> Im www.Odenwald.Shop keine Maskenpflicht - So haben Aldi, Rewe, Lidl & Co. entschieden

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Maskenpflicht: So haben Aldi, Rewe, Lidl & Co. entschieden

Maskenpflicht: So haben Aldi, Rewe, Lidl & Co. entschieden echo-online.de/wirtschaft/wirtschaft-ueberregional/maskenpflicht-so-haben-aldi-rewe-lidl-coentschieden_25453879 31. März 2022

Donnerstag, 31.03.2022 - 14:08 Gesundheitsminister Lauterbach forderte die Supermarkt-Ketten und Discounter auf, die Maskenpflicht per Hausrecht selbst durchzusetzen. Warum der Handelsverband darüber sauer ist.

Von Ralf Heidenreich Leiter Redaktion Wirtschaft

Mit Maske zum Einkauf? Für die meisten Menschen inzwischen Normalität. (Foto: Christoph Soeder)

REGION - Der Handel ist sauer auf Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Mit dem proklamierten Ende der Pandemie hat der Bund keine rechtliche Handhabe mehr, nach dem 2. April eine generelle Maskenpflicht im Handel durchzusetzen. Lauterbach, der persönlich die Weiterführung der Pflicht befürwortet, forderte die Länder dann dazu auf, im Rahmen der Hotspot-Regelungen die Maskenpflicht auf Landesebene weiterlaufen zu lassen. Doch wo keine Hotspot-Regelung, da auch keine mögliche Pflicht. Denn in Hessen und Rheinland-Pfalz werden die Voraussetzungen für eine HotspotRegelung Stand jetzt nicht erfüllt. Warum ist der Handelsverband sauer? Als letzte Chance für eine Weiterführung der Maskenpflicht brachte der Gesundheitsminister dann das Hausrecht ins Spiel. Er fordert die Supermarktketten und https://www.echo-online.de/wirtschaft/wirtschaft-ueberregional/maskenpflicht-so-haben-aldi-rewe-lidl-co-entschieden_25453879

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Discounter dazu auf, die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske per Hausrecht selbst durchzusetzen, um Kunden und Personal besser zu schützen. Doch dieses Ansinnen weist der Handelsverband Deutschland (HDE) klar zurück. Vielmehr ist es aus Sicht der Dachorganisation „schon sehr verwunderlich, wenn der Minister kurz nach Verabschiedung der gesetzlichen Änderung an die Handelsunternehmen appelliert, mithilfe ihres Hausrechts weiterhin eine Maskenpflicht durchzusetzen“. WERBUNG Die Unternehmen dürften hier nicht „mutwillig in die Rolle eines Ersatz-Gesetzgebers gedrängt werden“. Die Politik setze den Rahmen für die Pandemiebekämpfung, „die Handelsunternehmen tragen seit Jahren alles dazu bei, die Vorgaben best- und schnellstmöglich umzusetzen. Das ist die korrekte Rollenverteilung“, so der HDE weiter, der an die Eigenverantwortung der Bürger appelliert. So geht er davon aus, „dass viele Kundinnen und Kunden freiwillig weiterhin die Maske beim Einkaufen tragen werden“. Wie haben sich die großen Supermarktketten und Discounter nach Lauterbachs Aufruf entschieden?

HESSEN UND RHIENLAND-PFALZ Hessen und Rheinland-Pfalz verfahren beim Ende der Maskenpflicht unterschiedlich: In Hessen gelten die neuen Regeln schon ab diesem Samstag, und damit auch schon gleich am Haupteinkaufstag der Woche. In Rheinland-Pfalz hingegen fallen die Maskenpflicht und andere Beschränkungen erst ab Sonntag. Abgesehen vom Brötchenkauf am Sonntag wird das also voraussichtlich erstmals am Montag größere Auswirkungen haben.

Dieser Inhalt stammt aus einer externen Quelle, der Sie aktiv zugestimmt haben. Sie können diese Cookie-Einstellung jederzeit anpassen. So haben sich die Unternehmen entschieden Nach Ansicht von Aldi-Süd „gilt es abzuwarten, wie anschließend die konkrete Ausgestaltung der Corona-Schutzverordnungen der Bundesländer aussehen wird“. Die darin festgelegten Regelungen seien für den Discounter maßgebend. „Überall dort, wo die Verordnungen eine Maskenpflicht als Schutzmaßnahme vorsehen, werden wir diese gesetzliche Vorgabe selbstverständlich umsetzen“, erklärte eine Sprecherin. Werde keine Maskenpflicht vorgeschrieben, behalte man sich eine Empfehlung an Mitarbeiter und Kunden vor, weiterhin freiwillig eine Maske zu tragen. Aldi-Süd wird also die Maskenpflicht nicht per Hausrecht durchsetzen. Ergo muss man in den Märkten nach dem 2. April Stand jetzt keine Maske mehr tragen. Auch die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, orientiert sich „grundsätzlich an den Verordnungen der Bundesländer, den jeweiligen regional gültigen Allgemeinverfügungen sowie der Corona-Arbeitsschutzverordnung und setzen diese entsprechend um“. Hinsichtlich der Maskenpflicht beobachte man die Entwicklungen in

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den einzelnen Bundesländern. „Sollten die jeweiligen Landesverordnungen die Aufhebung der Maskenpflicht für Kunden vorsehen, werden wir diesen folgen“, so eine Sprecherin. Lesen Sie auch: Ende der Maskenpflicht: So reagieren Aldi, dm, Rewe & Co. Auch in den Filialen von Lidl und Kaufland fällt also in Hessen und Rheinland-Pfalz zum Stichtag die Maskenpflicht. Die Rewe-Gruppe, zu der auch der Discounter Penny gehört, wird ebenfalls nicht das Hausrecht bemühen. „Die behördlichen Pandemie-Maßnahmen werden von den Ländern und Kommunen vorgegeben - wir setzen die von den Behörden gemachten Anordnungen entsprechend um“, antwortete ein Sprecher kurz und bündig. Globus geht den gleichen Weg. „Wir werden uns – wie bisher auch in der Pandemie – an die jeweils gültigen Regelungen der jeweiligen Bundesländer halten. Wenn die Maskenpflicht fällt, fällt diese auch in unseren Markthallen weg“, sagte Sascha De Rosa, Leiter Krisenmanagement Pandemie bei Globus. Sowohl Mitarbeitern als auch Kunden stehe es frei, „weiterhin eine Maske zu tragen, um sich und andere dadurch zu schützen.“ Auch Edeka setzt in seinen Märkten auf Freiwilligkeit. „Leider hat der Gesetzgeber mit der Novelle des Infektionsschutzgesetzes entschieden, dass die Pflicht zum Tragen von Masken nur noch in Ausnahmefällen und in besonderen Hotspots angeordnet werden kann“, kritisierte Edeka gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. „Man kann daher nun nicht erwarten, dass wir mithilfe des Hausrechts weiterhin eine Maskenpflicht durchsetzen.“ Der Drogerieriese dm wird, „wie seit Beginn der Pandemie, die jeweils geltenden gesetzlichen Verordnungen in unseren Märkten umsetzen und unsere Hygienekonzepte entsprechend anpassen“, wie das Unternehmen bereits vor ein paar Tagen mitgeteilt hatte. Laut dpa müssen Kunden auch beim Möbelhändler Ikea, bei der Bekleidungskette Ernsting’s family, der Kaufhauskette Woolworth und der Buchhandelskette Thalia zum genannten Stichtag keine Maske mehr tragen. Den Besuchern werde aber empfohlen, weiterhin den Mund-Nasen-Schutz zu nutzen.

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