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Das Magazin für Flurförderzeuge und Logistik

Jahresrückblick So war das Staplerjahr 2013 Ab Seite 16 Spezialgeräte Anbaugeräte aus Meschede. Dritter Anlauf! Ab Seite 44

6. Ausgabe

ISSN-Nr. 1612-1848

Dezember 2013

11. Jahrgang


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Frontstapler

STAPLERWORLD 06-2013

Inhalt I Impressum

Gegengewichtsstapler mit E-, LPG- und Dieselantrieb, Einsatzberichte, Interviews News

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Hyundai-Großstaplerflotte im saarländischen LaminatePark

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Kompakte E-Stapler aus Italien, was plant der neue Boss?

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Großgeräte aus Schweden: Märkte und Produktvielfalt wachsen 10 Gebrauchtstapler sind gute Alternative zum Neugerät

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Landmaschinenhandel: Niederlassungsnetz verdichtet

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The Quest for the ultimate Forklift Tyre

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3.500 kg in 7.000 mm Höhe

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Brennstoffzellen-Stapler im Baustoffeinsatz

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Neues Werk für Lager- und Systemfahrzeuge

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Jahresrückblick

Was waren die großen Staplerthemen in 2013?

Herausgeber/Verlag TechTex-Verlag GmbH & Co. KG Schaeferstrasse 2 | D-55257 Budenheim Geschäftsführung: Oliver Bachmann Fon: +49 (0) 61 39-29 34 45 | Fax: +49 (0) 61 39-96 04 55 info@staplerworld.com | www.staplerworld.com www.techtex-verlag.com Kommanditgesellschaft – Budenheim – HRA 4370 Mainz Komplementärin: Bachmann Verwaltungs-GmbH Budenheim – HRB 8678 Mainz Verlags- / Objektleitung Susanne Obigt sob@techtex-verlag.com Chefredakteur VISDP Dipl.-Wirtsch.-Ing. Oliver Bachmann oba@techtex-verlag.com | Cell: +49 (0) 1522-9225539 Redaktionelle Mitarbeiter Susanne Obigt, Hans Wirth, Magdalena Chikov, Bernd Derenbach, Nina Nadge, Eva Hausmann-Klein, Peter Pospiech/Rhauderfehn

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Systemgeräte Schubmaststapler, Kommissionierer, Hochregalstapler, Leitsysteme Ein Amerikaner investiert kräftig in Europa

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Ölzustand vor Ort kontrollieren – besser und schneller als Labor

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Tobias Laxa leitet europäisches Marketing

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Anzeigen Print Verlagsvertretung Albert Mumm | Ernst-Ludwig-Str. 35 55257 Budenheim | Tel.: +49 (0) 6139-788 | a.mumm@gmx.de Anzeigen STW PAN-EUROPEAN ISSUE, STAPLERWORLD-Website www.staplerworld.com und AUTO-ID in LOGISTICS and PRODUCTION IMP InterMediaPartners GmbH In der Fleute 46 | 42389 Wuppertal-Langerfeld Sven Anacker/Britta Steinberg Fon: +49 (0) 202-27169-0 | Fax: -20 steinberg@intermediapartners.de mail@intermediapartners.de | www.intermediapartners.de Erscheinungsweise 6 x jährlich plus Sonderausgaben Druckauflage 10.000 Exemplare

Gehgeräte

Satz JOY DESIGNS | Jennifer Dietmann Robert-Koch-Str. 5 | 68766 Hockenheim Fon: +49 (0) 62 05-255 35 42 | www.joy-designs.de

Hoch-/Nieder-, Hand-, Scherenhubwagen, Komponenten, handgef. Stapler in ExSchutz- und Lebensmittelausführung Chinesen bauen Lagertechnik aus

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Für „Ecodesign 2013“ nominiert

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15.000 kg mit Niederhubwagen

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Konecranes spendet 10.000 Euro

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Druck Silber Druck oHG | Am Waldstrauch 1 | 34266 Niestetal Fon: + 49 (0) 5 61-52 007-0 | www.silberdruck.de Einzelpreis Inland: 30,00 € zzgl. Versand, inkl. MwSt. Ausland: 35,00 € zzgl. Versand Jahresbezugspreis (6 Ausgaben + „deutschspr. Sonderhefte“): Inland 120,00 € inkl. Versand + MwSt. Ausland 180,00 € inkl. Versand

Spezialgeräte Teleskop-, Kompakt-, Seiten-, Vierwege-, Containerstapler, Leer- und Vollcontainer-Reachstacker

Steuernummer 26/200/1330/2 USt-IdNr. DE239327294

Mal wieder Magni: Die zweite Runde geht an Demco JCB

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Sicherheit für Staplerfahrer und Umgebung

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Neue Händler für Teleskopstapler

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Rechstackers from Germany… and China

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Stapler im Netz

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BYD-Frontstapler: Batterie reicht für die gesamte Lebensdauer

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Erfüllungsort und Gerichtsstand Mainz

Anbaugeräte aus Meschede: Dritter Anlauf – Geschafft

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Neues aus dem Clone-Department

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Treibgas: Clip-On-Anschluss beschleunigt den Flaschenwechsel

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Alle Rechte, auch die des Nachdrucks, des auszugsweisen Nachdrucks, der fotomechanischen Wiedergabe und der Übersetzung, liegen beim Verlag. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Gewähr übernommen. Für namentlich gekennzeichnete Beiträge übernimmt der Autor die Verantwortung.

The Finnish Forerunner in Special Tyres

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Advertorial: Volkswagen Arena Wolfsburg…

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Bezugskündigung 8 Wochen vor Halbjahresende Bankverbindung Budenheimer Volksbank Kto.: 5 34 65 | BLZ: 550 613 03 IBAN: DE8055 0613 0300 0005 3465 BIC: GENODE51BUD

Mitglied der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.


News

News

Staplerersatzteile – Lieferung auch an Endkunden und Händler

Moderner ExStapler von heute

30 Jahre Flurförderzeuge aus Braunschweig

Das Kaufen im Internet wächst auch im Geschäftsmarkt sehr schnell. Versandkosten und das „Getue“ mit dem Zurückschicken von Artikeln ist häufig noch ein Hindernis. Ersatzteile-Shop Partscounter.de löst dies mit folgendem Service: Für Bestellungen ab 60,00 Euro (einschließlich MwSt.) berechnet man keine Versandkosten und auch keine Re-Stocking-Fee mehr. Alle Kunden können die gelieferten Ersatzteile jetzt innerhalb von 14 Tagen kostenlos wieder abholen lassen. Ein Telefonanruf oder eine Mail reichen aus, um dies zu organisieren. Das Handelshaus hat mittlerweile 40.000 verschiedene Ersatzteile in seinem Webshop. Mit diesem Serviceniveau ist es für viele Unternehmen attraktiv, um die benötigten Ersatzteile für Gabelstapler, Hubwagen, Verbrennungsmotoren und Kehr- und Scheuermaschinen online zu kaufen. Neben dem Anbieten eines umfassenden Sortiments will sich das Unternehmen weiterhin mit dem besten Service unterscheiden. „Aus dem Grund, weil es für unsere Kunden so möglichst einfach sein sollte, eine Wartung und Reparaturen durchzuführen”, erklärt Geschäftsführer Marco Haakman die Firmenphilosophie.

info

Bilder: Partscounter

Ersatzteile-Shop Partscounter.de 47269 Duisburg Tel.: +49 (0) 203-4141321 www.partscounter.de

Am 07. Dezember 2013 blickt die Miag Fahrzeugbau GmbH auf ein 30-jähriges Bestehen zurück. Man produziert bekanntermaßen explosionsgeschützte Flurförderzeuge (Diesel-/E-Stapler, handgeführte Elektrogeräte und Transportwagen. Mit dem Omnidrive-CarrierSystem (ehemals Meccano-Rad) wurde ein zweiter Produktbereich geschaffen. Die OCS-Geräte bieten vier spezielle mit diagonal versetzten Rollen bestückte Räder, die Bewegungen in alle Richtungen gestatten. Sämtliche Ex-Geräte entsprechen der EU-Richtlinie 94/9/EG (ATEX) der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), Braunschweig. Auch die Einzelkomponenten und das „Gesamtsystem Flurförderzeug“ werden getestet und zertifiziert. Für OCS-Geräte (wie z.B. Fahrwerks- und Triebwerks-Wechselwagen, Transportplattformwagen sowie explosionsgeschützte Hubarbeitsbühnen) hat sich die Luftfahrtindustrie und der Offshore-Bereich als Kundenkreis herauskristallisiert. Etwa 45 % des Stammkapitals von € 1.200.000 EUR liegt in den Händen der aktiven Mitarbeiter/innen. Zur Zeit sind ca. 80 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Die Gesamtleistung lag im Durchschnitt der letzten Jahre bei etwa € 12 Mio.

News

Neue Key Account Abteilung bei Durwen

Zum 01. November 2013 übernahm Andreas Staab (41) die Position des Key Account Managers D-A-CH bei der Durwen Maschinenbau in Plaidt. Der gelernte Werkzeugmacher, verfügt über mehrjährige Erfahrung in der Verantwortung von Großkunden im Bereich der Zulieferer von Flurförderzeugen. „Mit seinen Branchenkenntnissen, den Kontakt zu vielen Entscheidern und der sehr guten Reputation ist man sich sicher, mit Herrn Staab einen Mann gefunden zu haben, der den Expansionskurs des Unternehmens weiter mitgestalten wird, so Markus Fettkenheuer, Vertriebsleiter D-A-CH.

Zinkenhochhubwagen von einst

info www.miag.de

Bilder: Miag

info www.durwen.de

Bild: Durwen


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Hyundai-Großstaplerflotte im saarländischen LaminatePark Hochwertige Laminatfußböden entstehen seit 2006 bei LaminatePark im saarländischen Heusweiler. Das Joint Venture zwischen Sonae Industria aus Portugal und Tarkett aus dem deutschen Frankenthal produziert auf einer der weltweit modernsten vollstufigen Produktionsanlagen mit 250 Mitarbeitern jährlich bis zu 26 Mio. m² Laminat und betreibt zudem eine MDFPlattenproduktion (MDF = Mitteldichte Faserplatte) mit einem Jahresausstoß von 200.000 m³. Auf dem 26.500 m² großen Werksgelände, wird von der Verarbeitung der Holzstämme bis zum Laminatpaneel alles unter einem Dach gefertigt, dabei werden rund 30 Flurförderfahrzeuge benötigt – größte Maschinen sind seit 2013 vier große HyundaiDieselstapler vom Typ 110D-7E und 130D-7E mit 11.000 und 13.000 kg Traglast bei 900 mm LSP. Warehouse Manager Dirk Wuschech und Fuhrpark-Verantwortlicher Jürgen Bach arbeiten seit vielen Jahren mit dem Gabelstapler-Handelshaus Isfort in Heek zusammen. Der deutsche HyundaiGabelstaplerimporteur empfahl die verbrennungsmotorisch getriebenen Geräte aufgrund von Performance, Verfügbarkeit und Treibstoffverbrauch.

„Die langjährige Zusammenarbeit, erklärt Wuschech „hat uns gezeigt, wie sehr man sich bei Isfort um die Kunden bemüht – deshalb lassen wir mittlerweile die gesamte Flurförderfahrzeugflotte von kleinen E-Staplern bis zum Großgerät von seinem Unternehmen und dem lokalen Servicepartner Jürgen Weber aus dem nahen Lebach warten. Das Konzept mit den neuen Dieselstaplern hat nun vollends gegriffen, Fahrer und Supply Chain Management sind gleichermaßen zufrieden.“


Eine 8prozentige Steigung stellt die 119 kW starken Geräte vor harte Aufgaben, hier befährt ein Hyundai 130D-7E, beladen mit 9.800 kg schweren MDFPaketen die Steigung.

Vier 11-/13-t-Frontstapler der Typen 110D-7E und 130D-7E und 130D-7E arbeiten bis zu 2.500/h jährlich im LaminatePark-Werk in Heusweiler

Isfort rüstete die südkoreanischen Boliden mit ihren für 7.000 mm Hubhöhe ausgelegten Triplex-Hubmasten für den anspruchsvollen Kunden in zahlreichen Punkten um. So wurden die Dachfenster vergrößert eine Abgasnachbehandlungsanlage von BT Industrial aus den Niederlanden wurde installiert, die Trittbretter wurden vergrößert und die Fahrgeschwindigkeit auf 16 km/h angepasst. „Haupt-Knackpunkt“ ist eine 300 Meter lange 8%ige Steigung, die in vertretbarer Zeit bewältigt werden muss. Gabelträgerbreiten von 2.500 und 3.500 mm sowie Messergabeln zum schonenden Transport der bis zu 5.600 mm breiten und bis zu 10.500 kg schweren MDF-Stapel sind hier selbstverständlich. Eingesetzt werden die vier Hyundai-Großstapler zwei-, drei- und vierschichtig in der Produktionsentsorgung und der Verladung im MDF-Werk – Jahresleistungen von bis zu 3.000 Stunden/Gerät sind keine Seltenheit. Die Maschinen werden im Fullservice (Laufzeit 60 Monate) betrieben – Isfort montiert zusammen mit dem Kunden jeden Stapler und kann ihn bei Auffälligkeiten jederzeit tauschen. Feste Fahrer, die den Stapler nach jeder Schicht übergeben und seinen Zustand in einem Protokoll mit ihrer Unterschrift beglaubigen, sorgen dafür, dass die Maschinen auch nach einem Jahr Betrieb aussehen „wie aus der Schachtel“. Alle Stapler wer-

den täglich (!) gereinigt, regelmäßig abgedampft und zudem bessern die Fahrer eventuelle Anfahrschrammen manuell aus – so viel Liebe zum Arbeitsgerät wünschen sich viele Betreiber und auch Händler.

schalter für Power- oder Economy-Betrieb. Wahlmöglichkeiten bei Schaltprogrammen für das Wandlergetriebe und zahlreiche Duplex- und Triplexmasten passen die Maschinen jeder Umgebung an.

Herzstück des Antriebsstranges der Midrange-Frontstapler ist der Cummins QSB6.7Vierzylinder, der die Euro IIIb erfüllt. Die beiden Staplertypen wiegen 15,6 bzw. 16,3 t und sind mit 5.690 mm Gesamtlän­ge recht kompakt, was sie für die Arbeit in den weitläufigen Lagerhallen prädestiniert. Hyundai hat sich bei seiner Großstaplerserie, die mit dem 11-Tonner beginnt und derzeit bis zum 25-Tonner reicht, in einen neuen Markt gewagt, der sehr anspruchsvolle Einsätze kennt. Kippkabine, Wahl-

Besonders hat es den Fahrern die geräumige und klimatisierte Kabine mit der rechts vom Sitz (Grammer Primo XXL) befindlichen Hebelbedienung (Vier Steuerkreise) angetan. Sie finden im Blickfeld sowohl die zentrale Digitalanzeige für Geschwindigkeit, Drehzahl und Füllstände und sie können diese auf Wartungsmodus umstellen oder sich das Gewicht der angehobenen Last anzeigen lassen, was speziell bei der LKW-Beladung ein gerne genutztes Feature ist.


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Dirk Wuschech (links) und Richard Isfort sind Partner, die gemeinsam projektierten Großgeräte haben sich bestens bewährt.

Sämtliche Geräte werden in Heusweiler bequem für Maschine und Wartungspersonal in einer eingehausten Werkstatt gepflegt, 1.000 Betriebsstunden gelten für den Ölwechsel – die Ölwechselintervalle lassen sich mit den von Hyundai freigegebenen Feinstfiltern auf 12.000 Betriebsstunden ausweiten.

Verbrauch ist extrem niedrig Jeder Stapler hat eine elektronische Tankkarte, alle Verbräuche werden der jeweiligen Maschine zugeschrieben. Die Vorgabe für diese Fahrzeuge beträgt im Hause LaminatePark 8 l/h – erreicht werden aktuell 7,71 l/h ! Dieser vorzügliche Wert wird durch die von Isfort vorgenommenen Feineinstellungen und die gemeinsame Auswahl zwischen LaminatePark, Isfort und Continental zum Einsatz kommenden Industriereifen erreicht. Durch die Kombination von geringem Rollwiderstand und höchsten Laufleistungen werden bei diesem harten Einsatz inklusive der langen Steigung, Spitzenwerte erreicht. Dazu Richard Isfort: „Wer glaubt, dass fernöstliche Produkte eventuell am Markt vorbeigebaut werden nur um preislich zu punkten, der irrt. Hyundai hat sich nach meiner Einschätzung sehr viele Gedanken

gemacht und ein absolut wettbewerbsfähiges Produkt konzipiert, das sich auch in großen Mietflotten bewährt. Vor allen Dingen hat man für uns Importeure ein offenes Ohr, die Vergrößerung des Dachfensters auf Wunsch von LaminatPark floss schon sechs Wochen später in die Produktion ein.

Bild: Hyundai Heavy Industries info Isfort Staplertechnik GmbH & CO. KG 48619 Heek Tel.: +49 (0)2568/93468-0 www.isfort.com | www.hyundai.eu


Herrscher in Cotignola: Luigi Spreafico ist der Eigentümer von Carer und peilt 12 Mio. EUR Umsatz an.

Kompakte E-Stapler aus Italien, was plant der neue Boss? Luigi Spreafico hat Mitte Januar 2013 den italienischen Traditionshersteller Carer übernommen und lud im Herbst zur Händler­ tagung an die Riviera. Der umtriebige YaleImporteur für Italien (Unicar Spa) ist nun im Kompaktstapler-Segment tätig und zeigte stolz seine noch kleine Produktion, mit der er jährlich rund 12 Mio. Umsatz erwirtschaften will. Der neue Dreiradstapler N 8-10 dürfte kein großes Interesse nördlich der Alpen hervorrufen, gefragt sind die F-Geräte von 6 bis 8 t und die nicht ganz so stylischen Z-Geräte, die den Bereich ab 10 t abdecken – alle mit LSP 600, was man in Zukunft auf 900/1.200 ausdehnen sollte. Schwerpunkte sind die Branchen Holz, Papier und Stahl. Mit dem K120 hat man zudem einen mit zwei Batterien ausgestatten E-Stapler für die Beladung von Containern im Programm.

6-Tonner der F-Serie in Standardversion, gut gefällt die tief angeordnete Batterie.

Besonders interessant sind die 6-8-Tonner F60H bis F80H mit 22-kW-Fahrmotor und 25-kW-Hubmotor (alles AC-Technik und mit Curtis-Steuerung versehen, IP 65). Die HD-Version bietet höhere Leistung und zwei Fahrmotore an der Vorderachse. Die Maschinen sind 14/15 km/h schnell und bieten Hubgeschwindigkeiten(bel./unbel.) von 0,24/0,39 und schneller. Selbst gefertigte Masten mit außenliegenden Hubzylindern, über der Kabine angelenkte Neigezylinder und der neue Motor mit integrierter Steuerung (soll vor Kopien und „Fremdbeschaffen“ von Ersatzteilen schützen) sind echte USP´s. Die 96-V-Geräte werden mit Batterien bis 930 Ah (F60/F70) und bis zu 1.240 Ah (F80) ausgerüstet, Bordspannung ist 96 V. Für den Vertrieb in Deutschland ist die in Nordhorn ansässige deutsche Vertriebs GmbH

Die Containerversion baut deutlich niedriger, auch hier werden Batterien bis 930 Ah verbaut.

verantwortlich, sie ist eine hundertprozentige Tochter des niederländischen Händlers Crepa. info Carer Forklifts 48010 Cotignola (RA) Tel. +39-0545-1938010 www.carerforklift.com Carer Deutschland Tel.: +49 (0) 5921-879198 Mobil: +49 (0) 176-10494375

Die HD-Version hat zwei Motore, diese wurden zusammen mit Curtis entwickelt.

Kompaktstapler Sonderfahrzeuge kurz • wendig • kompakt • Gas- und Dieselstapler bis 80 Tonnen Hubkraft • Elektrostapler mit patentiertem hydrostatischem AC-Antrieb bis 80 Tonnen Hubkraft

• Individuelle Einzelanfertigung oder Kleinserien • Hydraulischer Teleskopkran, Ausleger bis 7 Meter • lieferbar mit allen Spezialanbaugeräten

+++ Neuheit: komplett kabellos fernsteuerbare Stapler +++ +++ Stapler mit Kippmagnet für Coiltransport +++ Tel.: 02654-881322 • Fax: 02654-882325 • info@mkf-kompaktstapler.de

www.mkf-kompaktstapler.de

Bilder: STW


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Großgeräte aus Schweden: Märkte und Produktvielfalt wachsen Viele Großgeräte fertigt Konecranes im südschwedischen Markaryd jährlich (50% Containerhändler, 50 % Frontstapler) – wichtigste Märkte sind Europa, der Mittlere Osten und Afrika. Der asiatische Markt ist hier nicht mitgerechnet, denn seit 2007 betreibt man in Shanghai ein Montagewerk für Containerhändler und Frontstapler, das den dortigen Markt beliefert. Die wichtigsten Komponenten wie z.B: Motoren, Hydraulikkomponenten, Zylinder und die Elme-Spreader liefert man aus Schweden an das asiatische Werk. Die nicht zum Staplergeschäft gehörende StraddlecarrierProduktion befindet sich in Finnland – das Werk in Tauberbischofsheim (ehemals Consens) wurde aufgegeben.


Second-Rail-Maschine SC4545 CBX mit 8.000 mm Radstand im Hafen Helsingborg.

Der finnische Konecranes-Konzern produziert Krane, Stapler und ist im Kranservice weltweit der wohl größte Anbieter. Weltweit werden 12.100 Mitarbeiter beschäftigt – der Umsatz erreichte 2012 umgerechnet 2,17 Mrd. EUR). Die Anfang 2013 eingegangene Kooperation mit dem Kion-Konzern ist eine wichtige Säule der schwedischen Staplerbauer, die seit 2004 zum finnischen Konecranes-Konzern gehört. Aber der Kion-Deal ist nur ein Teil der Facette, die Hans-Jürgen Haupt – Vertriebsdirektor für Flurförderzeuge Deutschland – beim Besuch der STAPLERWORLD aufblättert. Die Schweden bauen Frontstapler, Vollund Leercontainer-Stapler, Voll- und Leercontainer-Reachstacker und ebensolche für den Industrieeinsatz – Toolcarrier genannt und sie fertigen die ganz großen Second-Rail-Reachstacker/BargehandlingStacker. Ein bis fünf dieser Giganten werden jährlich produziert – 12 Bargehandler mit einem Radstand von 9.000 mm und 108 t Gewicht hat man weltweit im Einsatz – der 12. wurde kürzlich an Volkswagen geliefert. Und es geht auch Hightech: Seit knapp einem Jahr befindet sich in im Hafen Helsingborg ein Hybrid-Reachstacker im Echtzeiteinsatz ein Prototyp für künftige Antriebskonzepte. Doch zurück in die herbstlichen südschwedischen Nadelholzwälder: Konecranes betreibt wie alle anderen auch eine Endmontage: Rahmen, Masten für Reachstacker und Gegengewichte stammen von exter-

nen Zulieferern – Hubgerüste fertigt man vor Ort. Großkomponenten wie KesslerAchsen, ZF- und Dana-Getriebe und die ausschließlich von Parker gelieferte Hydraulikkomponenten inklusive CanBus-Steuerung werden von festen Teams in acht bis 14 Tagen zu den Großgeräten verbaut. Und zu tun hat man reichlich, die Experten vor Ort wie Marion Bertrand, Produktmanager für die Linde-Line, schätzt den Weltmarktbedarf für Reachstacker auf 1.000 bis 1.200 Einheiten/Jahr, hinzu kommen etwa 1.000 Leercontainerstapler.

Hans-Jürgen Haupt leitet die Vertriebsaktivitäten in Deutschland – 2013 hat sich für Stapler und Reachstacker aus Markaryd gut angelassen.

Die USP´s der Südschweden Wer Schwerstapler bauen will, macht einen „fetten“ Rahmen, hängt Markenkomponenten rein und fertig ist die Laube – leider funktioniert es so nicht, wie HansJürgen Haupt erläutert. Die Rahmen der Geräte werden je nach Einsatz dimensioniert. Ein Rahmen für einen 33-t-Frontstapler im Sägewerk sieht anders aus als einer für einen gleichstarken Stahlwerksstapler. Die Kooperation mit dem Hydraulikhersteller Parker versetzt die Schweden in die Lage, nur drei Axialkolbenpumpentypen bei sämtlichen Geräten einzusetzen – das


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Der charakteristische Auspuff verrät: Motor entspricht Euro IIIb.

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Armlehne aus steuern will, kann wieder zwischen drei verschiedenen Lenkrädern/Hebeln wählen. Getriebe, Kabinen, Achsen, Motorleistung, Displays, Scheinwerfer, Gabelträger, Hubgerüste mit Frei-/Vollfreihub bis 10.000 mm Hubhöhe sind ebenso im Angebot wie HLLFeinfiltersysteme, welche die Ölwechselintervalle von 4.000 auf 12.000 Stunden pushen.

erhöht die Gleichteilquote – außerdem lassen sich mit der von Parker angebotenen durchgängigen CanBus-Kommunikation alle Anforderungen an das heutige Motorund Maschinenmanagement erfüllen. Apropos Motoren: verbaut werden Motoren von Cummins, Volvo und Scania. Ab Ende 2014 wird flächendeckend auf Tier IV final gesetzt. Das aktuelle Programm umfasst: • Frontstapler von 10 bis 18 t • Frontstapler von 18 bis 33 t • Frontstapler von 37 bis 70 t • Leer- und Vollcontainerfrontstapler von 8 bis 10 (Leercontainer) und 26 bis 45 t • Vollcontainer-Reachstacker von 40 bis 80 t (Bargehandler heben noch in der dritten Reihe des Containerschiffes 30 t) • Toolcarrier (seit 1996)

Großes Freude bei dm Durchblättern der aktuellen Typenkataloge: Der kleinste SMV 10-600/12-600 wird nun wieder mit 2.800 und 3.000 mm Radstand angeboten – Grund sind kompakt bauende Vierzylindermotoren von Volvo. Diese kleinen Kraftpakete sind nicht nur in Deutschland sehr gesucht. Da die Stapler unterschiedlichsten Ansprüchen genügen sollen, lesen sich die Zusatzausstattungslisten ähnlich wie die der deutschen Edelkarossen-Bauer. Alleine bei den Bedienelementen kann zwischen Hebeln, Minitipps, elektronischem und hydraulischem Joystick gewählt werden. Wer seinen Riesenstapler bequem von der linken

Wenig bis gar nichts haben wir bisher von Truconnect gehört – dieses optionale System zur Datenfernübertragung, das auch für Fremdprodukte (wenn auch nicht voll umfänglich) eingesetzt werden kann, überwacht Motor, Getriebe und Hydrauliksystem, sammelt Daten über Last-/Leerspiele, Treibstoffverbrauch und Wegstrecken – diese Daten werden aufbereitet und per WLAN oder SMS versendet. Nächste Ausbaustufen sollen Wartungshinweise, Warn- und Fehlermeldungen übermitteln. Haupt ist sicher, dass damit ein wirksames EchtzeitTool zur Verfügung steht, welches kostenfixierten Betreibern (und das sind in diesen Klassen alle) permanent einen aktuellen Status übermittelt.

SMV 20-1200 auf dem Testgelände jedes Produktionsteam testet „seinen“ Stapler vor der Übergabe an die Qualitätssicherung.


FÖRDERTECHNIK Anbaugeräte für: Gabelstapler und Baumaschinen

Wir lösen Ihr Handlingproblem! Seith Fördertechnik GmbH 97788 Neuendorf am Main Tel. +49 (0) 9351 9721 0 Fax. +49 (0) 9351 9721 21 E-Mail: Seith-GmbH@t-online.de

Der Hybrid-Reachstacker basiert auf dem SMV 4531, hat aber einen Dieselmotor, der einen Generator antreibt. Fahr-, Hub- und Lenkpumpen werden sämtlich elektrisch angetrieben. Supercaps speichern Energie zwischen. Der Kraftstoffverbrauch liegt 30 bis 40 % unter dem der Serienmaschine. Wie wird es weiter gehen – Koncranes bereitet sich wie alle Marktteilnehmer intensiv auf die flächendeckende EURO-IV-Stufe ein – ein Muss, denn der „kleinste“ Stapler hat schon einen 147-kW-Motor – beim 52-Tonner wird gar ein 294-KW-Brummer von Cummins verbaut – ab 2014 werden alle Motoren die Abgasvorschriften nur noch mit Bluetec (AdBlue) erreichen kön-

nen. Zur CeMAT 2014 kommt Konecranes mit interessanten Neuheiten auf den Markt. Nein, E-Stapler wird es nicht aus Markaryd geben, dafür werden die Hybrid-Reachstacker, deren Konzept STAPLERWORLD in der Ausgabe 01-2014 ausführlich vorstellen wird, in einer Kleinstserie gebaut und ab 2015 vermietet.

Die typische Kabine mit der an der Rückseite montierten Klimaanlage ist für alle Geräte identisch.

info Konecranes GmbH 28359 Bremen Tel. +49-421-62670610 www.konecranes.de

Bilder: STW


Eigene Gebrauchtgeräte werden europaweit zurück genommen und generalüberholt.

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Gebrauchtstapler sind gute Alternative zum Neugerät Der Hamburger FFZ-Hersteller Still nimmt Gebrauchtgeräte europaweit zurück und lässt ihnen eine Generalüberholung angedeihen, um sie dann als „Premium“-Gebrauchte über das eigene Direktvertriebssystem wieder zu vermarkten. Marco Riewe, Leiter des Bereichs Miet- und Gebrauchtgeräte, gab im Rahmen eines Fachvortrags auf dem Deutschen LogistikKongress in Berlin einen Einblick in die Gebrauchtgerätestrategie. Dabei erklärte er nicht nur, wie die Aufbereitung funktioniert und wie sie das Mietangebot verbessert, sondern auch, warum ein florierender Gebrauchtgerätemarkt gut für die Umwelt ist. Mittlerweile hat der Begriff „Refurbishing“ festen Einzug in unseren Sprachgebrauch gehalten. Er verheißt die qualitätsgesicherte Überholung und Instandsetzung von Produkten zum Zweck der Wiederverwendung und -vermarktung. Der RefurbishingMarkt hat sich zu einem Wirtschaftszweig von erheblicher Bedeutung entwickelt. Immer mehr Unternehmen – allen voran Apple und das Onlineversandhaus amazon – bieten ihren Kunden professionell aufbereitete und generalüberholte Produkte zu Preisen unterhalb von Neugeräten. Der Vorteil für den Endverbraucher: er erhält ein garantiertes Maß an Qualität, inklusive Gewährleistung. Auch im Flurförderzeugmarkt

wird das Thema Refurbishing immer wichtiger: „Im Schnitt kommt auf jedes zweite verkaufte Neugerät ein Gebrauchtfahrzeug“, gibt Marco Riewe zu bedenken. Allein in Europa sind jährlich bis zu 25.000 gebrauchte Stapler und Lagertechnikgeräte der Marke Still auf der Suche nach neuen Besitzern. Dabei behandelten viele Flurförderzeughersteller das Geschäft mit Gebrauchtgeräten lange Zeit sehr stiefmütterlich: Gebrauchte Fahrzeuge wurden meist gesammelt und anschließend im Paket an Händler verkauft – oft zu Dumpingpreisen. Die Devise lautete: Hauptsache weg. Die Hamburger haben das Potenzial des Refurbishingmarktes jedoch schon früh erkannt und entsprechend gehandelt: Um eine hohe Qualität sicherzustellen, wurde bereits im Jahr 2003 eine Gebrauchtgeräte-Klassifizierung in den Stufen Gold, Silber und Bronze eingeführt. Das europaweit einheitliche System kategorisiert jedes Gebrauchtgerät nach den Merkmalen Technik, Gewährleistung, Optik, Gerätealter und – bei Elektrofahrzeugen – Batteriezustand. Während die Fahrzeuge aller Klassifizierungsstufen FEM-geprüft sind, kommt bereits bei der Silber-Kategorie beispielsweise eine Neulackierung, eine Überprüfung sämtlicher Technikkomponenten sowie eine dreimonatige Gewährleistung hinzu. Fahrzeuge der Gold-Klasse können sogar sechs Monate Gewährleistung, ebenfalls eine komplette Neulackierung sowie eine Generalüberholung der Technik vorweisen. Wer hier versucht, den Unterschied zu einem Neugerät mit bloßem Auge zu erkennen, muss schon mit der Lupe suchen.

Auch bei den Gebrauchten gilt die Premiumqualität, manarbeitet in drei Qualitätsstufen.

Diese Maßnahme führte zu einer konstant steigenden Nachfrage. Um die einzelnen Niederlassungen bei der Aufbereitung zu entlasten, wurde daher im Jahr 2008 in Stuhr bei Bremen auf einer Fläche von rund 12.500 m2 ein Zentrum zur Aufarbeitung der Gebrauchtfahrzeuge errichtet. Zusätzlich zur Aufbereitung in den einzelnen Niederlassungen werden dort von rund 45 Mitarbeitern jedes Jahr bis zu 1.000 Geräte optisch und technisch überarbeitet und über einen zentralen Pool dem Vertrieb aller Niederlassungen zur Verfügung gestellt. Für Marco Riewe ist die hohe Nachfrage nach hochwertigen Gebrauchtgeräten nicht verwunderlich: „Ein Neugerät macht einfach nicht für jedes Unternehmen Sinn“, erklärt der Gebrauchtexperte. Als Beispiele nennt er Startup- und Kleinunternehmen. Um eine gleichbleibende Qualität unabhängig vom Aufbereitungsort zu garantieren, entwickelte das Aufarbeitungszentrum gemeinsam mit den Niederlassungen feste Standards, die bei der Aufarbeitung aller Gebrauchten eingehalten werden müssen. Der Vorteil eines Gebrauchtstaplers gegenüber eines Neugerätes liegt dabei nicht nur im Preis, weiß Marco Riewe: „Das Angebot ist groß, und die Fahrzeuge sind sofort verfügbar. Alleine in unserem Aufarbeitungszentrum haben wir permanent über 600 Geräte auf Lager. Inklusive der Gebrauchtfahrzeuge bei unseren Niederlassungen wächst die Zahl sogar auf derzeit rund 1.000 verkaufsfähige Geräte.“ Und noch einen weiteren Vorteil bringen die Premiumgebrauchten mit sich: sie schonen die Umwelt. Denn bei der Stahlherstellung werden pro Kilogramm Stahl rund 2,2 Kilogramm CO2 ausgestoßen. Rechnet man das Stahlgewicht aller 2012 in Deutschland verkauften Still-Fahrzeuge zusammen, so ergibt sich, dass im Vergleich zur Neuproduktion rund 26.000 Tonnen CO2 eingespart wurden. Auch im Mietbereich setzt man verstärkt auf die Premiumgebrauchten. Unter dem Namen „Lifecycle“ bietet das Unternehmen seinen Kunden eine Mietlösung in Form von Mischflotten bestehend aus Neu- und Gebrauchtgeräten. „Im Gegensatz zu reinen Neugeräteangeboten steigert dies die Wettbewerbsfähigkeit im Flottengeschäft. Unser Ziel bei der Entwicklung des Angebots war es, eine nachhaltige Mietlösung zu kreieren, bei denen der wirtschaftliche Lebenszyklus der Premiumprodukte ganzheitlich zur Geltung kommt“, so Riewe. Qualität zahlt sich also auch bei der Aufbereitung von Flurförderzeugen aus.

info

Bilder: STILL GmbH

www.still.de I www.facebook.com/still


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Was waren die großen Staplerthemen in 2013? Beginnen wir chronologisch: Zunächst überraschte Konecranes mit der Aussage, die Linde-Containerhandling-Geräte (gemeint sind Reachstacker) zu fertigen – das britische Werk der Kion-Gruppe im walisischen Merther-Tydfil wird geschlossen – zu unrentabel, zu hohe Stückkosten und zu wenig Weltmarktanteil. Zwei Jahre noch kann Kion den Namen Linde nutzen – dann werden die Karten neu gemischt. Die 16-/18-t-Hydrostatik-Frontstapler werden in Tschechien montiert. Anteilseigner Weichai erhöht seine Anteile kontinuierlich – wohl noch deutlich über 30 %. Die Baoli-Geräte kommen nach Deutschland.

Rory-Harvey Kelly leitet Baoli, die zu 100 % zu Kion gehören. Er war zuvor bei Komatsu in Mailand tätig.

Dieser Linde-Frontstapler der 16-tKlasse wird nun in Tschechien gefertigt.

Mitsubishi hat die Produktion aus Japan verlagert und fertigt Verbrenner in China und E-Stapler in Finnland. O-Ton Bengt Carlioth, Vice President Marketing bei MCF Forklift Europe bv: „Fest steht, die in Japan gefertigten NichiyuGeräte und die in Japan bei MHI in Sagamihara/Kyoto gebauten Komponenten verbleiben in Japan. Nichiyu wird Stapler für Japan herstellen, das Sagamihara Werk mit rund 450 Mitarbeitern wird nur seine FrontstaplerEndmontage an das chinesische MHI-Werk in Dalian abgeben. MHI besitzt die Kapitalmehrheit und kontrolliert 49,4 % der stimmberechtigten Anteile, wir sind also als Partner mit dabei, der die Richtung vorgibt, was auch Sinn macht, schließlich betreiben wir seit Jahrzehnten das Staplergeschäft weltweit. Verbrennungsmotorische Mitsubishi-Stapler kommen aus der chinesischen Fabrik in Dalian und die größeren Dieselstapler von 8 bis 16 t werden wir künftig in Houston/Texas, also im Dollarraum, produzieren. Ende Februar 2013 endet die Produktion in Almere nach fast genau 20 Jahren. Das Werk wird stillgelegt.“

Dieser Linde-Reachstacker wird nun in Schweden gefertigt. Das walisische Kion-Werk ist geschlossen.

Teile der MCF-Produktionsanlagen aus Almere wurden nach Finnland ins Rocla-Werk verlegt. Die Produktion war sehr „Automobil-like“.

Unicarrier formiert sich und deckelt die Marken Nissan, TCM und Atlet – die TCM-Geräte für Europa kommen seit Jahresanfang aus der spanischen Nissan-Produktion.

UniCarriers bündelt Nissan, Atlet und TCM, vertrieben wird über Händler und direkt. Die deutsche Zentrale befindet sich in Meerbusch. Bilder: Baoli, STW, UniCarriers


Toyota übernimmt die Hochregalstaplersparte von Dambach aus Rastatt und vervollständigt sein Programm. Die Produktion der HRL-Stapler wird nach Schweden zu BT verlagert. Auch die Ende 2012 getätigte Übernahme von Cascade Anbaugeräte durch Toyota ist ein kleines Erdbeben – die Japaner planen die eigene Fertigungstiefe zu erhöhen und mit Anbaugeräten zu komplettieren – ein interessanter Schritt, denn viele Handels- und Direktvermarktungsorganisationen beginnen alsbald die Cascade-Produkte zu meiden, dafür dürfte die Kombination Toyota/Cascade in den USA bestens laufen.

Cargotec macht von sich reden – will man die in jahrelanger Arbeit zusammengefügte Organisation von McGregor, Hiab und Kalmar-Staplern nun doch wieder aufsplitten und das nachdem man sich durch dieses Vorgehen so große Synergien versprach. Auf der TOC macht die Reachstacker-Generation Gloria von sich reden – nicht nur die Kabine ist neu. Zu den Alleinstellungsmerkmalen der Kabine zählen die großzügige Sicherheitsverglasung, der neue umlaufende Scheibenwischer mit verbessertem Sichtfeld, die neue KlimaAutomatik sowie das seitlich abklappbare Lenkrad für den bequemen Ein- und Ausstieg. Ergonomische Joysticks für die Bedienung der Arbeitsausrüstung mit noch feinfühligerer Bedienung in Verbindung mit der Proportionalhydraulik erhöhen Komfort und Effizient beim Containerumschlag. Außerdem wurde die Mensch-Maschine-Kommunikation neu konzipiert. Im rechten Blickfeld des Bedieners befindet sich nun ein großes LCD-Farbdisplay, das Auskunft über sämtliche Maschinendaten, Füllstände und Wartungsmeldungen in Landessprache signalisiert.

Dambach-HiRacker-HRL-Stapler werden von Toyota übernommen. Damit vervollständigt die Nummer 1 der Staplerhersteller ihr Portfolio um ein wichtiges Produkt.

Gloria heisst der neue Kalmar-Reachstacker. Die neue Kabine und viele Verbesserungen unter dem Blech sollen die Marktposition weiter ausbauen.

Die Baoli-Geräte, sozusagen das Lowcost-Segment im Kion-Portfolio, werden in Europa zwar behutsam, aber sie werden eingeführt. Noch sind keine großen Verkaufserfolge zu vermelden aber das Segment ist besetzt und im Gegensatz zu anderen aus China stammenden Herstellern wird es hier auch mit Ersatzteilen und anderen Zusatzfunktionen funktionieren.

Bleiben wir bei Kion – Gordon Riske, CEO, stellt im Herbst 2013 fest, dass man, wenn überhaupt, in den USA nur 2 % Marktanteil hat, Erzrivale Toyota hingegen 20 %. Nun ist guter Rat teuer, denn einen cushionbereiften Frontstapler mit unten angelenkten Neigezylindern hat man nicht im Programm – wird also mit der Marktanteil-Erhöhung noch dauern.

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So sehen Frontstapler in den USA aus, cushionbereift, gasbetrieben und eher konservativ in der Anmutung, da muss Linde hin, sonst wird nix mit den Stückzahlen in den USA.

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15.03.2013 09:56:05

Bilder: STW, Clark, Kalmar, Baoli


Jahresrückblick

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Linde entschließt sich, zugunsten einer Truck-Clinic im Frühjahr 2014, der CeMAT fernzubleiben – auch Doosan, Hyster und Crown (wie immer) werden in Hannover fehlen. Das ist noch kein Abgesang auf die Messe, aber ein in­ teressanter Hinweis. Toyota hat sich den Premiumplatz der Aschaffenburger unter dem Expodach gesichert und zwar über Jahre hinaus. Da ist schwer denkbar, dass die Kion-Produkte einstmals in die Halle zurückkehren.

Toyota Material Handling Europe (TMHE) wird auch 2014 auf der Intralogistik-Leitmesse CeMAT in Hannover ausstellen. Der Vertrag sieht die Anmietung des Pavillons 32 sowie eine langfristige Zusammenarbeit über das kommende CeMAT-Jahr hinaus vor. Zur Messe-Zeit vom 19. bis 23. Mai 2014 stehen dem Flurförderzeug-Hersteller damit rund 1.000 Quadratmeter Hallenfläche sowie ein großes überdachtes Freigelände zur Verfügung. Unter der Toyota Flagge wird der Pavillon zahlreiche Innovationen für den Staplerund Lagertechnikbereich beherbergen. Bernd Rohde, Director CeMAT worldwide bei der Deutschen Messe AG (links), und Hans van Leeuwen, Executive Vice President Marketing & Sales bei Toyota Material Handling

Hyundai macht mit dem Gewinn des Preises der Guten Industrieform für seine Dreirad-Serie BTR 15 von sich reden – die Südkoreaner wissen anscheinend sehr genau, was der Markt will. Gefertigt wird er in Ulsan im Schatten der weltgrößten Werft. STAPLERWORLD besuchte die moderne Produktion im Herbst 2013 – ein neues Staplerwerk entsteht in den kommenden Jahren nahe Ulsan.

Dieser südkoreanische Frontstapler mit Heckantrieb und 24 V erobert die Herzen europäischer Logistiker.

Sany aus China belebt die einstmals für die Betonpumpenproduktion geplante Fertigungsstätte in Bedburg bei Köln und montiert dort Reachstacker und Leercontainerstapler – ein mutiger, aber folgerichtiger Schritt. Drei Geräte sollen schon an deutsche Kunden verkauft sein und 2014 der Auslieferung harren. Noch müssen die Etablierten da nix befürchten, denn der Gebrauchtmaschinenwert ist nicht abzuschätzen, aber ein 70.000 Mann-Unternehmen überlegt derartige Schritte sicher sorgsam – der Chefkonstrukteur der Reachstacker hat zuvor in England gearbeitet…

Sany-16-t-Frontstapler auf der Bauma. In Bedburg entstehen Reachstacker, aber sehen lassen kann sich der große Chinese.

Bilder: TMHE, STW


Jahresrückblick

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Carer aus Italien findet mit Luigi Spreafico, im Hauptberuf Importeur von YaleStaplern in Italien, einen neuen Eigentümer, der aus der Welt der Stapler kommt. Erzrivale Mora ist und bleibt in ruhigem Fahrwasser – die Inhaberbrüder sehen dem Markttreiben gut gelaunt zu. Marktbegleiter Rainero entwickelt keine größeren Aktivitäten nördlich der Alpen. Carer wechselt den Eigentümer erneut. Luigi Spreafico lenkt die Unternehmensgeschicke – die großen E-Stapler haben in Europa einen guten Markt, noch befindet sich die Produktion im „Hochfahrmodus“. Das Programm reicht bis über 16 t Traglast. Aus dem Staplergeschehen verabschiedet sich Nuova Detas, einst mit Porschedesign und Hydrostatik positiv aufgefallen. Aber auch hier hat der Markt in Italien für Erosion gesorgt. Die Fiora-Brüder lassen den Betrieb auslaufen – die schönen E-Vierwegestapler wird es nicht mehr geben – ob und wie eventuell in Italien Zeichnungen von anderen übernommen werden, ist noch nicht bekannt. Inwieweit das für die Toyota-Marke Cesab zu erwarten ist, muss abgewartet werden – doch dürfte deren Existenz außerhalb des nun berlusconifreien Landes schwerlich überlebensfähig sein.

Gone with the Krise: Nuova Detas streicht 2013 die Segel – die schön anzuschauenden geräte überzeugten im Verbrennerbereich mit hydrostatischem Antrieb. TVH hat das Ersatzteillager übernommen die Bestandsgeräte werden also noch ein wenig im Einsatz verbleiben.

Auch Paus will nun keine Kompaktstapler mehr bauen – das Bau- und Bergwerksmaschinengeschäft wirft genug ab. Herbst in Braunschweig konzentriert sich unter der neuen Eigentümerschaft von SMAG mehr auf Bohrwagen und Bergwerksfahrzeuge. Der BW-Reachstacker bleibt dennoch ein Meilenstein. Paus fertigt keine Kompaktstapler mehr - Bergwerks- und Baumaschinen sind im Fokus - Fans gab und gibt es für die urigen Emsländer „Eisenschweine“.

Gerlinde Appenfelder, im Hauptberuf ebenfalls Yale-Händlerin, übernimmt RMF Maxein und firmiert das Unternehmen in Neuwied als M Fahrzeugbau um. Rund 30 Kompaktstapler mit E- und Gas-/Dieselantrieb verlassen jährlich das kleine Werk. 60 % aller Frontstapler sind Verbrenner, die meisten mit Treibgasantrieb. Aber die Elektro-Stapler sind auch im Kompaktsegment auf dem Vormarsch. Die innovative AC-Technik hat schon lange in den Fahrzeugen Einzug genommen. Aktuell werden die Fahrzeuge mit 80V betrieben. Für Fahrzeuge mit größeren Tonnagen soll künftig 120-V-AC-Technik eingesetzt werden.

M Fahrzeugbau Kompaktstapler aus Neuwied - man ist mit allen drei Antriebsarten unterwegs.

Bilder: STW, Paus


Hybrid-Reachstacker von Konecranes in Helsingborg, hinter der Verkleidung verbergen sich die superleistungsstarken Kondensatoren zur Energiespeicherung.

Konecranes hat mit einem funktionierendem Hybrid-Reachstacker in Helsingborg, der im täglichen Einsatz Erkenntnisse über Zukunftstechnologien sammelt, ein heißes Eisen im Feuer. Das dieselelektrische Gerät speichert Brems- und Senkenergie in Supercaps (Kondensatoren) zwischen und stellt diese zum Anfahren/Heben zur Verfügung – ist aufwändig – klappt aber und auch im täglichen Leistungseinsatz in Helsingborg, wie die STW-Redaktion herausfand. Kalmar arbeitet in Livorno mit einem Kunden an einem Dual-Fuel-Konzept mit LNG/Diesel-Versorgung.

In Frankreich entledigt sich Manitou seines Geschäftsführers, wenige Wochen später übernimmt Yanmar 6 % der Anteile – ein Zeichen. Manitou ist europäischer Marktführer bei Teleskopstaplern – speziell Rotoren – Yanmar besitzt nun 6 % des Unternehmens.

Auch Bulmor strukturiert kräftig um, die Staplerproduktion ist nun das Hauptstandbein. Die Handelssparte verbleibt in der Industrie Holding. Bulmor präsentiert auf der Logimat einen kompkaten E-MehrwegeStapler - das Segment ist interessant und nach dem Wettbewerber Fiora Ende 2013 ins Straucheln kommt, weil die Fiora-Brüder lieber keine Stapler bauen wollen, wird der Wettbewerberkreis zunächst kleiner.

Kennen Sie schon...? Baumann bietet seinen Foxx auch als E-Version an, was die Holz- und Kunststoffbranche freut. Baumanns Foxx gibts seit 2013 auch mit E-Antrieb.

www.staplerplus.de

Bilder: STW, Baumann


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Nach der Übernahme von Fantuzzi durch Terex stirbt deren Seitenstaplerproduktion, auch die guten Reachstacker aus italienischer (Fantuzzi) und französischer Produktion (PPM) finden alsbald wieder den Weg in hiesige Märkte – sie werden Teil der Terex Port Solutions, das von Düsseldorf, wo auch Gottwald-Groß-FTS gebaut werden, gemanagt wird. PPM- und Fabntuzzi-Reachstacker gehören nun nach mehreren Übernahmen und Restrukturierungen zusammen mit Noell und Gottwald zu Terex Port Solutions.

Um Liebherrs Straddlecarrier aus irischer Produktion bleibt es ruhig – Kalmar fertigt seine Strads in Polen und Konecrans macht Tauberbischofsheim (ehemals Consens) dicht und schiebt die Strad-Produktion nach Finnland.

Ein neuer Hertseller ist Riccardo Magni aus Castelfranco, nachdem der findige Italiener seine verbleibenden Anteile an der norditalienischen Teleskopstaplerproduktion an Manitou verkauft hat, startet er einen Tag vor der Bauma seine Webseite und zaubert einige hochinteressante Teleskopstapler mit drehbarem Oberwagen auf die Messe – auch starre Giganten mit 25 und 32 t

Traglast folgen – klappen konnte das nur, weil der Niederländer Frans Collé die ersten rund 50 Maschinen abkaufte und in seinen Mietpark brachte. Hut ab.

Magni-Teleskopstapler mit Teleskop-Gelenkstützen und einer sehr futuristischen Kabine. Collé Rental und Demco JCB bieten die Geräte mit jeweils unterschiedlicher Motorisierung an.

Bilder: STW, Liebherr


Tusker tyre fitted on a forklift truck.

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Frontstapler

Tusker with three layers for hard endurance.

The Quest for the ultimate Forklift Tyre Founded under the name of P. Ejlersgaard A/S in 1960 the Danish company was henceforth a global player in engineering, production and distribution of special tyres, wheels and complete wheels. The company changed their name in 1990 from P. Ejlersgaard to Starco Europe when the strategy of moving outside Scandinavia really started. The name comes into existence from the abbreviation of Scandinavian Tyre And Rim Company. The purpose of the company is to sell tyres, tubes, wheels and assemblies for the Internal Transport, Horticultural, Agricultural, Industrial and Trailer & Caravan industry. With a global distribution network the Danish tyre manufacturer is the world’s largest of its kind. With the groups 32 Entities and more than 700 employees in total they generate a total of 6 Million over tyres for all kinds of applications in last year. The groups turnover is expected to be in 2013 over 140 Million EUR. As a major tyre supplier to the industrial market, the company has supplied solid rubber tyres for fork lift truck applications for many years. Whilst FLT tyres have been on the market for decades there was still room for improvement in the design and configuration of the solid rubber tyres. In 2006, the Danish began to develop their own design for a solid rubber FLT tyre, resulting in 2007 in the launch of the now well-known Tusker tyre. It was designed by the company but at this time the manufacturing was outsourced. When the Danish entrepreneurs announced in 2012 the opening of a new tyre factory in Sri Lanka to handle the manufacturing of the company’s Tusker and Unicorn ranges of fork lift truck tyres, the firm completed an endeavour that had required several year’s investment and commitment.

Whilst Tusker represented a dramatic improvement on existing FLT tyres, better steering precision, a more comfortable ride, better stability and a longer lasting product, the company engineers were still not satisfied. As CEO Peer Ejlersgaard explains, “It was difficult to find other manufacturers whose production technology and quality assurance processes could deliver a product that met our stringent specification and it was difficult to find manufacturers with the production capacity to deliver the product.” The challenge of overcoming these difficulties with outsourced manufacturing led the firm to consider establishing its own solid rubber tyre manufacturing plant – thus giving the company complete control of the product from design to delivery. In Sri Lanka, the worldwide centre for solid rubber tyre manufacturing, where keynote companies such as Trelleborg and Solideal have their operations, the Aarhus people completed by November 2011 their new manufacturing plant. Like all manufacturing sites of this company, and there are fiver of them in different countries, e.g. in China, Croatia, Switzerland, United Kingdom and Sri Lanka, the latter factory has adopted the Mini Business Unit (MBU) as the framework for planning, implementing and evaluating the entire manufacturing process, integrating the manufacturing team with all other company employees worldwide who are involved in the logistics process that relates to the factories products, all the way to the customer. According to the Danish the quest for excellence doesn’t stop here as they explain: “Beyond our own stringent product specification and QA programme, we are working hard to achieve ISO 9001 and 14001 certification. The involvement of the em-

Two layer Unicorn for one-shift-usage. ployees in the MBU, our in-house training and our group Lean-programme are bringing excellence within our grasp” The Sri Lanka factory has now been in operation for almost two years, with a production capacity of up to 80.000 tyres annually. The factory manufactures solid rubber tyres from 4” to 20” in standard rubber, nonmarking rubber and Easy-fit configurations and the company now offers three product ranges, mainly for FLT’s: I Tusker: Three-layer solid tyre designed for demanding 24/7 FLT operation under all temperature conditions. I Unicorn – Two-layer solid tyre designed for single-shift FLT operations. I Makhna – Special tyres for special applications The company’s solid rubber FLT tyres are designed and manufactured to give optimal performance and a long service life. The tread design is configured to offer the highest net-to-gross ground contact area whilst accommodating the considerable axial stresses to which FLT tyres are subjected during constant tight manoeuvring. The design ensures optimal and safe stability under load, excellent steering precision and a tread which has good self-cleaning capabilities when exposed to muddy or snow-covered terrain. There is hardly any country where the Danish tyre manufacturer is not present for the time being, where the products are not available and where OEM’s and end user do not find the right support for their needs. (Peter Pospiech) info

Pictures: Starco

Starco A/S DK-8464 Galten, Danmark Tel.: +45 875 4000 | +49(0) 4171-6080241 www.starco.com


2014 ISSN-Nr. 1860-2452 Das Magazin für Flurförderzeuge und Logistik

10. Sonderausgabe der STAPLERWORLD Ausgabe 2014

E D N O S

11. Jahrgang

E B A G RAUS

T N I R P – 4 1 20 S T C A F R E L S TA P

en von 14 mit den Dat 20 S bwagen. CT FA ER ft STAPL n und Portalhu er he pl er ta nd ls ia So ez ke 240 Seiten star r, Systemgeräte bis hin zu Sp erscheint das 14 20 ar onstaple um Einsatz, nu Ja . Am 31 wagen über Fr Themen rund ub le dh al an er H b ü m n te erzeugen – vo und Übersich 6.000 Flurförd Infos, Listen , . n en le g el u b ze Ta er it vielen Flurförd m n h vo ic tl g n ch u si st er ü sr aktuell, üb Wartung, Au /Exemplar Kompetent, e ab 55,- EUR is re sp g n llu Staffelbeste Ihr Exemplar. te eu verlag.com h ch o n ch kwy@techtexl: el ey W Sichern Sie si in ar 45 I Mail: K (0) 6139 - 2934 49 + l Te r: te un Zu bestellen

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Frontstapler

3.500 kg in 7.000 mm Höhe

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Zwei Kalmar-Stapler bewähren sich als Spacesaver in der Papierlogistik Kemena Logistik GmbH ist ein inhabergeführtes mittelständisches Logistikunternehmen mit Sitz in 32584 Löhne. Der Hauptumsatzträger des Unternehmens sind logistische SCM-Lösungen für die ostwestfälische Industrie. Im Rahmen der mit der Supply-ChainManagement-Philosophie verbundenen Just-In-Time Belieferungen der hiesigen Industrie werden heute ca. 60.000 qm Lagerfläche bewirtschaftet. Für die Gewährleistung einer produktionssynchronen Belieferung sind Güter zwischenzulagern, wobei die Versorgung der Lager sowohl über die Schiene als auch über die Straße erfolgt. Kemena baute 2011 in Gütersloh ein modernes Papierlager mit Gleisanschluss aus dem unter anderem MohnMedia  beliefert wird. Hier werden ca. 10.000 t Papier gelagert. Das familiengeführte Logistikunternehmen mit Sitz in Löhne blickt auf eine 101-jährige Erfolgsstory mit vielen Höhen und auch einigen Tiefen zurück. Supply-Chainund Kontraktlogistik, unter anderem für führende Küchenhersteller, gehören zu den Standbeinen zu dem heute von Klaus Jording geführten Unternehmens, der seinen Sohn Timo allmählich in die Unternehmensnachfolge einarbeitet. Papierlogistik ist ein relativ neues Feld – man gewann einen großen Kontrakt, weil das Werksgelände in Gütersloh den für den Antransport notwendigen Gleisanschluss besitzt. Jording errichtete ein modernes Papierlager für den Großkunden Mohn-Druck. Dort lagern 10.000 t Papier und werden von zwei Kalmar-Frontstaplern DCE 70 und DCE 80 bewegt – Maschinen, die in der Lage sind, 3.500 kg schwere Papierrollen plus die schwere Drehklammer sicher auf bis zu 7.000 mm Hubhöhe zu bringen und dort sanft auf ihren „Kollegen“ abzustellen. Der 7-t-Frontstapler bietet 3.500 kg Resttragfähigkeit bei 7.000 mm Hubhöhe, der 8-Tonner 4.650 kg bei 7.000 mm Hubhöhe.

Kalmar DCE 70 Frontstapler mit einer Resttragfähigkeit von 3.500 kg in 5.00 mm Hubhöhe und das bei einer gerätebreite von 1.600 mm.


Die beiden Kalmar-Frontstapler bei Kemena-Logistik in Gütersloh bewirtschaften ein 10.000 t fassendes Papierrollenlager und sind an sechs Tagen/Woche zweischichtig im Einsatz.

Kemena Geschäftsführer Klaus Jording und Heinrich Kraft, Vertriebsleiter Industriesysteme bei Kalmar, erarbeiteten ein Konzept für die beiden dieselgetriebenen Hochleistungsstapler mit hydrodynamischem Antriebsstrang, deren 5.000 mm hohe Duplexmasten mit 7.000 mm Hubhöhe die technischen Besonderheiten sind. Die bis zu 3.820 mm breiten Papierrollen mit Durchmessern bis zu 1.500 mm sind schwierige und höchst empfindliche Umschlaggüter, weswegen man Auramo-Klammern mit Sensorik, die ein Durchrutschen der Rollen sicher verhindern, wählte. Die Hochleistungsstapler müssen aber nicht nur große Lasten in schwindelerregende Höhen heben, sie durften nur 1.600 mm breit sein. „Grund ist der verfügbare Lagerplatz“, erklärt Klaus Jording, „wir müssend die Flächen bestmöglich nutzen und geizen mit jedem Quadratmeter – deswegen suchte ich besonders schmale Frontstapler –

die beiden Kalmars bauen so schmal, dass wir uns bei steigender Auslastung des Lagers noch ein wenig mit der nächsten Ausbaustufe zurückhalten können“.

im Kemena-Papierlager an bis zu sechs Tagen/Woche und bewegen wertvolle Rollenund Bogenoffsetpapiere aus Skandinavien und Deutschland.

Diese Daten im Pflichtenheft ließen alle anderen Marktteilnehmer sehr schnell aussteigen – Kalmar ist in der Lage, mit SE-bereiften Wandler-Staplern diese sehr anspruchsvollen Vorgaben zu erfüllen. Die DCE-Baureihe deckt den Traglastbereich von 5.000 bis 9.000 kg ab und wird Wandler- oder Hydrostatgetriebe und mit Gerätebreiten von 1.600, 1.800 und 2.000 mm geliefert. Dazu spielen Radstand, Gewicht, Schwerpunkt, Reifendimension, Hubgerüst und viele weitere Faktoren eine sehr große Rolle.

Aufgrund enger Termin- und Abrufvorgaben vom Großkunden Mohn, müssen die Stapler immer einsatzbereit sein um die Papierrollen zu verladen – meist zweischichtig.

In 2011 und 2012 wurden die beiden modernen Geräte beschafft, die natürlich wegen des Halleneinsatzes mit Rußpartikelfiltern ausgestattet sind – sie arbeiten

Bilder: Cargotec/OB

info Cargotec Germany GmbH Niederlassung Hamburg D-22525 Hamburg Tel.: +49-40-547305-32 www.cargotec.com www.kalmarglobal.com


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Frontstapler

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Brennstoffzellen-Stapler im Baustoffeinsatz In einem Pilotprojekt arbeiten derzeit vier Brennstoffzellen-Stapler im zentralen Auslieferungslager der dänischen Baustoffhandlung „Stark“ im Kopenhagener Südhafen. Die Frontstapler der Baureihe RX 60 sind mit dänischen H2-Logic Brennstoffzellen ausgerüstet. Heute ist der Baustoffkonzern, mit Stammhaus in Aarhus, der größte Zulieferer für die Bauindustrie in Dänemark inklusive Grönland und beschäftigt rund 2.500 Mitarbeiter in 90 Baumärkten. Die Lager- und Logistikchefin vom zentralen Auslieferungslager des Baustoffhändlers STARK in Kopenhagen, Charlotte Casperson, bestätigt: „Da unsere Stapler ständig im Einsatz sind und für die Ladung einer leeren Batterie rund acht Stunden vergehen, ist die schnelle Betankung mit Wasserstoff an unserer firmeneigenen Tankstelle ein Vorteil. Oftmals müssen wir gleichzeitig mehrere LKW`s be- und entladen. Behördenauflagen verhindern dabei den Einsatz der Dieselfahrzeuge in unserer überdachten Lagerhalle. So sind wir bei Spitzenbelastungen über jeden Stapler froh, der verfügbar und unter Volllast eingesetzt werden kann. Ein Batteriewechsel ist nicht mehr nötig. Außerdem entfällt für die Brennstoffzellenstapler die gesamte Infrastruktur für den Ladebetrieb.“

Brennstoffzelle: Emissionsfrei Im innerbetrieblichen Warentransport hat Wasserstoff das Potenzial Nachfolger für fossile Brennstoffe zu werden. Die elektrochemische Brennstoffzelle nutzt diesen

Derzeit bewähren sich vier BrennstoffzellenStapler RX 60-25 im zentralen Auslieferungslager der dänischen Baustoffhandlung „Stark“.

Brennstoffzellen haben einen höheren Wirkungsgrad als Verbrennungsmotoren und sind durch die ständige Verfügbarkeit und den zuverlässigen Betrieb wie bei diesem BaustoffHandelsunternehmen eine sinnvolle Investition. unbegrenzten Energieträger durch Umkehrung der Elektrolyse: der Sauerstoff wird hierbei einfach der Luft entzogen und mit dem Wasserstoff zur Reaktion gebracht. So entsteht elektrische Energie für den Staplerantrieb. Bei diesem Prozess entstehen Wasser und Wärme. CO2 oder Partikel werden nicht ausgestoßen! Das Unternehmen H2-Logic aus Herning in Dänemark entwickelt und produziert Brennstoffzellensysteme für mobile Maschinen sowie Wasserstoff-Tankstellen. Das System besteht im aus dem BrennstoffzellenStack, der Steuerung, dem Wasserstofftank sowie einer Pufferbatterie. Diese liefert wie die Traktionsbatterie eines Elektrostaplers den Strom für den elektrischen Betrieb des Gabelstaplers.

bei STARK in Dänemark und zwei weitere vom gleichen Bautyp bei Colruit in Belgien sind bereits im Einsatz. Im Rahmen des von der EU geförderten HyLIFT-EUROPE Projektes wollen wir bis 2016 über 100 Still-Stapler in den Markt bringen. Zahlreiche Anfragen namhafter Unternehmen sind bereits vorhanden.“, sagt Michael Arndt, Leiter Still Produktmanagement. Hierdurch werden weitere Erkenntnisse mit dieser neuen Technologie gewonnen sowie der Nachweis der technischen Verfügbarkeit der Brennstoffzellen-Systeme in den Logistikprozessen erbracht. Die Referenzdaten werden zur Ermittlung realer Betriebs- und Wartungskosten sehr nützlich sein. (Autor Gerd Knehr) Bilder: Knehr

Der Einsatz der Stapler läuft im Rahmen des HyLIFT-DEMO Projektes. Hierbei wird der Einsatz und die Erprobung von Brennstoffzellenstaplern europaweit bei namhaften Unternehmen aus Handel und Industrie gefördert. „Vier RX 60-25 Stapler

info www-still.de I www.h2logic.com

Die Stapler mit dem Brennstoffzellensystem sind bei den STARK Fahrernbeliebt. Gelobt werden Beschleunigung und Fahrkomfort.


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Systemgeräte

Noch in diesem Jahr verlagert das us-amerikanische Unternehmen seine Europazentrale von München an den nahe gelegenen Standort Feldkirchen.

Ein Amerikaner investiert kräftig in Europa

Aus Roding stammt auch dieser Niederhubkommissionierer. Mit gleich drei Investitionen baut Crown seine Geschäftstätigkeit in Deutschland weiter aus. „Obwohl der Weltmarkt für Gabelstapler im Jahr 2012 leicht rückläufig war, konnten wir unser Geschäft im EMEARaum weiter ausbauen. Dieser Wachstumszuwachs ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Kunden angesichts der anhaltend schwierigen Wirtschaftslage kontinuierlich nach Möglichkeiten zur Kostensenkung suchen“, sagt Ken Dufford, Vice President Europe. Noch in diesem Jahr verlagert das us-amerikanische Unternehmen seine Europazentrale von München an den nahe gelegenen Standort Feldkirchen. Das Unternehmen erwarb hierfür ein bebautes Industriegelände an der Philipp-Hauck-Straße. Man wappnet sich damit für das stetige Wachstum in Europa. Das Unternehmen hat seit dem letzten Jahr kontinuierlich eigene Vertriebs- und Servicezentralen in Spanien (Madrid), Österreich (Wien) und Italien (Mailand) eröffnet. Bereits seit 1986 fertigt Crown viele Produkte im bayerischen Roding (ehemaliges Steinbock-Werk für Tore). Dort, wo ursprünglich mit der Herstellung von Hand-

gabelhubwagen sowie der Komponentenfertigung begonnen wurde, ist heute die komplette europäische Herstellung der Gabelstapler für die EMEA- und andere weltweite Märkte konzentriert. Um den Standort Roding zu vergrößern, erwarb man ein Gelände im Industrie- und Gewerbegebiet Altenkreith. Hier errichtet der Gabelstaplerhersteller bis voraussichtlich Mitte 2014 eine Produktionshalle sowie ein dreistöckiges Bürogebäude. Das bestehende Gebäude am Mußkönig wird auch weiterhin genutzt. „Als in vierter Generation familiengeführtes Unternehmen ist es unser Ziel, langfristige Kundenbeziehun-

Blick in das neue Schulungszentrum.

gen zu schaffen, um Partnerschaften zu etablieren, die auf Vertrauen und Verlässlichkeit aufbauen. Deshalb verfolgen wir das Konzept der vertikalen Integration in der Produktion, um sowohl langlebige und robuste Flurförderzeuge als auch fortschrittliche Technologien zu entwickeln, die unsere Kunden bei ihrem künftigen Erfolg unterstützen“, erklärt Ken Dufford. „Die hohe Innovationskraft ist dabei eine wichtige Triebfeder für unser kontinuierliches Wachstum. Allein in 2012 feierten wir die Premieren von neun neuen Produkten, wie beispielsweise den SC 5300 Gegengewichtstapler, den ESR 5200 Schubmaststapler sowie den Gabelhochhubwagen der Serien ES 4000 und ET 4000.“ Das Trio komplett macht das neue Partsund Service Center in Pliening, ebenfalls in der Nähe von München. Mit diesem neuen Logistikzentrum verdreifacht man seine bisher verfügbare Fläche. In Pliening wird seit Oktober die Ersatzteilversorgung für das gesamte EMEA-Gebiet abgewickelt. Von hier aus liefert das Unternehmen innerhalb seiner europäischen Kernmärkte über Nacht direkt in die Fahrzeuge der Techniker oder zu den Endkunden. Ken Dufford fasst zusammen: „Mit diesen drei neuen Investitionen schaffen wir die dringend benötigten Kapazitäten, um den wachsenden Bedürfnissen unserer Kunden nach alltagstauglichen Lösungen zur Produktivitätssteigerung und Kostensenkung auch weiterhin bestmöglich gerecht zu werden“. info Crown GmbH 85622 Feldkirchen www.crown.com

Bilder: Crown


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Spezialger채te

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Erstklassig im Zentrum Europas

Mal wieder Magni: Die zweite Runde geht an Demco JCB Magni-Teleskopstapler wollen und sollen in den Markt. Außerhalb der vom niederländischen Vertrieb, den wir in der vergangenen STAPLERWORLD 05-2013 vorstellten, kümmert sich auch DemcoJCB mit Hauptsitz in Köln-Porz, direkt neben der Deutschlandzentrale des britischen Baumaschinenherstellers um bundesweite Kunden und weitere Händler für die norditalienischen Rotor-Teleskopstapler. Geschäftsführer Alexander Wagener, seit seinem 15. Lebensjahr in der Baumaschinenbranche, leitet das Unternehmen mit seinem Partner Ansgar Langemeyer. Dieses Unternehmen ist zu 100 % Tochter der Demco Baumaschinen GmbH, einem Baumaschinenvermieter für den klassischen Erdbau mit mehr als 700 Maschinen in der Mietflotte. Demco JCB hat das ehemals von JCB selbst betreute Vertriebsgebiet in Nordrhein-Westfalen und in großen Teilen von Hessen und Rheinlandpfalz übernommen und deckt damit rund 20 % der Bundesrepublik ab. Soweit die Ausgangslage – wie aber nun der Schwung hin zu RotorTeleskopstaplern eines anderen Anbieters? Baumaschinen und Teleskopstapler mit drehbarem Oberwagen passen nicht unbedingt zusammen. Das sieht auch Wagener im Gespräch mit der STAPLERWORLD: „JCB ist der weltgrößte Hersteller von starren Teleskopstaplern mit einem Marktanteil von annähernd 30%. Rotoren hat man nie aus eigener Kraft angepackt, weil der Weltmarkt dafür zu klein ist“. (Anm. der Red. Welt-Jahresbedarf ca. 2500 Teleskopstapler mit drehbarem Oberwagen. Markt: Europa, wo auch alle sechs Hersteller dieser Maschinengattung behei-

matet sind: Manitou, Merlo, Dieci, Genie, Faresin, Magni). Als sich Riccardo Magni von Manitou im September 2009 trennte, haben sich schnell Synergien mit JCB ergeben. Einerseits ist JCB in der Lage modernste TIER IV Motorentechnologie zu liefern, (http://teleskop­ lader.demcojcb.de/vorteile/jcb-ecomax-t4imotorentechnologie) die ohne aufwändige Abgasnachbehandlung wie Filter, AdBlue etc. in der Lage sind die strengsten Normen zu erfüllen. Andererseits sind die Engländer mit ihrem weltweiten Händlernetz ein attraktiver Partner für Magni, zumal es in der Produktpalette keine Überschneidungen gibt. Daraus erwuchs der Gedanke, die Teleskop­ stapler aus Italien in gelber Farbe aber mit dem weithin sichtbaren „M“ auf rotem Grund als Magni-Markenzeichen, parallel zu den eigenen JCB-Teleskopstaplern anzubieten. Rotoren mit dieser hochmodernen und effizienten Antriebstechnik werden nur über das weltweite JCB Händlernetz vertrieben. Das macht Sinn, denn sie ergänzen die starren JCB-Teleskopstapler.

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Demco und JCB in Deutschland Doch die wenigsten JCB-Händler sind „rotorafin“, denn sie sind Baumaschinenhändler und haben zum Rotormarkt, der speziell die großen Bühnen- und Staplervermieter im Visier hat, kaum Kontakt. Wagener weiß das und hat sich mit Alfred Müller einen ausgewiesenen Teleskopstaplerexperten ins Team geholt, der schon bei JLG und Bobcat Erfahrungen sammeln konnte. Magni Rotor 5.21 vor der Demohalle von JCB Deutschland.

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Im Verkaufsgebiet von Demco befinden sich neben dem juristischen Hauptsitz in Nethphen und dem operativen Headquarter in Köln-Porz noch vier weitere eigene Niederlassungen. Zur Vorführung und Verkauf ist die gesamte Rotor-Produktpalette von Magni – von 18 bis 30 Metern- vorhanden. Die gigantischen 25 und 32 t tragenden starren Teleskopstapler, die Magni ebenfalls baut, werden nur auf Kundenwunsch angeboten und projektiert – hier sieht Müller in Deutschland nur einen sehr kleinen Markt. Das Mutter-Unternehmen Demco-Rents hat zwar Teleskopstapler im Programm, jedoch unter den über 700 Mietmaschinen befinden sich nur ca. 20 Telestapler in allen Größenklassen von JCB und Magni, die

für Vorführungen und Testmieten genutzt werden. Wagener und Müller wollen den „Stall“ sauber halten um die großen Bühnenvermieter, die man nun mit Magni und JCB beliefern möchte, nicht zu verschrecken. „Wir haben da ein Premiumprodukt, das unsere Produktpalette nach oben hin abrundet. Verkaufs- und Servicepersonal ist intensiv geschult. Stapler- und Industriemaschinenhändler, Vermieter und Vermieter-Verbände sind die Zielgruppe in Deutschland. Man peilt schon für 2014 einen Marktanteil bei großen Rotoren von 5 % an, was rund 20 Einheiten entspricht. Demco JCB koordiniert für seine Großkunden den gesamten Service über das eigene Netzwerk und Einbindung des JCBHändlernetzes in Deutschland

Auf die Frage, wer denn in Deutschland auf einen weiteren Teleskopstapler-Hersteller gewartet hat, bemerkt Wagener treffend „Keiner“. „Wir müssen uns mit Beratung und Service abheben, wir sind Tiefbauexperten, wissen viel über starre Teleskopen und werden nun mit einer besonders anspruchsvollen und technisch durchaus alleinstehenden Maschine etwas stemmen können, aber wir müssen anderen Marktteilnehmern etwas wegnehmen, daran führt kein Weg vorbei.“ Alfred Müller ergänzt: „Durch meine guten Kontakte sowohl in die Staplerhändlerwie auch Bühnenvermietszene werden wir einen guten Marktzugriff bekommen, aber das geht nur mit Beratungs- und Servicequalität, wegen uns wächst der Markt nicht – rund 390 Rotoren werden jährlich in Deutschland abgesetzt.

Die Demco Baumaschinen Consulting GmbH wurde 2006 als Beratungsgesellschaft für die Maschinenparks von Baumaschinenanwendern gegründet. Wagener, der schon für Volvo, McKinsey und andere gearbeitet hat, aber immer im Segment Baumaschinen, tat sich in 2006 mit seinem Nachbarn Demler Spezialtiefbau zusammen. Das Unternehmen Demco wuchs, man gründete 2009 einen Mietpark und besiegelte mit dem neuen Unternehmen Demco JCB auf der Bauma 2010 den Händlervertrag für NRW, Hessen und Rheinland Pfalz mit dem inhabergeführten britischen Baumaschinenkonzern. Mittlerweile ist der Mietpark mit 700 Geräten an das Schwesterunternehmen Demco Rents ausgelagert worden und Demco JCB kümmert sich ausschließlich um den Neu- und Gebrauchtmaschinenverkauf. Mit Servicepersonal und Verkauf beschäftigen die beiden Unternehmen an ihren sechs Standorten rund 80 Mitarbeiter. Man peilt für 2013 einen Umsatz von 40 Mio. Euro an.

Alexander Wagener (links) und Alfred Müller (Mitte) sind sicher, dass ihr Konzept bei der Teleskopstaplervermarktung aufgehen wird. Frank Müller (Rechts) ,Produktspezialist Teleskopen bei JCB. Demco hat Komplettlösungen nicht nur für seine Endkunden, sondern auch für Vermieter und Handelspartner.


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Neue Händler für Teleskopstapler Terex Aerial Work Platforms (AWP), ein Unternehmen der Terex Corporation, war auf der Suche nach regionalen autorisierten Händlern für Genie-Teleskopstapler für den Vertrieb an Vermietunternehmen und Kunden aus Industrie und Handwerk. Anlässlich der Händlertagung konnten die ersten fünf lokalen Vertreter begrüßt werden. Bernhard Kahn, Terex AWP Sales Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz kommentiert die Händlerstrategie: „Durch den Aufbau eines flächendeckenden Händlernetzes rücken wir näher an die Seite unserer Kunden vor Ort, die nun von der lokalen Verfügbarkeit der Maschinen, Ersatzteilversorgung und Serviceunterstützung unserer professionellen Partner profitieren.“ Seit September 2013 ist die A-Z Baugerätehandel GmbH & Co. KG (A-Z) neuer Händler mit Firmensitz in Krefeld und bedient das Ruhrgebiet und das Rheinland. Das Handelshaus ist ein Vollsortimenter und bietet Baumaschinen, Baugeräte als Händler, Vermieter, Servicedienstleister und Ersatzteillieferant.

Von links: Fa. KLP: Herr Hacker, Hr Küfner, Herr Laegner, Terex AWP: Herr Markus Happ, Fa. UP AG: Fredi Vollenweider, Fa. Pfitscher: Christian Pfitscher, Fa. BSI: Sven Nielsen, Terex AWP: Uwe Wiedemeier, Fa. A–Z: Christian Seifert, Fa. UP AG: Thomas Bietenholz, Fa. A-Z: Herr Uwe Gietz, Mischel Fischer, Gregor Zehres, Fa. Rühle: Michael Rühle, Terex AWP: Bernhard Kahn


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Rechstackers from Germany… and China When SANY Germany transitioned from producing Concrete Equipment to becoming the design and manufacturing platform for Port Machinery in Europe, the market took notice. (Siehe STAPLERWORLD 02-2013 S. 36-39). Since January 2013, Sany Germany strategically began focusing on Mobile Port Machinery for the European market. The strategy was clear; develop and manufacture CE Compliant Mobile Port Machinery while penetrating the European Market by way of appointing Premium Dealers. So far, some early successes have been achieved: I February 2013, PSA Antwerp, Belgium, signed a deal for three units of Reachstacker 4535. I April 2013, signing contract with FSH GmbH to become their Mobile Port Machinery dealer for Germany, Austria and Switzerland. I June 2013, one Reachstacker 4531 to TIV Terminale Intermodale Venice, Italy I July 2013, first Tier IV final Reachstacker with GUT Germsheim, Germany. I In August 2013, the first „Made in Germany“ Reachstacker was delivered to PSA Antwerp, Belgium. I September 2013, in partnership with Sany Australia, Sany Germany was able to sign MLA Holding to a dealer contract. MLA Holding will be the first dealer to offer both “Made in Germany” and “Made in China” Reachstackers to their market. The first Germany Reachstacker will be shipped in January and will work at Pacific National, the largest Reachstacker operator in Australia. I October 2013, Air-Rail, former dealer of Konecranes, signs contract for Turkey, Portugal, Spain and Poland.

The factory at Bedburg intentionally was erected for concrete pumps, but after the acquisition of Putzmeister, and production shift to Aichtal the premises are now being used for final assembly of Port Handling Equipment. Late September, Sany Germany, along with FSH, opened their doors to welcome over 100 guests from every corner of the container handling industry which included port operators, container terminals, shipping companies, freight forwarding companies and rail operators. The majority of guests were from Germany and were long time customers of FSH GmbH when they were CVS Ferrari dealers. One of the reasons Germany is able to be such an industrial powerhouse has a lot to do with the intermodal network across the country. When asked about the German market, Paolo Dazi, Director of Distribution stated, “Germany doesn’t just host some of the busiest ports in Europe [Hamburg, Bremerhaven, Bremen, and Duisburg], but it also has one of the largest networks of inland and river terminals, not to mention an extensive rail network that spans the continent.” He added, “The German market has a long and illustrious history of port machinery innovation. The variety of modes in which containers can be handled, makes the German customer one of the most knowledgeable and demanding in the world. Therefore the feedback we receive from

this market is carefully considered.” Germany boasts the world’s 15th and 23rd busiest ports in Hamburg and Bremerhaven, respectively, with a combined total throughput of 12,771,297 TEUs in 2012. Germany also has an impressive 300+ network of inland and river container terminals that connect the large ports to the hinterland.

Which components come from China and which from Europe? SANY Germany is localizing our Reachstackers in Germany selecting only European and Western Components such as Dana Clark Gearbox, Kessler Drive Axle, Volvo Engine, Elme Spreader, and Bucher/Parker Hydraulics. We are taking these parts directly from their factories in Europe. From China we are receiving the Chassis (steel works with welding done by welding robots), Steering Axle and Cabin (empty, we are developing and installing IFM electronic control system into it).  Pictures: Sany

info

Demonstration of Reachstackers like 4535, empty container handlers and counterbalanced forklifts.

Sany Germany GmbH 50181 Bedburg Tel: +49 2272 90531 515 www.sany-germany.de


Stapler im Netz Zu den großen Trends des Jahres 2014 und weit darüber hinaus werden unabhängige Stapler-Informationssysteme gehören. Durch die genormte CanBus-Schnittstelle FAS 300 sind nun Betreiber in der Lage, ein herstellerunabhängiges Überwachungssystem zu verwenden und dieses auf viele unterschiedliche auch ältere Flurförderzeuge) zu portieren. Alle großen Anbieter wie Kion, Toyota und Crown, ja sogar Konecranes mit Truckaccess bieten Überwachungssysteme an, die I Voll-Leerfahrten I Fahrstrecken I Leerlauf-/Laststunden I Fahrstrecken I Verbrauch I Betriebsmittelzustände I Reifendruck (Bluetooth-Sensoren) I Wartungshinweise I Shocksensor I Batteriezustand (externer Batteriesensor) und weitere Daten anonym oder fahrerzogen (in Mitteleuropa eher schwierig) bezogen speichern oder über WLAN, SMS oder Download zur Auswertung anbieten. Diese Systeme sind nicht so teuer wie man annimmt – sie lassen sich vor allen Dingen von einem auf das nächste Gerät „mitnehmen“. Der Zwang zur Bereitstellung einer genormten 16-poligen (oder anderen) Schnittstelle wird heute verstärkt von Kunden gefordert – nur sie haben die Macht, dem OEMPartner zu einer solchen meist nachträglichen Umrüstung zu zwingen. Diese Umrüstung muss zwingend vom Hersteller und von einem von ihm autorisierten Servicepartner durchgeführt werden, denn bei Nichtbeachtung kann die CE-Zertifzierung und die ABE verloren gehen – außerdem können sich erhebliche Auswirkungen auf Fullserviceverträge und andere vertraglichen Vereinbarungen zwischen Kunde-LieferantServiceparter ergeben. Hier haben die Betreiber aber zunehmend eine große Macht denn ab einer Flotte von sagen wir 40 oder mehr Flurförderzeugen werden sich auch die großen Hersteller bewegen müssen. Die neuen Informationssysteme haben den Vorteil, dass parallel

Stapler-Überwachungssysteme mit CanBus-Anbindung können nicht nur als Terminal für Fahraufträge fungieren sondern viele weitere Informationen aus dem fahrzeug sammeln und melden (Bild: Archiv STW;GS1)

die Fuhrparkleitung, der Servicepartner und weitere Stellen informieren. Das kann soweit gehen, dass auch Standortinformationen übermittelt werden und Bereichsleiter genau sehen, was ihre Fahrzeuge machen. Da sich über Geofencing (Eingrenzung des Arbeitsraumes über GPSDaten) auch Arbeitsbereiche definieren lassen, können Betreiber zum Beispiel die Fahrgeschwindigkeit beim Verlassene eines vorgeschriebenen Bereiches auf Kriechfahrt schalten lassen und etwa die Hubfunktion deaktivieren. Somit wird sichergestellt, dass ein Niederhubkommissionierer beispielsweise nicht mit 10 Bechern Kaffe ins Hochregallager fährt um dort die Kollegen

zu beglücken. Die Genauigkeit von IndoorGPS-Systemen ist heute schon auf wenige Meter skalierbar, bei entsprechend komplexer Antennentechnik sogar laut unseren Informationen auf ± 10 cm. Diese Systeme werden auf breiter Front eher von Großflotten-Betreibern eingesetzt werden, können aber bei entsprechender Verbreitung auch in Preisregionen vordringen, die sie für Flotten von 10 bis 15 Geräten interessant machen. STAPLERWORLD wird diesen Systeme viel Aufmerksamkeit widmen. In STW 01-2014 werden wir ersten Kontrollsysteme von B-Alert und LostnFound testen. (oba)


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BYD-Frontstapler: Batterie reicht für die gesamte Lebensdauer

Hauptquartier von BYD in Shenzhen.

Build your Dreams oder kurz gesagt BYD ist in Europa eher unbekannt. Aber seit dem Auftrag über 35 elektrische Vorfeldbusse für den Flughafen Schiphol (Lieferung ab Juni 2014), steigt das Interesse an dem chinesischen Konzern. Auch das Joint Venture in China mit Daimler zum Bau von Elektro-Automobilen lies aufhorchen. Nun folgen Gabelstapler und Lagertechnik mit einem ganz neuen Konzept – Stapler und Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie sind eine Einheit, was Batteriewechsel vermeidet und aufgrund der neuen Technologie deutlich Betriebskosten sparen soll. STAPLERWORLD traf sich mit Javier Contijoch, Forklift Director Europa und mit Cyrille Landman, Leiter Aftersales und Service um mehr über den Giganten zu erfahren. Denn BYD beschäftigt weltweit 180.000 Mitarbeiter und ist damit sehr ernst zu nehmen. Gabelstapler aus China haben in Europa kaum mehr als eine Randnotiz gespielt – was plant ihr Unternehmen im härtesten Markt der Welt? J. C.: Wir sind im Staplergeschäft in Europa noch neu, haben unsere Geräte auf der Logimat 2013 gezeigt. In 2014 werden wir zu CeMAT in Deutschland starten, in 2015 folgen Frankreich und England. Wir haben erkannt, dass unsere LithiumEisenphosphat-Batterien sich hervorragend als Traktionsbatterien eignen. Das Einsparungspotential ist enorm und wird nach unserer Auffassung das nächste “Big Thing” in der Intralogistik.

Wir sind einer der der größten chinesischen Autohersteller und der größte Batteriehersteller der Welt. Wir fühlen uns durchaus in der Lage, mit Gabelstaplern ein neues Feld erfolgreich aufzurollen. Wir haben unsere Geräte nach den deutschen Standards ausgerichtet und der deutsche Markt ist der anspruchsvollste der Welt.

Sagen Sie uns bitte mehr zur Staplersparte? J.C.: In unserer 1 Mio. m2 großen Fabrik in Shaoguan können wir jährlich 50.000 Flurförderzeuge bauen. Bisher haben wir diese nur für unsere eigenen Organisation gebaut und intensiv getestet. Seit Anfang 2013 liefern wir sie auch in China an Dritte.

Javier Contijoch hat seine Karriere in der Autoindustrie und in der Logistkbranche begonnen und arbeitet seit einem Jahr am Aufbau der europäischen Organisation


Hier gibt es die besten FFZ-Hersteller der Welt, die auch E-Stapler und Lagertechnik fertigen, warum sollen die Betreiber hierzulande umdenken. C. L: Lithium-Eisenphosphat-Batterien senken die Betriebskosten um 20 bis 25%. Außer uns bietet das kein anderer Hersteller. Unsere Batterien verbrauchen 40% weniger Energie und sie sind wartungsfrei – Wechselund Wartungszeiten entfallen fast gänzlich. Wir gehen von einer Lebensdauer von mehr als 10 Jahren aus, das ist mehr als doppelt so lange wie eine Blei-Säure-Batterie. Wir bieten Vierrad-Frontstapler von 2 bis 3,5 t in zwei Ausführungen – einer einfacheren mit Hebeln und abgespeckter Ausstattung speziell für den Rental-Einsatz und einer sehr gut ausgestatten mit GrammerSitz, Minihebel und auf Wunsch Vollkabine. Wir können dem Betreiber vorrechnen, dass er 20 bis 25 weniger Gesamtkosten pro bewegter Palette hat. Der Kunde wählt zwischen vier Batteriegrößen von 100 bis 600 Ah, alle Batterien haben 80 V, dazu liefern wir vier verschiedene Ladegeräte – je nach Einsatz, Last, Streckenprofil, Anzahl zu arbeitender Schichten ermitteln wir die passende Kombination. Der Kunde kann testen und das System für sich entsprechend bestellen oder anpassen. Wir werden nur über Händler liefern. Stichwort Technik: Die LithiumEisen-Phosphat-Technik ist neu, welche Dauererfahrungen haben Sie? J. C.: Wir nutzen diese Batterien seit 18 Jahren für Notstromstationen, Fahrzeuge und Busse. Wir haben mehrere tausend Busse und Taxen mit dieser Technik im Einsatz. In 2014 werden wir 35 elektrische Vorfeldbusse an den Flughafen Schiphol liefern. Diese haben wir in einer internationalen Ausschreibung gewonnen. Jeder Bus kann mit einer Batterieladung 250 km zurücklegen. Mehrere europäische Städte testen derzeit unsere E-Busse. Ein Stapler mit Hochleistungsbatterie hat aber auch Stahlbau, Hubmast, Zusatzausstattungen, Komponenten, was dürfen unsere Leser erwarten? C. L.: Wir bauen AC-Motoren ein, haben Zapi-Steuerungen und eine BYD-Batterie, die untrennbar mit dem Fahrzeug verbunden ist. Die Stapler haben CanBus, lassen sich auslesen, programmieren und den Kunden-Einsatzprofilen anpassen. Unsere Hubmasten sind austauschbar, so dass innerhalb der Serie von 2 bis 3,5 t alle Masten getauscht werden können.

Nehmen wir an, die Technik funktioniert. Ohne Vertrieb geht es nicht, wie werden Sie den verwöhnten deutschen Kunden angehen? J. C.: Wir haben ein Jahr lang in Rotterdam am Produkt und an seiner Performance gearbeitet. Parallel dazu haben wir in Venlo ein Ersatzteillager eingerichtet, das im Nachtsprung Parts ausliefert. Derzeit richten wir ein Netzwerk mit unabhängigen Händlern und eigenen Servicetechnikern ein, die innerhalb von 30 min beim Kunden sein können. Wie soll das Händlernetz im Endausbau aussehen? J. C.: Wir wollen 2014 mit 25 Händlern starten. Die guten Händler sind in festen Händen, wie kommen Sie an die für sie richtigen? J. C.: Wir wissen das, wir gehen an professionelle Staplerhändler. Hubgerüst, Performance und Abmessungen unserer Geräte entsprechen denen aller großen Marktbegleiter. Wir suchen Händler mit 10 bis 20 Mitarbeitern, solche, die Frontstapler und Lagertechnik verkaufen. BYD-Verkäufer sollen und müssen besonders unter TCOAspekten argumentieren, denn die finanziellen Aspekte spielen im Vergleich zu besteheden Staplern eine ungleich größere Rolle. Wie unterstützen Sie die Händler? J. V.: BYD-Händler erhalten von uns Geräte innerhalb voneiner Woche. Also muss kein

eigener Lagerbestand aufgebaut werden. Unsere Händler sind also innerhalb von Tagen lieferfähig. In relatv kurzer Zeit werden wir 50 neue Modelle vorstellen, die unsere Händler dann kurzfristig an die Hand bekommen. Sobald die Gerätepopulation steigt, werden wir die Händler ermutigen mehr Servicepersonal einzustellen. Ein neues Produkt, über dessen Verfügbarkeit und Technik man wenig weiß, wird bei der Einführung sicher Zugeständnisse machen müssen. C. L.: Die meisten Interessenten werden die Geräte zunächst testen wollen. Also müssen wir Vorführmaschinen und Mietgeräte vorhalten. Sollten die Tests positiv verlaufen, gehen wir davon aus, dass die Kunden ihre Flotten ganz oder teilweise gegen unsere Geräte austauschen. Ergänzende Angebote wie Schulungen, Vertriebssoftware und Leasingangebote stehen bereits. Bilder: BYD

info BYD Europa B.V. 3047AT Rotterdam Tel. +31-639465393 www.byd-auto.net

Robotergestützte Produktion im Staplerwerk.


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Anbaugeräte aus Meschede: Dritter Anlauf – Geschafft

Franz-Josef Schulte-Henke ist ein typischer Sauerländer, strebsam, ehrgeizig, technisch brillant und ein begnadeter Vertreter der eigenen Sache – Anbaugeräte für Gabelstapler. Der „große alte Herr“ der Anbaugerätebranche hat nun für sein Lebenswerk, wie es scheint, eine vernünftige Lösung gefunden. Das von ihm gegründete Unternehmen stabau in Meschede hat er 2007 an Hubtex verkauft. Anschliessend startete der rastlose Unternehmer, zusammen mit der großen Ausbildungsstätte LEWA Attendorn, die SHB-Anbaugeräte. Jedoch wollte sich die LEWA, so die offizielle Lesart, auf ihre Roboteraktivitäten konzentrieren. Die Zusammenarbeit mit Vertrieb in Meschede und Fertigung in Attendorn barg Performanceverluste.

Die Kooperation wurde einvernehmlich beendet, aber Schulte-Henke wollte im Alter von 70 Jahren, wo andere den längst verdienten Ruhestand genießen, eine neue Lösung finden. Die fand er nun mit zwei jungen Partnern, die das Unternehmen SH-Anbaugeräte GmbH übernehmen werden. Frank Stehling für Technik und Vertrieb und Frank Schmelzer für den kaufmännischen Bereich werden in die Fußstapfen des Meisters treten. „Und darum enden nun endlich die Gerüchte, wie der Fortbestand nach der aktiven Zeit von Schulte-Henke geregelt ist“, so Frank Stehling im Gespräch mit der STAPLERWORLD, die sich Mitte September

im schönen Sauerland zum Ortstermin einfand. Stehling und Schmelzer kommen nicht aus der Staplerbranche, was durchaus als Vorteil angesehen werden kann. Unverkennbar trägt das neue sehr ansprechende und funktionale Gebäude im Industriegebiet Steinwiese direkt an der A 46 die Handschrift des Gründers und seiner Frau, die für das blau-rote CI verantwortlich zeigt. 450 m2 Bürofläche und 1.800 m2 Hallenfläche stehen zur Verfügung - krachneu und im November 2012 bezogen. Das Grundstück ist aber sehr viel größer, was erkennen lässt, wohin die Reise des derzeit 20 Mitarbeiter beschäftigenden Anbaugeräteherstellers gehen wird. Stehling kommt aus der Anlagenbaubranche und war zuletzt als Vertriebsleiter im Bereich Abstichtechnologie für Hochöfen aktiv, ist Mescheder und damit quasi ein Nachbar von Schulte-Henke. Irgendwann war klar, dass Stehlings Reisen um die Welt ein Ende haben sollten und er etwas sesshafter werden wollte. Anbaugeräte bestehen zum überwiegenden Teil aus Stahl und so passte das eine zum anderen.

Die Bettfräse gehört zum jungen CNC-Maschinenpark.


Zinkenversteller bis 16 t und darüber hinaus, Drehgeräte und Sonderbauten – das fällt jedem Brancheninsider ein, wenn er an sauerländische Anbaugeräte denkt. Stehling betont: „Wir sind noch kein Fullliner, aber wir trauen uns eine Menge zu, doch Schritt für Schritt“. Dazu zählt zunächst der Aufbau einer funktionierenden und effektiven Fertigung, die derzeit nach ISO 9001 zertifiziert wird. 12 Mitarbeiter in der Produktion, der Rest in Konstruktion, Abwicklung und Vertrieb – sehr flache Hierarchien und der Wunsch, schon bald mit der Ausbildung eigener Fachkräfte zu beginnen, sind unüberhörbar. Schmelzer und Stehling arbeiten sich mit hoher Schlagzahl in die Branche ein und besuchen mit „SH“

Das moderne Firmengebäude in Meschede beherbergt ein junges und modernes Unternehmen – und Expansionsplatz ist vorhanden. Händler und Endanwender und hören, was die Kunden von neuen Anbaugeräten erwarten. Vertrauen können Sie auf einen Betriebsleiter und Mitarbeiter in der Produktion, die mehrjährige Erfahrung in der Fertigung von Anbaugeräten mit ins Unternehmen gebracht haben. Die Produkte werden auf einem hochmodernen Maschinenpark gefertigt. Teuerste Neuerwerbung ist eine HorizontalbettFräsmaschine von Volmatec – ein Monster

mit vollautomatischem Werkzeugwechsel, das bei komplexen Teilen dank nur einer Aufspannung höchste Präzision verspricht. Rund 50 % der Produktion entfallen auf echte Sondergeräte mit der „Losgröße 1“. Klar ist, dass man sich aber auch bei Klammergabeln, Ballen- und Zelluloseklammern, Papierrollenklammern und vielen anderen Anbaugeräten wohl fühlt. Segmente wie Mehrfachpalettenklammern sind noch nicht im Fokus – doch die sauerländische Getränkeindustrie mit Schwerpunkt hopfenhaltiger Erzeugnisse könnte durchaus ein lukrativer Markt werden.

Frank Schmelzer

Frank Stehling

I Jahrgang 1964

I Jahrgang 1970

I gebürtig aus Attendorn/ Neu-Listernohl

I Gebürtig aus Meschede

I aufgewachsen im Münsterland I verheiratet, 3 Kinder I Betriebswirt I 27 Jahre Betriebserfahrung I in der Möbelproduktion zuletzt als Geschäftsführer

I Verheiratet, 2 Kinder I Diplom-Ingenieur und Master der technischen Betriebswirtschaft (MBA) I 17 Jahre Betriebserfahrung im internationalen Maschinenund Anlagenbau I Tätigkeiten als Montageingenieur; Projektleiter und zuletzt Vertriebsleiter


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Im Angebot sind derzeit: I Zinkenversteller, wellengeführt von 2.000kg bis 16.000kg I Drehgeräte für Traglasten bis 18.000kg I Schaufeln I Dorne I Vorschubgabelträger I Langguttraversen I Gabelverlängerungen I Kranauslege I Schneeschieber I Klammern I Klammergabeln I Ballenklammer/Zelluloseklammer für 1.400 bis 7.000 kg Traglast I Palettenwendeklammern und Gitterboxenentleergeräte I u.v.m.

Wellengeführter Seitenschieber – eine der SH-Kernkompetenzen.

info SH-Anbaugeräte GmbH Steinwiese 1 59872 Meschede Tel. +49-291 908700 0 www.sh-anbaugeraete.de

Reparatur eigener und der von SHB/LEWA gefertigter Produkte ist eine Selbstverständlichkeit. „Wir haben sämtliche Garantieverpflichtungen von SHB übernommen. Unsere Kunden können auf eine reibungslose Fortführung der Geschäftsbeziehung und Ersatzteilversorgung vertrauen“, so Stehling. Umbauten und Überholungen sind schon heute an der Tagesordnung. Parallel zu diesen Aktivitäten läuft der Aufbau eines Miet- und Vorführparks.

„Verkauft wird nur über den Staplerfachhandel. Gemeinsam besuchen wir gerne den Endkunden, um dort die für den Endnutzer passende Lösungen zu erarbeiten“, betont Stehling. Das ist auch notwendig, denn die Kunden der SHler haben Sonderwünsche, müssen feuerflüssige Massen bewegen und arbeiten oftmals unter sehr rauen Bedingungen im Dreischichtbetrieb. Da geht dann Solidität oft vor filigraner Bauweise. Bilder: STW/SH


The Nokian HTS Harbour&Terminal Special Tyre: a crossply tyre developed for the special requirements in the container and material handling in ports and container terminals.

The Finnish Forerunner in Special Tyres Particular features of the RTG’s are: I Special diagonal tyre for RTG-Cranes steering procedures! I A good profile for good force transmission I High durability and wear resistance I Low rolling friction I Low heat generation slows down tyre wear

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Nokian Heavy Tyres Ltd, based in Nokia, is part of the Nokian Tyres Group and manufacturer of special tyres. Product selection also includes a range of special tyres for agricultural, industrial, harbour and mining machinery. In this field of OTR-Tyres the manufacturer has more than 50 years of experience. But the company’s roots go all the way back to 1898, when Suomen Gummitehdas Oy, or Finnish Rubber Factory, was established. Passenger car tyre production began in 1932 and the world’s first winter tyre was produced in 1934. The enterprise brand tyres are sold to OEMinstallation and replacement markets worldwide. Solutions that have been tried and tested in the north, convince end-users in all corners of the world. All products have something in common: They feature innovative solutions generated through close R&D co-operation with customers, as well as high quality and durability. With a total of 4,039 employees, at the end of 2012, they generated a turn-over of EUR 1,612.4 billion. Their R&D centers are located in Nokia and Ivalo, North-Finland.

Sales and distribution: The Finnish products are mainly sold in replacement markets. The group has its own sales companies in Sweden, Norway, Germany, Switzerland, Russia, Ukraine, Kazakhstan, Czech Republic, the United States and Belarus. In other countries sales is handled by importers on a limited or one-brand approach. A member of the tyre group, the tyre chain Vianor operates as a wholesaler and a retailer in the group’s core markets. Other distributors have long-term partnerships and are loyal in building original brand positioning in their markets. Important customer groups are also the end-users of tyres and the Original Equipment Manufacturers that are involved in long-term product research and development co-operation with the Finns.

The Finnish tyre specialist runs an on-going program where the original brand is the premium brand with the latest features from their own R&D and added value to the customer thru reliability, safety and low wear rate and Nokian-Nordman being the second brand with slightly less features and slightly lower prices. These brands are available all over Europe. Particularly the German market is of very high importance for the enterprise, because it’s a large and near-by market. Especially here, for the use in RTG’s, they offer exclusively tyres in diagonal version and sizes of: RTG 14.00-24; RTG 18.00-25 and HTS E-3 14.00-24. The Nokian RTG: more facility and constancy for RTG port cranes.

Specific features of the diagonal HTS tyres are: I Stable and efficient tyre for RTG-cranes I Very resilient rubber mixture for high running hours I Good traction on different surfaces – also in winter and harsh conditions I Tyres can be retreated I Stable driving quality According to the Finnish tyre specialist is the Reach stacker segment very important and it is the most interesting segment in the container and material handling segment. As already mentioned the company runs a program of diagonal tyres for reach stackers and large fork lifts.

Service and processes: Support for complete wheels (Tyre, Rim, Tube, Flap) for all applications, Offering air pressure control systems, product- and security trainings, technical support close to the customer.

Production: The Finnish tyre design philosophy is based on deep understanding of the machine where the tyre is used and the use of the machine. Hence, all tyres are designed in Finland. Key product productions are produced in their own factories in Nokia, Finland. A very small number of certain products are manufactured by off-take contract producer in factories where the quality level corresponds to the Finns high standards. Author: STW-Editor Peter Pospiech

info Nokian Heavy Tyres Ltd FI-37101 Nokia, Finland Tel.: +358 10 401 0 Nokian Reifen GmbH D-90411 Nürnberg, Germany Tel.: +49 (0)911-52 755 0 www.nokiantyres.com

Stw 6 2013 komplett  

NOv./Dec-Issue of the GERMAn Forklift magazin covering newst developments on Lifttrucks, eachstackers (Konecranes, Sany etc.) Modt fascinati...

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