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Ausgabe 3/2003, Niederösterreichisches Tonkünstlerorchester Sponsoring-Post Vertragsnummer: GZ 02Z034306 S

Verlagspostamt: 3100 St. Pölten

frühjahr sommer 2003

Frühlingserwachen

Musik mit Bildern Kino aus Tönen Klänge gegen Vergessen


Inhalt 2

Solistenfreuden von Tonkünstlern

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Drei Dirigenten - drei Generationen: Wallberg, Weikert, Martinez-Isquierdo

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Marianne Mendts Streifzug durch ihr musikalisches Leben

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Michael Nyman als Dirigent seines Tönekinos

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Lachenmanns Musik mit Bildern: Das Mädchen mit den Schwefelhölzern

10 Konzert bei den Wiener Festwochen: Unvergessliche Musik 11 Open Air in Reinsberg: Die Hochzeit des Figaro 12 Programm-Kalendarium Frühjahr und Sommer 2003 17 Kartenverkaufsstellen und Kartenbestellung


Kartenbüro im Museumsquartie

Frühlingserwachen Liebe Konzertbesucher/innen, liebe Freunde des Tonkünstler-Orchesters! «Frühling und kein Ende». So überschrieb Gustav Mahler in der Urfassung seiner Ersten Symphonie den ersten Satz. Die Aufführung dieser Symphonie wird einen der Höhepunkte in der Frühjahrssaison des Tonkünstler-Orchesters bilden: Sie findet im Rahmen der Wiener Festwochen am 17. Mai im Großen Saal des Wiener Konzerthauses statt. Der Frühling als Sinnbild des Aufblühens und Erwachens zieht sich durch unsere Konzertprogramme von Februar bis Juni in unseren beiden «Residenzen» im Festspielhaus in St. Pölten und im Musikverein in Wien sowie in zahlreichen Orten Niederösterreichs und im benachbarten Bundesland Oberösterreich. Chefdirigent Carlos Kalmar stellt ein ganzes Konzertprogramm im März unter das Motto des Frühlings und dirigiert Strauß‘ «Frühlingsstimmenwalzer», Schumanns «Frühlingssymphonie» und Strawinskis «Frühlingsopfer». Mit Musik von Joseph Haydn, Leonard Bernstein, Manuel de Falla, Sergej Prokofjew, Ludwig van Beethoven, Antonín Dvorˇák, Carl Nielsen, Carl Maria von Weber, Nikolai Rimski-Korsakow, Johannes Brahms, Erich Wolfgang Korngold, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert und Benjamin Britten wandert unser Orchester durch diesen Frühling und ich möchte Sie, verehrte Musikfreunde, einladen, uns zu begleiten. Ein Wegweiser soll für Sie diese zweite Ausgabe unseres Tonkünstler-Magazins sein, das als Herzstück das Kalendarium enthält und über Dirigenten, Solisten, außergewöhnli-

che künstlerische Partner und besondere Projekte der Tonkünstler berichtet. Aufregende Abenteuer erwarten Sie und unser Orchester, wie etwa die Opernproduktion von Helmut Lachenmanns «Das Mädchen mit den Schwefelhölzern» bei den Wiener Festwochen 2003. Ein Orchester blüht auf! Parallel zum künstlerischen «Frühling» der Tonkünstler gibt es auch Neuerungen im Umfeld des Orchesters, die direkt unser Publikum betreffen. So geht eine wichtige Übersiedlung in Wien über die Bühne. Ab April 2003 hat das Tonkünstler-Orchester ein eigenes Kartenbüro im neuen Wiener Kulturtreff, dem Museumsquartier. Dort finden Sie uns im ersten Stock des Quartiers 21 und erhalten nicht nur Karten für unsere Konzerte in Wien und St. Pölten, sondern auch für andere Kulturveranstaltungen in Niederösterreich. Als besonderen Service für unser Publikum bieten wir vor einigen Konzerten wieder Einführungsgespräche und begrüßen dazu neu im Moderatorenteam den Musikkritiker der Tageszeitung «Die Presse», Wilhelm Sinkovicz, und Hans Georg Nicklaus, vielen Musikfreunden aus der Ö-1-Sendung «Pasticcio» ein Begriff. Apropos ORF: Radio Niederösterreich präsentiert ab Jänner 2003 jeden Monat die einstündige Sendung «Tonkünstler». Mit Aufnahmen unseres Orchesters und internationaler Klangkörper bieten wir Ihnen ein kurzweiliges Musikprogramm rund um die Tonkünstler-Konzerte und kommen mit den Mitwirkenden unserer Produktionen ins Gespräch. Ich wünsche Ihnen einen schönen musikalischen Frühling mit Ihren Tonkünstlern.

Noch zentraler, noch praktischer! Das Kartenbüro des Tonkünstler-Orchesters in Wien ist ab April 2003 im Wiener MuseumsQuartier stationiert (das Büro in der Elisabethstraße wird Ende März geschlossen). Karten für alle Konzerte des Tonkünstler-Orchesters in Wien und St. Pölten und für andere Kulturveranstaltungen in Niederösterreich sind ab April im Quartier 21, 1. Stock erhältlich. Bis 31. März: Elisabethstraße 22, 1010 Wien Ab 1. April: MuseumsQuartier Wien Museumsplatz 1/e-1.2 1070 Wien Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 – 17.30 Uhr Tel (01) 586.83.83 Fax (01) 587.64.92 tickets@tonkuenstler.at www.tonkuenstler.at

Radiosendung «Tonkünstler» Klassisches aus Niederösterreich. Jeden letzten Donnerstag im Monat ab 21.03 Uhr. Eine Stunde Musik auf Radio Niederösterreich. Mehr über Kultur im ORF NÖ auf www.noe.ORF.at

Johannes Neubert, Geschäftsführer 1


Alexander Gheorghiu

Christoph Stradner Kurt Franz Schmid

Orfeo Mandozzi

Solistenfreuden Tonkünstler treten immer wieder aus dem Kollektiv des Orchesters hervor «Kein anderes Orchester in Österreich bietet seinen Musikern so viele Gelegenheiten zu solistischen Auftritten», verweist Professor Peter Roczek vom Tonkünstlerbüro nicht ohne Stolz auf zahlreiche individuelle Entfaltungsmöglichkeiten. Die Instrumentalisten glänzen nicht nicht nur in Solopassagen von Orchesterwerken, sondern treten auch immer wieder als Solisten auf und pflegen darüber hinaus intensiv die Kammermusik. Einige der Tonkünstler-Solisten porträtiert Rainer Lepuschitz aus aktuellen Anlässen.

Konzertmeister Alexander Gheorghiu und Solocellist Christoph Stradner wurden am 7. Dezember im Wiener Musikverein vom Tonkünstler-Publikum für eine klanglich fabelhaft ausbalancierte Umsetzung der heiklen Soloparts von Brahms’ Doppelkonzert für Violine und Violoncello a-moll op. 102 gefeiert. Christoph Stradner gestand danach: «Eigentlich ist es weniger nervenaufreibend, ein so großes Konzert als Solist zu spielen, als nur zwei Takte Solo im Orchester zu haben, denn da muss man in wenigen Sekunden von Null auf Hundert kommen.» Stradner hat als Solist auch schon mit dem Mozarteum-Orchester Salzburg und dem Wiener Kammerorchester Meisterwerke von Dvorˇák, Elgar, Tschaikowski und Haydn aufgeführt und eine stimmungsvolle Solo-CD mit einer Suite des Katalanen Gaspar Cassado veröffentlicht. Der Wiener Alexander Gheorghiu feierte schon vor vier Jahren seinen Einstand als Konzertmeister der Tonkünstler solistisch in Haydns Sinfonia concertante. Wenn er strah2

lend feststellt, «dass es mich glücklich macht, Musik in ihrer Vielfalt von Klangmöglichkeiten und Werken zu erleben, von der Kleinstbesetzung bis zum Orchester», dann zeigt sich darin ein Typus von Musiker, der in der neuen Generation weit verbreitet ist. So kommen Gheorghiu als zwischenzeitliches Mitglied des Chamber Orchestra of Europe und Stradner als Salzburger Festspiel-Solocellist der Camerata immer wieder mit Solisten, Kammer- und Orchestermusikern aus aller Welt zusammen, die das gemeinsame Spiel im größeren Ensemble ebenso schätzen wie die solistische Herausforderung. «Entscheidend ist nicht die Besetzung, sondern der Enthusiasmus für Musik», sagt Gheorghiu und freut sich schon auf weitere schöne Aufgaben bei den Tonkünstlern wie das berühmte Violinsolo in Rimski-Korsakows Tondichtung «Scheherazade» am 10. April in Krems. Die Atmung ist es, die den Vater und den Sohn verbindet In diesem Konzert in Krems wird der Klarinettist Kurt Franz Schmid als Solist in Webers Concertino Es-Dur im Mittelpunkt stehen, einem Bravourstück des «Freischütz»Komponisten für einen Musiker, dem die Klarinette im wahrsten Sinn des Wortes in die Wiege gelegt wurde. Schmids Vater, den Tonkünstlern seit Jahrzehnten ebenfalls als Soloklarinettist wohlklingend zu Diensten, war der erste Lehrer, und dazu stand Urgroßonkel Rudolf Jettel, der legendäre Klarinettist der Wiener Philharmoniker, Pate. Seit 15 Jahren spielt nun Schmid junior bei den Tonkünstlern neben dem Vater, «die

Atmung ist es, die uns verbindet». Der Schmid’sche Klarinettenatem ist lang, Kurt Franz Schmid entwickelte sich zu einem viel beschäftigten und gefragten Musiker, der neben der Orchester- und Sololaufbahn in exquisiten Kammermusikensembles spielt und mit ihnen erlesene CD-Aufnahmen macht: mit dem Zemlinsky-Quintett, dem Collegium Viennense, dem Jettel Trio und im Duo mit seiner Frau, der Pianistin Maria Rom. Und dann ist da noch die andere Herzensliebe, die Wiener Musik, die Schmid mit den Wiener Symphonia Schrammeln pflegt und dabei nach bester Wiener Tradition das «picksüße Hölzl», wie die hohe G-Klarinette im Volksmund genannt wird, spielt – «ihr Herz schlägt immer mit, wenn ich musiziere», verrät Schmid, der als Solist der Tonkünstler schon mit Werken von Pleyel und Mozart bis Saint-Saëns überzeugte. Am 8. Mai in Wien wird er ein neues Werk aus der Taufe heben: das Klarinettenkonzert von Horst Ebenhöh. Zwischen allen Auftritten hat Schmid auch noch Zeit, am Konservatorium in Wiener Neustadt zu unterrichten und für Yamaha Austria die typische österreichische Klarinette mit etwas breiterer Bohrung mitzuentwickeln. Ein später Umstieg und ein schneller Aufstieg Einen großen Soloauftritt hat eine Bläserkollegin Schmids, Barbara Ritter, in dieser Saison bereits hinter sich: Dirigent Rudolf Streicher engagierte die Oboistin wieder für das C-Dur-Konzert Mozarts bei einem Benefizkonzert am 22. Dezember im Wiener Palais Ferstel. Für die gebürtige Salzbur-


gerin ist es mit besonders viel «Wonne und Lust» verbunden, dieses herrliche Werk Mozarts zu spielen, der im Finale Blondchens berühmte Arienmelodie aus der «Entführung aus dem Serail» der Oboe anvertraut. Dabei hat die Tochter eines Mozarteumorchester-Musikers erst spät zu diesem Instrument gefunden, denn bis sie 20 war, konzentrierte sie sich auf die Blockflöte. Dann ging aber alles schnell: Oboenstudium in Wien, Orchestererfahrung beim RSO und den Symphonikern, ehe sie vor sieben Jahren zur Solooboistin der Tonkünstler aufstieg und dabei vor allem das St. Pöltener Publikum schätzen lernte: «Die Menschen hören sehr bewusst zu, ihre Einschätzung von der Qualität der Konzerte deckt sich mit jener von uns Musikern.» Als Kammermusikerin mag sie besonders gemischte Besetzungen mit Streichern und das Repertoire mit Meisterwerken von Devienne, Mozart, Britten sowie Raritäten von Spohr und dem böhmischen Mozart-Zeitgenossen J. N. Went. Ein unauslöschlicher Gipfelsieg für die Pauker Über allen anderen Instrumentalisten, die sich vor jedem Werk auf den Ton a der Oboe einstimmen, thront der Pauker, dessen exponierte Instrumentenpaare klanglich in jedem Fall hervorstechen. Der erste Pauker der Tonkünstler, der Niederösterreicher Erwin Falk, betont, dass dabei den Pauken äußerst differenzierte Funktionen zukommen: Rhythmische Führung, harmonische Stütze, Farbgebung. Falk hat in Wien als Student die philharmonische Paukenschule durchlaufen, die mit der Verwendung der Handkurbelpauke mit Ziegenfell einmalig auf der Welt ist. Auch bei den Tonkünstlern verwendet Falk für das klassische Repertoire diese Pauken, aber für die spätere und moderne Orchestermusik kommen natürlich die Pedalpauken zum Einsatz, so auch im Februar am 7., 8. und 9. in Wien und am 10. in St. Pölten, wenn der Musiker zusammen mit einem Kollegen einen Gipfel der Solopauken-Literatur erklimmen wird, Carl Nielsens «unauslöschliche» 4. Symphonie. «Die Zerschlagung der Stille» vollführen insgesamt sieben Pauken, die für Falk in diesem Werk «das Licht und das Leben symbolisieren». Nach heftigen Machtkämpfen stimmen sie am Schluss in die Apotheose ein. Im März am 14. in Amstetten, am 15., 16. und 18. in Wien und am 17. in St. Pölten folgt eines der

Hauptwerke für die ganze Schlagwerkgruppe, Strawinskis bahnbrechendes «Frühlingsopfer». Falk, auch bei den Ensembles Supercussion, Kontrapunkte und die reihe als vielseitiger Schlagwerker im Einsatz, richtet sein Musizierverständnis und die feinfühlige Pflege des riesigen Instrumentariums darauf aus, «nicht nur die Noten, sondern die ganze Partitur zu beherrschen. Erst dann kann man beginnen, Musik zu vermitteln». Harmonisierende Momente sind wichtiger als ein solistischer Egotrip Die Parade von brillanten TonkünstlerSolisten führt zum ersten Solocellisten, der inzwischen weltweit als Solist und Kammermusiker Erfolge feiert: Orfeo Mandozzi. Der Schweizer, seit 1993 dem Orchester treu, ist als Sohn eines Dirigenten und Filmmusikkomponisten faktisch im Orchester aufgewachsen und will sich von diesem großartigen Repertoire nicht trennen. Und auch nicht von der «zusammengeschweißten Familie» der Cellogruppe der Tonkünstler, in der es ihm «großes Vergnügen bereitet, die harmonisierenden Momente zu finden, anstatt mich nur auf den solistischen Egotrip zu begeben.» Folglich bildet auch das gemeinsame Musizieren in kleinerer Gruppe, die Kammermusik, einen Schwerpunkt für Mandozzi, der im Wiener Brahms-Trio, Wiener Streichtrio und in diversen anderen Formationen mit Musikern wie Julian Rachlin, Boris Kuschnir, Yuri Bashmet, Stefan Vladar und Gérard Caussé zusammenspielt. Neben Auftritten in der Wigmore Hall London, bei den «Weißen Nächten» in St. Petersburg oder Gidon Kremers Lockenhaus-Festival hat Mandozzi noch die Muße, für sein eigenes CD-Label «arteviva» Weltersteinspielungen wie vom Mozart-Zeitgenossen Fiala, von Vanhall oder Lalo aufzunehmen und ungewöhnliche Cellokonzerte von Filmmusikkönig Nino Rota und Popkomponist Christian Kolonovits (im kommenden Juni in Wien) uraufzuführen. Seine «faszinierende Musikerpersönlichkeit und die betörende Schönheit seines Tones» (Frankfurter Allgemeine Zeitung) kann Mandozzi für das Tonkünstler-Publikum bei Soloauftritten im März in Baden (26.) und Krems (27.) mit Dvorˇáks Cellokonzert ausspielen. Mit der Aufnahme dieses Werkes von Rostropowitsch und Karajan hat alles begonnen: Als Mandozzi sie hörte, wollte er selber unbedingt Cello lernen.

Erwin Falk

Barbara Ritter

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Heinz Wallberg

Ralf Weikert

Ernesto Martinez-Isquierdo

Wie arm wäre die Menschheit ohne Noten Drei Dirigenten, drei Generationen – MarieTheres Arnbom über den «Grandseigneur» Heinz Wallberg, den St. Florianer Ralf Weikert und den Katalanen Ernesto Martinez-Isquierdo, die Wesentliches zur Frühjahrssaison des Tonkünstler-Orchesters beitragen.

«Der riesige Orchesterapparat ist wie eine riesige Menschenorgel. Es ist eine wahre Kunst, auf diesem Instrument zu spielen und damit umzugehen.» Zwölf Jahre lang leitete Heinz Wallberg als Chefdirigent die Geschicke des Niederösterreichischen Tonkünstlerorchesters, wie es damals noch hieß. 1961 bis 1973 war dies, der Dirigent begann gleich mit großen Plänen: einem BeethovenZyklus mit allen großen Werken, einem umfassenden Brahms-Zyklus und einem Wagner-Bruckner-Zyklus über zwei Jahre. Jedes Konzert viermal mit Rundfunkübertragung. «Welche Aufgabe in der Haupt4

stadt der Musik! Dieses Angebot reizte mich dermaßen, dass ich es neben meiner Tätigkeit in Wiesbaden und an der Wiener Staatsoper einfach annehmen musste.» Erinnerungen an Thailands König und Rostropowitschs Westdebüt Am 3. Oktober 1964 spielten die Tonkünstler unter Wallberg ein Galakonzert vor einem illustren Publikum: Anlass war der Staatsbesuch des thailändischen Königs Bhumibol. Bundespräsident, Bundeskanzler, das diplomatische Corps und die Wiener Gesellschaft befanden sich im Goldenen Saal des Musikvereins. Eine Besonderheit war auch das Programm: Neben Johann Strauß Werke des thailändischen Königs. «Ich hörte mir die königlichen Stücke, die bei Philips aufgenommen waren, vorher natürlich an. Der König komponiert im Stil von Gershwin und spielt auch hervorragend Jazzklarinette.»

König Bhumibol besuchte auch die Generalprobe. Plötzlich sprang er auf: Er hatte einige falsche Töne gehört. Mit der Partitur bewaffnet eilte er zum Dirigenten, erstaunt stellten sie gravierende Fehler im Orchestermaterial fest. Die Probe ging weiter, das Konzert «war ein großer Erfolg». Am 28. Oktober 1966 kam es zu einem weiteren denkwürdigen Konzert: Im Wiener Konzerthaus begleiteten die Tonkünstler unter Wallbergs Leitung den Solisten Mstislav Rostropowitsch, der sein erstes Konzert außerhalb der damaligen UdSSR gab! Auf dem Programm standen Haydns Cellokonzert CDur, Tschaikowskis Rokoko-Variationen und die Erstaufführung von Schostakowitschs Zweitem Cellokonzert – eine Referenz an diesen russischen Komponisten, der unter dem Regime ebenfalls empfindlich leiden musste. Viele herausragende und beeindruckende Erlebnisse im Bereich der symphonischen


Musik, doch war Wallberg, 1923 in Herringen bei Hamm als Sohn eines Bergmannes geboren, auch als Operndirigent enorm erfolgreich: 1959 bot ihm Herbert von Karajan die Position eines ständigen Gastdirigenten an der Wiener Staatsoper an. Bis 1976 leitete er an diesem Haus 439 Opernvorstellungen. Die mit Staatsopernkräften entstandene Aufnahme von Jaromir Weinbergers Oper «Schwanda, der Dudelsackpfeifer» wurde 1982 für den Grammy Award nominiert. «Ohne Euch kann ich nichts tun.» Das sagt der Dirigent und meint damit die Musiker, aber auch das Publikum, seine Familie und Freunde – er ist kein Einzelkämpfer, sondern braucht die Wechselwirkung mit anderen Menschen. Heinz Wallberg deutet Musik in erster Linie als Herzens- und Empfindungssache. Und meint: «Wie arm wäre die Menschheit ohne Noten, ohne Farben, ohne Formen, ohne Worte.» Spielen bei Toni oder Bruckner im Glassarg Als Kind spielte Ralf Weikert mit seinen Freunden in St. Florian immer rund um Bruckner, der damals noch in einem Glassarg lag – «Spielen bei Toni» war das Motto dieser unkonventionellen und etwas unheimlichen Begegnung mit einem der großen österreichischen Komponisten. Etwas muss wohl abgefärbt haben: Weikert gehört zu den viel gefragten Dirigenten unserer Zeit. Und er dirigiert nicht nur Bruckner. Oper und symphonische Musik – beiden Bereichen gehört seine Zuneigung. Nach vielen Jahren in fixen Engagements ist Ralf Weikert nun freischaffend. Kein Vergleich, meint der polyglotte Dirigent, dessen Wohnsitze in Südfrankreich, Zürich und Salzburg liegen. Doch hat man nicht das Gefühl, dass er viel Zeit hat, diese auch zu genießen, zu vielfältig sind seine Tätigkeiten: Er dirigiert «Don Giovanni» in Hamburg, «Das Mädchen aus dem goldenen Westen», «Arabella» und in der Saison 2004/05 den «Ring» in Helsinki. Auch in Chile, Stockholm, Wien und Valencia ist er gern gesehener Gastdirigent. Einer der großen und einflussreichen Dirigenten war sein Lehrer: Hans Swarowsky. Oft fällt dessen Name im Laufe des Gespräches mit Weikert – und so manches davon bleibt beim Zuhörer hängen: Andante bedeutet «gehend», nicht «stehend» – dies wird sogleich zu einem Plädoyer, die gewählten Tempi zu überdenken. Die so genannte Originalklang-

Bewegung hat auch Weikert wie viele andere beeinflusst. «Große Dirigenten trauen sich nicht mehr, manche Werke zu dirigieren.» Darin sieht er jedoch auch eine Chance: Viele Details werden den Künstlern wieder bewusst gemacht. Stücke müssen abliegen: Weikert geht sogar so weit, dass er bei der Neuaufnahme eines Werkes eine druckfrische Partitur zur Hand nimmt; keine Eintragungen sollen beim Studium stören. Dies bietet die Möglichkeit, das Werk neu zu entdecken. Komponiertes Programm beim Schubert-Festival in Steyr Ein besonderes Anliegen ist dem Dirigenten das Schubert-Festival in Steyr, das im Jahr 2000 seinen erfolgreichen Einstand feierte und seither expandiert. Frühe und späte Werke Schuberts befinden sich genauso auf dem Programm wie Musik von Komponisten, die mit ihm im Zusammenhang stehen, sei es persönlich oder musikalisch. Ralf Weikert komponiert Programme: So erklingen bei seinem Konzert mit dem Tonkünstler-Orchester am 1. Juni im Stadttheater Steyr Mahlers «Lieder eines fahrenden Gesellen», die in der Tradition von Schuberts «Winterreise» zu sehen sind, zwischen Schuberts 1. Symphonie und «Großer C-Dur-Symphonie». Weikert wünscht sich eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Tonkünstlern im Rahmen dieses Festivals, auch bedingt durch seine langjährige Verbundenheit mit dem Orchester: Sein allererstes Orchesterkonzert mit den Tonkünstlern war am 16. August 1963! Ein Katalane zwischen Metropolis und Moderne Ein Jahr davor kam in Barcelona Ernesto Martinez-Isquierdo zur Welt, heute gehört er zu den aufstrebenden Persönlichkeiten der Dirigentenszene. Mit 23 Jahren startete er seine Karriere: Er gründete das Instrumentalensemble «Barcelona 216», das sich auf die Interpretation eines Repertoires zeitgenössischer Kammermusik spezialisiert. Er wurde wiederholt als musikalischer Assistent des Orquesta Nacional de los Jovenes de España und des Orquesta Nacional de España engagiert. 1989 übersiedelte der Dirigent nach Paris, um auf Einladung von Pierre Boulez als Assistent des Ensemble Intercontemporain zu arbeiten. Mit Boulez verbindet Martinez-Isquierdo nicht nur das Dirigieren, sondern auch das Komponieren: In den letz-

ten Jahren erhielt er bereits zahlreiche Aufträge, unter anderem vom Centro para la Difusion de la Musica Contemporanea und vom Radio Nacional de España. Seine Werke repräsentierten Spanien beim UNESCOTribunal 1992 und bei der Europäischen Union 1993. 1995 wurde Martinez-Isquierdo vom spanischen Nationalradio mit dem Preis «Ojo Critico» als «bemerkenswertester Musiker des Jahres» ausgezeichnet. Ernesto Martinez-Isquierdo hat bereits zahlreiche internationale Orchester dirigiert, so das Philharmonische Orchester von Minsk, das Ensemble Contemporain de Montréal, das Philharmonische Orchester Helsinki, das Orchester des Teatro Comunale von Bologna, das Avanti Chamber Orchestra und das Klangforum Wien. Zu hören war er bei europäischen Festspielen von Alicante über Zagreb bis Holland. In Paris und Helsinki dirigierte Martinez-Isquierdo die Musik zu einem der beeindruckendsten Stummfilme: Fritz Langs «Metropolis» mit der neuen Musik von Martin Matalon, die vom Pariser IRCAM in Auftrag gegeben worden war. Im Sommer 1996 präsentierte Martinez-Isquierdo dieses Werk auch im Teatro Colon in Buenos Aires und in der Queen Elizabeth Hall in London im Rahmen einer Tournee, die in Straßburg begann und in Paris 1998 endete. Seit 2002 leitet Martinez-Isquierdo das Orquesta Sinfónica de Barcelona y Nacional de Cataluñia und dirigiert Oper am Gran Teatro del Liceu. Und doch: Ganz will er aufs Komponieren nicht verzichten. Im Konzert mit den Tonkünstlern präsentiert Martinez-Isquierdo ein vorwiegend spanisches Programm – für Stimmung und Temperament wird gesorgt sein! KONZERTE MIT E. MARTINEZ-ISQUIERDO Februar: 19., Baden; 20., Krems; 21., Wiener Neustadt; jeweils 19.30; 22., Wien, 16.00. Chapí: Ouvertüre «La Revoltosa», Prokofjew: 2. Klavierkonzert, de Falla: Dreispitz KONZERTE MIT HEINZ WALLBERG April: 26., Wiener Neustadt, 19.30; 27., Wien, 16.00; 28., St. Pölten, 19.30. Weber: «Oberon»-Ouvertüre, Mozart: Flötenkonzert KV 313, Brahms: 4. Symphonie KONZERT MIT RALF WEIKERT 1. Juni, Steyr/OÖ, 11.00. Schubert: Symphonien Nr. 1 und Nr. 9, Mahler: Lieder eines fahrenden Gesellen 5


«Am liebsten war’s ma, wann jeder sich mit mir freut» Marianne Mendt spannt mit dem Tonkünstler-Orchester einen Bogen von Musicals über Songs der Knef und der Beatles bis zu Robert Stolz

Die Freude schöpft sie aus der Musik – mit einem absoluten Gehör ausgestattet, sang Marianne Mendt bereits im Kinderchor des Wiener Konservatoriums und erhielt Gesangs- und Klavierunterricht. Das klingt nach einer ganz normalen musikalischen Erziehung, die Eltern ihrem Kind angedeihen lassen. Ihre Eltern wünschten aber auch, dass die Tochter einen so genannten anständigen Beruf erlernen sollte, was diese auch tat. Nur: Lange hielt es sie nicht in einer Welt ohne Musik, sie wandte sich ihrer eigentlichen Berufung zu und wurde – man glaubt kaum, dass es das gibt – «gewerkschaftlich geprüfte Vortragskünstlerin (klassischer Gesang)». Bald tingelte sie mit eigener Band durch Europa: singend, Klavier spielend und Bass zupfend. 1970 kehrte sie nach Wien zurück, wurde von Gerhard Bronner entdeckt und schaffte nicht nur den Durchbruch, sondern startete die Dialektwelle des gesamten deutschsprachigen Popgeschäftes mit dem legendären Lied «A Glock’n, die 24 Stunden läut‘», aus dem das Zitat im Titel dieser Geschichte stammt. Ein Querschnitt von Mendts künstlerischem Leben Chansons, Musicals, klassisches Sprechtheater, Film – das Spektrum der Marianne Mendt ist breit und offen für Neues. Zum Beispiel für ein Konzert mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich. Ein ganz besonderes Zusammentreffen – das Publikum wird erstaunt sein, wie viele klassische Elemente in der Unterhaltungsmusik zu finden sind. Das Konzert am 5. April im Festspielhaus St. Pölten ist eine Premiere: Das Programm wird eigens dafür zusammengestellt und arrangiert. Die Idee stammt von PeterSylvester Lehner, dem langjährigen Organi-

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sationsleiter des Orchesters. Seine Intention war es, diese «wunderbare Stimme in den Klang eines klassischen Orchesters einzubetten». Ein klassisches Orchester, das auch swingen soll, trotzdem aber seinem Metier treu bleibt. Eine große Herausforderung in einer Zeit, in der das Repertoire der Symphonieorchester allgemein stagniert – und eine Chance, Neues zu erobern und entstehen zu lassen. Die Lebensstationen Marianne Mendts werden in diesem Konzert nachgezeichnet: Da gibt es das Musical «Funny Girl», bei dessen deutschsprachiger Erstaufführung Marianne Mendt mitgewirkt hat. Aber auch die Beatles und Elvis Presley dürfen genauso wenig fehlen wie die «Dreigroschenoper», Chansons von Robert Stolz und eine Opernparodie. Der Bogen spannt sich von Südamerikanischem über die Knef’schen «Roten Rosen» bis zu eigenen Chansons. Nestroy, Ringelnatz und Morgenstern runden dieses vielfältige und biographische Programm ab. Ein Querschnitt durch all das, was Marianne Mendt wichtig war und ist. «Die Musik will ich nicht missen.» Ein klassisches Symphonieorchester, das Chansons, Musical und Pop spielt – eine Herausforderung, aber sicherlich ein noch größerer Spaß für die Musiker. Marianne Mendt meint dazu: «25-Jährige und 60Jährige schauen sich an und freuen sich, dass sie miteinander musizieren können.» Die Freude steht im Mittelpunkt. Aber auch das Überschreiten der Grenzen von Alter und Nationalitäten. Die Freude an der Musik verbindet alle Menschen. mta

MARIANNE MENDT UND DAS TONKÜNSTLER-ORCHESTER 5. April, Festspielhaus St. Pölten, 19.30. Ein Streifzug durch Musical, Chanson, Klassik und Pop. Georg Gabler (Dirigent)


Tönekino der Sehnsüchte Michael Nyman verwirklicht seine Musik erstmals am Pult eines Orchesters – der Tonkünstler Die Zuhörer brauchte Michael Nyman nicht mehr zu erobern, als er vergangenes Jahr erstmals im Festspielhaus St. Pölten auftrat, denn seine mitreißende Musik kannten alle schon aus vielen Filmen wie «Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber» von Peter Greenaway, «The Piano» von Jane Campion, «Der Unhold» von Volker Schlöndorff oder «Das Tagebuch der Anne Frank». Nach dem fulminanten Konzert mit seiner Band kehrt der Engländer nun nach St. Pölten zurück und tritt erstmals an das Dirigentenpult eines Symphonieorchesters – der Tonkünstler! Ohrwürmer werden sich am 22. März wieder durchs Festspielhaus schlängeln, aber auch so manche überraschende Erkenntnis wird sich einstellen. Zum Beispiel in der Musik zu Greenaways Film «Der Kontrakt des Zeichners» («The Draughtsman’s Contract»), mit der Michael Nyman seine inzwischen 18 Filme umfassende Zusammenarbeit mit dem extravaganten britischen Filmregisseur begann. Das Festspielhaus wird sich in ein Kino aus Tönen verwandeln, die Klänge werden die Bilder von stimmungsvollen Landschaftsszenarien und illustren Gesellschaftsgruppierungen auf einem stilvollen englischen Landsitz heraufbeschwören. Den Drive der Musik machen dabei aber nicht nur Nymans repetitive Kompositionstechnik und vielfältige Klangflächendynamik aus, sondern auch Elemente der musikalischen Vergangenheit. Plötzlich entdeckt man in der Musik, die ein Filmsujet begleitet, das im historischen England des Jahres 1694 spielt, barocken Generalbass und Chaconnen. Ohne mit der Notenfeder zu zucken, holte Nyman, der als Musikwissenschaftler intensiv mit der Herausgabe von Werken der Barockmeister Purcell

THE PIANO – Film von Jane Campion mit Musik von Michael Nyman

und Händel beschäftigt war, musikalische Ingredienzen aus dem 17. und 18. Jahrhundert in die Jetztzeit und verband sie für die Filmpartitur wirkungsvoll mit moderner Instrumentierung und Kompositionsstruktur. Nyman stillte damit seine immer währende Sehnsucht, an die europäische Musikgeschichte anzuknüpfen. Lustvolle Inszenierung von tonalen Spannungen und Finalwirkungen In den Rückbezügen ist Nyman aber nie epigonal, weil er stets mit einem leidenschaftlichen gegenwärtigen Temperament komponiert und Sentiment durch eine humorvolle Ausdrucksweise bricht. Lustvoll inszeniert er tonale Spannungen und Finalwirkungen, wie wir sie aus dem Barock und aus der Klassik kennen, und kleidet diese musikalischen Erscheinungen in moderne Klanggewänder. Die musikalischen Grundmuster sind harmonisch und rhythmisch über die Jahrhunderte hinweg verbunden. So wie einst die barocken Komponisten, nimmt auch Nyman gerne Anleihen bei Musik von anderen und von sich selbst. Ein gutes Beispiel für das Recycling ist «Strong on Oaks, Strong on the Causes of Oaks». Seine Wurzel hat das Werk im Violinsolo «Yamamoto Perpetuo», das Nyman für eine Modeschau des Designers Yohji Yamamoto komponierte und das er dann als erste Violinstimme in sein 4. Streichquartett übernahm. Fünf Sätze davon wiederum arbeitete

Nyman zum Orchesterstück «Strong on Oaks, Strong on the Causes of Oaks» um. In der Freude am Schreiben von Solokonzerten zeigt sich ebenfalls Nymans Besinnung auf die Werte der Klassik. Er komponierte Konzerte für Posaune, Violoncello, Cembalo, Klavier und auch für Saxophonquartett, in dem das Tonkünstler-Orchester nun das phänomenale britische Apollo Saxophone Quartet begleiten wird. Nyman wird außerdem sein Faible für Literatur spüren lassen, indem er sein neues Orchesterwerk «a dance he little thinks of» dirigiert. Als er einen Kompositionsauftrag vom Yorkshire Orchestral Consortium erhielt, besann er sich darauf, dass der Autor von «Tristram Shandy», Lawrence Sterne, aus Yorkshire stammte. Der Roman spukte Nyman schon als Opernstoff durch den Kopf. Nun ging eine Passage aus dem 1. Kapitel des 7. Buches von «Tristram Shandy» in die dreisätzige «Tanz»Musik ein: «When death himself knocked at my door … then by heaven! I will lead him a dance he little thinks of …» R.L.

MICHAEL NYMAN DIRIGIERT DAS TONKÜNSTLER-ORCHESTER 22. März, Festspielhaus St. Pölten, 19.30. Werke von Michael Nyman: Strong on Oaks, strong on the Causes of Oaks, Musik zu dem Film «The Draughtsman’s Contract», «a dance he little thinks of», Concerto for Saxophone Quartet and Orchestra 7


Zauberhaft-trügerische Erscheinungen Das ehemalige Tonkünstler-Mitglied Walter Kobéra dirigiert das Orchester in einer Opernproduktion der Wiener Festwochen 2003 Im Mai wird das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich Helmut Lachenmanns bisher einziges Musiktheater, «Das Mädchen mit den Schwefelhölzern», eines der bedeutendsten Werke der letzten zwanzig Jahre, bei den Wiener Festwochen aufführen. Eine Vorschau von Marie-Therese Rudolph.

«Da ging nun das arme Mädchen auf den bloßen, kleinen Füßen, die ganz rot und blau vor Kälte waren. In einer alten Schürze hielt sie eine Menge Streichhölzer, und einen Bund trug sie in der Hand.» So zeichnet der dänische Märchenschreiber Hans Christian Andersen das Bild des kleinen Mädchens mit den Schwefelhölzern in seiner gleichnamigen Geschichte. Der deutsche Komponist Helmut Lachenmann nahm die Situation der Kälte, die nur von einigen wenigen wärmen-

Regisseur Alfred Kirchner

Dirigent Walter Kobéra 8

den Streichhölzern unterbrochen wird, als Ausgangsbasis für seine «Musik mit Bildern». Die Kälte manifestiert sich in der Musik, die sich vor allem aus InstrumentalGeräuschen wie Schaben, Kratzen, Hauchen zusammensetzt. Seit ihrer Uraufführung 1997 an der Hamburgischen Staatsoper gilt die Oper bei Publikum und Fachleuten als Meilenstein des Musiktheaters der letzten zwanzig Jahre. Nach einer konzertanten Aufführung bei den Salzburger Festspielen 2002 wird nun das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich im Rahmen der Wiener Festwochen dieses faszinierende Werk gemeinsam mit der Neuen Oper Wien und deren künstlerischem Leiter Walter Kobéra inszeniert zur Aufführung bringen. Erste österreichische Inszenierung vom «Mädchen mit den Schwefelhölzern» Seit mittlerweile zehn Jahren trägt die Neue Oper Wien einen gewichtigen Teil zur lebendigen freien Wiener Opernszene bei. Geleitet wird die Gruppe, die sich von In-

szenierung zu Inszenierung neue Räume sucht, von Walter Kobéra – den Musikern und Freunden der Tonkünstler kein Unbekannter. Walter Kobéra war ab 1978 Geiger im Orchester und später auch musikalischer Assistent der Chefdirigenten Isaac Karabtchevsky und Fabio Luisi. Mit seiner Operngruppe widmet sich Kobéra als Dirigent vor allem jüngeren Werken. So setzte er selten gehörte Kompositionen wie Max Brands «Maschinist Hopkins», Aribert Reimanns «Lear» oder Tan Duns «Marco Polo» musikalisch und szenisch um. In den Wiener Festwochen fand die freie Operngruppe nun einen etablierten Partner, der die erste österreichische Inszenierung von Helmut Lachenmanns wegweisender «Musik mit Bildern» ermöglicht. Für diese Produktion wird Walter Kobéra das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich leiten. Eindrucksvoller Schauplatz der Inszenierung: der neu gestaltete Gasometer B in Wien. Die Rolle als Opernorchester ist für die Tonkünstler nicht neu, sie spielten zum Beispiel die österreichische Erstaufführung von Philip Glass’ «Satyagraha» in St. Pölten. Helmut Lachenmann befreit den Hörer von allen Hörgewohnheiten Helmut Lachenmann, 1935 in Stuttgart geboren, ist ein faszinierender, stringenter und liberaler Denker, das hat er in zahlreichen theoretischen Schriften bewiesen, und unsinnlich ist seine Musik deswegen noch lange nicht. Über Jahrzehnte hinweg wurde der ruhige und stets etwas introvertiert wirkende Komponist von der Öffentlichkeit wenig bis gar nicht wahrgenommen. Erst 1997, also im Alter von 62 Jahren, erhielt Lachen-


Komponist Helmut Lachenmann wirkt in seiner «Musik mit Bildern» als Sprecher mit.

mann mit dem Ernst-von-Siemens-Musikpreis eine hohe internationale Auszeichnung. Das Unbeachtet-Sein ermöglichte ihm aber auch eine ungehinderte, stark selbst reflektierte Entwicklung. Lachenmann hat in den letzten Jahrzehnten eine völlig eigenständige, charakteristische Tonsprache entwickelt. In seiner Musik werden Geräusche zu den Protagonisten der Werke: Es schabt und fiept, es zirpt, rasselt und kratzt, atmet und haucht. Dem energetischen Sog dieser Musik kann man sich nur schwerlich entziehen, Voraussetzung ist allerdings, dass man sich darauf emotional und vorurteilsfrei einlässt. Und eben das fordert der Komponist Lachenmann von seinen Hörern, wenn er meint: «Was ich will … ist immer dasselbe: eine Musik, die mitzuvollziehen nicht eine Frage privilegierter intellektueller Vorbildung ist, sondern einzig eine Frage kompositionstechnischer Klarheit und Konsequenz;

eine Musik zugleich als Ausdruck und ästhetisches Objekt einer Neugier, die bereit ist, alles zu reflektieren, aber auch in der Lage, jeden progressiven Schein zu entlarven: Kunst als vorweggenommene Freiheit in einer Zeit der Unfreiheit.» Hans Christian Andersens Märchen als roter Faden der Komposition In seinen Schriften hat sich Lachenmann des öfteren mit dem Phänomen des Hörens auseinandergesetzt. Und so bekennt er sich auch dazu, dass er den Hörer «in erster Linie von allen Hörgewohnheiten befreien» will. Schönheit, sagt er, sei eine Verweigerung der Gewohnheit. Lachenmann geht also nicht ohne Erwartung an sein Publikum heran. Als Gegenleistung bietet er ein unvergleichliches Hörerlebnis. «Das Mädchen mit den Schwefelhölzern» ist keine Oper im herkömmlichen Sinne.

Zwar wirken zwei Sopranistinnen, ein Sprecher – in Wien wird es der Komponist selber sein – sowie vier Vokalgruppen mit, jedoch sind die Texte in kleinste Silben zerhackt und deshalb in ihrem semantischen Zusammenhang zumeist nicht verständlich. Lachenmann stellte zu Andersens Silvesternacht-Märchen ein kurzes Dokument der RAF-Aktivistin Gudrun Ensslin sowie einen Textausschnitt von Leonardo da Vinci, der von Kälte und Feuer handelt. Andersens Geschichte ist der rote Faden der Komposition, jedes wärmende Streichholz ist in der Musik hörbar inmitten der grausamen Kälte. Das schon beinahe erfrorene Mädchen halluziniert in den kurzen, von kleinen Schwefelflammen erhellten Sekunden von schönen Dingen – zauberhaft trügerisch erscheinen ihm eine Weihnachtsgans oder die geliebte, verstorbene Großmutter. Schließlich wird das Mädchen von seinen Qualen erlöst und von der Großmutter zu sich in den Himmel genommen. Die treffendste Bezeichnung für das Werk ist «Hör-Tragödie» – die tragische Geschichte des kleinen Mädchens ist zu Musik geworden, wobei die Texte als reines Klangmaterial eingesetzt werden. Die üppige instrumentale Besetzung mit großem Orchester, fünf Schlagzeugern, elektrischer Orgel, Celesta, zwei Konzertflügeln, zwei E-Gitarren, Harfen und einem Streichoktett sowie sechs elektronische Zuspielbänder lassen Klangmassen erwarten. Doch im Gegenteil: Lachenmann nützt das Potenzial nie vollständig aus, lässt die zehn unterschiedlichen, am Rande des Zuschauerbereichs platzierten Instrumentalgruppen kaum gleichzeitig spielen. So werden die Zuhörer von allen Seiten akustisch und elektronisch zart beschallt, Lachenmanns Klangphantasie versetzt sie in das Innere des kleinen Mädchens, das zwischen Todesangst und Todessehnsucht hin- und hergerissen ist.

HELMUT LACHENMANN: Das Mädchen mit den Schwefelhölzern Produktion der Neuen Oper Wien mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich bei den Wiener Festwochen. 28. und 30. Mai, 1. und 4. Juni, 19.30 Uhr, Bank Austria Halle, Gasometer B, Wien. Walter Kobéra (Dirigent), Alfred Kirchner (Regie) 9


Unvergesslich Die Tonkünstler erinnern in einem Konzert bei den Festwochen an eine wichtige Seite des Wiener Musiklebens

Mahler unterwegs zur Staatsoper

Komponist Korngold mit Filmstar Bette Davis

Das Jüdische Museum Wien widmet eine Ausstellung der Wiener Festwochen dem reichen Thema «Juden und die Musikstadt Wien». Einen maßgeblichen akustischen Beitrag steuern die Tonkünstler bei: Gustav Mahlers titanischen symphonischen Erstling, aber auch zwei Raritäten, die für das Publikum jedoch vertraut klingen werden, und zwar Erich Wolfgang Korngolds Violoncellokonzert und die Suite «Uriel Acosta» von Karol Rathaus. Dirigent dieses Festwochenkonzertes am 17. Mai im Wiener Konzerthaus wird der Amerikaner Leon Botstein sein, der gleichzeitig der wissenschaftliche Leiter der Festwochenausstellung im Jüdischen Museum ist. Ein Ausblick von Rainer Lepuschitz.

Der gebürtige Wiener Erich Wolfgang Korngold (1897–1957), Sohn des berühmten Musikkritikers Julius Korngold, begeisterte am Anfang des 20. Jahrhunderts als komponierendes Wunderkind das Wiener Publikum und errang als junger Mann von gerade erst 10

23 Jahren mit der Oper «Die tote Stadt» einen Welterfolg. Er reiste als Dirigent und Pianist durch Europa und leitete eine Opernklasse an der Wiener Musikakademie. Dann kamen in Deutschland die Nazis an die Macht und Korngold emigrierte schon vier Jahre vor dem Anschluss Österreichs in die USA, wo er von Regisseur Max Reinhardt in Hollywood eingeführt wurde. Damit begann Korngolds zweite Karriere – als Filmmusikkomponist, der mit «Oscars» ausgezeichnet wurde. Korngold verband filmmusikalische Dramatik und spannende Symphonik Im einsätzigen Concerto in C für Violoncello und Orchester op. 37 sind beide Stärken Korngolds vereinigt: der filmmusikalische Dramatiker und der meisterhafte Symphoniker, der sein Leben lang an einer spannungsgeladenen Tonalität festhielt. 1946 schrieb Korngold in den USA die Musik zu dem Film «Deception», einer tragischen Dreiecksgeschichte mit Bette Davis in der weiblichen Hauptrolle als einer zwischen zwei Musikern hin- und hergerissenen Pianistin. Der dramaturgische Höhepunkt des Films ist die Aufführung eines Cellokonzertes, mit dessen Komponisten die Pianistin ein Verhältnis hat. Solist in der Uraufführung des Konzertes soll

der lange verschollen geglaubte Verlobte der Pianistin sein, der aber nach dem Krieg wieder auftauchte. Der Komponist versucht aus Eifersucht, den Auftritt des Cellisten zu unterbinden und einen Ersatzsolisten zu engagieren. Statt dessen steht dann im Konzert ein Ersatzdirigent am Pult, denn die Pianistin hat den Komponisten während einer heftigen Auseinandersetzung in seiner Wohnung erschossen, um die Uraufführung für ihren wiedergekehrten Verlobten zu retten. Gerade als der Cellist nach dem nervösen Hauptthema des Cellokonzerts mit dem lyrischen Seitenthema einsetzt, tritt die Pianistin in ihre Loge. Der Verlobte weiß noch nichts von dem Mord an seinem Konkurrenten, ist aber von Ahnungen erfüllt. Korngold ergänzte die Filmmusik zu einem Konzertsatz, den nun Christian Poltéra als Cellosolist und die Tonkünstler nach einem halben Jahrhundert in Korngolds Heimatstadt zum Klingen bringen. Ist Korngold, wenn auch viel zu wenig, gelegentlich in Konzertprogrammen und Opernspielplänen präsent, so geriet sein Zeitgenosse Karol Rathaus (1895–1954) gänzlich in Vergessenheit. Geboren im galizischen Tarnopol, wuchs er musikalisch in Wien auf, wo er an der Musikakademie bei Franz Schreker studierte. Nach seiner Übersiedlung nach Berlin stieg Rathaus zu einem vielbeachteten


Komponisten der Weimarer Republik auf. Erich Kleiber und Wilhelm Furtwängler dirigierten Werke von ihm, an der Berliner Staatsoper spielte man seine Pantomime «Der letzte Pierrot» und seine Oper «Fremde Erde». Als die Nazis die Macht ergriffen, floh Rathaus zunächst nach Frankreich und England und emigrierte 1938 in die USA. Anders als Korngold konnte sich Rathaus trotz Filmmusikversuchen in dieser Branche nicht durchsetzen, leitete aber mit großem Einsatz eineinhalb Jahrzehnte lang eine Musikklasse am Queens-College von New York. An seinen Freund, den Dirigenten Jascha Horenstein, schrieb der Komponist wenige Jahre vor seinem Tod enttäuscht in einem Brief: «Man kennt meinen Namen, aber man spielt nicht meine Werke.» Inzwischen kennen viele Musikfreunde nicht einmal mehr seinen Namen, den die Tonkünstler bei den Festwochen mit der Aufführung der Suite «Uriel Acosta» nachhaltig in Erinnerung rufen werden. Karol Rathaus: Ein zündender jüdischer Tanz für religiöse Toleranz Rathaus zeigt sich in seiner Tonsprache ähnlich vielseitig wie Ernst Krenek. Die hochexpressive Seite unter dem Einfluss des Lehrers Franz Schreker und die Auflösungserscheinungen des Melodischen in einer Alban Berg verwandten Weise klingen für österreichische Ohren durchaus vertraut. In der Musik zu dem klassischen Schauspiel «Uriel Acosta» von Karl Ferdinand Gutzkow, die Rathaus 1930 für eine Aufführung der Theatertruppe Habimah aus Palästina schrieb, tauchte er allerdings in die Welt der stilistisch mit dem Stoff übereinstimmenden Barockmusik ein, ehe er im Finale einen zündenden Tanz über jüdische Melodien entfachte. Uriel Acosta, der aus einer jüdischen Familie stammte, die zum Christentum konvertiert war, kämpfte Anfang des 17. Jahrhunderts für Freiheit der Religion und Toleranz. Gustav Mahlers 1. Symphonie in einem interessanten Licht Gustav Mahler hingegen braucht man in Wien nicht mehr durchzusetzen. Das hat spätestens vor drei Jahrzehnten Leonard Bernstein geschafft. Die große Popularität des amerikanischen Dirigenten beim Wiener Musikpublikum wird im abschließenden Teil der Ausstellung im Jüdischen Museum behandelt. Die Schau soll unter dem Titel «quasi una fantasia» dokumentieren, wie

jüdische Bewohner Wiens die Entwicklung der Musikkultur und das Image der Musikstadt Wien mitgetragen haben, von Mahlers signifikanter Hofoperndirektion und Zemlinskys Wirken über Meister der Silbernen Operettenära bis hin zum radikalen Erneuerer Schönberg. 1895 stammte jeder dritte Student am Wiener Musikkonservatorium aus einer jüdischen Familie. Vier Jahrzehnte später wurden all die jüdischen Komponisten, Instrumentalisten, Sänger/innen, Musikförderer und -liebhaber aus der Hauptstadt der Musik vertrieben und viele von ihnen während der Naziherrschaft ermordet. Die Ausstellung widmet einen wichtigen Teil auch den vielen Vertriebenen, die in der Emigration überlebten und ihre künstlerische Laufbahn unter anderen Voraussetzungen fortsetzten, wie etwa Korngold und Rathaus. Zudem wird der Aspekt behandelt, dass für viele von ihnen auch nach dem Zweiten Weltkrieg die Türen in Wien verschlossen blieben. Korngold und Rathaus starben beide in ihrer Wahlheimat USA. Gustav Mahlers Erste Symphonie wird in diesem Festwochenkonzert in einem interessanten Licht erscheinen. Erst unlängst fanden Musikologen in einer israelischen Musikakademie eine Revision der Symphonie mit handschriftlichen Eintragungen des Komponisten. «Eine phantastische Entdeckung für die Mahler-Forschung», sagt Dirigent und Mahler-Experte Leon Botstein. Mahler nahm für Aufführungen seiner Symphonien mehrfach Änderungen vor, die den jeweiligen Ideenstand des Komponisten dokumentieren. Der Kurator der Ausstellung «quasi una fantasia», Werner Hanak, will die in Israel entdeckte Partitur im Jüdischen Museum in Wien zeigen. «QUASI UNA FANTASIA» – Juden und die Musikstadt Wien Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Wien in Zusammenarbeit mit den Wiener Festwochen von 14. Mai bis 21. September. Palais Eskeles, Dorotheergasse 11, I. Bezirk ERÖFFNUNGSKONZERT ZUR AUSSTELLUNG 17. Mai, Wiener Konzerthaus, 19.30 Uhr. Werke von Karol Rathaus, Erich Wolfgang Korngold und Gustav Mahler. Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, Christian Poltéra (Violoncello), Leon Botstein (Dirigent)

Reinsberg im Mozart-Rausch Der Start im Sommer 2002 mit «Don Giovanni» ist gelungen. «Mozart in Reinsberg» geht heuer ins zweite Jahr. Martin Sieghart, der künstlerische Leiter, bittet im Sommer 2003 acht Mal zur «Hochzeit des Figaro» in die Burgruine. Bis zum Mozart-Jahr 2006 sind die weiteren Opern bereits fixiert: 2004 folgt «Die Zauberflöte», 2005 «Così fan tutte» und 2006 «Idomeneo». Die Zusammenarbeit mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich wird intensiviert, das Orchester wird zu einem unmittelbaren künstlerischen Berater, der mitsprechen soll. «Das Orchester hat viel Freude mitgebracht», wie Martin Sieghart zufrieden meint. Das Team für 2003 besteht aus Künstlern, die bereits 2002 erfolgreich mitwirkten, und Neuzugängen wie Sebastian Holecek, der die Titelpartie verkörpert. Dass die Bühnenbildnerin Susanne Thomasberger wieder mit dabei ist, freut Martin Sieghart besonders, bedeutet dies für ihn doch auch eine große Beruhigung: «Sie kennt alle Handwerker mit ihren Schwächen und Stärken.» Ein wichtiger Aspekt bei einem Aufführungsort, wo Infrastruktur und Natur erobert werden wollen. Martin Sieghart sprudelt über vor neuen Ideen: Für Kinder wird am 2. August eine 90-minütige Fassung der Oper aufgeführt, außerdem ist für 17. August als Abschluss des Festivals ein Konzert geplant, dessen zweiter Teil unter dem Motto «Mozart-Sänger einmal anders» steht, mit Melodien aus Operetten und Musicals genauso wie Schlagern. mta MOZART: DIE HOCHZEIT DES FIGARO 31. Juli (Premiere), 3., 5., 7., 9., 12., 14., 16. August, Burgarena Reinsberg, 20.00. Sebastian Holecek (Figaro), Ute Gfrerer (Susanna), u.a., Martin Sieghart (Dirigent), Alexander Waechter (Regie), Tonkünstler-Orchester Niederösterreich

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Programm Februar bis Juni 2003 1. 2. 19.30 Wien | RadioKulturHaus Variantenreich Absolventenkonzert der Dirigierklasse der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien BRAHMS: Variationen über ein Thema von Joseph Haydn B-Dur op. 56a KODÁLY: «Der Pfau flog», Variationen über ein ungarisches Volkslied MOZART: Symphonie Nr. 41 C-Dur KV 551 («Jupiter-Symphonie»)

Chefdirigent Carlos Kalmar hat für eine Konzertserie im Februar die 4. Symphonie des dänischen Komponisten Carl Nielsen ausgewählt, in der der elementare Wille zum Leben ausgedrückt wird und die deshalb den Beinamen «Das Unauslöschliche» erhielt. Unauslöschlich bleibt auch der wehmütige liedhafte Tonfall haften, den Antonín Dvorˇák nach machtvollem Kopfsatz in seinem Cellokonzert anschlägt. Alban Gerhardt wird der Solist sein.

7. 2. 19.30 Wien | Musikverein | Großer Saal (ÖGB/CKW) 8. 2. 19.30 Wien | Musikverein | Großer Saal (VBK) 9. 2. 16.00 Wien | Musikverein | Großer Saal (Sonntag-Nachmittag-Konzert) 10. 2. 19.30 St. Pölten | Festspielhaus | Großer Saal Unauslöschliche Musik Alban Gerhardt Violoncello Carlos Kalmar Dirigent ˇ ÁK: Konzert für Violoncello und Orchester h-moll op. 104 DVOR NIELSEN: Symphonie Nr. 4 op. 29 («Das Unauslöschliche») 9. 2. 15.15 Wien | Musikverein | Gottfried von Einem-Saal 10. 2. 18.45 St. Pölten | Festspielhaus | Haydn-Saal Einführungsgespräche zum Konzert: Rainer Lepuschitz und Carlos Kalmar 14. 2. 19.30 St. Leonhard am Forst | Volkshaus 16. 2. 16.00 Schleinbach | Kulturzentrum Heiter kommt das neue Jahr Ingrid Habermann Sopran Martin Först Violoncello Rudolf Bibl Dirigent Werke von STRAUSS, LEHÁR und SUPPÉ 19. 2. 19.30 Baden | Casino | Festsaal 20. 2. 19.30 Krems | Stadtsaal 22. 2. 19.30 Wiener Neustadt | Sparkassensaal 23. 2. 16.00 Wien | Musikverein | Großer Saal (SNK) Spanische Leidenschaft Nelson Goerner Klavier Lorena Espina Mezzosopran Ernesto Martinez-Isquierdo Dirigent CHAPÍ: Ouvertüre zur Zarzuela «La Revoltosa» PROKOFJEW: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 g-moll op. 16 DE FALLA: Ballettmusik zu «El Sombrero de Tres Picos» (Der Dreispitz) 23. 2. 15.15 Wien | Musikverein | Gottfried von Einem-Saal Einführungsgespräch zum Konzert: Hans Georg Nicklaus und Ernesto Martinez-Isquierdo 14. 3. 19.30 Amstetten | Johann Pölz-Halle 15. 3. 19.30 Wien | Musikverein | Großer Saal (VBK) 16. 3. 16.00 Wien | Musikverein | Großer Saal (SNK) 17. 3. 19.30 St. Pölten | Festspielhaus | Großer Saal 18. 3. 19.30 Wien | Musikverein | Großer Saal (ÖGB/CKW) Frühlingserwachen Carlos Kalmar Dirigent STRAUSS: Frühlingsstimmen, Walzer op. 410 SCHUMANN: Symphonie Nr. 1 B-Dur op. 38 («Frühlingssymphonie») STRAWINSKI: Le sacre du printemps

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22. 3. 19.30 St. Pölten | Festspielhaus | Großer Saal Michael Nyman Apollo Saxophone Quartet Michael Nyman Klavier, Dirigent NYMAN: Strong on Oaks, Strong on the Causes of Oaks NYMAN: The Piano NYMAN: The Draughtsman’s Contract NYMAN: «a dance he little thinks of» NYMAN: Concerto for Saxophone Quartet and Orchestra 26. 3. 19.30 Baden | Casino | Festsaal 27. 3. 19.30 Krems | Stadtsaal Zauber der Romantik Orfeo Mandozzi Violoncello Massimo Zanetti Dirigent SCHUBERT: Ouvertüre zum Zauberspiel mit Musik «Die Zauberharfe» D 644 ˇ ÁK: Konzert für Violoncello und Orchester h-moll op. 104 DVOR TSCHAIKOWSKI: Symphonie Nr. 4 f-moll op. 36 29. 3. 19.30 Wiener Neustadt | Sparkassensaal 30. 3. 16.00 Wien | Musikverein | Großer Saal (SNK) 31. 3. 19.30 St. Pölten | Festspielhaus | Großer Saal 1. 4. 19.30 Wien | Musikverein | Großer Saal (CKW/ThdJ) Philosophie nach Noten Karin Adam Violine Carlos Kalmar Dirigent HAYDN: Symphonie Es-Dur Hob. I:22 («Der Philosoph») BERNSTEIN: Serenade für Solovioline, Harfe, Schlagwerk und Streichorchester («Platons Gastmahl») BEETHOVEN: Symphonie Nr. 5 c-moll op. 67 30. 3. 15.15 Wien | Musikverein | Gottfried von Einem-Saal 31. 3. 18.45 St. Pölten | Festspielhaus | Haydn-Saal Einführungsgespräch zum Konzert: Wilhelm Sinkovicz und Carlos Kalmar 5. 4. 19.30 St. Pölten | Festspielhaus | Großer Saal Marianne Mendt Marianne Mendt Gesang Georg Gabler Dirigent Chansons und Popsongs, Ausschnitte aus Musicals und Operetten 10. 4. 19.30 Krems | Stadtsaal Märchenhaft Kurt Franz Schmid Klarinette Martin Sieghart Dirigent HAYDN: Symphonie D-Dur Hob. I:101 («Die Uhr») WEBER: Concertino für Klarinette und Orchester Es-Dur op. 26 RIMSKI-KORSAKOW: Scheherazade op. 35 13. 4. 16.00 Wien | Musikverein | Großer Saal (SNK) 14. 4. 19.30 St. Pölten | Festspielhaus | Großer Saal 15. 4. 19.30 Wien | Musikverein | Großer Saal (ÖGB/CKW) In Linz beginnt‘s Edith Lienbacher Sopran Alexandra Petersamer Mezzosopran Klaus Florian Vogt Tenor N. N. Tenor Anton Scharinger Bass Tschechischer Philharmonischer Chor Brünn Carlos Kalmar Dirigent MOZART: Symphonie C-Dur KV 425 («Linzer») SCHUBERT: Missa solemnis für Soli, Chor und Orchester Es-Dur D 950

Bewunderung für Frauen, in Orchestermusik ausgedrückt: Der reife Dvorˇák schrieb sein Cellokonzert als Hommage an eine Jugendliebe, Tschaikowski komponierte seine 4. Symphonie während eines regen Briefverkehrs mit seiner unsichtbar bleibenden Förderin Nadeshda von Meck. Mit dem Italiener Massimo Zanetti tritt in Baden und Krems ein Durchstarter der Dirigentenzunft ans Tonkünstler-Pult, gefeiert an den großen Opernhäusern in Berlin, Dresden, der Scala und am Covent Garden, geschätzt als Konzertdirigent des City of Birmingham Symphony Orchestra, der Bamberger Symphoniker und des NHK Symphony Orchestra Tokyo.

Kammersängerin Edith Lienbacher wird in drei Konzerten im April in Wien und St. Pölten als Sopransolistin in Schuberts grandioser Missa solemnis Es-Dur zu hören sein. Lienbacher schrieb als «die» Adele in Strauß’ «Fledermaus» bereits Wiener Operettengeschichte, begeistert ihr Publikum aber auch im lyrischen Opernfach mit Rollen Mozarts, Beethovens und Webers. Chefdirigent Carlos Kalmar setzt den sakralmusikalischen Aufführungen ein weltliches Meisterwerk voran, Mozarts in nur wenigen Tagen komponierte «Linzer Symphonie».

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26. 4. 19.30 Wiener Neustadt | Sparkassensaal 27. 4. 16.00 Wien | Musikverein | Großer Saal (SNK) 28. 4. 19.30 St. Pölten | Festspielhaus | Großer Saal Bläserglanz und Elfenzauber Petri Alanko Flöte Heinz Wallberg Dirigent WEBER: Ouvertüre zur Oper «Oberon» MOZART: Konzert für Flöte und Orchester Nr. 1 G-Dur KV 313 BRAHMS: Symphonie Nr. 4 e-moll op. 98

Ein wichtiger Beitrag der Tonkünstler zur zeitgenössischen Musikpflege. Gleich drei Uraufführungen stehen im RadioKulturHaus in Wien auf dem Programm: Ländler des in Purkersdorf lebenden Maximilian Kreuz, ein Klarinettenkonzert von Horst Ebenhöh aus Dürnstein und die neue Symphonie des in Wien wirkenden Amerikaners David Babcock. Beethovens «Ode an die Freude» in Mödling mit der dortigen Singakademie und mit einem Dirigenten, der sein Handwerk in Wien beim renommierten Dirigierlehrer Karl Österreicher lernte und beim Opernfestival «Mozart in Schönbrunn» auf sich aufmerksam machte. Inzwischen hat der Slowake Peter Feranec international Karriere gemacht, ist Gastdirigent von Klangkörpern wie den St. Petersburger Philharmonikern und dem Philharmonia Orchestra London, zählt zu den Stammdirigenten am Bolschoitheater Moskau und an den Opernhäusern von Bratislava und Prag und gastiert an Häusern wie der Deutschen Oper Berlin und dem Teatro Colon Buenos Aires.

8. 5. 19.30 Wien | RadioKulturHaus Zeitgenossen Kurt Franz Schmid Klarinette Andrés Orozco-Estrada Dirigent SCHMETTERER: Siddharta. Konzertouvertüre KREUZ: Valses Nobles et Rustiques. 4 Ländler für großes Orchester WV 51 (Uraufführung) EBENHÖH: Konzert für Klarinette und Orchester op. 94 (Uraufführung) BABCOCK: Symphonie Nr. 5 op. 58 (Uraufführung) Konzert der Österreichischen Gesellschaft für zeitgenössische Musik (ÖGZM) 16. 5. ???? Mödling | Kirche St. Othmar Freude schöner Götterfunken Mödlinger Singakademie Peter Feranec Dirigent Solisten werden nachgenannt BEETHOVEN: Symphonie Nr. 9 d-moll op. 125 für Soli, Chor und Orchester 17. 5. 19.30 Wien | Konzerthaus | Großer Saal Wiener Festwochenkonzert Christian Poltéra Violoncello Leon Botstein Dirigent RATHAUS: Uriel Acosta. Suite aus der Musik zum Schauspiel von Karl Ferdinand Gutzkow KORNGOLD: Konzert für Violoncello und Orchester C-Dur op. 37 MAHLER: Symphonie Nr. 1 D-Dur Zur Festwochenausstellung «Quasi una fantasia. Juden und die Musikstadt Wien», veranstaltet vom Jüdischen Museum im Rahmen der Wiener Festwochen 28. 5. 20:00 Wien | Gasometer B | Bank Austria Halle Weitere Vorstellungen am 30. 5., 1. 6. und 4. 6. jeweils 20.00 Das Mädchen mit den Schwefelhölzern Neue Oper Wien Walter Kobéra Dirigent Alfred Kirchner Inszenierung Karl Kneidl Bühnenbild Norbert Chmel Lichtdesign Elizabeth Keusch, Sarah Leonard Sopran Helmut Lachenmann Sprecher Therese Affolter Gudrun Ensslin Sevgi Özdamar Großmutter Tomoko Hemmi, Yukiko Sugawara Klavier Michael Grohotolsky Choreinstudierung 32 Vokalsolisten LACHENMANN: «Das Mädchen mit den Schwefelhölzern», Musik mit Bildern Veranstaltet von der Neuen Oper Wien im Rahmen der Wiener Festwochen 1. 6. 11.00 Steyr | Stadttheater Komponisten unterwegs Marian Pop Bariton Ralf Weikert Dirigent SCHUBERT: Symphonie Nr. 1 D-Dur D 82 MAHLER: «Lieder eines fahrenden Gesellen» für Singstimme und Orchester SCHUBERT: Symphonie Nr. 9 C-Dur D 944 («Große C-Dur»)

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7. 6. 19.30 Wien | RadioKulturHaus (Jeunesse) Zu Wasser und in der Luft Kristjan Järvi Dirigent BRITTEN: Four Sea Interludes aus der Oper «Peter Grimes» op. 33a KODÁLY: «Der Pfau flog», Variationen über ein ungarisches Volkslied HAYDN: Symphonie D-Dur Hob. I:86 STRAWINSKI: Suite aus dem Ballett «Der Feuervogel» (Fassung 1919) 14. 6. 21.30 Eröffnung Frühlingsball Dirigent wird nachgenannt

St. Pölten | Festspielhaus

20. 6. 19.00 Grafenegg | Schloss | Alte Reitschule 21. 6. 19.30 St. Valentin | Kirche 22. 6. 19.30 Melk | Stift Lobgesang Uta Schwabe Sopran Léla Wiche Sopran Manfred Equiluz Tenor Chor Ad Libitum Heinz Ferlesch Dirigent MENDELSSOHN-BARTHOLDY: Ouvertüre «Die Hebriden» op. 26 MENDELSSOHN-BARTHOLDY: Symphonie Nr. 2 B-Dur op. 52 («Lobgesang»)

Ein turbulentes Programm für den jungen estnischen Dirigenten Kristjan Järvi und die Tonkünstler: Wirbelnde Luftgeschöpfe in Werken von Kodály und Strawinski, schäumende Dramatik in Brittens Musik über das Schicksal des unglücklichen Fischers Peter Grimes, dazu ein symphonisches Feuerwerk, das Haydn einst für das Pariser Publikum zündete. Kristjan Järvi stammt aus einer Dirigenten-Dynastie, leitet renommierte Klangkörper wie das Hallé Orchestra, Budapest Festival Orchester und Berliner Sinfonieorchester, sorgt aber besonders als Musikdirektor des von ihm in New York gegründeten «Absolute Ensemble» für Furore, mit dem er das Repertoire von der Renaissance bis zur Rockmusik spannt.

Vorschau Juli/August 2003 31. 7. 20.00 Reinsberg | Burgruine Weitere Vorstellungen am 3. 8., 5. 8., 7. 8., 9. 8., 12. 8., 14. 8. und 16. 8. jeweils 20.00 Kindervorstellung am 2. 8., 19.00 Mozart in Reinsberg Sebastian Holecek Figaro Ute Gfrerer Susanna Michael Kraus Graf Almaviva Ingrid Habermann Gräfin Almaviva Annely Peebo Cherubino Waltraud Winsauer Marzelline Janusz Monarcha Dr. Bartolo René Rumpold Basilio Susanna Rath Barbarina Pablo Cameselle Don Curzio Alexander Waechter Regie Martin Sieghart Dirigent Susanne Thomasberger Bühnenbild und Kostüme MOZART: «Die Hochzeit des Figaro», Commedia per musica in 4 Akten KV 492 17. 8. 20.00 Reinsberg | Burgruine Open Air Burgruine Reinsberg Solisten werden nachgenannt Ola Rudner und Martin Sieghart Dirigenten SCHUBERT: Ouvertüre zum Zauberspiel mit Musik «Die Zauberharfe» D 644 BIZET: «Carmen»-Suite Arien und Schlager aus Operetten und Musicals ˇpilberk 19. 8. 20.00 Brünn | Schloss S ˇpilberk Festival Open Air S Martin Grubinger Schlagzeug Ola Rudner Dirigent SCHUBERT: Ouvertüre zum Zauberspiel mit Musik «Die Zauberharfe» D 644 MCMILLAN: «Veni, veni, Emanuel» für Schlagzeug und Orchester BIZET: «Carmen»-Suite LISZT: Les Preludes. Symphonische Dichtung

Mit Ola Rudner kommt für eine sommerliche Schlosskonzertserie in Reinsberg, Brünn und Grafenegg ein Dirigent an das Pult der Tonkünstler, den das Orchester und das Publikum schon von einer Reihe von Neujahrskonzerten kennen. In den letzten Jahren rückte der Schwede durch Konzerte mit dem Philharmonischen Orchester Oslo, den Göteborger Symphonikern, dem BBC Symphony Orchestra und dem Radio-SymphonieOrchester Frankfurt international ins Blickfeld. In Wien dirigierte er erfolgreich an der Wiener Volksoper und Konzerte des Wiener Kammerorchesters. Seine SommerProgramme mit den Tonkünstlern bilden eine spannende Mischung aus Theatermusik, romantischer Symphonik und emotional packender Moderne.

23. 8. 19.00 Grafenegg | Schloss | Alte Reitschule Zauber der Romantik Martin Grubinger Schlagzeug Ola Rudner Dirigent SCHUBERT: Ouvertüre zum Zauberspiel mit Musik «Die Zauberharfe» D 644 MCMILLAN: «Veni, veni, Emanuel» für Schlagzeug und Orchester BRUCKNER: Symphonie Nr. 4 Es-Dur («Romantische») Informationen zum Kartenverkauf » siehe Seite 17 15


Kartenverkaufsstellen Amstetten Kultur- und Tourismusbüro Stadionstraße 12, 3300 Amstetten T: (07472) 601-454, F: (07472) 601-455 avb@amstetten.at Baden Kulturamt Hauptplatz 1, PF 171, 2500 Baden T: (02252) 86800-230/-231, F: (02252) 86800-407 kultur@baden-bei-wien.at Grafenegg Schloss Grafenegg, 3485 Grafenegg T: (02735) 2205-22, F: (02735) 2205-10 kultur@grafenegg.at www.grafenegg.at Krems Kulturamt, Körnermarkt 13, 3500 Krems T: (02732) 801-560/-562, F: (02732) 801-564 kulturamt@krems.gv.at Melk Stift Melk, Stiftspforte T: (02752) 555-230 oder 231 Mödling Tourismusbüro Mödling K.-Elisabeth-Str. 2, 2340 Mödling T: (02236) 26727 Reinsberg Burgarena, 3264 Reinsberg 7 T: (07487) 7180 oder 2351-2, F: (07487) 2351-4 office@reinsberg.at www.mozart.in.reinsberg.at Schleinbach Gemeindeamt Schleinbach T: (02245) 4327 Peter Haas (0664) 18 19 086, peter.haas@noel.gv.at Steyr Stadttheater Volksstr. 5, 4400 Steyr T: (07252) 53 264 St. Leonhard am Forst T: (0664) 2815748 Gemeindeamt, Hauptplatz 1 Volkshaus, Loosdorferstr. 15 Raiffeisenbank Region Melk Volksbank Ötscherland St. Pölten Festspielhaus St. Pölten Franz Schubert-Platz 2, 3109 St. Pölten T: (02742) 908080-222 www.festspielhaus.at

St. Valentin Stadtamt, Kulturreferat Hauptplatz 7, 4300 St. Valentin T: (07435) 52102 Volksbank – T: (07435) 52119-0 Raiffeisenbank – T: (07435) 52108-0 Erste Bank – T: (05) 0100-20146 Sparda Bank – T: (07435) 58485 Wien Tonkünstler-Kartenbüro Elisabethstraße 22, 1010 Wien Ab April: Museumsquartier, Quartier 21, 1. Stock, 1070 Wien T: (01) 5868383, F: (01) 5876492 tickets@tonkuenstler.at www.tonkuenstler.at Musikverein Bösendorferstr. 12, 1010 Wien T: (01) 5058190, F: (01) 5058681-94 tickets@musikverein.at www.musikverein.at Konzerthaus Lothringerstraße 20, 1030 Wien T: (01) 242 002, F: (01) 242 00-110 ticket@konzerthaus.at www.konzerthaus.at RadioKulturhaus Argentinierstr. 30a, 1040 Wien T: (01) 501 70 377 radiokulturhaus@orf.at Wiener Festwochen Lehárgasse 11, 1060 Wien T: (01) 58922-11 (ab 8. März) festwochen@festwochen.at www.festwochen.at CKW – Club für Kultur und Wirtschaft Rasumofskygasse 10, 1030 Wien T: (01) 7130457 Jeunesse Bösendorferstr. 12, 1010 Wien T: (01) 5056356 VBK – Volksbildungskreis T: (01) 5059660 ÖGB – Bildungsverein T: (01) 53444-322, -302 ThdJ – Theater der Jugend T: (01) 52110-233 Wiener Neustadt Stadttheater Herzog Leopold-Str. 17, 2700 Wiener Neustadt T: (02622) 373-914

IMPRESSUM Medieninhaber (Verleger): Niederösterreichische Tonkünstler Betriebsges.m.b.H., Franz Schubert Platz 2, 3109 St. Pölten Herausgeber: Verein Niederösterreichisches Tonkünstlerorchester, Elisabethstraße 22, 1010 Wien Für den Inhalt verantwortlich: Johannes Neubert Redaktion: Rainer Lepuschitz. Mitarbeit: Dr. Marie-Theres Arnbom, Mag. Beatrix Baumgartner, Stefanie Raab, MarieTherese Rudolph. Visuelle Gestaltung: Fuhrer, Wien Produktion: Agens, Wien. Bildnachweis: Reinhard Öhner (Titel, Innenseite Umschlag, S. 2, Schmid, S. 3, S. 12), Gerald Lechner (S. 1), Werner Granowsky (S. 3, Mandozzi), Ulrike Grandke (S. 3, Stradner), Stadtkino Filmverleih (S. 7), Marion Kalter (s. 9), Courtesy of Anthony Thomas, USA (S. 10, Korngold), Archiv Jüdisches Museum Wien (S. 10, Mahler), alle anderen unbenannt. Termin-, Programm- und Besetzungsänderungen bleiben vorbehalten. Für etwaige Druckfehler wird keine Haftung übernommen.

kunst.government-austria.at

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Bitte beachten Sie: Wir ziehen um und sind ab 1. April im Museumsquartier zu finden. Tonkünstler-Kartenbüro (ab 1. April 2003) MuseumsQuartier Wien, Museumsplatz 1/e-1.2, 1070 Wien T: (01) 586.83.83 – F: (01) 587.64.92 – www.tonkuenstler.at

Konzert Musikverein Wien Festspielhaus St. Pölten Musikverein Wien Musikverein Wien Festspielhaus St. Pölten Festspielhaus St. Pölten Musikverein Wien Festspielhaus St. Pölten Festspielhaus St. Pölten Musikverein Wien Festspielhaus St. Pölten Musikverein Wien Festspielhaus St. Pölten

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An das Tonkünstler-Kartenbüro Elisabethstraße 22 1010 Wien

Datum 9. 2. 10. 2. 23. 2. 16. 3. 17. 3. 22. 3. 30. 3. 31. 3. 5. 4. 13. 4. 14. 4. 27. 4. 28. 4.

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Ö1 Clubmitglieder erhalten bei ausgewählten Terminen eine Ermäßigung von 10 % auf den Eintrittspreis. Bitte beachten Sie, dass derzeit ausschließlich Konzerte im Wiener Musikverein und im Festspielhaus St. Pölten über das Tonkünstler-Kartenbüro gebucht werden können. Karten für alle anderen Konzerte erhalten Sie direkt beim Veranstalter (siehe Kartenverkaufsstellen, Seite 17). Zahlungsweise (Zutreffendes bitte ankreuzen) ò mit Erlagschein GEBÜHRENFREI per Post ò mit Kreditkarte GEBÜHRENFREI per Post ò Visa ò Diners ò Eurocard/Mastercard

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Tonkünstler-Magazin Nummer 2  

Frühjahr/Sommer 2003

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