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august 04 bis j채nner 05

nnGewiel: spi 17 Seite

Kristjan J채rvi

Der neue Chefdirigent

Lidia Baich Geigenballerina

Giovanni Antonini Klangst체rmer

Anatol Ugorski Tastenmelancholiker


Foto: Stefan Krostoferitsch

Tonkünstler Spezial >>> Saison 04/05 Thomas Hampson 25. 9. >>> Giovanni Antonini 8. 11. >>> Weihnachtskonzert 12. 12. >>> HK Gruber 18. 2. >>> Wiener Philharmoniker 7. 3. >>> Jeffrey Tate 18. 4. >>> Offenbach «Die Rheinnixen» 30. 4. >>> Hollywood in Music 25. 5. 7 Veranstaltungen im Abonnement «Tonkünstler Spezial» ab ¤ 41,– | Schüler/Studenten/Lehrlinge ab ¤ 20,50 PLUS VORKAUFSRECHT KONZERT THOMAS HAMPSON 25. 9. 04 | PLUS 1 JAHR GRATIS-ABO «DIE BÜHNE»

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Inhalt Kristjan Järvi Der neue Chefdirigent des TonkünstlerOrchesters leitet in seiner ersten Saison mehr als 30 Konzerte, in denen er den traditionsreichen Klangkörper als Alternative zum musealen Musikbetrieb positionieren will. Ein Porträt des jungen Esten aus New York auf den Seiten 2 und 3

Musikerleben Sie haben den Kopf und das Herz voller Musik, auch wenn sie gerade kein Konzert spielen. Fünf Mitglieder des TonkünstlerOrchesters schildern ihren Alltag auf den Seiten 4 und 5

Lidia Baich Eigentlich wollte sie Ballerina werden, doch dann bekam sie im Alter von 5 Jahren eine Minigeige von ihrem Opa – und die Entwicklung zu einer Spitzengeigerin war nicht mehr aufzuhalten. Mehr über die ungewöhnliche österreichische Musikerin auf Seite 6

Giovanni Antonini Die Fans der Alten Musik kennen ihn als fantastischen Flötisten und Leiter von Il Giardino Armonico. Inzwischen erobert der stürmische Italiener auch die große Orchesterwelt. Vor seinem klassischen Tonkünstlerprogramm ein Stimmungsbericht auf Seite 7

Anatol Ugorski Die Sowjets ließen den begnadeten, aber auch kritischen Pianisten nicht groß werden, im Westen hat er die Karriere nachgeholt. Mit den Tonkünstlern spielt er Brahms. Erinnerungen an seine bisherigen Auftritte in Österreich auf Seite 8

Allegro Vivo Das größte Musikfestival Niederösterreichs ist untrennbar mit einem Namen verbunden: Bijan Khadem-Missagh. Der Konzertmeister der Tonkünstler wird auch wieder seine Kollegen dirigieren. Musikalische Impressionen auf Seite 9

Geister & Dämonen Die Tonspiele der Tonkünstler ziehen Tausende vor allem junge Menschen in die Konzertsäle. Im Herbst vermitteln klingende Gespenster und Monster neue musikalische Eindrücke. Eine Vorbereitung auf Geisterstunden auf Seite 10

Tango & Brass Aus Argentinien kommen extra zwei Stars des Tangos nach St. Pölten und Krems, um mit dem Ensemble Vienna Brass zu konzertieren. Von südamerikanischer Leidenschaft auf Seite 11

Hits, Stars & Tour Konzerte mit prominenten Solisten wie dem Startrompeter Ha ˚kan Hardenberger (Bild) und renommierten Dirigenten wie Bruno Weil, weiters viele Klassik-Hits, der Tourneeplan und alle Termine der Tonkünstler im Kalendarium der ersten Saisonhälfte auf den Seiten 12 bis 16

Liebe Freunde des Tonkünstler-Orchesters! Mit Kristjan Järvi beginnt für unser Orchester eine neue Ära. Wir sind gespannt auf den Einstand unseres neuen Chefdirigenten beim Open air in Grafenegg am 28. August. Dem Abonnement-Publikum in Wien und St. Pölten wird sich Kristjan Järvi Ende September mit einem besonderen Projekt vorstellen: «Peer Gynt» von Edvard Grieg, und zwar nicht nur die populären Stücke wie «Anitras Tanz» oder «Solveigs Lied», sondern die komplette packende Bühnenmusik mitsamt Chor und Solisten. Musikdramatik pur, in der Burgtheaterstar Nicholas Ofczarek die theatralischen Akzente aus der Feder des österreichischen Dichters Franzobel setzen wird. Besonders schön ist, dass sich der neue Chefdirigent mit uns auf gut gefüllte Konzertsäle freuen kann. Einmal mehr möchten wir uns daher bei unseren Abonnenten recht herzlich für ihre Treue bedanken! Falls Sie sich jedoch noch nicht entscheiden konnten: Restabonnements sind für unseren neuen Zyklus «Take Five» im Wiener Musikverein sowie für «Tonkünstler Spezial» im Festspielhaus St. Pölten erhältlich (siehe nebenstehendes Inserat bzw. die Heftrückseite). Für weitere Informationen steht Ihnen das Tonkünstler-Kartenbüro gern zur Verfügung. Nach langjähriger Pause werden die Tonkünstler wieder auf Tournee gehen. Vom 5. bis 14. Oktober sind wir in Großbritannien zwischen Swansea, London, Birmingham und Edinburgh unterwegs und hoffen, dass dies der Startschuss für eine internationale Positionierung unseres Orchesters ist. Anregende Lektüre und bewegende Musikerlebnisse wünschen Ihnen Johannes Neubert, Geschäftsführer, und Ihr Tonkünstler-Orchester

Mitspielen & genießen Wie ein Tonkünstler-Verwöhnpaket in Grafenegg mit Konzert gewonnen werden kann, auf Seite 17 DAS MAGAZIN – AUSGABE 2/2004 1


Glaubensbekenntnis Musik Mit dem nordischen Abenteurer Peer Gynt zieht KRISTJAN JÄRVI programmatisch in die Tonkünstler-Saison ein. Derek Weber porträtiert den neuen Chef des Orchesters, der das Gegenteil eines braven Dirigenten ist. Langsam wird Kristjan Järvi in Österreich heimisch. Eine Wohnung bezieht er gerade. In der neuen Saison wird er mehr als 30 Konzerte der Tonkünstler dirigieren und mit ihnen auf internationale Tourneen gehen. Die Programme sind bunt. Sie reichen von Beethovens «Tripelkonzert» über das Violinkonzert von Max Bruch bis hin zu Werken, die man in Österreich getrost den Speziali2

täten zurechnen darf, weil sie so gut wie nie zu hören sind: Edvard Griegs gesamte Bühnenmusik zu «Peer Gynt» und Eduard Tubins «Sinfonia Lirica». Stichwort Tubin: Was den Komponisten mit dem jungen Dirigenten verbindet, ist die

kehr nach Europa: Ab der Jahrtausendwende leitete er das Norrlands-Opernhaus und -Orchester im schwedischen Umeå. Die Offenheit gegenüber vielen musikalischen Strömungen und Musizierformen hat wiederum damit zu tun, wo Järvi musikalisch

«Musik hat kein Alter. Auch Haydn kann jung und neu sein.» gemeinsame Heimat Estland, allgemeiner gesagt: der «Norden». Denn in dieser Musik ist Kristjan Järvi besonders zu Hause, ihr fühlt er sich verpflichtet. Der «Norden» war auch sein erster Stützpunkt bei seiner Rück-

«sozialisiert» wurde: in New York – dort ist der in Tallinn geborene Kristjan nach der Emigration seiner Familie aufgewachsen. Kristjan Järvi mag die Tatsache, dass er aus einem «guten Stall» kommt, am Anfang ge-


wiss gute Dienste geleistet haben. Denn er stammt aus einer estländischen Musikerdynastie. Der Vater ist Dirigent, der ältere Bruder ebenso. Aber solche Starthilfen sind alles andere als ein Persilschein für die Karriere. Sie mögen Türen öffnen; aber hinter diesen Türen warten Ohren, die noch kritischer gespitzt sind als im Normalfall. Die Tonkünstler haben ihn jedenfalls nach nur zwei musikalischen Begegnungen für drei Jahre als Chefdirigenten verpflichtet. Wer also ist Kristjan Järvi?

Marionetten-Oper gemacht, indem die Musiker an Stelle der Rezitative mit Klatschen, Castagnetten und anderen Improvisationen für ein spanisches Klima sorgten. Eine neue Tradition etablieren «Es gibt nur zwei Arten von Musik», sagt Järvi. «Gute und schlechte. Auch wenn man oft gegen Hindernisse anrennen muss: Irgendwann war alles einmal unbekannt und neu. Es gibt in der Musik keinen Fortschritt ohne Experimentieren, Suchen, Ausprobie-

«Wir können jede Menge Anregungen aus der Konzertgeschichte holen. Back to the roots!» Kein konventioneller Dirigent. Von Anfang an hat er neben der traditionellen Klassik auch Uraufführungen dirigiert, wie jenes «Songbook» für Saxophon und Orchester des Schweizer Komponisten Daniel Schnyder, das im letzten Herbst auch in einem Tonkünstler-Konzert zu hören war. Er war Assistenzdirigent bei dem von Esa-Pekka Salonen geleiteten Los Angeles Philharmonic Orchestra. Auch das sagt viel über ihn aus. Denn Salonen hat das Repertoire seines Orchesters radikal erneuert und kann heute auf ein Publikum zählen, das keine Probleme damit hat, neben Beethoven auch Werke von Ives, Strawinski, Revueltas und John Adams zu hören. Mit ALLER Art von Musik aufgewachsen Auch Kristjan Järvi wirbelt, wo man ihn lässt, furchtlos E- und U-verdächtige Musik durcheinander. In New York, erzählt er, gehören musikalische Grenzüberschreitungen zum guten alltäglichen Ton. «Die Stadt ist ein Schmelztiegel. Und die Musiker sind dort alle ein bisschen verrückt, im guten Sinn des Wortes. Das hat mich sehr beeinflusst: Ich bin nicht allein mit klassischer Musik aufgewachsen, sondern mit aller Art von Musik.» Das schuf eine Offenheit, die sich 1993 – damals war Kristjan Järvi gerade zwanzig Jahre alt – in der Gründung des Absolute Ensemble niederschlug, einer Gruppe von Musikern, die unter seiner Leitung Musik vom Barock bis zum Rock, von Jomelli bis zum Jazz machen und für ihre Aufnahmen eine ganze Reihe von Auszeichnungen und eine Grammy-Nominierung erhalten haben. Und in einem kleinen Theater in Brooklyn haben Järvi und sein Ensemble aus Rossinis «Barbier von Sevilla» eine Flamenco-trächtige

ren und Risiko-Nehmen. Nur so kann sich die Musik erneuern und frisch halten. Und wenn wir dieses Risiko nicht suchen, werden wir eines Tages unser Publikum verlieren.» Vom Absolute Ensemble ist der Bogen nach Österreich leicht zu schlagen. «Man muss Visionen haben», sagt Järvi, «und an etwas glauben.» So hat er denn auch mit dem Tonkünstler-Orchester viel vor. «Es gilt, eine neue Tradition zu etablieren und das Orchester als Alternative zum musealen Musikbetrieb zu positionieren. Das bedeutet nicht, alles umzukrempeln. Denn es gibt einen großen Unterschied zwischen Museum und Tradition. Was mir vorschwebt, ist eine neue Linie der Wiener Tradition, mehr als Mozart und Brahms.» So möchte er zum Beispiel unbedingt alle «Pariser Symphonien» Haydns aufführen. «Music has no age», sagt er. «Auch Haydn kann jung und neu sein. Ich möchte zurück zum Geist des Improvisierens. Musik soll spontan sein.» Konzerte ohne weiße Handschuhe Und schon erzählt er von einem Konzert, bei dem er die Musiker überraschte, indem er beim Trio des 3. Satzes einer Haydn-Symphonie immer langsamer wurde, den Menuett-Teil nicht wiederholte und direkt zum Finale weiterging. «Ein Konzert soll auch unterhaltend sein», fährt er fort, «so wie es früher einmal war. Man kann sich jede Menge Anregungen aus der Geschichte des Konzerts holen. Back to the roots! Ich will Konzerte ohne weiße Handschuhe machen.» Und wenn er vom «neuen Publikum» spricht, meint er immer auch das «alte», dem er «einen Schritt vorangehen» und dessen latentes Interesse er wecken möchte. «Unsere Konzerte sollen ein Platz sein, wo die Musik

lebt.» Das gilt nicht zuletzt auch fürs Visuelle: «Damit meine ich keine Video-Projektionen, sondern den sichtbaren Einsatz der Musiker. Das Publikum reagiert auch darauf, wie sich die Musiker auf dem Podium präsentieren, wie sie auftreten, wie sie spielen. Auch dafür trage ich die Verantwortung. Man muss den Einsatz der Musiker auch sehen! Schauen Sie nur einmal den Wiener Philharmonikern zu, mit welchem auch großen körperlichen Einsatz die eine BrucknerSymphonie spielen!» Kristjan Järvi, so scheint es, denkt an alles. Auch daran, vermehrt junge Musiker und Musik aus anderen Gegenden Europas und der ganzen Welt zu den Tonkünstlern zu bringen und so ein «globales Musikbewusstsein» zu schaffen. Vieles davon wird schon in Järvis erster Saison zu hören (und zu sehen) sein.

KONZERTE MIT KRISTJAN JÄRVI Grafenegg, Open air, Schlosshof, 28. 8., 19 Uhr Werke von J. STRAUSS, R. STRAUSS, MAHLER, BRAHMS/SCHÖNBERG Grafenegg, Reitschule, 25. 9., 19 Uhr Wien, Musikverein, 26. 9., 16 Uhr St. Pölten, Festspielhaus, 27. 9., 19.30 Uhr Wien, Musikverein, 28. 9., 19.30 Uhr «Peer Gynt» von GRIEG Wiener Neustadt, 2. 10., 19.30 Uhr Wien, Musikverein, 17. 10., 16 Uhr St. Pölten, Festspielhaus, 18. 10., 19.30 Uhr Wien, Musikverein, 19. 10., 19.30 Uhr Baden, Casino, 20. 10., 19.30 Uhr Musik von J. STRAUSS/HK GRUBER (2., 17., 20.), SIBELIUS (18.), BRUCH (17., 18., 20.), ˇ ÁK BEETHOVEN (2.), DVOR Großbritannien-Tournee, 5. 10. bis 14. 10. Musik von J. STRAUSS, HK GRUBER, ˇ ÁK, BRUCH, BEETHOVEN, MAHLER, DVOR BRAHMS/SCHÖNBERG, R. STRAUSS Wien, Musikverein, 20. 11., 19.30 Uhr Wien, Musikverein, 21. 11., 16 Uhr St. Pölten, Festspielhaus, 22. 11., 19.30 Uhr Musik von PROKOFJEW, BEETHOVEN, RESPIGHI St. Pölten, Festspielhaus, 12. 12., 16 Uhr Musik von MOZART, VIVALDI, POULENC 3


Michael Rachlin

Kora Lemberg

Tonkünstlerleben Das Publikum erlebt die TONKÜNSTLER in den Konzerten. Ein entscheidender Ausschnitt, aber die Musiker verbringen noch viel mehr Zeit gemeinsam – beim Proben, unterwegs zu Konzerten und auf Tournee. Rainer Lepuschitz sprach mit einigen Orchestermitgliedern über ihr Tonkünstlerleben. ÜBEN UND PROBEN Kora Lemberg, Geigerin, übt täglich, «ohne Vorbereitung in den Dienst zu gehen, wäre unbefriedigend. Dafür hat man sich nicht die Ausbildung zum Musiker angetan und so viel investiert, um dann zu versumpern.» Josef Bammer, Solotrompeter, gibt über das für Blechbläser so wichtige Ansatztraining Auskunft: «Man muss die Spieltechnik täglich pflegen.» Im Übungsprogramm orientiert er sich am chinesischen Yin Yang. «Es ist wichtig, physisch und psychisch die Balance zu halten.» Gunter Benedikt, Pauker und Schlagwerker, zieht einen Vergleich zum Sport: «Man muss ständig trainieren, um auf den Instrumenten fit zu bleiben.» Die Vorbereitung auf die einzelnen Werke trifft der Pauker überaus gewissenhaft. «Seit ich bei den Tonkünstlern bin, habe ich schon eine große Partiturensammlung angelegt», denn aus dem Ganzen überträgt er Stichnoten der anderen Instrumente in die eigene Stimme, «man muss möglichst viel Information haben, um sich auf das Wichtigste konzentrieren zu können: Das 4

Musizieren.» Aufwändig ist für Schlagwerker auch die Instrumentenpflege: «Wir sind immer viel früher vor den Proben und Konzerten da, um die Instrumente einzustimmen. Sie reagieren auf jede kleinste Veränderung durch Transport und Witterung.» Michael Rachlin, Cellist, muss mit seinem Instrument «immer Kontakt» haben und sich «in Form halten – denn sonst fühle ich mich beim Musizieren nicht wohl.» Er

eigentlich überlegen fühlen könnte. Doch sein Wunsch lautet: «Jeder muss wissen, was der andere tut, dann weiß man, dass es klanglich gut ist, was man macht.» Bammer streicht die Atmung hervor, das gemeinsame Atmen. Rachlin spricht für seine Kolleginnen und Kollegen, wenn er betont, das Orchester versuche «immer und überall, seine Arbeit so gut wie möglich zu machen. Konzerte im Wiener Musikverein gehören ebenso zu unserer Ex-

«Das Wichtigste im Orchester ist: Aufeinander zu hören.» übt seit der Studienzeit regelmäßig die anspruchsvollsten Stellen aus den Solokonzerten von Boccherini bis Lalo. Johannes Strassl, Oboist und Englischhornist, ist mit der Musik nicht nur durch das Üben und die Proben beschäftigt, sondern «wenn man ein Konzert hat, ist das den ganzen Tag auch im Kopf». Bei mehr als 120 Konzerten im Jahr nimmt da viel Musik Platz im Kopf in Anspruch. Aber auch handwerklich sind Oboisten im Einsatz und sitzen lange, um ihre Rohrblätter für das Spielen anzufertigen. «Von einem Dutzend sind vielleicht zwei, drei gute dabei, die man verwenden kann.» KOLLEKTIVES BEWUSSTSEIN «Das Wichtigste im Orchester ist: Aufeinander zu hören.» Das sagt mit Benedikt einer, der sich als Schlagwerker klanglich

istenz wie Konzerte im Festspielhaus St. Pölten und in Grafenegg. Egal wo, mein Einsatz für Musik ist überall derselbe.» Strassl freut sich immer darüber, wenn das Orchester zur Serie der Neujahrs- und Faschingskonzerte in ganz Niederösterreich ausschwärmt: «Da sind wir so nah an unseren Hörern dran – da herrscht immer Volksfeststimmung.» K L A N GT R A D I T I O N Der Wiener Klangstil, den auch das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich pflegt, hat so seine Besonderheiten. Die Trompeter zum Beispiel, erklärt Bammer, spielen nicht mit Pumpentrompeten, sondern mit einem speziellen Wiener Mundstück auf C-Trompeten, was «in der Stimmung ausgereifter ist». Als Lehrer an der Universität Wien gibt er diese Tradition an 20 Studenten weiter.


Josef Bammer

«Da bleibt man gut in Schuss, denn die Schüler wollen genau das hören, was man im Orchester spielt.» Oboist Strassl rechnet vor, dass es nur «sieben Orchester gibt, in denen die Wiener Oboe gespielt wird». Für ihn ist es «ein tolles Gefühl, als Einzelmusiker ein kleines Rädchen der Wiener Musiktradition zu sein». Benedikt und seine Paukerkollegen «versuchen alles, was möglich ist, mit den Wiener Naturfellpauken (aus Kalbsfellen) zu spielen. Dieses Gut muss man pflegen!» Die Tonkünstler-Schlagwerker betreuen neben dem großen Sortiment an Stabspielinstrumenten, Trommeln, Becken, Glocken etc. insgesamt 15 Pauken – die meisten davon sind Wiener Kurbelpauken, die nur im modernen Repertoire durch Kesselpauken ersetzt werden. GEFÜHLSLEBEN Kora Lemberg legt ihre «ganze Seele in jedes Stück», denn «Kunst ist Herzensbildung und fördert die Menschlichkeit». Michael Rachlin scheut sich nicht, Emotionen zu zeigen. Als er vor 22 Jahren das Probespiel bei den Tonkünstlern gewonnen hat, «habe ich vor Freude geweint». Ausdruck «ewiger Dankbarkeit» dafür, nach vielen Jahren an einem Ziel angekommen zu sein. Johannes Strassl «rieselt es die ganze Zeit kalt über den Rücken», wenn er zum Beispiel in den klangprächtigen Werken von Richard Strauss wie zuletzt bei den «Vier Letzten Liedern» mitwirkt: «So etwas kann man nur erleben, wenn man Orchestermusiker ist.» FA M I L I E N L E B E N Eine Zeit lang konnte Kora Lemberg nur abends und leise üben, als ihre Zwillinge, die sie vor vier Jahren zur Welt brachte, noch Babys waren und ganztägige Aufmerksamkeit verlangten. Aber inzwischen kann die Musikerin – mit einer Teilzeitstelle – wieder die 2. Geigen als stellvertretende Stimmführerin verstärken. Wenn Julia und Valentin im

Gunter Benedikt

Johannes Strassl

Kindergarten sind, übt sie zu Hause ungestört. Die Musikerlaufbahn war bei ihr unausweichlich: der Vater Klarinettist, ein Bruder Cellist und Musiklehrer, der andere auch Geiger bei den Tonkünstlern, und ihr Ehemann Bratscher bei den Wiener Philharmonikern. Da kann sie im Vergleich feststellen, «dass das Tonkünstler-Orchester ein irrsinnig breites symphonisches Repertoire spielt, mehr Werke als die Philharmoniker». Michael Rachlin, aus der Industriestadt Tscheliabinsk im Ural stammend und in Leningrad Studienkollege der Dirigenten

und den beiden Kindern geographisch extra zwischen Wien und St. Pölten angesiedelt, damit die wichtigsten Konzertstätten der Tonkünstler günstig erreichbar sind. Sie wohnen in Preßbaum nur drei Häuser von dem Gebäude entfernt, in dem Brahms einst sein 2. Klavierkonzert komponiert hat. Bei Josef Bammer spielt die Trompete auch familiär eine große Rolle – denn seine Partnerin ist ebenfalls Trompeterin. A U F TO U R Die vielen Konzerte in Niederösterreich, mit den Orchesterresidenzen in St. Pölten und Grafenegg im Zentrum, empfindet Kora Lemberg als «tollen Kulturauftrag». In manchen Orten gäbe es richtige Tonkünstler-Fanclubs. Viel Zeit verbringen die Tonkünstler bei den Ausfahrten im Bus, aber dadurch bestünde, so Lemberg, zwischen den Kollegen auch mehr Kommunikation und die Ge-

«Es ist ein tolles Gefühl, ein Rädchen der Wiener Musiktradition zu sein.» Mariss Jansons, Valery Gergiev und Juri Temirkanov, verbrachte viele Jahre während der Sowjetzeit im Litauischen Nationalorchester, ehe er mit seiner Frau und seinem damals dreijährigen Sohn Julian aus Vilnius nach Österreich auswanderte. Nach der Aufnahme im Tonkünstler-Orchester «wusste ich, dass ich in dem Land bleiben konnte, in der Musik und überhaupt Kunst ein so großer Stellenwert zukommt. Das war für mein Leben als Musiker ungemein wichtig.» Und auch für die Entwicklung seines Sohnes, der in Wien zu einem phantastischen Geiger heranreifte. Johannes Strassl hat sich mit seiner Frau, Cellistin beim Wiener Kammerorchester,

legenheit zu Gesprächen über die Orchestersituation. Michael Rachlin findet es besonders wichtig, dass nun auch die Tourneetätigkeit wieder aufgenommen wird. In der neuen Saison 2004–05 unternehmen die Tonkünstler drei Konzertreisen nach Großbritannien, Spanien und – so die derzeitige Planung – ins Baltikum. «Auf Tournee wächst ein Orchester noch stärker zusammen», so Rachlin, «der Tapetenwechsel tut gut.» Und es sei auch eine große Herausforderung. Rachlin: «Man darf nicht vergessen: England ist ein genau so traditionsreicher Boden für klassische Musik wie Österreich – da müssen wir uns beweisen.» 5


Geigenballerina Der Bewegung kommt im musikalischen Empfinden von LIDIA BAICH eine große Bedeutung zu. Rainer Lepuschitz über die junge Stargeigerin, die im Oktober mit den Tonkünstlern in Österreich und auf Tournee konzertiert.

Über ihrer Wiege schwebten Geigen. Der Großvater mütterlicherseits war Stimmführer im Orchester des berühmten Kirowtheaters im damaligen Leningrad, ihr Onkel Sergej Girschenko, ein Schüler David Oistrachs, ist gefragter Konzertmeister der russischen Spitzenorchester. In Lidias Adern fließt zur Hälfte russisches und zur Hälfte österreichisches, aber zu Hundert Prozent musikalisches Blut. Ihr österreichischer Vater Georg Baich, Cellist, studierte eine Zeit lang in Leningrad und lernte dort eine russische Pianistin namens Natalie kennen. Leningrad, das inzwischen wieder St. Petersburg heißt, ist die Geburtsstadt Lidias. Bald aber kehrte der Vater mit der jungen Familie nach Österreich zurück, wo die Tochter mit fünf ihren ersten Violinunterricht erhielt. Das Instrument, eine extra angefertigte, klitzekleine SechzehntelGeige, bekam sie vom Opa aus Russland. Eigentlich wollte Lidia Baich Ballerina werden. Von klein auf ließ sie sich vom Ballett verzaubern, war oft im Bolschoi- und im Kirowtheater, ihr Großvater war mit Stars wie Rudolf Nurejew befreundet und spielte viele Ballettpremieren. «Aber die Musik war mir wohl noch näher», erinnert sich die 22jährige Musikerin an ihre Anfänge auf der Geige. 6

Inzwischen hat sie eine bemerkenswerte Karriere gemacht und zählt zu den führenden Geigerinnen am internationalen Konzertparkett. Die Begeisterung fürs Ballett ist geblieben. «Ich bin eine körperliche Natur, ein Bewegungsmensch», was sie auch als Musikerin auslebt. Musik – so wie es auch ihr Lieblingskomponist Sergej Prokofjew wollte – muss für Lidia Baich immer etwas darstellen und (sich) bewegen. Voraussetzung für eine wirkungsvolle musikalische Bewegung ist natürlich eine exzellente Technik, aber die dürfe man nie, warnt Baich, in den Vordergrund rücken. «Das Entscheidende ist die Musik und der damit verbundene Klang.» Die Suche nach der richtigen Klangfarbe ist für sie wie eine Entdeckungsreise. Spaß haben und Nachdenken mit Musik Heute pflegt die treue Schülerin des bekannten Violinpädagogen Boris Kuschnir ihren feinen Klangsinn und ihren musikalischen Bewegungsreichtum mit den besten Orchestern und Dirigenten – etwa mit den St. Petersburger Philharmonikern und dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks und unter der Leitung von Lorin Maazel, Seiji Ozawa, Vladimir Fedosejev, Yuri Temirkanov und Yakov Kreizberg. Auch in Solo-Recitals begeistert die junge Österreicherin das Publikum, von den Salzburger Festspielen bis zum Dubrovnik-Festival. Der zweite große Komponistengott neben Prokofjew ist für Baich Bach, von dem sie

nur ein Buchstabe trennt. Sie spielt seine Sonaten, Partiten und Konzerte und fragt sich dabei, warum laut einer bestimmten Aufführungstradition Bach immer ganz ernst und ohne Vibrato gespielt werden müsste. «Der hat doch mehr als 20 Kinder in die Welt gesetzt und auch Freude am Leben gehabt.» Für sie muss jede Musik von Bach bis heute «emotional viel ausdrücken, Spaß machen und ebenso zum Nachdenken anregen». Ihr Repertoire reicht von den Konzerten von Vivaldi, Mozart, Haydn, Beethoven, Mendelssohn, Vieuxtemps, Tschaikowski, Brahms, Bruch, Prokofjew und Berg bis zu Stücken von Witold Lutoslawski, Rainer Bischof und Karl Schiske, und sie ist auch für gute Popmusik offen, liebt etwa Hits von «Queen» und musizierte mit dem Keyboarder von «Deep Purple», Don Airey. Die Violine von Guarneri ist ihr Spiegel Jetzt steht ein hochromantischer Herbst bevor: Zuerst mit den Tonkünstlern unter Kristjan Järvi in Abonnementkonzerten in Wien und Niederösterreich und auf Tournee durch Großbritannien das Konzert von Max Bruch und anschließend mit den Wiener Symphonikern auf Japan-Tournee das Konzert von Felix Mendelssohn Bartholdy. Sie erinnert sich, dass sie schon mit neun Jahren erstmals mit den Tonkünstlern aufgetreten ist, damals mit einem Konzert von Vivaldi. Sie war von klein auf ein außergewöhnlich musizierender Mensch, gewann zahlreiche Wettbewerbe, der wichtigste war der Grand Prix d’Eurovision 1998, wo sie von Lord Yehudi Menuhin zur «europäischen Musikerin des Jahres» ernannt wurde. Ihre Geige wurde ein Lebenspartner – eine «ex Guilet» von Guarneri del Jesu Jahrgang 1727, die ihr von der Österreichischen Nationalbank zur Verfügung gestellt wird und die «sich ständig verändert, auf meine jeweilige Stimmung reagiert, aber auch auf das Wetter, die Temperaturen». Das Instrument reflektiert alles, ist ihr Spiegel.

KONZERTE MIT LIDIA BAICH Wien, Musikverein, 17. 10., 16 Uhr St. Pölten, Festspielhaus, 18. 10., 19.30 Uhr Wien, Musikverein, 19. 10., 19.30 Uhr Baden, Casino, 20. 10., 19.30 Uhr Großbritannien-Tournee: Swansea, 5. 10.; Birmingham, 6. 10.; London, 8. 10.; Southend, 10. 10.; Hull, 11. 10. 1. Violinkonzert von MAX BRUCH


Sturm&Drang GIOVANNI ANTONINI eroberte als Flötist und Leiter des Barockensembles Il Giardino Armonico die Musikwelt. Bernhard Trebuch über den furiosen italienischen Musiker, der als Dirigent der Tonkünstler die Wiener Klassik anvisiert.

Wien 1985: Gemeinsam mit Freunden machen wir Konzerte und eine Plattenaufnahme mit Renaissancemusik. Ich hab damals noch Zink gespielt, Luca Pianca spielte die Laute. Luca erzählte mir beim Kaffee, dass er mit Freunden ein neues Ensemble für Barockmusik gegründet hat. Der blumige Name: Il Giardino Armonico – der harmonische Garten. Zu den Gründungsmitgliedern zählt auch der Blockflötist Giovanni Antonini, der damals noch Klarinette studierte. Drei Jahre später kam dann die erste CD der Gruppe ins Haus. Concerti da camera des Prete rosso Antonio Vivaldi. Noch nie hatte ich diese Kammerkonzerte so gehört: kontrast- und affektreich, mit einer Leichtigkeit musiziert, als

hätte Vivaldi seine Musik gerade für dieses Ensemble geschrieben. Ein transparenter und unendlich farbenreicher Klang. Natürlich musste ich mir die Gruppe live anhören und pilgerte nach Mailand ins Kloster San Maurizio, um den Italienern zu lauschen. Ein fulminantes Konzert. Noch nie habe ich jemanden so Blockflöte spielen gehört wie Giovanni Antonini. Sein Spiel technisch perfekt, keine Intonationsprobleme, eine Klarheit im Ton, mit einer Musikalität und Spritzigkeit, wie es sich manche Geiger wünschen würden. 1993 Stift Melk: Der Kolomanisaal ist bis auf den letzten Platz gefüllt! Die Musiker von Il Giardino Armonico geben ihr Äußerstes, angetrieben durch Giovanni Antonini, der – wie in Trance stehend – die Arme weit ausstreckt und die Finger spreizt. Seine «Droge» ist die Musik, sind Leidenschaften, von denen sie erzählt, sind die Effekte und Affekte, die unendlich singbaren Melodien. Das Publikum tobt. Als Zugabe spielen die Mailänder Carl Philipp Emanuel Bach. Sturm und Drang im wahrsten Sinne. Alle musikalischen Geister beschwört Giovanni Antonini, er lässt leidenschaftliche Melodien von bizarren Akkorden abbrechen, entwickelt eine Interpretation, die zum Non plus ultra wird. Das Konzert soll niemals enden, wünsch’ ich mir. Und es hat auch niemals aufgehört: Ob mit Händels «La Resurrezione» in Graz oder Vivaldis «Gloria» in Wien. Die Herzen rühren und den Geist beflügeln Als Dirigent ist Giovanni Antonini mittlerweile auch bei Orchestern auf «modernen» Instrumenten gefragt. So hat ihn sogar Sir Simon Rattle eingeladen, seine Berliner Philharmoniker zu dirigieren. Frenetischer Applaus für Antonini, der mit feurigen Gesten die Philharmoniker zu wahren Höchstleistungen anspornte. Musik von Haydn, Carl Philipp Emanuel Bach und Vivaldi, wie sie das Weltorchester noch nie gespielt, noch nie gehört hat. Ein ganz neuer Kosmos tut sich auf, lässt das Publikum den Atem anhalten. Wohl kaum ein Dirigent versteht es so, routinierte Musiker in seinen Bann zu ziehen: ob bei großen Bogen oder kleinen Details, Antonini kann seine musikalische Vorstellung spontan, logisch vermitteln, lässt dabei aber freilich dem Orchester wie Solisten Freiraum, zu «atmen». Auf der Basis seiner Erfahrungen mit Barockmusik, kann er sich nun, wie mit den Tonkünstlern, den Klassikern nähern, Beethoven, Mozart. Sein Blick ist geschärft, um dieser Musik Kraft und Emotion zu geben. Giovanni Antonini ist ein Musiker, der in dem Meer der Interpreten – nicht nur der so genannten Alten Musik – seine eigene Sprache spricht, der das kann, was die Komponisten in früheren Jahrhunderten von ihren Werken gefordert haben: «Das Herz rühren und den Geist beflügeln.» KONZERTE MIT GIOVANNI ANTONINI Wiener Neustadt, 6. 11., 19.30 Uhr Wien, Musikverein, 7. 11., 16 Uhr St. Pölten, Festspielhaus, 8. 11., 19.30 Uhr Wien, Musikverein, 9. 11., 19.30 Uhr Baden, Casino, 10. 11., 19.30 Uhr Musik von GLUCK, MOZART, BEETHOVEN 7


die gepaart ist mit unbändig dramatischem Ausdruckswillen und einer so breiten dynamischen Palette, dass dem Tontechniker (um auch eine Ugorski-Anekdote beizusteuern) bei der Aufnahme von Beethovens «DiabelliVariationen» verblüfft der Mund offen blieb.

Dramatische Melancholie In der einstigen Sowjetunion sagte ANATOL UGORSKI Kritisches und durfte daher keine große Karriere machen. Die holte er nach der Emigration im Westen nach. Walter Weidringer über einen der ungewöhnlichsten Pianisten unserer Zeit, der mit den Tonkünstlern Brahms’ 2. Klavierkonzert spielen wird.

Es ist wohl auch seine Frisur, die an einen Clown denken lässt: sein an den Seiten buschig gekräuseltes, am breiten Scheitel aber recht schütteres Haar. Und wirklich erscheint Anatol Ugorski wie eine ganz eigentümliche Mischung aus tollpatschigem Spaßmacher und klugem «weißen Clown». Doch er ist viel mehr als bloß das. Als befände er sich auf der Flucht Der Eindruck seines ersten Wiener Auftritts mit Orchester, den ich im Dezember 1994 vom Musikvereins-Stehplatz aus miterlebte, ist mir noch nahezu physisch greifbar in Erinnerung – ein wahrlich in doppeltem 8

Sinne merk-würdiger Abend. Äußerlich war es gewiss kein großer Mann, der da beim Festkonzert «25 Jahre ORF-Symphonieorchester» vor dem Dirigenten Pinchas Steinberg übers Podium zum Klavier eilte – mit etwas zu steifen Beinen und ein bisschen zu rasch, so als wäre ihm die Öffentlichkeit des Konzertsaales eigentlich unangenehm (oder als befände er sich immer noch auf der Flucht). Als er aber Platz genommen hatte, war er allein mit sich und der Musik – ein Gefühl, das auch über die fabelhaften Unkonzentriertheiten triumphierte, die ihm an diesem Abend bei Prokofjews 2. Klavierkonzert unterliefen und die nichts an der seltsamen Eindringlichkeit seines Spiels änderten. Was mir damals noch nicht klar war: Ugorski ist sicherlich kein «dummer August», und ihm fehlt auch das Besserwisserische des «weißen Clowns». Dafür besitzt er in reichem Maße, was die beiden Figuren eint – tiefe Melancholie. Eine Melancholie,

Töne, die der Freiheit entgegen fliegen Regelmäßiger Gast ist Ugorski in Wien keiner geworden, ja er konnte sich auf längere Sicht überhaupt nicht so recht in das moderne Musik-Business einpassen – trotz oder auch wegen des Aufsehens um seine von Kindheit an glühende Musikalität (obwohl ihm damals nur ein Xylophon und die eigene Stimme als Instrumente zur Verfügung standen), um die Repressalien, denen er in der Sowjetunion als Jude und Verfechter der westlichen («dekadent-formalistischen») Moderne ausgesetzt war, sowie die Umstände seiner Flucht. Die Stromlinienförmigkeit, die auch die großen Plattenfirmen aus vermarktungstechnischen Gründen verlangen und die nur bestimmte und in sich wieder vorherseh- und steuerbare Varianten von Nonkonformismus zulässt, mussten sich über kurz oder lang mit seinem auch musikalischen Freiheitsdrang spießen. Da befindet sich Ugorski in kleiner, aber allerbester Gesellschaft faszinierender Musiker. Als solchen wies ihn auch jener Konzerthaus-Klavierabend im Februar 2000 aus, bei dem Ugorski in Bach und Messiaen zwei «Heilige» der Musik ihrer jeweiligen Epochen lebendig machte, ohne dabei vor falscher Ehrfurcht in Pathos abzugleiten. Wie Fenster riss er da alle Stücke auf: das Italienische Konzert, die 6. Englische Suite, aber auch das musikalische Bilderbuch der Ornithologie, der «Catalogue d’Oiseaux», als herrliche Frischluft. Kurzzehenlerche, Teichrohrsänger und Mittelmeersteinschmätzer waren bei Anatol Ugorski in den besten Händen – weil er sie nicht einsperrte, sondern fliegen ließ.

KONZERTE MIT ANATOL UGORSKI Wien, Musikverein, 28. 1., 19.30 Uhr Wien, Musikverein, 29. 1., 19.30 Uhr Wien, Musikverein, 30. 1., 16 Uhr St. Pölten, Festspielhaus, 31. 1., 19.30 Uhr Wien, Musikverein, 1. 2., 19.30 Uhr Baden, Casino, 2. 2., 19.30 Uhr 2. Klavierkonzert von JOHANNES BRAHMS


Eindrucksvoll Allegro vivo. Jedes Jahr im Spätsommer pulsiert das Waldviertel in einem lebhaften Tempo. Beim größten Musikfestival des Landes gibt der Konzertmeister der Tonkünstler, BIJAN KHADEM-MISSAGH, den Ton an – und musiziert auch heuer wieder mit seinen Orchesterkollegen.

«Impressionen» lautet das Motto des diesjährigen Festivals, das nun schon seit mehr als einem Vierteljahrhundert in einer Sommerakademie mit Meisterkursen und JugendKinderkursen sowie in zahlreichen Konzerten Musiker und Ensembles aus zahlreichen Nationen und viele Hörer anzieht und eine Region nachhaltig kulturell belebt. Das Grenzüberschreitende und Völkerverbindende schwang im Festivalklang immer als eine wesentliche Tonart mit. Zu den Besonderheiten zählen die schönen Aufführungsorte. Niederösterreich wirbt mit einem Bilderrahmen für das Land. Allegro Vivo füllt diesen Rahmen mit architektonischen Juwelen im Waldviertel: der Bibliothek im Stift Altenburg etwa, den Stiftskirchen von Göttweig und Melk, oder auch dem Arkadenhof im Kunsthaus Horn. An diesen Orten wird heuer das Tonkünstler-Orchester als größter Klangkörper des Festivals konzertieren. Der Konzertmeister übernimmt die Rolle des Dirigenten und spannt mit seinen Kollegen den Programmbogen von den französischen Klangfarbenkünstlern Debussy und Ravel zum böhmischen Musikanten Dvorˇák. Einerseits also Impressionismus pur, dem Festivalmotto entsprechend, andererseits Musik aus dem Nachbarland Tschechien, auch voller Eindrücke, die der Komponist in der Fremde der USA empfing und in der «Symphonie aus der Neuen Welt» wiedergab, ohne die musikalische Heimat zu vergessen. «Die Besonderheit des Menschen ist es, Eindrücke nicht nur aufzunehmen, sondern sie auch schöpferisch zu verarbeiten und wiederzugeben – woraus sich eine sich ständig erneuernde Kultur ergibt», stellt Bijan Khadem-Missagh das Motto «Impressionen» in einen übergeordneten Zusammenhang. Es geht nicht um den äußeren Rahmen. «Der Mensch ist von Natur aus so angelegt, dass er hinter die Dinge blicken möchte und sich nach Wahrheit sehnt. Diese Natur muss jedoch gepflegt und gefördert werden.» Dies tut das Festival Allegro Vivo auf eindrucksvolle Weise. Das TonkünstlerOrchester wirkt daran seit 15 Jahren mit. Dabei treten immer wieder Musiker aus dem Kollektiv ins solistische Rampenlicht, so diesmal Alexander Gheorghiu, ein weiterer Konzertmeister, um in Mozarts «Concertone» die Eindrücke wiederzugeben, die der klassische Komponist von den barocken Vorgängern und vom Modell des Concerto grosso in seiner eigenen Tonsprache umsetzte. RL TONKÜNSTLER BEI ALLEGRO VIVO Horn, Arkadenhof KunstHaus, 21. 8., 20.15 Uhr Gala-Konzert mit Musik von OFFENBACH, BIZET, DEBUSSY, RAVEL Göttweig, Stiftskirche, 16. 9., 19.30 Uhr Melk, Stiftskirche, 17. 9., 19.30 Uhr Waidhofen/Thaya, Pfarrkirche, 18. 9., 20.30 Uhr Stift Altenburg, Bibliothek, 19. 9., 16 Uhr ˇ ÁK Musik von MICHAEL HAYDN, MOZART, DVOR

Vier Jahrzehnte Konzertmeister 40 Jahre lang saß er ganz vorne bei den Tonkünstlern am ersten Violinpult. Er hat alle Chefdirigenten des Orchesters erlebt. Jetzt geht PROF. MANFRED GEYRHALTER als Erster Konzertmeister in Pension – aber nicht als Musiker. Denn er wird weiterhin bei verschiedenen Ensembles und Orchestern musizieren, wie er dies früher auch als Konzertmeister des Wiener Kammerorchesters, zwischenzeitlich der Wiener Philharmoniker, des Staatsopernorchesters, der Camerata academica und des Johann Strauß Orchesters sowie im Dumky-Klaviertrio an der Seite Heinrich Schiffs tat. Zu den Höhepunkten seiner Musikerlaufbahn zählt Geyrhalter die vielen Konzerte als Solist mit Carlo Zecchi, für ihn der «Magier unter den Dirigenten», mit dem er bei bedeutenden Festivals wie Montreux, dem Maggio Musicale, Warschauer Herbst und den Wiener Festwochen konzertierte. Der gebürtige Berliner wurde ein Wiener Musiker im besten Sinne. Als Geyrhalter Solist in Mozarts G-Dur-Konzert KV 216 mit den Tonkünstlern war, schwärmte die Tageszeitung «Kurier»: «Der rechte Mozart-Ton … leicht und süß … und dennoch voll Substanz.» Und nach einer Aufführung des BrahmsViolinkonzertes mit ihm als Solisten unter Heinz Wallbergs Leitung verfasste der gefürchtete Musikkritiker Franz Endler eine Hymne. Geyrhalter machte allein in Wien mehr als 50 Soloaufnahmen für den ORF, von Werken Telemanns bis Khatschaturjans. Manfred Geyrhalter nimmt auf poetische Weise Abschied von seinen Tonkünstlern, «mit denen es ein so wunderbar seltsames Einverständnis geben kann. Spontanes Musizieren, unendlich frei und völlig unabgesprochen zusammen. Wie an einem seidenen Faden. Auffliegend wie die Möwen, alle gemeinsam, im Bruchteil einer Sekunde. Und keiner weiß, wie sowas geht. … Mit ihnen musizieren zu dürfen, das ist reine Freude. Und Glück. Und Erfüllung. Wenn das Außergewöhnliche passiert. Das man nicht erklären kann. Und der Diensttag zum Feiertag wird.»

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Geisterstunde Geschichten von Gespenstern und Magiern werden von den Tonkünstlern für vor allem junge Zuhörer in Wien und St. Pölten gespielt. Die berühmte Filmmusik zu Harry Potter von John Williams darf da nicht fehlen! Constanze Wimmer über den Run auf die TONSPIELE.

Kinder lieben Gruselgeschichten! Noch bevor Harry Potter seinen Siegeszug antrat, begeisterten Erzählungen vom «Kleinen Gespenst» oder der «Kleinen Hexe». Aber wie steht es um Figuren wie den «Gnomus» aus den Bildern einer Ausstellung von Modest Mussorgski, den Geist des verstorbenen Geliebten aus «El Amor Brujo» von Manuel de Falla oder die schöne Miranda aus «Prospero’s Books» von Michael Nyman? Im Programm «Von Geistern und Dämonen» Ende November für Kinder von 9 bis 12 Jahren stehen diese Werke im Mittelpunkt, wenn die Tonkünstler mit ihrem jüngst bei den Wiener Festwochen so frenetisch als «Wunder von Wien» gefeierten Assistenzdirigenten Andrés Orozco-Estrada und dem Schauspieler Daniel Keberle zauberhafte Geschichten erzählen. Paul Rissmann, der Dramaturg des Konzerts, der schon für das London Symphony Orchestra und das Royal Scottish National

Orchestra ähnliche Projekte verwirklicht hat, wählt für die Tonkünstler Musikstücke aus, zu denen Erklärungen der verschiedenen Instrumentengruppen eindrucksvoll passen oder Kompositionen, bei denen die Kinder im Publikum spontan mitmachen können. Seine Vorarbeit garantiert, dass die jungen Zuhörer die Welt der Orchestermusik mit neuen und offenen Ohren hören. Allianz zwischen Orchester und Jugend «Von Geistern und Dämonen» ist Teil des Kinder- und Jugendprogramms «Tonspiele», das seinen ersten Geburtstag feiert – und bereits auf einen Reigen beachtlicher Aktivitäten zurückblicken kann: 3.928 Kinder und Jugendliche kamen in der letzten Saison in Kontakt mit den Tonkünstlern – sei es, dass sie eines der Kinder- und Jugendkonzerte besuchten («Der Nussknacker», «Der Feuervogel») oder, dass einer der Orchestermusikerinnen oder -musiker zu ihnen in die Schule kam, um einen musikalischen Workshop als Vorbereitung zum Konzertbesuch zu gestalten. Die neue Allianz zwischen dem Orchester und seinem jungen Publikum ist mehr als geglückt: «Es war total super und interessant, ich würde es gerne noch hundert Mal machen ...», meinte ein 12jähriger Schü-

ler nach seinem ersten Besuch im Festspielhaus St. Pölten. Inzwischen gestalteten schon 25 Musikerinnen und Musiker des Orchesters die Workshops der «Tonspiele» und überlegten mit Feuereifer, wie sie Tschaikowskis «Nussknacker», Bruckners 4. Symphonie oder Saint-Saëns’ «Karneval der Tiere» so aufbereiten, dass Schulkinder erste eigene Erfahrungen mit dieser Musik machen können. Bettina Büttner leitet das Musikvermittlungsprogramm der Tonkünstler. Mit der pädagogischen Aufbereitung der Schulworkshops, den erlebnisorientierten Konzerten und einem gewachsenen Netzwerk von interessierten Lehrerinnen und Lehrern, Kulturverantwortlichen und Sponsoren baut sie zwischen der jungen Zuhörerschaft und dem Orchester Brücken, die lebendige Beziehungen zwischen Ausführenden und Hörenden schaffen und dabei völlig neue Wege zum Verständnis von Musik ermöglichen. Wer einmal mit einfachen musikalischen Mitteln Teile einer Symphonie «eigenhändig» erforschen durfte, hört beim nächsten Mal ganz anders zu – dies gilt übrigens nicht nur für Kinder: im September findet für Erwachsene eine Vorbereitung zu «Peer Gynt» in Kooperation mit der Volkshochschule Krems statt. «Ich bin total gespannt, wie’s weitergeht», meint Bettina Büttner – und wir mit ihr. WORKSHOP: PEER GYNT (für Erwachsene) Krems, Volkshochschule, 20. 9., 19 Uhr VON GEISTERN UND DÄMONEN (3. bis 6. Schulstufe) Wien, Konzerthaus, 26./27. 11., jeweils 15 Uhr (für Familien) St. Pölten, Festspielhaus, 30. 11., 10.30 Uhr (für Schulklassen) NUSSKNACKER FÜR KINDER (2. bis 5. Schulstufe) St. Pölten, Festspielhaus, 21.und 22. 12., 10.30 Uhr

Die «Tonspiele» werden unterstützt von

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Tango zu spielen sei gar nicht so exotisch für einen europäischen Musiker, sagt Korp. Es gibt viele Anknüpfungspunkte: «Die Verzögerungen im Musizieren, um mit der Tanzbewegung Schritt zu halten, sind ähnlich wie in der Wiener Walzermusik, die Phrasierung kommt einem vertraut von der italienischen Musik vor.» Die kantable Melodik der Tangos, verbunden mit Theatralik, sei den Serenaden in Sizilien verwandt.

Tangoleidenschaft Buenos Aires ist nah, wenn eine argentinischösterreichische Musikermischung in St. Pölten und Krems aufspielt. Rainer Lepuschitz über eine zum Teil gefährliche Passion des Ensembles VIENNA BRASS.

Ein Ehepaar in einem Taxi unterwegs in den berüchtigten Stadtteil San Telmo in Buenos Aires. Zu Fuß traut sich dort keiner hin, denn da werden einem Geld und Hosen abgenommen. Das Paar schlüpft in ein verruchtes verrauchtes Lokal, wo höchstens 25 Leute Platz haben. Es ist schon spät in der Nacht. Musik empfängt die Ankömmlinge: Ein Trio an Bandoneon, Kontrabass und Klavier überträgt Tangoschritte in Tonschritte, als ob Klang Bewegung sei. Manchmal kommt ein Sänger hinzu, um tragische Geschichten, von der Mutter oder der Geliebten, zu erzählen. Dann lebt eine Tänzerin die Tragik in sinnlicher Eleganz aus. Vom Tangolokal führt der Weg direkt in die eigene Herzkammer. Als das Paar im Morgengrauen San Telmo verlässt. pochen ihr und sein Puls heftig. Sie, Nury Guarnaschelli aus Argentinien, und er, Rudi Korp aus Austria, brechen im-

mer wieder aus ihrem sicheren beruflichen Hafen in zwei österreichischen Orchestern (RSO bzw. Tonkünstler) auf, um mit ihren Instrumenten, Horn und Trompete, und zusammen mit ihren drei weiteren Mitmusikern im Ensemble Vienna Brass – Helmut Demmer (ebenfalls Tonkünstler-Trompeter), Peter Gallaun (Posaune), Anton Wagnes (Tuba) – aufregende musikalische Gefilde anzusteuern. Auf einer der erfolgreichen Tourneen in die ganze Musikwelt mit erlesenen, klassisch-modernen Mischprogrammen durchquerte Vienna Brass auch schon einmal Argentinien. Die Tangoglut übertrug sich auf alle Musiker – und schon spielten sie in der Höhle des Löwen Tangos. Mit großem Erfolg. Den Argentiniern gefiel, wie die österreichisch-argentinische Formation «La muerte del angel» und andere Klassiker Astor Piazzollas in der ungewöhnlichen Besetzung mit Blechbläserquintett spielte. Seit dem unvergesslichen Erlebnis in San Telmo weiß Rudi Korp: «Für die Menschen dort ist das nichts, was sie sich und uns vormachen, sondern diese Musik ist das, was sie selber sind. Sie müssen die musikalischen Gefühle nicht irgendwo herholen, die tragen sie in sich: Das sind die Gefühle ihres Lebens.»

Musikalische Herzensbrecher Dennoch ist es für die Musiker von Vienna Brass wichtig, im Tango neben Nury Guarnaschelli noch mit weiteren Argentiniern in Berührung zu sein. «Erst damit wird es authentisch, weil wir mit jedem Ton von ihnen weiter lernen, den wirklichen Tango zu spielen», so Korp. Es konnten wichtige Kontakte geknüpft werden: zu dem Bandoneonspieler Julian Hasse, einem der «Tango-Weltmeister» von Buenos Aires, zu dem Jazztrompeter Americo Bellotto, einem musikalischen Herzensbrecher mit dem Tango im Blut. Mit dem Tango-Altmeister und ehemaligen Konzertmeister vom Teatro Colon, José Carli, fand Vienna Brass einen begnadeten Arrangeur, der schon für Daniel Barenboim und für die Berliner Philharmoniker Tangos und Milongas ins klassische Format brachte (Milongas sind populäre Tanzmusikstücke Argentiniens, von der Habanera auf Kuba beeinflusst und vergleichbar unseren Polkas und Ländlern). Und ein junger Argentinier, der Komponist und Schriftsteller Roberto Pintos, schreibt neue Tangos für Vienna Brass. In Konzerten im Festspielhaus St. Pölten und in der Minoritenkirche Krems, die zu zwei feinen Kammermusikzyklen zählen, wird Vienna Brass ein Programm aus TangoKlassikern in Arrangements von Carli und aus «Tangos Nuevos» von Pintos mischen. Wobei das Quintett zum Septett wird: denn aus Buenos Aires kommen natürlich Bandoneon-Weltmeister Julian Hasse und Trompeten-Verführer Americo Bellotto zu den Konzerten in Österreich angereist.

BUENOS AIRES HORA TANGO Krems, Minoritenkirche, 28. 10., 19.30 Uhr St. Pölten, Festspielhaus, 11. 11., 19.30 Uhr Vienna Brass und Gastmusiker aus Argentinien Tangos clasicos und nuevos 11


Programm 28. 8. 2004 bis 2. 2. 2005 Sa 28. 8. 19 Uhr Schloss Grafenegg | Park Abo «Tonkünstler» Karten zu 32 | 27 | 21 | 15 Euro T (01) 586 83 83 tickets@tonkuenstler.at www.tonkuenstler.at Bei Schlechtwetter findet das Konzert in der Reitschule statt.

Sommer-Open air Ayako Uehara Klavier Kristjan Järvi Dirigent JOHANN STRAUSS G’schichten aus dem Wienerwald, Walzer op. 325 GUSTAV MAHLER Blumine RICHARD STRAUSS Burleske für Klavier und Orchester d-moll JOHANNES BRAHMS Klavierquartett g-moll op.25, bearbeitet für Orchester von ARNOLD SCHÖNBERG

Sa 25. 9. 19 Uhr Schloss Grafenegg | Reitschule Abo «Tonkünstler» Karten zu 32 | 27 | 21 | 15 Euro T (01) 586 83 83 tickets@tonkuenstler.at www.tonkuenstler.at

So 26. 9. 16 Uhr Wien | Musikverein | Großer Saal Abo «Sonntag Nachmittag » Karten zu 39 | 36 | 33 | 30 | 27 | 20 | 17 | 12 Euro

Peer Gynt Wiener Singverein Johannes Prinz Choreinstudierung Adriane Queiroz Sopran Urban Malmberg Bariton Nicholas Ofczarek Sprecher Kristjan Järvi Dirigent EDVARD GRIEG Peer Gynt. Bühnenmusik zum Schauspiel von Henrik Ibsen, dramatisierte Textfassung von FRANZOBEL

T (01) 586 83 83

Fr 3. 9. 20 Uhr Sonntagberg | Basilika Karten: T (0676) 403 6184 anton.steingruber@aon.at

Antonín Dvorˇák Edith Kaltenböck Sopran Rita-Lucia Schneider Alt Anton Steingruber Tenor Michael Wagner Bass Stadtpfarrchor Waidhofen/Ybbs Kirchenchor Zell/Ybbs Kammerchor Cantus Hilaris Kurt Kopetzky Dirigent ˇ ÁK ANTONÍN DVOR Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88 («Die Englische») Biblische Lieder op. 99 (1–6) Messe D-Dur op. 86

tickets@tonkuenstler.at www.tonkuenstler.at

Mo 27. 9. 19.30 Uhr St. Pölten | Festspielhaus | Großer Saal Abo «Tonkünstler-Orchester» Karten zu 29 | 26 | 21,50 | 14,50 | 6 Euro T (02742) 90 80 80 – 222 karten@festspielhaus.at www.festspielhaus.at

Di 28. 9. 19.30 Uhr Wien | Musikverein | Großer Saal Abo «Take Five» Karten zu 39 | 36 | 33 | 30 | 27 | 20 | 17 | 12 Euro

Do 16. 9. 19.30 Uhr Göttweig | Stiftskirche Fr 17. 9. 19.30 Uhr Melk | Stift | Stiftskirche Sa 18. 9. 20.30 Uhr Waidhofen/Thaya | Kirche So 19. 9. 16 Uhr Stift Altenburg | Bibliothek Festival Allegro Vivo Karten: T: (02982) 4319 tickets@allegro-vivo.at

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Aus der Neuen Welt Alexander Gheorghiu Violine Barbara Ritter Oboe Martin Först Violoncello Bijan Khadem-Missagh Violine & Dirigent MICHAEL HAYDN Sinfonia G-Dur P 16 mit einer Einleitung von W. A. Mozart WOLFGANG AMADEUS MOZART Concertone für zwei Violinen und Orchester C-Dur KV 190 ˇ ÁK ANTONÍN DVOR Symphonie Nr. 9 e-moll op. 95 («Aus der Neuen Welt»)

T (01) 586 83 83 tickets@tonkuenstler.at www.tonkuenstler.at

So 26. 9. 15.15 Uhr Mo 27. 9. 18.30 Uhr Di 28. 9. 18.45 Uhr Sa 2. 10. 19.30 Uhr Wiener Neustadt | Arena Nova Classic (Sparkassensaal) T (02622) 373-902 kulturamt@wiener-neustadt.at

Der österreichische Dichter Franzobel (Bild) hat für die Aufführungen von Griegs «Peer Gynt» die Geschehnisse aus Henrik Ibsens Schauspiel zu einer dramatisierten deutschen Textfassung verdichtet. Als Sprecher von Franzobels neuer Nachdichtung konnte der Burgtheaterschauspieler Nicholas Ofczarek gewonnen werden.

Einführungsgespräch mit Wilhelm Sinkovicz

Ohrenschmaus Kristjan Järvi Dirigent JOHANN STRAUSS SOHN / HK GRUBER Perpetuum Mobile / Charivari. Ein österreichisches Journal für Orchester ˇ ÁK ANTONÍN DVOR Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88 («Die Englische») LUDWIG VAN BEETHOVEN Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 («Eroica»)


Di 5. 10. | Swansea Mi 6. 10. | Birmingham Do 7. 10. | Reading Fr 8. 10. | London So 10. 10. | Southend Mo 11. 10. | Hull Di 12. 10. | Sheffield Mi 13. 10. | Edinburgh Do 14. 10. | Middlesbrough

Die prachtvolle neue Symphony Hall in Birmingham (Foto unten) ist eine der Stationen des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich auf seiner großen Herbst-Tournee durch Großbritannien. Chefdirigent Kristjan Järvi leitet in Birmingham ein Programm mit dem Walzer «G’schichten aus dem Wienerwald» von Johann Strauß, dem Violinkonzert g-moll von Max Bruch mit Lidia Baich als Solistin und Beethovens «Eroica»-Symphonie.

Großbritannien-Tournee Lidia Baich Violine Ayako Uehara Klavier Kristjan Järvi Dirigent JOHANN STRAUSS SOHN G’schichten aus dem Wienerwald. Walzer op. 325 (6., 7., 8., 10., 11., 12., 13.) JOHANN STRAUSS SOHN / HK GRUBER Perpetuum Mobile / Charivari. Ein österreichisches Journal für Orchester (5., 14.) GUSTAV MAHLER Blumine (7., 12., 14.) MAX BRUCH Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-moll op. 26 (5., 6., 8., 10., 11.) RICHARD STRAUSS Burleske für Klavier und Orchester d-moll (12., 13., 14.) ˇ ÁK Symphonie ANTONÍN DVOR Nr. 8 G-Dur op. 88 («Die Englische») (5., 7., 8., 12.) LUDWIG VAN BEETHOVEN Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 («Eroica») (6., 11., 13., 14.) JOHANNES BRAHMS Klavierquartett g-moll op.25, bearbeitet für Orchester von ARNOLD SCHÖNBERG (7., 10.)

So 17. 10. 16 Uhr Wien | Musikverein | Großer Saal Abo «Sonntag Nachmittag» Karten zu 39 | 36 | 33 | 30 | 27 | 20 | 17 | 12 Euro T (01) 586 83 83 tickets@tonkuenstler.at www.tonkuenstler.at

Mo 18. 10. 19.30 Uhr St. Pölten | Festspielhaus | Großer Saal Abo «Tonkünstler-Orchester» Karten zu 29 | 26 | 21,50 | 14,50 | 6 Euro T (02742) 90 80 80 – 222 karten@festspielhaus.at

Ohrenschmaus Lidia Baich Violine Kristjan Järvi Dirigent JOHANN STRAUSS SOHN / HK GRUBER Perpetuum Mobile / Charivari. Ein österreichisches Journal für Orchester (in Wien und Baden) JEAN SIBELIUS: Andante festivo SJ 34b (in St. Pölten) MAX BRUCH Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-moll op. 26 ˇ ÁK ANTONÍN DVOR Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88 («Die Englische»)

www.festspielhaus.at

Di 19. 10. 19.30 Uhr Wien | Musikverein | Großer Saal ÖGB: T (01) 534 44-322 Club für Kultur und Wirtschaft T (01) 713 04 57

Mi 20. 10. 19.30 Uhr Baden | Casino | Festsaal T (02252) 444 96-444

So 17. 10. 15.15 Uhr Mo 18. 10. 18.30 Uhr Do 28. 10. 19.30 Uhr Krems | Minoritenkirche Abo «Kammertonkünstler» Karten zu 17 Euro T (01) 586 83 83 tickets@tonkuenstler.at www.tonkuenstler.at

Fr 29. 10. 19.30 Uhr Gloggnitz | Stadtsaal T (02262) 42401-22 stadtgemeinde@gloggnitz.gv.at

Sa 30. 10. 20 Uhr Deutsch-Wagram | Volkshaus T (02247) 2209-11 stadtgemeinde@deutsch-wagram.gv.at

So 31. 10. 19 Uhr Schloss Grafenegg Abo «Tonkünstler» Karten zu 32 | 27 | 21 | 15 Euro T (01) 586 83 83 tickets@tonkuenstler.at www.tonkuenstler.at

Einführungsgespräch mit Rainer Lepuschitz Buenos Aires Hora Tango Vienna Brass (Rudolf Korp & Helmut Demmer Trompete, Nury Guarnaschelli Horn, Peter Gallaun Posaune, Anton Wagnes Tuba) Americo Bellotto Trompete Julian Hasse Bandoneon Tangos von ROBERTO PINTOS und JOSÉ CARLI Ein Abend mit Joseph und Josef Orfeo Mandozzi Violoncello Alfred Eschwé Dirigent WOLFGANG AMADEUS MOZART Symphonie Es-Dur KV 184 JOSEPH HAYDN Konzert für Violoncello und Orchester C-Dur Hob.VIIb:1 FRANZ VON SUPPÉ Ouverture zur Operette «Boccaccio» JOSEF STRAUSS Buchstaben-Polka op. 252 Carrière, Polka schnell op. 200 Marien-Klänge, Walzer op. 214 Dioskuren-Quadrille op. 32 Vorwärts! Polka schnell op. 127 Transactionen, Walzer op. 184

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Sa 6. 11. 19.30 Uhr Wiener Neustadt | Arena Nova Classic (Sparkassensaal) T (02622) 373-90 kulturamt@wiener-neustadt.at

So 7. 11. 16 Uhr Wien | Musikverein | Großer Saal Abo «Sonntag Nachmittag » Karten zu 39 | 36 | 33 | 30 | 27 | 20 | 17 | 12 Euro T (01) 586 83 83

Klassik-Treffpunkt Martin Fröst Bassetthorn Giovanni Antonini Dirigent CHRISTOPH WILLIBALD GLUCK Don Juan. Suite aus der BallettPantomime WOLFGANG AMADEUS MOZART Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622 LUDWIG VAN BEETHOVEN Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21

Sa 20. 11. 19.30 Uhr Wien | Musikverein | Großer Saal Abo «Take Five» Karten zu 39 | 36 | 33 | 30 | 27 | 20 | 17 | 12 Euro T (01) 586 83 83 tickets@tonkuenstler.at www.tonkuenstler.at

So 21. 11. 16 Uhr Wien | Musikverein | Großer Saal Abo «Sonntag Nachmittag» Karten zu 39 | 36 | 33 | 30 | 27 |

tickets@tonkuenstler.at www.tonkuenstler.at

20 | 17 | 12 Euro

Mo 8. 11. 19.30 Uhr St. Pölten | Festspielhaus | Großer Saal Abo «Tonkünstler-Spezial»

T (01) 586 83 83 tickets@tonkuenstler.at www.tonkuenstler.at

karten@festspielhaus.at

Mo 22. 11. 19.30 Uhr St. Pölten | Festspielhaus | Großer Saal Abo «Tonkünstler-Orchester»

www.festspielhaus.at

Karten zu 29 | 26 | 21,50 | 14,50 | 6 Euro

Di 9. 11. 19.30 Uhr Wien | Musikverein | Großer Saal

karten@festspielhaus.at

Karten zu 29 | 26 | 21,50 | 14,50 | 6 Euro T (02742) 90 80 80 – 222

ÖGB: T (01) 534 44-322 Club für Kultur und Wirtschaft T (01) 713 04 57

Mi 10. 11. 19.30 Uhr Baden | Casino | Festsaal T (02252) 444 96-444

So 7. 11. 15.15 Uhr Mo 8. 11. 17.30 Uhr

Symphonie Classique Mikhail Simonyan Violine Borislav Strulev Violoncello Denis Matsuev Klavier Kristjan Järvi Dirigent SERGEJ PROKOFJEW Symphonie Nr. 1 D-Dur op. 25 («Classique») LUDWIG VAN BEETHOVEN Konzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester C-Dur op. 56 («Tripelkonzert») OTTORINO RESPIGHI «Antiche Danze ed Arie». 2. Suite «Fontane di Roma»

T (02742) 90 80 80 – 222

Mit Martin Fröst (Bild) spielt ein außergewöhnlicher Holzbläsersolist Mozarts Klarinettenkonzert. Der junge schwedische Musiker interpretiert das Werk auf einem Bassetthorn, das auch Mozart ursprünglich vorgesehen hatte – den Dirigenten in diesem TonkünstlerProgramm, Giovanni Antonini, wird dies sehr freuen, ist er doch ein überzeugter Originalklangkünstler. Aber nicht nur in historischen Gefilden ist Martin Fröst zu Hause, er bewegt sich auch wie selbstverständlich in der Neuen Musik, wo er mitunter sogar als Schauspieler und Entertainer in Erscheinung tritt, zum Beispiel als «Rattenfänger» in Wilfried Hillers und Michael Endes Oper. Der klassische Klarinettist Martin Fröst ist bei allen großen Festivals und in den Musikmetropolen als gleichermaßen virtuoser wie feinfühliger Solist geschätzt, von New York bis Amsterdam, von der Schubertiade bis zum Terem Festival in St. Petersburg.

Einführungsgespräch mit Bernhard Trebuch

www.festspielhaus.at

Sa 20. 11. 18.45 Uhr So 21. 11. 15.15 Uhr Mo 22. 11. 18.30 Uhr Fr 26. 11. 15 Uhr Sa 27. 11. 15 Uhr Wien | Konzerthaus | Mozart-Saal Jeunesse Kartenbüro T (01) 505 63 56 Konzerthaus T (01) 24 20 02 ab 1 Monat vor dem Termin

Di 30. 11. 10.30 Uhr St. Pölten | Festspielhaus | Großer Saal Vorstellungen für Schulklassen im Rahmen der «Tonspiele»

Achtung, die jungen Russen kommen! Der Pianist Denis Matsuev (Bild) und seine Streicherkollegen Simonyan und Strulev, die bei den wichtigsten Wettbewerben siegten, sind gerade dabei, die Musikwelt für ihr faszinierendes Spiel einzunehmen. Mit den Tonkünstlern musizieren sie das «Tripelkonzert».

Einführungsgespräch mit Wilhelm Sinkovicz

Von Geistern und Dämonen Daniel Keberle Schauspieler Paul Rissmann Konzeption Andrés Orozco-Estrada Dirigent Werke von ASTOR PIAZZOLLA, MODEST MUSSORGSKI / WALTER THOMAS HEYN, NIKOLAI RIMSKIKORSAKOW, MANUEL DE FALLA, MICHAEL NYMAN, JOHN WILLIAMS

Kontakt für Interessenten: Bettina Büttner, T (02742) 90 80 70-210, buettner@tonkuenstler.at

Do 11. 11. 19.30 Uhr St. Pölten | Festspielhaus | Haydn-Saal Abo «Kammerton» Karten zu 17 Euro T (02742) 90 80 80-222 karten@festspielhaus.at www.festspielhaus.at

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Buenos Aires Hora Tango Vienna Brass (Rudolf Korp & Helmut Demmer Trompete, Nury Guarnaschelli Horn, Peter Gallaun Posaune, Anton Wagnes Tuba) Americo Bellotto Trompete Julian Hasse Bandoneon Tangos von R. PINTOS & J. CARLI

Fr 26. 11. 19.30 Uhr St. Pölten | Festspielhaus | Großer Saal Geschlossene Veranstaltung

Kulturpreisverleihung 2004 Andrés Orozco-Estrada Dirigent Werke von MODEST MUSSORGSKI / WALTER THOMAS HEYN, NIKOLAI RIMSKI-KORSAKOW, LUDWIG VAN BEETHOVEN


Mi 1. 12. 19.30 Uhr Tulln | Stadtsaal T (02272) 65001

Do 2. 12. 19.30 Uhr Horn | Vereinshaus T (02847) 80245

Sa 4. 12. 19.30 Uhr Wiener Neustadt | Arena Nova Classic (Sparkassensaal) T (02622) 373-902 kulturamt@wiener-neustadt.at

So 5. 12. 16.00 Uhr Wien | Musikverein | Großer Saal Abo «Sonntag Nachmittag » Karten zu 39 | 36 | 33 | 30 | 27 | 20 | 17 | 12 Euro T (01) 586 83 83 tickets@tonkuenstler.at www.tonkuenstler.at

Mo 6. 12. 19.30 Uhr St. Pölten | Festspielhaus | Großer Saal Abo «Tonkünstler-Orchester» Karten zu 29 | 26 | 21,50 | 14,50 | 6 Euro T (02742) 90 80 80 – 222 karten@festspielhaus.at www.festspielhaus.at

So 5. 12. 15.15 Uhr Mo 6. 12. 19.30 Uhr

Musik aktuell Ernst Kovacic Violine & Dirigent HK GRUBER Phantom-Bilder auf der Spur eines verdächtigen Themas DARIUS MILHAUD Concertino du Printemps IGOR STRAWINSKI Suite Nr. 1 JOHANN SEBASTIAN BACH Chaconne für Violine solo ZOLTÁN KODÁLY Sommerabend Im Glanze Mozart Håkan Hardenberger Trompete Bruno Weil Dirigent WOLFGANG AMADEUS MOZART Symphonie g-moll KV 183 JOHANN NEPOMUK HUMMEL Trompetenkonzert E-Dur FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90 («Italienische») Es ist keine Übertreibung, den Schweden Håkan Hardenberger (Bild unten) als besten Trompeter der Welt zu bezeichnen. Seit vielen Jahren beweist er in den Musikmetropolen sein außergewöhnliches Können, das sowohl in klassischen Trompetenkonzerten als auch in neuen Werken zur Geltung kommt. Überall begeistert sein nicht enden wollender Atem, sein virtuoses Spiel und seine wandlungsfähige Klanggebung von feinstem Piano bis zu imposanter Stärke. Er hat mit den bedeutendsten Orchestern und mit Stardirigenten wie Kurt Masur, EsaPekka Salonen und Michael Tilson Thomas musiziert. Namhafte Komponisten wie Harrison Birtwistle, HK Gruber, Hans Werner Henze und György Ligeti schätzen sich glücklich, dass er ihre Werke umsetzt. Mit den Tonkünstlern und dem KlassikSpezialisten Bruno Weil führt er das Trompetenkonzert des MozartSchülers Hummel in der heiklen Originaltonart E-Dur auf, was nur ganz wenige Trompeter beherrschen.

So 12. 12. 16.00 Uhr St. Pölten | Festspielhaus | Großer Saal Abo «Tonkünstler-Spezial» Karten zu 31 | 27,50 | 23 | 15,50 | 7 Euro T (02742) 90 80 80 – 222 karten@festspielhaus.at www.festspielhaus.at

Fr 17. 12. 19.30 Uhr Sa 18. 12. 19.30 Uhr St. Pölten | Festspielhaus | Großer Saal Abo «Für die Familie» Karten zu 31 | 27,50 | 23 | 15,50 | 7 Euro T (02742) 90 80 80 – 222

Weihnachtskonzert Chorus sine nomine Johannes Hiemetsberger Choreinstudierung Birgid Steinberger Sopran Barbara Hölzl Alt Kristjan Järvi Dirigent WOLFGANG AMADEUS MOZART Te Deum laudamus C-Dur KV 141 für Chor und Orchester ANTONIO VIVALDI Gloria für Soli, Chor und Orchester D-Dur RV 589 FRANCIS POULENC Gloria für Sopran-Solo, Chor und Orchester Der Nussknacker abcdancecompany Nicolas Musin Choreografie Michail Jurowski Dirigent PETER ILJITSCH TSCHAIKOWSKI Der Nussknacker. Ballett in zwei Akten op. 71

karten@festspielhaus.at www.festspielhaus.at

So 19. 12. 11 Uhr Wien | Palais Ferstel | Festsaal

Benefizkonzert zugunsten der Basilika Mariazell Rudolf Streicher Dirigent Geschlossene Veranstaltung

Di 21. 12. 10.30 Uhr Mi 22. 12. 10.30 Uhr St. Pölten | Festspielhaus | Großer Saal Vorstellungen für Schulklassen im Rahmen der «Tonspiele»

Der Nussknacker für Kinder Andrés Orozco-Estrada Dirigent Stephan von der Decken Moderation PETER ILJITSCH TSCHAIKOWSKI Der Nussknacker. Ballett op. 71 (Einstündige Fassung mit Moderation)

Konakt für Interessenten: Bettina Büttner, T (02742) 90 80 70-210, buettner@tonkuenstler.at

Ballett-Märchen im Festspielhaus St. Pölten: Tschaikowskis «Nussknacker» in einer zauberhaft-lebendigen Choreografie von Nicolas Musin mit der abcdancecompany und dem TonkünstlerOrchester – zwei Mal auch speziell als Matinee für Kinder.

Einführungsgespräch mit Rainer Lepuschitz

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Und heiter kommt das neue Jahr Werke von FRIEDRICH VON FLOTOW, FRANZ LÉHAR, GIACOMO PUCCINI, JOHANN STRAUSS, JOSEF STRAUSS UND CARL MARIA VON WEBER Alfred Eschwé Dirigent (alle Termine außer 31. 12., 4. 1.) Andrés Orozco-Estrada (31. 12, 4. 1.) Bernarda Bobro Sopran (3. 1., 5. 1., 9. 1., 10. 1., 12. 1., 16. 1., 18. 1., 21. 1., 23. 1.) Birgid Steinberger Sopran (alle Termine außer 3. 1., 5. 1, 9. 1., 10. 1., 12. 1., 16. 1., 18. 1., 21. 1., 23. 1.) Dario Schmunck Tenor (1. 1., 2. 1. vormittag) Di 28. 12. & Mi 29. 12. 19.30 Uhr | Wien | Musikverein | Großer Saal Karten: T (01) 713 04 57 Club für Kultur und Wirtschaft

Fr 31. 12. 18.30 Uhr | Krems | Stadtsaal Karten: T (02732) 801-562, kulturamt@krems.gv.at

Sa 1. 1. 16 Uhr und 20 Uhr | Baden | Stadttheater Karten: T (02252) 86800-230, kultur@baden-bei-wien.at

So 2. 1. 11 Uhr | St. Pölten | Festspielhaus | Großer Saal Karten: T (02742) 90 80 70-222, karten@festspielhaus.at

So 2. 1. 17 Uhr | Amstetten | Johann Pölz-Halle Karten: T (07472) 601 – 454, abv@amstetten.at

Mo 3. 1. 19.30 Uhr | Langenzersdorf | Festsaal Karten: T (02244) 2308-27, gemeinde@langenzersdorf.gv.at

Di 4. 1. 19.30 Uhr | Wien | Musikverein Neujahrsgala der Wiener-Taxi-Innung | Geschlossene Veranstaltung

Mi 5. 1. 19 Uhr | Gablitz | Festhalle Karten: T (02231) 63466-0, gemeinde@gablitz.gv.at

Fr 7. 1. 19.30 Uhr | Breitenfurt | Mehrzweckhalle Karten: T (02239) 2342-12, office@gemeinde-breitenfurt.at

Sa 8. 1. 18 Uhr | Neulengbach | Hauptschule Karten: T (02772) 52105-52, ilomuhr@neulengbach.com

So 9. 1. 17 Uhr | Langenzersdorf | Festsaal Karten: T (02244) 2308-27, gemeinde@langenzersdorf.gv.at

Mo 10. 1. 19.30 Uhr | Biedermannsdorf | Jubiläumshalle Karten: T (02236) 711 310, gemeinde@biedermannsdorf.at

Mi 12. 1. 20 Uhr | Schwechat | Körnerhalle Karten: T (01) 70108-305, e.benesch@schwechat.gv.at

Do 13. 1. 19.30 Uhr | Perchtoldsdorf | Kulturzentrum Karten: T (01) 86683-400, info@markt-perchtoldsdorf.at

Fr 14. 1. 19.30 Uhr | Wiener Neudorf | Franz-Fürst-Freizeitzentrum Karten: T (01) 62501-40, s.pospischil@wr-neudorf.at

Sa 15. 1. 19.30 Uhr | Kaltenleutgeben | Volksschule Karten: T (02238) 71213, gemeinde@kaltenleutgeben.gv.at

So 16. 1. 16 Uhr | Schleinbach | Kulturzentrum Karten: T (02245) 4327, peter.haas@noel.gv.at

Di 18. 1. 19 Uhr | Gmünd | Sparkassensaal Karten: T (02852) 52506-101, stadtgemeinde@gmuend.at

Mi 19. 1. 19.30 Uhr | Perchtoldsdorf | Kulturzentrum Karten: T (01) 86683-400, info@markt-perchtoldsdorf.at

Do 20. 1. 19 Uhr | Pfaffstätten | Gemeindesaal Karten: T (02252) 88985-0, marktgemeinde@pfaffstaetten.at

Fr 21. 1. 19.30 Uhr | Laa/Thaya | Festsaal Karten: in allen Laaer Banken T (02522) 2501-91

So 23. 1. 19.30 Uhr | Wiener Neustadt | Arena Nova Classic Karten: T (02622) 373-902, kulturamt@wiener-neustadt.at

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Do 20. 1. 19.30 Uhr St. Pölten | Festspielhaus | Haydn-Saal Abo «Kammerton» Karten zu 17 Euro T (02742) 90 80 80-222 karten@festspielhaus.at www.festspielhaus.at

Fr 21. 1. 19.30 Uhr Krems | Minoritenkirche Abo «Kammertonkünstler» Karten zu 17 Euro | T (01) 586 83 83 tickets@tonkuenstler.at www.tonkuenstler.at

Fr 28. 1. 19.30 Uhr Wien | Musikverein | Großer Saal Abo «Take Five» Karten zu 39 | 36 | 33 | 30 | 27 | 20 | 17 | 12 Euro T (01) 586 83 83 tickets@tonkuenstler.at www.tonkuenstler.at

Ingeborg Bachmann Quintett (Sandra Stini Flöte, Johannes Strassl Oboe, Barbara Schuch Klarinette, Barbara Loewe Fagott, Franz Pickl Horn) Anna Rohregger Klavier WOLFGANG AMADEUS MOZART Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott Es-Dur KV 452 SAMUEL BARBER Summer music op. 31 FRANCIS POULENC Sextuor für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier À la russe Anatol Ugorski Klavier Michail Jurowski Dirigent JOHANNES BRAHMS Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83 DIMITRI SCHOSTAKOWITSCH Symphonie Nr. 5 d-moll op. 47

Sa 29. 1. 19.30 Uhr Wien | Musikverein | Großer Saal Volksbildungskreis: T (01) 505 9660

So 30. 1. 16 Uhr Wien | Musikverein | Großer Saal Abo «Sonntag Nachmittag» Karten zu 39 | 36 | 33 | 30 | 27 | 20 | 17 | 12 Euro T (01) 586 83 83 tickets@tonkuenstler.at www.tonkuenstler.at

Mo 31. 1. 19.30 Uhr St. Pölten | Festspielhaus | Großer Saal Abo «Tonkünstler-Orchester» Karten zu 29 | 26 | 21,50 | 14,50 | 6 Euro T (02742) 90 80 80 – 222 karten@festspielhaus.at

Di 1. 2. 19.30 Uhr Wien | Musikverein | Großer Saal ÖGB: T (01) 534 44-322 Club für Kultur und Wirtschaft T (01) 713 04 57

Mi 2. 2. 19.30 Uhr Wiener Neustadt | Arena Nova Classic (Sparkassensaal) T (02622) 373-902 kulturamt@wiener-neustadt.at

Fr 28. 1. 18.45 Uhr So 30. 1. 15.15 Uhr Mo 31. 1. 18.30 Uhr

Der russische Maestro Michail Jurowski (Bild), Erster Gastdirigent der Tonkünstler, setzt im Winter seinen Schostakowitsch-Zyklus fort. Sein authentisches Verständnis für diese Musik – er musizierte noch mit Schostakowitsch selbst – kommt diesmal der monumentalen Symphonie Nr. 5 zugute, die den Untertitel «Das Werden der Persönlichkeit» trägt. Auch wenn vor der Pause das 2. Klavierkonzert von Brahms zur Aufführung gelangt, so gibt es ebenso hier einen russischen Akzent, wählte Jurowski doch seinen Landsmann Anatol Ugorski als Solisten aus, eine der großen Pianistenpersönlichkeiten unserer Zeit.

Einführungsgespräch mit Otto Brusatti


GEWINNSPIEL Tonkünstler-Verwöhnpaket Schloss Grafenegg (gilt für zwei Personen) Konzertbesuch 25. 9. Alte Reitschule («Peer Gynt») Anschließend Kulturmenü, Restaurant Mörwald Übernachtung mit Frühstück im Hotel Mörwald Für all jene, die Kultur, Erholung und kulinarische Genüsse miteinander verbinden wollen, ist das Schloss Grafenegg längst ein Begriff. Seit vergangener Saison ist das romantische Schlossareal die neue Sommer-Residenz des Tonkünstler-Orchesters. Spielen Sie mit und gewinnen Sie ein exklusives Kulturwochenende mit Konzertbesuch: Senden Sie uns Ihre Teilnahmekarte (siehe Heftrückseite) bis spätestens 15. September 2004 (Eingangsdatum) an das Tonkünstler-Kartenbüro.

Der oder die Gewinner(in) wird bis spätestens 17. September verständigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

www.moerwald.at

Tonkünstler-Kartenbüro in Wien Im Kartenbüro des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich im Wiener MuseumsQuartier sind Karten für alle Konzerte und Musiktheateraufführungen der Tonkünstler, ihre CD-Aufnahmen und die Publikationen des Orchesters zu erhalten. Das Büro im Mezzanin des Quartiers 21 ist darüber hinaus ein Ticket- und Kommunikationscenter für zahlreiche weitere niederösterreichische Kulturinstitutionen wie das Festspielhaus St. Pölten, das Landesmuseum St. Pölten und die Kunsthalle Krems. Das Tonkünstler-Kartenbüro im MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien, Quartier 21, Mezzanin: täglich von Montag bis Freitag von 9 bis 17.30 Uhr geöffnet. tickets@tonkuenstler.at | F (01) 587.64.92 T (01) 586.83.83 | www.tonkuenstler.at

Sendung «Tonkünstler» auf Radio Niederösterreich Jeden Monat an jedem letzten Donnerstag um 21.03 Uhr ist dem Tonkünstler-Orchester eine Sendung auf Radio Niederösterreich gewidmet: eine Stunde Musik und Berichte vom niederösterreichischen Musikleben, insbesonders aktuelle Ausschnitte von Konzerten und CDs des TonkünstlerOrchesters sowie Interviews mit Dirigenten und Solisten. 23. 9., 28. 10., 25. 11., 30. 12. 2004, 29. 1. 2005 jeweils 21.03 bis 21.59 Uhr

Impressum Medieninhaber (Verleger): Niederösterreichische Tonkünstler Betriebsges.m.b.H., Franz Schubert Platz 2, 3109 St. Pölten Herausgeber: Verein Tonkünstler-Orchester Niederösterreich Für den Inhalt verantwortlich: Johannes Neubert. Redaktion: Rainer Lepuschitz. Mitarbeit: Mag. Edith Schweitzer, Mag. Bettina Büttner, Mag. Wilfried Edlinger Visuelle Gestaltung: Fuhrer, Wien Produktion: Walla, Wien Bildnachweis: Pavel Antonov (Titelseite, Seite 1) Reinhard Öhner (Seiten 1, 2, 4, 5, 9), Concerto Winderstein (Seiten 1, 8), M. Mulas (Seiten 1, 12), Lukas Trebuch (Seite 7), Helmut Lackinger (Seiten 10, 15), Photonica (Seite 11), Peter Peitsch (Seite 12), Per-Anders Jörgensen (Seite 15), Julia Heine (Seite 16), alle anderen unbenannt Redaktionsschluss: 6. 8. 2004 Termin-, Programm- und Besetzungsänderungen bleiben vorbehalten. Für etwaige Druckfehler wird keine Haftung übernommen.


Verlagspostamt: 3100 St. Pölten

Das neue Abonnement im Wiener Musikverein

28. 9.

20. 11.

28. 1.

25. 2.

11. 5.

Peer Gynt Wiener Singverein, Adriane Queiroz Sopran, Urban Malmberg Bariton, Nicholas Ofczarek Sprecher, Kristjan Järvi Dirigent | GRIEG «Peer Gynt» (Schauspielmusik mit dramatisierter Textfassung von FRANZOBEL)

Take five: Buchen Sie jetzt fünf Konzerte mit Höhepunkten der klassischen Musik im Wiener Musikverein Symphonie classique 2004/05. MeisterMikhail Simonyan Violine, Borislav Strulev Violoncello, Denis Matsuev Klavier, werke von Beethoven Kristjan Järvi Dirigent | PROKOFJEW «Symphonie classique»; BEETHOVEN «Tripelkonzert»; über Grieg und RESPIGHI «Antiche Danze ed Arie» (2. Suite), «Fontane di Roma» Brahms bis Prokofjew mit den Tonkünstlern À la russe und Top-Solisten und Anatol Ugorski Klavier, Michail Jurowski Dirigent | BRAHMS Klavierkonzert Nr. 2; -Dirigenten. SCHOSTAKOWITSCH Symphonie Nr. 5 Romantische Balladen Peter Jablonski Klavier, Ilan Volkov Dirigent | SCHUMANN Ouverture zu «Genoveva»; ˇEK «Des Spielmanns Kind» und «Taras Bulba» GRIEG Klavierkonzert; JANÁC Pastorale Ernst Kovacic Violine, Johannes Wildner Dirigent MAHLER Adagio aus der Symphonie Nr. 10; HARTMANN «Concerto funèbre»; BEETHOVEN Symphonie Nr. 6 («Pastorale»)

Einführungsgespräch jeweils 18.45 Uhr Konzertbeginn jeweils 19.30 Uhr

ABOPREISE 5 Konzerte Kategorie 1: 175,50 Kategorie 2: 162,– Kategorie 3: 148,50 Kategorie 4: 135,– Kategorie 5: 121,50 Kategorie 6: 90,– Studenten: 50,–

T (01) 586 83 83 www.tonkuenstler.at tickets@tonkuenstler.at

Abo-Ermäßigung: -10 %

Abonnements für St. Pölten erhalten Sie direkt beim Festspielhaus St. Pölten T (02742) 90 80 80-222 | www.festspielhaus.at

kunst.government-austria.at

Ausgabe 4/2004, Tonkünstler-Orchester Niederösterreich Sponsoring-Post Vertragsnummer: GZ 02Z034306 S

TakeFive

Tonkünstler-Magazin Nummer 5  

August 04 bis Jänner 05

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