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DAS SCHWEIZER FACHMAGAZIN FÜR DIGITALES BUSINESS

Die Enterprise Software Plattform

Sämtliche digitalen Unternehmens-Ressourcen stehen zentral für alle Anwender zur Verfügung

20-2 / 11. Jg.

Erfolg mit Mobile Business New Work – schöne neue Welt? Digitale Produkte auf dem Vormarsch Führung von virtuellen Teams

Finanzsoftware: unverzichtbar Finanzprozesse automatisieren

swissmade | servicebasiert SOA | webbasiert updatefähig | skalierbar | cloudbasiert www.opacc.ch

Die Zukunft des Zahlungsverkehrs Marktübersicht Finanzlösungen


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Das Zahlen wird einfacher. Dank der neuen QR-Rechnung. Die QR-Rechnung modernisiert ab 30. Juni 2020 den Schweizer Zahlungsverkehr. Sie ersetzt nach einer Übergangsfrist alle bisherigen Einzahlungsscheine. Sie werden sie ab Sommer also immer öfter in Ihrem Briefkasten finden. Sie haben drei Möglichkeiten, die QR-Rechnung zu bezahlen: mit einem Mausklick via E-Banking Unterstützt durch:

mit einem Fingertipp via Mobile Banking

oder mit einem Fussmarsch zur Post

Mehr erfahren Sie auf einfach-zahlen.ch


topsoft Fachmagazin 20-2

Editorial In eigener Sache

Adieu Marcel Siegenthaler

Editorial | Inhaltsverzeichnis

Seite 3 Seite 5

Mobile Business

Die nächste Generation des Mobile Marketings

Seite 6

Potenziale nutzen: Mobile Business für KMUs

Seite 8

5 Führungstipps für virtuelle Teams Seite 10 Auch mobil nahtlos zusammenarbeiten

Seite 12

Wo bitte geht es nach New Work?

Seite 14

Sicher aus der Ferne: Privileged Access für Remote-Administratoren Seite 17

Kolumne

Digitale Kompetenzen gehören in den Verwaltungsrat

Finanzsoftware

Frischer Wind im Schuhkarton

Seite 19 Seite 20

Interview mit Alain Veuve, Accounto Seite 21 IT-Partner für Ihr Unternehmen: Finanzsoftware

Seite 23

Einführung der QR-Rechnung – sind Sie bereit?

Seite 29

Interview mit Claudio Hintermann, Abacus Research AG

Seite 30

ZUGFeRD – Strukturierter Rechnungsaustausch in Europa

Seite 32

topsoft Fachmesse

topsoft 2020 – kompakt und hybrid

Seite 22

Kolumne

Das nahende Ende des SoftwareMonolithen

Seite 35

Technologie

Partnerschaft für kostengünstigen IoT-Einstieg

Seite 36

Know-how

Wenn ein Virus die Digitalisierung vorantreibt In der Vergangenheit hat man Viren in erster Linie mit Cyberattacken auf Computer in Verbindung gebracht. Sicherheit, Erreichbarkeit und Leistungsfähigkeit von digitalen Systemen wurden in Frage gestellt. Dieses Jahr hat ein realer Virus paradoxerweise die Situation gedreht. Ab ins Homeoffice und arbeiten über Skype, Zoom, Cloud und Co., so hiess die Devise. Schulen und Unternehmen rüsteten schleunigst auf und schworen sich auf Digitalisierung im Schnellzugtempo ein. Inzwischen scheint man den gefährlichen COVID-19-Virus in Griff zu bekommen, allerdings sind die wirtschaftlichen Auswirkungen massiv. Auch hier wird in vielen Betrieben wieder auf die digitale Karte gesetzt. Schon jetzt zeigt sich, dass unsere Gesellschaft ohne Digitalisierung nicht auskommen wird. Erstaunlich ist für mich persönlich die digitale Entwicklung im Finanzbereich. Mit Abacus, Accounto und anderen Anbietern sorgen Dienstleister für Bewegung, wo man ansonsten Banken und andere Institute vermutet hätte. Vieles ist in Bewegung und Claudio Hintermann, CEO von Abacus Research, spricht im Interview sogar von historischen Dimensionen. Veränderung ist auch bei der topsoft angesagt. Mit dem Tod von Dr. Marcel Siegenthaler verlieren wir nicht nur einen der Gründer, sondern einen lieben Freund. Im Andenken an Marcel wollen wir die gemeinsame Sache voranbringen. Neue Formate – digital und analog – sind geplant. Wir entwickeln uns weiter, genauso wie Sie. Viel Erfolg und bleiben Sie gesund.

Thermomix, neon & Co. – die Erfolgsfaktoren für digitale Produkte Seite 38 Die Krise nutzen, um die digitale Transformation zu beschleunigen

Seite 40

Wildcard

Effiziente Einsatzplanung – Vorsprung durch Digitalisierung

Kolumne

Sind dynamische Preise fair?

Seite 42 Seite 43

Partner

Digital Business – Lebenslanges Lernen

Seite 44

Die Pandemie hat die Schwächen im Digital Marketing offengelegt Seite 45

Markt

Christian Bühlmann | Editor in Chief c.buehlmann@topsoft.ch

Anbieternews

Seite 46

Fallstudien – wir zeigen IT-Projekte ganz konkret

Seite 47

IT Agenda / Impressum

Seite 48

P.S. Aufgrund der aktuellen, leider immer noch unsicheren Situation rund um die Corona-Massnahmen fällt die diesjährige topsoft Fachmesse in ihrer gewohnten Form aus. Neue Formate werden uns helfen, dieses Jahr adäquat zu überbrücken. Mehr dazu auf Seite 22.

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Daten 2020

SKO-Führungslehrgang II «Wirkungsvoll und agil führen im dynamischen Umfeld» (Kooperation mit Kalaidos Fachhochschule Schweiz)

Führungskräfte werden im aktuell dynamischen Umfeld ständig mit Veränderungssituationen konfrontiert. Geschäftsfelder verändern sich und Agilität wird gefordert; der Umgang mit den unterschiedlichen Energien in verschiedenen Spannungsfeldern ist herausfordernd. Erfahren Sie in diesem SKO-Lehrgang, wie Sie Ihre Wirkung als Führungskraft im Dreieck von Organisation, Strategien und Menschen erhöhen können. Sie lernen, Ihre Führungsrolle klar zu definieren und sie in den unterschiedlichen Situationen agil und zielorientiert einsetzen. Investieren Sie 5 Tage in Ihre Führungspersönlichkeit und nutzen Sie diese Zeit, um Ihre Potenziale gezielter auszuschöpfen und neue Führungsansätze kennen zu lernen.

Anmeldung: sko.ch/fuehrungslehrgang oder E-Mail: training@sko.ch

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Vorstudium: Lehrmittelbearbeitung

Modul 1

Modul 2

Modul 3

Modul 4

Modul 5

(1. Tag) Freitag 25. September

(2. Tag) Samstag 26. September

(3. Tag) Freitag

(4. Tag) Donnerstag

(5. Tag) Montag

2. Oktober

5. November

9. November

Ich als Führungskraft

Wirksame Zusammenarbeit im Team

Systemisches Denken in der Führung

Führen im dynamischen Umfeld

Führungswirkung erzielen

Abend Treff mit Überraschungsgast

Zwischenphase: Analyse des eigenen Teams

Abend Rahmenprogramm

Abschlussarbeit: Erarbeitung «Ich als Führungspersönlichkeit (Reflexion)»


topsoft Fachmagazin 20-2

In eigener Sache

Adieu

Marel Siegenthaler

Das topsoft Fachmagazin, die OnlinePlattform topsoft.ch, das Consulting und der Software Contest kamen im Laufe der Jahre dazu. Dabei war es für Marcel in allen Formaten immer sehr wichtig, dass wir verständliche Inhalte produzieren und die Anwender nicht zusätzlich verwirrten. Er achtete darauf, dass wir jeweils konkrete Orientierungshilfen bieten, also Hilfe zur Selbsthilfe. Die Anwender standen immer im Fokus der Arbeit von Marcel Siegenthaler. Auch sein Ratgeber «Business Software als Erfolgsfaktor im Unternehmen» sollte genau diesem Anspruch genügen und stiess auf grosses Interesse.

Für 21 Jahre hat mein Geschäftspartner und Freund Marcel Siegenthaler die topsoft und auch meinen Weg entscheidend mitgeprägt. Sein viel zu früher Tod im Alter von gerade mal 58 Jahren war ein Schock für alle, die Marcel gekannt und geschätzt haben. Marcel Siegenthaler und ich begegneten uns im Februar 1999. Ich hatte mich für ein Nachdiplomstudium an der FHNW eingeschrieben und Marcel wurde mir als Coach und Betreuer für meine Semester- und Diplomarbeit zugeteilt. Sein eigenwilliger Humor, seine fröhliche Freundlichkeit und seine teils flapsigen Sprüche gefielen mir gut. Und natürlich war ich heilfroh, dass sich dieser «Herr Doktor Siegenthaler» nicht als staubtrockener Akademiker entpuppte... Schnell entwickelte sich zwischen uns eine freundschaftliche Beziehung. Meine Semester- und Diplomarbeit trug den Titel «Konzept für die Planung und Steuerung unter Berücksichtigung soziotechnischer Gestaltungsgrundsätze in der Organisation». Damit traf ich genau den Geschmack von Marcel Siegenthaler, er war als Experte voll in seinem Element. Doch meine Diplomarbeit war für Marcel nicht alles, nicht selten quatschten wir über alles Mögliche. Marcel war vielseitig interessiert und so waren die Gespräche niemals langweilig. Das tat der Qualität seiner fachlichen Betreuung aber keinen Abbruch. Ich kenne keine andere Person die komplexe Sachverhalte so schnell und derart effizient auf das Wesentliche reduzieren kann. Nach Abschluss des Studiums wechselte ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die FHNW, logischerweise ins Team von Marcel Siegenthaler. Wir waren in der Zwischenzeit nicht nur Kollegen, sondern wirklich Freunde geworden. Damals organisierte Marcel am Institut eine kleine IT-Fachmesse namens topsoft mit knapp 30 Ausstellern. Gemeinsam begannen wir, die kleine Messe zu pushen. Fünf Jahre später waren es bereits 80 Aussteller – wir mussten für die Durchführung der topsoft Zelte an die Turnhalle in Windisch anbauen. Langsam wurde das «Projekt» für eine Fachhochschule allerdings zu gross, deshalb kam es zum Spin-off und wir gründeten am 1. Februar 2005 die schmid + siegenthaler consulting gmbh. Es war der Startpunkt einer bis heute spannenden Reise mit der topsoft. Unsere Messestationen führten von Windisch über Schönenwerd, Bern, Winterthur und Lausanne sogar bis nach Stuttgart, wo wir einmal unter dem Schirm der «IT-Business» Halt machten. Ab 2011 fand die topsoft dann in der Messe Zürich und seit 2019 in der Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach statt. Und immer war Marcel Siegenthaler mit Herzblut dabei. Denn etwas war ihm immer wichtig: Persönliches Engagement, auch körperlich beim Messeaufbau. Das lebendige Eventbusiness war der ideale Ausgleich zu seiner sonst kopflastigen Arbeit.

Die Anwender sowie die Beratung lagen ihm sehr am Herzen, bei komplexen Aufgabenstellungen seiner Kunden kam er regelmässig ins Schwärmen. Fachlich konnte unserem «Mister ERP» niemand so schnell das Wasser reichen. Dieses Jahr wurde unser gemeinsames Unternehmen bereits 15 Jahre alt. Deshalb machten Marcel und ich auch konkrete Pläne, wie wir dieses Ereignis nach Corona etwas feiern könnten. Doch dazu kam es leider nicht mehr, unser gemeinsamer Weg nahm ein abruptes Ende. Am 26. April 2020 blieb Marcels Herz völlig überraschend stehen. Er hatte noch so viele Ideen und Projekte, die er verfolgen wollte, privat und geschäftlich. Auch für die topsoft Fachmesse hatte er frische Inhalte in Petto. Doch wegen des Coronavirus findet 2020 nach 23 aufeinander folgenden Jahren keine topsoft Fachmesse statt. Irgendwie musste es wohl so sein... Mit kleineren Live-Events überbrücken wir die Zeit bis zur nächsten topsoft Fachmesse 2021. Auch das Fachmagazin und das Consulting-Business werden weiter ausgebaut, ganz im Sinne von Marcel Siegenthaler. Lieber Marcel, vielen Dank für den gemeinsamen Weg, du hast ihn entscheidend geprägt. Es war mir eine Ehre.

Cyrill Schmid

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Mobile Business topsoft Fachmagazin 20-2

Die nächste Generation des Mobile Marketings Rich Communication Service RCS ist der designierte Nachfolger von SMS & Co. und macht Messaging zum interaktiven Multimedia-Erlebnis für Anwender und Unternehmen. Der neue Kommunikations-Standard bereichert den Kunden-Dialog durch multimediale, personalisierbare & interaktive Elemente. So können Reservierungen, Bestätigungen oder Käufe direkt in der Nachricht getätigt werden. Konkret bedeutet das, dass sich Unternehmen auf ein neues Level Business-Messaging freuen dürfen. >> Remo Schilliger | nextage GmbH

Mobile Nachrichten-Dienste wie SMS, MMS oder Messaging Diensten wie WhatsApp, Apple iMessage oder Facebook Messenger aus der mobilen Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Mit RCS kommt nun ein neuer Kanal hinzu, welcher die Vorteile der bisher bekannten Messaging Dienste weitgehend vereint und schnelle Verbreitung finden wird. Denn es ist nicht zwingend notwendig eine neue App zu installieren. Android von Google hat seine Messages App, die bisher primär für SMS verwendet worden ist, aktualisiert und somit RCS-fähig gemacht. Die App ist bereits bei mehr als einer Milliarde Benutzern weltweit installiert und so hat RCS bereits eine enorme Verbreitung. RCS Messaging ist der nächste grosse Schritt bei der Schaffung eines Omni-Channel-Messaging-Dienstes, der die Customer Experience verbessert und zu höheren Engagement-Raten für Ihre Kampagnen führt. Mittels dieses Standards werden Nachrichten nun interaktiv und können multimediale Elemente wie Videos, Animationen, Karten oder farbig hervorgehobene Aktions-Angebote mit klickbaren Buttons beinhalten. So können Reservierungen, Bestätigungen oder Käufe direkt in der Nachricht getätigt werden, was die Conversion-Rate dadurch deutlich steigern wird.

Was versteht man unter Rich Communication Service? Rich Communication Services, kurz RCS, ist ein Standard für Mobile Messaging Services in der Telekommunikation. Es handelt sich um einen infrastruktur-basierten Dienst und nicht um eine spezifische App. Der Standard ermöglicht verschiedenste Anwendungen wie Kurznachrichten, Chat, Gruppen-Chat, Videokommunikation, Übertragung des Standorts, Sprache oder Dateien (und noch vieles mehr). Als Google im Jahr 2015 das Unternehmen Jibe übernommen hatte, hat dies dem Standard RCS einen Boost verpasst. Als Teil der GSM Association hat Google nun basierend auf RCS einen neuen Industrie-Standard für 6

das Business Messaging vorangetrieben mit dem Namen Universal Profile. Universal Profile bietet Funktionen und technische Grundlagen für die private und geschäftliche Nutzung des RCS Standards. Die GSMA wird von über 750 Operatoren und fast 400 Firmen im mobilen Ökosystem getragen und ist die führende Organisation in dieser Branche.

Wie wird es genutzt und was braucht es dazu? Das Gerät des Empfängers muss die RCSFähigkeit unterstützen. Moderne Geräte, welche mit einer aktuellen Android-Version ausgestattet sind, nutzen standardmässig RCSDienste, sind also bereits ready. Bei einem

Google Android Gerät, wie zum Beispiel das Google Pixel, ist die Standard-RCS-App «Messages». Ansonsten kann die App «Messages» im Google-Play-Store herunterladen geladen werden. Sollte ein Empfänger nicht über die RCS-Funktion verfügen, so wird die Nachricht automatisch in eine SMS oder MMS umgewandelt. Zudem ist wichtig, dass der Telekommunikationsanbieter (Swisscom, Salt, Sunrise etc.) ebenfalls den RCS-Dienst anbietet, beim Sender, wie auch beim Empfänger.

Welche Funktionen gibt es? Es gibt bereits zahlreiche Funktionen und Einsatzgebiete. Diese können je nach App, Gerät oder Telekommunikations-Anbieter variieren.


Mobile Business

Chat ∙ Anzeige, wer gerade etwas eingibt ∙ Gruppen-Chat Multimedia ∙ Animationen und GIFs ∙ Abspielen von Videos ∙ Darstellung von Bilder-Karussell ∙ Rich Card Carousel Multiplattform-Support ∙ Nutzung als App auf mobilen Geräten ∙ Nutzung im Browser Integration ∙ Komplette Integration der GoogleSuchfunktion ∙ Integration von Google Assistant ∙ Integration von Google Places ∙ Bilder teilen ∙ Überweisung und Anforderung von Geld Business ∙ Live-Tickets (Flüge, Konzerte etc.) ∙ Chat-Bots ∙ Conversational Commerce ∙ Branding und Brand-Verifizierung Sicherheit ∙ Echtzeit Spam-Schutz Bei RCS wurden zudem speziell dafür neue Funktionen entwickelt und standardisiert. Die GSMA hat dazu Spezifikationen dokumentiert. Dadurch werden zusätzliche Möglichkeiten definiert und eröffnet:

∙ Chatbot Profil ∙ Chatbot Verifikation ∙ Anonymisierung des Nutzers gegenüber dem Chatbot ∙ Chatbot Verzeichnisse ∙ Deep Links ∙ Vermeidung von Spam und unangemessenen Inhalten ∙ Antwortvorschläge und Aktionen/Chips

Möglichkeiten für Unternehmen Für Unternehmen eröffnet sich ein neuer Marketing Kanal in der mobilen Kommunikation. Beispielsweise können in-App-Käufe wie Flugbuchungen, Kartensuche oder Bezahl-Möglichkeiten in eine Nachricht integriert werden. Diese und viele weitere Möglichkeiten kreieren einen zusätzlichen Verkaufs- und Kommunikations-Kanal mit grossem Potenzial.

Messaging as a Platform – Lösungen Um über diesen Kanal als Unternehmen mit Kunden interagieren zu können, gibt es bereits Lösungen, welche in den Startlöchern stehen. Diese ermöglichen die Direkt- oder Massen-Kommunikation und vereinfachen die Erstellung, den Versand und die Auswertung. Eine solche Business-Lösung ist zum Beispiel websms, welche eine der Ersten in der Schweiz sein wird mit RCS Funktionalitäten. nextage ist der Schweizer Partner von websms.

Der Autor Remo Schilliger ist Gründer und Geschäftsführer der Firma nextage GmbH. nextage hat seit 1999 die Zukunft als Ziel und führt Firmen erfolgreich in die digitale Zukunft. Er verfügt über umfangreiche internationale und nationale Projekterfahrung und ist Experte in den Bereichen E-Mail-Marketing, Marketing Automation und Mobile Marketing.

Erster Schweizer Business-Case von Visilab Es gibt erste wenige Schweizer Business Cases wegen der fehlenden RCS-Verfügbarkeit, jedoch gibt es zahlreiche erste Cases von Firmen, welche in anderen Ländern gestartet sind. Die Schweizer Optikerkette Visilab hat zusammen mit Swisscom und Ericsson zum Beispiel einen Showcase erstellt, welcher an der letztjährigen Mobile World Congress in Barcelona gezeigt wurde.

Verfügbarkeit Im Moment (Stand April 2020) haben Google und Microsoft Lösungen auf ihren Plattformen. Apple hat sich noch nicht geäussert, ob sie RCS zukünftig unterstützen werden. Die Verfügbarkeit von RCS ist zudem je nach Land und Telekomanbieter unterschiedlich. So ist in den USA und Frankreich RCS schon verfügbar. Die Schweizer Telekomanbieter sind noch nicht soweit und offizielle Termine fehlen im Moment. Gemäss inoffizellen Quellen wird die Verfügbarkeit in der DACH-Region mit dem Q4 2020 angegeben.

Fazit und Einschätzung Der RCS Standard hat das Potenzial, um einen neuen globalen Standard für die private, wie auch geschäftliche Kommunikation zu schaffen. Das bereits vorhandene Ökosystem ist mit namhaften Playern versehen und Google als einer der grossen Treiber hat die Möglichkeiten und Ressourcen, die notwendige Marktdurchdringung zu schaffen, vor allem mit der grossen Verbreitung von Android. Einer der wichtigen Knackpunkte ist jedoch sicherlich die Reaktion von Apple, das mit iMessage über eine eigene und erfolgreiche Plattform verfügt. Auch Facebook mit WhatsApp und seinen anderen Portalen wird ein entscheidender Faktor sein.

Bildquelle: websms

Falls die notwendige Akzeptanz und die Marktdurchdringung entstehen, kann der neue Standards den Endkonsumenten und auch den Firmen viel Nutzen bringen und dies ist schlussendlich das, was über den Erfolg der Lösung entscheiden wird. << 7


Mobile Business topsoft Fachmagazin 20-2

Potenziale nutzen: Mobile Business für KMUs Nächstes Level für Interaktion, Transaktion, Kommunikation und Information

Die letzten Wochen und Monate haben alle Unternehmen weltweit vor immense Herausforderungen gestellt. Neben gesundheitlichen Aspekten war es vor allem die Nutzung digitaler Tools. Ob im Privaten oder Beruflichen – kaum einer kam und kommt ohne zurecht. Auch wenn die Schweiz in Sachen Digitalisierung weiter ist als viele ihrer Nachbarländer, konnten einige Unternehmen ihr Wissen auf diesem Gebiet noch erweitern. Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf das Mobile Business – also das Geschäft über mobile Endgeräte wie Laptop, Smartphone oder Tablet. Gerade heute, aber auch in Zukunft, bietet dieser mobile Ansatz ein enormes Potenzial. Um die digitalen Möglichkeiten auszuschöpfen, braucht es unter anderen eine zuverlässige Business Software. Denn die kann weit mehr als nur Ressourcen, Kapital und Material verwalten. Sie ist auch in der Lage, das Mobile Business von kleinen und mittelständischen Firmen auf das nächste Level zu heben. Ob in Bezug auf Interaktion, Transaktion, Kommunikation oder Information – die Chancen von mobiler Unternehmenssoftware sind enorm. Welche konkreten Anwendungsbeispiele es gibt und was ein erfolgreiches Mobile Business ausmacht, zeigt der Beitrag.

Der Weg zum Mobile Business: Drei Tipps für Starter Die Beispiele belegen, welche Vorteile das Mobile Business den Mitarbeitern und dem Unternehmen bietet. Diese Freiheit, von überall und zu jeder Zeit arbeiten zu können, erfordert allerdings klare Spielregeln:

Interaktion: Beispiel Zusammenarbeit War es noch vor wenigen Jahren üblich, jeden Tag lange Pendelwege in Kauf zu nehmen, im Büro zu sitzen und seinen Alltag um die Arbeit herum zu organisieren, bieten heute cloudbasierte ERP-Systeme ganz andere Möglichkeiten. Sie verbinden Arbeits- und Privatleben, indem sie an jedem Ort, zu jeder Zeit verfügbar sind. Ob im Büro, zu Hause oder unterwegs: Das Unternehmen ist überall dort, wo es der Mitarbeiter möchte. Gerade im Aussendienst ist das sehr hilfreich: Kurzfristige Termine, spontane Verschiebungen oder Eskalationen bei Kunden – im Feld gleicht kein Tag dem anderen. Darum brauchen gerade Mitarbeiter, die viel unterwegs sind, ein agiles und flexibles System aus der Cloud. Darüber haben sie jederzeit Zugriff auf alle relevanten Unternehmens- und Kundendaten. Gleichzeitig lässt sich der Grad der Zusammenarbeit erhöhen. Zum Beispiel verbessert sich durch die zentrale Ablage von Informationen die Absprache mit dem Innendienst. Das spart Zeit. Waren früher tägliche oder wöchentliche Termine nötig, reicht heute ein Austausch pro Monat. Die dadurch

Transaktion: Beispiel Mobile Kasse Für viele kleine und mittelständische Unternehmen ist die ganzheitliche Unterstützung am Point of Sales entscheidend. Dazu gehört auch die mobile Verwendung der Kasse, zum Beispiel im Lager, auf temporären Verkaufsständen oder Messen. Ob Handy oder Tablet – Anwender können darüber Artikel erfassen und gleichzeitig den Kunden im Laden, Grosshandel oder auf Messen begleiten. Die Artikelerfassung erfolgt per Eingabe oder Bildauswahl. Am Point of Sale findet dann der Kassiervorgang statt, der dank Schnittstellen zwischen Business Software und Kassenhardware (Displays, Bon- oder Laserdrucker) integriert abläuft. Die Vorteile: Nutzer erhalten dadurch mehr Zeit für die Kundenbetreuung und haben

Tipps für Mitarbeiter

Tipps für Unternehmen

▪ Balance halten: Jederzeit arbeiten zu können, heisst nicht, jederzeit arbeiten zu müssen. Hier braucht es die Selbstdisziplin, Grenzen zu ziehen und der Versuchung zu widerstehen, zum Beispiel noch vor dem Schlafengehen die E-Mails zu prüfen.

▪ Vertrauen schaffen: Gerade Betriebe, die noch keine Erfahrungen haben, neigen zur Kontrolle. Diese ist aber zur Etablierung einer neuen Arbeitsweise hinderlich. Was hier hilft sind Regeln hinsichtlich Erreichbarkeit und Stundenerfassung.

▪ Vereinsamung verhindern: Das Arbeiten von zu Hause ist oft bequemer, angenehmer und auch effizienter. Um dabei nicht die sozialen Kontakte zu verlieren, sollten fixe Tage im Büro vereinbart werden. Das stärkt den Zusammenhalt und unterstützt den Gedankenaustausch. ▪ Digitalwissen übertragen: Handys und Tablets begleiten unseren Alltag. Oft wissen wir hier intuitiv, was zu tun ist. Auch wenn es bei Mobile Business häufig um erklärungsbedürftige Software handelt, kann dennoch das Gelernte helfen. Zum Beispiel bei der Navigation oder der Bedienung von Eingabeflächen.

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eingesparten Stunden lassen sich wieder in die Kunden investieren. So kann sich der Aussendienstmitarbeiter vor Ort genügend Zeit für die Beratung nehmen, am Tablet individuelle Aufträge und Bestellungen erfassen oder nach alternativen Produkten suchen. Parallel helfen aktuelle Lagerdaten dabei, Kunden Lieferzeiten zu prognostizieren.

▪ Technologie nutzen: Neben der richtigen Kultur braucht mobile Business die richtige Software. Hier bieten sich Lösungen aus der Cloud an. Denn darüber lassen sich schnell neue Mobil-Funktionen – wie die mobile Kasse – bereitstellen und im Arbeitsalltag integrieren. ▪ Technologie ausprobieren: Die Arbeit auf dem Tablet oder Smartphone kann eine Umstellung bedeuten. Daher sollten Mitarbeiter der mobilen Arbeitsweise offen gegenüberstehen. Das wird vor allem durch die Kommunikation von Vorteilen und Schulungen erreicht.


Mobile Business

Lust, eine halbe Stunde in der Warteschleife zu hängen – gerade für Kleinigkeiten wie Adressänderungen oder Vertragsauskünfte. Hier helfen Self-Service-Portale, die auch über mobile Endgeräte erreichbar sind. Mit wenigen Klicks lassen sich hier persönliche Daten anpassen, Rechnungen einsehen und runterladen oder sogar produktspezifische Informationen hinterlegen. Zudem hat hier der Kunde oft sein eigenes Postfach, in dem er Nachrichten empfangen kann – das spart Postkosten und bündelt alles sicher an einem Ort.

Fazit: Mobilität braucht Mut Mobile Business und Mobilität sind der Schlüssel für künftigen Unternehmenserfolg. Kommunikation, Transaktion, Interaktion und Information – die Beispiele zeigen: Es gibt zahlreiche Szenarien, die in unterschiedlichen Bereichen das eigene Geschäft weiterentwickeln. Voraussetzung dafür ist Mobile Work, also ein Regelwerk für das mobile Arbeiten. Beides, Mobile Business und Mobile Work, verlangt nach Mut, Neues auszuprobieren und eine Fehlerkultur und Vertrauen gegenüber dem „Unkontrollierbaren“. Gleichzeitig brauchen auch die Mitarbeiter Mut, neue Software zu erlernen und die sich daraus bietenden Vorteile für sich zu nutzen.

weniger Aufwand beim Eintippen der ausgewählten Ware. Endkunden hingegen profitieren von einem optimierten Einkaufserlebnis, das auch die Kundenloyalität und -zufriedenheit stärkt. Zudem tragen solche Lösungen zu einem modernen und nachhaltigen Image bei.

Kommunikation: Beispiel Service Im Wettbewerb wird es immer schwerer, sich zu differenzieren. Eine Möglichkeit ist das Servicegeschäft. Ob Beratung, Instandhaltung oder Reparatur – der Einsatz von ServiceTechnikern gewinnt an Bedeutung. Um Kunden aber einen zufriedenstellenden Support zu bieten, verlangt es nach stets aktuellen Kunden- und Geräteinformationen. Sie helfen dabei, zu jeder Zeit beim Kunden den Überblick zu behalten, Missverständnisse zu vermeiden und gezielt zu beraten. Dafür braucht es innerhalb der Organisation, aber auch mobil den Zugriff auf Kundenstammdaten, Leistungskataloge und Maschinen. Zudem lassen sich so Einsätze effizienter planen und Notfälle flexibler berücksichtigen. Das

unterstützt nicht nur Techniker, sondern auch den Innendienst. Dieser braucht die Rückmeldung, wann ein Service-Mitarbeiter wieder verfügbar ist – in Echtzeit. War es früher noch nötig, Aufträge und Reportings in der Zentrale abzuholen, kann heute durch mobiloptimierte Cloud-Lösungen der Aufwand reduziert werden. So zeigen beispielsweise Alert-Funktionen den nächsten Einsatzort und Auftrag an. Aber auch der Kunde profitiert: Er erhält auf seinem Handy eine Benachrichtigung, wann der Service-Mitarbeiter vor Ort sein wird. Damit erhöht sich der Grad der Kommunikation intern wie extern.

Information: Beispiel Self-Service-Portale

Dieser Beitrag wurde ermöglicht durch myfactory Software Schweiz AG, dem führenden Cloud ERP Anbieter für Schweizer KMU aus Handel, Produktion oder Dienstleistung. Der Autor David Lauchenauer ist Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

myfactory Software Schweiz AG Zürcherstrasse 66 b | CH-9000 St. Gallen www.myfactoryschweiz.ch

Der Kunde wird im Internet immer selbstbestimmter. Er vergleicht unterschiedliche Angebote und lässt sich weniger von Werbung und mehr von Bewertungen leiten. Dabei spielt Zeit eine wichtige Rolle: Ob beim Kauf von Produkten oder Fragen an das Unternehmen – alles muss schnell gehen. Gleiches gilt auch für den Kundenservice. Keiner hat heute noch 9


Mobile Business topsoft Fachmagazin 20-2

5 Führungstipps für virtuelle Teams Plötzlich treffen sich Teams nur noch virtuell statt im Büro. Bestehende Abläufe funktionieren nicht mehr. Das stellt auch die Chefs vor neue Herausforderungen. Mit diesen fünf Grundsätzen klappt die Zusammenarbeit trotzdem. >> Beat Bühlmann | Swisscom

Von Null auf Homeoffice innert weniger Tage: Die Coronakrise hat viele Schweizer KMU richtiggehend ins digitale Zeitalter katapultiert. Eingespielte Abläufe am Firmensitz sind plötzlich nicht mehr möglich, weil alle von auswärts arbeiten. Geschäftsführer und Mitarbeiter mussten sich mit neuen Realitäten abfinden. Teams treffen sich nicht mehr im Sitzungszimmer, sondern in der Videokonferenz. In der Folge erlebte entsprechende Software einen nie dagewesenen Boom. Die Zahl täglicher Nutzer von Microsoft Teams beispielsweise hat sich innert zwei Monate weltweit auf 75 Millionen verdreifacht.

Virtuelle Teams: der neue alte Trend Es ist nicht anzunehmen, dass irgendwann nach Beendigung der Krise Firmen einfach wieder zum «Vorher» zurückkehren. Verschiedene Umfragen deuten darauf hin, dass Homeoffice und Zusammenarbeit über die Distanz teilweise bleiben. Zudem sie ja keine 10

neuen Phänomene sind. Zusammenarbeit über Länder- und Sprachgrenzen hinweg haben schon vor Corona zum Alltag gehört. Wie viele KMU gibt es wohl in der Schweiz, die über Niederlassungen in anderen Sprachregionen verfügen und es sich gewohnt sind, über digitale Kanäle miteinander zu kommunizieren? Und immer mehr auch mit Kunden? Generell hat die Digitalisierung dazu geführt, dass Mitarbeiter vermehrt über Distanzen kommunizieren – und sei es nur der Aussendienstmitarbeiter, der dem Innendienst eine Nachricht schickt. Doch was ist eigentlich ein virtuelles Team? Es ist nicht allein die geografische Distanz. Es können weitere Unterschiede hinzukommen, die überwunden werden müssen, beispielsweise Sprachbarrieren – gerade in der Schweiz. Und, obwohl heutzutage jeder von Homeoffice und globaler Kollaboration spricht, erlebe ich immer wieder, dass in der Praxis vieles nicht automatisch funktioniert. Schon wenn

Mitarbeiter auf unterschiedlichen Stockwerken im gleichen Gebäude arbeiten, treten die ersten Kommunikations-Herausforderungen auf, denn der hilfreiche Floor-Talk oder Coffee-Corner-Talk findet da schon seltener statt. Je mehr Sprachen, Kulturkreise und Zeitzonen hinzukommen, desto komplizierter wird es. Doch welche Regeln und Prozesse braucht es, damit virtuelle Teams funktionieren?

1. Die grösste Aufgabe: Kommunikation in virtuellen Teams im Voraus klären Wenn die Kommunikation hauptsächlich über E-Mail läuft, steigt die Gefahr von Missverständnissen deutlich – es fehlten Tonalität und Körpersprache, um das Gesagte richtig verstehen respektive interpretieren zu können. Es ist sehr oft unklar, wer eigentlich verantwortlich ist. Der Sender: «Aber ich habe es dir doch per Mail geschickt?» Oder der Empfänger: «War ich gemeint? Es waren vier Leute auf dem


Mobile Business

wurden und deshalb sonst verloren gehen. Besser wäre hier natürlich ein NotizblockSystem wie beispielsweise OneNote. E-Mails eignen sich aber nicht zum Diskutieren. Daher sollte jedes Team Regeln etablieren: Was und wann wird via E-Mail kommuniziert, wann sollte man zum Telefon greifen oder bis zum nächsten Team-Meeting warten? Nicht alles, was wichtig ist, ist auch dringend. Warum nicht ein gemeinsames Team-OneNote-Notebook, in das jeder Agendapunkte fürs nächste Team-Meeting eintragen kann? Mein Tipp: Nach drei E-Mail-Interaktionen den Kommunikationskanal zu Telefon oder Videokonferenz wechseln. Ausserdem sollte man in E-Mails nicht scrollen müssen, das ist ein klares Zeichen, dass der Inhalt zu lang ist.

3. Vertrauen durch persönliche Treffen schaffen

Verteiler.» Die Folge davon: Wir kommunizieren doppelt und dreifach, rufen an, chatten, schreiben ein zweites oder drittes E-Mail oder wissen im Meeting nicht, wovon gerade die Rede ist. Noch schwieriger wird es, wenn unterschiedliche Kulturen zusammentreffen. Umso wichtiger ist es, Wortwahl und Tonalität genau zu prüfen. Das gilt zum einen für Wörter, die in anderen Sprachen missverstanden werden können, aber auch generell für komplexe Formulierungen oder Fachjargon. Mein Tipp: Beachten Sie die 3W-Regel. Jede Kommunikation sollte klar beinhalten, WER WAS bis WANN macht. Schauen Sie mal ihre letzten 20 bis 30 E-Mails an. War das Wer-WasWann immer klar?

2. Kommunikationskanäle kombinieren und wenige, aber klare Regeln aufstellen Obwohl alle, die ich kenne, regelmässig über E-Mails schimpfen, sind sie nach wie vor die häufigste Kommunikationsform in virtuellen Teams. Ich empfehle, abends mal einen Blick in den E-Mail-Postausgang zu werfen: Wie viele E-Mails haben sich dort am Ende des Tages angesammelt? Schon wissen Sie, warum Sie täglich so viele Mails bekommen. Um das zu ändern, müssen Sie die Stärken der verschiedenen Kommunikationskanäle nutzen. Per E-Mail lassen sich Ergebnisse festhalten und Absprachen archivieren, die telefonisch oder über den Firmen-Chat diskutiert

Trotz aller Technologie: Nichts ersetzt den persönlichen Austausch. Wer sich kennt, weiss, wie sein Gegenüber agiert und versteht Anweisungen oder Fragen besser. Wer im gleichen Büro arbeitet, geht zusammen zum Mittagessen oder einen Kaffee trinken. Aber auch in virtuellen Teams spielen persönliche Treffen, insbesondere am Anfang einer neuen Arbeitsbeziehung, eine wichtige Rolle, um Vertrauen aufzubauen. Sie reduzieren zukünftige Missverständnisse deutlich. Mein Tipp: Wenn man etwa aus finanziellen, zeitlichen Gründen oder wegen der Coronakrise nicht reisen kann, hilft ein virtuelles Kick-off-Meeting per Videokonferenz. Dabei stellen sich alle Beteiligten persönlich vor, beispielsweise mit Hobbys, Familie und vorherigen Jobs. Mit Teams, die sich bereits kennen, können Sie auch virtuelle Konzerte veranstalten oder einen Kochevent (haben wir in meinem Team schweizweit durchgeführt – funktioniert gut).

4. Vertrauen durch Verbindlichkeit aufbauen Vertrauen baut sich nicht nur durch ein Faceto-Face-Meeting auf. Fast jeder kennt das vom Austausch mit externen Partnern: Antwortet

Der Autor Beat Bühlmann ist Leiter Vertrieb KMU bei Swisscom. Davor verantwortete er das EMEAGeschäft von Evernote und arbeitete 6 Jahre bei Google in Zürich und London. Er promovierte in Betriebswirtschaft zum Thema «Führen von virtuellen Teams».

jemand zügig auf E-Mails, ruft schnell zurück und hält sich an Absprachen oder übertrifft sie, bleibt die Zusammenarbeit positiv in Erinnerung – im Fachjargon «task-based trust» genannt. Das gleiche gilt für interne Beziehungen: Ein kooperatives, zuverlässiges Miteinander spielt eine umso grössere Rolle, wenn Mitarbeiter an unterschiedlichen Standorten und in verschiedenen Zeitzonen arbeiten. Mein Tipp: Bei uns im Team gilt «underpromise & overdeliver», sprich: etwas mehr halten als versprechen. Das erleichtert die Zusammenarbeit ungemein und stärkt das Vertrauen – und Spass macht’s auch noch.

5. Recruiting: Die richtigen Mitspieler finden Mitarbeiter in virtuellen Teams müssen ein hohes Mass an Eigeninitiative mitbringen sowie selbstständig arbeiten können und wollen. Personen mit relativ hohem Führungsbedürfnis würden in virtuellen Teams untergehen. Ich prüfe Bewerber deshalb in mehreren Schritten. Am Anfang steht ein ca. 30-minütiges Telefonat, bei dem ich herausfinde, wie sich die Bewerber rein verbal ausdrücken können. Der Vorteil daran: Man lässt sich nicht von Körpersprache oder Designerkleidung beeinflussen. In virtuellen Teams (und mit Kunden...) ist eine gute mündliche Ausdrucksweise elementar. Wenn es schon da nicht passt, können beide Seiten Zeit sparen. Im Anschluss kommt der Zuhör-Check: Ich bitte die Bewerber darum, mir zwei oder drei relativ simple Fragen per E-Mail zu beantworten, und gebe dafür auch eine maximale Länge vor (zum Beispiel maximal vier Sätze pro Antwort). Allein das ist schon sehr aufschlussreich: Haben die Kandidaten zugehört? Sind sie in der Lage, Gehörtes umzusetzen und sich dabei an einfache Rahmenvorgaben zu halten? Meine Erfahrung nach zehn Jahren zeigt, dass ca. 60 Prozent der Bewerber bereits hier durchfallen. Wer im Jobinterview eine einfache Anweisung infolge Nicht-Zuhörens umsetzen kann, würde es dann im Geschäftsalltag auch nicht tun... viel Spass... Erst dann folgt ein klassisches Gespräch, idealerweise vor Ort, sonst via Videokonferenz. Mein Tipp: Testen Sie im Bewerbungsprozess bereits konkrete Anforderungen an die Arbeit im virtuellen Team. Denn wenn man in unterschiedlichen Büros zusammenarbeitet, womöglich mit Zeitverschiebung von mehreren Stunden, kann eine Aufgabe nicht mehrfach besprochen und neu erklärt werden. Sprich: Testen Sie neben dem Fachwissen auch das «Virtual Team Skillset». Es wird sich auszahlen. << 11


Mobile Business topsoft Fachmagazin 20-2

Auch mobil nahtlos zusammenarbeiten Die Effizienz von Geschäftsprozessen hängt stark von einer reibungslosen Zusammenarbeit der Mitarbeitenden ab. ERP-Systeme stellen dafür die nötigen Daten und Funktionen bereit. Entscheidend dabei ist, dass diese auch mobil verfügbar sind. Nur so lassen sich dezentrale Aufgaben in Verkauf, Service oder Logistik nahtlos in die gesamten Arbeitsabläufe integrieren. Insellösungen und Medienbrüche entfallen, was wiederum die Qualität und Produktivität von Prozessen steigert. Einsatzmöglichkeiten mobiler ERP-Services gibt es viele, wie die Praxis zeigt. >> Christian Bühlmann | schmid + siegenthaler consulting gmbh in Zusammenarbeit mit Opacce Software AG

Die Verbindung ortsgebundener Tätigkeiten mit dezentralen Aufgaben ist in den meisten Unternehmensprozessen gang und gäbe. Klassisches Beispiel ist der Servicebereich, welcher auf ein enges Zusammenspiel von Innen- und Aussendienst angewiesen ist. Doch es gibt noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel die Erfassung von Lagerbewegungen, die Eingabe von Betriebsdaten oder die Auftragserfassung direkt vor Ort bei Kunden. Mobile Geräte in Form von Smartphones, Tablets, MDE-Handhelds (Mobile Datenerfassung) ermöglichen das Abfragen oder das Eingeben entsprechender Informationen. Bedingt durch die reduzierte Grösse des Gerätes und das (in den meisten Fällen) Fehlen einer Tastatur ist eine optimale Oberflächengestaltung (Usability) für die Anwender besonders wichtig. Das weiss man auch beim Schweizer Softwarehersteller Opacc. Dessen Angebot an mobilen Lösungen ist zwar komplett in den

Gesamtumfang des ERP-Systems integriert, weist aber spezielle Eigenschaften für eine ideale Nutzung auf mobilen Geräten auf. Dazu gehört nicht nur eine flexible Darstellung von Datenfeldern, sondern auch die Möglichkeit einer Offline-Nutzung der mobilen Software. Dass die Datensynchronisation dabei automatisch abläuft, ist selbstverständlich.

Verbesserung der Kundennähe Mobile Vertriebsanwendungen sind heutzutage im Aussendienst kaum mehr wegzudenken. Vor allem dann, wenn sich Unternehmen Kundennähe zum Ziel gesetzt haben. Bei Besuchen vor Ort stehen alle relevanten Informationen zur Verfügung. Nebst einer erhöhten Auskunftsbereitschaft gegenüber den Kunden lässt sich dank mobiler Applikationen auch die Prozessdauer verkürzen. Der Aussendienst kann Aufträge direkt, schnell und fehlerfrei

– zum Beispiel mittels Barcodes – erfassen. Alle erfassten Positionen können online plausibilisiert werden. Zusätzlich hat der Vertrieb die Möglichkeit, dem Kunden zusätzliche Informationen zu liefern, wie etwa zu Beständen, Verfügbarkeiten, offenen Bestellungen oder Rechnungen, getätigten Umsätzen und Kundenkonditionen. Bei Bedarf können spezielle Kundenwünsche im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Auftrag an den Innendienst zur Weiterbearbeitung übermittelt werden. Veränderungen bei Kontakt- oder Adressdaten kann der Aussendienst direkt ins zentrale ERP-System einpflegen.

Effiziente Serviceleistungen Fachmitarbeitende im Kundendienst oder im technischen Service stellen besondere Anforderungen an eine mobile Lösung. Einerseits benötigen sie jederzeit den Überblick über

Nebst technologischen und funktionalen Aspekten ist bei mobilen Anwendungen eine ergonomische Gestaltung der Benutzeroberfläche unverzichtbar. (Bild: Opacc)

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Mobile Business

Der aktuelle Arbeitsvorrat und Auftragsfortschritt lässt sich mittels einer mobilen Servicelösung auch unterwegs jederzeit nachverfolgen. Hier am Beispiel von OpaccERP MobileOffice Service. (Bild: Opacc)

aktuelle Aufträge inklusive Zusatzinformationen, andererseits müssen sie Leistungen, Material und Spesen direkt zu den entsprechenden Aufgaben erfassen können. Die Integration ins zentrale ERP-System vereinfacht dabei die Einsatzplanung bzw. Koordinationsaufgaben zwischen internem Dispatching und der effektiven Leistungserbringung, denn Arbeitsvorrat und Auftragsfortschritt sind für alle Prozessbeteiligten jederzeit aktuell und transparent einsehbar. Mittels mobiler Anwendung lassen sich Arbeitszeiten, Reisezeiten, Spesen und Material direkt erfassen; die entsprechenden Rapporte und Berichte können die Kunden direkt auf dem Tablet unterzeichnen. Um eine professionelle Auftragserfüllung zu gewährleisten, benötigen die Servicemitarbeitenden detaillierte und aktuelle Informationen zu Kunden, Geräten, Objekten und Projekten inklusive technischen Spezifikationen, Zusatzdokumenten, Historie bisheriger Tätigkeiten, relevante Vereinbarungen usw.

Optimierung von Logistikprozessen Immer mehr werden mobile ERP-Anwendungen zur Unterstützung von Logistikprozessen eingesetzt. Sei es bei der Buchung von Warenbewegungen oder bei Inventuren, sobald Daten direkt am Ort des Geschehens erfasst werden können, reduziert sich die Fehlerquote, zum Beispiel von falsch eingelagerte Waren oder von Bestandsdifferenzen, deutlich. Gleichzeitig profitiert der Logistikbereich von einer höheren Transaktions-Kapazität. Häufig werden Rüstbelege und Rüstpositionen direkt am mobilen Gerät über Barcodes bearbeitet. Dieses Verfahren eignet sich sowohl für belegloses wie auch beleggestütztes Rüsten. Wichtig dabei ist, dass bei der mobilen Erfassung der zu rüstenden Ware verschiedene Vorgabekriterien berücksichtigt werden können wie etwa Chargen, FiFo-Prinzip, minimale Pickwege usw. Gleiches gilt natürlich auch für

den Wareneingang. Hier lassen sich Bestellungen und Bestellpositionen nach verschiedenen Verfahren direkt am mobilen Gerät anzeigen.

Drittsystemen reduzieren sie den IT-Aufwand und bieten den Anwendern auch unterwegs eine komfortable Nutzung des ERP-Systems.

Moderne ERP-Systeme können aufgrund der Bestell- und Produktdaten die Lagerplätze für die Einlagerung automatisch vorgeben. Spezielle Prozesse (beschädigte Ware, falsche Ware, Wiedereinlagerung falsch ausgelagerter Ware usw.) lassen sich direkt am mobilen Gerät bearbeiten.

Voraussetzungen dafür sind Softwareapplikationen, welche technologisch, funktional und ergonomisch auf die mobilen Bedürfnisse abgestimmt sind und über eine tiefe Integration mit der zentralen Datenbasis verfügen. <<

Dezentrale Erfassung von Betriebsdaten Die Erfassung von Leistungs- und Betriebsdaten (Arbeitszeit, Pausen, Maschinenzeiten, Stillstände usw.) sowie von Materialdaten (Verbrauch, Produktionsmengen, Ausschuss usw.) erfolgt häufig dezentral. Mussten die entsprechenden Angaben früher auf Auftragspapieren oder Rapporten notiert werden, kann diese Aufgabe heute mittels mobiler Geräte schneller und einfacher erledigt werden. Dank der direkten Anbindung ans ERP-System stehen laufend aktuelle Betriebsdaten für die Produktionsplanung und -steuerung zur Verfügung. Bei Abweichungen kann so schnell und gezielt reagiert werden. Gerade bei schlanken Fertigungsstrategien (Lean Production, Just-in-Time usw.) ist diese Möglichkeit unverzichtbar.

Vorteile einer mobilen Prozessgestaltung

Opacc entwickelt eine eigene Enterprise Software Plattform in der Schweiz. Das Kernstück der Plattform bildet OpaccOXAS, welches sämtliche digitalen Unternehmens-Ressourcen wie Daten, Dokumente, Funktionen, Integrationen usw. zentral zur Verfügung stellt. Auf dieser Grundlage stehen homogene, standardisierte Business-Anwendungen zur Verfügung. Dazu zählen auch mobile Lösungen für Verkauf, Service, Logistik und BDE, welche von verschiedenen Kunden in der ganzen Schweiz eingesetzt werden. www.opacc.ch Aktuelle Fallstudie (PDF, Video): Primus AG www.topsoft.ch/fallstudien/primus

Zentrale ERP-Daten dezentral nutzen zu können, bietet klare Vorteile bei der Gestaltung effizienter, transparenter Unternehmensprozesse. Von der Unterstützung mobil tätiger Mitarbeitenden bis hin zu innovativen Arbeits- und Geschäftsmodellen sind mobile, vernetzte Anwendungen je länger je wichtiger. Durch den Wegfall komplexer Schnittstellen zu 13


Mobile Business topsoft Fachmagazin 20-2

Wo bitte geht es nach New Work? Homeoffice und Videokonferenzen waren in den letzten Monaten für viele neuer Alltag, der Coronakrise sei Dank. Ist das nun schon «New Work» oder vielleicht die erstrebenswerte Arbeitswelt 4.0? Nicht ganz, denn es braucht nicht nur die passende Technologie, sondern auch grundsätzliche strategische Überlegungen sowie das Mitziehen der Mitarbeitenden, um die neuen Möglichkeiten für alle Beteiligten gewinnbringend zu nutzen. Doch wie schafft eine Firma den Weg zu New Work und in die Arbeitswelt 4.0? >> Heike Bauer | gonline.ch

Sie laufen einmal durch die Kulturveränderung, nehmen aber bitte auch Ihre Mitarbeitenden mit, direkt auf die technischen Möglichkeiten zu und dann sind Sie am Beginn Ihres Weges angekommen.

Notwendigkeit des Handelns bei all diesen Themenbereichen einstellen kann, wurde uns durch die vergangenen Monate aufgrund des Lockdowns wegen der Corona Pandemie zum ersten Mal wirklich bewusst.

Das wäre dann bereits die Abkürzung oder eigentlich ist es der Weg zur Arbeitswelt 4.0. Denn würde ich diesen Routenplan aus philosophischer Sicht und somit vom reinen Ursprung der New Work These schreiben, wäre allem voran darüber nachzudenken, wo uns diese Reise hinbringen soll und welche Hoffnungen oder Erwartungen wir haben.

Aus diesem «Massenexperiment», wie es Barbara Josef in einem aktuellen Interview nennt, resultierten neue Erkenntnisse: Homeoffice tut nicht weh und man stellt mit grosser Überraschung fest, flexibel arbeiten ist in vielen Branchen und fast überall möglich. Die Angestellten arbeiten auch ohne Kontrolle - und Stimmen aus den Chefetagen lassen Sorge darüber verlauten, dass sogar eher mehr gearbeitet wird.

Oder wie es Frithjof Bergmann, der Gründer der New Work Bewegung, erklärt: Es geht darum herauszufinden, was wir wirklich, wirklich wollen. New Work beschreibt keine Methode, die mittels Tools oder durch klare Strukturen in eine Organisation implementiert werden kann oder deren Wirksamkeit im üblichen Sinn messbar wäre, und kann deshalb auch nicht im Unternehmen einführt werden. Aber auf die Frage nach dem Sinn von Arbeit in unserer heutigen Zeit, die immer häufiger und lauter gestellt wird, möchten die jungen Generationen jetzt auch Antworten haben. Bislang wurde viel über die Voraussetzungen geschrieben und referiert, die es innerhalb der Unternehmen braucht, um den Sprung in eine Arbeitswelt der Zukunft zu bewältigen. Allem voran gibt es Tipps zur digitalen Transformation, zu neuer Führung, veränderter Hierarchie und Kommunikation, sowie zur Anpassung der rückständigen Strukturen in der physischen Arbeitswelt; kurz zu Mensch, Arbeitsort und Technik. Oder aussagekräftiger, weil umfassender auf Englisch: People, Place, Technology. Wirklich angewendet und umgesetzt wird davon aber kaum etwas. In welcher Geschwindigkeit sich aber die 14

Berichten zufolge verlaufen Meetings viel effizienter und konstruktiver, eine Fülle von Wissenstransfer durch Webinare wird online und sehr oft kostenlos zur Verfügung gestellt und man rückt trotz «Social Distancing» gefühlt näher zusammen. Sogar das wichtige Business-Meeting mit dem Geschäftspartner in Übersee muss nicht vor Ort durchgeführt werden, sondern findet umweltfreundlich und massiv kostengünstiger als Video-Konferenz statt. Einen weiteren interessanten Aspekt, der dann wieder New Work betrifft, dürfte sein, dass die

Die Autorin Heike Bauer hilft Organisationen bei den ersten Schritten in eine neue, digitale Arbeitswelt, mit den Instrumenten eines zeitgemässen NEW-WORK Ansatzes. Sie identifiziert schnell und unkompliziert die Stolpersteine im Unternehmen, die den Weg für einen echten kulturellen Wandel in die neue Arbeitswelt versperren und unterstützt mit einem kompetenten Partner-Netzwerk.

Diskussionen um das bedingungsloses Grundeinkommen wieder angeschoben werden. Neue Führung ist notwendiger denn je und die Aufholjagd zur verpassten digitalen Transformation kann beginnen. Es gibt nicht das Rezept, um einen erfolgreichen Wandel zu gewährleisten, aber alle Unternehmen sollten jetzt aus dieser Erfahrung lernen, wieder neugierig und hungrig werden. Es ist an der Zeit sich wieder dem «Why» bewusst zu werden.

Eine Organisation beherbergt so viele unterschiedliche Bedürfnisse, wie sie Mitglieder hat. «Die digitale Transformation findet ohne die Mitarbeiter statt». Mit diesem Titel wurden die Ergebnisse zur Studie der FHNW, an der ich mitwirken durfte, veröffentlicht – und genau dort muss zwingend der gemeinsame Beginn für einen Wandel gesetzt werden auch in Richtung «New Work». Je grösser der Betrieb, umso schwieriger wird es die Mitarbeiterzufriedenheit in einzelnen Themenbereichen zu analysieren und die wesentlichen Probleme im Unternehmen zu identifizieren. Aufschluss darüber kann nur eine Befragung geben, die auch offene Kritik am Management zulässt. Den Angestellten muss heute die Möglichkeiten gegeben werden, das System bewusst und aktiv mitzugestalten und Einfluss zu nehmen. Es braucht Einsicht und Weitsicht, die Art und Weise des Einsatzes der bisherigen Managementinstrumente in Frage zu stellen. Viele Massnahmen sind bekannt, wie die Einführung einer positiven Fehlerkultur. Denn


Mobile Business

die Anforderung, keine Fehler zu machen, führt nicht zu weniger Fehlern, sondern vor allem zu einer wesentlich höheren Anstrengung, solche zu suchen. Immer verbunden mit enormem Zeitaufwand, etwaige Fehler zu vertuschen. Vertrauen gehört ebenfalls dazu, denn warum sollte ich davon ausgehen, dass Arbeitnehmende bewusst eine Entscheidung treffen werden, die unserem Unternehmen schadet? Die Umsetzungen müssen im Team und in Vorbildfunktion innerhalb der Leitungsebenen erfolgen. Die Rolle der Führungskräfte wird von «Kontrolle und Aufsicht» in «Coaching und Mitarbeit auf Augenhöhe» korrigiert werden müssen.

Arbeitswelt 4.0 ist die Reaktion auf die digitale Transformation, während New Work einer neuen Haltung zur sogenannten Lohnarbeit entspricht. Ohne die Digitalisierung wäre neue Arbeit in dieser Art und Weise gar nicht denkbar. Durch die technischen und infrastrukturellen Möglichkeiten können wir arbeiten wo und eigentlich auch wann wir wollen. Das wird sich in vielen Unternehmen nachhaltig etablieren und der Auflösung des Einzelbüros in eine neue Arbeitsumgebung sollte nichts mehr im Wege stehen. Die Integration von flexiblen Arbeitsmodellen und die Akzeptanz für mobiles Arbeiten wird auch in KMU eine der grössten Konsequenzen sein, die aus der hoffentlich überstandenen Krise erfolgen wird. Demzufolge werden Schreibtische geteilt (Shared Desk/Flexible Office) und die Relevanz von Coworking wird weiterhin zunehmen, wobei ich sicher bin, dass sich nur wenige der rein gewinnorientierten Spaces halten werden. Bereits heute eröffnen vielerorts Banken und Versicherungen solche Räumlichkeiten oder unterstützen diese, um eine neue Zielgruppe anzusprechen. Wichtig ist: in gut besuchten Kreativ-Räumen finden sich oft die innovativen und selbstständigen Mitarbeiter, die wir im Unternehmen dringend brauchen.

Um disruptive Veränderung hervorzubringen, müssen wir Wissen teilen. Unzählige Firmen haben innerhalb weniger Wochen ihre Geschäftsfelder neu ausgerichtet und dies in einem Tempo, das sie selbst wohl noch im letzten Jahr für unmöglich gehalten hätten.

Das Angebot auf den Onlinemarkt ist explodiert und es entstehen immer wieder neue Märkte rund um digitale Produkte. Wissen und Entwicklung stehen dabei hoch im Kurs. Aber begründet durch die veränderte Kommunikation über digitale Medien und Online-Zusammenarbeit, sind Kollaborationsplattformen und Projektmanagementsoftware der Megatrend. Wir müssen weg vom Arbeiten als Einzelkämpfer und im Teamgedanken allen die Möglichkeit geben, auf Informationen zuzugreifen, sie aber damit nicht von der Tätigkeit abhalten, wie es bisher mit den Massen von E-Mails geschah. Es gibt inzwischen einige Tools für HomeOffice und Remote Work, auch im Open Source. Wirklich durchgesetzt haben sich aber lizensierte Systeme, da Support und Weiterentwicklung vertraglich gewährleistet sind.

MINI

ROADMAP ARBEITSWELT 4.0

8 Punkte als kleinen Roadmap in die Arbeitswelt 4.0/ New Work

OPLTEUN RE CU

1

UMFRAGE ZUR MITARBEITERZUFRIEDENHEIT IM UNTERNEHMEN

2

LEITBILD UND WERTE ALS GEMEINSAME ORIENTIERUNG ENTWICKELN UND MANIFESTIEREN

3

SELBSTVERANTWORTLICHES HANDELN DER MITARBEITENDEN FÖRDERN UND FORDERN

4

WERTSCHÄTZENDE MASSNAHMEN INTEGRIEREN, DIE NICHT IN DIREKTER VERBINDUNG MIT DEM UNTERNEHMEN STEHEN

▪ Im Projektmanagement gehen Jira, Trello, Asana, Wrike, Meistertask, Miro und Bitrix24 ins Rennen; mit der einfachen Handhabung und im Rahmen der DSGVO punktet factro.

5

MASSNAHMEN WIE EMPLOYER BRANDING, ZUR IDENTIFIKATION MIT DEM UNTERNEHMEN EINFÜHREN

In meinem aktuellen Interview1 mit dem deutschen Anbieter konnte ich weitere wichtige Hinweise für die digitale Zusammenarbeit geben.

6

INFRASTRUKTUR FÜR INNOVATIVES UND GESUNDES ARBEITEN ERMÖGLICHEN

Das ist nur eine Auswahl. Die minimale Zeitspanne zur schnellen Sicherung der Unternehmenskommunikation machte es KMU oft unmöglich, die vielen Anbieter hinreichend auf ihre Anwendungsmöglichkeiten zu testen. Ich persönlich würde mir eine klare Übersicht auf der Homepage wünschen, welche die Entscheidungswege vereinfacht und beschleunigt.

7

FLEXIBLE ARBEITSORTUND ARBEITSZEITMODELLE ANBIETEN, MIT TECHNISCHER UNTERSTÜTZUNG UND ENTSPRECHENDER BEFÄHIGUNG

8

REGELMÄSSIGE PRÄSENTATION DER UMSETZUNG UND WEITERENTWICKLUNG DER ERGEBNISSE DURCH NEUE METHODEN

▪ Amazon, Dropbox, Google-Drive und Microsoft OneDrive bieten günstige CloudDienste und Datenspeicher an. ▪ Bei Anbietern von Gruppenchats, kommen wir an Slack, dank der präzisen Suchfunktion und Integrationen nicht vorbei, ebenfalls nicht an WhatsApp Business. Microsoft Teams ersetzt Skype for Business, Threema und Teamwire sind ebenfalls geläufig. ▪ Für Video und Audio Konferenzen bietet Zoom umfangreiche Funktionen, GoToMeeting sogar mit HD-Unterstützung, Google Hangouts ist kostenlos und funktioniert direkt über den Browser – auch hier kommt Microsoft Teams für komplexe Kollaboration als einer der grössten Player ins Spiel.

Um digitale Werkzeuge aber langfristig sinnvoll einsetzen zu können, gehört es dazu, die Mitarbeitenden hinreichend zu befähigen und aktive Anleitung zu garantieren. << 1 Link zum Interview: www.tinyurl.com/tsm-20-2-Collaboration

Heike Bauer gonline.ch, contact@gonline.ch mitarbeiterzufriedenheit.ch (2020)

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europa3000TM Servicemanager App Durch den Einsatz der mobilen Lösung kann der Servicetechniker seine Arbeit noch effizienter und profitabler durchführen. Der Einsatz der europa3000TM Servicemanager App unterstützt den Servicetechniker bei der papierlosen Planung, Durchführung und Rapportierung seiner Termine bei den Kunden. Basis bildet die europa3000™ ERP Lösung und das Modul Service & Unterhalt.

Einsatzplanung Dem Techniker werden alle seine geplanten Einsätze eingeblendet. Er kann dabei Service-, Montageund Wartungsaufträge unterscheiden. Begeistern Sie Ihre Auftraggeber, indem Ihre Monteure pünktlich und mit den wichtigsten Informationen ausgerüstet beim Kunden eintreffen. Funktionen/Informationen Kunde und Objektstandort, Geplante Einsatzdauer, Objektbezeichnung und Störungsbeschrieb, Optimale Reiseplanung durch GoogleMaps-Integration, Standort der Termine

Einsatzdurchführung Sobald ein Auftrag ausgewählt ist, stehen dem Techniker die wichtigsten Informationen und Funktionen zur Durchführung eines Einsatzes zur Verfügung. Das mobile Auftragsmanagement ermöglicht einen papierlosen Service-Prozess und digitalen Informationsaustausch zwischen Disponent, Servicetechniker und Kunde. Funktionen/Informationen Informationen zum Objekt und der Anlage, Historie aller bereits geführten Einsätze zu dieser Anlage, Erfassen von Material (auch mittels Barcode-Scan-

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ning), Erfassen der erbrachten Leistungen für den

abschliessen mit oder ohne Unterschrift des Kun-

Rapport, Freitext zur Beschreibung der durch-

den, im Bemerkungsfeld können Kunden z.B. Lob

geführten Arbeiten, Interne Bemerkungen für das

und Beanstandung bezüglich der Auftragserledi-

Backoffice, Erstellen und Abspeichern von Fotos zur

gung erfassen, Rapporte werden abgeschlossen

Anlage und/oder zum Einsatz

und direkt ins europa3000TM gespeichert

Rapporterstellung

Optionen

Nach Durchführung des Auftrags erstellt der Ser-

Auf Grund einer flexiblen Entwicklungsbasis kön-

vicetechniker mit einem Klick den Service-Rap-

nen auch kundenindividuelle Informationen und

port für den Kunden. Der Kunde kann bequem

Prozesse auf der mobilen Lösung abgebildet

auf der App den Rapport einsehen und unter-

werden. Unter anderem stehen folgende Opti-

schreiben. Durch diesen digitalen Prozess wird

onen zur Verfügung: Offline-Fähigkeit, Integration

zwischen Leistungserbringung und Rechnungsstel-

von Push-Benachrichtigungen, Erweiterte Informa-

lung Zeit gespart. Zudem werden manuelles Abtip-

tionen zu Anlagen, Checklisten für Arbeitseinsät-

pen und Doppelerfassungen vermieden.

ze, und vieles mehr.

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topsoft Fachmagazin 20-2

Mobile Business

Sicher aus der Ferne: Privileged Access für Remote-Administratoren Die derzeitige Situation, in der zahlreiche Arbeitnehmende von zuhause aus arbeiten müssen, birgt viele Risiken in Sachen IT-Sicherheit. Oftmals wird diese im Homeoffice vernachlässigt, was sehr gefährlich sein kann, besonders wenn Personen mittels VPN Zugriff auf das gesamte Firmennetzwerk haben, ohne dass das für ihre Aufgaben wirklich nötig wäre. Im nachfolgenden Beitrag erläutert Martin Kulendik sechs Best Practices für den Fernzugriff auf kritische Infrastrukturen. Viele Unternehmen verfügen über Richtlinien und Lösungen für die Telearbeit, doch diese sind meist auf Mitarbeiter zugeschnitten, die vollständig remote agieren oder normalerweise im Büro arbeiten, aber Flexibilität für ungewöhnliche Situationen benötigen. Die derzeitige Lage, mit der die meisten Unternehmen konfrontiert sind, kann die Fähigkeiten ihrer Remote-Arbeitsplätze auf die Probe stellen. Dies gilt insbesondere hinsichtlich Security-Kontrollen, Cyber-Hygiene und der Reduzierung von Sicherheitsrisiken, die eine Remote-Belegschaft mit sich bringt. Handelt es sich um IT-Administrationsteams, ausgelagerte IT und Drittanbieter, die eventuell privilegierten Zugriff auf Systeme und Infrastruktur haben, benötigen diese einen sicheren, granularen Zugang zu kritischen Infrastrukturressourcen, unabhängig vom Standort und ohne die Security-Problematik eines Virtual Private Networks (VPN). Im Idealfall sollte sich der privilegierte Zugriff auf diese Systeme nicht unterscheiden, egal ob sich die Benutzer in einem lokalen Rechenzentrum befinden oder ob sie von ausserhalb auf diese Systeme zugreifen.

VPN als Sicherheitsrisiko bei Zugriff auf kritische Ressourcen Letztes Jahr erlitt Citrix durch einen PasswordSpraying-Angriff, der auch den VPN-Zugang zu nutzen versuchte, einen Sicherheitsverstoss. Beim Password-Spraying verwenden Angreifer mittels Brute Force ein häufig genutztes Passwort gegen eine grosse Anzahl von Benutzerkonten. Diese Technik ermöglicht es Cyberkriminellen, unentdeckt zu bleiben, indem schnelle oder häufige Kontosperren vermieden werden. Jüngst wurden auch USEnergieunternehmen zur Zielscheibe von Angreifern, die Password-Spraying und VPNHacking nutzten. Im Gegensatz zu einem VPN, das Benutzern in der Regel Einblick in das gesamte Netzwerk gewährt, sollten Unternehmen deshalb den Zugriff auf Ressourcen nur auf der Basis der jeweils benötigten Berechtigungen gewähren.

Dadurch erhalten privilegierte interne ITAdministratoren lediglich Zugriff auf so viel Infrastruktur wie nötig, während der Zugang eines ausgelagerten Teams auf die Server und Netzwerk-Hardware beschränkt wird, die für ihre Aufgabe erforderlich sind. Privilegierte Benutzer sollten sich entweder über Active Directory, LDAP oder einem anderen massgeblichen Identitätsspeicher authentifizieren, oder Geschäftspartnern und Drittanbietern sollte ein vereinter granularer, privilegierter Zugriff auf Ressourcen gewährt werden. Zum Schutz vor Cyber-Angriffen ist deshalb eine Kombination aus rollenbasierten Zugriffskontrollen mit dem jeweiligen RisikoLevel, Benutzerkontext und einer Multi-Faktor-Authentifizierung empfehlenswert. Dies ermöglicht intelligente, automatisierte Echtzeit-Entscheidungen für die Gewährung von Zugangsberechtigungen für Benutzer beim Remote-Zugriff auf Server, dem Auschecken von Passwörtern oder bei der Verwendung eines gemeinsamen Kontos zur Anmeldung bei Remote-Systemen.

Sicherer Privileged Access für VorOrt- und Remote-Administration Im Folgenden sechs Möglichkeiten, wie Unternehmen Konsistenz in ihrem Privileged Access Management-Ansatz (PAM) schaffen können, um den Fernzugriff auf Rechenzentrums- und Cloud-basierte Infrastrukturen durch einen Cloud-basierten Service oder die Bereitstellung on-Premises zu schützen: 1. Abgesicherter, kontextbezogener Zugriff für IT-Administratoren auf einen kontrollierten Satz von Servern, Netzwerkgeräten und Infrastructure-as-a-Service (IaaS).

4. Absicherung des gesamten administrativen Zugriffs mit risikobewusster Multi-FaktorAuthentifizierung (MFA). 5. Ein einziger sicherer Zugriffspunkt für Administratoren zur Verwaltung der Infrastruktur mit gemeinsam genutzten Konten oder ihrem eigenen Active DirectoryKonto. 6. Sicherer Fernzugriff auf Rechenzentrumsund Cloud-basierte Infrastrukturen für interne Benutzer, Drittanbieter und ausgelagerte IT über einen Cloud-Service oder die Bereitstellung vor Ort. Sich auf VPNs zu verlassen, anstatt konsistente Sicherheitsprozesse und -Richtlinien einzuführen, birgt ein erhöhtes Risiko für kritische IT-Ressourcen. Unternehmen können ihre Sicherheitsposition erheblich stärken, indem sie intelligente, automatisierte Echtzeit-Entscheidungen für die Gewährung privilegierter Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Infrastrukturen implementieren. Damit sind sie auch für eine grosse Anzahl von Mitarbeitern an Remote-Standorten gut vorbereitet, einschliesslich privilegierter Administratoren.

Dieser Beitrag wurde ermöglicht durch Centrify. Centrifiy definiert mit dem Cloudfähigen «Zero Trust Privilege»-Ansatz das bisherige Konzept des Privileged Access Managements (PAM) völlig neu. Der Autor Martin Kulendik ist Regional Sales Director DACH bei Centrify

2. Ermöglichung einer ausgelagerten IT, ohne dass Administratoren in das Active Directory aufgenommen werden müssen. 3. Zugriffskontrolle zu ausgewählten Rechenzentrums- und Cloud-basierten Ressourcen, ohne das erhöhte Risiko eines vollständigen VPN-Zugriffs einzugehen.

www.centrify.com/de/

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A.L.A: Autonome Echtzeit-Buchhaltung von Abacus Abacus entwickelt ein A.L.A getauftes Verfahren, das die Grundlage für die neue Softwarefamilie Deep schafft und dank der sich in Echtzeit Verbuchungsprozesse automatisieren lassen.

Man muss kein Hellseher sein, um zu erkennen, dass auch die Buchführung in Zukunft vollautomatisch sein wird. Ähnlich wie heute bereits die Werbung mit dem Buchen, Platzieren und der Verrechnung von Anzeigen bei Google und Facebook funktioniert. Über sogenannte Ökosysteme – Plattformen mit einander ergänzenden Software-Lösungen zur Digitalisierung kompletter Geschäftsbereiche – dürfte auch das autonome Kontieren, Verbuchen und Bezahlen bald Realität werden. Das wäre ein Segen für die meisten Kleinstfirmen, die die Buchführung vollautomatisch abwickeln wollen Bevor jedoch alle softwaretechnischen Hürden übersprungen sind, müssten gleichzeitig auch die richtigen Voraussetzungen für automatische Transaktionen durch die Finanzinstitute geschaffen werden. Jedes Unternehmen ist im Rahmen des Wirtschaftskreislaufs mit Kunden, Lieferanten, internen oder externen Buchführungsstellen sowie Finanzinstituten verbunden. Erst wenige Prozesse zwischen Banken und Kunden sind derzeit automatisiert. Momentan funktioniert der primär in Deutschland gebräuchliche, in Zusammenarbeit von Verbänden, Ministerien und Unternehmen entwickelte, von Abacus im Zusammenspiel mit der Raiffeisen-Bank in der Schweiz eingeführte Standard ZUGFeRD (Zentraler User Guide des Forums elektronische Rechnung Deutschland). Damit lassen sich Rechnungen und Belege auf der Basis eines QR-Codes oder einer E-Rechnung maschinell erledigen. Sie werden zwar als PDF via E-Mail verschickt, enthalten aber eine XML-Datei, dank der Rechnungen in einer Buchhaltungssoftware direkt verarbeitet werden können. Damit sich Abrechnungen, Verbuchungen und Vermögensübersichten finanztechnisch automatisch abwickeln lassen, braucht es zusätzliche Transaktionsstandards seitens der Finanzinstitute. Erste Ansätze zur Standardisierung gibt es etwa mit «Open Banking». Das ist ein europaweites Regulierungsvorhaben. Unternehmen wären damit in der Lage, ihre Banken zu ermächtigen, ihre Daten für die Direktverarbeitung an lizenzierte Dritte auszuhändigen.

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Dauerndes Lernen ist gefragt Um autonom Buch zu führen, auch Spesenbelege und Rechnungen automatisch und in Echtzeit zu erkennen und zuverlässig in Daten umzuwandeln, braucht es Programme, die in der Lage sind, ständig dazuzulernen. Insbesondere bei den Spesenbelegen ist dies beispielsweise dem Fakt geschuldet, dass die Anordnung der Informationen auf den Belegen ebenso wenig normiert ist wie bei den Lieferantenrechnungen. Denn keines dieser Formulare gleicht einem anderen. Damit aber ein Beleg maschinell korrekt erkannt wird, braucht es klar strukturierte Daten. Um trotzdem Vorlagen korrekt und vollständig zu digitalisieren, wird auf die Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) respektive des maschinellen Lernens gesetzt mit dem Ziel, bestimmte Aufgaben selbständig auszuführen.

Automatisierung der Buchhaltung Zu dieser Revolution trägt auch Abacus bei. Unter dem Kürzel «A.L.A.», das für «Autonomous Live Accounting» steht und sich mit autonomer EchtzeitBuchhaltung übersetzen lässt, ist die Ostschweizer ERP-Spezialistin daran, das mehrteilige Ökosystem Deep zu entwickeln. Dieses besteht aus Softwarekomponenten, die Daten live erkennen und einlesen, zur Ergänzung Datenbanken via neuronale Netze abfragen, Beträge überweisen und Finanzdaten zur Einsicht aufbereiten. Grundlage dafür ist eine Lösung, die mit Hilfe von KI des maschinellen Lernens mächtig und dadurch in der Lage ist, in Echtzeit selbstständig Rechnungen und Belege zu analysieren sowie um fehlende Informationen anzureichern, die für ein Geschäftsdokument relevant sind. Denn das Problem vieler Rechnungen und Belege ist es ja, dass sie oft unstrukturiert, beliebig unterschiedlich und unvollständig oder sogar fehlerhaft sind. Ein automatisches System ist aber zwingend auf strukturierte Informationen angewiesen, um überhaupt zu funktionieren und Belege korrekt einzulesen und schliesslich in der Buchhaltung zu verbuchen.

www.ala.swiss/de


Kolumne

«Die Digitalisierung bewältigt man nicht indem man einen Webshop aufsetzt, Microsoft 365 einführt, einen SAP-Vertrag unterschreibt oder eine tolle App lanciert.»

>> Kolumne von Kevin Klak

Es geht um das Überdenken von Rollen und Kompetenzen, die Art und Weise der Zusammenarbeit und um eine neue Denk- und Wertehaltung. Digitale Projekte ermöglichen eine Auseinandersetzung, doch wenn diese Diskussionen und Entscheide nur auf operativer Ebene geführt werden, so ist ein Bruch im Unternehmen vorprogrammiert. Gerade deswegen ist es umso wichtiger, dass Digitale Kompetenzen in das oberste Führungsgremium geholt werden.

Digital Beirat

Digitale Kompetenzen gehören in den Verwaltungsrat Um die Digitale Transformation zu meistern, braucht es erfahrene Sparring Partner Die vergangenen Monate haben sehr deutlich gezeigt, dass Unternehmen viel rascher und besser reagiert haben, wenn sie die Digitale Transformation bereits vorgängig in einer Form in Angriff genommen haben. Unabhängig der Ausnahmesituation um Corona, haben sich die Ansprüche an Unternehmen in den letzten Jahren enorm gewandelt. Doch die die meisten Verwaltungsräte und Geschäftsführer führen ihre Unternehmen weiterhin mit antrainierten Denk- und Handlungsmustern aus der Vergangenheit. Sie stützen sich dabei auf ihre Erfahrung im Aufbau oder der Optimierung eines Geschäfts – jedoch nicht in der Digitalisierung. Doch es ist (gem. OR 716a) die nicht übertragbare Aufgabe des Verwaltungsrats, das Unternehmen für die Zukunft fit zu halten. Will man der im Juni publizierten BDO Verwaltungsratsstudie Glauben schenken, so finden Verwaltungsräte von Schweizer KMUs die Digitalisierung zwar durchaus wichtig, sehen aber kaum Bedarf, jemanden mit Bezug auf die Digitalisierung ins Gremium zu holen. Mit Studien ist es aber wie mit den vielen Köchen… So hat nämlich die Studie der Beratungsfirma Deloitte und der Hochschule Luzern im Sommer 2019 herausgefunden, dass 45 % der Unternehmen ihren VR mit Personen ergänzen wollen, welche Spezialwissen im Bereich Digitalisierung aufweisen.

Veränderung

Leider sind viele Begriffe der «Digitalisierung» nicht eindeutig. Es empfiehlt sich daher, im Unternehmen gemeinsame Definitionen zu finden.

Die Digitalisierung ist längst kein Trend mehr. Trotzdem ist sie ein komplexes Thema und verlangt vom Führungsgremium neue Herangehensweisen. Nur verwalten ist nicht mehr möglich, es braucht Pioniergeist. Der klassische Verwaltungsrat mit einem breiten Branchenwissen, juristischen oder finanztechnischen Kompetenzen ist daher nicht mehr adäquat. Hier sind die Verwaltungsratspräsidenten genauso gefordert wie auch die Executive Search Unternehmen. Guido Schilling von der schilling partners ag glaubt insbesondere, dass «die digitale Transformation in erster Linie nach Personen verlangt, die Erfahrung im Umgang mit umfassenden Veränderungsprozessen mitbringen und sich durch besonnene Entscheide unter Ungewissheit hervorgetan haben.»

Führung – nicht Technologie – ist entscheidend

Ein Patentrezept zur Digitalisierung gibt es leider nicht. Gemäss den Professoren Michael L. Tushman (Harvard) und Charles A. O’Reilly (Stanford) ist es jedoch erwiesen, dass «jedes Unternehmen, das bis anhin gescheitert ist, nie wegen deren Technologie gescheitert ist, sondern wegen Versagen in der Führung.» (Buchtipp: Lead and disrupt: How to solve the innovator's dilemma) Auf operativer Ebene ist die Digitalisierung längst angekommen. Man hat neue Systeme angeschafft, digital-affine Mitarbeiter eingestellt, Digitales Marketing entwickelt etc. Viele haben aber unterdessen erkannt, dass es eben nicht nur um die Implementierung von neuer Hard- und Software geht.

Hat ein Verwaltungsrat oder die Geschäftsleitung kein Mitglied mit digitalen Kompetenzen, bedeutet es nicht automatisch, dass das Unternehmen die Digitalisierung nicht meistert. Insbesondere aufgrund der Halbwertszeit digitaler Technik und digitalen Wissens, darf man durchaus die Frage stellen, welche Führungskräfte überhaupt in der Lage sein müssen, diesen Zyklen zu folgen. Jedoch ohne entsprechende Kompetenz erscheint es beinahe schon fahrlässig zu glauben, man würde die Digitalisierung erfolgreich meistern. «Um den Wandel erfolgreich herbeizuführen, empfiehlt sich die Entwicklung eines Beirats.» Ein Digital Beirat unterstützt den Verwaltungsrat und die Geschäftsführung bei den vielfältigen Themen rund um die Digitalisierung. Er ist Sparringpartner und ermöglicht eine neutrale Zweitmeinung. Zudem schlägt er die Brücke zum operativen Team, initiiert und begleitet Projekte. Der Digitalrat stellt explizit unbequeme Fragen, darf kein Branchen-Nerd sein und muss seine Unabhängigkeit ausweisen. Mit einem Digital Beirat kann sich der gesamte Verwaltungsrat also über Chancen und Gefahren der Digitalisierung austauschen, neue Geschäftsmodelle, disruptive Technologien und alternative Arbeitsmethoden erklärt bekommen. Gleichzeitig werden so Denkmuster hinterfragt und eine schrittweise Veränderung findet statt, ohne dass die traditionellen Werkzeuge verdrängt werden. «Digitale Kompetenz» wird so gemeinsam, und aufs Unternehmen abgestimmt, nachhaltig erarbeitet. << Kevin Klak unterstützt Unternehmen im Spannungsfeld der Digitalisierung mit Fokus auf strategische Konzeption und Umsetzung. Sei es als unabhängiger Beirat für Geschäftsleitung und Verwaltungsrat oder ad Interim in der Umsetzung von strategischen Initiativen. Er ist Mitglied des Digitalrats, einem unabhängigen Netzwerk von Digital-Experten. 19


Finanzsoftware topsoft Fachmagazin 20-2

Frischer Wind im Schuhkarton Doch, es gibt ihn immer noch. Den berühmt-berüchtigten Schuhkarton mit einer wilden Sammlung an Buchhaltungsbelegen. Zum Glück nicht mehr lange. Moderne Lösungen, ausgestattet mit Künstlicher Intelligenz und Machine Learning, wollen alte Finanzzöpfe abschneiden. Endlich, werden viele KMU frohlocken, denn der Moment ist gekommen, gründlich über die Bücher zu gehen. >> Christian Bühlmann | schmid + siegenthaler consulting gmbh

Ich muss mich outen. Ich war noch nie ein Jünger der Buchhaltungsgilde. Zu kompliziert, zu intransparent, zu starr, zu verstaubt. Seit Jahrhunderten die gleichen langweiligen Prinzipien. Natürlich ist mir die Bedeutung von Bilanz und Erfolgsrechnung bewusst. Und ich habe grossen Respekt vor den Spezialisten, welche diese Aufgaben so elegant beherrschen, als wären Abschreibungen das Einfachste der Welt. Aber Begeisterung sieht bei mir anders aus. Wenigstens war das bis vor Kurzem noch so.

Buchhalterischer Aha-Effekt Das ganze Unternehmen wird von der Digitalisierung erobert. Das ganze Unternehmen? Nein, eine kleine Abteilung wehrt sich vehement gegen die digitalen Eroberer. In der Buchhaltung wird nach wie vor nach guter alter Väter Sitte gearbeitet. Ich wusste gar nicht, wie falsch ich damit lag. Heute weiss ich, dass das manuelle Verarbeiten von Buchungsbelegen etwa so antiquiert ist, wie am Schalter der Fluggesellschaft ein Flugticket zu kaufen. 20

Der buchhalterische Aha-Effekt hat sich bei mir allerdings erst bei einem Besuch in einer Beiz eingestellt. Die Quittung für den Lunch hat mein Gastgeber mit einer lässigen App in das finanzielle Mysterium seines Unternehmens geschickt, wo es regelkonform verbucht wurde.

Ich hasse meinen Job Nein, nicht ich. Aber es gibt viele qualifizierte Buchhalter und Treuhänder, welche die Erfüllung ihres Lebenstraumes nicht darin sehen, Quittungen und Belege abzutippen und manuell in ein Finanzprogramm zu überführen. Analyse, Controlling, Planung und Beratung sind spannendere Aufgaben, welche zudem den (internen oder externen) Kunden einen grandiosen Mehrwert bieten - allen diesen Menschen, welche Buchhaltung bzw. Finanzen nicht als öde Pflicht, sondern als sinnstiftende Tätigkeit sehen. Hier besteht Hoffnung, denn mit der Digitalisierung wird buchhalterische Sklavenarbeit abgeschafft.

Mehr als ein Facelifting Seifenblasen sind faszinierend und bunt, haben aber den Nachteil, dass sie relativ schnell zerplatzen. Nicht so die «Bubble», welche derzeit über der Finanzwelt schwebt. Sie nimmt reale Konturen an. Mehr noch. Sie verändert Prozesse, Geschäftsmodelle und Berufsbilder. Wenn wir heute von Finanzen 4.0 sprechen, geht es um eine vollständig autonome Echtzeitbuchhaltung, welche – und das ist das Gravierende – Sie hier und heute einsetzen können. Möglich machen es innovative Anbieter, wie zum Beispiel Accounto (siehe Interview mit Alain Veuve), welche sich nicht scheuen, neue Wege zu gehen. Da geht es nicht um Facelifting, sondern um den Bruch mit der Vergangenheit. Es ist ein Paradigmenwechsel, wie Alain Veuve es ausdrückt.

Plus Kompetenz, minus Kosten Wirtschaftlich denkende KMU (und welche sind das nicht) haben ein gutes Gespür für Kosten. Administration und Buchhaltung


Finanzsoftware

Interview mit Alain Veuve, Gründer von Accounto Der erfolgreiche Unternehmer und IT-Experte Alain Veuve will mit seinem aktuellen Projekt «Accounto» mühsame administrative Aufgaben für Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Treuhandbüros auf ein absolutes Minimum reduzieren. Im Gespräch erklärt er weshalb dies so wichtig ist und gibt zudem spannende Einblicke in die unternehmerische Reise von Accounto. Accounto wirbt mit dem Slogan «Das Ende des Zettelkriegs». Weshalb sagt Accounto gerade dem Zettelkrieg in KMU den Kampf an? Der «Zettelkrieg» ist natürlich eine Metapher für mühsame, umtriebige, laufende Buchhaltungsarbeit. Viele Kleinunternehmerinnen und -unternehmer geben dafür ein Vermögen aus und/oder ärgern sich regelmässig grün und blau. Dazu kommt, dass gerade sie, die Kleinunternehmer, selten über aktuelle und verlässliche Finanzzahlen verfügen. Wir finden, damit muss Schluss sein! Über die Zeit haben wir gelernt, wie wichtig gute Treuhänder für KMU sind. Treuhänder, die Kleinunternehmerinnen proaktiv beraten und ihr hochwertiges Expertenwissen einbringen, sind unersetzlich. Dazu muss der Treuhänder aber genügend Zeit haben und sich nicht um repetitive und teilweise niederschwellige Arbeiten wie z. B. der laufenden Buchhaltung kümmern müssen.

sind Gegebenheiten, welche jeder Unternehmer bisher zähneknirschend in Kauf nehmen musste. Gute Leute sind teuer, Software kostet und die Rahmenbedingungen sind definiert. Das Verrückte dabei ist, dass damit nicht einmal ein Mehrwert verbunden ist. Dies alles ändert sich mit der digitalen Buchhaltung. Hoppla, werden Sie als Leserin oder als Leser jetzt sagen. Das gibt es ja schon lange, schliesslich gehört Buchhaltungssoftware zu den Urgesteinen in der Entwicklung von Computerprogrammen. Das Disruptive an der neuen Generation an Finanzlösungen ist, dass sie auf Automatisierung und Autonomisierung ausgerichtet sind. Manuelle Dateneingaben, manuelle Kontenabstimmung, manuelle Buchungen, Sortieren, Ablage – all das gehört in Zukunft der Vergangenheit an. Mehr noch: Die Software kümmert sich auch um fehlende Belege und Unterlagen.

Technologie als Preistreiber Moderne Software übernimmt die tagtägliche Buchungsarbeit, prüft sie auf Richtigkeit und konzentriert sich darauf, die Prozesse für den Kunden so einfach wie möglich zu gestalten. Dadurch können Unternehmen ihre Verwaltungskosten senken, schaffen dabei EchtzeitZugriff auf ihre Finanzdaten, steigern die Sicherheit und eliminieren Fehlerquellen. Laut Alain Veuve, CEO und Gründer von Accounto, kostet allein die Buchhaltung die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Schweiz jedes Jahr 12 Milliarden CHF. Diese Kosten, ist Veuve sicher, können um bis zu 80 % gesenkt werden. <<

Wie unterstützt Machine-Learning, das Ende des Zettelkrieges in KMU herbeizuführen? Accountos Plattform ist keine herkömmliche Buchhaltungssoftware, in der jemand Buchhaltung «macht», sondern viel mehr eine Produktionsumgebung für Buchhaltungsresultate. Sie bieten allen Teilnehmenden – den Kleinunternehmern, den Treuhändern und unseren Support-Spezialisten – situationsgerechte Handlungsmöglichkeiten. Aus allen Handlungen der Teilnehmenden lernt die Plattform jederzeit und stellt diese Learnings allen wieder zur Verfügung. Machine-Learning sorgt da für diese Effizienzgewinne. Wie seid Ihr auf die Idee mit Accounto gekommen und wie haben die ersten Schritte ausgesehen? Ursprünglich wollten wir eine viel bessere Buchhaltungssoftware bauen, als was vor zwei Jahren am Markt war. Also haben wir auf Papier ein neues Produkt skizziert und viele Kleinunternehmer befragt. Viele haben uns gesagt: «Wenn ihr uns was Gutes tun wollt, dann baut nicht noch eine Buchhaltungssoftware, sondern baut etwas, dass uns die Buchhaltung zum günstigen Festpreis abnimmt, etwas, was uns nicht mehr an Buchhaltung und Zettelkrieg denken lässt». Das haben wir dann Schritt für Schritt umgesetzt. Was waren bisher die grössten Herausforderungen für Accounto? Die grösste Herausforderung war immer wieder von der Komplexität überrascht zu werden. Sobald der Kunde nicht in der Bringschuld steht, sondern der Serviceanbieter Accounto in der Holschuld, ergeben sich ganz andere Prozesse. Wir haben Schritt für Schritt Prozesse systematisiert und immer mehr Software gebaut, welche automatisiert. Wohin soll die Reise von Accounto noch gehen und was sind zukünftige Herausforderungen? Ich denke, Accounto steht erst am Anfang. Unsere Kernkompetenz, die radikal automatisierte laufende Buchhaltung, können wir noch stark ausbauen. Die Plattform von Accounto findet technologisch nichts Ähnliches im Buchhaltungsumfeld – sie ist vielmehr eine schnell-lernende Buchhaltungsroboterarmee als eine Buchhaltungssoftware. Ich denke, die zukünftige Herausforderung von Accounto ist, radikal innovativ zu bleiben, also unseren Kunden in hohem Takt neue Features und Verbesserungen anzubieten. Und, KIPlattformen sind nie abgeschlossen und fertig – sie lernen im Gegenteil immer schneller dazu. 21


topsoft Fachmesse topsoft Fachmagazin 20-2

topsoft 2020 – kompakt und hybrid Die Entscheidung fiel schwer, doch sie ist logisch: Die topsoft Fachmesse wird in ihrer gewohnten Form wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie auf nächstes Jahr verschoben. Doch die topsoft 2020 lebt – haben für den Herbst doch eine Reihe von kleineren Veranstaltungen geplant. Aber wir freuen uns jetzt schon darauf, Sie am 1./2. September 2021 wieder zur grossen topsoft Fachmesse in der Umwelt Arena Schweiz begrüssen zu dürfen. >> Cyrill Schmid | schmid + siegenthaler consulting gmbh

Natürlich hätten wir die topsoft Fachmesse auch 2020 sehr gerne im gewohnten Rahmen durchgeführt. Doch es wäre absolut unverantwortlich, sowohl den Ausstellenden als auch den Besucherinnen und Besuchern gegenüber, auf die Austragung des Events zu bestehen. Bevor den ausstellenden Unternehmen grosse Kosten entstehen, haben wir deshalb schweren Herzens beschlossen, die grosse Fachmesse für dieses Jahr abzusagen. Der Bundesrat entscheidet erst am 24. Juni, ob Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen wieder zugelassen werden. Das ist für unsere Planung zeitlich zu knapp, auch würden selbst bei einem positiven Bescheid vermutlich strenge Hygiene-Bestimmungen gelten. Wir organisieren die topsoft Fachmesse seit vielen Jahren mit grosser Leidenschaft, der persönliche Kontakt zwischen Besuchenden, Referierenden und Ausstellenden ist das A und O – und da passen eben weder Plexiglas noch Gesichtsmasken oder Abstandsregeln dazu.

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Und so treffen wir uns einfach nächstes Jahr wieder im gewohnten Rahmen, wenn hoffentlich alles vorüber ist: Die nächste topsoft Fachmesse findet im September 2021 statt – besser und schöner als je zuvor.

Attraktives Ersatzprogramm ist geplant Aber natürlich lässt Sie die topsoft auch dieses Jahr nicht in Stich: Zum einen werden wir die Berichterstattung auf den bestehenden Online-Kanälen sowie im topsoft Fachmagazin weiter ausbauen, damit Sie immer up-todate sind in Sachen Digital Business. Zum anderen führen wir am 2./3. September 2020 unter topsoft kompakt einen hybriden Anlass in der Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach durch, der sowohl live im Saal als auch im Internet verfolgt werden kann. Dazu sind im Laufe des Herbstes unter dem Label topsoft Pop-up weitere Anlässe in den Regionen geplant, mit spannenden Referaten

und Workshops. Auch dort werden Sie im gesetzlich zugelassenen Rahmen persönlich mit den Experten in Kontakt treten können. Vielleicht sehen wir uns schon bald in Ihrer Nähe, eventuell in St. Gallen, Bern, Luzern oder Zürich. Nähere Informationen folgen. Weiter sind Live-Streams und Webinare in der Pipeline, so dass Sie selbst vom Büro oder dem Homeoffice aus vom Know-how der Expertinnen und Spezialisten profitieren können. Weitere Informationen zu den geplanten Anlässen finden Sie stets aktuell auf www.topsoft.ch. Und abonnieren Sie am besten auch unseren Newsletter, damit Sie immer up-to-date bleiben. Wir freuen uns auf Sie, ob persönlich an einem unserer Live-Events oder virtuell via Internet. Und nächstes Jahr sehen wir uns dann wieder in der Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach – und zwar am 1./2. September 2021, am besten tragen Sie sich den Termin gleich dick in der elektronischen Agenda ein.


Finanzsoftware

IT-Partner für Ihr Unternehmen: Finanzsoftware Der Finanzabteilung kommt in einem Unternehmen eine strategische Schlüsselrolle zu. Deshalb ist es besonders wichtig, sich ohne Wenn und Aber auf die Finanzsoftware verlassen zu können. Spezialisierte IT-Unternehmungen unterstützen Sie deshalb mit leistungsfähigen Lösungen, zukunftsgerichteten Technologien und modernen Dienstleistungen. Dabei profitieren Sie von der langjährigen Erfahrung und Fachkompetenz dieser Spezialisten. Lassen Sie sich persönlich beraten und lernen Sie innovative Finanzsoftware und zeitgemässe Dienstleistungen für Ihre Finanzabteilung kennen.

Abacus Research AG Abacus-Platz 1 9300 Wittenbach-St. Gallen T +41 71 292 25 25 www.abacus.ch info@abacus.ch

Accounto AG Militärstrasse 105 8004 Zürich T +41 44 520 60 51 www.@accounto.ch info@accounto.ch

Abacus ist ein inhabergeführtes Schweizer Software-Unternehmen, das über 425 Mitarbeitende beschäftigt. Es entwickelt seit mehr als drei Jahrzehnten erfolgreich betriebswirtschaftliche Software. Mit «Generation four» (G4) bietet Abacus eine vollständig web- und plattformbasierte Software, die über Portale, mobile Lösungen und CloudAnwendungen verfügt. Die verschiedenen Programmkomponenten sind nahtlos miteinander über die Cloud verbunden und lassen sich mit dem zentralen ERP-System über das Internet automatisch synchronisieren. Mit mehr als 100’000 verkauften Softwaremodulen und über 57’000 Kunden ist Abacus der grösste und damit erfolgreichste unabhängige Schweizer Anbieter von Business Software für kleine und mittlere Unternehmen. Der Hauptsitz der Abacus Research AG ist in Wittenbach-St. Gallen. Weitere Niederlassungen befinden sich in Biel, Thalwil, München und Hamburg.

Produkte / Kernkompetenzen ERP Business Software AbaWeb Zeiterfassung Finanzsoftware Lohn-/HR-Software Auftragsbearbeitung/PPS AbaProject Projektabrechnung Service- und Vertragsmanagement AbaImmo AbaBau AbaNinja Fakturierung

Kontaktperson info@abacus.ch

Bereit für digitale Buchführung?

Produkte / Kernkompetenzen

Bei Accounto sind wir der Überzeugung, dass die Art wie heute Buchhaltung & Treuhand gemacht wird, antiquiert ist. Zu viele banale Arbeiten werden von hochqualifizierten und teuer bezahlten Mitarbeitern erbracht, viele repetitive Arbeiten werden noch immer manuell erledigt. Das muss nicht sein. Ganz egal, ob sie die Buchführung auf Online-Systemen selber machen, jemanden dafür eingestellt haben oder alles komplett einem Treuhänder übergeben. Etwas ist immer.

Accounto für KMU und Treuhänder

Kontaktperson Alessandro Micera

Darum haben wir Accounto geschaffen, eine neuartige Online-Buchhaltung, mit der Kleinunternehmen ihre Buchhaltung optional inkl. Abschluss & Steuererklärung zu einem tiefen, monatlichen Fixpreis komplett auslagern, ohne die Kontrolle und Übersicht darüber zu verlieren. So gehören die Administration, die Papierberge und selber Belege buchen der Vergangenheit an. Dies wird möglich, weil Accounto mit MachineLearning und modernster Software Buchhaltungsprozesse neu definiert.

BDO ist seit 30 Jahren Abacus Goldpartner und bietet ganzheitliche ERP wie auch umfassende modulare Finanz- und Personal-Lösungen an. Mit dem Fokus auf Finanzen und Personal, Dienstleister sowie Non-ProfitOrganisationen konzentrieren wir uns auf Branchen, in denen wir über ausgewiesene langjährige Kompetenzen verfügen. Für Ihre individuellen Bedürfnisse bieten wir die passenden Abacus-Branchenlösungen an.

BDO AG Schiffbaustrasse 2 8005 Zürich T +41 44 444 35 55 www.bdo.ch/abacus nastassia.fercher@bdo.ch

Mit über 70 Abacus Spezialisten in allen Regionen der Schweiz sorgen wir für Ihre kompetente zuverlässige Beratung und Service vor Ort. Abacus ist eine moderne und flexible Business Software und zeichnet sich durch hohe Prozessautomation und Bedienerfreundlichkeit aus.

Produkte / Kernkompetenzen ABACUS G4 AbaClik AbaClock AbaImmo AbaPlan HR Portal Qlik Sense

Kontaktperson Nastassia Fercher

Durch Self-Service Prozesse, unterstützt durch Smartphone-Apps oder Webportale, wird eine intuitive umgehende Bedienung der Software ermöglicht. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig, z. B. in der Zeiterfassung, Kreditorenworkflow, CRM-Aktivitäten, Freigabeprozesse durch Vorgesetzte. Gerne zeigen wir Ihnen die Lösungsvielfalt von Abacus für Ihre Bedürfnisse.

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Finanzsoftware topsoft Fachmagazin 20-2

blue office consulting ag Turbistrasse 10 6280 Hochdorf T +41 41 911 07 11 www.blue-office.ch info@blue-office.ch

blue office® – Rechnungswesen leicht gemacht!

Produkte / Kernkompetenzen

Herausragende Funktionalität zum attraktiven Preis für kleine und mittlere Unternehmen: Mit der blue office® OP-Verwaltung behalten Sie ihre offenen Posten stets im Blick und erledigen das Mahnwesen schnell und einfach. Mahnläufe werden nach verschiedenen Kriterien erstellt und Mahntexte können flexibel angepasst werden.

ERP/Warenwirtschaft Auftragsbearbeitung Rechnungswesen E-Shop POS Kasse + EFT-POS

Die blue office® FIBU für Buchführung und Jahresabschluss ist benutzerfreundlich, übersichtlich und rationalisiert die Abwicklung von automatisierten Abläufen. Zahlreiche Auswertungen sind standardmässig enthalten, wie z. B. Liquiditätsplanung, Analyse der Zahlungsmoral, MehrwertsteuerAbrechnung, UVA, Dauerfristverlängerung, ZM, Budget-Soll/Ist-Vergleich, periodenabgegrenzte Bilanz und Erfolgsrechnung.

Spezialpakete für: Handelsbetriebe Handwerker Dienstleistungsunternehmen

Kontaktperson Moritz Neuschütz

Mit einem ins blue office® ERP vollintegrierten REWE sind Sie bereit für Buchhaltung 4.0!

Die europa3000 AG hat sich in den letzten 30 Jahren zum führenden Anbieter für ERP-Systeme im KMU-Umfeld etabliert. Das Produktportfolio reicht vom ERP-System über mobile Lösungen bis hin zum umfassenden Controlling mit Business-Intelligence.

europa3000 AG ERP – einfach – digital Weihermattstrasse 86 5000 Aarau T +41 62 858 62 62 www.europa3000.ch info@europa3000.ch

Ergänzend zu den Mitarbeitern der europa3000 AG in Aarau, stehen Ihnen die Mitarbeiter unserer 25 Partner regional und branchenspezifisch als Ansprechpersonen zur Verfügung. Zusammen durften wir bereits tausende Systeme bei Kunden einführen. Gerne unterstützen wir auch Sie bei der digitalen Transformation.

Produkte / Kernkompetenzen europa3000™-Module im Bereich Buchhaltung: - Debitoren und Kreditoren - Finanzbuchhaltung - Lohnbuchhaltung (Swissdec-zertifiziert) - Kostenstellenrechnung - Anlagenbuchhaltung Alle Module sind standardmässig mandantenfähig und die QR-Rechnung ist integriert

Kontaktperson Dominic Achermann

KLARA Business AG Schlössli Schönegg Wilhelmshöhe 6003 Luzern T +41 41 329 07 00 www.klara.ch info@klara.ch

Der digitale Assistent aus Luzern vereint die wichtigsten Bedürfnisse eines Schweizer KMU: Administration, Buchhaltung, Marketing, Vertrieb. Die voll-integrierte Lösung ist modular aufgebaut und ins KMU Ecosystem integriert. Dank dem Einsatz von künstlicher Intelligenz macht die kostenlose Buchhaltungslösung von KLARA das Finanzwesen zu einem Kinderspiel. So funktioniert’s: Der Anwender scannt die Rechnung mit der Mobile App ein und zieht sie per Drag & Drop in die Buchhaltung. KLARA verbucht die Rechnung an der richtigen Stelle und führt bei einer hinterlegten Bankverbindung die Zahlung aus. Zum kostenlosen Kernangebot von KLARA gehört neben der Buchhaltung auch die Lohnbuchhaltung, das CRM sowie die Auftragsverwaltung. Zusätzlich können die Anwender ihr Online-Geschäft zum Beispiel mit dem neu lancierten Online Shop ausbauen.

Produkte / Kernkompetenzen KLARA Buchhaltung KLARA Lohn KLARA Kundenverwaltung KLARA Auftrags- & Artikelverwaltung KLARA Kasse KLARA Projekt KLARA Online Shop KLARA Online Terminbuchung KLARA News Manager KLARA Online Präsenz

Kontaktperson Jens Margraf

Übrigens: Für IT-Fachleute bietet KLARA ein attraktives Partnerprogramm mit spannenden Umsatzmodellen an. kmubtn ist seit über 20 Jahren im Bereich ERP, Datenintegration, Automation von Prozessen und im Bereich KI in der Finanzbuchhaltung ein stabiler Partner von KMU.

kmubtn gmbh kmu business technologie netzwerk Therwilerstrasse 52 4104 Oberwil T +41 58 058 23 53 www.kmubtn.ch info@kmubtn.ch

TOPIX ist die bewährte Unternehmenssoftware, bei der sämtliche Komponenten komplett in das System integriert sind. TOPIX bietet einen enorm grossen Umfang an Funktionen, höchste Flexibilität sowie eine hervorragende Übersicht über alle Vorgänge. Das Ergebnis ist stressfreies Arbeiten, hohe Produktivität und teamorientierte Abläufe. Mit der QR-Rechnung werden die Verarbeitung von Kreditorenbelegen deutlich vereinfacht und die Effizients im Bereich Buchhaltung wird nochmals enorm gesteigert. Profitieren Sie von der Modularen Lösung sowohl als Windows Benutzer aber auch als nativen MAC Anwender und steigen Sie in die eine neue Welt von ERP Lösung ein, dies ab CHF 39.90 pro Monat und Benutzer.

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Produkte / Kernkompetenzen Topix8 ERP & CRM bitfarm-Archive Dokumentenmanagement DMS GCS Garage & Carrosserie Lösungen Individual Entwicklungen Papeterie Lösung Zeiterfassung ZDE/BDE Touch POS Kassenlösungen Webshop / Webboutique / Warehouse KMUBTN Swiss Privat Cloud

Kontaktperson Reto Dellenbach


Finanzsoftware

myfactory Software Schweiz AG Zürcherstrasse 66 b 9000 St. Gallen T +41 71 274 5767 www.myfactoryschweiz.ch info@myfactoryschweiz.ch

myfactory Software Schweiz AG ist ein eigenständiges Softwareunternehmen und Schweizer Distributor der webbasierten Gesamtlösung myfactory. Das Unternehmen wurde 2008 gegründet und beschäftigt heute rund 26 Mitarbeitende. Nebst dem Firmensitz in St. Gallen verfügt myfactory Software in Hunzenschwil AG über eine Niederlassung mit eigenem Schulungszentrum.

Produkte / Kernkompetenzen myfactory Cloud ERP - vollständig integriert - ortsunabhängig, geräteunabhängig - ERP - FMS (Fibu, Kostenrechnung, Anbu) - CRM - PPS - e-commerce - Lohnbuchhaltung Swissdec - Service, Geräte, Reparatur - mobile Business

Kontaktperson Jörg Holzmann

PROFFIX ist eine branchenunabhängige Business Software für KMU, die ihre Abläufe und Prozesse mit einer einfach verständlichen Software organisieren und automatisieren wollen.

PROFFIX Software AG Bahnhofstrasse 17a 7323 Wangs T +41 81 710 56 00 www.proffix.net info@proffix.net

redPoint AG Chollerstrasse 32 6300 Zug T +41 41 545 60 60 www.redPoint.swiss verkauf@redPoint.swiss

3600 Kunden mit über 12'000 Anwendern arbeiten heute mit PROFFIX und sind begeistert, wie schnell sich die Software in der Praxis einsetzen und wie einfach sie sich nutzen lässt.

Produkte / Kernkompetenzen PROFFIX

Kontaktperson Renato Wyss

PROFFIX ist modulartig aufgebaut und bietet unter anderem eine Kreditoren-, Debitoren-, Lohn- und Finanzbuchhaltung. Die Funktion für QRRechnungen ist vollständig integriert und das Modul E-Banking ermöglicht einen direkten Abgleich mit dem Bankkonto und die automatisierte Verbuchung der Kontobewegungen.

Eine Software für alle Prozesse!

Produkte / Kernkompetenzen

redPoint bietet Ihnen eine flexible, standardisierte und bedienerfreundliche ERP Software zur Digitalisierung Ihres Unternehmens. Wir kombinieren das Beste der weltweit eingesetzten Microsoft Unternehmens-Software Dynamics 365 Business Central (NAV / Navision) mit unserer Best Practice für unsere Kunden.

Finanzbuchhaltung, Debitoren-/ Kreditorenbuchhaltung, Kostenrechnung, Controlling, MIS, Power BI, eBill, Kreditoren Scanning, Stundenerfassung, Projektgeschäft, CRM

Die integrierte Finanz- und Reportinglösung lässt sich einfach komplettieren mit Power BI, Kreditoren Scanning Workflow, Lohnbuchhaltung, HR-Modul und ist ready für die QR Rechnung / ISO 20022. redPoint ERP gibt es als «Vor-Ort» Kauflizenz oder als moderne Software as a Service Lösung aus der Cloud. In unseren erfolgreichen ERP Projekten steckt Erfahrung und Engagement – seit über 30 Jahren. «Vertrauen und nachhaltige Partnerschaften entstehen, wenn Werte geteilt und gelebt werden.»

redPoint ERP Treuhand 4.0 redPoint ERP Branchenlösung für: Handel / Produktion & Fertigung / Projektgeschäft & Dienstleister / Service & Unterhalt

Kontaktperson Mario Zemp

redPoint – ERP auf den Punkt gebracht!

Sage ist weltweiter Marktführer für Technologien, mit denen jedes Unternehmen sämtliche Ressourcen verwalten kann – von den Finanzen bis zum Personal – unabhängig davon, ob es sich um ein kleines oder mittelgrosses Unternehmen handelt. Jederzeit begleitet mit persönlichem Support.

Sage Platz 10 6039 Root D4 T +41 58 944 11 11 www.sage.com info@sageschweiz.ch

Kleine Unternehmen erhalten mit Sage Start bereits für CHF 25 / Monat eine komplette Finanzsoftware, mit der sie Offerten, Rechnungen, Aufträge, MwSt.-Abrechnungen und Jahresabschlüsse elektronisch abwickeln. Mit einem breiteren Funktionsumfang steuern mittlere Unternehmen mit Sage 50 Extra sämtliche Geschäftsprozesse. Die Schweizer Buchhaltungslösung erlaubt die Kosten- und Mittelflussrechnung und bietet umfassende Treuhandfunktionalitäten.

Produkte / Kernkompetenzen Sage Start Sage 50 Extra Sage 200 Extra Sage X3

Kontaktperson Ramona Meyenberg

Für das Finanzmanagement in mittelgrossen Unternehmen bietet Sage mit Sage 200 Extra und Sage X3 ein auf Ihre Bedürfnisse abgestimmtes Angebot.

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Finanzsoftware topsoft Fachmagazin 20-2

SelectLine Software AG Achslenstrasse 15 9016 St. Gallen T +41 71 282 46 48 www.selectline.ch info@selectline.ch

Ausgehend von der Idee, dem Kunden eine komplette Lösung aus einer Hand anzubieten, haben wir die gesamte Palette kaufmännischer Software entwickelt. Dabei setzen wir konsequent auf Standards. Die SelectLine vereinfacht Ihren geschäftlichen Tagesablauf und ist ein zuverlässiges und hilfreiches Entscheidungs- und Auskunftssystem. SelectLine Software AG ist kein Neuling auf dem Markt der kaufmännischen Standardsoftware. Die Praxiserfahrung aus über 25 Jahren Softwareentwicklung, speziell für kleinere und mittlere Betriebe, sichert passgenaue Lösungen für anspruchsvolle Kunden. Und Investitionsschutz für Sie!

Produkte / Kernkompetenzen SelectLine SelectLine Finanzsoftware SelectLine Fibu SelectLine Kostenstellen SelectLine Lohnbuchhaltung SelectLine Anlagebuchhaltung SelectLine Auftrag SelectLine CRM SelectLine Archivierung / Dokumentenverwaltung Doqio

Kontaktperson Beat Ernst

ShakeHands Software Ltd Elegante, robuste Buchhaltungslösungen Sägemühle Kröschenbrunnen 18 3555 Trubschachen T +41 34 495 70 20 www.shakehands.com ch@shakehands.com

Topal Solutions AG Lohn- und Finanzbuchhaltung für Schweizer Treuhandunternehmen & KMU Grabenwisstrasse 3 8604 Volketswil T +41 62 915 87 00 www.topal.ch info@topal.ch

ShakeHands Software Ltd entwickelt seit 1994 crossplattformed Lösungen für Buchhaltung und Rechnungswesen. Das Komplettpaket für kleine und mittlere Unternehmen ist unter der Marke ShakeHands erhältlich. Eine Vielzahl von Selbständigen, Freiberufler, Micro- und Kleinstunternehmen nutzen täglich die robusten ShakeHands Lösungen. Die shakehands Kontor Produktfamilie hilft dabei, die unternehmerische Buchhaltung zu führen. Der Fokus liegt dabei auf der Integration sinnvoller Funktionen in einer übersichtlichen, ästhetischen und eleganten Oberfläche. Der kostengünstige Support, das moderierte Anwenderforum und günstige Updates unterstreichen die Kundennähe, die dezentrale Datenhaltung und moderne Schnittstellen erlauben lokal und mit eigener Datenhoheit selber zu buchen. Zu den Anwendern gehören Betriebe aus Handel, Handwerk sowie der Kreativbranche. XML-Technik für Zahlungsverkehr und Umsatzdateien, sowie MwSt-Abrechnungen gehören dazu, wie die neue QR-Rechnung, digitale Archive und Automatismen. Shakehands fördert lokales, eigenständiges Buchen in der neuen Welt der Buchhaltung 4.0.

Produkte / Kernkompetenzen

Topal Solutions entwickelt seit 2006 branchenunabhängige & unbeschränkt mandantenfähige Lösungen für die Finanz- und Lohnbuchhaltung. Ein kundenorientierter Service & Support sind genauso selbstverständlich wie die stetige Weiterentwicklung der Anwendungen, so bleiben Sie immer auf dem neuesten Stand & gesetzeskonform. Weitere Highlights:

Produkte / Kernkompetenzen

∙ Praxisnahe Funktionen & Automatismen für Treuhandunternehmen & Anbindung von Mandanten möglich, die zentral buchen dürfen sowie integrierte & digitalisierte Belegflüsse ∙ ISO20022-konform mit direkter Bankanbindung & automatisierter QRRechnungsverarbeitung ∙ Swissdec 4.0 zertifizierte Lohnbuchhaltung: einheitlichen Lohnmeldeverfahren (ELM) ∙ Schweizweites Vertriebs- & Partnernetzwerk ∙ Offene Architektur & vielfältige Integrationen zu Branchenlösungen dank REST API

shakehands Kontor Saldo shakehands Kontor Balance shakehands Kontor Complete shakehands Kontor Pro shakehands Reisekosten shakehands Kontor Saldo EP shakehands Kontor Basis cubeSQL Server UniLohn - Salär und Lohnwesen Invest for Excel

Mehr über uns: https://shop5. shakehands.com/ueber-uns

Kontaktperson Christoph Hagmann

Topal Finanzbuchhaltung Topal Debitorenbuchhaltung Topal Kreditorenbuchhaltung Topal Lohnbuchhaltung Payroll Topal Online Treuhand (Topalino) Topal WebSolution Topal E-Rechnung Topal Archiv Topal DMS Topal Scan

Kontaktperson Fabiano Montagnin & Moritz Bättig

FIND YOUR BUSINESS SOLUTION Die topsoft Marktübersicht macht den IT-Markt transparent: Nutzen Sie als Anwender kostenlos gezielte Filter- und Suchmöglichkeiten nach Kategorien, Funktionen und Referenzen. Die Ergebnisse geben konkrete Angaben für die Evaluation passender Anbieter und Systeme.

www.topsoft.ch/search 26


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bytics Group AG

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ABRA GEN Software Solution

ABRA Software AG

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Accounto für KMU und Treuhänder

Accounto AG

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blue office® auftrag

blue office consulting ag

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büro+

Bögli ICT AG

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BusPro

BusPro AG

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CashCtrl FREE

Repix GmbH

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Comatic Business Software

Comatic AG

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Cresus Finanzbuchhaltung

Cresus - Epsitec SA

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europa3000 as a Service (ERPaaS™)

europa3000 AG

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EZYcount - automatisierte Buchhaltung

EZYcount by superVX AG

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iFAS X5

Info Nova AG

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Infor LN

AS infotrack AG

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Informaticon Business Software A3

Informaticon AG

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KLARA

KLARA Business AG

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Microsoft Dynamics 365 Business Central

Boss Info AG

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Microsoft Dynamics 365 Finance and SCM

Boss Info AG

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myfactory

myfactory Software Schweiz AG

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Odoo

Camptocamp SA

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OpaccERP

Opacc Software AG

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openLINE Kaufmännische Komplett-Lösung

openLINE Schweiz GmbH

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pebeFINANCE

pebe AG

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PROFFIX

PROFFIX Software AG

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ProFinance / bossERP

Boss Info AG

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redPoint Branchenlösung (Handel, Fertigung, Projekt, Service)

redPoint AG

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Sage 200 Extra

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Sage 50 Extra

Sage

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Sage Start

Sage

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SAP Business ByDesign

AGILITA AG

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SAP Business One

DATA UNIT AG

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SelectLine Rechnungswesen

SelectLine Software AG

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SelectLine Rechnungswesen

Spektra Netcom AG

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ShakeHands Software Ltd

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Topal Solutions Finanzbuchhaltung

Topal Solutions AG

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Topix8 ERP & CRM

KMU Business Technologie Netzwerk

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tosca.ERP

dynasoft AG

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UNIFINANZ

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Winoffice PRIME - ERP

Winoffice AG

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Xpert.Finance

SORECO AG

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Konto-Auszüge

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Teilzahlungen

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Elektronische Signatur der Rechnung

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Elektronische Mehrwertsteuerabrechnung

BDO AG

abas ERP

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Mehrwertsteuerabrechnung Schweiz

ABACUS G4

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Simulationen von Budgets

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Mehrere Budgetversionen

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Kontenplan frei definierbar

automatische Verbuchung in Fibu

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KMU Kontenplan

integriertes online Banking

Abacus Research AG

ZUGFeRD/FacturX-Rechnung erstellen

Anbieter

Abacus Finanzbuchhaltung

www.topsoft.ch/search

Rechnungsdokument per E-Mail

Produkt

Zahlungsabwicklung von ESR/ESR+/BESR

Marktübersicht Finanzlösungen

OCR für Papier- und PDF-Rechnungen

Finanzsoftware

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AUF DEM WEG ZUR AUTOMATISIERTEN BUCHHALTUNG Ob staatliche Behörden oder Schweizer Finanzplatz: Die Digitalisierung der Wirtschaft schreitet mit grossen Schritten voran. Dies ermöglicht auch Schweizer KMU, ihre Prozesse in der Buchhaltung mit einer modernen Finanzlösung schrittweise zu automatisieren. Die Business Software PROFFIX bietet eine ausgereifte und modular aufgebaute Finanzsoftware, die sich als Teil der betriebswirtschaftlichen Gesamtlösung einsetzen oder an Branchen- und Drittlösungen anbinden lässt. Nachdem immer mehr Ordner aus den Regalen der KMU verschwinden und Kunden- und Finanzdaten digital abgelegt werden, stellt sich nun zunehmend die Frage nach der Automatisierung der Prozesse. Das heisst, statt durch die gesteuerte Eingabe, ist die Software in der Lage, definierte Abläufe selbstständig zu erledigen. Aufgrund der standardisierten Prozesse im Finanzwesen birgt die Buchhaltung ein grosses Potenzial, um Abläufe ohne Medienbrüche und automatisiert durchzuführen. Die Grundlage dafür bilden ausgereifte Finanzlösungen wie diejenige von PROFFIX, die Schweizer KMU den Weg zu einer effizienten Buchhaltung ebnen und helfen, Zeit und Geld zu sparen. Doch welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein?

Vollständige Integration der Finanzbuchhaltung Je nach Grösse und Branche unterscheiden sich die Anforderungen von KMU an die Software. Dank eines modulartigen Aufbaus lassen sich die Geschäftsprozesse schrittweise digitalisieren. Die Finanzbuchhaltung bildet dabei meist das Herzstück. Ist diese vollständig in die Business Software integriert, werden finanzrelevante Mutationen in anderen Modulen oder einer angebundenen, branchenspezifischen Software automatisch als Buchung in die Finanzbuchhaltung übernommen. Dadurch reduzieren sich Aufwand und Buchungsfehler. Durchgängiger Workflow im Zahlungswesen Mit der Einführung der QR-Rechnung (30.6.2020) erfolgt ein weiterer wichtiger Schritt zur automatisierten Buchhaltung. Von der Rechnungsstellung bis zur Verbuchung des Debitors bzw. von der Bezahlung bis zur Verbuchung des Kreditors kann das Zahlungswesen dank der im QR-Code und in der QR-Rechnung enthaltenen Informationen automatisiert werden. Diverse digitale Kreditorenrechnungen (QR, ZUGFeRD, E-Rechnungen oder eingescannte Rechnungen) können eingelesen, die Rechnung verbucht und mithilfe einer DMS-Anbindung (Dokumenten-Management-System) digital abgelegt werden. Postale Rechnungen werden via Scanner App, wie sie von PROFFIX kostenlos angeboten wird, direkt in die Kreditorenbuchhaltung eingelesen und verarbeitet. Die Erstellung, Verarbeitung und Zahlungseingänge von Debitorenrechnungen lassen sich dank E-Banking-Schnittstelle ebenfalls durchgängig elektronisch und automatisiert realisieren. 28

Eveline Kalberer, Leiterin Produkt Management bei PROFFIX Software AG

Elektronischer Daten- und Informationsaustausch mit den Behörden Der Daten- und Informationsaustausch mit Steuerämtern und Sozialversicherungen läuft heute mehrheitlich automatisiert. Wird die Finanzbuchhaltung digital geführt, erstellt diese automatisch die Mehrwertsteuerabrechnung, bereitet sie elektronisch auf und übermittelt sie online an das Steueramt. Auch das einheitliche Lohnmeldeverfahren mit den Sozialversicherungen verkürzt und digitalisiert die Prozesse. Ist die Lohnbuchhaltung swissdec-zertifiziert, können Lohndaten, wie zum Beispiel die Quellensteuerabrechnung, in elektronischer Form direkt aus der Software an die gewünschten Stellen gesendet werden.

Gesetzeskonforme Finanzabschlüsse Eine moderne Finanzlösung ermöglicht Schweizer KMU, ihre Finanzabschlüsse gemäss dem Schweizerischen Obligationenrecht in einem weitestgehend automatisierten Prozess aufzubereiten. Bilanz und Erfolgsrechnung werden auf Knopfdruck erstellt und Abgrenzungen und Schlussbuchungen lassen sich systemgesteuert durchführen. Wichtiger denn je sind in einer digitalisierten Geschäftswelt die Übersicht über Kosten und Liquidität, die schnell und einfach abgerufen werden müssen.

DIE VORTEILE DER PROFFIX FINANZLÖSUNG Modular aufgebaute Finanzlösung (Fibu, Kreditoren, Debitoren und Lohn) Standardisierte Lösung, die sich als Teil der PROFFIX Business Software einsetzen oder an Branchen- und Drittlösungen anbinden lässt QR-Rechnung durchgängig von der Erstellung über die Verbuchung bis hin zur digitalen Verarbeitung und elektronischen Ablage von Kreditoren- und Debitorenrechnungen integriert Grosse Anzahl an Schnittstellen zu Banken und Ämtern Einfachster Daten- und Informationsaustausch mit den Behörden Ermöglicht selbstständige Buchführung bzw. erlaubt mithilfe des Treuhandmoduls eine einfache Zusammenarbeit mit dem Treuhänder

PROFFIX Software AG Bahnhofstrasse 17a, 7323 Wangs 081 710 56 00, www.proffix.net


topsoft Fachmagazin 20-2

Finanzsoftware

Einführung der QR-Rechnung – sind Sie bereit? Es ist soweit: Die QR-Rechnung kommt schweizweit am 30. Juni 2020 und schickt den klassischen ESREinzahlungsschein damit bald in Rente. Für Ihr Unternehmen wird es in Zukunft einfacher und günstiger, Rechnungen in Franken oder Euro zu stellen – und Ihre Kundschaft kann diese unkompliziert und rasch bezahlen. Doch ist Ihre Buchhaltung dafür auch bereit? Sind Ihre Systeme in der Lage, QR-Rechnungen zu verschicken und die Zahlungen zu verarbeiten? Noch bleibt Ihnen etwas Zeit, auch Ihren Kunden mit der QR-Rechnung die Zahlung so angenehm und bequem wie möglich zu machen. Denn die Zeit des ESR ist nach einer Übergangsfrist definitiv abgelaufen. >> Alain Zanolari | schmid + siegenthaler consulting gmbh

Noch drucken die Schweizer Unternehmen mehrheitlich Rechnungen mit klassischen ESR-Einzahlungsscheinen aus. Doch diese Zeit ist bald vorbei, die nähere Zukunft gehört den QR-Rechnungen. Nicht nur, dass Sie die Faktura wahlweise in Franken oder Euro erstellen können, auch die Zahlungsinformationen werden elektronisch übermittelt. Der Zahlungsabgleich erfolgt damit bei Ihnen ohne grossen manuellen Aufwand. Zudem können Unternehmen die QR-Rechnungen selbst erstellen und auf weissem, falls gewünscht auch perforiertem Papier drucken. Doch auch Ihrer Kundschaft bringt die QRRechnung viele Vorteile: Mit einem Tastendruck wird der QR-Code gescannt, alle Zahlungsinformationen werden sofort in das E-Banking übernommen und die Zahlung kann freigegeben werden. Es gibt kein mühseliges Abtippen von Referenznummern mehr und so auch keine Tippfehler bei den Kontoinformationen oder gar beim Betrag. Aber selbstverständlich können Ihre Kunden auch in Zukunft mit der QR-Rechnung die Einzahlung am Postschalter oder per Zahlungsauftrag tätigen, der neue QR-Einzahlungsschein verfügt weiterhin über einen Zahlteil und einen Empfangsschein.

Sind Sie technisch bereit? Doch ist Ihr Unternehmen bereit für diese Neuerung im Schweizer Zahlungsverkehr? Anders gefragt: Kann Ihre Buchhaltungssoftware schon QR-Rechnungen automatisiert stellen und empfangen? Insbesondere bei der Kreditorenbuchhaltung und der Zahlungssoftware besteht für diese Neuerung bei allen Unternehmen Handlungsbedarf, je nach Stand der Software mehr oder weniger. Überprüfen Sie deshalb insbesondere

die Kreditorenstammdaten und ergänzen Sie diese mit der IBAN und allenfalls mit der QRIBAN. Und sind Ihre Lesegeräte oder Scanningplattformen auch bereits kompatibel mit QR-Codes? Stellen Sie auf jeden Fall schon im Vorfeld sicher, dass Ihre Hard- und Software QR-Codes lesen und verarbeiten können, denn auch bei Ihnen treffen schon bald die ersten QR-Rechnungen ein. Sollte die Kompatibilität in Ihrem Unternehmen noch nicht der Fall sein, informieren Sie sich bei Ihrem Software-Anbieter nach dem Stand der Dinge. Auf der Website www.paymentstandards.ch können Sie unter «Readiness» überprüfen, ob Ihr Software-Anbieter und Ihre Bank selbst schon bereit sind für die QR-Rechnung. Natürlich ist es auch für Software-Anbieter wichtig, sich dort einzutragen, damit die Kunden den Stand der Dinge kennen und nicht unnötig nachfragen müssen.

Nächste Stufe schon gezündet

nicht, können doch nur die Unternehmen Rechnungen via eBill stellen, welche die Kundschaft vorher autorisiert hat. Deshalb bietet sich E-Bill im Moment für immer wiederkehrende Belastungen an, während die QR-Rechnung ab 30. Juni 2020 schrittweise den Platz der ESR-Einzahlungsscheine einnehmen wird. Ist Ihr Unternehmen schon jetzt bereit für den ersten Schritt in die Zukunft des Zahlungsverkehrs in der Schweiz? Lassen Sie sich nicht abhängen. <<

Informationen zur QR-Rechnung: ▪ Für Kunden: www.qr-rechnung.ch ▪ Für Unternehmen und Softwareanbieter: www.paymentstandards.ch

▪ Informationen zu eBill: www.ebill.ch ▪ Artikel zum Thema auf topsoft.ch: www.topsoft.ch/themen/tag/QR-Rechnung

Auch wenn die QR-Rechnung schon einen weiteren Schritt zur Vereinfachung des elektronischen Zahlungsverkehrs in der Schweiz darstellt, die nächste Stufe ist bereits gezündet. Mit eBill fällt auch das Scannen des QRCodes weg. Diese Dienstleistung wird von vielen Unternehmen bereits aktiv angeboten und auch beworben. Dabei wird die Rechnung nicht mehr via E-Mail oder gar Post an die Kundschaft verschickt, sondern direkt in deren E-Banking gespielt. So braucht Ihre Kundschaft dann nur noch die Rechnung zu prüfen und kann die Zahlung mit einem Klick auslösen – bequemer, effektiver und sicherer geht es nicht mehr. Denn Ihre Kundinnen und Kunden profitieren von der hohen Sicherheit des E-Bankings – gefälschte Rechnungen (Phishing) gibt es so zum Beispiel

Der Autor Alain Zanolari ist Redaktor des topsoft Fachmagazin und der Online-Plattform topsoft.ch

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Finanzsoftware topsoft Fachmagazin 20-2

«Finanzprozesse finden künftig in Echtzeit statt» Claudio Hintermann, CEO von Abacus Research, erklärt im exklusiven Interview mit dem topsoft Fachmagazin, worauf es bei der Automatisierung von Finanzprozessen ankommt und welche Auswirkungen damit verbunden sind. >> Christian Bühlmann | schmid + siegenthaler consulting gmbh

Herr Hintermann, wir habe gerade in einem Restaurant einen Kaffee getrunken. Das Erkennen der Quittung als Spesenbeleg mit AbaClik hat einwandfrei funktioniert. Ist die Automatisierung von Buchhaltungsprozessen so einfach? Claudio Hintermann: Überhaupt nicht. Wir setzen zwar Künstliche Intelligenz für das Erkennen von Belegen ein, aber das reicht in der Praxis bei weitem nicht. Fehlende Mehrwertsteuersätze, unterschiedliche Firmenbezeichnungen, seltsame Interpretationen von Währungen und falsche Berechnungen von Beträgen gehören zum Alltag. Wir haben diesbezüglich viel gelernt und versuchen es besser zu machen als unsere Mitbewerber. Für uns gilt der Grundsatz: Bevor unsere Software irgendwelche Annahmen trifft, soll sie bitte schön den Anwender um präzisere Informationen fragen. Lösungen, welche von einem «Guessing» ausgehen, verursachen erfahrungsgemäss einen Mehraufwand in der Buchhaltung. Deshalb steht für uns auch nicht die einzelne Funktion, wie zum Beispiel das Erfassen von Spesenbelegen, im Vordergrund. Was uns interessiert, ist der gesamte Prozess.

Was kann man sich darunter konkret vorstellen? Das ist etwas kompliziert, aber ich versuche es, mehr oder weniger auf den Punkt zu bringen: Stellen Sie sich vor, Sie kaufen bargeldlos an einem Kiosk einen Snack im Wert von sieben Franken. Normalerweise wird die Transaktion erst als Batch abends an das Kreditkartenunternehmen übermittelt. Als Inhaber der Kreditkarte erhalten Sie die Abrechnung dann Ende Monat. Betrifft dies eine Firma, müssen Sie nochmals einige Tage in Kauf nehmen, bis Sie die Spesenabrechnung mit der effektiven Buchung abstimmen können. Solche zeitverzögerten und zudem aufwendigen Prozesse sind definitiv aus dem letzten Jahrhundert. Es nervt mich persönlich, wenn ich das miterlebe. Die Digitalisierung gibt es her, dass wir sämtliche Finanztransaktionen in Echtzeit abwickeln könnten. 30

War das mit ein Grund für die strategische Partnerschaft zwischen Abacus und Cornèr Bank? Ich bin persönlich bei verschiedenen Banken vorstellig geworden. Ausser der Cornèr Bank war niemand in der Lage, unsere Anforderungen an eine Realtime-Verarbeitung zu erfüllen. Auf internationaler Ebene waren nur Revolut und Tranferwise fähig, so eine Schnittstelle zu bieten. Diese Finanzinstitute haben ihre Systeme von Anfang an so aufgebaut, dass sie Transaktionen in Echtzeit abwickeln können. Die Probleme sind, selbst bei renommierten Banken in der Schweiz, einerseits die Systeme und andererseits das Denken. Wir brauchen jetzt Lösungen, nicht erst in zwei Jahren. Logisch, dass wir uns daher an Anbieter wenden, welche mit uns auf die Überholspur wechseln. In Kürze werden wir zusammen mit Swiss21 und Cornèrcard co-branded Kreditund Prepaidkarten anbieten. Das Besondere dabei ist, dass diesen optimal auf die Buchhaltungsprozesse mit Abacus abgestimmt sind. Die Automatisierung von Transaktionen in Echtzeit ist dabei selbstverständlich. Überhaupt läuft alles, was wir künftig machen unter der Prämisse «Realtime». Dort sehen wir auch den Mehrwert für den Kunden. Die Kreditkarte wird künftig mehr zu einer «Buchhaltungskarte», Debit oder Kredit ist nicht mehr wirklich wichtig. Im Herbst 2020 folgen weitere News von Abacus zur Automatisierung von Zahlungsprozessen. Als Ausblick: Wir sind dabei, eine Plattform in der Cloud zu bauen, wo Unternehmen ihre Informationen sammeln und mit Dritten teilen können. Das wird eine spannende Geschichte.

Wird sich Abacus nebst der Entwicklung von Software künftig auch im Finanzgeschäft engagieren? Selbstverständlich nicht. Unser Kerngeschäft ist und bleibt die Softwareentwicklung. Daran wird sich nichts ändern. Uns geht es aber um die Gesamtbetrachtung der Finanzprozesse,

nicht nur um das Erkennen von Spesen oder Rechnungen. Software als Eingabehilfe reicht uns nicht. Deshalb haben wir mit «DeepCloud» eine neue Firma gegründet, welche mit DeepO, DeepV und Deep Pay Produkte für die optische Datenerkennung und -strukturierung, die Datenvalidierung, -anreicherung, -vereinheitlichung sowie die Darstellung von Finanzdaten auf einer Kollaborationsplattform


Finanzsoftware

anbietet. Abacus ist dort lediglich der erste Kunde. Die Services werden später auch anderen Anbietern aus verschiedenen Bereichen zur Verfügung stehen.

Fenster. Es gibt eine neue Ordnung, und die ist Realtime. Und wer das Gefühl hat, seine alte Dampflok läuft ja noch, passt nicht mehr in die digitale Welt.

wenn man sie braucht. Wir wollen Treuhändern, Finanzverantwortlichen und Unternehmen mit unseren Produkten diese Möglichkeiten bieten.

Wäre eine solche Plattform nicht etwas, was man eher von einem grösseren Zahlungsinstitut erwarten würde?

Welche Auswirkungen hat die Automatisierung von Finanzprozessen auf die Arbeit von Treuhändern und Buchhaltern?

Auf welches Echo stossen die von Ihnen prognostizierten Veränderungen in der KMU-Realität?

Den meisten Finanzinstituten fehlen die technischen Voraussetzungen aufgrund veralteter Systeme oder sie haben keinen Zugriff auf die Daten von Kredit-/Debitkarten, da die Abwicklung an Dritte ausgelagert wurde. Wir haben diesbezüglich mit Swiss21 eine Lösung gefunden, welche auch rechtlich abgesichert ist. Wir nutzen keine Zahlungsinformationen, sondern können diese über Deep Pay, unsere Cloud-Bankenplattform, an über 100 Banken weiterleiten. Dass wir Vorreiter sind, hat leider auch damit zu tun, dass viele Unternehmen im Finanzbereich die Zeichen der Zeit noch immer nicht erkannt haben. Wir suchen uns Partner, welche bereit sind, mit uns auf die Überholspur zu kommen. Das Institut ist nicht wichtig, sondern der Prozess. Ich sage immer: Wer mir das Problem nicht löst, ist weg vom

Als wir Abacus gegründet haben, hatten wir Marketing, Entwicklung und Finanzen. Heute könnte man den Finanzbereich outsourcen, da sich die manuellen Tätigkeiten problemlos automatisieren lassen. Treuhänder oder Finanzchefs, welche sich primär noch in der alten Funktion «Buchungsmaschinen» sehen, werden es schwer haben. Wer sich hingegen serviceorientiert mit seinem Finanzwissen als Analyst einbringt, hat eine blendende Zukunft. Künftig werden Treuhänder und Controller sich als Dienstleister verstehen müssen. Eine Aufgabe, welche anspruchsvoll ist und den Kunden gleichzeitig einen Mehrwert bietet. Mit der Automatisierung von Finanzprozessen findet ein De-Composing statt. Diese Komponenten bilden wir mit «Deep Cloud» ab und lassen sich frei nutzen und zusammenfügen,

Die meisten Unternehmen sowie auch Privatpersonen wollen ihre Finanzprozesse optimieren. Nehmen Sie nur einmal das Beispiel von Auslandzahlungen. Mit Anbietern wie Revolut oder Transferwise können Sie diese innert Sekunden und zudem viel einfacher erledigen. Kunden gehen zu denjenigen Dienstleistern, welche ihre Anliegen am besten und günstigsten lösen. Das sehe ich an mir selbst. Ich nutze verschiedene Anbieter, und wenn mir es irgendwo nicht mehr passt, wechsle ich. Natürlich wird es immer Leute geben, die sagen, wir wollen nichts ändern. Aber wenn Finanzprozesse logisch durchdacht sind und gleichzeitig noch Vorteile bieten, werden das die Kunden auch akzeptieren. Als Softwarehersteller überlegen wir uns, welche Prozesse künftig relevant sind und wie die Menschen arbeiten. Dementsprechend richten wir unsere Strategie und Produkte aus. Ich bin überzeugt, dass wir vor fundamentalen Veränderungen stehen. Gutenberg hat vor rund 600 Jahren den Buchdruck erfunden. Seit dieser Zeit bis heute denken wir papierbezogen. Mit RealtimeTransaktionen wird dieses Denken obsolet. Wir stehen am Beginn eines neuen Zeitalters, der Post-Print-Ära. Vielen Dank, Claudio Hintermann, für das Gespräch.

«Bei der Prozessautomatisierung geht es nicht nur um einzelne Funktionen wie das Erkennen von Spesenbelegen, sondern um die Gesamtbetrachtung aller zusammenhängender Finanztransaktionen.» Claudio Hintermann, CEO Abacus

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Finanzsoftware topsoft Fachmagazin 20-2

ZUGFeRD – Strukturierter Rechnungsaustausch in Europa Die digitale Bereitstellung von Rechnungsdaten bietet sowohl für die Wirtschaft wie für die Verwaltung grundlegende Vorteile: Schnellere und effizientere Arbeitsabläufe, geringere Zahlungsverzögerungen sowie niedrigere Druck- und Portokosten. Auf diese Weise wird die Fehlerquote gesenkt, die Transparenz verbessert und die Prozessschritte bei der Rechnungsbearbeitung werden sowohl im Eingang als auch im Ausgang insgesamt beschleunigt. In Europa haben schon mehrere Staaten solche Lösungen implementiert, insbesondere im Rechnungsverkehr mit den Behörden. >> Stefan Engel-Flechsig | ZUGFeRD Community

Der tatsächliche Mehrwert der digitalen Rechnungstellung ist nur mit einer automatisierten Verarbeitung der Rechnungsinhalte erzielbar. Eine wichtige Voraussetzung für die gewünschten Kostenersparnisse besteht in der Verwendung eines einheitlichen Datenformats, welches sowohl in der Wirtschaft als auch in der öffentlichen Verwaltung eingesetzt werden kann und die zahlreichen unterschiedlichen Formate und Branchenlösungen ersetzt und ergänzt. Im deutschsprachigen Raum soll das Format ZUGFeRD dieses Ziel erreichen. ZUGFeRD ergänzt die etablierten EDI- und Branchenstandards um eine einfache und kostengünstige Lösung für den strukturierten Datenaustausch. Als hybrides Rechnungsformat verbindet ZUGFeRD strukturierte Daten mit einem lesbaren PDF Dokument, sodass sowohl das PDF als auch der strukturierte Datensatz jeweils für sich genommen eine Rechnung darstellen. Seit der Veröffentlichung der Version 1.0 im Jahre 2014 sind zahlreiche Integrationen des Formats in vorhandene Software und ERP Lösungen und in unterschiedlichen Branchen wie Energie, Bau, Abfall, Handel entwickelt worden.1 Seit dem 24.3.2020 steht ZUGFeRD in der Version 2.1. zur Verfügung – erstmals in einer vollständig abgestimmten deutschfranzösischen Version:2 ZUGFeRD 2.1 und Factur-X 1.0 sind kompatible und technisch identische Formate, die gemeinsam die Kennung «Factur-X» nutzen. Hauptziel von ZUGFeRD ist es nach wie vor, dass elektronische Rechnungen genauso einfach empfangen und versandt werden können wie Papierrechnungen. Dies bedeutet insbesondere, dass der Austausch elektronischer Rechnungen ohne vorherige Absprachen möglich ist. 32

Kostenloses Online-Programm Um die Verbreitung der elektronischen Rechnung und damit auch Unternehmen und öffentliche Verwaltungen zu unterstützen, hat die ZUGFeRD Community ein kostenfreies Online-Programm für Rechnungen im ZUGFeRD und Factur-X Format entwickelt und stellt es zur kostenlosen Nutzung ohne Registrierung bereit. Unter www.zugferd-rechnung.com oder unter www.factur-x.eu können Rechnungsdaten eingegeben werden, die fertige Rechnung im Format Factur-X bzw. ZUGFeRD abgerufen werden und dann als Anhang zu einer E-Mail verschickt werden. Die Formatversionen ZUGFeRD 2.1 bzw. Factur-X 1.0 oder ZUGFeRD 1.0 sind optional verfügbar. Als Onlinetool muss die Lösung nicht installiert werden, erleichtert so das digitale Arbeiten und bietet eine sichere und einfache Art, Rechnungen zu schreiben und zu versenden.

Der Autor Stefan Engel-Flechsig ist Rechtsanwalt in Bonn. Seine Tätigkeitsschwerpunkte umfassen rechtliche Fragen der IT-Anwendungen, insbesondere auch rechtliche Fragen elektronischer Rechnungen im nationalen und internationalen Umfeld. Er hat das Forum elektronische Rechnungen in Deutschland (FeRD) und die ZUGFeRD Community gegründet, ein Netzwerk aus Anwendern, Entwicklern und Experten aus Wirtschaft und Verwaltung

ZUGFeRD kann ausserhalb des deutschsprachigen Raumes eingesetzt werden – im europäischen wie in jedem internationalen Zusammenhang. Die grenzüberschreitende, internationale – und nicht nur europäische – Nutzbarkeit des Formates ist ein wichtiges Zielkriterium der Entwicklung von ZUGFeRD. ZUGFeRD basiert auf dem von UN/CEFACT entwickelten Standard zur Cross Industry Invoice (CII)3 sowie auf dem durch das europäische Standardisierungsgremium CEN entwickelten und darauf aufbauenden Message User Guides (MUG) für eine Kernrechnung. Der Grundstein für die Etablierung von ZUGFeRD ist als einheitliches internationales Format bereits gelegt; dieses Datenmodell kann weltweit verstanden werden und ist auch als Rechnungsformat in der Europäischen Union anerkannt. Neben Deutschland und Frankreich empfiehlt auch die Schweiz die Nutzung eines hybriden Rechnungsformats basierend auf dem dt./frz. Standard ZUGFeRD/Factur-X. Die Mehrheit der europäischen Länder verfügt über eigene nationale Lösungen mit einer erheblichen Bandbreite.

Andernorts gesetzlich vorgeschrieben In Dänemark zum Beispiel existiert bereits seit 2005 die gesetzliche Verpflichtung für Unternehmen, Rechnungen nur in elektronischer Form an die öffentliche Verwaltung zu senden. Alle Behörden – zentral und lokal – ebenso wie alle Unternehmen sind mittlerweile einbezogen – klein, mittel und gross. In jedem Jahr werden so etwa 18 Millionen Rechnungen von der öffentlichen Verwaltung in Dänemark empfangen und verarbeitet. Das gesetzlich vorgesehene Format ist


Finanzsoftware

XML in einer dänischen Profilversion von UBL. Dänemark betreibt keine eigene staatliche Rechnungsplattform, sondern bietet mit «NEMHandel» eine standardisierte Infrastruktur zum Austausch von Nachrichten an. In staatlicher Regie wird lediglich ein zentrales Element, das sog. «NEMHandel Register» geführt, in dem alle Adressaten verzeichnet sind. Es ist Aufgabe der IT Dienstleister, die Standards zu beachten und Softwarelösungen für die Marktanforderungen zu entwickeln; alle IT-Dienstleister erhalten Zugang zu Richtlinien, Validation Tools, Stylesheets und Open Source Komponenten.4 In Frankreich werden seit mehr als 10 Jahren bereits sektorübergreifend e-Rechnungen ausgetauscht, vor allem im B2B, aber auch zunehmend im B2G-Verhältnis. Seit dem 1. Januar 2012 hat die französische Regierung die Plattform «Chorus factures» ins Leben gerufen, um Lieferanten und staatlicher Verwaltung eine durchgängige elektronische Rechnungskommunikation zu ermöglichen. 55'000 öffentliche Rechnungsempfänger sind dieser Plattform bereits angeschlossen. Zwei XML Standards akzeptiert «Chorus factures»: Invoice UBL von OASIS und Cross Industry Invoice von UN/CEFACT, sowie hybride Rechnungen, d. h. XML Daten, die für die Integration von «Chorus factures» benötigt werden (im Format Invoice UBL) und signiertes PDF mit integriertem XML. Eine Verordnung macht die e-Rechnung für staatliche Lieferanten zur Pflicht. Diese lässt dem Rechnungssteller die Wahl bei der Art der Rechnungsübermittlung

unter Wahrung der Vorgaben des französischen Steuerrechts; im Gegenzug sind der Staat, die öffentlichen nationalen Einrichtungen, die kommunalen Gebietskörperschaften und ihre Gruppierungen sowie die lokalen öffentlichen Einrichtungen verpflichtet, eRechnungen zu akzeptieren und zu verarbeiten. Die Verordnung wurde schrittweise umgesetzt und orientierte sich dabei an der Grösse des rechnungsstellenden Unternehmens. Der Umsetzungskalender sah folgende Termine vor: 1. Januar 2017, Verpflichtung für grosse Unternehmen und juristische Personen des öffentlichen Rechts; 1. Januar 2018, Verpflichtung für mittelgrosse Unternehmen; 1. Januar 2019, Verpflichtung für kleine und mittlere Unternehmen; und seit 1. Januar 2020 Verpflichtung für sehr kleine Unternehmen. Bereits seit dem 6. Juni 2014 ist auch in Italien die E-Rechnung im Verkehr B2G gesetzlich für alle Lieferanten der Ministerien, Steuerbehörden, Sozialversicherungsträger vorgeschrieben; seit dem 31. März 2015 gilt diese gesetzliche Verpflichtung für alle öffentlichen Behörden. Die Übermittlung der eRechnungen erfolgt über einen zentralen Hub, der vom der «Agenzia Entrate» betrieben wird («Sistema di Interscambio»). Das italienische Format («FatturaPA») ist XML basiert und kompatibel mit CEN/BII und CEN/Message User Guidelines (MUG). Seit 1.1.2019 muss auch im B2B-Bereich jede Rechnung eines italienischen Lieferanten an einen italienischen Käufer im FatturaPA-Format über das SdIAustauschsystem eingereicht werden, bevor

sie aus steuerlicher Sicht als ausgestellt gilt. Für die Nutzung des italienischen ClearanceSystems wird eine aufwendige elektronische italienische Signatur benötigt.5 Der Standard «ebInterface» in Österreich wird bereits seit 2009 von AUSTRIAPRO im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich entwickelt. Er steht insbesondere für FIBU- bzw. ERPSoftwareherstellern sowie alle Interessierten kostenlos für die Implementierung zur Verfügung. Seit 1.4.2018 ist die aktuelle Version 5.06 verfügbar und berücksichtigt die Anforderungen aus dem neuen EU E-Rechnungsstandard gemäss der Europäischen Norm EN 16931-1. ebInterface wird insbesondere seitens der öffentlichen Verwaltung (Bund, Land Oberösterreich etc.) und ausgewählten Unternehmen (z. B. der Österreichischen Bundesbahn ÖBB) als Standard-Format für die Einbringung von strukturierten E-Rechnungen eingesetzt. <<

1 vgl. die ständig aktualisierte Liste der ZUGFeRD-Anbieter und Unterstützer bei www.zugferd-community.net 2 vgl. hierzu: https://tinyurl.com/tsm20-2-zugferd1 3 https://tinyurl.com/tsm20-2-zugferd2 4 https://tinyurl.com/tsm20-2-zugferd3 5 https://tinyurl.com/tsm20-2-zugferd4 6 https://tinyurl.com/tsm20-2-zugferd5

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Perfect match: Veeam stellt Backup für Microsoft Azure vor Immer häufiger speichern Unternehmen ihre Daten sicher in der Cloud und verzichten auf kostenintensive eigene Server, Public Cloud Infrastructure as a Service (IaaS) gilt deshalb als Zukunftsmodell. Das neue Veeam Backup for Microsoft Azure eröffnet Unternehmen dabei jetzt mehr Sicherheit, um weitere Anwendungen und Daten in die Cloud zu verschieben. Die gleiche Veeam-Plattform, die sie bereits für ihre lokale Umgebung nutzen, wird nun nahtlos um Azure erweitert. Der Schutz von verschobenen Daten ist so innert weniger Minuten möglich und Sie behalten die Kontrolle über Ihre Daten-Backups. Angesichts einer zunehmend digitalen Welt, muss die IT moderner Unternehmen skalierbar und flexibel sein – gerade auch wenn es die Nutzung der Möglichkeiten von Cloud-Computing geht. Indem Veeam nun seine Backup-Lösung für Microsoft Azure an den Start bringt, kann die Azure-Funktionalität in bestehende Backup- und Wiederherstellung-Architekturen integriert werden. Diese neue Lösung unterstützt Unternehmen, mehr Anwendungen und Daten nach Azure zu verlagern. Hinzu kommt, dass das Veeam Backup for Azure den Verlust von Cloud-Daten eliminiert und gleichzeitig für Kontrolle über Kosten und Sicherheit sorgt. Ein «perfect match» im Interesse von Datensicherheit und Effizienz.

integrierten Snapshot-Automatisierung für häufigere Wiederherstellungspunkte, der Speicherung im Azure Blob Storage sowie der schnellen und vollständigen Wiederherstellung auf Dateiebene. Gleichzeitig verbessert die Lösung auch die Cloud-Mobilität in einer Multi-Cloud-Umgebung durch das einzigartige portable Backup-Format von Veeam, das Backup, Wiederherstellung und Migration über Cloud-, virtuelle und physische Umgebungen hinweg erlaubt.

Mit diesem neuen Angebot können Kunden und Service Provider weitere Anwendungen und Daten nach Azure verschieben und ihre Cloud-Anwendungen und Daten in Azure kosteneffektiv, sicher und einfach schützen. Darüber hinaus ermöglicht das portable Veeam Backup-Format eine vollständige Cloud-Mobilität – einschliesslich Backup, Wiederherstellung und Migration – in einer Multi-Cloud-Umgebung.

Veeam Backup for Microsoft Azure ist sowohl in einer kostenlosen als auch in einer kostenpflichtigen Version erhältlich. Beide können einfach über den Azure Marketplace eingerichtet werden. Die kostenlose Version unterstützt die Sicherung von bis zu zehn Azure VMs ohne Einschränkungen bei den Wiederherstellungen. Die kostenpflichtige Version kann mit der Veeam Universal License (VUL) lizenziert werden und eröffnet die Integration mit Veeam Backup & Replication für eine flexible Cloud-DatenmanagementLösung von einer einzigen Plattform aus.

Firma bleibt auch in der Cloud für die Sicherheit ihrer Daten verantwortlich Public Cloud Infrastructure-as-a-Service (IaaS), worunter Microsoft Azure fällt, wird immer häufiger für Produktions-Workloads in der IT eingesetzt. Zwar wird bei Public Cloud IaaS die Verfügbarkeit der Infrastruktur vom Service Provider garantiert, aber der Kunde ist selbst nicht nur für seine Daten verantwortlich, sondern auch für den Schutz dieser Daten. Danny Allan, CTO bei Veeam, sagt dazu: «Wie der Veeam Cloud Data Management Report zeigt, werden alle Unternehmen Opfer von Cloud-Daten-Verlust.» Unabhängig davon, ob es bei versehentlichem Löschen, Sicherheitsbedrohungen oder um Lücken bei der Speicherung handle, Kunden seien für den Schutz ihrer Daten verantwortlich. Allan: «Das gilt für lokal gespeicherte Daten genauso wie für in der Cloud gespeicherte.» Das neue Veeam Backup for Microsoft Azure biete Kunden eine bessere Kostenkontrolle und Einsparmöglichkeiten. Gleichzeitig können die Nutzer die Kontrolle über ihre Cloud-Daten übernehmen, indem sie Azure gemeinsam mit ihren Cloud-, virtuellen und physischen Anwendungen und ihren Daten schützen und verwalten. Allan: «Die Veeam-Lösungen beseitigen die Herausforderungen und Schwierigkeiten für IT-Experten, indem sie die Zuverlässigkeit verbessern, die Kosten senken und die Zeiträume für die Wiederherstellung verkürzen.» Das neue Veeam Backup for Microsoft Azure eröffnet Unternehmen mehr Sicherheit bei der Verschiebung weiterer Anwendungen und Daten in die Cloud, da die gleiche Veeam-Plattform, die sie bereits für ihre lokale Umgebung nutzen, nun nahtlos um Azure erweitert wird. So lassen sich verschobene Daten innerhalb von Minuten schützen. Dies gelingt dank der schlüsselfertigen Bereitstellung über den Azure Marketplace, der

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Kostenpflichtige Version eröffnet Zugang zu flexiblem Cloud-Data-Management

Webinar Datensicherung für AWS und Azure In Zusammenarbeit mit topsoft zeigt Ihnen Veeam am 30. Juni 2020 in einem kurzen Webinar, wie Sie mit dieser neuen Veeam-Lösung von Best Practices für cloudbasiertes Backup profitieren: ∙ Automatisierung der Sicherung von Azure- und Amazon-VMs und flexible Wiederherstellungsoptionen ∙ Ersparnisse durch Vermeidung unerwarteter Kosten ∙ Verbesserter Schutz der Backup-Daten durch Isolierung von der Produktivumgebung ∙ Zukunftssichere Strategie mit Veeam Cloud Mobility ∙ Und vieles mehr! Das Webinar ist kostenlos, eine Anmeldung aber erforderlich. ∙ Wann: 30. Juni 2020, Start um 10.00 Uhr ∙ Dauer: 45 Minuten Erleben Sie anhand der Live Demo von den Veeam System Engineers, wie Sie diese zwei neuen Produkte nahtlos in Ihrer HyperscalerUmgebung einsetzen können und melden Sie sich gleich heute an! Wir freuen uns auf Sie. Referent: Stephan Herzig, System Engineer, Veeam Software AG Moderation: Christian Bühlmann, Editor in Chief topsoft Fachmagazin Informationen und Anmeldung: www.topsoft.ch/events/veeam


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>> Kolumne von Alain Veuve, Schweizer Unternehmer mit Fokus auf Technologie-Startups.

Kolumne

werden Enterprise SaaS Angebote unter dem Strich in einem Teilbereich immer viel bessere Leistung erbringen können als monolithische Systeme. Sie müssen eben nicht die ganze Bandbreite an Anforderungen abdecken, sondern können sich auf einen vergleichsmässig kleinen Teil beschränken. Auf diesen kleinen Teil können auf Entwicklungsseite durch die Synergien der Cloud (und der vielen Kunden) viel mehr Ressourcen gebunden werden. Was daraus resultiert, sind Enterprise SaaS Lösungen, die um ein Vielfaches besser sind, als es monolithische Systeme je sein können.

Brückenbauer APIs, «Quick-Fix» RPA

In der Folge wird die Integration von verschiedenen Lösungen immer wichtiger. Der rasante Erfolg vieler Enterprise-Service-Bus und Orchestration-/ Prozess-Software-Anbietern ist kein Zufall.

Das nahende Ende des SoftwareMonolithen In den letzten 10 Jahren habe ich eine ganze Reihe von Gründen gehört, warum man in Grossunternehmen nicht schneller digitalisieren könne. Erst dachte man oft, dass «unsere Kunden» ein digitales Angebot gar nicht wollten, später, als immer mehr Anzeichen dafür sprachen, dass Kunden ihr Verhalten rasch in Richtung «Digital» ändern, wurde in Frage gestellt, ob «sich das denn auch durchsetzen» werde und sich Investitionen in digitale Kanäle überhaupt lohnen würden. Viel von meiner Arbeit der letzten Jahre war Überzeugungsarbeit. Digitale Transformation ist das Thema No. 1

Heute hat sich das Blatt gewendet; die «Digitale Transformation» ist DAS Thema Nummer 1 und es findet sich kein CEO, der nicht Digitalisierungsbestrebungen ganz oben auf seiner Prioritätenliste stehen hat. Das ist gut so, auch wenn es erstmal ein Anfang ist. Von der Digitalisierung im Unternehmen zu sprechen ist oft nicht zwingend deckungsgleich mit dem, was man tatsächlich auch tut.

Die immanente Gefahr von Grossunternehmen

Der Grund, warum sich Grossunternehmen mit umfassenden Digitalisierungsbestrebungen oft schwertun, ist oft ein Monolith – oder gar mehrere Monolithen: Systeme der alten Softwaregeneration, auf denen ein grosser Teil des aktuellen Business fusst und welche nur unter immenser Kostenfolge abgelöst werden können. Diese Monolithen haben Grossunternehmen in den letzten Jahren dort geschadet, wo es in der heutigen Zeit am meisten weh tut: Bei der Geschwindigkeit und der Flexibilität.

Umdenken

So allmählich setzt sich die Erkenntnis durch, dass diese monolithischen Systeme in Zukunft zu vermeiden sind. Ich habe aktuell gerade recht viele Gespräche mit CIOs, die genau in diese Richtung gehen wollen; ein Zusammenspiel von spezialisierten Systemen soll es in Zukunft ermöglichen, einzelne Systemteile ohne riesige Kostenfolge schnell zu verändern, um im Business agil zu bleiben.

Enterprise SaaS

Dass sich auch im Enterprise-Bereich Applikationen gerade in schneller Folge in die Cloud verlagern, unterstützt diese Entwicklung zusätzlich. Zudem

«Bei RPA geht es darum, Ihre digitalen Träume mit Ihren Legacy-Albträumen zu verbinden» (Cathy Tornbohm, RPA Analyst Gartner) Nein, er ist die logische Folge von sich verändernden Architekturen, die immer mehr auf «Best-ofBreed-Teillösungen» basieren. Was ich auch immer öfter sehe ist, dass dort wo Integrationen zu teuer oder zu wenig schnell erfolgen können, RPA zum Einsatz kommt. Der Spruch von Cathy Tornbohm, er könnte nicht treffender sein.

Auf «Nimmerwiedersehen», lieber Monolith

Für Software-Anbieter die monolithischen Produkte anbieten, ergibt sich daraus eine zweigeteilte Herausforderung. Die eine ist vergleichsweise einfach: Produkte modularisieren wo das möglich ist. Schon viele Hersteller sind auf diesem Weg unterwegs. Die zweite Herausforderung, sich auf einen Teilbereich zu spezialisieren, ist schon schwieriger. Nur globale, grosse Vendors werden es sich leisten können, verschiedene Teilbereiche parallel zu verfolgen.

Entscheidender Nutzen für die Kunden

Der grosse Rest wird sich mit einem immer stärkeren und grösseren Konkurrenzangebot neuer hochspezialisierter Enterprise-SaaS-Vendors konfrontiert sehen. Für Sie als Kunden ist das ein positives Signal. Sie werden weiter günstiger und schneller zu Lösungen kommen, welche Sie wettbewerbsfähiger machen. Und darum, und nur darum, geht es am Schluss.

Alain Veuve ist ein Schweizer Unternehmer mit Fokus auf Technologie-Startups. Er begleitet und berät auch unterschiedliche internationale Unternehmen bei der digitalen Transformation. Heute ist Alain Veuve ein vielzitierter Thought-Leader für die digitale Transformation in Europa, der regelmässig als Referent an Konferenzen teilnimmt. Sein Blog, alainveuve.com, ist für Entscheidungsträger im Digitalen Bereich eine beliebte Quelle für Erkenntnisse. Alain Veuve schreibt regelmässig für verschiedene Publikationen. 35


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Partnerschaft für kostengünstigen IoT-Einstieg Selbst intensiv diskutierte Technologie-Ansätze verlieren ihren theoretischen Charakter erst dann, wenn die potenziellen Anwender den wirtschaftlichen Nutzen erkennen und einen konkreten und bezahlbaren Einstiegspunkt finden. Dies war bei der zunächst schleppenden Nutzung der Cloud ebenso zu beobachten wie es derzeit bei der Etablierung neuer digitaler Servicemodelle oder bei Industrie-4.0-Szenarien der Fall ist. Die unlängst geschlossene Partnerschaft zwischen dem ERP-System- und Beratungshaus ams.Solution AG, dem Cloud-BIAnbieter bimanu und dem Sondermaschinenbauer RNA soll dies auf mehreren Ebenen ändern.

Die RNA (Rhein-Nadel Automation GmbH) entwickelt und baut schlüsselfertige Anlagen, die das lagerichtige Zuführen von Werkstücken – Schrauben, Verschlüssen, Steckern oder sonstigen Metall- und Kunststoffteilen – in laufende, vollautomatisierte Montageprozesse gewährleisten. Abnehmer der Systeme kommen aus der Automobil-, Pharma-, Medizin-, Möbel-, Elektro-, Konsumgüter- und Lebensmittelindustrie. Die besondere Expertise der Aachener liegt im Bau leistungsfähiger Systeme, die sehr hohe Zuführgeschwindigkeiten erreichen oder besonders schwierige Werkstücksgeometrien verarbeiten können. Als Christopher Pavel, Enkel des Firmengründers, 2013 als Geschäftsführer bei RNA einstieg, machte er es sich gleich zur Aufgabe, die Konzepte hinter Begriffen wie Industrie 4.0 und Digitalisierung besser zu verstehen. Dabei erkannte er, dass mit der im Jahr 2010 erfolgten Implementierung der auf Einzel- und Variantenfertiger zugeschnittenen Branchen-ERPSoftware ams.erp bereits der entscheidende Schritt hinsichtlich interner Digitalisierung gemacht worden war. Besonders hebt der Geschäftsführer die Prozesstransparenz und -durchgängigkeit der Software hervor – im Grunde die Basis für jede weitere Überlegung in Sachen Industrie 4.0. Bei der Bewertung des Begriffs Industrie 4.0 hingegen ging es ihm zunächst wie den meisten Verantwortlichen im Mittelstand. «Keiner konnte so richtig etwas mit dem Schlagwort anfangen», bringt es der Firmenchef auf den Punkt. Dies veranlasste ihn, zwei Workshops zu organisieren, um mit externen Experten das mögliche Herangehen an Industrie 4.0 zu identifizieren: «Wir arbeiteten verschiedene Konzepte heraus, die wir weiterverfolgen wollten», so Christopher Pavel. Eines der Erfolgversprechendsten betraf die vorausschauende Wartung. 36

RNA-Geschäftsführer Christopher Pavel (re.) und IT-Leiter Patrick Pirnay trieben das Thema Industrie 4.0 mit dem Blick aus der Praxis voran und setzen dabei auf die Partner ams.Solution und bimanu.

Voraussetzung für Predictive Maintenance ist der Zugriff auf die Maschinendaten. Womit man bei RNA vor der technischen Hürde stand, wie dieser Zugriff ohne speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) erfolgen sollte. Denn viele ältere Maschinen besitzen keine SPS, und auch RNA baut heute noch sehr viele Zuführsysteme, die zwar über Steuergerätetechnik verfügen, aber eben über keine speicherprogrammierbare. Laut IT-Leiter Patrick Pirnay wollen viele RNA-Kunden den

unerwünschten Zugriff auf ihre Maschinendaten ausschliessen.

Vielversprechender Ansatz Nachdem sich diverse Anläufe, über die hausinterne Elektrokonstruktion ein eigenes Programm für die Maschinendatenerfassung zu erstellen, als sehr aufwendig erwiesen hatten, stiessen Christopher Pavel und Patrick Pirnay 2018 auf das Start-up Nexolink Solutions.


Technologie

Dieses hatte bereits eine sogenannte SensorBox entwickelt, die auf einfache Weise an die Sensorik von Anlagen oder Produkten andocken konnte und die gesammelten Daten über das Mobilfunknetz GSM an die eigene IoTPlattform in der Cloud schickte. Zum damaligen Zeitpunkt war das Gerät zu ca. 80 Prozent fertiggestellt. Als sich die Möglichkeit bot, Nexolink zu übernehmen, handelte Christopher Pavel. Sein Team schloss die Entwicklung der Box ab und konnte dabei die eigenen Anforderungen einbringen. Daraus entstand die mittlerweile verfügbare IoT ConnectBox. «Dieser Zukauf öffnete uns auf der Produktseite die Tür in Richtung IoT/Industrie 4.0», sagt der Geschäftsführer und betont, bei seiner Recherche kein Produkt gefunden zu haben, das den IoT-Einstieg in vergleichbar einfacher und kostengünstiger Weise ermöglichte. Die IoT ConnectBox ist ohne grossen Projektaufwand installierbar und macht auch ältere Anlagen im Retrofit-Verfahren intelligent. Jeweils acht digitale und analoge Sensoreingänge nehmen die Maschineninformationen auf und übermitteln sie zur Aufbereitung und Analyse in die bimanu-BI-Cloud. Der Clou dabei: Der Datentransfer erfolgt über das flächendeckend verfügbare Mobilfunknetz GSM, nicht über das Internet. Ausserdem bleiben die lokalen Netzwerke der Maschinenbetreiber (WLAN, LAN) unangetastet, ein Zugriff auf andere Unternehmensdaten ist ausgeschlossen. Die Cloud-BI-Lösung von bimanu ist ebenfalls auf grösstmögliche Anwenderfreundlichkeit ausgelegt. Während sich bisherige Business-Intelligence-Modelle meist kompliziert gestalteten, benötigt bimanu mit seinem Ansatz lediglich ein Drittel der Zeit, die herkömmliche BI-Anbieter für die Einrichtung von Datenanalyse-Plattformen in der Cloud benötigen. Die sichere und flexibel skalierbare All-in-One-Lösung deckt alle Bereiche von der Datenintegration über die Modellierung bis hin zur Datenvisualisierung ab – inklusive unbegrenzter Datenhistorie.

Rohdaten als entscheidender Faktor Angesprochen auf die Nutzung der Cloud, erklärt Patrick Pirnay, dass er grundsätzlich unterscheide zwischen Unternehmensdaten, die wie das ERP-System nach wie vor lokal vorgehalten werden sollten, und Maschinendaten, die nur in Cloud-Szenarien ihre volle Wirkung erzielten. Hinsichtlich Maschinenmassendaten hält er Sparsamkeit für den falschen Ansatz: «Rohdaten sind der entscheidende Faktor. Deshalb wollten wir so früh wie möglich starten, auch wenn wir noch nicht genau wissen, wie wir die Massendaten letztlich auswerten können.» In jedem Fall müsse man die Daten zunächst aber über einen

Mit der neuentwickelten RNA IoT ConnectBox lassen sich auch ältere, nicht-internetfähige Maschinen und Produktionsanlagen vernetzen, um ihre Zustandsinformationen in Echtzeit zu erfassen und zu analysieren.

bestimmten Zeitraum erheben, denn ohne eine ausreichende Datenmenge liessen sich keine Muster feststellen, etwa für die vorausschauende Wartung. Dafür benötige man die Verfügbarkeit der Cloud. Der Unterschied zwischen der bimanu-Cloud und Microsoft Azure oder Amazon Web Services besteht darin, dass die Daten nicht auf weltweit verteilten Servern auf den Anbieterplattformen direkt verarbeitet werden. Stattdessen verbinden sich die IoT ConnectBoxen mit dedizierten, komplett gekapselten Servern im Rechenzentrum. Es ist jederzeit nachvollziehbar, wo sich die Daten befinden, was allerdings der Skalierbarkeit nicht entgegensteht. Neben vorausschauender Wartung nennt Patrick Pirnay ein weiteres Einsatzbeispiel: «Wir können einen digitalen Fingerabdruck der Anlagen erstellen. Bei der Abnahme durch die Kunden visualisieren wir die komplette Sensorik und wissen, dass die Leistung bei den zu diesem Zeitpunkt herrschenden Bedingungen erbracht wurde. Dazu gehören auch solche Parameter wie Luftfeuchtigkeit und Temperatur.» Dadurch sichert sich der Maschinenbauer vertraglich ab, denn wenn eine Anlage später in einer anderen klimatischen Umgebung steht, kann dies ihre Leistungsfähigkeit natürlich beeinflussen. Über den digitalen Fingerabdruck lässt sich nachvollziehen, welche Einstellungen verändert werden müssten, um bessere Ergebnisse zu erzielen.

Bereits die Fernüberwachung bietet grosse Vorteile, nicht nur hinsichtlich der Funktionstüchtigkeit der Maschine, sondern auch mit Blick auf die Qualitäts- und Produktkontrolle. Das erklärte Ziel von Christopher Pavel besteht nun darin, über die Verbindung der bimanu-BI-Cloud an das ERP-System ams.erp direkte Aktionen und Workflows auszulösen: «Wird z. B. ein bestimmter Sensorschwellwert über- oder unterschritten, kann eine Benachrichtigungs-Mail an einen Mitarbeiter versandt, ein Serviceeinsatz oder die automatische Bestellung eines benötigten Ersatzteils über das ERP-System angestossen werden.» ams.erp fungiert in Rahmen als zentrale Plattform für die Verarbeitung der in der Cloud analysierten Maschinendaten.

Dieser Beitrag wurde ermöglicht durch: ams.erp Solution AG Ein Unternehmen der ams.Group Althardstrasse 120 | 8105 Regensdorf www.ams-erp.ch

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Thermomix, neon & Co. – die Erfolgsfaktoren für digitale Produkte Für erfolgreiche digitale Produkte ist ein Umdenken erforderlich: Weg von der Technologie hin zu Erlebnissen und Emotionen. Strategie, Design und Technologie müssen übergreifend zusammenarbeiten und den Nutzer ins Zentrum stellen – damit Unternehmen für ihre Kunden relevant bleiben und sich von der Konkurrenz differenzieren. >> Nicole Schlegel | Greenliff

Bananenbrot und Pancakes – Bilder davon tauchten während des Corona Lockdowns auffallend häufig in meinem Social Media Feed auf. Die neu entdeckte Freude am Backen und Kochen ist für Küchengerätehersteller eine einmalige Chance. Interaktive Live-Kochshows oder digitale Rezept-Abonnements stärken die Marke. An vorderster Küchenfront dabei: Der Thermomix, ein Küchengerät kombiniert mit dem Community-Gedanken und einer digitalen Rezeptdatenbank. Millionen registrierte und zahlende Abonnenten laden Rezepte für «Guided Cooking» direkt auf ihr Kochgerät – ein perfektes Lock-In-System und Paradebeispiel eines digitalen Produktes.

Was sind digitale Produkte? Viele verstehen unter «digitalen Produkten» immer noch die digitale Ausprägung eines analogen Produktes. Beispiele sind E-Books, Tickets, Musik oder Software. Tatsächlich 38

gehen digitale Produkte weit darüber hinaus. Sie generieren Wert in zwei Richtungen: Für Kunden lösen sie ein Problem oder sprechen ein spezifisches Bedürfnis an, für Unternehmen erzielen sie Umsatz oder fördern den Verkauf eines anderen Produkts. Sind diese Bedingungen erfüllt, sind der Technologie keine Grenzen gesetzt – egal ob App, Website, Plattform oder Tool.

Digitale Produkte in der Schweiz In der Schweiz sind verschiedenste Lösungen auf dem Vormarsch. Ein spannendes Beispiel ist die Konto-App neon. Mit einem intuitiven Onboarding-Prozess eröffnen Kunden innerhalb von 10 Minuten ihr Bankkonto – digital und papierlos. Die Social-Shopping-App Amigos ist ein weiteres preisgekröntes Schweizer Projekt. Über eine Web-Plattform stellt die Migros-Kundschaft ihre Einkaufsliste zusammen. Freiwillige nehmen diese Bestellung per Amigos-App

an. Sie gehen einkaufen und liefern den Einkauf nach Hause. Insbesondere in Coronazeiten zeigt die App zum Zweck der Nachbarschaftshilfe ihren Wert. Dies sind zwei Paradebeispiele. In der Schweizer Softwarelandschaft werden digitale Produkte jedoch zu oft von der Technologie hergedacht. Frameworks, Tools oder Programmiersprachen stehen im Fokus. Software ist zweifelsohne wichtig, macht aber allein kein gutes digitales Produkt. Ein gutes digitales Produkt ist mehr als nur Technologie.

Ein ganzheitliches Produktverständnis entwickeln Die wichtigste Herausforderung besteht darin, ein Problem zu finden, dessen Lösung einen echten Mehrwert für Kunden bringt. Gleichzeitig sollte ein tragfähiges Geschäftsmodell dahinterstehen. Hierfür muss man das Problem (und später das Produkt) aus verschiedenen Perspektiven betrachten.


Know-how

Übergeordnet kommen die Bereiche Strategie, Design und Technologie zusammen. Daraus leitet sich ein einfacher Prozess ab: Verstehen, Designen, Umsetzen. In der Praxis laufen diese Schritte zum Teil parallel ab. Moderne Produktentwicklung ist ein iterativer Prozess, bei dem das Produkt ständig überprüft und verbessert wird. Das resultiert dann entweder in der kompletten Neuentwicklung, der Weiterentwicklung eines bestehenden digitalen Produktes, der Erweiterung eines analogen Produkts um digitale Komponenten oder gar ganzheitliche digitale Produkte.

Verstehen. Beim Verstehen geht es darum, die Situation und den Kontext zu erfassen. Dies ist zugleich der wichtigste und aufwendigste Part. Verstehen erfolgt auf drei Ebenen: Benutzer. Der Ausgangspunkt für die Entwicklung digitaler Produkte ist der Kunde bzw. Benutzer. Deshalb muss man sich in ihn hineinversetzen und ihn wirklich verstehen. Folgende Fragen geben Orientierung: ∙ Wer sind die Benutzer? Welche Ziele verfolgen sie? ∙ Was sind ihre Bedürfnisse und ihre daraus entstehenden Probleme? Wie lassen sich diese direkt oder indirekt lösen? ∙ Worauf kommt es bei der Lösung an (Art der Interaktion, Gefühle etc.)? Empfehlenswert sind Interviews, Fokusgruppen oder Feldbeobachtungen. Letztere sind vor allem geeignet, um die unterschwelligen Bedürfnisse der Nutzer in ihrem eigenen Umfeld herauszufinden. Geschäftsziele. Digitale Produkte generieren Unternehmenswert. Deshalb sollte man sich Gedanken über die Ziele machen. Allgemeine Geschäftsziele auf konkrete Resultate herunterzubrechen, schafft klare Orientierung. Beispiel: Um die Reputation zu verbessern, ein neues Produkt lancieren, das auf die Marke einzahlt. So zu beobachten bei der «WayGuard» App der AXA. Sie gibt Frauen ein sicheres Gefühl auf dem Heimweg, verfolgt aber kein unmittelbares monetäres Ziel.

Die Autorin Nicole Schlegel ist als Marketing Managerin bei der Greenliff tätig. Mit Fokus auf ganzheitlicher Betrachtung setzt sie Marketing- und Kommunikationsmassnahmen um.

Trends. Gleichzeitig lohnt es sich, gesellschaftliche und technologische Trends im Auge zu behalten. Klimawandel und Flight Shaming sind zentrale Themen. Das bringt auch PostCorona Opportunitäten für Reisebüros oder Schweizer Ferienorte. Auch spannend: «Die weg vom Produkt hin zum Erlebnis Mentalität». Ein Blick in andere Branchen liefert Inspiration zu Vorgehensweisen und Lösungen.

Designen. Beim Design geht es darum, die Erkenntnisse aus dem vorigen Schritt in ein konkretes Konzept zu packen. Man definiert Features, skizziert User Flows, erstellt erste Wireframes und Mockups. In iterativen Schritten nähert man sich Stück für Stück dem finalen Produkt an. Die Endbenutzer sind direkt oder indirekt ständig in diesen Prozess involviert. Regelmässige Tests und Feedbackrunden reduzieren das Risiko einer Fehlentwicklung. Nur, weil man selbst vom Produkt überzeugt ist, heisst das nicht, dass die Nutzer es auch sind. Prototypen helfen, sich direkt das Feedback von Kunden und Benutzern abzuholen. So überspringt man zeitraubende Schritte und spart Kosten. Ein nutzerfreundliches und visuell ansprechendes Ergebnis ist für den Erfolg des Produkts enorm wichtig. Doch der eigentliche Mehrwert beim Design entsteht im Lernprozess.

Umsetzen. Bei der Umsetzung ist es entscheidend, dass Technologie und Design eng zusammenarbeiten. Die Kombination von Design und Technologie schafft bessere Workflows und Produkte, die relevanter für Kunden sind. Designer fokussieren hauptsächlich auf den Menschen und seine Bedürfnisse. Entwickler legen ihren Fokus auf die Technologie. Eine perfekte Ergänzung. Das ist zugleich der Moment, in dem man anfängt, über Technologien, Frameworks und Tools zu diskutieren. Design und Technologie arbeiten iterativ zusammen und werden permanent aneinander angepasst. Dadurch entstehen Produkte die sowohl ansprechend für den Benutzer sind als auch technologisch und qualitativ hochwertig.

Mit Design den Erfolg digitaler Produkte steigern Gutes Design zahlt sich aus, wobei Design in diesem Kontext viel mehr bedeutet als nur «schön machen». Design geht weit über die visuelle Gestaltung hinaus. Es ist vielmehr ein Mindset, eine Arbeitsweise und strategische Methoden, die den Nutzer ins Zentrum stellen.

sowie signifikant höhere Umsätze und Aktionärsrenditen. Ähnliche Resultate zeigen Studien von Adobe und Forrester2 und InVision.3 Unternehmen mit Designfokus haben einen 46% höheren Wettbewerbsvorteil, 42% mehr Umsatz, 30% Kostenersparnisse und sogar 71% zufriedenere Kunden im Vergleich zur Konkurrenz, die nicht auf Design setzt. Kundenorientiertes, iteratives Design ist der Weg in die Zukunft; gleichermassen im Hinblick auf finanzielles Wachstum und auf angenehme Benutzererfahrungen. Unternehmen müssen mit ihren Produkten und Dienstleistungen Erlebnisse und Emotionen schaffen. Damit bleiben sie für ihre Kunden relevant und differenzieren sich von ihren Konkurrenten. Thermomix hat mit seinem starken Bewusstsein für Design eine extrem lebendige und loyale Community aufgebaut. Dass das Unternehmen damit auf die absolut richtige Strategie setzt, zeigen neben der grossen und loyalen Community diverse Auszeichnungen. So gewann der Thermomix 2018 den Reddot Award in der Kategorie «Interface Design» und 2020 den German Design Award in der Kategorie «Excellent Product Design – Kitchen».

Keine Trennung mehr zwischen physisch und digital Interessant ist, dass diese Auszeichnungen sowohl die digitale (Interface Design) als auch die physische Komponente (Product Design) honorieren. Digitale und physische Produkte verschmelzen immer mehr. Weitere Beispiele sind Fitbit, das bereits erwähnte Startup neon (physische Kreditkarte) oder die Swisscom TV Box. Die Kombination digitaler Komponenten (Software) mit physischen Objekten (Hardware) bringt vier entscheidende Vorteile für Unternehmen: Investitionsund Kopierschutz, Zugangskontrolle und Alleinstellungsmerkmal. Die Gestaltung physischer Erfahrungen sollte deshalb mit einer digitalen Strategie einhergehen. Genauso gilt es, digitale Komponenten in physische Produkte und Dienstleistungen zu integrieren. Potenziell alle Produkte können digitale Komponenten haben. Die zentrale Verantwortung eines Unternehmens ist es deshalb, seine Produkte digital weiterzuentwickeln. << 1 https://tinyurl.com/tsm20-2-ux1 2 https://tinyurl.com/tsm20-2-ux2 3 https://tinyurl.com/tsm20-2-ux3

Eine McKinsey Studie von 20181 liefert beeindruckende Ergebnisse: Designorientierte Unternehmen erzielten schnelleres Wachstum 39


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Die Krise nutzen, um die digitale Transformation zu beschleunigen Die Corona-Pandemie hat uns eines gelehrt: Nur Unternehmen, welche die Digitalisierung vorantreiben, bleiben nach der Krise wettbewerbsfähig. Dazu braucht es Mut und Entschlossenheit. >> Frederik Thomas | Search & Co. GmbH

Die herausfordernden wirtschaftlichen Aussichten und die anhaltende Unsicherheit zwingen die Unternehmen dazu, schwierige Entscheidungen zu treffen. Einige ziehen sich zurück, ergreifen Sparmassnahmen und konzentrieren sich darauf, den Sturm zu überstehen. Andere hingegen versuchen sicherzustellen, dass sie am Ende der Krise stärker sein werden als heute und treiben die digitale Transformation voran. Sie haben verstanden, dass die Krise den Übergang zur Digitalisierung erheblich beschleunigt und dass sie ihre Organisation grundlegend umkrempeln müssen. Die Pandemie hat deutlich gemacht, wie verwundbar Unternehmen wirklich sind. Firmen mit analogen Vertriebskanälen mussten zusehen, wie ihre Umsätze wegen der Pandemie zusammenbrechen, während die OnlineBestellungen anderer Firmen durch die Decke gehen. Das zeigt: Technologisch orientierte Unternehmen können schneller skalieren und sind in der Lage, sich veränderten Umständen besser anzupassen.

Für viele Unternehmen ist es darum höchste Zeit, ihre digitale Transformation zu beschleunigen. Sie sollten aber in zwei Dimensionen denken: Sie müssen einerseits ihre Organisationsstruktur anpassen, andererseits müssen neue Geschäftsfelder gefunden werden. Nur mit diesem doppelten Ansatz wird man ein leistungsstarkes digitales Unternehmen. Zudem sollte man drei Grundprinzipien beachten: ∙ Es braucht Flexibilität und schnelle Entscheidungen. Fest verwurzelte Systeme wie Hightech-Stacks, Berichtslinien und Prozesse sind der Dynamik der aktuellen Krise oft nicht gewachsen. ∙ Das Ausmass der Krise muss mit Kühnheit in der Reaktion gekontert werden – stets auf der Grundlage eines soliden Risikoverständnisses. ∙ Es braucht ein Bekenntnis zu einem ganzheitlichen Ansatz. Digitale Initiativen müssen das gesamte Spektrum der Abhängigkeiten berücksichtigen: Systeme, Menschen und Prozesse.

Als Digital Veteran und ehemaliger CIO/COO von Interdiscount ist Frederik Thomas ein visionärer Treiber des digitalen Wandels und begleitet heute Geschäftsführer und Verwaltungsräte in Ihrem digitalen Kompetenzaufbau durch Coaching, proaktive Identifikation und Rekrutierung digitaler Führungskräfte.

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Wohin – und mit welchem Fahrplan? Die Beschleunigung des digitalen Wandels erfordert, dass Unternehmen ihre Roadmaps sowie die ihnen zugrunde liegenden Annahmen über Wert und Machbarkeit der digitalen Transformation neu bewerten. Der Fahrplan sollte sowohl mit dem Führungsteam als auch mit den wichtigsten Linien- und Funktionsleitern abgestimmt werden. Die Geschäftsführung sollte dann die kritischen Rollen bestimmen. Dafür ist es wichtig, deren Aufgaben zu präzisieren und diese auf das Wesentliche zu beschränken. Es braucht solide Teams, klare – in der Regel erweiterte – Entscheidungsrechte und natürlich ein angemessenes Budget. Checkliste für Führungskräfte ▪ Verfügen Sie über eine geschäftsorientierte Technologie-Roadmap, die neue Annahmen über Ihre Branche beinhaltet? Achten Sie auf das Tempo! Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter und Regulierungsbehörden müssen mit der digitalen Transformation Schritt halten können. ▪ Entsprechen Ihre Ressourcen – auch dort, wo Ihre allerbesten Talente eingesetzt werden – Ihren digitalen Bestrebungen? ▪ Spiegelt Ihre Roadmap die «Verhaltensänderungen auf der letzten Meile» wider, die notwendig sind, um Ihr Transformationsprogramm durchzuhalten?

Geschäftsaufbau als Fähigkeit Viele Unternehmen können dem Tempo der Krise und der Veränderung des Kundenverhaltens nur gerecht werden, wenn sie eine Struktur ausserhalb des Kernunternehmens aufbauen. Dabei müssen sie einen strukturierten Ansatz verfolgen – einschliesslich einer klaren Strategie, um die richtige Balance zu finden zwischen der Unterstützung durch das


Know-how

Unternehmen und der operativen Freiheit. Die Geschäftsleitung hat eine Schlüsselrolle inne. Sie stellt sicher, dass das Unternehmen nicht nur ein neues Geschäft startet, sondern eine langfristige Fähigkeit zum Geschäftsaufbau entwickelt. Es gilt neue Wachstumsquellen zu erschliessen und sich gegen künftige Unsicherheiten abzusichern. Checkliste für Führungskräfte ▪ Wie schaffen Sie einen Ausgleich zwischen den Vorteilen, die ein Grossunternehmen bieten kann, und der Freiheit, die das neue Unternehmen braucht, um zu gedeihen?

Digitale Transformation beschleunigen

Flexibilität und Schnelligkeit Solides Risikoverständnis Ganzheitlich Handeln

▪ Wie wird das Managementteam den Erfolg des neuen Geschäfts nach drei, sechs und zwölf Monaten nach der Einführung messen? Wie werden sie das Kundenfeedback miteinbeziehen? ▪ Welche externen Partnerschaften prüfen Sie, um das neue Geschäft aufzubauen und zu skalieren?

Etablieren Sie eine Lernkultur Wegen der aktuellen Krise sind Unternehmen gezwungen, sich mit beispielloser Geschwindigkeit weiterzuentwickeln. Man muss bereit sein, wenn sich die Wirtschaft wieder erholt, aber man muss auch sicherstellen, dass sich die alten Arbeitsweisen nicht wieder einschleichen sobald die Krise abklingt. Es gilt agile Teams zu bilden, die an Zielen und nicht nur an Aufgaben arbeiten. Die ideale und effektivste Teamgrösse liegt bei fünf bis neun Personen. Die Teams müssen selbstbestimmt und iterativ arbeiten. Und sie müssen die Fähigkeit entwickeln, sich anzupassen. Es braucht eine Kultur des Experimentierens, Lernens und Iterierens. Checkliste für Führungskräfte ▪ Arbeiten Ihre Unternehmensleiter, Technologen und Kontrollorgane zusammen, um kontinuierliche Verbesserungen zu erzielen, die sich am Kundenwert orientieren? ▪ Wie sieht «Testen und Lernen» für jede Ihrer strategischen Initiativen aus? Wie erfassen Sie Misserfolge und wie lernen Sie aus diesen? ▪ Haben Sie ermittelt, welche Elemente Ihrer derzeitigen Arbeitsweise Sie bewahren wollen? Wie wollen Sie diese in die neuen Abläufe integrieren?

Gleichzeitig braucht es aber die richtigen Personen an der richtigen Stelle. Interne Talente sollten darum erkannt und weitergebildet werden. Dies bedeutet, eine Talent-Roadmap zu entwickeln. Qualifikationspools sind für eine Erholung von zentraler Bedeutung. Im Technologiebereich zum Beispiel sollte der Schwerpunkt auf dem Aufbau einer Basis von Spitzeningenieuren liegen, die zehnmal produktiver sind als weniger versierte Entwickler. Auch die Ausbildung selbst wird tiefgreifende Veränderungen erfahren. Die neue Welt der Fernarbeit führt dazu, dass sich die Menschen an neue Werkzeuge und Prozesse gewöhnen. Dies stellt eine Gelegenheit für die Ausbildung dar. Man kann die Programme skalieren: kürzere, «mundgerechte» Lernmodule, die auf den Einzelnen zugeschnitten sind und dann geliefert werden, wenn sie benötigt werden. Checkliste für Führungskräfte ▪ Können Sie darlegen, warum ein frischgebackener Absolvent der Ingenieurswissenschaften gerade in Ihrem Unternehmen arbeiten sollte? ▪ Haben Sie eine Talent-Roadmap, die so detailliert ist wie Ihre technische Roadmap? ▪ Wie verfolgen Sie die Lernprozesse auf individueller Ebene?

Die Erkenntnis des Technologiewerts ist von entscheidender Bedeutung, denn allzu oft waren die Kosten der wichtigste Faktor, wenn es um die Digitalisierung geht. Es braucht Investitionen in die Modernisierung von Altsystemen, in die Entwicklung von Mikroservice-Architekturen oder in den Aufbau eines neuen Technologie-Stacks. Auch Daten und deren Analysen werden immer wertvoller. Weitere Digitalisierungsinitiativen könnten die Entwicklung einer 360-Grad-Ansicht des Kunden, die Einführung einheitlicher Werkzeugsätze und Prozesse oder die Modernisierung der Datenarchitektur und der Umstieg auf die Cloud sein. Der Aufschwung wird kommen: Geschäftsleitungen, die ihre Unternehmen am effektivsten auf eine digitale Zukunft vorbereiten, werden die besten Chancen haben. Checkliste für Führungskräfte ▪ Wird Ihre digitale Transformation durch moderne Software-Entwicklungsmethoden unterstützt? Und treiben Sie die Lieferfähigkeiten voran? ▪ Verfügen Sie über eine robuste und föderierte Datenverwaltung, um eine breite und kontinuierliche Nutzung der Daten an der Front zu ermöglichen? ▪ Investieren Sie mindestens so viel in den Aufbau von Überzeugung und Handlungsfähigkeit wie in Technologie? <<

Der Fortschritt braucht Investitionen Talente erkennen – und fördern Wenn die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise voll zum Tragen kommen, wird der Druck zur Kostensenkung weiter zunehmen. Unternehmen werden mit schwierigen Personalentscheidungen konfrontiert sein.

Technologie ist eine zentrale Werttreiberin und nicht nur eine unterstützende Funktion. Sie muss zusammen mit einer organisatorischen Veränderung eingesetzt werden – von der Unterstützung der Fernarbeit bis hin zur Skalierung digitaler Kanäle für wachsende Kundenzahlen. 41


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Effiziente Einsatzplanung – Vorsprung durch Digitalisierung Die effiziente Einsatzplanung ist eine Herausforderung im Alltag von vielen Unternehmen und Teams. In einem langwierigen Prozedere soll ein Optimum von verschiedensten Bedürfnissen und gesetzlichen Vorschriften gefunden werden. Wo der Mensch an seine Grenzen stösst, entfalten neue digitale Werkzeuge ihr Potenzial. Die Resultate sind nicht nur Zeit- und Kosteneinsparungen, sondern insbesondere auch eine erhöhte Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit. >> Mathias Brandenburger | Unternehmensentwickler, QuickShift GmbH

Bis zu 50 % weniger Zeitaufwand, 10 % höhere Produktivität der Mitarbeitenden, 5 % mehr Umsatz und Kundenzufriedenheit durch die digitale Einsatzplanung– diese Zahlen aus verschiedenen Studien von McKinsey und TechNovia lassen wohl das Herz von vielen Unternehmerinnen und Unternehmer höher schlagen.

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Wie in so vielen Geschäftsbereichen hat die Digitalisierung auch den Weg in das Personalmanagement und damit in die Einsatzplanung gefunden. Die damit verbundenen Chancen und Vorteile reichen weit über die naheliegenden Zeitersparnisse hinaus.

wird die zeitintensive, manuelle Arbeit der Einsatzplanerinnen und -planer vereinfacht und beschleunigt. Individuelle und situative Anpassungen bleiben dennoch möglich. Auch die Kommunikation im Planungsprozess gestaltet sich effizienter, so können Freiwünsche und Schichtabgaben von den Mitarbeitenden direkt per App eingegeben und zentral von der Administration freigegeben, beziehungsweise abgelehnt werden. Diese fliessen dann direkt in die automatische Einsatzplanung. Das alles erfolgt unmittelbar, sicher und ohne Medienbrüche – ein zusätzlicher Qualitätsgewinn, beispielsweise auch für sich selbstorganisierende Teams.

Der unmittelbare Vorteil der digitalen Einsatzplanung liegt also auf der Hand: Sie spart Zeit und damit Geld. Durch die Digitalisierung

Die verbesserte Kommunikation wirkt sich auch positiv auf die Zufriedenheit der Mitarbeitenden und schliesslich die Qualität

Die QuickShift GmbH aus Zürich hat sich seit ihrer Gründung im 2018 konsequent der Digitalisierung und Optimierung von Prozessen im Personalmanagement verschrieben. Zum Dienstleistungsangebot gehören Konzeption, Beratung und kundenspezifische Weiterentwicklungen ebenso wie die Implementierung und Schulung sowie Wartung und Support. QuickShift GmbH Verena-Conzett-Strasse 21 8004 Zürich www.quickshift.ch


Kolumne

der Produkte und Dienstleistungen aus. Die Bedürfnisse der Mitarbeitenden werden in die Einsatzplanung aufgenommen. In Kombination mit ihren Qualifikationen wird der optimale Plan per Knopfdruck für den gewünschten Zeithorizont automatisch erstellt.

>> Kolumne von Cornelia Diethelm, Gründerin des Centre for Digital Responsibility (CDR), einem Think Tank für Digitale Ethik

Den Anliegen sowie den Eigenschaften des Personals kann dadurch besser Rechnung getragen werden. Dass die Mitarbeitenden verstärkt entlang ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen eingesetzt werden, prägt die Arbeitsmotivation und in der Konsequenz auch die Kundenzufriedenheit. Denn um die Produkte und Dienstleistungen kümmern sich nun engagiertere Fachkräfte. Verschiedene Unternehmen sind dabei Lösungen zu entwickeln, die es den Unternehmen erlauben, diese Potenziale durch die digitale Einsatzplanung auszuschöpfen. So zum Beispiel auch das Schweizer Unternehmen QuickShift GmbH mit seinem vollautomatischen Einsatzplaner. Per Knopfdruck werden dabei Mitarbeitende Schichten und Arbeitsbereiche zugewiesen. Das Herzstück der Lösung ist ein eigens entwickelter Algorithmus. Auf der Grundlage eines unternehmensspezifischen Regelsets und mit Rücksicht auf alle Qualifikationen, Abwesenheiten, Freiwünschen und verschiedenen rechtlichen Anforderungen berechnet dieser den optimalen Einsatzplan. Die Kombination aus einem generischen Ansatz und eines auf jedes Unternehmen zugeschnittenen Regelsets ermöglicht dessen Einsatz für Unternehmen in den verschiedensten Branchen.

Sind dynamische Preise fair? Die Möglichkeit dynamischer Preise im Internet zeigt, wie wichtig es ist, neue Technologien mit Augenmass einzusetzen. Sie dürfen nie Selbstzweck sein. Wir sind mit Einheitspreisen aufgewachsen und empfinden sie als fair. Doch bei datenbasierten Geschäftsmodellen lässt sich der Preis während des Tages dynamisch anpassen oder auf eine einzelne Person zuschneiden, basierend auf ihrer Datenspur und ihrem Verhalten. Ist es fair, wenn meine Arbeitskollegin für eine Drohne mehr bezahlen muss als ich, nur weil sie vom System als kaufkräftiger eingestuft wird? Für die Akzeptanz ist entscheidend, dass wir wissen, wie der Preis zustande kommt, und falsche Daten bei Bedarf korrigiert werden können. Doch diese Transparenz fehlt im Internet. Natürlich haben wir schon von grossen Preisunterschieden beim Buchen von Flügen oder Hotels im Internet gehört. Doch die wenigsten sind sich dem im Alltag bewusst, denn akzeptiert werden sie nicht.

QuickShift bietet aktuell eine kostenlose Testversion an. Dabei können alle Funktionen für 30 Tage vollumfänglich genutzt werden. Mehr dazu auf www.quickshift.ch

Ein Blick in die nahe Zukunft zeigt, dass auch der Einsatzbereich innerhalb eines Unternehmens ausgeweitet wird. Zukünftig soll QuickShift mit einer ergänzenden Lösung für die Zeiterfassung die Schnittstelle zwischen Planung und Lohnbuchhaltung schliessen. Immer mit einem klaren Ziel: Effiziente Tools für effiziente Unternehmen mit zufriedenen Mitarbeitenden und Kunden. <<

In einem Experiment mit 2000 Personen hat sich beispielsweise gezeigt, dass sie Preisdifferenzierungen durchwegs als unfair empfinden, unabhängig davon, ob sie von diesen profitieren oder nicht. Weshalb? Kundinnen und Kunden gehen davon aus, dass solche Preise langfristig für sie von Nachteil sind. Und sie befürchten, dass andere Personen noch bessere Konditionen erhalten könnten, was sie unzufrieden macht und ihr Vertrauen in das Unternehmen schädigt. Natürlich könnte man einwenden, dass wir auf dem Markt bereits individualisierte Preise haben. Doch hier stehen sich zwei Personen gegenüber. Sie lassen sich auf den Aushandlungsprozess ein und fühlen sich verantwortlich für das eigene Tun. Diese Wahl fehlt im Internet. Der Preis wird einseitig festgelegt. Ethisch bedenklich ist, wenn kaufkräftigen Kundinnen günstige Angebote aufgrund der errechneten Zahlungsbereitschaft gar nicht erst angezeigt werden oder wenn ein dringend benötigtes Produkt überteuert angeboten wird. Viele Kundinnen und Kunden haben kein Problem mit angepassten Preisen, wenn es dafür einen nachvollziehbaren Grund gibt. Unternehmen tun deshalb gut daran, neue Preismodelle mit Augenmass einzusetzen, um gute Kundenbeziehungen nicht zu gefährden. << Für das renommierte Marktforschungsinstitut Gartner gehört Digitale Ethik zu den Top-Themen von strategischer Bedeutung für Unternehmen. Cornelia Diethelm macht diesen Megatrend in ihrer Kolumne erlebbar, indem sie aktuelle Aspekte der Digitalen Ethik beleuchtet.

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Digital Business – Lebenslanges Lernen Die rasche Weiterentwicklung der technischen Hilfsmittel bedeutet auch, dass wir uns in einem ständigen Prozess des Lernens befinden. Besonders in den letzten Monaten, in denen Home-Office die Regel war, haben viele Unternehmen auf die digitale Kommunikation mit den Mitarbeitenden und Kunden umgestellt. Auch wer sich zuvor sträubte, digitale Hilfsmittel einzusetzen, wurde mit der Notwendigkeit konfrontiert. Bildungsinstitutionen wie die Fachhochschule Nordwestschweiz haben diesen Wandel sofort erkannt und kostenlose Online Seminare für die Öffentlichkeit angeboten. Die Resonanz auf das Angebot hat die Verantwortlichen überrascht, so dass einzelnen Kurse wiederholt ausgeschrieben wurden. SWONET hat Prof. Martina Dalla Vecchia dazu Fragen gestellt. SWONET: Wie sehen Sie «Lernen» in der Zukunft. «Life long learning» ist für uns Realität. Um mit dem digitalen Wandel mitzuhalten, müssen wir immer am Ball bleiben. Aber Lernen geht heute anders. Lernen ist heute ein Mix aus digitalen «Konserven» und persönlichem Unterricht (online oder offline). Für Fragestellungen im Job haben wir neben Büchern

fe m a l e d i gi t a l

SWONET: Die FHNW wurde von Anmeldungen für die Online Webinare in der Corona Zeit überrannt. Hatten sie das erwartet?

Prof. Martina Dalla Vecchia ist Dozentin für eCommerce, Online-Marketing und Social Media an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW in Basel. Dort entwickelte sie im Jahr 2000 den ersten Zertifikatslehrgang der Schweiz rund um Webshops und Digital Marketing. Weitere Lehrgänge fokussieren auf Marketing Automation, Data Driven Marketing, Digitaler Vertrieb, Cybersecurity und Digital Leadership.

nun Blogs, eBooks, Webinare, Online-VideoKurse oder How-To-Videos auf YouTube. Für die formale Weiterbildung gibt es Seminare und Lehrgänge. Der Unterricht kann live oder im virtuellen Klassenzimmer stattfinden. Die Dozierenden gestalten den Inhalt interaktiv mit vielen Praxisbeispielen und man kann vom Erfahrungsschatz aller Teilnehmenden profitieren. Fazit: Viele Menschen haben die Krisenzeit für Weiterbildung genutzt und haben gemerkt: Das geht! Via Zoom & Co. kommen die Dozenten direkt ins Homeoffice.

Die Resonanz war wirklich überwältigend. Die positive Stimmung und die Begeisterung der Referenten haben einen ganz besonderen Spirit entstehen lassen! Das hatten wir so nicht erwartet. Besonders gefreut hat mich, dass wir in der ganzen Schweiz so viele Menschen im Homeoffice erreicht haben. Mit diesem Drive starten wir hochmotiviert in die Aufbauphase nach der Krise. SWONET: Was sehen sie nach dieser Erfahrung als grösste Herausforderung für Unternehmen? Digitale Kompetenzen gezielt weiter auszubauen! Die grosse Nachfrage hat gezeigt, dass sich die Menschen in der Schweiz weiterbilden wollen. Dieses neue Know-how kommt den Unternehmen zugute. Es braucht jetzt Konzepte, um diesen Lerneifer weiter zu fördern. Gerade jetzt braucht es «Digital Change Agents» in den Unternehmen, die den digitalen Wandel – mit Kompetenz und Know-how – vorantreiben. <<

www.swonet.ch

Digital Business – eine Herausforderung für Mensch und Technik Digital Business ist das Ergebnis einer Transformation, die nicht nur digitale Technologien und entsprechende Infrastruktur erfordert, sondern auch eine Transformation in der Unternehmenskultur und den Kommunikations-Strategien. Dabei besteht für Unternehmensführung und Mitarbeitende die Herausforderung, nicht nur für neue Werkzeuge und Tools offen zu sein, sondern gleichzeitig den erforderlichen kulturellen Wandel zu integrieren. Digital Business erfordert deshalb besonders von Führungskräften, sich mit der virtuellen Vernetzung und der virtuellen Kommunikation zu befassen. Einerseits persönlich, auf Partner- und Kundenebene, andererseits durch die Umstellung auf Technologien, die eine effiziente Team- und Kundenkommunikation ermöglichen. 44

Petra Rohner, Präsidentin der Stiftung SWONET, begleitet mit ihrem Unternehmen PR Consulting GmbH seit Jahren Fach- und Führungskräfte, die ihre virtuelle Vernetzung und Kommunikation professionell aufbauen und umsetzen. Die Erfahrung zeigt ihr, dass es für eine erfolgreiche Umsetzung von Digital Business in den Unternehmen Vorbilder für die Mitarbeitenden braucht. Nur wenn Führungskräfte aller Hierarchien den Wandel vorleben, kann Digital Business ganzheitlich implementiert werden. Die Basis dafür beginnt bei der eigenen virtuellen Präsenz, denn diese nimmt gleichzeitig Einfluss auf die Glaubwürdigkeit der öffentlichen Unternehmens-Kommunikation.

Kunden – und ebenso das eigene Team – orientieren sich immer mehr an der Kommunikation der CEO in den Businessnetzwerken und Unternehmensprofilen in den sozialen Netzwerken. Ein Leitfaden dazu hat Petra Rohner in ihrem Buch und Arbeitsbuch «EINFLUSSREICH NETZWERKEN» veröffentlicht. www.petrarohner.ch


Partner

Die Pandemie hat die Schwächen im Digital Marketing offengelegt Während des Corona-Lockdowns auf das Haareschneiden zu verzichten, war wohl für die meisten von uns keine leichte Sache. Coiffeursalons mussten – so wie die Geschäftslokale vieler anderer Branchen – ihre Türen von einem Tag auf den anderen schliessen. Wer jetzt noch nicht digital aufgestellt war, hatte wenig Chancen, den Kontakt mit der Kundschaft aufrechtzuerhalten. >> Corinne Jost | MSM Research AG

Gerade kleinere B2C-Unternehmen wie Mode-Boutiquen, Coiffeure oder Restaurants etc. machen heutzutage praktisch kein Marketing und häufig schon gar nicht digital. Es gab hier für viele nicht nur einen CoronaLockdown, sondern auch einen veritablen «Marketing-Lockdown». Für solche KleinUnternehmer heisst in der Regel Marketing, direkt und persönlich beim Kunden präsent zu sein, mit einer professionellen Kleiderberatung im Laden, einem guten Haarschnitt oder der passenden Weinempfehlung am Tisch. Häufig sind Unternehmen anzutreffen, die weder eine Webseite, geschweige denn ein CRM oder überhaupt elektronisch erfasste Adressen ihrer Kunden haben. Der Kunde kann oft nicht direkt kontaktiert werden und auch wenn Adressen vorhanden sind, werden sie nicht für Marketingzwecke genutzt (und das auch schon vor Einführung der DSGVO). Dabei wären einige Unternehmen wie Restaurants oder Mode-Boutiquen u. a. grundsätzlich prädestiniert, um Kunden mit einem E-Mail-Newsletter über das Tagesmenu oder die neue Frühlingskollektion zu informieren. Aber wer eigentlich ihre Zielgruppe ist, haben viele noch nie analysiert.

mit dem Ziel, sich einen zusätzlichen Goodwill und Markenfestigung bei den Kunden zu verschaffen.

Doch auch im B2B-Bereich gibt es Nachholbedarf im Marketing. Heute ist eine Webseite die Visitenkarte, aber nicht immer findet man eine ansprechende Webseite vor, welche die notwendigen Informationen (z. B. auch darüber, wer hinter dem Unternehmen steckt) liefert. Digitales Marketing ist bis heute scheinbar immer noch an vielen Unternehmen spurlos vorbei gegangen.

Diese Unternehmen beherrschen die gesamte digitale Marketing-Klaviatur und scheuen keine Kosten und Mühen, alles auszuschöpfen, was die Awareness, das Image und den Sales in irgendeiner Form erhöhen könnte. Content Marketing, Social Media, Programmatic Advertising, SEO, Chatbots, künstliche Intelligenz, automatisierte Kundenbetreuung und -Prozesse etc. Solche Begrifflichkeiten und deren Nutzung sind für viele grosse Unternehmen zur Selbstverständlichkeit geworden. Marketing-Abteilungen verfügen über ansehnliche Budgets, um die gesamte Customer Journey für den Kunden mit allen möglichen Tools so reibungslos und nahtlos wie möglich zu gestalten.

Im krassen Gegensatz dazu stehen mittlere und grössere Unternehmen (B2C und B2B). Gerade direkt nach dem März-Lockdown waren einige Unternehmen übertrieben digital präsent und unterwegs. Unternehmen nutzten die Pandemie, um z. B. mit Newsletter und auf dem Web über deren Hygienemassnahmen, Erreichbarkeit der Mitarbeiter oder Lieferunterbrüche zu kommunizieren, wohl auch

Es wird zwar mit hoher Kunst und innovativen digitalen Prozessen gespielt, um möglichst viel Umsatz und Profit zu generieren und wettbewerbsfähig zu bleiben. Aber oft wird dabei ob dieser Instrumentalisierung auch der Kern vergessen: die persönliche und individualisierte Zielgruppenansprache. Haben Sie z. B. auch schon Newsletter von Unternehmen erhalten, welche Ihnen für die Zusammenarbeit

danken, obwohl Sie keine Business-Beziehung aufrechterhalten? Wettbewerbsfähig und innovativ müssen heute alle Unternehmen bleiben, sei dies nun ein grosses Softwarehaus oder ein Restaurant. Die Pandemie hat die Schwächen und den «Graben» zwischen digitalen und nicht-digitalen Unternehmen aufgedeckt. Sie hat deutlich gezeigt, wo es Nachholbedarf gibt. Den «nichtdigitalen» Unternehmen wäre zu wünschen, diese Lücke zum Kunden zu schliessen. Und auch wenn ein Grossunternehmen um das hundert- oder tausendfache mehr Budget zur Verfügung hat als ein kleines Unternehmen, ist Marketing nicht zwingend eine Frage des Geldes. Das Marketing muss immer auf den Kunden zielen, egal mit welchem Budget. Und ab und zu auch nach dem Motto «etwas weniger ist mehr» – dafür zielgruppengerichteter und personalisierter.

Die Autorin Corinne Jost, Head of Marketing, MSM Research AG, www.msmag.ch

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Markt topsoft Fachmagazin 20-2

Kostenlose Videokonferenzen über sichere Schweizer Server dank «Hostpoint Meet» In der COVID-19-Krise sind viele Unternehmen auf digitale und dezentrale Kommunikationslösungen angewiesen. Mit der Lancierung von «Hostpoint Meet» bietet der führende Schweizer Provider Hostpoint eine einfache und komplett kostenlose und werbefreie Lösung für Videokonferenzen, welche ausschliesslich über Server in der Schweiz betrieben wird. Die Anwendung kann ohne Installation oder Registration genutzt werden und schützt die Privatsphäre dank verschlüsselter Übertragung sowie optionalem Passwortschutz. Im Unterschied zu anderen verfügbaren Angeboten im Markt ist bei Hostpoint Meet sowohl die Anzahl Konferenzteilnehmer als auch die Gesprächsdauer nicht limitiert. Weitere nützliche und oft genutzte Funktionen von Hostpoint Meet sind etwa die integrierte Chatfunktion, die Bildschirmfreigabe, der optionale Passwortschutz oder die aktivierbare Hintergrundunschärfe. Mit der Einführung von Hostpoint Meet erweitert Hostpoint das bereits bestehende Angebotsportfolio für krisengeplagte Unternehmen und Selbständige. Bereits seit dem 30. März 2020 bietet Hostpoint für die brandneue E-Commerce-Lösung «Webshop» ein attraktives Sonderangebot für KMU und Private an. Diese können bei einem Jahresabo während den ersten sechs Monaten den vollen Funktionsumfang komplett kostenlos nutzen, und zudem in dieser Zeit ihr Abonnement jederzeit kündigen. Dieses Angebot wurde am 7. April 2020 auch auf den beliebten Website-Baukasten «Sites» ausgeweitet. www.hostpoint.ch/meet

Online-Terminvereinbarungs-Lösung Calenso mit starkem Wachstum

Kostenfreie Lizenz hilft bei Digitalisierung des Vereins Gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen aber auch Vereinen verlangt die Pandemie einiges ab. Wer kann, setzt auf Home Office und eine digitale Zusammenarbeit. Voraussetzung dafür sind allerdings die richtigen IT-Lösungen. Damit auch der gemeinnützige Verein Johanniter Unfall Hilfe in Würzburg (D) in dieser Zeit sein Angebot aufrechterhalten kann, unterstützt myfactory den Verein und schenkt ihm für ein Jahr die Lizenz Business.On!. Zudem verzichtet der implementierende Partner Advantage IT auf die Dienstleistungskosten. Mit vereinten Kräften ist es zusammen mit dem Partner in kürzester Zeit gelungen, die Software bereitzustellen und den individuellen Anforderungen anzupassen. www.myfactory.ch

Irene Marx neue Country Managerin von Proofpoint die Schweiz Proofpoint Inc., eines der führenden Next-Generation Cybersecurity- und Compliance-Unternehmen, gab die Ernennung von Irene Marx als neuen Country Manager für den Alpenraum bekannt. Mit mehr als zwei Jahrzehnten an Erfahrung in der IT-Branche wird die Expertin für Cybersicherheit die Expansion von Proofpoint in Österreich und der Schweiz weiter vorantreiben. Sie zeichnet für die Leitung des Gesamtgeschäfts in beiden Märkten, die Neukundengewinnung und die Entwicklung des regionalen Partner-Ökosystems verantwortlich. Die neu geschaffene Position unterstreicht Proofpoints andauerndes Engagement, in eine für das Unternehmen strategisch wichtige Region zu investieren. www.proofpoint.com

Stark begünstigt durch Corona verzeichnete Calenso dieses Jahr eine sehr hohe Nachfrage. Marvin Felder, Calenso Co-Founder: «Allein im April registrierten wir eine Zunahme der Anmeldungen von rund 400 % gegenüber dem Vorjahr. Im DACH-Raum zählen wir derzeit rund 54‘000 Anwender.» Mit der intelligenten Terminvereinbarung Calenso lassen sich bei einem Anbieter rund um die Uhr und von überall her Termine vereinbaren. Ebenso sind Videocalls mit Meetinglinks administrierbar. Calenso lässt sich in viele Content Management Systeme einbauen oder als Buchungs-Widget auf einem Social Media Account sowie Google MyBusiness verwenden. Seit Februar 2020 ist Calenso auch als Partner-App auf dem Marketplace von Bexio aufgeschaltet. Die Calenso Gründer sehen eine positive Zukunft für ihr Startup, viele neue Features werden derzeit gerade entwickelt und ergänzt. Dario Bernardi von Bexio erkennt ebenfalls grosses Potenzial: « Calenso ist eine gut durchdachte Applikation. Die Gründer haben es geschafft, eine sehr umfangreiche App einfach und selbsterklärend zu gestalten.» www.calenso.com

Personelle Veränderungen in der Geschäftsleitung von young solutions Die Young Solutions AG ist Betreiberin der Swiss Business Cloud mit Sitz in Zürich. Nun hat das Unternehmen Manuel Kasper, welcher 2012 den sicheren Messenger-Dienst Threema lanciert hat, als neues Verwaltungsratsmitglied eingesetzt. Er ergänzt den Verwaltungsrat um Präsident Markus Näf, indem er neu das Ressort der Technik strategisch verantwortet. Auch wurde Matthias Imhof zum neuen Chief Customer Success Officer (CCSO) der Young Solutions AG ernannt und verstärkt in dieser Rolle auch die Geschäftsleitung. Als CCSO verantwortet Matthias Imhof den gesamten Bereich der Kunden sowie des Marketings und übernimmt teilweise Aufgaben von CEO Stefan Escher, welcher sich vermehrt auf die Unternehmensentwicklung konzentriert. www.youngsolutions.ch

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Fallstudien – wir zeigen IT-Projekte ganz konkret Stellen Sie sich vor, Sie suchen für Ihr Unternehmen eine neue Software, egal ob eine umfassende ERP-Lösung oder ein spezifisches Programm. Irgendwie muss man mit der Evaluation beginnen. Doch wie? Und wie haben das andere, vielleicht ähnliche Unternehmen gemacht? Die Erfahrung anderer hilft uns oft bei unserer Entscheidungsfindung, dies gilt in allen Lebensbereichen. Und deshalb gibt es für die Software-Evaluation die bewährten Fallstudien von IT-Konkret – wo das jeweilige Vorgehen ganz konkret vorgestellt wird, verständlich und ohne Fachchinesisch.

Der Schweizer Standard für Finanzbuchhaltung Abacus Finanzbuchhaltung – die Software für Finanz-, Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung, Kostenrechnung sowie E-Banking

Von den Erfahrungen anderer Software-User bei der Evaluation einer neuen Lösung zu profitieren wird Ihnen bei uns sehr einfach gemacht: Mehr als 100 Fallstudien mit dem Label «IT-Konkret» bieten echte Erfahrungsberichte von Unternehmen, welche neue Software evaluiert und installiert haben. Ob es sich nun um ein umfassendes ERP, einen Webshop oder eine aktuelle Lagersoftware handelt – mit den Fallstudien von IT-Konkret nehmen Sie Teil an der Erfahrung anderer. Süffig geschrieben werden die Probleme und Wünsche des jeweiligen Unternehmens aufgezeigt, der Lösungsweg detailliert beschreiben und die Vorteile der gefundenen Software vorgestellt. Dabei stehen nicht nur funktionale, sondern auch organisatorische und strategische Ansätze im Vordergrund. Es kommen auch immer die Kunden selbst zu Wort, geben Tipps und zeigen allfällige Stolpersteine auf – damit Ihnen genau dieser Fehler gar nicht erst passieren kann. Das gefundene Produkt wird genannt und bietet vielleicht schon einen ersten Anhaltspunkt.

Wertvolles Know-how – völlig kostenlos Jede Fallstudie wird von der topsoft Fachredaktion sorgfältig recherchiert, geprüft und individuell erstellt, es kommen echte Menschen aus realen Unternehmen zu Wort. Sie lesen kein leeres Marketing-Blabla, sondern profitieren von echten Erfahrungen. Einfacher kommen Sie woanders kaum an den Erfahrungsschatz anderer Nutzer von Business IT. Auf www.it-konkret.ch haben Sie jederzeit völlig kostenlos und ohne Registrierung Zugriff auf die über 100 Fallstudien, welche in Kategorien eingeteilt sind. Sie können diese Beiträge aber auch nach Stichworten filtern und so zum Beispiel nach Fallstudien von Unternehmen suchen, die in Ihrer Branche tätig sind. Denn diese haben schliesslich ähnliche Ansprüche an eine Business IT wie Sie. Vielleicht ist das ein guter Start für Ihre Evaluation. Profitieren auch Sie mit IT-Konkret von den Erfahrungen anderer, wenn es um die Evaluation einer neuen Business IT geht. Und es kommen übrigens immer wieder neue, ganz aktuelle Fallstudien dazu – denn IT-Konkret zeigt IT eben wirklich ganz konkret.

Ihr Nutzen mit Abacus Finanzbuchhaltung Die Abacus Finanzbuchhaltung ist der Schweizer Standard für Finanzbuchhaltung. Sie ist praxiserprobt und in vielen Unternehmen und Treuhandgesellschaften unterschiedlichster Grössen seit vielen Jahren im Einsatz. Die Abacus Finanzsoftware, insbesondere die Finanzbuchhaltung mit Kostenrechnung, hat sich in den letzten drei Jahrzehnten in Tausenden von Betrieben der unterschiedlichsten Branchen als zentraler Bestandteil moderner ERP-Gesamtlösungen bewährt.

abacus.ch/finanzbuchhaltung

Über 100 Fallstudien auf www.it-konkret.ch 47


IT-Agenda | Leserservice topsoft Fachmagazin 20-2

Veranstaltungen | Kurse | Seminare

Impressum

30. Juni 2020 Datensicherung für Azure und AWS Webinar, 10.00–10.45 Uhr Veeam Software AG in Kooperation mit topsoft www.topsoft.ch/events/veeam

Herausgeber schmid + siegenthaler consulting gmbh Willistattstrasse 23 6206 Neuenkirch info@topsoft.ch

26. August 2020 Swiss Testing Day & DevOps Fusion Samsung Hall, Zürich SwissQ Consulting AG, www.swisstestingday.ch, www.devops-fusion.com

Erscheinungsweise 4-mal jährlich

2./3. September 2020 topsoft kompakt Umwelt Arena Schweiz, Spreitenbach und online weitere Infos folgen topsoft, www.topsoft.ch

Redaktion Christian Bühlmann c.buehlmann@topsoft.ch Alain Zanolari redaktion@topsoft.ch

8.–10. September 2020 CH Open Workshop-Tage HSLU, Rotkreuz CH Open, www.workshoptage.ch

Layout und Gestaltung Andrea Krauer a.krauer@topsoft.ch

15. September 2020 Connect – Digital Commerce Conference 2020 X-TRA, Zürich Carpathia AG, www.digital-commerce-conference.ch 15. September 2020 Swiss CIO & IT-Manager Summit 2020 Hotel Marriott, Zürich Confare GmbH, www.confare.at/swiss-cio-award 17.–20. September 2020 5th Digital Festival Zürich Hotel Park Hyatt, Zürich Digital Festival AG, www.digitalfestival.ch 22.–24. September 2020 Com-Ex – Fachmesse für Kommunikations-Infrastruktur BERNEXPO, Bern TM Kommunikation GmbH, www.com-ex.ch

Details und weitere Veranstaltungen www.topsoft.ch/events Senden Sie Ihre Veranstaltungshinweise an: redaktion@topsoft.ch

Anzeigenmarketing Cyrill Schmid c.schmid@topsoft.ch Adi Frei a.frei@topsoft.ch Bilder und Fotos Agilita, Team topsoft, Seite 1 Photo by Syda Productions from Shutterstock 174868067 Seite 9 Photo by Syda Productions from Shutterstock 766708243 Seite 10 Photo by Anna Shvets from Pexels Seite 20 Photo by shisu_ka from Shutterstock 1717108366 Seite 36 Photo by UX Store on Unsplash Seite 45 Photo by Kaleidico on Unsplash Druck Stämpfli AG Wölflistrasse 1 3001 Bern

Die nächsten Ausgaben topsoft Fachmagazin 20-3 | «ERP und Industrie 4.0» | 15. August 2020 Prozessautomatisierung, IoT, Robotik, Retro-Fitting, Manufacturing Execution System, RFID, AR, VR, Smart Factory, Analyse und Prognose-Systeme Marktübersicht «ERP-Systeme für Produktionsunternehmen» topsoft Fachmagazin 20-4 | «Logistik» | 15. November 2020 ERP, E-Commerce, Supply Chain Management, Zollsoftware, Transportsysteme, Tourenplanung, Automatisierung, Kommissionierung, Chargenverwaltung, Lagerlogistik Marktübersicht «ERP-Systeme für Logistikmanagement»

Leserservice topsoft Fachmagazin abonnieren: www.topsoft.ch | T +41 41 467 34 20 topsoft aktuell-Newsletter abonnieren: www.topsoft.ch | T +41 41 467 34 20 IT-Konkret Fallstudien lesen: www.it-konkret.ch Marktübersicht Business IT: www.topsoft.ch/search

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Alle Rechte vorbehalten. Der Nachdruck von Artikeln ist nur mit Zustimmung der Redaktion und genauer Quellenangabe gestattet. Die mit Verfassernamen oder Initialen gezeichneten Veröffentlichungen geben die Auffassung der Autoren und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Alle Urheberrechte für die in den IT-Konkret Fallstudien beschriebenen Problemlösungen liegen beim Lösungsanbieter. Der Schutz von allfälligen Urheberrechten Dritter liegt ebenfalls beim Lösungsanbieter.






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* Apache Solr, Tomcat oder Nginx. Das sind keine Häuptlinge, sondern führende Entwickler-Technologien, die unser Managed Flex Server unterstützt. Dank der von Hostpoint betriebenen Services und Komponenten sind Sie allzeit Redis.

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topsoft Fachmagazin 20-2 – Das Schweizer Fachmagazin für Digitales Business  

Das Schweizer Fachmagazin für Digitales Business Erfolg mit Mobile Business Finanzsoftware: unverzichtabr

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