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Allgäuer Wirtschaftsmagazin

Wirtschaft | Branchen-News | Kultur | Soziales Max Wild GmbH | Seite 10

Ausgabe 4 | 2018 • 4,90 €

Der Tradition verpflichtet, der Region verbunden, unseren Mitarbeitern dankbar.

Freiraum Schmid | Seite 22

Garten ist Freiraum

SFT Produktions GmbH | Seite 66

Die Lösung für Ihre Spannaufgabe

Gelso DE GmbH | Seite 112

Qualität aus einer Hand

rose plastic AG | Seite 124

Innovation aus Leidenschaft


Logistik macht Freu ( n ) de


Editorial | August 2018

Editorial | Dezember 2017 Liebe Leserinnen und Leser,

Liebe Leserinnen und Leser,

TITELBILDER: SEITZ AUTOHANDELS-GMBH + CO. KG, JAGUAR, DOKE, DEKRA AUTOMOBIL GMBH, RAIFFEISENBANK SCHWABEN MITTE

TITELBILDER: MAX WILD GMBH, FREIRAUM SCHMID, SFT PRODUKTIONS GMBH, GELSO DE GMBH, ROSE PLASTIC AG

Ein Jahr geht zu Ende, dass von einem er-

Rechnen mit allem! Nicht nur, dass neutenSie konjunkturellen Aufschwung für michDeutschland bereits jedergeprägt Computer beim wurde. DasSchachist eine gute Nachricht einer Zeit, spielunerwartet mühelos schlagen kann, in mittlerweile diemeine - sind wir mal ehrlich - mehr Sorgen als blufft Poker-Software besser als der Sicherheiten, mehrComputer, Ängste als Zuversicht abgezockteste Profi. so meine verbreitete. Kein Wunder, sind doch polifolgenschwere Erkenntnis, machen also tische Zerwürfnisse in Bayern wie im Bund auch dort das Rennen, wo es mehr bedarf an der Tagesordnung, ist ein weltweit zünals reine Rechenleistung. Und entwickeln delnder, ignoranter amerikanischer PräsiFähigkeiten, die gerufen lange Zeit uns Menschen dent ins Amt worden, erschüttern vorbehalten schienen: intelligente MaschiTerroranschläge und Flüchtlingsleid auch nen unsere lesen Texte, verstehen unterschiedli„heile Welt“. In seltsamer Diskreche panz Sprachen, erkennen Gesichter und zu all diesem brummt hierzulande die Wirtschaft wie selten zuvor, belegt ihre Umgebung – analysieren in Echtzeit eineAuto sensationell niedrige Arbeitsloetwadurch um ein ohne Korrektur in eine senquote, volle Auftragsbücher Indusziemlich knappe Parklücke zuderfahren. trie, weniger Schulden öffentlichen Sie revolutionieren die bei Art,den wie wir uns Haushalten und ein steigendes verfügbares Wissen aneignen, navigieren, miteinander Einkommen für jeden Einzelnen von uns. kommunizieren oder einfach unseren So beweisen es jedenfalls Zahlen, die geraKühlschrank de jetzt zufüllen. Jahresende in aller Munde sind. Es liegt daher nahe, dass wir uns in unserer Auch die Allgäuer Unternehmen können aktuellen Thema Jahr DigitalisiepositivAusgabe gestimmtdem ins nächste blicken. man meinen. Dabei mögen die rungMöchte ganz im Besonderen widmen. Nicht Verwerfungen nicht gerade zur dass sich unter dem Schlagwort Indusnur, politischen beim zuverlässigsten trie Vertrauensbildung 4.0 zahlreiche Firmen unterschiedlialler Wachstumsmotoren, demund deutschen cher Branchen versammeln ihren Mittelstand beitragen. Der UnternehmeWeg ins digitale Zeitalter beschreiben. Die ralltag ist ohnehin geprägt von großen und Verschmelzung der physischen Welt der kleinen Herausforderungen, die da heißen: Maschinen mit derFachkräftedigitalen Industrieund 4.0, Anlagen Datensicherung, Weltmangel lässt neue Arbeitsbedingungen und oder 28-Stunden-Woche. Jobs entstehen, die auch Personalmar­ keting Personalentwicklung beein­ Wieund machen Sie das also? Wie gelingt es Ihnen, in solch stürmischen Zeiten so erflussen– was ein weiterer Schwerpunkt folgreich zu sein? die ich mir unseres Magazins ist.Eine Das Frage, Bewusstsein für stelle und die vor allem das Erstaunen über den digitalen Wandel steigt bei immer dieUnternehmen besondere Wirtschaftsleistung unseres mehr - auch in ländlich geLandes, unserer Unternehmer und all ihrer prägten Regionen wie dem Allgäu. Laut Mitarbeiter ausdrücken möchte. Erstaueiner Umfrage nutzen beziehungsweise nen, ja, ebenso wie Respekt, Wertschätzung planen bereits mehristals und deutschlandweit Anerkennung. Denn im Grunde es die auch Hälfte aller Unternehmen spezielle den klügsten Wirtschaftsweisen unse4.0-Anwendungen. nur 13 Prozent rer Zeit ein Rätsel,Und warum es gerade in der deutschen Wirtschaft derzeit so gut läuft.

Allgäu Wirtschaftsmagazin

Allgäu Wirtschaftsmagazin

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Wir vom Allgäuer Wirtschaftsmagazin der Firmen gaben an, dass künstliche Intellihaben nun den Vorteil, wir direkt genz wederkönnen. einzusetzen planen. nachfragen Denn noch unserezuRedakteure begeben sich Ausgabe für Ausgabe auf die Praxis Spur dieses Erfolgsgeheimnisses. In der kommen Algorithmen häufig Den für deswenn Rätsels hal- von dannSchlüssel zum Einsatz, sieLösung Menschen ten nämlichFließbandarbeit ausschließlich die befreien Unterneh- und geistiger men selbst in der Hand. Und so hören Prozesse effizienter gestalten sollen. Dann wir einfach gut zu, was uns die Inhaber, verwalten und vernetzen Programme auGeschäftsführer und Entscheidungsträger tomatischAllgäuer Akten, Firmen Anleitungen, namhafter erzählen.Auftrags­ Was dokumente und Rechnungen. Sieje-lösen wir bei ihnen erfahren, können Sie auf automatisch Handlungsder einzelnen Zahlungen Seite dieses oder wunderbaren aufforderungen aus beantworten Magazins nachlesen, demund letzten im Jahr 2017. Große und kleine Mail-Anfragen. VieleUnternehmer Arbeitgeberha- und ben sich ins Nähkästchen lassen Unternehmer fordern schauen von künstlicher und berichten, wiesie es Routinearbeiten ihnen im Jahr 2017autoIntelligenz, dass ergangen matisiereist.und Mitarbeiter entlaste. Dafür

beschreiten sie oft eigenständige und

Blicke ich ins Jahr 2018, so wünsche ich mir, ungewöhnliche Wege, wie Sie in vielen dass die Einsicht in Frieden und ein friedder folgenden inspirierend volles Miteinander Berichten auch die Mächtigen nachlesen dieser Weltkönnen. erreichen möge. Denn nichts ist fruchtbarer für wirtschaftliches WachsAußerdem laden milde wir Wetterlage. Sie in unserem tum als eine stabile, In diesem Sinne wünschen IhrerFüsRegioSpezial dazu ein, wir die Ihnen, Lechstadt Familie undihr Freunden, Ihren sen und Umland zu Mitarbeitern, entdecken: ein Geschäftspartnern und Kunden an dieser Wirtschafts- und Lebensraum, der eine Stelle friedliche, entspannte Feiertage und lebedeutende Vergangenheit und eine ein gesundes, erfolgreiches Jahr 2018!

bendige Gegenwart aufweist. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen mit der Sommerausgabe des Allgäuer Wirtschaftsmagazins. Ihr Ihr

Thomas Tänzel

Verlagsinhaber Thomas Tänzel - Verlagsinhaber -

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Inhalt | Wirtschaft und Leben im Allgäu

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Jaguar I-Pace Einfach elektrisierend! Die Katze schnurrt elektrisch – der Jaguar I-PACE im Autohaus Hartmann.

TITELTHEMEN 10

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Maschinen- und Anlagenbau

Logistik-Software Als Big-Data-Experte entwickelt die kasasi GmbH aus Kempten intelligente Softwarelösungen im Bereich der Digitalisierung und Telematik für namhafte Kunden unterschiedlichster Branchen.

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Steuerberater

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Mit Spannung wird die Landtagswahl in ­Bayern in diesem Jahr erwartet.

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Kommunikation get-in-performance aus Betzigau hat sich die kommunikative Wissensentwicklung zur Auf­ gabe gemacht. Spannende Workshops und Seminare geben Einblicke und Anregungen für ein besseres Verständnis der verbalen und nonverbalen Kommunikation.

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Kundenstimmen Lesen Sie über Meinungen, Motive und Reaktionen von Kunden, die sich im Allgäuer Wirtschaftsmagazin präsentiert haben.

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Verpackungstechnologie rose plastic in Hergensweiler: Die erste Adresse weltweit, wenn es um hochwertige Verpackungen aus Hartkunststoff geht.

Personalberatung Wer innerhalb von zwanzig Minuten davon zu überzeugen ist, seinen Arbeitsplatz freiwillig zu räumen, hat entweder einen guten Grund – oder einen Chef, der von HR ­advanced be­raten wurde.

Landtagswahl

Wenn es um Maschinen- und An­ lagenbau geht, sind individuelle, präzise und schnelle Produktion für den Kunden maßgeblich. Bei der Gelso de GmbH gibt es daher ein Full-Service-Paket aus einer Hand.

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Wann und in welchen zeitlichen Abständen muss mit einer Betriebsprüfung gerechnet werden? Angele & Kollegen aus Türkheim klären auf.

Spannsysteme Bei der SFT Produktion GmbH entsteht smarte, hochinnovative und präzise Spanntechnik.

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Gartengestaltung Was geschieht, wenn junge, kreative Landschaftsarchitekten ihrem Geist freien Lauf lassen, um neue, außergewöhnliche Freiräume zu schaffen? Beim jungen Team von Freiraum Schmid ist alles möglich.

Brandschutz Damit es erst gar nicht zu einem Brandfall kommt und alle Beteiligten im Falle eines Brandes richtig handeln, bietet die DEKRA Akademie Schulungen rund um das Thema Brandschutz an.

Baugewerbe Die Max Wild GmbH schafft Raum und Wege. Als nachhaltiger Impulsgeber weist das Familienunternehmen mit frischen und neuen Ideen in Richtung der Zukunft.

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Wintergärten/Gartengestaltung Brack Wintergarten und Schellheimer Gartenund Landschaftsbau haben mit La Casa eine Basis geschaffen, die individuelle Wohn- und Gartenträume erfüllt. Mit ihrem neuen Standort in Dietmannsried schaffen sie nicht nur eine beispielhafte Ausstellung, sondern einen Zusammenschluss aller für die perfekte ­Garten­gestaltung notwendigen Gewerke.

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Inhalt | Wirtschaft und Leben im Allgäu

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Messe Messe Friedrichshafen: Es ist mehr als eine Messe – es die perfekte Plattform für Ihr Event.

Telekommunikation

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Die Zukunft der Telekommunikation steht nicht in den Sternen, sonder in der Cloud.

Steuerberatung Penke Heinze Ketterl – als vollständig ­digitalisierte Kanzlei sind wir Experten in Sachen eSteuern.

Personal S. 49 – 71 50

Wunschdienstplan

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Die Digitalisierung bietet zahlreiche Chancen für Unternehmen und Mitarbeiter.

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Die AIP aus Haldenwang hat sich längst einen Platz am Weltmarkt erarbeitet. Damit dies so bleibt, braucht es ein Team aus kreativen und motivierten Mitarbeitern, die diesen Erfolg weiter vorantreiben.

Digital Workplace Statt Schreibmaschine und Aktenregal reichen heute für den modernen Arbeitsplatz Laptop und Smartphone völlig aus.

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Ausbildung Ausbildungsbetriebe im kaufmännischen Bereich gibt es viele, doch besonders vielfältig ist die Ausbildung bei der Lattemann & Geiger Dienstleistungsgruppe (L&G).

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Neidlos kooperieren, um dem Nachwuchskräftemangel Paroli zu bieten: Das praktizieren die Azubi-Top-Hotels im A­ llgäu. So wie Florian Lingenfelder in seinem König-Ludwig-Hotel in Schwangau im Ostallgäuer Königswinkel.

Personal Was macht einen guten Arbeitgeber aus? Wer heutzutage als Fachkraft auf Stellensuche geht, achtet auf Details. Und dass diese bei Unimet als Teil der iwis Gruppe stimmig sind, zeigt sich täglich. Denn hier wartet mehr als ein guter Job.

Industrie

Hotel

Präzisionskugellager Myonic aus Leutkirch fördert bewusst motivierte Mitarbeiter, die eigenständig mitdenken, Verantwortung übernehmen und ihre Chance wahrnehmen wollen.

Weltweit sind die über 6.600 GROB-­ Mitarbeiter das Rückgrat des Unternehmens, sein entscheidender Erfolgsfaktor und gestaltende Kraft.

Intranet Einfach spannend - auch so können Unternehmensinfos für das Intranet sein.

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Personalmarketing

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Pharmadienstleister Aus gutem Grund zu Vetter aus ­Ravensburg: sichere Jobs bei einem Weltmarktführer.

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Inhalt | Wirtschaft und Leben im Allgäu

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Brandschutz

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Mit den Brandschutzexperten der bratec GmbH ist man gut beraten, denn die ­Wiggensbacher liefern alles aus einer Hand.

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Schutzrechte Lassen Sie sich von Patentanwalt Dr. Hoppe darlegen, wofür Unternehmen oder Privatpersonen Schutzrechte benötigen.

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Wohnträume Seit über 30 Jahren ist Linara (ehemals JOAS) der Experte, um Glas zu dem zu machen, was Kunden begeistert: Wohnträume im Einklang mit Licht und Natur!

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Versicherung Die Idee von BU Campus ist es, allen Arbeitgebern, die ihrer Sozial- und Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeiten nachkommen möchten, Fachvorträge und Workshops rund um das Thema Einkommenssicherung bei Verlust der Arbeitskraft anzubieten.

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Zehn Jahre Naturpark Nagelfluhkette Seit zehn Jahren besteht der Naturpark ­Nagelfluhkette. Ein Gruppe junger Ranger soll nun zum Erhalt der Landschaft beitragen.

82

Automobilbranche Eine Ära geht zu Ende und eine neue beginnt. Generationenwechsel im Autohaus Seitz.

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Energie Sinkende Kosten für PV-Anlagen und Speicher machen die Stromerzeugung zum Eigenverbrauch für Unternehmen wieder lukrativ.

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10.000 € Preisnachlass für die neue Audi A6 Limousine . 1

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Wenn intelligente Fahrerassistenzsysteme den nächsten freien Parkplatz finden, der Bedienkomfort revolutionär einfach ist, alle wichtigen Infos in Ihrem Blickfeld liegen, die Sprachsteuerung die Interaktion erleichtert. Dann hat die Businessklasse einen neuen Taktgeber: die Audi A6 Limousine2 im neuen, progressiven Design. 1

10.000 € Nachlass auf die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers. Das Angebot ist gültig für gewerbetreibende Einzelkunden, selbstständige Freiberufler, selbstständige Land- und Forstwirte und Genossenschaften.

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Kraftstoffverbrauch kombiniert: 5,8–5,5 l/100 km; CO2-Emission kombiniert: 150–142 g/km; Effizienzklasse: A.

Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen sowie Effizienzklassen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. Abbildung zeigt Sonderausstattung. Alle Angaben basieren auf den Merkmalen des deutschen Marktes.

Sichern Sie sich jetzt bis 31.08.2018 als Gewerbetreibender 10.000 € Preisnachlass1 für die neue Audi A6 Limousine2. Das Angebot ist limitiert auf 10 Stück. Seitz Autovertriebs-GmbH + Co. KG Audi Zentrum Kempten, 87435 Kempten, Calgeerstr. 7, Tel.: 0 831 / 51 23 80 Autohaus Seitz + Mayr, 87509 Immenstadt, Sonthofener Str. 50, Tel.: 0 83 21 / 66 56 51 Autohaus Seitz, 87700 Memmingen, Münchner Str. 81, Tel.: 0 83 31 / 9200 60 www.audi-kempten.de


Inhalt | Wirtschaft und Leben im Allgäu

Industrie 4.0 S. 89 – 127 90

Daten­schutz

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Das Thema Datenschutz spielt im Rahmen der Industrie 4.0 eine wesentliche Rolle.

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Zerspanungstechnik

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Fördertechnik Föratec aus Wangen im Allgäu plant und fertigt Fördertechnik und Rationalisierungstechnik aus einer Hand.

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Präzisionsteile „Präzision in Perfektion“. Das Werk der Berger Group in Wertach gilt unter Maschinenbaulieferanten als Spezialist für einbaufertige Präzisionsteile und Baugruppen.

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Messtechnik Endress+Hauser macht die Pharmaund Lebensmittelindustrie fit für Industrie 4.0.

Feinmechanik Die Gebrüder HAFF GmbH aus Pfronten ist ein traditionsreiches Familienunternehmen, das sich auf das Thema Feinmechanik spezialisiert hat und auf der Suche nach weiteren Fachkräften ist.

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Elektrik Gunkel-elektro in Halblech ist Komplett-Anbieter in Sachen Elektro in der ganzen Welt.

Medientechnik Die Bellgardt Medientechnik Vertriebs GmbH ist nicht nur Exklusivpartner von Cynap, sondern setzt auch im Bereich Medientechnik neue Maßstäbe.

Als mittelständisches Unternehmen mit fast 30 Jahren Erfahrung in der Zerspanungstechnik fertigt die Kögel GmbH in Schwabsoien Bauteile aller Art professio­nell und wirtschaftlich.

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Prozessoptimierung Herz-Käse und euroident – eine starke Partnerschaft für höchsten Genuss!

Die vierte industrielle Revolution Sie verändert nachhaltig die Art und Weise, wie zukünftig in Deutschland produziert und gearbeitet wird: Nach Dampfmaschine, Fließband, Elektronik und IT bestimmen nun „Smart Factories“ die vierte industrielle Revolution.

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Wenn es um Richtfunk geht bietet ­hefraTEC individuelle, funkbasierte Kommunikationslösungen im hoch performanten Bereich.

Digitalisierte Medizin Die Digitalisierung im Gesundheitswesen gehört zur Zukunft. Doch noch sind einige Kinderkrankheiten zu bekämpfen.

Kommunikationslösungen

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Verpackung Mit Riesenschritten in die Zukunft. ­Industrie 4.0 bei MULTIVAC.

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Metallgießerei Ideen in Form gegossen – Aluminiumund Metallgießerei Pfefferkorn aus Landsberg.

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Schleif- und Trennmaschinen Aus Tradition und Leidenschaft entsteht regionale Qualität. Für die Reichmann & Sohn GmbH aus Weißenhorn und Sport Hauber aus Steibis kommen somit Werte zusammen, die verbinden – und sich im perfekten Schliff widerspiegeln.

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Inhalt | Wirtschaft und Leben im Allgäu

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Kunst Friedrich Hechelmann – Phantastische Kunst mit Wertschätzung der Natur.

Liegt dieser Ausgabe bei: ­ Regio Spezial Füssen/Reutte

Neue Fußgängerzone Nach der Neugestaltung des Herzstücks der Kaufbeurer Altstadt im letzten Jahr präsentieren Stadt und Aktionsgemeinschaft ein Maßnahmenpaket zur Belebung der Innenstadt.

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Solarreinigung Im Herbst gilt es, die Ernte für das kommende Jahr einzufahren – das ist auch bei Photovoltaik-(PV-) Anlagen so.

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Immobilien Bei VON POLL erhält jede Immobilie die Aufmerksamkeit, die sie verdient hat. Peter Mösch und sein Team stehen in puncto Verkauf, Vermietung und Investment jedem Interessenten fachkundig beratend zur Seite.

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Kolumne: Zu guter Letzt ... Es lebe das Sommerloch-Tier.

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Berkheim | Baugewerbe

Der Tradition verpflichtet, der Region verbunden, unseren Mitarbeitern dankbar. 10

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V. l. n. r. : Christian Wild, Markus Wild, Daniel Wild, Jochen Wild (Geschäftsführer), Carina Wild, Max Wild (Geschäftsführer), Roland Wild (Geschäftsführer), Sabine Rapp und Elmar Wild (Geschäftsführer). Immer einen Schritt voraus sind die „Wilden“ seit 63 Jahren und stehen mit ihrem Namen für Leistung, Qualität und absolute Kundenorientierung.

Die Max Wild GmbH schafft Raum und Wege. Als nachhaltiger Impulsgeber weist das Familienunternehmen mit frischen und neuen Ideen in Richtung Zukunft.

„Der Tradition verpflichtet, der Region ­verbunden, unseren Mitarbeitern dankbar.“ Die Philosophie von Max Wild ist bereits am Eingang für jeden Besucher sichtbar und wird durch 520 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Tag für Tag gelebt. „Jeder Ein­ zelne macht unser Familienunternehmen zu dem, was es ist,“ davon ist Elmar Wild, einer der vier Wild-Brüder, die den Betrieb erfolgreich miteinander führen, überzeugt. Doch auch mit einer 63-jährigen Firmen­ geschichte ist hier nichts vom alten Eisen. Das einst kleine Fuhrunternehmen ist ­heute ein leistungsstarker Partner in den

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­ B ereichen Abbruch, Flächenrecycling, ­Tiefbau, M ­ aterial/Transporte, Logistik, Werk­statt­service und Systementwicklung. Dabei l­­­­ egen die Gebrüder Wild großen Wert auf einen regionalen Aktionsradius, obwohl im entsprechenden Geschäfts­ bereich auch bundesweite Projekte durch­ geführt werden. Die letzten zehn J­ahre der Firma zeigten, dass die Wilds auf dem richtigen Weg sind, da die Erfolgs­ ­ kurve ­rasant nach oben ging. „Das Erfolgsrezept ist dabei denkbar einfach“, erklärt Marketing­leiterin S­ usanne Fischer, „­ Tradition und fortschrittliches Denken und Handeln prägt die ­Unternehmenskultur der Firma Max Wild.“ Durch ständige ­Ve­ rbesserungen und Weiterentwicklungen gelingt es dem Unternehmen so, den Ansprüchen s­ ­ einer Kunden an eine qualitative ­ ­ Ausführung voll zu ­ erfüllen. „Und was nicht passt, wird ganz einfach passend ­gemacht“, lacht Susanne Fischer. Dabei ­gleiche kein Projekt dem anderen, da jedes ganz ­spezielles Know-how erfordere.

„Für mich ist „Wild“, auch bei Wind und Wetter sein Bestes zu geben.“ Jens Jattke Baumaschinenmonteur

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„Wo andere Unternehmen noch nach einer Lösung suchen, arbeiten wir schon mit der Lösung“, sagt Elmar Wild. So sei das Unter­ nehmen immer einen Schritt voraus, wenn es darum gehe, neue Ideen aufzugreifen, außergewöhnliche Projekte anzugehen und zukunftsweisende Pläne zu realisieren. Wo viele Firmen oft mit einem verstaubten Image kämpfen, sorgt mittlerweile die drit­ te Generation von „Wilden“ dafür, dass der Ideen­Pool nie leer wird. Und genau dort sieht das Unternehmen auch seine Zu­ kunft. So war es laut Susanne Fischer auch an der Zeit für einen neuen Imageauf­tritt. Das Markenprofil wurde mit einem kom­ plett neuen kommunikativen Auftritt ge­ schärft und die Website dabei moderni­siert­ immer mit Blick auf die speziellen Anforde­ rungen der Kunden. Maschinen­und Fahr­ zeugbeschriftungen wurden auf­ gefrischt und eine zielgruppenorientierte Social Me­ dia Strategie implementiert.

„Profis ohne Grenzen“ … …nennen die Wilds ihre Spezialisten. „Dem Leitspruch werden unsere Mitarbeiter jeden Tag mehr als nur ­ ­gerecht“, freut sich Elmar Wild. Sie s­ chaffen im Abbruch Platz für fortschrittliche Ideen, handeln nachhaltig, verbinden, ­ ­versetzen Berge, bewegen schwere Lasten ganz einfach, finden immer neue ­Lösungen, schaffen Grundlagen für neue Projekte, haben alle Abläufe fest im Griff und sind eins mit ihren Maschinen. G ­ erade letzteres fällt im Alltag Elmar Wild ­besonders auf, sind die Maschinenführer doch in einer fast innigen Beziehung zu ­ihrem G ­ erät. „Da werden sogar vor dem Einsteigen die schmutzigen Schuhe ausge­ zogen“, schmunzelt er und zeigt aber gleichzeitig Respekt vor dieser achtsamen Umgangsweise. „Dies zeigt deutlich, wie sehr unser Team auch die Maschinen und ­Fahrzeuge auf modernstem und technisch hochwertigsten Stand zu schätzen weiß.“

Laufen“, so Elmar Wild. Und um diese best­ möglich zu fördern, sind auch regelmäßige Weiterbildungen in den v­erschiedensten Sparten vorgesehen. B ­ esonders die Ausbil­ dung neuer Fachkräfte liegt den Wilds am Herzen. In ­ zahlreichen Ausbildungs­ berufen und dualen ­Studiengängen sind junge Leute gefragt, die auf Abwechslung und Zukunft setzen. „Bei uns wird gefor­ dert aber auch gefördert“, bekräftigt ­Susanne Fischer. So dürfen sich z. B. die Monteure, die an Wochenenden im Einsatz sind über einen 40%-igen Wochenend­ zuschlag auf ihren Bruttolohn freuen. Für die Wilds eine Selbstverständlichkeit.

Leistung, Qualität, absolute Kundenorientierung „Nur wenn du dein Ziel kennst, findest du auch den Weg, wie du dieses Ziel erreichst,“ ist Elmar Wild überzeugt. Optimale ­Lösungen, die immer einen Schritt voraus sind und mit Herzblut durchgeführt ­werden – das ist das Credo der „Wilden“. Zahlreiche ihrer Projekte bestätigen dies. Eines davon ist die Ortsmitte Berkheim. Hier entstanden in unmittelbarer Nähe zum neuen Rathaus durch die Wild ­Projektentwicklung GmbH zwei Wohnge­ bäude mit insgesamt 16 Wohneinheiten. „Damit starteten wir nicht nur ein neues Projekt, sondern auch in eine neue Sparte,“

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Manfred Schneider Oberbauleiter Abbruch

erklärt Elmar Wild, „unsere Gebäude machen den Ortskern von Berkheim ­ zusammen mit dem neuen Rathaus zu ­ einem wunderbaren Treffpunkt.“ Auch ­ Berkheims Bürgermeister Walther Puza freute sich über das Engagement der Firma Wild und die Neugestaltung der Ortsmitte. In das Fundament der neuen Wohnge­ bäude wurde übrigens eine Zeitkapsel mit ­Tageszeitungen, Plänen der Wohnanlage sowie Fotos des Teams der Wild Projekt­ entwicklung und den Mitarbeitern der ­Gemeindeverwaltung und des Gemeinde­ rats einbetoniert. Als Zeitzeuge und Glücksbringer spiegelt diese für die Max Wild GmbH ein Stück weit die Philosophie des Unternehmens wieder: In Gemein­ schaft optimale Lösungen schaffen, ­Herausforderungen meistern und an ihnen wachsen. Das gelingt Elmar Wild und ­seinen Geschwistern immer wieder aufs Neue. „Denn ohne gute Grundlage kann auch keine Zukunft entstehen,“ ist Elmar Wild überzeugt.

Susanne Pinn

Eine(r) von uns Die Dankbarkeit gegenüber der Mann­ schaft signalisiert schon die Philosophie im Schriftzug am Eingang des Firmenge­ bäudes. Dass Max Wild als Arbeitgeber ­daher für zahlreiche Benefits sorgt, ist für das Führungsteam selbstverständlich. „Die Menschen bei uns machen den Unter­ schied - und halten so das große Rad am

„Für mich ist „Wild“, nichts unversucht zu lassen. Seit 42 Jahren.“

„Für mich ist „Wild“, jeden Tag seinem Ziel ein Stück näher zu kommen.“ Manuel Schropp Tiefbau-Facharbeiter

Max Wild GmbH Leutkirchener Straße 22 88450 Berkheim Telefon (08395) 920-0 Telefax (08395) 920-650 info@maxwild.com www.maxwildcom

BILDER: MAX WILD GMBH

Ein Ideen-Pool der Superlative

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Kempten | Jaguar I-Pace

EINFACH ELEKTRISIEREND! Die Katze schnurrt elektrisch - der Jaguar I-PACE

Die elegante und dynamische Silhouette einer Raubkatze im Sprung.

Die Katze lässt das Mausen nicht und zeigt sich auch in der elektrischen Version gewohnt antriebsstark und äußerst geschmeidig. Der Jaguar I-PACE ist das erste rein elektrisch angetriebene Modell des britischen Autoherstellers und hebt sich durch sein Design, sein Innenraumkonzept und seinen Antrieb von vielen Fahrzeugen ab, die aktuell auf der Straße zu sehen sind. Das Raubtier im SUV-Gewand hat mit seinem elektrisierenden Allrad-Antrieb nichts von seiner Sprungkraft eingebüßt.Im Gegenteil - zwei von Jaguar entwickelte E-Motoren beschleunigen den Jaguar I-PACE in nur 4,8 Sekunden auf Tempo 100. Die spontane Kraftentfaltung kombiniert das Fahrzeug mit einem souveränen Abrollkomfort und hoher Fahrdynamik. Für den passionierten Dompteur also jede Menge Fahrspaß inklusive.

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DESIGN Die elegante und langgestreckte Silhouette mit kurzer und flacher Haube, die weit nach vorn gerückte Kabine, die aerodynamisch geformte Dachkontur und das knackige Heck erinnern jaguartypisch mehr an einen Sportwagen als an ein konventionelles SUV. Die britischen Designer haben den vollen Nutzen aus dem kompakt bauenden Elektro-Antrieb gezogen, was ein Blick in den großzügigen Innenraum beweist. Denn innen tut sich das Raumangebot eines XL-SUVs auf: auf der Rückbank genießen die Insassen 890 Millimeter Beinfreiheit und in der Mittelkonsole ist dank des fehlenden Getriebetunnels Platz für ein 10,5 Liter großes Staufach. Der I-PACE ist ein vollwertiger Fünfsitzer. Ohne Kompromisse.

„Während andere Hersteller über die Zukunft sprechen, bauen wir sie. Für das neue Mitglied der PACE-Familie, den rein elektrischen Jaguar I-PACE, haben wir das Lastenheft völlig neu geschrieben. Ohne Emissionen, ohne CO2 und Partikel kommen wir unserer Vision einer sauberen, sicheren und nachhaltigen Zukunft dramatisch näher.“ Dr. Ralf Speth, CEO Jaguar Land Rover

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Der I-PACE ist trotz überschaubarer Außenabmessungen innen ein vollwertiger Fünfsitzer.

E-ANTRIEB Der neue Jaguar I-PACE beeindruckt durch seine Kraftentfaltung. Die beiden von Jaguar Land Rover selbst entwickelten Elektromotoren - je einer für die Vorder- und für die Hinterachse - liefern einen außergewöhnlich kräftigen Antritt schon aus dem Stand - und Allradtraktion auf der Straße und im Gelände. Mit der 90kWh Lithium-Ionen-Batterie bringt es der I-PACE auf eine Reichweite von 480 Kilometern im WLTC-Zyklus (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure). Da die Akkus im Unterboden und nah am Schwerpunkt verstaut sind, lässt sich der Elektro-SUV sehr dynamisch bewegen.

INFOTAINMENT High-Tech pur bestimmt auch das Innenleben der Katze: Der neue I-PACE ist der erste Jaguar mit dem neuen Touch Pro Duo Infotainment-System von Jaguar Land Rover. Dazu gehören das Navigationssystem,

das unter Einbeziehung der eingegebenen Route eine sehr exakte Kalkulation der Reichweite und des Batterieladezustands ermittelt. Darüber hinaus erkennen Algorithmen mit künstlicher Intelligenz individuelle Vorlieben und nehmen Feinjustierungen des Antriebs und des Interieurs vor. So weiß Ihr Jaguar automatisch um Ihren liebsten Radiosender oder Ihre individuelle Sitzposition. Der neue Jaguar I-PACE schnurrt nicht nur leise, emissionsfrei, intelligent und sicher, sondern kombiniert auch die Performance eines Sportwagens mit der Praxistauglichkeit eines fünfsitzigen SUVs. Der I-PACE ist zum Einstiegspreis von 77.850 Euro in den Ausstattungsstufen S, SE und HSE sowie in einer First Edition erhältlich. Wer nicht vom ersten rein elektrisch angetriebenen Jaguar-Modell lassen möchte, der vereinbare einen Termin beim Autohaus Hartmann in Kempten für eine Probefahrt. „Werden Sie Teil der neuen Antriebsrevolution made by Jaguar.“

Angelika Hirschberg

Verbrauchswerte Verbrauchswerte: Jaguar I-PACE Stromverbrauch in kWh/100 km: 24,2-21,2 (komb.); CO2-Emissionen im Fahrbetrieb in g/km: 0 (komb.), nach WLTP.

Auto Hartmann GmbH

Allgäu Wirtschaftsmagazin

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BILDER: JAGUAR PRESS

Mehr Sportwagen als konventionelles SUV - Jaguar geht mit dem I-PACE eigene Wege.

Im Moos 3 87435 Kempten Telefon (0831) 960460-0 Telefax (0831) 960460-99 info@autohaus-kempten.de www.autohaus-kempten.de

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Kempten/Augsburg/Ulm | Brandschutz

Verantwortungsvoll handeln

BRANDSCHUTZ IM UNTERNEHMEN

Eine gelebte Sicherheitskultur im Unternehmen schützt Menschen, Umwelt und Sachwerte. Arbeits- und Brandschutz gehen dabei Hand in Hand. Denn gerade in Sachen Brandschutz gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Damit es erst gar nicht zu einem Brandfall kommt und alle Beteiligten im Falle eines Brandes richtig handeln, bietet die DEKRA Akademie Schulungen rund um das Thema Brandschutz an.

Seit über 40 Jahren setzt die DEKRA Akademie bundesweit Maßstäbe in ­ ­Sachen Weiterbildung und Qualifikation. Von der virtuellen Akademie über ­Inhouse-Schulungen bis hin zur konzeptio­ nellen Entwicklung und Umsetzung maßgeschneiderter Seminare – als einer der größten privaten Bildungsträger Deutschlands – vereint die DEKRA Akademie höchste Ausbildungsqualität mit umfassenden Branchenkenntnissen. In den letzten Jahren hat gerade das ­Thema Arbeits­ sicherheit zunehmend an Bedeutung gewonnen. „Durch einen gut organisierten Arbeitsschutz werden ­ wesentliche Teile vom Brandschutz a­ bgedeckt“, so Gerlinde Graszl, Team­ leitung Kundenbetreuung DEKRA A ­ kademie GmbH. „Das ist auch das Ziel der DEKRA, die Botschaft zu vermitteln, dass nur eine gelebte Sicherheitskultur im Unternehmen den Menschen schützt und sowohl für die Unternehmenssicherheit, als auch für die Sicherheit der Allgemeinheit ein großer Beitrag geleistet wird.“ Der Gesetzgeber fordert dabei von jedem U ­ nternehmen, unabhängig von der Größe des Betriebes, zum einen eine re­gelmäßige Unterweisung aller Beschäftigten über die Brandgefahren und Brand­ schutz­ einrichtungen im Unternehmen und über das richtige Verhalten im Brandfall. Und zum anderen die Ausbildung von Brandschutzhelfern. Die Schulung zum Brandschutzhelfer kann in einem 1-Tages-­ Seminar bei der DEKRA Akademie in

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Neben der Vermittlung der rechtlichen Grundlagen wird ein b­ esonderes Augenmerk auf die Ziele, ­Organisation und Methoden des betrieblichen Brandschutzes gelegt. „Die Mitarbeitenden werden von uns in ­diesem Thema rundum begleitet. Probleme und Fragen werden auch im ­ Nachgang ernst genommen und be­ antwortet. Dadurch haben die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen, zusammen mit ihrem Betreuenden die Möglichkeit, Entscheidungen gemeinsam zu erörtern und auch über die weitreichenden Konsequenzen zu reden“, erläutert Gerlinde Graszl. Selbstverständlich werden die theoretischen Grund­lagen auch praktisch geübt. Durch eine Feuerlöschübung mit Handfeuerlöschung bekommen die Teilnehmenden ein ­ Gefühl für die

Brandbekämpfung mit Feuerlöschern und können im Ernstfall ihr Wissen aus der Übung abrufen, ohne sich erst lange überlegen zu müssen, wie ein Feuerlöscher zu handhaben ist. Damit dieses Wissen frisch bleibt, empfiehlt es sich, alle 3 bis 5 Jahre eine Wieder­holungsschulung zu besuchen. Neben der Ausbildung von Brandschutzhelfern kann, je nach Brandrisiko und der Anzahl der gefährdeten Personen, die ­Bestellung eines Brandschutzbeauftragten ebenfalls notwendig sein. Zwingend er­ forderlich wird die Bestellung eines Brandschutz­ beauftragten immer dann, wenn es b­ aurechtlich oder in einer Bauvorschrift vorgegeben ist. Diese Vorgabe liegt in der jeweiligen Hoheit der Länder und betrifft in Bayern unter anderem Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, aber auch Hotels und Industriebetriebe.Als wichtiger Baustein in der Unternehmenssicherheit, sind die Brandschutzbeauftragten, ebenso

Schulungstermine Brandschutzhelfer/-in in Kempten: • 15.09.2018 • 01.12.2018

Brandschutzbeauftragte/r in Augsburg: • 03.09.2018 – 12.09.18 • 05.11.2018 – 14.11.2018

Brandschutzhelfer/-in in Ulm: • 18.09.2018 • 26.09.2018 • 04.10.2018

Brandschutzbeauftragte/r in Ulm: • 15.10.2018 – 24.10.2018

Allgäu Wirtschaftsmagazin

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wie die Fachkräfte für Arbeitssicherheit, dem Arbeitgeber unmittelbar unterstellt und in der Ausübung ihrer brandschutztechnischen Fachkunde weisungsfrei. Um die angehenden Brandschutz­ beauftragten optimal auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorzubereiten, schult die DEKRA Akademie die Teilnehmenden in einem 8-tägigen Seminar intensiv zum Thema Brandschutz. Vom betrieb­ lichen Notfallmanagement über ­vor­beugenden, abwehrenden und organisatorischen Brandschutz werden dabei alle Themen praxisnah vermittelt und ebenfalls in einer praktischen Übung e­ rprobt. Nach der schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfung erhalten die Teil­nehmenden ein anerkanntes Zertifikat der DEKRA Akademie. Um die Qualifi­ kation zum Brandschutz­beauf­tragten aufrecht zu erhalten, sind innerhalb von drei Jahren Fortbildungsveranstaltungen mit mindestens 16 Unterrichtseinheiten zu 45 Minuten zu besuchen. Auch hier bietet die DEKRA eine professionelle Unterstützung und Begleitung für Unternehmen rund um das Thema Brandschutz auch über die Lehrgänge hinaus an.

Simone Wintergerst

DEKRA Akademie GmbH Ulmer Straße 160 86156 Augsburg Telefon (0821) 44091-65 Telefax (0821) 44091-58 gerlinde.graszl@dekra.com www.dekra-akademie.de

BILDER: DEKRA AKADEMIE, FOTOLIA

Kempten absolviert werden. Auch In­ house-Seminare sind bereits für Einzelpersonen möglich.

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Kempten | Logistik-Software

Markus Lechner, Geschäftsführer

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„kasasi inside“ – Know-how aus dem Allgäu für Global Player! 4 | 2018 Allgäu Wirtschaftsmagazin


kasasi vereinfacht Logistikprozesse

Tönnies vertraut bei der Auslieferung fertiger Fleischprodukte auf die eigene Tevex-Flotte.

und Transportunternehmen haben den ­Digitalisierungstrend der Branche erkannt und vertrauen bei der Umsetzung auf das Know-how von kasasi. „Obwohl sich alle Projekte im Kern ähneln, bleibt jedes für sich spannend und individuell“, erzählt Markus Lechner. So organisieren die Lösungen von kasasi beispielsweise die ­ automatisierte Überwachung von Sub­ ­ unternehmer-Fahrzeugen, die für Deutschlands größten Luftfracht Anbieter, Güter, wie z. B. Blumen, zwischen den Flughäfen transportieren. Oder erstellen abschließende, gesetzlich vorgeschriebene Temperatur­ dokumentationen im Rahmen der Zustellung von Medikamenten für die KEP-Tochter eines weltweit bekannten US-Logistikkonzerns.

Das aufstrebende Unternehmen wurde 2009 von Markus Lechner gegründet. ­Innerhalb weniger Jahre konzipierte das mittlerweile 45-köpfige Team die hersteller­ unabhängige Plattform „NIC-­ place“, die Telematikdaten von unterschiedlichen Hardware-Systemen ­sammelt, aufbereitet und visualisiert, sodass Kunden weltweit von einem erheblichen Mehrwert in Punkto Transport-Überwachung, Effizi­ enzsteigerung und ­ Qualitätssicherung profitieren. Um zusätzlich eine touren­ ­ bezogene Abwicklung zu ermöglichen, schafft kasasi mit dem Webservice „TMS „kasasi versteht genau, welche Connect“ die Voraussetzungen für den Herausforderungen der Praxisalltag einfachen Austausch mit vorhandenen ­ Drittsystemen, wie dem Transport-­ in der Logistikbranche mit sich bringt. Durch unsere Zusammenarbeit sind Management-System (TMS), das bei der Tourenplanung unterstützt. „Unsere wir nun transparenter und vor allem ­Kunden möchten alle Tourdetails auf e­ inen effizienter im täglichen Geschäft.“ Blick. Dazu matchen wir Informationen aus dem TMS zu Abfahrtszeiten, Marcus Stühlinger, Zwischenstopps ­ und eingesetzten Geschäftsführer Tevex ­Fahrzeugen mit Telematikdaten. Dadurch lassen sich z. B. Ankunftszeiten (ETA) ­berechnen, die Tour im Hinblick auf ­Route, Türöffnungen oder Temperatur-Abweich­ ungen überwachen und entsprechende kasasi inside bei Tevex/Tönnies Alarme bei Abweichungen vom Soll Tönnies zählt als Lebensmittelproduzent erzeugen“, erklärt Markus Lechner zum ­ europaweit zu den größten Schlacht-, Zer­automatisierten Transport-Monitoring. lege- und Veredelungsbetrieben. Den Foodlogistic-Bereich deckt die eigene Division Tevex mit einer Flotte von über kasasi-Entwicklungen im Einsatz bei 1.000 eigenen Fahrzeugen ab, welche in bekannten Unternehmen Zusammenarbeit mit Dienstleister-FahrInsbesondere große Speditionen, L ­ ogistiker Allgäu Wirtschaftsmagazin

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zeugen die Verteilung fertiger Fleischprodukte von Tönnies übernimmt. Tevex ist mehr als die reine Konzernspedition. Das Logistik Unternehmen mit rund 600 Mitarbeitern an sechs europäischen Standorten fährt nicht nur Fleisch, sondern diverse Produkte im Ultra-Frische-Bereich. Auch hier kommt NIC-place und TMS Connect von kasasi zum Einsatz, denn bei temperaturgeführten Transporten ist eine lückenlose Einhaltung der Kühlkette Pflicht. Zunächst werden sämtliche Tourdaten aus dem TMS an NIC-place übergeben und dazu passende Monitoring-Parameter im Hinblick auf Live-Tracking, Diebstahl und Temperaturen hinterlegt. Mit Ausfahrt aus dem bekannten Abfahrts-Geokreis startet, mit Einfahrt in den Ablade-Geokreis endet die Überwachung. Während der Tour werden alle gesammelten Telematikdaten mit den definierten Kriterien abgeglichen, an das TMS zurückgespielt und Abweichungen sofort an den verantwortlichen Disponenten eskaliert. So kann Tevex zum Beispiel den Empfänger über eine verspätete Ankunft informieren oder sofortige Gegenmaßnahmen einleiten, sobald kritische Temperaturabweichungen festgestellt werden. Wer in der Logistikbranche tätig ist und die Digitalisierung der eigenen Transportprozesse vorantreiben möchte, ist bei kasasi bestens beraten. Nadine Kerscher

kasasi GmbH BILDER: KASASI GMBH TEVEX/TÖNNIES

Der Wunsch von digitalen und ­transparenten ­Prozessen ist längst in der Logistikbranche angekommen und entwickelt sich zum Branchen-­ Standard. Dazu zählt beispielsweise die Vernetzung von ­Drittsystemen, das Anreichern von Planungsdaten mit Telematikdaten oder die lückenlose Dokumentation eines Transportes. Genau hier setzt das Kemptener ­Unternehmen mit seinen innovativen Software­lösungen an und etablierte sich in den vergangenen Jahren ­erfolgreich am Markt.

An der Stiftsbleiche 11 87439 Kempten Telefon (0831) 51234330 info@kasasi.de www.kasasi.de

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Türkheim | Steuerberatung

Betriebsprüfung: Größenklassen 2019

Wann und in welchen zeitlichen Abständen muss mit einer Betriebsprüfung gerechnet werden? Diese Frage stellen wir Andreas Heim, Steuerkanzlei bei Angele & Kollegen in Türkheim. Eine eindeutige Antwort auf diese Frage gibt es zwar nicht. Denn die Betriebsprü­ fungsstellen entscheiden „nach pflichtge­ mäßem Ermessen, ob und wann eine Au­ ßenprüfung durchgeführt wird“ (§2 Abs. 3 der Betriebsprüfungsordnung (BpO)). Einen wichtigen Anhaltspunkt, in wel­ chem Umfang ein Unternehmer im Fokus der Betriebsprüfer ist, liefert jedoch die ­Größenklasseneinordnung nach der BpO.

Größenklassen Gemäß §3 der BpO werden Unternehmer in folgende Größenklassen eingeordnet: Kleinstbetriebe (Kst), Kleinbetriebe (K), Mittelbetriebe (M), Großbetriebe (G). Zu welcher Größenklasse ein Betrieb zählt, bemisst sich nach den Umsatzerlösen oder dem steuerlichen Gewinn. Die be­ tragsmäßige Höhe des einen oder anderen ­Betriebsmerkmals (Abgrenzungsmerkmals)

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legt das Bundesfinanzministerium (BMF) jährlich neu fest.

Beträge für 2019 Für 2019 gelten folgende Abgrenzungs­ merkmale (BMF vom 13.04.2018, IV A 4 – S 1450/17/10001): Handelsbetriebe mit Um­ satzerlösen bis zu € 210.000,00 oder einem steuerlichen Gewinn von bis zu € 44.000,00 gelten als Kleinstbetriebe, Dies gilt ebenso für Fertigungsbetriebe, freie Berufe oder sonstige Leistungsbetriebe. Betriebe mit Umsatzerlösen oder einem steuerlichen Gewinn über den genannten Grenzen sind Kleinbetriebe. In beiden Kategorien sind Betriebsprüfungen eher selten.

Mittelbetriebe Handelsbetriebe gelten als Mittelbetriebe bei Umsatzerlösen von mehr als € 1.100.000,00 bzw. einem steuerlichen Gewinn von über € 68.000,00. Fertigungsbetriebe sind Mittel­betriebe ab einem Umsatz von mehr als € 610.000,00 oder einem steuerlichen Gewinn von ebenfalls € 68.000,00. Bei den freien Berufen liegt die „Messlatte“ für ­einen Mittelbetrieb am höchsten: Umsatz­ erlöse über € 990.000,00 bzw. steuerlicher

Gewinn von über € 165.000,00 Mittelbe­ triebe werden statistisch gesehen häufiger geprüft.

Großbetriebe Großbetriebe werden im Regalfall fast ­lückenlos im dreijährigen Turnus g­eprüft. Ein Handelsbetrieb ist Großbetrieb bei Umsätzen von über € 8,6 Mio. oder ­einem steuerlichen Gewinn von mehr als € 335.000,00. Fertigungsbetriebe gelten als Großbetriebe ab einem Umsatz von mehr als € 5,2 Mio. oder einem steuerlichen Ge­ winn von über € 300.000,00. Bei den freien Berufen liegen die Grenzen bei € 5,6 Mio. bzw. € 700.000,00. Als Großbetriebe gelten aber auch Privatpersonen mit positiven Einkünften von mehr als € 500.000,00.

Angele & Kollegen Steuerberatungs-­ gesellschaft GmbH & Co. KG Irsinger Straße 3 86842 Türkheim Telefon (08245) 96020 kanzlei@angele-kollegen.de www.angele-kollegen.de

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BILD: ANGELE & KOLLEGEN

Betriebsprüfungsordnung


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Obergünzburg | Gartengestaltung

Garten ist Freiraum Eintauchen und entspannen!

Was geschieht, wenn junge, kreative Landschaftsarchitekten ihrem Geist freien Lauf lassen, um neue, außergewöhnliche Freiräume zu schaffen? Bei Freiraum Schmid ist alles möglich. Und noch mehr.

So verschieden die Menschen und ihre Wohnsituation, so verschieden sind auch Gärten. Sie sind geprägt durch Individualität und spiegeln unsere Wünsche nach ­einem Ort der Ruhe und des Ausgleichs wider. „Wir sorgen dafür, persönliche Gartenträume zu verwirklichen“, erklärt ­ Geschäftsinhaber Roland Schmid. Dabei setzen der Landschaftsarchitekt und sein Team auf außergewöhnliche und individuelle Lösungen. Geradlinig und elegant. ­Gemütlich und geborgen. Traditionell und ursprünglich. Mediterran und charmant. Bei der Planung von Außenanlagen rund um das eigene Heim ist es für den Laien oft schwierig, wo man beginnen soll. „Oft fehlt es an einem stimmigen Gesamtkonzept und dem Fachwissen zur Umsetzung“, so die Erfahrung von Roland Schmid. Dabei ist der Garten besonders in der ­warmen Jahreszeit mehr als nur ein Stück Grund rund ums Haus. Denn trotz aller Kultivierung ist der Garten als Naturraum natürlichen Rhythmen unterworfen, was Kraft und Orientierung gibt, Mensch und Natur auf vielfältige Weise verbindet und somit eine heilsame Wirkung auf Körper und

Die Freiraum- Gärtner bringen das passende Ambiente gerne auch in Ihren Garten!

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Gewagtes Farbspiel: Sichtschutz aus Glas und Stein

Freiraum Feuer

Freiräume neu denken: Senkgarten als Ruheort

Seele hat. Roland Schmid und sein Team schaffen auf einzigartige Weise ganz besondere Gartenerlebnisse. „Der Garten als Freiraum hat sich in unserer Gesellschaft zu einem kostbaren Gut entwickelt“, sagt Roland Schmid,“ er soll ein Ort des Ausgleichs und für die Freizeit sein.“

Beratung der Kunden besonders am Herzen: „Oft kommen wir beim Gespräch auf Möglichkeiten, an die der Bauherr vorher gar nicht gedacht hat“. Mit Empathie und Erfahrung gingen die Landschaftsbauer so auch das Projekt von den Kunden Sabine und Peter Humboldt an. „Der Garten, den Herr Schmid, Frau Frick und ihr Team für uns geplant und angelegt haben, ist ein Traumgarten“, berichtet das Ehepaar begeistert, „wir freuen uns jeden Tag an Formen und Farben, an Blumen, Bäumen und Wegen. Auch Freunde, Bekannte und Nachbarn sind stets begeistert.“

abends beim sanften ­Geräusch der Wellen entspannen: Eine W ­ asserfläche bereichert den heimischen Garten zu jeder Zeit und steht daher ganz oben auf der Wunschliste vieler Hausbesitzer. Für das passende Ambiente sorgt dabei das „Freiraum Feuer“. Gesellig, genussvoll grillen – mit der Kreation von Freiraum ist ein Grillerlebnis der besonderen Art garantiert und rundet jeden Sommerabend ­perfekt ab. Eine Feuerschale sorgt für gemütliches Knistern und die integrierte ­ Grillscheibe bietet gleichzeitig bei unterschiedlichen Gartemperaturen perfekte Grillergebnisse. Was einst schon die Pilger in Santiago de Compostella zur Essens­zube­ reitung nutzten, wird im eigenen Garten zu einem einzigartigen Erlebnis. Ob De­signer­ freunde, Genießer, Landliebhaber oder Freunde des Südens – Freiraum Schmid schafft für jeden eine spezielle und individuelle Wohlfühloase. Mit ­Liebe zum ­Detail, ästhetischem ­ Einfühlungsvermögen und hochkarätigem fachlichem Knowhow auf höchstem Niveau sorgt das Team von R ­ oland Schmid für Ihren perfekten S­ ommer. Susanne Pinn

Zu Hause in der Natur Das Unternehmen wurde 2008 von Roland Schmid gegründet und ist einer der ­wenigen Betriebe, die einen Garten- und Landschaftsbau sowie ein Planungsbüro für Objektplanung unter einem Dach ­vereinen. „Dadurch haben wir natürlich ein hervorragendes Fachwissen und einen hohen Standard bei Planungen, was uns auch beim privaten Gartenbau zugutekommt“, erklärt Landschaftsarchitektin Annette Frick. Der heutige Standort in der alten Wiesmühle bei Obergünzburg spiegelt ein Stück weit die Kreativität und den Einfallsreichtum des Teams wider und zeigt, wie modernes Denken in traditioneller Umgebung zu außergewöhnlichen ­ Projekten führt. Annette Frick liegt die persönliche

Mehr Freiraum im eigenen Garten Was ist pures Glück im Sommer? Sonnenstrahlen erwärmen die prickelnde Haut, während man im eigenen Pool das kühle Wasser genießt. Wer sich diesen Traum im eigenen Garten verwirklichen will, setzt heute zumeist auf ein reduziertes, puristisches Design. Morgens vor der Arbeit schnell ein paar Runden im herrlich ­erfrischenden Nass drehen, am Nachmittag den Kindern beim usehen oder ausgelassenen Planschen z­

Freiraum Schmid BILDER: FREIRAUM SCHMID

Wiesmühle 1 87434 Obergünzburg kontakt@freiraum-schmid.de www.freiraum-schmid.de Teamwork – die Grundlage für eine erfolgreiche Projektabwicklung

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Bayern | Landtagswahl

BILDER: BÜRO POHL, FELIX HÄLBICH, BÜRO HOLETSCHEK, BÜRO GEHRING

Das Buhlen um Wählerstimmen

Thomas Gehring, MdL, stellv. Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen

Dr. Paul Wengert, MdL, Kommunal- und innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

Die Stärken in der Region sehen, auf Zusammenarbeit setzen und die Weichen in der Landespolitik richtigstellen: Dann können wir im Allgäu zeigen, dass Wirtschaft und Ökologie erfolgreich vereinbar sind. Unsere Landschaft und unser einziger Naturraum sind unsere Stärke, ebenso wie die Menschen, die dort hart arbeiten und gern leben, wo andere Urlaub machen. Wir haben Leute mit innovativen Ideen und ein gutes Nebeneinander spannender Betriebe. Wenn wir auf Vernetzung setzen, dann können wir zeigen, was wir in Sachen Elektromobilität, umweltgerechter Technologien, gesunder und regionaler Lebensmittel, sanftem Tourismus oder zukunftsfähiger Gesundheitsversorgung alles können. Als Landespolitiker setze ich mich ein für eine bessere Bildungspolitik: mit guten Unterricht für Alle, der Vereinbarung von Familie und Beruf und einer Stärkung der Berufliche Bildung. Ich bin für moderne Infrastruktur mit flächendeckendem Breitband und modernem Schienenverkehr.

Seit 2008 ist Dr. Paul Wengert im Bayerischen Landtag vertreten. Für ihn begann damals ein neuer beruflicher Lebensabschnitt. War er doch zuvor Richter und Staatsanwalt, anschließend 18 Jahre Erster Bürgermeister vonn Füssen und Oberbürgermeister von Augsburg. Es gibt sicher nicht viele Menschen, die damit in allen drei „Gewalten“ – nämlich Judikative, Exekutive und Legislative – arbeiten durften und dürfen. Ich habe mich in allen Bereichen immer für die Menschen eingesetzt und versucht, ihre Probleme zu verstehen und ihnen zu helfen. Im Allgäu habe ich mich vor allem für eine gute Infrastruktur in den Gemeinden, für den Ausbau des öffentlichen und des Schienenpersonenverkehrs, für Straßenausbau (B16) und Straßenerhalt, für unser heimisches Gewerbe, für den Schutz der Natur und unserer natürlichen Lebensgrundlagen sowie den Erhalt unserer bäuerlichen Landwirtschaft eingesetzt. Das möchte ich auch künftig tun. Deshalb trete ich wieder an.

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Mit Spannung wird die Landtagswahl in Bayern in diesem Jahr erwartet. Während die CSU im Umfragetief verharrt, gibt es auch kaum Bewegung bei den anderen Parteien. Schafft die FDP wieder den Sprung in den Landtag? Und wie viele Stimmen kann die AfD in Bayern für sich vereinen? Vier Allgäuer Abgeordnete wollen auch im künftigen Landtag vertreten sein.

Klaus Holetschek, MdL, Fraktion CSU und Beauftragter für Bürgeranliegen der Bayerischen Staatsregierung

Bernhard Pohl, MdL, Haushalts- und Finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Freie Wähler

Bayern steht heute so gut da wie nie zuvor. Mir liegt dabei insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung und Prosperität Bayerns und natürlich die meines Stimmkreises am Herzen. Die Arbeitslosenquote im Landkreis Unterallgäu liegt bei aktuell 1,6 Prozent. Das ist ein Verdienst der vielen weitsichtigen Unternehmen und tüchtigen Mitarbeiter. In der Region habe ich mich erfolgreich dafür eingesetzt, dass in Memmingen eine staatliche Hochschulaußenstelle mit dem Studiengang Systems Engineering eingerichtet worden ist, der Breitbandausbau auf Hochtouren läuft, der Ausbau und eine Vielzahl an Infrastruktur- und Dorferneuerungsprojekten angepackt oder abgeschlossen wurde. Zudem habe ich mich mit Nachdruck dafür eingesetzt, dass der Freistaat den 17 Mio. Euro teuren Ausbau des Allgäu Airports mit 12,2 Mio. Euro unterstützt. Laut einer aktuellen Umfrage leben 98 Prozent der Menschen gerne in Bayern. Ich möchte alles dafür tun, dass das so bleibt!

Das Allgäu als aufstrebende Wirtschafts- und Tourismusregion Bayerns mit höchster Lebensqualität steht vor großen Herausforderungen. Wir haben durch harten Einsatz für die Region einiges erreicht, müssen aber am Ball bleiben. Mein Hauptaugenmerk will ich auch weiterhin auf die Themen Verkehrsinfrastruktur, Wirtschafts- und Siedlungsentwicklung sowie Entlastung von Steuern und Abgaben richten. Unser Kampf für eine 4-spurige B12 und für zahlreiche Ortsumgehungen, insbesondere an der B16, war erfolgreich. Wir müssen nun auf eine zügige Realisierung bis 2021 drängen. Der Allgäu Airport ist wichtig für die Region, aber auch für ganz Bayern. Wir brauchen keine Obergrenze für den Flächenverbrauch, sondern eine sinnvolle Ausweisung von Flächen für Gewerbe und Wohnbau. Wohnen muss bezahlbar bleiben! Ich habe für meine Fraktion federführend die Gesetze zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge erarbeitet, eine Entlastung für viele Grundstücksbesitzer.

Stefan Günter Allgäu Wirtschaftsmagazin

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Bad Wörishofen | Personalberatung

Outplacement

Wenn eine Trennung unumgänglich ist.

Leistungsfelder HR advanced • Recruiting von Fach- und F­ ührungskräften

Eine Trennung vom Arbeitgeber, die nicht selbst veranlasst ist, ist ein radikaler Einschnitt im Leben des Mitarbeiters. Out­ placement heißt, Experten-Know-how auf Zeit für einen wertschätzenden Trennungsprozess in Anspruch zu nehmen.

Win-win-Situation für Mitarbeiter und Unternehmen. Unsere Beratung mag in fremden Ohren seltsam klingen. Erst beraten wir die Chefs und dann die Opfer. Aber für uns gehört beides zusammen. Wir entscheiden nicht darüber, wer gehen soll, aber wir helfen ­dabei, dass mit denen, die es trifft, anständig umgegangen wird. Ein Trennungsprozess ist für alle Beteiligten unangenehm. Die Gespräche mit den betroffenen Mitarbeitern zeigen uns, wie viele Fehler ­gemacht werden. Anwälte und Arbeitsgerichtsprozesse kosten Zeit und Geld; und das Image ist häufig auch beschädigt.

Anpassungsmaßnahmen und Trennungskultur Die Unternehmen, in die wir gerufen werden, haben sich ihre Entscheidung nicht leicht gemacht. Sie haben ihr P ­ ersonal oft teuer am Markt gewonnen, weitergebildet und in die Firmenkultur integriert. Das Klima ist familiär, viele haben sich noch nie in

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größerem Stil von Mitarbeitern getrennt. Ein Arbeitsvertrag galt bei ihnen bisher als lebenslange Partnerschaft. Wenn es um notwendigen Personalabbau geht, aber keine arbeitsrechtlich anerkannten be­ triebsbedingten Gründe vorliegen, Kündigungen also nicht ausgesprochen werden können, werden wir gerne hinzugezogen. Für viele Unternehmen ist das eine völlig neue Situation, viele sind damit überfordert. Sie haben – ganz wichtiges Wort in diesem Zusammenhang – noch keine Trennungskultur entwickelt.

Die Illusion eines Gespräches Das Trennungsgespräch ist eine der größten Herausforderungen für eine Führungskraft, weil es die Art von Gespräch ist, auf die sie nicht trainiert ist. Normalerweise geht es in Gesprächen darum, eine Lösung zu finden, sich auszutauschen, zu überzeugen. Im Trennungsgespräch sitzt jemand gegenüber, dem sie erklären muss, dass er im Unternehmen nicht mehr gebraucht wird. Diesen Menschen werden Sie nie überzeugen können, schon der Versuch wäre absurd. Das Trennungsgespräch ist kein Gespräch. Es ist die Überbringung ­einer Entscheidung, über die nicht mehr verhandelt wird. Am Ende wird es einen Dissens geben, keine Lösung. Das muss man aushalten und das ist schwer.

Die ­Vergangenheit dokumentieren Wenn der Mitarbeiter dann fragt, warum ausgerechnet er gehen soll, wird er vielleicht zu hören bekommen, dass man schon länger mit ihm unzufrieden sei. In seiner Personalakte ­ allerdings findet sich überhaupt kein ­Hinweis darauf. Dies ist mit feh-

• HR Business Partner Consulting • Newplacement und Karrierecoaching • HR Organisationsentwicklung

lender ­Trennungskultur gemeint. Als Führungskraft muss ich schlechte Leistung und Fehlverhalten permanent, zeitnah und ­ ­konkret ansprechen und darf die Konsequenzen nicht scheuen.

Veränderungen erzeugen Emotionen – ­ immer. Diese Emotionen aufzufangen und wertschätzend zu steuern, darauf kommt es an. Wer es schafft, auch bei Trennungen zwischen Unternehmen und Mitarbeiter eine Win-Win-Situation herzustellen, gewinnt Vertrauen und Glaubwürdigkeit in der ­gesamten Belegschaft. Wenn keine Verletzungen zurückbleiben, finden Mitarbeiter oft leichter eine neue Stelle. Denn sie müssen beim Einstellungsgespräch den Arbeitsplatzverlust nicht mit sich selbst begründen, sondern können das Bild angeben, in das sie einfach nicht mehr gepasst haben. Sprechen Sie mit uns, bevor Sie die ersten Schritte einleiten.

Helga Jungnickl

HR advanced Berliner Straße 17b 86825 Bad Wörishofen Telefon (08247) 332911 info@hr-advanced.de www.hr-advanced.de

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BILDER: HR ADVANCED

Wer innerhalb von zwanzig Minuten davon zu überzeugen ist, seinen Arbeitsplatz freiwillig zu räumen, hat entweder einen guten Grund – oder einen Chef, der von HR advanced ­beraten wurde.


Wirtschaftsmeldungen | Wirtschaft und Leben im Allgäu

BILD: LERCH GENUSS

Hoteleröffnung „Das Weitblick Allgäu“ in Marktoberdorf

Vier Sterne, knapp 100 Gästezimmer und eine umwerfende Aussicht auf das Alpenpanorama erwartet die Gäste ab 17. August im neu gebauten Hotel „Das Weitblick Allgäu“ in Marktoberdorf.

Marktoberdorf // Das Unternehmen Lerch Genuss eröffnete am Freitag, den 17. August offiziell sein jüngstes Hotelprojekt. Nach knapp zweijähriger Bauzeit erwartet das Vier-Sterne-Hotel „Das Weitblick Allgäu“ seine Gäste in aussichtsreicher Alleinlage nahe der Ostallgäuer Kreisstadt Marktoberdorf. Der Name des Hauses ist in jeder Hinsicht Programm: Auf 760 Metern Höhe übernimmt das Genussunternehmen ein Haus, das den Weitblick in die Welt in alle Bereiche des Hotellebens integriert – von den 98 durchdachten Gästezimmern über das Weitblickrestaurant mit bodentiefen Fenstern und Alpenpanorama bis in den multifunktionalen Tagungs- und Veranstaltungsbereich. Auch der 2000-Quadratmeter SPA mit Saunalandschaft und großzügigem Außenpool holt das Außen gekonnt ins Innen. Für Events und Festivitäten im Allgäuer Chic wird es ein modernes Stadl mit Verbindungsgang zum Haupthaus geben. Die Ausrichtung des jüngsten Projekts ist im Lerch Genussunternehmen erprobt: Wie schon das erfolgreiche Panoramahotel Oberjoch wird Das Weitblick Allgäu ein Hotel in einzigartiger Lage sein, so persönlich und individuell gestaltet, dass Genuss- und Wellness-affine Reisende sich rundum wohlfühlen. Zugleich sind Größe und technische Ausstattung prädestiniert für Firmen- und Gruppenbuchungen. Diese Verschmelzung von Individualismus, Komfort und Funktionalität zieht sich, wie der befreiende Alpenblick, durch alle Bereiche des neuen Hauses. Zwei aussichtsreiche Restaurants und eine Skyline-Bar mit Dachterrasse verwöhnen die Gäste bereits seit Frühsommer 2018 mit Lerch’schen Finessen. Die Ausrichtung der Küche ist zum einen international, zum anderen stark lokal verortet, wobei regionalen und biologisch erzeugten Produkten konsequent der Vorzug gegeben wird. Passend hierzu wird im Weitblick ein „Grüner Lebensstil“ gepflegt: Strom wird aus alternativen Quellen bezogen, engagierte Programme zur Müllvermeidung werden eingesetzt und Gäste, die ihr Auto gerne stehen lassen, können auf modernste E-Bikes zurückgreifen. Nach 30 Jahren Selbstständigkeit, 24 Jahren Kantinenbetrieb, 14 Jahren Parkhotel Jordanbad und fünf Jahren Panoramahotel Oberjoch können Thomas und Angela Lerch mit ihren Kindern auf ereignisreiche und arbeitsintensive Jahre zurückAllgäu Wirtschaftsmagazin

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blicken. Doch die Arbeit hat sich gelohnt: Familie Lerch hat in allen Betrieben heute circa 350 Mitarbeiter und einen Umsatz von über 20 Millionen Euro.

Donnerstag, 18. Oktober 2018 Donnerstag, 29. November 2018

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Wirtschaftsmeldungen | Wirtschaft und Leben im Allgäu

Alois Berger feiert 85. Geburtstag

Auch die Firma DMG Mori Seiko war anwesend und überreichte dem Jubilar einen Scheck in Höhe von 5.000,00 Euro

für die Edith-und-Alois-Berger-Stiftung. Diese Stif­tung unterstützt vor allem Jugendliche und Familien aus der Region. Ein rundum gelungenes Fest für einen

glücklichen Jubilar, der sich als Fami­ lienmensch sehr über das zahlreiche Erscheinen der vielen Kin­der, Mitarbeiter, Freunde und Verwandte gefreut hat.

BILD: BERGER

Memmingen // Seinen 85. Geburtstag feierte der Unternehmer Alois Berger, Gründer der Berger Gruppe, mit den Mitarbeitern seiner vier deutschen Werke Mitte Juni in Memmingerberg. „Ein großes Familienfest in meinem Berger Park“, das war der Herzenswunsch des Jubilars. Deshalb lud er neben den Mit­arbeitern auch deren Familien mit ein, und so waren über zwei Tage verteilt über 2.000 Gäste anwesend. Bei strahlendem Sonnenschein wurde unter den alten Bäumen, am Teich und auf der großen Wiese gefeiert. Da Alois Berger ein sehr naturverbunde­ner Mensch ist, bekam er von seinen Mit­arbeitern als Geschenk einen besonderen Geburtstagsbaum, den er unter großem Applaus in seinem Park einpflanzte.

Edith und Alois Berger mit ihren Kindern Oswald Berger und Karin Berger-Haggenmiller und Mitarbeitern aus den Werken Ottobeuren und Ummendorf.


Wirtschaftsmeldungen | Wirtschaft und Leben im Allgäu

BILD: ALLGÄU GMBH

Saniert Modernisiert Fasziniert

Die Entwicklung bei den Ausbildungsverträgen ist alarmierend.

Jeder dritte Ausbildungsbetrieb findet keine geeigneten Bewerber Allgäu/Schwaben // Fachkräftemangel ist der Risikofaktor Nummer 1 für die bayerisch-schwäbische Wirtschaft. Rund jeder dritte Ausbildungsbetrieb bekommt keine oder keine geeigneten Be­ werber mehr für seine Ausbildungsplätze. Sogar jedes zweite Unternehmen kann offene Stellen insgesamt nicht mehr besetzen. Im kommenden Jahr werden laut IHK-Fachkräftemonitor rund 12.000 Fachkräfte mit genau dieser Qualifikation am schwäbischen Arbeitsmarkt fehlen. Zum 30. Juni 2018 verzeichnet die IHK Schwaben insgesamt 5.868 neu eingetragene Ausbildungsverhältnisse. Das bedeutet aktuell zwar ein Plus von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Allerdings bleibt abzuwarten, ob sich dieser positive Trend bis zum Ausbildungsstart im September fortsetzt. Dazu müssten bis Ende August noch rund 3.000 Ausbildungsverträge bei der IHK eingereicht werden, um auf Vorjahresniveau zu bleiben“, erklärt Andreas Kopton, Präsident der IHK Schwaben. Für Kopton ist die Entwicklung alarmierend und könn­te der limitierende Faktor für wirtschaftliches Wachstum in Schwaben sein. Deshalb müsse die Fachkräftesicherung oberste Prio­rität Allgäu Wirtschaftsmagazin

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haben, unabhängig von konjunkturellen Bewegungen auf dem Arbeits­markt. Deshalb setzt die IHK Schwaben mit dem Aktionsprogramm „Lehre macht Karriere“ auf eine zielgruppengerechte Ansprache von Schülern, Abiturienten und Studienabbrechern sowie mit dem Schulpartnerschaftsprojekt auf frühzeitige Berufsorientierung über alle Schularten hinweg. Aber auch leistungsschwächere Jugendliche wie Jugendliche ohne Ausbildung, Flüchtlinge und Migranten in speziellen Berufsschulklassen sollen für die duale Ausbildung gewonnen werden. Viele Ausbildungsbetriebe suchen aktuell noch Bewerber. Vor dem Hintergrund der Bewerberlage haben derzeit auch junge Menschen mit schwächeren schulischen Leistungen Chancen auf einen Ausbildungs­platz. Die IHK Schwaben unterstützt auch die Unternehmen bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen. So organisiert sie zahlreiche Speed-Dating-Termine und Bewerbermanagement-Aktionen, um Ausbildungsbetriebe und Bewerber zusammenzubringen.

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Betzigau | Kommunikation

„Es hört doch jeder nur, was er versteht.“ Dieses Zitat von Goethe bringt das Anliegen von get-in-performance auf den Punkt. Das Verständnis dessen, was uns kommunikativ „vermittelt“ wird, bzw. wir selbst „übertragen“, wird sehr stark von der Verständlichkeit, sowie der Wahrnehmung und dem Wissen des jeweiligen Gegenübers beeinflusst. 30

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Seminar-Ankündigung mit Valentina Illmann:

Persönlichkeitsprofile – Typisierungen – Warum? Wofür? Vorgestellt und erklärt anhand des Enneagramms Von Donnerstag, 20. bis Freitag 21. September 2018 in den Räumen der get-in-performance in Betzigau. Valentina Illmann, als Führungskom­petenztrainerin und Business Coach in Großunternehmen tätig, Meisterschülerin der europäischen Enneagramm-Spezialistin Caro Tille nimmt Sie mit auf eine beeindruckende Erkenntnisreise. Anmeldung und weitere Informationen unter info@get-in-performance.de oder : 0831-5712012

Seminar-Ankündigung mit Prof. Dr. Hartwig Eckert:

Stimme – Sprache – Persönlichkeit Von Donnerstag, 18. bis Freitag 19. Oktober 2018 in den Räumen der get-in-performance in Betzigau. Prof. Dr. Hartwig Eckert ist Spezialist für mündliche Kommunikation, insbesondere stimmliche Wirkung und Sprechmuster, Sprache und Persönlichkeitsentwicklung. Als Wissenschaftler und Trainer hilft er Menschen, sich und andere genauer wahrzunehmen und sich bewusster mit der Wirkung jenseits der Worte auseinanderzusetzen. Anmeldung und weitere Informationen unter info@get-in-performance.de oder : 0831-5712012

Jedes Modul ist ein hilfreiches und elegantes Werkzeug für den kommunikativen Alltag, denn unsere kleinen oder großen „Probleme“ sind „hausgemacht“. Sätze wie, „das habe ich so nicht gesagt“, oder „das habe ich so nicht gemeint“, kennt jeder. Unter Anleitung die „kommunikative Werkseinstellung“ zu betrachten, ist ebenso spannend wie lehrreich. Diese stellt oft eine unüberwindbare Hürde dar, dabei ist sie mit leicht erlernbaren Mitteln mühelos und mit Genuss zu meistern. Zwei Workshops im Herbst beleuchten das bedeutsame Zusammenspiel von Persönlichkeit und Verhaltensmustern, sowie die Auswirkungen von Stimme und Sprache auf unsere Persönlichkeit. Allgäu Wirtschaftsmagazin

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entscheidende Wirtschaftsfaktor. Hat eine Veränderung von individuellen Sprechmustern und Stimmausdruck Auswirkungen auf unsere Persönlichkeitsentwicklung? Ja, behauptet Prof. Dr. Eckert. Im Workshop, das heißt, auf dem Weg dorthin, lernen die Teilnehmer(innen) zunächst, kreativ zuzuhören. Unterstützt von Hörbeispielen werden sie angeleitet, die Botschaften von Stimme und Wörtern, die einander manchmal widersprechen, optimal zu erfassen. Im zweiten Schritt erfahren sie, wie sich die Persönlichkeit in der Wahl der Wörter und in der Stimmmodulation formt. Indem sie beides zielorientiert verändern, können sie ihre Identität aushandeln und stärken, sowie ihre ­Absichten klarer zum Ausdruck bringen.

Im Oktober folgt Prof. Dr. Hartwig Eckert, Spezialist für mündliche Kommunikation, stimmliche Wirkung und Sprechmuster, sowie Sprache und Persönlichkeitsentwicklung. Er fokussiert sich in einem weiteren Workshop im Oktober ganz auf den Dreiklang Stimme – Sprache – Persönlichkeit. „Jede Weiterentwicklung unserer Kommunikationsfähigkeiten verändert unsere Erfahrungen mit anderen und damit unser Weltbild und unsere ganze Persönlichkeit“ das ist die zentrale These von Prof. Dr. Hartwig Eckert. Zuhören und „tieferhören“ sei der

Neugierig geworden? Dann schauen Sie doch bei www.get-in-performance.de v­ orbei oder rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne. BILDER: GET-IN-PERFORMANCE; ASCANA NEUE MEDIEN

Die 9 Persönlichkeitstypen des Enneagramms

Start ist im September mit dem Workshop Persönlichkeitsprofile, welche anhand des Enneagramms erklärt werden. Valentina Illmann, Führungskompetenztrainerin und Meisterschülerin der Spezialistin Caro Tille, stellt die 9 Inseln der Persönlichkeit vor. „Mit diesem gelingt es auf einzigartige Weise, eigene Sichtweisen zu erkennen, zu weiten und sich weiter zu entwickeln. Das Verständnis für die Verhaltensweisen ­anderer Menschen wächst, wir erkennen schneller, besser und steigern unsere ­Empathie“, so Dieter Müller, Leiter von get-in-performance, der Unternehmen in der kommunikativen Wissensentwicklung unterstützt oder als Negotiator in Verhandlungen die Kommunikation gezielt auf das gemeinsame Interesse lenkt.

get-in-performance Westendstrasse 19 87488 Betzigau Telefon (0831) 5712012 info@get-in-performance.de www.get-in-performance.de

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Kundenstimmen

Regelmäßig erreichen uns Kundenfeedbacks – sicherlich ist hier für Sie die eine oder andere Inspiration dabei, sich mit Ihrem Unternehmen in nächs­ter Zeit auch im Allgäuer Wirtschaftsmagazin oder in einer der Regional-Ausgaben zu präsentieren. Wir freuen uns auf Sie und Ihr Unternehmen!

Fabian Schmid

Vorsitzendender der Geschäftsleitung SCHMIDDESIGN GMBH & CO. KG, KEMPTEN Ausgabe 2/2018 – S. 135 „Seit der Gründung des Allgäuer Wirtschaftsmagazins im Jahr 2009 sind wir regelmäßiger Wegbegleiter. Die hochwertige Aufmachung in Kombination mit der redaktionellen Arbeit trifft qualitativ die Tonalität der schmiddesign. Als Agentur für strategische und crossmedialen Markenkommunikation haben wir höchste Ansprüche an unsere eigene Kommunikation - diesen trägt das Allgäuer Wirtschaftsmagazin Rechnung.“

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Alexander Baur Geschäftsführer

BÜROKULT – BÜRO- & OBJEKTEINRICHTUNGEN, EROLZHEIM Ausgabe 3/2018 – S. 70/71

„Das Allgäuer Wirtschaftsmagazin bietet uns einen professionellen Rahmen unser Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen vorzustellen. Uns liegt es am Herzen solche Themen, die wir bisher aufgegriffen haben in der Öffentlichkeit voran zu bringen, dafür bietet uns das Allgäuer Wirtschaftsmagazin die richtige Plattform. Ein wertiges und ansprechendes Erscheinungsbild, eine professionelle Herangehensweise an Recherche und Interview sowie die reibungslose Abstimmung des Layouts und der Texte sprechen für dieses hochwertige Druckerzeugnis.“

Bernhard Briechle Geschäftsführer

AUTO HARTMANN, KEMPTEN Ausgabe 3/2018 – S. 14/15 „Um unsere hochwertigen Fahrzeuge zu präsentieren, ist für uns das Allgäuer Wirtschaftsmagazin die perfekte Plattform. Wir sind in jeder Ausgabe präsent, da wir mit diesem Medium absolut unser anspruchsvolles Kundenklientel erreichen. Zudem schätze ich die professionelle Zusammenarbeit mit dem Team des Allgäuer Wirtschaftsmagazins, welches sich stets um die perfekte Abwicklung kümmert.“

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Dietmannsried | Wintergärten & Gartengestaltung

Wir sind etwas Besonderes Viel Freiraum und Gestaltungsmöglichkeiten bietet die neue Ausstellungsfläche für alle Partnerfirmen.

Heute live erleben, wie das Zuhause von morgen aussehen kann.

Eckdaten: Ausstellungsfläche innen: 600m² Ausstellungsfläche außen: 1000m² Ausstellungsfläche Dachterrasse: 600m² Fertigstellung: voraussichtlich Oktober 2018 Architekt: Dieter Brüggemann

Viel Außenfläche und eine architektonische Besonderheit zeigen die Philosophie hinter La Casa.

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Auf der 600 Quadratmeter großen Dachterrasse soll mit Whirlpool, Pflanzen und Grillmöglichkeit ein kleines Paradies entstehen.

Lars Schellheimer und Matthias Brack von La Casa sind bekannt dafür, dass sie mit ihren inspirierenden Ideen jedem Kunden eine Wohlfühloase erschaffen. An ihrem neuen Standort in Dietmannsried (Raiffeisenstr. 10 am neuen Kreisverkehr) möchten die Profis nun in einem deutschlandweit einzigartigen Konzept und ungewöhnlichem Design zusammen mit ihren Partnern eine außergewöhnliche Möglichkeit bieten, das eigene kleine Paradies live zu erleben. AWM: Was unterscheidet das neue La Casa von dem bisherigen Standort und Konzept? Matthias Brack: Bisher gehörten zu La Casa nur Schellheimer Gartengestaltung und Brack Wintergärten. Nun haben wir Partner für den kompletten Bereich Outdoor Living mit im Haus. Die zusätzlich benötigten Handwerker für unsere Projekte wurden bisher in einem losen Netzwerk organisiert. Jetzt sind alle unter einem Dach. Das Besondere an dem Konzept ist, dass nicht jeder seine eigene Abteilung im Haus hat, sondern wir alle zusammen das Ambiente gestalten. Es gibt elf Inseln in verschiedenen Stilrichtungen: modern oder mediterran, klassisch oder elegant, Indoor oder Outdoor – in jedem Bereich ist jeder unserer Partner involviert. AWM: Welche Vorteile bietet dies den Kunden? Lars Schellheimer: Die Kunden haben nun alle nötigen Gewerke an einem Ort und bekommen somit alles aus einer Hand. Bei den Inseln können sie sich nicht nur ein Bild machen, wie eine Gestaltung ausAllgäu Wirtschaftsmagazin

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sehen könnte, sondern die Atmosphäre direkt auf sich wirken lassen, während sie inmitten einer solchen Wohn- Outdoor-­ Landschaft sitzen. Es soll die Kunden einfach begeistern. AWM: Was bewegte Sie, das Gewerbe­ gebiet in Dietmannsried als Standort zu wählen? Matthias Brack: Die Lage nahe an der A7 zwischen unseren Hauptstandorten in Wildpoldsried und Altusried ist ideal. Wir haben genügend Parkplätze am Haus und viel Fläche auch für Außengestaltung. Zudem sind in unmittelbarer Nähe zahlreiche Geschäfte und Unternehmen, was das Gebiet für Kunden sehr attraktiv macht. AWM: Das Gebäude ist architektonisch durchaus ungewöhnlich. Was ist das Besondere daran? Lars Schellheimer: Wir wollten natürlich schon mit dem Bauwerk unsere Philosophie widerspiegeln. Dazu gehören sehr viel Glas, eine außergewöhnliche Form, Höhe und Weite und eine 600 Quadratmeter große begrünte Dachterrasse mit freiem Bergblick. Auch hier entsteht nochmal eine Ausstellungsfläche. Das Ganze ist in Passivhausbauweise erstellt und vor dem Haus wird es eine E-Tankstelle geben. AWM: Die beteiligten Firmen sind in das Konzept „La Casa“ integriert. Was bedeutet dies für die Unternehmen und ihre Mitarbeiter? Matthias Brack: Wir werden auf jeden Fall firmenübergreifende Schulungen anbieten, außerdem gibt es einen gemeinsa-

Mit ihrem Bau am neuen Standort Dietmannsried starten Matthias Brack und Lars Schellheimer mit ihrem neuen La Casa ein außergewöhnliches Konzept.

men Etat für Marketingkampagnen. Eine Showküche und auch die anderen Räumlichkeiten kann jeder Partner für eigene Events nutzen. Da die festen Mitarbeiter von La Casa für eine Beratung immer vor Ort sind, muss bei den einzelnen Firmen nicht immer jemand anwesend sein. Die voraussichtliche Eröffnung des neuen La Casa ist im Oktober 2018 geplant.

Beteiligte Unternehmen: Brack Wintergärten, Altusried Design & Wärme, Kempten Elements, Dietmannsried Malerbetrieb Hutter, Dietmannsried Jocham Wohncocktail, Wangen Schellheimer Garten- und Landschaftsbau, Wildpoldsried Schreinerei Holzer, Freidorf

Susanne Pinn

La Casa Edisonstr. 2 87437 Kempten Telefon (0831) 5658392 Telefax (0831) 5658393 info@lacasa-kempten.de www.lacasa-kempten.de

BILDER: SUSANNE PINN

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen auf Ihrer gemütlichen Terrasse. Plätschernde Quellsteine sorgen für Atmosphäre und die romantische Beleuchtung aus dem angrenzenden Wintergarten mit blubberndem Whirlpool und knisterndem Kaminofen lassen jeden Spätsommerabend zu etwas Besonderem werden. Genau dies können Kunden ab Oktober im neuen La Casa in Dietmannsried erleben.

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Friedrichshafen | Messe

Es ist mehr als eine Messe – es ist die perfekte Plattform für Ihr Event. Flexibel, funktional, facettenreich: Die Messe Friedrichshafen ist ein attraktiver Austragungsort für Veranstaltungen jeglicher Art.

Die Messe in Friedrichshafen bietet eine Kapazität von insgesamt 87.500 m2 im ­Innen- sowie 35.500 m2 im Außenbereich. Die Flächen zeichnen sich durch eine hohe Skalierbarkeit aus – Veranstalter profitie­ ren so von größtmöglicher Flexibilität bei der Nutzung der Messe- und Eventhallen. In den lichtdurchfluteten Gebäuden steht eine Vielzahl unterschiedlicher Räume zur Verfügung. Dass vom kleinsten Bespre­ chungsraum über die Kongresshalle A2 bis

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zur riesigen Messehalle alle Bereiche mit modernster Technik ausgestattet sind, ­versteht sich von selbst. Ein besonderes Highlight ist das Freigelände Süd (Static Display): Hier können beispiels­ weise Teststrecken für Fahrzeuge installiert oder Open-Air-Demos durchgeführt wer­ den. Auch der Messe-See mit Steg und an­ grenzender Wiese kann genutzt werden, beispielsweise für sportliche Vorführungen oder als Chill-Out Zone. Das Atrium sowie die rustikale Messe-Alm auf dem Freigelän­ de stehen ebenfalls zur Verfügung. Auch Produktpräsentationen vor Medien­ vertretern oder Mitarbeiterschulungen las­ sen sich auf dem Messegelände optimal um­ setzen. Wenn es um Übernachtungsmög­ lichkeiten, Catering oder musikalische Un­ terhaltung geht, kann die Messe Friedrichs­ hafen mit ihrem umfassenden Wissen und einem Netzwerk an wertvollen Kontakten weiterhelfen. „Geht nicht gibt’s nicht“, resü­ miert Thomas Grunewald: „Wir freuen uns auf jede Herausforderung, die wir für unsere Gastveranstalter meistern dürfen.“ Janka Kreißl

Kapazitäten auf einen Blick: • 2 Konferenzzentren mit über 30 modular nutzbaren Räumen für bis zu 520 Personen • 3 Freigelände, großer Messe-See mit Steg und Wiese • 10 Standardhallen à 6.300 m2, 2 große Messehallen (Halle A1: 10.000 m2 Fläche, 26 m Höhe für bis zu 10.000 Besucher, Halle A2: 4.000 m2 Fläche, in 3 Module aufteilbar, ideal für Kongresse, Events etc.) • Atrium, Pressegarten (z. B. für Empfänge), Messe-Alm

Messe Friedrichshafen GmbH Thomas Grunewald Leiter Gastveranstaltungen & Business Development Telefon (07541) 708-372 www.messe-friedrichshafen.de/veranstalter

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BILDER: MESSE FRIEDRICHSHAFEN GMBH

Dass Friedrichshafen für Messen der opti­ male Standort ist, ist hinlänglich bekannt. Was viele jedoch nicht wissen: Auch für Firmenjubiläen, Großversammlungen, Unter­ nehmenspräsentationen oder Kongresse kann das Gelände genutzt werden. „Ob für 15 oder 15.000 Gäste, ob Mittelständler oder Großkonzern: Wer für seine Veran­ staltung einen professionellen, flexiblen und kundenfreundlichen Partner sucht, ist bei uns an der richtigen Adresse“, so Tho­ mas Grunewald, Leiter Gastveranstaltun­ gen & Business Development. „Mit rund 50 Gastveranstaltungen pro Jahr ­ stellen wir unsere Wandelbarkeit immer wieder unter Beweis.“


DER NEUE VOLLELEKTRISCHE JAGUAR I-PACE

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Kempten | Telekommunikation

Die Zukunft der Telekommunikation steht nicht in den Sternen, sondern in der Cloud.

Der Arbeitsplatz im Jahr 2018 ist längst nicht mehr nur an einen Ort gebunden. Mobiles Arbeiten mit Laptop und Tablet im Büro oder im Homeoffice und eine ständige telefonische Erreichbarkeit (falls gewünscht) sind heute „State of the Art“. Das erfordert eine flexible Infrastruktur für alle Belange der Telekommunikation und damit eine Lossagung von der veralteten ISDN-Technologie. Als Unternehmen selbst die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, ist allerdings mit hohen ­Anschaffungs- und Unterhaltungskosten verbunden. Die Lösung: eine cloudbasierte Kommunikationslösung. So werden ­Kosten gespart und wertvolle Ressourcen geschont. 40

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„M-net CloudCom bietet unseren Kunden eine zukunftssichere IPbasierte Kommunikationslösung. Gerade vor dem Hintergrund der ISDN-Abschaltung ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich für eine cloudbasierte Telefonanlage zu entscheiden.“ Udo Schoellhammer, Leiter der M-net Niederlassung Kempten/Allgäu

Moderne Technologien nutzen

Die Antwort des regionalen Providers M-net auf die Herausforderungen der Zukunft heißt M-net CloudCom. Im Gegensatz zu einer physischen Telefonanlage, die tatsächlich im Unternehmen steht und meist noch per ISDN-Anschluss verbunden wird, ist CloudCom rein virtuell. Die Telefonanlage wird hier in die Cloud ausgelagert und benötigt für den täglichen Betrieb lediglich eine Datenanbindung. So gehören Kosten für Anschaffung und Instandhaltung einer stationären Telefonanlage der Vergangenheit an. Anpassungen der Kommunikationseinstellungen können zudem flexibel ganz bequem über ein Onlineportal von überall aus vorgenommen werden. Selbst kurzfristige Änderungen wie beispielsweise das Hinzubuchen oder Abbestellen von Teilnehmern sind jederzeit möglich. Dabei orientiert sich M-net CloudCom am Unified Communication & Collaboration-Konzept (kurz UCC). Ob Festnetz oder Mobilfunk, Videokonferenz, E-Mail oder Instant-Messaging, alle Anwendungen sind auf einer leistungsstarken Plattform intelligent integriert und werden über eine gemeinsame Benutzeroberfläche bedient. Hierüber kann z. B. auch die individuelle Erreichbarkeit jederzeit einfach angepasst werden. Der Umstieg auf eine Cloud-Lösung mit VoIP-Kommunikation verspricht also nicht nur mehr Flexibilität, sondern auch eine Vereinfachung und Vereinheitlichung.

Riskiert man einen Blick in die Vergangenheit, in der Festnetztelefon und Firmenhandy noch völlig getrennt voneinander zu bedienen waren, sorgt die durchdachte ­ CloudCom-Mobility-Lösung mit dem ­ „One-­ Number-Konzept“ dafür, dass ab jetzt nur noch eine Nummer für beide Endgeräte benötigt wird. Mit einer Softphone-Software ausgestattet, können PCs und Laptops ganz einfach mit Tischtelefonen und Smartphones vernetzt werden. So werden alle eingehenden Anrufe (wahlweise) über das stationäre IP-Telefon (z. B. im Büro), über das Smartphone (z. B. bei einem Kundentermin) oder über den PC via WebClient bzw. Softphone (z. B. im Homeoffice oder bei einem Auslandsaufenthalt) angezeigt und können auch von allen Geräten aus angenommen werden. Das bedeutet zum Beispiel auch, dass verschiedene Voicemails auf einer zentralen Voicebox landen und von dort gebündelt abgerufen werden können.

Allgäu Wirtschaftsmagazin

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Voller Funktionsumfang immer auf dem neusten Stand Da die Telefonanlage nicht im Unternehmen vor Ort, sondern in einem leistungsstarken und sicheren ISO-zertifizierten M-net Rechenzentrum in Bayern steht, ist der eigene Betrieb inklusive notwendiger Systemwartungen vor Ort überflüssig geworden. Dank regelmäßiger Updates sind überdies alle mit CloudCom genutzten Kommunikationstools immer in der aktuellsten Version auf

Udo Schoellhammer

allen Endgeräten verfügbar. Beste Voraussetzungen also für Unternehmen, um in eine flexible und erfolgreiche Zukunft zu starten.

M-net hilft beim Wechsel Lassen auch Sie sich kostenfrei unter 0800 7767887 (Montag bis Freitag 8:00 bis 17:00 Uhr) beraten oder informieren Sie sich unter www.m-net.de/cloudcom. Starten auch Sie mit CloudCom in die Zukunft der Kommunikation.

M-net Telekommunikations GmbH Niederlassung Kempten Wartenseestraße 5 87435 Kempten Telefon (0800) 7767887 allgaeu@m-net.de www.m-net.de/cloudcom

BILDER: ®TIERNEY, ©VADYMVDROBOT

Die virtuelle Telefonanlage von M-net

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Sonthofen | Steuerberatung

PENKE HEINZE KETTERL

Digitalisierung | E-Steuern

Dipl.-Betriebswirt (FH) Philipp Gehring, Steuerberater

Elektronisch und effizient Das Zeitalter Industrie 4.0 und den damit verbundenen Trend „weg vom Papier“ und hin zur digitalen Kommunikation hat in den steuerberatenden Berufen bereits seit ­längerer Zeit Einzug gehalten. Durch den Gesetzgeber und die Finanzverwaltung ­ wurden zahlreiche Verfahren für den elektronischen Datenaustauch und die ­ ­digitale Kommunikation eingeführt, die wir vollumfänglich nutzen. Der zunehmende Komplexitätsgrad der steuerlichen Gestaltung bindet zeitliche Ressourcen und die daraus resultierenden Engpässe kompensieren wir durch intelli-

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gente Lösungen mithilfe der Digitalisierung. Diese Prozesseffizienz hilft uns in der Kommunikation mit der Finanzverwaltung und erhöht die Datenqualität. Die steuerrelevanten Daten als Grundlage der Deklaration können auf direktem Wege elektronisch abgerufen, geprüft und automatisiert übernommen werden. Durch eine Vollmacht seitens des Mandanten ist die Vertraulichkeit als einer unserer Berufsgrundsätze mittels einer verschlüsselten ­Lösung der DATEV gewährleistet. Nach Fertigstellung der Steuererklärung kann diese zur Prüfung und Freigabe bereitgestellt werden. Die elektronische Freizeichnung ersetzt die Unterschrift im ­Original, soll jedoch nicht den persönlichen Kontakt vernachlässigen – vielmehr ist die elektronische Freizeichnung eine Erleichterung bei zeitkritischen Angelegenheiten zur Wahrung der Fristen. Neben der elektronischen Einreichung der Steuererklärung (Elster) sind auch die Jahresabschlussdaten (E-Bilanz) an die Finanzverwaltung digital zu übermitteln. Der Steuerbescheid wird digital rückübertragen

und kann direkt automatisiert mit der ­Erklärung abgeglichen werden. Gegen nicht zutreffende Bescheide kann sofort Einspruch eingelegt werden. D ­ adurch können digitale Prozesse durchgängig ­genutzt werden und der Einspruch wird elektronisch an die Finanzverwaltung übermittelt. Alle eingereichten Einsprüche ­können gefiltert werden und sind mit dem Fristenprogramm verknüpft.

Zertifizierte Sicherheit Die DATEV eG als IT-Dienstleister für Steuer­berater, Wirtschaftsprüfer und Rechts­anwälte bildet für uns den vollumfänglichen Prozess rund um die elektronische Kommunikation mit der Finanzverwaltung ab. Datenschutz und Datensicherheit werden bei der DATEV großgeschrieben. Die absolute Vertraulichkeit der sensiblen Daten ist gewährleistet.

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BILD: PENKE HEINZE KETTERL

Penke Heinze Ketterl ist eine ­interprofessionelle Partnerschaft und nutzt in allen Leistungsbe-­ reichen der Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung das Softwareangebot der DATEV. Als vollständig digitalisierte Kanzlei sind wir Experten in Sachen eSteuern.


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Wiggensbach | Brandschutz

Ein Baustein der bratec GmbH: Die individuelle Brandschutz- Montage Mit den Brandschutzexperten der bratec GmbH ist man gut beraten, denn die Wiggensbacher liefern alles aus einer Hand. Dabei kann das fachkundige Team auf langjähriges Know-how, exzellentes Fachwissen und vor allem gewerkeübergreifende Kompetenz zurückgreifen und seinen Kunden stets Prävention, Gefahrenabwehr und Sicherheit bieten. Die Bausteine der bratec GmbH Neben der kompetenten Fachplanung und rechtssicheren Dokumentation für den vorbeugenden Brandschutz zählt auch die professionelle Montage, Wartung und In­ spektion von Brandschutz- oder raumluft­ technischen Anlagen sowie Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) zum Dienst­ leistungsportfolio. Weitere Dienstleistun­ gen sind Wartungen, Schulungen und die Arbeitssicherheit. Dabei kann das Team auf langjährige Erfahrung und ein großes

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Netzwerk von Gewerken zurückgreifen. Die Kunden profitieren zudem von der passgenauen Auswahl der Produkte und Lösungen, die bei der Brandschutz-Mon­ tage zum Einsatz kommen und in dieser Ausgabe vorgestellt werden.

Brandschutz-Montage Auf Basis der Planungsarbeiten sorgt das bratec-Montageteam dafür, dass alle ent­ wickelten Brandschutzmaßnahmen ver­ schiedenster Bauprojekte fachmännisch

realisiert werden. Dies gibt die Gewissheit, dass die gesetzlichen Anforderungen des vorbeugenden Brandschutzes in der jewei­ ligen Gebäudeklasse erfüllt sind und die Einhaltung aller Brandschutzmaßnahmen zum Schutz von Leben, Gesundheit sowie Sachwerten sichergestellt ist. „Um diese Schutzziele erfüllen zu können, wird uns ein großes Wissensspektrum abverlangt. Vor allem müssen wir uns im Detail mit verschiedensten Brandschutzprodukten auskennen“, betont Frank Gebhardt, der

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• Rauchschutztüren • Feuerschutztüren • B randschutztüren für Elektro­verteilungen • F euerschutzschiebetore u.v.m.

Geschäftsführer, dessen Firma bauliche Brandschutzarbeiten im Bestand und Neubau ausführt. Dazu zählt z. B. das Lie­ fern und Montieren von Brandschutz­ türen, Fördertechnikabschlüssen, Rauchund Wärmeabzugsanlagen, maschinelle Entrauchungs- oder Brandmeldeanlagen sowie brandschutztechnische Trocken­ bau- und Sanierungsarbeiten.

Brandschutztüren & -tore Diese Bauelemente sind für den vorbeu­ genden Brandschutz besonders wichtig. Sie sind meist selbstschließend und si­ chern in feuerhemmenden bzw. -bestän­ digen Wänden gegen Feuerdurchtritt. Gesetzeskonform (nach Bauordnung, Zulassung etc.) übernehmen die Brand­ schutzexperten die Planung dieser Türen und Tore, den Einbau, Betrieb und die spätere Wartung.

Brandabschottungen Ein zentraler Bestandteil des baulichen Brandschutzes ist die Brandabschottung. Die Gebäude werden in Brandabschnitte unterteilt und diese voneinander abge­ schottet. „Nur so kann die Feuerausbrei­ tung verhindert werden“, so der Brand­ schutzbeauftragte Marco Müller. „Die Ab­ grenzung und -schottung erfolgt durch feuerwiderstandsfähige, brandabschnitts­ bildende Wände und Decken, die nicht unterbrochen sind. Da jedoch jedes Ge­ bäude mit diversen Installationen durch­ zogen ist, müssen Öffnungen mit zugelas­ senen Brandabschottungen, Brandschutz­ Allgäu Wirtschaftsmagazin

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bratec´s Rauch-& Wärme­abzugsanlagen • N atürliche Rauchabzugsanlagen • M aschinelle Entrauchungsanlagen • Tiefgaragenentrauchungen • A ufzugsschachtentrauchungen u.v.m.

bratec´s Brandabschottungen • Kabelschotts • Kabelboxen • Rohrmanschetten • Brandschutzsteine u.v.m.

bratec´s Brandschutz­ technische Bekleidung • Brandschutzbekleidungen für Lüftungs­leitungen • Brandschutzbekleidungen für Kabeltrassen • Brandschutzbekleidungen für Stahlträger u.v.m.

klappen oder Feuerschutzabschlüssen von uns individuell geschlossen werden“.

Rauch- & Wärmeabzugsanlagen „Tragende Rolle des vorbeugenden Brand­ schutzes ist es, Flucht- und Rettungswege von Brandbeginn an rauchfrei zu halten“, erklärt die Fachplanerin Dagmar Gebhardt. Denn der Kontakt mit toxischen Rauchmen­ gen kann tödlich sein. Zudem behindern verrauchte Wege die Arbeit der Feuerwehr und erhöhen den Brandschaden. Mit einge­ setzten RWA-Anlagen wird im Brandfall der Brandrauch durch thermischen Auf­ trieb zügig aus dem Gebäude abgeführt. Mit gezielter Wärmeabführung entlastet bratec die Gebäudekonstruktion thermisch und sorgt für den Gebäudeerhalt.

Brandschutz Montage

Brandschutztechnische Bekleidung Ein weiteres Schwerpunktthema zur Ver­ besserung der Feuerwiderstandsdauer ist bei bratec die Brandschutzbekleidung mit mineralischen oder anderen zugelassenen Verkleidungsmaterialien von Stützen, Trä­ gern oder Lüftungsleitungen, um die Tem­ peraturerhöhung des zu schützenden Bau­ teils im Brandfall zu vermindern. Um für jedes Bauprojekt stets die passende bauliche und anlagentechnische Brand­ schutzlösung bieten zu können, hält sich bratec immer Up-to-Date. Mit Fort- und Weiterbildungen sowie Produktschulun­ gen können die Experten für sämtliche Bauvorhaben den bestmöglichen Brand­ schutz montieren!

Nadine Kerscher

bratec GmbH Am Mühlbach 16 87487 Wiggensbach Telefon (08370) 921653 Telefax (08370) 929654 info@bratec.de www.bratec.de

BILDER: BRATEC, FOTOLIA

bratec´s Brandschutztüren & -tore

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Kempten | Schutzrechte

Schutzrechte, wofür? Ein Schutzrecht ist zunächst einmal ein amtlich bestätigter Nachweis über die Innovationskraft eines Unternehmens. ­ Laut Jahresbericht des Deutschen Patentund Markenamtes wurden 2017 mehr als 67.000 Patente und mehr als 13.000 ­Gebrauchsmuster angemeldet, von denen rund 15.000 bzw. 2.000 von in Bayern ­ansässigen Anmeldern stammen. Die zehn Anmelder mit den meisten Patent­­an­­mel­ dungen waren 2017: Robert Bosch GmbH, Schaeffler Technologies, Ford, BMW, Daimler, Audi, ZF Friedrichshafen, GM, hieran Volkswagen und Siemens. Auch ­ zeigt sich die Bedeutung des Automobilsektors für die Wirtschaftskraft der Bundesrepublik Deutschland. Unter­ ­ nehmen werben stets mit ihren Innova­ tionen und ihrem Patentschutz. Japan, USA und Korea waren diejenigen Länder, aus denen am häufigsten nach deutschen Patenten nachgesucht wurde und mit ­denen wir sehr enge Wirtschafts­­­be­ ziehungen pflegen. Für Schutz­ rechts­ inhaber nicht zu vernachlässigen ist selbstverständlich auch der Aspekt, dass patentierte und damit monopolisierte Produkte

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oftmals sogar deutlich höhere Verkaufspreise erreichen als nicht-geschützte Produkte. Ein umfangreiches Schutz­ rechtsportfolio erleichtert es einem Schutzrechtsinhaber, sich bei vor­ ge­ wor­ fener Patentverletzung besser durch einen Gegenangriff oder ein Lizenz­angebot zu verteidigen. Schließlich dienen Schutzrechte natürlich vor allem dazu, Nach­ ahmer mittels einer Verletzungsklage ­anzugreifen und vom Markt fernzuhalten. Hierzu stehen in Deutschland ­spezialisierte Landgerichte zur Verfügung, die über eigene Sachkenntnis verfügen und ­ entsprechend effektiv arbeiten. In ­ Deutschland werden daher regelmäßig mehr als 70% aller europäischen Patent­ verletzungsprozesse geführt. Aufgrund der Kompliziertheit der Fälle dauern diese ein bis zwei Jahre, was noch immer schnell ist im Vergleich zu den Nachbarstaaten. Auch die Kosten liegen bei uns deutlich n ­ iedriger, weil unter anderem auf gerichtliche ­Gutachten fast immer verzichtet werden kann. Da die unterliegende Partei die festgelegten Verfahrenskosten tragen muss, hat die obsiegende Partei gute Chancen,

Dr. Lars Hoppe

diese vorgestreckten Kosten erstattet zu bekommen. Das Führen von Verletzungsprozessen als Kläger oder Beklagter ­erfordert eine umfangreiche Vorbereitung und sorgfältige Durchführung, bei der eine Vielzahl an prozessrelevanten Punkten zu beachten sind. Daher arbeiten üblicherweise Rechts- und Patentanwälte Seite an Seite und stellen so sicher, dass sowohl prozesstaktische als auch technisch-­ ­ sachliche Gesichtspunkte im vollen ­Umfang berücksichtigt werden. Das in Deutschland bestehende System aus ­Doppelvertretung und Spezialgerichten hat sich seit vielen Jahren bewährt und gibt Schutzrechtsin­ habern die Möglichkeit an die Hand, sich effektiv gegen Verletzer zu wehren.

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BILDER: JS. KANEIDER

Im Folgenden sollen kurz die verschiedenen Gründe vorgestellt werden, aus denen ein Unternehmen oder eine Privatperson gewerbliche Schutzrechte erlangen möchte.


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Wirtschaftsmeldungen | Wirtschaft und Leben im Allgäu

BILD: KD BUSCH/COMPAMEDIA

Josef X. Baumeister wird als „Top Consultant” ausgezeichnet

Bundespräsident a.D. Christian Wulff gratuliert dem Team Karin und Josef X. Baumeister zur Auszeichnung als TOP ­CONSULTANT 2018. Flankiert werden die drei von den Baumeister-Söhnen Michael und Lucas.

Schongau // Seit mittlerweile acht Jahren ist der Titel „TOP CONSULTANT“ eine Auszeichnung für die besten Berater mittelständischer Unternehmer. Ab sofort zählt nun auch die Schongauer Firma „baumeistervalue – Manufaktur für Management“ zu den Top 35 unter diesen besten Beratern in Deutschland. Grundlage der Auszeichnung ist ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren, das der Leiter des Vergabe-Konsortiums, Prof. Dr. Dietmar Fink, entwickelt hat. Auf dem 5. Deutschen Mittelstands-Summit in Ludwigsburg wurden Ende Juni die Auszeich-

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nungen für 2018 verliehen. Bundespräsident a.D. Christian Wulff überreichte die Urkunde und gratulierte dem Schongauer Geschäftsführungs-Team Karin Baumeister und Josef X. Baumeister zu diesem großartigen Erfolg. Das Unternehmen hatte sich 2018 erstmals um diesen Preis beworben. Seit 2011 begleitet Josef X. Baumeister Unternehmen und Unternehmer, die sich in einer Krise oder einer Umbruchsituation befinden. Umbruch kann auch Wachstum und Expansion bedeuten, was ihm sehr entgegen kommt. „Wachstumsprojekte sind mir am liebsten, denn

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ich bin ein sehr dynamischer Mensch“, sagt Baumeister, der viele Jahre im Banken- und Automobilsektor tätig war. „Unternehmer zu sein, heißt Chancen zu ergreifen und Wandel aktiv zu gestalten.“ Einen Namen in der Branche hat sich das Schongauer Berater-Team vor allem im Bereich der Neuausrichtung und Weiterentwicklung von Unternehmen, ihrer Strategie- und Organisationsentwicklung, sowie der Entwicklung von Finanzierungsmodellen für den gehobenen Mittelstand gemacht. „Bei inhabergeführten, mittelständischen Unternehmen ist es wie bei Menschen: Wenn sie wachsen, verändern sie sich. Menschen passen dann nicht mehr in ihre alten Kleider, Unternehmen oftmals nicht mehr in alte Strukturen“, bringt Baumeister seine Aufgabenstellung auf den Punkt. Er ist in den Unternehmen stets auf der Entscheiderebene tätig und arbeitet prinzipiell ganzheitlich. Ehefrau Karin Baumeister agiert im Hintergrund, hält die Fäden zusammen und qualifiziert sich parallel zur ganzheitlichen Gesundheitsmanagerin. In nur wenigen Jahren haben sie sich zu einem herausragenden Team und die Manufaktur für Management zu einer etablierten Top-Management-Beratung für inhabergeführte Unternehmen in der gesamten DACH-Region (Deutschland – Österreich – Schweiz) entwickelt.

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Allgäuer Themenspezial Wirtschaftsmagazin

PERSONAL

Spannsysteme | Seite 66

SFT Spannsystem GmbH

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Themenspezial | Personal

Der Wunschdienstplan wird wahr Die Digitalisierung bietet zahlreiche Chancen für Unternehmen und Mitarbeiter. Zwar stehen nach wie vor viele Menschen diesem Trend und der Arbeitswelt 4.0 zögernd oder kritisch gegenüber, doch die Reise hat längst begonnen. Vor allem Mitarbeiter können durchaus profitieren – vorausgesetzt, die Unternehmen ergreifen die Chancen für modernes Workforce-Management und spielen die vorhandenen Trümpfe gekonnt aus – zum Beispiel mit dem Wunschdienstplan.

Work-Life-Balance in Einklang bringen durch flexible Arbeitszeiten.

Emotionale Mitarbeiterbindung, Arbeitszufriedenheit und Work-Life Balance sind die tragenden Säulen, auf denen modernes Personalmanagement ruht. Das bedeutet eine umfassende Identifikation mit dem Unternehmen und dessen Werten – emotional gut gebundene Mitarbeiter sind deutlich leistungsbereiter und motivierter, als „Pflichtarbeiter“. Die Arbeitszufriedenheit resultiert aus der Gesamtsituation im Job und hängt sehr eng mit der emotionalen Bindung zusammen. Wesentlicher Unterschied: Die Zufriedenheit schwankt abhängig von unmittelbaren Ereignissen, während sich die Bindung an das Unternehmen konstant über einen längeren Zeitraum aufbaut. Die Work-Life Balance als dritter Faktor zeigt an, wie gut sich Arbeit und Privatleben in Einklang bringen

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lassen. Die Bedürfnisse unterscheiden sich dabei von Mensch zu Mensch deutlich und sind abhängig von Lebensphasen und persönlichen Zielen.

Workforce-Management sorgt für Flexibilität Unter dem Begriff Workforce Management versteht man die softwaregestützte Personaleinsatzplanung unter Einbeziehung einer Prognose des erwarteten Arbeitsaufkommens und des entsprechend benötigten Personals. Dabei wird auch berücksichtigt, welcher Mitarbeiter für welche Tätigkeit optimal geeignet ist und der Personaleinsatz entsprechend optimiert. Ziel des Workforce Managements ist es, eine Unter- oder Überbesetzung zu vermeiden und die Zeitkonten der Mitarbeiter ausgeglichen zu führen. Wichtigstes

Zufriedene Mitarbeiter arbeiten gerne und motiviert.

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Kriterium ist dabei eine umfassende Anpassbarkeit aller Faktoren.

Freiraum für individuelle Arbeitszeiten Statt klassischem „Nine to Five“ wird die Arbeitszeit durch die digitalen Planungstools wesentlich flexibler. Einerseits wird von den Mitarbeitern eine größere Beweglichkeit erwartet, andererseits können sie selbst eine flexible und auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Dienstplanung erwarten. Ermöglicht wird das beispielsweise durch

Tools, die jederzeit den Personalbedarf anzeigen und einen quantitativen und qualitativen Einsatzplan vorgeben – allerdings ohne Personenzuordnung. Hier können sich die Mitarbeiter selbst in den Plan eintragen, ein Vorgesetzter gibt die Planung frei. Mutige Arbeitgeber ergänzen das Tool durch einen „Wunschdienstplan“ oder eine Tauschbörse für Dienste. Zahlreiche Unternehmen arbeiten bereits konsequent daran, den Mitarbeitern eine möglichst große Autonomie bei der Arbeitszeit-

gestaltung einzuräumen. Denn dadurch werden alle eingangs genannten Bereiche des Personalmanagements gleichzeitig gefördert: Es entsteht Eigenverantwortung, Mitarbeiterbindung, Motivation und Zufriedenheit durch eine individuell ausgeglichene Work-Life-Balance. Ohne Vertrauen in die Mitarbeiter funktioniert das System nicht – und auch das ist eines der großen Argumente, die sehr für dieses Konzept und damit ein positives Menschenbild sprechen.

Was eine Workforce-Management-Lösung leisten sollte Flexible Arbeitszeitgestaltung ist eine große Herausforderung und lässt sich nur durch digitalisierte Prozesse lösen. Zahlreiche Anbieter haben deshalb Tools entwickelt, die diese Aufgabe bewältigen können. So wird eine gerechte und bedarfsorientierte Einsatzplanung möglich. Zehn Schlüssel­ funktionen sollte die Software auf ­jeden Fall erfüllen, damit die individuelle ­Arbeitszeitgestaltung optimal funktioniert – für die Mitarbeiter ebenso, wie für das Unternehmen.

1. Automatische Dienstplanung mit allen Kriterien (Personalbedarf, Zeitkonten, Qualifikationen ... ). 2. D  afür aktuellen Personalbedarf ermitteln, Servicelevel und Leistungskennziffern einbeziehen. 3. Schichtmodelle und individuelle Arbeitszeitmodelle sinnvoll abbilden. 4. Echtzeitinformationen ausgeben, ­Außendienstmitarbeiter oder Servicetechniker anbinden und Echtzeiteinsatzplanung ermöglichen.

5. M  inutengenaue Information über An- und Abwesenheit. 6. Plausibilitätsprüfung der aktuellen Planung. 7. Individuelle und mitarbeiterbezogene Prognose für Zeitkonto und Zuschläge. 8. Intelligente Suche nach verfügbaren Mitarbeitern abhängig vom Qualifi­ kationsschlüssel und einem Abgleich mit dem Zeitkonto. 9. Wunschdienstplan und Diensttauschbörse.

BILDER: UNSPLASH – WIL STEWART, NICK FEWINGS, STEFAN STEFANCIK

Meike Winter

Für den Wunschdienstplan tauschen sich die Mitarbeiter untereinander aus.

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BILD: UNSPLASH – BRUNO CERVERA

Themenspezial | Personal

Digital Workplace sorgt für Dynamik

Nicht jeder kann zu Hause wirklich produktiv sein ...

Die Ausstattung eines modernen Büro-Arbeitsplatzes hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gewandelt: Statt Schreibmaschine und Aktenregal reichen heute Laptop und Smartphone völlig aus. Jeden Tag am Schreibtisch im Büro zu sitzen, ist deshalb nicht mehr zwingend notwendig. Der Digital Workplace ermöglicht den Mitarbeitern einen flexibleren ­Arbeitsort und mehr Selbstbestimmtheit. Einmal pro Woche, phasenweise täglich oder nur auf Reisen: Die Arbeit am Digital Workplace gestaltet sich sehr flexibel und hängt davon ab, was Chefs und Mitarbeiter vereinbaren. Digital Workplace – das meint nicht unbedingt ein Homeoffice, denn selbst das ist heute dank mobiler Datennutzung keine Voraussetzung mehr. Und so können die Wiese im Park, ein Schreibtisch im Hotel oder das heimische Sofa zum Arbeitsplatz werden.

Erste Voraussetzung: Die Technik Grundlage für den Digital Workplace ist auf jeden Fall die technische Ausstattung. Tablet oder Laptop und Smartphone gehören normalerweise dazu. Damit der Informationsaustausch mit der Firma klappt, gibt es einen personalisierten Zugang zum Unternehmensportal. Hier werden alle Informationen zu den digitalen Arbeitsprozessen abgelegt. Virtuelle Projektgruppen, Collaboration-Anwendungen oder ein schlichter Austausch von Dokumenten per Mail und ein Meeting via Bildtele­fonie –

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welche Tools genutzt werden sollen und sinnvoll sind, entscheiden die Beteiligten gemeinsam.

Zweite Voraussetzung: Selbstorganisierte Mitarbeiter Der Digital Workplace ist nicht unbedingt für jeden das Richtige. Wer ohne das Team ringsum oder definierte Bürozeiten nicht gut arbeiten kann, sollte vorsichtig sein. Denn ein Arbeitstag im Schlafanzug oder Ablenkungen durch Hausarbeit oder Familienmitglieder behindern eine konzentrierte Arbeitsphase und können eher entmutigen und zu Frustration führen. Wer allerdings gut organisiert ist und sich selbst motiviert und strukturiert, kann mit dem Digital Workplace Fahrtzeiten ins Büro sparen und in ruhiger Arbeitsatmosphäre produktiv werden.

Dritte Voraussetzung: Vertrauen, Vertrauen, Vertrauen ... Wer sein Team weniger stark kontrolliert, kann die Zufriedenheit und Produktivität

der Angestellten langfristig steigern. Das ist die Kernaussage einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Vertrauen wird damit zum wichtigen Wettbewerbsvorteil, so die Autoren der Studie. Setzt ein Unternehmen also auf weniger Kontrollen, sind rund 60 Prozent der Arbeitnehmer sehr zufrieden mit ihrer Arbeit. Je stärker die Überwachung, desto niedriger ist der Wert: Bei Firmen mit strengen Kontrollen sind nur noch 45 Prozent der Arbeitnehmer zufrieden mit der Arbeit, rund jeder Dritte klagt dann über Konflikte mit dem Vorgesetzten. „Manche Unternehmen haben nach wie vor Angst, durch Homeoffice oder flexible Arbeitszeiten die Kontrolle zu verlieren. Unsere Studie zeigt jedoch ganz klar, dass es dafür keinen Grund gibt. Vertrauen zahlt sich aus“, sagt Prof. Dr. Dominik H. Enste, Leiter des Kompetenzfelds Verhaltensökonomik und Wirtschaftsethik.

Meike Winter

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Interessante Infos für das Intranet

BILD: UNSPLASH – NIKLAS-HAMANN

Es liegt in der Natur der Sache, dass bestimmte Informationen im Intranet in regelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Seien es wiederkehrende Veranstaltungen, einem Turnus folgende Meetings oder monatliche Reportings – die Wiederholung ist bei diesen Themen quasi „eingebaut“. Damit die Leser im Intranet dennoch am Ball bleiben, gilt es ein paar Punkte zu beachten.

Einfach spannend – auch so können Unternehmensinfos sein.

Kommunikation und Information sind wesentliche Faktoren, die, wenn sie richtig umgesetzt werden, für Zufriedenheit und Identifikation mit dem Unternehmen führen. Das Intranet ist ein Medium, über das Mitarbeiter laufend mit Neuigkeiten versorgt werden können. Dazu gehören nicht immer brandheiße Top-News, sondern vor allem auch die regelmäßigen Updates zu bekannten Inhalten. Mit etwas Engagement lassen sich auch diese Informationen so aufbereiten, dass sie tatsächlich gelesen werden und einen Beitrag zur Unternehmenskultur leisten können.

Geschichten und Emotionen zählen Fakten, Fakten, Fakten? Ja, auch – aber was vor allem zählt, und spannend ist, sind Geschichten und Emotionen. Und diese lassen sich mit wenig Aufwand so mit den Fakten verknüpfen, dass sie Aufmerksamkeit wecken. Dazu können beispielsweise die Entstehungsgeschichten zu den Fakten erzählt werden. Wer bereitet die Daten auf? Wie geht das? Warum macht XY das Allgäu Wirtschaftsmagazin

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gerne? Was findet XY daran spannend? Bilder der betreffenden Personen, Zitate und ein Reportage-Schreibstil statt trockenem Bericht schaffen zusätzliche Nähe.

Spieltrieb nutzen – Neues ausprobieren Auch Erwachsene lassen sich gerne auf ein Spielchen ein, zumindest, wenn es nicht zu platt ist und eine gewisse Herausforderung bietet. Ein Rätsel zum Thema, ein extra eingebauter Fehler, der gefunden werden muss oder ein Gewinnspiel können trockene Inhalte aufwerten und attraktiver machen. Nachdenken im Vorfeld lohnt sich – zu simple Fragen sorgen eher für Ablehnung.

Nicht alle über einen Kamm scheren „Hallo Unternehmen, hier spricht die Personalabteilung...“ – so generalisiert müssen Informationen im Intranet nicht formuliert werden, selbst, wenn alle darauf Zugriff haben. Besser sind Reizwörter und Schlüsselbegriffe, die schon in der Überschrift eine Zielgruppe ansprechen:

•N  ur für unsere Außendienstler: Die aktuelle ... • Wichtige Info für alle, die ... • Expertenwissen für IT-Mitarbeiter: ... • Eltern aufgepasst: Der Betriebskindergarten ... Damit fühlen sich diejenigen wertgeschätzt, die zur entsprechenden Gruppe gehören – die anderen sehen schnell, worum es geht und können entscheiden, ob sie weiterlesen möchten, oder nicht. Diese Schlagzeile oder Überschrift ist grundsätzlich der Anker für die Inhalte, statt langweiliger Formulierungen wie „Auch in diesem Jahr ...“, „Wie Sie bereits wissen ...“ oder „Es ist mal wieder soweit ...“, besser eine spannende Schlagzeile finden. So macht das Lesen mehr Spaß – aber auch das Verfassen der Texte für das Intranet.

Meike Winter

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Dietmannsried | Ausbildung

Mehr als eine Ausbildung Vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten für Azubis bei der Lattemann & Geiger Dienstleistungsgruppe

Ehemalige und aktuelle Auszubildende der­ Lattemann & Geiger Dienstleistungsgruppe.

Ausbildungsbetriebe im kaufmännischen Bereich gibt es viele, doch besonders vielfältig ist die Ausbildung bei der ­­ Lattemann & Geiger Dienstleistungsgruppe (L&G). Nicht nur, weil das Unternehmen in verschiedenen Geschäftsbereichen tätig ist, sondern auch, weil die Azubis während ihrer Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau für Büromanagement elf unterschiedliche Fachabteilungen durchlaufen und dadurch die Möglichkeit erhalten, ihre persönlichen Stärken zu erkennen und Präferenzen zu ­entwickeln. Für viele junge Menschen, die sich nach ihrem erfolgreichen Schulabschluss in einer Orientierungsphase ­befinden, stellt dies einen echten Mehrwert dar.

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Irene Weinberg, Leitung Akademie und Recruiting

Übernahme nach der Ausbildung „Im Laufe der dreijährigen Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement war ich in allen Fachabteilungen tätig. ­Hierdurch habe ich einen Einblick in die verschiedenen Verwaltungsbereiche erhalten und konnte so herausfinden, ­ ­welche Tätigkeiten mir Spaß machen und wo meine S­tärken liegen“, so Andreas ­Dobrawa, der nach erfolgreich absolvierter Ausbildung übernommen wurde und künftig in der IT-Abteilung des ­Unternehmens tätig sein wird. Im Rahmen seiner neu ­angetretenen Stelle wird er sich ­fachspezifisch weiterentwickeln und eine Fortbildung im Bereich Grundlagen IT ­absolvieren. Wie alle L&G-Azubis erhielt auch er nach jeder durchlaufenen ­Fachabteilung ein individuelles Feedback sowie eine schriftliche Beurteilung der ­jeweiligen Abteilungsbetreuer, welche er für seine persönliche berufliche ­Orientierung n ­ utzen konnte.

Vor allem in den Abteilungen Lohnbuchhaltung, Faktura, Finanzbuchhaltung sowie IT wurden in den vergangenen ­ Jahren viele Azubis nach erfolgreich ­ absolvierter Ausbildung übernommen. ­ Die Übernahmemöglichkeiten bei L&G ­beschränken sich jedoch nicht nur auf den

Ausbildungsberufe in der Lattemann & Geiger Dienstleistungsgruppe:

• K aufmann/-frau für Büromanagement • Koch/Köchin • Hauswirtschafter/-in • Textilreiniger/-in

Neben dem Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau für Büromanagement in der Firmenzentrale in Dietmannsried, bietet L&G jungen Menschen dezentral die

• Gärtner/-in Garten- und Landschaftsbau

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Andreas Dobrawa, ehemaliger Auszubildender, jetzt Angestellter der L&G ­Dienstleistungsgruppe

kaufmännischen Bereich. So entwickelte beispielsweise Azubi Tobias Strobel ­während der Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement großes Interesse für eine operative Tätigkeit im Bereich ­Ge­bäudeservice. Im Anschluss an seine Lehrzeit erhält er nun die Gelegenheit, eine Trainee-Stelle anzutreten und wird in ­diesem Zuge auf eine Führungsposition als Betriebsleitung vorbereitet.

L+G Dienstleistungsgruppe

• Gebäudereiniger/-in

Ausbildungsberufe bei L&G

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„Ich hatte während meiner Ausbildung Einblicke in die verschiedensten Verwaltungs­bereiche und konnte so herausfinden, welche Tätigkeiten mir Spaß machen und wo meine Stärken liegen!“

Lattemann & Geiger ­Dienstleistungsgruppe Holding GmbH & Co KG BILDER: L+G DIENSTLEISTUNGSGRUPPE

„Wer Leistung zeigt, wird auch belohnt und erhält seine Chance bei uns.“

­ usbildung zum/zur Gebäudereiniger/in, A Koch/Köchin, Hauswirtschafter/-in, Textilreiniger/-in sowie Gärtner/-in Gartenund Landschaftsbau an. Bereits während ihrer Lehrzeit erhalten die Auszubildenden dabei die Chance, sich in der unternehmenseigenen Schulungsakademie ­weiterzubilden. Schulungen, wie beispielsweise „Softskills für Young Professionals“, tragen zur Persönlichkeitsentwicklung bei und bereiten die Azubis auf den Berufseinstieg vor. Aber nach der Ausbildung ist noch lange nicht Schluss für die Azubis bei L&G. So liegt die Übernahmequote in der gesamten Unternehmensgruppe bei ­nahezu 100%. „Wer Leistung zeigt, wird auch belohnt und erhält seine Chance bei uns“, so Irene Weinberg, Leitung Akademie und Recruiting und verantwortlich für die Ausbildung bei L&G. Im Zuge von Übernahme­ werden die gesprächen ­persönlichen ­Entwicklungsperspektiven der Azubis b­eleuchtet und Fort- und ­Weiterbildungsmöglichkeiten eruiert. Auf dieser Basis folgt anschließend die ­Erstellung eines ­individuellen ­Einarbeitungsplanes, um die Auszubildenden Schritt für Schritt an die neue ­Herausforderung heranzuführen.

Steinbühl 1 87463 Dietmannsried Telefon (08374) 2323-290 bewerbungen@lgg.net www.lgg.net

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Test Systems for a Clean and Safe Environment

Zukunftsweisende Prüfsysteme zur Straßenfahrt-Simulation und Emissions-Messtechnologien

AIP in Haldenwang plant und fertigt individuelle Fahrzeugprüfsysteme für Entwicklungs- und Fertigungszentren nahezu aller namhaften Fahrzeughersteller, deren Zulieferindustrie sowie Prüfinstitutionen – weltweit. AIP – das Aushängeschild für unsere Region und weit darüber hinaus. aip-automotive.de

Forschung & Entwicklung

Abgasmesstechnik

Mobile Abgasmessung

Rollenprüfstände

Flachbahnprüfstände

Hydraulische Prüfstände

Windkanalwaage

Antriebsstrangprüfstände

ElektroMobilität

Autonomes fahren

Prüfstandautomatisierung

Fahrroboter

Fahrtwind Simulation


Haldenwang | Automobil

Bei AIP spielen die Mitarbeiter die Hauptrolle Christian Hartmann, Geschäftsführer der AIP.

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Christopher Kandolf ist seit 2016 im Unternehmen und als Industriemechaniker in der Prüfstandmontage tätig.

Weltweit für die AIP im Einsatz - Vertriebs- und Marketingleiter Manfred Dittrich (im ­Unternehmen seit 2000) und Projektmanager (Schwerpunkt China) Georg Maurus, seit 2010 im Unternehmen.

Zukunftsorientierte und innovative Fahrzeug-Prüftechniken, namenhafte Kunden im In- und Ausland und ein Jahresumsatz von rund 40 Millionen Euro – AIP aus Haldenwang hat sich längst seinen Platz am Weltmarkt erarbeitet. Ein modernes Arbeitsumfeld mit bester Allgäuer Alpensicht, flexible Arbeitszeiten und die Förderung von Aus- und Weiterbildung sind bei AIP nicht nur Ausdruck der Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern. Bei AIP bedeutet eine gute Work-Life-Balance vor allem, dass die Arbeit einen wichtigen Teil dieser aus­ ­ gewogenen Balance ausmacht. Good job, good work, good life – bei AIP lässt es sich gut arbeiten und leben – und das weltweit. Unter den Kunden finden sich so namenhafte Global Player wie Tesla oder Porsche und auch die Ausrichtung auf den Asia­ tischen Raum eröffnet dem Unternehmen und den Mitarbeitenden immer neue ­Perspektiven. Das bringt sowohl spannende als auch herausfordernde (Erfolgs-)­ Erlebnisse im In- und Ausland mit sich.

Interkulturelle Kompetenz, Eigenver­ antwortlichkeit und Kreativität werden von AIP gefördert und unterstützt. Und diese Freiheit zahlt sich aus. Mit Leidenschaft und Begeisterung setzen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen ein. Finden kreative und zukunftsweisende ­Lösungen und entdecken Wege, die a­ ndere nicht sehen. Das wissen natürlich auch die Kunden zu schätzen. „Unsere Auftrags­ bücher sind voll,“ so ­Manfred Dittrich, bereits seit 18 Jahren Vertriebs- und Marketingleiter bei AIP. Deswegen sollen nicht nur die Fertigungsund Montageflächen in naher Zukunft erweitert, sondern auch die Mitarbeiterzahl deutlich aufgestockt werden. Doch was macht die Arbeit für AIP für die derzeit rund 198 Mitarbeitenden zu etwas

­esonderen? „Wir sind von unseren B Produkten und unserem Unternehmen ­ überzeugt und deswegen wollen wir hier und heute einmal unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Wort kommen lassen. Denn jedes Unternehmen ist nur so viel wert, wie die Mitarbeitenden, die es aus­ füllen,“ betont Christian ­Hartmann, einer der beiden Geschäftsführer der AIP, „und nach diesem Kriterium haben wir eine echte Goldgrube.“

Die aktuellen Stellenangebote finden Sie auf der Unternehmenshomepage von AIP unter dem Reiter „Karriere“.

Jürgen Walch Industriemeister Elektrotechnik Im Unternehmen seit: 1997 „Ich bin seit den späten 1990er Jahren bei AIP. Meine Vorgesetzten zeigen ganz klar, dass sie mir vertrauen und meine Arbeit wert­ schätzen. Auch der Zusammenhalt unter den Kollegen ist einfach super. Im Laufe der Jahre sind so echte Freundschaften, auch über die Arbeit hinaus, entstanden. Überhaupt steht bei AIP der Mitarbeiter als Mensch im Mittelpunkt. Dazu gehören auch unsere Familien.

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Beim Familientag konnten alle unsere ­Familien mal bei uns reinschnuppern und sich selbst ein Bild von unserer Arbeit ­machen. An meiner Arbeit gefällt mir am besten die Abwechslung, hohe Flexibilität, ­ das vertrauensvolle Miteinander und die ­vielen spannenden Projekte. Wenn ich AIP in drei Worten beschreiben müsste, würde ich sagen: „Nichts ist unmöglich!“

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Roland Meier Dipl.-Ing. Elektrotechnik Projektleiter Einführung ERP-System / Qualitätsmanagement Im Unternehmen seit: April 2018

Stefan Baier Industrie- und Systemtechniker Im Unternehmen seit: 1997 „Seit über 20 Jahren arbeite ich für AIP. Mir ist eine langfristige und vertrauensvolle Zusam-

freundlich und wertschätzend. Zudem habe ich den Anspruch das Unternehmen mit meinem Wissen bzw. Berufserfahrung ­ ­weiterzubringen, was bei der AIP auch unterstützt und gefördert wird.“

menarbeit, bei der die Mitarbeiter ihre eigenen Ideen und Meinungen einbringen ­ dürfen, sehr wichtig und deckt sich mit ­unseren Unternehmenswerten. Ein vertrauensvoller Umgang mit den Mitarbeitern und Kunden ist für mich für das Arbeitsverhältnis grundlegend. Um sich und das Unternehmen weiter zu entwickeln gibt es viele Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten, um auch weiterhin zukunftsorientiert agieren zu können. Ich habe bereits von Anfang an in vielen tollen Projekten weltweit mitarbeiten dürfen. Das für mich größte und mit der meisten Verantwortung geführte Projekt war der Bau des Windkanals in Wolfsburg. Hier habe ich ­fachlich sehr viel dazugelernt und in einem Team gearbeitet, das bis heute für mich wie eine kleine Familie ist. Die Arbeit im Premiumsegment bei einem weltweit agierenden Unternehmen macht mich einfach glücklich.“

Lisa-Marie Gründl Technische Produktdesignerin Im Unternehmen seit: Juni 2018 „Ich bin erst vor kurzem zu AIP gekommen. Nach meiner Ausbildung war ich auf der Suche nach einem innovativen, zukunfts­ ­ orientierten und flexiblen Arbeitgeber. Bei AIP schätze ich besonders mein abwechslungsreiches und interessantes Aufgaben­ gebiet und die Zusammenarbeit mit tollen Kollegen. Zwischen Mitarbeitenden und Vorgesetzen herrscht eine vertrauensvolle ­ ­Atmosphäre und das Zusammenspiel klappt hervorragend. Spannende Produktgruppen und Aufgabenbereiche bieten stets die Chance zu neuen Herausforderungen. ­ ­Gerade durch die flexible Gleitzeit wird es Allgäu Wirtschaftsmagazin

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„Ich schätze bei der AIP selbstständiges, eigenverantwortliches Arbeiten, schnelle Entscheidungen durch kurze Wege und ­ Flexibilität. Durch meine vielfältigen ­ ­Aufgaben ist meine Arbeit nie langweilig und ich kann mich voll einbringen. Innovation wird hier groß geschrieben und wir ­entwickeln interessante und neue Produkte. Ich koordiniere Projekte von Anfang bis zum Ende. Heißt, ich bin an der Planung, ­Koordination, Organisation, Transport und dem Einbringen der Komponenten beim Kunden an allen Schritten beteiligt. Dadurch kann ich am Ende auch stets das Ergebnis ­sehen und weiß, dass meine Arbeit und die Arbeit des ganzen Teams erfolgreich waren. Die Arbeit bei AIP ist geprägt von Teamwork, Vertrauen und gegenseitigen Respekt. Und auch die Arbeitsumgebung spiegelt diese ­Offenheit wider. Das neue klimatisierte und helle Gebäude bietet nicht nur genügend Platz, um kreativ im Team oder konzentriert an einem Einzelarbeitsplatz zu arbeiten, sondern lässt auch Raum zur Erholung. ­ ­Besonders die gute Kantine, die frische und regionale Produkte anbietet, lädt zu einer ­kurzen Verschnaufpause auf der Terrasse mit einem traumhaften Blick auf die Allgäuer Berge ein.“

Simone Wintergerst

AIP GmbH & Co. KG

uns allen auch ermöglicht, unsere Arbeit selbstständig einzuteilen und die Arbeits­ zeiten so zu legen, dass wir eine gute Balance zwischen Beruf und Alltag finden.“

BILDER: AIP GMBH & CO. KG, SIMONE WINTERGERST

„Ich bin vor 4 Monaten zur AIP gewechselt, weil ich eine verantwortungsvolle, interessante und fordernde Aufgabe wollte, mit entsprechender Rückendeckung von der ­ ­Geschäftsführung, die ich zu 100% hier vorfinde. AIP ist innovativ, flexibel und zukunftsorientiert. Ich habe ein interessantes und vor allem abwechslungsreiches Aufgabengebiet und stets das Gefühl, im Unternehmen, sowohl organisatorisch als auch prozess­ ­ technisch, etwas bewegen zu können. Der Umgang miteinander ist vertrauensvoll, offen,

Kathrin Egger Wirtschaftsingenieurwesen Fachrichtung Maschinenbau Dipl.-Ing. (FH)/ Projektmanagement Im Unternehmen seit: 2014

Hoyen 30 D-87490 Haldenwang Telefon (08374) 2409-0 Telefax (08374) 2409-551 info@aip-automotive.de www.aip-automotive.de

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Mindelheim | Industrie

Kompetenz für modernste Technik in aller Welt Weltweit sind die über 6.600 GROB-­Mitarbeiter das Rückgrat des Unternehmens, sein entscheidender Erfolgsfaktor und gestaltende Kraft. Ihr Denken und Handeln prägen das Bild der GROB-Werke nach innen und nach außen. Sie tragen entscheidend dazu bei, dass die GROB-Werke im internationalen Wettbewerb nicht nur bestehen, sondern ihre Technologieund Marktführerschaft noch weiter ausbauen können. 60

Seit über 90 Jahren ist unser Unternehmen als global operierendes Familienunternehmen in der Entwicklung und Herstellung von Anlagen und Werkzeugmaschinen tätig. Zu unseren Kunden gehören die namhaftesten Automobilhersteller, deren Zulieferer und Unternehmen verschiedenster Branchen. Mit Produktionswerken in Mindelheim (Deutschland), Bluffton, Ohio (USA), São Paulo (Brasilien), Dalian (China) und Turin (Italien) sowie weltweiten Serviceund Vertriebsniederlassungen sind wir international aufgestellt. Weltweit erwirtschaftet die GROB-Gruppe mit 6.600 Mitarbeitern eine Leistung von 1,5 Mrd. Euro (GJ 17/18).

Inbetriebnahme einer vollautomatisierten Roboterzelle.

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Unser Portfolio reicht von Universal-Bearbeitungszentren über hoch komplexe Fertigungssysteme mit eigener Automatisierung bis hin zu manuellen Montagestationen und voll automatisierten Montagelinien. Des Weiteren sind Produktionsanlagen für Elektromotoren und Montageanlagen für die Batterie- und Brennstoffzellentechnologie Teil unserer Produktpalette. Für die Beschichtungstechnologie von Motorenbauteilen, die Zerspanung von Turbinengehäusen und die Bearbeitung von Struktur- und Fahrwerksbauteilen werden eigene Lösungen realisiert. Mit der entwickelten Software zur Digitalisierung und Vernetzung von Produktionsprozessen GROB-NET4Industry gehen wir einen großen Schritt in die digitale Zukunft.

Wir unterstützen unsere Mitarbeiter ebenso bei Ihren vielfältigen Tätigkeiten durch bedarfsorientierte Bildungsangebote und -programme und bereiten Sie auf neue Anforderungen vor. Zu diesen Angeboten zählen u. a. das jährlich erscheinende Weiterbildungsprogramm mit Präsenz- und Online-Trainings zu verschiedensten Themenbereichen, die Organisation von fachspezifischen und externen Trainings sowie Betriebsführungen für Familienangehörige. Qualifizierte Führungskräfte sind für den Erfolg unseres Unternehmens essenziell. Da wir uns dessen bewusst sind, fokussieren wir das Thema „Nachwuchs- und Führungskräfteförderung“.

GROB-Ausbildung

Eine gute Sache – die Vorzüge von GROB • S pannende Aufgaben in einem internationalen Umfeld • Attraktive Vergütung und übertarifliche Zusatzleistungen • Arbeiten im Allgäu, einer der landschaftlich reizvollsten Gegenden Deutschlands • Betriebliches Gesundheitsmanagement mit eigener Betriebsarztpraxis und umfang­ reichen Gesundheits- und Fitnessangeboten • Betriebskantine • Betriebskinderkrippe • Betriebliche Altersvorsorge

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GROB-WERKE GmbH & Co. KG

Schwerpunkte • Systemlösungen • Universalmaschinen • Montageanlagen • Elektromobilität • Neue Technologien

•  GROB-NET4­ Industry zur Digitalisierung und Vernetzung von Produktions­ anlagen

Auch während Ihres Studiums bieten wir Ihnen interessante Möglichkeiten an, unser Unternehmen im Rahmen von Praktika oder Abschlussarbeiten kennenzulernen, sich weiter zu qualifizieren und als Werkstudent Ihre theoretischen Kenntnisse praktisch bei uns umzusetzen.

Unsere Mitarbeiter im Fokus Um Ihnen den Einstieg bei uns so leicht wie möglich zu gestalten, haben wir für alle neuen Mitarbeiter ein Onboarding-Programm entwickelt, das sich aus verschiedenen Bausteinen zusammensetzt. Dies soll Ihnen Orientierung geben und eine strukturierte Einführung in unser Unternehmen möglich machen. Zusätzlich wird Ihnen ein Mentor aus Ihrer Fachabteilung zugeordnet, der Ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht.

Unser Stammwerk in Mindelheim.

GROB-WERKE GmbH & Co. KG Industriestraße 4 87719 Mindelheim Telefon (08261) 996-7544 Telefax (08261) 996-846 personal@grob.de www.grobgroup.com

BILDER: GROB-WERKE GMBH & CO. KG

Großteilefertigung bei GROB.

In unserem Ausbildungszentrum, dass mit modernsten Maschinen ausgestattet ist und beste Bedingungen für die Ausbildung bietet, werden mittlerweile jährlich 100 junge Menschen in den technischen und gewerblichen Bereichen ausgebildet und so für die Zukunft des Unternehmens fit gemacht. Die Anzahl der Ausbildungsplätze die besetzt werden, steigt seit Jahren stetig an. Waren es im Jahr 2010 noch 26 Azubis, durchbrach GROB im Jahr 2017 die Schallmauer von 100 Auszubildenden in den unterschiedlichsten Berufen. Alternativ bietet GROB aber auch die Möglichkeit eines Dualen Studiums im „Ulmer Modell“ an.

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Schwangau | Hotel

Top-Nachwuchs für Allgäu-Top-Hotels Mit 10-Punkte-Programm für mehr Auszubildende Gäste kommen in großer Zahl in die Top-Hotels. Wo aber gute, motivierte Mitarbeiter herbekommen? 14 Häuser haben sich unter dem Label Azubi-­TopHotels zusammengetan. Wie ihre Geschäftsphilosophie Erfolg hat, erläutert Florian Lingenfelder, einer von ihnen. Das 4****-Superior-Hotel König Ludwig im Schwangauer Ortsteil Waltenhofen ist mit seinen 111 Zimmern eingebettet in die malerische Landschaft am Fuße der Allgäuer Berge. Das gehobene Wellness-­ Hotel besticht mit einem 4500 Quadrat­ meter großen SPA. Hotelchef Florian Lingenfelder gehört mit seinen 34 Jahren zur jungen Generation und weiß somit, was Work-Life-Balance bedeutet. Der seit

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1980 bestehende und ­ inhabergeführte­ Familienbetrieb investiert seit Jahren ­ ­kontinuierlich in die Infrastruktur für die Gäste. Gleichzeitig bietet das Unternehmen umfangreiche Leistungen für die Mitarbeiter. So werden unter anderem Personalwohnungen zur Verfügung gestellt und Schulungen für Mitarbeiter angeboten. Die Idee zu der Ausbildungsinitiative stammt aus den eigenen Reihen: Nicht einzeln um Mitarbeiter kämpfen sondern sich solidarisieren! Und das hat sich mittler­ weile für die Betriebe ausgezahlt. So wie für Florian Lingenfelder aus Schwangau. Sein Hotel König Ludwig kann ­ mittlerweile dem Fachkräftemangel Paroli bieten.

Zehn „Bonus“-Punkte „Auf fehlende Fachkräfte kann man nur mit Ausbildung begegnen“ ist sich

­ ingenfelder sicher. Aber hier im Allgäu L gehen die Ausbildungszahlen seit Jahren zurück. Man müsse der Industrie begegnen, die in diesem Bereich sehr viel gemacht habe. 11 Allgäu Top Hotels gründeten daher die Top Azubi Hotels. Diese Gruppe hat sich ein Zehn-Punkte-Programm einfallen lassen. Neben mehr Ausbildungsvergütung gibt es unter anderem Angebote an zusätzlicher, kostenloser Ausund Weiterbildung sowie ein Belohnungssystem für gute Leistungen in Schule und Betrieb (Florian ­Lingenfelder: „… denn das kommt direkt beim Auszubildenden an!“) und weitere Vorteile.

Wertschätzung gegenüber dem M­ itarbeiter durch hauseigene „Mitarbeiterwelt“ Mit diesen Maßnahmen komme die Wertschätzung gegenüber dem Mitarbeiter klar zum Ausdruck. Denn „Geld ist mittlerweile nicht

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Die Hotel-Kooperation Top Azubi Hotel trägt mittlerweile reiche Früchte. Hatten sich früher zwei pro Jahr für ein Praktikum beworben, so sind es nun 30. Im Vorjahr sind sechs Auszubildende eingestellt worden, das ist auch für die nächsten Jahre so geplant. Dieser Aufwind im Personalsektor sei auch ein umfassender Denkanstoß gewesen, „wie wollen wir mit unseren ­Mitarbeitern umgehen.“ Allgäu Wirtschaftsmagazin

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Jonas Gmeiner, Rezeptionist

„Wir haben tolle Chefs. Und wir können uns selbst verwirklichen. Besonders gut ist unser Arbeitszeitmodell“

„Die Stimmung im Team finde ich einfach super. Jeder kommt mit jedem gut aus, das Ambiente des Hauses ist stimmig. Entsprechend positives Feedback geben mir auch die Gäste.“

Michelle Janßen, Chef de Rang „Ich finde das familiäre Klima super. Besonders gefällt mir auch die Harmonie unter den verschiedenen Abteilungen.“

Tünde Balazs, Zimmermädchen „Es hat jeder ein Lächeln auf den Lippen, es wird immer versucht auf alle Frei- und Urlaubswünsche einzugehen. Wenn mal ein Engpass herrscht helfen alle zusammen. Wir bekommen tolle Arbeitsmittel gestellt und auch ausreichend Arbeitskleidung.“

Carolin Klapp, Azubi Hotelfachfrau „Ich arbeite gerne im Hotel König Ludwig, da der familiäre Führungsstil ein tolles und angenehmes Arbeitsklima schafft. Wir Teamkollegen unterstützen uns gegenseitig, helfen uns und haben Spaß an der Arbeit.“

Anton Reichart

Das König Ludwig Wellness & SPA Resort Allgäu Kreuzweg 15 87645 Schwangau Telefon (08362) 8890 Telefax (08362) 889-990 info@koenig-ludwig-hotel.de www.koenig-ludwig-hotel.de

BILDER: HOTEL KÖNIG LUDWIG

mehr alles“, weiß der ­Hotelchef. Wichtig sei der stimmige Dreiklang: Lebensqualität – Wertschätzung – Entlohnung. „Nur damit kann ich gute Mitarbeiter nicht nur bekommen sondern auch halten!“ Dafür gilt es, immer Neues zu kreieren. So arbeiten er und die gelernte Hotelkauffrau Julia Schwaninger an einer Mitarbeiterwelt, welche diesen Dreiklang abbildet. Sie wird allen Mitarbeitern und Auszubildenden zur Verfügung stehen, selbstverständlich kostenlos. Diese Aktivitäten werden auf der hoteleigenen Homepage auch für den Gast sichtbar sein. „Er darf ruhig sehen, was das Hotel leistet und in die Mitarbeiter investiert. Damit sieht auch er die Wertschätzung, die der Betrieb den Mitarbeitern entgegen bringt.“

Hans-Peter Kleinhenz, Restaurantleiter

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Leutkirch | Präzisionskugellager

Präzision aus Tradition 50 Jahre myonic „Reine Befehlsempfänger werden bei uns nicht alt.“ Bernhard Böck

Montagearbeiten um 1963

Seit 50 Jahren werden in Leutkirch in höchster Präzision Miniaturkugellager entwickelt, die auch unter extremen Bedingungen sicher und zuverlässig ihren Dienst verrichten. myonic-Lösungen kommen in der Dental- und Medizin­technik, aber auch in der Luft- und Raumfahrtindustrie, im Automobilsektor oder im Werkzeugbau zur Anwendung. 64

Der Startschuss für die Erfolgsgeschichte von myonic fiel bereits in den 50er Jahren, als der Dentalinstrumentenherstel­ ler KaVo aus Biberach die Entscheidung fällte, eine eigene Kugellagerproduktion ins Leben zu rufen. Schnell wuchs die mit 4 Mitarbeitern gestartete Abteilung heran und wurde 1968 als eigenständiges Tochter­ unternehmen unter der Firmie­ rung MKL Miniaturkugellager Leutkirch etabliert. Zu diesem Zeitpunkt beschäf­ tigte MKL bereits 204 Mitarbeiter. Das rasante Wachstum ließ die Branche auf­ horchen und rief das in der benachbarten Schweiz beheimatete Unternehmen RMB (Roulements Miniature Bienne SA) 1971 auf den Plan, ein Kaufangebot zu unterbreiten.

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Prämierung „Beste Arbeitgeber Allgäu“

Mit der Produktion von Werkzeugmaschinenlagern stieg myonic erfolgreich in größere Dimensionen ein. Miniaturkugellager für die Dentalindustrie

Auf zu neuen Ufern

Wunderwerke der Technik

Unter dem Dach der RMB wurden neue Marktsegmente erobert und weiterführen­ de, innovative Produkte entwickelt, wobei bis heute der Sektor Dental- und Medizin­ technik im Portfolio des Unternehmens an erster Stelle steht. Mit der Übernahme der RMB durch einen Finanzinvestor im Jahre 1999 wurde auch eine Umfirmierung voll­ zogen: myonic – abgeleitet aus dem Mikro­ zeichen µ (1/1000 mm) und (Mechatr)onic – wurde aus der Taufe gehoben.

Die von myonic entwickelten Miniaturku­ gellager und Anwendungslösungen sind kleine Wunderwerke der Technik, die un­ ter extremen Bedingungen präzise, perfekt und beständig funktionieren müssen. Geschwindigkeiten von 400.000 Umdre­ hungen in der Dentaltechnik sind keine Seltenheit. Dazu kommen tausendfache Sterilisationsprozesse, die das Material aushalten muss.

Nach einem zwischenzeitlichen Manage­ ment Buy Out 2006 übernahm Minebea­ Mitsumi Inc. aus Japan 2009 das Unterneh­ men. MinebeaMitsumi ist Weltmarktfüh­ rer in der Herstellung von Miniaturkugella­ gern und fertigt zudem Komponenten für Ultrapräzisionsteile sowie Elektronik- und Elektromechanikbauteile. Die Akquisition von myonic stellte sich für den Weltkon­ zern als ideale Portfolioergänzung dar und myonic konnte dank eines finanzkräftigen Global Players zu neuer Blüte heranwach­ sen. So wurde am Standort Leutkirch 2012 ein modernes Fertigungszentrum errich­ tet. 2013 gelang es myonic, mit dem Ein­ stieg in die Großlagerproduktion ein neues Marktsegment zu erobern. Aktuell verfügt myonic über zwei Produkti­ onsstätten in Leutkirch im Allgäu und Roz­ nov, Tschechien sowie weltweite Vertriebs­ niederungslassungen. Ca. 500 Mitarbeiter erwirtschafteten im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 52 Mio. Euro. Allgäu Wirtschaftsmagazin

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myonic-Präzisionslager sind im Mars Ro­ ver der NASA zu finden sowie in Satelliten, die über Jahre im Weltall kreisen. Dort trotzen sie der kosmischen Strahlung, ex­ tremen Temperaturen und dem Vakuum und springen auch nach langem Verharren im Stand-by-Modus zuverlässig an. Geräusche spielen zwar im All keine Rolle, in der Medizintechnik dafür umso mehr. myonic-Lager sorgen zum Beispiel dafür, dass eine Mammographie flüsterleise abläuft.

myonic ist in den letzten 50 Jahren auch durch schwierige Zeiten gegangen. Und konnte oft nur durch den Einsatz und den Erfindungsreichtum der Mitarbeiter erfolgreich am Markt bestehen. Das schweißt zusammen und zeugt von der starken Identifikation der Angestellten mit dem Unternehmen. Bestes Beispiel dafür, dass die myonic-Phi­ losophie bei den Mitarbeitern ankommt, ist der erste Platz bei der Wahl zum besten Arbeitgeber im Allgäu beim Great Place to Work® Wettbewerb 2018.

Stefan Klotter

Bester Arbeitgeber im Allgäu Entwickelt werden die Miniaturkugellager, Lagersysteme und Lösungen von speziali­ sierten Fachkräften, die eigenverantwort­ lich arbeiten. „Reine Befehlsempfänger werden bei uns nicht alt“, erklärt Geschäftsführer Bernhard Böck. „Das entspricht nicht unserer Philo­ sophie. Wir fördern bewusst motivierte Mitarbeiter, die eigenständig mitdenken, Verantwortung übernehmen und ihre Chancen wahrnehmen wollen, die wir ihnen

myonic GmbH Steinbeisstraße 4 88299 Leutkirch Telefon (07561) 978-0 info.de@myonic.com www.myonic.com

BILDER: MYONIC GMBH

Global Player myonic

in einem international agierenden Unter­ nehmen bieten. Dafür erhalten Sie größt­ mögliche Freiheiten, flache Hierarchien und Möglichkeiten der Weiterbildung und zusätzlichen Qualifizierung. Eine angemes­ sene Vergütung, flexible Arbeitszeitmodelle oder gesundheitsfördernde Maßnahmen sind bei uns selbstverständlich.“

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Roßhaupten | Spannsysteme

Die Lösung für Ihre Spannaufgabe Die besten Ideen entstehen meist aus den ­eigenen Bedürfnissen heraus. Und so ­entstand die SFT Produktion GmbH in ­Roßhaupten für smarte, hoch innovative und präzise Spanntechnik „Made in Southern Germany“. Wer die technische Zukunft ein Stück weit mitgestalten möchte, ist hier am richtigen Platz.

Ferdinand Schneider entwickelte sein eigenes, wirtschaftliches Spannmittel: den SFT Keilspanner.

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Spannturm für Horizontal- und 5-Achs-Maschinen.

Intelligente Lösungen bedürfen kompe­ tenten Mitarbeitern. Deshalb sind auch Ferdinand Schneider Fachkräfte willkom­ men, die neue Herausforderungen suchen und gerne bei der unentwegten Weiter­ entwicklung eines äußerst innovativen Produkts mitwirken. Aus der Zeit, als er noch selbst CNC-Frästeile produzierte, weiß der Geschäftsführer, worauf es in der Branche ankommt. Der „Mächler“ war auf der Suche nach einem einfachen und flexiblen Spannsystem, das ein breites ­ Spektrum an Spannaufgaben abdecken sollte. „Da ich auf dem Markt nicht fündig wurde, entwickelt ich 2000 kurzerhand mein eigenes, wirtschaftliches Spann­ mittel: den SFT Keilspanner,“ erzählt er. 2008 ging das Unternehmen damit in ­Serie. Heute bietet SFT eine Vielzahl an ­intelligenten und hoch innovativen Multi­ funktionsspannmittel für die fräsende Bearbeitung. „Unsere smarten Spann­ ­ systeme funktionieren nach einem einfachen Baukastenprinzip: Schon mit ­ wenigen, multikompatiblen Elementen

können Sie sich ein effizientes und indivi­ duelles System zusammenstellen, mit dem Sie die vielfältigsten Spannaufgaben ­spielend leicht bewältigen – ganz gleich, auf welchem Maschinentyp“, erklärt ­Ferdinand Schneider. Das Ergebnis sind kurze Rüstzeiten, sichere Spannung und extreme Flexibilität. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Einzel- oder Serienfertigung gewünscht wird. Denn die spezielle für die fräsende Bearbeitung auf CNC-­ Fräs­ maschinen und CNC-Bearbeitungs­ zen­ tren konstruierten SFT Spannsysteme eig­ nen sich für nahezu alle Spannaufgaben und Maschinentypen.

Made in Southern Germany Als SFT Produktion GmbH mit Sitz in Roßhaupten konzentriert sich das Unter­ nehmen hier vorwiegend auf die Entwick­ lung und Produktion von Eigenprodukten. Zusammen mit der Partnerfirma SFT Spannsysteme GmbH in Winnenden ste­ hen intelligente und innovative ­Lösungen im Spannmittelbau. Diese ­wurde im Zuge der Umfirmierung von F­ erdinand Schnei­ der und Geschäftsführer Thomas Reith so übernommen. Für ­ Ferdinand Schneider gehören kontinuier­liche und marktgerech­ te Entwicklungen einfach zum Markenzei­ chen von SFT. Als Topprodukt des Unter­ nehmens ist dabei der 5-Achsspanner auf Erfolgskurs. ­Einsetzbar im Vertikal-, Hori­ zontal- oder 5-Achs-Bereich sorgt dieser nach einem cleveren und bewährten Sys­ tem für die richtige Spannkraft in Ihrem Produktionsprozess. Dabei vereint der 5-A Multi­spanner zwei elementaren Anwen­ dungen in einem Produkt.

Gestaltung der Zukunft

Geschäftsführer Ferdinand Schneider weiß, wie „Made in Southern Germany“ aussieht.

Allgäu Wirtschaftsmagazin

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Mit jahrelanger Erfahrung, Branchenkennt­ nis und fundiertem Know-how in Sachen Spannmittelbau verfolgt SFT vor allem ein Ziel: Die bestmögliche Lösung für die indi­ viduelle Spannaufgabe zu fi­ nden. Mit Mul­

SFT bietet eine Vielzahl an intelligenten und hoch innovativen Multifunktionsspannmitteln.

tifunktionalität decken die Spann­systeme von SFT so ein breites ­Spektrum an Aufga­ ben ab. „Doch dafür braucht es auch qualifi­ zierte Mitarbeiter“, so Ferdinand Schneider. Aktuell sucht das Unternehmen für die Pro­ duktion in R ­ oßhaupten noch kreative und neugierige CNC Fräser/innen, die die Lei­ denschaft für Technik und ­­Entwicklung in einem e­ ngagierten Team teilen. Um für die ­Fertigung anspruchs­vollster Präzisions­teile an hochmodernen Fräsbearbeitungszent­ ren gerüstet zu sein, gibt es für die Fachkräf­ te regelmäßige S­ chulungen. „Der Vorteil an unserem ­Unternehmen ist, dass wir wendig sind“, so Ferdinand Schneider. Und dies spiegelt sich sowohl in einer 24-Stun­ den-Fertigung als auch in der ­Flexibilität und Erfahrenheit der M ­ itarbeiter wider. Der Mehrgewinn einer motivierten, begeis­ terten Arbeitsweise und Mitarbeiterfüh­ rung zeigt sich ­letztendlich nicht nur im Gewinns des U ­ nternehmens, sondern sorgt für einen tollen Arbeitsplatz mit Zukunfts­ perspektive.

Susanne Pinn

SFT Produktions GmbH BILDER: SABRINA SCHINDZIELORZ, TINYTREE, SFT PRODUKTIONS GMBH

Der 5-Achs-Spanner gehört zu den Top-Produkten der SFT.

Geschäftsleitung Herr Ferdinand Schneider Augsburger Str. 27 87672 Roßhaupten Telefon (08367) 912160 info@sftnet.de

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Füssen | Personal

Mehr, als ein guter Job Was macht einen guten Arbeitgeber aus? Wer heutzutage als Fachkraft auf Stellensuche geht, achtet auf Details. Und dass diese bei Unimet als Teil der iwis Gruppe stimmig sind, zeigt sich täglich. Denn hier wartet mehr, als ein guter Job.

Sandro Wagner war einer von ihnen. Doch auch, wenn es hier nicht um die Bundesliga geht, hat der Stürmer doch etwas mit dem Unternehmen gemein: Auch er ging in die Kindertagesstätte von iwis. So wie viele an­ dere Mitarbeiter nutzten auch seine Eltern die Vorzüge einer qualifizierten Kinderbe­ treuung am Ar­beitsplatz. „Doch das ist nicht alles, was iwis zu bieten hat“, freut sich Ge­ schäftsführer Dr. Peter Kreisfeld. Kleine Teams, flache Hierarchien mit kurzen Ent­ scheidungswegen, flexible Arbeitszeiten

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und attraktive Entlohnung gehören für den Geschäftsführer zum Standard.

Ein offenes Ohr für Mitarbeiter iwis verfolgt mit Ehrgeiz das Ziel, betrieb­ liche und familiäre Interessen in Einklang zu bringen. Besonders wichtig ist Dr. Peter Kreisfeld dabei eine funktionierende und positive Teamkultur auf einer face-to-face Basis. Der Teamgeist erstreckt sich dabei über die gesamte Wertschöpfungskette – vom Versand bis zur Geschäftsführung.

„Denn nur gemeinsam finden wir Lösun­ gen“, ist er überzeugt. Das Unternehmen gehöre zu den Besten. Und daher gäbe es nötigen Freiraum und spannende Perspek­ tiven. Das offene Ohr für die Mitarbeiter zeigt sich vor allem bei einer familien­ freundlichen Arbeitszeitgestaltung. So können Mitarbeiter ihre Arbeitszeit auf­ grund privater Situationen zum Beispiel partiell in das häusliche Umfeld verlagern oder flexible Arbeitszeitsysteme mit Teil­ zeitmöglichkeiten in Anspruch nehmen.

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Vom Einrad zum weltweit agierenden Unternehmen Wo vor mehr als 100 Jahren alles mit ­einer Fahrradkette begann, sind heute intelligente Systemlösungen unter anderem für die Auto­ mobilindustrie, den Maschinen- und Anla­ genbau, die Verpackungs-, Druck- und Le­ bensmittelindustrie sowie für industrielle Anwendungen im Bereich Fördertechnik. Das Unternehmen arbeitet international und ist mittlerweile weltweit an mehr als 45 Standorten vertreten. Als Johann Baptist Allgäu Wirtschaftsmagazin

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Winkelhofer es 1895 gründete, war er ge­ prägt von dem Drang nach Weiterent­ wicklung. Begonnen in den Wanderer Werken in Chemnitz begann er seine Reise mit seiner Begeisterung für Fahrräder und baute sein erstes eigenes Hochrad. Mit ei­ ner eigenen ­Maschinenfabrik startete er schließlich in das Unternehmertum. Nach seinem Motto: „Du musst von dem, was du machst, etwas verstehen“ lebt die iwis Gruppe heute noch und bewegt damit die Welt. Nach einer intensiven Auseinander­ setzung mit der Vergangenheit ist sie zu­ kunftsfähiger denn je.

iwis und die Unimet Gruppe: Eine zukunftsweisende Verbindung Die Standorte der Unimet Gruppe wurden durch den Zusammenschluss mit iwis in die­ sem Jahr nicht nur gesichert, sondern sollen nachhaltig ausgebaut werden. Mit den Berei­ chen iwis Motorsysteme, iwis Anstriebssyste­ me und Unimet precision parts decken Uni­ met und iwis die Sparten Automotive, Indus­ trie und Präzisionsteile umfassend ab. „Mit der Akquisition von Unimet erwarben wir ein Unternehmen mit ähnlichem Hinter­ grund, das einen stark wachsenden Markt bedient, hochqualifizierte Mitarbeiter be­ schäftigt und die Kultur eines Privatunter­ nehmens lebt,“ erklärt Dr. Peter Kreisfeld, „da­ mit konnten nicht nur die Kernkompetenzen im Bereich der spanlosen Präzisionsfertigung, sondern auch die Kundenbeziehungen aus­

gebaut werden.“ Doch dafür braucht es qua­ lifizierte Arbeitskräfte, die wir aktuelle für den Standort Rieden suchen. Im Moment sind zahlreiche Stellen in den Abteilungen Controlling, Einkauf, Qualität, Vertrieb und in der Produktion zu besetzen. Beson­ ders Werkzeugbauer finden hier „den bes­ ten Betrieb für diese Berufssparte in ganz Deutschland“, wie Dr. ­Peter Kreisfeld be­ tont. Dabei ist iwis als Familienunterneh­ men quasi „Überzeugungstäter“ auf dem Gebiet der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „Wir sind uns bewusst, dass der heute erreichte Wettbewerbsvorteil zu­ künftig nur auf Basis der besten verfügba­ ren und höchst qualifizierten Mitarbeiter im In- und Ausland weiter ausbaubar ist.” Eine Übersicht über offene Stellen finden Sie hier: www.iwis.com/karriere

Susanne Pinn

Unimet GmbH Ein Unternehmen der Joh. Winklhofer Beteiligungs GmbH & Co.KG (iwis) Aggensteinstraße 8-10 87669 Rieden am Forggensee Telefon (08362) 9122-0 Telefax (08362) 9122-9000 info@unimet.de

BILDER: IWIS, UNIMET

Der betriebseigene Kindergarten „Kinder­ kette e. V.“ in München sorgt für eine Be­ treuung vom Säugling bis zum Vorschul­ kind auf dem Firmengelände und eine fi­ nanzielle Unterstützung durch die Gewäh­ rung steuerfreier ­Zuschüsse für Kita-Ge­ bühr und Mittagessen entlastet Eltern zu­ sätzlich. Angebote zur Gesundheitserhal­ tung, eine betriebliche Altersvorsorge und ein hauseigenes Bildungswerk runden das außergewöhnliche Angebot ab. Letzteres bietet neben Vorträgen mit Persönlichkei­ ten aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Sport auch Schulungen und Seminare an. Auch Auslandseinsätze von Auszubilden­ den werden hier festgesetzt, was für die jungen Menschen eine tolle Erfahrung be­ deutet. „Doch überall kann Unvorhergese­ henes geschehen“, weiß Dr. Peter Kreisfeld, weshalb iwis mit einer eigenen Stiftung Mitarbeitern in Not zur Seite steht.

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Ravensburg | Pharmadienstleister

Aus gutem Grund Vetter aus Ravensburg:

Sichere Jobs bei einem Weltmarktführer.

Auf unser Know-how und Leistungsangebot verlassen sich weltweit kleine bis große Pharma- und Biotechunternehmen. Aus gutem Grund: Sie sehen in uns einen ­verlässlichen Partner, der für hohe Qualität steht und immer wieder neue Trends und Standards setzt. Ob Multiple Sklerose, Krebs oder Arthritis: Das sind nur einige von vielen Krankheiten, zu deren ­Behandlung wir für unsere Auftraggeber Wirkstoffe abfüllen und verpacken. Unsere rund 4.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen somit durch den ­ ­täglichen Einsatz dazu bei, die Lebensqualität von Menschen auf der ganzen Welt zu

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verbessern. Als Unternehmen in Familienbesitz bieten wir ein rundum stabiles und zukunftsträchtiges Umfeld mit modernen Hightech-Anlagen sowie mit effizienten und präzisen Prozessen. Vetter ist der größte Arbeitgeber in Ravensburg und ­einer der größten in der Region. In den vergangenen zehn Jahren konnte die ­ Mitarbeiterzahl mehr als verdoppelt ­ werden. Und das Wachstum hält an. ­ ­Deshalb sind wir mit Hochdruck auf der Suche nach Unterstützung, vor allem in der Produktion. Darunter verstehen wir alle Tätigkeiten, die im direkten Zusammenhang mit der keimfreien ­ Herstellung von Medikamenten stehen. ­ Auch Bewerberinnen und Bewerber ohne pharmazeutische Fachausbildung sind willkommen! Derzeit bilden wir ca. 80 Nachwuchskräfte in naturwissenschaftlich-technischen und kaufmännischen ­Berufen aus und bieten ihnen ein ganzes Paket an Möglichkeiten. Wir fördern die individuelle Entwicklung und Karriere­ gestaltung unserer Mitarbeiter wo wir ­können. Darüber hinaus erwarten Vetter Mitarbeiter zahlreiche weitere Vorteile:

etwa ein marktgerechtes Entlohnungssystem, Fitness- und Sportangebote, flexible Arbeitszeitmodelle oder Unterstützung bei der Kinderbetreuung. Alles in allem ist Vetter ein Unternehmen, das voller Wachstum, Verantwortung und Perspektiven steckt. Für Berufseinsteiger ebenso wie für erfahrene Fach- und Führungskräfte.

Vetter Pharma-Fertigung GmbH & Co. KG Schützenstraße 87 88212 Ravensburg personal@vetter-pharma.com www.vetter-pharma.com/karriere

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BILDER: VETTER

Vetter ist ein international führender Pharmadienstleister, der Arznei­ mittelhersteller bei der Entwicklung, sterilen Abfüllung und Endver­ packung von Spritzen und anderen ­Injektionssystemen unterstützt – von der Klinik bis zur globalen ­Marktversorgung.


TYPISCH VETTER: ALS INTERNATIONALER PHARMADIENSTLEISTER ZAHLREICHE

PERSPEKTI EN IN DER REGION SCHAFFEN.

Als international führender Pharmadienstleister und unabhängiges Unternehmen in Familienbesitz unterstützen wir Arzneimittelhersteller in der sterilen Abfüllung und Endverpackung von Spritzen und anderen Injektionssystemen. Dies sowohl in der klinischen Entwicklung neuer Präparate als auch bei der globalen Marktversorgung. Qualität steht bei unserer Arbeit seit jeher an oberster Stelle. Auch setzen wir immer wieder neue Trends und Standards in unserer Branche. Mit dem Ergebnis: Auf uns verlassen sich nicht nur zahlreiche der größten Pharma- und Biotech-Unternehmen der Welt, sondern vor allem Millionen von Patienten. Ohne ein verantwortungsvolles Arbeiten auf allen Ebenen wäre das nicht möglich – von der Produktion bis zur Verwaltung. Das macht uns stark für ein weltweites Wachstum und den sich ständig wandelnden Gesundheitsmarkt. Es bietet aber auch Chancen für unsere Mitarbeiter.

Entdecken Sie Ihre Möglichkeiten bei uns: Leben. Qualität. vetter-pharma.com / karriere


Wirtschaftsmeldungen | Wirtschaft und Leben im Allgäu

Kaufbeuren // Mit einem offiziellen Festakt wurde die AmtsĂźbergabe des bisherigen Direktors Josef Bauer an seinen Nachfolger Bernd Ruppert in den Räumen der AOK in Kaufbeuren gefeiert. Der Beiratsvorsitzende Johannes Reich begrĂźĂ&#x;te die Ăźber 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und dem medizi­nischen Bereich. „Dies ist ein Zei­ chen der groĂ&#x;en Wertschätzung, die der Netzwer­ker Josef Bauer seit elf Jahren in Kaufbeuren und dem gesamten Ostallgäu genossen hat“, betonte Johannes Reich. „Er war mit hoher Sachkenntnis, viel En­ gagement und Freude maĂ&#x;geblich an der positiven Entwicklung der AOK-Direk­ tion Kaufbeuren-Ostallgäu beteiligt“. Josef Bauer wird kĂźnftig als Ressortdirektor der AOK Bayern fĂźr die Bereiche Markt, Ver­ trieb und Marketing in MĂźnchen tätig sein. Sein Nachfolger Bernd Ruppert ist nach verschiedenen Stationen, unter anderem in Kempten, Memmingen und MĂźnchen, bereits seit einigen Monaten Direktor der AOK fĂźr Kaufbeuren und das Ostallgäu. Kaufbeurens BĂźrgermeister Gerhard Bu­ ­ innecker cher und Landrätin Maria Rita Z gratulierten und betonten das soziale Engagement der AOK, insbesondere die

BILD: AOK

Fßhrungswechsel bei der AOK-Direktion KaufbeurenOstallgäu – Bernd Ruppert tritt Nachfolge von Josef Bauer an

Beiratsvorsitzender Johannes Reich, Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern Dr. Irmgard Stippler, ehemaliger AOK-Direktor Josef Bauer, neuer AOK-Direktor Bernd Ruppert, alternierender Beiratsvorsitzender Robert Klauer und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Hubertus Räde beim Festakt zur Amtsßbergabe bei der AOK in Kaufbeuren (v. li. nach re.).

UnterstĂźtzung der sozialen Einrichtung „Blaue Blume“, das Bauer initiiert hatte und durch Bernd Ruppert fortgefĂźhrt werde. Die AOK hat in der Region einen Marktanteil von etwa 50 Prozent. Bernd

Ruppert, selbst „Allgäuer mit Leib und Seele“, ist sich der sozialen Verantwortung der AOK als Gesundheitskasse bewusst. Er mĂśchte sich nun fĂźr die 77.000 Versicher­ ten und die gesamte Region stark machen.

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Wirtschaftsmeldungen | Wirtschaft und Leben im Allgäu

VR Bank erhält Best of Innovationspreis-IT für modernen Video-Service

Stefanie Schmitt Leiterin Kempten Tourismus

„Wir hatten die Idee, einen „vergessenen“ Römer in Kempten in die Moderne zu versetzen. In einem kreativen

Gedankenaus-

tausch gemeinsam mit den silbersternen entstand ein Drehbuch, das uns alle begeistert hat. Das Team von silberstern hat uns als Kunde genau verstanden und unsere Idee perfekt umgesetzt - mit Professionalität und Begeisterung, BILD: VR BANK

mit

Der Video-Service der VR Bank wurde jüngst mit einem Innovationspreis der Initiative Mittelstand ausgezeichnet.

Kaufbeuren-Ostallgäu // Nach dem Process Solution Award sicherte sich die VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu nun eine weitere namhafte Auszeichnung für ihren modernen Video-Service: den Best of Innovationspreis-IT 2018 der Initiative Mittelstand in der Kategorie Finance. „Dieser wird für ­ besonders innovative IT-Lösungen mit hohem Nutzen für den Mittelstand vergeben”, erläuterte Vorstandssprecher Dr. Hermann Starnecker. Damit habe die Auszeichnung einen hohen Stellenwert für die VR Bank, die sich als Partner des Mittelstands sehe, so Starnecker weiter. “Für unsere Kunden bedeutet der Preis außerdem, dass wir einen innovativen und Allgäu Wirtschaftsmagazin

4 | 2018

ausgezeichneten Service anbieten.” Den Video-Service hat die VR Bank gemeinsam mit einer Tochtergesellschaft des Münch­ ner Flughafens – der InfoGate Systems GmbH - entwickelt. Er ist in dieser Form einzigartig in Deutschland und ermöglicht persönlichen Bankservice von Angesicht zu Angesicht lebensgroß und in Echtzeit. Der Vorteil für den Kunden: die erweiter­ ten Service-Zeiten von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr. Dass der moderne Ser­ vice nicht nur die VR-Bank und ihre Kun­ den überzeugt, zeigen Anfragen anderer Banken nach der innovativen Lösung, die die VR Bank im B2B-Bereich unter dem Produktnamen tellma vertreibt.

moderner

Technik,

einem herzlichen und offenen

Miteinander

und

einem enormen Antrieb, das Projekt zum Erfolg zu führen. Das Endergebnis ist perfekt, ich kann mir die Filme immer und immer wieder anschauen.“

Filmproduktion

Telefon: 0831 960 99 10 info@silberstern.tv w w w. s i l b e r s t e r n . t v


Wirtschaftsmeldungen | Wirtschaft und Leben im Allgäu

Erwin Hymer Group erhält German Brand Award für Markenführung BILD: LUTZ STERNSTEIN

Elobau erweitert Werk 2

BILD: BETTINA BARON

Stefan von Terzi, Leiter der Erwin Hymer Group Marketing & Communications (links), sowie Andreas Ortlieb, Erwin Hymer Group Marketing Operations, freuen sich über den German Brand Award 2018.

Christian Hock (Firma Mösle GmbH & Co. KG), Dr. Thilo Ittner (Geschäftsführer elobau), Ingmar Stöhr (Leiter Vorentwicklung), OB Hans-Jörg Henle, Volker Hartmann (Leiter Operations), Michael Hetzer (Geschäftsführer elobau), Philip Leube, Architekturbüro f64 (von links).

Leutkirch // Leutkirchs größter Ar­ beitgeber erweitert sein Werk 2 um eine Produktionshalle und ein moder­ nes Verwaltungsgebäude. Aus diesem Grund wurde kürzlich mit einem symbolischen Spatenstich der Start gefeiert. Geplant ist im Bauabschnitt 3 von Werk 2 eine Halle mit einer Fläche von 2.400 Quadratmetern und der sogenannte „eloraum“, ein Verwaltungsgebäude mit vier Geschossen auf 650 Quadratmetern. Beide Gebäude werden im Energie-Plus

Standard erstellt und produzieren somit mehr Energie als sie selbst verbrauchen. Im „elograum“ soll ein Showroom, Besprechungsräume, Platz für technische Schulungen und die Vorentwicklung untergebracht werden. Geschäftsführer Michael Hetzer unterstrich in seiner Ansprache beim Spatenstich, die Dringlichkeit der Erweiterung für die Firma elobau, denn allein im vergangenen Jahr, habe des Unternehmen 100 Neueinstellungen verzeichnet.

Bad Waldsee // Die Erwin Hymer Group erhielt kürzlich den renom­ mierten German Brand Award 2018. Im Rahmen eines Gala-Empfangs im „Römischen Hof“ in Berlin wurde das Unternehmen aus Bad Waldsee in der Kategorie „Brand Strategy“ für seine herausragende Markenführung ausgezeichnet. Der Rat für Formgebung und das German Brand Institut vergeben diesen Preis jährlich für erfolgreiches Management und nachhaltige Markenkommunikation. Die Jury unter der Leitung von Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer des Rats für Formgebung, würdigte damit den 2017 eingeführten Markenmanagement-Ansatz der Erwin Hymer Group. Das Markenportfolio der Erwin Hymer-Group umfasst weltweit 24 Marken und reicht von Reisemobil- und Caravan-Herstellern über Zubehöranbieter bis hin zu Miet- und Finanzierungsservices.

Stahl- und Industriebau innovativ | individuell | nachhaltig Biedenkapp Stahlbau GmbH Biedenkapp Industriebau GmbH Pettermandstr. 24 | 88239 Wangen i.A. T +(49) 75 22 97 02 - 0

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Wirtschaftsmeldungen | Wirtschaft und Leben im Allgäu

BILD: UNIMET

Liebherr-Aerospace über silberstern:

Unimet holt den Sieg beim Drachenboot Rennen 2018! Füssen/Reutte // Sechs Boote mit 100 Teilnehmer starteten beim Drachen­ boot Rennen des Rotary Clubs ­Reutte-Füssen, am Heiterwangersee. Pro Boot waren 14 Ruderer, ein Tromm­ ler(in), sowie ein Steuermann notwendig, die Rennlänge auf dem See betrug 250m. Nach mehreren Siegesfahrten setzte sich die Unimet-Crew durch und holte auch den Gesamtsieg vor Schretter und Cie und dem Rotary Club Füssen-Reutte. Wie groß

der Zusammenhalt und Fairness an diesem Tag der Crews, zeigten die Mannschaften als sie gemeinsam im 18 Grad „warmen“ See „baden“ gingen! Bei der abschließenden Siegerehrung bedankte sich Geschäftsführer Andreas Wagner beim Veranstalter und seiner Crew für die gelungene Organisation und die erfolgrei­che Teilnahme und sicherte die Teilnahme der Unimet für 2019 zu.

„Begonnen hat alles vor drei Jahren mit einem ersten Imagefilm. Seither haben wir mit silberstern schon zahlreiche, große und kleine Filmprojekte realisiert. Dabei ist der hohe

Liebherr-

Quali-

tätsstandard sehr wichtig

und

maßgebend.

silberstern

meistert

Herausforderungen

wie

Flexibilität und Budget-

Allgäuer Gründerbühne 2018 – Bewirb dich jetzt!

treue

Allgäu // Die Allgäuer Gründerbühne bietet Start-ups mit herausragenden Geschäfts- Ideen eine ideale Platt­ form, um Talente und Produkte vor einer Unternehmerjury zu präsentie­ ren. Es winkt der 5. Allgäuer Gründerpreis mit Geld- und Sachpräsenten: • Preisgeld für die ersten drei Plätze i.H.v. insgesamt 9.000 Euro • Mentoring durch Jurymitglieder • qualifiziertes Feedback zu deiner ­Geschäftsidee • hochkarätiges Networking mit poten­ tiellen Investoren und Multiplikatoren • Gründer-PR und Öffentlichkeitsarbeit

nalität.“

Allgäu Wirtschaftsmagazin

4 | 2018

Welche Bedingung müssen im Vorfeld ­erfüllt werden? Die Gründung stammt aus dem Umfeld (digitale) Technologie, Dienstleistung, Handwerk, Handel, Gastronomie – oder einem ganz anderen Bereich und erfolg­te in den letzten drei Jahren (nach dem 01.01.2015). Bewerbungsschluss ist Frei­ tag, 14. September 2018.

mit

Leichtigkeit

und höchster Professio-

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Kaufbeuren | Wohnträume

Linara – Wohnträume im Einklang mit Licht und Natur Der Experte von der Beratung bis zur Montage. 76

4 | 2018 Allgäu Wirtschaftsmagazin


Das ehemalige JOAS-Gebäude erstrahlt nun im Linara-Grün.

Im Einklang mit Licht und Natur - dank einer Glas-Faltwand.

Exklusive Ausstellung Mit über 1.000 m2 Fläche besitzt Linara eine der größten Ausstellungen von Fenster, Wintergarten, Haustür, Terrassenüberdachung und Glas-Faltwand in Süddeutschland. Von Produkthighlights wie dem neuen Flachdach von Solarlux und Zusatzprodukten wie Markisen von ­Warema oder Rollläden von ROMA über echte Wärme- & Lärmschutzerlebnisse bis hin zu Smart Home und virtuellen Realitäten gibt es vieles für den Kunden zu entdecken. Da wird das Sammeln von Inspiratio­ nen zum Erlebnis.

Kompetente Expertenberatung, Planung und Visualisierung Ausgebildete Facharbeiter von Schreinermeister bis Bauingenieur bieten kompetente Beratung zu allen relevanten Themen wie Beschattung, Sicherheit, Energie­ einsparung und Finanzierung an. Fachgerechtes Ausmessen jeglicher Bauelemente bis hin zur Maßanfertigung garantieren eine perfekte Passform – und das für jegliche Sonderlösung. Damit sich der Kunde das Ergebnis der Planung bereits vor der Allgäu Wirtschaftsmagazin

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Umsetzung ansehen kann, werden die Bauvorhaben mittels modernster Computertechnik visualisiert und präsentiert.

Ausgezeichnete Qualität Die angebotenen Produkte von führenden Markenherstellern wie beispielsweise ­Solarlux bieten handgemachter Qualität „Made in Germany“ und ausgezeichnetes Design (iF product design award, Red dot award). Dabei ist Linara zertifizierter ­Partner von Solarlux und Internorm aufgrund der Einhaltung höchster Qualitätsstandards von der Beratung bis zur Mon­ tage und trägt das RAL-Gütezeichen für Fenster und deren Montage.

Dadurch wird die einwandfreie Funktionalität, dauerhafte Gebrauchstauglichkeit, Wärmeschutz, Dichtheit und letztlich die langfristige Begeisterung der Kunden ­sichergestellt.

Nachhaltig Kunden begeistern Linara hat sich das Thema Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben. Das wird nicht nur durch die angebotenen Produkte umgesetzt, die Energieeinsparungspotential bieten. Darüber hinaus können Kunden während der Öffnungszeiten auf dem Kundenparkplatz kostenlos Elektrostrom ­ tanken und das Service-Team für Fragen rund um das Kundenprojekt erreichen. Diese Nachhaltigkeit kombiniert mit dem hohen Qualitätsanspruch hat zu Partnerschaften mit der Marke Allgäu und dem Klimaschutznetzwerk HWK Schwaben geführt.

Auf der Suche nach Ihrem Wohntraum? Lassen sie sich inspirieren! • linara-gmbh.de • facebook.de/LinaraGmbH

Marc Pohl

Zertifizierte Montage Linara bietet auch in der Montage ausgezeichnetes Fachpersonal mit dem Prädikat „Diplomierter Montagespezialist“. Als ­zertifizierter Partner der Markenhersteller Solarlux und Internorm wird die Montage nach dem aktuellen Stand der Technik durch Einhaltung der Normen und Vorschriften sowie Berücksichtigung der ­bauphysikalischen Grundsätze garantiert.

Linara GmbH Innovapark 21 87600 Kaufbeuren Telefon (08341) 9366-0 info@linara-gmbh.de www.linara-gmbh.de

BILDER: LINARA GMBH

Seit über 30 Jahren ist Linara (ehemals JOAS) der Experte um Glas zu dem zu ­machen, was ­Kun­den begeistert: Wohnträume im Einklang mit Licht und Natur! ­Ausgezeichnete Markenprodukte, exklusive Ausstellung, kompetente Beratung, zertifizierte Montage – nur mit höchstem Qualitätsanspruch nimmt sich Linara vollumfänglich den Projekten der Kunden an, um die beste Gesamtlösung zu schaffen. ­Immer mit dem Ziel, die Kunden nachhaltig zu begeistern.

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Hopferau | Versicherung

Sozialer Mehrwert BU CAMPUS: Arbeitskräftesicherung heißt Zukunftssicherung

Für Bastian Schmitz liegen die Vorteile auf der Hand:„Mit BU CAMPUS kann jeder nur gewinnen, Arbeitnehmer wie Arbeitgeber, Mitarbeiter und Unternehmenschefs.“ Der Fachreferent, Unternehmer und Versicherungsmakler aus Hopferau klärt über die Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge und die Absicherung bei Berufsunfähigkeit auf. Ganz gezielt in Unternehmen jeder Größe und mit Vorteilen für beide Seiten.„Für den Mitarbeiter am Band oder am Schreibtisch als auch für Geschäftsinhaber und Personalentwickler.“

„Machen Sie Ihre Mitarbeiter zu Fans Ihres Unternehmens.“ Bastian Schmitz, Inhaber und Referent von BU CAMPUS, Hopferau

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In Vorträgen und Workshops informiert Bastian Schmitz rund um das Thema Altersvorsorge und Berufsunfähigkeitsabsicherung im Rahmen der BAV. Der Firmensitz von BU CAMPUS im Schloss Hopferau.

Attraktiv durch soziale Verantwortung Mit Fachvorträgen und Workshops richtet sich Bastian Schmitz direkt an die Unternehmen der Region - egal ob Handwerksbetrieb, Mittelständler oder Teil eines weltweit agierenden Konzerns. „Viele Unternehmen möchten ihren Mitarbeitern einen sozialen Mehrwert bieten und ihrer Fürsorgepflicht gerecht werden“, beschreibt Schmitz die Stimmung in vielen Firmen. Hier setze auch die betriebliche Altersvorsorge an als ein einfaches Mittel, Allgäu Wirtschaftsmagazin

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sich als verantwortungsbewusster Arbeitgeber gegenüber Führungskräften, Mitarbeitern und deren Familien zu präsentieren. „Im Wettbewerb um Fachkräfte und Talente spielt die gemeinsame Risikoabsicherung eine immer größere Rolle“, weiß Schmitz. Er informiert über spezielle Kollektivlösungen mit besonders günstigen Konditionen, erleichterten Annahmericht­ linien und stark vereinfachten Gesundheitsprüfungen. Mit einem Team aus erfahrenen Referenten bietet BU CAMPUS nachhaltige Fachvorträge rund um das Thema Einkommenssicherung bei Verlust der Arbeitskraft, soziale Sicherungssysteme, gesetzliche Erwerbsmindungs- und Berufsunfähigkeitsrente sowie betriebliche Altersvorsorge (BAV). „Es geht um Arbeitskraftsicherung, bei der Staat und Betrieb gleichermaßen mithelfen.“ Bei BU CAMPUS geht es vor allem um Aufklärung. „Das Thema Altersarmut birgt sozialen Sprengstoff - und findet doch kaum Aufmerksamkeit. Ich möchte Durchblick verschaffen und zwar für beide Seiten - für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber.“ Denn entgegen der Volksmeinung gewinnt auch der Arbeitgeber von einer Absicherung seiner Arbeitskräfte: Er profitiert im Rahmen der Entgeltumwandlung von niedrigen Beiträgen zur Sozialversicherung. Die Beratung durch BU CAMPUS sieht Mitarbeiter-Vorträge, Einzelberatungen sowie die Planung und Konzeption von betrieblichen Durchführungswegen vor. „Wichtig ist mir, gemeinsam mit dem Unternehmen individuelle Lösungen zu finden“, betont Bastian Schmitz. „Dabei stehen wir nicht in Konkurrenz mit bereits bestehenden Versicherungslösungen im Unternehmen.“ In Zusammenarbeit mit

BU CAMPUS Bastian Schmitz Wie profitiert das Unternehmen? - Imagegewinn für das Unternehmen - Sozial- und Mitarbeiterverantwortung - Mehr Attraktivität am Arbeitsmarkt - Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern - Motivation der Belegschaft - Erreichung einer langfristigen ­Mitarbeiterbindung - Vermeidung hoher Fluktuationskosten - Arbeitskräftesicherung - Einsparung von Lohnnebenkosten - Wenig Verwaltungsaufwand - Aussteuerung von Langzeitkranken in die Berufsunfähigkeitsversorgung

starken Partnern wie der AXA Deutschland, der ­Zurich Gruppe Deutschland und elipsLife, einer 100-prozentigen Tochter der Swiss Re (dem weltweit führenden Rückversicherer im Leben- und Gesundheitsbereich) berät er neutral, professionell und angepasst an die Problemstellung des einzelnen Unternehmens. „Wir halten Vorträge mit Wirkung und geben Impulse,“ lächelt Schmitz.

Angelika Hirschberg

BU CAMPUS Bastian Schmitz Schloss zu Hopferau Schloßstraße 9-11 87659 Hopferau Telefon (08364) 2379865 info@bu-campus.de www.bu-campus.de

BILDER: BU CAMPUS BASTIAN SCHMITZ

Der 42-jährige Unternehmer und Versicherungsmakler Bastian Schmitz stammt ursprünglich aus Köln und lebt mittlerweile seit einigen Jahren im Allgäu. Wir trafen ihn zum Start der allgäuweiten Aufklärungskampagne BU CAMPUS am Firmensitz im Schloss Hopferau. Dort eröffnete er zum 1. Juli einen zweiten Betriebsstandort im Allgäu. Es geht bei der Kampagne um Aufklärung im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge (BAV) und die Einkommenssicherung bei Verlust der Arbeitskraft über den Arbeitgeber. „Vielen Arbeitnehmern ist gar nicht bewusst, dass sie auf erhebliche Einbußen im Alter zusteuern“, sagt Schmitz, der sich seit 18 Jahren mit den Themen Arbeitskraftabsicherung und betriebliche Altersvorsorge auseinandersetzt. Von 2012 bis 2015 war er zudem zertifizierter Partner und Referent der offiziellen und bundesweiten Aufklärungskampagne der Metall Rente Berufsunfähigkeitsversicherung der IG Metall. Mit dem Start seiner Tätigkeit im Allgäu möchte er nun konkret informieren und helfen. „Ich habe die Agentur BU CAMPUS gegründet, um mich intensiv den Themen betriebliche Altersvorsorge und Arbeitskraftsicherung widmen zu können - neutral und lösungsorientiert.“ Und er fügt hinzu: „Auf diesem Feld kann jeder nur gewinnen.“

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Allgäu | Naturpark

Die Naturschutz-Pioniere Seit zehn Jahren besteht der Naturpark Nagelfluhkette. Eine Gruppe junger Ranger soll nun zum Erhalt der Landschaft beitragen. Seit dem Sommer letzten Jahres ist Carola Bauer mit Bergschuhen und Tourenski zusammen mit ihren Kollegen Max und Florian im Naturpark Nagelfluhkette unterwegs, um das Prinzip des Naturparks vor Ort umzusetzen. Die Bandbreite ihrer Tätigkeit ist groß. Neben Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit und Besucherlenkung gehören auch die Unterstützung von ­Alpwirtschaft, Forst und Naturschutz. Die drei informieren nicht nur über Besonderheiten des Naturparks, sondern geben auch Tipps zu Routen und erklären alles zu Flora und Fauna. Die meiste Zeit verbringen die Ranger im Gelände – dass sie ­erfahrene Bergsteiger und Skifahrer sein müssen, versteht sich da von selbst. Zehn Jahre Naturpark Nagelfluhkette Wo sich Allgäu und Bregenzerwald treffen, ist ein besonders eindrucksvolles Schutzgebiet entstanden. Der erste grenzüberschreitende Naturpark zwischen Deutschland und Österreich umfasst eine Fläche von 24800 Hektar und feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Acht österreichische und sechs deutsche Gemeinden sind die Initiatoren des 2008 durch die Regierung von Schwaben ernannten ­ Naturparkes. Zu diesem gehören die ­ ­gesamte Nagelfluhkette und ihr Umland, von Oberstaufen und Immenstadt über die Hörnerdörfer Bolsterlang, Obermaiselstein und Balderschwang bis zum österreichischen Hittisau, Doren und Riefensberg. 1000 Kilometer lang ist das Wandernetz durch diese grandiose Naturlandschaft. Bergketten mit markanten Gipfeln wechseln sich ab mit grünen Tälern, Bachläufe und Seen setzten blaue Akzente in die ­blühenden Wiesen. Die große Vielfalt der Lebensräume verhalf dem Gebiet zu dem Prädikat „Naturpark“. Die fünfzehn beteiligten Gemeinden wollen diese ­ einmalige Kulturlandschaft erhalten und ­ mit den Bürgern vor Ort weiterentwickeln.

Herrgottsbeton im Allgäu Im Allgäu auch „Herrgottsbeton“ genannt, ist dieses betonartig feste Nagelfluh-­ Gestein im Allgäuer Alpenvorland weit ­verbreitet. Größere und kleinere rundliche Die Nagelfluhkette zwischen Allgäu und Bregenzerwald gilt unter Geologen als Besonderheit.

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BILDER: NATURPARK NAGELFLUHKETTE

Was wächst denn da? Aufklärungsarbeit gehört zur Arbeit der Ranger.

Sie sollen zum Erhalt der besonderen Landschaft beitragen: die Ranger Carola, Max und Florian.

Flusskiesel verkitteten sich auf natürliche Weise und bildeten einen porigen aber festen Stein. Die Geröllkomponenten ­ ­sehen aus wie die Köpfe von großen ­Nägeln, daher werden diese Gesteine auch nach dem aus der Ostschweiz stammenden Begriff „Nagelfluh“ genannt. Für ­Carola ist die Nagelfluhkette eines der spannendsten geologischen Gebiete im Alpenraum. „Flysch­zone, Nagelfluh und Helveticum ist eng ineinander verzahnt, was unterschiedlichste Lebensräume und Biodiversitäten entstehen lässt,“ weiß die Expertin,“ auch nach der zwanzigsten ­Führung entdecke ich immer noch etwas Neues.“

Die Natur verstehen lernen Wer denkt, dass die drei jungen Ranger mit erhobenem Zeigefinger durch das Gelände laufen und Naturfrevlern auflauern, liegt Allgäu Wirtschaftsmagazin

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Beim Wandern im Naturpark gibt es kleine und große Wunder unserer Alpen zu entdecken.

falsch. „Wir versuchen mit den Berg­ sportlern ins Gespräch zu kommen, ­erklären, warum zum Beispiel eine Pflanze nicht gepflückt oder ein bestimmtes ­Gebiet nicht betreten werden soll“ erklärt Carola. Gerade letzteres wird damit unterstützt, dass Hinweisschilder aufgestellt werden, die Bergsportler auf Ruhezonen aufmerksam machen. „Auch kartieren wir die Routen, die Skitouren- oder Schneeschuhgänger oder auch Wanderer ­nehmen. So wissen wir genau, wo Handlungsbedarf ist.“ Rund 80 Prozent verbringt die Rangerin im Sommer im Freien. Ein Netzwerk aufbauen, zusammen mit den Älplern, Förstern und Jägern ein Konzept erstellen und die Besonderheiten der Heimat den Menschen näherbringen – das sind für Carola die wichtigsten Aspekte ihrer ­ ­Arbeit. Wer sich alleine oder zusammen

mit ­einem Ranger auf den Weg macht den Naturpark Nagelfluhkette zu entdecken, ­ wird mit den kleinen und großen W ­ undern dieser einzigartigen Landschaft verzaubert: Im Sommer und Herbst b­ esticht sie mit einer unvergleichlichen Blütenpracht. Enzian, Alpenrosen und ­Silberwurz stehen in enger Nachbarschaft mit Grünerlenbüschen, Feldgehölzen und Mooren und ­bieten so ein abwechslungsreiches Landschaftsbild. Aufmerksame B ­eobachter können Murmeltiere oder Gämsen entdecken, während ein Stein­adler am Himmel seine Kreise zieht. Nicht umsonst wurde die Nagelfluhkette in die Liste der einhundert schönsten Geotope Bayerns aufgenommen. Mit Hilfe unserer drei jungen Ranger, wird es dies hoffentlich noch lange bleiben. Susanne Pinn

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Kempten | Automobilbranche

Eine Ă„ra geht zu Ende und eine neue beginnt. Generationenwechsel im Autohaus Seitz 82

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der alten und der neuen – Rückschau auf 90 bewegt Jahre zu halten und einen Ausblick auf die Zukunft zu wagen. Und auch in der Abschiedsrede des Seniorchefs wird klar: Seitz – das sind und waren für ihn vor allem seine Mitarbeiter.

Die Anfänge

In einer bewegenden und emotionalen Feier zum 90-jährigen Jubiläum des Autohauses Seitz wurde am ­Samstag den 21.07.18 in der BigBox in Kempten der Generationenwechsel vollzogen. Nach mehr als 40 Jahren an der Unternehmensspitze der Seitz Gruppe zieht sich Jörg Seitz aus dem operativen Geschäft zurück und reicht den Schlüssel zum Unternehmen an seinen Nachfolger und Schwiegersohn Martin Osterberger-Seitz weiter. Zeit also, Danke zu sagen, Rückschau zu halten und einen Ausblick auf die Z­ ukunft zu wagen.

Mehr als 800 Mitarbeitende der Seitz Gruppe waren in die Big Box geeilt, um den alten Chef zu verabschieden und den neuen willkommen zu heißen. Von Anfang an war dabei zu spüren, worum es bei der Seitz Gruppe vor allem geht: um die Mannschaft und das Team. Bei einem Galadinner, mit hochkarätiger Abendunterhaltung, waren die Mitarbeitenden der Seitz Gruppe dazu eingeladen, gemeinsam mit der Geschäftsführung – Allgäu Wirtschaftsmagazin

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Als Jörg Seitz 1978 nach dem überraschenden Tod seines Vaters praktisch über Nacht den väterlichen Betrieb übernehmen muss, bleibt keine Zeit für eine geordnete Übergabe. Von heute auf Morgen sieht sich der neue Chef mit den Herausforderungen der Geschäftsführung konfrontiert. Auch wenn damals nicht alle Führungskräfte mit seiner neuen Rolle einverstanden waren und es so manche Kämpfe auszufechten galt, so kann Jörg Seitz im Rückblick doch voller Stolz sagen: „Letztlich habe ich aber gewonnen!“ Unter seiner souveränen und vorausschauenden Führung wächst die Unternehmensgruppe immer weiter. Aus den damals 235 Mitarbeitern an 6 Standorten wurde im Laufe der Zeit ein knapp 1.000 Köpfe starkes Team, welches sich, inklusive der vier Lackierereien, auf 21 Standorte verteilt. Im ganzen Allgäu – und auch weit darüber hinaus – ist die Seitz Gruppe als starker Markenpartner bekannt. Der Erfolg der Marke Seitz wird im Wesentlichen von den engagierten und motivierten Mitarbeitenden getragen: „Ohne treue Mitarbeiter wie Euch, die zur Firma stehen und sich engagieren, ist so eine Entwicklung nicht möglich. Ich sah mich stets in der Verantwortung gegenüber Euch und Euren Familien und mir ist es wichtig, dass dies auch in Zukunft so bleibt.“ Mit einem Augenzwinkern bedankt sich der Seniorchef aber auch bei den Familien seiner Mitarbeitenden, die seine müden und manchmal auch gestressten Angestellten nach einem herausfordernden Arbeitstag geduldig ertragen. Ein respektvoller Umgang miteinander, Kontinuität und eine tiefe regionale Verbundenheit, das sind die Kernelemente von Seitz.

Gemeinsam in die Zukunft Mit seinem Schwiegersohn, Martin Osterberger-Seitz verbindet den Senior nicht nur die gemeinsame Liebe zu Autos, Blech und PS, sondern auch das unternehmeri-

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Kempten | Automobilbranche

sche Geschick. Und Geschick brauchte es in der bewegten Unternehmensgeschichte schon öfter. „Seit ein paar Jahren arbeiten wir an der geordneten Übergabe an meine Nachfolger auf der Gesellschafterseite und in der Geschäftsführung, um die Zukunft der Seitz Unternehmensgruppe abzusichern. In den letzten Jahren hat sich mein Schwiegersohn, Martin Osterberger-Seitz, hervorragend in die Aufgaben der Geschäftsführung eingearbeitet.“ Die Nachfolge in der Geschäftsführung wurde seit 2016 intensiv vorangetrieben und professionell begleitet. Auch auf der Gesellschafterseite wurden den Kindern von Jörg Seitz, Walter und Stefanie, bereits Geschäftsanteile übertragen und sind auch Mitglieder im neu gegründeten Aufsichtsrat. Seit letztem Jahr liegt die operative Geschäftsführung weitgehend allein in den Händen von Martin Osterberger-Seitz und Bernd Czolkos. Parallel zur Übergabe wurde in einem intensiven Strategieprozess ein Zukunftsbild, die „Spur 2018“, für die Seitz Unternehmensgruppe erarbeitet.

Handel mit Showrooms Hand in Hand nebeneinander existieren werden. Unsere Vision ist es, das Fahrzeuggeschäft hauptsächlich über digitale Medien abzuschließen.“

„Wir sind und bleiben die Nummer 1 im Allgäu.“ Martin Osterberger-Seitz

Die Automobilbranche befindet sich derzeit in einem Umbruch. Digitalisierung, Elektrifizierung, autonomes Fahren und neue Mobilitätskonzepte bieten für Martin Osterberger-Seitz neue Chancen und Herausforderungen: „Der Weg in die Zukunft geht für uns ganz klar über Digitalisierung und Automatisierung. Wir gehen ganz klar davon aus, dass der Onlinehandel und der klassische

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„Unser Ziel ist es, mit Kundenorientierung und Fachkompetenz der Kundenchampion im Allgäu zu werden.“ Jörg Seitz

Administrative Prozesse sollen vereinfacht und digitalisiert werden, damit die Fachkompetenz der Seitz-Mannschaft voll und ganz ihren Kunden zur Verfügung steht. „Unser Ziel ist es, uns vom Prozesschampion zum Kundenchampion zu entwickeln“, so Martin-Osterberger Seitz. Und damit folgt er den Spuren von Jörg Seitz, denn Kundenorientierung und ein respektvoller Umgang miteinander, waren und sind für den Seniorchef – der Schlüssel zum Erfolg. Und so ist es nur logisch, dass er seinem Schwiegersohn bei der Übergabe als Symbol seines Vertrauens den Schlüssel zu seinem Unternehmen überlässt. Als der Senior sich dann schließlich verabschiedet, hält es keinen im Saal mehr auf den Sitzen. Ein Chef, der Mut zum Risiko hatte, neue Ideen wagte und auf Innovatio­ nen setzte. Authentisch, respektvoll und vor allem menschlich hat Jörg Seitz über 40 Jahre lang die Geschicke des Unterneh-

mens geleitet. Mit minutenlangen stehenden Ovationen wird der „alte“ Chef geehrt. Und alle im Saal spüren: Der Abschied wird nicht leicht. Zu viele Spuren hat Jörg

Seitz hinterlassen, hat Maßstäbe gesetzt, als Chef und als Mensch, hat mit Herzblut und Leidenschaft für sein Unternehmen und seine Mitarbeitenden gekämpft. Doch in jedem Abschied wohnt ein neuer Anfang. Und diesen Anfang wird Martin Osterberger-Seitz mit ebenso viel Leidenschaft, Mut und Herzblut vorantreiben, wie sein Schwiegervater vor ihm und die Seitz Gruppe auf der „Spur 2018“ in die Zukunft führen: „Lassen Sie uns Gas geben. Es erwarten uns spannende und herausragende Aufgaben, denn ihr ‚seitz’ Seitz.“

Simone Wintergerst

BILDER: SEITZ AUTOHANDELS-GMBH + CO. KG; DOMINIK BERCHTOLD

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Allgäu Wirtschaftsmagazin

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Wirtschaftsmeldungen | Wirtschaft und Leben im Allgäu

Allgäuer Wirtschaft weiter auf Erfolgskurs

Qualität entsteht im Detail. Und in Wangen.

Allgäu // Der positive Konjunkturverlauf im Allgäu ist weiterhin ungebrochen, das bestätigt die IHK-Konjunkturumfrage zum Frühjahr 2018. 64 Prozent beurteilen ihre Geschäftslage als gut, eine leichte Steigerung zur Um­ frage im Herbst. Fundament für das gute wirtschaftliche Stimmungsbild ist die hohe Zahl an neuen Aufträgen. 40 Pro­ zent der Unternehmer konnten eine Stei­ gerung des Auftragsvolumens im Inland und 32 Prozent im Ausland verzeichnen. Damit behält die Auftragsentwicklung das hohe Wachstumsniveau aus dem Hebst bei. Als prosperierende Märkte der Außenwirtschaft stellen sich aktu­ ell die Länder der Euro-Zone und China dar. Gerade China konnte sich dank eines starken Wachstums der Auftragsvolu­ men wieder als wichtiger Handelspart­ ner etablieren. Deutlich verlangsamt hat sich hingegen die Auftragsentwicklung in Nordamerika und bei den europäischen Ländern außerhalb der Eurozone. Die gute Auftragsentwicklung spiegelt sich auch in der Auslastungssituation der Un­ ternehmen, die Hälfte der Befragten hat keine weiteren Kapazitäten mehr frei. Die Prognose für die Zukunft ist ungebrochen optimistisch. Ein Drittel der Befragten

Firma Jamara in Aichstetten investiert drei Millionen in neues Logistikzentrum

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Dabei setzen wir weltweit den Standard in Sachen Qualität und Zuverlässigkeit.

12.07.2018 08:55:26

Der Spielwaren- und Modellbaugroßhändler Jamara aus Aichstetten verfügt seit Kurzem über ein neues Logistik­ zentrum.

erwarten eine weitere Verbesserung ihrer Geschäftslage. Wachstumsimpulse werden sowohl aus dem In- wie auch Ausland erwartet. Über ein Drittel rech­ net mit einer Steigerung der Auftragsvo­ lumina was sich auch auf eine erneute Verbesserung der Auslastungssituation auswirken wird. Das Investitionsver­ halten ist dementsprechend, 34 Prozent werden ihre Ausgaben erhöhen und unter anderem in Kapazitätserweiterungen in­ vestieren. Besonderer Profiteur der aktu­ ellen Konjunkturentwicklung ist die All­ gäuer Industrie. Die Industrieunterneh­ men beurteilen zu fast 70 Prozent die Geschäftslage mit gut und gut 30 Prozent halten weitere Steigerungen auch in den nächsten Monaten für möglich. Dabei kommen die Wachstumsimpulse etwas mehr aus dem Inland als vom Außen­ handel. Die Unternehmen der Dienstleis­ tungsbranche schließen sich dem an und beurteilen ihre Geschäftslage, getragen von einer sehr guten Umsatzentwicklung im Inland, ebenfalls sehr gut und blicken optimistisch in die Zukunft. Im Vergleich mit den anderen Branchen steht der Han­ del in der Beurteilung der aktuellen Lage etwas zurück, dennoch ist die Bewertung sehr positiv, 54 Prozent der Unternehmen schätzen die Geschäftslage als gut ein. Ba­ sis ist die gute Auftragsentwicklung, vier von zehn Unternehmen konnten Umsatz­ steigerungen verzeichnen.

Aichstetten // Der Spielwaren- und Modellbaugroßhänd­ ler Jamara aus Aichstetten hat etwa drei Millionen Euro in ein neues und modernes Logistikzentrum, das 50.000 Kubikmeter Lagerkapazität umfasst, investiert. Grund für den Bau sei laut Auskunft des Unternehmens, unter ander­ em eine Zusammenlegung der zur Firma gehörenden sieben Außenlager gewesen, die mittlerweile aufgelöst wurden. „Mit dem Neubau konn­ten wir alles zentral in die Nähe unseres Firmensitzes verlagern“, erklärte Marke­ting Manager Sascha Rieth­ baum. Durch den Neubau am Heuberg 7 in Aichstetten sind für das Unternehmen, das sich Am Lauenbühl 5 befindet, enorme logistische Verringerungen mit kürzeren Zugriffszei­ten entstanden.

4 | 2018 Allgäu Wirtschaftsmagazin


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Kaufbeuren | Energie

Sonne auf dem Dach:

Unternehmen senken mit selbst erzeugtem Strom ihre Energiekosten Mit einer PV-Anlage können Unternehmen die Stromkosten senken. Mit dem selbst erzeugten Strom können zudem Elektrofahrzeuge von Kunden oder Mitarbeitern geladen werden.

Stromkosten sind bei vielen Unternehmen, insbesondere bei produzierenden B ­ etrieb­­en, ein relevanter Kostenblock. Mit einer PV-Anlage lassen sich die Energiekosten spürbar senken: Selbst erzeugter Strom ist günstiger als Strom aus dem öffentlichen Netz, gleichzeitig erhöht PV-Strom die ­Unabhängigkeit von möglichen Preis­­er­ höhungen. Der Preisverfall der PV-Module in den letzten Jahren macht Photovoltaik zu einer lukrativen und zudem ökologisch sinnvollen Alternative. Benötigen Unternehmen auch nachts Strom, etwa bei Schichtbetrieb, rechnet sich meistens auch ein Batteriespeicher. Wichtig ist die ­kompetente Beratung: Die PV-Experten vom kommunalen Energieversorger VWEW-energie kalkulieren die Dimen­sion der PV-Anlage und des Batterie­

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speichers passgenau für die Anforder­ungen eines ­Unternehmens. Wirtschaftlichkeit und Amortisationszeit haben sie dabei ebenso im Blick, wie das spezifische Energieverhalten, also wann wieviel Strom verbraucht wird. VWEW-energie bietet die Möglichkeit eine Anlage zu kaufen oder zu pachten. Ein Pachtmodell ohne ­Kapi­tal­einsatz ist angesichts weiterer ­ Investitions ­ vor-­ haben eines Unternehmens häufig eine wirtschaftliche Alternative. Planung und Angebotslegung für die gesamte Anlage stammen von VWEW-energie und bei Bedarf übernimmt VWEW-energie auch die Betriebsführung, so dass alle Dienstleistungen aus einer Hand kommen. Der erzeugte Strom und die Erträge aus der Einspeisung verbleiben beim Kunden. Warum sollte ein Unternehmen eine PV-Anlage von VWEW-energie ­beziehen? Das ­Allgäuer Energieunternehmen verfügt über jahrelange Erfahrung von der ­Pla­nung bis zur Betriebsführung. Mehrere ­aus­gewiesene PV-Experten ­beraten ­Inter­-

essenten im Vorfeld einer Entscheidung. Zudem kann VWEW-energie eine ­ ­bestehende oder zukünftige Lade­­­in­fra­ struktur für E-Fahrzeuge bei Kunden von Beginn an in das Strommanagement der PV-Anlage integrieren. Die im Frühjahr 2018 ans Netz gegangene 2x 100-kWp-­Anlage auf dem Fachmarktzentrum ­Märzenpark in Kaufbeuren ist das jüngste ­Referenzprojekt von VWEW-­ energie. ­Neben zahlreichen Anlagen auf ­Privat­immobilien plant VWEW-energie derzeit auch Anlagen in Größen von bis zu 750 kWp. Norbert Rathe

VWEW-energie Neugablonzer Str. 21 87600 Kaufbeuren Telefon (08341) 805-391 Telefax (08341) 805-457 pv.vertrieb@vwew-energie.de www.vwew-energie.de

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BILDER: STELLALEVI, BEARBEITUNG: ILUMY

Sinkende Kosten für PV-Anlagen und Speicher machen die Stromerzeugung zum Eigenverbrauch für Unternehmen wieder lukrativ.


Allgäuer Themenspezial

INDUSTRIE 4.0

Wirtschaftsmagazin

Marktführer | Seite 124

Innovation aus Leidenschaft

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Themenspezial | Industrie 4.0

Der Rechtsrahmen fßr eine Industrie 4.0 Das Thema Datenschutz spielt im Rahmen der Industrie 4.0 eine wesentliche Rolle. Es geht dabei sowohl um den Schutz von Unternehmensdaten als auch um den Schutz der persÜnlichen Daten von Beschäftigten und Kundinnen und Kunden. Intelligente Objekte generieren kontinuierlich Informationen, die in Fabriken, Produktionsräumen und auch ßber Firmengrenzen hinweg ßbermittelt und ausgewertet werden. Die Auswertung vernetzter Daten betrifft auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, da in diesem Zusammenhang verstärkt auch personenbezogene Daten erfasst werden. Gerade in Fällen, in denen Unternehmen wirtschaftlich ßber die Rechtsgrenzen Deutschlands hinaus kooperieren, sind praktikable LÜsungsansätze gefragt, die die informatio-

BILD: SP

Zwischen Daten­ schutz und Innova­ tions­fÜrderung Der Datenschutz in Zeiten von Industrie 4.0 muss Schritt halten.

nelle Selbstbestimmung der Be­schäftigten gewährleisten. Doch nicht nur Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind betroffen. FĂźr Kundinnen und Kunden ist die Sicherheit der Daten gleichermaĂ&#x;en relevant. Sie mĂźssen sichergehen kĂśnnen, dass in Produkte eingebettete Informationssysteme nicht zweckentfremdend genutzt werden. Eng verknĂźpft mit dem Thema Datenschutz sind auch Haftungsfragen: Wer ist verantwortlich, wenn Daten ausgespäht werden oder Objekte im Netzwerk fehlerhaft agieren? Bei Kooperationen zwischen Unternehmen sollten deshalb, wo mĂśglich, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten der Beteiligten vorab klar vertraglich definiert werden. Eine umfassende Dokumentation

sollte die Absicherung ergänzen. SchlieĂ&#x;lich gilt es bei grenzĂźberschreitenden Kooperationen von Unternehmen, rechtliche Unsicherheiten insbesondere im Falle von Handelsbeschränkungen zu beheben. Nur wenn die rechtlichen Regelungen mit der Entwicklung von Industrie 4.0 Schritt halten, geben sie Sicherheit und wirken innovationsfĂśrdernd. DafĂźr sollte die rechtliche Analyse im Zusammenhang mit neuen Technologien bereits in der Phase der Forschung und Entwicklung beginnen. Systemsicherheit und Datenschutz sind in der Digitalisierung zentrale Themen und mĂźssen auf hohem Niveau behandelt werden.

Quelle: bmwi // Susanne Pinn

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Die digitalisierte Medizin Die Digitalisierung im Gesundheitswesen gehört zur Zukunft. Doch noch sind einige Kinderkrankheiten zu bekämpfen. Die Digitalisierung birgt im Gesundheitsbereich große Chancen für die Prävention, Diagnose und Heilung von Krankheiten. Mit dem sogenannten E-Health-Gesetz wurde ein wichtiger Grundstein für die Digitalisierung gelegt. Es fehlt jedoch weiterhin an Geschwindigkeit und einer Gesamtstrategie, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen nach vorne zu bringen. Um elektronische Patientenakten und die darauf aufbauenden E-Health-Anwendungen für die Versicherten und auch die Forschung im Interesse der Patienten schnell zur Verfügung stellen zu können, schlagen der Digitalverband Bitkom und der Spitzenverband IT-Standards im Gesundheitswesen (SITiG) die Einrichtung einer übergreifenden

Bundesagentur für Digitalisierte Medizin vor. „Die Digitalisierung der medizinischen Forschung und Versorgung muss beschleunigt wer-den. Die bestehenden Verfahren sind nicht ausreichend, etwa um Rahmenbedingungen für Interoperabilität und Datensicherheit zu schaffen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Eine Bundesagentur für Digitalisierte Medizin kann Rahmenbedingungen für technische und semantische Interoperabilität und zur Umsetzung von Datenschutz- und Datensicherheitsvorgaben schaffen.“ Auf Basis einer von der Bundesregierung noch vorzulegenden E-Health-Strategie könnte eine Bundes­ agentur ressortübergreifend arbeiten und alle relevanten Akteure einbinden. „Durch eine

zügige Umsetzung kann die Bundesagentur für Digitalisierte Medizin zum Katalysator der Digitalisierung im Gesundheitswesen werden“, ist SITiG-Vorsitzende Prof. Dr. Sylvia Thun überzeugt. Nur so habe Deutschland eine Chance zu seinen europäischen Nachbarländern und anderen Vorreiternationen aufzuschließen, die Zukunft der Gesundheitsversorgung und der medizinischen Forschung in Europa aktiv mitzugestalten und zum Technologie- und Forschungsstandort Nummer Eins zu werden. Bis heute sind aber noch nicht alle Akteure im Gesundheitswesen in ausreichendem Maße vernetzt, um eine integrierte Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.

Susanne Pinn

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Themenspezial | Industrie 4.0

Die vierte industrielle Revolution Auf dem Weg zur intelligenten und flexiblen Produktion. Sie verändert nachhaltig die Art und Weise, wie zukünftig in Deutschland produziert und gearbeitet wird: Nach Dampfmaschine, Fließband, Elektronik und IT bestimmen nun „Smart Factories“ die vierte industrielle Revolution. Durch die rasant zunehmende Digitalisierung verzahnt sich in der Industrie 4.0 die Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik. Technische Grundlage hierfür sind intelligente, digital vernetzte Systeme, mit deren Hilfe eine weitestgehend selbstorganisierte

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Produktion möglich wird: Menschen, Maschinen, Anlagen, Logistik und Produkte kommunizieren und kooperieren in der Industrie 4.0 direkt miteinander. Produktionsund Logistikprozesse zwischen Unternehmen im selben Produktionsprozess werden intelligent miteinander verzahnt, um die Produktion noch effizienter und flexibler zu gestalten. So können intelligente Wertschöpfungsketten entstehen, die zudem alle Phasen des Lebens­ zyklus des Produktes miteinschließen – von der Idee eines Pro-

dukts über die Entwicklung, Fertigung, Nutzung und Wartung bis hin zum Recycling. Auf diese Weise können Kundenwünsche von der Produktidee bis hin zum Recycling einschließlich der damit verbundenen Dienstleistungen mitgedacht und maßgeschneiderte Produkte produziert werden. Durch die Vernetzung der Unternehmen der Wertschöpfungskette ist es möglich, nicht mehr nur einen Produktionsschritt, sondern die ganze Wertschöpfungskette zu optimieren. Wenn alle Informationen in

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BILDER: PIXABAY

Echtzeit verfügbar sind, kann ein Unternehmen z.B. frühzeitig auf die Verfügbarkeit bestimmter Rohstoffe reagieren und die Produktionsprozesse werden unternehmensübergreifend so gesteuert, dass sie Ressourcen und Energie sparen. Insgesamt kann die Wirtschaftlichkeit der Produktion gesteigert, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in Deutschland gestärkt und die Flexibilität der Produktion erhöht werden. Ge-

rade für kleine und mittlere Unternehmen bieten ­intelligente, digitale Produktionsverfahren große Chancen. Doch: Je mehr sich die Wirtschaft digitalisiert und vernetzt, desto mehr Schnittstellen ergeben sich zwischen verschiedenen Akteuren. Einheitliche Normen und ­ Standards für unterschiedliche ­Industrie­sektoren, IT-Sicherheit und Datenschutz spielen dabei eine ebenso zentrale Rolle wie die Frage nach der zu-

Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination. Jeder Bauherr muss einen Sicherheits- und GesundheitsschutzKoordinator (SiGeKo) bestellen, sofern Beschäftigte mehrerer Gewerke auf der Baustelle arbeiten. Arbeitsschutz-Experten von DEKRA übernehmen alle SiGeKo Aufgaben während der Planung und Ausführung von Bauvorhaben – für eine sichere Baustelle. DEKRA Automobil GmbH Ulmer Str. 101, 88212 Ravensburg, Telefon 0751.56057-0 www.dekra.de/ravensburg

künftigen A ­ rbeitsorganisation. Nur wenn alle relevanten Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft frühzeitig beteiligt werden und kooperieren, können sie die v­ ierte industrielle Revolution ­gemeinsam ­erfolgreich gestalten.

Susanne Pinn Quelle: Bundesministerium für Bildung & Forschung


Schwabsoien | Zerspanungstechnik

Verschiedenste Maschinenkonzepte für unterschiedliche Bauteile.

Man kann nur so genau produzieren wie man messen kann.

Roboterbeschicktes Vertikalbearbeitungszentrum.

EHRGEIZ, ANSPRUCH, NEUGIER

Kögel GmbH Zerspanungstechnik – auf dem Weg ins digitalisierte Zeitalter. 94

Was ist Innovation? Das haben wir vom Allgäuer Wirtschaftsmagazin Markus Kögel gefragt. Der Geschäftsführer der Kögel GmbH Zerspanungstechnik in Schwabsoien/Oberbayern antwortete spontan: „Ehrgeiz, Anspruch und Neugier. Nur so geht es vorwärts.“ Die Kögel GmbH ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein traditionell geführtes Familienunternehmen den Weg ins digitale Zeitalter meistert. Ein Unternehmen, für das Industrie 4.0 kein bloßes Schlagwort, sondern gelebter Arbeitsalltag ist.

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„Wir verstehen uns als Service-Partner.“ Jürgen Settele, Strategischer Vertrieb

Wie dieser Arbeitsalltag im Unternehmen Kögel aussieht, beschreibt Jürgen Settele, zuständig für den strategischen Vertrieb, bei einem Rundgang durch die 2000 Quadratmeter große Produktionshalle. „Eine FMB-Roboterzelle bestückt vollautomatisch unser neues Vier-Achs-Bearbeitungszentrum. Insgesamt sind damit sieben unserer 19 Produktionsmaschinen vollautomatisiert. Die digitalisierte Werkzeugdatenbank ist die Grundlage für unser neues CAD/CAM-System. Und unser selbstentwickeltes, webbasiertes Intranet verknüpft unter anderem prozessbegleitende Messergebnisse mit RFID-getaggten Produktionsaufträgen.“ Es scheint wie eine Momentaufnahme zu sein, denn bei Kögel ist alles stets in Bewegung. Wie eine weitere Etappe auf dem Weg ins Zeitalter Industrie 4.0, den die Kögel GmbH seit der Jahrtausendwende konsequent beschreitet.

Vollautomatisiert von der Stange Bereits 2002 wurde mit der Stama MC 526 MT der Grundstein für die vollautomatische Produktion im Dreh-Fräs-Sektor gelegt. Mittlerweile kann die Kögel GmbH Zerspanungstechnik auf eine komplette Maschinengruppe zurückgreifen, die die vollautomatisierte Fertigung von der Stange, aber auch die roboterbasierte Einzelbestückung im Vier-Achs-Bereich ermöglicht. Hinzu kommt, dass im Familienunternehmen Kögel nicht nur vollautomatisiert produziert wird. Sämtliche Betriebsabläufe, Dokumentationen und Live-Daten laufen im Pool der Intranet-Zentrale zusammen Allgäu Wirtschaftsmagazin

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und sind detailliert sowie augenblicklich abrufbar. Wartungs- und Prüfpläne, Reparaturanleitungen, Auftragsdokumente, Werkzeugpläne und Bauteildaten. So dokumentieren beispielsweise an den Maschinen vernetzte Tablets und eine eigens entwickelte Software alle relevanten Prüfschritte und ­ machen diese über den Leitstand der Qualitätssicherung zugängig. Man könnte sagen, dass das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 das Steckenpferd von Geschäftsführer Markus Kögel ist. Doch im Schwabsoier Unternehmen hat längst ein Mentalitätswandel eingesetzt. „Das ständige Weiterentwickeln von Prozessen, das Investieren in neueste Technologien und die stetige Weiterbildung unserer Mitarbeiter gewährleisten, dass wir den hohen Anforderungen unserer Kunden und der modernen Technik gerecht werden“, sagt der Geschäftsführer und die blauen Augen blitzen unternehmungslustig. Immerhin geht es dem Unternehmen nicht allein um die Abfertigung kundengestellter Zeichnungen. „Wir sehen uns als kompetenter Partner unserer Kunden. Wir identifizieren uns mit deren Produkten, stehen ihnen langfristig und mit all unserer Erfahrung und unserem Know How in der Zerspanung zur Seite.“ Dass auch höchste Präzision zu den ureigensten Talenten des Unternehmens gehört, zeigt Kögel anhand einiger Bauteile, die er spontan auf den Tisch legt. Diese hochwertig verarbeiteten Steuerblöcke finden in Sicherheitseinrichtungen, Steuerungen oder der Medizintechnik Verwendung.

Spezialisten in der Fluidtechnik Was Markus Kögel hier präsentiert, ist naturgemäß nur ein kleiner Auszug an ­Referenzteilen, die Tag für Tag in höchster Präzision bei Kögel gefertigt werden. Auf modernen CNC-Produktionsmaschinen findet spanabhebende Bearbeitung in bis zu sieben Achsen statt. Damit wird sicher gestellt, dass für jedes Frästeil unter Berücksichtigung der vorgegebenen Merkmale der wirtschaftlichste Prozess angewandt wird. Bauteile für Hydraulik- und Pneumatikanwendungen sowie für den Maschinenbau sind die Spezialität des Unternehmens. Die 70-Mann-starke Firma in Schwabsoien hat sich einen Namen in der Fluidtechnik gemacht, also in der Fertigung von Fluid führenden Bauteilen, über die Energie durch die Strömung von Gasen und Flüssigkeiten übertragen wird. Höchst komplexe Bauteile also, deren passgenaue Qualität das Funktionieren anderer, ebenso komplexer Maschinenelemente bestimmt.

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Schwabsoien | Zerspanungstechnik

„Angst vor der Digitalisierung? Im Gegenteil. Wir sind grundsätzlich neugierig und aufgeschlossen gegenüber der Frage, wie jeder Arbeitsplatz einfacher und smarter gestaltet werden kann.“ Markus Kögel, Geschäftsführer

Gratentfernung durch thermisches Entgraten Um dabei gerade diese hohen Ansprüche zu gewährleisten, bietet die Kögel GmbH das thermische Entgraten an. Grate sind bei der Herstellung eines metallischen Werkstücks entstandene scharfe Kanten, Auffaserungen oder Splitter. Diese könnten beispielsweise die Dichtigkeit des Endprodukts beeinträchtigen, wie Jürgen Settele erklärt. „Deshalb sind wir - zusätzlich zu den herkömmlichen Entgratungsmethoden - in der Lage, durch thermisches Entgraten feinste Restgrate zu entfernen oder diese bis zur Wurzel zurückzuschmel­

zen. Dadurch vermeiden wir prozesssicher lösbare Partikel und schützen alle Systeme vor ungeplanten Ausfällen.“ Die Kögel GmbH Zerspanungstechnik ist einer der wenigen Dienstleister in Süddeutschland, die das thermische Entgraten in den Herstellungsprozess integriert haben. „Auch da gehen wir mit der Zeit“, fügt Markus Kögel mit an. „Wir freuen uns, dass wir fast die gesamte Wertschöpfung in unserem Haus abdecken können.“ Der Erfolg gibt seiner Philosophie recht: Aktuell produziert die Kögel GmbH im Drei-Schicht-Betrieb. „Die Auftragsbücher sind voll,“ sagt

­ eschäftsführer und lächelt. Einen der G großen Bedarf an qualitativ hochwertigen und komplexen Frästeilen entdeckte schon Firmengründer Michael Kögel, als er das Unternehmen 1989 aus der Taufe hob. Bis heute baut die Kögel GmbH, die in zweiter Generation von den Brüdern Markus und Roman Kögel sowie von ihrer Mutter Anneliese Kögel geführt wird, auf der hoch technologisierten Herstellung von Präzisionsteilen auf. Firmensitz und Produktionsstandort ist die ländliche Gemeinde Schwabsoien im südwestlichen Oberbayern an der Grenze zum Allgäu.

Angelika Hirschberg

Der Firmensitz in Schwabsoien - auf über 2000 Quadratmetern gerüstet für die Wünsche der Kunden.

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Altenstadter Straße 3 86987 Schwabsoien Telefon (08861) 1809-0 info@koegel-gmbh.de www.koegel-gmbh.de

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BILDER: KÖGEL GMBH

Kögel GmbH Zerspanungstechnik


Wangen | Fördertechnik

Sonderförderanlagen sind unser Standard

Sie haben eine technisch anspruchsvolle Aufgabe, möchten Ihr Produkt von A nach B fördern? Sie möchten dazwischen noch weitere Prozesse einbauen? Sie suchen nach einer speziellen, fördertechnischen Lösung? Bei Firma Föratec werden ausschließlich Kunden mit einem Bedarf an Sonderausstattung und mit speziellen Wünschen nach innerbetrieblichen Förderanlagen und Automatisierungstechnik für Stückund Schüttgüter bedient. „Katalogware gibt es bei uns nicht“, erklärt Geschäftsführer Johannes Dilger. Die Umsetzung von Sonderanfertigungen erfordert allerdings Allgäu Wirtschaftsmagazin

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sehr klare Betriebsstrukturen, um auch bei einer Sonderanlage kurze Durchlaufzeiten zu ermöglichen. „Denn durch eine häufig notwendige geringe Stückzahl und Einzelanfertigungen, produzieren wir sehr viel im eigenen Haus“, erklärt Johannes Dilger. Die Fertigungstiefe des Wangener Unternehmens liegt daher bei größer 80 Prozent. Erst nach einer sorgfältigen Analyse und genauer Beratung des Kunden erstellt Föratec ein individuelles Angebot. Bevor die konstruktive Ausarbeitung in die Fertigung geht, bekommt der Kunde die Unterlagen zur Prüfung und Genehmigung, „damit er exakt weiß, was er bekommt und wir wissen, was er von uns erwartet“, so Dilger. Nach der Herstellung macht der Kunde dann eine Vorabnahme direkt im Unternehmen.

Lebensmittelbranche, Maschinenbau und Leitbild Der Schwerpunkt von Föratec liegt bei Edelstahlanlagen, die für die Pharma- und

Lebensmittelbranche extrem hohe Hygiene-Auflagen erfüllen und Stahlanlagen für den klassischen Maschinenbau. Dass ­Ersteres im Allgäu besonders die Käseherstellung betrifft, zeugt von der Herkunft des Unternehmens. Als familiengeführtes Unternehmen bleibt Firma Föratec konzernunabhängig, richtet sich ausschließlich nach den Bedürfnissen am Markt aus und bleibt seinen eigenen Leitlinien zur Positionierung des Unternehmens treu.

Susanne Pinn

föratec Karl-Maybach-Strasse 6 + 8 88239 Wangen im Allgäu Telefon (07520) 9666–0 Telefax (07520) 9666–15 info@foeratec.de www.foeratec.de

BILDER: FÖRATEC

Föratec aus Wangen im Allgäu plant, fertigt und liefert innovative Fördertechnik und Rationalisierungstechnik aus einer Hand.

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Sonthofen | Kommunikationslösungen

WIR KÖNNEN ES Wenn es um Richtfunk geht, bietet hefraTEC individuelle, funkbasierte Kommunikationslösungen im hoch performanten Bereich. Dass das Team alles möglich macht, zeigen auch die weltweiten Einsätze.

Hoch hinaus geht es für Hans-Erik Frank und seine Mitarbeiter auf der ganzen Welt.

hefraTEC sorgt für gute Verbindungen – auch im Süd-Sudan.

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50 Grad im Schatten. Die Sonne brennt und lässt die Metallstreben des Funkturms glühend heiß werden. Der Hamatan, ein afrikanischer Sandsturm, verdichtet die Luft mit einem orangefarbenen Dunstschleier und macht das Atmen schwer. Das Material am 60 Meter hohen Funkturm ist zum Teil brüchig, lässt die ohnehin schon schwierige Arbeit zu einem gefährlichen Drahtseilakt werden. 5000 km Luftlinie vom Allgäu entfernt, gilt es im Süd-Sudan unter widrigsten Bedingungen und militärischen Ausnahmezuständen mehrere Richtfunkstrecken aufzubauen, welche höchsten Anforderungen an Ausfallsicherheit und Umgebungstemperatur stand­ halten müssen. Nur so kann das jüngste Land der Welt nationale und internatio­nale Verbindungen zur Übertragung von kostengünstiger Telefonie, Daten und ­Internet aufbauen. „Eine Herausforderung, der wir uns aber gerne stellen“, ­erzählt Geschäftsführer Hans-Erik Frank. Die hohen Temperaturen und monsunartigen Regenfälle erfordern spezielle, korrosionsresistente Harsh-Enviroment-Applikationen, die starke Luftverschmutzung sorgt für Scatter-Effekte und die unzulänglichen Sicherheitsbedingungen sind ein hoher Risikofaktor für die Arbeiter. Das Installationsteam vor Ort gilt es deshalb gerade in Sa-

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Ob Berghütte, Skigebiet oder auf dem Dach eines Unternehmens – Hans-Erik Frank und seine Team sorgen dafür, dass höchste Ausfall- und Betriebssicherheit gewährleistet ist.

Zwischen Monsun und Malaria – vom Allgäu in die Welt Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen. Zwischen tropischer Hitze, arktischer Kälte, extremen Höhenlagen, Sandstürmen und monsunartiger Regenfälle ist Hans-Erik Frank und sein Team auf der ganzen Welt unterwegs, um auch abgelegenste Gegenden mit der Welt zu ver­ netzen. Süd-Sudan, Guinea-Bissau, ­Nigeria, Bahrain, Thailand, Alaska – die Arbeitsplätze und Erlebnisse des Funk­ experten lassen an Abenteuerromane ­denken. „Doch das ist unsere Realität“, sagt er lakonisch. Für uns gehört das einfach zu unserem Job. Wenn es um Funktechnik geht, sorgt hefraTEC dafür, den Firmen­

alltag zu verbessern und die Kommunikation zu garantieren. Das Dienstleistungsspektrum reicht dabei von der ersten ­Beratung, Planung, Koordination mit Regulierungsbehörden bis zur Installation und Inbetriebnahme. „Unsere langjährige Erfahrung im In- und Ausland, sowie ­unsere hochqualifizierten Fachleute sind der Garant für einen vollkommenen ­Service rund um ein Projekt. Vom ersten Beratungsgespräch bis zur Übergabe der Anlage an unsere Kunden sind wir durchweg darauf bedacht, Qualität auf höchstem Niveau abzuliefern.“ Wenn Hans-Erik Frank nicht gerade an einem der ­e­ntlegensten Orte der Welt anzutreffen ist, findet man ihn und sein Team auch in unmittelbarer Nähe. Zu den Kunden zählen Städte, kommunale Betriebe, aber auch Skigebiete und entlegene Berghütten sowie Industrieunternehmen. „Denn ­ ­gerade für produzierende Betriebe ist es das Schlimmste, wenn das zur Verfügung stehende Datennetz nicht ausreichend oder unzuverlässig ausgebaut wurde“ weiß Hans-Erik Frank, „mit Richtfunktechnik können nicht nur Orte und Gebäude untereinander verbunden werden, diese ­ Technik bietet auch eine Redundanz zum Beispiel zum bestehenden Glasfasernetz, um höchste Ausfall- und Betriebssicherheit zu gewähren und vor Angriffen von außen geschützt zu sein.“

Richtfunk – mehr als nur die günstige ­Alternative zum Kabel

Die Sicherheit kommt an erster Stelle: Daher stattet hefraTEC seine Arbeiter vor Ort mit der notwendigen Ausrüstung aus.

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Aber Funk ist nicht gleich Funk. Durch die Nutzung von professionellen Richtfunksystemen realisiert das Team von ­hefraTEC schnell eine hoch performante Datenverbindung zwischen zwei oder mehreren Standorten. In den letzten 15 Jahren wurde die Richtfunktechnologie durch die Hersteller immer weiterent­ wickelt um neben höherer Übertragungsbandbreiten auch die deutlich verbesserte wetterbedingte Verfügbarkeit und elektronische Stabilität zu erreichen. Mit modernen Systemen sind Datenraten ­

­beginnend von 100 Mbps bis zu mehrfach 10.000 Mbps (das X-fache von 10G) Vollduplex mit sehr hoher Zuverlässigkeit möglich. Für Hans-Erik Frank ist die Philosophie seines Unternehmens schnell auf einen Punkt gebracht: „Wir machen es ­einfach.“ Egal ob in der Wüste, im Offshore, im hochalpinen Gebiet, auf Fernseh­ türmen und Telekommasten oder dem Dach eines Unternehmens. Für das Team von hefraTEC zählen einfach Qualität und Professionalität. Egal wo.

Susanne Pinn

hefraTEC GmbH Hindelanger Strasse 33 87527 Sonthofen Telefon (08321) 4071-460 Telefax (08321) 4071-459 info@hefratec.de www.hefratec.com

BILDER: HANS-ERIK FRANK

chen Sicherheitsbewusstsein zu schulen. Daher sorgt hefraTEC auch ­dafür, dass geprüfte Industrie-Kletter­ausrüstungen und geeignetes Werkzeug in Ihre Einsatzländer geschickt wird. „Damit konnten wir zum Glück die Unfallrate mit tödlichem Ausgang der lokalen ´­Radio-­Rigger´um 75 Prozent senken“, freut sich Herr Frank „und beim nächsten Mal sind die von uns ausgebildeten Leute noch da“.

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Kimratshofen / Dietmannsried | Prozessoptimierung

Herz-Käse und euroident – eine starke Partnerschaft für höchsten Genuss Wenn im nächsten Jahr der 180. Geburtstag von Herz-Käse gefeiert wird, dann ist das nicht nur ein Grund zu feiern, sondern vor allem ein Beweis dafür, dass bei Herz-Käse Tradition und Innovation schon seit jeher Hand in Hand gehen. Dank einer maßgeschneiderten Prozesslösung der euroident GmbH aus Dietmannsried ist dem Unternehmen nun ein entscheidender Schritt in Richtung Digitalisierung und Prozessoptimierung gelungen.

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Einfach und gut verständlich – die Bedieneroberfläche des PASS-Systems.

Die heutige Allgäuer Sennereien & Käsegroßhandlung Albert Herz GmbH, kurz Herz-Käse, befand sich seit ihrer Gründung noch bis in die späten 1980er Jahre hinein in Familienbesitz. Im Allgäu verwurzelt und mit den Traditionen der Heimat verbunden, legt das 1839 von Ottmar Herz gegründete Unternehmen großen Wert auf Qualität und die Zufriedenheit seiner Kunden. Neben den hochwertigen Käsespezialitäten bietet Herz-Käse als modernes Dienstleistungsunternehmen anspruchsvolle Lösungen für externe Käsereien und Handelskunden. Als Abpackspezialist übernehmen sie das Schneiden und Verpacken von Käse, ob gerieben, gewürfelt, als Scheiben oder Stücke. „Bei dem Wort Käseherstellung ­ Allgäu Wirtschaftsmagazin

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­ aben viele Leute auch heute noch das Bild h einer beschaulichen Alp-Sennerei im Kopf “, erklärt Ludwig Sontheim, Geschäftsführer von Herz-Käse, schmunzelnd. Tatsächlich hat sich an der eigentlichen Käseherstellung im Laufe der Zeit nur wenig geändert. Heute wie damals ist die Grundlage für ausgezeichneten Käse gute Milch, die aus regionalen Bergbauernhöfen stammt. In einem Kupferkessel wird die nicht entrahmte Rohmilch langsam auf 33 Grad erwärmt. Nach dem Dicklegen der Milch, einem Prozess, der durch die Zugabe von Bakterienkulturen und Lab erfolgt, wird diese mit einer sogenannten Käseharfe zerteilt, wodurch sich Molke und Käsebruch voneinander trennen. Der Käsebruch wird anschließend

mit einem Tuch herausgehoben, in Laibe gepresst und für 48 Stunden zur Rindenbildung in ein Salzbad gegeben. Danach heißt es vor allem: Geduld haben. Im hauseigenen Reifekeller wird der noch junge Käse für mindestens vier Monate gelagert und wöchentlich mit Salzwasser geschmiert. „In unserem Reifekeller herrschen mit 15 Grad Raumtemperatur und 95 Prozent Luftfeuchtigkeit ideale Bedingungen für perfekt gereiften Käse,“ so Wolfgang Rimmele. Er ist einer, der es wissen muss. Als stellvertretender Beauftragter für die Qualitätssicherung bei Herz-Käse teilt er nicht nur die Leidenschaft für ausgezeichnete Käseprodukte mit den rund 100 Mitarbeitenden bei Herz-Käse, sondern konnte sich 2015 auch die Bronzemedaille der Käsemeisterschaft der Molkerei Schule Kempten sichern. Neben einer ausgezeichneten Verarbeitung braucht es jedoch auch modernste Produktions- und Verpackungsanlagen, damit der Käse nicht nur ansprechend präsentiert, sondern auch hygienisch einwandfrei verpackt wird und die maßgeblichen Kontrollanforderungen l­ ückenlos dokumentiert werden können. Innovative Lösungen und Verlässlichkeit sind dabei unerlässlich. Kein Wunder also, dass

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Kimratshofen / Dietmannsried | Prozessoptimierung

Haben zusammen ein gewaltiges Projekt gestemmt – Klaus Kaiser, Claus-Peter Gapinski (beide euroident) und Ludwig Sontheim (Albert Herz).

sich mit Herz-Käse und der euroident GmbH zwei regionale Unternehmen gesucht und zu einer erfolgreichen Partnerschaft gefunden haben. Die euroident GmbH aus Dietmannsried hat sich, nach der Neugründung im Jahr 2002, über die vergangenen Jahre hinweg einen ausgezeichneten Ruf in der Identtechnologie sowie dem Etiketten- und Barcodedruck erarbeitet. Für das gut 11-köpfige Team, rund um den Geschäftsführer Claus-Peter Gapinski, stehen die Kunden und deren Anforderungen im Mittelpunkt. Euroident versteht sich dabei als Komplettanbieter. Von der Beratung und Konzeption über Planung und Projektierung bis hin zu Wartung und Support kommt bei dem Allgäuer Unternehmen alles aus einer Hand. Kundenanforderungen und eine optimale Aufarbeitung der benötigten Datenmengen bestimmen das Ergebnis, das möglichst kosteneffizient und transparent sein soll. Kein Wunder also, dass inzwischen namenhafte Kun-

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den aus allen Branchen auf die Experten aus dem Allgäu setzen. Vom Automotivebereich über die Pharmaindustrie bis hin zu individuellen Projektarbeiten findet euroident die passenden Lösungen für Produktionsprozesse, um durch eine optimierte Rückverfolgbarkeit höchste Sicherheit und Qualität bieten zu können.

„Die Zusammenarbeit mit Herz-Käse war für uns die Königsdisziplin.“ Claus-Peter Gapinski

Aufgrund der regionalen Verbundenheit konnte sich das Dietmannsrieder Unternehmen umfangreiche Expertenkenntnisse in der Lebensmittelindustrie, speziell im Bereich der Käsereien, aneignen. „Gerade

aus den Erfahrungen mit anderen Unternehmen heraus kann ich sagen: Herz-Käse war und ist die Königsdisziplin“, so Claus-Peter Gapinski. Insbesondere die Identtechnologie ist in hoch spezialisierten Produktionen – wie der Käseproduktion – sowie in der Massenfertigung von größter Bedeutung. Denn je einfacher ein Produkt zu identifizieren und zurück zu verfolgen ist, desto größer wird die Kostenreduzierung. „Von der Milcherzeugung über die Produktion und Reifung bis hin zum Verpacken unterliegen wir strengsten Kontrollen und müssen diese natürlich auch entsprechend dokumentieren und bei Bedarf Fehlerquellen identifizieren und zurückverfolgen können“, so Wolfgang Rimmele. So gleicht gerade die Verpackungshalle in der seit 2003 in Kimratshofen befindlichen Zentrale von Herz-Käse, einer hochmodernen Industrieanlage. An acht Produktionslinien sorgen die Mitarbeitenden dafür, dass ein perfekt gereifter Käse in ­ansprechender

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vor allem die Benutzerfreundlichkeit, um die Akzeptanz in der Belegschaft zu sichern. „Gerade an der Produktionslinie 1, bei der

„Aus dem Allgäu für die Welt. euroident hat uns eine maßgeschneiderte Lösung, quasi eine Lederhose nach Maß, geliefert.“ Ludwig Sontheim

und hygienisch einwandfreier Verpackung beim Verbraucher ankommt. Während des vergangenen Jahres hat hier dabei eine kleine Revolution stattgefunden. „Auf der Linie 1 fahren wir bereits voll digitalisiert. Dabei kommen wir ganz ohne zusätzliche Papierlösungen aus, die vorher nicht nur immens Zeit gekostet haben, sondern auch aus Sicht der Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten einfach immer unhandlicher wurden“, erläutert Ludwig Sontheim. Möglich wurde dies dank PASS – dem Produktionsabbildungssystem für STREIF, ­einer maßgeschneiderten Komplettlösung von euroident. Jeweils ein Terminal mit Touchbildschirm zu Beginn und Ende der Produktionslinie führt die Mitarbeitenden durch die einzelnen Schritte. Waren früher an jeder Linie mehrere Produkthefte hinterlegt, entfallen diese Papierberge dank PASS. Die geforderten Dokumentationen und Handlungsschritte lassen sich einfach über das neue digitale System abbilden. Sobald ein Fehler erfasst oder eine Warnmeldung registriert wird, erfolgt eine automatische Mailbenachrichtigung an die Qualitätssicherung. Für Wolfgang Rimmele liegen die Vorteile klar auf der Hand: „Das neue ­System ist einfach, benutzerfreundlich und Allgäu Wirtschaftsmagazin

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effizient. Jetzt sind Mitarbeiter, Maschinen und Produkte direkt miteinander vernetzt, dadurch wurde eine spürbare Erleichterung für die Mitarbeiter entlang der Produktion geschaffen. Früher musste man sich mühsam manuell, Seite für Seite, durch die einzelnen Handlungsschritte blättern oder nach der Ursache beziehungsweise auch dem Verursacher eines Fehlers fahnden. Heute spielt mir das neue System jede Meldung in Echtzeit auf die Kontrolloberfläche.“ Die Kontrolloberfläche, STREIF, liefert dabei nicht nur die jeweiligen Meldungen, sondern ermöglicht auch benutzerdefinierte Anpassungen für PASS und entsprechende Auswertungen. „Die Herausforderung für uns waren dabei die vielen unterschiedlichen Produkte und einzelnen Handlungsschritte, die es speziell bei Herz-Käse zu beachten galt“, so Claus-Peter Gapinski. Von der Werkzeugkontrolle über den Reinigungsprozess bis hin zur Dichtigkeitsprüfung werden dabei alle Schritte einzeln abgefragt und müssen vom jeweiligen Mitarbeiter kontrolliert, ausgewählt und mit seiner persönlichen Kennnummer bestätigt werden. Wichtig war den Projektverantwortlichen neben einer effizienten Lösung,

Simone Wintergerst

Albert Herz GmbH Landstr. 45 87452 Altusried, Ortsteil Kimratshofen Telefon (08373) 987964 Telefax (08373) 987966 info@herz-kaese.de www.herz-kaese.de

BILDER: ALBERT HERZ GMBH, EUROIDENT GMBH, SIMONE WINTERGERST, ADOBE STOCK

euroident liefert neben Software, Etikettendrucker, Scanner, Etiketten und Farbbändern auch den entsprechenden technischen Service.

wir schon voll digitalisiert fahren, haben wir von allen Mitarbeitenden nur positive Rück­ meldungen bekommen. Das neue System ist einfacher, übersichtlicher, schneller und erleichtert die Arbeit deutlich,“ so Ludwig Sontheim. In der nächsten Zeit sollen auch die anderen Produktionslinien Zug um Zug mit PASS-Terminals ausgestattet und in das STREIF-System eingebunden werden. ­Au­to­matisierung und modernste Verpackungslösungen sorgen dann nicht nur für ein rundum einwandfreies Produkt, ­sondern garantieren vor allem eines: unbeschwerten Genuss. Qualität eben, die von Herz(en) kommt!

euroident GmbH Welserstr. 3 87463 Dietmannsried Telefon (08374) 24061-0 Telefax (08374) 24061-49 vertrieb@euroident.de www.euroident.de

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Langenargen | Medientechnik

BERATEN, PLANEN, UMSETZEN, BETREUEN Bei Bellgardt Medientechnik kommt alles aus einer Hand.

V. l. n. r.: Spatenstich Neubau Meckenbeuren. Michael Weber, Rainer Knöpfler, Wolfgang Kuhn (Kuhn Bau GmbH), Gunther Skrzeczek (Volksbank Tettnang), Jochen Meyer, ­Joachim Hopp, Thomas Bellgardt.

Projektentwicklung und Realisierung Kuhn Bau GmbH

Die Bellgardt Medientechnik Vertriebs GmbH ist nicht nur Exklusivpartner von Cynap, sondern setzt auch im Bereich Medientechnik neue Maßstäbe. So wurde das Unternehmen im vergangenen Jahr mit dem Sinus – Systems Integration Award - für die Mitgestaltung der Medieninstallation am Hauptsitz der Hilti AG in Liechtenstein geehrt. Technisches Wissen und langjährige Erfahrung, darauf können die Kunden bei Bellgardt Medientechnik vertrauen. Und das übrigens auch mit dem Segen von höchster Stelle: So werden in der St. Gebhard Kirche in Konstanz seit Neustem nicht nur das Licht und die Audioanlage, sondern auch die Kirchenglocken über das iPad gesteuert – geplant und umgesetzt natürlich von Bellgardt Medientechnik. 104

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Über 40 Jahre Kompetenz in der der Radio- und Fernsehtechnik, ganzheitliche und individuelle Komplettlösungen und ein Service, der sich sehen lassen kann. Das alles zeichnet das inhabergeführte Familienunternehmen Bellgardt Medientechnik aus Langenargen aus. Seit 1972 hat sich das Unternehmen Stück für Stück an die Zeichen der Zeit angepasst. So wurde aus dem einstigen Radio- und Fernsehtechnik Betrieb, mit klassischer Laufkundschaft und Schaufenster Ladengeschäft, schließlich ein Fullservice Medientechnik Dienstleister. Seit 2001 firmiert das Unternehmen als Bellgardt Medien­technik Vertriebs GmbH und ist zu einem der Top-­Ansprechpartner in der DACH-Region geworden, wenn es um Komplettlösungen in der Medientechnik geht. Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung der heutigen Zeit bringen natürlich auch wachsende Anforderungen an den Betrieb mit sich. Um der steigenden Nachfrage g­ erecht zu werden, ist für das mittelständische Unternehmen für nächstes Jahr ein Umzug ins Gewerbegebiet Mecken­beuren-Flughafen geplant. Bessere Verkehrsanbindungen, größere Vorführ­ und Planungsräume und natürlich auch genügend Platz für die wachsende Zahl der Mitarbeitenden – Bellgardt Medien­ technik ist bereit für die Zukunft. „Wir verstehen uns als ganzheitlicher medientechnischer Dienstleister“, so Joachim Hopp Projektleiter der Bellgardt Medientechnik. „Wir möchten unsere Kunden auf Augenhöhe abholen und von Anfang bis Ende bei einem Projekt begleiten. Das umfasst die erste Beratung und Analyse, die Umsetzung und Inbetriebnahme und auch die anschließende Wartung und den Support.

Ganz wichtig ist es uns auch, den Kunden aufzuzeigen, was eigentlich alles möglich ist. Unser Motto ist: So viel Technik wie nötig und so viel Nutzen wie möglich.“ Transparenz und Verlässlichkeit, das ist es, was die Kunden an dem Unternehmen schätzen. So hat die Gemeinde Uhl­dingenMühlhofen bei der medientechnischen Umgestaltung des neuen ­ Sitzungssaals ganz auf die Fachkompetenz und die Expertise der Langenargener Medienspezialisten vertraut. „Über ein zentrales Tableau kann der Moderator im Sitzungssaal nicht nur gezielt auf unterschiedliche Endgeräte zu greifen und diese in die Präsentation integrieren, sondern auch Anmerkungen und Änderungen einfach direkt im geöffneten Dokument vornehmen und abspeichern“, erläutert ­Joachim Hopp. Möglich wird dies Dank der intelligenten Technik, die den Zugriff verschiedenster Endgeräte unterstützt. Sobald die Anfrage zur Kommunikation mit dem Präsentationsmodul genehmigt und eine sichere Verbindung hergestellt wurde, können die unterschiedlichsten Ergänz­ungen, egal ob vom Laptop,

Smartphone, Apple oder Android vorgenommen werden. „Das ist gerade bei Planungs- und Bauausschüssen eine echte Bereicherung“, so Joachim Hopp. „Da müssen neben Bauplänen beispielsweise auch Brandschutz- und Fluchtpläne parallel dargestellt werden. Vorher war das eine mühsame Kleinarbeit diese einzelnen Pläne darzustellen. Jetzt geht das ganz einfach mit ­einem Klick und alle sind auf dem gleichen Sachstand.“ Wer sich die Expertise der Bellgardt Medientechnik einmal in echt ansehen möchte, dem sei ein Besuch im Museum der Pfahlbauten in Unteruhl­ dingen empfohlen. In einer multimedialen Installation werden die Besucher im ARCHEORAMA auf eine fantastische ­ Zeitreise quer durch die Epochen geführt. Weltweit ist dies die einzige Installation, die das UNESCO-Weltkulturerbe Pfahlbauten auf diese Weise sichtbar macht. Eintauchen in eine virtuelle Unterwasserwelt, die Arbeit der Taucharchäologen verfolgen und lebendige Geschichte erleben – all das wird dank der komplexen und auf die Besucher abgestimmten Medieninstallation möglich. Ob moderner Konferenzraum, interaktive Installationen oder die Einbindung einer kompletten Gebäudetechnik in eine Mediensteuerung – das Team von Bellgardt Medientechnik findet für alle Ansprüche die richtige Lösung.

Simone Wintergerst

BILDER: BELLGARDT MEDIENTECHNIK VERTRIEBS GMBH

Bellgardt Medientechnik Vertriebs GmbH Bildstock 20 88085 Langenargen Telefon (07543) 9666-0 Telefax (07543) 9666-55 info@bellgardt.de www.bellgardt.de

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Wertach | Präzisionsteile

Impulsgeber der Region –

Von Allgäuer Mächlern zu Machern zukunftsorientierter Gestaltung

„Präzision in Perfektion“. Diese ­Philosophie verfolgt und lebt die ­Berger Gruppe seit über 60 Jahren. Das Werk in Wertach im Oberallgäu gilt im ­Maschinenbau als Spezia­list für die Dreh- und ­Frästeilfertigung. Wertach im Oberallgäu, ein Ort, der auf der Karte der Weltwirtschaft gar nicht wahrgenommen wird. Doch hier hatte der Seniorchef Alois Berger, der vor k­ urzem seinen 85. Geburtstag mit der ­gesamten Belegschaft feierte, schon 1994 einen Weitblick. Idyllisch eingebettet - das Wertacher Werk der Berger Gruppe.

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Mit der werkseigenen Konstruktion des Bergomats ­wurden neue Maßstäbe gesetzt.

Geburtsstätte des „Bergomat CTC 16“ Als 1994 die mechanische Werkstätte und Ausbildungsabteilung der Firma Deckel Maho in Wertach zur Disposition stand, entschloss sich Alois Berger für eine Präzi­ sionsteilefertigung, bei welcher er seine ganze technologische Experimentier­ freude einbringen konnte. So entstand hier der Bergomat mit über 100 CNC-Achsen, der anderen Bearbeitungszentren laut den Wertacher Entwicklern weit voraus und so nicht auf dem Markt zu finden war. Für den Einsatz an den anderen Berger Stand­ orten konstruiert, werden mit dem Bergo­ mat anspruchsvolle Präzisionsdrehteile komplett im μ-Bereich durch eine ­ Sechsseitenbearbeitung hergestellt, was zusätzliche Arbeitsgänge eliminiert. „So gesehen, achteten wir schon lange vor dem großen Thema Industrie 4.0 stets auf Effek­ tivität und zukunftsorientiertes Arbeiten“,

stellt Robin Berger fest. Er ist Enkel des Fir­ mengründers und hat Anfang des Jahres die Werksleitung des südlichsten Werks der Berger Gruppe von seinem Verwand­ ten Helmut Berger übernommen. Heute fertigen hier 265 Mitarbeiter komplexe Präzisionsteile im größeren Bereich sowie Frässpindeln, Antriebsspindeln, ­Kugel­gewindetriebe und Hohlwellen­motore. Ob nur wenige Bauteile oder eine Klein- bzw. Mit­ telserienfertigung gewünscht wird, ist ­dabei laut Robin Berger unerheblich. Ein weiteres Produkt aus der Eigenentwick­ lung ist der Kugelgewindetrieb, der ­exklusiv in Wertach hergestellt wird. Das hochpräzise Bauteil wird nach Kunden­ bedürfnissen entwickelt und konstruiert und erreicht im Schleifprozess höchste Genauigkeit . „Dabei sind u ­ nsere Kunden oftmals die Maschinenlieferanten der an­ ­ obin Berger deren Berger Werke“, stellt R eine wichtige Besonderheit des Wertacher Werks in der Wertschöpfungskette heraus. „Hier sind wir schon ein wenig die Exoten innerhalb der Berger Gruppe“.

Zukunft beginnt gestern „Der Herausforderung Industrie 4.0 hat sich Berger eigentlich bereits vor 20 Jahren gestellt“, stellt Robin Berger fest. Zu Beginn jeder Entwicklung wird im Rahmen des Si­ multaneous Engineering langjähriges Wis­ sen eingesetzt, um eine kosten­optimierte Fertigung individueller Präzision­steile si­ cherzustellen. „Die Basis für jede Industrie 4.0 Auswertung ist dabei die ­Sensorik“ er­ klärt Robin Berger. Denn erst durch die Erfassung von Daten und derer anschlie­ ßenden Auswertung können die Prozesse noch genauer verstanden werden. „Mit

Berger sucht Azubis und Facharbeiter und bietet: • A ttraktive Bezahlung • Ansprechende Sozialleistungen • Betriebliche Altersvorsorge • Weiterbildungsmöglichkeiten • Persönliche Entwicklungsmöglichkeiten • Internationales Umfeld • Möglichkeiten von Auslandseinsätzen • Aufstiegschancen • Offene Kommunikation • Familiäres Betriebsklima

den ­gewonnenen Erkenntnissen können wir beispielsweise Prozess-Parameter opti­ mal einstellen, um Bearbeitungszeiten zu reduzieren oder Werkzeugstandzeiten zu verlängern.“ So ist maximale Effizienz ge­ währleistet. ­Gewachsen an Innovationen geht die B ­ erger Gruppe seit 1955 ihren Weg in neue Märkte und größere Dimen­ sionen – ohne die Tradition und Werte der Generationen zu verändern. „Unser Unter­ nehmen kann nur dann langfristig überle­ ben, wenn es uns gelingt, unsere Kunden mit unseren Produkten und Leistungen in höchstem Maße zufrieden zu stellen.“

Susanne Pinn

Berger Holding GmbH & Co. KG

Die Berger Gruppe auf einen Blick:

In der Neuen Welt 14 87700 Memmingen Telefon (08331) 930-01 Telefax (08331) 930-101 berger-holding@aberger.de www.aberger.de

• G ründung: 1955 • M itarbeiter: > 2.700 weltweit • J ahresumsatz: 337 Mio EUR p.a. (2017)

Alois Berger GmbH & Co.

• F ertigungsfläche: > 88.000 m² • 1 1 Firmen in 5 Ländern: ­Deutschland, Polen, USA, Kanada und China • F ertigungsstandorte in Deutschland: ­Memmingen, Ottobeuren, Ummendorf, Wertach

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Robin Berger führt seit Anfang des Jahres die Geschicke des Wertacher Werks.

BILDER: .BERGER GRUPPE

Präzisions-Maschinenbauteile KG Industriestraße 15 87497 Wertach Telefon (08365) 7027-0 Telefax (08365) 7027-70 bpw@aberger.de

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Nesselwang | Messtechnik

SENSORTIONELL! Endress+Hauser macht die Pharma- und Lebensmittelindustrie fit für Industrie 4.0. Mit innovativer Temperaturmess­ technik sorgt Endress+Hauser Wetzer GmbH + Co. KG mit Sitz in ­Nesselwang für Qualität und Sicherheit bei der Herstellung von ­Konsumgütern. Das erkannte auch die Jury der diesjährigen Hannover Messe und zeichnete das Unternehmen mit dem renommierten HERMES AWARD 2018 aus.

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Was verbindet Louis Pasteur mit Pierre Curie? Und was hat die Kunst des ­Bierbrauens mit Industrie 4.0 zu tun? Die Entdeckungen der beiden französischen Wissenschaftler des 19. Jahrhunderts ­bedeuteten ihrer Zeit Quantensprünge für den wissenschaftlichen Fortschritt in der Biochemie und Physik. Die Arbeiten des Louis Pasteur bilden heute noch die Grundlagen für die keimfreie Herstellung und Haltbarmachung von Arznei- und ­Lebensmitteln. Der Physiker und Nobelpreisträger Pierre Curie entdeckte ­seinerseits mit der nach ihm benannten Curie Temperatur ein physikalisches ­Phänomen, welches die Welt der sterilen

Verfahrenstechnik heute erneut revolutionieren sollte. Endress+Hauser ist es gelungen, sich diese Grundlagen und Prinzipien zunutze zu machen und entwickelte den weltweit ersten selbstkalibrierenden Temperatursensor: iTHERM TrustSens. ­ Das Kompaktthermometer mit intelligenter Sensorik setzt da an, wo Hersteller aus der Pharma- und Lebensmittelindustrie auf sichere und genaue Temperaturmessung in ihren Anlagen vertrauen müssen. Damit Bier, Milch und Impfstoffe stets frei von Verunreinigungen und Keimen sind, werden Anlagen und Rohrleitungen an vielen Stellen oftmals dampfsterilisiert oder das Produkt selbst ultrahocherhitzt.

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So wird sichergestellt, dass jede Produktcharge den höchsten Qualitätsansprüchen gerecht wird. Zur Steuerung und Kontrolle dieses Vorgangs ist man auf präzise Temperaturmesswerte angewiesen. Die ­ genaue Einhaltung und Dokumentation dieses Verfahrens wird auch dank strenger Regularien vorgeschrieben, stellt jedoch Betriebe in diesen Branchen zugleich vor große Herausforderungen: Jeder Messpunkt muss in regelmäßigen Abständen aufwändig kalibriert werden, damit die Sensoren nachweislich korrekte Werte abgeben. Bislang musste hierfür die Anlage komplett gestoppt, der Sensor ausgebaut, manuell kalibriert, wieder installiert und schließlich per Zertifikat protokolliert werden. Ein zeit- und kostspieliger ­Aufwand für kleine wie große Anlagenbetreiber. Mit iTHERM TrustSens wird ­dieser Vorgang heute vollautomatisiert – inklusive der gesetzlich geforderten ­Dokumentation. Der Primärsensor gleicht die gemessene Temperatur mit einer in die Sensorspitze integrierten Fixpunkt-­ Referenz ab. Abhängig vom Anlagentyp und Prozess, erfolgt dies bis zu mehrmals täglich. Die eingebaute Elektronik erfasst und meldet dabei je nach Ereignis eine ­erfolgreiche Selbstkalibrierung oder eine eventuell auftretende Messabweichung. Somit herrscht jederzeit Transparenz über

Ausgezeichnete Messtechnik: iTHERM TrustSens.

den Zustand und korrekten Betrieb der Messstelle, während das Risiko von unentdeckten Messfehlern und der damit ­verbundenen Gefahr von qualitätsbedingten Produktrückrufen auf nahezu null ­reduziert wird. Da die Anlage während der Produktion oder Reinigung auch nicht mehr angehalten und geöffnet werden muss, steigt außerdem der Ertrag ganz ohne Mehraufwand. Diese Vorteile überzeugen nicht nur die Kunden von ­ Endress+Hauser. Ein halbes Jahr nach ­ ­seiner Markteinführung wurden das Gerät „made in Allgäu“ und sein Erfinderteam

mit bereits fünf hochkarätigen internatioinnovative nalen Auszeichnungen für ­ ­Spitzentechnologie geehrt. D ­ arunter auch der renommierte HERMES AWARD, ­dessen Übergabe im Rahmen der Eröffnungsfeier der HANNOVER MESSE am 22. April durch die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek erfolgte. „Vom kleinen Betrieb zum Global Player, das ist die Erfolgsstory vieler ­HANNOVER MESSE Aussteller. Das gilt auch für Endress+Hauser. Der HERMES AWARD ist ein weiterer Beleg für die ­Innovationskraft dieses Familienunterneh­rämierte mens mit Weltrang. Das p ­Produkt leistet einen wesentlichen Beitrag zur Implementierung von I­ ndustrie 4.0 in der Prozessindustrie“, sagt Dr. J­ochen ­Köckler, Vorsitzender des ­Vorstands der Deutschen Messe AG. Und so finden Louis Pasteur, Pierre Curie und eine gehörige Portion Allgäuer Erfindergeist Einzug in Brauereien, Molkereien und pharmazeutische Anlagen in Bayern und der Welt. Sie sorgen dabei nicht nur für mehr ­Sicherheit: Sie werden auch zum ­ wirtschaftlichen ­Erfolgsfaktor.

Amar Benhacine

BILDER: ENDRESS+HAUSER WETZER GMBH + CO. KG, DEUTSCHE MESSE AG

Endress+Hauser Wetzer GmbH + Co. KG Obere Wank 1 87484 Nesselwang Telefon (08361) 308-0 Telefax (08361) 308-110 info@wetzer.endress.com www.endress.com/wetzer Endress+Hauser gewinnt den HERMES AWARD 2018.

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Pfronten | Feinmechanik

Feinmech­a­nik par excellence Das traditionsreiche Familienunternehmen ist für seine präzisen ­Messinstrumente und vor allem für seine Feinmechanik weltweit ­bekannt. Der erfolgreiche Betrieb wird heute in 6. Generation von Kerstin Haff-Huxhorn geführt. Um diesen Unternehmenserfolg weiter ausbauen zu können, ist die Gebrüder HAFF GmbH auf der Suche nach weiteren Kollegen-/innen.

Innovationsunternehmen mit Historie! Den Grundstein des Unternehmens legte Thomas Haff mit seinen Präzisionsuhren bereits im 19. Jahrhundert. Schon damals war die Familie Haff weit über die Grenzen hinaus bekannt. Seit 5 Jahren ist Dipl.-Kffr. Kerstin Haff-Huxhorn im Betrieb tätig. Sie übernahm von ihrem Vater, Dipl.-Ing. (FH) Fritz Haff-Winkelmann, zwischenzeitlich die Geschäftsleitung. „Ich freue mich sehr, dass meine Tochter unseren erfolgreichen Traditionsbetrieb weiter führt“, betont Haff-Winkelmann, der dem Unternehmen weiterhin beratend zur Seite steht. Über die Jahrzehnte hinweg hat sich auch HAFF – mit seinem Produktprogramm – immer wieder neuen Marktherausforderungen stellen müssen. Durch unternehmerischen Mut, Innovationskraft und kontinuierlichen Investitionen in die Zu-

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HAFF’s Kernkompetenzen im Überblick Wir können: Drehen 4 Achsen, Fräsen 5 Achsen, Bohren, Honen, Flach- & Rundschleifen, Laser-Beschriften, Laser-Skalieren, Härten im Schutzgas, Sand- & Kugelstrahlen, Gleitschleifen & Polieren, Chemisch & Galvanisch Nickel, Passivieren, Brünieren, Chromatieren, Montieren u.v.m. Wir bearbeiten: 1 bis 500 mm • Länge: •  Ø Stange: 1 bis 42 mm Dipl. Kffr. Kerstin Haff-Huxhorn und Dipl.-Ing. (FH) Fritz Haff-Winkelmann

•  Ø Futter:

1 bis 42 mm

•  Stückzahl: 1 bis 10.000 •  Material: Alle zerspanbaren Werkstoffe

HAFF bietet alles aus einer Hand! Neben der Fertigung präziser Messinstrumente, wie z. B. Messlupen oder el. ­Digital-Flächenmessgeräten, haben sich die Pfrontener auf die Feinmechanik spezialisiert. Hier fertigen sie Präzisionsteile, Baugruppen oder G ­ eräte nach individuellen Kundenzeichnungen für sämtliche Branchen. HAFF‘s Präzisionsdreh- oder Frästeile sind u.a. im Maschinenbau, der Mess-, Handhabungs-, Elektro- und ­Aerotechnik zuhause wie gleichermaßen in der Mechatronik. Das Industrieunternehmen punktet vor allem mit seiner h ­ ohen Fertigungstiefe und ­ jahrzehntelangem Know-how. Das ­f­achkundige, eingespielte Team von HAFF kann dadurch seine K ­unden äußerst ­kurzfristig, mit einbaufertigen Präzisionsteilen, beliefern. „Wir b­ieten durch den ­Alles-aus-einer-Hand-Service unseren Kunden erhebliche Zeitersparnis, da das Hin- und Herschicken von Präzisionsbauteilen zu verschiedenen Lieferanten, die zugehörige Terminverfolgung und die daraus resultierenden weiteren Arbeits­ schritte entfallen. Zudem haben wir von Fertigungsbeginn an die komplette Qualitätsverantwortung für ­ jeden einzelnen ­Arbeitsschritt bei uns im Haus, was sich deutlich in der hohen ­ Produktqualität Allgäu Wirtschaftsmagazin

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­ iderspiegelt“, betont die Geschäftsführew rin. Um immer Up-to-Date zu sein und den aktuellen Technologieanforderungen ­gerecht werden zu können, hat HAFF in einen modernen Maschinenpark mit CNC- gesteuerten Bearbeitungszentren sowie ERP- und PPS-Systemen ­ investiert. Denn höchste Qualität, Termintreue und Spezialisten Zuverlässigkeit sind für die ­ von HAFF das A&O. In den Branchen, wo bewegt, muss sich der Familienbetrieb ­ ­einfach alles passen. Aus ­diesem Grund setzt das bereits seit 20 Jahren nach DIN ISO EN 9001 zertifizierte Unternehmen als eines der wenigen auf Redundanz. D. h. bei einem etwaigen Maschinenausfall kann ­ schnell auf eine andere Maschine zurückgegriffen werden, um den vereinbarten ­Liefertermin mühelos halten zu k­ önnen.

HAFF sucht Verstärkung! Das aufstrebende Familienunternehmen ist aktuell auf der Suche nach weiteren Kollegen/-innen ­ als: CNC-Dreher, CNC-Fräser und Meister Metall. Der ­attraktive Arbeitgeber bietet neben einer Festanstellung in einem Einschichtbetrieb eine optimale Work-Life-Balance an. ­Zeitkonten für die flexible Arbeitszeitgestaltung, leistungsgerechte Entlohnung, Erfolgsprämien, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten und abwechslungsreiche Tätigkeitsfelder u.v.m. hat der moderne Industriebetrieb ebenso zu bieten, wie ein

•  Genauigkeit: Bis ± 0,01 mm, schleifen: bis ± 0,002 mm Wir prüfen: Mit modernsten Messmitteln, wie z. B. 3D-Messmaschine, 3D-Videomessmaschine, Digital-Messprojektor, ­Messmikroskope, Rauhigkeitsmessmaschine u.v.m. nach qualifizierten QMS-Richtlinien.

gutes Betriebsklima. „Wir haben ­langjährige Beschäftigte im Betrieb. Ein Mitarbeiter trägt nun bald 50 Jahre zu unserem Unternehmenserfolg bei“, so Haff-Huxhorn stolz, die sich auf ­Bewerbungen freut.

Nadine Kerscher

Gebrüder HAFF GmbH Feinmechanik BILDER: GEBRÜDER HAFF GMBH FEINMECHANIK

kunft hat sich HAFF mit präziser Feinmechanik am Weltmarkt etabliert und wird von seinen Kunden sehr geschätzt.

Tiroler Str. 5 87459 Pfronten Telefon (08363) 91220 Telefax (08363) 912233 contact@haff.de www.haff.de

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Benningen | Maschinen- und Anlagenbau

Der Maschinen- und Anlagenbau spiegelt die gesamte Bandbreite des Leistungsvermögens der deutschen Industrie vor allem in den Bereichen ­Industrie 4.0.

Qualität aus einer Hand Wenn es um Maschinen- und Anlagenbau geht, ist eine individuelle, präzise und schnelle Produktion für den Kunden maßgeblich. Bei der Gelso DE GmbH gibt es daher ein Full-Service-Paket aus einer Hand. 112

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Mit Erzeugnissen für die gesamte Wirtschaft und der Verwertung technologisch anspruchsvoller Vorprodukte ist der Maschinen- und Anlagenbau der Mittel­ punkt der deutschen Investitionsgüter­ industrie. Entwicklung, Konstruktion und Produktion müssen allerdings perfekt auf­ einander abgestimmt sein, um eine ­maximale Prozessoptimierung und höchste Effektivität zu erhalten. In Deutschland sorgt die Gelso DE GmbH mit ihrem V ­ ertriebsbüro für eine maximale Vereinfachung der Abläufe durch Reduktion von Lieferanten. Die Geschäftsbereiche sind ­dabei vielseitig: Schweißkon­ struktionen, Dreh- und Frästeile, Blechteile, Behälterbau, Montage und Schaltschrankbau gehören zum Portfolio von Gelso. „Der große Vorteil bei uns ist, dass der Kunde durch ein breites Angebot an Fertigungskapazitäten alle ­benötigten Teile unterschiedlichster Art aus einer Hand bekommt,“ ­erklärt Geschäftsführer Dieter Reichert. Dadurch ent­ stünden auch keine Kom­ munikationsschwierig­keiten und da­raus resultierend Fehlleistungen.

Vereinfachung der Prozesse „Innerhalb zwei Tagen machen wir dem Kunden auf der Basis von technischen Zeichnungen ein Angebot,“ so Dieter ­Reichert. Zur Bewertung sei allerdings umfassendes Knowhow notwendig, um die für die Bauteile erforderlichen Produzenten abhängig von technischen Möglichkeiten ­ und der Zeitachse zuzuordnen. „Doch ­dafür habe ich ein hervorragendes Team“,

betont er. Die Kunden erhalten dabei ein Full-Service-Paket aus einer Hand. In enger Zusammenarbeit entsteht ein exakt den Anforderungen entsprechendes Konzept, welches in einem transparenten Projekt­ verlauf umgesetzt wird. „Dabei sind wir stets einziger Ansprechpartner für den ­gesamten Prozess“, erklärt Dieter Reichert. Die Produktion erfolgt dabei bei Produk­ tionspartnerfirmen in Tschechien und Rumänien, Vertragspartner ist aber die ­ ­Gelso DE GmbH in Deutschland.

„Quality Gate“ für erstklassige Projekte Gelso hat in den Produktionsländern eigene Gesellschaften, die vor Ort in engem ­Kontakt mit den Produzenten für eine erstklassige Qualität sorgen und somit ein „Qualtiy Gate“ im Projektablauf bilden. Die Mitarbeiter dort sprechen immer neben ­ deutsch die Landessprache und sind somit in der Lage, schnell zu reagieren. Um den Kunden einen Einblick in die Produktionsstätten zu vermitteln, nimmt Dieter ­Reichert diese gerne mit vor Ort – ein für beide S­ eiten sehr vertrauensbildende Maßnahme.

bei uns“, freut sich Dieter Reichert. Um eine schnelle Lieferung zu garantieren, wird selbst die Logistik durch die eigene Organisation der Transporte gesteuert. „Somit können wir dem Kunden die tagesgenaue Lieferung zusagen.“ Für Dieter Reichert liegt der Mehrwert des Unternehmens klar auf der Hand: Durch die Produktion in entwickelten Niedriglohn-Ländern, einer Optimierung der Transporte durch Hausspediteure und Direkttransporten ­sowie minimalem Aufwand für den ­Kunden werden signifikante Kosteneinsparungen bei „total cost of ownership“ (TCO) B ­ etrachtung erreicht. „Dies gilt vor allem bei komplexeren Aufgaben, kompletten Baugruppen oder ganzen Maschinen mit tiefen Kostenstrukturen für das E ­ ngineering, die Fertigung sowie die Montage“ erklärt Dieter Reichert. So erhält der Kunde ­maximale Qualität zu einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis.

Susanne Pinn

Logistik? All inclusive! Gelso DE GmbH Madlenerweg 3 D-87734 Benningen Telefon (08331) 98430-0 Telefax (08331) 98430-19 info@gelso-de.de www.gelso-de.de

BILDER: GELSO DE GMBH

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Kommissionierung für die Montage erfolgt bereits beim Lieferanten. Sie bekommen Teile für einzelne Baugruppen auf Paletten, bereits direkt für die Montage vorbereitet. Dadurch entfällt der Aufwand für die Zwischenlagerung und Kommissionierung. Enorme Ersparnisse können die Folge sein. Wunschdenken für jeden Kunden? „Nicht Geschäftsführer Dieter Reichert

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Halblech | Elektrik

GUNKEL Stark in Strom Bereits in 4. Generation weltweit als Komplett­anbieter vertreten. Josef Benedikt Gunkel übergab das Familienunternehmen im Jahr 2015 an seinen Sohn. David Gunkel, der ebenso wie Vater Josef ausgebildeter Diplom-Ingenieur ist, führt nun in vierter G­ eneration den Betrieb weiter. 114

„Elektrotechnik von A bis Z: Das ist unsere Kompetenz“ David Gunkel, Geschäftsführer von gunkel-elektro in vierter Generation.

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Steuerungen: Die passende Steuerung für individuelle Anforderungen ist möglich für den Anlagen- oder Maschinenbau, für die Fertigungs- oder Verfahrenstechnik, für die Kraftwerkstechnik oder auch für kleine autarke wie für hochkomplexe Anwendungen.

Die Wurzeln des Energie- & Anlagentechnikers liegen vier Generationen zurück. 1909 gründete German Gunkel eine mechanische Werkstätte. 1919 schuf er die Wurzeln des zunehmenden Erfolges, indem er an der kommunalen Stromversorgung der Gemeinden Buching und Trauchgau (heute: Halblech) mitwirkte. Über Elektroinstallation in Wohnhäusern und Gewerbe­ betrieben entwickelte sich Gunkel zu e­ inem Komplettanbieter. Und das nicht nur im Allgäu sondern in der ganzen Welt. Seit einem Vierteljahrhundert wirkt bereits Seniorchef Josef Benedikt Gunkel an internationalen Großprojekten mit, wie etwa dem Bau von Wasserkraftwerken in Südost-­ Afrika und Sri Lanka. Aktuell ist das Unternehmen mit geschäftsführendem Sohn ­David Gunkel an zwei Wasserkraftwerken in Griechenland beteiligt. Die technolo­ gischen Arbeiten und die Programmierung der Anlagen erfolgen in Deutschland. Eingebaut werden sie dann vor Ort in Griechenland durch einen lokalen Partner. Seine Erfahrung setzt Gunkel bei jedem Projekt ein nach dem Motto Alles aus einer Hand. „Wir sind am Kunden dran von der Problemstellung über die Planung bis zur Ausführung“, beschreibt David Gunkel den Vorteil der umfassenden Dienstleistungen.

Im Allgäu betreut Gunkel Industriebetriebe und erstellt schlüsselfertige Projekte. Zu den Kunden zählen beispielsweise der Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten und das Skizentrum Pfronten-Steinach. Auch hier zeigt sich laut David Gunkel, wie wichtig gezielte, individuelle Problemlösungen sind: „In der technischen Umsetzung zeigt sich die Komplexität der Problemlösung und fordert von uns Elektrotechnik von A bis Z.“ David Gunkel hat in seinem Studium zum Diplomingenieur an der Technischen Universität München den Schwerpunkt auf Energie- und Automatisierungstechnik g­ elegt. Beides kann er bestens in der Firma umsetzen. Das breite Spektrum der Energie- und Anlagentechnik umfasst bei Gunkel fünf Schwerpunkte: Projektierung: Bei einem neuen Kundenwunsch erstellt Gunkel die Konzeption und bereitet erforderliche Problemlösungen vor. Bei der Umsetzung sorgen seine Fachleute für praxisgerechte Lösungen, die zum Budget passen. Schaltanlagen: In der Zusammenarbeit mit Siemens Sivacon kann Gunkel die komplette Energieverteilung aus einer Hand bieten. Durch die hauseigene automatisierte Fertigung kann Gunkel aber auch Schaltanlagen individuellen Wünschen und Erfordernissen anpassen.

Software: Mit Smart Home kann der Kunde bestimmte Eigenschaften von Gebäuden automatisieren. Dies hat Auswirkungen auf die Bereiche Betriebskosten, Sicherheit, Flexibilität und Energieeffizienz. Bei Gebäudevernetzung greift man auf den EIB/ KNX-Standard zurück und setzt auf eine bewährte Technologie. Gebäudetechnik: Egal ob mittelständischer Betrieb oder privates Wohnhaus: Auch hier bietet Gunkel eine Rund-um-Lösung an. Die Nachfrage am Markt für Energiedienstleistungen wird laut Gunkel immer höher. Dadurch sind Mitarbeiter immer gefragter. Die Einkommensmöglichkeiten in diesen Berufen seien extrem gut und es sei eine saubere und technisch anspruchsvolle Arbeit. Der Betrieb schult laufend seine Mitarbeiter. Schließlich fordert der Kunde einen hohen Qualitätsstandard. Das Unternehmen verbindet modernste Technik mit 100-jähriger Tradition, wie David Gunkel betont. So wird Industriestandard 4.0 immer häufiger von Kunden gewünscht. Konkret stellt sich der Betrieb den fortschreitenden Anforderungen an die Digitalisierung. So wurde ein neues Zeichensystem eingeführt. Hinter dieser Weiterentwicklung der CAD-Philosophie steht nicht nur die schon weitgehend gängige Art als graphische Darstellung. Hier werden ganze Datenpakete verarbeitet. Besonders schätzt der Energiespezialist die Zusammenarbeit mit Siemens, die wertvollen Know-howTransfer ermöglicht.

Anton Reichart

gunkel-elektro GmbH & Co. KG

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BILDER: GUNKEL-ELEKTRO GMBH & CO. KG

Lechbrucker Straße 20 D-87642 Halblech Telefon (08368) 9109-0 Telefax (08368) 9109-20 gunkel@gunkel-elektro.com www.gunkel-elektro.com

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Wolfertschwenden | Verpackung

MIT RIESENSCHRITTEN IN DIE ZUKUNFT Industrie 4.0 bei MULTIVAC

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Verschiedene Themen bewegen die Maschinenbaubranche: ­Digitalisierung und Vernetzung, ­Automatisierung, Modularisierung und I­ntegration s­ owie Individualisierung und F­ lexibilität. Ziel der ­i­ndustriellen ­Produktion der ­Zukunft ist die ­Optimierung nicht nur unternehmensinterner Prozesse, sondern der gesamten Wertschöpfungskette. ­Hierfür werden die ­Produktionsprozesse mittels moderner ­Informations- und Kommunikationstechnik verknüpft. Das Stichwort hierzu heißt ­Industrie 4.0.

Guido Spix, Geschäftsführender Direktor sowie CTO und COO bei MULTIVAC, sieht „den deutschen Maschinenbau beim Thema Industrie 4.0 gut aufgestellt. Viele Technologien für Lösungsansätze sind vorhanden, etliche Unternehmen haben vernetzte oder selbststeuernde Prozesse etabliert und setzen IT-basierte Automatisierungslösungen ein.“

Digitalisierung und Vernetzung Digitalisierung und Vernetzung sind die Kernelemente auf dem Weg in die indus­ trielle Produktion der Zukunft. Für ­MULTIVAC ergeben sich hinsichtlich der Digitalisierung gleich zwei Handlungsstränge – in der eigenen Organisation sowie bei der Entwicklung von Verpa­ ckungslösungen. So ermöglicht die Digitalisierung MULTIVAC eine höhere Effi­ zienz der eigenen Prozesse. Bereits umgesetzt wurde dies im neuen Logistikzen­ trum in Wolfertschwenden, wo m ­ odernste Lagertechnik, IT und Prozesse optimal ineinandergreifen. „Auch die d ­ igitale Fertigung erfordert intelligente, softwaregestützte und vernetzte Produktionstechnologien“, weiß Guido Spix. Die Echtzeitverfolgung der Aufträge, ein t­ opaktueller Datenbestand, die Verkürzung der Durchlaufzeiten und letztendlich auch die Einhaltung von Lieferfristen ­ sowie eine schnelle Reaktionsfähigkeit sind nur einige der Vorteile, die sich ­hieraus ergeben. Ein Mehrwert ergibt sich zudem durch die Allgäu Wirtschaftsmagazin

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„Der deutsche Maschinenbau ist beim Thema Industrie 4.0 gut aufgestellt.“ Guido Spix, Geschäftsführender Direktor sowie CTO und COO bei MULTIVAC.

­ igitalisierung der Vertriebsprozesse. So D wird ein bedeutender Teil des Ersatzteil­ ­ ittlerweile geschäfts von MULTIVAC m über das eigene Kundenportal mit inte­ griertem Webshop abgewickelt. Der zweite Ansatzpunkt betrifft das eigene ProMULTI­ VAC duktportfolio. Hier läutete ­ jüngst mit der neuen X-line die nächste Ära im Tiefziehverpacken ein. Denn die Maschine schafft aufgrund l­ ückenloser Digitalisierung, ­ umfassender Sensorik und der Vernetzung mit der MULTIVAC Cloud eine neue ­Dimension hinsichtlich Packungs- und Prozesssicherheit, Qualität, Leistung und Bedienkomfort. Die X-line verfügt über e­inen bislang unerreichten Grad an ­Sensorik zur ­Überwachung und Regelung sämtlicher Prozesse. So ermittelt die ­Multi Sensor Control in geschlossenen Regelkreisen permanent unterschiedlichste Prozesswerte, etwa für Formen,

­ vakuieren und Siegeln. Dies ­gewährleistet, E dass die M ­ aschine permanent am optimalen Betriebspunkt betrieben werden kann. Zudem lassen sich p ­ rodukt- und systembedingte Abweichungen sowie Fehleinstellungen durch ­Bediener soweit als möglich erkennen und automatisch ausgleichen. Die Prozesswerte bilden eine wertvolle Grundlage für die Bereitstellung der MULTIVAC Smart ­ ­ Services. Hierbei ­handelt es sich um d ­ igitale Servicepakete, die dazu beitragen, die Verpackungsprozesse bei den Kunden effizienter zu gestalten. Beispielsweise sind dies Dienstleistungen wie Predictive Maintenance oder die umfassender OEE-Analysen, Erstellung ­ die es den ­Betreibern erlauben, eine Zustandsanalyse der Verpackungsmaschinen zu erstellen und seinen Verpackungs­ prozess weiter zu optimieren. Darüber hinaus können die Maschinen an die

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Die MULTIVAC X-line, eine neue Generation von Tiefziehverpackungsmaschinen, setzt durch eine Reihe innovativer Technologien neue Maßstäbe im Markt.

­ ULTIVAC Cloud ­angebunden werden. M Hier steht ­Expertenwissen bereit, das aus Prozessdaten von über 1.000 neuen Verpackungslösungen pro Jahr resultiert. Bei der X-line überträgt der MULTIVAC Pack Pilot die prozessrelevanten Informationen in die Cloud. Er ­gewährleistet zugleich das optimale ­ ­ Einrichten der Maschine mit Steuerungsunterstützung. Das bedeutet, dass die M ­ aschine auch ohne Expertenwissen ­betrieben werden kann. Die IPC08 ­Maschinensteuerung und die hochauflösende Multi-Touch Benutzeroberfläche der X-line wurden konsequent aus Kundensicht entwickelt. Das HMI 3 entspricht der Bedienlogik moderner Smartphones oder Tablets und lässt sich individuell einstellen. Der Anwender wird intuitiv durch die e­ inzelnen Arbeitsabläufe geleitet und ­mittels Funktionen wie W ­ ischen, Zoomen, selbsterklärende Icons und Animationen unterstützt.

Automatisierung, Modularisierung und Integration Der Einzug des Internets und digitaler Technologien in die Produktionswelt ­versetzt den verarbeitenden Unternehmen einen enormen Schub hinsichtlich ihres

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Automatisierungsgrades. Denn ein weit­ gehend automatisierter Verpackungsprozess erhöht die Prozesssicherheit und Transparenz, steigert die Effizienz und ­verbessert den Produktschutz sowie die Packungsqualität. So gewährleistet beispielsweise der Einsatz von Robotern das exakte und vollständige Handling der jeweiligen Packgüter. Dies wirkt sich auch in Hinblick auf Hygiene und Effizienz ­positiv aus, da der Mensch weniger m ­ anuell in den Prozess eingreifen muss, was sich auch positiv auf die Ausbringung der Verpackungslösung auswirken kann. Kurzum: Intelligent eingesetzte Robotik stellt die reibungslose Verknüpfung von Verarbeitung und kontinuierlichem P ­roduktfluss unter hygienischen ­Bedingungen auch bei hoher Geschwindigkeit sicher. Für MULTIVAC sind ein umfassendes Portfolio und eine ausgeprägte Linienkompetenz die Schlüssel für die Erfüllung der Marktanforderungen. ­„Unser Name steht heute nicht mehr nur für B ­ etter Packaging, sondern auch für Better Processing. Unsere Kernkompetenzen decken praktisch alle Automatisierungs­ aufgaben und Integrationsstufen ab“, verdeutlicht Guido Spix. Neben der ­ Verpackung gehören somit auch die ­

­ rozesse für Zu- und Abführen, AusrichP ten, Beladen, Kennzeichnung, Qualitäts­ inspektion, Kartonierung und Palettierung sowie die Vernetzung von Systemkomponenten, Maschinen und Prozessen zum ganzheitlichen Ansatz des Systemanbieters. In der Tat gewinnen m ­ odulare Ansätze immer stärker an B ­edeutung. Die ­Integration leistungsfähiger Einzelkomponenten in die Verpackungslinie ebenso wie der modulare Aufbau von Maschinen und Komponenten ermöglicht heute eine hohe Flexibilität, die Hersteller können ihre ­Anlagen schnell den jeweiligen Erfordernissen anpassen. Besonderes Augenmerk gilt dabei der prozesssicheren Steuerung der kompletten Linie. Die Integration autonomer, perfekt aufeinander abgestimmter Module in eine zentrale Steuerung reduziert die Komplexität, ­steigert die Bediensicherheit und sorgt für einen effizienten Verpackungsprozess. Auch bei wiederkehrenden Produktionsaufträgen können die entsprechenden Konfigurationen automatisch an die ­einzelnen Linienkomponenten übergeben werden, so dass sich die Interaktionen zwischen Mensch und Maschine und damit die möglichen Fehlerquellen auf ein ­ Minimum reduzieren. Jedoch: „Wo

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Aufgrund einer lückenlosen Digitalisierung, umfassender Sensorik und der Vernetzung mit der MULTIVAC Cloud schafft die X-line eine neue Dimension hinsichtlich Packungssicherheit, Qualität und Leistung.

„Auch die digitale Fertigung erfordert intelligente, softwaregestützte und vernetzte Produktionstechnologien.” Guido Spix, Geschäftsführender Direktor sowie CTO und COO bei MULTIVAC

v­erschiedener Hersteller umfassen, eine besondere Innovationsdynamik. Denn dort fließt das Wissen aus verschiedenen Fachgebieten wie Software, Maschinenund Anlagenbau zusammen. Die Entwicklung von Schnittstellen ist ­dabei maßgeblich für die nahtlose und ­prozesssichere

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Kommunikation von Maschine und Software – und damit eine wichtige Voraussetzung auf dem Weg zur intelligenten Fabrik.“

Individualisierung und Flexibilität Von Herstellern wie MULTVAC ist also eine Strategie in Bezug auf innovative ­Technologien und Materialien, ihr Serviceangebot und Portfolio sowie auf die Maschinenkonzepte gefordert. Insbesondere muss die moderne Verpackungsmaschine flexibel und damit vielseitig einsetzbar sein. Denn die Variantenvielfalt bei den Produkten mit unterschiedlichsten Packungsgrößen nimmt zu. Weitere Anforderungen an die Branche ergeben sich aus demografischen Entwicklungen, etwa eine wachsende Anzahl von Singlehaushalten, und sich ändernde Verbrauchergewohnheiten, beispielsweise die ­steigende Beliebtheit von Convenience P ­ ­rodukten. Der Trend geht unverkennbar in Richtung Individualisierung verbunden mit der Herstellung immer kleinerer ­Chargen, auch wenn dies für die verarbeitende Industrie schnelle Produktund ­Formatwechsel und damit einen hohen Aufwand bedeutet. Guido Spix: „Wir ­verzeichnen ganz klar eine stärkere Nachfrage nach kompakten, modularen Verpa-

ckungsmaschinen, die sich flexibel für die unterschiedlichsten Anforderungen einsetzen lassen und durch ihre Wirtschaftlichkeit überzeugen. Mit ­unserem erweiterten Portfolio können wir von MULTIVAC für jeden Bedarf die ­passende Lösung anbieten. Auch unter B ­erücksichtigung des Packungsdesigns und moderner Vertriebsbzw. Handelsstrukturen in den verschiedensten Branchen.“

Tanja Nickels, MULTIVAC

MULTIVAC Sepp Haggenmüller SE & Co. KG Bahnhofstr. 4 87787 Wolfertschwenden Telefon (08334) 601-0 Telefax (08334) 601-199 muwo@multivac.de www.multivac.com

BILDER: MULTIVAC

heute die Anlagen in der Industrie noch zentral ­ gesteuert werden, sollen künftig Maschinen, Anlagen und Produkte selbstständig miteinander kommunizieren“, sagt Guido Spix mit Blick auf Industrie 4.0. „Als Maschinenbauer werden uns diese Ent­ wicklungen in Zukunft noch viel s­tärker beschäftigen. Wir beobachten ­derzeit vor allem bei Linienprojekten, die Module

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Landsberg am Lech | Metallgießerei

Ideen in Form gegossen

400 Kilogramm Aluminium in rund 15 Einzelteilen kunstvoll in Form ­gegossen - sie machen den tänzerisch balancierenden „Jongleur“ aus, einen 5,80 Meter hohen Artisten aus Aluguss, der inmitten eines Kreisverkehrs in ­Königsbrunn thront. Geschaffen hat den „Jongleur“ der Künstler Josef Lang. Nicht ganz alleine wohlgemerkt, denn für die Ausführung dieser anspruchsvollen Aluminium-Figur bedurfte es die Handwerkskunst eines Experten.

„Was uns auszeichnet?“ Geschäftsführerin Judith Pfefferkorn lächelt sympathisch. Gemeinsam mit ihrem Bruder Felix Pfefferkorn führt sie das Unternehmen bereits in fünfter Generation.“Dass wir schnell, flexibel und äußerst leistungsstark auf neue, technische Aufgaben und Herausforderungen reagieren können.“ Diese Eigenschaft kommt insbesondere bei Aufträgen im Prototypenbau, bei Kleinst- und Vorserien zum Tragen. „Dabei können wir unsere Kunden während der gesamten Produktentstehung kompetent begleiten,“ beschreibt es die Firmenchefin. Die 40 Mitarbeiter des Pfefferkorn-Teams realisieren Einzelteile bis hin zum Kunstguss wie auch Serienteile in konstanter Gießqualität.

Diesen Spezialisten hat Josef Lang in der Aluminium- und Metallgießerei Pfefferkorn in Landsberg am Lech gefunden - die erste Gießerei in Bayern, die sich bereits 1904 an die Verarbeitung des Hightech-Werkstoffes Aluminium wagte. Und die sich bis heute innovative Lösungen und hohe technologische Standards zurecht auf die Fahnen schreibt – vom Rapid Prototyping bis zum kompletten Serienguss.

Wenn Ideen in Form gegossen werden, ist Erfahrung am rechten Platz. Seit über 130 Jahren wird in der Familie Pfefferkorn Metall gegossen, seit genau 40 Jahren am Standort in Landsberg am Lech. Diese Erfahrung wird nicht nur von Generation zu Generation, sondern auch von Jahr zu Jahr an die Auszubildenden und Mitarbeiter weitergegeben. „Wir sind wie eine große Familie“, sagt Judith Pfefferkorn. „Wir pfle-

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gen ein loyales, offenes Verhältnis zu allen Mitarbeitern, gehen auf ihre Wünsche nach familienfreundlichen Arbeitszeiten ein und bilden uns stetig weiter.“ Weil die Auftragsbücher voll sind, ist aktuell auch der Fachkräftemangel ein Thema für die Geschäftsführerin. „Tatsächlich sind wir auf der Suche nach Mitarbeitern in allen Bereichen des Metallfachs.“ Wer Interesse an einem Ein-Schicht-Betrieb hat, wer mit Lust und Laune kreativ mit anpacken möchte, der ist bei Pfefferkorn-Metallguss an der richtigen Adresse.

Angelika Hirschberg

Pfefferkorn GmbH & Co Metallgießerei und Systeme KG Siemensstr. 7 86899 Landsberg am Lech Telefon (08191) 9294-0 Telefax (08191) 9294-33 info@pfefferkorn-guss.de www.pfefferkorn-guss.de

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BILDER: PFEFFERKORN GMBH

Kunstguss ist eine ihrer liebsten Spielarten: Der Jongleur von Josef Lang wurde aus Aluminium in der Metallgießerei Pfefferkorn gefertigt.

Aluminium- und Metallgießerei Pfefferkorn


Wirtschaftsmeldungen | Wirtschaft und Leben im Allgäu

BILD: HANDWERKSKAMMER ULM

Handwerk fordert Ausnahmeregelungen zur Eindämmung von Bürokratie

Handwerker im Austausch: Die Vollversammlung der Handwerkskammer Ulm hat im Rathaus in Schwäbisch Gmünd getagt.

Schwäbisch Gmünd // Die Vollversammlung der Handwerkskammer Ulm hat in Schwäbisch Gmünd Augenmaß und Ausnahmeregelungen für das Handwerk hinsichtlich jüngster Beschlüsse der Politik gefordert. Die Konjunktur im Handwerk sei ungebrochen stark. Aber beispielsweise die Ausdehnung der Tachographenpflicht, die der Verkehrsausschuss im Europäischen Parlament in die Wege geleitet hat, belaste die Handwerksbetriebe zwischen Ostalb und Bodensee. Fahrzeuge mit zulässiger Gesamtmasse zwischen 2,4 und 3,5 Tonnen sollen zum Einbau eines digitalen Fahrtenschreibers verpflichtet werden. Der Vorschlag würde für die Handwerksbetriebe einen deutlichen zusätzlichen bürokratischen und finanziellen Aufwand bedeuten. Allein der Einbau eines Tachographen in ein Auto kostet bereits ca. € 1.500 Euro. Handwerker müssen flexibel und mobil sein, um die Wünsche der Kunden zu erfüllen. „Handwerkerleistungen beim Kunden verteuern sich durch solche bürokratischen Vorschriften. Denn wer soll sonst die Kosten für erhöhten Aufwand tragen müssen?“, fragt Joachim Krimmer, Präsident der Handwerkskammer Ulm. Auch bei der Reform der Grundsteuer sei Augenmaß gefordert. „Natürlich ist die Grundsteuer eine wichtige Einnahmequelle für Kommunen. Es darf aber nicht zu Mehrbelastung oder noch mehr Bürokratie für die Bürger und Betriebe führen.“ stellt Thomas Rüdiger, Vizepräsident der Handwerkskammer Ulm, fest. Die Handwerkskammer Ulm regt bei der anstehenden Grundsteuer­ reform auch an, die Höhe der Grundsteuer insgesamt zu reduzieren. In Zeiten guter Steuereinnahmen müsse man auch an eine Senkung dieser Steuerart denken dürfen; die kommunalen Finanzen weisen in den letzten Jahren zunehmende und gute Einnahmen auf. Allgäu Wirtschaftsmagazin

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Weißenhorn | Schleif- und Trennmaschinen

DER PERFEKTE SCHLIFF

Aus Tradition und Leidenschaft entsteht regionale Qualität. Für die Reichmann & Sohn GmbH und Sport Hauber aus Steibis kommen somit Werte zusammen, die verbinden – und sich im perfekten Schliff widerspiegeln.

Mit höchster Präzision und Qualität sorgt Reichmann für das perfekte Ski- und Snowboard-Tuning.

Seit 100 Jahren ist Reichmann & Sohn für seine Kernkompetenzen Schleifen und Trennen ein Begriff.

Klaus Geißler-Hauber blickt zuversichtlich hinterher, wenn Sohn Max schnell um die Slalomstangen kurvt. Denn er weiß, dass der Rennläufer mit dem besten Material unterwegs ist, das hervorragend präpariert und geschliffen ist. Dass dies nicht nur der Schnelligkeit, sondern auch der Sicherheit dient, sorgt für Vertrauen. Geschliffen hat der Fachmann die Rennskier selbst. Hier geht er keine Kompromisse ein.

Mit Trainingsfleiß, Talent und dem richigen Schliff fährt Max Hauber an die Spitze.

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Seit er drei Jahre alt ist, steht Max auf den Skiern. „Er ist quasi im Skigebiet aufgewachsen“, erzählt Moni Hauber, die zusammen mit ihrem Mann Klaus das Sportfachgeschäft direkt an der Imbergbahn in Steibis führt. Schon als kleiner Junge war für Max

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Seit 100 Jahren sorgt Reichmann & Sohn nun in der vierten Generation für den richtigen Schliff. Klaus und Moni Hauber setzen auf Schleifmaschinen von Reichmann & Sohn.

Der beste Schliff seit 100 Jahren „Denn das Schleifen allein nützt nichts, wenn die Maschine nicht den Anforderungen entspricht,“ ist Klaus Geißler-Hauber überzeugt. Als heimisches Unternehmen setzt er daher auf einen Hersteller, der die eigenen Werte und seine Philosophie teilt: Bezug zur Region, Tradition und Heimatverbundenheit, persönlicher und partnerschaftlicher Umgang sowie Qualität. Letztere ist bei den Schleif- und Trennmaschinen von Reichmann durch deutsche Herstellung garantiert und für die Wirtschaftlichkeit sorgt ein Lieferantennetzwerk mit kurzen Wegen. „Das unterstützt die Infrastruktur und schafft Arbeitsplätze in unserer Heimat“, erklärt Geschäftsführer Stefan Reichmann die Philosophie des Unternehmens. Vor 100 Jahren im Sudetenland gegründet, wurde die Reichmann & Sohn GmbH mit Sitz in Weißenhorn bei Ulm mit Kernkompetenzen im Schleifen und Trennen schnell Allgäu Wirtschaftsmagazin

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berühmt. Mit der Entstehung des Skisports entstanden Ski-Service-Maschinen als ein wichtiger Bestandteil der Produktion. Bereits 1966 fertigte das Unternehmen Maschinen zur Skiproduktion, Anfang der 1980er Jahre entwickelte und produzierte Reichmann die ersten Skiservicemaschinen in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern und Ski- und Snowboardverbänden. Schließlich erweiterte ein komplettes Zubehörprogramm sowie Aufbewahrungssysteme und Depotlösungen für Sportgeschäfte und Verleihbetriebe das Produktportfolio.

cher Basis. „Herr Reichmann weiß einfach, was wir im Skiservice brauchen, was für uns wichtig ist und worauf wir Wert legen,“ erklärt Moni Hauber, „so eine Partnerschaft entsteht nur durch langjährige Zusammenarbeit und beständige Mitarbeiter.“ Dass beim Ski- und Board Tuning Reichmann & Sohn durchaus zum Erfolg von Weltcup-Profis beiträgt, davon ist Klaus Geißler-Hauber überzeugt. Denn Sohn Max ist auf dem besten Weg, dies auch im nächsten Winter auf der Piste wieder unter Beweis zu stellen. Susanne Pinn

„Uns verbindet die Zuverlässigkeit. Wir bekommen diese durch die erstklassige Maschine und können diese somit an unserer Kunden weitergeben.“ Moni Hauber

Eine gelungene Partnerschaft Bereits in der vierten Generation ist es auch Stefan Reichmann ein Anliegen, qualitativ hochwertige Kundenlösungen zu kreieren. Heute sind rund 80 Mitarbeiter in drei unabhängigen Geschäftsbereichen für weltweite Kunden tätig. Neben dem Ski & Board Tuning gehören dazu Reichmann Casting Finishing, die Schleifanlagen für Gussputztechnologien und Gussnachbehandlung produziert und Rema mit Schleif- und Poliermaschinen für metallverarbeitende Betriebe. Tradition, Heimat, Familie und ein gutes Partnernetzwerk sind den Unternehmen Reichmann & Sohn und Sport Hauber gleichermaßen wichtige Bestandteile für den Erfolg – auf geschäftlicher wie sportli-

Sorgen gemeinsam für den perfekten Schliff im Skisport: Klaus Geißler-Hauber und Stefan Reichmann.

Reichmann & Sohn GmbH Rudolf-Diesel-Str. 6-8 89264 Weissenhorn Telefon (07309) 875-0 Telefax (07309) 875-50 info@reichmann.com www.reichmann.com

BILDER: REICHMANN & SOHN GMBH,SPORT HAUBER,SUSANNE PINN

klar, dass er Leistungssportler im Bereich Ski Alpin werden möchte. Jetzt, mit 16, steht er mit seinen bisherigen Leistungen am Anfang einer Karriere als Rennläufer. Bescheiden doch stolz berichten die Eltern von seiner erfolgreichen vergangenen Saison, in welcher er als Allgäuer, Bayerischer und Deutscher Meister in seiner Klasse hervorstach. Für Klaus Geißler-Hauber ist jedoch neben Trainingsfleiß und Talent auch noch ein anders Argument ausschlaggebend, wenn es um gute Leistungen im Skisport geht: „Ohne den richtigen Schliff und den damit verbundenen Halt auf der Piste geht gar nichts“, weiß der Profi. Und dies sei nicht nur im Rennsport, sondern auch bei Freizeit-Skifahrern ein wichtiger Punkt in Sachen Sicherheit und Fahrspaß. Um das gewährleisten zu können, schwört das Team von Hauber auf Schleifmaschinen von Reichmann aus Weißenhorn.

Sport Hauber In der Au 19 87534 Oberstaufen-Steibis Telefon (08386) 991078 zentrale@sport-hauber.de www.sport-hauber.de

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Hergensweiler | Marktführer

Innovation aus Leidenschaft

rose plastic in Hergensweiler: Das in dritter Generation inhabergeführte Unternehmen ist seit 65 Jahren die erste Adresse, wenn es um hochwertige Verpackungen aus Hartkunststoff geht. Teils einzigartige Produktionsverfahren, kompromisslose Qualität, ein nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen und Ressourcen und ein Gespür für Innovationen haben das Unternehmen zum Weltmarktführer für Werkzeugverpackungen aus Kunststoff gemacht. Für die weltweit rund 800 Mitarbeiter bietet das in 13 Ländern der Erde vertretene Unternehmen ein spannendes und innovatives Arbeitsumfeld. Kein Wunder also, dass rose plastic schon mehrfach für seine Personal-, Qualitäts- und Innovationspolitik ausgezeichnet wurde.

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Bei rose plastic findet man dabei für jeden Anspruch die richtige Lösung. Wer bei den über 4.000 Verpackungsausführungen des Unternehmens nicht fündig werden sollte, für den entwickelt, konzipiert und fertigt das Unternehmen individuelle Verpackungs­ lösungen nach Maß und Wunsch. Die haus­ eigene Entwicklungs- und Designabteilung ist stets neuen Innovationen und intelligen­ ten Lösungen auf der Spur und sichert so auch nachhaltig Arbeitsplätze. Nicht um­ sonst wurde das Unternehmen dafür unter anderen mit dem Gütesiegel „Top 100 in der Kategorie Innovationsförderndes Top-Ma­ nagement“ ausgezeichnet. Thomas Braun, Marketingleiter bei rose plastic, weiß, was die Kunden an den rose-­ Produkten schätzen: „Wir liefern zuverlässig und in gleichbleibend hoher Qualität und Präzision. Das können wir gewährleisten, weil wir alle Entwicklungs- und Produktions­ schritte selbst in der Hand haben. Vom ­Design und der Verpackungskonstruktion Allgäu Wirtschaftsmagazin

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über die Herstellung der formgebenden Werkzeuge bis hin zum Bedrucken.“

„Wir liefern zuverlässig und in gleichbleibend hoher Qualität, weil wir alle Entwicklungs- und Produktionsschritte selbst in der Hand haben.“ Thomas Braun, Marketingleiter

Die hauseigene Umsetzung und das interne, hochspezialisierte Know-how garantieren dem Unternehmen nicht nur bedarfsge­ rechte und qualitativ hochwertige Produk­ te und machen rose plastic so weitgehend von Zulieferern unabhängig, sondern er­ möglichen auch eine vielseitige und erst­ klassige Ausbildung im eigenen Werk. ­Derzeit werden insgesamt rund 21 kauf­ männische, gewerbliche und technische Azubis im Stammhaus in Hergensweiler ausgebildet. Fünf dieser jungen Leute erwerben in dualen Studiengängen den ­ ­Bachelor of Arts der BWL-Industrie bezie­ hungsweise den Bachelor of Engineering im Maschinenbau. Und auch nach der Aus­ bildung fördert das Unternehmen die ­Weiterbildung der Mitarbeiter. Ob Fachse­ minare, Englischkurse oder hausinterne Schulungen – wer beruflich vorankommen und sich persönlich entwickeln möchte, wird gezielt unterstützt und gefördert. Dank flexibler Gleitzeitregelungen wird auch die Vereinbarkeit von Beruf und familiären ­Verpflichtungen einfacher – zum Beispiel die Kindererziehung oder die Pflege von ­Angehörigen. Flache Hierarchien, ein

r­espektvolles Miteinander und die ge­ meinsame Leidenschaft für erstklassige Produkte – das zeichnet rose plastic aus. Da Erfolge auch gefeiert werden sollen, be­ dankt sich die Familie Rösler Jahr für Jahr mit einer liebevoll zelebrierten Weih­ nachtsfeier in der hauseigenen Kantine bei ihren Mitarbeitern. Die Kantine in Her­ gensweiler ist dabei ein Highlight in mehr­ facher Hinsicht: Von der Dachterrasse geht hier der Blick bei gutem Wetter auf den Säntis, durch das Rheintal bis nach Vaduz. Bei dieser sagenhaften Aussicht ­ gibt’s für Mitarbeiter und Besucher täglich frisch zubereitete regionale oder internati­ onale Köstlichkeiten – so wird der Aufent­ halt in der Kantine zum doppelten Genuss. Neben dem hauseigenen Gesundheitsma­ nagement – inklusive Fitnessstudio – pro­ fitieren alle Mitarbeiter auch von der traumhaften Bodenseeregion mit ihren zahlreichen Möglichkeiten für die unter­ schiedlichsten Freizeit- und Fitnessaktivi­ täten. Egal ob segeln, wandern, schwim­ men oder Rad fahren – hier ist für jeden etwas geboten. Thomas Braun empfiehlt: „Wer jetzt neugierig geworden ist, der soll­ te mit uns in Kontakt treten. Wir sind stets auf der Suche nach neuen und engagierten Mitarbeitern, die gemeinsam mit uns den Unternehmenserfolg vorantreiben und sich selbst weiterentwickeln möchten.“

Simone Wintergerst

rose plastic AG Rupolzer Straße 53 88138 Hergensweiler/Lindau Telefon (08388) 9200-0 Telefax (08388) 9200-555 info@rose-plastic.de www.rose-plastic.de

BILDER: ROSE PLASTIC AG

Am Stammhaus des Familienunter­ neh­ mens rose plastic in Hergensweiler herrscht geschäftige Betriebsamkeit. Rund 380 Mitarbeiter sorgen Tag für Tag dafür, dass die mehr als 15.000 Kunden ihre Ver­ packungen stets in erstklassiger Qualität erhalten. Das international agierende Unter­ nehmen beliefert inzwischen mehr als 60 Länder rund um den Globus und produ­ ziert jährlich mehr als 500 Millionen Teile. Als Mitglied im „Umweltpakt Bayern“ ist der verantwortungsvolle und nachhaltige Umgang mit Rohstoffressourcen rose plastic dabei ein besonderes Anliegen. Sortenreine Produktion und die Verwendung von recycelbaren Kunststoffen sind für das nach dem Umweltmanagementsystem DIN EN ISO 14001:2015 zertifizierte Un­ ternehmen selbstverständlich.

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Wirtschaftsmeldungen | Wirtschaft und Leben im Allgäu

Leutkirch // Zum zweiten Mal nach 2016 hat sich die Firma elobau aus Leutkirch einem umfassenden Audit zur Erfassung der ökologischen und sozialen Leistungen des Unternehmens unterzogen. Auf einer Punkteskala von -3600 bis +1000 nach dem neuesten Standard der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) erreichte das Unternehmen 558 Punkte und somit einen hohen Wert an Gemeinwohlorientierung. Das Technolo­ gieunternehmen aus dem württembergischen Allgäu ist damit nicht nur Pionier in Deutschland und Europa, sondern das erste Unternehmen mit einer solchen Bilanz in den internationalen Zielbranchen wie Land- und Flurfördermaschinen oder Maschinenbau. Dazu Geschäftsführer Michael Hetzer: „Einen öko-sozialen Kontoauszug in der Hand zu haben, der uns bei der nachhaltigen Entwicklung Orientierung bietet, hat mich von Anfang an Projekt1 31.07.18 09:16 Seite 1 Zu den abgefragten Theangesprochen“.

BILD: BETTINA BARON

Elobau veröffentlicht zweite Gemeindewohl-Bilanz

Elobau Geschäftsführer Michael Hetzer (links) und Nachhaltigkeitsbeauftragter Armin Hipper präsentieren den zweiten Gemeinwohl-Bericht.

men gehörten unter anderem zum Beispiel die innerbetriebliche Gehaltsspreizung, soziale Bedingungen im Beschaffungswesen oder die ökologische Wirkung der Produkte. Zur Information: Die Gemeinwohl-Bilanz ist eine öko-soziale Bilanz,

die aus einem zusammenfassenden, einseitigem Testat und einem ausführlichen Bericht besteht. Ergänzend zur Finanzbilanz werden hier betriebliche Aktivitäten erfasst, die das Gemeinwohl fördern.


Wirtschaftsmeldungen

BILD: SCHREINERINNUNG

Schreinerinnung Allgäu gewinnt Thalhofer Innovationspreises 2018

(von links): Stefan Thalhofer, Georg Thalhofer oHG, Bezirksvorsitzender Matthias Brack, Obermeister Stefan Holzer, Konrad Steininger, Präsident Fachverband ­Schreinerhandwerk Bayern.

Allgäu // Während des Festaktes beim bayerischen Schreinertag in Oberammergau 2018 wurden die Preis­ träger des Thalhofer-Innovationspreises zum Thema Digitalisierung im Schreinerhandwerk gewürdigt. Den ersten Platz in der Kategorie unter 10 Mitarbeitern belegte der Obermeister der Schreinerinnung Allgäu, Stefan Holzer aus Rettenberg.Bei den Betrieben über 10 Mitarbei­ tern erhielt die Firma Brack Wintergarten, Altusried den zweiten Platz. Die Digitalisierung hält Einzug in die Schreinerbetriebe. Jedoch auch die Innungen nutzen die Vorteile neuer Technik. Ein herausragendes Beispiel ist dabei die Schrei­nerinnung Allgäu, die aus zahlreichen Bewerbungen von der Jury auf Platz 1 gesetzt wurde. Insgesamt zeigte der Wettbewerb, wie vielfältig die Digitalisierungsansätze in den Unternehmen und Innungen sind und wie modern dieses traditionsreiche Handwerk sich heute den Kunden präsentiert. Bei den Innungen überzeugte ein Marketingprojekt der Innung Allgäu die Jury. Für die Präsentation der Innung bei der Allgäuer Festwoche 2017 stellte sich die Aufgabe, 85 Betriebe gleichwertig darzustellen. Die Lösung war eine digitale Präsentation mittels Virtual Reality (VR). Der Einsatz dieser Technik ermöglichte es, den Besuchern alle Betriebe virtuell vorzustellen und das Handwerk sehr modern zu präsentieren. Mit VR-Brillen vermittelten die Schreiner sehr unterschiedliche, realitätsnahe Eindrücke aus der betrieblichen Praxis, die sonst auf einem Messestand nicht gezeigt werden können. Die Jury sieht das Projekt als besonderes Beispiel, das Schreinerhandwerk als modernes Gewerk mit Tradition eindrucksvoll darzustellen. Allgäu Wirtschaftsmagazin

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Technische Gesamtplanung

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Öffentliche Gebäude

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Isny | Kunst

Friedrich Hechelmann Phantastische Kunst mit Wertschätzung der Natur.

im Roman wollte ich ein „gesegnetes ein von Gott ­beglücktes Land“ schaffen, eine Welt wie sie mir gefällt.“ Hierhin zieht sich Friedrich Hechelmann, der das übrige Jahr im Schloss Isny wohnt, an schönen Tagen zum Arbeiten zurück.

„Ich sehe einen Vogel und denke mir, was für eine wunderschöne Welt.“ Friedrich Hechelmann

Sehnsucht nach Harmonie

„Ausflug 1“ aus der Serie „Schmetterlinge“

Friedrich Hechelmann, Maler, Buch­ illustrator, Bildhauer, Filmemacher und Schriftsteller, wurde 1948 in Isny (Allgäu) geboren. Von 1969 bis 1972 studierte er an der Akademie der bildenden Künste Wien. Er war Meisterschüler bei Rudolf Hausner. Mit Leidenschaft und großem Erfolg setzt Hechelmann seine Philosophie und Visionen des respektvollen Umgangs mit der Natur in seinen Werken um. 128

Die Anfahrt zum „Rosenhaus“, dem Sommerhaus Friedrich Hechelmanns, ­ führt durch ein Waldstück hoch über Kleinweiler-Hofen. Etwas versteckt finde ich ein Tor, welches in ein kleines Paradies führt. Das „Rosenhaus“, ein romantisch ­instandgesetztes Aussiedlerhaus der 50er Jahre, liegt in einem malerisch angelegten Garten. Aus dem Palmengarten strömt der betörende Duft des ­blühenden Jasmins. „Das „Rosenhaus“ wurde durch meinem Lieblingsroman „Nachsommer“ von ­Adalbert Stifter inspiriert, im Einklang mit Natur und Tradition, im Mittelpunkt die Rose,“ beschreibt Friedrich Hechelmann diese kleine i­ ntakte Idylle. „Wie

In den Werken Friedrich Hechelmanns findet man die tiefe Sehnsucht nach Harmonie und ethischen Verhalten. ­ „Die Natur war immer das große Thema der Malerei. Die Natur braucht uns Menschen nicht, aber wir sie.“ Hechelmanns Kunst lebt aus Ehrfurcht vor der Schöpfung. ­Seine Bilder sind realistische ­Naturdarstelllungen die sich in phantastischen ­Welten auflösen. Seine phantasievollen I­llustrationen finden sich vor allem in ­ Märchen- und ausgewählten ­Jugendbüchern. In traumhaften Inszenierungen ­ bevölkern wunderliche, skurril-­witzige Fantasie- und Fabelwesen die Szenerie und laden den Betrachter ein, sich ganz der V ­ ision hinzugeben. „Es geht immer darum, in allem das rechte Maß zu finden,“ philosophiert Friedrich Hechelmann bescheiden, während er Tee in ein von ihm 1994 gestaltetes ­Teeservice der Porzellan-Manufaktur Ludwigsburg nach­ gießt. Es zeigt den H ­ irtengott Pan, um­geben von mythischen Pflanzen, ­Insekten und Amphibien.

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Friedrich Hechelmann

Zauberhafte Bronzen 2014 wandte sich Friedrich Hechelmann der Bildhauerei zu. Hier setzt er sich verstärkt mit der antiken Skulptur auseinander. „Ich bin ein Hellenist,“ meint der Künstler, dessen Bildhauerei ebenfalls durch ein intensives Streben nach Realismus geprägt ist. Es entstanden zauberhafte Bronzeskulp­ turen, die geheimnisvolle M ­ ythen- und Fabelwelten zeigen, geflügelte bezaubernde Wesen, nicht von dieser Welt.

„Das rechte Maß ist die Ehrfurcht vor der Natur und die Liebe zu ihr.“ Friedrich Hechelmann

Phantastischer Schriftsteller

BILDER: SYLVIA NOVAK, KUNSTHALLE IM SCHLOSS ISNY

Im Herbst 2017 veröffentlichte Friedrich Hechelmann seinen ersten Jugendroman. Das moderne Märchen über den Zustand

unserer Welt, farbgewaltig illustriert, Ehrenmedaille der Stadt Isny ­wurde von der Jury der Deutschen AkaAnlässlich seines 70. Geburtstages im demie für Kinder- und Jugendliteratur ­Februar 2018 zeichnete die Stadt Isny Friedzum N rich Hechelmann mit der Ehrenmedaille ­ atur-Buchtipp des Monats Dezem„600 Jahre Freie Reichsstadt ber ­gewählt. Der MärchenIsny“ für sein künstlerisches roman erzählt die GeEngagement aus. „Es ist eine schichte von Manolito, der Gnade des Alters, die Natur in das Leben des Labormitso i­ ntensiv sehen zu können,“ arbeiters Knuth Rabenphilosophiert F­ riedrich Hehorst tritt. Der hochintelligente Winzling mit der reichelmann. „Wenn ich hier nen Elfenseele, Ergebnis eiam „Rosenhaus“ sitze sehe nes f­ehlgeschlagenen Emich einen Vogel und denke mir, was für eine wunderbryonenversuchs, öffnet schöne Welt.“ Wie der dem Wissenschaftler die Künstler sich seine Welt Augen über die vom gemachten Manolito, Klima-Buchtipp der Deutschen schaffen würde? „Die Liebe ­Menschen Akademie für Kinder und Jugendlitera­ Katastrophen. Die Ge­ ist das zentrale Thema. Tue tur e.V. schichte zieht Parallelen zu was du tust mit Liebe und Versuchen an lebenden Tieren. Auf den dem rechten Maß. Das rechte Maß ist die ­Ehrfurcht vor der Natur und die Liebe zu erfolgreichen Erstlingsroman sollen drei ihr. Das möchte ich sichtbar machen.“ Fortsetzungsromane folgen. Der erste wird im Herbst 2018 erscheinen und die Sylvia Novak Leser ein weiteres Mal in phantastische Welten f­ ühren und zur tiefen philosophiwww.kunsthalle-schloss-isny.de schen ­Betrachtung anregen.

Teeservice der Porzellan-Manufaktur Ludwigsburg

Allgäu Wirtschaftsmagazin

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Epiphanias, Bronzeskulptur

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Kaufbeuren | Neugestaltung

Stadt Kaufbeuren:

Fußgängerzone in neuem Glanz Nach der Neugestaltung des Herzstücks der Kaufbeurer Altstadt im letzten Jahr präsentieren Stadt und Aktionsgemeinschaft ein Maßnahmenpaket zur Belebung der Innenstadt 130

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„Bei uns in Kaufbeuren ist Herzlichkeit die wichtigste Zutat“ oder „Bei uns in Kaufbeu­ ren gehört Entspannung zum Einkaufen“ – Großflächenplakate mit ­diesen Aussagen hängen seit einiger Zeit im Kaufbeurer Umland und im Stadtgebiet. Sie haben ein Ziel: Die Menschen zu einem Bummel in der Kaufbeurer Altstadt einzuladen. Nach der Neugestaltung der Fußgängerzone im letzten Jahr möchten Einzelhandel und Stadt ­ Kaufbeuren gezielt auf das Ein­ kaufser­lebnis Altstadt hinweisen.

Weiterer Baustein der Kampagne ist ein City- bzw. Flächenmanagement, das das Wirtschaftsreferat der Stadt Kaufbeuren organisiert. Erklärtes Ziel ist es, Leerstände und freie Nutzflächen zu reduzieren und die Altstadt zu beleben. Auf den aktuellen Wandel im Kunden- und E ­ inkaufsverhalten geht zum Beispiel auch der nächste Unter­ nehmerabend im I­NNOVA-Park Allgäu ein und rückt am 20. September das The­ ma e-Commerce in den Mittelpunkt.

Vorzüge der Altstadt auch im Web Als weiteren Baustein des Maßnahmen­ pakets bietet die Website der Stadt ­Kaufbeuren ab sofort einen eigenen Bereich zur Altstadt: Unter www.kaufbeuren.de/ altstadt sind die Vorzüge der Innenstadt auf einen Blick zusammengefasst. Zudem wird über Parkmöglich­keiten informiert. Seit ei­ niger Zeit hängt am Rathaus-Parkhaus be­ reits ein Banner, der Passanten vom neuen Einkaufs­ zentrum Forettle in die Altstadt lenken soll, gelbe Fußabdrücke weisen den Allgäu Wirtschaftsmagazin

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Eines der neuen Plakate der Kampagne.

Weg – ebenfalls Teil des Maßnahmenpa­ kets. Dabei handelt es sich um vorüberge­ hende Maßnahmen, bis der Übergang zwi­ schen Schwanenweiher und Parkhaus ge­ gen Ende des Jahres neu gestaltet wird.

Innenstadt lebendig gestalten Zudem bringt die Stadt Kaufbeuren eine Broschüre mit dem Titel „­ Bauen&Wohnen“ heraus, welche die zahlreichen Förderpro­ gramme für Eigentümer im Überblick auf­ zeigt. Sanie­ rungen und Modernisierun­ gen, aber auch die Schaffung von Wohnun­ gen sollen so gefördert werden. Oberbürgermeister Bosse fasst zusammen: „Unsere Zielsetzung ist klar: Die Kaufbeu­ rer Altstadt soll ein ­lebendiger Ort zum Einkaufen, Ausgehen, Arbeiten und Woh­ nen bleiben. Das geht nur, wenn alle Betei­ ligten an einem Strang ziehen: Eigentümer, Handel, Kaufbeuren Tourismus und Stadt­ marketing e.V. sowie die Stadt Kaufbeuren.“

Andrea Hiemer

Stadt Kaufbeuren Wirtschaftsförderung Peter Igel Kaiser-Max-Straße 1 87600 Kaufbeuren Telefon (08341) 437-104 Telefax (08341) 437-88104 wifoe@kaufbeuren.de www.kaufbeuren.de/altstadt www.aktionsgemeinschaft-kf.de

BILDER: PETER ERNSZT, STADT KAUFBEUREN

Einkaufen ist dabei nur ein Aspekt, Motive zu den ­Themen Gastronomie und Kultur runden die Kampagne ab. Oberbürger­ meister Stefan Bosse: „Durch die Neuge­ staltung der Fußgängerzone hat die Kauf­ beurer Altstadt sehr gewonnen. In dem wunderbaren Ambiente unserer Altstadt lässt es sich hervorragend flanieren, ein­ kaufen und verweilen. Zahlreiche Cafés und Restaurants laden zum Genießen ein und auch Kulturinteressierte kommen auf ihre Kosten. Auf diese Vielfalt wollen wir mit der Kampagne hinweisen.“ „Gleichzei­ tig sehen wir die Veränderungen und Leer­ stände in der Kaufbeurer Altstadt. Um dem entgegenzuwirken, wurde ein ganzes Maßnahmenpaket mit verschiedenen Bausteinen erarbeitet. Die Plakate sind ein Teil dieses Pakets“, so Bosse w ­ eiter.

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Wirtschaftsmeldungen | Wirtschaft und Leben im Allgäu

BILD: VETTER PHARMA INTERNATIONAL GMBH

„Ravensburg Läuft“– und Vetter läuft mit

Gemeinschaftlicher Erfolg – das rund 60-köpfige Team Vetter inklusive Geschäftsführer Oliver Albrecht (Startnummer 1476) beim 10 km langen Stadtlauf 2018 in Ravensburg.

Ravensburg // Vetter, Partner innovativer Pharmaunternehmen für die Herstellung teils lebensnotwendiger Medikamente, zeigt sich nach der gelungenen Premiere im letzten Jahr als begeisterter Wiederholungstäter bei „Ravensburg Läuft“: Dieses Jahr liefen beim Stadtlauf rund 60 Mitarbeiter

aus sämtlichen Unternehmensbereichen mit. Die Teilnahme wurde vom betriebli­ chen Gesundheitsmanagement (BGM) des Pharmadienstleisters organisiert. Ne­ ben dieser Gemeinschaftsaktion bietet das Familienunternehmen seinen Mitarbei­ tern weitere vielfältige Möglichkeiten zur sportlichen Gesundheitsförderung – von

Aqua-Fitness bis Zumba. Petra Hagel, Leiterin des BGM bei Vetter: „Spaß und Teamgeist unter dem Motto ‚Läuft bei ­Vetter‘ stehen klar im Vordergrund unserer Teilnahme am Stadtlauf, und das über alle Altersstufen und egal ob Leistungssportler oder Lauf-Anfänger.“

Substantiv [das], auch »Schaf•fer•häs« Ein Begriff, der im süddeutschen bzw. schwäbischen Raum seinen Ursprung hat und im Allgemeinen sowohl für légere Geschäftsbekleidung, modische Berufskleidung als auch für funktionelle, robuste Arbeitsbekleidung steht, die hauptsächlich (aber nicht nur) während der Arbeitszeit, mit Stolz, von allen Mitarbeitern eines Unternehmens getragen wird.

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the storytelling company.


Lachen | Solarreinigung

Mit der Photovoltaik-Anlage sauber durch Herbst und Winter Im Herbst gilt es, die Ernte für das kommende Jahr einzufahren – das ist auch bei Photovoltaik-(PV-) Anlagen so. Das richtige Pflegekonzept macht dabei den Unterschied: Anwender können inzwischen sogar die Leistungsfähigkeit von PV-Anlagen während eines Reinigungsvorgangs modulgenau sowie live vor Ort auswerten und Erträge dauerhaft sichern.

PV-Modulreinigung in Kombination mit Thermographie verbindet zwei Arbeitsgänge in einem und halbiert die Service-Kosten.

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Die langen Tage im Sommer gehen auch an PV-Kraftwerken nicht spurlos vorbei. Speziell in der trockenen Jahreszeit „sprudeln“ die Verschmutzungsquellen: Pollen- und Erntestaub sowie ein erhöhtes Vogelkotaufkommen sind dabei nur ein Aspekt, der den Modulen zusetzt. Gleichzeitig fördert durch Morgentau und anhaltendem Landregen entstehende Feuchtigkeit das Algenwachstum – der resultierende schwer lösliche Verschmutzungsfilm dimmt den Lichteinfall. In der Folge können Solarmodule weniger Strom erzeugen.

Kombination von Reinigung und Funktionskontrolle in Echtzeit Um tiefergehende Modulschäden bereits während des Reinigungsvorgangs zu erkennen, bietet Sunbrush mobil ein Cloud-basiertes Diagnosesystem an: Über eine an den Reinigungsbürsten nachrüstbare Wärmebildkamera lassen sich PV-Module thermographisch auf ihre Funktions- und Leistungsfähigkeit überprüfen. Während in der Regel Daten eines Solarkraftwerks nach einem Säuberungsvorgang manuell übertragen werden, können diese mit dem Cloud-Ansatz und einer integrierten Service-App live auf einem Tablet, Laptop oder statio­­­­­­nären Rechner eingesehen werden. Damit können Anlagenbetreiber defekte Zellen, Zellverbinder und Strang-Dioden vor Ort erkennen. Die Wärmebildkamera ist mit einem GPS zur modulgenauen Ortung ausgestattet und am Ende der Reinigungsbürste angebracht. Unterschiedliche AufnahmeinterAllgäu Wirtschaftsmagazin

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valle ermöglichen es Anwendern, die Reinigungsgeschwindigkeit individuell an den Prüfbedarf der Module anzupassen. Alle gesammelten Daten können stationär oder direkt in die Cloud gespeichert werden – zur intelligenten Auswertung via Bildbearbeitungsalgorithmus. Somit übernimmt bei der Lösung von Sunbrush mobil ein IT-System die Suche nach Hot Spots, String-Fehlern sowie anderweitigen Moduldefekten. Der Algorithmus erkennt auch Veränderungen im historischen Leistungsprofil eines Kraftwerks und weist auf neu entstandene Schäden exakt hin. Die so gewonnenen Erkenntnisse werden in einem Report zusammengefasst. Von dieser Funktion profitieren insbesondere Betreiber großer PVParks, da durch die Cloud-Nutzung eine konsolidierte Bereitstellung der Informationen möglich ist.

Servicekosten durch das „Zwei-in-Eins-Prinzip“ sparen „Modulreinigung in Kombination mit Thermographie verbindet zwei Arbeitsgänge in einem und halbiert damit die Servicekosten“, erklärt Franz Ehleuter, Geschäftsführer der Sunbrush mobil GmbH. „Unser integrierter Cloud-Service bietet vollständige Funktionstransparenz von PV-Parks. Zusätzlich spart er Zeit bei der Auswertung von Schadensprofilen. Die exakte Analyse ist auch hilfreich für eine zielgerichtete Durchführung von Reparaturen.“ Zudem trägt ein regelmäßiges Monitoring zur flächendeckenden technischen Dokumentation eines PV-Kraftwerks bei. Das ist wichtig bei der Geltend-

machung von Garantie-, Gewährleistungs- sowie Schadensfällen bei Modulherstellern und Versicherungen – nicht nur im Sommer, sondern auch für die Sonnenernte im Folgejahr. Stephan Wild

Udo Schoellhammer

Mit der Wärmebildkamera lassen sich PV-Module auf ihre Funktions- und Leistungsfähigkeit prüfen.

Solarreinigung im Allgäu Bartholomäus-Welser-Straße 13a 86854 Amberg www.solarreinigung-im-allgaeu.de

Sunbrush mobil GmbH Hauptstr. 24 87760 Lachen www.sunbrushmobil.info

BILDER: SUNBRUSH

Hier setzt die einfach bedienbare und robuste Reinigungstechnik des Allgäuer Unternehmen Sunbrush mobil GmbH an. Mit Spiralbürste, Warmwassertank und Schwenkarm ausgestattete Traktoren durchfahren in Schrittgeschwindigkeit Freiflächenanlagen wie Obstplantagen. Dabei gleitet die Bürste wie in einer Autowaschanlage über die Modulflächen. Das Ziel: konstant hohe Ernteerträge. „Wer seine Module durchgängig pflegt, verlängert deren Laufzeit nachweislich, da unter anderem Hotspots und ‚Schneckenspuren’ vermieden werden“, erklärt Stefan Schropp, Geschäftsführer der Solarreinigung Allgäu GmbH. „Mit Blick auf die Lebensdauer der Module ist nach der Amortisation einer Anlage jedes gewonnene Jahr ein gutes Jahr. Das gilt umso mehr, als Reinigungskosten steuerlich voll absetzbar sind.“

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Wangen/Friedrichshafen | Immobilien

Das Leben kann so unbeschwert sein, wenn man gewichtige Aufgaben in erfahrene Hände gibt! Bei VON POLL in Wangen und Friedrichshafen erhält jede Immobilie die Aufmerksamkeit, die sie verdient hat. Peter Mösch und sein Team ­stehen in puncto Verkauf, Vermietung ­sowie Investment den Interessenten ­fachkundig beratend zur Seite. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Apartments, Wohnungen, Häuser, Bauernhöfe oder Villen handelt. Die Experten werden bei Immobilienkäufern, -verkäufern und -mietern besonders für ihre Beratungskompetenz, ­Loyalität und Zuverlässigkeit geschätzt. 136

Immobilienmakler mit Know-how & Bestlage VON POLL ist mit den beiden Shops in Wangen und Friedrichshafen für seine Kunden in bester Lage vor Ort. Peter Mösch, der Geschäftsstelleninhaber, bietet ein breites Immobilienportfolio in der Region und Oberschwaben an. Als ­ ­langjähriger Makler weiß er und sein Team ­worauf es ankommt. Vor allem aber kann Peter Mösch auf Basis seiner Ausbildung zum Geprüften freien Sachverständigen für ­ Immobilienbewertung (PersCert®) qualitativ hochwertige Bewertungen für ­ alle Gebäudetypen im Privat- und ­Geschäftsbereich anbieten. Seine Kunden profitieren dadurch von sehr gut nachvollziehbaren Immobilienwerten, die u.a. nach NHK 2010 Sachwertfaktoren wie Normalherstellungskosten, Gebäudestandards,

Bodenwertniveaus oder besondere ­objektspezifische Grundstücksmerkmale beinhalten. „Verlässliche Bewertungen ­haben oberste Priorität bei mir. Sie dienen bei Immobilienkäufen auch als Grundlage für Finanzierungskonzepte und müssen Hand und Fuß haben“, so der sympathische Geschäftsstelleninhaber, der seiner Kundschaft ­ Wertermittlungen stets ­ausführlich und umfassend erklärt. In den letzten 5 Jahren hat sich die Geschäftsstelle in Wangen und seit 2016 auch der ­Standort Friedrichshafen erfolgreich am Markt ­etabliert. Das eingespielte Team überzeugt in beiden Shops vor allem durch Professionalität und garantiert neben Loyalität und Zuverlässigkeit einen hohen Kunden- und Datenschutz. Aus diesem Grund geben zahlreiche Neu- und Stammkunden ihre Immobilien zum Verkauf oder zur

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Jasmin Danner (Auszubildende zur Immobilienkauffrau), Peter Mösch (Geschäftsstelleninhaber & Geprüfter freier Sachverständiger für die Immobilienbewertung), Birgit Kappler (Assistenz der Geschäftsführung & Teamassistenz) v.l.n.r.

­ ermietung in die vertrauensvollen Hände V von den VON-POLL-Experten. Bereits am hochwertigen Exposé ist erkennbar, dass es sich um einen Immobilienmakler vom Fach handelt. Professionelle Fotoaufnahmen – auch mit eigener Drohne – setzen die unterschiedlichsten Immobilienobjekte perfekt in Szene und runden das Bild mit präzisen Eckdaten, Kurzbeschreibungen und Grundrissen ab. „Zu unserem Immobilienpool zählen neben verschie­ denartigen Apartments, Wohnungen ­sowie ­Häusern aktuell zwei ganz besondere und einmalige Objekte“, betont ­ Peter Mösch stolz.

Exklusives Landhaus sucht MIETbewohner! VON POLL wurde mit der Vermietung für dieses einmalige Objekt in Alleinlage ­beauftragt. Das Landhaus der Extraklasse steht in der Umgebung von Wangen. Es

wurde bereits 1895 erbaut und 1994 mit viel Liebe zum Detail und unter Verwendung von Originalhölzern grundlegend saniert. Die Lage der exklusiven Immobilie ist fernab von Lärm und Verkehr, eingebettet in Wiesen und Feldern mit grandiosem Weitblick auf das Bergpanorama. Auf ­einer Wohnfläche von 550 m², verteilt auf drei Stockwerken und Keller, ist auch ein großzügiger Wellnessbereich mit Sauna ­ und Dampfbad vorhanden. Die Grundstücksgröße beträgt ca. 9.033 m² und bietet u.a. ein Stallgebäude für Pferdehaltung mit Koppel direkt am Haus. Einzigartige Villa mit privatem Seezugang & Badehaus sucht KÄUFER! „Dieses Objekt ist eine absolute Rarität auf dem Immobilienmarkt am ­Bodensee mit rund 3.162 m²“, so Peter Mösch, der für diese außergewöhnliche Villa am Topstandort den passenden Käufer sucht. Auf einer Wohnfläche von ca.

235 m² kann sich der neuen Eigentümer privat wie auch beruflich völlig frei entfalten. Ein eigener Seezugang, grandioser Seeblick, ein Badehaus mit zwei Bootsstellplätzen aus dem Jahr um 1914, historische Baumbestände sowie das nach drei Seiten freistehende und uneinsehbare Grundstück mit angrenzendem Naturschutzgebiet sind nur einige Highlights des einzigartigen, prachtvollen Domizils in Nonnenhorn. Wer sich für dieses Landhaus, diese Villa oder andere Objekte interessiert, kann sich jederzeit direkt an die beiden VON-POLL Shops wenden. Auch bietet das Team eine kostenfreie und unverbindliche Marktpreiseinschätzung für Ihre ­Immobilie an. Natürlich erstellt von den Geprüften freien Sachverständigen!

Nadine Kerscher

Von Poll Immobilien GmbH Shop Wangen im Allgäu Bindstr. 39 88239 Wangen im Allgäu Telefon (07522) 9767930 Telefax (07522) 97679311 wangen@von-poll.com www.von-poll.com

Allgäu Wirtschaftsmagazin

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BILDER: POLL IMMOBILIEN

Shop Friedrichshafen Franziskusplatz 1 88045 Friedrichshafen Telefon (07541) 3990550 Telefax (07541) 39905511 friedrichshafen@von-poll.com www.von-poll.com

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Schlusswort | August 2018

Impressum Verlag: TT VERLAG GmbH St.-Mang-Platz 1 87435 Kempten Telefon (08 31) 96 01 51-0 Telefax (08 31) 96 01 51-29 info@tt-verlag.de www.tt-verlag.de BILD: PIXABAY

Geschäftsinhaber/-leitung Thomas Tänzel: (gesamtverantwortlich)

AWM-Chefredaktion:

Zu guter Letzt ...

Susanne Pinn

Es lebe das Sommerloch-Tier Endlich ist es wieder da, das alljährliche Sommerloch. Die Kinder haben Ferien, ­Büros sind leer und in Berlin sehnen sich unsere müden Politiker nach ihrer Bei­ nahe-Trennung nach einer Auszeit. Nur Frau Merkel war kürzlich noch unterwegs. Um die Patenschaft eines Kalbs namens „Wirbelwind“ im Milchviehbetrieb von Familie Trede aus Nienborstel zu über­ nehmen. 140 Milchkühe standen zum Empfang bereit und sorgten dafür, dass Frau Merkel in freundliche, unparteiische Augen sehen durfte. Ob die Kekse in Kuh­ form, die Frau Merkel von der Bäuerin bekam, ausreichen, um den Milchpreis wieder höher zu treiben, sei dahingestellt. Aber einen Erfolg hatte der Besuch doch, dachte ich doch, es hat uns ein neues, nied­ liches Sommerloch-Tier beschert: Wir­ belwind, das Kälbchen von Familie Trede. Endlich einmal eine heimische Kreatur, die für Tradition und deutsche Bodenstän­ digkeit steht. Doch weit gefehlt. Denn der „Küken-Killer vom Weiher“ scheint doch den Triumph davon zu tragen. Grausame Szenen sollen sich in Offenbach gleich gegenüber des Polizeipräsidiums abspie­ len. Denn hier haust angeblich der noch namenlose, brutale Wels, der sich durch den Teich frisst – bevorzugt geschützte Enten-Küken. Die Sommerloch-Geschöpfe der letzten Jahre waren ja eher so etwas wie zufällig ins Land gekrochene Migran -­Tiere. Erinnern wir uns: Da war 2004 ­Heidi, ein aus Eggenfeldern entlaufenes Känguru, das sogar von Jürgen Drews gesucht wurde. Oder die hoch gefährliche Alligator-Schild­ kröte Schnappi, die 2013 bei uns im Allgäu einen Jungen gebissen hatte. Auf der S­ uche

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nach ihr wurde der Oggen­rieder ­Weiher trockengelegt. Schnappi ist bis heute nicht aufgetaucht, obwohl ein Kopfgeld von 1000 Euro auf sie ausgelobt ­wurde. Dann gab es da noch Kaiman Sammy, die „Bestie aus dem Baggersee“, der Dackel fressende Killerwels Kuno und Eugen, das Unge­ ­ heuer von Loch Dornach, welches sich als Geierschildkröte entpuppte. Krake Paul sagte die Ergebnisse der Fußball WM 2010 voraus, Bruno Bär sorgte für Entzücken bei Naturschützern und ist heute in einem Münchener Museum ausgestellt, Schwan Petra verliebte sich in ein Schwanentret­ badete boot, Zwergflusspferd Elsbeth ­ in der Pegnitz, Bartagame ­ Klausi löste ­Krokodil-Alarm im bayerischen ­Baggersee aus und Brillenpinguin Sandy fand ihre Sommerliebe im Tierpfleger Peter. Und nicht zuletzt schwamm Seehündin Zola 2013 im Stadtgartensee von Karlsruhe. Jahr für Jahr kriecht ein entzückendes, er­ schreckendes oder einsames Migran-Tier aus dem Sommerloch und sorgt dafür, dass wir Wochen darüber schreiben, lesen und uns wundern. Es scheint, dass der gefräßi­ ge Killer-Wels das Rennen vor Wirbelwind, dem Kälbchen aus Nienborstel, macht. Außer, wir finden noch ein anderes (Un-) Wesen, das uns ein wenig von Attentaten, Unglücken, politischem Gequengel und Lebensmittelskandalen ablenkt. Denn: Im Sommerloch ist für alles Platz. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen ruhigen Spätsommer im zoologischen ­Garten der BRD.

Ihre Susanne Pinn

AWM-Redaktion: Karin Bitsch, Florian Maucher, Angelika Hirschberg, Nadine Kerscher, Sylvia Novak, Gisela Sgier, Simone Wintergerst, Sybille Putz, Steffi Speisekorn, Anton Reichart, Annette Mayr, Meike Winter, Stefan Günter, Sybille Butzmann, Alois Wohlfahrt, Stefan Klotter, Julia Lorenzen

AWM-Medienberatung: Thomas Tänzel .............................(0831) 960 151-10 Michael Honisch .........................(0831) 960 151-15 Almut Weber ................................(0831) 960 151-12 Simone Kaneider .........................(0831) 960 151-13

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Urheber- und Verlagsrecht: © 2018 ...............................................TT Verlag GmbH © Layout und Konzept ..............TT Verlag GmbH © für Logo .......................................TT Verlag GmbH Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit Genehmigung des Verlages. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge kennzeichnen nicht die Ansicht der TT Verlag Redaktion.

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Allgäuer Wirtschaftsmagazin 4/2018  

Der TT- Verlag veröffentlicht jedes Jahr 6 Ausgaben des Allgäuer Wirtschaftsmagazins. Mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren pro Erscheinun...

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