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wände

DAS MAGAZIN FÜR BAUEN & WOHNEN

bauen und modernisieren

wohnen und einrichten

garten und terrasse

Naturstein erlebt als Baustoff zurzeit eine Renaissance. Das langlebige Material eignet sich als Bodenbelag für Terrassen, Hauseingänge und Wege.

Ein Wohnzimmer ohne TV-Gerät ist nach wie vor undenkbar. Allerdings stellen die modernen Flachbildfernseher immer seltener den Mittelpunkt des Raumes dar.

Wenn sich die kalte Jahreszeit nähert, beginnt für Gartenbesitzer der Endspurt: Beete, Rasen und Gehölze müssen sorgsam auf den Winter vorbereitet werden.

Ein Magazin der Schaumburger Nachrichten, der Schaumburger Zeitung und der Schaumburg-Lippischen Landes-Zeitung  | Oktober 2011


inhalt

3 | bauen und modernisieren

Lärm draußen, Wärme drinnen Seite 16

wohnen und einrichten

Kochen wie die Profis Seite 26

garten und terrasse

So kommt der Garten gut durch den Winter Seite 36

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Inhalt

4 |

Wasserfall und Perl-Effekt

8 |

Farbig und bleifrei

10 |

Aus Alt mach Neu

11 |

Abtauchen in die Welt der Badträume

12 |

Von oben nach unten und

von innen nach außen

14 |

„Großes Interesse an attraktiven Lagen“

15 |

Planbar und zinssicher ins Eigenheim

16 |

Lärm draußen, Wärme drinnen

18 |

Echter Stein aus der Natur

20 |

Wenn am Bau gepfuscht wird…

22 |

Das versteckte Statussymbol

26 |

Kochen wie die Profis

28 |

Küche, Kochen, Kurse

30 |

Nicht kalt erwischen lassen

32 |

Endspurt im Garten

36 |

So kommt der Garten gut durch den Winter

38 |

An die Zwiebeln, fertig, los

40 |

Die Harten und die Zarten

42 |

Licht und Luft für den Keller

Sehr geehrte Leserinnen und Leser. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Zwar machte der Altweibersommer zuletzt seinem Namen alle Ehre, die Temperaturen werden aber demnächst kaum mehr aus dem einstelligen Bereich herauskommen. Wie gut, wenn man es sich in den eigenen vier Wänden dann besonders gut gehen lassen kann – speziell im Badezimmer, das immer mehr zur individuellen Wellness-Oase wird. Das ist jedoch nur ein Schwerpunkt in diesem Magazin. Daneben geht es unter anderem ausführlich um den Garten und wie man ihn am besten auf den Winter vorbereitet. Und wer gerne kocht, kann sich auf Neuentwicklungen im Küchenbereich freuen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen. Bis zur nächsten Ausgabe von „4 Wände“ im Februar 2011.

Arne Frank Verlagsleiter


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Nicht nur Wasser von oben: Die neuesten Duschen bieten Sonderfunktionen zum Beispiel massierende Strahlen f端r R端cken und Nacken.


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Wasserfall und Perl-Effekt N Schon die Römer schwärmten für die Kraft des Wassers aus heißen Quellen. Was in der Antike den Privilegierten vorbehalten war, ist heute auch im durchschnittlichen Haushalt ein Thema: Wellnessduschen und Wannen mit Designerarmaturen finden immer mehr Fans.

och nie war das Badezimmer mit so viel Aufwand ausgestattet wie heute. „Die Leute richten sich inzwischen ihre Badezimmer so ein, wie es eigentlich Wellnesshotels tun“, sagt Simone Struve, Sprecherin des Herstellers Villeroy & Boch. „Das reicht von der Regenbrause im Tropenstil über Champagner-Perleffekt in Whirlpools bis hin zu Hochdruckmassagen und Nebel in Duschkabinen.“ Auch nimmt das Badezimmer heute mehr Platz im Wohnbereich ein. „Früher waren es durchschnittlich sechs Quadratmeter, heute sind es bereits acht“, weiß Struve. Und Paul Flowers, Chefdesigner bei Hansgrohe, erläutert: „Das Badezimmer ist das letzte Refugium für Entspannung. Es ist ein emotionaler Raum, der nicht nur der Reinigung dient, sondern auch ein Ort, um dem Tempo des Alltags zu entkommen.“


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bauen und modernisieren nischen. Oft bieten sie Platz für zwei Personen.

Duschen können daher inzwischen mehr als nur reinigen: Sie verwöhnen auch. „Die medizinische und heilende Wirkung von Wasser wird bei den technischen Entwicklungen zunehmen“, sagt Jens Wischmann von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft.

Dabei kommt das Design nicht zu kurz: Der Duschkabinenbauer HSK orientiert sich für die Nasszelle an beliebten Designs aus dem Alltag der Verbraucher. Sprecherin Claudia Bachmann berichtet von einer Serie, die sich am iPod-Design orientiert.

Die neuesten Multifunktionsduschen haben zum Beispiel Systeme zur Rücken-, Nacken- und Fußreflexzonenmassage. Wasser kommt hier nicht nur von oben, sondern in verschiedenen Höhen von der Seite. Außerdem lassen sich manche Duschen in ein Dampfbad umwandeln. Ein Generator, der alle 20 bis 30 Anwendungen entkalkt werden muss, sorgt bei Temperaturen von bis zu knapp 50 Grad für Nebel. Wer will, kann das fließende Wasser beleuchten und sich so in der eigenen Dusche einer Licht- oder auch Aromatherapie unterziehen. Auch das Wasser in vielen Badewannen und Whirlpools kann in Farbe getaucht werden. Musik über Lautsprecher sorgt für Entspannung oder ist Begleitung zum Gesang unter der Dusche. Kompliziert soll die Bedienung den Herstellern zufolge nicht sein: Bei einem System von Villeroy & Boch kann beispielsweise die Befüllung der Badewanne dank Zeitschaltuhr 24 Stunden im Voraus programmiert werden. Es werden drei Kombinationen aus Wassermenge und Temperatur gespeichert. „Erstmals lassen sich durch unsere Technik verschiedene Strahlarten zu vorprogrammierten Choreographien aus Wassertemperatur und -menge kombinieren, die die individuellen Badrituale bereichern“, erläutert Andreas Dornbracht, Geschäftsführer des Herstellers Dornbracht. Und Flowers prognostiziert: „Themen wie Beleuchtung, Unterhaltung und die Einstellung auf die jeweilige Tageszeit werden zunehmen. So kann am Morgen vitalisierend geduscht werden, während am Abend die Dusche oder Wanne auf Entspannung programmiert wird.“ Multifunktionsduschen werden wie gewöhnliche Duschkabinen auch als geschlossene Kabinen in verschiedenen Größen und Ausführungen angeboten. Die Kabinen gibt es als Eck- oder Vorwandeinbau sowie als Einbau in Wand-

Vermehrt bieten die Hersteller Ausstattungen für Senioren an: Ebenerdige Duschen, leicht zu reinigende Oberflächen und leicht bedienbare Armaturen. „Das generationengerechte Bad und die Sicherheit in der Dusche sind aktuelle Themen“, sagt die Innenarchitektin Birgit Hansen, die vornehmlich Badezimmer gestaltet.

Freiwillig im Regen stehen: Duschen werden mit Musik, Beleuchtung und verschiedensten Möglichkeiten zum Versprühen des Wassers zum Erlebnisort.

Wer will, kann das fließende Wasser beleuchten und sich so in der eigenen Wanne einer Lichttherapie unterziehen.

Allerdings sollten Senioren im Handel extra nach diesen Sondereinrichtungen fragen - denn sie werden oftmals aus Marketinggründen nicht eigens für Senioren ausgezeichnet, wie Struve erläutert. „Die Leute wollen sich mit dem Thema nicht beschäftigen, aber die Industrie ist trotzdem gefordert, diese altersgerechten Kollektionen anzubieten.“ Neben der Erfüllung von Wünschen an den Komfort im Bad machen sich die Designer auch Gedanken hinsichtlich der ökologischen Nutzung. „Neue Verwirbelungstechniken und die Zufuhr von Luft senken den Wasserverbrauch deutlich ohne Komfortverlust“, berichtet Wischmann von den Entwicklungen in der Branche. Hansgrohe zum Beispiel bietet ein Ecosmartsystem an: Die Duschstrahlen richten sich nach den durchschnittlichen Körperformen aus - das reduziert den Wasserverbrauch. Den Unternehmensangaben zufolge wird so bis zu 50 Prozent weniger Wasser verbraucht. Und durch einen geringeren Energieverbrauch zum Wasseraufheizen reduziere sich auch der CO2-Ausstoß. Kritiker der Luxus-Duschen halten aber dagegen: „Der Verbrauch bei Multifunktionsduschen ist natürlich höher. Es wird mehr Wasser und Energie für die verschiedenen elektronischen Komponenten benötigt“, macht Hansen deutlich.

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Farbig und bleifrei Dieses Großformat in rostbrauner Metalloptik gehört derzeit zu den beliebtesten Fliesen, weiß der stellvertretende Marktleiter Lothar Lorz.

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usche ist nicht gleich Dusche, Wasserhahn nicht gleich Wasserhahn, und Fliese nicht gleich Fliese. „Es gibt sowohl preislich als auch qualitativ große Unterschiede“, weiß Lothar Lorz. Der stellvertretende Marktleiter des Hagebaucentrums Altenburg (Stadthagen) empfiehlt allen Kunden, sich vorab gründlich und umfassend beraten zu lassen. Während einige Menschen allein ihren Geldbeutel entscheiden ließen, würden sich andere ganz bewusst für eine hochwertige Ausstattung entscheiden, um ihr Bad in eine echte Wohlfühl-Oase zu verwandeln. „So oder so“, sagt Lorz. „Bei uns findet jeder das für ihn Passende.“

Schließlich sind wir sowohl in der Breite als auch in der Tiefe unseres Sortiments sehr gut aufgestellt.“ Hinzu käme, dass in der Ausstellung an der Dülwaldstraße ständig die neuesten Trends und Einrichtungsideen ausgestellt würden. Derzeit sind seinen Angaben zufolge großformatige Fliesen bis zu 30 mal 60 Zentimeter äußerst angesagt. „Sehr beliebt ist zum Beispiel eine rostige Metalloptik.“ Immer mehr Kunden würden sich zudem für Fliesen entscheiden, „die gar nicht wie Fliesen aussehen“, weiß der stellvertretende Marktleiter.

Seit Kurzem gibt es komplett bleifreie Armaturen fürs Badezimmer.

Immer mehr Menschen setzen bei der Badeinrichtung auf warme Farbtöne.

Eine absolute Neuerung gibt es laut Lorz im Bereich der Bad-Armaturen: „Wir arbeiten mit einem Hersteller zusammen, der absolut bleifreie Utensilien liefert. Das dürfte insbesondere Allergiker freuen.“ Übrigens: Wer die eigene Bad-Renovierung oder -Sanierung lieber einem Profi überlassen möchte, kann sich ganz einfach ans Hagebaucentrum Altenburg wenden. „Wir kümmern uns sowohl um die Planung als auch um alle erforderlichen Materialien“, verspricht Lorz. „Außerdem vermitteln wir gerne den passenden Handwerker für alle notwendigen Arbeiten.“


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Aus Alt mach Neu

Neues Bad gefällig? Mit dem aktuellen Gewinnspiel von Klocke & Lingemann könnte dieser Wunsch schon bald Realität werden.

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er Sanitärgroßhändler mit Standorten in Stadthagen, Rinteln und Minden nimmt an der Aktion „Traumbäder 2011“ teil, bei der es eine Bad-Ausstattung im Wert von 10.000 Euro (ohne Montage) sowie viele weitere Bad-Utensilien zu gewinnen gibt. Wie das Ganze funktioniert, erläutert Simone Klocke: „Mitmachen kann jeder, dessen Badezimmer mindestens 15 Jahre alt ist.“ Dabei gelte: „Je älter desto besser.“ Jeder Teilnehmer muss eine Checkliste ausfüllen und Fotos von seinem renovierungsbedürftigen Bad beifügen. Die Unterlagen werden dann von Simone Klocke und dem Ausstellungsteam gesichtet und nehmen dann an dem bundesweiten Gewinnspiel teil. Das Besondere: Da Klocke & Lingemann drei Filialen betreibt, können aus der Region gleich drei „Uralt“-Badezimmer ins Rennen um den Hauptpreis geschickt werden. Zu gewinnen gibt es übrigens die Bad-Serie „Subway“ von Villeroy & Boch. Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2011.


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Abtauchen in die Welt der Badträume

Ob Wanne, Waschtisch oder Whirl-System: Die Bad-Ausstellung der BrÜtje Handel Breuer KG in Minden hält fßr jeden Geschmack das Passende bereit.

BADAUSSTELLUNG BRĂ–TJE HANDEL BREUER KG

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as Bad als WellnessOase: Das ist eine der Kernkompetenzen der BrĂśtje Handel Breuer KG (Minden). Als persĂśnlich haftender Gesellschafter hat Manfred Breuer den FachgroĂ&#x;handel fĂźr Gebäude- und Umwelttechnik vor fĂźnf Jahren gegrĂźndet. Seine Devise damals wie heute: Vielfalt und kompetente Beratung sowie innovative und umweltfreundliche Produkte. Dass Breuer damit nicht zuviel verspricht, zeigt sich in der modernen Badausstellung an der Stiftsallee.

Auf mehr als 600 Quadratmetern kĂśnnen die Besucher hier in die Vielfalt der Bad-MĂśglichkeiten abtauchen. Ob Wanne oder Dusche, Waschtische, Armaturen, BadmĂśbel, WhirlSysteme oder Accessoires: „Unabhängig von Geschmack und Budget findet hier jeder seine ganz individuelle Wellness-Oase“, verspricht Breuer. Die zahlreich erhältlichen Produkte aller bekannten Markenhersteller und die neuesten Designlinien garantieren seinen Angaben zufolge Trend und Qualität. Spezielle Lichtinszenierungen sorgen zudem fĂźr ein harmonisches Ambiente.

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Wir sind das Bad! BRĂ–TJE HANDEL BREUER KG FachgroĂ&#x;handel fĂźr Gebäude- und Umwelttechnik Stiftsallee 9a . 32425 Minden ¡ Tel.: 0571 38838 - 0 www.sanitaerausstellung.de

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Von oben nach unten und von innen nach außen

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chäden sind ärgerlich und können schnell ins Geld gehen. Deshalb sollten Immobilienbesitzer schon bei ersten Anzeichen reagieren. Denn geringe Schäden sind meist kostengünstig zu reparieren. Bleiben sie unentdeckt, drohen jedoch gravierende Folgen. An jedem Haus nagt der Zahn der Zeit. „Hausbesitzer sollten deshalb regelmäßig um ihre Immobilien gehen und sie mit einem kritischen Blick prüfen“, rät der Architekt Olaf Voßhans. Kleine Schäden sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen oder einfach ignorieren. „Die Suche muss von oben bis unten und innen nach außen erfolgen.“ Schwierigkeiten gebe es bei vielen Gebäuden mit Feuchtigkeit und Schimmelpilzen. Statt nasse Stellen im Keller, in Ecken und an Fassaden nur zu beheben, sollte man umgehend nach der Ursache suchen. Auch wenn es im Keller anfängt, muffig zu riechen, ist dies ein Indiz für Schäden durch Feuchtigkeit.

„Bei ungedämmten Kellern sollten die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit mit einem Hydrometer gemessen werden“, erklärt Gisela Pohl von der Initiative „Pro Keller“. Liege die Temperatur dauerhaft unter 14 Grad Celsius und die Luftfeuchtigkeit bei über 60 Prozent, könne eine defekte oder mangelhafte Abdichtung die Ursache sein. „Bei höheren Temperaturen kann die hohe Luftfeuchtigkeit aber auch an mangelhaftem Lüften liegen“, sagt Pohl. Besonders im Sommer könne sich die in der Raumluft vorhandene Feuchtigkeit an den noch kalten Kellerwänden niederschlagen und zu Kondenswasser werden. Wer zu wenig lüfte, riskiere nasse Wände und die Bildung von Schimmelpilz. Ist unklar, woher die Feuchtigkeit stammt, sollte man einen Fachmann fragen.

einen Klecks Gips - eine sogenannte Gipsmarke - auf den Riss auf, sieht man, wenn er sich weiter ausbreitet. Als harmlos gelten sogenannte Haarrisse, die sich im Putz bilden. „Sie sollten allerdings nicht breiter als 0,2 Millimeter werden“, erläutert der Architekt. Risse oder bröckelnder Putz an der Fassade sind hingegen mehr als nur ein Schönheitsfehler. Durch sie könne Feuchtigkeit in das Mauerwerk eindringen. „Auf Dauer führen unerkannte Schäden zu gravierenden Mängeln an der Bausubstanz“, warnt Voßhans.

Erkennt man deutliche Veränderungen des Fassadenbildes, sollte ein Spezialist hinzugezogen werden. Dieser geht der Ursache nach und deckt den Umfang des Schadens auf. Gemeinsam sollten an der Fassade Die Wände sollte man regel- besonders typische Schwachmäßig auf Risse prüfen. „Risse stellen wie Fensterbrüstungen, sind zwar oft harmlos. Hausbe- Übergänge von Balkonen und sitzer sollten deren Entwicklung Terrassen sowie Dachanschlüsse aber dennoch genau verfolgen“, unter die Lupe genommen werrät Voßhans. Trägt man etwa den.


bauen und modernisieren

Ein anderes Problem an der Fassade ist hingegen meist nur ein optisches: Grünspan. Auch an den Dackdeckungen schaden Moos, Algen und Flechten nicht. Wer dennoch sein Dach davon säubern will, sollte vorsichtig sein, rät Voßhans. Denn ein Hochdruckreiniger beschädige bei falscher Handhabung die Dacheindeckung und durchnässe die Dämmschicht. Wichtig sind jedoch regelmäßige Inspektionen des Daches auf Sturmschäden. „Abgedeckte Ziegel nach einem Sturm sieht auch ein Laie“, sagt Ulrike Heuberger vom Zentralverband

des Deutschen Dachdeckerhandwerks. Anders sei dies bei kleinen Schäden, zum Beispiel gelockerten Befestigungen. Temperaturwechsel greifen dann die Oberfläche an, was zu Rissen führt sowie An- und Abschlüsse beschädigt. Mit der Zeit könnten so selbst kleine Dachschäden immensen Folgen haben. Solche Schäden könne meist nur der Dachdecker erkennen. „Schwierigkeiten bei Flachdächern gibt es, weil oft die Abflüsse auf dem Dach verstopft sind“, sagt Voßhans. Diese könne der Hausbesitzer aber meist selbst vom Schmutz befreien.

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Ein solcher Riss in der Hauswand ist kein Lappalie, sondern kann immense Folgen haben.


14 | bauen und modernisieren

„Großes Interesse an attraktiven Lagen“ Wie sieht die Immobiliensituation in Schaumburg aus? Dazu äußert sich Mike Harste, Leiter der Immobilienabteilung der Volksbank in Schaumburg, im Interview.

chen Schaumburg nach wie vor zu einem attraktiven Wohngebiet.

Leiter der Immobilienabteilung der Volksbank Mike Harste. Sind Baugrundstücke und Eigenheime in Schaumburg gefragt? Ja. Besonders für Baugrundstücke in attraktiven Lagen besteht ein großes Interesse. Abwechslungsreiche Landschaften, idyllische Gemeinden und die Atmosphäre der Kurstädte sowie der Fürstenresidenz Bückeburg ma-

Schrecken die turbulenten Zeiten und die Finanzkrise nicht eher vom Erwerb eines Eigenheims ab? Ganz im Gegenteil. Gerade in Krisenzeiten verbessert Immobilienbesitz die Risikostruktur des Gesamtvermögens. Die Wertsteigerung eines Eigenheims vollzieht sich weitgehend unabhängig von Turbulenzen an den Finanzmärkten. Wertzuwächse unterliegen nicht der Abgeltungssteuer, und Verkaufserlöse bleiben bei Eigennutzung komplett steuerfrei. Insgesamt stellen die

Immobilien in Schaumburg weiterhin eine stabile Investition dar. Die Immobilienpreise sind recht moderat, und man kann sich nach wie vor historisch niedrige Zinsen sichern.

Wächst der Qualitätsanspruch an Vermittler von Immobilien und Baugrundstücken? Ja. Schließlich erfüllen sich die meisten Menschen mit einer eigenen Immobilie ihren Lebenstraum, und da sollte alles stimmen. Wir setzen auf unser Konzept der Gesamtberatung. Die Kunden fühlen sich bei uns gut aufgehoben. Denn unsere Beratung geht

über die bloße Objektbesichtigung und den Kaufabschluss weit hinaus. Wir halten individuelle Lösungen für die Baufinanzierung und Absicherung unserer Kunden bereit und prüfen, welche staatlichen Förderprogramme zum Beispiel für energieeffizientes Bauen in Anspruch genommen werden können.

Was bedeutet der Status „TÜV-zertifizierte Beratung“? Unsere Immobilienvermittlung und Baufinanzierungsberatung wurde vom TÜV Saarland ausgezeichnet, der unseren Mitarbeitern eine erstklassige und kundengerechte Beratungsleistung bescheinigt. Dazu gehören eine schnelle und professionelle Betreuung, eine lückenlose Dokumentation und ein kundenfreundliches Team, das die Bedürfnisse des Kunden in den Mittelpunkt stellt.


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Planbar und zinssicher ins Eigenheim

LBS-Bezirksleiter Heinrich Drescher.

Das eigene Haus gilt Drescher zufolge als krisen­fester Wert. Doch der Erwerb ist meist die größte private Investition im Leben – bei der das Bausparsystem als geschlossener Kreislauf helfe. Als Faustformel beim Bau oder Kauf der eigenen vier Wände empfiehlt der LBS-Experte mindestens 20 Prozent Eigenkapital. Weitere 30 Prozent der Gesamtkosten sollten laut Drescher mit einem zinsgünsti-

gen Bauspardarlehen finanziert werden. Der dritte Baustein im Finanzierungs-Mix sei das Wohnbaudarlehen. „Dieser Posten kann rund 50 Prozent der Finanzierungs­summe ausmachen.“. Sein Tipp: „Je günstiger die Zinsen, desto länger die Zinsbindung.“ Wer sich für einen RiesterBausparvertrag entscheidet, profitiert laut Drescher nicht nur von der Sicherheit dieses Finanzierungsinstruments, sondern auch von staatlichen Zulagen und gegebenenfalls von Steuervorteilen. Weitere Informationen gibt es im LBS-Beratungszentrum Stadthagen (Echternstraße 28). Dort ist auch die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Das Haus“ mit dem Schwerpunktthema „WohnRiester“ erhältlich.

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I

n schwierigen Zeiten stehen sichere Werte wie die eigene Immobilie hoch im Kurs. Wohneigentum ist inflationsgeschützt und gilt als zentraler Baustein für die private Altersvorsorge. Auf dem Weg ins Wohneigentum vertraut jeder dritte Deutsche auf den Bausparvertrag. „So wird die Finanzierung des Eigenheims planbar und zinssicher“, sagt Heinrich Drescher, Bezirksleiter der Bausparkasse LBS Nord in Stadthagen. Seine Empfehlung: „Mit einem Riester-Bausparvertrag profitieren Sparer zudem von staatlichen Zulagen und sind schneller wieder schuldenfrei.“


16 | bauen und modernisieren

Lärm draußen, Wärme drinnen

Je größer die Fensterfläche im Verhältnis zur Fassade und zur Grundfläche des Raumes ist, umso niedriger sollte der sogenannte g-Wert des Fensters sein - dieser zeigt an, wie viel Prozent der Sonnenenergie es durch das Glas in den Raum schaffen.

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n ein Fenster kann man inzwischen hohe Ansprüche haben: Es hält nicht nur Wind und Wetter draußen. Es kann auch grelles Licht und die Hitze der Sonne abhalten. Experten raten aber bei all den Möglichkeiten, vor allem die Wärmedämmung zu bedenken. Bei der Auswahl des richtigen Fensters hat der Immobilienbesitzer normalerweise drei Wünsche: gute Wärmedämmung, sichtbaren Licht- und optimalen Schallschutz. Gute Lösungen für die eine Seite bedeuten allerdings Abstriche auf der anderen Seite. Beim Kauf stehen vor allem diese Varianten oder ihre Kombination zur Auswahl: Speziell beschichtete Sonnenschutz-Gläsern reflektieren nach Angaben des Bundesverbandes Flachglas (BF) große Teile der InfrarotStrahlung und reduzieren das Aufheizen des Raums im Sommer. Isolierglas hingegen halte Wärme im Raum, während spezielle Wärmedämm-Beschichtungen Sonnenstrahlen besser durchlassen und so dem Haus einheizen. Jochen Grönegräs vom Bundesverband rät aber: „An erster Stelle sollte heute immer eine gute Wärmedämmung stehen. Denn hier gilt es, die Anforderungen der Energiesparverordnung zu beachten.“ Das Maß der Dinge sei derzeit das Dreischeiben-Isolierglas, dessen Wärmedämmwert (U-Wert) bei 0,7 liege. Das bedeutet: Nur 0,7 Watt gingen je Grad Kel-

vin Temperaturunterschied zwischen innen und außen durch einen Quadratmeter Glas verloren. Doch nicht nur hochwärmedämmende Fenster, auch Sonnenschutzglas kann einen guten Wärmedämmwert erreichen. Beide Produkte unterscheiden sich durch den gWert. Dieser zeigt an, wieviel Prozent der Sonnenenergie es durch das Glas in den Raum schaffen. Bei Wärmedämmgläsern sind es 60 Prozent, bei Werten unter 50 Prozent handelt es sich um ein Sonnenschutzglas. Der g-Wert lässt sich beliebig senken aber das hat Auswirkungen auf die Versorgung mit natürlichem Licht. Wer dann den Lichtschalter öfter drücken muss, bringt sich um eine gute Energiebilanz, erläutert Ulrich Tschorn vom Verband Fenster + Fassade (VFF) das Prinzip. Der Erfolg liege daher in der richtigen Mischung der beiden Faktoren U-Wert und g-Wert. Der Traum der Fensterhersteller ist daher das schaltbare Glas: Per Knopfdruck wird im Sommer auf einen niedrigen und im Winter auf einen hohen g-Wert umgestellt. Dieser Traum ist bereits Realität - aber eine teure. „Noch steht der hohe Preis einer weiten Verbreitung im Weg“, sagt Grönegräs. Er rät daher: Je größer die Fensterfläche im Verhältnis zur Fassade und zur Grundfläche des

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Raums ist, desto niedriger sollte der g-Wert des Fensters sein. Vor Hitze schützen in den warmen Monaten auch flexible Helfer: Rollos oder Jalousien. Doch sinnvoll seien sie in diesem Fall nur, wenn sie außen angebracht sind, sagt Grönegräs. „Sonnenschutz im Raum ist reiner Lichtschutz. Gegen Wärme und Hitze hilft er dann nicht mehr.“ Dritte Variante sind Rollos im Zwischenraum des Isolierglases. „Von der Wirkung her liegt diese Lösung im mittleren Bereich“, sagt Grönegräs. „Sie bietet den besten Schutz gegen Schmutz und Beschädigung. Allerdings brauchen sie mehr Platz für größere Rahmen.“ Wer sich weniger Sorgen um die Energiefrage macht und stattdessen unter Lärmbelästigung an einer vielbefahrenen Straße leidet, sucht hingegen Schallschutz. „Schalldämmglas hat mehr Masse durch dickere Gläser, und sie sind asymmetrisch aufgebaut“, erläutert Grönegräs. Zusätzlich stoppe Verbundglas mit einer elastischen Folienschicht zwischen den Scheiben die Schallübertragung. Doch guter Schallschutz zeichne sich nicht durch die Anzahl der Glasschichten aus, sondern nur durch deren Qualität aus, betont Tschorn. „Eine Dreifachverglasung kann durchaus schlechter sein als eine Zweifachverglasung.“


18 | bauen und modernisieren

Echter Stein aus der Natur Naturstein ist ein Baustoff mit Tradition, der zurzeit eine Renaissance erlebt. Natürliche und langlebige Baumaterialien sind gefragter denn je. Vor allem Travertin, Sandstein und Muschelkalk liegen derzeit voll im Trend, besonders als naturnaher Bodenbelag für Terrassen, Hauseingänge, Einfahrten oder Wege.

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atursteine sind kein uniformes Industrieprodukt, sondern haben individuellen Charakter, der durch die jeweilige Entstehungsgeschichte geprägt ist: durch Ablagerungen von Urtieren bei Kalksteinen, durch Wasserbewegung von GerĂśll bei Sandsteinen - geformt in Jahrmillionen. Kein kĂźnstlicher Baustoff kommt dem nahe. Echte Steine sind StĂźck fĂźr StĂźck Unikate. Und das Beste: Während viele Baustoffe mit den Jahren immer unansehnlicher werden, gewinnen Kalk- und Sandsteine durch natĂźrliche Patina oft zusätzlichen Reiz. Die Bandbreite von Plattenbelägen fĂźr Terrassen, Hauseingänge, Einfahrten oder Wege reicht von Polyplatten (unregelmäĂ&#x;igen Vieleckplatten) Ăźber Formatplatten (quadratisch oder rechteckig) bis

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zu Kombinationen von Plattenbelägen mit Pflaster in allen mĂśglichen GrĂśĂ&#x;envarianten. Stufen und Podeste sind nicht nur von praktischem Nutzen, sie lassen die gesamte AuĂ&#x;enanlage interessanter und lebendiger erscheinen. Eine Besonderheit von Naturstein sind auch die vielen traditionellen und modernen Oberflächenbearbeitungen, von gesägt Ăźber gekordelt oder scharriert bis geschliffen. Solch hochwertige Platten haben in Deutschland bereits Baugeschichte geschrieben: Diese Natursteinelemente findet man beispielsweise auf der Wartburg und auf Schloss Sanssouci sowie in der Nationalgalerie und im Lustgarten in Berlin.



 

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20 | bauen und modernisieren

Wenn am Bau gepfuscht wird… Der Traum vom eigenen Heim kann für Bauherren schnell zu einem Alptraum werden. Risse in den Wänden oder undichte Fenster verderben regelmäßig die Freude am neuen Haus. Doch auch wenn der Pfusch am Bau für Ärger und Arbeit sorgt, man kann sich erfolgreich dagegen wehren.

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eder Bauherr hat seine ganz persönlichen Vorstellungen vom Eigenheim. Und obwohl es viele vorgefertigte Elemente gibt, fällt jedes Haus daher ganz individuell aus. So einzigartig die Häuser sind, so vielfältig sind die Mängel. „Faktisch sind regelmäßig sämtliche Teile eines Hauses von Mängeln betroffen“, sagt Kai Warnecke vom Eigentümerverband Haus & Grund. Grundsätzlich gilt: Ein Mangel am Bau liegt vor, wenn die Werkleistung eine vereinbarte Beschaffenheit nicht erfüllt, erklärt Christian Meier, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht. Bei einer sogenannten Beschaffenheitsvereinbarung haben die Vertragsparteien bestimmte Details der Werkleistung festgelegt. Soweit keine Beschaffenheit vereinbart wurde, ist die Leistung mangelhaft, wenn sie sich für den im Vertrag vorausgesetz-

ten Gebrauch nicht eignet. Außerdem liegt auch immer dann ein Mangel vor, wenn die Ausführung nicht den anerkannten Regeln der Technik entspricht. Weil nicht jeder Bauherr gelernter Handwerker ist, sollten sich Bauherren einen Experten organisieren und gemeinsam den Baufortschritt in jeder Phase des Bauvorhabens prüfen. „Es gibt wenige Gelegenheiten im Leben eines Menschen, bei denen er so viel Geld auf einmal ausgibt wie beim Hausbau. Deshalb sollte der Bauherr nicht an der falschen Stelle sparen“, sagt Meier. Auch Warnecke von empfiehlt, die einzelnen Bauabschnitte von einem Experten untersuchen zu lassen. Dabei sollte der Bauherr darauf achten, dass die Leistungen geprüft werden, bevor sie von anderen Arbeiten verdeckt werden. Der richtige Einbau einer Dampfsperre unter


bauen und modernisieren

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rater Christian Schwencke vom BauherrenSchutzbund empfiehlt, diese Rüge per Einschreiben zu schicken. So kann der Bauherr sich auch sicher sein, dass sie tatsächlich angekommen ist.

Bauherren sollten sich während des Baus von einem Experten beraten lassen - dann können Mängel schneller entdeckt und auch behoben werden. dem Dach lässt sich etwa nicht mehr prüfen, wenn das Dach bereits verkleidet ist.

kann. Denn: „Die Vergütung ist das einzige Druckmittel des Bauherrn.“

Haben die Bauarbeiter dann tatsächlich gepfuscht, gibt es verschiedene Wege sich zu wehren. „Hat ein Bauherr einen Mangel vor Abnahme festgestellt, sollte er vom Bauunternehmer die Beseitigung dieses Mangels verlangen“, rät Warnecke. Vorher sollte die Abnahme nicht erfolgen, so dass der Unternehmer keine Rechnung stellen

Hat der Bauherr einen Mangel entdeckt und will ihn rügen, muss er dabei keine bestimmten Formalien beachten. „Zu Beweiszwecken ist es jedoch sinnvoll, Nachbesserungsforderungen beziehungsweise Mängelbeseitigungsansprüche nicht nur mündlich, sondern schriftlich geltend zu machen“, empfiehlt Warnecke. Der Baube-

In der Mängelrüge sollte der Bauherr dem Unternehmer eine Frist setzen. Allerdings muss diese so bemessen sein, dass die Zeit auch ausreicht, um Personal zu engagieren, Material zu besorgen und die Arbeit zu schaffen. Kommt der Unternehmer der Aufforderung zur Nachbesserung nicht innerhalb der gesetzten Frist nach, kann der Bauherr ein anderes Unternehmen mit der Beseitigung des Mangels beauftragen und von dem ursprünglich beauftragten Bauunternehmer die Kosten hierfür verlangen. Spätestens dann, wenn der Unternehmer den Mangel nicht beseitigt, sollte der Bauherr aber, bevor er weitere Schritte unternimmt, den Rat eines Fachanwalts in Anspruch nehmen. Und keine Panik: Selbst wenn ein Mangel nicht sofort festgestellt wird, sondern erst nach Abschluss des Bauvorhabens auftritt, stehen dem Bauherrn bis zu fünf Jahre lang Gewährleistungsansprüche zu. So steht es im Bürgerlichen Gesetzbuch. „Um diese durchsetzen zu können, sollte eine Gewährleistungsbürgschaft vereinbart werden“, rät Warnecke. Voraussetzung ist ein entsprechender Bauvertrag.


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Das versteckte


wohnen und einrichten

Statussymbol

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Sie ist riesig, lang und breit: Eine Fernsehwand ist der Schrecken vieler Einrichter. Das ausladende Regal mit viel Platz für Bücher und Krimskrams hat einen hauptsächlichen Zweck: Sie soll das TV-Gerät beherbergen. Doch dieses wollen heute viele nicht mehr sehen.

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Kein Schrank wie eine Wand: Moderne Fernsehwände füllen zwar eine Wand aus, sie wirken aber als Komposition von Einzelelementen luftiger und lockerer. Das TV-Gerät tritt hier in den Hintergrund.

Schatz, versteck den Fernseher. Die Gäste kommen.“ Ein Druck oder ein Ruck genügt, und das große Gerät verschwindet in einer Kommode oder hinter einer Schrankwand. Zurück bleibt ein Wohnzimmer ohne sein gewohntes Statussymbol. Nächster Schritt ist der Umzug ins Kinderbett. Modelle aus Massivholz sind besonders haltbar. Sie lassen sich auch meist leichter auf- und abbauen als Spanplattenmöbel und enthalten kaum Formaldehyd. Um Verletzungen zu vermeiden, sollten alle Ecken und Kanten abgerundet und das Holz sauber geschliffen sein. Schrauben dürfen nicht vorstehen. „Achten Sie beim Kauf eines Kinderbetts auf das TÜVZeichen GS für Geprüfte Sicherheit, den Blauen Engel oder das Goldene M“, rät Buschmann.

Der Fernseher ist nicht mehr der Mittelpunkt, der er einst im Raum war. Das meint zumindest die Trendanalystin Gabriela Kaiser. „Jetzt gehört ein Flachbildschirm zur Normalität im Wohnzimmer, fast jeder hat ein solches Gerät zu Hause. Deshalb muss ich ihn auch nicht mehr besonders herausstellen.“ Das wurde auf den Möbelmessen in diesem Jahr klar: Es waren Lösungen angesagt, die Geräte auf Knopfdruck schnell und einfach verstecken. Was ist passiert? In den sechziger und siebziger Jahren war der Fernseher ein Statussymbol. „Damals war das ganze Wohnzimmer auf den Fernseher ausgerichtet“, sagt Ursula Geismann, Möbelexpertin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM). „Alle Möbel zeigten in diese Richtung.“ Aber irgend-


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wann hatte jeder ein solches Gerät - zunächst ein dickes, klobiges in der TV-Regalwand, später ein flacheres und schickeres Gerät wie ein Bild an der Wand. Als sich fast jeder die großen, ausladenden Geräte leisten konnte, setzte eine Wende ein, erläutert Trendanalystin Kaiser. „Heute soll das Zuhause ein Rückzugsort sein, hier will man Stress abbauen. Wer den ganzen Tag unterwegs ist, schaltet den Fernseher nur noch bewusst ein - wenn man etwa nur die Nachrichten oder einen Film sehen will.“ Bei manchen Arbeitslosen flimmere das TV-Gerät dennoch den ganzen Tag und bei jeder Gelegenheit. Zwischen diesen Gruppen driften neuerdings die Wünsche an die Einrichtung auseinander: Die einen möchten ihren Fernseher und die Technik weiterhin möglichst präsent im Raum und immer parat haben. Die anderen - und das sei ein großer Trend - wählten hingegen verstärkt Einrichtungslösungen, die den Fernseher nur bei Bedarf schnell und einfach zum Vorschein bringen. Das geht auf verschiedene Weisen: Die Möbelhersteller Gruber+Schlager oder Tvilum verstecken den Fernseher hinter einer Schiebetür einer offenen Regalwand. Die Tür wird bei Bedarf einfach zur Seite geschoben. Andere Anbieter setzen auf Einzelmöbel, die als Hingucker im Raum stehen. Schnepel versenkt etwa darin das TV-Gerät per Knopfdruck. „Das Möbelstück

Eine dekorative Schiebetür versteckt den Fernseher: Hier wird das Gerät nur herausgeholt, wenn es tatsächlich gebraucht wird.

ist dann wichtiger als die Technik“, so Kaiser. „Es muss stilvoll sein.“ Eine weitere Einrichtungsidee ist so reduziert, dass das Möbelstück den großen Fernseher nicht noch mehr in den Fokus rückt: Das TV-Möbel des Unternehmens „Hohrizontal 51“ ist lediglich ein fünf Zentimeter dickes Regalbrett. Der Fernseher wird darüber an die Wand montiert und über USB an das Regal angeschlossen. Das war’s. Weitere Technik – zum Beispiel Lautsprecher und Kabel – ist in dem Brett integriert.

»Sitz man zu dicht davor, sieht man nur noch Punkte und kein ganzes Bild.«

Die derzeit am häufigsten gesehene Variante ist eine Schrankwand mit sichtbarem TV. Allerdings hat das Gerät seine dominante Stellung in den Regalen verloren: Wie bei Hülsta zu sehen ist, wirkt er wie ein Bild in einer Komposition aus mehreren Einzelelementen, die durch Farbe und Stil Aufmerksamkeit erzeugen. Oder er fügt sich unauffällig in das Gesamtbild ein. Es sollte auf jeden Fall nicht klobig wirken, rät Kaiser für den Kauf.

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Aber das findet man eh kaum noch: Der technische Fortschritt hat der Fernsehwand zu einer lockeren und reduzierteren Optik verholfen. „Früher waren die Regale tief, weil der Fernseher breit war. Heute können sie schmaler und flexibler sein“, erläutert Möbelexpertin Geismann. Oder der Fernseher hängt an der Wand, im Regal steht dafür Deko. Heute werden Fernseher und TV-Wand zueinander passend ausgesucht. Nach Ansicht von Peter Knaak von der Stiftung Warentest sollte noch eine andere Komponente einbezogen werden: Der Fernseher dürfe nur so groß sein, dass sein Bild gut an der Couch ankomme. „Ein Fernsehbild, auch bei den modernen Flachbildschirmen, ist aus einzelnen Bildpunkten aufgebaut. Sitz man zu dicht davor, sieht man nur noch Punkte und kein ganzes Bild“, erläutert der Experte für Unterhaltungselektronik. Die Faustregel lautet: Der Abstand von Fernseher und TV-Wand zum Sofa sollte sechsmal die Bildhöhe des Gerätes haben. Allerdings sollte man dem Verkäufer auch berichten, welche Signalstärke man zu Hause empfängt: Die genannten Abstände gelten für Empfänger von HDTV oder Bluray-DVDs. Viele Verbraucher hätten allerdings noch einen analogen Kabelanschluss. „Dann ist sogar ein Abstand von sechsmal die Bildhöhe zu nah“, sagt Knaak.


26 | wohnen und einrichten

Kochen wie die Profis

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Fragt man einen Feuerwehrmann, ob er mit der Gießkanne löscht? Profi- und begeisterte Hobbyköche antworteten auf die Frage nach dem Mittel ihrer Wahl bislang stets entschieden: Gas- statt Elektroherd. Doch dank neuer Induktionsplatten wägen viele nun wieder ab.

rüher war die Entscheidung für einen mit Strom oder Gas betriebenen Herd einfach. Denn die Vorund Nachteile des Kochens mit den verschiedenen Energieträgern lagen vergleichbar klar auf der Hand: Profis und engagierte Hobbyköche zauberten ihre Menüs gerne auf dem Gasherd, da dieser sekundenschnell die volle Leistung erreicht und die Flamme sich sofort wieder komplett herunterdrehen lässt. Klassische Elektroherde dagegen heizen relativ langsam auf und lassen sich nur langsam herunterregeln. Nach dem Kochen bleibt die Kochstelle noch lange warm - Restwärme wird verschwendet. Normale Hausfrauen und Kochmuffel schätzten den Elektroherd jedoch, weil er einfach zu handhaben war.

Dank neuer Technik haben Profis und Küchenlaien nun aber die Qual der Wahl: „Die Vorteile des schnellen, punktgenauen Kochens mit Gas bieten heute auch strombetriebene Kochstellen mit Induktionstechnik“, sagt Frank Hüther, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft „Moderne Küche“. Anders als beim herkömmlichen Kochen mit Strom leuchtet dort das Kochfeld nicht glutrot auf und strahlt auch nicht Hitze ab. Wird ein Topf oder eine Pfanne mit magnetischem Boden auf das Feld gestellt, erhitzt sich das Metall des Bodens und überträgt die Wärme direkt auf den Inhalt. Dadurch gehen Aufheizvorgang und Hitzereduzierung ebenso schnell wie mit dem Gasherd.


wohnen und einrichten Brenner unter einer Glasplatte liegt. Auch gesundheitliche Aspekte spielen heute fßr viele Menschen eine Rolle: Gerade wer einen Herzschrittmacher trägt, sollte sich auf Anraten vieler Hersteller vor dem Kauf eines Induktionsherdes nach der StÜranfälligkeit des Implantats erkundigen, erläutert Claudia Oberascher von der Fachgemeinschaft fßr effiziente Energieanwendung (HEA). Denn die Geräte haben eine geringe magnetische Strahlung.

Bild oben | Ein Gasherd erreicht sekundenschnell die volle Leistung. Und die Flamme lässt sich auch sofort wieder komplett herunterdrehen.

Bild links | Anders als herkĂśmmliche und mit Strom betriebene Kochplatten leuchten Induktionskochplatten nicht glutrot auf und strahlen auch die Hitze nicht ab.

FĂźr wen ist also nun was das beste? Was sind die Vor- und Nachteile beim Kochen mit Gas und Induktion? Kochen mit Gas sei kostengĂźnstiger als mit einem herkĂśmmlichen Elektroherd, erläutert Werner Born vom Initiativkreis „Kochen mit Erdgas“. Ein Herd mit Induktionskochfeld erziele jedoch noch bessere Ergebnisse, rechnet HĂźther vor: „Zwei Liter Wasser erhitzen sich viermal schneller von 15 auf 90 Grad als auf einem konventionellen Strom-Kochfeld und fast doppelt so schnell wie mit Gas.“

Allerdings falle die Ersparnis geringer aus als oft angenommen. „Wer wenig kocht, spart mit Induktion gerade mal um die fĂźnf Euro im Jahr“, sagt Brigitte Kluth-Kosnik von der Stiftung Warentest. In puncto Kosten rentiere sich daher ein Induktionsherd am meisten fĂźr eine GroĂ&#x;familie, die jeden Tag Ăźppig auftischt. DafĂźr kostet die KochausrĂźstung fĂźr einen Induktionsherd mehr. Denn hierfĂźr werden induktionstaugliche TĂśpfe und Pfannen mit magnetisierbarem Boden benĂśtigt – zum Beispiel aus Stahl-Emaille, Gusseisen oder Edelstahl. „Ein groĂ&#x;er Vorteil beim Kochen mit Gas besteht darin, dass jeder Topf benutzt werden kann“, erläutert Born. Ob ein Topf induktionstauglich ist, testet man laut HĂźther mit einem Magneten. Haftet dieser am Kochgeschirr, kann man ihn auf der Induktionsplatte verwenden. Induktionskochfelder sind leicht zu reinigen: „Da die Wärme direkt im Topfboden entsteht, wird das Induktionskochfeld selbst kaum heiĂ&#x;“, erklärt HĂźther. Ăœbergekochtes oder Fett brenne deshalb nicht auf der Kochzone an. Schwieriger zu reinigen seien Gaskochfelder mit konventionellem Brenner, sagt Born. Reinigungsfreundlich seien aber Gas-Ceranfelder, bei denen der

Um sich allgemein dieser Strahlung so wenig wie mĂśglich auszusetzen, sollten nur geeignete TĂśpfe verwendet werden, empfiehlt das Bundesamt fĂźr Strahlenschutz. Die TĂśpfe sollten passgenau auf dem Koch-

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feld stehen. Grundsätzlich seien diese Streufelder aber gering und unbedenklich. Einen weiteren Nachteil der elektromagnetischen Felder kennen nur KĂśche, die bereits mit einem Induktionsfeld kochen: Das Magnetfeld bringt die TĂśpfe zum Schwingen, und das kann laut werden. Auch Kluth-Kosnik berichtet davon: „Induktionskochen kann nerven: Denn beim Kochen mit Induktionsfeldern ertĂśnt häufig ein mehr oder weniger lautes Surren, Knacken oder Brummen.“ Die erzeugten TĂśne erreichen sehr hohe Frequenzen. Wie stĂśrend diese Geräusche sind, hängt vom Topf, der FĂźllung und vom individuellen HĂśrempfinden ab.

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28 | wohnen und einrichten

Küche, Kochen, Kurse

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Die hohe Kunst der kulinarischen Genüsse ist gar nicht so schwer“, sagt Fritz-Henning Paul. Der Geschäftsführer weiß, wovon er spricht. Schließlich bietet seine Paul Home Company in Sülbeck nach der erfolgreichen Premiere vor Jahresfrist in den nächsten Wochen und Monaten unter dem Titel „Paul’s Gaumenfreunde“ erneut Kochschultermine an.

Das Besondere: Der Stadthäger Torschreiberhaus-Küchenchef Götz Knauer höchstpersönlich zeigt den Teilnehmern, worauf es bei der Vor- und Zubereitung der verschiedenen Speisen ankommt. „Das Ganze macht unheimlich viel Spaß“, verspricht Fritz-Henning Paul allen Interessenten, der im vergangenen Winter selbst verschiedene Kochkurs-Termine in seinem Küchenhaus wahrgenommen hat und die Ergebnisse des eigenen Schaffens – wie bei jedem einzelnen Koch-Event – unmittelbar genießen konnte.

Die Termine für „Paul’s Gaumenfreunde“ 17.10.

Pasta-Küche einmal anders 13.11. / 21.11.

Denn alle Teilnehmer treffen sich jeweils in der stilvoll und modern eingerichteten Musterküche des alteingesessenen Sülbecker Möbelhauses. Hier verrät Götz Knauer dann zahlreiche Tricks und Finessen, die das Menü zu einem Erlebnis für alle Sinne werden lassen.

Mit Kaffee kochen

Und wer auf den Geschmack gekommen ist, kann gleich an Ort und Stelle die passende Küche für die eigenen vier Wände in Augenschein nehmen. In Pauls Küchenhaus sind stets 30 aktuelle Küchen mit vielen pfiffigen Einrichtungsideen ausgestellt.

12.2. / 20.2.

Übrigens: Am Freitag, 14. Oktober, heißt es bei der Paul Home Company „Shoppen bis in die Puppen“. Bis 23 Uhr können Jung und Alt sich ganz entspannt bei LiveMusik, Getränken und kulinarischen Köstlichkeiten von den vielen Einrichtungsideen inspirieren lassen.

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Was koche ich über die Festtage? 22.1. / 30.1.

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30 | wohnen und einrichten

Nicht kalt erwischen lassen

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Auch wenn es noch keiner hören will: Der Winter steht bald vor der Tür. Jetzt sollten daher die Heizkörper in der Wohnung kontrolliert und eingestellt werden. Sonst ist die Gefahr groß, dass man plötzlich im Kalten sitzt.

er beim ersten Kälteeinbruch im Herbst keine böse Überraschung erleben möchte, sollte noch vor Beginn der Heizperiode die Heizkörper in der Wohnung kontrollieren. Ein defektes Thermostatventil oder Luft, die sich in den warmen Monaten in den Heizkörpern angesammelt hat, kann das Erwärmen verzögern oder aufhalten. Außerdem sollte man an den Heizkörpern Rost entfernen, denn aus kleinen rostigen Stellen können mit der Zeit Löcher entstehen - und dann tropft das Wasser auf den Boden. „Kleine Instandsetzungsarbeiten an Heizkörpern kann man in Eigenregie machen“, sagt Michael Pommer von der Do-it-yourselfAcademy in Köln. Leicht lässt sich etwa überprüfen, ob Luft in den Heizkörpern ist. Zum einen mache das gluckernde Geräusche. Zum anderen werde manchmal

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der Heizkörper auch trotz voll aufgedrehtem Thermostat im oberen Bereich nicht richtig warm. Die Luft im Heizkörper verhindere das Aufheizen, so dass sich das Wasser nicht mehr optimal verteilen kann, erläutert Pommer. So werde unnötig Energie verschwendet. Vor dem Entlüften der Heizkörper sollte der Wasserdruck an der Heizanlage überprüft werden. „Ist dieser zu niedrig, muss vorher Heizungswasser nachgefüllt werden“, erklärt Pommer. Der optimale Wasserdruck werde am Manometer meistens durch eine grüne Kennzeichnung angezeigt, der maximale Befülldruck durch eine rote Nadel. Ist der Wasserstand zu gering, wird ein Schlauch an das Einlassventil angeschlossen. Zum Entlüften braucht man eine Zange oder einen Vierkantschlüssel. Damit wird das Entlüftungsventil an der Endverschraubung oben rechts oder links am Heizkörper umgedreht. Zuvor sollte das Ventil mit einem Lappen umwickelt werden, auch ein Schälchen zum Auffangen des Wassers sollte parat liegen. Sobald keine Luft mehr entweicht und Wasser austritt, kann das Ventil wieder geschlossen werden. Wer nicht selbst die Kraft zum Aufdrehen des Ventils aufbringen will oder kann, sollte einen automatischen Entlüfter nutzen. „Die pfiffigen Helfer werden statt der klassischen Entlüfter in die Heizkörper eingeschraubt“, erläutert die Stiftung Warentest. Kommt hier Luft in die Gefäße, könne diese sofort entweichen und das Gluckern stoppe ebenfalls. Der Nachteil dieser Geräte sei, dass bei einem defekten Ausdehnungsgefäß oder zu geringem Wasserstand der Heizkörper erst recht


wohnen und einrichten

Geräusche von sich gebe. Das Entlüften ist nicht ausschließlich Sache des Vermieters, erläutert Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund. „Auch Mieter dürfen ihre Heizkörper bei Bedarf selbst entlüften. Sie müssen dies nicht dem Eigentümer oder Verwalter anzeigen.“ Wird ein Heizkörper trotz Entlüftens nicht warm, kann das Problem beim Thermostatventil liegen. Mechanische Thermostate bestehen Pommer zufolge aus einem abnehmbaren Thermostatkopf und einem fest installierten Ventilunterteil, der Stopfbuchse. „In den meisten Fällen sitzt der Ventilstift der Stopfbüchse durch Ablagerungen fest“, erläutert der Experte. Der

Thermostatkopf

sollte

abgenommen und der dann sichtbare Stift vorsichtig mit einer Zange gefasst werden. Er werde mehrfach vor- und zurückgeschoben und sollte sich dann nach kurzer Zeit leicht bewegen lassen. Ist dies nicht der Fall oder setzt sich der Stift erneut fest, müsse der Ventileinsatz ausgewechselt werden. Manchmal ist auch der Kopf des Thermostatventils defekt. Dann müsse entweder der Kopf oder das komplette Thermostatventil ausgetauscht werden. Das Ventil-Unterteil bleibe in der Regel erhalten, erklärt Pommer. Angeboten würden Thermostatköpfe mit zwei Befestigungsarten: Schnappanschluss oder Schraubmutter. „Ich rate jedem

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Heimwerker, den alten Thermostatkopf zum Einkauf mitzunehmen.“ Wenn Roststellen zu sehen sind, sollte der Heizkörper entrostet und neu lackiert werden. „Zum Entfernen von Roststellen eignet sich Schleifpapier“, sagt Pommer. Man schleift die Stelle so lange ab, bis sie metallisch glänzt. Danach wird der Heizkörper mit Seifenlauge entfettet und gesäubert. Zum Lackieren muss der Heizkörper kalt sein. Deshalb rät der Farbexperte zum Streichen vor der Heizperiode. Er empfiehlt zudem einen hitzebeständigen und umweltfreundlichen Heizungslack auf Acryl-Basis.

Wenn es in der Heizung gluckert, muss die Luft herausgelassen werden: Das Ventil wird so lange aufgedreht, bis Wasser kommt. Wer beim ersten Kälteeinbruch nicht im Kalten sitzen will, sollte noch vor der Heizperiode die Heizkörper in der Wohnung kontrollieren.


32 | garten und terrasse

ENDSPURT IM


garten und terrasse

GARTEN Wenn sich die kalte Jahreszeit nähert, beginnt für Gartenbesitzer der Endspurt: Beete, Rasen und Gehölze müssen sorgsam auf den Winter vorbereitet werden, damit sie gut in die nächste Gartensaison kommen.

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34 | garten und terrasse

D Die letzte Ernte im Herbst im Kräuterbeet ist zeitgleich der Rückschnitt für Lavendel, Salbei und Oregano.

icken Pulli, Mütze und Handschuhe anziehen, die Gartenschere und den Rechen rausholen: Jetzt muss im Garten noch einmal Hand angelegt werden. Das beginnt damit, dass Hobbygärtner alle nicht winterfesten Knollen – zum Beispiel Dahlien, Gladiolen oder Begonien – ausgraben sollten. Sie überwintern im Keller in einer Kiste oder in trockenem Torf. In den Rabatten ist stattdessen Platz für Frühblüher: „Bis Oktober können Zwiebeln und Knollen gepflanzt werden. Bei Allium-Zwiebeln ist es besonders wichtig, dass sie jetzt noch einwurzeln und sich an ihren Standort gewöhnen“, erläutert Thomas Wagner vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde. Auch andere Pflanzen müssen umsorgt werden: „Alle kranken oder befallenen Gewächse werden zurück-

geschnitten und die Pflanzenteile entsorgt“, sagt Jeanette Schweikert von der Gartenakademie Baden-Württemberg. Gesunde Stauden dürfen bleiben. „Die oberirdischen Pflanzenteile sind zum einen wunderschön anzusehen, wenn sie mit Reif überzogen sind“, erklärt Wagner. Zum anderen schützten sie die Wurzeln. Im Nutzgarten geht es zeitgleich an die letzte Kräuterernte - was auch der Rückschnitt für Lavendel, Salbei und Oregano ist. Tomaten können noch bis zum Frost geerntet werden. Kohl, Schwarzwurzeln und Wurzelpetersilie bleiben noch ein paar Wochen länger im Beet. „Auf freiwerdende Flächen können Radieschen und Feldsalat gesät werden“, schlägt Thomas Wagner vor. Alternativ werde Gründünger oder eine Mulchschicht aus Erntereste ausgebracht. Dann dürfe der Boden im Nutzund Ziergarten ruhen.


garten und terrasse

Das heißt, jetzt wird kein Kunstdünger mehr ausgegeben. Auch Umgraben ist tabu. Dabei würden der natürliche Aufbau und das Leben im Boden gestört oder gar zerstört, erläutert Schweikert. Damit Asseln, Würmer und Bakterien Humus zu Stoffen verwerten können, die Pflanzen aufnehmen können, brauchen sie Lebensbedingungen, die sie nur in einer bestimmten Bodentiefe vorfinden. „Gleichzeitig würden beim Umgraben unerwünschte Unkrautsamen an die Oberfläche gebracht.“ Das fallende, gesunde Laub ist auf den Beeten eine geschätzte Mulchschicht. „Aber das gilt nicht für alle Laubarten“, sagt Oliver Fink, Vorsitzender des Verbandes der GartenBaumschulen. „Die Blätter von Walnuss oder Eiche sollten auch dort entfernt werden. Sie verrotten schlecht.“ Auch auf dem Rasen sollte Laub geharkt werden. „Unter welkem Laub könnte sich Feuchtigkeit sammeln - der ideale Nährboden für Pilze und Schim-

mel“, sagt Schweikert. Auch Moos sollte daher vor Winterbeginn noch einmal sorgfältig entfernt werden. Geschnitten wird der Rasen, solange er wächst. „Nach dem letzten Schnitt sollten die Halme nicht länger als vier bis fünf Zentimeter sein.“ Haben die Gehölze alles Laub verloren, sollte man abgestorbene oder kranke Äste und Zweige entfernen. Auch sollten nun alle groben Arbeiten wie das Fällen von Bäumen erledigt werden, rät Fink. „Bei robusten Gehölzen kann auch etwas zurückgeschnitten werden. Der Hauptschnitt sollte jedoch in den ausklingenden Winter verlegt werden.“ Sonst könne der Frost in das Holz eindringen. Obstbäume werden mit Leimringen vor Frostspannerweibchen und Blutläusen geschützt. „Ein reflektierender weißer Kalkanstrich hilft, Rissen im Stamm vorzubeugen“, sagt Schweikert. Sobald der erste Frost angesagt wird, benötigen auch frisch gepflanzte Stauden, junge

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Herbstanemonen, Sommerflieder und andere empfindliche Pflanzen einen Schutz. „Die idealen Materialien dafür sind Laub und Fichtenreisig“, erläutert Schweikert. „Auch Filzmatten und Vlies machen sich gut als Abdeckung.“ Rund um Rosen wird Erde oder Mutterboden und Kompost so angehäuft, dass die empfindlichen Veredelungsstellen am Kronenansatz gut bedeckt sind. Die Krone der Hochstammrosen bekommt einen Mantel aus Jute, Sackleinen oder Vlies. Kübel mit winterharten Pflanzen werden in Noppenfolie gehüllt.

In den Rabatten ist bis Oktober Pflanzzeit: Zwiebel und Knollen von Frühblühern müssen jetzt in die Erde.


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So kommt der Garten gut durch den Winter

Wenn der erste Frost droht, werden Gartenfreunde noch einmal richtig aktiv: Pflanzen und Gartenausstattung müssen auf die kalte Jahreszeit vorbereitet werden.

N

icht nur frostempfindliche Kübelpflanzen wie Geranien, Fuchsien oder Oleander müssen vor dem ersten Frost ins Winterquartier. Auch Zwiebel- und Knollengewächse wie Dahlien, Knollenbegonien oder Gladiolen vertragen keine Minusgrade. Sie werden jetzt ausgegraben.

len Apfelbaum noch Mumienfrüchte? „Pflanzenteile, die von Pilzen, Schädlingen oder Krankheiten befallen sind, sollten aus dem Garten beseitigt werden“, rät Legrand. Obstgehölzen - vor allem Apfelbäume - werden mit Leimringen vor Frostspannerweibchen und Blutläusen geschützt.

„Am besten lässt man die Pflanzen an einem trockenen Ort im Freien nachreifen“, erläutert Michael Legrand vom Zentralverband Gartenbau. „Dann werden Wurzeln und Erde, Triebe und Blätter entfernt, und die Knollen oder Zwiebeln kommen in ein trockenes, kühles Winterlager.“

Über den Gartenteich kommt ein feinmaschiges Netz. So kann weder Laub noch Grünmaterial hineinfallen. Auch auf dem Rasen und auf den Wegen hat abgefallenes Laub nichts zu suchen. Unter Gehölzen oder auf den Beeten darf es jedoch liegen bleiben. Diese Decke sorgt dafür, dass die Nährstoffe nicht aus dem Erdreich ausgewaschen werden.

Dann wird der Garten inspiziert: Sind einjährige Sommerblumen von Krankheiten befallen? Hat der Sternrußtau die Rosen fest im Griff? Schwächt die Miniermotte die Kastanie? Hängen am kah-

Der Boden wird am besten in Ruhe gelassen - auch im Gemüsebeet. Wer jetzt umgräbt, zerstört den natürlichen Aufbau, transportiert sauerstoffreiche Erde


garten und terrasse nach unten und sorgt dafür, dass Asseln, Würmer und Bakterien absterben. Zur Not kann dort, wo sich Unkraut breit macht, oberflächlich mit dem Sauzahn oder Grubber gelockert werden. Laub und abgestorbene Pflanzenteile machen sich auch gut als Mulch. „Manch eine frostempfindliche Pflanze wie größere Malven, Gunnera oder Crocosmia sind dankbar für einen solchen Schutz“, sagt die Gartenarchitektin Claudia Schaaf. Das gilt auch für Rosmarin oder japanische Anemonen. Mit Reisig beschwert, wird das schützende Laub nicht weggeweht. Ein weißer Anstrich oder ein Pappmantel um den Stamm von Obstbäumen verhindert, dass die Rinde platzt oder reißt. Das ist besonders bei wärmeliebenden Bäumen wie dem Pfirsich wichtig. Bei Strauchrosen ist die Veredelungsstelle am Kronenansatz besonders empfindlich. Ihr Kronenbereich wird mit Stroh umwickelt. Darüber kommt ein Jutesack. Stauden sollten nicht im Herbst, sondern erst im Frühjahr zurückgeschnitten werden: „Die alten Blätter und Stängel schüt-

zen den unterirdischen Teil der Pflanze“, erläutert Schaaf. Zudem werden vom Raureif überzogene Staudenreste im Winter zum bizarren Blickfang. Die letzten Samen werden gerne von hungrigen Vögeln gepickt. Nützlinge finden Unterschlupf in den Stängeln. Bei Pampasgras, Fackellilie und Palmlilie wird der Blattschopf im oberen Drittel zusammengebunden. Auch beim Gehölzschnitt ist Vorsicht geboten, vor allem bei jungen Gewächsen: „Wenn eine Pflanze im Herbst stark zurück geschnitten wird, kann der Frost tief in sie eindringen und große Schäden verursachen“, erklärt Legrand. Der Rasen hingegen muss geschnitten werden, solange er wächst. Dabei sollten die Halme nach dem letzten Schnitt nicht länger als vier bis fünf Zentimeter sein. „Auch Vertikutieren ist im Herbst nochmal ratsam, damit das Moos beseitigt wird“, empfiehlt Schaaf. Anschließend kommt Kalk auf die grüne Fläche. Dieser wird durch späteren Regen und Schnee nach und nach ins Erdreich gebracht. Sind die lebenden Teile des Gartens versorgt, geht es an die Geräte: Hacke, Rasenmä-

her und Grill werden gesäubert und weggeräumt, ebenso die Gartenmöbel. Außerdem sollten Schaufel, Besen, Schneeschippe und Splitt oder Sand für den Winter griffbereit sein. Laub und Abfälle müssen aus den Regenrinnen, Gullys und vom Dach entfernt werden. Wenn sie Abflüsse verstopfen, kommt es schnell zum Wassereinbruch. Anschließend wird gesichert, was einfrieren kann. „Aus Leitungen, Schläuchen, Gießkannen, Tonnen und Springbrunnen wird das Wasser entfernt und die Außenanschlüsse abgedreht“, rät Legrand. Pflanzenschutzmittel oder Far-

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Teiche sollten vor dem Winter mit einem feinmaschigen Netz abgedeckt werden, damit kein Laub hineinfallen kann.

breste überwintern an einem frostsicheren Ort - ebenso wie die Pumpe des Springbrunnens. Den Fischen im Teich sichert ein sogenannter Eisfreihalter das Überleben.


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Damit Krokusse im Fr端hjahr so bl端hen, m端ssen ihre Zwiebeln bis November in die Erde - solange der Boden noch nicht gefroren ist.

An die Zwiebeln, fertig, los


garten und terrasse

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er von einem Frühjahr im blütenreichen Garten träumt, sollte jetzt noch ein wenig Mühe investieren: Es ist an der Zeit, Zwiebelblumen in die Erde zu bringen. Die Zwiebeln sollten beim Kauf fest und trocken sein und eine glatte Haut aufweisen, rät der Zentralverband Gartenbau. Große Zwiebeln bieten den Gartenexperten zufolge ein größeres Potenzial: Das heißt, sie blühen wahrscheinlich schöner und besser als kleinere Exemplare ihrer Art. Ein weiterer Rat lautet: Nicht kleinlich sein. Eine perfekte Wirkung erziele der Gärtner, indem er mehrere Zwiebeln einer Art an einer Stelle in sogenannte Tuffs setzt. Im Rasen oder in Rabatten entstehe so ein schönes Gesamtbild. Manche Pflanzen wie Schneeglöckchen und Krokusse brauchen hier aber genügend Platz, denn sie breiteten sich mit den Jahren sehr stark aus.

Bis zum November, solange die Erde noch nicht gefroren ist, können die Zwiebeln gesetzt werden. Sie sollten in ausreichend durchlässigen Boden kommen, denn bei Staunässe verfaulen die Zwiebeln schnell. Schwere Böden könnten mit Sand, Substrat oder Kompost angereichert werden, empfiehlt der Zentralverband. Als Faustregel gelte: Die Blumenzwiebeln werden mit der Spitze nach oben doppelt so tief in die Erde gesteckt, wie sie hoch sind.

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40 | garten und terrasse

Die Harten und die Zarten I Kübelpflanzen sind mobil und vielseitig einsetzbar. Gartenexperte Dieter Kellermeier weiß, wie man sie für die Überwinterung vorbereitet, damit man auch im nächsten Jahr viel Freude an ihnen hat.

m Schaumburger Land gibt es in Gartenfragen und -angelegenheiten kaum einen besseren Experten als Dieter Kellermeier. Der Vorsitzende des Stadthäger Gartenbauvereins gibt in jeder Ausgabe von „4 Wände“ nützliche Tipps für Hobbygärtner und Gartenliebhaber. Heute geht es um die Überwinterung von Kübelpflanzen:

Die klassischen Kübelpflanzen haben eine lange Tradition, schon bei den Römern und Griechen wurden Kübelpflanzen-Sammlungen angelegt und mit großem Aufwand gepflegt. Als die Mitteleuropäer in südeuropäische und später in noch fernere Länder gelangten, nahmen sie von dort auch exotische Pflanzen mit. Zitrusgewächse spielten

zu Zeiten des Barocks eine überragende Rolle. Später kamen neue Arten hinzu. Und Botanische Gärten und verschiedene Pflanzensammlungen erlangten eine große Bedeutung.

Und auch heute noch erfreuen sich die Kübelpflanzen zunehmender Beliebtheit: Sie sind mobil, vielseitig im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse einsetzbar uns daher als Gestaltungselement nicht mehr wegzudenken. Das Angebot wird entsprechend von Jahr zu Jahr größer. Die Auswahl hängt entscheidend von zwei Fragen ab: An welchem Standort soll die Pflanze von Frühjahr bis Herbst stehen? Und welche Überwinterungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?


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Die Vorbereitungen

Die Winterquartiere

Das Ausräumen

Die klassischen Kübelpflanzen sind bei uns nicht winterhart. Wann der Zeitpunkt des Einräumens gekommen ist, hängt entscheidend von der Temperatur ab. Diese betrifft nicht nur die Freilandtemperaturen, sondern auch die Temperaturbedingungen im Winterquartier.

Grundsätzlich sollten Kübelpflanzen so lange wie möglich im Freien stehen. Noppenfolie, Vlies oder ein Foliengewächshaus helfen bei den ersten frostigen Nächten vor Frostschäden und gelten als Übergangslösung. Setzen dann stärkere Fröste ein, müssen die Pflanzen eingeräumt werden.

Ab Anfang März sollten die Kübelpflanzen aufmerksam inspiziert werden - vor allem solche, die kühl und dunkel überwintert werden. Wenn die Temperaturen steigen, beginnen sie wieder auszutreiben.

Die verschiedenen Arten weisen eine spezifische Kälte- beziehungsweise Frost-Resistenz auf. Die letzte Düngung sollte Anfang August erfolgen, damit die Triebe noch ausreifen können. Bevor die Kübelpflanzen ins Winterquartier kommen, sind sie einer genauen Kontrolle zu unterziehen. Alle welken, abgestorbenen oder beschädigten Pflanzenteile sowie Unkraut im Topf sind zu entfernen. Der Ballen selbst sollte beim Einräumen möglichst trocken sein. Laub abwerfende Arten benötigen bei kühler Überwinterung kaum Wasser. Ein nasser Ballen führt schnell zu Wurzelfäulnis. Die Kontrollen umfassen auch die Suche nach Schädlingen. Blütenpflanzen wie Fuchsie, Vanilleblume, Hibiskus und Wandelröschen sind häufig von Weißer Fliege und Läusen befallen. Bei Zierbananen und Engelstrompete treten oft Spinnmilben auf. Weitere Schaderreger sind Schild- und Schmierläuse sowie Thripse. Es stehen beim frühzeitigen Erkennen wirksame biologische Präparate zu Verfügung. Auch mechanisches Entfernen ist Erfolg versprechend. Da die meisten Kübelpflanzen sowieso zurückgeschnitten werden, werden viele Schädlinge automatisch entfernt. Einen kräftigen Rückschnitt im Herbst vertragen Bleiwurz, Fuchsien, Wandelröschen, Engelstrompeten, Myrten, Margerite und oder Enzian. Dies hilft, um Platz zu sparen. Der endgültige Rückschnitt erfolgt dann im Spätwinter oder Frühjahr.

Die meisten Kübelpflanzen fühlen sich wohl, wenn es hell, luftig und kühl ist (5 bis 10 Grad Celsius). Geeignet ist ein Wintergarten, Kleingewächshaus oder Glasanbau am Haus. Bei Sonnenschein ist jedoch eine Lüftung wichtig, damit keine großen Temperaturschwankungen entstehen. Weitere Möglichkeiten sind leerstehende, helle Zimmer oder auch ein helles, kühles Treppenhaus. Auch der Keller bietet sich an. Die Temperatur sollte aber nicht über 5 Grad Celsius liegen, da er meistens sehr dunkel ist. Eine Heizung im Keller kann kritische Temperaturen bewirken. Robuste Kübelpflanzen wie Granatapfel, Echte Feige, Hanfpalme oder Bitter-Orange vertragen auch den Aufenthalt in einer massiv gebauten Garage. Ein wenig Licht sollte aber vorhanden sein. Die Wasserversorgung ist ebenfalls ein wichtiges Thema. Ständige Kontrollen sind nötig. Je wärmer die Pflanzen stehen, desto mehr Wasser benötigen sie. Ballentrockenheit verträgt keine Kübelpflanze, daher auch die Laub abwerfenden Pflanzen etwas wässern. Eine Düngung ist im Winter nicht erforderlich. Dies kann im Frühjahr erfolgen, wenn die Tage wieder länger werden und somit auch wieder etwas mehr Licht vorhanden ist. Sollte keine Möglichkeit der Überwinterung im eigenen Haus vorhanden sein: Immer mehr Gärtnereien bieten als Dienstleistung einen Überwinterungsservice für Kübelpflanzen an. Mit Hilfe vorgefertigter Verträge werden die Leistungen des Gärtners genau bezeichnet - und profihafte Pflege ist garantiert.

Diese Geiltriebe sind weitgehend wertlos und kosten der Pflanze Reserven. Sie müssen direkt an der Austriebsstelle abgeschnitten werden. Die Pflanzen sollten ab diesem Zeitpunkt auch wieder mehr Licht bekommen. Kühl überwinterte und weniger frostempfindliche Pflanzen können bereits ab März/ April ins Freie gestellt werden. Beim Ausräumen im Frühjahr werden häufig Fehler gemacht. Die Pflanzen stehen zu lange im Winterquartier und kommen von einem Tag auf den anderen an ihren Sommerstandort und sind dort dann bereits stärkerer Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Dies führt in der Regel zu Blatt- und Triebschädigungen. Eine Phase der Akklimatisation von ein bis zwei Wochen an einem geschützten, schattigen Platz sollte den Pflanzen zugestanden werden.

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Eine solche Lichtschachtabdeckung wird nach Angaben von Frank Gröger maßgefertigt und lässt sich einfach montieren.

Licht und Luft für den Keller

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rank Gröger steht seit einiger Zeit auf LiSA, ELSA und RESi. Dabei handelt es sich allerdings nicht um Frauen, sondern um die Namen der neuen Lichtschachtabdeckungen des Herstellers Neher. Der Geschäftsführer des Sicherheitshauses Gröger im Nienstädter Gewerbegebiet Schnatwinkel bringt die Vorteile der einzelnen Systeme auf einen einfachen Nenner: „Man hat stets frische Luft im Keller, braucht den Lichtschacht am Haus aber nie mehr zu reinigen.“

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Möglich mache dies bei LiSA in erster Linie das feinmaschige und maßgeschneiderte Edelstahlgitter, das nicht nur Schutz gegen Blätter biete, sondern auch gegen Spinnen, Mäuse und andere Kleintiere. RESi verhindere dank der Oberfläche aus trittsicherem und rutschfestem Polycarbonat zusätzlich das massive Eindringen von Wasser und ist laut Gröger mit einem zusätzlichen Belüftungselement ausgestattet. ELSA ist dem Experten zufolge „die flächenbündige Lösung aus einem hochlegierten Edelstahlgewebe, das selbst extremen Witterungsbedingungen standhält“.

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