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SwissICT Magazin

November 2008

VoIP

Nr. 20 | 10. 11. 2008 | Fr. 5.–

DA S I T- M AG A Z I N F Ü R D I E S C H W E I Z

Sinn und Unsinn von

Gesprächskosten sparen: 14 SIP-Provider im Vergleich Qualität und Sicherheit bei Voice over WLAN Microsofts UC-Director Erich Gebhardt im Interview Kostengünstige Open-Source-Telefonzentrale Asterisk NEWS Windows 7 und Azure, das OS aus der Wolke VERGLEICHSTEST Netbooks als Laptop-Ersatz MARKTÜBERSICHT Stationäre Business-Projektoren SICHERHEIT Potential von Security-as-a-Service


Editorial

A

ls Microsoft vor knapp einem Monat bekanntgab, dass das kommende Betriebssystem ganz simpel und einfach Windows 7 heissen wird, war man sich noch nicht bewusst, dass neben dem Namen auch das Produkt selbst keine Revolution darstellt. Ich ahnte es aber spätestens, nachdem Steve Ballmer verlauten liess, Windows 7 soll wie Vista sein, nur viel besser. Doch die definitive Gewissheit erlangte ich erst anlässlich der Professional Developers Conference (PDC) Ende Oktober. Dort lernte ich auch die eigentliche Revolution im Microsoft-Land, Windows Azure, kennen, über die wir auf Seite 11 und Peter Monadjemi in seiner Kolumne auf Seite 43 näher eingehen. Zurück zur sanften Renovation: Windows 7 basiert definitiv auf dem selben Kern wie Vista, ist also kein von Grund auf neuentwickeltes Betriebssystem. Und man kann es sogar ganz gut mit seinem Vorgänger verwechseln: Es hält sich das hartnäckige Gerücht, dass die ersten Entwickler, die während der PDC im Hands-OnLab an einem PC mit dem nagelneuen Windows 7 arbeiteten, das neue OS erst bemerkten, als Fotografen vorbei kamen, um den Desktop zu fotografieren. Wie ist eine solche Verwechslung möglich? Microsoft brachte es leider nicht fertig, eine Pre-Beta mit dem markantesten und auf den ersten Blick ersichtlichen Unterschied zu Vista auszustatten, der neuen Taskbar. Sie ist der Hauptbestandteil der gross angepriesenen, einfacheren Bedienbarkeit. Und sie erinnert mich vom Look and Feel her sehr stark ans Dock, womit Apple seine Applikationen organisiert. Apple nimmt Microsoft zurzeit mit seinen innovativen Produkten einige Marktanteile weg, wieso also nicht, was sich bei Apple bewährt hat, in das eigene, neue Betriebssystem integrieren? Es gibt noch eine weitere Parallele zwischen Windows 7 und Apples OS X: Die mit Windows Vista eingeführte Sidebar verschwindet nämlich und wird

Windows 7

Im Kern ein Vista, an der Oberfläche ein Apple durch separat aufrufbare Gadgets, die in einer Galerie gesammelt werden, ersetzt. Kennt man doch, nur nennt Apple diese Art von Tools Widgets. A propos Apple: Seit der Lancierung des iPhone, für dessen Benutzung während der PDC man übrigens einigen Hohn und Spott erntete, heisst es bei jedem neuen Handy nur noch Touch, Touch und nochmals Touch. Sorry, natürlich Multi-Touch! Micosoft liess sich auch hier von Apple inspirieren und spendiert Windows 7 eine umfassende Multi-Touch-Bedienbarkeit. Gehört die Zukunft den Fingern? Die nahe Zukunft bestimmt noch nicht, es fehlt schlicht die Hardware dazu. Aber vielleicht braucht es ja erst einmal ein funktionierendes Betriebssystem, das die Hardware-Hersteller dann auf den Plan ruft. Der erste Blick auf Windows 7 zeigt also viele Veränderungen an der Oberfläche zur einfacheren Bedienbarkeit. Aber auch der Wunsch nach einem schnelleren und schlankeren Betriebssystem verhallt nicht einfach so im Raum. Wie ich in ersten Tests feststellen konnte, läuft bereits die Pre-Beta sehr flüssig, schnell und stabil. Ob sie allerdings so schlank ist, dass sie wie an der PDC gezeigt, auch auf einem Netbook mit 1-GHz-Prozessor und 1 GB RAM läuft? Scheinbar schon, wenn ich Steven Sinofsky, dem Windows-7-Chef-Entwickler, Glauben schenken soll. Aber eigentlich ist das ja keine Überraschung und kein Wunschkonzert: Windows 7 muss auf den Netbooks laufen, wenn es Vista schon nicht vernünftig tut, und man den Markt nicht Linux überlassen will. Denn die Mini-Notebooks (siehe auch unseren grossen Test ab Seite 16) sind aktuell die PCs, deren Verkaufszahlen explodieren.

die eigentliche revolution im windows-Land ist Azure, windows 7 ist dagegen nur eine sanfte renovation.

M i c h e l Vo g e l , R e d a k t o r michel_vogel@vogel-media.ch

Michel Vogel Nr. 20 | 10. 11. 2008

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Inhaltsverzeichnis News & Analysen 6

Maxdata Schweiz überlebt

7

Das Bundesverwaltungsgericht geht punkto IT eigene Wege

8

Microsoft telefoniert wegen ausserplanmässigem Patch Sicherheit ab Stick aus dem IBM-Forschungslabor

9 10

Microsofts OS für die Wolke

11

Mehr Software-as-a-Service fürs Office

12

Carl August Zehnder: «Komplexität zerstört Vertrauen»

13

Quick Poll: Welcher Dienst ist der Renner auf den High-Speed-Netzen?

15

Schwerpunkt Voice over IP (VoIP):

VoIP ist ein Garant für effiziente Kommunikation und schlanke Business-Prozesse. Und VoIP kann auch günstig sein: Wir liefern im ersten Schwerpunktteil eine Marktübersicht über SIP-Provider und stellen im zweiten die Open-Source-VoIP-Lösung Asterisk vor. Den dritten Part bildet ein Interview mit Erich Gebhardt, dem UC-Director von Microsoft. Der vierte Artikel widmet sich der Sicherheit bei Voice over WLAN. Seite 26

TesT Center Vergleichstest: Taugen die aktuellen Netbooks als Notebook-Ersatz?

Fünf Netbooks im Vergleichstest: So genannte Netbooks oder MiniNotebooks gibt es mittlerweile fast bei allen Herstellern. Wir haben in einem grossen Vergleichstest fünf aktuelle Modelle untersucht und geprüft, ob die Winzlinge sich nicht nur als ultramobile Surfmaschinen eignen, sondern punkto Handhabung und Systemleistung auch als Business-Notebooks gut dastehen. Die Ergebnisse ab Seite 16.

16

Neue Produkte Backup- und Recovery-Lösung für Exchange-Server

19

VMware-Helfer-Tool von Icomasoft

20

Gesamtüberblick über Kunden dank neuer CDM-Lösung

21

Printer fürs professionelle Umfeld

22

Mehr Mobilität mit IP Office

23

Marktübersicht: Zehn stationäre und leuchtstarke Business-Beamer

24

SchwerpunkT voice over ip SIP-Provider: 14 Vermittler für die IP-Telefonie im Vergleich

26

Asterisk als Alternative zu kostspieligen VoIP-Lösungen

30

Ausgabe Nr. 20 ı 2008

Finance Forum verliert Besucher, Avaloq gewinnt Kunden

Erich Gebhardt, Microsoft Director Unified Communications, im Interview 32 Quality of Service und Sicherheit bei Voice over WLAN 

33

Know-how-Kommunikation: Mit dem Trend zu Unified Communications rückt die Integration von Mobilfunk in bestehende TKInfrastrukturen, die so genannte Fixed Mobile Convergence (FMC), in den Fokus des betrieblichen Interesses. Aber was steckt konkret dahinter und inwieweit taugen heutige FMC-Angebote für den betrieblichen Einsatz? Wir beantworten diese Fragen im Know-how-Artikel ab Seite 41.

SWISSICT Magazin Die verkannte Disziplin / Ein sicherer Wert! / Veranstaltungskalender

35

Alles zu Business Intelligence

36

i-drive stellt Mitarbeitende in den Mittelpunkt

37

E-Health ist als Thema etabliert

40

Know-how & Praxis Kommunikation: Die momentanen Grenzen bei der FMC-Umsetzung

41

Peter Monadjemi: «Microsoft 2.0 angekündigt, aber nicht ausgeliefert»

43

Die Zeit ist reif für Security-SaaS

44

Web-Anwendungen effektiv testen

46

Karriere & Weiterbildung Die Grundlagen der Ethik vermitteln

48

Agenda / Veranstaltungen

50

Lesetips für IT-Professionals

51

und ausserdem IT @ home: Strom sparen mit Click

52

Radio im Klavierlackwürfel

52

Erste Feldtests mit dem UMTS-Nachfolger LTE

53

Impressum, Vorschau

54

IT@home: Der Standbykiller Jährlich werden in der Schweiz alleine über zwei Milliarden Kilowattstunden an Strom nur durch den Standby-Betrieb von Elektrogeräten verschwendet. Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) wollen einen Beitrag zur Senkungen dieses unnötigen Energieverbrauchs leisten und haben deshalb einen Standbykiller namens «Click» entwickelt. Seite 52

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aktuell

News & Analysen

Finance Forum verliert Besucher, Avaloq gewinnt Kunden Weniger Leute als letztes Jahr fanden den Weg an das Finance Forum in Zürich. Und die Bankenwelt setzt laut einer Studie von Active Sourcing ihre Hoffnungen auf die Bankenlösung von Avaloq.

D

as letzte Woche im Zürcher Kongresshaus durchgeführte Finance Forum verzeichnete 2750 Besucher. Jacqueline Schleier, Managing Partner der Finance Forum Management AG, spricht von einem «leichten Besucher­ rückgang». Im letzten Jahr ver­ meldete der Veranstalter «rund 3000» Besucher. Der erste Messe­ tag des Finance Forum, das dieses Jahr unter dem Motto «Besser werden? – Anders sein – Perspektiven im Wandel» stand, war im Vergleich zum zweiten

deutlich besser besucht. Laut Erfahrungsberichten sei es sogar gestossen voll gewesen. Einig waren sich die meisten Aussteller und Besucher darin, dass es sich beim Finance Forum heute vor allem um ein Treffen der IT-Branche handle. Tatsäch­ lich hatte man den Eindruck, nur wenige potentielle Kunden an den Ständen zu sehen. Diesen Eindruck bestätigte auch René Meier, Managing Director des Finance Forums gegenüber unserer Schwesterzeitschrift IT Reseller: «Es lässt sich nicht

Glasfaser-Skeptiker Wem gehört die Zukunft in der Schweizer Telekommunikation? Viele Städte und Unternehmen beantworteten diese Frage in den letzten Wochen mit «Glasfaser» und verkündeten grosse Bau­ pläne in Milliardenhöhe. Über alternative Lösungen wurde kaum gesprochen. Swisscable, der Verband der Schweizer Kabel-TVUnternehmen, brachte sich jetzt aber mit ganz markanten Aussa­ gen und einer neuen Studie im Rücken als grossen GlasfaserKonkurrenten ins Spiel. «Wir können gut auf den Glasfaser-Rummel verzichten», meinte Verbandspräsident Hajo



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Leutenegger anlässlich der Jahrestagung von Swisscable, wo man die Ergebnisse der ange­ sprochenen Studie präsentierte, gelassen. Die Studie zeige, dass die eigenen, bereits existierenden Hybrid-Fiber-Coax-Netze (HFCNetze), die schon zum grössten Teil aus Glasfasern bestehen, auch sehr ausbaufähig, also zukunftssicher seien. Ausserdem werden laut der Studie die noch in den Startlöchern steckenden Technologien wie Docsis 3 oder DVB-C2 in den nächsten Jahren weitere Effizienzsteigerungen und deutlich mehr Geschwindigkeit ermöglichen. (mv)

Quelle: peterschaeublin.com

Vo n A l i n a H u b e r

Das neue Themenwelten-Konzept des Finance Forums hat sich laut den Veranstaltern bewährt, wie auch die Reduktion der Aussteller.

leugnen, dass wir gerne mehr Banker hier hätten». Unter den 2000 Voranmeldungen haben sich laut Meier rund 800 Banken­ vertreter befunden. Rein rechne­ risch gesehen beträgt der Anteil der Besucher, die nicht aus der IT-Branche stammen, also rund 30 Prozent. Trotz allem zeigten sich Meier und Schleier zufrieden und betonten, dass das neue Konzept mit den Themenwelten (Knowhow, Infrastruktur & Sicherheit, Portfolio- & Risiko-Management, Software für Banken, Kern­ bankenlösungen und Sourcing), den Speakers Corner und den Bars sehr gut aufgenommen worden sei. Um mehr Platz für das neue Raumkonzept zu schaf­ fen, wurde die Anzahl der Aus­ steller von 160 im letzten Jahr auf total 110 reduziert. René Meier verkündete zudem, dass es das Finance Forum im nächsten Jahr auch in Deutsch­

land geben werde, nämlich am 2. und 3. Juni 2009 im Kurhaus in Wiesbaden. Das Zürcher Finance Forum geht am 3. und 4. Novem­ ber 2009 über die Bühne. A propos Finance: Die neuste Ausgabe des «Handout Swiss Banking» des Zürcher Beratungs­ hauses Active Sourcing zeigt, dass sich einige bedeutende Ban­ ken in den letzten Monaten neu orientiert haben. Ausschlagge­ bend dafür waren vor allem die vielen Ausstiege aus bestehenden Kooperationen. Insgesamt wur­ den seit der letzten Studie bei den 163 grössten Schweizer Banken 21 Wechsel im Bereich der Bankenlösungen registriert. Zu den Gewinnern gehört vor allem Avaloq, das neu einen Marktanteil von 24 Prozent aufweist. Finnova hält seinen Anteil von 19 Prozent. Viel an Boden verloren hat RTC bzw. Ibis, bleibt aber mit 31 Prozent an der Spitze.


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Der Swiss Technology Award geht in diesem Jahr an Oerlikon Esec und zwar für eine vollkommen neu entwickelte Hochpräzisionsmaschine für die Chipmontage in der Halbleiterindustrie. Die Maschine mit Namen Bonder 2100 xP soll in der Verarbeitung von Computerchips schneller, genauer und zuverlässiger sein und sei in der Lage, innerhalb einer Sekunde vier Chips mit einer Genauigkeit von 5 Tausendstel Millimeter zu platzieren.

Orange kauft Citydisc Citydisc geht in den Besitz von Orange über. Bis im Sommer 2009 will der Telekom-Anbieter das Multimedia-Sortiment mit den eigenen Telekom-Angeboten kombinieren und ein neues Shopkonzept umsetzen. Durch die Akquisition von Citydisc weite Orange sein Vertriebsnetz deutlich aus und verschaffe sich im Multimediageschäft vielversprechende Synergien, so Orange-CEO Andreas Wetter. Angaben zum Kaufpreis wurden keine gemacht.

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Oerlikon wird geehrt

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Comcom-Chef Marc Furrer übt in einem Interview mit der «Handelszeitung» scharfe Kritik an den Playern im helvetischen Telekommunikationsmarkt. Das Gejammer der Swisscom-Konkurrenten über fehlenden Wettbewerb lasse er nicht gelten, so Furrer, und wies die Unternehmen auf ihre eigenen Fehler hin. Zuversichtlich ist Furrer hinsichtlich einer Einigung über die Spielregeln beim Aufbau der Glasfasertechnologie.

Swisscom besser als Sunrise Swisscoms Umsatz kletterte in den ersten neun Monaten 2008 von 8,082 auf 9,085 Milliarden Franken. Das Betriebsergebnis erhöhte sich um 10,4 Prozent auf 3,615 Milliarden Franken. Sunrise verbuchte derweil einen Umsatzrückgang um 79 Millionen auf 1,378 Milliarden Franken. Und auch das Betriebsergebnis sank um 55 auf 329 Millionen Franken.

Google doch nicht mit Yahoo Der Deal zwischen Google und Yahoo ist geplatzt. Die Bedenken der Kartellbehörden gegenüber dem Deal seien laut Google zu gross gewesen, als dass dieser in absehbarer Zeit je bewilligt worden wäre. Yahoo-CEO Jerry Yang hat sich derweil laut Medienberichten auf einer Konferenz in San Francisco gegenüber einem neuen Übernahmeangebot von Microsoft offen gezeigt. Das Beste, was Microsoft jetzt machen könne, sei, Yahoo zu kaufen, so Yang weiter.

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Die Auflösung des Joint-Ventures Fujitsu Siemens Computers (FSC) ist eine beschlossene Sache. Siemens verkauft seine Anteile an Fujitsu, das für 50 Prozent 450 Millionen Euro bezahlt. Im Zuge der neuen Vereinbarung tritt der FSC-CEO Bernd Bischoff zurück. Neuer Chef wird der bisherige CIO und CFO Kai Flore. Ob es zu Entlassungen kommen wird, ist unklar. Entsprechende Gerüchte wurden vom Konzern nicht kommentiert. Bei FSC Schweiz scheint man sich derweil über den Verkauf zu freuen. Und laut Ralf Stein, Head of Marketing & Communications bei FSC Schweiz, werde es keine negativen Auswirkungen für den Schweizer Ableger geben, schon gar keine Entlassungen. (ahu)

Marc Benioff, CEO von Salesforce.com, nutzte die vergangene Woche in San Francisco abgehaltene Anwenderund Entwicklerkonferenz «Dreamforce», um das Ende der Mit «Force.com Sites» können Firmen Software anzukündiöffentliche Web-Anwendungen hosten. gen. Die Dreamforce stand denn auch ganz im Zeichen von Cloud Sites werden Force.com-ApplikaComputing. So propagierte tionen und -Daten über das Benioff unter anderem «Force. Internet nun anderen Anbietern com Sites». Mit diesem Service zugänglich gemacht. Momentan will der CRM-Spezialist definitiv wird Force.com Sites noch von in der Cloud Fuss fassen. Firmen- Entwicklern getestet, die finale kunden sollen künftig über die Version soll 2009 veröffentlicht Force.com-Plattform öffentliche werden. Ebenfalls neu im AngeWeb-Anwendungen hosten bot ist «Force.com for Amazon können. Bislang beschränkte sich Web Services», zudem präsendie Nutzung von Force.com auf tierte man über 50 neue Features Team-Mitglieder. Mit Force.com für das «CRM Winter ’09». (ahu)

Comcom-Chef kritisiert

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Dreamforce für Cloud

Die neue Belinea Schweiz wird in den nächsten Tagen kontinuierlich neue Produkte in ihren Händler-Shop aufnehmen, nachdem es durch die Insolvenz der deutschen Muttergesellschaft in den letzten Wochen zu Liefer­ engpässen und Verfügbarkeitsproblemen bei Geräten und Ersatzteilen gekommen war. Zusätzlich zu dem bestehenden Maxdata- und Belinea-Angebot sollen nach und nach weitere Hersteller ins Portfolio aufgenommen werden. Von der Mehr-

FSC-Verkauf ist Tatsache

Mehrlieferanten-Strategie

lieferantenstrategie versprechen sich die neuen Besitzer neben dem breiteren Sortiment auch eine bessere Verfügbarkeit der Produkte. Für Unternehmenskunden dürfte zudem von Bedeutung sein, dass neben dem eigentlichen Fortbestand der Firma auch die Frage der Reparatur von bestehenden Maxdata- und Belinea-Geräten geregelt ist: Durch die Tatasache, dass die Maxdata-Service-Tochter SLPS mittels eines Management Buyouts gerettet werden konnte, erhalten die Schweizer nun auch wieder Ersatzteile, um anstehende Reparaturen auch ausführen zu können. Man werde in den nächsten Tagen für sämtliche nicht erledigten Reparaturen eine Lösung finden, heisst es aus dem Zugerischen Baar. Bleibt zu hoffen, dass die Kunden dem Schweizer Team wie bisher ihre Treue halten. (mh)

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derzeit bei Maxdata Schweiz angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen weiter­ beschäftigt werden, sagt Widmer im Gespräch mit InfoWeek. «Die kommenden Monate müssen allerdings erst noch zeigen, in welchem Ausmass das möglich sein wird», sagt Widmer zu InfoWeek.

Es war sowohl für Geschäftskunden, Händler und nicht zuletzt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Maxdata Schweiz ein langes Warten, bis letzten Donnerstag nach viereinhalb monatiger Unsicherheit endlich Klarheit herrschte über die Zukunft der seit ihrer Gründung profi­tablen helvetischen Niederlassung des deutschen Computerherstellers Maxdata. Nun ist klar: Brunen-IT, der deutsche Online-Händler, der bereits die Marke Belinea der Konkurs gegangenen Maxdata gekauft und als Investor in die Bresche gesprungen ist, übernimmt die Mehrheit der Schweizer Maxdata-Organisation und firmiert das Unternehmen in Belinea AG Schweiz um. Ebenfalls an Belinea Schweiz beteiligt ist das langjährige Schweizer Management, namentlich Geschäftsführer Eric Hofmann und MarketingDirektor Carlo Widmer. Die

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Maxdata Schweiz überlebt

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News & Analysen

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Das BVGer ist mit den Open-SourceAnwendungen des Bundesgerichts unzufrieden. Nun soll es Microsoft richten.

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as Bundesverwaltungsgericht (BVGer) bezieht seine Informatik künftig nicht mehr beim Bundesgericht. Die Informatiklösung des Bundesgerichts basiert auf einer Reihe von Open-Source-Anwendungen wie StarOffice, Alfresco, OpenSolaris und Jasper-Report, kombiniert mit gerichtsspezifischen Programmen. Das passt dem BVGer nicht. Von Anfang an vermochten die Anwendungen nicht zu überzeugen, insbesondere die Geschäftskontrolle und die Textverarbeitung wurden als ungenügend eingestuft. Beim BVGer ist man überzeugt, dass

man mit in einer MicrosoftUmgebung betriebenen Standard­ applikationen besser bedient ist. Wie BVGer-Präsident Christoph

Quelle: Claude Huber, Photographe, Lausanne

Bundesgericht in Lausanne

Bandli gegenüber InfoWeek sagte, soll der Wechsel Ende 2010, spätestens aber Anfang 2011 über die Bühne gehen. Man stecke mitten in den Vorbereitungen, momentan sei man auf der Suche nach einem Leistungserbringer. Dieser soll in den nächsten Monaten bestimmt werden. Danach werde man ein Pflichtenheft mit den Fachanwendungen erstellen. Der Wechsel erfolge dann mit Hilfe externer Leute. Die Investitionen in Hardund Software schätzt Bandli auf vier bis fünf Millionen Franken. Beim Bundesgericht zeigt man sich ob der Trennung natürlich wenig erfreut, insbesondere wegen der damit verbundenen finanziellen und betrieblichen Nachteile. Der eigene Informatikdienst soll aber weitergeführt werden. Man werde an der Vorreiterrolle für Open-SourceAnwendungen festhalten. Die konkreten hausinternen Konsequenzen der Trennung könne man aber erst absehen, wenn die Einzelheiten geklärt seien, so Sabina Motta, Adjunktin des Generalsekretärs des Schweizerischen Bundesgerichts, gegen­ über InfoWeek.

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BVGer geht eigene Wege

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➤ Die Hotelgruppe Hilton verlängert die seit 2003 bestehende Zusammenarbeit mit Swisscom und will diese im Rahmen der geplanten Expansion in Zentral- und Osteuropa ausbauen. Swisscom stellt Internet- und Konferenzdienstleistungen für Zimmer, Business Center und Konferenzräume in ganz Europa zur Verfügung. ➤ RTC bietet künftig in Zusammenarbeit mit Kobil die Authen­tifizierungslösung «MIdentity» für ihr Online-Banking an. Die Smart-Card-Lösung muss nicht installiert werden und soll die Sicherheit bei der Benutzerauthentifizierung erhöhen. ➤ Die Crealogix-Tochter C-Channel konnte die Credit Suisse für ihre Software Netbanking gewinnen. Mit Hilfe von Netbanking sollen die Credit-SuisseKunden ihre Bankgeschäfte auch offline erledigen können – kostenlos. ➤ Der IT-Dienstleister Exsigno aus Dübendorf konnte einen Auftrag der SBB über 20 Millionen Franken ergattern. Exsigno wird in den nächsten 7 Jahren Beratung und Support für SAP Business Intelligence bei den SBB erbringen. ➤ Die St. Galler Spitalregionen haben Abraxas mit der Lieferung eines Master Patient Index beauftragt. Er soll die eindeutige Identifizierung von Patienten und damit den strukturierten Austausch medizinischer Daten ermöglichen. ➤ Das System­ integrations- und Beratungsunternehmen Optaros baut die Zusammenarbeit mit Jaspersoft aus, die auf Business-Intelligence-Lösungen im Open-Source-Bereich spezialisiert ist. ➤ Namics hat zusammen mit Quantico die Webseiten des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), des Bundesamts für Statistik und des Bundesamts für Landestopographie auf das CMS Day Communiqué in der Version 4.2 migriert. ➤ Orange übernimmt den Schweizer Musik- und Multimedia-Händler Citydisc. Die Citydisc-Shops sollen um die Telekommunikationsangebote von Orange ergänzt werden. Sämtliche Citydisc-Angestellten werden übernommen. ➤ Adrian Schlund, Chef von BT Schweiz, löst Franz Grütter als CEO vom ISP Green ab.

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E-Gov-Projekte laufen Erste der vor einem Jahr festgelegten Vorhaben zur Modernisierung der Verwaltung befinden sich in der Realisierungsphase. Darüber wurde der Steuerungsausschuss des Programms EGovernment Schweiz, der aus Vertretern der Exekutiven von Bund, Kantonen und Gemeinden besteht, an seiner zweiten Sitzung informiert. Gemeinsam mit den für die Vorhaben zuständigen federführenden Organisationen hat die Geschäftsstelle E-Government Schweiz eine Roadmap der Projekte erarbeitet, die an der Sitzung beschlossen wurde. Die Roadmap soll nun jährlich aktualisiert werden. Durch ein Monitoring soll zudem allfälliger

Handlungsbedarf festgestellt werden. Die Standardisierung zum Austausch von Lohndaten zwischen den Firmen, Versicherungen und Verwaltungsstellen ist eines der Beispiele für die Modernisierung der Verwaltung. Die Führung bei diesem Projekt hat der Verein Swissdec. Während dem am 18. November stattfindenden E-Government-Symposium Bern am 17. November wird zum ersten Mal eine Sitzung der federführenden Organisationen (ffO) durchgeführt. Unter www.egovernment.ch findet man alle Informationen zur Umsetzung der E-Government-Strategie. (ahu)

Tamedia kauft Zattoo-Anteil Das Verlagshaus Tamedia setzt seine Investitionen im OnlineBereich fort: Nachdem man erst vor kurzem Search.ch übernommen hat, beteiligt man sich nun mit 24,5 Prozent am Internet-TVAnbieter Zattoo. Allerdings nicht an dessen gesamtem Betrieb, sondern nur an einer noch neu zu schaffenden Zattoo Schweiz AG. Bei Zattoo, wo man noch im Frühjahr mit grossen finanziellen Problemen zu kämpfen hatte, freut man sich über den neuen Investor. Gemeinsam will man den Internet-TV-Dienst in der Schweiz weiter ausbauen und vermarkten. (mv)

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Das St. Galler Parlament hat sich für den Ausbau und Betrieb eines flächen­ deckenden Glasfasernetzes für die Stadt. St. Gallen ausgesprochen, das allen Internet- und Kommunikationsanbietern zugänglich sein wird. Das Netz soll in den nächsten zehn Jahren gebaut werden. Der restliche Ausbau folge dann ab 2018. Insgesamt sollen so 90 Prozent aller Unternehmen und Haushalte mit Glasfaseranschlüssen versorgt werden. Die Investitionskosten werden sich auf 78 Millionen Franken belaufen.

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«Inside IT» und meint, es handle sich bei der ungewöhnlichen Aktion um eine Vorsichtsmass­ nahme: «Wir wollten sicher gehen, dass wir uns später keine Vorwürfe machen müssen, weil wir nicht früh genug kommuni­ ziert haben.» Im Rahmen der Telefonaktion sei «eine hohe dreistellige Zahl» von Kunden kontaktiert worden, die Telefon­ kontakte erlaubt hätten. Microsoft habe, so Barbara Josef, auch aus früheren Vorfällen gelernt, bei denen die Informa­ tionen nicht schnell genug geflossen seien – «die Sicher­ heitskultur hat sich geändert». Der aufwendige Telefonalarm war denn auch erfolgreich: Wegen der Schwachstelle seien bisher keine Schäden zu verzeichnen. Angriffsversuche auf bereits gepatchte Systeme habe es aber durchaus gegeben. (ubi)

Am 23. Oktober veröffentlichte Microsoft einen ausserplanmäs­ sigen Patch für Windows 2000, XP und Server 2003. Das zugehö­ rige Security Bulletin MS08-067 bezeichnet die fragliche Schwach­ stelle in der Verarbeitung von RPC-Anfragen durch den Win­ dows-Serverdienst als «kritisch» und empfiehlt, den Sicherheits­ update sofort zu installieren. Der Fehler tritt auch in Windows Vista und Server 2008 auf, wird dort aber nur mit der Bedeutung «hoch» eingestuft. Microsoft misst dem Problem offenbar eine besonders grosse Bedeutung zu. In den letzten zwei Wochen rief die Schweizer Niederlassung bei zahlreichen Kunden den Systemadministrator an, um auf den dringlichen Patch hinzuweisen. Mediensprecherin Barbara Josef bestätigte eine entsprechende Meldung von

St.Galler bauen Glasfasernetz

Green.ch will auf ewz.zürinet Die Dienstleistungen für KMU des Schweizer ISP Green.ch sind ab Anfang 2009 auf dem Zürcher Glasfasernetz ewz. zürinet erhältlich. In einem ersten Schritt stellt Green.ch hochverfügbare Datenlei­ tungen mit hohen symmetrischen und asymmetrischen Up- und DownloadGeschwindigkeiten an. Weitere Angebote sollen folgen. Green.ch-CEO Franz Grüter freut sich, künftig nun noch zielgrup­ penspezifischere Dienstleistungen für KMU anbieten zu können. Das moderne FTTH-Breitbandnetz ewz.zürinet ist seit dem ersten Juni 2008 in Betrieb.

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www.wgj.com

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Wie das RSA FraudAction Research Lab berichtet, hat der BankingTrojaner Sinowal alias Torpig oder Mebroot in den vergangenen drei Jahren die Login-Daten von 300’000 Konten ausspioniert. Die Informationen seien danach an eine Datenbank geschickt worden. Um den Anwendern beim Aufruf einer bekannten Seite die dazuge­ hörigen Daten abluchsen zu können, injiziert Sinowal in die im Browser dargestellte Webseite einen eigenen Code. Wie er Systeme genau infiziert, kann gemäss RSA nicht nachverfolgt werden. Es sei bemerkenswert, wie die Cyberkriminellen es über einen Zeitraum von drei Jahren geschafft haben, die Kommunika­ tionsinfrastruktur des Trojaners mit seiner Datenbank aufrecht zu erhalten. (ahu)

Microsoft telefoniert

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Gigantischer Datenklau

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200.CHF

CASH-BACK

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www.brother.ch/promotionen

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Alle Modelle, alle Details zu dieser und weiteren Brother Jubiläumsaktionen auf

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Zum 50jährigen Europa-Jubiläum gibt es bei Brother bis zu CHF 200.- Cash-Back auf zahlreiche Produkte! Das ist unser Dankeschön für Ihr Vertrauen. Feiern Sie mit uns – die grosse Brother Jubiläumsaktion! Ab sofort im Handel!

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01.10.2008 bis 31.12.2008


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Eine Authentisierungslösung aus dem IBM-Forschungslabor in Rüschlikon soll den Datentransfer beim Online-Banking sicherer machen. Der Prototyp des Gerätes namens «Zone Trusted Information Channel» (ZTIC) ähnelt einem USB-Stick mit Display und Steuerungstasten. Der Stick stelle eine sichere Verbindung zum Banking-Server des Finanzinstituts her, so IBM. Dabei umgehe die Verbindung den Rechner des Anwenders, der mit Malware infiziert sein könnte. Über den Bildschirm des Gerätes lassen sich alle für die Transaktion

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Sicherheit ab Stick

Momentan stehen erste Prototypen des ZTIC für Tests und Pilotanwendungen bereit.

benötigten Informationen eingeben. Wer die Verbindung zur Bank noch mehr absichern will, der kann den USB-Stick auch als Smartcard-Lesegerät benutzen. Zur Verschlüsselung setzt das Gerät auf das Protokoll TLS/SSL. Zudem ist es mit einer eigenen TLS-Engine ausgestattet. Für die Nutzung des ZIC muss weder die auf den Bank-Servern verwendete Software noch die BankingSoftware auf Client-Computern verändert werden. (ahu)

Neue SteuerIT im Aargau Das Steueramt des Kantons Aargau hat die erste grosse und 8,4 Millionen Franken teure Phase seines Projekts zur Erneuerung der Steuer-Informatik abgeschlossen. Dabei wurden verschiedene neue, auf .NET basierende Applikationen in Betrieb genommen und die 20 Jahre alten Basissysteme in eine neue Technologie migriert. Das Herzstück der neuen Lösung, von der 1300 Arbeitsplätze profitieren, bilden das Steueradressregister mit 885’000 Anschriften sowie die beiden Bezugssysteme für die kantonalen und die Bundessteuern. Eine frische Quellsteuerapplikation ist bereits länger in Betrieb. In einer zweiten Phase sollen nun bis 2013 einige weitere neue Steuerapplikationen hinzukommen. (mv)

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Ebay will laut Berichten von deutschen Medien künftig das gesamte EuropaMarketing, das bisher von Berlin aus gesteuert wurde, in die Schweiz zügeln. Wieviele Arbeitsplätze Ebay in der Schweiz schafft und wo der Standort sein soll, ist noch nicht bekannt. Gegenüber dem «Tagesanzeiger» sagte Mediensprecherin Sabine Schneider nur, der Standort Schweiz werde gestärkt, Zürich sei eine Option. Laut der deutschen «Wirtschaftswoche» zieht man in die grösste Schweizer Stadt.

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Ebay zügelt Marketing in CH

Die IT-Messe Orbit lanciert mit der Ausgabe 2009 den ersten Schweizer «Green IT Innovation Award». Der Award soll bestehende Lösungen honorieren und zu Innovationen anregen. Teilnehmen können alle in der Schweiz ansässigen Firmen. Der Preis wird als Höhepunkt des «Green IT Zoom-Day» am 15. Mai 2009 verliehen und zwar in insgesamt drei Kategorien: Green-IT-Lösungen für IT-Anwendungen, für Konsumenten und für eine kohlenstoffarme Wirtschaft. Zusätzlich gibt es einen Förderpreis für die beste Startup-Idee.

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Schweiz

Orbit verleiht Green-IT-Award

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News & Analysen

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Damit man Ihr Geschäft auf Anhieb findet: map Link auf search.ch

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PDC 2008

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Microsofts Computer-Tisch Surface war an der PDC das Spielzeug schlechthin. Ausserdem wurde auch das erste Software Development Kit (SDK) für Surface veröffentlicht. Zudem zeigte man bereits die kommende Generation von Surface, «SecondLight». Er kann zwei unterschiedliche Bilder gleichzeitig projizieren: eines auf den Tisch, das andere auf ein lichtdurchlässiges Stück Plastik.

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Quelle: Microsoft

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Visual Studio 2010 Microsoft verteilte an der PDC eine erste Testversion seiner neusten EntwicklerUmgebung Visual Studio 2010. Das Programm soll dank einer neuen mit WPF gestalteten Oberfläche benutzerfreundlicher sein und neu auch die Arbeit mit mehreren Monitoren unterstützen.

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Details zu «Oslo» und «M» An der PDC gab es auch weitere Details zur Modelierungs-Plattform «Oslo» und der damit verbundenen neuen Programmiersprache «M». Sie gliedert sich in die drei Untersprachen MSchema, MGrammar und MGraph. «Oslo» soll neben «M» auch einen grafischen Designer namens «Quadrant» und ein datenbankbasiertes Repository für Modelle enthalten.

2009 wieder eine PDC Wie Microsoft mitteilt, wird man bereits im kommenden Jahr wieder eine PDC durchführen. Sie findet vom 17. bis 20. November 2009 in Los Angeles statt.

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neue Windows: «Vor allem, was den Ressourcenbedarf betrifft, haben wir heute ja gute Nachrichten vernommen.» Adrian Schiess von Flashpoint Informatik sieht die VirtualisierungsIntegration als wichtige Neuerung: «Virtualisierung ist den Kinderschuhen entwachsen und bereit für den breiten Einsatz.» (ubi)

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Windows 7 mit seiner neuen Taskleiste.

SDK für Surface

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Die erste öffentliche Beta soll im Frühjahr 2009 erscheinen. Während Windows 7 noch auf dem Rechner installiert werden muss, schickt Microsoft seine wohl zweitbekannteste Software, die Office-Suite, ins Netz. Word, Excel, PowerPoint und OneNote werden in Office 14 neu auch komplett als Service aus der Cloud erhältlich sein.

Das halten MS-partner von Windows 7 Windows 7 war auch an den Microsoft Partner Days ein Thema. Nach der Präsentation äusserten sich die Teilnehmer mehrheitlich positiv. «Es klingt spannend und geht in die richtige Richtung», meint Urs Gerber, Verkaufs- und Marketingleiter bei Sercon. Jürg Geiser, Geschäftsführer der Sevitec AG, freut sich auf das

Microsoft verteilte an der PDC nicht nur eine Pre-Beta von Windows 7 sondern auch vom Windows Server 2008 R2, der 2010 auf den Markt kommen soll. Microsoft verspricht unter anderem Verbesserungen im Umgang mit Hyper-V, eine Stromsparfunktion für RZ und neue aufgabenorientierte Oberflächen.

die azure-services-plattform

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dafür bereitzustellen. Die Schnittstelle zwischen Azure und Benutzer beziehungsweise Entwickler ist die angesprochene «Azure Services Plattform» (siehe Grafik rechts), die von Microsoft-CEO Steve Ballmer als nichts weniger als die «Plattform für die nächste Technologie-Revolution» betitelt wurde. Hier können Internetbasierte Anwendungen gehostet, entwickelt und betrieben werden. Dazu stehen dem Benutzer folgende fünf Tools zur Verfügung: Live Services, .NET Services, SQL Services, Sharepoint Services und Dynamic CRM Services. Wann Windows Azure und die dazugehörige Plattform veröffentlicht werden, ist noch nicht bekannt. Bisher existiert erst ein Community Technology Preview (CTP) für Entwickler. Vom Backend-Betriebssystem Azure nun zum Front-EndBetriebssystem Windows 7 sowie den ersten, offiziellen Details dazu: Es wird eine komplett neue Taskbar geben, die optisch an Apples Dock erinnert (siehe Bild

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E

nde Oktober lud Microsoft zur Professional Developers Conference (PDC) 2008 nach Los Angeles ein. Rund 6500 Entwickler und Kunden aus der ganzen Welt folgten dem Aufruf. Viele warteten an der PDC auf die ersten Infos zu Windows 7, aber Microsoft war ein Thema wichtiger: Cloud Computing. «Wir befinden uns aktuell an einem grossen Wendepunkt», stellte Microsofts Chief Software Architect Ray Ozzie fest, die Transformation von herkömmlicher Software hin zu Dienstleistungen aus dem Internet finde statt. Microsofts Antwort darauf lautet «Windows Azure», ein Betriebssystem fürs Cloud Computing. Windows Azure ist ein OS, das der Benutzer selbst nie zu Gesicht bekommen wird. Es läuft auf den Servern von Microsoft und ermöglicht dort Basis-Dienste, um die darauf aufbauende «Azure Services Plattform» und weitere Anwendungen zu hosten, administrieren oder Speicherbedarf

Windows Server 2008 R2

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An der PDC standen ganz unerwartet zwei neue Betriebssysteme im Vordergrund: Zu Windows 7 gesellte sich Windows Azure.

unten links). Mit an Bord ist die Applikation Device Stage, die eine schnelle Übersicht über alle angeschlossenen Geräte und ihre Eigenschaften ermöglicht. Auch ganz interessant ist das ActionCenter, das alle zumeist lästigen Programm-Meldungen aus der Symbolleiste zusammenfasst. Weiter können virtuelle Harddisks direkt aus Windows 7 gestartet werden. Und natürlich bietet der Vista-Nachfolger auch viele, neue Multi-Touch Features. Das neue OS scheint zudem sehr ressourcensparend zu sein: Anlässlich der PDC zeigte man ganz kurz ein Netbook mit einem 1-GHzProzessor und 1 GB RAM, auf dem angeblich das neue OS lief.

Microsofts OS für die Wolke

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News & Analysen

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Gartner sieht für den Software-as-a-ServiceMarkt vor allem im Office-Bereich ein grosses Umsatzwachstum kommen.

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ie Marktforscher von Gartner sind sich sicher: Software-as-a-Service (SaaS) wird sich in den kommenden Jahren in den Unternehmen durchsetzen. Die Umsätze, die weltweit mit SaaS gemacht werden, betrugen im letzten Jahr noch 5,1 Milliarden Dollar. Bereits für dieses Jahr rechnet Gartner mit einem Wachstum von 27 Prozent und einem Gesamtumsatz von 6,4 Milliarden Dollar. Bis 2012 sollen dann schon 14,8 Milliarden Dollar mit SaaS umgesetzt werden, was mehr als einer Verdoppelung entspricht.

Heute dominieren laut den Analysten vorwiegend Anwendungen aus dem Bereich Content, Communications und Collaboration und dem Customer Relationship Management den SaaSMarkt. Stichworte dazu sind WebConferencing und Salesforce. In den kommenden Jahren erwartet Gartner nun vor allem in den bisher kleinen Bereichen von Office- und Digital-ContentCreation-Anwendungen eine starke Zunahme, sowohl an Angeboten wie auch an Umsatz. Alleine die SaaS-Office-Sparte soll 2012 um die 1,9 Milliarden Dollar Umsatz erzielen.

Die Gründe für das grosse SaaS-Wachstum sind laut Gartner verschiedener Natur. Einerseits seien Bedenken betreffend Sicherheit, Antwortzeiten und Verfügbarkeit der Services in vielen Firmen verschwunden. Andererseits seien viele Unternehmen heute und in Zukunft vermehrt auf der Suche nach Lösungen, um einerseits ihre ITAusgaben zu senken und andererseits ganz spezielle Einsatzzwecke schnell abdecken zu können. Zudem würden auch die unterdessen weit verbreiteten Breitbandverbindungen den Wechsel auf SaaS vereinfachen.

SaaS-UmsatzPrognose bis 2012 14,8 Mia.

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Quelle: Gartner

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identischen Windows 2.1 betrat damit auch IBM die GUI-Ära für PC-Betriebssysteme. OS/2 PM war allerdings deutlich weniger spektakulär als das kurz davor angekündigte Interface von Steve Jobs' Unix-basierten Next-Workstations.

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➤ OS/2 wird grafisch: Im November 1988 kam das IBM-Betriebssystem OS/2 1.1 mit einer bahnbrechenden Neuerung auf den Markt: Mit dem Presentation Manager (PM) erhielten die Anwender erstmals eine grafische Oberfläche mit Fenstern und Menüs. Nach dem anfangs belächelten Mac und dem optisch fast

Mehr SaaS fürs Office

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➤ Der erste Internet-Wurm: Eigentlich wollte Robert Tappan Morris, damals Informatikstudent an der Cornell University, am 2. November 1988 bloss ermitteln, wieviele Rechner ans Internet angeschlossen waren. Er entwickelte zu diesem Zweck ein Programm, das sich auf einem Rechner einnistete, einen Zählwert zurückschickte und sich dann selbst auf weitere Computer kopierte – also einen sogenannten Wurm. Dummerweise war der Morris-Wurm so programmiert, dass er einen bereits befallenen Rechner manchmal erneut infizierte. Das führte zu einer ungewollt rasanten Verbreitung – und da bei jedem Befall ein neuer Prozess gestartet wurde, gingen die infizierten Systeme rasch ins Knie. Morris hatte somit nicht bloss den ersten «öffentlichen» Wurm in die Welt gesetzt (unter Laborbedingungen experimentierte Xerox schon 1979 mit ähnlichen Programmen), sondern das Internet unabsichtlich auch gleich mit den ersten Denial-of-Service-Attacke beglückt. In der Folge wurde Morris, auch dies eine Premiere, nach dem Computer Fraud and Abuse Act von 1986, zu einer allerdings eher leichten Strafe verurteilt. Heute ist Morris Professor am Massachusets Institute of Technology (MIT).

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Markt & Trends

Vor 20 Jahren

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SAP baut Hosting um Die SAP-Tochter «SAP-Hosting» soll umstrukturiert werden. Im Rahmen der Neuorganisation könnte das dazugehörige Rechenzentrum für die MittelstandsSoftware «Business By Design» in St. Leon-Rot bei Walldorf schon bald einen neuen Besitzer haben. Wie verschiedene Medien unter Berufung auf informierte Kreise berichteten, seien die Gespräche schon weit fortgeschritten. Als mögliche Käufer werden British Telecom (BT) und T-Systems gehandelt. Derweil kämpft SAP bei Business By Design mit Schwierigkeiten, die den Start der Mittelstands-Software, die über das Internet gemietet werden kann,

weiter verzögern könnten. Vor dem Herbst 2009 sei ein breiter Start am Markt nicht zu erwarten, werden mehrere mit dem aktuellen Entwicklungsstand vertraute Personen zitiert. Aktuell läuft die Software zu Testzwecken in einigen Unternehmen. Dabei gebe es nicht nur technische Probleme. Viele potentielle Kunden könnten sich nicht damit anfreunden, ihre Firmendaten an SAP oder einen anderen Dienstleister zu übergeben. Bei SAP überlege man sich daher ein neues Geschäftsmodell, bei dem in den Firmen ein Rechner samt SAP-Software installiert werde. Support und Wartung würden per Fernzugriff erledigt. (ahu)

Erweiterte SLAs Google und Amazon weiten ihre Service Level Agreements (SLA) aus. So dehnt Google die SLA für seine Google Apps Premier Edition auf die Anwendungen Calendar, Docs, Sites und Talk aus. Bislang hat der Suchmaschinenbetreiber einzig für Google Mail eine Uptime von 99,9 Prozent garantiert. Derweil garantiert Amazon für seinen Online-Service Elastic Compute Cloud (EC2), in dessen Rahmen man virtuelle XenInstanzen auf Amazons Infrastruktur mieten kann, neu eine Verfügbarkeit von 99,95 Prozent für jede Region. (ahu)


IT & Gesellschaft

News & Analysen

Komplexität zerstört Vertrauen

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as globale Finanzsystem hat uns in den letz­ ten Wochen ein Schulbeispiel dafür geliefert, wie Vertrauen rasch verloren und nur äus­ serst mühsam wieder aufgebaut werden kann. Dabei liegt der Hauptgrund für den Vertrau­ ensverlust darin, dass die Komplexität dieses Finanz­ systems und der darin gehandelten Finanzprodukte auch von den professionellen Be­ teiligten nicht mehr vollständig durchschaut werden kann. Nie­ mand weiss genau, welche Aus­ wirkungen von welchen Quellen ausgehen. Aus Sicht der Informa­ tik ist an diesem Beispiel beson­ ders interessant, dass bei Finanz­ produkten sowohl die Objekte – das Geld – wie auch die Methoden und Werkzeuge ausschliesslich in­ formationstechnische Gebilde sind, somit virtuell und nur in Computern realisiert, aber mit sehr konkreten Auswirkungen auf die reale Welt. Das ist Informa­ tionsgesellschaft pur. Die Informationsgesellschaft ba­ siert auf digitalen Geräten (Hard­ ware) einerseits, auf Programmen und Daten (Software) anderseits. Beide Bereiche haben im letzten halben Jahrhundert eine gewaltige Entwicklung er­ lebt. Geräteseitig ermöglichte der noch immer an­ dauernde exponen­tielle Leistungszuwachs der Mikro­ elektronik (Moore’s law) ständig grössere Prozessoren und Speicher. Diese Geräte könnten aber ihre heu­ tigen Leistungen nicht erbringen ohne die zugehö­ rigen Programme. Und in diesen steckt die wohl grösste Gefahr für die Informationsgesellschaft und damit auch für das Vertrauen in deren Funktionsfä­ higkeit: Es geht um die Komplexität der Software-Lö­ sungen. Gerade weil die Programme selber immate­ riell sind, gibt es praktisch keine Grenzen für deren Umfang. Professionelle Programmsysteme umfassen Millionen von Elementarbefehlen, deren Fehlerfrei­ heit niemand mit Sicherheit garantieren kann. Diese Unsicherheit beschränkt sich nicht auf ein­ zelne Computerprogramme, sondern umfasst infolge

der Vernetzungsmöglichkeiten über Internet und andere Netze eine Vielzahl von Teilbereichen und somit weitgehend die ganze globalisierte Welt. Aktu­ ellstes Beispiel für diese komplexitätsbedingten glo­ balen Unsicherheiten ist die bereits genannte Ban­ kenkrise der letzten Wochen. Wir erinnern uns aber auch an die seinerzeitige Angst vor dem «Jahr-2000Problem». Jene Unsicherheit hat die Informatikdienstleister der ganzen Welt insgesamt etwa 600 Milliarden Dollar an vorausei­ lenden Reparaturaufwendungen an alten Programmen gekostet. Was ist daraus zu lernen? Ge­ rade im Bereich der immateriellen Programme und Daten muss Kom­ plexität entschieden bekämpft werden. Niklaus Wirth hat mit seinen Programmiersprachen (Pascal usw.) einfache Werkzeuge bereitgestellt und gleichzeitig «barocke Programmierung» zeit­ lebens angeprangert. Und ich habe für Informatik-Projekte immer die 80-20-Regel betont: Bei der Entwicklung grosser Pro­ gramme entfallen etwa 80% des Aufwands auf die Bearbeitung der kompliziertesten 20% aller Fälle. Also lohnt es sich meistens, zuallererst die kompli­ ziertesten Fälle abzubauen. Komplexe Systeme sind undurchsichtig. Sogar dann, wenn sie fehlerlos arbeiten, belasten sie das Vertrauen. Und ohne Vertrauen kann eine Informa­ tionsgesellschaft nicht funktionieren.

bei finanzprodukten sind sowohl objekte als auch methoden und werkzeuge ausschliesslich informationstechnische gebilde.

Carl August Zehnder ist emeritierter Professor für I n f o r m a t i k a n d e r ETH Z ü r i c h . (zehnder@inf.ethz.ch)

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3 Nicht-geplanter Windows-Patch In Windows ist ein Leck aufgetaucht, das sofort mit einem ausserplanmässigen Patch geschlossen wurde.

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Der Online-Katalog von HP USA präsentierte für kurze Zeit ein neues Netbook namens «Mini 1000».

4 Mit iPhone auf den Heimrechner Mit LogMeIn kann man via Internet auf den Rechner zu Hause zugreifen.

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2 HP: Neues Mini-Notebook?

5 MS verrät Office-14-Details An der Professional Developer Conference hat Microsoft erste Details der nächsten Office-Version verraten.

6 Dell verwischt Netbook-Grenze Mit seinem neusten Laptop Inspiron Mini 12 verwischt Dell die Grenzen zwischen Note- und Netbook.

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Intel-Manager haben am IDF Taiwan ARM für Performance-Probleme des iPhone 3G verantwortlich gemacht.

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7 Intel nimmt ARM-Kritik zurück

8 Viele Bankenlösungs-Wechsel Der Gewinner ist Avaloq, das am meisten neue Kunden für seine Bankenlösung gewinnen konnte.

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15,3% Video-On-Demand 14,6% P2P-Downloads 7,6% Andere

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25,0% Triple Play (Data, Voice, TV) 22,9% HDTV 14,6% Streaming-Dienste

Das neue OS von Microsoft soll deutlich weniger Ressourcen benötigen und bietet einige neue Features.

9 Neues Steuersystem für Aargau Der Kanton Aargau hat eine neue Steuer-Informatik in Betrieb.

10 Bill Gates: Neues Unternehmen Die Firma heisst ganz mysteriös bgC3 und ist ein Technologie-Think-Tank.

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08.11. bis 22.11.2008 Was erwarten Sie in erster Linie vom jüngst vorgestellten Vista-Nachfolger Windows 7?

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25,0%

Quelle: InfoWeek

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1 Ein erster Blick auf Windows 7

Das Internet wird immer schneller. welcheR High-Speed-Dienst ist der interessanteste?

15,3%

Nächster Quick poll

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neuer Dienste. Wir wollten deshalb in einem Quick Poll von unseren Lesern wissen, welcher der neuen Services sie denn am meisten interessiert. Das Ergebnis des Quick Poll könnte man kurz mit dem Satz «Wer die Wahl hat, hat die Qual» zusammenfassen. Einen eigentlichen Sieger, also einen Dienst,

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as Internet wird immer schneller. Erste kommerzielle Fibre-to-the-HomeAngebote tauchen immer häufiger auf und eifrig werden weitere, neue Glasfasernetze gebaut. Auch die Cablecom baut ihr Netz weiter aus und verspricht mit der neuen Docsis-3.0-Technologie deutlich mehr Speed. Aber auch in den mobilen Breitbandnetzen steht mit LTE bereits eine neue Technologie in den Start­ löchern, die deutlich mehr Bandbreite anbieten wird. Solche High-Speed-Netze ermöglichen eine ganze Reihe

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TOP-ONLINE-NEWS DER LETZTEN TAGE

Welcher Dienst wird der Renner auf den High-Speed-Netzen? Unser Quick Poll zeigt: Es gibt noch keinen eindeutigen Favoriten.

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Mehr Speed, neue Dienste

den sich eine grosse Mehrheit in Zukunft auf den High-SpeedNetzen wünscht, kann man nämlich nicht ausgemachen. An der Spitze liegen punkto Umfragewerte die StreamingDienste, die inklusive der speziellen Kategorie Video-On-Demand, die übrigens etwas mehr gefragt ist als die restlichen Streaming-Dienste (15,3% zu 14,6%), auf 29,9 Prozent kommen. Nur unwesentlich weniger Umfrageteilnehmer haben angegeben, dass für sie Triple-Play (25,0%), also die Konvergenz aus Daten, Telefonie und TV sowie High-Definition TV (HDTV, 22,9%) die interessantesten High-SpeedDienste sind. Für 14,6 Prozent sind dank den markant schnelleren Geschwindigkeiten Peer-to-Peer-Downloads sehr attraktiv, 7,6 Prozent bevorzugen irgendeinen anderen Dienst.

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ware-Version nur zwei Datenbanken per Scheduler sichern. Last but not least kann man sich via Mail über den Erfolg beziehungsweise Misserfolg der Backups informieren lassen.

Jetzt herunterladen unter: www.infoweek.ch/downloads

2000er-Ausführung inklusive den kostenlosen Express-Varianten. Die Sicherungen lassen sich lokal, im LAN oder via FTP ablegen, wobei sie automatisch gezippt werden. Dazu können Backups auch automatisiert zu täglich festgelegten Zeitpunkten durchgeführt werden, allerdings lassen sich in der vorliegenden Free-

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Mit SQLBackupAndFTP ist es äusserst einfach, Microsofts SQLServer-Datenbanken regelmässig zu sichern. Das Tool unterstützt alle SQL-Server-Versionen ab der

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Mini-Notebooks

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Das Netbook als Ersatz fürs Notebook Fast jeder Hersteller hat heute ein Mini-Notebook im Programm. Doch eignen sich die mobilen Winzlinge auch als eigentlicher Notebook-Ersatz? Vo n U r s B i n d e r

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etbooks, auch Mini-Notebooks genannt, grassieren wie die Pilze im regennassen Sommerwald: Praktisch alle bekannten Notebook-Hersteller haben mittlerweile mindestens ein Modell im Programm. Eigentlich als Surfmaschine für den mobilen Studierenden konzipiert, ähneln die Geräte deutlich eher einem herkömmlichen Notebook als die schon länger bekannten Ultramobile PCs (UMPC), die sich von Anfang an nur harzig verkauft haben – was vor allem am Preis liegen dürfte: Während ein UMPC meist über 2000 Franken kostet, sind Netbooks für einige hundert Franken erhältlich, was schon fast zum Spontankauf einlädt. In unserem Vergleichstest stellt die InfoWeek-Redaktion fünf aktuelle Mini-Notebooks unter Windows XP mit Harddisk, grossem Bildschirm und mehr oder weniger vollwertiger Tastatur einander gegenüber. Die fünf Tester haben vor allem auf die Nutzung als Notebook-Ersatz geachtet: Wie macht sich die Tastatur beim Schreiben längerer Texte, reicht die Leistung für Office-Anwendungen, bietet der Bildschirm genügend Platz für gängige Dokumente? Das Fazit vorweg: Netbook ist nicht gleich Netbook, und das ideale Gerät, das in sämtlichen Aspekten überzeugt, gibt es nicht. Der HP 2133 hat die beste Tastatur, der Eee PC den grössten Bildschirm mit der leserlichsten Darstellung, der Axxiv ist am kompaktesten und der Acer am schnellsten. Zum Surfen und Mailen eignen sich alle Modelle bestens, und Office-Dokumente lassen sich zumindest mit hinreichendem Komfort lesen und bearbeiten. Für die Verbindung mit der Aussenwelt bieten alle getesteten Modelle einen integrierten WLAN-Adapter, der mindestens die Standards 802.11 b und g be-

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In Kürze · Von der Leistung her genügen alle Netbooks für einfachere Office-Anwendungen. · Die Multimedia-Power der Winzlinge ist beschränkt. · Die meisten Tastaturen laden nicht zum Schreiben langer Texte ein. · Mit mindestens 1024 x 600 Pixel genügt die Bildschirmauflösung dem durchschnittlichen Bedarf.

herrscht. Die Grafikleistung ist dagegen vor allem bei den VIA-basierten Modellen eher dürftig. Es sollte eigentlich nicht verwundern: Als Workstation fürs 3D-Modeling oder als Unterhaltungszentrum für Hardcore-Gamer kommen die Mini-Notebooks definitiv nicht in Frage.

Acer Aspire One

Das Acer-Netbook Aspire One erinnert von Grösse und Aufmachung her an den Ur-EeePC von Asus. In dem kleinen dunkelblauen Gerät steckt ein Atom-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 1,6 GHz und 1 GB RAM. Als Massenspeicher dient eine 120-GB-Harddisk, wobei auch Varianten mit SSD erhältlich sind. Anschlüsse sind reichlich vorhanden: 3 x USB, 2 Einschübe für Speicherkarten, wobei der eine nur mit SD-Karten und der andere gleich mit einer ganzen Reihe von Formaten umgehen kann. Dazu kommen noch ein Ethernetund VGA-Port sowie Buchsen für Mikrophon und Kopfhörer. Parallel ist auch ein WLANBaustein vorhanden, der aber nur 802.11b/g

unterstützt. Für einen Draft-N-Chip hat es bedauerlicherweise nicht gereicht, ebenso wenig für Bluetooth. Der Bildschirm, an dessen oberem Rand eine passable Webcam angebracht ist, bietet eine Diagonale von 8,9 Zoll und eine Auflösung von 1024 x 600 Pixeln, was zum Editieren von Dokumenten und Surfen gerade so reicht. Die LED-Hintergrundbeleuchtung ist kräftig und würde auch für die Arbeit im Freien reichen, wenn Acer nicht ein Hochglanzdisplay verbaut hätte. Ein weiterer Schwachpunkt ist das Trackpad. Es wirkt wenig präzise, ebenso die an den Seiten angebrachten Tasten, die zu allem Übel schwer vom Gehäuse zu unterscheiden sind. Die Tastatur ist dafür ganz angenehm und reicht nach einer Gewöhnungszeit auch für das 10-Finger-System. Eher schwachbrüstig sind die Lautsprecher an der Unterseite des Geräts – der Klang wird ausserdem durch das stetige Surren eines nervigen Lüfters beeinträchtigt. Als Betriebssystem brachte unser Testmodell Windows XP in der Home Edition mit, es gibt aber auch Modelle mit Linux. Die SoftwareAusstattung wirkt lieblos: Neben den Windows-Standard-Programmen findet sich nur ein Anti-Virus von McAfee, eine Testversion von Office 2007 und eine Ausgabe von WinDVD auf der Platte. Wozu letzteres ohne DVD-Laufwerk gut sein soll, ist uns nicht ganz klar. An der Leistung gibt es dafür wenig zu mäkeln. Die Arbeit geht mit dem kleinen Acer ganz flott von der Hand. Der Akku hält bei Textverarbeitung und Surfen immerhin rund 2,5 Stunden durch. (ah)

Asus Eee PC 1000H

Beim ersten Eee PC überzeugten eigentlich nur die Grundidee und der Preis. Der kleine Bildschirm und die magere Solid State Disk


dagegen enttäuschten vor allem den Geschäftsanwender, der sein Netbook nicht bloss für die gelegentliche Surftour am Hotspot einsetzt. Mit dem jetzt getesteten Eee PC 1000H, einem der neusten Modelle seiner schon fast unübersichtlich umfangreichen Billiglinie, hat Hersteller Asus diese und andere Mängel behoben. Ein Atom-Prozessor bietet zusammen mit einem Gigabyte RAM genügend Leistung für alle gängigen Produktivitätsanwendungen unter Windows XP – Office läuft flott, Powerpoint-Präsentationen lassen sich auch mit Übergangs- und Animationseffekten einwandfrei abspielen. Und als Massenspeicher dient eine Harddisk mit mindestens 80 GB Kapazität – genug Platz nicht bloss für Geschäftsdokumente, sondern auch für all die Fotos, Videos und Musikdateien, die sich auch beim Business-Anwender gerne auf der Festplatte ansammeln.

Mit einer Diagonale von 10 Zoll übertrifft der Bildschirm des 1000H die Displays der anderen Testkandidaten, die allesamt nur 9 Zoll bieten. Dennoch hat auf dem Eee-Screen nicht mehr Nutzinhalt Platz: Die Auflösung entspricht mit 1024 x 600 Pixeln dem gängigen NetbookDurchschnitt. Das ist schade. Auf 10 Zoll hätte man gut und gerne die 1280 x 700 Pixel unterbringen können, die beim 9-Zoll-Bildschirm des HP-Modells Schriften und Icons etwas gar klein aussehen lassen. Dank des grösseren Bildschirms hat im 1000H auch eine fast normalgrosse Tastatur Platz – wie beim HP 2133 beträgt die Breite 92 Prozent einer üblichen Notebook-Tastatur. Dennoch macht das Tippen nicht wirklich Spass, denn die Konstruktion ist derart schwach, dass praktisch bei jedem Tastendruck das gesamte Keyboard etwas nachgibt. Ansonsten wirkt das

Plastikgehäuse einigermassen stabil und gut verarbeitet. Erfreulich: Der Eee PC generiert auch im Dauerbetrieb nicht annähernd so viel Abwärme wie zum Beispiel das VIA-basierte Modell von HP. Die energieeffi­ziente CPU macht sich auch in der langen Batterielaufzeit von rund viereinhalb Stunden im stromsparenden Betriebsmodus. (ubi)

Fujitsu Siemens Amilo Mini

Aus dem Hause Fujitsu Siemens Computers kommt ein weiteres Mini-Notebook, das Amilo Mini UI 3520. Schon bevor man es öffnet, fällt einem sofort das von den «grossen Brüdern» her bekannte Design auf, das auch im Innern fortgesetzt wird und zu überzeugen weiss. Das Gerät kann zudem mit Wechselcovers personalisiert werden. Alles wirkt stabil und gut verarbeitet, nur die Tastatur kommt leider ziemlich

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Mini-Notebooks Hersteller Modell Features Prozessor RAM Chipset/Grafiksystem Bildschirm (Diagonale in Zoll, Auflösung) Massenspeicher (Typ, Grösse) Mikrofon Webcam Anschluss für externen Bildschirm (Typ, maximale Auflösung) Anzahl USB-Ports Wireless Batterielebensdauer Grösse (HxBxT) Gewicht Boot-Zeit Performance (Passmark) Besonderheiten

Acer Aspire One

Asus Eee PC 1000H

Fujitsu Siemens Amilo Mini Ui 3520

HP 2133 Mini-Note PC

Littlebit Axxiv NX 20

Intel Atom N270 1,6 GHz 1 GB Intel 945GSE/GMA 950 8,9 Zoll; 1024 x 600

Intel Atom N270 1,6 GHz 1 GB Intel GSE945/GMA 950 10 Zoll; 1024 x 600

Intel Atom N270 1,6 GHz 1 GB Intel GMA 950 8,9 Zoll; 1024 x 600

VIA C7-M ULV 1,2 GHz 2 GB VIA VN896/Chrome9 8,9 Zoll; 1280 x 768

VIA C7-M ULV 1,2 GHz 1 GB VIA VX800/Chrome9 8,9 Zoll; 1024 x 600

HDD, 120 GB

HDD, 80 GB

HDD, 60 GB

HDD, 120 GB

HDD, 60 GB

(VGA) VGA; 2048 x 1536

(1,3 Megapixel) VGA; 2048 x 1536

(1,3 Megapixel) VGA; 2048 x 1536

(VGA) VGA; 2048 x 1536

(1,3 Megapixel) VGA; 1920 x 1200

3 802.11a/b/g, Bluetooth 2:30 36 x 249 x 195 mm 0,995 kg 1'39" 218,8 Speicherkartenleser

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TESTSIEGER 2 802.11b/g, Bluetooth 3:40 33 x 270 x 165 mm 1,443 kg 50" 170,1 ExpressCard/54, SD-Card

Preis URL Bewertung Leistung

3 802.11b/g/n, Bluetooth 4:30 38 x 266 x 191,2 mm 1,45 kg 35” 198,5 Speicherkartenleser, 10 GB Online-Storage inkl. Fr. 699.– http://eeepc.asus.com

ab Fr. 749.– www.hp.com/ch

Fr. 699.– www.axxiv.ch

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Tastatur 1) Bildschirm 2) Bauqualität 3) Gesamtwertung

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= ja; 1) Eignung zum Schreiben; 2) Qualität, Lesbarkeit; 3) beispielsweise Plastik- oder Metallgehäuse, Verarbeitung etc.

Quelle: InfoWeek

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Mini-Notebooks

Test Center klapprig daher und ist dadurch relativ laut. Ausserdem ist sie im Vergleich zu beispielsweise dem Mini-Notebook von HP sehr klein. Linke und rechte Maustaste liegen seitlich neben dem Touchpad, lassen sich aber sehr gut bedienen. Nach ein bisschen Übung geht das Tippen und Navigieren recht schnell von der Hand. A propos schnell: Im Test haben wir selten Performance-Probleme festgestellt. Der Speed des Amilo Mini war zum Surfen, Schreiben und beim Betrachten von Präsentationen und kleinformatigen Videos stets ausreichend, Ruckler gab es keine. Allerdings wird das Gerät auch unter Normalgebrauch ziemlich heiss, und zwar nicht nur unten beim Akku, sondern auch oben, wo man seine Hände zum Tippen ablegt. Da nützt auch der Lüfter nicht viel, der zwar relativ leise ist, aber ständig auf Hochtouren läuft. Weniger warm und noch leiser läuft der Amilo Mini im Silent-Mode. Dieser drosselt die Prozessorgeschwindigkeit und die Leistung der Grafikkarte und reduziert so die Lüftergeräusche auf ein Minimum. Allerdings ist das Mini-Notebook in diesem Modus nur noch zur Textverarbeitung nützlich: Die Leistung wird sehr stark reduziert und verliert im Performance-Test deutlich an Wert (179,3 zu 73,7 im Silent-Mode). Das Display überzeugt: Der entspiegelte, 8,9 Zoll grosse WSVGA-Bildschirm ist selbst von der Seite sehr gut lesbar, auch bei Dunkelheit oder Sonnenschein. Die Betriebsdauer, die mit bis zu vier Stunden pro Akkuladung angegeben wird, ist ebenfalls ansehnlich. Im Test erreichten wir im Normalgebrauch bei aktiviertem WLAN immerhin fast drei Stunden. (mv)

HP 2133 Mini-Note

Der HP 2133 Mini-Note PC ist anders als seine Netbook-Mitkonkurrenten. Am augenscheinlichsten wird dies bereits nach dem Aufklappen des Mini-Rechners. Im Gegensatz zu den verkümmerten Keyboards der meisten anderen Netbooks verfügt der 2133 über eine beinahe normalgrosse Tastatur, die zudem durch ein ausgezeichnetes Tippgefühl überzeugt. Das zweite markante Merkmal des HP-Modells ist das Display, das auf eine Auflösung von 1280 x 768 Pixel ausgelegt ist. Dies bringt den Vorteil, dass Dokumente und Websites genauso komplett angezeigt werden wie auf einem ausgewachsenen Notebook. Gewisse Schriften, Texte und Symbole werden auf dem 8,9-Zoll-Display jedoch extrem klein darge-

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Testsieger: HP 2133 Das erste Mini-Notebook von HP schlägt in unserem Vergleichstest die meisten Mitbewerber deutlich. Im Vergleich zum zweitplatzierten Asus Eee PC 1000H, der nur wenig abfällt, punktet das HP-Modell vor allem beim Keyboard: Kein anderes Gerät bietet den Komfort einer fast normalbreiten Tastatur mit grossflächigen Tasten bei gleichzeitig klar definiertem Druckpunkt und angenehmem Tippgefühl. Auf diesem MiniNotebook schreibt man auch längere Texte ohne Krampf und ständige Tippfehler. Auch punkto Verarbeitung bildet der HP 2133 eine Klasse für sich: Er ist aufgrund des Gehäuses aus gebürstetem Aluminium zwar etwas schwerer als manche Konkurrenten, wirkt aber auch viel edler und stabiler. Die übrigen Testkandidaten kommen im Plastikgehäuse daher, das bei einzelnen Modellen nur als klapprig bezeichnet werden kann. Bei der Leistung hinkt das HP-Modell wegen der eher schwachen VIA-Systemplattform den Atom-basierten Modellen etwas hintennach. Für Business-Anwendungen wie Office genügt die Performance aber allemal.

stellt, so dass man oft mit leicht zusammengekniffenen Augen vor dem Gerät sitzt. Der grosse Schwachpunkt des 2133 ist die Performance im Multimedia-Bereich. Während Applikationen wie Word oder Powerpoint noch angenehm schnell aufstarten und auch bei der Arbeit den Ansprüchen genügen, ist spätestens beim Abspielen von Videos Schluss mit lustig. QuickTime-Filme ruckeln so stark, dass sie nicht mehr geniessbar sind, und auch bei Flash-Animationen und YouTube-Videos machen sich auf dem getesteten Modell mit 1,2GHz-Prozessor Aussetzer bemerkbar. Hier wird die mässige Performance der integrierten VIAPlattform spürbar. Allerdings: HP bietet auch eine Variante mit 1,6-GHz-CPU an. Ausserdem wird der Rechner bei der Arbeit unangenehm warm. Wünschenswert wäre zudem ein transflektives Display, das Spieglungen unterdrückt – beim 2133 sieht man während der Arbeit ständig sein Konterfei im Monitor. Auch der begrenzte Aufklappwinkel des Displays ist zu bemängeln: Man kann den Screen um zirka 120 Grad nach hinten klappen, dann aber steht er am Akku an. Wer etwas grösser ist, würde den Monitor aber gerne etwas weiter abwinkeln. Immerhin bringt der Akku den Rechner in eine angenehme, ergonomische Position zum Tippen. Auch das

Trackpad ist angenehm gross, gut zu bedienen und mittels Knopfdruck sogar deaktivierbar. Lobenswert sind die eingebauten Lautsprecher, die externe Speaker gänzlich überflüssig machen, sowie die grundsätzlich solide Verarbeitung des Rechners. Dafür ist er mit gut 1,4 Kilo auch nicht der leichteste im Testfeld. Fazit: Mit Hewlett Packards 2133 lässt sich arbeiten wie mit einem ausgewachsenen Notebook. Sobald die Anforderungen aber etwas multimedialer sind als das Erstellen eines Excel-Files, drückt die schwache Performance auf die Stimmung. (mw)

Littlebit Axxiv NX 20

Beim Axxiv NX20 vom Schweizer Hersteller Littlebit Technology mit Sitz in Hünenberg fällt als Erstes die kleine Tastatur auf. Die Tasten sind mit 1,2 x 1,5 Zentimeter winzig und deshalb auch wenig praktisch. Das Netbook ist somit nicht geeignet, um lange Texte zu verfassen. Wären die Tasten zudem weniger abgeschrägt, stünde mehr Tippfläche zur Verfügung. Auch das Trackpad ist mit 3,4 x 2 Zentimeter sehr klein geraten, was bei der Bedienung extremes Fingerspitzengefühl verlangt. Schon eher überzeugt die Qualität des Bildschirms. Die meisten Webseiten können in der Horizontale vollständig angezeigt werden; auf Grund der geringen vertikalen Auflösung muss man aber häufig nach unten scrollen oder blättern. Obwohl der NX20 im Gegensatz zu einigen Konkurrenten mit einem matten Display ausgestattet ist, wird das Arbeiten mit Sonnen- oder Lichteinstrahlung ziemlich mühsam. Ein Vorteil des NX 20 ist der maximale Aufklappwinkel von fast 180 Grad. Texte sind gut lesbar und auch die Darstellung der Bilder lässt nichts zu wünschen übrig. Wer allerdings gerne Film-Trailer anschaut, sollte auf dieses Notebook verzichten. Der verbaute VIA-Prozessor ist zu schwach für eine ruckelfreie Wiedergabe von Fullscreen-Filmen. Youtube-Videos bereiten hingegen keine Probleme. Der Akku hält bei normalem Arbeiten mit knapp 2,5 Stunden durch, danach geht ihm der Saft aus. Wer also länger unterwegs ist, ist auf einen Netzanschluss oder einen Zweitakku angewiesen. Mit einem Gewicht von nur wenig mehr als einem Kilo gehört das NX 20 zu den Leichtgewichten unter den Netbooks. Betrachtet man das äussere Erscheinungsbild, fällt der Axxiv NX20 im Vergleich zur Konkurrenz eher ab. Das Netbook ist einfach verarbeitet und wirkt nicht sehr robust. Auch fällt auf, dass der Lieferumfang lediglich das Netbook und ein Netzteil beinhaltet – eine Schutzhülle fehlt zum Beispiel. (ahu)


neue Produkte

Business-Software

Backup- und Recovery-Lösung für Exchange-Server Acronis hat die Software Recovery für Microsoft Exchange vorgestellt, eine Datensicherungslösung für Microsofts E-MailServer, die den Administrator mit Assistenten unterstützt. Vo n M a r c e l W ü t h r i c h

H

ersteller Acronis hat sein Portfolio an Sicherungsund Wiederherstellungslösungen um «Recovery für Microsoft Exchange» ergänzt. Mit der Software können Unternehmen ihre Exchange-Datenbanken sichern und bei Bedarf wiederherstellen, wobei die Acronis-Lösung die Möglichkeit der Datenwiederherstellung aus einer einmaligen Komplettsicherung bietet. So wird es möglich, Brick Level Restore (unter Brick Level versteht man die Wiederherstellung einzelner Mails oder Mail-Boxen) auch ohne Brick Level Backups – welche laut Hersteller das 20- bis 30-fache an Zeit benötigen – zu realisieren. Ebenfalls hervorgehoben wird die Assistenten-gestützte Benutzer­

oberfläche, welche durch eine sinnvolle Gliederung aller Arbeitsschritte punkten will. Ein automatisch erstellter DisasterRecovery-Plan führt den Admin dabei Schritt für Schritt zur gewünschten Wiederherstellung einer kompletten Datenbank oder von einzelnen Postfächern. Ausserdem finden sich weitere Werkzeuge, etwa zur grafischen Planung von Backups unter Berücksichtigung der zu erwartenden Serverauslastung. Dank einer Funktion namens Active Restore kann auch während der Datenbank-Wiederherstellung auf ein Postfach zugegriffen werden, und mittels Dial Tone Recovery ist es möglich, dass die E-MailServices während des Wiederherstellungsvorgangs genutzt

True Image Home 2009 verfügbar Auch für den SOHO-Bereich hat Acronis ein neues Produkt in petto: True Image Home 2009. Die Backup- und Recovery-Software will vor allem durch ihre einfache Bedienung und Automatisations-Funktionen Käufer gewinnen. Die Benutzeroberfläche wurde dazu komplett überarbeitet und erscheint nun im Vista-Look. Erweitert wurde zudem der Probiermodus Try&Decide, mit dem Software oder Treiber zum Testen installiert werden können. Das Feature unterstützt im neusten Release nun auch

den Reboot des PCs, was es ermöglicht, auch Software zu installieren, die einen Neustart des Systems erfordern. Ebenfalls neu sind die Möglichkeiten, eine parallele Sicherung an einen zweiten Speicherort durchzuführen, Backup-Dateien zu konsolidieren, Sicherungs-Files an verschiedenen Orten abzulegen sowie True Image Home 2009 in den Windows Desktop oder Googles Desktop Search zu integrieren. Due Vollversion kostet 50 Euro, das Upgrade gibt’s für 30 Euro.

werden können. Archive können darüber hinaus Passwort-geschützt werden, und Bare-metal Restore erlaubt das Recovery eines produktiven Server auf unkonfigurierte Hardware. Unterstützt werden Exchange 2007 sowie Windows Server 2008. Für den Exchange Server kostet die Lösung 769 Euro, für den Exchange Small Business Server 299 Euro. Info: Acronis, www.acronis.de

Acronis Recovery für Microsoft Exchange will unter anderem durch seine Assistenten-gesteuerte Benutzeroberfläche überzeugen.

E-Mail-Archivierung für KMU Mit Inboxx mail SMB von Anbieter GFT Inboxx bekommen KMU eine neue Möglichkeit zur EMail-Archivierung. Mit der Lösung sollen Unternehmen innerhalb von kurzer Zeit ComplianceAnforderungen bezüglich E-Mail-Kommunikation erfüllen können. Speziell hervorgehoben werden die schnelle Installation der Software sowie der einfache Betrieb. E-Mails, welche den Mailserver erreichen, werden aufgrund in der Archivierungspolicy festgelegten Kriterien automatisch ans Archiv weitergeleitet und dort aufbewahrt. Danach wird die Mail im Postfach des

Empfängers durch einen Link zur archivierten Mail ausgetauscht, und über diesen Link kann der User die Mail aus dem Archiv anfordern. GFT Inboxx streicht heraus, dass sich Inboxx mail SMB später erweitern lässt, um beispielsweise im Rahmen eine Unified-Archiving-Konzepts zu einem Gesamtarchiv ausgebaut zu werden, das auch Belege, Dokumente und andere Daten ablegt. Inboxx mail SMB funktioniert mit Microsoft Outlook und Lotus Notes und kostet 20 Euro pro Postfach. Info: GFT inboxx, www.gftinboxx.com

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neue Produkte

VMware-Helfer-Tool

Zum Glück: EIZO! Qualität made in Japan. EIZO Monitore überzeugen die Anwender mit perfekter Bildqualität und herausragenden Features. Beispielsweise mit der automatischen Helligkeitssteuerung, die bis zu 50% Strom einspart. Jeder EIZO wird aus erstklassigen Komponenten hergestellt, überzeugt durch sorgfältigste Verarbeitung und wird werkintern ausgiebig getestet. Entwickelt und produziert wird ausschliesslich in Japan; unter fairen Arbeitsbedingungen nach westlichen Standards. Ein EIZO-Monitor ist ökologisch gewissenhaft, ein nachhaltiges und sozialverträgliches Produkt, für das erst noch 5 Jahre Garantie gewährt wird. Zum Glück gibt’s EIZO!

EIZO NANAO AG - 8820 Wädenswil Tel. 044 782 24 40 - Fax 044 782 24 50 - www.eizo.ch

Die «Administration von VMwareUmgebungen neu definieren» will die Lösung VI PowerScripter Professional des Schweizer Softwarehauses Icomasoft. Mit dem PowerScripter sollen Admins die tägliche Arbeit durch Automa­ tisierung optimieren können. Die Lösung beinhaltet unter anderem einen integrierten Scheduler für die zeitgesteuerte Automatisierung von Administrationsaufgaben in VMware. Ebenfalls findet sich ein Wizzard, welcher dem Anwender bei der Integration und der Ausführung von Skripten und Funktionen zur Seite steht und somit Anwendungsfehler bei Routinejobs minimieren soll. Ebenfalls geboten wird eine Funktion zur Automatisierung und zur Steuerung von VMware Consolidated Backups. Icomasoft verspricht die nahtlose Integration von VI PowerScripter in VMware. Native VirtualCenter Scheduled Tasks können dank der Lösung mit eigenen Routinen verwendet werden und VI PowerShell Skripte lassen sich über dynamisch konfigurierte Kontext-Menüs

ausführen. Für die meistverwendeten VI-Management-Aufgaben (z.B. «Änderungen von RootPasswörtern» oder «Trennen von virtuellen Drives») findet sich ein Template Repository. Das Look&Feel der Software wurde zudem an die VMware Management Konsole angepasst. Nebst der Zeiteinsparung durch die Automatisierung soll die Software zudem auch die Überwachung und die Analyse der virtuellen Infrastrukturen vereinfachen. Eine Testversion steht zum Download bereit, die Vollversion kostet 285 Euro pro Administrator-Konsole. Info: Icomasoft, www.icomasoft.com Der VI PowerScripter wird nahtlos in VMware integriert.

Wyse multimedial Thin-Client-Spezialist Wyse hat seine Virtualisierungslösungen auf den neusten Stand gebracht. Mit TCX Multimedia 3.0 sollen Multimedia-Daten zügiger, bei voller Bildfrequenz und im Vollbild-Modus vom Server auf die Thin Clients gelangen. Dabei passiert die vollständige Bereitstellung der Inhalte von TCX Multimedia auf dem Server. Und mit TCX USB Virtualizer 2.0 soll es nun möglich sein, mehr USB-Geräte an die Thin Clients anzuschliessen. Nebst USB-Webcams und Headset

lassen sich nun auch autorisierte Memory-Sticks, Scanner oder optische Laufwerke anhängen. Mit den Lösungen will Wyse die Lücke zwischen Thin Clients und Desktops weiter schliessen. Beide Produkte unterstützen neu auch Vista, als Unterbau können VMware VDI, Citrix Xendesktop oder Microsoft Hyper-V dienen. Die Preise: 25 Euro pro Client (TCX Multimedia 3.0) beziehungsweise 25 Euro pro Endgerät (TCX USB Virtualizer 2.0). Info: Wyse Technology, www.wyse.de


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Do-it-Yourself-BI Business Intelligence nach dem Motto «Do it Yourself» verspricht Informations Builders mit dem Tool Webfocus InfoAssist. Damit sollen Anwender selbst und ohne Hilfe der IT-Abteilung umfangreiche Reports erstellen und Analysen durchführen und die Ergebnisse selbstständig mit Charts anreichern. Als Ausgabeformate werden von der Weblösung unter anderem PDF, Excel, PowerPoint oder HTML unterstützt. Gearbeitet wird auf einer WYSIWYG-Oberfläche. Info: Information Builders, www.informationbuilders.com

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Franz Grüter Geschäftsführer

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Bei ZyXEL stimmen Preis, Qualität und Service. Unsere Kunden schätzen an den ZyXEL Modems und Routern, dass sie benutzerfreundlich und zuverlässig sind. ZyXEL ist für uns ein starker Partner mit einem hohen Mass an Fachkompetenz und Flexibilität.

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Wir setzen auf ZyXEL!

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Experience Networking Power

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Über den Kalender der CDM-Lösung CoreTeam können auch Gruppentermine oder Pendenzen verwaltet werden.

Research in Motion hat neue Versionen verschiedener Blackberry-Entwicklertools angekündigt. Darunter auch das Blackberry JDE Plug-in für Eclipse, mit dem Entwickler stabile Wireless-Anwendungen für die Blackberry-Plattform entwickeln können. Eine neue Version gibt es zudem vom Plug-in für Microsoft Visual Studio. Dieser Release ist nun kompatibel mit Visual Studio 2008 sowie Windows Vista. Info: Research in Motion, www.blackberry.com

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tionen wie die Volltextsuche, eine strukturierte Datenablage, Teamkalender und CollaborationFunktionen, die Synchronisa­ tionsmöglichkeit mit Outlook, zentrale Dokumenten- und Adressverwaltung und vieles mehr. Nicht zuletzt kann auch die gedruckte Korrespondenz mit Hilfe eines Scanners verwaltet werden – inklusive Volltextsuche. Bei der Lösung von Corvent handelt es sich um OpenSource-Software. Kosten werden somit erst für Anpassungen, Schulungen sowie für den Support fällig. Info: Corvent, www.corvent.ch

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Mit CoreTeam kann der Mitarbeiter Kontakte, Dokumente, Mails, Termine, Pendenzen, Anrufe und Notizen verwalten, wobei die Software automatisch den Bezug zwischen einem Kunden und den dazugehörigen Daten herstellt. Kontakte, Termine und Pendenzen werden bei Bedarf automatisch mit dem Mobilgerät (u.a. auch mit dem iPhone) synchronisiert. Weitere bietet CoreTeam Funk­

Für Firmen mit vielen Kundenkontakten hat das Winterthurer Softwarehaus Corvent die Lösung CoreTeam vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine CDMLösung (Customer Document Management) – einen Mix aus CRM- und Groupware-Software, die idealerweise auf den Servern des Unternehmens installiert und mit dem Telefonsystem, dem Filesowie Mail-Server integriert wird.

Gesamtüberblick über Kunden

Developer Tools für Blackberrys

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Asus, Netbook-Vorreiter mit dem Eee-PC, hat einen neuen mobilen Rechner vorgestellt. Das Modell Eee-PC S101 liegt irgendwo zwischen Net- und Notebook. Es ist mit einem 10,2-Zoll-Display (1024x600 Pixel) ausgestattet, CPU-seitig kommt Intels Atom-Plattform zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher ist 1 GB gross, als Massenspeicher stehen SSDs mit 16, 32 oder 64 GB zur Auswahl. Ausserdem bietet Asus zusätzlich 20 GB Online-Speicher für S101-Benutzer. Die Grösse beträgt 164x181x25 Millimeter, das Gewicht liegt bei 1 Kilogramm. Verkauft wird das S101 ab 899 Franken. Info: Asus, www.asus.ch

Net-Notebook von Asus

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ARP Datacon hat eine USB-Docking­station für interne SATA-Festplatten ins Sortiment aufgenommen. Mit der Dockingstation können interne 2,5- und 3,5-Zoll-Harddisks an den Rechner gehängt werden, ohne diesen dazu aufschrauben zu müssen. Der Anschluss kann nebst USB auch via eSATA erfolgen. Verkauft wird der Adapter für 54 Franken. Info: ARP Datacon, www.arp.com

Ergonomisches Notebook Nicht nur Assemblierer, sondern der einzige «wirkliche Hersteller von Notebooks» will die Firma Dreamcom mit Sitz im bündnerischen Chur sein. Dabei tritt Dreamcom mit einem neuartigen Notebook-Konzept auf, welches als Nischenprodukt erfolgreich werden will: Einem ergonomischen Notebook mit ausfahrbarem Display. Mit dem Gerät habe man einen Rechner schaffen wollen, der zum einen mobil ist und zum anderen auch für den dauerhaften Einsatz am Arbeitsplatz taugt. Das Display des auf den Namen Dreamcom 10 Series getauften Geräts lässt sich auf Teleskopschienen ausfahren, was eine ergonomischere Arbeitshaltung erlauben soll. Nebst der Ergonomie will das Notebook aber auch durch Leistung überzeugen. Im

Innern arbeiten Core 2 Duo Prozessoren in Kombination mit 4 GB RAM, die Grafik stammt von einer ATI Mobilty Radeon HD 2600, und das 15,4-Zoll-Display löst mit 1680x1050 Pixeln (WSXGA+) auf. Vorhanden auch ein Fingerprint-Scanner, ein Trusted Plattform Module oder ein feuchtigkeitsresistentes

Keyboard. Speziell hervorgehoben wird zudem die portable Docking-Station. In diese ist unter anderem ein Subwoover eingebaut, und ausserdem finden sich zahlreiche zusätzliche Anschlüsse wie Firewire und HDMI oder ein Speicherkartenleser. Ebenfalls bietet sie Platz für bis zu zwei optionale Festplatten und einen Reserveakku. Verkauft wird der Rechner ab rund 2600 Franken, mit optionaler Dockingstation kostet das Gerät zirka 3100 Franken. Info: Dreamcom, www.dreamcom.ch

Die Dreamcom-10-Series-Notebooks besitzen einen ausfahrbaren Bildschirm, was die Ergonomie verbessern soll.

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PC & Peripherie

Adapter für interne HDs

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Energieeffiziente Laser Fünf neue Laserdrucker gibt es von Dell. Sie alle sollen besonders energieeffizient sein, ausserdem findet sich mit dem 5330dn das schnellste Modell, dass Dell je im Angebot hatte. Der Monochrom-Drucker 5330dn (1327 Franken) schafft 48 Seiten pro Minute und ist auf ein Monats­ volumen von bis zu 250’000 Blatt ausgelegt. Ebenfalls schwarzweiss druckt der Multifunktionsprinter 2335dn (670 Franken). Er schafft bis 33 Seiten pro Minute. Daneben finden sich die drei Farbgeräte 3130n (31 Monochromund 26 Schwarzweiss-Seiten, 724 Franken), 2130cn (20 bzw. 16 Seiten, 552 Franken) sowie 2135cn (16 bzw. 12 Seiten, Multifunktional, 724 Franken). Info: Dell, www.dell.ch

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Printer fürs professionelle Umfeld Farbechtes Package Epson hat in Zusammenarbeit mit dem FarbmanagementExperten X-Rite ein ImagingPaket geschnürt. Dieses besteht aus dem Bildschirmkalibrierungsgerät X-Rite eye-one Display 2 und dem A3-Fotodrucker Epson Stylus Photo R2880. Mit dem Paket soll Profis der farbechte Ausdruck ermöglicht werden. Der R2880 soll auf unterschiedlichste Medien drucken können und beschreibt dank flexiblem Medienmanagement auch Fine-Art-Papiere oder unelastische und bis 1,3 Millimeter dicke Fotokartons. An Anschlüssen finden sich zwei USBPorts sowie eine USB-PictBridgeSchnittstelle. Der Preis für das Paket beträgt 1399 Franken. Info: Epson, www.epson.ch

KMU-Printer Speziell für KMU hat Xerox zwei Geräte in Form der Modelle Phaser 3300MFP sowie WorkCentre 4260 lanciert. Beide arbeiten monochrom und beide sind multifunktional. Der 3300MFP (863 Franken) spuckt 28 Seiten pro Minute aus, soll effizient mit dem Toner umgehen und kann auf Wunsch Scans direkt auf einem USB-Stick speichern. Das Modell WorkCentre 4260 (4890 Franken) schafft satte 53 Seiten pro Minute und kommt mit einem 7-Zoll-Farbtouchscreen. Zudem bietet das Modell Sicherheitsfunktionen wie «geschützte Druckausgabe», wobei ein Dokument erst nach Eingabe eines Codes zum Druck freigegeben wird. Info: Xerox, www.xerox.ch

Multifunk­ tionsgerät fürs Office Wie schon Xerox hat auch Océ sein Portfolio um zwei Schwarzweiss-Multifunktionsgeräte erweitert. Die Modelle tragen die Bezeichnung VarioLink 4222 beziehungsweise 5022 und schaffen entsprechend ihren Modellnamen 42 und 50 Seiten pro Minute (auch im DuplexModus). Sie können neben drucken auch kopieren, scannen und faxen und sollen durch zahlreiche Medienoptionen und Nachbearbeitungsmöglichkeiten überzeugen. So werden die Papiergrössen A3 bis A6 und Grammaturen bis 210 Gramm/m2 unterstützt. Bei der Nachbearbeitung besteht die Möglichkeit zur Jobsortierung, Offset-Stapelausgabe, Heftung, Lochung und Broschürenherstellung. Preise für die Océ-Geräte gibt’s auf Anfrage. Info: Océ, www.oce.ch


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Seit wenigen Tagen sind bei der Swisscom insgesamt fünf neue SiemensSchnurlostelefone mit Ecomode erhältlich. Dank des Ecomodes strahlen die Telefone im Ruhezustand nicht, und während eines Gesprächs wird die Strahlung um bis zu 80 Prozent reduziert. Über ein energieeffizientes Netzteil soll zudem der Stromverbrauch um bis zu 60 Prozent gesenkt werden. Bei den verfügbaren Ecomode-Geräten handelt es sich um folgende Modelle: Siemens Aton CL108 (78 Franken), Siemens Aton CL109 88 Franken), Siemens Aton CL109 Duo (108 Franken), Siemens Aton CL110 (98 Franken) sowie Siemens Aton CLT110 (118 Franken). Info: Swisscom, www.swisscom.ch

Kommunikation

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Telefone mit Ecomode

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Telepresence in HD

VoIP mit Analog-Telefon Eine Möglichkeit, ein analoges Telefon auch für VoIP zu nutzen, gibt es mit dem ATA-Adapter von ARP. Der Adapter

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kommt mit Anschlüssen fürs WAN und fürs LAN für die Telefonie via Internet sowie über einen RJ11-Port, um das analoge Telefon anzuschliessen. Als Backup kann der Adapter zudem auch ans herkömmliche Telefonnetz angehängt werden. Verkauft wird der Adapter für 99 Franken. Info: ARP Datacon, www.arp.com

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SwyxWare ausgebaut Swyx hat seine Unified-CommunicationLösung SwyxWare in der Version 6.20 veröffentlicht. Der Release unterstützt zahlreiche neue Telefone (alles in allem werden nun über 1000 Telefone unterstützt) und beinhaltet Dual-ModeSupport für Mobiltelefone. Im Mobiltelefonbereich findet sich so unter anderem Support für die Nokia-Modelle E61i, E65 und E90. Zusammen mit SwyxWare 6.20 wurden zudem neue Telefone vorgestellt – namentlich die Modelle SwyxPhone L620, L640, L660 und L680. Die neuen Geräte verfügen über ein schwenkbares, grafisches Display und kosten zwischen 225 und 890 Euro. Info: Swyx, www.swyx.com

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Polycoms HDX8006 kommt nun mit 1080p-Support.

Ebenfalls ausgebaut hat Polycom die KIRK-Produktfamilie. So gibt es neu den KIRK Wireless Server 300 (273 Euro), ein SIP-basiertes schnurloses Telefonsystem für kleine Firmen mit bis zu 12 Telefonen. Unterstützt werden vier simultane Gesprächsverbindungen. Ebenfalls neu ist das KIRK 5040 Mobilteil (247 Euro), ein DECT-Telefon mit BluetoothHeadset und farbigem Display.

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KIRK-Server

die zur Verfügung stehende Bandbreite angepasst werden. Für Konferenzen in Standardauflösung (480p) sollen bereits Übertragungsraten von 256 kbps ausreichen. Die TelepresenceLösungen werden ab 14’000 Euro verkauft. Für diesen Betrag erhält der Kunde das System HDX 8006 mit Codec, EagleEye-1080pKamera, Fernbedienung und Mikrofon-Anlage. Für bestehende Kunden gibt es Upgrades. Info: Polycom, www.polycom.com

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Polycom hat sein Portfolio an Telepresence-Lösungen um 1080p-High-Definition-Support ausgebaut. Die gesamte Produktfamilie unterstützt nun 1080p sowie 720p bei 60 Bildern pro Sekunde sowie HD-Sprachqualität. Polycom verspricht dabei eine effiziente Nutzung der verfügbaren Bandbreite. Selbstredend kann die Übertragungsqualität an

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Suprag hat die GN9300e-Serie (ab 470 Franken) von Hersteller Jabra ins Portfolio aufgenommen. Die Headset-Serie wiegt 26 Gramm, kann mit einer neuartigen Wind- und Hintergrund­ geräusch-Unterdrückung aufwarten und soll über eine Reichweite von bis zu 120 Meter verfügen. Dank digitaler Verschlüsselung sind auch vertrauliche Gespräche nötig. Daneben findet sich bei Suprag neu das Konftel 300 (1490 Franken), eine Lösung für Telefonkonferenzen. Das Konftel 300 kann als Analogtelefon oder via USB auch als VoIP-Gerät genutzt werden. Zusatzmikrofone sollen eine grössere Raumabdeckung erlauben, ausserdem lassen sich drahtlose Headsets anschliessen und Gespräche können auf SDCards aufgezeichnet werden. Info: Suprag, www.suprag.ch

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Telefonat von einem Mobilgerät (Symbian- und Windows-Handy) aus geführt wird. Die Funktion Unified Messaging Services hilft

Headset und Konftel

IP Office 4.2 unterstützt eine Vielzahl von Avaya-TelefonSerien.

dem User, die Sprachnachrichten besser im Griff zu haben, unter anderem dadurch, dass die Meldungen im E-Mail-Postfach des Anwenders erscheinen und mit dem Messaging System (beispielsweise beim Löschen der Nachricht) synchronisiert werden. Und bei Interactive Voice Response schliesslich handelt es sich um ein Feature, um via automatisierten und kundespezifischen Informationen Standard­ anfragen (etwa zu Preisen oder zum Bestellstatus) schneller zu bearbeiten. Zu guter Letzt ist die Version 4.2 nun mit den Telefon-Modellen der Avaya-Serien 5400 (digital) und 5600 (IP) sowie T3 (digital und IP) und der neuen Serie 16xx kompatibel. Preise sind projektabhängig. Info: Avaya, www.avaya.ch

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wird zudem bei allen abgehenden Anrufen eine Rufnummer angezeigt, selbst wenn das

Eine Vereinfachung von Kommunikation und von Abläufen verspricht Avaya mit der neuen Version 4.2 von IP Office, einer Kommunikationslösung speziell für KMU. Das modulare IP Office ist für Umgebungen mit maximal 272 Teilnehmern ausgelegt und eignet sich auch für Unternehmen mit mehreren Standorten. Die Software wurde für den neusten Release in diversen Punkten erweitert. So findet sich beispielsweise Mobile Call Control, eine Funktion, dank der der Anwender über eine einzige Rufnummer erreichbar ist, sowohl auf dem Bürotelefon als auch über ein externes Gerät. Unabhängig vom Gerät stehen ihm auch alle Optionen (wie Übergabe, Konferenz, Halten oder Aufzeichnen) zur Verfügung. Dank dem One-X Mobile Client

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Mehr Mobilität mit IP Office

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Business-Projektoren

Marktübersicht

Für professionelle Präsentationen Das Angebot an Business-Projektoren ist gross. Wir stellen zehn leuchtstarke LCD-, LCOS- und DLP-Modelle näher vor. Vo n M i c h e l Vo g e l

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ährend wir im Sommer (InfoWeek Nr. 12) das Angebot an ultra­­ mobilen Business-Projektoren ge­ nauer unter die Lupe genommen haben, so widmen wir uns in dieser Marktübersicht quasi deren grösseren Brüdern, sprich den stationären Beamern für Unter­ nehmen. Zehn sind es an der Zahl, die wir

näher vorstellen und zwar sowohl Modelle mit den Display-Technologien Digital Light Processing (DLP), Liquid Crystal Display (LCD) und Liquid Crystal on Silicon (LCOS). Alle Pro­ jektoren weisen eine Leuchtstärke zwischen 3000 und 4000 ANSI-Lumen auf, bieten hohe Kontrastwerte und haben mindestens eine XGA- oder WXGA-Auflösung.

Sehr hohe und tiefere Kontrastwerte

Betrachten wir zuerst doch einmal die wich­ tigen Kontrastwerte etwas genauer. Weil in der Übersicht drei verschiedene Typen von Display-Technologien vorhanden sind, ist ein kategorie­übergreifender Vergleich leider nicht möglich. Bei den LCD-Beamern bietet das Modell von InFocus mit 1000:1 die Spitze, es ist aber neben dem LCOS-Modell von Canon, das einen Kontrast von 900:1 bietet, auch das teuerste. Die weiteren LCD-Geräte von Hitachi, Epson und Panasonic erreichen nur Werte zwischen 400:1 und 600:1, sind aber auch wesentlich günstiger. Bei den DLP-Projektoren erreicht der EP1080 von Optoma, das teuerste DLP-Modell, mit 3000:1 den höchsten Kontrastwert. Die ande­ ren Geräte von Acer, Benq und Toshiba weisen alle Werte von 2000:1 aus, am Ende der Rang­ liste folgt der XJ-S57 von Canon mit 1800:1, der aber gleichzeitig auch der günstigste DLP-Pro­ jektor und das kompakteste und leichteste Gerät unter allen ist.

Business-Projektoren (stationär) Hersteller Modell Leuchtstärke (Normal-/ Eco-Modus, in ANSI-Lumen) Betriebsgeräusch (Normal-/ Eco-Modus, in db) Kontrast Auflösung nativ Auflösung maximal Display-Technologie Bilddiagonale (in Meter) Projektionsdistanz (in Meter) Keystone-Korrektur

Acer P5370W 3000 / 2400 31 / 28 2000:1 1280 x 800 (WXGA) 1680 x 1050 (WSXGA+) DLP 0,69 – 7,62 1 – 10 +/- 40 Grad

BenQ SP830 3500 34 / 32 2000:1 1280 x 800 (WXGA) 1680 x 1050 (WSXGA+) DLP 0,63 – 7,62 1 – 10,34 +/- 40 Grad

Canon XEED SX80 3000 / 2400 35 / 31 900:1 1400 x 1050 (SXGA+) k.A. LCOS 0,61 – 6,10 1,2 – 9,1 +/- 20 Grad

Casio XJ-S57 3000 / 2200 35 / 31 1800:1 1024 x 768 (XGA) 1280 x 1024 (komprimiert) DLP 0,38 – 7,62 0,84 – 11,5 +/- 30 Grad

Optischer Zoom Anschlüsse

1,1x 2x VGA, 1x DVI-D, 1x HDMI, 1x Composite Video RCA, 1x RS232, 1x S-Video Mini, 1x USB

1,22x 2x VGA, 1x DVI-I, 1x Composite Video RCA, 1x RS232, 1x S-Video Mini, 1x USB

1,5x 2x VGA, 1x DVI-I, 1xHDMI, 1x USB

2x 1x 15pin HD, 1x RS232, 1x USB

Kommunikation (LAN / WLAN) Lautsprecher Lampentyp Garantie-Lampe Lebensdauer Lampe (Normal-/ Eco-Modus, in Std.) Preis Ersatzlampe Quickstart / Instant-Off Abmessungen (Breite x Höhe x Tiefe, in mm) Gewicht (in kg) Stromverbrauch (Normal / Standby, in W) Garantie (Projektor) Preis Info

/ 2 W Mono-Speaker 220 W UHP 90 Tage 3000 / 4000 Fr. 478.– / 299 x 93 x 229 3,0 300 / < 5 2 Jahre Fr. 1445.– www.acer.ch

/ 1 W RMS Mono-Speaker 230 W NSHA 90 Tage 2000 / 3000 Fr. 714.k.A. 332 x 121 x 340 5,2 330 / ca. 15 3 Jahre Fr. 6490.– www.canon.ch

/ 1 W Mono-Speaker 210 W 4) 360 Tage 2000 / k.A. Fr. 699.– / 270 x 43 x 199 1,8 270 / 1,2 3 Jahre Fr. 2590.– www.casio-projectors.com/de

= ja,

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= nein; k.A. = keine Angaben

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/ 300 W 180 Tage / 1000 Std. 3000 / 4000 Fr. 669.– / 375 x 115 x 277 4,5 k.A. 3 Jahre Fr. 2999.– www.benq.ch


Bereit zum Netzwerken

Wichtig bei Präsentationen in Unternehmen sind aber nicht nur Bild-Features wie die Leuchtstärke, der Kontrast oder die Bilddiagonale – die übrigens auch sehr unterschiedlich ist (siehe Tabelle) – sondern auch andere Werte wie zum Beispiel die Lautstärke. Dort zeigt sich ein relativ einheitliches Bild: Erreicht werden Maximalwerte zwischen 31 und 37 Dezibel, damit liegen die Geräte alle im normalen Bereich. Allerdings empfehlen wir wie immer einen Vorabtest zu machen, um auf Nummer sicherzugehen. Wichtig fürs Business ist heute auch die Konnektivität der Beamer. Vier Projektoren in der Übersicht verfügen sowohl über WLANwie LAN-Anschlüsse, vier weitere nur über LAN-Anschlüsse. Auch USB ist weit verbreitet.

Grosse Preisunterschiede

Wie aus der Marktübersicht sofort ersichtlich ist, sind die Preisunterschiede zwischen den

Epson EMP-1825 3500 / 2700 37 / 32 500:1 1024 x 768 (XGA) k.A. 3LCD 0,83 – 14,69 0,76 – 7,62 +/- 45 Grad 1,6x 2 x VGA, 2x ComponentVideo, 1 x RCA, 1 x SVideo, 2 x RCA, 1 USB, 1x Compact Flash / 5 W Mono-Speaker 210 W UHE 90 Tage / 500 Std. 2500 / 3000 Fr. 925.– / 345 x 86 x 257 3,1 286 / 4,6 3 Jahre Fr. 4319.– www.epson.ch

einzelnen Projektoren beträchtlich. Vor allem fällt auf, dass die DLP-Beamer im Schnitt günstiger sind. Am unteren Ende der Skala befindet sich mit dem Acer P5370W für 1445 Franken denn auch ein DLP-Modell. Am oberen Ende steht der XEED XS80 von Canon mit 6490 Franken, ein LCOS-Modell. Beide weisen exakt die gleichen Leuchtstärken auf. Andererseits haben sie aber, wie bereits angesprochen, andere Kontrastwerte (Canon top, Acer Standard), ausserdem bietet der XEED XS80 eine grössere Auflösung (SXGA+), sein optischer Zoom ist deutlich besser, ein Netzwerkanschluss ist mit an Bord etc. Auch die Preisspanne bei den Ersatzlampen ist gross. Für das Acer-Model bezahlt man 478 Franken, bei Epson sind es 925 Franken.

Wie grün sind die Projektoren?

In Zeiten von Green-IT haben auch noch ein paar andere Eigenschaften der Projektoren eine grössere Wichtigkeit. Wie grün sind sie?

Die Geräte in der Marktübersicht haben, bis auf eine Ausnahme, alle einen Eco-Modus. In der Tabelle sind deshalb sowohl bei der Leuchtstärke, dem Betriebsgeräusch sowie der Lampenlebensdauer die speziellen Eco-Werte angegeben. Es fällt auf, dass die Beamer damit nicht nur sparsamer und deutlich leiser arbeiten, sondern trotzdem noch beachtliche Leuchtstärken erreichen. Allerdings nehmen sie zwischen 600 und 800 ANSI-Lumen ab. Bei den Betriebsgeräuschen ist eine Reduktion zwischen 2 und 6 Dezibel machbar, die Lebensdauer der Lampen nimmt um bis zu 1000 Stunden zu. Ausserdem haben wir uns den Stromverbrauch der Projektoren angeschaut – leider haben uns nicht alle Hersteller mit Daten versorgt. Der grösste Stromfresser ist der CPWX625 von Hitachi mit 460 Watt, der sparsamste der Casio XJ-S57 mit nur 270 Watt. Er erreicht auch den tiefsten Standby-Wert mit 1,2 Watt.

Hitachi CP-WX625 4000 / 3200 35 / 29 600:1 1280 x 800 (WXGA) k.A. LCD 0,76 – 8,89 0,9 – 13,5 +/- 40 Grad (vertikal) / +/- 20 Grad (horizontal) 1,2x 2x VGA, 1x HDMI, 1x RCA, 1x S-Video, 3x ComponentVideo RCA, 1x USB

InFocus IN5104 4000 / 3200 32 / 30 1000:1 1280 x 800 (WXGA) 1680 x 1050 (WSXGA+) LCD (0,8" PSI TFT) 0,7 – 8,9 1,1 – 13,3 +/- 40 Grad (vertikal) / +/- 20 Grad (horizontal) 1,2x 2x VGA, 1x HDMI, 1x Component-Video, 1x S-Video, 1x CompositeVideo

Optoma EP1080 3500 / 2800 32 / 28 3000:1 1920 x 1080 (HDTV) 1600 x 1200 (UXGA) DLP 0,75 – 7,5 1,2 – 12,0 +/- 16 Grad

Panasonic PT-FW100NTE 3000 33 400:1 1280 x 800 (WXGA) 1920 x 1200 (WUXGA) 3LCD 0,83 – 7,62 1,1 – 17,2 +/- 30 Grad

Toshiba TDP TW420 4000 / 3200 32 / 29 2000:1 1024 x 768 (XGA) 1600 x 1200 (UXGA) DLP 1,02 – 7,62 1,29 – 12,29 +/- 40 Grad

1,2x 2x VGA, 1x DVI-I, 1x SVideo, 1x ComponentVideo, 1x Composit-Video

2x 2x VGA, 1x CompositeVideo, 1x S-Video, 1x RCA, 1x RS-232C

1,2x 1x VGA, 1 x DVI-I, 1x HDMI, 1x Composite, 1x S-Video, 1x USB

/ 4 W Mono-Speaker 275 W UHP 90 Tage 2000 / 3000 Fr. 690.– / 418 x 139 x 319 7,1 460 / k.A. 3 Jahre Fr. 4150.– www.hitachidigitalmedia.com

/ 2 x 4 W Stereo-Speaker 275 W 360 Tage 2000 / 3000 Fr. 880.– / 420 x 129 x 314 7,1 400 / k.A. 3 Jahre Fr. 5698.– www.infocus.ch

/ 2 x 2 W Stereo-Speaker 300 W UHP 180 Tage 1500 / 2000 Fr. 730.– / 411 x 116 x 311 4,5 430 / < 10 3 Jahre Fr. 4499.– www.optoma.de

/ (k.A.) 250 W UHM 1080 Tage 3000 / – Fr. 590.– / 432 x 124 x 319 6,2 350 / 4 3 Jahre Fr. 3999.– www.panasonic.ch

/ 1 W Mono-Speaker 275 W UHP 90 Tage / 500 Std. 2000 / 3000 Fr. 798.– / 338 x 128 x 280 4,3 k.A. 3 Jahre Fr. 4290.– www.toshiba.ch

Business-projektoren

Marktübersicht

Quelle: InfoWeek

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Schwerpunkt

Vermittler für die IP-Telefonie Mit einem SIP-Provider und einer virtuellen Telefonzentrale können KMU erheblich an Gesprächskosten sparen. Vo n U r s B i n d e r

D

as IP-basierte Telefonieren löst zunehmend die konventionelle analoge Telefonie ab. Auf den BackboneNetzen der meisten Telcos heisst es schon lange «Voice over IP», und auch viele grössere und mittlere Unternehmen haben die gute alte Telefonzentrale durch IP-basierte Zentralen und passende Software abgelöst.

VoIP ist nicht gleich VoIP

Der Oberbegriff «VoIP im Unternehmen» umfasst mindestens zwei verschiedene Szenarien abbilden, die sich jedoch auch kombinieren lassen: ➤ Die bisherige firmeninterne Analogtelefonie wird durch VoIP-Technik ersetzt. Als Telefonzentrale für die Verwaltung der internen Teilnehmer (Private Branch Exchange, PBX) kommt eine VoIP-PBX zum Einsatz; für den Transport der Sprachdaten zwischen IP-Telefon oder Softphone und Zentrale ist das LAN zuständig, das zu diesem Zweck mit passenden Switches und Quality-of-Service-Massnahmen aufgerüstet werden muss. Die Verbindung zum weltweiten Telefonnetz übernimmt ein VoIPGateway. Auf der Telco-Seite werden konventionelle analoge oder ISDN-Anschlüsse genutzt, die bestehenden Telefonnummern können somit ohne jede Änderung weiter verwendet werden. ➤ Ganz ohne herkömmliche Telefongesellschaft – falls nicht die dazu zwingend nötige Breitband-Internetanbindung von Swisscom & Co. stammt – kommt die rein internetbasierte Telefonie aus: Sämtliche Gespräche von oder nach ausserhalb des Firmennetzes laufen nicht über das Telefonnetz, sondern übers Internet. Damit trotzdem mit allen gewünschten externen


Teilnehmern kommuniziert werden kann, sorgt ein Provider für die Vermittlung zwischen dem IP-basierten «VoIP-Netz» und den öffentlichen Fest- und Mobilnetzen. Dabei kommt das Session Initiation Protocol SIP zum Zug – man spricht bei den Anbietern in unserer Marktübersicht nicht nur von «VoIP-Providern», sondern auch von «SIP-Providern».

Telefonie via SIP-Provider

Für die einzelnen Teilnehmer unterscheiden sich die beiden Varianten nicht wesentlich. Auch wenn statt einer traditionellen Telco ein SIPProvider im Hintergrund steht, telefoniert man mit einem IP-Telefon oder direkt mit PC, Softphone und Headset. Das IP-Telefon muss allerdings das SIP-Protokoll verstehen. Sind, wie im Geschäftsumfeld üblich, mehrere interne Teilnehmer zu bedienen, sorgt entweder eine software- oder hardwarebasierte VoIPTelefonzentrale in der Firma selbst oder eine durch den Provider bereitgestellte «virtuelle PBX» für die Gesprächsvermittlung zum korrekten Endgerät sowie für Zusatzfunktionen wie Voice Mail, Hintergrundmusik und automatische Weiterleitung. Auch mit einem SIP-Provider braucht man nicht auf die bekannten bestehenden Telefonnummern zu verzichten. Praktisch alle Anbieter ermöglichen die Übernahme der bisherigen Nummern – man spricht von «Portierung» und unterscheidet dabei zwei Varianten: ➤ Bei einer Vollportierung wird der bisherige Telefonanbieter vollständig durch den SIP-Provider ersetzt. Eingehende und ausgehende Gespräche laufen ausschliesslich und immer über den SIP-Provider. ➤ Bei einer Teilportierung bleibt die bisherige Telco für eingehende Anrufe unter der bestehenden Nummer sowie als Fallback-Option für ausgehende Gespräche zuständig. Im Normalfall gehen ausgehende Telefonate aber über den SIP-Provider und werden mit der teilportierten Nummer «signiert», so dass beim Gesprächspartner die korrekte Nummer angezeigt wird. Die meisten SIP-Provider verrechnen für portierte Nummern eine Monatsgebühr, die zu den Gesprächskosten und der Grundgebühr hinzukommt und im Durchschnitt bei anderthalb Franken liegt.

ermöglicht in den allerdings wenig geschäftsrelevanten Abend- und Wochenendstunden Gratisanrufe. Bei den SIP-Providern liegt der Hochtarif zwischen 2 und 5 Rappen. In absoluten Beträgen noch markanter fällt der Unterschied bei Anrufen auf Mobiltelefone aus: Während beim Swisscom-Festnetzanschluss selbst bei einem Telefonat auf ein Swisscom-Handy 37 Rappen pro Minute anfallen, liegt der höchste SIP-Minutentarif bei 33 Rappen, und die meisten Anbieter verrechnen zwischen 25 und 29 Rappen. ➤ International liegen die Verhältnisse ähnlich. Besonders Swisscom ist auch hier teuer: Ein Anruf nach Deutschland kostet auf dem Festnetz 12 Rappen pro Minute, bei den SIP-Anbietern sind es höchstens 5 Rappen. Exakt dasselbe gilt für die USA. Wer häufig Destinationen auf anderen Kontinenten anruft, sollte vor der Wahl eines SIP-Providers sämtliche Tariflisten sehr genau studieren. Ein Anruf nach China schlägt bei Netstream mit 3,5, bei diversen Anbietern mit 17,7 und beim Swiss-Plus-Abo von Insphone mit 48,7 Rappen pro Minute zu Buche (Vergleich Swisscom: 65 Rappen). Der letztgenannte Provider schert in dieser Hinsicht übrigens aus: Sämtliche anderen Anbieter haben zwar teils mehrere Abonnemente mit unterschiedlichen Komfortoptionen im Programm, verrechnen aber für alle Varianten die gleichen Gesprächstarife. Insphone bietet mit den «Swiss»- und «International»-Paketen unterschiedliche Tarife für internationale Verbindungen.

MarktÜbersicht SIP-Provider

Schwerpunkt

Zusatzgebühren nicht vergessen

Mit dem Minutenpreis sind jedoch noch nicht die ganzen Gesprächskosten abgedeckt. Fast alle Anbieter verrechnen nämlich im Gegensatz zu Swisscom für jedes zustandegekommene Gespräch eine Gebühr für den Verbindungsaufbau, die für nationale Verbindungen zwischen 3 und 7,9 Rappen liegt und bei Anrufen ins Ausland bis zur Hälfte eines Minutenpreises beträgt. Unter den traditionellen Telcos verlangt nur Sunrise einen vergleichbaren Zusatzobolus.

Hauptargument Kosten

Die SIP-Provider preisen ihre Dienste vor allem mit einem Argument an: SIP-vermittelte Gespräche übers Internet sind viel billiger als Telefonieren mit Swisscom oder Sunrise. Ein Blick auf die Tariflisten der Anbieter zeigt, dass dieser Anspruch zumeist eingelöst wird. ➤ Telefonate zu Abonnenten des gleichen Providers sind bei fast allen Anbietern völlig kostenlos. Das gleiche gilt für Gespräche innerhalb des Freecall-Netzes: Die in der Übersicht aufgeführten Anbieter Guest-VoIP, Phonestar und Sipcall sowie einige weitere Provider aus der Schweiz, Deutschland und In Kürze Österreich verrechnen für Gespräche innerhalb des Ver· SIP-Provider bieten unterschiedbunds keine Kosten. lich günstige Tarife an. ➤ Gespräche auf Schweizer · Voraussetzung ist eine leistungsNetze sind beim SIP-Provider fähige Internetanbindung. meist massiv günstiger als bei · Bei der Sprachqualität können Swisscom und Sunrise. Swisssich Probleme ergeben. com verrechnet auf dem Fest· Eine «Virtual PBX» bietet auch netz pro Minute nach wie vor ohne eigene Zentrale alle Komacht Rappen im Hoch- und fortfunktionen. · Eine konventionelle Fallbackvier Rappen im Niedertarif, Nummer ist zu empfehlen. Sunrise liegt mit 6 Rappen im Hochtarif etwas günstiger und

Mit dem Adminpanel verwalten die Kunden von Insphone ihr Abonnement samt Optionen selbst.

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MarktÜbersicht SIP-Provider

Schwerpunkt Die vor allem bei den Privatkundenangeboten der traditionellen Telcos gängigen Gratisminuten findet man bei SIP-Providern selten. Einzig Phonestar verzichtet nicht bloss auf eine monatliche Grundgebühr, sondern lässt den Abonnenten 100 Minuten pro Monat gratis ins Schweizer Festnetz telefonieren. Bei Netstream fungiert die Grundgebühr als Gesprächsguthaben, der Anbieter offeriert mehrere Preispläne mit unterschiedlichen Guthaben und Pauschalrabatten auf die Gesprächskosten. Swissipcom kennt gegen Aufpreis sogar eine Flat­ rate: Für zusätzlich 50 Franken telefoniert man einen Monat lang unbeschränkt in die Schweiz, die internationale Flatrate kostet 110 Franken. Flatrates für Anrufe aufs Schweizer Festnetz, aufs US-Festnetz und auf Festnetzanschlüsse in den Nachbarländern kennt auch Ticinocom.

Die Minutentarife geben nur ein ungefähres Bild von den tatsächlichen Gesamtkosten, die beim Telefonieren über einen SIP-Provider anfallen – von qualitativen Unterschieden ganz zu schweigen. Wir haben deshalb zwei Nutzungsszenarien für kleinere Unternehmen ausgearbeitet, die neben den reinen Gesprächskosten auch die Gebühren für den Verbindungsaufbau sowie die monatlichen Abonnementskosten einschliessen. Nicht berücksichtigt sind die einmalige Einrichtungsgebühr sowie Flatrates oder allfällige Volumenrabatte und Kombi-Angebote mit Mobil- und traditioneller Festnetztelefonie – dies gilt auch für die Vergleichsangaben zu den Swisscom- und Sunrise-Tarifen. ➤ Als «Wenigtelefonierer CH» bezeichnen wir ein kleines Unternehmen, das relativ selten das Telefon bemüht und fast ausschliesslich

Schweizer SIP-PRovider für KMU Anbieter

Swisscom Sunrise Traditionelle Lösungen zum Vergleich Produktname KMU-Angebot Multiline ISDN Sunrise Call ISDN mit Global Option 3 (optional 5, 10) 3 (optional 5, 10) Anzahl Rufnummern inkl.

Citytalk Business 1

Abrechnungstakt

10 Rp.

Sekundentakt

Minutentakt

Gratis-Minuten pro Monat optionale vPBX

0 n/A

0 n/A

Fixkosten (Fr.) Einrichtungsgebühr

43.–

monatliche Grundgebühr 43.– Tarife CH (Rp./min, Normal-/Niedertarif) 0 Verbindungsaufbau innerhalb Provider/freecall- n/A Netz 8/4 aufs CH-Festnetz aufs Swisscom-Mobilnetz 37/27 aufs Sunrise-Mobilnetz 40/30 40/30 aufs Orange-Mobilnetz auf andere Mobilnetze 55/45 Tarife Westeuropa (Rp./min) 0 Verbindungsaufbau 12/10 aufs Festnetz auf Mobilnetze 52/50 Tarife USA (Rp./min) 0 Verbindungsaufbau 12/10 aufs Festnetz auf Mobilnetze 12/10 Tarife Fernost (Rp./min) 0 Verbindungsaufbau 65/50 aufs Festnetz auf Mobilnetze 75/60 Nutzungs-Szenarien 234.– Wenigtelefonierer CH Vieltelefonierer International 688.– www.swisscom.com URL = ja,

28

KMU-Szenarien

Citytel

Dynamice-fon phone.ch vPhone Business VPBX

Green

guest-voip.ch

i-voice.ch

GreenTelco

voip.kmu

Business Fixkosten pro Nr.: 1.50/Monat Minutentakt

Fixkosten pro Nr.: 1.50/Monat Minutentakt

5

1 bis 10

10

Sekundentakt

Sekundentakt

Minutentakt

0 -

0 vPBX (ab 10 User, 99.–/ Monat)

0 inklusive

0 n/A

0 0 UM-Option virtual PBX, (Voicemail, Faxbox) Grundfunktionen inkl.

k.A.

0

100.–

ab 170.–

25.– 5)

100.–

45.–

0

15.–

ab 33.–

43.– (ISDN)

ab 200.– (Gesprächsguthaben) 19.90

10.– pro Kanal

3,5 (Festnetz)/10 4) 5 n/A 0

je nach Anbieter 5 0 0

0 n/A

7,9 0

7,9 0

6/gratis 35 35 35 35

2,5/1,7 25 32 32 32

2,5/1,8 25 32 32 32

5 25 45 45 45 bis 55

2, /1,9 30,9/28,9 41,9/39,9 41,9/39,9 41,9/39,9

2,9/1,9 32,9/28,9 42,9/38,9 42,9/38,9 44,9/42,9

1/2 Minutenpreis 4 40

5 4,4 35

je nach Anbieter 5 (Deutschland) 0 4,5 4,4 6 35 41 45

7,9 4,9 39

7,9 4,9 39

1/2 Minutenpreis 5 4 4,4 4 4,4

je nach Anbieter 5 4,9 4,4 4,9 4,4

0 6 45

7,9 4,9 4,9

7,9 4,9 4,9

1/2 Minutenpreis 50 (China) 70

5 17,7 (China) 17,7

je nach Anbieter 5 (China) 17,7 6,3 17,7 38

0 6 (China) 6

7,9 unterschiedlich unterschiedlich

7,9 17,7 17,7

225.25 601.50 www.sunrise.ch

112.50 115.– 3) 371.40 341.40 3) www.citytel.ch www.voffice.ch

3 2,7 35 35 45

123.50 404.40 www.e-fon.ch

168.– 157.65 157.45 454.– 476.– 493.60 www.green.ch www.guest-voip.ch www.i-voice.ch

= nein; k.A. = keine Angaben; 1) 50.–/Monat CH; 110.–/Monat International; 2) 14.90/Monat CH-Festnetz; 14.90/Monat US-Festnetz; 24.90/Monat Festnetz DE, FR, IT, AT;

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t

h

Schwerpunkt aufs Schweizer Fest- und Mobilnetz anruft. Der Gesamtpreis pro Monat wurde für insgesamt 250 Gespräche zum Hochtarif mit 1000 Minuten aufs Schweizer Festnetz und 300 Minuten auf Swisscom-Handys berechnet. ➤ Der «Vieltelefonierer International» ruft regelmässig in die Schweiz und nach Westeuropa an. In der Rechnung enthalten sind 3000 Minuten aufs Schweizer Festnetz, 600 Minuten auf das Festnetz der europäischen Nachbarländer (zur Berechnung haben wir die Tarife nach Deutschland berücksichtigt und 900 Minuten auf Swisscom-Handys. Insgesamt fallen dabei pro Monat 900 Gespräche an. Die Tarifangaben haben wir per Umfrage direkt von den Anbietern eingeholt. Bei fehlender Anwort haben wir statt dessen die Tarifangaben auf der Website des Providers konsultiert.

Marktübersicht SIP-Provider

Der Telco-Manager von Green gibt jederzeit Auskunft über sämtliche angefallenen Gesprächskosten.

INS phone

Netstream

Phonestar

Sipcall

SwissIPcom

Telephoenix

Ticinocom

VTX

Swiss+

NetVOIP Talk

PhoneEntry

Sipcall Business

SIP Account

Voip Digitel

VoIP SoHo

Fixkosten pro Nr.: 1.50/Monat Sekundentakt

k.A.

1

1

1

5

Sekundentakt

Minutentakt

Fixkosten pro Nr.: 1.50/Monat Minutentakt

Small Business Service Fixkosten pro Nr.: 2.–/Monat; Sekundentakt

Minutentakt

Sekundentakt

0 vPBX (ab 10 User, 9.90/Monat); Hosted Swyx (ab 15 User, 90.–/Monat)

0 100 (CH-Festnetz) virtual PBX (ab 3 – User, 45.–/Monat); Hosted PBX (Televantage, auf Anfrage)

0 Option Voice&Faxbox (5.–/Monat/ Teilnehmer)

optional Flatrate 1) 0 SwissIPCentrex (8.–/ Virtuelle KMUMonat/Teilnehmer) Telefonzentrale (39.–/ Monat, Abrechnung Sekundentakt)

optional Flatrate 2) -

10 Rp. (CH-Festnetz); Sekundentakt (intl.) 500 oder 200 calls Virtual PBX (ab 4 User/75.– Monat)

0

0

0

100.–

10.–

0

0

9.90

20.– 6)

0

15.–

0

0

kostenlos bis 29.90 30

7,5 0

0 0

7,9 0

7,9 0

0 0

7,5 7) 0

3 (Festnetz) / 6 4) 0

5 3.9

2/2,7 29/31 42/42 42/42 36/38 (Durchschnitt)

4 33 40 40 40

2,9/1,9 32,9 44,9/39,9 44,9/39,9 44,9/42,9

2,9/1,9 32,9/28,9 38,9/32,9 38,9/32,9 42,9/38,9

3 38 38 38 38

2,7/2 31/29 39/33 44 42

3/2 32/27 36/30 36/30 49

3.9 33 37 38 44

1/2 Minutenpreis 4,9 39

0 3,2 33

7,9 4,9 39

7,9 4,9 39

0 4 35

7,5 7) ab 3 ab 30

1/2 Minutenpreis ab 3 ab 45

5 5 47

1/2 Minutenpreis 4,1 4,1

0 3,2 3,2

7,9 4,9 4,9

7,9 4,9 4,9

0 4 4

7,5 7) 4,9 je nach Provider

1/2 Minutenpreis 5 5

5 5 5

1/2 Minutenpreis 48,7 49,3

0 3,5 3,9

7,9 17,7 17,7

7,9 4,9 4,9

0 4 4

7,5 7 17,7 (China) 49,9

1/2 Minutenpreis 5 (China) 5

5 (China) 5 47

135.65 427.80 www.insphone.ch

137.40 429.24 www.netstream.ch

147.45 168.35 483.60 516.60 www.phonestar.ch www.sipcall.ch

144.– 132.75 456.– 427.50 www.swissipcom.ch www.telephoenix.ch

100

ab 132.– 124.– ab 426.– 452.– www.ticinocom.ch www.vtx.ch

3) ohne Verbindungsaufbau; 4) Mobilnetze; 5) bei 24-Monats-Vertrag gratis; 6) Gesprächsguthaben; 7) ab Umsatz 190.–/Monat gratis und Sekundentakt

Quelle: InfoWeek

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Schwerpunkt

asterisk

Asterisk als Alternative VoIP ist ein Garant für effiziente Kommunikation und Business-Prozesse. Doch es muss nicht immer eine kostspielige Lösung sein, wie das Beispiel Asterisk zeigt. Vo n M a r c o B l e i k e r

und

Beat Stebler

U

nter Voice over IP (VoIP) versteht man das Telefonieren über IP-basierte Netzwerke, welche nach den Internetstandards aufgebaut sind. Mit VoIP lässt sich die Kommunikation von einem einzigen System aus organisieren, wobei das Internet als Grundlage dient. Der grösste Unterschied zur herkömmlichen Telefonie besteht darin, dass VoIP nicht mehr leitungsvermittelt, sondern paketvermittelt ist. Nicht mehr die Telefonleitung definiert das Telefon­ endgerät und dessen Nummer. Neu findet die Definition auf dem Endgerät statt, und deshalb kann dieses an einem beliebigen Ort mit dem Internet verbunden und in Betrieb genommen werden.

Moderne Kommunikation mit VoIP

Die Standort-unabhängige Nutzung und die zentrale Administration verschiedener Kommunikationsarten sind die grössten Vorteile der VoIP-Technologie. Man ist nicht nur ständig auf seiner Durchwahl erreichbar, sondern telefoniert immer und überall mit seiner persönlichen Nummer. Verschiedene Firmenzentralen lassen sich einfach und vor allem kostengünstig über VoIP miteinander vernetzen. Man braucht keine teuren Mietleitungen mehr, welche einzelne Standorte miteinander verbinden, und auch für einen Arbeitsplatzwechsel innerhalb der Organisation, aber auch organisationsübergreifend müssen nicht mehr wie bisher die Installationen angepasst werden. Ein weiterer Vorteil von VoIP sind die tiefen Kosten. Neben den Einsparungen bei der Standortvernetzung gibt es noch weitere Sparmöglichkeiten. Alle Teilnehmer, welche am gleichen VoIP-Netz angeschlossen sind, können gratis miteinander telefonieren. Es gibt auch diverse VoIP-Provider, welche sehr günstige Konditionen auf verschiedene Mobil- und Festnetze im In- und Ausland anIn Kürze bieten. Mit einer VoIP-TVA wie Asterisk können beliebig · VoIP überzeugt durch seine viele VoIP-Provider angebunStandort-unabhängige Nutzung den werden. Je nach Anrufdeund die geringen Kosten. · Asterisk bildet als Software-TVA stination wird dann der Anruf auf Open-Source-Basis eine über den preisgünstigsten Alternative zu proprietären Provider geführt (LCR). Systemen. Der grösste Nachteil von · Asterisk überzeugt unter andeVoIP ist die Kommunikation rem durch seine Verbindung mit über das Internet. Da öffentSQL-Datenbanken und einem liche Gespräche über das InZugang zur «Linux Shell». ternet zustande kommen, können sie abgehört werden,

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Bei der Open-Source-Lösung Asterisk können Unternehmen Regeln für die eingehenden Anrufe definieren.

vor allem, wenn der VoIP-Provider keine Verschlüsselung unterstützt. Die fehlende Verschlüsselung hat sowohl technische als auch rechtliche Gründe. Um Abhörsicherheit zu gewährleisten, müssen beide Gesprächsparteien mit demselben Verschlüsselungsmechanismus ausgestattet sein. Bei privaten Netzen stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, schon auf tieferen Layern zu verschlüsseln. Deshalb besteht die Problematik nur bei der Kommunikation über das öffentliche Netz.

Die Open-Source-TVA Asterisk

Bei Asterisk handelt es sich nicht um eine reine VoIP-Lösung, sondern um eine echte Software-TVA auf Open-Source-Basis, welche jeden beliebigen Kommunikationskanal mit einem anderen Kanal verbindet. Also hat man anstelle einer Telefonanlage neu einen Telefonserver, welcher alle Dienste einer herkömmlichen Anlage bietet und dazu noch vieles mehr. Da der Programmcode offen ist, sind Anpassungen leicht zu realisieren und somit sind dem System keine Grenzen gesetzt. Asterisk ist einfach und modular aufgebaut, stark skalierbar und flexibel in der Funktionalität und in der Integrierbarkeit. Es gibt mittlerweile viele Installationen mit mehreren tausend Teilnehmern.

„Si

Höre

Die Kostenfrage

Asterisk kennt keine Lizenzkosten und kann alle Endgeräte integrieren, welche ein Standardprotokoll unterstützen. Alle Funktionen können

Supra

Tel. +


Schwerpunkt

Alt und Neu sind mischbar

Ein Asterisk-Serversystem braucht keine zusätzliche Hardware für den reinen VoIP-Betrieb. Asterisk unterstützt alle standardisierten Protokolle, welche in der Kommunikationstechnik eingesetzt werden. So werden neben den herkömmlichen Protokollen für ISDN und analogen Anschlüssen auch im VoIP-Bereich alle standardisierten Protokolle verwendet. Zudem sind die VoIP-Protokolle von grossen Hardware-Herstellern bereits heute zu 100 Prozent in Asterisk integriert. Für die Verbindung ins GSM-Netz stehen verschiedene Gateways zu Verfügung. Auch andere Kommunikationstechniken wie Messenger sind in Asterisk integriert und können so individuell mit anderen Kommunikationswegen kombiniert werden.

Problemlose Integration

In bestehende IT-Umgebungen lässt sich Asterisk gut einbauen. So können beispielsweise vorhandene LDAP-Datenbanken, in denen alle internen User registriert sind, direkt in Asterisk integriert werden. So werden alle Nutzer, die im LDAP-Verzeichnis vorhanden sind, als Asterisk-Anwender erfasst und bekommen automatisch die gewünschte Durchwahl, VoiceMail-Box usw. Natürlich können bestehende LDAPDatenbanken auch als gemeinsames Telefonverzeichnis genutzt werden. Ebenfalls bietet Asterisk die Möglichkeit, sich mit einer SQL-Datenbank zu verbinden. So kann unter anderem die gesamte TVA-Konfiguration in einer SQL-Datenbank gemacht werden. Natürlich können auch nur einzelne Teile wie CDR-Informationen (Anrufstatistiken usw.) in eine Datenbank ausgelagert werden, wo die Informationen dann branchenspezifisch weiterverarbeitet werden können. Mit der Monitoring- und Alarming-Funktion überwacht Asterisk nicht nur sich selber, sondern kann zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Nagios, einem Open Source Tool zur Überwachung verschiedenster IT-Dienste, auch diverse andere Services überwachen und in einem Notfall per SMS, E-Mail oder Anruf alarmieren. Mit Asterisk kann sogar ein Zugang zur «Linux-Shell» aufgebaut werden, wodurch ganz individuelle Funktionen und Möglichkeiten genutzt werden können. Es lassen sich beispielsweise Backups von wichtigen Daten per Telefon starten oder es können Serverzugänge für eine individuelle Zeit, welche übers Telefon eingegeben wird, geöffnet werden. In diesem Bereich können unzählige Lösungen entstehen, welche sich durch und durch der spezifischen Branche oder dem Unternehmen anpassen. Einer der wichtigsten Bestandteile von Asterisk ist die Offenheit gegenüber anderen Systemen. Natürlich ist auch die

Offenheit gegenüber dem Nutzer gegeben. Es spielt keine Rolle, ob der Anwender mit einem Telefon, Handy, Softphone oder Messenger arbeitet, er kann dennoch alle Funktionen individuell bedienen.

VoIP-Funktionen von Asterisk

Viele Kommunikationsfunktionen sind bei herkömmlichen Anlagen nur mit kostenpflichtigen Zusatzinstallationen realisierbar, was sehr aufwendig sein kann. Asterisk bietet eine integrierte, umfassende Kommunikation. Hier einige Beispiele:

➤  Fax per E-Mail Mit Asterisk wird der Fax der heutigen Zeit angepasst. Fax-Meldungen kommen auf einem herkömmlichen Gerät an und werden dann an eine E-Mail-Adresse weitergeleitet. So können Fax-Meldungen auch auf Geschäftsreisen entgegengenommen und versendet werden, ohne dass man sich vor dem eigentlichen Fax-Gerät befindet.

asterisk

mit allen Geräten genutzt werden und somit können bestehende Apparate übernommen werden. Die Flexibilität von Asterisk erlaubt es, die Anlage in verschiedenen Szenarien einzusetzen. Asterisk kann einerseits zur Erweiterung der bestehenden Anlage genutzt werden, andererseits aber auch als herkömmliche TVA genutzt und später VoIP integriert werden. Einer der wichtigsten Vorteile sind jedoch die Open Source Groups im Internet, welche Asterisk ständig weiterentwickeln.

➤  Voice-Meldung nach Telefongespräch Was neu sehr häufig gebraucht wird, sind sogenannte Sprachnotizen nach einem Telefongespräch. Nach jedem Telefongespräch kann mit einem Tastendruck eine Sprachnotiz gestartet werden, in der man kurz wichtige Details des vorangegangenen Telefongesprächs festhält. ➤  Informationen am Telefon abfragen Informationen wie ungelesene E-Mails können direkt am Telefon als Ansagen vorgespielt werden. Auch über anstehende Termine oder Aufgaben wird man auf diese Weise informiert. So kann Asterisk zum Beispiel 30 Minuten vor einem wichtigen Termin anrufen und die wichtigsten Details vorlesen. ➤  Messenger-Nachrichten Asterisk kann vollumfänglich in das Messenger-System integriert werden, inklusive Statusveränderungen wie «online» oder «abwesend». So kann man sich per Messenger über gewisse Aktivitäten informieren. Anwender erhalten beispielsweise eine Meldung über Anrufe in Abwesenheit oder wenn eine Konferenz gestartet wird.

Asterisk als Alternative

VoIP ist die Basis für die Kommunikation der Zukunft. Mit Asterisk steht eine ausgewachsene Open-Source-Telefonanlage auf VoIP-Basis zur Verfügung, welche sämtliche Funktionalität einer kommerziellen Lösung bietet, aber keine Kosten verursacht. Unabhängig von der Grösse des Unternehmens, wer mit dem Gedanken spielt, eine neue Telefonanlage anzuschaffen und nicht nur von der günstigeren Kommunikation mit VoIP profitieren, sondern auch bei der TVA optimieren möchte, sollte Asterisk unbedingt in die Evaluation mit einbeziehen. Marco Bleiker ist Geschäftsführer bb - k o n v e r g e n z G mb H . B e a t S t e b l e r ( w w w . FOSS- G r o u p . c h )

„Sind Sie sich danach immer ganz sicher?“

des ist

FOSS- G r o u p -U n t e r n e h m e n s CEO d e r FOSS -G r o u p AG

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Hören Sie Ihr Gespräch einfach noch einmal an!

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Schwerpunkt

Interview

Alles aus einem Guss beim OCS Erich Gebhardt, Director Unified Communications von Microsoft, erklärt, wieso der gemanagte, einheitliche UC-Ansatz der Redmonder das Modell der Zukunft ist. Vo n A l i n a H u b e r

M

icrosoft ist vor rund einem Jahr auf den Unified-Communications-Zug aufgesprungen und hat den Office Communications Server 2007 (OCS 2007) lanciert. In Kürze folgt nun der zweite Release des OCS 2007. InfoWeek hat mit Erich Gebhardt, Corporate Director Unified Communications und Leiter des Zürcher Entwicklungszentrums von Microsoft, über den OCS 2007 und die Zukunft des Developer Centers in Zürich gesprochen. InfoWeek: Vor ziemlich genau einem Jahr ist der Office Communications Server 2007 (OCS 2007) erschienen. Was ziehen Sie für ein Fazit nach den ersten zwölf Monaten? Erich Gebhardt: Ich ziehe ein extrem positives Fazit. Wir sind sehr überrascht, wie schnell der Office Communications Server 2007 bei grossen Firmen überall aufgenommen wurde. Der Launch fand ja am 4. Oktober 2007 in der Schweiz statt, und danach wurde der OCS 2007 im Oktober, November und Anfang Dezember weltweit freigegeben. Wir haben einen riesigen Erfolg, vor allem bei grossen Firmen, bei Pilotierungen und bei grösseren, produktiven Proof-of-Concepts. Welche Neuerungen bringt der zweite Release? Wir machen alle Konferenzmechanismen für den ankommenden Verkehr tauglich. Bereits beim jetzigen OCS kann man alle Telefonkonferenzen und Live-Meetings in-house machen. Nun machen wir den OCS 2007 Dial-in-fähig, was bedeutet, dass ich als Kunde schlussendlich der Betreiber meiner eigenen Konferenz-Bridge bin. Das hat nicht nur finanzielle Vorteile, sondern ist auch viel einfacher in der Handhabung. Wir machen auch eine Abrundung der Enterprise-Telefonie-Features. Wir haben uns beim ersten Wurf bewusst auf die wichtigsten Funktionen beschränkt. Nun folgt eine Abrundung mit den typischen Funktionen, die klassische Telefonzentralen hatten. Ausserdem kommt mit dem R2 ein zusätzlicher Client für Vieltelefonierer. Auf der Serverseite bringen wir eine Routing Engine. Es gibt gewisse Bereiche in Firmen, wo Anrufe aktiv gemanagt werden, zum Beispiel in einem Sales Team. Der OCS Server kann die Anrufe automatisch auf die Teams verteilen. Können auf dem zweiten Release andere Betriebssysteme als Microsoft-OS betrieben werden? Wir bieten Windows mobile, Windows für PC sowie auch Webaccess. Aber es ist jetzt nicht so, dass wir einen Communicator-Client für Linux machen würden. Ausserdem bauen auch andere Hersteller mit eigenem Betriebssystem eigene SIP-Clients, die sie an unserer Plattform anmelden können. Wir sagen nicht, dass nur weil Microsoft jetzt eine

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Erich Gebhardt: «Es ist jetzt nicht so, dass wir einen CommunicatorClient für Linux machen würden.»

solche Plattform bringt, auch in der Kommunikationswelt alles auf Windows gehen muss. Sie sind in ein neues, grösseres Developer Center in Zürich umgezogen und wollen innerhalb der nächsten drei Jahre von heute 50 auf 200 Mitarbeiter ausbauen. Was steckt dahinter und was können wir künftig erwarten? Wir sind auf Anfang Oktober 2008 umgezogen, weil wir mehr Platz brauchen. Als Microsoft unsere Firma kaufte, hatten wir als erstes Ziel, das ganze Know-how der Technologie in die MS-Produkte einzubringen. Das haben wir bis zum ersten OCS 2007 geschafft. Wir haben dazu etwa zwanzig neue Leute eingestellt, aber wir wollten die Integration möglichst mit dem Kernteam machen. Diese Phase haben wir dann abgeschlossen, und Ende 2007 sind wir über die Bücher gegangen und haben uns die Fragen gestellt: Was machen wir jetzt? Wie geht es jetzt weiter? Da hat Microsoft aus mehreren Gründen entschieden, den Standort in Zürich nicht nur weiterzuführen, sondern auch auszubauen. Auszubauen im Prinzip in ein ganz normales Microsoft-Entwicklungszentrum mit einer genügenden Grösse. Die kritische Masse für ein Microsoft-Entwicklungszentrum, das mehrere Standbeine hat, ist etwa 200 Leute. Der neue Standort ist vom Setup für diese Zielgrösse gemacht, wir Lesen Sie mehr: haben genügend Platz. In einer ersten Phase bleiben Das komplette Interview, in dem wir, gerade mit dem OCS 2007 Erich Gebhardt erklärt, weshalb R2 und dem übernächsten Reder Silo-Markt ausgedient hat, lease stark auf VoIP konzenund detailliert auf Microsofts UCtriert. Parallel werden dann Strategie eingeht, lesen Sie online weitere Standbeine hinzuauf www.infoweek.ch. kommen.


SCHWERPUNKT

QoS und Sicherheit bei VoWLAN

· Bei Voice over WLAN wird das existierende WLAN-Datennetzwerk mitgenutzt. · Die Sprachqualität und die Erreichbarkeit bei VoWLAN lässt zu wünschen übrig. · Die Sicherheit ist gefährdet, wenn der Anwender sein System aus den Angeboten diverser Hersteller zusammenstellt.

Wie sinnvoll ist das Telefonieren über WLAN? Wann lohnt sich die Installation? Diese Fragen beschäftigen jede Firma, die sich für eine solche Lösung entscheidet. VO N G Ü N T E R K R E I S

Dualfähiges Handy als Ideallösung?

Noch immer hat der Nutzer aber zwei Geräte, die er zum effizienten Arbeiten benötigt, sein «Inhouse-Telefon» und sein GSM-Handy, welches es fürs mobile Arbeiten von unterwegs aus benutzt. Abhilfe schaffen kann hier zum Beispiel der Einsatz eines sogenannten Dualmodus-GSM/WLAN-Handys. Das Handy verhält sich über den WLANModus, für welchen meist eine SIP-basierende (Session Initiation Protocol) Clientsoftware eingesetzt wird, innerhalb des Firmennetzwerkes wie ein interner Teilnehmer und der Nutzer kann so kostenlos telefonieren. Mit einer entsprechenden Softwareapplikation auf dem Handy ist es möglich, dass dieses erkennt, ob es sich im firmeninternen Netz befindet und abgehende Verbindungen automatisch über die kostengünstige firmeneigene Infrastruktur aufbaut. Dieses System nennt sich in der Fachsprache «Fixed Mobile Convergence» (FMC).

Kombiniert mit dem One-Number-Konzept stellt FMC einen echten Mehrwert dar. Das mobile Gerät ist dabei voll in die Kommunikationsanlage des Unternehmens eingebunden und reagiert dabei wie ein normaler Teilnehmer, selbst ausserhalb des Gebäudes. Konkret heisst dies, dass bei abgehenden Anrufen nicht die GSM-Nummer beim Empfänger angezeigt wird, sondern die Festnetznummer des Mitarbeiters.

Die Frage nach der Qualität ...

Kommunikationsanlagen sind ein wichtiges Instrument im Geschäftsalltag und müssen deshalb allzeit bereit und vollumfänglich funktionstüchtig sein. Da bleibt die Frage: Wie zuverlässig kann der Betrieb eines Voice-over-WLAN-Systems aber sein? Abstriche macht der Nutzer auf jeden Fall bei der Sprachqualität. WLAN kann nicht ganz dieselbe Sprachqualität sicherstellen, die zum Beispiel eine DECT-Abdekkung bieten kann. Und die Erreichbarkeit der Endgeräte in Gebäuden ist oft deutlich schlechter, als dies bei einer DECT-Abdeckung der Fall ist. Grundsätzlich gilt: je schneller das WLAN, desto besser die Sprachqualität. Es ist damit auch eine Frage der Bandbreite des WLAN. Wenn zu wenig Bandbreite vorhanden ist und zu viele Leute gleichzeitig telefonieren können, verzögert sich die Auslieferung der Sprach-Datenpakete und die Verbindung klingt abgehackt und verzerrt. Moderne Wireless LANs werden zwar immer schneller, da die zu übermittelnden Daten jedoch im selben Umfang wachsen, wird das Bandbreitenpro-

VOICE OVER WLAN Headquarter

PSTN

Office

Office IP Digital

LAN

DECT Phone

Home Offices

Quelle: Aastra

T

elefonieren übers Internet gilt als modern, zeitgemäss, ja sogar vorausschauend. Dabei stehen nicht nur Kosteneinsparungen im Vordergrund, auch das zunehmende Bedürfnis nach Mobilität und Flexibilität bestimmen den Entscheid dafür. An mobiles Arbeiten mit dem Laptop hat sich der moderne Geschäftsmann schon länger gewöhnt. Klar, dass man diese Flexibilität auch beim Telefonieren nutzen möchte. Möglichst ohne zusätzliche Kosten zu verursachen, wie das mit dem GSM-Handy der Fall ist, von jedem denkbaren Ort aus, sei es ein Hotelzimmer, ein Hotspot oder auch nur das firmeneigene Sitzungszimmer. Kostengünstige, flexible Lösungen sind gefragt und schnell gefunden. Voice over WLAN (VoWLAN) heisst das vermeintliche Zauberwort. Grosser Vorteil davon: Das bereits bestehende WLAN-Datennetzwerk kann auch für die Telefonie mitbenutzt werden. Das erspart den zusätzlichen, kostenintensiven Aufbau eines DECT-Systems, mit welchem die Versorgung der Drahtlostelefone durch den Aufbau eines ganzen Netzwerkes von Funksendern abgesichert wird. Geeignete WLAN- respektive WiFi-Telefone für den Betrieb mit Voice over WLAN gibt es auf dem Markt mittlerweile von diversen Anbietern. Sie sind zwar in der Anschaffung etwas teurer als vergleichbare DECT-Geräte, die Preisdifferenz zahlt sich aber durch die Einsparung der Investitions- und Installationskosten der in diesem Falle nicht benötigten DECT-Infrastruktur mehr als aus. Wer gar völlig aufs Desktop-Telefon verzichten möchte, der entscheidet sich für ein auf seinem Laptop installiertes Softphone, mit welchem er auch via WLAN telefonieren kann. Wirklich Sinn macht die Inbetriebnahme eines solchen Kommunikationssystems hauptsächlich dann, wenn eine bereits bestehende WLAN-Infrastruktur im Betrieb vorhanden ist, beziehungsweise für Datenanwendungen sowieso zwingend benötigt wird.

VOICE OVER WLAN

IN KÜRZE

Office IP

FAX (T.38) LAN

IP VPN

Office IP PSTN

Mobile Worker SIP/WLAN Dual-Mode Phone

Branch Offices

IP Trunk SIP LAN

LAN SIP/WLAN

SIP Phone WLAN Phone Dual-Mode Phone

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VOICE OVER WLAN

SCHWERPUNKT blem damit nicht unbedingt gelöst. Sogenannte «Class of Service»und «Quality of Service»-Mechanismen wie z.B. im Standard IEEE 802.1p definiert, helfen jedoch dabei, dieses potentielle Problem zu entschärfen. Generell kann gesagt werden, dass ein bestehendes WLAN, das auf Datenanwendungen ausgerichtet ist und nun auch für Voice over WLAN mitgenutzt werden soll, sehr oft nicht für eine problemlose und qualitativ gute Sprachübertragung geeignet ist. Eine vorherige Prüfung durch einen Fachspezialisten sollte unbedingt durchgeführt werden, ganz speziell wenn eine lückenlose Abdeckung gefordert wird und es Bereiche gibt, in welchen mehr als zwei bis drei Mitarbeiter gleichzeitig telefonieren können müssen. Der Grund hierfür ist in den verschiedenen Standards begründet. Die beiden am häufigsten verbreiteten WLAN Standards IEEE 802.11b und -g mit maximal 11 (b) respektive 54 Mbit/s (g) Bruttoübertragungsraten unterstützen lediglich maximal drei nicht überlappende Frequenzen, welche gleichzeitig zur Verfügung stehen. Dies kann in überlappenden Funkbereichen zu Gesprächsabbrüchen beim automatischen Handover führen. Der neue Standard IEEE 802.1h, der ebenfalls maximal 54 Mbit/s unterstützt, bietet bereits 19 nicht überlappende Frequenzen, hat aber den Nachteil, dass die benötigten WLAN-Komponenten teurer sind.

... und nach der Sicherheit

Gerade in der Geschäftstelefonie ist es von immenser Wichtigkeit, dass Gespräche wirklich nur zwischen denjenigen Personen stattfinden, für die sie bestimmt sind. Sicherheit und Datenschutz sind bei VoIP generell besonders gefährdet, wenn sich der Nutzer sein System aus Angeboten verschiedener Hersteller und Lieferanten zusammenstellt und

«Perfekte Vorbereitung als Basis für maximale Leistung.» Marian Van der Elst, Energiecontroller

Wer sich überlegt, Voice over WLAN zu installieren, sollte sich deshalb unbedingt folgende Überlegungen machen: · Erstellen Sie ein klares Anforderungsprofil mit den Punkten Sicherheit, Zuverlässigkeit, Performance, Funktionalität, Erreichbarkeit, WLAN-Abdeckung im Gebäude und definieren Sie die zukünftige Nutzung. · Eruieren Sie, wie viele Telefonverbindungen in Ihrem Bereich gleichzeitig abgehen. · Lassen Sie sich beraten, ob die Bandbreite ihres WLAN gross genug ist, um die erwartete Zusatzbelastung durch Sprachübertragung zu garantieren. · Klären Sie ab, ob Sie zudem Bedarf an einer Speziallösung mit Alarmingund Messagingfunktionen oder Endgerätelokalisierung haben. Diese Möglichkeiten, die es beim DECT-System gibt, stehen bei Voice over WLAN bisher nur eingeschränkt zur Verfügung. · Achten Sie auf die verwendeten Komponenten – Komponenten verschiedener Hersteller funktionieren oftmals nicht ausreichend zusammen.

die IP-Infrastruktur, das IP-Kommunikationssystem sowie die IP-Endgeräte nicht aufeinander abgestimmt sind. Verschlüsselungstechniken wurden bei SIP-basierten Telefonen, die sich mittlerweile als Standard durchsetzen, bereits 2005 diskutiert. Heute gibt es fast keinen VoIPAnbieter, der nicht eine eigene Verschlüsselungstechnik erarbeitet. Zwei offene Standards scheinen sich dabei zu etablieren: das Secure Real Time Transport Protocol (SRTP) für die Sprachverschlüsselung und bei der Signalisierungsverschlüsselung die Transport Layer Security (TLS). Beide Techniken bieten einen zusätzlichen Schutz der Telefondaten, der Gesprächsinhalte und wer mit wem telefoniert. Im Moment lassen diese Standards noch einigen Spielraum für die Auslegung durch die Hersteller. Eine Vereinheitlichung ist jedoch nur eine Frage der Zeit. Eine zusätzliche Sicherheitskomponente bilden Authentifizierungsverfahren wie beispielsweise der Standard IEEE 802.1x, der gewährleistet, dass niemand ohne entsprechende Berechtigung ein Endgerät am System anmelden kann.

Für wen lohnt sich Voice over WLAN?

Die Erwartungen an moderne Kommunikationslösungen, wie Voice over WLAN sind hoch, die Probleme hinsichtlich Qualität und Sicherheit sind jedoch nicht wegzudiskutieren. Für wen lohnt sich Voice over WLAN trotzdem? In Firmen, in welchen eine vollständige Gebäudeabdeckung mit automatischem Handover gefordert ist, macht meistens die Installation eines DECT-Systems mehr Sinn. In der Praxis kann man davon ausgehen, dass man für vergleichbare Funkabdeckungen im Durchschnitt circa 25 bis 30 Prozent weniger DECT-Basisstationen als WLAN-Access-Points benötigt. Dies hat nicht nur erheblichen Einfluss auf die Hardware-Investitionskosten, sondern auch im Installationsaufwand. Trotz alledem kann Voice over WLAN als sinnvolle Ergänzung angesehen werden. Das System hat eine längerfristige Berechtigung, weil es einfach und kostengünstig eine Einbindung in das vorhandene WLAN des Unternehmens und somit eine Mitbenutzung der vorhanden Infrastruktur erlaubt.Nicht zuletzt: Auch hier macht die Technik ständig grosse Fortschritte. So darf auch in naher Zukunft mit noch besseren Endgeräten, erhöhter Sicherheit und Sprachqualität, grösseren Kapazitäten sowie verbesserter Funktionalität zum Beispiel beim automatischen Handover gerechnet werden.

Die Liberalisierung im Strommarkt setzt Impulse frei und eröffnet neue Chancen. Wir verstehen sie als Aufforderung, uns dynamisch weiterzuentwickeln. Dazu sind wir auf engagierte Mitarbeitende angewiesen wie beispielsweise Marian Van der Elst. Neue Projekte plant er perfekt – und trägt so zur Unternehmensentwicklung bei. Wir freuen uns, wenn Sie mit uns die Zukunft angehen.

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ÜBERLEGUNGEN ZUR VoWLAN-EINFÜHRUNG

9.10.2008 13:54:09 Uhr

IST

LEITER

DES

PRODUKTMANAGEMENTS

BEI DER

A A S T R A TE L E C O M


Schweizerischer Verband der Informations- und Kommunikationstechnologie

SwissICT Magazin Ausgabe 20/2008 vom 10. November 2008

Die verkannte Disziplin

Drei Viertel der Kandidaten kamen ins Ziel: In Bern nahmen sie Fachausweise und Diplome in Empfang. Mit den Schlussprüfungen wiesen sie nach, dass sie hohen Anforderungen im Beruf genügen. Ugo Merkli Den Schlussprüfungen auf der Stufe eidg. Fachausweis und eidg. Diplom Informatiker/in stellten sich in diesem Frühjahr 326 Kandidaten bei den Berufs- und 142 bei den höheren Fachprüfungen. Insgesamt 40 davon stammen aus der Suisse Romande. Die stärksten Richtungen auf der Stufe Fachausweis waren Business Process Development (104 Absolventen) und Project Services (99), gefolgt von Operational Services

(73) und Applications Development (44). Beim Diplom führt Business Solutions (70) die Rangliste an, gefolgt von Project Management (44) und IT Solutions (18). Bei der Altersstruktur der Kandidaten lag der Schnitt beim eidg. Fachausweis bei 34.1 Jahren, beim eidg. Diplom bei 34.9. Die jüngsten Kandidaten beim Fachausweis waren 22, beim Diplom 26, Fortsetzung auf Seite 39 unten

Dr. Patrik Gisel, Mitglied des SwissICTBeirats und stv. Vorsitzender der Geschäftsleitung, Raiffeisen Schweiz

Veranstaltungskalender SwissICT Datum

Titel / Thema

Ort

10.11.2008

SWISS ICT FORUM LUCERNE mit Verleihung SwissICT Awards 2008

Luzern Verkehrsaus der Schweiz

12.11.2008

IT Service Management – Das ABC der IT Abendveranstaltung

Zürich ConventionPoint, SIX Zürich

18.11.2008

Berufe der ICT – Ihr Hilfsmittel im ITPersonalbereich Abendveranstaltung

Zürich ConventionPoint, SIX Zürich

26.-28.11.2008 Business Anforderungen an ITProjekte Seminar

Zurzach Park-Hotel

03.12.2008

Digitale Signatur – Theorie und Praxis Zürich Abendveranstaltung ConventionPoint, SIX Zürich

24.02.2009

Aktives Rednertraining Workshop

Weitere Informationen und Anmeldung: SwissICT, www.swissict.ch, Telefon 043 336 40 20

SwissICT News 10. November • 20/2008

Zürich ConventionPoint, SIX Zürich

In eigener Sache Barbara Schiesser, Geschäftsführerin von SwissICT, möchte sich beruflich neu orientieren und wird SwissICT verlassen. Wir danken ihr für die mit Elan geleistete Arbeit, das grosse Engagement für den Verband und die gute Zusammenarbeit. Unter der Geschäftsführung von Barbara Schiesser ist der Verband gewachsen und konnte seinen Bekanntheitsgrad erhöhen. Wir wünschen Barbara Schiesser neue spannende Herausforderungen und alles Gute für die berufliche und private Zukunft. Die operative Leitung der Geschäftsstelle übernimmt per 1. November 2008 Daniela Grecuccio. Als langjährige Mitarbeiterin kennt sie den Verband und insbesondere die Aufgaben der Geschäftsstelle von Grund auf. Daniela Grecuccio ist Betriebswirtschafterin HF, 34 Jahre alt und lebt in Zürich. Wir sind überzeugt, dass die Geschäftsstelle unter ihrer Leitung weiterhin den gewohnt ausgezeichneten Service bieten wird. Wir wünschen Daniela Grecuccio bei der neuen Tätigkeit viel Freude und Befriedigung. Der Vorstand SwissICT

Barbara Schiesser

gieren etc. Informatik als unverzichtbare Basis meiner Arbeit. Und dann gibt es da diese andere Sicht auf die Thematik: Meinen CIOKollegen bedrückt die Sorge, dass er die notwendigen Mitarbeitenden für seine Informatikprojekte nicht findet. Publikationen in Fachmedien beklagen die zu kleine Anzahl von Absolventen

der Ingenieursdisziplinen, insbesondere Informatiker. Ich frage mich, was wohl der Grund ist, dass eine boomende Disziplin von Nachwuchskräften immer weniger gewählt wird. Fehlen ihnen die Fakten, fehlen Informationen? Kaum. Es fehlt die Begeisterung. Die Begeisterung für eine Disziplin, die begeistern kann. Wir ‹alten› Informatiker sind hier speziell gefordert. Wir müssen Faszination und Begeisterung des Informatikerberufs neu vermitteln. Für den Kopf ist genügend Material vorhanden, wir müssen wieder vermehrt das Herz des Informatikernachwuchses ansprechen! Denn dort wird schlussendlich entschieden.

Daniela Grecuccio

Nachdem ich aufgestanden bin, mich über Blackberry und PC mit den neuesten Informationen versorgt habe, setze ich mich an den Frühstückstisch. Die Zeitung wird nur kurz überflogen, als Ergänzung sozusagen. Während der Fahrt zur Arbeit nutze ich die über 50 Computer in meinem Auto (ja wirklich, hat heute fast jeder Wagen), zum grossen Teil unbewusst. Im Geschäft geht’s nahtlos weiter: Zwischen den vielen Meetings Blick auf PC, Präsentationen überarbeiten, Korrespondenz korri- Patrik Gisel

Ein sicherer Wert!

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Schweizerischer Verband der Informations- und Kommunikationstechnologie

Business Intelligence Eine organisatorische Ausgestaltung und die Kunst, aus Daten entscheidungsrelevante Informationen über den Kunden und dessen Bedürfnisse zu generieren. Jan Altin

F

ür viele Unternehmen hat sich der Stellenwert der Kundenbeziehung in den letzten Jahren nachhaltig verändert. Verdrängungswettbewerb, Austauschbarkeit und Homogenisierung der Produkte, weitgehende Marktsättigung, schneller und flexibler ändernde Kundenwünsche kennzeichnen die gegenwärtige und zukünftige Marktsituation, auf die zu reagieren ist. Folglich muss man auf Markt- und Kundensituationen sowie diverse Fragestellungen die passenden Informationen und das Wissen zur rechten Zeit über und für den Kunden haben. Daher haben auch technologie- und wissensintensive Unternehmen hohe Anforderungen an Ihre Reporting-, Steuerungsund Überwachungsinstrumente, die u.a. Informationen und Wissen zu folgenden Fragestellungen liefern müssen: • Welches sind meine profitabelsten Kunden? • Welche Kunden haben Abwanderungsneigung? • Welches Finanzpotenzial haben meine Kunden? • Welche Kunden würden weitere oder höherwertige Produkte kaufen? • Welche Kunden reagieren am empfindlichsten auf Preisänderungen? • Welche Kunden beschweren sich am meisten/ ehesten? • Mit welchen Produkten und Produktkombinationen fühlen sich Kunden am ehesten angesprochen? • Wie viel ist ein Kunde eigentlich wert? • Sind alle Kunden gleich wichtig für ein Unternehmen? • Muss man «den» Kunden differenziert «bearbeiten»? • Haben wir die «guten» und «schlechten» Kunden richtig erkannt?

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Business Intelligence (BI) ist ein gesamtheitlicher Ansatz zur betrieblichen Entscheidungsunterstützung und befasst sich mit Technologien sowie Prozessen zur Informationssammlung aus entscheidungsrelevanten Daten, dessen Analyse und Reporting. Hierbei ist BI nicht einfach nur ein strategisches und operatives Controlling-Instrument, sondern auch eine Chance, über standardisierte Prozesse und Funktionen eine einheitliche, qualitative Kundensicht zu erlangen. Durch die Analyse von Kundendaten und Kundeninformationen mit Verfahren wie • Data Mining • Online Analytical Processing (OLAP) • Reporting können Erkenntnisse – im Data Warehouse (DWH) und/oder in fachliche Data-Marts (DM) gespeichert – gewonnen werden, die wiederum direkt zur Entscheidungsfindung oder indirekt durch Integration in operativen Prozessen genutzt werden können. Es entsteht ein Kreislauf (Closed-Loop), über die Extraktion von Daten und die Konsolidierung aus internen und externen Quellen, über das Transformieren und Bereinigen der Daten und das Laden in DWHs oder DMs (ETL-Prozess), hin zur Analyse und Auswertung sowie Rückführung der Resultate in den operativen Geschäftsprozess.

genität geprägt und die Qualität intern vorhandener Daten (Kontaktdaten: Name, Adresse, Telefonnummer; Stammdaten: Alter, Geschlecht; Transaktionsdaten; Nutzungsdaten) für Kundenansprachen teilweise unvollständig oder qualitativ unbrauchbar ist. Hier besteht die Notwendigkeit, externe Daten (Soziodemographie, Wohnumfeld, Konsumverhalten, KFZ, Kreditverhalten) aus diversen Quellen hinzu zu holen.

Daten über den Kunden

Wissen über den Kunden

Das Spiel mit der Henne und dem Ei: Grundsätzlich stellt sich in Projekten die Frage: Wo fängt man mit den Daten an? Beim Kunden oder intern im Unternehmen? Letzteres steht bei den meisten im Vordergrund, da die IT-Landschaft meist von gewachsener Hetero-

Eines der wichtigsten Ziele beim BI ist die Analyse des historischen und gegenwärtigen, aber insbesondere auch die Prognose des zukünftigen Kundenverhaltens und der daraus ableitbaren Affinitäten. Daten aus den verschiedenen Datenbanken werden extrahiert und

Jan Altin

SwissICT Magazin 10. November • 20/2008


Schweizerischer Verband der Informations- und Kommunikationstechnologie

diese auf bisher unbekannte Zusammenhänge und Erkenntnisse analysiert. Die Herausforderung und Aufgabe liegt u.a. darin, • die Struktur und das Verhalten der eigenen Kunden in den Daten zu erkennen, • zu überprüfen, ob durchgeführte Kampagnen den geplanten Erfolg erzielt haben. • aus bereits durchgeführten Kampagnen Regeln für neue zu generieren. Vorausgesetzt, die notwendigen Daten liegen historisch in ausreichender Qualität in einem – im Idealfall unternehmensweit zentralen – DWH beziehungsweise fachspezifische DMs vor, können Data-Mining-Verfahren eingesetzt werden, um Antworten auf strategische Fragestellungen zu geben. Der Begriff des Data Mining bezeichnet Techniken zum Erforschen und Hervorheben von entscheidungsrelevanten Mustern oder Trends in umfangreichen Datenbanken, die sonst unerkannt geblieben wären. Das Verfahren nutzt zahlreiche Methoden (z.B. Segmentierung) mit unterschiedlichen Anwendungen (z.B. Clustering). Basierend auf den Erkenntnissen und Prognosen können optimal abgestimmte Massnahmen beispielsweise • zur Gewinnsteigerung durch optimales Ausschöpfen von Cross-/Up-Selling Potentialen, • zum Bestandskundenmanagement, wie u. a. Cross/Up-Selling oder Kundenbindung,

• zur Vorhersage künftigen Stornoverhaltens, • zur individuellen Kundenansprache, • zum optimalen Einsatz ihrer Budgets eingeleitet und umgesetzt werden.

Service für den Kunden Es gibt wichtige Gründe, die den Kunden zum Kauf bewegen: • der Preis des angebotenen Produktes im Vergleich zu dem des Konkurrenzproduktes, • personalisierte Ansprache und Angebot, • Image des Unternehmens, • Lieferbedingungen, • Service, • Qualität des Produktes, • Empfehlungen durch Bekannte. Nur wer es schafft, über die optimale Kombination aus den oben genannten Motivationen mit dem Kunden zu kommunizieren, wird die Zufriedenheit, die Loyalität und damit auch die Bindung des Kunden an das Produkt und Unternehmen erreichen.

Organisatorische Gestaltung der BI-Landschaft Damit die einzelnen Unternehmensbereiche nicht alle Ihre eigenen BI-Programme und Projekt-Silos aufbauen, ist eine BI-Strategie notwendig, die die technische, fachliche und organisatorische Gestaltung berücksichtigt. Bei der organisatorischen

Gestaltung von BI ist ein integrativer Ansatz zwischen allen Unternehmensabteilungen als Team von Knowhow-Trägern notwendig, deren Rollen vorab definiert und besetzt werden. Dieses Team bildet dann das BI Competence Center (BICC). Das BICC übernimmt hierbei Aufgaben wie Koordination und Steuerung von Projekt-Aktivitäten, Softwareauswahl, Koordination des Datenmanagements und des Betriebes, BI/IT-Governance, Service-Management und Training. Die Implementierung des Teams kann entweder aus einem Projekt oder aus einer Strategie heraus erfolgen. In den meisten Fällen erweist es sich als praktikabel, in den Startphasen ein virtuelles abgestimmtes Team aufzustellen, das vordefinierte Rollen wahrnimmt. Diese können dann auch in einer Übergangsphase die notwendigen Aufgaben abdecken und Projekte unterstützten, unabhängig von räumlichen Entfernungen bzw. operativen Aufgabenstellungen. Zusammenfassend können die Rollen in den Teams im Rahmen einer BICC gruppiert werden zum einen durch eine permanente Programm-Organisation (sowohl Business-Rollen auch als technische Rollen), zum anderen durch eine Projekt-Organisation, die abhängig von den durchgeführten Projekten aufgesetzt wird. Diplom. Volkswirt Jan Altin arbeitet seit 2008 bei Business & Decision Schweiz. Seine ThemenSchwerpunkte sind BI und Service Management.

i-drive stellt Mitarbeitende in den Mittelpunkt IT-Spezialisten sind auf dem Arbeitsmarkt hart umkämpft. Die Credit Suisse legt daher ein besonderes Augenmerk darauf, IT-Spezialisten spezifisch zu fördern und ihnen attraktive Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, die über die Möglichkeit einer Führungslaufbahn hinausgehen. Dabei kommt i-drive, dem einheitlichen, globalen «Jobs Framework» für die IT-Organisation der Credit Suisse, eine grosse Bedeutung zu. Barbara Belser

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ie IT der Credit Suisse wurde mehrfach international ausgezeichnet und bietet ambitionierten Angestellten erstklassige Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten sowie ein inspirierendes Arbeitsumfeld. Weltweit sind rund 11‘000 Spezialistinnen und Spezialisten, gut 4‘000 davon in der

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Schweiz, bei der Lösung herausfordernder Aufgaben beteiligt. Sie arbeiten in unterschiedlichen Bereichen der modernen Informatik im dynamischen Umfeld der Finanzdienstleistungsindustrie. Mit der Bildung der integrierten Credit Suisse und damit auch einer gemeinsamen IT-Organisation

wurde das Projekt i-drive ins Leben gerufen. Aufbauend auf dem Schweizer Modell der Fach- und Führungslaufbahn der Credit Suisse IT hat ein globales Projektteam ein einheitliches Jobs Framework entwickelt. Alle HR-Prozesse wurden anschliessend mit diesem Framework verknüpft. Zusammen mit den

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Schweizerischer Verband der Informations- und Kommunikationstechnologie

durch ihre Vorgesetzten aktiv unterstützt. Durch die erlangte Transparenz wird die interne Mobilität für die Mitarbeitenden stark erleichtert und vorangetrieben. Seit Einführung von i-drive konnte eine Zunahme an internen Wechseln verzeichnet werden.

Entwicklung einer IT HR-Strategie für die Bedürfnisse der Informatiker

Barbara Belser

HR-Prozessen steht i-drive heute für eine integrierte HR-Strategie. i-drive verfolgt weitreichende Ziele. Mit dem neuen Jobs Framework mit global gültigen Funktionsbezeichnungen sind die Funktionen in allen Bereichen der Informatik der Credit Suisse neu global vergleichbar. Klar definierte Entwicklungspfade unterstützen eine gezielte und transparente Laufbahnplanung der Mitarbeitenden. Zusätzlich wurden die HR-Prozesse weltweit harmonisiert und vereinheitlicht», beschreibt Dave Bannister, i-drive Project Manager, die wesentlichen Merkmale von i-drive.

i-drive umfasst neben dem Jobs Framework auch die Kern-Prozesse des Human Resources Management. Bereits bei der Rekrutierung kommen die Kandidaten das erste Mal in Berührung mit den Instrumenten von i-drive. Sämtliche offenen Stellen sind einer Job-Familie und einem Band zugeteilt und jeder neue Mitarbeitende ist damit automatisch im Jobs Framework erfasst. Er erhält so von Beginn seiner Laufbahn an Transparenz über seine Entwicklungsmöglichkeiten und ist in die Laufbahnplanung eingebunden. Auch alle anderen HR-Prozesse wie Beförderung, Performance Management oder Entlöhnung sind abgestimmt auf das i-drive Jobs Framework und si-

chern dadurch ein global einheitliches Vorgehen in allen Bereichen der IT. Interne Mobilität – Jobwechsel innerhalb der IT der Credit Suisse – wird durch ein einheitliches Verständnis der Rollen vereinfacht. Stiess man früher auf Probleme, Jobs in Zürich mit Jobs in Singapur zu vergleichen, so ist dies durch die Klassifizierung in i-drive heute global gewährleistet. Ein sogenanntes ‚Mobility Program‘ fördert die Kultur der kontinuierlichen Weiterentwicklung zusätzlich. Das Programm unterstützt die IT-Mitarbeitenden gezielt in Ihrer Laufbahnentwicklung innerhalb der Credit Suisse. Durch Kennzeichnung der offenen Stellen mit JobFamilie und Band können die Mitarbeitenden sehr rasch überprüfen, ob sie den Anforderungen einer ausgeschriebenen Rolle entsprechen und sich bei Interesse intern neu bewerben. Zudem werden offene Stellen zuerst für den internen Markt freigegeben. Erst in einem zweiten Schritt wird auf dem externen Markt gesucht. Mit über 11‘000 Arbeitsplätzen in den unterschiedlichen IT-Bereichen und Ländern sind die

Vorteile des i-drive Jobs Framework für die Mitarbeitenden Das i-drive Jobs Framework umfasst elf IT-Job-Familien, in die sämtliche Rollen der Credit Suisse IT eingeordnet sind. Jeder Mitarbeitende gehört aufgrund seiner aktuellen Rolle einer Job-Familie an. Je nach Grösse, Komplexität und Verantwortlichkeit der Rolle bestimmt sich der persönliche Level des Mitarbeitenden – in der Credit Suisse als Band bezeichnet. Die Erwartungen an die verschiedenen Rollen und somit an den Mitarbeitenden sind klar definiert. Mit der Einführung dieses Frameworks wurde die Grundlage für alle zukünftigen HR-Prozesse im Hinblick auf Karriereentwicklung, Beförderung, Mobilität, Rekrutierung und Ausbildung über alle Regionen hinweg geschaffen. Für Kate Mason-Dryden, Global Head HR IT, liegen die Vorteile auf der Hand: «i-drive bietet den IT-Mitarbeitenden einen Überblick und Transparenz über alle IT-Positionen weltweit. Es zeigt Laufbahnen auf und definiert die daran gestellten Anforderungen». Anhand festgelegter Kriterien können die IT-Mitarbeitenden ihre Eignung für eine gewünschte Position selbst prüfen und erhalten Vorschläge, um eventuelle Abweichungen zwischen angestrebter Position und aktuellem Kenntnisstand zu schliessen. Die Mitarbeitenden werden ermutigt, ihre Laufbahn selbst in die Hand zu nehmen und persönliche Entwicklungspläne zu erstellen, die zum Erreichen ihrer Laufbahnziele beitragen. Hierin werden sie

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Schweizerischer Verband der Informations- und Kommunikationstechnologie

«Herausragende Mitarbeitende sind ein zentraler Erfolgsfaktor, deshalb ermöglichen wir ambitionierten Berufserfahrenen erstklassige Karrieremöglichkeiten.» (aus: Credit Suisse Portrait) Möglichkeiten sehr gross. Die Chancen, sich durch einen Mobility-Wechsel neu zu orientieren und Einblick

Fortsetzung von Seite 35 die «reifsten» waren sowohl beim Fachausweis wie beim Diplom 51 Jahre alt. Der Anteil Kandidatinnen dürfte gerne höher liegen. An dieser Schlussprüfung erreichte er 12.3% bei der Berufs- und 11.3% bei der höheren Fachprüfung. Zusammen mit der Herbstprüfung 2008 werden in diesem Jahr voraussichtlich insgesamt ca. 800 Kandidaten die Schlussprüfungen ablegen, eine Zahl, die vergleichbar ist mit jener im Vorjahr.

Erfolgreich am Ziel 348 Kandidaten oder 74.4% erreichten ihr Ziel erfolgreich und konnten an der Schlussfeier ihre hart verdienten Fachausweise und Diplome in Empfang nehmen. Die Erfolgsquoten lagen sowohl für die Berufsprüfung wie für die höhere Fachprüfung gut im langjährigen Schnitt, der sich zwischen 65 und 80% bewegt. Der Prüfungskommissionspräsident und das verantwortliche Prüfungskommissionsmitglied aus der Suisse Romande ehrten die besten Kandidaten, die mit Durchschnittsnoten zwischen 6.0 und 5.5 (Fachausweis) bzw. 5.8 und 5.0 (Diplom) unter Beweis stellten, dass man mit Höchstnoten abschliessen konnte.

Den Erfolg geniessen Die Schlussfeier bot die willkommene Gelegenheit, zusammen mit den anderen erfolgreichen Absolventen und den geladenen Gästen den erreichten Erfolg zu feiern. Fröhliche und entspannte Gesichter reihum: Das Bestehen der Schlussprüfung ist ein wichtiger und sicher auch ein besonders erfreulicher Meilenstein in der persönlichen Laufbahn. Eine besondere Freude liegt auch darin, zusammen mit anderen diesen Erfolg vorbereitet und sich in den nicht immer so einfachen Phasen der Vorbereitung gegenseitig unterstützt zu haben. Dabei ist wieder einmal zu betonen, dass die Zulassungsvoraussetzungen für Fachausweis und Diplom speziell auf qualifizierte Praktiker zugeschnitten sind.

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in andere Fachgebiete zu erhalten, sind mannigfaltig. 2008 werden in der Informatik rund 800 MobilityWechsel zu verzeichnen sein.

Kontinuierliche Weiterentwicklung Die individuelle Karriereentwicklung ist in der IT der Credit Suisse zentral. Die Business School der Credit Suisse unterstützt mit verschiedenen Ausbildungsprogrammen, Initiativen, Web-based Trainings, Panel-Diskussionen, e-learning-Programmen die Mitarbeitenden gezielt in ihrer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Zudem wurden für jede Job-Familie sogenannte Learning Maps zur Verfügung gestellt, die

Entscheidend ist nicht, auf welchem Weg die Kompetenzen erworben worden sind, sondern dass sie im Moment der Prüfung verfügbar sind und für geforderten Lösungen adäquat eingesetzt werden können. Die Freude ist gerechtfertigt: Wer sich den Mühen dieser beiden einzigen eidgenössischen Prüfungen auf der Stufe der höheren Berufsbildung in der Informatik stellt und sie besteht, ist als Fachkraft gefragt und hat sich für Fach- und Führungsaufgaben die nötige Empfehlung erworben. Mit der Berufsprüfung werden die erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse nachgewiesen, um die Stellung eines Vorgesetzten zu bekleiden oder eine berufliche Funktion zu erfüllen, die wesentlich höhere Anforderungen stellt als die Berufslehre. Mit dem eidg. Diplom weisen die Absolventen schliesslich nach, dass sie in der Lage sind einen Informatik-Betrieb oder eine Abteilung selbständig zu leiten, oder besonders hohen Anforderungen im Beruf zu genügen.

den Mitarbeitenden Schulungs- und Entwicklungsmöglichkeiten spezifisch auf Ihre Rolle abgestimmt aufzeigen. Die Karriereentwicklung lässt sich damit noch gezielter unterstützen. Letztlich ist der Name Programm – i-drive sieht den Mitarbeitenden auf dem Fahrersitz seiner eigenen Laufbahn und die Credit Suisse IT bietet die geeigneten Unterstützungsinstrumente, um ihn auf dieser Reise zu begleiten. Barbara Belser, Head HR IT Switzerland der Credit Suisse

EFZ den eidg. Fachausweis und das eidg. Diplom als Fortsetzung der beruflichen Grundbildung. Diese Wahl ist sicher empfehlenswert und dürfte in Zukunft noch häufiger erfolgen, gerade weil die Kompetenzen für die berufliche Grund- und die höhere Berufsbildung im Modulbaukasten für die Informatiker aufeinander abgestimmt und durchgängig kompetenzorientiert sind.

2009 mit neuen Prüfungsordnungen Im Herbst 2008 findet die letzte Schlussprüfung nach bisheriger Ordnung statt. Ab 2009 wird die Zahl der Richtungen sowohl für den eidg. Fachausweis wie auch für das eidg. Diplom aus Gründen der Übersichtlichkeit auf je 2 reduziert. Der Stellenwert der Schlussprüfungen nimmt im Vergleich zum gegenwärtigen Stand noch etwas zu: Dies alles mit dem Ziel, Berufs- und höhere Fachprüfungen in der Informatik erfolgreich in die Zukunft führen. Dr. Ugo Merkli ist Geschäftsführer von I-CH – Informatik Berufsbildung Schweiz AG.

In guter Gesellschaft Bisher haben insgesamt über 10‘000 erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen den eidg. Fachausweis und über 4‘000 das eidg. Diplom als Informatiker erworben. Auf der Stufe der höheren Berufsbildung gehört man damit zu den Bestqualifizierten und das in einem Berufsfeld, in dem mittlerweile rund 180‘000 Beschäftigte tätig sind. Neben den erfahrenen Praktikern, die auf diesem Weg zu einem eidgenössischen Abschluss kommen, wählen auch zunehmend junge Informatiker mit

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E-Health ist als Thema etabliert Von E-Health wird manches erwartet: Die Verbesserung von Effektivität, Effizienz und Qualität medizinischer Leistungen, die Vereinfachung des Zugangs zu diesen, die Ausrichtung der Leistungen auf die Patienten, die Bändigung der Kostenzuwächse oder schlicht und einfach die «Veränderung des Gesundheitswesens». Hohe Erwartungen waren aber schon oft die Vorboten gravierender Enttäuschungen. Peter Rohner, Robert Winter Hersteller und Lieferanten von Lösungen, die sich ment verfügen, laufen die Vorbereitungen für die unter dem Begriff «E-Health» vermarkten lassen, Etablierung der Wettbewerbsfähigkeit in solchen Szeerkennen ihre Chancen und tragen zu den hohen narien. Es werden Kooperationen angestrebt, es wird Erwartungen bei, die bei allen Beteiligten an E-Health finanzielle Transparenz geschaffen, administrative und gestellt werden. Aus diesen Erfahrungen sollten im klinische Prozesse werden etabliert, Services werden Gesundheitswesen die richtigen zusammengelegt, die notwenKonsequenzen gezogen werden. digen Managementskills werden E-Health hat sich in Praxis und entwickelt und anderes mehr. In Wissenschaft etabliert. E-Health solchen Umfeldern kann E-Health bietet eine Fülle von Potenzialen einen ganz wesentlichen Beitrag für die verschiedenen Akteure leisten – einerseits durch die von IT des Gesundheitswesens, insbeunterstützte Entwicklung prozessosondere die Spitäler sowie für das rientierter Organisationen (Business Zusammenspiel der Akteure in Engineering) und andererseits durch der integrierten Versorgung. Wo die Bereitstellung fachgerechter Anreize für nicht effektive oder Informationssysteme (Information nicht effiziente AngebotserweiteSystems Engineering). Peter Rohner rungen bestehen oder solche für In den Spitälern zeigt sich in Verbesserungen fehlen, weil die dieser Phase der stürmischen Betroffenen und Beteiligten für sich Entwicklung neuer Konzepte nun keinen Partikularnutzen erkennen, die Notwendigkeit, E-Health in werden E-Health-Vorhaben keine die bestehenden Fach- und Fühwesentlichen beziehungsweise rungsstrukturen einzubetten Die in nicht die beabsichtigten Wirkungen anderen Branchen gewonnenen erzielen. Erfahrungen lassen sich hier geAn den Grundmechanismen winnbringend einsetzen. des Gesundheitswesens können Wenn zudem an jedes E-HealthE-Health-Vorhaben nicht rühren. Vorhaben dieselben Massstäbe wie Absehbare Wettbewerbselean andere (Prozessoptimierungsmente (Fallpauschalen) sowie und IT-) Projekte angelegt werden, die politisch gewollten grossen kann deren nachhaltige Wirkung geRobert Winter gesundheitsökonomischen Vorhasichert werden. Es ist darum kritisch ben (Vertragsfreiheit, Spitalwahl, zu fragen: Sind Relevanz und Nutzen monistische Finanzierung) werden gegeben? Stimmen die RahmenAnreize schaffen. Die E-Health-Strategie des Bundes bedingungen? Sind die Voraussetzungen schaffbar? ist den Rahmenbedingungen hier – berechtigterweise Sind Ausmass und Geschwindigkeit der Veränderung – bereits einen Schritt voraus. machbar? Kurzum: Nehmen wir die richtigen E-HealthIn Spitälern, die über ein vorausblickendes ManageProjekte richtig in Angriff?

Dr. Peter Rohner leitet das Kompetenzzentrum Health Network Engineering (CC HNE) am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen, Prof. Dr. Robert Winter ist Direktor des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen.

Relevante Aspekte für den Erfolg von E-Health in Spitälern - Integrierte und systematische Bearbeitung von strategischen, organisatorischen und technischen Aspekten - Verankerung von Prozessorientierung und der Rolle der IT-Unterstützung in der Unternehmensstrategie - Kunden- und Prozessorientierung der IT-Strategie - Etablierung des «Alignment» zwischen Fachlichkeit und IT als Daueraufgabe - Orientierung von Projekten an Bedürfnissen, Akzeptanz und Adoption der Fachseite (primär durch die Ärzteschaft und die Pflegenden) - Klare Leitlinien für Architektur und Integration - Schrittweise (und dadurch «verdaubare») Entwicklung von Organisationen (Strukturen und Prozessen) sowie Applikationen mit Hilfe von Reifegradmodellen - Umfassende und dauerhafte Berücksichtigung der menschlichen Faktoren (Führung, Verhalten, Macht) - Klarheit darüber, dass vor Optimierungen immer zuerst Investitionen nötig sind

Verbandsmagazin von SwissICT Impressum Herausgeber, Redaktion: SwissICT Schweizerischer Verband der Informations- und Kommunika­tionstechnologie • Redaktionskommission: Roland Schubert, Katrin Künzi, Alfred Breu, Michael Busch und Barbara Schiesser • Adresse: Vulkanstr. 120, 8048 Zürich, Tel. 043 336 40 20, Fax 043 336 40 22, info@swissict.ch, www.swissict.ch • Mitgliedschaft: Kombimitgliedschaft Fr. 90.–/Jahr, Einzelmitgliedschaft Fr. 150.–/Jahr (Studenten, Lehrlinge Fr. 25.–), Firmenmitgliedschaft ab Fr. 250.–/Jahr (bis 5 Mitarbeitende) • Erscheinungsweise: 11x pro Jahr in InfoWeek.ch • Copyright: © SwissICT, Zürich

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know-how & praxis

kommunikation

Momentane Grenzen bei der FMC-Umsetzung Die Integration von Mobilfunk in TK-Infrastrukturen rückt in den Fokus des betrieblichen Interesses. Dabei stossen die Firmen aber häufig an Grenzen. V o n T h o m a s R. K ö h l e r

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er von der Fachwelt für das Zusammenwachsen von Fest- und Mobilfunknetz durch entsprechende Endgeräte- beziehungsweise Dienstangebote geprägte Begriff lautet: FMC – Fixed Mobile Convergence. FMC steht dabei sowohl für die Konvergenz von Endgeräten als auch für die Konvergenz von Diensten und Netzen und wird – in der jetzigen frühen Phase – in verschiedenen Varianten von Netzbetreibern wie auch von TK-Anlagenherstellern und Drittanbietern offeriert. Die Gemeinsamkeit aller Lösungen liegt – glaubt man den Anbieterversprechen – in verbesserter Erreichbarkeit der Teilnehmer und geringeren Kosten für die Kommunikation. Aber was steckt konkret dahinter? Inwieweit sind heutige FMC-Angebote tauglich für den betrieblichen Einsatz? Allen Analystenstudien zum Trotz ist die Adaptionsrate bisher gering – auch und gerade bei den mit grossem Marketingaufwand gestarteten Providerangeboten

In Kürze · Mit der Fixed Mobile Convergence (FMC) lassen sich Kosten sparen und die Mitarbeiter sind besser erreichbar. · Dennoch ist die Adaptionsrate von FMC bisher gering; der grosse Siegeszug steht noch aus. · Nebst der Technologiezentriertheit ist auch die Vielfalt an Systemplattformen ein Hindernis.

Mit dem FMC-Dienst «Fusion» galt British Telecom als einer der Pioniere in Sachen Konvergenz zwischen Festnetz und Mobilfunk. Dennoch sind seit dem Start im Sommer 2005 binnen dreier Jahre nur rund 45’000 Kunden für das Angebot gewonnen worden – kein wirklicher Erfolg, hatte man beim Start noch von Millionen von Kunden binnen weniger Jahre gesprochen. Inzwischen ist in der britischen Fachpresse von einer Einstellung oder Neupositionierung des Dienstes die Rede. Kernmerkmal des sowohl an Privatanwender wie an Unternehmen gerichteten BT-Angebotes ist die Fixierung auf ein Endgerät, welches sowohl GSM als auch VoIP über WLAN unterstützt. WLAN soll immer dann genutzt werden, wenn ein privater oder betrieblicher Access-Point oder ein BT-Hotspot zur Verfügung steht, für alle anderen Fälle ist GSM vorgesehen. Ähnliche Konzepte wurden und werden von zahlreichen Providern weltweit verfolgt. Das Angebot der Deutschen Telekom,

Eine einheitliche Rufnummer ist der erste Schritt in Richtung Fixed Mobile Convergence (FMC).

etwa mit dem «T-One» ein ähnliches Konzept für Privatkunden zu etablieren, ist bereits nach kurzer Zeit gescheitert. Nicht etwa an der Technik, sondern an dem unübersichtlichen Tarifmodell. Von Ersparnis für den Anwender war nichts zu erkennen. Die am Beispiel von BT «Fusion» gezeigte Nutzung von DualMode-Endgeräten (GSM + WLAN) als zentrales Element einer Vielzahl von FMC-Lösungen liefert für sich betrachtet in ihrer Technologiefixiertheit keinen Nutzen für den Anwender und läuft zudem in Gefahr, von anderen, noch zu diskutierenden Einflussfaktoren aufgerieben zu werden. Es lohnt sich daher, zunächst die Anforderungen an FMC aus Unternehmenssicht zu diskutieren, um in Folge auf mögliche Probleme bei der Adaption näher einzugehen.

Betriebliche Anforderungen an FMC

Eine einheitliche Rufnummer in Form einer Durchwahl/Nebenstelle ist aus Unternehmenssicht der erste wichtige Schritt in Richtung FMC. Damit werden Mobilfunknummern in der Aussenkommunikation obsolet, die Erreichbarkeit eines «typischen» Anwenders steigt deutlich an. «Typischer Anwender» bedeutet in diesem Zusammenhang sowohl ortsbezogene Bürotätigkeit wie auch campusweite und landesweite (bzw. gegebenenfalls auch internationale) Mobilität. In Unternehmensbereichen mit hoher Fluktuation verhindert man zudem «Mitnahmeeffekte», etwa wenn ein guter Vertriebsmitarbeiter seine persönliche Mobilfunknummer beim Wechsel zum Wettbewerber behält und damit bestehende Kundenbeziehungen des

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Kommunikation

know-how & praxis Unternehmens gefährdet. Weitere positive Effekte für die Erreichbarkeit hat das «Parallel Ringing» (bei eingehenden Gesprächen läuten alle Endgeräte parallel). Dadurch entfällt die Notwendigkeit zur aktiven Beschaltung einer Rufumleitung beim Verlassen des Arbeitsplatzes. Produktivitätsfördernd ist auch der gleichartige Zugriff über jedes Endgerät auf Telefonanlagenfunktionen wie Verzeichnisdienste. Gleichartig heisst auch, dass das Userinterface möglichst über alle Endgeräte konsistent ausgeführt ist, um insbesondere für den gelegentlichen Anwender überhaupt sinnvoll benutzbar zu sein. Diese Forderung nach einer durchgängigen Gestaltung der Benutzerschnittstelle gilt auch für einheitlich bereitzustellende Voicemail-/ Unified-MessagingFunktionen, die Steuerung eingehender Anrufe und natürlich die Unified-Communications-Integration (d.h. Zugriff auf Instant Messaging, Präsenz, Conferencing von jedem Endgerät aus). Weitere Funktionen wie etwa die Initiierung von Gesprächsmitschnitten können Unternehmens- oder Branchen-spezifisch relevant sein. Aus technischer Sicht wäre natürlich die nahtlose Mobilität auch über Netzinfrastrukturen hinweg (Weitergabe von Gesprächen zwischen WLAN und GSM) wünschenswert, diese ist bei näherer Betrachtung jedoch nicht für alle Szenarien notwendig. So lassen sich die wesentlichen der hier genannten Anforderungen auch ohne WLAN-Integration abbilden. Dennoch hat kein Anbieter bisher eine durchgängige Lösung, die alle wesentlichen Anforderungen an Enterprise Mobility, das heisst vollständigen Funktionsumfang und gleichartiges Userinterface, sowohl für Festals auch für Mobilendgeräte, abdeckt. Die Kernfrage lautet somit: Welche Probleme sind zu lösen, damit FMC, wie von Analysten seit Jahren beschworen, zum Erfolgsmodell werden kann?

Herausforderungen für FMC

Ein wesentliches Problem ist die bei BT Fusion schon dokumentierte Technologiezentriertheit früher FMC-Ansätze. Darüber wird gerne der Nutzen für den Anwender «vergessen». Aber auch verschiedene externe Einflussfaktoren erschweren eine Implementation: Betrachtet man etwa die am Markt zur Verfügung stehenden Mobilfunkgeräte, so überrascht die Vielfalt von Systemplattformen bei den für FMC-Dienstangebote grundlegend geeigneten sogenannten Smartphones. Anders als im von Windows dominierten PC-Markt spielt Microsoft mit Windows Mobile nur eine geringe Rolle bei den Mobilfunk-Endgeräten, Symbian, Blackberry, aber auch Neueinsteiger

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wie Apple (mit dem iPhone) und das von Google initiierte LINUX-basierte Android-System kämpfen um Marktanteile, ohne dass sich bisher ein klarer Sieger abzeichnet. Hinzu kommt die sehr geringe Stabilität innerhalb der einzelnen Plattformen. So ist Symbian aus Sicht eines Anwendungsentwicklers nicht gleich Symbian und wandelt sich beinahe im Quartalstakt, getrieben durch die schnellen Innovationszyklen des im wesentlichen vom Consumer-Segment bestimmten Mobiltelefonmarktes. Existierende Anwendungen müssen unter Umständen alle paar Monate neu adaptiert werden oder sind auf gewisse Typen/Releasestände begrenzt. Historisch betrachtet, haben auch die Anbieter von TK-Systemen die Chance verstreichen lassen, in der Vergangenheit existierende Kompetenzen bei Mobilgeräten zu ihren Gunsten zu nutzen. Sowohl Siemens als auch Alcatel bieten nicht nur PBX-Systeme/UCLösungen an, sondern waren bis vor wenigen Jahren auch Anbieter von Mobiltelefonen, ohne dass jemals in dieser Richtung ein relevantes Produkt den Markt erreicht hätte. Natürlich hat man dort zwischenzeitlich den Trend FMC erkannt und bietet – teils mit Hilfe von Drittanbietern – zumeist Software-basierte Lösungen an, die immerhin einen Teil der oben geforderten Funktionalitäten liefern können und in Konstellation mit bestimmten Mobilgeräten Grundfunktionen bereitstellen. Eine wirklich durchgängige, vollfunktionale Lösung ist aber weder bei den Ausrüstern noch bei den Telekommunikationsunternehmen bisher in Sicht. Der in Fachkreisen vielfach geäusserte Vorwurf, Telcos würden den Trend zu FMC eher behindern als fördern, wird zumeist nicht zu Unrecht erhoben: Festnetz- und Mobilbetreiber haben naturgemäss ein Interesse daran, Verkehr und damit Umsatz im eigenen Netz zu halten. Dies gilt selbst dann, wenn beide dem gleichen Telekommunikationskonzern angehören. Nicht wenige FMC-Interessenten aus Unternehmenskreisen berichten von teils kuriosen Tarifkonzepten, die sich mit den Anforderungen nach Einfachheit und Kostenersparnis nicht decken. Aber auch in den Unternehmen selbst liegt vieles noch im Argen: Gewachsene PBX-Infrastrukturen mit Legacy-Elementen verhindern vielfach bereits den Einsatz einfacher FMCAdd-On-Systeme. Auch die Ausgestaltung von WLANs in Unternehmen entspricht heute durchweg nicht den Anforderungen an Sprachtelefonie (VoIP over WLAN). Der in Unternehmen häufig anzutreffende Wildwuchs an eingesetzten Systemen und Endgeräten sowie die vielfach fehlende zentrale Verwaltung von Mo-

biltelefonen erhöht die Komplexität weiter. Eine Vereinheitlichung ist sowohl bei TK-Infrastrukturkomponenten als auch bei den eingesetzten Endgeräten ein notwendiger erster Schritt in Richtung FMC-Adaption.

Lösungsansätze für FMC-Dilemma

Ein sehr radikaler Vorschlag wäre der vollständige Verzicht auf herkömmliche PBX-Systeme und die Nutzung einer sogenannten Mobile PBX. Diese wird als Dienst von einem Provider bereitgestellt und integriert ausschliesslich Mobiltelefone sowie einen typischerweise über einen Webbrowser steuerbaren, Internetbasierten Vermittlungsplatz. Ergänzt wird eine solche Lösung mit entsprechenden Festnetznummern sowie einer Tarifierung, die sich an die gängigen Homezone-Konzepte im Privatnutzerumfeld anlehnt, nur dass entsprechend der Unternehmenscampus zur Homezone wird. Für innovative Unternehmen, die überwiegend mobiles Personal oder virtuelle Unternehmensstrukturen einsetzen, ist dies sicher ein gangbarer Weg – für die Masse der Unternehmen aber eher untauglich. Vielversprechender erscheint da eine Kombination von Netz-basierten PBX-Diensten (IP-Centrex) und zusätzlichen Services, wie sie etwa von Arcor/ Vodafone in Deutschland angekündigt wurde. Inwieweit in der Praxis die oben benannten Anforderungen tatsächlich erfüllt werden, kann erst ein Test nach erfolgter Bereitstellung zeigen. Die Stossrichtung «FMC-Dienst» ist aber die wichtigste Option, um aus dem oben beschrieben Komplexitätsdilemma einen Ausweg zu finden. Zukünftige Anbieter sollten sich am Konzept von RIM (Blackberry) für das mobile E-Mail orientieren: Ein durchgängiger Dienst mit perfekt dafür ausgelegten plattformstabilen Endgeräten und entsprechend integrierten Tarifkonzepten könnte langfristig FMC und unter Umständen den gesamten Markt für Unternehmens-TK-Systeme revolutionieren. Bis dahin ist die geschickte Auswahl von Add-Ons zu bestehenden Strukturen der pragmatische Weg, um die Potentiale der Fixed Mobile Convergence für das eigene Unternehmen zu nutzen. Thomas R. Köhler ist Autor zahlreicher F a c h b ü c h e r z u IC T-T h e m e n u n d G e s c h ä ft s f ü h r e r d e r CE2 1 G m b H – G e s e l l s c h a ft f ü r Kommunikationsberatung in Bonn und München.


Microsoft 2.0 angekündigt, aber nicht ausgeliefert

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ange hatte man darauf warten müssen, Ende Oktober war es dann endlich soweit. MicrosoftCTO Ray Ozzie präsentierte auf der Entwicklerkonferenz PDC vor knapp 8000 Entwicklern eine beinahe vollständige Neuausrichtung des Softwarekonzerns. Die mit Spannung erwartete Premiere des neuen ChefEntwicklers (er beerbte Unternehmensgründer Bill Gates auf diesem Posten bereits 2005) erfolgte sachlich und ohne Fanfaren. Die einzelnen Ankündigungen hatten es aber in sich, man muss sie teilweise sehr genau studieren, um die Implikationen zu verstehen. Unter dem offiziellen (und im Englischen gar nicht so einfach auszusprechenden) Namen «Azure» wurde jenes «Cloud-OS» offiziell vorgestellt, an dem in der Connected Services Division in Redmond in den letzten Jahren gearbeitet wurde. Azure basiert auf Windows Server 2008 und .NET 4.0, wird aber (zumindest zu Beginn) ausschliesslich auf Microsoft Data Centern gehostet und auf einer «pay per use»-Basis vermietet. In der Wolke vor strahlend blauem Himmel wird es alle erdenklichen Services geben, die SQL Server Services, CRM Services und die für Unternehmensanwendungen sehr wichtigen Application Server Services (der Codename dieses Projekts lautete «Dublin», von manchen wurde es während der Konferenz bereits als «BizTalk Server Express» oder «BizTalk Server ohne Lizenzkosten» verspottet). Für den Windows-PC wie wir ihn kennen wird Azure keine unmittelbaren Auswirkungen haben. Auch die meisten Unternehmensanwendungen werden nicht über Nacht umgestellt werden, zumal vielen Verantwortlichen nach wie vor nicht wohl bei dem Gedanken sein dürfte, Unternehmensdaten auf einem Microsoft Server zu hosten. Azure wird eine neue Generation an Anwendungen ins Leben rufen, bei denen z.B. ein mobiler Datenzugriff eine zentrale Rolle spielt. Auf der PDC ging es aber nicht nur um

Azure. Unter dem allgemeinen Namen Microsoft Online wird Microsoft in naher Zukunft seine OfficeAnwendungen online über ein Partnermodell vertreiben. Als Antwort auf Google Apps wird es in naher Zukunft die Office Web Applications geben. Für Entwickler im Microsoft-Umfeld hat damit das Zeitalter der serviceorientierten Anwendungen endgültig begonnen, wenngleich das Kürzel SOA auf der Konferenz peinlichst vermieden wurde. Der wichtigste Faktor, der darüber entscheiden wird, wie erfolgreich der Neustart sein wird, ist nicht die Technik, sondern das Vertrauen. Wenn die Bankenkrise eines deutlich gemacht hat, dann dass am Ende der Kette immer der Mensch steht, der Vertrauen entgegen bringen muss. Und ist das Vertrauen einmal verspielt, ist es sehr schwierig, es wieder herzustellen. Die Ankündigungen auf der PDC waren dringend erforderlich, sind umfassend und erlauben es Entwicklern weiterhin, mit ihren vertrauten Werkzeugen zu arbeiten, wenngleich serviceorientierte Anwendungen ein radikales Umdenken erfordern. Alle erforderlichen Werkzeuge sind bereits als Vorabversionen erhältlich, für Entwickler gibt es kostenlose Azure-Testaccounts. Bereits Ende nächsten Jahr soll es wieder eine PDC geben, wo dann vermutlich Azure offiziell werden und bereits die nächste Version am Horizont sichtbar sein dürfte. Microsoft 2.0 wurde angekündigt, vollständig ausgeliefert wurde es noch nicht.

Entwicklung & Architektur

know-how & praxis

azure wird sich auf den windows-pc, wie wir ihn kennen, nicht unmittelbar auswirken.

Peter Monadjemi lebt als freier IT- J o u r n a l i s t i n R e m s e c k / Deutschland und begleitet die Microsoft-Entwicklung seit vielen Jahren.

Peter Monadjemi Nr. 20 | 10. 11. 2008

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know-how & praxis

Sicherheit

Die Zeit ist reif für Security-SaaS Security-as-a-Service hat das Potential, Unternehmen einen hohen Grad an Sicherheit zu gewährleisten. Doch nicht überall macht dieser Ansatz Sinn. Vo n M a r k S t ä h e l i

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er amerikanische IT-Autor Nicholas Carr vergleicht in seinem neusten Buch den aktuellen Wandel der Informationstechnologie mit der Entwicklung der Elektrizität vor gut 100 Jahren. Damals betrieben die meisten Unternehmen ihr eigenes Kraftwerk und versorgten damit ihre Maschinen über komplexe Zwischensysteme mit mechanischer Energie. Lieferanten und Spezialisten waren für den Unterhalt dieser Einrichtungen genau so wichtig wie sie es heute für die unternehmensinternen IT-Landschaften sind. Dass Unternehmen heute ihre Energie komplett als Service beziehen, beruht auf den Entwicklungen des frühen 20. Jahrhunderts, welche sowohl eine effiziente Energiegewinnung als auch deren Übertragung über weite Distanzen ermöglichten. Eine wichtige Voraussetzung für die massentaugliche Verteilung von Elektrizität war zudem die Standardisierung des Energieprodukts. Tatsächlich sind die Parallelen zur heutigen IT-Landschaft augenfällig. Dank der Virtualisierung von Rechenzentren, dem massiven Anstieg an Netzbandbreite und dem Internet als standardisiertem Kommunikationsmedium, spriessen Software-as-a-Service-Dienste wie Pilze aus dem virtuellen Boden. Und zwar viele

In Kürze · Security-as-a-Service wird auf jeden Fall die Security-Landschaft verändern. · Nicht alle Sicherheitsfunktionen sind reif für das SaaS-Modell. · Das Ergebnis wird eine grosse Koexistenz von SaaS- und Inhouse-Lösungen sein. · Bei der Wahl des SaaS-Anbieters sollte auf Stabilität und Erfahrung geachtet werden.

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mit Erfolg. Die amerikanische CRM-On-Demand-Firma Salesforce rechnet dieses Jahr mit einem Umsatz von 1 Milliarde US-Dollar, was einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Vorteile von SaaS-Lösungen liegen auf der Hand. Unternehmen profitieren von Einsparungen bei Kosten und Ressourcen, da sie HW und SW weder kaufen noch betreiben müssen. Zudem sind die Dienste rasch implementiert und flexibel skalierbar gemäss den dynamischen Bedürfnissen der Unternehmensentwicklung. In den USA haben SaaS-Dienste bereits signifikante Marktanteile gewonnen, während in Europa noch etwas Zurückhaltung herrscht.

Security-as-a-Service ist nicht gleich Managed Services oder Outsourcing

Sicherheit ist ein Thema, welches viele Unternehmen gerne in der eigenen Hand behalten. Dennoch sind Experten davon überzeugt, dass sich die ersten SaaS-Erfolge auch für Sicherheitsfunktionen wiederholen werden. Während IT-Leiter heute unter zunehmendem Kostendruck und begrenzten Ressourcen leiden, nehmen Sicherheitsanforderungen und IT-Risiken weiter zu. Mit Security-as-a-Service können IT-Verantwortliche ausgewählte Sicherheitsfunktionen von einem externen Dienstleister beziehen und profitieren dabei von der professionellen Infrastruktur und der Erfahrung des Providers. Security-as-a-Service umfasst Security-Dienste, welche gemäss SaaS-Modell erbracht werden – also Sicherheitsfunktionen, welche über das Internet von einem externen Dienstleister bezogen werden. Dies unterscheidet sich von Managed Services und Outsourcing beispielsweise darin, dass der kundenseitige IT-Administrator die Kontrolle über die wichtigsten Einstellungen und Regeln behält. Diese können einfach und bequem über eine Webkonsole verwaltet werden. Im Gegensatz zu

vielen Managed-Service-Vereinbarungen, liegt die gesamte Infrastruktur, welche für den Service notwendig ist, in der alleinigen Obhut des Providers. Investitionskosten und Systembetrieb fallen dadurch weg und entlasten die Unternehmens-IT. Beim Outsourcing werden bestehende Infrastrukturkomponenten an einen externen Betreiber übergeben. Das Kostenoptimierungspotential ist dabei geringer, da Security-as-aService-Provider auf der gleichen Plattform ein Vielfaches an Kunden bedienen können. Die Bedenken gegenüber Security-as-a-Service liegen hauptsächlich im Kontrollverlust und der Abhängigkeit vom externen Dienstleister. Für Schweizer Unternehmen kommt daher ein Service-Provider im Ausland kaum in Frage. Durch die Wahl eines zuverlässigen und wirtschaftlich stabilen Providers, welcher über ausreichende Erfahrung im Gebiet der IT-Sicherheit verfügt, können die Bedenken und Risiken minimiert werden. Viele sicherheitsbezogene Befürchtungen sind zudem unbegründet. Die Qualität der Infrastruktur, Sicherheitsvorkehrungen und IT-Betriebsprozesse von Serviceanbietern übersteigt in vielen Fällen die entsprechenden Möglichkeiten der Servicebezüger. Was gemäss dem amerikanischen Marktanalysten Burton Group bleibt, sind Konnektivitätsprobleme beim Umstieg auf SaaS. Diese sorgen bei 4 von 10 Unternehmen zu Beginn für Probleme. Werden daraus die richtigen Lehren gezogen, dürfte dies bald keine Kopfschmerzen mehr verursachen.

Wo Security-SaaS Sinn macht

Nicht alle Sicherheitsfunktionen sind reif für das SaaS-Modell. Als Voraussetzungen gelten eine tiefe Latenzempfindlichkeit und ein minimaler Anpassungsbedarf an die kundenspezifische Umgebung. Eine sichere Online-BackupLösung, beispielsweise für mobile Mitarbeiter, eignet sich optimal. Dazu kommt, dass solche Services unabhängig vom Standort von überall und auch ohne Zugriff auf das eigene Firmennetzwerk verwendet werden können. Ein weiterer Vorteil von Security-as-a-Service-Diensten kommt dort zu tragen, wo externes Wissen und Erfahrungen von Nutzen sind. Dies trifft beispielsweise beim E-Mail Scanning auf Viren und Spam zu oder bei externen Netzwerk-Scans, um den eigenen Perimeter auf Sicherheitslücken zu überprüfen. Eher ungeeignet sind hingegen Dienste, welche auf Ergebnisse in Echtzeit angewiesen sind oder Systeme vor Ort beim Kunden voraussetzen, wie das beispielsweise für die Analyse des internen Netzverkehrs der Fall ist. Firewall- und IDS/IPS-Dienste bleiben daher


80% 70%

■ 2018

Marktanteil

60%

■ 2013

50%

Quelle: Gartner

Anteil von Security-SaaS Lösungen am jeweiligen Gesamtmarkt, 2008 – 2018 (gemäss Gartner, 2008)

■ 2008

40% 30% 20% 0%

10% Anti-Spam

Anti-Virus/ Content Filtering

Vulnerability Scans

vorzugsweise inhouse. Denkbar ist jedoch, dass solche Services in Zukunft verstärkt durch Netzwerk-Carrier und Internetprovider angeboten werden. Die Marktforscher von Gartner gehen davon aus, dass der SaaS-Markt für Sicherheitsfunktionen in den nächsten Jahren mehr als 30 Prozent pro Jahr zulegen wird. An der Spitze stehen dabei Dienste in den Bereichen AntiSpam, Content Filtering und Vulnerability Scanning. Diese Dienste dürften über die nächsten Jahre die heute weitverbreiteten Software- und Appliance-Lösungen stark zurückdrängen. Potential haben zudem die Themen IAM (Identity/Access Management) und SIEM (Security Information/Event Management). Bei letzterem können insbesondere Managed Security Service Provider zum Zug kommen. Aber auch Anbieter von SIEM-Produkten werden ihre Lösungen im Servicemodell anbieten.

Sicherheit für Laptopdaten

Für Endpoint Security sieht Gartner bedingte Möglichkeiten, da der direkte Zugriff auf die Endgeräte sinnvolle Serviceangebote behindert. Mögliche Ausnahmen bilden hier OnDemand Scans auf Malware und Policy Compliance. Aber auch das zentrale Management für die Verschlüsselung und aktionsbasierte Vernichtung von Laptopdaten ist bereits als Service verfügbar. Die Firma Iron Mountain beispielsweise – bekannt für ihr sicheres Online-Backup-Produkt ConnectedBackup – bietet mit DataDefense genau diese Lösung an. Per sicherem Webzugriff können Einstellungen und Regeln für die Datenverschlüsselung und Vernichtung festgelegt werden. Letztere kommen zum Zug, wenn ein Notebook verloren oder gestohlen wurde. Während ConnectedBackup die Verfügbarkeit der Laptopdaten sicherstellt, schützt

Identity & Access Mgmt (IAM)

Log Mgmt (SIEM)

Endpoint Security

DataDefense die geschäftskritischen Informationen vor unbefugtem Zugriff.

Kosten sparen mit Message Security

Im Bereich Message Security setzen bereits heute 20 Prozent der Unternehmen auf Security-as-a-Service. Kein Wunder: Pionierunternehmen wie MessageLabs und Google/Postini blicken bereits auf neun Jahre Erfahrung zurück. Die Dienste sind reif und erreichen gemäss den Service-Providern höhere Spam-Erkennungs- und Filterraten als Stand-AloneFirmenlösungen. Die Knowledgebase wird laufend aktualisiert und profitiert von der globalen Sicht der externen Provider. Zudem setzen die meisten Anbieter von Message Security mehrere Scanner und eine Vielzahl von Technologien ein. Latenzzeiten spielen bei E-Mails keine Rolle und sind ohnehin marginal. Die Bedenken, dass geschäftskritischer Mail-Verkehr durch fremde Hände geht, werden gemeinhin damit entkräftet, dass E-Mails im Internet sowieso einer Postkarte gleichzusetzen sind, solange sie nicht verschlüsselt werden. Die Inbetriebnahme eines Anti-Spam- und Anti-Virus-Services ist denkbar einfach. In der Regel reicht eine simple Anpassung des MXEintrags im firmeneigenen DNS-Server. Danach werden eingehende E-Mails durch den externen Service gefiltert. Die durchschnittlich 90 Prozent Spam-Mails bleiben beim ServiceProvider zurück, was die internen Netzressourcen und den Speicherbedarf für die Mail-Archivierung massiv entlastet. Eine Webkonsole erlaubt IT-Administratoren des Servicebezügers Einstellungen vorzunehmen, den Dienst zu überwachen und Reports zu generieren. Die Kontrollmöglichkeiten unterscheiden sich dabei meist nur unwesentlich von der Appliance im eigenen Haus. Preislich liegen die Angebote im Bereich zwischen einem und drei Franken pro E-Mail-

Konto und Monat. Vergleicht man dies mit den Gesamtkosten einer selbst betriebenen Lösung, zeigt sich grosses Einsparungspotential. Diese Kosten werden nämlich von Osterman Research auf 12 Franken pro Konto und Monat geschätzt. Die grossen Message Security Provider bieten heute längst nicht mehr nur Scandienste an. MessageLabs, gerade erst durch Symantec übernommen, besitzt in seinem Service-Portfolio zusätzlich E-Mail-Dienste im Zusammenhang mit Verschlüsselung, Archivierung und Continuity.

Sicherheit

know-how & praxis

Worauf es zu achten gilt

Die IT steht unter Druck. Budget und Ressourcen sind knapp, obwohl die Anforderungen weiterhin ansteigen. Gemeinhin gilt, dass 75 Prozent der IT-Ausgaben für System- und Softwarewartung ausgegeben werden. Gerade Sicherheitssysteme verlangen einen aufwendigen Unterhalt. Da kommen Services aus dem Security-Bereich gerade recht. Auch dort, wo die Umsetzung einer neuen Sicherheitslösung rasch erfolgen soll, aber die Ressourcen fehlen, ist Security-as-a-Service eine sinnvolle Alternative. Aber noch nicht alle Sicherheitsfunktionen sind, wie bereits erwähnt, reif für den Bezug im Servicemodell. Bei sicherem OnlineBackup, Message Security und Vulnerability Management kann man sich aber kaum mehr die Finger verbrennen. Auf jeden Fall ist es empfehlenswert, bei der Wahl des Anbieters auf Stabilität und Erfahrung im Bereich der IT-Sicherheit zu achten. Zudem sollten auch Vertragsbestandteile wie Service Levels, Verrechnungsmodell und minimale Vertragsdauer genauer unter die Lupe genommen werden. Denn Pay-per-Use wird je nach Anbieter unterschiedlich ausgelegt, was Kostenvergleiche erschwert. Kurze minimale Vertragslaufzeiten sind zudem zu bevorzugen, da sie SwitchingKosten tief halten und das finanzielle Projektrisiko minimieren. Security-as-a-Service wird auf jeden Fall die Security-Landschaft verändern. Die Vorteile des SaaS-Modells werden auch in dieser ITDisziplin manches Unternehmen überzeugen. Daraus resultiert ein verstärkter Wettbewerb unter den Lösungsanbietern, was sich günstig auf die Preise auswirken wird. Für Unternehmen wird sich je nach Grösse und Agilität eine unterschiedlich ausgeprägte Koexistenz von Security Services und Inhouse-Lösungen einstellen. Mark Stäheli ist Leiter von Avantec Net, ein A n b i e t e r v o n S e c u r i t y - a s - a -S e r v i c e D i e n s t e n . www.avantec.ch/net

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Entwicklung & Plattformen

know-how & praxis

Web-Anwendungen effektiv testen Das Testen von Webapplikationen mit kommunen Unit-Tests ist unzureichend. Denn es muss das ganze Client/ServerSystem auf Funktionalität und Leistung geprüft werden. Vo n A l e x a n d e r S c h a t t e n

D

ie Forderung nach qualitativ hochwertiger und auch wartbarer Software setzt eine enge Verknüpfung von Entwicklung und Tests (wie in der Testgetriebenen Entwicklung) voraus. Testansätze, wie sie manchen noch aus dem WasserfallModell bekannt sind, wo zunächst die Implementierung erfolgt und dann am Ende die Anwendung getestet wird, entsprechen in keinster Weise mehr den Anforderungen an zeitgemässe Software-Entwicklung, insbesondere bei kurzen Release-Zyklen oder Web-Applikationen, die gar keine Versionen mehr im klassischen Sinn kennen. Auch vereinfachen sie die Entwicklung in Teams, da die Auswirkungen von einzelnen Änderungen über das ganze Projekt einfacher gebändigt werden können. Daher ist es nicht nur wesentlich, dass eine hinreichende Zahl an Tests vorhanden ist, sondern vor allem, dass diese im Rahmen einer Build-Automatisierung (z.B. über Werkzeuge für Continuous Integration) sowie in der IDE des Entwicklers einfach und automatisiert ausgeführt werden können. Dies ist bei Tests niedriger Granularität wie Unit-Tests noch relativ einfach machbar. Möchte man jedoch Anwendungen oder Services, die übers Internet angeboten werden, automatisiert testen,

In Kürze · Für eine hohe Software-Qualität bei Webapplikationen reichen Unit-Tests nicht aus. · Sie müssen um funktionale- und Lasttests übers Web ergänzt werden, die sich möglichst einfach in IDE- und Build-Syste- me integrieren lassen sollten. · Entsprechende Werkzeuge ste hen mit Apache JMeter, HTML-, HTTP- oder jWebUnit bereit.

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so steigen die Anforderungen an Testumgebung und Tools deutlich an. Auch reichen bei Client/Server-Systemen rein funktionale Tests nicht mehr aus: Es muss gewährleistet werden, dass die Anwendung die PerformanceAnforderungen erfüllt! In diesem Artikel werden die Open-SourceProjekte Apache JMeter sowie htmlunit und JWebUnit vorgestellt. Mithilfe dieser und ähnlicher Tools kann man Webanwendungen auf funktionale Aspekte sowie auch auf Performance-Anforderungen hin testen. Diese Tests lassen sich auch vergleichsweise einfach in eine Build-Automatisierung (wie Apache Ant oder Maven) integrieren.

Funktionale- und Last-Tests

Zunächst muss man hier zwischen zwei sehr unterschiedlichen Arten von Tests unterscheiden: Bei funktionalen Tests versucht man festzustellen, ob sich die Anwendung verhält, wie man das erwartet. Bei einer Webanwendung muss das Werkzeug automatisiert Seiten aufrufen, Formulare ausfüllen, mit JavaScript interagieren sowie überprüfen können, ob die Ergebnisse den Erwartungen entsprechen. Bei Last-Test steht zunächst eine andere Frage im Vordergrund: Ist die Webanwendung (oder auch der Webservice) in der Lage, mit der erwarteten Last an Benutzeranfragen umzugehen, und ab wann kann der Server die Anfragen nicht mehr mit hinreichender Ge-

schwindigkeit beantworten? Denn wenn man Load-Balancing-Strategien plant, sollten sie auf ihre Effektivität hin getestet werden. Allerdings muss man hier einschränken, dass Last-Tests in der Praxis wesentlich aufwendiger und komplexer sind, als man dies auf den ersten Blick erwarten würde. Zunächst muss der Testaufbau für einen Last-Test geeignet sein. Man benötigt also eigene Maschinen, ein eigenes Netzwerk sowie hinreichend viele Clients, die in der Lage sind, die notwendige Last zu erzeugen. Denn kommt man in die Sättigung eines Services, kann dies verschiedenste Ursachen haben: Die Client-Rechner sind ausgelastet, die Router sind der Flaschenhals oder der Server beziehungsweise die Services am Server sind die Ursache. Daher müssen Last-Tests mit grosser Sorgfalt geplant sowie möglichst alle externen Einflüsse ausgeschaltet werden, um zu einer sinnvollen Interpretation der Ergebnisse zu kommen. Weiter sind Last-Lests meist auch mit funktionalen Tests zu kombinieren. Feuert man einfach mit einem Tool wie JMeter auf die Startseite der Webanwendung, so wird die Anfrage vielleicht sofort vom schnellen Cache beantwortet und die Ergebnisse sind wertlos.

Apache JMeter

Apache JMeter erlaubt das Testen beliebiger Webanwendungen. Es unterstützt sowohl funktionale- als auch Last-Tests, wobei JMeter wohl am ehesten bei einer Kombination dieser beiden Tests seine Stärken ausspielen kann. Um einen Test mit JMeter zu definieren, ist es zunächst am einfachsten, die graphische Benutzerschnittstelle zu verwenden. Ein wichtiger Tipp an dieser Stelle: Setzten Sie die Sprache im jmeter.properties auf Englisch (lang=en), denn die deutsche Übersetzung ist nicht gelungen und verwirrt mehr, als dass sie nützt. Zuerst gilt es, einen Testplan zu definieren. In diesen Testplan können je nach Anforderung des Tests verschiedene Komponenten inkludiert werden. JMeter ermöglicht hier die Definition von Thread Groups. Damit kann definiert werden, wie viele «parallele» Benutzer

Screenshot eines einfachen JMeterTestplans, für den ein HTTP Request Sampler konfiguriert ist.


know-how & praxis

JwebUnit-Beispiel Die erste Test-Methode prüft ob die Startseite einen bestimmten Text aufweist; die zweite Methode gibt einen falschen Wert in das Textfeld ein (String statt Nummer) und prüft, ob die entsprechende Fehlermeldung zurückgeschickt wird. public void setUp() { getTestContext().setBaseUrl("http://localhost:8080/examples/jsp/num"); } public void testMainPage() { beginAt("numguess.jsp"); assertTitleEquals("Number Guess"); assertTextPresent("Welcome to the Number Guess game"); assertFormElementPresent("guess"); } public void testZahl() { beginAt("numguess.jsp"); setTextField("guess", "some text"); submit(); String text = getElementTextByXPath("//b").trim(); if (!text.equals("a number next time")) fail ("A text was submitted; error message expected"); }

HTML-, HTTP- und JWebUnit

Möchte man rein funktionale Tests machen, so können Bibliotheken wie HTML-, HTTP-Unit oder JWebUnit eine gute Wahl sein. Diese lassen sich auch sehr einfach in automatisierte Testumgebungen wie Maven, Continuum oder Hudson integrieren. Im Gegensatz zu JMeter verfügen diese Bibliotheken nicht über ein GUI, sind aber sehr gut in eigene Java-Testumgebungen zu integrieren. Im Prinzip arbeiten alle drei Werkzeuge ganz ähnlich. Die HTMLUnit-Webseite bezeichnet ihr Tool als «Browser für Java-Anwendungen». Im Zusammenspiel mit Test-Frameworks wie JUnit lassen sich damit recht einfach funktionale Tests von Webanwendungen erstellen. HTMLUnit vereinfacht dabei den Zugriff auf Webseiten (dabei kann z.B. angegeben werden, als welcher Browser man sich zu erkennen geben möchte) und erlaubt das einfache Navigieren in den zurückgesendeten HTML-Dokumenten. Auch die Interaktion mit Formularen ist über die API kein Problem. JWebUnit setzt eine Schicht höher an und ist ein vollständiges Test-Framework, das wie JUnit arbeitet und dabei auf HTMLUnit zurückgreift. Die Verwendung ist sehr einfach wie Kasten 1 zeigt: In diesem Beispiel wird das «Zahlenraten»-JSP-Beispiel getestet, das mit der Apache-Tomcat-Installation ausgeliefert wird. Die Struktur des Tests ist genau wie bei JUnit. Im Beispiel sind zwei Testmethoden definiert. JWebunit stellt dabei eine Reihe von Assert-Methoden zur Verfügung, um bestimmte Bedingungen zu prüfen, beispielsweise, ob sich in der Antwort des Servers ein

Entwicklung & Plattformen

JMeter simuliert, sowie wie viele Anfragen in Serie ausgeführt werden sollen. In einem Testplan können unter anderem folgende Komponenten verwendet werden: ➤ Thread Group ➤ Sampler (z.B. FTP, HTTP, JMS, LDAP, SOAP) ➤ Logic Controler (Loop, Switch) ➤ Listerners (Graph Results, Assertion Re sults) ➤ Assertions ➤ Timers ➤ Pre-, Post-Processors ➤ Reports Die Idee ist es, mit Sampler-Komponenten Zugriffe auf Services zu simulieren. Hier besteht nicht nur die Möglichkeit, HTTP-Requests abzusetzen. Sondern es können auch JMSMessage-Broker, LDAP-Server oder Datenbanken getestet werden. Listener werden eingesetzt, um die Ergebnisse zu verarbeiten, um diese beispielsweise in eine Datei zu schreiben oder Reports in JMeter anzuzeigen. Assertions können verwendet werden, um zu prüfen, ob der Reply vom Server mit den erwarteten Daten übereinstimmt. Daneben können Pre-Prozessoren verwendet werden, um Daten für den Request anzupassen (z.B. mitgeschickte Parameter, damit für jeden Thread ein eigener Benutzer-Log-in verwendet wird). Post-Prozessoren können die Response-Daten verarbeiten, und mittels Logic Controller lassen sich logische Abläufe an Zugriffen definieren. Die damit erstellten Testpläne können natürlich auch abgespeichert werden. JMeter bietet ein weiteres interessantes Feature an: Man kann einen Proxy starten, der die Zugriffe des eigenen Browsers auf die zu testende Anwendung mitschreibt. Damit lassen sich initiale Testabläufe erstellen. Man muss hier zwar meist noch händisch nacharbeiten, aber bei komplexeren Abläufen ist dies trotzdem schneller als den gesamten Ablauf in JMeter zu definieren. Tests können auf drei Wegen ausgeführt werden: ➤ mit dem JMeter-GUI, ➤ von der Kommandozeile aus sowie ➤ aus einem Ant-Task oder Maven-Plug-in Damit kann man JMeter-Tests auch relativ einfach in Test- und Build-Automatisierung integrieren. JMeter ist somit funktional ein sehr umfangreiches Tool. Auch die Dokumentation ist recht vollständig; leider muss man aber sagen, dass die Benutzerführung nicht immer intuitiv ist und JMeter schon etliche «Ecken und Kanten» aufweist. Möchte man eigene Tests erstellen, sollte man sich also Zeit reservieren, um das Tool zu verstehen und auch wirklich sinnvolle Tests mit interpretierbaren Ergebnissen zu erhalten.

bestimmter Text findet. Auch die Suche im Ergebnis mit XPath ist möglich sowie eine einfache Interaktion mit Formularen oder die Interaktion mit JavaScript, wobei das Rhino Framework als JavaScript-Interpreter eingesetzt wird.

Fazit

Wie man sieht, findet sich im Open-SourceUmfeld eine Reihe von Werkzeugen, die das automatisierte Testen von Webanwendungen vereinfachen – wobei Apache JMeter sogar allgemein Anwendungen, die Services über Netzwerkprotokolle anbieten, testen kann. JMeter ist dabei ein Vertreter, der sich vor allem auf die Kombination von funktionalenund Last-Tests gut anwenden lässt. Der Lernkurve bei JMeter ist allerdings speziell bei Einstieg relativ steil und die Bedienung leider nicht immer intuitiv. Man braucht Zeit, um zu verstehen, was das Werkzeug macht, und um es dazu zu bringen, die Tests in der Weise auszuführen, die zu den Anforderungen passt. HTML-Unit beziehungsweise JWebUnit sind im Gegensatz dazu sehr schnell und einfach zu verstehen und bieten sich an, wenn man funktionale Tests in Java schreiben möchte, die sich leicht in die anderen Unit-Tests eines Projektes integrieren und sich auch sehr leicht in bestehende Automatisierungs- oder Continuous-Integration-Lösungen einbinden lassen. Alexander Schatten (alexander@schatten.info) i s t A ss i s t e n t a m I n s t i t u t f ü r S o f t w a r e t e c h n i k u n d i n t e r a k t i v e S y s t e m e d e r Te c h n i s c h e n Universität Wien.

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ethik an fachhochschulen

Karriere & Weiterbildung

Grundlagen der Ethik vermitteln An der Hochschule für Life Sciences der Fachhochschule Nordwestschweiz organisierte die Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften die Sommerschule Ethik. Vo n F e l i x W ü r s t e n

Wie weit darf die genetische Diagnostik gehen? Haben alte Menschen Anrecht auf die gleiche medizinische Versorgung wie junge? Und dürfen die Industriestaaten von Ländern wie China und Indien fordern, auch etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen? Wer in einem technisch-wissenschaftlichen Beruf arbeitet, ist im Alltag immer wieder mit solchen schwer entscheidbaren Fragen konfrontiert, auch wenn sie im konkreten Fall vielleicht nicht derart grundsätzlich sind wie die oben erwähnten Beispiele. Doch wie geht man mit solchen Problemen in der Praxis um? Und wie findet man zufriedenstellende Antworten?

Fehlendes Angebot

Genau mit diesen Fragen befasste sich die Sommerschule Ethik, welche die Kommission für Ethik und Technik (KET) der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissen-

TecDays: Junge für Technik begeistern Nach dem erfolgreichen Auftakt im letzten Jahr an der Kantonsschule Limmattal führt die SATW im November zwei weitere TecDays durch, an der Kantonsschule Baden und an der Kantonalen Maturitätsschule für Erwachsene in Zürich. Mehrere Schweizer Gymnasien interessieren sich dafür, im kommenden Jahr einen TecDay durchzuführen. Die SATW versucht dies möglich zu machen und sucht deshalb Partner, die die Organisation der TecDays finanziell unterstützen. Auskünfte erteilt die SATW Geschäftsstelle. Auch die Modulbroschüren zum TecDay@ Kanti Baden oder zum TecDay@KME können dort bezogen werden.

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schaften (SATW) zusammen mit der Fachhochschule Nordwestschweiz und dem Ethiker Markus Zimmermann Anfang Juni in Muttenz durchführte. Ausgangpunkt war die Feststellung der KET, dass es zwar an Gymnasien und Universitäten eine Reihe von Ethikangeboten gibt, dass aber an vielen Fachhochschulen ein vergleichbares Angebot fehlt. «Ziel eines solchen Angebotes müsste es sein, den Studentinnen und Studenten die Grundlagen der Ethik zu vermitteln und sie mit der Sprache und der Methodik der Ethiker vertraut zu machen», erklärt Sibylle Ackermann, Mitglied der KET und Initiantin der Sommerschule. Um sich diese Werkzeuge anzueignen, befassten sich Studierende der Fachhochschule Muttenz während zweieinhalb Tagen intensiv mit ganz unterschiedlichen ethischen Problemen aus den Bereichen Gendiagnostik, Gerechtigkeit im Gesundheitswesen sowie Umwelt und Ressourcen. Dabei setzten die Dozierenden – ein externer Fachethiker sowie Lehrkräfte der Fachhochschule – ein breites Spektrum an Methoden ein. Neben Vorträgen mussten die Studierenden auch Einzelarbeiten machen, Texte lesen und verfassen sowie in Rollenspielen vorgegebene Positionen vertreten. «Gerade das Rollenspiel erwies sich für die Studierenden als gute Möglichkeit zu üben, wie man ethisch argumentiert», erläutert Ackermann. «Wenn man einen fremden Standpunkt vertreten muss, ist es einfacher, sich an der Diskussion zu beteiligen, weil man sich dann nicht unmittelbar exponieren muss.»

Ethiktagung: Vernetzung der Ethikunterrichtenden Die SATW und die HES-SO möchten die Ethikunterrichtenden an den Fachhochschulen der Schweiz an einer gemeinsamen Tagung besser vernetzen. Zur Ethiktagung vom 13. November sind alle Lehrkräfte und Verantwortungsträger der Fachhochschulen der Schweiz eingeladen. Drei Eingangsreferate illustrieren die Wichtigkeit des Ethikunterrichts und den aktuellen Stand an den Schweizer Fachhochschulen. Anschliessend erhalten die Teilnehmenden in fünf parallelen Workshops Einblick in erfolgreiche Beispiele von Ethikmodulen aus Yverdon, Brugg, Winterthur, Muttenz und Lausanne. Eine abschliessende Podiumsdiskussion befasst sich mit den Zukunftsperspektiven des Ethikunterrichts. Programm und Anmeldung unter www.satw.ch.

abhängig vom Thema angewendet werden können.» Dabei ging es den Dozierenden auch darum, zu zeigen, dass es in ethischen Diskussionen immer um eine Güterabwägung geht, bei der Grundwerte wie Gerechtigkeit und Selbstbestimmung eine zentrale Rolle spielen. Die Erfahrungen, welche die Studierenden in der Sommerschule gemacht haben, sollen sie nun befähigen, sich im Berufsleben aktiv mit heiklen Fragen auseinanderzusetzen und damit ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft wahrzunehmen.

Heikle Güterabwägung

Dass im Rahmen der Sommerschule ganz unterschiedliche Themen aufgegriffen wurden, ist Absicht: «Die Studierenden haben gesehen, dass Argumentationsweise und Methode un-

D r. p h i l . n a t . F e l i x W ü r s t e n i s t Wissenschaftsjournalist und Mitglied E n e r g i e k o mm i s s i o n d e r SATW.

der


Karriere & Weiterbildung

Ethiker bieten nicht einfach LÜsungen an Wer sich von der Ethik einfache Antworten auf schwierige Fragen erhofft, sieht sich getäuscht. Das mussten auch die Teilnehmenden an der SATW Sommerschule Ethik lernen. Gerade deshalb war der Kurs fßr sie eine wertvolle Erfahrung, findet Sibylle Ackermann Birbaum, Initiantin der Sommerschule. Frau Ackermann, warum organisiert die Kommission fßr Ethik und Technik (KET) der SATW Ethikkurse an einer Fachhochschule? Die KET ist in verschiedenen Bereichen tätig, unter anderem auch in der Ausbildung. Wir haben festgestellt, dass Ethik an den Fachhochschulen nur punktuell unterrichtet wird. Unserer Ansicht nach sollte dieses Fach jedoch systematisch in die Curricula der Fachhochschulen einbezogen werden. Kßrzlich wurde eine erste Sommerschule an der Fachhochschule Muttenz durchgefßhrt. Warum gerade dort? Wir haben in einem ersten Schritt eine Evaluation gemacht und zusammengetragen, an welchen Fachhochschulen was angeboten wird. Einzelne Schulen sind bereits sehr aktiv und verfßgen ßber ein etabliertes Angebot. Andere wiederum stehen erst am Anfang. Wir haben eine Fachhochschule ausgewählt, bei der Nachholbedarf bestand und die auch Interesse zeigte, kßnftig Ethikkurse durchzufßhren. Fßr uns war wichtig, dass wir etwas machen, das in der Schule verankert ist. Deshalb schickten wir nicht einfach einen externen Experten hin, sondern wir haben die Fachlehrer von Anbeginn weg einbezogen.

Security Management Die intensive, berufsbegleitende Aus- und Weiterbildung fĂźr Informationssicherheitsbeauftragte Der CISM-;FSUJGJLBUTLVST ] WFS NJUUFMU VOE WFSUJFGU UIFPSFUJTDIFT XJF QSBLUJTDIFT'BDIXJTTFOJNCSFJUFO'FME WPO3JTJLPNBOBHFNFOUVOE(PWFSOBODF der Informationssicherheit, bereitet aber BVDI JOUFOTJW BVG EJF JOUFSOBUJPOBMF $*4.1SĂ GVOHWPS %F[o.BJt;Ă SJDI

Sibylle Ackermann, SATWExpertin, ist die Initiantin der ersten Sommerschule Ethik an der Fachhochschule Muttenz.

An der Sommerschule in Muttenz wurden ganz unterschiedliche Themen besprochen. Wie wurden diese ausgewählt? Bei der Themenwahl orientierten wir uns zum einen an den Fächern, die dort unterrichtet werden. Zum anderen wählten wir Fragen aus, die einen Bezug zur Alltagsrealität der Studierenden haben. Wird die SATW nun auch an anderen Fachhochschulen solche Kurse anbieten? Grundsätzlich kann die SATW sicher nicht den Ethikunterricht an den Fachhochschulen ßbernehmen, das wßrde unsere Kräfte bei weitem ßbersteigen. Wir verstehen unsere Initiative eher als Motivationshilfe, indem wir eine Anschubfinanzierung gewährleisten und die Fachhochschulen bei den ersten Schritten unterstßtzen. Ziel ist, dass die Schulen diese Ausbildung selbst ßbernehmen. In welcher Form das geschieht, mßssen die einzelnen Schulen dann selbst entscheiden.

Wir verstehen unsere Initiative als Motivationshilfe.

Wie reagierten denn die Dozierenden? Sie begrĂźssten die Initiative der SATW und waren froh, dass wir sie unterstĂźtzen. Wir haben die betroffenen Fachlehrer vorbereitet und sie mit den ethischen Methoden und Arbeitsweisen vertraut gemacht. Die Fachhochschule in Muttenz hat sich auf Grund der guten Aufnahme bei den Studierenden entschieden, die Sommerschule Ethik im kommenden Jahr wieder anzubieten. Wie kam die Sommerschule bei den Studierenden an? Die Resonanz fiel sehr positiv aus. Es ergaben sich viele gute Diskussionen, die den Studierenden neue Einblicke erĂśffneten. Interessant war fĂźr sie vor allem zu sehen, dass Ethiker nicht einfach LĂśsungen anbieten, sondern dass sie aufzeigen, wie man Antworten findet. Es gibt ein Instrumentarium, das bei allen Fragestellungen angewendet werden kann.

Seit 1992 fĂźhrender Ausbildungsprovider fĂźr IT-Governance, IT-Revision und IT-Sicherheit

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Er liest InfoWeek regelmässig!

Wie geht es nun weiter? Zunächst werden wir Mitte November an einer Fachtagung in Yverdon den Stellenwert der Ethik an Fachhochschulen diskutieren und das Fallbeispiel Muttenz vorstellen. Daneben mÜchten wir gerne nächsten Sommer wiederum solche Kurse anbieten. Wir sind dazu bereits mit zwei Fachhochschulen im Gespräch. Das Interview mit Sibylle Ackermann fßhrte Felix Wßrsten.

www.infoweek.ch/abo


Karriere & Weiterbildung

Agenda

Talente finden und gewinnen

Agenda

Mit dem Seminar «Talente finden, Talente gewinnen – Nachwuchs für KMU, Industrie und Handel» vom 27. November, will das Career Services Center (CSC) der Universität St. Gallen die Unternehmen bei der Rekrutierung von Hochschulabsolventen unterstützen und einen intensiven Dialog zwischen Arbeitgebern, Studierenden und Experten ermöglichen. Das Morgenprogramm widmet sich dabei ganz der Wissensvermittlung und informiert über die Studienreformen sowie das sogenannte Employer Branding. Experten aus Wirtschaft und Bildung erörtern in ihren Referaten die wesentlichen Veränderungen in der Hochschullandschaft und sorgen so für viel Diskussionsstoff. Im zweiten Teil der Veranstaltung berichten HSG Alumni über ihre Erfahrungen, während Studierende und Firmen miteinander in Kontakt treten können. Info: Universität St. Gallen, www.csc.unisg.ch

11. 11.

CNO-Panel No. 8 Networking-Anlass

Bern

Sieber & Partners www.sieberpartners.ch

13. 11.

Office Printing Regensdorf Sicherheit, Management, Kosten und Green IT

Bechtle Printing Solutions www.bechtle.ch

13. 11.

Impuls-Veranstaltung Erfolgreiche Innovation mit starken IT-Tools

St.Gallen

Consys AG www.consys-ag.ch

13. 11.

6. BCM Symposium «Handlungsfähig – auch in der Krise»

Zürich

BCMnet.ch www.bcmnet.ch

20. 11.

VMware Virtualization Forum 2008 Discover. Connect. Virtualize.

Zürich

VMware www.vmware.com/go/ vforum2008_events2

24. 11.

IT Forum Basel@HKBB BPM im Umfeld von Transport und Logistik

Basel

Handelskammer beider Basel www.hkbb.ch

26. 11.

Microsoft KMU-Tage Mobilität, Zusammenarbeit und Sicherheit

Wallisellen

Microsoft www.microsoft.com/KMU-Tage

27. 11.

Talente finden, Talente gewinnen Nachwuchs für KMU, Industrie und Handel

St. Gallen

Universität St. Gallen www.csc.unisg.ch

1.—3. 12.

Teamconf Schweiz Microsoft Visual Studio Team System

Zürich

Teamconf www.teamconf.ch

2.12.

Business Intelligence Symposium Anwenderkonferenz

Zürich

Microstrategy www.microstrategy.com

2.12.

Informatikberufe zum Anfassen Vortragsreihe

Bern

BKW FMB Energie AG www.informatica08.ch

IT-Seminare MAS Human Computer Interaction Design

2 Zertifikatskurse à 250 Std, Masterarbeit 300 Std, berufsbegleitend, interdisziplinär an Fachhochschulen und Uni Basel. Datum: 17.4.2009 Dauer: 3 Jahre Ort: Rapperswil und Basel Infos: 17.11. in Basel, 18.11.08 in Rapperswil jeweils ab 18.15 Uhr, www.hcid.ch, +41 55 222 4921

MAS Advanced Studies in Software-Engineering

Zukunftsperspektive IT-Management MAS in Business Information Management Entscheidungskompetenz für Führungspersönlichkeiten an der Schnittstelle zwischen Informatik und Management: Eidgenössisch anerkanntes Nachdiplomstudium Business Informatik, 60 Tage berufsbegleitend, mit den Zertifikatslehrgängen (CAS) E-Business Technologien, Technologieorientierte Managementkonzepte sowie IT- und Informationsmanagement. Die CAS können auch einzeln besucht werden. Nächster Start: 17. April 2009 Interessiert? Weitere Informationen auf www.fhsg.ch/mas-bi. FHS St.Gallen, Management-Weiterbildungszentrum, Teufener Strasse 2, CH-9000 St.Gallen, Tel. +41 71 228 63 28, management@fhsg.ch

www.fhsg.ch Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz

Eine Weiterbildung in modernen Software-Engineering-Methoden und -Technologien. Das MAS-SE wird modular angeboten. Datum: 20.4.2009 Dauer: 4 Semester Ort: HSR Rapperswil/Zürichsee Infos: Informationsabend am 26.11.2008 und 11.12.2008 ab 18.15 Uhr, www.hsr.ch/weiterbildung/, +41 55 222 4921

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www.it-seminare.ch IT-Seminare ist ein Service von


KARRIERE & WEITERBILDUNG

Lesetips für IT-Profis

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Kummerbox 09 Matthias Schüssler Midas Verlag; Fr. 29.90

OpenVPN ist die führende Open-Source-Lösung zur Realisierung von SSL-VPNs. In seinem Praxisbuch erläutert Autor Dirk Becker die Installation, Konfiguration und Administration von OpenVPN auf Linux und Windows. Anhand praxisnaher Beispiele werden die typischen Einsatzszenarien durchgespielt und Schritt für Schritt der Weg zum gewünschten Setup erläutert, wobei Grafiken, Screenshots und ausführlich kommentierte Beispielkonfigurationen beim Verständnis helfen. Neulinge werden sogar in die Grundlagen der Netzwerktechnik eingeführt. Abgerundet wird der Titel durch ein praktisches Kapitel zur Erkennung und Behebung von Problemen. ISBN: 978-3-8362-1197-0, Galileo Computing, 284 Seiten, Fr. 59.90

SAP MaxDB Administration

Das Buch «SAP MaxDB Administration» führt in die Arbeit mit SAPs Enterprise-Datenbank in der Version 7.7 ein. Beleuchtet werden Aufbau und Konzepte hinter der Software, bevor in typische administrative Aufgaben wie die Pflege der Software, Konfiguration und Backup – auch im Zusam-

menspiel mit SAP Netweaver – eingegangen wird. Durch die Aufgaben wird man Schritt für Schritt geleitet, sodass sich das Buch auch für Einsteiger in MaxDB eignen dürfte. Zwei komplette Kapitel beschäftigen sich ausschliesslich mit Performance Tuning, den dahinter liegenden Konzepten sowie Tips und Hilfestellungen zur Analyse von Problemen. ISBN: 978-3-89842-730-2, SAP Press, 360 Seiten, Fr. 99.90

.NET 3.5

Auf 400 Seiten bietet das Buch .NET 3.5 einen kompakten Überblick über die wichtigsten Technologien des .NET Framework 3.5. Ein Einführungskapitel bietet einen klar strukturierten Rundflug durch alle wichtigen Neuerungen von Visual Studio 2008 und .NET 3.5. Dabei liefert der Autor anhand von Tabellen und Diagrammen nützliche Orientierungshilfen und spart auch nicht mit Kritik an einzelnen Technologien. In den übrigen Kapiteln des Buches wird auf die Technologien LINQ, Windows Communication Foundation (WCF), Windows Presentation Foundation (WPF) und ASP.NET 3.5 eingegangen. Die gezeigten Features werden jeweils mit verständlichen Codebeispielen vertieft. Wer allerdings einen kompletten Überblick über .NET 3.5 sucht, wird enttäuscht. Komponenten wie die Workflow Foundation (WF) oder Neuerungen des SP1 werden nicht behandelt. ISBN: 978-3-446-41045-9, Hanser Verlag, 418 Seiten, Fr. 71.–

2 Adobe Photoshop CS3 – Der professionelle Einstieg Robert Klassen Galileo Press; Fr. 42.90

BÜCHER

OpenVPN – Das Praxisbuch

3 Lightroom-Praxis Marc Altmann Dpunkt; Fr. 70.–

4 Microsoft Office Word 2007 – Die offizielle Schulungsunterlage für das MCAS-Examen Klaus Fahnenstich, Rainer Haselier Microsoft Press; Fr. 25.90

5 Handy Praxis – Das iPhone Buch John Heimig Data Becker; Fr. 34.90

6 Windows Vista – Sehen und Können Ignatz Schels Markt + Technik; Fr. 17.90

7 Word 2007 – Sehen und Können Caroline Butz Markt + Technik; Fr. 17.90

8 Mac OS X 10.5 Leopard Giesbert Damaschke Markt + Technik; Fr. 34.90

9 Microsoft Windows Vista auf einen Blick Jerry Joyce, Marianne Moon Microsoft Press; Fr. 16.90

10 Digital ProLine Nikon Capture NX 2 Dirk Fietz Data Becker; Fr. 51.– Die Daten wurden erhoben von:

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Vo n A l i n a H u b e r

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Mit dem Standbykiller «Click» wollen die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) den Stromfressern an den Kragen.

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ie Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) helfen jetzt auch beim Stromsparen und haben dazu einen Standbykiller namens «Click» entwickelt. Das Gadget besteht aus zwei Teilen und misst den Stromverbrauch von elektronischen Geräten. Die beiden Komponenten kommunizieren via Funkverbindung miteinander. Das Steckerteil verbindet elektronische Geräte mit der Steckdose. Das mobile Anzeigegerät misst derweil den Energieverbrauch des angeschlossenen Geräts im Standby- sowie im Betriebsmodus. Ein simpler Klick auf das Anzeigeteil des Standbykillers schaltet die Geräte nach Belieben aus und wieder ein. Laut EKZChef Urs Rengel besteht die eigentliche Innovation beim Click darin, dass er die beiden Funktionen Messen und Ausschalten kombiniert. Wer sehe, wieviel

Strom ein Gerät selbst im Standby-Modus noch verbrauche, der werde zum Ausschalten motiviert. In einem typischen Schweizer Haushalt stehen rund 20 Elektrogeräte. Ungefähr zehn Prozent ihres Stromverbrauchs fallen im Standby-Modus an. So werden

jährlich über zwei Milliarden Kilowattstunden verschwendet. Mit Click wollen die EKZ einen Beitrag zur Senkungen des Energieverbrauchs leisten. Erhältlich ist der Standbykiller Click in EKZ-Eltop-Filialen oder online zu einem Preis von 49 Franken. Info: www.ekz.ch/click

Die in der Schweiz jährlich durch den Standby-Modus verschwendete Energiemenge entspricht dem Strombedarf der Stadt Zürich.

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Wer noch aufdringlicher über eintreffende E-Post informiert werden möchte als durch den Bimmelton des MailProgramms, greift zum USB Webmail Notifier. Das 17-Dollar-Kistchen leuchtet im Ernstfall blau, rot oder grün und unterstützt Hotmail, GMail und Yahoo Mail sowie Outlook und alle POP3-Clients. Info: www.usbgeek.com

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«You've Got Mail»

Strom sparen mit Click

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Das Eclipse III Backlit Multimedia Keyboard sticht aus dem Durchschnittsangebot beleuchteter PC-Tastaturen heraus: Die Tastenillumination ist mehrfarbig und lässt sich individuell konfigurieren. Zum bequemen Tippen bietet sie eine zweistufige Höheneinstellung und eine abnehmbare Handballenauflage. Das Eclipse III Keyboard wird via USB angeschlossen, zudem stehen PassthroughPorts für Mikrofon und Kopfhörer zur Verfügung. Preis noch nicht bekannt. Info: www.saitek.com

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Farbenfrohe Tastatur

Gadgets zum angeben

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Als «genial einfachen Zauberwürfel» bezeichnet Terratec das neueste Mitglied seiner InternetRadio-Linie Noxon. Es nennt sich iRadio Cube und ermöglicht den Empfang von 11'000 nach Ländern und Musikrichtung vorsortierten Internet-Radiostationen und 4000 Podcasts auch ohne laufenden PC. Das Gerät muss lediglich mit Strom versorgt und via Ethernet oder WLAN mit dem

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Radio im Klavierlack-Würfel Internet verbunden werden. Der würfelförmige Empfänger in edler Klavierlack-Optik enthält auch einen FM-Teil mit RDS und drei Kurzwahltasten sowie eine Uhr mit Wecker und Sleeptimer. Im Kaufpreis von 329 Franken ist auch ein Testabonnement für die Musik-Flatrate von Napster inbegriffen – es stehen mehr als 6 Millionen Songs und Hörbücher zum Streamen und zum Down-

load auf bis zu drei Rechner bereit. Über den Menüpunkt «My Noxon» bietet Terratec zudem Zugriff auf weitere Dienste wie Aupeo, Classical.com, MP3tunes, Besonic sowie auf die Mediathek der Deutschen Welle. Info: www.terratec.de

Der iRadio Cube bringt 11’000 InternetRadiostationen in die Stube.


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Holo-Speicher für alle Wissenschaftler von General Electric arbeiten an holographischem Speicher und passenden Abspielgeräten, die abwärtskompatibel zu Audio-CDs oder DVDs ud damit tauglich für den Massenmarkt sein sollen. Die Markteinführung ist bereits für 2012 anvisiert. Für den Anfang sollen die Scheiben, die wie eine normale CD aussehen, 300 GB speichern, später sogar 1 TB. Die grossen Kapazitäten sind möglich, weil die Daten nicht nur auf der Oberfläche gespeichert werden, sondern die gesamte Disc als Speicher verwendet wird. Abgelegt werden die Daten innerhalb von Kristallen oder Photopolymeren.

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E-Paper mit 14 Zoll ­­ dem koreanischen Display-FachkonAuf gress Imid hat Samsung ein biegsames Farbdisplay auf Basis von KohlenstoffNanoröhrchen gezeigt. Mit einer Bilddiagonale von rund 14 Zoll handelt es sich um das bisher grösste e-Paper-Display mit Farbunterstützung. Die Nanoröhrchen richten sich gemäss dem Prinzip der Elektrophorese in einem elektrischen Feld aus und sorgen so für unterschiedliche Helligkeitswerte. Im Gegensatz zu Flüssigkristallen bleibt die Ausrichtung auch erhalten, wenn nicht ständig eine elektrische Spannung anliegt. Auch eine Hintergrundbeleuchtung ist nicht nötig. Wann die Technologie in Produktform auf den Markt kommt, gab Samsung indes nicht bekannt.

E-Autos für Australien Das Project Better Place vom ehemaligen SAP-Manager Shai Agassi konnte mit Australien ein weiteres Land gewinnen, das von ihm mit einer Elektroauto-Infrastruktur ausgestattet werden soll. Die passenden Autos stammen von RenaultNissan und werden im Abo-Modell angeboten. Das Angebot soll 2012 an der Ostküste starten.

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lichen Landschaft des Vulkans Pico del Teide statt, der den Teams vor allem durch schlechtes Wetter zu schaffen machte. Die gestellte Aufgabe konnte denn auch nur ein Team der Universität Bremen bewältigen, zwei weitere waren immerhin nah dran. Das Team der ETH Zürich, das mit einem Roboter-Trio antrat, wurde von einem Defekt aus dem Rennen geworfen. (ah)

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konstruieren, der sich bei völliger Dunkelheit und Temperaturen von minus 200 Grad Celsius von einem Landeplatz zu einem 15 Meter tiefen Krater bewegt, ein Gefälle von bis zu 40 Prozent hinabsteigt, eine Bodenprobe von 0,1 kg entnimmt und zum Landeplatz zurückkehrt. Dazu gab es noch Einschränkungen zu Gewicht und Energieverbrauch. Die Tests fanden auf der mondähn-

Sanyo hat eine blaue Laserdiode entwickelt, die mit einer Leistung von 450 Milliwatt doppelt so stark wie bisherige Modelle sein soll. Sie soll das Auslesen von Blu-ray-Discs mit zwölffacher Geschwindigkeit ermöglichen. Ausserdem sollen nun zwei statt vier Lagen ausgelesen werden können, womit bei einer Kapazität von 25 GB pro Lage eine Gesamtspeicherkapazität von 100 GB möglich wäre. Allerdings weist Sanyo darauf hin, dass die Entwicklung entsprechender Scheiben noch einige Zeit dauern dürfte.

News aus der forschung

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baren Werten. Ausserdem zeigte sie, dass der Handhover zwischen zwei LTE-Zellen bereits, abgesehen von ein wenig Package Loss, reibungslos funktioniert.

Monderkundung auf Teneriffa Die europäische Raumfahrtagentur ESA hat Ende Oktober 08 Studenten-Teams von europäischen Universitäten zur Lunar Robotics Challenge auf die Kanaren-Insel Teneriffa eingeladen. Dort sollten sie ihre Roboter zur Erkundung der Mondoberfläche präsentieren. Mit dabei war auch ein Team der ETH Zürich. Das Ziel der Lunar Robotics Challenge ist, einen Roboter zu

Blu-ray mit 100 GB

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«Berta», Prototyp der LTE Mobile Platform von Ericsson.

ter. Mit diesem sind die EricssonIngenieure dann in einem Umkreis von 4 Kilometern durch die schwedische Hauptstadt gekurvt und haben verschiedene Antennen- und Übertragungskonfigurationen bei Geschwindigkeiten zwischen 5 und 120 km/h mit und ohne Sichtverbindung zur Antenne getestet. Die erreichten Datenraten sind beachtlich: 170 Mbps bei 2x2 Übertragungsströmen und einer Bandbreite von 20 MHz, 100 Mbps oder mehr bei identischer Konfiguration und Fahrt auf der Autobahn. Ausserhalb des 4-KilometerRadius lag die Datenrate immerhin noch bei 40 Mbps. Mit 4x4-Übertragungsströmen und einer Bandbreite von 10 MHz konnten noch über 130 Mbps gemessen werden. Bei einem

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TE basiert auf Orthogonal Frequency Division Multiplexing (OFDM) für den Downlink, Single Carrier Frequency Division Multiple Access (SC-FDMA) für den Uplink und Multiple-Input-Multiple-OutputAntennentechnologie (MIMO), wie sie von der nächsten WLANGeneration 802.11n bekannt ist. Mit Bandbreiten von bis zu 20 Mhz mit maximal 4 Übertragungsströmen pro Richtung sollen theoretisch Datenraten von bis zu 300 Mbps im Downstream und 75 Mbps im Upstream bei Latenzzeiten um 5 ms ermöglicht werden. Wie ein Feldtest von Ericsson in Stockholm zeigt, liegen die in der Praxis erreichbaren Werte nicht allzu weit davon entfernt. Für den Feldtest wurde eine LTE-Basisstation auf dem Dach des Hauptsitzes montiert und ein passender Empfänger auf einem Transpor-

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Ahlenstorf

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Die Netzausrüster testen den designierten UMTS-Nachfolger LTE und erreichen problemlos Datenraten über 100 Mbps.

maximalen LTE-Ausbau mit 4x4Übertragungsströmen und einer Bandbreite von 20 MHz wären demnach bis zu 260 MHz machbar. Allerdings weisen die Ericsson-Ingenieure darauf hin, dass die Durchsatzraten stark von den Bedingungen, der Distanz zur Basisstation und des Einsatzes von MIMO abhängig sind. Ebenfalls gemessen wurde die Leistung auf Anwendungsebene (2x2 bei 20 MHz): Der TCPDurchsatz lag während 50 Prozent der Zeit mindestens bei 40 Mbps, bei 10 Prozent der Zeit sogar über 100 Mbps. Eine Demonstration von Nortel und T-Mobile, die in Bonn durchgeführt wurde, kam zu vergleich-

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LTE in ersten Feldtests

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Und Ausserdem

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Andreas Ahlenstorf (ah), Urs Binder (ubi), Alina Huber (ahu), Michel Vogel (mv)  | 

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Benedikt Bitzi  |  Anzeigenadmini­stration Janine Dominguez, Melanie Staub  |  Website René Dubach (Online Management &

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Schweiz): 1 Jahr Fr. 95.–, 2 Jahre Fr. 150.–  |  Druck AVD Goldach, infoweek@avd.ch • ISSN-Nummer 1424-4055  |  Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung. Nachdruck, auch auszugsweise, und ­ elektronische Wiedergabe nur mit schrift­licher Genehmigung des Verlags. © Vogel Business Media AG, ­Thalwil

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Service

Vorschau auf InfoWeek 21 Vorschau

Erscheinungsdatum: 24. November 2008

Teamarbeit im 21. Jahrhundert Verteilte Teams, Arbeiten rund um den Globus und rund um die Uhr, punktgenaues Ausschöpfen des Wissens, das irgendwo im Unternehmen vorhanden ist: Zusammenarbeit ist zwar nach wie vor auch ohne Software möglich, mit den richtigen Kollaborationswerkzeugen fällt die Teamarbeit aber leichter. Doch welche Hilfsmittel eignen sich für welche Kollaborationsszenarien? Wie setzt man seine Strategie für die Teamarbeit am besten um? Unser Schwerpunkt zum Thema «Collaboration, Intranet und Enterprise 2.0» stellt in einer Marktübersicht die wichtigsten aktuellen Collaboration-Lösungen mit ihren Möglichkeiten, Stärken und Schwächen vor. Dabei berücksichtigen wir insbesondere auch Produkte von Schweizer Entwicklern. Der Exchange-Server von Microsoft ist der klare Platzhirsch im Segment der unternehmensweiten Messaging-Lösungen. Gerade

Vergleichstest:

Online-Backup Online-Dienste bieten sich nicht nur zur Sicherung einzelner PC-Dateien, sondern auch für das Server-Backup an. In einem grossen Vergleichstest präsentieren wir vier Online-Backupdienste für KMU-Serverumgebungen mit besonderem Augenmerk der Zuverlässigkeit und Daten­ sicherheit.

Karriere:

KMU schrecken vor dem komplexen und eher kostspieligen Produkt aber oft zurück. Unter dem Motto «Es muss nicht immer Exchange sein» untersuchen wir die Messaging-Bedürfnisse im KMU und präsentieren alternative Lösungen. Ein weiterer Artikel zeigt auf, dass in einem Unternehmen unterschiedliche Kollaborationsszenarien existieren, die je nach den unternehmerischen Zielen zum Zug kommen und gibt Hinweise, wie sich eine gute Collaboration-Strategie mit einer Mischung aus BottomUp-Versuchslabor und Top-Down-Analyse umsetzen lässt. Ganz praxisnah präsentiert ein vierter Beitrag, wie sich Blogs, Wikis, Social Bookmarking und andere Web-2.0-Techniken mit Microsofts Sharepoint-Server und Drittherstellerprodukten für den Wissenstransfer im Unternehmen einsetzen lassen.

Nachfrage nach Fachkräften In einem Interview mit Frank Schabel, Head of Marketing and Corporate Communications bei Hays, erfahren Sie mehr über die aktuelle Nachfrage nach Fachkräften, den Faktor Alter, die Gründe für den Fachkräftemangel, Rekrutierungsprozesse sowie neue Segmente und Kundengruppen.

Nächste SchwerpunktE InfoWeek 22 vom 8.12.2008 IT-Trends 2009 InfoWeek 1 vom 26.1.2009 Knowledge Management InfoWeek 2 vom 9.2.2009 Conferencing, Instant Messaging InfoWeek 3 vom 23.2.2009 Identity Management, PKI, digitale Signaturen InfoWeek 4 vom 9.3.2009 Thin-Client, SaaS, Cloud Computing InfoWeek 5 vom 23.3.2009 Business Intelligence

Know-how:

Wikis im Unternehmenseinsatz Wikis ermöglichen online eine neue Art des Dialogs und der Zusammenarbeit. Dabei funktionieren die Wikis in Unternehmen nach ähnlichen Prinzipien wie die öffentlichen. Die Gewichtung der Aspekte fällt allerdings anders aus. Wir zeigen, was Firmen bei der Einführung eines Wikis beachten müssen.

Nr. 20 | 10. 11. 2008

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InfoWeek 20 / 2008  

InfoWeek vom 10.11.2008

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