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Vor knapp drei Jahren gründeten Schlagzeuger Andreas « Andy » Arnold, Bassist Cesare « Cece » Bianchi, die beiden Gitarristen Mattia « Mr. H » Tagliaferri und Giuliano « Stütz » Stutz sowie Sänger Matteo « Teo » Magistra die Band. Wie unschwer an den Namen der Musiker zu erkennen ist, kommen Pink Jelly Bean aus dem Tessin, genauer aus der Region Locarno. Einige der Jungs hatten bereits schon vorher zusammen gespielt, da hiess die Richtung aber noch Metal. Nach einem Treffen mit Gitarrist und Studiobesitzer Many Maurer (exKrokus, ex-Ain't Dead Yet) überdachten die Tessiner ihre musikalische Situation und beschlossen mit neuen Musikern auch ihre musikalische Ausrichtung neu zu definieren. Fortan stand riffbetonter Hardrock in Anlehnung an AC/DC, Rhino Bucket, Cinderella und Konsorten auf dem Programm. Im Herbst letzten Jahres enterten die rosa Gelee-Bohnen Many Maurers Luzerner Soundtraxx-Studio und nahmen drei Songs auf, die nun in Form der EP „Down Down“ vorliegen. Geboten wird vorerwähnter krachender Riffrock, der sich durch gutes Songwriting auszeichnet und von Many Maurer satt und druckvoll in Szene gesetzt wurde. Speziell Sänger Teo Magistra zeichnet sich durch echte Schreihals-Qualitäten aus, die denen von Georg Dolivo (Rhino Bucket) sehr nahe kommen. Die Band rockt frisch, tight und dynamisch auf hohem Energielevel. Erhältlich die EP über die Pink Jelly Bean Website www.pinkjellybean.ch. Momentan erledigt die Band noch alle Arbeiten in Eigenregie, wie auch das zum Song „Take A Ride“ fabrizierte Video, dass man sich auf der Homepage reinziehen kann. Auf die Frage, weshalb nur 3 Songs auf der EP sind, antwortet Drummer Andy: „Wir haben die EP in erster Linie gemacht, um auf die Band aufmerksam zu machen und so hoffentlich an Konzerte heranzukommen. Dafür sollten erst mal drei Songs ausreichen. Im Tessin sind die Auftrittsmöglichkeiten sehr überschaubar, deshalb möchten wir jetzt gern mehr nördlich der Alpen spielen. Wir hoffen, dass uns die Aufnahmen dabei helfen.“ Das ist in der Tat zu hoffen, denn das Tessiner Quintett ist mit „Down Down“ auf Anhieb ins obere Drittel der Schweizer Hardrock-Liga gestürmt. Momentan ist die Truppe bereits wieder mit intensivem Songschreiben beschäftigt, denn in diesem Jahr soll eine zweite EP nachgeschoben werden.

CRYSTAL BALL Dawnbreaker Massacre Records

mv. Die Schweizer Crystal Ball hatten viele vermutlich bereits abgeschrieben. Satte sechs Jahre ist es her seit der letzten Scheibe und nach dem Ausstieg von Sänger Marc Sweeney sah es lange so aus, als wäre die so erfolgreich gestar-

tete Band nun erledigt. Doch mit „Dawnbreaker“ sind Crystal Ball überraschend zurück und präsentieren mit dem Wuppertaler Steven Mageney einen neuen kompetenten Mann am Mikrofon. Einen Stilbruch gibt es trotz neuer Besetzung glücklicherweise nicht zu vermelden, auch die neue Scheibe bietet wieder einen schönen Mix aus klassischem Hard Rock und Melodic Metal und dürfte vor allem Fans von Pretty Maids, Axxis, Mad Max oder Pink Cream 69 gefallen. Gerade an Letztere fühlt man sich sehr oft erinnert, da Neusänger Mageney von der Stimme her mehr als einmal wie ein kleiner Bruder von Andi Deris (Helloween, ex-Pink Cream 69) klingt. Abgesehen von der etwas gar kitschigen Ballade „Eternal

Flame“ (mit welcher sich Crystal Ball übrigens beim Schweizer Vorausscheid des Eurovision Songcontest durchsetzen wollen) wird auf „Dawnbreaker“ meist kräftig gerockt. Songs wie „Power Pack“, „Walls Fall Down“ oder „Break Of Dawn“ machen Spass und dürften auf der Bühne super abgehen. Was dem Album aber definitiv fehlt sind ein paar ganz grosse Momente oder Überraschungen. Songs welche aus der breiten Masse der unzähligen Veröffentlichungen in dieser Stilart meilenweit herausragen und immer wieder gehört werden wollen. „Dawnbreaker“ ist mitnichten ein schlechtes Album, aber man wird den Verdacht nicht los, dass da noch etwas mehr drin gewesen wäre. Trotzdem natürlich erst mal schön, dass Crystal Ball wieder im Spiel

sind und hoffentlich auch live bald wieder kräftig Gas geben werden

TINTA LEAL Dog Eat Dog BandCamp, Amazon, iTunes

lg. Schon wenige Monate nach dem gelungenen Debüt "Take Control!" legen Tinta Leal ein

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TRACKS 1 14 (Januar/Februar)  

Das grösste Schweizer Gratis-Print-Musikmagazin informiert aktuell über Pop, Rock, Metal, Blues, Country/Americana sowie über die Live-Szene...

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