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Leon zeigt Zähne UA nach Silke Wolfrum

BOING! UA Bewegungstheater für die Allerkleinsten von Barbara Fuchs

Peter und der Wolf von Sergei Prokofjew eine Koproduktion mit der ­Dresdner Philharmonie

Funkeldunkel Lichtgedicht UA Theater für die Allerkleinsten von Ania Michaelis

Pluck DSE  NEU nach dem Buch „Pluck mit dem Kranwagen“ von Annie M. G. Schmidt

#nofilter UA eine analoge Suche nach dem Ich im Digitalen von Sophia Keil, Anna Lubenska und Ensemble

Ronja Räubertochter nach Astrid Lindgren

Die Geschichte von Doktor Faust nach Christopher Marlowe

Zeig mal! UA Tanztheater für die Allerkleinsten von Irina Pauls

Marco Polo UA  NEU nach Tagebuchfragmenten Marco Polos

12 +

Die Sprache des Wassers  nach Sarah Crossan

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8 

Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt nach Hannes Hüttner nach Hans Christian Andersen

Auf der Suche nach dem unschätzbaren Wert der Dinge UA ein Parcours mit Expert*innen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden von Konradin Kunze

Der Mondmann nach Tomi Ungerer

Das Dschungelbuch UA  nach Rudyard Kipling

Entwischt! – Ausbruch der Farben AT UA  NEU von Ivana Sajević

Das letzte Schaf UA von Ulrich Hub

+

+

Däumelinchen UA  NEU

Wenn Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen nach Kathrin Schärer

5 + Ginpuin – Auf der Suche nach dem großen Glück nach Barbara van den Speulhof und Henrike Wilson

6 

+

Das doppelte Lottchen  nach Erich Kästner

NEU

Der Gewitterbahnhofsstrand UA ein Hör-Spiel-Raum von Steffen Moratz und Lena Hach Der starke Wanja nach dem Buch „Die Abenteuer des starken Wanja“ von Otfried Preußler Die Bremer Stadtmusikanten UA von Lorenz Seib nach den Brüdern Grimm

Ich bin Kain von Jens Raschke Kein Zutritt / No entry UA ein interaktiver Videowalk von Jo Parkes Willkommen im Multiversum! UA  NEU ein partizipatives Live-Game in parallelen Welten von komplexbrigade und Ensemble

NEU

Die dampfenden Hälse der  Pferde im Turm von Babel nach Franz Fühmann

NEU

NEU

14 +

Eine Spinne wird nicht wütend UA eine begehbare Rauminstallation zur Welt der Künstlerin Louise Bourgeois von Grit Dora von Zeschau

Als ich mit Hitler  NEU Schnapskirschen aß UA nach Manja Präkels

Patricks Trick  NEU von Kristo Šagor

Movie Star UA  NEU nach dem Roman von Raziel Reid

WiLd!  NEU von Evan Placey

Leonce und Lena von Georg Büchner

10 +

tjg. tak-ticker 2020 UA  NEU drei Projekte von und mit Jugendlichen

Die Zertrennlichen  NEU von Fabrice Melquiot Gertrude UA  NEU von Thomas Freyer nach dem Buch „Gertrude ­Grenzenlos“ von Judith Burger

Antigone von Sophokles

What ever love means UA  NEU ein Forschungsprojekt zur Liebe und zum Lieben von Nicole Dietz Ecotone AT UA  NEU von Ariel Doron

König Macius der Erste nach Janusz Korczak

16 +

Krabat nach Otfried Preußler

Besuchszeit vorbei UA von Ariel Doron


Anders leben als Du Spielzeit 2019 – 2020


Origami-Kranich

2x

2x

2

Falz nach vorn Falz nach hinten Falz nach innen

→ Bastelbogen in Heftmitte

2x


Deutschsprachige ErstauffĂźhrung DSE

AT Arbeitstitel

UA UrauffĂźhrung

Anders leben als Du S. 4 Premieren S. 9 Weitere Vorhaben und Extras S. 52 Wiederaufnahmen S. 61 Theaterakademie S. 93 Mitarbeiter*innen S. 102 Service S. 104 Netzwerk S. 108 Profil S. 110 Impressum S. 112

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Ich lebe anders, indem ich für mich Empathie und ­Achtsamkeit, den „Blick fürs große Ganze“ und den Versuch „ein h ­ elfendes Element der Gesellschaft zu sein“ über den Individualismus unserer heutigen Gesellschaft stellen möchte.

Meine Zähne putze ich mit links und esse grüne Klöße. Ich weigere mich, unglücklich zu sein.

Frag mich doch, wenn du mich ­komisch findest.

Ich bin ein Dinosaurier.

Charles Dickens: Ich fühle, dass Kleinigkeiten die Summe des Lebens ausmachen.

Ich will mich nicht auf ein Geschlecht festlegen müssen.

Я говорю по-русски.

Ich glaube nicht daran, dass ­Menschen sich mit Worten ­verständigen können – trotzdem rede ich mit allen.

Der Klassiker: Ich bin einfach ich selbst, denn alle anderen Ich ändere meine gibt es schon. Meinung, wenn ich etwas Neues lerne.

Ich koche mich glücklich: die Beschaffung der ­Zutaten ein Abenteuer, die Küche ein Schlafplatz und Gäste, die in zwanzig ­Minuten alles aufessen. Ich lebe in einer gleichgeschlechtlichen ­Beziehung.

Ich bezeichne Berlin Hellersdorf nicht als Problembezirk, sondern als Heimat.

P be last di i m ik k e T ir o üt nic mm e. h ti t n

Ich lebe anders, weil ich in meinem Kopf analog mehrere parallele Leben zu meinem eigentlichen imaginiere – aber vielleicht tun das auch viele andere.

Ich lebe wie Du, nur im Detail anders (beim Essen, Tanzen, …), im Gleichschritt wechsle ich das Bein, dann hopse ich, und heute lebe ich anders als morgen.

Wenn es herrlich glitzert und ­funkelt, dann bin ich immer wieder ganz fasziniert und ­verzaubert! Mit großer Freude am Leben, mit einem Lächeln, der Lust für gemeinsame Taten und der immer währenden Frage: What‘s behind that curtain? 4


Anders ­leben als Du Gedanken der tjg.-Mitarbeiter*innen zum Spielzeitmotto Ich lebe anders als Du – in dieser Feststellung liegen banaler Gemein­platz und explosive Aussage dicht beieinander. Selbstver­ ständlich treffen in unserer Gesellschaft unzählige unterschied­ liche Lebenskonzepte, Wertvorstellungen und Selbstentwürfe aufeinander. Entscheidend ist, ob wir das „Anders Sein“ als Facet­ ten in einer Palette von Möglichkeiten begreifen oder als Abwei­ chung von einer vermeintlichen Normalität, ob wir auf Vielfalt mit Abwehr und Ausgrenzung reagieren oder mit Neugier und Lust auf Anderes, das uns konstruktiv irritieren und inspirieren kann. Der eigene Standpunkt ist es, der uns das „Anders Sein“ als so ­anders oder sogar befremdlich erscheinen lässt. Deshalb wollen wir in dieser Spielzeit zusammen mit den Zuschauer*innen den Perspektivwechsel üben, Geschichten erzählen, die das „Andere“ nah kommen lassen und eine*n fremd im Eigenen werden lassen. Zusammen mit unserem Publikum versuchen wir, uns in Inszenie­ rungen, Projekten und Formaten „Anders leben als Du“ zu eigen zu machen. 5


Ich glaube an das Gute im Menschen und schenke jedem einen ­Vertrauensvorschuss – und werde selten enttäuscht.

Wenn alle so wären wie ich, wäre die Welt langweilig.

d un n le in äh h w ic he e m ge er . h gi Ic g a n e n e­ n erei ­V

Ich lebe anders, weil ich mich für meine Entscheidung am Theater zu arbeiten immer wieder vor meinen Eltern rechtfertigen muss.

Im Klub lasse ich meinen Rucksack immer unbeaufsichtigt und er wurde mir nie gestohlen.

Seit fünf Jahren meditiere ich täglich. Wenn man viel leisten muss – das Beste ever.

Ic tie h v es ris ers se ch uc n en he un P k d ro ein zu d e nu ukt tz e z en u .

Ich lebe anders, weil ich meine Wohnung mit einem chaotischen Welpen teile.

Vielleicht ja gar nicht anders. Vielleicht leb‘ ich ganz genauso wie Du.

Mit Ende dreißig wohne ich in einer WG. Das sollte nichts Besonderes sein, ist es aber.

Ich liebe Männer und Frauen.

Meine Eltern, Geschwister, Nichten, Neffen und ich – wohnen alle in der gleichen Stadt und sind immer füreinander da, wir sehen uns oft und feiern ausgiebig.

Ich lebe in Johannstadt und lebe gern da, weil es einer der wenigen Stadtteile Dresdens ist, wo vergleichsweise viele Kulturen neben- und miteinander leben.

Ich mag keine Autos, fahre aus Prinzip Fahrrad und würde am liebsten jedes Auto verbieten und den Menschen den Platz schenken.

Ich lebe anders als geplant, denn als ich klein war, hatte ich eigentlich vor, hauptberuflich als Schriftstellerin und am Wochenende als Sambatänzerin zu arbeiten.

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Jeden Samstag um 7 kaufe ich beim Bäcker 24 Brötchen.

Ich spiele Saxophon nur für mich … wegen der schönen Töne.

Ich esse Tortenstücke immer von hinten und bin einer von zwei Vätern unseres Sohnes.


Ich würde gerne viel radikaler anders leben als ich es tue. Dinge nicht nur denken, sondern auch tun. Aktuell neuer Versuch: keine privaten Flugreisen mehr!

be au t. gl Got an

Ich mache mit Mini-Instrumenten, Pizza­ schachteln und Alltagsgegenständen Musik und habe mindestens schon fünf Bands, die noch nie geprobt haben.

Ich arbeite jeden Tag an Kunst für Kinder und habe für mich ­entschieden, selbst keine Kinder zu bekommen.

Ich lebe mit einem großen, ­inneren Kind, dem Erwachsensein oft zu langweilig ist. Jeden Tag stehe ich auf, obwohl ich keine Lust dazu habe.

Ich lebe anders, weil mir Oberflächlichkeiten ein Gräuel sind und ich an Emotionalität und Tiefe glaube.

Ich lebe immer umwelt-und sozialbewusster und kommuniziere dies in clownesken Aktionen für u ­ nterschiedlichste Menschen politisch. Meine Kinder, Tochter und Sohn, tragen den gleichen Vornamen.

Wenn ich mich verliebe, dann immer zuerst in die Merkwürdigkeiten eines Menschen.

Ic w h le ei b li ea ch n ‘s d e ka r s nn , .

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Ich wohne ca. 2000 Kilometer entfernt von ­meiner Familie.

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Eine Beziehung allein wäre mir zu wenig, also lieber mehrere ­Beziehungen.

Ich lebe anders, weil ich mit 15 fast ­gestorben bin und das Leben für mich einen besonderen Wert hat.

Ich weiß, wer der Babo ist.

Ich lebe deshalb anders, weil ich ein Feind der Institution Ehe und aus tiefster Überzeugung Single und glücklich über meine Freiheit bin.

Ich lebe anders, weil ich durch meine Einzimmerwohnung in meinem Leben alles in einem Raum erledige. Immer weniger Menschen tun es: Ich habe mich gerade entschlossen, einer Partei beizutreten. 7


Sa 31. Aug 2019 Marco Polo UA nach Tagebuchfragmenten Marco Polos Puppentheater Kleine Bühne 10 + Künstlerische Leitung Astrid Griesbach

Fr 08. Nov 2019 What ever love means UA ein Forschungsprojekt zur Liebe und zum Lieben von Nicole Dietz und Ensemble Theaterakademie Studiobühne 14 + Regie Nicole Dietz

Do 26. Sep 2019 Die Zertrennlichen von Fabrice Melquiot Kleine Bühne 10 + Regie Wojtek Klemm

Sa 23. Nov 2019 Pluck DSE nach dem Roman „Pluck mit dem Kranwagen“ von Annie M. G.Schmidt Schauspiel Große Bühne 6 + Regie Jos van Kan

Schauspiel

Fr 27. Sep 2019 WiLd! von Evan Placey Schauspiel Kleine Bühne 8 + Regie Nils Zapfe Fr 27. Sep 2019 Die Sprache des Wassers nach Sarah Crossan Schauspiel Kleine Bühne 12 + Regie Wojtek Klemm Sa 28. Sep 2019 Patricks Trick von Kristo Šagor Schauspiel Kleine Bühne 8 + Regie Nils Zapfe Fr 25. Okt 2019 Ecotone AT UA von Ariel Doron Puppentheater Studiobühne 14 + Regie Ariel Doron

Fr 29. Nov 2019 Däumelinchen UA nach Hans Christian Andersen Puppentheater und Schauspiel Kleine Bühne 4 + Regie Christoph Levermann Sa 25. Jan 2020 Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß UA nach Manja Präkels Schauspiel Kleine Bühne 14 + Regie Nils Zapfe Sa 07. Mrz 2020 Movie Star UA nach dem Roman von Raziel Reid Schauspiel Kleine Bühne 14 + Regie Matthias Köhler Sa 21. Mrz 2020 Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel nach Franz Fühmann Puppentheater Studiobühne 8 + Regie Julia Brettschneider

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Sa 04. Apr 2020 Das Dschungelbuch UA nach Rudyard Kipling Schauspiel und Puppentheater Große Bühne 8 + Regie Moritz Sostmann Sa 25. Apr 2020 Gertrude UA von Thomas Freyer nach dem Roman „Gertrude ­Grenzenlos“ von Judith Burger Schauspiel Große Bühne 10 + Regie Jan Gehler Fr 08. Mai 2020 Willkommen im Multiversum! UA ein partizipatives Live-Game in ­parallelen Welten von komplex­brigade und ­Ensemble Theaterakademie Studiobühne 12 + Regie ­komplexbrigade Do 14. Mai 2020 tjg. tak-ticker 2020 UA drei Projekte von und mit ­Jugend­lichen Theaterakademie ­Probebühne der Theaterakademie 14+ Sa 06. Jun 2020 Entwischt! – Ausbruch der Farben AT UA von Ivana Sajević Puppentheater Sonnenhäusel im Großen Garten 4 + Regie Ivana Sajević So 07. Jun 2020 Das doppelte Lottchen nach Erich Kästner eine Koproduktion mit dem Zoo Dresden Schauspiel Freilichtbühne im Zoo Dresden 6 + Regie Jule Kracht


Pre mieren

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Marco Polo UA nach Tagebuchfragmenten Marco Polos Premiere Sa 31. Aug 2019 Puppentheater Kleine Bühne 10 +

Wer und wo war Marco Polo wirklich? Welchen Geheimnissen war er auf der Spur? Zerfledderte lose Seiten seines Tagebuches belegen, dass Marco Polo mit 17 Jahren als junger Händler aus Venedig nach Akkon, Bagdad, Afghanistan und sogar bis ins fernöstliche China reist. In der Wüste Gobi befallen ihn Zweifel und Heimweh. Doch die Neugier und seine Berufung als Händler siegen: Mit ­frischer Kraft setzt Marco seinen Weg fort und versucht heraus­ zufinden, wie die edle Seide produziert wird und in welchem Land die Nudel entstand in China oder Italien? Acht Regisseur*innen der Werkstatt Regie und Objekt folgen ­gemeinsam mit dem Puppenspieler*innen-Ensemble des tjg. der historisch vielschichtigen Figur Marco Polo und reflektieren ­unseren durch ihn geprägten Blick aufs Reisen und die Kulturen der verschiedenen Orte heute. ­#tjgmarcopolo Künstlerische Leitung Astrid Griesbach Regie Friederike Förster, Sarah John, Julia Kneussel, Christoph Levermann, Nora Otte, Andreas Pfaffenberger, Yoshii Riesen, Johanna Zielinski Bühne, Kostüme, Puppen und Objekte Grit Wendicke Dramaturgie Ulrike Carl Theaterpädagogik Dorothee Paul Die acht Regisseur*innen besuchen seit September 2018 die durch den Theaterpreis des Bundes finanzierte Werkstatt Regie und Objekt, eine Fortbildung für Puppen-und Objekttheaterregie des tjg. in Kooperation mit der Hochschule für Schauspiel „Ernst Busch“, Abteilung Zeitgenössische Puppenspielkunst. Unter der künstlerischen Leitung von Astrid Griesbach und zu einem mit dem tjg. entwickelten Curriculum folgt auf Blockveranstaltungen zu Theorie und Praxis des Puppen- und Objekttheaters die Abschlussinszenierung „Marco Polo“. Astrid Griesbach ist freischaffende Regisseurin und Professorin für zeitgenössische Puppenspielkunst an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. 2001-2003 war sie künstlerische Leiterin des Theaters Wismar und 2009-2011 Leitungsmitglied von Theater & Philharmonie Thüringen. Sie inszeniert u.a. in Berlin, Frankfurt/Oder, Gelsenkirchen, Heilbronn, Koblenz und Wien. Dem tjg. ist sie seit 2003 verbunden, zuletzt ­inszenierte sie „Klassiker, sämtliche“.

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Daniil Shc hapov Pu p p e n s p ieler


Gre

gor

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aus

piel

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Die Zertrennlichen von Fabrice Melquiot aus dem Französischen von Leyla-Claire Rabih und Frank Weigand Premiere Do 26. Sep 2019 Schauspiel Kleine Bühne 10 +

Sabah und Romain spielen täglich miteinander. Am liebsten stellen sie sich vor, sie wären jemand ganz anderes: So wird aus Romains Schaukelpferd ein wilder Präriehengst und aus Sabah eine stolze Sioux. Oder sie treffen sich im Dickicht vor der Stadt und (er)finden einen magischen Hirsch. Romains ­Eltern verfolgen diese Freundschaft misstrauisch, ihrer Ansicht nach hat eine französische ­Familie keine algerischen Freunde. ­Immer weiter spitzt sich der Konflikt zu. Die Kinder müssen sich fügen: Was untrennbar war, wird plötzlich zerrissen. Für sein Stück erhielt der französische Theatermacher Fabrice Melquiot den Deutschen Kindertheaterpreis 2018. In der Jury­ begründung heißt es: „Ein vielschichtiges Drama zweier Kinder aus verschiedenen Welten, in dem die Eltern versuchen, ihren Alltags­ rassismus auf ihre Kinder zu übertragen, obwohl die sich in inniger Freundschaft zugetan sind.“ #tjgzertrennlichen Regie Wojtek Klemm Bühne und Kostüme Konstanze Grotkopp Dramaturgie Christoph Macha Theaterpädagogik Sophia Keil Wojtek Klemm, geboren 1972 in Warszawa, 1985 nach Deutschland emigriert, studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin und arbeitet seit 2005 als freier Regisseur in Polen, Israel und im gesamten deutschsprachigen Raum, u. a. am Deutschen Theater Berlin, an der Volksbühne Berlin, am Schauspiel Stuttgart und dem Theater Neumarkt in Zürich, am tjg. inszenierte er Wzuletzt „König Macius der Erste“.

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Alex

ande

r Seh

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Ulrich Wenzke

Schauspieler


Carlos Praetorius

Schauspieler


Uwe Stein bach

Pu p p e n s p

ieler


WiLd! von Evan Placey aus dem Englischen von Frank Weigand Premiere Fr 27. Sep 2019 Schauspiel Kleine Bühne 8 +

Billy ist ein besonderer Junge, dabei will er es gar nicht sein. Er will gern in der Schule stillsitzen, es gelingt ihm einfach nicht. Im Fußball würde er sich gern nur auf den Ball konzentrieren und nicht immer mit den anderen in Streit geraten. Wieso reden seine Eltern und die Lehrerin immer darüber, dass er „krank“ ist? Nur bei seinen Bienen geht es Billy gut, denn das hastige Wirrwarr des großen Insektenvolks fühlt sich wie sein Inneres an. Fünf Prozent aller Kinder in Deutschland leben mit der Diagnose ADHS und dem Druck, in einer Gesellschaft und einem Schul­ system „funktionieren“ zu müssen. In dem Stück des britischen Autors wird dieses Krankheitsbild von vielen Seiten beleuchtet, aus der Sicht der Eltern, der Lehrer*innen, der Mitschüler*innen, aber vor allem aus der Perspektive eines Betroffenen. #tjgwild Regie Nils Zapfe Bühne und Kostüme Konstanze Grotkopp Dramaturgie Christoph Macha Theaterpädagogik Nicole Dietz Nils Zapfe ist seit 2016 Hausregisseur am tjg. theater junge generation. Er studierte an der Westfälischen Schauspielschule Bochum und spielte an den Theatern in Bielefeld, Magdeburg, Bochum und Wuppertal. Seit 2011 ist er Mitglied des PuppenPerformanceKollektivs LOVEFUCKERS. Von 2012 bis 2014 leitete er die „Spielstätte Stadt“ am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Als Regisseur arbeitet er auch am Staatstheater Braunschweig, am Theater Bielefeld und an den Sophiensaelen Berlin.

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Paul Olde n b u rg Schauspie ler


Marja Hofmann

Schauspielerin


Die Sprache des Wassers nach Sarah Crossan aus dem Englischen von Cordula Setsmann in einer Fassung von Sylvia Sobottka für das THEATER AN DER PARKAUE – Junges Staatstheater Berlin Premiere Fr 27. Sep 2019 Schauspiel Kleine Bühne 12 +

Kasienkas Welt ist aus den Fugen: Nachdem ihr Vater überraschend die Familie verlassen hat, zieht ihre Mutter mit Kasienka von Polen nach England, um ihn zu suchen. Es ist nicht einfach für das zwölfjährige Mädchen, sich in der fremden Umgebung, der neuen Klasse und der anderen Sprache zurecht zu finden. In der Schule wird sie zurückgestuft und gemobbt. Ihre Mutter, besessen von der Suche nach dem Vater, hat kein Ohr für Kasienkas Sorgen. Erst als sie sich auf etwas besinnt, was sie wirklich gut kann, findet Kasienka zu Kraft und Selbstvertrauen zurück. Im Schwimmbad fühlt sie sich zu Hause, im Wasser geborgen und frei: „Das Wasser ist eine eigene Welt, ein Land mit einer eigenen Sprache und die spreche ich fließend.“ Sehr poetisch erzählt Sarah Crossan vom Gefühl der Fremdheit und von Identitätsverlust, aber auch davon, wie Kasienka einen eigenen Weg findet, sich an die neue Situation anzupassen und ­­zugleich sich selbst treu zu bleiben. #tjgwasser Regie Wojtek Klemm Bühne und Kostüme Konstanze Grotkopp Dramaturgie Ulrike Leßmann Theaterpädagogik Anna Lubenska

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Ulrike Sperberg

Schauspielerin


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Patrick Bo rck Pu p p e n s p ieler


Patricks Trick von Kristo Šagor Premiere Sa 28. Sep 2019 Schauspiel Kleine Bühne 8 +

Patrick hätte wirklich gern einen Bruder. Eigentlich einen coolen und großen, notfalls aber auch einen etwas kleineren. Nun bekommt seine Mutter ein Baby. Aber irgendetwas stimmt nicht. Statt mit ihm zu reden, verschanzen sich seine Eltern nachts in der Küche und flüstern. Da muss Patrick einfach lauschen. Und so hört er Dinge, die er nicht versteht und die ihn verunsichern: Warum wird sein Bruder vielleicht nicht sprechen lernen, was heißt Trisomie und was genau bedeutet „behindert“? Patrick macht sich auf die Suche nach Antworten und findet einen Weg, sich unabhängig von seinen Eltern eine eigene Meinung zu bilden. In „Patricks Trick“ wird das vielschichtige Thema Behinderung aus der Perspektive eines elfjährigen Kindes verhandelt. Durch sein unbefangenes Herangehen stellt Patrick gesellschaftliche Klischees und Zuschreibungen infrage und erlebt, dass sein gesamtes Umfeld vielfältiger ist, als er zunächst selbst gedacht hätte. #tjgtrick Regie Nils Zapfe Bühne und Kostüme Konstanze Grotkopp Dramaturgie Ulrike Carl Theaterpädaogik Nicole Dietz

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Ecotone AT UA von Ariel Doron Premiere Fr 25. Okt 2019 Puppentheater Studiobühne 14 +

Die Tür steht offen: vielleicht nur einen Spalt breit, vielleicht ganz weit. Sind wir Zuschauer*innen eingeladen einzutreten? Hinein in eine Welt, die nicht die unsere ist. Wir sehen uns um: Wo sind wir hier? Welche Regeln gelten? Und wer bestimmt sie? Sind wir willkommene Gäste oder störende Eindringlinge? Was wird hier auf uns zukommen? Welche Spuren werden wir hinterlassen? Nach seiner vielbeachteten Inszenierung „Besuchszeit vorbei“ unter­sucht der Regisseur Ariel Doron auch in seiner zweiten Arbeit am tjg. das Spannungsfeld zwischen sozialen Konventionen und individuellem Handeln. Er konfrontiert das Publikum bewusst mit Irritationen des eigenen Selbstverständnisses und der zugewiesenen Rolle. Dabei fragt er nach unserer globalen Verantwortung in einer Welt, in der wir alle nur zu Gast sind. #tjgecotone Regie Ariel Doron Bühne, Kostüme, Puppen und Objekte Josephine Enders Dramaturgie Ulrike Leßmann Theaterpädagogik Dorothee Paul

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Ariel Doron studierte Figurenspiel an der School of Visual Theatre Jerusalem sowie Film an der Universität Tel Aviv. Die Produktionen „Pinhas!“ und „Plastic Heroes“ touren auf Festivals in ganz Europa und in Asien. Als Puppenspieler arbeitet er auch für Film und Fernsehen – u.a. als Spieler von Elmo in der israelischen „Sesamstraße“. Seit 2016 lebt Ariel Doron in Deutschland, inszenierte am Maxim Gorki Theater Berlin, an der Schauburg München, am Figurentheaterzentrum Stuttgart und am tjg. zur Eröffnung des Kraftwerk Mitte „Besuchszeit vorbei“.


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Susan Weilandt

Schauspielerin


Moritz Schwerin

Puppenspieler


What ever love means UA ein Forschungsprojekt zur Liebe und zum Lieben Premiere Fr 08. Nov 2019 Theaterakademie Studiobühne 14 +

von Nicole Dietz und Ensemble

Was ist das, Liebe? Schmetterlinge im Bauch, auf Wolke Sieben schweben, ein Gefühl von tiefer Verbundenheit mit (nur) einem einzigen Menschen? Oder doch nur eine Ansammlung von Hormonen, die für kurze Zeit verrückt spielen? Neuronale Verkettungen im Gehirn, die einen glauben machen, man wolle nur den oder die eine*n, jetzt und für immer? Die Spieler*innen der Theaterakademie holen die Liebe aus dem siebenten Himmel auf den Boden der Studiobühne. Sie befragen ihre Eltern, Großeltern und Geschwister. Schauen sich an, was Hollywood zur Liebe zu sagen hat. Überprüfen Liebesrituale und romantische Vorstellungen. Spinnen Utopien, wie, wen und wieso sie lieben (wollen). #tjglove Regie Nicole Dietz Bühne und Kostüme Melanie Kintzinger Dramaturgie Ulrike Leßmann Theaterpädagogik Anna Lubenska Nicole Dietz studierte Erziehungswissenschaften und Performance Studies an der Universität Hamburg. Stationen ihrer Arbeit waren das Thalia Theater Hamburg und das THEATER AN DER PARKAUE – Junges Staatstheater Berlin. Sie realisierte Projekte mit Jugendlichen am Landestheater Linz und arbeitete als feste Theaterpädagogin am Oldenburgischen Staatstheater. Von 2013 bis 2019 war sie als Theaterpädagogin und Dramaturgin am Jungen Schauspielhaus Hamburg beschäftigt. Seit 2019 ist sie am tjg. engagiert.

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Adrienne Lejko Schauspie lerin


Julian Leh

r

Schauspie

ler


Pluck DSE nach dem Roman „Pluck mit dem Kranwagen“ von Annie M. G. Schmidt aus dem Niederländischen von Rosel Oehlke in einer Fassung von Felicitas Loewe und Jos van Kan Premiere Sa 23. Nov 2019 Schauspiel Große Bühne 6 +

Im Turmzimmer eines Hochhauses findet Pluck ein Zuhause und trifft dort auf viele neue Nachbar*innen: Sein Zimmergenosse wird der genügsame Kakerlak Zaza, den Pluck vor der putzwütigen Frau Sauberer rettet. Im 20. Stock wohnt Vater Stampfer mit seinen sechs Stampferchen auf einem geräuschdämpfenden Matratzen­ lager. Buchhändler Feder hat seinen Laden im Erdgeschoss und steht Pluck wie die Taube Dolly mit Rat und Tat zur Seite. Als der verwilderte Turtelgarten im nahegelegenen Stadtpark mit der Planier­raupe plattgemacht werden soll, ist es Herr Feder, der Pluck zum Klausler nach einem Ableger des geheimnisvollen Hasselstrauchs schickt. Die Hasselbeeren verführen alle Erwachsenen zum Spielen und retten nicht nur den Turtelgarten, sondern ermöglichen am Ende auch noch ein rauschendes gemeinsames Weihnachtsfest im Hochhaus. Annie M.G. Schmidts niederländischer Kinderbuchklassiker von 1971 schafft mit dem alterslosen Jungen Pluck einen unfreiwilligen Helden, der die skurrilen Eigenbrötler*innen seiner Umgebung zu einer Gemeinschaft verbindet und sie animiert, sich gegenseitig in ihrer Unterschiedlichkeit anzuerkennen und sich für andere Menschen und Tiere in Gefahr einzusetzen. #tjgpluck Regie Jos van Kan Bühne und Kostüme Grit Dora von Zeschau Dramaturgie Ulrike Carl Theaterpädagogik Sophia Keil

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Jos van Kan inszenierte seit 1987 über 80 Produktionen in allen Theatergenres in den Niederlanden, Singapur und Taiwan. In Deutschland arbeitete er u. a. in Potsdam, Schwerin und Braunschweig. Als Koproduktion mit der Staatsoperette Dresden inszenierte er am tjg. zuletzt „The Black Rider“.


Däumelinchen UA nach Hans Christian Andersen aus dem Dänischen von Julius Reuscher in einer Fassung von Christoph Levermann und Christoph Macha Premiere Fr 29. Nov 2019 Puppentheater und Schauspiel Kleine Bühne 4 +

Lange schon hatte sich ihre Mutter ein Kind gewünscht. Also bat sie eine Zauberin um Hilfe und so stieg eines Tages aus einer magischen Blüte ein winziges Mädchen – Däumelinchen. Schon bald wird sie von einer Kröte verschleppt, dann von Fischen gerettet, von einem Maikäfer angehimmelt, von einem Schmetterling auf den Flügeln mitgenommen, bei einer Feldmaus zur Arbeit gezwungen… Doch was will Däumelinchen selbst? Braucht sie zum glücklichen Leben eine*n Partner*in an ihrer Seite? Welcher Arbeit will sie nachgehen? Wie soll ihr Leben aussehen? In Dänemark 1835 veröffentlicht, ist die Geschichte vom daumen­ großen Mädchen und ihrem Weg zur Frau zu einem Klassiker geworden. In dieser Inszenierung werden die verschiedenen Reise­ gefährt*innen Däumelinchens durch unterschiedliche Puppenarten zum Leben erweckt. #tjgdäumelinchen Regie Christoph Levermann Bühne und Kostüme Henriette Hübschmann Puppen Claudia Götz Dramaturgie Christoph Macha Theaterpädagogik Anna Lubenska Christoph Levermann, geboren 1984, studierte Puppenspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Von 2014 bis 2017 war er als Puppenspieler am tjg. engagiert, seitdem arbeitet er freischaffend, u. a. in Berlin, Köln und Kapstadt. In der letzten Spielzeit nahm er an der Werkstatt Regie und Objekt am tjg. teil, inszeniert einen Teil des Abschlussprojekts „Marco Polo“ und führt nun erstmals eigenständig Regie.

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Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß UA nach Manja Präkels in einer Fassung von Nils Zapfe Premiere Sa 25. Jan 2020 Schauspiel Kleine Bühne 14 +

Als Kinder waren sie Freunde: Mimi und Oliver haben in der ostdeutschen Provinz zusammen Fußball und Skat gespielt, am Flussufer geangelt und sich bei Familienfeiern heimlich an Omas Schnapskirschen berauscht. Mit dem Mauerfall zerbricht ihre Freundschaft. Oliver, der sich sehr bald nur noch Hitler nennen lässt, wird Anführer einer Gruppe rechtsradikaler Skinheads, die sowohl den örtlichen Drogenhandel als auch die öffentlichen Plätze der kleinen Stadt kontrollieren. Alleingelassen von den Erwachsenen und den staatlichen Institutionen ist Mimi zunehmend auf der Flucht vor der Brutalität ihres ehemaligen Freundes. Manja Präkels stellt in ihrem 2018 mit dem Deutschen Jugend­ literaturpreis ausgezeichneten Roman eine Generation ins Zentrum, die in einem politischen System aufwächst und in einem anderen erwachsen werden muss. Ihre exemplarischen Beschreibungen sozialer Auflösungsprozesse weisen dabei über die Wende - und Nachwendezeit direkt in unsere Gegenwart. #tjgkirschen Regie Nils Zapfe Bühne Konstanze Grotkopp Dramaturgie Ulrike Leßmann Theaterpädagogik Dorothee Paul

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Babette K uschel Schauspie

lerin


Florian Thongsap Welsch

Schauspieler


Movie Star UA nach dem Roman von Raziel Reid aus dem Englischen von Peter Peschke in einer Fassung von Matthias Köhler Premiere Sa 07. Mrz 2020 Schauspiel Kleine Bühne 14 +

Von seinen Mitschüler*innen wird er nur Judy genannt, dabei ist sein Name Jude. Jude ist schwul und liebt schrill-feminine Auftritte. Den Ausgrenzungen und den Beleidigungen, die er erlebt, begegnet er mit Stolz. In seiner Fantasie wird für ihn der triste Familienalltag und die feindliche Schulumgebung zu einem Laufsteg – zum Filmset, wo er der Star ist und um die Liebe eines Jungen kämpft, der ihm in der Realität nur mit Verachtung begegnet. Selbst über die unerträglichsten Situationen streut Jude eine Prise imaginären Glitzer und nimmt für sich in Anspruch selbst zu ­definieren, wer er ist und wer er sein will. 2008 wurde in Kalifornien der fünfzehnjährige Larry King von einem Mitschüler erschossen, nachdem Larry ihn gefragt hatte, ob er mit ihm zum Valentinsball geht. In Auseinandersetzung mit diesem Verbrechen schuf der kanadische Autor Raziel Reid einen ebenso radikalen wie berührenden Roman. Schon der Anspruch Judes auf Selbstbestimmung jenseits der Geschlechternormen reicht aus, um ihm die Existenzberechtigung abzusprechen und lässt uns alle ahnen, wie dünn das zivilisatorische Eis unseres ­Zusammenlebens ist. #tjgmoviestar Regie Matthias Köhler Dramaturgie Christoph Macha Theaterpädagogik Nicole Dietz Matthias Köhler studierte Theaterwissenschaft und Angewandte Kunst in Wien. Von 2013 bis 2016 war er am Schauspiel Köln als Regieassistent engagiert, erste Regiearbeiten entstanden. Er leitete die Außenspielstätte „Britney“ des Schauspiel Köln. Als freischaffender Regisseur inszenierte er mehrfach in Köln, in Wien und ­Meiningen.

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owitsch Gina Mark

Schauspie

lerin


Bettina Sรถrgel

Schauspielerin

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Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel nach Franz Fühmann in einer Fassung von Julia Brettschneider Premiere Sa 21. Mrz 2020 Puppentheater Studiobühne 8 +

Welches Wort trägt fünfmal den Buchstaben A in sich, welches zwölfmal ein E – kennst Du die Geschichte von der Schneeseerehkleefee und ihren körperlichen Beschwerden? Was für ein Tier steckt im Schlamm, welcher Name in Pionierwinterlager? Was ist ein Kugelwort? Solche Sprachspiele und Rätsel vertreiben Jens und seinen Freund*innen bei Regenwetter die Langeweile, bis eine Stimme aus dem Radio zu ihnen spricht und unerwartete Gäste eintreffen. Franz Fühmanns DDR-Kinderbuchklassiker erscheint 1978 im Jahr von Sigmund Jähns erstem Weltraumflug und bietet seinen Rezipient*innen interaktiven sprachlichen Denksport über alle Zeitund Raumgrenzen hinweg. Wie viel Freiheit und Anarchie in diesen Sprachspielen damals steckte und heute immer noch zu finden ist, untersucht Regisseurin Julia Brettschneider dreißig Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung mit Objekten aus der DDR. #tjgbabel Regie Julia Brettschneider Bühne, Kostüme und Objekte Ulrike Kunze Dramaturgie Ulrike Carl Theaterpädagogik Anna Lubenska Julia Brettschneider studierte Anglistik und Germanistik in Hamburg und von 2001 bis 2004 an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin Puppenspiel. Von 2006 bis 2012 war sie als Schau- und Puppenspielerin am Theater Aachen engagiert. Mit ihrem Kindertheater-Performance-Kollektiv ZIRKUSMARIA realisiert sie seit 2009 eigene Projekte. Sie ist Mitglied der Klezmer-Punk-Band Trio Igra, am tjg. war sie M ­ usikerin in der Inszenierung „Die feuerrote Blume“.

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Das Dschungelbuch UA nach Rudyard Kipling aus dem Englischen von Curt Abel-Musgrave in einer Fassung von Gabriele Hänel Premiere Sa 04. Apr 2020 Schauspiel und Puppentheater Große Bühne 8 +

Eines Tages war Mowgli einfach da: klein, nackt und vollkommen hilflos mitten im Dschungel. Der Tiger Shere Khan hat ihn in diese archaische Welt verschleppt und die Wolfseltern bieten ihm rettenden Unterschlupf. So wächst Mowgli in deren Rudel auf, jagt mit seinen Wolfsbrüdern, lernt sich mit allen Tieren zu verständigen und bewegt sich ohne Angst durch den Urwald. Vom Bären Baloo lernt er die Gesetze der Natur, von der Pantherin Bagheera Diplomatie im Umgang mit anderen, von seiner Wolfsmutter Raksha die Nächstenliebe. Mowgli ist sich sicher, dass er in den Dschungel ­gehört und muss doch erfahren, dass er für die anderen fremd bleibt. Und Shere Khan, der ihn nie vergessen hat, fordert seine Beute… In der fantastischen Dschungelwelt mit sehr eigenwilligen Charakteren werden immer wieder angeblich menschliche Tugenden und Wahrheiten durch die Tiere und auch Mowgli selbst be- und hinter­fragt. Welche Gesetze brauchen wir? Und wie können wir mit der Natur in Einklang leben? #tjgdschungelbuch Regie Moritz Sostmann Dramaturgie Ulrike Leßmann Theaterpädaogik Nicole Dietz Moritz Sostmann studierte Puppenspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Seit 2005 führt er überwiegend Regie und vereint in seinen Arbeiten Schauspiel und Puppentheater. Seit 2013 ist er Hausregisseur am Schauspiel Köln, arbeitet weiterhin am Puppentheater Magdeburg und dem Schauspiel Leipzig. Dem tjg. ist er seit Jahren als Gast verbunden, er inszenierte hier in der letzten Spielzeit „Ginpuin – Auf der Suche nach dem großen Glück“.

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Gertrude UA

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von Thomas Freyer nach dem Roman „Gertrude Grenzenlos“ von Judith Burger Premiere Sa 25. Apr 2020 Schauspiel Große Bühne 10 +

„Gertrude – wer heißt denn schon Gertrude?“, fragt sich Ina, als die Lehrerin eines Morgens die neue Mitschülerin der Klasse vorstellt und neben Ina platziert. Gertrude trägt Westklamotten, hat ein umwerfendes Lächeln und ist nach einer Dichterin benannt, die in den USA gelebt hat. Ihr Vater ist Schriftsteller und die Familie hat einen Ausreiseantrag gestellt, was sie in der DDR zu Staatsfeind*innen und Gertrude in der Schule zur Außenseiterin macht. Entgegen aller Verbote und sehr unterschiedlicher Lebenswelten werden Ina und Gertrude beste Freundinnen. Mit dem Codewort „Kommando Rose“ plant Ina eine wahrlich pionierhafte Aktion, die Anerkennung für Gertrude durchsetzt und für positive Schlagzeilen sorgt. In der Bühnenbearbeitung des Dramatikers Thomas Freyer von Judith Burgers erstem Roman „Gertrude Grenzenlos“ verleihen Freundschaft und gegenseitige Loyalität den beiden Mädchen den Mut, sich gegen die staatlichen Repressionen zur Wehr zu setzen. #tjggertrude Regie Jan Gehler Bühne und Kostüme Grit Dora von Zeschau Dramaturgie Christoph Macha Theaterpädagogik Dorothee Paul Jan Gehler, geboren 1983 in Gera, studierte an der Universität Hildesheim. Von 2009 bis 2011 war er Regie­ assistent am Staatsschauspiel Dresden, hier inszenierte er die Uraufführung von „Tschick“. Von 2013 bis 2016 war er Hausregisseur am Staatsschauspiel Dresden. Weitere Arbeiten führten ihn ans Volkstheater München, ans Maxim Gorki Theater Berlin, ans Thalia Theater Hamburg, ans Schauspiel Stuttgart und auch immer wieder ans tjg., hier inszenierte er zuletzt die Uraufführung „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“.


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Willkommen im Multiversum! UA ein partizipatives Live-Game in parallelen Welten Premiere Fr 08. Mai 2020 Theaterakademie Studiobühne 12 +

von komplexbrigade und Ensemble

Stell Dir vor, es gäbe nicht nur ein Universum, nicht nur eine Erde, nicht nur ein Dresden! Stell Dir vor, es gäbe tausende „Ausgaben“ Deines eigenen Ichs! Gäbe es eine Version der Menschheit, die besser wäre als unsere hier? Und wie hängen diese unendlichen Möglichkeiten miteinander zusammen? In der Physik, in der Philosophie und in der Science Fiction wurde für dieses Gedankenexperiment das Konzept des Multiversums entwickelt also viele Welten, die sich gleichzeitig ähneln und komplett unterscheiden. Spieler*innen der Theaterakademie laden das Publikum ein, das sogenannte Multiversum zu entdecken und die Grenzen der Vorstellungskraft neu auszuloten. #tjggaming Regie komplexbrigade (Caspar Bankert, Hannes Kapsch, Moritz Schwerin) Dramaturgie Tabea Hörnlein Theaterpädagogik Sophia Keil Nach dem Studium der Puppenspielkunst an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin vereinten sich die drei Puppenspieler Caspar Bankert, Hannes Kapsch und Moritz Schwerin zu dem interdisziplinären Kollektiv komplexbrigade, welches sich künstlerisch und ästhetisch an der Schnittstelle zwischen Theater, Installation und Computerspiel einordnet. Nach diversen Inszenierungen am Ballhaus Ost und der Schaubude in Berlin, an den Theatern Chemnitz und am Theater Erlangen arbeiten sie nun erstmals in Dresden. Hannes Kapsch und Moritz Schwerin sind am tjg. fest engagiert.

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tjg. tak-ticker 2020 UA drei Projekte von und mit Jugendlichen Premiere Do 21. Mai 2020 Theaterakademie Probebühne der Theaterakademie 14 +

Wir geben unsere Bühne für Inszenierungen von Jugendlichen frei, die sich künstlerisch-forschend mit dem Spielzeitmotto „Anders leben als Du“ auseinandersetzen. Die Theaterakademie begleitet drei Jugendliche und ihre Ensembles auf dem Weg, eine eigene Inszenierung zur Premiere zu bringen. Nach der Bewerbung mit einer Idee werden die Teams von Theaterpädagog*innen methodisch gecoacht und von einer Dramaturgin inhaltlich begleitet. Zwei Showings im Laufe der Probenzeit öffnen den künstlerischen Prozess gegenüber den festen Ensemblemitgliedern des tjg., die anschließend auch Pat*innenschaften für ­eines der Projekte übernehmen. Gemeinsam feiern die drei Projekte an einem Abend Premiere. #takticker Regie drei Jugendliche Dramaturgie Tabea Hörnlein Schon über 20 tjg. tak-ticker-Produktionen konnten ihre Premiere feiern. Einige der damaligen Jugendlichen studieren mittlerweile an renommierten Hochschulen und Universitäten, wie der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin, der Universität Hildesheim oder in Gießen Angewandte Theaterwissenschaften.

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Lola Mercedes Wittstamm

Schauspielerin

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Puppenspielerin

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Alina Weber


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Ulrike Schuster

Puppenspielerin


Entwischt! – Ausbruch der Farben AT UA von Ivana Sajević Premiere Sa 06. Jun 2020 Puppentheater Sonnenhäusel im Großen Garten

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Jonathans Farben haben die Nase voll und reden wild durcheinander: Einigen ist langweilig, die anderen schuften bis zum ­Umfallen, ein Stift fühlt sich verkannt und andere liegen unversöhnlich im Streit. Warum sollen sie eigentlich immer malen, wie und was ­Jonathan ihnen vorschreibt?! Sie wollen doch etwas ganz anderes! Pink möchte mal die Ritterrüstung malen, Blau findet Dinosaurier interessanter als das Meer, Grün hat die Nase voll von Bäumen und Beige will nicht immer nur den Weg ausfüllen. Sollen sie tauschen? Streiken? Oder einfach abhauen? Und plötzlich sitzt Jonathan ratlos vor dem leeren Blatt und fragt sich, wie er seine Farbstifte ­wieder für sich gewinnen kann. Die Bühne des Sonnenhäusels wird mithilfe von Regisseurin Ivana Sajević zum Ort wilder Kleckseleien, bunter Farbspritzer, grober und zarter Striche sowie großer, jedes Mal neu entstehender Bilder. Dort provozieren die sich verweigernden Stifte den anderen Blick auf die Abbildung von Welt, Farbsymbolik, Farbklischees und halten ein Plädoyer für die Freiheit (in) der Kunst. #tjgfarben Regie Ivana Sajević Dramaturgie Ulrike Carl Theaterpädagogik Nicole Dietz Ivana Sajević studierte Theaterwissenschaft, Ethnologie und Geschichte mit den Schwerpunkten Stereotypenund Konfliktforschung. Von 2005 bis 2009 studierte sie Puppenspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Sie war bis 2019 am Puppentheater Halle und 2012 bis 2015 am tjg. engagiert, wo sie auch „Doing it“ inszenierte. 2009 gründete sie die Performancegruppe LOVEFUCKERS und ist seitdem als freiberufliche Performerin in Europa unterwegs.

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Das doppelte Lottchen nach Erich Kästner in einer Fassung von Henning Bock und Jürgen Popig eine Koproduktion mit dem Zoo Dresden Premiere So 07. Jun 2020 Schauspiel Freilichtbühne im Zoo Dresden 6 +

Zwillinge! Obwohl man auf den ersten – und auch auf den zweiten Blick – die Mädchen nicht unterscheiden kann, wussten sie nichts voneinander. Erst im Sommerferienlager lernen sie sich kennen und lieben. Während Luise eher eigenwillig und laut ist, scheint Lotte das Gegenteil: höflich und bescheiden. Beide leben jeweils mit einem Elternteil; Luise bei ihrem Vater in Wien und Lotte bei ihrer Mutter in München. Wie kam es dazu? Und wäre es nicht mal an der Zeit, ihre Mutter bzw. ihren Vater kennenzulernen? Also beschließen sie einen Tausch: Aus Luise wird Lotte und aus Lotte Luise. Schon in den 1940er Jahren hatte Kästner die Idee für diesen besonderen „Familientausch“, in dem unterschiedliche Lebensentwürfe aufeinanderprallen. 1949 erschien dann das Buch, wurde mehrfach verfilmt und erobert in einer Theaterfassung mit viel Musik und Sommerferiencharme die Bühne im Dresdner Zoo. #tjglottchen Regie Jule Kracht Dramaturgie Christoph Macha Theaterpädagogik Anna Lubenska Jule Kracht, geboren 1977, studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover und war anschließend zehn Jahre Ensemblemitglied am Kinder- und Jugendtheater Schnawwl am Nationaltheater Mannheim. Dort entstanden auch erste Regiearbeiten. Seit 2013 arbeitet sie als freie Regisseurin, u. a. am Staatstheater Mainz, am Staatstheater Darmstadt, an der Schauburg München und am tjg., hier inszenierte sie zuletzt „Drei miese, fiese Kerle.“

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Weitere Vorhaben und Extras zum

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Internationaler Dresden ­Dialog 2019 Neue Heimat New Home: Suchen, Debattieren und Finden Do 26. Sep – Sa 28. Sep 2019

Der Heimatbegriff hat Konjunktur. Was aber denken Jugendliche aus Dresden und Europa, die global durch die neuen Medien vernetzt sind? Wie verstehen sie Heimat und wie stellen sie sich diese in der Zukunft vor? Heimat geht nicht allein; oder doch? Und kann man Heimat planen und erschaffen? In verschiedenen Themensalons, Workshops, Vorträgen und moderierten Diskussionsformaten werden sich Jugendliche aus Europa und Dresden sowie Politiker*innen, Mitarbeiter*innen von Verwaltungen und Kulturschaffende dem Thema „Neue Heimat“ kreativ widmen. Was können und müssen ­Politiker*innen von heute verstehen, um die Stadt von morgen zukunftsfähig zu gestalten? Maßgeblich vorbereitet wird die Konferenz durch das Jugendkuratorium des Dresdner Kulturhauptstadtbüros. Bereits seit Februar 2019 haben sich Jugendliche in verschiedenen künstlerischen Formaten mit dem Themenkomplex auseinandergesetzt. Ein Teil des Jugendkuratoriums hat in diesem Kontext in der tjg.-Theaterakademie unter Leitung der Choreografin Helena Fernandino gearbeitet. #DD2025 #IDD2019

70 Stadträt*innen treffen 70 Noch-Nicht-Wähler*innen

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eine künstlerische Begegnung zwischen Kommunalpolitiker*innen und Kindern Sa 02. Nov 2019

Das tjg. wird 70 Jahre! 70 Jahre Kunst für Kinder und Jugendliche auf unseren Bühnen. 70 Jahre Begegnungen mit unserem Publikum. 70 Jahre Auseinandersetzung mit den Lebensrealitäten von Kindern und Jugendlichen. Diese Tradition wollen wir fortsetzen und anlässlich unseres 70. Geburtstags Kindern- und Jugendlichen einmal mehr im gesellschaftlichen Diskurs eine Stimme geben. Wir laden alle Mitglieder des Dresdner Stadtrates ein, die Sicht von Kindern auf die Stadtgesellschaft kennenzulernen: Kinder formulieren Thesen, führen Streitgespräche und stellen sich der Diskussion. Wie sehen sie ihre Stadt? Was fehlt und was brauchen sie hier in der Zukunft? Diese Fragen sind Ausgangspunkt gemeinsamer intergenerativer Gespräche – Begegnungen zwischen Erzählcafé und Speeddating. 53


Mars 25 internationale Zukunftskonferenz mit Jugendlichen aus St. Petersburg und Dresden Apr 2020

Lasst uns noch einmal von vorn beginnen! Einen Planeten neu besiedeln und – mit all unseren Erfahrungen über das Zusammenleben im Gepäck – überlegen: Wie wollen wir leben? Was können wir vom bisherig Gelebten weglassen? Was sind unsere gemeinsamen Ziele für diesen neuen Planeten? In der vierten Dresdner Zukunftskonferenz der Kinder und Jugendlichen „Mars 25“ gehen Dresdner Jugendliche mit Jugendlichen aus St. Petersburg auf eine gemeinsame Mission. In den Sonderausstellungsräumen des Dresdner Verkehrsmuseums entsteht ein Modell des gesellschaftlichen Miteinanders. Sie bauen dort konkrete Räume und leben darin mehrere Tage. Die bisherigen Zukunftskonferenzen der Theaterakademie haben einen Rahmen gegeben, in dem sich Kinder zu drängenden gesellschaftlichen Fragen künstlerisch äußern konnten und als politische Akteur*innen wahr und ernst genommen wurden. #tjgzukunftskonferenz #DD2025

360 ° Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft Unter dem diesjährigen Spielzeitmotto „Anders leben als Du“ befragen wir mit den Inszenierungen auf unseren Bühnen die Vorstellung von Normalität und stellen ihr vielfältige Lebensentwürfe bzw. verschiedene Normalitäten gegenüber. Durch die Förderung des 360°- Fonds der Kulturstiftung des Bundes haben wir die Gelegenheit, über vier Jahre auch uns selbst zu befragen. Inwieweit stehen wir mit unserem künstlerischen Programm, mit unseren Mitarbeiter*innen und dem Publikum, das wir erreichen, für ein Modell einer offenen, vielfältigen Gesellschaft? Worin bestehen andere oder weitere inhaltliche Aufgaben in einer Stadt, in der Vielfalt (noch) immer nicht gelebte Praxis ist? Im Rahmen der Förderung nimmt ab Beginn dieser Spielzeit ein*e Agent*in für Diversität die Arbeit auf und wir werden gemeinsam unser Wissen über interkulturelle P ­ rozesse vertiefen, noch mehr unterschiedliche Perspektiven in unsere ­Arbeit einbeziehen und die zahlreichen partizipativen Projekte unter ­diesem Blickwinkel weiterentwickeln. #fonds360grad

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Doppelpass Fonds für ­Kooperationen im Theater Einen Blick über den Tellerrand werfen, andere Arbeitsweisen kennenlernen, sich in der künstlerischen Arbeit aus verschiedenen Perspektiven zu neuen Inhalten verständigen: Das sind Ziele des Förderprogramms Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes. Im Rahmen dieses Projektes verbindet sich das tjg. für eine zweijährige Kooperation mit der Berliner Performancegruppe LOVEFUCKERS und dem Kinder- und Jugendtheater DSCHUNGEL in Wien. Inhaltlich wollen wir uns mit Formen des Widerstands auseinander setzen. In dieser Spielzeit werden wir in Dresden und Wien in unterschiedlichen Formaten mit unserem Publikum recherchieren, in der nächsten Spielzeit folgt die ­Erarbeitung von Inszenierungen und ein Gastspielaustausch. #fondsdoppelpass

Zukunftsstadt für einen Tag Auf dem Weg zum nachhaltigen Zukunftsunternehmen ein Kooperationsprojekt mit Sukuma arts e.V.

Kinder und Jugendliche äußern sich zunehmend besorgt über Klimawandel und Ressourcennutzung. Sie fordern politisches und gesellschaftliches Umdenken. Wir als Theater für Kinder und Jugendliche fühlen uns in besonderem Maße der Zukunft der folgenden Generationen verpflichtet und denken im Rahmen des städtischen Projekts „Zukunftsstadt“ in dieser Spielzeit darüber nach, wie unser Theaterbetrieb ganzheitlich und nachhaltig gestaltet werden kann. In dem Kooperationsprojekt mit dem Sukuma arts e.V. und der Technischen Universtität Dresden befragen wir zunächst von Kulissenbau und Kostümherstellung, über Bühnen und Beleuchtungstechnik, bis hin zu Catering und Reinigung alle Bereiche unseres Theaterbetriebs. Im April 2020 werden wir dann erproben, wie unser Theater nach vorab definierten Nachhaltigkeitsbedingungen „anders“ funktionieren kann.

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tjg.-Bilderbogen Frühlingsommerherbstundwinter eine Bühnenshow ab Sa 07. Sep 2019

Der Frühling kommt im Kokon und bringt Blitz und Donner mit. Ein Schmetterling springt in eine Pfütze. Grillen zirpen im Blütenrausch. Ein T-Shirt, eine Wassermelone und ein Glühwürmchen treffen sich am Badeplatz, Feuerwehrleute löschen einen Sonnenbrand. Der Herbst verliert seine Windhose und im Nebel stoßen Nachzügler*innen auf die fünfte Jahreszeit. Ein Schneetreiben ist jederzeit möglich. Wie entstehen Bilder im Theater? Wie werden sie auf- und umgebaut, wie verwandeln sich die Spieler*innen in unterschiedliche Figuren? Der tjg.-Bühnenbilderbogen, unter der künstlerischen Leitung von Grit Dora von Zeschau, zeigt in einem Kaleidoskop der Jahreszeiten, wer das Feuer anzündet, wie der Schnee geschüttelt wird und warum die Pfütze einen Wischeimer braucht.

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Theater & Torte Küssen sich Schauspieler*innen auf der Bühne richtig? Wie schwer ist eine Puppe? Was kann auf der Bühne alles schiefgehen? Einmal im Monat laden wir im Anschluss an eine Familienvorstellung zum Kaffee-Kakao-Klatsch mit Spieler*innen der gerade gesehenen Inszenierung ein. Dann kann man genau solche oder auch ganz andere Fragen stellen. Zudem ist das Format eine Gelegenheit für Publikum und Ensemble, sich einmal anders zu begegnen und kennenzulernen. Dazu gibt es immer leckere, tjg.-grüne Torte. #tjgtorte

9. Lange Nacht der Dresdner Theater Sa 14. Mrz 2020

Mehr als 150 Vorstellungen in nur einer Nacht: Dresdens Bühnen geben im Stundentakt dreißigminütige Kostproben aus ihrem Repertoire und laden zum ganz persönlich zusammengestellten Theaterabend ein. #LNdDT2020 ↗ lange-nacht-der-dresdner-theater.de

Theater erforschen ­Juniordoktor Das Programm „Juniordoktor“, bei dem das tjg. Mitveranstalter ist, gibt Kindern und Jugendlichen der dritten bis zwölften Schulklassen Einblicke in Forschungs- und Kultur­ einrichtungen in Dresden. Wer mindestens sieben Stationen erkundet, erhält eine Urkunde und einen Doktorhut. Am tjg. können die Juniordoktor*innen in jeder Staffel bei Führungen fragend und forschend hinter die Kulissen blicken und sich dabei erschließen, wie Theater entsteht. #juniordoktor

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Familiensonntage An vier Sonntagen in der Spielzeit laden wir Familien zu uns ins Kraftwerk Mitte ein, um uns gemeinsam mit dem Publikum zu verschiedenen Themen auseinanderzu­setzen – spielend, bastelnd, forschend. Vier Vormittage lang wollen wir erlebbar machen, wie unterschiedlich und vielfältig Leben ist und wie ganz anders „normal“ sein kann. Dazu haben wir uns Partner*innen an die Seite geholt, die die richtige Expertise und s­ pannende Angebote mitbringen und zudem eine neue Perspektive beisteuern können. Unsere Theater­gastronomie Luby Service, bei der Menschen mit und ohne Behinderung ­arbeiten, hält alles für ein zweites Frühstück sowie Mittagssnacks bereit. An allen Familien­ sonntagen bieten wir Familienführungen an, bei denen wir Besucher*innen ab sechs Jahren die Welt auch hinter den Kulissen zeigen. #tjgsonntag

Von einem anderen Stern So 15. Sep 2019

Vor 50 Jahren landeten die ersten Menschen auf dem Mond und betraten damit eine Welt, die unerreichbar schien. Wohin hat sich diese Grenze verschoben, was könnte der nächste kleine Schritt für uns Menschen sein, der einen riesigen Sprung für die Menschheit bedeutet? Gibt es da draußen wohl anderes Leben und wie könnte es aussehen? An diesem Sonntag schießen wir uns auf den Mond, beamen uns in eine andere Galaxie und schauen, was passiert, wenn wir auf Außerirdische treffen. Partner*innen Medienkulturzentrum Dresden e.V., Kinder- und Jugendhaus INSEL, DLR School Lab

Musik für alle So 10. Nov 2019

Wie kann man mit den Händen singen? Klingt Mozart auf der ganzen Welt gleich? Wie nimmt man Musik wahr, wenn man sie nicht hören kann? Musik vermittelt zwischen Menschen, die sich sonst vielleicht nicht untereinander verständigen könnten. Wir bieten einen Sonntag voller Musik und bringen dabei Menschen aus verschiedenen Dresdner Stadtteilen und aus unterschiedlichen Kulturkreisen zusammen. Außerdem sorgen wir für musikalische Begegnungen zwischen Hörenden und Nicht-Hörenden. Partner*innen Scouts – Gebärdensprache für Alle, vigevo – Das Netzwerk für Gebärdensprachdienstleistungen

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Wir so – ihr so So 01. Mrz 2020

Sich zur Begrüßung die Hand schütteln, Küsse auf die Wange drücken oder sich einen Nasenstüber geben: Es gibt im interkulturellen Kontakt viele Zeichen und Gesten, die wir kennen müssen, um sie lesen zu können. Und was für uns ganz selbstverständlich ist, wird in anderen Kulturen vielleicht als eigenartig oder unpassend empfunden. An diesem Familiensonntag begeben wir uns auf eine interkulturelle Reise und erkunden lesend und spielend, was schwierig ist und was bereichernd. Welche Fettnäpfchen tun sich auf, welche gängigen Missverständnisse gibt es, wenn sich unterschiedliche Kulturen begegnen? Und welche Gemeinsamkeiten verbinden uns alle? Partner*innen Städtische Bibliotheken Dresden, Science Goes to School – Internationale Dresdner ­Wissenschaftler*innen

Alles ganz anders So 03. Mai 2020

Was wir im Kleinen tun, wirkt sich im Großen aus. Klimawandel, Weltmeere voller Plastik­ müll, dreckige Luft in den Städten – ob wir diese Probleme in den Griff bekommen oder verschlimmern, hängt auch davon ab, wie wir unser Leben leben. Welche Bereiche unseres Alltags müssen wir komplett umkrempeln, um uns auf diese Zukunft einzustellen oder ihr etwas entgegenzusetzen? Ein guter Anfang kann sein, das Fahrrad zu nehmen statt Auto zu fahren, Dinge zu reparieren oder graue Flächen zu begrünen und so Insekten genügend Futter zu bieten. An diesem Sonntag erproben wir einige solcher kleiner Maßnahmen und retten damit ein bisschen die Welt! Partner*innen Inpuncto-Werkstätten – Lebenshilfe Dresden, Kunststoffschmiede – konglomerat e. V., ­Sukuma arts e.V.

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BOING! UA Bewegungstheater für die Allerkleinsten Schauspiel Studiobühne Spieldauer 00:45 h inkl. Nachspielzeit

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Ich stoße Dich an – BOING! – und was machst Du? Vielleicht hältst Du gerade noch das Gleichgewicht. Oder Du fällst einfach um. Oder Du stößt mit Deinem Körper gleich den Nächsten an – nochmal BOING! Drei Darsteller*innen entdecken den Zusammenhang von Ursache und Wirkung in einer Inszenierung über das Anstoßen, Umfallen und Wieder­aufstehen. #tjgfürdieallerkleinsten Regie und Choreografie Barbara Fuchs Bühne und Kostüme Grit Dora von Zeschau Musik Jörg Ritzenhoff Dramaturgie Kathi Loch Theaterpädagogik Karen Becker

Funkeldunkel Lichtgedicht UA

2 +

Theater für die Allerkleinsten von Ania Michaelis Schauspiel Studiobühne Spieldauer 00:45 h inkl. Nachspielzeit

Leuchtet die Dunkelheit? Wie klingt Licht? Und ist Kerzenfeuer still? Kann man den Mond fangen oder Farben fischen? Oder einem Schattenpapagei Leben einhauchen? Drei Schauspieler*innen und ein Musiker entwickeln ein Spiel mit Licht und Schatten, mit Tönen und Stille. #tjgfürdieallerkleinsten Regie Ania Michaelis Bühne und Kostüme Grit Dora von Zeschau Musik Bernd Sikora Dramaturgie Felicitas Loewe Theaterpädagogik Katrin Jung, Bettina Seiler

Zeig mal! UA

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Tanztheater für die Allerkleinsten von Irina Pauls Schauspiel Studiobühne Spieldauer 00:50 h inkl. Nachspielzeit

Ein Spielplatz: ein Platz zum Entdecken, zum Ausprobieren, zum Bewegen. Was ist hier alles möglich? Ohne ein Wort zu verlieren, beginnen drei Schauspieler*innen miteinander zu agieren und zu tanzen. Gemeinsam spielen sie, bewegen sich im Gleichklang und lernen sich so besser kennen. #tjgfürdieallerkleinsten Regie und Choreografie Irina Pauls Bühne und Kostüme Silvia Albarella Musik Maximilian Pauls Dramaturgie Christoph Macha Theaterpädagogik Anke-Jenny Engler

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Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt

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nach Hannes Hüttner in einer Fassung von Ania Michaelis und Jule Kracht Puppentheater und Schauspiel Kleine Bühne Spieldauer 00:50 h

Tag der offenen Tür bei der (Puppen-)Feuerwehr! Löschmeister Wasserhose und seine Crew berichten von einem besonders turbulenten Tag voller aufregender Einsätze: Ein Brand bei Oma Eierschecke! Der kleine Emil Zahnlücke ist ins dünne Eis eingebrochen! Eine umgestürzte Linde blockiert den Zugang zur Futterküche im Zoo! Da bleibt mal wieder keine Zeit für die Kaffeepause… #tjgfeuerwehr Regie Jule Kracht Bühne und Kostüme Ulrike Kunze Puppen Lisette Schürer Musik Marc Helfers Dramaturgie Kathi Loch Theaterpädagogik Karen Becker

Der Mondmann

4 +

nach Tomi Ungerer in einer Fassung von Nils Zapfe Puppentheater Kleine Bühne Spieldauer 00:50 h

Der Mondmann ist weg! Er hatte der Erde einen Besuch abstatten wollen, einen Kometen am Schweif gepackt und sich auf die Reise gemacht. Doch statt mitten im Vergnügen ­landete der Mondmann zuerst einmal hinter Gittern. Aber er erlebte auch Schönes auf der Erde: Für eine Nacht tanzte er zusammen mit den Menschen und hat sogar einen Freund gefunden. #tjgmondmann Regie Nils Zapfe Bühne und Kostüme Ramona Rauchbach Puppen und Objekte Ramona Rauchbach und Ensemble Dramaturgie Ulrike Leßmann Theaterpädagogik Anke-Jenny Engler

Wenn Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen

4 +

nach Kathrin Schärer in einer Fassung von Frank Alexander Engel Puppentheater Kleine Bühne Spieldauer 00:50 h

Auf einem Hügel sitzt ein kleiner Hase und findet den Heimweg nicht mehr. Da kommt ein Fuchs vorbei und sperrt sein großes Maul auf. Doch bevor die Geschichte ein schnelles und grausames Ende nehmen kann, fällt dem kleinen Hasen ein, warum er an dieser Stelle ganz und gar nicht aufgefressen werden kann: „Weißt du nicht, dass das hier ein Ort ist, wo Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen?“ #tjggutenacht Regie, Bühne, Kostüme, Puppen und Objekte Frank Alexander Engel Musik Konrad Möhwald Dramaturgie Christoph Macha Theaterpädagogik Anna Lubenska

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Ginpuin – Auf der Suche nach dem großen Glück

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nach Barbara van den Speulhof und Henrike Wilson in einer Fassung von Winnie Karnofka Puppentheater und Schauspiel Sonnenhäusel im Großen Garten

Als Ginpuin mit dem Sprechen beginnt, wundern sich die anderen Pinguine. Bei ihm sitzen die Frackträger*innen auf einer „Scheisolle“ und haben „Flimmschwossen.“ Die anderen lachen Ginpuin aus und er beschließt: Ich rache eine Meise! Anz galleine. Aber so „anz galleine“ ist er nicht, denn er trifft einen großmütigen Fischer, lernt Möwe und Albatros kennen und auch eine sprechende Insel voller Schafe… #tjgginpuin Regie Moritz Sostmann Bühne, Kostüme, Puppen und Objekte Christian Beck Musik Moritz Schwerin Dramaturgie Christoph Macha Theaterpädagogik Anna Lubenska

Der Gewitterbahnhofsstrand UA

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ein Hör-Spiel-Raum von Steffen Moratz und Lena Hach Schauspiel Studiobühne Spieldauer 00:55 h

Weil jedes Geräusch einzigartig ist, hat Maalra es sich zur Aufgabe gemacht, sie alle aufzunehmen und zu bewahren. Nun gibt es eine riesige Sammlung, einen Raum, in dem der Bahnhof nur einen Knopfdruck vom Strand entfernt ist. Jan ist ein Sammler von D ­ ingen, die herumliegen oder vergessen wurden. Suse dagegen hat etwas sehr ­Wichtiges verloren, sie weiß nur leider nicht mehr, was es war. #tjghoerraum Regie Steffen Moratz Raum Grit Dora von Zeschau Bühne und Kostüme Ulrike Kunze Dramaturgie Ulrike Leßmann Theaterpädagogik Anna Lubenska

Der starke Wanja

6 +

nach dem Buch „Die Abenteuer des starken Wanja“ von Otfried Preußler für die Bühne bearbeitet von Tristan Berger eingerichtet von Nils Zapfe Schauspiel Große Bühne Spieldauer 02:05 h inklusive Pause

Sieben Jahre soll er auf dem Ofen liegen und kein Wort reden: Dann wird Wanja stark und Zar – so lautet die Prophezeiung. Als die sieben Jahre um sind, zieht er los. Unterwegs bietet er jedem Menschen in Not seine Hilfe an und stellt sich wagemutig dem Kampf gegen böse Zauberwesen. #tjgwanja Regie Nils Zapfe Bühne und Kostüme Grit Dora von Zeschau Choreografie Johanna Roggan Musik Enrico Wuttke Dramaturgie Ulrike Carl Theaterpädagogik Dorothee Paul

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Die Bremer Stadtmusikanten UA

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von Lorenz Seib nach den Brüdern Grimm Puppentheater Kleine Bühne Spieldauer 01:00 h

Aus und vorbei: Esel, Hund, Katze und Hahn haben ausgedient! In ihrer Not schließen sich die vier Tiere zusammen und wollen nach Bremen gehen, um „Stadtmusikan­­t*innen“ zu werden. Auf ihrem Weg kommen sie durch einen Wald, entdecken ein Haus voller Räuber und übernehmen dieses prächtige Anwesen mit einem waghalsigen Plan und viel Musik: Eine*r für alle und alle für eine*n! #tjgstadtmusikanten Regie Lorenz Seib Bühne, Kostüme, Puppen und Objekte Lisette Schürer Dramaturgie Ulrike Carl Theaterpädagogik Anke-Jenny Engler

Leon zeigt Zähne UA

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nach Silke Wolfrum in einer Fassung von Andreas Steudtner Schauspiel Kleine Bühne Spieldauer 01:05 h

Leon ist schüchtern. Er traut sich weder, seinen Mitschüler Quentin zu fragen, ob er in der Pause mitkicken darf, noch ihm bekannte Erwachsene anzusprechen, schon gar nicht seinen Gitarrenlehrer Udo auf dessen Mundgeruch. Aber nicht nur Leon wird rot, spricht vor anderen unhörbar leise und kommt ins Stottern, sondern auch sein Vater ist sehr zurückhaltend. Das muss sich ändern! Gemeinsam starten Vater und Sohn ein Mutproben-­ Trainingsprogramm. #tjgzähne Regie Philippe Besson Bühne und Kostüme Henrike Engel Musik Lars Kutschke Dramaturgie Ulrike Carl Theaterpädagogik Sophia Keil

Peter und der Wolf musikalisches Märchen für Kinder von Sergei Prokofjew eine Koproduktion mit der Dresdner Philharmonie Schauspiel Große Bühne Spieldauer 00:45 h

6 + Text in einer Fassung von Loriot

36 Musiker*innen, sieben Schauspieler*innen und ein Dirigent erzählen gemeinsam das Märchen von Peter, seinem Großvater, der Katze, dem Vogel, der Ente, den ­Jägern und vom Wolf. Mit Musik und Theater bringen sie die Geschichte auf die Bühne, lassen den Garten mit seinem Tümpel, seinen Bäumen und dem Gartenzaun vor den Augen der Zuschauer*innen entstehen. #tjgpeterundwolf Musikalische Leitung Patrick Hahn Regie, Bühne und Kostüme Jos van Kan Dramaturgie Christoph Macha Theaterpädagogik Anke-Jenny Engler

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Ronja Räubertochter

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nach Astrid Lindgren in einer Fassung von Barbara Hass Schauspiel Große Bühne Spieldauer 02:10 h inklusive Pause

Ronja ist der ganze Stolz ihres Vaters Mattis, einmal wird sie seine Nachfolgerin sein. Behütet von der Räuber*innensippe wächst sie auf einer Burg auf. Je älter sie wird, umso mehr Fragen stellt sie: Woher kommen die vielen schönen Dinge? Was bedeutet eigentlich „rauben“? Als Ronja über die Felsspalte der Mattisburg springt, steht ihr Birk gegenüber. Sie werden Freund*innen, auch wenn ihre Väter es ihnen verbieten. #tjgronja  Einige Vorstellungen der Inszenierung „Ronja Räubertochter“ werden live in Gebärdensprache übersetzt und per Audiodeskription zugänglich gemacht. Regie Bettina Rehm Bühne und Kostüme Ramona Rauchbach Musik Jan Maihorn Choreografie Katja Erfurth Dramaturgie Christoph Macha Theaterpädagogik Anna Lubenska

Auf der Suche nach dem unschätzbaren Wert der Dinge UA

8 +

ein Parcours mit Expert*innen von Konradin Kunze eine Zusammenarbeit des tjg. und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden Schauspiel Studiobühne Spieldauer 01:00 h

Wann gehört ein Objekt ins Museum? Und wann vielleicht gerade nicht? Wer bestimmt, was welchen Wert hat? Drei Schauspieler*innen begeben sich auf eine Schatzsuche. Zusammen mit den Zuschauer*innen begegnen sie dabei Expert*innen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die sie an ihrem Wissensschatz und den vielen Geschichten über die Objekte teilhaben lassen. #tjgskd Regie Konradin Kunze Bühne und Kostüme Lea Dietrich Musik Octavia Crummenerl Video Jürgen Salzmann Dramaturgie Ulrike Leßmann Theaterpädagogik Sophia Keil

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Das letzte Schaf UA

8 +

nach einer wahren Geschichte von Ulrich Hub Schauspiel Kleine Bühne / Studiobühne Spieldauer 00:55 h

Als die beiden Schafe am Morgen erwachen, steht ein neuer Stern am Himmel und die Hirten sind verschwunden. Gerüchte machen die Runde, dass ein ganz besonderes Kind geboren wurde, das später angeblich mal die Welt retten soll. #tjgschaf Regie Ulrich Hub Bühne und Kostüme Grit Dora von Zeschau Dramaturgie Ulrike Carl Theaterpädagogik Sophia Keil

Eine Spinne wird nicht wütend UA eine begehbare Rauminstallation zur Welt der Künstlerin Louise Bourgeois Studiobühne Spieldauer 01:10 h

8 +

von Grit Dora von Zeschau

Eine Kindheit in der Textilwerkstatt ihrer Eltern, Räume voller Spulen, Spindeln und Stoffberge. Als erwachsene Künstlerin nimmt Louise Bourgeois die Fäden ihrer Erinnerung auf, webt und näht sich eine Welt, fügt Zerrissenes zusammen und knüpft neue Netze. Eine Erkundung zwischen Installation, Performance und Theater über das Leben und die Welt dieser Ausnahmekünstlerin. #tjglouise Konzept, Künstlerische Leitung, Raum, Objekte und Kostüme Grit Dora von Zeschau Musik Enrico Wuttke Dramaturgie Ulrike Leßmann Theaterpädagogik Anke-Jenny Engler

König Macius der Erste

10 +

nach Janusz Korczak aus dem Polnischen von Monika Heinker in einer Fassung von Wojtek Klemm und Ulrike Leßmann Schauspiel Große Bühne Spieldauer 02:20 h inklusive Pause

Für Macius führt kein Weg an der Verantwortung vorbei: Als er zehn Jahre alt ist, stirbt sein Vater und er erbt die Krone. Doch statt Unterstützung erlebt Macius, wie die Erwachsenen versuchen, Kapital aus seiner Schwäche zu ziehen. Ständig an den Grenzen seiner eigenen Kraft besinnt sich Macius auf das, womit er sich auskennt: „Ich will König der Kinder sein, denn ich bin selbst noch klein, da weiß ich besser, was Kinder brauchen.“ #tjgmacius

Regie Wojtek Klemm Bühne Michał Korchowiec Kostüme Julia Kornacka Musik Albrecht Ziepert Dramaturgie Ulrike Leßmann Theaterpädagogik Anna Lubenska

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Leon zeigt Zähne Ulrich Wenzke

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Roland Florstedt

Das letzte Schaf Alexander Sehan


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Krabat

10 +

nach Otfried Preußler in einer Fassung von Ania Michaelis Schauspiel und Puppentheater Große Bühne Spieldauer 02:00 h inklusive Pause

Waisenjunge Krabat gerät in die unheimliche Mühle am Koselbruch. Dort unterrichtet ihn der Meister mit den anderen Mühlknappen im Müllerhandwerk und in den K ­ ünsten der schwarzen Magie! Doch der Preis für die Zaubermacht ist hoch. Am Ende jedes Jahres wird ein Schüler sterben. Nur ein mutiges Mädchen kann Krabat retten. Sie muss bereit sein, sich einer Prüfung auf Leben und Tod zu stellen. #tjgkrabat  Einige Vorstellungen der Inszenierung „Krabat“ werden live in Gebärden­ sprache übersetzt und per Audiodeskription zugänglich gemacht. Regie Ania Michaelis Bühne und Kostüme Grit Dora von Zeschau Puppe Jenny Grell Musik Jonas Schoen-Philbert Video Franz Ehrenberg Choreografie Alexey Krivega Dramaturgie Ulrike Carl Theaterpädagogik Julia Kuzminska

#nofilter UA eine analoge Suche nach dem Ich im Digitalen Theaterakademie Studiobühne Spieldauer 01:10 h

12 + von Sophia Keil, Anna Lubenska und Ensemble

Jugendliche und junge Erwachsene forschen: Mit den analogen Kulturtechniken des Theaters rücken sie der digitalen Welt des Internets zu Leibe und legen alle Filter ab. Was ist wahr? Was ist wahrhaftig? Und ist das Internet weniger wahr als die sogenannte reale Welt? #nofiltertjg Konzept, Regie und Theaterpädagogik Sophia Keil und Anna Lubenska Bühne und Kostüme Wiebke Mueller Musik Nick Acorne Dramaturgie Christoph Macha Digitale Beratung und Video Eric Christopher Straube

Die Geschichte von Doktor Faust

12 +

nach Christopher Marlowe aus dem Englischen von Adolf Seebaß eine Koproduktion mit dem Schauspiel Frankfurt Puppentheater Studiobühne Spieldauer 01:45 h inklusive Pause

Doktor Faust kann die Grenzen des Machbaren nicht akzeptieren. Reich möchte er ­werden, mächtig und berühmt. Aber natürlich hat alles seinen Preis und die dunklen Mächte, mit denen er sich einlässt, verhandeln hart. Nun treibt Faust die nächsten 24 Jahre die Angst um, über den Tisch gezogen worden zu sein. #tjgfaust Regie Moritz Sostmann Bühne und Kostüme Christian Beck Puppen Hagen Tilp Musik Philipp Pleßmann Dramaturgie Ulrike Leßmann Theaterpädagogik Bettina Seiler

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Ich bin Kain

12 +

von Jens Raschke Puppentheater Kleine Bühne Spieldauer 01:20 h

Während Kain hinterfragt, warum Pflanzen und Tiere sterben müssen, warum seine Familie aus dem seltsam klingenden Ort namens „Eden“ flüchten musste und warum die Eltern Eva und Adam immer von IHM sprechen, stellt der jüngere Bruder Abel die Welt, wie sie ist, nicht infrage. Für Abel existiert ganz klar eine übergeordnete Macht, die er wie seine Eltern als ER bezeichnet. Kain kann sich das kaum vorstellen, er zweifelt und ist in der Familie zunehmend isolierter … #tjgkain Regie Nis Søgaard Bühne, Kostüme, Puppen und Objekte Jonathan Gentilhomme Musik Yvi Philipp Video Marco Prill Dramaturgie Christoph Macha Theaterpädagogik Nicole Dietz

Kein Zutritt / No entry UA

12 +

ein interaktiver Videowalk von Jo Parkes eine Koproduktion mit Emergency Exit Arts GB im Rahmen von PLATFORM shift+ mit Unterstützung des Creative Europe Programme der Europäischen Union Schauspiel Foyer Spieldauer 01:10 h

Die Zuschauer*innen entdecken im Foyer des Theaters geheime Räume und das mobile Endgerät in der Hand wird zum Schlüsselloch, durch das sie schauen. In deutscher und englischer Sprache. #tjgnoentry Konzept, Regie und Choreografie Jo Parkes Material und Kostüme Yvonne Binnewerg Kamera Marco Prill Videoschnitt Lena Hatebur Illustration Alex Evans, Robin Stratton Musik Arjunan Manelpillai Dramaturgie Ulrike Leßmann Digitale Umsetzung Tabea Hörnlein, Eric Christopher Straube, Frank Tentler Theaterpädagogik Julia Kuzminska

Antigone

14 +

von Sophokles Nachdichtung von Walter Jens Schauspiel Studiobühne Spieldauer 01:15 h

Theben ist vom Krieg zermürbt. Der neue Herrscher Kreon will vieles anders machen und ist bereit, mit Härte das Recht durchzusetzen. Als seine Nichte Antigone gegen seinen Willen ihren Bruder beerdigen möchte, wird diese Frage zum Politikum: Ein Konflikt, der sich unter dem Druck der Öffentlichkeit immer weiter zuspitzt. #tjgantigone

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Regie Nils Zapfe Bühne und Kostüme Nicole Marianna Wytyczak Musik Jan Preißler Dramaturgie Ulrike Leßmann Theaterpädagogik Sophia Keil


Leonce und Lena

14 +

von Georg Büchner Schauspiel Studiobühne Spieldauer 01:35 h

Leonce ist es leid. Sein ganzes Leben ist nichts als Langeweile. Auch Lena hat es satt, nur schmückendes Beiwerk zu sein. So machen sich die beiden auf die Flucht – voreinander und dennoch aufeinander zu. Leonce und Lena suchen nach dem richtigen Weg zwischen Lebenssinn und absoluter Freiheit, nach einem Sehnsuchtsort, den es so vielleicht gar nicht geben kann. #tjgleonce #tjglena Regie Nils Zapfe Bühne und Kostüme Grit Dora von Zeschau Musik Jan Preißler Dramaturgie Ulrike Leßmann Theaterpädagogik Sophia Keil

Besuchszeit vorbei UA

16 +

von Ariel Doron Puppentheater Studiobühne Spieldauer 01:10 h

Exekutionen, Tötungen, Hinrichtungen: Immer schon haben Menschen sich angemaßt, den Tod eines anderen Menschen zu fordern, den Anderen ihre Daseinsberechtigung abzusprechen, ein Todesurteil zu vollstrecken. Die Inszenierung stellt nicht weniger zur Debatte als das Töten in seiner Willkür, Zufälligkeit und gleichzeitigen Zwangsläufigkeit. #tjgbesuchszeit

Regie Ariel Doron Raum und Kostüme Grit Dora von Zeschau Dramaturgie Ulrike Leßmann

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Die Theaterakademie ist – neben Schauspiel und Puppentheater – die dritte Sparte des tjg. theater junge generation. Sie bündelt alle spielpraktischen Projekte in ­Werkstätten, Klubs und Inszenierungen sowie alle Vermittlungs- und Fortbildungsangebote. Die Bezeichnung „Theaterakademie“ wurde 2008 etabliert und bringt den Anspruch zum Ausdruck, als Ort von Ausbildung und Forschung in die Stadt zu wirken. Das künstlerische Experiment und die Entwicklung eines umfassenden, zeitgenössischen Theater­ ver­ständnisses stehen im Zentrum der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Familien und Pädagog*innen. Neben den bewährten Mitmach-Formaten gibt in dieser Spielzeit ausgehend von dem Motto „Anders leben als Du“ neue Angebote: Das Theaterkollektiv LOVEFUCKERS ­recherchiert gemeinsam in den Herbstferien mit Jugendlichen zu Widerständen in der Gesellschaft. Diese Ergebnisse bereiten die gemeinsame Inszenierungsarbeit der Gruppe mit dem tjg. und dem DSCHUNGEL WIEN in den folgenden Spielzeiten vor. Außerdem geht die Theaterakademie in die Stadt, im Stadtteil Prohlis gibt es erstmals einen Theaterforscher*innen-Klub. Und mit der Gaming-Theater-Gruppe komplexbrigade erarbeitet zum ersten Mal ein Kollektiv mit Jugendlichen eine Inszenierung für das tjg.-Repertoire. Auch die Zukunftskonferenz der Kinder und Jugendlichen expandiert in ihrer vierten Ausgabe: Einerseits an einen neuen Konferenzort in der Stadt – das Verkehrsmuseum – und andererseits mit internationaler Beteiligung von Schüler*innen der russischen Partner­stadt Sankt Petersburg. #tjgtheaterakademie

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Mitmachen ContaKids

2 + / 4 +

Rennen, rollen, springen, fallen – ContaKids ist physisches Spiel für Kinder und Eltern und gleichzeitig eine Form von nonverbaler Kommunikation. Wir lernen durch gemein­ same Bewegung akrobatische Übungen, Spiele und Tricks kennen, die alltagstauglich das Familienleben bereichern. Jedes Kind bringt eine erwachsene Begleitperson seiner Wahl mit. Alter 2 – 4 Leitung Anna Neuber wöchentlich Fr 16:15 Uhr – 17:00 Uhr Alter 4 – 6 Leitung Anna Neuber wöchentlich Fr 17:30 Uhr – 18:15 Uhr Dieser Theaterklub ist ein Angebot von Anna Neuber in Kooperation mit dem tjg. theater junge generation.

Herbstferienwerkstatt Anders sprechen

6 +

Wie sagt man das noch mal? Kann man es auch anders sagen? Wir wollen gemeinsam mit Euch „anders sprechen“ lernen. Wir werden Geschichten mit den Händen erzählen und uns einander mit den Augen zuhören. Lasst uns neue Möglichkeiten entdecken, miteinander ins Gespräch zu kommen. Diese Werkstatt findet in Zusammenarbeit mit „SCOUTS – Gebärdensprache für Alle“ statt. Alter 6 – 10 Leitung Anna Lubenska Mo 21. Okt bis Fr 25. Okt 2019

Osterferienwerkstatt Anders sehen

6 +

Augen auf! Wir gehen raus. Laufen auf Pflastersteinen, die uns neue Geschichten erzählen, auf Plätzen, die einmal anders hießen und an Mauern entlang, die bestimmt schon immer da waren – oder doch nicht? Wir wollen mit Euch die Stadt neu entdecken und lernen, unsere Umgebung einmal anders zu sehen. Alter 6 – 10 Leitung Dorothee Paul Di 14. Apr bis Fr 17. Apr 2020

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Theaterforscher*innen Fühl Dich wie zu Hause!

8 +

Eine Wohnung im fünften Stock, ein gelbes altes Haus, ein Boot, eine Villa, ein Zelt? ­Deine Bettdecke, der staubige Dachboden, der Geruch von frischer Wäsche, Deine Schwester, Deine Oma oder Dein bester Freund? Was lässt Dich wie zu Hause fühlen? In diesen zwei Theaterklubs – der eine im Kraftwerk Mitte und der andere im Prohlis­ zentrum – erforschen wir, was für uns und andere Menschen „zu Hause“ bedeutet. Alter 8 + Leitung Anna Lubenska wöchentlich Mo 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr Dieser Theaterklub richtet sich an Kinder und junge Menschen mit und ohne Behinderung. Der Klub findet ­einmal wöchentlich im Kraftwerk Mitte statt.

tjg. g in die Seht tadt

Alter 8 + Leitung Anna Lubenska wöchentlich Di 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr Dieser Theaterklub findet in Kooperation mit dem Langzeit-Kunst- und Kulturprojekt „ZU HAUSE in Prohlis“, einmal wöchentlich im „KIEZ – Kultur im Einkaufszentrum“ im Prohliszentrum (Prohliser Allee 10, 01239 Dresden) statt.

Winterferienwerkstatt Die Wichtigkeit der Dinge

10 +

Wir alle besitzen unglaublich viele Dinge! Zu Hause, in unseren Zimmern, in den Schränken, unter unseren Betten. Dinge, die wir jeden Tag benutzen. Dinge, die verstauben und in Vergessenheit geraten. In dieser Ferienwerkstatt gehen wir den Dingen auf den Grund. Wir erforschen spielerisch ihre Bedeutung, stellen sie auf die Bühne und lassen uns ihre Geschichten erzählen. Alter 10 – 14 Leitung Nicole Dietz Mo 17. Feb bis Fr 21. Feb 2020

Theaterforscher*innen Ich so – Du so

12 +

Das ist doch nicht normal! Den Ausspruch kennt wahrscheinlich jede*r. Aber was ist schon normal? Und wer bestimmt das eigentlich? Wir wollen gemeinsam mit Euch Normalität theatral erforschen, Grenzen verschieben und unserer Neugierde auf der Bühne freien Lauf lassen. Alter 12 + Leitung Dorothee Paul wöchentlich Di 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr

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Herbstferienwerkstatt Bewegt Euch!

12 +

Steht auf! Bewegt Euch! Eine andere Welt ist möglich! Wir erkunden mit Euch in diesem Workshop Gefühle und Gedanken zu den Themen Ungerechtigkeit und Benachteiligung und setzen diese in Bewegung (um). Am Ende tanzen wir unseren Aufstand. Alter 12 – 16 Leitung LOVEFUCKERS (Anna Menzel, Ivana Sajević, Annemie Twardawa) Mo 14. Okt bis Fr 18. Okt 2019

Inszenierungsprojekt Willkommen im Multiversum!

14 +

Stell Dir vor, es gäbe nicht nur ein Universum, nicht nur eine Erde, nicht nur ein Dresden! Stell Dir vor, es gäbe tausende „Ausgaben“ Deines eigenen Ichs! Gäbe es eine Version der Menschheit, die besser wäre als diese hier? Und wie hängen diese unendlichen Möglichkeiten miteinander zusammen? Unvorstellbar, denkst Du? Das Gaming-Theater-Kollektiv komplexbrigade lädt Dich ein, das sogenannte Multiversum zu entdecken und eine interaktive Inszenierung entstehen zu lassen, die Dich Raum und Zeit auf der Bühne neu denken lässt. #tjggaming Alter 14 + Leitung komplexbrigade (Caspar Bankert, Hannes Kapsch, Moritz Schwerin) wöchentlich Mi 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr

tjg. tak-ticker

16 +

Wir stellen Dir einen Probenraum, ein Coaching und bringen Dein Projekt zur Premiere. Du bringst eine Nachricht, die Dich umtreibt, ein Thema, das auf die Bühne gehört oder einen Text, der gehört werden muss. Wir suchen auch in dieser Spielzeit drei Teams oder einzelne Jugendliche, die ihre eigene Vision von Theater zum Spielzeitmotto „Anders leben als Du“ auf unserer Bühne bearbeiten wollen. Wenn Du Lust hast, Deine Idee mit den Mitteln des Theaters umzusetzen, dann bewirb Dich als tjg. tak-ticker! #tjgtakticker

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Pädagog*innen-Atelier

18 +

Einmal im Monat laden wir interessierte Pädagog*innen zur künstlerisch-praktischen Auseinandersetzung mit theatralen Fragestellungen und Ästhetiken in unser Pädago­­ g*innen-Atelier ein. Gemeinsam mit unterschiedlichen Vermittler*innen und Künstle­­r*­innen unseres Hauses erproben wir künstlerische Formate sowie ästhetische Spielund Herangehensweisen . für Pädagog*innen und angehende Pädagog*innen Leitung Nicole Dietz und Tabea Hörnlein monatlich Do 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr Die Anmeldung ist sowohl für einzelne Termine, als auch für den ­gesamten Klub möglich. Do 05. Sep 2019 Do 10. Okt 2019 Do 07. Nov 2019 Do 05. Dez 2019 Do 09. Jan 2020 Do 06. Feb 2020 Do 06. Mrz 2020 Do 09. Apr 2020 Do 07. Mai 2020 Do 04. Jun 2020

Vorhang auf: erste Begegnungen auf und mit der Bühne Wieso, Weshalb, Warum: theatrale Rechercheverfahren Von der ersten Idee bis zur Aufführung: Stückentwicklungen Hallo, mein Name ist ...: biografisches Theater Fäden, Stäbe, Hände: Theater spielen mit Puppen und Objekten Fäden, Stäbe, Hände: Theater spielen mit Puppen und Objekten Neue Zugänge: Spielweisen des Digitalen Neue Zugänge: Spielweisen des Digitalen Von der ersten Idee bis zur Aufführung: Stückentwicklungen Backstage: Reflexions- und Feedbackmethoden

Vermitteln Wir bieten zu allen Inszenierungen für Schulklassen und Kita-Gruppen in verschiedenen Formaten eine altersgemäße Vertiefung des gemeinsamen Theatererlebnisses.

Proben- und Premierengruppen Für die Neuproduktionen des Theaters in den Sparten Puppentheater, Schauspiel und auch für die Inszenierungen unserer Theaterakademie suchen wir in dieser Spielzeit wieder Kita-Gruppen und Schulklassen, die uns beim Entstehungsprozess der Inszenierungen begleiten. Melden Sie sich als Probengruppe und erleben Sie gemeinsam mit Ihren Kindern oder Jugendlichen, welchen Weg eine Inszenierung von der Probe zur Premiere geht. Für Gruppen, die den besonderen Moment der Premiere mit uns als erstes Publikum erleben wollen, bieten wir die Zusammenarbeit als Premierengruppe an.

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Vorgucken und Begleitmaterial Sie wollen mit Ihrer Klasse oder Kita-Gruppe ins Theater gehen wissen aber nicht genau, ob die von Ihnen angedachte Vorstellung geeignet ist für Ihre Gruppe? Dann kommen Sie vorgucken! An ausgewählten Terminen, die im Spielplan veröffentlicht werden, bieten wir Pädagog*innen nach vorheriger Anmeldung einen kostenfreien Besuch der gewünschten Vorstellung an. Für die Vor- und Nachbereitung Ihres Theaterbesuchs nutzen Sie außerdem gern unser ­kostenfreies theaterpädagogisches Begleitmaterial „Zündstoff“, das sowohl online unter → tjg-dresden.de/materialien zum Herunterladen als auch als Heft direkt an der Kasse erhältlich ist. #tjgzündstoff

70 Stadträt*innen treffen 3.&4.Klasse 70 Noch-Nicht-Wähler*innen Im Rahmen des 70. Geburtstages des tjg. sind wir auf der Suche nach dritten und vierten Klassen, die sich in Zusammenarbeit mit der Theaterakademie auf ein Speed-Dating der besonderen Art vorbereiten möchten. In Projektarbeit bereiten wir die Schüler*innen auf das Zusammentreffen mit Abgeordneten des Stadtrates vor. Am Sa 02. Nov 2019 setzen wir uns dann gemeinsam mit Politiker*innen an 70 Tische, stellen 70 Fragen und geben vielleicht auch 70 Antworten!

„Demokratie auf der Spur“

5.&6.Klasse

In Kombination mit einem Vorstellungsbesuch der Inszenierung „König Macius der Erste“ bietet die Theaterakademie einen Projekttag für fünfte und sechste Klassen an. Das Programm aus Vorstellungsbesuch, theater­pädagogischen Workshops und Gesprächsrunden bietet Dresdner Schüle­r*innen vielfältige Zugänge zum Thema Demokratie und den eigenen Rechten als Kind.

„Bewegt Euch!“

7.&8.Klasse

In Zusammenarbeit mit dem freien Theaterkollektiv LOVEFUCKERS bieten wir im ersten Schulhalbjahr Workshops und Projekttage zu den Themen Gerechtigkeit und Protest. Die Schüle­ r*innen untersuchen spielerisch Gefühle und Gedanken rund um die Aufstände und Revolutionen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

4. Zukunftskonferenz

9.&10.Klasse

Unter der Überschrift „Mars 25“ beziehen wir das Dresdner Verkehrsmuseum für eine ganze Woche und fragen uns gemeinsam mit Jugendlichen aus St. Petersburg, wie ein neuer Planet gestaltet werden sollte.

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Informieren Newsletter Das tjg. bietet drei unterschiedliche Newsletter an: für Familien, für junge Theaterfreund*innen und Pädagog*innen.  ­tjg-dresden.de/newsletter

Pädagog*innen - Gruppe Pädagog*innen können sich auch in der tjg.-Facebook-Gruppe „Wollen wir mal reden!?“ austauschen.  ­bit.ly/tjgfbg

Picknick zum Saisonauftakt Zur Eröffnung der neuen Spielzeit laden wir Euch in die Theatergasse zum g ­ emeinsamen Picknick in der Sonne ein! Zum Nachtisch gibt es Theater. Wir stellen unsere neuen Klubs, Werkstätten und Inszenierungsprojekte vor und Ihr könnt uns mit Fragen dazu löchern und Euch für die Angebote anmelden. So 01. Sep 2019

13:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Festivaltag zum Saisonabschluss Eine ganze Spielzeit an einem Tag! Im Juni präsentieren wir alle in dieser Saison ent­ standenen Projekte, Inszenierungen und Klubs nacheinander. Sa 27. Jun 2020

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ab 14:00 Uhr


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Mitarbeiter*innen

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Die Übersicht aller Mitarbeiter*innen des tjg. theater junge generation kann aus Datenschutzgründen nur in der gedruckten Ausgabe des Spielzeithefts ­veröffentlicht werden.


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Dresden Mitte S-Bahn S1 und S2, sowie Regionalbahnen

tjg. theater junge generation Kraftwerk Mitte 1 01067 Dresden

S-Bf. Freiberger Straße S-Bahn S1 und S2 Straßenbahnlinien 7, 10, 12

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Bahnhof Mitte Straßenbahnlinien 1, 2, 6, 10 Buslinie 94 Schweriner Straße Straßenbahnlinien 1, 2 Buslinie 94 Schwimmhalle Freiberger Platz Straßenbahnlinie 12 Parkplatz Kraftwerk Mitte Gebühr 0,50€ / Stunde, Eventticket 3,00€ Adresse für Navigationssysteme Löbtauer Straße 21


Anfahrt

Tickets

Das tjg. theater junge generation spielt im Kraftwerk Mitte im Zentrum Dresdens. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln – die Eintrittskarten des tjg. gelten ab vier Stunden vor und bis sechs Stunden nach Vorstellungsbeginn als Fahrausweise innerhalb des Verkehrsverbunds Oberelbe (VVO).

Theaterkasse Kraftwerk Mitte 1 01067 Dresden T 0351 . 3 20 42 777 → theaterkasse@tjg-dresden.de

Alle öffentlichen Bereiche des tjg. im Kraftwerk Mitte sind durchgängig barrierefrei erreich- und nutzbar. Zwischen den beiden Eingängen zum Foyer befindet sich ein Blindeninformationssystem, das individuell aktiviert werden kann und mit einem Lautsprecher über die Wegführungen im Theaterfoyer informiert. Hörschleifen für eingeschränkt hörende Besuche-­ r*innen sind in allen drei Bühnen vorhanden. Funk­ empfänger sind an der Theaterkasse erhältlich. Wir bitten, die Bedarfe bereits bei der Ticketreservierung telefonisch unter 0351 . 3 20 42 777 oder per Mail an → service@tjg-dresden.de anzugeben. Das Abstellen von Kinderwagen während eines Theater­besuchs ist problemlos im Foyer der Spielstätte möglich.

10:00 – 18:00 Uhr

Preise Normal 12,00 € Ermäßigt 6,00 € Kinder bis 14 Jahre 5,50 € Inhaber*in Familiencard (max. 2 Erwachsene) 5,00 € Inhaber*in Familiencard (bis 14 Jahre) 3,50 € Inhaber*in Jugendcard (max. 2 Personen) 3,50 € Abweichende Preise (Gastspiele, Sommertheater,…) sind den Sonderpublikationen zu entnehmen. Die Eintrittskarten des tjg. gelten ab vier Stunden vor und bis sechs Stunden nach Vorstellungsbeginn als Fahrausweise innerhalb des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) – ausgenommen sind Sonderverkehrsmittel. Gegen eine Gebühr von 3,00 € werden bezahlte Karten zugesandt.

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Barrierefreiheit

Mo – Fr

Sa 16:00 – 18:30 Uhr Die Tages- bzw. Abendkasse öffnet jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. An Sonn- und Feiertagen sowie während der Theaterferien erfolgt kein Vorverkauf. Reservierungen sind jederzeit über unsere Website ↗ tjg-dresden.de möglich.


Ermäßigungen Ermäßigungen werden für Schüler*innen, Studierende, Auszubildende, Arbeitslose, Personen im Bundesfreiwilligendienst, Freiwilligen Wehrdienst, und Freiwilligen Sozialen Jahr, Spiel- und Jugendgruppenleiter*innen, Menschen mit Behinderung ab 80 GdB und deren ggf. eingetragene Begleitperson sowie Inhaber*innen des Dresdenpasses gegen Vorlage entsprechender Nachweise gewährt. Asylbewerber*innen, Empfänger*innen von ALG II und Dresden-Pass-Inhaber*innen können außerdem an der Vorstellungskasse bei nicht ausverkauften Vorstellungen Tickets zum Preis von 2,00 € erwerben. Die entsprechenden Ausweise sind bitte zur Vorstellung mitzubringen und dem Servicepersonal vorzulegen. Gutscheine Gutscheine zum Verschenken sind an der Theaterkasse erhältlich, ab einem selbstgewählten Betrag von 10,00 €. Die Gutscheine sind jederzeit für Vor­ stellungsbesuche nach eigener Wahl einlösbar (außer an der Theaterkasse im Sonnenhäusel).

Bonus Oma-Opa-Enkel*innen-Tag Zu ausgewiesenen Wochenendvorstellungen erhalten alle Erwachsenen, die an diesem Tag mit ihren Enkelkindern eine Vorstellung besuchen, 50 Prozent Ermäßigung auf den normalen Eintrittspreis. tjg.-Familiencard Mit der tjg.-Familiencard erhalten Familien ein ganzes Jahr lang Tickets zu noch günstigeren Preisen. Die Familiencard gilt für zwei Erwachsene und beliebig viele Kinder. Ab Ausstellungsdatum erhalten Erwachsene für den Zeitraum eines Jahres Tickets für 5,00 € (statt 12,00 €) und Kinder für 3,50 € (statt 5,50 €). Die Anschaffung der Familiencard kostet einmalig 12,00 €. Auf Wunsch senden wir Familiencard-Inhaber*innen kostenlos den monatlichen Familienbrief mit Informationen zu den Angeboten des tjg. und dem aktuellen Spielplan zu. Zu Beginn der Spielzeit können Sie als Familiencard-Inhaber*innen zudem Ihre Wunschinszenierungen per Mail → service@tjg-dresden.de senden, die Besucherabteilung kontaktiert Sie dann im Laufe der Spielzeit mit individuellen Terminvorschlägen – so verpassen Sie nichts! tjg.-Jugendcard Mit der tjg.-Jugendcard können Menschen zwischen 14 und 27 Jahren für jede Vorstellung bis zu zwei Tickets für je 3,50 € (statt je 6,00 €) erwerben. Die Jugendcard kostet einmalig 5,00 € und ist ab Ausstellungsdatum ein Jahr lang gültig.

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Anrechte Ein Theateranrecht für Kindergartengruppen, Schulklassen oder Hortgruppen umfasst pro Gruppe mindestens zwei Vorstellungsbesuche in der Spielzeit. Eine ausführliche Beratung zu allen Anrechtsange­ boten bietet Pia Eßlinger vom Besucherservice Mo bis Fr von 07:00 bis 15:00 Uhr telefonisch unter 0351 . 3 20 42 704 oder per Mail → disponentin@tjg-dresden.de. Alle Anrechtsunterlagen sind ab August 2019 als Download unter ↗ tjg-dresden.de zu finden. Kindergartenanrecht Das Kindergartenanrecht beinhaltet pro Gruppe mindestens zwei Vorstellungsbesuche in einer Spielzeit und bringt weitere Vorteile: vergünstigter Eintritt zu allen Vorstellungen (3,50€ pro Kind) Die Eintrittskarten werden portofrei zugeschickt, sie können als Fahrausweise innerhalb des VVO genutzt werden. Eine Begleitperson pro Gruppe erhält freien Eintritt. Auf Nachfrage und bei Verfügbarkeit erhalten Sie spezielle theaterpädagogische Angebote und Materialien. Sie wählen im August 2019 zwei altersadäquate Inszenierungen für die Gruppe aus, das tjg. unterbreitet dann auf die Spielzeit verteilte Terminangebote. Schul- und Hortanrecht Ein Schulanrecht beinhaltet pro Gruppe mindestens zwei Vorstellungsbesuche in einer Spielzeit und bringt weitere Vorteile: v ergünstigter Eintritt zu allen Vorstellungen (3,50 € pro Person in den Klassenstufen 1 – 7 und 4,00 € pro Person in den Klassenstufen 8 – 12) Die Eintrittskarten werden portofrei zugeschickt, sie können als Fahrausweise innerhalb des VVO genutzt werden. Eine Begleitperson pro Gruppe erhält freien Eintritt.

 uf Nachfrage und bei Verfügbarkeit erhalten A Sie spezielle theaterpädagogische Angebote und Materialien. Mit Schuljahresbeginn wählen Sie aus dem Angebot des tjg. je nach Altersstufe der Klasse zwei Inszenierungen aus. Das tjg. bietet im Lauf der Spielzeit entsprechend Vorstellungstermine an. Die gleichen Vergünstigungen gelten auch für Hortgruppen, die über ein tjg.-Anrecht verfügen. Ihnen bietet das tjg. mit ausreichend zeitlichem Vorlauf Vorstellungstermine für die Herbst-, Winter- und Osterferien an. SchulePLUS-Anrecht Dieses Anrecht ist für Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern gleichermaßen gedacht und umfasst mindestens zwei Vorstellungsbesuche. Es beinhaltet eine Vorstellung im Klassenverband inklusive einer Begleitperson und einen zweiten tjg.-Besuch der Klasse gemeinsam mit den Familien am Wochenende oder Abend. Schüler*innen zahlen den jeweiligen Anrechtspreis pro Vorstellung, Erwachsene 5,00 €. Auch bei diesem Anrecht erhält eine Begleitperson pro Gruppe freien Eintritt und auf Wunsch schicken wir die Eintrittskarten portofrei zu. Zudem erhalten Sie auf Nachfrage und bei Verfügbarkeit spezielle theaterpädagogische Angebote und Materialien.

Gruppen Wenn Sie keine Anrechtsform für Ihre Gruppe wählen möchten, können wir Ihnen spezielle Rabatte anbieten. Anfragen richten Sie bitte an Pia Eßlinger vom Besucherservice telefonisch unter T 0351 . 3 20 42 704 oder per Mail → disponentin@tjg-dresden.de.

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Netzwerk

KuBiK – Kulturelle Bildung in Kindertageseinrichtungen

Gefördert im Programm 360 ° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft

Gefördert im Fonds DOPPELPASS der

Landesdirektion Sachsen

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Mitgliedschaften ASSITEJ Deutschland Deutscher Bühnenverein Landesverband Sachsen Deutsches Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst Die Vielen – Dresdner Erklärung Netzwerk Kraftwerk Mitte UNIMA WOD – Initiative weltoffenes Dresden

Das tjg. dankt allen Partner*innen­ Institutionen für die bereichernde ­Zusammenarbeit.

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Profil Das 2017 mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnete tjg. theater junge generation ist mit seinen drei Sparten – Schauspiel, Puppentheater und Theaterakademie – und mit rund 600 Vorstellungen im Jahr eines der größten Kinder- und Jugendtheater der Bundesrepublik und seit seiner Gründung 1949 aus dem Leben und der Kulturszene der Stadt Dresden nicht mehr wegzudenken. Auf den drei Bühnen im 2016 neu eröffneten Kraftwerk Mitte und an diversen Sommertheaterspielstätten zeigt das tjg. Inszenierungen für Kinder, Jugendliche und Familien und hat mehr als 82.000 Besucher*innen pro Spielzeit. Das Puppentheater der Stadt Dresden fusionierte 1997 mit dem tjg. und feierte 2017 seinen 65. Geburtstag. Die Theaterakademie wurde 2008 gegründet und ist Forschungslabor für Theaterpädagog*innen, Experimentierwerkstatt für theaterbegeisterte Kinder und Jugendliche sowie Weiterbildungsstätte für Lehrer*innen und Erzieher*innen. Unter anderem die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Theater für die Allerkleinsten, die Weiterentwicklung des Theaters mit Kindern und Jugendlichen und die Beschäftigung mit digitalen Medien in allen Bereichen sind Beispiele für aktuelle Schwerpunktsetzungen des Hauses. Im breiten Angebot der Sparten bindet das Theater konsequent und zeitgemäß aktuelle Strömungen, etwa aus Tanz und Performance, in hauseigene Inszenierungen ein, wobei der Austausch und die Kooperation mit verschiedenen kulturellen Einrichtungen und Institutionen sowie auch mit außerhalb des Kinder- und Jugendtheaters beheimateten Künstler*innen eine wichtige Rolle spielen. In den Jahren 2019 bis 2023 nimmt das tjg. am Programm „360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ der Kulturstiftung des Bundes teil. Ziel des Programms ist die Förderung der diversitätsorientierten Öffnung von ­Kultureinrichtungen. Das tjg. möchte sich als Ort in der Stadtgesellschaft positionieren, an dem sich die Diversität in besonderer Weise abbildet und die Chancen selbiger sichtbar werden. Mit dem Fonds „Doppelpass“ der Kulturstiftung des Bundes gibt es eine ­weitere Vernetzung mit der Freien Szene, hier mit dem Performancekollektiv LOVEFUCKERS und dem Kinder- und Jugendtheater DSCHUNGEL in Wien. „Anders leben als du“ ist Motto des Hauses in der Spielzeit 2019 – 2020, das sich in sämtlichen Formaten wiederfindet. Intendantin des tjg. ist seit 2008 Felicitas Loewe, als Hausregisseur ist seit 2016 Nils Zapfe engagiert. #tjgdresden ­

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Image The tjg. theater junge generation was founded in 1949 and has become one of the largest theatres for children and young audiences in Germany. Each year, the tjg. presents more than 600 performances on three different stages at Kraftwerk Mitte, newly opened in 2016, and at various summer stages in the city. This attracts an audience of more than 82,000 children, young people, and their families each season. We operate on three levels: acting, puppet theatre, and theatre academy. Puppeteers, actors and actresses bring to life tjg.’s productions integrating and exploring current trends in the performing arts sector, including dance and performance art. The city of Dresden‘s puppet theatre was integrated as one artistic branch of the tjg. in 1997, now employing seven professional puppeteers. The theatre academy, founded in 2008, offers theatre workshops for children and young people interested in theatre culminating in two productions per season for a young audience with young people on stage. The tjg. was awarded the German Federal Theatre Prize by the Federal Government Commissioner for Culture and Media in 2017. 2019-2023, the tjg. will participate in the program „360°- Fund for New City Cultures“ by the Federal Cultural Foundation. The aim of this program is to actively integrate all aspects of immigration and cultural ­diversity into cultural institutions and their city cultures. The tjg. wants to be a place that mirrors the city‘s cultural diversity and illustrates the benefits of different cultures coming together. The program „Doppelpass“, also funded by the Federal Cultural Foundation, supports joint projects of the tjg. with the independent scene - partners will be the performance collective LOVEFUCKERS and the DSCHUNGEL Wien, a theatre for young audiences based in Vienna. „Living a different life from yours“ is the motto of the 2019 – 2020 season, which connects all productions and formats. Felicitas Loewe became general and artistic ­director of the tjg. in 2008, Nils Zapfe has been hired as resident director in 2016. #tjgdresden

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tjg. theater junge generation Kinder- und Jugendtheater Dresden theatre for children and young audiences Spielzeit 2019 2020 herausgegeben vom tjg. theater junge generation Intendantin Felicitas Loewe Redaktion Christoph Macha / Dramaturgie / Theaterakademie / Besucherabteilung Gestaltung pingundpong Fotokonzept pingundpong Illustration Julia Böhme / pingundpong Ensemblefotos Dorit Günter Inszenierungsfotos Marco Prill Druck Druckerei Thieme Meißen Redaktionsschluss Mo 13. Mai 2019 Änderungen vorbehalten #tjgdresden Der Umschlag und die Innenseiten sind auf Recyclingpapier „Circleoffset Premium White“ gedruckt, welche mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ zertifiziert sind. Die Druckfarben sind mineralölfrei.

Um der Diversität der Geschlechteridentitäten gerecht zu werden und möglichst alle Leser*innen anzusprechen, verwendet das tjg. in seinen Publikationen den Gender-Star, der als Platzhalter neben der gleichberechtigten Ansprache von Frauen und Männern auch Raum für all diejenigen Geschlechteridentitäten lässt, die nicht eindeutig einem weiblichen oder männlichen Pol zuzuordnen sind.


Kontakte tjg. theater junge generation Kraftwerk Mitte 1 01067 Dresden Postfach 12 00 20 01001 Dresden → service@tjg-dresden.de ↗ tjg-dresden.de Theaterkasse T 0351 . 3 20 42 777 → theaterkasse@tjg-dresden.de Anrechte und Gruppen T 0351 . 3 20 42 704 → disponentin@tjg-dresden.de Intendanz T 0351 . 3 20 42 711 → intendanz@tjg-dresden.de Dramaturgie T 0351 . 3 20 42 720 → dramaturgie@tjg-dresden.de Theaterakademie T 0351 . 3 20 42 500 → theaterakademie@tjg-dresden.de Presse T 0351 . 3 20 42 725 → presse@tjg-dresden.de Marketing T 0351 . 3 20 42 700 → marketing@tjg-dresden.de

Künstlerisches Betriebsbüro T 0351 . 3 20 42 714 → kbb@tjg-dresden.de Technische Direktion T 0351 . 3 20 42 730 → technische.direktion@tjg-dresden.de Verwaltung T 0351 . 3 20 42 790 → verwaltung@tjg-dresden.de Newsletter Das tjg. bietet drei unterschiedliche Newsletter an: für Familien, für junge Theaterfreund*innen und Pädagog*innen. ↗ tjg-dresden.de/newsletter Weiter geht‘s im Web  ­tjg.theaterjungegeneration ­  ­tjg.theaterakademie  ­tjg_dresden  ­tjg. theater junge generation Dresden  +49 173 54 72 900 oder tjgdresden  ­ tjg_dresden  ­+49 173 54 72 900 Um unsere WhatsApp-Newsletter zu bekommen, bitte +49 173 54 72 900 zu den Kontakten hinzufügen und eine WhatsApp-Nachricht mit dem Text „Start“ schicken.


Profile for tjg. theater junge generation Dresden

tjg. Spielzeitheft 2019 ~ 2020 * Anders leben als Du  

Das neue Spielzeitheft des tjg. theater junge generation Dresden zur Spielzeit 2019 ~ 2020 mit dem Spieleitmotto "Anders leben als Du". Über...

tjg. Spielzeitheft 2019 ~ 2020 * Anders leben als Du  

Das neue Spielzeitheft des tjg. theater junge generation Dresden zur Spielzeit 2019 ~ 2020 mit dem Spieleitmotto "Anders leben als Du". Über...

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