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GENUSS

Dienstag, 21. September 2010

Echte Thai-Küche Blick ins Thai Orchid.

→ WEIN DER

WOCHE

Weinakademiker Hans Georg Babits, www.babitswein.ch

Preiswerter Bordeaux

Thailand in Rapperswil Restaurant Thai Orchid

Engelplatz 4 8640 Rapperswil Tel. 055 210 91 91

Vorspeisen: 2x «Som Tam»-Salat à 16.50 Fr., «Satai Gai»-Pouletspiessli, 18.50 Fr., «Giau Thot»Teigtaschen, 18.50 Fr. Hauptgang: Grünes Curry mit Pouletfleisch, 34.50 Fr., «Gäng Panäng»-Curry mit Rindfleisch, 36 Fr. Dessert: Frittierte Banane mit Vanille-Glace und Sesam, 17.50 Fr., Klebereis mit KokosGlace, 12.50 Fr. Wir haben bezahlt: 192.50 Fr.

 Ambiente:  Service:  Gäste:     Fotos: Heike Grasser/Ex-Press, ZVG

Essen:

Gut zu wissen: Die Curry-Gerichte im «Thai Orchid» werden mit einer eigenen Paste zubereitet, die Andres Sidler in Bangkok herstellen lässt. Die Paste ist vegetarisch. Andres Sidler verkauft die Pasten auch an den Detailhandel.

GASTRO → Curry in allen Variationen: Im «Thai

Orchid» erlebt der Gast ein Stück Authentizität. tanya.koenig @ringier.ch

K

ein Essen ist besser als das thailändische. Dieses Jahr bin ich in Thailand herumgereist und weiss deshalb, wie authentische Thai-Küche schmeckt. Da mich der «Gluscht» auf ein grünes Curry auch zu Hause überkommt, habe ich mich auf die Suche nach einem Restaurant gemacht, das echtes thailändisches Essen serviert. In Rapperswil wurde ich fündig: Am Engelplatz entdeckte ich das «Thai-Orchid». Keine Fusionküche, kein Sushi oder Pekingente im Angebot. Stattdessen rotes, grünes und gelbes Curry aus eigener Paste, die der Inhaber Andres Sidler in Bangkok herstellen lässt. Als Vorspeise entscheiden wir uns für den «Som Tam»-Salat mit frischer Papaya, Tomaten und Schlangen-Bohnen an einer hausgemachten Limettensauce.

Zudem bestelle ich mir «Sa- lich die kleinen Details, die tai Gai»-Pouletspiessli. Mei- an Thailand erinnern: ein ne Begleitung wählt die goldener Buddha, eine lila «Giau Thot»-Teigtäschchen Wand, ein Möbelstück aus gefüllt mit Schweinefleisch Holz. und Crevetten. Auch das Als Hauptgang wähle habe ich in Thailand ge- ich das grüne Curry und bin lernt: mehrere Speisen zu zufrieden. In Thailand hätbestellen, von denen sich te es – abgesehen vom Preis jeder am Tisch bedienen natürlich – nicht anders gedarf. schmeckt. Meine BegleiDer Inhaber Andres Sid- tung bekommt ein «Gäng ler serviert uns die Vorspei- Panäng»-Curry mit Rindsen persönlich. Wir sind fleisch und Erdnüssen. Ich entzückt probiere ihr Menü und über die De- Im Thai Orchid finde es so koration der gut, das ich Teller: Pal- verweilt und geniesst man. menblätter mich beherrund Orchideschen muss, en-Blüten auf den Tellern – kein zweites Mal zuzugreiwie die Gewürzpaste und fen. Obwohl wir satt sind, das Gemüse direkt aus Thaihaben wir Lust auf etwas land eingeflogen. Die Vorspeisen schme- Süsses. Ich entscheide mich cken genauso wie sie ausse- für die frittierte Banane mit hen: hervorragend. Wir einer Kugel Glace. Weil alschätzen, dass uns das Per- les so gut schmeckte, verabsonal Zeit zum Geniessen schieden wir uns bei Andres lässt. Das «Thai Orchid» ist Sidler und dem Team mit ein Restaurant zum Verwei- den Worten «Aroi Maak», len. Der Raum ist schlicht was so viel wie «es schmeckeingerichtet. Es sind ledig- te ausgezeichnet» heisst. 

ELEGANT → Das Château Ramafort liegt in Blaignan, im berühmten Anbaugebiet Médoc. Die 20 Hektaren Reben sind mit Cabernet Sauvignon und Merlot bestückt, woraus sich auch dieser elegante Cru Bourgeois (siehe unten) zusammensetzt: Je zu 50 Prozent ergeben die beiden wichtigsten Traubensorten des Bordelais einen rubinroten Tropfen mit Aromen von roten Beeren. Château Ramafort ist eine der ersten Adressen für BordeauxFans, die auf Weine aus einem der bekanntesten Anbaugebiete der Welt nicht verzichten wollen. Château Ramafort Cru Bourgeois, Médoc 2005, 24.80 Franken, erhältlich bei www.riegger.ch

Frankreich Blaignan Spanien Blaignan Im Anbaugebiet Médoc.

→ GUT ZU

WISSEN

Bordelais Namen In der französischen Weinbauregion Bordelais herrscht strenge Hierarchie: In der obersten Liga spielen die Grand Crus. Sie sind sehr begehrt und teuer. Gleich darunter kommen die Cru Bourgeois. Hier findet man mit Glück Spitzengewächse, die erschwinglich geblieben sind.


Gastro-Tipp: Thai Orchid