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www.schaumburg-energie.de

Ein Magazin der Schaumburger Nachrichten | November 2013

Heimat erleben


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Editorial

Verbrauch ist gut, Bedarf ist besser Heute investieren, morgen sparen Meistens lohnt es sich Wechseln und sparen

In Wohnräumen sind 20 Grad genug Günstig durch die Heizsaison Wärme aus dem Wald

„Stecker raus“ ist besser als Stand-by Von A bis E

Kälter, länger, voller

Licht und Heimelektronik per iPad steuern Technikverliebte können das iPad komplett in ihr Eigenheim integrieren

Licht

Heizung

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Liebe Leserinnen und Leser. Erinnern Sie sich noch an die Zeit, in der es so aussah, als würde beispielsweise der Strom immer billiger werden? Das war zuletzt Ende der neunziger Jahre der Fall. Auch Heizenergie gab es seinerzeit zu vergleichsweise günstigen Konditionen. Diese Ära ist längst vorbei – möglicherweise sogar endgültig. Denn Heizölpreise, Strompreise und Gaspreise steigen allesamt – und auch Holz als Brennstoff macht hier keine Ausnahme. Die schlechte Nachricht dabei ist: Wir sind vermutlich noch längst nicht am Ende der Preisentwicklung angelangt. Insofern führt an einem Aspekt kein Weg mehr vorbei: Ich meine das Energiesparen. Konkret bedeutet dieser Begriff, eine gewünschte „Leistung“ mit weniger Endenergie – also elektrischem Strom, Brenn- oder Kraftstoffen – zu erreichen. Das kann ein warmer oder heller Wohnraum sein, die Säuberung von Geschirr oder Wäsche, oder auch die Fahrt mit dem Auto von einem Ort zum anderen. Möglicherweise bedeutet Energiesparen hin und wieder aber auch, einfach mal auf eine lieb gewordene Gewohnheit zu verzichten. Prinzipiell können wir überall Energie sparen: im Haushalt und im Straßenverkehr ebenso wie im industriellen und gewerblichen Bereich. Über die eingesparten Kosten zahlt sich das über kurz oder lang aus – und bringt zugleich einen doppelten Nutzen: für die Umwelt und den Geldbeutel. In dieser neuen Ausgabe unseres Magazins „Schaumburg Energieberater“ widmet sich unsere Redaktion einmal mehr verschiedenen Facetten des immer wichtiger werdenden Themas Energiesparen: zum Beispiel den Fragen, wann sich der Austausch älterer Haushaltsgeräte lohnt, wie sehr richtiges Heizverhalten und eine gut gewartete Anlage die Heizkosten beeinflussen, und wie sich beim Wäschewaschen Geld und Energie sparen lässt. Ich würde mich freuen, wenn Sie die eine oder andere Anregung aufnehmen und beim Blick auf Ihre nächste Strom- oder Heizkostenabrechnung sagen können: „Jawoll – es hat sich gelohnt.“ Viel Spaß beim Energiesparen. Arne Frank Verlagsleiter der Schaumburger Nachrichten

Dipl.-Ing. Hartmut Wilkens

Beratender Ingenieur Energieberater INGENIERBÜRO für ENERGIEEINSPARUNG

Zertifikate: KMU, Trinkwasserhygiene, Lichtprüfung Energiepass für Wohn- und Nichtwohngebäude Geförderte „Vor Ort Beratung“ - BAFA EnEV-Nachweise KfW KfW-Energieberatung für Kleine und Mittlere Unternehmen eigenes Nullenergiehaus www.Ihr-energieberater.com Baujahr 1905 Rehrener Straße 22, 31749 Auetal-Rehren  05752/388.

Gebäude Gewerbe Industrie

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Verbrauch ist gut, Bedarf ist besser Achtung, Nebenkosten: Bei Wohnungssuche Energieausweis vorlegen lassen

beeinflusst: Menschen, die wenig Zeit daheim verbringen und daher kaum heizen, verbrauchen weniger als andere, erläutert die dena. Aussagekräftiger ist daher der Bedarfsausweis. Dafür muss ein Experte die Heizung und die Bausubstanz des Hauses unter die Lupe genommen und den Energiebedarf unabhängig vom Nutzerverhalten berechnet haben.

Die Farbskala macht das Lesen des Energieausweises einfach. Wohnungssuchende sollten jedoch darauf achten, ob darin nur der Verbrauch oder aber Foto: dena der tatsächliche Bedarf angegeben ist.

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eizkosten gehen ins Geld. Wer eine neue Wohnung sucht, macht sich besser schlau, was ihn in dieser Hinsicht erwartet. Hilfreich dafür ist der Energieausweis. Hauseigentümer sind rechtlich dazu verpflichtet, den Ausweis bei der Besichtigung vorzulegen. Voraussichtlich ab Mai 2014 müssen die energetischen Kennwerte des betreffenden Gebäudes zudem in Immobilienanzeigen genannt werden. Aber Vorsicht: Den Energieausweis gibt es in zwei Varianten. Der Verbrauchsausweis ist dabei nur bedingt aussagekräftig.

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Um die Höhe der zu erwartenden Heizkosten einschätzen zu können, lassen sich Wohnungssuchende am besten vom Hauseigentümer den Energieausweis des Gebäudes vorlegen. Dabei sollten sie sich nicht von niedrigen Werten im sogenannten Verbrauchsausweis in die Irre führen lassen, betont die Deutsche Energie-Agentur (dena). Denn diese Form des Energieausweises zeige nur den durchschnittlichen Energieverbrauch über einen Zeitraum von drei Jahren an. Dieser werde extrem von den persönlichen Gewohnheiten der Bewohner

Diese Variante des Energieausweises umfasst zwei Werte. Der sogenannte Endenergiebedarf zeigt an, wie viel Wärme zum Beheizen des Hauses erforderlich ist. Am Primärenergiebedarf lässt sich ablesen, wie viel Energie benötigt wurde, um diese Wärme zu erzeugen und zu transportieren. Laut dena enthält grundsätzlich jeder Energieausweis eine einfach abzulesende Farbskala. Eine Markierung im grünen Bereich bedeutet, dass die Nebenkosten eher gering sein dürften. Ist eine Stelle im tiefroten Bereich gekennzeichnet, sind der Energieverbrauch und damit die Kosten wahrscheinlich sehr hoch. Bleibt die Frage, wie die Einstufung des Hauses im Vergleich zu anderen Immobilien zu bewerten ist. Dies beantwortet der Energieausweis mit einer zweiten Farbskala. Auf dieser ist beispielhaft der Energiebedarf anderer Gebäudetypen aufgeführt – zum Beispiel eines nach den aktuellen gesetzlichen Vorschriften gebauten Neubaus oder eines durchschnittlichen Wohnhauses.


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Heute investieren, morgen sparen In Zeiten niedriger Zinsen lohnt sich die energetische Sanierung von Gebäuden

Die energetische Qualität von neuen oder sanierten Wohnhäusern wird von der dena in einem speziell entwickelten Verfahren überprüft und dokumentiert. 

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auseigentümern, die ihr Geld aktuell gewinnbringend anlegen möchten, rät die Deutsche Energie-Agentur (dena), in eine energetische Sanierung zu investieren. Ob selbst bewohntes Haus oder die vermietete Immobilie: Wer den Energieverbrauch durch Dämmung, Fenstertausch oder eine moderne und effiziente Heizungsanlage senke, steigere langfristig den Wert des Gebäudes und sichere auf diese Weise sein Kapital. „Wer sich für eine Sanierung mit dem dena-Gütesiegel Effizienzhaus entscheidet, kann obendrein sicher sein, dass die Maßnahmen höchsten Qualitätsansprüchen genügen“, betont dena-Bereichsleiter Christian Stolte. Das Gütesiegel zeichnet sanierte oder neu gebaute Wohnhäuser aus, die besonders wenig Energie für Heizung und Warmwasser benötigen. Diese energetische Qualität

wird in einem speziell entwickelten Verfahren überprüft und dokumentiert. Insbesondere bei älteren Häusern mit unzureichender Wärmedämmung und betagten Heizungsanlagen liegen die Energiekosten laut Stolte üblicherweise viel höher als bei vergleichbaren Neubauten oder sanierten Gebäuden. Mit einer Komplettsanierung lassen sich seiner Erfahrung nach Energieeinsparungen von bis zu 80 Prozent erzielen. „Wer hier als Eigentümer in die Erhöhung der Energieeffizienz investiert, schont nicht nur die Umwelt, sondern langfristig auch den eigenen Geldbeutel.“ Besonders wirtschaftlich seien solche Investitionen bei ohnehin sanierungsbedürftigen Gebäuden. Dort lägen die durchschnittlichen Mehrkosten zur Einsparung einer Kilowattstunde Wärme-

Foto: pr.

energie meist unter den Kosten, die Hausbesitzer für Heizung und Warmwasser aus Öl oder Gas zahlen müssten. Die dena empfiehlt deshalb, anstehende Sanierungsarbeiten zu nutzen, um die energetische Qualität eines Hauses zu verbessern. „Hierfür stehen attraktive staatliche Fördermittel zur Verfügung“, betont Stolte. Nahezu jedes Bestandsgebäude könne in ein energieeffizientes Haus verwandelt werden. Die Qualität der abgeschlossenen energetischen Sanierung werde dabei durch das dena-Gütesiegel Effizienzhaus dokumentiert. „Wollen Immobilienbesitzer ihr Haus später einmal verkaufen oder vermieten, belegt das Gütesiegel die optimierte Energieeffizienz und dient als wichtiges Verkaufsargument, um einen höheren Preis zu erzielen“, sagt Stolte.

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Meistens lohnt es sich So viel spart der Austausch älterer Haushaltsgeräte

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ie Stromkosten steigen von Jahr zu Jahr. Wer die Zahlungen eindämmen will, muss wohl oder übel investieren. Das sagen jedenfalls Hersteller von Haushaltsgeräten. Aber selbst Energieexperten stimmen zu: Alte Waschmaschinen und Kühlschränke sind Kostenfallen. Haushaltsgeräte sind Energiefresser. Ihr Verbrauch macht ungefähr die Hälfte der Stromrechnung aus. Am meisten schlagen Kühlschränke und Gefriergeräte zu Buche. Deren Anteil an der Rechnung beträgt laut einer Erhebung des Herstellers Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) 21 Prozent. Für Kochen und Backen gehen neun Prozent drauf, sieben Prozent für Waschen und Trocknen. Der Geschirrspüler verbraucht in einem Privathaushalt im Durchschnitt drei Prozent der Energie. Ältere Geräte haben grundsätzlich einen hohen Verbrauch. „17 Prozent aller Hausgeräte in Deutschland sind 14 Jahre und älter“, sagt Volker Klodwig von der BSH-Geschäftsleitung. Die Hersteller haben zuletzt ihren Fokus auf die Energieeffizienz gelegt: Jedes Jahr preisen sie noch verbrauchsärmere Waschmaschinen sowie Koch- und Kühlgeräte an. „Wer sich heute neue Geräte anschafft, kann jährlich mehrere hundert Euro sparen“, sagt Klodwig. Doch was sagen unabhängige Energieexperten? Der Verbrauch eines Kühlschranks hängt unter anderem vom Alter und dessen Größe ab. Für einen Single genügt nach Angaben von Experten ein Fassungsvermögen von 100 bis 140 Liter. Foto: pr. Familien sollten pro Person 50 Liter mehr einkalkulieren.

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Ob Kühlschrank, Waschmaschine und Co. nach 15, zehn oder schon nach fünf Jahren ausgewechselt werden sollten, lasse sich nicht pauschal festlegen, findet Tina Kienzel von der Verbrau-


nergieberater cherzentrale Bayern. „Das hängt immer von der individuellen Nutzung ab.“ In den vergangenen Jahren seien allerdings die Fortschritte bei der Energieeffizienz so gewaltig gewesen, dass ältere Geräte nicht mehr mithalten können. „Bei einem zehn Jahre alten Kühlschrank sollte man auf alle Fälle über einen Neukauf nachdenken“, sagt auch Richard Agerer von der Initiative Energieeffizienz der Deutschen EnergieAgentur (dena). Eine 15 Jahre alte Kühl-Gefrierkombination verbrauche rund 59o Kilowattstunden Strom im Jahr. Ein effektives Neugerät bringe es auf 150 Kilowattstunden und spare damit 116 Euro jährlich, rechnet Herstellervertreter Klodwig vor. Und während ein 15 Jahre alter Wäschetrockner 585 Kilowattstunden im Jahr benötige, komme ein moderner mit gerade einmal 220 Kilowattstunden aus. Das spare 96 Euro pro Jahr.

Wann letztlich der geeignete Zeitpunkt für einen Neukauf ist, können Verbraucher mit Hilfe einer Datenbank der Deutschen Energie-Agentur ermitteln. Auf der Webseite www.topgeraete.de finden sich Informationen zu rund 5000 energieeffizienten Geräten. Dort können das Baujahr und die Größe des aktuellen Geräts eingegeben werden. Im Ergebnis sehen Verbraucher dann auf einen Blick, um wie viel sie ihre Stromkosten mit einem neuen Modell senken können.

Orientierung bietet auch das EU-Label. Es informiert über die Energieeffizienz. Bei Kühl- und Gefriergeräten, Wasch- und Spülmaschinen sowie Wäschetrocknern reicht die Skala von A+++ bis D. Die Klasse A+++ steht für besonders effizient, A++ ist inzwischen nur noch mäßig. Geräte mit A+ oder A sollte man laut Kienzel bereits meiden.

teil: „Da Geräte mit A+++ recht neu am Markt sind, sind sie teilweise noch vergleichsweise teuer in der Anschaffung“, so Agerer. Hier sollte nach Darstellung des Experten die Stromkostenersparnis mit den Mehrkosten beim Kauf verglichen werden. „Es kann nämlich passieren, dass sich die Kosten während ihrer durchschnittlichen Lebensdauer nicht ganz amortisieren.“

Die dena empfiehlt, möglichst Neugeräte der besten Klasse zu kaufen. Ein Nach-

Kienzel empfiehlt Käufern, sich über ihre persönlichen Bedürfnisse klar zu werden: „Beim Kühlschrank muss es zum Beispiel nicht immer das größte Modell sein“, sagt die Expertin. Immerhin würde der Stromverbrauch pro 100 Liter Nutzungsvolumen um 20 Prozent steigen. „Für einen Single genügen 100 bis 140 Liter, Familien sollten pro Person 50 Liter einkalkulieren.“

Haushaltsgeräte verbrauchen viel Strom – auch Spülmaschinen. Insbesondere ältere Geräte sind Energiefresser.

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Wechseln und sparen So finden Verbraucher günstige Stromanbieter

Energiepreise kennen seit Jahren fast nur eine Richtung: Sie steigen. Kunden sind diesem Trend aber nicht machtlos ausgeliefert. Mit einem Anbieterwechsel können sie ihre Stromrechnung deutlich senken. Hier die Antworten auf wichtige Fragen: Wo findet man günstige Versorger?

Wieviel Geld können Kunden durch einen Wechsel sparen?

Wie funktioniert ein Anbieterwechsel?

Was tun, wenn es Probleme gibt?

Ein Vergleich im Internet ist die einfachste Möglichkeit, einen günstigen Versorger zu finden. Wer seinen letzten Jahresverbrauch und die Postleitzahl eingibt, bekommt laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen entsprechende Vorschläge. Wichtig zu wissen: Viele Tarifrechner arbeiten auf Basis von Vermittlungsprovisionen. Sie übernehmen außerdem keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben. Daher sollten Kunden die Tarifangaben mit denen auf der Internetseite des Anbieters vergleichen.

Derzeit zahlt ein Haushalt bei einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden Strom nach Angaben des Vergleichsportals Verivox in der Grundversorgung im Durchschnitt 1111 Euro. Der günstigste verfügbare Tarif liegt bei durchschnittlich 800 Euro.

Der eigentliche Wechsel ist denkbar einfach: Kunden müssen nur die Unterlagen des neuen Anbieters ausfüllen. Dieser übernimmt dann in der Regel auch die fristgerechte Kündigung des bestehenden Vertrags. Verbraucher sollten allerdings sicherheitshalber den Zählerstand am Wechseltag notieren.

Gibt es Probleme mit dem Energieversorger, können sich Kunden an die Schlichtungsstelle Energie wenden. Das Verfahren ist kostenlos. Beschwerden können auf dem Postweg, per Fax oder im Internet an die Schlichtungsstelle gerichtet werden.

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Auch der Wechsel zu einem Ökostromanbieter kann sich bezahlt machen: Nach Angaben des Vergleichsportals Toptarif zahlen Kunden bei einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden in der Grundversorgung derzeit fast 1100 Euro. Für den günstigsten Ökostromtarif werden nur rund 900 Euro fällig.

Impressum Energieberater Eine Verlagsbeilage der Schaumburger Nachrichten Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Vornhäger Straße 44, 31655 Stadthagen Redaktion: Uwe Graells (verantwortlich) Holger Buhre Produktion: Vera Elze Anzeigen: Arne Frank (verantwortlich)


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In Wohnräumen sind 20 Grad genug Ein Grad weniger bringt sechs Prozent Ersparnis

Wer die Temperatur nachts auf 15 Grad senkt, kann die Energiekosten Foto: pr. zusätzlich noch einmal um rund 25 Prozent senken.

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er Herbst ist längst da, der Winter steht bevor – und die Heizung wurde bereits aufgedreht. Das ist zwar behaglich, aber auch teuer. Deshalb lohnt es sich, das Thermometer im Blick zu haben: Mehr als 20 Grad müssen es im Wohnzimmer nicht sein, im Schlafzimmer schon gar nicht. Verbraucher sollten im Winter auf die richtige Zimmertemperatur achten. Experten empfehlen: In Wohnräumen, Arbeits- und Kinderzimmern reicht eine Temperatur von 20 Grad Celsius aus. Für Schlafzim-

mer, Küche und Flur genügen sogar bereits 16 Grad. Im Bad sollte es hingegen etwas wärmer sein. Wer die Raumtemperatur nur um ein einziges Grad senkt, spart dadurch sechs Prozent Heizkosten. Ratsam ist außerdem, keine Regale oder Schränke vor Heizkörper zu stellen. Auch dadurch lässt sich bei der Heizkostenabrechnung einiges sparen, heißt es. Wer die Temperatur nachts auf 15 Grad senkt, kann die Energiekosten noch einmal um rund 25 Prozent senken. Morgens ist es sinnvoll,

die Heizung im Bad schon eine Stunde vor der Nutzung aufzudrehen. Außerdem sollten Rollläden und Jalousien heruntergelassen sowie Vorhänge für weitere Spareffekte zugezogen werden. Grundsätzlich lohnt sich auch die Anschaffung eines elektrischen Thermostatventils. Mit diesem lässt sich die jeweilige Temperatur in den verschiedenen Räumen zu bestimmten Uhrzeiten steuern.

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Günstig durch die Heizsaison Das richtige Heizverhalten und eine gut gewartete Anlage ermöglichen niedrige Heizkosten

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edes Jahr im Herbst beginnt die neue Heizsaison. Und damit wächst auch die Gefahr, Energie zu verschwenden. Wer ein paar Regeln befolgt, kann jedoch unnötige Heizkosten vermeiden. Neben Tipps, die beim Umdenken anfangen und keine Kosten verursachen, hat die Deutsche EnergieAgentur GmbH (dena) auch einige Maßnahmen zusammengestellt, die mit wenig Geld umgesetzt werden können und sich schnell bezahlt machen.

Die optimale und angenehme Raumtemperatur in Wohnräumen liegt bei 20 Grad. Jedes Grad darüber erhöht die Heizkosten um bis zu sechs Prozent. Wenig genutzte Räume wie Schlafoder Gästezimmer können etwas kühler bleiben. Mit mindestens 16 Grad sollte jedoch eine gewisse Grundtemperatur eingehalten werden. Sonst kann sich leicht Tauwasser und als spätere Folge Schimmel bilden.

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Damit die Wärme gut in den Raum abstrahlt, ist es wichtig, dass Heizkörper nicht durch Möbel oder Vorhänge verdeckt werden. Eine zusätzliche Dämmung der Wand hinter dem Heizkörper ist in vielen Fällen sinnvoll. Entsprechende Dämmplatten gibt es im Baumarkt. Wird gelüftet, sind die Regler zuzudrehen. Mit elektronischen Heizkörperreglern wird die Raumtemperatur nach einmaliger Einstellung automatisch geregelt. So

ist das Wohnzimmer warm, wenn die Bewohner abends nach Hause kommen, kühlt aber tagsüber auf sparsame 16 Grad herunter. Ein unnötiges Durchheizen nicht benutzter Räume wird automatisch vermieden. Auch durch die Einrichtung einer Nachtabsenkung reguliert sich die Heizung selbstständig herunter. So wird wertvolle Energie eingespart. Das richtige Heizverhalten führt allerdings nur dann zum Erfolg, wenn die Anlage

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einwandfrei funktioniert. Die regelmäßige Wartung sorgt dafür, dass Verschleißteile rechtzeitig ersetzt werden und Schmutz entfernt wird. Wenn Heizkörper rauschen oder ungleichmäßig warm sind, ist meist die Heizungsanlage falsch eingestellt. Ein Fachmann sollte die Heizung gründlich überprüfen: Mit einem sogenannten „hydraulischen Abgleich“ sorgt er dafür, dass sich das Heizungswasser gleichmäßig verteilt und alle Räume bedarfsgerecht mit Wärme versorgt werden. Ein Blick auf die Heizungspumpe ist ebenfalls lohnenswert: Ersetzt durch ein kleineres und effizienteres Modell, wirkt sich ein Austausch positiv auf die Stromrechnung aus. Das regelmäßige Ent-

lüften der Heizkörper ist eine wichtige Aufgabe, die jeder Heizungsbetreiber selbst durchführen kann. Hat die Heizung ein Alter von 20 Jahren erreicht, kann sie mit einer modernen Anlage nicht mehr mithalten, wenn sie beispielsweise die Heizwassertemperatur nicht entsprechend der herrschenden Witterung regulieren kann. Egal, wie gut sie gewartet ist und wie bewusst die Bewohner heizen: Der Austausch lohnt sich. Daher sollten sich die Betreiber früh genug über die Möglichkeiten eines Heizungstauschs erkundigen. Weitere Informationen zum richtigen Heizen und zur Verbesserung der bestehenden Anlage gibt es im Internet unter www.zukunft-haus.info.

Eine Heizung ist ein Energiefresser. Aber mit ein paar einfachen Tricks können Verbraucher bares Geld sparen. Foto: pr.

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Wärme aus dem Wald Zentralöfen lassen sich mit Holz heizen

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olz und Pellets verbrennen CO2-neutral und daher umweltfreundlicher als die knappen fossilen Brennstoffe. Ein weiteres Argument für diese Art zu heizen, sind die Kosten: Um 153 Prozent stiegen die Heizölpreise in den vergangenen zehn Jahren. Das ergab eine Studie des Hamburger Forschungs- und Beratungsbüros EnergyComment Anfang des Jahres. Im selben Zeitraum stiegen demnach die Gaspreise um 53 Prozent und die für Fernwärme um 67 Prozent. Holzpellets legten in dieser Dekade um 37 Prozent zu.

gen der erhöhten Nachfrage gestiegen, aber nicht so drastisch wie für Öl und Gas“, sagt Birgit Holfert, Referentin bei der Energieberatung der Verbraucherzentralen. Holz und Pellets können für Kaminöfen, in Grundöfen, die mehrere Räume beheizen, oder für sogenannte Kessel verwendet werden, die das gesamte Haus mit Wärme versorgen und eine andere Heizung komplett ersetzen. „Holz ist nicht nur CO2-neutral, sondern auch ein nachwachsender Rohstoff, der ausreichend vorhanden ist“, sagt Stephan Langer vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks.

„Die Kosten für Holz und Pellets sind in den vergangenen Jahren zwar we-

Der Umstieg von einem Ölkessel auf einen Holzkessel sei relativ einfach, erläu-

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tert Holfert. Der Wirtschaftsraum beziehungsweise Keller, in dem bislang der Öltank stehe, reiche meist auch für den neuen Kessel samt Vorratsbehälter aus. Ansonsten gebe es auch Erdtanks für Pellets. „Eine komplette Kesselanlage für ein Eigenheim kostet zwischen 10.000 und 14.000 Euro“, so Holfert. Zunächst einmal müsse ein fachkundiger Installateur errechnen, wie groß die Anlage sein müsse, um das gesamte Haus zu heizen, erläutert Holfert die Vorgehensweise. Ein Schornsteinfeger überprüfe dann, ob sich der bisherige Schlot eigne oder dieser veraltet sei, ergänzt Langer. „Ein Gesetz schreibt außerdem vor, dass sich Verbraucher vom


nergieberater Ein Holzofen kann eine andere Heizung komplett ersetzen und das gesamte Haus mit Wärme versorgen – ebenso wie Pelletsheizungen. Der Vorteil: Holz ist Foto: pr. CO2-neutral.

Schornsteinfeger beraten lassen müssen, ehe sie eine mit Holz betriebene Heizung anschaffen.“ Holfert weiß: „Wer nicht gerade einen eigenen Wald hat oder sehr günstig an Holz kommt, wird mit Holzpellets besser fahren als mit Holz, das im Handel oft teuer ist.“ Holzpellets entstehen ohne Leim, allein durch das Pressen von Holzfasern. Ein Vorteil gegenüber natürlich gewachsenem Holz sei die gleichmäßige Dichte. „Sie gewährleistet auch eine ökonomisch und ökologisch optimale Verbrennung“, sagt Holfert. Außerdem würden Holzpellets nicht rußen. Der entstehende Staub werde

durch moderne Filtertechnik aufgefangen. Allerdings sind Pelletskessel teurer als Holzkessel. „Falsches Heizen ist dafür im Holzpelletkessel nicht möglich“, sagt Langer. Das gilt vor allem, wenn die Pellets nicht manuell, sondern per Ansaugung oder sogenannter Schnecke automatisch in den Kessel transportiert werden. Dass Holz und Pellets in den hoch technisierten Kesseln besser verbrennen, ist nach Angaben von Thomas Heidfeld vom Bayerischen Fachverband Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik unstrittig. „Aber ein Kamin- oder Kachelofen sorgt für eine schönere Atmosphäre und eine angenehme Abstrahlungswärme, während ein Kessel im Keller steht und isoliert ist, damit er keine Wärme nach außen abgibt“, sagt er. Seit März 2010 gebe es allerdings verschärfte Anforde-

rungen für Feuerstätten für feste Brennstoffe. „Im Wesentlichen betrifft das die Staubgrenzwerte und die Ableitbedingungen für die Schornsteine.“ Hausbauer hätten allerdings unter Umständen gar nicht die Möglichkeit, die Art ihrer Heizung selbst zu bestimmen, schildert Heidfeld. „In vielen Kommunen bestehen mittlerweile Verbrennungsverbote sowie Anschlussund Benutzungszwänge zum Beispiel über Gemeindesatzungen, Bebauungspläne oder Grundstückskaufverträge.“ Hauseigentümer seien dort zur Nutzung der örtlichen Nah- und Fernwärmeversorgung vertraglich verpflichtet. Wer sich für eine Holzpelletheizung entscheide, handele zweifellos umweltfreundlich, so Holfert. „Wie sich die Preise für Holz und Pellets in Zukunft entwickeln, lässt sich jedoch nicht vorhersagen.“

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„Stecker raus“ ist besser als Stand-by Stromsparen: Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

Nur ausschalten reicht nicht: Bei Elektrogeräten wird am besten der Stecker gezogen.

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Foto: pr.


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s muss kein großes Ding sein: Stromsparen geht auch ohne Umstieg aufs Passivhaus. Oft haben bereits kleine Veränderungen große Wirkung: zum Beispiel den Kühlschrank nicht ausgerechnet neben den Herd zu stellen oder im Bad einen Durchlauferhitzer zu haben. Stromsparen beginnt mit kleinen Handgriffen: Wer Elektronikgeräte richtig ausschaltet und den Stecker zieht, spart mehr Strom, als wenn die Geräte im Standby-Modus bleiben. Ähnliche Möglichkeiten gibt es für fast alle Bereiche im Haushalt – und so lässt sich die Stromrechnung trotz hoher Energiepreise senken. Küche Der Kühlschrank gehört nicht neben den Herd. An einem kühlen Platz verbrauchen Kühl- und Gefriergeräte drei bis sechs Prozent weniger Strom. Warmes Essen sollte nicht direkt in den Kühlschrank oder in die Tiefkühltruhe gestellt werden –

denn dann wird das Innere des Geräts wärmer. Verbraucher warten mit dem Hineinstellen also besser, bis das Essen abgekühlt ist. Strom sparen sie auch, wenn sie Gefrorenes im Kühlschrank auftauen. Und beim Kochen dürfen Verbraucher ruhig zum Wasserkocher greifen: Er erhitzt Wasser effizienter als ein alter Herd. Wer den Ofen beim Backen schon vor Ende der Garzeit ausschaltet, nutzt die Nachwärme optimal. Badezimmer Wird das warme Wasser erst im Durchlauferhitzer erwärmt, ist das günstiger. Denn ein Warmwasserspeicher muss das Wasser ständig warm halten – auch, wenn über längere Zeit keiner den Hahn öffnet. Ist es im Winter zu kalt, um die Wäsche draußen zu trocknen, setzen viele auf den Wäschetrockner. Die Wäsche sollte jedoch vorher gut durchgeschleudert werden: Das spart im Trockner Strom und Zeit.

Wohn- und Arbeitszimmer Je heller die Hintergrundbeleuchtung vom Fernseher, desto mehr Strom verbraucht er. Das gilt auch für Handys, Tablets oder Laptops. Nach dem Benutzen reicht es oft nicht, Elektronikgeräte nur auszuschalten. Gerade alte Geräte benötigen auch im Stand-by-Modus viel Strom. Am besten trennen Verbraucher die Geräte komplett vom Stromnetz – beispielsweise über einen schaltbaren Mehrfachstecker. Wer über längere Zeit verreist, sollte alle Geräte vom Stromnetz nehmen – egal, ob modern oder alt. Computer verfügen ebenfalls über Energiesparfunktionen. Bei kürzeren Pausen lohnt es sich, den Rechner in einen Sleep-Modus zu versetzen. Faxgerät, Drucker, Kopierer und Scanner können als Multifunktionsgerät kombiniert nicht nur Platz, sondern auch Strom und damit Geld sparen.

Beleuchten und Heizen Neben der Energiesparlampe sparen auch effiziente LEDund Halogenlampen Strom. Heizkörper sollten nicht hinter Möbel verschwinden. Bei geöffnetem Fenster empfiehlt es sich, die Heizung auszuschalten. Am besten öffnen Verbraucher zum Lüften gegenüberliegenden Fenster und Türen: So tauscht sich die Luft schneller aus. Energielabel Das EU-Energielabel weist auf die Effizienz von Haushaltsgeräten hin. Sparsame Geräte werden mit A+++ ausgezeichnet, verschwenderische mit D oder noch schlechteren Klassen. Nicht nur für Waschmaschinen und Geschirrspüler gibt es die Energieklassen, sondern auch für Fernsehgeräte, Stereoanlagen, DVD-Player oder Computer. Die Elektronikgeräte werden für ihre Energieeffizienz mit dem „Energy Star“ ausgezeichnet.

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Von A bis E

Leuchtmittel haben neue Energieeffizienzklassen / Weniger Ausnahmen

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as Verkaufsverbot der Glühbirne hat die Hersteller angetrieben. Sie stellen nun immer sparsamere Leuchtmittel her, auszumachen an den Energieeffizienzklassen. Die höchste war bislang A. Aber der EU genügte das nicht: Sie hat die Einteilung geändert.

deutlichen farbige Balken den Stromverbrauch: Grün steht für eine hohe, Gelb und Orange für eine mittlere und Rot für eine geringe Effizienz. „Neu ist aber, dass es künftig für fast alle Lampen gilt, und dass es weniger Ausnahmen gibt.“

Grundsätzlich kann sich der Verbraucher daran orientieren, dass Lampen ausgenommen sind, deren Hauptzweck nicht die Beleuchtung ist, erklärt Anton Barckhausen von der Deutschen EnergieAgentur (dena). Das sind unter anderem Leuchtmittel für Infrarotleuchten und den Beamer. Auch die Leuchten für Taschenlampen bekommen keine Plakette.

Es ist ein wenig wie bei den Schulnoten: A entspricht einer Eins, E würde eine Sieben bedeuten – wenn es sie denn gäbe. Energieeffizienzklassen sollen Verbraucher über den Stromverbrauch von Leuchtmitteln informieren. Diese Klassen und das dazugehörige EU-Label sind zum 1. September überarbeitet worden – und werden im nächsten Frühjahr ausgeweitet auf jene Leuchten, in denen die Energiesparlampen und LEDs stecken. Hier wird es gleich mal kompliziert für den Verbraucher. Er muss die Begriffe unterscheiden, mit denen die Branche jongliert: Leuchte, Leuchtmittel und Lampe. Unter Lampen und Leuchtmittel verstehen die Hersteller das, was Licht macht – zum Beispiel LED-Module und Energiesparlampen. Eine Leuchte wiederum ist, was an der Decke hängt oder auf dem Schreibtisch steht – und in das die Leuchtmittel hineinkommen. An dem Label für die Leuchtmittel ändert sich optisch zunächst nicht viel. „Es sieht ähnlich aus, wie es schon heute aussieht“, sagt Jürgen Waldorf, Geschäftsführer des Fachverbandes Licht im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Auf dem Label ver-

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Leuchtmittel werden entsprechend ihres Stromverbrauchs seit Kurzem in die Effizienzklassen A bis E eingeteilt. Die Klasse A spaltet sich zudem in A, A+ und A++ (für besonders sparsame Modelle) auf.


nergieberater So findet man die richtige Energiesparlampe Die alte Glühlampe wurde nach der Wattzahl ausgesucht. Bei Energiesparlampen ist dieser Wert geringer – und daher nicht direkt vergleichbar. Den Verbrauchern hilft hier eine Rechenformel: Die Leuchtstärke der Glühlampe geteilt durch vier ergibt grob die Wattzahl der Energiesparlampe.

Energiesparlampen gelten als besonders effizient. Wie wenig Strom sie wirklich verbrauchen, erkennen Verbraucher an einem EU-Label auf der Verpackung. Dieses wurde kürzlich überarbeitet 

Die neue Einteilung geht von E bis A++. Die bisher bekannte Kennzeichnung mit A bis G entfällt. Und die oberste Klasse spaltet sich auf in A, A+ und A++. „Grund ist, dass bisher die sehr effizienten Leuchtmittel – Energiesparlampen und LEDs – alle in Klasse A waren“, erläutert Barckhausen. „Eine Differenzierung dieser Lampen war nicht mehr möglich. Und so hat man nun auch für die Zukunft vorgebaut, denn eine Effizienzsteigerung ist noch möglich.“ Aber es gibt noch einen Grund für die Überarbeitung des Labels: „Die EU will, dass der Verbraucher besser informiert ist“, sagt Waldorf. Daher muss der Hersteller nun den Stromverbrauch in Kilowattstunden pro 1000 Leuchtstunden auf dem Label angeben. Laut der „Fördergemeinschaft Gutes Licht“ der Hersteller entspricht dieser Wert dem durchschnittlichen Einsatz einer Lampe im Haushalt pro Jahr. Und die EU geht noch weiter: „Leuchten werden oftmals mit eingebauten oder mitgelieferten Lam-

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pen verkauft“, heißt es in der Verordnung. Infos zum Leuchtmittel fehlen jedoch. Das ändert sich: Die bislang freiwillige Verwendung eines entsprechenden Labels wird ab März 2014 Pflicht. „Es bewertet aber nicht die Energieeffizienz der Leuchten“, erklärt Barckhausen. Sondern es gibt an, welches Leuchtmittel hineinpasst. Das EU-Energielabel kennen Verbraucher schon aus anderen Bereichen: Kühl- und Gefriergeräte, Weinlagerschränke, Waschmaschinen, Geschirrspüler, Fernseher und Klimaanlagen müssen es bereits tragen. Die Label sehen alle gleich aus: Den Stromverbrauch der Geräte verdeutlichen Farbbalken. In die neue höchste Klasse A++ schaffen es laut dem Branchenportal „licht.de“ der Fördergemeinschaft aktuell nur wenige LEDs und Hochdruckentladungslampen. In Klasse A+ sind effiziente Energiesparlampen sowie sehr gute LED-Module, in A durchschnittliche LEDs, LED-Lampen und Energiesparlampen.

Eine Energiesparlampe mit 15 Watt ist also ungefähr so hell wie eine 60-Watt-Glühbirne. Aber die Wattzahl wird nach und nach von den Verpackungen verschwinden. Denn die Helligkeit von Energiesparlampen wird in Lumen (ln) angegeben. Die normale Glühbirne mit 60 Watt hat rund 700 Lumen. Wer die 25-Watt-Lampe gleichwertig ersetzen will, greift zu einer energiesparenden Lampe mit 200 Lumen (7 Watt). Die 40-Watt-Lampe wird mit einer Lichtleistung von 400 Lumen (9 Watt) ersetzt und das 75-Watt-Modell mit 1000 Lumen (20 Watt). Die Helligkeit einer 100-Watt-Glühbirne entspricht der einer Energiesparlampe mit 1400 Lumen (23 Watt). Verbraucher bemängeln meist, dass die sparsamen Modelle nicht so hübsch brennen wie die Glühbirne. Die passende Alternative müssen sie mit Hilfe der Lichtfarbe aussuchen. Diese wird als Farbtemperatur in Kelvin (K) auf der Verpackung angegeben. 2700 Kelvin schaffen nach Angaben des Umweltbundesamtes ein warmes Weiß, das dem Licht der Glühbirne entspricht und gut ins Wohnzimmer passt. Leuchten mit bis zu 5000 Kelvin tauchen die Arbeitsfläche in der Küche in ein neutrales Weiß. Tageslichtweiß – und damit so hell wie in einem Büro – wird es mit über 5000 Kelvin.

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Kälter, länger, voller So lässt sich beim Wäschewaschen Geld und Energie sparen

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eue Haushaltsgeräte können sich in der Stromrechnung niederschlagen. Neuentwicklungen arbeiten immer effizienter. Aber: Das hilft nicht viel, wenn Verbraucher das Gerät falsch bedienen – Beispiel Waschmaschine. Waschmaschinen sind Stromfresser. Verbraucherschützer und Industrieverbände sehen hier ein erhebliches Sparpotenzial. Das liegt nicht nur daran, dass alte Geräte nicht wirklich effizient sind. Es liegt auch an den Verbrauchern: Diese stellen die Temperatur höher als notwendig ein, nutzen das Ladevolumen der Trommel nicht aus oder wünschen eine Vorwäsche – was die Waschzeit verlängert. In Deutschland werden für diese Hausarbeit jährlich mehr als 600.000 Tonnen Waschmittel, sechs Milliarden Kilowattstunden Strom und rund 330 Millionen Kubikmeter Wasser verbraucht, schätzt die Initiative „Forum Waschen“. Viel Energie lässt sich durch den Kauf einer neuen Maschine sparen. Laut Stiftung Warentest beträgt der Strom- und Wasserverbrauch eines neuen Geräts nur rund die Hälfte gegenüber einem 15 Jahre alten Modell.

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Wer sparen will, sollte das richtige Waschprogramm wählen. Meist reichen bereits 30 statt 40 Grad. Eine Alternative sind Fotos: IKW Eco-Programme, die allerdings lange laufen.

„Beim Kauf der Waschmaschine ist das Energieeffizienz-Label ein wichtiges Kriterium“, erläutert Brigitte Kluth-Kosnik von der Stiftung Warentest. Darauf verdeutlichen farbige Balken und Klassen den Stromverbrauch. Am besten ist A+++ beziehungsweise die Farbe Grün, am schlechtesten sind G beziehungsweise Rot. Derzeit müssen alle Neugeräte mindestens die Werte der Klasse A erfüllen. Ab Dezember dürfen nur noch Neugeräte ab Klasse A+ verkauft werden.

Auf dem Label finden sich auch Angaben zum jährlichen Strom- und Wasserverbrauch bei einer Nutzung von 220 Waschzyklen. Die Berechnung geht auf Waschgänge bei 60 Grad mit voller und halber Beladung sowie bei 40 Grad mit Teilbeladung zurück. Bei diesen Verbrauchswerten gilt generell: Je niedriger sie sind, umso besser. Verbraucher können zusätzlich die Effizienz eines Waschgangs beeinflussen: Sie sollten die Trommel einfach voll machen. Denn: „Am meisten Ressourcen


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Wie viel Waschmittel benötigt wird, richtet sich nach dem Volumen in der Trommel, dem Verschmutzungsgrad und der Wasserhärte.

werden verschwendet, wenn man das Volumen nicht ausnutzt“, sagt KluthKosnik. Wie viel maximal hinein kann, gibt die Füllmenge an. Diese bezieht sich auf die Beladung im Standardwaschprogramm für Baumwolle bei 60 oder 40 Grad. „Während früher viereinhalb oder fünf Kilo ein gängiges Ladevolumen bei Waschmaschinen war, geht der Trend heute zu sechs, sieben oder gar acht Kilo“, sagt Bernd Glassl, Bereichsleiter für Haushaltspflege im Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW). „Das ist schon eine ganze Menge. Man muss sich überlegen, wie schnell man dieses Volumen mit einer Sorte Wäsche tatsächlich zusammenbekommt.“ Verbraucherschützerin Kluth-Kosnik empfiehlt für einen Haushalt mit zwei bis drei Personen eine Trommel für sechs Kilo. Die Schleuderwirkung wird ebenfalls in die Klassen A bis G eingeteilt. Vor allem wer seine Wäsche ganzjährig im Wäschetrockner trocknet, braucht hier ein gutes Gerät. „Er sollte darauf achten, dass die Waschmaschine eine hohe Schleuderdrehzahl hat, zum Beispiel 1400“, rät Glassl. Bei den meisten Maschinen lässt sich die Schleuderzahl variieren. „Wenn die Wäsche jedoch im Freien in einer vertretbaren Zeit getrocknet werden kann, reichen 800 Umdrehun-

Auf dem Etikett der Kleidung steht die zulässige Waschtemperatur und wie das Stück gereinigt werden darf. Angegeben ist auch, ob Bleichmittel erlaubt ist.

gen pro Minute durchaus.“ Das brauche nicht nur deutlich weniger Energie, die Wäsche knittere auch weniger stark. Neue Geräte verfügen normalerweise über eine breite Auswahl an Programmen für die verschiedenen Textiltypen und Verschmutzungsgrade. Unterschiede gibt es jedoch bei der Zusatzausstattung. „Für Menschen, die nicht ständig Sparprogramme verwenden wollen, sind Automatikprogramme und Funktionen wie Mengenautomatik und Beladungserkennung sinnvoll“, sagt Kluth-Kosnik. Je nach Wäschemenge und Verschmutzung dosiere die Maschine dann Wasser, Waschdauer und Spülgänge selbst. Nachhaltig wäscht, wer seine Programme wirklich kennt und gezielt einsetzt. Dafür müssen Kunden wohl oder übel die Bedienungsanleitung studieren. Auf dem Etikett der Kleidung steht, wie heiß diese gewaschen und ob sie eventuell nur schonend gereinigt werden darf. Angegeben ist auch, ob Bleichmittel erlaubt ist. „Einzelne Flecken werden am besten vorbehandelt“, erläutert Glassl. Gallseife sei hier gut. „Vorwäsche ist nur bei großen, verschmutzten Teilen wie Tierdecken, Arbeitskleidung oder stark verdreckten Sporttrikots notwendig.“ Wenig verschmutzte Textilien können im Kurzprogramm sauber werden. Wobei die Länge des Waschprogramms für

den Energieverbrauch relativ wenig ausmacht, da der meiste Strom für das Aufheizen des Wassers benötigt wird. Wer wirklich sparen will, sollte 30 statt 40 Grad einstellen. Eine Alternative sind Eco-Programme, die allerdings lange laufen. Wer hygienisch einwandfrei waschen will, sollte 60 Grad einstellen. Küchentextilien, Handtücher und Unterwäsche werden aber mit einem Universal- oder Vollwaschmittel in Form von Pulver, Tabs oder Perlen in der Regel auch schon bei 40 Grad sauber. Denn diese Waschmittel enthalten Bleichmittel auf Sauerstoffbasis. Bei weißer Wäsche und bei starken Verschmutzungen ist der Einsatz daher gut. Bleiche kann jedoch Buntes verfärben. Die farbschonende Alternative sind Buntwaschmittel ohne aufhellende Stoffe. Zur Grundausstattung im Haushalt zählen auf jeden Fall sowohl Voll- als auch Buntwaschmittel. Außerdem darf ein Produkt für Wolle und Seide nicht fehlen. „Alle anderen Waschmittel enthalten Enzyme, die die tierischen Fasern angreifen können“, erklärt Glassl. Wie viel Waschmittel benötigt wird, richtet sich nach dem Volumen in der Trommel, dem Verschmutzungsgrad und der Wasserhärte. Die beste Orientierung für die Dosierung liefern die Angaben auf der Verpackung.

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