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ISSN-Nr. 1612-1848 4. Ausgabe | September 2012 | 10. Jahrgang

Das Magazin für Flurförderzeuge und Logistik

| STW-RANKING 2012

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| STW-Equipmentcheck: LED-Scheinwerfer von Nordic Lights, J.W.Speaker und Hella

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VORWORT

Das Klima wird rauer! Noch toben zumindest im schönen Süden der Bundesrepublik die Sommerferien, doch auch diese gehen zu Ende und die Wirtschaft, auch wenn Sie in südlichen Gefilden eher kräftig ist, muss sich auf härtere Zeiten einstellen. Konjunkturprognosen sind derzeit schwierig wie selten. Die Bundesbank prognostizierte im Juni ein Wachstum von einem Prozent, Für 2013 erwartet sie ein Plus von 1,6 %. Im Mai verdoppelte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die 2012-Wachstumsprognose für Deutschland auf 1,2 %, für 2013 liegt sie bei 2 Prozent. Optimistischer ist der internationale Währungsfons. Er sagte im Juli ein Plus von einem Prozent für 2012 voraus, 0,4 Punkte mehr als bei der Schätzung im April. 2013 sollen es dann beschauliche 1,4 % sein. Diese Zahlen sind natürlich nicht so toll, aber in anderen Bereichen wie der Jugendarbeitslosigkeit liegt Deutschland mit nur 7,9 % im Vergleich zu Spanien mit 52 % natürlich topp. Klar ist, die Euro-Schuldenkrise ist das drohende Szenario. Wann nun der Bundesfinanzminister bei mir vorbeikommen wird um meinen Anteil an dem für Griechenland, Spanien und Portugal geschnürten Hilfspaket abzuholen, vermag ich noch nicht zu sagen, aber ich bin mal gespannt wie das funktionieren wird.

n– e t s a L Ihre stab ß a M r unse

Auch wenn er nicht kommen sollte, sondern mein zuständiges Finanzamt vorschiebt, so ist doch klar, dass die große Unsicherheit, die Besteuerung von Unternehmensgewinnen und viele weitere Faktoren die Investitionsbereitschaft dämpfen werden – auch übrigens in Fernost, wo sich das jährliche Wachstum in China etwa von 12 auf 8 % abkühlt (oder künstlich gedämpft wird). Also ist klar, dass in unsicheren Zeiten, die genau wie die sicheren, nur vom privaten Konsum leben, Investitionen vorsichtiger angepackt werden. Das betrifft die gesamte Wertschöpfungskette, wird weniger gekauft, benötigen große Retailer weniger Flurförderzeuge dafür steigt beim Ersatzteilwesen und dem Service der Hersteller der Umsatz, der im übrigen bei den großen Konzernen der Branchen, siehe unser Ranking, erhebliche Umsatzanteile hat und diese zügig weiter ausbauen wird. Die erfreulich erstarkte innerdeutsche Wirtschaft, gestützt auf gute Exportaussichten, wird schon wegen des eher unlustigen Eurokurses im Vergleich zum Dollar schwächeln, denn nun werden Produkte aus Amerika und anderen Regionen zunehmend interessanter. Die Politik ist abngehalten aus dem Flickenteppich hastig zusammengeschusterter Maßnahmen einen perfekt sitzenden Maßanzug zu schneidern, der auch gerne von kommenden Generationen getragen werden wird. Wachstum um jeden Preis streben derzeit nicht alle Unternehmen im Staplersektor an, aber es ist klar, man muss sich global aufstellen. Kion operiert in Indien mit Voltas, keine echte News, aber Beweis einer Langfriststrategie von Gordon Riske, Unicarriers mit Atlet, TCM und Nissan wird zu einem großen Player und ist mit Produktion in Japan, China, Europa und den USA gut aufgestellt, Cargotec montiert bereits weltweit und Jungheinrich stärkt, was vernünftig ist und unsere Hochachtung verdient, weiter den deutschen Markt – etwa mit dem bau des neuen HRL-Stapler-Werkes bei Moosburg. Also – global denken, sich den Märkten anpassen und vor allem auf die regionalen Besonderheiten achten – die Branche ist sicher noch nicht so in Unruhe, wie sie es sein sollte, denn die Zeiten werden zunehmend härter. Meint zumindest Ihr

Gabelzinken bis 90 t Tragkraft Standard­ und Sonderausführungen in allen Formen und Abmessungen Anbaugeräte Sonderkonstruktionen und Umbauten für besondere Lastaufnahmeanforderungen Sonderbauten Geräte für den speziellen Einsatz, z. B. Gabelstapler in Edelstahl für besondere hygienische Ansprüche Reparaturservice Gabelzinken richten, Hubmasten kürzen, Profile aufarbeiten oder erneuern, Anbau­ geräte und Gabelträger instand setzen

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FRONTSTAPLER

Große E-Stapler Im Großsegment ab 5 t muss man heute „knuffig“ aufgestellt sein, weil Getränkeindustrie, Logistik und vor allem Produktionsunternehmen und Automobilbauer nach diesen Maschinen verlangen. Der Einsatz von E-Staplern unterscheidet sich massiv von dem von Verbrennern – die deutlich höheren Anschaffungskosten für Stapler, Batterie und Ladegerät werden durch erheblich günstigere Energiekosten und um rund 30 % geringere Wartungskosten im Vergleich zu Verbrennern wett gemacht – hinzu kommen Aspekte wie ruhiger vibrationsfreier Arbeitsplatz, minimierter Geräuschpegel, was vereinzelt Probleme in sehr lauten Umgebungen machen kann. STW rät bei der Evaluierung des Einsatzes sehr sorgfältig auf Anschaffung, Unterhalt und Performance zu achten, denn große E-Stapler haben auch beim Einsatz, Stichwort Geschwindigkeit an Rampen, einige Einsatzbesonderheiten. Das Angebot ist recht groß und reicht von chinesischen über skandinavischen hinzu italienischen und deutschen Produkten, die sich teilweise in Konzeption, Anzahl der Batterien (ein oder zwei) erheblich voneinander unterscheiden. Bei großen E-Staplern ist zudem der gemischte Innen-/Außeneinsatz durchaus an der Tagesordnung, weswegen auf eine ordentliche Kabine mit Heizung (kann auch Diesel-Zusatz-Heizung sein, so anachronistisches es klingt) zu achten ist.

Cesab Eco/ P85. Geräte unterschiedlicher Traglast setzt das ThyssenKrupp Metallcenter in Wörth ein. Sie bewegen Coils von 6 bis 9 t.

Kalmar ECF 80-12,5 mit Drehkippklammer von Auramo Typ RA520 NE im Einsatz bei Herma in Stuttgart.

Im Angebot sind derzeit: • Carer R50 N ((5.000 kg/600 mm LSP) • Toyota Traigo HT/Cesab Eco P 60 bis P 85 (6.000 bis 8.500/600 mm LSP) • Clark GEX50 (5.000/500 mm LSP) • DoosanB50X-5 (5.000/500.mm LSP) • Hanselifter (Hang Cha) HLES50 (5.000/500.mm LSP) • Hyundai 50B-7 (5.000/500.mm LSP) • Jungheinrich EFG 550 (4.990/500.mm LSP) • Cargotec/Kalmar ECF 50-6 bis ECF 90-6L (5.000/600 mm bis 9.000/600 mm LSP) • Linde E50HL (5.000/500.mm LSP) • Mora EP60R80 V (6.000/600 mm LSP) • Nuova Detas SE50 AC (4.999/500 mm LSP) • Still RX 60-50/600 (4.990/600 mm) • Yale ERP 50 M (4.999/500 mm LSP) • Hyster J4.0-5.0XN (4.999/500 mm LSP)

Bei der Beschaffung ist besonders auf den Lastschwerpunktabstand zu achten, so gibt es Modelle mit 500, 600 und 900 mm (Kalmar ECF 80-9), auch verchiedene Low-Built-Versischiedene onen für die Containerbeladung werden von einigen Herstellern angeboten.

Im vergangenen Jahr brachte Linde Material Handling die Elektrostapler-Baureihe Linde E20 bis E50 mit 19 verschiedenen Standard-Modellvarianten auf den Markt. Mit den jetzt verfügbaren Staplermodellen Linde E40 bis E50 mit abgesenkter Bauhöhe für vier, viereinhalb und fünf Tonnen Tragfähigkeit ist das Spektrum an Varianten noch größer geworden. Zum Einsatz kommen die speziellen Modelle der aktuellen Linde-Elektrostaplerbaureihe vorwiegend in Containerdepots oder Unternehmen, bei denen die Stapler durch Tore mit sehr niedriger Durchfahrtshöhe fahren oder in Hallenbereichen mit geringer Deckenhöhe arbeiten. Die umgangssprachlich als „Containerversion“ bezeichneten neuen Staplermodelle besitzen eine Bauhöhe von 2.220 mm und sind damit 140 mm niedriger als die Standardausführung der Elektrostapler im Traglastbereich von 4 bis 5 Tonnen. Alle drei Staplermodelle in Containerversion verfügen über 600 mm LSP. Das Batterieladen erfolgt auch bei den Containermodellen optional per Onboardlader und aktiver Entlüftung an flexiblen Standorten im Betrieb und

Stapler Daten ohne raten www. stapler-ruf.de/datenlogger.html

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FRONTSTAPLER

Mora 8-Tonner in der Flughafenlogistik, direkter Wettbewerber aus Italien ist Carer (siehe dazu Interview in dieser Ausgabe ab Seite 10). ten Papier- und Folienrollen. Die Rollen werden stehend vom LKW abgenommen, dann um 90° geschwenkt und anschliessend mit Hilfe der Kippeinrichtung auf einem Fördersystem platziert, das sie in das Zentrallager bringt.

und Steuerungen wurden zusammen entwickelt und aufeinander abgestimmt. Die Höchstgeschwindigkeit von 16 km/h reklamiert der Hersteller als klassenführend. Nacco hat mit den Marken Hyster und Yale sein E-Segment bis 5.000 kg im Vierradbereich komplett. Für den Wareneingang beim bekannten Etikettenhersteller Herma in Stuttgart beschaffte Logistikleiter Frank Baude nun einen Superlativ von Gabelstapler – einen Kalmar ECF 8012,5 mit Drehkippklammer von Auramo Typ RA520 NE. Aufgabe des Staplers, der in einer Entladehalle mit nur 4.700 mm Deckenhöhe arbeitet, ist das Entladen der bis zu 2.025 mm breiten ausschließlich stehend angeliefer-

„Der Stapler bewegt sämtliche Papierrollen, bis zu 2.000 Stück im Monat“, erklärt Baude „und wir vertrauen auf 100 % Verfügbarkeit, die wir mit unserem ersten Kalmar-Gerät auch hatten, aber er wurde älter und nun ist der vorhandene Stapler gleichen Typs Stand-by-Maschine und der neue mit Zweifach-Vollduplex-Hubmast mit 3.250 mm Hubhöhe nun der „König der Entladehalle“. Bilder: Hersteller

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Toyota Traigo HT mit zwei Batterien (80V/1-050 Ah auf zwei Batterien à 1.350 kg verteilt).

Hysters 5-Tonner ist nun serienreif und „Ready for Delivery“hier noch auf dem Testgelände in Craigavon.

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Vierrad-Elektrostapler GEX 40-50 ist ab sofort verfügbar Mit dem luft- oder SE-bereiften GEX 40-50 erweitert der koreanische Hersteller seine E-Staplerreihe nach oben. Die 80-V-Vierradstapler werden mit Tragkräften von 4, 4,5 und 5 Tonnen angeboten. Kennzeichen sind u.a. zwei Antriebsmotoren, AC-Technik für Fahren, Heben, Lenken, wartungsfreie Ölbadlamellenbremsen (identisch zu den Dreiund Vierrad-Modellen im 48und 80-V-Segment). Entwickelt im internationalen Projektteam, sorgen die zwei Fahrmotoren des neuen GEX im Parallelfrontantrieb mit je 9,2 kW Leistung und 80 Volt in DrehstromTechnologie für entsprechende Beschleunigung und VorBild: Clark triebskraft. Die AC-Motoren arbeiten verschleißfrei, daher reduzieren sich die Betriebskosten. Der Antrieb des GEX 40-50 erfolgt abhängig vom Lenkeinschlag. Geschwindigkeit und Drehrichtung der Räder werden demnach so gesteuert, dass kein starker Reifenabrieb auftritt. Diese Art der Steuerung ermöglicht zudem ein sanftes und zugleich präzises Anfahren, selbst bei voll eingeschlagener Lenkung. Alle Motoren sind voll gekapselt und dadurch gegen Staub, Wasser und Schmutzpartikel geschützt; durch die Motor-Temperatur-Überwachung wird die Leistung gedrosselt, sobald die Temperaturen sich einem Grenzwert nähern. Zudem sind alle Steuerungselemente gekapselt und damit vor Umwelteinflüssen geschützt – und als zusätzlicher Schutz am Gegengewicht hoch über dem Boden angebracht. Übernommen aus den verbrennungsmotorisch angetriebenen Flurförderzeugen wurde die fußbetätigte Parkbremse. Insgesamt gewährleisten drei voneinander unabhängige Bremssysteme (elektrische Bremse, Betriebsbremse, Feststellbremse) die Sicherheit von Fahrzeug und Last. Wie bei allen E-Staplern werden DIN- und keine BS-Tröge verwandt. Betriebs- und Feststellbremse sind als Ölbadlamellenbremsen ausgeführt, was einen Austausch der Bremsbeläge erübrigt und die Total Cost of Ownership reduziert. Für besonders sicheres Handling auf abschüssigem Gelände und Ladebühnen soll die serienmäßige Rampenfunktion eine kontrollierte Fahrzeugbedienung unterstützen. Die fußbetätigte Parkbremse ist nicht der einzige Technologietransfer, der beim GEX 40-50 realisiert wurde. Auch die Hubgerüste aus eigener Produktion orientieren sich an den Erkenntnissen der Verbrenner. Die unabhängige, elektrisch angetriebene Hydraulikpumpe mit AC-Technik fordert im Übrigen nur das zur Aktion erforderliche Ölvolumen und arbeitet somit besonders energiesparend (Loadsensing). Der Fahrer erreicht den Arbeitsplatz über eine große, tief angesetzte Lochblechtrittstufe. Ein Haltegriff am vorderen Holm der Einstiegsseite erleichtert das Auf- und Absteigen. Weitere Komfortfeatures sind Gummibodenbelag im Fußraum für bessere Trittsicherheit, neigbare Lenksäule und Komfortsitz. Die Pedalerie ist automobilkonform angeordnet.

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FRONTSTAPLER Die Anhängevorrichtung mit langem Steckbolzen bildet eine Einheit mit dem Chassis, so kann das Kontergewicht nicht abreißen.

Update Carer: Verbrenner am besten gegen große E-Stapler austauschen Sie haben den Vertrieb in Deutschland, speziell mit Mitsubishi-Händlern kräftig angekurbelt, wie schnell werden Sie unser ganzes Land mit passenden Händlern bestückt haben? R. S.: Ende 2012 soll ein flächendeckendes Netz für Deutschland und Österreich stehen. 2013 folgen B-Händler. Danach folgen Schweiz, Polen und Dänemark. Zur Zeit arbeiten wir dort mit einigen Händlern auf Projektbasis. In Tschechien haben wir bereits mit dem Caterpillar-Händler Kromaxim einen Partner gefunden. Die Kooperation mit Mitsubishi-Händlern hat den Vorteil, dass diese Händler im Bereich über 5 Tonnen Tragkraft keine Elektrostapler im Programm haben, zudem sind die Beziehungen zwischen den meisten Händlern recht freundschaftlich, so können sich die Händler gegenseitig bei der Einführung unserer Produkte bei Ihren Kunden unterstützen. Im September 2009 übernahm Antonio Cantone, norditalienischer Komatsu-Baumaschinenhändler den 1976 gegründeten E-Staplerhersteller Carer. Die deutsche Vertriebsniederlassung in Nordhorn, zur Hälfte dem Stammwerk in Italien und dem Caterpillar-Stapler-Händler Crepa in den Niederlanden gehörend, hat mit Rudolfo Santamaria einen Brancheninsider als deutschen Vertriebsleiter, den die STW-Redaktion zu den Aussichten des rund 400 Geräte/Jahr fertigenden Herstellers befragte.

Rudolfo Santamaria leitet den Vertrieb der wieder erstarkten E-Staplermarke Carer in D-A-CH.

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Welche Serien, F-, Z- oder R sind auf dem von Ihnen betreuten Markt besonders gefragt? R. S.: Die R-Serie ist eine recht alte Baureihe, die aber etwa von VW weiterhin gerne gekauft wird. Es sind robuste leicht zu wartende Geräte. Mit der Z-Serie gewinnen wir jedoch deutlich mehr Neukunden, da diese nicht nur dem neuesten Stand der Technik entspricht und besonders kompakt ist, sondern auch noch gut aussieht. Wir haben dieses Jahr eine neue Version des Z100 gebaut, diese Maschine ist mit 10 t Tragkraft kompakter als alle derzeit erhältlichen Verbrenner und bietet eine gleichwertige Leistung, verbraucht aber gerade mal 12,75 kW/h pro Betriebsstunde. Für dieses Gerät haben wir Anfragen von Kunden, die einen 8-Tonner mit LSP 900 einsetzen und Verbräuche von mehr als 9 l/h haben. 2013 stellen wir die neue F-Serie vor (5 bis 8 t). Sie haben für unsere Verhältnisse eine sehr niedrige Sitzhöhe, einen extrem kleinen Wendekreis und eine entsprechend geringe Arbeitsgangbreite, sowie hervorragende Leistungsparametern in Bezug auf Beschleunigung, Hubgeschwindigkeit und Energieeffizienz. Wir zeigen sie zunächst auf der Logistica in Utrecht, danach folgt eine Roadshow. Mit der neuen F-Serie wird es definitiv für keinen Kunden ein Argument mehr geben, war-

um er nicht seine Diesel- bzw. Gasstapler gegen E-Stapler tauschen soll. Gebaut wird bei Ihnen, was der Kunde wünscht und bezahlt, das impliziert natürlich eine komplexe Ersatzteilversorgung, eine aufwändige Dokumentation etc, wie handeln Sie diese Themen, die ja für den Markterfolg auf dem schwierigsten Markt der Welt unabdingbar sind? R.S.: Carer hat sich in der Vergangenheit schwer damit getan, glücklicherweise hat man für die Carer Deutschland GmbH und die Carer Niederlande Crepa als Teilhaber ausgewählt. Crepa ist der niederländische Händler für Caterpillar-Gabelstapler und schon acht Jahre Erfahrungen im Vertrieb von Carer. Dort sitzen Experten, die unsere Händler in allen technischen Belangen unterstützen und es gibt ein Ersatzteillager für den deutschen Markt. Mit der Übernahme 2009 wurden auch in Italien die Probleme der Dokumentation schnell erkannt und abgestellt. Dank der Nähe zu den Niederlanden (Crepa) können Sie sicher auch Vorführmaschinen anbieten, ein Service, auf den deutsche Interessenten lange verzichten mussten? R.S.: Wir haben eine Vorführflotte von ca. 20 Geräten, die wir unseren Händlern zur Verfügung stellen können. Diese wird regelmäßig erneuert. Hinzu kommen noch Mietgeräte, die wir auch für Vorführungen nutzen können. Zudem greifen wir auf eine stetig wachsende Liste an Referenzkunden zu, die wir mit Interessenten besuchen um Stapler im Einsatz zu sehen.

Der Z 100HD wird ein 10-t-Frontstapler mit 600/900 mm LSP. Inkl. Seitenschieber/Zinkenversteller ist er 3.750 mm lang und 2.200 mm breit – auf der Logistica wird er erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.


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Blick in die Produktion Sie haben einen Großauftrag über 150 Geräte von KLM erhalten, was gab den Ausschlag und welche Besonderheiten haben die Geräte? R.S.: KLM hatte besondere Wünsche, die kein anderer Hersteller in dieser, vergleichsweise kleinen, Stückzahl umsetzen konnte. Zum Beispiel war ein Problem der bisher eingesetzten Geräte, dass sie häufig zum Ziehen von Waggons eingesetzt wurden, dabei sind ihnen oftmals ganze Kontergewichte abgerissen. Wir haben für KLM einen komplett neuen 2,5-Tonner entwickelt, dessen Anhängevorrichtung Teil des Chassis ist. Die Maschine wurde mit Motoren und Elektronik eines 4-Tonners ausgestattet. Weitere Wünsche von KLM waren z.B. dass keine Abstellfläche für Getränke vorhanden sein durfte und alle Cockpitteile aus Metall sein sollten. So haben wir unserer Displays mit Metallblenden versehen und die Auflageflächen pyramidenförmig gestaltet, damit man keine Getränkebecher abstellen kann. Natürlich wurden die Geräte mit KLM-Sonderlackierung und einem KLM-Logo auf dem Sitz ausgeliefert. Wie lange müssen Kunden auf die edlen Maschinen durchschnittlich warten? R.S.: Die Lieferzeit ist mit 4 bis 5 Monaten relativ kurz. Derzeit wird im Produktionswerk auch noch im Einschichtbetrieb gearbeitet, jedoch verzichten wir auf die in Südeuropa üblichen Werksferien im August. Sie propagieren immer noch bei vielen Maschinen den DC-Antrieb, aber mit eigenen Motoren mit Wartungsintervallen von 15.000 Betriebsstunden anstelle der üblichen 5.000, wie reagieren Ihre Kunden beim Vergleich AC/DC? R.S.: Es ist richtig, dass wir mit unserem patentierten DC-Motoren eine Haltbarkeit der Kohlebürsten von 15.000 Stunden garantieren, aber auch die Elektronik ist von uns entwickelt und trägt zur Effizienz unserer Geräte bei. Das unterscheidet uns von Mitbewerbern, die Ihre E-Stapler mit zugekauften Komponenten bestücken und dann Überhitzungsprobleme und geringe Batterielaufzeiten haben. Die Kohlebürsten sind in unseren Augen der einzige

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Schwachpunkt des DC-Antriebes, der ansonsten gerade im niedrigen Drehzahlbereich besonders energieeffizient ist. Das heißt, dieser Antrieb eignet sich vor allem für Fahrzeuge, die häufig abbremsen und wieder beschleunigen müssen, was auf 99% aller Staplereinsätze zutrifft. Unser Ziel ist es, immer mit unseren Geräten verbrennungsmotorische Stapler ersetzen zu können, das geht nur mit effizienten Elektromotoren, die es dem Stapler ermöglichen, bei jeglicher Anwendung mindestens eine harte Schicht mit einer Batterieladung zu fahren. Die Kunden wissen das zu schätzen, die meisten von Ihnen sind ohnehin keine Experten im Bereich der Antriebstechnik und haben nur mal gehört, dass AC-Antriebe angeblich besser seien. Nach meiner Erfahrung kennen selbst viele Staplerverkäufer nicht den Unterschied und propagieren nur Werbebotschaften um ihre Geräte an den Mann zu bringen. E-Stapler, auch im großen Segment, sind am Kommen, dem deutlich höheren Anschaffungspreis zu einem vergleichbaren Verbrenner stehen günstigere Energie- und Wartungskosten gegenüber, sind für Ihr Haus Themen wie seitlicher Batteriewechsel, geänderte Konzepte dank Brennstoffzelle oder LI-ON schon Themen? R.S.: Die LI-ON Technologie sowie die Brennstoffzelle sind sicherlich sehr interessant. Derzeit sind diese Systeme noch nicht bei uns im Gespräch, da wir keine Nachfrage vom Markt spüren. Ich denke speziell die LI-ON Batterien werden den E-Staplermarkt revolutionieren, wenn die Preise für diese Batterien marktkonform sind, dann werden wir in der Lage sein, noch kompaktere und effizientere Geräte zu produzieren. Der seitliche Batteriewechsel ist bei allen unseren Modellen möglich.

PROFIL FÜR IHRE IDEEN. Belastbare Gelenke, Hebewerkzeuge für schwere Lasten, gute Sichtverhältnisse und Standsicherheit – das sind die Anforderungen an effektive Hebe- und Logistiksysteme. Wir produzieren Spezialprofile für kleinste Lagerfahrzeuge ebenso wie für schwere Flurförderzeuge oder große Hochregalanlagen. In enger Zusammenarbeit mit einzelnen Unternehmen oder Branchen entwickeln wir Produkte, die immer ein ganz spezielles Fertigungsoder Konstruktionsproblem lösen.

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FRONTSTAPLER

STAPLERFACTS in der CLOUD

Die über 240 Seiten starke Printausgabe bleibt in vollem Umfang erhalten, die nächste Ausgabe erscheint im Janur 2013.

So sieht die übersichtliche Anmeldeseite der STW-CLOUD aus, mit wenigen Registrierungsdaten sind User im Datenpool von 7.000 Geräten unterwegs.

Auf vielfältigen Wunsch und zusammen mit dem kompetenten Mediendienstleietr IMP Intermediapartners hat der TechTex-Verlag die STAPLERFACTS nun auch voll digital im Netz. Unter: http://staplerfacts.intermediapartners.de// ist das Portal für Computer, Tablets und Smartphones in Echtzeit zugänglich. Derzeit sind übersichtlich und nach über 50 Gerätekategorien die wichtigsten Daten hinterlegt. Ab 2013 werden die partizipierenden Hersteller (derzeit 250) ihre Daten selbst online pflegen können, was die Datenbank zu einem der aktuellsten Nachschlagewerke der Branche macht. Künftig werden weitere Daten eingepflegt werden, dazu gehören Anbaugeräte, Scher- und Schrubbmaschinen, Anhänger und Fahrerlose Transportsysteme. Die Nutzung der Datenbank ist kostenpflichtig, abgerechnet

wird bequem per Paypal, damit die Datenbank unmittelbar zur Verfügung steht. Derzeit gibt es attraktive Schnupper-Angebote für die 30-Tage-Lizenz. Weitere Informationen: TechTex-Verlag GmbH & Co. KG www.staplerworld.com http://staplerfacts.intermediapartners.de/ Tel +49 (0) 6139-960456 nina@techtex-verlag.com

9. Hamburger Staplertagung – das traditionelle Branchentreffen in der Elbmetropole

Praxisvorführungen rundeten die hochkarätigen Vorträge ab.

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Über 200 Teilnehmer kamen zu dem vom Lehrstuhl für Maschinenelemente und Technische Logistik der Helmut-SchmidtUniversität in Zusammenarbeit mit den Flurförderzeugherstellern Linde, Jungheinrich und Still veranstalteten Expertentreffen im Juni nach Hamburg. Die thematischen Schwerpunkte der diesjährigen Tagung waren die Automatisierung, die Umweltverträglichkeit sowie die Antriebe und die Räder von Flurförderzeugen. Die Flurförderzeug-Experten des Programmausschusses waren sich bei der Festlegung des Vortragsprogramms darüber einig, dass der Druck zur Automatisierung von Flurförderzeugen deutlich zugenommen hat. Deshalb wurde die „Automatisierung“ erstmalig zu einem Schwerpunkt der Staplertagung mit insgesamt drei Vorträgen gemacht. In dem ersten Fachvortrag stellte Frank Hohenstein vom Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik FML der TU-München eine vergleichende

Bewertung der vielfältigen technischen Möglichkeiten zur permanenten Lokalisierung von Staplern während des Betriebes vor. Im zweiten Fachvortrag von Gerard Lacher wurde am Beispiel des Still PalletShuttlle gezeigt, wie automatisierte Fördertechnik mit manuell bedienten Flurförderzeugen erfolgreich kombiniert werden kann. Dass aber auch fahrerlose Transportsysteme auf eine bereits fünfzigjährige Entwicklungsgeschichte zurückblicken können, zeigte Waldemar Osterhoff von E&K Automation. Als besonders innovatives technisches Element hob er eine neu entwickelte 3D-Palettenerkennung hervor. Bild: Helmut-Schmidt Universität, Hamburg.

Weitere Informationen: www.staplertagung.de

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Geschäftsjahr/ Fiscal Year

Hauptsitz/ Headquarter

Hersteller (Manufacturer)

So unterschiedlich die Flurförderzeuge sind – sie werden in allen Branchen benötigt – vom Reachstacker bis zum Handhubwagen. 2011 nahm der Weltmarkt rund 977.000 Einheiten auf.

1 Toyota Material Handling Tokyo

RANKING 2011/2012:

2 Kion

Nach der Krise und vor der Abkühlung: Marktgeschehen für Flurförderzeuge auf hohem Niveau

3 Jungheinrich

Ambrogio Bollini, Mitglied der Geschäftsführung der Industrial Truck Division im FEM, brachte es auf den Punkt. Europa besteht aus 47 Staaten, von denen 27 zur EU gehören. Insgesamt 17 Staaten haben den Euro als Währung. Das Marktwachstum hat sich im Vergleich zu China deutlich abgekühlt. Dennoch sind viele Hersteller, wie etwa Nacco, auf dem allerbesten Wege, sich wieder den Zahlen vor der Krise zu nähern. Weltweit wurden 2011 insgesamt 977.000 Flurförderzeuge abgesetzt, mehr als die Hälfte des Wachstums wurden von China und Westeuropa generiert, ein weiteres Zeichen, wie schwach der US-Markt war und ist (trotz eines Volumens von 155.000 Einheiten), was vor allem an der hohen Arbeitslosigkeit und der hohen Staatsverschuldung liegt. 2011 wurden in Europa, so die FEM, wieder 245.000 Flurförderzeuge verkauft, 166.000 waren es noch in 2010 und 380.000 in 2008. Natürlich machen nicht nur neue Flurförderzeuge den Umsatz auf. Kion etwa hat 54 % seines Umsatzes mit Neugeräten erwirtschaftet, 42 % mit Service und 4 % mit Hydraulikkomponenten. Der Löwenanteil im Service macht das Aftersalesgeschäft aus, gefolgt von Miete, Gebrauchtgeräten und anderen – diese Zahlen dürften so und ähnlich zumindest für die großen zehn FFZ-Hersteller der Welt gelten. China nahm 238.400 Einheiten auf – vor allem aus heimischer Produktion (Hangcha, EP, Heli, Luigong, Kipor, Maximal, Shangli etc.). Europäische Produkte finden dort nur in sehr beschränktem Umfang Absatzmöglichkeiten, zumindest im StandardVolumensegment der verbrennungsmotorisch getriebenen Frontstapler bis 3,5 t Traglast. Auch Japan ist mit 67.000 Einheiten ein sehr wichtiger Markt – sind doch viele Premiummarken dort ansässig, vor allen Toyota. In 2013 wird sich mit UniCarriers (Nissan/Atlet, TCM) ein neuer Anbieter formieren, weswegen in unserem STW-RANKING die Umsätze von Nissan und TCM noch separat ausgewiesen sind. Weltweit stieg das Bruttoinlandsprodukt 2011 um 2,7 %. Rekordhalter war wie üblich China mit 9,2 % – in Europa waren es bescheidene 1,6 % – die Auswirkungen verfolgen wir alle täglich in Form der Eurokrise, die auch den FFZ-Markt noch massiv beeinflussen wird, und zwar negativ. Getrieben werden die Flurförderzeugverkäufe vor allem von der privaten Nachfrage – denn je mehr konsumiert und geordert wird, desto mehr muss umgeschlagen werden. Der Weltmarkt für Neuwagen betrug 2011 etwa 65,4 Mio. Einheiten, was das für Logistik, Transport und Umschlag bei Zulieferern, Produzenten und Logistikdienstleistern bedeutet, dürfte klar sein – schwächt sich dieser Markt ab, was er in Europa schon deutlich tut, hat das unmittelbare Auswirkungen auf die vorgenannten flurförderzeugaffinen Branchen, die dann ein völlig anderes Investitionsverhalten zeigen werden. Unsere Tabelle kann nicht vollständig sein – angeschrieben wurden wie jedes Jahr rund 60 Unternehmen, die aber nicht alle antworten wollten oder konnten. Bild: STW

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4 Nacco Materials Handling Group* 5 Crown* 6 Cargotec 7 Manitou 8 Mitsubishi Heavy Industries 9 Nissan 10 Clark 11 TCM 12 Doosan 13 Combilift Ltd 14 HUBTEX 15 Max Holland (Zhejiang Maximal Forklift Co.) 16 Tailift Co., Ltd 17 SVETRUCK 18 OMG S.p.A. 19 Baumann-Cavaion 20 Magaziner 21 MIAG Fahrzeugbau 22 Herbst Smag Mining Technologies 23 Hermann Paus Maschinenfabrik

01.04.2011 bis 31.03.2012 Wiesbaden 01.01.2011 bis 31.12.2011 Hamburg 01.01.2011 bis 31.12.2011 Cleveland, 01.01.2011 bis Ohio 31.12.2011 New Bremen, 31.03.2011 bis Ohio 01.04.2012 Helsinki, 01.01.2011 bis Finnland 31.12.2011 Ancenies 01.01.2011 bis 31.12.2011 Tokyo 01.01.2011 bis 31.12.2011 Yakohama/ 01.03.2010 bis Zama 28.02.2011 Lexington, 01.01.2011 bis KY USA 31.12.2011 Osaka 01.04.2011 bis 31.03.2012 Seoul 01.01.2011 bis 31.12.2011 Monaghan 01.09.2010 bis Irland 31.08.2011 Fulda 01.01.2011 bis 31.12.2011 Fuyang, 01.01.2011 bis Hangzhou 31.12.2011 Toya, 01.01.2011 bis Taiwan 31.12.2011 Ljungby 01.09.2010 bis 31.08.2011 Mailand 01.01.2011 bis 31.12.2011 Cavaion 01.01.2011 bis 31.12.2011 Bispingen 01.01.2011 bis 31.12.2011 Braun01.01.2011 bis schweig 31.12.2011 Braun01.01.2010 bis schweig 31.12.2010 Emsbüren 01.01.2011 bis 31.12.2011

01.08.2012 - 12:00 Uhr: 1 EUR = 1,22 $ * = Umsatzangaben umgerechnet zum $-Kurs am 31.07.2012

STAPLERWORLD 04/2012


Mitarbeiter im Bereich FFZ/ Employees with Fork Lifts

5.236 19520 0,46

4.368 21862

2.178 10711

2.068 5.300

1.710 9400

1.361 2.985

1.131 3.061

1.042 2.492

738 2.091

540 1.500

530 1.596

476 750

92 210

75 450

70 624

67 600

54 202

29

178

23

81

92

12

60

97

11

90

5

26

10

0

3

20

100

0

1,20

-

-

0,64

-

-

-

STAPLERWORLD 04/2012 0,3

1,720 1,690 29,6 0,1

50,0 5,0

0,4 0,3 50 3

90,0 5,0 5,0 0 0 Reach Truck, no Stacker 0

65

0

62

2

2

8

110

2

40

2

1 0,6

9 0

33,0 1400 8 2

25,0 230 4 1

3 1

18,0 26,0 56,0 359 4 4

5,3 3 1(Malaysia)

2 1

77,2 0,0 31

52,0 18,0 30,0 232

95

Anzahl Werke Lagertechnik/ Prod.-Fac. Warehouse Equip.

5 6

2 1

45

1

0

6

1

0

10

1

Firmenübernahmen (Händler/Hersteller) Acquisitions (Dealers/ Manifacturers)

Anzahl Werke Frontstapler/ Number Prod.-Fac. Counter Balance Forklifts

Anzahl Händler/NL weltweit/ Dealers/Salesagents worldwide

Umsatzanteil USA (%)/ Part of Turnover USA (%)

Umsatzanteil Asien (%)/ Part of Turnover Asia (%)

Umsatzanteil Europa (%)/ Part of Turnover Europe (%)

Dividende/Dividend 2011 per Share (EUR)

Dividende/Dividend 2010 per Share (EUR)

Umsatz mit Flurförderzeugen (Mio. EUR) Turnover with Fork Lifts

RANKING

Joint Venture mit Voltas Ltd.

5

303

Gehl, Mustang, Loc, Edge

25,0 160

2

1

1

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RANKING

1 Matthias Fischer, Präsident und CEO von Toyota Material Handling Europe (TMHE) „Die Entwicklung umweltgerechter und energiesparender Flurförderzeuge hat für Toyota höchste Priorität. Wir folgen dabei der

Konzernstrategie ‚3E‘ mit den drei Schlüsselbegriffen ‚Energy‘, ‚Environmental Protection‘ und ‚Ecological Thinking‘. So auch bei der Entwicklung alternativer, nachhaltiger Antriebstechnologien wie dem Hybridantrieb, der Brennstoffzelle und der Lithium-IonenTechnologie. Letztere wird von uns zurzeit in europaweiten Feldtests intensiv erforscht. Auch in punkto Design und Ergonomie setzen wir neue Maßstäbe. Das Bedienkonzept unserer Niederhub-Kommissionierer aus der Optio-L-Serie, die wir Anfang des Jahres in den Markt eingeführt haben, wurde dafür mit dem renommierten iF Gold Award ausgezeichnet. www.toyota-forklifts.de

2 Die KION Group hat das Jahr 2011 in einem positiven Marktumfeld abgeschlossen. Auftragseingang (4.682 Mio. Euro) und Umsatz (4.368 Mio. Euro) steigerte das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 20%. Mit konsequentem Kostenmanagement und fortlaufenden strukturellen Verbesserungen hat das Unternehmen die EBIT-Marge (bereinigt um Akquisitionseffekte+ Einmal- und Sondereffekte) auf 8,3% gesteigert und damit gegenüber 2010 mehr als verdoppelt. In Brasilien begann das Unternehmen mit dem Bau eines neuen Werks, das ab dem 2. Halbjahr 2012 Gegengewichtsstapler pro-

duzieren wird. Mit der neu erworbenen Marke Voltas wird der Wachstumsmarkt Indien erschlossen. Dort wird derzeit ebenfalls ein neues Produktionswerk errichtet. www.kiongroup.com

entwicklung 2011. Die Flurförderzeugbranche setzte ihren Erholungskurs fort und verzeichnete einen Anstieg des Weltmarktvolumens für Flurförderzeuge um 23% und übertraf damit das bisherige Rekordniveau des Jahres 2007. Investitionsschwerpunkte sind ein neues Ersatzteilzentrum und zwei neue Produktionswerke.

3 Das Familienunternehmen profitierte vom weltweiten Wirtschaftswachstum und blickt auf das ertragreichste Jahr seiner Unternehmensgeschichte zurück. Wachstum und Zukunftsgestaltung bestimmten die Geschäfts-

www.jungheinrich.de

4 On June 28, 2012, Hyster-Yale Materials Handling, Inc. announced today that it has filed a registration statement with the U.S. Securities and Exchange Commission relating to a proposed spin-off by

Nacco Industries, Inc. (NYSE: NC) of its materials handling business to Nacco stockholders. Hyster-Yale Materials Handling, as an independent public company, will own and operate the Nacco Materials Handling Group (NMHG) subsidiary of Nacco Industries. Because no stock will be issued in connection with the spin-off, Nacco Industries will not receive any proceeds from the spin-off. www.nmhg.com

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RANKING

5 Crown increased market share in various markets leading to a 16% increase in turnover from the previous year. To achieve this we provide innovative technology, such as our newly released wireless fleet management system Infolink 3.0, to provide customers with complete transparency about the costs of running their fleet. www.crown.com | Bild: Crown

6 Auf k Zac

Cargotec’s daughter brands, Hiab, Kalmar and MacGregor, are recognised market leaders in their fields. The corporate base is in Helsinki, Finland, while in New Kalmar-CB-truck DCG 18-600 2011 production facilities were located in China, Es- with coilpin. The range comprises tonia, Finland, India, Ireland, Malaysia, the Netherlands, 15 machines ranging from 7.000 Norway, Poland, Singapore, South Korea, Spain, Swe- to 18.000 kg capacity and center den and the United States. The EMEA region had a of load distance from 600/900/ healthy demand volume for container handling solu- 1.200 mm. tions. Increased order intake in 2011 was also partly achieved by closer cooperation between Cargotec port cranes sales teams across regions to ensure a customer focused approach globally.

Ohne Schnick und Schnack www.staplerruf.de

www.combilift.com

7

www.manitou.com | Picture: Manitou/STW

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4-Wege Handling

www.cargotec.com | Bild: Cargotec

After three particularly difficult years, we are happy to be able to turn the page and enter a new phase, which should be both less agitated and more ambitious. In 2011, the group concentrated on restoring its financial health, which had been substantially weakened by the crisis and the general economic climate. At the same time, the company continued to reorganize its different entities, to inject a new sense of purpose Message from the chairman of the Board into its organizational structure and to revitalize its teams. Our shareholders did not abandon us during this turbulent economic cycle, maintaining their confidence in both the company and its governing bodies.

Aufck Za

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RANKING

Peter Wolf, GM Sales Mitsubishi Forklift Trucks EU AME-CIS www.mitforklift.com

8 Fork lift truck development worldwide sales are improving. More focus on electric counterbalanced trucks and warehousing. Plant in Almere will be closed – E-CB-Truck-production will be shifted to Finland, Sagamihara-Plant in Japan will also be closed.

Warehouse equipment that Mitsubishi builts in Finland, becomes increasingly popular. Electric CB-truck-production will be shifted to Järvenpää.

der TX Baureihe mit 48V AC-Technik produktionsreif und wird durch modernste Komponenten, gesteigerte Leistungswerte und sparsamen Energieverbrauch überzeugen.

9 Erste Eindrücke der neuen TX-Serie Nissan Forklift entwickelt sich durch kontinuierlichen Ausbau und Festigung der Vertriebsnetzwerke in weiten Teilen stärker als der Markt und gewinnt Marktanteile. Ab September 2012 ist das Facelift

10

Ingo Rose, Product Marketing & Support Manager www.nissanforklift.de Bild: Nissan Forklift

Das Jahr 2011 bedeutete für uns ein Wachstum in allen Geschäftsfeldern. Der Auftragseingang lag im Jahr 2011 um 37% über Vorjahresniveau. Neben dieser erfreulichen Entwicklung im Bereich Neugeräte, konnte auch unser Ersatzteilgeschäft mit einer 22-prozentigen Umsatzsteigerung zulegen. In unseren Absatzgebieten Europa, Afrika und Naher Osten konnten wir somit erneut Wachstum über Durchschnitt generieren. Das Händlernetzwerk wurde um 28 Partner ergänzt. Egon Strehl, Geschäftsführer CLARK EUROPE GMBH www.clarkmheu.com | Bild: Clark Armlehne mit Minijoysticks.

11 Forklift trucks faced globally stiff competition due to the advent of Chinese and South Korean competitors. As a result, this business posted an operating gain of 1 bil-

lion 5 million yen (as compared with an operating loss of 1 billion 19 million yen for the previous year) on sales of 46 billion 724 million yen, up 16.9% from the previous year. Uncertainty remains in terms of the fear of increasing budget deficits in the U.S. and European countries and the wearing off of the effects of the fiscal stimulus packages introduced by many governments. www.tcmglobal.net | Picture. TCM

12

18

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RANKING

Master, designed to withstand the extremely harsh operational conditions of this environment.

13 With the incorporation of the Aisle-Master articulated models into its range, Irish forklift manufacturer Combilift has added another space saving product to its already wide portfolio of 4-way and narrow aisle forklifts. In 2011 it launched the cold store Aisle-

www.combilift.com | Picture: Combilift Aisle-Master for coldhouse-operation

14 Ralf Jestädt, Geschäftsführer der Hubtex-Gruppe Wer sehen folgende Trends: Der Elektroantrieb gewinnt weiter an Bedeutung, Maßnahmen zur Energieeffizienz haben bei allen Neuentwicklungen eine hohe Priorität, die Betrachtung der Total Cost of Ownership rückt noch mehr in den Fokus und die Bereitschaft auf Spezialgeräte zu setzen, steigt weiter. Sich verändernde Lagersituationen nach dem Prinzip „höher, enger, schwerer“ verstärken diesen Trend. www.hubtex.de

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New 32-t-forklift also available for European market. Now Maximal is the third largest Chinese forklift exporter. Maximal develops 17 exclusive distributors in oversea market. Maximal becomes No.1 forklift supplier of Chinese Army. The General Logistics Department of the People‘s Liberation Army (PLA) have tendered for warehouse equipment for military use. Other important developments in 2011 have been the establishment of an spare parts online system. Also a new factory building is under construction. www.maxforklift.com | Picture: Maximal

Tailift now operates three manufacturing plants including Taiwan, China (Qingdao), and Canada (Ontario). The products are being sold under the brand labels Tailift and Artison. All series of Tailift forklift trucks are obtained with the CE and ISO09001 certification and have awarded with „National Enterprise Innovation Research Award“ and „National Leading Product Award“ by the Ministry of Economy, Taiwan.

16

www.tailift.com

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RANKING

17 customization, in order to respond to the needs of the most advanced logistics.

18

www.omgindustry.com | Picture: OMG OMG is an evolving Italian company which, despite the market difficulties of recent years, continues to invest in the research of a highperformance product with a high level of

New product is the Modus FS ac (ride-on).

Dr.Klaus Pirpamer leitet das Unternehmen.

19 Für das auf E-Seitenstaplern basierende Entsorgungskonzept im schweizerischen Zermatt erhielt das Unternehmen den „Watt d’Or 2012” 2011 wurden 325 Geräte produziert. Auch beim Vierrad-Vierwege-Seitenstapler Foxx 30/40

(STW 02/11) sind die ersten Schritte erfolgreich verlaufen. Die Bemühungen im Elektrobereich führten zu einer besonderen Auszeichnung – der „Watt d’Or 2012”, verliehen vom Bundesamt für Energie der Schweizerischen Eidgenossenschaft für Bestleistungen im Energiebereich. Ausgezeichnet wurde das Projekt System Alpenluft. Dabei handelt es sich um eine emmissionsfreie und energieeffiziente Abfallentsorgung mit ElektroSeitenstaplern. www.baumann-online.it | Bilder: Baumann

20 21

Seitlicher Batteriewechsel auch bei exgeschützten E-Staplern keine Seltenheit.

Gegenüber 2010 hatte die Miag in 2011 einen geringen Rückgang der Auftragseingänge verzeichnet, da bei einigen Kunden ausgelaufene Leasingverträge verlängert und die Geräte nicht wie geplant sofort durch Neugeräte ersetzt worden waren. Eine Kompensation erfolgte besonders durch Neukundenaufträge. Das Exportgeschäft wurde durch die wachsende Präsenz in Asien beeinflusst. Insgesamt wird für 2012 ein stabiler Auftragseingang mit leicht steigender Tendenz erwartet.

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HERBST SMAG

www.miag.de | Bild: Miag

www.herbst-hfh.de

23 Das emsländische Unternehmen fertigt Kompaktstapler im Traglastbereich von 12 bis 35 t in den Antriebsarten Diesel und LPG, Fahrzeugabmessungen, Hubhöhe und Wenderadius werden den Einsatzgegebenheiten angepasst. Lastschwerpunktabstände von 600 bis 1.100 mm lassen sich realisieren.

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FRONTSTAPLER

North Sea Terminal Bremerhaven receives 10-tonne empty container handler The empty container handler is supplied by Konecranes Lifttrucks Type 5/6 ECB 100 DS for the container terminal in Bremerhaven. The NTB North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co., one of the main European container terminals, with an annual throughput of more than three million container units (TEU) and links to 130 ports across the world, handles about 200,000 empty containers annually. The empty container handlers in the container terminal are highcapacity machines with an annual service performance of up to 3,500 hours of operation. For this reason, an empty container handler is replaced after four years. The NTB has strict requirements for the new empty container handler, in order to ensure uninterrupted high-performance handling as well as to meet the needs of larger and larger transport ships with a quickly increasing number of containers that need to be moved. The new vehicle must have very high handling speed, low fuel consumption and generate low noise levels. It

must have an ergonomic design, high availability and low service costs. Based on these requirements customized empty container handler type 5/6 ECB 100 DS. “The new empty container handler is particularly powerful thanks to its load carrying capacity of up to 10 tonnes and the high lifting and lowering speeds. The empty container handler lifts loads to a height of up to 7 containers and is fitted with a double stroke frame with which it can transport two empty containers at the same time, if necessary,“ says Jens Uwe Meier of Konecranes Lifttrucks in Bremen. Due to special demand-regulated lifting hydraulics, consumption remains low. The driver’s cabin is fitted with noise and vibration damping, swivelling driver’s seat, heating as well as defrosting system, and provides a very good overview of the entire operational area. Hence, the new empty container handler from the Swedisch manufacturer provides efficient empty container handling. NTB has been working with empty contai-

Scania und Doosan Infracore verstärken ihre Zusammenarbeit Die sich weiter verschärfenden Abgasvorschriften auch im Offroad-Bereich – Stichwort TIER IV – stellen viele vor große Probleme, weil die Richtwerte nur mit sehr aufwändiger Abgasnachbehandlung (Stichwort AdBlue) zu erzielen sind. Am 1. Januar 2011 trat die Richtlinie Interim Tier 4/Stufe III B für alle Fahrzeuge zwischen 130 kW (177 PS) und 559 kW (760 PS) in Kraft. Seit dem 1. Januar 2012 werden ebenfalls Fahrzeuge zwischen 75 und 129 kW (102 und 177 PS) unter die neue Schadstoffregulierung fallen. Scania und der südkoreanische Anlagenund Maschinenhersteller Doosan Infracore haben die Intensivierung ihrer Zusammenarbeit beschlossen. Laut einer Absichtserklärung beider Unternehmen liefert Scania ab 2014 nicht nur Motoren für die knickgelenkten Kipper und großen Radlader von Doosan, sondern auch für weitere Produkte des südkoreanischen Konzerns, was natürlich Gabelstapler mei-

22

nen könnte, denn da reicht die Range bis in den 16-t-Bereich. Und der Doosan-Motor DL06 schafft nur EPA TIER III, Euro Stage 3 „Langfristig rechnen wir mit einem Absatz von mehr als 3.000 Motoren pro Jahr an Doosan Infracore. Die Zusammenarbeit stärkt unsere Position auf dem wachsenden asiatischen Markt“, kommentiert Robert Sobocki, Senior Vice President und Leiter des Bereichs Motoren bei Scania. Doosan Infracore ist auf dem chinesischen 16-Tonner von Doosan aus koreanischer Produktion noch mit konzerneigenem Motor – Scania könnte eine Alternative sein.

ner handlers from Konecranes Lifttrucks since 2004. In Bremerhaven, NTB already services about 45 ships per week, has six berths for large ships as well as a container yard of more than 1,000,000 square meters. Load capacity: 10 t Lifting gear: Duplex-Standard Lifting height: 16.42 m Lifting speed without/with lifting load: 0.73/0.63 m/s Lowering speed without/with lifting load: 0.60/0.60 m/s Engine: Scania DC 9-64 A/Umweltmotor (environmental engine) with CAN-Bus Elme-Spreader 584 with hooks and side brackets. Picture: Konecranes Further Information: www.konecranes.com

Markt bestens aufgestellt. Mehrere Modelle von insgesamt über 20.000 Maschinen, die Doosan jährlich in China absetzt, werden bereits mit Scania-Motoren angetrieben. „Wir haben Motoren von Scania in unseren Produkten getestet, und sie erfüllen mit ihrer Zuverlässigkeit, ihrer hervorragenden Leistung und hoher Kraftstoffeffizienz unsere Erwartungen. Wir schätzen auch das Modulkonzept. Eine einzige Motorenplattform für sämtliche Emissionsstufen ist ebenfalls von großem Vorteil und erleichtert Konstruktion und Installation“ Die schwedischen Einbaumotoren erfüllen die Normen Stage IV und Tier 4 final mit EGR- und SCR-Technologie, und zwar ohne Partikelfilter. Die vor kurzem entwickelte Motorenplattform ist für alle Schadstoffnormen von Stage II bis Stage IV baugleich. Bild: Doosan Weitere Informationen: www.scania.com, www.doosan.com

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FRONTSTAPLER

Nachtrag: Gabelstapler als Zugfahrzeuge Unsere Rubrik „Aktuelle Fragen aus der Praxis“ hat viel Resonanz gebracht – viele kompetente Produktmanager haben uns geantwortet, hier eine Zuschrift aus dem Hause Toyota Material Handling Deutschland. „Generell sind unsere Stapler nicht zum Ziehen von Anhängern ausgelegt – dafür haben wir Schlepper im Programm. Allerdings gibt es in der Praxis manchmal kundenseitige Anforderungen, für die wir entsprechende Lösungen finden müssen. In solchen Einzelfällen werden die Geräte von uns werksseitig angepasst. So geschehen bei unserem Elektro-Gabelstapler Traigo 48 und beim Elektro-Schwerlaststapler Traigo HT. Natürlich kennen wir die Risiken bei der Montage von Anhängerkupplungen am Gegengewicht – wir prüfen daher jeden Fall genau. Für eine werksseitige Freigabe sind zum Beispiel die Untergrundbeschaffenheiten, Steigungen und Gefälle am Einsatzort maßgeblich. Bei der Beurteilung berücksichtigen wir alle einschlägigen Normen. Außerdem machen wir präzise Angaben zur maximal zulässigen Anhängerlast und zur Einhaltung der maximalen Geschwindigkeit im Anhängerbetrieb. Letzteres kann bei unseren Staplern ganz simpel durch die Betätigung der Kriechgangtaste sichergestellt werden. Konstruktiv werden die Geräte insoweit verändert, als die im Anhängerbetrieb entstehenden Druck- und Zugkräfte über den Rahmen eingeleitet werden. Die Probleme mit der

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Gegengewichtsaufhängung bekommen wir so in den Griff. Zur CE-Zertifizierung: Bei allen Gabelstaplern, die unser Werk mit einer Anhängerkupplung verlassen, wird die Konformität für das Gesamtgerät erklärt. Bild: Toyota Autor: Kai Hesse, Produktmanager Gabelstapler, Lagertechnik und Schlepper bei Toyota Material Handling Deutschland

Marketing und Key-Account-Management für Häfen neu organisiert Neue Zuständigkeiten gibt es im Geschäftsbereich Industriereifen der Continental Reifen GmbH. Als Nachfolger von Martin Burdorf übernahm Philippe Barabinot dessen Aufgaben als Marketingleiter weltweit. Fédérico Jiménez Velasco ist Key Account Manager für das weltweite Hafengeschäft. Philippe Barabinot übernahm seine neue Funktion bereits zum 1. Juni 2012. Er hat zuvor als Key Account Manager für Industriereifen in Frankreich und als Marketing & Sales Manager gearbeitet. Barabinot berichtet an Dr. Michael A. Märtens, Leiter des Geschäftsbereichs Industriereifen.

Bereits zum 1. Mai hatte Fédérico Jiménez Velasco im Geschäftsbereich Industriereifen die Verantwortung als Key Account Manager für die Koordinierung des Hafengeschäfts übernommen. Bereits seit Oktober 2004 sammelte Jiménez Erfahrungen mit Industriereifen von Continental im Hafengeschäft, zuvor war er Leiter des Kundendienstes für Spanien und Portugal. Damit erhielt er wertvolle Einblicke in die teilweise sehr spezielle Technik von Industriereifen. Jiménez bringt gleichfalls Erfahrungen aus dem Qualitätsmanagement und der Forschung & Entwicklung mit. Er berichtet an Philippe Barabinot.

Philippe Barabinot übernahm seine neue Funktion im Juni.

Bild: Conti

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FRONTSTAPLER

Gruppenpanorama – acht Kalmar-Stapler sind derzeit im Einsatz der DCE 80-9 ist das bevorzugte Universalgerät für Transport, Be-/Entladung und zur Beschickung der Trockenkammern.

Das ist der HIT: Holzindustrie Torgau fertigt täglich 25.000 Paletten – Kalmar-Staplerflotte ist im Dauereinsatz 24/7 Blühende Landschaften in Ostdeutschland – 23 Jahre nach der Wende? Kein Problem – Torgau an der Elbe, bekannt durch das wunderbare Renaissanceschloss Hartenberg und die Konfrontation von Russen und Alliierten Truppen Ende des Zweiten Weltkrieges, ist heute Standort der HIT Holzindustrie Torgau. Dieses 550-Mitarbeiter-Unternehmen nimmt für sich zahlreiche Superlative in Anspruch: Jobmaschine, Innovationsmotor und Rekordbrecher in vieler Hinsicht. HIT, im Besitz der Familien Hilmer und Lippmann, wurde 1999 in Torgau gegründet und ist heute einer der größten Holzpalettenhersteller Deutschlands – 25.000 Stück werden täglich gefertigt – über 10 Mio./ Jahr (!). Kalmar-Stapler sind heute mit acht Großgeräten von 5 bis 16 t Tragfähigkeit das Herzstück des innerbetrieblichen Fuhrparks. Katharina Hilmer leitet den Einkauf und erklärt: „Wir begannen mit der Schwachholzverarbeitung, sahen, dass viele unserer Kunden Paletten herstellten und sind dann in die eigene Fertigung eingestiegen. Ein richtiger Schritt, heute besitzen wir 13.000 ha Wald in Rumänien, eigene Erntemaschinen, sind als EisenbahnverkehrsunternehTäglich werden 25.000 Euro- und Sonderpaletten in Torgau bei HIT-HOLZ produziert. Acht Kalmar-Frontstapler entsorgen die Produktion, beschicken die Trockenkammern und beladen täglich mehrere Dutzend Lastzüge.

men tätig indem wir unser Holz selbst per Bahn antransportieren und wir entwickeln hier in Torgau ein ca. 100 ha großes ehemaliges russisches Munitionsdepot zu einem Wirtschaftspark, der nicht nur die Palettenproduktion enthält, wir produzieren sogar Nägel für die Palettenproduktion“. Der Tatendrang von HIT ist ungebrochen, alleine 2012 wird ein dreistelliger Millionenbetrag in den Standort investiert. Der rund 40 Einheiten große Staplerfuhrpark wird im oberen Leistungssegment von Kalmar-Staplern dominiert. Ergonomie, Treibstoffverbrauch und Robustheit gaben den Ausschlag. Gewartet werden die Maschinen nach Ablauf der verlängerten Garantiefrist von der eigenen Werkstatt, unterstützt von Kalmar-Monteuren. Bevorzugter Anbaugerätelieferant ist Durwen aus Plaidt, der passende Doppelklammern DPK 80 C zum Transport der Palettenstapel mit sehr guter Durchsicht und geringem Vorbaumaß liefert. Von den ursprünglich angeschafften 5-Tonnern ist man heute auf DCE 80-9 Frontstapler gegangen. Die Frontstapler haben 4.600 kg Resttragfähigkeit bei 600 mm LSP bis 4.000 mm Hubhöhe. Quertraversen und Verbindungen sind auf die jeweilige Bauhöhe des Hubgerüstes angepasst, um Beeinträchtigungen des Sichtfeldes zu vermeiden. Die von Kalmar gefertigten Hubzylinder sind im Sichtschatten der Hubprofile angeordnet. Außen angeordnete Lastketten übernehmen die optimale Lastaufnahme und Verteilung auf die Gesamtkonstruktion. Alle Laufund Stützrollen sind gehärtet und mit wartungsarmen Lagern ausgerüstet. Sie übernehmen alle Seiten- und Führungsfunktionen. Zusätzliche Stützrollen sorgen für einen präzisen Lauf des Innenhubgerüstes.

Frank Ende, erfahrener Industrie-StaplerVertriebsleiter von Kalmar spezifiziert gemeinsam mit Fahrern, Werkstatt und Einkauf die jeweiligen Gerätegenerationen und passt sie längeren Fahrstrecken, grösseren Lasten und dem erbarmungslosen Dreischichtbetrieb an. Denn es wird derzeit rund um die Uhr gearbeitet – bis zu 4.000 h bekommt ein Stapler jährlich auf die Uhr. Feste Teams bewegen die teuren Maschinen, sie werden permanent im Umgang, verbrauchsoptimierter Fahrweise und pfleglichem Umgang geschult, was man den Fahrzeugen auch deutlich ansieht. Kalmar ist in der glücklichen Lage, seine Stapler von 5 bis 9 t Tragfähigkeit mit Wandler oder Hydrostat anbieten zu können – HIT hat sich wegen der großen Fahrstrecken zu den ökonomischen Wandlergeräten mit ZF-Lastschaltgetriebe entschlossen. 6.800 mm Hubhöhe (Resttragfähigkeit bei voller Höhe 4.600 kg), Geschwindigkeiten bis zu 20 km/h und der sparsame Perkins-Motor machen im Betrieb dauerhaft Freude. Heavy-Duty-Luftfilter mit Vorabscheider und drückende Lüfter (damit sich die Kühlerlamellen nicht zusetzen) sind Sonderausstattungen. Die SpiritDeltaKabine ist in dieser Klasse sicher im Markt die geräumigste und leiseste Kabine, die zudem für perfekte 360°-Rundumsaicht sorgt. HIT verbrennt die Rinde der geschälten Bäume aus denen elektrische Energie entsteht und erzeugt damit Wärme für die Trocknungsanlagen (Paletten dürfen nur 18 % Restfeuchtigkeit haben) und erzeugt eigenen Strom – Elektrostapler von Kalmar in der 8-t-Range werden bereits diskutiert – ein weiterer Schritt zu Effizienz, Ökologie und Unabhängigkeit vom Öl.

Bilder: Cargotec/Kalmar Weitere Informationen: Cargotec Germany GmbH 30851 Langenhagen | Tel. 0511-7705123 | www.cargotec.com

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FRONTSTAPLER

Sechsfachpalettengabel in der dritten Generation Ein Blick durch die Getränkebranche verrät, dass neben der eigentlichen Herstellung des Produktes der Warenfluss eine signifikante Auswirkung auf die Rentabilität hat. Somit spielt auch die Auswahl des Verladeequipment eine wichtige Rolle. Das Familienunternehmen Durwen aus dem rheinland-pfälzischen Plaidt hat bei der Konstruktion der neuen Sechsfachpalettengabel der dritten Generation nach eigenen Angaben signifikante Verbesserungen einfließen lassen. So ist es gelungen, den Seitenschubzylinder im Inneren des Gerätes einzubauen. Dadurch ist dieser vor Beschädigungen geschützt und die Sicht über die Palettengabel ist deutlich verbessert. Auch durch eine ausgefeilte Anordnung der Verstellzylinder und Dämpfereinheiten ist die Durchsicht erheblich gesteigert worden. Für den Staplerfahrer bedeutet dies zusätzliche Sicherheit und Schnelligkeit. Aufgrund des Einsatzes von vielen geschraubten Bauteilen (DSP Technologie)

Ab 1. Januar 2012 wurde die Geschäftsleitung von John und Marijke Heijnen, die 40 Jahr die Geschäfte des herstellerunabhängigen FFZ-Ersatzteilehändlers van Gent Forklift Parts geführt haben, an Dave Lam übergeben. Er ist bereits seit 18 Jahren für das Tagesgeschäft verantwortlich. Aus diesem Grund wurde am 21. April 2012 mit einem Tag der offenen Tür in Nijmegen gefeiert. Kunden und Lieferanten mit Familie nutzten dies, um einen Einblick in das Unternehmen und seine Abläufe zu bekommen. Seit über 40 Jahren ist man spezialisiert auf Gabelstaplerersatzteile. Es sind mehr als 50.000 verschiedene Ersatzteile auf einer Lagerfläche von mehr als 4.000 m2 verfügbar. Das Lager umfasst nach Unternehmensangaben mehr als 4.000.000 Referenzen für alle Marken wie BT, Caterpillar, Clark, Crown, Daewoo, Hyster, Jungheinrich, Komatsu, Linde, Mitsubishi, Nissan, Still, Toyota und Yale. Das Programm umfasst Brems-, Kühler-, Motor-, Elektronik-, Hydraulik-, Gasanlagenteile, Anlasser/Lichtmaschinen, Lenkungsteile, Getriebeteile, Inspektionsteile, Zubehör und vieles mehr. Mit dem Handhubwagenprogramm „All Lifter“ deckt man Hubwa-

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ergibt sich ein äußerst wartungsfreundliches Anbaugerät. Gerade bei Unfallschäden erlauben die verschraubten Verbindungen einen punktuellen Tausch des jeweils betroffenen Teiles – dies spart Kosten und sichert wieder den schnellen Einsatz des Anbaugerätes. Darüber hinaus empfiehlt sich das optional erhältliche automatische Schmiersystem bei besonders hohen Stundenleistungen. Eine moderne Hydrauliktechnik, der Einsatz von hochfesten Werkstoffen und die innovative Bauweise ergeben das nachweislich mit Abstand kleinste Vorbaumaß in dieser Klasse – in Summe, Vorteile bei der Resttragfähigkeit. Bild: Durwen Weitere Informationen: Durwen Maschinenbau GmbH 56637 Plaidt Tel. +49 (0) 2632-7000-0 www.durwen.de

Dave Lam übernimmt van Gent

Bilder: Van Gent gen und kleine Transportgeräte ab. Zudem sind Lade- und Anbaugeräte von Atib aus Italien im Programm. Derzeit werden Parts in 160 Länder geliefert. Das Vertriebsbüro in Michigan, USA, deckt den nord-/südamerikanischen Markt ab. Europa, Naher Osten und Asien werden vom Hauptsitz in Nijmegen, Niederlande betreut. Mehr als 90 % der angefragten Artikel sollen innerhalb von 24 Stunden ausgeliefert werden. Bestellungen, die bis 17 Uhr eintreffen, werden noch am selben Tag per Nachtversand zum Kunden verschickt.

Weitere Informationen: www.vangentbv.nl

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Marktanteile rauf, mehr Kundennähe und Ausbau der Serviceleistungen Atlet – halt da war doch was – ja klar, seit 2007 zu Nissan gehörig und nun auch mitten in der UniCarriers-Umstrukturierung – dazu noch seit über 100 Tagen einen neuen Geschäftsführer in Deutschland – zahlreiche Gründe, um sich mit Andreas Hampe in Oberhausen im deutschen Atlet-Headquarter zu treffen. Der Experte für Logistik, Software und Planung lenkt die Geschicke eines Unternehmens, das allem Anschein nach genau diesen Mann für das 80-Mitarbeiterteam gebraucht hat. Wie stellt sich Ihnen die aktuelle UniCarriers-Situation dar? A. H.: Noch ist vieles im Fluss, Nissan-Produktion in Pamplona, Atlet-Werk in Schweden, TCM-Produktionsstätten in den USA, China und Japan – ich gehe davon aus, dass sich in Europa eine Struktur rund um den Nukleus Atlet in Schweden bilden wird. Kooperationen wie die von TCM mit OMG in Italien bei Lagertechnik müssten dann neu überdacht werden. Warum ist Schweden so wichtig? A. H.: Es ist das größte Werk von UniCarriers in Europa neben der kleineren Nissan-Produktion in Spanien. Ich denke, eine zentral geführte Organisation, die von Schweden oder Amsterdam die europäischen Geschäfte führen wird, ist genau das Richtige, nur so lassen

sich die Kräfte bündeln. Über die zukünftige geografische Positionierung wird man sich noch umfangreiche Gedanken machen müssen – aber genaue Details folgen erst im Herbst diesen Jahres. Wir benötigen ein schlagkräftiges Headquarter, das auf dem wichtigsten und spannendsten Flurförderzeugmarkt der Welt klare Strukturen schafft. Wie sehen Sie die drei Marken TCM, Nissan und Atlet zukünftig? AH: Um Atlet mache ich mir gar keine Sorgen, das ist eine eingeführte Marke in der Lagertechnik, die wir nun stärker im Großkundensegment positionieren müssen. Bei Nissan ist unklar, wie lange der Name noch genutzt werden darf, ich gehe von einem begrenzten Zeitraum aus – hier besteht also Handlungsbedarf bei der Nutzung des Namens und bei der Produktion in Spanien. Und TCM ist in Europa noch nicht so stark vertreten – unsere japanische Mutter wird sich intensiv um die Appearence der neuen Marke kümmern müssen. Da ist einiges zu tun. Aber unsere neue Mutter hat eine gut gefüllte „Entwicklungskasse“, die unsere Vermarktungsaktivitäten stützt, mir ist um mehr Personal, intensiveres Marketing und verstärktes Anbieten im preissensiblen Projektgeschäft nicht bange. Wo steht Atlet da? A. H.: Wir kommen aus einem aktuell kleinen Marktanteil, in Deutschland sind es derzeit 1,7 %, aber das wird sich nun massiv ändern. Wir suchen weiter die Nähe zu unseren Kunden im Mittelstand, wollen

Kurzvita: Andreas Hampe Andreas Hampe ist 1958 geboren, hat eine Ausbildung zum Industriekaufmann absolviert und war von 1981 bis September 2011 in verschiedenen Positionen in der Computer- und Systemtechnik aktiv, darunter CuP, Electrolux Constructor, Constructor Systemtechnik, SSI Schäfer und PSI Logistics. Seit Oktober 2011 ist er Geschäftsführer Deutschland und Vertriebsleiter für Flurförderzeuge und Logistikberatung bei Atlet Flurförderzeuge in Oberhausen.

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und werden aber wachsen und zwar bei größeren Kunden – ich kenne viele meiner Kontakte aus meiner vorigen Beratertätigkeit – wir bieten zwar noch nicht bei Großflotten von mehreren hundert Geräten mit, aber wir stellen uns in der Kombination Direktvertrieb und Händler (letztgenannte nur in Gebieten ohne Direktvertriebsansprechpartner, Anm. der Red.) immer besser auf. Warum sollen ausgerechnet jetzt im Zuge der UniCarrers betreffenden Unsicherheit mehr Kunden zu Atlet kommen? A. H.: Weil wir nun klar vertriebs- und produktmäßig Flagge zeigen, weil wir besser und stringenter mit den Kunden kommunizieren und weil wir nach wie vor ein gutes Produktportfolio haben. Das haben andere in Ihrem Marktsegment auch. A. H.: Stimmt, unsere Kunden kommen aus Klein- und Mittelbetrieben, haben zwar auch Major-Key-Accounts mit mehreren tausend Geräten, aber wir haben in der Vergangenheit doch Geschäft liegengelassen, haben uns unzureichend präsentiert und waren eher etwas im Schneckenhaus – ich bin nun gerne mit unserem Vertrieb draußen und wir wollen auch ein schlagkräftiges Key-Account-Team schaffen. Wir sind ein Fullliner, der sich mit Lagertechnik, E-Staplern und Verbrennern im Volumensegment gut positioniert. Natürlich kauft niemand aktuell von uns einen 7-t-Dieselstapler, aber das wird sich auch ändern. Sie wollen in Service, Vertrieb und Key-Account investieren, obwohl gute Leute rar sind? A. H.: Keine Frage. Wir suchen auch mindestens sechs Servicetechniker um unseren Stamm von 25 Kollegen aufzustocken. Das ist sehr schwer, der Markt ist leergefegt. Mit dem Atlet Logistic Analyzer (ALA) haben Sie ein eigenes Softwaretool mit dem Sie Flotten, Kosten, Flächennutzungen und Umschlagszahlen berechnen können, wie gut hilft das beim künftig stärkeren Geschäft mit Großkunden? STAPLERWORLD 04/2012


SYSTEMGERÄTE

Hochhubwagen in Standard- und Sonderausführung (Teil I) Wer sich für Hochhubwagen in Geh- oder Sitz-/Stand-Ausführung interessiert, bzw. diese als einzige Lastenheber einzusetzen vermag, der kann unter einer wahrhaft großenSchar von Anbietern und einer ebenso großen Produktvielfalt wählen, als da wären: • • • • • • • • • •

Hubtex/Genkinger Actil/Abeko Nissan/Atlet Linde Mitsubishi/Rocla OMG (baugleich mit TCM) Clark CV Italia Hanselifter Toyota/BT

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Weitere Informationen: www.staplerworld.com/links

Stöcklin Nacco (Yale/Hyster) Still Eoslift Icem FAC-Pefra Armanni Jungheinrich Crown Hyundai/Loc

Kaum eine andere Flurförderzeuggruppe ist so vielfältig. Es gibt sie als klassisches Gehgerät und mit klappbarer Plattform für längere Fahrstrecken. Man kann auf Ihnen stehen oder auch sitzen – fest steht, die radarmunterstützten Umschlaghelfer sind aus keiner Branche wegzudenken. Für sie sprechen geringer Wenderadius/ Arbeitsgangbreite, überschaubare Anschaffungskosten und die mittlerweile exakte Anpassung an jede nur denkbare Arbeitssituation. So gibt es natürlich auch Doppelstocklader, auf denen der Fahrer sitzen oder stehen kann (Stand-/SitzDoppelstock-Hochhubwagen). In zwei aufeinanderfolgenden Beiträgen möchten wir aktuelle Lösungen aus der Industrie vorstellen. Die Hersteller sind äußerst unterschiedlich aufgestellt. Der Reigen reicht von chinesischen Unternehmen wie EP und Eoslift, die hierzulande mit vernünftigen Organisationen vertreten sind, es geht weiter über italienische Anbieter wie ICEM, CV, FAC und andere, die allesamt Familienunternehmen in der dritten Generation mit 50 bis 70 Mitarbeitern sind und durchaus für große Marktbegleiter bauen. So hat CV in Italien für Rocla schon Monomastgeräte produziert. Natürlich sind all Branchenschwergewichte mit im Boot, denn sie verstehen sich als Anbieter ganzheitlicher Lösungen und da dürfen auch noch so spezielle Versionen nicht fehlen.

Bernd Derenbach zu Stand-Hochhubwagen mit ausklappbaren Stützarmen: Die Stützarme werden gerne verwendet, wenn man mit diesen Geräten auf hohe Hubhöhen hinauf will. Dann sind die Geräte zu instabil, weil sie in der Regel ja unter 800 mm Breite haben und schon durch Gegenlehnen des Fahrers umkippen können. Deshalb würde ich diese Geräte bei Hubhöhen über max. 5.000 mm nicht einsetzen.

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Die T16-Serie von Eoslift umfasst mehrer Geräte mit klappbarer Plattform. Sie tragen1.600 kg/600 mm LSP, haben Steerby-Wire-Lenkung (also keine mechanische), und typischerweise AC-Fahrmotor (1,5 kW) und DC-Hubmotor (3 kW). Der T1645/50 wird mit Triplexmast angeboten. Interessant die breite Mastausführung, die noch über die Kontur des Antriebsteiles hinausragt. Geräte dieser Bauart sind beladen 3 km/h schnell, unbeladen 5 km/h also Fussgängertempo. Energieversorgung: 24 V/280 Ah. Bild 2 zeigt die Breitspurversion zur Queraufnahme von Paletten.

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SYSTEMGERÄTE

Sitz-Hochhubwagen – das Bild zeigt die typische Einsatzsituation, der Boden muss für das Tragarmgerät frei sein, das heißt, die unterste Palette muss vor der Bedienung der oberen Ablagen ausgelagert werden. Vermeiden kann man dies durch das Anheben der ersten Palettenablage, was aber Geld kostet (Traverse) und Lagerplatz benötigt. Dafür hat man schnelle und wendige Fahrzeuge, die deutlich preiswerter als Schubmaststapler sind. Der Still FV-X wird in mehreren Versionen für 1.200/1.600 mm Traglast bei 600 mm LSP angeboten. Die Triplexhubgerüste schaffen bis zu 5466 mm. 24 V und Batteriekapazitäten von 440 bis 640 Ah machen klar, dass hier schon an den harten Dauereinsatz gedacht wird. Der Wenderadius beträgt 1.760 mm, die Arbeitsgangbreite der einsatzfertig rund 1,6 t schweren Fahrzeuge wird mit 2.626 mm bei Palette längs angegeben. Hub- und Fahrmotor leisten je 3 kW.

Die Yale-Baureihe MS12-15XIL umfasst Hochhubwagen mit klappbarer Plattform und hohen faltbaren Seitenarmen. Sie werden mit unterschiedliche Duplex-/Triplexmasten bis zu einer klassenüblichen Hubhöhe von 4.628 mm angeboten. 1.250/ 1.500 kg Traglast bei 600 mm LSP sind angesagt, bei den Batterien darf es gleich etwas mehr sein, 345 Ah (24 V9 sehen die Amerikaner mit Lagertechnik-Produktion in Italien vor. Das 1.50-kg-Gerät hat bei längs aufgenommener Palette eine Arbeitsgangbreite von 2.959 mm (abgeklappte Plattform) und von 2.520 mm im Mitgängerbetrieb. Vulkollan-Räder sind ebenso Standard wie proportionaler Hub, bei senkrechter Deichsel kann in Schleichfahrt weitergearbeitet werden (Stichwort LKW-Beladung). Initialhub für das leichtere Befahren von Rampen ist eine Option. Bei Hubhöhen über 1.500 mm wird die Fahrt reduziert – klar ist, Lasten auf Strecke nur abgesenkt bewegen.

Votex Bison Material Handling BV De Geestakkers 6, 5591 RC Heeze T. +31 (0)40 - 226 32 19

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SYSTEMGERÄTE

DAS NEUE ELOshield PERSONEN WARNSYSTEM: Schutz von Personen in Be- und Entladezonen Absicherung von Lagergassen („Breitgassen“) Reduziert das Unfallrisiko und minimiert Unfallkosten Unterscheidung zwischen Fußgängern und Hindernissen In Lager, Produktion und Versandbereich sind Fußgänger einer hohen Unfallgefahr durch Flurförderzeuge ausgesetzt. Unübersichtliche Bereiche, Zeitdruck und fremde LKW-Fahrer in der Verladezone sind bekannte Risikofelder.

Der EDS 16 ist ein 1,6-tGehhochhubwagen, der auch mit Standplattform, seitlichem Batteriewechsel und in Kühlhausversion gefertigt wird, und zwar in der Schweiz. Wartungsfreier Drehstrommotor AC mit hohem Drehmoment bei kleinster Drehzahl und hoher Laufruhe, Energierückgewinnung beim elektronischen Abbremsen. Der Seitenantrieb und die seitliche Stützrolle garantieren eine optimale Fahrstabilität im Lagerbetrieb. Alle Räder (auch Lastrollen) in Vulkollan. Frei programmierbare Mikroprozessorsteuerung. AC-Fahrantrieb und DC-Hubmotor. Der serienmäßige Initialhub Lift-Stop schont Hydraulikaggregat und Ventile. CAN-BUS-Technik ist ebenso selbstverständlich wie das eigen entwickelte LOSSystem (Limited Operating Strategy); es ermöglicht ein limitiertes Fahren auch nach Defekten. Das Fahrverhalten und weitere Parameter können bequem mit der Handprogrammierkonsole auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse eingestellt werden. Die seitlich angeordnete Deichsel ermöglicht gute Sichtverhältnisse beim Aufnehmen sowie beim Einlagern von Lasten. Der Deichselkopf gestattet eine Bedienung auch mit Arbeitshandschuhen. Die großen Wippentasten ermöglichen ein fein dosiertes, proportionales Heben und Senken. Bedienung bei engen Platzverhältnissen auch bei senkrechter Deichselstellung mittels des zu-sätzlichen Überbrückungsschalters. Das Ladegerät ist eingebaut, Energieversorgung: 24 V/250 Ah. Mit Batterie wiegt das Flurförderzeug 985 kg. Masttypen mit Hubhöhen bis 4.436 mm und mit Freihub bis 1.585 mm sind im Angebot.

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ELOshield arbeitet zielgerichtet, erkennt Personen, die einen Transponder (Fußgängermodul) tragen, und alarmiert nur dann, wenn sich Personen und Stapler nähern.

Das ELOshield Fußgängermodul ist nicht größer als ein Schlüsselanhänger und verhindert effektiv Unfälle und Personenschäden. Wir haben für Ihre individuellen Anforderungen die richtige Lösung bereit. Ob im Schmalganglager oder in der Breitgasse: Wir stehen mit unserem Wissen und unserer Kompetenz parat. Sprechen Sie uns an - wir beraten Sie gerne.

Gärtnerweg 49 | D-25436 Tornesch Tel.: +49 4122 / 9570-0 Fax: +49 4122 / 9570-22 E-mail: info@elokon.com


Sonderausgabe der Fachzeitschrift s ta p l E r w o r l d

FACTS ISSN 2195-0253 1. Ausgabe | September 2012 | 1. Jahrgang

Das Thema Fahrerlose Transportsysteme wird immer wichtiger in Industrie, Logistik, Healthcare und Produktionsversorgung. Das Team der STAPLERWORLD veröffentlicht 2 x jährlich die neue Sonderpublikation FTS-AGV-FACTS 2012 Die erste Ausgebe widmet sich den Themen der FTS-Tagung, die am 20. September 2012 im Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund stattfindet.

Einem Teil der STW-Auflage liegt die neue Sonderpublikation FTS-/AGV-Facts bei. Sollten Sie weitere Exemplare benötigen, ordern Sie diese bitte direkt beim Verlag zum Stückpreis von 9,90 Euro inkl. Versand bei Nina Nadge: nina@techtex-verlag.com, Fax. +49-6139-960455

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SYSTEMGERÄTE

+ + + NEWS + + + NEWS + Rückrufe vermeiden: Praxisseminar Maschinenrichtlinie des SGS-TÜV Saar

Die SGS TÜV Saar GmbH veranstaltet am 20. und 21.09.2012 in Dortmund das Praxisseminar „Maschinenrichtlinie – Vom Rückruf zur Prävention“. Das Seminar gibt detaillierte Einblicke dazu, welche Normen bei Konstruktion, Produktion sowie Betrieb und Instandhaltung von Maschinen gelten und wie diese in der Praxis umgesetzt werden müssen. Denn nur deren konsequente Einhaltung hilft, Risiken zu erkennen, den Organisationspflichten gerecht zu werden und kostspielige Folgen aus Sachmängelhaftung und Rückrufaktionen zu vermeiden. In dem zweitägigen Praxisseminar informieren erfahrene Experten darüber, welche nationalen und internationalen Vorschriften konkret gelten und wie diese sicher und praktikabel eingehalten werden können. Beispiele aus der Praxis zeigen zudem, was im Alltag berücksichtigt werden muss und geben Interpretationshilfen dazu, wie gesetzliche Vorschriften genau auszulegen sind. Das Seminar bietet zudem die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und zur Klärung von individuellen Fragen. Die Teilnahmegebühr beträgt 498,00 Euro zzgl. MwSt.

Anmeldung und weitere Informationen: www.sgs-tuev-saar.com/maschinenrichtlinie

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SYSTEMGERÄTE

Philipp Stanke leitet den deutschen Vertrieb und sieht für seine Produkte einen erheblichen Wachstumsmarkt.

Flexibler-Kunststoff-Rammschutz: Der belgische Weg Ende der 90er Jahre wurde in Belgien die Firma Boplan gegründet und wurde rasch zu einem europaweit agierenden, verlässlichen Partner für Rammschutz und weitere Produkte zur Erhöhung der Betriebssicherheit. Mittlerweile gibt es neben der Boplan Deutschland GmbH (Sitz im unterfränkischen Großostheim/Lkr. Aschaffenburg) und der belgischen Firmenzentrale auch Niederlassungen in Frankreich und den Niederlanden. Das Unternehmen beschäftigt ca. 40 Mitarbeiter. Durch das stetige Wachstum der Ansprüche an die Logistik- und Industrieunternehmen, was die Geschwindigkeit und den Platzmangel angeht, sind auch die Ansprüche an Rammschutz stark gestiegen. Deshalb hat sich der Rammschutzbereich unter dem Markennamen „Flex Impact“ in den letzten Jahren bestens entwickelt. Neben dem Rammschutzsektor hat Boplan auch einen Geschäftsbereich für Anti-RutschBeläge aller Art „Xtra Grip“ (für Stufen, Treppen etc., auch staplerüberfahrbar) und eine Sparte für selbstschließende Absturzsicherungen „Axes Gate“. Boplan liefert

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und montiert flexiblen Rammschutz in allen Ausführungen, vom leichten Handlauf bis hin zum Schutz vor einem 12 to. Stapler. Das modulare System kann in allen Längen gebaut werden, nachträglich problemlos verlängert, gekürzt oder ausgetauscht werden. Durch einen flexiblen Kunststoffaufbau auf einer Stahl- oder Edelstahl Bodenplatte geht die Aufprallenergie nicht auf die Verschraubung sondern wird absorbiert. Der Spezialkunststoff kehrt danach in seine Ursprungsform zurück. Somit erspart man sich teure Instandhaltungen durch Austausch wegen Deformierung oder Beschädigung des Fußbodens. Vertriebsleiter der deutschen Niederlassung, Philipp Stanke, baut das deutsche Vertriebsteam derzeit weiter kontinuierlich aus. Es wird aber auch mit diversen Fachpartnern gearbeitet und einigen Katalogen. In allen europäischen Ländern bietet Boplan die Montage über eigene Monteure an, das System kann aber problemlos selbst montiert werden. Passendes Verschraubungsmaterial wird dem Kunden

immer mitgeliefert und Boplan steht beratend zur Seite. In einem neu eingerichteten Showroom können die Produkte live betrachtet werden, es gibt allerdings auch Referenzkunden aus verschiedensten Branchen und sicherlich auch in Ihrer Nähe. Schätzungen nach liegt der Anteil den Kunststoff im Rammschutzsektor einnimmt, sehr gering. Dieser wird in den kommenden Jahren sicherlich kontinuierlich steigen.

Weitere Informationen: Boplan Deutschland GmbH Tel. +49 (0)173 / 594 71 58 www.boplan.de

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SPEZIALGERÄTE

Seitenstapler: Trend zu E-Geräten ist unaufhaltsam

Gewaltig: Mastausschub eines GS 180, wie er in Stahlwerken und Werften weltweit eingesetzt wird – Baumann fertigt jährlich über 20 solcher Maschinen.

Themen wie hohe Diesel- und Wartungskosten, Tier IIIB Einführung für Dieselmotoren zwischen 56 und 75 kW (Baumann kann noch für einige Monate Motoren der Generation IIIA unter dem Regime der Flexibilität anbieten, verbaut natürlich auch bereits Euro IIIB-Motoren) und die damit verbundenen höheren Kosten, die Sensibilisierung der Kunden auf Umweltund Arbeitsbedingungen sowie die Tatsache, dass die Performance der E-Seitenstapler mit der Performance der Dieselgeräte absolut vergleichbar ist, hat die Cavaioneser Staplerexperten seit Jahren in diese Entwicklung investieren lassen. Themen bleiben Energiespeicherung und Energieverbrauch. Man ist mit den Geräten EHX 30/40, EHX 50, EGX 50/75 und EGX 80 – 100 bestens gerüstet. Bei jedem Modell setzt man auf zwei in Summe überdimensionierte AC-Fahrmotoren und einen weiteren Motor für die Arbeitshydraulik, Mosfet-Hochfrequenzsteuerungen. Tiefer Eigenschwerpunkt durch Unterfluranbringung der Batterien tragen dafür Sorge, dass der typische Kunde mit einer Batterieladung problemlos eine Schicht arbeiten kann. Wahlweise steht ein Schnellwechselsystem (z. B. beim EGX auch unterflur) zur Verfügung.

Foxx nun auch elektrisch Auch beim Vierrad-Mehrwege-Seitenstapler Foxx 30/40 (STW 02/11) sind die ersten Schritte erfolgreich verlaufen. Man hat mehrere E-Foxx 30/40 in Italien platziert. Im Juli 2012 wurde der Verkauf für alle

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Länder freigegeben. Der E-Stapler ist vor allem für Kunden interessant, die das Gerät in Hallen und im Freigelände einsetzen möchten. Die Bemühungen im Elektrobereich führten zu einer besonderen Auszeichnung – der „Watt d’Or 2012”, verliehen vom Bundesamt für Energie der Schweizerischen Eidgenossenschaft für Bestleistungen im Energiebereich. Ausgezeichnet wurde das Projekt System Alpenluft.

Dr. Klaus Pirpamer leitet den überaus erfolgreichen Seitenstapler-Hersteller Baumann in Cavaion. 2011 wurden 325 Geräte produziert.

System Alpenluft – Emissionsfreie und energieeffiziente Abfallentsorgung mit ElektroSeitenstaplern „Varianten zugelassen“. Zwei Wörter, wie sie in der öffentlichen Ausschreibung für die Abfall- und Wertstoffentsorgung der Gemeinde Zermatt 2010 standen, brachten einen großen Stein ins Rollen für ein neues Entsorgungskonzept. Überfüllte Container und rauchende Diesel-Kehrichtwagen strapazierten nämlich bis dahin das Erscheinungsbild des autofreien Tourismusortes Zermatt (2 Mio. Logiernächte/a). Matthias Schwendimann, Geschäftsführer in 4. Generation des gleichnamigen Entsorgungsunternehmens, kam auf die Idee, stationäre Mikropressen zur Minimierung des anfallenden Volumens einzusetzen und diese dann mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen einzusammeln! Bereits nach dem ersten Treffen zwischen Schwendimann und Baumann-Vertragshändler Arbor stand fest, dass in diesem Projekt großes Potential steckt. Man gründete die Alpenluft AG, die dieses Entsorgungssystem weltweit anbietet (Projekte in Norwegen, Paris, Israel und Österreich. Bestehende BaumannHändler werden für Seitenstapler-Service eingebunden). Auf den Sammelstellen bereitstehende Pressbehälter ersetzen die herkömmlichen 800-l-Kunststoffcontainer und erhöhen die Sammelstellenkapazität durch Komprimierung des Abfalls vor Ort um ein Vielfaches. Ganze 2.300 kg Hauskehricht, was 28 herkömmlichen 800-l-Containern, oder

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SPEZIALGERÄTE

Beim patentierten Mastausschub ersetzen Spindeln die üblichen gekreuzten Hydraulikzylinder. 470 Stück 35-l-Säcken entspricht, nimmt ein autonom funktionierender Pressbehälter auf. Die Elektro-Seitenstapler übernehmen anschließend den Austausch der Mikropressen und wechseln in wenigen Augenblicken, emissionsfrei und fast geräuschlos (Thema: Einsatzmöglichkeit auch bei Nacht), den vollen Behälter gegen einen leeren aus. Je nach örtlichen Gegebenheiten und wo immer möglich, wird der Abfall direkt mit dem Seitenstapler oder auf der Schiene zur Kehrichtverbrennung gebracht. Zermatt liegt ca. auf einer Höhe von 1.900 m (im Februar 2012 -25° C.). Dort kämpfen die Seitenstapler mit engen Gassen (Thema Wenderadius sowie kompakte Bauweise), extremen Steigungen (Performance sowie Bremsfähigkeit) sowie den langen Strecken (Fahrgeschwindigkeit) und in Winterzeiten mit sehr viel Schnee. Die Herausforderung konnte mit bestehender Technik erfüllt werden, betont Baumann-Geschäftsführer Dr. Klaus Pirpamer. In Zermatt ist heute ein EGX 60/14-12/ 35SFH mit 870-mm-Delux Kabine, LED Beleuchtung, 1.250-Ah-waterless Airlift Batterie, 2 x 15 kW Fahrmotoren, 28-kW-Hubmotor (Zapi Mosfet-Controller), KomfortJoystick im Einsatz. Das Gerät ist schneekettentauglich (alle 4-Räder), da im Winter in Zermatt viel Salz gestreut wird, ist das Gerät auch diesbezüglich geschützt worden. Derzeit ist ein Seitenstapler im Einsatz. Zwei weitere sind bestellt.

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Grossgeräte für weltweiten Einsatz Seitenstapler oberhalb der 6-8-t-Range sind zwar stückzahlmäßig keine „große Nummer“, aber es sind hochinteressante Projekte, die weltweit nur von zwei Anbietern bedient werden. Pirpamer ließ die alte Lackieranlage abreißen um Platz für die Montage von Großgeräten zu gewinnen. Und die boomen mächtig. Aktuell sind in Produktion: · GS 180/18/35 für ein Stahlwerk in Frankreich · Zwei GS 150/16/35 für ein Stahlwerk in England · 1 Stück GCS 150/18/35 für eine Schiffswerft in Südkorea · sowie den ersten von drei GS 150.130/20/40 für ein großes deutsches Sägewerk

Um den gestiegenen Anforderungen zu genügen, sammelte man Kundenwünsche und schuf neue Großgeräte und zwar die Typen GS 150 bis GS 180, die quasi als flexible Plattform für die verstärkte Anfrage nach Großgeräten fungieren. Die Grundstruktur des Rahmens hat nunmehr eine Stärke von 80 mm, das Gerät wiegt ohne die nun nicht mehr erforderlichen Gegengewichte 31 t und wird wahlweise mit Dieselmotoren von Perkins oder Cummins bestückt. Die weitere Ausstattung ist üppig: schaltbare Lamellen-Festellbremse an der verstärkten Antriebsachse sowie Scheibenbremsen an der Lenkachse, Deluxe-Kabine, Loadsensing-System, hydraulische Versteuerung, 14.00-24 Bereifung. Das Projekt hat sich bereits bewährt, denn die Produktionslinie der Großgeräte (15 Tonnen und mehr) ist bis Mai 2013 ausgelastet. Auch auf der Ligna 2013 soll einer der 15-Tonner stehen.

Elektro-Vierwegestapler Foxx EL für 4.000 kg bei 600/700 mm LSP und für 1.200/1.400 mm Plattformbreite.

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SPEZIALGERÄTE Konzept Alpenluft – in Zermatt entsorgt ein E-Seitenstapler EGX 60/14-12/35SFH mit 870-mm-Delux Kabine die gefüllten Hausmüll-Pressbehälter – bei bis zu -25° C.

der, die mit zwei seitlich und gut geschützten Spindeln ersetzt werden. Dieses Konzept ermöglicht es, die Baureihe GX 50 bis 75 mit dem GX 80 light zu erweitern. Den neuen Mastausschub gibt es nur in Kombination mit dem neuen Tier IIIB Motor und er wird dementsprechend ab spätestens Mitte 2013 auf allen Geräten der GX Baureihe verbaut werden.

Neuer GX 50-75 Im Mai 2011 wurde der neue Mastausschub (STW berichtete) patentiert. Nach Ligna und Cemat ist das Gerät bei insgesamt 15 Kunden in Frankreich, Deutschland, Italien und in Österreich, auch für mehrere Wochen, getestet worden. Der ruckfreie Mastausschub mit millimetergenauem Handling mit deutlich erhöhten Hubmastgeschwindigkeiten (Thema Effizienz oder Arbeitssicherheit) und somit deutlich optimierten Prozessabläufen, hat dazu geführt, dass wir 10 Bestellungen im Hause haben, obwohl die Produktion erst im Juni 2012 begann. Zur Erinnerung sind die Ausfahrrollen (Patent und Produktion Baumann) sowie die Ausfahrschienen gewölbt, somit entfallen die Überkreuzzylin-

Webbasierter Service für Händler und Großkunden Das inzwischen viersprachige Portal im Web wird täglich von etwa 300 Usern genutzt (darunter 110 Händler in 60 Ländern). Bis heute wurden mehr als 10.000 Ersatzteile (ca. 1/3 der lebenden Teile) fotografiert und im Web veröffentlicht. Großkunden (nicht nur Händler) erhalten Online-Zugriff um über das Portal Informationen zu de-

ren Geräte zu erhalten oder um Anfragen an die Händler stellen zu können. Für Schnelldreher (Zukaufteile wie Filter, Schläuche etc.) wurde eine Bestpreisgarantie eingeführt. Sollte ein Besteller am freien Markt einen besseren Preis finden, so wird der Differenzbetrag diesem Händler sofort gutgeschrieben und unser Verkaufspreis angepasst. 93% der bis um 16 Uhr getätigten Online-Bestellungen werden am selben Tag versendet.

Expansion im Ausland Anfang 2012 wurde die Baumann UK gegründet. 35 verkaufte Geräte in sechs Monaten beweisen Dr. Pirpamer, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Der Großkunde Finnforest, der 2009 insgesamt 27 Seitenstapler orderte (mittlerweile haben die Geräte bereits mehr als 10.000 Betriebsstunden) hat zudem dieses Jahr weitere Geräte bestellt. Auffallend ist, dass nun auch in England die Idee eines ElektroSeitenstaplers Gefallen findet. Des Weiteren wurde in den USA die Baumann USA als Importeur gegründet. Der derzeitig in-

Neu sind die Serien-Großgeräte GS 150 bis GS 180, die quasi als flexible Plattform für die verstärkte Anfrage nach Großgeräten fungieren.

teressante Wechselkurs Euro/Dollar führt dazu, dass allen voran langwierige Großprojekte für Seitenstapler mit einer Tragkraft von mehr als 15 Tonnen zum Abschluss kommen.

Nichts ist unmöglich: GX 75 mit um180° drehbarer Kabine.

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Weitere Informationen: Bilder: STW/Baumann Baumann s.r.l. 37010 Cavaion Tel. 0039-045-6205311 www.baumann-online.it

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SPEZIALGERÄTE Sintermetallfilter für das AGA Modul VW Antriebssysteme

Abgasnachbehandlung auf Basis Sintermetall erfüllt Euro IIIB für Stapler In Zusammenarbeit mit Volkswagen Antriebssysteme hat HJS Emission Technology erstmalig einen motorfesten, beschichteten Sintermetall-Partikelfilter für den Serieneinsatz zur Einhaltung der Emissionen der Stufe IIIB (EU-Richtlinie 97/68/EG) und der TRGS 554 validiert. Die wichtigsten Herausforderungen bei der Entwicklung der Abgasanlage ergaben sich durch die limitierten Bauräume in den betreffenden Maschinen und die hohen Anforderungen durch die zusätzlichen Belastungen aus dem motornahen Verbau. Neben einer sicheren und stabilen Regeneration des Filters waren die hohe Aschespeicherfähigkeit zur Minimierung der Wartungsintervalle und eine gute Reinigungsfähigkeit der Filter gefragt. Validiert wurde die Sintermetallfilter-Technologie. Gestartet wurde das gemeinsame Projekt im Frühjahr 2010 mit dem Ziel, eine dauerhaltbare Lösung zur Einhaltung der Emissionsvorschriften der Stufe IIIB zu entwickeln. Der Sintermetallfilter hat mit seiner einzigartigen Bauweise eine extrem hohe Aschespeicherfähigkeit. Wartungsintervalle

VW Antriebssysteme – AGA Modul auf Basis Sintermetallfilter.

von mehr als 7.000 Betriebsstunden (abhängig von der Auslastung des Motors) reduzieren die „costs of operation“ signifikant. Standzeiten werden durch eine einfache effiziente Filterreinigung reduziert und durch Wiedereinsetzbarkeit der Filtermodule sind diese kostengünstig.

Die Lebensdauer des Systems liegt bei mindestens 20.000 Betriebsstunden bei bestimmungsgemäßem Betrieb. Durch eine kontinuierliche Regeneration (CRT*-Effekt = Continuously Regenerating Technology) wird der Kraftstoffverbrauch optimiert. Das erprobte und sichere Betriebskonzept wird durch das Motor-Steuergerät unterstützt und überwacht. Im Hinblick auf die Emissionsstufe IIIB bietet Volkswagen Antriebssysteme seinen Kunden bereits seit 2012 mit seinem TDI 2.0 – 455 MD Industriemotor in Kombination mit dem vorbesprochenen Abgasnachbehandlungssysteme von HJS eine saubere Lösung für Flurförderzeuge an. Somit sind die Kunden von VW Industriemotoren in der Lage, ihre Maschinen jetzt schon serienmäßig mit Motoren auszurüsten, die den geforderten Emissionsgrenzwerten entsprechen. Die gemeinsam für den 2,0 l CR Motor entwickelte, applizierte und homologierte Abgasnachbehandlung auf der Basis Sintermetallfilter ist zukünftig seitens Volkswagen Bestandteil des modularen Baukastens für Industriemotoren und wird standardmäßig bei allen Applikationen zur Einhaltung der Stufe IIIB ab 2013 eingesetzt.

Weitere Informationen: HJS Emission Technology GmbH & Co. KG | 58706 Menden/Sauerland | Tel.: +49 (0)2373 - 987-0 | www.hjs.com

Wir warten auf Sie auf der LOGIMAT, Halle 9 / Stand 542 !

In Europa ereignen sich innerhalb eines Jahres 200.000 Unfälle auf Leitern

Durch BRAVI-Arbeitsbühnen Könnte diese Zahl erheblich reduziert werden.

A92.6

www.braviisol.com

STAPLERWORLD 04/2012

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SPEZIALGERÄTE Video unter staplerworld.com

Straddlecarrier sticht Frontstapler im Windkraftsegment aus Die zwei Räder auf der linken Fahrzeugseite werden mit Hydraulikzylindern gelenkt. Andresen Towers im dänischen Nyborg ist auf Windkrafttürme aus Stahlpaneelen spezialisiert, die exklusiv über Siemens vertrieben werden. Andresen gehört zur IAI Holding A/S und hat die einzigartige Turmbauweise patentieren lassen. Vorteil ist der unproblematische Transport, das leichte Errichten und auch die Demontage/Recycling der Elemente. Die Türme eignen sich für Großanlagen ab 125 m Nabenhöhe. Sämtliche Turmelemente werden auf Flats (45`) ausgeliefert. Zum innerbetrieblichen Transport sollte zunächst ein großer und schwerer Frontstapler eingesetzt werden. Dieser war aber nicht in der Lage, die fertigen 23.000 kg schweren „Pakete“ aus der Halle zu transportieren. Die Turmsegmente wiegen je nach Größe zwischen 1.300 und 3.250 kg, je sieben Elemente werden gemeinsam verpackt. Combilift bot einen Straddlecarrier SC3T an, der in der Halle über die fertig verpackten Turmpakete fährt, diese anhebt und anschließend aus der Halle zum Lagerplatz transportiert und sie bei Bedarf auf LKW verlädt.

Blick auf den kleinen Vierzylinder-Kubotamotor des 18 t schweren Straddlecarriers.

Straddlecarrier contra Großstapler Der im Vergleich zum Reachstacker deutlich niedrigere Anschaffungspreis, der geringe Platzbedarf und die Wendigkeit der Maschine überzeugten, weswegen zwei Geräte für zwei Andresen-Standorte angeschafft wurden. Im Fokus standen Investition, Betriebskosten, Energieverbrauch und Schnelligkeit.

Einsatzkriterien FRONTSTAPLER 40 t Last, die mit einem Frontstapler hantiert werden – benötigen einen Stapler mit einem Eigengewicht vom 50 t. Damit kommt der Gesamtlast auf 90 t und wenn der Stapler beladen ist, hat die Vorderachse rund 85 t Achsdruck.

Einsatzkriterien STRADDLE CARRIER Der Straddlecarrier hat ein Eigengewicht vom 18 t, eine Tragfähigkeit von 40 t, womit das Gesamtgewicht Last/Carrier auf 58 t kommt, also 32 t weniger.

Martin McVicar leitet das Unternehmen Combilift mit großem Enthusiasmus und hat erhebliche Erfolge erzielt – der Dreirad-Vierwegestapler mit Dieselantrieb ist immerhin eine Erfindung von Combilift.

Klar ist, dass die Investitionskosten für den Carrier deutlich niedriger ausfallen, viel wichtiger sind aber die Betriebskosten, denn wenn über zehn Jahre an je 250 Arbeitstagen jeweils rund 32 t weniger Stahl bewegt werden müssen, wird doch, um es vorsichtig zu sagen, das ein oder andere Literchen Diesel weniger verbraucht. Reifen, Filter, Betriebsstoffe etc. werden ebenfalls in deutlich geringerem Ausmaß benötigt. Martin McVicar, CEO von Combilift, die in Irland nun 250 Mitarbeiter beschäftigen, über 100 Mio. EUR Umsatz machen und in mehr als 50 Ländern vertreten sind, ließ es sich nicht nehmen, der STAPLERWORLDRedaktion das neue Gefährt persönlich vorzustellen. Ursprünglich hatte Combilift den Straddlecarrier für Betreiber konzipiert, die gelegentlich Container umschlagen müssen – das funktioniert auch, aber im Industriebereich oberhalb von Seitenstaplern oder Reachstackern in Industrieausführung haben sich die auf den Transport von extremlangen und sperrigen Lasten spezialisierten Carrier bestens etabliert. Sie tragen mit ihrem Dreirad-Fahrwerk Lasten bis 35 t und verfügen, wie alle Geräte der Iren, über eine vergleichsweise einfache und überschaubare canbusfreie Technik. Bilder: STW

Weitere Informationen: Combilift Ltd. Monoghan, Irland Tel. 00353-4780500 www.combilift.com

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Seitenansicht, das Gerät hat ein Dreipunktfahrwerk, die Kabine ist mittig auf Bodenniveau links montiert, hinter ihr Motor/Hydraulik.


ZUBEHÖR

Nachtrag Vermieterspecial

Gegengewichtsstapler (Elektro 1-4t)

Gegengewichtsstapler (Elektro >4t)

Gegengewichtsstapler (Diesel/Gas 1-4t)

Gegengewichtsstapler (Diesel/Gas >4t)

Gehgeräte

Systemstapler (Kommisionierer/ Schubmaster/HRL-Stapler)

Spezialstapler (Teleskopstapler/ Seitenstapler/Geländestapler/ Mitnehmstapler)

Spezielle Anbaugeräte

Kurzzeitmiete (Mietdauer 1-3 Tage)

Kurzzeitmiete (Mietdauer 1-4 Wochen)

Langzeitmiete (ab 5 Wochen)

Mietkauf

Fullservie-Miete

Wasmer GmbH 76187 Karlsruhe Tel.: +49 (0)721-95 21 2-0 www.wasmer-gmbh.de

Anzahl Mietstapler

Weitere Informationen:

Anzahl Standorte

Über 90 Frontstapler und mehr als 70 Lagertechnikgeräte stehen zur Wahl. Das Sondergeräteprogramm umfasst Elektrostapler bis 9,5 t, Dieselstapler bis 32 t, Schubmaststapler bis 8 m Hubhöhe, 4-Wege-Stapler, Teleskopstapler, Arbeitsbühnen und andere. Das Mietportfolio umfasst Kurz- und Langzeitmiete, Mietkauf, Leasing, Deckung des Maschinenbruch-Risikos und auch die Sofortmiete – mit Gerätelieferung oft noch am gleichen Tag.

1

160

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Industrieanhängerprogramm erneuert Die neuen Industrieanhänger „Made in Germany“ zeichnen sich laut Unternehmensangaben durch eine leichte und robuste Stahlrohrkonstruktion aus. Anwender der Industrie-Anhänger mit einer Tragkraft von 2.000 bis 3.000 kg profitieren doppelt: gute Qualität und ein deutlich günstigerer Preis. Der Anwender kann bei der Ladefläche zwischen drei verschiedenen Größen wählen: 2.000 x 1.000, 2.500 x 1.250 oder 3.000 x 1.500 mm. Die Ladefläche ist belegt mit einer rutschsicheren Siebdruckplatte. Dadurch ist sie widerstandsfähig und wasserfest. Je nach Anwendungsbereich können die Räder wahlweise mit Vollgummi- oder Luftbereifung ausgestattet werden.

Die Profilstahl-Schweißkonstruktion der Anhänger hat der Hersteller so optimiert, dass sie noch effektiver und damit kostengünstiger produziert werden kann. Preisvorteile, die durch die modernen Fertigungstechniken entstehen, werden an Händler und Anwender weitergegeben. Dank einer Zweiachs-DrehschemelLenkung mit Lenkwinkelbegrenzung sind die Anhänger selbst bei großen und sperrigen Lasten noch wendig und kippsicher. Auch Modelle mit Einachs-DrehschemelLenkung sind im Programm. Alle Anhänger lassen sich mit einer Feststellbremse ausrüsten. Durch Zubehör wie EinsteckAnhänger mit ZweiachsDrehschemellenkung für besondere Spurtreue bei Mehrfachtraktionen und für enge Kurvenradien.

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Version mit gelenkter Vorderachse – Klassiker aller kleineren Industrieanhänger – Traglastbereich 2.000 bis 3.000 kg. rungen, Bordwände oder Stahlrohrwände mit Drahtgitterfüllungen lassen sich die Transportgeräte anpassen. Bild. fetra

Weitere Informationen: fetra Fechtel Transportgeräte GmbH 33829 Borgholzhausen Tel.:+49 (0) 5425 94 94-0 www.fetra.de

STAPLERWORLD 04/2012

Lieferung EU-Ausland

Die Albert Wasmer GmbH aus Karlsruhe verfügt über eine Mietflotte von 160 Geräten, diese Daten fehlten in unserer Übersicht in STAPLERWORLD 03-2012, dafür entschuldigen wir uns und reichen die „frisch“ ausgefüllte Tabelle nach.


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LED-Arbeitsscheinwerfer: Es werde Licht, und zwar 30.000 Stunden ohne Defekt

Das LED-Scheinwerfer-Testfeld aufgereiht auf dem Kontergewicht des Nissan QX2-30. Hochleistungsscheinwerfer (links) bis zu den für den „Normalo-Einsatz“ konzipierten Kollegen – deutlich im Vergleich die Größenunterschiede auch in den einzelnen Klassen. Seit 2005 werden anstelle von H3, H5 und H7-Scheinwerfern mit konventioneller Glühfadentechnik auch LED-Arbeitsscheinwerfer angeboten. Die Geräte sind deutlich teurer als die einfachen glühwendelbestückten „Kollegen“ (etwa 400 % teurer), halten aber wenn schon nicht endlos, dann doch 50.000 bis 80.000 Stunden. Ihre Leuchtstärke nimmt während der Lebensdauer nur leicht ab (vorausgesetzt, es sind hochwertige LED´s verbaut und man putzt die Frontscheibe/Streulinse regelmäßig). Im Flurförderzeugbereich treten sie allmählich auf, zunächst als Rückfahrscheinwerfer und Blinker, doch nun auch als Arbeitsscheinwerfer, und zwar in Erstausrüstung und für den Aftermarket. LED´s sind Halbleiter, arbeiten also nur bei Stromdurchfluss. Sie liefern im Gegensatz zu anderen Lichtquellen ein nahezu monochromatisches Licht mit hoher Farbsättigung. Die Konversion der Lichtenergie aus dem Halbleiterkristall basiert dabei auf dem Prinzip der Elektrolumineszenz. Moderne LED-Technologie vereint die Vorzüge einer kompakten Bauweise mit hoher Energieeffizienz und, bei gutem Thermomanagement, eine Lebensdauer von > 50.000 Stunden. Laut der LED-Fibel von der J.Führ GmbH entspricht die durchschnittliche Lebensdauer eines LED-Scheinwerfers der von 300 Glühlampenscheinwerfern oder der von 50 Halogen- bzw. 20 Xenon-Scheinwerfern. Wichtig ist die Farbtemperatur: Diese wird in Kelvin gemessen – 5.500 Kelvin entspricht der Farbtemperatur eines hellen Sonnentags. LED-Scheinwerfer lassen sich sehr präzise auf bestimmte Farbtemperaturen anpassen. Das hat große Vorteile, etwa im Tiefkühleinsatz – es ist ein großer psychologischer Vorteil für den Flurförderzeugführer in seiner dicken Thermojacke am Steuer eines Spezial-Schubmaststaplers mit be-

STAPLERWORLD 04/2012

heizter Kabine, wenn er in der unwirtlichen (und unwirklichen) Umgebung eines Kühlhauses seine aufzunehmende Lasten mit einem hellen Tageslicht angestrahlt erlebt – dies kann deutliche Produktivitätssteigerungen im Vergleich zu gelblichen/ bläulichen Farbtemperaturen haben. STAPLERWORLD testete bei der Lück-Isah GmbH in Lohmar insgesamt neun Scheinwerfer der Anbieter Nordic Lights, Hella und J.W.Speaker (Vertrieb J.Führ GmbH).

Die Testkandidaten im Überblick: Standardleistung: • Hella Modul 70 LED • J.W.Speaker 4410 • Nordic Lights N25LEDX

Mittlere Leistungsstärke: • Hella Power Beam 1500 • J.W.Speaker 736 • Nordic Lights N44LEDG2

Hochleistungsscheinwerfer: • Hella Power Beam 3000 • J.W.Speaker 7150 • Nordic Lights N46LED Beim Test von Bernd Derenbach wurden die Verarbeitung, Dokumentation, CE-Zertifizierung, mechanische Qualität von Scheinwerfer und Halterung sowie die Lichtstärke in 5.000 mm und 3.000 mm Entfernung zu einem mit schwarzen Gabelzinken gefüllten Regal ermittelt. Die neuen Schweinwerfer wurden jeweils über ein Vorschaltgerät MTM Power PMD250 48S12W betrieben. Testgerät war ein brandneuer Nissan-Frontstapler QX2-30 mit 80 V/600 Ah.

Vorteil dieses modernen Frontstaplers aus der spanischen Edelschmiede von Nissan ist die Tatsache, dass sich unterschiedlichste Scheinwerfer ohne Schwierigkeiten und unter Umgehung einer langwierigen und im Ernstfall teuren Anmeldung am CANBus anschließen lassen, was für moderne E-Stapler eher eine Ausnahme ist. Das Mechanikerteam von Lück fertigte noch zwei je 150 mm lange Flacheisen-Verlängerungen an, damit auch die naturgemäß wegen der Vorschaltelektronik größer bauenden LED-Schweinwerfer problemlos am Schutzdach befestigt werden konnten. Der Test hat gezeigt, dass die neuen langlebigen Scheinwerfer, die speziell bei der Resistenz gegen Schwingungen erhebliche Punkte sammeln, alle auf einem sehr hohen Niveau angesiedelt sind. Kein Produkt leistete sich Ausreißer – wenn auch die Hochleistungsscheinwerfer mit Stückpreisen von ca. 500,- Euro sicher für Großstapler oder Terminalgeräte vorbehalten sind. Der Anschluss von LED-Scheinwerfern ist nicht unproblematisch – die Bordspannung des Staplers ist zu prüfen und es ist sehr sorgsam auf den Eingangsspannungsbereich der Schweinwerfer zu achten, ansonsten ist ein Vorschaltgerät anzuschaffen, dass mit rund 100,- Euro zusätzlich zu Buche schlägt und das an passender Stelle montiert und verkabelt werden muss.

Für wen eignen sich LED-Scheinwerfer? Zunächst für Betreiber, die viele Fahrten in schwierigen Sichtverhältnissen zurückzulegen haben und die mit den teuren aber energieeffizienten Scheinwerfern unter Umständen genau so viel Energie sparen, dass Sie auf eine Wechselbatterie verzich-

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E Q U I P M E N T- C H E C K

fragwürdig aufgebaut sind und zudem oftmals mit sehr preiswerten LED´s bestückt sind, deren Leuchtkraft schnell nachlässt. Auch hier ist eventuell das Nachmessen der Leuchtstärke nach 1000, 2000 und 5000 Betriebsstunden ratsam, denn so lässt sich nachweisen, ob es sich um qualitativ hochwertige Scheinwerfer handelt.

Vergleich Lumen zu Gewicht (lm/kg)

Effizienz: Lumen zu Leistungsaufnahme (lm/W)*

Gewicht (gr)

Nennspannung (V)

Stromaufnahme bei 12 V (A)

Bilder STW

Vergleich Lumen zu Größe (lm/ccm)

LED-Schweinwerfer als Blink-, Brems- und Rücklicht werden immer populärer – die

meisten Anbieter scheuen derzeit aufgrund der hohen Preise die Erstausrüstung ihrer Geräte mit LED-Schweinwerfern guter Qualität – aber gegen Aufpreis sind viele schon heute in der Lage, bei der Erstauslieferung passendes anzubieten – allerdings sind Betreiber gut beraten, die LED-Schweinwerfer sorgsam zu spezifizieren, denn es gibt jede Menge preiswerte China-Scheinwerfer, die verblüffend gut aussehen, aber mechanisch und elektronisch

Effektive Lumen*

ten können. Werden die Schweinwerfer noch mit dem Sitzschalter oder einer Zeitüberwachung gekoppelt, welche diese ausschaltet, wenn ein Fahrer auf dem Stapler sitzt oder wenn etwa fünf Minuten kein Hebel bewegt wird, kann es noch mal effizienter werden – speziell letzteres Feature bieten Firmen wie Still schon heute an.

Hella

Modul 70 LED

800

1,20

1527

61,73

524

9-33

1,08

J.W.Speaker

4410

525

0,85

1180

43,75

445

12-48

1,0

Nordic Lights

N25LEDX

750

0,79

750

41,67

1.000 12-80

1,50

Hella

Power Beam 1500

1.300

1,48

2142

59,20

607

9-33

1,83

J.W.Speaker

736

1.400

0,83

1522

31,53

920

12/24

3,7

Nordic Lights

N44LEDG2

1.900

1,38

1267

52,78

1.500 12-24

3,00

Hella

Power Beam 3000

3.000

1,68

1887

69,83

1.590 9-33

3,58

J.W.Speaker

7150

3.000

1,53

2479

41,67

1.210 12/24

6

Nordic Lights

N46LED

3.300

2,13

2063

65,48

1.600 12-24

4,20

Kompaktscheinwerfer

Mittlere Leistungsklasse

Hochleistungsscheinwerfer

* **

46

Die Berechnung der Helligkeit basiert aufgrund der Angaben aus den Hersteller-Datenblättern. Die tatsächlich erreichte Helligkeit kann hiervon stark abweichen. Für genauere InforCE-konform, Zertifizierung auf Kundenwunsch möglich

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Weitere Informationen:

Kennen Sie schon...?

Nordic Lights | 45711 Datteln | Tel.: +49 (0) 2363-386483 Brigade Elektronik GmbH | 24539 Neumünster | Tel: +49 (0) 4321-555 360 J.W.Speaker: J.Führ GmbH | 20249 Hamburg | Tel.: +49 (0) 40-30 33 00 10 Hella Kunden Service Center | 59552 Lippstadt | Tel.: +49 (0) 180 5 250 001

Detaillierte Auswertungsergebnisse unter

21,96

28,00 Ja

44,40

25,2

36,00

34,00 Ja

Ja

42,96

35,60 Ja

Ja

72,00

50,6

50,40

38,40 Ja

CE-Zertifizierung

31,20 Ja

Unverbindlicher VK (EUR)

18,00

Schutzklasse (IP)

33,2

Halterung

12,00

Stecker

35,60 Ja

Volumen (ccm)

Erwärmung nach 10 min (Grad C)

12,96

www.staplerplus.de

Maße (LxBxH) mm

Leistungsaufnahme bei 12 V (W)

Verpolschutz ja/nein Überhitzungsschutz ja/nein

www.staplerworld.com

83 x 110 x 73

666,49

2-Pin-Deutsch + Leitung lose Enden

U-Bügel, Schraube M10

IP68/IP6K9K

179

ja

69 x 79 x 113

615,96

2-Pin-Deutsch

U-Bügel, Schraube M8

IP67

Ja

100 x 78 x 122

951,60

2-Pin Deutsch oder AMP

U-Bügel, Schraube M10 oder M 8

IP68/IP6K9K

Ja

112 x 129 x 61

881,33

2-Pin-Deutsch

U-Bügel, Schraube M10

IP68/IP6K9K

89 x 99 x 192

1691,71

2-Pin-Deutsch

U-Bügel, Schraube M8

IP67

108 x 102 x 125 1377,00

2-Pin Deutsch oder AMP

U-Bügel, Schraube M10

IP68/IP6K9K

114 x 144 x 109 1789,34

Leitung lose Enden

U-Bügel, Schraube M10

IP68/IP6K9K

105 x 165 x 113 1957,73

2-Pin-Deutsch

U-Bügel, Schraube M12

IP67

108 x 115 x 125 1552,50

2-Pin Deutsch oder AMP

U-Bügel, Schraube M10

IP68/IP6K9K

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

**

ja

239

ja

**

ja

449

ja

**

ja

mationen finden Sie alle Messergebnisse unseres Test als Download auf www.staplerworld.com/downloads

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E Q U I P M E N T- C H E C K

Ein kleiner Einstieg in die Welt der Beleuchtung! Wenn es um moderne Beleuchtungstechnik geht, ist auch immer von der LED Technik die Rede. LEDs können herkömmliche Beleuchtungsmittel in Bezug auf Größe, Langlebigkeit und Robustheit problemlos ersetzen. Aber was genau ist LED und gibt es Einschränkungen? Fangen wir mit einer kleinen Übersicht als Orientierung an. Die Abkürzung LED bedeutet „Light Emitting Diode“, also Leuchtdiode. Es ist ein Halbleiter der Licht aussendet wenn Strom in Durchlassrichtung fließt. LEDs können in verschiedenen Farben leuchten. Dafür sind u.a. verschiedene Materialien verantwortlich. Hauptsächliche Bauformen sind zur Zeit bedrahtete und moderne SMD-LEDs. Kurzer Einstieg in die Terminologie Lumen Wir haben uns daran gewöhnt, die Helligkeit eines Scheinwerfers/Glühlampe mit Watt zu definieren. Watt ist aber kein Maß für die Lichtleistung, sondern gibt nur die Leistungsaufnahme an. Vergessen wird, dass die Energie auch in Wärme und nicht sichtbares Licht umgewandelt wird. Darum gibt es die Einheit Lumen. Mit Lumen wird nur das tatsächlich für den Menschen sichtbare Licht beschrieben. Je höher der Lumenwert, desto höher die Helligkeit. In der physikalischen Maßeinheit des Lichtstromes wird die tatsächliche Wahrnehmung des menschlichen Auges unter Berücksichtigung der verschiedenen Wellenlängen berücksichtigt. Lux Diese Einheit beschreibt die Helligkeit einer Lichtquelle (in Lumen), die tatsächlich die Helligkeit auf einer Oberfläche in 1m Entfernung ausmacht. 1 Lux ist also die Helligkeit einer Oberfläche, die von einer Lichtquelle von 1 Candela Stärke aus einem Meter Distanz beleuchtet wird. Candela 1 Candela entspricht ca. der Helligkeit einer normalen Kerze. Candela beschreibt die

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Lichtmenge, die im Raumwinkel strömt, also in einem definierten Bereich unter Berücksichtigung der sich ändernden Wahrnehmung verschiedener Wellenlängen durch das menschliche Auge. Farbqualität des Lichts Hier werden meist die beiden Methoden CCT (correlated color temperature) oder CRI (color rendering index) genannt. Beide Methoden können relevant sein. Da aber bei den meisten hier angedachten Anwendungen der Farbwiedergabeindex und die Farbtemperatur nebensächlich sind, gehe ich nicht weiter darauf ein Hier einige Vorteile von LEDs: • Lange Lebensdauer, hohe Robustheit Daher sind sie besonders für Fahrzeuge geeignet, die hohen Vibrationen, harten Belastungen und schlechten Bodenverhältnissen ausgesetzt sind, wie z.B. Flurförderfahrzeuge. Die Lebensdauer der LEDS liegt dabei weit höher als die Lebensdauer des Fahrzeuges. • Hervorragendes Lichtbild, helles Licht, relativ geringe Erwärmung Die Sicht mit vernünftigen LED-Scheinwerfern ist deutlich besser als mit herkömmlichen Scheinwerfern. • Energieeffizienz LEDs haben eine hohe Energieeffizienz. Bei stetig steigen Ausstattungen elektronischer Art ist eine gute Effizienz unumgänglich, um Batterien und Komponenten zu schonen. Besonders im Bereich batteriebetriebener Fahrzeuge ist es wichtig, die Einsatzdauer trotz angebauter Zusatzkomponenten nicht zu reduzieren. Bitte beachten: Die Scheinwerfer benötigen ein CE-Zeichen und können für Einsätze im öffentlichen Verkehrsraum ohne „e“ Prüfzeichen nicht eingesetzt werden. Sollte also eine Zulassung angedacht sein, bitte im Vorfeld mit dem Lieferanten klären. Eine nachträgliche Umrüstung der kompletten Lichtanlage auf „H“-Scheinwerfer kann teuer werden. Bei LEDs wird die Helligkeit vor allem in Lumen angegeben. Je höher die Lumenzahl, desto höher also die Helligkeit. Leider ist das in der Praxis nicht so. Man muss dringend zwischen theoretischem Wert

und tatsächlichem Wert unterscheiden. Der theoretische Wert führt zu hohen Werten, entspricht also nicht der tatsächlichen Lichtleistung. Beispiel: Es sind 20 LEDs mit je 100 Lumen verbaut. Die theoretische Lichtleistung liegt dann bei 20x100= 2000 Lumen. LEDs haben aber die Angewohnheit, bei steigender Temperatur immer weniger Licht zu produzieren. Auch LEDs erwärmen sich und können auch schon mal über 100 °C erreichen. Logischerweise ist eine gerade eingeschaltete LED heller als eine seit längerem in Betrieb befindliche LED. Hier trennt sich bei den Angaben der Hersteller die Spreu vom Weizen bzw. der Billiganbieter vom Premiumanbieter. Es können in der Praxis Helligkeitsverluste von bis zu ca. 70% auftreten. Hier ist eine ausgeklügelte Konstruktion in Hinblick auf thermische, optische und Spannungsverluste gefragt. Es kann sogar vorkommen, dass ein Scheinwerfer mit höherer theor. Leistung weniger effektive Lumen hat, als ein Scheinwerfer mit deutlich geringerer theor. Angabe. Effektive Lumen Effektive Lumen berücksichtigen alle Verluste die Auftreten können, sodass die wirkliche Lichtleistung des Scheinwerfers angegeben wird. Dieser Wert kann aber nur in einem aufwändigen und teuren Messverfahren ermittelt werden. Dazu sind manche Hersteller nicht bereit. Sie geben einfach den Wert beim Einschalten an. Wie immer im Leben – Vergleichen Sie nicht Äpfel mit Birnen. Im vorangegangenen Test haben wir versucht, dem gerecht zu werden und dem Anwender eine gute Übersicht zu vermitteln. Ob der Scheinwerfer nun rund oder eckig sein soll, entscheidet der Anwender letztendlich je nach Gusto.

Bernd Derenbach www.staplergutachter.eu

STAPLERWORLD 04/2012


E Q U I P M E N T- C H E C K

Der Test-Geräteträger: Nissan Q2-30

Testaufbau mit dem Hella Modul 70 LED, der auch jedem Praxiseinsatz widerstanden hätte. Test-Geräteträger für den LED-Scheinwerfertest war ein Nissan QX2-30 aus der aktuellen Produktion. Der 3-Tonner mit 500 mm LSP ist ein 80-V-Gerät mit 600-Ah-Batterie. 9,9,-kW-Fahrmotor und 14,2-kW-Hubmotor. Diese Ausstattung sorgt für entsprechende Umschlagleistungen, das Datenblatt gibt

Fahrgeschwindigkeiten mit/ohne Last von 18,5/21 km/h an, die Hubgeschwindigkeit mit/ohne Last beträgt 450/550 mm/s. Der 2.495 mm lange und einsatzfertig rund 5.200 kg schwere Stapler war mit einer beheizten Vollkabine und Fingertipps ausgerüstet. Auf Wunsch von Bernd Derenbach wurden die beiden Originalscheinwerfer abgebaut und extra lange Anschlusskabel mit Deutschsteckern montiert. Wie im Testbericht beschrieben, müssen neue Schweinwerfer bei diesem modernen Stapler nicht am CanBus angemeldet werden, was den Austausch gegen LED-Scheinwerfer sehr leicht macht.

Bilder: STW

Es werde Licht, dank des von J. Führ beigestellten Spannungswandlers konnten sämtliche LED-Testkandidaten problemlos angeschlossen und in Betrieb genommen werden.

Im Anlieferungszustand – der Nissan QX2-30 auf dem Gelände von Lück-Isah in Lohmar – trotz CanBus keine Anschlussprobleme mit den Scheinwerfern.

So sieht ein CE-gerechtes Typenschild aus.

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STAPLERWORLD 04/2012

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ZUBEHÖR

Schall macht Messen für Märkte

STAPLER PLUS weiter auf Erfolgskurs! Die größte herstellerunabhängige Händlerorganisation der Flurförderzeugbranche „Stapler Plus“ expandiert weiter erfolgreich. Ausdruck dessen ist der vor wenigen Monaten neu bezogene attraktive Standort im Gewerbegebiet Dinslaken. Im fünfstöckigen Regallager werden vor allem hunderte Hubwagen für die Mitglieder der Genossenschaft und externe Kunden vorgehalten. Die gewachsene Lagerkapazität ermöglicht die Bevorratung einer breiteren Produktrange mit effizienterem Warenumschlag. Hiervon profitiert nicht nur die auf mittlerweile 31 Staplerhändler angewachsene „Stapler Plus – Familie“, sondern auch die direkt belieferten Großkunden und Wiederverkäufer.

31. Motek – Internationale Fachmesse für Montage-, Handhabungstechnik und Automation w w w . m o t e k - m e s s e . d e

6. Bondexpo – Internationale Fachmesse für industrielle Klebtechnologie www.bondexpo-messe.de

08. – 11. okt. 2012 Stuttgart

Im Zuge des Umsatz- und Absatzwachstums ist auch die Belegschaft bei Stapler Plus gewachsen. Die modernen und freundlichen Arbeitsplätze in den neuen Räumlichkeiten tragen dem Rechnung und lassen noch Platz für zukünftiges Wachstum. Seit Ende 2011 wird ebenfalls mit großem Erfolg eine eigene Lagertechnik unter der Marke Stapler Plus vertrieben. Produktpartner ist ein internationaler Großkonzern mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Flurförderbranche und Werk in den neuen Bundesländern. Dort produziert man in Kleinserien und mit liebevoller Handarbeit sehr robuste Lagertechnik „Made in Germany“. Die Produktrange aus Elektro-Hubwagen, E-Deichselstapler und E-Doppelstock-Deichselstapler soll baldmöglichst noch um einen Schubmaststapler ergänzt werden. Besonders positiv sieht man bei Stapler Plus die Entwicklung der Mitgliederanzahl. Obwohl man mittlerweile mit 31 Standorten gut in Deutschland vertreten ist, sucht man weiter gezielt nach weiteren Staplerbetrieben. Dies gilt insbesondere für die Postleitzahlgebiete: 02,17,19,31,36,37,77,79,83, 86,87,89,92,94,98. Alle Mitglieder profitieren vom Know-How Transfer im technisch-fachlichen und im unternehmerischen Bereich. Als Genossenschaft arbeitet Stapler Plus wie eine „Non-Profit-Organistion“, die sich einzig dem Wohl der Mitglieder verpflichtet fühlt. So führte das beste Betriebsergebnis seit Bestehen in 2011 zu einer genossenschaftlichen Rückvergütung in insgesamt 6-stelliger Höhe an die Mitglieder. Gemeinsam mit einer renommierten Anwaltskanzlei wurden in 2011 für die Mitglieder „Allgemeine Geschäftsbedingungen“ speziell für die Staplerbranche entwickelt. Darüber hinaus stellte die Genossenschaft ihren Betrieben juristisch geprüfte Vorlagen für Garantiebedingungen, Instandhaltungsbedingungen, Allgemeine Verkaufs- und Lieferbedingungen und Allgemeine Mietvertragsbedingungen zur Verfügung. Durch diese Hilfestellungen der Genossenschaft erlangten die Mitgliedsbetriebe Rechtssicherheit für die täglichen Geschäftsbeziehungen, ohne dass sich die Inhaber selbst darum kümmern mussten. Einen großen Vorteil bieten auch die wiederkehrenden Schulungsangebote für Inhaber, Führungskräfte, Techniker und Sachbearbeiter aus den verschiedensten Themenkreisen, durchgeführt von renommierten Fachreferenten. Das Angebot umfasst z.B. folgende Themen: „Die Verantwortung des Unternehmers im Arbeitsschutz“ (Unternehmerpflichten gemäß BGVA 1)

VERANSTALTER P. E. Schall GmbH & Co. KG Gustav-Werner-Straße 6 . D-72636 Frickenhausen T +49 (0)7025 9206-0 . F +49 (0)7025 9206-620 info@schall-messen.de . www.schall-messen.de

„Sachkundiger/ befähigte Person zur Prüfung von Gasanlagen bei Flurförderzeugen“ (gemäß BGG/GUV-G 946 und GGV D34) Mit zunehmender Dichte ihrer bundesweiten Standorte will die Stapler Plus

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ZUBEHÖR

Leistungsgesteigerte Traktionsbatterie bei Villeroy & Boch Sieht aus wie ein gewöhnlicher E-Stapler: E 25 mit leistungsgesteigerter Batterie und rund 23% mehr Umschlagleistung.

Die Fliesensparte von Villeroy & Boch wurde zum 1. Januar 2006 in eine eigenständige GmbH (V&B Fliesen GmbH) ausgegliedert. Zum 1. Juli 2007 verkaufte die Villeroy & Boch AG 51 % der V&B Fliesen GmbH an den türkischen Keramikhersteller VitrA (Eczacibasi Holding). Im Januar 2011 wurde der Anteil der Eczacibasi Gruppe auf die V&B Fliesen GmbH auf insgesamt 75% erweitert. Somit ist Eczacibasi einer der größten Fliesenhersteller in Deutschland. Im Bereich Sanitärkeramik ist das Unternehmen mit 6,2 Millionen Einheiten der sechstgrößte Hersteller der Welt. Am Standort Mettlach produzieren 650 Mitarbeiter Fliesen. Im Einsatz für Produktion, Lager, Logistik und Lkw-Be- und -entladung ist eine 76 Einheiten große Staplerflotte.

im Bereich Logistik eingesetzt und sind sechs Tage die Woche im dreischichtigen Einsatz. Logistikleiter Schleiß testete die neue Batterie, die mit vorhandenen HF-Ladern geladen werden kann. Weitere Testbatterien sind europaweit in den verschiedensten Anwendungen „unterwegs“ um weitere Daten zu sammeln.

Auslesen des Batcom-Gerätes an der Testbatterie.

Getestet wird die neue Batterie bei Villeroy & Boch auf einem Linde E 25 (Baureihe R336) im Wechsel mit einer herkömmlichen 5 PzS 625 Bleibatterie (625 Ah). Die Daten von 52 Ladezyklen während der ersten 2 Monate liegen nun vor. Mit der Batterie 1285 TCSM (660 Ah) konnte der Frontstapler mit einer Batterieladung durchschnittlich 23% län-

Linde-Händler Jungbluth betreut den Kunden und suchte diesen gezielt zusammen mit GNB Industrial Power aus, um die neue TensorBatterie dort im täglichen harten Einsatz zu testen. Die Fahrzeuge werden

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ZUBEHÖR Das Überwachungsgerät sammelte über einen Zeitraum von 2 Monaten 52 Datensätze, diese wurden per Bluetooth aus dem nicht flüchtigen Speicher ausgelesen.

ger bewegt werden und die Umschlagsleistung pro Batterieladung stieg entsprechend an. Damit wurde die Katalogzusage von GNB Industrial Power mit einer Umschlagsleistungssteigerung von 14 % deutlich übertroffen. Zur Ermittlung dieser Daten wurde die Batterie mit einem BatcomBatteriemonitoring genau überwacht, welches sich per Bluetooth auslesen lässt. Alle Daten können dann auf einem Computer visualiert werden. Dr. Kai Ruth, der verantwortlicher Produktmanager im Hause GNB Industrial Power, schätzt die hohe Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der neuen Batterie, welche voraussichtlich den Standard von 1.200 Zyklen bei 80% Entladung für PzS-Batterien im realen Einsatz übertreffen wird. Und leisten müssen die Batterien einiges, die Linde-Stapler legen bis zu 1.000 m lange Fahrstrecken beladen mit 400/500kg-Paletten zurück und müssen täglich bis zu 1.000 Paletten transportieren. Ruth empfiehlt bei häufigen Zwischenladungen eine

Diagramm der letzten 30 Zyklen graphisch dargestellt.

Elektrolytumwälzung und führt eine Energieeinsparung von 15% und eine Wasserersparnis bis zu 75% an.

Bilder: STW

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Vorschau STAPLERWORLD 05-2012 E I Treibgasstapler: Ausrüstung, Technik, Tankstellen und Einsatzkriterien E I Hochregalstapler, was tut sich im Markt, Interview mit Yale E I 90 Jahre Genkinger – was können die schwäbischen FFZ-Tüftler? E I Vierwegestapler mit E- und Verbrennerantrieb, Konzepte, Einsatzspezifika und Trends E I Marktübersicht Seitenstapler E I Transport feuerflüssiger Massen – Anbaugeräte, Stapler und Vorschriften E I FFZ-News von der Motek in Stuttgart E I Klammern für „Weiße Ware“ und Slipsheet-Geräte, was bietet der Markt?

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STAPLERWORLD Ausgabe 05-2012 Redaktionsschluss: 25. Sept. 2012 Anzeigenschluss: 12. Okt. 2012 Erscheinungstermin: 26. Okt. 2012


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Forklift Magazin STAPLERWORLD German edition issue #04-2012

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