt Nico Rosberg mit, wenn er seine unternehmerische Weitsicht beweist: Auf Start-up-Konferenzen ist er nicht nur Ehrengast und Speaker, sondern auch Aussteller. In ein Berliner Marketing-Start-up hat er genauso investiert wie in ein E-Scooter-Unternehmen. TRE, kurz für Team Rosberg Engineering, das von seinem Vater gegründete Motorsportunternehmen, trägt heute Nico Rosbergs Handschrift. TRE kooperiert mit klingenden Namen der Automobilindustrie: Für das autonom fahrende Elektrotaxi Schaeffler Mover entwickelte TRE das Chassis, der Autozulieferer Schaeffler die Technologie. Das Muster ist das gleiche, das schon prominente Rennfahrerkollegen vor ihm zu Geld und Einfluss abseits der Rennstrecken verholfen hat. Es geht so: Das einmalige Netzwerk, das die Formel 1 bietet, beherzt nutzen. Die Chancen, die hier sprichwörtlich auf der Straße liegen, engagiert ergreifen. Und doch steht Nico Rosberg für eine neue Generation dieser smarten Neo-Unternehmer: Zum ersten Mal geht es um die Sache. Denn für Nico Rosberg geht es bei der Frage, ob sich die Formel E durchsetzt, nicht in erster Linie darum, wie die eigenen Anteile daran an Wert gewinnen, sondern vor allem darum, wie die Welt für die Generation seiner Töchter einmal aussehen wird. Dass die im Übrigen niemals in ein Rennauto steigen werden, ist für Nico Rosberg schon beschlossene Sache. Weil ein Zukunftsgläubiger wie er sich sicher ist, dass bis dahin ohnehin das autonome Fahren die neue Realität sein wird.

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NICO ROSBERG ALTER: 34 Jahre KARRIERE: Formel 1 von 2006 bis 2016, Weltmeistertitel 2016, danach

Rücktritt, heute Investor in Start-ups und Formel-E sowie Kommentator für RTL und Speaker

FAMILIE: verheiratet, 2 Töchter WEBSITE: www.nicorosberg.com


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B L A C K O R W H I T E Schwarz ist das neue Weiß: Sneaker in minimalistischem Design schlagen souverän die Brücke von sportiv zu elegant. Hochwertige Materialien sind für den Edelsneaker Gesetz, das Design ist moderngeradlinig und schnörkellos. braun.hamburg/edition


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FOTOGRAFIE ALS EXPERIMENT. Die Bilder dieser Werkgruppe sind in der Dunkelkammer entstanden, mit Einwirkung von Licht und Chemikalien.


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Können Sie sich nicht entscheiden, Herr Tillmans? Der Fotograf und Künstler Wolfgang Tillmans gilt als Superstar in der Kunstszene. Seine Porträts von Freunden machten ihn berühmt und darüber hinaus zum Chronisten seiner Generation. Aber Wolfgang Tillmans ist weit davon entfernt, sich auf nur einen Stil oder ein Genre festzulegen. TEXT: Nicoletta Schaper. FOTOS: Wolfgang Tillmans, Courtesy Galerie Buchholz, Berlin/Köln/New York.

Die Arbeit ist abstrakt. Sie zeigt Farbschlieren und Muster, wirkt wie ein Traumbild, anstatt Konkretes einfach nur abzubilden. Hier lässt Wolfgang Tillmans Fotografie zum Medium werden, als chemisches Experiment – im Labor entstanden, entwickeln die Werke eine ganz eigene Ästhetik. Dabei wurde der Künstler mit ganz anderen Werken berühmt. Anfang der 1990er Jahre porträtierte er seine Freunde, vor allem aus der Londoner Club- und Homosexuellenszene, für Magazine wie i-D, Spex, SZ-Magazin, Butt und Interview. Es sind Porträts als scheinbare Momentaufnahmen, die nichts Inszeniertes an sich haben und dennoch nichts dem Zufall überlassen. Damit gelang Wolfgang Tillmans aber weit mehr: nämlich das Lebensgefühl gleich einer ganzen Generation auszudrücken.

sen die Prinzipien der Fotografie neu zu erforschen. Eine Experimentierfreude, die immer neue Bildwelten entstehen lässt, die der Künstler selbst mit großer Neugier entdeckt und zu deren Entdeckung er den Betrachter einlädt. In ebendieser Vielseitigkeit bedient Tillmans einen starken Trend in der Kunstwelt – und ist zugleich einer ihrer wichtigsten Prototypen. Auch im Format beschränkt sich Wolfgang Tillmans nicht. Die Fotografien werden in verschiedenen Größen gezeigt, mit oder ohne Rahmen, als All-Over-Wandinstallation, in einer Vitrine oder als Tischinstallation; präsentiert in zahlreichen Einzelausstellungen internationaler Museen und Institute, darunter die Pinakothek der Moderne in München, Tate Modern in London, Metropolitan Museum New York oder Museum of Contemporary Art in Chicago, um nur einen kleinen Teil zu nennen.

Ohne Grenzen Es ist typisch für Wolfgang Tillmans, dass er weder seiner Arbeit noch dem Medium Fotografie Grenzen setzt. So erstreckt sich sein Werk über verschiedenste Genres. Mal zeigt er sich als genauer Betrachter seiner Umwelt in Fotografien, fotografiert Stars wie Kate Moss und Lady Gaga und dann wieder Landschaften oder Stillleben, die Rätsel aufgeben. In Videos, mit eigener Musik untermalt, und in abstrakten Arbeiten verabschiedet sich Tillmans gleich ganz von der Fotografie als bloße Abbildung, um stattdes-

„Ich mache Bilder, um die Welt zu erkennen“, sagt Wolfgang Tillmans, dessen Arbeiten zugleich immer auch einem Bedürfnis nach Selbstdokumentation zu obliegen scheinen. Tillmans ist heute 51 Jahre alt und wirkt immer jung, sein Werk cool und immer aufs Neue avantgardistisch. „Obwohl ich weiß, dass die Kamera lügt, halte ich doch fest an der Idee von einer fotografischen Wahrheit“, sagte Wolfgang Tillmans im Jahr 2000 im Zeit-Interview. Eine Aussage, die für das Gesamtwerk des Künstlers Gültigkeit hat.

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I. LUTZ & ALEX SITTING IN THE TREES, 1992: Die Fotografien mit

Wolfgang Tillmans Freunden Lutz und Alex gelten heute als künstlerische Ikonen der 1990er Jahre.

II. PAPER DROP: Die Arbeiten der „paper drop"-Serie sind gegenständlich

und thematisieren den Bildträger: Gerollte Papierbögen werden zu skulpturalen Objekten.

III. PERSÖNLICHKEIT: Der Künstler Wolfgang Tillmans gilt als einer der wichtigsten Chronisten der Popkultur und seiner Generation.

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WOLFGANG TILLMANS GEBOREN: 16. August 1968 in Remscheid WERDEGANG: 1990 bis 1992 studierte er am Bournemouth & Poole College of Art and Design, im Anschluss lebte er in London und New York. Sein Werk ist in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen weltweit zu sehen. 1998–1999 Gastprofessur an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, 2003–2006 Professur für interdisziplinäre Kunst an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste (Städelschule) in Frankfurt am Main. EHRUNGEN: Turner Prize (als erster Fotograf überhaupt), Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie, Hasselblad Foundation International Award in Photography, Berliner Bär, Goslarer Kaiserring und Bundesverdienstkreuz, Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Royal Academy of Arts London.


Geschrieben mit norddeutschem Herz. Der Hamburg-Teil der WELT Täglich die Themen der Region aus Wirtschaft und Politik, Stadtleben und Kultur. Lesen Sie WELT AM SONNTAG und DIE WELT 3 Wochen kostenlos Probe: www.welt.de/probe


Points of Interest Aller guten Dinge sind drei: Drei Städte – drei Adressen. Herausgeber Lars Braun verrät jeweils drei kulinarische Highlights in dreien seiner Lieblingsstädte: Sankt Petersburg, Vancouver und Florenz. TEXT: Kim Schneider. FOTOS: Evstratov, Artoim Vallat, Ethan Nabunay, Jonathan Korner/unsplash.com.


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I. SANKT PETERSBURG BANSHIKI RESTAURANT / 1A DEGTYARNAYA UL / ST. PETERSBURG Genuss in wohliger Landhausstil-Atmosphäre: Chefkoch Stanislav Levokho weiß, wie man klassisch-russische Gerichte mit einem neuen Twist versieht. Ein rundum köstlich gelungenes Konzept! 1913 / 13/2 VOZNESENSKII AVE / ST. PETERSBURG Das Restaurant lädt zu einer Zeitreise ein: Es geht ins Russland des frühen 20. Jahrhunderts. Die Gerichte sind allerdings auf dem neuesten Stand und ein lukullisches Erlebnis! BLOK / 4 POTEMKINSKAYA UL / ST. PETERSBURG Nicht umsonst ist das Blok das „Lead Mead“ Restaurant von St. Petersburg. Nicht nur die schiere Vielfalt, sondern auch die unnachahmliche Qualität überzeugt. Reservierung erwünscht!

II. VANCOUVER BLUE WATER CAFE / 1095 HAMILTON ST / VANCOUVER Nachhaltig, frisch und absolut köstlich: Hier kommen Fans von Fisch und Meeresfrüchten voll auf ihre Kosten. Auch seltene Gerichte stehen hier in der Karte – ein Besuch lohnt sich! ST LAWRENCE / 269 POWELL STREET / VANCOUVER Nicht umsonst wurde es bereits zum 2. Mal „Restaurant of the Year“: klassische französische Küche trifft auf Inspirationsquellen aus Quebec und viel Liebe zum Detail. Prädikat: besonders wertvoll! MIKU JAPANESE R. / 70-200 GRANVILLE STREET / VANCOUVER Küchenchef Matsuoka weiß, was er tut: Schon seit seinem 18. Lebensjahr steht er hinterm Herd und macht Menschen glücklich. Und das schmeckt man: Das Essen hier ist einfach ganz was Besonderes!

III. FLORENZ BUCA DELL’ORAFO / VIA DEI GIROLAMI 28 ROSSO / FIRENZE Früher die Werkstatt eines Goldschmieds, heute ein echtes Genusslabor. Hier erfreut man sich an wunderbaren Weinen der Region und saisonalen italienischen Gerichten in toskanischer Atmosphäre. ADAGIO / VIA DE’MACCI 79 ROSSO / FIRENZE Eine Renaissance der traditionellen italienischen Küche. Die Toskana regiert die Karte, jeden Monat wird jedoch auch eine weitere Region Italiens kulinarisch interpretiert. Reservierung empfohlen! ESSENZIALE / PIAZZA DI CESTELLO 3 ROSSO / FIRENZE Wer ein fixes Menü will, ist hier falsch. Hier findet man eine immer wechselnde Karte, tagesfrische Zutaten und Köche, die mit Leib und Seele für ihre Gerichte brennen.

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L O V E M E T E N D E R Feinste Materialien, erlesene Stoffe: Die Marke Brunello Cucinelli schafft mit traditioneller Handwerkskunst und präziser Verarbeitung exklusive Qualität. Harmonie ist das stilistische Prinzip: Ton in Ton abgestimmte Farben, ein stilistisches Miteinander, das beeindruckt.

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Alles von BRUNELLO CUCINELLI


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Würde ist für Brunello Cucinelli ein Kernwert seines Unternehmens. „Ich will, dass die Herstellung meiner Produkte die Würde des Menschen und der Umwelt wahrt.“ Verantwortungsvolles Sourcing, faire Produktionsbedingungen und ein waches Auge auf den Umweltaspekt sind Programm. Auch wenn Brunello Cucinelli sagt, das Wort Nachhaltigkeit langweile ihn – mit seinem humanistischen Geschäftsmodell ist er Vorreiter gewesen, lange bevor das verantwortungsvolle Handeln in aller Munde war.


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Alles von BRUNELLO CUCINELLI

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Bestimmungsorte Zu reisen heißt Grenzen zu überschreiten. Nicht nur geografisch, auch geistig. Vier unterschiedliche Orte, die scheinbar nichts miteinander gemein haben. Doch das Besondere, das ganz Außergewöhnliche zeichnet alle diese Luxushotels aus. TEXT: Kim Schneider. FOTOS: Hotels.


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WÜSTE NEGEV: Ein Rückzugsort der besonderen Art

befindet sich mit dem Six Senses Shaharut inmitten der mystischen Wüstenlandschaft Israels.

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DIE HEIMAT DES ABENTEUERS IST DIE FREMDE. Emil Gött

I. PALAZZO DANIELE Wenn minimalistische Eleganz in einen 150 Jahre alten Palazzo einzieht, kann das Ergebnis nur wunderbar, überraschend und im besten Sinne des Wortes „anders“ sein. Die Innenarchitektur von Ludovica und Roberto Palomba ist reduziert und präsent zugleich – die modernen und sorgfältig gewählten Einrichtungsstücke unterstreichen das altehrwürdige Flair des Palazzos. Die Inhaber Francesco Petrucci und Gabriele Salini definieren mit ihrem Konzept, das Kunst, Gastfreundschaft und Zeitgeist verbindet, die Hotellandschaft Italiens neu. DESTINATION: PUGLIA / ITALIEN WWW.PALAZZODANIELE.COM

II. EAGLES NEST LODGE Die historische Stadt Russell auf der Nordinsel gilt als der Geburtsort Neuseelands – einige Minuten entfernt, an der schönen Bay of Islands, findet man, wenn man so will, den Schoß neuseeländischen Luxus. In der Eagles Nest Lodge stehen den Gästen fünf eigenständige, gleichermaßen großzügige wie elegante Luxusvillen zur Verfügung. Verweilen und genießen kann man im Haupthaus; für möglichst viel Privatsphäre für die Gäste werden die Mahlzeiten jedoch in den Villen serviert. DESTINATION: RUSSELL / NEUSEELAND WWW.AUSTRALIATOURS.DE


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III. THE OBEROI UDAIVILAS Die Welt des exotischen und magischen Indiens hat eine ungeheure Anziehungskraft und strahlt eine riesige Faszination aus. Und fast nirgends kann man Indien luxuriöser erleben als in Udaipur, genauer gesagt im Oberoi Udaivilas. Am Rande des Pichola-Sees erstreckt sich das riesige Areal, auf dem rund zwölf Fußballfelder Platz fänden. Das wunderschöne Hotel, das satte Grün der Gärten und das Abenteuer Indien laden ein, den Alltag zu vergessen und zu genießen! DESTINATION: UDAIPUR / INDIEN WWW.OBEROIHOTELS.COM

IV. SIX SENSES SHAHARUT Unendliche Dünenlandschaften, aufblühende Vegetation und vor allem die stetig wechselnden Lichtstimmungen machen die Wüste Negev zu einem Ort der Faszination. Inmitten dieser dramatischen Landschaft liegt das Six Senses Shaharut. Der Bau ist der Topographie sensibel angepasst, sodass sich die Linien harmonisch in die Umgebung einfügen. Das Hotel bietet seinen Gästen jeden Luxus, den man sich nur ausmalen kann: Bei Massagen, im Hamam oder im Pool kann man die Sorgen der westlichen Welt hier hinter sich lassen. DESTINATION: WÜSTE NEGEV / ISRAEL WWW.SIXSENSES.COM

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EDITION / VOL. 4 – UPDATE

Was passiert, wenn wir die Sonne verdunkeln, Herr Latif? Klimaexperte Mojib Latif ist erklärter Gegner des Geoengineering. Im Interview erklärt er, weshalb der Mensch nicht ins Klimasystem eingreifen soll und warum wir das Problem des Klimawandels nur gemeinsam lösen können. INTERVIEW: Markus Deisenberger. FOTO: Jan Steffen, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

Der Umgang mit dem Weltklima gleiche einem groß angelegten geophysikalischen Experiment, hat der Ozeanograph Roger Revelle schon 1957 gesagt. Was genau meinte er damit? Seine Aussage bezog sich auf die Tatsache, dass man bei den klimatischen Veränderungen nicht alle Details voraussagen kann. Natürlich weiß man: Es wird wärmer. Das Eis wird weiter schmelzen, und auch der Meeresspiegel wird weiter ansteigen. All das ist unumstritten. Aber es kann auch böse Überraschungen geben. Denn es gibt bestimmte Kipppunkte im System, von denen wir nicht genau wissen, bei welchem Ausmaß der Erderwärmung sie zum Tragen kommen. Das heißt, dass wir vielleicht viel früher als erwartet katastrophale Ereignisse erleben werden. Der CO2-Gehalt in der Luft steigt, und auch die Temperatur steigt an. Dass zwischen beidem ein Zusammenhang besteht, wissen wir seit mehr als 100 Jahren. Warum fällt es uns so schwer, verbürgte Fakten auch als solche anzuerkennen? Überlegen Sie, wie lange es gedauert hat, bis es trotz wissenschaftlicher Erkenntnis auch einhellige Meinung in der Gesellschaft war, dass Rauchen gefährlich ist, und man sich dazu durchrang, Restaurants und öffentliche Gebäude rauchfrei zu machen. Warum? Da wie dort gibt es viele Interessenten, die nicht möchten, dass sich irgendetwas ändert. In unserem Fall sind es jene Leute, die mit der Gewinnung fossiler Brennstoffe, also Erdöl, Erdgas und Kohle, Geld verdienen. Und dann gibt es auch politische Interessen. Ich bin mir nicht sicher, ob Donald Trump tatsächlich glaubt, dass es den durch den Menschen verursachten Klimawandel nicht gibt. Aber er nutzt das einfach für seine politische Agenda. Was noch dazukommt, sind

die postfaktischen Zeiten, in denen wir uns befinden. Alles, auch die noch so sicher verbürgte wissenschaftliche Erkenntnis, wird in Zweifel gezogen. Und durch die neuen Medien findet das auch Verbreitung. Wie schätzen Sie die Rolle des Populismus in der Klimadebatte ein? Geht von ihm eine große Gefahr aus? Der Populismus ist eine der größten Gefahren überhaupt. Was gerade passiert, haben wir noch vor zehn Jahren nicht für möglich gehalten. Es steht ja nicht nur das Kippen des Weltklimas bevor, auch der Fortbestand der westlichen Demokratien, der Freiheit und der Menschenrechte wird in Frage gestellt: Alles steht auf dem Spiel, weil einschlägige Kreise um Leute wie Trump, Bolsonaro, Johnson und Orbán versuchen, von dem Moment der Machtergreifung an, die Gewaltenteilung abzuschaffen und die freie Presse auszuschalten. Dass dagegen kaum angegangen wird, verwundert mich. Für die Leute, die Sie aufgezählt haben, ist auch charakteristisch, dass sie alle einen eigenen Weg gehen wollen. Ob nun Brexit oder America First, sie ziehen den Alleingang dem Gemeinsamen vor. Das Weltklima wird sich aber doch nur durch gemeinsames Vorgehen in den Griff kriegen lassen, oder? Das Klimaproblem ist ein globales, ja. Treibhausgase kennen keine Grenzen. Es ist völlig egal, wo sie ausgestoßen werden, sie verteilen sich rund um den Erdball und werden überall wirksam. Wir sitzen also alle im selben Boot. Entweder lösen wir das Problem gemeinsam oder eben nicht. Dann gehen wir, um im Bild zu bleiben, auch alle gemeinsam unter.

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EDITION / VOL. 4 – UPDATE

Die zwei gängigsten Argumente, die angeführt werden, um so weitermachen zu können wie bisher, sind: Der Zug sei ohnedies schon längst abgefahren. Und: Es nütze doch gar nichts, sich beispielsweise hier in Deutschland einzuschränken, während die Chinesen ungebremst weiter CO2 in die Luft pumpen. Was die anderen tun, ist erst mal egal, weil fast alle Länder den Pariser Klimavertrag unterschrieben haben. Zunächst steht man also selber in der Pflicht. Und dann gibt es auch eine historische Verantwortung, und die liegt eben nicht bei China. Die sind zwar aktuell der größte Verursacher von CO2, aber weil CO2 so lange in der Atmosphäre bleibt, muss man die kumulativen Emissionen betrachten. Vereinfacht gesagt: Was unsere Eltern und Großeltern in die Luft geblasen haben, ist immer noch in der Atmosphäre. Wenn man diese Rechnung aufmacht, sind wir in Europa und die USA immer noch die Hauptverantwortlichen und nicht China oder Indien. Was halten Sie davon, dem globalen Klimawandel mit Geoengineering zu begegnen – also mit dem gezielten Eingreifen des Menschen in das Klimasystem, zum Beispiel durch Ausbringen von Partikeln in der Atmosphäre? Ich bin grundsätzlich dagegen, außer man begreift sinnvolle Maßnahmen wie die Aufforstung auch als Geoengineering. Warum? Das ist Hybris. Kein Mensch weiß, was genau passiert, wenn wir Partikel in die Atmosphäre blasen, um die Sonnenstrahlen zu blockieren. Es verändert sich dadurch ja nicht nur die Sonneneinstrahlung, sondern auch Niederschlags- und Windverteilung, und zwar global. Da wären wir wieder bei der Aussage von Revelle. Wir sollten nicht herumexperimentieren, weil das System viel zu komplex ist, um es in allen Details zu verstehen.

man sollte auf der Basis der Physik argumentieren und nicht nur auf Basis irgendwelcher Interessen. Zu sagen, das sei die einzige Möglichkeit, ist einfach nicht in Ordnung. Es gibt Möglichkeiten, und zwar nachhaltige, und die sollten wir nutzen. Wir haben die Aufforstung angesprochen. Es gibt Techniken, CO2 aus der Luft zu filtern und dann damit synthetische Kraftstoffe herzustellen. Es gibt wissenschaftliche Studien dazu, was es kostet und wie lange man es machen muss. Nach dem, was wir heute wissen, ist die Rechnung ohne Geoengineering viel vorteilhafter als mit diesem Verfahren. Man soll also keine künstlichen Bäume entlang der Autobahn aufstellen, um das CO2 der Autos abzusaugen? (Lacht.) Natürlich nicht. Man versucht immer, eine schlechte Sache durch eine zweite schlechte zu bekämpfen, anstatt die eigentliche Ursache zu beseitigen. Das emissionsfreie Auto ist längst entwickelt. Aber mit dem derzeitigen Geschäftsmodell lassen sich noch enorme Gewinne einfahren. Das wird sich ab dem Moment ändern, ab dem es eine CO2-Bepreisung gibt. Und die wird auch kommen. Abschließend: Werden wir den Planeten weiter ausbeuten, oder schaffen wir die Kehrtwende? Die Hoffnung stirbt zuletzt. Die Lösungen sind da. Eigentlich geht es jetzt um die Rahmenbedingungen, die die Politik setzen muss. Wenn Sie Ihre persönliche Sicht zwischen Weltuntergangsstimmung (zehn) und strahlender Zuversicht (eins) bewerten müssten. Wo sehen Sie sich? Ich bin hin- und hergerissen. Bei fünf, würde ich sagen.

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Der finnische Wissenschaftler Markku Kulmala meint, wir werden früher oder später dazu gezwungen sein. Das ist doch dummes Zeug. Noch hätten wir es ja in der Hand. Unser Bestreben muss sein, bis Mitte des Jahrhunderts auf Netto-Null-Emissionen zu kommen. Und das ist möglich. Es ist nur eine Frage des Wollens. Ein anderer Vorschlag sieht vor, zwischen Sonne und Erde eine Art Sonnenschirm aus 16 Billionen dünnen Siliziumscheiben aufzuspannen. Das ist purer Wahnsinn. Wer entscheidet, wer die Sonne bekommt und wer nicht? Einige Länder könnten Gewinner, andere Verlierer sein. Und ganz abgesehen von den immensen, nicht absehbaren Risiken ist das mit enormen Investitionen verbunden, zu denen man auch nachfolgende Generationen verpflichtet. Denn sobald sie mit so einer Maßnahme aufhören, wird sich die Erde wieder erwärmen. Deshalb müsste man das über Jahrhunderte und Jahrtausende weiter praktizieren. Die Investitionen wären um ein Vielfaches größer als jene, die zu tätigen sind, um die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad Celsius zu bekommen, wie im Pariser Abkommen verlangt. Auch David Keith von der University of Harvard meint, eine kleine Menge wohldosiertes Geoengineering sei weniger riskant, als es gar nicht zu tun. Die Leute, die Geoengineering befürworten, haben Partikularinteressen. Sie sind oft mit der Industrie verbandelt und haben ein Geschäftsmodell, das sie unbedingt durchdrücken wollen. Aber

ZUR PERSON: Mojib Latif (geb. 1954) ist ein deutscher Meteorologe,

Klimaforscher und Vorstandsvorsitzender des Deutschen Klima-Konsor-

tiums. Er lehrt am Institut für Ozeanzirkulation und Klimadynamik in Kiel und ist an dem im Mai 2013 gestarteten Schwerpunktprogramm (SPP)

1689 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) beteiligt, das Risiken und Nebenwirkungen des sogenannten „Climate Engineering“ untersucht. Den Klimaschutz sieht er als Innovationsmotor. „Die nächste industrielle

Revolution hat mit erneuerbaren Energien zu tun“, sagt er. „Wer da vorne

ist, hat langfristig einen ökonomischen Vorteil und kann seinen Wohlstand sichern.“


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Die kleinen Freuden des Lebens Es sind die kleinen Dinge, die durch ihre Feinheiten den Alltag versüßen und das Leben bereichern. Fünf einzigartige Objekte – so kostbar, so besonders und so außergewöhnlich, dass sie unsere ungeteilte Aufmerksamkeit verdienen. TEXT: Eva Goldschald, Alexandra Hawel. FOTOS: Hersteller.

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II. HIGH PERFORMANCE Eine Base, viele Möglichkeiten. Im Normalfall besitzt man für jede Sportart einen separaten Rucksack. Im Idealfall hätte man nur einen für alles. Wie das geht? Mit dem neuen System von Impetro Gear. Die Base Unit fungiert als Grundgerüst für alle Touren, egal ob Ski, Bike oder Wandern: Höhenverstellbarer Hüftgurt, ein Fach für eine Wasserblase und für den Rückenprotektor sowie eine ergonomische Form und Polsterung sind obligatorisch. Die Zip-on-Packs komplettieren dann das System. Ski-, Mountain- oder Bike-Pack werden einfach via Reißverschluss aufgesetzt und bilden so ganz individuelle Rucksäcke. Ideal ausgerichtet auf die unterschiedlichen Sportarten mit raffiniertem Packsystem. RUCKSACK VON IMPETRO GEAR


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III. BEEINDRUCKENDER WEITBLICK Als 1962 das legendäre 8x56 Dialyt GA T von Zeiss auf den Markt kam, revolutionierte das Unternehmen damit den Begriff Fernglas und prägte eine ganze Generation dieser Produkte. 2019 lässt uns Zeiss die Natur in neuen Dimensionen erfassen. Das Optikkonzept wurde optimiert, und es wurde ein Fernglas mit mindestens 95-prozentiger Transmission geschaffen. Vergleichbar mit der uneingeschränkten Sicht durch ein sehr sauberes Fensterglas, ermöglicht es helle Bilder mit zahlreichen Details – selbst in tiefster Dämmerung. Ebenso überzeugt es durch seine einwandfreie Ergonomie und ein großes Fokussierrad, eingelagert in einer Double-Link-Bridge. Extrem robust und leicht zu bedienen, liefert es eine brillante Optik. FERNGLAS VICTORY HT VON ZEISS

IV. DIE NEUE DIMENSION DES FLIEGENS Das Fliegen ist eine Gabe, um die die Menschen die Vögel beneiden. Im Gegenzug sind Menschen den Vögeln darin überlegen, diese fantastischen Perspektiven aus der Luft festhalten zu können. Eine neue Dimension der Drohnentechnologie liefert DJI. Ein flexibles, leistungsstarkes Gesamtsystem garantiert beste Ergebnisse. Dank des aerodynamischen Flugsystems werden die Träger so angehoben, dass sie das Sichtfeld nicht beeinträchtigen und somit mehr Freiheit bei den Aufnahmen entsteht: eine vollständige 360-Grad-Ansicht der Welt für atemberaubende Bilder. Für die Aufnahmen wählt man aus fünf unterschiedlichen Kameras, die Fernsteuerung ermöglicht eine einfache Handhabung. DROHNE INSPIRE 1 VON DJI

V. GENTS CLASSIC Chapeau vor der Genfer Handwerkskunst. Ein Modell, welches edelste Materialien mit feinster Schweizer Handarbeit und der neuesten Technologie aus dem Silicon Valley vereint. Hersteller Frederique Constant setzt bei seiner Smartwatch trotz neuer Technik auf klassische Optik – dank analoger Zeigeranzeige wird so die ursprüngliche Schönheit beibehalten. Die Uhr bietet alle Vorzüge einer Smartwatch bei einer zweijährigen Batterielebensdauer. Der Antrieb führt die Informationen verschiedener Sensoren zusammen und erfasst somit präzise Aktivitäts- und Schlafmuster, die in Echtzeit am Zifferblatt angezeigt und mit der jeweiligen App am Smartphone synchronisiert werden. SMARTWATCH GENTS CLASSICS VON FREDERIQUE CONSTANT


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EDITION / VOL. 4 – LITERATUR

IN BÜCHERN LIEGT DIE SEELE ALLER GEWESENEN ZEIT. Thomas Carlyle

III. DIE WELT IN ALL IHREN FACETTEN Wo immer Pie Aerts unterwegs ist, fängt er in seinen Fotografien die Welt in ihrer reinsten Form ein. Für diesen Bildband reiste der Niederländer in die entlegensten Winkel dieser Erde – von Westneuguinea bis ins Herz des Okavango-Deltas. Mit einzigartigem Blick erzählt er mit seinen Fotos Geschichten von Menschen und beweist ein unbeschreibliches Gespür für die wirklichen Reichtümer unseres Planeten. AUTOR: PIE AERTS TITEL: TALES FROM THE ROADS LESS TRAVELED VERLAG: TENEUES

IV. POESIE IN FLASCHEN Welche Weine würden in den besten Weinkeller der Welt gehören? Für diese außergewöhnliche Zusammenstellung hat der weltbeste Sommelier Enrico Bernardo die exklusivsten Weine der Welt ausgewählt. Im Vordergrund stehen Anbaugebiete, Geschmack, Weine und deren Geschichte aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Eine außerordentliche Kollektion, verpackt in einer edlen Holzkiste. AUTOR: ENRICO BERNARDO TITEL: THE IMPOSSIBLE COLLECTION OF WINE VERLAG: ASSOULINE

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VOL. 4 / 2019

HERAUSGEBER Lars Braun BRAUN Hamburg Mönckebergstraße 17, 20095 Hamburg, Kaisergalerie, Große Bleichen 27, 20354 Hamburg. T +49 (0)40/33 44 7-0, F +49 (0)40/33 44 7-103, www.braun-hamburg.com

MITARBEITER DIESER AUSGABE Markus Deisenberger, Kim Schneider, Martina Strasser, Christina Hörbiger-Strasser, Anouk Schönemann, Sigrid Staber, Eva Goldschald, Christian Görgl, Nicoletta Schaper LEKTORAT Uta Scholl (www.korrifee.at)

FÜR DEN INHALT VERANTWORTLICH Marc Schmidt

FOTOGRAF Mark Newton (www.marknewton.com)

VERLEGER UCM Werbe- und Verlagsagentur, B2C Corporate Publishing GmbH, Salzweg 17, A-5081 Salzburg, www.ucm-verlag.at

STYLING Roswitha Wieser

CREATIVDIRECTION Nicolaus Zott

SHOOTINGLOCATIONS Can Axartell, Christian Mahovsky (chris-yachts.com)

PROJEKT- UND REDAKTIONSLEITUNG Alexandra Hawel

MODELS Alex Zinchenko, Jonas Fabienke, Roan van Oort

ARTDIRECTION Lisa Baumgartlinger

DRUCK Samson Druck GmbH, 5581 St. Margarethen im Lungau

TEXTCHEFIN MODE Martina Müllner-Seybold

ANZEIGEN Heike Hagemann (h.hagemann@braun-hamburg.com)

Geringe Farbabweichungen sind drucktechnisch nicht zu vermeiden. Copyright vorbehalten.

HAIR & MAKE-UP Marlies Kürbiss


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