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Das Outdoor-Magazin von Transa

Ausgabe 32

WINTER 2018


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Foto: Moritz Schäfer

Editorial

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Iglubau beim Transa Winterfestival auf der Melchsee-Frutt.

«Den Winter erleben!» Daniel Gosteli (Verantwortlicher Events) verrät, welche Winter-Veranstaltungen Transa in diesem Jahr organisiert und warum eine Nacht im Iglu ein ganz besonderes Erlebnis ist.

Daniel Gosteli (links) vom Transa Marketing.

Danny, ihr veranstaltet auch in diesem Jahr diverse Winter-Events. Was sind die Highlights? Für die kommende Saison haben wir das EventAngebot ausgebaut: Am 15. und 16. Dezember findet unser erster Transa Skitest in Andermatt statt, am 20. und 21. Januar das Black-Crows-Weekend in Chamonix und am 23. und 24. Februar das Transa Ski Weekend. Das Highlight bildet dann unser grosses Winterfestival auf der Melchsee-Frutt vom 8. bis 10. März (Infos: S. 28/29). Für wen ist das Winterfestival geeignet? Für jeden! Der Event ist die perfekte Gelegenheit, in einem sicheren Rahmen und unter fachkundiger Anleitung verschiedene Aktivitäten auszuprobieren und den Winter zu erleben – zum Beispiel bei einer Übernachtung im selbst gebauten Iglu. Aber wir sprechen natürlich nicht nur Einsteiger an, sondern auch erfahrene Winterfans, die ihr Wissen beispielsweise im Bereich Lawinensicherheit festigen wollen.

Hast du selbst schon mal im Iglu übernachtet? Klar, als Transianer gehört das dazu. Eine IgluÜbernachtung ist echt ein Erlebnis und nicht mit einer Nacht im Zelt zu vergleichen. Du bist komplett isoliert, bekommst nichts von der Aussenwelt mit. Wenn du sauber gearbeitet hast, kann es draussen stürmen und bei dir drinnen ist totale Ruhe. Zudem ist es im Iglu wärmer als im Zelt! Warum sind solche Events so wichtig für Transa? Was Transa ausmacht und was uns von den vielen Onlinehändlern unterscheidet, ist unser Know-how und unsere Leidenschaft fürs Draussensein. Woanders findest du vielleicht auch eine Schnee­ säge, aber es erklärt dir keiner, wie man diese richtig benutzt. Unsere Verkäufer wissen, wovon sie sprechen, und das nicht nur, weil sie irgendwann mal eine Schulung hatten, sondern weil sie es leben. Bei den Events können wir unser Wissen und diese < Leidenschaft mit unseren Kunden teilen.

Alle Infos rund ums Winterfestival: www.transa.ch/winterfestival


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Inhalt

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IMPRESSUM 4-SEASONS ist die Kundenzeitschrift der Transa Backpacking AG. 4-SEASONS wird kostenlos an die aktiven TransaCard-Kunden verschickt und ist in den Transa Filialen in Basel, Bern, Luzern, St. Gallen, Winterthur und Zürich kostenlos erhältlich (solange der Vorrat reicht). HERAUSGEBER Transa Backpacking AG Josefstr. 53, CH-8005 Zürich www.transa.ch info@transa.ch VERANTWORTLICH Transa Backpacking AG DRUCKAUFLAGE: 96’000, davon 88’600 Direktversand.

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LESERSERVICE Kundenservice Transa Backpacking AG info@transa.ch www.transa.ch/kontakt REDAKTION & KONZEPT red-gun.com Redaktionsbüro Provinostr. 52, D-86153 Augsburg Tel. 00 49 / 821 / 42 07 84 0 E-Mail: 4-seasons@red-gun.com REDAKTIONSTEAM Stephan Glocker (Chefredaktor), Michael Neumann, Moritz Schäfer (CvD), Philip Baues, Julian Rohn, Ingo Hübner, Sebastian Lüke, Manuel Arnu, ­Lars Dammann, Claudia Meyer, Gotlind Blechschmidt

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GRAFIK & PRODUKTION Jens Klatt, Wiebke Mörig

6 Interview: Claudio Sieber Aussteiger, Abenteurer und Fotograf.

Abfahrt zum Lac de Moiry bei der Wallis-Leserreise. Foto: Julian Rohn

Ausgabe 32

WINTER 2018

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State of the Art: Pieps Micro Das kleinste und leichteste 3-Antennen-LVS.

22 Aktuell News und Infos aus der Welt von Transa.

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Transa on Tour: Bach Zu Besuch bei den Rucksack-Experten.

28 Winter-Events von und mit Transa Winterfestival, Testveranstaltungen und mehr.

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Kaufberatung: Nacht im Schnee So funktioniert Camping im Winter.

30 Projekte: Einsame Stille Thomas Oschwald alleine im finnischen Winter.

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Mitarbeiterin: Vittoria Vonarburg Die Künstlerin fuhr mit ihrem Velo in den Iran.

38 Traumziele: Costa Rica Surfspots, Sonnenuntergänge und Natur pur.

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Leserreise: Val d’Anniviers Geheimtipp zwischen Zermatt und Verbier.

40 Reise: Südtirol Ein sinnlich langsamer Trip in fünf Episoden.

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Hin und weg Transa bringt dich raus. Und zwar richtig.

46 Outdoor-Gourmetküche Qualle, Alge und Wurm mit Andrea Staudacher.

ANZEIGEN, TOURISMUS-KOOPERATIONEN 4-Seasons Marketing Sarah Jentsch Provinostr. 52, D-86153 Augsburg Tel. 00 49 / 821 / 42 07 84 0 Fax 00 49 / 821 / 42 07 84 20 E-Mail: marketing@red-gun.com DRUCK Vogt-Schild Druck AG 4552 Derendingen

neutral Drucksache No. 01-18-351767 – www.myclimate.org © myclimate – The Climate Protection Partnership

Fotos: Claudio Sieber, Thomas Oschwald, Manuel Arnu, Julian Rohn

Inhalt Winter 2018

Das Outdoor-Magazin von Transa

MITARBEIT AN DIESER AUSGABE Sasa Löpfe, Ruedi Thomi, Yannick Hartmann, Daniel Gosteli, Tamara Freitag, Claudio Sieber, Simone Seiler, Thomas Oschwald, Kerstin Kalbermatten, Thomas Jutzler, Cindy Ruch, Andrea Staudacher, Mia Hofmann, Thorsten Kaletsch, Rob Lewis, Hans-Jörg Oppliger, Vittoria Vonarburg, Jürg Haltmeier


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Interview


Interview

Nomade der Neuzeit Claudio Sieber (36) hat sein geregeltes Leben in der Schweiz hinter sich gelassen. Seit f체nf Jahren bereist er als nomadischer Abenteurer und Fotograf die Welt. Ein Gespr채ch 체ber seine Sucht nach Freiheit und die Angst, im Leben etwas zu verpassen.

Interview: Moritz Sch채fer | Fotos: Claudio Sieber

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Interview

«Dazu kommt meine Selbstdiagnose: angeborene FOMO (Fear of missing out). Auf Deutsch: Ich habe tierische Angst, im Leben etwas zu verpassen.»

Pacu Jawi – Bullen-Surfen in Sumatra: Die Bauern feiern so das Ende der Reisernte und Claudio mischt fleissig mit.


Interview

Als Claudio Sieber mir die Fotos für dieses Interview schickt, schreibt er folgende E-Mail: «Hi Moritz, hier die gewünschten Bilder. Ich habe mir soeben Malaria eingefangen, entschuldige die Tippfehler ;-)» Auf Nachfrage erklärt er: «Irgendwann musste es mich ja mal erwischen. Der Busch-Doktor hat seine Hilfe angeboten, aber bei Malaria gehe ich kein Risiko ein. Also ab ins Provinz-Krankenhaus!» …

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Claudio, warum hast du 2014 deinen Job gekündigt und bist auf Weltreise gegangen? Ich war einfach zu neugierig, um den Rest meines Lebens an ein und demselben Ort zu verbringen. Ich wollte die Tretmühle des Arbeitslebens hinter mir lassen und es endlich mit mir selbst aufnehmen. Ver­ steh mich nicht falsch: Die Schweiz ist eines der schönsten Länder der Welt und ich liebe meine Heimat. Aber mir wurde all die Perfektion und all der Druck irgendwann zu viel. Dazu kommt meine Selbstdiagnose: angeborene FOMO (Fear of missing out). Auf Deutsch: Ich habe tierische Angst, im Leben etwas zu ver­ passen. Ich wollte raus, die Welt mit meinen eigenen Augen sehen, mir ein eigenes Bild machen. Wo bist du gerade und wie sieht dein Alltag aus? Ich durchkämme gerade die Insel Neubritannien. Das ist ein Teil Melanesiens, der politisch zu PapuaNeuguinea gehört. Ich wohne auf einem Schrottplatz neben einem Berg von Secondhand-Kleidern, rasiere mich vor dem Seitenspiegel eines kaputten Land­ cruisers und reise immer wieder per Sammel-Lkw in den Busch, um an einer Reportage zu arbeiten. Wie lange bist du schon unterwegs? Per Januar sind es fünf Jahre. Ich bin im südlichsten Zipfel von Lateinamerika gestartet und habe mich lang­ sam in Richtung USA durchgeschlagen. Nach einem Roadtrip – Westküste zur Ostküste und wieder zurück – in einem rostigen Van habe ich das «Land der Freien» hinter mir gelassen und bin via Hawaii nach Japan ge­flogen. Seitdem hat mich Asien in seinem Bann. Was hast du vorher gemacht? Ich habe eine Dekade lang an einer «Karriere» in der Marketingindustrie gefeilt. Als Verkaufsprofi und Pro­ jektleiter habe ich die Geschäftswelt von Chur bis nach Genf aufgemischt und um die Budgets der CEOs und Marketingabteilungen gebuhlt.

Vorjahressieger Hamid und Claudio nach dem 80-Meter-Surf. Bevor du los bist, hattest du innert sieben Jahren 100’000 Franken angespart. Was bedeutet dir Geld? Ich bin bekennender Kapitalist, trotzdem passt mein ganzes Hab und Gut aktuell in einen Rucksack. >


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Interview

Oben: Die Meeresnomaden von Borneo. Unten: Claudio kauft von einer Tolai-Frau mit dem Muschelgeld Tabu ein Eis.

«Natürlich gönne ich mir ab und zu ein bisschen Komfort: Dann lasse ich mich irgendwo nieder, wo es guten Kaffee, italienisches Essen und ein Zimmer mit eigener Toilette gibt.»


Interview

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Geld ist für mich vor allem der Schlüssel für die Tür zum Unbekannten. Für westliche Verhältnisse war ich nie reich. Heute komme ich jedoch mit circa 6000 Franken (ohne Pensionskasse) pro Jahr gut über die Runden. Ich schätze mich glücklich, mein Geld an Orten auszu­ geben, wo die Menschen weniger haben. Aber natürlich gönne ich mir ab und zu auch ein bisschen Komfort: Dann lasse ich mich irgendwo nieder, wo es guten Kaffee, italienisches Essen und ein Zimmer mit eigener Toilette gibt. Mein Alltag ist eher entbehrungsreich, des­ halb weiss ich Komfort dann umso mehr zu schätzen. Wovon lebst du heute? Vom Verkauf meiner Bildwelten und Fotoreportagen. Wie hast du das Fotografieren gelernt? Was die Technik angeht: Learning by Doing! Dafür habe ich circa ein Jahr gebraucht. Weitaus schwieriger war es, mein fotografisches Auge zu verfeinern: Was passiert im Bild, wie kann ich Emotionen einfangen? Mindestens genauso wichtig wie das Fotografieren selbst ist die Ver­ marktungsstrategie: Das zu lernen, hat mich über drei Jahre gekostet. Ohne eine gute Website, ein Gespür für interessante Themen und eine gewisse Hartnäckigkeit im Verkauf hast du als Fotojournalist keine Chance. Viele deiner Projekte sind ziemlich ausgefallen und extrem. Wie kommt das? Ich will festhalten, was für die westliche Welt kontro­ vers, betörend oder unverständlich ist. Ich versuche, die Menschen wachzurütteln und ihnen zu zeigen, dass es da draussen noch so viel mehr gibt. Wie findest du deine Projekte? 80 Prozent Recherche, 20 Prozent Insidertipps. Es wird aber immer schwieriger, einzigartige Ideen aufzu­ greifen, denn so gut wie jeder Winkel unseres Planeten wurde bereits abfotografiert und beschrieben. Dennoch ergibt sich immer wieder eine Lücke für eine Story – diese muss dann eben besser, vielseitiger und zeit­ gemässer sein als das, was bereits vorhanden ist.

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Was war für dich das bisher spannendste Projekt? Letztes Jahr war es definitiv der bizarre Totenkult der Toraja in Südsulawesi, Indonesien. Mein derzeitig spannendstes Projekt ist eine multimediale Reportage über Muschelgeld und dessen Bedeutung für den kultu­ rellen und sozialen Zusammenhalt der Tolai-Ethnie aus Papua-Neuguinea. Man glaubt es kaum, aber in dieser Ecke der Welt werden derzeit Muschelbanken eröffnet. Erzähl uns mehr … Bei den Tolai ist Muschelgeld, sie nennen es Tabu, bis heute fest in der Kultur verankert: Es stärkt die Fami­ lien- und Gesellschaftsbindung ebenso wie die lokale Wirtschaft. Es wird sehr aufwendig aus Schalen der Nassariidae-Meeresschnecke hergestellt. Tabu wird > #BringYourOwn


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Interview

täglich verwendet, um Güter in den Dörfern zu tauschen. Ausserdem spielt es eine wichtige Rolle bei allen kul­ turellen Aktivitäten wie Hochzeiten und Be­erdigungen. Das Muschelgeld wird nur dann in «echtes Geld» getauscht, wenn moderne Güter gekauft oder die Schulgebühren bezahlt werden müssen. Jahrzehnte nach der Einführung von Bargeld sind die Tolai noch immer sehr eng mit ihrem Muschelgeld verbunden. Gleichzeitig sorgt die Globalisierung auch hier dafür, dass sich der Lebensstil und damit auch die Bedeu­ tung des Tabu verändern. Was hat es mit dem Totenkult in Indonesien auf sich? Die Toraja ehren ihre Toten, indem sie zahllose Büffel opfern. Das treibt manch einen fast in den Ruin und führt dazu, dass die Leichen lange zu Hause aufbewahrt

«Solche Bilder sind für uns verstörend, aber wir müssen uns auch klarmachen, dass unser Umgang mit dem Tod für die Toraja genauso schockierend wäre.»

werden müssen, bis eine zeremonielle Beerdigung ge­ feiert werden kann. Darüber hinaus werden in einigen Dörfern die Verstorbenen exhumiert, um neu eingeklei­ det und entstaubt zu werden. Das wirkt auf uns Europäer extrem morbide, ist aber ein fester Bestandteil der loka­ len Kultur und dort völlig selbstverständlich. Solche Bilder sind für uns verstörend und schockierend, aber wir müssen uns auch klarmachen, dass unser Umgang mit dem Tod für die Toraja genauso schockierend wäre.

Für das Ma’Nene-Ritual werden die Toten exhumiert, um sie anschliessend zeremoniell zu ehren.

Wie findest du Zugang zu diesen völlig fremden Menschen, deren Sprache du nicht sprichst? Menschen in abgelegenen Regionen sind von Natur aus neugierig, das erleichtert den Zugang. Echtes Interesse für ihre Heimat öffnet schlussendlich die Tür. Englisch hat sich dank der Kolonialherren und der Globalisierung in die entlegensten Gebiete verbreitet und ist dazu fester Bestandteil der Schullektüre vor Ort. Meistens komme ich damit durch. Es gibt prak­ tisch in jedem Dorf jemanden, der Englisch kann. Und falls dem mal nicht so ist, versuche ich für einige Tage einen Dolmetscher zu engagieren. Warum hat es dir Asien so angetan? Asien ist ein kultureller Flickenteppich. Ausserdem ge­ hen die Dinge trotz des ökonomischen Booms und der rapide anwachsenden Mittelklasse hier noch gemüt­ licher zu. Pensionskassen und Pensionierung sind prak­ tisch inexistent, die wenigsten vertrauen dem eigenen Staat. Familienwerte und das eigene Wohlbefinden ste­ hen daher im Mittelpunkt. Ich erlebe hier eine unglaub­ liche Leichtigkeit trotz aller Alltagssorgen. Nichts ist perfekt, und das ist gut so. Ausserdem findet das Leben ausserhalb der eigenen vier Wände statt.

Yuanita posiert mit ihrem Grossvater, der vor 20 Jahren verstarb. Sie sieht ihn zum ersten Mal.

Man sagt, dass Reisen bildet. Was war deine wichtigste Lektion bisher? Wir vergessen gerne, dass unser Glück nicht von Karri­ ere und Wohlstand abhängt. Glück ist sehr subjektiv. In der Werbung wird uns jedoch dauernd genau das >


Interview

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Interview

«Dieser Planet ist weit überraschender, brutaler, romantischer, erstaunlicher, bunter und grosszügiger, als ich ihn mir einst vorgestellt habe.» In Hanoi (Vietnam) omnipräsent: Strassencoiffeure.

Gegenteil eingetrichtert: «Tu dies, investier in das, dann, ja dann wirst du glücklich.» Ich habe gelernt, dass mein Wohlbefinden weder an eine schöne Woh­ nung noch an ordentlich Moneten geknüpft ist. Bist du süchtig nach Reisen? Ja, ich bin süchtig, aber nicht nach Reisen per se, son­ dern nach Freiheit. «Ferien» interessieren mich nur be­ dingt. Mein Wissensdurst ist mein Antrieb. Ich staune oft, wie weit Theorie und Tatsachen auseinanderliegen. Nach knapp fünf Jahren ausserhalb meiner selbst er­ schaffenen Komfortzone kann ich sagen: Dieser Planet ist weit überraschender, brutaler, romantischer, er­ staunlicher, bunter und grosszügiger, als ich ihn mir einst vorgestellt habe.

Ist dein Lebensstil nicht ziemlich egoistisch? Ansichtssache! Klar ist es ein Stück weit egoistisch, dass ich unbedingt Herr über meine eigene Zeit sein will und nur meinen wirklichen Interessen nachgehe. Aber ich bin mir dabei natürlich bewusst, dass die Welt in Anarchie auseinanderbrechen würde, wenn jeder so leben würde. (lacht) Deine Familie in der Schweiz siehst du nur noch selten. Ist das für dich einfach der Preis für deinen Lebensstil? Meine Mutter und meine engen Freunde sind mir enorm wichtig. Ich vermisse die langen Gespräche mit ihnen, die sind einfach durch nichts zu ersetzen. Mein Vater ist früh gestorben und ich bin ein Einzelkind. Trotzdem will meine Mutter, dass ich mein Leben >

Tuk Tuk oder Raumschiff ? Dieses Foto machte Claudio in den Strassen von Bangkok.


Interview

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Der Halsschmuck der Padaung-Frauen aus Myanmar dr체ckt ihre Schl체sselbeine nach unten, was ihre H채lse extrem lang erscheinen l채sst.


Interview

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«Arm ist nicht der, der wenig hat, sondern der, der nie genug bekommen kann.»

so führe, wie es mir passt, solange ich dabei glücklich bin. Es hilft, dass sie nebst aller Besorgnis auch sehr stolz auf mich ist. Trotzdem plagt mich natürlich hin und wieder das schlechte Gewissen, das ist nur menschlich. Gerade in Asien werde ich täglich mit diesem Thema konfrontiert: «Wie viele Kinder hast du denn? Wo sind deine Eltern?», höre ich ich fast täg­ lich. Denn hier sind die Familienwerte und die damit verbundenen Verpflichtungen das Mass aller Dinge. Hast du Angst vor einem geregelten Leben? Jawohl! Routine engt mich ein. Ein unberechenbarer Tag ist ein guter Tag. Asien und die Pazifikregion bescheren mir täglich eine gute Portion Unberechen­ barkeit – deshalb gefällt es mir hier so gut. Wie gehst du damit um, wenn du auf deinen Reisen Armut begegnest? Ich bin nicht losgezogen, um die Welt zu retten! Aber Armut ist für mich immer auch eine Frage der Perspek­ tive. Der Pädagoge Jean Guéhenno hat mal gesagt: «Arm ist nicht der, der wenig hat, sondern der, der nie genug bekommen kann.» Das bringt es für mich auf den Punkt. Viele Länder in Asien haben wenig Industrie, ein Gross­ teil der Bevölkerung arbeitet in der Agrarwirtschaft, zum Teil noch als Selbstversorger – so wie in der Schweiz um 1940. Waren wir damals arm? Vielleicht, aber erst im Rückblick oder im Verhältnis mit anderen Ländern können wir das Gefüge als solches definieren. In weiten Teilen Asiens wird viel mehr gelacht, es gibt weniger Zeitdruck, das führt zu mehr Leichtigkeit – für mich auch eine Form von Wohlstand.

brauche ich gute PR und will meine Arbeit publiziert sehen – schlussendlich finanziere ich damit Nudel­ suppen und Altersvorsorge. Unterm Strich interessiert es mich heute aber viel weniger als früher, was andere Leute denken oder von mir erwarten.

Sei ehrlich: Geht es dir bei deinen Projekten wirklich nur um die Erfahrungen? Oder suchst du nicht eigentlich auch nur nach Selbstbestätigung? Selbstbestätigung ist eine gefährliche Droge. Vor allem, weil sie nur sehr kurz anhält – sie kann einem heute zum Hoch verhelfen und morgen in einen Schlund aus Depressionen stürzen. Aber aus meiner Sicht war meine Sucht nach Selbstbestätigung grösser, als ich noch in der Schweiz wirkte. Heute gehe ich gelassener durchs Leben und mache mein Ding. Selbstverständlich

Man sagt unserer Generation nach, dass wir nur auf ausgetretenen Pfaden unterwegs sind und dem nächsten Instagram-Foto hinterherjagen. Wie siehst du das? «Zehn Dinge/Orte, die du erleben musst, bevor du stirbst!» Au weia! Dabei geht es beim Reisen doch um Erlebnisse, neue Entdeckungen und vor allem um Emo­ tionen. Ich bevorzuge deshalb Solo-Reisen in abge­ legene Gebiete und verbringe Zeit mit den Ein­ heimischen. Ich verstehe nicht, wieso man um den halben Globus reist, um sich dann ausschliesslich >

In Nordthailand erhalten junge Shan Buddhisten erst nach einer fünftägigen Zeremonie ihre Novizen-Robe. Dabei dürfen sie den Boden nicht berühren und werden deshalb getragen.


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Interview

mit Menschen aus der Heimat oder anderen Ländern der gleichen Hemisphäre zu mischen und sich dazu noch konstant aus der ach so traumhaften Realität in den Online-Avatar zu retten. Eine beängstigende Ent­ wicklung. Glücklicherweise gibt es aber auch in meiner Generation nach wie vor noch viele echte Abenteurer. Wirst du irgendwann wieder ein «normales Leben» in der Schweiz führen? Ich schätze meine Heimat aus diversen Gründen, nicht zuletzt wegen der politischen wie ökonomischen Stabi­ lität, den vier Jahreszeiten – und ich vermisse gesellige Raclette-Abende. Bei allem Freiheitsdrang, mein Zuhause ist und bleibt die Schweiz. Aber im Moment bin ich mit meinem Leben in Asien sehr zufrieden und ehrlicherweise könnte ich mir zurzeit kaum die Schweizer Fixkosten leisten. Da müsste ich mich kom­ plett neu orientieren. Die Zeit wird zeigen, wie es weitergeht. Aber ein Heimatbesuch in ein bis zwei < Jahren ist in Planung … Einige Tage nach dem Interview frage ich Claudio, wie es ihm geht. Seine Antwort: «Ich bin wieder auf dem Damm, hat mich nur vier Tage beschäftigt. Wenn es einen Ort gibt, wo sie wissen, wie man mit Malaria umgeht, dann hier in Papua-Neuguinea.»

Claudios Projekte – eine Auswahl

Oben: Kurz nach diesem Foto aus Myanmar wurde Claudio des Landes verwiesen. Die Gründe: illegaler Bootsbesitz und Nichtbefolgen von Weisungen der Polizei. Unten: Um seine Ziele zu erreichen, ist Claudio jedes Fortbewegungsmittel recht.

• 2016, Vietnam: «Mirrors of the past», Foto-Essay über die schwindenden Strassencoiffeure von Hanoi. • 2017, Indonesien: «Post Mortem – Liebe über den Tod hinaus», Reportage über den Totenkult in Sulawesi. • 2017, Sumatra: «Projekt Robinson – 10 Tage castaway auf einer einsamen Insel», ein Selbstexperiment. • 2017, Borneo: «Heimatlos – das vergessene Volk der Bajau», zu Gast bei Meeresnomaden. • 2018, Thailand: «Poy Sang Long – jeweled Princes», Bericht über die zeremonielle Ordination buddhistischer Novizen. • 2018, Lamalera (Indonesien): «Lamafa – Jagd auf die Geschenke der Ahnen», Einblick in die Jagdpraktiken der letzten traditionellen Walfänger unserer Zeit. • 2018–19, Papua-Neuguinea: «Tabu is Life – Das Muschelgeld von Ost-Neubritannien», Multimedia-Reportage über die kulturelle Bedeutung von Muschelgeld. Mehr von/über Claudio: www.claudiosieberphotography.com


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iertLIVE REPORTAGEN SAISON 2018/2019

präsent

Interview

Uster Zürich Luzern Winterthur Bern Luzern Thun Aarau Zürich Basel Chur

Sa Mo Di Mi Do Fr Sa Mo Di Mi Fr

17.11. 19.11. 20.11. 21.11. 22.11. 23.11. 24.11. 26.11. 27.11. 28.11. 30.11.

Kl. Ha. Griffig Technopark IMAX gate27 Fr. Gymn. IMAX Burgsaal KUK, Saal 2 Technopark UNION Titthof

Liestal Solothurn Nottwil Zürich Cham Winterthur Bern Wetzikon Thun Rorschach Spiez Aarau Wil SG Jona Chur

Mi Do So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr

7.11. 8.11. 11.11. 12.11. 13.11. 14.11. 15.11. 16.11. 17.11. 18.11. 19.11. 20.11. 21.11. 22.11. 23.11.

Hotel Engel 19.30 Uhr Landhaus 19.30 Uhr Parapl. Zent. 16 Uhr Volkshaus 19.30 Uhr Lorzensaal 19.30 Uhr gate27 19.30 Uhr Freies Gymn. 19.30 Uhr Aula Kanti ZO 19.30 Uhr Burgsaal 15 + 19.30 Uhr Würth Saal 17 Uhr Lötschbergs. 19.30 Uhr KUK, Saal 1 19.30 Uhr Stadtsaal 19.30 Uhr Kreuz 19.30 Uhr Titthof 19.30 Uhr

MOUNTAINBIKE

Zürich Bern Luzern Thun Basel

Mi 27.03. Do 28.03. Fr 29.03. Sa 30.03. Mo 1.04.

Volkshaus Freies Gymn. IMAX Burgsaal Volkshaus

19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr

JOLANDA LINSCHOOTEN

Zürich Winterthur Rorschach Aarau Thun Bern Basel Luzern

Di Mi Do Fr Sa So Mo Di

Volkshaus gate27 Würth Saal KUK, Saal 1 Burgsaal Freies Gymn. Volkshaus IMAX

19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 17 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr

Zürich Zürich Aarau Wetzikon Winterthur Chur Rorschach Basel Bern Jona Schaan Münsingen Thun Spiez Luzern Solothurn Lyss Cham Nottwil Bern

So 24.02. Mo 25.02. Di 26.02. Mi 27.02. Do 28.02. Fr 1.03. So 3.03. Mo 4.03. Di 5.03. Mi 6.03. Do 7.03. Fr 8.03. Sa 9.03. So 10.03. 11. + 12.03. Mi 13.03. Do 14.03. Fr 15.03. Sa 16.03. So 17.03.

Volkshaus 14 Uhr Volkshaus 19.30 Uhr KUK, Saal 1 19.30 Uhr Aula Kanti ZO 19.30 Uhr gate27 19.30 Uhr Titthof 19.30 Uhr Würth Saal 17 Uhr Volkshaus 19.30 Uhr National 19.30 Uhr Kreuz 19.30 Uhr SAL 19.30 Uhr Schlossgut 19.30 Uhr Burgsaal 15 + 19.30 Uhr Lötschbergsaal 16 Uhr IMAX 19.30 Uhr Landhaussaal 19.30 Uhr Weisses Kreuz 19.30 Uhr Lorzensaal 19.30 Uhr Parapl. Zent. 19.30 Uhr Freies Gymn. 14 Uhr

SYRIEN

Zürich Winterthur Luzern Bern Aarau Thun Rorschach Cham Liestal

Mo 18.03. Di 19.03. Mi 20.03. Do 21.03. Fr 22.03. Sa 23.03. So 24.03. Mo 25.03. Di 26.03.

Volkshaus gate27 IMAX Freies Gymn. KUK, Saal 1 Burgsaal Würth Saal Lorzensaal Hotel Engel

DIRK BLEYER

Chur Bern Zürich Winterthur Bern Cham Münsingen Thun Rorschach Uster Wil SG Luzern Buchs AG Solothurn Nottwil Basel

Fr 29.03. So 31.03. Mo 1.04. Di 2.04. Mi 3.04. Do 4.04. Fr 5.04. Sa 6.04. So 7.04. Mo 8.04. Di 9.04. Mi 10.04. Do 11.04. Fr 12.04. So 14.04. Mo 15.04.

Titthof 19.30 Uhr Freies Gymn. 13.30 Uhr Volkshaus 19.30 Uhr gate27 19.30 Uhr Freies Gymn. 19.30 Uhr Lorzensaal 19.30 Uhr Schlossgut 19.30 Uhr Burgsaal 15 + 19.30 Uhr Würth Saal 17 Uhr Stadthofsaal 19.30 Uhr Stadtsaal 19.30 Uhr IMAX 19.30 Uhr Gemeindesaal 19.30 Uhr Landhaussaal 19.30 Uhr Parapl. Zent. 16 Uhr Volkshaus 19.30 Uhr

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Im Rausch der Sinne

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Jakobsweg - Franziskusweg - Kumbh Mela - Indien

8.01. 9.01. 10.01. 11.01. 12.01. 13.01. 14.01. 15.01.

19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr

19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 16 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr

Sonntag 20. Januar 2019 VOLKSHAUS ZÜRICH Jakobsweg Theatersaal 10.30 Uhr Zu Fuss nach Rom Theatersaal 13.00 Uhr KUMBH MELA Theatersaal 16.00 Uhr INDIEN Theatersaal 18.30 Uhr


Abendkasse 45 Minuten vor dem Anlass Eintritt: 22.- bis 39.- | Kinder < 16 Jahren: 6.- bis 12.AHV, IV, Stud., SAC, TCS : 19.- bis 36.- | Globetrotter-Card: 18.- bis 34.-

Auf alle in den Transa-Filialen gekauften Tickets gibt es 5.- CHF Ermässigung Bern Rorschach Zürich Luzern Basel Winterthur Thun

So 31.03. So 7.04. Mo 8.04. Di 9.04. Mi 10.04. Fr 12.04. Sa 13.04.

Freies Gymn. Würth Saal Volkshaus IMAX UNION gate27 Burgsaal

17 Uhr 13 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr

Basel Luzern Nottwil Zürich Cham Jona Winterthur Luzern Wetzikon Bern Münsingen Thun Liestal Bern Spiez Aarau Lyss Chur Rorschach Zürich Wil/SG Solothurn

Mi 9.01. Fr 11.01. So 13.01. Mo 14.01. Di 15.01. Mi 16.01. Do 17.01. Fr 18.01. Di 22.01. Mi 23.01. Do 24.01. Fr 25.01. Sa 26.01. So 27.01. Mo 28.01. Mi 30.01. Do 31.01. Fr 1.02. Sa 2.02. So 3.02. Mo 4.02. Di 5.02.

Volkshaus IMAX Parapl. Zent. Volkshaus Lorzensaal Kreuz gate27 Südpol Aula Kanti ZO Freies Gymn. Schlossgut Burgsaal Hotel Engel Freies Gymn. Lötschbergs. KUK, Saal 1 Weisses Kreuz Titthof Würth Saal Volkshaus Stadtsaal Landhaussaal

19.30 Uhr 19.30 Uhr 16 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 17 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 18 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr

Winterthur Zürich Luzern Thun Bern Basel

Fr Mi Do Sa So Mi

8.03. 13.03. 14.03. 16.03. 17.03. 20.03.

gate27 Technopark IMAX Burgsaal Freies Gymn. UNION

19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 17.30 Uhr 19.30 Uhr

Bern Luzern Thun Rorschach Zürich Cham Buchs AG Muttenz

Do Fr Sa So Mo Mi Do Fr

6.12. 7.12. 8.12. 9.12. 10.12. 12.12. 13.12. 14.12.

Freies Gymn. IMAX Burgsaal Würth Saal Volkshaus Lorzensaal Gemeindesaal Mittenza

19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 16 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr

Bern Aarau Thun Zürich Luzern Rorschach Cham Chur

Mi 16.01. Do 17.01. Sa 19.01. Mo 21.01. Di 22.01. Mi 23.01. Do 24.01. Fr 25.01.

Freies Gymn. KUK, Saal 1 Burgsaal Volkshaus IMAX Würth Saal Lorzensaal Titthof

Davos Luzern Winterthur Jona Zürich Zürich Uster Luzern Cham Chur Nottwil Aarau Bern Wil SG Rorschach Schaan Davos Solothurn Münsingen Thun Bern Liestal Basel

Di 29.01. Do 31.01. Fr 1.02. Sa 2.02. So 3.02. Mo 4.02. Di 5.02. Mi 6.02. Do 7.02. Fr 8.02. So 10.02. Mi 13.02. Do 14.02. Fr 15.02. Sa 16.02. So 17.02. Mo 18.02. Do 21.02. Fr 22.02. Sa 23.02. So 24.02. Di 26.02. Mi 27.02.

Aula SAMD 19.30 Uhr IMAX 19.30 Uhr gate27 19.30 Uhr Kreuz 19.30 Uhr Volkshaus 11 Uhr Volkshaus 19.30 Uhr Stadthofsaal 19.30 Uhr IMAX 19.30 Uhr Lorzensaal 19.30 Uhr Titthof 19.30 Uhr Parapl. Zent. 16 Uhr KUK, Saal 1 19.30 Uhr National 19.30 Uhr Stadtsaal 19.30 Uhr Würth Saal 19.30 Uhr SAL 16 Uhr Aula SAMD 19.30 Uhr Landhaussaal 19.30 Uhr Schlossgut 19.30 Uhr Burgsaal 15 + 19.30 Uhr Freies Gymn. 17 Uhr Hotel Engel 19.30 Uhr Volkshaus 19.30 Uhr

Rorschach Zürich Winterthur Bern Muttenz Thun Nottwil Aarau Luzern

So Mo Di Mi Do Sa So Mo Di

25.11. 26.11. 27.11. 28.11. 29.11. 1.12. 2.12. 3.12. 4.12.

Würth Saal Volkshaus gate27 Freies Gymn. Mittenza Burgsaal Parapl. Zent. KUK, Saal 1 IMAX

16 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 17 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr

Thun Liestal Luzern Cham Bern Jona Rorschach Zürich

Sa 16.02. So 17.02. Mo 18.02. Di 19.02. Mi 20.02. Do 21.02. Fr 22.02. So 24.02.

Burgsaal Hotel Engel IMAX Lorzensaal Freies Gymn. Kreuz Würth Saal Volkshaus

19.30 Uhr 16 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 17 Uhr

19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr

Vorverkauf und Infos:

www.explora.ch Interview

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RICHARD LÖWENHERZ

ABENTEUER

SIBIRIEN

Mit Bike und Boot durch den wilden Osten

ANNE, ELISABETH, EFY, KAUPO, JOHANNES

LEAVINGHOMEFUNKTION Auf dem Landweg nach New York

DANIEL VON RÜDIGER

PAPUA-NEUGUINEA einfach schwer

DIRK BLEYER

SÜDAFRIKA Von Kapstadt zum Krügerpark

STEPHAN SIEGRIST

VERTICAL PATH SABRINA & MARKUS BLUM

AUSTRALIEN Mit Kamelen durchs Outback

MARTIN ENGELMANN

MITTELAMERIKA Mexiko - Guatemala - Belize

WOLFGANG SLANEC & DORIS RENOLDNER

NORDWESTPASSAGE Segelabenteuer durch das Nordpolarmeer


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Aktuell

Aktuell Winter 2018

RÜCKBLICK

Aller guten Dinge sind zwei Strahlender Sonnenschein und strahlende Gesichter beim zweiten Transa Outdoorfestival in Laax.

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ie Messlatte lag hoch: Das erste Outdoorfestival im Herbst 2017 war bereits ein voller Erfolg. Transa hatte zum 40-jährigen Jubiläum alle Mitarbeitenden samt Familie nach Laax eingeladen, um den Geburtstag gebührend zu feiern und draussen gemeinsam Zeit zu verbringen. Das «Familientreffen» diente gleichzeitig als Generalprobe zum Event für ein breites Publikum – und genau der hat Ende September stattgefunden. Über 500 Teilnehmende folgten vom 28. bis 30. September dem Ruf nach Laax. Das aus dem Vorjahr bewährte Programm mit Bike-, Kletter-, Paddel-, Kochund Bushcraftworkshops liess schon keine

Wünsche offen. Oben drauf kamen in diesem Jahr zahlreiche zusätzliche Workshops wie Slackline, Yoga, Fotografie, Flossbau und Gleitschirmfliegen. Auch die umliegende Bergwelt zeigte sich von ihrer besten Seite: T-Shirt-Wetter und der einsetzende goldene Herbst bereiteten das perfekte Setting für einen unvergesslichen Event. Da wundert es nicht, dass man überall in strahlende Gesichter blickte. Während die einen müde, aber glücklich von den Workshops zurückkehrten, fachsimpelten die anderen schon mit den Vertretern von über 30 Marken im Brand Village und liessen sich die neuesten Outdoorprodukte zeigen.

Angst, dass sich die Wege der Teilnehmer dauerhaft trennen, brauchte beim Outdoor­festival aber niemand zu haben: Das gemeinsame Abendessen im Basecamp war genauso Fixpunkt wie die Konzerte danach. Selbst Besucher, die mit Outdoor wenig am Hut haben, kamen 2018 nach Laax, um Acts wie Me & Marie oder William White live zu sehen. Auf jeden Fall lag es sicher nicht nur am Glühwein, dass die Gesichter immer noch strahlten, als die Sonne schon längst untergegangen war. Viele weitere Impressionen und Grund zur Vorfreude aufs nächste Jahr gibts unter: < www.transa.ch/outdoorfestival


Aktuell

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Fotos: Michael Neumann, Moritz Schäfer, Raphael Zeller

Slacklinen, Biken, Feiern, Fachsimpeln – beim Outdoor­festival war für jeden etwas dabei.


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Aktuell

Tran sa Books

Foto: Fabian Emmenegger

Druckfrisch bei Transa Books

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LESERSERVICE

Mit rund 5000 Titeln auf 170 Quadratmetern ist Transa Books in der Zürcher Europaallee der grösste Reisebuchladen der Schweiz. Auf dieser Seite in 4-Seasons stellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die wichtigsten Neuerscheinungen vor. Diesmal die gelernte Buchhändlerin Simone Seiler.

Simone Seiler von Transa Books.

5

4 3

1 2 1. FERNWEH Dieser Bildband nimmt uns mit auf Entdeckungstour: auf unbekannte Pfade und Wanderwege, die durch unberührte Natur und abgelegene Täler auf der ganzen Welt führen. Durch die letzte grosse Wildnis Europas, den Sarek-Nationalpark, Peaks of the Balkan oder den Wonderland Trail in den USA. Die Touren werden durch Infos zur besten Reisezeit, zu Unterkünften und mit Übersichtskarten ergänzt. «Fernweh – Wanderlust auf verborgenen Pfaden erkundet von Cam Honan», Cam Honan, Die Gestalten Verlag, 9783-89955-526-4, CHF 56.90. 2. THE GRAND HOSTELS steht für eine neue Generation von Hostels, welche Backpackern nicht nur ein günstiges Bett, sondern auch ein kulturelles Erlebnis mit mehr Komfort und Luxus bietet. Das Buch listet die schönsten Hostels in Europa, Asien, Afrika und den USA und verrät Insidertipps zu versteckten Orten und kulinarischen

Highlights. Eine Inspiration zum luxuriösen Reisen für wenig Geld! «The Grand Hostels – Die schicksten Designhostels der Welt», Kash Bhattacharya, Die Gestalten Verlag 978-389955-433-5, CHF 44.90. 3. LOST Mit einfühlsamen Bildern portraitiert der Fotograf Markus Mauthe Volksgruppen, deren Lebensräume und jahrhundertealten Traditionen sich durch die Ausbreitung des westlichen Lebensstils in starkem Wandel befinden. Die Fotografien werden durch Texte ergänzt, in denen der Autor auf seine Reiseeindrücke und die Begegnungen mit den indigenen Volksgruppen Bezug nimmt. «LOST – Menschen an den Rändern der Welt», Markus Mauthe, Knesebeck Verlag, 978-395728-138-8, CHF 72.90. 4. BÄUME Was für ungewöhnliche Bäume und Blätter gibt es? Wie alt ist der älteste Baum? Welche Bäume gab es in der Urzeit? Und was hat der Baum mit dem Menschen

Diese und alle weiteren im 4-Seasons vorgestellten Bücher sind ab sofort in allen Transa Filialen erhältlich.

zu tun? Mit detailverliebten Illustrationen verbindet dieses Bilderbuch Wissenschaft und Philosophie – ein Buch, das nicht nur Kindern Freude bereitet. «Bäume», Piotr Socha und Wojciech Grajkowski, Gerstenberg Verlag, 978-383695-654-3, CHF 36.90. 5. AUF EINE ZIGARETTE AM MONT BLANC Ein Lektor, der einen Mordsbammel vor Abgründen hat, raucht und alles andere als trainiert ist. Als sich seine Probleme zu Hause häufen, lässt er sich eines Abends auf einen absurden Vorschlag seines Autors ein. Die Besteigung des Mont Blanc. Ausgerüstet mit Zigaretten und Beruhigungstabletten wagt er sich an die Mutprobe, denn für das Bergsteigen ist er nicht gemacht. Ober er es trotzdem auf den Gipfel des Mont Blanc schafft? «Auf eine Zigarette am Mont Blanc – Wie ich den höchsten Gipfel der Alpen bestieg, obwohl ich dort nichts zu suchen hatte», Ludovic Escande, Piper < Verlag GmbH, 978-3-89029-501-5, CHF 29.90.


Aktuell

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GRATIS-SKIPASS

Icebreaker-Sonderaktion Ab dem 15. November erhältst du zu jedem Icebreaker-Baselayer-Set einen Tirol-Skipass gratis.

D NEU BEI TRANSA

Osprey Rolling Transporter Den beliebten Duffel von Osprey gibt es nun auch mit Rollen: Gestatten, der Rolling Transporter ...

D

ie Bodyfit- und Bodyfitzone-Base­ layers von Icebreaker zeichnen sich durch Weichheit, Atmungsaktivität und Geruchshemmung sowie durch schlichte Eleganz aus. Die Baselayer der nächsten Generation wurden hinsichtlich Passform, Style und Designdetails aktualisiert, wobei Komfort und Vielseitigkeit im Mittelpunkt stehen. Ab dem 15. November 2018 erhältst du in allen Transa Filialen (Outlets & Webshop ausgenommen) beim Kauf eines Base­ layer-Sets von Icebreaker (Oberteil + Leggings) einen Gratis-­ Tagesskipass für einen der fünf Tiroler Gletscher. Dä schneller isch dä gschwinder – die Aktion gilt nur, solange der Vorrat < reicht. Mehr Infos zur Aktion: www.transa.ch/news

Foto: Tom Powell

uffel auf, alles rein, Duffel zu, fertig! Die Vorzüge einer grossen, robusten Reisetasche liegen auf der Hand: Sie bietet extrem viel Platz und schützt die Ausrüstung zuverlässig vor Nässe und Schmutz. Einziger Nachteil: Wenn man sie über längere Strecken tragen muss, zum Beispiel am Flughafen, kann das ganz schön mühsam werden. Deswegen hat Osprey seinem beliebten Transporter-Duffel nun ein Fahrwerk verpasst: Extragrosse Rollen und ein Innengestell aus Kunststoff machen den Rolling Transporter1 geländegängig, der ergonomisch geformte Griff sorgt für zusätzlichen Komfort. Der Duffel besteht aus TPUbeschichtetem Nylon und es gibt ihn in zwei Farben (Blau und < Schwarz) und in drei Grössen (120, 90 und 40 l).

Transa Artikelnr.: 40 l: 146777, CHF 299.90. 90 l: 146776, CHF 359.90. 120 l: 146775, CHF 379.90.

1

NEU BEI TRANSA

Klean Kanteen TKPro Coole Kanne: Die TKPro ist die erste Isolierflasche komplett ohne Plastik.

D Transa Artikelnr.: 500 ml: 158858, CHF 69.90. 750 ml: 158860, CHF 79.90. 1000 ml: 158862, CHF 89.90.

2

ie robuste TKPro2 kommt mit integriertem Doppelwand-Edelstahlbecher und einem Edelstahl­ deckel mit 360-Grad-Durchfluss. Die Vakuum­­­­­­­­­­iso­lierung hält den Inhalt stundenlang heiss oder kalt. Doch der eigentliche Clou ist der komplette Verzicht auf Plastik – das macht die Kanne besonders umweltfreundlich. Der lebensmittel­ echte Edelstahl lässt sich leicht reinigen und < nimmt keinen Geschmack an.


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Aktuell

PIN-BINDUNGEN

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2019

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Dreh- und Angelpunkt Dynafit erfand einst die Pin-Bindung. Heute nutzen etliche Skischuhhersteller Inserts des deutschen Unternehmens.

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Alpen, Österreich.

Photo: Nicholas

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Acht grossformatige Kalender liefern 2019 monatlich Inspiration.

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er Winter ist die perfekte Zeit, um von vergangenen Touren und geplanten Abenteuern zu träumen. Inspiration dafür bieten die acht neuen XXLKalender (47 x 67 cm im Quer- oder Hochformat) aus dem TMMS-Verlag: Best of Outdoor, Best of Mountainbike, Best of Klettern, Best of Bouldern, Best of Trail Running, Best of Whitewater, Best of Paddling und Powder 2019. Seinen Lieblingskalender (CHF 31.90) kann man sich direkt bei Transa Books in der Europaalle­e in Zürich aussuchen. <

JETZT ANMELDEN

Klettern mit Dani Arnold Am 24. November kannst du mit Dani Arnold und Pesche Wüthrich in der Kletterhalle 6a Plus in Winterthur an deiner Technik feilen.

Foto: Mammut/ Thomas Senf

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Profibergsteiger Dani Arnold.

ie gemeinsam mit Mammut organisierte Klettersession steht ganz im Zeichen des Klettersports: Wer bereits Erfahrung hat, nimmt an den Workshops mit dem Urner Spitzenbergsteiger Dani Arnold und dem Schweizer Kletterurgestein Pesche Wüthrich teil. Alle anderen kommen um 19:30 Uhr zum Vortrag von Dani Arnold. Abgerundet wird der Event mit einem geselligen Apéro. Datum: 24. November 2018, Preis: Workshops CHF 49.–, Vortrag kostenlos. Niveau: Vorkenntnisse zwingend, ab 18 Jahren. Uhrzeit: Workshops ab 13 Uhr, Vortrag um 19:30 Uhr. Anmeldung unter: www.­transa.ch/klettersession <

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ie Pin-Bindung hat sich unter Skitouren­ gehern inzwischen zahlenmässig gegen die Rahmenbindung durchgesetzt: Rund 70 Prozent der verkauften Bindungen sind rahmenlos. Der Dreh- und Angelpunkt des Erfolgs – im wahrsten Sinne des Wortes – sind die Inserts in der Schuhspitze und an der Ferse sowie die dazugehörigen Pins. Auch wenn das Prinzip auf den ersten Blick beinahe trivial zu sein scheint: In den Inserts stecken jede Menge Entwicklungsarbeit und Knowhow. Die kleinen Teile müssen weitaus mehr leisten, als man vielleicht auf den ersten Blick vermuten mag. Schliesslich bilden Skischuh und Bindung ein unzertrennliches System, das perfekt ineinandergreifen muss. Das Unternehmen Dynafit, das die Pin-Bindungen einst erfand, produziert als einziger Hersteller weltweit komplett TÜV-geprüfte Bindungssysteme, bestehend aus der Bindung selbst und den dazugehörigen Inserts. Diese kommen bei den eigenen Skitourenschuhen zum Einsatz, aber auch zwölf andere namhafte Marken wie Scarpa, Fischer, Hagan, Tecnica, Lange, Head, Rossignol oder Scott vertrauen auf die Expertise von Dynafit und verwenden die zertifizierten Inserts des Unternehmens mit Sitz in < Aschheim bei München.


Aktuell

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ENTWICKLUNGSHILFE

Wissen schafft Nahrung Die Schweizer Stiftung Biovision unterstützt Bauern in Ostafrika mit Informationen und Praxistipps beim Aufbau einer ökologischen Landwirtschaft.

or sechs Jahren war Samuel Mugambi am Ende. Seine ganze Mango-Ernte war von Fruchtfliegenmaden verdorben. Dann lernte er die Fachleute vom internationalen Insektenforschungs­ institut aus Nairobi (icipe) und von Biovision kennen. Ihr Ziel: Schädlinge mit ökologischen Methoden in Schach halten. Er liess Schlupfwespen frei, die die Brut der Fliegen gezielt dezimieren. Mit Duftfallen fing er die männlichen Fliegen, die Weibchen bekämpfte er mit Biopestizid, die Maden im Boden mit Pilz­ sporen. Ein Jahr später war das Problem gelöst. Seither halten sich Nützlinge und Schädlinge die Waage – und Samuel Mugambi hat gesunde Mangos. Für die Stiftung Biovision spielt der ganzheitliche Ansatz eine zentrale Rolle. 2013 wurde die Stiftung zusammen mit ihrem Gründer Hans Herren, einem führenden Experten für nachhaltige Landwirtschaft, mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. < Infos und Spendenmöglichkeiten: www.biovision.ch

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Fotos: P. Lüthi / Biovision

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Samuel Mugambi (oben) hat die Mangofruchtfliegen (unten links) mit ökologischen Methoden besiegt. Samira Mohamed (unten rechts) vom icipe berät Mangobauern in Kenia.


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Aktuell

Dein Winter. Deine Events. Die kalte Jahreszeit rückt näher. Jetzt heisst es: Ausrüstung checken und Pläne schmieden. Die Transa Winterwochen sind vollgepackt mit erstklassigen Events für jeden Geschmack. www.transa.ch/winter-wochen

Transa Winterfestival

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eim Transa Winterfestival auf der Melchsee-Frutt kannst du den Alltag hinter dir lassen und unter Gleich­ gesinnten unvergessliche Abenteuer in den verschneiten Bergen erleben. Das Basecamp befindet sich auf der ruhigen Tannalp, hier starten die Workshops und im Berggasthaus gibt es feine Verpflegung. Es dient auch als Unterkunft. Gleich um die Ecke wird aus eigener Kraft und unter fachkundiger Anleitung in einem Workshop ein Igludorf gebaut. Das eigentliche Highlight ist die anschliessende Übernachtung darin. Wer mag, kann aber auch auf eine geführte Skitour oder zum Eisfischen auf den Tannensee gehen – die Workshops lassen sich individuell zusammenstellen. Datum: 8.–10. März 2019. Anmeldung ab dem 15. November. Weitere Infos und Bilder gibts online: www.transa.ch/winterfestival <

Beim Iglubau gilt: erst die Arbeit, dann das Vergnügen.


Black Crows Weekend itte Januar pilgern wir für zwei Tage nach Chamonix – ins heilige Land der hohen Berge und steilen Abfahrten. Dort gehen wir mit den Black Crows Pro Ridern und lokalen Berg­ führern skifahren und testen dabei die neuesten Modelle von Black Crows. Datum: 19./20. Januar 2019, Kosten: circa CHF 700.– für das Hotel, Essen, < Liftpässe, Guiding und Testskis.

Foto: David Tomlinson

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Transa Skitest in Andermatt

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Foto: zVg

Foto: Josh Sharpe

och bevor die Skisaison so richtig losgeht, bietet dir Transa dieses Jahr die Möglichkeit, in Andermatt am Gemsstock (Touren-)Ski aus dem Transa Sortiment zu testen. Die Marken werden mit eigenen Zelten vor Ort sein und dir helfend zur Seite stehen. Datum: 15./16. Dezember 2018 (jeweils 9–16 Uhr), Treffpunkt: Mittel­station Gemsstock (Gurschen), Kosten: CHF 20.–. Wichtig: Skischuhe mitbringen! Und falls du schon weisst, welchen Ski du testen möchtest, ver< merke es bitte in der Anmeldung.

Transa Ski Weekend

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ür das Ski Weekend im Val Medel, organisiert durch den Transa Partner Höhenfieber, musst du kein Skitourenprofi oder Steil-

wandfahrer sein. Dieser Event ist für Personen, die ihre bisherigen Erfahrungen unter professioneller Leitung erweitern und ein neues Touren­ gebiet entdecken wollen. Datum: 22.–24. Februar 2019, Kosten: Erfährst du bei der Onlineanmeldung < via Höhenfieber.

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Projekte

Einsame Stille Eine Expedition ohne Ziel und Zeitvorgabe: Der Schweizer Abenteurer Thomas Oschwald ging im finnischen Winter auf eine einsame Suche nach sich selbst. Text: Philip Baues | Fotos: Thomas Oschwald


Projekte

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Projekte

Allein auf weiter Flur: Thomas bei einem Streifzug zu Fuss.

Auf dem Wasser verliert die Einsamkeit ihre negative Bedeutung, das Alleinsein wird zur Freude.

Abwarten und Tee trinken â&#x20AC;&#x201C; keine leichte Aufgabe fĂźr den tatendurstigen Schweizer.

Auf seinem SUP durchstreift Thomas den 23 Quadratkilometer grossen Kolovesi-Nationalpark.


Projekte

Die Fotos bei Thomasâ&#x20AC;&#x2122; Mikroabenteuern entstehen mithilfe von Kameradrohne und Stativ.

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Projekte

Am Ende ist es das Verdammtsein zum Nichtstun, das Thomas nach fĂźnf Wochen zum Abbruch zwingt.


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Der Abenteurer war fest­ gefroren. Nicht nur auf dem See, sondern vor allem in seiner Gedankenwelt.

Die immer früher einsetzende Dunkelheit schränkt Thomas’ Aktionsradius weiter ein.

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Projekte

M

ikroexpeditionen nennt Thomas Oschwald seine Abenteuer. Ganz bewusst sucht er nicht das Extreme fernab jeglicher Zivilisation, sondern vielmehr die unentdeckten Aspekte im gewöhnlichen Umfeld. Es sind nachvollziehbare Entdeckungsreisen für alle Helden des Alltags. Doch genau wie Erstbesteiger, Polabenteurer oder Wüstendurchquerer hatten seine Unternehmungen bislang stets ein geografisches Ziel oder zumindest eine vordefinierte Route. Wie würde es sein, das Ausgesetztsein, die Auseinandersetzung mit der eigenen Existenz nicht nur als «Kollateralempfinden» zu erfahren, sondern sie zum alleinigen Mittelpunkt des Projekts zu machen? Um eine Antwort auf diese Frage zu bekommen, brach der Abenteurer mit seinem SUP nach Finnland auf, genauer in den KolovesiNationalpark. Hier wollte er herausfinden, wie lange er der Kälte, Einsamkeit und Dunkelheit würde trotzen können. Schon bei seiner Ankunft im Spätherbst wird Thomas von Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt begrüsst. So liegen nicht nur Tausende Kilometer zwischen ihm und seinem Zuhause, sondern auch ein Temperatursturz von fast 30 Grad. Erste Uferstellen sind schon gefroren und der Kälteschock setzt vor allem Zehen und Fingern zu. Zum Glück steigt nach ein paar Tagen das Thermometer erst mal wieder. Doch selbst bei schönem Wetter: Was macht man im Land der 1000 Seen ohne konkretes Ziel und ohne Aufgabe?

Mr. Mikroexpedition Thomas Oschwald (39) aus Flims ist Lehrer, Abenteurer und ehemaliger Berufsfotograf. Auf seinen Trips ist er meist mit dem SUP unterwegs, so paddelte er schon von der Rheinquelle bis zur Mündung in die Nordsee (1200 km), von Tromsø bis ans Nordkap (500 km) oder auf der Rhone durchs Mittelmeer und über den Canal du Midi 1200 Kilometer bis in den Atlantik. Aktuell ist Thomas zu Fuss unterwegs, hat aber sein SUP im Schlepptau: Auf der Suche nach der perfekten Welle läuft er von Ebikon 1000 Kilometer immer Richtung Westen zum Atlantik. Ab hier gehts etwa 3000 Kilometer an der französischen, spanischen und portugiesischen Küste entlang. Nach drei bis fünf Monaten will Thomas das Cabo da Roca, den westlichsten Festlandpunkt Europas, erreichen.

Paddeln, ist doch klar. Mit seinem SUP erkundet Thomas die 23 Quadratkilometer des Nationalparks und findet dabei Ruhe und Frieden: «Auf dem Wasser verliert die Einsamkeit ihre negative Bedeutung, das Alleinsein wird zur Freude.» Gleichzeitig muss er mit Problemen allein klarkommen, muss jede Entscheidung allein treffen und mit den Konsequenzen leben. Anders als im Alltag kann er sich weder verstecken noch seiner Verantwortung entziehen. Nach fünf Wochen zieht Thomas die Reissleine: «Es war nicht die Kälte, nicht die Dunkelheit und auch nicht die Einsamkeit, die mich zur Rückkehr bewegten», so Thomas. «Ich hatte einfach zu viel Zeit. Acht Stunden am Tag habe ich geschlafen, die knapp acht Stunden Tageslicht konnte ich mit Paddeln, Wandern oder Camparbeiten füllen, aber es blieben mindestens acht weitere Stunden, die ich nicht produktiv nutzen konnte. Für mich war das eine Ewigkeit und mein Verlangen, aufzubrechen und neue Herausforderungen anzugehen, war niemals grösser.» Der Abenteurer war festgefroren. Nicht nur auf dem See, sondern vor allem in seiner Gedankenwelt. Durch das fehlende Ziel verwandelte sich Thomas’ Projekt in eine Sackgasse, in der er unmöglich seine Ideen und Träume verwirklichen konnte. Seine Gedanken drehten sich im Kreis und er konnte ihnen durch sein Tun keine Orientierung geben. Zu viel Zeit zu haben mag heutzutage paradox erscheinen, doch Thomas merkte, wie wichtig es ihm ist, dass er seine Lebenszeit sinnvoll nutzt. «Ich brauche Ziele in meinem Leben. Ich möchte vorwärtsschreiten, niemals stillstehen, und meinen Weg gehen.» Dennoch zieht Thomas ein positives Fazit seiner Reise in die finnische Wildnis. «Allein sein zu müssen, mag äusserst schwer sein, doch allein sein zu können, ist eine Fähigkeit, welche ich niemals mehr misse­n möchte.» <

Mehr über Thomas Oschwald, das aktuelle Projekt «Go West» und andere Abenteuer gibts auf www.mikroexpedition.ch


Michelle Parker Pemberton, British Columbia

- SHASHKA JACKE -

FREERIDE TOURING Ein echtes Leichtgewicht in Kombination mit rundum Wetterschutz, Bewegungsfreiheit und sehr gutem Temperaturmanagement. Das Beste fĂźr lange Skitage im Backcountry.


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Traumziele

Faultier im Nationalpark Manuel Antonio.

Mein erstes Mal Mittelamerika! Im 4-Seasons stellen Mitarbeiter von Globetrotter Travel Service ihre Traumziele vor. Diesmal berichtet Kerstin Kalbermatten, Reiseberaterin in der Filiale Interlaken, von ihrer Rundreise durch Costa Rica.

Kerstin Kalbermatten, Globetrotter-Reiseberaterin und Costa-Rica-Spezialistin.

Kerstin hat sich eigentlich dem Skifahren, dem Klettern und dem Adventure-Sport verschrieben und ist daher in ihrer Freizeit meistens in den Bergen anzutreffen. Doch diese­s Mal hat es sie in wärmere Gefilde gezogen. Genauer: nach Costa Rica. Surfspots, Sonnenuntergänge und Natur pur – so die drei Reisewünsche, die sich die fröhliche Lötschentalerin erfüllen wollte. Und zwar auf einer dreiwöchigen individuellen Mietwagenrundreise. Was Kerstin bei ihrem ersten Mal Mittelamerika erlebt hat, berichtet sie auf dieser Doppelseite.


Traumziele

Golfen im Parad ies

de Menschenleere Strän

In der Nähe von La Cruz gibt es verschiedene Strände, die menschenleer sind. Und die Grenze zu Nicaragua kann man hier schon fast sehen. Diese Region ist bei Kitesurfern sehr beliebt.

Affen, Vögel und Leguane auf einem Golfplatz? Ja, das gibts in Costa Rica. Der Golfplatz in Papagayo befindet sich in einem Nationalpark. Neben dem Golfen geniessen wir die beste Aussicht über den Golf von Papagayo.

Piepmatz

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Natur pur

La Cruz Golf von Papagayo Arenal Volcano NP

COSTA RICA Playa Carmen Wusstest du, dass es in Costa Rica über 600 verschiedene Vogelarten gibt? Diese Vielfalt hat mich echt verblüfft – ein Paradies für Vogelliebhaber.

Puerto Viejo

Im Arenal Volcano Nationalpark gehen wir über viele Hängebrücken und unternehmen geniale Wanderungen. Hier erlebt man Natur pur – ob bei einer Kajaktour auf dem Arenal-See oder bei einer Tour mit dem Bike.

en Nomen est om

rdorf e h c s i F Welcome to Paradise! Wer Strand mag, sollte sich rund um Santa Teresa und Mal Pais aufhalten. In dieser Gegend trifft man auf viele Surfer, erlebt herrliche Sonnenuntergänge und isst in wirklich guten Restaurants.

Die Stimmung an der Karibikküste ist toll! Vor allem im kleinen Fischerdorf Puerto Viejo. Es gibt hier tolle Surfwellen, gutes Essen und viele kleine Boutiquen. Ein guter Ort, um eine CostaRica-Reise zu starten.

Mit Globetrotter nach Costa Rica – ein paar Reisebeispiele:

Mehr Inspiration? Weitere Fotostorys von Globetrotter-Reisespezialisten unter: globetrotter.ch/reiseberichte

• Entdeckertour Costa Rica – Geniesse die Freiheit des eigenen Fahrzeugs und den Komfort von vorgebuchten Unterkünften auf einer Mietwagentour durch das vielfältige Land. 4x4-Mietfahrzeug (inkl. Kilometer und Versicherungen), 14 Übernachtungen in Touristen- und Mittelklasse­ hotels mit Frühstück. Ab 1336.– p. P. • Corcovado-Nationalpark – Diese Kurzreise führt auf die abgeschiedene Halbinsel Osa an Costa Ricas Südwestküste zur Pirate Cove Lodge, die ausschliesslich per Boot

erreichbar ist. Die viertägige Kleingruppenreise beinhaltet Unterkunft in der Lodge mit Vollpension, Ausflügen und Transfers. Ab 647.– p. P. • Bike-Abenteuer – Grossartiges Naturerlebnis zwischen Hochland und Pazifik. Mit dem Bike oder E-Bike auf Naturstrassen und Biketrails Vulkane und Traumstrände entdecken. 19-tägige Gruppenreise mit Flug ab/bis Zürich, 17 Übernachtungen, Mietbike und deutschsprechender Reiseleitung. Ab 4980.– p. P.

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Reise

La dolce Winter Südtirol kommt einem vor, als sei eine Welle Dolce Vita über die südlichen Alpenkämme geschwappt. Mediterranes ­Lebensgefühl trifft auf alpenländische Bodenständigkeit – besonders im Winter. Ein sinnlich langsamer Trip in fünf Episoden.

Fotos: IDM Südtirol – Alex Filz

Text: Cindy Ruch, Thomas Jutzler


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Tag 1: Klausen

LEISE KNIRSCHT DER SCHNEE s knirscht leise unter unseren Schneeschuhen. Mit jedem Schritt ­wirbelt eine kleine, glitzernde Wolke Pulverschnee in die herrlich frische Luft. Vor uns breitet sich die Villanderer Alm schneeweiss, baumgesprenkelt und weit bis zum gipfelgesäumten Horizont aus. Keine Skilifte stören das Bild. Die Villanderer Alm oberhalb von Klausen erlebt man auf ­Loipen, Rodelstrecken und Wander­wegen und ganz besonders intensiv auf einer Schneeschuhwanderung mit winterlichem Biwak-Camp. Nach dem Frühstück mit einem Espresso, wie es ihn nur in Italien geben kann, stapfen wir gemächlich vom Parkplatz Villanderer Alm los. Ganz tief atmen und einfach losgehen, die Sonne malt glitzernde Sterne in den Schnee. Vorbei an Spuren von Füchsen, Schneehasen und Skitourengehern. Am Ziel auf 2057 Metern erwartet uns nicht nur gutes Essen in der Hütte, sondern auch das Biwak-Camp. Rote Zelte – manchmal auch Iglus – stehen tief im Schnee und erfüllen unseren Traum von einer winterlichen Bergübernachtung. Bevor wir pappsatt, wandermüde und grundzufrieden in das Zelt kriechen, lauschen wir noch mal, hören den Wind und sonst nichts, und bestaunen die vollkommen magische, wie ausgewechselte Landschaft von ihrer Nachtseite, in der sich die Dolomitenzacken vom Himmel abheben und der Mond die Schneeland< schaft zum Funkeln bringt. Infos: www.klausen.it

Auf stillen Wegen über die ­Villanderer Alm. Was will das Winterwandererherz mehr ... ... und ebenso toll ist sie als Familienreiseziel.


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Reise

Tag 2: Meran

PALMEN IM SCHNEE

Alles scheint heller, im winterlichen Meran.

Tag 3: Reschensee und Rabenstein

ÜBERALL NADELSPITZEN

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er nächste Tag steht im Zeichen der Nadeln. Als hätte er den ganzen Reschensee aufgespiesst, steht der versunkene Kirchturm von Altgraun im glänzenden Eis des zugefrorenen Stausees. Wie die Nadel einer Sonnenuhr wirft der alte Steinturm seinen Schatten auf das Eis. Wir schlittern vorsichtig vorwärts und sind sofort umkreist von eislaufenden Kindern, die um den Turm fahren. Was für eine verrückte Szenerie. Fast noch verrückter ist Nadel Nummer zwei bei ­Rabenstein im Passeiertal. Beim Näherkommen taucht sie plötzlich hinter einer Kurve auf. Als sei eine vereiste Raumstation hier gelandet, steht die spektakuläre Eiskletteranlage im Tal. Ein 25 Meter hoher künstlicher Eisturm ragt hier wie ein Obelisk in den Himmel. Dazu diverse Zylinder, Wände und Verbindungsbrücken. Alles vereist und gespickt mit lauter kleinen Spidermännern, die sich doch als normale Menschen herausstellen. Zumindest für jene, die es normal finden, auf Eiszapfentürme zu klettern. Wir beschliessen es normal zu finden und buchen einen Anfängerkurs samt Trainer. Das Hochsteigen gelingt einfacher als gedacht, die Höhe selbst ist dann aber doch ziemlich ­beeindruckend und schwindelerregend. Abends zurück in Meran gibt es dann noch mehr Nadeln zu sehen: Ab Mitte November mischen sich vermehrt Tannenbäume zwischen die Palmen ­Merans. Als Deko für den Weihnachtsmarkt. Der ­findet von Ende November bis Anfang Januar statt. Nur falls jemand gar nicht genug Romantik kriegen < kann. Wir finden es herrlich!

Fotos: Kurverwaltung Meran - Gianni Zorzi, IDM Südtirol – Harald Wisthaler, Frieder Blickle

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s kommt uns wie eine optische Täuschung vor, aber es sind tatsächlich Palmwedel, die sich uns da unter dem Gewicht des Schnees entgegenbeugen. Als wollten sie sich zur Begrüssung verneigen. So kann man sich wunderbar wie Kaiserin Sissi fühlen, die im Luftkurort Meran mehrmals Zeit verbrachte. Beim Spaziergang an der Uferpromenade schweift der Blick über die im Winter eher gemächlich fliessende Passer und bleibt immer wieder hängen an der einzig­ artigen M ­ ischung aus alpinen und mediterranen Pflanzen, die durch das besondere, milde Meraner Klima hier gedeihen. Wir wollen diesem einfach zu schönen Winterwonderland doch einmal kurz den Rücken kehren und fahren zur Talstation der Bergbahn. In wenigen Minuten sausen wir auf den Gipfel: Meran 2000 nennen die ­M eraner ihr Nah­e rholungsgebiet, wo uns, neben den üblichen ­Verdäch­tigen – Ski- und Snowboardfahrern – zahlreiche Winter­ wanderer, Rodler und Schneeschuhgeher begegnen. Oder einfache Spaziergänger, die in einem der Berggasthäuser die Südtiroler Küche erleben wollen. Sprichwörtlich auf hohem Niveau. Da wir es heute ruhig angehen wollen, mischen wir uns unter die Flaneure und beschränken unsere Aktivitäten aufs Bestaunen des Alpenpanoramas. Egal, wie man den Tag verbracht hat, zurück in der Stadt ist am Abend ein Besuch in der Therme in jedem Fall ein kaiserlich-krönender Tages­ abschluss. Vor allem, wenn man sich wie wir eine Massage mit Süd­ tiroler Essenzen gönnt! Info: www.meran.eu <


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Schritt für Schritt geht es bergauf, bis die markanten ­Zacken der Drei Zinnen auftauchen. Was für ein Anblick!

Tag 4: 3 Zinnen Dolomiten

AUSBLICK RESERVIERT

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er den Blick auf die Drei Zinnen so richtig einsam geniessen will, kommt am besten im stillen Winter. Da hat man den berühmten Dreizack der Dolomiten manchmal ganz für sich a­ llein. Für dieses Erlebnis brechen wir ganz früh im Fischleintal auf. Der verschneite Wanderweg und die eiskalte Luft sind noch ins blaue Licht der zu Ende gehenden Nacht getaucht. Ganz alleine stapfen wir mit unseren Schneeschuhen auf dem gespurten Pfad. Absolute Stille, bevor der Tag erwacht. Im Altensteintal sind die Bäume noch Schemen, nur die höchsten ­Gipfel sonnen sich bereits im goldenen Licht. Schritt für Schritt geht es langsam bergauf, bis nach drei Stunden die

markanten Zacken der Drei Zinnen auftauchen. Was für ein Anblick! Die Felsen sind nackt, der Schnee scheint kaum haften zu bleiben. Daneben thront der Paternkofel, davor leuchtet das rote, schnee­ gepuderte Dach der Dreizinnenhütte in der Sonne. Alles richtig gemacht. Auf dem Rückweg schmieden wir bereits Pläne für den nächsten Besuch: weitere Winterwanderungen im UNESCO-­­­­Welt­e rbe. Von der Zanser Alm zur Geisleralm zum Beispiel – die Verpflegung in den Hütten dort soll so gut sein –, oder nach ­Fodara ­Vedla im Naturpark Fanes-Sennes-Prags. Am besten wieder ganz früh am Morgen, um die schönsten Ausblicke für uns a­ lleine zu reservieren.

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Reise

Tag 5: Lüsen

ALLES KRAFTVOLL HIER

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ass wir Handyempfang haben, wundert uns fast ein bisschen, so ursprünglich ist das Lüsner Tal. «Wir wollten nie Teil des grossen Skizirkus sein. Die Natur, die Berge, alles ist so kraftvoll hier. Das wollten wir bewahren, wie es ist», erzählt man uns im Dorf. Es scheint geglückt. Das Tal kommt ohne die üblichen Liftanlagen aus und gilt als idyllisches Rückzugsgebiet für Ruhesuchende. Wir sind zum Schneeschuhwandern hier. Daran lieben wir das fast Meditative. Weil man mehr sieht, weil man in einem R ­ hythmus geht, der den Puls runterfährt. In einem wunderbaren Schnecken­ tempo gehen wir durch schneeschweren Wald ­hinauf auf die ­Lü­sner­ Alm. Auf dem lichten Plateau geht der Atem ruhig und der Blick weit, fixiert unser Ziel, das über 2000 Meter hohe Astjoch. «­ Jogger’s High» im Schnee ... oder so. Dort a­ ngekommen schnallen wir die Schneeschuhe ab und stecken sie als Lehne in den Boden. Sonne. Kristallklare Luft. Am Horizont thronen röt-

lich leuchtend die massiven Wände von Neuner, Zehner und Kreuzkofel. Besser geht es nicht. «Geht es doch!», schmunzeln wir und ich hole ein ­frisches Brot, ein Messer und ein gold­barrengrosses Stück Südtiroler Speck aus meinem Rucksack. Mamma mia! Wir ­kommen ­wieder. Info: www.luesen.com <

Im Lüsner Tal hat man sich schon vor 20 Jahren auf Schneeschuhwandern spezialisiert.

Fotos: IDM Südtirol – Stefan Schütz

Fast meditativ ist das Gehen, man sieht mehr, der Puls wird ruhig.

Infos zu Winter und Natur in Südtirol unter: www.suedtirol.info/winter-natur


Wie eine zweite Haut.

Ein spezieller Fingerhandschuh für viele Outdoor Aktivitäten. Winddicht und mit exzellentem Tragekomfort. Der Handrücken besteht aus elastischem und winddichtem GORE® WINDSTOPPER Material. Handinnenfläche, Finger und ein Teil der Stulpe sind aus strapazierfähigem und geschmeidigem Ziegenleder handgefertigt. ART NO 32950 ERGO GRIP ACTIVE

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Outdoor-Küche

Da ist der Wurm drin! Auf dem Klein Matterhorn zeigt die preisgekrönte Food-Designerin Andrea Staudacher, wie die Nahrung der Zukunft aussehen könnte: Ihr futuristisches Dreigangmenü beweist, dass draussen kochen auch im Winter Spass macht. Text: Mia Hofmann, Thorsten Kaletsch | Fotos: Rob Lewis

En Guete: Zum Hauptgang gibts Erbsenprotein-Burger mit Quallensalat.


Outdoor-KĂźche

MehlwĂźrmer haben einen festen Platz in Andreas Speiseplan.

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Surf ’n’ Turf mal anders: Für das Outdoormenü kommen Qualle und Energieriegel mit Mehlwürmern auf den Tisch.

Was für eine Idee, da bin ich sofort dabei!» Andrea Staudacher ist von unserer Anfrage für die Transa Outdoor-Kochserie begeistert. Sie ist zwar keine gelernte Köchin, experimentiert aber schon seit Jahren mit Essen. Bekannt wurde sie durch ihre Bachelorarbeit: ein Insekten-Kochbuch. Als Food- und Erlebnis-Designerin wurde die 27-Jährige kürzlich mit dem Berner Kommunikationspreis ausgezeichnet. Sie beschäftigt sich intensiv mit der Nahrung der Zukunft. Entsprechend spannend sieht denn auch ihr heutiges Menü aus: Zum Apéro einen ausser­ gewöhnlichen Energieriegel, zur Vorspeise eine Mehlwurmsuppe, zum Hauptgang ein Erbsenprotein-Burger mit Quallensalat und als Dessert ein Frucht-Algen-Shake. Für das winterliche Ambiente sind wir aufs Klein Matterhorn gefahren. Von der Bergstation stapfen wir im Nebel aufs Breithorn-­ plateau und suchen auf dem Gletscher eine gute Kochstelle. Die Umgebung präsentiert sich Weiss in Weiss, nur ab und zu zieht im Hintergrund eine Seilschaft vorbei, die von einem der nahe gelegenen Viertausender zurückkommt. Als wir das Material auspacken, vergräbt Andrea als Erstes die Masse für die Energieriegel im Schnee. Dann installieren wir den Gaskocher. Er funktioniert auch in dieser Höhe und bei Temperaturen um null Grad bestens, so dass die GelWärmekissen für die Gaskartusche im Rucksack bleiben können. Andrea setzt die Mehlsuppe auf. Statt Weizenmehl kommt aber Mehlwurmmehl zum Einsatz, das sie zusammen mit fein gehackten Zwiebeln in Butter röstet. Sofort verbreitet sich ein intensiver Geruch: nach verbranntem Horn, Haselnuss und Bouillon. Der Geschmack von Mehlwürmern sei unverkennbar, erklärt Andrea. «Ich schmecke ihn mittlerweile aus allen Produkten heraus – und

mag ihn!» Falafel, Burger, Riegel, Muffins, Brot, Gnocchi – das Insektenmehl kann für vieles eingesetzt werden. Es habe ähnliche Eigenschaften wie Dinkelmehl, sagt Andrea, als sie den Pfannen­ inhalt mit Weisswein ablöscht. Dann fügt sie Wasser und Bouillon hinzu und lässt die Suppe für eine Stunde köcheln. Da ist der Wurm drin Wir sind aber schon hungrig und warten gespannt auf den Energie­ riegel. Er eigne sich mit seinen Kohlenhydraten und Proteinen perfekt als Outdoorsnack. Die Masse aus Nüssen, Mehlwürmern und Trockenfrüchten hat die Food-Designerin zu Hause vorbereitet. Fürs Topping brät sie jetzt ganze Mehlwürmer an. Sie sind schockgefroren. «Im heissen Öl bewegen sie sich manchmal – als ob sie noch leben würden», sagt die Food-Designerin. «Das irritiert viele Menschen.» Die Auseinandersetzung mit dem Thema Ekel fasziniert Andrea seit Langem. Wann stösst uns etwas ab? Weshalb finden wir es schlimmer, einen Hund zu essen als ein Schwein? Der Wind auf dem Breithornplateau lässt die Gasflamme flackern. Noch bevor wir mit dem Windschutz zur Hand sind, hat Andrea das faltbare rote MSR-Schneidebrett vor dem Kocher in den Schnee gesteckt. Sofort beruhigt sich die Flamme, und die Würmer in der Pfann­e können fertigbrutzeln. Inzwischen hat Andrea die gekühlte Masse aus dem Schnee gezogen und in Riegel zugeschnitten. Jetzt verteilt sie die angebratenen Mehlwürmer darauf, und die Probierrunde kann beginnen. Der Riegel schmeckt schön fruchtig, er besteht aus Cashewnüssen, Dörraprikosen und Sternfrucht. Die Säure der Physalis ist gut zu spüren. Und da ist auch der Geschmack, den


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«Der ökologische Fuss­ abdruck von Insekten ist viel kleiner als der von Fleisch.»

wir schon vorher in der Nase hatten: das Nussige der Mehlwürmer, die auf der Zunge knuspern. «Insekten sind eine unglaublich effiziente Möglichkeit, zu Eiweiss zu kommen», erklärt die Event-Köchin ihren Antrieb beim Austüfteln der Gerichte. Ihr Eiweissanteil sei meistens höher als der von Fleisch. Zudem sei ihr ökologischer Fussabdruck deutlich kleiner. Bevor wir zum Hauptgang kommen, nimmt Andrea das Dessert in Angriff: einen Frucht-Algen-Shake aus Orangen, Kiwis, Rüebli und Spirulina, einer Mikroalgen-Art. Letztere sind mikroskopisch klein, werden in Wassertanks gezüchtet und brauchen keine Nahrung ausser Wasser und Licht. Spirulina-Algen sind die einzigen Pflanzen, die tierisches Vitamin B12 substituieren können, und wirken entschlackend sowie entgiftend. «Für den perfekten Shake wäre ein Mixer praktisch», grinst Andrea. Nicht erst beim mühsamen Zerkleinern der Zutaten mit Messer und Löffel zeigt sich, dass die Arbeit an der dünnen Luft auf knapp 3800 Metern anstrengt. Die Nahrung der Zukunft

Burgerpatties aus Erbsen, Rüebli und Kichererbsenmehl.

Dann ist die Suppe fertig. Sie schmeckt erdig und ist sehr geschmacksintensiv. Trotz Zwiebeln und Knoblauch haben wir aber schnell genug davon. Auch Andrea, die es sich auf einem Sitzkissen bequem gemacht hat, beurteilt den Geschmack kritisch. Vor dem Hauptgang staunen wir Bauklötze: Die Qualle, die Andrea vor uns in die Höhe streckt, hat einen Durchmesser von über 30 Zentimetern. Sie sieht aus wie ein Stück dünnes, durchsichtiges Leder. Die Qualle stammt aus China, geliefert wurde sie in einer Salzlauge. Nachdem Andrea sie 24 Stunden in Wasser eingeweicht hat, spült sie sie jetzt ab und macht sie essbereit. Fein säuberlich schneidet sie Tagliatelle-breite Streifen und taucht sie kurz ins siedende Wasse­r. Das Geheimnis des Salats ist die Sauce: Koriander, Chili, brauner Zucker, Reisessig, Fischessig und Sesam – und fertig ist der Quallensalat mit Gurken, der den vegetarischen Burger begleitet. Statt aus Fleisch wird dieser aus einer Mischung aus Erbsenprotein, Rüebli und Kichererbsenmehl hergestellt und mit Hibiskustee rötlich gefärbt. «Die Farbe ist wichtig, denn das Auge isst mit und beeinflusst unser Geschmacksempfinden!», betont Andrea. Als die Patties im Öl brutzeln, gräbt sich der Gaskocher immer tiefer in den Schnee und braucht mittlerweile keinen Windschutz mehr. Ab und zu lichtet sich der Nebel und die umliegenden >


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Das Equipment von Andrea Staudacher Andrea Staudacher war begeistert vom geringen Gewicht der Ausrüstung und ganz besonders vom Opinel-Taschenmesser («fantastisch»). Auch das Kevo-Sitzkissen von Kaikkialla hat es ihr angetan. «Es ist extrem clever und schützt gut vor der Feuchtigkeit und der Kälte.» Kochen Gaskocher Optimus Vega (070094, CHF 109.90) Bratpfanne Gourmet 10’’ GSI Outdoors (141887, CHF 54.90) Kochset Bugaboo Base Camper GSI Outdoors (070178, ab CHF 99.90)

Zubehör Schwamm Optimus BOB (083981, CHF 4.90) N°10 Stainless Steel Opinel (024681, CHF 24.90) Faltbares Schneidbrett Alpine Deluxe (121809, CHF 9.90) Titan-Gabellöffel Toaks (116094, CHF 15.90) Vakuumisolierte Trinkflasche Klean Kanteen (105054, CHF 54.90) Sparschäler Rex Swiss Advance (071966, CHF 8.50) Campingstuhl Morningbird Nigor (142424, CHF 109.90) Boden-Bandsystem Nigor (146044, CHF 27.90) Sitzkissen Kevo Cushion Kaikkialla (091572, CHF 29.90) Gel-Wärmekissen Rubytec (126962, CHF 12.90) Gewürzstreuer Arcto Swiss Advance (061295, CHF 24.90)

Geschirr Chromstahlbecher Mug Tatonka (017291, CHF 10.90) Besteckset Sea to Summit Alphalight Cutlery (060998, CHF 24.90) Campfire Cutlery Set Primus (121902, CHF 19.90) Besteckset GSI Outdoors Acetal (070911, CHF 4.90) Besteckset Titongs Toaks Outdoor (135980, CHF 27.90) Schüssel Kupilka 55 (143856, CHF 23.90) Edelstahl-Trinkbecher Klean Kanteen (092250, CHF 15.90) Chromstahlteller Large Plate Tatonka (017292, CHF 13.90) Chromstahlteller Soup Plate Tatonka (020655, CHF 12.90)

Alle Rezepte für das Menü in dieser Reportage auf www.transa.ch/gourmet

Gipfel tauchen auf – die Szenerie ist traumhaft. «Ich habe noch nie in den Wolken gekocht!», schwärmt Andrea und wendet die vier von Hand geformten Scheiben. Die Buns röstet sie kurz in der Bratpfanne, darauf ein Klecks Chutney und dann den Bratling dazwischen: Fertig ist der Hauptgang. Der Burger mundet hervorragend und schmeckt intensiv nach indischen Gewürzen. Auch der Quallensalat überzeugt uns mit seiner feinen Sauce. Einzig die Konsistenz ist gewöhnungsbedürftig: Die Quallenstreifen lassen sich gut beissen, quietschen aber zwischen den Zähnen. Auch für Andrea ist der Salat eine Premiere. «Future tastes weird!», grinst sie begeistert. Die Qualle ist für sie die Entdeckung des Tages. Denn beim Essen geht es ihr immer auch um die Sinnfrage. «Immer mehr Menschen brauchen immer mehr Nahrung. Weil es durch die Erwärmung der Weltmeere viele Quallen gibt und weil sie einen hohen Proteingehalt haben, sollten wir sie essen.» Vorteil Höhenluft Zum Abschluss des Gletschermahls dann das Dessert: der tiefgrüne, dickflüssige Algendrink. Die ersten paar Schlucke gefallen, danach wird der Meergeschmack etwas dominanter. Andrea ärgert sich ein bisschen, dass die frische Minze, die sie im Rucksack mitgenommen hat, auf dem Weg genauso verdorben ist wie die Petersilie, der Schnittlauch und der Babyspinat. Alles in allem zieht sie aber ein positives Fazit ihres OutdoorKochabenteuers: «Ich bin es nicht gewohnt, auf einem Gaskocher zu kochen, aber das hat tipptopp funktioniert.» Die Garzeiten seien in dieser Höhenlage etwas länger, doch das habe auch Vor< teile: «Es brennt nicht so schnell an.»

Algendrink zum Dessert.


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RE JAH

TRE K

SEI

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1989

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G LO B

Trekken • Wandern • Erleben

Der Luxus der Langsamkeit und die Lust an Bewegung bilden das Fundament einer Trekking- und Erlebnisreise. Auf dieser Basis haben wir für Sie spannende Reiseideen zu­sammengestellt. Lassen Sie sich auf den folgenden Seiten inspirieren!


Zeit, Geschichten am Lagerfeuer zu lauschen, in die Stille einer W端stennacht einzutauchen und das einmalige Farbenspiel, das der Sonnenaufgang auf die schneebedeckten Berggipfel zaubert, bei einer dampfenden Tasse Tee zu erleben. Das Nachtlager bei Nomaden, Begegnungen am Wegesrand und das Zusammensein mit den einheimischen Begleitern sollen Menschen verschie足denster Herkunft f端r bleibende, unvergessliche Stunden, Tage oder Wochen zusammenf端hren.


Wir sind für Sie da! Marina Waser Leiterin Globotrek

Ganz nach unserem Leitsatz «Unterwegs zu neuen Horizonten» sind wir unzählige Kilometer getrekkt, haben hohe Berge erklommen und unberührte Landschaften auf der ganzen Welt entdeckt. All dies, um die schönsten Trekking- und Erlebnis­reisen für Sie zusammenzustellen und Sie ideal zu beraten. 031 313 00 10

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Südamerika Peru: Bergpanorama rund um den Huascarán Lange vor dem Inkareich führten die von uns benutzten Pfade bereits durch dieses Gebiet zwischen der Atacamawüste und dem Tiefland des Rio Amazonas. Eine ungezähmte Berglandschaft begleitet uns dabei auf Schritt und Tritt. Zu diesem Landschaftskino gesellt sich ein freundliches Bergvolk, welches stark mit seinen Traditionen verbunden ist. 16 Tage ab CHF 2950.– 06.07.19 bis 21.07.19 / 17.08.19 bis 01.09.19 / Individualreise zu Ihrem Wunschtermin Übernachtungen in Hotels und Zweierzelt, Mahlzeiten gemäss Programm, Transport, lokale, Deutsch sprechende Reiseleitung in Lima und ab/bis Huaraz und Begleitmannschaft

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Ecuador: Ursprüngliches Hochland Ecuadors Der Norden Ecuadors begeistert Naturfreunde mit mystischem Nebelwald, glasklaren Flüssen, Seen und Wasserfällen sowie schneebedeckten Vulkangipfeln. Auf unseren Wanderungen in unberührter Umgebung besuchen wir ursprüngliche Bauern­dörfer und bestaunen die einzigartige Flora des Hochlandes. 16 Tage ab CHF 3400.– 20.07.19 bis 04.08.19 / 14.09.19 bis 29.09.19 / Individualreise zu Ihrem Wunschtermin Transport, Übernachtungen in Hotels, Lodges und Haciendas, Vollpension gemäss Programm, lokale, Deutsch oder Englisch sprechende Reiseleitung ab/bis Quito

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Die Inka-Stadt Machu Picchu


Isla Navarino – Abenteuer am Ende der Welt

Dientes de Navarino

17 Tage

Diese einmalige Reise verbindet die bekannten Höhepunkte Pata­ goniens mit einem fantastischen Trekking auf der einsamen, wilden Isla Navarino, der südlichsten Insel Chiles. Der Torres del PaineNationalpark, der Perito Moreno-Gletscher, die Granit­türme Fitzroy und Cerro Torre sowie Ushuaia sind nur die Vorboten der ausser­ gewöhnlichen Wildnistour um die Dientes de Navarino. Ein Abenteuer der Extraklasse erwartet uns! Höhepunkte Weltnaturerbe Torres del Paine Wanderungen am Fuss von Cerro Torre und Fitzroy Ushuaia und der Feuerland Nationalpark Einsames Wildnistrekking um die Dientes de Navarino südlich des Beagle-Kanals Gut zu wissen Anspruchsvolles Trekking, sehr gute Kondition, 2 Tagesetappen von etwa 2 Stunden, 4 Tagesetappen von 3–6 Stunden, 4 Tagesetappen von 7–10 Stunden in Höhen bis etwa 1000 Meter. 3 längere Überlandfahrten. Das Wildnistrekking auf der Isla Navarino führt durch eine Gegend ohne Infrastruktur und Kontakt zur Zivilisation. Ausdauer, Wetterfestigkeit, Trittsicherheit und Pioniergeist für die Wanderungen im meist weglosen und teils sumpfigen Gelände sind unerlässlich. Während des Trekkings rund um die Dientes de Navarino tragen wir während 4 Tagen unseren Rucksack (etwa 10–12 Kilo) selber.

Geführte Trekkingreise ab/bis Punta Arenas mit lokaler, Deutsch sprechender Reiseleitung und Begleitmannschaft Teilnehmerzahl 10–12 Personen Daten 15.02.19 bis 03.03.19 29.11.19 bis 15.12.19 14.02.20 bis 01.03.20

ab CHF 5100.– ab CHF 5500.– ab CHF 5500.–

Detailprogramm, Hinweise sowie Zuschläge für Einzelbelegung und Kleingruppen (6–9 Personen) unter www.globotrek.ch. Leistungen – Flüge El Calafate–Ushuaia und Puerto Williams–Punta Arenas in Economy-Klasse – Flughafentaxen und Treibstoffzuschlag – Fähre Ushuaia–Isla Navarino – Alle Überlandfahrten, Transfers – 12 Übernachtungen in Hotels/Lodges im Doppelzimmer, 4 Übernachtungen im Zweierzelt – Komfortable Schlafzelte und allgemeine Campingausrüstung – Vollpension im Torres del Paine, in Ushuaia und auf der Isla Navarino, Halbpension (Frühstück und Lunchpaket) vom 4. bis 7. Tag, Zimmer/Frühstück in Punta Arenas – Lokale, Deutsch sprechende Reiseleitung ab/bis Punta Arenas – Bewilligungen und Eintritte – Praktische Globotrek-Trekkingtasche mit Rollen Programm- und Preisänderungen vorbehalten

Fitz Roy

SÜDAMERIKA El Chalten

Santiago de Chile

ARGENTINIEN El Calafate

CHILE Torres del Paine NP

Puerto Natáles

CHILE Punta Arenas

Ushuaia

Puerto Williams Isla Navarino

Buenos Aires ARGENTINIEN


Abenteuer am südlichen Ende der Welt

Verschlafen reibe ich mir die Augen. Ich schäle mich aus dem Schlafsack und öffne den Reissverschluss unseres Zeltes. Die fast spiegelglatte Laguna de los Dientes glitzert unschuldig im Morgenlicht – der Blick ist atemberaubend. Wir sind weit und breit die einzigen Menschen in dieser Wildnis und in jede Richtung zwei lange Tagesmärsche von der nächsten Siedlung entfernt. Ein schöneres Erwachen kann man sich kaum vorstellen. Und nichts deutet mehr auf die Naturgewalten hin, gegen die wir am Abend zuvor kämpften.

Zeltlager im Wind

Nach einer langen und einsamen Wanderung über Stock und Stein sind wir am Vorabend auf die Südseite der Isla Navarino gelangt. Plötzlich ziehen Wolken auf und ein böiger Wind beginnt zu wehen. Im Schutz eines Felsbrockens versu­ chen wir, unser Zelt am Ufer der Laguna de los Dientes aufzustellen. Der starke Wind rupft uns die Planen immer wieder aus den Händen und der See kräuselt sich zu unheimlichen Schaum­ kronen. Kaum ist alles verankert und mit schwe­ ren Steinen beschwert, erwartet uns die nächste Herausforderung: das Kochen! Mit Steinen bau­ en wir eine Nische, und unter den Fels geduckt gelingt es uns endlich, zwischen zwei Böen den Kocher anzuwerfen. Bald darauf entschädigt uns eine Portion feine Nudeln und eine Tasse Tee für die Strapazen des Tages. Der Wind peitscht immer noch unentwegt dröhnend über die wilde Landschaft. Wir kriechen schliesslich ins Zelt und fragen uns, ob der feine Stoff des Zeltes wohl der Kraft der Natur standhalten wird. Patagonien, das wilde Land der Gauchos, Granittürme und Gletscher, war schon immer ein Traumziel von mir. Ein Traum, den ich mir vor zehn Jahren erstmals verwirklichte. Da­ mals trekkte ich um das gewaltige Torres del Paine-Massiv und war ein paar Tage mit Ruck­ sack und Zelt am Fuss von Fitz Roy und Cerro Torre unterwegs. Eine fantastische Reise!

Erwachen an der Laguna de los Dientes

Seither haben mich die Erinnerungen an die eindrücklichen Wanderungen bei wechselndem Wind und Wetter, die Bilder von einsam gra­ senden Guanacos und die Sehnsucht nach den Farben der Pampa nie ganz losgelassen. Und so kam es, dass ich letzten November abermals an den untersten Zipfel Lateinamerikas flog, um das südlichste Trekking der Welt unter die Füsse zu nehmen: Die Umrundung der bizarren Dientes de Navarino. Ein vier- bis fünftägiges Trekking, das wegen seiner Abgeschiedenheit, der ursprüng­ lichen Landschaft und des unberechenbaren Klimas als eines der letzten grossen Abenteuer der Welt gilt.

«Die Erinnerungen an die eindrücklichen Wanderungen bei Wind und Wetter haben mich nie ganz losgelassen.»


Schroff ragen die Zähne der Dientes de Navarino in den Himmel

Guanaco vor den Cuernos und Torres del Paine

Die Isla Navarino hat eine Fläche von etwa 2500 Quadratkilometern und liegt im chilenischen Teil Feuerlands am Südufer des Beagle-Kanals. Im Norden der Insel befindet sich die Stadt Puerto Williams mit rund 1800 Einwohnern. Viele davon gehören der chilenischen Armee an, die hier einen ihrer äussersten Posten markiert. Der Ort bietet mit ein paar Hotels, einfachen Restaurants und einigen kleinen Supermärkten die einzige tou­ ristische Infrastruktur der Insel. Die Berge auf der Insel erreichen 1180 Meter Höhe und einige, wie die bizarren Zähne der Dientes de Navarino, ragen felsig und schroff aus der bewaldeten Landschaft. Seit der Aussetzung der Biber in den 1950er Jahren haben diese einen Teil der Insel ero­ bert. Für ihre Dammbauten fällen sie zahlreiche Bäume, setzen ganze Landstriche unter Was­ ser und sorgen dafür, dass sich die Landschaft und die Flussläufe stetig ändern. Einige Natur­ schutzbewegungen fordern die Dezimierung der

Population, da sie das Ökosystem der ganzen Insel gefährdet sehen. Für uns Trekker bieten die Biber jedoch spannende Begegnungen und herausfordernde Gleichgewichts- und Wegfin­ dungsübungen. Täglich balancieren wir über Biberdämme und suchen uns den einfachsten und trockensten Weg durch die Sümpfe. Abends in der Dämmerung beobachten wir die scheuen Nager bei ihren Aktivitäten.

grossen Felsen an der Laguna de los Dientes zu erkennen. Und das Bild des glitzernden Wassers an jenem Morgen begleitet mich auf dem Weg zurück in die Zivilisation.

Bis auf das «stürmische» Erlebnis am zweiten Trekkingtag haben wir riesiges Wetterglück. Die Regenjacke kommt in den fünf Tagen nur ein einziges Mal für einen kurzen Graupelregen zum Einsatz. So verbringen wir den für Wetterum­ stürze eingeplante Reservetag mit einem Spa­ ziergang entlang der wilden Küste ins verschla­ fene Örtchen Puerto Williams. Am nächsten Tag fliegen wir nach Punta Arenas aufs chilenische Festland. Das gute Flugwetter beschert uns einen wunderbaren letzten Blick auf die gan­ ze Inselwelt. Ich bilde mir ein, in der Ferne den

Die idyllische Seenlandschaft im Valle Guerrrico

Die passionierte Trekkerin und langjährige Globotrek Mitarbeiterin Bettina Lendi hat auf vielen Reisen schon mehrere Monate in den Bergen Südamerikas und in Patago­ nien verbracht. Das Trekking um die Dientes de Navarino auf der südlichsten Insel Chiles bezeichnet sie als einen Höhepunkt ihres bis­ herigen Reiselebens.

«Täglich balancieren wir über Biberdämme.»

JETZT BUCHEN: Isla Navarino – Abenteuer am südlichen Ende der Welt 17 Tage ab/bis Punta Arenas ab CHF 5100.– 15.02.19 bis 03.03.19 / 29.11.19 bis 15.12.19 / 14.02.20 bis 01.03.20 Inlandflüge, Übernachtungen, Transport, 9 x Vollpension, 5 x Halbpension, lokale, Deutsch sprechende Reiseleitung und lokale Begleitmannschaft www.globotrek.ch/navarino


Asien Mongolei: Auf den Spuren Dschingis Khans «Ans Haus gefesselt zu sein, ist ein arges Los. Unterwegs zu sein macht frei, und Freiheit ist Leben. In Freiheit leben zu können, ist das grösste Glück einer Karawane.» Dieser mongolischen Redensart nachempfunden, lassen wir uns im Fahrzeug, zu Fuss und zu Pferd auf das Abenteuer Mongolei ein. 15 Tage ab CHF 2750.– 02.07.19 bis 16.07.19 / 20.07.19 bis 03.08.19 / Individualreise zu Ihrem Wunschtermin Transport, Pferde und Pferdeführer für Reitetappen, Übernachtungen in Hotels, Jurten und Zweierzelt, Vollpension während der ganzen Reise, lokale, Deutsch sprechende Reiseleitung und Begleitmannschaft

Nepal: Annapurna Panorama Während diesem Trekking erhalten wir einen Einblick in das Leben der Landbevölkerung vor der eindrücklichen Kulisse der Schneegipfel des Annapurna. Fast unbewohnt und wilder ist die Natur entlang des Trisuli-Flusses, die während eines Raftings an uns vorbeizieht. Krönender Abschluss sind Pirschfahrten im ChitwanNationalpark. 16 Tage ab CHF 3150.– Mehrere Abreisedaten im Frühling, Herbst und Winter 2019 Übernachtungen in Hotels, Zweierzelt und Lodges, Mahlzeiten gemäss Programm, Transport, Englisch sprechende, lokale Reiseleitung

Japan: Japan aktiv mit Mount Fuji Wir haben Highlights, die auf keiner Japan-Reise fehlen dürfen, mit den herrlichen Landschaften der japanischen Alpen, der imposanten Kulisse des heiligen Berges Fuji-san und der Nationalparks auf der Nordinsel Hokkaido zu einem Gesamterlebnis kombiniert. Dem traditionellen Japan begegnen wir in den Tempeln und Gärten der alten Kaiserstadt Kyoto. 15 Tage ab CHF 6200.– 18.07.19 bis 01.08.19 / 01.08.19 bis 15.08.19 / 15.08.19 bis 29.08.19 Flüge gemäss Programm in Economy-Klasse, Transport, Übernachtungen in Hotels, japanischen Ryokans und Fuji-Berghütte, Mahlzeiten gemäss Programm, Studienreiseleitung durch deutschen Japanologen vom 2. bis 15. Tag in Japan

Weitere Einzelheiten zu diesen Angeboten finden Sie unter www.globotrek.ch


Faszinierende Bergwelt im Altai

Das Akkem-Tal mit Blick auf das Belucha-Massiv

18 Tage mit Schweizer Reiseleitung

Die Region Altai mit ihren alles überragenden Schneegipfeln ist ein Geheimtipp für Naturliebhaber, die sich gerne in unberührten und tou­ ristisch unerschlossenen Gegenden bewegen. Das entlegene Gebiet liegt im Herzen Asiens, nahe der Grenze zu Kasachstan, der Mongolei und China. Uns erwarten fantastische Seen, Flüsse und Berge mit einer einmaligen Tier- und Pflanzenwelt. Nebst herausfordernden Trekking­ etappen geniessen wir das sibirische Dorfleben und entspannen in der typisch russischen Banja. Höhepunkte Wandern und staunen im Gebiet der Bergseen Kucherlinskoje und Akkem Grandiose Ausblicke zum Belucha-Berg (4506 Meter) – höchster Gipfel Sibiriens In der russischen Banja die Seele baumeln lassen Einblicke in das altaische Dorfleben Besuch einer Gourmet Käse Fabrik, einer Maralfarm und einem Bienengarten Gut zu wissen Mittelschwere Tageswanderungen, gute Kondition, 3 Tagesetappen von 3–4 Stunden, 5 Tagesetappen von 5–6 Stunden, 3 Tagesetappen von 6–7 Stunden in Höhen bis ca. 3060 Meter. 3 längere Überlandfahrten. Zeltnächte im selben Camp: 2 Nächte am See Kucherlinskoje und 3 Nächte am See Akkem

Geführte Trekking- und Erlebnisreise mit Schweizer Reiseleitung und lokaler Begleitmannschaft Teilnehmerzahl 8–14 Personen Daten 24.07.19 bis 10.08.19

ab CHF 5550.–

Detailprogramm, Hinweise sowie Zuschläge für Einzelbelegung und Kleingruppen (6–7 Personen) unter www.globotrek.ch Leistungen – Flüge Zürich–Moskau–Gorno Altaisk–Moskau–Zürich in Economy-Klasse – Flughafentaxen und Treibstoffzuschlag – Alle Transfers und Überlandfahrten in UAZ Minibus und im GAZ 4x4 Fahrzeug – 6 Übernachtungen in Sommerhäusern, Gasthäusern oder einfachen Familienunterkünften im Doppelzimmer- oder Mehrbettzimmer, teils Gemeinschaftsnasszellen (6 Nächte Einzelzimmer möglich), 10 Übernachtungen im Zweierzelt – Komfortable Schlafzelte und allgemeine Campingausrüstung – Umfangreiche Globotrek-Notfallapotheke – Extra Reittier auf dem Trekking – Vollpension ab Ankunft bis Abreise in Gorno Altaisk – Schweizer Reiseleitung und lokale Begleitmannschaft – Bewilligungen und Eintritte – Visum inkl. Einholung – Praktische Globotrek-Trekkingtasche mit Rollen – Vorbereitungstreffen Programm- und Preisänderungen vorbehalten

Die touristische Infrastruktur ist teilweise sehr einfach. Pioniergeist und Flexibilität sind gefragt.

RUSSLAND Ob

Gorno Altaisk Kamlak

Moskau

KASACHSTAN

Kat un

RUSSLAND

Katun

Tungur Belucha KASACHSTAN

CHINA

MONGOLEI

MONGOLEI CHINA


Wo der Alltag so fern und Mutter Natur so nahe ist

Endlose Steppenlandschaft, spiegelklare Bergseen, reissende Flüsse, verschneite Berggipfel und eine unendliche Weite. Da­ rüber der stahlblaue Himmel. Die Region rund ums Kharkhira-Turgen Gebirge ist noch mehrheitlich unberührt. Auf unserem neuntägigen Trekking durch den äussersten Nordwesten der Mongolei werden wir von einer kleinen Karawane, bestehend aus unserer lokalen Begleitmannschaft auf Pfer­ den und ihren Kamelen begleitet. Wir treffen nur ab und zu auf eine Nomadenfamilie, die ihren Sommer an einem der zahlreichen Seen verbringt.

Unsere erste von neun Trekkingetappen ist über­ standen. Zufrieden sitze ich auf einem kleinen Gipfel oberhalb unseres Übernachtungs­platzes und lasse meinen Blick über die weite und hüge­ lige Steppenlandschaft gleiten. Obwohl wir uns bereits auf rund 2‘400 Metern über Meer befin­ den und sich am Horizont Schneeberge erahnen lassen, kann ich mir noch kaum vorstellen, dass wir bereits in einigen Tagen von den rauen Dreibis Vier­t ausendern des Kharkhira-Turgen Gebir­ ges umgeben sein werden.

saftigen Grasband auf, das sich dem Shiver-Fluss entlangschlängelt. Bereits am nächsten Abend werden wir beim Olon Nuur-Plateau, der Ebene zwischen den Kharkhira- und Turgen-Gebirgs­ ketten, ankommen. Olon Nuur heisst übersetzt «viele Seen» und tut seinem Namen alle Ehre. Das wird uns spätestens bewusst, als wir beim Aufstieg zu einem Gipfel des Kharkhira Gebirges zurückschauen und unseren Blick über das weit­ läufige Plateau schweifen lassen.

Bereits an unserem zweiten Trekkingtag wird mir bewusst, wie unglaublich vielfältig diese Region ist. Ich traue meinen Augen kaum, als wir mitten in der trockenen Steppenlandschaft plötzlich einen Lärchenwald erspähen, der in kräftigem Grün das Ufer des eindrücklichen Damjig-Flusses säumt. Unser Nachtlager schlagen wir später auf einem

Auf dem Weg Richtung Kharkhira-Turgen Pass nehmen wir den anspruchsvollen Aufstieg zu den verschiedenfarbigen Seen in Angriff. Durch eine Geröllhalde steigen wir steil bis zum obersten der Seen auf. Oben angekommen, werden wir von feinem Schneefall, starkem Wind und einer atemberaubenden Aussicht auf die vereisten Gipfel des Kharkhira Gebirges empfangen. So

Aussicht vom Gipfel an unserem ersten Trekkingtag

Zu Besuch bei einer Nomadenfamilie


Unser Übernachtungsplatz auf dem Olon Nuur («viele Seen») Plateau

Zorigoo, unser lokaler Begleiter, vor dem Kharkhira Gebirge

weit weg vom Alltag und so nahe an der Natur habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Das ist Freiheit pur! Dieses Gefühl verstärkt sich noch weiter, als ich einige Stunden später bei Sonnenuntergang vor meinem Zelt sitze, an die von der Abendsonne orange beschienenen Berg­ gipfel hochschaue und nichts höre, als die Flügel­ schläge eines Steppenadlers, der über meinem Kopf mit dem Wind spielt.

«Das ist Freiheit pur!»

Die Landschaften im Nordwesten der Mongolei sind unglaublich vielfältig

Doch nicht nur die wunderbare Natur macht die­ sen Teil der Mongolei so unvergleichlich, sondern auch seine Bewohner. Nach drei Tagen ohne jeg­ liche Anzeichen von Zivilisation erspähen wir in weiter Ferne wieder einmal eine Jurte und eine grosse Viehherde, bestehend aus Ziegen, Scha­ fen und Yaks. Als wir uns nähern, kommt uns eine ältere Dame entgegengelaufen und winkt uns zu sich her. Unser lokaler Guide Tsoggy begrüsst sie wie in der Mongolei üblich mit einem «Sain baina

Die Globotrek-Reiseleiterin Meret Geissbühler war bereits zweimal im Kharkhira-Turgen Gebirge unterwegs und ist abso­ lut begeistert von der Schönheit dieser Gegend. Als Tourismus­ fachfrau und leidenschaftliche Naturliebhaberin teilt sie mit ihren Gästen die Freude am Reisen und Trekken genauso wie die Faszination für Land und Leute.

«Wie geht’s den Tieren?» uu» (Guten Tag) und der Frage: «Wie geht’s den Tieren?». Es wird kurz ausgetauscht und einige Minuten später sitzen wir bereits im Kreis auf dem Boden des Gers – der typisch mongolischen Jurte – und halten alle eine Schüssel salzigen Milchtee in der Hand. Schon bald ist die anfäng­ liche Schüchternheit gegenüber uns Fremden verflogen und wir werden von Oyunchimeg und ihrem Mann Erden über unsere Reise und das Leben in der Schweiz ausgefragt. Auch wir wollen natürlich Vieles wissen zu dem für uns so ausser­ gewöhnlichen Leben in der Steppe. Später verab­ schieden wir uns wieder von der Familie – nicht nur mit faszinierenden Geschichten im Gepäck, sondern auch einem Krug Milchtee und einer hal­ ben Flasche selbstgebranntem Wodka. Was für eine unvergessliche und berührende Begegnung und was für ein Glück für uns, dass es nicht die Einzige bleibt!

JETZT BUCHEN: Eindrückliches Kharkhira-Trekking 18 Tage ab CHF 6'350.– 31.07.19 bis 17.08.19 Flüge, Übernachtungen, Transport, Vollpension, Schweizer Reiseleitung und lokale Begleitmannschaft, Visum inkl. Einholung www.globotrek.ch/kharkhira-trekking


Als Individualreise buchbar

Trekkingperlen Zentralasiens

Der Iskanderkul liegt mitten im Fan-Gebirge

20 Tage mit Schweizer Reiseleitung

Diese Reise kombiniert zwei wenig besuchte, einmalige Trekking­ gebiete mit Höhepunkten der orientalischen Kultur Zentralasiens. Unterschiedlicher könnten die Landschaften der Fan-Berge in Tadschikistan und des Chimgan-Gebirges in Usbekistan kaum sein. Gerade deshalb haben beide Trekkings ihren ganz besonderen Reiz. Als Gegensatz zur grandiosen Bergwelt besuchen wir zum Abschluss Samarkand und Buchara, die zauberhaften Städte an der alten Seidenstrasse, und erhalten Einblick in die jahrtausendealte Kultur des orientalischen Usbekistans. Höhepunkte Dushanbe, die grüne Hauptstadt Tadschikistans Die türkisfarbenen Bergseen Iskanderkul, Alouddin, Kuli-Kalon, Bibijannat und die «Sieben Seen» Trekking am Fusse schneebedeckter Fünftausender in den Fan-Bergen und im grünen Chimgan, einem Westausläufer des Tien Shan Taschkent, Samarkand und Buchara – zauberhafte Städte an der alten Seidenstrasse Gut zu wissen Mittelschweres Trekking, gute Kondition, 3 Tagesetappen bis zu 3 Stunden, 4 Tages­etappen von 4–5 Stunden und 3 Tagesetappen von 5–6 Stunden in Höhen bis maximal 3850 Meter. 2 längere Überlandfahrten und 2 Zugfahrten.

Geführte Trekkingreise mit Schweizer Reiseleitung und lokaler Begleitmannschaft Teilnehmerzahl 10–14 Personen Daten 16.06.19 bis 05.07.19 ab CHF 5500.– Individualreise zu Ihrem Wunschtermin Preis auf Anfrage Detailprogramm, Hinweise sowie Zuschläge für Einzelbelegung und Kleingruppen (4–9 Personen) unter www.globotrek.ch. Leistungen – Flüge Schweiz–Dushanbe und Taschkent–Schweiz in EconomyKlasse – Flughafentaxen und Treibstoffzuschlag – Alle Transfers und Überlandfahrten – 11 Hotelübernachtungen im Doppelzimmer, 1 Übernachtung in einer Privatunterkunft (Mehrbettzimmer), 1 Übernachtung in einfachen Hütten im Doppelzimmer, 6 Übernachtungen im Zweierzelt – Komfortable Schlafzelte und allgemeine Campingausrüstung – Umfangreiche Globotrek-Notfallapotheke – Vollpension, an 5 Tagen Halbpension (Tag 12, 16–19), am letzten Tag nur Frühstück – Schweizer Reiseleitung und lokale Begleitmannschaft – Bewilligungen und Eintritte – Visa inkl. Einholung – Praktische Globotrek-Trekkingtasche mit Rollen – Vorbereitungstreffen Programm- und Preisänderungen vorbehalten KASACHSTAN

Wir bewegen uns in einem von äusseren Einflüssen weitgehend verschont gebliebenen, sehr sensiblen Gebiet. Die Reise verlangt deshalb Offenheit, Toleranz und Improvisationsfreudigkeit.

Chimgan TASCHKENT

Beldersay

USBEKISTAN Chudschand Buchara

Istarawschan KIRGISTAN

Samarkand Pandschakent 7 Seen Iskander-See USBEKISTAN TURKMENISTAN TADSCHIKISTAN

TADSCHIKISTAN

DUSHANBE

CHINA

INDIEN AFGHANISTAN


Durch das kirgisische Patagonien

Das Alay-Gebirge, eine Perle im zentralasiatischen Hochland

23 Tage mit Schweizer Reiseleitung

Die Landschaft rund um den Ak Suu wird zu Recht als Patagonien Zen­ tralasiens bezeichnet, denn die kühnen Granitzähne erinnern tatsäch­ lich an das Trekkingparadies im Süden Lateinamerikas. Hier sind Wan­ derer jedoch selten und wir bewegen uns auf einsamen Pfaden durch die grandiose Bergwelt. Zu Beginn der Tour besuchen wir farbenfrohe Märkte und sind bei lokalen Familien zu Gast. Wir besuchen kirgisische Sommerweiden, azurblaue Seen und übernachten in Jurten. Höhepunkte Einblick ins kirgisische Nomadenleben am Son Köl und Issyk Köl-See Besichtigung der kulturellen Höhepunkte unterwegs 10-tägiges Zelttrekking im unberührten Alay-Gebirge Traumhafte Hochgebirgspässe, blühende Wiesen, bewaldete Täler und rauschende Flüsse Aussicht auf die imposanten Felsgipfel der umliegenden 5000er Gut zu wissen Anspruchsvolles Trekking, gute Kondition, 8 Tagesetappen von 4–6 Stunden und 3 Tagesetappen von 7–9 Stunden in Höhen bis maximal 4390 Meter. 5 längere Überlandfahrten.

Geführte Trekkingreise mit Schweizer Reiseleitung und lokaler Begleitmannschaft Teilnehmerzahl 10–14 Personen Daten 13.07.19 bis 04.08.19

ab CHF 5450.–

Detailprogramm, Hinweise sowie Zuschläge für Einzelbelegung und Kleingruppen (6–9 Personen) unter www.globotrek.ch Leistungen – Flüge Schweiz–Bischkek und Osh–Schweiz in Economy-Klasse – Flughafentaxen und Treibstoffzuschlag – Alle Überlandfahrten und Transfers – 5 Übernachtungen in Hotels oder Gasthäusern im Doppelzimmer, 4 Übernachtungen bei Gastfamilien (Mehrbettzimmer), 3 Übernachtungen in Jurten (4–5er-Belegung), 9 Übernachtungen im Zweierzelt – Komfortable Schlafzelte und allgemeine Campingausrüstung – Umfangreiche Globotrek-Notfallapotheke – Vollpension während der ganzen Reise – Schweizer Reiseleitung und lokale Begleitmannschaft – Bewilligungen und Eintritte – Praktische Globotrek-Trekkingtasche mit Rollen – Vorbereitungstreffen Programm- und Preisänderungen vorbehalten

Während dem Trekking übernachten wir in fixen Zeltcamps. Dadurch entfällt das tägliche Auf- und Abbauen der Zelte. Einzelzelte stehen nicht zur Verfügung.

KASACHSTAN BISCHKEK

Issyk Köl See Kochkor

Bokonbaevo

Son Köl Kazerman

Jalal-Abad

CHINA

USBEKISTAN Osh

Batken Uzgurush

KASACHSTAN

KIRGISTAN

CHINA

TADSCHIKISTAN


Afrika / Orient Oman: Orientalisches Flair im Reich des Sultans Weite Sandwüsten und herrliche Berggebiete prägen das Land am östlichen Ende der arabischen Halbinsel. Diese Reise bringt uns die schönsten Landschaften des Landes näher. Wir entdecken das Gebirge und seine Schluchten zu Fuss und schwimmend, und die Sandwüste geniessen wir vom Rücken eines Kamels aus. 14 Tage ab CHF 4850.– 22.02.19 bis 07.03.19 / 25.10.19 bis 07.11.19 / 21.02.20 bis 05.03.20 Flüge Zürich–Muscat–Zürich in Economy-Klasse, Transport, Übernachtungen in Hotels, Gasthäusern, Zweierbungalows und Zweierzelt, Vollpension gemäss Programm, lokale, Englisch sprechende Reiseleitung

Marokko: Vom Atlas zu den Oasen der Sahara Ausserhalb der bekannten Königsstädte hat Marokko ganz andere Gesichter und Farben. Im Süden, hinter dem Hohen Atlas, liegt die letzte steinerne Kette, welche der Sahara an ihrem Nordrand die Stirn bietet – die bizarr geformte Felsenlandschaft des Sarhro-Massivs. Und auf den Spuren der grossen Karawanen stossen wir in die scheinbare Unendlichkeit der Wüste vor. 15 Tage ab CHF 1850.– 30.03.19 bis 13.04.19 / 28.09.19 bis 12.10.19 / 26.10.19 bis 09.11.19 / 22.03.20 bis 05.04.20 Individualreise zu Ihrem Wunschtermin Transport, Übernachtungen in Hotels, Riads und Zweierzelt, Mahlzeiten gemäss Programm, lokale, Französisch sprechende Reiseleitung und Begleitmannschaft

Tansania: Abenteuer Kilimanjaro Der höchste Berg Afrikas strahlt eine magische Anziehungskraft aus. Da der Kilimanjaro technisch keine Schwierigkeiten bietet, ist dieses Trekking auch für Nichtbergsteiger geeignet. Doch bevor Sie auf dem Kraterrand den Sonnenaufgang geniessen können, stehen erlebnisreiche und unvergessliche aber auch anstrengende Tage bevor. Wir bieten die vier bedeutendsten Routen in Form internationaler Gruppenreisen oder Privatreisen an. 8 bis 9 Tage ab CHF 2200.– Mehrere Abreisedaten ganzjährig Überlandfahrten, Übernachtungen in Hotels, in komfortablen Zweierzelten oder in Hütten, Vollpension/ Halbpension gemäss Programm, lokale, Englisch sprechende Reiseleitung und Begleitmannschaft

Weitere Einzelheiten zu diesen Angeboten finden Sie unter www.globotrek.ch


Als Individualreise buchbar

Durchführung garantiert ab 2 Personen

Glanzlichter Jordaniens

Karge Wüste und schroffe Berge im Wadi Rum

15 Tage

Bizarr zerklüftete Felsformationen, Wüsten und Wadis, bunte Souks sowie Kulturdenkmäler und prachtvolle Bauten aus mehreren tausend Jahren Geschichte – all das lässt uns für ein paar Tage in eine andere Welt eintauchen. Wir durchqueren Wadi Rum zu Fuss, geniessen die orientalische Stimmung bei Kerzenlicht, besuchen eine BeduinenFamilie, entdecken Relikte aus vergangenen Zeiten und geniessen zum Schluss das wohltuende Salz des Toten Meeres. Höhepunkte Spektakuläre Wüstenlandschaft im Wadi Rum Weltwunder Petra, die rosarote Felsenstadt Naturreservat Dana, ein einzigartiges Natur- und Tierparadies Wadi Mujib, der Grand Canyon Jordaniens Übernachtung im schönen Wüstencamp und in einer romantischen Eco-Lodge Entspannter Abschluss am Toten Meer im SPA-Hotel Gut zu wissen Mittleres Trekking, gute Kondition. 3 Tagesetappen von 2–4 Stunden, 2 Tages­ etappen von 4–6 Stunden, längere Erkundungen zu Fuss in Petra (bis zu 7 Stunden) sowie 1 Tagesetappe von 7–8 Stunden. Höhen bis zu 1370 Meter. Ca. vierstündiger Kamelritt auf dem eigenen Reitkamel. Es ist möglich einen Teil oder die ganze Strecke zu wandern.

Geführte Trekking- und Kulturreise mit lokaler, Deutsch sprechender Reiseleitung Teilnehmerzahl 6–12 Personen Daten 07.04.19 bis 21.04.19 03.11.19 bis 17.11.19 05.04.20 bis 19.04.20 Individualreise zu Ihrem Wunschtermin

ab CHF 4950.– ab CHF 4950.– ab CHF 4950.– Preis auf Anfrage

Detailprogramm, Hinweise sowie Zuschläge für Einzelbelegung und Kleingruppen (2–5 Personen) unter www.globotrek.ch. Leistungen – Flüge Zürich–Aqaba und Amman–Zürich in Economy-Klasse – Flughafentaxen und Treibstoffzuschlag – Alle Überlandfahrten und Transfers – Reitkamel für jeden Teilnehmer während dem Kamelritt – 11 Hotelübernachtungen im Doppelzimmer, 2 Übernachtungen im Zweierzelt, 1 Übernachtungen im Wüstencamp im Fixzelt – Komfortable Schlafzelte und allgemeine Campingausrüstung während Tag 3–4 – Vollpension, ausser Halbpension an den Tagen 6–9 und 11–14 – Lokale, Deutsch sprechende Reiseleitung und Begleitmannschaft ausser am Tag 14 – Beduinen-Führer während den Trekkings in Wadi Rum und Dana – Bewilligungen und Eintritte – Visum – Praktische Globotrek-Trekkingtasche mit Rollen SYRIEN

Programm- und Preisänderungen vorbehalten AMMAN

Totes M

eer

Keine längeren Überlandfahrten durch die Anreise via Aqaba im Süden und Rückflug ab Amman im Norden.

ISRAEL

Madaba Wadi Mujib

SAUDI-ARABIEN

Dana Naturreservat

Petra

TÜRKEI

JORDANIEN

Wadi Rum Aqaba

ÄGYPTEN

SAUDI-ARABIEN


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04.12. | 20:00 Uhr 11.12. | 20:00 Uhr

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AB MÄRZ 2019 AUF TOUR 17.03. LAUSANNE | Casino de Montbenon 18.03. GENÈVE | Théâtre Cité Bleue 19.03. BERN | Freies Gymnasium Bern 20.03. THUN | Rex Kino 21.03. LUZERN | Paulusheim 22.03. BASEL/MÜNCHENSTEIN | Hofmatt Saal 23.03. ZÜRICH | Volkshaus 24.03. CHUR | Marsöl Saal 25.03. ST. GALLEN | Kugl Schweizer Alpen-Club SAC Club Alpin Suisse Club Alpino Svizzero Club Alpin Svizzer

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Weitere Events, Trailer, Termine und Online-Tickets unter WWW.OUTDOOR-TICKET.NET


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State of the Art

S

ART

E

PIEPS Micro

TE OF TH TA

Referenzprodukt Winter 2 018

Gibt es das perfekte Equipment? Durchaus. In State of the Art zeigt 4-Seasons Ausrüstung, die in ihrer Klasse Standards setzt. Von Philip Baues Produktklasse

Lawinen-Verschütteten-Suchgerät, kurz LVS.

Einsatzbereich Für alle Wintersportler, die den gesicherten Pistenbereich verlassen: Freerider, Skitourengeher, Schneeschuhwanderer und professionelle Anwender wie Bergführer und -retter. Status

Das kleinste und leichteste 3-Antennen-LVS der Welt.

Hersteller

Pieps GmbH, Lebring, Österreich.

Konzept/Idee

Michael Rust, Produktmanager.

Technische Daten 

Grösse: 106 x 74 x 20 mm. Gewicht: 150 g. Batterietyp: 1 x AA. Betriebsdauer: min. 200 h. Max. Reichweite: 50 m. Suchstreifenbreite: 50 m. Transa Artikelnummer: 117609. Preis: CHF 399.90.

Historie

Ende der 1960er-Jahre entwickelt der Amerikaner John G. Lawton das erste Verschüttetensuchgerät mit eingebautem Radiosender. US-Skipatrouilleure geben dem Gerät den Namen «hot dog» – wegen seiner Form und Farbe, aber wohl auch als Hommage an den weiterhin unverzichtbaren Lawinenspürhund. Denn die analogen Geräte mit nur einer Antenne sind komplex in der Handhabung und limitiert in der Reichweite. Das erste LVS von Pieps kommt 1972 auf den Markt. Das Problem für Anwender: Fast jeder Hersteller arbeitet mit unterschiedlichen Frequenzen, erst 1996 werden 457 kHz zur europäischen Norm erklärt, die alle Geräte untereinander kompatibel macht. Auch wenn das Grundprinzip moderner LVS – die Kombination aus einem Mittelwellensender und einem darauf abgestimmten Empfänger – unverändert bleibt, gelingt Pieps 2003 eine Revolution: Als erstes digitales 3-Antennen-LVS arbeitet das DSP nicht nur schneller und genauer als alle bisher verfügbaren Geräte, sondern erlaubt auch eine präzise Suche nach mehreren Verschütteten.

«Die enge Zusammenarbeit zwischen unseren technischen Experten und professionellen Anwendern aus der Praxis hebt unsere Produkte immer wieder auf ein neues Niveau – so auch beim Micro.»

«Selbst Experten waren von der Leistung dieses winzigen Geräts überrascht. Ein wirklich tolles Feature ist die Update-Möglichkeit per App und Bluetooth – so geht Bedienfreundlichkeit!»

Michael Rust, Produktmanager Pieps

Lukas Müller, Transa Einkäufer Bergsport

Tragesystem

Robustes Hardcase mit individuell einstellbarem Tragegurt. Die kompakte Kunststoffhülle sorgt für eine zuverlässige Abdeckung des Abstandssensors und verhindert so das ungewollte Umschalten in den Suchmodus.

Vibrationsmotor

Das Micro unterstützt beim Erstempfang zusätzlich mit Vibration. So kann bei der Signalsuche der Fokus auf die visuelle Oberflächensuche gelegt werden. Auch beim Umschalten in den Sendemodus gibt es eine taktile Bestätigung: Das Gerät vibriert fünfmal hintereinander.

Pieps-App

Einfaches Gerätemanagement per Bluetooth übers Smartphone. Konfiguration von Vibrationsmodus, Gruppencheck, Nachlawinenfunktion, Batterietyp. Neben Software-Updates bietet die App auch Trainingsszenarien und hilfreiches Lawinen-Know-how zur Unfallprävention.

Auto-Search-to-Send

Wird der Suchende von einer Nachlawine verschüttet, schaltet das Micro automatisch zurück in den Sendemodus (wenn das Gerät eine bestimmte Zeit in Ruhe liegt). Das Time-out für die Umschaltung kann in der App eingestellt werden.


State of the Art

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Mark-Taste

Im Falle einer Mehrfachverschüttung können geortete Geräte markiert und deren Signale bis zur Ausgrabung ausgeblendet werden. Ausserdem kann durch dreisekündiges Halten der Taste die automatische Sperre im Suchmodus ausgeschaltet werden: Diese Search-Lock-Funktion verhindert, dass das Gerät automatisch wieder in den Sendemodus wechselt, wenn es etwa beim Sondieren oder Schaufeln zurück in das Tragesystem gesteckt und der Sensor bedeckt wird.

Gehäuse

Stoss- und wasserfestes Kunststoffgehäuse, extrem temperatur­ beständig (-20 bis +45 °C).

LEDKontrollleuchte

Optische Kontrolle des aktivierten Modus – blinkt im Sendebetrieb.

Display

Grosser, beleuchteter Bildschirm (30 x 45 mm) für eine gute Lesbarkeit bei verschiedenen Lichtverhältnissen.

Batterie

Kompatibel sind Batterien des Typs AA mit einer Spannung von 1,5 Volt. Entweder Alkaline (LR6) oder Lithium (FR6/FR14505). Die Verwendung von Lithium-Batterien muss in der App konfiguriert werden, um eine korrekte Kapazitätsanzeige zu gewährleisten. Bei vollem Akku beträgt die Sendedauer 200–300 h, ist das Batteriesymbol leer, verbleiben noch etwa 20 h Sende- und 1 h Suchbetrieb.

Abstandssensor

Ermöglicht die automatische Umschaltung vom Sendemodus(Sensor bedeckt) in den Suchmodus (Sensor unbedeckt).

Lautsprecher

Die dynamische Tonausgabe unterstützt die Feinsuche: je näher das verschüttete Gerät, desto höher/schneller der Signalton.

iProbe-Support

Wird das Micro (oder ein anderes LVS von Pieps) von einer iProbeSonde gefunden, schaltet es sich automatisch in den Sleep-Modus, solange die Sonde sich im Umkreis von 50 cm zum Gerät befindet. Dadurch verschwindet das Signal auf allen suchenden Geräten, was verhindert, dass Suchende einem bereits lokalisierten Signal folgen.

Antenne

Drei orthogonale Antennen ermöglichen eine punktgenaue Ortung unabhängig von Lage und Tiefe des Senders. Bei Störung der Sende-Antenne durch elektronische Geräte oder Metall erfolgt die automatische Umschaltung auf eine andere Antenne. Der digitale Prozessor erhöht die Empfangsreichweite (auch an den Frequenzgrenzen) und unterstützt die Mehrfachverschüttetensuche: Nur das stärkste Signal wird angezeigt, weitere Sendesignale werden unsichtbar im Hintergrund bearbeitet – Verwirrung ausgeschlossen.


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Transa on Tour

Nur wer selbst einmal n채ht, entwickelt ein Gef체hl f체r Qualit채t. Das Transa Team bei der praktischen Fortbildung.


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Swiss Made in Ireland Die grüne Insel ist nicht nur ein fantastisches Outdoor-Revier, auch erstklassige Ausrüstung wird in Irland produziert. Ein Transa Team auf Studienreise besucht die Rucksack-Manufaktur von Bach und die Isomatten-Produktion von Therm-a-Rest. Text & Fotos: Stephan Glocker

G

rau ist alle Theorie – das wusste schon Goethe, und das weiss auch Maarten Harteveld, Leiter des operativen Geschäfts beim Rucksack­hersteller Bach: «Wer einmal selbst genäht hat, sieht unsere Arbeit mit neuen Augen.» Tatsächlich: In der Bach-Produktionshalle im irischen Kilkenny hantieren zehn Transa Mitarbeitende mit Schnittmustern, Scheren und Nähmaschinen. Verkniffene Blicke, leise Flüche – aber auch ein stolzes Lächeln, wenn eine gerade Naht gelingt. Ziel der Übung ist die Herstellung eines Shoppingsacks. Über Details und Farben entscheidet jeder selbst – und wird so zum Designer in eigener Sach­e: Wie lang macht man die Tragegriffe? Wie gross soll die aufgesetzte Aussentasche wirklich sein? Passt Türkis zu Grün? Maarten freut sich: «Siehst du – es funktioniert.»

Bach steht für schnörkellose Produkte – clean, beste Qualität, kein­e Kompromisse. Wer dahinter nun eine ebenso schnörkel­lose Konzernstruktur vermutet, irrt gewaltig: Bach besteht nur aus vier Iren, fünf Schweizern und einem Niederländer (nämlich Maarten), dafür gibt es zwei Firmensitze (in Kilkenny und Wiesendangen), und man arbeitet mit voller Absicht recht umständlich. Tönt sonderbar, aber die Geschichte von Bach ist eben speziell. Klein, kreativ und kompliziert 1979 wird im irischen Waterford ein Firmenschild an einen Schuppen geschraubt: «Great Bach Packing and Construction Company» steht darauf. Als Rucksack-Hersteller erwirbt sich >


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Sauberes Handwerk: Ein Bach-Pack wie der Lite Mare1 besteht aus weit über 100 Teilen.

Bach einen guten Ruf und patentiert mit dem Orthofle­x Rückensystem schon früh ein gut funktionierendes Innen-Tragegestell. Zeitweise produziert man auch Rucksäcke im Fremd­­ auftrag, zum Beispiel für Lowe Alpine und The North Face. Die Company zieht um nach Kilkenny und benennt sich um: in «Bach Hi-Tech Leisure Ltd». Trotz guter Qualität bleibt der geschäftliche Durchbruch allerdings aus. Chronische Finanz- und Terminprobleme treiben die Firma langsam, aber sicher in den Ruin. 1989, zehn Jahre nach der Gründung, ist Bach praktisch am Ende. Doch dann erscheint der berühmt­e weisse Ritter – und er trägt eine Schweizerfahne! Martin Wiesmann und Beat Vogt, damals bei der Transa für den Einkauf zuständig, sind schon länger mit der Bach-Crew befreundet, gemeinsam hat man bereits Rucksack-Konzepte ausgetüftelt. Und sie finden tatsächlich eine Lösung für Bach: Ein Schweizer Investor übernimmt die Marke, und Martin Wiesmann siedelt nach Irland über und steigt in die Firma ein. Ab 1992 wird der Schweizer Ausrüstungsfreak alleiniger Geschäftsführer. Irland oder Schweiz? Warum nicht beides! Damals wird der Grundstein der bis heute gültigen Bach-Philo­ sophie gelegt: Reduziertes Design, robustes Material, perfekte Passform – so will Martin die Bach-Rucksäcke auf dem deutschen und schweizerischen Markt etablieren. Gerade bei der Passform wird geklotzt: Die Rucksäcke sind in bis zu vier Rückenlängen und mit individuell austauschbaren Hüft- und Schultergurten verfügbar. Die ersten Jahre sind nicht einfach, doch langsam etabliert sich Bach als feste Grösse am Outdoor-Markt. Und Transa zählt zu den treuesten Abnehmern. 1

Bach Lite Mare, Transa Artikelnummer 141197, CHF 319.90.

«Bach hat bei uns schon einen besonderen Stellenwert», sagt Dani Humbel, Transa CEO und ebenfalls beim Besuch in Kilkenny dabei. «Die gemeinsame Geschichte, die enge Zusammenarbeit, das direkte Feedback – alles gut. Aber am Ende muss vor allem das Produkt die Transa Kunden überzeugen.» Zu den entscheidenden Argumenten zählt der Preis – und dieser Aspekt sorgt Ende der Neunzigerjahre für Veränderungen. Die Löhne in Irland steigen und die bis zu drei Stunden Hand­arbeit, die in einem Bach-Rucksack stecken, sind über den Verkaufspreis nicht mehr finanzierba­­r. Schweren Herzens verlegt Bach – wie alle anderen Hersteller auch – die Hauptproduktion nach Fernost. Marti­­n Wiesmann kehrt zwecks Familiengründung in die Schweiz zurück, in Wiesendangen ZH entsteht die neue Bach-Zentrale.

1989 ist Bach fast am Ende. Doch dann erscheint der berühmt­e weisse Ritter – und er trägt eine Schweizerfahne! Und Kilkenny? Die Arbeitsplätze werden nach und nach reduzier­­t, aber Leute entlassen oder gar den Laden dichtmachen will Bach nicht. Kilkenny bleibt Bach als Manufaktur erhalten, hier werden von den sehr erfahrenen irischen NäherInnen anspruchsvolle Jobs erledigt, man produziert Sonderanfertigungen und Kleinauflagen – etwa vom neuen High-End-Expeditionssack New River. Der Zweitstandort in Irland stellt die kleine Firma vor Hindernisse in


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Foto: Jürgen Buschor

Transa on Tour

Gute Ausrüstung: Bei Cascade Designs in Midleton werden auch die Schneeschuh von MSR gefertigt.

Gute Aussicht: Während der irischen Studienreise bleibt Zeit für ein paar Stunden am Meer.

Logistik und Kommunikation, hat aber auch positive Seiten: Für die Belieferungen der EU ist Irland optimal, und nebenbei verfügt man über eine attraktive Workshop-Destination für Partner wie das Transa Team – das seine Shoppingsäcke inzwischen fertig hat.

Hundert Einzelteilen ein Lite Mare Lady 2 – ein Trekking-Rucksack, den Bach-Kundinnen auf der ganzen Welt lieben. Die Transa Berater können Fragen stellen und mit den Designern und Nähern fachsimpeln. «Das ist wertvolles Wissen für uns», sagt Fabi Nef von Transa St. Gallen, «im Gespräch mit den Transa Kunden geht es oft um Details. Der cleane Look von Bach gefällt vielen intuitiv, aber die schlauen Detaillösungen erklärt am besten ein Berater. Beides zusammen überzeugt dann.» Und die Entwicklung hört nie auf: Designer David Freitag erklärt, dass sogar am Specialist – dem Bach-Klassiker schlechthin – wieder eine Schnittoptimierung gelungen sei. Das eingesparte Gewicht hätte man aber sofort reinvestiert: «In eine Platte im Trage­ system, die die gesamte Konstruktion noch etwas stabiler macht.» Das mag für viele Nerd-Wissen sein, aber die Transianer hören zu. >

Die Qualität steckt im Detail Nachdem die Gäste für das Thema Handarbeit sensibilisiert sind, geht die Bach-Crew in die Vollen: Bridget legt sich Stoffe, Riemen und Schnallen zurecht wie ein Chefkoch seine Mise en Place. Dann lässt sie ihre Juki-Industrienähmaschine sprechen, näht eine­­n Tragesack, fügt Rückenteil und Hüftgurt an. Hier eine Verstärkung, dort eine Riegelnaht, und da noch eine anspruchsvolle Zipper­einfassung. In einer guten Stunde entsteht aus weit über

NOMIC & ERGONOMIC

Photo © www.kalice.fr

Steil und steiler


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Transa on Tour

Gimmick für Fans: Den beliebten Bach Prime Duffel gibts zu Weihnachten bei Transa geschrumpft als Mini-Duffel1: der vielleicht edelste OutdoorKulturbeutel der Welt.

Wahrscheinlich stehen bei Cascade die raffiniertesten Maschinen in der gesamten Outdoor-Industrie. Später geht es auf eine gemeinsame Runde durch den mittelalterlichen Stadtkern von Kilkenny und noch später ins «Bach-Camp». Logiert wird nämlich im Garten von Martin Wiesmanns Privathaus, standesgemäss im Zelt. Und wenn ein Transa Team schon einmal in Irland ist, schaut es auch bei Cascade Designs vorbei. Die US-Company hat im irischen Midleton ihren Europa-Ableger und produziert hier unter anderem Therm-a-Rest-Matten, MSR-Schneeschuhe und Seal-Line-Pack­ säcke – alles im Transa Sortiment vertreten. Vor allem die hochtechnische Isomattenproduktion fasziniert die Besucher: Als

das Geheimnis der 300 bis 400 Gramm leichten NeoAir-Matten entpuppen sich hauchzarte Stege im Innere­­n, die eine von Cascade selbst konstruierte Maschine geradezu zärtlich und aufreizend langsam verklebt. Die gleiche Anlage steht noch einmal am Stammsitz in Seattle. Wahrscheinlich sind das die raffiniertesten Maschinen der Outdoor-Industrie – fotografiere­­n darf man sie nicht. Die Qualitätskontrolle ist wiederum Lowtech: Um festzustellen, ob die Matten dicht sind, wird jede einzelne mit einem Normdruck befüllt und – wie ein Velopneu – unte­­r Wasser getaucht. Sláinte auf die irisch-schweizerische Freundschaft! Eine Paddeltour und eine Wanderung am Meer runde­­n die Transa Studienreise ab. Die letzte Zeltnacht im Bach-Camp, zum Abschied wird ein kleiner Whiskey verkostet. Die Bach-Crew ruft «Sláinte» – und Jürg, Fabi, Pascal, Nhejla, Steffi, Carina, Stefan, Elia, Martin und Dani heben die Gläser. Auf die irisch-schweizerische Freundschaft! <

Foto: Jürgen Buschor

Handarbeit bei Bach, Hichtech bei Cascade. Beide Wege führen zu erstklassigen Produkten. 1

Transa Artikelnummer 160163, CHF 34.90.


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BUILD

YOU R BASE

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Foto: Dr. Nicholas Roemmelt

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Nacht im Schnee Im Winter draussen zu schlafen, gilt unter Outdoorern als Königsdisziplin. Verkaufsberater Hans-Jörg Oppliger kann davon ein Liedchen singen: Er nutzt sein Zelt in der kalten Jahreszeit als Basislager für Skitouren und biwakiert regelmässig in den Bergen. Das sind seine Tipps. Interview: Manuel Arnu I Fotos: Manuel Arnu, Archiv Hans-Jörg Oppliger


Kaufberatung

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Hans-Jörg Oppliger arbeitet seit 13 Jahren bei Transa. Der 62-jährige Badener ist Zeltverantwortlicher in der Filiale Zürich Europaallee und Experte für Schlafsäcke, Ruck­ säcke und Isomatten. Hans-Jörg hat jeden Donnerstag und Freitag frei und ist dann Sommer wie Winter mit Zelt, Biwaksack, Velo, Ski, zu Fuss oder mit allem zusammen unterwegs. Über seine kleinen und grossen Abenteuer berichtet er auf seinem Outdoor-Blog: www.hjop.ch

Hansj, spätestens wenn der erste Schnee fällt, werden die meisten Zelte und Schlafsäcke im Keller eingemottet. Auch bei dir? Oh nein, für mich beginnt dann erst die schönste Jahreszeit! Wenn ich im Winter mein Zelt aufstelle, ist alles viel ruhiger und friedlicher. Und vor allem ist man fast immer alleine. Aber mal ehrlich, warum sollte ich bei Minusgraden campieren, wenn es daheim doch so schön kuschelig warm ist? Ich benutze mein Zelt im Winter gerne als Basislager für Skitouren. Es ist ein un­ beschreibliches Gefühl, wenn du auf einem schneebedeckten Gipfel bist, dein

Zelt aufbaust, ein Fondue kochst und am Abend in aller Ruhe den Sternenhimmel bewunderst. Am nächsten Morgen stehe ich auf, koche Kaffee und bin garantiert der Erste auf den Brettern. Muss man sich quälen können, wenn man im Winter im Freien schlafen möchte? Ich finde nicht. Es kommt auf die rich­tige Ausrüstung an, sie ist neben einer guten Vorbereitung und ein bisschen Wissen das A und O. Das klingt nach Survival-Abenteuer ... Nein, gar nicht! Wintercamping ist nicht kompliziert, aber mit einem Drei-Jahres-

zeiten-Zelt und einem Sommerschlafsack ist Übernachten im Schnee kaum möglich. Es braucht spezielle Ausrüstung. Vor allem bei Zelt, Schlafsack und Matte sollte man keine Kompromisse eingehen. Das ist zwar relativ teuer, aber man kann gut optimieren und viele Tricks anwenden. Also kaufe ich als Erstes einen dicken Winterschlafsack für ganz kalte Nächte? Ganz ehrlich? So einen Schlafsack empfehle ich unseren Kunden eher selten. Weder für den Winter noch für Hochtouren wie etwa den Kilimandscharo. Du brauchst nicht zwingend einen teuren Schlafsack für > minus 20 Grad, der ansonsten die


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nächsten 20 Jahre im Keller liegt, weil er eigentlich fast immer viel zu warm ist. Wenn man das Geld sparen möchte oder muss, gibt es eine gute Alternative. Also besser frösteln? Nein, viel besser: Ich habe sowieso einen Sommerschlafsack für Temperaturen bis null Grad und einen Schlafsack für die Übergangsjahreszeiten Frühling und Herbst, der reicht bis minus fünf Grad. Im Winter stecke ich beide Schlafsäcke zusammen – mehr brauchts nicht! Das funktioniert? Ja, meine kälteste Nacht war bisher bei minus 33 Grad und ich habe nicht ge­ froren. Meine beiden Schlafsäcke wiegen zusammen circa 1500 Gramm. Ein einzelner dicker Winterschlafsack ist etwa genauso schwer. Packmass und Gewicht sind also fast gleich, aber ich kann die beiden Schlafsäcke rund ums Jahr gebrauchen. Von Frühling bis Herbst separat, im Winter kombiniert. Geht das mit jedem Schlafsack? Die Kombination muss passen: Mit einem Null-Grad-Modell und mit einem Minusfünf-Grad-Modell deckst du praktisch alles ab. Es ginge theoretisch auch ein Minuszehn-Grad-Modell und ein ganz leichter Sommerschlafsack. Deshalb frage ich meine Kunden immer, ob sie einen kompatiblen Schlafsack haben, und suche den passenden Zweitschlafsack aus. Mit

Eine gute Isomatte ist im Winter genau so wichtig wie ein guter Schlafsack.

beiden Schlafsäcken können sie dann rund ums Jahr campieren. Welche Temperaturangabe ist entscheidend? Komfort, Limit oder Extrem? Unterm Strich ist nur eine Angabe wirklich wichtig: der Komfortbereich. Einzig in diesem Bereich fühlst du dich wohl und bist zufrieden – und darum geht es ja. Natürlich hat jeder Mensch ein individuelles Kälteempfinden, da hilft nur Ausprobieren. Damen brauchen übrigens üblicherweise einen fünf Grad wärmeren Schlafsack als Herren.

Welche Füllung ist besser: Daune oder Kunstfaser? Wenn ich den Schlafsack selber, also im Rucksack, tragen will, empfehle ich Daune. Kunstfaser kostet zwar deutlich weniger und ist pflegeleichter, ist aber auch doppelt so gross im Packmass und doppelt so schwer. Das funktioniert nur mit Schneemobil oder Hundeschlitten. Auf was muss ich noch achten? Der Schlafsack muss passen. Wenn ich einen zwei Meter langen Schlafsack habe, aber nur 1,70 Meter gross bin, dann muss ich mit meiner Körperwärme unnötige

Winterschlafsack Western Mountaineering Lynx Gore WS1, Drei-Jahreszeiten-Schlafsack Highlight Absolut -52 und ultraleichter Sommerschlafsack Yeti Passion Three3.

1

Transa Artikelnummern (v. l. n. r.) 067113, ab CHF 1099.00 | 2068196, ab CHF 549.90 | 3053501, ab CHF 629.00.


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«Wenn ich den Schlafsack selber tragen muss, emp­ fehle ich Daune. Kunstfaser kostet zwar weniger, ist aber auch doppelt so gross und schwer.»

Biwak extrem: Hans-Jörg bei einer Übernachtung in einer Schneewand.

30 Zentimeter Luft im Inneren des Schlafsacks aufwärmen. Dann verschiebt sich die Komforttemperatur von minus fünf plötzlich auf plus zwei Grad. Der Schlafsack sollte auch auf Körperbau und Schlafgewohnheiten abgestimmt sein: Ein schmal geschnittener Western Mountaineering ist zum Beispiel ideal für mich. Wer etwas athletischer ist oder unbedingt eine gewisse Bewegungsfreiheit haben möchte, braucht vielleicht eher einen breiten von Highlight. Es gibt auch spezielle Schlaf­ säcke für Frauen. Hier lohnt es sich auf jeden Fall, bei uns in der Filiale verschiedene Modelle Probe zu liegen.

Wie finde ich die richtige Länge? Wenn man sich hinlegt, die Kapuze schliesst und aufsitzt, darf nichts spannen. Fünf Zentimeter Platz über dem Kopf, dann ist es ideal. Und wenn der Schlafsack doch etwas zu gross ist? Dann kann man überschüssiges Volumen mit Bekleidung auffüllen: Ich trage zum Einschlafen immer eine Daunenjacke. Später in der Nacht schiebe ich sie dann nach unten, die Füsse bekommen dadurch Extra-Isolation und am nächsten Morgen ist die Jacke kuschelig warm.

Kann ich mit einem Inlett auch noch ein paar Grad «Puffer» herausholen? Ich persönlich halte nicht viel davon. Ein Seiden- oder Baumwollinlett ist aus meiner Sicht vor allem ein Hygiene-Artikel und kann ein «G’nusch» beim Schlafen geben. Viel wichtiger ist ein ultraleichter Biwaksack wie der Ultralight Bivy, der gehört bei Hochtour, Skitour oder Wintercamping in jeden Rucksack ins Notfallkit. Das ist eine geschlossene Rettungsdecke – kostet 26.90 Franken und kann einem bei einer ungeplanten Übernachtung im Schnee das Leben retten. Sollte, wie Schaufel, Sonde > und LVS, immer dabei sein!

Notfall-Biwaksack Basic Nature Ultra­ lite Bivy1, Isomatte mit Reflexions­ folie Therm-a-Rest NeoAir XTherm2, atmungs­aktiver Biwaksack Exped Bivybag VentAir3 und Isomatte mit Daunenfüllung Exped DownMat UL Winter4. 1

Transa Artikelnummern (v. l. n. r.) 061145, CHF 26.90 | 2066094, ab CHF 249.90 | 3121406, CHF 259.90 | 4141188, ab CHF 224.90.


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Hast du weitere Tipps zum Schlafsack? Ja, man sollte ihn immer möglichst früh auspacken, aufschütteln und im Zelt ausbreiten. Nur voll entfaltet bringt die Daunenfüllung maximale Isolation. Am nächsten Morgen 30 bis 60 Minuten im Zelt oder in der Sonne lüften und trocknen, damit die Feuchtigkeit entweicht. Feuchte Daune verliert extrem an Volumen und kann auf Dauer nicht mehr so gut isolieren.

Hilleberg Nallo 2 GT1, SwissPiranha Schneeanker2, Nalgene Tritanflasche3 und MSR WindBurner Group Stove System4.

Zum warmen Bett fehlt noch eine gute Matratze? Im Winter funktionieren eigentlich nur Luftmatten mit einer Dicke von mehr als sechs Zentimetern. Da geht man besser keine Kompromisse ein. Selbstaufblasende Matten sind mir persönlich zu schwer und zu gross. Die wärmsten Isomatten sind die Exped DownMat 9 mit sieben Zentimetern Dicke und Daunenfüllung oder die 6,3 Zenti­m eter starke Therm-a-Rest NeoAir X-Therm mit vier Lagen «Reflexionsfolie» im Inneren. Diese Folien reflektieren die Körperwärme zurück zum Menschen und die Kälte aus dem Boden zurück in den Boden – ziemlich clever, funktioniert ähnlich wie eine Rettungsdecke! Beide Matten halten zuverlässig bis minus 24 Grad warm.

Bei einer winterlichen Nacht im Zelt ist eine gute Belüftung wichtiger als im Sommer.

1

Transa Artikelnummern 044458, CHF 1199.00 | 2113388, CHF 89.90 (6er-Set) | 3035727, CHF 18.90 | 4141844, CHF 239.90.


«Du kannst den wärmsten Schlafsack haben, aber mit einer schlechten Isomatte schlägt sofort die Kälte von unten durch.»

Tourenskischuhen rumsitzen. Und beim Kochen mache ich dann Wasser heiss und fülle es in eine Thermosflasche. Vor dem Schlafen kommt das heisse Wasser in eine Trinkflasche. Ein Socken drüber, ab an die Füsse, fertig ist die kuschelige Wärm­flasche! Und zum Frühstück hast du bereits lauwarmes Wasser zum Kochen und musst nicht erst frischen Schnee schmelzen. Was passiert mit den feuchten Socken? Die kommen mit in den Schlafsack, ganz nach unten. So sind sie am nächsten Morgen getrocknet und warm.

Warum ist die Matte so wichtig? Du kannst den wärmsten Schlafsack haben, aber mit einer schlechten Isomatte schlägt sofort die Kälte von unten durch. Denn die isolierenden Daunen werden ja unter dir plattgedrückt. Warmer Schlafsack und schlechte Matte funktionieren nicht, genauso umgekehrt. Es muss die richtige Kombi sein. Was muss man beim Kauf einer Isomatte noch beachten? Die Exped-Matte mit Daunenfüllung auf keinen Fall mit dem Mund aufblasen, es darf keine Feuchtigkeit reinkommen. Exped hat aber mit dem Pumpsack ein super System zum Aufblasen. Zweieinhalb Füllungen und die Matte ist voll! Die Gretchenfrage: nackt oder angezogen in den Schlafsack? Ich gehe lieber angezogen hinein. Alles was man trägt, isoliert zusätzlich. Also warm einpacken, auch im Schlafsack? Genau! Ich trage beim Schlafen lange Merino-Unterwäsche von Woolpower. Dazu, wie gesagt, eine Daunenjacke zum Einschlafen, die ich später runterschiebe. Dann noch eine Mütze auf dem Kopf und ein Buff als Kragen. Dein Trick gegen kalte Füsse? Warme Socken! Deshalb immer ein zweites, trockenes Paar mitnehmen, weil die Socken vom Tag immer verschwitzt und feucht sind. Im Zelt trage ich Daunenfinken, ich will ja nicht mit

Was trägst du auf Wintertour? Ich starte mit Merino – wenn es windet oder schneit, noch eine Gore-Tex-Jacke drüber, aber nicht mehr. Sobald ich stoppe, ziehe ich eine Daunenjacke über alles, dazu vielleicht noch eine kurze Primalofthose. Sommercamping ist so einfach: Tarp spannen, Schlafsack aus­packen, Isomatte ausrollen, fertig. Geht das auch im Winter? Nein, auf keinen Fall, du brauchst ein Vier-Jahreszeiten-Zelt. Dieses hat ein bis zum Boden gezogenes Aussenzelt, damit kein Triebschnee ins Zelt geweht werden kann. Und es ist mit einem komplett geschlossenen Innenzelt ausgestattet und insgesamt widerstands­ fähiger konstruiert als ein Sommerzelt. Ich benutze im Winter ein Red-LabelZelt von Hilleberg mit 1200er Kerlon als Aussenmaterial und Neun-Mili­m eterStangen. Das ist für mich der beste Kompromiss aus Stabilität und Gewicht. Wie stellt man ein Zelt im Schnee auf? Da hält doch kein Hering? Mit Schneeschuhen oder Ski trample ich eine ebene Fläche. Für die wich­ tigsten Abspannungen nehme ich sechs Schneeanker von SwissPiranha. Den Rest befestige ich mit Ski, Schaufel, Pickel und Stöcken. Also mit Dingen, die ich sowieso dabeihabe.

Nordkap PRO GTX®

Sportco AG · 3063 Ittigen Tel. 031 924 15 15 www.sportco.ch · info@sportco.ch

Dann ab ins Zelt und alle Schotten dicht, damit keine Wärme entweichen kann? Den Fehler habe ich bei meiner ersten Winterübernachtung 2007 auf dem > www.meindl.de


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«Im Winter brauche ich energie­reiche Nahrung, und was gibts Besseres als ein fettes und protein­ reiches Fondue?»

Wenn es kalt ist, funktionieren Gaskocher nicht richtig, oder? Bleibt nur Benzin ... Ich persönlich bin kein Fan von Benzin­ vergasern. Einen Benzinkocher musst du pumpen, vorheizen, dabei gibt es eine riesige Flamme und er lässt sich schlecht regeln. Ich mache viel Fondue und mit einem Benzinkocher musst du ständig die Pfanne rauf- und runter­nehmen – das ist mir zu viel Stress. Es gibt spezielles Wintergas, das funktioniert problemlos bis minus 15 Grad.

Auch im Winter darf ein ordentliches Znacht nicht fehlen – mit der passenden Ausrüstung kein Problem.

Wildspitz auch gemacht. Bei minus 16 Grad hat es nachts zu winden begonnen. Innen im Zelt war das Schwitzwasser gefroren und rieselte als Schnee auf meinen Schlafsack. Alles wurde nass! Im Winter muss man sich gut anziehen, einen warmen Schlafsack benutzen und das Zelt maximal belüften! Besitzen Winterzelte einen anderen Grundriss als Sommerzelte? Nein, aber ich nutze im Winter immer die GT-Ausführung von Hilleberg, mit grosser Apsis, damit ich auch im Zelt kochen kann. Stichwort Kohlenmonoxidvergiftung: Ist es nicht gefährlich, im Zelt zu kochen? Nicht, wenn man die richtigen Vorsichts-

massnahmen trifft: Dafür grabe ich direkt an der Kante vom Innenzelt einen 50 Zentimeter breiten und 100 Zentimeter tiefen Graben in den Schnee. Ich kann dann auf meiner Isomatte im Innenzelt sitzen, die Beine baumeln lassen und bequem vor mir kochen. Das Kohlenmonoxid (CO), das beim Kochen auf einer offenen Flamme zwangsläufig entsteht, ist schwerer als Luft und sinkt in den Graben. Das ist nicht nur sicher, sondern auch bequem und praktisch. Ausserdem kann ich mich in dem Graben stehend umkleiden, oder die Matte einrollen. Der CO-Graben ist mit ein Grund, warum ich so gerne im Winter zelte: Für mich persönlich ist es einfach viel komfortabler als im Sommer.

Und das zündet immer? Mit Gas hatte ich bei Kälte noch nie Pro­ bleme. Eine kleine Kartusche trage ich beim Laufen immer am Körper und beim Kochen lege ich die Kartusche mit Gasleitung einfach in den Topf mit warmem Wasser, bis der Kocher richtig brennt. Im Winter verbrennt man sehr viele Kalorien, man sollte besser nicht hungrig ins Bett, oder? Genau, im Winter brauche ich energie­ reiche Nahrung, und was gibts Besseres als fettes und proteinreiches Fondue? Ich hole die fertige Lieblings-Käsemischung bei meinem Käseladen, mache etwas Knoblauch rein und esse ein Stück Brot dazu. Oder ich esse Couscous: einmal Wasser aufkochen, aufgiessen, quellen lassen. Das ist extrem schnell gemacht. Mit der Bratpfanne noch Gemüse anbraten, Zwiebeln, Knoblauch, Käse drauf, fertig! Ein Vorteil beim Zelten im Schnee ist, dass man kein Wasser mitschleppen muss, oder? Genau, aber Vorsicht: Nicht den Topf auf den heissen Kocher stellen und einfach ganz viel Schnee reinstopfen. Da geht der


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Powerbank Goal Zero Flip 201, Solarlaterne Mpowerd Luci Solar Light Lux2 und Stirnlampe Petzl Actik Core3.

Topf kaputt. Wenn der Schnee keinen Kontakt zum Topfboden hat, kann auch erst das Alu durchbrennen. Besser nur ein wenig Schnee einfüllen und schmelzen lassen. Erst wenn etwas warmes Wasser im Topf ist, ganz befüllen. Die Tage im Winter sind kurz, da braucht es eine Lichtquelle. Wie machst du das? Ich habe immer eine Stirnlampe dabei. Die ist praktisch, weil man die Hände frei hat. Ausserdem nehme ich als Standlicht meine Luci Lux mit, eine aufblasbare LED-Solarlampe. Dazu Powerbank und Ladegerät für Lampen, Kamera und mein Smartphone.

Die Elektronik muss mit? Unbedingt! Ich mache viel auf Facebook und Instagram. Abends hocke ich in meinem Zelt am CO-Graben und dann will ich das Zeug rauslassen. Aber Akkus mögen Kälte fast noch weniger als wir Menschen! Das stimmt, Batterien und Akkus trage ich tagsüber am Körper. Bei minus 30 Grad entladen sich alle Batterien. Den Akku vom Fotoapparat setze ich nur beim Fotografieren ein und nehme ihn danach wieder raus. Nachts kommen Elektronik und Stromversorgung mit in den Schlafsack.

Das ist übrigens für alles empfehlenswert, was auf keinen Fall einfrieren darf, wie zum Beispiel Kontaktlinsen. Wir Menschen empfinden Kälte nicht gleich. Ist Kälte trainierbar? Je mehr man draussen ist, je öfter man bei frostigen Temperaturen aktiv ist, umso besser kommt man mit Kälte zurecht. Kälte härtet ab? Ganz klar! Kältereize können das Immunsystem stärken, davon bin ich überzeugt. Ich arbeite jetzt seit 13 Jahren bei Transa < und war nur vier Tage krank!

Transa Artikelnummern (v. l. n. r.) 110330, CHF 59.90 | 2143568, CHF 29.90 | 3122596, CHF 64.90.

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Mitarbeiterin


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Kunstvoll reisen Vittoria Vonarburg (26) ist Künstlerin und arbeitet als Verkaufsberaterin in der Transa Filiale Zürich. Vor zwei Jahren ist sie zu einer Veloreise in den Iran aufgebrochen – natürlich mit ihrem Skizzenblock im Gepäck. Text: Manuel Arnu | Fotos: Manuel Arnu, Archiv Vittoria Vonarburg

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n einer Zeit von unzähligen Reiseblogs im Internet, einer Flut von makellos gefilterten Sehnsuchtsmotiven, verbreitet in Sekundenschnelle durch hyperschnelles 4G-Mobilfunknetz, wirkt Vittoria Vonarburgs analoge Art der Reisedokumentation angenehm ruhig und tiefgründig. Sie füllt ihre Reiseerfahrungen selbst mit Farbe aus. Strich für Strich, ganz ohne Smartphone und Foto-App. Ihr Handwerkszeug sind Bleistift und Pinsel, Aquarell- und Ölfarbe, Skizzenbuch und Leinwand. Die Bilder der jungen Reise-Künstlerin sind mehr als Schnappschüsse aus dem Urlaub. Ihre Gemälde bringen wochenlange Verarbeitung und Reflexion der Reise ans Licht. Erinnerungen an Bilder, Düfte, Geräusche und Temperaturen, festgehalten in der Textur der Farbe von Öl auf Leinwand. «Reisen sind die grösste Inspirationsquelle für meine Kunst», fasst Vittoria, Verkaufsberaterin in der Transa Filiale Zürich Europaallee, ihre Arbeit in Worte.

Schwarzenbach zog es Mitte der Dreissigerjahre immer wieder in den Orient. Viermal reiste sie in den Iran, kein anderes Land übte einen grösseren Sog auf sie aus. Schwarzenbach bezeichnete sich selbst als «unheilbar Reisende». Das Gemälde erscheint wie ein Extrakt von Vittorias eigener siebenmonatiger Reise. «Ich hatte immer den grossen Traum, mit dem Velo von der Schweiz nach Indien zu fahren», sagt Vittoria. Die Reise bleibt zunächst ein Wunsch, Vittoria steckt in Kunststudium und Arbeit bei der Transa fest. Dass sie jeden Tag Menschen auf dem Sprung in ferne Länder trifft, nagt an ihr. «Als sich eine Mitarbeiterin >

Mit dem Velo in den Mittleren Osten Vor zwei Jahren fuhr Vittoria mit ihrem Tourenvelo von ihrer Heimatstadt Aarau in den Iran – und noch immer begleitet sie der Widerhall der Reise. Kürzlich malte sie ein Portrait der Schweizer Schriftstellerin und Reisepionierin Annemarie Schwarzenbach. Das farbenreiche, aber dennoch stille Abbild zeigt eine junge Frau vor karger Landschaft. In ihren Augen kann man die unstillbare Leidenschaft für ferne Länder sehen. Annemarie

Vittoria auf ihrem langen Weg in den Iran.


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aus meinem Kollegenkreis verabschiedete, um die Seidenstrasse mit dem Velo zu machen, gab es für mich kein Halten mehr!» Vittoria kündigt vorübergehend ihren Job und bricht ihr Studium an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel ab. Am 6. Mai 2016 macht sie sich auf den weiten Weg, gut vorbereitet und bestens ausgestattet. «Für die passende Ausrüstung sass ich bei der Transa natürlich an der richtigen Quelle und von meinen Kollegen habe ich viele gute Tipps erhalten.» Die Grundregeln für mehrwöchige Touren kennt sie schon: Mit 19 wanderte Vittoria den spanischen Jakobsweg. 900 Kilo­meter in fünf Wochen. In den spanischen Bergen sammelte sie ihre ersten und wichtigsten Weitwandererfahrungen. «Wenn du deine Ausrüstung auf das Wichtigste minimierst, ist es gleich, ob du für sieben Monate packst oder nur für zwei Wochen.» Am Hinter­rad zwei Gepäck­ taschen mit Bekleidung, Zelt und Koch­geschirr. Vorne am Lenker eine Tasche mit Essen und dazu das mobile Atelier mit ihren MalUtensilien – so macht sich Vittoria auf den Weg. Endlich mitten im Leben Eigentlich ist Vittoria schon bei der Abfahrt klar, dass sie Indien nicht erreichen wird. Sie war zu spät losgefahren, um das Pamir­ gebirge in Zentralasien vor dem Winter zu überqueren. Also lautet ihr Kurs schlicht: «Go east – und zwar möglichst weit!» Von Aarau steuert sie das Tessin an, durchquert Italien, setzt mit der Fähre

Viele Menschen habe ich portraitiert. Ich zeichnete, und sie erzählten mir von ihrem Leben.

nach Albanien über. Von dort führt ihre Route über die albanischen Berge nach Mazedonien, weiter nach Griechenland und in die Türkei. Ein Fahrrad ist natürlich kein Orient-Express, dennoch wählt Vittoria ganz bewusst das intensive und verhältnismässig langsame Fortbewegungsmittel. Ihr Tagesdurchschnitt liegt bei etwa 70 Kilometern, aber wenn ihr ein Ort gefällt oder ein duftender Kaffee lockt, dann gibt sie sich auch gerne mit weniger zufrieden. Je mehr sich Vittoria von ihrer Heimat entfernt, umso weniger drängt es sie vorwärts. «Eigentlich bin ich ein sehr ungeduldiger Mensch, aber irgendwann hatte ich keine Angst mehr, etwas zu verpassen. Ich fühlte mich mitten im Leben!» Abend für Abend richtet Vittoria ihr Zelt zum Schlafen auf, meistens ein Moment der Ruhe, nach einem anstrengenden Tag auf dem Asphalt. Mit zunehmender Reisedauer verändern sich langsam, aber fliessend die Landschaften, Menschen und Sprachen. Die Sterne am nachtblauen Himmel, in die Vittoria nach ihrem Abendessen blickt, bleiben dagegen weitgehend unverändert. «Das Sternbild Grosser Wagen oder die Kassiopeia habe ich überall entdeckt, auch in Georgien, Armenien oder im Iran.» Wir leben alle unter einem Dach unter dem Sternenzelt: Dieses Sujet lässt sie ein Jahr später in mehrere Arbeiten ihres male­rischen Werks einfliessen und es ist auch auf ihrer Internetseite www.vittoriavon­arburg.ch zu bewundern. Während ihrer Reise zeichnet Vittoria unentwegt. Nicht nur Landschaften, auch Tiere, Menschen und Erlebnisse – sie füllt vier Skizzenbücher mit ihren Illustrationen. Die handgefertigten Bilder erweisen sich als viel bessere Kommunikationsmittel als ein blitzschnell geschossenes Smartphone-Selfie. «Viele Menschen, denen ich begegnet bin, habe ich portraitiert. Ich zeichnete, und sie erzählten mir von ihrem Leben.» Neues altes Leben Nach über 8000 Kilometern erreicht Vittoria die Zielgerade ihrer Reise. Die karge Wüstenlandschaft des Irans und die gastfreundliche Bevölkerung lassen sie zur Ruhe kommen. «Im Iran hatte ich das Gefühl, angekommen zu sein.» Sechs Wochen verweilt sie im Land. Vittorias Aquarelle und Zeichnungen öffnen ihr viele Türen.

Portrait von der Schweizer Reisepionierin Annemarie Schwarzenbach, gemalt von Vittoria.


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Vittoria mit Freundin Geraldine bei einer Hüttentour rund um den Göscheneralpsee und beim Zeichnen im Iran.

Sie wird eingeladen, kann in iranische Haushalte und Familien blicken, bekommt einen unverschleierten Blick auf das Land und seine Menschen. Nach sieben Monaten beschleicht sie allerdings das Gefühl, dass sie am Ende ihrer Reise angelangt ist und wieder in die Schweiz zurückkehren muss. «Ich hatte so viel im Kopf, das musste auf die Leinwand!» Zurück in der Schweiz beginnt sie die Entwürfe ihrer Reise in ihrem Atelier in Aarau aufzuarbeiten. Bei der Transa nimmt sie ihre Stelle wieder auf, als Verkaufsbera­ terin in der Hartwarenabteilung, arbeitet aber nur 50 Prozent. So kann sie sich weiterhin in ihrem Atelier um ihre Kunst kümmern. Die Kosten hält sie bewusst niedrig. «Über ein halbes Jahr wohnte ich in meinem kleinen Zelt und mein Haushalt passte in vier Packtaschen. Das hat mein Leben neu kalibriert!» Ihr neuer Wohnsitz in Aarau ist ein gut sieben Quadratmeter kleines Zimmer. Noch immer versucht Vittoria ein Leben auf kleinem Raum und mit wenig Besitz zu führen. Inspiration für neue Reisen findet sie fast jeden Tag bei ihrer Arbeit: «Das Spannendste ist der Austausch unter den 130 Mitarbeitern.» Gemeinsam mit Kollegen war sie Klettern, Wandern, im Winter Zelten oder auf GeissenTrekking in Graubünden. Vittoria bringt sich auch mit ihrer Kunstfertigkeit ein: Beim letzten grossen Filialausflug leitete sie einen Open-Air-Workshop im Skizzieren. Damit auch andere Menschen lernen, ihre Urlaubserinnerungen < eigenhändig auf Papier zu bringen – so ganz analog.

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Hochgefühle im Wallis Fast noch ein Geheimtipp – in einem Nebental zwischen Zermatt und Verbier versteckt sich das Val d’Anniviers. Vier Tage auf Skitour- und Freerideabenteuer mit der Bergschule Höhenfieber. Text & Fotos: Julian Rohn


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Hinten steht das Weisshorn, vorne zieht BergfĂźhrer Dave seine Spur.


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letschhorn, Dom, Matterhorn, Grand Combin – mit jeder weiteren Spitzkehre erkennen wir einen neuen Gipfel. Während der Hang vor unseren Skispitzen immer kürzer wird, dehnt sich das Panorama darüber immer weiter aus. Vom linken bis zum rechten Rand des Blickfelds reiht sich ein schneebedeckter Gipfel an den anderen. Spätestens als wir auf den Grat steigen, sind wir umzingelt von 4000ern. Im Wallis allein stehen 41 Stück. Die sieht man von hier aus zwar nicht alle, dafür können wir aber auch noch ins Berner Oberland und sogar bis nach Italien und Frankreich schauen. Besonders eindrücklich ist der Blick auf Bishorn und Weisshorn direkt vor uns – so nah, als müsste man nur die Hand ausstrecken. Wir sind auf den letzten Metern zum Südgipfel der Turtmannspitze auf 3070 Metern, hoch über dem Val d’Anniviers, das wir in diesen Tagen mit einer Mischung aus liftunterstütztem Freeriden und Skitourengehen im freien Gelände erkunden. Es ist Tag drei und langsam macht uns die Höhe kaum noch etwas aus – be­wege­­­n wir uns doch jeden Tag an der 3000-Meter-Grenze und die Anstieg­e sind ohnehin nie länger als 900 Höhenmeter. Auch heute haben wir die ersten Meter per Seilbahn von St-Luc abgekürzt. Weil die Verhältnisse sehr gut waren, haben wir spontan das Programm geändert und nach ein paar Tiefschneevarianten im Skigebiet noch die Turtmannspitze als Tagesziel gewählt. Jeder Schritt führte weiter weg > vom Trubel des Skigebiets. Hier oben sind wir völlig allein.

Oben: Kniefall vor so einem Panorama. Dave auf Telemarkski.

Rechts: Transa Mitarbeiterin Chris schätzt die Abwechslung zwischen Abfahrten und Aufstiegen.


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Oben: Splitboarder Alvaro macht Höhenflüge. Unten: Fachgespräche über die letzte Abfahrt.

Unsere Gruppe ist gemischt. Skitourengeher, die zur Abwechslung auf ein paar Abfahrtsmeter mehr pro Tag kommen wollen, und Free­ rider, die gerne für unberührte Tiefschneehänge ein paar Meter aufsteigen. Dazu kommen noch zwei Snowboarder, denen besonders das spielerische Gelände taugt. «Cha mer innegumpe?», ist die Standard­frage von Alvaro. Mit seinem Splitboard wählt er oft Linien über kleine Wechten oder Felsen. Vertragen sich Skifahrer und Snowboarder in einer Gruppe? Ja, soga­r sehr gut. Während die Jungs auf den Boards für eine auf­ lockernde Komponente in den Abfahrten sorgen, legt unser Bergführer Dave (der elegant auf Telemarkski unterwegs ist) die Spur bei Traversen und in Flachstücken so, dass auch die Boarder sie mit wenig Aufwand überwinden können – auch für Skifahrer angenehm. Und wenn es sich doch mal ein paar Meter nicht ausgeht, werden den Boardern von den Skifahrern schnell ein Paar Stöcke gereicht, mit denen sie sich über das Flachstück schieben. Teamwork eben. Schönstes Dorf der Schweiz Von St. Luc, das sich auf einem Sonnenbalkon hoch über dem Val d’Anniviers befindet, werden wir nachher mit dem Gratis-Talbus wiede­r zurück nach Grimentz fahren. Dort sind wir unter­gebracht. Das kleine Dorf mit seinen knapp 500 Einwohnern liegt auf 1600 Metern und wurde vom Verein «Die schönsten Dörfer der Schweiz» mehrfach ausgezeichnet. Viele Häuser im autofreien Ortskern sind im typisch Walliser Stil aus Holz und Stein gebaut. Seit es eine Verbindungsgondel hinüber ins Gebiet von Zinal gibt, bietet der Ort einen direkten Einstieg zu zwei Skiressorts. Mitten aus dem Ortszentrum schwebt man in wenigen Minuten auf den Berg. Und je


Direkt aus dem Ortskern von Grimentz hat man gleich zwei Skigebiete zur Auswahl.

nach Verhältnissen kann man wählen. Unser Berg­führer Dave hat lange Zeit hier im Tal gewohnt und als Skilehrer gearbeitet. Bereits am ersten unserer gemeinsamen Tage wusste er, wenn morgens in Grimentz noch die Schneewolken hängen, dann könnte es drüben im Gebiet von Zinal auf 2800 Metern aufreissen. Denn die kalte Luft der nahen 4000er drückt die Feuchtigkeit hinunter und lässt es unten noch schneien, während weiter oben schon die Sonne scheint. Er hatte recht: am Corne de Sorebois oberhalb von Zinal fanden wir unberührte Tiefschneehänge und nutzten die Sonnen­ lücken, um uns für diese Woche warmzufahren. Zurück nach Grimentz ging es über eine Offpiste-Variante an der 148 Meter hohen Staumauer des Lac de Moiry vorbei. Auf dem Weg durch das Hochtal hinter dem Stausee beobachteten wir zwei Steinböcke, die ungerührt von uns Skifahrern oberhalb auf den Felsen balancierten. Ein offen­ >

Hat früher selbst im Tal gelebt: Bergführer Dave findet für jede Wetterlage das perfekte Gelände.


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sichtlicher Hinweis, dass es hier in der Gegend irgendwie ruhiger zugeht. Im Laufe der Woche werden wir noch Schneehühner, Hermeline und Gämsen beobachten. Mit den Fellen flexibel Warum wir Skitouren und Freeriden miteinander verbinden, erklärt Dave so: «Wenn man vier Tage lang nur Freeriden geht, passieren schneller mal Unfälle. Man will sich bei jeder Abfahrt steigern, hat aber vielleicht nicht mehr ganz die Kraft. Durch die Aufstiege nehmen wir einfach etwas das Tempo raus.» Je nach Verhältnissen entscheidet Dave jeden Tag neu, was wir machen. Mit den Fellen im Rucksack sind wir flexibel. Am zweiten Tag beispielsweise hatte es in der Nacht viel Wind gegeben. Am Morgen war nicht ganz klar, was der Wind oben mit der Schneedecke gemacht haben würde. Also checkte Dave erst mal bei ein paar Abfahrten im Gebiet die Verhältnisse, um später grünes Licht für die Traverse hinüber zum Col de Becs de Bosson zu geben. Seine Antwort auf die Frage, was wir heute fahren werden, kennen wir längst: «Ich weiss es noch nicht, wir schauen erst mal …» Es ist echter Luxus, so einen ortskundigen Experten dabeizuhaben, findet Chris. Sie ist Bereichsleiterin Alpin bei Transa in Basel und geht sonst auch viele Skitouren ohne Bergführer. Bei anspruchsvol-

Es gibt keinen Powderstress, wie man ihn zum Beispiel aus Verbier kennt.

leren Unternehmungen vertraut sie aber gerne auf einen Guide und eine professionelle Lawinenbeurteilung. «Vor allem bringt dich ein Bergführer wie Dave an Spots, die man alleine nicht finden würde», sagt sie. Hier im Tal ist sie auch zum ersten Mal: «Wir sind mitten im Herzen des Wallis und es ist überhaupt nicht überlaufen. Auf den Gipfeln sind wir immer allein. Es gibt keinen Powderstress, wie man ihn zum Beispiel aus Verbier kennt.» Ihr gefällt auch die Unterbringung: «Das gemeinsame Appartement und das gemeinsame Kochen ist sehr cool.» Am Abend kann man nämlich durchaus auch von den anderen Teilnehmern noch was lernen, etwa wenn Alvaro, >

Weg vom Trubel: Dank der Steigfelle werden jeden Tag ein paar besondere Abfahrten erarbeitet.


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der Splitboarder, uns sein sensationelles Tomatenrisotto zeigt. «Eigen­tlich ganz einfach», erklärt er. «Zwiebeln und Tomatenmark andünsten und mit etwas Weisswein aufkochen. Dann noch mehr Wein, den Reis dazu und irgendwann mit Wasser auffüllen. Zum Schluss mit frischen Tomaten und Mascarpone ergänzen.» Unter seiner Anleitung kochen wir in der offenen Küche unseres Appartements, während wir im Geiste noch mal den Tiefschnee­ abfahrten des Tages nachhängen. Vorne lockt eine kleine Wechte

Den 4000ern zum Greifen nah – am Südgipfel der Turtmannspitze, 3070 m.

Eigentlich ist das Tal mit den idealen Hängen kein Geheimtipp mehr. Schliesslich fanden hier einige der ersten Freedridewett­ bewerbe der Schweiz statt. Das Skigebiet von Zinal hatte auch früh schon eine der ersten speziell ausgewiesenen Off-Piste-­ Zonen, die nicht präpariert werden. Spätestens seit 2013 die Verbindungsgondel zwische­n Zinal und Grimentz gebaut wurde, ist das Tal perfekt aufgestellt. Im Gegensatz zu Verbier braucht man aber immer Felle, um zu den spannenden Abfahrten zu kommen. Das führt zwangsläufig dazu, dass weniger Leute im Gelände unterwegs sind. Ein Glück für uns. Zurück zum Gipfel der Turtmannspitze. Auf den ersten Metern im Aufstieg war es warm, der Schweiss tropfte, aber in der Höhe hatte ein leichter Wind den Schnee in der immer kräftiger werdenden Märzsonne noch konserviert. Der weite Gipfelhang ist bis auf unsere Aufstiegsspur nahezu unangetastet. Alle haben abgefellt, das Panorama genossen und sind bereit für die kommenden 800 Höhen­meter hinunter zum Hotel Weisshorn. Vorne am Grat lockt eine kleine Wechte. Alvaro fragt: «Cha mer innegumpe?» < Dave grinst und nickt.

Skitouren und Freeriden im Val d’Anniviers Mit Transa und der Alpinschule Höhenfieber zur viertägigen Freeride- und Skitourenwoche in eines der schönsten Täler des Wallis. Gäbe es einen Designer für Skiberge, er hätte sie gemacht wie die Gipfel rund um Grimentz. Sichere dir jetzt deinen Platz. Voraussetzungen Du hast erste Skitouren- und Tiefschneeerfahrung und bewältigst kurze, steile Passagen im Aufstieg und in der Abfahrt. Die Spitzkehre beherrschst du und deine körperliche Fitness sollte für drei bis vier Stunden Aufstieg und bis zu 1000 Höhen­meter reichen.

Highlights + Aus dem Skigebiet von Grimentz um die Becs de Bosson (3149 m) und über den Col de la Brinta (2599 m) nach St. Jean. + Tolle Rundtour von der Bella Tola (3025 m) zum Illpass (2421 m). + K urzer Aufstieg zum Diablon (3053 m) und lange Abfahrt nach Grimentz zum Abschluss. Übernachtung Das Ferienhaus «Piste Bleue» in Grimentz hat zwei Appartements im Alpenchic-Stil mit grosszügiger Wohnlounge und optimaler Lage direkt an den Seilbahnen. Es stehen 5 Schlafzimmer mit insgesamt 10 Betten, 2 Bädern

und ein zusätzliches WC zur Verfügung. Dazu eine offene, gut ausgestattete Küche, die das gemeinsame Kochen zum Vergnügen macht. Der Bergführer wird gemeinsam mit der Gruppe Frühstück, Lunch für unterwegs und das Abend­ essen einkaufen und zubereiten. Preis 3 Nächte im DZ, 3 x Vollpension inkl. Getränken für CHF 1095.– p. P. Zusatzkosten Der 4-Tages-Skipass für die Region Val d’Anniviers kostet ca. CHF 210 (Stand 2018). LawinenSicherheitsaus­rüstung kannst du dir für die vier Tage auch bei Höhenfieber

ausleihen: Sonde (CHF 10.–), LVS (CHF 30.–), Schaufel (CHF 10.–). Termine Jeweils vier Tage ab 9. und 13. Februar sowie 16. und 20. März. Der Bergführer erwartet dich am ersten Tag um 10.41 Uhr an der Bushaltestelle Grimentz, télécabine. Infos & Buchung Höhenfieber AG Die Berg- und Kletterschule Platz 6, CH-6039 Root D4 Telefon 032/3611818 info@hoehenfieber.ch www.hoehenfieber.ch Tour-Webcode: 297

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Mitten

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Hin und weg

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Bei den Lawinen-Infoabenden in den Transa Filialen bringe­n Experten die komplexe Materie der Lawinen­kunde auf den Punkt und zeigen den aktuellen Wissensstand auf.

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in den Transa

Luzern: 27.11.2018, 19:00–21:15 Uhr Bern: 28.11.2018, 19:00–21:15 Uhr Zürich: 29.11.2018, 20:15–22:30 Uhr St. Gallen: 04.12.2018, 19:00–21:15 Uhr Winterthur: 05.12.2018, 19:00–21:15 Uhr Zürich: 06.12.2018, 20:15–22:30 Uhr Basel: 09.01.2019, 19:00–21:15 Uhr Luzern: 15.01.2019, 19:00–21:15 Uhr Zürich: 18.01.2019, 20:15–22:30 Uhr •P  reis: CHF 20.–, vor Ort bar zu zahlen • Wer? Wintersportler ohne grosse Vorkenntnisse Anmeldung: www.transa.ch/winter-wochen

Miete & Teste In den Transa Filialen kannst du aktuelle Winterausrüstung ausleihen und ausprobieren.

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enn dir für dein nächstes Winterabenteuer noch die Aus­rüstung fehlt oder du einen bestimmten Artikel testen willst, kannst du bei Transa aktuelle Produkte (LVS, Sonde, Schaufel, Schneeschuhe, Stöcke) mieten. Das Mietangebot wurde per Winter 2018/19 erweitert: In den Filialen Zürich und Luzern kannst du nun auch Tourenski (inklusive Fell und Harscheisen) und Schuhe mieten und testen. Die Preise und weitere Infos findest du online unter: www.transa.ch/winter-wochen • Reservieren: Wenn du wissen willst, ob der gewünschte Artikel verfügbar ist, erkundige dich direkt in der Filiale deiner Wahl: Basel,  Bern,  Luzern,  St. Gallen, Winter­ thur,  Zürich  oder mach deine Reservation über den Transa Kundenservice unter 0848 / 08 48 11. <

Foto: Jonas Jäggy

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Jetzt vormerken

ouren im Schnee machen uns Wintersportler glücklich, bringen aber auch Risiken mit sich. Eine sorgfältige Planung der Tour und die sichere Beherrschung des LawinenKnow-hows sind die Grundvoraussetzungen für ungetrübte Wintererlebnisse. Bei den Infoabenden (Termine s. unten), die der Lawinenexperte Rüdiger Bodmer in Zusammenarbeit mit Transa und der Bergschule Höhenfieber entwickelt hat, lernst du in den Transa Filialen die elementaren Begriffe der Lawinenkunde. Ausserdem erhältst du einen Überblick über unterschiedliche Strategien zur Minimierung des Risikos. Dir wird die nötige Sicherheitsausrüstung mit den neuesten Suchgeräten (LVS), Sonden und Schaufeln gezeigt und erklärt.


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