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Die Wissenschaft der Bewegung Mentale Stärke Low Carb Ernährung

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Innsbruck Alpine, Transvulcania, Hochkönigman, Schwarzach

Ausgabe 4 | 2016 € 3,50

laufgenuss Einfach loslaufen: Unterwegs mit dem Salomon Team am Easy Trail im Zillertal

URLAUB Dein Trail-Sommer in den Bergen und Tälern Österreichs

ildiko wermescher Mit Geduld und Erfahrung zum Erfolg


ENDURO RUN ”Es ist genau der eine Moment, in dem sich ein flüssiger Trail in eine hoch technische Passage verändert, in dem sich eine lockere Runde in eine Maximalbelastung umkehrt, und in dem Freundschaft auf Competition trifft. Ein wahrer Enduro Moment.”

SCOTT-SPORTS.COM © SCOTT SPORTS SA 2016 | Photo: Fabio Menino

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VORWORT Liebe trailrunner, outdoor-sportler & naturbegeisterte! Was ist eigentlich extrem? Sind es 20, 50 oder 100 Kilometer? 1000, 3000 oder 8000 Höhenmeter? Als ich neulich vor einem Rennen an der Rezeption gefragt werde, welche Distanz ich laufe, sage ich: „Eh nur die Kurze“. Ich meine in dem Fall die 45-Kilometer-Runde. Die Frage nach der Anzahl meiner Laufschuhe kann ich nicht mit einer Zahl beantworten, sondern in Regalen. Und bin ich an einem Tag nur 10 Kilometer gelaufen, dann fühle ich mich faul. Wir Ultra-Läufer, zu deren Riege ich mich zähle, neigen zu einem kleinen ‚Klopfer‘. Wir treffen bei Veranstaltungen immer wieder aufeinander, wir diskutieren über Schuhsohlen, Trinkrucksäcke und kaputte Zehennägel. Zu wissen, was eine ‚Soft Flask‘ ist, wofür die Kürzel UTMB, UTWT oder TAR stehen, ist sozusagen Trail Basis-Wissen. Nachdem ich meinen letzten geplanten Lauf streichen musste, war ich mit der Kamera unterwegs – nicht nur bei den Spitzenläufern, sondern auf der ganzen Strecke. Je länger ich die Läufer begleite und anfeuere, desto mehr Spaß macht es. Denn im hinteren Drittel kommen die Leute statt Trinkschlauch mit Eistee-Flasche, statt neuestem Schuhmodell mit ‚ausgelatschten‘ Tretern und statt ultraleichter Trail-Weste mit einem ganz simplen Rucksack. Der Zauber an der Sache ist: Den Teilnehmern ist neben der Anstrengung die Freude ins Geschicht geschrieben. Denn nicht jeder kann und will Unmengen in die Ausrüstung investieren, nicht jeder hat Zeit für unzählige Gipfel und Kilometer. Was ich damit sagen will: Es ist schön, einen ‚Klopfer‘ zu haben, man kann diesen Klopfer aber auch mit einfachen Mitteln ausleben, Deshalb haben wir für euch Schuhe unter 100 Euro getestet, waren am Easy Trail im Zillertal unterwegs, bei einer Bike & Hike Tour in Saalfelden und auf kulinarischer Trail-Reise in der Emilia Romagna. Auch beim Camp im Böhmerwald ging es vor allem um das gemeinsame Erlebnis. Also ganz egal, mit welcher Ausrüstung, wie viele Kilometer und Höhenmeter ihr sammelt und wie extrem es andere sehen: Hauptsache es ist extrem viel Spaß dabei! Genießt den Sommer auf den Trails und bis bald!

Sigrid Huber Chefredakteurin & Herausgeberin

IMPRESSUM Herausgeber, Redaktionelle Leitung: Sigrid Huber, 4273 Unterweißenbach, Wildberg 22, Tel.: 0650 8829140 | Kontaktdaten: info@trailrunning-szene.at Grafik & Layout: Sigrid Huber, Michaela Huber, Astrid Eder Redaktionelle Mitarbeit in dieser Ausgabe: Sabrina Schulze, Michaela Huber, Christoph Kaiser, Norbert Wastian, Sandrina Illes, Seppi Neuhauser, Wolfgang Seidl, Thomas Bosnjak, Stefan Vonbun, Jordan Hermann Anzeigen: Norbert Wastian, norbert@trailrunning-szene.at | Druck: Niederösterreichisches Pressehaus Abo-Service: abo@trailrunning-szene.at Titelbild: Elias Holzknecht, TVB Pitztal Haftungsausschuss: Die Autorinnen und Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungs­ ansprüche gegen die Autorinnen und Autoren, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen, sofern seitens der Autorinnen und Autoren kein nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden vorliegt.

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inhalt Foto: Oliver Deutsch

SZENE 8 Herausforderungen der Veranstalter Die Organisatoren der größten Trail-Läufe stehen Rede und Antwort

rennen 16 Innsbruck Alpine Trail Festival Schwarzach Ultra Trail Transvulcania Hochkönigman

ATRA 30 Austrian Trail Running Association

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Trail-hotel 40

TRAINING 34 Bewegungswissenschaft: Schuhe oder Training Mentaltraining

Trail-abc 39 ... 16 ... 18 ... 22 ... 24

Flechten

Projekte 28 OE-3000 3000 Kilometer durch Österreich

... 34 ... 38

Karlingerhaus Königswiesen Wir machen den Trailrunning Hotelcheck

TRAIl-talk 44,58 Tom Wagner Ildikó Wermescher

... 44 ... 58


material 48 Lightweight Jacken Shorts Shirts Schuhe < 100 Euro Technik Sonnenschutz

trail talk 44

trail-urlaub 61

rezepte 72

trail urlaub 26, 61 ... ... ... ... ... ...

48 50 52 54 56 57

Camp im Böhmerwald Pitztal Saalfelden-Leogang

... 66 ... 68

ERNÄHRUNG / Natur 70 ... 26 ... 61 ... 62

touren 64 Easy Trail Zillertal

Vorschau 66 Pitz Alpine Glacier Trail Wörthersee Trail Maniak

material 48

Wildkräuter - Glockenblume Rezepte: Fast Food Rezepte: Brot x 3

... 70 ... 72 ... 74

gesundheit 71 ... 64

video 80 Der talentierte Björn Hunger gibt Tipps für das eigene Trail-Video

Low Carb im Sport Regenerationspaket

... 71 ... 77

Termine 76 Alle Termine der nächsten Monate auf einen Blick

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abo Jänner

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Die richtige Atmung Wozu Mentaltraining? Trainingspläne 5/10/15 KM

DSCHUNGEL

260 Kilometer in Brasilien

KälTeschuTz Das beste Material im Test

Alternativtraining in den Wintermonaten

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04.12.15 19:00

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leserbriefe

vorfreude ist die beste freude Dankeschön und großes Kompliment für das geniale Magazin! Ich bin jedes Mal voller Vorfreude, wenn die neue Ausgabe kommt! Vielen Dank für eure Bemühungen und liebe Grüße aus Tirol! LG Matthias

Anton Krupicka

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Ich kündige hiermit mein Abo zum nächstmöglichen Zeitpunkt, da ich schwer verletzt bin und nicht mehr laufen kann. Weiteres Lesen wäre Masochismus. Gernot

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Lieber Gernot! Das ist wirklich schade. Wir wünschen dir alles Gute, rasche Genesung und liebe Grüße, das Trailrunning Szene Team

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Vier- bis fünfmal pro Woche treffen sich meine Jungs und ich um 5 Uhr Früh vor der Justizanstalt Stein, um von dort aus die Wachau und ihre Trails zu erkunden. Ob Schwarzalm, Kreuzberg oder Donauwarte-Trails mit ca. 10,5 km und 350 Höhenmetern sind schon zur Routine geworden. Das eine Mal war alles anders. Wir dachten uns, da Florian am 13. Mai seine Conny heiraten würde, müssen wir ihn hochleben lassen. Wir haben das im Trailrunning Style umgesetzt! Foto: Reinhard Kurz, René Sterz, Bräutigam Florian Haiminger, Christian Englhart Heuer wollen wir beim Ötscher Ultra, Traunsee Bergmarathon und am 111er im Dirndltal erneut unsere Grenzen ausloten! Wir freuen uns auf die nächste Ausgabe, Trail hard liebe Freunde;-)

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Bilder: Salomon

salomon team-meeting Ende April traf sich das österreichische Salomon Trailrunning Team zum Meeting in Mayrhofen im Zillertal. Produktschulungen, Marketing Know-How, Sporternährung und natürlich ein erstes Kennenlernen der neuen Teammitglieder standen am Programm. Neben bekannten Größen wie Markus Kröll oder Jonathan Wyatt sind 2016 neu im Team: Peter Fankhauser, Kathi Schichtl, Kristin Berglund, Philipp Brugger und Thomas Farbmacher. Nach dem theoretischen Teil ging es natürlich auf den Trail, der neue Easy Trail wurde getestet und dazu ein Video gedreht (Video-Tipps von Björn Hunger:Seite 80). Alles zum Easy Trail: Seite 64

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Zwölf ambitionierte Trailrunner berichten im Web und auf Social Media von besonderen Trails, harten Wettkämpfen und Neuigkeiten aus der Produktwelt. 2016 wurde das Team erweitert, wir präsentieren euch hier alle Trailheroes und ihre Trail-Philosophie.

rosanna

lucia

christoph

matthias

moritz

david

manuel

michael

paul

stefan

evelyn

gabriel

Laufende Updates zu den Trailheroes :sportalpen.com

dynafit trailheroes

Trailrunning ist für mich... Die Schule des Lebens. Man weiß nie, was man zu erwarten hat. Paul Strohmaier, Klagenfurt facebook.com/running.tofu

Die perfekte Art des Laufens. Ich liebe steile Aufstiege und technisch schwierige Downhills. Jeder Meter mit Laufschuhen im Gebirge ist seine Anstrengung wert. Trailrunning ermöglicht es mir in einer unbeschreiblichen schönen Umwelt Laufsport zu betreiben und wunderschöne Momente zu erleben. Einen Sonnenauf- oder Untergang im Gebirge zu erleben, gehört für mich zu den schönsten und emotionalsten Ereignissen auf diesem Planeten. Das alles macht Trailrunning aus und genau deshalb betreibe ich diesen Sport. Moritz Mayer, Aurolzmünster (OÖ) www.bergaufundbergab.at

Raus in die Natur, um neue Wege zu entdecken oder Altbewährte zu genießen. Evelyn Lachner, Würflach/NÖ

Freiheit, das Gefühl, im Moment alles schaffen zu können – weg von mobilen Geräten, raus aus dem Alltag und der Teil vom Tag, der einfach nur für mich ist. Zeitlos, der Trail und ich.

Freiheitsgefühl unverdünnt, die Freiheit und Freude den Berg, den inneren Schweinehund und den Alltag zu bezwingen, um am Gipfel und am Ende des Pfads einen lauten Siegesschrei loszulassen! Manuel Seyr, Bad Hall (OÖ) www.trailxplore.at

... wie eine Auszeit in eine andere Welt. Grenzenlose Freiheit und das Erkunden der Berge. Den Alltag im Tal lassen und die Welt von oben genießen. Das zu tun, was nicht jeder kann. Einen Blickwinkel der Welt einzufangen, der jedes Herz schneller schlagen lassen lässt. Christoph Aigner, Bad Hall (OÖ) www.trailxplore.at

... abseits aller Straßen und Asphaltwege; Energietanken und perfekter Ausgleich zum beruflichen Alltag in den wunderbaren Almen- und Berglandschaften mit einen kleinen Schuss Abenteuer. Es gibt für mich nichts Besseres.

... die schönste Art das Leben zu genießen. Das intensive Gefühl am Gipfel zu stehen und zu wissen, dass dich nur deine eigenen Beine in diese Höhe gebracht haben ist unvergleichlich. Vor allem die mentale Stärke, die du dir immer wieder selbst beweisen musst, formt den sportlichen Charakter. Trailrunning ist Genuss und Krampf, verbindet Euphorie und Demut und ist mein persönlicher Weg in die Unabhängigkeit. Es ist die laufende Form der Freiheit. Gabriel Egger, Linz (OÖ) www.bergaufundbergab.at

Laufen in den Bergen, auf Almwiesen, Wegen, neben Gebirgsbächen, abseits von Hektik und Lärm. Michael Geisler, Westendorf (T) runningmichael.wordpress.com

... dort zu laufen, wo manch andere gar nie hinkommen. Auf schmalen Bergpfaden, über steile Gipfel und Gräte in wunderschönen Gegenden. Das macht für mich Trailrunning aus.

Mathis Wilhelm, Pischelsdorf am Kulm (STMK)

David Kögler, Hirschegg (VBG)

www.kulmx.at

facebook.com/dkoegler

... die Sommerbeschäftigung, um auf den nächsten Winter zu warten!

Erleben von Abenteuer und Freiheit in den Bergen.

Rosanna Buchauer, Innsbruck (T)

Lucia Strohmeir, Bad Reichenhall (SBG)

Stefan Brauchart, Graz (STMK)

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gewinnspiel grossglockner ultra trail! Auf unserer Website www.trailrunning-szene.at hast du die Chance, einen von zwei Startplätzen für den Großglockner Ultra Trail zu gewinnen – die Distanz ist frei wählbar! Die perfekte Ausstattung von Dynafit bekommst du gleich dazu!

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szene AUT

Gregor Goldmann, Pyhrn Priel Trophy

backstage: RennGerhard Lusskandl, Dirndltal Extrem

Gunter Mayer, Saalbacher Trailrun

Gerhard Gstettner, Pitz Alpine Glacier Trail

1) Wie geht es euch mit den Vorbereitungen für euer Event? Die Veranstaltung steht und fällt mit den Helfern. Wir sind froh ein sehr gutes Team an engagierten Personen rund um uns zu haben, die viel ihrer Zeit und Energie in die Pyhrn Priel Trophy stecken.

Neue Wegweiser sind fertig. Sie werden in den nächsten Tagen angebracht und die Markierungen an den Bäumen erneuert.

Sehr gut - nach der letztjährigen gelungenen Premiere schauen wir mit Freude auf das Event. Die Läufer und Läuferinnen sind sympathische Zeitgenossen und respektieren den Aufwand einer Veranstaltung.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und wir sind vor dem Zeitplan.

Die gefühlten 200 Grundstückseigentümer und Jäger um Erlaubnis fragen für den neuen Endurance Trail. In der Nacht durch den Wald + Jäger = ‚Grummel Brummel‘. Aber sie erlauben es - Danke.

Es wird immer schwieriger, freiwillige (auch gegen Entgelt) Helfer zu finden, dafür steht der Einsatzplan der Bergrettung schon. Wer sich als Helfer melden will – sehr gerne.

Letztes Jahr 180 Anmeldungen - dann wirklich sintflutartiger Regen am Vortag und die ganze Nacht ... hoffen heuer auf Wetterglück und ein paar mehr tapfere Läufer (300).

400 Teilnehmer und etliche Besucher, die ihre Sportler immer wieder an diversen Punkten motivieren können.

was ist die grösste herausforderung? Es ist unser größtes Bestreben, den Interessenkonflikt zwischen Veranstalter, Grundbesitzer und Region in Einklang zu bringen. Umso schöner zu hören, wenn es dann super funktioniert hat!

94 Grundstücksbesitzer jährlich fragen, ob wir unseren Lauf über deren Grundstück austragen dürfen (ist immer wieder spannend!)

mit wie vielen teilnehmern rechnet ihr? Die Anzeichen stehen auf eine erstmalige Überschreitung der 100 Teilnehmer in der Geschichte der Pyhrn Priel Trophy. Der stetige Zuspruch bestärkt auch diese Entwicklung.

Ca 70 Einzelläufer und 15 Staffeln.

wie seht ihr die entwicklung, im vergleich zu den letzten jahren? Die Teilnehmer suchen das Erlebnis. Wir bieten anspruchsvolle Trails, eine unvergessliche Aussicht, reichlich Verpflegung und ein tolles Rahmenprogramm beim Wurzeralmfest – Sport, Kultur, Erlebnis!

So wie es aussieht, dürfte der Dirndltal Extrem unter den Läufern sehr beliebt sein. Die Läuferzahl steigt jährlich. Auch internationale Läufer werden mehr.

Als Veranstalter bin ich bemüht, mich beim 2. mal zu verbessern, so wie ihr bei eurer Laufzeit und wirklich über Kommentare, Hinweise und Anregungen erfreut.

Wir haben die Qualität unserer Veranstaltung sichtlich erhöht: Streckenmarkierung und Sicherheit sind inzwischen TOP.

wie beurteilt ihr den technischen anspruch der strecke? Sehr variabel: der Berglauf für den Extra Kick in den Wadeln, Speedtrail mit langen Single Trails, der Marathontrail ist ausgesetzt, steinig und windig - hier lernt man die eigenen Grenzen u. Fähigkeiten kennen.

Der Lauf hat seine Tücken: immer wieder kurz bergauf/bergab oder gewisse Steigungen, die bis zu 6 km nur bergauf führen. Man findet nicht wirklich einen Rhythmus, wodurch die Strecke eher schwierig ist.

Strecke 1 - brutaler Sprint, steil S2 - abwechslungsreich und der schönste flowige Teil im letzten Drittel S3 - 85k und 5500Hm+ What the F... Fantastisch

Die Höhenlage des Pitztals macht alle Distanzen zur Herausforderung und technisch sehr anspruchsvoll, da wir fast zu 100 % im Gelände laufen.

in einem satz: was verpasst ein läufer, der nicht bei euch startet? Läufer erleben bei uns die Natur von einer ganz besonderen Seite und überschreiten dabei nicht nur Ihre eigenen Grenzen!

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Wunderschöne Landschaft, eine abwechslungsreiche Strecke und das familiäre Flair der Veranstaltung. Nicht zu vergessen, die einzigartige Gürtelschnalle!

Ein Treffen mit Gleichgesinnten – fast wollte ich sagen: mit verrückten Manda und Mädels!

Der Läufer verpasst eine Gletscherquerung und der Zuschauer die Möglichkeit seinen Sportler bis zu fünfmal im Start/Ziel Bereich anzufeuern.


organisation

teil 2

Elisabeth Kröll, Steinbockmarsch Zillertal

Maria Wirtenberger, Karwendelmarsch

Julius Rupitsch, Großglockner Berglauf

Josef Gruber, Salzburg Trailrunning Festival

Die Vorbereitungen sind intensiv angelaufen: Administrative Arbeiten; die Bergrettung kontrolliert – sobald der Schnee auf der Mörchnerscharte weg ist – die Strecke, die ersten Anmeldungen sind auch da.

Wir stecken bereits mitten drinnen … mit der Pressekonferenz im April läuft nicht nur die Kommunikation auf Hochtouren, sondern auch sämtliche organisatorische Abstimmungen und Details.

Die Planungen sind abgeschlossen. Seit Anfang Mai arbeiten wir an der Umsetzung, damit wir wieder ein außerordentliches Erlebnis beim österreichischen Berglauf-Klassiker garantieren können.

Mit den Anmeldungen sind wir sehr zufrieden! Die Verbesserungsvorschläge von 2015 sind in die heurige Veranstaltung bereits eingearbeitet. Wichtig ist, dass die Streckenführung gleich bleiben wird.

Das Wetter ist immer eine Challenge! Bei Schönwetter läuft alles nach Plan, bei Regen oder Schnee wird’s eine Herausforderung. Absage? Alternativstrecke? Das Organisationskommitee ist gefordert.

Unserem Ruf weiterhin gerecht zu werden – der Karwendelmarsch gilt als sehr „grün“ & „sozial“. Es wird probiert jedes noch so kleine Anliegen direkt zu bearbeiten (TVB Achensee, Olympiaregion Seefeld).

Ein Event hat viele Stakeholder und damit viele Interessen. Es ist meine Aufgabe und Verantwortung, all das zu bündeln, damit alle eine Freude haben und im Idealfall die Erwartungen übertroffen werden.

Die größte Challenge ist natürlich wieder die Innenstadt, bei der die Streckenabsicherung im Vordergrund steht, und der Gaisberg, wo unser Hauptaugenmerk auf der Streckenmarkierung liegt!

Wir rechnen wieder mit ca. 500 Teilnehmern.

2015 wurde erstmals die maximale Teilnehmerzahl von 2.500 erreicht. Im Moment marschieren wir bereits auf die 1.800 Voranmeldungen zu und gehen wieder vom Erreichen der 2.500 Teilnehmer aus.

Der Großglockner Berglauf ist seit jeher behördlich limitiert. Es werden wieder 1.200 Teilnehmer den Mythos Großglockner bezwingen.

Wir erwarten heuer 800 TeilnehmerInnen über alle beiden Veranstaltungstage.

Organisatorisch entwickelt man sich ständig weiter, ist es doch die 48. Austragung, mehr Routine in Zusammenarbeit und Ablauf. Seit dem Trailrunning-Trend steigt die Teilnehmerzahl, das freut uns!

Als wir den Karwendelmarsch 2009 nach 19 Jahren Pause wieder belebt haben, wussten wir: das ist ein sehr sensibles Thema, eine Legende. Wir versuchen auf jeden Fall den aktuellen Trends zu entsprechen.

In Heiligenblut erkannten meine Vorgänger schon vor 18 Jahren, dass das Laufen abseits von befestigten Wegen im Kommen ist 2015 war der Lauf ausverkauft, heuer sind bereits alle Startplätze vergeben.

Sehr positiv, unsere Veranstaltung wird immer bekannter. Als Saisonabschluss für die gesamte Trailfamilie ist Salzburg sicherlich die Destination!

Technisch betrachtet ist die Strecke eher schwierig. Speziell von der Abzweigung Greizerhütte – Mörchnerscharte weg geht es je nach Kondition an die Substanz, es sind doch 1.871 Höhenmeter im Aufstieg.

Die komplette Strecke des Karwendelmarsches verläuft im alpinen Gelände, aber auf bestehenden Forststraßen, Wegen und Steigen. Trittsicherheit und eine wetterbedingte Ausstattung sind Voraussetzung.

Die Strecke ist selektiv. Gemeindestraßen, Forstwege, bei der Hälfte erreicht man einen Trail, der im Sommer ein beliebter Familienwanderweg ist. Unserer ältester Teilnehmer 2015 war 80 Jahre alt.

Festungs- als auch Gaisbergtrail fordern alle Facetten: steile und moderate Anstiege, Downhills, enge Kurve, Stufen und Pflastersteine aber auch flache Passagen. Der kompletteste Läufer gewinnt!

Er verpasst viel – allen voran den Ausblick auf die atemberaubende Zillertaler Bergwelt, die frische Luft und anschließend ein gemütliches Miteinander mit allen Sportlern!

Eine einzigartige Veranstaltung im Naturpark Karwendel, welche nicht nur durch ihre Landschaft und das Karwendel besticht, sondern eben auch durch dem Teamgeist und das Miteinander aller Helfer.

Den „Mythos Großglockner“ - man muss ihn erlebt haben, um es zu fühlen.

Cityflair & Mountainair – alles was ein ordentliches City-TrailEvent zu bieten hat!

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szene

international

Madeira island ultra trail, 23.04.2016 115 Kilometer und 6.850 Höhenmeter, inmitten des Atlantischen Ozeans. Glasklares Wasser, romantische Wasserfälle, traumhafte Trails. Nicht umsonst gehört die Insel zum World Natural Heritage der UNESCO. Der Startschuss des Rennens fällt seit 2008 in Porto Moniz, auf Seehöhe, überquert die höchsten Punkte der Insel und endet am Meer in Machico. Zach Miller (USA) gewinnt vor Tofol Castaner (ESP) und Sebastien Camus (FRA). Bei den Damen siegt Caroline Chaverot (FRA) mit über einer Stunde Vorsprung auf Andrea Huser (SUI) und Emelie Lecomte (FRA). www.madeiraislandultratrail.com

100 miles of istria, 15.04.2016 Über die Ćićarija und Učka Berge, durch Istriens mittelalterliche Städte und dabei diesen kleinen Punkt auf der Erde laufend entdecken, auf einer Distanz von 173 Kilometern und 6.530 Höhenmetern. (Foto unten: Marko Kadija) Der Sieg bei den Herren ging an Thomas Wagner (19:49 h), Damensiegerin: Francesca Canepa ( 24:12 h). Weitere Details: www.istria100.com

Foto ©Marko Kadija

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"It wasn’t going to be enough for me just to finish; on what would be my fourth run at this event, I needed to push myself harder than ever before…only then would I be satisfied..." Ben Duffus, UTWT Australien

ULTRA-TRAIL AUSTRALIEN, 11.-15.05.2016 Das Rennen bei der Ultra Trail World Tour Australien geht über 100 Kilometer und 4.200 Höhenmeter, ein anspruchsvoller Kurs mit wenig Support, dafür erstaunlichen Ausblicken und Panoramen in den weltbekannten Blue Mountains. Das Rennen gewinnt Pau Capell (Spanien) vor Ben Duffus (AUS) und Yun Yan-Qiao. Das Damenrennen entscheidet Beth Cardelli (AUS) für sich, vor Fiona Hayvice (NZL) und Kellie Emmerson (AUS). www.ultratrailaustralia.com.au Fotos: Marceau Photography

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TRAil menorca, 21.05.2016 „I suffered a lot“, so die Siegerin aus Katalonien, Laya Díez, die über 185 Kilometer Probleme mit der Hitze und Magenkrämpfen hatte. Trotzdem konnte sie und viele andere das Positive der Insel mitnehmen „The island was at its best, with fantastic colours, specially in the South coast“. Ca. 3 Stunden später erreichte Carolina Rosalía Perez das Ziel, dahinter Alice Mondignani. Bei den Herren siegt Antoine Guillon vor Michael Wardian und Lorenzo Llabrés. Weitere Infos und Ergebnisse zu den Rennen über 85 und 100 Kilometer: www.trailmenorca.com Foto ©Marta Bacardit

transvulcania, 15.04.2016 Luis Alberto auf der Langstrecke. Foto: Marten van Dyken / Transvulcania

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rennbericht

innsbruck alpine trailrunning festival

innsbruck alpine Datum: 28. April 2016 Land: Österreich, Tirol Teilnehmer: 800 Strecken: - 15 km - 25 km - 42 km - 65 km - 85 km Details und Ergebnisse: www.innsbruck-alpine.at

Tolles Event mit wunderbaren Leuten, wunderschöne Strecke, harter Kampf mit mir selbst: Das war für mich das Innsbruck Alpine Trailrun Festival 2016. Lange habe ich im Vorfeld mit mir gehadert, welche Distanz ich laufen möchte, doch irgendwann dachte ich mir, es soll unbedingt die ganz lange Runde mit ihren 3600 Höhenmetern rauf und runter werden.

die schönste freude Voller Vorfreude habe mich auf den Weg nach Innsbruck gemacht. Endlich wieder eine coole Veranstaltung, die Vorfreude und Nervosität, die netten Leute! Nachdem es kurz vor dem Event noch einen kleinen Wintereinbruch gegeben hatte, zeigte sich bei der Ankunft in Tirols Hauptstadt wieder einmal, dass der Wettergott ein Läufer sein muss: Strahlender Sonnenschein, im T-Shirt konnte ich zu Startnummernausgabe und Materialcheck gehen. Und schon hier treffe ich am laufenden Band Bekannte. Es ist herrlich, offenbar haben all die Verrückten schon seit Ewigkeiten darauf gewartet, dass es endlich das erste große Event in diesem Jahr gibt. Ganz wunderbar! Ich werde nervös. Knapp 86 Kilometer mit 3600 Höhenmeter sind schon eine Nummer, und dies bereits Ende April. Nach dem Briefing gehe ich direkt ins Hotel, Unser Nächtigungstipp in Innsbruck!

sortiere mich und meine Ausrüstung, lege mir etwas zu essen hin und versuche nicht so sehr daran zu denken, dass ich um 2 Uhr schon wieder aufstehen muss, da um 4 Uhr der Start ist. Klappt nicht. Schlafen auch nicht wirklich, aber das war nicht anders zu erwarten.

4 uhr früh Ich bin froh, als ich wieder aufstehen und mich fertig machen kann und es endlich los geht. Ich gehe zum Start, treffe anfangs keinen einzigen Läufer, stattdessen auf ein lebendiges Innsbrucker Nachtleben. Auch am Start ist es um 3.20 Uhr noch recht leer. Alles ist entspannt, von den insgesamt 900 Läuferinnen und Läufern des ausverkauften Festivals gehen nur 84 bei der langen Strecke an den Start. Plötzlich geht es dann schon los. Ich bin froh, als ich mich endlich bewegen kann, das große Rennen beginnt. 85 Kilometer, das drittlängste Rennen, bei dem ich bisher am Start stehe. Ich versuche, mich an einen Bekannten zu hängen, mit dem ich bei den 4Trails letztes Jahr manchmal gelaufen bin, will vermeiden, allein unterwegs zu sein und mich zu verlaufen. Das stellt sich im späteren Verlauf als Fehler heraus, denn ich bin eigentlich etwas zu schnell unterwegs. Blöder Fehler beim Ultra… Doch zunächst ist der Lauf ganz wunderbar, wenn er es auch direkt am Anfang in

sich an: Zwei anspruchsvolle Auf- und Abstiege im ersten Drittel. Doch wie meist in den Bergen entschädigt die wunderbare Szenerie für viele Mühen.

Sonnenaufgang Der Sonnenaufgang ist gigantisch. Auf dem Weg zur Mutterer Alm auf 1600 Metern kommen wir auch durch den angekündigten Schnee, wegen dem Spikes zur Pflichtausrüstung gehören. Es ist stellenweise glatt, aber so im Rahmen, dass die Spikes im Rucksack bleiben. Oben angekommen bereits die vierte von neun (!) Verpflegungsstationen, wir werden wirklich sehr gut versorgt. Ich habe Hunger, merke, dass ich schon einiges in den Beinen habe. Von der Mutterer Alm aus geht es bei einigen kurzen Gegenanstiegen 25 Kilometer vor allem bergab oder eben weiter. Die Downhills gehe ich hier recht zügig an, hier liegt die Ursache für meine später arg schmerzenden Oberschenkel. Blöder Fehler, hat aber so viel Spaß gemacht… Meinen Laufpartner der ersten Kilometer verliere ich hier, er hängt mich ab. Ungefähr bei Kilometer 65 treffe ich ihn wieder, der Arme ist mit Kreislaufproblemen aus dem Rennen ausgeschieden und wartet nun darauf, abgeholt zu werden.

hart und härter Mir tut zu diesem Zeitpunkt bereits alles weh, aber ich bin noch gut drauf, die


Psyche stimmt. Aber das kippt. Irgendwann wird es hart, dann immer härter. Mein Tiefpunkt beginnt mitten im historischen Hall in Tirol, das wir ungefähr bei Kilometer 70 durchlaufen. Ich schleppe mich Treppenstufen hinaus, biege irgendwo falsch ab, ärgere mich, komme immer langsamer von der Stelle. Von diesem Moment an ist es dann auch nicht mehr besser geworden.

Schmerzen und Krisen Ultraläufe tun weh und Krisen gehören dazu. Weiß ich alles. War trotzdem hart. Ich schleppe mich die letzten Anstiege hoch, die Kilometer nehmen kein Ende, mein mentaler Tiefpunkt ist erreicht, als ich an einer zusätzlichen Verpflegungsstation erfahre, dass ich nicht noch 8 Kilometer zu laufen habe, wie ich dachte, sondern noch 12,8. Mir ist in dem Moment ein Rätsel, wie ich das schaffen soll. Ich quäle mich weiter, fluche vor mich hin, suche Streckenmarkierungen, habe Angst, mich jetzt noch zu verlaufen. Der Kopf ist aber doch etwas Tolles, am Ende gewinnt er. Ich gebe nicht auf, bleibe nicht stehen. Immer weiter, immer weiter. Ich denke darüber nach, wie dumm es war, so wenig Höhenmeter zu trainieren und mich trotzdem für die längste der Strecken anzumelden. Ich denke aber auch, dass ich es trotzdem schaffe und möglicherweise sehr viel aus den heute gemachten Erfahrungen mitnehmen und lernen werde. Irgendwann ist der letzte lange Anstieg geschafft und es geht wieder abwärts. Die Erleichterung darüber währt jedoch nur kurz, denn der unglaubliche Muskelkater in meinen Oberschenkeln, der mich die nächsten Tage quälen wird, hat bereits begonnen. Schönen Gruß von den ersten beiden Downhills! Ich eiere den Berg hinunter, jammere dabei vor mich hin. Bin an manchen Markierungen unsicher, welcher Weg gemeint ist und bete, dass der Akku meiner Garmin durchhält, auf der der Track gespeichert ist, so dass ich im Zweifel kurz nachsehen kann.

wow, die läuft die 85 Irgendwann kommt Innsbruck immer näher, ich bin fast unten. Hatte ich zwischendurch gedacht, etwa 15 Stunden zu brauchen, bin ich nun schon seit über 16 Stunden unterwegs. Egal, Hauptsache ankommen, Hauptsache, heil ins Ziel! Ich nähere mich dem Inn, überquere ihn ein letztes Mal, nähere mich dem Ziel. Immer wieder schauen Passanten auf mei-

ne Startnummer und feuern mich an, wenn sie sehen, dass ich auf der langen Strecke unterwegs bin. „Wow, die läuft die 85!“ höre ich bewundernd. Das tut so gut! Und dann ist es so weit, ich biege um die letzte Ecke, schleppe mich ins Ziel. Geschafft! Nach 16 Stunden und 23 Minuten, später als gedacht und erhofft, bin ich da.

frag mich doch morgen Der Sprecher kommt mit dem Mikro zu mir, will wissen, wie man denn auf die Idee kommt, sich zu seinem derart langen Rennen anzumelden. Ich sage ihm, dass ich das gerade nicht weiß, dass ich mir die Frage seit Stunden selber stelle und dass er mich am nächsten Tag doch noch einmal fragen solle… Ich gehe ins Hotel, kann kaum unter der Dusche weggehen, weil diese so unglaublich gut tut und schaffe es leider auch nicht mehr zur Pastaparty. Ich will einfach nur auf meinem Bett sitzen, mich nicht bewegen. Hunger habe ich auch nicht. Ich starre vor mich hin, denke über diesen langen Tag nach, kenne bereits jetzt einige Fehler, die ich gemacht habe. Aber ich bin auch stolz. Stolz darauf, dass ich es geschafft habe, dass ich trotz der recht lange andauernden Krise nicht ans Aufgeben gedacht habe, sondern immer sicher war, dass ich das Ding hier zu Ende laufen werde. Das ist Ultra! Nach einigen Tagen, in denen ich sehr müde war und ziemlich durch die Gegend gehumpelt bin, fange ich an, mich auf meine nächsten Läufe zu freuen. Der Höhepunkt dieser Saison soll der Trans Alpine Run werden. Bis dahin ist noch eine Menge Training nötig, das hat mein Lauf durch gefühlt ganz Tirol deutlich gezeigt, aber ich bin auf einem guten Weg.

bis nächstes jahr Mit ein paar Tagen Abstand denke ich übrigens schon darüber nach, nächstes Jahr wieder nach Innsbruck zu fahren und dort – auf welcher Strecke auch immer – zu laufen. Das Innsbruck Alpine Trailrun Festival ist ein ganz wunderbarer Start in die Trailrunning-Wettkampf-Saison, sehr liebevoll organisiert und durchgeführt

Andrea Löw runninghappy.de

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rennbericht

schwarzach mein erster trail – ein ultra

schwarzach ultra trail Datum: 28. Mai 2016 Land: Vorarlberg, Österreich Streckenlänge: 47 Kilometer Höhenmeter: 2.800 Höhenmeter

Mein erster Trail... warum dann nicht gleich eine Ultra Trail?!
Wenn man gerne Sport betreibt, stellt man sich Jahr für Jahr neuen Herausforderungen bzw. steckt sich Ziele. Bis vor kurzem waren das eher Unterfangen wie ein Halbmarathon, ein Marathon, oder diverse kleine Bergläufe. Dieses Jahr jedoch wollte ich mehr und der Ultratrail Schwarzach mit 47 km Länge und 2.800 Höhenmetern schien mir ein guter Einstieg in die Trailszene zu sein.

Bedenken Die Wochen vor dem Bewerb konnte ich mir nicht vorstellen, wie man 2.800 Höhenmeter bewältigen kann – vor der Distanz von 47 Kilometern hatte ich weniger Angst. Meine Aufregung stieg bis zum Tag X jedenfalls kontinuierlich. Was ich wusste: Ich laufe mit dem inov8 Xtalon 190, meinem Lieblingsschuh, doch aufgrund einiger Umbauarbeiten zuhause blieb dieser viel zu oft stehen, ich stellte das Training etwas in den Hintergrund, was im Nachhinein betrachtet vielleicht nicht die beste Idee war...

Die Freuden des Laufens Als ich Schwarzach erreichte, dachte ich nur: Geh die Sache mit Spaß an! An diesen Vorsatz hielt ich mich. Vom Start weg bis zur 1. Labe ging es mir richtig gut, die Freude stand im Vordergrund und zeitlich lief es perfekt. Dann kamen die ersten richtigen Anstiege, bei denen ich das Tempo auf schnelles Gehen reduzierte. Die Landschaft der gesamten Strecke war wunderschön, ich genoss sie in vollen Zügen. Auch die Einheimischen,

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die zwischendurch anfeuerten, waren voll bei der Sache! Bei KM 21 kamen die Krämpfe... doch der Spaß war trotzdem noch da. Denn die Stimmung jedes Einzelnen der Organisationscrew sowie aller Läufer und Motivatoren ließ nicht nach. Am Gipfel des Schneebergs musste ich eine 5-minütige Pause einlegen. Meine Schuhe waren durch die Schneefelder und durch Wasser am Weg etwas nass geworden, was zu einem Aufquellen und Stechen meines Fußballens führte. Das geheime Ziel (unter 6 Stunden zu laufen) entwickelte sich zu „Durchkommen ist alles“. Ich hatte das Glück, nicht alleine laufen zu müssen – mein Teamkollege Aurelien Albert war mit dabei und lief wie ich den ersten Ultra. Bei der letzten Labe wurde uns gesagt es wären nur noch 5 Kilometer. Jedoch mit Abstand die längsten 5 Kilometer meiner Laufgeschichte! Zusammen pushten wir uns gegenseitig ins Ziel. Nach 7 Stunden und 7 Minuten war es geschafft! Und das war wohl einer der schönsten Momente meines Lebens.

restlose begeisterung Wahnsinn, was der menschliche Körper imstande ist zu leisten, solang der Geist nicht aufgibt! Nach der Ziellinie waren meine Reserven endgültig aufgebraucht und ich konnte keinen Schritt mehr gehen. Das Glücksgefühl, welches Überhand gewonnen hatte, brachte mich fast zum Weinen… Unbeschreiblich, wie man sich nach so einer Leistung fühlt. Und obwohl meine Kraft auf ein Minimum sank dachte ich: Als nächstes kommt der Ultratrail am Wörthersee mit 60 km – aber mit mehr Training im Vorfeld. Abgerundet wurde das Event durch eine absolut hervorragende Mach3-Endurance-Team-Leistung sowie der bis ins Detail und mit viel Herzblut geplanten Veranstaltung von Fredl Zitzenbacher. Danke, danke, danke!

Text: Jordan Hermann Fotos: Klaus Spielbüchler


Philipp Brugger

Sieger

Interview mit dem

Wie ist es für dich gelaufen? Was war dein Ziel vor dem Rennen? Das Rennen verlief für mich sehr gut, ich habe heuer recht gemütlich begonnen und mich dann erst beim steilen Streckenabschnitt bei ca. Kilometer 22 abgesetzt. Ich wusste, ich werde ein bisschen Vorsprung für den Asphaltteil am Schluss brauchen, deshalb gab ich ordentlich Gas. Mein Ziel war, nachdem ich letztes Jahr schon 2. wurde, natürlich das Rennen zu gewinnen. Ich wusste aber auch nicht wirklich, wie es mir ergehen wird, da ich eine Woche zuvor in Norwegen noch auf Ski stand und meine längste Laufeinheit in diesem Jahr lediglich eine 16-km-Runde war. Einige Leser werden sich ganz sicher fragen: Warum läuft der ohne Rucksack und Pflichtausrüstung? Ich hatte genauso wie jeder andere auch die vorgeschriebene Pflichtausrüstung mit dabei und wurde auch sofort nach dem Rennen kontrolliert. Bei wenig Pflichtausrüstung verstaue ich meine Sachen entweder in der Salomon Sense Short oder ich verwende den Salomon Sense Belt. Da ist ein Rucksack für mich überflüssig. Was planst du heuer noch? Meine nächstes Rennen wird der Olympus Marathon in Griechenland Ende Juni sein, im Juli möchte ich dann wieder den Großglockner Ultratrail bestreiten – da möchte ich einfach mal ins Ziel kommen, wird sicher spannend! Ende August werde ich dann für mehrere Wochen nach Kirgistan zum Bergsteigen fahren.
 Wichtigste Frage: Hast du für die Leser ein paar Berglauf-Tipps? Rausgehen und genießen! Und sich nicht immer den einfachsten Weg aussuchen, es kann ruhig mal unwegsam und etwas steiler sein!


unterwegs

r g a Un

? a p ap

emilia romagna

feinste trails, viel spass, essen Ă la mamma und mehr: www.trailrunning-szene.at

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erdmannpeisker / Robert Bösch

Designed for the max. MTR 201 MAX LOW Maximize your run. Damit du bei langen Laufeinheiten oder Wettkämpfen alles geben kannst, haben wir für dich einen Schuh mit 22/28mm hohem Keil aus D3O ®-EVA-Gemisch entwickelt, der hervorragend dämpft und stützt. Das Abrollverhalten wird durch die feste Rahmen-Struktur aus D3O ® mit hohem Rebound und unserem Rolling Concept ® unterstützt. Seine aggressive Sonar-Tech-Sohle von gripex™, das Base Fit Advanced ® für optimalen Fersenhalt und das schnelle und einfache Speed Lace System machen den MTR 201 Max Low zu deinem Winner-Schuh für Ultra-Trails. www.mammut.ch


rennbericht

La isla bonita

(Zer)knirschende Kilometer auf der schönen In transvulcania Datum: 7. Mai 2016 Land: La Palma, Kanaren, Spanien Streckenlänge: 74 Kilometer Höhenmeter: 4.000 Höhenmeter

Foto: Marten van Dyken/Transvulcania

„Quieren agua, señor?“ fragt mich eine freundliche Stimme von rechts. Ich erwache gerade aus meinem Tagtraum und realisiere, dass es die adrette Stewardess ist, die mir Wasser anbietet. Ich nehme es entgegen und bin gedanklich gleich wieder zurück im Traum, in dem sich bunt bekleidete Gestalten, von deren Köpfen Lichter die Nacht erhellen, überdimensionalen Glühwürmchen gleich, mit eiserner Entschlossenheit die Flanken eines uralten Vulkans hochwinden...

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Inspiriert war der Traum von dem Eiland, das sich am Horizont langsam abzeichnet. Die kleine zweimotorige Propellermaschine nähert sich langsam dröhnend, aber stetig der kleinen Insel im Atlantik… Als der Pilot zum Landeanflug Richtung Hauptstadt Santa Cruz ansetzt ist durch den vorherrschenden, recht dichten Nebel nicht das ganze Ausmaß der kleinen Insel erkennbar. Trotzdem, Gänsehaut macht sich breit, beim Gedanken, dass ich als einer von 1.800 Startern nur drei Tage später fast die komplette Insel ablaufen würde. Der Name „Transvulcania“ hat in der Szene fast schon mythischen Charakter. Unzählige Berichte hatte ich im Vorfeld gelesen, von eiskalt exekutierten Cut-off Zeiten bis hin zu glühend heißem Vulkansand reichen die Beschreibungen. Der Transvulcania war vor wenigen Jahren einer jener Läufe, deren offizielles Rückblickvideo mich in einen

Bann zogen. Einmal für den Lauf registriert, schaute ich mir diese Videos nochmal mit anderen Augen an: was tragen die Läufer? Wie ist der Untergrund? Ist es ratsam, Stöcke zu verwenden, oder kann man getrost darauf verzichten? Ich war gekommen, um diese Fragen selbst zu beantworten. Schnell vorgespult zum Tag X: dutzende Shuttlebusse haben die große Menge an so genannten „Verrückten“ (aus Sicht von Nicht-Trailrunnern, jeder Ultraläufer kennt die Sprüche) zum Start am Leuchtturm an der Südspitze der Insel gebracht, dem „Faro de Fuencaliente“. Bei Tag bereits ein unglaublich betörender Anblick: schwarzer Vulkansand wird von gelb-grünen Buschwerkpunkten akzentuiert. Der Kontrast ist wunderschön und aus dem grünen Österreich kommend ein besonderer Augenschmaus. Frühmorgens bietet sich nun ein anderes, nicht weniger


nsel

Der alljährlich stattfindende Transvulcania Ultramarathon auf La Palma zieht jedes Jahr 1.800 Ultraläufer aus der ganzen Welt magnetisch an. Warum das so ist, erklärt der folgende Bericht von Stefan Vonbun. beeindruckendes Bild: mit scharrenden Hufen versammeln sich sowohl ein Gutteil der Weltelite, also auch Hundertschaften von Hobbyläufern auf Meereshöhe, hinter einem riesigen Startportal im Transvulcania-Design. Der Traum aus dem Flugzeug schien sich langsam zu materialiseren… ich war kurz davor, mich selbst in den Arm zu kneifen, um sicher zu gehen, dass das alles wirklich gerade geschah. Dann – mitten in der Startaufstellung – die Uhr nähert sich langsam dem Zeitpunkt null, erschallt AC/DC mit „Thunderstruck“. Die Menge der Läufer bebt förmlich, klatscht ekstatisch, zählt gemeinsam mit voller Kehle den Countdown herunter und setzt sich dann bei „tres, dos, cero, UNO“ – wenn auch stockend – endlich in Bewegung.

ENGINEERED FOR HIGHEST PERFORMANCE

...den ganzen, sehr lesenswerten Bericht gibts online unter: trailrunning-szene.at/transvulcania-2016

#SALOMONRUNNING 23


Fotobericht

hochkรถnigMan wenn der wille siegt

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Fotos: Trailrunning szene weitere teilnehmerFotos: Sportograf.com

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CAMp-bericht

1. inns holz trailru gemeinsames lauferlebnis im mühlviertel

trailrunning camp Datum: 22.-24. April 2016 Land: Österreich, OÖ, Schöneben Teilnehmer: 20 Guides: Sandra Koblmüller, Markus Rothberger Testmaterial: Suunto, Salomon, Gloryfy, Leki Programm: Spaß, Techniktraining, Naturerlebnis, Produkttests, Stabilisation, Mobilisation, Regeneration u.v.m. Fotos: Oliver Deutsch

Trailrunning wird oftmals mit hohen Bergen und dem Westen Österreichs verbunden. Dass dem nicht zwangsläufig so ist und sich auch in anderen Teilen des Landes unglaublich schöne Trail-Strecken finden, beweist das 1. iNNs Holz Trailrunning Camp im oberösterreichischen Schöneben. Der 950 meter hohe Ort liegt im Böhmerwald. Knapp an der tschechischen Grenze liegt das Hotel iNNs Holz, direkt daran vorbei führt der 150 Kilometer lange Nordwaldkammweg.

Trail Gebiet Mühlviertel Um die Destination Mühlviertel auch Trailrunnern vorzustellen, veranstalteten die beiden Salomon Top-Athleten Sandra

Koblmüller und Markus Rothberger Ende April ein Trailrunning Camp. Knapp 20 Teilnehmer, vom Burgenland bis Zell am See, trafen sich bei Sonnenschein und traumhaften Frühlingswetter. Nach einem kurzen Programmüberblick und vor allem nachdem jeder Einzelne das passende Paar Testschuhe gefunden hatte, ging es locker hinauf zum Moldaublick.

frühlingssonne Am Aussichtsturm konnte man die Frühlingssone genießen und vor allem den Blick zum Moldaustausee und bis in die weit entfernten Berge. Für tolle Fotos und jede Menge Freude sorgte Oliver Deutsch als Fotograf vor Ort, der von allen Läu-


trailrunning camp fern persönliche Action-Bilder schoss.

regeneration Nach ein wenig aktiver Regeneration mit Dehnen und mobilisieren ging es weiter in den Wellness-Bereich mit Sauna, Dampfbad, Whirlpool und mehr. Ein feines Abendessen später fand noch ein spannender Vortrag von Sportwissenschafterin Sandra Koblmüller zum Thema Verletzungsprophylaxe statt. Eine echte Freude hatte jeder Einzelne auch mit den kleinen Geschenken, beispielsweise einem Zirben-Jausenbrett der Marke Legnura, selbstgemachten Müsliriegeln oder einem guten Leinöl von Farmgoodies.

hinausauf den trail Tag 2 stand ganz im Zeichen der Trails, aufgeteilt in passenden Gruppen ging es Richtung Hochficht-Gipfel und wieder retour, Tipps und Tricks zum Thema Lauftechnik durften natürlich nicht fehlen. Gestärkt mit Mühlviertler Leinölerdäpfeln konnte auch die zweite, mindestens genauso wichtige Einheit, das Kraft- und Stabilisationstraining durchgeführt werden. Anschließend war Wellness am Pro

gramm, eine Schulung zum Thema Suunto und GPS-Technik und der Ausblick auf den letzten tollen Tag im Böhmerwald. ... an dem es draußen plötzlich schneite. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch, ganz im Gegenteil. Es herrschte eine ganz besondere Stimmung zum Abschluss und die Vorfreude auf das nächste Camp im Böhmerwald!


vorschau

projekt oe-3000 3000 kilometer durch die alpen Nordalpenweg 01 nach Wien folgen werde.

Der Stil

Das Projekt 3000 Kilometer zu Fuß ohne motorisierte Hilfsmittel entlang der Route, über 150.000 Höhenmeter im Aufstieg, 3 Monate, Durchwanderungen des Südalpenweges 03, Zentralalpenweges 02 und des Nordalpenweges 01. Der Start ist im Juni 2016 in Bozen, von dort geht es durch die Dolomiten über Brixen und Sexten, um entlang des Karnischen Hauptkammes dem Südalpenweg 03 bis nach Bad Radkersburg zu folgen (ca. 700 km). Von Bad Radkersburg nehme ich den Ostösterreichischen Grenzlandweg 07 für ca 150 km, bis ich am Hochwechsel auf den Zentralalpenweg 02 stoße. Am Zentralalpenweg werde ich bis nach Feldkirch wandern, von dort weiter auf einer Verbindungsroute nach Bregenz wo ich dem

Größtenteils werde ich mich selbst versorgen, das bedeutet die Route alle drei bis fünf Tage zu verlassen, um in einen Talort abzusteigen und mir die erforderliche Nahrung für den Weiterweg zu kaufen. Ich plane bis zu 60 Kilometer am Tag zurückzulegen, d.h. es ist wichtig nur das notwendigste und funktionellste Equipment bei mir zu haben. Das Basisgewicht meines Rucksacks wird je nach Streckenabschnitt 3,5 – 5 kg wiegen. Mit leichtem Gepäck zu wandern bedeutet für mich frei und unabhängig zu sein.

Die Herausforderung: Neben Wetterextremen, körperlichen Belastungen und anderen unvorhersehbaren Situationen, die während einer Tour in diesem Ausmaß auftreten können, wird es eine große Herausforderung, die mentale Stärke aufzubringen um fokussiert zu bleiben. Weitwandern bedeutet auch einer gewissen Monotonie ausgesetzt zu sein: Laufen-Essen-Schlafen, Tag für Tag, bis man das gewünschte Ziel hoffentlich am Ende erreicht hat. Geduld ist das A und O beim Weitwandern, dies habe ich

in vielen Unternehmungen gelernt. In der heutigen Zeit geht vieles sehr schnell, alles ist im Überfluss vorhanden, man ist überall erreichbar, jeder will alles am besten sofort. Meine Erfahrung ist es, dadurch leicht in Stresssituationen zu geraten die sich bei mir meist in Ungeduld, Rastlosigkeit und Unzufriedenheit ausdrücken. Neben dem geografischen Ziel ist mein zweites persönliches Ziel diese Ruhe und Geduld zu vertiefen, meinen eigenen Weg zu gehen und über meine Zeit selbst und frei zu bestimmen. In erster Linie bin ich einfach gerne zu Fuß unterwegs, es ist die von mir bevorzugte Art des Reisens. Ich liebe es den Tag an einem anderen Ort zu beenden als dort, wo er begonnen hat; früh morgens im ersten Licht des Tages bereits auf den Beinen zu sein, die Neugierde, nicht zu wissen was hinter der nächsten Kurve ist, kurz anzuhalten um zu beobachten oder ein interessantes Gespräch zwischendurch mit dem man nicht rechnet. Es gibt nichts Schöneres, als neue Gegenden aus eigener Kraft zu erreichen und zu erleben!

Matthias Kodym

eine gegend aus eigener kraft erreichen und erleben

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Wie kommt man auf die Idee, 3000 Kilometer durch die Alpen zu wandern? Was sind deine Beweggründe?

In meinem Fall hat ein Blick auf die Übersichtskarte des ÖAV gereicht. Anfangs wollte ich nur den Südalpenweg von Bozen nach Bad Radkersburg gehen, dann sah ich mögliche Verbindungen mit dem Zentral- und Nordalpenweg und die Sache nahm Gestalt an. In Österreich hat es derartige Aktionen seit den 1990er Jahren nicht mehr gegeben und daher motiviert es mich besonders, alle drei Hauptwege "in einem" zu bewältigen. Das Reisen zu Fuß fühlt sich für mich einfach gut an. Es gibt nichts Besseres als Plätze aus eigener Kraft zu erreichen, um so einen guten Überblick von Umgebung, Kultur und Menschen zu erhalten.

So ein Projekt erfordert ja nicht nur spezifische Vorbereitung, sondern jahrelange Erfahrung, erzähl ein bisschen was von dir.

Ich bin, seit ich mich selbstständig fortbewegen kann, draußen unterwegs. Als Kind verbrachte ich jede freie Minute am Bach und im Wald hinter dem Haus meiner Eltern, um Unterstände und Baumhäuser zu bauen. Mein Vater nahm mich oft zu Touren auf die Hohe Wand mit und als Achtjähriger war ich zum ersten mal mit Skiern am Schneeberg. Es fühlt sich für mich daher sehr natürlich an, draußen zu sein. Bei meiner ersten Weitwanderung am GR221 auf Mallorca ist mir trotz vieler anfänglicher Schwierigkeiten bewusst geworden, dass ich gerne nicht nur für ein paar Tage wandern möchte, sondern am besten für Wochen und Monate. Währenddessen habe ich auch meine Leidenschaft zum Ultra-Trailrunning gefunden. Am GR221 entdeckte ich einen Streckenmarker des Ultra Trail Serra de Tramuntana, daheim hab ich im Internet nachgesehen was ein Ultra-Trail ist. Ich konnte es zuerst gar nicht glauben und war von der Idee fasziniert und begeistert zugleich. Zwei Jahre später stand ich selbst am Start des Ultra Mallorca und lief die 110 km Strecke als mein erstes Trail-Rennen überhaupt. Ein Jahr zuvor habe ich eine komplette Durchwanderung des 4.270 Kilometer langen Pacific Crest Trail in Amerika absolviert. Daher hatte ich großes Vertrauen in meine Physis und Psyche. Bis heute hab ich seit 2010 über 20.000 Kilometer zu Fuß zurückgelegt, in Form von Weitwanderungen oder als Trailrunner. Heuer konnte ich auch mein erstes 100 Meilen Rennen finishen. Ultra-Trail laufen ist für mich das perfekte "Abenteuer" für zwischendurch, mein Herz schlägt aber ganz klar für eigene Projekte und Unternehmungen.

Wie funktioniert das bei dir mit der Arbeit und Familie?

Meine Freunde und meine Familie stehen zu 100% hinter mir. Ich denke sie kennen mich gut genug, um zu wissen was ich brauche und freuen sich auf Geschichten und Bilder von unterwegs. Vor meinen größeren Trips habe ich bisher immer die Arbeitsstelle gekündigt und während der Tour auf monatliches Gehalt verzichtet. Ich verzichte im Alltag gut und gerne auf ein Auto, lebe minimalistisch und brauche nicht besonders viel Geld zu verdienen. Das Leben während der Tour ist meist günstiger als normal, ich komme daher mit Erspartem aus und finanziere die Reisen im Nachhinein bis zu einem guten Teil mit Vorträgen. In Zukunft möchte ich Workshops und geführte Touren anbieten um selbstständig arbeiten zu können und Menschen für die Natur und ein selbstbestimmtes Leben als Weitwanderer zu begeistern.

Bist du die ganze Zeit alleine unterwegs oder hast du auch Begleitung?

Am Zentralalpenweg gibt es einige hochalpine Abschnitte, die ich gerne, sofern die Verhältnisse passen, anstatt der Ausweichrouten gehen möchte. Darunter sind auch einige Gletscherquerungen die ich nach Möglichkeit mit einem Seilpartner machen werde. Natürlich hoffe ich auch, dass mich Freunde und Bekannte von Zeit zu Zeit begleiten.

Wie hast du dich darauf vorbereitet und wie lange?

Die Vorbereitung beruht zum Großteil auf vorherigen Unternehmungen. Ich weiß genau was ich benötige und kann gut einschätzen was für mich möglich ist. Ich trainiere nicht im eigentlichen Sinne, sondern mache draußen hauptsächlich das, worauf ich Lust habe. Das kann eine Tageswanderung sein, eine Übernachtung, ein langer Trailrun, oder eine Berg- bzw Klettertour. Das passiert bei mir alles sehr spontan und ganz ohne Trainingsplan oder dergleichen. Wichtig ist, in den ersten Tagen der Tour nicht zu übertreiben, sodass sich der Körper spezifisch anpassen kann. Die Routenplanung, vorallem die Versorgung und Logistik während der Tour ist da schon etwas mühsamer und hat im aktuellen Fall ca. 3 Monate gedauert. Ich trage alle wichtigen Orte, Hinweise und Tageskilometer in Excel Tabellen ein, um eine strukturiertere Übersicht zu erhalten.

Erfährt man unterwegs wie es dir geht?

Ich werde ein- bis zwei mal pro Woche auf meiner Webseite und der dazugehörigen Facebook Seite kleine Berichte, Fotos und kleine Sequenzen veröffentlichen.

www.matthiaskodym.com

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ATRA

AUSTRIAN TRAIL RUNNING ASSOCIATION Liebe Trailläufer! Wir hoffen, ihr seid gut und erfolgreich in die Saison gestartet! Anfang Mai fand bei unserem Touristikpartner Maria Alm am Hochkönig das erste Teamtreffen des österreichischen Nationalteams statt (Details siehe rechts). Wir werden dem Österreichischen Leichtathletikverband unsere Athletenempfehlung übermitteln und hoffen, dass diese berücksichtigt wird. Inwieweit der ÖLV und die ATRA zusammenarbeiten, entscheidet sich voraussichtlich Mitte Juli. Unser Ziel ist es, im Interesse der Athleten zu handeln und mit Richtlinien vor allem die Sicherheit bei Trail-Veranstal-

tungen, aber auch gemeinsamen Läufen außer Konkurrenz, durch gezielte Schulung und Ausbildung von Trail Guides zu gewährleisten. Der IAAF = Internationaler Leichtathletikverband kann pro Land nur einen Verband bestimmen, welcher das Bestimmungsrecht, beispielsweise punkto Athletenentsendung hat. Es ist leicht möglich, dass sich dies in Zukunft ändert, vor allem da auch in umliegenden Ländern zahlreiche Athleten das Problem haben, vom klassischen Leichtathletikverband nicht ernst genommen zu werden. Wir hoffen natürlich, dass wir zu einer guten Lösung kommen, die dem Interesse der Athleten entspricht.

NEUER PARTNER Leki ist seit Mai ein weiterer toller Partner der ATRA. Leki ist sicher einer der bekanntesten Hersteller von Trailrunningstöcken und steht voll und ganz hinter Trailrunning. Die ATRA bedankt sich für das Vertrauen und freut sich auf die gemeinsame Zeit. Alles Informationen zu Leki: www.leki.com/at

Die Sportler des Teams, welche nach Portugal zur WM entsendet werden, unterstützen wir natürlich tatkräftig und so gut wir können! Wir freuen uns, wenn du auch bei den nächsten Meisterschaften dabei bist!

Das ATRA Team ATRA Mitgliedschaft Seit 2015 kann jeder Läufer Teil der ATRA werden. Als Mitglied erhältst du ein tolles Mitgliedsshirt, bist bei der ATRA auch für ATRA Aktivitäten versichert, erhältst eine tolle Vergünstigung von 20% auf eine spezielle Trailrunning Ausrüstung und bist bei allen Funny Trails(Lauftreffs) der 50 Trail Running Guides ohne Kosten(für Nichtmitglieder € 5,-) herzlich willkommen. Dazu bekommen die ersten 80 Anmeldungen ein ATRA Buff als Dankeschön! Der Mitgliedsbeitrag beträgt € 50,- im Jahr. Anmeldung und Details: www.trailrunning-verband.at

TRAIL -running running szene

österreichische meisterschaften 2016 SPEEDTRAIL

ENDURANCE TRAIL

25.06.2016 Pyhrn Priel Trophy 25 km 2000 HM www.pyhrn-priel-trophy.at

Distanzen Speedtrail Marathontrail Endurancetrail Ultratrail

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03.09.2016 Saalbacher Trailmasters 85 km 6000 HM www.verticallife.at

teilnahme bis 30 km 40 bis 60 km 70 bis 100 km ab 110 km

Die Österreichischen Trailrunning Meisterschaften der ATRA sind offizielle Meisterschaften nach internationalen Kriterien der ITRA. Eine Vereinszugehörigkeit ist nicht erforderlich. Teilnahmebedingungen: www.atra.club

Ergebnisse MARATHONTRAIL Diese wurden am 04.06.2016 beim Hochkönigman über 46 km / 3000 HM ausgetragen. www.hochkoenigman.at Damen 1. Johanna Simmer 2. Anita Weissinger-Lusenberger 3. Anita Mair Herren 1. Michael Kabicher 2. Andreas Tockner 3. Markus Stock


nationalteam treffen

rial-Neuheiten und Mentaltraining. Mentalcoach Wolfgang Seidl gab Anweisungen, Tipps und Tricks für künftige Rennen, Trainer Thomas Bosnjak gab zahlreiche Tipps zum Thema Trainingslehre, es wurde das neueste Material vorgestellt, unter anderem natürlich von den Teampartnern Dynafit und Raidlight. Bei Sonnenschein wurde auch die Speedtrail Strecke des Hochkönigmans erkundet, im Anschluss wurde mittels Kraftausdauertraining an Stärke und Stabilität gearbeitet.

Zum ersten Teamtreffen waren jene Athleten eingeladen, die sich im Vorjahr bei den Österreichischen Meisterschaften im Speed/Marathon/Endurance und Ultra Trail unter den jeweils ersten Drei platzieren konnten. Der Tourismusverband Mariai Alm am Hochkönig lud die Sportler in die Region ein, wo einerseits natürlich die Möglichkeit gegeben war, sich untereinander kennenzulernen; andererseits aber auch genug Zeit war für Trainingslehre, Mate-

Österreichischer

Bjak´s Silvester Marathon Trail

Wer bei der Weltmeisterschaft in Portugal teilnimmt, steht derzeit noch nicht fest. Es steht jedem der Athleten frei, sich bei Interesse zu melden, die ATRA unterstützt jeden Einzelnen so tatkräftig wie möglich. Die Entscheidung der Entsendung liegt letztlich beim ÖLV, dem Österrischischen Leichtathletik Verband. Das gesamte Team bedankt sich auf jeden Fall für das tolle Wochenende!

Trailrunning Cup 2016

Ötscher Pyhrn-PrielMarathontrail Trophy Kürnbergwald & Speed Trail Traunsee Speed Trail Marathon Trail Schneeberg Bergmarathon Speed Trail Vienna & Speed Trail Trail Run

Salzburg Trailrunning Festival & Speed Trail

cupwertung und infos

Kumpellauf Speed Trail Innsbrucker Alpine Trailrun Marathon Montafon Arlberg Tour de Tirol & Speed Tail Marathon Marathon & & Speed Tail Speed Trail Walsertrail Silvretta3000 & Speed Trail & Speed Trail

www.atra.club

trail guide ausbildung 12.08. bis 14.08.2016 Saalbach Hinterglemm 04.11. bis 06.11.2016 Gmunden

Bizau Speed Trail Lorüns Speed Trail Pitztal Glacier Trail & Speed Trail

Saalbacher Trailmasters Marathon & Speed Trail Hochkönigman Schwarzach Marathon & Marathon Trail Speed Tail Grossglockner Marathon & Speed Trail

Stanzer Marathontrail Veitscher & Speed Trail Marathon Trail Bewerbe Speed Trail Cup Bewerbe Marathon Trail Cup

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vorschau

transalpine run

253,6 kilometer, 15.205 Höhenmeter

training und vorbereitung Wie bereitet man sich auf einen Etappenlauf über 253 Kilometer und 15.000 Höhenmeter vor, vor allem in einem Zweier-Team? Seit Trainingsbeginn im März trainieren wir nach den Plänen von Seppi Neuhauser, seinerseits mehrmaliger Transalpine-Finisher und außerordentlich guter Trainer. Mithilfe der HRV-Messung (Herzratenvariabilität), über die wir im Magazin bereits mehrmals berichtet haben, ist es uns möglich, auch bei kleinen Wehwehchen oder Verkühlungen 100% genau zu wissen, wann wir wieder mit dem Training durchstarten können und vor allem, wie wir das Training verkraften und sich der Körper an die Trainingsreize anpasst. Wir trainieren derzeit etwa 10 Stunden pro Woche, unter der Woche steht vermehrt Kraft- und Stabilisationstraining am Programm, auch eine Intervall oder HIT-Einheit. Am Wochenende werden die Distanzen und Höhenmeter intensiviert. Mehr dazu: www.trailrunning-szene.at/transalpinerun

ernährung und regeneration Bei viel Training und Vorbereitungszeit ist vor allem eines wichtig: Regeneration. Neben dehnen, Blackroll-Massagen und natürlich ausreichend Schlaf ist es wichtig, dass der Körper nicht übersäuert. Darum setzen wir auf wiederkehrende Basenbäder mit dem Basenbad von P. Jentschura. Basische Strümpfe, die man über Nacht trägt (die z.B. ebenso das ÖSV Team verwendet), bewirken wahre Wunder. Seitens der Ernährung versorgen wir uns beim Frühstück regelmäßig mit Morgenstund, das ist ein glutenfreier Hirse-Buchweizenbrei mit Früchten, der extrem leicht verdaulich ist und die nötige Energie vor anstrengenden Trainingseinheiten gibt. Frühstücks-Tipp: 5 EL Morgenstund (ca. 50 g), kurz in heißem Wasser quellen lassen, Obst nach Belieben (z.B. 1 Banane, 1 Kiwi, 1 Birne) hineinschneiden, dazu 1 TL Leinöl, 1 TL Honig und 1 TL Preiselbeeren. Etwas Zimt darüberstreuen, außerdem 1 EL Wurzelkraft und fertig ist das Power-Frühstück!

TRAIL

RUNNING hotels

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MATERIAL Wir vertrauen bei dem Abenteuer u.a. auf Produkte von Salomon, Suunto, Gloryfy und Falke. Socken: FALKE RU Achilles Damit wir bereits unterwegs von einem Massageeffekt profitieren, sind wir u.a. mit hochfunktionellen Produkten von Falke unterwegs.

Rucksack: Salomon S-Lab Adv Skin 12 Set Bietet mit 12 l Platz für die ganze Pflichtausrüstung und trägt sich perfekt

Sportbrille: Unzerbrechlich, extrem leicht, selbsttönende Gläser: gloryfy G9 RADICAL

Freizeitbrille: gloryfy GI2 DeJaVu

Uhr: SUUNTO Vertical Bei so einer Strecke unterwegs zu wissen, wie viele Kilometer und Höhenmeter man bereits geschafft hat, ist das A und O! Wir verlassen uns dabei auf Suunto!

die perfekte ausstattung für den transalpine run! SNOWLINE STEALTH SLIM Bei Unmengen an Kilometern und Höhenmetern sind Stöcke eine unheimlich gute Unterstützung, auf die wir nicht verzichten möchten. Dabei vertrauen wir auf ein Modell der Marke Snowline, dem ‚STEALTH SLIM‘ Mit nur 352 g pro Paar sind die Stöcke extrem leicht. Dabei leidet aber nicht die Steifigkeit, ganz im Gegenteil, der Stealth Slim ist außerordentlich stabil. Die besonders lange Grifffläche erlaubt auch das Umgreifen bei einer möglichen Hangquerung. Einsatzbereit sind die Snowline Stöcke innerhalb von Sekunden. Einfach den Klettverschluss öffnen und die Stöcke nach unten straff ziehen. Nach dem ‚KLICK‘ sind die Stöcke bereit für das Trail-Abenteuer. Genauso einfach ist es, sie mittels kleinem Knopf wieder zusammenzufalten. Bei deinem Preis von € 99,- ist der Stealth Slim ein klarer Preis-Leistungstipp und unsere Empfehlung für den ‚TAR‘!

Längen 115 / 120 cm

Gewicht 352 g (115 cm) 360 g (120 cm)

PackmaSS 37cm (115cm) 40 cm (120 cm)

preis UVP: € 99,-

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training

die wissenschaft schuhe oder training

ferfuß nicht schwer machen, gut passen und damit ungestörtes Laufen ermöglichen. Beim Laufen abseits der Straße ist auch noch ein rutschfestes Profil wünschenswert. Das klingt alles zunächst einmal sehr banal, vor allem, wenn man es mit diversen, weit darüber hinausgehenden, Werbeversprechungen abgleicht. Dennoch bin ich der Meinung, dass vor allem genau diese Attribute wichtig sind und nur wenige Läufer tatsächlich „mehr“ brauchen (eine gewisse Langlebigkeit und ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis kann ich noch in die Liste mit aufnehmen).

sandrina illes Sandrina Illes kommt aus dem internationalen Duathlongeschehen und startet auch national bei Leichtathletikbewerben. Sie ist aktuelle Staatsmeisterin im Duathlon und 10.000m-Lauf. Studium am Technikum Wien, derzeit Doktorandin an der TU Chemnitz, Fachbereich Bewegungswissenschaften. Selbstständig gemacht hat sie sich mit Bewegungsdiagnostik (Gang- und Laufanalysen) und Trainingsbetreuung.

www.sandrina-illes.at In dieser neuen Artikelreihe geht es um funktionelle Zusammenhänge zwischen individuellem Körperbau, Laufstil, Schuhwahl und auch Verletzungen, welche damit zusammenhängen können. Zum Einstieg möchte ich Grundsätzliches zum Aufbau von Schuhen, deren Auswirkungen und die Möglichkeiten des Beinachsentrainings vermitteln. Es soll keine wissenschaftliche Abhandlung werden, hier möchte ich vor allem meine Erfahrungen nach vielen Jahren in der Bewegungsanalyse und auch im Leistungssport weitergeben. Schuhe sollen in erster Linie den Fuß vor Hautverletzungen und zu kalten Temperaturen bewahren. Sie sollen den Läu-

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Laufschuhe unterliegen wie andere Sportgeräte auch gewissen Trends. Die ersten Schuhe speziell fürs Laufen, mit flacher Sohle und wenig Dämpfung haben schon mehr oder weniger meine Anforderungen erfüllt, doch irgendwann war der Markt gesättigt und neue „Fähigkei-

und Knochen trainierbar, das heißt, er passt sich der verlangten Belastung auch an. Das dauert allerdings und so hat so mancher Versuch, (zu) schnell auf ungewohntes Schuhwerk umzustellen, zu Verletzungen geführt. Das Körpergewicht ist dabei ein geringerer Faktor, als oft angenommen. Jemand übergewichtiger, der bisher seinen Fuß kaum gefordert hat, wird seine Kilos schwer mit dem Fuß abfangen können. Eine leichte, unsportliche Person aber auch nicht.

Umlernen Es ist schwierig für einen erfahrenen Läufer(fuß), der lange in stark gedämpften Schuhen verweilt hat, umzulernen. Doch es ist fast immer möglich, braucht aber Zeit. Den Hauptteil dieses Einfederns des Fußes übernimmt unser Fuß(längs)gewölbe. Dabei werden bei orthopädischen Unter-

gibt es einen normfuss? ten“ der Schuhe mussten verkauft werden. Die große Welle der Pronationsstütze und Dämpfungssohlen folgte. Inzwischen gibt es den Gegentrend der Minimalschuhe. Und schon wieder den Gegentrend zum Gegentrend … Daher - kaum ein Kunde kennt sich noch aus, wenn ihm Laufgeschäft A einen ganz anderen Schuh als Laufgeschäft B empfiehlt.

Dämpfungsschuhe (links) mit „viel Sohle“, aber ohne Pronationsstütze, bieten trotzdem etwas mehr Stabilität als ein extremer Wettkampfschuh (rechts)

Zunächst muss festgehalten werden, dass unser Fuß über hervorragende Feder- und Dämpfungseigenschaften verfügt. Diese sind allerdings oft durch mangelndes Training (wenig Bewegung, und wenn, dann in Schuhen mit „viel Sohle“) verkümmert. Glücklicherweise ist aber auch der Fuß mit seinen Muskeln, Bändern, Sehnen

suchungen nicht selten mehr oder minder stark ausgeprägte Abweichungen von der Norm („Fehlstellungen“) diagnostiziert. Glücklicherweise gibt es aber sehr wenige „echte Plattfüße“, also jene, bei denen das Längsgewölbe praktisch fehlt, sodass der innere Fußrand beim Gehen Bodenkontakt hat (sehr gut am Abdruck des nassen Fußes am Boden erkennbar). Liegt nur der Fußaußenrand am Boden auf, handelt es sich nicht um einen Plattfuß. Weniger kritisch bezüglich der Dämpfungseigenschaft sind die häufig diagnostizierten „Senkfüße“ – besser ein kürzerer Federweg, als kein Federweg (wie beim Plattfuß). Aber auch hier muss dazugesagt werden: Eine gute trainierte Fußmuskulatur hilft auch dem flachen Fußgewölbe, sehr gute Leistungsfähigkeit zu erreichen. Jedenfalls muss kritisch hinterfragt werden, ob es wirklich nur den einen „Normfuß“ gibt. Tendenziell werden wohl etwas zu häufig Füße als davon abweichend beschrieben.


der bewegung

Links ist der Abdruck eines Plattfußes auf einer Druckmessplatte zu sehen (vergleichbar mit dem Umrissbild eines nassen Fußes), mittig zwei Varianten eines normalen Fußes, einmal ohne und einmal mit Außentieflage, rechts ist ein Hohlfuß zu sehen, der besonders unflexibel ist (kaum Unterschied beim Umriss im Vergleich zum „Normalfuß“)

FUSSGEWÖLBE ansteuern Eine sehr gute Möglichkeit, das Fußgewölbe selbst anzusteuern (den korrekten Bewegungsablauf zu trainieren), ist, im Sitzen die Füße an die Außenkante zu stellen und dann mit dem Großzehengrundge

Aufbau des Fußgewölbes durch aktive Verdrehung des Vorfußes zum Rückfuß – Knie bleiben außen, Fuß rollt von der Außenkante aufs Großzehengrundgelenk ab, ohne den Bodenkontakt außen zu verlieren

lenk den Boden zu erreichen. Dieses Abrollen von außen nach innen im Vorfußbereich wird nicht primär von den Zehen und schon gar nicht übers Knie eingeleitet (beobachte die Kniescheiben dabei!), sondern entsteht aus einer Verdrehung des Vorfußes gegenüber dem Rückfuß. Fast jeder Fuß bekommt dabei ein ausgeprägtes Längsgewölbe. Dieser Vorgang kann automatisiert werden und sollte bei jedem Schritt, sei es beim Gehen oder Laufen, zum Tragen kommen. Dabei werden Vorfußaußenund Innenrand fast gleichmäßig belastet. Wie sieht es nun mit der Stabilität des Rückfußes aus? Wenig verwunderlich ist auch diese, ähnlich der Dämpfungswir-

kung des Fußes, gut trainierbar. Genau genommen trägt auch ein stabiles Fußgewölbe schon erheblich zur korrekten Fersenbewegung bei. Hier muss auch eine Fehlstellung (wie etwa ein Plattfuß) nicht instabiler als ein Fuß ohne Fehlstellung sein. Nur die Fähigkeit zur Aufnahme von Bewegungsenergie ist vermindert. Manche Füße sind im erholten Falle sehr stabil und leistungsfähig, ermüden aber rasch (besonders jene, mit eher flexiblen Bandstrukturen – wer den Daumen zum Unterarm verbiegen kann, hat auch meist sehr bewegliche Sprunggelenke, die wiederum muskulär stabilisiert werden müssen).Doch oft ist es gar nicht der Fuß selbst, der so sehr zum Nach-Innen-Kippen (vermehrte Pronation, also Überpronation) neigt. Das Problem liegt häufig in der Beinachse begründet. Um seine Beinachse einzuordnen, stellt man sich vor den Spiegel.

tion in der Hüfte unsere Oberschenkel nach außen drehen, unsere Kniescheiben schauen dann ebenso leicht nach außen und wir bekommen eine zumindest leichte O-Bein-Stellung. Die dynamische Beinachse, beim Laufen etwa, ist somit muskulär beeinflussbar, das heißt, wir können sie auch trainieren. Wiederholen wir diesen Selbstversuch und beobachten wir, was in unserem Sprunggelenk dabei passiert, so merkt man schnell, dass der erste Ansatz beim Training der Fußstabilität fast immer das Beinachsentraining sein muss. Kippe ich beim Gehen oder Laufen in eine X-Bein-Stellung, so wird sich mein Fuß sehr schwer tun, das auszugleichen, auch wenn ich die beschriebene Übung im Sitzen mit dem Vorfuß-Abrollen noch so gut beherrsche.

Überpronation (zu starkes Einknicken der Ferse) im Stand und die Korrektur beim Abdruck (dies ist erlernbar)

Bereits bei geringfügiger Kniebeugung kann sich unsere Beinachse in beide Richtungen verändern (und ist somit auch trainierbar) – links Beinachse bei gestreckten Knien, mittig Kippen ins X-Bein, rechts übertriebene Stabilisation ins O-Bein (gleiche Person)

Bei durchgestreckten Knien haben wir erstmal wenig Spielraum unserer Beinachse – stoßen die Knöchel aneinander, bevor sich unsere Knie berühren können, haben wir ein minimales bis stark ausgeprägtes O-Bein. Stoßen unsere Knie aneinander und die Knöchel berührend sich nicht, haben wir X-Beine. Soweit, so gut, doch was kann man dabei überhaupt trainieren? Beim Laufen sind unsere Knie ja nicht vollständig gestreckt. Wer sich hüftbreit vor dem Spiegel positioniert und nur leicht die Knie beugt, wird merken, dass er ungeachtet der „eigentlichen“ Beinachse sowohl in eine X-Bein-Stellung gehen kann (die Oberschenkel werden aus der Hüfte heraus nach innen rotiert, die Kniescheiben „schauen sich an“), oder aber, wir können mit Hilfe einer Außenrota-

Unter Belastung mit dem Körpergewicht beim Gehen oder Laufen wird es der Fuß dann gar nicht mehr zur natürlichen Ausgangsstellung, der Außenrandbelastung beim Beginn des Bodenkontaktes, bringen. Er wird es möglicherweise versuchen und vielleicht sogar eine Überlastung bekommen, er wird vielleicht auch lernen, diese Kraft aufzubringen, aber das Timing stimmt dann möglicherweise nicht mehr und der Vorfuß wird erst recht asymmetrisch belastet. Die Abrollübung für den Vorfuß richtet das Gewölbe auf und stabilisiert den gesamten Fuß. Dies kann allerdings nur funktionieren, wenn auch die Beinachse ihren Teil der Aufgabe übernimmt.

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beinachsentraining Den Schuh oder die Einlage, welche meine Hüftmuskulatur dazu bringt, richtig zu arbeiten, gibt es aber nicht. Somit sollte eine Stütze nur eine Hilfe sein, in der „Lernzeit“, welche das Beinachsentraining erfordert, besonders die durch die Instabilität mehrbeanspruchten Sehnen am Sprunggelenk nicht zu überlasten. Überpronation ist keine Fehlstellung wie ein Plattfuß oder eine schiefe Großzehe, sondern das Zusammenspiel wichtiger Beinmuskeln funktioniert nicht richtig. Dabei hilft dann ein versierter Physiotherapeut, welcher das Beinachsentraining zeigt und kontrolliert. Beim Laufen selbst kann man sich immer wieder daran erinnern, indem man für einen kurzen Moment seine Kniescheiben „beobachtet“ und versucht zu verhindern, dass diese sich „anschauen“.

Winkelveränderung nicht unbedingt zu einem verbesserten Dämpfungsmechanismus kommt. Eine außen- oder innenseitige Erhöhung ist ein massiver Eingriff in das Bewegungsbild und darf nicht unüberlegt passieren. Besonders bei einem flachen Längsgewölbe muss genau zwischen benötigter Stabilität und benötigter Dämpfung abgewogen werden, denn ein Ausfüllen des Gewölbes mittels einer Einlage nimmt dem Fuß auch den ohnehin geringeren Federweg. Die Pronationsstütze an einem Schuh ist für gewöhnlich nicht annähernd so invasiv, da sie keinen Keil bildet. Der Innenrand der Sohle ist aus festerem Material, dämpft somit nicht so gut, verformt sich aber eben auch nicht so leicht. Das verhindert insbesondere bei Alterung des Schuhs bei einem Überpronierer, dass die Ferse immer mehr nach innen kippt.

stufensystem

Bei unterschiedlichen Übungen vor dem Spiegel trainiert man die stabile Beinachse und kräftigt gleichzeitig wichtige Laufmuskeln, neigt man zum dynamischen X-Bein, versucht man beim Training die Kniescheiben eher leicht nach außen zu ziehen, jedenfalls aber nicht nach innen zur Großzehe zeigen zu lassen (Kniebeugen, Ausfallschritte, Einbeinstand/-beuge auf instabilem Untergrund – Handtuch)

Ähnlich kritisch sehe ich den Einsatz von Außenranderhöhungen (an einem Fersenkeil oder einer Einlage) bei „Supinierern“, also Läufern, welche keine natürliche Pronation (leichtes Nach-Innen-Kippen der Ferse, auch eine Dämpfungsfunktion) aufweisen. Ähnlich einer stützenden Einlage beim Überpronierer (auch oft „Knickfuß“ genannt) sieht die Bewegungsachse dann optisch, etwa im Video, „besser“ aus. Sie liegt näher am idealisierten Anatomiemodell, aber außer Acht gelassen wird dabei, dass es nur aufgrund einer

für das Finden des richtigen Laufschuhs: - Fehlstellungen wie einen Plattfuß gilt es zu akzeptieren und die Muskulatur zu trainieren, ein Schuh kann an dieser Fußform nichts verbessern. - Schiefe Zehen dürfen von einem Schuh nicht gefördert werden (der Fuß wandert beim Abrollen gut 1cm nach vorne, Zehen dürfen im gestreckten Zustand trotzdem nicht vorne anstoßen, Breite des Schuhs muss dem Fuß entsprechen, Füße bleiben nicht kleiner/schmäler, weil der Schuh zu kurz/zu schmal ist, es kommt nur regelrecht zu einer Verkrüppelung der Zehen). Dazu ist es auch wichtig, dass man durch die Schnürung genügend Rückhalt zur Ferse hat, ansonsten rutscht man nach vorne – was wieder den Platz der Zehen einengt. - Ein Schuh muss passen, sich angenehm anfühlen. Auch ein Laie kann gut beurteilen, ob der Schuh „gefällt“ und das Abrollverhalten leichter oder schwergängiger macht - So wenig Schuh wie möglich. Da gibt es jetzt mehrere Faktoren zu berücksichtigen und das sollte möglichst rational abseits von Werbeversprechungen individuell analysiert werden: Habe ich ein gut ausgeprägtes Fußgewölbe, eine stabile Fußfunktion, eine gerade Beinachse, bin bereits flache/leichte Schuhe gewöhnt oder bin Laufanfänger,

so werde ich mit einem wenig gedämpften, neutralen (nicht gestützten) Schuh gut laufen können (etwa ein typischer Wettkampfschuh). Trifft das Gegenteil zu, also habe ich einen echten Plattfuß (Dämpfungsschuh wichtig) oder einen instabilen Fuß/Beinachse und/oder bin ich bisher mit stärker gedämpften/gestützten Schuhen gelaufen, so werde ich Dämpfung und Stütze maximal in kleineren Schritten reduzieren können. Natürlich gibt es auch alle Facetten zwischen diesen Extrembeispielen.

leichte schuhe Doch was ist ein leichter Schuh mit wenig Sohlenaufbau? Ausgehend von Schuhgröße 39/40 reicht die Bandbreite von unter 100g pro Schuh inklusive Schuhbändern das wären dann besonders leichte Straßenschuhe, manche Barfußschuhe, (Mittelstrecken-)Spikes, über rund 150-200g für leichtere Straßenschuhe, 200-300g für mittelschwere Schuhe mit schon etwas mehr Material und meist Dämpfung, 300g+ würde ich dann schon als „schweren Schuh“ bezeichnen. Wer schon beide Varianten am Fuß gehabt hat, wird merken, dass diese 200g pro Fuß doch einen erheblichen Unterschied im Laufgefühl ausmachen. Im Vergleich leichte und trotzdem „weiche“, eben gut dämpfende Schuhe verlieren diese Eigenschaft meist recht schnell – sind dann aber nicht unbedingt „kaputt“, sondern schlucken weniger Energie, was sie wiederum etwas „schneller“ macht. Trotzdem sollte man, wenn man eben mehr Dämpfung/Stütze gewohnt ist (diese Elemente wiegen auch), nicht zu rasch auf diese verzichten. Dies ist auch wichtig, da sich der Laufstil ändert, wenn die Sohle und vor allem die Sprengung (Differenz zwischen Vorfuß- und Fersensohlendicke) weniger werden. Man wird tendenziell etwas mehr den Vorfuß belasten, da die Ferse auch nicht so dick gepolstert ist. Dies belastet insbesondere Vorfuß und Wadenmuskulatur mehr, schont aber bei korrektem Laufstil den Rest des Bewegungsapparates, da man nicht mehr so hart über die Ferse bremst. Erlernen kann man den effizienten Laufstil am Besten, indem man am Vorfuß ganz langsam zu trippeln beginnt (wie beim Barfußlauf) und die Ferse

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o Das erste Bild zeigt den typischen „Fersenbremsschritt“ mit hochgezogenem Vorfuß, barfuß würde diese Landung sehr schmerzen, weiters folgen vier Bilder zum Übungsablauf „Vorfußtrippellauf mit Übergang zum ökonomischen Fersenlauf“, ganz rechts sieht man einen guten Fußauftritt für längere Strecken

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dann langsam zum Boden absinken lässt. Der Moment, an dem die Ferse gerade so wieder Bodenkontakt bekommt, ist der Wichtigste. Von vielen wird dieser flache Fußauftritt „Mittelfußlauf“ genannt, obwohl der Fuß eigentlich fast gleichzeitig auf Ferse und Vorfuß landet. Ich nenne ihn „ökonomischen Fersenlauf“. Das Fußgewölbe wird dabei von Anfang an genutzt, die Vorfuß- und Wadenbelastung ist aber nicht so extrem wie beim reinen Vorfußlauf. Erst bei schnellerem Tempo wechsle ich auf den Vorfußlauf. Dies lernt man am Besten mit einem flachen, leichten Schuh auf kurzen Strecken. Allerdings: Ein „Sofaschuh“ (viel Sohle + Dämpfung) zwingt uns nicht, den Fuß falsch und viel zu passiv zu belasten, aber er ermöglicht es uns, ohne sofort Schmerzen zu bekommen. Deshalb lernt man mit „wenig Schuh“, einen korrekten Laufstil zu entwickeln – den man dann auch in den gut gedämpften Tretern umsetzen (lernen) kann. Übungsablauf „Vorfußtrippellauf mit Übergang zum ökonomischen Fersenlauf“ siehe Fotoserie unten

lerntempo Wie schnell lernt der Körper? Natürlich sind wir nicht alle gleich. Der Ansatz, Umfangs- und Intensitätsvolumen (also Gesamt-, sowie schnelle Kilometer) pro Woche nicht mehr als um 10% zu erhöhen, ist ein eher vorsichtiger, aber sehr guter Ansatz. Das würde ich auch für die Ausdehnung des längsten Laufes pro Woche so sehen und hat eine gewisse Bedeutung beim Schuhwechsel. Natürlich muss man mit irgendeiner Distanz anfangen, hier würde ich abwägen, wie stabil und robust ein Läufer ist, aber auch wie deutlich der Unterschied zwischen gewohntem Schuhwerk und dem neuen Modell. Beim Barfußlaufen – eine hervorragende Übung für Lauftechnik und Fußkräftigung – reichen 50-100m, vielleicht sogar auf Etappen aufgeteilt, für die erste Einheit. Das ist auch eine tolle Möglichkeit, um sich auf leichtere Schuhe vorzubereiten. Das Problem beim Gewöhnen an einen neuen Schuh ist vor allem, dass man nicht während der Laufeinheit wechseln möchte. Ist das leicht möglich, weil man etwa auf einer Laufbahn trainiert, so wür-

de ich dies sehr wohl in Betracht ziehen. Beim erstmaligen Laufen eines leichten Wettkampfschuhs durch jemanden, der sonst nur „Sofaschuhe“ gewohnt war, sind 5 km schon eher lang. Ähnliches gilt für sämtliche „Barfußlaufschuhe“, welche den herkömmlichen leichten Straßenschuhen nicht unähnlich sind. Keinesfalls sollte man solche ungewohnten Schuhe mehrere Trainingseinheiten nacheinender verwenden. Bei den meist noch extremeren Spikeschuhen auf der Bahn würde ich zu einer Gesamtstrecke von 2000-3000m beim ersten Training raten. Es eilt nicht, nach dem absolvierten Training und am nächsten Tag merkt man gut, ob es gänzlich ohne Folgen geblieben ist, oder ob sich ein (Waden-)Muskelkater bemerkbar macht, der erstmal wieder abklingen muss, bevor man neuerlich in diesen Schuhen läuft. Speziell Läufer, welche immer wieder im Gelände unterwegs sind, tun sich damit meist leichter. Laufen abseits des Asphaltes und auch bergauf und bergab ist einfach viel variantenreicher und trotz Schuhen muss sich der Fuß immer etwas anders verhalten und mehr Stabilisationsarbeit übernehmen. Besonders im Gelände sind mir flache und nicht zu starre Schuhe wichtig, da ansonsten das Gefühl für den Untergrund verlorengeht und die Gefahr des Überknöchelns deutlich ansteigt. Die Dämpfungswirkung ist dabei weniger wichtig, da der Fuß sich nicht an einen monotonen Untergrund gewöhnen und „faul“ werden kann – zudem ist Waldboden selbst im trockenen Sommer immer noch weniger hart als Asphalt. Schwierig in diesem Zusammenhang finde ich die übliche Praxis, Geländeschuhe mit Gore-Tex-Membranen auszustatten und dann – damit diese nicht so schnell brechen – die Steifigkeit der Sohle zu erhöhen. Damit verliert man nicht nur das Gefühl für den Untergrund, auch das Abrollen wird erschwert und besonders Wade/Achillessehne vermehrt belastet. Deshalb – immer auf gute Biegeeigenschaften im Vorfußbereich achten.

YOUR GOAL ISN T TO BE THE BEST THERE IS. BUT THE

BEST YOU CAN BE.

Viel Spaß beim Schuhe-Ausprobieren und vor allem beim Laufen!

Sandrina Illes

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training

mentaltraining meditatives laufen

wolfgang

seidl, mba

steckbrief Alter: 40 Wohnort: Steiermark und Wien Beruf: Selbstständiger Mentalcoach Hobbies: Sport, Reisen, vegan kochen Erfolge: AXTRI Triathlon Sieger 2011

Ironman WM Hawaii 2012 (viertbester Österreicher)

Mountainbike: Transrockies und Cape Epic Finisher vielfacher Ironman Finisher

MANA4YOU Akademischer Mentalcoach Dipl. Lebens- und Sozialberater HeartMath Coach ® mind@mana4you.at www.mana4you.at Offizieller Mentalcoach von IRONMAN Austria und der Austrian Trail Running Association - ATRA

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Der Begriff „Meditation“ hat viele Bedeutungen und ist eine in vielen Religionen und Kulturen ausgeübte spirituelle Praxis. Meditation bedeutet zum Beispiel im Hier und Jetzt zu sein, den ständigen Strom unserer Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen oder Achtsamkeit und Bewusstheit für den Alltag zu üben. Osho, ein indischer Philosoph sagte dazu auch: „Meditation ist ein Abenteuer — das größte, in das der menschliche Geist sich stürzen kann. Meditation heißt einfach da sein, ohne irgend etwas zu tun — keine Handlung, keine Gedanken, keine Gefühlsregung. Du bist. Und das ist reines Entzücken.“

Warum und wozu? Aber warum sollten wir Meditation gerade im Laufen praktizieren, wo andere auf Meditationskissen sitzend meditieren? Viele Befürworter des meditativen Laufens argumentieren, dass wir Körper, Geist und Seele am besten in Bewegung in Einklang bringen. Beim rein kopfbetonten meditieren ist dies nicht der Fall. Als bestes Beispiel gelten die Tibetischen Mönche, die mit dem Ziel spirituell zu wachsen, seit Jahrhunderten eine besondere Form der Bewegungsmeditation praktizieren- „Lung Gom Pa“. Bei diesem Trancelauf laufen sie oft tagelang, und ohne Unterbrechung und das bis zu 300km. Sie nutzen dazu spezielle Atem-, Konzentrations- und Visualisierungsübungen. Zum Beispiel visualisieren sie, dass sie schwerelos wie eine Feder sind. Die zentrale Rolle spielt aber immer die bewusste Atmung. Sie werden so zu Meistern des Mentalen Trainings und verschieben durch das gezielte Bündeln und Lenken ihrer Energie die Grenzen des körperlich Machbaren.

Im Alltag Wie können wir die Technik des meditativen Laufens nun auf unseren Alltag umlegen und wie erreichen wir den meditativen Zustand am besten? Nach meiner Erfahrung ist es wichtig, dass unsere Gedanken während dem Laufen zur Ruhe kommen und wir uns im Hier und Jetzt bewegen. Das ist aber nicht immer so einfach wie es klingt. Ständig kommen neue Gedanken hoch, wir springen von der Vergangenheit in die Zukunft, denken über Dinge nach die wir

nicht mehr ändern können und machen uns Gedanken über zukünftige Ereignisse. Die wichtigste Technik um ins Hier und Jetzt zu kommen ist die Konzentration auf die eigene Atmung. Viele glauben, Meditation hat immer mit einem Rückzug aus Zeit und Raum etwas zu tun. In erster Folge besänftigt sie aber Geist und Seele. Zugleich gibt sie dem oft überforderten Körper Energie. Daraus wächst im weiteren Verlauf die Fähigkeit, den Vorrat der Lebenskraft anzuzapfen. Man sagt auch, in der Ruhe liegt die Kraft. Wenn du dich mehr und mehr dem meditativen Laufen zuwendest, wirst du ganz neue Qualitäten kennen lernen. Unter anderem werden deine fünf Sinne, die aufgrund der ständigen Ablenkungen im Alltag unscharf wurden, wieder geschärft. Versuche bewusst in der Natur deine Sinne einzuschalten und Dinge aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Wir wissen aus der heutigen Stressforschung, das Laufen Stresshormone im Körper abbauen kann. Jedoch nur, wenn wir nicht ständig wettkampforientiert und verbissen einer Trainingseinheit der anderen nachhetzen.

die seele läuft mit Frater Michael Bauer, der Autor des Buches „Die Seele läuft mit“, sagt dazu: „Zu laufen ist ein Urzustand des Menschen, und der Laufstil ist ein unbestechlicher Anzeiger des Seelenzustands eines Menschen. Wer meditativ läuft, tut nicht nur etwas für die eigene körperliche Fitness, sondern findet auch in seine seelische Mitte zurück, erfährt einen nachhaltigen Impuls für Heilung und Harmonie.“ Als Mentalcoach ist es mir wichtig für einen Ausgleich zwischen Anspannung und Entspannung zu sorgen. Und meditatives Laufen ist eine gute Möglichkeit, Sport mit Entspannung zu verbinden. Bei Fragen zu den angesprochenen Atem- und Mentaltechniken, kannst du mich gerne persönlich kontaktieren. In diesem Sinne, begib dich in den Urzustand des Laufens und Be strong,

Wolfgang


trail-abc

flechten

Wo geht’s zur guten Luft?

Fast jeder von uns kennt sie: die Flechten. Doch nur sehr wenige wissen genauer über ihr Vorkommen und ihren Nutzen Bescheid.

DIE ALGE hingegen versorgt den Pilz mit aus der Photo synthese gewonnenem Zucker und Stärke.

organische Stoffe (Zucker, Stärke)

DER PILZ gibt der Flechte den Körper (Stabilität), liefert Wasser und schützt vor Austrocknung.

Wasser Mineralsalze

Was sind Flechten? Eine Flechte ist eine Lebensgemeinschaft zu gegenseitigem Nutzen (Symbiose) zwischen einer Algenart oder Cyanobakterien (auch bekannt als Blaualge) und Pilzen.

Alge

pilz Nutzen für den Läufer

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Für einen naturbegeisterten Trailläufer ist es eventuell interessant zu wissen, dass Flechten Zeigerorganismen für die Luftqualität sind. Flechten können nur in Gegenden mit sehr guter Luftqualität wachsen, da sie keinen Filtermechanismus für in der Luft und im Regen enthaltene Schadstoffe besitzen. Sie reagieren daher besonders empfindlich auf Verschmutzungen und Schadstoffe. Befinden sich auf der Trailstrecke (an den Bäumen und auf Steinen) viele Flechten, so kann man sich als Läufer sicher sein, sich in einer kaum belasteten Umgebung zu befinden.

Flechten als Heilmittel Einige Flechtenarten werden bereits seit langer Zeit als Heilmittel eingesetzt. Getrocknet, als Tinktur, als Tee….

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Wuchsformen Je nach ihrer Wuchsform unterscheidet man Blattflechten (1), Strauchflechten (2), Krustenflechten (3) und Gallertflechten (4). Flechten wachsen sehr sehr langsam und laufen daher oft Gefahr, dass sie von schneller wachsenden Pflanzen, wie zum Beispiel Moosen, überwuchert werden. Dadurch fehlt der Alge das Licht für die Fotosynthese und die Flechte stirbt. Bei günstigen Lebensbedingungen können Flechten jedoch mehrere hundert Jahre alt werden.

Eine dieser Flechten ist die Bartflechte. Sie wirkt antibakteriell, antibiotisch und entzündungshemmend und kann, je nach Verarbeitung, innerlich und äußerlich angewandt werden. Die Bartflechte kommt hängend auf Nadel- und Laubbäumen in eher höheren Lagen (alpin) vor. Bei einer Verletzung (Sturz beim Laufen oder Wandern) kann die Flechte auf die Wunde gegeben werden. Sie wirkt desinfizierend und blutstillend. (Wirkstoff: Usninsäure)

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Trailrunning HotelsTrail talk Wir stellen in Trailrunning Szene Hotels vor, die speziell für Laufurlaube geeignet sind. Diese müssen allerdings einige Kriterien erfüllen, die wir euch nachfolgend vorstellen und erklären:

Geführte Touren Werden im Hotel geführte Touren angeboten, die man buchen kann?

Trainer Gibt es vor Ort einen Coach/Trainer, den man bei Trainingsfragen zu Rate ziehen bzw. auch buchen kann?

TrailCamp - Angebot Werden im Hotel spezielle Pauschalen für Trailrunner angeboten?

Beschilderte Strecken Gibt es in der Region, in der das Hotel liegt, beschilderte Strecken und Touren?

Essen & Lunchpaket Stellt das Hotel auf Anfrage ein Lunch­ paket zusammen? Gibt es ­spezielle Lunchpakete für Sportler? Besteht die Möglichkeit untertags – zB. nach ­einer langen Tour – etwas zu essen zu bekommen?

Testmaterial Gibt es im Hotel spezielles Testmaterial, zB. Schuhe und Rucksäcke, die man sich zu Testzwecken ausleihen kann?

Wäscheservice Bietet das Trail-Hotel einen Wäsche-­ service für Sportbekleidung an?

Regeneration Sauna? Hallenbad? Massagen? Welche Maßnahmen zur aktiven Regeneration werden angeboten?

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Geführte Touren/TRAINER Richard Obereder kennt die Gegend wie seine Westentasche. Der passionierte Läufer, Mountainbiker und Outdoor-Sportler gibt gerne Tipps zu den Strecken in der Umgebung. Trailrunning Guides stehen ebenso zur Verfügung.

Laufstrecken Das Wanderwegenetz in der Region Mühlviertler Alm ist sehr umfassend und vor allem gut beschildert. Von Einsteiger-Strecken bis zum Johannesweg (Weitwanderweg über 80 Kilometer) findet jeder den passenden Trail.

Essen & Lunchpaket Ob Nächtigung mit Frühstück, Halb- oder Vollpension, kann individuell entschieden werden. Auf jeden Fall wird im Karlingerhaus immer frisch gekocht, vor allem mit regionalen Zutaten. Ein Lunchpaket für unterwegs wird gerne vorbereitet.

Wäscheservice Eine Waschmaschine steht allen Gästen jederzeit zur Verfügung.

Regeneration Hallenbad, Sauna und sogar ein Meditationsraum können im Haus jederzeit gebucht und benützt werden.

Camp-Angebot Von 14. bis 16. Oktober findet das erste Trailrunning Szene Familiencamp im Karlingerhaus statt. Für alle leistbar, mit tollem Programm für die ganze Familie – laufen, wandern, grillen und mehr! Infos: www.trailrunning-szene.at/camps


karlingerhaus naturparadies mühlviertler alm sanfte hügel, starke naturerlebnisse Die Region Mühlviertler Alm ist ein echtes Naturparadies. Großartige Weitblicke von den Gipfeln der Region, unbegrenzte Trail-Möglichkeiten in einem stetigen Auf und Ab stehen dem passionierten Läufer hier zur Verfügung.

richard obereder Richard, warum sollen Läufer in die Region Mühlviertler Alm nach Königswiesen kommen? Mich begeistert unsere hügelige, grüne Landschaft. Auf den Waldtrails streift man beeindruckende Granitformationen und läuft an kleinen Bächen vorbei, immer auf und ab – Höhenmeter garantiert! Was ist das Besondere am Karlingerhaus? Wir sind hier unkompliziert, die Kids dürfen auch mal lauter sein und unsere MitarbeiterInnen haben immer ein Lächeln auf den Lippen. Dass wir hier ein Hallenbad mit Sauna und eine große Sporthalle haben, kommt auch sehr gut an. Deine Lieblingstour in der Umgebung? Direkt vom Karlingerhaus weg geht‘s zum Gipfelkreuz des Hansenberg. Das ist mein Lieblingsplatz hier – rauf und runter gibt‘s zahlreiche Varianten. Auch auf den wurzeligen Trails des Johanneswegs bin ich sehr gerne unterwegs.

Das Karlingerhaus ist ein modernes Gästehaus in Oberösterreich, im unteren Mühlviertel. Neben Jugendgruppen und Familien verbringen hier auch viele Teams ihr Trainingslager, und das aus gutem Grund: Neben den zahlreichen Outdoor-Möglichkeiten stehen im Haus ein Hallenbad, Fitnessraum, Sauna und sogar eine Sporthalle zur Verfügung. Ein einladender Meditationsraum sorgt für die nötige mentale Entspannung, hier kann der Alltag hinter sich gelassen werden. Gesundes und sportlergerechtes Essen liegt den Gastgebern am Herzen, die Lebensmittel kommen aus der näheren Umgebung. Bio-Produkte, saisonales Obst & Gemüse und vor allem Nachhaltigkeit und Schonung der Ressourcen werden hier großgeschrieben. Vom Einzel- bis zum Mehrbettzimmer für Gruppen: die Räume sind freundlich und modern ausgestattet. Hervorzuheben ist auf jeden Fall das Preis/Leistungsverhältnis, ein Angebot wie im Karlingerhaus findet man selten vor! Deshalb findet unser 1. Trailrunning Szene Familiencamp von 14. bis 16. Oktober im Karlingerhaus statt. Hier kommen nicht nur Läufer auf ihre Kosten – neben gemeinsamen Lauftouren können Produkte getestet werden, wir grillen gemeinsam am Lagerfeuer, gehen wandern und vieles mehr! Gleich anmelden unter: www.trailrunning-szene.at/camps Das ganze Team im Karlingerhaus freut sich auf deinen Besuch!

Karlingerhaus Königswiesen Schulstraße 46 A-4280 Königswiesen Tel. +43 (0)7955 6344 E-Mail: office@karlingerhaus.at Web: www.karlingerhaus.com

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„Ich war längst in den Zustand eingetreten, in dem Mensch und Gang die Rollen tauschen. Ich ging nicht mehr, es ging mich, und was um mich her geschah, bemerkte ich nicht mehr.“ (Wolfgang Büscher, Autor und Fernwanderer)

bild: 42 zillertal, easy trail Foto: Trailrunning Szene


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trail talk

tom wagner

der erfolgreiche export-österreicher steckbrief Alter: 37 Wohnort: Graz Hobbies: Laufen; Klettern, Biken, Kelltlebellern; einfach draußen sein Erfolge 2016: 1. Platz 100 Miles of Istria 1. Platz Azores Columbus Ultra Trail (77km) 2015: 1. Platz Chiemgau 100 Meilen (161km) 1. Platz Chiemgau 100 Meilen (161km) 2. Platz 100 Miles of Istria 2. Platz Hahlici Trail 2014: 2. Platz Chiemgau 100 Meilen (161km) 2013: 5. Platz: Sardona Ultra Trail (82km) 2012: 1. Platz Chiemgau 100 Meilen (161km) 3. Platz: Zugspitz Ultratrail (100km) 5. Platz Tenerife Ultratrail (93.15km), 2011: 1. Platz Chiemgau 100 Meilen (161km) 5. Platz Gran Trail de Valdigne (100km)

Mit deinen zwei sensationellen Siegen, hast du einen Saisonstart der Extraklasse abgeliefert und dein Name sollte ein Begriff in der Szene sein. Aber erzähl doch ein bisschen etwas zu deiner Person.

Also, ich bin – typisch Österreich – mit Fußball aufgewachsen, habe etwas Tennis, Eishockey, und Landhockey gespielt und bin Mountainbike gefahren. Mit 17 Jahren habe ich das Klettern für mich entdeckt und mit 18 Jahren dann die erste Enduro bzw. Motocross. Bis 2002 bin ich dann einige Langstrecken-Endurorennen (10 Std.) neben meiner Passion, dem Klettern, gefahren. 2003 habe ich dann

immerhin einen 10er geklettert (8b) und zum Spaß meinen ersten und einzigen Straßenmarathon gelaufen. Mein erster Ultra war der Veitsch Grenzstaffellauf 2005 und 2006 habe ich mich erstmals beim UTMB (damals brauchte man noch keine Punkte) versucht. Meine Leidenschaft vom Klettern verschob sich eindeutig in Richtung ‚Wegerl laufen‘.

bin ich Bouldern gegangen und „primal fitness“ (Kraft-/Stabi-/und Mobilitätstraining) zur Unterstützung der Winterlauferei. Seit Anfang Januar habe ich dann gezielt nach Plan von Seppi Neuhauser trainiert. Mit einigen schnellen Einheiten, die meine Beine wieder flott machen sollten. Das hat offensichtlich gut funktioniert.

Allerdings nur nebenbei, denn eigentlich verbringe ich den Tag, wie die meisten von uns, im Bürosessel. Nach meinem Studium Petroleum Engineering und einem Ausflug in die Erdölbranche, bin ich derzeit wieder auf der Universität, um meine Dissertation zu machen. Seitdem bin ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Hydrogeologie tätig. Also neben den 40-50 Std. im Büro und Gelände, versuche ich die Freizeit mit Sport

Unsere Leser interessiert natürlich, wie du deinen ersten Sieg der Saison beim Azores Columbus Ultra Trail (77Km, 3400 Hm+) erlebt hast. Was ist das für ein Rennen? Sollte man unbedingt mit dabei gewesen sein? Die Azoren, so wie ich sie erleben konnte, waren schon etwas sehr Geniales. Ich durfte mit einigen Salomon Teamkollegen eine Woche vor dem Rennen anreisen und drei der Azoren Inseln laufend erkunden.

meine leidenschaft verschob sich in richtung ‚Wegerl laufen‘. und Freundin zu nutzen. Die Gefahr von Übertraining besteht bei mir daher nicht so wirklich, denn ich habe genug andere Dinge in meinem Leben. Aber der ein oder andere Tag mit wirklicher Regeneration wie bei den Profis, würde sicher mal nicht schaden.

Wie hast du denn im vergangenen Winter trainiert, dass du so stark in die neue Saison starten konntest? Graz ist nicht gerade ein Wintersportort, aber eben im Norden, Osten und Westen von Hügeln umgeben. Der milde Winter erlaubte mir dieses Jahr ein Durchlaufen und die Ski habe ich nicht einmal aus dem Keller geholt. Einmal die Woche

Wir waren am Pico, dem höchsten Berg Portugals und sind Teilstrecken von anderen Trailläufen der Azoren gelaufen. Ich durfte die schöne Landschaft von seiner Sonnenseite erleben. Das Rennen selbst war dann die Draufgabe. An diesem Tag wollten die Beine einfach laufen. Die abwechslungsreiche Küstenlandschaft, hat die doch teils sehr anspruchsvollen Wege rund um die Insel herum, kurzweilig gemacht und die Inselbesich-


tigung war schneller zu Ende, als ich gedacht hatte. Die ganze Insel war während des Rennens auf den Beinen und hat sich um uns Läufer gekümmert. Eine tolle Stimmung einfach. Das Gefühl als Erster einzulaufen war schon etwas Besonderes. Ob ich das Rennen empfehlen kann? Definitiv. Was kann Ende Februar schöner sein, als etwas Meeresluft zu atmen und Sonne zu tanken.

Bereits sechs Wochen später läufst du auf das Siegerpodest beim 100 Miles of Istria, der ja eigentlich ein 105 Meiler ist, wie du so nett gesagt hast, weil es beachtliche 173 Kilometer und 7.120 positive Höhenmeter sind. Den neuen Streckenrekord stellst du ganz nebenbei auch noch auf. Was war das für ein Gefühl? Dein zweiter überragender Sieg innerhalb so kurzer Zeit.

Istrien oder generell Kroatien ist einfach immer wieder eine Reise wert. Ich fühle mich wohl dort unten. Von Graz ausgehend ist es auch für ein verlängertes Wochenende ideal, um früh im Jahr auf den Trails zu sein. Das Rennen ist perfekt organisiert und die Atmosphäre familiär. Letztes Jahr spielte das Wetter

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nicht ganz mit, aber ich hatte einen guten Eindruck von dem, was mich erwarten würde. Auch wenn 100 Meilen lang sind, darf man den Start nicht verschlafen. Ich habe gleich Tempo machen können. Ich war von Anfang an vorne dabei und das motivierte sehr. Mental war ich in Rennlaune und ein Sturz bei Kilometer 60 hat mich auch nicht wirklich aufgehalten. Dass es auf den letzten 35 Kilometern noch so gut gelaufen ist, kann ich mir trotzdem nicht erklären. Der Zielmagnet und die Angst, doch wieder eingeholt zu werden, trieben mich noch ordentlich an. Definitiv spielte auch meine Betreuung eine große Rolle; fast bei jeder Labestation hat Silke (a.k.a. meine Crew) mich versorgt und geschaut, dass ich alles habe, was ich brauche. Ein klein wenig Luxus, fast wie bei den Profis. Alles in allem ein perfektes Rennen und mit der Zeit von 19:49 Std. auf dieser Distanz, bin ich echt ziemlich happy.

Du hast einen österreichischen Pass und bist sozusagen einer der besten Trailrunning-Exportschlager, die Österreich zu bieten hat. Du läufst für das deutsche Salomon Trailrunning Team. Haben wir die Chance dich wieder zurück zu

bekommen?

Haha, ja, ich habe einen österreichischen Pass und ich laufe für das deutsche Salomon Trailrunning Team. Aber das hat sich damals einfach so ergeben. In Österreich gab es 2012/2013 nur das Berglauf Team, in Deutschland allerdings auch ein Trailrunning Team. Nachdem ich beim Chiemgauer 2011 und 2012 die 100 Meilen gewinnen durfte, wurde Salomon Deutschland (speziell Mr. Gripmaster) auf mich aufmerksam. Beim ersten Gardasee Trailcamp vom Trail Magazin, bei dem Grip und Denis natürlich dabei waren, durfte ich auch mitlaufen und dann hat sich das weiterentwickelt. Ich wurde von Salomon gefragt und habe die Chance genutzt. Mich zurückbekommen? Naja, ich sehe da keine Grenzen, weder sportlich noch geographisch. Wir teilen uns die genialen Berge sowieso alle miteinander. Ich darf für Salomon laufen; die Schuhe, die beide Teams haben, sind die gleichen, oder?

Um konstant auf einem hohen Level zu laufen wie du es derzeit tust, musst du deinem Körper auch Gutes tun. Wie schaut deine Ernährung aus?

Naja, gute Ernährung sieht vermutlich


anders aus. Aber seit 1997 bin ich Vegetarier, ich esse auch keinen Fisch, den habe ich als Kind schon verweigert. Während meiner Kletterzeit habe ich sehr auf mein Essen geachtet; nicht gerade auf das Gesunde, sondern nicht zu viel, um das Gewicht zu halten. Seitdem ich laufe, hat sich da viel geändert. Wenn man sich viel bewegt, kann/muss man auch viel essen. Speziell als Vegetarier würde ich sagen, verdrücke ich schon mal die eine oder andere Extraportion Pizza, Pasta, Curry und Spinat mit Reis. Ich folge da meinem Bauchgefühl oder besser gesagt, meinem Hunger.

Und wenn du mal gerade nicht läufst, wie schaut ein typischer Tom Wagner Regenerationstag aus? Kannst du überhaupt die Füße still halten?

Füße stillhalten ist wirklich nicht so einfach. Aber oft endet ein trainingsloser Tag dann in einem langen Arbeitstag. Am Montag vor dem 100 Miles of Istria wurde es z.B. ein 16 Stunden Tag, weil ein Antrag zum Abgeben war. Aber trainingslose Tage sind eher selten und es „endet“ meist in alternativen Dingen: Klettern

oder eben Krafttraining. Aber der eine oder andere Cappuccino im Kaffeehaus, muss sich schon auch ausgehen.

Wir haben uns die Startlisten einiger Rennen angesehen. Deinen Namen haben wir unter anderem beim Lavaredo Ultra Trail am 24. Juni im Südtiroler Cortina gefunden. Das nächste starke Rennen mit 119 Kilometern und 5.850 Höhenmetern. Was ist dein Ziel?

Ja, der Lavaredo steht auf meinem Plan. Letztes Jahr musste ich leider bei Kilometer 75 raus. Flasche leer. Die Gegend ist zauberhaft und es ist noch eine Rechnung offen. Ich will schauen, was geht.

And what´s next?

Definitiv steht die Gesundheit im Vordergrund und nebenbei der Versuch noch etwas fitter zu werden. Es gibt mehr Rennen als Wochenenden, aber Zeit für den einen oder anderen privaten Ausflug ganz ohne Rennstress sollte bleiben. Das eine oder andere Projekt, wäre da auch noch im Hinterkopf (neudeutsch FKT). Also die Zeit nutzen und genießen, wäre der Plan.

Angenommen du wachst morgens auf und dir ist die Lust am Laufen vergangen. Was würdest du tun oder wird es das nie geben?

Ich weiß nicht, ob die Lust am Laufen so schnell vergeht. Aber falls das wirklich irgendwann so sein sollte, dann hätte ich beim Klettern noch die eine oder andere Route, die mich reizt. Ich denke aber, gerade die Kombination dieser zwei Sportarten (Laufen – Klettern) spricht mich an. Glen Coe Skyline ist sicherlich ein Rennen, bei dem Trailrunning im wirklich alpinen Gelände stattfindet und ich hoffe, dass ich nach dem UTMB wieder schnell regeneriert bin, um mich auf dieses Abenteuer einlassen zu können. Generell bin ich gerne im technischen Gelände unterwegs und es gibt viele „alpinere“ Wege, Grate und Überschreitungen, die noch gemacht gehören. Also ganz ohne laufen kann ich es mir momentan wirklich nicht vorstellen. Das Interview führte Sabrina Schulze. Fotos: Salomon/Philipp Reiter

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material

Jacken lightweight

2xu / XTRM race jacket Ein bisschen mehr Gewicht, dafür ein Top Allround Modell. Kapuze, Reflektoren, Taschen, Stretch Elemente und Verstellmöglichkeiten machen die Race Jacket zu mehr als einem einfachen Windschutz. Die Passform ist toll, sie ist auch etwas länger geschnitten als andere Modelle und schützt gut und zuverlässig vor Wind und Wetter.

Uvp: € 149,Features:

+ antibakteriell & atmungsaktiv + Stretch Elemente + Reflektoren

Gewicht:

k.A.

Einsatz:

Training

asics / fuzex packable jacket Die Jacke punktet mit 2 Bauchtaschen und einer Brusttasche, Verstellmöglichkeiten an Saum und Kragen und einer Kapuze und trägt sich sehr angenehm. Wer nicht auf der Suche nach dem allerleichtesten Modell ist, sondern ein Allround Modell möchte, findet in der fuzeX Jacket ein sehr gutes Modell.

Uvp: € 90,Features:

+ verstellbare Kapuze + Brusttasche + komprimierbar

Gewicht:

k.A.

Einsatz:

Training

dynafit / react jacke Absolutes Leichtgewicht, ohne Taschen, dafür mit Kapuze. Im Ärmel ist eine Tasche integriert, in welche die Jacke gepackt werden kann. Obwohl keine Kordeln o.ä. zu finden sind, ist die Passform durch eingearbeitete, elastische Gummis ausgezeichnet. Für den Renneinsatz und schnelle Bergläufe.

Features:

+ windabweisend + extrem leicht + integrierte Tasche zum Verstauen

Gewicht:

72 g

Einsatz:

Training

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Rennen

Uvp: € 100,Features:

+ Daumenschlaufen + Brusttasche + vorne winddicht

Gewicht:

100 g

Einsatz:

Training

mammut / micro Jacket Federleicht und durchdacht. Die Jacke fühlt sich gut auf der Haut an, Dank Unterarmbelüftung ist die Atmungsaktivität gut. In der kleinen Tasche am Rücken lässt sich die Jacke verstauen, der Saum ist mittels Kordelzug verstellbar. Auch leichteren Regenschauern hält die Micro Jacket stand.

Rennen

Uvp: € 120,-

inov-8 / Race Elite Windshell FZ Nicht so minimalistisch wie andere Modelle, dafür wird viel Funktion geboten: Brusttasche und Daumenschlaufen sind praktisch. Das Material im Frontbereich ist absolut winddicht, die Rückenpartie dagegen leichter und atmungsaktiver. Bei schweißtreibenden Läufen funktioniert das bestens.

Rennen

Rennen

Uvp: € 120,Features:

+ wind- und wasserabweisend + atmungsaktiv + Saum verstellbar

Gewicht:

90 g

Einsatz:

Training

Rennen


puma / running graphic jacket Leichte, aber nicht ultraleichte Laufjacke mit viel Funktion. 2 Bauchtaschen und eine RV-Rückentasche machen den Rucksack bei kurzen Läufen überflüssig. Die Belüftungsöffnung am Rücken funktioniert gut. Gute Lösung für alle, die eine leichte Allround Jacke suchen.

Uvp: € 85,Features:

+ 3 Taschen (1x RV am Rücken) + Reflektoren + Kopfhörerschlaufe

Gewicht:

k.A.

Einsatz:

Training

salomon / s-lab light jacket Minimalistisch, leicht und vor allem funktionell. Die Jacke punktet mit guter Atmungsaktivität (durch kleine Löcher) und Passform. Magnete am Kragen halten diesen zusammen, während der Reißverschluss (z.B. bergauf) geöffnet werden kann. Ultrakleines Packmaß, passt auch in die Hosentasche.

Rennen

Uvp: € 150,Features:

+ wasser- und schweißabführend + Magnetkragen + atmungsaktiv

Gewicht:

100 g

Einsatz:

Training

Rennen

8480 stufen Auf dem Weg zum Erfolg gibt es keinen Lift, man muss die Treppe benutzen!

Dieser Spruch des Schweizer Schriftstellers Emil Oesch ist wie gemacht für den ersten WipfelwanderWEGLAUF. Es sind aber nicht nur die Stufen, die diesen Bewerb zu etwas Besonderem machen. Es ist die einzigartige Aussicht über das gesamte Aichfeld, der coole Trailabschnitt durch den Wald und die Möglichkeit an diesem außergewöhnlichen Ort zu laufen. Eine Runde hat 848 Stufen und ist 2,7 km lang. Angeboten werden noch die Extremdistanz mit 5 Runden und die Ultravariante mit 10 Runden und besagten 8480 Stufen. Sollte man also planen, den Adlerblick, den Weg der Sinne, das Spechthaus oder das Insektenhotel genauer unter die Lupe zu nehmen, dann ist der 1. Oktober 2016 der perfekte Tag dafür.

www.st-margarethen-knittelfeld.gv.at Auch zu finden auf Facebook: Wipfelwanderweglauf 2016

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material

shorts

2xu / urban 9“ short (men) Short mit innenliegender Kompressionshose, großzügig geschnitten, sehr weiches Material, das sich gut dehnt. Die zwei Reißverschluss-Taschen sind praktisch, ein MP3-Kabelfach ist für alle ‚Musik-Trailer‘ positiv anzumerken.

Uvp: € 79,90 Features:

+ 2 Taschen + stretchbar, winddicht + schnell trocknend

Gewicht: Einsatz:

Training

adidas / tx endless mountain bermuda Stylishe Hose, die sowohl in Training als auch Wettkampf eine gute Figur macht. Der Bund ist angenehm weich, die Taschen praktisch. Sie liegt vor allem bei hohen Temperaturen gut auf der Haut.

Rennen

Uvp: € 99,95 Features:

+ Softshell + getapte Nähte + schnell trocknend

Gewicht:

115 g

Einsatz:

Training

Rennen

asics / woven 6.5“ short (women) Simple Laufhose, die vor allem durch Einfachheit glänzt: Weicher Bund, offene Enden an den Oberschenkeln, die alle Bewegungen zulassen und sehr leichtes Material machen die Shorts zu einem zeitlosen Teil im Sport-Kleiderkasten.

Uvp: € 45,Features:

+ weicher, angenehmer Bund + extrem leichtes Material + RV Tasche hinten

Gewicht:

k.A.

Einsatz:

Training

Rennen

berghaus / baggy shorts Sehr baggy, also großzügig geschnittene Shorts. Weiches, eher wärmeres Material, viele Taschen und top Klettverschluss-Einstellmöglichkeiten am Bund. RV-Belüftungsschlitze für warme Temperaturen an der Seite. Nichts für Sprints, aber eine top Hose für ausgedehnte Abenteuer in den Bergen.

Uvp: € 80,Features:

+ robustes Material + zahlreiche Taschen + Bund einstellbar

Gewicht:

250 g

Einsatz:

Training

dynafit / xtrail dynastretch shorts Wenn Geschwindigkeit im Vordergrund steht, dann greift man zur XTrail Short; sehr leicht, bequemer Bund, macht jede Bewegung auf Berg und Trail mit! Obwohl das Material relativ dünn ist, geht auch bei Reibungen am Fels nichts kaputt.

Uvp: € 100,Features:

+ dünnes, aber sehr robustes Material + wasserabweisend + zahlreiche Taschen

Gewicht:

127 g

Einsatz:

Training

haglöfs / lizard shorts Sehr durchdachte Hose mit vielen Taschen und einfachen Einstellmöglichkeiten am Bund. Das Material ist windund wasserabweisend, aber sehr weich. Nicht für die allerschnellsten Trainingseinheiten, für alles Längere aber optimal geeignet.

Rennen

Uvp: € 99,95 Features:

+ wind- und wasserabweisend + Bund einstellbar + robustes Material

Gewicht:

225 g (M)

Einsatz:

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Rennen

Training

Rennen


inov-8 / race elite 2.5“ racer short Sehr kurze Short für heiße Sommertage. Der Bund der Hose ist sehr durchdacht und bietet Stauraum für das Handy, Gel, Schlüssel und mehr. Das Material ist angenehm leicht.

Uvp: € 54,Features:

+ stay-dry Material + Tasche im Hosenbund + Innenhose

Gewicht:

89 g

Einsatz:

Training

la sportiva / flurry short (women) Minimalistische und sehr leichte Hose für den nächsten ‚Vertical K‘. Die Flurry Short vermittelt den (positiven) Eindruck, gar nichts mit sich herumzutragen und ist speziell bei schnellen Läufen an heißen Tagen perfekt.

Uvp: € 44,95 Features:

+ Schnellregulierung am Bund + flache Nähte + leichtes luftiges Gewebe

Gewicht:

107 g

Einsatz:

Training

mammut / mtr 141 shorts Leichte, mittellange Hose, einfach und gut. An der Rückseite ist eine Reißverschlusstasche, die groß genug ist, um zb einen Riegel unterzubringen. Der Bund lässt sich mittels Kordel anpassen. Das Material ist hochwertig, leicht und weich, trocknet zudem schnell. Schlichte Hose für Outdoor Aktivitäten

Features:

+ RV Tasche hinten + regulierbare Saumweite + leicht & schnell trocknend

Gewicht:

135 g

Einsatz:

Training

Features:

+ Kompressions-Innenhose + wasserdichte RV-Tasche + Reflektoren

Gewicht:

k.A. Training

salomon / s-lab sense skort Features:

+ Kompressionshose unter dem Rock + rückseitige Tasche + angenehmer Bund

Gewicht:

75 g Training

scott / trail mtn stretch shorts (men)

Rennen

Uvp: € 64,95 Features:

+ wasserabweisend & robust + UV-Schutzfaktor 30+ + antibakteriell

Gewicht:

k.A.

Einsatz:

Training

under armour / ua cool switch (men) Simple Laufhose mit RV-Tasche, Reflektoren und atmungsaktivem Material. Hält auch Begegnungen mit Ästen und Sträuchern problemlos Stand. Preiswert und gut.

Rennen

Uvp: € 100,-

Einsatz:

Ob Bike- oder Lauftour, die Stretch Shorts sind für beides geeignet. Angenehme länge, gutes Material, viele Taschen, vom Berg bis zum Alltag funktioniert damit eigentlich alles.

Rennen

Uvp: € 50,-

Einsatz:

Wer gerne einen Laufrock trägt, ist mit dem Sense Skort gut beraten. Die Kompressionshose unter dem Rock sitzt sehr gut, insgesamt ist der Skort sehr luftig. Sehr gut ist der Gummibund am Bauch, weich und elastisch, genau wie es sein soll.

Rennen

Uvp: € 70,-

puma / faster than you 2 in 1 shorts Preiswerte und angenehme Shorts mit Kompressions-Innenhose. Die Überhose ist relativ weit und flattrig, aber leicht und gut zu tragen. Reißverschlusstasche hinten und eine seitliche Tasche sind praktisch. Top Preis/ Leistungsverhältnis!

Rennen

Rennen

Uvp: € 55,Features:

+ CoolSwitch Beschichtung + Seitentaschen + Anti Odor-Technologie

Gewicht:

108 g

Einsatz:

Training

Rennen

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material

shirts

2xu / XTRM SS 1/4 ZIP TOP Tolles, sehr durchdachtes Trail Shirt. Taschen an den Oberarmen und eine RV-Tasche an der Brust machen bei kurzen Einheiten den Rucksack überflüssig. Das Material ist extrem schnelltrocknend und liegt angenehm auf der Haut. Die Kompression ist leicht und gut, ohne einzuengen.

Uvp: € 129,90 Features:

+ Taschen an Oberarmen und Brust + leichte Kompression + atmungsaktiv & schnell trocknend

Gewicht:

k.A.

Einsatz:

Training

adidas / terrex Agravic Climachill 1/2 Zip (men) Leichtes T-Shirt, das körpernah geschnitten ist, inklusive Kühleffekt. In den Mikrofasern sind kleine 3D-Punkte eingearbeitet, dazu Garn mit Titanfasern. Klingt nach High-End, ist es auch. Wer nach Top Komfort sucht, findet ihn hier.

Uvp: € 59,95 Features:

+ Shirt mit Kühleffekt + flache Nähte + schnell trocknend

Gewicht:

130 g (M)

Einsatz:

Training

asics / SS 1/2 Zip Top Angenehmes Zip Top mit guter Länge und perfekter Passform. Die Reflektoren machen speziell bei Abendläufen Sinn, der Kragen engt auch geschlossen nicht ein. Gutes und vor allem sehr preiswertes Shirt!

Features:

+ Mesh-Einsätze + Reflektierende Details

Gewicht:

k.A. Training

dynafit / Compound SS Tee

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Rennen

Uvp: € 55,Features:

+ Dry-release Baumwolle + geruchsneutral + Anti Microbical

Gewicht:

123 g

Einsatz:

Training

falke / Impulse Running Shirt Der Mercedes unter den T-Shirts kommt von Falke: Die eingenähten Noppen sollen gezielt die Sensoren in den Rumpf- und Schulterfaszien aktivieren; die Atmung unterstützen und eine gute Bewegung fördern. Wir finden: Krafttraining bringt mehr, gut ist das Shirt aber dennoch!

Rennen

Uvp: € 35,-

Einsatz:

Das richtige Shirt für heiße Sommertage, erst ein lockerer Lauf, danach etwas trinken gehen. Das Shirt trocknet unheimlich schnell, liegt weich und komfortabel auf der Haut und punktet zudem mit Style – sowohl on-, als auch off-Trail!

Rennen

Rennen

Uvp: € 189,95 Features:

+ stärkt die Rückenmuskulatur + aktiviert Rumpf- und Schulterfaszien + unterstützt die Bauchmusekln

Gewicht:

k.A.

Einsatz:

Training

Rennen


la sportiva / Summit Tank Wer es gerne ärmellos mag, wird mit dem La Sportiva Tank zufrieden sein. Die Schultern sind breit genäht, sodass auch der Rucksack nicht scheuert. Das Material ist hochwertig und sehr widerstandsfähig, auch bei Begegnungen mit Gestrüpp am Trail oder einfach dem Abrieb des Rucksacks.

Uvp: € 48,95 Features:

+ antibakteriell & geruchsneutral + flache Nähte + Reflektoren

Gewicht:

90 g (M)

Einsatz:

Training

mammut / MTR 201 Pro Exzellente Qualität, wie man sie von Mammut kennt. Einfaches Shirt, tolles Material, super verarbeitet. Einzig der Schnitt ist, speziell beim Damenmodell, im Hüftbereich sehr großzügig. Ansonsten sehr gut.

Uvp: € 68,Features:

+ antimikrobiell + reflektierende Logos + hohe Atmungsaktivität

Gewicht:

135 g

Einsatz:

Training

salomon / S-Lab Sense Tank Das leichteste Shirt im Test, sehr leicht und luftig, kaum spürbar und in Rekordzeit wieder trocken. Bei Temperaturen über 30 °C gibt es keine andere Wahl, außer vielleicht nackt zu laufen.

Features:

+ federleicht + atmungsaktiv & geruchshemmend + flache Nähte

Gewicht:

66 g Training

salomon / Fast Wing HZ SS Tee Features:

+ Silikonnoppen auf Schulter + 2 Gel-Taschen + reibungsfrei (flache Nähte)

Gewicht:

110 g

Einsatz:

Training

Rennen

Uvp: € 59,95 Features:

+ Polartec® Power Dry® + schnell trocknend + Rückentasche mit RV

Gewicht:

k.A.

Einsatz:

Training

under armour / UA Streaker Run Simples T-Shirt, das allerdings beim verarbeiteten Material glänzt: unheimlich weich liegt es auf der Haut. Perfekt für schnelle Runden oder als ZweitShirt bei längeren Bergtouren, wenn es beim Trocknen schnell gehen muss.

Rennen

Uvp: € 60,-

scott / Trail Run Polar Shirt Angenehmes Shirt mit eingearbeitetem, relativ hohen Reißverschluss und Kragen. Das Shirt hat eine angenehme Länge und einen tollen Tragekomfort. Die RV-Tasche am Rücken ist immer praktisch für kleine Accessoires.

Rennen

Uvp: € 75,-

Einsatz:

Top Shirt in mittlerer Preisklasse, 2 kleine Taschen hinten für Gels oder Ähnliches, Silikonnoppen auf den Schultern sorgen dafür, dass der Rucksack gut sitzt. Die Passform ist sehr gut, das Material auch. Preis/Leistung: Platz 1 in unserem Test.

Rennen

Rennen

Uvp: € 30,Features:

+ schnell trocknend + Anti-Odor Technologie + Reflektoren

Gewicht:

111 g

Einsatz:

Training

Rennen

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material

trail-schuhe unter 100 euro

adidas / kanadia tr7 Viel Schuh für wenig Geld. Stabil und kompakt mit sehr griffiger Sohle. Der Kanadia sitzt gut am Fuß und ist vor allem in kombiniertem Gelände gut einsetzbar, auch bei Regen und rutschigen Bedingungen. Spitzenmäßiges Preis/Leistungsverhältnis!

Uvp: € 84,95

Schnürung: Sohle/Grip: Passform: Sprengung: Gewicht:

k.A. 275 g (Größe 43)

asics / gel sonoma 2 Kombinierter Untergrund: ein wenig Straße, ein wenig Trail, hier fühlt sich der Sonoma 2 wohl. Die Sprengung von 12 mm ist nicht gemacht für technisches Gelände. Der Schuh rollt gut ab, ist sehr komfortabel, stabil und wirkt, als würde er sehr, sehr viele Kilometer mitmachen.

Uvp: € 85,-

Schnürung: Sohle/Grip: Passform: Sprengung:

12 mm

Gewicht:

asics / fuzex lyte Ein Schuh, der aussieht wie ein Sneaker und mindestens genauso bequem ist. Der fuzeX bietet ein Wohnzimmer-Feeling bei längeren Straßenläufen – sehr komfortabel. Vor allem interessant für Trail-Läufer ist die Sprengung von 8 mm, das kommt allen entgegen, die ein direktes Laufgefühl bevorzugen.

Uvp: € 100,-

Schnürung: Sohle/Grip: Passform: Sprengung: Gewicht:

8 mm 275 g (Größe 8.5)

mammut / MTR 71 TRAIL LOW Ein Schuh, der vor allem für Läufer gemacht ist, die steile Anstiege gerne gehen, bergab aber laufen. Die gripX sonar Sohle ist die Gleiche wie bei den höherpreisigen Modellen und macht v.a. am Fels eine sehr gute Figur. Etwas schwer, sitzt sehr gut am Fuß und wirkt ‚unkaputtbar‘.

Uvp: € 100,-

Schnürung: Sohle/Grip: Passform: Sprengung: Gewicht:

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9 mm 290 g (UK Größe 8.5)


under armour / Micro G Velocity Ein sehr weicher Schuh, der sich an den Fuß anschmiegt und viel Komfort bietet. 10 mm Sprengung und eine Sohlenkonstruktion mit viel Dämpfung machen den Schuh zu einem guten Begleiter auch bei langen Asphaltläufen. Achtung bei der Größe: fallen sehr klein aus.

Uvp: € 90,-

Schnürung: Sohle/Grip: Passform: Sprengung: Gewicht:

10 mm 250 g

salomon / wings flyte 2 Durchdachter Einsteigerschuh mit guter Dämpfung und Komfort, Zehenschutzkappe und grobstolligem Profil. Nicht für den alpinen Einsatz, dafür auf wurzeligen Waldwegen und Wiesen sehr gut. Die hohe Sprengung ist optimal für Asphalt-Umsteiger und Fersenläufer.

Uvp: € 100,-

Schnürung: Sohle/Grip: Passform: Sprengung: Gewicht:

Gewinnspiel!

drei zinnen alpine run 17.09.2016 Der Südtirol Drei Zinnen Alpine Run führt jährlich 1000 Läuferinnen und Läufer durch die traumhafte Bergkulisse der Sextner Dolomiten, über 17,5 Kilometer und 1.350 Höhenmeter, bis zum Ziel an der Drei Zinnen Hütte, knapp unterhalb der drei weltbekannten Bergpfeiler. Das macht ihn zu einem der schönsten Bergläufe der Welt.

jetzt mitmachen und gewinnen: - 2 Startplätze beim 3-Zinnen-Lauf (zur Verfügung gestellt von 3 Zinnen) - 1 Übernachtung für 2 Personen im Doppelzimmer (zur Verfügung gestellt von 3 Zinnen) - Bekleidungsteile aus der 3 Zinnen Merchandise Kollektion (zur Verfügung gestellt von Skinfit) - 2 x 3 Zinnen Merchandise Jacke - 2 x 3 Zinnen Merchandise Kurzarm Shirt - 2 x 3 Zinnen Merchandise Headband Schreibt eine E-Mail an gewinn@trailrunning-szene.at, Betreff: ‚3 Zinnen‘ und erzähl uns, warum genau ihr unbedingt gewinnen müsst. Das Los entscheidet am 31.07., die Gewinner werden schriftlich verständigt.

10 mm 310 g


outdoor handy

material

sony xperzia z5 compact: einsatz am trail Wer kennt nicht das Problem? Am Trail will und sollte man, alleine schon aus Sicherheitsgründen, ein Handy dabei haben. Allerdings stellt sich immer wieder die Frage nach dem Modell, soll es doch einigermaßen robust sein, eine gute Kamera haben, ebenso einen guten Akku und wenn möglich auch noch spritzwassergeschützt sein. Wir hatten die Gelegenheit, das Sony Xperia Z5 Compact zu testen und waren ehrlich begeistert von den Leistungen:

Im Überblick • Wasserdicht (ja, wirklich! Übersteht auch den schlimmsten Regenguss) • Hochauflösende Kamera (23 MP), schneller Autofokus (0,03 sec.) • Front-Kamera (für Selfies) mit 5,1 MP • Videofunktion (Ultra HD) • Fingerabdrucksensor (praktisch für unterwegs, wenn man das Handy kurz herausnimmt um ein Foto zu machen) • 32 GB Speicher, zusätzlicher Speicherkarten-Slot (microSDCX bis zu 200 GB) • Hoher Kontrast • Sehr kompakt • Akku-Laufzeit je nach Intensität der Anwendung ca. 9 bis 40 Stunden • Display-Größe: 4,6 Zoll -> nicht zu groß und nicht zu klein, passt gut in die Fronttasche eines Rucksacks • Gewicht: 139 g, damit angenehm leicht • Preis: UVP € 549,-

www.sony.com

AUS G N U LEID K E TB POR S IUM M E PR

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www.cocoonsports.com

ÖS

RE TER

ICH


material

sonnenschutz geschützt vor uv-strahlen

Wer möchte nicht braungebrannt, gesund und vital aussehen? „Am besten erstmal einen Sonnenbrand und dann kommt schon die Farbe“, so das Credo vieler Sonnenanbeter. Was aber passiert beim Sonnenbrand? Warum und wie wird man braun? Wie gefährlich sind UV-Strahlen? Warum sollte man unbedingt Sonnencreme verwenden?

Sonnenlicht besteht aus UVA-, UVB- und UVC-Strahlen. UVC Strahlen werden in der Erdatmosphäre bereits gefiltert und sind für uns Menschen somit ungefährlich. UVB Strahlen sind kurzwellig, werden zum Großteil ebenfalls von der Ozonschicht gefiltert, etwa 10% erreichen uns allerdings. (Wenn die Ozonschicht immer dünner wird, wird auch die gefährliche UVB Strahlung höher). UVB Strahlen dringen in die oberflächliche Haut ein, sie sind primär verantwortlich für den Sonnenbrand. Dieser ist eine Entzündungsreaktion des Körpers, je nach Stärke sogar eine Verbrennung. “Die Haut merkt sich jeden Sonnenbrand” ist keineswegs nur eine Floskel. Wer immer wieder Sonnenbrände hat, geht das Risiko ein, dass sich die Zellen der Haut dauerhaft verändern und Krebs auslösen. UVA Strahlen sind landläufig oft unbekannt. Sie dringen tief in die Haut ein und sind verantwortlich dafür, dass die Haut ihre Elastizität verliert und faltig wird. (Anmerkung: In Solarien ist man nur UVA Strahlen ausgesetzt. Wer denkt, mit dieser Bräune im Sommer besser geschützt zu sein, irrt sich.)

Gibt es eine gesunde Bräune? Nein, denn grundsätzlich ist jede Bräune eine Abwehr- und Schutzfunktion des Körpers. Die Sonne schädigt die Haut, Zellen werden dazu angeregt, Pigment (Melanin) zu bilden und damit die Haut zu färben. Das bereits aufgebaute Melanin schützt die Haut beim nächsten Sonnenbad oder Training in der Sonne, dennoch sollte man sich immer eincremen. In punkto Vitalität und Aussehen gilt: Die Sonne ist bis zu 90% für die Hautalterung verantwortlich; wer also auch in vielen Jahren noch sportlich und straff aussehen möchte, greift am besten zur Sonnencreme. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass neben dem bekannten UVB- auch ein UVA Schutz gegeben ist.

Welcher Lichtschutzfaktor? Je nach Eigenschutzzeit der Haut (10 – 45 Minuten, je nach Hauttyp) sollte der passende Lichtschutzfaktor(=LSF) gewählt werden.

LSF * Eigenschutzzeit = Schutzdauer

Beispiel: Eigenschutzzeit = 20 Minuten * LSF 15 = 300 Minuten Beim Trailrunning ist es empfehlenswert, einen höheren LSF verwenden und sich gut und großzügig eincremen, durch den Schweiß wäscht sich die Creme leicht ab, zudem nimmt die UV-Strahlung im Gebirge pro 1000 Höhenmeter um ca. 20 % zu!

getestete und empfohlene produkte NIVEA Schutz & Pflege Sonnen-Roller Der UVA-/UVB Schutz wirkt sofort und ist wasserfest. Im 50 ml Format perfekt für den Trail-Rucksack. Gibt es auch für Kinder – extra-wasserfest. LSF 30/50+

NIVEA Schutz & Pflege Sonnenspray Angenehm aufzutragen, spendet extra Feuchtigkeit und stört auch nicht beim Schwitzen. Praktischer Spray, mit dem man lange auskommt. LSF 15/20/30/50+

Dr. Dominik Gödd ert z, Forschung & Produ ktentwicklung NIVEA Sun

Wie wirken UV-Filter?

Chemische UV-Filter absorbieren die schädigenden UV-Strahlen, wandeln deren Energie aberin harmlose Wärme um und schützen so vor Sonnenbrand. Mineralische UV-Filter bilden auf der Haut ein Schutzschild, das UV-Strahlen – wie ein Spiegel – reflektiert. Mit puren chemischen Filtern ist es allerdings nicht möglich einen hohen Lichtschutzfaktor aufzubauen. Deshalb ist die Kombination von beiden UV-Filtern optimal, um das Maximum an Sonnenschutz zu gewährleisten.

Welche Inhaltsstoffe wirken pflegend?

Glycerin führt der Haut Feuchtigkeit zu, während Panthenol (Provitamin B5) das Feuchthaltevermögen der Haut erhöht und somit die Elastizität verbessert. Darüber hinaus unterstützt es die Neubildung der Hautzellen und trägt so zu Regeneration bei.

Wie oft soll Sonnenschutz aufgetragen werden?

Alle zwei Stunden sollte der Sonnenschutz erneut aufgetragen werden, besonders nach dem Schwimmen.

Warum sollte man eine After Sun Lotion verwenden?

After Sun Produkte sind Feuchtigkeitsspender, die zusätzlich mit Wirkstoffen wie Aloe Vera die Haut kühlen, erfrischen und beruhigen.

MAWAII SunCare Fettfrei und speziell für extreme Bedingungen entwickelt. Wasser- und schweißfest, klebt nicht und fühlt sich gut an, die Haut kann atmen. LSF 10/20/30/50

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trail talk

ildikÓ wermescher erfahrung und leidenschaft

steckbrief Alter: 51 Wohnort: Landsberg am Lech / Bayern und Budapest / Ungarn Hobbies: Wandern Schwimmen, Reisen, Lesen, Theater, Freunde treffen Erfolge: Transalpine Run Sieg 2012 mit Gitti Schiebel Zugspitz Ultra: 1 Platz 2012, 2013 Zugspitz Supertrail XL: 1 Pl. 2015 Eiger Ultratrail: 2. Pl. 2014 Ötscher Ultratrail: 3x 1. PL. Ultratrail World Tour: 6. Platz 2014 Swiss Irontrail T91 1.Platz 2015, 2013

Ildikó, Gratuliere zum Top 10 Platz bei der Ultra Trail World Tour in Australien! Erzähl uns vom Rennen. Wie war es?

Vielen Dank! Um es kurz zu sagen:  Es war richtig schön, aber mega hart und sehr spannend. Ich war genau so aufgeregt wie damals vor meinem ersten 100 km-Rennen. Ich freute mich riesig, etwas von Australien zu sehen und den Trail durch die Eukalyptuswälder in den Blue Montains zu erleben. Gleichzeitig hatte ich große Angst, weil meine Vorbereitung gar nicht gut lief. Es war mir klar, dass ich es mit einem harten Rennen zu tun haben würde. Zwischen Kilometer 50 und 55 hatte ich schlimme Oberschenkel-Krämpfe und schon jede Hoffnung auf ein Finish verloren. Aber Geduld, Erfahrung und mein starker Wille halfen mir auch hier. Nach dem vierten Kontrollpunkt (57,3 km) hatte ich den Tiefpunkt überwunden und konnte sogar noch die herrliche Landschaft und die berauschende Kulisse genießen.

Du warst kurz davor in Innsbruck beim 85-km-Rennen am Start. Beim Mátrabérc-Trail hast du gewonnen. Andere regenerieren wochenlang, du läufst gleich wieder. Was ist dein Geheimnis?

Das Geheimnis ist mein Wille (lacht). Nach mehr als zwei Monaten Trainingspause habe ich erst Anfang April wieder

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mit dem Training begonnen. Ich wollte den Ultratrail in Australien schaffen und wusste, dass ich nur 6 Wochen Vorbereitungszeit hatte. Der Mátrabérc Trail war eigentlich ein Testlauf und verlief ohne Probleme. Zwei Wochen später in Innsbruck, wo ich mich verlief und statt 85 ca. 94 km lief, war ich dagegen schon über meinem Limit.

Was machst du unmittelbar nach einem Rennen – wie startest du die Regeneration und ab wann trainierst du generell wieder?

Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf. Ich bleibe in Bewegung, aber alternativ. Anstatt zu laufen gehe ich wandern oder fahre Rad, danach mache ich viel Gymnastik und Dehnübungen. Schwimmen und Sauna tragen ebenfalls zur Regeneration bei und machen mir außerdem viel Spaß. Meistens kann ich schon nach zwei bis drei Tagen wieder gut laufen. 

Hast du einen Coach oder folgst du deinem Gefühl?

Seit 2015 versuche ich mit einem Coach zusammenzuarbeiten, aber es klappt nicht so wie gewünscht. Nach ein paar Monaten bin ich umgeknickt und die Zusammenarbeit musste fast ein halbes Jahr pausieren. Beim Grundlagenaufbau bin ich krank geworden. Einem geregelten Trainingsplan zu folgen wäre mir gesundheitlich noch immer zu anstrengend, deshalb folge ich lieber meinem Gefühl.

Du bist schon so lange vorne mit dabei, speziell auf langen Distanzen. Denkst du, das Alter ist ein Vorteil oder liegt es einfach am guten Training?

Das Alter ist sicher nicht unbedingt ein Vorteil, um lange Distanzen zu bewältigen, aber im Alter hat man mehr Erfahrung. Auf langen Distanzen ist Erfahrung sehr wichtig, da man seinen Körper und die Grenzen gut kennt. Dadurch kann man mit entstehenden Problemen besser umgehen. Vielleicht ist es auch ein Vorteil, dass man geduldiger und „reifer“

ist. Ich kenne mich und meinen Körper inzwischen sehr genau und weiß, wie ich mich im Vorfeld am besten auf einen Lauf vorbereite und wie ich mit Fehlern während des Wettkampfes umgehen kann. Aber das richtige Training ist unerlässlich.

Was planst du heuer noch, wo sehen wir dich am Start?

Ein paar Läufe stehen für dieses Jahr schon fest: Eiger Ultra, Großglockner, Swiss Irontrail und Transalpine Run. Aber hoffentlich mache ich spontan noch viel mehr Läufe mit.

Woher nimmst du deine Motivation? Viele fühlen sich nach einigen Wettkampfjahren ausgebrannt und legen eine Pause ein, bei dir scheint es keinen Stopp zu geben? Laufen motiviert mich! Besonders Trailrunning ist meine Leidenschaft. Wenn ich gerade nicht laufe, denke ich darüber nach, wo und wann ich wieder los kann. Ich mache das sehr gerne und habe eine sportliche Familie, wir überlegen uns immer wohin wir reisen sollen, um laufen und neue Landschaften kennenlernen zu können.

Was machst du im Rennen, wenn du dich z.B. verläufst? Wie schiebst du die negativen Gedanken beiseite und machst weiter?

Ich habe von Natur aus eine positive Einstellung, aber natürlich reicht das alleine nicht aus. Es ist wichtig in solchen Situationen nicht in Panik zu verfallen und ruhig zu bleiben. Ich versuche dann, das Problem zu lösen und keine negativen Gedanken aufkommen zu lassen. Mental bin ich grundsätzlich stark, aber das reicht nicht aus, das muss ich auch immer extra trainieren.

Kannst du uns generell ein wenig erzählen, wie du trainierst, wieviel und worauf du Wert legst?

Mein Training orientiert sich ein bisschen an den Jahreszeiten: Im Winter, wenn das Wetter schlecht ist, baue ich meine Aus-


Bild: Mammut / Thomas Senf

Ich habe von Natur aus eine positive Einstellung

JETZT GEWINNEN! Wir verlosen ein MTR 141 Waistpack von Mammut im Wert von € 30,-! Der Hüftgurt-Flaschenhalter ist mit 160 Gramm extrem leicht, bietet anatomischen Zugriff, gute Passform und eine Tasche für das Notwendigste. Du willst gewinnen? Sende bis 30. Juli eine E-Mail an gewinn@trailrunning-szene.at, Betreff: MAMMUT Der Gewinner wird im Anschluss verständigt.

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dauer aus und lege dabei viele Kilometer zurück. Im Frühling arbeite ich hauptsächlich an meinem Tempo und dann, im Sommer und im Herbst, folgen auch schon die Wettkämpfe. Da geht es dann einfach darum, die Form zu halten und rechtzeitig für den nächsten Wettkampf zu regenerieren. Man sagt auch: Wettkampf ist das beste Training!

Was genau ist es, das dich am Trail Running fasziniert?

Ich genieße es, beim Trail Running im Freien und in der Natur unterwegs zu sein. Die Landschaft, die Berge und das Wetter ermöglichen mir eine sehr abwechslungsreiche Sporttätigkeit mit viel Bewegung. Außerdem fasziniert mich die Herausforderung, lange Distanzen und viele Höhenmeter zurück zu legen und meine körperliche und mentale Grenze immer weiter hinaus zu schieben.

Bist du eher die Einzelläuferin oder bevorzugst du es, in der Gruppe unterwegs zu sein?

Beides. Ich laufe gerne in der Gruppe, aber mit sich und der Natur allein zu sein, ist auch sehr schön. Am liebsten aber laufe ich mit meinem Mann.

Kannst du uns generell noch ein bisschen was zu deinem sportlichen Werdegang erzählen?

Ich habe ziemlich spät mit dem Laufen begonnen, ich war schon über 30. Zuerst bin ich nur gelaufen, um Bewegung zu haben und habe dabei nicht wirklich an Wettkämpfe gedacht. Mein Mann wollte 2002 mit seinem Freund den Marathon in München laufen, aber beide haben sich verletzt. Ich habe heimlich angefangen, auf einen Marathon zu trainieren, mein erster Wettkampf war 2003 gleich der Marathon in Budapest. Die Zeit, die ich erreicht habe, war über meinen Erwartungen (3:43 h). Das hat mich motiviert und so habe ich angefangen regelmäßig zu trainieren und an Wettkämpfen teilzunehmen, anfangs viel auf der Straße. 2009 war ich mit dem ungarischen Nationalteam in Frankreich bei der Trail WM. Es war eine große Herausforderung, so viele Höhenmeter und auf so großer Meereshöhe zu laufen. Ich habe mich trotz einer guten Platzierung sehr schwach gefüllt. Es hat aber auch Spaß gemacht und ich wollte mehr. Seither laufe ich ausschließlich Trail-Wettkämpfe. Ich bin außerdem sehr glücklich, dass ich seit 4 Jahren als Athletin im Mammut Pro Team bin.

Ist der UTMB ein Thema für dich? Oder die WM in Portugal?

Theoretisch sind beide Wettkämpfe wichtig. Ob ich an beiden teilnehmen kann, hängt aber davon ab, ob ich gesund genug bleibe.

Was rätst du unseren Lesern? Viele Rennen stehen noch bevor, besonders das Saison-Highlight haben die meisten vor sich - hast du einen Tipp?

Es ist wichtig, nicht nur ehrgeizig zu sein. Gute Vorbereitung, Grundlagenausdauer mit vielen Kilometern, aber auch die Erfahrung im schwierigeren Gelände in den Bergen, ist genau so wichtig wie das Kennen der eigenen Grenzen. Es ist besser, ein bisschen weniger aus sich herauszuholen, aber Spaß dabei zu haben. Dann ist man bestimmt auch beim nächsten Rennen mit dabei.

Word-rap Lieblingsbuch? Dostojewski: Schuld und Sühne Lieblingsessen? Ich mag allerlei Obst und Gemüse Der schönste Trail? Eiger Ultra Das beste Rennen meines Lebens? Transalpine-Run mit meiner Partnerin Gitti Schiebel Das liebe ich am Trailrunning Viele Höhenmeter Das wünsche ich mir für die Zukunft:  Gesundheit für mich und für meine Familie

60 Bild: Mammut / Thomas Senf


Im Hotel 4 Jahreszeiten im Pitztal, nämlich in Mandarfen, sorgt die sportbegeisterte Familie Walser dafür, dass sich jeder Einzelne wohl fühlt. Bereits am Eingang liegen Trail-Streckenkarten auf, hier merkt man, dass nicht nur von Trailrunning gesprochen, sondern gelebt wird. Direkt beim Hotel starten zahlreiche Touren-Möglichkeiten. Ob es die schnelle Abendrunde zum Rifflsee sein soll oder eine ausgedehnte Bergtour auf den Mittagskogel – je nach Können und Erfahrung wird einfach die passende Tour ausgewählt. Ausstatten kann man sich kurzfristig im hauseigenen Trailshop, auch ein Guide ist vor Ort. Die Küche im Haus ist sehr, sehr gut. Ein reichhaltiges Frühstücksbüffet, Mittags- und Nachmittagsjause und tolle Abendmenüs sorgen dafür, dass auch bei größter Anstrengung kein Hunger aufkommt. An Ruhetagen oder nach langen Touren lädt der Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad, Hallenbad und vielem mehr zur Entspannung ein. Weil sich die Familie Walser immer verbessern möchte, wird im Hotel gerade umgebaut. Ab Juli ist wieder geöffnet und der Trail-Urlaub wartet! Infos und Details, Camp-Angebote

www.hotel-vier-jahreszeiten.com

Bilder: TVB Pitztal, Hotel Vier Jahreszeiten

Es gibt solche und solche Hotels. Hotels, die man einmal besucht und sich dann ein anderes Urlaubsziel sucht. Es gibt aber auch Häuser und Gastgeber, bei denen man jedes Jahr Urlaub machen möchte. Warum? Weil es ganz einfach passt!

Wenn doch immer Urlaub wäre...

bei freunden im hotel 4 jahreszeiten


touren

bike & HIKE

im leoganger trailparadies

Ausbrechen aus dem Alltag, Ausbrechen aus der täglichen Trainingsroutine. Immer nur laufen ist auch langweilig, warum also nicht zwei Sportarten verbinden? Mit dem Bike geht es Richtung Berg, ein Stück hinauf, ehe das Zweirad eingeparkt wird und es in den Trailschuhen weitergeht. Die Region Saalfelden Leogang ist perfekt geeignet für den Saisoneinstieg, im Bikepark lässt sich die Technik trainieren, die Berge steigen sanft an, von der Forststraße bis zum kniffligen, technisch anspruchsvollen Trail findet vom Einsteiger bis zum Profi jeder die passende Tour.

Fahrtechnik Wer offen ist für Neues und außerdem seine Bike-Fahrtechnik auffrischen möchte, ist im Bikepark Leogang richtig. Hier kann man sich ein Downhill Bike ausleihen, bekommt die nötige Schutzausrüstung und einen Trainer dazu und das Abenteuer kann losgehen! bike.saalfelden-leogang.com

save the date: Ladies bike camp Im Vitalhotel Saliterhof findet von Donnerstag, 28.07. bis Sonntag, 31.07. ein Bike Camp statt. Mit Tipps und Tricks vom Hausherrn Erwin und den Profis sind Frauen hier unter sich und können die schönsten Touren der Umgebung entdecken. Natürlich am Programm ist ein Fahrtechniktraining, dazu Yoga Einheiten oder ein Impulsvortrag zum Thema Motivation. Was nicht fehlen darf, ist die Entspannung im hauseigenen Wellnessbereich, dazu gemütliche Abende mit Chill & Grill am Pool, Hüttenzauber und mehr. Mehr Infos und Anmeldung: www.saliterhof.at

DETAILS Touren und Details zu Distanzen, technischem Anspruch und Dauer finden sich sehr gut aufbereitet auf: www.saalfelden-leogang.com

bike park leogang

die ausrüstung für dein abenteuer

Skinfit Klima.soft Cycling Shorts Funktionelle Rad-Unterhose mit atmungsaktivem, antibakteriellem Einsatz und optimaler Passform. Mit nur 70 Gramm extrem leicht und angenehm auf der Haut. Der Radeinsatz ist dünn und stört auch nicht beim Laufen. Darüber passt eine weitere Hose und man ist perfekt ausgerüstet. UVP: € 59,-

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SCOTT trail mtn polar shirt Das SCOTT Trail MTN Polar Q-Zip Kurzarmshirt ist ein perfektes Athletenshirt für jede Aktivität. Mit einer Polartec® Power Dry®-Konstruktion, Oberrücken aus Netzstoff und lasergeschnittenen Unterarmlöchern bleibt es den ganzen Tag lang trocken, frisch und komfortabel. Bestens geeignet für Bike und Laufen. UVP: € 59,95

SCOTT trail mtn stretch shorts Die SCOTT Trail MTN Stretch-Shorts ist robust, wasserabweisend und verfügt über UV-Schutz. Die umweltfreundliche, antibakterielleBeschichtung sorgt für Frische und angenehmen Geruch in jeder Situation. Zwei Reißverschlusstaschen und eine Tasche am Oberschenkel sorgen dafür, dass du Kleinigkeiten verstauen kannst. UVP: € 64,95

cocoon core cycling inner tights Bike Innenhose mit bi-elastischem Sitzpolster mit Elastice Interface Technologie (E.I.T). Ein Materialmix aus atmungsaktiven Mesh-Einsätzen und hochfunktionellem Jersey im Vorder- und Rückenteil, garantiert höchsten Tragekomfort. Elastischer Bund inklusive einfachem, flachem Verbindungssystem für Cocoon X-Ride Mountainbike Shorts. UVP: € 64,-


vitalhotel saliterhof Im Vitalhotel Saliterhof in Saalfelden finden Sportler den perfekten Ausgangspunkt für Touren. Am Rande der Steinberge steht das Naturhotel, wo man viel Ruhe abseits vom Alltagsstress findet. Hotelchef Erwin, selbst begeisterter Mountainbiker, steht mit Rat und Tat zur Seite und gibt jederzeit Tipps zu den besten Touren der Region. Der Wellnessbereich lädt zur Regeneration ein, die Küche ist sportlergerecht und gesund. Was will man mehr? www.saliterhof.at

Gesunde Küch e mit frischen Produkten au zubereitet in s der Region, der Schauküc he

teich, in Gedanken am Berg Entspannen am hauseigenen Bade r -Tou Trail ften mha trau en bei der letzt

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touren

Easy trail im zillertal

An einem traumhaft sonnigen Frühlingstag machen wir uns auf den Weg ins Zillertal. Als ich davor mit Markus Kröll telefoniere, schwärmt er mir vor, wie schön das Tal doch sei. Das glaube ich ihm, aber jeder stolze Tiroler Tal-Bewohner ist überzeugt davon, am schönsten Fleck Österreichs zu wohnen, oder? Beim Hineinfahren ins Tal wird mir aber gleich eines bewusst: Dieses Tal ist weitläufiger, nicht so eng und ein wenig anders. Wir sind gespannt auf die Trails, vorher treffen wir uns aber mit dem Salomon Team um Markus, auch sie wollen am nächsten Tag den neuen ‚Easy Trail‘ erkunden.

Einfach loslaufen Wir starten in Mayrhofen, aber das Schöne am Easy Trail ist: Man kann überall starten. Hollenzen, Ramsau, Laimach, Hippach und wie die Orte, an denen der Trail vorbeiführt, alle heißen. Der ganze Trail ist 25 Kilometer lang und durchgehend beschildert. Kilometer-Angaben sind bewusst nicht gesetzt, denn es soll vor allem Spaß machen und Naturerlebnis sein. Leistungsdenken rückt bei dieser Landschaft aber ohnehin in den Hintergrund!

Highlights Es geht hinaus aus Mayrhofen, Richtung Hollenzen und Ramsau im Zillertal, ein stetiges Auf und Ab. In Laimach wartet ein kleines Highlight, nämlich das ‚Strasserhäusl‘ – die frühere Heimat der berühmten Sängerfamilie Strasser, die das Lied „Stille Nacht, Heilige Nacht“ weltberühmt machten. Zeit für eine Fotopause muss hier unbedingt sein. Weiter geht es zum Laimacher Wasserfall – ein Traum! Die Anstrengung ist nicht zu spüren, denn bei diesen Erlebnissen nimmt man unheimlich viel Energie für den Alltag mit. Via Hippach und Burgstall geht es auf feinen Trails wieder retour Richtung Mayrhofen. Der Easy Trail ist ein echter Genuss und, wie der Name schon sagt, für alle machbar. Durch den Verlauf (erst am Berg entlang tal-auswärts, dann auf der anderen Talseite retour) lässt sich die Route überall abkürzen, genauso aber erweitern. Wer beispielsweise einen Gipfelsturm mit einbauen möchte, zweigt einfach ab und steigt anderswo wieder ein.

So einfach kann es sein, im schönen Zillertal! Und Markus Kröll hatte doch Recht, mit seinem wunderschönen Trainingsgebiet! Sigrid Huber Mehr Infos und Details:

www.mayrhofen.at

„du wirst es sehen, das ist das schönste trainingsgebiet der welt!“ (markus kröll) Bilder: Salomon

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vorschau

die challenge deines

der 4. pitz alpine glacier trail am dach tirols Erlebnis und abenteuer für die ganze familie

l ch, TVB Pitzta mit Nathalie Zu n te le th Im Gespräch -A ts die Salomon Mattle Link s und rech rger und Mar tin be th Ro s Marku

Vom 5.-7.8.2016 findet wieder der Pitz Alpine Glacier Trail statt. Neben den Teilnehmern erwartet das Pitztal auch wieder zahlreiche Begleitpersonen und Familien.

Was können diese während den Trail-Tagen im Pitztal erleben?

Neben zahlreichen Einkehrmöglichkeiten und den individuellen Wellness- und Urlaubsangeboten unserer Hotels in der

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Trail City Mandarfen haben wir eigens ein Rahmenprogramm während der Trail Tage im Pitztal ausgearbeitet. Es gibt ein umfangreiches Kinderprogramm mit Kinderbetreuung, Wanderrouten entlang der Laufstrecken und auch ein Live-Tracking im Zielgelände. Da kann man sich zeitlich super orientieren, um zu wissen, wann der teilnehmende Partner wieder Mandarfen ansteuert.

Heißt das, die Teilnehmer laufen mehrmals durch Mandarfen?

Ja, unser einzigartiger kleeblattförmiger Streckenverlauf schickt die Läufer immer wieder ins Zielgelände zurück. Bei den meisten Läufen sieht man die Teilnehmer beim Start und Zieleinlauf und dann stundenlang nicht mehr. Nicht beim Pitz Alpine Glacier Trail – hier kann man bis zu viermal seinen Laufhelden an-

feuern. Wir nennen Mandarfen auch liebevoll die Trail City Mandarfen, einfach weil hier alles zusammenkommt und der bunte Trubel ansteckend für alle Anwesenden ist. Da fühlt und fiebert man automatisch mit.

Neben Mandarfen gibt es auch noch andere Hotspots für die Zuschauer…

Ja, es gibt viel zu erleben! Total beliebt sind natürlich die Hüttenwanderungen zur Sunna Alm und Taschachalm direkt an den Laufstrecken. Wenn man sich an den Durchlaufzeiten der Läufer orientiert, kann man mit dem teilnehmenden Partner die Gelegenheit zu einer kurzen gemeinsamen Pause an den Labestationen nutzen. Für Frühaufsteher ist die Frühstücksauffahrt am Eventtag um 9.00 Uhr mit der


es lebens

tirols

RUNNERS

www.pitz-alpine.at Riffleseebahn auf die Sunna Alm ein Muss. Von dort aus kann man zahlreiche Wanderungen unternehmen, wie z.B. der Rundwanderweg Rifflsee, und trotzdem ist man mitten im Trail-Geschehen. Ganz besonders empfehlenswert ist auch die Auffahrt mit dem Gletscherexpress und der Wildspitzbahn zum Café 3.440, das höchste Café Österreichs. Dort oben hat man einen fantastischen Rundblick auf ca. 50 Dreitausender, auf die Wildspitze, unser höchster Berg Tirols, und natürlich den Pitztaler Gletscher. Speziell wenn der Partner einmal länger auf dem Trail unterwegs ist, ist dieser ca. 2 Stunden-Ausflug ein toller Zeitvertreib.

Welche Optionen gibt es für Familien mit Kindern, wenn beide Elternteile mitlaufen möchten?

Wir bieten eine umfassende Kinderbetreuung von Donnerstag bis Samstag an. Die Kleinen werden hier in zwei Altersgruppen eingeteilt, von 4-6 Jahren und von 7-14 Jahren. Unser Familienprogramm wird generell sehr gut angenommen und garantiert Spaß und Abenteuer bei Kletternachmittagen, Bogenschießen und Familienwanderungen mit anschließendem Würstchengrillen. Eltern können sich also voll und ganz auf ihren Bewerb konzentrieren und sicher sein, dass ihre Kinder bei uns in den besten Händen sind. Das größte Highlight ist nach wie vor der Kids Run Kid’s Trail in Mandarfen beim Zielgelände - ein Kinderbewerb für alle Trailinge von 5 bis 12 Jahren, ein spektakulärer Hindernislauf auf Zeit. Dieses „Laufen wie Mama und Papa“ ist für die Kids immer das größte Highlight.

EUROPÄISCHES

TRAIL RUNNING SYMPOSIUM +TEST TAG Referenten: Andreas Ropin, Extremsportler Angelika Allmann, Trailrunningund Skitourenläuferin

4. - 5. AUGUST 2016

TEST CENTER

Andreas Ropin

Angelika Allmann

PITZ ALPINE GLACIER TRAIL

TRAIL RUNNING AUF HÖCHSTEM NIVEAU

Wieviel kostet die Teilnahme am Kinderprogramm?

Die Teilnahme am Kinderprogramm ist kostenlos. Wir bitten aber um Voranmeldung bis Donnerstag, 3. August 17:00 Uhr.

Gibt es einen Programmpunkt, den du besonders empfehlen kannst?

Ja, das 2. Trail Running Symposium am 4. und 5. August liegt mir persönlich sehr am Herzen. Es ist die Auftaktveranstaltung vom ganzen Pitz Alpine Glacier Trail Event. Unter dem Motto „Verletzungen und Krisen“ haben wir zum 2. Mal eine spannende Vortragsreihe vorbereitet. Andreas „Rambo“ Robin, ein Extremsportler aus Bruck an der Mur gibt uns Einblicke in seinen Weg vom Alkoholiker zum Profisportler. Ein klasse Typ und seine Tattoos sind spitze! Hauptreferentin ist außerdem die deutsche Bergsportlerin Angela Allmann, die uns ihr Video "ONE STEP" vorstellt. Thema „Sturz in die Tiefe – Wie ich 800 m fiel und mich ins Leben zurück kämpfte“. Vor allem auf die Teilnehmerdiskussion am Ende bin ich sehr gespannt und freue mich auf regen Austausch. Das Symposium ist für alle Teilnehmer des Pitz Alpine Glacier Trails kostenlos. Für alle anderen kostet der Eintritt € 19,Infos und Anmeldung: www.pitz-alpine.at

100 km die Königsdistanz / 85 km der Pitztaler Gletscher Ultra / 42 km Glacier, der höchste Marathon der Alpen / 42 km Rifflsee / 26 km für Trailrunning Genießer / 15 km für Trailrunning Einsteiger / Kids Trail www.pitz-alpine.at

5. - 7. AUGUST 2016

Das Trailrunning Szene Team freut sich ebenfalls schon auf den Pitz Alpine Glacier Trail, wir sind natürlich mit dabei! 67


umgang mit weidetieren Text: naturfreunde.at Rinder sind von Natur aus friedfertige Tiere und sie laufen normalerweise bei Bedrohung eher davon. Angreifen tun sie nur dann, wenn sie keine andere Möglichkeit mehr haben oder jemanden verteidigen wollen. Besondere Vorsicht ist daher geboten, wenn nicht nur Mutterkühe sondern auch junge Kälber auf der Weide/Wiese sind. Der Mutterinstinkt der Kühe ist stark ausgeprägt und sie würden ihre Jungen sofort verteidigen. Viele Jungtiere sind aber sehr neugierig und gehen aktiv auf den Wanderer zu. Hier einfach langsam weitergehen und die Mutterkühe immer beobachten. Anders verhält sich die Sache, wenn ein Hund mit von der Partie ist. Egal ob groß oder klein, der Hund wird vom Rind als Feind angesehen. Aufpassen muss man auch besonders wenn

Stiere auf der Weide dabei sind, da diese ihre Herde schützen wollen, und daher aggressiv reagieren können.

Allgemeine Tipps • Großen Sicherheitsabstand zur Herde halten • Keinesfalls Kälber streicheln, füttern oder ihnen überhaupt zu nahe kommen • Nicht mitten durch eine Herde laufen • Lärm und hektische Bewegungen vermeiden • Weidegatter immer schließen Zusätzliche Tipps für Läufer mit Hunden Routenplanung: Bei Mitnahme von Hunden eine Alternativroute zur Rinderweide suchen oder zumindest die Weiden mit anwesenden Kühen umgehen, wenn dies möglich ist. Hunde sind immer an der Leine zu führen (auch hinter dem Weidezaun) nur ausgebildete Hunde mitnehmen, welche

den Befehlen der Besitzerin/des Besitzers Folge leisten, außerdem gilt: keine ängstlichen Hunde mitnehmen, die sich bei Gefahr hinter dem Hundehalter verstecken und ihn somit in Gefahr bringen! Was tun wenn ein/oder mehrere Rinder angreifen oder Drohgebärden ersichtlich sind?

Bei Gefahr • Ein drohendes Rind erkennt man dadurch, dass es die Gefahrenquelle fixiert und den Kopf nach unten senkt und seine Hörner bzw. seine Stirn präsentiert und näher kommt. • Hektik vermeiden! Wenn ein Rind auf Sie zukommt, sich langsam entfernen (zum Ausgang bzw. Weidegatter) und

Der Trailrunning-klassiker am wörthersee! „50 SHADES OF GREEN“! Pure Trail Running-Leidenschaft, verpackt in unzählige knackige (Single-)Trails rund um den Wörthersee. Auch im achten Jahr überzeugt die anspruchsvolle Strecke des „Wörthersee TRAIL-MANIAK“ mit einmaligen und unvergleichlichen Erlebnissen.

Foto: Horst von Bohlen

Der Treffpunkt und Hotspot für alle Leistungs-klassen der Trail-Szene ist der Monte-Carlo-Platz in Pörtschach. Los geht´s bereits am Freitag, 16. September mit der Expo und der „Opening-Ceremony“. Um 22:00 Uhr startet der SUPERIOR (2 Runden – 124 km rund um den Wörthersee!) müssen die Athleten nicht nur eine enorme Fitness aufweisen, sondern auch blendende Taktiker sein. Denn gewertet wird die Summe der Nettozeiten der beiden Runden. Als Belohnung wartet die exklusive TRAIL-MANIAK-Gürtelschnalle, welche die stolzen „SUPERIOR-Finisher“ auch abseits der Trails klar heraushebt.

Geile Strecke, knackige Trails, pure Leidenschaft! www.trail-maniak.com 68

Am Samstag, den 17. September um 8.00 Uhr starten die ULTRAs in Pörtschach und nehmen die 62 Kilometer rund um die schönste Badewanne Österreichs in Angriff. Ab dem Pyramidenkogel, dem höchsten Punkt der Strecke, werden sie dann von den CHALLENGErn (35 Kilometer-Distanz) die hier oben starten, begleitet. Der Trailkurs rund um den Wörthersee zeichnet sich neben seinen zahlreichen schön laufbaren Waldpassagen vor allem auch durch sehr viele technisch anspruchsvolle und leidenschaftliche Singletrails aus. Trailherz, was willst Du mehr? Im letzten Viertel, ab dem Parkbad in Krumpendorf, kommen dann die SPRINTer auf die Strecke. Sie haben 15 Kilometer zu absolvieren. Dabei geht es über den Pirkerkogel, sowie den Hohen Gaisrücken. Diese beiden Erhebungen verlangen den Teilnehmern noch einmal al-

Gerald F ister und F Gewinne r des SU lorian Grasel, PERIOR 2015! les ab, bevor es dann in Richtung Ziel geht. Das Ziel wartet auf alle am Ende des längsten roten Teppichs der Trail Szene wieder am Monte-Carlo-Platz in Pörtschach. Wer bei dieser Trail Running-Party noch nie dabei war, ist selbst schuld. Infos dazu:

www.trail-maniak.com

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Become a La Sportiva fan

Val di Fiemme, Trentino

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SAMSTAG: 17. SEPTEMBER 2016

LA SPORTIVA ® is a trademark of the shoe manufacturing company “La Sportiva S.p.A” located in Italy (TN)

ihm nicht den Rücken zudrehen. Niemals weglaufen! Hund sofort von der Leine lassen. Ein Hund kann selbst am besten vor dem Rind ausweichen und davon laufen. • Stellen Sie sich niemals schützend vor den Hund. Sie haben keine Chance gegen ein ausgewachsenes Rind. • Bäume und Sträucher können Schutz bieten. • Es empfiehlt sich die Mitnahme eines Stockes: wenn ein Tier angreift hilft meistens lautes Zurufen und das Bewegen des Stockes.

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Start: 09.00 Uhr - Gemeinde Stanz Eine herausfordernde Strecke inmitten der Natur mit atemberaubenden Fernblicken! 50 km / 1.900 HM DAS ist der Stanzer Trailrun!

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Außerdem: Staffellauf für 3 Läufer und Einzelläufer Kurzer TRAILRUN (20 km)

Schnell, stabil, leicht, geboren in den Bergen (Dolomiten). Die Evolution des Trail Runnings.

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natur & ich

wildkräuter (wiesen-)Glockenblume

glockenblume

schmerzlindernd bei halsweh Glockenblumen sind sehr auffällige, schön lila gefärbte Blumen, welche man leider immer seltener findet, da sie auf gedüngten Wiesen nicht wachsen. Glockenblumen sind zweijährige Pflanzen. Das heißt, eine Pflanze wächst/lebt zwei Jahre lang. Im ersten Jahr werden Wurzeln und Blätter ausgebildet um für die Blüteperiode genug Nährstoffe zu sammeln. Im zweiten Jahr werden dann Blüten ausgebildet. Diese Information ist wichtig, möchte man auch die Wurzeln und jungen Blätter der Glockenblume verwenden. Die Blüte ist markant lila, sieht aus wie eine Glocke und hat am unteren Glockenrand 5 Spitzen, welche, je nach Glockenblumenart, mehr oder weniger spitz ausgeprägt sind.

Blüte- & Sammelzeit Glockenblumen blühen typischerweise von Mai bis Juli. Man findet sie auf nicht gedüngten Wiesen, Wegrändern, Waldlichtungen und Böschungen. Im ersten Jahr können die jungen Wurzeln und Blätter gesammelt werden, im zweiten Jahr die Stängel, Blätter und Blüten (Wurzeln schmecken nicht mehr so gut).

Wirkung im Körper Halsweh (schmerzlindernd) Aus den Blüten und Blättern kann ein Tee gekocht werden, mit dem durch Gurgeln das Halsweh gelindert werden kann. Stillzeit (milchbildend) Die Wurzeln (im ersten Jahr ernten) können gekocht genossen werden und sollen die Milchbildung während der Stillzeit anregen.

Michaela Huber

(ausgebildete Naturführerin)

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essbare teile WURZELN - sie können im ersten Jahr (zweijährige Pflanze) wie Karotten gekocht werden und schmecken leicht süßlich bis nussig. Ihnen wird milchbildende Wirkung nachgesagt. BLÄTTER - die jungen Blätter (im ersten Jahr) eignen sich hervorranged als Zugabe zum Blatsalat. BLÜTEN - sie können zum Dekorieren von Süßspeisen/Desserts mit Topfen oder getrocknet als Tee zum Gurgeln bei Halsweh verwendet werden.

verwechslungsgefahr Sehr ungeübte Sammler könnten die Blume mit dem Roten Fingerhut verwechseln. Dieser ist hoch giftig und bereits ab 2 - 3 Blättern tödlich. Tipp: Kinder früh auf die Unterschiede hinweisen. Der Rote Fingerhut wird oft in Gärten als Zierblume angebaut.


gesundheit

Low carb

eine individuelle angelegenheit In einer der letzten Ausgaben der Zeitschrift für Sportmedizin war ein Artikel über Low Carb abgedruckt. Dieser setzt sich kritisch mit dieser Ernährungsform auseinander. Im Großen und Ganzen sind viele dieser Artikel sehr gut gemacht, doch oftmals wird – meiner Meinung nach – das Entscheidende zur Thematik außer Acht gelassen.

Risiken, Vorteile, ... Ich behaupte, schon sehr viel zu dem Thema gelesen und ausprobiert zu haben. Tatsache ist, dass in sogenannten “populärwissenschaftlichen Medien” Low Carb ziemlich “gehyped” wird und es die Wunderwaffe zum Abnehmen und für Ausdauersportler sein soll. Viele haben dadurch falsche Erwartungen: Abnehmen und Leistungssteigerung, das funktioniert einzig und allein damit, mehr Kalorien zu verbrauchen als benötigt werden und mit hartem Training. Der Autor, welcher den angesprochenen sportwissenschaftlichen Artikel verfasst hat, bezieht sich nur auf sehr gut trainierte Sportler und Profis, das sind die meisten aber nicht – wobei Trailrunner natürlich sehr fit sind; wie soll sonst ein anspruchsvoller Lauf über mehrere Stunden geschafft werden.

nutzen Genau das ist der eigentliche Nutzen von Low Carb. Low Carb trainiert den Fettstoffwechsel. Auf langen Strecken lässt uns genau dieser durchhalten. Um den Fettstoffwechsel auf Touren zu bringen, ist es notwendig, sich mindestens vier Wochen kohlenhydratarm zu ernähren. Das ist eine ziemliche Leidenszeit – weniger als 150g Kohlenhydrate pro Tag! Man fühlt sich schlapp, vor allem beim Laufen. Bei mir war auch der Heißhunger auf Süßes extrem. Nach zwei Wochen wurde das allerdings besser, vor allem benötige ich seit der Umstellung weniger Schlaf und fühle mich wacher. Wichtig ist dabei, auf die ausreichende Versorgung mit Eiweiß und vielen guten Fetten, sowie auf Mikronährstoffe zu achten. Bei richtiger Ausführung ist die Ver-

sorgung mit Mineralien und Vitaminen sogar höher, als bei einer kohlenhydratbetonten Kost. Wer es nicht so extrem mag und etwas für seine Seele tun möchte, kann und sollte ohne schlechtem Gewissen einen “Cheat Day” einlegen, das ist ein Tag pro Woche, an dem alles erlaubt ist. Nach der Umstellungsphase hat es sich bei mir bewährt, Kohlenhydrate nach geplanter Belastung einzusetzen. Wenn ich schnellere, kurze und intensive Einheiten trainiere, dann esse ich gezielt 3 Stunden vorher (manchmal auch am Vortag) “Carbs”.

wettkampf Im Fall eines Wettkampfs stoppe ich Low Carb drei Tage vorher und füge meiner Ernährung nach Herzenslust Kohlenhydrate hinzu. Ziel ist es, in den Muskeln soviel Glykogen wie möglich zu speichern. Nun noch mal zum Vorteil von Low Carb bei Ultras: Es ist zwar eine “Milchmädchenrechnung”, verdeutlicht aber die Philosophie dahinter: 1 Stunde schnelles Laufen benötigt 900 kcal. Gut trainierte Läufer können bis zu 600 g Kohlenhydrate speichern. Das sind ca. 2100 kcal. Bei maximaler Belastung reicht das für einen Halbmarathon. Ohne Fettstoffwechsel wären wir bereits nach knapp über 2 Stunden am Ende. Mit trainiertem Fettstoffwechsel lässt sich das wesentlich länger hinauszögern. (Ich habe das selbst getestet, für alle Kritiker: es ist nicht evidenzbasiert, sondern nur eine persönliche Erfahrung!). Beim Rennen wird natürlich Zusätzliches aufgenommen. Unter Belastung sind Kohlenhydrate der Treibstoff schlechthin. Mein Eindruck ist, dass diese auch besser genützt werden. Allerdings kann man nicht mehr als 80 g Kohlenhydrate = 300 kcal pro Stunde aufnehmen. Der Rest wird vom sich langsamer entleerenden Glykogenspeicher und Fettstoffwechsel gedeckt.

Risiken und Nachteile Trailrunner sind gesund. Davon gehe ich aus. Hat jemand ernthafte Probleme,

bitte vor Low Carb immer erst mit dem Arzt sprechen! Hauptnachteil ist die bereits erwähnte Schlappheit. Diese legt sich allerdings wie erwähnt nach 2-4 Wochen. Der Sportmediziner im angesprochenen Artikel erwähnt Risiken für das Immunsystem und mögliches Übertraining. Andere Autoren behaupten das Gegenteil. Wenn ihr mich fragt: Es ist eine Frage des Managements. Sport zerstört Muskeln und belastet den Körper. Wenn nach dem Training gezielt leicht verwertbares Eiweiß zugeführt wird, kommt es zu keinen negativen Folgen. Eiweiß repariert Muskeln und sorgt für ein intaktes Immunsystem. Immunzellen bestehen nicht aus Kohlenhydraten, sondern aus Eiweiß. Auch stellt sich die Darmflora um. Low Carb Ernährung und Kohlenhydratüberschuss im Rennen führt zu vermehrter Gasbildung.

individuell Low Carb funktioniert nur, wenn genügend Eiweiß, gutes Fett und Vitamine zugeführt werden. Es ist auch nicht für jeden geeignet. Personen, die zu keinem Fettansatz am Bauch neigen, profitieren davon nicht. Definitiv ist Low Carb eine Ernährungsform für Sportler, die zu besseren Ausdauerleistungen beitragen kann.

Euer Trailapotheker

Mag. phar m. Christo ph Kaiser alias „Traila potheker “

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rezepte

fast food auf die gesunde art

Ketchup Zutaten für ca. 750 ml ( 4 Gläser) - 1 kg reife, aromatische Tomaten - 2 Dosen italienische Tomaten - 2 EL Tomatenmark - 1 roter Zwiebel - 1 Fenchelknolle - Stangensellerie (2 Stangen) - Olivenöl - 3 EL brauner Zucker - 3 EL Rotweinessig - Italienische Kräuter, Provence Kräuter - 1 TL gemahlener Koriander - 1/2 gemahlene/zerstoßene Gewürznelke

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Zu allererst wird das Gemüse vorbereitet: Alles würfelig schneiden und beiseite stellen. Olivenöl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebel zugeben und leicht anschwitzen, Fenchel und Sellerie dazugeben, anschließend ca. 200 ml Wasser. Ca. 10 Minuten köcheln lassen, mit Salz und Pfeffer würzen. Tomaten, Tomatenmark und Kräuter (großzügig) zugeben, ca. 1 Stunde leicht kochen (nicht zugedeckt!). Nun wird die Masse püriert und im Anschluss durch ein feines Sieb gepresst. Die Pflanzenfasern bleiben im Sieb zurück (unbedingt im Kühlschrank aufbe-

wahren und am nächsten Tag z.B. zu Erdäpfeln essen – sehr gut und aromatisch!), es entsteht bereits eine sehr homogene Masse. Zucker und Rotweinessig dazugeben, wieder köcheln lassen, immer wieder umrühren und warten, bis sich alles zu einer relativ festen Masse reduziert hat. Abschmecken und heiß in sterilisierte Gläser/Flaschen abfüllen. Es ist empfehlenswert, die doppelte oder dreifache Menge zuzubereiten, da die Zubereitung ansich relativ lange dauert. Aber: Das Ketchup schmeckt wirklich herrlich, der Aufwand lohnt sich!


aromatisch, einfach und gesund pommes frites Die Bezeichnung ‚Pommes Frites‘ stammt aus dem Französischen, vom Namen ‚Pommes de terre‘, was Äpfel aus der Erde bedeutet. ‚Frites‘ heißt fritiert, also fritierte Erdäpfel. Zutaten für 4 Personen - 1 kg Erdäpfel - Olivenöl - Salz - Rosmarin - ev. Kümmel Backrohr auf 200 °C (wenn möglich Grillfunktion) vorheizen. Erdäpfel in Streifen schneiden (ca. 0,5 cm dick), in eine große Schüssel geben und mit kaltem Wasser waschen, bis das Wasser klar ist. Die in den Erdäpfeln enthaltene Stärke bewirkt sonst, dass die Pommes zusammenkleben – es empfiehlt sich, das zu verhindern. Nach dem Waschen mit einem Geschirrtuch leicht abtrocknen und ca. 3-4 EL Olivenöl zugeben, außerdem Salz und, je nach Belieben, Rosmarin und/oder Kümmel. Die Pommes auf einem Blech gut verteilen und ins Rohr geben. Ca. 10 Minuten backen, etwas durchmischen (sodass alle Seiten knusprig werden) und nochmals 10-15 Minuten backen.

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rezepte

brot x 3

zum frühstück, zur jause, einfach so

wann sind die weckerl fertig? BRIOCHEs Zutaten für ca. 1 Blech (etwa 9 Kipferl) - 500 g Bio-Weizenmehl - 2 Eier - 1 Würfel Germ - 80 g Butter - ca. 150 ml Milch - ca. 80 g Zucker - Prise Salz - Hagelzucker und Mandelplättchen - Ei zum Bestreichen

Die tatsächliche Backdauer und Temperatur lässt sich in Rezepten nur schwer angeben, denn jeder Ofen ist anders. Gut, dass es die Klopfprobe gibt! Nach 3/4 der Backzeit sollte man immer einen Blick in den Ofen werfen. Sind die Weckerl bereits gut gebräunt, öffnet man am besten den Ofen, nimmt ein Stück heraus und klopft von unten gegen das Backwerk. Klingt es hohl, ist es fertig. Ist dem nicht so, lässt man es noch weiter backen und wiederholt die Klopfprobe ein paar Minuten später.

Den Germ mit den Fingern zerbröseln und mit dem Zucker in eine Schüssel geben. Ca. 5 Minuten warten, ein wenig durchrühren, der Germ sollte sich mithilfe des Zuckers verflüssigen. In einem Topf Milch und Butter erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Abkühlen lassen (unter 40 °C, ansonsten wird die Wirkung des Germs zerstört!) und in die Germschüssel geben, ebenso die 2 Eier. Mehl zugeben und den Teig gut durchkneten, bis eine homogene Masse entsteht. Nach Bedarf noch Mehl oder Flüssigkeit zugeben. Ca. 30 Minuten gehen lassen, Kipferl formen, auf ein gewärmtes Backblech legen und nochmals 30 Minuten gehen lassen. Mit Ei bestreichen, Zucker und Mandelplättchen daraufstreuen und im vorgeheizten Backrohr bei ca. 170 °C Heißluft etwa 15 Minuten backen.

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mehrkornweckerl Zutaten für ca. 2 Bleche (etwa 20 Weckerl) - 100 g Roggenmehl - 100 g Dinkel-Vollkornmehl - 100 g Bio-Weizenmehl - 700 g Dinkelmehl glatt - 2 Würfel Germ - 10 g Trocken-Sauerteig - 2 EL Brotgewürz - 20 g Salz - 50 g Butter - 100 ml Milch - 450 ml Wasser Den Germ in lauwarmem Wasser auflösen, Gewürze, Butter und Milch zugeben, anschließend die Hälfte des Mehls. Die Masse mit einem Kochlöffel durchmischen, ca. 15 Minuten gehen lassen. Anschließend den Rest des Mehls zugeben, 5 bis 10 Minuten durchkneten, bis ein glatter, homogener Teig entsteht. Ca. 30 Minuten gehen lassen, Teiglinge à 100 g auswiegen, nach Belieben formen und auf ein gewärmtes Backblech geben. Nochmals 15-30 Minuten gehen lassen, mit Wasser besprühen, mit Mohn/Salz/Kernen bestreuen und ins vorgeheizte Backrohr geben. Ca. 20 Minuten bei 220 °C backen.

Buchweizenbrot - 500 g Buchweizenmehl - 200 g Maismehl - 100 g Reismehl - Nach Belieben: Chia Samen / Leinsamen / Sonnenblumenkerne - 2 EL Olivenöl - 1 Würfel Germ - Amaranth - Salz - Brotgewürz - ca. 300 ml Wasser Den Germ in lauwarmem Wasser auflösen, anschließend Mehl und Gewürze zugeben, gut vermengen und etwa 30 Minuten gehen lassen. Eine Form mit Olivenöl ausstreichen und Amaranth-Pops hineinstreuen. Die Masse in die Form geben, nochmals kurz gehen lassen und im vorgeheizten Backrohr ca. 45 Minuten bei 175 °C backen.

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termine

vorschau

ufen fhängen, la u a , n e id e ausschn

österreich Juni 2016

mozart100 www.mozart100.com

11,5 km 25,6 km 55,6 km 101,9 km

266 HM 599 HM 1552 HM 2945 HM

montafon totale trail www.silvretta-montafon.at

10 km 30 km 47 km

1300 HM 3100 HM

katschberglauf www.lsc-rennweg.at

9,7 km

800 HM

mountainrun seefeld www.mountainrun-seefeld.at

6 km

1040 HM

dachstein-krippenstein berglauf www.dachstein-extrem.at

8,8 km

1300 HM 3100 HM

grenzstaffellauf veitsch www.grenzstaffellauf.com

8,8 km

1670 HM

18.06.

SBG

18.06.

T

19.06.

KTN

19.06.

T

25.06.

25.06.

STMK

25.06.

pyhrn priel trophy www.pyhrn-priel-trophy.at

8,4 km 25 km 35 km

790 HM 2000 HM 2700 HM

26.06.

SBG

wiechenthalerlauf www.verticallife.at/berglauf

3,8 km

865 HM

26.06.

KTN

nockalmlauf www.schiclub-bkk.at

11,5 km

564 HM

gebirgsjägerlauf www.bundesheer.at

7 km 18 km

250 HM 1130 HM

hutwisch berglauf www.hutwischberglauf.at

5,5 km

428 HM

Juli 2016 01.07.

T

02.07.

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10 km

800 HM

reinischkogler waldsaulauf www.waldsaulauf.at

8,9 km

490 HM

traunsee bergmarathon www.bergmarathon.at

34 km 34 km 70 km

2000 HM 2500 HM 4500 HM

montafon arlberg marathon www.montafon-arlberg-marathon.com

16 km 33 km 42,2 km

600 HM 1190 HM 1600 HM

gernkogel berglauf www.aufiowi.at

10,4 km

1015 HM

zirbitzkogel berglauf www.zirbitz-berglauf.at

11,2 km

1106 HM

ochsenburger berglauf www.redplates.at

8,2 km

320 HM

silvretta 3000 www.ischgl.com

12,1 km 29,9 km 42,2 km

505 HM 1482 HM 1814 HM

KTN

grossglockner berglauf www.grossglocknerberglauf.at

13 km

1494 HM

22.07.

SBG

grossglockner ultratrail www.ultratrail.at

30 km 50 km 110 km

1000 HM 2000 HM 6500 HM

23.07.

STMK

losergipfel berglauf www.sandling.at

8 km

1300 HM

24.07.

KTN

obergailtaler berglauf www.oeav-obergailtal.at

8 km

800 HM

30.07.

T

schlickeralm lauf www.schlickeralmlauf.at

7,5 km 11 km

650 HM 1100 HM

walser trail challenge www.tri-team-kleinwalsertal.com

9 km 15 km 29 km 65 km

1100 HM 990 HM 1900 HM 4200 HM

02.07.

KTN

02.07.

STMK

02.07.

02.07.

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03.07.

SBG

03.07.

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10.07

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31.07.

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SAVE THE DATE: HUDI´s

2016

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Freitag, 8. Juli, ab 16.00 Uhr, Forstsee (Techelsberg/Wörthersee)

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august 2016 06.08.

T

06.08.

montafoner berglauf www.montafon.at/berglauf

2,3 km

500HM

dirndltal extrem www.dirndltalextrem.com

111 km

5000 HM

pitz alpine glacier trail www.pitz-alpine.at

15 km 26 km 42 km 42 km 85 km 100 km

850 HM 1600 HM 2450 HM 3000 HM 5800 HM 6700 HM

06.08.

T

07.08.

KTN

ulrichsberglauf www.asv-maria-saal.at

8,5 km

560 HM

07.08.

KTN

bergmarathon kainach www.tus-kainach.at

44 km

1800 HM

13.08.

STMK

erzberglauf www.erzbergsport.at

12,5 km

788 HM

13.08.

T

ganghofer trail www.ganghofertrail.at

8 km 21,1 km

14.08.

Wien

Vienna trailrun www.viennatrailrun.at

6,4 km 14 km

290 HM 590 HM

15.08.

hinteralm-brutal-lauf www.runnersworld.at

7,5 km

1000 HM

20.08.

T

zillertaler steinbockmarsch www.zillertaler-steinbockmarsch.com

30 km

1871 HM

20.08.

alpkogellauf www.verticallife.at/berglauf

7,4 km

280 HM

)running st orie luke‘s trail(DOG

s

ein paar haben sie sich nden. Natürlich ku Geläner es zu am ls gs ai Tr we ter die Weg durch un n ne ei en mich st us nd ser Freu Mal verlaufen, m er versuchte un ed wi er wetm ht im ec hl d h kein Sc de suchen un rn. Ich bin einfac ch de au or uf nn fz da au ir m en habe ich zum Renn e dazu. Deshalb echeh Fr st ne ich ei , ja og r ild wa ter-#tra ssen. Das antel anlegen la e 25 Kilomemeinen Regenm leidung über di nk ge Re in l mein de Ru n ei s machte zwar heit, dass m ohne Schutz. Da ehr nz m ga t ch ich ni d m un ter rannte blöde Wind ka er es di er ch ab no , ener sie dann Fell nicht trock Glück drehten en oß gr e st m ch ne ei nä m war. Das durch. Und zu doch so schön es r il te we et , W fe ei m hl de Auto. Bei eine extra Sc kten Weg zum re di n de ! ich e ich Mal nehm hen, ohne m e ‚trailrunnen‘ ge können sie allein

hulze Text: Sabrina Sc

nur ter gibt es nicht, Schlechtes Wet ll. Fe ng oder eben schlechte Kleidu ge l de Ru hl mein Das muss sich wo em es di i be ich sie m dacht haben, als e ter auf eine lang et nw ge Re n kalte ich m e men haben. Ohn Berge mitgenom wieRunde über die im kalten Nass ich fand ich m n, rebe St ha ue zu ne gt nz vorher gefra ufen. Eine ga rla he er nt hi nn n ihne n beiden ka der und musste ucht, keiner vo es sg au uns da h sic igen Weg, der cke haben sie denn den richt ge ei ho fs hw ho sc sc ge pen von Bi te die Trails, urger Schieferal n lzb ge Sa in r br de to il Au Te über einen en und warmen en ck tro m be zu nn er t war, ha n fen nach St.Joha Rudel so motivi n ei m r i nu t ch ni eingeladen, dabe sollte. Und weil Freund von mir n ne nei hä ch zu ei ab gl ufen sie auch noch al mich beim La rsucht jedes M legen, um das zu hn Za n zu sein. Der ve ne ei ch no n ho sc s er als zwei Füße. gen, aber da mus eben schneller d sin en ot Pf er ektakel ja noch zu schaffen. Vi ich das ganze Sp nd fa n er n, sonet M en cht nur von unte Auf den erst nn die Nässe ni da d dies al un t er ha ab , st ig ganz lust Fell durchnäs n ei m siv as m en n schon gerne dern auch von ob e, hätte ich dene bt kle ir m Wetan h sei, bei diesem ser ganze Matsc lich nicht nötig rk wi ch do es gesagt, dass

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(e)motion

VIDEO

tipps von björn hunger die richtige kamera Für den jeweiligen Gebrauch sollte man im Besitz der passenden Kamera sein. Wer nur Interesse am POV (Point of View / Helmkamera)-filmen hat, ist mit einer Actioncam gut beraten. Will man jedoch mit Athleten oder Models arbeiten, ist eine normale DSLR (Spiegelreflexkamera) mit Videofunktion für den Anfang das Richtige. So kann man sich nach oben arbeiten, hat nach einiger Zeit genug Erfahrungen und Erkenntnisse gesammelt, um zu wissen, was die Kamera letztendlich können soll, muss, und welches Modell zum eigenen Filmstil passt.

Nimm dir eine Kamera, geh in die Natur oder noch besser gleich auf einen Berg, filme etwas und du wirst merken: am Ende des Tages löst sich all die Arbeit und der Zeitaufwand in Luft auf! Zeit nehmen Ob Anfänger oder Fortgeschrittener: Jeder, der in diesem Bereich tätig ist, sollte sich im Klaren darüber sein, dass es wie im Training ist: Von nichts kommt nichts. Für ein gutes Video muss man bereit sein, das ganze Equipment den Berg hinaufzutragen. Vor allem braucht es Zeit. Ein gutes Video ist nicht in 5 Minuten gedreht.

Der richtige Blick Der Blickwinkel, mit dem man in die Natur geht, ist entscheidend. Ein kleiner Bach, Baum oder gar nur Stein kann ein gutes Motiv darstellen.

Der eigene Stil Entwickle deinen eigenen Stil. Jeder filmt anders, jedem gefällt Anderes, jeder hat eigene Perspektiven. Das soll sich auch in den Videos wiederspiegeln. Nach der Hälfte eines Videos sollte man bereits wissen, von wem es stammt, ohne die ‚Credits‘ gelesen zu haben.

Geschichten erzählen Versuch, etwas zu erzählen. Ein Video zu sehen, das etwas erzählt, macht viel mehr Spaß als ein Video ohne ‚Message‘. Es ist ratsam, sich bereits vor dem Dreh zu überlegen, was man den Sehern eigentlich zeigen und präsentieren möchte. Was soll der Hintergrund sein? Danach kann man den Dreh darauf ausrichten und die Sequenzen so filmen, dass alles zueinander passt.

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BJÖRN Hunger Alter: 18 Jahre Wohnort: Windischgarsten Beruf: Einzelhandelskaufmann Begonnen hat alles mit einer kleinen Actioncam. Nach den ersten verwackelten Videos, aber viel Begeisterung kaufte sich Björn mit seinem ersten Lohn eine Kamera. Viele Videos folgten, kurzum beschloss er – mit viel Talent und Gefühl – Trailrun-Episoden zu drehen. Nach einem Video-Dreh für Episode 7 mit zwei Salomon-Athleten kam es zur Zusammenarbeit mit Salomon Running Austria. Björn arbeitet außerdem intensiv mit zahlreichen Athleten zusammen. Sein Profil auf Vimeo: https://vimeo.com/user14433773


Gestaltung: www.nill.at

SAALBACHER TRAILRUN 3.-4. September 2016 Schattberg King & Queen: 6 km / 1077 HM Trailmaster: 35 km / 2800 HM Endurance Trail (Ã&#x2013;sterreichische Meisterschaft): 85 km / 6000 HM

Info & Anmeldung: saalbach.com oder verticallife.at

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VORSCHAU sommer/HERBST Alle t e a 2 m o nu ne

die nächste ausgabe erscheint am 19. august! In trailrunning szene #05/2016 warten folgende themen auf dich:

Rennberichte Bergmarathon Gmunden Großglockner Ultratrail Material Trinkrucksäcke Alles für den Herbst Gels und Smoothies

Ernährung und Rezepte Öle und Fette

TRAIL TALK Florian Neuschwander

NATUR & ICH Vitaminreiches aus dem Wald

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Training Regeneration

Änderungen vorbehalten.

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Toni Palzer.

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Das Offroad Laufsport Magazin, Juli/August 2016

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