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Allgäu Wirtschaftsmagazin | Spezial April 2017

Oberallgäu

Spezial Wirtschaft | Historie | Kultur | Sport


gemeinsam Lassen Sie uns den Weg

beschreiten. Das wird gut für Sie!

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Editorial |

Oberallgäu Spezial

Liebe Leserinnen und Leser, das Oberallgäu ist von unverwechselbarer Eigenart, modern, weltoffen, wirtschaftlich stark und zugleich sind die Menschen, die hier leben, tief mit der Tradition verwurzelt und stolz auf ihre Heimat.

TITELBILDER: STADT IMMENSTADT, JHS INVEST GMBH & CO. KG, SUSANNE REITBERGER, GO

Aus einem überwiegend land- und alpwirtschaftlich geprägten Gebiet hat sich der Landkreis Oberallgäu in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Region mit einem überaus gesunden Brachenmix entwickelt. Wichtige wirtschaftliche Standbeine sind neben Tourismus, Alp- und Landwirtschaft das produzierende Gewerbe. Vor allem klein- und mittelständische Unternehmen sowie Handwerk sind hier angesiedelt. International agierende Industriebetriebe, teilweise sogar Weltmarktführer in ihren Bereichen, profitieren von den Kenntnissen und Fertigkeiten der „Allgäuer Tüftler und Mächler“. Die große Herausforderung besteht darin, auch zukünftig auf qualifizierte und fleißige Arbeitskräfte zurrückgreifen zu können. Daher ist es unsere Pflicht, den Menschen in jeder Lebenslage und Lebensphase passgenaue Bildung zu ermöglichen. Die Wirtschaft benötigt mehr denn je gut ausgebildete Arbeitskräfte. Mit der Initiative Bildungsregion Oberallgäu hat sich der Landkreis bereits auf den Weg gemacht, die Bildungs- und Teilhabechancen der Menschen vor Ort nachhaltig zu verbessern, indem er alle Bildungsakteure vernetzt und ein umfassendes Bildungsangebot schafft.

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Der Landkreis Oberallgäu möchte sich zum einen als prosperierender Wirtschaftsstandort und zum anderen als eine Region mit ausgesprochen hohem Freizeitwert für einen erfolgreichen Tourismus in einer intakten Natur dieser Herausforderung stellen und versuchen, die Wirtschaft sowie die Bevölkerung auf dem Weg zu mehr Klimaschutz mitzunehmen. Die Themen Energieeinsparung und erneuerbare Energien werden seit vielen Jahren verfolgt und in zahlreichen Maßnahmen und Projekten umgesetzt. Der Masterplan 100% Klimaschutz, welchen der Landkreis jetzt erarbeitet, wird neben zahlreichen Fakten zu Energieverbrauch und –erzeugung auch die mittelfristige Strategie der energiepolitischen Arbeit des Landkreises festlegen und Visionen entwickeln. Das ist nur ein kleiner Auszug der aktuellen Themenschwerpunkte, mit denen wir versuchen auch in Zukunft für die Menschen und die Wirtschaft attraktiv zu bleiben. Ich wünsche Ihnen mit der aktuellen Ausgabe einen interessanten Einblick in die Oberallgäuer Wirtschaftswelt. Ihr Landrat

Anton Klotz

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Oberallgäu Spezial | Inhalt 16 Lederschneiderei Klaus Bensmann ist einer der letzten gelernten Sämischgerber und betreibt zusammen mit seiner Frau Petra in Bad Hindelang eine Lederschneiderei – speziell für Hirschleder.

20 Gesunde Schuhe Sie tragen uns im Laufe unseres Lebens im Durchschnitt über 150.000 Kilometer. Sie sorgen dafür, dass unser Körper Halt hat und wir uns bewegen können: Unsere Füße. Klaus und Luise Imminger aus Oberstdorf wissen, welche Probleme sie machen – und wie diese behoben werden können.

26 Mediterrane Eleganz Mit italienischem Flair, klassischer Eleganz oder extravaganten Dekors sorgt Fliesen Rieder aus Sonthofen für Innenausstattung der besonderen Art.

28 Erlebnisbad Das Erlebnisbad Aquaria in Oberstaufen ist mehr als eine Schlechtwetteralternative. Die Wellnessoase bietet mit einem engagierten Mitarbeiterstamm Genuss pur.

22 Golfplatz Ottobeuren

6 Bauen und Einrichten Sie möchten ihr Bauprojekt realisieren und brauchen dafür Fachleute mit verschiedenen Kompetenzen? Dann sollten Sie einen Blick auf das Team der Creaplan Metzler GmbH in Blaichach werfen. Hier finden Sie Architekten, Interior Designer, Bauingenieure, Städteplaner, Energieberater und Brandschutzplaner unter einem Dach.

10 Wirtschaft Die Wirtschaft im Landkreis Oberallgäu ist traditionell geprägt von Landwirtschaft und Tourismus, Industrie und Handwerk. Vor allem mittelständische Unternehmen und Handwerker sind hier angesiedelt.

Der Allgäuer Golf- und Landclub e.V. Ottobeuren hat sich im Laufe der Zeit zu einer Perle des Golfsports im Allgäu entwickelt. Naturnah und ressourcenschonend fügt sich der Golfplatz auf rund 56 Hektar in die wunderschöne Allgäuer Landschaft ein und bietet neben einem abwechslungsreichen Parcours und Bahnen einen traumhaften Blick auf die Basilika in Ottobeuren.

24 AOK – Die Gesundheitskasse Schnell, Zuverlässig, Kompetent und Ortsnah, das sind die Schlagworte, die sich die AOK auf Ihre Fahnen geschrieben hat. Der Service am Kunden hat bei ihr oberste Priorität.

30 Von den Kelten zum Käse Das Oberallgäu – Stammland des Allgäus

32 Sicherheitsservice Von Objektsicherheit über Personenschutz bis hin zu Eventsicherheit und Chauffeurdiensten – die V.I.P. Service GmbH aus Sonthofen bietet ihren Kunden ein umfangreiches Dienstleistungsportfolio mit maßgeschneiderten Angeboten.

14 Geschäftsmodell Dorfhaus Um den kleinen Dorfladen in Thalkirchdorf entstand in den letzten fünfzehn Jahren ein außergewöhnliches Geschäftsmodell. Das Dorfhaus Thalkirchdorf

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Oberallgäu | Allgäu Wirtschaftsmagazin


Leutkirchen Spezial | Inhalt 46 Veranstaltungen Die Landschaft im Oberallgäu scheint tatsächlich einem Bilderbuch entsprungen. Doch neben idyllischen Bergwiesen, imposanten Alpengipfeln und gemütlichen Dörfern bietet die Region Veranstaltungen und Events, die altes Handwerk und überlieferte Bräuche erlebbar machen, Kulturbegeisterte anlocken und Sportfreaks zu Höhenflügen inspirieren.

48 Wolle zum Wohlfühlen 34 Gastronomie Ob Gipfelstürmer oder Ruhesucher. Poolplanscher, Spa-Genießer oder Designliebhaber. Oder Genussmensch, der auf Kulinarik-Vielfalt steht. Das Romantik Hotel Freiberg bietet alles, nur keinen Urlaub von der Stange .

36 Elektromobiliät Mit einer dichten Lade-Infrastruktur möchte die SonnenWerkstatt Elektromobilität noch einfacher machen, die Umwelt schonen und den Tourismus ankurbeln. Die Weltneuheit bike-energy stellt dafür die Weichen.

38 Kunst-Genuss in Ofterschwang Käse und Kunst – wie passt das zusammen? In Ofterschwang bekommen Sie davon eine Kostprobe auf höchstem Niveau. Nicht umsonst ist die Gemeinde überzeugt davon, dass das Gute gerade hier „so nah liegt“.

40 Bergbahn Sind Sie schon einmal mit einem Roller einen Berg hinuntergedüst? Oder haben in luftigen Höhen eine Frizbee-Scheibe geworfen? Wenn nicht, gehören Sie vielleicht zu den Menschen, die auf einem Berg ein Naturerlebnis und Stille suchen? Oder eine herrliche Wanderung mit Allgäu Wirtschaftsmagazin | Oberallgäu

grandiosem Panorama genießen möchten? All das können Sie bei den Bergbahnen Ofterschwang-Gunzesried haben – ob für Ihr privates Freizeitvergnügen oder ein Firmenevent der besonderen Art.

Seit 23 Jahren besteht der Schäferladen der Familie Blanz in Bad Hindelang. Mit ihren Produkten aus reiner Schafwolle leben sie ihre eigene Philosophie. Mit Erfolg.

42 Alphorn-Hotel Was macht das Allgäu aus? Nicht nur die einzigartige Natur sondern auch Bodenständigkeit und Ursprünglichkeit. Werte, die im Landhotel Alphorn in Ofterschwang gelebt und erlebt werden und sich in einer alten Tradition wiederfinden: Dem Alphornblasen.

44 Baby- und Kinderfachgeschäft Wer heute nach der Grundausstattung für den anstehenden Nachwuchs sucht, sollte mehr denn je auf Qualität und gute Beratung achten. Bei Baby Bolz in Immenstadt bekommen junge Eltern beides.

50 Mutig in die Zukunft Seit 1947 ist das SWW Oberallgäu ein kompetenter Partner für Immobilien im Oberallgäu. Was einst mit einigen SWW-Wohnblöcken in Zeiten der Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg begann, ist heute ein breit aufgestelltes Unternehmen mit einem vielseitigen Produktportfolio.

52 E-Bike E-Biken ist im Trend. Das zeigt allen der Anteil von 1,5 Millionen Menschen, die mittlerweile auf das Fahrrad mit E-Motor setzen. Radsport Voggel aus Fischen gehört mit zu den führenden Händlern bei E-Bikes.

55 Schlusswort

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Die steinerne Visitenkarte – das Büro der Creaplan Metzler GmbH.

Fundament der Vielfalt Architektur, die begeistert Sie möchten Ihr Bauprojekt realisieren und brauchen dafür Fachleute mit verschiedenen Kompetenzen? Dann sollten Sie einen Blick auf das Team der Creaplan Metzler GmbH werfen. Hier finden Sie Architekten, Interior Designer, Bauingenieure, Städteplaner, Energieberater und Brandschutzplaner unter einem Dach.

Eine Fassade aus Naturhölzern mit Elementen in rostfarbenem Corten-Stahl in alpinem Stil. Ein moderner Flachbau mit roten Akzenten und breiten Fensterfronten. Ein denkmalgeschütztes Schindelhaus. In jedem dieser sehr unterschiedlichen Projekte steckt nicht nur Knowhow, Qualität und ein individuelles, maßgeschneidertes Konzept, sondern vor allem auch viel Emotionalität. „Der Bauherr muss sich in dem Gebäude wohlfühlen,

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es soll eine Art bauliche Visitenkarte darstellen, die innen gelebte Werte nach außen demonstriert“, erklärt Creaplan Metzlers Geschäftsführer Udo Metzler.

Was ist gelungene Architektur? Egal, welches Bauprojekt vor Ihnen liegt, das Team von Creaplan plant, berechnet und betreut das Vorhaben von der ersten Idee über die Ausschreibung, der Auftragsvergabe, der Bauausführung

und Fertigstellung bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Dabei entstehen Bauten, die so vielseitig wie die Mitarbeiter sind. Dieses ganzheitliche Konzept bietet große Vorteile: „Wir haben dadurch extrem kurze Wege und können vieles schnell von Schreibtisch zu Schreibtisch besprechen“, so Udo Metzler. Das spare Zeit und Geld. Planungsabläufe können in der außergewöhnlichen Zusammensetzung des Teams optimal ablaufen, was für den Kunden in kreativer, qualitativer und monetärer Hinsicht ein großer Vorteil ist. „Das Spektrum reicht von der Auswahl moderner Werksstoffe, über Möglichkeiten zur Energieeinsparung bis hin zur Beratung bezüglich innovativer Baumethoden. Und das immer mit der Gewissheit, dass die gesetzlichen Vorschriften und die statischen und brandschutztechnischen Belange von uns geprüft und Oberallgäu | Allgäu Wirtschaftsmagazin


Umbau und Erweiterung WellVitalhotel Bergblick in Balderschwang.

„Uns begeistert Architektur, die über die Gegenwart hinaus aktuell und aussagekräftig bleibt.“

Hotelzimmer mit alpinem Flair.

„dabei zählen Mehraugenprinzip, aufmerksames Hinterfragen aber auch mal Querdenken und vor allem Humor.“ Somit fließt in jedes Projekt Leben, Wärme und Kraft, was sich letztendlich in einem gelungenen Gebäude ausdrückt. „Dabei lassen wir uns auch von den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden inspirieren.“ Diese werden zusammen mit Ideen des Teams in der Planungsphase maßgeschneidert mit

berücksichtigt wurden.“ Die Verschiedenheit der Mitarbeiter und deren Ausbildungen sorgen für divergente Sichtweisen und Interessen, was wiederrum ein breit gefächertes Aufgabenspektrum ermöglicht. Bei Creaplan Metzler steht Kommunikation an oberster Stelle. „Dies gilt innerhalb des Teams im Büro genauso, wie mit ausführenden Firmen und vor allem mit unseren Auftraggebern“, erläutert Udo Metzler das Grundprinzip des Hauses, Allgäu Wirtschaftsmagazin | Oberallgäu

Ruheraum mit Panoramasauna mit grandiosem Ausblick in die Berglandschaft.

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Die Hotelbar – der gemütliche Treffpunkt.

höchstem architektonischem Anspruch entwickelt.

Kostensicherheit und Transparenz Neben aller architektonischen und bautechnischen Umsetzung ist für die Geschäftsführerin Marion Ahamer die Kostensicherheit für den Auftraggeber einer der wichtigsten Faktoren. „Unsere Kunden können auf Kostensicherheit

vertrauen – damit es kein böses Erwachen gibt. Ein regelmäßiges Baustellencontrolling und eine sehr gute Zusammenarbeit mit Banken sind nicht zuletzt dafür verantwortlich, dass wir noch nie eine Kostenüberschreitung hatten,“ freut sich Marion Ahamer. Dies begründet sich dadurch, dass durch das Controlling immer gewährleistet ist, „wo die Reise hingeht“, sprich der Auftraggeber sieht

Lobby

klar, ob eventuell eingespart werden muss oder auch noch Spielraum für Erweiterungen bleibt. Durch die damit verbundene Einbindung der Banken, ist die finanzielle Sicherheit stets gewährleistet. Das somit bestehende Vertrauen sorgt letztendlich bei allen Beteiligten für ein positives Gefühl und fördert eine sehr gute Zusammenarbeit.

Denkmalgeschütztes Haus in Sonderdorf.

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Wiederbelebte Gebäude Mit Wertschätzung für das Alte und Offenheit für Neues schafft es das Creaplan Metzler Team selbst aus zum Teil fast baufälligen Immobilien Schmuckstücke zu machen. Ein Beispiel hierfür bietet ein denkmalgeschützten Haus im kleinen Weiler Sonderdorf, bei welchem nach einer Entkernung von der alten Tenne und einem ehemaligen Stall nur die Oberallgäu | Allgäu Wirtschaftsmagazin


Grundbalken erhalten blieben. Mit großer Erfahrung im Denkmalschutz konnten jedoch hier nicht nur die Auflagen erfüllt werden, sondern zudem moderne Akzente im alten Bauernhaus Einzug halten, die sich in einem kleinen Anbau mit herrlicher Glasfassade äußerten. Hier konnte sich die Hausherrin mit ihrem Faible für klare Strukturen und schlichten Bauweisen wiedererkennen. In diesem denkmalgeschützten Haus wurde ein Heim geschaffen, das alte Tradition und kühle Eleganz zu einem harmonischen Ganzen vereint.

Behaglichkeit und Charme Was braucht es bei einem Wohlfühl-Hotel mehr? Im Projekt Hotel Bergblick wurde auf beide Komponenten sowohl bei Außenfassade und Optik sowie im Innenbereich höchsten Wert gelegt. Warmes Holz und Corten-Stahl vermitteln dem Gast Ursprünglichkeit

„Aus Bankensicht ist es unter anderem wichtig, dass bei komplexen Bauvorhaben veranschlagte Budgets eingehalten werden. Mit unserem Netzwerkpartner Creaplan Metzler GmbH haben wir dahingehend gute Erfahrungen gemacht. Vielen Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.“ Bank für Tirol und Vorarlberg AG Stadtforum / 6020 Innsbruck

und Natürlichkeit. Bei der Sanierung von Rezeption, Lobby, Restaurant und einem Großteil der Zimmer wird dieses Gefühl durch die Verwendung der gleichen Materialien weitergetragen. Ein noch an dem Hotel angrenzendes Stall-

„Ein gelungenes Gebäude passt sich dem Menschen an – nicht umgekehrt.“

gebäude wurde komplett abgerissen und durch einen weiteren Trakt ersetzt. Auch die umständlich zu erreichende Rezeption und Lobby sollte einem gästefreundlichen und ansprechenden Entrée weichen. Zusätzlich fand ein Bäderhaus, mit herrlichem Ausblick, Platz auf dem Areal. Durch ausreichenden Abstand wurde hier auch die Möglichkeit einer späteren Erweiterung berücksichtigt. Das Projekt Hotel Bergblick zeigt eindrucksvoll, wie mit Liebe zum Detail, Inspiration und einem individuellen Konzept aus altem Bestand eine völlig neue Generation mit eigenem Charakter erwächst. Creaplan Metzler schafft es mit einer Verbindung aus Kreativität, Professionalität und Verantwortung ein gemeinsames Werk entstehen zu lassen, das sich aus der sinnlichen Wahrnehmung des Materials, des Grundrisses und der Lichtgebung zusammensetzt. Damit sich der Bauherr letztendlich in seinem Gebäude wiedererkennt und wohlfühlt. sp

Bäckerei Härle in Blaichach

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BILDER: PFANNER, ANDRE SCHÖNHERR, F.J. STRAUSS

Creaplan Metzler GmbH Immenstädter Str. 29 D-87544 Blaichach Telefon (08321) 7809360 Telefax (08321) 78093610 info@creaplan-metzler.com www.creaplan-metzler.com

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Wirtschaft und Struktur im Oberallgäu Die Wirtschaft im Landkreis Oberallgäu ist traditionell geprägt von Landwirtschaft und Tourismus, Industrie und Handwerk. Vor allem mittelständische Unternehmen und Handwerker sind hier angesiedelt.

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Inmitten unberührter Natur und moderner Infrastruktur bietet das Oberallgäu eine perfekte Voraussetzung für eine zukunftsorientierte, nachhaltige Unternehmensentwicklung. Wo einst Milch und Käse die Grundlage für Erfolg darstellten und „Mächler“ die ersten Handwerksbetriebe gründeten, sorgen heute klein- und mittelständische Unternehmen sowie international aufgestellte Großbetriebe für eine ausgewogene Branchenstruktur. Im Oberallgäu haben sich besonders die Kreisstadt Sonthofen und die Stadt Immenstadt als ideale Standorte für Unternehmen bewiesen. Hohe Lebensqualität, qualifiziertes Fachpersonal, eine gute Infrastruktur sowie ein unternehmerfreundliches Klima zeichnen die Städte und umliegenden Gemeinden als Wirtschaftsstandort aus. Die Kombination aus Innovation und Tradition prägen vielfach die mittelständische Wirtschaftsstruktur.

Besonders die metallverarbeitende Industrie international agierender Betriebe weist eine lange Tradition auf.

und Oberstdorf. An normalen Werktagen rollen dort innerhalb von 24 Stunden rund 25 000 Fahrzeuge.

Entwicklung eines ganzheitlichen Verkehrskonzepts

Wirtschaftsleistung im Oberallgäu

Um die wirtschaftlichen Standbeine des oberen Allgäus langfristig zu sichern, braucht es ein ganzheitliches Verkehrskonzept. Ein Meilenstein bei der Verbesserung der Infrastruktur stellten die Eröffnungen der B 19 neu zwischen Waltenhofen und Immenstadt sowie des Allgäu Airports dar. Somit finden Unternehmen auch in Zusammenhang mit der Bahnverbindung nach München und Ulm und der Autobahn A7 eine ansprechende Anbindung an den Fernverkehr vor. Das gut ausgebaute Netz für den öffentlichen Nahverkehr ist darauf abgestimmt. Ein Brennpunkt ist nach wie vor das B19-Nadelöhr zwischen Sonthofen

Rund 150.00 Einwohner leben in der von touristischen Zentren und wichtigen Produktionsstandorten geprägten Region. Bei gleichbleibender Einwohnerzahl hat sich die Wirtschaftsleistung im Oberallgäu deutlich erhöht. So stieg das Bruttoinlandsprodukt seit 2005 um rund 10 Prozent auf circa 6,5 Milliarden Euro (einschließlich Stadt Kempten). Zeitgleich erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten auf rund 75.000. Dabei ist ein hoher Anteil in der Produktion vor allem in Industriebetrieben sowie im Tourismus zu finden, der einen wichtigen und zugleich attraktiven Wirtschaftsfaktor darstellt. Mit acht Millionen Übernachtungen

EHRLICH WÄHRT AM LÄNGSTEN. Seit 1910 Generalvertretung der Allianz-Versicherung Sonthofen, Blaichach, Oberstdorf

allianz-bernhard.de

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und 1,5 Millionen Gästeankünften ist das Oberallgäu eines der wichtigsten Urlaubsgebiete Deutschlands.

Auf dem Weg zur Bildungsregion

Einkaufen zwischen Historie und Moderne Vielfältig präsentieren sich die Städte Sonthofen und Immenstadt, aber auch Oberstdorf, Oberstaufen und Bad Hindelang als Einkaufsstandorte. Zahlreiche Fachgeschäfte und Boutiquen, schöne Cafés und stimmungsvolle Gasthäuser bieten in historischem Flair und traditionellen Ortsbildern in belebten und gemütlichen Fußgängerzonen ein besonderes Ambiente für Einkaufserlebnisse mitten in der Allgäuer Bergwelt. Darüber hinaus findet man in ausgelagerten Outletstores und Discountern alles, was für

das tägliche Leben gebraucht wird. Zahlreiche Veranstaltungen und Märkte wie zum Beispiel Herbst- und Gallusmärkte, Wochenmärkte mit frischen Produkten aus der Region, stimmungsvolle Weihnachtsmärkte oder Einkaufsnächte bieten Abwechslung für Einheimische und Gäste und ziehen zahlreiche Besucher an. Interessante wirtschaftliche Perspektiven und eine hohe Lebensqualität machen den Landkreis Oberallgäu zu einem attraktiven Wirtschafts- und Lebensstandort. Die Entwicklung innovativer Technologien und regionaler Netzwerke sorgen darüber hinaus für eine starke Zukunft im Oberallgäu.

BILDER: OATS, ALLGÄU GMBH, STADT IMMENSTADT, SP

Die Initiative „Bildungsregionen in Bayern“ des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultur, Wissenschaft und Kunst definiert den Landkreis als Bildungsstandort und fördert die Vernetzung regionaler Bildungsakteure. Über 100 Oberallgäuer Bildungsexpertinnen und -experten erarbeiteten insgesamt 43 Maßnahmenideen mit dem Ziel, passgenaue und individuelle Angebote für alle Menschen im Landkreis zu entwickeln. Im Juni letzten Jahres überreichte Herr Staatsminister Dr. Ludwig Spänle persönlich das Gütesiegel „Bildungsregion“

und lobte die gute Vernetzung und das große Engagement im Oberallgäu. Über 50 Prozent der Maßnahmen wurden bereits umgesetzt.

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Die Allgäu-Walser-Card und Allgäu-Walser-Fan-Card Die multifunktionale elektronische Gästekarte des Oberallgäus und Kleinwalsertals bietet dem Gast grenzenloses Vergnügen unter dem Motto „Viel Urlaub aus einer Karte“. Mit der Allgäu-Walser-Card erhält jeder Gast ermäßigten Zutritt zu über 100 Freizeiteinrichtungen in der Region und kann sich darüber hinaus direkt bei seinem Gastgeber Packages auf die Karte buchen lassen, die ihm direkten Zugang an Bergbahnen oder Skiliften sowie die Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs ermöglichen. Weitere Funktionen sind unter anderem die Nutzung der Karte als Hotelschlüssel oder der Einsatz am Parkscheinautomaten zum Ziehen eines ermäßigten Parkausweises. Auch für Einheimische gibt es zahlreiche Vergünstigungen gegen Vorlage der Allgäu-Walser-Fan-Card. Bei den Gästeinformationen und Kurverwaltungen werden die Nutzungen der Karte durch die Gäste w mittels Terminals registriert und ermöglichen

so eine genaue Marktbeobachtung und darauf aufbauende Marketingplanung. Um die Service-Qualität weiter zu verbessern wird bei der OATS aktuell mit Hochdruck an der Digitalisierung des Allgäu-Walser-Card–Systems gearbeitet. Ziel ist es, den Gästen im Kontext zum gewählten Quartier, Urlaubsort und Aufenthaltszeitraum genau die Informationen und Services zur Verfügung zu stellen, die nötig sind. Gäste in Oberstdorf brauchen einfach andere Informationen als Gäste in Wertach oder Scheidegg. Der künftige digitale Reiseführer zur Allgäu-Walser-Card soll in Zukunft die passenden Informationen, sinnvolle Services, das Buchen von Erlebnis-Angeboten (geführte Touren, Konzerte etc.) und einiges mehr in einer Anwendung vernetzen, die mit Smartphone, Tablet oder PC verfügbar sein wird.

Vier Fragen an ...

Rainer Hartmann Geschäftsführer Bergbahnen Ofterschwang-Gunzesried GmbH&Co.KG

-Was ist in Ihren Augen das Besondere am Oberallgäu? Spontan fällt mir ein „ Arbeiten wo andere Urlaub machen“. Hier macht das Leben Freude.  Berge, Wälder, Seen, saftige Wiesen. Das Freizeit- und Kulturangebot ist riesig. Authentisch gelebtes  Brauchtum.  Ein Wirtschaftsraum traditionell geprägt von Landwirtschaft, Tourismus, Handwerk und Industrie.   -Wo ist Ihr Lieblingsplatz im Oberallgäu? Von den vier Fragen die schwierigste. Bei der großen Auswahl gibt es keinen Lieblingsplatz, sondern viele Lieblingsplätze. Im Grund genommen gefällt es mir schon am Arbeitsplatz ausgezeichnet - Panoramablick auf den Allgäuer Hauptkamm. -Wie beurteilen Sie das Oberallgäu als Wirtschaftsstandort? Das Oberallgäu ist ein attraktiver Standort. Die Kompetenzen sind da. Im Oberallgäu kann

man erfolgreich sein. Die Rahmenbedingungen und Infrastrukturen sind geschaffen. Es herrscht Vollbeschäftigung. Es lohnt sich zu investieren.

-Was wünschen Sie dieser Region für die Zukunft? Für die Zukunft wünsche ich mir, dass am Ausbau der Infrastruktur (z.B. Öffentlicher Nahverkehr, Breitband …)  gearbeitet wird, dabei aber der Charakter der Region erhalten bleibt. Aufgabe wird es sein die Menschen in der Region dauerhaft zu halten,  um aber  nicht nur um Urlaub zu  machen.

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Wo Fremde Freunde werden Um den kleinen Dorfladen in Thalkirchdorf entstand in den letzten fünfzehn Jahren ein außergewöhnliches Geschäftsmodell. Das Dorfhaus Thalkirchdorf.

Der Architekt Felix Schädler legte mit dem Dorfladen den Grundstein für das Dorfhaus, das mittlerweile fünffach genutzt wird, als Restaurant, als Dorfladen, als Sennerei, als Hotel und als Käseschule. Mit der Idee vom Dorfladen, in dem sowohl Einheimische als auch Touristen neben selbst gemachtem Käse und regionalen Spezialitäten auch ihre Frühstückssemmeln bekommen, fing alles an. Der Architekt Felix Schädler schaffte zusammen mit seiner Frau ein lebendi-

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ges Dorfzentrum, in dem sich scheinbare Gegensätze zu einem liebevollen Miteinander vereinen. Hier trifft Moderne auf Tradition, Jung auf Alt, Einheimische auf Touristen und Fremde auf Freunde. Ein Wohlfühlmodell, das aufgeht. Firmen halten ihre Tagungen und Seminare gerne im Dorfhaus ab und viele Familien feiern sämtliche Feste im Dorfhaus. Haben sich die Gäste einmal von der Gastlichkeit und den kulinarischen Genüssen überzeugen lassen, kommen sie regelmäßig wieder. Auch wenn der Weg nach Thalkirchdorf über Hamburg führt. Doch nicht nur unter den Gästen werden aus Fremden Freunde. Auch die heuti-

gen Teileigentümer waren ursprünglich Fremde, die zu Freunden wurden. Felix Schädler, der das Restaurant zunächst in Eigenregie betrieben hatte, es aber bereits nach einem halben Jahr verpachtete, wurde bald klar, dass es nicht möglich war, alle Ebenen unter einer Führung zu belassen. Georg Gründl übernahm die Käseschule, Frau Schädler die Sennerei und seit Mai 2007 ist die Westallgäuerin Imelda Erd für das Restaurant mit dabei. 2010 wurde das Nachbarhaus von der Brauerei Zötler gekauft. Das Haus wurde abgerissen und von regionalen Handwerkern neu aufgebaut. Seit Juni 2011 können sich Urlauber Oberallgäu | Allgäu Wirtschaftsmagazin


in den Dorfhaus Chalets erholen und das Allgäu erkunden. Imelda Erd setzt aber nicht nur im Bereich Umbau auf regionale Zusammenarbeit. Auch im Dorfladen, den sie seit einem Jahr zusätzlich übernommen hat, kommen fast ausschließlich regionale Produkte zum Einsatz. „Nur der Feigensenf kommt aus dem Tessin, denn der ist der Beste.“ Erzählt Frau Erd. Produziert wird nur für den Eigenbedarf. Neben dem Käse bekommt man im Dorfhaus auch Müsli und ein wahrhaft himmlisches Knäckebrot. Genuss wird großgeschrieben und der ist, neben der einzigartigen Zusammenarbeit der Geschäftsführer und dem Miteinander zwischen Dorfbewohnern und Urlaubern, auch das Erfolgsrezept. Die Speisekarte verführt nicht nur Käseliebhaber und Fleischesser, auch für den

veganen Genuss wird gesorgt. Und damit nicht nur der Gaumen die Qual der Wahl hat, darf sich der Gast auch im Restaurant zwischen traditioneller Gemütlichkeit und modernem Loungebereich entscheiden. Es überzeugt das harmonische Miteinander althergebrachter Werkstoffe, heimischer Hölzer und fortschrittlicher Elemente zur absoluten Wohlfühlatmosphäre. Das Dorfhaus ist ein Dorf im Haus, hier findet jeder was er sucht. Ob gestresster Manager oder Großfamilie, ob Einheimischer oder Urlauber. Im Dorfhaus ist jeder willkommen. Die einzelnen Geschäftsbereiche ergänzen sich zu einem harmonischen Miteinander. Wenn die Teilnehmer der Käseschule, nach dem Käsen noch Hunger haben, dann finden sie nur allzu gerne den Weg ins Restaurant. Und sollte ein Gast bei Imelda Erd etwas mehr zum Thema Käseherstellung wissen wollen, dann schickt Frau Erd ihn natürlich zu

Herrn Gründl. Gegenseitige Unterstützung ist für alle Geschäftsführer nur allzu selbstverständlich, denn nur in einem harmonischen Miteinander ist so eine Zusammenarbeit möglich. Der Erfolg gibt dem Konzept recht. Viele Gäste kommen seit vielen Jahren regelmäßig wieder und auch die Einheimischen fühlen sich am Stammtisch mittlerweile mehr als wohl. Imelda Erd hat für jeden ein offenes Ohr und mit ihrer Herzlichkeit hat sie auch schon so manchen Oberallgäuer davon überzeugt, dass aus Thalkirchdorf nur Gutes kommt. Ein Geben und Nehmen der Inhaber, ohne gegenseitiges Aufrechnen, ein Miteinander in allen Bereichen und die herzliche Gastfreundschaft machen das Dorfhaus zu dem was es ist, ein Geschäftsmodell der ganz besonderen Art, denn hier werden Fremde zu Freunden. Sybille Plutz

Thalkirchdorfer Dorfhaus GmbH

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BILDER: JHS INVEST GMBH & CO. KG

Kirchdorfer Straße 7 87534 Oberstaufen Telefon (8325) 9580 Telefax (8325) 9582 info@dorfhaus.de www.dorfhaus.de

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Tradit Nach alter Tradition Klaus Bensmann ist einer der letzten gelernten Sämischgerber und betreibt zusammen mit seiner Frau Petra in Bad Hindelang eine Lederschneiderei nach alter Handwerkskunst.

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tion Ein wenig versteckt liegt sie, die Lederschneiderei von Klaus Bensmann. In einem entlegenen Winkel des Oberallgäus, zwischen Bad Hindelang und Hinterstein, direkt an einer alten Mühle. Es riecht intensiv nach Leder, das Rattern einer Nähmaschine dringt durch die hohe Halle. Überall sind Rollen und Stapel mit Leder und Fellen. Dazwischen präsentieren sich einige Endprodukte der Lederschneiderei: Original Trachtenlederhosen mit den typischen Stickereien, klassische Lederjacken, Gürtel in allen Variationen, daneben eine Auswahl an Handytaschen, Kulturbeutel und Armbändern – alles handgefertigt von Klaus und Petra Bensmann und Mitarbeiter Christoph Haug.

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Letzterer beugt sich konzentriert über die Teile einer Lederhose, die er mit einer großen Nähmaschine zusammennäht. Vom Schuhmacherhandwerk wechselte Christoph Haug zur Lederschneiderei, sprang zunächst tageweise ein und ist heute aus dem Team nicht mehr wegzudenken. Die Anfänge der Lederschneiderei Bensmann liegen schon einige Jahre zurück: Als junges Paar gingen die beiden nach Kanada und lernten dort die alte Technik des „Braintannings“, eine Gerbmethode der amerikanischen Ureinwohner. Bei dieser wird die Hirschhaut mit dem Hirn des Tieres intensiv eingerieben und anschließend geräuchert. 1982 fanden Klaus und Petra Bensmann

in Bad Hindelang eine neue Heimat, die eine Ausbildung zum Sämischgerber ermöglichte. Dem Hirschleder treu bleibend entwickelten sie dann ihre heutige Lederschneiderei.

Gerbung nach alter Art Die Sämischgerbung Die Sämischgerbung ist eine alte Naturgerbung, die heute nur noch selten angewendet wird. Der Arbeitsaufwand ist sehr hoch und eine Technisierung praktisch nicht möglich. Die wenigen noch existierenden Sämischgerber in Deutschland verwenden als Ausgangsmaterial Wildhäute, in erster Linie Hirschhäute. Diese werden nach dem Entfleischen,

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Enthaaren und Äschern mit Fischtran mehrmals gewalkt. Die anschließende Oxidation wandelt die Eiweißfasern der Haut in Lederfasern um. Nach dem Auswaschen der überschüssigen Fette und dem Trocknen werden die Lederhäute durch erneutes Walken und Stollen wieder geschmeidig gemacht. Durch das sorgfältige Schleifen der Oberfläche fühlt sich sämisch gegerbtes Leder angenehm weich an und zeichnet sich durch einen

entsprechend der Ort- und Vereinsvorgaben bestickt. Doch nicht nur Trachtenkleidung, sondern auch alltagstaugliche Stücke fertigt das Team nach Maß an. Ebenso können alte, geerbte oder zu eng gewordene Lederhosen geändert und angepasst werden. „Es ist ja bekannt, dass Männerhosen mit den Jahren eingehen“, schmunzelt Bensmann.

Was die Rohware von Hirsch oder Rind angeht, legt der Lederschneider Wert darauf, dass sie aus der Region stammt. „Dank dem Traditionsbewusstsein im Allgäu hat es noch eine Bedeutung, woher etwas kommt.“ Der Kontakt zum Jäger, Metzger und Gerber ist für Klaus Bensmann von großer Bedeutung und gehört zu dieser Einheit dazu. Ein Teil der Häute sind auch direkt aus dem Ostrachtal, worauf er besonders stolz ist.

„Dank dem Traditionsbewusstsein im Allgäu hat es noch eine Bedeutung, woher etwas kommt.“ besonders samtigen Flor aus. Anschließend wird es durch mehrmaliges Bürsten der Oberfläche mit Farbstoffen wie Blauund Gelbholzextrakt eingefärbt. Aus dem so behandelten Hirsch- und dem pflanzlich gegerbten Rindsleder schneidern Klaus, Petra und Christoph lange und kurze Hosen, Jacken, Westen, Gürtel und Taschen. Traditionelle kurze Trachtenhosen werden von einer jungen Stickerin

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„Gerade die Arbeit mit Hirschleder ist für mich ein Stück Kultur, die hier im Allgäu ein Zuhause hat“, sagt er.

Rahmentrommeln aus Hirschpergament Neben den wunderbaren Ausstellungsstücken sind auch originelle Trommeln in dem großen Ausstellungsraum zu entdecken. Sie sind das Hand-Werk von Petra Bensmann. Das Grundprinzip ist ein mit nasser Hirschrohhaut bespannter

Holzrahmen, worüber sie Rohhautbänder zu einem kunstvollen Kreuz schnürt. Wer gern selbst einmal eine solche Rahmentrommel bauen möchte, kann dies bei einem Workshop von Petra Bensmann tun und sich von ihr in dieses Handwerk einweisen lassen.

Kraft der Ahnen „Unser Lederhandwerk ist Kult-UrGut und lässt sich über 100000 Jahre

zurückverfolgen. Daher kommen die Kraft und die Unterstützung, dieses auch durch eine Zeit zu tragen, in der vieles wegrationalisiert wird. Gutes Lederhandwerk erschafft eine starke Verbindung zur Natur des Ursprungsmaterials und zu dem Tier, von dem es stammt, “ sagt Klaus Bensmann. Dankbarkeit, Offenheit und Freude an der Arbeit seien hierfür die Grundlagen. Sein Wissen um die alte Handwerkskunst möchte Klaus Bensmann nun auch an die nachfolgende Generation weitergeben. Mit Christoph Haug und bald auch seiner Tochter gibt er seinen Lebenstraum und seine Leidenschaft für die Kunst der Lederschneiderei und ihres Ursprungs weiter. Sp

Leder Klaus Bensmann

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BILDER: PINN, TÄNZEL

Ostrachstraße 38 87541 Bad Hindelang Telefon (08324) 9539702 info@kb-leder.de www.kb-leder.de

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Freude am Gehen Sie tragen uns im Laufe unseres Lebens im Durchschnitt über 150.000 Kilometer. Sie sorgen dafür, dass unser Körper Halt hat und wir uns bewegen können: Unsere Füße. Klaus und Luise Imminger aus Oberstdorf wissen, welche Probleme sie machen und wie diese behoben werden können.

Kaum zu glauben, aber über 80 Prozent der deutschen Bevölkerung trägt zu kleines oder zu enges Schuhwerk. Eine daraus resultierende fehlende Abrolllänge oder eine falsche Fußstellung wirkt sich auf den ganzen Körper aus. „Denn dieser muss ausgleichen, was wiederrum zu Muskelschwäche und einem unnatürlichen Gehen führt, welches Gelenke, Sehnen und Muskeln belastet“, weiß der Orthopädieschuhmacher-Meister Klaus Imminger. Doch nicht nur falsche Schuhe,

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sondern auch der Bewegungsmangel ist dafür ausschlaggebend. So klagen gerade im beruflichen Bereich nicht mehr nur Gastronomiepersonal, sondern auch Menschen mit einem sitzenden Beruf immer häufiger über Schmerzen. „Früher bewegten wir uns einfach mehr, heute verbringt manch einer den ganzen Tag am Schreibtisch und auch der Ausgleich in der Freizeit fehlt“, erklärt Luise Imminger. So verliere das Bindegewebe an Spannkraft, was sich in Problemen mit

dem Rücken und den Füßen niederschlage. Auch eine falsche Ernährung und die damit verbundene Übersäuerung sei ein Faktor. „Die Folgen sind eine Verkürzung der Muskulatur und der Verlust der Elastizität.“

Hilfe beim Fachmann Leider schenken wir unseren Füßen in der Regel erst Beachtung, wenn sie schmerzen. Wenn wir uns jedoch vorstellen, dass allein die Fersenbeine die Oberallgäu | Allgäu Wirtschaftsmagazin


Hälfte unseres Gewichtes tragen und jeder Fußballen ein weiteres Viertel, sollten wir ihnen doch ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken. Der Informationsbedarf bei den Kunden, die ihre Sorgen letztendlich zu Imminger führt, ist groß. „Hier müssen wir sehr stark beratend tätig werden.“ Zur Problemlösung benutzt der Fachhändler Diagnostiksysteme wie Fußscan, Pedographie, Messfolien und Bewegungsanalysen. In enger Zusammenarbeit mit Ärzten, Podologen, Fußpflegern und Therapeuten entsteht dann eine individuelle Diagnose. „Von der Schuhanpassung oder anatomisch geformten Einlagen profitieren nicht nur die Füße, sondern auch das körperliche Wohlbefinden“, weiß Klaus Imminger. Maßschuhe werden in der hauseigenen Werkstatt nach alter Handwerkstradition aus den persönlichen Leisten hergestellt. „Unser Anliegen ist es, gesunde Füße zu erhalten und Kranken Linderung zu verschaffen“, sind sich Klaus und Luise Imminger einig, „ deshalb fühlen, messen, pflegen und unterstützen wir die Füße unserer Kunden und bieten alles an, was zum gesunden Gehen notwendig ist.

Fußpflege und Fußreflexzonenmassage werden daher ebenfalls angeboten.

Der weichste Schuh der Welt Kaum zu glauben, aber dieser stammt ganz aus der Nähe, nämlich aus dem schweizerischen Roggwill am Bodensee. Die jungen und innovativen Unternehmer Karl Müller und Claudio Minder setzten ihre Vision eines Schuhs, der vom Gehgefühl und gesundheitlichem Nutzen neue Maßstäbe setzt, erfolgreich um. Mit Joya entwickelten sie einen ganz besonderen Wellnessschuh mit einem einzigartigen Laufgefühl. „Man muss ihn einfach selber ausprobieren, um das Prinzip hinter dem Schuh zu verstehen“, ist Klaus Imminger überzeugt. Und tatsächlich: Ein unglaublich weiches Gehgefühl lässt an Laufen auf Watte denken. Auch hier ist für Klaus Imminger die richtige Beratung jedoch wichtig:“ Je nach Anspruch gibt es verschiedene Sohlentechniken und die richtige Passform zeigt sich erst bei der Anprobe.“ Vom Ballerina, Sneaker oder sportlichen Schuh bis zur Sandalette oder dem eleganten Herrenschuh ist im Sortiment alles zu finden. „Das

Tolle an diesen Schuhen ist, dass sie den natürlichen Bewegungsablauf nicht nur unterstützen, sondern sogar die gesamte Beinmuskulatur beanspruchen und das Gehen aktiv unterstützen“, erklärt der Fachmann. Nach dem ersten Tragen hätten die meisten sogar einen Muskelkater, schmunzelt er. Auch für Kunden, die schon Rücken- oder Fußschmerzen haben oder unter Arthrosen oder Bandscheibenvorfällen leiden, wird der JoyaSchuh empfohlen. Jedes Paar Füße ist einzigartig und trägt uns tagtäglich durch den Alltag. Entsprechend achtsam sollten wir daher mit ihnen umgehen. Das Team von Imminger Gesunde Schuhe steht dabei mit Rat und Tat zur Seite und unterstützt uns dabei, aufrecht und gesund durch das Leben zu gehen. sp

BILDER: IMMINGER – GESUNDE SCHUHE

Imminger – Gesunde Schuhe Weststraße 26 D-87561 Oberstdorf Telefon (08322)978270 schuh@imminger.de www.imminger.de

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Golf(en) unter Freunden

Seit seinen Anfangstagen in 1984 hat sich der Allgäuer Golf- und Landclub e.V. Ottobeuren zu einer Perle des Golfsports im Allgäu entwickelt. Naturnah und ressourcenschonend fügt sich der Golfplatz auf rund 56 Hektar in die wunderschöne Allgäuer Landschaft ein. Dieser verantwortungsvolle Umgang mit der Natur wurde jetzt im März 2017 sogar mit dem DGV-Zertifikat GOLF&NATUR in Silber belohnt. Schnelle Grüns, abwechslungsreiche Parcours und Bahnen mit einem Blick auf die altehrwürdige Basilika in Ottobeuren – so präsentiert sich der Allgäuer Golf- und Landclub e.V. Ottobeuren seinen Mitgliedern und Gästen. Auf dem 18-Loch-Platz oder dem 6-Loch-Kurzplatz ist für jeden Geschmack das Richtige dabei. Zusätzlich zu den üblichen gelben und roten Abschlägen finden sich hier auch extra geratete grüne Junior-Abschläge, um ein individuelles Spiel zu ermöglichen. Durch die neue Abschlagshalle ist außerdem ein ganzjähriges Spielvergnügen möglich. „Während der Saison ist hier rund um die Uhr was los“, lacht Andrea Stock, Leitung Sekretariat. Die ersten Golfer starten ihre Runden bereits bei Sonnenaufgang. Wenn die einbrechende Dunkelheit dem abendlichen Spiel langsam

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ein Ende setzt, wird der Tag bei einer gemütlichen Einkehr im „Restaurant am Golfplatz“ beschlossen. Das junge Gastronomen-Team der Familie Perkovic verwöhnt seine Gäste mit schwäbischer Küche und saisonalen Gerichten. Nach über sieben Jahren Erfahrung in der Golf-Gastronomie haben die engagierten Pächter ihre golfbegeisterten Gäste kennen und schätzen gelernt. Ob Mitglieder, Gäste oder Besucher – flexibel und freundlich erfüllen die Gastronomen ihren Gästen die kulinarischen Wünsche und stehen selbstverständlich auch für Firmenevents oder Familienfeiern zur Verfügung. Auch die ca. 700 Mitglieder fühlen sich rundum gut aufgehoben. Das wurde in der kürzlich durchgeführten Mitgliederbefragung deutlich. Spitzennoten gab es für den Wohlfühlfaktor im Club. Das liegt Oberallgäu | Allgäu Wirtschaftsmagazin


nicht zuletzt am unermüdlichen Einsatz der Greenkeeper, die auch in der Mitgliederbefragung hervorragende Ergebnisse erzielten. Und sowohl der Vorstand rund um den Präsidenten Horst Klüpfel, als auch die Mitarbeiter im Clubmanagement und im Sekretariat wurden durchgehend mit Traumnoten ausgezeichnet. Regelmäßige Begegnungsrunden, in dem sich die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter den neuen Mitgliedern vorstellen und gemeinsame Projekte, wie der Neubau des Halfway-Hauses am neunten Grün und die Verbesserung der Bunkerlandschaft tragen zur Verbundenheit mit dem Golfclub bei. Durch ein kluges und umsichtiges Finanzmanagement konnten die Investitionen der letzten Jahre zudem ohne zusätzliche Mitgliederumlagen durchgeführt werden. Auch das Umwelt- und Qualitätsmanagement ist im Allgäuer Land- und Golfclub e.V. Ottobeuren ausgezeichnet. Zu dieser Ansicht kamen auch die Prüfer des Deutschen Golf Verbandes (DGV) und verliehen der Ottobeurer Anlage jetzt im März 2017 sogar das Zertifikat GOLF&NATUR in Silber. Diese Auszeichnung ist für das Team des Golfclubs Lohn und Ansporn zugleich: „Nächstes Jahr holen wir uns Gold“, ist die einhellige Meinung.

„Wohlfühlen, ankommen und Golf unter Freunden erleben.“ Präsident Horst Klüpfel

Durch das vom DGV geförderte Projekt „Abschlag Schule“ haben Schüler(Innen) der Rupert-Ness-Schulen Ottobeuren die Möglichkeit in den Golfsport rein-

Golf-Turniere: 24.06.2017 Techno Markt-Turnier 08.07.2017 Lions-Turnier 19.08.2017 Präsidiumscup 16.09.2017 Fitness H3O-Turnier Monatlich:

BMW-Reisacher-9-Loch-After-work-Turniere

Wöchentlich:  

Happy Golf, Schnupperkurse, Einsteigerkurse Weitere Termine unter www.aglc.de

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Wer nun selbst Lust darauf bekommen hat, dem Golfclub Ottobeuren einen Besuch abzustatten, der kann jederzeit auf dem 6-Loch-Kurzplatz (keine Mitgliedschaft notwendig) eine Runde Golf spielen. Und ab der kommenden Saison öffnet der Golfplatz jeden Sonntag seine Türen für interessierte Neumitglieder und Besucher. Ob bei einem Schnupperkurs oder bei einem unverbindlichen Kennenlernen der Anlage, das Team des Allgäuer Golf- und Landclub e.V. in Ottobeuren wünscht seinen Gästen einen rundum gelungenen Aufenthalt in ihrem Wohlfühlclub im Allgäu. Simone Wintergerst

Allgäuer Golf- & Landclub Ottobeuren e.V

BILDER: ALLGÄUER GOLF- & LANDCLUB OTTOBEUREN E.V.

Der aktuelle Vorstand rund um den Präsidenten Horst Klüpfel hat gemeinsam mit seinem Team in den letzten sechs Jahren bewiesen, dass sich ein hoher Qualitätsanspruch nur mit Engagement und Einsatz verwirklichen lässt. Und die Mitglieder danken es ihnen. Entgegen dem landläufigen Trend zum Mitgliederschwund in den Golfclubs sind die Mitgliederzahlen in Ottobeuren seit Jahren stabil. Dabei kommt natürlich auch der Nachwuchs nicht zu kurz.

zuschnuppern. Mit Geduld und einem Blick für die richtige Technik vermittelt der gebürtige Engländer Mark Southern seit April 2016 als Head Professional allen Golfschülern den Spaß am Sport.

Boschach 3
 87724 Ottobeuren Telefon (08332) 92510 Telefax (08332) 5161 info@golfclub-ottobeuren.de www.aglc.de

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AOK – Die Gesundheitskasse Viele Menschen vertrauen der AOK. Sie schätzen den Schutz einer großen Versichertengemeinschaft und die Kompetenz der Gesundheitskasse. Sie profitieren von vielfältigen Gesundheitsangeboten und innovativen Projekten. Darüber hinaus nutzen ihre Versicherten eine Fülle von Zusatzleistungen und Servicevorteilen. Seit über 125 Jahren steht die AOK als größte Krankenversicherung in Deutschland für größtmögliche Sicherheit und umfassende medizinische Versorgung im Krankheitsfall.

Die AOK betreut etwa 25 Millionen Menschen – fast ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland. Rund 53.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter garantieren in ca. 1.150 Geschäftsstellen einen leistungsstarken Service. In Bayern sorgen rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 250 Geschäftsstellen für das Wohl von über 4,3 Millionen Versicherten. Damit betreut die AOK Bayern mehr als 40 Prozent der in Bayern lebenden Menschen. Im Oberallgäu ist die AOK an vier Standorten präsent: In

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Kempten, Immenstadt, Sonthofen und Oberstdorf. Mit rund 87.000 Versicherten ist sie Marktführer. Und: Die AOK ist mehr als eine Krankenversicherung. Sie hat ein umfassendes Gesundheitsmanagement etabliert. Das heißt: Ein konsequent umgesetztes Qualitätsmanagement geht einher mit einer erhöhten Wirtschaftlichkeit der Versorgung. Das bedeutet für die Versicherten: optimale Versorgung zu günstigen Beiträgen. Von Versicherten und Arbeitgebern gewählte Oberallgäu | Allgäu Wirtschaftsmagazin


Vertreter nehmen in den Selbstverwaltungen die Interessen der Mitglieder und deren Arbeitgeber wahr. Diese Selbstverwaltung garantiert eine Versicherten- und Betriebsnahe Gestaltung der Krankenversicherung.

Schnell – Zuverlässig – Kompetent – Ortsnah Dies sind die Schlagworte, die sich die AOK – Die Gesundheitskasse auf ihre Fahnen geschrieben hat. Der Service am Kunden hat bei ihr oberste Priorität.

und wissenschaftlich fundierten Quellen geben Fachleute qualifiziert Auskunft.

Kompetent Ob ErnährungsberaterIn, Fachärzte oder SportwissenschaftlerIn – die AOK hält die passenden Experten zu den Bereichen Ernährung, Entspannung und Bewegung bereit. Und zum Thema Krankenversicherung selbstverständlich auch. Verantwortlich sind sie nicht nur für das seriöse Informationsangebot der

Günther Erdtl, AOK - Direktor.

36 bis 55 Jahren liegt der Wert sogar bei knapp 90 Prozent. Aber auch 81 Prozent der 16- bis 35-Jährigen sehen im persönlichen Beratungsangebot vor Ort eine notwendige Serviceleistung ihrer Krankenkasse. Das Umfrageergebnis zeigt eindrucksvoll, dass AOK-Versicherte die wohnortnahe Betreuung und die hohe Beratungsqualität sehr schätzen. Die AOK bekennt sich zu ihrem Geschäftsstellennetz und wird dies auch künftig beibehalten. Gemäß ihrem Motto: Einfach nah. Meine AOK. Umgehend und unbürokratisch beantworten Fachleute Fragen zu Gesundheit und Krankenversicherung. Konkret heißt das: Innerhalb von 24 Stunden erhält der Kunde werktags auf seine Emailanfrage sein Feedback, schriftliche Anfragen beantworten wir innerhalb von drei Tagen. Jederzeit stehen außerdem hochwertige Datenbanken, aktuelle News und medizinische Lexika im AOK-Gesundheitsportal zum Abruf bereit, wenn man sich selbst informieren möchte. Mit dem AOK-Gesundheitsnavigator findet man alle wichtigen Informationen zum Thema Gesundheit: einen passenden Arzt, ein geeignetes Krankenhaus oder eine qualifizierte Pflegeeinrichtung in Ihrer Nähe.

Zuverlässig Hohe Ansprüche an ihre Beratungsleistungen sind für die AOK selbstverständlich. Auf der Grundlage von zuverlässigen Allgäu Wirtschaftsmagazin | Oberallgäu

AOK, sie stehen auch für persönliche Anfragen gerne zur Verfügung.

Ortsnah Allein im Oberallgäu ist die AOK in 4 Orten für ihre Kunden da! Im Gegensatz zu anderen Krankenkassen bleibt sie auch in Zukunft flächendeckend präsent. Mit dieser Festlegung bekräftigt die AOK ihre verbraucherorientierte Geschäftspolitik. „Wer weiß, wie kompliziert das Gesundheitswesen ist, steht in der Pflicht, seinen Versicherten kompetente Beratung vor Ort anzubieten.“ Dies ist eine der Kernaussagen der AOK-Geschäftspolitik. Über 80 Prozent der AOK-Versicherten sehen dies genau so und geben den persönlichen Kontakt zu ihren Kundenberatern in Geschäftsstellen als sehr wichtig, so das Ergebnis einer Befragung der AOK. Bei Versicherten im Alter von

AOK – Die Gesundheitskasse Beethovenstraße 8 87435 Kempten Telefon (0831) 25370 Mittagstraße 7 87509 Immenstadt Telefon (08323) 9166 Richard-Wagner-Straße 3 87527 Sonthofen Telefon (08321) 66440 Walserstraße 10 87561 Oberstdorf Telefon (08322) 96220 www.bayern.aok.de

BILDER: AOK

Schnell

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Mediterrane Eleganz Mit italienischem Flair, klassischer Eleganz und extravaganten Dekors sorgt Fliesen Rieder aus Sonthofen für Innenausstattung der besonderen Art.

Italien – das sind warme Farben, laue Brisen, heiße Sommertage und eine ehrwürdige Geschichte. Dies findet sich auch in einer mediterran geprägten Innenausstattung wieder und wird im Design italienischer Fliesen lebendig. Die keramische Boden- und Wandgestaltung gab es hier schon vor über 5000 Jahren, die Italiener waren die Pioniere bei der Herstellung und Verarbeitung glasierter und dekorierter Fliesen.

Fliesen Rieder verführt mit einem hochwertigen und exquisit ausgesuchten Sortiment aus Direktimporten von original italienischen Herstellern. Großflächige Bodenplatten in Holzdekoroptik vermitteln Behaglichkeit, elegante, steinfarbene Wandverkleidungen lassen an natürlichen Fels denken und farbenfrohe Blumendekore setzen fröhliche Akzente. Komplett durchgefärbt und hochwertig verarbeitet ist die italienische Fliese qualitativ äußerst hochwertig. „Daher haben wir auch einen eigenen Verlegebetrieb

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mit einem Fliesenlegermeister und zwei weiteren Facharbeitern“, erklärt Marcel Rieder, „so ein Produkt muss erstklassig verlegt werden und besonders die großen kalibrierten Fliesen verlangen genauestes Arbeiten. Dabei sind gerade diese für Bad und Dusche hervorragend geeignet, da durch die wenigen und minimalen Fugen die Gefahr von Schimmelbildung sehr gering ist.“ Wer ein Bad komplett renovieren möchte, findet bei Fliesen Rieder zum breiten Fliesensortiment auch ein Komplettangebot mit allen notwendigen Oberallgäu | Allgäu Wirtschaftsmagazin


Gewerken. Neben den Geschäftsführern Helmuth Rieder und Sohn Marcel, einer Verkaufsberaterin und drei Facharbeitern sollte jetzt noch ein Lehrling aus Pakistan das Team unterstützen. Der Ausbildungsvertrag war bereits abgeschlossen, als er abgeschoben wurde. „Das ist wirklich sehr schade,“ sagt Marcel Rieder, „es war ein äußerst engagierter junger Mann.“ Jetzt hofft er natürlich auf neue Bewerbungen.

Holz, Stoff oder Stein? Fliesen in Holzoptik, textilen Mustern oder Natursteinimitat – was auf den ersten Blick gar nicht als Fliese erkennbar ist, verleiht Räumen ein einzigartiges Flair, lässt an heimeliges Holz oder warme Textilien denken und bietet doch die Qualität und Unempfindlichkeit von Feinsteinzeug. Wenn es um neueste Trends, außergewöhnlichen Stil und mediterranes Lebensgefühl geht, spielt Italien nicht nur

in der Mode eine führende Rolle. Klassisch, modern, natürlich oder extravagant – Fliesen Rieder hat sich dem besonderen Stil italienischer Fliesen verschrieben – kein Wunder, stammt Helmuth Rieder, der die Firma 1993 gründete, doch selbst aus Südtirol. Für Marcel Rieder heben sich die Produkte aus dem Süden klar gegen andere ab:„ Das Geheimnis der italienischen Kunst der Fliesenherstellung liegt in einem besonderen von Sorgfalt und Präzision geprägtem Verarbeitungsprozess, der von Generation zu Generation weiter gereicht wurde. Die Technik dieser hochwertigen Dekorfliesen finden Sie in unseren Produkten wieder.“ Dass Fliesen mehr sind, als Platten aus Steingut, wird in der Ausstellung von Fliesen Rieder mehr als deutlich. Mit ihrem Sortiment schafft das Unternehmen stilvolle und effektvolle Wohnwelten – dezent und schlicht, raffiniert und aufregend.

Mit Ehrlichkeit zum Erfolg Helmuth und Marcel Rieder legen großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Kunden. „Vor allem Ehrlichkeit ist uns sehr wichtig“, so Rieder. Seit über 20 Jahren sind die Fliesenprofis aus Sonthofen am Markt. Mit ihrem außergewöhnlichen Sortiment und ihrer offenen Art bringen sie italienisches Lebensgefühl in Wohnräume – geschmackvoll, elegant und außergewöhnlich. sp

BILDER: KLOSTER IRSEE, SCHWÄBISCHES TAGUNGSUND BILDUNGSZENTRUM

Rieder italienische Fliesen Mittagstraße 3 87527 Sonthofen Telefon (08321) 609070 Telefax (08321) 60907-10 info@fliesen-rieder.de www.fliesen-rieder.de Allgäu Wirtschaftsmagazin | Oberallgäu

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Wohlfühloase für die ganze Familie Das Erlebnisbad Aquaria in Oberstaufen ist mehr als eine Schlechtwetteralternative. Die Wellnessoase bietet mit einem engagierten Mitarbeiterstamm Genuss pur. Frühnebel in den Tälern, Abendsonne in den Bergen, Wiesenduft von Allgäuer Alpen – allein die Vorstellung davon lässt uns entspannen, Glücksgefühle spüren und durchatmen. Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie sitzen mit genau diesen Empfindungen in einer Meditationssauna. Werden von fachkundigen Händen massiert. Oder liegen im warmen Solebecken mit Blick auf die Allgäuer Berge. Der Traum einer ganzheitlichen Wellnessoase gewinnt im Erlebnisbad

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Aquaria an Realität. Mit rund 300.000 Besuchern pro Jahr erfreut es sich seit seiner Eröffnung 1993 steigender Beliebtheit bei Einheimischen und Gästen. Dabei ist das Bad durchaus nicht nur für entspannungssuchende Erwachsene geeignet. „Mit einer Wasserfläche von 1000 Quadratmetern, einer 100-MeterRutsche, einem 25-Meter-Sportbecken, Sprungtürmen und einem Wildwasserkreisel ist bei familienfreundlichen

Preisen für die ganze Familie etwas geboten“, freut sich Geschäftsführerin Heidi Köberle. Ein besonderes Highlight des Aquarias ist der ganzjährig geöffnete Außenbereich mit einem 34° Grad warmen Solebecken und einem großen Pool, der mit 32° Badefreude auch in der kalten Jahreszeit verspricht. Wer es richtig heiß mag, kommt in einer der Saunen im gemischten oder reinen Damenbereich auf seine Kosten: Trockensaunen, Dampfbäder, Infrarotsauna, Meditationssauna Oberallgäu | Allgäu Wirtschaftsmagazin


und die Außensaunen bieten für jeden Saunagänger das Richtige.

Hinter den Kulissen Neben den umfangreichen Angeboten für die Gäste ist die Bereithaltung einer funktionierenden Technik mit allen energiewirksamen Komponenten von entscheidender Bedeutung für das funktionierende Gesamtkonzept. Heidi Köberle freut sich, dass in diesen Bereichen in den letzten Jahren große Investitionen stattfanden: “Von den Gästen wurden diese allerdings nur sekundär wahrgenommen.“ Ein Großteil floss dabei in den Brandschutz, so dass sich das Bad heute baulich und technisch auf dem neuesten Stand befindet. Im Sommer 2017 soll noch das komplette zweite Obergeschoss erneuert werden. Hier entstehen neue Räume für Massage, Solarium, eine Wasser-Massage-Liege sowie eine Infrarot-Thermo-Lounge mit Sitz- und Liegeplätzen.

“Das Aquaria hat viele Gesichter.” Mit diesem Slogan werden die 40 Mitarbeiter des Aquarias verstärkt in der Werbung eingesetzt. „Denn schließlich verkörpern diese das Gesicht des Aquarias“, ist Heidi Köberle überzeugt. Und nicht nur das: „Ein Dienstleistungsbetrieb in dieser Größenordnung funktioniert nur mit einem sehr guten und motivierten Personal. So werden Entscheidungen immer mit den betroffenen Mitarbeitern besprochen, was letztendlich auch den Erfolg auf lange Zeit sichern soll.“ Um

Mitarbeiter auf eine Tätigkeit im Haus vorzubereiten, bildet das Haus zurzeit drei Azubis für den Beruf des „Fachangestellten für Bäderbetriebe“ aus. Auch in diesem Herbst wird wieder ein Ausbildungsplatz zur Verfügung gestellt. „Neben der Haupttätigkeit als Aufsicht beinhaltet dieser Berufszweig auch Reinigungsarbeiten, Kontrolle der Wasserwerte, Animationen wie Wassergymnastik, Aqua-Nordic-Walking etc., Unterstützung bei Aufgüssen im Saunabereich, Ausgabe von Getränken an der Saunabar und Erste-Hilfe-Leistungen, “ erklärt Heidi Köberle.

und einer adäquaten Abkühlmöglichkeit geplant. Mit Weitsicht und Verständnis für die Bedürfnisse der Menschen setzen Heidi Köberle und ihr Team neue Maßstäbe und sorgen für eine stete Weiterentwicklung des Erlebnisbades. Damit das Aquaria auch weiterhin eine Oase der Entspannung, ein Ort mit Erlebnischarakter und eine Basis für Wohlfühlmomente ist. Sp

Blick in die Zukunft Sich auf dem Geschafften auszuruhen kommt für die engagierte Geschäftsführerin jedoch nicht in Frage. So ist für die nahe Zukunft eine Erneuerung der Außen-Saunaanlage mit einem Ruhehaus

Aquaria Erlebnisbad

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BILDER: SCENE OBERSTAUFEN

Alpenstraße 5 87534 Oberstaufen Telefon (08386 ) 93130 Telefax (08386) 931340 info@aquaria.de www.aquaria.de

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Von den Kelten zum Käse Das Oberallgäu – Stammland des Allgäus Was mit der Besiedelung durch die Kelten begann, konnte sich über die Jahrhunderte zu einem attraktiven Wirtschafts- und Lebensstandort in einer der schönsten Gegenden Deutschlands entwickeln. Der südliche Teil des heutigen Oberallgäus mit dem oberen Illertal, dem Ostrachtal und dem Konstanzer Tal gehörte zum sogenannten Ur-Allgäu. Zahlreiche durchziehende Völker haben ihn in Sprache, Kultur und Zivilisation nachhaltig geprägt. Kelten, Alemannen, Franken und Römer ließen sich hier nieder. 30

Erste Spuren menschlicher Dauersiedlungen im Oberallgäu wurden auf die Bronzezeit 1800 bis 1200 v. Chr. datiert und in Agathazell, bei Sonthofen und bei Altusried gefunden. Im Mittelalter nahm auch die wirtschaftliche und verwaltungstechnische Bedeutung der südlich gelegenen Orte Immenstadt, Oberstdorf, Sonthofen und Hindelang immer mehr zu, die Gegend war geprägt durch zahlreiche Burgen. Die Aufteilung in freie Reichsstätte und einzelne Territorien änderte sich, als Napoleon 1796 in Bayern einmarschierte. Nachdem die napoleonischen Truppen das bayerisch-österreichische Heer geschlagen hatte, ließ er das Kurfürstentum Bayern und das Herzogtum Württemberg zu Königtümern erheben. Der durch die politische Neuordnung entstandenen Armut der Bauern versuchten diese mit Viehzucht und Flachsanbau zu begegnen, weshalb die

blauen Blüten des Flachs lange Zeit die Landschaft des Allgäus prägten. In dieser Zeit entstand der Begriff „Blaues Allgäu“. Doch die Leinenproduktion geriet in eine schwere Krise. Glücklicherweise trieb Carl Hirnbein, Erbauer des Grüntenhauses und Pionier des Fremdenverkehrs, die Käsewirtschaft nachhaltig voran. Gleichzeitig produzierte der Schweizer Johann Althaus den ersten Emmentaler im Allgäu. So wurde mit der Umstellung auf Viehwirtschaft aus dem „Blauen Allgäu“ das „Grüne Allgäu“ der Milch- und Grünlandwirtschaft. Dies trug wesentlich zum wirtschaftlichen Aufschwung des bis dahin armen Landstriches bei. Kreisstadt Sonthofen - Von Flachs und Erz zur Alpenstadt Die Besiedelung des Raumes Sonthofen begann vermutlich mit einer Siedlung von Alemannen am Fuße des Kalvarienberges Oberallgäu | Allgäu Wirtschaftsmagazin


als „Nordhovun in Albegauge“, das als Gegenstück zu dem später aufgekommenen „Südhofen“ galt. 1429 erhob Kaiser Sigismund Sonthofen zum Markt, was der Stadt das Recht zur Abhaltung von Jahrund Wochenmärkten, sowie zur Ausübung des Blutbannes mittels Stock und Galgen verlieh. Als „Sonthofer Tag“ ging eine Tagung von aufständischen Bauern des Allgäus als Auftakt zum Bauernkrieg in die Geschichte ein. 5000 Mann gehörten dem sogenannten „Sonthofer Haufen“ an. Ein weithin sichtbares Merkmal der

Stadt ist die 1935 errichtete Ordensburg. Diese diente der NSDAP als Adolf-Hitler-Schule. Später wurde sie als Generaloberst-Beck-Kaserne von der Bundeswehr genutzt. Durch die Stationierung von Wehrmacht und SS-Verbänden erhielt der Ort auch eine politische Bedeutung. Am 18. August 1963 wurde Sonthofen schließlich die Bezeichnung „Stadt“ verliehen und im Rahmen der Gebietsreform in Bayern am 1. Juli 1972 erfolgten die Vereinigung der Landkreise Kempten und Sonthofen zum neuen Landkreis Oberallgäu.

Vier Fragen an ... -Wo ist Ihr Lieblingsplatz im Oberallgäu? Draußen! Laufen in der Natur, mit frischer Luft und tollen Ausblicken, wie z.B. am Staffelberg oberhalb von Niedersonthofen mit Panorama-Blick auf die Allgäuer Alpen. -Wie beurteilen Sie das Oberallgäu als Wirtschaftsstandort?

Ulrich Hüttenrauch Geschäftsführer Oberallgäu Tourismus Service GmbH

Was ist in Ihren Augen das Besondere am Oberallgäu? Die Landschaft im Oberallgäu ist auf relativ kleinem Raum extrem vielfältig. Wir Allgäuer an sich, mit unseren ganz speziellen Charaktereigenschaften, machen etwas ganz Besonderes daraus.

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Das Oberallgäu hat es geschafft, neben dem Tourismus auch andere bedeutende Wirtschaftszweige aufzubauen und zwischen den Ballungsräumen um München, Stuttgart und Zürich zu behaupten. Das ist kein Selbstgänger und wir werden viel dafür leisten müssen, dies zu erhalten. -Was wünschen Sie dieser Region für die Zukunft? Ich wünsche der Region, dass wir die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erhalten können und dabei so nachhaltig wie möglich mit der Natur, als Grundlage für unsere Lebensqualität und dem Tourismus umgehen.

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BILDER: SONTHOFEN_ORDENSBURG_BAYERISCHES BAUDENKMAL (WIKIPEDIA, XOCOPATL)

im 7. Jahrhundert. Auf dessen Kuppe soll sich eine alte Thingstätte befunden haben, auf der im 12. Jahrhundert Frongerichte abgehalten wurden. Dass die Gegend offensichtlich schon sehr früh besiedelt war, beweisen Funde von steinzeitlichen Pfeilspitzen aus Hornstein aus der Zeit von 7. bis 2. Jahrtausend vor Christus. Um 250 ließ der römische Kaiser Decius eine Straße durch das heutige Gebiet der Kreisstadt Sonthofen bauen – die Via Decia. Eine erste urkundliche Erwähnung des oberen Illertals gab es 839 nach Christus


V.I.P. Service GmbH Premium-Sicherheitsservice für den gehobenen Anspruch

Von Objektsicherheit über Personenschutz bis hin zu Eventsicherheit und Chauffeurdiensten – die V.I.P. Service GmbH aus Sonthofen bietet ihren Kunden ein umfangreiches Dienstleistungsportfolio mit maßgeschneiderten Angeboten. Auch bei unvorhergesehenen Ereignissen ist der Premium-Sicherheitsservice schnell und flexibel zur Stelle.

zweite Niederlassung in Stuttgart und das stetig zunehmende Schulungsangebot in der unternehmenseigenen Akademie zeigen, dass der Bedarf an hochkarätigen Sicherheitsdienstleistungen weiterhin wächst. Und für die Zukunft sind weitere nationale und internationale Niederlassungen geplant.

sionellen und hochwertigen Sicherheitsservice im Premium Bereich anzubieten. So hat sich die V.I.P. Service GmbH über die letzten Jahre hinweg bei ihren Kunden und Mitarbeitern einen erstklassigen Ruf erarbeitet. Neben der Stadt Sonthofen und der Audi AG konnte die V.I.P. Service GmbH beispielsweise auch den DSV von ihrem umfassenden Sicherheitsangebot überzeugen. Neue Mitarbeiter, eine

„Wir wollen uns von anderen Sicherheitsdienstleistern abheben“ erläutert Sascha Kreins. „Deswegen ist es uns neben der professionellen Auftragsabwicklung besonders wichtig, dass sich unsere Kunden mit uns wohl fühlen. Wir legen großen Wert auf angemessene Umgangsformen und ein gepflegtes, einheitliches Erscheinungsbild.“ Neue Mitarbeiter durchlaufen bei der V.I.P. Service GmbH

Angefangen hat alles im Jahr 2008 mit einer Handvoll Mitarbeiter und einem regionalem Kundenstamm unter dem damaligen Geschäftsführer Mathias König. Im Jahr 2014 trat der heutige Geschäftsführer, Sascha Kreins, die Nachfolge des Unternehmensgründers Mathias König an. Mit viel Engagement, Leidenschaft und kontinuierlichen Mitarbeiterschulungen verfolgt er seitdem das Ziel einen profes-

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daher eine umfangreiche Schulungs- und Einarbeitungsphase. Neben Rechts- und Waffenkunde stehen dabei auch Kommunikationstraining und psychologische Schulungen auf dem Programm. Durch regelmäßige Kontrollen und kontinuierliche Weiterbildungsmaßnahmen wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter dem hochwertigen Qualitätsanspruch des Premium-Sicherheitsservice entsprechen. Um diesen Anspruch zu erfüllen wurde daher auch die unternehmenseigene Akademie ins Leben gerufen. Neben der Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung nach § 34a können hier interne und externe Fachkräfte im Sicherheitsbereich sowohl die Ausbildung zur Fachkraft bzw. als Meister für Schutz und Sicherheit absolvieren, die auf die Prüfung an der IHK vorbereitet, als auch die Personenschutzausbildung, die in der Akademie selbst abgeschlossen werden kann. „Nur durch hochqualifizierte Mitarbeiter können wir unserem Qualitätsanspruch gerecht werden und unseren Kunden die bestmögliche Leistung und Betreuung anbieten“, erklärt Matthias Ruhm, Betriebsleiter der V.I.P. Service GmbH in Sonthofen. Die umfassende Betreuung fängt schon lange vor der eigentlichen Auftragsausführung an. In einer ausführlichen Gefahren-und Risikoanalyse werden mögliche

Gefahren bereits im Vorfeld erkannt und nach Möglichkeit beseitigt. Strategische Planung und die Entwicklung von Alternativen sind das Kernstück jeder Sicherheitsdienstleistung. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht dabei immer die Sicherheit des Kunden beziehungsweise der Schutz von Personen und Objekten. „Natürlich sind beim Personenschutz andere Anforderungen zu beachten, als beispielsweise in der Objektsicherheit“, führt Sascha Kreins aus, „Aber in allem

„Gefahrenvermeidung ist immer besser, als Gefahrenabwehr.“ Sascha Kreins, Geschäftsführer V.I.P. Service GmbH

Bereichen gilt, dass Gefahrenvermeidung immer besser ist, als Gefahrenabwehr.“ Sascha Kreins und seine Mitarbeiter verstehen sich als „Ein altes Unternehmen im neuen Gewand. Sozusagen der

Sicherheitsdienstleister 2.0.“ Modernste Technik, enge Zusammenarbeit mit den staatlichen Sicherheitsbehörden, optimale und passgenaue Planung, transparente Beratung und jahrelange Erfahrung in der Sicherheitsdienstleistung garantieren effizienten Schutz, höchste Sicherheit und echten Mehrwert für die Kunden. Und das zu jeder Tages- und Nachtzeit: Eine 24-Stunden-Hotline bietet den Kunden der V.I.P. Service GmbH jederzeitige Verfügbarkeit – getreu dem Unternehmensmotto: „Semper paratus – Allzeit bereit“. Simone Wintergerst

V.I.P. Service GmbH

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BILDER: V.I.P. SERVICE GMBH

Hochstrasse 14 87527 Sonthofen Telefon (08321) 8000 70 Telefax (08321) 8000 711 sekretariat@v-i-p-service.de www.v-i-p-service.de

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Freiheit für Genießer Lecker – leger - leidenschaftlich Ob Gipfelstürmer oder Ruhesucher. Poolplanscher, Spa-Genießer oder Designliebhaber. Oder Genussmensch, der auf Kulinarik-Vielfalt steht. Das Romantik Hotel Freiberg bietet alles, nur keinen Urlaub von der Stange. „Alles Gute setzt sich irgendwann durch“ ist der Leitspruch von Gastronom Ludger Fetz. Mit seinem einmaligen Gastronomie-Konzept überzeugt und provoziert der Wahl-Oberstdorfer gleichermaßen und lockt Feinschmecker wie Neugierige an.

Sterne-Genuss im Maximilians Das südlichste Michelin-Stern Restaurant in Deutschland steht seit 25 Jahren an der Spitze des Unternehmens und gehört zu den besten Bayerns. Aus der Vision heraus „das Maximale für den Gast“ zu geben, entstand ein Gourmet-Ort der Superlative in ungezwungener Atmosphäre für kulinarische Hochgenüsse. „Dies ist unser Restaurant für gehobene Ansprüche, aber dennoch unkompliziert und leger“, erklärt Ludger Fetz,

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„hier bekommen Gäste Hochgenuss mit einem Hauch Bodenständigkeit, einer großen Portion Detailliebe und einer guten Prise Internationalität.“

Fetzwerk – Die Genusswerkstatt

„Hier gelingt es wahrlich in ungewöhnlichem Ambiente und auf unserer herrlichen Terrasse bei einem Craftbeer, einem Glas Wein und einer kleinen Köstlichkeit dem Alltag zu entfliehen“, ist Ludger Fetz

Als „spontan, frech, frisch und gesund“ beschreibt Ludger Fetz das einzigartige und besondere Konzept vom Fetzwerk. Einst zum Einkochen für Früchte genutzt, bekommen Weckgläser hier eine neue Bestimmung. Passend zu den Geschmackswelten „Far East Asia“, „Mediterrano“ und „Von Dahoim“ kreiert Sternekoch Tobias Eisele allerhand köstliche Gerichte, die im Weckglas zum Gast gelangen. Das Angebot reicht von Fisch, Fleisch bis zu Vegetarischem, das außergewöhnlich arrangiert auf „Fast Slow Food“ Art serviert wird. Oberallgäu | Allgäu Wirtschaftsmagazin


überzeugt. Ob Sie sich je nach Appetit ein oder mehrere Gläser gönnen oder zu zweit die verschiedensten Kreationen ausprobieren – das Fetzwerk ist eine Entdeckungsreise wert!

Kulinarischer Schauplatz - Die Stube Die Stube ist das jüngste Produkt der einfallsreichen Crew um Ludger Fetz nach dem Motto: „Gegessen wird, was täglich frisch auf den Tisch kommt.“ Jeden Tag gibt es ein wechselndes Vier-Gänge-Menü mit besonderen Geschmacksüberraschungen, welches in der heimeligen Stube serviert wird.

Königlich Bayerischer Genuss im Jagdhaus Wo einst schon Prinzregent Luitpold ein und aus ging, ist heut noch ein wahrlich königliches Wirtshaus. Nicht nur der Ausschank nach dem Bayerischen Biergartengesetz wird hier noch gepflegt, auch in den Stuben herrscht traditionelle,

gut bayerische Gastlichkeit. Hier legt Ludger Fetz Wert darauf, dass der überlieferte Brauch gepflegt und weitergeführt wird. „Wir sind der einzige Biergarten im Allgäu, der das Biergartengesetz von König Ludwig I. eins zu eins umlegt“. Die Karte lockt mit bodenständigen, zünftigen Speisen, welche ausschließlich aus regionalen, ursprünglichen und saisonalen Produkten entstehen. „Brutal regional“ nennt es Ludger Fetz. Und für ihn bedeutet das, auf keine ausländischen Lebensmittel zurückzugreifen. „Wir verwenden weder Pfeffer noch Paprikapulver oder z.B. Vanille. Auch Südfrüchte wie Zitronen oder Orangen sucht der Gast vergebens.“ Im denkmalgeschützten Jagdhaus pflegt man die Philosophie, dass es nicht immer überall alles geben muss.

schmunzelt Fetz. Im romantischen Blauen Salon im 1. Obergeschoss können sich heiratswillige stilvoll das Ja-Wort geben. Auch für Tagungen oder Betriebsfeiern eignet sich das denkmalsgeschützte Jagdhaus – hier tagt und feiert man individuell und kompetent betreut. Attribute, die jedes dieser vier einzigartigen Restaurants zu eigen hat. sp

Bei Sonnenschein und ab genau 18,56° Celsius öffnet der Biergarten seine Pforten, „schließlich wurde das Haus 1856 erbaut“,

Dine Around Kurzurlaub für Genießer Genussfreunde aufgepasst! Machen Sie einen Kurztrip nach Oberstdorf ins Romantik Hotel Freiberg. Neben den Übernachtungen mit allen Verwöhnleistungen, einschließlich Bergbahnticket im Sommer, können Sie jeden Abend einer anderen Gaumenfreude frönen. Von sternemäßig über trendig bis urig-regional speisen Sie jeden Abend in einem anderen der vier Restaurants. Das Dine-Around-Paket beinhaltet

· 1 x Gläserrücken im Fetzwerk: Fast Slow Food im Weckglas, trendige Foodlinien, kultig serviert · 1 x Menü von Tobias Eisele in 4 Gängen in der Stube: Verlassen Sie sich auf unser „Bauchgefühl“.

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· 1 x Im Jagdhaus schlemmen nach Herzenslust und à la carte in den denkmalgeschützten Räumen. Hier hat schon Prinzregent Luitpold von Bayern so manches Fest gefeiert. · Highlight: 1 x Menü von Tobias Eisele in sechs Gängen im Sternerestaurant Maximilians

ab 599 € pro Person

Das Freiberg Romantik Hotel Freiberg Hotel KG Familie Bolkart-Fetz Freibergstraße 21 87561 Oberstdorf Deutschland Telefon (08322) 96780 Telefax (08322) 967843 info@das-freiberg.de www.das-freiberg.de

BILDER: HOTEL FREIBERG

· 4 Übernachtungen mit allen Verwöhnleistungen und Langschläferfrühstück bis 12 Uhr

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Einfach aufladen

Mit einer dichten Lade-Infrastruktur möchte die SonnenWerkstatt GmbH Elektromobilität noch einfacher machen, die Umwelt schonen und den Tourismus ankurbeln. Die Weltneuheit bike-energy stellt dafür die Weichen.

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Vor gut zehn Jahren erblickten wir auf unseren Straßen die ersten E-Bikes. Anfangs noch als unsportlich belächelt, ersetzt es heute bei Jung und Alt das klassische Fahrrad fast vollständig und hat sich vor allem auch im Bike-Tourismus etabliert – Radfahren zählt nach dem Wandern zur liebsten Freizeit- und Urlaubsaktivität. Doch das Vorankommen mit dem E-Bike wird oft zur Herausforderung. Mit Ersatz-Akku

oder Ladegerät bestückt müssen die E-Biker bei einer längeren Tour nach einer Steckdose in einem Innenraum Ausschau halten – denn das Netzgerät darf offiziell gar nicht im Freien verwendet werden. Ein Handicap, das laut Marktstudien viele Interessierte bei der Kaufentscheidung noch zögern lässt. Denn im Grunde möchte jeder sein Bike dort laden, wo er verweilt. Grund genug für Hersteller auf der ganzen Welt, nach einer Lademöglichkeit im Freien zu suchen. Oberallgäu | Allgäu Wirtschaftsmagazin


Die technische Innovation Doch dieses Problem löst nun ein Ladesystem mit welchem E-Bikes im Freien an jedem Standort mit einem Ladekabel einfach aufgeladen werden können – völlig wetterunabhängig! Bike energy sei sicher und schnell, erklärt Matthias Dünser von der SonnenWerkstatt in Missen. „Das Tolle daran ist, dass der Akku nicht aus der Halterung entnommen werden muss und so auch vor Diebstahl geschützt ist.“ Geladen wird über einen magnetischen Stecker, „und das bis zu zwei Mal so schnell wie früher“, betont er. Besonders im Einsatz an Gaststätten, Alpen und Ausflugszielen sieht er hier großes Potential. Die Freizeitsportler können eine kleine Pause nutzen und dann den Heimweg entspannt und mit vollem Akku antreten. „Somit ergeben sich selbst für E-Biker noch größere Erlebnishorizonte und der Reichweite sind fast keine Grenzen mehr gesetzt.“ Dabei ist bike-energy ein offenes System, das keinen Marktteilnehmer ausschließt. Wer für sich selbst

einen zusätzlichen Werbeeffekt möchte, kann die Ladestationen auch nach seinen Wünschen gestalten lassen.

Dichtes Netz in Österreich Vorreiter bei bike-energy ist Österreich – kein Wunder, denn der Erfinder des Systems ist der Österreicher Volkmar Schitter. Großglockner-Hochalpenstraße, Saalfelden-Leogang, Kitzbühl und Zell am See sind nur einige Gebiete, in welchen der Anteil der E-Bike- Fahrer durch das dichte Netz der Ladestationen bike energy erheblich anstieg und zu einer deutlichen Buchungssteigerung führte. Um auch Gemeinden und Kommunen im Allgäu die Entscheidung für bike-energy zu erleichtern, entwickelte Matthias Dünser ein Konzept, bei welchem er Tourismusämter und Betreiber gemeinsam an den Standorten beteiligt und eine Art Mietsystem zur Kostentragung entwarf. Oberstaufen, Sonthofen und Immenstadt haben hierzu schon reges Interesse bekundet.

Mit der Energie der Sonne „Im Grunde genommen können die Stationen überall aufgestellt werden – ist kein Stromanschluss vorhanden, betreiben wir sie auch mittels Solarstrom-Modulen,“ erklärt Dünser. Der Solarstrom-Experte ist mit der SonnenWerkstatt auf regenerative Energiesysteme spezialisiert und gilt im Allgäu und in Vorarlberg als einer der führenden Anbieter in Sachen Photovoltaik und Speichertechniken. Mit bike-energy setzt er seine zukunftsweisende Vision, die Sonne als kostenlose und umweltfreundliche Energiequelle zu nutzen, noch weiter um. Für Matthias Dünser – übrigens selbst überzeugter E-Biker – liegt hier noch ein großes Potential, das noch lange nicht ausgeschöpft ist. sp

Während der Pause wird das E-Bike schnell und sicher geladen.

SonnenWerkstatt GmbH

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BILDER: BIKE-ENERGY

Planungsbüro Energiesysteme Oberstixner 1A 87547 Missen-Wilhams Telefon (08320) 925 88 33 Telefax (08320) 925 88 37 info@sonnenwerkstatt.org www.sonnenwerkstatt.org

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Kunst-Genuss in Ofterschwang

Käse und Kunst – wie passt das zusammen? In Ofterschwang bekommen Sie davon eine Kostprobe auf höchstem Niveau. Nicht umsonst ist die Gemeinde überzeugt davon, dass das Gute gerade hier „so nah liegt“. Eine junge Bäuerin beim Melken. Pfeife rauchende Männer auf einer Holzbank. Junge Buben in Lederhosen rechen auf dem Feld das trockene Heu zusammen. Bilder, die von einem früheren Leben im Allgäu erzählen – und doch bis heute in ihren Aussagen präsent sind. Man meint das duftige trockene Gras und den Pfeifenrauch riechen zu können, hört das Lachen der Buben und Muhen der Kühe. Die Bilder der Allgäuer Fotografin Lala Aufsberg führen den Betrachter in die 1950er Jahre im Allgäu und spiegeln die Liebe zum Leben und den Menschen hier

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wider. In den Genuss der herrlichen Fotografien kommen Kunstliebhaber und Käsegourmets gleichermaßen beim Besuch der Sennerei Schweineberg.

Gutes vom Dorf Die Gemeinde Ofterschwang hat es sich zur Aufgabe gemacht, kleinen Genussbetrieben mit heimischen Produkten und einer engen Verbindung zum Allgäu eine Basis zu geben, auf welcher Einheimischen und Gästen hochqualitative Lebensmittel angeboten werden. Wer das Allgäu nicht nur sehen und spüren sondern auch

schmecken möchte, sollte das Naturerlebnis mit einer kulinarischen Entdeckungsreise in Ofterschwang ergänzen. Neben Kräutern aus heimischen Gärten, Honig ansässiger Imker und vielem mehr steht vor allem der Allgäuer Bergkäse aus der Sennerei Schweineberg für lange Tradition und Allgäu-Verbundenheit. Die Milch dazu liefern dem Traditionsunternehmen sechs Bauern aus der näheren Umgebung. Täglich wird sie frisch zu den leckeren Spezialitäten verarbeitet. „Wir machen nicht bloß guten Käse, sondern ausgezeichneten“, ist Ludwig Sontheim, Geschäftsführer der Albert Herz Gmbh, überzeugt. Während sich in Kimratshofen die Zentrale von Herz-Käse befindet, werden in Schweineberg, in einer der letzten klassischen Sennerei des Allgäus, nach überlieferten Verfahren die hochwertigen Rohstoffe für die Spezialitäten gewonnen. Oberallgäu | Allgäu Wirtschaftsmagazin


Ursprüngliches Allgäu Ku ltur & Ku linar i k mit histo r is chen Auf na hmen von L a l a Aufsb erg

„Mit Liebe zum Detail und mit Wertschätzung unserer Heimat gegenüber entstehen Dinge von unverwechselbarer Schönheit und bleibendem Wert.“

In Bildern festgehalten „Hier kann das Allgäu wahrlich vernascht werden“, lacht Gerlinde Hagelmüller vom Kunstverlag Schweineberg, die zusammen mit Ludwig Sontheim die

künstlerische Gestaltung der Sennerei Schweineberg verwirklichte. Dem regionalen Kunstverlag ist es ein Herzensanliegen Produkte zu entwickeln, die das Allgäu präsentieren und würdigen. „Mit Liebe zum Detail und mit Wertschätzung unserer Heimat gegenüber entstehen Dinge von unverwechselbarer Schönheit und bleibendem Wert.“ Dazu gehören ganze Bild- und Marketingkonzepte für Hotels, Firmen und Privatwohnungen mit stilvollen großformatigen Bildern dieser Ausnahmekünstlerin, getreu nach dem Motto „Wohnen und Leben ist Inspiration, Leidenschaft und Kunst“. Ein Augenschmaus ist auch der neu erschienene hochwertige

Tradition und Qualität, Allgäuer Lebensart und Originalität – all das vereint sich hier in Schweineberg auf wunderbare Weise zu einzigartigem Genuss für alle Sinne. sp

Gemeinde Ofterschwang Kirchgasse 1 87527 Ofterschwang Telefon (08321) 89019 gemeinde@ofterschwang.de www.ofterschwang.de

BILDER: TOURISMUS HÖRNERDÖRFER GMBH_OFTERSCHWANG-ORT_@PRO-VISION-MEDIA, BUCHTITEL URSPRÜNGLICHES ALLGÄU ©KUNSTVERLAG SCHWEINEBERG – LALA AUFSBERG, ALBERT HERZ GMBH

Käseliebhaber können hier ihre Lieblingsprodukte direkt in der Sennerei erwerben. „Die Qualität unseres Käses ist das Ergebnis von viel Wissen, langer Erfahrung und vor allem einer großen Leidenschaft, mit der in unserer Sennerei das ganze Jahr über produziert wird“, ist sich Ludwig Sontheim sicher. Mild-süßlicher Herzdammer, leicht nussiger Emmentaler, Heumilchkäse aus silofreier, natürlicher Heumilch oder würziger Bergkäse – Käsefreunde finden hier für jeden Geschmack das Richtige.

Bildband „Ursprüngliches Allgäu - Kultur und Kulinarik mit historischen Aufnahmen von Lala Aufsberg“. Für dieses anspruchsvolle Konzept, braucht es starke und innovative Partner, weshalb Gerlinde Hagelmüller die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ofterschwang und der Sennerei Schweineberg sehr schätzt.

Kunstverlag Schweineberg Schweineberg 15 87527 Ofterschwang Telefon (08321) 6765156 info@kunstverlag-schweineberg.de www.kunstverlag-schweineberg.de

Sennerei Schweineberg Schweineberg 18 87527 Ofterschwang Telefon (08321) 3363 www.allgaeuer-bergkaese.de

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Spaß auf höchstem Niveau

Sind Sie schon einmal mit einem Roller einen Berg hinuntergedüst? Oder haben in luftigen Höhen ein Frizbee geworfen? Wenn nicht, gehören Sie vielleicht zu den Menschen, die auf einem Berg ein Naturerlebnis und Stille suchen? Oder eine herrliche Wanderung mit grandiosem Panorama genießen möchten? All das können Sie bei den Bergbahnen Ofterschwang-Gunzesried haben – ob für Ihr privates Freizeitvergnügen oder ein Firmenevent der besonderen Art. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen auf einem Berggipfel und lassen den Blick über das grandiose Panorama der Allgäuer Alpen schweifen. Es ist ein Gefühl von absoluter Freiheit, Geborgenheit und Ruhe.

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Von gegenüber zeichnet sich die Silhouette der Sonnenköpfe ab und im Süden bildet der Hauptkamm der Allgäuer Alpen das Ende des Illertal. Diese grandiose Rund-umAussicht haben Sie vom Ofterschwanger

Horn oberhalb des beschaulichen Dorfes Ofterschwang.

Ein Bergparadies für jeden Die sensationelle, sonnige Lage lockt Wanderer, Naturgenießer und Familien gleichermaßen an. Kein Wunder, denn die Bergbahnen Ofterschwang-Gunzesried bringen die Besucher schnell und bequem in die Höhe. Die Bergstation ist der ideale Ausgangsort für herrliche Wanderungen, Rollerspaß oder einfach einen Tag in der Natur. Das vielseitige Landschaftsschutzgebiet Hörnerkette bietet für jeden das Richtige. Ob Sommer oder Winter, die Bergbahnen Ofterschwang-Gunzesried stehen das Oberallgäu | Allgäu Wirtschaftsmagazin


Allgäuer Bergfrühstück auf der Weltcup-Hütte von 8.00 - 11.00 Uhr 16.07./30.07./13.08./27.08./10.09./24.09.

Zünftiger Frühschoppen ab 11.00 Uhr auf der Weltcup-Hütte mit Live-Musik 28.05./18.06./02.07./23.07./06.08./20.08./03.09./17.09./01.10.

Kaffeeklatsch 1x Berg- und Talfahrt inkl. Kaffee und Kuchen auf der Weltcup-Hütte Montag bis Freitag (werktags)

Spaß am Berg Wer ein wenig mehr Action möchte, findet am Ofterschwanger Horn garantiert Abwechslung. Wie wäre es mit einer Fahrt vom Berg mit dem Downhill-Roller? Von der Bergstation geht es mit Tempo ins Tal – eine etwas andere Methode des Abstiegs! Die Roller sowie Helme können bei der Bahn ausgeliehen werden. Wem dies zu rasant ist, kann sein Geschick an der bisher im Allgäu einmaligen Frizbee-Golf-Anlage versuchen. Auf dem naturbelassenen Panorama-Parcours gilt es die Frizbees in dafür vorgesehen Körbe zu treffen! Ein Spaß für die ganze Familie oder Gruppenevents. „Gerade diese actionreichen Angebote eignen sich hervorragend auch für Betriebsausflüge oder Feiern“, ist Hartmann überzeugt. Eine Sonderfahrt am Abend mit gemütlicher Einkehr in der Weltcup-Hütte mit anschließender Fackelwanderung, einen Tagesausflug

Kilian Baumgartner absolvierte an der Bergbahn Ofterschwang seine Ausbildung zum Seilbahntechniker.

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14.05. Muttertag Mütter erhalten heute ein Glas Prosecco auf der Weltcup-Hütte gratis!

25.05. Vatertag (Christi Himmelfahrt) ab 10.30 Uhr Weißwurst-Frühstück auf der Weltcup-Hütte ab 11.00 Uhr Live-Musik auf der Hochbichl-Hütte

21.05. & 30.07. Bergmesse 30.07. Bergfest ab 11.00 Uhr Live-Musik auf der Hochbichl-Hütte

mit geführter Tour und Abfahrt per Roller – der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. „Gerne bieten wir auf Wunsch ein komplettes Paket an.“

Nachwuchs für die Zukunft Ein gut funktionierendes Unternehmen steht und fällt mit seinen Mitarbeitern. „Großen Wert legen wir daher nicht nur auf den Service, sondern auch auf technisches Knowhow“, erklärt Hartmann. Daher ist für ihn auch die Ausbildung junger Menschen ein Anliegen. Aktuell schloss soeben ein Auszubildender für den Beruf des Seilbahntechnikers seine Lehre mit Erfolg ab. „Und dies, obwohl es den Beruf eigentlich nur in Österreich gibt.“ Doch der Betrieb schaffte es, eine Sondergenehmigung zu bekommen. „Schließlich brauchen wir auch irgendwann einen technischen Nachfolger“, schmunzelt er. Daher wird der ehemalige Azubi jetzt auch auf die Fachhochschule nach Dornbirn geschickt. Für Interessierte steht daher jetzt wieder eine Ausbildungsstelle zur Verfügung. sp

Bergbahnen Ofterschwang – Gunzesried GmbH&Co.KG Panoramaweg 7 87527 Ofterschwang Telefon (08321) 67030 Telefax (08321) 670377 info@go-ofterschwang.de www.go-ofterschwang.de

BILDER: GO, FOTOLIA, SP

ganze Jahr für Freizeitvergnügen zur Verfügung. Egal, ob Sie eine leichte oder anspruchsvolle Wanderung oder einen Skitag planen, Ihren Betriebsausflug in luftigen Höhen verbringen möchten oder mit Kinderwagen oder Rollstuhl unterwegs sind. „Das Tolle bei uns ist, dass wir solche Hilfsmittel kostenlos auf den Berg bringen und die Bahn für den Ein- und Ausstieg entsprechend langsam fahren lassen. Unser Servicepersonal kümmert sich um den Transport und ist immer hilfsbereit,“ lobt Geschäftsführer Rainer Hartmann.

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Jörg Pöschl begleitet die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne mit warmen Tönen.

Klänge für die Seele Was macht das Allgäu aus? Nicht nur die einzigartige Natur sondern auch Bodenständigkeit und Ursprünglichkeit. Werte, die im Landhotel Alphorn gelebt und erlebt werden und sich in einer alten Tradition wiederfinden: Dem Alphornblasen. Ein strahlender Sonnentag taucht die Bergwelt in warmes Licht. Die Luft ist mild und würzig. Das ferne Läuten der Kuhglocken nimmt den Geist mit auf eine Reise fernab von Stress und Hektik. Doch zu den Geräuschen der Natur ringsum gesellen sich warme, volle Töne. Fast meditativ klingen sie, scheinen eins zu sein mit der wunderbaren Bergwelt. Wenn Jörg Pöschl sein Alphorn bläst,

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gehen die Sinne auf die Reise, öffnen sich für das Wesentliche und sorgen für ein losgelöstes, entspanntes Gefühl. Dem schnelllebigen Alltag entfliehen, die Schönheit und Ursprünglichkeit der Allgäuer Natur genießen: das satte Grün der Wiesen, die klare Luft, die Stille. Das Allgäu ist ein Kraftort, strahlt Ruhe und Gelassenheit aus. Hier, im Landhotel

Alphorn, wird eine Postkartenidylle Realität. „Nicht umsonst nennen wir unser Haus ´Das Landhotel mit Weitblick´“, sagt Hotelbesitzer Jörg Pöschl, „wobei sich dies nicht nur auf die Aussicht, sondern auch auf das Bewahren der Natur und der Allgäuer Traditionen bezieht.“ Die Lage des Hauses unterstreicht die Philosophie noch zusätzlich. Klein und fein präsentiert sich das Landhotel seit Oberallgäu | Allgäu Wirtschaftsmagazin


1998, besticht mit einer einzigartiger Lage inmitten blumenübersäter Bergwiesen und einem sensationellen Blick in die Allgäuer Alpen. Im Landhotel Alphorn macht im wahrsten Sinne des Wortes „der Ton die Musik“. Nicht nur im täglichen Miteinander, sondern auch auf das bezogen, was dem Hotel seinen Namen gab: das Alphornspiel. So, wie Jörg Pöschl jedem Ton des Alphorns Beachtung schenkt, das Spiel mit Herz und Seele verkörpert, lebt er auch seinen Beruf. Seit 25 Jahren lebt der Hotelier im Allgäu und hat sich ganz dieser alten Tradition verschrieben. Für ihn ist das Alphornspiel untrennbar mit der Region verbunden. „Das Alphorn war ursprünglich ein Hirteninstrument, das sowohl zur Kommunikation genutzt, als auch von den Hirten geblasen wurde, um die Tiere zu

beruhigen und an sich zu binden - sei es bei Gewittern oder beim Auftauchen anderer Tiere.“ Ruhig und berührend müsse das Spiel sein, damit es diesen Effekt hat. „Außerdem musste der Ton so weich getroffen sein, dass ihn eine Kuh versteht“, lacht Jörg Pöschl. Dass dies tatsächlich funktioniert, hat der Alphornbläser selbst schon erfahren. So lockte er beim Spiel auf einer Alp bei Oberstdorf tatsächlich die komplette über die Weiden verstreute Herde an – sehr zum Unwillen des Hirten, der in der Mittagszeit gern ein wenig Ruhe wollte. Vor drei Jahren machte der Musikbegeisterte in der Schweiz die Ausbildung zum Alphornlehrer. Zusammen mit 50 Schweizern konnte er als einziger Allgäuer diesen Schein erwerben. Bisher war das Kennenlernen des Alphornspiels im Landhotel Alphorn den Urlaubern vorbehalten, nun möchte Jörg Pöschl Kur-

se auch für Einheimische anbieten. Bei entsprechender Nachfrage kann er sich sogar vorstellen, regelmäßige Proben abzuhalten. „Eigentlich ist das Alphornspielen nicht schwer, wenn man die richtige

„Musik mit dem Alphorn oder Alphorn Musik. Ein großer Unterschied!“ Jörg Pöschl Technik anwendet,“ erklärt er, „viel wichtiger ist, dass man das Alphorn mit Herz, Seele und Gefühl bläst! Seinen eigenen Charakter mit einbringt - dann ist es authentisch und berührt!“ Mit Weitblick -bedeutet im Landhotel Alphorn die Aussicht in die herrliche Bergwelt genießen, Traditionen bewahren und die Natur achten. Sympathisch und hilfsbereit kümmern sich Jörg Pöschl und seine Mitarbeiter um die wertvolle freie Zeit ihrer Gäste. sp

Landhotel Alphorn

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BILDER: JÖRG PÖSCHL

Die Tradition des Alphornspiels gehört zur Philosophie des Hauses.

Familie Pöschl Kirchgasse 18 87527 Ofterschwang Telefon (08321) 6634 0 Telefax (08321) 6634 59 info@landhotel-alphorn.de www.landhotel-alphorn.de

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Von Klein bis Groß Alles fürs Kind von A-Z

Inhaberin Petra Schafroth und ihre Mutter Antonia Feurstein.

Wer heute nach der Grundausstattung für den anstehenden Nachwuchs sucht, sollte mehr denn je auf Qualität und gute Beratung achten. Bei Baby Bolz in Immenstadt bekommen junge Eltern beides. Kinderwagen, Windeln, Strampler, Autositz – die Liste der Dinge, die werdende Eltern für Ihren Nachwuchs brauchen erscheint lang. Besonders beim ersten Kind sind sie häufig bei der Entscheidung überfordert, welche Utensilien wirklich notwendig und vor allem welches Produkt das Richtige ist. Internet und Freunde bieten zwar eine Vielzahl an Informationen, doch diese machen die Auswahl meist noch schwerer. Hier hilft ein Gang zum Babyfachgeschäft. Am besten zu Baby Bolz

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nach Immenstadt, denn dort gibt es fachkundige Beratung für die wirklich wichtigen Dinge. Petra Schafroth und ihr Team wissen, welche Sorgen werdende Eltern haben, worauf es bei guter Babyausstattung ankommt und wo auch gespart werden darf.

Mit dem Kind auf Tour Besonders die Bereiche Autositz und Kinderwagen liegen Petra Schafroth am Herzen. Hier sollten Eltern verstärkt auf

Qualität und Prüfsiegel achten, schließlich geht es um die Sicherheit des Babys. Für junge Eltern ist die Einteilung der Kindersitze in den vor der europäischen Regelung deklarierten Klassen oft verwirrend. „Hier geht nichts ohne gute Beratung,“ ist die Geschäftsinhaberin überzeugt, „dabei sind nicht nur technisches Knowhow, sondern auch das Wissen um die Gesetzesgrundlagen gefragt. Einen solch kompetenten Beratungsservice kann kein Internet liefern.“ Petra Schafroth freut sich, Oberallgäu | Allgäu Wirtschaftsmagazin


dass dies aber immer mehr Kunden zu schätzen wüssten. Wenn es um die Freizeitgestaltung geht, werden junge Familien immer flexibler und möchten auch in ihrer Freizeit auf nichts mehr verzichten. Entsprechend haben sich die Produkte rund um Mobilität angepasst. „Wir möchten für alle Gegebenheiten und Vorstellungen den richtigen Wagen anbieten,“ erklärt Petra Schafroth, „bei uns im Allgäu liegt der Fokus klar auf geländegängigen Kinderwagen“. Hier sind die sogenannten Dreiräder nach wie vor im Trend. Diese sind gerade für die Nutzung auch abseits geteerter Wege ideal, sie sind wendig und leicht zu lenken. Letzteres kommt Eltern auch beim Stadtbummel und Einkaufen zu Gute.

Passt der Schuh?

Kinder bis zu sechs Jahren können bei Baby Bolz ausstaffiert werden, für die älteren bis 14 Jahre steht das Teenie-Geschäft „Lässig“ gleich gegenüber zur Verfügung. Hier finden junge Teenies trendige Mode zu einem tollen Preis. Marken wie Protest, Review, Blue Effekt oder Blue Seven begeistern auch die Mütter „weshalb diese nicht selten das ein oder Allgäu Wirtschaftsmagazin | Oberallgäu

andere für sich selbst kaufen,“ schmunzelt Petra Schafroth.

Einzelhandel mit Zukunft? Vor ca. 80 Jahren wurde das Geschäft gegründet. Übernommen wurde es von Antonia Feurstein dann vor 24 Jahren, und nun leitet Tochter Petra Schafroth das Baby-Fachgeschäft und den Teenie-Laden „Lässig“. Natürlich stellte auch sie sich vor der Übernahme die Frage nach der Zukunft des Einzelhandels. Doch sie glaubt an das Konzept, weiß, dass es etwas gibt, was selbst die aufwendigste Internetseite nicht schafft: Eine persönliche, fachkundige Beratung. Hier steht auch Mutter Antonia immer noch ihren Kunden zur Verfügung. „Ich bin für viele Kunden einfach das Gesicht zu Baby Bolz

und begleite sie schon lange.“ Die langjährige Geschäftsfrau verfügt über eine unglaubliches Fachwissen und Empathie. Doch genau das ist der Grund, warum Baby Bolz auch nach so vielen Jahren noch ein fester Bestandteil des Immenstädter Stadtbildes ist. „Und darauf sind wir auch sehr stolz“. sp

Baby Bolz Rothenfelsstraße 1 87509 Immenstadt Telefon (0 83 23) 85 73 Telefax (0 83 23) 47 83 office@babybolz.de www.babybolz.de

BILDER: THOMAS TÄNZEL

Toben, rennen, klettern, tanzen, stampfen - Kinderfüße sind immer in Aktion. Umso wichtiger sind die richtigen Schuhe. Doch knapp 60 Prozent aller Kinder tragen falsche Schuhe. „Dabei ist das richtige Schuhwerk auch bei den ganz Kleinen schon wichtig“, weiß Petra Schafroth, „denn kein Fuß ist wie der andere.“ Dass die Auswirkungen zu kleiner, großer oder enger Kinderschuhe bis ins Erwachsenenalter gehen können, ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen. Daher ist auch hier die fachkundige Beratung nicht zu ersetzen. Doch gerade bei Schuhen und Kleidung ist laut Petra Schafroth wieder eine wachsende Sensibilisierung bei den jungen Eltern zu beobachten. „Sie wissen einfach, was Qualität ausmacht und wertschätzen diese.“ Daher legt die Fachfrau beim Einkauf auch größten Wert auf die Herkunftsländer und die Verwendung von Bio- und organischer Baumwolle. Die Qualität zeige sich vor allem darin, dass ein Kleidungsstück nach der 100. Wäsche noch die gleiche Passform habe und keine schädlichen Stoffe beinhalte.

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Im Oberallgäu

ist was los!

Die Landschaft im Oberallgäu scheint tatsächlich einem Bilderbuch entsprungen. Doch neben idyllischen Bergwiesen, imposanten Alpengipfeln und gemütlichen Dörfern bietet die Region Veranstaltungen und Events, die altes Handwerk und überlieferte Bräuche erlebbar machen, Kulturbegeisterte anlocken und Sportfreaks zu Höhenflügen inspirieren.

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Wir haben eine Auswahl der schönsten Veranstaltungen rund um das Jahr in der Region Oberallgäu für Sie zusammengestellt:

Freilichtbühne Jedes Jahr verfallen auf der Freilichtbühne in Altusried seit 1879 professionelle, einheimische Laien dem Schauspiel in der einmaligen Holzkonstruktion der Freiluft-Arena.

Funken Entgegen aller Mutmaßungen blieb bis heute die Überzeugung bestehen, dass mit dem Funken am ersten Sonntag nach Aschermittwoch der Winter vertrieben und Unglück für das kommende Jahr abgewendet wird.

Klausen- und Bärbeletreiben Wild sind sie anzuschauen, die Klausen und Bärbele im Advent. Einst sollten sie winterliche Dämonen vertreiben.

Viehscheid Am Ende des Bergsommers ziehen die Herden mit Blumen und Schellen geschmückt in das Tal und kehren zu den heimischen Höfen zurück.

Allgäu Triathlon Der Allgäu Triathlon in Immenstadt wird im Juli ausgetragen und zählt zu einem der härtesten und populärsten Triathlon-Mitteldistanzen Deutschlands.

Ein Skisprung-Spektakel der besonderen Art: das Auftaktspringen der Vierschanzentournee Ende Dezember in der Erdinger Arena in Oberstdorf. sp

Ballonglühen Im Winter findet in Bad Hindelang die beliebte Winter-Montgolfiade statt. Ein ganz besonderes Ereignis ist hier das abendliche Ballonglühen.

Bühler Seenachtsfest Das Bühler Seenachtsfest endet am letzten Samstag im Juli mit dem mit Musik unterlegten Brilliantfeuerwerk.

Erlebnis-Weihnachtsmarkt Bad Hindelang Die einmalige Atmosphäre des Erlebnis-Weihnachtsmarkts in Bad Hindelang verzaubert Groß und Klein.

Horner-Rennen Das Hornerrennen auf den traditionellen Horner-Schlitten findet in verschiedenen Orten im Allgäu statt. Das bekannteste Rennen ist in Gunzesried.

Jochpass-Oldtimer-Memorial das jährliche Highlight am Jochpass zwischen Bad Hindelang und dem Ortsteil Oberjoch: Das Jochpass Oldtimer-Memorial Rennen.

BILDER: BAD HINDELANG TOURISMUS, URLAUBSREGION ALLGÄU, OBERSTAUFEN TOURISMUS, SUSANNE REITBERGER, VERKEHRSAMT OBERMAISELSTEIN, SKISPORT- UND VERANSTALTUNGS GMBH OBERSTDORF

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Wolle zum Wohlfühlen

Seit 23 Jahren besteht der Schäferladen der Familie Blanz in Bad Hindelang. Mit ihren Produkten aus reiner Schafwolle leben sie ihre eigene Philosophie. Mit Erfolg.

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Als Felix und Monika Blanz Mitte der 80er Jahre ihre ersten Schafe anschafften, war der Gedanke an ein eigenes Geschäft noch weit weg. Die Landwirte sahen nach der Kontingentierung keine Zukunft in der Milchwirtschaft, suchten nach einem zweiten Standbein. So hielten die Schafe Flori und Lotte Einzug auf dem Blanz´schen Hof. Während viele Schäfer ihre Wolle aufgrund mangelnder Qualität entsorgten, kam dies für das Ehepaar nicht in Frage. Kurzerhand nahmen sie die Vermarktung in die eigenen Hände, hingen die Felle zum Verkauf über den

Zaun vor dem Hof. Die Wolle ließen sie waschen und zur Strickwolle spinnen. Dazu kamen Wolldecken, die am Blumenkasten vor dem Haus auf interessierte Käufer warteten. Ein kleines Zimmer in der Tenne wurde schließlich zum ersten Laden, handgemachte Schafwollbetten und Matratzen ergänzten das Sortiment. „Doch zuhause ging das bald nicht mehr“, erzählt Monika Blanz. So folgte 1994 der Schritt zum ersten „richtigen“ Geschäft in der Zillenbachstraße. Die engagierte Schäferin und Geschäftsfrau erinnert sich noch gut an den größten Oberallgäu | Allgäu Wirtschaftsmagazin


Biologische Kleidung für die ganze Familie Der kleine Laden platzte bald aus allen Nähten und fand einen neuen Standort am Bauernmarkt. „Man darf einfach nicht festgefahren sein“, erklärt Monika Blanz ihr stetes Wachstum, „und man braucht ein wenig Schneid im Leben.“ Die bewusste Lebensweise der Familie übertrug sich auch auf die Philosophie des Schafladens: höchster Anspruch an Nachhaltigkeit und ökologischer Herkunft der Produkte und Rohstoffe. Dieser Gedanke wurde 2004 mit dem Staatspreis für herausragende, innovative Leistung in der Kombination Landwirtschaft und Schäferladen gewürdigt. Nur wenige Jahre später konnte Monika Blanz die Verkaufsfläche um das gegenüberliegende Nachbargeschäft erweitern. Heute kümmern sich zehn Mitarbeiterinnen um die Kunden. „Viele nehmen stundenlange Autofahrten auf sich, um bei uns biologische und fair hergestellte Kleidung für die ganze Familie zu kaufen“, erklärt Monika Blanz, „die Zeiten, als Öko-Mode nur aus sackigen, farblosen Gewändern bestand, sind vorbei.“ Ein Blick durch den Laden bestätigt ihre Aussage: wunderschöne farbenfrohe Jacken und Pullover, Allgäu Wirtschaftsmagazin | Oberallgäu

schicke und originelle Kleider und Mäntel, daneben natürlich die klassischen „Strickkittel“ mit Hirschhornknöpfen in reiner Schafwollqualität. Außerdem finden Handarbeitsbegeisterte eine große Auswahl schönster Strick- und Filzwolle in feinster Qualität. Und hier gibt es auch die wunderschönen handgewebten Teppiche, für die sich die Chefin auch selbst mal an den Webstuhl setzt.

Wohlfühlen garantiert Beim Betreten des gegenüberliegenden Geschäftes möchte man sich am liebsten auf den Stapeln der wunderbar kuscheligen weichen Schaffelle niederlassen und das schöne Ambiente des Ladens genießen: Schafmilchseifen verströmen einen angenehmen Duft, der Apfelbaum mitten im Verkaufsraum vermittelt das Gefühl von Natur und Ursprünglichkeit, dazu eine Decke, gefüllt mit feinster Schafwolle. Filz-, Walk- und Lammfellhausschuhe in allen Formen und Farben garantieren warme Füße auch in der kalten Jahreszeit und bezaubernde Baby- und Kinderkleidung geben auch den kleinsten das Gefühl von Geborgenheit und Wärme. Mit ein bisschen Glück können Kunden bei ihrem Einkauf zusehen, wie Schafwollbettdecken in reiner Handarbeit hergestellt werden: Wie früher wird die kardierte Wolle in einem Inlett aus reiner Baumwolle von Hand punktgesteppt.

„Dadurch entstehen keine Kältebrücken und die Decke kann sich wunderbar anschmiegen“, erklärt Monika Blanz. Dazu ein Kissen, gefüllt mit Dinkel, Hirse oder Wollkügelchen und dem perfekten Schlaf steht nichts entgegen. Wie wäre es noch mit einer Wärmflasche mit Wollbezug? Diese werden neben anderen Wohlfühldingen von den Mitarbeiterinnen selbst genäht. Naturmatratzen von Lonsberg, Bettwäsche von Cottonea und der „Naturkind Kinderwagen“ aus reinen natürlichen Materialien ergänzen das Sortiment. „Vieles ist gar nicht geplant gewesen und wurde nur aufgenommen, weil Kunden danach gefragt haben.“ Doch diese Geschäftstaktik, verbunden mit einem konsequent hohen Anspruch an ökologische Standards, belohnt Monika und Felix Blanz mit über 20 Jahren Erfolg. Ein Erfolg, der auf einer klaren Philosophie und dem Mut beruht, neue Wege zu gehen. Susanne Reitberger

Minekussar´s Schóflädele Schäferladen Am Bauernmarkt 2 87541 Bad Hindelang Telefon (08324) 8620 info@schaeferladen.de www.schaeferladen.de

BILDER: SCHÄFERLADEN

Renner der ersten Zeit: Lammfellschühchen, diese wurden ganz im Trend der damaligen Zeit mit gestrickten Windelhosen ergänzt.

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MUTIG IN DIE ZUKUNFT Seit 1947 ist das SWW Oberallgäu ein kompetenter Partner für Immobilien im Oberallgäu. Was einst mit einigen SWW-Wohnblöcken in Zeiten der Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg begann, ist heute ein breit aufgestelltes Unternehmen mit einem vielseitigen Produktportfolio. Der Zuzug tausender Flüchtlinge und eine demoskopische Veränderung bescherten dem Oberallgäu Ende der 1940er Jahre eine akute Wohnungsnot. Daraufhin entstand durch die Gründerväter des SWW gemeinsam mit Gemeinden und Menschen der Region am 21. August 1947 die Wohnungsbaugesellschaft „Sozial-Wirtschafts-Werk des Landkreises Sonthofen“. Pünktlich zur Feier des 70-jährigen

Bestehens der SWW Oberallgäu Wohnungsbau GmbH hat sich das Unternehmen auf den Weg gemacht und ein völlig neues Erscheinungsbild kreiert. „Damit möchten wir unsere verschiedenen Geschäftsbereiche klarer voneinander abgrenzen“ erklärt Marketingmitarbeiterin Karina Köberle. Auch wenn die Vermietung von Wohnraum der Kernbereich des SWW sei, sollen die weiteren Produkte

Erste SWW-Wohnanlage in Blaichach Mitte der 80er Jahre:

1000. SWW Wohnung 2000. SWW Wohnung

1949

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und Dienstleistungen des SWW gleichwertig dargestellt werden.

Mit neuem Erscheinungsbild in die Zukunft In unterschiedlichen Farben dargestellte Piktogramme bieten nun für die einzelnen Bereiche einen optischen Wiedererkennungswert. Der klassische Bereich „SWW SOLIDE“ steht für Mietwohnungen. „Zurzeit haben wir einen Stand von rund 3700 geförderten und freifinanzierten Wohnungen“, erklärt Karina Köberle, „daneben entstehen aktuell neue Objekte in Oberstaufen und Sonthofen.“ Zum Bestand gehören auch noch Häuser aus den Anfängen, die zum Teil aber schon renoviert wurden und effizient und funktional alle Anforderungen an modernes

Umzug in ein neues Verwaltungsgebäude Wiedereinstieg ins Bauträgergeschäft

Bau von Eigentumsprojekten

1956 1964 1970 1980 1990 Mitte der 50er Jare:

Mitte der 70er Jahre:

Einstieg in das Verwaltungsgeschäft

Start des Modernisierungsprogramms

Neubautätigkeiten im geförderten Wohnungsbau

2006

2010

2015

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„Wir wollen unsere 70-jährige Vergangenheit liebevoll streifen. Wir wollen unsere Gegenwart selbstbewusst zeigen. Wir wollen unsere Zukunft mutig gestalten.“

Mitarbeiterhäuser für Hotelbedienstete, Altenpflegeheime oder das „Grüne Zentrum“ in Immenstadt stehen für „SWW INNOVATIV“, was ganz spezielle Zielgruppen anspricht. Besonders am Herzen liegen Geschäftsführer Martin Kaiser neue Wohnformen für alle Lebenslagen. Beispielhaft hierfür steht eines der SWW Gebäude mitten in Sonthofen, wo behinderte und nicht behinderte Menschen zusammen unter einem Dach leben und wie selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.

BILDER: SOZIALES-WIRTSCHAFTS-WERK

Wohnen erfüllen. Der Verkauf von Reihenhäusern, Eigentumswohnungen und Grundstücken wird nun unter „SWW INDIVIDUELL“ geführt. Auch hier gibt es gegenwärtig Projekte unter der Bauträgerschaft des SWW, wie in etwa „Wohnen Beim Schlossbauer“ in Sonthofen,

Vereinen oder die Umstellung zum papierarmen Büro ein.

Tobias Kracker, Karina Köberle, Martin Kaiser.

wo derzeit Reihenhäuser und Eigentumswohnungen zum Verkauf angeboten werden. Der Gesellschaftszweck des SWW ist es, breite Schichten der Bevölkerung mit Wohnraum zu versorgen. Wohnungen werden daher für viele verschiedene Zielgruppen angeboten, z.B. für Paare, Singles, Familien, Senioren oder Flüchtlinge. Dabei müssen die Wohnungen die unterschiedlichsten Anforderungen erfüllen, von energieeffizient bis barrierearm. Verantwortung, Vertrauen, Nachhaltigkeit – diese Begriffe stehen für „SWW ENGAGIERT“. Dabei setzt sich das SWW für die Energieeffizienz seiner Gebäude, beim Sponsoring von örtlichen Allgäu Wirtschaftsmagazin | Oberallgäu

Alle zusätzlichen Dienstleistungen, die vom SWW angeboten werden, sind unter „SWW SERVICE“ zusammengefasst. Neben der Verwaltung von Mietwohnungen für Dritte, fallen darunter auch die firmeneigenen Hausmeister und Handwerker. „Durch sie wollen wir vor allem einen reibungslosen Ablauf für unsere Mieter schaffen“ erklärt Tobias Kracker. Nach 70 Jahren seit seiner Gründung kann das SWW Oberallgäu mit Stolz auf eine erfolgreiche Unternehmensgeschichte zurückblicken. Eine Geschichte, die vielen Menschen eine Heimat in unserem schönen Allgäu geschenkt hat. Grüntenstraße 43a in Sonthofen Tel. +49 8321 6615-0 www.sww-oa.de


Grenzen überwinden

E-Biken ist im Trend. Das zeigt allein der Anteil von 1,5 Millionen Menschen, die mittlerweile auf das Fahrrad mit E-Motor setzen und somit zu einer grundlegenden Änderung unserer Mobilität beitragen. Radsport Voggel aus Fischen gehört zu den führenden Händlern in Sachen E-Bike. Dass Fahrrad fahren gesund ist, die Umwelt schont und sportlich eine Herausforderung sein kann, ist unbestritten. Doch lange Anstiege oder weite Distanzen sorgten gerade bei weniger sportlich Ambitionierten dafür, das Rad zu meiden. Dank der neuen Generation der E-Bikes sind solche Hürden praktisch nicht mehr vorhanden. Selbst längere Touren in bergigem Gelände lassen sich bewältigen – mit gerade so viel Anstrengung, wie man selbst leisten möchte. „Mit bis zu 80 Newton Meter Drehmoment am Hinterrad unterstützt der eingebaute Motor den Radfahrer“, erklärt

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Fachmann Toni Voggel, „und dies bei einer Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h.“ Dynamisch und unabhängig bezwingt der Radfahrer so bislang unüberwindbare Steigungen und trotzt jedem Gegenwind. „Es ist ein wenig so, als fahre man mit Rückenwind“, sagt Voggel. Seit Jahren ist er mit seiner Familie am Wochenende per E-Bike unterwegs und testet die neusten Modelle selbst. Vom ersten Modell an verfolgte er die Entwicklung und baute sogar das erste Kinder-E-Bike aus einem Klapprad selbst in seiner Werkstatt zusammen – was KTM den Anstoß für die

serienmäßige Produktion gab. „Durch diese eigenen Erfahrungen wissen wir auch genau, was wir verkaufen und können entsprechend gut beraten.“ Ob Citycruiser, Trekkingrad oder Mountainbike – heute ist jedes Modell als E-Bike erhältlich. „In Sachen Motor und Akku gibt es aber jährlich neue Entwicklungen“, weiß Voggel. Aktuell ist das gefragteste E-Bike-System auch bei Radsport Voggel das von Bosch. Toni Voggel freut sich besonders über die Auszeichnung des Herstellers als „Bosch E-Bike-Expert“, den deutschlandweit nur 260 Händler erhielten, deren Werkstatt den hohen Ansprüchen von Bosch entsprach.

E-Bikes für jeden Das E-Bike ist in der Gesellschaft angekommen. „Früher wurde es überwiegend von Senioren gekauft, die oft versuchten den Akku mit Klebefolie und ähnlichem zu tarnen“, schmunzelt Toni Voggel. Heute dagegen sei es ein Statussymbol Oberallgäu | Allgäu Wirtschaftsmagazin


Mit dem E-Bike zur Inspektion Besonders wichtig ist dem Fachmann neben einer fachkundigen Beratung auch ein guter Werkstattservice, „denn ohne

den geht es beim E-Bike nicht.“ Ähnlich wie bei einem Auto sollte eine jährliche Inspektion gemacht und Reifen, Bremsen und Elektronik überprüft werden. Mittels eines Diagnosegeräts können die Mechatroniker die Fahrleistungen erkennen und darauf Rückschlüsse auf den Zustand des Motors ziehen. “Durch die starke Motorleistung und den vielen gefahrenen Höhenmeter, ist der Verschleiß bei Kette und Bremsbelägen wesentlich höher als bei einem normalen Rad“, erklärt Voggel. Allgäu Wirtschaftsmagazin | Oberallgäu

Damit das ganze Team immer auf dem neuesten Stand der Technik ist, besucht es regelmäßig Fortbildungen. Da der Andrang besonders beim Service immer größer wird, freut sich Toni Voggel auch stets über zusätzliche kompetente Mitarbeiter. Auch eine Ausbildungsstelle zum

Zweirad-Mechatroniker bietet er in diesem Jahr wieder an. Die Zukunft dieses Berufes dürfte bei dem ständigen Anstieg der E-Bike-Fahrer gesichert sein! sp

Radsport Voggel Weilerstraße 5 87538 Fischen Telefon (08326)385250 Toni.Voggel@Radsport-Voggel.de www.radsport-voggel.de

BILDER: WILDFANG, BOSCH

und gehöre zum Lifestyle. Somit sind die einst von sportlichen Radlern etwas belächelten E-Bikes längst kein Nischenthema mehr, sondern finden auch bei sportiven Anwendungen Anklang. Je nach Kondition, Ehrgeiz oder Motivation kann per Knopfdruck die gewünschte Unterstützung gewählt werden – von moderat bis Turbo! Nach nur wenigen Tritten ist eine angenehme Geschwindigkeit erreicht. Beine und Motor harmonisieren, schnell stellt sich ein gleichmäßiger Rhythmus ein. Allein die Erfahrung, dass weitere Strecken und anspruchsvollere Touren auch in kürzerer Zeit möglich hebt die Motivation. Somit sind E-Bikes sind ein überzeugendes, gesundheitsförderndes und sicheres Trainingsmittel, selbst für Menschen mit weniger Kondition. Die positiven Effekte wurden jetzt sogar in Studien belegt. „Gerade die moderate Bewegung in einer angenehmen Pulsfrequenz ist auch für Menschen mit Vorbelastungen angenehm“, weiß Toni Voggel.

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TT VERLAG

Impressum Verlag: TT VERLAG GmbH St.-Mang-Platz 1 87435 Kempten Telefon (08 31) 96 01 51-0 Telefax (08 31) 96 01 51-29 info@tt-verlag.de www.tt-verlag.de

Vier Fragen an ...

Geschäftsinhaber/-leitung Thomas Tänzel (gesamtverantwortlich)

Chefredaktion: Susanne Pinn

Redaktion: Karin Bitsch, Florian Maucher, Angelika Hirschberg, Nadine Kerscher, Sylvia Novak, Gisela Sgier, Simone Wintergerst, Sybille Putz, Steffi Speisekorn, Anton Reichart, Christian Hauke, Anna Müller

Medienberatung: omas Tänzel .........................(0831) 960 151-10 Mikail Ates...................................(0831) 960 151-14 Karin Huber............................(0831) 960 151-12 Simone Kaneider......................(0831) 960 151-13

Thomas Gehring Stv. Fraktionsvorsitzender und Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Bayerischen Landtag

Druckvorstufe und Druck: Holzer Druck und Medien GmbH 88171 Weiler im Allgäuien www.druckerei-holzer.de

Magazin-Layout:

-Was ist in Ihren Augen das Besondere am Oberallgäu? Das Besondere am Oberallgäu ist seine großartige Landschaft und Naturschönheit. Es ist eine Gegend, in der es sich besonders gut leben lässt, weil sich Arbeiten, Freizeit und ein Miteinander im Dorf oder der Stadt gut vereinbaren lassen. -Wo ist Ihr Lieblingsplatz im Oberallgäu? Da bin ich natürlich voreingenommen: das Gunzesrieder Tal, wo es viele schöne Plätze gibt, die man zu jeder Jahreszeit gut zu Fuß oder mit Skiern erreichen kann. -Wie beurteilen Sie das Oberallgäu als Wirtschaftsstandort? Unsere Stärke ist das Nebeneinander von Tourismus, bäuerlicher Landwirtschaft, Industrie und Handwerk, so dass wir als Wirtschaftsstandort auf „mehreren Beinen“ stehen. Diese verschiedenen Sparten werden

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oft zu wenig gesehen, etwa wenn es um Wirtschaftsförderung oder Infrastrukturentscheidungen geht, die dann einseitig begründet werden. Die Chancen, die sich aus einer besseren Zusammenarbeit der einzelnen Sparten ergeben, müssen noch besser genutzt werden. -Was wünschen Sie dieser Region für die Zukunft? Ich wünsche der Region und uns, dass wir sorgsam mit unserem „Kapital“, dieser einzigartigen Landschaft, umgehen, dass wir in die Bildung unserer jungen Menschen investieren, dass wir eine vorzügliche Infrastruktur für das „digitale Zeitalter“ aufbauen und dass wir den Grundsatz „für die Region, aus der Region“ berücksichtigen. So kann das Oberallgäu auch in Zukunft eine besondere Region sein, in der sich gut arbeiten und leben lässt.

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Schlusswort|

Oberallgäu Spezial

Ein Landstrich voller Naturspektakel, Freizeitmöglichkeiten und Erholungswert... Das verbinden die meisten mit dem Oberallgäu. Kaum vorstellbar, dass hier auch die Wirtschaft boomt, sich mittelständische Unternehmen aller Sparten niederlassen und eine hervorragend ausgebaute Infrastruktur die scheinbare Abgelegenheit Lügen straft. Der prognos Zukunftsatlas von 2016 bescheinigt dem beschaulichen Oberallgäu ausgeglichene Zukunftschancen bei der Entwicklung der Region und Standortstärke, beim Fokus Landkreis-Ranking im letzten Jahr gelang der Sprung auf Rang 57 (Rang 87 im Jahr 2015) von bundesweit 382 Kreisen. Diese Ergebnisse und die Vielfalt an Unternehmen im Oberallgäu zeigen, dass Natur und Tradition, Wirtschaft und Arbeitskraft Hand in Hand gehen können. Bei einem Interview zu diesem Sonderheft antwortete ein Hotelier auf die Frage, warum er sich ausgerechnet im Oberallgäu niederließ, wo es doch deutschlandweit so viele schöne Urlaubsregionen gäbe: „Wenn ich morgens aufwache und die sonnenbeschienen Gipfel der Allgäuer Alpen sehe, weiß ich, dass es auf der ganzen Welt keinen schöneren Ort geben kann.“ Ja, so manch einer hat erkannt, dass diese Landschaft zwischen hohen Bergen und Tälern, zwischen weiten Feldern und Seen viel mehr ist, als ein Urlaubsdomizil. Heute ist das Oberallgäu mit der Welt vernetzt und sorgt für Erstaunen darüber, dass ein solches Kleinod

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auch ein hervorragender Wirtschaftsstandort ist. Auch wenn die Region von immer mehr „Ring´schmeckten“ bevölkert wird, wie die Einheimischen die Zugezogenen gern nennen, nehmen sie den Trend gelassen hin. Der Ur-Oberallgäuer lässt sich sowieso nicht beirren, folgt seinen Traditionen noch wie einst und ist häufig noch genauso anzutreffen, wie das Klischee vorschreibt: Mit einer Pfeife im Mundwinkel, Holzschuhen an den Füßen und gemächlich die Kühe am Morgen auf die Weide treibend. Und genau dies wollen wir auch so erhalten. Das Althergebrachte gehört zum Oberallgäu wie neue Entwicklungen. Wo einst nur Milch und Käse die Grundlage für Erfolg darstellten, sorgen heute klein- und mittelständische Unternehmen für eine ausgewogene Branchenstruktur. Unser schönes Oberallgäu geht mit großen Schritten in die Zukunft, und dies in einer perfekten Symbiose mit den reichen Geschenken dieses Fleckchens Erde: einer einmaligen Landschaft, liebenswerten Menschen und gepflegten Traditionen. Wer hier leben und arbeiten darf, kann sich jeden Tag glücklich schätzen. Ich bin einer von ihnen. Herzlichst Ihre Susanne Pinn

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Spezialausgabe Oberallgäu April 2017  

Zusätzlich zu den sechs Hauptmagazinen pro Kalenderjahr beleuchtet das Allgäuer Wirtschaftsmagazin im Speziellen lokale Wirtschaftsräume im...