10.3.2019
Erbach bangt um Wiesenmarkts-Traditionsstand
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Der französische Wein- und Käsestand als Begründer des europäischen Elements auf dem Erbacher Wiesenmarkt droht 2019 außen vor zu bleiben.
Das geschlossene Bild des Europäischen Dorfs beim Erbacher Wiesenmarkt ist durch Beschickungs-Probleme der französischen Freunde in Pont bedroht. Archivfoto: Melanie Gessner/Stadt Erbach ERBACH - Mit Entsetzen hat die Erbacher Stadtverordnetenversammlung in ihrer jüngsten Sitzung auf die Aussicht reagiert, dass der Wiesenmarkt 2019 ohne den traditionellen Wein- und Käse-Bewirtungsstand der Partnerstadt Pont-de-Beauvosin stattfinden könnte. Abgeordnete wie Stadtverordnetenvorsteher Antonio Marques Duarte oder Gernot Schwinn warnten eindringlich vor den Folgen eines solchen Ausfalls sowohl für die Intensität der Beziehungen mit den französischen Partnern als auch für die Gesamtwirkung des größten Odenwälder Volksfests. Beide verbanden dies mit dem Appell an alle Gremien und Stellen der Stadt, doch noch eine französische Präsenz auf dem Markt zu ermöglichen. Personalnot der Nachbarn besiegelt das Aus Mit dem Unbehagen des Parlaments konfrontiert, sicherte Bürgermeister Dr. Peter Traub einen nochmaligen Aufruf des Themas bei der Marktvorbereitung zu, nachdem er das Aus für den Pont-Stand eingangs als vollendete Tatsache publik gemacht hatte. Nach Angaben des https://www.echo-online.de/lokales/odenwaldkreis/erbach/erbach-bangt-um-wiesenmarkts-traditionsstand_20004659
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Verwaltungschefs haben sich die französischen Partner außerstande erklärt, das übliche Team zur Führung des Ausschanks nach Erbach zu schicken. Maßgeblich dafür sei das unglückliche Zusammentreffen eines fälligen Generationswechsels und einer anstehenden politischen Neuaufstellung im Pont. „Unsere Freunde haben da dieses Jahr einfach nicht die personelle Kraft, sich auch noch um den Wiesenmarkts-Stand zu kümmern“, sagte Traub. Für das Europäische Dorf bedeute das nach seiner Überzeugung keinen Einschnitt, „weil es sich als starke Eigenmarke so entwickelt hat, dass es Variationen ohne Weiteres verträgt“. Dies gelte umso mehr, als auf eine Rückkehr der Franzosen unter besseren Umständen gezählt werden könne. Wie der Bürgermeister hinzufügte, werden deshalb von der Marktorganisation bereits Verhandlungen über eine alternative Standbesetzung geführt, die etwa von den Schotten als Partnern des Kreises kommen könnte. Ohne dass es dazu Vorbehalten gegenüber Küche und Keller auf den britischen Inseln oder Brexit-Verunsicherungen bedurft hätte, führte diese Aussage eine reservierte Stimmung im Plenum herbei, deren Hintergründe dann Gernot Schwinn in Worte fasste: Für viele gehört der FranzosenStand sehr wohl zum Markenkern nicht nur des Europäischen Dorfs, sondern des gesamten Wiesenmarkts. Schließlich waren es die Freunde aus Pont, die mit ihrer Wein- und Käsebewirtung lange vor den drei anderen Partnerstädten das Volksfest bereicherten und damit der heutigen Partnerschafts-Arena erst den Weg bereiteten. Zudem sind gerade von den Kontakten beim Wiesenmarkt immer wieder Impulse ausgegangen, die der Jumelage gerade jetzt guttun würden. „Wenn wir das einmal ausfallen lassen, riskieren wir, für immer eine Lücke zu reißen“, fasste Schwinn zusammen. „Und dagegen sollten wir uns mit allen Möglichkeiten stemmen.“ Kommentare
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