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REGIONALE 2013 Südwestfalen Leben an Henne und Ruhr in der Kreis- und Hochschulstadt Meschede

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Die REGIONALE 2013 Südwestfalen in der Kreis- und Hochschulstadt Meschede

Leben an Henne & Ruhr


Deutschland

NordrheinWestfalen Kreis- und Hochschulstadt

Meschede

Hochsauerlandkreis SĂźdwestfalen Freienohl Eversberg Wennemen

Olpe

Visbeck

Ruhr Berge Calle Wallen

Grevenstein

4

Enste

A46

B55

Meschede Wehrstapel Henne Heinrichsthal

Hennesee

Remblinghausen


Inhaltsverzeichnis I.

Prolog

06

II.

REGIONALE – „Was ist das eigentlich?“

08

1. Das Modell der REGIONALEN in NRW

08

2. REGIONALE 2013 in Südwestfalen

10

III.

Das Ziel vor Augen – Meschede hat sich auf den Weg gemacht

12

IV.

Strategien, Konzepte, Visionen – Ein weiter Weg

14

V.

Projekte und Maßnahmen – Von der Idee bis zur Umsetzung

20

1. Leitprojekte in Meschede

20

2. Einzelprojekte entlang des Henne-Boulevards

24

3. Weitere Projekte der REGIONALE 2013 in Meschede

54

VI.

Finanzierungsübersicht und Fördermitteleinsatz

60

VII.

Aussichten – Stillstand ausgeschlossen!

62

VIII.

Danke

63 5


Hubertus Winterberg Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur GmbH „Südwestfalen steigert die Lebensqualität seiner Städte. Gesucht werden innovative Projekte in den Zentren der südwestfälischen Kommunen, die modellhaft Antworten auf Fragen der Neudefinition städtischer Atmosphäre und urbaner Qualitäten geben.“ – Mit wenigen, klaren Sätzen hat der erste „Südwestfalen Kompass“ im April 2009 die Ideen beschrieben, mit denen die Region ihm Rahmen der REGIONALE 2013 kreative Antworten auf die Herausforderungen in der Stadtentwicklung suchte. Städte und Gemeinden waren aufgefordert, ihre Vorschläge einzubringen.

Christoph Weber Bürgermeister der Kreis- und Hochschulstadt Meschede Meschede gemeinsam zukunftsfähig zu machen, als attraktiven Wohn- und Arbeitsstandort zu festigen, auszubauen und dem demografischen Wandel entgegenzuwirken - darum ging es in der Vergangenheit und darum geht es auch weiterhin. Ein Meilenstein dabei war und ist die REGIONALE 2013. Durch sie wurden Projekte in Südwestfalen gefördert und realisiert. So hat sich auch Meschede nachhaltig verändert und es wurden Strukturen geschaffen, auf denen wir weiter aufbauen können und werden. Dies alles war nur möglich durch eine beispielhafte und ausgezeichnete Zusammenarbeit aller Beteiligten für die ich mich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bedanke. Betreut durch die Südwestfalenagentur wurde im wahrsten Sinne des Wortes nach den Sternen gegriffen und mit ihnen, anfangs vielfach noch belächelte, Visionen dank großer Kreativität und Einsatzbereitschaft in die Realität umgesetzt. Diese Dokumentation zur REGIONALE 2013 lässt das Erreichte Revue passieren und macht deutlich, dass wir diese Erfolge als Anschub nutzen müssen um die Bürgerinnen und Bürger weiter mitzunehmen und zu motivieren, sich einzubringen und zu engagieren. Gemeinsam können wir viel erreichen. Die REGIONALE 2013 ist das beste Beispiel dafür. 6

Meschede hat seine Antwort gefunden. Was sich heute erleben lässt, ist mehr als eine Umgestaltung von Straßenzügen. Meschede hat sich buchstäblich auf den Weg gemacht. In beispielhafter Art und Weise haben die Verantwortlichen von Politik und Verwaltung mit Bürgern und Wirtschaft ein Zukunftsbild entworfen, diskutiert und umgesetzt. Im Schnittpunkt von Ruhr und Henne hat sich eine Symbiose ergeben, die für beides steht: Neues Lebensgefühl und eine besondere Qualität gemeinsamer Zukunftsgestaltung. Meschede ist ein herausragendes Beispiel für eine neue Art des Denkens und Handelns, wie sie in den letzten Jahren in Südwestfalen erwachsen ist. Dieser Geist und diese Haltung werden auch in Zukunft tragen – vor Ort wie in der Region Südwestfalen.


Uli Hess ehem. Bürgermeister der Kreis- und Hochschulstadt Meschede Unsere Stadt Meschede gemeinsam zu gestalten, um sie für die Zukunft aufzustellen, das war die Projektidee für das Regionale Projekt „wissen.wasser.wandel@meschede.de – eine Hochschulstadt im Fluss“. Die Zielvorstellungen waren das Ergebnis eines langfristig angelegten Kommunikationsprozesses mit der Mescheder Bevölkerung, den Politikern und den Planern. Ausgangspunkt des Projektes war die Erkenntnis, dass die Kreisstadt Meschede, wie viele andere Städte auch, sich dem Standortwettbewerb und dem Strukturwandel stellen muss. Die Lage der Stadt an Ruhr, Henne und Hennesee bot die Chance, das Element Wasser zur Profilbildung und zur Attraktivierung als Hochschulstandort aber auch für Handel, Gastronomie und Wohnen einzusetzen. Wer heute durch die Stadt geht stellt fest, dass sich in den zurückliegenden Jahren viel bewegt hat. Mit großer Akzeptanz von Bürgerinnen und Bürgern, mutigen politischen Entscheidungsträgern, qualifizierten heimischen Bauunternehmen und sehr engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rathaus haben wir den richtigen Weg für die Zukunft Meschedes gemeinsam eingeschlagen. Allen Akteuren gilt hierfür mein herzlicher Dank! 7


I. Prolog Wo stehen wir heute? Wo sehen wir uns in Zukunft? Diese Frage stellen sich alle Städte und Regionen in gleichem Maße. So auch die Kreis- und Hochschulstadt Meschede. Im Herzen Südwestfalens, Deutschlands und Europas müssen auch in Meschede Antworten auf geänderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen und den damit verbundenen Herausforderungen gefunden werden. Als Mittelzentrum mit knapp 31.000 Einwohnern sowie einer klein- und mittelständischen Wirtschaftsstruktur profitiert auch die Kreis- und Hochschulstadt Meschede – ähnlich wie der gesamte südwestfälische Raum – von positiven wirtschaftlichen Entwicklungen. Gleichzeitig muss sich die Stadt den Auswirkungen des demografischen Wandels stellen und passende Strategien finden, um sich für die Zukunft zu positionieren. Die Schaffung liebens- und lebenswerter Stadtbzw. Landschaftsräume bildet dabei einen wesentlichen Baustein für attraktive Wohn- und Arbeitsverhältnisse. Dies ist letztendlich ein Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Kreisund Hochschulstadt Meschede.

8

Mit der REGIONALE 2013 konnten in Meschede wichtige Impulse gesetzt werden, um dieses Ziel zu erreichen. Die vorliegende Abschlussbroschüre zur REGIONALE 2013 in Meschede soll deshalb einen Überblick über das bislang Erreichte geben, einen Einblick in die zurückliegenden Prozesse ermöglichen sowie einen Ausblick über die noch vor uns liegenden Aufgaben wagen.


49,6 %

Zahlen

| Daten

| Fakten

Mesche de des Hoc ist Kreisstadt un hsauerla d Verwa ndkreise ltungssit s z Gesamtfl äche 21 8,51 km 2 Kernstad t: 15.220 E 22 Ortste inwohn ile: er 15.476 E inwohn Gesamt: er 30.696 E inwohn er * Sozialve rsicheru ngspflic Beschäft htig igte Arbeitslo 12.438 senquote 4,8 % * mit Hau

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Quelle: IT .NRW | St

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6.2016

Einwohneranzahl

Altersstruktur

55,4 %

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9


II. REGIONALE

Was ist das eigentlich? 1. Das Modell der REGIONALEN in NRW Die Bezeichnung REGIONALE ist seit nunmehr 15 Jahren in Nordrhein-Westfalen in aller Munde und mittlerweile für viele Menschen ein vertrauter Begriff, wenn es um vielfältige und kreative Projekte zur Entwicklung unserer gelebten Umwelt geht. Mit der Vergabe der REGIONALE 2013 an die Region Südwestfalen im Jahr 2007 trifft das auch auf die öffentliche Wahrnehmung und den Bekanntheitsgrad dieser Begrifflichkeit in der Kreis- und Hochschulstadt Meschede zu. Doch was bedeutet REGIONALE eigentlich und was ist die Grundidee, die sich dahinter verbirgt? Die Wortschöpfung REGIONALE ist an die Bezeichnung für wiederkehrende Ausstellungs- und Präsentationsplattformen angelehnt. Die bekanntesten sind sicherlich die Biennale in Venedig und die Ruhrtriennale im Ruhrgebiet. Genau wie diese kulturell geprägten Veranstaltungen sollen auch die REGIONALEN in regelmäßigen Zeitabständen stattfinden und Ergebnisse kreativer sowie intensiver Arbeit präsentieren.

10

Dabei handelt es sich bei einer REGIONALE um ein Strukturförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, welches es ganzen Regionen ermöglichen soll, sich weiterzuentwickeln und nach außen darzustellen. Im Rahmen einer REGIONALE wird die jeweilige Region vorrangig gefördert, sodass unterschiedliche Projektansätze in verschiedenen Themenbereichen wie Umwelt, Stadtgestaltung, Wirtschaft oder Wissenschaft/Forschung unterstützt werden können. Ziel der REGIONALE ist dabei die Qualifizierung der jeweiligen Region in ihrer Gesamtheit. Das heißt, insbesondere möglichen Defiziten zu begegnen, aber auch vorhandene Stärken auszubauen. Dem Namen nach liegt der Schwerpunkt auf der regionalen Zusammenarbeit. Neben den Kommunen und Kreisen gibt es zahlreiche Akteure, welche nach Möglichkeit über die jeweilige REGIONALE hinaus tragfähige Kooperationen bilden und damit die Regionen in Nordrhein-Westfalen auch in Zukunft weiter gestalten. Denn mit der Idee der REGIONALE soll eines deutlich werden: Nur gemeinsam und in der regionalen Zusammenarbeit können tragfähige Strukturen geschaffen werden, um auf die Herausforderungen der Zukunft zu reagieren.


NordrheinWestfalen 2004 2016

2000

Niederlande 1989-1999

2002+

Luxemburg

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2013

2006

Die REGIONALEN bis 2016 * Iba Emscher Park 1989-1999 * Regionale 2000

2010

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* EUROGA 2002+ * Regionale 2004

Belgien

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Links und Rechts

der Ems Regionale 2006 Spurwechsel - Be rgisches Städtedr eieck EURegionale 20 08 Grenzen überschr eiten

Regionale 2010 Brückenschläge - Region Kö

Regionale 2013 Südwestfalen

ln-Bonn

Regionale 2016 ZukunftsLAND 11


Mit einem ersten Stern wurden solche Projektideen ausgezeichnet und in die Regionale-Initiative aufgenommen, die das Potenzial aufwiesen, zu strukturwirksamen Modellprojekten für die Region zu werden. Wurden diese Projektideen erfolgreich im Sinne ihrer Realisierungsfähigkeit weiter qualifiziert, gab es den zweiten Stern. Mit der Vergabe des dritten Sterns brachte der Regionale-Ausschuss zum Ausdruck, dass das Projekt den Regionale-Anforderungen entspricht und die Umsetzung beginnen kann. Es haben 42 Projekte diesen mehrstufigen Zertifizierungsprozess durchlaufen.

Projekt idee Projekt ansatz Projekt umsetzung

2. Die REGIONALE 2013 in Südwestfalen Die erste REGIONALE mit dem Titel EXPO-Initiative OstWestfalenLippe wurde im Jahr 2000 aus der regionalen Strukturpolitik des Landes Nordrhein-Westfalen entwickelt. So ist der Ursprung aus der Internationalen Bauausstellung IBA Emscher Park, welche zwischen 1989 und 1999 durchgeführt wurde, dem Beinamen EXPO noch deutlich zu entnehmen. Seitdem haben sich mittlerweile 7 Regionen und Städtekooperationen einem intensiven Qualifizierungsprozess unterzogen und erfolgreiche REGIONALEN durchgeführt. Mit diesem gemeinsamen Ziel traten 2007 im Bewerbungsprozess für die REGIONALE 2013 auch der Hochsauerlandkreis, der Märkische Kreis, der Kreis Olpe, der Kreis SiegenWittgenstein sowie der Kreis Soest an, um die Region Südwestfalen zu bilden. Der Zuschlag für die Ausrichtung der REGIONALE 2013 in Südwestfalen erfolgte dann Ende 2007. Doch wie plant, organisiert und koordiniert man solch ein ambitioniertes Vorhaben? Zu diesem Zweck wurde am 1. September 2008 die Südwestfalen Agentur GmbH mit Sitz in Olpe gegründet. Als zentrale Steuerungseinheit wurden hier u.a. Einzelprojekte begleitet, Netzwerke geknüpft und Öffent12

lichkeitsarbeit betrieben. Im Ergebnis wurde die REGIONALE 2013 durch die Südwestfalen Agentur GmbH umfassend betreut und gemanagt. Um herauszufinden, welche Projektideen am Ende die Qualität haben, um als REGIONALE 2013 Projekt zur Umsetzung zu gelangen, wurden zunächst sogenannte Projektfamilien entwickelt. Im Sinne eines Leitthemas sollten vier Projektfamilien als aktuelle regionale Herausforderungen verstanden werden, zu denen mit Einzelprojekten konkrete Antworten entwickelt wurden. In einem dreistufigen Zertifizierungsprozess (Sterne-Ranking) von der Projektidee über den Projektansatz bis hin zu einem Projekt der REGIONALE 2013 wurden die eingebrachten Projektideen durch den am 9. Oktober 2008 gebildeten REGIONALE-Ausschuss bewertet und ausgewählt. Im Ergebnis haben zahlreiche Institutionen, Behörden und Gebietskörperschaften inklusive der dahinter stehenden Menschen die REGIONALE 2013 geprägt und zum Erfolg geführt.


Stadt Mensch

Land Leben

Die Projektfamilien >>

Neu Land

Die Gremien >>

REGIONALE-Ausschuss

Südwestfalen Agentur

(zentrale Steuerungseinheit)

> > > > > >

Wirtschafts Wissen

>

steuert strategisch den REGIONALE-Prozess

>

beschließt die Projekte der REGIONALE 2013

organisiert & koordiniert begleitet die Projektträger sammelt Projektvorschläge

arbeitet zu

schlägt vor

entwickelt eigene Projektvorschläge arbeitet den Gremien zu betreibt Öffentlichkeitsarbeit in Abstimmung mit den REGIONALEBeauftragten vor Ort

REGIONALE-Beirat >

repräsentiert die relevanten Institutionen & gesellschaftlichen Akteure

>

gibt Beschlussempfehlungen für den REGIONALE-Ausschuss ab 13


III. Das Ziel vor Augen

Meschede hat sich auf den Weg gemacht So wie in den anderen südwestfälischen Kommunen bestand auch in Meschede der feste Wille die Potenziale der REGIONALE 2013 bestmöglich zu nutzen. Mit dem Rückenwind dieses breit angelegten Ansatzes zur Förderung einer ganzen Region, sollten auch vor Ort in Meschede zahlreiche Ideen zur Entwicklung der Stadt in die Tat umgesetzt werden. Dabei war die oberste Zielsetzung, die Kreis- und Hochschulstadt Meschede als attraktiven Wohn- und Arbeitsstandort zu etablieren und den negativen demografischen Entwicklungen entgegenzuwirken. Um dieses Ziel zu erreichen mussten zahlreiche Ideen und Vorstellungen gesammelt, geordnet und auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden. Eine Vielzahl an Akteuren steuerte hierzu kreative Vorschläge bei und half so den für Meschede richtigen Weg zu finden. Am Ende entstanden mit dem Projekt „wissen.wasser.wandel@meschede.de - eine Hochschulstadt im Fluss“ 14

und dem Kooperationsprojekt „Sauerland Seen/Hennesee“ zwei ausgereifte Leitprojekte, welche die wesentliche Zielsetzung für die Stadt Meschede beinhalteten.


wissen.wasser.wandel@meschede.de - eine Hochschulstadt im Fluss

LeitzielE Bevölkerungsentwicklung stabilisieren

Bindung an die Kreis- und Hochschulstadt stärken

Handlungsfelder lebenswerte Stadt- & Landschaftsräume schaffen

Meschede als wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort positionieren

Meschede als beliebtes Tourismus- & Naherholungsziel etablieren

Meschede ist attraktiver Standort für Forschung, Lehre & Wissenschaft

MAßnahmen Umgestalten der Stadträume

Ausbauen der touristischen Attraktionen am Hennesee

Herstellen der Verbindung zwischen Innenstadt & Hennesee

Schaffen öffentlicher Aufenthaltsräume

Beheben von Sanierungsrückständen (Ruhrbrücke)

ökologisches Aufwerten von Teilbereichen

Wiederbeleben der stadtbildprägenden Gewässer Henne & Ruhr

Entlasten der Verkehrsführung in der Innenstadt

Fördern von Einzelprojekten (z.B. Markes Haus, Kreismusikschule) 15


IV. Strategien, Konzepte, Visionen

Ein weiter Weg „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen!“ So nüchtern hat es einmal Altbundeskanzler Helmut Schmidt ausgedrückt. Doch selten plant man im luftleeren Raum. Von einer oftmals vagen Vorstellung wie ein Projekt in Zukunft aussehen könnte, bis hin zur konkreten Planung bzw. Umsetzung ist es ein weiter Weg. Dieser Prozess wurde in Meschede bereits vor dem Zuschlag zur Durchführung der REGIONALE 2013 angestoßen. Mit dem Bündnis für Familie, dem „Handlungskonzept zur Steuerung der demografischen Entwicklung“ sowie dem „Handlungskonzept – Vision Hennesee 2020“ wurden vor 2008 wichtige Erkenntnisse über die städtische Entwicklung gesammelt und erste Zielvorstellungen formuliert. Um das „Große und Ganze“ stets im Blick zu behalten und kein „Projekt-Stückwerk“ zu produzieren, war im Laufe des REGIONALE Prozesses die strategische und konzeptionelle Einbindung aller (Teil-)Projekte von großer Bedeutung. Eine ausgereifte konzeptionelle Grundlage war schließlich die Voraussetzung zur finanziellen Förderung aller Maßnahmenbausteine. Die Sicherstellung der Strukturwirksamkeit für die Kreis- und Hochschulstadt Meschede sowie für die gesamte Region war dabei für den Fördergeber oberstes Gebot. Um inhaltlich möglichst breit aufgestellt zu sein, wurden für 16

Lokales Bündnis für Familie Handlungskonzept zur Steuerung der demografischen Entwicklung

Masterplan Sauerland-Seen

2001

2002

2005

2006

Hand konze Vision Henn

2007

die Erstellung der Konzepte vielfältige Ideen gesammelt und bewertet. Zahlreiche Akteure aus Bürgerschaft, Politik und Fachinstitutionen haben dazu Vorstellungen geäußert, wie es in Meschede zukünftig aussehen könnte bzw. was verbessert werden sollte. Beispielhaft für solch einen Beteiligungsprozess ist dabei vor allem die im November 2009 durchgeführte Kreativwoche, deren Ergebnisse als Leitvorstellungen in das „Städtebauliche Memorandum“ und das „Städtebauliche Entwicklungskonzept“ einflossen. So hat Meschede nach Abschluss der REGIONALE 2013 eines bewiesen: Aus einer Vision kann durchaus Wirklichkeit werden!

2


Städtebauliches Memorandum

dlungsept n nesee 2020

Kreativwoche Handlungskonzept Hennesee Vision Hennelandschaft Hennesee 2020

2008 2007

2009 2008

1. Workshop Hennesee

2010 2009

>>

Stadtstrategie „VisionStadtstrategie Meschede 2022 „Vision Meschede 2022 Städtebauliches Mescheder Stadtgespräche Mescheder Stadtgespräche Memorandum Kreativwoche Hennesee Hennelandschaft

2011 2010

Werkstattverfahren Hennesee

Masterplan WerkstattSauerland-Seen verfahren 2.0 Hennesee

2012 2011

2013 2012

IKEK

2015 2014

Bauausführung Innenstadt ¦ Bauausführung Innenstadt ¦ Städtebauliches Henne-Boulevard Henne-Boulevard Entwicklungskonzept Innenstadt ¦ Bauausführung Henne-Landschaft Hennesee

Städtebauliches Entwicklungskonzept Innenstadt ¦ 2. Workshop 1. Workshop 2. Workshop Hennesee Hennesee PlanungsHenneseeHenne-Landschaft Planungswettbewerbe wettbewerbe Ruhrpromenade Rahmenkonzept Ruhrpromenade Winziger Platz Hennesee Winziger Platz Hennepark (Sauerland-Seen) Hennepark

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Masterplan Sauerland-Seen 2.0

2014 2013

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2016 2015

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>> IKEK

>>

2016

Bauausführung Hennesee

Rahmenkonzept Hennesee (Sauerland-Seen)

17


Ab in die Mitte

Infotafeln

Seit der Jahrtausendwende ist es ein Anliegen der City-Offensive NRW mit dem Landeswettbewerb „Ab in die Mitte“ die Innenstädte und Ortszentren als Quartiere des Handels, der Kunst, Kultur und Freizeit, des Wohnens und Arbeitens stärker und dauerhaft im Bewusstsein der Bürger zu verankern. Struktureller Grundpfeiler von „Ab in die Mitte“ ist das Element der Public Private Partnership (PPP): Nur wenn es gelingt, alle für die Innenstadt relevanten Akteure an einen Tisch zu bekommen, wird man die Herausforderung der Belebung und Attraktivitätssteigerung der Zentren bewältigen können.

Meschede. Vielfalt, die verbindet. 2011 wurde Meschede als Preisträgerin der City-Offensive „Ab in die Mitte“ gekürt! In diesem Jahr stand der renommierte Städtewettbewerb unter dem Motto „innenHANDELN ‒ Stadt VERWANDELN“. Was lag für die Stadt und das Stadtmarketing Meschede also näher, als die durch die REGIONALE 2013 angestoßene Verwandlung der Innenstadt aufzugreifen?

18

In spielerischer Form erzählten die Akteure von der Umgestaltung des Winziger Platzes oder der Entstehung eines Henneparks am Kreishaus, die in den nächsten Jahren auf alle Bürgerinnen und Bürger warteten. Die Bevölkerung nutzte die Gelegenheit die Projekte der REGIONALE für sich zu entdecken.

Erlebnisparcours Mit einem kostenfreien, familienfreundlichen und erlebnisreichen Erlebnisparcours konnte der geplante Henne-Boulevard in Richtung Damm simuliert und der bis dahin versteckte Fluss „Henne“ erstmalig erlebt werden. Der erste Kontakt mit dem Fluss „Henne“ wurde mit Hilfe der Henneüberquerung realisiert. Umgesetzt wurde die Überquerung durch die Pfadfinder. Im heutigen Hennepark ließ ein Barfußpfad die Gäste den Wald mit ihren Sinnen erleben. Zudem wurde vom Förderband St. Walburga ein Schülerprojekt zum Thema Naturkunst angeboten. Pastor Oertel bot spezielle Führungen über den jüdischen Friedhof an. Eine zweite Henneüberquerung erfolgte mit mobilen Brückenelementen, die durch das THW gestellt und betreut wurden.


Simulat Henne ion der -Öffnu ng

Der bisher ungenutzte Siepen im Bereich der alten Staumauer konnte neu entdeckt und durchlaufen werden, um sich dem Hennedamm zu nähern. Zudem wurden in der Mescheder Innenstadt verschiedene Tafeln mit Fotostrecken mit interessanten Infos und Bildmaterial aus dem Archiv von Bernd Schulte verteilt.

HenneDeckelfest Beim HenneDeckelfest wurde für die Bürger der neue Henne-Boulevard inszeniert. Ein „Blauer Teppich“ und Bäume visualisierten die zukünftige Henneöffnung und den neuen Verlauf der Henne. Infopunkte und Stände auf dem Winziger Platz erläuterten zudem die Veränderung. Während der Veranstaltung wurde ebenso die neue Verkehrsführung auf dem Winziger Platz simuliert. Beim Tag des Sports wurde der Henne-Boulevard am Winziger Platz aktiv. In 3er bis 5er-Teams konnten alle Bürgerinnen und Bürger einen Sportparcours mit unterschiedlichen Stationen spielerisch bewältigen.

2011 19


HenneWandel Um den Wandel nachvollziehen zu können, wurde bei der Veranstaltung HenneWandel besonders die Historie der Stadt und der Henne in den Vordergrund gerückt. Aber auch das Thema Kunst wurde hierbei mit eingebracht. Mit Hilfe von Führungen durch den „Tunnel“ entlang der Henne unter dem Winziger-Platz konnten Besucher den Deckel der Henne aus einer ganz anderen Perspektive erleben. Mit einem mittelalterlichen Markt wurde das Stadtleben von vor 1.000 Jahren nachempfunden. Highlight hierbei waren die Ritter- und Schwertkämpfe auf dem Stiftsplatz. Künstlerisch wurde in ein Gartencafé in die Gutenbergstraße 6 eingeladen. Hier wurde eine Ausstellung von Heimatbund, Frauengeschichtswerkstatt, Stadtarchiv, städtischem Kindergarten Grevenstein, Blindenalten- und Pflegeheim Meschede, Ingrid Bechtloff, Christoph Mause und Susanne Klinke präsentiert und zudem der Film „1.000 Jahre Meschede“ gezeigt. In der ehemaligen Buchhandlung Pieper am Winziger Platz stellte die „Villa KünstlerBunt“ ihre Werke aus. Auch das Bierhaus Koch an der Steinstraße wurde für die Besucher geöffnet und zeigte das ursprüngliche Leben.

20

Das Geburtshaus Leisse an der Warsteiner Straße lockte mit Waffeln, der größten Modelleisenbahn und der Eisenbahngeschichte im Wennetal. Der Heimatbund Meschede inszenierte den ehemaligen Wasserhochbehälter in der Schultenkampstraße mit einer 3D-Visualisierung. Parallel wurde ein Schülerwettbewerb angeboten mit dem Thema „Meschede war, ist, wird“, bei dem sich die Mescheder Schülerinnen und Schüler mit der Vergangenheit und der Zukunft befassen konnten. Alles in allem haben die „Ab in die Mitte“-Veranstaltungen den Bürgern der Stadt die Projekte bereits vor ihrer Umsetzung nähergebracht und sie erlebbar gemacht. Dies führte in der Bevölkerung zu einer erhöhten Akzeptanz der Maßnahmen und bildete den Grundstein für die erfolgreiche und schnelle Umsetzung der Projekte in Meschede.


Ein Kun s der au twerk sstellu ng

21


Projektvorb ereitung & Öffentlichke itsarbeit Gesamtkos ten 344.00 0€ 70 % Städte bauförderun g

V. Projekte und Maßnahmen

1. Leitprojekte in Meschede wissen.wasser.wandel@meschede.de Eine Hochschulstadt im Fluss Bereits zu Beginn des REGIONALE Prozesses stand für die Kreis- und Hochschulstadt Meschede fest, dass die Teilnah-

Wissen

Stärken stärken, Fähigkeiten fördern, Vielfalt leben - von der Geburt bis ins hohe Alter. Wissen ist für alle zugänglich. Wissen und Bildung fangen bei der qualifizierten Kinderbetreuung an und hören bei Bildungsangeboten für Senioren noch lange nicht auf. Meschedes Schulen und die Fachhochschule sind gut vernetzt und bieten Bildung und Ausbildung, besonders für Fachkräfte der heimischen Wirtschaft.

22

Wasser

me an der REGIONALE 2013 eine große Chance für eine nachhaltige Stadtentwicklung darstellt. Prägendes Element der im Frühjahr 2009 eingereichten Projektidee „wissen.wasser.wandel@meschede.de – Eine Hochschulstadt im Fluss“ ist der Flusslauf der Henne, der als zentrale Entwicklungsachse zwischen Hennesee und Innenstadt ausgebildet werden sollte.

Wasser ist Leben. Und alles, was zum Leben in unserer Stadt beiträgt, gehört dazu: Wohnen und Leben, wo andere Urlaub machen - Kultur mit allen Facetten - eine lebendige Innenstadt und zukunftsfähige Dörfer - wir alle sind eine Stadt Meschede und identifizieren uns mit ihr. Meschede ist der Ort, an dem sich alle Generationen wohlfühlen.

Wandel

Meschede befindet sich im Wandel. Gemeinsam gestalten Bürgerinnen und Bürger die Zukunft ihrer Stadt und stellen sich den Herausforderungen einer Gesellschaft, die sich verändert. Eine bedarfsgerechte Infrastruktur und eine familienfreundliche, funktionierende Wirtschaft machen Meschede zu einem attraktiven Ort zum Arbeiten, Wohnen und Leben.


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Die Projektidee wurde im Rahmen der Kreativwoche im November 2009 in einem offenen Beteiligungsprozess mit Vorschlägen aus der Mescheder Bürgerschaft angereichert und im weiteren Verlauf durch Fachplaner konkretisiert. Dabei konnten mit den Bereichen Ruhr-Promenade/ Winziger Platz, Parkanlage am Kreishaus sowie Henne-Landschaft zwischen der Straße „Am Rautenschemm“ und dem Hennedamm drei Schwerpunktbereiche für Umgestaltungsmaßnahmen identifiziert werden. Entlang dieses Korridors wurden innerhalb des Umsetzungszeitraums zahlreiche Maßnahmen realisiert, welche im Folgenden ausführlich erläutert werden.

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In diesem Zusammenhang soll nicht unerwähnt bleiben, dass sich der Titel des Leitprojektes nicht ausschließlich auf die innerstädtischen Entwicklungen entlang der Henne bezieht, sondern ebenso Ausdruck der strategischen Ausrichtung der gesamten Stadtentwicklung in Meschede ist. Die Stadtstrategie Meschede 2022 benennt in diesem Zusammenhang drei Leitbilder, welche als Orientierungsrahmen für die künftige Entwicklung der Kreis- und Hochschulstadt Meschede dienen.

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Kooperationsprojekt „Sauerland-Seen/Hennesee“ „Regional denken, lokal handeln!“ Dieser Leitgedanke steht stellvertretend für das Kooperationsprojekt „SauerlandSeen“. Der regionale Ansatz wurde bei diesem gemeinschaftlichen Projekt in vorbildlicher Art und Weise umgesetzt. Die fünf „Sauerland-Seen“ Möhnesee, Hennesee, Sorpesee, Diemelsee sowie Bigge- und Listersee haben sich Anfang 2011 auf den Weg gemacht, das sich ihnen bietende Potenzial besser zu nutzen und ihr Profil als Freizeit- und Erholungsschwerpunkt auszubauen. In einem gemeinsamen Prozess wurde ein Handlungskonzept (Masterplan SauerlandSeen 2.0) erarbeitet, welcher für jeden See Kernbereiche und Projektideen aufzeigt. Die Konkretisierung dieser Vorschläge in umsetzungsfähige Maßnahmen und deren Realisierung erfolgte im Anschluss in Eigenverantwortung der Projektpartner. Im Rahmen der Umgestaltung des Nordufers des Hennesees wurden während der REGIONALE 2013 die Himmelstreppe mit Aussichtsplattform, die verbreiterte Dammkrone, die Verlängerung des Henne-Boulevards, die umgestaltete Schiffsanlegestelle und die Kunst-Insel realisiert. 24

Um die Zusammenarbeit der „Sauerland-Seen“ über die REGIONALE 2013 hinaus zu sichern, wurde im Juni 2013 eine Kooperationsvereinbarung zwischen den Anreinerkommunen und weiteren Akteuren unterzeichnet. Durch die Lenkungsgruppe „Sauerland-Seen“ und die beiden Arbeitskreise „Marketing“ und „Strategische Planung“ wurden Strukturen geschaffen, welche in Zukunft kontinuierlich an der Qualifizierung der „Sauerland-Seen“ weiterarbeiten werden.


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Projektbausteine „Sauerland-Seen | Hennesee“

8 Anbindung des Hennedamms durch

die Himmelstreppe mit Aussichtsplattform

9 Hennedamm mit umgestalteter

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2. Einzelprojekte entlang des Henne-Boulevards Henne-Bou

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Zum Abschluss der REGIONALE 2013 entstanden viele neue Orte mit individuellem Charakter und eigenem Charme, welche sehr gut von den Menschen angenommen werden. Bei aller Individualität gibt es jedoch ein entscheidendes Element, das sich wie ein verbindendes Rückgrat entlang fast aller Projektbausteine zieht: der Flusslauf der Henne. Der Fluss trat in Meschede in den letzten Jahrzehnten kaum in Erscheinung und wurde in Teilbereichen sogar gänzlich aus dem Stadtbild entfernt. Heute wird der Henne wieder die Aufmerksamkeit geschenkt, die sie als stadtbildprägendes Gewässer verdient. Mit dem Henne-Boulevard wurde durch die REGIONALE 2013 die Möglichkeit geschaffen fußläufig von der Mündung der Henne in die Ruhr bis zum Hennedamm und im weiteren Verlauf bis zur Berghauser Badebucht zu gelangen. Der Henne-Boulevard ist die projektübergreifende Klammer, welche die beiden Leitprojekte und „wissen.wasser.wandel@meschede.de – Eine Hochschulstadt im Fluss“ und „Sauerland-Seen | Hennesee“ miteinander verbindet. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann gehen Sie mit uns ein Stück den Henne-Boulevard entlang und lernen die einzelnen Projektbausteine näher kennen. 26

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Neuer Innenstadtring Sowohl die Ruhr-Promenade als auch die sich im Süden anschließende Öffnung der Henne am Winziger Platz wurden erst durch eine geänderte Verkehrsführung in der Innenstadt möglich. Durch den Neubau der Johannesbrücke konnte das letzte Teilstück des innerstädtischen Verkehrsrings geschlossen werden und der Durchgangsverkehr vom Ruhrplatz über die verbreiterte Kolpingstraße und die Johannesbrücke direkt zum Ostring geleitet werden. Die Johannesbrücke schaffte somit die Voraussetzungen für einen verkehrsreduzierten Einbahnstraßenverkehr zwischen Ruhrbrücke im Norden und Zeughausstraße im Süden und so den nötigen Raum für Fußgänger und Radfahrer. Um eine sichere Querungsmöglichkeit zu gewährleisten, wurden am Ruhrplatz eine weitere Fußgängerampel installiert sowie der Geh- und Aufenthaltsbereich für Fußgänger großzügig ausgestaltet.

Eröffnun g der Joha nnesbrüc am 16. Aug ke ust2013

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Ruhrbrücke

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Die Ruhrbrücke nördlich der Ruhrstraße ist die älteste innerstädtische Ruhrquerung in Meschede. Bevor das Bauwerk im 2. Weltkrieg zerstört wurde, bestand die Brücke noch aus fünf Bögen, welche die Ruhrstraße und Warsteiner Straße verbanden. Die jetzige Drei-Bogen-Brücke wurde nach dem 2. Weltkrieg errichtet und war bis zum Bau der Antoniusbrücke im Jahr 1983 ein Bestandteil der Bundesstraße 55 von Olpe nach Lippstadt. Im Zuge der REGIONALE 2013 wurde die Brücke grundlegend saniert und aufgrund der neuen einspurigen Verkehrsführung mit größeren Bewegungsflächen für Fußgänger und Radfahrer ausgestattet. Anstatt der früheren Brüstungsmauer wurde ein Edelstahlgeländer angebracht. Durch Lichtinstallationen werden die Unterzüge der Bögen in der Dunkelheit heute in Szene gesetzt. Der reduzierte Fahrbahnquerschnitt, welcher im Zuge der neuen Verkehrsführung auch auf der Fritz-Honsel-Straße realisiert werden konnte, erlaubte den Bau der attraktiven Ruhr-Promenade zwischen Ruhrbrücke und Winziger Platz. 30

vor 1945 alte Brücke


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Ruhr-Promenade Als sogenannte Ruhr-Promenade stellt der neue Straßenverlauf der Fritz-Honsel-Straße nach der Umgestaltung nun eine attraktive Verbindung zwischen Fußgängerzone und abgedeckelter Henne am Winziger Platz dar. Die Auswahl der Materialien und Ausstattungselemente erfolgte analog zur Umgestaltung des Winziger Platzes, sodass sich ein wesentlicher Teil der Mescheder Innenstadt heute im einheitlichen Gewand präsentiert. Eine großzügige Freitreppe ermöglicht einen direkten Zugang zum Flussufer und dient gleichzeitig als Aufenthaltsbereich für Passanten. In diesem Kontext wurde ebenso der Flusslauf der Ruhr zwischen Ruhrbrücke und Johannesbrücke umgestaltet. Aufgrund der stark gesicherten innerstädtischen Gewässerstrecke und im Böschungsbereich liegender Ver- und Entsorgungsleitungen beschränkten sich die Maßnahmen auf Aufweitungen an einigen Stellen, den Einbau von Störsteinen und Totholz sowie die Anhebung der Gewässersohle im Bereich der Einmündung der Henne in die Ruhr. Neben der Aufwertung des gewässerökologischen Zustands der Ruhr dienten die Maßnahmen gleichzeitig dazu den Fluss „Ruhr“ stärker in das Bewusstsein der Menschen zu rücken und naturnahe Flussabschnitte im städtischen Umfeld erlebbar zu machen.

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230 km langer Radweg entlang der Ruhr von der Quelle in Winterberg bis zur Mündung bei Duisburg.

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Die Ruhrbrücke und die Ruhr-Promenade sind Bestandteil Marien des RuhrtalRadweges, sodass Radfahrer direkt in Richtung str. Fußgängerzone geleitet und nicht mehr über die KolpingIn den en rt straße um herumgeführt werden. Elisdie Weingä abeInnenstadt str. Freitreppe fungiert als Infopunkt und erDer Bereich anthder tr. möglicht es Besuchern sich über Rad- und r S Wanderrouten An Klo e in sowie Attraktionen in der Mescheder teInnenstadt zu inforcken Kape s und ein Trinkwasserlle r mieren. Eine Fahrrad-Reparaturstation a Richtung Lager ergänzen das Info-Angebot. W Enste brunnen str.

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„Chasing the Sun“ an der Ruhr-Promenade Im Zuge des KreativWettbewerbs 2014 wurden 44 Projekte, von 150 Teilnehmer und insgesamt 118 Ideen beim Stadtmarketing Meschede eingereicht. Unter dem Titel „Take your Chance – und schick uns Deine Idee für Meschede“ konnten junge Menschen zwischen 13 und 29 Jahren ihre Ideen für eine attraktive Stadt Meschede einreichen. Das Projekt „Chasing the Sun“, eingereicht von Ilka Schemme, Annalena Wolff, Jana Nonnweiler, Annabel Beste und Anna Wiese, wurde mit dem Umsetzungspreis gekürt. Bei diesem wurden mit Hilfe der ITH Schraubtechnik GmbH von der Gewinnergruppe vorgeschlagene drehbare Sonnenliegen mit einem öffentlichen Bücherschrank errichtet. Eine alte Telefonzelle dient allen Interessierten als Bücher-Leih-Station direkt an der Ruhr. Entweder, um direkt vor Ort zu schmökern oder um Bücher zu tauschen und an einem anderen Lieblingsort zu genießen. So designten die jungen Bürgerinnen einen der beliebtesten Plätze in der Innenstadt für alle Generationen.

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drehba Sonnen re liegen 34


Mescheder Wasser an der Ruhr-Promenade Im Rahmen des REGIONALE-Projektes wissen.wasser.wandel @meschede.de bekam Meschede seinen ersten Trinkwasserbrunnen. Die engagierte Ehrenamtsgruppe „Mescheder Trinkwasser“ setzte diesen in Kooperation mit Stadt und dem Wasserversorger „Hochsauerlandwasser GmbH“ um.

Er ist Bestandteil des neu geschaffenen Platzes vor der Ruhrbrücke unmittelbar am RuhrtalRadweg. Dort kann jeder kostenlos seinen Durst mit bestem Mescheder Leitungswasser stillen.

Mescheder Trinkwasser >>

Ehrenamtsgruppe der Mescheder Stadtgespräche

„Mescheder Wasser genießen - und das mit allen Sinnen: Dank Henne-Boulevard und Ruhr-Promenade ist unsere Stadt plötzlich viel attraktiver, hat sogar Flair. Dass dazu mitten in Meschede der erste Trinkwasserbrunnen für Erfrischung sorgt, ist für uns das Tüpfelchen auf dem I.“

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Henne-Öffn ung & Umgestalt ung Winzig er Platz Gesamtkos ten 3.524.00 Förderung 0€ ohne Sanie rung der Br

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70 % Städte bauförderu ng + 90 % EG W asserahmen richtl. + 80 % ÖPNV

Winziger Platz Im Rahmen der Vorbereitungen zur REGIONALE 2013 wurde die Entscheidung getroffen, die Henne weitgehend freizulegen. Damit konnte die dringend notwendige Sanierung des Betondeckels eingespart werden, die durch die hohe Verkehrsbelastung der letzten Jahrzehnte unumgänglich geworden war. Das Landschaftsarchitekturbüro Atelier Loidl ging 2010 als erster Preisträger aus dem freiraumplanerischen Wettbewerb zur Umgestaltung des Winziger Platzes hervor. Bevor der Hennedeckel im Sommer 2012 entfernt werden konnte, mussten zur Stabilisierung der westlichen Mauer über 50 Bohrpfähle eingebracht und mit der Bruchsteinmauer über eine Betonkonstruktion verbunden werden. Im weiteren Verlauf wurde der obere Teil der Mauer im Stil der ursprünglichen Bruchsteinmauer ergänzt. Auf der Ostseite der Henne wurde eine großzügige Freitreppe – die Hennestiege – angelegt, sodass Fußgänger nun direkt ans Wasser gelangen und den neuen Fußweg auf Ebene des Flussbettes nutzen können. Das auf 7,50 Meter verengte Flussbett wurde durch Anpflanzungen und fest verankerte Holzstämme ökologisch umgestaltet. Parallel zur Öffnung der Henne wurde der gesamte Straßenraum im Jahr 2013 neu geordnet. Durch die Fahrbahnverengung entstand Raum für einen Parkstreifen sowie eine Baumreihe. Die Bäume, die Ufermauern und die Unterseite des Balkons werden in der Dunkelheit durch eine anspruchsvolle Lichtinstallation in Szene gesetzt. 36

Eröffnung am 16. AUgust 2013


Vorher

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Candle-light-Lounge Während des Sparkassen InnenstadtDinners 2013 - dem kulinarischen Mescheder SommerHighlight - verloste der Veranstalter VIP-Plätze zu einem romantischen Menü direkt an der frisch geöffneten Henne. Genuss direkt am Wasser in gemütlicher Atmosphäre.

Meschede aus Eis Ein Highlight im Programm des Weihnachtsmarktes 2013 war ein professioneller Eiskünstler, der Meschede aus Eisblöcken zum Leben erweckte. Als ideale Präsentationsfläche für das künstlerische Stück wurde die Hennestiege gewählt.

ler Eiskünst FlashWichteln „Wir bringen Menschen zusammen“ unter diesem Motto nutzte eine Gruppe der Mescheder Stadtgespräche die Hennestiege als Ort für das erste Mescheder Flashwichteln im Jahr 2014. 38


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Die offizielle Eröffnung des Henneparks wurde 2013 mit einem großen Kinderspielfest gefeiert. Die neugestalteten Flächen konnten so der Öffentlichkeit präsentiert werden. Das Fest zum HenneErleben und HenneErfahren wurde auf den Flächen hinter dem Mescheder Kreishaus bis zur Schule unter dem Regenbogen veranstaltet und von zahlreichen Mescheder Institutionen und Vereinen unterstützt. €

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Hennepark Eine der wesentlichen Stationen im Verlauf des Henne-Boulevards ist der Hennepark am Kreishaus des Hochsauerlandkreises 1 . Die Freifläche bildet die Schnittstelle zwischen dicht bebauter Innenstadt und dem landschaftlich geprägten Abschnitt bis zum Hennedamm. Bereits im Rahmen der Kreativwoche im November 2009 wurde der Begriff der Henne-Landschaft als Raum besonderer Orte geprägt. Die Leitidee, den Verlauf der Henne mit vielfältigen begleitenden Angeboten anzureichern und damit anziehend und attraktiv zu gestalten, war eines der wichtigsten Ergebnisse des Beteiligungsprozesses. Die zum Teil ungenutzte Freifläche östlich des Kreishauses sollte zu einem Freizeit- und Erholungsraum mit parkartigem Charakter umgestaltet werden. Um dieses Planungsziel bestmöglich umzusetzen, wurde im Frühjahr 2010 ein freiraumplanerischer Wettbewerb durchgeführt, welchen das Büro KuBuS freiraumplanung für sich entscheiden konnte. Für die Entwurfsidee war vor allem der behutsame Umgang mit dem vorhandenen Bestand prägend. Neben dem Erhalt eines Großteils der Bäume wurden auch die beiden bestehenden Teiche in die Gestaltung integriert. Der gesamte Park ist nunmehr von beiden Seiten durch Fußwege erschlossen, welche in der Mitte eine natürliche Parkanlage bilden. Diese wird vom dynamischen und naturnahen Verlauf der Henne durchflossen. Die beiden Boulevard-Bögen erschließen auf beiden Seiten der Henne unterschiedliche Landschaftsräume mit indivi40

dueller freiraumplanerischer Ausprägung. Der westliche Boulevard-Bogen steht in direktem Kontakt zur Henne und führt durch den intensiv gestalteten Teil des Henneparks. Der flach ausgebildete Uferbereich ermöglicht es den Besuchern an den Fluss heranzutreten und auf Tuchfühlung mit dem Element Wasser zu gehen. Der östliche Boulevard-Bogen dagegen behält einen möglichst großen Abstand zur Henne und erschließt den extensiven Teil des Parks. Durch verschiedene Gestaltungs- und Spielelemente wird die Aufenthaltsqualität innerhalb des Henneparks für die Besucher weiter gestärkt. Spiel- und Klettergeräte 2 , ein grünes Klassenzimmer sowie die neue Boulebahn 3 sorgen für Abwechslung. Mit Schmiedearbeiten der Abtei Königsmünster – den sogenannten Schilfkobolden 4 – wurden zusätzliche Kunstwerke installiert, welche dem öffentlichen Raum eine eigene Note geben. Im Ergebnis wurde mit dem Hennepark am Kreishaus nicht nur ein attraktiver Erholungsraum geschaffen, sondern durch die Entfesselung des begradigten Flusslaufs sowie dem Rückbau der Ufer- und Sohlbefestigung ein Beitrag zur ökologischen Aufwertung des Flusses geleistet.


Innenstadt

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Jüdischer Friedhof Der Jüdische Friedhof Meschede 5 an der Beringhauser Straße umfasst eine Fläche von ca. 2.750 m2. Der Friedhof war die letzte Ruhestätte für alle jüdischen Familien aus dem ehemaligen Synagogenbezirk Meschede. 4

Auf dem Friedhof sind 46 erkennbare Grabstätten zu finden. 39 Gräber tragen persönliche Angaben. Auf den übrigen Gräbern fehlen diese. Das älteste Grab ist datiert aus dem Jahr 1851. Die letzte Beisetzung fand 1938 statt.

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Hennesee

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Im Rahmen der Neugestaltung des Henneparks wurde ein zusätzlicher Zugang zum Friedhof geschaffen. So konnte dieser historische Ort ein Stück weit in das Bewusstsein der Menschen zurückgeholt werden. Zwei Informationstafeln weisen am Zugang zudem zum Friedhof auf die Spuren jüdischen Lebens in Meschede hin. 41


Henne in Flammen Die Mescheder St. GeorgSchützenbruderschaft veranstaltet jeweils am 30. April mit „Henne in Flammen“ ein Lichter-Spektakel im Hennepark am Kreishaus, um „in den Mai zu tanzen“. Die Veranstaltung verleiht dem neugestalteten Hennepark durch künstlerische Lichtinstallationen eine besondere Atmosphäre, die viele Besucher anlockt.

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Gespräche am See Zum gegenseitigen Informationsaustausch hatten im Jahr 2014 alle Akteure des Kooperationsprojektes „SauerlandSeen“ die Möglichkeit ihre Projektideen den anderen Seen vorzustellen und den Fortschritt an ihren Baustellen zu präsentieren. So kamen im September 2014 zahlreiche Projektbeteiligte, Bürger und Interessierte an den Hennesee, um sich selbst ein Bild über die Projektbausteine zu machen. Dabei gab es ausführliche Informationen zu den unterschiedlichen Baustellenabschnitten. Die imposante Himmelstreppe, die Bauarbeiten zur Umgestaltung und Verbreiterung der Dammkrone sowie der Henne-Boulevard zwischen Dammkrone und Schiffsanleger waren Stationen des Rundgangs. Zum Abschluss der Veranstaltung konnten die REGIONALE-Projekte noch im Rahmen einer kleinen Bootstour von der Seeseite in Augenschein genommen werden.

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Schule unter dem Regenbogen Mit der Schule unter dem Regenbogen wurden im Jahr 2012 zwei innerstädtische Grundschulen zusammengeführt und in einem neuen Schulkomplex auf dem Gelände der ehemaligen Emhildisgrundschule untergebracht. Das architektonische Konzept des Planungsbüros Klein und Neubürger aus Bochum berücksichtigt in besonderem Maße die zunehmende Heterogenität der Kinder, den inklusiven Gedanken sowie die Ausrichtung als offene Ganztagsschule. Die Gruppenräume zwischen den Klassenräumen sowie die Lehrerteamräume orientieren sich an aktuellen pädagogischen Ansprüchen. Zusätzliche Nutzungen sind das zentrale Forum, die Mensa sowie Fachklassenräume. Die ebenfalls neu gestalteten Außenanlagen der Schule beziehen den Henne-Boulevard mit ein und bieten mit der Spielzone weitere Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten. Der Pausenhof ist bewusst als öffentlicher Raum konzipiert und richtet sich neben seiner Funktion als Bestandteil des HenneBoulevards an Kinder im Grundschulalter. Neben den zahlreichen Spielgeräten wurde auch das Thema Wasser mit in die Konzeption der Außenanlagen integriert. Da die Schule aus Hochwasserschutzaspekten auf einem Plateau errichtet wurde, ließ sich der Flusslauf der Henne nicht unmittelbar in die Spielzone integrieren. Um dennoch das 44

Wasser für Kinder erlebbar zu machen, hat sich das Büro wbp Landschaftsarchitekten aus Bochum, welches für die Freianlagenplanung rund um die Grundschule verantwortlich war, ein besonderes Highlight überlegt. Mittels einer WippSaug-Pumpe können Kinder durch Muskelkraft Wasser aus der Henne auf den Schulhof pumpen. Das durch die Pumpe angesaugte Wasser plätschert anschließend entlang eines Wasserspielbandes über die Spielzone bis zu einer Auslaufstelle und von dort wieder zurück in die Henne.

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Renaturierung der Henne in der Henne-Landschaft Der Lauf der Henne wurde in den letzten hundert Jahren intensiv begradigt und insbesondere im städtisch geprägten Abschnitt zwischen Hennedamm und Mündung in die Ruhr als technisches Bauwerk mit Trapezprofil ausgebaut. Da der Wasserzufluss der Henne durch die Grundablässe der Hennetalsperre gesteuert wird, konnten aufgrund dieser Regulierungsfunktion des Flusses nur Teilaspekte eines idealtypischen Gewässerzustandes für Renaturierungsmaßnahmen in Betracht gezogen werden. Gleichwohl bestand im Zuge der REGIONALE 2013 die Absicht für Teilabschnitte der Henne ein verbessertes gewässerökologisches Potenzial zu erreichen und als Bestandteil des Henne-Boulevards so naturnah wie möglich zu gestalten. Auf Grundlage eines 2011 fertiggestellten Gewässerentwicklungskonzeptes wurden Entwicklungspotenziale für einzelne Korridore entlang der gesamten Henne erarbeitet. Unterhalb der Talsperre befindet sich zwischen dem Gewerbegebiet und der Schule unter dem Regenbogen der ökologisch interessanteste Abschnitt, da hier die vorhandenen Strukturen beste Voraussetzungen für eine naturnahe Umgestaltung des Flussbettes boten.

Nach Planungen des Büros Wolfgang Klein aus Warstein wurde eine deutliche Aufweitung des Flussbettes sowie eine Laufverlängerung durch aufeinanderfolgende Flussmäander erreicht. Durch die Integration von Kiesbänken und TotholzElementen (Initialmaßnahmen) wurde eine eigendynamische Entwicklung des Gewässers durch die Differenzierung der Strömung und der Sedimentation unterstützt. Da es sich bei der gesamten Maßnahme um einen Beitrag zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie handelt, welche vor allem die Durchgängigkeit des Flusslaufes und dessen Rückführung in einen naturnahen Gesamtzustand zum Ziel hat, wurde die Baumaßnahme im Zuge der Gewässerförderung mit 90 % bezuschusst. Die Henne-Landschaft ist heute ein wesentlicher Bestandteil des Henne-Boulevards.

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Himmelstreppe 333 Stufen, 55 Höhenmeter und bis zu 43°Steigung! Das sind die Rahmendaten, welche die Himmelstreppe am Staudamm des Hennesees knapp, aber beeindruckend beschreiben. Die Idee einer direkten Aufstiegsmöglichkeit vom Dammfuß bis hinauf zur Dammkrone wurde bereits auf der Kreativwoche im Herbst 2009 geboren. Im Rahmen eines 2011 durchgeführten Werkstattverfahrens, an dem drei Planungsbüros teilnahmen, wurde dieser Ansatz vertieft. Das Büro lpb aus Dortmund, welches als Gewinner aus dem Verfahren hervorging, integrierte die Idee der Himmelstreppe schließlich in ihrem Gesamtentwurf zur Umgestaltung des nördlichen Hennesees. Nach Fertigstellung der Aussichtsplattform auf der Dammkrone wurde die Himmelstreppe als erster Baustein des Kooperationsprojektes „Sauerland-Seen/Hennesee“ im September 2014 freigegeben. Das imposante Bauwerk bildet eines der Highlights entlang des Henne-Boulevards und wird, insbesondere durch die Handlaufbeleuchtung, von weither wahrgenommen. Die Konstruktion der Treppe setzt sich durch ihre rustikale Stahloptik bewusst von der grünen Flanke des Damms ab und bildet einen spannenden Baustein innerhalb des Landschaftsraums am nördlichen Hennesee.

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Hennedamm mit Aussichtsplattform Der Bau des Hennedamms in seiner heutigen Form wurde im Jahr 1955 abgeschlossen. Die Ausgestaltung sowie die Abmessungen der Dammkrone wurden seitdem nicht wesentlich verändert. Obwohl es sich bei dem Hennesee und somit auch bei dem Staudamm vor allem um ein technisches Bauwerk handelt, hatte der See immer die Funktion eines beliebten Naherholungs- und Freizeitziels. Diese Aufgabe soll er auch in Zukunft wahrnehmen und sich dabei an den heutigen Anforderungen an moderne Freizeitansprüche orientieren. Mit Veranstaltungen wie dem HenneSeefest, dem ITH-Hennesee-Triathlon und dem 2015 durchgeführten HenneOpenAir im Rahmen der Veranstaltung HenneErleben wird deutlich, dass der See als Kulisse für eine Vielzahl an Events besonders beliebt ist. Die umgestaltete und verbreiterte Dammkrone präsentiert sich heute als freie Fläche, die genügend Raum für Veranstaltungen als auch für Touristen und Besucher bietet. In der Mitte der Dammkrone wurde die nutzbare Fläche von 6 auf über 10 Meter verbreitert. Die Erlebbarkeit der Talsperre von der Dammkrone aus wurde u.a. durch die offene Ausgestaltung des seeseitigen Geländers deutlich herausgearbeitet. Als unverwechselbares Gestaltungsmerkmal finden sich Fischmotive sowohl auf der Asphaltoberfläche als auch in der Formgebung der Heckenelemente wieder. In die locker verteilten Hecken sind Bänke als Sitzgelegenheiten integriert, welche 50

-Ziel 2

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Umgestaltung der Dammkrone Gesamtkosten 49 5.000 € 80 % RWP NRW +

EU-Ziel 2

einen geschützten Platz zum Verweilen bieten und einen unverstellten Blick auf den See ermöglichen. Lichtstelen betonen den Verlauf der Dammkrone und sorgen neben der gestalterischen Aufwertung für die notwendige Beleuchtung. Für schwindelfreie Besucher bietet die Aussichtsplattform in der Mitte der Dammkrone ein besonderes Erlebnis. Die Konstruktion ragt als prägnante Landmarke landseitig 7,50 Meter über die Dammkrone hinaus und ermöglicht einen spektakulären Blick in Richtung der Mescheder Innenstadt. Als oberer Abschluss der Himmelstreppe wird die Aussichtsplattform ebenfalls durch eine Handlaufbeleuchtung in Szene gesetzt und bildet im wahrsten Sinne des Wortes ein weiteres Highlight am Henne-Boulevard.

HenneErleben Die offizielle Abschlussveranstaltung aller REGIONALE-Projekte in Meschede von der Innenstadt bis zum Hennesee mit Eröffnung der Dammkrone, der Himmelstreppe sowie des Henne-Boulevards entlang der Wasserkante fand an vier Tagen im Frühjahr 2015 statt.

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Weiterführung des HenneBoulevards als Wegeverbindung zwischen Hennedamm und Schiffsanlegestelle

weit auskragender Balkon spektakuläre Eindrücke frei schwebend über der Wasseroberfläche. Ein Großteil der konstruktiven Elemente des Balkons verwendet ebenfalls die rustikale Stahl-Optik der Himmelstreppe, sodass sich ein abgestimmtes Gesamterscheinungsbild ergibt.

Die Fortsetzung des HenneBoulevards zwischen HenneBoulevard damm und Schiffsanlegestelle Die Abbruchkante des Steinbruchs erkante ist als naturnaher Weg konzian der Wass wird nachts über Strahler illuminiert, piert, dessen Verlauf der bewelche am Aussichtsbalkon befestigt stehenden Topographie folgt sind. In Kombination mit der Beleuchund sich in den vorhandenen tung des neuen Weges wird so die nördliche Uferlinie insbeBaumbestand am Nordufer einfügt. Die neue Wegeverbinsondere bei Nacht ins rechte Licht gerückt. dung entlang der Uferkante erlaubt es erstmals die beiden Besucherschwerpunkte Dammkrone und Schiffsanleger auf Ein zweiter Balkon, welcher als Felsschüttung angelegt wurkürzestem Weg zu erreichen. Der lange Umweg über die de, befindet sich weiter westlich im Bereich der SchiffsanleBesucherparkplätze oberhalb des Hennesees entfällt. Die Ergestelle. Von hier ergeben sich attraktive Blickbeziehungen gänzung des Henne-Boulevards stellt an dieser Stelle einen zwischen Hennedamm, Berghauser Badebucht und dem gewichtigen Lückenschluss in der bestehenden Wegeinfragenüberliegenden Ufer. struktur am Hennesee dar. Der gesamte Abschnitt ist über Rampen barrierefrei ausgestaltet und somit ebenso für Menschen mit Handicap gut nutzbar. Durch die neue Beleuchtung mit Pollerleuchten und die ebenen Asphaltoberflächen kann der Weg bei Dunkelheit gefahrlos genutzt werden. Oberhalb der Abbruchkante eines ehemaligen Steinbruchs ermöglicht ein ca. 3,50 Meter 52

Erweiterung des Henne-Boulevar ds Gesamtkosten 50 0.000 € 80 % RWP NRW +

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Schiffsanlegestelle Kein See ohne Schiff! Das gilt für jeden der fünf „SauerlandSeen“ und natürlich auch für den Hennesee. Neben dem Hennedamm und der Berghauser Badebucht ist die Schiffsanlegestelle eine der wichtigsten Anlaufpunkte für Besucher. Vor dem Hintergrund, dass auch die Schiffsanlegestelle in den Verlauf des Henne-Boulevards eingebunden werden sollte, sollte hier die Attraktivität für Gäste ausgebaut werden. Ein Schwerpunkt bei der Umgestaltung lag auf der barrierefreien Erreichbarkeit des Anlegers. So besteht heute die Möglichkeit den Bereich mit dem PKW oder Kleinbus über eine Zufahrtsrampe anzufahren und das Fahrzeug direkt am Ufer der Anlegebucht auf den neu hergestellten Behindertenstellplätzen zu parken. Um die Schrankenanlage vor der Zufahrtsrampe betätigen zu können, ist ein sogenannter Euro-Schlüssel notwendig. Nähere Informationen zum Euro-Schlüssel können der nebenstehenden Info-Box entnommen werden. Mit der neuen Vesperstation am Anleger wurde ein zusätzliches Ausstattungselement installiert, welches den Gästen der Personenschifffahrt die Wartezeit auf das Schiff erleichtert oder einfach nur zum Verweilen am See einlädt. Ein Spielpunkt mit Kletterturm und Rutsche sowie weitere kleine Spielgeräte sorgen für zusätzliche Aufenthaltsqualität an diesem Besucherschwerpunkt.

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Kunst-Insel Ob öffentliche Räume funktionieren und akzeptiert werden, hängt im Wesentlichen von den Nutzungen ab, die in ihnen stattfinden. Im Rahmen des Gesamtentwurfs für den nördlichen Hennesee wurde ein Ort entwickelt, welcher Raum für Kunst und Kultur bereitstellen soll. Neben den Flächen auf der Dammkrone und an der Berghauser Badebucht, welche für größere Veranstaltungen geeignet sind, soll mit der Kunst-Insel dem Thema Kunst und Kultur im kleineren Maßstab eine zusätzliche Bühne gegeben werden. Dabei steht die Idee der Kunst-Insel nicht für eine tatsächliche Insel, sondern sinnbildlich für einen Ort, der die „Bespielung“ sowohl mit darstellender Kunst (z.B. Konzert, Lesung) als auch mit temporären Ausstellungen ermöglicht. Die Kunst-Insel liegt im Abschnitt des Henne-Boulevards zwischen Schiffsanlegestelle und Berghauser Badebucht und befindet sich in unmittelbarer Lauflage für Besucher. Der Standort profitiert von der prominenten Südlage im Bereich einer markanten Felsnase am Ufer. Mit moderaten Umgestaltungsmaßnahmen wie der Rücknahme der Uferrandbepflanzung wurde diese attraktive Lage weiter herausgearbeitet. Das hanglagige Gelände konnte über große Wasserbausteine abgetreppt werden, um so waagerechte Ebenen zu schaffen, welche sowohl für das Publikum als auch für Künstler und Aussteller nutzbar 54

sind. Die Verwendung gebrochener Natursteine orientiert sich gestalterisch am felsigen Uferbereich. Die wegbegleitenden Wiesenflächen stellen großzügige Aufenthaltsbereiche zum Verweilen dar und können bei Veranstaltungen an der Kunst-Insel als Zuschauerbereiche genutzt werden. Der lockere Baumbestand spendet den Besuchern im Sommer Schatten und sorgt für einen hainartigen Charakter, ohne die Sicht auf den See zu verstellen. Zusätzlich wurden Pollerleuchten installiert, um auch in der Dunkelheit den Henne-Boulevard zwischen Berghauser Badebucht und Schiffsanlegestelle problemlos begehen zu können. Nun gilt es, die einzigartige Kulisse des Hennesees zu nutzen und die Kunst-Insel mit kreativen Ideen in Szene zu setzen.

Kunst-Insel Gesamtkosten 57 .000 € 80 % RWP NRW +

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3. Weitere Projekte der REGIONALE 2013 in Meschede Historischer Ortskern Eversberg Bürgerschaftliches Engagement wird unter den Eversbergern seit jeher groß geschrieben. Mit den Projekten „Markes Haus“ und Marktplatz haben sie nun ihr Meisterstück abgeliefert. Das 2004 vom Verfall bedrohte Baudenkmal „Markes Haus“ wurde in jahrelanger Gemeinschaftsarbeit saniert und wird dem historischen Ortskern Eversberg als Kultur- und Bürgerzentrum neue Perspektiven eröffnen. Der in 2013 umgestaltete historische Marktplatz bietet dabei eine optimale städtebauliche Einbettung.

Markes Haus Das Baudenkmal „Markes Haus“ am Marktplatz beherbergte bis 1984 den „Gasthof Hengesbach“. Nach einem gescheiterten Umbau lag das Objekt fast zwei Jahrzehnte brach. Das denkmalgeschützte Kerngebäude verfiel zunehmend, konnte jedoch durch Sicherungsmaßnahmen in 1999 und 2003 vor dem Einsturz bewahrt werden. In der Hoffnung, an diesem für den historischen Ortskern herausragenden Platz etwas Neues und Nachhaltiges für Eversberg zu schaffen, ergriff der Verein „Bergstadt Eversberg e.V.“ 56

Markes Haus REGIO NALE 2013 Gesamtkosten 90 0.000 € 70 % Städtebaulic her Denkmalschutz „Initiative ergreifen “

2004 die Initiative und kaufte das Objekt. Von der neu gegründeten Bergstadt Eversberg gGmbH wurden umgehend erste Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt. Hierdurch konnte die Gaststätte „Zum grünen Fuchs“ im neueren Gebäudeteil öffnen. Zudem zog 2005 die Künstlervereinigung „Villa KünstlerBunt e.V.“ als neuer Nutzer in den renovierten „Alten Saal“ ein. In 2006/2007 wurde von den Projektinitiatoren ein Sanierungs- und Betreiberkonzept entwickelt, das zum Ziel hatte einen zentralen Ort für bürgerschaftliches und kulturelles Leben in Eversberg zu schaffen. Hierauf aufbauend wurden die für die erste Sanierungsphase notwendigen Städtebauförderungsmittel vom Land NRW und Mittel der NRW-Stiftung gewährt. Ab 2008 konnten dadurch die zwingend notwendigen Sanierungsarbeiten an Dach und Fassade durchgeführt werden. Um den dauerhaften Betrieb des Baudenkmals zu ermöglichen, wurde unter Federführung des Büros startklar.projekt. kommunikation aus Dortmund ab Ende 2009 ein Beratungsund Qualifizierungsprozess für das Förderprogramm „Initiative ergreifen“ durchgeführt.


Bergstadt mit historischem Ortskern

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Marktplatz Gesamtkosten 22 5.000 € 70 % Städtebaulic her Denkmalschutz

Anfang 2010 begann der Qualifizierungsprozess für das Projekt „Märkte in Südwestfalen - Miteinander Handeln“ im Zuge der REGIONALE 2013. Beide Prozesse befruchteten sich in hohem Maße, sodass die erwünschte Förderung für die zweite Sanierungsphase bewilligt und das Projekt zum Bestandteil des REGIONALE-Prozesses wurde. Die Maßnahme konnte im August 2013 weitestgehend abgeschlossen werden.

HartwittenMarkt Der HartwittenMarkt fand im September 2013 erstmalig statt und bildete zusammen mit dem „Markt der Historischen Stadtkerne“ den Rahmen für die offizielle Eröffnung von „Markes Haus“ und den umgestalteten Marktplatz.

Durch den Gesamtprozess und die zweite Phase der Städtebauförderung konnte ebenfalls der historische Marktplatz in 2013 realisiert werden. Mit seiner qualitätvollen Neugestaltung bietet er sowohl für die gestalterische Einbettung des Projektes „Markes Haus“ und das angrenzende bauliche Ensemble einen attraktiven Rahmen als auch einen flexibel nutzbaren Raum für vielfältige Veranstaltungen.

Die Veranstaltung fand unter dem Motto „Alles rund um die Kartoffel“ statt. An verschiedenen Ständen wurden Kartoffelspeisen sowie durch die Villa KünstlerBunt für Kinder eine große Kartoffeldruck-Aktion angeboten. Ein besonderes Highlight war eine Live-Koch-Show, bei der das regional beste Kartoffelrezept gesucht wurde. Die dort auftretenden Köche haben sich in einem Bewerbungsverfahren durchgesetzt und stellten sich auf einer Außenbühne einer qualifizierten Jury bestehend aus Pater Werner (Abtei Königsmünster), Olaf Baumeister (Seegarten) und Engelbert Beule (Küchenchef Welcome Hotels).

Begrenzt von „Markes Haus“, dem alten Rathaus und weiteren Baudenkmälern wurde der Mittelpunkt des historischen Ortskernes Eversberg durch die Umgestaltung des Marktplatzes deutlich aufgewertet und bietet neue Perspektiven.

Ergänzt wurde der Markt durch den „Markt der Historischen Stadtkerne in Südwestfalen“ . Nach der Auftaktveranstaltung im Rahmen der Schmallenberger Woche im August 2012 hat der Markt 2013 und 2014 in neun Städten gastiert.

Historischer Marktplatz

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Kreismusikschule und Volkshochschule des Hochsauerlandkreises (ehemalige Martin-Luther-Grundschule) Ein Haus mit Geschichte – vor allem aber mit viel Zukunft. Das Gebäude der ehemaligen Martin-Luther-Grundschule in der Mescheder Innenstadt wurde im Rahmen der REGIONALE 2013 zu einem gemeinsam genutzten Standort der Kreismusikschule und der Volkshochschule des Hochsauerlandkreises umgebaut. An diesem wurden viele Unterrichts- und Kursräume sowie die Büros der beiden Einrichtungen in einem zentrumsnahen und verkehrsgünstig gelegenen Gebäude zusammengelegt. Die frühere Grundschule ist damit ein Eckpfeiler des „kulturellen Dreiecks Innenstadt“ mit Stadthalle und Alter Synagoge. Für eine bestmögliche Nutzung musste die Raumaufteilung im Gebäude verändert werden, die zuvor auf die Belange einer einzügigen Grundschule ausgerichtet war. Eine besondere Herausforderung stellte die akustische Ausrüstung der einzelnen Unterrichtsräume dar.

Die Dachflächen wurden gedämmt und die Dacheindeckung weitgehend erneuert. Von den rund 1.200 m2 Gesamtfläche werden rund 550 durch die Musikschule genutzt, etwa 200 durch die Volkshochschule.

Neu ist zudem die barrierefreie Erschließung, die den Bau einer Aufzugsanlage erforderlich machte. Energetisch wurde das historische Gebäude auf den aktuellen Stand gebracht. Sämtliche Fenster wurden ausgetauscht, der Sonnenschutz

Die Gesamtkosten der Maßnahme betrugen 1,5 Mio. Euro, die zu 70 % aus Städtebauförderungsmitteln des Landes finanziert wurden. Den Eigenanteil teilten sich die Kreis- und Hochschulstadt Meschede und der Hochsauerlandkreis.

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erneuert und ein Wärmedämmverbundsystem auf die Außenwand angebracht.


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Meschede - die Stadt im Flu

Refrain er am Wasser, Meschede war schon imm Kreis, im dt Sta die ist Meschede mit uns die ibt ble und d wir ede sch Me Stadt im Fluss. Wasser, Leben ist schön am klaren is, Kre sem die in ön sch ist Leben – ne Leben an Ruhr und Hen Leben mit Genuss! Felder, Hier gibt’s Bäche, hier gibt’s ur. Nat l vie – hier gibt’s Wiesen Berge – Hier im Land der tausend Sauerland. lder, Wer da radelt durch die Wä r Flu und d Fel ch oder läuft dur schnell hen nsc Me ten net mit uns ist bei bekannt. n– Schöne Dörfer, schöne See , ob bei Regen, Sonnenschein ich zu Haus. bin r hie ne, ja, hier bin ich ger en, Hier will ich zur Schule geh sein, en und Fre mit ich l wil r hie in Vaterhaus. hier in Meschede da ist me nden Ganz viel Industrie im Grü dt, Sta re rundherum um uns in großer Zahl. und Studenten lernen hier en Ja manch einer fühlt von ihn – dt Sta sich sehr wohl in dieser imal. opt t unf Zuk re uns und das ist für Ob in Berge, Calle, Wallen, ob in Visbeck, Grevenstein, in unsrer Stadt. oder auch ganz mittendrin allen, Hier kann’s jedem wohl gef sein, n ste lieb hier möchte ich am bieten hat. zu l vie eil dtt Sta weil ein jeder mhöfer

Text & Musik Friedhelm Bau

Südwestfalen sucht 59 plus X Wasserorte In Berge wurde unter Beteiligung der Luziaschule Berge und dem Verkehrsverein Berge in der Ortsmitte eine moderate Umgestaltungsmaßnahme des Arpebaches durchgeführt. Mit dem Rückbau einer Betonschwelle und der Herstellung einer sogenannten rauen Gleite, wurden deutlich bessere Lebensbedingungen für Fische und andere Lebewesen im Bach geschaffen.

Friedhelm Bau mhöfer mit Mescheder schülern

Zusätzlich wurde die Zugänglichkeit des Bachlaufs von der verbreiterten und neu gestalteten Aufenthaltsfläche verbessert, sodass das Gewässer an dieser Stelle für die Menschen direkt erlebbar wurden. Die vergleichsweise kleine Maßnahme in Berge ist ein gutes Beispiel wie ökologische Gewässerentwicklung und Dorfgestaltung Hand in Hand gehen können. Zudem entwickelte der Leiter der Luziaschule mit seinen Schülern ein Lied, dass den gesamten REGIONALE Prozess begleitet hat. 61


Gesamtvolumen 8.091.500 €

Förderung 5.664.000 €

Städtebauförderung 70% Förderung 1.935.800 € 2.217.500 € tlinie EG Wasserrahmenrich ÖPNV Förderung 90% Förderung inkl. 80% 1.616.000 € 2.020.040 € EU Ziel-2 Förderung gsrderun Regionales Wirtschaftsfö derung För 80% W NR programm 787.500 € z 1.125.000 € hut alsc nkm De er lich bau Städte 70 % Förderung 1.022.801 € ung Maßnahme ohne Förder 10.003.300 € 14.476.841 €

Eigenanteil 2.427.500 € 281.700 € 404.040 €

337.500 € 1.022.801 € 4.473.541 €

VI. Finanzierungsübersicht & Fördermitteleinsatz

Die Umgestaltungsmaßnahmen der REGIONALE 2013 waren für die Kreis- und Hochschulstadt Meschede zweifelsohne ein großer Gewinn! Dieser Gewinn lässt sich heute an zahlreichen Stellen im Mescheder Stadtbild ablesen. Will man den Mehrwert des ganzen REGIONALE 2013 Projektes in Meschede auch in Zahlen auszudrücken, ist das zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nicht so ohne weiteres möglich. Die wirtschaftlichen Effekte bei der Stadtentwicklung zeigen sich in der Regel erst mit einer gewissen Verzögerung. Die Investitionen, welche zur Umsetzung der REGIONALE 2013 in Meschede notwendig waren, können jedoch eindeutig beziffert werden und belegen die finanzielle Kraftanstrengung, welche hinter dem gesamten Vorhaben stand. Ohne die prioritäre Förderung der REGIONALE 2013 wäre der Umfang an Maßnahmenbausteinen in dieser Form nicht umsetzbar gewesen. Insgesamt hatte die REGIONALE 2013 in Meschede ein Gesamtvolumen von 14.476.841 €. Der Eigenanteil, welcher aus städtischen Mitteln bestritten wurde betrug 4.473.541 €. Mit dieser Investition bekundete die Kreis- und Hochschulstadt Meschede den deutlichen Willen sich intensiv an dem 62

Gesamtprojekt zu beteiligen und die eigene städtische Entwicklung aktiv in die Hand zu nehmen. Die Förderung erfolgte als Zuschussfinanzierung aus verschiedenen Fördertöpfen, welche in den Einzelprojekten separat aufgeführt sind.


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VII. Aussichten

„Stillstand ausgeschlossen!“ Man darf durchaus mit Stolz auf das bisher Erreichte zurückblicken. Vieles, was vor einigen Jahren reine „Zukunftsmusik“ war und in vielen Ohren utopisch und vielleicht auch ein bisschen verrückt geklungen haben mag, ist heute Realität. Wer hatte sich wirklich vorstellen können, dass die Henne sichtbar durch die Innenstadt fließt und dass mittlerweile über eine Treppe mit beeindruckenden 333 Stufen die Flanke des Hennedamms erklommen werden kann? Dies sind nur zwei Beispiele von zahlreichen Einzelprojekten, welche in Meschede realisiert wurden. Nicht zu vergessen die Veranstaltungen und Events der REGIONALE 2013, welche vielen Bürgern und Gästen in positiver Erinnerung geblieben sind. Auf die Frage, wie es nach den intensiven Umgestaltungsprozessen der REGIONALE 2013 zukünftig weitergehen soll, ließen sich wahrscheinlich viele Antworten finden. Wobei eines für die Zukunft feststeht: „Stillstand ausgeschlossen!“ Die Anschubfunktion der REGIONALE 2013 soll auch in Meschede genutzt werden, um auf neue Herausforderungen zu reagieren und weitere Handlungsfelder in der gesamtstädtischen Entwicklung zur erschließen. Der demografische Wandel wird in diesem Zusammenhang weiterhin ein Kernthema sein, dem es über innovative und wirkungsvolle 64

Lösungsansätze zu begegnen gilt. Die Kreis- und Hochschulstadt Meschede als Wohn- und Arbeitsstandort attraktiv und lebenswert zu gestalten hat dabei einen hohen Stellenwert. In diesem Zusammenhang sind neben den Entwicklungen in der Kernstadt, wie der Aufwertung der zentralen Einkaufslagen, die Ortsteile und die zugehörigen dörflichen Strukturen in den Blick zu nehmen. Insbesondere das bürgerschaftliche Engagement wird dabei künftig an Bedeutung gewinnen, sodass über Gemeinschaftsprojekte eine städtische Entwicklung gesichert werden kann und der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt wird. Bei der Qualifizierung der Kreis- und Hochschulstadt Meschede als Standort für Erholung und Tourismus sollen die nunmehr gestellten Weichen ebenfalls genutzt werden. Im Rahmen der erprobten interkommunalen Zusammenarbeit sollen bestehende Netzwerke ausgebaut und der regionale Ansatz weiter fortgeführt werden. Denn auch wenn der REGIONALE 2013 Prozess vorbei ist, sollte dies nicht ein Abschluss sein, sondern vielmehr als Startschuss für die zukünftige Entwicklung der Kreis- und Hochschulstadt Meschede verstanden werden. Es bleibt noch viel zu tun!


VIII. DANKE

Was benötigt man um Veränderungen anzustoßen? Kluge Strategien, gute Ideen, überzeugende Argumente oder einfach nur ausreichende finanzielle Mittel? Das alles sind zweifelsohne wichtige Aspekte um einen Prozess dieser Größenordnung ins Rollen zu bringen. Doch viel wichtiger sind die Menschen, die dahinter stehen.

Den politischen Gremien, die Vorstellungskraft und Mut bewiesen haben sich für diesen Weg zu entscheiden!

Es wird deshalb an dieser Stelle denjenigen gedankt, die dazu beigetragen haben, die REGIONALE 2013 in Meschede zu einem Erfolg werden zu lassen:

Und schlussendlich vor allem den Bürgerinnen und Bürgern, die mit ihrer Begeisterungsfähigkeit und ihrem Engagement die REGIONALE 2013 in Meschede mit getragen haben!

Den lokalen Akteuren aus Gesellschaft und Wirtschaft, die mit ihrem Willen zur Veränderung und ihrer Bereitschaft zur Beteiligung den Prozess mit gestaltet haben!

DANKESCHÖN!

Den Beratern, externen Fachleuten und Bauunternehmen, die ihr Know-How und ihren Ideenreichtum zur Verfügung gestellt haben um das Unmögliche möglich zu machen!

Den Vereinen und Verbänden, die sich offen gezeigt haben für neue Ideen und selbst an deren Umsetzung mitgewirkt haben! Den beteiligten Institutionen, Körperschaften und Behörden, die sowohl die Vorbereitung als auch die Durchführung der REGIONALE 2013 mit Ausdauer und Einsatzbereitschaft begleitet haben! 65


Stimmen zur REGIONALE in Meschede

Betriebsgruppenleiter Hennetalsperre | Ruhrverband

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„Durch die Realisierung des Henne-Boulevards wurde im Zuge der REGIONALE 2013 eine sehr ansprechende Verbindung zwischen Kernstadt und dem technischen Bauwerk Hennetalsperre geschaffen. Das betrifft neben den umgestalteten Bereichen in der Kernstadt auch die durchgeführte Fließgewässerrenaturierung entlang der Hennelandschaft. Die Talsperre selbst erfuhr durch verschiedene Maßnahmenbausteine wie die Himmelstreppe oder die barrierefrei ausgestaltete Schiffsanlegestelle ebenfalls eine enorme Attraktivitätssteigerung für Besucher.“

1. Vorsitzender | Werbegemeinschaft „Meschede aktiv“ „Der Umbau der Innenstadt und die baulichen Veränderungen durch die REGIONALE 2013 haben maßgeblich zur Attraktivitätssteigerung beigetragen. Sowohl Einzelhandel, Dienstleister als auch Gastronomen werden in den nächsten Jahren diese Entwicklung positiv spüren. Die Anzeichen für weitere Investitionen aus der Privatwirtschaft werden daraus folgen und den Einzelhandelsstandort Meschede weiter stärken.“

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Andre Wie se


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Stimmen zur REGIONALE in Meschede

1. Vorsitzender | Interessengemeinschaft Mescheder Wirtschaft „Die starke Wirtschaft in Meschede ist darauf angewiesen, Fachkräfte auch von außerhalb zu gewinnen. Dabei spielt eine große Rolle, ob sich der Bewerber/die Bewerberin ein privates Leben mit seiner/ihrer Familie in Meschede vorstellen kann. Die gelungene Neugestaltung der Henne in Meschede trägt dazu bei, externe Kräfte zu überzeugen, dass man in Meschede nicht nur interessante Arbeitsplätze findet, sondern auch gut leben kann.“

Meinolf Ewers

Fachbereichsleiter Planung & Bauordnung | Kreis- und Hochschulstadt Meschede

Klaus W ahle

„Die Projekte der REGIONALE 2013 sind ein gelungenes Beispiel dafür, wie man durch die Integration des Elementes Wasser der Innenstadt ein urbanes Aussehen geben kann. Dies zu erreichen war aber nur möglich, weil Bund, Land und Europäische Union erhebliche Fördermittel bereitgestellt haben. Ohne die Einbindung in die REGIONALE wäre dies nicht möglich gewesen. Die Fokussierung auf das Präsentationsjahr 2013 führte zudem zu einem Ansporn der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung, den beauftragten Fachingenieuren und den meist heimischen Baufirmen, dieses Ziel zu erreichen. Die Anstrengungen haben sich gelohnt.“

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Stimmen zur REGIONALE in Meschede

Therapiezentrum am Hennepark Kurz nach der Eröffnung des Henneparks im Jahre 2013 begannen die Planungen zur Gründung des „Therapiezentrums am Hennepark“. Der Name war schnell klar, weil die Nähe unserer gründerzeitlichen Villa an der Henne einfach passt. Ein schönes Stück Erde inmitten von Meschede mit viel Bewegung und vielen frohen und freundlichen Menschen.

„Arbeitsgemeinschaft Henneöffnung“ Sauer & Sommer l Meyer-Tochtrop l Burmann „Als heimische Bauunternehmen hatten wir natürlich einen besonderen Ehrgeiz die pünktliche und perfekte Fertigstellung aller Baumaßnahmen rund um die Regionale 2013 zu realisieren. Im perfekten Zusammenspiel haben wir als Arbeitsgemeinschaft, gemeinsam mit der Stadt Meschede unsere Heimat ein Stück attraktiver gestaltet. Nicht zuletzt mit ein bisschen Stolz blicken wir heute von der Henneöffnung bis hin zur obersten Stufe der Himmelstreppe und freuen uns, ein großer Teil dieser anspruchsvollen Bauprojekte gewesen zu sein. Wir wünschen allen Gästen und heimischen Familien viel Spaß, schöne Stunden am Wasser unserer Henne und freuen uns auch in Zukunft unsere Stadt mit gestalten zu dürfen.“

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Dirk Lah rmann


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Fotoquellen Bernward Kortenbruck S. 3

KuBuS freiraumplanung S. 39 (Grafik)

Bildarchiv cchugo S. 17 (Bild 1)

Landschaftsarchitekturbüro Atelier Loidl S. 34

Desiree Hötte (Fotomarathon) S. 62

RTG Ruhrtourismus GmbH Rückseite (Bild 3)

Dirk Lahrmann S.47 (Bild 2)

Hans Blossey S. 8 | 26 | 45 | 53

Stadtmarketing Meschede S. 3 | 5 | 6 | 8 (Bild 2 & 3) | 12 | 14 | 16 | 17 (Bild 2 & 3) | 18 | 19 (Bild 1, 2 &3) | 22 (Bild 1) | 23 | 24 | 25 | 27 | 28 (Bild 1 & 2) | 30 | 31 | 32 | 33 | 34 | 35 | 36 | 37 | 38 | 40 | 41 | 42 | 43 | 44 (Bild 2) | 46 | 47 (Bild 1,3 & 4) | 48 | 49 | 50 (Bild 2) | 51 | 52 | 55 (Bild 1 & 3) | 56 | 57 | 58 (Bild 2) | 59 | 66 | 69 | 70 | 71 | 72 | Umschlag Titel | Rückseite (Bild 2 & 4)

Henrike Vollmer (Fotomarathon) S.19

Thomas Wensing & Pascal Kirtz S. 37

Jürgen Bechtloff S. 54 | 55 (Bild 2)

TRILUX GmbH & Co. KG S. 22 (Bild 2) | 50 (Bild 1 & 3) | 61 | 65 Umschlag Rückseite (Bild 1)

Dirk Schröder S.19 (Bild 4 & 5) Frank Becker S. 44 (Bild 1)

KLEIN + NEUBÜRGER / ARCHITEKTEN BDA und wbp GmbH S. 43 Kreis- und Hochschulstadt Meschede S. 29 | 58 (Bild 1)

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Impressum Herausgeber | Redaktion Kreis- und Hochschulstadt Meschede Stephan Rach Franz-Stahlmecke-Platz 2 59872 Meschede >> www.meschede.de Stadtmarketing & Wirtschaftsfรถrderung Meschede Stefanie Schrรถder & Christina Wolff Le-Puy-Str. 6-8 59872 Meschede >> www.stadtmarketing-meschede.de

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Henne-Boulevard

esee e Henn n o r k m Dam Himmels treppe

Südwestfalen - Alles echt! Südwestfalen - Alles echt! Südwestfalen - Alles echt! Südwestfalen - All - Alles echt! Südwestfalen - Alles echt! Südwestfalen - Alles echt! Südwestfalen - Alles echt! Südw


REGIONALE 2013 Südwestfalen