Spielzeitheft Theater Magdeburg 22/23

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Theater Magdeburg Spielzeit 22/23 MUSIKTHEATER Der goldene Hahn von Nikolai Rimski-­ Korsakow 10.9.22 Fast normal von Brian Yorkey und Tom Kitt 1.10.22 Orpheus in der ­Unterwelt von Jacques Offenbach 12.11.22 Drei alte Männer ­wollten nicht sterben von Guus Ponsioen 13.1.23

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Der Freischütz nach Carl Maria von Weber 28.5.23 DomplatzOpenAir

Catch Me If You Can 16.6.23 BALLETT

Verklärte Nacht/ Mahler 4 von Jörg Mannes 22.10.22

Lydia/Le Sacre du­ Printemps von Philippe Katz/ von Edward Clug 11.2.23

Was ihr wollt Eugen Onegin von Jörg Mannes von Peter ­Tschaikowsky 21.4.23 21.1.23 Ariadne auf Naxos von Richard Strauss 4.3.23 Der Liebestrank von Gaetano ­Donizetti 15.4.23 Alice im Wunderland von Gerald ­Barry 6.5.23

SINFONIEKON

1. Sinfoniekonz Lilli Boulanger Ibert, Maurice Nikolai Rimski Korsakow 15. und 16.9.22

2. Sinfoniekon Peter Tschaiko Béla Bartók 13. und 14.10.2

3. Sinfoniekon Gerald Barry, Grace-Evange ­Mason, Michel Régis Campo 17. und 18.11.22

4. Sinfoniekon Wolfgang Ama Mozart, Rodio Schtschedrin, Modest Musso 15. und 16.12.2

5. Sinfoniekon Marc L. Vogler Elena Kats-Ch Peter Tschaiko 26. und 27.1.23

6. Sinfoniekon Erich Wolfgang ­Korngold, Cha Chaplin, Béla B 16. und 17.2.23


Theater Magdeburg Spielzeit 22/23

Der Freischütz nach Carl Maria von Weber 28.5.23

MUSIKTHEATER Der goldene Hahn von Nikolai Rimski-­ Korsakow 10.9.22 Fast normal von Brian Yorkey und Tom Kitt 1.10.22 Orpheus in der ­Unterwelt von Jacques Offenbach 12.11.22 Drei alte Männer ­wollten nicht sterben von Guus Ponsioen 13.1.23

DomplatzOpenAir Catch Me If You Can 16.6.23 BALLETT Verklärte Nacht/ Mahler 4 von Jörg Mannes 22.10.22 Lydia/Le Sacre du­ Printemps von Philippe Katz/ von Edward Clug 11.2.23

Was ihr wollt Eugen Onegin von Jörg Mannes von Peter ­Tschaikowsky 21.4.23 21.1.23 Ariadne auf Naxos von Richard Strauss 4.3.23 Der Liebestrank von Gaetano ­Donizetti 15.4.23 Alice im Wunderland von Gerald ­Barry 6.5.23

SINFONIEKONZERTE 1. Sinfoniekonzert Lilli Boulanger, Jacques Ibert, Maurice Ravel, Nikolai Rimski-­ Korsakow 15. und 16.9.22 2. Sinfoniekonzert Peter Tschaikowsky, Béla Bartók 13. und 14.10.22 3. Sinfoniekonzert Gerald Barry, Grace-Evangeline ­Mason, Michele Foresi, Régis Campo 17. und 18.11.22 4. Sinfoniekonzert Wolfgang Amadeus Mozart, Rodion Schtschedrin, Modest Mussorgski 15. und 16.12.22 5. Sinfoniekonzert Marc L. Vogler, Elena Kats-Chernin, Peter Tschaikowsky 26. und 27.1.23 6. Sinfoniekonzert Erich Wolfgang ­Korngold, Charlie Chaplin, Béla Bartók 16. und 17.2.23

7. Sinfoniekonzert Ludwig van Beethoven, Claude Debussy, Erwin Schulhoff, ­Alexander Weprik 9. und 10.3.23 8. Sinfoniekonzert Sergei Rachmaninow 20. und 21.4.23 9. Sinfoniekonzert György Ligeti, Robert Schumann, ­Witold Lutosławski 11. und 12.5.23 10. Sinfoniekonzert Amy Beach, Igor Strawinsky 1. und 2.6.23



Theater Magdeburg Spielzeit 22/23

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Inhalt Grußworte … 5 Gespräch … 13 Was ist neu? … 22 Wer kommt? … 24 Musiktheater … 29 Ballett … 65 Konzert … 77 Schauspiel … 117 Künstlerische Vermittlung und Partizipation … 163 Ensemble … 175 Sonderveranstaltungen und Gastspiele … 217 Freund:innen und Partner:innen … 225 Service … 233 Menschen … 251 Impressum … 272

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Liebes Publikum, Sie halten das neue Spielzeitheft des Theaters Magdeburg in den Händen. Es informiert über alle Produktionen und lädt ein, das Theater und seine Vorstellungen neu zu entdecken. Mit der kommenden Spielzeit stehen am ­Theater große Veränderungen ins Haus. Der ­Intendanzwechsel bietet neue Chancen und Möglichkeiten, das Theater Magdeburg als ­kulturelles Zentrum unserer Stadt weiterzuentwickeln. Ich freue mich sehr, dass mit Julien ­Chavaz ein erfahrener Musiktheaterregisseur und ambitionierter Theatermacher für die Generalintendanz gewonnen wurde. Er hat sich mit Anna Skryleva als Generalmusikdirektorin, mit Clemens Leander, Bastian Lomsché und Clara Weyde als neue Schauspieldirektion sowie mit Jörg Mannes als neuen Ballettdirektor ein Team aus erfahrenen Theaterschaffenden an die Seite geholt. Gemeinsam werden sie für ihr ­Publikum anregende, horizonterweiternde und unterhaltende Theatererlebnisse schaffen. Zu Beginn der neuen Spielzeit wird das Amt des Oberbürgermeisters bereits neu besetzt sein, was jedoch nicht bedeutet, dass nun auch meine regelmäßigen Besuche im Theater Magdeburg enden. Ich freue mich auch als Privatperson sowohl auf Bewährtes wie das Domplatz ­OpenAir und die Sinfoniekonzerte als auch auf spannende neue Eindrücke wie die Eröffnungspremieren Das Leben ein Traum im Schauspielhaus, Der goldene Hahn im Opernhaus und die Aufführungen der neu zusammengestellten Ballettkompanie. 5


Dem Intendanten Julien Chavaz und dem ­gesamten Team des Theaters Magdeburg ­wünsche ich einen erfolgreichen Neustart in die Spielzeit 22/23 und viele neugierige und ­ent­deckungsfreudige Zuschauerinnen und ­Zuschauer. Ihr

Dr. Lutz Trümper Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Magdeburg

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Liebe Theaterbegeisterte, „Most advanced, yet acceptable“ – „Neuartig und doch akzeptabel“ – so formulierte der legendäre Industriedesigner Raymond Loewy sein Prinzip eines modernen Designs, das Neues wagt, Aufmerksamkeit erregt und doch ganz praktisch im Leben verankert ist. Mit Julien Chavaz startet das Theater Magdeburg in solch eine neue Ära. Gemeinsam wollen wir Akzente setzen und moderne und zukunftsorientierte Entwicklungen anregen. Damit wollen wir Sie, liebe Theaterbesucher:innen, spartenübergreifend überraschen, ohne dass Sie auf Vertrautes verzichten müssen. Mit neuen Formaten und Strukturen verstärkt das Theater Magdeburg seine überregionale Strahlkraft und bleibt doch fest in der Stadt verankert. Einen ersten Blick in diese Zukunft ermöglicht Ihnen dieses Spielzeitheft in neuem Layout. In ihm präsentiert sich ein breitgefächertes ­Programm, das die Neugier der gesamten Stadtbevölkerung wecken soll und offen für alle ­Altersgruppen ist. Denn das Theater ist ein Ort der sozialen Begegnung. Zugleich begleitet es uns nicht nur bei den zahlreichen Umbrüchen in unserer Gesellschaft, sondern ist selbst ein ­aktiver Teil dieser Transformationen. So wird es z.B. im Schauspielhaus bei Nessun Dorma eine Verbindung von Kunst mit der Interaktion ­zwischen menschlichen und mechanischen Kolleg:innen geben. Die internationalen Ensembles vor allem in den Sparten Musiktheater und ­Ballett verknüpfen die unterschiedlichsten ­Welten miteinander und spiegeln eine lebendige 7


und für alle offene Gesellschaft, für die das ­Theater Magdeburg steht. Neues wird auch durch das Composer in Residence-Programm geschaffen, in dessen Zentrum in dieser Spielzeit der irische Komponist Gerald Barry steht und von dem wir unter anderem die Oper Alice’s Adventures Under Ground als deutschsprachige Erstaufführung sehen werden. Ich wünsche Julien Chavaz und seinem Team gutes Gelingen für die neue Intendanz und Sie, liebe Besucherinnen und Besucher, möchte ich einladen, diese neue Ära mit Freude und Neugier zu begleiten. Ich wünsche uns viele spannende Momente, die anregen – vielleicht auch aufregen – und uns immer wieder aufs Neue ins Theater ­Magdeburg einladen. Ihre

Regina-Dolores Stieler-Hinz Beigeordnete für Kultur, Schule und Sport

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Theater ist wichtig. Ein Heft voller Theaterträume, das Papier noch warm, die Tinte noch nicht ganz trocken. Die Träume erwachen zum Leben, sie beginnen zu tanzen, wenn sich die Türen der Theater ­wieder öffnen. Theater ist ein Fest. Wir haben ein paar ­Flaschen kaltgestellt. Es wird Musik und Poesie geben und viel Platz auf der Tanzfläche. Wir freuen uns auf Sie. In einer Zeit, in der wir alles messen, ­quantifizieren und optimieren wollen, ist Theater eine Chance. Eine Chance, sich zu verlieren. Sich zu verlieren, um sich besser wiederzufinden. Eine Chance, die Zeit zu vergessen, um die Welt besser zu verstehen. Die Welt besser zu ­verstehen und besser in ihr zu leben. Wir stellen keine Autos her. Wir stellen keine Halbleiter her. Aber das, was wir herstellen, ist genauso systemrelevant. Wir stellen Emotionen her. Und die müssen geteilt werden. Theater ist ein sich ständig veränderndes ­Projekt, ein Projekt, das Fragen stellt, das in Frage stellt. Alles verändert sich. Nichts ändert sich. Alles bleibt neu. Unsere Welt steht verzweifelt vor Krisen, die sich scheinbar willkürlich vor uns auftürmen. Theater hilft uns zu sehen, es hilft uns Erfahrungen zu teilen. Liegt es an der Inflation, dass die weltweiten Vorräte an Träumen wie Schnee in der Sonne zu schmelzen scheinen? Danke, liebes Publikum. Danke für Ihre ­Neugier und Ihre Fragen. Danke, dass Sie dem Theater vertrauen, Ihre Vorstellungen zu 10


erschüttern und Ihre Leidenschaften anzuregen. Ihre Neugier ist der Spiegel unserer Kühnheit. Wenn wir Theater machen, dann aus dem Wunsch heraus, etwas mit Ihnen zu teilen. Theater ist eine Form des Rausches, eine ­elegante Art, sich vorsätzlich zu verlieren, ­Theater ist der Zukunftstraum unserer kollektiven Emotionen. Theater ist wichtig. Julien Chavaz

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Die künstlerische ­Leitung – Julien Chavaz, ­Clemens Leander, Bastian Lomsché, Jörg Mannes, Anna Skryleva und Clara Weyde – im Gespräch mit Ulrike Schröder über ihren Start am Theater Magdeburg

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US: Der Beginn einer Intendanz ist ein großer Neuanfang. Welche Erfahrungen habt ihr mit Neuanfängen bisher gemacht? JC: Für uns Theatermenschen sind Neuanfänge eigentlich unser täglich Brot. Es gibt alle paar Monate neue Produktionen, alle Mitwirkenden sind gespannt und brennen für die neue Aufgabe. Wir sind einfach daran gewöhnt, mit Neustarts konfrontiert zu werden. Theater ist ja eine Kunstform, die jeden Tag neu ist, jede Vorstellung ist anders und immer wieder neu. Deshalb sehe ich das Besondere an unserem Neuanfang vor allem in der Konstellation mit uns allen als Sparten­ leiter:innen, ob nun neu am Haus oder nicht. Ein Neuanfang aus vielen einzelnen Neuanfängen heraus. Das macht einfach Spaß! JM: Auch in meinem künstlerischen Leben war es quasi Routine, immerfort Neues zu produzieren, wobei sich die verschiedenen Stadien von Neuproduktionen dann sogar oft überlagert haben: die Neukonzeption von der übernächsten Premiere, Bühnenentwürfe von der nächsten und gleichzeitig die Endproben der aktuellen Produktion. Corona hat in diesen Prozess 15


tatsächlich einmal Ruhe hineingebracht – und das war wirklich neu für mich. Ich kann hier in Magdeburg einen Neuanfang „von Null“ aus starten, mich ganz darauf konzen­ trieren. AS: Ich bin ja von Hause aus Pianistin und da bist du für deine Kunst ganz allein verantwortlich – du bist eigentlich sehr einsam. Als ich dann 1999 nach Deutschland kam, habe ich ein ganz anderes ­Leben kennengelernt. Mir wurde bewusst, dass der Weg, ganz allein mit dem ­Klavier konfrontiert zu sein, nicht mehr mein Weg ist. Die Möglichkeit, zum Dirigieren zu ­wechseln, war nicht einfach nur ein neuer Beruf, sondern eine völlig neue Art Musik und Kunst zu machen – im Austausch mit anderen. Theater ist Teamarbeit. Das hat mich sofort angesteckt! BL: Für mich hat der Neuanfang auch viel mit ­Freiheit zu tun – sich die Freiheit zu nehmen, an eine neue Aufgabe unvoreingenommen, ein wenig unbedarft und vielleicht auch manchmal naiv ­heranzugehen. Das beinhaltet ganz bewusst auch die Freiheit, die eigenen Fehler machen zu müssen, machen zu dürfen. Es setzt eine große Energie frei, sich sozusagen „ins kalte Wasser“ zu stürzen. Und es braucht Mut, denn es hängt auch eine große Verantwortung an unserem Neuanfang. 16


JC: Die neue Ära in Magdeburg korrespondiert mit dem Neuanfang des Theaterwesens nach ­Corona, zumindest nach der unmittelbaren Corona-Krise. Wir sehen nach zwei Jahren Licht am Ende des Tunnels. Wir spüren die Verantwortung, wieder unmittelbare Theatererlebnisse schaffen zu ­können. Und als gegenläufige erschreckende Entwicklung erleben wir den Krieg gegen die Ukraine und sind aufgefordert, uns dazu zu verhalten – eine weitere große Verantwortung. US: Angesichts von diesen weltweiten Krisen stellt sich die Frage nach der Relevanz von Theater … BL: Wenn ich ehrlich bin, habe ich erst in dieser Corona-Zeit wirklich verstanden, was es bedeutet, wenn man von der Einmaligkeit des direkten Theatererlebnisses spricht – alle sind in einem Raum, live, jede Vorstellung ist ­anders usw. Das erschien mir manchmal wie ein Klischee. Aber in den zwei ­Jahren mit stark ­eingeschränktem „analogen“ ­Theater ist doch deutlich geworden, was gefehlt hat: dieser Ort, an dem Leute aus eigener Entscheidung ­zusammenkommen, gemeinsam sich etwas ­anzuschauen. Hoffentlich wird das aufs Neue wieder zur Selbstverständlichkeit. CW: Die gemeinsame Imagination in einem Theaterraum – das ist einfach etwas Einzigartiges. 17


Darsteller:innen und Publikum erschaffen das Theatererlebnis eigentlich erst – ganz anders als im Kino. In der gemeinsamen Imagination kann man sich auch von der Realität lösen, kann sich andere Dimensionen vorstellen – das bietet ein großes Potential für Veränderung, dafür, Gesellschaft anders zu denken. In diesem Sinne ver­ stehen wir Naturalismus als verpasste Chance für die Kunstform Theater. CL: Gerade auch Jugendliche haben den realen Ort und Treffpunkt Theater vermisst. In der ­Corona-Zeit haben ja viele Theater – gerade für ein junges Publikum – auf digitale Formate ­gesetzt und es dämmert nun die Erkenntnis, dass das kein wirklich zukunftsweisender Weg ist. Jede Generation braucht diese konkreten Orte, Orte für unmittelbare Begegnung. Das ist eine schöne Bestärkung in unserem Bemühen, Theater für alle Generationen zu machen und uns in besonderer Weise um Vermittlung in alle Altersgruppen zu bemühen. JC: Zum Erlebnisraum Theater gehört auch das gemeinsame Reflektieren über das Erlebte. Das Theater ist ein Ort, wo man sich vor oder nach der Vorstellung mit anderen Menschen austauschen kann, mit Bekannten, aber möglicherweise auch mit völlig Fremden. Theater strahlt so über den eigentlichen Aufführungsort in das Leben der Menschen aus – und das oft sehr nachhaltig. Gerade wenn man am Anfang vielleicht skeptisch war und Zweifel hatte, ob etwas gelungen ist, dann beschäftigt es einen lange über die eigentliche Aufführung hinaus. Theater ist keine Schmerztablette, Theater ist dauerhafter Bestandteil eines neugierigen und temperamentvollen Lebens! 18


US: Deswegen ist es wichtig, das Publikum zu kennen, ein Gespür dafür bekommen, für wen wir Theater machen. BL: Wir wollen die Menschen verführen. Es kann nicht darum gehen, einfach gefälliges Theater zu machen, das allen nach dem Mund redet und keinerlei Hürden oder Widerstände aufbaut. Wir wollen die Magdeburger:innen verführen, zu kommen, wiederzukommen, nachzudenken und in irgendeiner Form etwas von dem, was sie im Theater erlebt haben, mit hinauszunehmen. CW: Die Menschen sind aufgefordert, auch etwas dazulassen in ihrem Theater, eine Rückmeldung zu geben. Das muss kein intellektueller Beitrag sein oder eine konkrete Frage. Es kann ein Nachgespräch sein oder ein kleiner Text – wichtig ist, den gegenseitigen Kontakt über die Vorstellung hinaus zu verlängern. JM: Mich fasziniert, dass der Dialog zwischen Publikum und Bühne freier ist als im Kino, weil der Blick der Zuschauer:innen nicht so stark gelenkt wird. Im Kino wird mir oft – durch Schnitte und Einstellungen – vorgegeben, wohin ich gucken soll, worauf ich mich konzentrieren soll. Im Theater kann ich auswählen zwischen unterschiedlichen Perspektiven – während einer Vorstellung und auch beim mehrmaligen Anschauen derselben Produktion. Theater ermächtigt das Publikum! 19


BL: Umso wichtiger und spannender ist es, sich auf dieses Publikum vorzubereiten. Wir beschäftigen uns viel mit Magdeburg und seinen Bewohner:innen, haben z. B. auch eine Stadtrundfahrt für alle Regieteams organisiert, damit auch die Gäste, die ans Haus kommen, die Stadt kennenlernen. Nach diesem ersten Eindruck kann man mehr ins Detail gehen, tiefer in die Geschichte einsteigen und mit den Menschen ins Gespräch kommen. So setzt sich nach und nach ein Bild zusammen. Eine tolle, inspirierende Chance, sich einen Ort zu erschließen! CL: Ich fand es sehr spannend, die verschiedenen Communities der Stadt kennenzulernen. Ich habe viele Gespräche mit den unterschiedlichsten Leuten geführt und bin total begeistert, auf wieviel Interesse an Theater, an Zusammenarbeit, an Engagement ich dabei gestoßen bin! Und es ist inspirierend sich vorzustellen, dass all diese Menschen hier bei uns einen Ort finden, an dem sie vorkommen und in den sie sich einbringen können. JC: Auch das Repertoire ist ein sehr charakteristischer Aspekt der Theaterarbeit. Es ist in Magdeburg völlig anders als in Hamburg, Stuttgart, Zürich oder der Westschweiz. Da ich wegen des Lockdowns kaum Vorstellungen sehen konnte, habe ich mir das Magdeburger 20


Repertoire seit den 1970er Jahren angeschaut, um ein Gefühl für die hiesige Theaterwelt zu ­bekommen. Das war eine spannende Abenteuerreise ins kulturelle Herz der Stadt, die Menschen hier können sich selbst wohl kaum vorstellen, wie spezifisch ihr Repertoire ist. JM: Ich gehe gern abstrakter an eine neue Situation heran. Ich suche in der Stadt eher Struk­ turen, auch Gefühlsstrukturen. Ich bin viel zu Fuß unterwegs, um ein Gefühl für die Beschaffenheit der Stadt zu bekommen. Irgendwann fließen diese Strukturen dann auch in die Stücke, in die Choreografien mit ein. Dabei geht es mir nicht um ganz konkrete Abbildung, sondern ­abstraktere Wahrnehmung: Wie stehen die Häuser zueinander? Wie bewegen sich die Menschen auf der Straße? Wie sind die Straßen angelegt? Und dann freue ich mich ganz direkt auf den ­Dialog mit dem Publikum, den wir auch im Tanz durch eigene Formate verstärken wollen. AS: Ich bin zwar nicht neu am Haus, aber dennoch freue ich mich darauf, jetzt endlich mehr von dem umsetzen zu können, was in meinen ersten beiden Spielzeiten wegen Corona nicht möglich war, v. a was den Austausch mit dem Publikum betrifft. Dabei habe ich schon festgestellt, dass das Publikum in Magdeburg immer offen für Neues ist – das kann uns allen Mut machen! Bild auf Seite 14/15 v.l.n.r.: Ulrike Schröder, Jörg Mannes, Anna Skryleva, Clara Weyde, ­Clemens Leander, Julien Chavaz, Bastian ­Lomsché

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Was ist neu?

– Der neue General­ intendant und ­Operndirektor des Theaters Magdeburg ist Julien Chavaz. – Das Schauspiel wird von einem neuen dreiköpfigen Team geleitet: ­Clemens ­Leander, Bastian Lomsché, Clara Weyde. – Der neue ­Ballett­direktor heißt Jörg Mannes. – Die verschiedenen Bühnen des ­Schauspielhauses erhalten neue ­Namen: Kammer 1 (ehem. Bühne), ­Kammer 2 (ehem. Studio), Kasino (ehem. Foyer), K ­ oralle (Garderobenfoyer). – Es gibt nach zwei­ jähriger Corona-­ Aussetzung wieder Abonnements, „Die Zweite“ ersetzt das „Sonntags um Vier“-Abo.

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– Mit der Theatercard 25 und der Theatercard 50 bestehen neue Rabattmöglichkeiten. – Die Künstlerische ­Vermittlung wird durch mehr Personal, größere Diversität und breitere Ziel­ gruppen gestärkt. – Alle Inszenierungen sind mit der Empfehlung versehen, ab welchem Alter sie ­geeignet sind. – Im Rahmen eines „Studiosystems“ ­werden zwei Schauspielstudierende der Filmuniversität ­Babelsberg für eine Spielzeit zum ­Ensemble stoßen. – Zwei Roboter wurden für das Schauspiel­ ensemble engagiert.

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– In den Winterferien entwickeln 60 Kinder und Jugendliche ­gemeinsam mit Künstler:innen, ­Expert:innen, Dramaturg:innen und Kunstvermittler:innen ­jährlich ein partizipatives Kunstprojekt, das in dieser Spielzeit Bande ’23 heißt. – Es wird ein „Composer in Residence“-­ Programm eingeführt. Erster Residenz­ künstler ist Gerald Barry. – Anna Skryleva stellt in zwei Sonntags­ matinéen Lieblingsstücke der Spielzeit vor. – Die Spielzeit wird mit einem Theaterfestival eröffnet.


Wer kommt?

Viele interessante Gastkünstler:innen werden die erste Spielzeit der neuen Generalintendanz prägen. Vier davon möchten wir Ihnen bereits jetzt etwas näher vorstellen. Gerald Barry Der irische Komponist, Jg. 1952, ist diesjähriger Composer in Residence des Theaters Magdeburg. Sein breites ­Œuvre, das von elektro­ akustischen Werken über Kammer- und Orchesterkompositionen bis hin zur großen Oper reicht, entstand v. a. im Auftrag renommierter irischer und britischer Institutionen. Doch Barry ist auch eng mit der deutschen Szene für neue Musik ver­ bunden und wurde von Karlheinz Stockhausens Experimentierfreude und Mauricio Kagels grimmigem ­Humor maßgeblich

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geprägt. Barrys jüngste Oper Alice’s Adventures Under Ground schließt in deutschsprachiger Erstaufführung die Opernspielzeit ab, im 3. Sinfoniekonzert wird ein Auftragswerk von ihm uraufgeführt und auch im Kammerkonzertspielplan werden Sie ihn ent­ decken können. (Siehe Seiten 55, 89, 104, 107) Edward Clug Der Direktor des Slowenischen Nationalballetts in Maribor ist mit seiner bahnbrechenden Choreografie von Strawinskys Le ­Sacre du Printemps zu Gast am Theater ­Magdeburg. Clug gilt auch außerhalb seines Landes als einer der bekanntesten zeit­ genössischen Ballettchoreografen. Neben Arbeiten für seine ­eigene Kompanie, die er seit 2003 leitet, 25

entwickelte er Choreografien u. a. für das Stuttgarter Ballett, das Ballett Zürich und das Königliche Ballett von Flandern, das ­Nederlands Dans Theater, das Bolschoi-­ Ballett, das Wiener Staatsballett, Les Grands Ballets ­Canadiens de Montréal sowie für das Portugiesische, Ukrainische, ­Rumänische und ­Kroatische Nationalballett. Seine SacreChoreografie wird von Kompanien weltweit einstudiert. (Siehe Seite 73) Nina von Mechow In ihrem Werk collagiert die Bühnen- und Kostüm­bildnerin sowohl Innen- wie Außenräume als auch ­monu­mentale Maschinen in beein­ druckender Dominanz. Ihre Kostümbilder entwickelt sie aus ästhe­ tischen Koordinaten,


die von historischen Vorlagen bis hin zu popkulturellen Anleihen ­reichen. Nina von Mechow kreiert beeindruckende Welten, die über sich selbst ­hinausweisen. Sie arbeitete mit Künstler:innen wie Frank Castorf, Karin Henkel, Bert Neumann, Jonathan Meese, Andrea Breth, Johan Simons und der Opernkompanie ­NOVOFLOT. Mit René Pollesch verbindet sie seit 2002 eine intensive Zusammenarbeit. Mit einem Team aus von ihr zusammengestellten Künstler:innen wird sie die Reihe ­Kosmos am Schauspiel Magdeburg eröffnen. (Siehe Seite 157)

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Bastian Reiber Von 2009 bis 2012 war er als Schauspieler am Theater Magdeburg ­engagiert, wechselte anschließend ans Schauspielhaus Hamburg und ist aktuell ­Ensemblemitglied der Schaubühne Berlin. Er arbeitete mit Regisseur:innen wie Christoph Marthaler, Karin Beier, Katie Mitchell, Karin ­Henkel und Jan Bosse. Eine besonders intensive Zusammenarbeit verbindet ihn mit Herbert Fritsch. 2012 wurde er als Nachwuchsschauspieler des Jahres durch die Kritikerjury der Zeitschrift Theater heute aus­ gezeichnet. 2015 folgte der Boy-Gobert-Preis, 2022 der Berliner Kunstpreis (darstellende Kunst) der Akademie der Künste. Auch im Fernsehen und Kino ist er erfolgreich. Er spielte mehrmals an der Seite von Bjarne


Mädel in Der Tatort­ reiniger, arbeitete mit Regisseur:innen wie Detlev Buck, Hermine Huntgeburth oder Arne Feldhusen. Mit Odyssee: Buch von ­Homer, seiner dritten Arbeit als Regisseur, kehrt er nach Magdeburg zurück. (Siehe Seite 153)

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Musiktheater


Der goldene Hahn von Nikolai ­Rimski-Korsakow

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Premiere am 10.9.22


Fast normal von Brian ­Yorkey und Tom Kitt

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Premiere am 1.10.22


Orpheus in der ­Unterwelt von Jacques Offenbach

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Premiere am 12.11.22


Drei alte Männer ­wollten nicht sterben von Guus Ponsioen

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Premiere am 13.1.23


Der goldene Hahn Oper in drei Akten von Nikolai Rimski-­ Korsakow Libretto von Wladimir Bjelski nach einem Märchen von Alexander Puschkin In russischer Sprache mit deutschen Über­ titeln Ab 12 Jahren

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GMD Anna Skryleva Musikalische Leitung Anna Bernreitner Regie Hannah Rosa Öllinger, Manfred Rainer Bühne, Kostüme Ulrike Schröder, Sarah Ströbele Dramaturgie


Der goldene Hahn von Nikolai R ­ imski-Korsakow Unter den 15 Opern Nikolai Rimski-Korsakows beziehen sich viele auf märchenhafte Vorlagen. Dabei ging es dem Komponisten nicht um eine Feier kindlicher Unschuld, sondern um die in ­diesen Fabeln steckende einzigartige Verbindung von Archaik, Fantastik und Bodenständigkeit, die er auslotete und damit nicht nur das russische Musiktheater revolutionierte. Dass in diesen Stoffen immer auch das Potential für politische Satire steckt, wird in der Oper aus dem Revolu­ tionsjahr 1905 deutlich: Der goldene Hahn stellt die autoritär-­erstarrte Welt des alten Zaren ­Dodon der lebendigen, vielfältigen und verführerischen Welt der fremden Zarin Schemacha ­gegenüber. Hinter den Kulissen zieht ein Astrologe die Fäden. Doch Rimski-Korsakows letzte Oper ist mehr als Satire im Märchengewand. Vielmehr entsteht ein bald tragisches, bald komisches Spiel um Macht, Intelligenz und Liebe, für das die junge und jüngst mit dem Götz-Friedrich-Preis aus­ gezeichnete Regisseurin Anna Bernreitner zur ­Eröffnung der neuen Intendanz eine ganz eigene, (alp-)traumhafte, fantastische Welt entwickelt. Ein bissiger Kommentar auf nationalistischmännliches Machtstreben als Magdeburger Erstaufführung! Premiere 10.9.22 Opernhaus, Bühne

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Fast normal Next to Normal Musical in zwei Akten Musik von Tom Kitt Buch und Gesangstexte von Brian Yorkey Deutsch von Titus Hoffmann Ab 12 Jahren

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Nathan Bas Musikalische Leitung Tobias Ribitzki Regie Stefan Rieckhoff Bühne, Kostüme Marie Julius Dramaturgie


Fast normal von Tom Kitt und Brian Yorkey „Das beste Musical, das im letzten Jahrzehnt zu uns kam“ – elf Tony-Nominierungen, mehrere ­Kritikerpreise und der Pulitzer-Preis 2010 (der ­äußerst selten an eine Musicalproduktion ver­ geben wird) beweisen, dass das Fachmagazin Musicals 2017 richtig lag mit seiner Begeisterung über dieses eindringliche Kammerstück im RockMusical-Gewand: Mutter Diana kämpft mit einer bipolaren Störung, die ihre gesamte Familie zunehmend beeinträchtigt. Während Vater Dan mit aller Kraft versucht, die Illusion des idyllischen Vorstadtlebens aufrecht und die Familie zusammenzuhalten, lebt Tochter Natalie die ­Exzesse des Erwachsenwerdens aus. Und dann ist da noch Sohn Gabe … Mit einer klugen Mischung aus Ironie, Tragik und Gefühl schaffen es die Autoren – jenseits von Klischees und billigen Wohlfühl-Lösungen – das ganz alltägliche, schöne und schreckliche ­Leben mit Krankheit und Tod in einen packendes musikalisches Theatererlebnis zu verwandeln: Ein Musical für Erwachsene und alle, die es werden wollen – inszeniert vom jungen Regisseur Tobias Ribitzki. Premiere 1.10.22 Opernhaus, Bühne

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Orpheus in der ­Unterwelt

Pawel Poplawski Musikalische Leitung

Orphée aux Enfers ­Operette von Jacques Offenbach Libretto von Hector Crémieux und Ludovic Halévy

Igor Pison Regie

In deutscher Sprache Ab 12 Jahren

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Nicola Reichert Bühne, Kostüme Lukas Strasser Choreografie Ulrike Schröder, Sarah Ströbele Dramaturgie


Orpheus in der Unterwelt von Jacques Offenbach Dem Theatermann Jacques Offenbach war nichts heilig: Literarische Helden, historische Herrscher, aktuelle Gesellschaftszustände, Presse, Volk und Kirche – sie alle bekommen in seinen Werken ihr Fett weg und bemerken es nicht einmal, so rasant wirbelt die Musik alles durcheinander. Schon in seiner ersten abendfüllenden Operette, Orpheus in der Unterwelt, fand er 1878 sein Erfolgsrezept: Man nehme einen bekannten Mythos, stelle ihn vom Kopf auf die Füße und schöpfe aus dem Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit soviel anarchische Komik wie möglich: Das Ehepaar Orpheus und Eurydike hat sich ­auseinandergelebt und geht in Liebesdingen jeweils eigene Wege. Als Eurydike stirbt – sie hatte sich unwissend mit Pluto, dem Gott der Unterwelt, eingelassen – könnte für Orpheus alles gut sein, doch da tritt die Öffentliche Meinung auf den Plan und fordert vom Ehegatten, Himmel und Hölle in Bewegung zu setzen, um seine Ehefrau zurückzuholen. Orpheus macht sich also notgedrungen auf in den Olymp. In der energiegeladenen und farbenfrohen Regie des aus Triest stammenden Regisseurs Igor Pison wird der ­Titelheld auf dieser Reise nicht ungeschoren ­davon kommen … Premiere 12.11.22 Opernhaus, Bühne

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Drei alte Männer wollten nicht sterben

Tamás Molnár Musikalische Leitung

Kinderoper von Guus ­Ponsioen Arrangement von ­Sylvia Maessen Libretto von Suzanne van Lohuizen Deutsch von Barbara Buri

Rebecca Sophie Mayr Regie

Ab 6 Jahren

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Marie Julius Dramaturgie


Drei alte Männer wollten nicht sterben von Guus Ponsioen Die drei alten Männer Dietrich, Lothar und Oliver leben zusammen in einem Zimmer. Eines Tages erhalten sie einen Brief: „Heute ist der letzte Tag. Euer Leben ist aus. Alle Tage sind verbraucht. Da kann man nichts dagegen tun. Die allerbesten Grüße.“ Bitte was? Sterben? Sie sind doch noch nicht fertig mit leben! Sie wollen noch auf einem Kamel durch die Wüste reiten und den höchsten Berg der Welt besteigen. Sie müssen frühstücken, sich streiten, die Liebe erleben, aufräumen. Sie müssen einfach noch leben! Aber dann wird es dunkel und die Drei beginnen darüber nachzudenken, wie das sein könnte, wenn man stirbt … Diese Oper für Kinder ab sechs Jahren basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück der niederländischen Dramatikerin Suzanne van Lohuizen. Guus Ponsioens Musik erzeugt dazu eine intime und dennoch farbige Klangwelt, die den wunderbar-skurrilen Humor des Stückes aufgreift und das Thema „Sterben“ für Kinder auf sinnliche Weise nachvollziehbar macht. Premiere 13.1.23 Opernhaus, Podium

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Eugen ­Onegin von Peter ­Tschaikowsky

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Premiere am 21.1.23


Ariadne auf Naxos von Richard Strauss

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Premiere am 4.3.23


Der Liebestrank von Gaetano ­ Donizetti

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Premiere am 15.4.23


Alice im Wunderland von Gerald ­Barry

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Premiere am 6.5.23


Der Freischütz nach Carl Maria von Weber

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Premiere am 28.5.23


DomplatzOpenAir Catch Me If You Can von Terrence McNally, Marc Shaiman und Scott Wittman

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Premiere am 16.6.23


Eugen Onegin Lyrische Szenen in drei Akten von Peter Tschaikowsky Libretto von Peter Tschaikowsky und ­Konstantin Schilowski nach Alexander ­Puschkin In russischer Sprache mit deutschen Über­ titeln Koproduktion mit der Opéra national de Lorraine in Nancy Ab 14 Jahren

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GMD Anna Skryleva Musikalische Leitung Julien Chavaz Regie Amber Vandenhoeck Bühne Sanne Oostervink Kostüme Ulrike Schröder Dramaturgie


Eugen Onegin von Peter Tschaikowsky Peter Tschaikowskys Persönlichkeit wird meist als öffentlichkeitsscheu und introvertiert geschildert, was sicher auch seiner geheim gehaltenen Homosexualität geschuldet war. Dennoch ­er­arbeitete sich der russische Komponist ziel­ gerichtet und selbstbewusst die einzelnen musikalischen Gattungen. In Alexander Puschkins Versroman Eugen Onegin von 1833 fand er Figuren und menschliche Beziehungen, die ihn den Weg zur Oper beschreiten ließen: „Ich brauche Menschen, keine Puppen. Mich spricht jedes Opernsujet an, in dem ich – auch wenn es keine kräftigen und überraschenden Effekte hat – ­Menschen finde wie mich, die Gefühle haben, wie ich sie habe und die ich verstehe.“ Ganz ohne dramatische Verwicklungen treten uns in seiner Oper zwei Menschen entgegen, die nicht zusammenkommen. Haben sie einfach den richtigen Zeitpunkt versäumt? Oder passen ihre gegen­ seitigen Erwartungen grundsätzlich nicht zueinander? Mit seiner ersten Regiearbeit in Magdeburg lädt Generalintendant Julien Chavaz das Publikum ein auf eine emotionale Reise ins Innenleben junger Menschen, bei der die Grenzen zwischen Realität und Traum verschwimmen. Premiere 21.1.23 Opernhaus, Bühne

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Ariadne auf Naxos Oper in einem Aufzug nebst einem Vorspiel von Richard Strauss Libretto von Hugo von Hofmannsthal Mit deutschen Über­ titeln Ab 14 Jahren

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Svetoslav Borisov Musikalische Leitung James Bonas Regie Thibault ­Vancraenenbroeck Bühne, Kostüme Ulrike Schröder Dramaturgie


Ariadne auf Naxos von Richard Strauss Was suchen wir im Theater – Zerstreuung oder Erbauung? Seit Beginn der Operngeschichte streiten Theaterleute, Intellektuelle und Publikum darüber, was höher zu bewerten sei, ob sich Unterhaltungsbedürfnis und Bildungsanspruch ausschließen oder wie sich beides möglicherweise verbinden ließe. Einen ausgesprochen originellen, um nicht zu sagen provokanten Beitrag zur Debatte lieferte 1911 Richard Strauss mit ­seiner Oper Ariadne auf Naxos und schickt die ­frivole Commedia dell’Arte-Truppe um Zerbinetta und das Opernensemble um die tragische Heldin Ariadne zugleich ins Rennen. Da mag der ­Komponist noch so leiden und sich Musiklehrer und Tanzmeister echauffieren! Umso erstaun­ licher, wie beeindruckend die beiden Theaterwelten ineinander greifen können … Der britische Theater- und Opernregisseur James Bonas hat viel Erfahrung mit ungewöhnlichen und grotesken Stoffen und lädt in seiner ersten Arbeit für ein deutsches Opernhaus diese einzigartige musiktheatrale Versuchsanordnung mit echter Emotionalität auf. Premiere 4.3.23 Opernhaus, Bühne

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Der Liebestrank L’elisir d’amore Opera buffa in zwei Akten von Gaetano Donizetti Libretto von Felice ­Romani In italienischer Sprache mit deutschen Über­ titeln Ab 10 Jahren

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Sebastiano Rolli Musikalische Leitung Mirella Weingarten Regie, Bühne Julia Müer Kostüme Sarah Ströbele Dramaturgie


Der Liebestrank von Gaetano Donizetti Eigentlich hätte es Gaetano Donizetti gern gesehen, als Komponist ernster historischer Opern z. B. über den Tod Anne Boleyns, der dritten Frau Heinrichs VIII., bekannt zu werden. Doch Schicksal und Publikum wollten es anders: Den größten Erfolg seiner Karriere feierte der aufstrebende Opernkomponist 1832, nur gut ein Jahr nach ­besagter Anna Bolena, mit einer Opera buffa. Und vielleicht ist es gerade Donizettis Erfahrung im tragischen Fach zuzuschreiben, dass Der ­Liebestrank mit seiner besonderen Mischung von komischen und ernsten Elementen eine solch durchschlagende und nachhaltige Wirkung entfaltete und seinen Komponisten zum unbestrittenen Nachfolger Rossinis machte. Schließlich geht es in der Geschichte nicht nur um amüsante Verwechslungen und eine zweifelhafte Wunderdroge, sondern auch um das erwachende Selbstvertrauen eines jungen Liebhabers und die Frage nach dem Grund für wahre Liebe. Regisseurin Mirella Weingarten, die auch ausgebildete ­Bühnenbildnerin ist, entwickelt für diese Perle des Belcanto eine eigene fantastische Bühnenwelt. Premiere 15.4.23 Opernhaus, Bühne

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Alice im Wunderland Alice’s Adventures Under Ground Oper von Gerald Barry Libretto vom ­Komponisten nach ­Lewis Carroll Deutsch von Christian Poewe Deutschsprachige ­Erstaufführung

Jérôme Kuhn Musikalische Leitung Julien Chavaz Regie Anneliese Neudecker Bühne Severine Besson Kostüme Julia Kreuziger Masken

Ab 10 Jahren Marie Julius Dramaturgie

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Alice im Wunderland von Gerald Barry Mit unaufhaltsamer Energie treibt der irische Komponist Gerald Barry die Opernsaison ihrem grotesk-komischen Höhepunkt entgegen: Seine einstündige Version der berühmten Geschichten um das Mädchen Alice ist ein wahnwitziger ­Parforceritt durch das absurd-anarchische ­Wunderland, in dem weiße Kaninchen, grinsende Katzen, verrückte Hutmacher, rabiate Königinnen, Diedeldum, Diedeldei, Humpty Dumpty und weitere unerhörte Figuren ein Leben nach offensichtlich völlig undurchsichtigen Kriterien führen. Alice muss alle Sinne beieinander behalten, um in diesem wilden Strudel der Ereignisse nicht unterzugehen … Barry, diesjähriger Composer in Residence in Magdeburg, ist ein gewiefter Musikdramatiker, der mit genauem Gespür für Sprache und Situationen den Stimmen und Instrumenten hals­ brecherische Musik „auf den Leib“ komponiert. Nach dem großen Erfolg der szenischen Uraufführung 2020 in London kommt dieser unvergleichliche Opernspaß nun als deutschsprachige Erstaufführung nach Magdeburg. Wagen Sie sich hinein in ein musikalisches Wunderland! Premiere 6.5.23 Opernhaus, Bühne

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Der Freischütz Kinderoper zum ­Mitmachen nach Carl Maria von Weber Libretto von Friedrich Kind Ab 6 Jahren

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Benjamin Huth Musikalische Leitung Marie Julius, Sarah Ströbele Dramaturgie


Der Freischütz nach Carl Maria von Weber Um seine Agathe heiraten zu dürfen, soll Jägerbursche Max vor dem Fürsten einen Probeschuss abliefern. Max ist in heller Aufregung. Er, sonst der beste Schütze weit und breit, hat seit ­Wochen nichts getroffen! Max lässt sich davon überzeugen, dass ihn sieben Freikugeln aus ­seiner misslichen Lage befreien könnten. Um Mitternacht werden die Kugeln in der Wolfsschlucht gegossen und ein Pakt mit dem teuf­ lischen Samiel geschlossen. Das ruft Neider, List, Rache und wilde Träume auf den Plan … Eine herzergreifende Liebe, waghalsige Jäger und eine gruselige Wolfsschlucht: Der Freischütz bietet viele Elemente für eine spannende ­Geschichte und hat als „romantische Oper“ einen festen Platz im Musikunterricht. In unserer beliebten Reihe der Kinderopern zum Mitmachen kommt das Werk nun in einer Fassung auf die Bühne, in der Schulklassen (im Alter von 6 bis 12 Jahren) und Familien das Geschehen durch Mitmachaktionen und Gesang unterstützen. Zur Vorbereitung bieten wir ausführliches Begleit­ material und Workshops sowie eine Fortbildung für Lehrkräfte am 25. und 26.2.23 an. Premiere 28.5.23 Opernhaus, Bühne

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Catch Me If You Can Musical nach dem gleichnamigen DreamWorks Motion Picture Buch von Terrence McNally Musik von Marc Shaiman Liedtexte von Scott Wittman und Marc Shaiman Deutsch von Werner Sobotka Eine Koproduktion des Theaters Magdeburg und Mehr-BB Entertainment GmbH in Zusammenarbeit mit outside eye gmbh Europäische Erstaufführung im Theater in der Josefstadt, Wien Ab 12 Jahren DomplatzOpenAir

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Kai Tietje Musikalische Leitung Felix Seiler Regie Darko Petrovic Bühne Linda Schnabel Kostüme Danny Costello Choreografie Ulrike Schröder Dramaturgie


Catch Me If You Can Wie toll wäre es, einmal jemand anderes zu sein: aufregend, reich und beliebt, als Pilot, Arzt oder Anwalt umschwärmt zu werden, Geld im Überfluss zu haben – und dem eigenen engen Leben mit immer neuen Volten zu entfliehen … Frank Abagnale hat es gewagt und Ende der 1960er Jahre das FBI mit Bluffs und virtuosen Identitätswechseln so lange auf Trab gehalten, bis er zum Medienliebling avancierte. Auch nach seiner Festnahme blieben dem sympathischen Hochstapler die Herzen der Menschen zugewandt, Steven Spielberg verfilmte Abagnales Auto­ biografie 2002 äußerst erfolgreich mit Leonardo DiCaprio und Tom Hanks in den Hauptrollen. Knapp zehn Jahre später erreichte die rasante Story sogar den Broadway. Komponist Marc Shaiman (der u. a. mit Filmmusiken zu Harry und Sally und Sister Act bekannt wurde) entwickelte mit seinen Textern eine witzige, temporeiche Show, in der Abagnale die entscheidenden Situationen seines Lebens im wahrsten Sinne des Wortes Revue passieren lässt – musikalisch unterlegt mit einer Liebeserklärung an den Sound der 60er Jahre. Genau das Richtige für einen Sommerabend auf dem Domplatz. Und dass sich in Abagnales Autobiografie mittlerweile auch vieles als Fake entpuppt hat – geschenkt! Premiere 16.6.23 Domplatz

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Wiederaufnahmen

Titus La clemenza di Tito Oper in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart Libretto von Caterino Mazzolà Reduzierte OrchesterFassung von Anna ­Skryleva In italienischer Sprache mit deutschen Über­ titeln Ab 14 Jahren Pawel Poplawski Musikalische Leitung Dietrich W. Hilsdorf Regie, Bühne Carola Volles Kostüme Ulrike Schröder Dramaturgie ab 25.9.22 Opernhaus, Bühne

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Der Zaunkönig und die silberne Flöte Ein musikalisches ­Bilderbuch Musik von Franz ­Kanefzky Text von Martina ­Oberhauser Uraufführung Ab 4 Jahren Florian Honigmann Regie Josephine Kapust Bühne, Kostüme Hannes Föst Dramaturgie ab 30.9.22 Opernhaus, Podium

Turandot Oper in drei Akten von Giacomo Puccini Libretto von Giuseppe Adami und Renato ­Simoni Vervollständigt von Franco Alfano In italienischer Sprache mit deutschen Über­ titeln Ab 12 Jahren Svetoslav Borisov Musikalische Leitung Michiel Dijkema Regie, Bühne Jula Reindell Kostüme Ulrike Schröder Dramaturgie ab 4.12.22 Opernhaus, Bühne

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Anatevka Musical in zwei Akten Basierend auf den ­Geschichten von ­Sholem Aleichem Mit ausdrücklicher ­Genehmigung von ­Arnold Perl Buch von Joseph Stein Musik von Jerry Bock Gesangstexte von ­Sheldon Harnick Deutsch von Rolf Merz und Gerhard Hagen Produziert für die Bühne in New York von Harold Prince Original-Bühnen­ produktion in New York inszeniert und choreografiert von Jerome Robbins Ab 8 Jahren

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Nathan Bas Musikalische Leitung Erik Petersen Regie Anja Lichtenegger Bühne Kristopher Kempf Kostüme Sabine Arthold Choreografie Ulrike Schröder Dramaturgie ab 17.3.23 Opernhaus, Bühne


Meisterklasse von Terrence McNally Deutsch von Inge Greiffenhagen und ­Bettina von ­Leoprechting Ab 14 Jahren Ulrich Wiggers Regie Jovan Mitic-Varutti/­ Justus Tennie Musikalische Leitung Leif-Erik Heine Bühne, Kostüme Laura Busch Dramaturgie Schauspielhaus, Kasino

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Ballett


Verklärte Nacht/ Mahler 4 von Jörg Mannes

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Uraufführung am 22.10.22


Lydia/Le Sacre du­ Printemps von Philippe Kratz / von Edward Clug

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Premiere am 11.2.23


Was ihr wollt von Jörg Mannes

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Uraufführung am 21.4.23


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Verklärte Nacht/ Mahler 4

Svetoslav Borisov Musikalische Leitung

Verklärte Nacht

Jörg Mannes Choreografie

Ballett von Jörg ­Mannes Musik von Arnold Schönberg Uraufführung Mahler 4 Ballett von Jörg Mannes Musik von Gustav Mahler Uraufführung

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Thomas Rupert Bühne Ana Rosa Chanzá Kostüme Ulrike Schröder Dramaturgie Ab 12 Jahren


Verklärte Nacht/Mahler 4 von Jörg Mannes Es regiert der schöne Schein, doch darunter blitzt mit bösartigem Witz der Untergang hervor: Die Musik von Arnold Schönberg und Gustav Mahler, in Wien um die Wende zum 20. Jahrhundert entstanden, wird zum Ausgangspunkt für Ballettdirektor Jörg Mannes, um brüchige menschliche Konstellationen zu hinterfragen. In Verklärte Nacht gesteht eine Frau ihrem Partner, dass sie von einem anderen schwanger ist. Die Beziehung von Mann und Frau gerät unter doppelten Druck: Erwartungen der Gesellschaft bedrängen von außen, im Inneren tobt der Kampf zwischen Vernunft und animalischen Instinkten. In Mahler 4 weitet sich die Perspektive. Was bedeutet es, wenn Gruppen aus dem ­Gesamtverband ausbrechen? Was lauert hinter den lustigen Schellenklängen des Beginns und den naiven Visionen „vom himmlischen Leben“, die Mahlers Sinfonie abschließen? Die Choreografie macht tänzerisch erfahrbar, wie nah uns auch heute das Gefühl eines bedrohlichen Zeitenwechsels kommt. Premiere 22.10.22 Opernhaus, Bühne

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Lydia/Le Sacre du ­Printemps Lydia Tanzstück von Philippe Kratz Musik von Joseph Haydn u. a. Uraufführung GMD Anna Skryleva Musikalische Leitung Philippe Kratz Choreografie Giulia Munari Bühne Costanza Munari Kostüme Sarah Ströbele Dramaturgie

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Le Sacre du Printemps Ballett von Edward Clug Musik von Igor Strawinsky GMD Anna Skryleva Musikalische Leitung Edward Clug Choreografie Marko Jepelj Bühne Leo Kulaš Kostüme Gaj Žmavc Einstudierung Ab 12 Jahren


Lydia/Le Sacre du Printemps von Philippe Katz / von Edward Clug Strawinskys Sacre fordert immer wieder zur ­Neubefragung heraus – und setzt durch seine einzigartige Musik gleichzeitig jeder neuen ­Choreografie kraftvollen Widerstand entgegen. Umso faszinierender ist es für Tänzer:innen und Publikum gleichermaßen, einer Choreografie zu begegnen, die seit ihrer Uraufführung 2012 im slowenischen Maribor von zahlreichen Ballettkompanien weltweit einstudiert und weiter­ getragen wird. Ihr Schöpfer Edward Clug, seit 2003 Ballettdirektor des Slowenischen Nationalballetts, ließ sich für seine Version von Nijinskys ­Uraufführungsfassung inspirieren und entwickelte daraus einen packenden, zeitgemäßen Umgang mit den Themen Natur, Neuanfang und Gewalt. Dem stellt der junge Choreograf Philippe Kratz eine Choreografie über weiblichen Freiheitsdrang entgegen. Die Titelfigur des 1848 in Magdeburg erschienen Romans Lydia spiegelt das unkonventionelle Leben der Autorin Louise ­Aston, die zur Vordenkerin eines neuen Frauenbildes wurde: „Freiem Leben, freiem Lieben, / Bin ich immer treu geblieben!“ Premiere 11.2.23 Opernhaus, Bühne

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Was ihr wollt Ballett von Jörg Mannes nach ­William Shakespeare Uraufführung Ab 14 Jahren

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Jörg Mannes Choreografie Alexandra Pitz Bühne, Kostüme Ulrike Schröder Dramaturgie


Was ihr wollt von Jörg Mannes In Shakespeares Komödien kommt die Liebe als Verwirrspiel der Identitäten daher. Geschlechterwechsel, Verkleidungen, vertauschte Zwillinge – in diesem Experimentierfeld der Beziehungen ist nichts, wie es scheint. Das wirft bei aller Komik ein düsteres Licht auf die immer wieder neu ­entstehenden Paarkonstellationen. Und diejenigen, die nicht mitspielen wollen oder können, geraten unter die Räder: Herzog Orsino liebt Gräfin O ­ livia, diese verliebt sich in Cesario, doch der ist eigentlich die Schiffbrüchige Viola, die wiederum den Herzog liebt. Als dann Violas totgeglaubter Zwillingsbruder Sebastian auftaucht, droht die Eifersucht alles zu zerstören. Und ­Verwalter Malvolio erfährt am eigenen Leib die brutale Seite von enttäuschten Liebeshoffnungen. Jörg Mannes interessiert sich in seiner neuen Choreografie für das Spannungsfeld von Betrug und Selbstbetrug in diesem stürmischen Liebesreigen. Premiere 21.4.23 Schauspielhaus, Kammer 1

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Konzert


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1. Sinfoniekonzert Jacques Ibert Escales. Sinfonische Suite Maurice Ravel Shéhérazade. ­Liederzyklus für ­Gesang und Orchester Lilli Boulanger D’un matin de ­printemps für Orchester Nikolai Rimski-­ Korsakow Scheherazade. ­Sinfonische Suite op. 35

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Emilie Renard Mezzosopran Magdeburgische ­Philharmonie Mihkel Kütson Dirigent


1. Sinfoniekonzert „Fernes, altes Wunderland der Märchen aus ­Kindertagen, wo die Fantasie schlummert wie eine Kaiserin in ihrem Wald voll der Geheimnisse“ – seit Beginn des 18. Jahrhunderts träumte sich ­Europa in die faszinierende Welt der Geschichten aus 1001 Nacht hinein. In der arabischen Sammlung entdeckte man eine Welt, so völlig anders als die eigene – rätselhaft, gefährlich, sinnlich. Und deren Verkörperung – die schöne Sultanin Scheherazade, die Nacht für Nacht um ihr Leben eine Geschichte nach der anderen erzählt – inspi­ rierte zahlreiche Künstler:innen, die Grenzen des Gewohnten zu überschreiten: Nikolai RimskiKorsakow entfaltete in seiner Sinfonischen Suite üppiges Orchesterkolorit, der Dichter ­Tristan Klingsor ließ sich davon zu einer Reihe von Gedichten anregen, Maurice Ravel vertonte drei von ihnen in einem Liederzyklus. Und als im 20. Jahrhundert der Tourismus in Schwung kam, konnte man sich den fremden Reizen dann auch leibhaftig aussetzen: Der reisefreudige Jacques Iberts z. B. lief in seiner Suite Escales gleich drei Hafenstädte musikalisch an: Palermo, Tunis und Valencia. In der neuen Reihe Sonntagsmatinée stellt GMD Anna Skryleva in der Nachfolge zum 1. Sinfoniekonzert Rimsky-Korsakows Scheherazade genauer vor. (Siehe Seite 108) 15. und 16.9.22 Opernhaus, Bühne

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2. Sinfoniekonzert Peter Tschaikowsky Romeo und Julia. ­Fantasie-Ouvertüre nach Shakespeare für Orchester Béla Bartók Konzert für Viola und Orchester Peter Tschaikowsky Ouvertüre zum Drama Das Gewitter von ­Alexander Ostrowski op. posth. 76 Béla Bartók Der wunderbare ­Mandarin. Konzertsuite op. 19

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Dana Zemtsov Viola Magdeburgische ­Philharmonie Antony Hermus Dirigent


2. Sinfoniekonzert Von den radikalen Werken seiner mittleren Schaffensperiode bis hin zu den abgeklärten Spätwerken blieb Béla Bartók seinen künstle­ rischen Grundätzen treu: Fasziniert von den ­verschiedenen nationalen Volksmusiken seiner groß-ungarischen Heimatregion suchte er auch in seinen eigenen Kompositionen nach einem musikalischen Realismus. Anders als seine Zeitgenossen Schönberg und Webern, mit denen er 1922 die Internationale Gesellschaft für Neue Musik gründete, verließ er dabei den Boden der Tonalität nicht, machte sich aber zahlreiche Errungenschaften der Musikmoderne zu eigen. Und er legte den Finger in soziale Wunden, wenn er 1926 in seiner Tanzpantomime Der wunderbare Mandarin die nervöse Monotonie der Großstadtwelt und die Unmenschlichkeit brutalen Gewinnstrebens der Liebessehnsucht eines reichen ­Chinesen gegenüberstellte. Es mutet bitter an, dass Bartók vor den europäischen Diktaturen ausgerechnet in den Inbegriff der entfremdeten Metropole – New York – fliehen musste. Seine letzte dort begonnene Komposition, das Konzert für Viola und Orchester, blieb Fragment und wurde erst nach seinem Tod fertiggestellt. 13. und 14.10.22 Opernhaus, Bühne

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3. Sinfoniekonzert Gerald Barry From The Intelligence Park für Kammer­ orchester Grace-Evangeline ­Mason The Imagined Forest für großes Orchester. Deutsche Erstauf­ führung Michele Foresi What if … für zwei ­Kammerorchester. Auftragswerk des ­Impuls-Festivals. Uraufführung Gerald Barry What the Webb ­Telescope Sees für ­Orchester­. Auftragswerk des ­Theaters Magdeburg. Uraufführung Régis Campo Dancefloor with Pulsing für Theremin und ­Orchester

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Carolina Eyck Theremin Magdeburgische ­Philharmonie GMD Anna Skryleva Dirigentin Ilya Ram Dirigent In Kooperation mit dem Impuls-Festival und dem Internationalen Kurt-Masur-Institut


3. Sinfoniekonzert Das Unsagbare sagen, das Unerhörte hören, sich das Unvorstellbare vorstellen – seit der Romantik ist es die vornehmste Aufgabe der Musik, in diese Bereiche vorzudringen. Wie klingt es, wenn ein irdisches Orchester musikalischen Besuch vom Mars bekommt? Was verbirgt sich im fantastischen Wald der Mythen und Märchen? Warum verliebt sich ein Komponist in eine himmlisch schöne Stimme? Was sieht das James-WebbWeltraumteleskop, während es auf seiner Suche nach den ältesten leuchtenden Objekten des Universums durch den unendlichen Weltraum zieht? Was wäre, wenn …? Auf alle diese Fragen haben die Komponist:innen dieses Konzerts ihre ganz persönlichen Antworten gefunden. Folgen Sie ihnen in einen Kosmos voller neuer Klangreize! Magdeburgs diesjähriger Composer in Residence Gerald Barry wird auf dieser musikalischen Expedition von drei jüngeren Kolleg:innen begleitet: dem 1968 geborenen Franzosen Régis Campo, dem 1988 geborenen Italiener Michele Foresi und der 1994 geborenen Engländerin Grace-Evangeline Mason. Zu diesem Sinfoniekonzert bieten wir einen Generalprobenbesuch für Schulklassen an. (Siehe Seite 168) 17. und 18.11.22 Opernhaus, Bühne

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4. Sinfoniekonzert Wolfgang Amadeus Mozart Ballettmusik aus der Oper Idomeneo Rodion Schtschedrin Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 Modest Mussorgski Bilder einer Ausstellung. Bearbeitung für ­Orchester von Maurice Ravel

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Daumants Liepins Klavier Magdeburgische ­Philharmonie Svetoslav Borisov Dirigent


4. Sinfoniekonzert Müssen alle Komponist:innen von Hause aus ­Pianist:innen sein? Sicher nicht, dennoch erleichtert der vollgriffige Zugang zu Musikwerken am Klavier ­einen analytischen Zugang zur Klangkunst, der doch für das Kreieren von großformatigen ­Werken unerlässlich ist. Die drei Pianisten-Komponisten Mozart, Schtschedrin und Mussorgski gingen dabei allerdings völlig unterschiedliche Wege. Das pianistische Wunderkind Mozart ­komponierte einen Teil seiner Klavierwerke noch für eigene Konzertauftritte als Pianist, womit er auch einen Teil seines Lebensunterhaltes verdiente. Sein Lebensziel blieb aber eine höfische Anstellung, um sich ganz dem Komponieren von Opern widmen zu können. Modest Mussorgski erhielt als Kind zwar Klavierunterricht, aber nie eine formale Ausbildung. Ob er sein bekanntestes Werk, den Klavierzyklus Bilder einer ­Ausstellung je einmal selbst öffentlich gespielt hat, ist offen. Dagegen steht Mussorgskis ­Landsmann Rodion Schtschedrin, der just am 16. Dezember 2022 seinen 90. Geburtstag feiert, voll im musikalischen Leben und spielte in den ersten drei seiner insgesamt sechs Klavierkonzerte den Solopart bei der Uraufführung sogar selbst! Zu diesem Sinfoniekonzert bieten wir einen Generalprobenbesuch für Schulklassen an. (Siehe Seite 168) 15. und 16.12.22 Opernhaus, Bühne 91


5. Sinfoniekonzert Marc L. Vogler Kristallisation. ­Uraufführung Elena Kats-Chernin Ancient Letters. ­Konzert für verstärktes Cembalo und ­Orchester Peter Tschaikowsky Sinfonie Nr. 3 D-Dur op. 29. Polnische Sinfonie

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Olga Watts Cembalo Magdeburgische ­Philharmonie GMD Anna Skryleva Dirigentin


5. Sinfoniekonzert Das Cembalo gehört zusammen mit der Blockflöte und der Gambe zu den Instrumenten, die im Laufe der Musikgeschichte ins Abseits geraten sind. Im Zuge der immer größeren Anforderungen in Sachen Klangfülle und -farbe, die an das Instrumentarium gestellt wurden, erschien der zirpende Ton dieses Tasteninstrumentes, dessen Anschlag sich nur wenig variieren lässt, als starr, veraltet – und im romantischen Orchesterap­ parat als zu leise. Erst das 20. Jahrhundert interessierte sich nach dem Ausreizen von Gefühlsund Klangrausch im Fin de siècle wieder für den intimen, „objektiven“ Klang dieses barocken ­Instruments. Und mit der modernen Klangtechnik ist auch das Lautstärke-Argument vom Tisch, vielmehr eröffnet die Verstärkung ganz neue ­musikalische Möglichkeiten. Die australische Komponistin Elena Kats-Chernin spielt mit diesem Spannungsfeld von alt und neu, indem sie in ihrem Cembalokonzert alte Briefe – die ersten schriftlichen Zeugnisse des zentralasiatischen Volkes der Sogden – zu neuem musikalischen ­Leben erweckt. Zu diesem Sinfoniekonzert bieten wir einen Generalprobenbesuch für Schulklassen an. (Siehe Seite 168) 26. und 27.1.23 Opernhaus, Bühne

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6. Sinfoniekonzert Erich Wolfgang ­Korngold Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35 Charlie Chaplin Smile für Violine und Orchester The Kid Fantasy für ­Violine und Orchester Béla Bartók Konzert für Orchester

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Philippe Quint Violine Magdeburgische ­Philharmonie GMD Anna Skryleva Dirigentin


6. Sinfoniekonzert Amerikanische Musik? Klar: Filmmusik! Schnell ist der geneigte alt-europäische Musikfreund bei der Hand, die amerikanische auf die US-amerikanische und diese auf die Kinounterhaltung zu verengen. Und wie bei jedem Klischee stimmt daran natürlich etwas, so z. B. bei Charlie ­Chaplin: Der war nicht nur ein begnadeter Komö­diant und Filmemacher – er hatte auch musikalisches Talent und komponierte einige seiner Film­ musiken selbst. Aber schon bei Erich Wolfang Korngold wird die Sache vielschichtiger: Als ­kompositorisches Wunderkind in Wien u. a. mit seiner Oper Die tote Stadt erfolgreich, setzte er nach der erzwungenen Emigration in die USA mit seinem sinfonischen, stark von der europäischen Spätromantik geprägten Stil neue Maßstäbe in der Kino-Traumfabrik. Sein Violinkonzert verbindet beide Welten: Ganz bewusst verarbeitete der Komponist hier Themen aus seinen Film­ musiken, die er so vor dem Vergessen bewahren wollte. Béla Bartók dagegen – wie Korngold ­Emigrant – konnte und wollte sich in Amerika nicht mehr neu orientieren. Nur mühsam ließ er sich noch zu einem neuen Werk überreden – und so entstand mit dem Konzert für Orchester eines der bedeutendsten Orchesterwerke des 20. Jahrhunderts. 16. und 17.2.23 Opernhaus, Bühne

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7. Sinfoniekonzert Ludwig van Beethoven Ouvertüre zur Oper ­Fidelio Claude Debussy Rhapsodie. ­Bearbeitung für Alt­ saxofon und Orchester von Robert Orledge Erwin Schulhoff Hot Sonate. ­Bearbeitung für Alt­ saxofon und Orchester von Andreas Tarkmann Alexander Weprik Tänze und Lieder des Ghettos für Orchester op. 12 Zwei Poeme für ­Orchester

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Asya Fateyeva Saxofon Magdeburgische ­Philharmonie Christoph-Mathias Mueller Dirigent


7. Sinfoniekonzert „Nur hier ist Leben! Der Kerker eine Gruft.“ ­Ludwig van Beethovens Fidelio gilt als die Freiheitsoper schlechthin, in der ein politischer ­Gefangener befreit und sein despotischer Widersacher entlarvt wird. Doch so anrührend der Chor der Gefangenen vom Glück der Freiheit singt, so ­bitter muss es einem aufstoßen, dass auch die diktatorischen Systeme des 20. und 21. Jahrhunderts diese Oper gern auf den Spielplan setzten. Der Begriff davon, was die gerechte Sache ist, scheint erstaunlich dehnbar zu sein, und die Musik hilft in ihrer Vieldeutigkeit bei der Konkretisierung kaum weiter … Umso wichtiger ist es, genau hinzuhören und denen eine Stimme wiederzugeben, die von eben diesen diktatorischen Systemen zum ­Verstummen gebracht wurden: Der russische Komponist Alexander Weprik steht für die kurze Phase der jüdischen Musik in der Sowjetunion zwischen den Kriegen. Wegen „jüdischem Nationalismus“ wurde er von 1950 bis 1954 ins Lager gesteckt, danach blieben ihm nur noch wenige Jahre. Und Erwin Schulhoff, eine der experimentierfreudigsten und radikalsten Persönlichkeiten der 1920er und 1930er Jahre, wurde 1941 als „fremder Staatsbürger“ vom nationalsozialistischen Deutschland im Lager Wülzburg interniert, wo er 1942 starb. Hören wir ihre Musik! 9. und 10.3.23 Opernhaus, Bühne

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8. Sinfoniekonzert

Eva Gevorgyan Klavier

Sergei Rachmaninow Magdeburgische Rhapsodie über ein Thema von Paganini für ­Philharmonie Klavier und Orchester GMD Anna Skryleva op. 43 Dirigentin Sinfonie Nr. 2 e-Moll op. 27

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8. Sinfoniekonzert Anlässlich seines 150. Geburtstages am 1. April 2023 lässt es sich GMD Anna Skryleva nicht ­nehmen, ihrem großen Landsmann Sergei ­Rachmaninow ein eigenes Konzertprogramm zu widmen. Schließlich verbindet die beiden – mit unterschiedlicher Intensität als Pianist:in, ­Komponist:in bzw. Dirigent:in erfolgreich – einiges. Beide studierten – im Abstand von genau 100 Jahren – Klavier am Moskauer Konserva­to­ rium. Und beide verließen ihre Heimat in ­Richtung Deutschland und USA. So entstand ­Rachmaninows 2. Sinfonie in den Jahren 1906/1907 während eines mehrjährigen Aufenthaltes in Dresden. Erste Kontakte nach Amerika knüpfte der Komponist 1909 während einer Tournee. Nach seiner endgültigen Emigration 1917 reüssierte er als gefeierter Starpianist und Dirigent, fürs Komponieren aber fehlte ihm über Jahre hinweg die Inspiration. Sommeraufenthalte in der Schweiz brachten ihn der alten Heimat wieder näher. Hier komponierte er 1934 die virtuose Rhapsodie über ein Thema von ­Paganini, deren Solopart er bei der Uraufführung in Baltimore mit dem Philadelphia Orchestra ­unter der Leitung von Leopold Stokowski selbst spielte. 20. und 21.4.23 Opernhaus, Bühne

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9. Sinfoniekonzert György Ligeti Rumänisches Konzert für Orchester Robert Schumann Konzert für Violoncello und Orchester ­a-Moll op. 129 Witold Lutosławski Konzert für Orchester

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Georgiy Lomakov Violoncello Magdeburgische ­Philharmonie Emilia Hoving Dirigentin


9. Sinfoniekonzert „Concert, im Allgemeinen ein musikalischer Wettstreit, findet aber in der Musiksprache eine zweifache Anwendung und zwar: – heißt jede öffentliche Aufführung vollstimmiger Musikstücke ein Concert, während auch jedes Tonstück, welches ein Virtuos als Solospieler vorträgt, diesen Namen führt. In letzterer Beziehung sagt man Soloconcert, wenn in einem solchen Tonstücke die Hauptstimme einem Instrumente, Doppelconcert, wenn die Hauptrollen zwei Instrumenten zugetheilt sind, und Concertsymphonie, wo die Instrumente abwechselnd oder auch zusammengreifend mit einander wetteifern.“ So wusste es schon zu Robert Schumanns Lebzeiten das Damen-Conversationslexikon. Und auch wenn den gebildeten Ständen Mitte des 19. Jahrhunderts die Werke eines Lutosławski oder Ligeti sicher unerhört vorgekommen wären, zeigen die beiden Klassiker des 20. Jahrhunderts doch schon durch ihre Werktitel, dass sie sich ganz selbstverständlich in die abendländische Formen- und Musiksprache eingeordnet wissen wollten. Zum 100. Geburtstag von György Ligeti lohnt also die musikalische Neubefragung der guten alten Konzertform. 11. und 12.5.23 Opernhaus, Bühne

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10. Sinfoniekonzert Amy Beach Sinfonie e-Moll op. 32. Gaelic ­Symphony Igor Strawinsky Scherzo fantastique op. 3 Der Feuervogel. Ballettsuite für Orchester

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Magdeburgische ­Philharmonie GMD Anna Skryleva Dirigentin


10. Sinfoniekonzert Auch für ein ausgesprochenes musikalisches Wunderkind konnte es Ende des 19. Jahrhunderts schwer sein sich durchzusetzen – zumal wenn man ein Mädchen war. Amy Beach, 1867 als Amy Marcy Cheney in New Hampshire geboren, legte jedoch eine derartige Unbeirrbarkeit an den Tag, dass ihre künstlerische Biografie vor Pioniertaten nur so strotzt: Sie war die erste amerikanische Komponist:in ohne eine förmliche europäische Ausbildung (ihr gesamtes Wissen soll sie aus der Lektüre von Berlioz’ Instrumentationslehre ge­ zogen haben); die erste Amerikanerin, die eine Sinfonie komponierte und veröffentlichte (die Gälische Sinfonie 1894); eine international erfolgreiche Pianistin (nachdem ihr Ehemann öffentliche Auftritte beschränkt hatte); eine unbeirrbare Förderin von jungen musikalischen Talenten – kurz: eine der einflussreichsten amerikanischen Künstlerpersönlichkeiten ihrer Zeit. Und auch wenn sich der musikalische Stil der beiden deutlich unterscheidet, so treffen sich Beach und der 15 Jahre jüngere Igor Strawinsky doch in der ungeheuren Energie und Konsequenz, mit der sie ihre künstlerischen Ziele verwirklicht haben. (s. auch Sonntagsmatinée Seite 111) 1. und 2.6.23 Opernhaus, Bühne

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1. Kammerkonzert Bohuslav Martinů Sonate für Flöte und Klavier Nr. 1 H. 306 Charles Koechlin Trio für Flöte, Klarinette und Fagott op. 92 Max Zenger Drei Lieder im schwäbischen Volkston für Mezzosopran, Violine, Violoncello und Klavier op. 10 Eugène Bozza Trois Evocations für Flöte und Violine Gerald Barry Aeneas and Dido für Flöte, Klarinette und Klavier Blessington für Altflöte und Klavier Carl Philipp Emanuel Bach Triosonate für Flöte, Violine und B. c. E-Dur Wq 162 104

Undine Dreißig Mezzosopran Atsuko Koga Flöte Luisa Hoberg Klarinette Maren Garten Fagott Hanako Ishii Violine Marcel Körner Violoncello Justus Tennie Klavier 6.11.22, 11.00 Uhr Schauspielhaus, Kasino


2. Kammerkonzert

3. Kammerkonzert

César Frank Streichquartett D-Dur

Nino Rota Allegro giusto für Klarinette, Violoncello und Klavier

Ludwig van Beethoven Streichquartett F-Dur op. 59, Nr. 1. ­Rasumowsky-Quartett Philharmonisches Streichquartett Yoichi Yamashita und Lorenz Swyngedouw Violine Ingo Fritz Viola Marcel Körner Violoncello 4.12.22, 11.00 Uhr Schauspielhaus, Kasino

Ralph Vaughan Williams Blake Songs für Gesang und Oboe Ludwig van Beethoven Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier B-Dur op. 11. Gassenhauer-Trio Emilie Renard Mezzosopran Henning Ahlers Oboe Georg Dengel Klarinette Marcel Körner Violoncello Pavel Poplawski Klavier 5.2.23, 11.00 Uhr Schauspielhaus, Kasino

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4. Kammerkonzert

5. Kammerkonzert

Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartett d-Moll KV 421

György Ligeti Sechs Bagatellen für Bläserquintett

Johannes Brahms Streichquintett Nr. 2 G-Dur op. 111 Reinhard Weber und Hanako Ishii Violine Anne von Fabeck und Fridtjof Keil-von Fabeck Viola Maiko Shoji-Vogler Violoncello 19.3.23, 11.00 Uhr Schauspielhaus, Kasino

Modest Mussorgski Bilder einer Ausstellung bearbeitet für Bläserquintett von Joachim Linckelmann Philharmonisches Bläserquintett Thomas Kapun Flöte Henning Ahlers Oboe Georg Dengel Klarinette Ueli Bitterli Horn Gerd Becker Fagott 16.4.23, 11.00 Uhr Schauspielhaus, Kasino

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6. Kammerkonzert Carl Schuberth Grande Sonate D-Dur op. 43 für Violoncello und Klavier Gerald Barry Triorchic Blues für Violine Robert Schumann Klavierquintett Es-Dur op. 44 Barbara Hentschel und Dorothea Mertz Violine Maria Jadziewicz Viola Nikolaus Gädeke Violoncello Jovan Mitic-Varutti Klavier 21.5.23, 11.00 Uhr Schauspielhaus, Kasino

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1. Sonntagsmatinée Nikolai Rimski-­ Korsakow Scheherazade. ­Sinfonische Suite op. 35 Magdeburgische ­Philharmonie GMD Anna Skryleva Dirigentin und Moderation 18.9.22, 11.00 Uhr Opernhaus, Bühne

18. Magdeburger Chorfest Abschlusskonzert Marius Felix Lange Auftragskomposition. Uraufführung Karl Jenkins The Armed Man. ­Friedensmesse für Frauenstimme, ­Violoncello, Chor und Orchester Neuer Magdeburger Kammerchor Magdeburger Sing­ akademie Projektchor Opernkinderchor des Konservatoriums Georg Philipp Telemann Magdeburgische ­Philharmonie Donka Miteva Dirigentin 9.10.22, 17.00 Uhr Opernhaus, Bühne

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125 Jahre Magdeburgische Philharmonie Festkonzert Paul Hindemith Konzert für Violine und Orchester Richard Strauss Also sprach Zarathustra. Sinfonische Dichtung op. 30 Yoichi Yamashita Violine Magdeburgische ­Philharmonie GMD Anna Skrylva Dirigentin 29.10.22, 19.30 Uhr Opernhaus, Bühne

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Weihnachtskonzert Antonio Vivaldi Concerto B-Dur für ­Violine, Violoncello, Streicher und B. c. RV 547 Arcangelo Corelli Concerto grosso G-Dur für Streicher und B. c. op. 6, Nr. 8. Weihnachts­konzert Wolfgang Amadeus Mozart Ein musikalischer Spaß KV 522 Edvard Grieg Aus Holbergs Zeit. Suite im alten Stil für Streichorchester op. 40 Kammerorchester der Magdeburgischen Philharmonie Yoichi Yamashita Leitung 26.12.22, 11.00 und 16.00 Uhr Opernhaus, Bühne

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Neujahrskonzert Tanz um die Welt! Magdeburgische ­Philharmonie Svetoslav Borisov Dirigent und Moderation 1.1.23, 14.30 und 18.00 Uhr Opernhaus, Bühne Gedenkkonzert Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125 Solist:innen Magdeburger Sing­ akademie Opernchor des ­Theaters Magdeburg Magdeburgische ­Philharmonie GMD Anna Skryleva Dirigentin 16.1.23, 20.00 Uhr Opernhaus, Bühne


Sonntagskonzert

2. Sonntagsmatinée

Jean Sibelius Karelia-Ouvertüre

Igor Strawinsky Der Feuervogel. Ballett­ suite für Orchester

Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125 Solist:innen Magdeburger Sing­ akademie Opernchor des ­Theaters Magdeburg Jugendsinfonieorchester des Konservatoriums Georg Philipp Telemann Magdeburgische ­Philharmonie GMD Anna Skryleva Dirigentin 22.1.23, 16.00 Uhr Opernhaus, Bühne

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Magdeburgische ­Philharmonie GMD Anna Skryleva Dirigentin und Moderation 4.6.23, 11.00 Uhr Opernhaus, Bühne Wunschkonzert Magdeburgische ­Philharmonie GMD Anna Skryleva Dirigentin 27.6.23, 19.30 Uhr Opernhaus, Bühne


Paddington Bärs erstes Konzert

Magdeburgische ­Philharmonie

Kinderkonzert für ­Sprecher:in und ­Orchester von Herbert Chappell

Justus Tennie Dirigent

Text von Michael Bond Deutsche Fassung von Andreas Meyer Ab 6 Jahren

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Paddington Bärs erstes Konzert Ein kleiner Bär aus Peru sitzt auf dem Bahnsteig des Londoner Bahnhofs Paddington und startet von dort – ausgerüstet mit Mantel und Hut – in ein spannendes Großstadtabenteuer. Schließlich betritt er sogar einen Konzertsaal, erkundet dort die Welt der klassischen Musik und findet in den Musiker:innen des Orchesters geduldige Freund:innen. Die nach dem Bahnhof benannte berühmte Kinderbuchfigur Paddington Bär erobert seit ­ihrer Erschaffung im Jahr 1958 die Kinderherzen im Sturm. 2014 folgte eine Adaption der Geschichten für die Kinoleinwand, in der deutschen ­Fassung mit der Stimme von Elyas M’Barek als Paddington. Aber auch in musikalischer Umsetzung ist der knuffige Bär mittlerweile unterwegs und ein regelmäßiger Gast auf internationalen Konzertbühnen. Denn die Komposition von ­Herbert Chappell besticht durch viele Jazz- und Filmmusikelemente und begeistert mit ihrem wundervoll nostalgischen Charme die ganze ­Familie! 26.3.23, 11.00 Uhr Opernhaus, Bühne

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Klassik für … Die speziell gestalteten Räume des Opernhauses bieten Kindern verschiedener Altersgruppen die Möglichkeit, auf eine musikalische Erlebnisreise zu gehen. Ob musikalisch erzählte Geschichten, Wissenswertes aus der Welt der Instrumente oder Erfahrungen aus dem Berufsalltag eines ­Orchesters: Gemeinsam mit Musiker:innen der Magdeburgischen Philharmonie nähern sich die jungen Hörer:innen Musikinstrumenten sowie deren Klängen altersgerecht und spielerisch an. Klassik für Knirpse Ein Nachmittag zum musikalischen Krabbeln und Träumen Ab 1 Jahr 9.10.22 (Gesang), 18.12.22 (Harfe), 19.3.23 (Blechblasinstrumente) und 7.5.23 (Streichinstrumente) Opernhaus, Podium Klassik für Kids Eine musikalische Reise in die Welt der ­Instrumente Ab 6 Jahren 16. und 18.6.23 (Holzblasinstrumente) Opernhaus, Podium

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Schauspiel


Das Leben ein Traum nach Pedro Calderón de la Barca

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Premiere am 9.9.22


Bitter Fields von les dramaturx

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Uraufführung am 10.9.22


Mr Gum und der ­sprechende ­Kirschbaum von Andy Stanton

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Uraufführung am 10.9.22


Nessun Dorma Ein ­Liebesdiskurs für zwei Roboter

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Magdeburger Premiere am 16.9.22


Das Leben ein Traum nach Pedro Calderón de la Barca in einer Fassung von Clara Weyde und ­Bastian Lomsché

Clara Weyde Regie Sabine Kohlstedt Bühne Clemens Leander Kostüme

Ab 15 Jahren Thomas Leboeg Musik House of Creatures Animation Bastian Lomsché Dramaturgie

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Das Leben ein Traum nach Pedro Calderón de la Barca Der Sohn des Königs wächst allein, ohne Kontakt mit der Außenwelt in einem Verlies auf. Sein Vater, der sich als Wissenschaftler sieht, vertraut in die Sterne. Auf Grund einer drastischen Prophezeiung hält er deshalb sein Kind von Geburt an verborgen. Doch nach all den Jahren plagen ihn Zweifel. Ist die Prophezeiung unumstößlich? Gilt sie noch, trotz veränderter Vorzeichen? Er entschließt sich, das Schicksal in einem Experiment auf die Probe zu stellen: Für einen Tag holt er Sigismund aus dem Turm, stattet ihn mit allen königlichen Privilegien aus und lässt ihn los auf die Welt. Vor dem Hintergrund pulverisierter Gewiss­ heiten fragt Calderón de la Barcas hellsichtige „ernste Komödie“, uraufgeführt 1636 in Madrid, nach dem freien Willen, nach der Veränderbarkeit der Welt und der Befähigung des Menschen, ­richtig zu handeln in einer Gesellschaft, die sich nicht mehr auf eine kleinste gemeinsame Wirklichkeit einigen kann. „Die alte Welt“, lässt sich mit Antonio Gramsci festhalten, „liegt im Sterben, die neue ist noch nicht geboren. Es ist die Zeit der Monster.“ Es fragt sich nur, für wen. Clara Weyde (*1984 in Starnberg) ist Regisseurin und wird ab der Spielzeit 22/23 gemeinsam mit Clemens Leander (*1988 in Hoyerswerda) und Bastian Lomsché (*1983 in Sulzbach) die Schauspieldirektion übernehmen. Mit dieser Zusammen­arbeit stellen sie sich in Magdeburg vor. Premiere 9.9.22 Schauspielhaus, Kammer 1 123


Bitter Fields Eine Recherche-Revue

Idee und Konzept von les dramaturx (Lynn Takeo Musiol, Christian Tschirner)

Uraufführung Ab 14 Jahren

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In Kooperation mit ­OSTEN-Festival Bitterfeld-Wolfen


Bitter Fields Eine Recherche-Revue von les dramaturx Im Mai 2018 nehmen les dramaturx zusammen mit zahlreichen ihrer Kolleg:innen an einer ­Demonstration von Die Vielen teil. Anlass ist ein bundesweiter Aufzug der AfD und anderer ­rechtsextremer Gruppen in Berlin. In den darauffolgenden Monaten versuchen les dramaturx zu verstehen, wie es zu dem weltweiten Aufstieg rechter Kräfte gekommen ist. Bei der ­Recherche fällt ihnen ein Magazin in die Hände, in dem rechte Autor:innen ein realistisches Bild ­einer Welt in der Klimakrise zeichnen und gleichzeitig zeigen, wie sie davon profitieren. Les dramaturx fragen sich, ob es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen dem Erstarken der politischen Rechten und dem Klimawandel gibt, und kommen zu der bitteren Erkenntnis, dass sie selbst viel stärker verstrickt sind, als ihnen lieb ist. Bitter Fields ist eine aktivistische RechercheRevue aus ¾ blinden Flecken, ⅝ dramatischen Gedankengängen und 100 % Erkenntnisblitz. Les dramaturx ist ein Performance-Kollektiv der Dramaturg:innen Lynn Takeo Musiol (geboren in Leverkusen) und Christian Tschirner (*1969 in Lutherstadt Wittenberg). Sie sind mit Fragen der Weltwahrung ebenso beschäftigt wie mit der Prosa der Verhältnisse. Ihr Motto „Gemeinsam sind wir gemeiner“ haben sie dem Magazin EmanzenExpress von 1986 entlehnt. Premiere 10.9.22 Schauspielhaus, Kammer 2

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Mr Gum und der ­sprechende ­Kirschbaum von Andy Stanton Deutsch von Harry Rowohlt Uraufführung Ab 8 Jahren

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Markus Heinzelmann Regie Stephan Weber Bühne, Video Clemens Leander Kostüme


Mr Gum und der sprechende Kirschbaum von Andy Stanton „Mr Gum war ein wildwütiger alter Mann mit ­rotem Bart und zwei blutunterlaufenen Augen, und damit starrte er einen an wie ein Krake oder Oktopus. Er war der komplette Horror und er hasste Kinder, Tiere, Spaß und Maiskolben mit Butter und Salz. Was er dagegen mochte, war den ganzen Tag im Bett herumzudösen, einsam zu sein und Sachen grimmig anzusehen. Er schlief und guckte grimmig und bohrte in der Nase und aß die Popel.“ Und längst wäre Bad Lamonisch an der Bibber zu einem stinkenden Moloch ­verkommen, würden unsere Held:innen Polly (­eigentlich: Jammy Grammy Lammy F’Huppa F’Huppa – und das ist erst der Anfang) und Freitag O’Leary (der einzige Mensch, der je eine ­Nadel in einem Heuhaufen gefunden hat) dem übellaunigen Mr. Gum nicht immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen. Mit seinen insgesamt neun Büchern über den Fiesling Mr. Gum hat der britische Autor Andy Stanton ein Universum erschaffen, das vor Sprachwitz und absurden Ideen nur so strotzt und nicht nur Kindern die Lachmuskeln malträtiert. Markus Heinzelmann (*1968 in Karlsruhe) inszenierte u. a. am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Düsseldorfer Schauspielhaus, dem Theater Basel und dem Staatstheater Nürnberg. Von 2004 bis 2011 war er Künstlerischer Leiter und Geschäftsführer am Theaterhaus Jena. Premiere 10.9.22 Schauspielhaus, Kammer 2 127


Nessun Dorma Erdacht und umgesetzt von der Regisseurin Elsa-Sophie Jach, der Bühnenbildnerin Thea Hoffmann-­ Axthelm, dem Creative Technologist Markus Schubert und dem Creative ­Engineer ­Sebastian Arnd Mit der Unterstützung des ­Physikers/Problemlösers Robert Bücker und ­Musik von Antoine Daurat und Roberto Fausti Ab 12 Jahren

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Mit ARKA (KUKA-Agilus KR 6 R 700 sixx CR Industrieroboter) PUTZINI (Saug- und Wischroboter, Selbstbau) Nessun Dorma wurde realisiert und gefördert durch GrazKultur2020.


Nessun Dorma Ein Liebesdiskurs für zwei Roboter Eine Kunstgalerie, im Zentrum der Industrie-­ Roboter ARKA. Mit seiner ganz eigenen Anmut schwingt er zu den Klängen bekannter Todesarien den Pinsel und malt. Am Abend, wenn die Besucher:innen die Ausstellungsräume verlassen haben, zieht PUTZINI, ein aus Alltagsgegenständen zusammengeschraubter Putzroboter, seine Bahnen. Die beiden begegnen sich, nähern sich an, tauschen sich über Kunst, Liebe und Verrat aus, lieben und leiden gemeinsam. Als ihre Beziehung in die Brüche geht, komponiert PUTZINI auf Basis komplexer Algorithmen und neuronaler Netzwerke eine eigene Todesarie – und schaltet sich ab. In Nessun Dorma betreten Schauspiel, Oper und Technik ein neues, szenisches Experimentierfeld, um Emotionen, Sehnsüchte und Ängste gemeinsam durchzuspielen. Die Interaktion der beiden künstlichen Lebewesen verbindet ­dabei emotionsphilosophisches Nachdenken und digitale Wissenschaft mit den Erzählungen großer, menschlicher Gefühle. Magdeburger Premiere 16.9.22 Schauspielhaus, Kammer 2

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Gas von Georg Kaiser

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Premiere am 8.10.22


Die Schwarze Mühle von Showcase Beat Le Mot

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Magdeburger Premiere am 15.10.22


Im Menschen muss ­alles herrlich sein Roman von Sasha ­Marianna Salzmann

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Premiere am 26.11.22


Die Schneekönigin Weihnachtsmärchen nach Hans Christian ­Andersen

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Premiere am 29.11.22


Gas

Florian Fischer Regie

von Georg Kaiser Ab 15 Jahren

Sina Manthey Bühne Bastian Lomsché Dramaturgie

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Gas von Georg Kaiser Eine verheerende Gas-Explosion löscht das Leben zahlreicher Fabrikarbeiter aus. Obwohl kein Fehler vorliegt, obwohl die Formel stimmt. Wenngleich die nächste Katastrophe nur eine Frage der Zeit ist, drängen Arbeiter, Kapital und Politik gleichermaßen auf den sofortigen Wiederaufbau der Fabrik. Fortschritt, Finanzmärkte und Armeen benötigen Gas, koste es, was es wolle. Ihnen entgegen tritt der Besitzer der Fabrik und verweigert sich. Stattdessen präsentiert er einen unfassbaren Plan: In der Erschaffung des neuen Menschen liegt die einzige Möglichkeit, seine Spezies zu retten. Der Magdeburger Georg Kaiser (1878–1945) legte in Gas (uraufgeführt 1918) die Zusammenhänge von Fortschritt, Kapital, Arbeit auf der einen und Vernichtung auf der anderen Seite offen. Er avancierte in der Folge zu einem der wichtigsten und meistgespielten expressionistischen Autoren überhaupt. Florian Fischer (geboren in Altötting) ist multi­ disziplinärer Künstler. Er inszenierte u. a. am Schauspielhaus Hamburg, Bochum und Wien, dem Staatsschauspiel Dresden und dem NTGent. 2020 erhielt er den Kurt-Hübner-Regiepreis. Der von ihm uraufgeführte Text Tragödienbastard wurde 2021 mit dem Mühlheimer Dramatikerpreis ausgezeichet, im selben Jahr war er für den ­Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert. Premiere 8.10.22 Schauspielhaus, Kammer 1 135


Die Schwarze Mühle Eine Produktion von Showcase Beat Le Mot mit dem HAU Hebbel am Ufer Berlin ­Gefördert durch die Berliner Senatsver­ waltung für Kultur und Europa

Showcase Beat Le Mot Idee, Umsetzung Die Figur (Barbara ­Morgenstern, Mike Majkowski, Viola ­Bornmann) Musik Clemens Leander Kostüme

Ab 8 Jahren Manuel Muerte Illusion Christopher-Felix Hahn Produktionsdramaturgie Olaf Nachtwey Produktionsleitung

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Die Schwarze Mühle von Showcase Beat Le Mot Leg dich in eine mitternachtsblaue Truhe und lass dich durch die Schwarze Mühle fahren. ­Vorbei an der Kiste mit den sieben Schlössern, die das Zauberbuch des Müllers verbirgt. Vorbei an zwölf Raben, die im Tageslicht noch Lehrlinge waren. Sieh dem Kampf des jungen Krabat gegen seinen Meister zu. Reise weiter, vorbei am ­Klappern der Mühlräder. Die Kisten und Truhen vollgestopft mit Wissen. Krabat ist jung, Krabat will wissen. Wenn du auch wissen willst, laden wir dich zu einer Fahrt durch die Schwarze Mühle und die dunkle Maschine des Theaters ein. Denn wer weiß, der kann. Belegt ab dem 17. Jahrhundert gibt es eine vielseitige Erzähltradition um die Sagengestalt Krabat, den „sorbischen Faust“. Davon inspiriert schicken Showcase Beat Le Mot in ihrer Per­ formance ­Zuschauer:innen auf den Spuren des Waisenjungen durch die sagenumwobene Mühle und ihre Geschichten. Showcase Beat Le Mot, gegründet 1997, ist ein Performance- und Theaterkollektiv, bestehend aus Nikola Duric, Thorsten Eibeler, Dariusz Kostyra, und Veit Sprenger. Als Theatermacher, Performer und Kuratoren haben sie weit mehr als 30 Produktionen, Musikvideos, Platten, ­Kongresse und unzählige Workshops realisiert. Magdeburger Premiere 15.10.22 Schauspielhaus

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Im Menschen muss ­alles herrlich sein

Alice Buddeberg Regie

Roman von Sasha ­Marianna Salzmann in einer Fassung von Alice Buddeberg

Emilia Schmucker Bühne Clemens Leander Kostüme

Ab 15 Jahren Matthias Kloppe Musik

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Im Menschen muss alles herrlich sein Roman von Sasha Marianna Salzmann „Bei denen, die es am eigenen Leib erfahren haben, wackeln immer noch die Eingeweide. Oder sie leiden an einer Art Phantomschmerz: Das Land, in das sie hineingeboren wurden, ist schon amputiert, aber es schmerzt trotzdem noch.“ Eine schonungslose Familiensaga, beginnend in der Ukraine zu Zeiten der Perestroika bis in eine ostdeutsche Stadt der Gegenwart: Anhand der Lebensgeschichte von vier Frauen – zwei Mütter und ihre Töchter – wird vom Aufwachsen in der Sowjetunion, dem Zerfall von Systemen und dem Erwachen in anderen erzählt; vom ­Alltagsgrau des wiedervereinten Deutschlands, der Fremdheit und Sprachlosigkeit und dem ­wütenden, leidenschaftlichen Ringen aller um die eigene Geschichte und Identität. Sasha Marianna Salzmann (*1985 in Wolgograd, Sowjetunion) ist vielfach ausgezeichnete:r Autor:in und Dramaturg:in. Im Menschen muss ­alles herrlich sein (2021) wurde, wie das Debüt Außer sich (2017), für den Deutschen Buchpreis nominiert. Alice Buddeberg (*1982 in Frankfurt am Main) ist Hausregisseurin in Schwerin und inszeniert an zahlreichen Theatern. Ihre Arbeiten wurden u. a. zu den Mülheimer Theatertagen, den ­Autorentheatertagen Berlin und den Ruhrfestspielen Recklinghausen eingeladen. 2011 erhielt sie den Kurt-Hübner-Regiepreis. Premiere 26.11.22 Schauspielhaus, Kammer 1 139


Die Schneekönigin Weihnachtsmärchen nach Hans Christian Andersen Ab 6 Jahren

Clara Weyde Regie Andreas Freichels Bühne Clemens Leander Kostüme Thomas Leboeg Musik Lukas Schädler Dramaturgie

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Die Schneekönigin nach Hans Christian Andersen Eiskobolde im Dienst der Schneekönigin ­haben für sie einen Spiegel angefertigt. Er besitzt die ­Eigenschaft, dass alles Gute und Schöne, was sich darin spiegelt, fast zu nichts zusammenschwindet. Eines Tages zerspringt der düstere Spiegel in unzählbar viele Stücke, die sich über die ganze Welt verteilen. Gerda und Kay sind ­unzertrennlich, die Welt der Eiskobolde kümmert sie wenig. Bis Kay von zwei Splittern des Zauberspiegels getroffen wird. Plötzlich ist er kalt und abweisend und folgt der Schneekönigin in ihren Palast. Gerda versteht die Welt nicht mehr. Doch sie gibt ihren Freund nicht auf und macht sich auf die Reise, ihn zu ­suchen. Schon bald bekommt sie es mit den grantigen Eiskobolden zu tun, muss sich einen ­anhänglichen Prinzen vom Hals halten, kreuzt die Klinge mit einem frechen Räubermädchen und erhält zum Glück uner­wartete Hilfe. Hans Christian Andersen eröffnet in seinem Kunstmärchen eine magische Welt voll Abenteuer und Verführung, die ganz dazu angetan ist, das Herz der jungen Protagonistin zu verwirren. Eine große, poetische Erzählung von der Kraft der Freundschaft und dem Mut, in das Eigene zu vertrauen. Premiere 29.11.22 Opernhaus, Bühne

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Woyzeck nach Georg Büchner

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Premiere am 28.1.23


Sex und Kartoffeln von Anna-Kirstine Linke und Ensemble

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Uraufführung am 31.3.23


Meister Röckle nach Karl Marx

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Uraufführung am 1.4.23


Odyssee: Buch von ­Homer von Bastian Reiber

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Uraufführung am 13.5.23


Woyzeck nach Georg Büchner in einer Fassung von Jan Friedrich Ab 16 Jahren

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Jan Friedrich Regie, Bühne Vanessa Rust Kostüme Felix Rösch Musik


Woyzeck nach Georg Büchner Der Soldat Franz Woyzeck arbeitet als Diener für seinen Hauptmann. Um seine Freundin und das Kind versorgen zu können, stellt er sich zudem medizinischen Versuchen zur Verfügung, in deren Rahmen seine Ernährung reduziert wird – auf Erbsen. Armut, Demütigungen und die toxischen Auswirkungen der Mangelernährung führen zur Entgleisung: In wahnhafter Eifersucht ermordet er seine Freundin Marie. Zeitungsberichte über Frauenmorde gaben Georg Büchner den Anstoß für das weltberühmte Drama. Jan Friedrich transformiert die Geschichte in die Gegenwart und in ein an Computerspiele („Ego-Shooter“) erinnerndes Setting. Das Publikum nimmt Woyzecks Perspektive ein und folgt ihm durch seine Welt, in der sich die Entscheidungsmöglichkeiten immer weiter reduzieren. Jan Friedrich (*1992 in Lutherstadt Eisleben) studierte Puppenspiel an der HfS Ernst-Busch in Berlin, arbeitet als Regisseur, Autor, Bühnenund Kostümbildner. Charakteristisch für seine Arbeiten sind formstarke Zugriffe auf klassische Stoffe, die er in ästhetisch fulminanten Welten umsetzt. Er arbeitet am Schauspiel Hannover, Theater Oberhausen, Staatstheater Mainz und Kassel sowie an der Schauburg München. 2017 war er für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert. Premiere 28.1.23 Schauspielhaus, Kammer 1

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Sex und Kartoffeln von Anna-Kirstine Linke und Ensemble Uraufführung Ab 16 Jahren

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Anna-Kirstine Linke Regie Barbara Lenartz Bühne, Kostüme


Sex und Kartoffeln von Anna-Kirstine Linke und Ensemble Kartoffeln haben Augen, sprießen, schrumpeln. Sie enthalten Stärke, schwitzen, wachsen im Dunkeln. Kartoffeln galten einst als exotisch, heute als bodenständig. Manchen sind sie ­Bedürfnisbefriedigung, heiß und fettig, anderen eine Inspiration zu immer neuen Kreationen: ­gefächert, gecrushed, Prinzess, Rosette. Außerdem schlummert im exzessiven Studium der ­Kartoffel vermutlich das Potential, festgefahrene Sex-­Rezepte zu ­pürieren und neue zu kreieren. Um dies zu beweisen begibt sich die Autorin und ­Regisseurin Anna-Kirstine Linke in Magdeburg auf die Suche nach sexuellen Biographien und/ oder den besten Rezepten für Kartoffelpuffer. Anna-Kirstine Linke (*1992 in Braunschweig) studierte Philosophie in Hildesheim und Regie an der HfMT in Hamburg und an der ZHdK in Zürich. 2021 schloss sie ihr Studium mit der Performance Fallen (durchgestrichen) ab, in der sie sich über Gespräche mit Stuntperformer:innen der Angst bzw. Lust zu scheitern annäherte. Für ihre ­Recherche Stierhunger traf sie andere (Ex-)Bulimi­ ker:innen zum Essen. Für Familienfest oder wie man einen Goldfisch schluckt re-imaginierte sie ihre zersplitterte Familie. Ihre Arbeiten waren u. a. auf Kampnagel und im Lichthof ­Theater (Hamburg), im Theater Neumarkt (­Zürich), am Staatstheater Hannover und an ­diversen Küchen­tischen zu sehen. Premiere 31.3.23 Schauspielhaus, Kammer 2 149


Meister Röckle Ein Märchen nach Karl Marx Uraufführung Ab 11 Jahren

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les dramaturx (Lynn Takeo Musiol, Christian Tschirner) Regie


Meister Röckle nach Karl Marx 1853: Marx arbeitet an Vorstudien zum Kapital. Abends erzählt er seinen Töchtern Jenny und Laura Episoden aus dem Märchen von Meister Hans Röckle und dem Teufel. Röckle ist ein Erfinder und Puppenspieler, der dem Teufel seine Seele überschreibt. Im Gegenzug erhält er Zauber­kraft, um damit alles erfinden zu können, was er sich vorstellen kann. Röckle glaubt, den armen Bewohner:innen des Dorfes zu helfen. Leider muss er feststellen, dass von seinen Erfindungen nur wenige profitieren: Die Reichen werden r­ eicher, die Armen ärmer. Frustriert schmeißt ­Röckle hin. Der Teufel triumphiert: Denn laut Vertrag darf ­Röckle niemals aufhören, Neues zu erfinden. Wie lässt sich der Teufel überlisten?, fragt sich Meister Röckle im Märchen und Karl Marx im Kapital. Ein politisches Familienstück aus 9 ¾ Zauberei, ½ Politik und sechs Esslöffel Puppenspiel von les dramaturx. Nach Bitter Fields (siehe Seite 125) ist es die zweite ­Arbeit von les dramaturx am Theater ­Magdeburg. Premiere 1.4.23 Schauspielhaus, Kammer 1

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Odyssee: Buch von ­Homer

Bastian Reiber Regie

von Bastian Reiber

Marina Stefan Bühne

Uraufführung Ab 12 Jahren

Vanessa Rust Kostüme Bastian Lomsché Dramaturgie

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Odyssee: Buch von ­Homer von Bastian Reiber Zwanzig Jahre dauert es, bis Odysseus, einst ausgezogen gen Troja, in sein Haus auf Ithaka zurückkehren kann. Zwanzig Jahre, in denen er seine ­heroischen Kriegstaten sogar noch übertraf durch die unglaublichen Abenteuer, die er auf seiner weltberühmten Irrfahrt (Odyssee!) meisterte. Während der Held Riesen und Menschenfressern entkam, der Liebe einer Zauberin entschwand, in die Unterwelt hinab und sogar wieder aus ihr herausstieg und gleich mehrfach dem Meeresgott ­Poseidon trotzte (to name a few!), sitzt seine Frau ­Penelope zuhause und webt. Vor ihrer Schlafzimmertür wartet ein Heer an Freiern in der Hoffnung, sie möge das Leichentuch endlich zu einem Ende bringen. Nur dann (Sitte!) darf sie geehelicht werden. Doch Nacht für Nacht trennt Penelope das Tuch wieder auf. Als der Betrug nach einigen Jahren auffliegt (Verrat!), spitzt sich die Lage zu. Aber Penelope, beim Thema Listenreichtum ­ihrem Gatten in nichts nachstehend, hat noch ein paar Pfeile (Blendgranaten!) im Köcher. Bastian Reiber (*1985 in Mönchengladbach) wendet sich nach seinen ­Regiearbeiten Passionsspiele und Prometheus an alter Wirkungsstätte (Schauspielhaus Magdeburg!) nun endlich dem Menschen zu. (Siehe Seite 26) Premiere 13.5.23 Schauspielhaus, Kammer 1

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Kosmos #1: Nina von ­Mechow

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Uraufführung am 10.6.22


Sidekicks Zugaben im Schauspielhaus

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Kosmos #1: Nina von ­Mechow Uraufführung

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Kosmos #1: Nina von Mechow Die Regie ist meist Dreh- und Angelpunkt ­einer Inszenierung. Andere beteiligte Künstler:innen stellen ihr Schaffen in den Dienst der Regisseur:innen und versuchen, deren Ideen umzusetzen. So bewährt dieses System sein mag, so künstlerisch lohnend ist der Versuch, es aufzubrechen. Die Reihe Kosmos stellt die Macht der Regieposition in Frage und erprobt neue Formen der Zusammenarbeit. Pro Spielzeit erhält ein:e Künstler:in, die oder der nicht dem Regiefach ­angehört, den Auftrag, eine Inszenierung zu realisieren. Dies geschieht in größtmöglicher künstlerischer Freiheit und struktureller Flexibilität. Nina von Mechow (*1969 in Gießen) ist Bühnen- und Kostümbildnerin. Ihre Arbeiten führten sie an Theater wie die Volksbühne, das Berliner Ensemble, das Deutsche Theater Berlin, das Deutsche Schauspielhaus Hamburg, die Münchner Kammerspiele, das Burgtheater Wien, die Opéra Bastille Paris und La Monnaie/De Munt Brüssel. (Siehe Seite 25) Premiere 10.6.23

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Sidekicks Zugaben im Schauspielhaus Theater beginnt nicht zwangsläufig mit dem ­dritten Gong und endet nicht, wenn der Vorhang fällt. Zusammen mit dem Ensemble, den Künstler:innen vor Ort, Mitarbeiter:innen und unseren Gästen wollen wir das Schauspielhaus auch ­abseits des Repertoirebetriebes in einen Raum der Kunst und Begegnung, des Dialogs und der Zerstreuung verwandeln. Mit Show- und Kneipen­ formaten, Improvisationen, Diskursveranstaltungen, Salons, Musik, Lesungen, Gesprächen und Partys soll der Ort über die Grenzen des Bühnenraumes ­hinaus belebt werden. Einige Formate stellen wir Ihnen im Folgenden vor, weitere werden folgen. Manche wochenlang angekündigt und geplant, andere ganz spontan. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Seien Sie herzlich eingeladen!

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LovemaniA Eine Future-Love-Impro-Show Samstagabend, 2029. Die gesamte Neo-Republik starrt gebannt auf die Bildschirme, der Countdown läuft. In wenigen Sekunden startet die Show, die regelmäßig alle Rekorde bricht: LovemaniA. Wieder werden sich Kandidat:innen in den Kampf stürzen, schonungslos und mit härtesten Bandagen, das höchste aller Ziele fest im Visier: die Aufnahme in den Kreis der Liebe, den Aufstieg in den Love-Olymp. In einer futuristischen Welt, in der Liebes­ beziehungen auf Basis eines ausgeklügelten Algorithmus organisiert und die Einhaltung und ­Ausführung streng reglementiert werden, bietet diese Show die einzige Chance, dem eigenen ­bescheidenen Love-Level zu entrinnen und Liebe auf einem anderen Niveau zu erfahren. Seien Sie live dabei! Wenn (Anti-)Held:innen der Dramenliteratur auf Wrestling und Romantik treffen, dann ist ­LovemaniA. DingDingDing! Bastian Lomsché und Ensemble Konzeption Meike Kurella Ausstattung Philip Jestädt Video Philipp Kronenberg Sound Jonas Hien Moderation Shows ab 10.9.22 Schauspielhaus, Kasino

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Kasino Didine Stückvorschau mit Schaumwein Einmal pro Jahreszeit lädt Didine van der Platenvlotbrug zum Premierenausblick ins Schauspielhaus. Mit dabei sind Künstler:innen, Mitarbeiter:innen und andere Expert:innen. Didine van der Platenvlotbrug ist seit Anfang der 1990er Jahre als Queer_Aktivistin unterwegs, steht als Moderatorin und Performerin auf der Bühne und hat in über 50 Comedy-Shows und ­Bühnenprogrammen mitgewirkt. Sie hält Vorlesungen an Universitäten in Hamburg, Kiel, Münster, Marseille und Potsdam, hat 2019 den Dora-MaarPreis für Kreativität erhalten und 2020 das CoArtKunstfestival in Ménerbes initiiert und kurartiert. Im Jahr 2020 hat sie mit drei weiteren Aktivist:innen Feminité – Das Weiblichkeiten-Museum auf St. Pauli gegründet. Knall! Diskurs im Schauspielhaus Mit Wissenschaftler:innen, Autor:innen, Politiker:innen, Künstler:innen und anderen Expert:innen aus unterschiedlichsten Bereichen erörtern wir drängende, vergessene, ­zukünftige Fragen und solche, von denen wir nicht gedacht hätten, dass wir sie uns jemals stellen. ­Termine folgen.

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Blauer Montag Kneipe mit Kunst. Oder ohne. Ein Kneipenformat im Geiste der jahrhunderte­ alten Tradition des Blaumachens und der eigenmächtig verlängerten ­Wochenenden; ein hedonistisches Lob des ­Müßiggangs, ein Bekenntnis zur Senkung der ­Arbeitsmoral und für das Recht auf Faulheit. An ausgewählten Montagen, bei Klang und Trank, mit künstlerischen Punktlandungen in garantiert anspruchslosem Ambiente. Mонітор Ukraine Während der Entstehung dieses Spielzeitheftes im Februar/März traf uns der Schock des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine. Unsere Solidarität gilt den Ukrainer:innen vor Ort und den Geflüchteten sowie all denen, die gegen diesen Krieg protestieren. Das Ausmaß der Katastrophe ist bereits jetzt, wenige Wochen nach dem Einmarsch russischer Truppen, gewaltig. Die ­dauerhaften Folgen sind unabsehbar. Unter dem Titel „Monitor Ukraine“ werden wir uns ­diesem Krieg, seinen Folgen und den Betroffenen in ­einem regelmäßigen Format widmen. Weitere ­Informationen folgen.

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Künstle­rische Vermittlung und Partizipation


Theater ist das künstlerische Zusammenwirken von Menschen und Geschichten, unterschiedlichsten Lebensrealitäten und Perspektiven, eine Existenz unter unbegrenzten Bedingungen; ­Unter der Annahme eines Was wäre, wenn … ­erleben wir das unschätzbar kraftvolle Moment der gleichzeitigen, gemeinsamen Imagination. Es trägt das Potential für Veränderung in sich! Theater kann überall da entstehen, wo Menschen zusammenkommen. Künstlerische Vermittlung schafft Begegnung, wirkt in die Stadt hinein und eröffnet künstlerische Erfahrungsräume, die für alle zugänglich sind. Mit ihr weiten wir das kreative Potential des Theaters Magdeburg auf die Stadt aus, schaffen Formen der ­Partizipation im Theater und im Stadtraum und nehmen unsererseits Impulse aus den Lebenswirklichkeiten der Menschen Magdeburgs auf. Das Angebot der künstlerischen Vermittlung richtet sich explizit an alle Altersgruppen und Communities. Wir arbeiten diskriminierungs­ kritisch und wollen Räume schaffen, in denen sich alle wertgeschätzt fühlen und entfalten ­können. Mit der neu strukturierten Abteilung Künstlerische Vermittlung und Partizipation bauen wir das bereits etablierte Programm der bisherigen Abteilung Theaterpädagogik weiter aus. Herzlich willkommen! Das Team Künstlerische Vermittlung und ­Partizipation

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Premierenfieber Zu allen Musiktheaterpremieren gibt das ­Inszenierungsteam am Sonntag um 11.00 Uhr – in der Regel zwei Wochen vor der Premiere – ­Einblicke in Konzept und Musik der Produktion. Nah dran Zu allen Ballettpremieren stellt Ballettdirektor Jörg Mannes am Samstag um 15.00 Uhr – in der Regel zwei Wochen vor der Premiere – gemeinsam mit Tänzer:innen und weiteren Beteiligten im Ballettsaal die neue Produktion vor. Kasino Didine Die kommentierte Spielplan­vorstellung im Schauspielhaus. Termine: 2.10.22, 22.1. und 26.3.23 jeweils 16.00 Uhr, Schauspielhaus, Kasino (Siehe Seite 160) Einblick Zu allen Sinfoniekonzerten, zu den meisten ­Musiktheater- und Ballett-Produktionen und zu ausgewählten Schauspielinszenierungen geben die Dramaturg:innen vor Vorstellungsbeginn eine Einführung im Café des Opernhauses bzw. Kasino des Schauspielhauses. 165


Nachgespräch Im Anschluss an ausgewählte Vorstellungen ­laden Dramaturgie und Inszenierungsteam zu ­einem Nachgespräch ein. Wir, das Ballett Ballettdirektor Jörg Mannes gibt Einblicke in die Welt des Balletts, berichtet von seiner Arbeit mit dem Ballett Theater Magdeburg und stellt sich den Fragen des Publikums. Erfahren Sie mehr über Bühne, Bewegung und Choreografie und kommen Sie miteinander ins Gespräch! 22.9. und 24.11.22, 12.1., 23.3., 20.4. und 25.5.23, jeweils 19.30, Zentralbibliothek Knall! Diskurs im Schauspielhaus Dieses Format widmet sich den Fragen und ­Problemstellungen unserer Zeit. (Siehe Seite 160)

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Angebote für Lehrkräfte Die folgenden Angebote für Lehrkräfte, ­Schulklassen und andere Gruppen dienen dem Kennenlernen oder der vertiefenden Aus­ einandersetzung mit dem Theater in der Schule oder in der Freizeit. Tag der Lehrkräfte 2022 Wir laden Lehrkräfte sowie außerschulisch pädagogisch tätige Multiplikator:innen ein, mit uns die neue Spielzeit des Theaters Magdeburg anschaulich zu entdecken! 19.9.22, 17.00 Uhr, Opernhaus General- und Hauptprobenbesuche für Lehrkräfte Lehrkräfte reflektieren ausgewählte Inszenie­ rungen aller Sparten schon vor der Premiere für ­einen Besuch mit ihren Klassen und Gruppen. Stücke und Termine entnehmen Sie bitte ­unserem Newsletter für Lehrkräfte. Workshops zu Inszenierungsbesuchen Schüler:innen bereiten in einem 90-minütigen Workshop praxisbezogen und altersgerecht die besuchte Inszenierung vor oder nach. 167


Premierenklassen Die Klassen haben die Möglichkeit, durch Gespräche mit dem Regieteam, Workshops und Probenbesuche einen intensiven Einblick in den Ent­ stehungsprozess einer Inszenierung zu ­erhalten. Begleitmaterial Das theaterpädagogische Begleitmaterial enthält Informationen zum Konzept der jeweiligen Inszenierung sowie Anregungen zu deren Vor- oder Nachbereitung im Unterricht. Generalprobenbesuche von Sinfoniekonzerten Zu ausgewählten Sinfoniekonzerten der ­Magdeburgischen Philharmonie erhalten ­Schulklassen einen Einblick in das Repertoire. Die Programme entnehmen Sie bitte diesem Heft ab Seite 89. 3. Sinfoniekonzert 17.11.22, 11.00 Uhr 4. Sinfoniekonzert 14.12.22, 19.00 Uhr 5. Sinfoniekonzert 26.1.23, 11.00 Uhr Opernhaus, Bühne

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Theaterführung Schulklassen oder Gruppen blicken in Verbindung mit einem Inszenierungsbesuch etwa 60 Minuten hinter die Kulissen des Opernhauses und besichtigen nach Möglichkeit die Bühne, ­einzelne Abteilungen (z. B. Maske und Requisite) sowie diverse Proberäume. Musik-Machen: Instrumentenkunde live Musiker:innen der Magdeburgischen Philharmonie stellen Schulklassen ihre Instrumente vor und ­geben Hörbeispiele ihrer Instrumentengruppen. Für die Buchung dieses Angebots wenden Sie sich bitte an die Theaterkasse unter (0391) 40 490 490 oder kasse@theater-magdeburg.de

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Theaterjugendclub und Bürger:innenensemble Kinder und Jugendliche entwickeln in den unterschiedlichen altersgerechten Gruppen des Kids-, Teens- und Jugendclubs ein Projekt. Egal ob sie zum ersten Mal Theaterluft schnuppern oder ­bereits Spielerfahrung haben: Alle sind herzlich willkommen! Der neue Club Let’s talk about … richtet sich an Theaterbegeisterte, die Inszenierungen reflektieren und darüber diskutieren möchten. Durch verschiedene praktische Methoden ent­ wickeln sie hier eigene künstlerische Positionen. Das Bürger:innenensemble bietet spiel­ wütigen Erwachsenen eine Plattform und mit den Pipers wird die Kooperation mit den Pfeifferschen Stiftungen fortgeführt. Interessierte aller Clubs erhalten weitere­ ­Informationen beim Auftakt im Schauspielhaus und können sich dort direkt anmelden.

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Auftakt für alle Clubs 25.9.22, 18.00 Uhr Schauspielhaus, Kammer 1 Kidsclub Ab 8 Jahren Teensclub Ab 12 Jahren Jugendclub Ab 14 Jahren Let’s talk about … Von 14 bis 99 Jahren Bürger:innenensemble Ab 18 Jahren Pipers Theaterprojekt für Menschen mit Behinderungen In Kooperation mit den Pfeifferschen Stiftungen

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Bande ’23: Abriss. Aufbruch. Eine Stadt entsteht. Künstlerische Akademie Kinder und Jugendliche sind Expert:innen für ihre Lebenswelten. Bei Künstler:innen liegt die Expertise dagegen im Prozess des künstlerischen Schaffens. In Bande ’23 treffen diese beiden Gruppen aufeinander und beginnen, gemeinsam zur Stadt Magdeburg zu forschen. Im Zentrum steht die Entwicklung ihrer Stadt: Welche Ideen haben zu welchen Zeiten die Planung und ­Gestaltung beeinflusst? Wie ist Magdeburg zu dem geworden, was es heute ist? Zusammen mit Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Ökonomie, Zukunfts- und Sozialforschung richten sie ihren Blick zunächst in die Vergangenheit, bevor sie sich der Zukunft Magdeburgs annehmen. Die Fragen und Erkenntnisse ihrer Forschung transformieren sie dann gemeinsam in einen künstlerischen Prozess. So entstehen in sechs künstlerischen Laboren Pläne, Modelle, Sounds, Texte, Filme, Bilder – oder etwas ganz anderes! In einer gemeinsamen, öffentlichen Abschlussveranstaltung teilen die jungen Teilnehmer:innen ihre ­Visionen. Karola Marsch Künstlerische Leitung Clemens Leander Künstlerische Mitarbeit Manuel Czerny Produktionsleitung Von 8 bis 18 Jahren 6. bis 11.2.23, Abschlusspräsentation: 11.2.23 Schauspielhaus 172


Projekttage unerhört Kinder und Jugendliche haben die Möglichkeit, sich während der Projekttage selbst als Künstler:innen zu entdecken. In verschiedenen Workshops von Gesang über szenisches Spiel bis zum Tanz können sie im Klassenverband unterschiedliche Theaterformen aller Sparten ausprobieren und dabei theatrale Ausdrucksmöglichkeiten kennenlernen. Zum Abschluss werden die Ergebnisse auf der Bühne des Opernhauses in einer Werkschau präsentiert. 19. bis 22.6.23, Opernhaus

173


174


Ensemble


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Mia Rainprechter Schauspielerin 177


Rodrigo Aryam Tänzer 178


Na’ama Shulman Sopranistin 179


Emilie Renard Mezzosopranistin Lorenz Krieger Schauspieler 180


Mansur Ajang Schauspieler 181


Isabel Will Schauspielerin Isabel Will 182 Schauspielerin


Paul Sketris Bass 183

Undine Dreißig Mezzosopranistin


Marko Pantelić Bariton Marie-Joëlle Blazejewski Schauspielerin 184


Sophia Vogel Schauspielerin Robert Lang-Vogel Schauspieler 185


Olli Rasanen Chorsänger 186

Uta Zierenberg Chorsängerin


Lei Shi Chorsänger 187

Jenny Gerlich Chorsängerin


Federico Zeno ­Bassanese Tänzer Giacomo Quatraccioni Tänzer 188


Aurora Conte Tänzerin 189


Magdeburgische ­Philharmonie 190


191


M

Weihnachtsmärchen ab 29.11.22 Hans Christian Theater önign Andersen Magdeburg

Philipp Kronenberg Schauspieler Mihael Belilov Tänzer 192

Weronika Rabek Mezzosopranistin


Michael Ruchter Schauspieler 193

Iris Albrecht Schauspielerin


Carmen Steinert Schauspielerin

Anastasiya Kuzina Tänzerin

Nico Link Schauspieler

Luise Hart Schauspielerin

194


Giulia Marenco Tänzerin 195


Doğukan Kuran Bariton 196


Hannah Conlon Tänzerin 197


Ulrike Baumbach Chorsängerin Susana Boccato Chorsängerin 198

Frank Heinrich Chorsänger


Irene Cabezuelo Chorsängerin Jeanett Neumeister Chorsängerin 199

Dasom Lee-Rasanen Chorsängerin


Roboter Arka Schauspieler Roboter Putzini Schauspieler 200

Adrian Domarecki Tenor


Andreas Loos Tänzer 201


Anton Andreew Schauspieler 202

Manfred Wulfert Tenor


Jesús Marrero Díaz Tänzer 203

Louise Curien Tänzerin


Magdeburgische ­Philharmonie 204


205


Oktay Önder Schauspieler 206


Rosha Fitzhowle Sopranistin Julia Buchmann Schauspielerin 207

Anna Malesza-Kutny Sopranistin


Aurora Ruvoletto Tänzerin Novella Petrucci Tänzerin 208

Giuseppe Lucenti Tänzer


Bettina Schneider Schauspielerin 209


Peter Diebschlag Chorsänger Iris Kock Chorsängerin 210

Katrin Diebschlag Chorsängerin


Ilka Hesse Chorsängerin Gabriele Stoppel-­ Bachmann Chorsängerin 211

Anne Zehrt Chorsängerin


Felix Jordan Schauspieler 212

Johannes Stermann Bass


Joshua Hunt Tänzer 213

Chiara Amato Tänzerin


Gennaro Chianese Tänzer Chloe Gemma Rose ­Jones Tänzerin 214


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216


Sonderver­ anstal­tungen und ­Gastspiele


SONDER­VER­AN­STAL­ TUNGEN Theaterfestival Wer verbirgt sich hinter den neuen Namen am Theater Magdeburg? Lernen Sie uns kennen, erleben Sie das ­Theater in neuem Gewand! An zwei Tagen werden wir die Türen des Opern- und des Schauspielhauses für Sie öffnen. Erleben Sie Performances, Konzerte und Partys – ob Kunstinterventionen der Ensemblemitglieder im Schauspielhaus oder Speeddating mit dem neuen General­intendanten im Opernhaus. Treffen Sie die neu zusammengestellte Ballettkom­panie, bewundern Sie die Technikshow und ­sehen Sie als besonderes Highlight ein gemeinsames Projekt mit den Fans des 1. FC Magdeburg. Der Eintritt ist frei. 10. und 11.9.22 Opernhaus und Schauspielhaus

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Magdeburger Allerlei Die Kochshow im Opernhaus Georg Bandarau lädt Prominente aus Stadt und Theater in die Rossini-Küche, um mit ihnen den Kochlöffel zu schwingen. Dabei entstehen nicht nur leckere Gerichte, es lassen sich im zwanglosen Gespräch auch viele neue Einblicke in Persönlichkeiten, die das kulturelle und gesellschaftliche Leben Magdeburgs prägen, gewinnen. 22.11.22, 31.1. und 25.4.23, jeweils 19.30 Uhr Opernhaus, Café Mit freundlicher Unterstützung durch den Offenen ­Kanal Magdeburg und Stadtmarketing Pro Magdeburg e. V.


26. Verleihung des Förderpreises des Fördervereins Theater Magdeburg e. V. Der Förderverein fördert und feiert! Drei junge Künstler:innen des Theaters und ein verdientes Mitglied der Magdeburger Kulturszene ­erhalten die drei Förderpreise und den Freundespreis. ­Dafür bedanken sie sich mit der Präsentation ­ihres Könnens – bei ihren Förderern und ihrem Publikum! 22.4.23, 19.30 Uhr Opernhaus, Bühne

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GASTSPIELE Manfred Krug – Seine Lieder zum 85. Geburtstag mit Charles Brauer Gemeinsam mit langjährigen musikalischen Begleiter:innen des großen Schauspielers und Sängers führt sein Hamburger Tatort-Kollege Charles Brauer erzählend und singend durch diesen Hommage-Abend für ­Manfred Krug. Erinnerungen an die gemeinsame Zeit und Ausschnitte aus Krugs Tagebüchern sind ebenso zu ­erleben wie viele seiner Lieblingssongs. Mit dabei: Uschi Brüning, Fanny und Daniel Krug, Thomas Putensen und die Manfred Krug Band. 24.9.22, 20.00 Uhr Opernhaus, Bühne Drei Frauen aus Deutschland Eine literarische Revue mit Barbara Auer, Ann-Kathrin Kramer und Claudia Michelsen Geschichte wird von ­Männern geschrieben – diesen Eindruck erwecken ­zumindest die Geschichts­ bücher. Geschichte aus dem weiblichen Blickwinkel ­erzählen die drei bekannten 220

Schauspielerinnen Auer, ­Kramer und Michelsen in ­dieser literarische Revue: Zweihundert Jahre deutsche Geschichte – beobachtet entlang der Lebensläufe der Schriftstellerinnen Erika Mann, Else Lasker-Schüler und Bettina von Arnim. 2.10.22, 18.00 Uhr Opernhaus, Bühne Kein Mensch muss müssen Astrid Lindgren. Die ­Geschichte einer großen Frau mit Gesine Cukrowski Sie schuf Geschichten, die ­jeder kennt, Figuren, die Menschen auf der ganzen Welt lieben. Aus ihren Kindheitserinnerungen wurden die Kindheitserinnerungen ganzer Generationen. Das Werk Astrid Lindgrens ist ­untrennbar verbunden mit ihrer eigenen Biografie. Und so ist dieser Bühnenabend, ein Monolog über ihr Leben, auch eine faszinierende ­Collage mit Texten aus ihren Werken, von Pippi Langstrumpf über den Michel bis zu Mio, mein Mio. 23.10.22, 18.00 Uhr Opernhaus, Bühne


Eine Weihnachtsgeschichte Musikalisches Bühnen­ märchen Sie ist – neben der Geschichte von Jesu Geburt – das vermutlich meisterzählte Literatursujet der Adventszeit: Charles Dickens’ Weihnachtsgeschichte. Die sozialkritische Erzählung über den alten Geizhals Ebenezer Scrooge ist ein Klassiker. In der ­Bühnenadaption präsentieren zwei Schauspieler gemeinsam mit fünf Musiker:innen einen wunderbaren Adventsabend, der das ­Publikum auf das ­nahende Weihnachtsfest ­einstimmt. 21.12.22, 19.30 Uhr Opernhaus, Bühne Chocolat mit Ann-Kathrin Kramer, ­Harald Krassnitzer & Les Manouches du Tannes Ein Grantler und eine charmante Verführerin treffen im Roman Chocolat – 2000 ­erfolgreich verfilmt – aufeinander: Dem Dorfpfarrer von Lansquenet-sous-Tannes ist die neueröffnete Pâtisserie der Vianne Rocher mit ihren sehr weltlichen „himmlischen Verheißungen“ ein Dorn im Auge. Der 221

musikalisch-literarische Abend bietet Paraderollen für Harald Krassnitzer und Ann-Kathrin Kramer, die beide aus zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen bekannt sind. 20.1.23, 19.30 Uhr Opernhaus, Bühne Apokalypse – Herz der Finsternis Ben Becker liest Joseph ­Conrad Es gibt nur wenige Schauspieler, die der Original­ erzählung von Francis Ford Coppolas filmischem Meister­ werk Apokalypse Now eine Stimme geben können – und Ben Becker ist ohne Zweifel die Idealbesetzung. Joseph Conrad schildert in Herz der Finsternis die Grausamkeiten kolonialer Ausbeutung und hinterfragt so das zivilisierte Selbstbild Europas. Ein zentrales Werk der englischen ­Literatur! 29.1.23, 19.30 Uhr Opernhaus, Bühne


Alfons … jetzt noch deutscherer Kabarett Deutschlands liebster ­Franzose hat nun den Doppel­ pass – und er hat ein Programm daraus gemacht, in dem er die Geschichte ­seiner Deutschwerdung auf die Bühne bringt: von den sonnigen Kindheitstagen in Frankreich bis hin zum ­betörenden Grau deutscher Amtsstuben. Eine wunderbare, selbst für Alfons-­ Kenner und -Kennerinnen überraschende Mélange aus Theater, Kabarett und ­Chansons! 18.3.23, 19.30 Uhr Opernhaus, Bühne Hiob mit Samuel Finzi & Gebrüder Glücklich Joseph Roths großer galizischer Roman erzählt die ­Lebensgeschichte von ­Mendel Singer und seiner ­Familie, über die sich ein ganzes Füllhorn an Schicksalsschlägen ergießt: eine Gefühlsachterbahn zwischen Lachen und Weinen, die sich an die biblische Hiob-­ Geschichte anlehnt. Schauspieler Samuel Finzi zieht 222

mit ergreifender Authentizität die Zuschauer:innen in den Bann dieser faszinierenden Saga, begleitet vom Sound des Schtetls der Gebrüder Glücklich. 9.4.23, 18.00 Uhr Opernhaus, Bühne Memories … Die schönsten Musicalhits von Andrew Lloyd Webber Die diesjährige Gala von Sound of Music Concerts ­entführt das Publikum mit den Musical-Stars Andreas Bieber, Alexander Di Capri, Jonas Hein, Anna Rogers, ­Michaela Schober und Froukje Zuidema in die Welt unsterblicher Musicalmelodien. Freuen Sie sich auf Songs aus den vielen Welt­ erfolgen des legendären ­britischen Altmeisters. 29.5.23, 19.30 Uhr Opernhaus, Bühne


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Freund:innen und Partner:innen


Förderverein Theater Magdeburg e. V. Wir verstehen uns als un­ verbrüchliches Bindeglied zwischen den Künstler:innen und Theatermitarbeiter:innen auf der einen und den Theatergänger:innen auf der anderen Seite. Wir investieren sehr viel Freizeit und Herzblut in die Sparten Musiktheater, Schauspiel, Ballett und ­Konzert, begeistern uns und viele andere aber auch für vielfältige Ideen und Projekte, die abseits der Spielstätten des Theaters Publikum anlocken. Nicht selten leisten wir im Sinne unserer Projekte Überzeugungsarbeit bei Sponsor:innen und ­Spender:innen. Durch das ­finanzielle Engagement der Mit­glieder konnten in der Theaterarbeit zusätzliche Projekte verwirklicht ­werden. Zwei davon sind die jährliche festliche Förderpreisverleihung und das ­Theaterpatenprojekt. Beide mussten zuletzt ausfallen, kehren aber wieder zurück! Damit zeigt sich ganz konkret: Das Theater braucht seine Fans, seine Unterstützer:innen und Förder:innen, Multiplikator:innen und ­kritischen Anreger:innen. In regelmäßigen Abständen 226

bieten wir Veranstaltungen an, zu denen Sie herzlich ­eingeladen sind. Die Termine ­können Sie dem aktuellen Spielplan des Theaters entnehmen. Tauchen Sie in die Theaterwelt ein, werden Sie Mitglied im Förderverein! Und als weiteren Bonus erhalten Sie als Mitglieder des Fördervereins Theater Magdeburg in dieser Spielzeit ein Festplatzabonnement nach Wahl zum Vorzugspreis. Kontakt Michel Redlich (­Vorsitzender) c / o Theater Magdeburg Universitätsplatz 9 39104 Magdeburg T (0176) 190 11 999 kontakt@­foerdervereintheater-magdeburg.de www.foerderverein-­theatermagdeburg.de


Philharmonische ­Gesellschaft der­ ­Landeshauptstadt ­Magdeburg e. V. In bester philharmonischer Gesellschaft! In der Philharmonischen Gesellschaft der Landeshauptstadt Magdeburg e. V. engagieren sich seit 2001 musikbegeisterte Bürgerinnen und Bürger, um die vielfältige Musikkultur der Stadt und der Region zu fördern. Ein besonderes Anliegen der über 120 Mitglieder ist die Unterstützung der Magdeburgischen Philharmonie und des Opernchores des Theaters Magdeburg. So wurde 2005 die Orchesterakademie zur Ausbildung junger ­Musikerinnen und Musiker gegründet und 2010 um die Chorakademie erweitert. 20 junge Talente aus aller Welt wurden bisher auf diese Weise gefördert. Seit ihrer Gründung ­veranstaltet die Philharmonische Gesellschaft verschiedene Konzertformate mit ­regional, aber auch über­ regional renommierten Künstlerinnen und Künstlern und freut sich über eine ­stetig wachsende Zuhörer:innenschaft. 2011 rief die Gesellschaft die beliebte Veranstaltung „Philharmonisches 227

Frühstück“ ins Leben: Viermal im Jahr werden musikalische und kulinarische Genüsse in lockerer und intimer Atmosphäre harmonisch miteinander verbunden. Aber ohne Ihre Unterstützung geht es nicht! Die Philharmonische Gesellschaft freut sich auch über Ihr ­bürgerschaftliches Engagement, heißt neue Mitglieder, Unterstützerinnen und ­Unterstützer sowie Spenden herzlich willkommen. Kontakt Dr. Katrin Neumann (­Vorsitzende) Birkenweg 7 39112 Magdeburg T (0391) 541 30 69 info@philharmonische-­ gesellschaft-magdeburg.de www.philharmonische-­ gesellschaft-magdeburg.de


Richard-Wagner-­Verband Magdeburg e. V. Gründung 1909 / Wieder­ gründung 1990 Der Richard-Wagner-Verband Magdeburg e. V. ist ein Förder­kreis mit über 100-jähriger Tradition und ein Forum für Musik-, Theater-, Wagnerund Kulturfreund:innen. ­Warum Magdeburg? Der junge Wagner hat in Magdeburg als Dirigent und Komponist gearbeitet, hier wurde 1836 zum ersten Mal eine Oper von ihm uraufgeführt, hier hat er wichtige Ein­ drücke für sein Musik- und Menschenverständnis erhalten. Richard Wagners Opernschaffen ist gleichermaßen zeitlos und dank seiner ­vielen Bezügen zu gesellschaften und politischen Themen zeitgemäß. Um die faszinierende Persönlichkeit und Wirksamkeit Wagners zu beleuchten, ermöglicht der Richard-Wagner-Verband Magdeburg e. V. Konzert- und Gesangsabende, Autor:innenlesungen, Diskussionen, Filmvorführungen, Museumsbesuche oder Theaterfahrten. In diesem anregenden Rahmen soll sich die Gelegenheit ergeben, mit Blick auf Richard Wagner und sein 228

Werk neue Trends von Musiktheater oder Kulturarbeit zu entdecken. Jedes Verbandsmitglied ist außerdem Mäzen:in talentierter Nachwuchskünstler:innen. Mit einem Stipendium des Richard-Wagner-Verbands wird jedes Jahr ausgewählten jungen Künstler:innen/Bühnenschaffenden aus Magdeburg eine Studienreise zu den Bayreuther Festspielen ermöglicht. Der Richard-Wagner-­ Verband steht in Verbindung zum Theater Magdeburg, zur Hochschule MagdeburgStendal, zur Otto-von-­ Guericke Universität und zu weiteren kulturellen Insti­ tutionen und Gesellschaften der Stadt. Für die Saison 22/23 sind Konzerte, Vorträge, eine gemeinsame Fahrt wie auch die Vorbereitung eines größeren Events geplant. Der Richard-Wagner-­ Verband Magdeburg e. V. (www.rwv-magdeburg.de) freut sich über neue ­Mitglieder! Bei Interesse senden Sie bitte eine e-Mail an: vorsitz@rwv-magdeburg.de


229


Partner/Unterstützer Mit freundlicher ­Unterstützung von

Das Theater Magdeburg ist Mitglied von

Das Theater Magdeburg unterstützt die Initiativen

230


Kooperationen Das Theater Magdeburg ­kooperiert projektbezogen mit

231


232


Service


Preise Musiktheater

Bühne Links

Rechts

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 Parkett

1 2 3 4 5 6 7 8

1 2 3 4 5 6 7 8 Rang

Preisgruppe

A

B

C

D

E

Neuinszenierungen Oper / Operette / Ballett ermäßigt

34 €

31 €

26 €

21 €

15 €

24 €

22 €

19 €

14 €

10 €

Wiederaufnahmen Oper / Operette / Ballett ermäßigt

33 €

30 €

25 €

20 €

14 €

23 €

21 €

18 €

13 €

9€

Neuinszenierungen Musical ermäßigt

40 € 30 €

37 € 27 €

34 € 24 €

28 € 21 €

20 € 16 €

Wiederaufnahmen Musical ermäßigt

38 € 28 €

35 € 25 €

32 € 22 €

26 € 19 €

18 € 14 €

Rollstuhlplätze werden als Platzgruppe C eingestuft.

234


Preise Konzert

Bühne Links

Rechts 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 Parkett 1 2 3 4 5 6 7 8

1 2 3 4 5 6 7 8 Rang

Preisgruppe Sinfoniekonzerte / Konzerte Extra ermäßigt

A

B

C

D

34 € 22 €

31 € 19 €

25 € 17 €

19 € 13 €

Rollstuhlplätze werden als Platzgruppe C eingestuft.

235


Preise Weihnachtsmärchen

Bühne

Links

Rechts

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 Parkett

1 2 3 4 5 6 7 8

1 2 3 4 5 6 7 8 Rang

Preisgruppe

A

B

C

am Wochenende ermäßigt

21 € 11 €

19 € 9€

16 € 6€

unter der Woche (Einheitspreis) ermäßigt

17 € 7€

17 € 7€

17 € 7€

Rollstuhlplätze werden als Platzgruppe C eingestuft.

236


Preise Schauspiel

Bühne

Links

Rechts

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

Einheitspreis Schauspiel (Kammer 1*) ermäßigt

22 € 12 €

Schauspiel (Kammer 2) ermäßigt

19 € 10 €

Schauspiel (Kasino, Koralle) / Kammerkonzerte ermäßigt

16 €

Theaterjugendclub ermäßigt

10 € 5€

9€

Junger Preis Inszenierungen, die besonders für Kinder geeignet sind, werden als „Junger Preis“ ­ausgewiesen und sind für 16 € oder auf 9 € ermäßigt erhältlich. Premierenkarten Auf Eintrittskarten für Premieren aller Sparten wird ein Zuschlag von 4 € auf den Regelpreis erhoben. Der Zuschlag entfällt für Kinder und Schüler:innen mit gültigem Schüler:innenausweis. Spezielle Kartenpreise Spezielle Kartenpreise können durch die Theaterleitung einzelfallbezogen aus besonderem Anlass (z. B. bei speziellen Formaten, besonderem Produktionsaufwand, außerordentlicher Nachfrage usw.) festgelegt werden, u. a. für folgende Veranstaltungsformate: DomplatzOpenAir, Festivals, Silvesterveranstaltungen, Gastspiele, Galas, Lesungen, Magdeburger Allerlei und Veranstaltungsreihen. * Neue Namen im Schauspielhaus, siehe Seite 22.

237


ANFAHRT Opernhaus Opernhaus Tram-Linien 1, 2, 4, 6, 8, 9, 10 Bus-Linien 73, 720, N8 Universitätsplatz Bus-Linie N6 Schauspielhaus Haeckelstr./Museum Tram-Linien 3, 5, 8, 9 Bus-Linien N4, N5 S-Bahn-Linie 1 Domplatz Domplatz/Volksbank Tram-Linien 2, 5, 10 Bus-Linien N2, N3

238


↑ A2

Str. B1 -VaterAlbert

Walthe r-Rathe nau-Str .

Universitätsplatz P H

Ern stRe ute r-A lle e

↓ A 14 Hauptbahnhof

Bahnh ofstr.

Da nz str .

Bär str.

P

H

H P Schauspielhaus

H Hasselbachplatz

Domplatz

El be

Leit erst r.

239

Opernhaus

Breit er W eg

Otto -von -Gue ricke -Str.

Ma gd eb urg er Rin gB 71

ße ra st r ge er zb r E

H


KASSENÖFFNUNGSZEITEN Theaterkasse im Opernhaus (Eingang Breiter Weg) Mo. bis Fr.: 10.00–18.30 Uhr Sa.: 10.00–14.00 Uhr So. und feiertags: geschlossen Abendkasse: eine Stunde vor Vorstellungsbeginn Theaterkasse im Schauspielhaus (Eingang Behringstraße) Abendkasse: eine Stunde vor Vorstellungsbeginn In der Spielzeitpause gelten vom 11.7.22 bis 21.8.22 abweichende ­Öffnungszeiten: 11.7.22 bis 7.8.22: geschlossen 8.8.22 bis 21.8.22 Mo.: geschlossen Di. bis Mi.: 10.00–18.30 Uhr Do. bis Fr.: 10.00–15.00 Uhr Kontakt T (0391) 40 490 490 oder kasse@theater-magdeburg.de

Onlineshop Eintrittskarten buchen Sie unter www.theater-­ magdeburg.de gebührenfrei über den Onlineshop direkt im Saalplan und bezahlen ­bequem und sicher per SEPA-Lastschrift, Kreditkarte, PayPal oder SOFORTÜberweisung! Die Tickets erhalten Sie wahlweise an der Abendkasse, per Post (Versandservice laut Tarifen der Deutschen Post) oder Sie drucken sie kostenfrei selbst aus. Gutscheine, Programmhefte, CDs und ­ermäßigte Karten können Sie ebenfalls online erwerben. (Bitte zeigen Sie Ihre Ermäßigungsberechtigung in jedem Fall beim Einlass unaufge­ fordert vor). Besondere Vorverkaufs­ termine Der Vorverkauf für Einzel­ karten beginnt in diesem Jahr am 15.6.22 Die Schulvorstellungen des Weihnachtsmärchens können ab 7.9.22 reserviert werden.

240


ERMÄSSIGUNGEN / ­ANGEBOTE Einzelermäßigungen Ermäßigungen auf den Regelkartenpreis (außer bei Sonderveranstaltungen) erhalten gegen Vorlage eines gültigen Ausweises: Kinder, Schüler:innen, Auszubildende, Vollzeitstudent:innen und Bundesfreiwilligendienstler:innen bis zur Vollendung des 28. Lebensjahres, Inhaber:innen der Otto-CityCard und Schwerbehinderte (ohne Begleitung) sowie ALG-I- und ALG-II-Empfänger:innen. Schwerbehinderte mit Ausweisvermerk „B“ ­erhalten zusammen mit ihrer Begleitperson zwei Karten zum vollen Preis einer Eintrittskarte. Gruppenermäßigungen Besuchergruppen ab 10 Personen zahlen im Opernhaus für Opern-, Operetten-, ­Ballett- und Musicalvorstellungen sowie Sinfoniekonzerte pro Person den jeweils gültigen Einzelermäßigungspreis. Gilt nicht für Premieren, Gastspiele, Sonder­ veranstaltungen und Vorstellungen im Podium.

241

Netter Preis Einmal im Monat kann in ­unserem Veranstaltungsplan eine Vorstellung zum Netten Preis von 20 € im Musik­ theater oder 15 € im Schauspiel auf allen Platzen aus­ gewiesen werden. Rabatte für Kund:innen der SWM und der Sparkasse MagdeBurg Inhaber:innen der SWM-Card erhalten pro Familie zu ­ausgewählten Vorstellungen 10 % Rabatt auf den normalen oder ermäßigten Kartenpreis. Am Sparkassentag ­erhalten Kund:innen der Sparkasse MagdeBurg 20 % Rabatt für 2 Personen pro Kundenkarte. Die Termine entnehmen Sie bitte unserem Veranstaltungsplan. Family-Ticket Erwachsene, die den jeweiligen Regelpreis zahlen, können für Kinder bis 14 Jahre Eintritts­karten zu ermäßigten Preisen dazu erwerben: 6 € für Oper, Operette, ­Ballett, Konzert, Schauspiel; 12 € für Musical. Gilt nicht für Premieren, Gastspiele, Weihnachts­märchen und Sonderveranstaltungen. Der Kauf ist online nicht möglich, bitte wenden Sie sich an die ­Theaterkasse.


Nur für Schüler:innen: Happy-Ticket Wenn 10 Schüler:innen zusammen ins Theater gehen, zahlt jede:r: 6 € für Oper, Operette, Ballett, Konzert, Schauspiel; 12 € für Musical. Gilt nicht für Premieren, Gastspiele, Weihnachts­ märchen und Sonderveranstaltungen. Pro Gruppe von zehn Schüler:innen erhält eine ­pädagogische Begleitperson eine kostenlose ­Eintrittskarte. Last-Minute-Ticket für Schüler:innen und Student:innen im Opernhaus Ab 30 Minuten vor Vor­ stellungsbeginn erhalten Schüler:innen und Student:innen (bis einschließlich 28 Jahren) für 10 € Karten für Oper, Operette, Ballett und ­Konzert nach Verfügbarkeit in allen Platzgruppen. Gilt nicht für Premieren, Gastspiele, Musicals und Sonderveranstaltungen.

242

Last-Minute-Ticket für Inhaber:innen der Otto-CityCard Ab 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn erhalten Berechtigte für 5 € Karten für Oper, Operette, Ballett, Konzert und Schauspiel nach Verfügbarkeit in allen Platzkategorien. Gilt nicht für Premieren, Gastspiele, Musicals und Sonderveranstaltungen. MVB-Ticket am Sonntag Bei einem Besuch der Nachmittagsvorstellung am ­Sonntag um 16.00 Uhr im Opernhaus oder im Schauspielhaus ist eine Hin- und Rückfahrt mit dem öffent­ lichen Nahverkehr der MVB im Ticketpreis enthalten. Gilt zwei Stunden vor und nach der Vorstellung in der Tarifzone 010, aber nicht bei ­Vorstellungen des Theater­ jugendclubs. Theatergutscheine Geschenkgutscheine in be­ liebiger Höhe erhalten Sie an der Theaterkasse oder in ­unserem Onlineshop. Die Gültigkeit der Gutscheine entspricht der gesetzlichen Verjährungsfrist.


CARDS UND ­ABONNEMENTS Cards für Schüler:innen und Student:innen Schüler:innen und Student:in­ nen (bis einschließlich 28 ­Jahren) zahlen einmalig für die Card und können beliebig oft alle Vorstellungen zu ­einem ermäßigten Preis be­ suchen. Beide Cards gelten für die gesamte Spielzeit 22/23 und können zu jedem Zeitpunkt erworben werden. Gilt nicht für Premieren, Gastspiele und Sonderveranstaltungen. Schauspiel-Card Einmaliger Preis: 20 € jede Eintrittskarte im ­Schauspiel: 5 € Musiktheater-Card Einmaliger Preis: 25 € jede Eintrittskarte im ­Musiktheater: 7 €

243

Theater-Magdeburg-Cards Ab dieser Spielzeit haben Sie noch mehr Wahlmöglichkeiten mit der Theater-­ Magdeburg-Card. Sie zahlen einmalig für die Card und können beliebig oft alle Vorstellungen zu einem ermäßigten Preis besuchen. Gilt nicht für Konzerte, Gastspiele, Sonderveranstaltungen und das DomplatzOpen­Air. Der Premierenzuschlag bei Premierenvorstellungen wird nicht rabattiert. Die Theater-Magdeburg-Card gilt für die gesamte Spielzeit. Pro Vorstellung ist ein Ticket einlösbar, es ist personen­ gebunden. Theater-Magdeburg-Card 50 Einmaliger Preis: 60 € ermäßigt: 30 € Rabatt auf jede Eintrittskarte: 50 % Theater-Magdeburg-Card 25 Einmaliger Preis: 45 € ermäßigt: 22 € Rabatt auf jede Eintrittskarte: 25 %


Premieren Musiktheater (MP) Sa 10.9.22

19.30 Uhr

Der goldene Hahn Oper von Nikolai Rimski-Korsakow

Sa 1.10.22

19.30 Uhr

Fast normal Musical von Tom Kitt und Brian Yorkey

Sa 22.10.22

19.30 Uhr

Verklärte Nacht/Mahler 4 Ballett von Jörg Mannes

Sa 12.11.22

19.30 Uhr

Orpheus in der Unterwelt Operette von Jacques Offenbach

Sa 21.1.23

19.30 Uhr

Eugen Onegin Oper von Peter Tschaikowsky

Sa 11.2.23

19.30 Uh

Lydia/Le Sacre du Printemps Tanzstück von Philippe Kratz/Ballett von Edward Clug

Sa 4.3.23

19.30 Uhr

Ariadne auf Naxos Oper von Richard Strauss

Sa 15.4.23

19.30 Uhr

Der Liebestrank Oper von Gaetano Donizetti A 224 € 168 €

Preisgruppe ermäßigt

B 208 € 154 €

C 184 € 136 €

D 152 € 108 €

Premieren Musiktheater-Abonnenten erhalten Karten für die Premiere von Alice im Wunderland (Premiere am 6.5.23) zum ermäßigtem Preis.

Premieren Ballett (BP) Sa 22.10.22

19.30 Uhr

Verklärte Nacht/Mahler 4 Ballett von Jörg Mannes

Sa 11.2.23

19.30 Uhr

Lydia/Le Sacre du Printemps Tanzstück von Philippe Kratz/Ballett von Edward Clug

Fr 21.4.23

19.30 Uhr

Was ihr wollt Ballett von Jörg Mannes

Preisgruppe ermäßigt

244

A 75 € 52,50 €

B 70,50 € 48 €

C 64,50 € 45 €

D 57 € 39 €


Die Zweite (ZW) Sa 17.9.22

19.30 Uhr

Der goldene Hahn Oper von Nikolai Rimski-Korsakow

Sa 8.10.22

19.30 Uhr

Fast normal Musical von Tom Kitt und Brian Yorkey

So 30.10.22

16.00 Uhr

Verklärte Nacht/Mahler 4 Ballett von Jörg Mannes

Sa 19.11.22

19.30 Uhr

Orpheus in der Unterwelt Operette von Jacques Offenbach

So 5.2.23

16.00 Uhr

Eugen Onegin Oper von Peter Tschaikowsky

So 19.2.23

16.00 Uhr

Lydia/Le Sacre du Printemps Tanzstück von Philippe Kratz/Ballett von Edward Clug

Sa 11.3.23

19.30 Uhr

Ariadne auf Naxos Oper von Richard Strauss

Sa 29.4.23

19.30 Uhr

Der Liebestrank Oper von Gaetano Donizetti

Preisgruppe ermäßigt

A 204 € 146 €

B 186 € 130 €

C 160 € 114 €

D 132 € 90 €

4er-Wahlabo Vier Vorstellungen aus allen Sparten. Ausgenommen sind Premieren, Gastspiele, Sonderveranstaltungen und Musicals.

Preisgruppe ermäßigt

245

A 94 € 64 €

B 86 € 58 €

C 72 € 52 €

D 62 € 40 €


Konzert-Abo am Donnerstag (KD) oder Freitag (KF) Do 15.9.22

Fr 16.9.222

1. Sinfoniekonzert

Do 13.10.22

Fr 14.10.22

2. Sinfoniekonzert

Do 17.11.22

Fr 18.11.22

3. Sinfoniekonzert

Do 15.12.22

Fr 16.12.22

4. Sinfoniekonzert

Do 26.1.23

Fr 27.1.23

5. Sinfoniekonzert

Do 16.2.23

Fr 17.2.23

6. Sinfoniekonzert

Do 9.3.23

Fr 10.3.23

7. Sinfoniekonzert

Do 20.4.23

Fr 21.4.23

8. Sinfoniekonzert

Do 11.5.23

Fr 12.5.23

9. Sinfoniekonzert

Do 1.6.23

Fr 2.6.23

10. Sinfoniekonzert

Preisgruppe ermäßigt

246

A 243 € 155 €

B 222 € 134 €

C 184 € 118 €

D 136 € 95 €


Kammermusik Abo (KK) So 6.11.22

11.00 Uhr

1. Kammerkonzert

So 4.12.22

11.00 Uhr

2. Kammerkonzert

So 5.2.23

11.00 Uhr

3. Kammerkonzert

So 19.3.23

11.00 Uhr

4. Kammerkonzert

So 16.4.23

11.00 Uhr

5. Kammerkonzert

So 21.5.23

11.00 Uhr

6. Kammerkonzert

Einheitspreis ermäßigt

67,50 € 36 €

Premieren Schauspiel (SP) Fr 9.9.22

19.30 Uhr

Das Leben ein Traum nach Pedro Calderón de la Barca

Sa 8.10.22

19.30 Uhr

Gas von Georg Kaiser

Sa 26.11.22

19.30 Uhr

Im Menschen muss alles herrlich sein von Sasha Marianna Salzmann

Sa 28.1.23

19.30 Uhr

Woyzeck nach Georg Büchner

Sa 1.4.23

19.30 Uhr

Meister Röckle nach Karl Marx

Sa 13.5.23

19.30 Uhr

Odyssee: Buch von Homer von Bastian Reiber

Einheitspreis ermäßigt

247

120 € 76,50 €


BARRIEREFREIHEIT Opernhaus und Schauspielhaus des Theaters Magdeburg sind barrierefrei. Hörhilfen für Schwerhörige im Opernhaus Zur Unterstützung Ihres ­Hörerlebnisses bieten wir ­Ihnen im Opernhaus eine ­Induktionsanlage: Im Parkett ist eine sogenannte In­duk­ tionsschleife verlegt. Hör­ gerateträger:innen ­können auf ihrem Hörgerät mit Telefonspule den Wahlschalter auf „T“ umstellen, um einen qualitativ hochwertigen Empfang des Vorstellungstons zu ­erhalten. Rollstuhlplätze In Opern- und Schauspielhaus bieten wir Rollstuhlplätze an. Bitte melden Sie diese beim Kartenkauf bis spätestens drei Tage vor der Vorstellung an der Kasse an. Zugang für Rollstuhl­ nutzer:innen Opernhaus: Der Zugang für Rollstuhlfahrzeuge erfolgt im Opernhaus über den Eingang Theaterkasse. Über den 248

Aufzug können Sie alle Ebenen und Einrichtungen direkt erreichen. Schauspielhaus: Der ­Zugang für Rollstuhlfahrzeuge befindet sich im Schauspielhaus rechts neben dem Haupteingang und ist ausgeschildert. Bitte betätigen Sie die Rufsäule, ein:e Mitarbeiter:in des Vorderhauspersonals wird Sie ins Haus begleiten. Behindertengerechte Parkplätze am Opernhaus Wenn sich der Vermerk „aG“ oder „Bl“ in Ihrem Schwer­ behindertenausweis befindet, sind Sie berechtigt, die mit dem blauen Rollstuhlsymbol gekennzeichneten Parkplätze vor dem Opernhaus zu ­nutzen. Diese liegen in der Erzbergerstraße, rechts vom Haupteingang.


GASTRONOMIE rossini im Opernhaus Kulinarischer Genuss im Café rossini im Opernhaus: Hier können Sie vor Ihrer Vorstellung einen Kaffee genießen oder sich in der Pause bei einem Glas Wein austauschen. Das Team des rossini hält eine große Auswahl an ­Getränken, darunter ausgewählte italienische Weine, ­erlesene Spirituosen und Cocktails sowie kleine Speisen für Sie bereit. Mit dem Bestellservice vor Beginn der Vorstellung genießen Sie die Pause ohne Warte­ zeiten. ­Menüs oder Buffets können Sie gern vorbestellen – für ­Ihren Theaterbesuch und für zu Hause. Öffnungszeiten: Ab eine Stunde vor ­Vorstellungsbeginn Ansprechpartner Sebastian Arndt T (0176) 611 10 793 info@rossini-md.de www.rossini-md.de Theatercafé Restaurant im Schauspielhaus Mit einer breiten Palette von regionalen Klassikern wie Bauernfrühstück, Wiener Kalbsschnitzel und Rinderroulade über Kleinigkeiten 249

wie Suppen und ­Panini bis hin zu besonderen saisonalen ­Erlebnissen wie zur Spargelund Pifferlingszeit wartet das Theatercafé auf. Im Frühling und Sommer lädt der grüne Theater-Weingarten unter anderem mit erlesenen Weinen der Saale-Unstrut-Region oder Fassbier zum Abschalten vom Alltag ein. Selbstgemachte Eis-Spezialitäten runden das Angebot ab. Mit dem Bestellservice an der Foyerbar vor Beginn der Vorstellung oder während der Pause ­genießen Sie die Pause ohne Wartezeiten oder können im Anschluss an die Vorstellung einen unvergesslichen Theater­abend bei Wein, Bier und einem guten Essen ­ausklingen lassen. Öffnungszeiten: Mo.: Ruhetag (bei Vorstellungen geöffnet) Di. bis So.: ab 17.00 Uhr (Küche jeweils bis 23.00 Uhr) Die Theaterbar im Foyer ­öffnet zusätzlich an Vorstellungsabenden jeweils eine Stunde vor Vorstellungs­ beginn. Ansprechpartner Mathias Fangohr und Matthias Kunze | Easy Gastro ­Magdeburg GmbH T (0391) 662 44 77 info@easygastro-md.de


250


Menschen

251


INTENDANZ Julien Chavaz Generalintendant Bettina Pesch Verwaltungsdirektorin und stellv. ­Generalintendantin Marie Schultze Referentin des Generalintendanten und Projektleitung KÜNSTLERISCHE LEITUNG Julien Chavaz Clemens Leander Bastian Lomsché Jörg Mannes Anna Skryleva Clara Weyde

Conny Franke Oberinspizientin Andrea Froese­­­­­­­­­­­­­ Inspizientin, Souffleuse Conrad Mauersberger Inspizient Gabriele Rach Souffleuse, Inspizientin Anna Reupke Inspizientin, Souffleuse Corinna Tietze Inspizientin, Souffleuse DRAMATURGIE UND ­VERMITTLUNG Dramaturgie Musiktheater

KÜNSTLERISCHE BETRIEBSDIREKTION

Ulrike Schröder Sarah Ströbele

Sascha Krebs Künstlerischer Betriebs­­­­direktor Opernhaus

Marie Julius ­Dramaturgieassistentin

Diana Merten Disponentin und Mitarbeiterin Künstlerisches Betriebsbüro Opernhaus Marije Roos Mitarbeiterin KBB Opernhaus, Statisterieleitung Frank Scholz Leiter Künstlerisches Betriebsbüro Schauspielhaus Mareen Hohensee Disponentin und Mitarbeiterin KBB Schauspielhaus, ­Gästewohnungs- und Unterbringungs­management 252

Dramaturgie Schauspiel Bastian Lomsché Lukas Schädler Berit Wilschnack Dramaturgieassistent:in Künstlerische Vermittlung und Partizipation Matthias Brandt


MARKETING, PRESSE & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Andreas Drabe Leiter Marketing Claudia Heynen Leiterin Grafik und Gestaltung Nicole Eggeling Mitarbeiterin Grafik und Social Media Jenny Tschenisch Mitarbeiterin Ingo Rasch Mitarbeiter Lisa Dreßler Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Benjamin Huth Solorepetitor mit Dirigier­verpflichtung Tamás Molnár Solorepetitor Axel Arnhold Orchesterwart Thomas Bauherr Orchesterwart Jan Wiegand Orchesterwart MAGDEBURGISCHE PHILHARMONIE I. Violine

MUSIKDIREKTION

Yoichi Yamashita Kammermusiker, 1. Konzertmeister

Anna Skryleva Generalmusikdirektorin

N. N. 1. Konzertmeister:in

Joachim Hildebrand Orchesterdirektor

Sophie Tangermann stellv. 1. Konzertmeisterin

Svetoslav Borisov 1. Kapellmeister und Stellv. der GMD

Barbara Hentschel stellv. Konzertmeisterin

Pawel Poplawski ­Solorepetitor und Kapellmeister Jovan Mitic-Varutti Studienleiter und Assistent der GMD Nathan Bas Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung Justus Tennie Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung 253

Kremena Biersack Hanako Ishii Antje Löhr Gertraud Lohmeier Dorothea Mertz* Beate Opolka Torsten Ostrowski Silja Schmidt-Ostrowski Lorenz Swyngedouw Anke van de Ven


II. Violine

Violoncello

Ingo Fritz Kammermusiker, ­Konzertmeister

Georgiy Lomakov 1. Solo-Cellist

Susanne Hofmann* stellv. Stimmführerin N. N.** stellv. Stimmführer:in Megumi Makino Vorspielerin Daniel Abrunhosa Catalin Drosu Cristian Goldberg Antje Hoffmann Dorothea Lenz Cristian Minea Misato Nakajima Reinhard Weber Viola Amélie Legrand* 1. Solo-Bratscherin N. N.** 1. Solo-Bratscher:in

Fermín Villanueva stellv. 1. Solo-Cellist Marcel Körner Vorspieler Lukas Frind** Nikolaus Gädeke Diethard Krause* Maiko Shoji-Vogler Zsolt Visontay Kontrabass N. N. 1. Solo-Kontrabassist:in Holger Hünemörder stellv. 1. Solo-Kontrabassist Ronald Vitzthum Vorspieler Jacy Cobalis Paul Hoffmann Flöte, Piccolo

Christoph Schinke stellv. 1. Solo-Bratscher

Thomas Kapun 1. Solo-Flötist

Calin Radu Vorspieler

Ilka Blechschmidt stellv. 1. Solo-Flötistin

Björn Sperling Vorspieler

Beate Schneider

Maren Ecklebe Anne von Fabeck Maria Jadziewicz* Fridtjof Keil-von Fabeck Bernhard Wallich

Oboe, Englischhorn

254

Atsuko Koga Solo-Piccoloflötistin

Henning Ahlers Kammermusiker, 1. Solo-­ Oboist


Samuel Gille stellv. 1. Solo-Oboist

Claudiu Jitianu Wechselhornist

Franka García* Michele Batani**

Trompete, Cornett

Sabine Schwarzbach Solo-Englischhornistin Klarinette, Es- und Bassklarinette Georg Dengel 1. Solo-Klarinettist Götz Baerthold stellv. 1. Solo-Klarinettist Luisa Hoberg Solo-Esklarinettistin Gisela Hauter Solo-Bassklarinettistin Fagott, Kontrafagott Gerd Becker 1. Solo-Fagottist Stefano Riva stellv. 1. Solo-Fagottist Maren Garten* Lena Nagari** Eckart Kummer Solo-Kontrafagottist Horn, Wagnertuba Ueli Bitterli 1. Solo-Hornist Elsa Maria Böhme stellv. 1. Solo-Hornistin Stefan Bálint Miguel García Julian Schack

255

Markus Finkler* 1. Solo-Trompeter N. N.** 1. Solo-Trompeter:in Tilman Schneider stellv. 1. Solo-Trompeter Marie-Therese Finkler Christoffer Wolf Ulrich Neumann Wechseltrompeter Posaune N. N. 1. Solo-Posaunist:in Ernest Musil stellv. 1. Solo-Posaunist Andreas Schumann* stellv. 1. Solo-Posaunist Gerhard Vinatzer Wechselposaunist Uwe Blechschmidt Solo-Bassposaunist Basstuba Máté Bíró Pauke, Schlagzeug und Drum Set Michael Klein 1. Solo-Pauker Csaba Pillinger stellv. 1. Solo-Pauker


Matthias Neubert 1. Solo-Schlagzeuger Peter Fleckenstein Heiko Hoppe* Harfe Anna Maria Schwichtenberg Solo-Harfenistin Gastdirigent:innen Antony Hermus Emilia Hoving Mihkel Kütson Jérôme Kuhn Christoph-Mathias Mueller Ilya Ram Sebastiano Rolli Kai Tietje Orchestervorstand Marcel Körner Eckart Kummer Georg Dengel OPER Ensemble Adrian Domarecki Undine Dreißig Kammersängerin Rosha Fitzhowle Doğukan Kuran Anna Malesza-Kutny Marko Pantelić Weronika Rabek Emilie Renard Na’ama Shulman Paul Sketris Johannes Stermann Manfred Wulfert 256

Gäste Arnold Bezuyen Tiziano Bracci Emanuele D’Aguanno Noa Danon Aldo Di Toro Adrian Dwyer Mathias Edenborn Carin Filipčić Raphael Groß Andreas Lichtenberger Trine Møller Lisa Mostin Karen Müller Jadwiga Postrożna Alison Scherzer Katerina Tretyakova Lukas Witzel Regie Anna Bernreitner James Bonas Julien Chavaz Michiel Dijkema Dietrich W. Hilsdorf Florian Honigmann Rebecca Sophie Mayr Erik Petersen Igor Pison Tobias Ribitzki Felix Seiler Mirella Weingarten Ulrich Wiggers Choreografie Sabine Arthold Danny Costello Lukas Strasser


Regieassistent:innen

I. Chortenor

Florian Honigmann Rebecca Sophie Mayr

Yong Hoon Cho Peter Diebschlag Michael Mohr Lei Shi N. N.

OPERNCHOR Martin Wagner Chordirektor Martina Soltschik Assistentin des Chordirektors I. Chorsopran

II. Chortenor Chan Young Lee Alejandro Muñoz Castillo N. N.

Jenny Gerlich Iris Kock Dasom Lee-Rasanen Jeanett Neumeister Uta Zierenberg

I. Chorbass

II. Chorsopran

II. Chorbass

Katharina Bethke Irene Cabezuelo Bo Mi Lee* Evelyn Nenow-Sambale Gabriele Stoppel-Bachmann Anne Zehrt**

Jörg Benecke Max Colombo Frank Heinrich Pawel Stanislawow

I. Choralt

Peter Diebschlag Katrin Diebschlag Olli Rasanen

Ulrike Baumbach Katrin Diebschlag Ilka Hesse Birgit Sand II. Choralt Ulrika Bäume Susana Boccato Marion Stefan Bettina Wenzel

257

Bartek Bukowski Jung-Bo Hahm Thomas Matz Olli Rasanen

Chorvorstand

BALLETT Ballettdirektion Jörg Mannes Ballettdirektor und Choreograf Monica Caturegli Choreografische Assistenz


Olga Ilieva Ballettmeisterin und Trainingsleiterin Martina Soltschik Assistentin des Ballett­ direktors Vsevolod Pozdejev Ballettrepetitor

Ballettvorstand Federico Zeno Bassanese Andreas Loos SCHAUSPIEL Schauspieldirektorium

Choreografie

Clemens Leander Leitung Ästhetik und ­Kostümbild

Edward Clug Philippe Kratz Jörg Mannes

Bastian Lomsché Leitung Programm und ­Dramaturgie

Ensemble

Clara Weyde Leitung Spiel und Regie

Chiara Amato** Rodrigo Aryam Federico Zeno Bassanese Mihael Belilov Gennaro Chianese Hannah Conlon Aurora Conte Louise Curien Anastasia Gavrilenkova* Ghabriel Gomes Joshua Hunt Chloe Gemma Rose Jones Anastasiya Kuzina Andreas Loos Marco Marangio Giulia Marenco Jesús Marrero Díaz Antanina Müller* Giacomo Quatraccioni Aurora Ruvoletto** Giuseppe Lucenti Novella Petrucci N. N. N. N. Praktikant:innen 258

Berit Wilschnack Direktions-Assistent:in Ensemble Mansur Ajang Iris Albrecht Kammerschauspielerin Anton Andreew ARKA (KUKA-Agilus KR 6 R 700 sixx CR) Marie-Joëlle Blazejewski Julia Buchmann Luise Hart Felix Jordan Lorenz Krieger Philipp Kronenberg Robert Lang-Vogel Nico Link Oktay Önder PUTZINI Mia Rainprechter Michael Ruchter Bettina Schneider Carmen Steinert


Sophia Vogel Isabel Will

Benjamin Traut Ausstattungsassistent

Regie

Ausstattung Musik­theater und Ballett

Alice Buddeberg Florian Fischer Jan Friedrich Markus Heinzelmann les dramaturx (Lynn Takeo Musiol, Christian Tschirner) Anna-Kirstine Linke Nina von Mechow Showcase Beat Le Mot Bastian Reiber Clara Weyde Musik Matthias Kloppe Thomas Leboeg Barabara Morgenstern Felix Rösch Regieassistent:innen Paula Sophie Engel Alejandro Valejo Pauline Vorberg BÜHNEN- UND KOSTÜMBILD Nadia Schrader Ausstattungsleiterin Eugen Friesen Ausstattungsassistent Senta Hetzer Ausstattungsassistentin Meike Kurella Ausstattungsassistentin Anna Schmidt Ausstattungsassistentin 259

Severine Besson Rosa Ana Chanzá Michiel Dijkema Leif-Erik Heine Dietrich W. Hilsdorf Marko Jepelj Josephine Kapust Kristopher Kempf Anja Lichtenegger Julia Kreuziger Leo Kulaš Costanza Maramotti Julia Müer Giulia Munari Anneliese Neudecker Hannah Rosa Öllinger Sanne Oostervink Darko Petrovic Alexandra Pitz Manfred Rainer Nicola Reichert Jula Reindell Stefan Rieckhoff Thomas Rupert Linda Schnabel Nadia Schrader Amber Vandenhoeck Carola Volles Ausstattung Schauspiel Thea Hoffmann-Axthelm Andreas Feichels Jan Friedrich Sabine Kohlstedt Meike Kurella Clemens Leander


Sina Manthey Emilia Schmucker Marina Stefan Vanessa Rust Stephan Weber

Controlling

Videografie

Grit Rachler Leiterin

House of Creatures Philip Jestädt Stephan Weber

Yolanda Peña Nogales Leiterin Rechnungswesen

Antje Franke Uta Preil

VERWALTUNGSDIREKTION

Theaterkasse & Vorderhaus

Bettina Pesch Verwaltungsdirektorin und stellv. Generalintendantin

Katrin Lange Teamleiterin Theaterkasse

Birgit Kluge Büroleiterin der Verwaltungsdirektorin Personal & Recht, zentrales Vertrags­management Marko Scharfe Leiter Personal & Recht, zentrales Vertrags­ management, stellv. Verwaltungsdirektor Anja Briese Mitarbeiterin Personal & Recht Gritt Elenberger Mitarbeiterin Personal & Recht Silvana Herzberg-Köhler Mitarbeiterin Personal & Recht Anett Hoffmann Mitarbeiterin Personal & Recht Susanne Vieth Mitarbeiterin Medien und Info-Dienste

260

Esther Gödecke Mitarbeiterin Theaterkasse, stellv. Teamleiterin Mandy Bein Mitarbeiterin Theaterkasse Elena Gulzarova Mitarbeiterin Theaterkasse Katja Krappe Mitarbeiterin Theaterkasse Magdalena Müller Teamleiterin, Vorderhausmanagement und Disponentin Philipp Bittkau Mitarbeiter Abenddienst Haus- und Betriebs­technik, IT/EDV Sven Rakow Leiter Michael Mokry stellv. Leiter Kerstin Kirstein Mitarbeiterin


Uwe Callies Betriebstechniker

Bühnentechnik

Torsten Dübner Betriebstechniker

Sebastian Öhmke Theaterobermeister ­Opernhaus

Matthias Kornack Betriebstechniker

Robert Gehrmann Theatermeister Opernhaus

René Weißbach Betriebstechniker

Christoph Tschorn komm. Theatermeister ­Opernhaus

Tobias Richter Mitarbeiter IT/EDV Markus Sinn Mitarbeiter IT/EDV Gonda Aue Vorarbeiterin Hausreinigung Silvia Weidner Vorarbeiterin Hausreinigung Mandy Fetzer Mitarbeiterin Hausreinigung Markus Krutzfeld Vorarbeiter Pforte Peer Wahala Mitarbeiter Pforte TECHNISCHE DIREKTION Christiane Hercher Technische Direktorin Sebastian Schönherr Technischer Oberinspektor Opernhaus Andreas Bernsdorf Bühneninspektor Schauspielhaus Jan Niemann Referent der Technischen Direktion

261

Norman Krutzfeld Theatermeister Probebühnen Jan Aue Vorarbeiter Stephan Berges Vorarbeiter Thomas Braune Vorarbeiter Henry Engel Vorabeiter Thomas Göthling Vorarbeiter Werner Kralisch Vorarbeiter Thomas Steinert Vorarbeiter Sven Albert Michael Becker Michael Blaszyk Enrico Böhlke Robert Brandt Thomas Deutsch Thomas Hohmann Klaus-Christian König Daniel Müller Thomas Neu Jörg Patzwall-Bethmann Frank Richter


Andy Rompe Gerald Voigt Jörg Tiedke Theaterobermeister Schauspielhaus Andy Bartsch Theatermeister Schauspielhaus Sören Falcke Seitenmeister Robert Scheiner Seitenmeister Stefan Swigulski Seitenmeister Roland Bahn Jan Bohne Peter Deutsch Christian Hammermeister Frank Meysing Ralf Nygrin Charles Opitz Bernd Rausch Klaus-Otto Schrader Mathias Winkel Beleuchtung Norbert Robel Beleuchtungsinspektor und Teamleiter Opernhaus Kerstin Dirks Beleuchtungsobermeisterin Andreas Schmidt Beleuchtungsmeister Thomas Müller Oberbeleuchter Denis Bastian Michael Blanke 262

Christian Engelhardt Björn Krieg Steven Krüger Dan Schnelle Felix Schumann Christian Sporleder Guido Schnorr Beleuchtungsmeister und Teamleiter Schauspielhaus Gerald Rabe Beleuchtungsmeister Dominic Kibach Oberbeleuchter René Gustus Christopher Rhode Ton- und Videotechnik Clemens von Witte Leiter Barbara Maria Janotte Teamleiterin Schauspielhaus Frederika Mann Christin Redmer Philip Schillhahn Steffen Siebrecht Bernd Zierau Requisite Erik Neßler Leiter Alessandra Remitschka Teamleiterin Schauspielhaus Juliane Baldauf Thomas Beckmann Pyrotechniker


Andreas Braun Waffenmeister Evelyn Brüning Mike Dölle Steffen Finzelberg Anja Michalak Bärbel Römer-Zoll Maskenbild Sigrid Voigt Chefmaskenbildnerin Opernhaus Kathleen Benecke* Tina Eggert Anna Josefine Früh* Nancy Neumann Sarina Zajaczkowski Simone Hans Chefmaskenbildnerin Schauspielhaus

Transportlogistik Sören Freistedt Teamleiter, Kraftfahrer Mario Heigel Mitarbeiter Robert Knell Kraftfahrer Marko Loof Mitarbeiter Probebühnen, Kraftfahrer Björn Mieth Mitarbeiter, Kraftfahrer Uwe Müller Mitarbeiter, Kraftfahrer Klaus Seltmann Mitarbeiter, Kraftfahrer René Specht Mitarbeiter, Kraftfahrer

Luise Schächer* Nancy Schalow* Ina Schwarzkopf

Kantine Schauspielhaus

Ankleidedienst

AUSSTATTUNGS­ WERKSTÄTTEN

Ines Klinge Teamleiterin Susanne Falcke Carolin Glaesel Marina Hinkelmann Hannelore Jahn Susanne Köhler Juliane Kühn Anja Michelmann Melina Prill

263

Silvia Koj-Zaruba

Stefan Ganzert Werkstattleiter Josephine Kapust Mitarbeiterin der Werkstattleitung Karsten Maier Produktionsassistent Kai Wehmhörner Konstrukteur Bühnenbild


Tischlerei

Requisitenwerkstatt

Daniel Strube Leiter Tischlerei/Dekora­ tionsbau

Jens Jähnig Plastiker

Anne-Rose Hudetzka Oliver Junker Dominic Nagel Thomas Reinecke Lars Schröder Samuel-Steven Seidel Stephan Sittig Henry Wunn Patrick Wyrembeck

Christian Romanski Kostümdirektion Stephan Stanisic Kostümdirektor Susann Stobernack Mitarbeiterin der Kostümdirektion

Schlosserei

Claudia Grabiger-Mewes Gewandmeisterin Damen und Stellv. des Kostümdirektors

Torsten Gräf Vorarbeiter

Francés Wegener Gewandmeisterin Herren

Patrick Hudetzka Andreas Lück Hartmut Schubert

Schneiderei

Malsaal Michael Kott Vorstand Nicole Küllmei 1. Theatermalerin Stephan Dammann Norbert Dolge Jörg Glaesel Constanze-Verena Preck Kathrin Schau Uwe Zachow Deko-Abteilung Felix Schneider Tapeziermeister Helga Daenecke

264

Ute Fries Vorarbeiterin Herren Anke Kreutzberg Vorarbeiterin Damen Simone Cherubim* Evelyn Herberg Valentina Holste Heike Lange Ute Lau Angelika Löwenkamp Kathrin Nagel Melanie Riemer Kerstin Ruczkowski Mechthild Sand Gabriele Schlüter Birgit Schmudlach Simone Schreiber Katrin Schütze Elena Schweigert Claudia Stöckel Carola Weber


Kostümbearbeitung

THEATERAUSSCHUSS

Daniela Heinze Alexander Noreña

Regina-Dolores Stieler-Hinz Vorsitzende

Kostümfundus

Susanne Schweidler 1. Stellvertreterin

Beatrix Lode AUSZUBILDENDE

Julia Brandt Mitglied

Dariia Dmytruk Theatermalerin

Stephan Bublitz Mitglied

Lucas Engel Tischler

Julia Mayer-Buch Mitglied

Sally Steinhilber Maskenbildnerin

Oliver Müller Mitglied

EHRENMITGLIEDER

Robby Schmidt Mitglied

Eva-Maria Roth Roland Wambeck

Carola Schumann Mitglied

PERSONALRAT

Reinhard Stern Mitglied

Gerd Becker Vorsitzender Jörg Patzwall-Bethmann Stellvertreter und Datenschutzkoordinator Thomas Matz Protokollant Isabel Will Stellvertreterin Frank Heinrich Stellvertreter Sören Falcke Conny Franke Daniela Heinze Sascha Krebs

265

Gerd Becker Beschäftigtenvertreter Jörg Patzwall-Bethmann Beschäftigtenvertreter Birgit Kluge Schriftführerin Anja Briese stellv. Schriftführerin *z. Zt. beurlaubt oder in Teilzeit **in Vertretung, befristet


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ABONNEMENT- UND CARD­ BEDINGUNGEN 1. Erwerb eines Abos/einer Card Diese Bedingungen gelten für alle im jeweils aktuellen Spielzeitheft genannten Abonnements und Cards des Theaters Magdeburg. Das Theater Magdeburg behält sich Änderungen des Abonnements jeweils zum Spielzeitwechsel vor. Der Abonnementvertrag wird jeweils für eine Spielzeit abgeschlossen. Der Abonnementvertrag verlängert sich um eine weitere Spielzeit, wenn er nicht bis zum 31.5. des laufenden Jahres schriftlich per Brief, Fax oder E-Mail an die Theaterkasse gekündigt wird. Die Gültigkeit der Cards endet am So. 9.7.23, ohne dass es einer gesonderten Kündigung bedarf. Eine außerordentliche Kündigung ist nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes möglich (z. B. schwerste Erkrankung, Fernwegzug o. a.). Theaterkasse, Theater Magdeburg, Universitätsplatz 9, 39104 Magdeburg Telefon (0391) 40 490 490, kasse@theater-magdeburg.de 2. Platzvergabe Für jede:n Abonnent:in wird im Rahmen eines gewählten „Abonnements mit festgelegtem Platz“ ein Platz reserviert. In den Fällen, in denen Vorstellungen in Spielstätten mit Raumbühnen oder ähnlichen Umbauten stattfinden, besteht kein Anspruch auf einen festgelegten Sitzplatz. Ein Platzwechsel während der laufenden Spielzeit ist nicht möglich. Card-Inhaber:innen haben keinen Anspruch auf einen festen Platz. Hierbei erfolgt die Platzvergabe bei Vorstellungsbuchung nach Maßgabe der freien Plätze. Der Tausch der Platzkategorie ist nicht möglich. Bei verspätetem Eintreffen besteht kein Anspruch auf den festgelegten Platz oder Nacheinlass. 3. Abonnementpreise und Ermäßigungen Der Preis für das gewählte Abonnement ist dem jeweils aktuellen Spielzeitheft oder der Webseite des Theaters Magde­ burg zu entnehmen. Ermäßigungen erhalten gegen Vorlage eines gültigen Ausweises bei Abonnementabschluss: Kinder, Schüler:innen, Auszubildende, Vollzeitstudent:innen und Bundesfreiwilligendienstler:innen bis zur Vollendung des 28. Lebensjahres, Inhaber:innen der Otto-City-Card und Schwerbehinderte (ohne Begleitung) sowie ALG-I- und

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­ LG-II-Empfänger: innen. SchwerbehinA derte mit Ausweisvermerk „B“ erhalten zusammen mit ihrer Begleitperson zwei Karten zum vollen Preis einer Eintrittskarte. Die Abonnements können in zwei gleichen Raten gezahlt werden (1. Rate bei Abschluss, 2. Rate bis 28.2. der jeweiligen Spielzeit). Werden die Raten zum jeweiligen Stichtag nicht bezahlt, fallen bei der 1. Mahnung 3 € und bei der 2. Mahnung weitere 5 € Mahngebühren an. 4. Umtausch Kann im Verhinderungsfalle eine Abonnementvorstellung oder ein Sinfoniekonzert nicht besucht werden, besteht die Möglichkeit, bis einen Tag vor der Veranstaltung direkt an der Theaterkasse einen Umtauschschein zu erhalten. Die Theaterkasse verkauft keine Karten in Kommission! An Sonn- und Feiertagen muss dieser Umtausch am vorherigen Werktag erfolgen. Die Umtauschscheine sind spätestens bis zum Ende der ­jeweiligen Spielzeit gegen Eintrittskarten derselben Inszenierung einzulösen. Der Umtauschschein für ein Sinfoniekonzert kann nur von Donnerstag auf Freitag oder umgekehrt eingelöst werden. 5. Abonnementausweis Der Abonnementausweis ist übertragbar. Preisermäßigte Abonnements sind ausschließlich an Ermäßigungsberechtigte übertragbar. Der Nachweis dafür ist beim Einlass vorzuzeigen, da ansonsten eine Nachzahlung auf den Vollpreis erfolgen muss. Der Verlust des Ausweises ist der Theaterkasse unverzüglich mitzuteilen. Für versäumte oder nicht rechtzeitig umgetauschte Vorstellungstermine sowie für verloren gegangene Umtauschscheine wird kein Ersatz geleistet. 6. Cards Die Cards sind personengebunden. Der Verlust der Card ist der Theaterkasse unverzüglich mitzuteilen. Die Card ist dem Einlasspersonal mit der Eintrittskarte ­unaufgefordert beim Einlass vorzuzeigen. 7. Programmänderungen/ Vorstellungsabbruch Bei Vorstellungsausfall wegen Streiks oder höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf eine Ersatzvorstellung. Änderungen des Spielplans, Verlegung einer Abonnementvorstellung und Besetzungsänderungen in den Vorstellungen bleiben vorbehalten.


Wird eine geplante Vorstellung abgesagt oder muss die Vorstellung abgebrochen werden, wenn bis dahin weniger als die Hälfte der Vorstellung stattgefunden hat, wird das Eintrittsgeld gegen Vorlage der Eintrittskarten innerhalb von 14 Tagen, frühestens aber ab dem nächsten Werktag von der Theaterkasse des Theaters Magdeburg erstattet. Eine Auszahlung am selben Abend ist nicht möglich. 8. Datenschutz Erfüllungsort für alle Verpflichtungen aus dem Vertragsverhältnis und Gerichtsstand ist Magdeburg. Nach Bestimmun­ gen des Datenschutzes weisen wir darauf hin, dass im Rahmen der Geschäftsverbindung personenbezogene Daten zwecks Weiterbearbeitung elektronisch gespeichert werden. Eine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte erfolgt nicht. ALLGEMEINE GESCHÄFTS­ BEDINGUNGEN 1. Geltungsbereich Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen regeln die rechtlichen Beziehungen zwischen den Theaterbesucher:innen und dem Theater Magdeburg (TM). Sie gelten für alle Veranstaltungen des TM. Für Sonderveranstaltungen und für die Abonnent:innen des TM gelten darüber hinaus gesonderte Regelungen. Theaterbesucher:in ist auch, wer die Tageskasse oder Abendkasse betritt, um für sich oder andere Interessent:innen Karten zu erwerben. 2. Einlass zu den Aufführungen Einlassberechtigt ist, wer für den Tag seines Theaterbesuchs eine gültige Eintrittskarte vorzeigt. Bei ermäßigten Karten ist gegenüber dem Vorderhauspersonal zusätzlich der jeweilige Berechtigungsnachweis vorzuzeigen. Es ist nicht zulässig, einen anderen als den auf der Karte bezeichneten Platz einzunehmen. Verspätete Besucher:innen haben keinen Anspruch auf Nacheinlass. Soweit dies ohne Störung möglich ist, können sie nach Ermessen und unter Anleitung des Vorderhauspersonals im Opernhaus in den Rang, bzw. im Schauspielhaus über den Hintereingang eingelassen werden. Bei verspätetem Einlass entfällt der Anspruch auf den ausgewiesenen Sitzplatz und die erworbene Preiskategorie.

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3. Spielplan/Anfangszeiten/ Spielplanänderung Auf den vom TM herausgegebenen offiziellen Eintrittskarten sind die Anfangszeiten der Vorstellungen ausgewiesen. Kurzfristige Spielplanänderungen bleiben vorbehalten. Besetzungsänderungen ­berechtigen nicht zur Rückgabe oder zum Tausch von Eintrittskarten. Sollten aus künstlerischen, technischen, meteorologischen oder dispositionellen Gründen Aufführungen, Vorstellungstermine oder Plätze geändert werden müssen, wird das TM nach Möglichkeit die Besucher:innen rechtzeitig benachrichtigen. Auch eine E-Mail gilt hierbei als Benachrichtigung. Für Veröffentlichungen in der Presse und anderen Medien übernimmt das TM keine Gewähr. 4. Kartenverkauf/Reservierungen Die Eintrittskarten sind an den Vorstellungskassen des TM und den veröffentlichten Vorverkaufsstellen sowie online erhältlich. Eintrittskarten gelten nur für den darauf vermerkten Vorstellungstermin. Der Kartenvorverkauf beginnt mit den vom TM veröffentlichten Veranstaltungsterminen. Vorbestellungen ­werden persönlich, telefonisch oder schriftlich entgegen genommen. Bei ­Online-Buchungen kommt der rechtsverbindliche Abschluss eines Besuchervertrags (Kauf einer Eintrittskarte) durch die Buchungsbestätigung und den verbind­ lichen Kauf per SEPA-Lastschrift, Kreditkarte, PayPal oder SOFORT-Überweisung zustande. Die Theaterkasse sendet die Karten auf Wunsch gegen eine Versandund Auftragsgebühr zu. Bei Selbstab­ holung der Online-Buchungen erhalten Sie Ihre ­Tickets an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, bzw. ab eine Stunde vor Vorstellungsbeginn in der jeweiligen Spielstatte. Reservierungen werden nach Ablauf einer Frist von zwei Wochen automatisch storniert. Sind die Karten innerhalb dieser Frist nicht abgeholt und ­bezahlt, besteht kein Anspruch auf die zuvor gebuchten Plätze. Bei Reservierungen von Gruppen, außer Partnerunternehmen des TM, läuft die Reservierungsfrist nach drei Wochen ab. Über nicht fristgemäß abgeholte Karten kann anderweitig verfügt werden. Eintrittskarten bleiben bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des TM. Karten für Veranstaltungen externer Spielstatten müssen spätestens einen Tag vor dem Veranstal-


tungsdatum an der Theaterkasse abgeholt werden. Das TM ist nicht verpflichtet, verkaufte Eintrittskarten oder Verkaufsartikel zurückzunehmen. Für nicht besuchte Vorstellungen oder nicht rechtzeitig umgetauschte Abonnementvorstellungen, für verspätetes Eintreffen oder verfallene Eintrittskarten wird kein Ersatz geleistet. Eine Kulanzregelung zum Umtausch der Eintrittskarten (gleichwertige Eintrittskarte oder Gutschein gegen eine Gebühr von 2,50 € pro Karte) bis zum Kassenschluss eines Werktags vor Veranstaltungsbeginn ­behält sich das TM vor. Sonderveranstaltungen sind von dieser Regelung aus­ geschlossen. Umtausch oder Auszahlung des Kartenpreises erfolgt grundsätzlich nicht. Die Theaterkasse übernimmt grundsätzlich keine Kommissionsver­ käufe. Bei Verlust einer Eintrittskarte besteht in der Regel kein Anspruch auf Ausstellung einer Ersatzkarte. 5. Gutscheine Gutscheine sind ab Kauf- bzw. Ausgabe­ datum im Rahmen der gesetzlichen Verjährungsfrist gültig. Mit Ablauf der Gültigkeit verliert der/die Inhaber:in des Gutscheins seinen/ihren Anspruch auf Einlösung. Es ist nicht möglich, den Gutschein gegen Bargeld ein-/umzutauschen. Gutscheine berechtigen ausschließlich zum Erwerb von Eintrittskarten. Das TM ist nicht verpflichtet ­verkaufte Gutscheine zurückzunehmen. Für verlorene Gutscheine wird kein ­Ersatz geleistet. 6. Wegerisiko Das Wegerisiko liegt grundsätzlich bei dem/der Besucher:in. 7. Preise/Ermäßigungen Die Eintrittspreise und Ermäßigungsberechtigungen bestimmen sich nach der aktuellen Entgeltordnung des TM. Das Theater behält sich vor, auf bestimmte Vorstellungen keine Ermäßigungen zu gewähren. Die Ermäßigungsberechtigung muss dem Vorderhauspersonal am ­Veranstaltungstag im Original unaufgefordert vorgelegt werden. Eine beim ­Erwerb der Eintrittskarte vorgelegte ­Ermäßigungsberechtigung ist nicht ­relevant. Die gleichzeitige Gewährung mehrerer Ermäßigungen pro Eintritts­ karte ist ausgeschlossen.

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8. Änderungen, Abbruch oder Ausfall von Veranstaltungen Bei Vorstellungsänderung kann die Eintrittskarte bis zum Veranstaltungsbeginn gegen Rückerstattung des Eintrittspreises oder in Form eines Gutscheines (in Höhe des Eintrittspreises) an der Theaterkasse zurückgegeben werden. Besetzungsänderungen berechtigen nicht zur Rückgabe von Eintrittskarten. Wird eine geplante Vorstellung abgesagt oder muss die Vorstellung abgebrochen werden, wenn bis dahin weniger als die Hälfte der Vorstellung stattgefunden hat, wird das Eintrittsgeld gegen Vorlage der Eintrittskarten innerhalb von 14 Tagen, frühestens aber ab dem nächsten Werktag von der Theaterkasse des Theaters Magdeburg erstattet. Eine Auszahlung am selben Abend ist nicht möglich. Bei anderen Anbietern erworbene Eintrittskarten können nur dort zurückgegeben werden. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen. 9. Schlechtwetter-Regelung bei Freilichtvorstellungen Bei Regen und Unwetter wird erst am Vorstellungstag entschieden, ob die jeweilige Vorstellung stattfindet. Wird eine Vorstellung vor der Pause abgebrochen, können Sie zwischen einer Rückzahlung des Eintrittspreises oder dem Umtausch auf eine andere Vorstellung wählen. Eine Auszahlung oder Umtausch am selben Abend ist nicht möglich. Wird die Vorstellung erst nach der Pause unter- oder abgebrochen, besteht kein Anspruch auf Erstattung des Eintrittspreises. In der Regel ist davon auszugehen, dass die ­Vorstellungen nach Unterbrechungen fortgesetzt werden. 10. Garderobe Eine Garderobengebühr wird bei Ver­ anstaltungen des TM im Opernhaus und im Schauspielhaus nicht erhoben. In ­anderen Spielstätten sowie bei Hausvermietungen ist eine Garderobengebühr gegebenenfalls zusätzlich zu zahlen. Die Garderobe wird zur Aufbewahrung angenommen. Zur späteren Identifizierung der Garderobe erhält der/die Besucher:in eine Garderobenmarke. Die Garderobe ist unmittelbar nach Vorstellungsende abzuholen. Die Aushändigung erfolgt ohne weitere Nachprüfung gegen Vorlage der Garderobenmarke. Wertgegenstände sind an der Person zu behalten. Für die


dennoch in der Garderobe befindlichen Wertgegenstände und die Garderobe an sich übernimmt das TM keine Haftung. Bei Verlust der Garderobenmarke kann die entsprechende Garderobe nur nach Vorlage eines amtlichen Identitätsnachweises ausgehändigt werden. Die Identität ist dem Vorderhauspersonal zu ­dokumentieren. Für den Verlust der Garderobenmarke hat der/die Besucher:in Schadensersatz zu leisten. Mantel, ­Jacken, Regenbekleidung, Schirme und sperrige Gegenstände dürfen aus Gründen des vorbeugenden Brandschutzes nicht in den Zuschauerraum mitgenommen werden. Diese Gegenstände sind ­ an der Garderobe abzugeben. 11. Rollstuhlplätze Im Opernhaus und Schauspielhaus des TM werden in begrenzter Zahl Rollstuhlplätze angeboten. Bezüglich des Eintrittspreises ist im Opernhaus für die in der Platzkategorie A gelegenen Rollstuhlplätze lediglich der Preis der Kategorie C zu zahlen. Die Rollstuhlplätze sind beim Kartenkauf bis spätestens drei Tage vor der Vorstellung an der Kasse anzumelden. Der Zugang für Rollstuhlfahrzeuge im Opernhaus erfolgt über den Eingang Theaterkasse. Der Zugang für Rollstuhlfahrzeuge im Schauspielhaus befindet sich rechts neben dem Haupteingang in der Behringstraße (bitte Rufsäule betätigen). 12. Hörhilfen Zur Unterstützung des Hörerlebnisses ist im Opernhaus für Hörgeräteträger:innen eine Induktionsanlage verlegt. Hörgeräteträger:innen können auf einem Hörgerät mit Telefonspule den Wahlschalter auf „T“ umstellen, um einen qualitativ hochwertigen Empfang des Vorstellungstones zu erhalten. 13. Hausrecht Interessent:innen kann der Zutritt verweigert werden, wenn begründeter ­Anlass zu der Befürchtung besteht, dass sie die Vorstellung stören, andere Besucher:innen belästigen oder in sonstiger Weise den Betriebsfrieden beeinträchtigen. Der Zutritt kann ferner verweigert werden, wenn Interessent:innen in früheren Vorstellungen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht eingehalten haben. Besucher:innen können aus der laufenden Vorstellung verwiesen werden,

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wenn sie diese stören, andere Besucher:innen belästigen oder einen Platz eingenommen haben, für den sie keine gültige Karte besitzen. Mobilfunktele­ fone sind im Zuschauerraum vollständig abzuschalten; die Stummschaltung mit Vibrationsalarm gilt nicht als abgeschaltet. Die Mitnahme von Speisen und ­Getränken in den Zuschauerraum und der dortige Verzehr sind nicht gestattet. Das Rauchen ist in allen Räumen des TM untersagt. Die Besucher:innen werden zu den Vorstellungen in der Regel 60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn in die ­Foyers eingelassen. Bei Brand oder sonstigen Gefahrensituationen haben die ­Besucher:innen das Haus ohne Umwege sofort durch die gekennzeichneten ­­ Aus- und Notausgänge zu verlassen. Den ­Anweisungen des Vorderhauspersonals ist Folge zu leisten. Das Abholen der ­Garderobe ist zu unterlassen. 14. Verbot von Bild- und/oder Tonaufzeichnungen Das Herstellen von Bild- und Tonauf­ nahmen jeglicher Art ist bei allen Auf­ führungen des TM aus urheberrechtlichen Gründen untersagt. Bei Zuwiderhandlungen ist das Vorderhauspersonal berechtigt, das sofortige Löschen der Aufnahmen zu verlangen und den Löschvorgang zu beobachten bzw. zu kontrollieren. 15. Datenschutz Mit dem rechtsverbindlichen Kauf einer Eintrittskarte oder der Nutzung unserer Serviceangebote im World Wide Web (Onlineshop, Facebook, Twitter etc.) erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir personenbezogene Daten nach den Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes und der DSGVO erheben, verarbeiten, speichern und für personalisierte Marketingmitteilungen verwenden. Ihre personenbezogenen Daten sind durch technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen geschützt und eine Weitergabe an Dritte ist ausgeschlossen. Sie können der Nutzung Ihrer personengebundenen Daten für Marketingmitteilungen jederzeit widersprechen. Weitergehende Informationen können Sie unseren Datenschutzbestimmungen auf der Webseite des TM entnehmen. 16. Inkrafttreten Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen treten im Mai 2022 in Kraft.


Kontakt/Impressum

Bildnachweise

Spielzeit 22/23 Generalintendant Julien Chavaz

Selfies (Ensemblecollagen): privat. Fotos: S. 13–20: Dorothea Tuch. S. 190, 204: Nilz Böhme.

Opernhaus Universitätsplatz 9 39104 Magdeburg T (0391) 40 490 11 11 Schauspielhaus Otto-von-Guericke-Str. 64 39104 Magdeburg T (0391) 40 490 12 12

Redaktion Texte Dramaturgie, Marketing Redaktion Claudia Heynen

Theaterkasse T (0391) 40 490 490 kasse@theater-magdeburg.de

Termine Künstlerisches Betriebsbüro

Marketing

Redaktionsschluss 31.3.22

Andreas Drabe T (0391) 40 490 40 04 andreas.drabe@theater-magdeburg.de

Visuelle Konzeption Neue Gestaltung, Berlin www.neuegestaltung.de

Jenny Tschenisch T (0391) 40 490 4005 jenny.tschenisch@theater-magdeburg.de

Druck Elbedruckerei Wittenberg Änderungen vorbehalten!

Presse Lisa Dreßler Telefon (0391) 40 490 40 42 lisa.dressler@theater-magdeburg.de N. N. T (0391) 40 490 40 44 Künstlerische Vermittlung und ­Partizipation Matthias Brandt T (0391) 40 490 40 33 vermittlung@theater-­magdeburg.de N. N. T (0391) 40 490 40 32 N. N. T (0391) 40 490 40 31

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SCHAUSPIEL Das Leben ein Traum nach Pedro Calderón de la Barca 9.9.22 Bitter Fields von les dramaturx 10.9.22 Mr Gum und der sprechende Kirschbaum von Andy Stanton 10.9.22 Nessun Dorma Ein musikalischer ­Liebesdiskurs für zwei Roboter 16.9.22 Gas von Georg Kaiser 8.10.22 Die Schwarze Mühle von Showcase Beat Le Mot 15.10.22 Im Menschen muss ­alles herrlich sein von Sasha Marianna Salzmann 26.11.22 Die Schneekönigin Weihnachtsmärchen nach Hans Christian ­Andersen 29.11.22

Woyzeck nach Georg Büchner 28.1.23 Sex und Kartoffeln von Anna-Kirstine Linke und Ensemble 31.3.23 Meister Röckle nach Karl Marx 1.4.23 Odyssee: Buch von ­Homer von Bastian Reiber 13.5.23 Kosmos #1: Nina von ­Mechow Nina von Mechow 10.6.23