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Die Zeitschrift aus Ihrer Drogerie

Braucht Ihr Kind eine Brille? Warnsignale erkennen Keine Panik: So sch端tzen Sie sich und Ihren Hund vor Zecken Verirrt im Dschungel der Shampoos: Wir zeigen Ihnen den Weg

Lange als Cholesterinbombe verschrien. Zu Unrecht.

Freispruch f端r das Osterei!


h Jetzt nac n f e er Hause li lassen!

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Unsere Zeitschrift über die schönsten Seiten des Schweizer Landlebens und für die entschleunigte Lebensart. Freuen Sie sich auf faszinierende Fotoreportagen, köstliche Landfrauenküche, raffinierte Strickideen und Porträts bodenständiger Menschen. Schweizer LandLiebe. Mit Liebe gemacht.

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Geburtsdatum 60011308

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Editorial (Un)glückliche Hühner Was war eher da? Das Huhn oder das Ei? Diese Frage ist für mich als gemeiner «Fleischfresser» müssig – mir schmeckt Geflügel genauso wie ein gut gebrutzeltes Spiegelei. Da ich keine Henne im Garten halte, bediene ich mich bei den knapp 10 Millionen Schweizer Nutzhühnern – die notabene nur knapp die Hälfte des Bedarfs decken. Schlechtes Gewissen, weil auch ich mich mit Erzeugnissen der Massentierhaltung «füttere»? «Ach woher», sagt eine Stimme in mir. «In der Schweiz ist alles reglementiert. Wenn ‹Freiland› draufsteht, ist sicher auch Freiland drin.» Zudem ist die Schweiz das weltweit erste Land, das die Käfighaltung für Hühner verboten und in den 1990er-Jahren die sogenannte Volierenhaltung eingeführt hat. Aber: Was würden zum Beispiel Legehennen sagen, wenn man sie nach ihrem Befinden fragte? Stellvertretend für die Tiere antwortete jüngst das Fernsehmagazin «Einstein» und machte auf Probleme in der Zucht von Legehennen in Volierenhaltung aufmerksam: Hühner haben vermehrt Verletzungen am Brustbein. Mein Editorial ist zu kurz, um gezielt auf mögliche Probleme in der Massentierhaltung einzugehen. Auch werde ich mich an dieser Stelle hüten, den moralischen Zeigefinger zu erheben – zumal ich ihn auch gegen mich selbst richten müsste. Dennoch kann es sicher nicht falsch sein, den Hochglanzwerbungen mit den «glücklichen Hühnern» mit etwas Skepsis zu begegnen – und seinen Eier- bzw. Fleischkonsum bewusst zu hinterfragen. Denn wie sagte schon Albert Einstein: «Alles ist relativ!»… auch das Glück von Hühnern. Ich wünsche frohe Ostertage!

Inhalt

6 Das Märchen vom bösen Cholesterin Da lachen ja die Hühner

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Guter Rat rund um die Uhr

Experten und Expertinnen beantworten Ihre persönlichen Gesundheitsfragen

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Welches Shampoo ist das richtige?

Tipps für die optimale Haarpflege

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Heilpflanze des Monats

Das kann die Schafgarbe

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Oh Schatz, dein Atem

Sofortmassnahmen gegen Mundgeruch

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Eine Brille für Klein Timo

Wie erkennen Eltern, dass ihr Kind schlecht sieht?

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Organe unter der Lupe

Faszination Lunge

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Fit in jeder Lebenslage

Schwangere, Schüler oder Senioren brauchen mehr Vitalstoffe

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Lust auf mehr Vitalität?

Entgiften Sie Ihren Körper, aber richtig

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Zeckenstich? Keine Panik!

So handeln Sie richtig bei Menschen und Tieren

Didier Buchmann

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Die Redaktion

Nicht stürzen: Stolperfallen beseitigen

Die Gefahr lauert zu Hause

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Kurz und gesund «slowUp»-Saison startet Die «slowUp»-Saison der autofreien Erlebnistage in der ganzen Schweiz steht vor der Tür: Am 6. April erfolgt der Startschuss im Tessin. Einen Tag lang stehen Strassen und Wege all jenen zur Verfügung, die in die Pedalen ihrer Fahrräder treten, skaten oder zu Fuss unterwegs sind. Zudem laden ein kulturell vielfältiges Rahmenprogramm und eine grosse Auswahl an Köstlichkeiten zum Verweilen ein. Weitere Infos finden Sie unter: www.slowup.ch

© www.slowUp.ch

Orgasmus während der Geburt Immer wieder berichten einzelne Mütter und Hebammen davon, bei der Geburt einen Orgasmus erlebt oder beobachtet zu haben. Was für viele klingt wie ein Hirngespinst, hat der Psychologe Thierry Postel nun untersucht. 109 Hebammen, die zusammen 206 000 Kinder zur Welt gebracht hatten, berichteten von ihren Erfahrungen. Den Geburtshelferinnen zufolge haben 668 Mütter ihnen gegenüber erwähnt, dass sie während der Geburt Erfahrungen wie einen Orgasmus gemacht hatten, in 868 Fällen wurden Anzeichen von Lust beobachtet. Ob dies biologisch überhaupt möglich ist, ist unklar. www.spiegel.de

Schizophrenie erkennen

Haben Sie das gewusst?

Angst, Rückzug, Stimmenhören bis zu Verfolgungswahn: Schizophrenie ist eine schwere und relativ häufige psychische Erkrankung. In der Schweiz sind rund 75 000 Personen betroffen. Forschern der ETH und Universität Zürich ist es gelungen, mittels mathematischer Modelle das psychische Leiden zu erkennen und verschiedene Untergruppen von Schizophrenie zu identifizieren. Das bereitet den Weg für zukünftig präzisere Diagnosen und gezieltere Therapien. Noch ist die Methode aber nicht bereit für den Einsatz in der Praxis. Bis es so weit ist, sind noch weitere Studien nötig.

Warum bekommt man Schluckauf? Wenn der Zwerchfellnerv gereizt wird, verkrampfen sich Zwerchfell und Rippenmuskulatur reflexartig. Dadurch dehnt sich die Lunge ruckartig aus und forciert eine heftige Einatmung. Ebenso schnell verschliesst sich die Stimmritze im Kehlkopf. Der Luftstrom schlägt dagegen, und es entsteht das typische hicksende Geräusch. Was dem Zwerchfellnerv beispielsweise schlecht bekommt: hastiges Essen, kohlensäurehaltige Getränke oder Alkohol. Psychisch bedingte Ursachen sind Aufregung und Stress.

www.ethz.ch

Freundschaftsprinzip: Neuer rein, alter raus

Buch von Daniel Berger: «Warum gibt es kein Katzenfutter mit Mäusegeschmack?»

Die Redaktion empfiehlt Das Büro. Ein Universum für sich mit sämtlichen Tücken und Fallstricken, mit Hierarchien, Fettnäpfchen und der Frage, wer eigentlich für die Reparatur der Kaffeemaschine zuständig ist. Ein Drittel des Tages verbringen wir an unserem Arbeitsplatz. Dieser ist für viele Berufstätige das Büro. Dort menschelt es manchmal öfters als uns lieb ist: Stress mit Arbeitskollegen, Untergebenen und Vorgesetzten. Doch bevor das Büro auf die Gesundheit schlägt, lohnt sich ein Besuch beim «Bürocoach».

Seit Facebook, Twitter und Co. haben viele Menschen Freunde wie Sand am Meer. Einige machen sich sogar einen Sport daraus und sammeln so viele Kontakte, wie sie nur können. Die Anzahl tiefer Freundschaften ändert das aber nicht, beweist eine britische Studie. Denn unsere Fähigkeit, emotional enge Beziehungen aufrechtzuerhalten, und die Zeit für Kommunikation sind begrenzt: Gibt es also irgendwann einen neuen «besten Freund», muss die bisherige Nummer eins Platz machen.

Sind Sie zufrieden mit Ihrem Job? Lautet Ihre Antwort «Ja, klar!», dann gehen Sie bitte zum nächsten Artikel im Drogistenstern. Beginnt Ihre Antwort mit «Eigentlich ja, aber …», dann sind die Probleme grösser, als dass sie beim Feierabendbier abgehakt werden können, und beeinträchtigen Ihr persönliches Wohlbefinden. Keine Frage, Probleme gibt es überall. Doch wenn man das Büro gedanklich mit nach Hause nimmt oder gar der Schlaf gestört wird, sollte man sich Hilfe holen. Das Buch «Der Bürocoach» beschäftigt sich mit Arbeitsorganisation, Motivation, Fragen des Benimms und Dynamiken im Team. Auf rund 200 Seiten erfahren Sie praxisorientiertes Expertenwissen und praktische Tipps. Die Autorin Nicola Holzapfel greift die alltäglichen Ärgernisse und Hürden im Berufsleben auf und zeigt, was man dagegen tun kann. Nicola Holzapfel: Der Bürocoach, Deutscher Taschenbuch Verlag, 2010, ISBN 978-3-423-34598-9

www.pnas.org

André Schnider


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Kleine Hoden – fürsorgliche Väter Kurios, aber wahr: Männer mit kleinen Hoden und niedrigem Testosteronspiegel kümmern sich vergleichsweise intensiv um die Pflege ihres Kindes. Dies haben US-Forscher aufgedeckt. Ihre Erklärung: Je kleiner die Hoden waren, desto stärker reagierte die Area tegmentalis (VTA), eine Hirnregion, die am Belohnungssystem und Erziehungsverhalten beteiligt ist, auf Bilder des Nachwuchses. Nebst der Hirntätigkeit massen die Forscher aber auch Testosteronwerte und Hodengrösse, und sie befragten Väter und Mütter (getrennt) dazu, wie sehr der Mann sich an der Erziehung beteiligt. Während also der Macho in seinem Fortpflanzungskonzept auf Masse setzt, möglichst viele Babys zu zeugen, legt der fürsorgliche Papi Wert auf Qualität: Denn gut betreute Nachkommen haben bessere Überlebenschancen, weil sie psychisch, sozial und bildungsmässig erfolgreicher sind.

Wenn Fliegen Bauchweh macht Es kommt häufig vor, dass Menschen, die an einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung wie Morbus Crohn leiden, nach einer Flugreise oder einem Aufenthalt in den Bergen von Entzündungsschüben geplagt werden. Schuld daran sind aber nicht wie bisher angenommen der Reisestress oder im Ausland zugezogene Infekte, sondern der Sauerstoffmangel. Das belegen unter anderem Gewebeproben, die bei «dünner Luft» entzündliche Reaktionen zeigen. Die Forscher der vom Schweizer Nationalfonds unterstützten Studie empfehlen den Betroffenen daher, sich vor dem Fliegen oder Bergluftschnuppern Medikamente verordnen zu lassen, die sie vor Bauchwehattacken schützen. www.snf.ch

Adliger Nachname erhöht die Chance auf Erfolg

Medikamentenpreise leicht gesunken

232 Millionen

Patentgeschützte Medikamente sind in der Schweiz immer noch teurer als im Ausland. Durchschnittlich zahlen Kunden hierzulande 5 Prozent mehr als in den Vergleichsländern. Im Vorjahr betrug die Differenz noch 12 Prozent. Dies ergibt der fünfte Auslandpreisvergleich der Pharma- und Krankenversicherungsverbände. Auch bei Generika ist der Preisunterschied leicht gesunken.

Menschen leben laut einer UNO-Studie ausserhalb ihres Geburtslandes. Das sind rund drei Prozent der Weltbevölkerung und so viele Menschen wie nie zuvor. Mit rund 46 Millionen leben die meisten Migranten in den USA. An zweiter Stelle kommt Russland mit 11 Millionen und auf Platz drei ist Deutschland mit 10 Millionen Migranten.

Menschen, deren Nachnamen aristokratisch oder adelig klingen, wie König oder Ritter, landen öfters in Führungspositionen. Das haben Psychologen von der University of Cambridge und der Ecole des hautes études commerciales de Paris herausgefunden. Jene hingegen, die Koch, Bäcker oder Bauer heissen, landen deutlich seltener im Chefsessel als der Durchschnitt der analysierten Personen. Vielleicht untersuchen Forscher ja demnächst auch, wenn jemand mit adligem und jemand mit einfacherem Namen die gleiche berufliche Position erreicht wie Boris Becker und Steffi Graf.

www.newsroom.interpharma.ch

www.un.org

www.welt.de

www.wissenschaft.de

Dienstag 11.45 Uhr

Freitag 9.45 Uhr

Dienstag 14.15 Uhr

Montag (f ) 9.40 Uhr Basel, Bern, Zürich

Montag (d) 9.30 Uhr

Dienstag 13.20 Uhr

Dienstag 10.45 Uhr

Dienstag 10.15 Uhr

Montag 13.20 Uhr

Mittwoch 9.45 Uhr

Dienstag 10.15 Uhr

Dienstag 11.20 Uhr

…und jederzeit zum Nachhören, Downloaden und Weiterempfehlen. www.vitagate.ch/radio

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GESUNDHEIT, DIE IM APRIL INS

OHR GEHT

Auf Sendung ab 7. April

› Zecken haben ausgezickt Auf Sendung ab 14. April

› Ei, Ei! Gesundes vom Huhn Auf Sendung ab 21. April

› Mundgeruch muss nicht sein Auf Sendung ab 28. April

› Schaumschlägerei für den Kopf Partner: Die wöchentlichen Gesundheitssendungen werden präsentiert von der Online-Krankenkasse KPT und dem Schweizerischen Drogistenverband.


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Eier sind gesünder als ihr Ruf Eier erhöhen den Cholesterinspiegel. Stimmt nicht! Sie sind sogar richtige Kraftpakete. Geniessen Sie Ostern ohne schlechtes Gewissen.


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Gehören auch Sie zu den Menschen, die sich Sorgen machen, dass der Genuss von Eiern den Cholesterinspiegel negativ beeinflusst? Dann vergessen Sie das. «Diese Sicht ist längst nicht mehr haltbar», sagt einer, der es wissen muss: Nicolai Worm, Diplom-Ökotrophologe, Bestsellerautor und Professor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHPG) in Saarbrücken. Im Gegenteil: Der Verzehr von Eiern ist sogar empfehlenswert, da diese eine kostengünstige Quelle für eine Reihe von lebenswichtigen Nährstoffen sind. Denn neben Fett und Eiweiss enthalten sie Vitamin A, welches beim Wachstum, bei der Entwicklung von Körperzellen sowie für die Sehkraft eine wichtige Rolle spielt. Vitamin K beeinflusst die Blutgerinnung, und Vitamin B12 wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus. Darüber hinaus liefern Eier Folsäure, Kalzium, Phosphor, Eisen und Kalium.

Körper bildet Cholesterin selbst

Auf Hühnereier verzichten ist nicht nötig. Sie enthalten viele Vitamine, Eiweisse und Mineralstoffe.

Eier enthalten in der Tat viel Cholesterin. Dabei handelt es sich aber nicht um einen Bösewicht, sondern um eine lebenswichtige Substanz. Cholesterin ist Baustein aller Zellwände, Teil der Isolierschicht der Nervenzellen und unter anderem unentbehrlich für die Bildung von verdauungsfördernden Gallensäuren. Cholesterin wird zum grössten Teil im Körper selbst gebildet und zum kleineren Teil mit der Nahrung zugeführt. «Wenn wir also zusätzlich aus der Nahrung Cholesterin aufnehmen, regelt ein gesunder Körper dagegen. Das heisst, er senkt seine eigene Cholesterinsynthese», erklärt Nicolai Worm.

So gelangt das Cholesterin in unsere Zellen

Die Dosis macht das Gift «Die Ernährung hat nur einen geringen Einfluss auf den Cholesterinspiegel im Blut», so Nicolai Worm. Dennoch sollte man den Eierkonsum nicht übertreiben, da jeder Mensch begrenzte Möglichkeiten der Regulation hat. Ein oder zwei Eier pro Tag kann der Körper problemlos durch Drosselung der Eigensynthese kompensieren. «Bei acht Eiern pro Tag sind es nur noch wenige Menschen, die das schaffen», ergänzt Worm. Wenn der Cholesterinspiegel jedoch ein wenig steigt, dann durch eine Steigerung des körpereigenen LDL- und des HDL-Cholesterins. «Ob wir nun keine oder zwei Eier pro Tag essen, hat bei den meisten Menschen keinen Einfluss auf den Blutcholesterinspiegel.» Das zeigen auch Langzeitstudien wie die neuen Metaanalysen. Ihr Fazit: Ein erhöhter Eierkonsum bringt kein erhöhtes Risiko für Herz- oder Hirninfarkte mit. Denn Nahrungs-Cholesterol ist nicht gleich Blutcholesterin. Deshalb ist es mit den Eiern wie bei den meisten Dingen im Leben: Auf das richtige Mass kommt es an. Ob man erhöhte Blutfettwerte entwickelt, hängt unter anderem von der genetischen Veranlagung ab. Aber auch Faktoren wie andere Erkrankungen oder eine Verfettung der Leber spielen eine wesentliche Rolle. Nicolai Worm: «Wer Körpergewicht reduziert, hat gute Chancen, die Blutfettwerte sowie den hohen Blutdruck zu senken.» Erfahren Sie auf der nächsten Seite mehr über Eier – und wie Sie sie zu Ostern färben können. V V

Cholesterin ist wasserunlöslich und wird von sogenannten Lipoproteinen (Fett-Eiweiss-Körpern) zu den Körperorganen transportiert und durch spezielle Aufnahmestellen (Rezeptoren) in die Zellen geschleust. Die wichtigsten Lipoproteine sind jene niedriger Dichte, die LDL (Low Density Lipoprotein) sowie jene hoher Dichte, die HDL (High Density Lipoprotein). Sie befinden sich im Blutkreislauf und wirken als Transportmole-

küle. LDL nimmt das Cholesterin aus der Leber auf und verteilt es an die Zellen im ganzen Körper. Produziert die Leber nun zu viel Cholesterin, weil wir übermässig gesättigtes Fett aufnehmen oder nicht genügend Aufnahmestellen vorhanden sind, zirkuliert eine zu hohe Anzahl LDL-Cholesterin im Blut. Die Folge: Ablagerungen an den Arterienwänden. Dadurch verengen sich die Arterien. Jetzt kommt das «gute» HDL-Cholesterin ins Spiel. Es kann das abgelagerte LDL-Cholesterin von den Arterien entfernen, in der Leber zu Gallensäure verstoffwechseln und über den Darm ausscheiden.

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Hühner mit weissen Ohren legen weisse Eier ... ... und andere Fakten, die überraschen. Was war zuerst, das Huhn oder das Ei? Experten geben Antwort.

Dominik Wunderlin, stv. Direktor und Kurator der Abteilung Europa am Museum der Kulturen Basel Für den Kurator eines Museums, der in seinen europäischen Sammlungen Tausende von sorgfältig dekorierten Ostereiern weiss, hat diese altbekannte Scherzfrage wenig Gewicht. Grösser ist die Sorge, wie man diesen Schatz bewahren und für künftige Ausstellungen und Forschungsprojekte bereithalten kann. Wie wenig sich die Volkskunde um die Frage «Huhn oder Ei?» kümmert, zeigt auch der Blick in ein einschlägiges Volkskunde-Wörterbuch. Dem Huhn sind ganze 13 Zeilen gewidmet, dem Osterei aber mehr als 300! Letzteres hat also in Kult, Brauch und Spiel stets eine grosse Rolle gespielt. Dessen Produzent hingegen kaum.

vorhanden war. Fazit: Das Ei war zuerst. Auch diverse Theologen behaupten, die Antwort liege auf der Hand: Das Huhn war zuerst. Denn Gott hat gemäss Schöpfungsgeschichten im ersten Buch Mose die Tiere und nicht die Eier erschaffen. Standhafte Logiker behaupten wiederum: Zuerst war das Ei. Schliesslich gibt es kein Huhn, das nicht aus einem Ei geschlüpft ist. Hingegen gibt es Eier, die nicht von einem Huhn stammen. Dem aber widersprechen die belesenen Philosophen. Was zählt, ist in ihren Augen «die Idee» – das Urbild – frei nach Platon. Damit die Idee «Huhn» ein Abbild in der Welt des Gegenständlichen bekommt, braucht es ein Ei. Das Ei ist sozusagen nur Mittel zum Zweck, dem Huhn also untergeordnet. Also klar: Das Huhn war zuerst. Es ist schier unmöglich, einem überzeugten Wissenschaftler, einem bibeltreuen Theologen, einem standhaften Logiker oder einem belesenen Philosophen irgendetwas entgegenzuhalten. Sie werden innerhalb ihres Blickwinkels alle sowieso recht behalten und sich niemals einigen. Fazit: Keine Antwort auf die Huhnund-Ei-Frage wird also letztgültig sein.

tigen Vogeleier haben sich aus Laich entwickelt, und zum Schutz vor Umwelteinwirkungen an Land war eine dicke, verkalkte Membran, also eine Schale, von Vorteil.

Warum legen manche Hühner weisse, andere braune Eier? «Das Ohrläppchen ist bei der Farbgebung entscheidend», erklärt Eva Stotzer, Geflügelzüchterin aus Büren an der Aare. Die Faustregel lautet: Hat ein Huhn weisse Ohrläppchen, legt es weisse Eier, hat es hingegen rötlich-braune Ohrläppchen, legt es braune Eier. Keine Rolle spielen hingegen das Futter und die Federn.

Wie bekommt das Ei sein Legedatum? Das Datum wird direkt beim Produzenten mittels einer Stempelmaschine aufgedruckt. Eva Stotzer: «Bei uns gelangen die Eier über ein Förderband aus dem Stall und werden in einem Vorraum mit dem jeweiligen Datum, der Produzentennummer und Infos zur Herkunft und Art der Haltung gestempelt.» Bei 18 Grad halten Eier einen Monat lang.

Warum bringt der Hase und nicht das Huhn die Ostereier? Sandra Begré, reformierte Pfarrerin in Büren an der Aare Es gibt überzeugte Wissenschaftler, die behaupten, die Frage sei längst geklärt: Natürlich war das Ei zuerst. Denn das genetische Material eines Lebewesens kann sich nicht verändern während seines Lebens. Also hat sich nicht irgendein Wesen plötzlich in ein Huhn verwandelt. Aber: Irgendein Wesen kann irgendwann ein Ei gelegt haben, in dem das genetische Material eines Huhns

Maja Strasser, Ärztin und Agnostikerin aus Solothurn Die Frage ist ein witziges Gedankenspiel – aber eigentlich hinfällig: Das Huhn hat sich in unzähligen Zwischenstufen aus dem Schlammspringer über den Archäopteryx (vor 150 Mio. Jahren) entwickelt. Somit gibt es kein «erstes Huhn». Sondern der Mensch hat von einer gewissen Entwicklungsstufe an diese Tierart als Huhn bezeichnet. Demnach gibt es auch kein «erstes Hühnerei». Die heu-

Nicht nur Eier, sondern auch Hasen werden als Fruchtbarkeitssymbole benutzt. Schon bei den alten Griechen galt der Hase als Zeichen für Erneuerung. Der TV-Sender N-TV schreibt: Zum ersten Mal schriftlich erwähnt wird der Osterhase 1682 vom Medizinprofessor Georg Franck von Frankenau in seiner medizinischen Abhandlung «Von Oster-Eyern», in der er vor zu üppigem Eierverzehr warnt. Davor brachten die Eier je nach Region andere Tiere, wie der Fuchs, der Kuckuck oder der Storch oder auch die Kirchturmglocken. Der Hase als Ostereierlieferant konnte sich allerdings erst in den letzten Jahrzehnten durchsetzen.


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Reinigen Sie vor dem Färben die Eier gründlich mit Essigwasser. Dadurch nehmen sie die Farbe besser an.

Sein niedliches Aussehen wurde in Schokoladen- und Spielzeugform gebracht, und damit wurde er mehr und mehr zum fleissigen, schnellen und quasi unsichtbaren Eierbringer. Es lässt sich vermuten, dass im Fall von Osterei und Osterhase zwei verschiedene Konzepte zusammenkamen, die ursprünglich nichts miteinander zu tun hatten.

Drei Ausflugstipps Bubikon: Hasenmuseum mit über 5500 Karnickeln Im August 1991 wurde das erste und einzige Hasenmuseum der Schweiz eröffnet. Es soll sogar das einzige in Europa sein. Das Museum, welches jedes Jahr umfangreicher wird, besteht ausschliesslich aus einer privaten Sammlung. Es finden sich Gegenstände in Hasenform oder mit Hasenmotiven versehen.

Öffnungszeiten: Jeweils am letzten Sonntag im Monat sowie am Ostermontag zwischen 13 und 18 Uhr und am letzten Mittwoch zwischen 14 und 17 Uhr. Im Dezember bleibt das Museum geschlossen. Dorfstrasse 20, 8606 Bubikon. www.hasenmuseum.ch Osterbrunnen in Bischofszell In der Stadt und der Landschaft Bischofszell sind in der Zeit vom 12. bis 27. April sechzehn geschmückte Osterbrunnen zu bestaunen. Der Anlass findet jährlich statt und zieht immer viele Leute an. Mehr Informationen finden Sie unter www.bischofszell.ch. Eierlese in Bottmingen Bottmingen feiert das neue Erwachen und Gedeihen allen Lebens mit dem so-

genannten Eierlauf oder der Eierlese. Dieser Brauch ist vor allem in den Kantonen Baselland und Aargau bekannt und breitet sich von da über grosse Teile der westlichen Schweiz bis in den Kanton Neuenburg, die Waadt, nach Nordfreiburg und ins Berner Oberland aus. Grundsätzlich handelt es sich bei diesem Spiel um einen Wettlauf zwischen verschiedenen Parteien, in dessen Mittelpunkt das Ei steht. Die Spielregeln sind jedoch von Ort zu Ort verschieden und meist mit alter Tradition verbunden. In Bottmingen findet die Eierlese immer am Sonntag nach Ostern statt. In diesem Jahr also am 27. April ab 14 Uhr auf der Therwilerstrasse. Text: Silvia Stähli-Schönthaler Fotos: Flavia Trachsel, zVg.

So färben Sie Eier auf natürlichem Weg Wer seine Ostereier färben möchte, findet in der Natur die schönsten Farben. Andreas Toggweiler, Drogist in der Bahnhof-Drogerie Gais: «Die Eier sollten vor dem Färben gründlich mit Essigwasser gereinigt werden.» Dadurch nehmen sie die Farbe besser an. Zudem rät der Drogist, die Eier nach dem Färben mit einem Tropfen Speiseöl abzureiben, da diese dadurch einen schönen Glanz erhalten. Wer Muster auf dem Ei erzeugen möchte, kann dies mit dem Auftragen von Zitronensaftkonzentrat erreichen. Denn das Ei nimmt an dieser Stelle keine Farbe mehr an. Folgende Naturfarben tauchen die Eier in ein farbenfrohes Kleid: Cochenille (Schildläuse) = VIOLETT

Nussschalen = DUNKELBRAUN

Blauholz = INTENSIV DUNKELBLAU

Sandelholz = ORANGE

Gelbholz oder Safran = GELB

Curcuma = GOLDGELB

Efeublätter = GRÜN

Zwiebelschale = ROTBRAUN

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Guter Rat rund um die Uhr Sie haben eine Frage rund um Gesundheit, Selbstmedikation und Prävention? Die qualifizierten Expertinnen und Experten von vitagate.ch beantworten Ihre Fragen persönlich, prompt und kostenlos. Im Drogistenstern veröffentlichen wir eine Auswahl der aktuellen Fragen und Antworten. Ich bin 61 Jahre alt und leide seit vielen Jahren unter trockener Nasenschleimhaut. Seit circa einem Jahr sind auch die Scheidenschleimhaut und die Augen von Trockenheit betroffen. Helfen hier Leinölkapseln? Meine Ernährung ist relativ fettarm, weil ich eine ganz schlechte Fettverdauung habe.

Ich habe seit einem Jahr ein «Burnout». Nun habe ich bemerkt, dass ich keine Periode mehr habe und meine Haut zusehends erschlafft. Ich nehme OmegaFettsäuren und Sojadragées. Was kann ich sonst noch tun?

Mein Sohn ist 22 Monate alt und hat einen Ferritinwert von 17,1. Ich gebe ihm ein Eisenpräparat für Kinder sowie das Schüssler-Salz Nr. 3. Er isst genügend Fleisch und Gemüse; unterstützend gebe ich ihm auch regelmässig Orangensaft. Was kann ich sonst noch tun?

Denise Egli, Drogistin EFZ und Vitalstofftherapeutin

Wolfgang Kallabis, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe

Maja Steingruber, Drogistin HF

Denise Egli: Leinöl eignet sich sehr gut für die Haut-, Schleimhaut- und Augenpflege von innen. Am besten kombinieren Sie Leinöl-Kapseln mit Vitamin E. Vitamin E hält die Haut geschmeidig und schützt die langen Leinöl-Fettsäureketten vor Oxidation – also vor der Problematik der freien Radikale. Für die tägliche kalte Küche wie Salat empfehle ich Ihnen ein gutes, kalt gepresstes Rapsöl. Es enthält, wie das Leinöl auch, die lebensnotwenigen Fettsäuren Omega-3 und Omega-6. Zur Verbesserung der Fettverdauung rate ich Ihnen zusätzlich zu einem Leber-Galle-Mittel. Wenn Sie Ihre Leber unterstützen, läuft die Fettverdauung besser und alle wichtigen Fettsäuren können optimal aufgenommen werden.

Wolfgang Kallabis: In den Wechseljahren sinken die weiblichen Hormone, die Östrogene, ab. Hierbei können Beschwerden wie Hitzewallungen, Erschöpfung, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und später auch degenerative Veränderungen an Organsystemen wie schlaffe Haut, Knochenschwund und Trockenheit der Schleimhäute auftreten. Das «Burnout» im Sinne einer emotionalen Erschöpfung und reduzierten Leistungsfähigkeit könnte auch hier eine Ursache haben. Neben einer Hormonersatztherapie können auch pflanzliche Heilmittel wie Traubensilberkerze, Sojabohne, Yams, Rotklee oder Johanniskraut gegen Wechseljahrbeschwerden eine Hilfe sein. Die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren und Sojadragées auf die Haut ist allerdings sehr begrenzt. Bei der Hormonersatztherapie hingegen ist eine positive Wirkung auf die Haut nachgewiesen. So nimmt deren Kollagengehalt zu, und die Haut wird dicker und enthält mehr Feuchtigkeit.

Maja Steingruber: Der Ferritinwert Ihres Kindes liegt an der unteren Grenze des Normalwertes. Sie haben gute Produkte gewählt. Sie könnten, um die Eisenaufnahme anzukurbeln, zusätzlich Urtica (Urtinktur aus Brennnesseln) einsetzen. Dadurch wird die Aufnahme des Schüssler-Salzes positiv beeinflusst. Dosierung: Dreimal pro Tag 1 Tropfen auf ein halbes Glas Wasser geben; dies während sechs bis acht Wochen. Es kann eine Weile dauern, bis sich der Eisenwert Ihres Kindes normalisiert, das heisst, drei bis fünf Monate müssten Sie sich schon gedulden.

Noch Fragen? Stellen Sie unseren Experten Ihre Fragen. Unsere Fachpersonen finden Sie unter www.vitagate.ch/ de/expertenrat/uebersicht, oder fotografieren Sie mit ihrem Smartphone den QR-Code. Ihre Fragen werden anonymisiert veröffentlicht. Der Service ist kostenlos.

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Nach dem Shampoonieren sollten Sie die Haare gründlich waschen. Ansonsten können sich Schuppen bilden.

Auf Wolke 7 mit dem richtigen Shampoo Die Kosmetikindustrie macht es uns nicht leicht: Shampoos gibt es in allen Farben und gegen jedes erdenkliche Haarproblem. Drogistin Christine Mani erklärt, worauf Sie bei der Wahl Ihres Produktes achten sollten. Schon alles ausprobiert. Nichts hat geholfen. Statt einer glänzenden, gesunden Haarpracht wächst da oben Stroh. Die Kopfhaut beisst, und die Schuppen werde ich auch nicht los. Obwohl die Auswahl an Haarprodukten heute derart riesig ist, greifen Mann und Frau immer wieder zu den falschen Produkten. Christine Mani, dipl. Drogistin von der Dropa Drogerie in Lyss, weiss was zu wirklich schönem Haar führt und welches Shampoo am meisten pflegt.

Wie finde ich das richtige Shampoo? Christine Mani: Es ist wichtig, ein Shampoo zu wählen, das genauestens auf die Bedürfnisse der Haare abgestimmt ist. Am besten lässt man den eigenen Haartyp von seinem Friseur oder seiner Friseurin bestimmen. Bei der Wahl des Shampoos ist es zentral, ob man eher trockene, fettige oder sogar schuppende Haare und Kopfhaut hat. Ebenfalls ein wichtiger Faktor ist die Häufigkeit des Haarewaschens. Denn wer seine Haare täglich wäscht, sollte unbedingt zu einem

milden Produkt greifen, das die Kopfhaut nicht austrocknet. Wichtig ist bei jedem Shampoo, dass das Produkt nach dem Shampoonieren wieder gut ausgespült wird. Es sollten keinerlei Shampoo-Rückstände im Haar zurückbleiben, ansonsten können sich Schuppen bilden. Viele Shampoos enthalten Silikon. Dadurch lässt sich das Haar leichter kämmen und glänzt mehr. Warum ist es besser, auf silikonhaltige Shampoos zu verzichten?


Silikon beschwert das Haar und bildet eine Art Schicht um das Haar. Das Haar kann dadurch weniger gut atmen. Zudem kann das Haar beim Kolorieren die Farbe schlechter annehmen. Mit welchem Shampoo behalten kolorierte Haare am längsten ihre Farbe? Um das kolorierte Haar besonders gut zu schützen, empfehle ich eine spezielle Haarpflegelinie auf der Basis von Avocadoöl. Die ungesättigten Fettsäuren aus naturreinem, kalt gepresstem Avocadoöl stärken den natürlichen Eigenschutz des Haares. Von bestimmten Herstellern gibt es zudem spezielle Shampoos, die auf den Haarton abgestimmt sind – beispielsweise für blondes oder braunes Haar. Diese verleihen dem kolorierten Haar einen besonders schönen Glanz. Für alle Haarfarben geeignet ist ein Shampoo mit Extrakten aus dem Granatapfel. Granatapfelextrakte sind reich an Tanninen, die die Farbe an das Keratin binden und dem Haar dadurch seinen Glanz erhalten. Zudem sorgt der hohe Gehalt an antioxidativen Polyphenolen ebenfalls für den Erhalt des natürlichen Glanzes. Was soll ich tun, wenn die Kopfhaut juckt, schuppt oder sich entzündet? Dann ist es besonders wichtig, ein mildes Shampoo speziell für empfindliche Kopfhaut zu benützen. Am besten eignen sich natürliche Produkte, beispielsweise mit Herzsamen-Extrakt, welche der juckenden und irritierten Kopfhaut helfen, wieder die natürliche Balance zu finden. Am besten lassen Sie sich in Ihrer Drogerie beraten. Denn wir mischen beispielsweise individuell auf die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden abgestimmte Shampoos. Diese enthalten ätherische Öle aus der Aromatheke. Handelt es sich um trockene Schuppen, gibt es eine spezielle Schuppenlotion mit Extrakten aus Huflattich, Schwefel und Klettenwurzel, welche man über Nacht einwirken lassen kann. Bei fettigen Schuppen hingegen eignet sich eine Packung aus Tonerde, Salbei und Meerestang hervorragend und wirkt wie ein Löschpapier. Auf welchen Wirkmechanismen beruhen Shampoos gegen Schuppen oder gegen Haarausfall? Shampoos, welche gegen Schuppen wirken, vermögen über gewisse Inhaltsstof-

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fe die Schuppen von der Kopfhaut und vom Haar zu lösen. So können sie anschliessend problemlos ausgespült werden. Im Fall von Schuppen ist es ideal, wenn zusätzlich zum Shampoo eine Haarpackung oder eine spezielle Lotion zum Einsatz kommt. Produkte gegen Haarausfall aktivieren die Durchblutung der Kopfhaut. Beispielsweise über Koffein oder mithilfe von ätherischen Ölen, welche das Haar besser mit Nährstoffen versorgen. Inwiefern unterscheiden sich ÖkoShampoos von konventionellen Shampoos? Bei ökologischen Shampoos sind sämtliche Inhaltsstoffe besonders mild zum Haar, zur Kopfhaut und gleichzeitig auch zur Umwelt. Ihre Inhaltsstoffe sind fast vollständig biologisch abbaubar und leisten damit einen grossen Beitrag zum Schutz unseres Trinkwassers. Dazu kommt, dass viele dieser Produkte direkt bei uns in der Drogerie wieder aufgefüllt werden können. Dies vermindert Abfallberge und schont erst noch das Portemonnaie. Welches ist Ihr persönlicher Geheimtipp für schöne Haare? Ob Mann oder Frau, alle sollten regelmässig eine Pflegespülung benützen und zusätzlich ab und zu eine Haarpackung auftragen. Dies sollte in der kalten Jahreszeit öfters geschehen als im Sommer. Denn die trockene Heizungsluft im Winter, das Tragen von dicken Wollschals und Rollkragenpullovern setzt den Haaren zu. Meines Erachtens ist es zudem sinnvoll, das Haar zusätzlich von innen heraus zu stärken. Und zwar über die Einnahme von speziellen Produkten wie Hirseextrakt und Weizenkeimöl. Text: Ann Schärer / Foto: Flavia Trachsel

Mehr Wissen: vitagate.ch: Alle Tipps und Tricks für die haarigen Seiten des Lebens. Scannen Sie den Code mit einem QR-Reader.

Chronisch müde? www.bio-strath.ch

Alkoholgehalt: 32 % vol.

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Göttliches Kraut Sie heilte schon die Wunden der Götter. Heute hilft sie vor allem bei Verdauungs- und Menstruationsbeschwerden: die Schafgarbe. April, April, der macht, was er will: Mal regnets, mal schneits und selten scheint die Sonne. Genau das mag die Schafgarbe nicht. Deshalb blüht sie im Juni bis Oktober. Dann aber leuchtet sie wie weisser Blütenschnee an Wegrändern und inmitten von Weiden. Die Schafgarbe hatte bereits im Altertum einen guten Ruf. Schon der griechischen Heros Achilles heilte seine Wunden damit. Deshalb trägt die Pflanze auch den lateinischen Namen Achillea millefolium. «Millefolium» beschreibt die fein zerteilten Fiederblättchen der Pflanze (mille = tausend, folium = Blatt). Schafe sollen das Kraut vermehrt bei Krankheit fressen, wodurch der gebräuchlichste Begriff «Schafgarbe» entstanden ist. «Garbe» hingegen heisst «die Heilende».

Periodenstörungen und reguliert den Menstruationszyklus. Einzeln oder kombiniert mit anderen Heilpflanzen kann sie so wertvolle Dienste leisten. Für die Arzneien verwendet man das ganze Kraut oder nur die Blüten. Der Schafgarbentee ist für die innere Anwendung der Klassiker schlechthin. Allerdings drängen sich auch Urtinkturen oder spagyrische Essenzen immer mehr in den Vordergrund. Für die äusserliche Anwendung empfehlen sich Aufgüsse, Wickel oder auch Bäder mit Schafgarbe.

Stark bei Verdauungsbeschwerden Bekannt ist die Schafgarbe vor allem für ihre bittere Eigenschaft. Vor dem Essen eingesetzt, verhilft sie zu mehr Appetit. Nimmt man sie jedoch nach der Mahlzeit ein, bewahrt sie einen vor krampfartigen Verdauungsbeschwerden. Achillea millefolium kann zudem bei Frauenbeschwerden aller Art angewendet werden. Ein altes Sprichwort besagt: «Schafgarbe im Leib, tut wohl jedem Weib.» Sie löst beispielsweise krampfartige

Steckbrief Schafgarbe Name deutsch:

Schafgarbe

Name lateinisch: Achillea millefolium Wächst in:

Ganz Europa bis 2500 Meter über Meer

Wirkt:

Cholagog (gallentreibend), antibakteriell, adstringierend (zusammenziehend), spasmolytisch (krampflösend), karminativ (blähungswidrig), appetitanregend, blutstillend, menstruationsregulierend

Hilft bei:

Leichten krampfartigen Magen-Darm-Galle-Störungen, Appetitlosigkeit, verminderter Gallensekretion, schlecht heilenden Wunden, Menstruationsbeschwerden

Die Menge macht das Gift Achtung: Bei sensiblen Personen oder Personen mit Überempfindlichkeit gegen Korbblüten können juckende und entzündliche Hautveränderungen mit Bläschenbildung auftreten. Sie sollten die Schafgarbe besser nicht anwenden. Für die Allgemeinheit gilt: Die Menge macht das Gift. Überdosierungen mit Schafgarbe können zu Schwindel und Kopfweh führen. Setzt man sie jedoch gezielt und nach Empfehlung ein, hat man für eine Menge von Beschwerden das passende Mittel parat. Text: Nicole Blatter Illustration: zVg.


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Kein fauler Zauber: Das hilft gegen Mundgeruch Werden Ihnen immer wieder Kaugummis oder Pfefferminzbonbons angeboten? Vielleicht haben Sie ja Mundgeruch. Halb so wild: Die Drogerie bietet eine breite Palette an Sofortmassnahmen. Jede vierte Person in der Schweiz leidet unter Mundgeruch. Entgegen der verbreiteten Meinung sind die Ursachen für Mundgeruch nur selten in Magen oder Darm zu finden: Mundgeruch entsteht zu 90 Prozent im Mund. Die Zunge und schwer erreichbare Stellen können grosse Mengen an Bakterien beherbergen. Zersetzen diese Mikroorganismen bestimmte Proteine aus der Nahrung, können flüchtige Schwefelverbindungen entstehen, die für uns unangenehm faulig riechen. Wenn solche Bakterien sich zu sehr vermehren und somit die Mundflora dominieren, kann chronischer Mundgeruch entstehen. Weiter können lokale Entzündungen (u. a. am Zahnfleisch und Zahnhalteapparat) oder Karies den unliebsamen Geruch verursachen. Weniger häufig wird

Mundgeruch von Entzündungen der Mandeln oder der Nasennebenhöhlen hervorgerufen. Zahlreiche weitere Faktoren begünstigen Mundgeruch ebenfalls. Dazu gehören Stress, Rauchen, einseitige Ernährung, Alkohol- und Kaffeekonsum, Krankheiten (z. B. Diabetes), Schwangerschaft oder gewisse Medikamente (u. a. Eisenersatzpräparate, blutdrucksenkende Mittel und gewisse Psychopharmaka).

Zahnbürste Das Zähneputzen befreit den Mund sowohl mechanisch (Putzbewegungen) als auch chemisch (Wirkstoffe in der Zahnpasta) von Nahrungsresten und Mikroorganismen, die Mundgeruch auslösen können. Die Zähne sollten mindestens

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zweimal täglich geputzt werden, und auch der Zahnersatz darf nicht vergessen werden: Auch dieser kann von Keimen besiedelt werden und benötigt deshalb eine entsprechende Reinigung.

Mundspülung Gegen Mundgeruch hilft auch eine Mundspülung mit Chlorhexidin oder Fluorid. Die enthaltenen Wirkstoffe können in dieser Darreichungsform Stellen in der Mundhöhle erreichen, an die die Zahnbürste oder Interdentalbürsten/Zahnseide nicht herankommen. Fachpersonen raten allerdings von einer Daueranwendung ab, da solche Mundspülungen die Mundflora aus dem Gleichgewicht bringen können.

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Zahnseide

Chlorophyll

Schwarztee

In Zahnzwischenräumen oder 3 Zahnlücken können Nahrungsreste hängen bleiben. Durch den Gebrauch von Zahnseide oder einer Interdentalbürste werden diese entfernt und die Auslöser des Mundgeruchs in Schach gehalten. Empfohlen wird eine abendliche Anwendung nach dem Zähneputzen.

Das Blattgrün neutralisiert faulig 6 riechende Schwefelverbindungen in Körper und Mundhöhle. Die Einnahme von Chlorophylltabletten ist praktisch nach dem Genuss von Knoblauch, Zwiebeln oder ähnlich stark riechenden Speisen sowie alkoholischen Getränken. Zudem ist Chlorophyll unter anderem in Petersilie, Basilikum oder Thymian enthalten – um eine spürbare Wirkung zu erzielen, soll jede Mahlzeit mit einem dieser Kräuter versehen werden.

Schwarztee wirkt entzündungshemmend und enthält zudem Polyphenole, die die Entstehung insbesondere von Plaque verursachenden Bakterien hemmen können. Durch die Polyphenole können auch die übel riechenden Schwefelverbindungen vermindert werden.

Zungenreiniger Etwa 60 Prozent der Mikroorga4 nismen im Mund befinden sich auf der Zunge. Zungenreiniger befreien die Zungenoberfläche mechanisch vom bakteriellen Belag, welcher für Mundgeruch verantwortlich ist. Anwendung: Zungenreiniger nach dem Zähneputzen von hinten nach vorn über die Zunge ziehen und drei- bis viermal wiederholen. Angenehmer Nebeneffekt: Das Geschmacksempfinden wird erhöht.

Dentalhygiene Fachpersonen für die Dentalhygiene behandeln die Zähne vorbeugend, zum Beispiel durch das Entfernen von Plaque. Bereits dies kann Mundgeruch stoppen. Eine zahnärztliche Behandlung ist bei Karies, Zahnfleisch-, Zahnbett- oder anderen Entzündungen in der Mundhöhle angezeigt: Die Heilung dieser Krankheiten kann ebenso den fauligen Geruch vertreiben.

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Heilpflanzen Salbei, Thymian oder Pfefferminze wirken antibakteriell und können als spagyrische Essenzen bei Mundgeruch helfen. Sie verhindern die Vermehrung von Keimen und somit die Entstehung von fauligen Schwefelverbindungen.

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Kaugummi Wenn nichts anderes zur Hand ist: 8 Kaugummis, Mentholpastillen oder aromatisierte Mundwässer überdecken kurzfristig den Mundgeruch, aber bekämpfen die Ursachen häufig nicht. Bei Kaugummis oder Pastillen sollte man darauf achten, dass sie Zuckeraustauschstoffe wie Xylit enthalten. Zuckeraustauschstoffe machen das Produkt zwar süss, verursachen aber keine Karies. Achtung: Zuckeraustauschstoffe können bei übermässigem Konsum abführend wirken.

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Wasser Sobald die Speichelproduktion vermindert und die Flüssigkeitszufuhr spärlich ist, können die Schwefelverbindungen nicht mehr ausreichend weggespült werden. Um Mundgeruch vorzubeugen, sollte deshalb auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Übrigens: Da während des Schlafs weniger Speichel produziert wird, ist morgendlicher Mundgeruch normal.

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Text: Carmen Hunkeler Fotos: Flavia Trachsel, fotolia.com

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Der kleine Pirat Timo (5) ist weitsichtig und schielt mit einem Auge. Deshalb trägt er täglich für ein paar Stunden eine Augenklappe. Doch wie merken Eltern, dass ihr Kind schlecht sieht? Als dreijähriger Knirps liebte Timo Wimmelbücher. Ausdauernd fahndete er nach den gesuchten Gegenständen im Bild. Nur: Irgendwann fiel seinen Eltern Mauro Battistel und Franziska Senn Battistel auf, dass sein rechtes Auge dabei immer ein wenig nach aussen driftete und ihr Sohn seinen Kopf leicht wegdrehte, um mit dem anderen Auge zu schauen. Der Kinderarzt wies sie an die

Orthoptik des Inselspitals Bern, eine Spezialabteilung der Universitätsklinik für Augenheilkunde. Diese befasst sich speziell mit Kinderaugen und deren Problemen. Die Tests bei der Orthopotistin zeigten: Timo sieht tatsächlich schlecht. Er ist weitsichtig, und er schielt mit dem rechten Auge, sodass er Gegenstände ausschliesslich mit dem stärkeren linken Auge fixieren kann.

Trotz Augenklappe blitzschnell unterwegs Das war vor zwei Jahren. Heute ist Timo täglich für vier Stunden der Pirat im Quartier. Denn in dieser Zeit muss er eine Augenklappe tragen, welche das stärkere Auge abdeckt, damit das schwächere auch mal zum Zug kommt. Kein einziges Nachbarskind findet Timos Augenklappe seltsam. Sie spielen einfach


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gemeinsam «Piraterlis». Und Timos Eltern staunen jedes Mal wieder: Einäugig flitzt er genauso schnell auf seinem Trottinett durch die Spielstrasse wie alle anderen Kinder auch. Diese Therapie, so die Orthoptistin, hilft, dass jener Teil des Gehirns, der für das Sehen zuständig ist, sich normal entwickelt. «So kann eine schwere, nicht reparierbare Sehschwäche verhindert werden», sagt Vater Mauro Battistel. Wie die meisten schielenden Kinder trägt Timo eine Brille.

Rechtzeitig einen Augenarzt aufsuchen

Timos Augenklappe ist für seinen Bruder Florin (3) kein Grund, nicht mit ihm zu spielen.

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Märchenbücher anschauen geht auch mit einem Auge: Timo (5) lässt sich den Spass nicht verderben.

Seine Eltern haben sich richtig verhalten, als sie schon früh einen Augenarzt aufsuchten. «Für Eltern ist es sehr schwierig, die Sehschärfe ihrer Kinder richtig einzuschätzen», weiss Mathias Abegg, Leiter Orthoptik der Universitätsklinik für Augenheilkunde am Inselspital Bern. «Meistens fällt ihnen nur dann etwas Ungewöhnliches auf, wenn die Sehschärfe beidseitig stark vermindert ist. Denn eine einseitig verminderte Sehschärfe kann ohne Symptome sein.» Bei Verdacht auf Schielen oder verminderte Sehschärfe rät der Experte, sich an den Kinderarzt zu wenden. Dieser kann bereits einzelne Untersuchungen durchführen und die Kinder bei Bedarf an einen geeigneten Augenarzt weiterweisen. Auch eine Leukokorie (die Pupille ist

weiss statt wie normal schwarz), Doppelbilder oder eine vermutete schlechte Sehschärfe sind häufige Gründe, warum Eltern sich bei Abegg melden. Beim Sehtest in der Augenarztpraxis werden dann je nach Alter unterschiedliche Methoden angewandt: Bei Babys beispielsweise prüfen sie die «Fixation» mittels eines Objekts. Hier versuchen Abegg und sein Team, das Kind dazu zu bringen, dass es seinen Blick wendet. Ab ungefähr zwei Jahren können die Spezialisten Symbole zeigen und diese spielerisch abfragen. Die Form und die Grösse der Symbole sind normiert. Sie können dann in eine Sehschärfe umgerechnet werden. Als die Orthoptistin Timos Auge ausmass, hielt dieser dank etwas Überredungskunst brav still. «Sogar die leicht brennenden Tropfen, die zum Vergrössern der Pupillen notwendig waren, akzeptierte Timo tapfer», erinnert sich der Vater. Damit sein Sohn auch bei den nächsten Untersuchungen so gut kooperieren würde, liess sich Mauro Battistel etwas einfallen: Er und seine Frau richteten die Termine immer so ein, dass sie nach der Behandlung zu Hause kochen konnten. Und zwar Timos Lieblingsessen: Pommes frites und Fischstäbchen.

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Sehschärfe lässt sich kaum beeinflussen

Timo tollt gerne herum. Brille hin oder her.

In der Schweiz braucht schätzungsweise jedes dritte Kind eine Brille. Etwa fünf Prozent aller Kinder und Jugendlichen haben eine nicht korrigierbare Sehschwäche. «Die exakten Zahlen kenne ich nicht», präzisiert Augenarzt Abegg. Denn solche wurden für die Schweiz nicht erhoben. Die Entwicklung der Brillenwerte kann man kaum beeinflussen. Auch die Mechanismen sind noch nicht ganz klar. Tatsache ist aber: «Nicht nur genetische Faktoren fördern die Entwicklung einer Kurzsichtigkeit, sondern auch eine hohe Bildung.» Computer und Fernsehen haben laut dem Spezialisten aber keinen Einfluss.

Eine Brille – für immer? Die Brillen sind Timos ganzer Stolz Benötigt das Kind eine Brille, sind auch die Eltern gefordert: Sie brauchen Geduld, bis der Spross die Brille von sich aus trägt – anstatt sie ständig durch die Gegend zu schleudern. Bei Timo war das zum Glück nie ein Thema: «Er freut sich jedes Mal, wenn er eine neue Brille aussuchen darf», so Battistel. Denn zweimal jährlich braucht der Junge ein neues Modell, weil sich seine Augen so rasch verändern. Glücklich wählt Timo also mal ein rotes Brillengestell aus,

mal ein blaues, mal eins mit Herzchen. Woher diese Freude an Brillen? «Vielleicht, weil auch ich ständig eine Brille trage und meine Frau zum Autofahren ebenfalls», vermutet sein Vater. Ausserdem hat Timo rasch gemerkt, dass er mit Brille besser sieht. Was aber macht eine gute Brille ausser ihren Gläsern aus? Augenarzt Mathias Abegg: «Wichtig ist, dass eine Brille gut auf der Nase sitzt und hinter den Ohren sicher hält – ohne zu drücken.» Bei Kindern zählt zudem, dass das Material stabil und formbar ist. Denn oft muss es eine ganze Menge aushalten.

Hilfe gegen trockene Augen Bei Kurzsichtigkeit und Schielen hilft nur ein Besuch beim Augenarzt. Wer aber ein Trockenheits- und Fremdkörpergefühl in den Augen hat oder unter gereizten, roten Augen leidet, findet in Drogerien eine ganze Palette an Hilfsmitteln – auch für Kinder.

_ Tropfen: «Besonders Tropfen mit Dexpanthenol und Hyaluronsäure oder homöopathische Tropfen, unter anderem mit Euphrasia (Augentrost) oder Belladonna (Tollkirsche), befeuchten die Augen», sagt Sandra De Stefano, Drogistin HF und ehemalige Geschäftsführerin der Drogaria Mosca in Scuol. Tun sich Kinder schwer damit, funktionieren Befeuchtungssprays meistens ganz gut. Denn diese können sogar über geschlossene Augen gesprüht werden.

_ Gels und Salben: Zur Befeuchtung der Augen können auch Gels, häufig mit

dem Wirkstoff Carbomer, oder Salben, zum Beispiel mit Euphrasia, angewendet werden. Euphrasia ist der typische pflanzliche Wirkstoff zur Linderung von leicht gereizten, geröteten oder trockenen Augen.

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Kapseln: Innerlich helfen Leinölkapseln oder Schüssler-Salz-Tabletten Nr. 8 (Natrium chloratum). Für Kinder, die noch keine Kapseln schlucken können, rät Drogistin De Stefano, diese einfach aufzustechen oder aufzubrechen und unter das Essen zu mischen. Werden die Symptome nach ein bis zwei Tagen nicht besser, empfiehlt die Drogistin einen Besuch beim Kinderarzt oder Augenarzt.

Bis Timo 21 ist, muss er seine Brille tragen – vielleicht auch für immer. Dann nämlich sind seine Augen ausgewachsen. Dank der Korrektur hat er aber keine gesundheitlichen Folgen zu befürchten. Unter Umständen kann er eines Tages auch Kontaktlinsen tragen. Das empfehlen die Augenärzte jedoch frühestens ab der Pubertät. Es gibt aber Ausnahmen: «Bei Kindern, die keine eigene Linse haben, sind Kontaktlinsen bereits nach der Geburt möglich», erklärt Augenarzt Abegg. Bei Kindern unter 14 Jahren rät er nur dann zu Kontaktlinsen, wenn ein spezieller Grund vorliegt. Beispielsweise eine Asymmetrie der Augenlänge, Narben auf der Hornhaut oder eine unregelmässige Hornhautverkrümmung. Wer Kontaktlinsen trägt, egal ob Kinder oder Erwachsene, sollte die Hinweise der Optiker beachten: «Bakterielle Infektionen durch nicht sachgemässe Handhabung der Kontaktlinsen sind eine der ganz häufigen Ursachen für Augenschäden», warnt Mathias Abegg. Andere Risiken für Kinderaugen – auch ohne Kontaktlinsen – sind Feuerwerk, Hämmer, Motorsensen, Unihockey, Squash und ähnliche Sportarten. «Hier empfehlen wir dringend, eine Schutzbrille zu tragen.» Pirat Timo genügen vorderhand Fahrrad und Trottinett als Abenteuerspielzeug. Also nichts wie Augenklappe aufsetzen und lossausen! Text: Claudia Weiss / Fotos: Corinne Futterlieb


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Faszination Lunge Unser Körper braucht Sauerstoff. Die Lunge sorgt dafür, dass genug davon in unserem Blutkreislauf zirkuliert. Kommen Sie mit auf eine spannende Reise mit dem Blut durch unsere beiden Lungenflügel. Was passiert in unserer Lunge? Die Lunge, ein paariges Organ, liegt im Brustraum und ist für den Gasaustausch zwischen der Luft in unserer Atmosphäre und dem Blut zuständig. Bei der Atmung wird Sauerstoff aus der Luft über die Lunge in das Blut aufgenommen und Kohlendioxid vom Blut über die Lunge an die Luft abgegeben. Jeder Lungenflügel ist umgeben vom sogenannten Pleurasack. Dieser ermöglicht, dass sich die Lunge reibungslos im Brustraum bewegen kann. Zwischen den beiden Pleurasäcken mit den Lungenflügeln befindet sich der in der Mitte der Brusthöhle gelegene Mittelfellraum. In ihm befinden sich mehrere wichtige Organe: Herz, Speiseröhre, grössere Gefässe und Nerven und die Luftröhre. Die grossen Bronchien verästeln sich in kleinere Luftwege, die sogenannten Bronchiolen, die sich wiederum in die Lungenbläschen verzweigen.

Bis zu 15 Atemzüge pro Minute Die Atmung besteht aus dem Ein- und Ausatmen von Luft in und aus der Lunge mittels Kontraktion und Entspannung des Zwerchfelles, der Brustwand und der Bauchdecke. Das Ausatmen von Luft aus der Lunge ist eine überwiegend passive Reaktion auf die Spannung, die sich beim Einatmen in der Lunge und im Brustraum gebildet hat. Im Ruhezustand (und auf Meeresspiegelhöhe) atmet der Mensch durchschnittlich 10- bis 15-mal pro Minute. Stress, Sport und andere körperliche Aktivitäten erhöhen den Sauerstoffbedarf des Körpers, und die Atmung wird tiefer und schneller.

Was tut der Lunge gut? Hanspeter Michel, dipl. Drogist HF und Inhaber der Michel Drogerie im appenzellischen Teufen, hat für Sie die besten Tipps zusammengestellt: Eigene Atemtechnik beobachten, Übungen wie regelmässiges tiefes Einatmen (Nase) und seufzendes Ausatmen oder Singen (!) beanspruchen die gesamte an der Atmung beteiligte Muskulatur. Eine aufrechte Haltung unterstützt eine gesunde Atmung. Unerwünschte Eindringlinge in der Lunge (Staub, allergene Eiweisse, Krankheitserreger) versucht der Körper primär mittels Husten loszuwerden. Bei fortgesetztem Kontakt (Allergene) können sich die Bronchien verengen und so zu Atemnot führen.

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Wenn der Husten plagt Einen trockenen Reizhusten behandelt man am besten mit pflanzlichen Hustenstillern wie Sonnentau (homöopathisch, spagyrisch oder phytotherapeutisch) oder schleimhaltigen Arzneipflanzen wie Spitzwegerich, Malve oder Eibisch (in Bronchialtees oder verschiedenen Sirupen). Meist geht dieser erkältungsbedingte (Reiz-)Husten nach einigen Tagen in einen produktiven Husten mit starker Sekretbildung über. Hier helfen Efeu, Thymian oder Huflattich und verflüssigen diesen zähen, festsitzenden Schleim. Leinsamenmehl- oder Kartoffelwickel fördern ebenfalls den Auswurf. Ein Erkältungsbad lindert einerseits Gliederschmerzen und kann durch die eingeatmeten Dämpfe gleichzeitig lästiges Bronchialsekret lösen.

muskulatur gelähmt wird. Doch Snite hatte Riesenglück. Im Krankenhaus stand zufällig die einzige Beatmungsmaschine des Landes, ein zwei Meter langes, 600 Kilogramm schweres Metallmonstrum, eiserne Lunge genannt. Der Apparat, der Frederick Snite vor dem qualvollen Tod durch Ersticken bewahrte, wurde zu seinem Gefängnis, einem stählernen Sarg, den er nicht mehr verlassen konnte. Ein 18-jähriges Martyrium begann. Die enge Stahlröhre regulierte seine Atmung nach einem simplen Prinzip: Eine Halsmanschette schloss den Kopf luftdicht vom Rest des Körpers ab. Im Inneren der Röhre wurde regelmässig ein Unterdruck erzeugt. Alle vier Sekunden sogen sich Frederick Snites Lungen durch den Druckwechsel mechanisch mit Luft voll. 21 600-mal am Tag. Sein stählernes Gefängnis konnte er immer nur kurz mit mobilen Beatmungsgeräten verlassen. Doch er versuchte, das Beste aus seinem Schicksal zu machen: In seiner «Lunge» fuhr er zu Footballspielen, er heiratete sogar in ihr und wurde dreifacher Vater. Seine positive Lebenseinstellung machte ihn zum Helden. Als er 1954 starb, «endete der vielleicht berühmteste Kampf, den ein Amerikaner jemals geführt hat, um am Leben zu bleiben», schrieb das Magazin «Time». Text: Ann Schärer Illustration: Christian Kitzmüller

Leben dank der eisernen Lunge In loser Folge stellen wir im Drogistenstern ein wichtiges Organ unseres Körpers vor. Es folgen unter anderem Herz, Gehirn, Niere und Leber.

1936 bekam Frederick Snite eine niederschmetternde Diagnose mitgeteilt: Polio, Kinderlähmung. Eine Krankheit, die tödlich ausgehen kann, wenn nicht nur Gliedmassen, sondern auch die Atem-

Die Oberfläche der Lunge ist so gross wie ein Tennisplatz.


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Vitalstoffpr Im Wachstum, in der Schwangerschaft oder im Alter braucht der Körper mehr Mineralstoffe und Vitamine. Aber greifen Sie nicht einfach wahllos zu Pillen und Pülverchen. Besser ist eine professionelle Beratung. Es gibt Momente, da kommt man einfach nicht richtig auf Touren, die Batterien sind leer, selbst schlafen strengt irgendwie an. Natürlich wissen wir, dass eine richtige Ernährung hilft. Dass wir uns Erholungsphasen und viel Bewegung an der frischen Luft gönnen sollten, ist auch klar. Bloss: Unsere von Hektik und Dauerstress geprägte Lebensweise, aber auch besondere Lebensumstände lassen das nicht so einfach zu. Mit der Folge, dass unsere Energie- und Vitalstoffreserven irgendwann aufgebraucht sind. Bei Magnesium zum Beispiel empfiehlt die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) für einen erwachsenen Mann eine Tagesdosis von 350 mg. Ist der Bedarf aber durch besondere Lebensumstände erhöht, ist es sinnvoll, zu Vitalstoffpräparaten zu greifen. Dies, um so die Batterien wieder aufzuladen. Insbesondere der gesamte Vitamin-B-Komplex, Magnesium (siehe Kasten) und Aminosäuren können dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

Vitalstoffe sind Teamplayer Doch der wahllose Griff zu Vitalstoffpräparaten ist nicht empfehlenswert. Grundsätzlich gilt: «Vitalstoffe sind Teamplayer. Damit sie sich gegenseitig besser unterstützen, ist es sinnvoller, wenn man sie in der richtigen Kombi-

Vor einem hektischen Arbeitsalltag helfen Früchte und Milch, auf Touren zu kommen.


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äparate ja, aber gezielt nation einnimmt», erklärt Denise Egli, Drogistin EFZ und Vitalstoff- und Ernährungsberaterin mit eigener Praxis in Rheineck. Die Expertin rät deshalb zu einem Kombipräparat oder Multivitaminprodukt. «Und ausserdem», so Denise Egli, «können sich Vitalstoffe und gleichzeitig eingenommene Medikamente gegenseitig in ihrer Wirkung behindern.» Wichtig ist deshalb, dass man sich von einer Fachperson individuell beraten lässt, um Art, Zusammensetzung und Menge der richtigen Vitalstoff-Zufuhr herauszufinden. Kandidat Nr. 1

Der gestresste Berufstätige

Kandidat Nr. 3

Der Schüler Gerade in Wachstumsphasen brauchen Kinder noch viel mehr Energie als sonst. Die Mahlzeiten sollten deshalb regelmässig und gut über den Tag verteilt sein und spätestens mit einem nährstoffreichen Znüni beginnen. «Mag ein Kind morgens nichts essen, kann ein Frappé aus Milch und Früchten die Energiespeicher nach dem Schlafen wieder auffüllen», so Ernährungsberaterin Egli. Auch ein Müesli mit Quark und Früchten sei ein ideales Frühstück, da es sowohl Kohlenhydrate als auch Eiweisse enthalte und dem Kind damit die nötige Kraft für den Tag liefere. Oft sind Kinder und besonders Jugendliche aber nur schwer dazu zu bewegen, regelmässig und gut zu essen. V V

Eine Besprechung jagt die andere, die Arbeit ist kaum mehr zu bewältigen, der Termindruck ist gross: Die Arbeitswelt ist insgesamt hektischer geworden und damit auch der Stress. Denise Egli rät in akuten Stressphasen beispielsweise zu einer deiwöchigen Kur, insbesondere um Aminosäuren- und Vitaminspeicher wieder vollzutanken. Auch Phytotherapie oder Schüssler-Salze leisten – mit individueller Fachberatung – massgeschneidert Unterstützung. Wer eine Extraportion Nervenfutter braucht: «Die Vitamine B1, B6 und B12 helfen. Diese sind in Präparaten aus der Drogerie oder in Hafer enthalten», so Egli.

eine ausgewogene Ernährung zu achten, um trotz der reduzierten Energiezufuhr alle nötigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente aufzunehmen», erklärt Denise Egli. Entscheiden sich Senioren für Vitalstoffpräparate, sollten sie sich unbedingt von einer Fachperson beraten lassen. Für eine gute Hirnleistung empfiehlt Drogistin Egli, auf pflanzliche Unterstützung wie zum Beispiel Ginkgo-Präparate zu setzen.

Ein ausgewogenes Frühstück und eine Frucht zum Znüni machen Kinder leistungsfähig.

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Der Senior Wie bei Kindern im Wachstum sind auch im Alter Nährstoffe wie Kalzium und Magnesium zentral. Doch im Gegensatz zu den Kindern nimmt der Kalorienbedarf mit zunehmendem Alter ab. «Deshalb ist es umso wichtiger, auf

Mehr Wissen: Podcast Mineralstoffe Zwei Minuten für Ihre Gesundheit! Scannen Sie den Code mit einem QR-Reader.

Zu wenig Magnesium im Körper? Mangelt es dem Körper an Magnesium, können ganz verschiedene Symptome auftreten – meist mehrere gleichzeitig: Muskelkrämpfe, Muskelzucken, Müdigkeit und rasche Erschöpfbarkeit bis hin zu Kopfschmerzen. In aller Regel lässt sich der Magnesiumbedarf zwar gut decken, doch kann es bei falscher Ernährung, während der Schwangerschaft, bei Krankheiten oder bei älteren Menschen zu ungenügender Magnesiumversorgung kommen. In diesen Fällen kann die Einnahme von speziell entwickelten Produkten angezeigt sein, die entweder kurzfristig wirken oder über längere Zeit vom Körper aufgenommen werden. Lassen Sie sich in Ihrer Drogerie beraten.

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Kombiniert mit ihrem schnellen Wachstum kann das rasch zu verschiedenen Nährstoffmängeln führen, die sich negativ auf Körper und Geist auswirken. Ein Nährstoffmangel kann zum Beispiel das Wohlbefinden beeinträchtigen oder Konzentrationsprobleme verursachen.

von zusätzlicher Folsäure beginnen.» Grund: Die Pille entzieht dem Körper Folsäure. Aber auch in den ersten Schwangerschaftsmonaten ist der Bedarf an Folsäure erhöht, da sie für die Bildung des Neuralrohres (der ersten Entwicklungsstufe des zentralen Nervensystems) wichtig ist. Text: Anania Hostettler

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Fotos: Corinne Futterlieb, fotolia.com

Die Schwangere Das ungeborene Kind isst mit: Damit Mutter und Kind gesund bleiben, ist deshalb eine abwechslungsreiche, regelmässige Ernährung zwingend. Mit Obst, Gemüse, Getreide, Milchprodukten und Proteinlieferanten wie Fleisch, Eiern, Hülsenfrüchten und Nüssen nimmt die werdende Mutter bereits eine Vielzahl an Nährstoffen auf. Vitalstoff-Expertin Denise Egli weist jedoch darauf hin, dass viele Frauen zu wenig Folsäure haben. «Vor allem Frauen, die bis kurz vor der Schwangerschaft mit der Antibabypille verhüten, sollten bereits vor der Schwangerschaft mit der Einnahme

Mehr Wissen: Mehr zu weiteren Vitalstoffen finden Sie auf der Gesundheitsplattform vitagate.ch. Schwangere sollten ausgewogen essen – für sich selbst und ihr ungeborenes Kind.

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Kleiner Mangel - Grosse Wirkung: Magnesium ein lebenswichtiger Mineralstoff Von Dr. pharm. Colette Andrée Magnesium unterstützt Ihren Körper in verschiedenster Hinsicht und kann sich positiv auf Ihre Gesundheit auswirken. Überall dort, wo Körperzellen arbeiten, ist Magnesium mit im Spiel. Magnesium unterstützt die Stoffwechselaktivität und beeinflusst positiv die Muskelfunktion. Zudem vermindert es Müdigkeit, Nervosität und Reizbarkeit. Ein erhöhter Magnesiumbedarf in Lebenssituationen wie Wachstum, Stress, Sport und Schwangerschaft/Stillzeit kann bei unzureichender Magnesiumzufuhr zu einem Magnesiummangel führen. Auch ist eine ausreichende Versorgung mit Magnesium heute nicht immer gewährleistet aufgrund einseitiger Ernährungsgewohnheiten (Fastfood/Diäten), übermässigem Alkoholkonsum, blutdrucksenkenden und abführenden Medikamenten. Eine ergänzende Versorgung mit Magnesium kann demnach sinnvoll sein. Zudem ist Magnesium nicht gleich Magnesium.

Denn organische Magnesiumsalze werden besonders gut vom menschlichen Körper aufgenommen verglichen zu anorganischen Salzen. Die dauerhafte Speicherung ist ein langwieriger Prozess. Für den gewünschten Behandlungserfolg bei Magnesiummangel ist die Dosierung und Einnahmedauer (meist mehrere Wochen) entscheidend. Für Erwachsene und Jugendliche ab 13 Jahren sollte der Tagesbedarf an Magnesium mindestens 300-400 mg betragen. Nicht immer kann der Körper ein schnelles und hohes Angebot an Magnesium gut verwerten. Die Aufnahme von Magnesium im Darm hängt unter anderem von der Art des Magnesiumsalzes, der eingenommenen Menge und dem Magnesiumhaushalt ab: bei Mangel wird mehr, bei ausgeglichenem Haushalt weniger absorbiert.

Welche Vorteile bietet eine verzögerte Magnesiumfreisetzung? Der Darm wird nicht überladen und der Magne-

siumspeicher nachhaltig effizient aufgefüllt. Falls die klassischen Präparate, die schnell viel Magnesium freisetzen, Durchfall verursachen, ist die langsame Freisetzung von Magnesium über den Tag hinweg ebenfalls eine Alternative.

Merksätze zu Magnesium • Für Erwachsene und Jugendliche ab 13 Jahren beträgt die empfohlene Tagesdosis an Magnesium 300-400 mg1 • Um die Speicher aufzufüllen, sollte die Einnahme mindestens 4 Wochen betragen • Organische Magnesiumsalze werden vom Körper am besten aufgenommen • Kontinuierlich freigesetztes Magnesium füllt effizient und nachhaltig den Magnesiumspeicher auf und eignet sich bei Empfindlichkeit gegenüber hohen Magnesiumdosen Korrespondenzadresse: Dr. pharm. Colette Andrée, migraine_action@vtxmail.ch 1

Nährstoffempfehlungen SGE Schweizerische Gesellschaft für Ernährung

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6 Dank innovativer Matrix-Technologie wird dem Körper kontinuierlich über längere Zeit Magnesium zugeführt. Exklusiv erhältlich in Ihrer Apotheke oder Drogerie | www.magnesium-vital.ch Nahrungsergänzungsmittel sollen nicht als Ersatz für eine abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise verwendet werden.

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Richtig entschlacken Den Körper entgiften – ist das nötig? Ja, sagt der Zürcher Drogist Stephan Savoy. Was haben die Feuerungstechnik und ein Mensch gemeinsam? Bei Verbrennungsprozessen entstehen Rückstände, die als Schlacken bezeichnet werden. Schlacken sind Substanzen, die der menschliche Organismus nicht verwerten oder ausscheiden kann und deshalb einlagert. Nach Stephan Savoy, dipl. Drogist HF und Inhaber der Drogerie Savoy in Zürich, sorgen diese Abfallprodukte für Antriebslosigkeit, ein geschwächtes Immunsystem und Kopf schmer zen bis hin zu rheumatischen Erkrankungen. Um Schlacken vorzubeugen, sind eine gesunde Ernährung und der Verzicht auf Alkohol und Nikotin ein Muss. Umweltgiften, verarbeiteten Lebensmitteln und Medikamenten können wir jedoch nicht immer ausweichen. All das überlastet den Körper und seine Kapazität, schädliche Stoffwechselprodukte auf natürlichem Weg – wie über die Haut oder den Urin – auszuscheiden. Deshalb helfen regelmässige Entschlackungskuren dem Organismus, mit Abfall- und Giftstoffen fertigzuwerden. «Der Körper dankt es einem mit mehr Vitalität, Kraft und Wohlbefinden», weiss Savoy.

Raus mit den Schlacken. Reinigen Sie Ihren Körper.


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Der richtige Zeitpunkt «Entschlackungskuren führt man am besten regelmässig einmal im Frühling und einmal im Herbst durch», rät Stephan Savoy. Im Frühjahr haben wir die Monate, in denen wir meistens viel essen und uns wenig bewegen, hinter uns. Die Folge davon ist eine vermehrte Einlagerung von Stoffwechselprodukten. Auch Erkältungen oder andere Infektionserkrankungen hinterlassen Spuren im Körper: «Viren und Bakterien produzieren Gifte, die als Schlacken im Körper zurückbleiben.» Zudem tragen die kühlen Temperaturen und der Lichtmangel dazu bei, dass sich unser Stoffwechsel verlangsamt. Dadurch können weniger Schadstoffe aus dem Körper befördert werden. Eine Kur im Herbst stärkt das Immunsystem und macht fit für den Winter.

Unterstützung für die Organe Speziell Ferien nehmen oder an einen Kurort fahren ist dafür nicht nötig. «Eine Entschlackungskur kann gut in den Alltag integriert werden», so Savoy. Wichtig sei, sich vor der Kur eine Begleitperson mit dem nötigen Fachwissen zu suchen. Denn möglicherweise löst die Kur unerwartete Reaktionen im Körper aus, die das Wohlbefinden negativ beeinflussen. Beim Entschlacken erhalten Ausscheidungsorgane wie Niere, Darm, Leber, Haut und Lunge Unterstützung und können dadurch besser arbeiten. Deshalb rät Drogist Savoy grundsätzlich zu folgenden Massnahmen: 1. Viel trinken. Am besten ungesüssten Tee oder stilles Wasser. Drogerien bieten auch spezielle Stoffwechseltees und Kräutermischungen an, um den Körper optimal zu unterstützen. 2. Ein Basenbad, zum Beispiel mit Himalajasalz, wirkt entgiftend und entsäuernd, was vor allem in den ersten zwei bis drei Wochen so alle zwei Tage wichtig ist. Später reicht dann einmal V V

Entschlacken – nicht für jedermann Keinesfalls sollten Schwangere und Kinder oder Menschen mit chronischen Erkrankungen entschlacken. Ebenfalls darauf verzichten sollten Personen, die unter Essstörungen oder an einer Schildddrüsen-Überfunktion leiden sowie Tuberkulosepatienten, Krebskranke, Menschen mit Nieren-, Herz- oder Kreislaufproblemen, frisch operierte Personen oder Menschen, die unter hohem Leistungsdruck und Stress stehen.

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pro Woche, dafür öfters ein basisches Fussbad anwenden. 3. Die Lunge freut sich über tiefes und bewusstes Atmen an der frischen Luft. So kann der Körper überschüssige Kohlensäure loswerden. 4. Leichte Vollwertkost mit viel frischem Gemüse und Obst anstelle von Fertigprodukten aus dem Kühlregal verzehren. Denn Zusätze wie Geschmacksverstärker, Farb- oder Konservierungsstoffe belasten den Stoffwechsel unnötig. 5. Vitamine und Mineralstoffe sind während einer Kur nicht nötig, im Gegenteil: Der Körper sollte mit möglichst wenig Zusatzstoffen konfrontiert werden. 6. Hat man sich während den Entschlackungstagen an eine ausgewogene und vollwertige Ernährung gewöhnt, so behält man sie am besten auch nach der Kur bei. 7. Eine Kur sollte wenn immer möglich auch eine Erholungsphase für Herz und Geist sein. Gönnen Sie sich ab und zu eine Pause, ein Nickerchen oder einen Spaziergang an der frischen Luft.

Welche Kur ist die richtige? Welche Entschlackungskuren haben sich bewährt? Das weiss Drogist Stephan Savoy. Phytotherapie: In individuell angepassten Intervallen werden Präparate eingenommen, welche beispielsweise die Niere mit Goldrute, die Leber mit Löwenzahn und das Lymphsystem mit Storchenschnabel unterstützen. Gemmotherapie: Hier nimmt man abwechslungsweise morgens, mittags und abends Knospenessenzen ein. Diese können den Körper gezielt entlasten. Die Birke zum Beispiel hilft bei der Entwässerung und Entgiftung. Rosmarin regt den Gallenfluss und die Entgiftung über die Leber an. Wacholder beeinflusst die Leber und deren Entgiftungsfunktion. Schüssler-Salze: Über den ganzen Tag verteilt, nimmt man diese Salze in Form von Tabletten oder in Wasser aufgelöst ein. Besonders geeignet zum Entschlacken sind die Schüssler-Salze Nr. 4 (Kalium chloratum), Nr. 6 (Kalium sulfuricum), Nr. 9 (Natrium phosphoricum), Nr. 10 (Natrium sulfuricum) und Nr. 8 (Natrium chloratum).

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_ Spagyrik: Drogisten stellen individuelle spagyrische Mischungen her, die mittels Spray mehrmals täglich in den Mundraum gesprüht werden. Entschlackende Essenzen sind beispielsweise Thuja, Schöllkraut, Löwenzahn, Mariendistel und Goldrute. Text: Anania Hostettler Foto: panthermedia.com

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Mehr Wissen: Auf vitagate.ch sind die einzelnen Therapieformen im Detail erklärt. Scannen Sie den Code mit einem QR-Reader.

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So nehmen Sie teil: Ihr Lösungswort mit Name und Adresse senden Sie an: Schweizerischer Drogistenverband, Preisrätsel, Postfach 3516, 2500 Biel 3

_ _ wettbewerb@drogistenverband.ch _ Teilnahme via SMS: DS plus Lösungswort an die Nummer 966 (Fr. 1.–/SMS).

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Das richtige Lösungswort lautete «FRUEHLING». Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Korrespondenz wird keine geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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«Zecken gehören zum Leben mit Hunden dazu» Die Zecken lauern wieder. Hat so ein Parasit einmal zugestochen, sollten Sie ihn innert 24 Stunden entfernen. Bei Menschen und Tieren. Wenn Diana Prijor (39) mit ihrem Rüden Aragon durch den Forst bei Niederwangen streift, weiss sie, dass sie einige Zecken mit nach Hause nehmen wird. Die Bernerin nimmt die Sache jedoch gelassen. Nach dem Spaziergang liest sie die Zecken, die sich an ihrem Hosenbein festgesetzt haben, einfach ab und entfernt auch Parasiten vom Fell ihres Hundes. «Zecken gehören zum Leben mit Hunden dazu», sagt Prijor. Wichtig sei zu wissen, wo sie sich aufhalten.

Impfung und Kontrolle schützen Wer sich im Wald bewegt, muss mit Zecken leben lernen. Denn bisher sind alle Versuche, die Zecken einzudämmen, gescheitert. Zwar sind die Krankheiten, die die Parasiten übertragen können, zu Recht gefürchtet: Beim Menschen kann die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) eine schwerwiegende Gehirnentzündung zur Folge haben. Und die Lyme-Borreliose kann Gelenke, Haut, Organe, aber auch das Nervensystem schädigen. Doch Waldspaziergänger und Hundehalter können sich vor den Blutsaugern schützen. Wer sich in den FSME-Risikogebieten aufhält, sollte sich impfen lassen. Kinder müssen erst ab sechs Jahren geimpft werden.

Damit man sich auch vor der Lyme-Borreliose, gegen die es keine Impfung gibt, schützen kann, gelten bei einem Waldspaziergang fünf goldene Regeln: 1. Lange, abschliessende Kleidung 2. Zeckenschutzmittel (Repellentien) auf Haut und Kleider auftragen 3. Konsequente Kontrolle während und nach dem Spaziergang 4. Zecken möglichst rasch entfernen. Zecke bei Einstichstelle mit Pinzette erfassen und herausziehen. Pinzette nicht drehen und kein Öl verwenden. Datum und Stichstelle aufschreiben. 5. Während FSME-Viren direkt beim Andocken der Zecke übergeben werden, überträgt eine mit Borrelien infizierte Zecke die Bakterien erst nach 24 Stunden: «Vorher ist das Risiko minim», sagt Lise Gern von der Universität Neuenburg, an die das Nationale Referenzzentrum für zeckenübertragene Krankheiten (CNRT) angeschlossen ist. «Keine Panik!», rät Lise Gern jedem, der eine vollgesogene Zecke an seinem Körper entdeckt. Mit Borrelien infizierte Zecken sind zwar resistenter als nicht infizierte und somit gerade an sehr heissen und trockenen Tagen häufiger anzutreffen (siehe Kasten). Doch wie Studien der Universität Neuenburg zeigen, ist «nur» eine von fünf Zecken mit dem Borreliose-Erreger infiziert. Zudem gibt eine infi-

zierte Zecke den Erreger nicht in jedem Fall weiter, was das Risiko, krank zu werden, senkt. Darüber hinaus gibt es verschiedene Borreliose-Erreger – und nicht alle machen krank.

Babesiose beim Hund Die Angst vor Zecken-Erkrankungen lag bisher in erster Linie beim Menschen. «Bei Hunden sind FSME und Borreliose sehr selten», sagt Bruno Gottstein, Parasitologe an der Vetsuisse-Fakultät der Universität Bern. Seit wenigen Jahren hat sich in der Schweiz jedoch eine Krankheit eingeschlichen, die man zuvor nur aus den Ferien kannte: die Hunde-Babesiose. Während sie zuerst nur vereinzelt im Raum um den Genfersee auftauchte, gibt es seit 2006 auch in der


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Infizierte Zecken leben länger

Diana Prijor und ihr Rüde Aragon geniessen die täglichen Spaziergänge im Wald – trotz Zecken.

Deutschschweiz und im Tessin immer mehr Fälle. «Babesiose ist heimtückisch», sagt Gottstein. Sie tritt beim Hund ähnlich akut auf wie Malaria beim Menschen und kann unbehandelt in kurzer Zeit zum Tod führen. Bei einer Babesiose befallen und zerstören die Parasiten die roten Blutkörperchen des Hundes. Zuerst bekommt er hohes Fieber und wird müde und träge. Weitere Signale können Atemprobleme oder Blut im Harn sein. «Bei diesen Anzeichen gilt Alarmstufe Rot», sagt Gottstein, «Babesiose ist eine Notfallsituation.»

Schuld ist der Dermacentor Babesiose wird im Gegensatz zu FSME und Borreliose nicht vom Holzbock übertragen, sondern von Dermacen-

tor-Zecken. Sie sind in der Schweiz sehr selten – und stellen für den Menschen keine Gefahr dar. Noch tritt die Krankheit nur lokal auf, neun Herde sind in der gesamten Schweiz bis heute bekannt. «Wir gehen jedoch davon aus, dass sich diese Zecke in der Schweiz weiter verbreitet und in Zukunft deutlich mehr Hunde an Babesiose erkranken werden», sagt der Professor. Da die Babesiose grundsätzlich überall in der Schweiz ausser in den Alpen auftreten könne, gelte es nun, die Tierärzte zu sensibilisieren. Die grösste Gefahr für einen Hund sei eine falsche Diagnose. Deshalb rät der Experte zu Präventionsmassnahmen. Denn wie bei der Borreliose gilt auch bei den Babesien: Sie werden erst nach 24 Stunden übertragen. Suchen Sie Ihren Hund des-

Zecken, die mit Borrelien infiziert sind, leben länger: Sie setzen mehr Fett an und haben dadurch mehr Energie und sind resistenter gegen Hitze und Trockenheit. Der Grund: Eine Zecke frisst in ihrem Leben nur drei Mal, als Larve, als Nymphe und als ausgewachsene weibliche Zecke. Zwischen den Mahlzeiten sitzen Zecken beispielsweise auf einem Grashalm und warten auf einen Wirt. Je heisser und trockener es ist, desto öfter müssen sie hinunter, um Feuchtigkeit aufzunehmen, was sie jedoch jedes Mal viel Energie kostet. Die meisten Zecken verhungern so, bevor sie einen Wirt finden. Nun hat die Universität Neuenburg herausgefunden, dass mit Borrelien infizierte Zecken dank den zusätzlichen Fettpölsterchen häufiger zur Bodenfeuchtigkeit hinabsteigen können – und somit länger leben. Das heisst: Wenn es heiss und trocken ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zecke mit Borrelien infiziert ist, grösser. Ob es mit der Klimaerwärmung auch mehr Zecken geben wird, wisse man jedoch nicht, sagt Zeckenforscherin Lise Gern: «Vielleicht wird es auch weniger Wirte haben – und somit grundsätzlich weniger Zecken.» Bisher ist die Anzahl Zecken pro Quadratmeter Wald nicht gestiegen. Nur das Gebiet der Zecken hat sich vergrössert und ist bis 1500 Meter über Meer gestiegen.

halb nach jedem Spaziergang gründlich ab und entfernen Sie allfällige Zecken sofort mit der Pinzette. Wer in einem Gefahrengebiet wohnt, kann seinen Hund impfen lassen, was die Krankheit im Fall einer Ansteckung abschwächt. Text: Manuela Ryter / Foto: Corinne Futterlieb

Mehr Wissen: Auf vitagate.ch finden Sie mehr Informationen über Zeckenkrankheiten und Risikogebiete. Scannen Sie den Code mit einem QR-Reader.

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Nivea – eine Erfolgsgeschichte In einer losen Reihe präsentieren wir verschiedene Produkte und ihre Geschichten. Kommen Sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit der Mutter aller Cremes: Nivea. Kreisrund die dunkelblaue Aludose, silbrig die Abdeckfolie: Mit dem Wegziehen des Deckblattes bilden sich da und dort kleine schneeweisse Spitzchen, die sich aus der glatten, schimmrigen Oberfläche der Creme erheben. Es ist die seidig-weiche, stabile Nivea-Creme. Sie ist nicht irgendeine Creme, sondern die Mutter aller Cremes. In der Zeit vor Nivea wurden Pflegecremes aus tierischen oder pflanzlichen Fetten hergestellt, weswegen sie rasch ranzig wurden. Das änderte sich 1911, als der Unternehmer Oscar Troplowitz, der Chemiker Isaac Lifschütz und der Dermatologe Paul Unna eine bahnbrechende Entdeckung machten: Es gelang ihnen, die erste stabile Verbindung von Öl in Wasser herzustellen. Diese Emulsion wurde Eucerit («schönes Wachs») genannt und bildete die Grundlage für die erste «langlebige» Creme: Nivea (lat. Nivis = Schnee), und ein bis heute anhaltendes Marketingwunder der Hamburger Firma Beiersdorf war geboren. In über 170 von den Vereinten Nationen offiziell anerkannten 193 Staaten der Welt kennt man die Creme aus dem blauen Topf mit dem unverkennbaren Duft. Baby- und Nivea-Duft waren lange Zeit fast ein und dasselbe. Nivea ist auch eine Geschichte der Beharrlichkeit. Denn der Erste Weltkrieg versetzte dem Geschäft mit der Schönheit einen Dämpfer. Die Inflation nach dem Krieg führte dazu, dass eine Dose Nivea Creme Ende 1923 in Deutschland über 100 Milliarden Mark kostete. In den Zwanzigerjahren fand dann eine tief greifende Veränderung der Gesellschaft statt – hin zu einem pulsierenden, schnellen Leben. Deshalb wurde beschlossen, das Markenimage von Grund auf umzugestalten. Dies war der erste Fall von Revitalisierungsmarketing in der Geschichte des Marketings überhaupt. Die grundlegendste Änderung war die Neugestaltung der Dose mit dem unverwechselbaren Schriftzug. Damit war ein Massstab für zeitlosen Widererkennungseffekt gesetzt.

Einkehr mit Aussicht... Unser traditionelles Kurhaus am Sarnersee &"1"1"+0 %"+*&1$"/&+$"*Ɲ"$""!/# oder gesundheitlicher Beeinträchtigung !&"+ņ1&$"2%"2+!+10-++2+$#Ų/"(,+Ȓ 3)"07"+72+! "+"02+$ǽƝ"$"Ǿê/71)& %" "1/"22+$/2+!2*!&"%/2+!%60&,1%"/Ȓ pie sind ein wichtiger Teil unseres Agebotes. Möchten Sie mehr erfahren über unser spezielles Kurangebot? "+!"+&"2+0!"++14,/1Ȓ,2-,+72 oder besuchen Sie uns via Internet: www.kurhaus-am-sarnersee.ch. )0+("0 %ņ+#Ų/ %/ +1"/"00""/%)1"+ &"*&1!"++1"/)$"+"&+"(2)&+/&0 %"À"/Ȓ raschung aus dem Obwaldnerland.

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Achtung Stürze sind die häufigsten Unfälle im Haushalt. Gerade ältere Menschen fallen oft hin – und verletzen sich dabei. Beseitigen Sie also Stolperfallen. Nach der Physiotherapie steigt die Frau mittleren Alters die Treppe hinunter, dem Ausgang entgegen. Sie nestelt in der Handtasche, verpasst eine Stufe und stürzt kopfüber die Treppe hinunter. Auf dem Treppenabsatz schlägt die Dame mit dem Kopf auf. Ein leichter Schock, Prellungen und Kopfschmerzen während einiger Tage sind die Folge. Eine Mittvierzigerin geht im Wohnzimmer über den noch leicht feuchten Teppich, den sie am Tag zuvor shampooniert hat. Die Frau rutscht aus, stürzt und bricht sich das Becken.

Was Stürze begünstigt Diese Beispiele haben sich so zugetragen. Sie zeigen: Die Sturzgefahr im Haus ist gross. Vor allem älter werdende Menschen sind betroffen. Dabei stürzen Frauen häufiger als Männer. Gemäss der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) führen Stürze die Rangliste der Verletzungen in Haus und Freizeit an. 2010 sind fast 170 000 Menschen gestürzt – und zwar «auf gleicher Ebene». Einen Sturz «aus Höhe» erlitten etwa 52 000 Personen. Fast ebenso viele stürzten auf der Treppe oder über eine Stufe. Über die Hälfte der Stürze passieren beim Gehen, Bücken oder Aufstehen. Neben äusseren Faktoren wie fehlenden Treppengeländern oder schlechter Beleuchtung spielen bei älter werdenden Menschen oft körperliche Fakto-

Frauen stürzen häufiger als Männer. Fehlendes Treppengeländer oder schlechte Beleuchtung sind oftmals schuld.


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Sturzgefahr! ren mit: mangelnde Kraft, schlechtes Gleichgewicht, Sehschwäche und vermindertes Reaktionsvermögen. Auch die Einnahme mehrerer Medikamente gleichzeitig kann die Sturzgefahr erhöhen.

So beugt man Stürzen vor Die Stolper- oder Sturzfallen in Haus und Wohnung sind zahlreich: rutschende Bettvorleger, nasse Fussböden, abgelegte Gegenstände wie eine Tasche auf der Treppe, zu lange Hosenbeine, selbst verlegt Stromkabel etc. Sie gilt es zu beseitigen, Wege und Treppen gut auszuleuchten sowie Treppen mit griffigen Handläufen auszustatten. Eine wichtige Rolle bei der Sturzprävention spielt auch die persönliche Fitness. Nerven, Muskeln, Knochen und Gelenke brauchen Bewegung. Wichtig ist deshalb ein Muskel-, Bewegungs-, aber auch ein Gleichgewichtstraining. Pro Senectute Schweiz zum Beispiel bietet als Sturzprophylaxe Gleichgewichtstrainings an.

Halten Sie Ihre Muskeln in Schuss Laut der Organisation für das Alter verliert der Mensch bis zum 80. Lebensjahr 20 bis 40 Prozent seiner Muskelmasse. Dem Muskelabbau können nur gezielte Übungen entgegenwirken. «Das Muskeltraining hat bis ins hohe Alter einen positiven Nutzen, da sich der menschliche Körper den Trainingsreizen anpassen kann», schreibt die Organisation auf ihrer Website. Eine gut ausgebildete Muskulatur stabilisiert und stützt den Bewegungsapparat. Denn sind die Muskeln gut in Schuss, ist das Erledigen von Alltagsarbeiten im Haus, der Einkauf oder Treppensteigen gut zu bewältigen. Wenn wir älter werden, nimmt zudem die Reaktionsgeschwindigkeit in unvorhergesehenen Situationen ab. Auch dadurch erhöht sich die Sturzgefahr. Dies hat damit zu tun, dass die Nervenreize, die unsere Bewegungen über das zentrale Nervensystem steuern, immer schlechter weitergeleitet werden. Ursachen für Stürze können aber auch im geistigen Bereich liegen: Schon allein die Angst vor Stürzen

ist gefährlich und kann zu solchen führen, ebenso wie nervliche Belastungen und Depressionen.

Hilfe aus der Drogerie Zum Glück sind die Verletzungen als Folge von Stürzen nicht immer gravierend. Knochenbrüche zum Beispiel treten in weniger als zehn Prozent der Fälle auf. Aber ganz ohne Schramme oder Beule gehen Stürze selten aus. Claudio Rütimann, Inhaber der Drogerie Rütimann in Hausen am Albis, empfiehlt, bei einer stumpfen Verletzung wie Verstauchung, Prellung oder Quetschung die betroffene Körperstelle mit einem Coldpack oder kalten Umschlägen sofort zu kühlen und hochzulagern. «Zusammen mit der Kälteanwendung verhindert dies das Anschwellen», sagt der Drogist. Weiter rät er zur Einnahme einer spagyrischen Unfallmischung oder homöopathischer Arnika- oder Verletzungskügelchen. «In den ersten Stunden nach der Verletzung sollen diese alle 15 Minuten eingenommen werden, danach nach Bedarf», betont Rütimann. Die Spagyrik eignet sich laut Rütimann ebenfalls für die äusserliche Anwendung. Sie ist ein optimales Notfallmittel für unterwegs. «Nach der Erstversorgung ist Arnika die Pflanze der Wahl», ergänzt der Drogist. Denn in Form kühlender Gels steigert Arnika die Durchblutung und transportiert Gewebeflüssigkeit und Entzündungsstoffe aus dem Gewebe ab. Arnika wirkt zudem schmerzstillend und entzündungshemmend. Blutergüsse baut der Körper selber ab. Wer den unschönen Farbverlauf von blau über grün bis gelb beschleunigen will, sollte regelmässig eine Venensalbe anwenden. «Das kurbelt den Abtransport des Blutes in

der Unterhaut an.» Wer zu blauen Flecken neige, dem würden die Schüssler-Salze Nr. 1 und 11 in Tablettenform oder als Lotion helfen. «Die Kombination der beiden Salze gibt dem Gewebe die nötige Elastizität zurück», ergänzt Rütimann. Auch offene Wunden sind Tatsachen. Diese rät der Drogist immer flüssig zu desinfizieren: «Wer bei einer offenen Wunde eine Salbe verwendet, verschlechtert den Heilungsprozess, da der Körper sie als Fremdkörper wahrnimmt», erklärt er. Schürfwunden dagegen seien oberflächliche Verletzungen und könnten mit einer Wundheilsalbe desinfiziert und danach mit einem Pflaster abgedeckt werden. Text: Claudia Merki / Foto: fotolia.com

Mehr Wissen: Interessiert an einem Gleichgewichtstraining? Weitere Informationen finden Sie bei Pro Senectute Schweiz. Scannen Sie den Code mit einem QR-Reader.

300 000 Sturzunfälle pro Jahr Trautes Heim, Glück allein? Das Haus und die Wohnung sind ein gefährlicher Ort, besonders für Seniorinnen und Senioren. Jährlich passieren in den vier Wänden und in der Freizeit rund 300 000 Sturzunfälle. 80 000 betreffen ältere Menschen, 1200 davon sterben an den Folgen. Stürze bringen grosses Leid mit sich, führen oft zum Verlust der Mobilität und Unabhängigkeit und verursachen Kosten in Milliardenhöhe.

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Ausblick

Wenns aus dem Höschen kracht So bekommen Sie Ihre Hosenbrummer in den Griff.

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Foto: fotolia.com

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Mai 2014

Nach dem Joggen schmerzen die Füsse gewaltig Der Langstreckenläufer Viktor Röthlin und eine Drogistin wissen Rat.

Vier grossartige Mamas zum Muttertag Eine Seniorin, ein Teenager, eine Stiefmutter und eine Mama für zwei Kulturen erzählen aus ihrem Leben. Sie alle haben etwas gemeinsam: Sie sind Mütter aus Leidenschaft.

Foto: Flavia Trachsel

Ausserdem

Harte Schale, reicher Kern Nüsse sind der perfekte Snack für zwischendurch.

Cellulite Mit Fleiss kann man die Dellen glätten. Unfälle in den eigenen vier Wänden Richtig handeln bei Verbrennungen und Verbrühungen. Heilpflanze des Monats Das kann die Goldrute. Organe unter der Lupe Faszination Herz. Fiese Gräserpollen Allergiegeplagte sind nicht hoffnungslos verloren. Reiselust statt Reisefrust Die richtige Vorbereitung erspart manchen Ärger und Schmerz. Spassbremse Sonnenallergie Was hilft? Vollmond Wie uns der goldige Ball am Himmel beeinflusst. Ob Schürf- oder Platzwunde Die richtige Erstversorgung entscheidet über den Heilungserfolg.

Impressum 34. Jahrgang

Auflage: 221 605 Exemplare (WEMF-Beglaubigung 12/13), 880 000 Leser (MACH Basic) Herausgeber: Schweizerischer Drogistenverband, Nidaugasse 15, Postfach 3516, 2500 Biel 3, Telefon 032 328 50 30, Fax 032 328 50 41, info@drogistenverband.ch, www.drogerie.ch Geschäftsführung: Martin Bangerter Redaktion: Heinrich Gasser (hrg), Chefredaktion, h.gasser@drogistenverband.ch; André Schnider (ase), Leiter Publikumsmedien, a.schnider@drogistenverband.ch; Vanessa Naef (vn), Chefredaktorin Stv., v.naef@drogistenverband.ch; Bettina Epper (epp), b.epper@drogistenverband.ch; Ursula Kuntosch (uku), u.kuntosch@drogistenverband.ch Fachliche Beratung: Julia Burgener (Wissenschaftliche Fachstelle SDV); Andrea Ullius (Drogist HF) Fotografinnen: Corinne Futterlieb; Flavia Trachsel Verkauf und Sponsoring: Josef Nietlispach, Leiter Verkauf, Vertrieb und Sponsoring, j.nietlispach@drogistenverband.ch; Nicolas Bobillier, n.bobillier@drogistenverband.ch; Claudia Graness, Anzeigenadministration, Telefon 032 328 50 51, inserate@drogistenverband.ch Layout: Claudia Luginbühl Abonnemente: Jahresabonnement Fr. 26.– (10 Ausgaben, inkl. MWSt.); Telefon 071 274 36 13, Fax 071 274 36 19, abo@drogistenstern.ch Druck: Swissprinters AG, 4800 Zofingen Titelbild: Flavia Trachsel Bestellen Sie jetzt kostenlos eine Ausgabe des Drogistensterns via E-Mail an info@drogistenverband.ch oder unter Telefon 032 328 50 30.


Eine natürliche Lösung bei Heuschnupfen

DROGISTENSTERN 4/14

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Ectoin der aussergewöhnliche Wirkstoff aus der Wüste Das Wirkprinzip von Triofan Heuschnupfen, basiert auf dem Vorbild der Natur: Schon seit Millionen von Jahren schützen sich Kleinstlebewesen mit dem Zellschutzmolekül Ectoin vor extremen Umwelteinflüssen. Sie leben bei Temperaturen von bis zu 60 Grad in Salzwüsten oder Geysiren und können dank dem von Ihnen produzierten Ectoin überleben. Ectoin stabilisiert die Zellmembranen und bildet einen schützenden HydroKomplex. Dieser versorgt die Zelloberflächen optimal mit Feuchtigkeit, stärkt und schützt sie.

Stabilisierung der Wassermoleküle auf der Zelloberfläche

Ohne Ectoin

Mit Ectoin

1

1 2

Aussen

2 3

1 Stessfaktoren 2 Wassermoleküle 3 Ectoin 4 Stressbotenstoffe 5 Freisetzung von Stressbotenstoffe 6 Zellmembran

4

4

5

6 Innen

Dr. med. Uwe Sonnemann, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, hat Heuschnupfen-Patienten bei verschiedenen Anwendungsbeobachtungen mit Triofan Heuschnupfen begleitet und kam zu einem positiven Ergebnis: «Die Patienten waren sehr zufrieden, da bei guter Wirksamkeit keinerlei Nebenwirkungen oder Unannehmlichkeiten bei der Applikation auftraten. Gerade ein unangenehmes Brennen, wie bei der Anwendung von herkömmlichen antiallergischen Nasensprays und Augentropfen, wurde nicht beobachtet. Insgesamt war die Resonanz der Patienten sehr positiv, da der Wirkstoff Ectoin den Wunsch nach einem wirksamen Therapeutikum ohne Nebenwirkung und die Nachfrage nach einer «sanftem Medizin» verbindet.»

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Dies sind Medizinprodukte, lesen Sie die Produktinformationen.

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Drogistenstern 4/14  

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