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wände

© iStockphoto.com, jean-marie guyon

DAS MAGAZIN FÜR BAUEN & WOHNEN

bauen und modernisieren

wohnen und einrichten

garten und terrasse

Jede Holzart sieht nicht nur etwas anders aus, sondern bietet auch unterschiedliche Vorteile. Ein Abc gängiger Hölzer fürs Eigenheim.

Früher hießen Waschmaschine, Geschirrspüler und Herd „Weiße Ware“. Inzwischen sind diese Hausgeräte immer häufiger schwarz und metallig.

Egal, wie gut ein Garten im Winter in Schuss ist: Meistens liegt er in dieser Jahreszeit im Dunkeln. Dabei spielt Licht eine wichtige Rolle.

Ein Magazin der Schaumburger Nachrichten | Oktober 2016


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inhalt

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bauen und modernisieren

Es muss nicht immer Fliese sein Seite 10

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Alles wie aus einem Guss Seite 26

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Auch Pflanzen können frieren Seite 48

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Lieblingsplatz unter Glas Wärme und Strom aus der Luft

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Alles wie aus einem Guss Möbel fürs Leben Weniger Tasten, mehr Funktionen, besseres Bild Der Stoff, aus dem die Träume sind Bequemes Sitzen ist so einfach Einrichten leicht gemacht Hingucker aus Holz Strahlende Schönheiten

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Ahorn, Eiche oder Zeder? So wirken kleine Räume größer Es muss nicht immer Fliese sein Auf die Ausstrahlung kommt es an Die Abkürzung zum neuen Bad Sonne satt, Erträge mau? Der Mann vom Bau Auf den Inhalt kommt es an Offenen Kamin mit Heizkassette effizienter machen Eine bunte Mischung Wohnen inmitten der Natur

Nur noch zwei Monate und zwei Tage bis Heiligabend. Aber keine Sorge: An dieser Stelle will ich noch nicht auf die Weihnachtszeit eingehen, sondern auf ein Thema, an dem man in den Wintermonaten des Jahres nicht vorbeikommt: die Gemütlichkeit in den eigenen vier Wänden. Einmal mehr hat unsere Redaktion zum Start in die kalte Jahreszeit zahlreiche Ideen, Anregungen, Vorschläge und Möglichkeiten zusammengetragen, mit denen sich das Leben daheim einfach schöner gestalten lässt. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen der Oktober-Ausgabe dieses Magazins – entweder in dieser Print-Ausgabe oder im Internet unter www.4waende-schaumburg.de. Bis zur nächsten Ausgabe von „4 Wände“ im Februar 2017.

Warmes Licht im kalten Winter Alpenveilchen Auch Pflanzen können frieren Tolle Knolle

Markus Bruns, Verlagsleitung Schaumburger Nachrichten

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Das robuste Eichenholz – hier Räuchereiche – empfiehlt sich für Böden in oft genutzten Räumen wie Küche oder Flur. Foto: PEFC


Ahorn, Eiche oder Zeder? Ein kleines Abc der Hölzer Soll es Ahorn oder Eiche sein? Oder das noblere Nussbaumholz oder tropisches Teak? Jede Holzart sieht nicht nur etwas anders aus, sie bietet auch unterschiedliche Vorteile. Daraus kann man ableiten, für welchen Zweck es sich gut eignet. Ob für Möbel, den Boden oder als Balkongeländer: Holz hat Charme. Und jede Art wirkt anders. Ein – nicht ganz vollständiges – Abc gängiger Hölzer für Haus und Garten.


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Ahorn Hellgelb bis fast weiß ist junges Ahornholz. Ab einem Stammdurchmesser von rund 30 Zentimeter ist der Kern hellrötlich bis goldbraun, erklärt der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GDH). Das eher harte und robuste Ahornholz wird eigentlich nur im Innenbereich eingesetzt, da es eine geringe Witterungsbeständigkeit hat. Es hat ein sehr gleichmäßiges Erscheinungsbild. Ein Nachteil dabei ist, dass man Kratzer leichter sieht.

Bangkirai Das asiatische Holz wird gerne für die Terrasse genommen. Frisch ist es zwar gelblich, dunkelt aber olivbraun nach. Es ist resistent gegen Pilzbefall und Insekten. Daher eignet es sich gut für Holzbauten im Freien. Dort verfärbt es sich mit der Zeit graugelb. Wer das nicht mag, muss das Holz mit Schutzmitteln bearbeiten, erklärt der GDH.

Birke Das elastische Holz ist gelblich-weiß bis gelb-rötlich, manchmal auch nahezu weiß. Es hat oft eine seidig-schimmernde Oberfläche. Die Bäume sind anfällig für Insekten und Pilze. Der Befall kann aber einen hübschen optischen Reiz zur Folge haben: rötlich-braune Flecken. Das harte Holz wird gerne zum Möbelbau, für Treppenstufen oder Fußböden genommen.

Buche Dieses harte, schwere Holz empfiehlt der Verband der Deutschen Parkettindustrie (VDP) für Fußböden in oft genutzten Räumen. Nicht gut macht es sich im Badezimmer, denn es quillt bei Nässe zu stark auf. Das Holz hat ein gleichmäßiges Er-

Für das Badezimmer kann wegen der hier auftretenden Feuchtigkeit nicht jede Holzart genommen werden. Ein Parkett aus Eichenholz eignet sich jedoch hervorragend. Foto: holzvomfach

scheinungsbild, Kratzer sind daher leichter zu sehen. Wurde der Stamm diagonal geschnitten, zeigt das Holz breite Strahlen, die ein wenig wie Zungen aussehen. Das Holz ist gelblich bis rötlich. Der rote Ton kann durch Dämpfen verstärkt werden, erklärt die Initiative Pro Massivholz (IPM). Tipp: Wer ein abwechslungsreiches Holz sucht, findet es im Kernholz der Buche, auch als Kernbuche angeboten. Die Natur sorgt durch chemische Prozesse für helle, tiefrote und braune Schattierungen. Ungeschützt ist das Holz im Garten nicht gegen Insekten und Pilze geschützt. Buche ist laut GDH eine preiswerte Alternative für das teurere Holz des Nussbaums.

Eiche Dieses mittelharte Holz ist beliebt für den Möbelbau. Es ist stark strukturiert, die Jahresringe sind deutlich zu sehen. In jungen Jahren ist es hell- bis rötlich-grau, das ältere Kernholz graubraun bis hellrötlich. Tipp: Wer dem aktuellen Trend folgen will und Holz mit deutlich sichtbaren Astlöchern möchte, findet das meist bei der Wildeiche. Der VDP empfiehlt das robuste Eichenholz für Holzböden in oft genutzten Räumen wie Küche und Flur. Es hält dort Möbelrücken, spielende Kinder und Stöckelschuhe aus.

Im Badezimmer kommt die Eiche mit Feuchtigkeit klar. Da das Holz von Weißeichen als witterungsbeständig und resistent gilt, eignet es sich sogar unbehandelt für den Außenbereich. Nachteil des Eichenholzes: Ist es feucht, kann es sich laut GDH bei Kontakt mit Eisen verfärben, und Befestigungsmittel korrodieren. Außerdem spaltet es sich leicht, daher sollten Heimwerker das Holz für Nägel und Schrauben vorbohren.

Esche Dieses weißliche bis braune Holz hat eine markante Struktur. Beliebt sind die vereinzelt auftretenden olivgrünen Kerne. Die Jahresringe sind gut zu erkennen - was das Holz dekorativ macht. Wer Nägel oder Schrauben verwendet möchte, sollte auch hier vorbohren. Denn das Holz ist laut GDH sehr hart. Ein UV-Lack schützt es vor dem Vergilben. Es hält sich schlecht im Freien und wird daher vor allem im Innenausbau und für Möbel verwendet. Seine Härte macht es zum Beispiel zu einem guten Fußboden für den stark beanspruchten Flur.

Fichte Die Europäische Fichte ist eine der wichtigsten Wirtschaftsbaumarten in Deutsch-


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Robinie Dies ist ein hartes Holz - und damit sehr widerstandsfähig sowie überdurchschnittlich belastbar. Es wurde daher in die erste von fünf Resistenzklassen eingeteilt, erklärt der Verband Privater Bauherren (VPB). Heimwerker sollten auf diese Klassen achten, wenn sie zum Beispiel Holzhaus, Terrasse oder Sandkasten bauen, die im Freien lange Schädlingen und Feuchtigkeit standhalten müssen.

land. Das recht günstige, helle Holz kann gelbliche oder rötliche Nuancen haben. Es ist stark strukturiert, teils mit zungenförmigen Maserungen oder sichtbaren Astlöchern. Das Holz ist leicht und weich. Es wird für Einbaumöbel, Decken und Fußböden genommen - und im Garten für Fenster, Türen und Zäune.

Kirschbaum Möbel der Biedermeierzeit waren oft aus diesem Holz. Denn es wirkt unaufdringlich, aber doch hübsch mit seinem gelblich-braunen bis rötlichen Farbtönen. Im Möbelbau wird es gerne mit fast weißen Hölzern kombiniert, was zu schönen Farbkontrasten führt. Wichtig zu wissen: Ist das Holz Sonneneinstrahlung ausgesetzt, kann es nachdunkeln, erklärt der Holzhandel. Bei Kontakt mit Eisenmetallen kann sich feuchtes Holz verfärben, grundsätzlich verträgt es Feuchtigkeit nicht gut.

Nussbaum Dieses Holz gilt laut IPM als eine der wertvollsten heimischen Arten. Es ist schwer und fest, ergibt zum Beispiel ein schönes Furnier für Möbel. Es eignet sich auch gut zum Schnitzen. Für Nägel und Schrauben werden am besten Löcher vorgebohrt.

Dank seiner Härte kommt das Holz auch als Parkettboden im Flur in Betracht, wo die Schuhe Schmutz und Steinchen hereintragen, die wie Schmirgelpapier wirken. Und auch Wasser hält es gut aus, daher kann es laut VDP selbst im Badezimmer verbaut werden. Die Farbe variiert, durch Dämpfen erhält es einen dunkelbraunen Ton.

Teak Das bekannte Tropenholz ist oft mittelbis goldbraun und hat deutliche Muster. Unbehandelt bekommt es mit der Zeit eine silberne Patina. Teak ist resistent gegenüber Pilzen und Insekten, weshalb es für den Außenbereich beliebt ist. Auch für das Badezimmer wird diese Holzart empfohlen. Käufer sollten aber darauf

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achten, dass es aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Orientierungshilfen bieten die Labels des FSC und des PEFC. Grundsätzlich gilt seine Umweltbilanz aber als schlecht, da das Holz lange Transportwege aus Asien zurücklegt. Wer das nicht möchte, dem empfiehlt der Parkettverband als Alternative die Räuchereiche.

Zeder Was im Handel als Zedernholz angeboten wird, ist gar keine Zeder. Meist handelt es sich hierbei um den RiesenLebensbaum, eine Zypressenart. In den USA ist das Holz aber als Red Cedar bekannt. Es ist blass-gelblich bis braun mit Jahresringen. Und es riecht frisch stark, weshalb es zum Beispiel für Mottenkugeln verwendet wird. Unbehandeltes Holz verfärbt sich im Freien mit der Zeit silbrig. Wer das nicht mag, sollte es behandeln. Draußen wird es gerne für Fensterladen und die Pergola verwendet, im Haus gerne zur Verkleidung der Wand und Decke.

Die Deutschen lieben Eichenmöbel: Aus diesem mittelharten Holz werden gerne Einrichtungen hergestellt.  Foto: IPM/Thielemeyer


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So wirken kleine Räume größer

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lles liegt im Auge des Betrachters - und das Auge kann man austricksen. Auch kleine Zimmer lassen sich so gestalten, dass sie optisch größer, weiter oder breiter wirken, als sie eigentlich sind. Wie? Durch das Verlegemuster des Bodens oder die Wandfarbe. Vor allem Farbe und Muster an der Wand, aber auch die Verlegerichtung eines Holzbodens haben optische Effekte. Das Auge wird quasi getäuscht - und nimmt die Fläche weiter oder länger wahr, als sie tatsächlich ist.

Ein heller Parkettboden kann einen schmalen Eingangsbereich im Haus größer erscheinen lassen. Foto: VDP (Schotten & Hansen)

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Die Ausrichtung der Dielen in einem Zimmer kann optische Effekte erzeugen, die einen Raum in die eine oder andere Richtung strecken. Ein Beispiel: Ein langer, schmaler Raum kann gleichmäßiger wirken, wenn das Fischgrät- oder Schiffsboden-Muster eines Holzbodens quer verläuft. Damit werde die Breite hervorgehoben, erklärt der Verband der deutschen Parkettindustrie (VDP). Verlaufen die Dielen hingegen in Längsrichtung, wird die Länge des Raums betont.

Hier lautet der Tipp, nur eine Wand auffallend zu gestalten: zum Beispiel mit einem Muster über die ganze Fläche. Dies lässt den Raum größer wirken, erklärt das Deutsche Tapeten-Institut (DTI). Grundsätzlich gilt: Kleine Muster unterstreichen eine große Raumwirkung. Insbesondere in Verbindung mit hellen Farben werde ein Zimmer so optisch geweitet. Das Branchenportal Licht.de empfiehlt kühle Farbtöne für Decke und Wand: Sie weiten den Raum. Bei warmen Tönen käme hingegen das Gefühl auf, dass sie auf den Betrachter zukommen.

In kleinen Räumen macht ein Holzboden aus vielen kleinen Teilen Sinn - zum Beispiel ein Mosaik: Das vergrößert optisch die Fläche. Aber auch die Farbe erzielt Effekte: Ein heller Parkettboden kann einen schmalen Eingangsbereich im Haus weiter erscheinen lassen.

Besonders geeignet fürs Strecken und Weiten eines Raums ist das Streifenmuster: Querstreifen lassen ihn breiter wirken aber auch niedriger, was in Altbauten kein Problem sein sollte. Der Effekt lässt sich aber auch umdrehen: Ein senkrechtes Strei-

fenmuster an der Wand - bis direkt zum Übergang zur Decke angebracht - lässt einen Raum enger erscheinen, allerdings auch höher. Auf diagonal verlaufende Muster sollte man aber verzichten. Extratipp für Räume mit Erker: Auch hier kann Farbe wirken. Laut DTI lässt er sich gut in Szene setzen, wenn man den Erker in helleren Farben gestaltet als die angrenzenden Wände. Dadurch erscheint dann auch der ganze Raum größer.

LI CHT EFFEKT E Richtet man Licht auf den oberen Teil einer Wand, streckt dies optisch den Raum. Dafür eignen sich laut Branchenportal Licht. de besonders gut Deckenfluter oder Wandleuchten. Eine Alternative sind sogenannte


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Kleine Muster unterstreichen eine große Raumwirkung. Insbesondere in Verbindung mit hellen Farben wird ein Zimmer so optisch geweitet. Foto: DTI (Rasch)

Vouten: Das sind deckennah verlaufende Simse mit eingebauten Lampen. Eine einzige Leuchte von oben ist besonders in kleinen Räumen nicht so gut. Sie lässt die Wände optisch zusammen rücken, was den Raum gefühlt enger macht.

P O S I T I O N D ER MÖ B EL Wenn Möbel in ein Zimmer hineinragen, dominieren sie das Blickfeld des Betrachters und verkleinern den Raum. Das gilt auch für unaufgeräumte Räume: „Sie wirken kleiner, als sie sind“, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign - eine Organisation für Raumgestalter, die Häuser für den Verkauf herrichten. „Der erste Eindruck zählt“, sagt auch die Einrichtungsberaterin Katharina Semling. Deshalb empfiehlt sie, kleine Räume von der Tür aus zu beurteilen - also darauf achten, dass man zu Anfang etwas Leichtes, Helles, Freundliches sieht. „Alle großen, dunklen, schweren Sachen platziert

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Kleinteilige Fußböden wie ein Mosaik vergrößern optisch die Fläche. 

Foto: VDP (Bembé)

man am besten an der Wand, die man als letztes sieht, wenn man den Raum betritt.“ Der Blick des Betrachters lässt sich auch steuern. „Man kann von hässlichen, klobigen oder sonst wie den Raum einengenden Dingen ablenken, indem man etwas Erstaunliches in den Vordergrund rückt“ erläutert Semling. „Das kann ein interessantes Bild, eine außergewöhnliche Dekoration oder ein seltsam schönes Detail sein.“

MAT ERI ALWAHL In kleinen Zimmern sollten die verwendeten Materialien nicht zu schwer sein. So rät die Stilexpertin Gabriela Kaiser zu leicht anmutenden Stoffen und Materialien: „Transparentes Glas statt schwerer Keramik, luftiges Rattan statt kompaktem Holz, zarter Voile statt schwerem Samt“. Der Grund: „Sie werden nicht so als raumfüllend empfunden und sind von daher für kleine Räume optimal“, so Kaiser.

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Ein senkrechtes Streifenmuster an der Wand - bis direkt zum Übergang zur Decke angebracht - lässt einen Raum höher wirken. Foto: DTI (Rasch) 

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Auch robuste Tapeten kleiden inzwischen die Wand hinter der Arbeitsplatte in der Küche aus.  Foto: DTI (Rasch)

Es muss nicht immer Fliese sein

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GLAS

liesen sehen heute schon mal so aus, als wären sie ein Holzbelag. Und manche Tapete kann einer Fliese gleich sehen und sogar abgewischt werden. Letzteres nutzt die Branche und macht sich in der Küche breit. Auch Glasplatten werden häufig in der Nische verbaut.

Für den Einsatz in der Küche eignet sich Sicherheitsglas, das sich auch mit Beleuchtung hinterlegen lässt. „Das Besondere an den Glasplatten ist, dass sie sich im Digitaldruck bearbeiten lassen und damit in jeder Farbe und mit jedem gewünschten Motiv erhältlich sind“, sagt Johann Overath, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Glasindustrie (BVG).

Lange war der Fliesenspiegel die gängigste Lösung für die Nische in der Küche - also für den Bereich zwischen Arbeitsplatte und Hängeschränken. Klassisch weiß, braun, grün, mit oder ohne Muster: So praktisch sie auch sein mögen, viele Menschen haben sich an den alten Fliesen irgendwann sattgesehen. Wie die Küchenzeile bleiben sie oft jahrzehntelang erhalten. Dabei kann man mit einem Austausch dieser Fläche schnell der ganzen Küche eine neue Optik geben. Dabei müssen es auch nicht mehr die üblichen Kacheln sein. „Heute gibt es andere Materialien, die mindestens genauso robust und reinigungsfreundlich sind, aber optisch wesentlich moderner wirken“, sagt Kirk Mangels, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK). Glas, Metall, Marmor, Holz oder Tapeten können Alternativen sein. Sie sollten aber zu den Schrankfronten der Küchenmöbel passen. Dabei gilt: Je schlichter diese sind, desto auffälliger dürfen die Wände werden.

Die Gestaltung der Nische in der Küche - also der Bereich zwischen Arbeitsplatte und Hängeschränken - ist flexibler geworden. Statt dem üblichen Fliesenspiegel werden inzwischen auch oft Glasplatten angebracht.  Foto: AMK

Die Glasplatten lassen sich einfach an die Rückwand kleben. „Meist wird Einscheibensicherheitsglas verwendet, das nicht schwerer ist als die Menge, die an Fliesen benötigt würde“, erklärt Overath. Das Glas ist besonders gehärtet: Es wird daher relativ stoßfest. Bei sehr starker Belastung zerfällt es nur in kleine stumpfe Krümel. Aus diesem Grund müssen bei der Bestellung der Glasplatte von vornherein alle Bohrlöcher eingeplant werden. Später lässt sich nichts mehr nachbessern, das Material würde dann zerspringen. „Im Alltag werden aber in einer Küche kaum so hohe Belastungen erreicht, dass das Glas zerspringen würde“, erklärt Mangels.


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TA P E T E „Für Küche und Bad sind Vliestapeten ideal“, sagt Karsten Brandt, Geschäftsführer des Deutschen Tapeten-Instituts (DTI). Die Tapeten aus einem Gemisch aus Textilfasern, Zellstoff und Papier sollten eine waschbare Oberfläche haben. Darüber gibt ein Piktogramm auf dem Einleger in der Tapetenrolle Auskunft. „Die Waschbeständigkeit von Tapeten wird nach fünf Stufen unterschieden - von wasserbeständig bis zu hoch scheuerbeständig“, erklärt Brandt. „Für die Küche mit ihren Belastungen durch Fett und Feuchtigkeit empfiehlt sich eine möglichst hohe Waschbeständigkeitsstufe.“ Beliebt sind seinen Angaben zufolge Motive, die mit den Themen Küche und Lebensmittel zu tun haben - zum Beispiel Fotos von Kaffeebohnen, Obst, Käse oder Fisch. Auch Illusionen von natürlichen oder industriellen Oberflächen sind angesagt: zum Beispiel von Holz, Marmor, Stein oder Betonwänden. „Allerdings nicht im Neuzustand, sondern leicht verwittert im VintageLook, der gerade modern ist“, erklärt Brandt. Kurioserweise sind auch Fliesenmotive im Trend: „Statt echter Fliesen kleben sich die Leute Fliesentapeten an die Wand, die auf den ersten Blick nicht von echten Fliesen zu unterscheiden sind“, sagt Brandt. „Man muss sie schon berühren, um zu spüren, dass sie nicht hart und kühl sind.“ Der Vorteil am Fliesenspiegel aus Tapete ist, dass er sich - wie alle anderen Tapeten einfach entfernen lässt, wenn er nicht mehr gefällt. „Die Moden wechseln immer schneller“, sagt Brandt. „Mit Tapeten kann man relativ preiswert auf dem Laufenden bleiben.“

Glasplatten zum Schutz der Wand hinter dem Herd lassen sich passend zum Küchenstil und mit verschiedenen Motiven bedrucken. Foto: AMK

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Auf die Ausstrahlung kommt es an Ein solcher Kachelofen sorgt nach Angaben von AKM-Geschäftsführer Foto: pr. Holger Masche für ein einzigartiges Raumklima.

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anfte Wärme, so natürlich und angenehm auf der Haut wie Sonnenstrahlen: „Das können nur Grundöfen“, sagt Holger Masche. Nach Angaben des Geschäftsführers der AKM GmbH (Meerbeck) sorgen diese ursprünglichen Kachelöfen mit ihrer gesunden Wärme für ein einzigartiges Raumklima. Was den Grundofen so besonders mache, sei seine Strahlung, erläutert der Experte. „Sie hat dieselbe Wellenlänge wie Sonnenstrahlen und vermittelt so ein wunderbar wohltuendes Gefühl auf der Haut.“

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Die Abkürzung zum neuen Bad

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ie wird aus einem alten Badezimmer innerhalb kürzester Zeit eine Wohlfühl-Oase? „Mit den cleveren Wandverkleidungen von Duscholux ist das ganz leicht“, sagt Maren Wehrhahn. Nach Angaben der Ausstellungsberaterin der Bückeburger Niederlassung des Haustechnik-Unternehmens Wiedemann wird dieses System einfach innerhalb weniger Stunden auf dem bestehenden Untergrund - zum Beispiel Kacheln oder Fliesen - installiert. „Und zwar ohne langwierige Umbauarbeiten, Schmutz und Staub.“ Ein weiterer Vorteil dieser besonderen Form der Sanierung von Dusche oder gesamtem Bad sei die Qualität der einzelnen Elemente: „Die sind allesamt kratzfest, wasserresistent und leicht zu reinigen – und zudem äußerst preisgünstig.“ Zur Auswahl gibt es laut Wehrhahn zahlreiche Farben und Muster. Wem diese Vielfalt nicht genügt, für den hat die Expertin einen Extra-Tipp parat: „Man kann seine neue Duschrück- oder Badezimmerwand alternativ auch problemlos mit einem eigenen Foto oder Motiv gestalten lassen.“

Der Blick aufs Meer macht Lust auf mehr: „Dafür sorgt die spezielle Wandverkleidung, auf der auch jedes andere Wunschmotiv dargestellt werden kann“, erläutert Ausstellungsberaterin Maren Wehrhahn. Foto: hb

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Sonne satt, Erträge mau? Bei Sonnenschein schlägt das Herz von Solaranlagen-Besitzern höher. Die Paneele auf dem Dach liefern dann Energie satt. Was aber, wenn der Ertrag sinkt oder von vornherein geringer ausfällt als erwartet?

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olaranlagen bringen Hausbesitzern saubere Energie. Sie sparen außerdem Energiekosten und machen im Idealfall etwas Gewinn mit ihrer Anlage, wenn diese den nicht benötigten Strom ins Netz einspeist. Maximalen Nutzen bringen die Solar-Module allerdings nur, wenn sie einwandfrei funktionieren. Produzieren sie weniger, verliert der Hausbesitzer letztlich Geld. Doch ab wie viel Leistungsverlust könnte ein Defekt die Ursache sein? Wo liegen Fehlerquellen? Und wie behebt man sie? Experten geben Antworten auf zentrale Fragen zu schwächelnden Solaranlagen:

Wie findet man Fehler? Viele Defekte erkennt man durch Sichtkontrolle. Besitzer sollten regelmäßig die Anzeigen prüfen: Moderne Anlagen sind mit Fehlermeldern ausgestattet. Auch die Module oder Kollektoren werden hin und wieder gecheckt – zum Beispiel nach Unwettern. Aber: „Inspektionen auf dem Dach oder Arbeiten an elektrischen Anlagen dürfen nur von Fachunternehmen durchgeführt werden“, sagt Wedepohl. Doch auch Hausbesitzer selbst haben ein paar Möglichkeiten: Digitalfotos von der Straße oder mit dem Selfie-Stick vom Balkon aus am PC vergrößern.

Was sind typische, optisch erkennbare Mängel? Hinweise sind Verfärbungen einzelner Module oder Kollektoren. Hagelkörner können das Glas der Paneele durchschlagen haben. Auch Staub oder Laubblätter mindern die Leistung. Mit einem langen Stiel und weichen Bürsten können Besitzer ihre Anlage vorsichtig säubern. Von Wasserschläuchen und Hochdruckreinigern rät Wedepohl ab. Und auch hier gilt wieder: Auf das Dach selbst sollten nur Fachleute gehen.

Was sind spezifische Fehlerquellen bei Thermieanlagen? Die Leitungsflüssigkeit kann zum Beispiel verkochen. Die Pumpe zwischen Pufferspeicher und Kollektoren kann festgefahren sein und gar nicht mehr pumpen. Oder der Heizregler ist falsch eingestellt. „Dann bedient sich die Heizung vom Heizkessel und nicht vom Pufferspeicher, obwohl der voll ist“, erklärt Wagnitz.

Was sind spezifische Fehlerquellen bei Photovoltaikanlagen? Korrodierte oder wacklige Kontakte können die Leistung schmälern. Sie liegen jedoch unter den Paneelen und können von Laien nicht eingesehen werden, sagt Hell. Auch

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der Wechselrichter sei ein Verschleißteil mit nicht unbegrenzter Lebensdauer. Zu große Widerstände können Modulzellen zerstören. Das können Hausbesitzer mit einer Infrarotkamera erkennen: Die überhitzten Zellen sind wesentlich wärmer als die umliegenden Zellen.

Wie viel Leistungsverlust ist hinnehmbar? Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Leistung ist von vielen Faktoren abhängig, darunter dem Wetter und - bei Solarthermieanlagen - den Gewohnheiten der Bewohner. „Hausbesitzer sollten deshalb jeden Monat die Ertragswerte und bei Thermieanlagen auch die Verbrauchswerte aufschreiben“, empfiehlt Hermann Michael Hell von der Verbraucherzentrale Hamburg. Diese Werte lassen sich mit den Wetterdaten und den Werten aus dem Vorjahr vergleichen. Ergeben sich erhebliche Unterschiede, sollte man seine Anlage prüfen lassen. Außerdem gibt es Ertragsprognosen der Anlagenplaner oder -installateure. Weichen die tatsächlichen Werte maßgeblich ab, sollte man nach technischen Ursachen suchen. Eine Alternative ist, die Erträge ähnlicher Anlagen in der Nachbarschaft zum Vergleich heranzuziehen oder Vergleichsportale mit den Daten zu füttern.

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Der Mann vom Bau Ein Hausbau ist teuer – da wird jede Extra-Ausgabe gut überlegt. Manchmal kann man aber späteren teuren Schaden vermeiden: Eine Baubegleitung kontrolliert den Bau auf Mängel – noch während diese möglicherweise entstehen.

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ie Dämmung ist nicht stark genug, der Putz wurde nicht gleichmäßig aufgebracht: Vieles kann beim Hausbau schiefgehen. Für Laien ist es schwer zu überprüfen, ob die Baufirma alle Arbeiten korrekt ausführt. „Oft ist es für den Bauherren nicht nur fachlich schwer, sondern auch zeitlich kaum machbar, die einzelnen Arbeitsschritte beim Bau zu überprüfen“, sagt Christian Stolte von der Deutschen Energie-Agentur (dena). Viele Bauherren holen sich daher Hilfe von einem Bauberater, der unabhängig von der Baufirma arbeitet.

Welche Arbeiten übernimmt ein Baubegleiter? Er sichtet die Arbeiten, koordiniert den Terminablauf der einzelnen Gewerke und checkt die Rechnungen. „Er prüft auch, ob

wirklich all das verbaut wurde, was vertraglich vereinbart wurde“, erläutert Corinna Kodim vom Verband Haus & Grund Deutschland. „Im Idealfall begleitet er den Bau von der Bodenplatte bis zur Abnahme“, ergänzt Heike Böhmer von Institut für Bauforschung (Hannover).

ten. Daher ist es sinnlos, den Gutachter erst kurz vor der Abnahme zu holen, sagt Böhmer. Der Berater sollte jeweils zu Arbeitsbeginn eines Gewerks vor Ort sein. Insgesamt sind mindestens acht Baustellenbesuche gut, damit der Baubegleiter eine realistische Chance hat, mögliche Mängel festzustellen.

Wann beauftragt man den Experten?

Wie findet man einen geeigneten Experten?

Am besten mit der Unterzeichnung des Vertrags, empfiehlt Böhmer. Kodim rät sogar, im Idealfall einen Baubegleiter spätestens hinzuzuziehen, wenn man sich für eine Firma entschieden hat. So betreut er den Bau von Anfang an. „Denn besonders die Bauteile, die unter Putz oder Estrich verschwinden – also die Rohrleitungen und Kabel - kann man später nicht mehr auf Qualität überprüfen.“ Das gilt aber eigentlich für alle Arbei-

Bauüberwacher sind in der Regel Ingenieure oder Architekten - viele arbeiten als Baugutachter. Bauherren sollten gezielt nach Referenzen fragen und sich mit vorherigen Auftraggebern des Baubegleiters unterhalten, rät Kodim. Wählen sollten Bauherren einen Baubegleiter aus dem eigenen Bundesland. „Der kennt die hiesigen Vorschriften - die können von Bundesland zu Bundesland verschieden sein.“


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Ein Baubegleiter überprüft die einzelnen Arbeitsschritte und kann so Baumängel vermeiden. Außerdem koordiniert er den Terminablauf und checkt die Rechnungen.  Foto: Beyond

Wieviel kostet das? Die Bezahlung regelt die Honorarliste für Architekten und Ingenieure (HOAI). In der Regel sind es 1,0 bis 2,5 Prozent der Bausumme. Bei 200.000 Euro müssen also je nach Betreuungsaufwand 2000 bis 5000 Euro eingeplant werden. Die KfW-Förderbank fördert die Arbeit. „Bei Effizienzhäusern verlangt sie sogar eine professionelle Begleitung“, erklärt Stolte. Sie gibt auch bei einzelnen Maßnahmen wie bei einem Heizungsaustausch für die Baubegleitung bis zu 4000 Euro dazu.

„Nur wenn man selbst sehr baukundig ist, kann man darauf verzichten“, sagt Kodim. Auch wenn man mit einer erfahrenen Firma oder einem bekannten Bauträger arbeitet, braucht man unter Umständen keinen Überwacher. „Solche Firmen zu beauftragen, ist oft etwas teurer, aber dafür arbeiten sie recht professionell“, erklärt die Bauexpertin. „Es entstehen weniger Mängel, und Bauabläufe sind eingespielt.“ Auch hier kann es helfen, andere Bauherren nach deren Erfahrungen zu befragen.

Für wen empfiehlt sich eine unabhängige Baubegleitung? Eine unabhängige Baubegleitung macht sowohl für die Bauherren als auch für die Planer und Ausführenden Sinn, sagt Böhmer. Das Institut für Bauforschung führt regelmäßig Mängel- und Schadenuntersuchungen durch. „Mit dem Ergebnis, dass es in den meisten Planungs- und Bauprozessen Mängel gibt.“ Der Vorteil der Baubegleitung: Man entdeckt sie früher. Und je früher man Mängel findet, desto einfacher und kostengünstiger ist es, sie auszumerzen und damit Schäden von vornherein zu vermeiden, erklärt Böhmer.

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Bis der Rohbau eines Hauses steht, kann viel Zeit vergehen. Bauherren sollten Fristen im Bauvertrag genau festlegen. Foto: dpa

Auf den Inhalt kommt es an

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ie Rechtsansprüche von Bauherren beschäftigen inzwischen den Bundestag. Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht unter anderem fixierte Übergabetermine vor. Bauherren können sich diese auch jetzt schon vertraglich zusichern lassen: Sie müssen jedoch ausdrücklich darauf bestehen. Die Bundesregierung will die Rechte von Bauherren stärken - bisher müssen diese mit ihrer Baufirma vieles individuell aushandeln. Der Verband Privater Bauherren (VPB) erläutert, worauf man im Vertrag Wert legen und vor Vertragsabschluss achten sollte.

Einzugstermin Feste Termine müssen zwar nicht, können aber festgelegt werden. Die Experten empfehlen, sich nicht auf scheinbar präzise Festlegungen wie „Die Bauzeit beträgt

sieben Monate nach Baubeginn“ einzulassen. Denn die Baufirma kann dann den Baubeginn hinauszögern. Besser ist es, wenn konkrete Daten für Baubeginn und Fertigstellung im Vertrag stehen. Zudem sollten Bauherren eine Vertragsstrafe bei Nichterfüllung aushandeln. Laut VPB lassen sich aber nur die wenigsten Schlüsselfertiganbieter auf solche Eckdaten ein.

Realistischer Zahlungsplan Grundsätzlich gilt, dass erst nach erbrachter Leistung bezahlt wird. Wer die Firma schrittweise nach Stand des Baufortschritts bezahlt, sollte auf realistische Abschläge achten. Denn wer in Vorleistung geht, hat bei einer Insolvenz der Firma das Nachsehen. Der VPB empfiehlt, die erste Rate von rund 40 Prozent nach Fertigstellung des Rohbaus und der Zimmererarbeiten anzusetzen.

Übergabe der Unterlagen Bauherren müssen dafür sorgen, dass ihre Immobilie dem geltenden Recht entspricht. Um das zu kontrollieren, sollten sie sich die Herausgabe der Planungsunterlagen und - mit der Bauabnahme - sämtlicher Unterlagen vertraglich zusichern lassen.

Prüfung der Unterlagen Es gibt aktuell kein Widerrufsrecht für Bauverträge - außer sie wurden quasi an der Haustür abgeschlossen. Das soll das neue Bauvertragsrecht nun ändern. Aber auch jetzt schon haben Bauherren durchaus vorher Zeit für eine Prüfung der Unterlagen: Sie müssen den Vertrag mindestens zwei Wochen vor dem offiziellen Notartermin erhalten. Darauf sollte man auch bestehen.


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Offenen Kamin mit Heizkassette effizienter machen Offene Kamine verlieren viel Wärme, statt den Ofen effizient zu heizen. Eine Heizkassette kann den Wirkungsgrad jedoch von 20 auf mehr als 70 Prozent steigern. Darauf weist der Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) hin. Die Kassette ist ein passgenau angefertigter Einsatz zum Verschließen des Feuerraums. Oft gibt es eine Glastür, so dass man die Flammen weiterhin sehen kann. Der Einsatz lässt sich laut HKI vor Beginn der Heizsaison einfach nachrüsten.

Wer seinen offenen Kamin mit einer Heizkassette nachrüstet, steigert den Wirkungsgrad erheblich und muss auf das Flammenspiel keinesfalls verzichten. Foto: dpa

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Eine bunte Mischung

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eiß gestrichene Wände und grau verputzte Fassaden gehörten in den vergangenen Jahrzehnten zu den Klassikern an und in deutschen Häusern. „In jüngerer Vergangenheit hat sich das jedoch geändert“, sagt Christine Volker. Nach Angaben der Baustoffhandel-Mitarbeiterin des Hagebaucentrums Altenburg (Stadthagen) geht der Trend hin zu immer mehr Farbe. Ob klassisch dezent, fröhlich bunt oder ausgewogen Ton in Ton: „Die Wünsche unserer Kunden sind vielfältig“, weiß die Expertin. „Und zwar so vielfältig wie unser innovatives Farbmisch-System.“ Dieses stammt vom Hersteller Krautol und verfügt über ein „Farbspektrum, das keine Wünsche offenlässt“. Gedacht und gemacht sei dieses System sowohl für Fachhandwerker als auch für Heimwerker, erläutert Volker. „Wer zum Beispiel sein Einfamilienhaus anstreichen will, bekommt bei uns umhegend den gewünschten Farbton in der benötigten Menge.“

Mischen für jeden Kunden und Zweck die passgenaue Farbe: Alexander Schlesner und Christine Volker vom Hagebaucentrum Altenburg. Foto: hb

Und auch spezielle Komponenten können der Hagebau-Mitarbeiterin zufolge in die Farbe gemischt werden. Beispielhaft nennt Volker Mittel gegen Schimmel, Pilzbefall und Verfärbungen sowie eine Spezial-Lotion, die verhindern soll, dass der bunte Putz eines Tages von der Fassade bröckelt.

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Ein Wintergarten bereichert das gesamte Wohnumfeld mit Transparenz, Licht und Lebensfreude. Foto: pr.

Wohnen inmitten der Natur

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ehr Licht, mehr Wärme, mehr Wohlbefinden: „Mit einem hochwertigen Wintergarten investiert man in langfristige Lebensqualität, die jeden Tag aufs Neue spürbar wird“, sagt Ringo Nehrmann. Der Geschäftsführer der Weser Wintergarten GmbH weiß, „dass immer mehr Menschen Wert auf Entspannung und Revitalisierung in den eigenen vier Wänden legen“. Die Wintergartenlösungen des in Porta Westfalica-Lerbeck ansässigen Unternehmens ermöglichen seinen Angaben zufolge ein naturnahes Wohnen. „Ein Wintergarten vergrößert nicht nur den nutzbaren Lebensraum, sondern bereichert das gesamte Wohnumfeld mit Transparenz, Licht und Lebensfreude“, so Nehrmann. Damit Bauherren und Hausbewohner dieses Ambiente langfristig genießen können, sollte dem Experten zufolge ein Wintergarten in jedem Fall ein Qualitätsprodukt sein. Die Weser Wintergarten GmbH biete diesbezüglich maßgeschneiderte Lösungen, die individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse der Bauherren abgestimmt würden. Beispielhaft nennt Nehrmann den Schall- und Sonnenschutz sowie das Heizungs- und Lüftungssystem. „Und damit bei der Planung und Montage nichts schiefläuft , kümmern wir uns auf Wunsch auch um die komplette Bauabwicklung.“

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Die großen Glasflächen eines Wintergartens steigern auch den optischen Anreiz eines Gebäudes: Das Wohnhaus wirkt offener und einladender. Foto: BVW

Lieblingsplatz unter Glas Diesen Wohnraum mögen viele Menschen besonders gerne: den Wintergarten am Haus. Hier kann man das Gefühl haben, mitten im Garten zu sitzen. Und doch ist es an kalten Tagen mollig warm – zumindest wenn die Dämmung stimmt und es eine Heizung gibt.

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as tun, wenn draußen zwar die Sonne scheint, es aber auch bitterkalt ist? Dann wäre ein Platz im Wintergarten optimal - kuschelig warm und dazu im Licht der Sonne. Für viele ist es der Lieblingsplatz im Haus. Aus energetischer Sicht sind Wintergärten jedoch eine Herausforderung. Im Sommer heizen sich Glasbauten schnell auf. Und im Winter kühlen sie aus, sobald die Sonne verschwunden ist.

mich, Sachverständiger für Wintergärten. „Dabei handelt es sich bei solchen Konstruktionen oft lediglich um einen geschlossenen Freisitz.“

Das Problem: Oft werden Wintergärten auf alte Terrassen aufgesetzt. „Manche Hausbesitzer denken, wenn sie einfach einen Glasbau darauf bauen, haben sie einen Wintergarten“, sagt Klaus Hel-

Beheizte Wintergärten müssen die strengen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) für Glasdächer und Fassaden von beheizten Gebäuden erfüllen. „Das ist mit einer fachgerechten

Ein Wintergarten, der zum Wohnen geeignet ist, benötigt ein solides Fundament, eine Abdichtung und eine Wärmedämmung nach unten sowie Einrichtungen zur Belüftung und Beschattung. Sonst dringen Kälte und Feuchtigkeit ein, oder der Raum heizt sich im Sommer stark auf.

Planung und der Auswahl der richtigen Technik und Materialien machbar“, erklärt Steffen Spenke, Geschäftsführer des Bundesverbands Wintergarten (BVW). Ein Wintergarten verbraucht dann unter Berücksichtigung der Sonnenenergie ungefähr so viel Heizenergie im Jahr wie ein Raum mit kompakten Wänden. Ausschlaggebend für eine gute Energiebilanz ist das Zusammenspiel von Trägermaterial und Verglasung. Wegen seines geringen Gewichts und der zugleich hohen Festigkeit entscheiden sich die meisten Bauherren für Aluminium. Alu-Profile gibt es mit hochwertiger thermischer Trennung für Wohnwintergärten. „Bei der sogenannten thermischen Bremse werden Außen- und Innenschale

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Für den Wärmeschutz eines Wintergartens ist wichtig, schon bei der Planung abzusehen, wie viel Licht und Schatten im Laufe des Tages auf den Glasbau fällt. Foto: TS Aluminium Bei Wintergärten, die viel der Sonne ausgesetzt sind, braucht man guten Sonnenschutz. Das gelingt mit Sonnenschutzverglasungen, aber auch mit flexiblen Plissees am Fenster oder Markisen.

Ausschlaggebend für eine gute Energiebilanz des Wintergartens ist das Zusammenspiel von Trägermaterial und Verglasung. Foto: TMP

Foto: TMP

getrennt, so dass der Wintergarten gut isoliert ist“, erklärt Spenke. Bei weniger oder nicht beheizten Wintergärten kann eine thermische Trennung mit geringeren Anforderungen eingesetzt werden. Das Profil der tragenden Konstruktion ist zu rund 25 Prozent dafür verantwortlich, wie viel Wärme verloren geht. Etwa 75 Prozent der Wärmedämmung übernimmt das Glas. Und das wird immer besser. „Früher ist wertvolle Heizenergie durch alte Rahmen und schlecht isolierende Verglasungen einfach in den Garten verpufft“, schildert Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF). Das erkenne man am Gartenboden: „Manchmal war ein guter Meter rund ums Haus selbst im tiefsten Winter eisfrei.“ Heute sind Wärmeschutz-Verglasungen aus zwei Glasscheiben Standard. Sie haben einen U-Wert von 1,0 bis 1,1 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Mit Hilfe spezieller Beschichtungen, Füllungen mit Edelgas oder der Verwendung einer dritten Scheibe können noch bessere Werte zwischen 0,7 und 0,5 erzielt werden. „Dabei ist allerdings zu bedenken, dass eine höhere Wärmedämmung meistens auch mit einem geringeren Lichteinfall verbunden ist“, sagt Spenke. Das ist im Sommer durchaus positiv, aber im Winter kostet es wertvolle solare

Wärmegewinne und Helligkeit in den dahinter liegenden Räumen, wenn nicht Spezialgläser verwendet werden. „Mit qualitativ hochwertigen Gläsern kann dieser Effekt aber gemindert werden“, sagt Tschorn. Genauso wichtig wie das richtige Glas ist eine passende Verschattung des Wintergartens. Diese sollte von vornherein in die Planung einbezogen werden. Viel Sonnenlicht und Hitze können mit Sonnenschutzverglasungen, Markisen, Rollläden, Raffstoren, Jalousien oder Plissees abgehalten werden. „Diese Systeme gibt es auch mit automatischen Steuerungen, die zum Beispiel die Wintergartenmarkisen bei starker Sonneneinstrahlung schließen und sie wieder öffnen, sobald die Sonne weitergezogen ist“, erklärt Tschorn. Bei der Auswahl der Verschattung spielen auch die geografischen Verhältnisse eine Rolle - vor allem die Himmelsrichtung. Die Nordlage hat den Vorteil, dass sie sich im Sommer nicht so sehr aufheizt. Die Ostseite ist ideal für Menschen, die bei Morgensonne ihr Frühstück in Ruhe in ihrem Wintergarten genießen können. In Westlage bleibt die Abendsonne lange präsent, und in Südlage gibt er den ganzen Tag über viel Tageslicht und Wärme.

Eine Heizung für den Winter Sobald die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, wird es im Wintergarten empfindlich kühl. „Der Wintergarten ist kein Wärmespeicher“, erklärt Steffen Spenke vom Bundesverband Wintergarten. „Er braucht eine Heizung, die anspringt, sobald die Temperatur auf ein gewisses Maß sinkt.“ Diese Heizung muss sich dem Experten zufolge in ihrem thermischen Verhalten von normalen Anlagen in Innenräumen unterscheiden. „Sie muss schnell eine sehr hohe Heizleistung in geringen Zeiträumen ermöglichen.“ In Spitzenzeiten sollte sie 250 bis 300 Watt pro Quadratmeter bringen. Damit sie effektiv arbeiten kann, muss die Heizung an der richtigen Stelle installiert werden: nämlich dort, wo es am kältesten ist. „Am besten baut man sie unterhalb der Front- und Seitenscheiben ein oder direkt in den Boden als Bodenkanalheizung“, erläutert Spenke. Diese darf man nicht verwechseln mit einer Fußbodenheizung - denn die ist für den Wintergarten ungeeignet, weil sie viel zu träge auf Temperaturschwankungen reagiert und die innenliegenden Oberflächen der Glaswände nicht schnell genug aufheizt, so dass häufiger und länger Kondensat entsteht.

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Wärme und Strom aus der Luft Der Wind weht oft – und er treibt Windräder an, die Strom erzeugen. Was in einer großen Vielzahl auf Feldern funktioniert, kann man auch zu Hause nutzen: mit einer Kleinwindanlage im eigenen Garten. Bei der Nutzung von Windenergie sind Berg- und Küstenbewohner klar im Vorteil. Bei ihnen weht öfter eine steife Brise. Eine Kleinwindanlage macht daraus Strom und Wärme – auch in der norddeutschen Tiefebene.

Wie kommt die Energie ins Haus? Auf dem Markt sind Mikrowindanlagen bis fünf Kilowatt Nennleistung, Miniwindanlagen von fünf bis 30 Kilowatt und Mittelwindanlagen von 30 bis 100 Kilowatt. Sie kommen auf Dächer oder auf Masten im Garten.

Kleine Windanlagen auf Masten produzieren im Hinterhof oder im Garten Strom. Allerdings schaffen sie das nur bei entsprechender Windstärke. Foto: BWE

Besonders beliebt bei vielen Nutzern sind Anlagen mit vertikaler Rotorachse. „Ihr Aussehen entspricht am ehesten unseren Vorstellungen von einer Windmühle“, erklärt Wolfram Axthelm vom Bundesverband WindEnergie (BWE). Anlagen mit horizontaler Rotorachse haben jedoch fast immer einen höheren Wirkungsgrad.

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Wer kann Windenergie für den Haushalt nutzen? Das Gros der Kleinanlagen läuft erst bei Windgeschwindigkeiten von 2,5 bis 3 Meter pro Sekunde an. Die Nennleistung erreichen die meisten bei deutlich mehr als 10 Meter pro Sekunde, also ab der BeaufortWindstärke 6. „Die Wahrscheinlichkeit, in einer Gegend mit solchen Windstärken zu wohnen, ist gering“, sagt Axthelm. „Selbst an der Nordsee gibt es Windgeschwindigkeiten von mehr als vier Beaufort im Sommer zu 30 Prozent und im Winter zu 55 Prozent.“

verbrauch. Allerdings wird der selbst verbrauchte Windstrom mit 1,87 Cent pro Kilowattstunde EEG-Umlage belastet. Der Betrag steigt jährlich, ab 2017 beträgt er 2,5 Cent pro Kilowattstunde. Wer Strom ins öffentliche Netz einspeist, erhält immer weniger Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) dafür. Die Anfangsvergütung für Windenergie an Land lag mit Inkrafttreten des EEG 2014 bei 8,9 Cent für die Kilowattstunde. Seit diesem Jahr wird die Vergütung quartalsweise um je-

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weils 1,2 Prozent abgesenkt. Derzeit April beträgt der Einspeisetarif 8,55 Cent pro Kilowattstunde. Nähere Informationen dazu gibt es bei der Bundesnetzagentur. Die Anschaffungskosten liegen bei 3000 bis 9000 Euro pro Kilowatt Nennleistung. Hinzu kommen jährliche Betriebskosten für Wartung, Instandhaltung und Versicherung in Höhe von zwei bis drei Prozent der Investitionskosten. Die Lebensdauer liegt bei zehn bis 20 Jahren. Fazit: Ein großer Gewinn ist mit solchen Anlagen nicht zu machen.

Für wen eignet sich dann die Technik? Kleinwindanlagen können eine gute Ergänzung zur Solarthermie sein. „Wenn im Herbst und Winter die Kraft der Sonne nachlässt, aber mehr Wind zu erwarten ist, ist es eine gute Idee, Wind und Sturm für sich arbeiten zu lassen“, sagt Axthelm. Der von den Anlagen erzeugte Strom kann mit Hilfe einer Heizpatrone den Warmwasserspeicher der Heizung vorsorgen.

Wann rechnet sich die Investition? Ob zur Stromgewinnung oder zur Unterstützung der Heizung: Um ökonomisch zu arbeiten, muss der Wind ungewöhnlich kräftig sein. „Nur in seltenen Fällen reicht die Stärke aus, um die kleinen Windräder wirtschaftlich anzutreiben“, erklärt Werner Neumann vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Wer darauf vertraut, kann sein Geld gleich so in den Wind schießen.“ Für ihn sind kleine Windanlagen nicht mehr als eine Spielerei. „Wer unbedingt auf Windenergie setzen will, kann sich besser an einem Windpark oder einer Bürgerwindanlage beteiligen.“ Laut Axthelm rechnen sich kleine Windkraftanlagen vor allem über den Eigen-

Windräder im Garten können Strom erzeugen, um Geräte im Haus zu betreiben. Oder der Strom kann mit Hilfe einer Heizpatrone den Warmwasserspeicher der Heizung vorsorgen. Grafik: dpa

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Die schwarze und flache Haube wirft sogar farbiges Hintergrundlicht.  Foto: Siemens Hausgeräte


Alles wie aus einem Guss

Weiße Ware: So nennt man in der Fachsprache Waschmaschine, Geschirrspüler und Herd. Doch der Begriff ist veraltet, denn heute sind Hausgeräte oft schwarz und metallig. Und veraltet ist auch die Ansicht, die Geräte sind nur zum Arbeiten da: Sie müssen auch gut aussehen.


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Aufeinander abgestimmte Blenden und einen markanten silbernen Ring zur Steuerung in der oberen Mitte: Das sorgt für eine gemeinsame Optik.  Foto: Bosch

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as Aussehen von Waschmaschine, Herd und Co. löste bislang meist keine Begeisterungsstürme aus. Aber es hat sich etwas getan: Die Hersteller legen mehr Wert auf die Optik. Und die Geräte sollen sich stilvoll neben den Küchenmöbeln einreihen. Was die Firmen in diesem Jahr auf der Elektronikmesse IFA in Berlin präsentierten, sah - im Vergleich zu früher - richtig gut aus. Es geht vor allem um das Gesamtbild, „also die klare Linienführung“, erklärt Kirk Mangels von der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK). Dazu gehört, dass Produkte immer häufiger zu einer abgestimmten Design-Serie zusammengefasst werden - wie bei der Serie 8 von Robert Bosch Hausgeräte. Deren Geräte sind einheitlich erkennbar an einem auffälligen silberfarbenen Metallring in der Mitte als Bedienfeld. Die Teile der Serie iQ700 von Siemens Hausgeräte hingegen haben aufeinander passende Metallblenden, die sich wie eine

Die Geräte fügen sich flachbündig in die Küchenzeile ein, die Formsprache ist geradlinig und puristisch.

lange verbindende Linie über nebeneinander eingebaute Geräte zieht. Beide Marken erweitern die Serie laufend um weitere Geräte. Eine neue Serie stellte AEG auf der IFA vor: die Mastery Range. Und Miele präsentierte bereits im Frühling 2016 die neue Küchenserie ArtLine: Deren Geräte fügen sich flachbündig in die Küchenzeile ein, die Formsprache ist geradlinig und puristisch. Optisch störende Griffe gibt es nicht. Geräte-Serien geben einer Küche ein einheitlicheres Aussehen - und beenden das Sammelsurium unterschiedlicher Fronten von Herd, Spülmaschine, Kühlschrank und Mikrowelle. Sogar manche Einbaukaffeemaschine passt sich an. Im Rahmen dieser Design-Entwicklung werden auch länger käufliche Geräte optisch überarbeitet: Miele hat seine Waschmaschine W1 und den Trockner T1 aufeinander angepasst, so dass sie als Paar schick aussehen. Aber es kommt darauf an, wie die Geräte mit den Küchenmöbeln kombiniert werden. Es wird nun in der Entwicklung auf das perfekt abgestimmte Spaltmaß Wert


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Die Designer wollen bei Küchengeräten weg vom Werkzeugcharakter kommen: Diese Dunstabzugshaube wirkt beispielsweise eher wie ein TV über dem Herd. Foto: Bosch

Unauffällige Integration: Die Hausgeräte dieser Küchenserie fügen sich bündig in die Küchenzeile ein. Eine Küche wirkt dann kaum noch wie eine altbekannte Küche. Foto: Miele

gelegt, „damit es nicht so aussieht, als wäre etwas fehlerhaft eingebaut worden“, sagt Mangels. Wichtig ist ebenfalls, dass Geräte nicht nur nebeneinander gut aussehen, sondern auch übereinander - beispielsweise, wenn neben dem rückenfreundlich eingebauten Backofen auf Augenhöhe ein Garofen Platz finden soll. Roland Stehle vom Branchenverband gfu, spricht hier vom Design „aus einem Guss“.

Und dann wäre da noch die Farbe: „Der Begriff Weiße Ware ist überholt“, sagt Mangels. Vor allem dunkle Optiken und Metallfronten sowie kleine Farbtupfer durchmischen immer stärker das Sortiment der lange komplett weißen Gerätereihen in den Fachmärkten. „Die Geräte entwickeln sich mehr zu Eye-Catchern“, sagt auch Stehle. Für Ursula Geismann von Verband der Deutschen Möbelindustrie ist genau das ein Grund, warum immer mehr Solitäre zu sehen sind: zum Beispiel die großen freistehenden Kühlschränke im Stil des USDesigns. Sie sind ein Hingucker.

Küchengeräte als Hingucker und RaumDekoration: Diese Entwicklung wird sich laut Mangels noch weiter fortsetzen - im Rahmen der Veränderung der Architektur hin zu mehr offenen Grundrissen. „Die Küche ist bereits in vielen Gebäuden zum Wohnraum hin geöffnet worden“, sagt Mangels. „Es gibt keine ganz verlässlichen Zahlen, aber wir gehen davon aus, dass der Großteil der Neubauten - also weit über 50 Prozent - aktuell so gebaut wird. Und es gibt eine ganz starke Entwicklung bei den Renovierungen zu größeren Öffnungen.“

Die Küche wird also mit dem Wohnzimmer verbunden - und die Möbel sollten danach aussehen. Robert Sachon, Chefdesigner von Robert Bosch Hausgeräte, will der Dunstabzugshaube beispielsweise ihren „Werkzeugcharakter“ nehmen. Das Modell der Serie 8 hat die Optik eines Flachbild-

schirms - also eines Unterhaltungsgerätes im Wohnzimmer. Die ebenfalls schwarze und flache Haube der Siemens-Serie iQ700 wirft sogar farbiges Hintergrundlicht - und sorgt nach dem Kochen für romantische Stimmung. Das kann auch der Geschirrspüler der Serie: Bei geöffneter Tür lässt sich das Innenlicht einfärben.

Auch die neue Dunstabzugshaube Puzzle Skylight von AEG beleuchtet die Küche bunt. Dem Hersteller zufolge wollen viele Menschen diese kleine Lichtquelle abends auch nach dem Kochen noch eingeschaltet lassen. Daher haben die Gerätedesigner bei diesem Abzug nun auch neben der üblichen Leuchte, die auf die Töpfe gerichtet ist, eine zusätzliche zentrale Raumbeleuchtung mit Strahlrichtung nach oben integriert. Die nächste Küchenparty kann also kommen.


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Möbel fürs Leben Gradlinig, natürlich und werthaltig: Möbel-Verkaufsleiterin Anna-Lena Nürnberg (links) und Ada Paul zeigen, dass die Couch Conseta auch von unten erstklassig aussieht. Foto: hb

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ie wollen wir wohnen? „Diese Frage steht für immer mehr Menschen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit“, weiß Anna-Lena Nürnberg. Nach Angaben der Verkaufsleiterin der Paul Home Company (Sülbeck) sind deshalb Möbel aus echtem Naturholz angesagter denn je: „Schließlich wird jeder Raum dadurch in ein behagliches, gesundes Zuhause verwandelt.“

In seinem hauseigenen Reinheitsgebot verspricht „Team 7“ zudem, dass bei der Möbelproduktion ausschließlich edles Laubholz verwendet wird. Dieses werde formaldehydfrei verleimt und mit Naturöl veredelt: „Und sonst gar nichts.“ Wie belastbar, langlebig und werthaltig die auf diesem Wege produzierten Möbel für den Wohn-, Ess- und Schlafbereich sind, zeigt die Paul Home Company in ihrer rund 6000 Quadratmeter großen Ausstellung in Sülbeck.

Ganz besonders angetan ist die Expertin diesbezüglich von der gesamten Kollektion des Herstellers „Team 7“ (Österreich). „Bei denen liegt die gesamte Wertschöpfungskette aller Massivholzmöbel in der eigenen Hand“, sagt Nürnberg. „Das Unternehmen bewirtschaftet nicht nur einen eigenen, rund 74 Hektar großen Wald, sondern betreibt auch ein eigenes Sägewerk, ein Plattenwerk und zwei Möbelwerke.“

Dort finden Kunden zudem die Sitzmöbel des Herstellers COR aus Rheda-Wiedenbrück. „Bekannt insbesondere durch sein Sofaprogramm Conseta und ebenfalls hergestellt mit Holz aus eigenem Forstanbau“, so Nürnberg. Auch der COR-Kollektion hat das alteingesessene Sülbecker Einrichtungshaus einen eigenen Bereich gewidmet.

Ob freistehend oder von zwei Beinen gestützt: Der Sekretär „sol“ ist mit seinem cleveren Innenleben ein praktischer Begleiter in allen Wohnbereichen. Foto: Team 7

Die Couch-Garnitur Conseta des Herstellers COR gehört zu den zeitlosen Klassikern in puncto Wohnzimmereinrichtung. Foto: COR


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Für mehr Schwarz und kräftigere Farben sollen die von etlichen Herstellern verbauten OLED-Displays sorgen - hier ein Gerät von Metz.  Foto: Metz

Weniger Tasten, mehr Funktionen, besseres Bild

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ahrelang bekam der Smart-TV immer neue Funktionen spendiert. Der Komfort blieb auf der Strecke. Viele Geräte waren schrecklich kompliziert zu bedienen. Die im September auf der Internationalen Funkausstellung gezeigten Geräte machen Schluss damit. Und auch die Zahlentasten verschwinden.

„Unsere Erfahrungen zeigen, dass Zuschauer in der Regel nur bis zu sieben verschiedene Programme schauen“, sagt Sang-Won Byun vom Hersteller Samsung. Bei seiner Marktforschung hat das Unternehmen herausgefunden, dass die Hälfte der Befragten nicht einmal ansatzweise alle Funktionen ihrer Fernbedienung kennen.

Die Zeiten, als Opa beim Fernsehen liebevoll über die Programmtasten 1, 2 und 3 strich, bis sie völlig abgeschliffen waren, sind vorbei. Denn den Zahlentasten auf der TV-Fernbedienung geht es an den Kragen. Beispiel Samsung: Die mit den neuen Smart-TV-Modellen ausgelieferte Fernbedienung Smart Remote hat kein Tastenfeld mehr. Hat es sich also ausgezappt?

Die radikale Antwort darauf ist die Smart Remote mit weniger als 15 Knöpfen. Mit der Bluetooth-Schalte wird das Menü der großen Bildschirme mehr oder weniger wie bei einem Smartphone bedient, mit dem Steuerkreuz und einem Auswahlbutton steuern Benutzer alle Funktionen des Fernsehers und klicken sich durch Apps, Menüs und Programme.


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Philips hat in seinen Ambilight OLED-TV auch stimmungsvolle Hintergrundbeleuchtung eingebaut.  Foto: dpa

Auch die Benutzeroberflächen sind radikal vereinfacht. Statt im Live-TV über Antenne, Kabel oder Satellit landet man beim Einschalten der neuen Geräte auf einer Übersichtsseite. Zum Beispiel bei Sonys Geräten mit Android-TV: „Man sieht alles auf einer Seite“, erklärt Simon Peter Ziesch, Produktmanager für TV-Geräte bei Sony. Das heißt: ARD, ZDF, Dritte und Private stehen gleichberechtigt neben Video-onDemand-Anbietern und Streaming-Diensten. Wie ihr Startbildschirm aussieht, entscheiden Nutzer selbst. Mit einem Druck auf die Discover-Taste werden sofort alle Quellen eingeblendet. Auch in Samsungs Smart Hub wird nicht mehr zwischen herkömmlichem Fernsehen und Inhalten auf Abruf unterschieden. TVProgramm oder Streaming-Dienste werden gemeinsam neben Inhalten von Spielkonsole oder Blu-ray-Player angezeigt. Schaltet man mitten im Stream den Film aus und später den Fernseher wieder an, wird nahtlos fortgesetzt. „Wir bevorzugen keine Quelle“, sagt Byun. „Das ist ein wichtiger Schritt“, sagt Timm Lutter vom Branchenverband Bitkom. Während Smartphones und Computer seit Jahren leicht zu bedienen sind, hinkten die sperrig zu bedienenden Fernsehgeräte lange hinterher und verärgerten manchen Nutzer mit komplizierten Menüstrukturen und unzähligen Tastendrückern für kleinste Aktionen.

Doch nicht überall setzt man auf so radikale Veränderungen wie eine zahlenlose Fernbedienung. Bei Sony hat der Zahlenblock weiter einen Platz auf der Fernbedienung. Es gibt aber zwei prominente rot-weiße Knöpfe: Einer führt direkt zum Google Play Store, der andere mit einem Klick zum Streaming-Anbieter Netflix. Auch hier bekommt das klassische Fernsehen also Konkurrenz.

Während Smartphones und Computer seit Jahren leicht zu bedienen sind, hinkten die sperrig zu bedienenden Fernsehgeräte lange hinterher und verärgerten manchen Nutzer mit komplizierten Menüstrukturen und unzähligen Tastendrückern für kleinste Aktionen.

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Alles so schön bunt hier: Grundig zeigte auf der IFA diesen Flachbildfernseher mit OLED-Display.  Foto: Grundig

Neben erleichterter Bedienung setzen die Hersteller bei ihren auf der IFA gezeigten Geräten auf mehr Inhalte - im wahrsten Sinne des Wortes. Nahezu jeder Hersteller verspricht mehr Farbe und mehr Kontrast. Möglich wird dies durch den verstärkten Einsatz sogenannter OLED-Displays, die unter anderem in neuen Geräten von Grundig, Philips und Metz stecken. Sie kommen im Gegensatz zum klassischen LCD-Bildschirm ohne Hintergrundbeleuchtung aus. Schwarze Pixel sind bei solchen Geräten also wirklich schwarz und nicht diffus angegraut.

Eine weitere Lösung für schwärzeres Schwarz und mehr Helligkeit auf dem Bildschirm ist HDR. Bislang höchstens in teuren Oberklassefernsehern zu Hause, steckt die Technologie für erweiterte Kontrastdarstellung künftig in immer mehr Geräten. Entsprechendes Bildmaterial vorausgesetzt, gibt es mit HDR keine im Dunklen verschwindenden Bildbereiche mehr. Und relativ gleichfarbige Flächen wie Eis kommen detaillierter zur Geltung. Die Auswahl an HDR-Filmen ist bislang jedoch noch klein. Im Fernsehprogramm gibt es keine, und die Verbreitung der UHD Blu-ray mit HDR-Filmen kommt erst langsam in Fahrt.


Wolfgang Schlüter und Ute Bernhardt haben sich mit ihrem Stoffkontor einen Lebenstraum erfüllt und halten für ihre Kunden Stoffe am laufenden Meter bereit.

Der Stoff, aus dem die Träume sind

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er Lieblingssessel soll neu bezogen werden - die Stoffwahl ist fast getroffen. Aber passt das intensive Blau der Wildseide wirklich zur Tapete? Zur Entscheidungsfindung können Kunden des Stoffkontors (Stadthagen) den ganzen Stoffballen mit nach Hause nehmen und großflächig prüfen, wie Farbe und Muster im Raum wirken. Ute Bernhardt und Wolfgang Schlüter bieten an der Fröbelstraße nicht nur einen sehr individuellen Service, sondern auch ein exklusives Stoffsortiment. Erhältlich sind hochwertige Stoffe aus den Kollektionen internationaler Stoffverlage, die ihre Ware über Inneneinrichter, Objektausstatter und Einrichtungshäuser anbieten. Wechseln die Kollektionen, haben Bernhardt und Schlüter die Möglichkeit, aus tausenden Stoffmetern der scheidenden Kollektion ihre Entscheidung für das Stoffkontor zu treffen. Die Mengen variieren zwischen fünf und 50 Metern. So können Liebhaber schöner Stoffe wahre Schätze zu stark reduzierten Preisen in Stadthagen finden. Und wer nur ein Kissen beziehen will, greift zum Coupon, einem kleinen zusammengelegten und nett verschnürten Stoffabschnitt.

Auch die schönsten Stoffe sind hier zu deutlich reduzierten Preisen erhältlich.

Fotos: sk

Den Kunden stehen beim Stoffeinkauf übrigens Profis zur Seite: Die Stoffkontor-Inhaber sind Designerin und Innenarchitekt. Ausführliche Gespräche und Planungen können angefragt werden. Darum hat das Geschäft nur freitags von 10 bis 18 Uhr und sonnabends von 10 bis 14 geöffnet - außerdem nach Vereinbarung. Die Inhaber wohnen direkt über ihrem Geschäft und sind gerne auch außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten für ihre Kunden da.


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Bequemes Sitzen ist so einfach

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equeme Sessel gehören zur Ausstattung eines typischen Wohnzimmers einfach dazu. „Und das Beste, was es diesbezüglich gibt, sind die Stressless-Möbel des norwegischen Herstellers Ekornes“, sagt Lena Franz vom Möbelhaus Franz (im Hessisch Oldendorfer Ortsteil Pötzen und in Minden). „Diese Sessel sorgen einfach immer für idealen Sitzkomfort.“ Neueste Errungenschaft der in den Größen L, M und S erhältlichen Stressless-Kollektionen ist das BalanceAdapt-System. „Hierdurch wird gewährleistet, dass sich die jeweilige Sitzposition immer automatisch und ganz ohne Schalter oder Hebel allen Körperbewegungen anpasst.“ Interessierten empfiehlt Franz einen Besuch der Ausstellungen in Minden oder Pötzen. „Und wenn Sie dann in einem Stressless-Modell Platz genommen haben, wissen Sie genau, was ich meine“, sagt die Fachfrau – und denkt dabei an ihre zahlreichen Kunden, die sich die eigenen vier Wände ohne einen solchen Bequemsessel gar nicht mehr vorstellen können.

Wer bequem und komfortabel sitzen möchte, kommt an den Stressless-Modellen des norwegischen Herstellers Ekornes kaum vorbei. Fotos: Ekornes

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Alte Alte Berliner Berliner Heerstr. Heerstr. 66 • 31840 Hess. Oldendorf OT Pötzen Pötzen www.moebelhausfranz.de www.moebelhausfranz.de • info@moebelhausfranz.de info@moebelhausfranz.de • Inh. W. Franz Franz Öffnungszeiten: Öffnungszeiten: Mo - Fr 9.30 - 19.00 Uhr, Uhr, Sa 9.30 - 18.00 Uhr

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Mitarbeiterin Nadine Schönbeck zeigt eine Tapete der brandneuen Kollektion „Roberto Geissini“.

Fotos: hb (3)

Benjamin Seyfert freut sich über die Umgestaltung des hauseigenen Bettenstudios, wodurch die Auswahl noch einmal vergrößert wurde.

Einrichten leicht gemacht

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as gesamte Jahr 2016 stand und steht bei Hammer ganz im Zeichen des 40-jährigen Bestehens der Gruppe. Auch der Heimtex-Fachmarkt Scheffer hat mit zahlreichen Aktionen dafür gesorgt, die Wohnräume seiner Kunden noch schöner zu gestalten.

Und auch in puncto Tapete gibt es Neuigkeiten: „Wir haben kürzlich die Kollektion von Robert Geiss ins Sortiment aufgenommen. Diese gibt es exklusiv und ausschließlich bei Hammer“, schildert die Einrichtungsexpertin mit Blick auf den neuesten Coup des aus einer Reality-TVSerie bekannten Kölner Unternehmers, der ein komplettes Stilbuch entworfen hat.

Eine weitere Neuerung im Hammer Heimtex-Fachmarkt Scheffer befindet sich zudem gerade in der Vorbereitung: „Anfang 2017 werden wir eine eigene Abteilung für Wohnaccessoires eröffnen“, sagt Linda Scheffer. „Unsere Kunden finden dann bei uns eine Vielzahl an Dingen, mit denen sie sich ihre eigenen vier Wände noch schöner dekorieren können.“

Wie das Ganze im Einzelnen aussehen kann, zeigt der alteingesessene Stadthäger Familienbetrieb in seiner 2500 Quadratmeter großen Ausstellung an der Jahnstraße. „Wir haben gerade erst unser Matratzen- und Bettenstudio umgestaltet und erweitert“, sagt Linda Scheffer. Die Ehefrau von Geschäftsführer Christian Scheffer freut sich insbesondere über die größer gewordene Auswahl an Boxspring-Modellen. Ebenfalls überarbeitet wurde das hauseigene Parkettstudio, bei dem der Schwerpunkt auf der Marke Haro liegt. „Wir zeigen nicht nur die gesamte Bandbreite aktueller Designs, sondern auch, wie die einzelnen Muster auf dem Boden wirken“, so Linda Scheffer.

Timo Engwer ist der Parkett-Experte im Hammer Heimtex-Fachmarkt Scheffer.


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Zu den alten Balken passt eine moderne, gradlinige Einrichtung. Foto: qbus architektur

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ie sind ein Hingucker: Frei stehende Balken in alten Gebäuden sorgen in Räumen für eine tolle Atmosphäre. Aber Vorsicht: Zu den rustikalen Balken passt keine rustikale Einrichtung - sonst fühlt man sich schnell wie in einer Jagdhütte. Freiliegende Deckenbalken oder ein frei stehendes Ständerwerk geben einem Raum ein ganz besonderes Flair. „Und sie bieten einige spezielle Möglichkeiten für die Inneneinrichtung“, sagt Sybille Ronshausen. Sie ist freischaffende Innenarchitektin im Bund Deutscher Innenarchitekten.

Ständerwerk

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Hier entstehen barrierearme, klima- und generationsfreundliche Eigentumswohnungen 2 bis 3 Zimmer, 41 bis 91 m2 Jede der geplanten Wohnungen erhält durch die energetische Bauweise ein KFW Kredit in Höhe bis zu 100.000 € zu 0,75 % Zinsen.

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Der Trend geht schon seit längerer Zeit zu offenen Grundrissen. Doch manchmal ergeben sich für die Bewohner dadurch auch Schwierigkeiten bei der Einrichtung: Denn niemand sitzt gerne mitten im Raum. Wie also die unterschiedlichen Wohnbereiche doch wieder ein bisschen voneinander abtrennen? Das Ständerwerk schafft es, dass der Raum leichter in Zonen eingeteilt werden kann. Zwischen den alten Balken kann zum Beispiel eine Nische für das Home Office eingerichtet werden.

Deckenbalken Einen Raum bis hoch in den First zu öffnen, sieht toll aus. Aber auch hier gilt: Fühlt man sich wie in einer Kathedrale, wird es für manche Menschen mit dem Wohlfühlen schwierig. „Denn die Deckenbalken bilden bereits eine horizontale Abgrenzung“, warnt Ronshausen. Falls die Grundfläche des Raums sehr klein ist, lässt sich die Deckenbalkenstruktur auch für einige zusätzliche Quadratmeter nutzen: zum Beispiel, indem eine offene Galerie oder ein kleiner Spielboden für die Kinder einzogen wird. Nun kommt es noch darauf an, die übrige Einrichtung mit der Balkenstruktur abzustimmen. Ronshausen rät davon ab, wegen der eher rustikal anmutenden Balken auch auf eine rustikale Einrichtung zu setzen. „Schön ist es, wenn man Kontraste setzt“, findet die Expertin. So passe zu den alten Balken beispielsweise gradliniges, modernes Mobiliar. „Auch beim Boden kann man bewusst auf einen Bruch setzen und ein anderes Material wählen“, sagt Ronshausen. „Statt Parkett zum Beispiel ein Sicht-Estrich.“ Und noch einen Tipp hat die Fachfrau parat: Die Balkenstruktur lässt sich ihren Angaben zufolge gut mit Licht in Szene setzen: „Eine indirekte Beleuchtung kann im Balkenwerk für eine tolle Atmosphäre mit schönen Effektev sorgen.“


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Manuela Häselhoff vom Feuerhaus in Wunstorf ist eine versierte Spezialistin rund ums Heizen mit Kaminen und Öfen. Foto: jpw

Strahlende Schönheiten

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ehagliche Wärme und damit Lebensqualität verbinden moderne Kamine und Kaminöfen immer mehr mit ökologischem und ökonomischem Nutzen. Dirk und Manuela Häselhoffs Feuerhaus in Wunstorf (Hagenburger Straße 66) bietet auf zwei Etagen eine große Auswahl von Kaminanlagen und Kaminöfen einiger namhafter Hersteller – verbunden mit einer Vielzahl individueller Gesamtkonzepte, die bis hin zum Zusammenspiel der Feuerstelle im Wohnzimmer mit der Solaranlage auf dem Dach reichen. Für Liebhaber bietet das Feuerhaus als neuesten Trend Öfen in durchdachter, modularer Systembauweise an. Der Hersteller Skantherm schafft Möglichkeiten, den Ofen für alle Wohnsituationen gleichermaßen zu nutzen: als vollwertiges Möbelstück, Sitzgelegenheit und Feuerstelle. Eine ganze Auswahl von Speicherstein-Anlagen kennzeichnet eine weitere Entwicklung. Hersteller wie Camina verwenden laut Häselhoff Speichersteine aus armierter Gussmasse, die die Strahlungswärme der Feuerstätte auch noch Stunden nach dem Abbrand speichert und sanft abgibt. Auf Wunsch arbeiten diese Systeme auch wassergeführt.

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Warmes Licht im Ein Hingucker nicht nur am Tag: Lichtakzente setzen einen Garten im Dunkeln in Szene. Foto: licht.de


m kalten Winter Im Winter fällt es dem Gärtner am ehestens auf, wenn seinem Garten etwas fehlt. Pflanzliche Hingucker sind das eine. Aber auch Licht ist wichtig: Gekonnt eingesetzte Strahler können den Garten in Szene setzen und besondere Pflanzen an dunklen Tagen hervorheben.


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Bäume werden am besten breitstrahlend von unten beleuchtet: So werden die Kronen in Szene gesetzt.  Foto: licht.de

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gal, wie gut ein Garten im Winter in Schuss ist: Meistens liegt er in dieser Jahreszeit im Dunkeln. Es geht aber nicht nur darum, Wege zu beleuchten, denn Gärten können auch in Szene gesetzt werden. „Mit ästhetischer Beleuchtung kann man ein schönes Bild schaffen, das man auch von drinnen genießen kann“, sagt die Gartenplanerin Brigitte Kleinod. Aber auch wer dem Wintergrillen oder Kaffeetrinken unterm Heizpilz frönt, hat etwas davon: „Der Trend, den Garten bis in den Winter hinein zu nutzen, lässt sich schön durch Beleuchtung unterstützen“, sagt Iris Vollmann vom Branchenportal Licht.de. „Man sollte sich den Garten vorstellen wie eine Theaterbühne mit Vorder-, Mittelund Hintergrund“, erläutert Kleinod. Tiefe erzeugt man laut Vollmann mit Beleuch-

tung der Pflanzen aus unterschiedlicher Entfernung. Bäume werden breitstrahlend von unten beleuchtet und so die Kronen in Szene gesetzt. Die Stämme lassen sich mit sogenannten Uplights betonen, die aus dem Boden einen engen Strahl nach oben werfen. Für Blumenbeete eignen sich flexible Strahler, die man immer dorthin setzen kann, wo es gerade blüht. „Sträucher, Gräser und Farne kommen mit verdeckter Hintergrundbeleuchtung zur Geltung“, sagt Kleinod. Treppen und Wege sollte man aus Sicherheitsgründen funktionell beleuchten. Für Wege eignen sich Pollerleuchten. „Treppen sollten seitlich oder von unten beleuchtet werden“, macht Kleinod deutlich. Dann sind die Stufen gut sichtbar, und man wird nicht geblendet. Das lässt sich mit Leuchtbändern auf den Stufen umsetzen.


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Am einfachsten ist es, wenn man die Beleuchtung schon beim Anlegen des Gartens im Blick hat. Bei der Planung sollte man laut Vollmann bedenken: „Wo halte ich mich gerne auf? Wo sind die Blickrichtungen?“ Darauf ausgerichtet sollte man nicht nur die festen Leuchten positionieren, sondern auch zusätzliche Stromanschlüsse. „Lieber ein paar Steckdosen mehr - dann ist man flexibler, wenn sich die Vegetation verändert.“ Kabel sollten stets mindestens 60 Zentimeter tief unter der Erde liegen. Was bei einer effektvollen Beleuchtung oft auf der Strecke bleibt, sind die Tiere. Im Winter ist nächtliches Licht zwar kein Problem, im Sommer aber leiden vor allem Insekten darunter - zum Beispiel Nachtfalter. Ihre Orientierung wird gestört, da sie die Sterne nicht mehr sehen oder die Lampen für Sterne halten, erklärt Magnus Wessel vom Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND). „Aber auch tagaktive Insekten, Vögel und Säugetiere können betroffen sein.“ Ihre nächtliche Ruhephase wird empfindlich gestört.

Der Garten als Bühne: Werden Beete aus unterschiedlicher Entfernung beleuchtet, erzeugt man Tiefe. Foto: licht.de

Wege sollten funktionell beleuchtet sein - der Sicherheit wegen. Hier eignen sich insbesondere Pollerleuchten. Foto: dpa

Mit einigen Anpassungen können Gartenbesitzer aber vermeiden, dass Tiere Schaden nehmen. Der BUND empfiehlt, nur so viel und so lange Licht einzusetzen, wie es gebraucht wird, und dies mit Bewegungsmeldern und Schaltuhren zu steuern. Licht mit wenigen UV-Anteilen sei empfehlenswert, da UV-Strahlen für viele Tiere anziehend wirken.

Besonders schädlich ist Licht, das nach oben ausstrahlt. Daher sind Kugelleuchten nicht zu empfehlen, sondern eher sogenannte Full-Cut-Off-Leuchten, deren Licht nur Richtung Boden geht. Zudem rät Wessel davon ab, Bäume oder Sträucher direkt anzustrahlen. „Ansonsten werden die tagaktiven Tiere in ihrer Nachtruhe gestört.


Der im Haus befindliche alte Pool sollte in ein Bio-Schwimmbad verwandelt werden.

Das Schwimmbad überzeugt jetzt mit biologisch gereinigtem Wasser und Extras wie einer Unterwasser-Beleuchtung, einer Gegenstromanlage sowie einer Naturstein-Überlaufrinne. Fotos: pr.

Bestgarten baut Bio-Schwimmbäder Die Vorteile eines Bio-Schwimmbades Natürliches Wasser, ungetrübtes Badevergnügen

• glasklares Wasser ohne Chemie • hautverträglich Ein eigenes Schwimmbad mit glasklarem Wasser ohne chemische Zusätze. Ein Traum, den die Bestgarten-Experten • keine allergischen Reaktionen sowohl draußen wie auch drinnen realisieren können. Selbst bestehende Schwimmbäder werden von ihnen auf „bio“ • kein Wasserwechsel umgerüstet. Dabei nutzt man das patentierte blueBase-System,• eine der innovativsten und erfolgreichsten Methoden sparsamer Energieverbrauch

der biologischen Wasseraufbereitung.

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Bestgarten-Experten. Sie setzten auch die Praktisch: Dessen Decke wird als kom- Sie setzten auch die Extrawünsche der BeExtrawünsche der Besitzer um: eine einfortables Liegedeck genutzt. Die umwelt- sitzer um: eine eingebaute Gegenstromangebaute Gegenstromanlage, eine farbgefreundliche Schwimmbad- und Filtertech- lage, eine farbgesteuerte LED-Beleuchtung steuerte LED-Beleuchtung und Liegesitze nik sorgt jederzeit für kristallklares und und Liegesitze unter Wasser sowie eine unter Wasser sowie eine Naturstein-Überhygienisch einwandfreies Wasser, ohne dass Naturstein-Überlaufrinne. Entstanden ist laufrinne. dabei einist Tropfen oder andere chemi- so ein klassisches Schwimmbecken mit Entstanden so einChlor klassisches Schwimmklarer Linienführung. Die großen Fenster sche Verfahren eingesetzt werden müssen. becken mit klarer Linienführung. Die im Pool-Anbau erlauben schöne mit AusbliDas ist nicht nur gut für die Haut, sondern Pflanzenzonen bis hin zum Naturbad großen Fenster im Pool-Anbau erlauben cke nach draußen. Sie können im Sommer auch für die Umwelt. Darüber hinaus wird üppig bewachsenen Zonen und Quellstein. schöne Ausblicke nach draußen. Sie könwerden, sodass die Grenzen dasim Schwimmbad natürlich beheizt. Wasse- Diegeöffnet biologische Selbstreinigung ist das Er-zwinen Sommer geöffnet werden, sodass schen draußen und drinnen verschwinden. raufbereitung und Pfl ege sind automatisiert gebnis langer und intensiver Entwicklungsdie Grenzen zwischen draußen und drinund deshalb wenig zeitaufwendig. arbeit. Dabei bringt man die Fähigkeit nen verschwinden. natürlicher Gewässer, Nährstoffe zu binWienaturnahen bei jedem Schwimmbadbau lieferte den und abzubauen, in ein effektives ZuDie OutdoorBestgarten auch hier eine Komplettleistung, sammenspiel mit mineralischen FilterSchwimmbäder die bei der Beratung granulaten, Mikroorganismen und gezielGartenbesitzer, die sichund für Planung den Baubegann eiund über den Bau, die technische Versor- ter Wasserumwälzung. Die Vorteile eines Bio-Schwimmbades Eine professiones Schwimmbades interessieren, können gung bis hin zur Ausstattung mit Möbeln • glasklares Wasser Chemie nelle Unterstützung bei ohne der Wartung bei Bestgarten zwischen fünf blueBasereichte. Die besondere Herausforderung • hautverträglich und Pflege sowie eine QualitätsüberSchwimmbadtypen wählen, die sich diesem Projekt bestand darin, dass für prüfung• keine allergischen Reaktionen innerhalb der ersten beiden imbeiGrad ihrer Naturnähe unterscheiDas Indoor-Schwimmbad die Das vorhandene eine beindivi- Jahre durch • keineinen Wasserwechsel erfahrenen Fachmann den. SpektrumBausubstanz reicht vom oben duelle Lösung geschaffen werden sparsamer Energieverbrauch Beim Indoor-Schwimmbad können keine schriebenen sorgen • dafür, dass die Besitzer lange Freuklassischen Pool über musste. das de an ihrem Bio-Schwimmbad haben. Kein Problem für die Bestgarten-Experten. Schwimmbad mit natürlichen Regenerationszonen mit Pflanzen ange- naturnahe legt werden. Deshalb ist das Herzstück der Anlage der biologische Langzeitfilter, Bestgarten-Experten. Sie setztenRasche auch |die – eine Leistung der Unternehmensgruppe Minden · Hannover Weg 169 –der 173Besitzer · 32425 Minden · Tein05 71 - 9 46 46-0 · www.rasche.eu eingebaut in einem unterirdischen Becken. Rasche GmbH · Petershäger Extrawünsche um: eine gebaute Gegenstromanlage, eine farbge-

ußergewöhnliche Bio-Schwimmbäder für drinnen und draußen gehören zur Bestgarten-Kollektion des Mindener Garten- und Landschaftsbauunternehmens Rasche. Im vergangenen Jahr wurde ein Indoor-Schwimmbad saniert, das jetzt ohne Chlor oder andere Hygienezusätze auskommt. Ein patentiertes Filtersystem macht es möglich. „Der Bauherr hatte das Haus mit Schwimmbad erworben und darauf bestanden: ‚Saniert wird nur, wenn das Wasser biologisch gereinigt wird’“, erzählt Matthias Krech, Abteilungsleiter Privatgärten. Bis dahin hatten die Bestgarten-Experten bereits mit Outdoor-Schwimmbädern umfangreiche Erfahrung gesammelt, sodass man sich auch bei diesem Projekt für das blueBase-Konzept der biologischen Wasseraufbereitung entschied.


sakhorn38 - Fotolia

Alpenveilchen A

lpenveilchen füllen in der zweiten Jahreshälfte jene Lücken im Beet auf, die die verblühten Sommerblumen hinterlassen. Das Besondere: Die Pflanzen blühen bis Dezember durch, und sie vertragen Temperaturen von bis zu minus drei Grad, erläutert der Landesverband Gartenbau Rheinland. Damit die Alpenveilchen immer wieder neue Knospen bilden, sollten Hobbygärtner alle Stiele mit welken Blüten regelmäßig bis zur Knolle herausdrehen. Verbandsmitglied Peter Sprünken empfiehlt insbesondere Mini- und Midi-Varianten der botanisch als Cyclamen bezeichneten Pflanzen. Diese wachsen kompakt, sind stabil und speziell im regenreichen Herbst sehr robust.

Panama - Fotolia

füllen Töpfe und Beete bis Dezember


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Auch Pflanzen können frieren W

enn der Winter demnächst mit Minusgraden durch den Garten zieht, greift er am liebsten das an, was noch überirdisch im Garten zurückgeblieben ist. Daher sollten Hobbygärtner den Garten winterfest machen: Manches wird weggeräumt, anderes muss eingepackt werden. Wenn die Kinder im Bett sind, können die Eltern aufräumen und noch letzte Hausarbeiten erledigen. So ähnlich ist das auch im Garten. Zwischen September und Oktober verzieht sich die Natur langsam in das Bett: Sie will Winterschlaf halten. Dann sollten Hobbygärtner viele Pflanzen in Ruhe lassen, aber auch für Ordnung in den Beeten sorgen - sonst kann der mit Minusgraden und Schneetreiben tobende Winter Schaden anrichten. Das geschieht, wenn man vergisst, sein Spielzeug zu schützen: die kälteempfindlichen Pflanzen. So wird der Garten winterfest.

Mit Reisig lassen sich an wirklich kalten Tagen die Pflanzen im Freien gut vor den Minusgraden schützen. Fotos: dpa(3)


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Einpacken Es gibt unterschiedliche Meinungen, ob es gut ist, Pflanzen, die den Winter über im Freien bleiben, dick einzupacken. „Manche decken den ganzen Garten mit Reisig ab, das ist nicht schlimm“, sagt Wolfgang Härtel vom Bund deutscher Staudengärtner. „Aber wichtig ist dies nur bei den wintergrünen Pflanzen.“ Grundsätzlich sagt der GartenbauIngenieur aber: „Es kommt auf die Pflanzen und die Witterung an.“ Pflanzen, die ihr Blattgrün vor Winterbeginn einziehen oder abwerfen, können auch ohne Schutz durchkommen. Der Frost kann hier überirdisch ja nichts angreifen. Auch bleiben Beetpflanzen eher unbeschadet als jene in Töpfen, da in Gefäßen die Erde eher durchfrieren kann. Gefährlich können immergrünen Beetpflanzen allerdings Kahlfröste werden - also Minusgrade ohne Schnee. Weniger robuste Arten bekommen für diese Zeit am besten eine Decke aus Reisig. Das gilt auch für jene Pflanzen, die im Winter zwar kein Blattgrün mehr, aber grüne Stängel haben: beispielsweise Rosen. In Wärmeperioden im Winter können die Pflanzen wieder ausgepackt werden. Das Material sollte aber griffbereit liegenbleiben, sollte der Frost wiederkommen. Abgedeckt werden sollten Pflanzen niemals mit luft- und lichtundurchlässigen Materialien. Darunter schwitzen sie zu sehr und könnten zu früh antreiben. Außerdem benötigt der grüne Farbstoff Chlorophyll der Immergrünen auch im Winter Luft und Licht zur Photosynthese. Keine Probleme bereite eine Schneedecke. „Im Gegenteil“, sagt Härtel. „Sie schützt die Pflanzen sogar.“ An die Arbeit gehen sollten Hobbygärtner aber erst mit den ersten Frösten im Herbst, erläutert Hoppe. Zuvor sollte die Herbstwitterung noch genutzt werden, um die Pflanzen langsam an die Kälte zu gewöhnen und für den Winter abzuhärten.

In einem Gewächshaus lagern empfindliche Pflanzen während des gesamten Winters sicher.

Einlagern Droht der erste Frost, müssen Hobbygärtner reagieren: „Zunächst könne es ausreichen, empfindliche Pflanzen an einen geschützten Bereich zu stellen oder sie über Nacht zuzudecken“, sagt Jürgen Hoppe, Vizepräsident des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL). Sinken die Temperaturen dauerhaft unter den Nullpunkt, gehören die Kübelpflanzen in einen hellen, kühlen, frostfreien Raum. „Ein leichter Frost wird zwar bei vielen Pflanzen nicht zum Totalschaden führen, diese jedoch für die Überwinterung schwächen“, sagt Hoppe. Er empfiehlt daher, stets den Wetterbericht zu beachten.

Zwar überstehen viele Immergrüne im Garten problemlos den Winter. Eine wärmende Schicht Laub tut dem Steinbrech aber dennoch gut.

Zurückschneiden Viele Stauden und Gräser können Hobbygärtner zum Herbstende hin zurückschneiden - so lautet ein üblicher Tipp. Aus gestalterischer Sicht und zum Schutz vieler Pflanzen spricht aber etwas dagegen: Zum einen schützt die Blattmasse beispielsweise Gräser vor Frösten. Zum anderen sieht es einfach schön aus, wenn sich Raureif auf Blättern oder Samenständen niederlässt. „Das ergibt eine unglaublich tolle Landschaft, besonders wenn die Sonne darauf scheint“, sagt Härtel.


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Tolle Knolle Im Schaumburger Land gibt es in Gartenfragen und -angelegenheiten kaum einen kenntnisreicheren Experten als Dieter Kellermeier. Der Vorsitzende des Stadthäger Gartenbauvereins gibt in jeder Ausgabe von „4 Wände“ nützliche Tipps für Hobbygärtner und Gartenliebhaber. Heute geht es um den zu den beliebten Küchenkräutern gehörenden Sellerie.

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ierbei handelt es sich um eine alte Kulturpflanze. Schon die Ägypter benutzten Wildsellerie als Heilpflanze. Bei uns ist der Sellerie seit dem 9. Jahrhundert bekannt - zunächst als Arzneipflanze. Heute unterscheiden wir zwischen Knollen-, Bleich- und Schnittsellerie. Der Knollensellerie ist eine zweijährige Pflanze, die im ersten Jahr eine Rosette mit einfach gefiederten Blättern sowie die Sprossrübe bildet. Wird die Pflanze frostfrei überwintert, blüht sie im zweiten Jahr. Zu niedrige Temperaturen in der Jugendphase führen ebenfalls zur Blüte.

Standortansprüche und Düngung Als Pflanze des Meeresstrandes benötigt Sellerie chloridhaltigen Kaliumdünger und Bor. Mangelsymptome sind braunverfärbte Flecken im Knollengewebe, und die jungen Blätter bekommen gelbe Flecken. Der verwendete Dünger sollte Spurenelemente enthalten. Die Dün-

gung sollte in drei Gaben erfolgen. Auch reichliches Wässern ist erforderlich.

Anbau Knollen- und Bleichsellerie wird ab Anfang März ausgesät, später pikiert und dann ausgepflanzt, wenn keine Frostgefahr mehr besteht (Ende Mai). Abstand: 40 x 40 Zentimeter. Tipp: nicht zu tief pflanzen. Beim Knollensellerie später nicht die unteren Blätter entfernen. Ansonsten wird die Knollenentwicklung gestört. Schnittsellerie wird ab Mitte Mai an Ort und Stelle ausgesät. Weitere Kulturmaßnahmen sind ständiges Hacken sowie Wässern bei Trockenheit.

Sorten Beim Knollensellerie sind Sorten mit runden Knollen sowie glatter Außenhaut gefragt. Eine gute Sorte für den Hausgarten ist „Bergers weiße Kugel“ (mit guter Schossfestigkeit und widerstandsfähig gegen Septoria), die über große schwere Knollen verfügt. Ebenfalls empfehlenswert ist „Monarch“: Diese Sorte mit sehr

großen und schweren sowie hellfarbigen Knollen eignet sich bestens zum Einlagern und bleibt auch beim Kochen weiß. Lecker ist auch die Sorte „Prinz“ - ein hellhäutiger Sellerie mit großer Schossfestigkeit. Beim Bleich- oder Stangensellerie unterscheiden sich die Sorten vor allem in der Stiellänge, der Schossfestigkeit und der Anfälligkeit für Septoria. „Golden Spartan“ ist selbstbleichend, hat gelbgrüne fleischige Stiele und eine gute Schosstoleranz. Die Sorte „Großer Goldgelber“ ist ebenfalls selbstbleichend. Die Blattstiele sind goldgelb, lang, glatt und dick. Diese mittelfrühe Art bleibt auch bei ungünstiger Witterung lange gesund. Für den Anbau von Schnittsellerie stehen unter anderem folgende Sorten zur Verfügung: „Aromatischer“ (ein Klassiker), „Gewöhnlicher Schnitt“ (sehr wüchsig mit feinem, krausem Laub) und „Wiener Markt“ (blattfleckentolerant).

Impressum 4 Wände – Das Magazin für Bauen & Wohnen Herausgeber: Schaumburger Nachrichten Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Vornhäger Straße 44, 31655 Stadthagen Redaktion: Marc Fügmann (verantwortlich), Holger Buhre Produktion/Layout: Schaumburger Nachrichten, Vera Elze Anzeigen: Markus Bruns (verantwortlich) Fotos: Roger Grabowski, Holger Buhre, fotolia.com, Agenturen, privat


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„Sellerieknollen dürfen nicht dem Frost ausgesetzt werden“, sagen Dieter Kellermeier und Birgit Zinke vom Gartenbauverein Stadthagen. Foto: rg

Ernte und Lagerung

Verwendung

Die Sellerieknollen dürfen nicht dem Frost ausgesetzt werden, das gilt auch für das Winterlager. Daher sollten sie vorher im Herbst geerntet werden. Die Sellerieknollen kann man gut im Keller lagern: dicht an dicht „in Sand einschlagen“, aber die Herzblätter dürfen nicht zugedeckt werden. Das Ganze geht auch im Frühbeetkasten, wenn diese frostsicher abgedeckt werden.

Aus Sellerieknollen lassen sich unter anderem schmackhafte Salate zubereiten. Selleriestücke und -blätter sind zudem ein wichtiges Suppengrün. Und gebratene Selleriescheiben - zubereitet wie ein Schnitzel - sind eine Delikatesse. Bleichsellerie findet als gekochtes, gedünstetes, geschmortes und gebackenes Gemüse eine gute Verwendung. Auch kann er als Spargel zubereitet werden. Schnittsellerie ist beliebt als Gewürz für Salate, Suppen und Soßen.

Bei Bleichsellerie wird die gesamte Pflanze ausgegraben. Die Wurzeln werden dann vorsichtig eingekürzt und alle angefaulten Blätter entfernt, bevor die Knollen frostsicher eingeschlagen werden. Bei Schnittsellerie können die Blätter ab Juni bis September abgeerntet werden.

Krankheiten

Im Schaugarten Stadthagen (Habichhorster Straße 3) können diverse Selleriekulturen besichtigt werden. Öffnungszeiten bis Ende Oktober: mittwochs von 13 bis 17 Uhr.

Die Septoria-Blattfleckenkrankheit ist gefürchtet. Sie kann durch richtige Pflanzenabstände vermindert werden. Sellerie bringt zudem eine natürliche Anfälligkeit für Schorf mit.

Ein Video zum Thema dieser Ausgabe mit weiteren Tipps von Dieter Kellermeier finden Sie im Internet unter www.4waende-schaumburg.de.

REZEPT-TIPP Waldorfsalat (für zwei Personen) 500 g Äpfel, 200 g Sellerie, 100 g Walnusskerne, Mayonnaise, etwas Salz Die geschälten und vom Kerngehäuse befreiten Äpfel in feine Streifen schneiden. Den geschälten, rohen Sellerie auf dem Gemüsehobel fein raspeln. Die Walnüsse grob mahlen oder sehr fein hacken. Die zerkleinerten Zutaten mischen, mit der Mayonnaise binden, evtl. mit etwas Salz abschmecken und das Ganze dann gut durchziehen lassen.

Guten Appetit.


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4 Wände | Oktober 2016  

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