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SwissICT Magazin

Dezember 2008

Nr. 22 | 08. 12. 2008 | Fr. 5.–

DA S I T- M AG A Z I N F Ü R D I E S C H W E I Z

IT-Nachlese 2008 • Produkte des Jahres • IT-Trends 2009

Das war 2008 so wird

NEWS Green-IT fristet Mauerblümchendasein TEST Archivistabox: Überzeugendes Schweizer CMS MARKTÜBERSICHT 9 Multifunktions-Printer im Vergleich SICHERHEIT Security-Management nach ISO 2007x


Editorial

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A l i n a H u b e r, R e d a k t o r i n alina_huber@vogel-media.ch

Feiertagspause Mit dieser Ausgabe verabschiedet sich die InfoWeek-Redaktion in die Feiertagspause. Unser nächstes Heft wird am 26. Januar 2009 in Ihrem Briefkasten sein. Bis zum 19. Dezember 2008 und ab dem 5. Januar 2009 versorgen wir sie online mit spannenden News rund um die IT-Welt. Wir wünschen allen Lesern fröh­ liche Weihnachten und einen guten Start in ein erfolgreiches 2009!

m Anfang versprach 2008 noch ganz harmlos zu werden. Eher unerwartet traf die meisten von uns daher die Finanzkrise und ihr ganzes Ausmass. Ende 2008 ist von der Begeisterung zum Jahresbeginn nichts mehr zu spüren. Das Fazit 2008 ist ernüchternd: Die Situation könnte vielerorts kaum schlimmer sein. Die Meldungen über Sparmassnahmen und Entlassungen im Rahmen von Umstrukturierungen häufen sich und überraschen kaum mehr. Wenn sich aber selbst Suchmaschinengigant Google, der bislang ungehemmt Geld investierte, in die Reihen der Ausgabenkürzer einordnet und seine Mittel zurückhaltender einsetzen will, so scheint die Lage wirklich ernst zu sein. Wie ernst zeigt sich darin, dass die erst im Sommer lancierte virtuelle Google-Welt Lively bereits wieder untergeht. Und auch die Projektleiter müssen für ihre Vorhaben künftig mit weniger Entwicklern auskommen als bisher, hat Google-Chef Eric Schmidt verkündet. In der Krise will sich Google wieder auf seine Kernbereiche konzentrieren, nämlich Werbung im Internet und auf Mobiltelefonen sowie Online-Software für Unternehmen. SAPs Situa­ tion stellt sich derweil kaum anders dar. Auf Grund von aktuellen Unsicherheiten hat SAP-Chef Henning Kagermann ebenfalls Sparmassnahmen eingeläutet. Das Oberhaupt der Walldorfer rechnet denn auch kaum mit einer raschen Erholung der IT-Branche. Ein Aufwärtstrend sei frühestens für 2010 zu erwarten. 2009 werde für alle ein schwieriges Jahr. Doch wo positioniert sich die kleine Schweiz in dieser weltumspannenden Krise? Experten propagieren, dass die Auswirkungen der Finanzkrise für die Schweiz nicht sehr gross sein werden. Dennoch scheint sich die Situation stetig zu verschlimmern. Ende November hat Swiss Life zahlreiche Informatikprojekte gestrichen und baut 200 Stellen ab. Schuld an den Kürzungen ist auch hier die Finanzkrise. Statt

Finanzkrise

Alle müssen den Gürtel enger schnallen dem prognostizierten Gewinn von 1,9 Milliarden Franken fährt das Unternehmen dieses Jahr einen deutlichen Verlust ein. Und auch beim Rückversicherer Swiss Re fielen vergangene Woche 80 IT-Stellen dem Rotstift zum Opfer. Dennoch betonen die ewigen Optimisten weiter, dass die Auswirkungen auf die IT-Branche nicht sehr drastisch sein werden. IT sei heute so relevant für die Geschäftsprozesse, dass man selbst in Krisenzeiten nicht darauf verzichten könne. Gerade jetzt müssten die Firmen in ihre IT-Infrastruktur investieren, um wettbewerbsfähig und effizient zu bleiben. Dies betrifft vor allem die KMU, die die Finanzkrise am härtesten trifft. Doch gerade die kleinen Player im Markt reduzieren ihre IT-Budgets für das kommende Jahr zur Sicherheit bereits jetzt und sparen bei den IT-Projekten. Die Streichung von IT-Projekten ist für KMU eine der wenigen Möglichkeiten, sich rasch den momentanen Umständen anzupassen. Gestrichene Projekte und Kredite — die Banken sind momentan wenig überraschend eher zurückhaltend bei der Geldvergabe — können im schlimmsten Fall zu einem KMUSterben führen. Doch was bedeutet dies für den ITStandort Schweiz? Abgesehen davon, dass viele Arbeitsplätze verschwinden würden, wären wohl vor allem die Auswirkungen auf die Schweizer Innova­ tionskraft gravierend. Die KMU sollten es Google gleich tun und sich in Krisenzeiten auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Ihre Funktion als Innova­ tionstreiber und Entwickler individueller, neuartiger Produkte ist ihre grösste Stärke. Damit könnten sie sich selbständig aus der Krise hieven. So oder so: Wir dürfen gespannt sein, welche Überraschungen 2009 für uns bereithält.

2009 wird für alle ein schwieriges Jahr. Der Aufwärtstrend wird wohl erst 2010 Einsetzen.

Alina Huber Nr. 22 | 08. 12. 2008

InfoWeek.ch




INHALTSVERZEICHNIS

AUSGABE NR. 22 ı 2008

NEWS & ANALYSEN Green-IT fristet in der Schweiz ein Mauerblümchen-Dasein

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Adobe Max: Die Flash-Plattform von A bis Z

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Die RBA-Holding will Finnova und verlässt RTC

9

Microsoft TechDays 2009 erstmals in Bern

10

Für SAP wird SaaS und Cloud-Computing zu teuer

12

Die Gewinner der SwissICT Newcomer Awards 2008 im Portrait

13

Patrick Püntener: «Informationen strukturieren statt Produkte»

14

QuickPoll: Windows 7 soll schneller und schlanker werden

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TEST CENTER Archivistabox: Eine DMS-Lösung, die weitgehend überzeugt

16

NEUE PRODUKTE Tiefere Storagekosten mit Enterprise Vault 8.0 von Symantec

18

EMCs neues Backup-, Recovery- und Archivierungs-Portfolio

19

Vier Desktop-Rechner in Mini-Ausführung

21

Marktübersicht: Neun Multifunktionsprinter für KMU

22

Die ersten «Shanghai»-Server von Dell und Transtec

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SCHWERPUNKT RÜCKBLICK 2008 / IT-TRENDS 2009 25

Die wichtigsten News und die Produkte des Jahres 2008

29

Wieder geht ein ereignisreiches IT-Jahr zu Ende. Grund genug, kurz auf die wichtigsten Ereignisse zurückzublicken, aber auch voraus zu schauen. Im Schwerpunkt «So war 2008, so wird 2009» beschäftigen wir uns deshalb mit den Top-News des Jahres. Passend dazu haben wir die wichtigsten Voraussagen und Empfehlungen für 2009 und präsentieren ausserdem die aus unserer Sicht bedeutendsten Produkte 2008. Seite 25

Archivistabox: Seit 1998 bot der Schweizer Entwickler Archivista eine Client/Server-Lösung für die Archivierung in KMU an. Heute offeriert der Hersteller stattdessen eine Linie von einsatzfertigen DMS-Appliances für Dokumentenvolumen zwischen 50 und 40’000 Seiten pro Tag. Wir haben das Modell «Säntis» für mittlere Datenmengen getestet. Uns hat die Archivistabox weitgehend überzeugt. Die Oberfläche könnte jedoch noch ausgebaut werden. Aber lesen Sie mehr dazu in unserem Test ab Seite 16.

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2009: Reduzierte IT-Budgets, die Prioritäten und Herausforderungen

Schwerpunkt: «So war 2008, so wird 2009»

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INHALTSVERZEICHNIS

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Informatica08 – Ein Rückblick

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Dynamic Services bringen Flexibilität zurück

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Höhere Berufsbildung – eine noch unentdeckte Perle!

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KNOW-HOW & PRAXIS Kommunikation: Optimaler globaler Datenverkehr mit Branch Office Box 40 Suns J2EE-Applikationsserver Glassfish

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David Rosenthal: «E-Mails löschen, aufbewahren oder beides?»

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Standards zur Datensicherung

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Know-How Kommunikation: Wide Area Networks (WAN) werden laut Experten in Zukunft von so genannten Branch Office Boxes (BOB) definiert. Eine solche Box vereint die Vorteile dezentraler Security-Lösungen mit Traffic Intelligence und WANOptimierung in einem Gerät. Wir zeigen, was für weitere Vorteile sie noch bringen. Seite 40

AUSGABE NR. 22 ı 2008

SWISSICT MAGAZIN Herausforderungen an und für die ICT / Veranstaltungskalender

COMPANY BUSINESS facts

KARRIERE & WEITERBILDUNG Die Personal-Rekrutierung läuft zunehmend digital ab

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Agenda / Weiterbildungs- und Veranstaltungstips

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Lesetips für IT-Professionals

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UND AUSSERDEM 52

Vista-konforme TV-Karte von Compro

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AMD dominiert die Top-500-Liste der Supercomputer

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Vor 40 Jahren: Die erste Computermaus

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Impressum, Vorschau

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AB SEITE 24 IN DIESER AUSGABE

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IT@home: Musikalische Alchemie mit Software-Synthesizer

IT@home: Softsynth Alchemy: Hersteller Camel Audio hat vier Jahre an einem Nachfolger für seinen Softsynth «Cameleon 5000» gearbeitet. Nun ist er da. «Alchemy» kostet 249 Dollar und soll der ultimative SampleManipulations-Synthesizer überhaupt sein. Er zeigt sich sowohl punkto Klangerzeugung als auch bei der Bedienung aussergewöhnlich flexibel. Seite 52

Application Development Application Performance Management "USINESS #OMMUNICATION Business Intelligence Managed Services 3ECURITY

Daten sind immer im Spiel.

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GREEN-IT-STUDIE

NEWS & ANALYSEN

Green-IT fristet in der Schweiz Mauerblümchen-Dasein Schweizer Unternehmen kümmern sich zwar um die Optimierung ihrer IT-Infrastruktur, haben aber bezüglich umweltschonenden Einsatzes der IT noch wenig bis gar nichts unternommen. VO N M A R K U S H Ä F L I G E R

Leistungsfähig und billig

Es fällt auf, dass der Umsetzungsgrad bezüglich energieeffizienter Nutzung bei Hardware von der Unternehmensgrösse abhängig ist: Grössere Firmen haben tendenziell mehr Massnahmen umgesetzt als kleinere. Schaut man sich die Kriterien für die Kaufentscheidung von PCs, die zirka 30 Prozent des Stomverbrauchs der Unternehmen ausmachen, an, so zeigt sich, dass die Leistungsfähigkeit das wichtigste Argument bei der Beschaffung ist. Gleich danach folgt aber der Preis. Stromverbrauch, Umweltschutz-Labels oder Belange der Umweltverträglichkeit der Produkte oder der Umwelt-

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politik der Anbieter spielen eine nebensächliche Rolle. Knapp 50 Prozent der Befragten geben an, im Bereich energieeffizienter PC Massnahmen durchgeführt zu haben. Am besten sieht es noch bei den mittelgrossen Unternehmen aus, die in der Vergangenheit am stärksten investiert haben. Grosse Unternehmen, so die Autoren der Studie, haben Nachholbedarf und entsprechende Massnahmen geplant. Allgemein auf die Hardware bezogen stimmen 87 Prozent der Studienteilnehmer zu, dass energieeffiziente Produkte mehr kosten dürfen als Standardkomponenten. Vor allem in mittelgrossen und grossen Unternehmen müssen sich allerdings die Mehrkosten im Verlauf des Lebenszyklus rechnen. Die Anwender wollen offenbar «den Fünfer und s'Weggli»: Viel Leistung zu tiefem Preis.

Kühlung und Abwärme

Bezüglich der Kühlung sieht es noch wenig vielversprechend aus: Nur wenige der befragten Unternehmen haben bereits Massnahmen für effiziente Kühlung der Rechenzentren durchgeführt. Bei der Abwärme sieht es noch düsterer aus: Nur bei den Grossfirmen setzen 35 Prozent Massnahmen im Bereich Abwärmenutzung durch.

Weshalb wird die Frage der Umweltverträglichkeit von IT in Unternehmen so stiefmütterlich behandelt? Eine Antwort könnte in der Verantwortlichkeit der Stromkosten liegen: nur 12 Prozent geben an, dass die

Stromkosten der IT direkt dem ITBudget belastet werden. Wenn die Energiekosten aber (trotz Preissteigerungen) intransparent sind, gibt es für die Umsetzung von Green-IT nur eins: Verantwortlichkeiten definieren.

NUTZEN VON GREEN-IT Wie beurteilen Sie den Nutzen der Green IT Massnahmen in Ihrem Unternehmen? n=161

Reduktion des Stromverbrauchs der IT

4.2

Beitrag im Rahmen der soz. Verantwortung

3.9

Reduktion der Betriebskosten

3.6

Einhaltung gesetzlicher Vorschriften

3.1

Image-Steigerung (Kundenwahrnehmung)

3.0

Senkung Wachstum Server-/Storagekapaz.

2.9

Erhöhung der Verfügbarkeit

2.8

Höhere Attraktivität als Arbeitgeber

2.5

Reduzierung des Administrationsaufwands

2.4 1 2 Keinen

3

Quelle: Dr. Pascal Sieber & Partners AG

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iele Schweizer Unternehmen sind sich des Optimierungspotentials ihrer IT-Infrastruktur bewusst und setzen diesbezüglich auch Massnahmen um. Was die standardmässige Untersuchung der Energieeffizienz von IT und die entsprechende Beschaffung angeht, hapert es allerdings noch gewaltig. Dies sind kurz zusammengefasst die Ergebnisse einer Studie, die Dr. Pascal Sieber und Partners im Auftrag von diversen Anbietern und Verbänden bei 284 Entscheidungsträgern in Unternehmen durchgeführt haben (Infoweek ist offizieller Mediapartner).

4 5 6 Sehr grossen Nutzen

■ Mittelwert

UMSETZUNG EFFIZIENTER HARDWARE-NUTZUNG Haben Sie bereits Massnahmen zur effizienten Nutzung der Hardware durchgeführt? n=217

Keine Massnahmen Massnahmen geplant Massnahmen umgesetzt 0% ■ 1 bis 29

20% ■ 30 bis 249

40%

60%

80%

100%

■ 250 und mehr Mitarbeitende

Quelle: Dr. Pascal Sieber & Partners AG


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Im Rahmen eines Customer Preview Program (CPP) hat Microsoft vergangene Woche das Service Pack 2 (SP 2) von Vista zum Download bereitgestellt. Das CPP richtet sich in erster Linie an Technikbegeisterte, Entwickler und Administratoren. Nash rät den meisten Kunden, auf die finale Version zu warten, die im ersten Halbjahr 2009 veröffentlicht werden soll.

Collaboration im Browser Mit «Blue Spruce» ermöglicht IBM die Zusammenarbeit im Browser und schafft so ganz neue Möglichkeiten für WebServices. Momentan befindet sich das Collaboration-Tool noch in der ClosedBeta-Phase. Anwender können damit in einem beliebigen Browser mit speziellen Anwendungen und Web-Seiten zusammenarbeiten. Das Tool soll aus einem Co-Web-Server und einem Client-Tool bestehen. Anfang 2009 möchte IBM erste grössere Tests durchführen.

SSDs von Intel und Hitachi Intel und Hitachi wollen in Zukunft gemeinsam an der Entwicklung von SAS- und Fibre-Channel-SSDs arbeiten. Die Solid State Disks sollen in Servern, Workstations und Speichersystemen zum Einsatz kommen. Erste SAS- und FC-SSDs sollen Anfang 2010 auf den Markt gebracht werden. Die neuen Disks werden exklusiv von Hitachi verkauft und setzen auf Intels NAND-Flash-Memory- und SSD-Technologie.

Weniger Konkurse bei ISP Im September, Oktober und November haben 1221 Unternehmen Konkurs angemeldet, wie die Wirtschaftsauskunftei Dun & Bradstreet berichtet. Dies entspricht einer Zunahme von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die schlechtere Zahlungsmoral zeige, dass immer mehr Firmen mit Liquiditätsproblemen kämpfen. Die Informatikdienstleister (ISP) stehen derweil relativ gut da, verzeichnen sie doch einen zweistelligen Rückgang der Konkurse.

Neuer Name für «Systems» An die Stelle der Münchner «Systems» tritt ab Herbst 2009 die neue Messe «discuss & discover». Vom 20. bis 22. Oktober 2009 solle man sich dort über alle Aspekte der IT informieren können. Der inhaltliche Fokus liegt neu weniger auf den einzelnen Produkten und Lösungen, sondern mehr auf den Strategien und Trends des IT-Einsatzes in den Unternehmen, in der Verwaltung und im Alltag.

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In Zukunft sollen die Mittel des Suchmaschinengiganten zurückhaltender eingesetzt werden, wie Google-Chef Eric Schmidt gegenüber dem «Wall Street Journal» erklärte. Noch im Dezember soll zudem die erst in diesem Sommer lancierte virtuelle Welt Lively geschlossen werden. Laut Schmidt wolle man sich vermehrt auf die Kernbereiche konzentrieren.

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Auch Google spart

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Auch die Zahl der Applikationen wurde reduziert. Heute sind noch 1500 Standard-Applikationen in Betrieb (2005: 6000). (ahu)

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Swiss Re streicht 200 Stellen. 80 Vollzeitstellen baut der Rückversicherer alleine in der IT-Abteilung ab, davon 25 in der Schweiz. Dies will das Nachrichtenmagazin «Cash» aus zuverlässiger Quelle erfahren haben. Weitere 40 Stellen werden im FinancialMarkets-Segment gestrichen. Laut Swiss-Re-Sprecherin Simone Lauper plant der Rückversicherer aber keinen umfassenden, systematischen Stellenabbau. Die Restrukturierung sei Teil «der laufenden Optimierung der Betriebsstrukturen und Ressourcen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben». (ahu)

Vor drei Jahren hat HP ein neues Sparprogramm lanciert, um die internen IT-Kosten zu senken. Nun scheint jenes zu greifen, spart der PC-Hersteller doch ab 2009 eine Milliarde Dollar pro Jahr. HP konnte seine internen ITAusgaben von vier Prozent Anteil am Konzernumsatz auf zwei Prozent reduzieren. Beachtet man, dass HP seinen Umsatz in dieser Zeit um mehr als 25 Milliarden steigern konnte, so erscheint die gesparte Milliarde pro Jahr noch eindrücklicher. Die Kostensenkung erreichte HP unter anderem durch die Zusammenlegung von 85 Datenzentren. Jetzt betreibt man nur noch sechs an drei Standorten.

Betatest für SP2 von Vista

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HP spart 1 Milliarde

Swiss Re kürzt IT-Jobs

Die Teilnehmer der Adobe Max in hektischer Aktivität.

Flash Catalyst, das zusammen mit der nächsten Flex-BuilderVersion «Gumbo» die Arbeitsabläufe zwischen der Gestaltung der Oberfläche und der Entwicklung der Client-Funktionalität massiv beschleunigt und vereinfacht. Ein zweites grosses Thema war die neue Ausgabe 1.5 der Rich-Internet-Application-Umgebung AIR, die unter anderem mit einer lokalen Datenbank vergleichbar mit Google Gears aufwartet. Auch die Anwender von Adobes Application Server Coldfusion gingen nicht leer aus: 2009 kommt Version 9 mit gesteigerter Leistung, AIR-Integration und Support für das Java-PersistenceFramework Hibernate. Dazu passend bringt Adobe die völlig neue Coldfusion-Entwicklungsumgebung «Bolt» auf EclipseBasis, die neben umfassenden Hilfsfunktionen wie SyntaxHighlighting und «Code Assist» für Tags, Funktionen, Variablen und Komponenten auch Servermanagement und -monitoring unterstützt. (ubi)

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wie Flex Builder und Services wie «Cocomo» nicht bloss animierte Website-Intros und Games er­möglicht, sondern richtig eingesetzt auch Geschäftsanwendungen zu einer ansprechenden, funktional nutzbringenden Oberfläche verhilft. Besonderes Interesse erregte die exklusiv verteilte Vorabversion des Interaction-Design-Tools

Wirklich Überraschendes bekamen die Teilnehmer der euro­ päischen Ausgabe der AdobeMax-Konferenz, die vom 1. bis 4. Dezember in Mailand stattfand, nicht zu hören. Die neuen Produkte und Cloud-Services hatte Adobe nämlich schon Mitte November an der Max in San Francisco präsentiert. Trotzdem wurde das Angebot rege genutzt, sich aus erster Hand über die Adobe-Technologien zu informieren und neue, grösstenteils noch nicht definitiv verfügbare Entwicklungswerkzeuge gleich praktisch auszuprobieren. Davon zeugten die Teilnehmerzahl von über 1300 und die exzellente Stimmung. Auch die Schweizer Teilnehmer, die wir befragen konnten, meinten durchwegs, der Besuch habe sich gelohnt – mehr dazu lesen Sie in einem ausführlichen Bericht in der nächsten InfoWeek-Ausgabe 1/2009. Im Brennpunkt der Konferenz stand die Flash-Plattform, die mit dem Web-Application-Framework Flex, Entwicklungswerkzeugen

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Die Flash-Plattform von A bis Z

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News & Analysen

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anschlüssen. Die einzigen Rahmenbedingungen oder Limiten für die Services sind in der ersten Phase Bandbreiten von 30 bis 50 MB/s für den Download und bis zu 10 MB/s im Upload. Der angesprochene Pilot, der im März startet, wird in den bereits mit Glasfasern erschlossenen Gebieten rund um Zürich, Basel und Genf erfolgen. Im Herbst 2009 erwartet man bei Swisscom die ersten kommer­ ziellen Angebote. Und bis Ende 2009 sollen rund 100’000 Haushalte über einen Glasfaseranschluss verfügen. Unabhängig von den Wiederverkaufs-Partnern kündigte Swisscom weitere potentielle Kooperationspartner aus der Telekom-, Kabel- und Elektrizitätsbranche an. Mit ihnen zusam-

men will man das eigene Glasfasernetz ausbauen und einen starken und innovationsfördernden Netzwettbewerb schaffen. Davon sollen vor allem die Kunden profitieren. (mv)

Sunrise forciert KMU

Cablecoms Kundendienst

Natel Data Easy Bei Swisscom sind aktuell rund 150’000 Mobile-Unlimited-Kunden registriert. Diese Zahl möchte man weiter ausbauen und hat dazu ein neues Abo für den mobilen Internetzugang lanciert. «Natel Data Easy» ist wie das bestehende «Data Flex» ein Prepaid-Angebot ohne monatliche Fixkosten. Allerdings ist es günstiger: Abgerechnet werden 7.50 Franken pro Tag, gegenüber 4 Franken pro Stunde.

Mit drei mobilen Tarifplänen will Sunrise das KMU-Geschäft ankurbeln. Je nach Abo sind dabei unlimitierte Anrufe auf die Mobilnetze von Swisscom und Sunrise sowie ins Schweizer Festnetz inbegriffen. Sunrise will sein Telefonie­ geschäft im KMU-Bereich stärken, weil 50 Prozent aller Schweizer Arbeitnehmer in diesem Segment arbeiten. Der KMU-Markt sei zudem rentabler als der Grosskundenbereich, weil die Gross-

kunden-Preise am Boden seien, so René Fischer, Leiter des Sunrise-Geschäftskundenbereichs. Zudem halte Swisscom im Grosskundenbereich seinen Anteil am gesamten Mobiltelefonie-Markt von mindestens 80 Prozent hartnäckig. Sunrise sehe da deshalb kaum Wachstumspotential. Daher ziele man nun auf kleinere Unternehmen. (ahu)

Weko bewilligt Kauf von Tele 2

Der Cablecom-Kundendienst fiel in letzter Zeit vor allem mit negativen Schlagzeilen auf. Kunden hätten ein Recht, sauer zu sein, wie Michael Fries, Chef der Cablecom-Mutter Liberty Global, gegenüber der «Bilanz» einräumt. Gewinnmaximierung sei ihnen aber nicht wichtiger als die Kundenzufriedenheit. Zudem regt er die Spekulationen über einen Sunrise-Kauf erneut an. (ahu)

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Swisscom stellte Anfang November allen Internet-Service-Anbietern ein Wiederverkaufsangebot für die neu errichtete Glasfaser­ infrastruktur vor. Nun sind die ersten Partner bekannt: Die ISPs VTX, Init7, Netstream sowie Green werden ab der Pilotphase, die im März 2009 startet, auf den Swisscom-Glasfasern Services für Privatkunden und KMU anbieten. «Die Netztechnologie von morgen», wie Swisscom die Glasfasernetze bezeichnet, bietet unzählige Möglichkeiten. Die vier Partner sind in der Auswahl ihrer Angebote völlig frei. Zwei Beispiele: Netstream lässt, so heisst es, die IPTV-Wholesale-Angebote zertifizieren. Init7 erweitert die Produktepalette rund um ihren internationalen Internet-Backbone mit DSL- und Glasfaser­

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Swisscoms Glasfaser-Partner

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➤ Comartis konnte die National Bank of Kuwait als Kundin für ihre OnlineAssessment- und -Trainings-Plattform i-qbox Human Performance Suite gewinnen. ➤ Die Basler Privatbank Sarasin hat den Vertrag mit der Websicherheitsspezialistin Phion um vier Jahre verlängert. Dabei soll auch der Einsatzbereich der Webapplikations-Firewall Airlock vom E-Banking auf weitere Webapplikationen ausgeweitet werden. ➤ Ascom Mobile Test Solutions konnte drei Aufträge in der Höhe von 12 Millionen Franken an Land ziehen. Kunden sind ein Mobilfunknetzbetreiber in den USA, die National Communication Authority of Ghana sowie ein Mobilfunkanbieter aus Russland. ➤ Die Davos Klosters Bergbahnen haben mit Mobile Ski ein System zur Bestellung des Skipasses mittels Mobiltelefon in Betrieb genommen. Das System stammt von der Fehraltorfer Xsmart in Zusammenarbeit mit Swatch und Six Multi Solutions. ➤ AZ Medien, die unter anderem die Aargauer Zeitung herausgibt, beteiligt sich mit 20 Prozent am Betreiber der Ausgehplattform Lautundspitz.ch. ➤ Die Schweizer Start-ups Doodle und Atizo haben das CTI Start-up Label des Bundes erhalten. Das Label erhalten Firmen, die eine solide finanzielle Basis haben und grosses Potential aufweisen. ➤ LeShop, der Online-Supermarkt der Migros, hat zum ersten Mal innerhalb eines Jahres Waren für mehr als 100 Millionen Franken umgesetzt. Bis Ende Jahr wird ein Umsatz von 113 Millionen Franken erwartet, was einem Plus von 23 Prozent entsprechen würde. Eingekauft wird für durchschnittlich 223 Franken (plus 7,1 Prozent). ➤ Swisscom hat den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei damit beauftragt, die optische Transportplattform für das künftige All-IP-Netz zu liefern. Über die definitive Einführung wird aber erst nach Lieferung und Einführung einer Schulungsund Testanlage entschieden. ➤ Der Informatik-Dienstleister Bedag hat eine Ausschreibung des Kantons Aargau zur Lieferung einer elektronischen Registersoftware gewonnen. Zum Einsatz wird «Genres» kommen, das bereits in den Kantonen Bern und Jura verwendet wird.

Schweiz

Markt Schweiz

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News & Analysen

Laut René Fischer will Sunrise bei den KMU Fuss fassen.

Der Übernahme von Tele 2 durch Sunrise steht nichts mehr im Wege. Die Wettbewerbskommission (Weko) hat den Deal ohne weitere Auflagen abgesegnet. Trotz der Akquisition will Sunrise die Marke Tele 2 beibehalten. Der Kauf kostet rund 50 Millionen Franken. Sunrise übernimmt rund 460’000 Kunden sowie die gut 50 Angestellten der schwedischen Firma.

Cablecom ist durchaus an Sunrise interessiert.


News & Analysen

RBA-Holding will Finnova Mit der RBA-Holding wendet sich eine weitere Bankengruppe von RTC ab und migriert auf die Plattform von Finnova. Vo n A l i n a H u b e r

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it der RBA-Holding, der 50 Regionalbanken angehören, konnte Finnova Ende November einen weiteren Kunden für sich gewinnen. Die RBAGruppe migriert von der IBISPlattform von RTC Real-Time Center auf die Banken-Software Finnova. Künftig vertrauen die rund 2300 Mitarbeiter in den über 250 RBA-Geschäftsstellen auf die Aargauer Gesamtbankenplattform. Mit der Zusage der RBA-Gruppe wächst die Zahl der Finnova-Banken um mehr als das Doppelte. Der Wechsel wird mehrere Jahre dauern. Nicolas Bopp, Mediensprecher der RBA-Holding, geht von vier bis fünf Jahren aus, wie er gegenüber InfoWeek verlauten liess. Welche Banken der Holding zuerst umsteigen werden, konnte Bopp nicht sagen. An der Pool-Versammlung

Nicolas Bopp, Mediensprecher der RBA-Holding.

sei in einem ersten Schritt der Grundsatzentscheid für einen Wechsel gefallen. Als nächstes werde man nun einen Detailplan für die Migration ausarbeiten, so Bopp. Auch die Verhandlungen mit Implementierungs- und Migrationspartner seien noch im Gang. Nach einem breit angelegten Meinungsbildungsprozess im Mitgliederkreis hat die Bankengruppe sich für den Wechsel

entschieden. Die Finnova-Lösung entspricht den Anforderungen der Bankengruppe an Funktionalitätsbreite und -tiefe am besten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist laut der RBA-Holding, dass die Gesamtbankenplattform die Bedürfnisse bezüglich BPOFunktionalität erfüllt. Über die Kosten der Migration konnte Bopp noch keine Angaben machen. Es gebe noch zu viele offene Fragen. Man müsse nun die unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen Regionalbanken abklären. Im Juni, an der nächsten Pool-Versammlung, wird laut Bopp dann wahrscheinlich das Kostenkonzept präsentiert. RTC zeigt sich derweil wenig beeindruckt vom RBA-Absprung. Der Weggang ändere nichts am beschlossenen Weg. Man werde das Projekt IBISmove zur Aktualisierung der Software-Plattform IBIS weiterführen. Auf November habe man einen weiteren Schritt realisiert und die Handelsplattform OTMS von IBM aktiv in Betrieb genommen. Die Einführung der neuen IBIS-Plattform sei für Pfingsten 2009 geplant. Seit Mitte 2007 haben sich einige Banken von der RTCLösung verabschiedet. Aktuell liegt das Unternehmen laut dem «Handout Swiss Banking» der Beratungsfirma Active Sourcing zwar noch an der Spitze, hat aber viel an Boden verloren. Die Konkurrenten Avaloq und Finnova rücken immer näher.

Das Metadatenmodell für SharePoint

Bedag verliert Kanton Waadt Nach zehn Jahren Zusammenarbeit trennen sich die Wege des Kantons Waadt und des Berner IT-Dienstleisters Bedag. Die Waadtländer Regierung hat beschlossen, die kantonale Informatik in die eigene Verwaltung zu übernehmen und wieder selber zu betreiben. Deshalb werden die bis Ende Juli 2009 laufenden Verträge mit Bedag nicht mehr verlängert. Die Vertragsauflösung

habe nichts mit der Qualität zu tun. Die Waadtländer Regierung führt rechtliche Überlegungen als Grund für das Ende der Zusammenarbeit an. Die Umwandlung von Bedag in eine privatrechtliche AG im Jahr 2003 habe die Bedenken genährt. Die Migration soll Ende November 2009 abgeschlossen werden. Für den Berner IT-Dienstleister hat die Trennung schwerwie-

gende Folgen, verliert er doch mit dem Abgang fast ein Drittel seines Gesamtumsatzes. Zudem müssen die Berner nach eigenen Angaben zahlreiche Arbeitsplätze streichen. Der Grossteil der 140 bei Bedag angestellten Mitarbeiter sollen aber im Centre Cantonal d’Exploitation (CCE.VD) beschäftigt werden, das künftig die Informatikdienstleistungen für die Waadtländer erbringt. (ahu)

Wissen, statt lange zu suchen..

www.itsystems.ch/wissen


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TechDays 2009 erstmals in Bern Am 8./9. April 2009 finden im Berner Casino Kursaal die nächsten TechDays von Microsoft statt, eine Woche zuvor in Genf. Stefano Mallè, Evangelism Lead von Microsoft Schweiz, erklärt, was uns alles erwarten wird. (mv)

Betrag, nur um in der St. Jakobshalle die technische BasisInfrastruktur sicherzustellen.

Was bietet ihr den Entwicklern, IT-Pros und Architekten? Entwickler können an den TechDays brandneue Technologien Die TechDays’09 finden nicht wie Visual Studio 10, das .NET mehr in Basel, sondern in Bern Framework 4.0 und die neusten statt. Wieso? Entwicklungen in Die wichtigsten Visual Studio Team Kriterien für die System kennenlerStandortwahl sind nen. Hauptthemen die Erreichbarkeit für IT Professionals und die Grösse der werden unter andeRäumlichkeiten. rem Virtualisierung, Beides ist in Bern Neuigkeiten im gegeben. AusserSQL-Server-Bereich, dem waren die Security und AutoInfrastrukturkosten mation sein. Es in Basel sehr hoch: wird auch einige Stefano Mallè, Wir investierten Sessions zu WinEvangelism Lead letztes Jahr einen dows Server 2008 Microsoft Schweiz. sechsstelligen R2 geben. Im

Architektur-Track werden wir schliesslich zeigen, wie man all diese Technologien und Produkte zu Lösungen zusammensetzen kann, die effizient in eigenen Datacentern, in der «Cloud» oder in einem Konglomerat beider Welten betrieben werden. Haben die TechDays ein Motto? Ja, das diesjährige Motto lautet «Know-how to win». Wir wollen den Teilnehmern technisches Know-how vermitteln, welches sie in ihrer täglichen Arbeit und in Zukunft weiterbringt. Aber auch Unterhaltung soll nicht zu kurz kommen. Wir sind im Casino Kursaal, da bietet es sich an, ein bisschen zu spielen ... Mehr zu den TechDays gibt’s Anfang Januar auf der Website www.techdays.ch. Die Registration ist ab Ende Januar möglich.

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Die Post übernimmt im Auftrag des Kantons Genf die Leitung eines Pilotversuchs für die elektronische Vernetzung von Ärzten, Spitälern, Apotheken und der spitalexternen Pflege. Der Start ist für das Frühjahr 2009 vorgesehen. Die Post wird in dieses Projekt ihre Kompetenzen in der Sicherheitstechnologie (PKI und Zertifikate) und der Personalisierung von Karten einbringen. Als Schlüssel für den Datenzugriff und das Regeln der Zugriffsrechte zum Patientendossier ist nämlich eine mit einer elektronischen Identität erweiterte Versichertenkarte vorgesehen.

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Genfer E-Health mit der Post

Der Bundesrat hat die Frist zur Einführung der Versichertenkarte für die obligatorische Krankenpflegeversicherung (VVK) bis zum 1. Januar 2010 verlängert. Als Grund für die Verspätung gibt der Bundesrat an, dass die Harmonisierung der Stammdaten der Versicherer mit den Personenregistern von Bund, Kantonen und Gemeinden mehr Zeit brauche als geplant. Ursprünglich war es vorgesehen, die Versichertenkarte bereits auf den 1. Januar 2009 einzuführen.

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Versichertenkarte erst 2010

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News & Analysen

Glasfaser-Standard Die Glasfasernetz-Installationen in den Haushalten müssen koordiniert werden. Zudem braucht es einen standardisierten, fairen Zugang für alle Anbieter, damit die Anwender die freie Wahl zwischen den verschiedenen Breitbandangeboten und Diensten haben. Dies haben die elf Chefs von Schweizer Unternehmen, die in Glasfasernetze investieren, am zweiten Runden Tisch der Eidgenössischen Kommunikationskommission (Comcom) beschlossen. Des weiteren wurden zwei Industriearbeitsgruppen gegründet, die unter der Leitung des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) standardisierte technische Lösungen zur Erschliessung der Haushalte mit Glasfasern erarbeiten sollen. So wolle man Doppelspurigkeiten vermeiden. Auch bei der Frage, zu welchen Rahmenbedingungen die Dienstanbieter Zugang zu den Glasfasernetzen auf dem soge-

nannten Layer 2 erhalten, konnte man Fortschritte verzeichnen. Uneinig ist man sich hingegen bei der Frage, mit wie vielen Fasern die Häuser versorgt werden sollen. Ebenfalls offen ist noch, ob der Netzzugang auf der Ebene des physischen Netzes (Layer1-Zugang) oder über eine vorgegebene Transport-Plattform (Layer2-Zugang) erfolgen soll. Einig waren sich die Akteure darüber, dass hierbei eine flexible Lösung notwendig ist. Seit einigen Monaten investieren Telekomfirmen, Elektrizitätswerke, Kabelnetzbetreiber und Dienstanbieter in die Erschliessung der Haushalte mit Glasfasernetzen. An den Runden Tischen der Comcom sollen die verschiedenen Aktivitäten koordiniert werden. In Diskussionen und Arbeitsgruppen sollen Lösungen gefunden werden, die das Glasfaser-Angebot vorantreiben und Doppelspurigkeiten vermeiden. (ahu)

IBMs CH-Forschung Welche technologischen und gesellschaftlichen Trends und Innovationen werden uns in den kommenden Jahren stark beschäftigen? Antworten darauf liefert das IBM Forschungslabor in Rüschlikon (ZH). Dort arbeiten aktuell rund 350 Forscherinnen und Forscher für IBM. Ihre Projekte sind unter anderem

Next five in Five IBM hat die neue «Next Five in Five»-Liste mit den Hauptinnovationen für die nächsten fünf Jahre veröffentlicht. Das sind: Dünnschicht-Solarzellen für den Masseneinsatz, die Gen-Landkarte, das Spoken-Web, der digitale Shopping-Assistent und ein System gegen Vergesslichkeit.

molekulare Computer, effiziente Wasserkühlungen für Mikro-Chips oder virtuelle Konferenzwelten. Die Nanotechnologie ist ein Spezialgebiet des Schweizer Labors und wird im ab 2011 fertiggestellten neuen Forschungsgebäude zusammen mit der ETH Zürich noch weiter vertieft werden. Das sind die aktuellen Projekte: Einerseits entwickelt man die gegenwärtige Basis der Computer, die SiliziumCMOS-Technologie, weiter und ermöglicht immer kleinere Chips. Ab 2012 müssen aber laut Heike Riel, Manager der Abteilung Nanoscale Electronics, auch erste Ideen für CMOS-Nachfolger in die Entwicklung gehen. Ein Beispiel dafür wäre laut der Forscherin, direkt einzelne Moleküle als Schalter oder InformationsSpeicher zu nutzen. (mv)

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MySQL 5.1 ist fertig

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SAPs Weg in die Zukunft wird wegen den gegenwärtig schweren wirtschaftlichen Zeiten steinig. Es gibt aber auch Lichtblicke.

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ie Zeiten für SAP und Léo Apotheker, momentan Co- und demnächst alleiniger CEO, sind nicht einfach. Aufgrund des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds steht ein schweres Jahr bevor, erste Sparmassnahmen wurden bereits in die Wege geleitet. Laut Apotheker hat das Unternehmen derzeit aber noch andere Sorgen finanzieller Natur: Es ist offenbar nicht ganz einfach, SAP in die Cloud-Computing-Ära zu führen, ohne den Unternehmensgewinn zu gefährden. An einer Pressekonferenz in New York hat sich der SAP-Chef recht offen dazu geäussert. Im Businessmodell Software as a Service (SaaS) sind die Einkünfte völlig anders verteilt. Statt hoher Beträge auf einmal tröpfelt die Softwaremiete über viele Monate verteilt ins Haus, was die benötigten Infrastruktur-Investi­ tionen auf der Anbieterseite

erschwert. Genau das ist für SAP das Dilemma: Mit Businessby­ design Version 2.0 steht laut Apotheker «die coolste Anwendung, die je geschrieben wurde», vor der Tür. Aber man kann diese SaaS-Lösung derzeit nicht gross vermarkten, da bei einer breiten und raschen Ausdehnung der

SAP-Co-CEO Léo Apotheker stehen schwere Zeiten bevor.

Kundenbasis dermassen grosse Betriebskosten anfallen würden, die für die gegenwärtige Wirtschaftslage zu hoch wären. Es gibt aber auch Lichtblicke für SAP und die Kunden: Zurzeit arbeitet man an einer einheitlichen Benutzeroberfläche für alle Produkte, Systeme und Geräte. Léo Apotheker kündigte an, dass bereits die nächste Version der SAP Business Suite ein harmonisches Aussehen haben wird. Ausserdem testen erste SAP-Kunden das neue, einheitliche Interface bereits. Es soll dem des bereits existierenden CRM-Moduls ähnlich sein. Allerdings wird es noch ein Weilchen dauern, bis die neue Benutzeroberfläche da ist. Apotheker spricht von mehreren Quartalen, die die Entwicklung noch in Anspruch nehmen wird. Mit dem neuen Interface beabsichtigt SAP auch eine Umstellung des Upgrade-Modells. Neu will man regelmässiger sogenannte Erweiterungspakete mit neuen Funktionen und Features verteilen und die weniger häufig erscheinenden sowie sehr grossen Updates überflüssig machen. In der ERP-Kernanwendung 6.0 von SAP ist dieses Vorgehen bereits Alltag. Anfang November ist das vierte Erweiterungspaket dafür erschienen. Interessant wird das nächste Paket werden: Es wird nämlich, wie bereits erwähnt, die neue einheitliche Benutzeroberfläche enthalten.

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Vor einiger Zeit nahmen zwei US-Provider die Server von McColo vom Netz, die für den Grossteil des weltweiten Spams verantwortlich sein sollen. Tatsächlich nahm der Spam-Anteil danach um 75 Prozent ab, aber nicht dauerhaft. Das deutet darauf hin, dass die Spam-Versender fieberhaft versuchen, die Lücke durch den Aufbau neuer Bot-Netze zu schliessen. Zudem stieg das Aufkommen von Viren in dramatischem Umfang an, kaum war das Spam-Volumen gesunken.

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Spam auf Jahrestief

Der deutsche IT-Berater Orga wollte von 300 IT-Entscheidern in KMU wissen, ob für sie wegen der aktuellen Wirtschaftskrise ein IT-Outsourcing oder, wenn bereits vorhanden, ein stärkeres Auslagern zur Diskussion steht. Das Ergebnis: In mehr als jedem dritten Unternehmen ist das der Fall. 15 Prozent gaben an, dass es definitiv so weit sei und man aus­lagere. 22 Prozent der Unternehmen glauben, dass es bald so sein könnte.

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Outsourcing als Krisenhilfe

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Unternehmen sind vom Internet Explorer abhängig. Das behauptet Ray Valdes, Vizepräsident von Gartner Research, in einem Interview gegenüber «ZDNet Asia». Den Grund ortet Valdes darin, dass viele Programme und Tools den Internet Explorer voraussetzen. Deshalb falle der Wechsel auf Safari, Firefox, Opera oder Chrome nicht einfach. Ausserdem biete der Microsoft-Browser einige für Firmen wichtige Management-Features.

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Firmen können nicht ohne IE

SaaS wird für SAP zu teuer

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Sun hat die neuste Version seines Datenbank-Management-Systems MySQL offiziell fertiggestellt und auf einigen Servern zum Download bereitgestellt. Die fertige Version trägt die Nummer 5.1.30 und bringt unter anderem ganz neue Möglichkeiten zur Partitionierung von Tabellen. Ausserdem verspricht man eine komplett neue Plug-in-Schnittstelle und andere neue Replikationsfunktionen.

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Optaros hat seinen Open-Source-Katalog 2009 publiziert. In ihm finden sich über 350 beschriebene und bewertete Open-Source-Lösungen für InformatikBetrieb, Anwendungsentwicklung und für den Einsatz als Infrastrukturapplika­ tionen und Geschäftslösungen in Firmen. Entscheidend bei der Erarbeitung des Katalogs 2009 waren die Erfahrungen und Erkenntnisse, die Optaros unzäh­ ligen Projekten einbringen konnte.

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Markt & Trends

Optaros Open-Source-Katalog

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News & Analysen

Microsoft-ERP Ausgabe 2009 Microsofts Unternehmenssoftware Dynamics NAV 2009 ist fertig und seit 1. Dezember erhältlich. Allerdings nicht bei uns in der Schweiz. Hier wird die Software vermutlich erst im zweiten Halbjahr 2009 in einer lokalisierten Version erhältlich sein. Dynamics NAV 2009, das auf dem .NET Framework basiert, bringt in der neusten Version

eine 3-Schichten-Architektur. Weiter gehört zu den neuen Features eine komplett überarbeitete Benutzer-Oberfläche, die in 21 sogenannte «Rollenzentren» aufgeteilt ist und den Mitarbeiter mit Daten, Werkzeugen und aufgabenrelevanten Funktionen versorgt. Für den neuen Rollenbasierten Client wird allerdings Microsoft SQL Server 2005

(oder höher) vorausgesetzt. Ein zweiter Bereich, der in Dynamics NAV 2009 deutlich erweitert wurde, betrifft die Analysemöglichkeiten: Die Software bietet nun deutlich weitergehende Business-Intelligence-Funktionen. Beispiele dafür sind die Unterstützung von SQL Server Reporting Services und SQL Server Analysis Services. (mv)


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SWIss ict award 2008

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Die Newcomer-Awards von SwissICT ehren die Entwickler neuartiger digitaler Prozesse sowie High-Performance-Spezialisten.

den Forschern so ermöglicht, ihre Space-Shuttle-Experimente auszuwerten. Auch dass die Schweiz mit Alinghi trotz fehlendem Meeranschluss zur Segelnation wurde, ist nicht zuletzt den Brüdern und ihrem Supercomputer zu verdanken. Ein in Valencia aufgebauter Superrechner von Dalco mit etwas mehr als 600 Prozessorkernen half Alinghi mit Echtzeitberechnungen, ihren Titel im Americas Cup zu verteidigen. Die beiden Formel-1-Rennställe BMW Sauber und Toyota setzen ebenfalls auf Dalco-Supercomputer. BMW Sauber verwendet aktuell einen 38-Tonnen-Rechner.

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Newcomer des Jahres

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xsionics bringt mit seiner um die Hardware-Administra­ Lösung Vertrauen und tionsprozesse kümmern zu müs­­sen. Die Lösung arbeitet Flexibilität ins digitale Geschäft und schützt die mit existierenden Infrastrukturen Privatsphäre der Anwender. Mit und vermeidet zusätzliche lokale dieser Begründung wurde das Installationen oder Equipment. Bieler Unternehmen von der Jury Aktuell hat Axsionics 30 Arbeitsdes SwissICT-Awards Anfang plätze. Im Sommer wurde zudem November zum Newcomer des die erste Kapitalerhöhung mit Jahres gewählt. Axsionics habe rund 10 Millionen Franken an mit seiner Lösung einen Paradig- neuen Mitteln durchgeführt. menwechsel in Bezug auf digitale Den People Award in der Prozesse eingeläutet. Kategorie Newcomer heimsten Gegründet wurde Axsionics im Christian und François Dallmann Jahr 2003 als Spin-off der Berner von Dalco ein. Das Volketswiler Unternehmen bietet High-Per­form­ Fachhochschule für Technik und Informatik in Biel. Das Unterneh- ance-IT-Systeme an und liefert men entwickelt und betreibt eine Hochleistungstechnologie für IT-Sicherheitsinfrastruktur, die es anspruchsvollste Anwendungen Unternehmen unabhängig vonei- in Wirtschaft, Wissenschaft und nander ermöglicht, online Identi- Forschung. Bis heute haben täten und Transaktionen auf eine die beiden Brüder 36 ArbeitsAward-Übergabe an die Dallmann-Brüder (Mitte). einfache, benutzerfreundliche plätze geschaffen und erwirtund ökonomische Weise zu verischaften jährlich einen Umsatz Der Vorgänger enthielt 1024 fizieren. Anwender können eine von 40 Millionen Franken. Vielzahl von Online-Diensten Die Dallmanns haben bereits in Prozessorkerne, die neue Version setzt auf 4244. Ausserdem verfügt über eine einzige, persönliche jungen Jahren einen Supercomder neue Supercomputer über AXS-Karte verwalten, den soputer mit einer Leistung von 266 einen Arbeitsspeicher von 8448 genannten Internet Passport. Die GFlops für die ETH gebaut und GB, beim Vorgänger biometrischen Informamusste sich BMW tionen werden ausSauber mit 2048 GB schliesslich auf der begnügen. Die RechenKarte gespeichert, leistung hat Dalco beim womit die Privatsphäre neuen Rechner verviergeschützt wird. Onlinefacht, sie beträgt jetzt Dienstleistern ermögli50,7 TFlops. Dieser che die Applikation, ihre drittgrösste industriell Hardware-basierte genutzte Computer der Sicherheitslösung für Welt wird übrigens für die End-Point-Authentidie Aerodynamikfizierung und VerifikaEntwicklung der BMWtion von GeschäftsproSauber-Rennwagen zessen als Service Alain Rollier von Axsionics (links) mit dem Award. gebraucht. anzubieten, ohne sich

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Strategie & Business

News & Analysen

Strukturierte Informationen statt strukturierte Produkte

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achdem die Banken uns vorgemacht haben, wie man nicht investieren sollte, ist es an der Zeit, an Alternativen zu denken. Krisenzeiten bringen bekanntlich immer auch eine Chance, Dinge zu verbessern, nicht zuletzt mit neuer Technologie. Dabei muss man sich ja nicht gleich in Science-Fiction-ähnlichen Projekten verrennen, obwohl auch das ganz reizvoll sein kann. Da gibt es zum Beispiel die Frau Vlach, eine 35-jährige Künstlerin (natürlich aus den USA), die ihr linkes Auge verlor und sich nun eine bionische Prothese mit integrierter ultrakleiner Kamera einbauen möchte. Mit MPEG-Recording, SD-Mini-Card-Slot und Firewire-Anschluss. Wie in Bladerunner. Oder nehmen wir Stuntman Eric Scott (natürlich auch ein Amerikaner), der vor kurzem mit einem Jetpack bei Royal Gorge in 1000 Fuss Höhe über den Arkansas River geflogen ist. Wie in James Bond. Oder wie wäre es mit Wakamaru, einem neuen Household Bot, also einem Roboter für zu Hause (zur Abwechslung aus Japan), der Gäste begrüssen und das Wetter vorhersagen kann? Nein, so weit zu gehen, wäre wohl zu weit gegangen. Aber es gibt ja auch andere interessante Gebiete, in denen sich mit Technologie viel verbessern liesse. Nicht zuletzt auch, um in Zukunft Geld zu sparen oder auch, um das Gefahrenpotential von Entscheidungen besser einschätzen zu können. Bezogen auf den eigenen Arbeitsplatz hiesse das, Ereignisse möglichst dann zu sehen, wenn sie eintreffen und nicht erst einen Monat später. Können wir heute dank ERP, Excel und MS Project bis zur Vergasung planen und auswerten, was wir in Zukunft machen wollen und was in der Vergangenheit alles gut oder weniger gut gelaufen ist, so sehen wir dort, wo es am wichtigsten wäre – nämlich in der täglichen Arbeit – am wenigsten, was auf uns zukommt. Ob wir in unserem Projekt noch im Budget sind, merken wir oft erst bei der Abrechnung. Dann ist es aber schon zu spät. Ob die erforderlichen Ar-

beitsergebnisse tatsächlich vorliegen oder ob nur jemand beteuert, dass sie vorliegen würden, können wir nur herausfinden, wenn wir explizit immer alles im Detail einfordern. Eine ausreichende Kontrolle ist also immer mit sehr viel Handarbeit und somit viel Zeitaufwand verbunden. Das liegt daran, dass viele Prozesse in unserer heutigen Dienstleistungsgesellschaft unstrukturiert sind. Sie laufen nicht schön linear wie in einer Produktionsstrasse in der Fabrik ab, sondern schlagen unerwartete Richtungen ein, um am Schluss an einem definierten Punkt anzukommen. Das Gleiche gilt für Informationen, die aus diesen Prozessen entstehen. Sie sind unstrukturierte Dokumente, E-Mails, Aufgaben, Termine, Risiken, Issues etc., die sich nur schwer verwerten lassen, wenn man sie als einzelne Objekte betrachtet. Wenn man nun mit neuen ITLösungen die Relationen, die zwischen diesen unstrukturierten Prozessen und Informationen bestehen, auch tatsächlich abbildet, steigt die Kontrolle massiv und wird vergleichbar mit derjenigen in strukturierten Systemen. Das Versprechen: die Gegenwart genauso gut beurteilen zu können wie die Vergangenheit und die Zukunft. Die Lösungen dazu gibt es, auch ohne dass man Science-Fiction-Geschichten zu Hilfe nehmen muss. Die Krise, die mindestens zum Teil ihren Ursprung in ebensolchen fehlenden Systemen hat, ist da, und damit auch die Chance, etwas zu verbessern. Worauf warten wir noch?

Viele prozesse sind unstrukturiert und schlagen unerwartete Richtungen ein.

Patrick Püntener ist Mitglied der G e s c h ä f t s l e i t u n g d e r i t s y s t e m s AG, patrick.puentener@itsystems.ch

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Das neuste Update fürs iPhone bringt einige neue Features, unter anderem einen stabileren Browser.

4 Cablecom gibt Nachholbedarf zu Die Kunden hätten ein Recht, sauer zu sein, erklärt der Chef der Cable­ com-Mutter Liberty Global.

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5 Samsung mit 256-GB-Turbo-SSD Samsung kündigt eine SSD mit bis zu 200 MB/s Schreibgeschwindigkeit und 256 GB Speicherkapazität an.

6 AMDs Atom-Konkurrenten Für die erste Hälfte 2009 plant AMD die Einführung der neuen MobilePlattformen «Congo» und «Yukon».

7 Freie Wahl der Set-Top-Box Die Wahl der Set-Top-Boxen für digitales Fernsehen soll nicht mehr eingeschränkt werden.

8 Start zu «Best of Swiss Web» 09

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Microsoft stellt seine Sicherheitslö­ sung Live OneCare ein, entwickelt dafür das Gratis-Angebot «Morro».

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278 Teilnehmer

4,7% Mehr Sicherheit 1,1% Ansprechendere Oberfläche 27,3% Windows 7 interessiert mich nicht

3 iPhone Firmware 2.2 ist da

10 HPs erstes Multi-Touch-Notebook Der TouchSmart tx2 von HP ist ein 12,1 Zoll grosser Tablet-PC mit einer Bedienung à la iPhone.

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www.infoweek.ch/quickpoll

31,7% Mehr Speed 15,8% Tiefere Mindest­­anforderungen 14,0% Bessere Usability 5,4% Neue Features / Funktionen

Am 1. Dezember hat Microsoft die neuste Version seiner ERP-Software Dynamics NAV 2009 lanciert.

9 Microsoft gibt Live OneCare auf

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05.12. bis 19.12.2008 Welche IT-Herausforderung geniesst in Ihrem Unternehmen 2009 höchste Priorität?

2 MS Dynamics NAV vorgestellt

Das Rennen um die «Best of Swiss Web-Awards» für das Jahr 2009 hat begonnen.

Nächster Quick poll

1,1% 4,7% 5,4%

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Quelle: InfoWeek

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Mit dem neuen Mobile-Internet-Abo kann man für 7.50 Franken einen ganzen Tag lang unterwegs surfen.

27,3%

Was erwarten Sie in erster Linie vom jüngst vorgestellten Vista-Nachfolger Windows 7?

1 Swisscom bringt Natel Data Easy

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Lesern aber bereits im voraus wissen, was sie von Windows 7 in erster Linie erwarten. Gleichzeitig wollten wir auch in Erfahrung bringen, wen das neue Betriebs­ system überhaupt interessiert und wen nicht. Starten wir gleich damit: Etwas mehr als ein Viertel (27,3%) aller Umfrageteilnehmer

TOP-ONLINE-NEWS DER LETZTEN TAGE

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nde Oktober gewährte Microsoft in Los Angeles anlässlich der Professional Developers Conference (PDC) der Welt einen ersten, offiziellen Blick auf sein neues Betriebssystem Windows 7. Schneller, einfacher zu bedienen, sicherer und ansprechender gestaltet soll es sein und tiefere Mindestanforderungen sowie nicht zuletzt einige neue Funk­ tionen enthalten. Auf Anfang 2009 wird die erste öffentliche Betaversion des VistaNachfolgers erwartet. Wir wollten von unseren Leserinnen und

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Vo n M i c h e l Vo g e l

Unsere Quick-Poll-Teilnehmer erwarten von Windows 7 mehr Speed, tiefere Mindestanforderungen und eine bessere Usability.

interessiert Windows 7 nicht. Der grosse Rest hat ganz viele Erwar­ tungen. In erster Linie wünschen sich die Quick-Poll-Teilnehmer mehr Speed. 31,7 Prozent wollen, dass Windows 7 schneller wird als seine Vorgänger. Häufig gefordert werden vom Vista-Nachfolger ausserdem tiefere Mindestanforderungen und eine bessere Usability. Neue Features und Funktionen oder mehr Sicherheit werden dagegen nur von je etwa fünf Prozent in erster Linie erwartet. Schliesslich haben wir auch noch gefragt, ob für Windows 7 eine ansprechendere Oberfläche ein Muss ist. Das Resultat zeigt, dass optische Korrekturen nicht zentral sind, denn nur gerade 1,1 Prozent wünschen sich das. Zusammengefasst: Windows 7 soll in erster Linie schneller und schlanker werden.

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Schneller und schlanker

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sich damit per Mausklick in die gewünschte Form bringen. Beim Validieren lässt sich vorab bestim­ men, welche CSS-Variante beziehungsweise für welche Browser-Version die Prüfung vorgenommen werden soll.

Bearbeitung von Fremd-Code dürfte sich auch das AutoFormatierwerkzeug als wertvoll erweisen: Der CSS-Code lässt

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Free CSS Toolbox ist ein kom­ pakter Stylesheet-Editor und bietet darüber hinaus Funktio­ nen für die Validierung und die Formatierung. Beim Editieren wird der User durch Syntax-Highlighting wie auch Auto-Vervollständigung unterstützt. Insbesondere bei der

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archivistabox

Test center

Eine Box fürs Dokumentenmanagement Die Pfaffhauser Archivista GmbH offeriert mit der Archivistabox eine DMS-Lösung, die weitgehend überzeugt. Die Oberfläche könnte jedoch noch ausgebaut werden. Vo n U r s B i n d e r

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as nützt die tollste Lösung mit dem besten Datenhaltungskonzept, wenn bereits das Aufsetzen zum Spiessrutenlauf zwischen Betriebssystem, Rechner und Applikation verkommt? Mit diesem Argument propagiert die Archivista GmbH ihre DMS- und Archivierungslösung. Die Archivistabox wird in Form einer vorkonfigurierten, Linux-basierten Appliance samt Wartungs- und Supportvertrag ausgeliefert.

Flexible Varianten

Die Hardware ist in verschiedenen Modellen zur Verarbeitung von maximal 200 bis 40’000 Seiten pro Tag erhältlich. Der Hersteller deckt damit sowohl kleinste Unternehmen als auch grosse Organisationen ab und belegt dies mit Referenzen vom Amt für Grundstückschätzungen des Kantons Schaffhausen bis zum Raumfahrtunternehmen EADS Astrium mit 12’000 Mitarbeitern. Bei grösseren Volumen lassen sich zwei Boxen in einer redundanten Konfiguration zusammenfassen, und auch die Kombination mehrerer Geräte zu einem Clus­

In Kürze · Die Archivistabox ist eine Dokumentenmanagement- und Archivierungslösung in Form einer Appliance mit vorkonfigurierter Open-Source-Software. · Im Zentrum steht die Erfassung von Papierdokumenten per Scanning und OCR. · Der Schweizer Entwickler bietet guten Support und reagiert rasch.

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Der Webclient der Archivistabox kommt mit einer übersichtlichen, sehr einfach gehaltenen Oberfläche daher.

ter mit separaten Scanund Verarbeitungsstationen ist mit wenig Aufwand möglich. Die Software umfasst neben den grundsätzlichen serverseitigen Funktionen und dem Web-Front-end auch Module für die Text-, Barcode- und Formularerkennung – und sie ist, mit Ausnahme der nur in der kommerziell vertriebenen Appliance-Variante enthaltenen Finereader-OCR-Engine, unter der GPLv2-Lizenz veröffentlicht. Wer dies bevorzugt, kann die Lösung also auch auf einem eigenen Server oder als virtualisierte Appliance implementieren. Für unseren Test haben wir die multiuserfähige Archivistabox «Säntis» gewählt, die auf Dokumentenvolumen bis 500 Seiten pro Tag ausgelegt ist. Das rund ein Kilo schwere Gerät kommt in einem stabilen Industrierechnergehäuse daher, das in etwa das Volumen eines externen DVD-Brenners einnimmt. Zum Einscannen von Papierdokumenten hat der Hersteller den Doppelseiten-Einzugsscanner Scansnap S510 von Fujitsu mitgeliefert – das System unterstützt eine breite Palette von SANE-konformen Scannern aller gängigen Anbieter.

Die getestete Software entspricht dem neuesten Stand 2008/XI: Der Hersteller bringt jährlich zwei grössere Updates im Frühling und Herbst, dazwischen werden Fehler mit Patches oder kompletten Bugfix-Images ausgebügelt. Und er reagiert schnell: Beim Testen hatten wir ein Problem bei der Eingabe bestimmter Buchstaben unter Webkit-basierten Browsern entdeckt und gemeldet. Innerhalb eines Tages war der Fehler, der offenbar auf einen Konflikt mit der verwendeten Ajax-Bi­ bliothek zurückging, mit einem neuen Image behoben.

Bedienung via Browser

Die Archivistabox lässt sich vollständig über das Intranet konfigurieren und nutzen – mit zwei Ausnahmen: Bei der Erstinstallation müssen für die Netzwerkkonfiguration Maus, Tastatur und Bildschirm direkt an die Box angeschlossen werden. Auch das Aufspielen einer


Optional in der neuesten Version: Ein LCDisplay mit Tasten zum Scannen ohne PC.

neuen Softwareversion erfolgt auf diese Weise. Für alle übrigen Aufgaben stehen die drei Browser-basierten, separat aufzurufenden Front-ends Webconfig (Grundkonfiguration), Webadmin (Konfiguration der Archivdatenbank, zum Beispiel Benutzer-definierte Felder und Masken) und Webclient (die eigentliche DMS-Oberfläche) bereit. Die Trennung der drei Aufgabenbereiche ist einerseits sinnvoll – wer Dokumente verarbeitet, sollte nicht unbedingt Zugriff auf die Systemverwaltung haben. Auf der anderen Seite ist es manchmal lästig, wenn für die Definition eines zusätzlichen Feldes zu einer anderen Webanwendung gewechselt werden muss.

Konzept und Oberfläche einfach

Archivista setzt für das Dokumentenmanagement auf ein sehr simples Paradigma und verzichtet auf die sonst oft übliche Unterteilung in Aktenschränke, Ordner und so weiter. Alle Dokumente – im Archivista-Jargon «Akten» genannt – sind ohne weitere Unterstrukturen direkt in der «Datenbank» abgelegt. Zum Wechseln zwischen verschiedenen Archiv-Datenbanken muss man den Webclient verlassen und sich neu anmelden. Für die Klassifizierung und Beschlagwortung kommen bis zu 80 vom Anwender definierbare Felder zum Einsatz, ausserdem bietet die Software dank durchgängiger Texterkennung eine Volltextsuche in sämtlichen Dokumenten, die Text enthalten. Neben Text-, Zahlen- und Datumsfeldern bietet Archivista mehrere andere Feldtypen, zum Beispiel 1:N-Felder zum Aufbau hierarchisch gegliederter Schlagwortbäume sowie

Auswahlfelder, bei denen aus einer vorgegebenen Liste von Einträgen gewählt werden muss. Diese Liste lässt sich direkt im Webclient ergänzen, allerdings auf etwas komplizierte Art mit Hilfe von drei nicht auf Anhieb verständlichen Symbolen. Die Definition der Daten- und Feldtypen erfolgt nicht im Webclient, sondern in der Webadmin-Anwendung. Generell ist die Oberfläche zwar mit AjaxElementen angereichert, aber sehr einfach gehalten. So erscheinen die Auswahlfelder visuell wie gewöhnliche Textfelder, erst bei der Eingabe eines Buchstabens erscheint eine Aufklappliste mit den passenden bereits erfassten Begriffen. Felder vom Typ «Ja/Nein» werden in Textform angezeigt – eine Checkbox wäre sowohl beim Editieren als auch beim Durchsehen der Akten intuitiver erfassbar.

Übersicht als Pluspunkt

Die einfache Oberfläche garantiert jedoch auch eine erfreuliche Übersichtlichkeit: Zuoberst im Webclient erscheint eine Toolbar, darunter eine Liste aller Akten oder – im «Fotomodus» – eine Voransicht der ersten Seite aller Akten. Über ein Aufklappmenü in der Toolbar lassen sich bestehende Akten löschen oder zusammenführen sowie neue Akten einscannen oder vom Filesystem hochladen. Dabei werden allerdings bloss PDF-Dateien oder Bilder im TIF-, JPEG-, PNG- oder GIF-Format unterstützt. Andere Dateien müssen aus der ursprünglichen Anwendung, zum Beispiel Word, auf die Archivistabox «gedruckt» werden. Dazu muss auf der Box der PDF-Druckserver (CUPS) aktiviert und auf dem PC des jeweiligen Anwenders ein zusätzlicher Drucker eingerichtet werden, der seinen Output an die Archivistabox sendet. Unter der Aktenliste zeigt der Webclient links einen dreiteiligen Bereich an, der wahlweise die erfassten Felder und den OCR-erkannten Text, eine Suchmaske oder eine Maske zum Editieren der Felder präsentiert. Rechts daneben ist eine grössere Vorschau der aktuell gewählten Seite der Akte zu sehen. Klickt man die Vorschau an, erscheint die «Seitenansicht», in der sich die Darstellung in mehreren Stufen zoomen und in 90-Grad-Schritten drehen lässt.

Im «Fotomodus» zeigt der Webclient statt der Aktenliste eine Vorschau der ersten Seite jeder Akte in der Datenbank.

Archivistabox

Test Center

Die Archivistabox ist kompakt und kommt fixfertig konfiguriert.

Archivistabox 2008/XI Fazit Die Archivistabox ist ein ausgereiftes, für fast beliebige Volumen skalierbares, fertig konfiguriertes DMS-und Archivierungssystem. Die Software bietet neben den hier geschilderten, sofort nutzbaren Funktionen eine Fülle weiterer Möglichkeiten – zum Beispiel ist ein einfaches ERP-System integriert, das sich optional zuschalten lässt. Der Fokus liegt klar auf der Verarbeitung eingescannter Papierdokumente, die meisten elektronischen Dokumente können nur durch «Drucken» erfasst werden. Die Oberfläche ist übersichtlich, könnte aber stellenweise noch verbessert werden. Features · vorkonfigurierte DMS/Archivierungs-Appliance Positiv + für Grundfunktionen schnell aufgesetzt + vergleichsweise preisgünstig + Schnelle Herstellerreaktion bei Problemen Negativ – Oberfläche teilweise wenig intuitiv – Erfassen elektronischer Dokumente nur durch «Drucken» Hersteller/Anbieter Archivista, www.archivista.ch Preis Getestetes Modell «Säntis»: Fr. 1420.–

Wertung Funktionalität Bedienung Preis/Leistung Gesamt

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Business-Software

neue Produkte

Tiefere Storagekosten mit Enterprise Vault 8.0 Symantec bringt kurz vor Jahresende die neusten Versionen seiner drei Lösungen Enterprise Vault, Brightmail Gateway sowie Data Loss Prevention auf den Markt. Vo n M a r c e l W ü t h r i c h

B

ereits Anfang Oktober stellte Symantec im Rahmen seiner Hausmesse Vision die drei Produkte Enterprise Vault 8.0, Brightmail Gateway 8.0 und Data Loss Prevention (DLP) 9.0 vor. In diesen Wochen kommen die Lösungen nun auf den Markt. Mit der Archivierungsplattform Enterprise Vault 8.0 (ab ca. 46 Euro/User) sollen Unternehmen, so Symantec, die Storage-Kosten um über 60 Prozent senken können. Möglich wird dies unter anderem dank Verbesserungen im Bereich Daten-Deduplizierung. Neu wird jeweils nur eine einzige Kopie einer E-Mail oder einer Datei archiviert – unabhängig ihrer Quelle. Weiter wird die leistungsfähige Unterstützung von Content-Plattformen wie Exchange, Sharepoint, Lotus Domino, File Server, IM und weiteren versprochen. Und Verbesserungen

gibt es auch im Bereich Suche. putations-Technologie, mit der aufwand senken, und die Der Discovery Accelerator führt Spam effektiver abgehalten wer- Admin-Konsole kann mit neuen den Anwender mittels eines Über- den kann. Weiter sollen neue Ma- Analysefunktionen aufwarten. blicks durch die Suchergebnisse nagementfunktionen und AutoDLP 9.0 schliesslich soll dem und hilft ihm, diese zu analysieren matismen den Administrations- Unternehmen helfen, vertrauliche Informationen effi­ und zu filtern. Ausserdem soll im zienter zu identifizieren, Laufe des nächsten zu überwachen und zu Jahres die Suche schützen – unabhängig auch von mobilen davon, wo sie abgelegt Windows-Mobilesind. Für den aktuund Blackberryellsten Release wurde Geräten aus mögdie Installation und das lich werden. Und Management von DLP nicht zuletzt wurauf Endgeräten vereinden die Installation facht. Dies, indem Altiund die Verwaltung ris-Produkte eingebettet mittels Wizzards wurden. Ebenfalls ververeinfacht. bessert wurden die Die MessagingFunktionen für die DaSicherheitslösung tenidentifikation, geBrightmail Gatenauso wie das InventarData Loss Prevention hilft Unternehmen, vertrauliche way (26 Euro/User) Scanning beschleunigt Daten zu schützen. In die Version 9.0 wurden nun nutzt im Release wurde. Technologien von Altiris eingebettet. 8.0 erstmals eine Info: Symantec, neue Sender-Rewww.symantec.ch

Adobe: Neuauflage der Flash-Server Adobe hat an der Konferenz MAX 2008 in San Francisco die Releases 3.5 des Flash Media Interactive Server und des Flash Media Streaming Server vorgestellt. Bei den Serverlösungen handelt es sich um Schlüsselkomponenten der Flash-Plattform

zur Bereitstellung interaktiver Medien. Zu den Neuerungen der beiden Produkte gehören die verbesserte Schutzfunktion für Inhalte, die Möglichkeit für dynamisches Streaming, um Inhalte unterbrechungsfrei zum

Anwender zu bringen, oder aber live und on-demand H.264Videos zu streamen. Weiter ist nun möglich geworden, einen Live-Stream zu unterbrechen und zu durchsuchen oder auch Nachrichten in einen Live-Stream zu integrieren.

Der Flash Media Streaming Server 3.5 wird für 1873 Franken verkauft, das Upgrade kostet 481 Franken. Den Flash Media Interactive Server gibt’s für 8503 Franken, hier kostet das Upgrade 660 Franken. Info: Adobe, www.adobe.ch

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Die Lösung EMC NetWorker kommt mit neuen Möglichkeiten für das zentrale Management von Backup- und RecoveryFunktionen.

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Protection Manager, Active Directory und Hyper-V) sowie VMware zu unterstützen, und ausserdem wurde der Support für Software und Speichersysteme von EMC ausgeweitet. Die Deduplizierungs-Lösung EMC Avamar in der Version 4.1 bietet beispielsweise 256-BitAES-Verschlüsselung, Gefährdungsanalysen oder die grafische Darstellung von Auswertungen. Und die Replication-Software EMC RecoverPoint 3.1 kann mit erweiterten Konfigurationsmöglichkeiten, unterbrechungsfreien Upgrades und Support für Microsoft Cluster-Systeme und EMC-Clariion-Speicher­ systeme aufwarten. Preise auf Anfrage. Info: EMC, www.emc2.ch

EMC hat sein komplettes Backup-, Recovery- und ArchivierungsPortfolio neu aufgelegt. So findet sich unter anderem EMC Data Protection Advisor 5.0. Die Analyse- und Reporting-Software unterstützt nun VMware, EMC Celerra-Systeme, EMC Avamar, EMC NetWorker, Symantec PureDisk, Symantec BackupExec sowie Data-Domain-Plattformen und erlaubt es, Daten applikations­ übergreifend zu sammeln und zu analysieren. EMC NetWorker 7.5 wiederum bietet neue Möglichkeiten für das zentrale Management verschiedenster Backup- und RecoveryFunktionen. Gemäss eigenen Angaben schafft es NetWorker nun als erste Backup-Anwendung, sämtliche MicrosoftAnwendungen mit Volume Shadow Copy Service (Exchange, SharePoint, SQL Server, Data

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www.wgj.com

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Von ZoneLink kommen drei neue System-Tools für Festplatten. SystemUp Eraser (30 Euro) entfernt beispielsweise Daten so, dass deren Wiederherstellung unmöglich ist. Dabei können ganze Platten oder auch nur einzelne Dateien oder Verzeichnisse vernichtet werden. System­Up Undelete (30 Euro) wiederum hilft, versehentlich gelöschte Dateien von HDs oder USB-Sticks wiederherzustellen. Und SystemUp Defrag (40 Euro) schliesslich wurde für das Defragmentieren von HDs entwickelt. Features wie eine detaillierte Aufgabenplanung oder die Optimierung mehrerer Datenträger parallel soll für Effizienz sorgen. Auch eine Server-Lizenz mit Admin-Features ist erhältlich. Info: ZoneLink, www.zonelink.de

Backup und Recovery

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FestplattenWerkzeuge

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neue Produkte

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BIS ZU infoweek.ch

200.CHF

CASH-BACK

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Alle Modelle, alle Details zu dieser und weiteren Brother Jubiläumsaktionen auf

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Zum 50jährigen Europa-Jubiläum gibt es bei Brother bis zu CHF 200.- Cash-Back auf zahlreiche Produkte! Das ist unser Dankeschön für Ihr Vertrauen. Feiern Sie mit uns – die grosse Brother Jubiläumsaktion! Ab sofort im Handel!

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01.10.2008 bis 31.12.2008


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VPN mit Virencheck Barracuda Networks hat die Markteinführung der RemoteZugriffslösung Barracuda SSL VPN angekündigt. Dabei handelt es sich um eine integrierte Hardware- und Softwarelösung für den sicheren, Client-losen Remote-Zugriff aufs Unternehmensnetzwerk via Browser. Dabei wird die komplette Zugriffssteuerung auf gemeinsam genutzte Netzwerke, interne Websites oder andere Intranet-Anwendungen versprochen. Der Benutzerzugriff soll vom Admin über eine Reihe von Authentifizierungsmechanismen – beispielsweise Active Directory, LDAP oder RADIUS – gesteuert werden können. Mittels PIN-Nummern, Hardware-Tokens oder Zertifikaten können zudem verschiedene Sicherheitsebenen eingeführt werden.

Nebst der Zugangskontrolle bietet die Appliance Schutz vor Viren und anderer Malware, indem sämtliche Dateien, die während einer VPN-Sitzung aufs Firmennetzwerk geladen werden, einen Virencheck durchlaufen müssen. Verkauft wird Barracudas SSL VPN in drei verschiedenen Ausführungen ab 1800 Euro. Info: NetDefeder, www.netdefender.ch

Barracudas SSL VPN lässt sich mit Authentifizierungsmechanismen von Fremd­­­anbietern integrieren.

Schlüssel auf dem Gateway Trend Micro hat sein E-MailVerschlüsselungs-Portfolio für mittlere und grössere Unternehmen um Email Encryption Gateway 5.0 erweitert. Dabei handelt es sich um eine Lösung, mit der Mails direkt auf dem InternetGateway verschlüsselt werden können. So soll der Aufwand der Identitäts-basierten Verschlüsselung, der durch herkömmliche PKI-Infrastruktruren entsteht, verringert werden. Die TrendMicro-Lösung setzt auf eine Identitäts-basierte Verschlüsselung in Verbindung mit einem Chiffrierschlüssel im Internet. Der Aufwand für die Vor-Registrierung, das Schlüsselmanagement und die Administration soll so wegfallen. Preise auf Anfrage. Info: Trend Micro, www.trendmicro.ch

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Underground 8 hat verlauten lassen, seine Security-Appliances iPhone-kompatibel gemacht zu haben. So sollen sich User via iPhone über eine SSL-VPNVerbindung mit einem Exchange-Server verbinden und ihre Mails, Kalender-Einträge und Adressbücher mobil und sicher synchronisieren können. Der Traffic, der auf das iPhone gelangt, wird durch die Appliances zudem auf Malware geprüft. Die Underground-8-Appliances werden ab 400 Euro verkauft. Info: Underground 8, www.underground8.com

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Sicherheit für iPhone-Zugriff

Die Festplatten-Verschlüsselungslösung DriveCrypt Plus Pack ist in der Version 3.94 veröffentlicht worden. Der neue Release bietet unter anderem 64-Bit-Kompatibilität. Ausserdem wird mehr Sicherheit gegen das Auslesen des Passwortes ab dem Arbeitsspeicher versprochen, und es wurde ein Zerstörungspasswort integriert, das im Ernstfall die Festplatte zerstört. Verkauft wird DriveCrypt Plus Pack für 125 Euro. Info: SecurStar, www.securstar.com

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Sicherheit

DriveCrypt mit 64-Bit-Support

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neue Produkte

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Experience Networking Power

Franz Grüter Geschäftsführer

Bei ZyXEL stimmen Preis, Qualität und Service. Unsere Kunden schätzen an den ZyXEL Modems und Routern, dass sie benutzerfreundlich und zuverlässig sind. ZyXEL ist für uns ein starker Partner mit einem hohen Mass an Fachkompetenz und Flexibilität.

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Wir setzen auf ZyXEL!

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Für den Business-Bereich konzipiert ist das Axxiv-Notebook NQ14 (ab 1499 Franken), das mit einem 17,1-Zoll-BreitbildDisplay aufwarten kann und trotzdem nur 2,9 Kilogramm auf die Waage bringt. 4 GB RAM, 500 GB Festplattenplatz, Intel Core 2 Duo CPU und eine Nvidia GeForce 9300 GS runden das Gerät ab. Neu auch das NG20 (ab 1967 Franken), ein 13,3Zoll-Gerät mit Core 2 Duo Chips, maximal 4 GB RAM und 320 GB HD. Info: Littlebit, www.axxiv.ch

Ultraleicht-Gerät von Toshiba Ein ultraleichtes Business-Notebook hat Toshiba mit dem Portégé R600-102 (4199 Franken) lanciert. Der Rechner ist ausgestattet mit einem Intel Core 2 Duo SU9400 (1,4 GHz), 3 GB RAM, einer Solid State Disk mit 128 GB und einem DVDBrenner. Trotzdem bringt der Rechner lediglich 1025 Gramm auf die Waage und ist mit maximal 25 Millimetern auch äusserst dünn. Das transreflektive 12.1Zoll-Display bietet eine Auflösung von 1280x800 Pixeln, ausserdem finden sich zahlreiche Sicherheits-Funktionen. Info: Toshiba, www.toshiba.ch

PC & Peripherie

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firmen. Im Rahmen eines Redesigns wurden das Gehäuse neu gestaltet, die Speicherkapazität erhöht, Schnittstellen erweitert, und optional wird auch ein Bluray-Laufwerk angeboten. Preise beginnen hier bei 699 Franken. Info: Dell, ww.dell.ch

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Dell hat die Gehäuse der Vostro-Desktops neu gestaltet.

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OptiPlex FX160 (Preis auf Anfrage) hat Dell auch seinen ersten Thin Client vorgestellt, der DesktopVirtualisierung unterstützt und mit Intel-Atom-Prozessoren bestückt ist. Und schliesslich finden sich auch Neuheiten bei den Vostro-Desktops für Klein-

Dell hat sein Büro-PC-Portfolio aufdatiert. Das Highend-Modell OptiPlex 960 (ab 1269 Franken) soll gegenüber Vorgängermodellen 43 Prozent weniger Strom verbrauchen und 60 Prozent ruhiger arbeiten. Beim OptiPlex 760 (ab 1049 Franken) wird ebenfalls Energieeffizienz hervorgehoben, ausserdem soll dieses Modell umfassende Sicherheit und optimierte AdminFunktionen für geringeren Wartungsaufwand bieten. Der OptiPlex 360 (ab 849 Franken) wiederum soll einfach zu verwalten sein und grundlegende Sicherheitsfunktionen zum Datenschutz bieten. Und mit dem

17-Zoll-Notebook unter 3 Kilo

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Eine Weltneuheit verspricht Canon mit dem ImagePress C1+. Dabei handelt es sich um einen professionellen 5-Farben-Digitaldrucker mit V-Toner. Unter VToner versteht Canon einen Transparent-Toner, der neue Druckmöglichkeiten wie partielle oder vollflächige Mattveredelung, Wasserzeichen, Metallic-Effekte oder Lack-Proofing erlaubt. Die Qualität soll dabei mit derjenigen von Offsetdrucken vergleichbar sein. Der C1+ kann Papiergrössen von bis zu 330x483 Millimetern und Grundgewichte von 64 bis 256 Gramm verarbeiten. Die Geschwindigkeit liegt bei maximal 60 Seiten pro Minute. Preise sind auf Anfrage verfügbar. Info: Canon, www.canon.ch

Dell: Neue Office-PCs

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Drucker mit Transparenz

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120-Franken-Desktop Einen multimedialen Virtual-Desktop für 120 Franken verspricht Anbieter CSP mit dem X550 Ultra Thin Client von NComputing. Die Lösung wird als X550 Virtualisierungs-Kit verkauft – bestehend aus der VirtualisierungsSoftware vSpace, einer PCI-Karte (mit der ein herkömmlicher moderner PC zum Multiuser-Host verwandelt wird) sowie fünf Ultra Thin Clients. Diese Clients haben in etwa die Grösse einer Brief­ tasche, kommen ohne CPU und Betriebssystem, sondern lediglich mit Anschlüssen fürs Netzwerkkabel, fürs Display sowie für Maus und Tastatur und sollen gerade einmal 1 Watt Strom benötigen. Nebst den Hardwarekosten lassen sich so auch die Energiekosten senken. Über ein weiteres Kit lassen sich zudem fünf weitere Clients an einen Desktop hängen. Info: CSP, www.csp-ing.ch

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Üppig ausgestatteter Mini Ebenfalls in die Kategorie der Nettops fällt der Wind PC von MSI. Der Mini-PC ist mit sechs USB-Ports, einem 4-in-1-Cardreader, einem DVD-Double-LayerSupermulti-Laufwerk, GigabitLAN sowie 7.1 Channel HD Audio ausgestattet. Im Gehäuse mit 4,7 Litern Volumen tickt ein Intel Atom mit 1,6 GHz, der Arbeitsspeicher liegt bei 1 GB, und als Massenspeicher dient eine 160-GB-HD. Dank externem Netzteil und einer speziellen Lüftersteuerung soll der Geräuschpegel um 30 dB liegen. Inklusive Windows XP kostet der Wind PC 269 Euro. Info: MSI Technology, www.msi-computer.de

Stromspar-Rechner im Mikroformat In die Kategorie der Nettops fällt das Eco Basic getaufte Gerät aus dem Hause Brack. Der Rechner auf Basis eines ShuttleBarebone misst gerade mal 25x7x18 Zentimeter, soll im Betrieb lediglich 31 Watt Strom verbrauchen und dabei nahezu lautlos arbeiten. CPU-seitig setzt Brack auf ein 1,6-GHz-Intel-Atom, ergänzt durch 1 GB RAM sowie 160 GB Festplattenspeicher. An der Rückseite des PCs finden sich vier USB- und drei Audio-Anschlüsse sowie je ein DVI-, VGA-, Gigabit-LAN- und Seriell-Port. Betriebssystem-seitig kommt Windows XP zum Einsatz. Verkauft wird der mit schwarzem Klavierlack veredelte Nettop für 569 Franken, wobei die OS-Lizenz separat hinzukommt. Info: Brack, www.brack.ch

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Touchscreen-PC für 850 Franken Asus hat sein Angebot um den Eee Top erweitert. Dabei handelt es sich im einen Desktop, bei dem der eigentliche Rechner in einem berührungsempfindlichen 15,6-Zoll-Display (1366x768 Pixel) untergebracht ist. OS-seitig kommt Windows XP zum Einsatz, erweitert durch vorprogrammierte Menüs für den Schnellzugriff via Fingerzeig oder Stift. Im Innern arbeiten eine Intel Atom CPU mit 1,6 GHz, 1 GB RAM und eine 160-GB-Harddisk. Ebenfalls vorhanden sind WLAN, ein Ethernet-Port, sechs Mal USB, ein Kartenleser, eine Webcam sowie Lautsprecher. Der 4,3 Kilogramm schwere Rechner ist wahlweise in Weiss oder Schwarz zu haben und wird inklusive Maus und Tastatur ab 849 Franken verkauft. Info: Asus, www.asus.ch

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Desktop-Rechner in Mini-Ausführung

Nr. 22 | 08. 12. 2008

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multifunktionsprinter

Marktübersicht

Multifunktional und farbig

Geräte für den KMU-Bedarf

Multifunktionsprinter sind praktisch und günstig. Wir präsentieren neun aktuelle Modelle für den KMU-Gebrauch. Vo n M i c h e l Vo g e l

M

ultifunktionsprinter (MFP) lösen die vergleichsweise simplen Seiten­ drucker langsam ab. 2007 wurden in der Schweiz bereits 90’000 MFPs ausgeliefert, 30’000 davon drucken farbig. 2008 sollen es laut IDC bereits 40’000 werden,

die den Gesamtmarkt damit auf 100’000 er­ weitern. Der Trend geht aber noch weiter: Das Marktvolumen der Farb-MFPs wächst gemäss IDC bis 2011 auf über 200 Millionen Franken. Grund genug, uns einmal im umkämpften Markt umzuschauen.

In unserer Marktübersicht präsentieren wir Ihnen neun Hersteller mit ihren aktuellen far­ bigen Laser-Alleskönnern. Wir haben uns auf A4-Systeme beschränkt, weshalb einige be­ kannte Printer-Hersteller wie Kyocera Mita, Océ oder Triumph-Adler leider nicht berück­ sichtigt werden konnten. Sie bieten nämlich nur grössere Systeme ab A3 an. Die Preise der Geräte in unserer Übersicht bewegen sich alle um die 2000 bis 2500 Fran­ ken. Es gibt jedoch ein paar Ausreisser nach unten und nach oben. Allerdings lässt sich der grosse Unterschied erklären: Das teuerste Mo­ dell, der HP CLJ CM3530 (3650.–), bietet im Vergleich zum günstigsten, dem Epson Acu­ Laser CX21NF (1309.–), viel mehr. Er ist schnel­ ler, hat mehr Papier- und Tonerkapazität, viermal so viel Speicher, den deutlich schnel­ leren Prozessor, eine integrierte 80-GB-Hard­ disk (HD) und WLAN.

Farblaser-MFP (A4) Hersteller Modell Drucker Druckauflösung maximal Druckgeschwindigkeit (sw/farbig) Reaktionszeit 1) Papierkapazität (Kassette/maximal) Druckersprachen Prozessor Arbeitsspeicher Harddisk Monatliches Printvolumen Tonerkapazität 2) Scanner Scanauflösung maximal/Farbtiefe Scangeschwindigkeit (sw/farbig) Twain/Scan-to-E-Mail/ Scan-to-PDF/Scan-to-USB-Stick Kopierer Kopiergeschwindigkeit (sw/farbig) Verkleinern/Vergrössern Mehrfachkopien/Sortierung Weitere Features Fax Anschlüsse/Schnittstellen Abmessungen (BxTxH in mm) Garantie Preis Info = ja,

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Canon i-SENSYS MF9170

Epson AcuLaser CX21NF

HP CLJ CM3530 MFP

Konica Minolta 4695MF

2400 x 600 dpi 21 S./Min. / 21 S./Min. 12,5 s 350 Blatt / 850 Blatt PCL5c, PCL6, UFRII-LT k.A. 512 MB

2400 RIT 25 S./Min. / 5 S./Min. 17 s 180 Blatt / 680 Blatt PCL5c, PCL6, PostScript 3, ESC/ Page-Color S Dual-ASIC 192 MHz 128 MB (max. 576 MB)

65’000 Seiten 6000 Seiten / 6000 Seiten

45’000 Seiten 4500 Seiten / 5000 Seiten

1200 x 600 dpi 30 S./Min. / 30 S./Min. 12,5 s 350 Blatt / 850 Blatt PCL5, PCL6, PostScript 3e, PDF 1.4 512 MHz 512 MB (max. 1024 MB) (80 GB) 75’000 Seiten 5000 Seiten / 7000 Seiten

600 x 600 dpi (x 1-bit) 24 S./Min. / 24 S./Min. 18 s 250 Blatt / 850 Blatt PCL5e/c, PCL6, PostScript3, XPS, PDF Orion II 500 MHz 256 MB (max. 1024 MB) (optional, 40 GB) 60’000 Seiten 3000 Seiten / 3000 Seiten

600 x 600 dpi / 24 bit k.A. / / /

9600 x 9600 dpi / 24 bit 30 S./Min. / 5 S./Min. / / /

600 x 600 dpi / k.A. k.A. / / k.A. / k.A.8)

600 x 600 dpi / 8 bit 24 S./Min. / / /

21 S./Min. 50–200% 3) bis 99 / k.A.

20 S./Min. / 5 S./Min. 25–400%

31 S./Min. / 8 S./Min. 25–400% bis 999 / k.A.

24 S./Min. / 24 S./Min. 25–400% bis 99 /

LAN (10/100), USB 2.0, Speicherkarten 546 x 527 x 632 k.A. Fr. 3590.– www.canon.ch

LAN (10/100), USB 2.0 460 x 593 x 467 1 Jahr On-Site 4) Fr. 1309.– www.epson.ch

(optional) LAN (10/100/1000), USB 2.0, parallel, WLAN 515 x 519 x 560,5 1 Jahr On-Site 5) Fr. 3650.– www.hp.com/ch

LAN (10/100/1000), USB 2.0 539 x 590 x 578 1 Jahr On-Site Fr. 2100.– www.konicaminolta-shop.ch

= nein; k.A. = keine Angaben; 1) erster Druck, farbig, nach Standby; 2) Standard bei 5% Deckung; 3) in 1%-Stufen; 4) opt. erweiterbar; 5) opt. 36 Monate Vor-Ort-Service;

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Apropos kabellose Verbindung ins Netzwerk und Harddisk: Ausser dem HP-MFP bietet nur noch der Lexmark X560dn eine WLAN-Schnittstelle. Eine integrierte HD findet sich ausser bei HP nur noch beim Samsung CLX-6240FX. Unsere Farblaser-MFPs sind für Druckvolumen bis maximal 80’000 Seiten pro Monat ausgelegt, der Durchschnitt liegt bei 60’000, was für die meisten KMU vollends ausreichen dürfte. Ebenfalls genügen wird die Tonerkapazität, die bei 2000 bis 6000 Seiten farbig und schwarzweiss liegt. Spitzenreiter punkto Tonerkapazität ist der Canon i-SENSYS MF9170, der MFP mit dem grössten Printvolumen ist der bereits angesprochene Samsung-Printer. Wer ein höheres Druckvolumen und mehr Tonerkapazität verlangt, muss tiefer in die Tasche greifen. Es gibt aber heute auch bereits günstige Geräte für gehobenere Ansprüche. Die bieten dann ausserdem eine deutlich grössere Ausbaufähigkeit. Die MFPs in unserer

Marktübersicht bieten nämlich mit ihren Kassetten maximal Platz für 950 Blatt (Xerox Phaser 6180 MFP).

Die schnellsten Drucker und Scanner

Lange auf das gedruckte, kopierte oder gescannte Dokument zu warten, macht niemandem Spass. Deshalb sollten auch die MFPs nicht zu lahm sein. Besonders schnell druckt der C5550 MFP von OKI, nämlich 32 Seiten pro Minute in Schwarzweiss und 20 in Farbe. Der OKI druckt auch als Erster ein farbiges A4-Blatt aus dem Standby und zwar in 9 Sekunden. Er ist damit doppelt so schnell wie der 4695MF von Konica Minolta und mehr als dreimal so schnell wie der SPC 222SF von RICOH. Die schnellsten Scanner in unserer Markt­ übersicht verarbeiten 38 Seiten pro Minute monochrom (Lexmark) und 30 Seiten pro Minute farbig (Samsung). Die schnellsten Kopien liefern das HP-Modell (31 Seiten pro Minute in

schwarzweiss) sowie die Modelle von Konica Minolta und Samsung (24 Seiten pro Minute farbig). Besonders bei den Scan- und KopierGeschwindigkeiten zeigen sich zwischen den Modellen deutliche Unterschiede, was es bei einer Anschaffung unbedingt zu beachten gilt. Doch die Tempi an sich sind in der heutigen Zeit von Green-IT nicht alles. Zusätzlich zu diesen und allen anderen Infos, die Sie unten in der Tabelle finden, haben wir deshalb die Multifunktionsprinter auch noch auf ihre Leistungsaufnahmen und ihre Geräuschpegel hin untersucht. Das stromsparendste Modell ist der AcuLaser CX21NF von Epson mit 191 Watt im Normal-Modus und 59 Watt im Standby. Der grösste Stromfresser ist das Ricoh-Gerät mit 1300 Watt (Normalbetrieb). Das leiseste Gerät ist der Xerox Phaser 6180, der im Betrieb 51 und im Standby 27 Dezibel laut wird. Am meisten Lärm produziert der Canon-MFP mit 67 db (in Betrieb) und 43 db (Standby).

Lexmark X560dn

OKI C5550 MFP

RICOH SPC 222SF

Samsung CLX-6240FX

Xerox Phaser 6180 MFP

600 x 600 dpi (2400 CQ) 30 S./Min. / 20 S./Min. 10 s 250 Blatt / 750 Blatt PCL6, PostScript 3

1200 x 600 32 S./Min. / 20 S./Min. 9s 300 Blatt / 830 Blatt PCL, PostScript

2400 x 600 dpi 20 S./Min. / 20 S./Min. 30 s 251 Blatt / 751 Blatt PCL5c, PCL6, PostScript 3

2400 x 600 dpi 24 S./Min. / 24 S./Min. 23 s 500 Blatt / 850 Blatt PCL5c, PCL6, PostScript3, SPL-C

600 x 600 x 4 dpi 30 S./Min. / 20 S./Min. 10 s 250 Blatt / 950 Blatt PCL6, PostScript 3

PowerPC 400 MHz 384 MB (max. 1408 MB) (optional, 40 GB) 60’000 Seiten 5000 Seiten / 4000 Seiten

500 MHz 256 MB (max. 512 MB) (optional, 40 GB) 60’000 Seiten 6000 Seiten / 5000 Seiten

ARM11 400 MHz 128 MB (max. 384 MB)

400 MHz 384 MB (max. 1408 MB)

30’000 Seiten 2000 Seiten / 2000 Seiten

533 MHz 256 MB (max. 768 MB) (80 GB) 80’000 Seiten 2500 Seiten / 2000 Seiten

600 x 600 dpi / 16 bit 38 S./Min. / 19 S./Min. / / /

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Quelle: InfoWeek

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«Shanghai»-Server Noch vor Ende des Jahres kommen nun erste Server auf den Markt, die mit AMDs Quad-CoreOpterons auf 45-Nanometer-Basis (Codename «Shanghai») bestückt sind. Die «Shanghai»-CPUs sollen bei gleicher Taktfrequenz rund 20 Prozent mehr Leistung erbringen als ihre Vorgänger und dabei weniger Strom verbrauchen. Unter anderem Dell und Transtec haben die CPU in ihren Servern bereits verbaut. Bei Transtec finden sich Modelle der Serie Calleo 330 mit den neuen Prozessoren. Die Geräte können bis zu vier Quad-Core-Opterons aufnehmen und wahlweise mit SSD-, SAS- oder SATA-Festplatten bestückt werden. Preise beginnen bei gut 2100 Franken. Dell bietet praktisch sein ganzes PowerEdge-Sortiment (Tower-, Rack- und Blade-Server)

mit der «Shanghai»-CPU-Option an und spricht etwa im JavaBereich von 50 Prozent mehr Leistung gegenüber früheren PowerEdge-Modellen auf AMDBasis. Auch hier beginnen die Preise bei etwas über 2000 Franken. Info: Dell, www.dell.ch; Transtec, www.transtec.ch

Transtec bietet die Calleo-330Serie mit AMDs 45-nm-QuadCore «Shanghai» an.

SAS für den Mittelstand Unter der Bezeichnung «My very first SAS» (ab 3500 Euro) hat Fujitsu Siemens Computers ein Bundle für den Mittelstand geschnürt. Das Paket umfasst das Magnetbandsystem FibreCAT TX08, das wahlweise mit LTO-3SAS- oder LTO-4-SAS-Laufwerken bestückt werden kann und einen SAS-Controller beinhaltet. Das FibreCAT TX08 verfügt über zwei Magazine à je vier Stellplätzen und bietet bei 1 HE eine Speicherkapazität von bis zu 12,8 Terabyte. Ausserdem im Bundle drin sind eine Daten- und Reinigungskassette, ein Rack-Einbausatz sowie die Backup-Software ARCserve und die Lösung XOsoft Enterprise Rewinder. Info: Fujitsu Siemens Computers, www.fujitsu-siemens.ch

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Sämtliche wichtigen Netzwerk-, Router und Serverfunktionen in einem Gerät vereinen soll die NAS All-in-one-Appliance von Claxan. Das Gerät kann als File-, Web-, Print-, Mail- und FTP-Server dienen und verfügt über eine Firewall, einen WAN-Router und VPN-Funktionalität für bis zu 10 Sessions. Der NAS-Server besitzt einen WAN- und vier LAN-Ports, kann mit einer SATA-Harddisk bestückt werden und wird ohne HD für 284 Franken verkauft. Info: ARP Datacon, www.arp.com

NAS-Server und WAN-Router

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Eine 800-MHz-CPU, 512 MB RAM, bis zu zwei Festplatten, eSATA und drei USBPorts zeichnen die Disk Station 209+ aus dem Hause Synology aus. Der NAS-Server soll zudem äusserst leise im Betrieb sein und lediglich 32 Watt verbrauchen. Ebenfalls vorhanden sind RAID1-Support, eine AJAX-basierende Management-Konsole sowie die Möglichkeit zur gesicherten Internet- und Intranet-Übertragung mit bis zu 256 simultanen Zugriffen. Der Preis ohne HDs: 379 Euro. Info: Synology, www.synology.com

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Eher auf den SOHO-Bereich ausgerichtet ist der Zyxel NSA-220 Plus, ein Netzwerkspeicher, der bis zu zwei SATA-Harddisks aufnehmen kann. Der NAS-Server unterstützt die RAID-Level JBOD, 0/1 und kommt mit einem LAN- und zwei USB-Anschlüssen. Eine Backup-Software ist inklusive, genauso wie die Möglichkeit zur User- und Gruppenverwaltung oder ein integrierter FTP- und HTTP-Server. Ohne Harddisks kostet das Gerät 410 Franken. Info: Studerus, www.studerus.ch

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Netzwerkspeicher für SoHos

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Tel. +41 (0) 44 317 20 60 • Fax +41 (0) 44 310 20 60 • www.suprag.ch

Mehr Effizienz und geringere Kosten beim Einsatz von Webapplikationen verspricht Citrix mit der Appliance NetScaler 9.0. NetScaler 9.0 soll integrierte Optimierungstechnologien mit intelligenten Funktionen verbinden, um so für jede Webanwendung automatische die optimale Konfiguration anwenden zu können. Neu in der Version 9.0 finden sich AppExpert Templates, um gängige Applikationen automatisiert und

rasch bereitstellen zu können. Neu ist auch der AppExpert Visualizer, der eine dynamische Gesamtansicht der Webanwendungen zeigt, genauso wie sich zusätzliche XML-Sicherheitsfunktionen finden, welche den Schutz durch die integrierte Application Firewall ergänzen sollen. Und über AppExpert Rate Controls schliesslich können zusätzlich Service Level Agreements für

einzelne Benutzergruppen definiert werden. Alles in allem soll NetScaler 9.0 mit 350 neuen Features aufwarten können. Der Preis beginnt in etwa bei 17’500 Dollar. Info: Citrix, www.citrix.ch

Der Citrix NetScaler 9.0 bietet neu unter anderem End-toEnd-Unterstützung für IPv6.


Das war 2008, so wird 2009 Die Finanzkrise wirkt sich auf die IT-Ausgaben der Unternehmen aus. Vor allem KMU haben für 2009 ihre IT-Budgets reduziert. Die Anforderungen an CIOs steigen. Vo n M a r k u s H ä f l i g e r

D

ie Finanzkrise, die in den USA bereits vor über einem Jahr begonnen hatte, hat lange keine massgeblichen Auswirkungen auf das Investitionsverhalten der Schweizer Unternehmen gehabt. Lediglich Banken, allen voran die UBS, haben bereits früh begonnen, ihre IT-Budgets genauer unter die Lupe zu nehmen und Beschaffungen, die nicht bereits in Projekten definiert und losgetreten waren, auf die lange Bank zu schieben. So musste beispielsweise IBM Schweiz vor über einem Jahr erste Negativerfahrungen in dieser Hinsicht machen, als die Grossbank die üblicherweise im dritten Quartal getätigten Software-Bestellungen nicht wie erwartet tätigte. Noch im Frühling dieses Jahres konnten ausserdem viele IT-Hersteller die Löcher, die die Grossbanken in ihre Verkaufsvorhersagen gerissen hatten, mit Projekten bei Regional- und Kantonalbanken stopfen. Doch mittlerweile hat die Finanzkrise nicht nur die Banken dazu gebracht, ihre Investitionen zu reduzieren. Nachdem in den letzten Wochen und Monaten eine Hiobsbotschaft die nächste jagte, ein Ende der Börsen-Baisse nicht abzusehen ist und die Konjunkturforscher hüben und drüben düstere Szenarien an die Wand malen, reagieren

auch andere Branchen und setzen den Rotstift an. Philipp Ziegler, Geschäftsführer des Schaffhauser Marktforschungsunternehmens MSM Research, hat seine Prognosen für den Schweizer IT-Markt 2009 und damit für die Budgets, die Unternehmen im nächsten Jahr für IT-Investitionen planen, reduziert. Ziegler kommt zum Schluss: Das Wachstum

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Schwerpunkt

Quelle: MSM Research

Der Schweizer ICT-Markt 2009 Die Topline Figures: (Businessmarkt ohne Home)

16’326,6 Mio. Franken Ausgaben IT-Budgets werden gekürzt

Total Hardware 19,5% Total Service 51,5%

Total Software 16,7%

Wertmässiges Wachstum

Total Kommunikation 12,2%

gegenüber 2008 plus 209,2 Mio. Franken

Dienstleistungen und Hardware kommen unter Druck

Total IT-Markt

Total Service

Total Kommunikation

Total Software

Total Hardware -1.5

-1.0

-0.5

Prozent

1,3% 1,9%

Quelle: MSM Research

Der Schweizer ICT-Markt 2009 Die Topline Figures: Wachstumsrate 08/09 in Ausgaben im Schweizer Business-Markt (ohne Home)

1,3% 2,4% –1,1%

0.0

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2.5

30% ■ 2008 ■ 2009 (vor Eintreten der Krise) ■ 2009 (nach Eintreten der Krise) 20%

10%

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CEE

MEA

Total IT-Ausgaben 2009: 579 Mrd. Dollar

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EMEA

Quelle: IDC, 2008

IT-Ausgaben EMEA: Wachstumsraten für 2008 und 2009

der IT-Ausgaben wird in der Schweiz im nächsten Jahr lediglich 1,3 Prozent betragen. Im Juni dieses Jahres ging Ziegler noch von einem Wachstum von 3,6 Prozent gegenüber 2008 aus. «Die Finanzkrise und deren Auswirkungen auf die Realwirtschaft werden im kommenden Jahr auch am ICT-Markt ihre Spuren hinterlassen. Die ICTBudgets 2009 stehen unter hohem Druck, und die geplanten Ausgaben werden zweimal hinterfragt», sagt er. Laut seinen Erhebungen werden im 2009 Unternehmen aus dem Finanzsektor hauptverantwortlich für den Rückgang sein, gefolgt von stark exportierenden Industrieunternehmen und deren Zulieferern. Ziegler ergänzt: «Vieles wird erst in den kommenden Monaten festgemacht, vor allem bei den kleineren Firmen. Während mittlere und grössere Unternehmen ICT-Projekte längerfristig planen und in der Regel ICT-Vorhaben nicht von heute auf morgen streichen, reagieren die kleinen Unternehmen schnell auf Veränderungen der wirtschaftlichen Entwicklung.» Ihr Ausgabeverhalten auf der zurzeit volatilen wirtschaftlichen Basis könne kurzfristige Ausschläge bewirken, da kleinere Unternehmen bis 100 Mitarbeitende ein Drittel des Schweizer ICT-Marktes ausmachten.

Gemäss den Erhebungen von MSM Research werden die Ausgaben für ICT im 2009 in der Schweiz um 209 Mio. Franken auf insgesamt 16,33 Mrd. Franken steigen. Das bedeutet, dass entgegen den Vorhersagen vom Juni die Schweizer Unternehmen ihre IT-Investitionen für das kommende Jahr um umgerechnet rund 370 Mio. Franken gekürzt haben. Der Rückgang wird vor allem durch die beiden HauptumsatzSegmente Dienstleistungen und Hardware verursacht. Immerhin machen diese zwei Bereiche über 70 Prozent des gesamten IT-Marktes aus. Ziegler rechnet für 2009 im Dienstleistungsgeschäft mit einer «Verschnaufpause». Wuchs der Bereich in diesem Jahr noch um 4,4 Prozent, so rechnet Ziegler für nächstes Jahr nur noch mit einem Plus von 1,9 Prozent. Unter Druck werde vor allem das Projektgeschäft, also die Ausgaben für paketisierte Integrationsleistungen, Beratung und Schulung kommen. Implementierungsleistungen für neue Lösungen, Managed Services in den Bereichen Arbeitsplatz und Sicherheit würden hingegen weiter zulegen werden können. Bei der Hardwarebeschaffung rechnet Ziegler für 2009 mit einem Ausgabenminus von 1,1 Prozent. Zwar würden Anbieter von Notebooks und Speicherprodukten dank der weiter steigenden Mobilität und der wachsenden Datenflut noch mit einem Umsatzwachstum rechnen können, Desktop- und Server-Umsätze würden 2009 aber rückläufig sein. Dafür verantwortlich wird laut Ziegler vor allem der erhöhte Wettbewerbsdruck und die damit verbundene Preiserosion sein. Für die Software-Ausgaben sieht Ziegler ein Plus von 2,4 Prozent gegenüber 2008 voraus. Hauptsächlich dafür verantwortlich seien höhere Ausgaben der Unternehmen in Lösungen für Business Intelligence, Enterprise Content Management, Workflow und IT-Sicherheit. Trotz der gesunkenen Prognosen sieht Ziegler für 2009 aber nicht einen drastischen Einbruch bei den Ausgaben für Unternehmens-IT voraus. «Die ICT ist heute so eng in die Unternehmen und deren Geschäftsprozesse eingebettet, dass weitere Ausgaben in den Unterhalt und den gezielten Ausbau der Infrastruktur und in Lösungen unerlässlich sind», sagt Ziegler. In Zeiten wirtschaftlich düsterer Aussichten würden diese Ausgaben allerdings noch vermehrt auf ihren direkten Nutzen und Wertbeitrag für das Unternehmen ausgerichtet. Ziegler: «Entscheidend wird letztlich sein, wie schnell die global angesetzten Konjunkturpakete greifen und wie rasch die Unternehmen wieder Vertrauen in die künftige Entwicklung setzen.»


Schwerpunkt

(n=102)

Umweltfreundliche Lösungen Marketingleistungs-Überwachungslösungen Beschaffung/Sourcing Zulieferungs-Management Virtualisierung Zweigstellenautomation Fertigungslösungen Verkaufsleistungs-Überwachungslösungen Regulatorische Erfüllung (Compliance) Mobilität/drahtlose Lösungen Personalwesen

Die aufgaben der CIOs

Quelle: IDC’s Middle East CIO Summit 2008

Prioritäten für IT-Investitionen

Leistungsüberwachung Produktentwicklung/Innovation IT-Sicherheit Kundenservice IT-Infrastruktur

Projekte bleiben entscheidend

0

0.5

1

1.5

2

Die Beschaffung von Hardware und in gewissen Teilen auch von Dienstleistungen mag einen Knick – immer im Vergleich zu früheren Vorhersagen – erleiden, aber Projekte, die im Entwicklungsbereich angesiedelt sind, dürften nach wie vor hohe Priorität haben. Schliesslich lässt sich auch, oder gerade in schwierigen Zeiten nicht wegdiskutieren, dass die Informatikabteilungen in Unternehmungen nicht allein mit Beschaffung von Produkten, sondern immer stärker mit der Effi­zienz der Geschäftsprozesse und damit mit ihrem Beitrag am Unternehmenserfolg herausgefordert sind. Zu zahlreich sind Anwendungen, die in Firmen über Jahrzehnte gewachsen, um nicht zu sagen gewuchert sind. Mit solchen Aufgaben beschäftigt sich zwar zum Teil der Anbietermarkt, gerade Outsourcer würden hier nur zu gern in die Bresche springen und beten das Mantra der Auslagerung von Geschäftsprozessen, um nicht zu sagen von Kernaufgaben der Unternehmens-IT. Allen Beteuerungen zum Trotz sind aber die Verantwortlichen in Unternehmen gefordert, ihre über Jahre und Jahrzehnte gewachsenen Anwendungen den veränderten Bedürfnissen der geschäftsrelevanten Abteilungen und somit der Wirklichkeit zu stellen. Da mögen Dienstleister helfen, aber es fragt sich im Detail immer, welcher «Hilfeleister» fähig ist, entscheidende Veränderungen der Applikationslandschaften so umzusetzen, dass ein Projekterfolg verbucht werden kann und der das Pflichtenheft erfüllt. Um dies zu bewerkstelligen, sind viele Unternehmen für einzelne Projekte auf externe Spezialisten angewiesen, da deren Wissen gezielt eingesetzt werden kann, ohne mit dem Risiko der Belastung eines zu hohen Personalbestandes die vorgegebenen und zum Erfolg eines Unternehmens beisteuernden Elemente zu gefährden. Gemäss einer kürzlich von Swiss PRM, dem Verband schweizerischer Projekt-Ressourcen-Manager publizierten Umfrage, werden die Projektaussichten für das nächste halbe Jahr vor allem in der Pharma-, Chemie-, Bio- und Medizinaltechnik, bei Industrie- und IT- respektive Telekommunikationsunternehmen, bei der öffentlichen Hand und im Handel als zunehmend eingestuft. Die IT-Verantwortlichen dieser Wirtschaftszweige sehen sich offensichtlich mehr mit der Umsetzung von spezifischen IT-Projekten konfrontiert als etwa ihre Kollegen bei Ban-

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3.5

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5

ken und Versicherungen. Damit bestätigt sich aus dem Kreis der Projektmanager die eingangs erwähnten Erkenntnise von MSM Research. Am grössten soll gemäss Swiss PRM in den nächsten Monaten weiterhin der Bedarf an Business-Analytikern, Projektleitern und -Managern, IT-Architekten und Spezialisten aus dem SAP-Umfeld sein.

Prioritäten für und Herausforderungen an CIOs

Dass sich ausgewiesene Spezialisten, wie sie Swiss PRM nennt, auch in Zukunft keine Sorgen um ihre Anstellung machen brauchen, ist klar. Schliesslich werden trotz Finanzkrise oder gerade deshalb die Anforderungen an die Informatik in Unternehmen nicht abnehmen. Im Gegenteil. IT-Verantwortliche in Unternehmen werden immer mehr auch in kleineren und mittleren Unternehmen in die Pflicht genommen. Gemäss einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens IDC (Middle East CIO Summit 2008, s. Grafik «Prioritäten für IT-Investi­ tionen) konzentrieren sich die IT-Ausgaben der befragten 102 CIOs in absteigender Reihenfolge neben der Bereitstellung der Infrastruktur,

Herausforderungen für CIOs Quelle: IDC’s Middle East CIO Summit 2008

Andere Regulatorische Erfüllung (Compliance) Aufrechterhaltung einer sicheren Infrastruktur Gewinnbeisteuerung Tempo der Produktentwicklung Verwalten ausgelagerter IT-Dienstleistungen Interne Budgets verwalten Support-Aufgaben Aufrechterhalten der Systemleistung Personalbelange

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AC/DC und die Weltwirtschaft 1973 AC/DC formiert sich in Sydney, Australien -> Start der Ölkrise

1980

Quelle: guardian.co.uk

Kundenservice und Sicherheit auf die Themen Produktentwicklung, Leistungsüberwachung, Personalwesen und mobile Lösungen (auch diese sollen bekanntlich die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen steigern, indem die Mitarbeitenden beinahe rund um die Uhr erreichbar sein und arbeiten können müssen). Weiter genannt werden neben der nicht zu unterschätzenden Aufgabe, die regulatorischen Bestimmungen mittels Informatik zu erfüllen, Leistungsüberwachungslösungen (auch hier wieder: Steigerung der Effizienz und damit des Betriebsgewinns) sowie klassische Geschäftsanwendungen wie Zulieferungs-Management, Zweigstellenautomation und Fertigungslösungen. Ebenfalls ganz oben auf der Prioritätenliste der Informatikverantwortlichen stehen Sourcing-Themen sowie (ebenefalls wegen hohem Kostensenkungspotential) Virtualisierung sowie die Beschaffung von umweltfreundlichen Lösungen. Die Analysten sehen für das kommende Jahr im allgemeinen ähnliche Trends voraus. Als Beispiel seien an dieser Stelle die Ausführungen der Marktforscher von IDC weiter genannt, die für 2009 vier Trends voraussagen: Cloud Computing, Datacenter-Virtualisierung, Energieeffizienz und Virtuelle Clients. Die Herausgeber der Studie wollten von den 270 befragten Personen wissen, wie wichtig ihnen gewisse Eigenschaften eines Anbieters von Cloud-Dienstleistungen sind. Am häufigsten (über vier Fünftel aller Teilnehmer) wurde der Preis genannt, gefolgt von Service Level Agreements. Am dritthäufigsten war den Zuständigen für einen Entscheid, Dienstleistungen per Cloud C0mputing zu beziehen, die Frage, ob der Anbieter eine Ahnung vom Geschäft des Kunden hat. Die Analysten von IDC nennen als Top-Faktoren für Cloud Services «Time to Market» (also Vorlaufzeit), Kapazitätsbelange und den Vorteil von weniger IT-Mitarbeitenden. Hemmend für den Einsatz von Cloud Computing werden Belange wie Sicherheit, Verfügbarkeit, Performance und Intregration sein. Allenfalls könnten, so IDC, anstehende Erneuerungen von Datencentern dem Cloud Computing zum besseren Durchstarten verhelfen, Server- und Storage-Kapazitäten stehen aber dennoch zu unterst auf der Liste. Hingegen stossen kollaborative und persönliche Anwendungen auf höchste Beachtung. Wie erwähnt gehören neben dem Cloud Computing Datencenter-Virtualisierung und Energieeffizienz zu den wichtigsten Herausforderungen der CIOs. Es geht hier, wie auch bei den Virtuellen Desktops, neben Faktoren wie einfacheres Software-Management vor allem um die enormen Steigerungen der Energiekosten. Wie grün sich dabei die Unternehmen (gemeint sind Anbieter und ihre Kunden) für den Einsatz von energiesparenden Produkten und Lösungen auch geben, so lässt sich nicht wegdiskutieren, dass die Kosten für Energiezufuhr und Kühlung explodieren. Neben den ständig steigenden Stromkosten sind die dauernd wachsenden Systeme, Speicher und Netzwerke ein Grund für die Kostenexplosionen.

AC/DC bringt das Album «Back In Black» -> Die Inflation in UK beträgt 20 Prozent und zwei Millionen sind arbeitslos!

IT-Trends 2009

Schwerpunkt

1990 AC/DC gelingt mit «The Razor's Edge» das Comeback -> Die Rezession steht in Grossbritannien unmittelbar bevor!

2008 AC/DC kommt mit «Black Ice» -> Globale Finanzkrise!

Es wird nicht leichter

Die Aufgaben der Unternehmens-IT werden also ständig schwieriger und immer neue Aspekte, aber auch Lösungen kommen hinzu. Nach der Vorausschau auf den Einsatz von IT-Lösungen, den Empfehungen der Analysten sowie den Einschätzungen der befragten IT-Verantwortlichen hat InfoWeek für Sie auch heuer die wichtigsten Ereignisse des zu Ende gehenden Jahres zusammengefasst. Im Ticker «Jahresrückblick: Die wichtigsten News aus 2008» können Sie im Telegrammstil noch einmal nachlesen, was im Schweizer Jahr der Informatik sonst noch so alles passiert ist, sei es hierzulande oder in der weiten Welt. Apropos Krise: Ähnlich wie die eingangs erwähnte Studie von MSM Research kommt auch IDC zum Schluss, dass nach dem Eintreten der globalen Finanzkrise die Prognosen für 2009 für die IT-Ausgaben im EMEA-Raum (Europa, Naher Osten und Afrika) tiefer ausfallen werden als gedacht (s. Grafik Seite 26). Hoffen wir bloss nicht, dass die schlimmsten Befürchtungen unserer Kollegen vom «Guardian» eintreten werden: Diesen ist nämlich aufgefallen, dass die Hardrock-Gruppe AC/DC immer mit schlimmen wirtschaftlichen Veränderungen in Zusammenhang gebracht werden kann. Als diese sich 1973 in Sydney formierten, brach die Ölkrise aus. 1980 kam ihr Album «Back In Black» heraus, und prompt erreichte die Inflation und die Arbeitslosenzahlen Höchstwert. 1990 erschien die Scheibe «The Razor’s Edge», was in Grossbritannien zu einer Rezession führte. Und 2008, im Jahr der schlimmsten Finanzkrise aller Zeiten, kommen AC/DC mit dem neusten Album «Black Ice» in die Album Charts. Es kann also nur noch schlimmer werden!

Um Ihnen das Leben etwas zu versüssen und die positiven Seiten nicht unbeachtet zu lassen, hat die Redaktion auch dieses Jahr wieder eine Auswahl der «Produkte des Jahres 2008» getroffen. Diese mag in gewissen Fällen subjektiv sein, aber einmal im Jahr erlaubt sich die InfoWeek-Redaktion, frei von Testresultaten ihre persönliche Wahl zu treffen. Viel Vergnügen beim Lesen!


Wuala

Google Android

Das Zürcher Start-up Caleido machte 2008 das Web 2.0 mit seinem nicht ganz herkömmlichen Online-Speicher Wuala unsicher. Der Peer-to-Peer-Speicher wurde an der ETH Zürich von zwei Studenten entworfen und während dreieinhalb Jahren entwickelt. Der Speicher wird direkt über den Browser gestartet, verlangt also keine Software-Installation. Wuala unterscheidet sich durch seinen GridStorage-Ansatz von der Konkurrenz. Dies bedeutet, dass der Datenverkehr nicht nur zwischen Anwender und Server stattfindet, sondern die Daten zentral bei anderen Nutzern abgelegt werden. Die Daten werden dazu in 100 Fragmente zerstückelt und dann frei sowie redundant im Netz verteilt.

Anfang 2007 ging das Gerücht, Google wolle ein eigenes Mobiltelefon auf den Markt bringen. Im Oktober wurde bekannt, dass der Suchriese statt dessen ein Linux-basiertes Handy-Betriebssystem entwickelt. Anfang November wurde es offiziell: Zusammen mit Branchengrössen wie T-Mobile und HTC arbeitet Google an der neuen Smartphone-Systemplattform «Android», bestehend aus Betriebssystem, Mid­ dleware, Oberfläche und Anwendungen. Die Open Handset Alliance OHA, zu der sich die beteiligten Unternehmen zusammenschlossen, zielte damit klar auf Apples proprietäres iPhone und stellte in Aussicht, der gesamte Android-Quellcode werde unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht. Zunächst gab es allerdings bloss eine Vorabversion des Eclipse-basierten Android-SDK, mit dem Entwickler anhand eines Emulators mit der Plattform experimentieren konnten. Das erste Android-basierte Smartphone kam in den USA am 22. Oktober auf den Markt: Das G1 von HTC bietet sowohl einen Touchscreen als auch eine Tastatur, kommuniziert via HSPA, EDGE oder WLAN und bringt den Anwender mit einem Browser auf Webkit-Basis zum Surfen. Gleichzeitig machte die Open Handset Alliance ihr Versprechen wahr und öffnete den Android-Code unter der Apache-v2-Lizenz. Hierzulande ist das erste und bisher einzige Android-Gerät vorerst nur bei einigen Direktimporteuren erhältlich. Schlagzeilen wie «Motorola setzt alle Hoffnungen auf Android» oder «Asus plant Android-Smartphone» lassen jedoch vermuten, dass der Android-Plattform durchaus eine rosige Zukunft bevorsteht.

Info: Caleido, www.wua.la Preis: kostenlos

Das Jahr der Informatik – Informatica08 Mit einem IT-Summit «Die Zukunft des Informatik-Standortes Schweiz» wurde das Jahr der Informatik – Informatica08 Ende Januar so richtig gestartet. Das ganze Jahr über fanden die diversesten Events statt, deren Ziel es war, das Bewusstsein der Öffentlichkeit und der Politik für die zentrale Bedeutung der Informatik zu stärken und das Interesse von Jugendlichen an der Informatik zu wecken. Insgesamt wurden über 200 Veranstaltungen mit mehr als 25’000 Besuchern organisiert. Das ganz grosse Highlight war sicher der «Tag der Informatik» im und um den Technopark Zürich, an dem über 10’000 Besucher teilnahmen. Ausserdem wurden Projekte gestartet, die weit über dieses Jahr hinausgehen: Die Hasler-Stiftung investiert beispielsweise in den nächsten 10 Jahren 20 Millionen Franken und will damit die IT-Ausbildung an Gymnasien anschieben. Alles in allem zogen die Verantwortlichen Ende November ein sehr positives Fazit.

DiE redaktion hat gewÄhlt

Produkte des Jahres 2008

Info: Google, www.android.com Preis: kostenlos (Open Source)

jahresrückblick: Die wichtigsten news aus 2008 Januar Der Krieg um das DVD-Nachfolgeformat scheint entschieden: Warner Bros setzt nur noch auf Blu-ray. +++ Apple-CEO Steve Jobs stellt an der MacWorld Expo das MacBook Air vor. +++ Version 4.0 der DesktopUmgebung KDE steht zum Download bereit. +++ OpenOffice 3.0 verspätet sich und kommt erst im Herbst. +++ Sunrise-CEO Christoph Brand fordert die Aufteilung der Swisscom in die Bereiche Dienste und Netze. +++ Das Jahr der Informatik – Informatica08 ist offiziell eröffnet. +++ EMC stellt mit MozyEnterprise seine erste SaaS-Anwendung vor. +++ Die Migros Bank setzt neu auf einen USB-Stick fürs EBanking. +++ Sun Microsystems übernimmt MySQL +++ Microsoft bringt Dynamics Entrepreneur, ein ERPPaket für Kleinstbetriebe. +++ Erster Entwurf des HTML-5-Standards veröffentlicht. +++ Der SQL Server

2008 kommt erst im Herbst, Windows Server 2008 und Visual Studio 2008 wie geplant Ende Februar +++ Die Stadt Zürich hat auf SAP umgestellt und kündigt die Einführung von Windows Vista an. +++

Februar Microsoft will für 44,6 Milliarden Dollar Yahoo übernehmen. Für Yahoo ist das zu wenig. +++ Microsoft stellt das erste Service-Pack für Windows Vista fertig. +++ Google veröffentlicht seine ersten Sicherheitsprodukte Postini sei Dank. +++ Sunrise lanciert die Aktion «Gratis-Internet». +++ Auch Toshiba begräbt die HD-DVD. +++ Ist das iPhone ab 29. Februar bei Swisscom erhältlich? +++ Die Europäische Kommission fordert von Microsoft ein Rekordbussgeld von 899 Millionen Euro. +++ AMD beginnt Auslieferung des Quad-Core-Serverprozessors «Barcelona». +++

März Asus präsentiert an der CeBIT einen Eee PC mit 9Zoll-Diagonale. +++ Intels Low-Power-Prozessor «Silverthorne» heisst offiziell Atom. +++ Die erste Beta des Internet Explorer 8 und von Silverlight 2 sind da. +++ Google eröffnet sein neues Engineering-Zentrum auf dem Hürlimann-Areal in Zürich. +++ Orange und die EWL testen das mobile Telefonieren im öffentlichen Luzerner PWLAN. +++ Swisscom hat den Preis für die entbündelte Teilnehmeranschlussleitung rückwirkend

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Produkte des Jahres 2008

DiE redaktion hat gewÄhlt

Eee PC

Intel Atom

Während die Notebook-Absätze zurückgehen, boomen die Netbooks – allen voran der Eee PC von Asus. Laut Gartner werden bis ins Jahr 2012 rund 50 Millionen Mini-Notebooks verkauft. Auch wenn mittlerweile andere Hersteller den Trend erkannt haben und auf den Netbook-Zug aufgesprungen sind, so gebührt Asus als Produzent der ersten Stunde eine besondere Erwähnung. Ende April wurden wir nach langem Warten endlich erlöst, der Eee PC hatte endlich auch den Weg in die Schweiz gefunden. Mit dem Eee PC 901 wurde wenig später das erste Asus-Netbook mit einem HSDPAfähigen UMTS-Chip auf den Markt gebracht. So sollen Anwender jederzeit und überall im Internet surfen können. Natürlich bleibt aber auch die WLAN-Funktionalität uneingeschränkt erhalten. Die maximale Verbindungsgeschwindigkeit des Eee PC 901 beträgt 7,2 MB/s für den Download und 2 MB/s für den Upload. Auch für das nächste Jahr dürfen wir viel erwarten, hat Asus doch angekündigt, ein Eee-PC-Modell mit Touchscreen auf den Markt zu bringen. Zudem soll in der zweiten Hälfte 2009 erstmals das Betriebssystem Windows 7, der Vista-Nachfolger, zum Einsatz kommen, das mit einer Multitouch-Funktionalität punkten soll. Die weiteren Details der neuen Eee-PC-Modelle sind allerdings noch nicht bekannt. Als ziemlich sicher gilt allerdings, dass die neuen Geräte mit der zweikernigen Variante des AtomProzessors von Intel ausgerüstet sein werden. Info: www.asus.ch Preis: 379,– Euro

Mit dem Atom-Prozessor trägt Intel einen massgeblichen Teil zum Netbook-Boom bei. So ist der weltweite Prozessormarkt im dritten Quartal 2008 laut IDC um fast 16 Prozent gewachsen. Diese Steigerung sei vor allem dem Low-CostProzessor Atom zu verdanken. Atom besticht vor allem durch seine geringe Grösse und den tiefen Energieverbrauch. Ausserdem unterstützt Atom die Hyperthreading-Technologie, Deep Power Down (C6) und die Enhanced-Speed-Technologie. Mittlerweile ist der Prozessor auch in der Dual-Core-Version «Atom 330» erhältlich. Auch die Konkurrenz muss den Erfolg von Atom anerkennen und will Intel im nächsten Jahr Marktanteile abjagen. So arbeitet AMD aktuell an einem eigenen Netbook-Prozessor namens «Yukon». Info: Intel, www.intel.com Preis: Atom 330 140.– Dollar

Orange, Sunrise und die «böse» Swisscom 2008 ging es bei den Schweizer Telekom-Unternehmen ziemlich rund zu und her. Sie sorgten für einige Schlagzeilen. Nicht ganz unschuldig daran war auch ComCom-Chef Marc Furrer, der in diversen Interviews sehr pointierte Aussagen machte. Im April schlug er zum Beispiel die Zusammenlegung der HandyNetze von Orange und Sunrise vor. Zwei Zusammenlegungen gab es in diesem Jahr tatsächlich: Swisscom übernahm The Phone House und Sunrise kaufte Ende September den Konkurrenten Tele2 Schweiz. Apropos Sunrise: Hier sorgte man im Februar mit dem Angebot «Free Internet» und einer GuerillaWerbeaktion für viel Aufsehen und führte die Entbündelung der Letzten Meile fort. Ausserdem gab es zwischen einigen CH-Telcos und Swisscom noch einen ganzen Haufen rechtliche und finanzielle Auseinandersetzungen.

jahresrückblick: Die wichtigsten news aus 2008 menlegung der Handy-Netze der Telcos Orange

gesenkt. +++ IBM-Forscher haben den kleinsten nanophotonischen Schalter entwickelt. +++ «Windows 7»-Entwicklung läuft nach Plan. +++ Motorola wird in zwei Teile gespalten. +++ Tele 2 mit Billig-Abo «Big Deal» auf Kundenfang. +++ Topsoft wächst um 25 Prozent. +++

und Sunrise vor. +++ Orange bringt den Eee-PC exklusiv und mit Internet Everywhere in die Schweiz. +++ Microsoft hat eine Vorabversion des OnlineSynchronisationsdienstes Live Mesh veröffentlicht. +++ Swisscom und die Post setzen das momentan grösste RFID-Projekt der Schweiz in die Realität um. +++

April Intel bestätigt die Entwicklung von Solid State Disks und stellt die ersten Atom-Prozessoren vor. +++ ooXML wird offiziell zum ISO-Standard. +++ ICT Switzerland führt mit SwissICT und der Schweizerischen Informatikgesellschaft SI konkrete Fusionsgespräche. +++ Google startet die «App Engine». +++ EMC übernimmt Iomega definitiv. +++ Die ETH Zürich und die EPFL Lausanne gehen mit Nokia eine Forschungs- und Technologiepartnerschaft ein. +++ HP steigt ins

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Mai Net­book-Geschäft ein. +++ Yahoo und Google künden Zusammenarbeit im Such- und Werbegeschäft an. +++ Die Hasler-Stiftung investiert 20 Millionen in die ITAusbildung an Gymnasien. +++ Symantec übernimmt AppStream und steigt in die Desktop-Virtualisierung ein. +++ Die beiden unabhängigen Schweizer Internet Service Provider TIC und green.ch fusionieren. +++ ComCom-Präsident Marc Furrer schlägt die Zusam-

Adobe öffnet Flash und startet ein Open-ScreenProjekt. +++ Sun hat nach dreijähriger Entwicklungszeit die finale Version von OpenSolaris freigegeben. +++ Kommt es doch noch zu «Microhoo»? +++ AMD plant für 2010 eine 12-Kern-CPU. +++ Swisscom und Orange werden das iPhone in die Schweiz bringen. +++ Die MELANI bezeichnet Botnetze und DDoSAttacken als momentan grösste Bedrohungen. +++


Hyper-V

SQL Server 2008

Ende Juni war es so weit: Sechs Monate nach dem Release von Windows Server 2008 folgte aus dem Hause Microsoft die ergänzende, neue Virtualisierungstechnologie Hyper-V. Im Oktober folgte dann noch der darauf basierende Hyper-V-Server. Hyper-V ist schlank, performant, einfach installier- und verwaltbar, bietet Support für 32- und 64-Bit-VMs mit bis zu 32 GB Speicher und 4 CPUs, eine moderne Management- und eine Remotekonsole sowie diverse weitere Features. Einige fehlen noch. Aber bereits mit der ersten Version der neuen Hypervisor-Virtualisierungslösung und ihrer modernen Architektur ist Microsoft einen grossen Schritt vorwärtsgekommen und konnte den Vorsprung von VMware um einiges reduzieren.

Eigentlich wollte Microsoft seinen SQL Server 2008 bereits Ende Februar lancieren, musste den Starttermin aber ins dritte Quartal verschieben. Im August war es dann so weit: Das Datenbankmanagementsystem aus Redmond, das für «unternehmenskritische Anwendungen» angepriesen wird, wurde zur Produktion freigegeben und war kurz darauf auch bei uns erhältlich. Der SQL Server 2008 bietet viele neue Features für ITProfis, Administratoren und Entwickler. Wichtige Verbesserungen betreffen vor allem Schlüsselbereiche. SQL Server 2008 beinhaltet neue Funktionen fürs Datenmanagement, Reporting und Business Intelligence (mit vielen Erweiterungsmöglichkeiten), Applikationsentwicklung, Serverkonsolidierung und vieles mehr. Besonders fallen die deutlichen Verbesserungen am Servicelebenszyklus von SQL Server aufgrund der neu überarbeiteten Architektur von Installation, Setup und Konfiguration auf. Weiter wartet der SQL Server 2008 mit neuen Spatialdatentypen auf, die Unternehmen zur Erstellung standortfähiger Anwendungen nutzen können. Auch der neue Resource Governor, der es ermöglicht, verschiedenen Aufgaben Prioritäten und Grenzwerte zuzuordnen, kann überzeugen. Ausserdem gilt es, die integrierte Entwicklungsumgebung mitsamt dem ADO.NET-Entity-Framework hervorzuheben. Insgesamt ist der SQL Server 2008 in sieben Editionen erhältlich. Kostenlos als Express und SQL Server Compact sowie kommerziell als Enterprise-, Standard-, Workgroup-, Web- oder Developer-Edition.

Info: www.microsoft.ch Preis: kostenlos (Add-on zu Windows Server 2008)

Der hype um das iPhone 3g Wann kommt es endlich, das iPhone? Diese Frage beschäftigte viele Schweizerinnen und Schweizer bereits Ende 2007. Als Starttermin galt lange der 29. Februar und der schien erst recht gesichert, als Apple-CEO Steve Jobs anlässlich der MacWorld Expo das neue iPhone 3G vorstellte. Gerüchten zufolge sollte nämlich genau dieses neue Modell ab März bei Swisscom im Regal stehen. Daraus wurde aber nichts, das Warten ging weiter. Auch aus einem vermutlichen April-Release wurde nichts. Doch dann war es so weit: Mitte Mai gab zuerst Swisscom dann auch Orange bekannt, dass sie das iPhone 3G ab 11. Juli verkaufen. Der Run darauf war gross, es gab bei beiden Anbietern lange Wartelisten. In nur drei Tagen nach der Markteinführung des iPhone 3G hatte Apple weltweit mehr als eine Million Geräte abgesetzt. Unterdessen ist bereits das zweite grosse Firmware-Update da und Apple der weltweit zweitgrösste Smartphone-Hersteller.

Orange bietet die ersten kommerziellen Angebote fürs «ewz.zürinet» an. +++ Einmal mehr kleiner kam sie daher, die Orbit-iEX in der Ausgabe 2008. Doch die Besucherzahlen blieben beinahe unverändert. +++ Chip-Hersteller VIA stellt das OpenBook und seine neue Prozessor-Generation «Nano» vor. +++

Juni Sunrise lagert den Netzbetrieb an Alcatel-Lucent aus. +++ Das IBM Forschungslabor in Rüschlikon zeigt eine fortschrittliche Wasserkühlmethode für Mikro-Chips und baut mit der ETH Zürich ab 2009 ein Zentrum zur gemeinsamen Nanotechnologie-Forschung. +++ Kaspersky entdeckt den gefährlichen «Gpcode»Erpresser-Virus. +++ Steve Jobs stellt an Apples World Wide Developers Conference das neue iPhone 3G vor und zeigt erste Details des Mac-OS 10.6 «Snow

DiE redaktion hat gewÄhlt

Produkte des Jahres 2008

Info: www.microsoft.ch Preis: ab Fr. 4023.– (Standard-Edition, 10 Clt)

Leopard». +++ Laut Gartner sind weltweit erstmals mehr als eine Milliarde PCs installiert. +++ Nokia kauft sämtliche Anteile des Joint-Venture Symbian Limited. +++ Maxdata hat Antrag auf Insolvenz gestellt. +++ Intel und Daimler verzichten auf Windows Vista. +++ Adobe hat Acrobat in der Version 9 vorgestellt. +++ Firefox 3 steht zum Download bereit und startet äusserst erfolgreich. +++

Juli Forscher der ETH fordern ein Verfalldatum für Webbrowser und zeigen, wie es gehen könnte. +++

Axel Springer ersetzt alle PCs durch Macs. +++ Pioneer hat eine Blu-ray-Disc mit 16 Schichten und 400 GB Speicherplatz entwickelt. +++ Forscher des MIT haben erste Mikrochips mit einer Strukturbreite von 25 Nanometern gebaut. +++ 11. Juli: Kurz nach Mitternacht wurde in der Schweiz das erste iPhone offiziell verkauft. +++ Swisscom-CEO Carsten Schloter wehrt sich gegen den staatlichen Aufbau eines Glasfasernetzes. +++ Die Schweiz ist im Bereich Forschung nach wie vor Spitze. +++ Siemens will angeblich die Zusammenarbeit mit Fujitsu auf den Herbst aufkündigen. +++ Studenten der Uni Basel sind auf eine Phishing-Attacke reingefallen. +++ Orange lanciert «Home Pack» und kombiniert Festnetz und Internet. +++ Manipulierte PDF-Dateien sind aufgetaucht, durch die sich auf Blackberrys beliebiger Schadcode ausführen lässt. +++

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DiE redaktion hat gewÄhlt

Produkte des Jahres 2008

WebKit

Nikon D90

Was vor Jahren als Web-Browsing-Bibliothek für die LinuxDesktop-Umgebung KDE seinen Ursprung nahm, hat in den letzten Monaten für einige Schlagzeilen gesorgt und nebenher die mobile Internetnutzung revolutioniert. Die C++-Bibliothek WebKit, die mittlerweile auch Teil von Qt 4.4 ist, wurde 2002 durch Apple von KDEs KHTML abgespalten und zuerst zur Grundlage für Apples Webbrowser Safari weiterentwickelt. Den Durchbruch zum führenden Browser für Smartphones brachte das iPhone, das ein bislang unbekanntes mobiles Surfgefühl ermöglicht. Ganz normale Webseiten lassen sich komfortabel bei hoher Darstellungsgeschwindigkeit betrachten, ohne dass sie vorher fürs Mobiltelefon «optimiert» werden müssen. Seither wurde die Open-Source-Software WebKit, die unter der BSD-Lizenz und der LGPL steht, unter anderem von Google in die freie Handy-Plattform Android integriert und von Nokia auf die Symbian-Plattform portiert, sodass WebKit mittlerweile als Webbrowser in den Series-60Smartphones zum Einsatz kommt (Bild). Aber auch auf dem Desktop eroberte WebKit weitere Gebiete. WebKit dient Adobe als Rendering Engine für die RIA-Umgebung Air und Google als Grundlage für Chrome. WebKit bildet mittlerweile die dritte Kraft im Browsermarkt neben Mozillas Firefox und Microsofts Internet Explorer. Damit sorgt die Bibliothek nicht nur für Konkurrenz, sondern mit ihrer Flexibilität und Leistungsfähigkeit sowie den liberalen Lizenzbedingungen für viele innovative Produkte.

Digitale Spiegelreflexkameras sorgen 2008 eigentlich nicht mehr für besonderes Aufsehen. Mit der D90 betritt Nikon allerdings ein neues Zeitalter: Das aktuellste 12-Megapixel-Modell der Mittelklasse ist die erste DSLR, die nicht nur Fotos, sondern auch Filmsequenzen im Motion-JPEG-Format aufnimmt, und zwar bis zur HD-Auflösung von 1280x720 Pixel. Im Vergleich zu den gängigen Camcordern, so Nikon, ermöglicht der wesentlich grössere CMOS-Bildsensor eine bessere Bildqualität und bietet höhere Empfindlichkeit. Ausserdem lässt auch der «D-Movie»-Modus Wechselobjektive zu – mit spe­ ziellen Optiken wie Fisheye, Mikro oder Makro erzielt man so je nach Motiv interessante Effekte. Als Fotokamera ist die D90 auf dem neuesten Stand der Technik und integriert innovative Funktionen wie das Motiverkennungssystem der Spitzenmodelle D3 und D300 sowie eine Gesichtserkennung.

Info: www.webkit.org Preis: kostenlos (Open Source)

Info: www.nikon.ch Preis: Fr. 1598.–

Google steigt in browserkrieg ein Der Browserkrieg erhielt Anfang September eine zusätzliche Front: Google brachte seinen eigenen Web-Browser Chrome. Der Start verlief gut, nach etwas mehr als 14 Tagen hatte man bereits 1,4 Prozent Marktanteil erreicht. Allerdings gab es nicht nur Fans: Datenschützer beschwerten sich über die Nutzungsbedingungen des neuen Browsers, worauf die umfangreiche Rechteabtretung der Anwender gestrichen wurde. Bis heute herrscht aber vielerorts weiter Unbehagen bei der Chrome-Nutzung. Auf dem Browser-Markt tat sich ausserdem Folgendes: Mitte Juni erschien Firefox 3 und erreichte 8 Millionen Downloads in den ersten 24 Stunden. Eine Woche zuvor erschien Opera 9.5. Im März gab es die erste Beta des Internet Explorer 8, Ende August die zweite, im Frühjahr folgt der RC. Der Browserkrieg geht also munter weiter ...

jahresrückblick: Die wichtigsten news aus 2008 August US-Zöllner dürfen ganz legal Notebooks und andere elektronische Datenträger von Einreisenden untersuchen. +++ Die SBB haben auf Exchange umgestellt. +++ Microsoft stellt den SQL Server 2008 in den RTMStatus und arbeitet scheinbar an einem CloudComputing-OS namens «Midori». +++ Intels «Nehalem» wird Core i7 getauft. +++ Fujitsu Siemens Computers kündigt einen 0-Watt-Monitor an. +++ Swisscom will noch dieses Jahr den Bau eines Glasfasernetzes in Angriff nehmen. +++ Intel zeigt WREL, die Energieübertragung ohne Kabel. +++ Im Technopark Zürich findet der erste Tag der Informatik statt. +++ Cablecom kündigt fürs zweite Halbjahr

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2009 Docsis 3.0 und Surfgeschwindigkeiten von 100 MB/s an. +++

September Zürich ist als Technologiestandort äusserst beliebt. +++ Verkauft Dell alle seine Fabriken? +++ Google hat einen Patentantrag für ein schwimmendes Rechenzentrum gestellt. +++ Künftig soll in Computermäusen Blue Track von Microsoft zum Einsatz kommen. +++ Die Sieger des Bilanz Telekom Rating 2008 sind Colt (Fixtelefonie), Swisscom (Mobiltelefonie), Cyberlink (ISP) und Cablecom (Corporate Networks). +++ Die Zeit von Windows auf HP-Rechnern scheint gezählt, man arbeitet laut «Business-Week» an einem eigenen OS. +++ Version 4 von Adobes Creative Suite ist bald fertig. +++ CS, PostFinance, Swisscard, Swisscom, Telekurs Multipay und Visa Europe starten Pilotversuch für das

kontaktlose Bezahlen mit Mobiltelefon und Kreditkarten. +++ Google, HTC und T-Mobile stellen das G1, das erste Android-Mobiltelefon, vor. +++ Windows Mobile 7 verspätet sich. +++ Google bringt mit Chrome einen eigenen Web-Browser. Der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte warnt davor. +++ Oracle verkauft ab sofort auch Hardware. +++ Sunrise übernimmt Tele2 Schweiz. +++

Oktober Microsofts Hyper-V-Server 2008 wird offiziell lanciert. +++ Die Orbit 2009 erhält wesentliche Neuerungen und heisst neu nur noch Orbit. +++ Der Release von OpenOffice 3.0 wird kurzfristig um ein paar Tage verschoben, erfolgt dann aber. +++ Forscher der Universität in Boston zeigen die Datenübertragung via Licht. +++ RIM stellt seinen ersten Touchscreen-


HP EliteBook 6930p

Swissbox

Mit dem EliteBook 6930p mischt HP den Markt für BusinessNotebooks auf. Dank einem Hochkapazitätsakku bietet der Laptop eine Betriebsdauer von bis zu 24 Stunden. Zudem ist das Langläufer-Notebook mit der modernen Centrino-2Technologie, Solid-State-Disks (SSD) und stromsparender, quecksilberfreien LED-Beleuchtung augerüstet. Dieses Ilumi-Lite LED-Display von HP ist ein Grund für die grosse Lebensdauer des Akkus. Er soll sie um vier Stunden verlängern. Wie erwähnt, setzt HP beim EliteBook 6930p noch weitere, aktuelle Mobiltechnologie ein. So verbaut der PC-Hersteller die neuen Intel X25-M und X18-M SSD. Sie sind äusserst robust und verlängern die Akkulaufzeit, dank geringerem Energieverbrauch als herkömmliche Festplatten. Beim EliteBook 6930p sorgt die Solid State Disk von Intel für eine sieben Prozent längere Betriebsdauer. Zudem arbeiten SSDs leiser und bieten schnellere Zugriffzeiten. Sie übertreffen die derzeit schnellsten SATA-Festplatten in allen Leistungsbereichen. Mit 2,1 kg gehört das HP-EliteBook zu den Leichtgewichten unter den Business-Geräten. Die Festplatte ist stossfest, das flüssigkeitsundurchlässige Keyboard sorgt derweil für maximalen Datenschutz. Dank dem Magnesium-Gehäuse hält das Notebook extremen Belastungen von bis plus 60 und minus 29 Grad Celsius stand, selbst bei hoher Luftfeuchtigkeit und permanenter Vibration. Dies hat HP in Belastungs­ tests geprüft, die Militärstandards entsprechen.

Nur wenige Monate nach der Übernahme von Fast, einem Hersteller von Firmen-Suchmaschinen, lancierte Microsoft die «Swissbox». Die SuchAppliance für KMU soll der Enterprise-Suche «Google Mini» Konkurrenz machen. Die auf das Intranet spezialisierte Swissbox wurde, wie der Namen schon verrät, in der Schweiz entwickelt und basiert Software-seitig auf dem Microsoft Server, dem Search Server Express sowie auf SharePoint. Auf der Hardware-Seite kommen im Server ein Core 2 Duo E7200 sowie 4 GB RAM und zwei 150-GB-Festplatten zum Einsatz. Ohne Änderung an der Infrastruktur können Fileshares durchforscht oder Inhaltsquellen eingebunden werden. Mit der Standardversion lassen sich zwischen 150’000 und 400’000 Dateien durchsuchen.

Info: www.hp.com/ch Preis: 2400,– Euro

Blackberry vor. +++ HP verliert seine Führungsposition im EMEA-PC-Markt an Acer. +++ Microsoft kündigt den zweiten Release seines Office Communications Server 2007 an. +++ Intel liefert seine ersten SSDs aus. +++ Die Big Brother Awards 2009 gehen an das Sicherheitsunternehmen Securitas und die Krankenkasse CSS. +++ Saas-Fee, Küsnacht und der Kanton Bern erhalten den «Eugen» für die besten Schweizer E-GovernmentWebsites. +++ Google Mini bekommt mit der «Swissbox» Konkurrenz aus dem Hause Microsoft. +++ Microsoft stellt an der PDC erstmals das kommende Betriebssystem Windows 7 vor und lanciert mit «Azure» ein OS für die Cloud. +++

November Orange übernimmt Citydisc +++ Die Schweizerische Post will Briefe bald auch elektronisch an ein Internet-

DiE redaktion hat gewÄhlt

Produkte des Jahres 2008

Info: Microsoft, www.swissbox.ch Preis: Fr. 2500.–

Microsoft will yahoo – oder doch nicht? Kaum zu glauben, dass sich das 44,6 Milliarden Dollar grosse Übernahmeangebot von Microsoft an Yahoo schon bald jährt. Die Geschichte ist nämlich immer noch brandaktuell, praktisch kein Monat verging ohne neue Spekulationen, Gerüchte oder wirkliche Fakten zur Mega-Übernahme. Es gab Geheimtreffen, Ultimaten, und schliesslich kam im April mit Google noch ein dritter Big-Player ins Spiel. Im Juni gaben Yahoo und Google eine grosse Partnerschaft im Anzeigengeschäft bekannt, Microsoft schien geschlagen. Doch aus dem geplanten Deal wurde nichts: Anfang November liess Google verlauten, dass aus der Werbepartnerschaft nichts wird. Yahoo-CEO Jerry Yang zog daraus die Konsequenzen und trat zurück. Folgt nun also doch die Microsoft-Übernahme? Eine komplette werde es bestimmt nicht, hiess es aus Redmond, aber an einer Zusammenarbeit im Suchgeschäft sei man weiterhin sehr interessiert.

Postfach ausliefern +++ Jetzt ist es offiziell: Fujitsu Siemens Computers ist Geschichte. Siemens steigt aus dem 1999 gegründeten Joint-Venture mit Fujitsu aus. +++ Sicherheitsexperten zeigen, wie man in 15 Minuten ein WPA/TKIP-geschütztes WLAN-Netz knackt. +++ Jens Alder ist nicht mehr TDC-Chef. +++ Bisher fürs TV genutzte Frequenzen können in der Schweiz neu für mobile Internetdienste genutzt werden. +++ Swisscom soll für seine ADSL-Preispolitik in den letzten Jahren bestraft werden. +++ Ergon Informatik, Axsionics, Doodle, Christian und François Dallmann sowie Daniel Gorostidi erhalten den Swiss ICT

Award 2008. +++ Entlassungswelle bei Palm +++ Der Yahoo-Google-Deal scheitert, Jerry Yang tritt als Yahoo-CEO zurück. Eine Microsoft-YahooÜbernahme ist definitiv vom Tisch. Oder nicht? +++ Microsoft lanciert Dynamics NAV 2009. +++ Das USB Implementers Forum veröffentlicht die Spezifikation für den neuen USB 3.0 Standard. +++ Cablecom gibt Mängel am eigenen Kundendienst zu und gelobt Besserung. +++ Die ersten Core i7 von Intel sind da. +++

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Schweizerischer Verband der Informations- und Kommunikationstechnologie

SwissICT Magazin Ausgabe 22/2008 vom 08. Dezember 2008

Herausforderungen Der Informations- und Kommunikationstechnologie fällt in unserer Wirtschaft eine tragende Rolle zu. Verdeutlicht wird dies unter anderem durch die aktuellsten Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS). Demnach leistet der ICTSektor eine Bruttowertschöpfung ans schweizerische Bruttoinlandprodukt (BIP) von bemerkenswerten 5,5 Prozent – Tendenz steigend. Wichtig also, dass wir der ICT-Branche vermehrt das ihr gebührende Gewicht beimessen und dass wir Rahmenbedingungen schaffen, die ein kontinuierliches Wachstum unterstützen. In dieser Bestrebung sind wir alle gefordert – Firmen, Mitarbeitende, Ausbildungsstätten, Politiker und Verbände gleichermassen. Nur durch gemeinsame Anstrengungen, koordinierte Aktionen und gegenseitige Unterstützung können wir das enorme Potenzial der ICT effektvoll nutzen, tragen wir der enormen Bedeutung der ICT für den Wirtschaftsstandort Schweiz Rechnung. Das zu Ende gehende Jahr hat in dieser Hinsicht manch positive Entwicklung gezeigt – so beispielsweise die von zahlreichen Verbänden gemeinsam getragene «informatica 08». Oder die in Zusammenarbeit mit dem «Nationalen Tochtertag» lancierte Initiative «Mädchen – Informatik – los!». Ausgesprochen lang würde die Liste der durch SwissICT umgesetzten Aktivi-

Informatica08 – ein Rückblick

täten. Stellvertretend für die vielfältigen Projekte möchte ich das hochkarätige «Symposium Informatik 2008» in Brunnen, die vor wenigen Wochen lancierte Neuauflage des Standardwerks «Berufe der ICT» und die im Verkehrshaus Luzern durchgeführte Verleihung des SwissICT-Awards erwähnen. Sie sind beeindruckende Beispiele dafür, was sich durch Engagement, Kompetenz und Teamwork bewirken lässt. Apropos Zusammenarbeit: Die angekündigte Fusion zwischen dem Dachverband ICTswitzerland sowie der Schweizerischen Informatik Gesellschaft (SI) und SwissICT ist auf gutem Weg; die zahlreichen Arbeiten des Projektteams kommen termingerecht voran. Die neuen Statuten sowie das zukünftige Mitgliederreglement etwa sind bereits in der Vernehmlassung. Ich freue mich, unsere Mitglieder im Januar 2009 mit aktuellsten Informationen zur wichtigen Konsolidierung in unserer Verbandslandschaft bedienen zu dürfen. Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich einen guten Jahresendspurt, erholsame Feiertage und für das kommende Jahr viel Erfolg. An Herausforderungen wird es uns nicht fehlen. Packen wir sie an! Herzlich, Ihr Thomas Flatt Präsident SwissICT

Veranstaltungskalender SwissICT Datum

Titel / Thema

Ort

20.01.2009

Ethik und Informatik Abendveranstaltung

Zürich SIX ConventionPoint

24.02.09

Aktives Rednertraining

Zürich SIX ConventionPoint

10.03.2009

Der gläserne Bürger

Zürich

02.04.2009

Innovation

Zürich

06.05.2009

Collaboration

Zürich

Weitere Informationen und Anmeldung: SwissICT, www.swissict.ch, Telefon 043 336 40 20

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Langsam geht es zu Ende, das Jahr der Informatik 2008. Es ist also Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. Was hat uns das Jahr der Informatik gebracht? Neben den eigenen Beobachtungen an vielen Veranstaltungen und über viele Publikationen hat sich der Verfasser unter den Informatikern umgehört, um auch andere Meinungen zu erfahren. Selbstverständlich gab es unterschiedliche Ansichten und Bewertungen. Doch die Waage zeigt deutlich auf die positive Seite.

Auf der Verbandsebene hat sich einiges getan Auf der Verbandsebene hat das Jahr der Informatik sehr vieles bewirkt. Wie immer wirkt sich ein Grossprojekt in der Zusammenarbeit positiv aus: Man geht aufeinander zu, es kommt Aufbruchstimmung auf. Sicher führten die vielen Kontakte und Gespräche dazu, dass die Verbände auf eine ihrer wichtigsten Aufgaben aufmerksam wurden, die der Nachwuchsförderung. Ohne Fachleute – keine Informatik in der Schweiz. Man hat erkannt, dass deutliche Anstrengungen für die Beschaffung des Personals in notwendiger Qualität und Quantität nötig sind. Dies gilt unabhängig vom Bildungsweg und nicht nur für die höheren Bildungswege. Nicht alle haben es verstanden, dass am Malaise infolge des völlig ausgetrockneten Informatiker-Marktes nicht einfach nur der Staat schuld ist. Diejenigen, die noch dieser Meinung sind, müssten einsehen, dass die Hochschulen wohl nie über 1‘000 Schweizer Informatiker jährlich ausbilden können – dazu müssten 12% aller Maturanden in diesem Lande ein Informatikstudium beginnen, wovon üblicherweise nur die Hälfte von ihnen bis zum Abschluss gelangt! Der viel höhere Bedarf bedingt deshalb, dass auch bei der Grundbildung, also bei Lehre, Informatikmittelschule usw. massive Anstrengungen unternommen werden. Was auch dem üblichen Berufswerdegang entspricht, 70% der Schulabsolvent/-innen absolvieren eine Lehre und bilden sich danach weiter. Neu ist auch, dass man auf Verbandsebene zu Fusionieren beginnt. Man hat

erkannt, dass man gemeinsam stärker, effizienter und wirkungsvoller ist. Hoffen wir, dass das anhält und die Informatik einen starken Verband bekommt. Die Sponsorensuche und der Kontakt mit und unter den Sponsoren hat eine fruchtbare Basis für einen weiteren Ausbau gebildet. Das wird künftiger Informatik-Verbandsarbeit zugute kommen. Die Betriebe zeigen Farbe, bekennen sich zum Informatik-Standort Schweiz! Das war noch nie da!

Die Medien Negative Medienmitteilungen sind verschwunden! Erfreulich waren die sehr vielen Publikationen in den grossen Zeitungen und in vielen, vielen regionalen Medien – dort wo Eltern und Kinder ihre Informationen beziehen. Viele haben zwar Beiträge in der Tagesschau und wiederkehrende grosse Artikel in den grossen Tageszeitungen erwartet. Doch angesichts der vielen anderen ebenso wichtigen Themen und Fragen, die auch auf die Publikation warteten, war dies wohl ein unrealistischer Traum.

Die Informatikbetriebe Schon dadurch, dass sie Sponsoren wurden, haben viele Betriebe bewiesen, dass Ihnen Image und Nachwuchsförderung ein dringendes Anliegen sind und dass sie sich engagieren wollen. Sie haben belegt, dass sie den Informatikstandort Schweiz sehr wichtig finden und hier bleiben wollen. Auch wenn einige von ihnen im Ausland Entwicklungszentren führen. Wobei zu sagen ist, dass dies gemessen an der Gesamtzahl der Informatikerinnen

SwissICT Magazin 08. Dezember • 22/2008


Schweizerischer Verband der Informations- und Kommunikationstechnologie

und Informatiker einen sehr kleinen Teil ausmacht. Die vielen Anlässe hatten zum Ziel, der Jugend die kurs oder Programmieren – kein Wunder, dass das Erfreulich ist, dass die Grossbanken wahrgenommen Vielfalt der Informatik zu zeigen. Das ist offensichtlich Bundesamt für Statistik Power-User zu den Informatihaben, dass man mit Abbaubotschaften zwar die Akbereits teilweise gelungen, das belegen die Anzahl kern zählt. Nicht von ungefähr hat die Hasler-Studie in tionäre beeindrucken, aber gleichzeitig auch den ArTeilnehmer/-innen an Eignungstests, Schnupperveran- einer Schulumfrage herausgefunden, dass für Schübeitsmarkt nachhaltig ruinieren kann! Sie begannen, staltungen und Vorträgen in den Schulen. Aber auch ler/-innen und Lehrkräfte Informatik gleichbedeutend junge Leute in die Betriebe einzuladen und an Messen die Zunahme nach Bewerbungen für eine Lehrstelle ist mit PC und Office und dass die Software aus Amezu gehen, um ihnen die rika kommt und man damit Vielfältigkeit der Informatik umgehen können sollte. darzulegen. Wenn diese Warum also sollte man Erkenntnisse das Jahr Informatiker werden und der Informatik überleben, neue Lösungen schaffen, hat sich das Ganze schon wenn schon alles erfunden gelohnt! ist? Da ist offenbar noch eiUnd die anderen? Es niges an Aufklärungsarbeit ist zu hoffen, dass viele nötig. Klein-, Mittel- und Gross-ITBetriebe gesehen haben, Und die Informatikewie es wirklich mit der rinnen und InformatiInformatik Schweiz steht ker selber? und dass man sich um den Bei diesen ist am WeNachwuchs selber kümnigsten auszumachen. Sind mern muss. Sie könnten in sie heute tatsächlich so Zusammenarbeit mit den weit, dass sie selber den eiVerbänden die Informatik genen Kindern oder denen sichtbar machen, Schüvon Bekannten die Inforlerinnen und Schüler zu matik empfehlen würden? Besichtigungen, InformaOder reden sie eher über Preisträger 1. Swiss computer Science Challenges Award 2008 vlnr. Katharina Reinecke (1. Preis), tion und Schnupperlehre Unsicherheit in diesem Dr. Marco Pennacchiotti und Davide Picca (2. Preis), Dr. Luc Bläser (3. Preis) Foto: Alain Herzog einladen oder hin und Berufsfeld? wieder über erfolgreiche Ich persönlich komme Projekte berichten – nur um zum Schluss: Das Jahr der einige Vorschläge zu nennen. Und natürlich Lehrplätund die Anzahl neuer Informatikstudenten in diesem Informatik war eine geniale Idee. Es hat sehr vieles ze schaffen. Denn: Nur wer sät kann einmal ernten… Herbst. Die Jugend erkennt langsam wieder die Attbewirkt, hat aufgerüttelt, mobilisiert und viel Goodwill Wenn jährlich 5% der Informatiker/-innen infolge raktivität der Informatik. Entsprechend werden auch geschaffen. Rund 300‘000 Personen arbeiten in unterPension, Rückreise ins Ausland, Karriere oder Berufs- wieder mehr die Informatik als Berufsziel anstreben. schiedlichsten Branchen in der Informatik, sie eraraufgabe «verloren» gehen, ist nach Adam Riese für Das ist für uns alle sehr erfreulich. beiten wohl über 50 Mia CHF jährlich und erarbeiten mindestens 5% Nachwuchs zu sorgen. Mit anderen somit rund 18% des Bruttosozialprodukts. Wir merken Worten: Auf 20 Informatiker/-innen wäre eine jährSchulen langsam, dass die Informatik nicht für den Informaliche Lehrstelle nötig. Da gibt es noch viel zu tun, noch In Volksschulen und Gymnasien hat sich einiges betik-Betrieb da ist, sondern für Ihre Kunden und dass sind wir bei 1’600 Lehrlingen in einem Markt von über wegt, das bewies ein Workshop in Bern. Da ist vieles sie in jedem neuen Produkt und Prozess eine zentrale 200‘000 Informatiker/-innen, also bestenfalls bei rund im Tun, von den Pädagogischen Hochschulen bis zur Rolle eingenommen hat. Und damit schlechthin zur einem Sechstel der benötigten Lehrstellen! einzelnen Schule. Noch vermissen die Verantwortlizentralen Drehscheibe wurde. Es geht nicht mehr nur chen deutliche Signale eines starken Verbandes, der um die Frage, ob und wie sich der Markt bei fehlenden Veranstaltungen sagt, dass die Schulen nicht wegen des PersonalFachleuten hilft, sondern um die Frage, wie hoch der Eigentlich ist es phantastisch, wie viele Firmen, Vermangels Informatik in die Bildung integrieren sollen, Verlust einer Firma ist, wenn ein Produkt zu spät, nicht bände, Schulen usw. gute Ideen entwickelten und Ver- sondern weil jede und jeder tagtäglich mit Inforoder zu schlecht an den Markt kommt und die Firma anstaltungen durchführten. Da ist eine Kraft losgetrematik-getragenen, -betriebenen oder -gesteuerten dadurch Marktanteile verliert oder schlimmer noch ten worden, die sicher Auswirkungen haben wird. Es Produkten konfrontiert wird. Und jede und jeder vom Markt gefegt wird. gelang, der Bevölkerung zu zeigen, dass der Informaspäter Berufstätige muss in ihrem/seinem Beruf Es war nötig und gut, das Jahr der Informatik. tik-Standort Schweiz eine beachtliche Grösse erreicht mitdenken, neue Produkte mit Swiss Made Software Es heisst nun, die angefangene Arbeit auszubauen hat und viel zum wirtschaftlichen Wohl beiträgt. Wie und Hardware noch attraktiver zu machen, um damit und fortzusetzen und Nachhaltigkeit zu sichern und viel? Das wissen wir leider nach wie vor nicht. Dabei Marktanteile im internationalen Konkurrenzkampf zu Begonnenes deutlich zu intensivieren. Die anderen wäre gerade das für künftige Botschaften wichtig! sichern und Neue zu gewinnen. Das betrifft sämtliche Berufsverbände machen es uns vor: Es braucht hoch Neueste Schätzungen kommen auf 320‘000 Personen, Berufsfelder… also sind Grundlagenkenntnisse für qualifizierte Profis in der Verbandsarbeit, die für die im Berufsfeld Informatik arbeiten (inside-it.ch). alle von Nöten. Es braucht ein Mehrfaches an InforImage, Anerkennung, Bildung, Qualitätsförderung und Noch nicht gelungen ist es zu zeigen, dass «Swiss matik-Sachverständigen wie Informatikerinnen und für die politische Präsenz sorgen. Made Software» überall präsent ist. Gute Ansätze Informatiker selber. sind vorhanden, doch bis zum Umbruch fehlt noch Heute sagen wir leider zu allem «Informatik», ob Alfred Breu, Fachgruppe Lehr- und einiges… Tastaturschreiben, Word bedienen, Fotobearbeitungs- Praktikumsbetriebe

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Informatica08: Drei Fragen an die Präsidenten Stefan Arn, Präsident ICTswitzerland Wie beurteilen Sie den Erfolg des Jahres der Informatik 2008? Die zentralen Ziele der informatica08 waren klar die Erhöhung der Aufmerksamkeit für den Berufsstand, die Branche wie auch auf die abnehmenden Nachwuchszahlen in allen Ausbildungsstufen hinzuweisen. Aus der heutigen Sicht darf man glaube ich sagen, dass die öffentliche Aufmerksamkeit an den zwei Kernthemen, Berufsstand/Branche und Nachwuchsthematik, signifikant gestiegen ist. Der erste Lichtschimmer am Horizont (erstmals gestiegene Zahl Studienanfänger an den Hochschulen) stimmt optimistisch, kann aber kaum schon auf die Aktivitäten der informatica08 zurückgeführt werden. Hingegen gibt es konkrete Resultate, die nachweislich auf die informatica08 zurückgehen, wie zum Beispiel die Schaffung neuer Lehrplätze im Raume Zürich. Ich denke, dass die Ziele der informatica08 als Themenjahr erreicht werden konnten, aber eine Nachhaltigkeit nun in den Folgejahren mittels geeigneter Massnahmen und der Weiterführung von Schlüsselkonzepten zu erbringen und zu beweisen ist. Was sind die nächsten Schritte, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen? Die längerfristige Auswirkung ist durch die Weiterführung von Schlüsselkonzepten, wie dem IT-Summit oder dem Tag der Informatik zu beweisen. Die Beweisführung lässt sich dann in den Studien- und Ausbildungszahlen finden. Die Defizite in Bezug auf die öffentliche Aufmerksamkeit schienen sich kurzfristig behoben zu haben. Ausstehend ist nun der Nachhaltigkeitsbeweis, der in den nächsten vier, fünf Jahren erbracht werden muss. Was war ihr persönliches Highlight im Jahr der Informatik 2008? Der IT-Summit war für mich ein Highlight in dieser Beziehung, dass eine wirklich grosse Menge von Exponenten aus Bildung, Politik und Wirtschaft dem Startevent die Ehre erwiesen haben und eine sehr gute Presseabdeckung erreicht werden konnte. Dies war ein sehr motivierender Startschuss. Der Tag der Informatik im Sommer war dann auch vom Aufwand her der zentrale Event und ich habe mich dabei vor allem über den grossen Zuspruch aus den Schulen gefreut. So konnten wir eine grosse Menge von Schülern ansprechen, was einem der Hauptziele der informatica08 entspricht. Wir konnten zeigen, dass moderne IT zum Anfassen und lebensnahe ist. Das war für mich wirklich ein schönes Erlebnis. Die wirklich grosse Anzahl Teilnehmer am Schlussevent an der EPFL im November war zum Schluss der informatica08 das Sahnehäubchen.

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André Golliez, SI Schweizer Informatiker Wie beurteilen Sie den Erfolg des Jahres der Informatik 2008? Das Projekt wurde ausschliesslich durch Sponsoren finanziert und ohne jede staatliche Unterstützung durchgeführt. Unter diesen Rahmenbedingungen war die informatica08 ein durchschlagender Erfolg und hat ihre Ziele weitgehend erreicht oder sogar übertroffen. Die zahlenmässige Bilanz mit über 800 Artikeln und Sendungen in ca. 250 Medien, mit über 200 Veranstaltungen und mehr als 25‘000 Besuchern sowie gegen 100‘000 Unique Visitors auf der informatica08-Homepage spricht für sich. Dennoch ist die informatica08 erst der Anfang zu einer längerfristigen Kampagne für das Image und den Nachwuchs des Informatik-Standortes Schweiz. Die nachhaltige Wirkung der informatica08 wird sich erst in einigen Jahren zeigen. Was sind die nächsten Schritte, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen? Die informatica08 hat gezeigt, welche Wirkung die ICT-Verbände und Firmen in der Schweiz erzielen können, wenn sie ihre Kräfte für gemeinsame Aktivitäten bündeln und mit einer klaren Botschaft an die Öffentlichkeit treten. An dieser äusserst positiven Erfahrung kann man anknüpfen. Einerseits durch eine Fortsetzung der Image- und Nachwuchskampagne mit Aktivitäten in den Schulen, wie z.B. die Roadshow FIT der Hasler Stiftung, mit publikumswirksamen Veranstaltungen sowie gezielten Medienaktivitäten. Andererseits ist der bevorstehende Zusammenschluss der ICT-Professionals, -Firmen und -Organisationen in einem gemeinsamen Verband eine zwingende Voraussetzung für die Nachhaltigkeit aller Aktivitäten für den Informatikstandort Schweiz. Was war ihr persönliches Highlight im Jahr der Informatik 2008? Das absolute Highlight des JdI08 war für mich Tag der Informatik am 29. August in und um den Zürcher Technopark. Zusammen mit über 50 Firmen und Organisationen ist es gelungen, gegen 10‘000 vorwiegend jugendliche Besucher einen Tag lang für die Informatik zu begeistern. Der Besucherandrang und die positive Stimmung waren für alle Beteiligten überwältigend. Das war das erste Informatik-Festival der Schweiz und ich hoffe, dass viele weitere folgen werden.

Thomas Flatt, SwissICT Wie beurteilen Sie den Erfolg des Jahres der Informatik 2008? Für mich war das Jahr der Informatik in jedem Fall ein Erfolg. Zum ersten Mal hat die Branche gemeinsam ein gesamtschweizerisches Projekt geplant, organisiert und durchgeführt. Dies hat zu einem Wir-Gefühl unter Informatikern geführt und hat die Grundlage gelegt, um eine gemeinsame Identität zu schaffen. Die Unterstützung, welche wir dabei aus Industrie und Politik erhalten haben, zeigt mir, dass unser Berufsstand und unsere Branche als wichtiger Wirtschaftsfaktor erkannt und ernst genommen werden. Messen werden wir den Erfolg dieser Aktivitäten aber erst in den kommenden Jahren und er wird sich auch dann nur einstellen, wenn wir weiterhin mit viel Elan an der Entwicklung und Kommunikation einer gemeinsamen Identität des doch sehr heterogenen Berufsstandes Informatik weiterarbeiten. Was sind die nächsten Schritte, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen? Im Zentrum stand die Nachwuchsförderung. Diese muss weiterhin eines der zentralen Themen sein und mit kommunikativen Massnahmen gestützt werden. Ganz wichtig ist es nun, da unser Alltag von Rezessionsängsten überschattet ist, nicht in Wehklagen zu verfallen und Ängste zu schüren. Im Gegenteil! Wir müssen aufzeigen, dass die Informatik letztlich ein relativ krisensicheres Geschäft ist und damit auch in schwierigen Zeiten mittel- und langfristige Perspektiven bietet. Budgets werden in den nächsten Monaten und vielleicht auch Jahren knapper werden. Dies bedeutet umso mehr, dass eine Bündelung der Kräfte, wie wir sie unter anderem mit der Fusion der grossen IT Verbände anstreben, richtig und notwendig ist. Ich appelliere aber auch an die Unternehmen, weitere Projekte mit langfristigem Charakter zu unterstützen. Was war ihr persönliches Highlight im Jahr der Informatik 2008? Ein konkretes Highlight zu nennen fällt mir schwer. Natürlich haben die Eröffnung mit grosser politischer Präsenz oder der fast schon als Grossanlass zu bezeichnende Tag der Informatik das Jahr geprägt. Aber auch die Verleihung des Swiss ICT Awards oder die drei Tage in Brunnen waren Highlights. Es ist aber die Summe der Aktivitäten und Veranstaltungen die unter einem gemeinsamen Moto liefen, welche dem Jahr letztlich ein Gesicht gegeben haben. Und dies nicht nur in der Deutschschweiz sondern in der ganzen Schweiz. Und dies ist für mich das eigentliche Highlight.

SwissICT Magazin 08. Dezember • 22/2008


Schweizerischer Verband der Informations- und Kommunikationstechnologie

Dynamic Services bringen Flexibilität zurück Die für Flexibilität und Dynamik moderner Geschäftsprozesse erforderlichen ICTInfrastrukturen müssen heute immer bessere Qualität zu immer niedrigeren Kosten bereitstellen. Dieser Widerspruch lässt sich dank so genannter «Dynamic Services» auflösen. Die IT-Abteilungen gewinnen so den notwendigen Raum, im Unternehmen beratend und unterstützend tätig zu werden. Jürgen Kappenberger

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ynamic Services» reichen von einem umfangreichen Angebot von SAP-Solutions über Messaging- und Archiving-Anwendungen bis hin zu Mainframe Services, wie sie beispielsweise die Mobiliar nutzt. Dynamische Services machen IT-Kosten variabler und transparenter. Die Kosten werden skalierbar, womit sich die Chance auf eine Senkung der IT-Aufwendungen eröffnet. In vielen, gerade in den erfolgreichen Unternehmen kann die ICT mit dem Tempo und der Agilität des Kerngeschäfts oft nicht mithalten und ihre Aufgabe nicht wahrnehmen, die Geschäftsprozesse durch moderne Informations- und Kommunikationstechnologie zu unterstützen: Die ICT wird zum Flaschenhals, die sich auf die Elektrifizierung des Ist-Zustandes beschränkt (oder mangels Ressourcen beschränken muss). Innovationskraft und Dynamik sind innerhalb starrer ICT-Infrastrukturen erschwert. Um Geschäftsmodelle und -prozesse wirtschaftlich wirkungsvoll abzubilden und zu unterstützen, sind ICT-Leistungen notwendig, die der Dynamik von Geschäftsprozessen folgen. Dynamic Services sind wie einzelne Services abrufbar und auch so abzurechnen. Sie erfüllen die Anforderungen und verhelfen zu der geforderten Kosteneffizienz. Die ICT-Aufgaben eines Unternehmens können sich auf das Management der benötigten Services beschränken, statt sie selbst erzeugen und vorhalten zu müssen. Insbesondere entfallen die Investitionen in Leer- und Reservekapazitäten und die laufenden Kosten für deren Vorhaltung. Zudem entfällt bei der Nutzung von Dynamic Services die Bindung von Kapital, da sie nach Bedarf bezogen werden und somit keine Vorabinvestitionen notwendig sind. Eine Anpassung der bezogenen Services ist in beiden Richtungen möglich ist. So erschliessen sich für Unternehmen neue Möglichkeiten, die zuvor entweder auf Grund zu hoher Investitions- und Migrationskosten oder mangelnder Flexibilität und Einsatzmöglichkeit der vorhandenen IT-Landschaft nicht möglich waren.

SAP-Kosten reduzieren In der Praxis sind es gerade SAP-Umgebungen, in denen erhebliche Ressourcen vorgehalten werden (müssen), um Last-

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spitzen abzufangen. Meist werden dabei feste IT-Kapazitäten aufgebaut, die nur schwer wieder reduziert werden können, aber ständig Kosten verursachen: Je mehr Komponenten betreut werden, desto mehr finanzielle und personelle Ressourcen bindet der Betrieb der SAP-Landschaft. Die Lösung sind die «Dynamic Services for SAP Solutions», mit dem sich SAPServices flexibel und ressourcenunabhängig betreiben sowie an den Geschäftsverlauf anpassen lassen: von der Hardware bis zur SAP-Anwendungsbetreuung. Der Nutzen für Unternehmen entsteht unter anderem durch standardisierte und automatisierte SAP-Services, die über internationale Delivery-Modelle als virtuelle Applikationsserver dynamisch zur Verfügung gestellt werden können. Dabei werden jedem Anwenderunternehmen eigene, strikt voneinander getrennte, virtuelle LANs zur Verfügung gestellt. Braucht eine laufende Anwendung mehr Kapazität, schaltet das System innerhalb eines vereinbarten Rahmens automatisch weitere Server zu. Und bei «Business as usual» werden die Kapazitäten ganz einfach wieder heruntergefahren. Ein Anpassen des Leistungsrahmens ist binnen 24 Stunden möglich. Die Toolumgebung unterstützt zudem sichere Infrastrukturen und serviceorientierte Architekturen. Und auch ITIL-konforme Verfahren zur Prozessintegration sind ein wesentlicher Bestandteil der Dynamic Services for SAP Solutions.

Jürgen Kappenberger

Kapazitäten bedarfsgerecht verteilen Technisch werden die Dynamic Services durch den Adaptive Computing Controller unterstützt. Dieser stellt eine Steuerzentrale für die flexible Zuordnung von Rechenkapazitäten bereit, womit alle Aufgaben jederzeit auf einem beliebigen Server ausgeführt werden können. Er umfasst die vier Bausteine der ICT-Landschaft: Computing, Netzwerk, Datenspeicher und Steuerung und dient dem Erweitern und Reduzieren von Rechenkapazitäten mit unterschiedlichen Betriebssystemen und Servern. Im Falle von Server-Störungen werden die betroffenen SAP-Services auf andere Server verlagert. Bei bestimmten Betriebssystemen ist dies ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs möglich. Komplizierte und kostenaufwändige Clusterlösungen sind nicht erforderlich.

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Viele Unternehmen nutzen Dynamic Services for SAP Solutions beispielsweise, um Kapazitäten zwischen Produktions-, Entwicklungs- und Schulungssystemen optimal und bedarfsgerecht zu verteilen. Auch Kapazitätsanpassungen zwischen den einzelnen SAP-Anwendungen lassen sich so realisieren. In der Schweiz setzen beispielsweise Dnata Switzerland, Jet Aviation, IGS, Kuoni, die Graubündner Kantonalbank und Rätia Energie auf die dynamischen SAP-Services von T-Systems.

den Bereichen Facility Management und Energie-Management, ist einer der ersten Nutzer der Archivierungsservices. T-Systems scannt für Axima Rechnungen, erzeugt Buchungssätze und integriert diese in den SAP-Prozess. Dabei bezahlt Axima nach dem Pay-per-use-Modell nur die tatsächlich erfolgten Transaktionen. «Pay per Use bringt uns eine langfristige Entkopplung von der technischen Marktentwicklung. Für den jeweils neuesten Stand der Technik hat der Dienstleister zu sorgen», bringt es Peter Bickel, Leiter IT bei Axima Deutschland, auf den Punkt. Fazit: In Zeiten der immer schneller fortschreitenden Globalisierung und Marktkonsolidierungen entstehen auch neue Herausforderungen, Regularien und andere Rahmenbedingungen. Diese werden es für viele Unternehmen notwendig machen, auf flexiblere ICT-Services von Drittanbietern auszuweichen. Betriebsmodelle wie Dynamic Services erreichen eine Reduktion der Gesamtkomplexität und erhöhen Transparenz und Servicequalität. Jürgen Kappenberger, General Manager ICT-Operations, T-Systems Schweiz. Mitglied der Geschäftsleitung der T-Systems Schweiz und Mitglied des internationalen Führungskreis ICT-Operations bei T-Systems. jürgen.kappenberger@t-systems.ch

Messaging-Systeme dynamisieren Ein anderes Anwendungsgebiet sind Messaging-Lösungen, die heute aus Unternehmen nicht mehr wegzudenken sind. Sie bilden das Rückgrat der Kommunikation und unterstützen Geschäftsprozesse, die zum Kerngeschäft der Unternehmen gehören. Ein Ausfall der Systeme kann daher zu enormen wirtschaftlichen Schäden führen. Ein 7x24-Stunden-Betrieb, das Einbinden von mobilen Nutzern sowie Revisionssicherheit sind wichtige Anforderungen, die es zuverlässig umzusetzen gilt. Dynamic Services erlauben dem Unternehmen, auch beim Messaging Kapazitätsanpassungen über Nacht vorzunehmen. Es ist dabei zweitrangig, welches Messaging-System aktuell eingesetzt wird und welches die Wahl für die Zukunft ist. Ob Lotus Domino oder Microsoft Exchange, neben dem klassischen Messaging können auch andere Services integriert werden. So zum Beispiel Lotus-Domino-Applikationen oder auch mobile Benutzer und Groupware-Tools. Sicherheitskomponenten wie Firewall, Anti-Virus oder Anti-Spam sind in diesem Modell genauso selbstverständlich wie die Bezahlung nach Nutzung.

Verbrauchsabhängige Abrechnung Archivierungsservices sind ebenfalls Bestandteil der «Dynamic Services». Die Einsatzgebiete erstrecken sich von der Archivierung aus Standardprodukten wie SAP oder Microsoft Exchange bis hin zur Archivierung von (Office-)Dokumenten, Projektakten und CAD-Zeichnungen sowie deren Verwaltung in einem Dokumentenmanagementsystem. Auch hier erfolgt die Abrechnung verbrauchsabhängig in Abhängigkeit vom jeweils genutzten Archivspeicher oder zum Beispiel der aktuell archivierten Dokumente. Axima, ein internationaler Anbieter von Gebäudetechnik, Anlagen- und Prozesstechnik sowie von Dienstleistungen in

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Mehrwerte von Dynamic Services Der flexible und skalierbare Einsatz von Dynamic Services bietet folgende Mehrwerte: − Reduzierung der Administrations- und Betriebskosten sowie der Total Cost of Ownership (Gesamtbetriebskosten) für ICT-Leistungen durch Virtualisierung der Infrastruktur und Service-Level-Agreements aus einer Hand − Harmonisierung und Vereinfachung der Kostenstruktur in der Verwaltung der ICT-Landschaft − Schnelle Reaktion auf dynamisch veränderliche unternehmerische Anforderungen, ohne übermässige Investitionen in Rechenkapazitäten und Zeitverlust − Aufrechterhaltung eines umfangreichen und qualitativ hohen Services bei geringerem Kostenaufwand − Kurze Bereitstellungszeiten, zum Beispiel bei SAPAnwendungen und -Services, durch Automatisierung, Standardisierung und Virtualisierung − Kosten- und zeitintensiver Aufbau von Spezialwissen entfällt, beispielsweise für den Betrieb eines SAP-Systems − Konzentration der Anwender auf ihre Kern-Geschäftsprozesse − Entlastung der eigenen ICT-Organisation − Höhere Qualität der Services im Vergleich zum Eigenbetrieb − Dienstleistungen auf dem neuesten Stand der Technik durch Technologiekompetenz des Dynamic Services Partners − Attraktives Preis-Leistungsverhältnis durch die Nutzung der Synergien

SwissICT Magazin 08. Dezember • 22/2008


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Höhere Berufsbildung – eine noch unentdeckte Perle! In der Schweiz erwerben jährlich mehr als 30‘000 Personen einen der 350 Abschlüsse der Höheren Berufsbildung. Dennoch fristet die Höhere Berufsbildung in der Öffentlichkeit eher ein Mauerblümchen-Dasein. Dabei ist sie die eigentliche Perle des dualen Berufsbildungssystems. Josef Widmer Die höhere Berufsbildung umfasst die so genannten Berufsprüfungen, die Höheren Fachprüfungen (Meisterprüfungen) sowie die Höheren Fachschulen. Wenn man die wichtigsten Merkmale der Höheren Berufsbildung zur treffenden Charakterisierung heranzieht, fallen die folgenden fünf sofort ins Auge:

• hoher Praxisbezug Kaum eine Ausbildung ist derart praxisorientiert und arbeitsmarknah wie die Bildungsgänge der Höheren Berufsbildung. Ein hoher Anteil (nebenamtlicher) Lehrkräfte sind Praktiker/innen, die ihr Wissen und ihre Erfahrung an die Lernenden weitergeben. Nur Länder mit einem starken dualen System verfügen auch über eine ausgebaute Höhere Berufsbildung. In erster Linie sind es die deutschsprachigen Länder Deutschland, Österreich und Schweiz.

der Arbeitswelt (Berufsverbänden), die damit ihren Fach- und Führungsnachwuchs ausbilden. Es sind denn auch diese Organisationen, welche die inhaltlichen Anforderungen an die Abschlüsse festlegen.

• bescheidene öffentliche Finanzierung Seit dem 1. Januar 2008 erfolgen die Finanzbeiträge mit Kopfpauschalen, die gemäss der interkantonalen Fachschulvereinbarung von den Kantonen ausgerichtet werden. Im Vergleich zur Tertiärstufe A (Universitäten, Technische Hochschulen, Fach- und pädagogische Hochschulen sind die Beiträge der öffentlichen Hand an die Höhere Berufsbildung jedoch bescheiden. Dadurch hat ein Absolvent, der das gesamt höhere

• ausgeprägte Kompetenzorientierung Entscheidend für das Bestehen einer Berufsprüfung oder einer Höheren Fachprüfung ist allein, dass die Kandidierenden über die verlangten Kompetenzen verfügen. Der Besuch eines vorbereitenden Kurses ist nicht zwingend, dennoch tun es rund 90 Prozent der Absolvierenden.

• private Trägerschaft Die höhere Berufsbildung wird meistens von Privaten getragen, sehr häufig von Organisationen

Bildungsmöglichkeiten im Bereich höhere Berufsbildung

Berufsbildungssystem durchläuft, Kosten von bis zu 90‘000 Franken selber zu tragen.

• hohe Bedeutung für die KMU Für die KMU (Klein- und Mittelbetriebe) in der Schweiz hat die Höhere Berufsbildung eine grosse Bedeutung. Das vielfältige Angebot entspricht den organisch gewachsenen Bedürfnissen der Wirtschaft und trägt dazu bei, den sich sich in den nächsten Jahren abzeichnenden Fachkräftemangel zu vermindern.

Berufliche und akademische Bildung sind gleichwertig Seit 2006 ist die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung in der schweizerischen Bundesverfassung verankert. Dennoch fristet die Höhere Berufsbildung in der Öffentlichkeit eher ein Mauerblümchen-Dasein. Wer in unserer Bildungslandschaft heutzutage von der Tertiärstufe spricht, meint meistens die Fachhochschulen und die Universitäten (Tertiär A). Dass es neben dieser Stufe auch eine Stufe Tertiär B gibt, wird häufig ausgeblendet. Dabei ist die Höhere Berufsbildung für Absolvierende einer Berufslehre sozusagen die logische Fortsetzung des dualen Bildungswegs. Kein Aschenputtel, sondern die eigentliche Perle des dualen Berufsbildungssystems! Josef Widmer ist Präsident der SBBK – Schweizerische BerufsbildungsämterKonferenz und und leitet als Amtschef die Dienststelle Berufs- und Weiterbildung des Kantons Luzern.

Verbandsmagazin von SwissICT Impressum Herausgeber, Redaktion: SwissICT Schweizerischer Verband der Informations- und Kommunika­tionstechnologie • Redaktionskommission: Roland Schubert, Katrin Künzi, Alfred Breu und Michael Busch • Adresse: Vulkanstr. 120, 8048 Zürich, Tel. 043 336 40 20, Fax 043 336 40 22, info@swissict.ch, www.swissict.ch • Mitgliedschaft: Kombimitgliedschaft Fr. 90.–/Jahr, Einzelmitgliedschaft Fr. 150.–/Jahr (Studenten, Lehrlinge Fr. 25.–), Firmenmitgliedschaft abFr. 250.–/Jahr (bis 5 Mitarbeitende) • Erscheinungsweise: 11x pro Jahr in InfoWeek.ch • Copyright: © SwissICT, Zürich

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Kommunikation

know-how & praxis

Optimaler globaler Datenverkehr mit Branch Office Box Eine Branch Office Box kombiniert die Vorteile dezentraler Security-Lösungen mit Traffic Intelligence und der Optimierung von Wide Area Networks. Vo n K l a u s G h e r i

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In Kürze · Der Datenverkehr in einem zentralisierten WAN ist enorm und erschwert die Arbeit von Aussenstellen. · Bislang sorgten WOC und ADC für Abhilfe, nun kommt BOB. · Branch Office Boxes ermöglichen sowohl die Zentralisierung als auch die Anbindung der Filialen.

Quelle: Phion

rungen von mehreren Minuten bei einer einfachen Drag-&-Drop-Operation führen. Was die Problematik zusätzlich verschärft, ist der allgemeine Trend zu immer grösseren Dateien mit aufwendigen Inhalten und leider oft auch nachlässiger Applikationsprogrammierung, bei der immer weniger Wert auf Kommunikationseffizienz gelegt wird.

in CIO hat’s nicht leicht derzeit: Zwei lich Zentralisierung als auch Anbindung der aktuelle, gegenläufige Trends stellen Filialen, erfüllt werden — und das alles bei ihn und sein Unternehmen vor neue möglichst einfacher Fernverwaltung. Herausforderungen. Auf der einen Seite geht der Trend zu einer Konsolidierung von Performance-Einbussen durch Serversystemen in zentralisierten Rechenzen- Zentralisierung tren. Sei es wegen der verstärkten Regulie- Um auf die benötigten Applikationen zuzugreirungsanforderungen (Basel II, SOX), Backup- fen, wurden die meisten Protokolle so konziKonzepten oder der Minimierung von Kosten piert, dass sie bestens in einem LAN mit minibeim IT-Personal und der Hardware in den maler Latenz und grosser Bandbreite funktioFilialen. Anderseits sollen die Unternehmens- nieren. Sind Client und Server aber via WAN filialen in aller Welt nahtlos in Kommunika­ verbunden, steigt die Latenz nicht selten um tions- und Applikationsprozesse eingebunden den Faktor 10 bis 100 und die Bandbreite verwerden, um so Effizienz- und Produktivitäts- ringert sich oftmals in gleichem Masse. Besonsteigerungen zu erreichen. ders langsam sind in diesem Umfeld zudem In einem zentralisierten Wide Area Network dateibasierte Zugriffe, da die verwendeten (WAN) nimmt der Datenverkehr aber schnell Protokolle (z.B. CIFS oder NFS) viele hundert solche Ausmasse an, dass ein sinnvolles Ar- oder sogar tausend Roundtrips für einen einbeiten für die Aussenstellen nicht mehr mög- zigen Vorgang benötigen. In einem LAN spielt lich ist. Um die Situation in den Griff zu be- dies keine grosse Rolle, in einem WAN kann kommen, wurden bisher vor allem sogenannte dies jedoch unter Umständen zu Verzöge«WAN Optimization Controller» (WOC) und «Application BOB mit phion: Performance-Diagramm Delivery Controller» (ADC) eingesetzt. Mit der Branch Office (kbit) Box (BOB), die seit kurzem von verschiedenen Herstellern an374 BOB 3.6 (Stream compression) geboten wird, ist eine Lösung BOB 3.4 (Packet compression) verfügbar, die die bisherigen Plain WOCs und ADCs ablösen soll. 262 Der Begriff «Branch-Office-ina-Box» (also etwa: «Zweigstellenbüro-in-einer-Schach135 sec tel») stammt ursprünglich vom Marktforschungsunternehmen 305 sec Gartner. Die Idee an sich ist simpel: Auf möglichst einfache 64 485 sec Art und Weise sollen die zunächst divergierend erschei20 100 200 300 400 nenden Anforderungen, näm-

(sec) 500

Verschlüsselung hebelt Kompression durch WOCs aus

Application Delivery Controller (ADC) können die ResponseZeiten für bidirektionalen Datenverkehr um den Faktor zwei bis zehn für alle lokalen und Remote-Clients verbessern. WAN Optimization Controller (WOC) reduzieren die LatenzEffekte und Bandbreiten-Beschränkungen durch Caching, Kompression der Datenströme, Quality-of-Service und Wide


know-how & praxis

Traffic Intelligence ist Teil der BOB

Neben den grundlegenden Netzwerk- und Sicherheitsfunktionalitäten sollte eine BOB ausserdem eine sogenannte Traffic Intelligence bieten, um ihr Potential auch voll ausspielen zu können. Unter Traffic Intelligence wird die Fähigkeit verstanden, den gesamten IP-Verkehr auf dem gesamten Netzwerk zu sehen und zu verstehen, von der tiefsten Ebene bis zum Applikationsniveau. Dabei sollten nicht nur alle Abnormalitäten zuverlässig festgestellt werden, sondern ein Traffic Intelligence System sollte dem Administrator auch Handlungsvorschläge, respektive -optionen anbieten können, die sich auf einfache Art und Weise durchführen lassen. Eine falsche Konfiguration beim Provider, ein Stromausfall oder das Durchtrennen von Leitungen bei Bauarbeiten können die Kommunikation mit den Aussenstellen vollkommen zum Erliegen bringen. Die meisten Systemadministratoren kennen dieses Problem nur zur Genüge. Deshalb muss eine BOB auf solche Situationen entsprechend reagieren können. Kein Unternehmen ist vor solch unvorhersehbaren und nicht zu beeinflussenden Vorfällen geschützt — auch nicht in hochentwickelten Industrienationen. Sogar im Grossraum Tokio gehören

beispielsweise gewöhnliche Krähen zu den grössten Gefahren für den reibungslosen Datenverkehr, da diese Vögel die Ummantelung oberirdisch verlegter Glasfaserkabel zum Nestbau verwenden. Hier hilft natürlich weder die beste Datenkompression noch eine perfekte Security-Lösung — bei solchen und weniger skurrilen, ähnlichen Fällen hilft nur die intelligente Nutzung alternativer Anbindungen weiter. Daher spielen für die BOB weiterentwickelte Multi-Provider- und Multi-Link-Funktionen eine wichtige, übergeordnete Rolle. Im Falle eines Leitungsausfalls muss sichergestellt sein, dass die Störung selbständig erkannt und ein transparentes Failover auf alternative Anbindungen (Frame Relay, DSL, ISDN, Standleitungen, Satelliten-Uplink, Dial-up oder sogar UMTS) durchgeführt wird. Besonders beim Einsatz in infrastrukturschwachen

und Traffic Intelligence noch nicht überzeugend geregelt. Damit bleibt vielen Unternehmen nur die Implementierung zusätzlicher ITLösungen in den Filialen. Doch Rollout, Integration und Wartung der verschiedenen Geräte bedrohen die angestrebten Einsparpotentiale.

Globale Filialen mit geringen Ressourcen vernetzen

Anbieter sehen demgegenüber eine Lösung in dem Konzept der BOB als Security-Gateway plus WAN-Optimierung plus Traffic Intelligence. Die Konvergenz dieser zentralen Technologien in einer einzigen Filial-Box ermöglicht eine radikale Reduktion der Aufwände für Rollout und Implementierung sowie eine Maximierung der Produktivität von Filialanbindungen. Die BOB ist als Lösungsstrategie für alle Unternehmen interessant, die geografisch

Kommunikation

Area File Services. Allerdings adressieren ADCs und WOCs damit nur einen Teil des Problems: Bestehende Architekturen von Geschäftsstellennetzen basieren darauf, dass bestimmte Dienste (z.B. DNS, DHCP und Printing) von lokalen Servern in den Zweigstellen bereitgestellt werden. In einer zentralisierten Umgebung sind diese aber nicht mehr vor Ort verfügbar. Die von WOCs eingesetzten Kompressionsmechanismen basieren zudem auf der Verwendung unverschlüsselter Daten. Viele Unternehmen setzen jedoch zum Selbstschutz oder zur Einhaltung rechtlicher Bestimmungen auf die End-to-End-Verschlüsselung interner und externer Verbindungen, wodurch die WAN-Optimierung ausgehebelt wird. Deshalb ist es ein grosser Vorteil, dass BOBs in den Daten-Verschlüsselungsprozess eingebunden werden, sodass die WAN-Optimierung auch bei verschlüsseltem VPN-Verkehr ermöglicht wird. BOB unterstützt eine Reihe von WAN- und Security-Aufgaben und kann anstelle von jeweils vier oder fünf anderen Boxen dafür eingesetzt werden. Ersetzen lassen sich so etwa ein WAN-Router, ein Ethernet-Switch, eine IPTelefoniezentrale (PBX), eine Firewall und andere Gerätschaften. Speziell an Stellen, wo kein dezidiertes IT-Personal vor Ort zur Verfügung steht, ist diese noch relativ neue Technologie quasi unabdingbar.

Traffic Intelligence mit MPLS, Internet und UMTS Tunnel Site A

Bulk

Internet 50% BW

Bulk

Tunnel Site B

Quality

VPN

Mail 50% BW VPN

Quality

Routing

Internet 10% BW Mail 20% BW

Routing

ERP 70% BW Fallback

Internet 5% Mail 15% BW

Fallback

ERP 80% BW

Quelle: Phion

Regionen stellen sich zusätzliche Anforderungen, beispielsweise die automatische Rückschaltung (Fallback) auf die Primäranbindung, sobald diese wieder verfügbar ist. Flat­ rates für ISDN-Nutzung sind in den meisten aussereuropäischen Regionen nicht üblich, ein versäumtes Fallback verursacht somit schnell Kosten von 20’000 bis 30’000 Franken pro Standort.

verteilte Filialen mit geringem Ressourcenaufwand zuverlässig vernetzen und schützen wollen. Eine BOB ermöglicht auf sichere und ökonomische Weise die Effizienzeffekte, die sich aus einer Kombination von Server-Konsolidierung und gleichzeitiger Gewährleistung der Produktivität an entfernten Standorten ergeben, ohne dass dies mit Verlusten an anderer Stelle erkauft werden müsste.

Was muss eine BOB leisten?

D r. K l a u s G h e r i Phion AG.

In der Minimalversion besteht die BOB aus einem WOC mit Embedded Server, mit Diensten wie DNS, DHCP, Printing, Active Directory CacheUn und Enterprise Content Delivery Network (ECDN)-Funktionen (für die Verteilung von Patches). Dieser Ansatz wird von einer Vielzahl grosser Anbieter unterstützt. Obwohl so in manchen Fällen bereits eine Qualitätssteigerung der Filialanbindung erzielt werden kann, sind so die zentralen Bereiche Sicherheit

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CTO

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Mitgründer

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Entwicklung & Plattformen

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J2EE-Umgebung samt Ökosystem Suns J2EE-Applikationsserver Glassfish ist nicht nur Referenzimplementation des aktuellen J2EE-Standards, sondern auch eine leistungsfähige Plattform für den Alltag.

In Kürze · Suns Glassfish ist die Referenzimplementierung des J2EE-5Standards. Unterstützung für J2EE 6, Groovy und Ruby ist in Vorbereitung. · Glassfish ist leistungsfähig, komfortabel zu bedienen und mit seinem Ökosystem (Netbeans, MySQL) eine ernsthafte Alternative zu JBoss oder Tomcat.

Vo n A l e x a n d e r S c h a t t e n

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ie J2EE-Umgebung dient zur Entwicklung verteilter Geschäftsanwendungen. Ein J2EE-Applikationsserver stellt dabei die Laufzeitumgebung für Softwarekomponenten (dies umfasst Lifecycle Management und Deployment) sowie verschiedene Services (Transaktionen, Security, Namens- und Verzeichnisdienste, PersistenzMechanismen) zur Verfügung. Weiter wird ein Web-Container angeboten, der Unterstützung für Servlets und Java Server Faces bietet. Das Komponentenframework ist explizit auf ver­ teil­te Komponenten ausgelegt und bietet entsprechende Remoting-Methoden und Schnittstellen zu Messaging Middleware (JMS) sowie Webservices an. Das Management von Komponenten erfolgt über die standardisierte Java Management Extension. Ein grosser Vorteil der Jave 2 Enterprise Edition gegenüber beispielsweise .Net von Microsoft ist die Tatsache, dass J2EE ein offener Standard ist, der von vielen verschiedenen Anbietern, Open Source wie proprietär, implementiert wird. Dadurch ist auch eine Austauschbarkeit des Middleware-Anbieters leichter möglich: Es gibt tatsächlich eine grosse Anzahl an J2EE-Applika­ tionsservern, darunter einige bekannte proprietäre Varianten wie Websphere von IBM oder Weblogic von Bea beziehungsweise Oracle. Im Open-Source-Umfeld sind vor allem JBoss sowie das Glassfish-Projekt (Sun) und Geronimo (Apache) zu nennen. In den ersten Versionen hatte die J2EE-Umgebung (jedenfalls bei den meisten Programmierern) aber keinen sehr guten Ruf. Anwendungen, die mit früheren Versionen entwickelt wurden, enthielten ein hohes Mass an Konfigurations-Code, das Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten sowie die Architektur waren oft sehr schwierig zu verstehen. Die Einarbeitungszeit in die Plattform stand folg-

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lich oft in keinem guten Verhältnis zum Nutzen der Plattform. Andere leichtgewichtige Komponententechnologien wie das Spring-Framework hatten vor diesem Hintergrund daher ein vergleichsweise leichtes Spiel. Mit den neueren Versionen, vor allem J2EE 5, hat sich dies allerdings deutlich geändert. Die neue J2EEVersion wurde sehr gründlich überarbeitet und es wurde auf Kritik von Entwicklerseite reagiert: ➤  Statt komplexen Konfigurationsdateien kommen nun Java-Annotationen zum Einsatz.

Security, Logging oder Transaktionen, die viele Teile einer Anwendung betreffen, unabhängig von bestimmten Modulen zu entwickeln und wiederzuverwenden. ➤  JPA, also die Java Persistence API, wird unterstützt. Dank dieser Modifikationen ist die Verwendung von J2EE erheblich einfacher.

Glassfish-Applikationsserver

Im Open-Source-Umfeld dominierte bisher sicherlich die «Produktlinie» von JBoss, dies aber vielleicht nicht mehr ganz zu Recht: Denn mit Glassfish gibt es eine sehr leistungsfähige Alternative. Glassfish ist ein Die Glassfish-Projekt-Familie Applikationsserver, der von Sun initiiert und zum Grossteil auch implementiert MySQL wurde. Zunächst war Glassfish im weOpenSSO Glassfish sentlichen die Referenzimplementation Grizzly Scripting des J2EE-5-Standards, hat sich aber mittJavaDB Scripting lerweile auch zu einem sehr leistungsfähigen Produktionssystem entwickelt, bei OpenMQ Glassfish HK 2 dem man immer von der Unterstützung der aktuellen J2EE-Standards profitiert. OpenDS OpenPortal Shoal SailFin Glassfish kann in einem von zwei Lizenzmodellen verwendet werden: als OpenIDE Plugins Embedded NetBeans Source-Produkt unter der CDDL (Common Development and Distribution License) Quelle: InfoWeek sowie in einer kommerziellen Variante von Sun, die entsprechenden Support ➤  Parallel kommt das «Convention over Confi- beinhaltet. guration»-Paradigma zur Anwendung; also Die wesentlichen Persistenz-Komponenten die Idee, dass das System vernünftige Vorga- in Glassfish, die die Java Persistence API (JPA) ben macht, mit denen man schnell und leicht implementieren, werden in den Produktionsstarten kann und diese nur ändert, wenn es versionen durch das Toplink-Framework bewirklich erforderlich ist. Im Gegensatz dazu reitgestellt. Toplink war früher ein proprietäres standen umfangreiche Konfigurationen bei Produkt der Firma Oracle und wurde dann der früheren Versionen. Open-Source-Community um Glassfish zur ➤  Es wird Dependency Injection unterstützt Verfügung gestellt. – ein Pattern, das flexibles Lifecycle-Management, Wiederverwendbarkeit und Konfigura- Version 3.0 tion von Komponenten erlaubt. Erst kürzlich wurde eine neue Version von ➤  Dank Unterstützung Aspekt-orientierter Pro­ Glassfish angekündigt, von der eine «Pregrammierung wird es leichter, Funktionen wie lude»-Version bereits zum Download zur Ver-


➤ J2EE-Umgebungen haben vor allem munizieren häufig über Messaging Middlein grösseren Firmen häufig eine wesent- ware auf der Basis des Java-Messaging-Serlich höhere Akzeptanz als die Ruby/ vice-Standards. Ein Subprojekt von Glassfish Rails-Umgebung: Mit jRuby und Glass- ist der OpenMQ Message Broker, der als Konfish wird es möglich, Rails-Anwendun- kurrenzprodukt zu Apache ActiveMQ gesehen gen zu entwickeln und diese in einer werden kann (siehe InfoWeek 14/2007, auch J2EE-Umgebung zu betreiben. online). ➤ Häufig muss die Webanwendung mit SailFin ist ein relativ neues Subprojekt, das verschiedenen anderen Services inter- die Java-Spezifikation 116 (und teilweise 289) agieren, beispielsweise mit anderen unterstützt. Dabei handelt es sich um eine Java-Anwendungen. Da die Scripting- Implementierung von SIP Servlets, die von Umgebungen innerhalb des J2EE-Con- Ericsson eingeführt wurde. SIP ist das Session tainers laufen können, lassen sich bei- Initiation Protocol und wird hauptsächlich im spielsweise Ruby/Rails-Anwendungen VoIP-Bereich zum Herstellen von Kommunikaleicht in bestehende Java-Strukturen in- tions-Sessions verwendet. SailFin erleichtert tegrieren. es daher Entwicklern, SIP/VoIP Services in Java ➤ Die Script-Sprache kann die Skalie- zu schreiben und diese auch in die J2EE-Infrarungsmöglichkeiten von Glassfish nut- struktur zu integrieren. zen. Schliesslich sollte im engeren Umfeld von ➤ Ruby und Groovy können alle verfüg- Glassfish noch das Clustering-Framework baren Java-Bibliotheken verwenden. Shoal besprochen werden: Auch hier ist zu Version 3 von Glassfish verspricht wei- sagen, dass Shoal ein generisches Framework tere Vorteile wie Rapid Redeployment, ist, das nicht nur mit Glassfish verwendet wermit dessen Hilfe es möglich sein soll, den kann, aber dennoch gut auf Glassfish abden Status der Sessions während eines gestimmt ist. Shoal erlaubt das Definieren von Redeployments einer Anwendung zu logischen Gruppen, in die Server und Services Für die Administration stellt Glassfish ein behalten. über mehrere Maschinen hinweg gruppiert Webinterface zur Verfügung, das unter anderem Auch die Kompatibilität zu Tomcat werden können. Eine Glassfish-Instanz würde die JMS- und EJB-Konfiguration ermöglicht. soll verbessert werden; wohl, um auch Entwickfügung steht. Diese Version ist der erste Appli- lern aus dem Apache-Umfeld kationsserver, der Support für Java EE Version die Glassfish-Umgebung 6 anbietet. Die wesentliche architektonische schmackhaft zu machen. Zuletzt Neuerung ist die Tatsache, dass die neue Ver- soll in Version 3.0 neben Toplink «Chancen wahrnehmen bedeutet, gründlich sion auf Basis von OSGi implementiert wurde. auch die EclipseLink-JPA-Implezu analysieren und geschickt zu agieren.» OSGi ist ein Komponentenmodell, das sich zur mentation zur Verfügung steZeit sehr grosser Beliebtheit erfreut und stellt hen, die vermutlich als NachfolJulien Schreyer, Energy Trader unter anderem die Basis von Eclipse dar. OSGi ger von Toplink gesehen werden erleichtert es, verschiedene Module innerhalb kann. einer Laufzeitumgebung (wie einer Entwicklungsumgebung oder eines Applikationsser- Die Glassfish-«Familie» vers) zu laden und voneinander zu trennen Wie bei den meisten Applikaund dabei genau zu definieren, wie diese Mo- tionsservern ist auch Glassfish dule miteinander interagieren dürfen. kein «Standalone»-Produkt. Weiter wird eine verbesserte Unterstützung Neben den beschriebenen Kernfür die heute sehr beliebten Scripting-Umge- funktionen existieren eine Reihe bungen angeboten. Konkret werden jRuby und von (Open-Source-)Projekten, Groovy unterstützt. Bei Groovy handelt es sich die im Umfeld von Glassfish zu um eine Scriptsprache, die im Java-Umfeld nennen sind (siehe Grafik); teilsehr beliebt ist, weil sie im wesentlichen auf weise bieten sie Erweiterungen der Java-Syntax basiert und sich sehr gut in der Basisfunktionalität an, teilJava-Projekte integrieren lässt. Ruby und das weise handelt es sich um spedarauf basierende Rails Framework müssen zialisierte Bibliotheken oder Die Liberalisierung im Strommarkt setzt Impulse frei und eröffkaum näher vorgestellt werden. jRuby ist eine Produkte, die gut mit Glassfish net neue Chancen. Wir verstehen sie als Aufforderung, uns dynamisch weiterzuentwickeln. Dazu sind wir auf engagierte Implementierung der Scriptsprache Ruby, die zusammenarbeiten. Mitarbeitende angewiesen wie beispielsweise Julien Schreyer. in einer Java Virtual Machine läuft. Das bedeuIm engeren Umfeld findet Als Energy Trader agiert er geschickt bei neuen Herausfordetet, dass man Ruby-Scripts sowie ganze Rails- man Grizzly (Unterstützung der rungen – und trägt so zur Unternehmensentwicklung bei. Anwendungen innerhalb von Glassfish laufen Skalierung) und das schon oben Wir freuen uns, wenn Sie mit uns die Zukunft angehen. lassen kann. Dies kann in der Praxis einige erwähnte Scripting. Grosse Vorteile haben: Enterprise-Anwendungen kom-

ENTWICKLUNG & PLATTFORMEN

KNOW-HOW & PRAXIS

BKW FMB Energie AG, Human Resources Management, Tel. 031 330 58 68, info@bkw-fmb.ch, www.bkw-fmb.ch/jobs

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7.11.2008 14:07:31 Uhr


Entwicklung & Plattformen

know-how & praxis konkret einen Shoal Group Management Service (GMS) starten und könnte dann mit der GMS-API interagieren. Shoal hilft zur Laufzeit neue Mitglieder in eine Gruppe hinzuzufügen oder zu entfernen, im Failover-Fall Ersatzservices zu suchen und bietet auch eine Schnittstelle für verteilte Sessions sowie Transaction Recovery. Im weiteren Umfeld von Glassfish sind noch einige andere Projekte erwähnenswert, die zwar Wichtige Konfigurationsbefehle werden auf der Startseite nicht unmittelbar mit dem Applikades Admin-Werkzeugs übersichtlich angezeigt. tionsserver in Zusammenhang stehen, aber häufig mit diesem gemeinsam verwendet werden. Nennenswert sind hier vor allem MySQL, der len Web-Prototypen entwickeln möchte, ist Enterprise Service Bus Open ESB, der JBI (Java hier vielleicht nicht richtig aufgehoben. Als Business Integration) unterstützt, und die inte- Infrastruktur für komplexe Geschäftsanwengrierte Entwicklungsumgebung NetBeans. dungen bieten sich Glassfish und JBoss als J2EE-Umgebung im Open-Source-Umfeld an. Fazit Beide Projekte können in vielen Punkten mit Der Glassfish-Applikationsserver mit dem sehr teuren proprietären Produkten mithalten. «Glassfish-Universum» an Projekten und Sub- Glassfish hat gegenüber einigen Konkurrenten projekten ist – wie jeder moderne J2EE-Appli- den Vorteil, dass es sich um die Sun-Referenzkationsserver – keine ganz einfach zu verste- implementierung des J2EE-Standards handelt; hende Angelegenheit. Wer also einen schnel- damit hat man in den Previews immer die

Möglichkeit, die neuesten Standards und deren Auswirkung auf Anwendung zu testen. Besonders in den letzten Jahren hat die Glassfish-Umgebung sehr an Bedeutung gewonnen. Sun hat einige Ressourcen in diese Projekte gesteckt und gleichzeitig eine starke Open-Source-Politik betrieben, sodass man jetzt viele Projekte findet, die auch über eine nennenswerte Community verfügen. In Summe findet man im Umfeld von Sun eine reichhaltige Sammlung von Projekten, beginnend mit der MySQL-Datenbank über ScriptingUmgebungen, AJAX- und SIPFrame­works und Cluster-Software bis zu der IDE Netbeans. Diese Projekte sind nicht nur als Open-Source-Projekte betrieben, sondern man bekommt auch bei Bedarf kommerziellen Support von Sun. Damit findet man hier ein Projekt-Portfolio, das sicher einen Blick wert ist! Alexander Schatten (alexander@schatten.info) i s t A ss i s t e n t a m I n s t i t u t f ü r S o f t w a r e t e c h n i k u n d i n t e r a k t i v e S y s t e m e d e r Te c h n i s c h e n Universität Wien.

A NZEIGE

White Paper zur Reduzierung des Energieverbrauchs in der IT Bedingt durch den wachsenden Energieverbrauch im Rechenzentrum und die generell steigenden Energiekosten hat die Rechenzentrumseffizienz in den letzten beiden Jahren massiv an Bedeutung hinzugewonnen. Zahlreiche Verbände, Beratungsunternehmen und Hersteller setzen sich für gezielte Best Practices zur Reduzierung des Energieverbrauchs im Rechenzentrum ein. Diese Practices umfassen alle Aspekte von der Gebäudebeleuchtung bis hin zur Auslegung der Kühlsysteme und haben sich bereits vielfach in der Praxis bewährt – zahlreiche Unternehmen konnten so den Anstieg des Energiebedarfs im Rechenzentrum eindämmen oder sogar umkehren. Den meisten Unternehmen fehlt es aber an einem geschlossenen, ganzheitlichen Konzept für die Senkung des Energiebedarfs im Rechenzentrum. Knürr / Emerson hat die potenziellen Möglichkeiten für die Realisierung von Energieeinsparungen analysiert und die zehn wichtigsten Massnahmen identifiziert. Diese zehn Massnahmen wurden in einem Modellzentrum mit

einer Fläche von 465m2 implementiert und anhand solcher Technologien und Betriebsparameter getestet, die auch in der Praxis zum Einsatz kommen. Mit dem Modell konnte Knürr / Emerson das Einsparpotenzial der einzelnen Massnahmen auf Systemebene quantifizieren und ermitteln, in welchem Masse sich die Einsparungen auf einem System auf den Verbrauch anderer unterstützender Systeme auswirken. Dieses Konzept bietet ausserdem einen weiteren grossen Vorteil. Damit können die wichtigsten Einschränkungen in den drei grössten Problembereichen, vor denen Rechenzentrumsmanager heute stehen, eliminiert werden: Stromversorgung, Kühlung und Stellfläche. Im Modellversuch konnte mit den 10 Strategien von Energy Logic der Platzbedarf um zwei Drittel reduziert werden. Die benötigten USV-Kapazitäten wurden um ein Drittel und die Kapazitäten für die Präzisionskühlung um 40% gesenkt. Alle Technologien, die beim Energy LogicKonzept eingesetzt werden, sind bereits heute verfügbar. Und viele davon können ganz einfach

im Rahmen regulärer Technologie-Upgrades/Refreshes im Rechenzentrum implementiert werden. Der Kostenaufwand wird so drastisch reduziert. Das Modell «Energy Logic» hilft Ihnen, die richtigen Entscheidungen im Hinblick auf die geeigneten Technologien in der IT-Infrastruktur zu treffen. Wir freuen uns, Ihnen diese herstellerunabhängige Roadmap zur Verfügung stellen zu können. Bestellen Sie ein Exemplar per Post oder als PDF per E-mail unter info@knuerr.ch.

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E-Mails löschen, aufbewahren oder beides?

E

uropäische Unternehmen unterscheiden sich in mancherlei Beziehungen von US-Firmen. Die Aufbewahrung von E-Mails ist so ein Beispiel. In den USA ist es nicht ungewöhnlich, dass Unternehmen elektronische Post nach einigen Monaten automatisch löschen. Die E-Mails könnten ansonsten in einem Rechtsstreit oder einer Untersuchung der Gegenpartei oder den Behörden in die Hände fallen. Denn wenn ein Streit oder eine Untersuchung erst einmal läuft, darf nichts mehr vernichtet werden und alles muss offengelegt werden. In der Schweiz ist es mit der Aufbewahrung gerade umgekehrt: Hier ist es nicht ungewöhnlich, dass Unternehmen jede elektronische Post automatisch archivieren, selbst wenn ein Mitarbeiter das nicht will. Hier ist es der Gesetzgeber, der sicherstellen will, dass in einem Rechtsstreit auf die Geschäftskorrespondenz zurückgegriffen werden kann. Er schreibt deren Aufbewahrung für zehn Jahre ausdrücklich vor. Viele Unternehmen gehen noch weiter und archivieren automatisch jede E-Mail, auch irrelevante. Anders als in den USA müssen Firmen in der Schweiz in der Regel nicht damit rechnen, dass ein Zivilrichter die Offenlegung sämtlicher E-Mails und Daten zu einer bestimmten Sache anordnet. In den USA ist eine solche Offenlegung aller potentiell relevanten E-Mails und anderen elektronischen Daten als «E-Discovery» bekannt. Was aber tun multinationale Unternehmen, die in den USA und in Europa tätig sind und globale ITSysteme betreiben? Sie können es auf den ersten Blick nur falsch machen. Nichts aufbewahren verstösst vielerorts gegen das Gesetz. Alles aufbewahren kann einer Firma in den USA Kopf und Kragen kosten. Also wird die Frage der E-Mail-Archivierung oft auf das reduziert, was in den einzelnen Ländern das gesetzliche Minimum der Aufbewahrung ist. Was einleuchtend klingt, ist in der Realität alles andere als befriedigend. Denn in der Diskussion um

die Aufbewahrung von E-Mails wird oft übersehen, dass einer der wichtigsten Gründe, E-Mails zu archivieren, nicht die gesetzliche Aufbewahrungspflicht ist. Der Hauptnutzen besteht hierzulande nicht in der Sicherung von Beweismitteln für das Unternehmen selbst und nicht die Gegenpartei. E-Mails, welche etwa die Verhandlung und Abwicklung eines früheren Vertrags oder andere Gegebenheiten dokumentieren, zählen in Rechtsstreitigkeiten der Wirtschaft mittlerweile zu den wichtigsten Beweismitteln. Hat ein Unternehmen keine E-Mails aufbewahrt, kann es seine Sicht der Dinge nicht beweisen oder unter Umständen das Geschehene nicht einmal ermitteln. Das gilt auch für andere elektronische Daten, etwa der Buchhaltung, wie das Bundesgericht jüngst im Streit um eine Gewinnherausgabe befand: Wer eigene Daten löscht, trägt das Risiko, seine Beweislast später nicht mehr erfüllen zu können, selbst wenn keine Aufbewahrungspflicht mehr gegeben sein sollte. Geholfen ist den globalen Konzernen damit natürlich nicht. Das Beispiel zeigt aber, dass die Lösung nicht im Recht liegen wird. Die Rechtskulturen sind zu verschieden, um mehr als notgedrungene Kompromisse zu erlauben. Es stellt sich die Frage, ob es nicht angezeigt ist, auch in weltweit tätigen Unternehmensgruppen in Sachen Datenhaltung und -vernetzung regionale statt globale Konzepte zu verfolgen, wie es zum Beispiel SWIFT mit ihrem dritten Rechenzentrum in der Schweiz tut. Denn wenn Daten einer Firma physisch nicht mehr im Ausland lagern, ist es in rechtlicher Hinsicht schwieriger, von dort aus an die Daten zu gelangen. Eine solche geographische Auftrennung konzerninterner «Datentöpfe» mag nicht die effizienteste Form der Datenhaltung sein, kann sich aber lohnen und sollte geprüft werden.

Recht & Management

know-how & Praxis

es stellt sich die frage, ob weltweit tätige firmen regionale statt globale konzepte verfolgen sollen.

David Rosenthal ist Publizist, Lehrbeauftragter und Konsulent für Informations- und Te l e k o m m u n i k a t i o n s r e c h t i n d e r K a n z l e i H o m b u r g e r.

David Rosenthal Nr. 22 | 08. 12. 2008

InfoWeek.ch

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know-how & praxis

sicherheit

Standards zur Datensicherung Die Sicherheit von Information ist heute zentral. Ein Weg dazu ist ein Security Management auf Basis der ISO 2700x Standards. Vo n A n d r e a s W i s l e r

I

nformationen und Daten gehören heute für alle Unternehmen zu ihren wichtigsten Gü­ tern, und diese zu schützen ist ein Muss. Aufgrund der Komplexität von Informa­ tionstechnik und der Nachfrage nach einer Zertifizierung sind in den letzten Jahren zahl­ reiche Anleitungen, Standards und nationale Normen zur IT-Sicherheit entstanden. Die in­ ternationale Norm ISO/IEC 27001:2005 ist eine davon und der erste internationale Standard zum IT-Sicherheitsmanagement, der auch eine Zertifizierung ermöglicht. Diese Norm spezifi­ ziert die Anforderungen für Herstellung, Ein­ führung, Betrieb, Überwachung, Wartung und Verbesserung eines dokumentierten Informa­ tionssicherheits-Managementsystems unter Berücksichtigung der Risiken innerhalb der gesamten Organisation. Hierbei werden sämt­ liche Arten von Organisationen berücksichtigt.

Das Wichtigste ist die Risikobeurteilung

Nachfolgend wollen wir uns mit dem ISOStandard 27001 etwas genauer beschäftigen, der einen aktiven Schutz der Informationen gewährleistet. Nach ISO 27001 soll ein Infor­ mationssicherheits-Managementsystem (ISMS) aufgebaut werden, welches die Grundlage zur

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Identifikation und Beherrschung der Informa­ tionssicherheitsrisiken sowie zur Sicherstel­ lung der Zuverlässigkeit von Systemen bietet. Bevor jegliche Massnahmen umgesetzt wer­ den können, muss allerdings zuerst das Risiko bekannt sein. Als Risiko wird nach ISO 73 eine Kombination aus der Wahrscheinlichkeit eines unerwünschten, unerwarteten oder schäd­ lichen Ereignisses und dessen Konsequenzen definiert. Es stellen sich damit zwei Fragen: Welche Ereignisse gilt es zu untersuchen? Wel­ che Konsequenzen können daraus entstehen? Mögliche Ereignisse, die auf eine Organisa­ tion einwirken können, sind zum Beispiel ge­ zielte Angriffe von Personen auf technische oder organisatorische Schwachstellen, Ele­ mentarereignisse wie Erdbeben, Feuer, Was­ sereinbruch oder Blitzschlag, fahrlässige Handlungen oder Fehlbedienung von Syste­ men, Verstösse gegen Gesetze oder Verträge sowie potentielle Schädigung von Personen. Die Konsequenzen solcher Ereignisse kön­ nen je nachdem unmittelbaren monetären Schaden verursachen, aber auch Imageverlust, Verlust der Kreditwürdigkeit oder Entzug von Genehmigungen mit sich bringen. Der ISOStandard verlangt deshalb für jeden erkannten Informationswert die Risiken bezüglich der

Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität und gegebenenfalls weiterer Ziele zu identifi­ zieren und abzuschätzen. Dabei gehen die Bedrohungen, Schwachstellen sowie die Ein­ schätzung von Ausmass und Häufigkeit der Schäden ein.

Wie ein ISMS funktioniert

Wie bereits aus anderen Bereichen bekannt, verwenden auch die ISO-2700X-Normen das PDCA-Modell (Plan-Do-Check-Act) von William Edwards Deming (siehe dazu Grafik). Dem­ nach muss ein Informationssicherheits-Ma­ nagementsystem immer folgendermassen auf­ gebaut sein und angewendet werden: Als erstes gilt es, die ISMS-Leitlinie, -Ziele, -Prozesse und -Verfahren festzulegen, die für das Risikomanagement und die Verbesserung der Informationssicherheit notwendig sind, um Ergebnisse im Rahmen aller Grundsätze und Ziele einer Organisation zu erreichen. Danach müssen das Umsetzen und Durchfüh­ ren der ISMS-Leitlinie, Massnahmen, Prozesse und Verfahren definiert werden. Schliesslich folgen das Einschätzen und gegebenenfalls Messen der Prozessleistung an der ISMS-Leit­ linie, den ISMS-Zielen und praktischen Erfah­ rungen sowie das Berichten der Ergebnisse an das Management zwecks Überprüfung. Ab­ schliessend folgen das Handeln, das Ergreifen von Korrekturmassnahmen und Vorbeugungs­ massnahmen, basierend auf den Ergebnissen von internen ISMS-Audits und das Überprüfen des Managements und anderen wesentlichen Informationen zur ständigen Verbesserung des ISMS.

Aufbau von ISO 27001

Schauen wir uns die ISO-Norm 27001, die in mehrere Kapitel unterteilt ist, noch ein biss­ chen genauer an. Der erste grosse Teil der Norm beschreibt die allgemeinen Anforde­ rungen an ein ISMS. Ein wichtiger Aspekt gilt, das haben wir uns ja bereits näher ange­

In Kürze

Das sind Die ISO-STandards 2700X

· Die internationale Norm ISO/IEC 27001:2005 ist ein Standard zum IT-Sicherheitsmanagement und ermöglicht eine Zertifizierung. · Die Basis dafür bilden die eige­ nen Risiken, die zum Start un­ bedingt gefunden und bewertet werden müssen. · Die ISO-2700X-Normen sind nach dem Plan-Do-Check-Act-Modell aufgebaut und zu handhaben.

Die gesamte ISO-2700x-Reihe besteht aus verschiedenen Standards, die sich ergänzen:

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Standard ISO 27000 ISO 27001 ISO 27002 ISO 27003 ISO 27004 ISO 27005 ISO 27006 ISO 27007

Inhalt Begriffsdefinitionen zum Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) Definition der Zertifizierungsanforderungen an ein ISMS Leitfaden zur Implementierung, Kontrollfragen Einführungshilfe für ein ISMS (in Arbeit) Definition von Kennzahlensystemen für ein ISMS Risikomanagement zum ISMS Kriterien für Institutionen, die das Audit und die Zertifizierung durchführen Richtlinien für das Audit (in Arbeit)


schaut, dem Festlegen und dem anschlies- bewertung im Minimum enthalten muss. Die Die ISO-Norm 27001 senden Umsetzen und Durchführen. Dazu ge- Ergebnisse der Managementbewertung müshören die Definition des Anwendungsbereichs sen Entscheidungen und Aktivitäten zur VerbesDie ISO-Norm 27001 beschreibt das Informa­ und der Grenzen, die Identifizierung der Ri- serung und Wirksamkeit sowie die Aktualisietionssicherheits-Managementsystem (ISMS) im siken inklusive einer Analyse und Bewertung rung des Risikoeinschätzungsplans enthalten. folgenden Satz: «Die Organisation muss ein sowie die Optionen für die Risikobehandlung Ein weiteres, eigenes Kapitel widmet sich dokumentiertes ISMS im Kontext ihrer allgemeimit anschliessender Auswahl der Massnah- der Pflege und Verbesserung des ISMS. Wie nen Geschäftsaktivitäten und der Risiken, der men zur Risikobehandlung. Die Norm verlangt der PDCA-Zirkel zeigt (siehe Grafik), bewegt sie sich gegenübersieht, festlegen, umsetzen, hier unter anderem klar, dass ein Programm sich das ISMS immer weiter. Ein Stillstand ist durchführen, überwachen, überprüfen, instandzur Schulung und Bewusstseinsbildung umge- nicht möglich. Die Organisation muss Masshalten und verbessern.» setzt wird. nahmen zur Beseitigung der Ursachen von Weiter gehört zu einem ISMS nach ISO 27001 Nichtkonformitäten mit den ISMS-Anfordeauch das Überwachen und Überprüfen in re- rungen ergreifen, um deren erneutes Auftre- von Informationssystemen, Umgang mit Inforgelmässigen Abständen dazu. Die Norm ver- ten zu verhindern. Weiter gehören Vorbeu- mationssicherheitsvorfällen, Sicherstellung langt, dass mindestens einmal pro Jahr interne gungsmassnahmen dazu, damit potentielle des Geschäftsbetriebs und Einhaltung von Vorbeziehungsweise eigene Audits erfolgen müs- Probleme erst gar nicht auftreten können. gaben. sen. Diese «internen» Audits dürfen an externe, spezialisierte Firmen in Auftrag gegeben ISO 27002 und ISO 27005 Probleme vermeiden werden. Dies kann sich sicherlich lohnen, Obwohl die ISO-Norm 27001 klare Anwei- Die internationale Norm ISO/IEC 27001:2005 ist kommt doch eine unabhängige Drittmeinung sungen und Aufgaben enthält, ist es nicht so aufgebaut, dass sie Schrittweise umgesetzt dazu. Alle drei Jahre ist die Zertifizierung zu immer einfach, entsprechende Massnahmen werden kann. Zuerst müssen wie erwähnt wiederholen. Sollten in den internen und ex- abzuleiten. Hier hilft der neue Standard «In- aber so oder so die eigenen Risiken gefunden ternen Audits Mängel festgeund bewertet werden. Hierfür stellt werden, sind diese inmuss man viel Zeit einplanen, stand zu stellen und zu verdenn alle weiteren Schritte Das Plan-Do-Check-Act-Modell bessern. hängen von der seriösen AbEin weiteres Kapitel im erklärung der Risikostellen ab. Plan Interested Interested sten Teil beschreibt die DokuEine externe Hilfe kann hier Parties Parties Establish mentationsanforderungen. viel Zeit sparen, kommen doch ISMS Die Dokumentationen müssen erfahrene Berater dazu, die Implement and Maintain and Aufzeichnungen von Managebereits in anderen Firmen Act Do operate the ISMS improve the ISMS mententscheidungen enthalentsprechende Gefahrenstelten, sicherstellen, dass sich len und Risiken erkannt und Monitor and Information review the ISMS security Managed Aktivitäten auf Managementbeurteilt haben. requirements information Check entscheidungen und GrundBei der eigentlichen Zertifiand expectations security sätze zurückverfolgen lassen, zierung versuchen sich die Quelle: William Edwards Deming und sicherstellen, dass die Auditoren in die Lage des Unaufgezeichneten Ergebnisse ternehmens zu versetzen und reproduzierbar sind. Es ist wichtig, dass es formation Security Risk Management», kurz selber die Risikostellen zu identifizieren. Anmöglich ist, die Beziehung von den ausge- ISO/IEC 27005:2008, welcher den Prozess des schliessend werden diese mit denjenigen des wählten Massnahmen zurück zu den Resul- Security-Risk-Managements beschreibt und Unternehmens verglichen. Sind alle vorhantaten des Risikoeinschätzungs- und Risikobe- entsprechende Handlungsempfehlungen für den? Sind weitere erkannt worden? Werden handlungsprozesses nachzuweisen und wei- Unternehmen liefert. entsprechende Massnahmen abgeleitet? Erst terhin zurück zu der ISMS-Leitlinie und den Der Standard ISO 27002 definiert ein Rah- danach werden die entsprechenden Massnah-Zielen. menwerk für das IT-Sicherheitsmanagement men genauer angeschaut. Dabei geht es weniund befasst sich mit den erforderlichen Schrit- ger um die technischen Details, sondern um Die Verantwortung ten, um ein funktionierendes IT-Sicherheits- die korrekte Erkennung und das Einleiten von des Managements management aufzubauen. Gegliedert ist das Massnahmen. Diese Schritte müssen zwingend Der zweite Teil des ISO-27001-Standards nimmt Werk in elf Managementgebiete mit 39 Mass- dokumentiert werden. Protokolle der Managedas Management in die Pflicht. Es muss in acht nahmenzielen. Die Massnahmenziele enthal- mentsitzungen und internen Audits bilden Punkten nachweisen, dass es seine Verpflich- ten insgesamt 133 Massnahmen (baseline con- einen weiteren Kontrollpunkt der Auditoren. tungen wahrnimmt. Dazu gehört auch das Er- trols), die zur Zielerreichung umgesetzt wer- Sind auch hier Risiken und passende Massmitteln und Bereitstellen der erforderlichen den können. Die elf Managementgebiete nahmen enthalten? Falls dies regelmässig und Ressourcen. Weiter muss die Organisation si- umfassen dabei folgende Punkte: Sicherheits- vollständig stattfindet, steht einer erfolgcherstellen, dass die Schulungen, das Be- leitlinie, Organisation der Informationssicher- reichen Zertifizierung nach ISO 27001 nichts wusstsein und die Kompetenzen vorhanden heit, Management von organisationseigenen mehr im Wege. sind. Werten, Personalsicherheit, physische und Wie bereits erwähnt, gilt es, das ISMS min- umgebungsbezogene Sicherheit, Betriebs- und A n d r e a s W i s l e r i s t D i p l . IT I n g . FH, C ISSP, destens einmal pro Jahr zu überprüfen. Dieses Kommunikationsmanagement, Zugangskon- ISO 2 7 0 0 1 L e a d A u d i t o r u n d G e s ch ä f t s f ü h r e r Kapitel der Norm zeigt, was die Management- trolle, Beschaffung, Entwicklung und Wartung d e r GO O UT P r o d u c t i o n G m b H.

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sicherheit

know-how & praxis

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rekrutierungs-Trends

Karriere & Weiterbildung

PersonalRekrutierung zunehmend digital Elektronische Kanäle gewinnen beim Personalmarketing an Bedeutung. Mittlerweile werden in der Schweiz über die Hälfte aller Einstellungen über Internet-Medien generiert. Vo n M a r k u s H ä f l i g e r

Tage gebracht, die das Centre of Human Resources Information Systems der Universitäten Frankfurt am Main und Bamberg in Zusammenarbeit mit dem Personalvermittler Monster Worldwide bei den 500 grössten Unternehmen der Schweiz durchgeführt hat. Die Studienteilnehmer gaben an, im vergangenen Jahr 51,4 Prozent aller Einstellungen über das Internet getätigt zu haben. Dies bedeutet ein Anstieg gegenüber dem Jahr 2006 um 11,9 Prozent. Gemäss den Aussagen der Studienteilnehmer ist nicht mal mehr jede dritte Stelle auf eine Anzeige in Printmedien zurückzuführen. Hier beträgt der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr 5,5 Prozentpunkte. Arbeitsämter verzeichnen im Jahresvergleich einen leichten Rückgang von 11,5 auf 10,2 Prozent aller Nennungen. Andere Rekrutierungskanäle wie Zeitarbeitsfirmen, Personalberatungen und -vermittlungen oder Job-Mes-

63,9%

Bewerbermanagement

36,5% 61,3%

Personalwerbung

40,9% 47,5%

Vorselektion

21,5% 41,0%

Selektion und Einstellung

18,5% 40,0%

Employer Branding

26,2% 0%

60%

51,4% 50% 40%

■ Aktuelle IT-Unterstützung

39,5%

35,0% 29,5%

30% 20%

11,5% 10,2%

10% 80%

0

Internet

Printmedien ■ 2006

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InfoWeek.ch

48

40%

60%

Arbeitsamt

14,0% 8,9%

Andere

■ 2007

■ Optimale IT-Unterstützung

20%

Anteile der über die verschiedenen RekrutieruNgskanäle generierten Einstellungen im Zeitverlauf

Quelle: Recruiting Trends 2008 – Schweiz

Die aktuelle und optimale IT-Unterstützung in Teilprozessen der Personalbeschaffung im Vergleich

sen verlieren bei den befragten Unternehmen im selben Ausmass wie die Printmedien an Bedeutung. Nur noch 8,9 Prozent (im 2006 waren es noch 14 Prozent) aller Einstellungen werden über diese Kanäle realisiert. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass die Praxis bei den Bewerbungsverfahren im Gegensatz zu der Art und Weise steht, wie Stellen ausgeschrieben werden. Hier klafft im wahrsten Sinne des Wortes eine digitale Lücke. 43,5 Prozent aller Befragten Studienteilnehmer geben nämlich an, klassische Bewerbungsmappen per Post zu bevorzugen. An zweiter Stelle folgt die Bewerbung per E-Mail mit 27,9 Prozent aller Antworten. Nur 15,1 Prozent aller Unternehmen bevorzugen Formularbewerbungen, 11,6 Prozent der Teilnehmer haben keine Präferenz. Dass nach wie vor die meisten Personalverantwortlichen eine klassische Bewerbung

Quelle: Recruiting Trends 2008 – Schweiz

D

as Internet gewinnt rund zehn Jahre nach dem ersten grossen Durchbruch in vielen geschäftsrelevanten Bereichen die Überhand. Das ist mittlerweile auch bei der Personalbeschaffung nicht anders. Internetkanäle zur Ausschreibung von neuen Stellen sowie E-Mail oder Webformulare als Mittel, seine Bewerbung einzureichen, werden heute so selbstverständlich genutzt wie früher die klassische Bewerbungsmappe. Personalverantwortliche, die sich über den Einsatz von digitalen Mitteln bei der Ausschreibung von Stellen oder der Generierung von Einstellungen im Unklaren sind, werden vielleicht überrascht sein, dass selbst in diesem diskreten Bereich bereits letztes Jahr zum ersten Mal mehr als die Hälfte aller Einstellungen in der Schweiz über Internetkanäle generiert wurden. Dies jedenfalls hat die Studie «Recruiting Trends 2008 – Schweiz» zu


Karriere & Weiterbildung

45,3%

30% 27,9% 20% 15,1%

10% 0%

E-Mail

Formularbewerbung

40% 37,8% 30%

28,7%

20%

22,4%

10% 0%

keine eindeutige Präferenz

38,0%

11,5% Post

E-Mail ■ 2007

Formularbewerbung

■ 2012

klassische Bewerbungsmappe per Post

11,6%

57,8% 50%

per Post bevorzugen, interpretieren die Autoren der Studie dahingehend, dass es offenbar den Unternehmen heute grösstenteils noch nicht möglich ist, die Vorteile der Formularbewerbung zur Effizienzsteigerung zu nutzen. Bewerbungen per strukturiertem Formular, sei dies nun über die eigene Website oder via Internet-Stellenbörsen, haben den Vorteil, dass Unternehmen nur die für sie tatsächlich relevanten Informationen abfragen und so den Rekrutierungsprozess standardisieren und vereinfachen könnnen. Dies bedingt allerdings, dass eine medienbruchlose Speicherung und Weiterverarbeitung in Bewerbermanagement-Systemen oder Kandidaten-Datenbanken möglich ist – und letztere auch vorhanden sind. So ist es auch nicht erstaunlich, dass die Umfrageteilnehmer sich in allen Prozessen der Personalbeschaffung eine stärkere Unterstüt-

zung der Informatik wünschen, am meisten werden sie bisher in der Personalwerbung mit Informationstechnologie versorgt. Sechs von zehn Arbeitgebern sind allerdings der Ansicht, dass die Unterstützung durch IT in diesem Bereich stark oder sehr stark sein sollte. Für Stellenbewerber dürfte nicht unwesentlich sein, wie viele Bewerbungsverfahren Arbeitgeber überhaupt akzeptieren. Von den vier verschiedenen Verfahren (Post, E-Mail sowie Formularbewerbung über Unternehmenswebsite oder Online-Stellenvermittler) lassen nur 3,8 Prozent aller Umfrageteilnehmer lediglich ein Verfahren zu. 17,5 Prozent erlauben drei Bewerbungskanäle und jeweils 40 Prozent zwei oder vier Arten der Bewerbung. Die Autoren der Studie haben überdies gefragt, wie sich die Art der Stellenbewerbungen bis im Jahr 2012 verändern könnte. Die Teilnehmer gehen davon aus, dass der Anteil der Bewer-

bungen mittels klassischer Bewerbungsmappe per Post von heute 57,8 auf 37,8 Prozent reduzieren wird. Dies würde eine Verringerung der eingehenden Briefumschläge bei den Personalverantwortlichen um immerhin ein Drittel bedeuten. Im Gegensatz dazu sagen die Umfrageteilnehmer den Bewerbungen per E-Mail eine Steigerung von heute 28,7 auf 38 Prozent und bei den Formularbewerbungen beinahe eine Verdoppelung von 11,5 auf 22,4 Prozent in vier Jahren voraus. Bei den Bewerbungen dürfte die klassische Post und damit das Papier innerhalb der nächsten Jahre massiv an Bedeutung verlieren. Bleibt zu hoffen, dass Unternehmen die Vorteile der digitalen Formen der Personalrekrutierung zur Prozessoptimierung nutzen und nicht dennoch alle Bewerbungsunterlagen ausgedruckt werden, nachdem sie digital beim Empfänger angelangt sind.

Interessante IT-Jobs finden Sie unter www.mobi.ch

rekrutierungs-trends

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60%

Quelle: Recruiting Trends 2008 – Schweiz

50%

Der Bewerbungseingang im Unternehmen im Zeitverlauf Quelle: Recruiting Trends 2008 – Schweiz

Präferenzen der antwortenden Unternehmen für den Bewerbungseingang


Karriere & Weiterbildung

Agenda

Snia Academy Europe Am 27. Januar findet im Zürcher Kongresshaus zum dritten Mal die Europe Academy der Storage Networking Industry Association (Snia) statt, dieses Mal unter dem Motto «Information in Motion». Die Veranstaltung richtet sich an IT-Verbraucher und Channel Partner. Die Computer-Experten sollen an der Snia Europe Academy kostenlos qualitativ hochwertige Informationen über die wichtigsten Speicher- und Informationsmanagement-Technologien und deren Lösungen erhalten. Des weiteren finden an der Veranstaltung sichere Speichernetzwerke und das neue Data Management Forum besondere Beachtung. Die Diskussionsplattformen ermöglichen es den Besuchern, eigene Fragen zu stellen, während der Partnerbereich einen Rahmen für informelle Diskussionen zwischen Teilnehmern und Sponsoren bietet. Info: Snia, www.storage-academy.com

Agenda 21.1.

Meet Swiss Infosec Integrale Sicherheit, Informationsund IT-Sicherheit

Zürich

Infosec www.infosec.ch

27.1.

Snia Academy Europe Data Protection and Consolidation

Zürich

Snia www.storage-academy.com

31.1.-3.2.

Paperworld 2009 New Ideas for new Business

Frankfurt

Messe Frankfurt http://paperworld.messefrankfurt.com

10.-12.2.

EuroCIS Messe für IT und Sicherheit im Retail

Düsseldorf

Messe Düsseldorf www.eurocis.com

18./19.2.

DSAG Technologietage Technische Fragestellungen rund um SAP

Darmstadt

DSAG www.dsag.de

23.–26.2.

Netapp Accelerate 2009 1. Anwenderkonferenz

San Francisco

Netapp www.netapp.com

24.–26.2.

VMworld Europe 2009 VMware Kundenkonferenz

Zürich

VMware www.vmworld.com

2.–6.3.

Info Society Days 2009 Ex. Telematiktage Bern

Bern

BEA Bern Expo www.infosocietydays.ch

3.-8.3.

Cebit 2009 IT-Fachmesse

Hannover

Messe Hannover www.cebit.com

5.3.

Esprix 2009 Forum für Excellence

Luzern

Esprix www.esprix.ch

26.3.

Microsoft KMU-Tage Mobilität, Zusammenarbeit und Sicherheit

Bern

Microsoft www.microsoft.com/KMU-Tage

IT-Seminare Infoabend IT-Weiterbildung Programmieren & Linux

WebProgrammer PHP 2.0, Java (SCJP), Microsoft MCTS Web Applications, LinuxSystemadministration, Beginn: April 2009. Datum: 18.12.2008 Dauer: 18.00–19.30 Uhr Ort: Riesbachstr. 11, Zürich Infos: EB Zürich, Kantonale Berufsschule für Weiterbildung, www.eb-zuerich.ch, 0842 843 844

Web-Publishing und digitale Medien – Infoabend

Interessiert an Web-Publishing, 3D-Visualisierung und 3D-Animation oder Web-Programmer PHP 2.0? Beginn: ab April 2009. Datum: 18.12.2008 Dauer: 18.00–19.30 Uhr Ort: Riesbachstr. 11, Zürich Infos: EB Zürich, Kantonale Berufsschule für Weiterbildung, www.eb-zuerich.ch, 0842 843 844

Zukunftsperspektive IT-Management MAS in Business Information Management Entscheidungskompetenz für Führungspersönlichkeiten an der Schnittstelle zwischen Informatik und Management: Eidgenössisch anerkanntes Nachdiplomstudium Business Informatik, 60 Tage berufsbegleitend, mit den Zertifikatslehrgängen (CAS) E-Business Technologien, Technologieorientierte Managementkonzepte sowie IT-Management. Die CAS können auch einzeln besucht werden. Nächster Start: 17. April 2009 Interessiert? Weitere Informationen auf www.fhsg.ch/mas-bi.

MAS Human Computer Interaction Design

2 Zertifikatskurse à 250 Std., Masterarbeit 300 Std., berufsbegleitend, interdisziplinär an Fachhochschulen und Uni Basel. Datum: 17.4.2009 Dauer: 3 Jahre Ort: Rapperswil und Basel Infos: 8.12. in Basel, 9.12.2008 in Rapperswil jeweils ab 18.15 Uhr, www.hcid.ch, +41 55 222 4921

MAS Advanced Studies in Software-Engineering

Eine Weiterbildung in modernen Software-Engineering-Methoden und -Technologien. Das MAS wird modular angeboten. Datum: 20.4.2009 Dauer: 4 Semester Ort: HSR Rapperswil/Zürichsee Infos: Informationsabend am 12.1.2009 und 28.1.2009 ab 18.15 Uhr, www.hsr.ch/weiterbildung/, +41 55 222 4921

ITIL & COBIT-Seminare inklusive Zertifizierung

FHS St.Gallen, Management-Weiterbildungszentrum, Teufener Strasse 2, CH-9000 St.Gallen, Tel. +41 71 228 63 28, management@fhsg.ch

www.fhsg.ch Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz

IT-Service-Management und IT-Governance-Seminare in Zürich. Individuell auf Basis von E-Learning oder Präsenzkursen. Datum: auf Anfrage Dauer: 3 Tage Ort: 8048 Zürich Infos: Glenfis AG, www.glenfis.ch, 0848 889 089

Mehr Infos:

www.it-seminare.ch IT-Seminare ist ein Service von


Karriere & Weiterbildung

Lesetips für IT-Profis Bald ist Weihnachten – und nach Stress in der Firma droht Stress zu Hause. Dies muss nicht sein, wenn man sich an betriebswirtschaftliche Grundsätze hält und diese konsequent auf das Weihnachtsfest anwendet, verspricht Betriebswirt Bernd Stauss in seinem Buch «Optimiert Weihnachten». Auf 99 Seiten legt er auf unterhaltsame und leicht verständliche Weise anhand der Fallstudien-Familie Gutenburg dar, wie man Erwartungen, Budgetund Zeitgrenzen ins richtige Verhältnis setzt und mittels einfacher Verfahren und Formeln die Auswahl von Geschenken verbessern oder den optimalen «Guetsli»-Konsum berechnen kann. Dass die Tips zum Weihnachtserfolg führen, können wir leider nicht garantieren. Um ein amüsantes Geschenk handelt es sich allemal. ISBN: 978-3-8349-1320-3, Gabler, 99 Seiten, Fr. 25.50

C# 3.0 Steilkurs

Wer schon programmieren kann, nun aber in die Welt von C# und .Net eintauchen will, dem sei der C# 3.0 Steilkurs von Rudolf Huttary ans Herz gelegt. Auf 320 Seiten führt er schnörkellos in die wichtigsten Sprachkonzepte von Objektorientierung über Generics bis zu Multithreading ein, ohne langatmig auf Installation von SDK und IDE oder Basistypen einzugehen.

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1 Basiswissen Softwaretest

Parallel wird man in die Nutzung der wichtigsten MicrosoftTechnologien wie WPF, XAML und LINQ eingeführt. Alle 12 Kapitel sind mit anschaulichen Programmierbeispielen ergänzt, die sich einfach nachempfinden lassen. Aufgaben erlauben, das Gelernte zu überprüfen. ISBN: 978-3-446-41578-2, Hanser, 320 Seiten, Fr. 52.90

Andreas Spillner, Tilo Linz Dpunkt, Fr. 70.–

2 Mein Mac – von iMac bis iBook. Ulrich Borstelmann Markt + Technik, Fr. 34.90

3 Joomla! 1.5 Hagen Graf Addison Wesley, Fr. 43.90

4 iPhone: The Missing Manual David Pogue, Chris Hieber O’Reilly, Fr. 43.90

5 Word 2007 – Sehen und Können

Berufe der ICT

Der Branchenverband SwissICT hat die 7. Auflage seiner Gesamtübersicht über die ICTBerufe, die jeweils geforderten Kompetenzen sowie die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten komplett überarbeitet. Auf 188 Seiten erhält man detaillierte und vergleichbare Beschreibungen der Berufsbilder, die um die Bereiche Qualitätsmanagement und Testing ergänzt wurden. Für die Darstellung der nötigen Kompetenzen wurde ein neues Modell erarbeitet, bei dem nach Fach- und Methodenfähigkeiten, businessund stellenbezogenen sowie persönlichen Kompetenzen unterschieden wird. Weiter wurde das Buch um Kapitel zur Weiterbildung und zur ICTBildungslandschaft ergänzt. ISBN: 978-3-7281-3199-7, Vdf Hochschulverlag, 188 Seiten, Fr. 86.–

9.4.2008

10:31 Uhr

Bücher

Optimiert Weihnachten

Bestseller IT-know-how

Caroline Butz Markt + Technik, Fr. 17.90

6 Das Mac-Buch für Windows Umsteiger Jörg Rieger, Markus Menschhorn Galileo Press, Fr. 33.90

7 Microsoft Office Outlook 2007 auf einen Blick Jim Boyce Microsoft, Fr. 16.90

8 Ubuntu 8.10 «Intrepid Ibex» Michael Kofler Addison-Wesley, Fr. 45.90

9 Excel – Sehen und Können Ignatz Schels Markt + Technik, Fr. 17.90

10 Präsentieren mit PowerPoint 2007 – Sehen und Können Susanne Walter Markt + Technik, Fr. 17.90 Die Daten wurden erhoben von

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Vo n U r s B i n d e r

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Mit dem Software-Synthesizer Alchemy präsentiert Camel Audio einen würdigen Nachfolger des beliebten Cameleon 5000.

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ersteller Camel Audio bezeichnet sein neustes Produkt als den «ultimativen Sample-Manipula­ tions-Synthesizer». Der Nachfolger des beliebten Softsynth «Cameleon 5000» heisst «Alchemy», wurde in vierjähriger Arbeit entwickelt und zeigt sich sowohl punkto Klangerzeugung als auch bei der Bedienung aussergewöhnlich flexibel. Alchemy beherrscht die additive, spektrale und granulare Klangsynthese sowie Sampling und Resynthese und wartet darüber hinaus mit einer leistungsfähigen Engine für die virtuell-analoge Klangerzeugung auf. Eine umfangreiche Auswahl von 31 Filtern und ein flexibles Modulationssystem mit parallel einsetzbaren LFOs, AHDSRs, MSEGs und Step-Sequenzern bieten zahllose Möglichkeiten zur Klangformung. Verschiedene

Die übersichtliche Oberfläche täuscht: Alchemy hat unter der Haube extrem viel zu bieten.

Klangquellen lassen sich zudem per Morphing oder Crossfading nahtlos miteinander verknüpfen. Ebenfalls mit an Bord sind sämtliche Effekte der CamelProdukte «Camelspace» und «Camelphat» sowie neue EffektOptionen, darunter ein hochwertiges Reverb. Auch ein starker Arpeggiator mit automatischer Synchronisation zu importierten MIDI-Grooves fehlt nicht. Damit dürfte Alchemy auch bei den anspruchsvollsten SoundDesignern kaum einen klang-

lichen Wunsch offen lassen. Der Software-Synthesizer, der sich als Standalone-Applikation oder als VST- oder AU-Plug-in einsetzen lässt, wird mit einer über 2 Gigabyte grossen SampleBibliothek und 300 Presets ausgeliefert, gestaltet von den szenebekannten hausinternen Sound-Designern Tim Conrardy und Biomechanoid und weiteren externen Kräften. Alchemy kommt demnächst zum Preis von 249 Dollar auf den Markt. Info: www.camelaudio.com

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Gerade in der kalten Jahreszeit kann die passende Beleuchtung viel zu einem angenehmen Wohnambiente beitragen. Livingcolors von Philips arbeitet mit mehrfarbigen Leuchtdioden und erlaubt die Wahl der passenden Lichtfarbe per Fernbedienung (Standard-Variante) oder direkt am Gerät (Mini). Erhältlich ab 179 Franken im Elektrohandel und bei Steg Computer. Info: www.philips.com/ livingcolors

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Dekoratives Wohnraumlicht

Musikalische Alchemie

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Das USB Endoscope eignet sich laut Anbieter zur Untersuchung von Haut, Zähnen, Nase, Ohr und anderen sonst schwer zugänglichen Körperstellen, aber auch zum Betrachten von Gegenständen wie elektronische Schaltungen oder Briefmarken in 30-facher Vergrösserung aus einem Abstand von mindestens 10 mm. Acht weisse LEDs sorgen für Licht, die Kamera liefert Bilder in VGA-Auflösung. Neun Hilfsringe zur optimalen Fokussierung in verschiedenen Situationen werden mitgeliefert, ebenso ein Tischstativ. Preis: 59 US-Dollar. Info: www.usbgeek.com

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Gadgets zum angeben

«Endoskopie» per USB

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Nr. 22 | 08. 12. 2008

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Mit der PCI-Express-Karte Videomate Vista E650F hat der Windows-Vista-Anwender die Qual der Wahl: Neben FM-Radio empfängt das neuste Produkt des taiwanesischen Herstellers Compro, im Business seit 20 Jahren, sowohl digitale DVB-Tals auch herkömmliche analoge Fernsehsignale. Karte und Software sowie die mitgelieferte Fernbedienung sind zertifiziert

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Vista-konforme TV-Karte für Windows Vista (32- und 64Bit) und bieten laut Hersteller das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn es um die Aufrüstung eines PC zum Media Center geht. Als Exklusivität bietet Compro zum Beispiel eine Power-UpFunktion, so dass programmierte Aufnahmen auch bei ausgeschaltetem oder schlafendem PC gestartet werden. Weitere Spe­ zialfeatures wie Bild-in-Bild, ein

Gadget für die VistaSidebar und Straightto-Disk-Recording für Fernsehaufnahmen direkt auf DVD erhöhen die Attraktivität des Videomate-Pakets zusätzlich. Videomate E65oF ist bei Brack Electronics für 109 Franken erhältlich. Info: www.comprousa.com

Die hybride DVB-T/AnalogTV-Karte von Compro ist voll auf Windows Vista getrimmt.


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AMD dominiert die Top 500

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AMD stellt die CPUs für 7 der 10 schnellsten Supercomputer und knackt als erste die 1-Petaflop-Marke mit Standard-CPUs.

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Vo n A n d r e a s A h l e n s t o r f

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Nachdem Schwächen in den HashAlgorithmen MD5 und in der SHA-1Familie gefunden wurden, die auch ein schlechtes Licht auf die sehr ähnliche SHA-2-Familie werfen, wird am Nachfolgestandard «SHA-3» gearbeitet, der 2012 verabschiedet werden soll. Am 1. November endete die Einreichungsfrist für Vorschläge beim National Institute of Standards and Technology (NIST). Es wird mit bis zu 50 Submissionen gerechnet. Beteiligt ist das Who-is-Who der internationalen Kryptologen-Szene, unter anderem Ron «RSA» Rivest und ein Team um die Crypto-Koryphäe Bruce Schneier. Auch wenn die Vorschläge erst gesichtet werden, hat Skein vom Schneier-Team bereits für Aufsehen gesorgt, da der Algorithmus, der auf Threefish basiert, auf moderne CPUs ausgelegt ist und beispielsweise auf S-Boxen verzichtet.

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Auf dem Weg zu SHA-3

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Frustrationsfreie Verpackung Seine neu erworbene Unterhaltungs­ elektronik von der Plastikverpackung zu befreien, kann im wörtlichen Sinn ins Auge gehen. Oftmals braucht es Werkzeug wie ein Teppichmesser und rohe Gewalt ... Amazon will der Kundschaft diese Erlebnisse ersparen und versendet Artikel künftig in «frustrationsfreier Verpackung». Bei den aktuell 19 im Angebot befindlichen Artikeln handelt es sich um Spielzeuge und Unterhaltungselektronik, die statt in komplizierten Plastik-Boxen in rezyklierbaren Pappschachteln stecken, die sich ohne Werkzeuge öffnen lassen sollen. Die Pappschachteln dienen gleichzeitig als Versandkarton, sodass zusätzliche Verpackung entfällt. Amazon, das beim «Frustration-Free Packaging» direkt mit den Herstellern kooperiert, erhofft sich zufriedenere Kunden und weniger Umweltbelastung.

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text genutzt, einer weiteren EngelbartErfindung von höchster Tragweite. Die Engelbart-Maus arbeitete mit zwei rechtwinklig angeordneten Rädern, verbunden mit regelbaren

➤ Die Maus wird geboren: Die ersten Skizzen zeichnete er schon 1961 während einer Konferenz. Am 9. Dezember 1968 demonstrierte Dr. Douglas Engelbart vom Stanford Research Institute zusammen mit 17 Kollegen dann erstmals das, was heute aus der Informatik nicht mehr wegzudenken ist: Die Computermaus war geboren, damals als «X-Y Position Indicator for a Display System» bezeichnet und unter anderem für den Umgang mit Hyper-

Widerständen. Der EPFL-Forscher Jean-Daniel Nicoud baute das Konzept 1974 zur noch heute bekannten Maus mit Rollball, zwei Tasten und optischen Encodern aus. Der erste kommerzielle Maushersteller stammt ebenfalls aus der Schweiz: Die 1981 als Consulting-Unternehmen gegründete Logitech begann ein Jahr später mit der Produktion ihres ersten Mausmodells P4. Gleichzeitig zum Jubiläum der Engelbart-Maus jubiliert auch Logitech: Am 3. Dezember wurde die milliardste Maus ausgeliefert.

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Vor 40 Jahren

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Die Nummer 2, Crays Jaguar mit Opteron-Prozessoren. Die komplette Liste kann unter www.top500.org abgerufen werden.

Videokonferenzen sind für die Teilnehmer anstrengender als persönliche Treffen, wa≤s negative Auswirkungen auf die Entscheidungsfindung haben kann. Zu diesem Schluss sind Carlos Ferran von der Pennsylvania State University und Stephanie Watts von der Boston University in einer Studie gekommen. Ursache seien Unterschiede bei der Informationsverarbeitung. So habe bei Videokonferenzen im Gegensatz zum persönlichen Kontakt die Sympathie gegenüber dem Sprecher eine grössere Relevanz als die Qualität der vorgebrachten Argumente. Um die Nachteile auszugleichen, empfehlen die Wissenschaftler unter anderem, entweder alle Teilnehmer zuzuschalten oder vor Ort zu bestellen.

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vor IBM (37%; –11%) und Cray (4,4%; +37,5%). Bei den Prozessorherstellern liegt Intel (378 Systeme) vor IBM und AMD mit je 60 Rechnern (24 Prozent). Die Schweiz ist in der aktuellen Liste mit 4 Systemen vertreten. Die beiden Schnellsten sind Seis 3 von Dalco auf Platz 85 (28 TFLOPS) gefolgt vom CERNEigenbau NOW, der es auf 19 TFLOPS und Platz 185 bringt.

sischer Produktion auf Platz 10, der schnellste Vertreter mit Microsofts Windows HPC 2008 als Betriebssystem – was nichts daran ändert, dass Windows mit 5 Installationen weiterhin ein Nischendasein fristet. Die Gesamtleistung aller in der Liste enthaltenen Systeme stieg seit Sommer von 11,7 PFLOPS auf 17 (+45%). Dominierender Hersteller ist wieder HP (42%; +14%)

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BMs Dominanz bei der Top500-Liste der Supercomputer ist mit der 32. Ausgabe gebrochen. Die meisten Top-10Systeme stellt AMD – meist im Gespann mit Cray –, und auch bei der Gesamtzahl der Rechner liegt Big Blue wieder hinter HP. Der schnellste Supercomputer ist aber nach wie vor der von IBM gelieferte «Roadrunner» (BladeCenter QS22 Cluster mit PowerXCell 8i 3,2 GHz und AMD Opteron DC 1,8 GHz), der im Vergleich zur Juni-Liste (1,026 PFLOPS) leicht aufgerüstet wurde und auf 1,105 PFLOPS kommt. Dicht dahinter folgt «Jaguar» von Cray, der als erster Supercomputer mit Standard-Prozessoren die magische Petaflop-Marke überspringt. Dabei helfen ihm 37’538 Quadcore-Opterons, die eine Leistung von 1,059 PFLOPS entwickeln. Interessant ist auch der OpteronCluster Dawning 5000A chine-

Nachteil Videokonferenz

News aus der forschung

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Und Ausserdem

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FHS St. Gallen ITSystems

Andreas Ahlenstorf (ah), Urs Binder (ubi), Alina Huber (ahu), Michel Vogel (mv)  | 

Regelmässige Mitarbeit Urs Bertschy, Fabian Bumbak, Andreas Fischer, Bruno Giussani, Martin Kuppinger,

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Microsoft

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Patrick Michel, Peter Monadjemi, Dirk Pelzer, Patrick Püntener, David Rosen­thal, Marcel Wüthrich, Carl August Zehnder  | 

Migros

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Gestaltung

Mobiliar

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Produktion

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Bieri  |  Anzeigenverkauf

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Benedikt Bitzi  |  Anzeigenadmini­stration Janine Dominguez, Melanie Staub  |  Website René Dubach (Online Management &

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Development)  |  Marketing, Vertrieb Michèle Meissner  |  Geschäftsleitung Stefan Biedermann  |  Erscheinungsweise,

SoftwareONE AG (McAfee)

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Service

Vorschau auf InfoWeek 1/2009 Vorschau

Erscheinungsdatum: 26. Januar 2009 Feiertagspause

Freie Software in der Schweiz Laut den Marktforschern von Gartner, Forrester und so weiter ist Open-Source-Software ganz gross im Kommen – es werde bald kein nennenswertes Unternehmen mehr geben, das keine freie Software einsetzt. In unserem ersten InfoWeek-Schwerpunkt des kommenden Jahres setzen wir uns mit dem Thema auseinander, mit speziellem Blick auf die Schweiz. Dazu lassen wir Vertreter der Schweizer Open-Source-Szene zu Wort kommen und zeigen, wo freie Software in der Privatwirtschaft und bei der öffentlichen Hand zum Zug kommt, welche Vorteile sich die Anwender davon versprechen und wie die Ergebnisse in der Praxis aussehen. Mit schwergewichtigem Hinblick auf die laut Studien äusserst schwache Position der Schweiz beim e-Government geht ein kritischer Beitrag der Frage nach, welche Faktoren bei der Frage

Know-how:

Information Worker Durch mobiles CRM kann die Effizienz im Aussendienst gesteigert werden. Plattform­ unabhängige Lösungen sor­gen dafür, dass der Anwender das Gerät seiner Wahl nutzen kann, ohne dass die Total Cost of Ownership ansteigt. Der Erfolg mobiler Lösungen hängt aber auch von der Bedienbarkeit ab.

Know-how:

«Open Source oder Microsoft» eine Rolle spielen beziehungsweise spielen sollten. Dabei geht es unter anderem auch darum, mit welchem Modell gesamtwirtschaftlich die grösste Wertschöpfung erzielt wird. Open Source auf Infrastruktur und Produktivitätsebene ist gang und gäbe – siehe Apache, Linux, Firefox und Openoffice. Es gibt aber auch eine ganze Reihe von quelloffenen BusinessSoftware-Lösungen wie CRM und ERP, die wir in einer aktuellen Marktübersicht vorstellen wollen. Ergänzend dazu präsentieren wir Schweizer Dienstleistungsanbieter, die sich auf diese freien Business-Lösungen spezialisiert haben. Eine Fallstudie zum Einsatz einer OpenSource-Lösung bei einer grösseren Schweizer Organisation rundet das Schwerpunktthema aus praktischer Sicht ab.

Web-Technologien An der Max-Konferenz in Mailand stellte Adobe seine kürzlich angekündigten neuen Produkte und Technologien auch der europäischen Entwicklergemeinde vor. Wir präsentieren in Kürze die Neuheiten und berichten ausführlich, was Max-Besucher aus der Schweiz dazu zu sagen haben.

Mit dieser Ausgabe verabschiedet sich die InfoWeek-Redaktion in die Feiertagspause. Unser nächstes Heft wird am 26. Januar 2009 in Ihrem Briefkasten sein. Bis zum 19. Dezember 2008 und ab dem 5. Januar 2009 versorgen wir sie online mit spannenden News rund um die IT-Welt. Wir wünschen allen Lesern fröh­ liche Weihnachten und einen guten Start in ein erfolgreiches 2009!

Nächste Schwerpunkte InfoWeek 2 / 2009 Storage-Trends InfoWeek 3 / 2009 Identity Management, PKI, digitale Signaturen

Test:

Openoffice 3.0 Seit einigen Wochen liegt die von Sun gesponsorte freie Office-Suite in Version 3 vor. Wir haben die Programme im Praxisgebrauch getestet, zeigen, was sie taugen, stellen die wichtigsten neuen Funktionen vor und weisen auf weitere kostenlose Alternativen zu Microsoft Office hin.

Nr. 22 | 08. 12. 2008

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InfoWeek 22 / 2008  

InfoWeek vom 08.12.2008

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