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SONDER-NEWSLETTER FORUM „SELB ERLEBEN“ E.V.

Ausgabe 02/2012 -

30. Jahre Rosenthal-Theater

Partner

des HANDELS des HANDWERKS der INDUSTRIE der DIENSTLEISTER der SELBER BÜRGER

1982-2012 WIR WOLLEN MITHELFEN UNSERE STADT LEBENS-UND LIEBENSWERT FÜR ALLE ZU MACHEN!

NEWSLETTER – NEWSLETTER – NEWSLETTER

Newsletter-30 Jahre Rosenthal-Theater 2012 vom

Forum „Selb erleben“ e.V.

Forum „Selb erleben“ e.V. Das Forum „Selb erleben“e.V. ist Partner -

des Handels des Handwerks der Industrie der Dienstleister der Selber Bürger

Veranstaltungen, Aktionen, Firmen, Bürger aus unserer Stadt Selb vorstellen, dafür wird die Redaktion neben den monatlichen Newsletter einen SONDERNEWSLETTER herausbringen. Der heutige SONDERNEWSLETTER, wird das Jubiläum - 30. Jahre Rosenenthal-Theater zum Anlass nehmen, mit

Das Forum „Selb erleben“ e.V. ist eine aktive Gemeinschaft, die sich den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen in der Stadt Selb und in der Region stellt. Das Forum „Selb erleben“ e.V. nimmt kreativ und innovativ an der gesellschaftlichen und politischen Entwicklung sowohl der Stadt Selb als auch der Region teil. Unser Ziel ist, dass sich die Mitbürger, die Besucher und Gäste unserer Stadt hier bei uns in Selb und in unserer Region wohlfühlen.

Info der Redaktion Liebe NEWSLETTER-Leser des Forum „Selb erleben“ e.V., die Redaktion des NEWSLETTERs möchte Ihnen in unregelmäßigen Abständen verschiedene

Hans Peter Goritzka Leiter Kulturamt Selb

Herrn Hans Peter Goritzka, Leiter des Kulturamtes Selb, über die Bedeutung, die Stücke, die Arbeit hinter den Kulissen, die Auslastung des Rosenthal-Theaters und vieles andere sprechen. Die Redaktion des Newsletter des Forum „Selb erleben“ e.V. sagt vielen Dank für die Unterstützung. Und nun, viel Spass beim lesen.

Frage: Herr Goritzka, das Rosenthal –Theater wird in diesem Jahr 30 Jahre alt, können Sie unseren Lesern des Newsletter des Forum „Selb erleben“ e. V. erläutern, wie das ehemalige Lichtspielhaus zum Grenzlandtheater und dann 1982 zum Rosenthal-Theater wurde? Hans Peter Goritzka: Sehr gerne. Im Jahre 1927 errichtete der Selber Bürger und Geschäftsmann Hans Vogel auf dem Gelände, wo jetzt das Rosenthal-Theater und die Musikschule stehen, das sog. Lichtspielhaus, das wegen seiner repräsentativen Gestaltung nicht nur eines der schönsten Kinos war, sondern von vorneherein mit einem großen Bühnenhaus konzipiert wurde, so dass auch Theateraufführungen und Konzerte möglich waren. 1966 erwarb die Stadt Selb das Lichtspielhaus und das Gelände, weil sie einer wegen der hohen Betriebskosten drohenden Zweckentfremdung vorbeugen und das Haus als Theater erhalten wollte. Es wurde zum „Grenzlandtheater“. Und die Entscheidung erwies sich als goldrichtig. Regelmäßig gab es Gastspiele des Städtebundtheaters Hof (Selb ist Gründungsmitglied des 1946 gegründeten Zweckverbandes Nordostoberfränkisches


SONDER-NEWSLETTER FORUM „SELB ERLEBEN“ E.V.| 02 /2012 Städtebundtheater), Konzerte der Hofer Symphoniker und auch schon Aufführungen von Tourneetheatern. Außerdem war das Grenzlandtheater Spielstätte der meisten 1956 von Philipp Rosenthal ins Leben gerufenen RosenthalFeierabende, die Künstler von Weltruf nach Selb brachten, die zu verpflichten sich die Stadt nie hätte leisten können. Aus finanziellen Gründen konnten von 1966 bis 1977 nur unbedingt notwendige Unterhalts- und Renovierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Verschärfte „sicherheitstechnische und feuerpolizeiliche Vorschriften“ zwangen die Stadt zu Überlegungen für einen umfassenden Umund Erweiterungsbau des Theaters. 1977 bot sich nun für die Stadt im Rahmen des Sonderprogramms des Bundes und der Länder „Verbesserung der Lebensbedingungen in Städten und Gemeinden“ die einmalige Chance, Zuschussmittel des Bundes und des Landes für den Umbau und die Erweiterung des Theaters zu bekommen. Und so entschied der Stadtrat dann auch. Der erste Bauabschnitt sah zunächst keinen Eingriff in den bestehenden Zuschauerraum und die Bühnentechnik vor. Aber wie es halt mit alten Häusern so ist – einmal ein Loch aufgerissen, tun sich meist weitere auf. Und so war ein zweiter Bauabschnitt notwendig und schließlich mussten bis zur Eröffnung über 17 Millionen DM investiert werden. Insbesondere beim 2. Bauabschnitt engagierte sich die Firma Rosenthal enorm, besonders bei der Ausgestaltung des Zuschauerraumes, des Bühnenhauses und des Foyers. Rosenthal beauftragte auch eine Arbeitsgruppe unter der Federführung des Düsseldorfer Künstlers und Kunstprofessors Günther Uecker. Der bei Rosenthal beschäftigte Glaskünstler Michael Böhm gestaltete die in die Beleuchtung des Foyers integrierte Glasplastik. Und Geld floss von Rosenthal natürlich auch. Und so entschied der Stadtrat am 28.01.82 einer Vereinbarung mit der Firma Rosenthal zu und verlieh dem Theater einstimmig den Namen „Rosenthal-Theater Selb“. Und das wurde am 15. Oktober 1982 mit der Aufführung der Beethoven-Oper „Fidelio“ vom Theater Hof feierlich eröffnet. Info zur nächsten Frage: Herr Goritzka im Heft 42 im Jahr 1966 schrieb DER SPIEGEL folgendes: Bei Rosenthal in Selb, hinter den sieben Bergen, nahe der trostlosen Grenze, setzt Philip der Vielseitige Teilhaber der Firma, Inhaber des Firmennamens - außerdem alle Hebel in Bewegung, um auf seiner Fabrikbühne die musischen Attraktionen einer Weltstadt zu bieten. Die Geiger Igor Oistrach und Yehudi

Menuhin, der Pianist Shura Cherkassky, die Bamberger Symphoniker, das Ensemble der Mailänder Skala, des Berliner SchloßparkTheaters, des Burgtheaters, des Düsseldorfer Schauspielhauses, des Stadttheaters Basel, des Schwarzen Theaters von Prag, der Pantomime Marcel Marceau, Louis Armstrong oder Güter Graß helfen mit ihrem Vortrag, dem Leben der staubigen Porzellan-Stadt ein kulturelles Air zu geben. "Wenn sich ... Fürsten und Könige ihr Ballett, ihre Oper, ihr Schauspiel gehalten haben", feierte der Theater-Mann Karlheinz Stroux den ArbeiterFänger, so leisten sich heute die Angehörigen der Industrie und der Wirtschaft ... Darbietungen bedeutender Ensembles ... aber ... sie lassen die ... Betriebe daran teilhaben." "Rosenthal-Feierabend" nennt das der Unternehmer Rosenthal.

Nun meine Frage: Gibt es eigentlich noch Firmen bzw. Firmenchefs in unserer Region, welche sich für das/die Theater in unserer Region stark machen, und wie früher bei Rosenthal am „Rosenthal-Feierabend“ kostengünstigere Karten ihren Beschäftigten überlassen? Hans Peter Goritzka: Das gibt es durchaus, aber in wesentlich kleinerem Umfang. Eine Selber Firmengruppe erwirbt z.B. Theater- und Konzertabos und stellt die den Mitarbeitern zur Verfügung. In dem Rahmen wie es bei den Rosenthal-Feierabenden der Fall war, gibt es das nicht mehr. Und da können wir jetzt nahtlos zur nächsten Frage übergehen. Frage: Unterstützen Firmen, Geschäfte, Privatperson usw. das Rosenthal-Theater finanziell oder muss die Stadt Selb den größten Anteil leisten? Hans Peter Goritzka: Natürlich leistet die Stadt Selb finanziell den weitaus größten Anteil. Die Stadt Selb bekommt vom Landkreis Wunsiedel und vom Bezirk Oberfranken signifikante jährliche Zuschüsse. Privatpersonen zahlen natürlich

2 ihre Eintrittsgelder. Und das ist enorm wichtig. Die Sparkasse Hochfranken sponsert den Druck der Eintrittskarten für das RosenthalTheater. Und damit sind wir beim immer wieder gern genommenen Begriff Sponsoring. Und das ist natürlich durchaus eine Frage der Definition. Wenn mit Sponsoring nur die Überweisung von Bargeld gemeint wäre, wären wir mit der Frage fertig. Aber so einfach ist das meiner Meinung nach nicht. Hätte es die Rosenthal-Feierabende nicht gegeben, gäbe es vielleicht auch das Rosenthal-Theater in dieser Form nicht. Nehmen wir die „Wochen des Weißen Goldes“, für die wir auch die Organisation federführend innehaben. Die Firmen und Institutionen gestalten heuer seit 1988 ununterbrochen eine inzwischen einmalige Leistungsschau in sämtlichen Räumen des Theaterfoyers und im „Kleinen Saal“ (den es ohne den Neubau der Musikschule nicht geben würde) und sorgen so dafür, dass Tausende von Menschen Selb, das Theater und – das ist erwiesen – auch die Verkäufe der Firmen und z.B. auch das Porzellanikon besuchen. Das ist eine Riesenwerbung für Selb und auch für sein Theater. Oder nehmen wir die Benefizkonzerte des Bayreuther Osterfestivals – absolute kulturelle Höhepunkte, die die Netzsch-Gruppe für Selb initiiert hat und sich dafür um viele andere Sponsoren gekümmert hat, so dass 2013 bereits zum 9. Mal ein Symphonieorchester mit rund 100 Musikern oder auch der inzwischen in Selb sehr bekannte und beliebte Musiker und Entertainer Bob Ross in Selb auftreten können, seines Zeichens Chef des legendären Ensembles „Blechschaden“, das wiederum in zwei Konzerten in Selb war, die von der rührigen Vorsitzenden von Zukunft Kinder Selb, Sabine Schaefer, organisiert wurden. Dann gibt es kulturelle Höhepunkte der Rotary- und Lions Clubs, alles Aktionen, die die Stadt Selb vor allem nicht selbst finanzieren muss und die zum reichen kulturellen Geschehen in Selb enorm beitragen. Und wenn man genau hinsieht, merkt man, dass hinter allen diesen Aktionen natürlich auch die regionale Wirtschaft steht. Nehmen wir das im letzten Herbst von der VR Bank Fichtelgebirge durchgeführte Benefizkonzert mit rund 300 Chorsängern der Gymnasien im Landkreis Wunsiedel. Oder auch den inzwischen traditionellen Hochschultag in Selb, der von der Firma Rapa initiiert wurde und Vertreter vieler Firmen und Hochschulen und hunderte von Schülern nach Selb und ins Theater bringt. Und jeder Besucher bringt auch Geld nach Selb und erinnert sich an das schöne Theater. Insofern könnte man jetzt auch die vorhergehende Frage detaillierter beantworten und sagen: natürlich gibt es zahlreiche Unternehmen und deren Geschäftsleitungen, die sich für unser Theater stark machen und es


SONDER-NEWSLETTER FORUM „SELB ERLEBEN“ E.V.| 02 /2012 fördern. Ich denke, auch so funktioniert Sponsoring. Frage: Welche großen Bühnen, Künstler, waren in den letzten 30 Jahren die Highlights im Rosenthal-Theater?

Hans Peter Goritzka: Jetzt wird’s schwierig. Einfacher zu beantworten wäre die Frage, wer nicht da war. Das ist jetzt natürlich etwas übertrieben. Ich fange halt mal an aufzuzählen: HansJoachim Kulenkampf, Walter Giller, Nadja Tiller, Ellen Schwiers, Elke Sommer, Dieter Hildebrandt, Werner Schneyder, die Münchner Lach-und Schießgesellschaft, Bruno Jonas, Karel Gott, Eugen Cicero, das Golden Gate Quartett, Klaus Doldinger, Hannes Wader, Ludwig Hirsch, Prof. Justus Frantz, Nina Corti, Siegfried Jerusalem, Fredl Fesl, Johann-Strauß-Operette Wien, DutchSwing-Kollege-Band, Bamberger Symphoniker, José Carreras, Erika Pluhar, Schwarzes Theater Prag. Das waren jetzt überwiegend die etwas früheren Jahre. Nun noch einige Highlights der letzten Jahre: Lokalmatador Richard Rogler, der für sein heimisches Publikum jedes neue Programm aufführt und der natürlich in den 1980er Jahren auch schon im Rosenthal-Theater aufgetreten ist, das „Phantom der Oper“, „Blechschaden“ mit Bob Ross, Staatsphilharmonie Krakau, „Erwin Pelzig“, Bernd Regenauer, viele Revuen und Shows wie „Over the Rainbow – Musicals in Concert“, Irish Christmas, Rocky-HorrorShow, „The Blues Brothers“, Musicals wie Hair, Jesus Christ Superstar, South-AfricanMusical-Group mit einigen Produktionen, Magical Dance of Ireland, Heißmann & Rassau, Gerhard Polt und die Biermösl Blosn, die Leipziger Pfeffermühle, Cuba’s New Generation, Tom Astor, Operettenbühne Wien Heinz Hellberg (jedes Jahr auch auf der Luisenburg). Ich höre jetzt einfach mal auf... Dann haben wir natürlich das Theater Hof mit seinen hervorragenden Pruduktionen im Schauspiel und Musiktheater und die Hofer Symphoniker. Solche kulturellen Einrichtungen in unmittelbarer Nachbarschaft sind ein Segen und wir können darauf stolz sein. Dann sehe ich als große Bereicherung und Höhepunkte die örtlichen Theater-, Musikund Gesangvereine und die Schulen, die immens zum vielfältigen kulturellen Leben in Selb beitragen. Frage: Welche Höhepunkte im Jubiläumsjahr 2012/2013 erwarten die Theateranhänger und die, die es vielleicht werden?

Hans Peter Goritzka: Da gibt’s denke ich viele. Das Theater Hof hat sich nicht ganz zufällig die Oper „Fidelio“ zum Beginn der Spielzeit zur Aufgabe gemacht – ich habe schon erwähnt, dass mit diesem Werk ebenfalls vom Theater Hof aufgeführt das Rosenthal-Theater Selb im Herbst 1982 eröffnet wurde. Termin in Selb ist der 18. Oktober. Am 6. Oktober bereits gibt es die seit einigen Jahren sehr beliebte Show „Over the Rainbow- Musicals in Concert“ mit neuem Programm. Am 27. Oktober kommt wieder die hochfränkische Kultband „Radspitz“ zu uns. Am 29. November bieten wir mit der Konzert-Show „ABBA MANIA“ einen absoluten Renner, und am 13. Dezember kommt Country-Legende Tom Astor mit seiner „Country-Weihnacht“ nach Selb. Am 3. Januar geben die Hofer Symphoniker ihr traditionelles Neujahrskonzert mit dem Titel „Best of Boggasch“ natürlich unter der Leitung von Roger Boggasch. Am 10. Januar präsentiert Heinz Hellbergs Operettenbühne Wien den „Zigeunerbaron“. Am 31. Januar steht die atemberaubende kubanische Show „Pasión de Buena Vista“ mit dem legendären Pachin Innocente auf dem Programm. Und am 8. Februar gastieren „The 10 Sopranos“, die das Publikum schon bei der Eröffnung der „Wochen des Weißen Goldes“ 2011 bezaubert haben. Am 2. April gibt erneut das Bayreuther Osterfestival ein Benefizkonzert mit Symphonischen Auszügen aus Wagner’s „Parsival“ und der 3. Symphonie von Bruckner. Am 11. April macht das einzigartige Show-Duo „David & Götz- Die Showpianisten“ seine Aufwartung in Selb und am 18. April gibt das Berliner Kriminaltheater in einer großen Produktion mit 19 Schauspielern den Bühnen-Krimi „Der Name der Rose“ nach Umberto Ecos Roman. Am 5. Juni gibt Helmut Schleich (u.a. bekannt als Franz Josef Strauß vom Nockherberg) sein neues Programm „Nicht mit mir“.

3 Frage: Herr Goritzka, wie planen Sie und Ihre Kollegin Catrin Haas eine Theatersaison bzw. alle kulturellen Veranstaltungen im RosenthalTheater? Hans Peter Goritzka: Feste Größen sind natürlich die Abo-Reihen des Theaters Hof und das Konzertabo mit derzeit 4 Konzerten der Hofer Symphoniker, dem Konzert des Bayreuther Osterfestivals und einem Konzert, das jährlich aus einem übergroßen Angebot ausgewählt wird. Da sind natürlich die Termine in Hof und in den anderen Spielorten und die Premierentermine miteinander in Einklang zu bringen – das ist manchmal gar nicht so leicht und es braucht da mitunter sehr viele Absprachen und Verhandlungen. Halbwegs feste, jährlich wiederkehrende Termine haben die Selber Theater-, Musik, Gesangvereine und die Schulen für ihre Aktivitäten. Und wenn das terminlich alles in trockenen Tüchern ist, dann steht man zunächst etwas ratlos vor einem Wust von zig-tausenden Angeboten von vielen Produzenten. Und da hofft man dann, die richtigen auszusuchen, die einerseits hohe kulturelle Qualität und natürlich viel Zuspruch beim Publikum finden – und das ist natürlich schwer auszurechnen. Die Theaterspielzeiten werden ja mitunter 1 ½ oder 2 Jahre im voraus geplant und was dann gerade beim Publikum ankommt oder was mit anderen wichtigen Events (z.B. Sportereignissen wie Fußball-EM und WM, Olympische Spiele) kollidiert, das weiß man halt nicht. Man kann natürlich nicht alles berücksichtigen, sonst bekommt man nicht eine einzige Veranstaltung hin. Bei den Tourneetheatern usw. sind natürlich auch noch die Tourneezeiträume und z.B. die Reiserouten der Ensembles zu berücksichtigen. Erste Termine mache ich jetzt schon für 2015. Und das wichtigste überhaupt ist natürlich der Etat, der vom Stadtrat zur Verfügung gestellt wird. Frage: Herr Goritzka, ist es schwierig Künstler, Bands, Orchester, Theaterensemble nach Selb ins Rosenthal-Theater, zu holen und zu bekommen?

Hans Peter Goritzka und Catrin Haas Kulturamt Selb

Hans Peter Goritzka: Das ist auch wieder unterschiedlich. Bei dem einen oder anderen gelingt es viele Jahre nicht, den nach Selb zu bekommen, andere kommen gerne immer wieder. Ob es jetzt schwierig ist, ein Kulturprogramm, wie das im Rosenthal-Theater Selb angeboten wird, auf die Beine zu stellen, das kann vielleicht eher jemand beantworten, der es nicht schon so viele Jahre macht. Ich bin seit 30 Jahren


SONDER-NEWSLETTER FORUM „SELB ERLEBEN“ E.V.| 02 /2012 dabei und ein Bäcker oder Metzger, der seine Arbeit 30 Jahre macht, ist im Regelfall auch besser und routinierter als ein Anfänger, wobei allzu viel Routine in vielen Bereichen etwas gefährlich ist. Aber Erfahrung ist schon viel wert. Frage: Welche Bedeutung hat das Rosenthal-Theater für die Stadt Selb und für die Region? Hans Peter Goritzka: Vielfältige Freizeiteinrichtungen, und damit auch das Rosenthal-Theater, sind keine Prestigeobjekte. Sie dienen der Daseinsvorsorge, dienen als Anreiz für Investoren und Arbeitskräfte, letzten Endes der Lebensqualität in der Stadt und der Region. Das Rosenthal-Theater ist immerhin das einzige reinrassige Theater im Landkreis Wunsiedel. Ein breites Freizeitangebot und auch ein vielfältiges kulturelles Angebot wird bei uns in der Region im Hinblick darauf, dass dem Dienstleistungssektor wohl noch mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden muss, immer wichtiger. Kulturelle Einrichtungen werden so zu Standortund Wirtschaftsfaktoren. Häufig fragen Theaterbesucher nach Restaurants, die Ensembles übernachten – soweit möglich – in Selb und leben natürlich eine Zeit lang hier. Ein beachtlicher Teil der Gagen, die die Stadt Selb zahlt, bleibt also in Selb und der Region. Der Theaterbetrieb birgt einen Pachtbetrieb (Bewirtung, Garderoben). Davon profitiert natürlich der Pächter und der Handel, wo die Waren bezogen werden. Der Kartenverkauf für das Rosenthal-Theater erfolgt in der Hauptsache in einem Einzelhandelsgeschäft in Selb. Am Kartenverkauf ist natürlich auch etwas verdient. Handwerksbetriebe tragen dazu bei, das Theater in gutem Zustand zu halten. So wird dazu beigetragen, ich betone beigetragen, Betriebe und Arbeitsplätze zu erhalten. Es gibt den wissenschaftlich untermauerten Begriff „Umwegrentabilität“. Den habe ich gerade erklärt und der ist lange nicht mehr „visionär“. Frage: Wie gestaltet sich eigentlich die Zusammenarbeit mit dem Theater Hof und den Hofer Symphonikern, die ja die Aufführungen im Theater-Abo und KonzertAbo geben? Hans Peter Goritzka: Ich habe es schon erwähnt. Solche Partner in unmittelbarer Nähe zu haben, ist ein Segen und darauf können wir stolz sein. Die Zusammenarbeit mit dem Theater Hof und den Hofer Symphonikern ist seit Jahrzehnten eine Erfolgsgeschichte für Selb und die

Region. Was von der Vielfalt gesehen und qualitativ in diesen Einrichtungen produziert wird, ist sensationell. Mit beiden Partnern ist die Zusammenarbeit sehr offen und darauf gerichtet, den Besuchern sowohl in den eigenen Häusern in Hof und in den Abstecherspielorten Theater und Konzerte auf höchstem Niveau zu bieten. Die Kontakte mit den Mitarbeitern und vielen Darstellern und Musikern sind sehr herzlich. Die Symphoniker sind ja nicht nur zu ihren Konzerten in Selb, sondern auch bei den Musiktheaterproduktionen des Theaters Hof, dann im Orchestergraben. Die Zusammenarbeit mit dem Theater Hof und den Hofer Symphonikern ist definitiv fruchtbar für alle Beteiligten, vor allem für die Besucher. Frage: Wer bestimmt eigentlich, welches Programm im Rosenthal-Theater, in der jeweiligen Theatersaison aufgeführt wird? Hans Peter Goritzka: Ich bereite Programmvorschläge vor und der Kulturausschuss des Stadtrates segnet die im Regelfall ab. Das ist für mich persönlich eine sehr positive Arbeitsgrundlage. Die Intendanten des Theaters Hof und der Hofer Symphoniker stellen ihre Programme und Aktivitäten jedes Jahr in der Herbstsitzung des Kulturausschusses persönlich vor – auch ein Zeichen für die hervorragende Zusammenarbeit. Frage: Stellt das Theater Hof bei den Aufführungen auch das Personal hinter der Bühne? Hans Peter Goritzka: Ja. Das Theater Hof kommt mit eigenem Bühnenpersonal. Zumindest einer unserer Techniker ist aber immer da. Es muss ja einer da sein, der das Haus und seine Einrichtungen kennt. Tourneetheater hingegen brauchen bis zu 8 Bühnenhelfer, die die Stadt stellen muss, und das sind dann die 3 Techniker im Rosenthal-Theater und Mitarbeiter vom städtischen Baubetriebshof. An dieser Stelle ist es auch mal notwendig zu erwähnen, dass der Betrieb nur im Team läuft. Und das ist im Kulturamt und im Theater super. Frage: Welche Größenordnung an Kosten muss man sich vorstellen, wenn man an eine Theatersaison denkt? Hans Peter Goritzka: Derzeit stehen für den eigentlichen Spielbetrieb (Gagen, Werbung, Sonstiger

4 Theaterbedarf) rund 230.000 € pro Jahr zur Verfügung. Hinter dem Titel „Sonstiger Theaterbedarf“ verbirgt sich alles vom Catering und Hotelkosten für die Künstler über Gema-Gebühren und Blumenschmuck bis zu Künstlersozialversicherungsbeiträgen und den Kosten z.B. für die Flügelstimmung, Provision für den Kartenverkauf, Entschädigungen für die Feuerwachen und die BRK-Bereitschaft, und, und, und...Und 2011 ist es uns gelungen, über die Eintrittsgelder, Zuschüsse und Vermietungen rund 93 % des genannten Betrages wieder einzuspielen. Dann kommen natürlich noch die Gebäude- und Personalkosten und die Abschreibungen. Und damit beantwortet sich die nächste Frage von selbst. Frage: Kann der finanzielle Aufwand, was ein Theater mit sich bringt, von den Zuschauereinnahmen gedeckt werden? Hans Peter Goritzka: Nein! Vordergründig nicht. Aber wenn man meine Schilderungen zur Bedeutung des Rosenthal-Theaters für Selb und die Region liest, dann relativiert sich dieses strikte „nein“. Ein Zuschussbetrieb bleibt es natürlich. Frage: Sind Sie mit der Anzahl der Theater-Abos und Konzert-Abos die gebucht werden zufrieden? Hans Peter Goritzka: Wirklich zufrieden ist man erst, wenn alle möglichen Abos oder auch Einzelkarten verkauft sind. Aber wir müssen realistisch bleiben. Mit etwa 250 Theater- und etwa 180 Konzertabonnenten liegen wir gut. Andere Veranstalter nehmen ganze Abo-Reihen aus dem Programm. Die Auslastung des Rosenthal-Theaters ist mit 70 % statistisch gesehen sehr gut. Insofern dürfen wir sehr zufrieden sein. Frage: Herr Goritzka, werden Sie eigentlich von Abonneten/innen/Theaterbesuchern angesprochen, man könnte das Stück oder das Stück nach Selb bringen, wenn Ja, was sagen Sie zu diesen Anfragen? Hans Peter Goritzka: Da gibt es durchaus sehr konstruktive Vorschläge und viele Gespräche. Wichtig für die Arbeit ist immer der direkte Kontakt zum Publikum auch im Theater. Alles ist nicht umsetzbar. Das Theater Hof hat zum Beispiel eine begrenzte Zahl von Produktionen im Programm, von denen die meisten auch in Selb im Abo gespielt werden. Das ist eine Grundsatzentscheidung des


SONDER-NEWSLETTER FORUM „SELB ERLEBEN“ E.V.| 02 /2012 Kulturausschusses. Ähnlich ist es bei den Hofer Symphonikern. Da ist zwar die Bandbreite des Repertoires immens groß, aber alles kann man halt nicht anbieten. Außerdem wird natürlich aus Kostengründen versucht, die Konzerte mehrfach auch in Hof zu spielen. Das ist natürlich für die Verpflichtung der Dirigenten und der Solisten und auch für den Probenbetrieb wichtig. Wirtschaftliche Aspekte stehen heute überall im Vordergrund. Wichtig ist ja auch der Publikumszuspruch. Theater und Konzerte ohne Publikum machen keinen Sinn. Irgendwo muss man aber auch – nennen wir es ruhig abblocken, wenn die Bitten oder Vorschläge zu viel werden, sonst verliert man den Überblick und das klingt jetzt sehr sachlich, ist aber sehr ernst, die Kontrolle über die Kosten. Da muss man als Veranstalter dann schon seinen eigenen „Stiefel“ machen. Frage: Gibt es wie in der Stadt Hof, auch einen Verein (Theaterfreunde Hof e.V.), in Selb und wenn Nein, warum nicht? Hans Peter Goritzka: Es gibt keinen „Verein der Freunde des Rosenthal-Theaters Selb“, weil – das klingt jetzt vielleicht etwas flapsig – noch niemand einen gegründet hat. Aber ich käme auf jeden Fall zur Gründungsversammlung und wäre ganz bestimmt ein Gründungsmitglied, denn ich bin definitiv ein großer Freund des Rosenthal-Theaters.

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Hofer Symphoniker, egal ob reine Klassik oder unterhaltsame Programme gespielt werden. Aber wie gesagt: persönliche Interessen sollten nicht im Vordergrund stehen. Sehr geehrter Herr Goritzka, die Redaktion des Newsletters des Forum „Selb erleben“ e.V. bedankt sich für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen und Ihrem Team immer ein gutes Händchen, bei der Auswahl des Kulturprogramms, für unsere Stadt Selb und unsere Region und natürlich ein immer volles Rosenthal-Theater.

Das Theaterabonnement in der Spielzeit 2012/2013 (Änderungen vorbehalten)

und

Ergänzungen

bleiben

Alle Aufführungen vom Theater Hof jeweils donnerstags um 20.00 Uhr 18. Oktober 2012

„Fidelio“ Oper von Ludwig van Beethoven (17701827)

Frage: Welche Aufführung würden Sie gerne mal sehen und ins Rosenthal-Theater bringen? Hans Peter Goritzka: Wesentlich wichtiger ist, was das Publikum will. Man kann ja auch nur machen, was im Haus machbar ist. Auch wenn die Bühnenöffnung im Rosenthal-Theater Selb recht groß wirkt und der Blick in die Tiefe der Bühne vermeintlich unendlich ist – wir haben eine eher kleine Bühne. Und bei der Fülle und Vielfalt an Aufführungen und Konzerten in den letzten 30 Jahren fällt es mir schon schwer, jetzt aus dem Daumen heraus zu sagen: Das musst du unbedingt haben. Aber Highlights wie zwei ausverkaufte Aufführungen „Das Phantom der Oper“ mit Deborah Sasson, das wir im Januar, oder aber „ABBA MANIA“ im kommenden Herbst machen schon besonderen Spaß. Am meisten Spaß machen die Aufführungen, die ausverkauft sind. Wenn sich das Theater Hof an „Riesenkisten“ wagt wie das Faust-Projekt 2010 und 2011 oder an Opern wie „Nabucco“ und Musicals wie die „West Side Story“, das mag ich sehr und auch alle Konzerte der

Kurzbeschreibung: Beethovens einzige Oper wurde 1805 uraufgeführt. Der berühmte Komponist schrieb eine „Rettungs- und Befreiungsoper“, die gegen jede Form von politischer Tyrannei gerichtete Prinzipien der politisch Freiheit, Gerechtigkeit und Brüderlichkeit zum Ausdruck bringt. Florestan ist von Gouverneur Pizarro zu Unrecht ins Gefängnis geworfen worden. Seine Frau Leonore verkleidet sich als Mann, um zu ihm zu gelangen. Unter dem Namen Fidelio erschleicht sie sich bei dem Kerkermeister Rocco einen Hilfsposten. Sie überredet den Kerkermeister, sie mit zu den Gefangenen zu nehmen, ihren Mann Florestan kann sie jedoch nirgendwo entdecken. Schließlich erfährt sie, dass ihr Mann getrennt von den übrigen Gefangenen in einem tiefen Verlies

schmachtet. Leonore belauscht ein Gespräch zwischen Rocco und dem Gouverneur. Sie erfährt, dass Pizarro seine politischen Gegner Florestan töten will, noch bevor der Minister dem Gefängnis einen Kontrollbesuch abstattet. So kommt es dass ausgerechnet Leonore mithelfen muss, für ihren Mann das Grab zu schaufeln…. 06. Dezember 2012 „Sunset Boulevard“ Musical von Andrew Lloyd Weber, Texte von Don Black und Christopher Hampton nach dem gleichnamigen Film von Billi Wilder

Kurzbeschreibung: In einem Swimmingpool treib die Leiche eines jungen Mannes – es ist ein Mord geschehen; aus der Seitenkulisse tritt Joe Gillis, er wendet sich an das Publikum und leitet die Rückblende seines eigenen Ablebens an. Ort und Zeit der Handlung: 1950 in Hollywood, im opulenten, aber heruntergekommenen Haus des großen Stummfilmstars Norma Desmond am Sunset Boulevard, im Paramount-Filmstudio und an verschiedenen Orten in der Umgebung von Hollywood. „Sunset Boulevard“ basiert auf Billy Wilders gleichnamigen Film (1949, deutscher Titel „Boulevard der Dämmerung“) mit Gloria Swanson in der Titelrolle, in dem der Stummfilmstar Norma Desmond, den der Tonfilm aus dem Geschäft geworfen hat, vom Comeback träumt. Eine Reifenpanne führt zur Begegnung mit dem arbeitslosen Drehbuchautor Joe Gillis, der ihr Helfer beim Verfassen ihres Drehbuchs und ihr Liebhaber wird. Als er dieser Rolle überdrüssig ist, bringt sie ihn um. Die Musical-Fassung hält sich eng an diese Vorlage.

Rosenthal-Theater Selb


SONDER-NEWSLETTER FORUM „SELB ERLEBEN“ E.V.| 02 /2012

Werden Sie Abonnentinnen und Abonnenten und unterstützen Sie unser Rosenthal-Theater. Das ABO umfasst im gemischten Theater-Abo 7 Aufführungen des Theaters Hof und das Konzert-Abo mit 6 Konzerten, davon 4 der Hofer Symphoniker.

Wir freuen uns auf Sie! 24. Januar 2013 „Ladies Night“ Komödie von Stephen Sinclair und Anthony McCarten

Kurzbeschreibung: Kein Job, kein Geld und der Erfolg bei Frauen – sogar bei den eigenen – lässt auch zu wünschen übrig. Das Selbstbewusstsein von Craig, Barry, Graham, Norman, Gavin und Wesley ist auf dem Nullpunkt angelangt. Auf die Dauer kein Zustand, finden sie, und heben eine eigene Männer-Strip-Show aus der Taufe, im festen Glauben, die Damenwelt auch ohne Waschbrettbauch und stramme Muskeln im Nullkommanichts in „wilde Tiere“ zu verwandeln. Wie genau das vor sich gehen soll, darüber gehen die Ansichten der sechs Herren allerdings ziemlich auseinander: Die weibliche Phantasie – „ein Gebiet voller Rätsel und Mysterien“. Nicht allein durch nachte Tatsachen besticht diese turbulente und gleichzeitig sozialkritische Komödie, die die Vorlage für den Kinohit „Ganz oder gar nicht“ lieferte. Sinclair und McCarten, die sich auch als Drehbuchautoren für die „Herr der Ringe“ – Trilogie einen Namen machten, sorgen mit ihrer Geschichte um eine Handvoll Männer, die ansingen und – tanzen gegen Arbeitslosigkeit und die Tristesse des grauen Alltags, landauf, landab für Furore. 28. Februar 2013 Ballettabend „Endstation Sehnsucht“ Ballett der Hofer Ballettdirektorin Barbara Buser nach dem Schauspiel von Tennessee Williams

Kurzbeschreibung: Blanche Dubois ist erfolgsverwöhnt. Schön, intelligent und aus einer hoch angesehenen Familie stammend. Als der erstmals stolze Besitz, das Herrenhaus „Belle Reve“ zwangsversteigert wird, steht die Schönheit vor dem finanziellen und gesellschaftlichen Ruin. Einzige Zuflucht ist ihre Schwester Stella, die mit dem aus Polen in die USA eingewanderten Stanley Kowalski in einer leidenschaftlichen aber von extremen Gefühlsausbrüchen bestimmten Ehe lebt. Blanche versucht, sich in der beengten Wohnung einzuleben und Stellas – aus ihrer Sicht primitiven und nicht standesgemäßen – Ehemann zu ignorieren. Doch ihre Unfähigkeit, sich der Realität zu stellen, führt zur Katastrophe…. Die mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnete Stückvorlage des berühmten amerikanischen Autors Tennessee Williams (1947 uraufgeführt und mit Marlon Brando verfilmt) ist eine berührende und dabei hochspannende Studie gesellschaftlicher Milieus und Konfrontationen. Gleichzeitig zeichnet das Stück intensive Portraits einsamer, um Liebe und Anerkennung kämpfender Seelen. Nachdem u.a. bereits Valerie Bettis und John Neumeier getanzte Versionen des Stoffes gezeigt haben, entwickelt nun auch die Hofer Ballettdirektorin Barbara Buser eine eigene Interpretation speziell für die hauseigene Compagnie. 21. März 2013 „Die Piraten“ (The Pirates of Penzance) Operette von Arthur Sullivan und W.S. Gilbert, In Kooperation mit dem Staatstheater am Gärtnerplatz, München

Kurzbeschreibung: Das 1879 uraufgeführte Stück ist im angloamerikanischen Sprachraum eines der berühmtesten und meistgespielten Stücke überhaupt. Die eingängige und melodische Musik bietet eine Fülle von Ohrwürmern und das von satirischem Humor und Situationskomik sprühende Buch machen die „Piraten“ auch immer erfolgreicher in Deutschland, zuletzt in der Produktion des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München, die das Theater Hof nun in Kooperation zeigen will. An der Küste von Cornwall zur Zeit Königin Viktorias: Frederic feiert

6 inmitten von Piraten seine Volljährigkeit und damit gleichzeitig das Ende seiner Lehrzeit. Der Piratenkönig nimmt Frederic als vollwertigen Piraten in die Mannschaft auf, aber dieser erklärt, er wolle die Piraten verlassen und lieber in die Zivilisation zurückkehren. Frederic bittet die Piraten, ihren Beruf aufzugeben und mit ihm zu kommen. Zumal sie keine besonders erfolgreichen Piraten sind: Selber ausschließlich Waisen, verschonen sie stets alle Weisen unter ihren Opfern, was dazu führt, dass die Piraten in letzter Zeit ausschließlich auf Waisen treffen…. Doch der Piratenkönig erklärt, dass verglichen mit dem sogenannte „ehrbaren“ Leben das Piratenleben vergleichsweise ehrlich sei. Beim Verlassen des Schiffes trifft Frederic auf die Töchter des Generals Stanley und verliebt sich in eine von ihnen, Mabel. Die Piraten jedoch ergreifen die Töchter und erst der Appell des Generals, alle freizulassen, weil er ein Waisenkind sei und somit ohne Töchter ganz einsam wäre, erweicht das Herz des Piratenkönigs. Als aber die Polizei eingreift, um die Piraten zu verhaften und diese erfahren, dass der General ihnen einen Bären aufgebunden hat, kommt es zum Kampf – und erst Königin Viktoria kann für ein gutes Ende sorgen. In Kooperation mit dem Staatstheater am Gärtnerplatz München 02. Mai 2013 „Hochzeit mit Hindernissen oder The Drowsy Chaperone“ Musical von Bob Martin (*1963), Don McKellar (*1963), Lisa Lampert (*1962) und Greg Morrison (*1965)

Kurzbeschreibung: Der Broadway-Hit von 2006 (ausgezeichnet unter anderem mit 2 Tony Awards) beginnt mit einer wunderbaren Überraschung: Ein Theaterfreund spielt sein Lieblingsmusical auf Schallplatte, als die Figuren der Handlung mitten in seinem kleinen, schäbigen Appartement zum Leben erwachen. Sie erzählen die Geschichte eines BroadwayStarlets, das die echte Liebe sucht, und – natürlich! auch findet. Es gibt eine Braut, die für Liebe den Glamour der Bühne aufgibt, den flotten Bräutigam, einen geplagten Impresario, zwei fröhliche Gangster, die sich als Zuckerbäcker ausgeben, eine


SONDER-NEWSLETTER FORUM „SELB ERLEBEN“ E.V.| 02 /2012 exzentrische Tänzerin, einen südländischen Herzensbrecher, eine furchtlose Pilotin und natürlich die Titelfigur: Die beschwipste Anstandsdame! Spektakuläre Tanzszenen, mitreißende Musik im Stil der glamourösen 20er – Jahre und geschliffener Sprachwitz ließen diese einzigartige Verbindung aus Musical und Komödie zu einem Welterfolg werden. Nach ausverkauften Vorstellungsreihen in den USA, Kanada, Japan und London ist das Theater Hof stolz, die Rechte für die erste Aufführung des Erfolgsstücks in deutscher Sprache erhalten zu haben und damit dem Publikum nicht nur einen wunderbaren Theaterabend präsentieren zu können, sondern auch für überregionale Aufmerksamkeit zu sorgen. 20. Juni 2013 „Viel Lärm um Nichts“ Komödie von William Shakespeare (15641616)

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Das Konzertabonnement in der Spielzeit 2012/2013 im RosenthalTheater Selb (Änderungen vorbehalten)

und

Ergänzungen

bleiben

Donnerstag, 25.10.2012, 20 Uhr Konzert der Nordböhmischen Philharmonie Teplice. L.v. Beethoven: Symphonie Nr. 8 FDur, op. 93. W.A. Mozart: Konzert für Oboe und Orchester. A. Dvorak: Sinfonie Nr. 9 eMoll op. 95 „Aus der neuen Welt“. Solist und Dirigent: Jan Adamus, Oboe

Leinwand , sondern auch im Konzertsaal für mitreißende Stimmung sorgt. Dirigent: N.N. Liebe Leserinnen und Leser unseres Newsletter, wir hoffen Sie wurden gut informiert über 30. Jahre Rosenthal-Theater und werden sich weiterhin für unsere Stadt Selb, unsere Tätigkeit im Forum „Selb erleben“ e.V. informieren, besuchen Sie unsere Homepage www.forumselberleben.de oder die Homepage unser Stadt www.selb.de . Wir freuen uns auf Mitteilungen von Ihnen und halten Sie sich mit Kritik oder Lob nicht zurück, wir können nur besser werden, wenn wir Ihre Meinung wissen. Kontaktieren Sie die Newsletter-Redaktion des Forum „Selb erleben“ e.V. unter der E-Mail-Adresse: forumselb@yahoo.de Das Forum „Selb erleben“ e.V. wünscht Ihnen eine schöne Zeit.

Donnerstag , 15.11.2012, 20 Uhr Konzert der Hofer Symphoniker „Auf den Spuren von Goethe und Schiller „ . Werke von R. Schumann, H. Berlioz, G. Verdi, u.a. Sprecher: Jörn Bregenzer, Dirigent: Arn Goerke

Kurzbeschreibung: Der Lärm der Waffen ist verklungen. Der Feldherr Don Pedro kehrt siegreich aus dem Krieg zurück, um auf ein ganz anderes Schlachtfeld zu geraten: Unter seinen Freunden tobt der Kampf der Geschlechter – auf dem Schlachtfeld der Liebe. Beatrice und Benedikt sind wie Hund und Katze. Sie halten beide nicht viel vom anderen Geschlecht und nutzen jede Gelegenheit, das auch zu zeigen. Streitlustig liefern sie sich scharfzüngige Wortgefechte und lassen kein gutes Haar am anderen. Hero und Claudio dagegen lieben sich von Herzen. Sie stehen bereits vor dem Altar und wollen sich das Ja-Wort geben. Aber eine Intrige stellt alles auf den Kopf. Die Liebenden fangen an zu streiten und die Streitenden fangen an zu lieben. Schon das Wortspiel im Originaltitel „Much ado about nothing“ („Nothing und Noting“ – „Nichts“ und Wahrnehmen“) weist auf das zentrale Thema des Stückes hin: Das Spiel mit dem Sein und dem Schein. Shakespeares 1599 geschriebene Komödie spielt mit der Macht des Wortes. Wem kann man glauben? Wird gesagt, was man meint und meint man, was man sagt? Und schützen Worte nicht vor den eigenen Ängsten und Träumen, Sehnsüchten und Zweifeln? Können Worte töten? Aber vielleicht gibt es trotz aller Missverständnisse doch noch ein Happy End und alles war nur „Viel Lärm um Nichts“….

Donnerstag, 03.01.2013, 20 Uhr Neujahrskonzert der Hofer Symphoniker. Das Orchester entführt das Publikum mit begeisternden Melodien in die Welt der heiteren klassischen Musik. Ein hinreißender, beschwingter Jahresauftakt, geleitet und moderiert von Roger Boggasch.

Donnerstag, 07.03.2013, 20 Uhr Konzert der Hofer Symphoniker „ Mozartliches“. W.A. Mozart: Serenata notturna in D, KV 239/ „Vorrei spiegarvi, oh Dio“ KV 418/“Popoli di Tessaglia – io non chiedo, eterni Die“. KV 316/Symphonie Nr. 35 D-Dur „Haffner-Symphonie“. Solistin: Katja Stuber, Sopran. Dirigent: Francesco Angelico.

Quelle Foto: Florian Miedl

Der nächste NEWSLETTER des Forum „Selb

Dienstag, 02.04.2013, 20 Uhr Bayreuther Osterfestival 2013, Symphoniekonzert im Wagner-Jahr, R. Wagner: Auszüge aus der Oper „Parsifal“, A. Bruckner: Symphonie Nr. 3, Benefizkonzert der Internationalen jungen Orchesterakademie

Donnerstag, 16.05.2013, 20 Uhr Hofer Symphoniker: „Best of Blockbuster“. Das Orchester begibt sich in die packende Welt der Filmmusik, die nicht nur auf der

erleben“ e.V. erscheint am 01.07.2012. Sie können sich auf der Homepage www.forum-selberleben.de gerne eintragen, um den Newsletter jeden Monat als E-Mail zugesandt zu bekommen oder laden Sie sich den Newsletter als PDF-Datei herunter. Wir wünschen noch schöne Veranstaltungen im Monat Juni, bei hoffentlich schönem Wetter. Ihr Forum „Selb erleben“ e.V. NEWSLETTER-REDAKTION


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