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Dienstag, 18. Juli, 20 Uhr Helmut List Halle

Tarantella

Traditionelle Tarantelle, Serenaden, Liebeslieder, Arbeitslieder, Wiegenlieder & „Stornelli“ aus Süditalien Lu picuraru Tarantella di Sannicandro Alla Carpinese Pizzica taranta Cori miu Sona a battenti Attaccati li tricci Tarantella a Maria di Nardò


Soje ciardine Stornelli di Leporano ’Stu pettu è fatto cimbalu d’amuri ’Na via di rose La bonasera Ballo di S. Michele Putadori – Canto de’ carrettieri (Gesang der Fuhrleute)

Pino de Vittorio, Gesang & Gitarre Marcello Vitale, Gitarre Leonardo Massa, Colascione Gabriele Miracle, Perkussion

Programmdauer: Erster Konzertteil: ca. 45 Minuten Pause: ca. 30 Minuten Zweiter Konzertteil: ca. 45 Minuten


Tarantella

Das größte Volksmusik-Festival Europas heißt „La Notte della Tarantella“. Es findet am Stiefelabsatz Italiens statt und führt alljährlich die reiche Vielfalt der Tarantella vor, jenes wirbelnden Volkstanzes, der seinen Namen der Stadt Tarent verdankt – ganz so wie die Spinne Tarantel, deren giftiger Biss einst mit der Tarantella kuriert wurde. Pino de Vittorio hat die schönsten Tarantellen aus seiner Heimat nach Graz mitgebracht und fügt die Gesänge Apuliens hinzu: Wiegenlieder, Liebes- und Arbeitslieder, Serenaden und „Stornelli“.


Zum Programm

Taranto Dort, wo der Stiefelabsatz Italiens in die Sohle übergeht, liegt Taranto. Mit knapp 200.000 Einwohnern ist Tarent die ­zweitgrößte Stadt Apuliens nach der Regionalhauptstadt Bari. Im Gegensatz zu Letzterer wendet sich Taranto nicht der Adria zu, sondern dem Ionischen Meer, wobei die Altstadt sich so weit in den Golf von Tarent vorschiebt, dass sie vom „Mar Grande“ ein kleines Binnenmeer abtrennt, „Mar Piccolo“ genannt. Schon daraus bezieht die Stadt ihren pittoresken Reiz. Daneben ist sie berühmt für ihre antiken Goldschmiedearbeiten aus der Zeit, als Tarent noch zu den großen ­griechischen Siedlungen in Süditalien gehörte, zur „Magna Graecia“. Alle wechselnden Herren über Apulien haben hier ihre Spuren hinterlassen: die Griechen, die Römer, die Byzantiner, die Normannen, die Staufer, die spanischen Vizekönige von Neapel, die Österreicher, die den Spaniern den Süden Italiens 1707 entwendeten und ihn schon 1735 an die Bourbonen abgeben mussten. Auf die Bourbonen-Könige Neapels folgten Napoleons verwegener Feldmarschall Murat, die italienischen Könige aus dem Hause Savoyen und die ­Faschisten Mussolinis, bevor 1946 per Volksentscheid die Republik Italien gegründet wurde. Wie schon die Aufzählung zeigt, lagen die Machtzentren dieser Herren meistens weit weg von Tarent, so dass die Bevölkerung unter der jeweiligen Herrschaft auf sich gestellt war und die hohen Abgaben ­unter harten Bedingungen erbringen musste. Ein Ventil für die teilweise bedrückenden Verhältnisse war der Volkstanz, dem die Stadt Taranto ihren Namen gab: die Tarantella.


Tarantella Wer Italien kennt, weiß um den Regionalstolz der Italiener: Die Pastasorte, der Sugo, der Volkstanz und die Fußballmannschaft der Stadt oder Provinz werden voller Stolz genannt und beschrieben – neben der Kunst und vielem anderen, was die Region als Ganzes zu bieten hat und was ihren eigenen Reiz ausmacht. Die Steirer müssen nur an den Schilcher, das Kürbiskernöl, die Apfelstraße und die styriarte denken, um ähnliche Passionen in sich aufsteigen zu spüren (von „Sturm Graz“ einmal ganz abgesehen). Doch Spaß beiseite: Hinter dem Stolz der Italiener auf ihre Regionen verbirgt sich eine oft tragische Geschichte. Unendlich viel Mühe und Fleiß, Tränen und Trauer sind in die Volkskultur der Regionen eingeflossen. Man sollte die Tarantella und alles, was dazu gehört, also nicht mit einem aufgeputzten Touristen-Spektakel verwechseln: In ihr stecken ganz tief die Volksseele und das harte Leben im Süden. Dabei werden feine regionale Abstufungen vorgenommen. Der „Stornello“ zum Beispiel, das Volkslied Apuliens, das man nachts auf den Straßen singt zum Klatschen der Zuschauer, wird differenziert nach den Städten und Provinzen der Re­ gion: Dem „Stornello leccese“ aus der Stadt Lecce stehen andere Varianten des „Stornello Salentino“ gegenüber, womit die gesamte Provinz Salento gemeint ist. Eine „Pizzica taranta“ kann entweder aus der Stadt oder der Provinz Tarent stammen, doch den wahren Dialekt mit der perfekt passenden Kadenzierung der Stimme spricht man angeblich nur im Herzen der Stadt Tarent. Dem widersprechen nachdrücklich die Bewohner des Salento, die für sich in Anspruch nehmen, die einzigen wahren Beherrscher der Pizzica zu sein. In Tarent gebe es irgendetwas Ähnliches, aber keinesfalls die wahre, echte Pizzica. Deshalb hat die Stadt Taranto dem Tanz zwar seinen Namen gegeben, doch ist sie nicht der Ort des Festivals „La Notte della Tarantella“. Dieses findet natürlich im Salen-


to statt, also am unteren Stiefelabsatz Italiens. Rund um die Stadt Lecce richten 15 Städte und Gemeinden dieses Festival aus, um die Pizzica zu feiern, die Tarantella der ehrwürdigen „Grecìa Salentina“. Alles andere zu behaupten, wäre eine unzulässige Erweiterung und Verwässerung der wahren Überlieferung. Aus diesen Differenzierungen erklären sich die Titel im ­Programm von Pino de Vittorio: Eine Tarantella aus Sannicandro bei Bari klingt anders als eine Pizzica aus Tarent. Das Lied „Sona a battenti“ ist eine Tarentella vom Gargano, jener hügeligen Halbinsel, der man vom Nordosten kommend zuerst an der Küste Apuliens begegnet. Natürlich dürfen Stornelli aus Leporano nicht fehlen, jener schönen Stadt unweit von Tarent, wo am Heiligen Abend 1954 Pino de ­Vittorio zur Welt kam. Kein anderer singt die Tarantella und den Stornello mit solcher Leidenschaft, nur zum einpeitschenden Rhythmus einer Handtrommel mit Schellen, gespielt von Gabriele Miracle. Hinzu kommen Marcello Vitale und Leonardo Massa, zwei weithin bekannte Saitenkünstler auf der Barockgitarre und dem Calascione. In dieser reduzierten Klanglichkeit ist man näher an den Ursprüngen der Tarantella als in vielen aufgehübschten Versionen diverser Barock­ ensembles oder Folklore-Gruppen. Einst war es Brauch, die Tarantella in therapeutischer Funktion einzusetzen: gegen das tödliche Gift der Liebe. Wenn die jungen Frauen im ländlichen Salento Liebeskummer hatten, dann tanzten sie die Pizzica, um sich von den Schmerzen und Leiden zu befreien. Sie wälzten sich am Boden wie Besessene, während die Volksmusikanten um sie herum aufspielten, bis die rituelle Reinigung vollzogen war. Vom Gift der Liebe war es nur ein Schritt zum Gift der Spinne, vorzugsweise der Tarantel, deren Name nicht zufällig an Tarent und die Tarantella erinnert.


Von der Tarantel gestochen ... Es war der schwedische Naturforscher Carl von Linné, der 1758 den Wolfsspinnen der Region Apulien den Namen „Aranea tarantula“ gab, nach der Stadt Tarent. Schon hundert Jahre früher freilich war das Phänomen des „Tarantismus“ beschrieben worden, das Austanzen des Spinnengifts durch die konvulsiven Bewegungen der Tarantella. Im Volksmund hat dieses Ereignis den Namen „Veitstanz“ erhalten, und es hat in einer Redewendung überlebt, „wie von der Tarantel gestochen“, obwohl Wolfsspinnen aus dem Süden Italiens hierzulande selten ihr Gift versprühen. In Tarent und Umgebung waren solche Spinnenbisse dagegen ein weit verbreitetes Problem, und genau dagegen gingen die „musikalischen Ärzte“ der Region vor, wenn sie die Tarantella als „Antidotum“ gegen das Spinnengift einsetzten. Der jesuitische Weltgelehrte Athanasius Kircher hat bereits 1650 in seiner „Musurgia universalis“ dieses Phämomen als „Tarantismo“ beschrieben und ihm ein ganzes Kapitel gewidmet: „Von dem Tarantismo und der Wunder-Cur durch die Music derjenigen, so von der Apuleischen Spinnen tarantula sind gebissen und vergiftet worden ... Nichts Wunderbarers kann gefunden werden als dieser Tarantische Affect und Effect, dadurch alle anderen Wunder-Curen, so durch die Music geschehen sein, genugsam können bewiesen werden ... (Der Patient) ist occupirt mit seiner leiblichen Bewegung, weil sie gleichsam ein vehiculum seyn des verborgenen Gifts, sowie ein scharpfer, beißiger und schleimichter humor in den innersten medullis der Ader-Fäserlein verborgen liegt; der Patient aber, weil ihm solche Vellication süß und annehmlich ist, fangt an zu tantzen und zu springen; daraus folgt notwendig die Bewegung des gantzen Leibs und aller Feuchtigkeit, auf die commotion eine Wärm und Hitz, darauf die Linderung des Leibs und Eröffnung der Schweißlöchlein, endlich die Ausschwitzung des giftigen Humors. Dass aber unterschied-


liche Leut mit unterschiedlichen Instrumenten curirt werden, ist die Ursach der Complexionen und Temperamenten, entweder der Spinnen selbst oder derjenigen, so damit vergiftet sind.“ Auch kuriose Geschichten wusste der Gelehrte darüber zu erzählen: „Dann gleich wie dieses Gift, durch die Music erreget, mit unablössiger Zuckung der Muskeln den Menschen zum Tantzen und Springen antreibt, also thut es Gleichermäßiges bei den Spinnen selbsten; ist nicht zu glauben, wanns nicht mit dem Augenschein wäre bewiesen worden. Die Hertzogin in der Stadt Andria, damit dieses herrliche Wunder der Natur an Tag käme, hat sie die Erdspinnen, welche mit allem Fleiß gesucht, in eine Schale voll Wassers werffen und alsbald einen Harpfenschläger beruffen lassen, welche zwar anfänglich, da die Harpf ihren Klang gegeben, kein Anzeichen gab, dass sie sich reget, so bald er aber anfieng zu schlagen, dass es dem Wasser gleichlautet, hat das Thierlein durch vieles Aufhüpfen und Bewegen des gantzen Leibs nicht allein Lust bekommen nachzutantzen, sondern es hats auch dem Cytharoedo gantz nachgemacht; hat der Harpfenspieler aufgehört zu spielen, hat es auch aufgehört zu tantzen. Daher ists geschehen zu Tarent, dass die Musicanten, so von dem Magistrat mit gewisser Bestallung sind bestellt gewesen, dieses Übel den Armen zum besten zu curiren, zuvorderst von den Patienten, ihre Cur desto leichter und eher zu verrichten, geforschet und gefraget, wo, an welchem Ort, in welchem Feld, von welcher Spinnen, wes Farb, sie seien gebissen und vergiftet worden; wann solches geschehen, sind die medici citharoedi alsbald an denselben Ort gangen ... da haben sie nun auf mancherlei weis gespielet, und darbei wunder gesehen, wie bald diese, bald jene miteinander getantzt ... wann sie aber der Farb nach eine solche haben tantzend gesehen, wie der Patient gesagt, dass er gestochen worden, haben sie von derselben den modulum und die Harmonie erlernt, so


dem Gift proportonirlich und der Cur zum bequemsten sei, dardurch sich ihrer Kunst und Cur gantz versichert gehalten.“

Cembalo der Liebe Nicht nur die Spinnen Apuliens tanzen zum Klang der Saiten, sondern auch die Herzen, besonders die verliebten. Darum geht es in der berühmten „Ottava Siciliana“ mit dem Text „Stu pettu è fattu cimbalu d’amuri“, auf Italienisch „Questo petto è fatto cembalo d’amore“. Der Vergleich eines Verliebten mit den Bauteilen eines Cembalos wird hier streng durchgehalten, wobei das bittere Ende von einer weiblichen Spielerin hervorgerufen wird. Es geht also um die Liebesleiden eines jungen Mannes: Aus dieser Brust ist ein Cembalo der Liebe geworden: Die Tasten sind die Sinne, empfänglich und empfindlich, die Saiten sind mein Weinen, meine Seufzer und meine Schmerzen, die Rose im Deckel ist mein verwundetes Herz, der Springer ist das Eisen, das mich verwundet, der Federkiel, der die Saite anreißt, ist mein Gedanke und mein Schicksal, die Spielerin ist meine Freundin, die alle Stunden fröhlich meinen Tod besingt. Wenn Pino de Vittorio solche Lieder anstimmt, in einschneidenden Tönen, ohne jede Begleitung oder zum Klang der Saiten, dann spürt man, dass die Liebe im Süden Italiens kein Spiel ist, sondern tödlicher Ernst. So tödlich wie der Biss einer Tarantel. Und dagegen hilft bekanntlich nur ein Mittel: die Tarantella. Neben Liebesliedern singt Pino de Vittorio auch Arbeitslieder und Straßengesänge, die typischen „Stornelli“. Der Ausdruck „Stornello“ wurde offenbar abgeleitet vom Wort „stormo“,


„Schwarm“, und ist eine Form des italienischen Volksgesangs in unterschiedlichen Metren. Die häufigste Form besteht aus Abfolgen von je drei Elfsilbern und stammt offenbar aus der Toskana des Barock. Von dort gelangte sie über Rom bis nach Süditalien, weil sie sich für das Improvisieren von Straßengesängen besonders gut eignet. „Stornellare“ ist in vielen Regionen Italiens eine eigene Kunstform, der „Stornellatore“ oder die „Stornellatrice“ eine Institution. Typische Arbeitslieder des italienischen Südens sind die „Canti de’ carrettieri“, die Gesänge der Karrenlenker. Wenn die Bauern früher ihre Produkte auf einem Karren zum Markt fuhren, sangen sie diese Lieder über den größten Karren, das stärkste Pferd, die schönste Geliebte. Manchmal geht es aber auch um die Mühsal der Arbeit: „Mein Pferd will nicht mehr den Karren ziehen ...“. Pino de Vittorio beschließt sein offizielles Programm mit einem solchen Carettieri-Lied. Es schließt wie alle diese Lieder mit einer „chiamata“, einem Anruf an die anderen: Sie sollen das Lied fortsetzen, bei einem guten Glas Wein – wie unser Publikum in der Helmut List Halle nach dem Konzert. Josef Beheimb


Die Interpreten Pino de Vittorio, Gesang Der Schauspieler und Sänger wurde in Leporano, in der Provinz Taranto in Süditalien geboren. Er begann seine Karriere im Bereich Theater und Musik mit dem bekannten italienischen Komponisten und Theatermenschen Roberto De Simone, in dessen Produktionen er immer wieder Hauptrollen übertragen bekam. Pino war Solist in zahlreichen italienischen und internationalen Festivals, in den Settimane Internazionale Di Napoli sang er die Hauptrolle von Strawinskis „Histoire du Soldat“, oder auch in Luciano Berios moderner Adaption von Monteverdis „L’Orfeo“. Mit dem Orchester La Cappella della Pietà dei Turchini unternimmt er ausgedehnte weltweite Tourneen, auf denen er Repertoire aus Renaissance und Barock singt. 2014 hatte er als Amme einen großen Auftritt in der Robert-Wilson-Produktion von „L’incoronazione di Poppea“ in der Opéra de Paris und am Teatro alla Scala, jeweils geleitet von Rinaldo Alessandrini. Pino hat seine Liebe zur tradi­ tionellen Musik seiner Heimat Apulien nie verloren und präsentiert gerne seine mit Marcello Vitale erarbeiteten Programme rund um die Tarantella. 1975 gründete er gemeinsam mit Angelo Savelli die Theater- und Musiktruppe „Pupi e Fresedde“. Er hat drei eigene CDs aufgenommen mit den Titeln „Tarantelle del Gargano“, „Tarantelle del Rimorso“ und „Siciliano“.


Gemeinsam mit La Cappella della Pietà dei Turchini spielte er unter der Leitung von Antonio Florio 2009 „Cantate Napoletane del ’700“ ein.

Marcello Vitale, Gitarre Marcello Vitale, geboren 1969 in Benevento, ist Virtuose auf der Chitarra battente und der Barockgitarre, er komponiert und lehrt. Seine Ausbildung erhielt er im heimatlichen Konservatorium bei Raimondo Di Sandro, Flamenco-Gitarre belegte er bei Bruno Pedros und Jose Jarillo, Elektrogitarre bei Lello Panico. 1997 spielte er in Neapel bei den „Lezioni di tarantella“ mit und wurde daraufhin Mitglied der Gruppe Musicanova, mit der er ganz Europa bereiste, dazu Marokko, Tunesien, die Türkei und Australien. 1999 ergab sich ein Filmmusikprojekt für Lina Wertmüllers „Ferdinando e Carolina“, das er gemeinsam mit Lilli Greco und Paolo Raffone komponierte und wofür man den Massimo-Troisi-Preis verliehen bekam. Von Roberto De Simone wurde er 2005 eingeladen, am Teatro di San Carlo in Neapel in Paisiellos „Il Socrate immaginario“ mitzuspielen. Und in seiner dreißigjährigen Karriere betrat er mit berühmten MusikerInnen die Bühne: darunter Pino de Vittorio, Gianluigi Trovesi, Peppino di Capri, The King’s Singers, Pepe Habichuela, Lucilla Galeazzi oder Misia. Schon seit 2001 aber währt seine Mitarbeit bei Christina Pluhar und ihrem Ensemble L’Arpeggiata, mit dem er zahl­ reiche CDs aufgenommen hat und in den wichtigsten Konzertsälen weltweit auftrat: darunter befinden sich die Carne-


gie Hall in New York City, die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles, The Barbican Center in London, The Wigmore Hall in London oder die Salle Gaveau in Paris.

Leonardo Massa, Colascione Leonardo Massa begann sein Cello-Studium bei Maestro Altobelli in Neapel. Er diplomierte und setzte seine Ausbildung dann bei international renommierten Meistern wie M. Flaxman, K. Henkel, M. Centurione fort. 1992 bis 1997 besuchte er zahlreiche Kurse in Kammermusik bei K.Bogino, P.Vernikov und A. Pay. Weiters spezialisierte er sich auf antike AuffĂźhrungspraxis bei Gaetano Nasillo sowie auf Zupfinstrumente bei Federico Macphee. Der Sieger bei vielen nationalen und internationalen Wettbewerben arbeitet mit Alte-Musik-Ensembles wie Daedalus oder Europa Galante zusammen und nimmt an Festivals in Italien, der Schweiz, Kanada oder den USA teil. Zu Hause in Italien ist er gern gesehener Gast am Teatro di San Carlo in Neapel oder auch am Teatro Lirico di Palermo. Als Mitglied des Ensembles Media Aetas von Roberto de Simone hat er Radio- und Fernsehaufnahmen gemacht und eine Vielzahl an CDs bei verschiedenen Labels eingespielt.

Gabriele Miracle, Perkussion Mit Auszeichnung aus dem Perkussionsstudium am Konservatorium von Perugia entlassen, beschloss Gabriele Miracle, sich zur Alten Musik hinzuwenden. Also arbeitete er in Kon-


WERNER BERG Mensch und Landschaft

17. Juni bis 27. August 2017 Steirisches Feuerwehrmuseum Kunst & Kultur Marktstraße 1, 8522 Groß St. Florian www.feuerwehrmuseum.at


zerten und für Aufnahmen mit dem Ensemble Micrologus. Mit diesem warf er sich in Projekte mit Lina Sastri, Giovanna Marini, Daniele Sepe oder der Rockband Banco del Mutuo Soccorso. Über die Jahre wurde er von mehreren Solisten und Ensembles gebeten, als Perkussionist und Arrangeur für sie zu arbeiten. Es sind das I Turchini von Toni Florio, Concerto Romano von Alessandro Quarta, Angelo Branduardi, Private Musicke, Pierre Pitzl, Magdalena Kozena, La Pifarescha, Soqquadro Italiano, I Barocchisti des Diego Fasolis, Cecilia Bartoli, Medusa von Patrizia Bovi oder I Bassifondi unter der Leitung von Simone Vallerotonda. Er komponierte neben viele anderen Projekten gemeinsam mit der franko-israelischen Band Winter Family die Musik für die Projekte „Les Meduses“ und „Yama“ des belgischen Choreographen Damien Jalet. 2012 legte er sein erstes Soloprojekt vor: „Miracle – L’argento e la magia“. 2015 folgte die Komposition der Musik für die Show „Dionysos“ von Antonella Arnese und die Compagnie Dansehabile in Genf.


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