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DROGISTENSTERN 11/13

Die Zeitschrift aus Ihrer Drogerie

Von der Skipiste ins Spital: Beugen Sie Verletzungen vor Elektronische Gesundheitsvorsorge: Das taugt die «eHealth»-Strategie Zarte Männerhaut: Ein Fahrplan für die tägliche Gesichtspflege

Entdecken Sie die chinesische Teezeremonie

Liebe auf den ersten Schluck


«ICH BIN FAN VOM ROTEN KREUZ. DANK IHM KANN ICH BETAGTEN MENSCHEN HELFEN.» Joséphine Flüeler (73), Freiwillige Rotkreuz-Besuchs- und -Begleitdienst

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Editorial

Inhalt

Von «Kluntjes» und «Wulkjes» Kennen Sie die ostfriesische Teezeremonie? Nein, es handelt sich dabei nicht um einen Witz des deutschen Komikers Otto. Die ostfriesische Teetied (Teezeit) ist nicht so ausgefeilt und dauert wesentlich kürzer als etwa die chinesische, über die unsere Autorin Claudia Weiss ab Seite 6 berichtet. Es ist eher ein kurzes Innehalten im Alltag, das traditionellerweise um 11 und 15 Uhr gepflegt wird. Manchmal zusätzlich um 21 Uhr, und wenn Gäste eintreffen, wird auch ausserhalb dieser Zeiten die Teekultur gepflegt. Grundlage ist der kräftige Ostfriesentee, der aus rund zehn Sorten schwarzen Tees besteht. Die Formel beim Aufbrühen: ein Teelöffel pro Tasse sowie ein weiterer «für die Kanne». Die Kanne wird auf einem Stövchen (Rechaud) warm gehalten. Die beinahe magischen Momente folgen beim Eingiessen des Tees in die Tassen. Zunächst wird ein grosses Stück Kandiszucker in die Tasse gelegt, der Kluntje. Über diesen wird der Tee langsam eingegossen, was ein feines Knistern auslöst. Anschliessend gibt man mit dem Rohmlempel, dem Sahnelöffel, vorsichtig einen Tropfen Rahm am Rand der Tasse dazu. Dabei bildet sich ’n Wulkje (Wolke). Getrunken wird der Tee dann ohne umzurühren gewissermassen in Schichten. Zunächst schmeckt man den herben Geschmack vom Tassenrand, dann das milchige Aroma aus der Tassenmitte, bevor es zum süssen Abschluss geht. Das kommt daher, dass man früher den teuren Kluntje für möglichst viele Tassen benutzen wollte. Ob ostfriesisch, chinesisch, englisch oder auf Ihre ganz eigene Art – geniessen Sie Ihre kleine Auszeit mit einem feinen Tee!

6 Wellness aus der Tasse Wie edle Tropfen Körper und Seele verwöhnen.

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Auf der Piste lauert die Gefahr

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Erholsamer Schlaf

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SOS: Trockene Haut bei Männern

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Hartnäckige Flecken entfernen

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Wenn die Wohnung zur Allergiefalle wird

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Blendende Aussichten

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Omega-3-Fettsäuren: Der Fisch hats in sich

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Gesundheitsstrategie «eHealth»

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Stimmungstief

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Ätherische Öle

Orthopäde Claus Cremer über das Knie und den Ski.

Träume wappnen uns für Herausforderungen des Alltags.

Der Griff in den Topf der Partnerin ist keine Lösung.

Waschen, schrubben, rubbeln: Flecken können einem den letzten Nerv rauben.

Keine Chance den Milben, Schimmelpilzen und Co.

Was Sie über das Zähnebleichen wissen müssen.

Mit vereinten Kräften für die Gesundheit.

Was einst Zukunftsmusik war, ist heute in vollem Gange – mit Erfolg?

Gute Laune trotz miesem Wetter.

André Schnider Leiter Publikumsmedien a.schnider@drogistenverband.ch

Wundersame Welt der Düfte.

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Kurz und gesund Spinnenbisse sind harmlos

Das Schweigen der Damen

Sie sorgten in den vergangenen Jahren für Angst und Schrecken: Spinnen, die laut Medienberichten gefährlich sein sollten. Doch Bisse von Schweizer Spinnen sind harmlos, entwarnt Wolfgang Nentwig vom Institut für Ökologie und Evolution der Universität Bern. Werde jemand von einer Spinne gebissen, rufe das höchstens schwache Schmerzen, Rötungen und Schwellungen hervor. Der Spinnenforscher hat zusammen mit Medizinern des Instituts für Hausarztmedizin und der Klinik für Klinische Pharmakologie und Toxikologie des Universitätsspitals Zürich und des Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrums erstmals Daten zu Spinnenbissen in der Schweiz gesammelt und ausgewertet. Übrigens: Viel gefährlicher als Spinnenbisse sind laut Nentwig Stiche von Wespen und Bienen: An Wespen- und Bienengift sterben wegen allergischer Reaktionen in Europa mehrere Menschen pro Jahr.

Über Probleme zu sprechen, empfinden viele Frauen als wohltuend. Um das Thema Lustlosigkeit beim Sex macht die Damenwelt allerdings einen grossen Bogen – selbst beim Gynäkologen oder der Frauenärztin. Das zeigt eine Studie mit knapp 4500 Teilnehmerinnen aus Sachsen-Anhalt. Erst wenn der Arzt konkret nachfragt, bekennt sich der Grossteil der Frauen zur mangelnden Lust.

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Spinnenarten sind in der Schweiz heimisch. In Europa sind es 4500. Weltweit wurde seit 50 Jahren kein einziger Todesfall mehr wegen einer giftigen Spinne registriert – nicht mal in Ländern wie Brasilien oder Australien, wo die gefährlichsten Spinnen beheimatet sind.

Alles bloss reiner Zufall oder doch Schicksal? Ein Mann hat in Bayern nach drei Jahren in einer Kartoffel aus dem heimischen Garten einen Ring seiner Ehefrau gefunden. Die Gattin hatte das Schmuckstück aus Versehen mit Küchenabfällen in den Kompost geworfen.

Geschenkideen, Verlosungen und Vergünstigungen: Vom 1. bis zum 24. Dezember 2013 können Besucher von vitagate.ch per Mausklick alle Türchen des Adventskalenders öffnen und von unserem Weihnachtsangebot profitieren. Tolle Überraschungen sind garantiert, welche die Wartezeit aufs Christkind verkürzen. Eine schöne Adventszeit!

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› Alles grau? Wir helfen der Stimmung auf die Sprünge! Partner: Die wöchentlichen Gesundheitssendungen werden präsentiert von der Online-Krankenkasse KPT und dem Schweizerischen Drogistenverband.


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Minihirn soll Krankheitsforschung revolutionieren Es klingt wie aus einem Science-FictionFilm: Österreichischen Wissenschaftlern ist es gelungen, ein menschliches Gehirnmodell in einem frühen Entwicklungsstadium zu züchten. «Das Gehirnmodell imitiert die Entwicklung des menschlichen Grosshirns bis zur neunten Schwangerschaftswoche», sagt Jürgen Knoblich vom Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der östereichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) gegenüber der «Welt». Künftig soll mehr in menschlichen Minihirnen statt in Maushirnen nach Ursachen von Krankheiten ermittelt werden. www.welt.de

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Bereits seit 30 Jahren steht der Schweizerische Verband für natürliches Heilen (SVNH) im Dienste der Gesundheit und setzt sich für die Anliegen im Bereich natürliches Heilen bei Politik und Öffentlichkeit ein. Am Samstag, 16. November, laden über 50 Aktivmitglieder des SVNH in der ganzen Schweiz zum Tag der offenen Türe ein und gewähren allen Interessierten einen Blick hinter ihre Kulissen – dann findet der Schweizerische Tag des natürlichen Heilens statt. Der SVNH freut sich auf viele Besucher! www.svnh.ch

Trink Wasser! Jedes vierte Schulkind in der Schweiz trinkt zu wenig – so die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) in einer Medienmitteilung. Sie rät Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren, mindestens einen Liter Flüssigkeit – bevorzugt in Form von ungesüssten Getränken wie natürlichem Mineralwasser oder Hahnenburger – zu konsumieren. Die Studie zeigt ferner, dass jedes 6. Schulkind nach dem Frühstück bis zum Mittagessen aufs Trinken verzichtet. Es ist jedoch wichtig, regelmässig über den Tag verteilt zu trinken. Nur so ist die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit beispielsweise im Unterricht aufrechtzuerhalten. Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE)

80 Prozent, die sich von ihren Glimmstängeln trennen, nehmen im Durchschnitt sieben Kilos zu. Auch wer gleich viel oder sogar weniger Kalorien verschlingt als vor dem Rauchstopp, muss mit einer Gewichtszunahme rechnen. Weshalb ist das so? Nach dem Rauchstopp verändert sich die Zusammensetzung der Bakterien im Darm, lautet die Antwort von Forschern des Universitätsspitals Zürich. Jene Bakterienstämme (Proteobacteria und Bacteroidetes), die auch in der Darmflora von Fettleibigen dominieren, nehmen überhand und stellen dem Körper mehr Energie zur Verfügung. Das schlägt frischen Nichtrauchern auf die Hüften.

Sanft eintauchen

Rundum wohlfühlen

Schweizerischer Nationalfonds (SNF)

Radio SDV Der Schweizerische Drogistenverband produziert jede Woche Radiobeiträge rund um Gesundheit, Selbstmedikation, Komplementärmedizin und Wellbeing. Neu gesellt sich Radio Central im Herzen der Schweiz zu den 14 bisherigen Programmen. Wir begrüssen die rund 200 000 Hörerinnen und Hörer von Andermatt bis an den Zürichsee, die dienstags um 14.15 Uhr den «Central-Gsundheitstipp» hören können! www.vitagate.ch/radio

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«Gong Fu Cha» – Kunst des Teetrinkens Wer feine Getränke mag, kann schon mal Wasser aufsetzen. Teeexpertin Tina Wagner zeigt eine traditionelle chinesische Teezeremonie und die Minivariante für alle. Ein letzter prüfender Blick auf das hübsche hölzerne «Teeboot», dann nickt Tina Wagner zufrieden und greift zur Thermoskanne mit dem 90 Grad heissen Wasser: Sie wird Schritt für Schritt vorführen, wie eine chinesische Teezeremonie, ein «Gong Fu Cha», abläuft. Übersetzt bedeutet das «Kunst des Teetrinkens». Chinesische Gastgeber erweisen ihren Gästen mit einem Tee ihren Respekt. Auf dem wunderschön geschnitzten chinesischen Holztablett mit speziellen Ablauflöchern hat die Expertin von Länggass-Tee in Bern eine Deckeltasse aus Porzellan – ein sogenanntes Gaiwan – vorbereitet, daneben einen kleinen Glaskrug, winzige Porzellantassen und einen tönernen Frosch hingestellt. «Ein Frosch oder Drache oder Buddha aus dunklem Ton gehört immer dazu – die stehen für Wohlbefinden und Reichtum», erklärt sie.

Die Aufwärmrunde

Jede Handbewegung von Tina Wagner während der chinesischen Teezeremonie ist einstudiert.

Tina Wagner öffnet den Porzellandeckel des Gaiwan, schüttet schwungvoll heisses Wasser hinein und leert dieses weiter in das Glaskännchen, von dort in die Tässchen. Dann nimmt sie eine Tasse nach der anderen und giesst das Wasser über den Frosch, der danach ganz dunkel glänzt. Das Wasser läuft durch die Schnitzöffnungen ab und wird von der darunterliegenden flachen Plastikschale aufgefangen. «Das ist die Aufwärmrunde», erklärt sie, «jetzt sind die Gefässe bereit.» Nun ergreift sie das Porzellangefäss mit den dunklen, aromatisch riechenden Teeblatt-Kügelchen und schüttet sie in die Deckeltasse. Exakt sechs Gramm Oolong-Tee hat sie abgemessen. Das genügt für eine Runde bis vier Personen. Denn der Tee soll nicht ziehen und kräftig werden wie bei unserer europäischen

Trinkweise: «Er wird mehrmals aufgegossen und entfaltet dabei jedes Mal wieder ein neues seiner zahlreichen Aromen», erklärt die Fachfrau, die seit Neuestem auch eine Teeschule leitet.

Die Teewaschrunde Zum zweiten Mal schüttet sie Wasser aus dem Thermoskrug in die Gaiwan-Tasse, wendet den Deckel kurz in den Händen und schüttet dann den Aufguss durch ein hübsches chinesisches Teesieb in das Glaskännchen. Die zweite Runde landet in den «Cups», den winzigen Tassen, aber diesen ersten Teeaufguss leert die Gastgeberin gleich wieder über das Teetablett und den Frosch aus. «Das war die Teewaschrunde», erklärt sie. «Durch diesen Gang werden die gerollten Teeblätter zugleich gewaschen und ein wenig aufgeweicht – jetzt sind sie bereit, ihre vielfältigen Aromen zu entfalten.» Und auch das Teegeschirr ist mit dem ersten Aufguss auf die Runde eingestimmt.

So kostbar wie edler Wein Mit dem dritten Gang beginnt das eigentliche Teetrinken, dieser Ablauf kann von jetzt an bis zu zehnmal wiederholt werden. Der «Weg des Tees», das «Cha Dao» bleibt sich immer gleich: Teeblätter mit Wasser übergiessen, ein-, zweimal den Porzellandeckel kreisen lassen, den Tee durch das Sieb ins Glaskännchen und von dort in die Tassen giessen. In den winzigen Tassen landen jeweils nur ein, zwei Schlucke, die genussvoll geschlürft werden. «Ein guter Tee ist wie ein guter Wein», erklärt Fachfrau Wagner. Er ist ebenso reich an verschiedenen Aromen – und kann ähnlich teuer sein: Ein sogenannter Teeziegel im Raritätenladen neben dem Hauptgeschäft hat in China auch schon mal

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1000 Franken Wert, und wie beim Wein gilt bei diesem speziell fermentierten Tee «je älter desto teurer». Bei den Chinesen gilt es als Zeichen der Hochachtung, wenn einem Gast ein exquisiter Tee vorgesetzt wird.

Ein Teeboot auf Reisen Anders als die japanische Teezeremonie, die sehr streng nach Schema abläuft und nicht gestört werden darf, kann die chinesische Version sehr ungezwungen geschehen. «Wer etwas Übung hat, kann dazu auch gemütlich plaudern», sagt Tina Wagner. Sie selber trinkt ihren Tee nur nach dieser Zubereitungsart, auch zum Frühstück, wenn es etwas schneller gehen muss: Dann giesst sie einfach heisses Wasser in das Gaiwan und schüttet den Tee dann in ihre Frühstückstasse. Und für einen Ausflug mit Freunden packen sie und ihre Familie auch schon mal ein Teeboot mit allem Nötigen ein. «Eine solche Teezeremonie lässt sich überall durchführen.»

Minizeremonie für alle Wer erst einmal ausprobieren will, ob ihm diese Art Teetrinken zusagt, kann für den Anfang eine Deckeltasse nehmen und den Teeaufguss durch ein gewöhnliches Sieb direkt in ein Teeglas giessen. «Jenen, die das wirklich geniessen wollen, empfehle ich schon das chinesische Zubehör», sagt jedoch Tina Wagner. Denn beim Teetrinken «à la chinoise» geniesst auch das Auge mit, und mit schönem Zubehör wird die Zeremonie zu etwas Besonderem. Den perfekten Tee dazu müssen aber alle für sich selber herausfinden, ob Schwarztee, Grüntee, Oolong oder Pu Er – da kann die Fachfrau keinen allgemeinen Tipp geben, «das hängt stark vom persönlichen Geschmack ab».

Eiserner Buddha der Barmherzigkeit Als guten Anfangstee empfiehlt sie jedoch einen grünen Oolongtee, «der ist leicht und blumig», einer der berühmtesten heisst «Tie Guan Yin», das heisst übersetzt «eiserner Buddha der Barmherzigkeit». Wichtig findet Tina Wagner vor allem, dass chinesischer Tee immer ungesüsst getrunken wird: «Zucker verfälscht die vielen feinen Aromen eines Qualitätstees.» Hat dann jemand Geschmack gefunden an dieser kontemplativen Zeremonie, helfen die Spezialisten in einem Teeladen gerne herauszufinden, welche Sorte am besten passt.

Herzlichen Dank: Länggass-Tee Lange AG Länggassstrasse 47, 3012 Bern www.laenggasstee.ch

Mehr Wissen: vitagate.ch/de/gesund_ leben/tee vitagate.ch – Jeden Tag einen Klick gesünder! Erfahren Sie mehr über Tee als Gesundheitselixier.

Beuteltee ist nicht einfach «Banausensaft» Die spontane Reaktion von Teekennern auf die Gretchenfrage «Beutel» oder «offen» lautet wohl immer «Offentee». Aber ganz so verpönt, wie es scheint, sind die Beutel doch nicht: «Sie sind praktisch, weil sich damit ein Tee rasch zubereiten lässt», sagt der dipl. Drogist HF Curdin Venzin von der Drogerie Neumarkt in Brugg. Ein weiterer grosser Vorteil: So stimmt bei Heiltees immer die exakte Mischung der verschiedenen Zutaten. Bei Offentees sollte darauf geachtet werden, dass die einzelnen Bestandteile etwa gleich gross sind, damit sich der Tee nicht mit der Zeit entmischt. Auf die Qualität kommt es an Auch für Teekennerin Tina Wagner von Länggass-Tee in Bern ist klar: «Ich trinke immer Offentee. Aber niemand muss sich schämen, Teebeutel zu verwenden, das ist eine Frage der persönlichen Vorlieben.» Für den Gastrobereich hat der Teeladen sogar eine spezielle Linie von De-luxe-Beuteltee entwickelt, 14 Teesorten in hauchdünnen Pyramidenbeuteln, die an keine Ziehzeit gebunden sind: denn ob offen oder Beutel, die Qualität des Tees spielt auf jeden Fall eine Rolle. Entdecken Sie Ihre Vorlieben Aber welcher Tee bietet die gewünschte Qualität? «Klar, der Preis sagt etwas aus. Aber das muss nicht heissen, dass alle Leute den teuersten Tee auch am liebsten trinken», sagt Tina Wagner. Vielmehr versuchen die Teeverkäuferinnen, ihre Kundschaft nach deren Vorlieben zu beraten: Tee mit oder ohne Koffein, nature oder mit Aromen versetzt? Schwarz, grün, gelb, weiss, Oolong oder postfermentiert? Vorzugsweise kräftig und bitter oder doch lieber blumig und zart? – Die Auswahl in Drogerien und Teeläden ist gross, und wer sich zu einem echten Teeliebhaber mausern möchte, nimmt sich am besten die Zeit und testet sich durch bis zum persönlichen Lieblingstee.

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Tee: Die heissen Sieben Wer in der Drogerie Neumarkt in Brugg Tee sucht, lässt sich am besten von Geschäftsführer Curdin Venzin beraten: Der Drogist HF liebt Tee und führt ein entsprechend grosses Sortiment an biologischen Kräutertees, verschiedenen Schwarz-, Grün- und Früchtetees, Rooibostee und sogar das nötige Teezubehör wie Dosen, Tassen, Krüge und verschiedene Teefilter. «Natürlich fehlen bei uns auch die Fertigmischungen von Gesundheitstees nicht. Sehr gefragt sind Blasen- und Nierentees, solche für die Bronchien und Verdauungstees», sagt Venzin. «Diese verkaufen wir täglich.»

1.

Der Sommerfrische

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Der Verdauungshelfer

Eistee muss nicht übersüsst aus dem Beutel kommen: Aus einem Früchtetee lässt sich blitzschnell ein erfrischender Tee für heisse Tage zubereiten, der auch kühl, mit Eis und Zitrone getrunken werden kann. «Am besten ohne Zucker trinken oder höchstens Stevia oder Xylit verwenden.»

Wenn die Grillwurst schwer aufliegt, hilft ein Spezialtee: entweder eine der verschiedenen Fertigmischungen mit Schafgarbe, Artischockenblättern, Fenchel, Pfefferminze und Anis, oder dann gleich die «volle Ladung» aus reinem Tausendgüldenkraut oder Wermutkraut. «Sie schmecken grässlich bitter, aber wer sich daran gewöhnt, merkt: Für Leber und Galle sind sie sensationell.»

3.

Der Anspruchsvolle

Lapsang Souchong heisst der Rauchtee auf Chinesisch, und er ist eher fortgeschrittenen Teeliebhabern zu empfehlen: Sein Geschmack ist sehr herb und rauchig, viele mögen ihn deswegen zu Käse, geräuchertem Fleisch oder Fisch. «Eine Kundin erinnerte der Geruch stark an ihre Kameltour durch die Wüste, weshalb sie ihn liebte. Aber er ist sehr speziell.»

4.

Die Klassischen

Schwarztee, Grüntee und Pfefferminztee zählen wohl weltweit zu den Klassikern: vom klassischen «English Breakfast Tea», Schwarztee mit Milch und Zucker, bis zum nordafrikanischen «Thé à la menthe» mit Grüntee und Minze finden sie überall Liebhaber. Sie sind in Beuteln oder offen, pur oder mit Geschmack erhältlich. «Wo möglich achte ich auf Bioqualität.»

5.

Der Schleimige

6.

Der Energiespender

Genau genommen sind Flohsamen gar kein Teekraut. Aber wer unter chronischer Verstopfung oder Reizdarm leidet, ist mit einem Auszug aus Flohsamen gut bedient: Der ziemlich fad schmeckende Auszug wird noch schleimiger als mit Leinsamen, reguliert die Darmperistaltik und schützt die Darmschleimhaut. «Speziell – aber wirkungsvoll. Wer mag, kann die Flohsamen auch in Joghurt einrühren.»

Matcha ist Japans hochwertigster Tee – die Königin der Grüntees – und enthält viele Antioxidanzien, Vitamine und Mineralien. Der Tee wird in Steinmühlen zu einem jadegrünen Pulver vermahlen. Er wird mit etwa 80 Grad warmem Wasser aufgegossen, etwas stehen gelassen und dann mit einem kleinen Bambusbesen aufgeschäumt. «Ein Energiekick, quasi natürliches Redbull ohne Zucker – das möchte ich gerne den Jungen schmackhaft machen!»

7.

Der Sanfte

Rooibostee wird aus den fein gehackten und gequetschten Zweigen des südafrikanischen Rotbuschs zubereitet. Weil er kaum Gerbstoffe und kein Koffein enthält, wird er nicht bitter, entwässert nicht und stört nicht beim Einschlafen. Er schmeckt sowohl nature als auch mit verschiedenen Geschmäcken von Zimt über Vanille bis Blüten. «Ein feiner Tee für alle.» Text: Claudia Weiss Fotos: Flavia Trachsel, pixelio.de

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Das Risiko fährt mit Bald tummeln sich wieder Millionen von Schneesportlern auf Schweizer Skipisten. Aber Achtung: Eine ungeschickte Bewegung, und es kommt zum Sturz. Am häufigsten verletzen sich Skifahrer am Knie. Beim Start der Skisaison legen die Herzen aller Wintersportbegeisterten einen doppelten Rückwärtssalto hin. Wenn sich die verschneite Bergwelt von ihrer schönsten Seite zeigt und das «Schümli-Pflümli» für lockere Stimmung sorgt, erleben Schneesportler schier das

Paradies auf Erden. Weit weniger paradiesisch zu und her geht es in den Notfallaufnahmen der Schweizer Spitäler. Dort behandeln Ärzte zig gebrochene Knochen, gerissene Bänder, Platzwunden und Hirnerschütterungen. Denn Fakt ist: Jedes Jahr verunfallen durch-

schnittlich 66 000 Personen der Schweizer Bevölkerung im In- und Ausland.

Viele sind körperlich zu wenig gut vorbereitet Als mögliche Erklärung für diese zahlreichen Wintersportunfälle nennt die


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Suva die erhöhte Expositionszeit im Vergleich zu den anderen Sportarten. «Wer Ski- oder Snowboard fährt, tut dies in der Regel für längere Zeit am Stück, als wenn er oder sie im Sommer schwimmen geht», konkretisiert Claus Cremer, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie am Spital Wallis in Brig. Die meisten Unfälle geschehen gegen 15 Uhr. «Viele werden nach etlichen Stunden Ski- oder Snowboardfahren müde und überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten.» Häufig sind Wintersportler zudem körperlich zu wenig gut auf die Skisaison vorbereitet, um einer erhöhten Belastung standzuhalten. Ein Hobbyskifahrer muss bei einer normalen Kurvenabfahrt nämlich rund 50 Kilogramm zusätzlich zu seinem Körpergewicht schleppen. Rennfahrererreichen auf Teilstrecken sogar Spitzenbelastungen von 225 Kilogramm. Als weitere Gründe für Unfälle auf der Piste nennt Cremer den Alkoholkonsum sowie schlecht eingestelltes Material wie etwa Skibindungen.

Die häufigsten Verletzungen

Wenns kracht, machen Sie auf sich aufmerksam. Ein Helfer stellt die Ski oberhalb des Unfallorts gekreuzt auf, das warnt andere Skifahrer.

Die Erfahrung von Claus Cremer zeigt, dass sich Skifahrer am häufigsten Knieverletzungen zuziehen. Ganz oben auf der Liste stünden Prellungen, gefolgt von Bandzerrungen, Meniskusverletzungen bis hin zu Bandrupturen sowie Knochenbrüchen und Ausrenkungen der Kniescheibe.

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Apps für den Notfall

Bei Notfällen im In- und Ausland kann die kostenlose Rega-App sehr hilfreich sein. Denn zwei Fingerklicks genügen, um Alarm auszulösen. Bei einer Alarmierung erhält die Rega auch gleich die Standortangaben des Anrufers. Ebenfalls zu empfehlen ist die «Slope Track»-App der Suva. Diese bietet neben Informationen zu Wintersportgebieten auch gute Tipps fürs Auf-wärmen, zum Material und zur Unfallverhütung. Übrigens: Wollten Sie schon immer wissen, wie schnell Sie auf der Piste unterwegs sind? Auch diese Frage beantwortet die Suva-App.

«Viele Verletzungen beim Skifahren entstehen durch einen Sturz. Dabei kommt es häufig zur Verdrehung der Kniegelenke. Die Folge davon kann zum Beispiel eine Verletzung der Menisken oder ein Kreuzbandriss sein.» Am zweithäufigsten seien Blessuren an Schulter und Oberarm mit Prellungen und Quetschungen. Snowboardfahrer dagegen überschlagen sich bei einem Sturz vermehrt und erleiden dann oft Verletzungen an Rumpf, Rücken und Gesäss.

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Prävention ist die beste Therapie 50 Wochen im Jahr als Sportmuffel unterwegs, und über die Festtage mit der Koordinationsfähigkeit einer Strassenlampe elegante Hüftschwünge hinlegen? Das kann in bitterbösen Verletzungen enden. «Wer das ganze Jahr über Sport treibt, auf eine korrekte Einstellung und Wartung der Ausrüstung achtet, beugt möglichen Unfällen vor», weiss Claus Cremer. Untrainierten Personen rät der Facharzt zur Skigymnastik. Dabei werden die Muskulatur, insbesondere die des Rumpfs und der unteren Extremitäten, die Kondition und Koordinationsfähigkeit aufgebaut. Weiter ist auch die Skischule nicht bloss etwas für Kinder, sondern macht durchaus auch bei Erwachsenen Sinn: «Skilehrer erkennen sofort Stärken und Schwächen, informieren über die neusten Trends und wissen, worauf beim Material geachtet werden muss.» Einmal pro Saison eine Privatstunde zu buchen, sei besonders für Wiedereinsteiger sinnvoll, aber auch gute Skifahrer könnten enorm davon profitieren.

Passende Schutzbekleidung ist das A und O Nebst Aufwärmübungen und regelmässigem Sport vermindert auch die passende Schutzbekleidung das Verletzungsrisiko. Lea Dellagiovanna, Drogistin EFZ und stellvertretende Geschäftsführerin der Drogerie Zier in Davos, empfiehlt, die Gelenke mit Aktiv-

bandagen zu schützen. «Diese halten warm, fixieren die Gelenke, aber schränken die Bewegungsfreiheit nicht ein.» Hochwertige Aktivbandagen gibt es in unterschiedlicher Stützstärke. Besonders wichtig beim Wintersport ist es zudem, den Kopf zu schützen. «Unfälle mit Helm verlaufen nachweislich bei allen Sportarten bezüglich der Schädelverletzung deutlich glimpflicher», weiss Orthopäde Claus Cremer. Das Gleiche gelte auch für einen gut angepassten Rückenprotektor. «Deshalb sollte bei der Schutzbekleidung nicht am falschen Ende gespart werden», so der Orthopäde. «Denn wenn ein Protektor oder Helm nicht richtig sitzt, ist die Schutzwirkung drastisch verringert – zum Teil steigt sogar die Verletzungsgefahr.»

So reagieren Sie nach einem Schneeunfall richtig Frisch verschneite Hänge laden zu rasanten Tiefschneefahrten ein. Doch eine einzige falsche Bewegung oder Unachtsamkeit kann zum Sturz führen. Besonders wichtig sind Sofortmassnahmen am Unfallort. «Wenn man einen Skiunfall auf der Piste erleidet oder man einen Sturz beobachtet, sollte man möglichst die Nachfolgenden warnen, indem man die Ski gekreuzt oberhalb des Unfallorts aufstellt», erklärt Claus Cremer. Ist der Verunfallte zum Beispiel hinter einer Kuppe gestürzt, sollte er – wenn möglich – die Gefahrenzone schnell verlassen und falls nötig die Hilfe anderer in Anspruch nehmen. Je nach Zustand ist sogar die Pistenret-

Nicht von null auf hundert! Kaum fällt der erste Schnee, zieht es Wintersportfans in die Berge. Gross ist Vorfreude auf die erste Abfahrt im Pulverschnee. Manchmal so gross, dass das vorgängige Aufwärmen auf der Strecke bleibt. Doch wer sich nicht richtig aufwärmt, riskiert Verletzungen an den Muskeln, Bändern und Gelenken. Die wichtigste Devise für jede Sportart lautet: «Langsam anfangen und langsam steigern.» Aufwärmübungen aktiveren den Kreislauf, erhöhen die Konzentrationsfähigkeit und machen Muskeln und Gelenke geschmeidiger. Bereits zehn Minuten Rumpfkreisen, Beinheben und Kniebeugen reichen aus, um das Unfallrisiko deutlich zu senken. Wer Tipps für das Ausdauertraining sowie verschiedene Dehnübungen braucht, kann bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) die Gratis-DVD «Top 10» für den Winter bestellen. Darauf zu sehen sind sowohl Einzel- als auch Partnerübungen, welche von führenden Sportmedizinern entwickelt wurden und auf die Bedürfnisse von Wintersportlern zugeschnitten sind.

tung zu alarmieren. Bei Verletzungen wie Prellungen, Verstauchungen und Verrenkungen sollte man die bewährte PECH-Regel (Pause, Eis, Compression (Verband) und Hochlagern) anwenden, denn gerade die ersten Minuten nach einem Unfall sind entscheidend, um die

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Das kann auch dem besten Skifahrer passieren: ein Unfall, bei dem er sich schwer verletzt.

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Knie schmerzen. Leichte Schmerzen im Knie nach einer längeren und intensiven Abfahrt sind nicht weiter schlimm. «Wenn das Knie allerdings innerhalb einer Stunde anschwillt, die Schmerzen zunehmen und die Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist, sollte man si-

cherlich nicht weiter Sport treiben. Es empfiehlt sich, ein oder zwei Ruhetage einzulegen und regenerative Massnahmen wie Schwimmen in Betracht zu ziehen.» Bessern sich die Beschwerden nicht, muss ein Arzt her. Claus Cremer warnt zudem davor, dauerhafte

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Starkes Gelenk – das Knie Oberschenkel

Hinteres Kreuzband

Vorderes Kreuzband

Das grösste Gelenk des Menschen ist das Knie. Es hält kurzfristig das Gewicht einer Giraffe oder eines Minibaggers aus, nämlich rund eineinhalb Tonnen. Damit es uns durchs Leben trägt, sich ständig beugen und strecken kann, hat es eingebaute Puffer aus Kollagen: die Menisken. Kreuzbänder und Seitenbänder fixieren Oberschenkel, Schien- und Wadenbein. Die Kniescheibe liegt gut verpackt in der Patellarsehne und überträgt die Kraft vom Ober- auf den Unterschenkel.

_ Die Menisken sorgen für eine optimale DruckverteiAussenmeniskus

Innenmeniskus

Aussenband Innenband

Wadenbein

lung zwischen Ober- und Unterschenkelknochen. Sie verteilen auch die Gelenksflüssigkeit gleichmässig auf den Gelenkknorpeln. Fehlen diese sichelförmigen Kollagenscheiben, weil sie operativ entfernt wurden, steigt das Arthroserisiko drastisch an.

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Zwei Bänder, die über Kreuz laufen, stabilisieren das Knie im Inneren (sogenannte Kreuzbänder). Seitlich finden sich die beiden Aussenbänder, die ebenfalls Ober- und Unterschenkel miteinander verbinden. Das vordere Kreuzband verhindert unter anderem, dass das Schienbein zum Beispiel beim Strecken des Knies nach vorne rutscht und damit im Gelenk zu viel «Spiel» entsteht. Quelle: «Körperwissen – Entdecken Sie Ihre innere Welt» von Marion Grillparzer / Foto: fachaerztezentrum.ch

Schienbein Abbildung von hinten

Schmerzen mit regelmässiger Schmerzmitteleinnahme zu behandeln, da sich dadurch ernsthafte Folgeschäden entwickeln können.

Hilfe bei kleineren Verletzungen Verletzungen wie Schürfwunden, Prellungen und Verstauchungen erfordern meist keine ärztliche Untersuchung. Zur Schmerzlinderung und Regeneration bietet die Drogerie eine breite Palette an Behandlungsmöglichkeiten. Lea Dellagiovanna hat damit besonders viel Erfahrung: «Während der Skisaison bedienen wir täglich Kunden, die sich auf der Piste verletzt haben.» Üblich seien Kniebeschwerden – aber auch unterschiedliche Verletzungen an Hand- und Fussgelenken. Lea Dellagiovanna weiss, was bei gängigen Verletzungen hilft: Allgemein schmerzstillend und entzündungshemmend wirken ColdPacks, Salben, Gels (mit Wallwurz) oder Präparate mit Diclofenac oder Ibuprofen. Bei Blutergüssen, Zerrungen, Prellungen und Verstauchen haben sich Sal-

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ben mit Arnika und Wallwurz bewährt. Um den Heilungsprozess zu beschleunigen, kann Arnika auch in Form eines homöopathischen Mittels eingenommen werden. Homöopathische sowie spagyrische Salben eignen sich zur Nachbehandlung eines Kreuzbandrisses. Bei Schürfwunden helfen neben wundheilungsfördernden Salben auch kühlende Pflaster, welche nicht nur Schmerzen lindern, sondern auch vor gefährlichen Keimen schützen. Wenn Muskelkater oder Gelenkschmerzen die Skiferien verderben, wirken wärmende Bäder mit ätherischen Ölen Wunder.

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stabil und gesund bleibt», sagt Claus Cremer. Wie beweglich Gelenke kungen wie zum Beispiel Arthrose führen – mit zum Teil irreversiblen Schäden. Text. Vanessa Naef / Fotos: fotolia.com

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Skifahren in Massen ist gesund Trotz den zahlreichen Unfällen, die auf der Piste passieren, sind Wintersportaktivitäten nicht per se schlecht. «Es kommt immer auf die Dosis an», sagt Claus Cremer. Defensives Skifahren sei für die Gelenke sogar sehr gut: «Gelenke, ob gesund oder krank, brauchen Bewegung, damit der Gelenkknorpel elastisch,

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Träumen als Training für den Alltag Die Augen fallen zu, der Schlaf setzt ein. Und irgendwann im Laufe der Nacht geht die Kinovorstellung los. Doch unsere Träume sind weit mehr als Unterhaltung. Vielmehr sorgen sie für Ordnung und Entrümpelung des Gehirns.

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«Letzte Woche habe ich einen neuen Praxis- und Behandlungsraum eingerichtet. Ich musste mir gut überlegen, wie und wo ich die verschiedenen Analysegeräte platziere. Heute Morgen habe ich mich erinnert, dass ich genau davon geträumt habe und im Traum eine gute Lösung für die Standorte gefunden habe. Ich habe dies dann gleich in der Praxis überprüft – und tatsächlich: Was ich geträumt habe, konnte ich so realisieren», schildert Dr. med. h. c. Günther W. Amann-Jennson, Schlafpsychologe, Schlaf-Gesund-Unternehmer, Buchautor und Leiter des Instituts für Schlafpsychologie & Schlafcoaching im österreichischen Frastanz, und zeigt damit, dass unsere Träume uns auch im realen Leben bei der Lösung helfen können. Und dies ist nur eine der vielen Funktionen von Träumen für unseren gesamten Organismus.

Damit der Notfall kein Albtraum wird «Träume sind zum Abbau von psychischem, emotionalem und sozialem Stress

sehr wichtig. Es gibt mehrere wissenschaftliche Hypothesen über die tatsächliche Funktion der Träume. Vieles in der Forschung ist aber noch immer ungeklärt», erzählt Amann-Jennson. Das Grundproblem für die Forschung sei, dass man die Träume selbst nicht messen könne und die Traumerinnerung sowie das psychische Erleben nur durch Befragung zugänglich seien. «Dennoch deuten aktuelle Forschungen auch in eine weitere Richtung: Träume sind für uns eine Art Lektionen, die uns helfen, auf schlimme reale Ereignisse vorbereitet zu sein», verrät er die Ergebnisse der neusten Forschungsresultate. Es handelt sich beim Träumen um eine Art Sicherheitstraining für Notfallsituationen. Gehen wir in unseren Träumen immer wieder mit beängstigenden Augenblicken um, kann unser Gehirn in der Realität schneller auf Bedrohungen reagieren, so die These. «Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass Träume uns helfen, Erlerntes zu vertiefen, indem wir es im Schlaf gewissermassen erneut durchleben», führt der


Wir Menschen träumen jede Nacht bis zu zwei Stunden.

Schlafexperte die Forschungsresultate weiter aus. «Meine persönliche Ansicht ist, dass Träume überwiegend eine Form von Lebens- und Seelentherapie sind, die uns dabei helfen, möglichst gut mit den Anforderungen des wachen Lebens fertigzuwerden und uns persönlich auf allen Ebenen zu entwickeln, vor allem auch spirituell», fasst er seine Meinung zum Träumen zusammen.

Träume besser nutzen Doch nicht jeden Morgen können wir uns an das Geträumte erinnern. «Die Traumerinnerung ist von mehreren Faktoren wie Persönlichkeit, Gedächtnis, kognitiven Faktoren, Kreativität und Fantasietätigkeit, Schlafverhalten und Schlafphysiologie, den Lebensereignissen, dem Tagesstress und nicht zuletzt von der eigenen Einstellung zu den Träumen abhängig», sagt Amann-Jennson und ist überzeugt: «Wer sich gut an seine Träume erinnert, kann dies bei Interesse gut für sein Leben nutzen.» Dies zeigt auch sein eingangs erwähnter Traum. Doch wie schafft man es,

sich an seine Träume zu erinnern? «Die Traumerinnerung lässt sich durch verschiedene Methoden wie autogenes Training, Meditation, Suggestion und Affirmationen beim Einschlafen (zum Beispiel indem man sich wiederholt sagt: ‹Ich erinnere mich beim Aufwachen an meine Träume›) steigern. Allerdings ist es dann auch wichtig, nach dem Aufwachen noch einige Minuten mit geschlossenen Augen ruhig liegen zu bleiben und den Traum in Erinnerung zu rufen», verrät der Schlafpsychologe. Grundsätzlich gelte: Ein Traum, der gefühlsintensiv und subjektiv von Bedeutung ist, wird besser als farblose und banale Träume erinnert.

Jeder Mensch träumt Es gibt aber auch Menschen, welche von sich behaupten: Ich träume nie. Dies sei so nicht richtig, ist Günther W. AmannJennson überzeugt. Häufig könne man sich einfach nicht an seine nächtlichen Träume erinnern. In der Gehirn- und Bewusstseinsforschung gehe man davon aus, dass es sich dabei um eine Art Schutzme-

chanismus des Gehirns handle. Dies ist laut Günther W. Amann-Jennson so zu verstehen: Die menschliche Psyche nimmt bizarre Träume genauso real wahr wie die wach erlebte Wirklichkeit. Der Träumende erlebt und lernt nicht weniger als der Wache. Beides zusammen bildet vereinfacht ausgedrückt das Bewusstsein des Menschen. Genau an dieser Stelle könnte die Psyche einen «Schutz-

Das Gehirn schläft nie Während der luziden Traumtätigkeit wurde die Gehirnaktivität gemessen, und die Träume aktivierten das Gehirn ähnlich wie eine tatsächlich ausgeführte Handlung. Die Studie hat damit einmal mehr den Beweis erbracht, dass unser Gehirn im Schlaf nicht ruht, sondern höchst aktiv ist. Und tatsächlich zeigt ein Blick in die Wissenschaftsgeschichte, dass so manche bahnbrechende Erkenntnis ihrem Entdecker im Traum «erschienen» ist.


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mechanismus des Traumvergessens» eingerichtet haben. Denn wäre die Traumwelt ebenfalls ein Teil des Gedächtnisses, würde man sich in einem ständigen, unentwirrbaren Hin und Her zwischen Realität und Traum bewegen. Was ist real, und wann ist der Mensch am Träumen? – «Es wäre nicht mehr klar abzugrenzen», so der Psychologe. Dadurch würde die Gefahr drohen, dass unser ganzes menschliches «Sein» im puren Chaos versinkt. Aus diesem Grund sorge das Gehirn möglicherweise dafür, dass man sich nur an Träume erinnere, wenn man direkt aus dieser Traumphase erwache oder ganz gezielt die Traumerinnerung übe.

Was es bringt, sich an Träume erinnern zu können Doch was genau hat es mit diesem «Traumerinnerung üben» auf sich? «Durch das ‹Klarträumen› kann man in seine eigenen Träume eindringen. Man versteht während des eigenen Traumes, dass man träumt», erklärt Günther W. Amann-Jennson. Wie viele Menschen dieses «luzide Träumen» «von Natur aus»

können, ist wissenschaftlich unklar. Dennoch gewinnt das «luzide Träumen» zunehmend an Bedeutung: Immer mehr Psychologen, Sportärzte und Mediziner nutzen diese erlernbare Technik für ihre Therapien. Zum Stressabbau, bei Beziehungsproblemen, zur Sexualtherapie und vor allem zur Leistungssteigerung im Sport. Durch das Training der bewussten Traumsteuerung könne man zudem die Schlafqualität und damit die Erholung erheblich verbessern, so der Schlafexperte.

Nächtliches «Kino» «Wir Menschen träumen täglich insgesamt anderthalb bis zwei Stunden lang», sagt Günther W. Amann-Jennson und erläutert gleich die Dramaturgie der Nacht: «Im ersten Nachtdrittel dominiert der Tiefschlaf, der für die körperliche Regeneration sehr wichtig ist. Im zweiten und dritten Nachtdrittel gibt es viel Traumschlaf. Diese Träume sind unter anderem für die Verarbeitung unserer Tageserlebnisse und damit für unsere psychische Gesundheit wichtig.» Dabei könnten sich Träume sowohl positiv wie auch negativ

Zur Person Dr. med. h. c. Günther W. Amann-Jennson, Schlafpsychologe, Schlaf-Gesund-Unternehmer, Buchautor und Leiter des Instituts für Schlafpsychologie & Schlafcoaching, Frastanz (A), ist seit über 25 Jahren ein angesehener Fachexperte auf dem Gebiet des gesunden, naturorientierten Schlafs.

auf unsere Schlafqualität, auf den Organismus und unsere Gesundheit auswirken. Wer laufend schlecht träume und dies bewusst wahrnehme, werde bald auch tagsüber nervös, gereizt, gestresst oder ängstlich sein. Umgekehrt gelte aber auch: «Wer schlecht, gestört oder zu wenig schläft, hat in der Regel auch gestörte Traumphasen», sagt der Österreicher.

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Das ist die Idee! Träume können eine Quelle der Inspiration sein. Gerade Künstler lassen sich oft von ihnen beflügeln. Im Traum fiel Beatles-Sänger Paul McCartney zum Beispiel die Melodie zu «Yesterday» ein. Oder der Chemiker August Kekulé soll die Struktur des Benzolrings im Traum gefunden haben: Er träumte von einer Schlange, die sich in den Schwanz biss. Aber auch wem jetzt nicht gerade die Top-Geschäftsidee oder das grösste Kunstwerk aller Zeiten im Traum einfällt, kann von kreativen Träumen profitieren. Häufig sind sie unter anderem Anregungen für tolle Urlaubsreisen und neue Hobbys. Träume können zudem helfen, eine Lösung für ein bestimmtes Problem zu finden. Vielleicht haben Sie den Autoschlüssel verlegt, und im Traum fällt Ihnen wieder ein, wo er sich befindet. Doch was nützen all die tollen Ideen, wenn sie sich mit dem ersten Weckerklingeln in Luft auflösen? Am besten schreiben Sie den Traum gleich nach dem Erwachen auf. Wer abends Stift und Papier neben das Bett legt, muss nachts nicht einmal unter der warmen Bettdecke hervorkriechen und kann nach der Notiz gleich friedlich weiterschlafen.

Schlafen Sie schlecht? Tipps und Tricks Tipps für einen erholsamen Schlaf von Martin Tschumi, dipl. Drogist HF und Inhaber der Dropa Drogerie Tschumi in Solothurn: Bewusstes Abschalten vom Alltag Negative Lärm- und Lichteinflüsse verhindern Leichte Nahrung, insbesondere gegen Abend bzw. vor dem Schlafengehen Schlafzimmer und Bett so einrichten, dass man sich wohlfühlt. «Weniger ist mehr», gilt insbesondere für das Schlafzimmer. Angenehme, eher kühle Raumtemperatur Regelmässige Bettzeiten einhalten Konsum von Alkohol, Nikotin, Koffein oder Medikamenten möglichst tief halten

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Endlich gut einschlafen können Natürliche Schlafpräparate insbesondere mit Baldrian, Hopfen, Passionsblume oder Melisse in Form von Tabletten, spagyrischen Essenzen oder Tropfen zum Einnehmen bieten eine gute Unterstützung und zeigen oft bereits eine deutliche Verbesserung der Schlafsituation. Auch ein beruhigender Tee oder allenfalls ein beruhigendes Bad am Abend können helfen, besser einzuschlafen und den ganzen Organismus etwas herunterzufahren. Auch Schüssler-Salze, insbesondere die Nummern 5 und 7, helfen, das Einschlafen positiv zu beeinflussen. Chemische Wirkstoffe werden allenfalls bei kurzfristiger Einnahme oder bei akuten Schlafstörungen begleitend empfohlen. Ziel ist aber klar, den natürlichen Schlafrhythmus wiederzufinden und mit sanften Massnahmen und pflanzlichen Produkten zu unterstützen. Da chemische Produkte oft auch tagsüber etwas müde machen können, den Schlaf abrupt via Gehirn herbeiführen und zudem

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Häufige Traummotive und welche Fragen man sich dazu stellen sollte

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Fallen ins Bodenlose: Wollte ich zu hoch hinaus? Wage ich zu viel, ist meine Situation nicht stabil? Wie tragfähig sind meine Ideen, muss ich vielleicht erst auf dem Boden der Realität ankommen?

Ich bin nackt unter Leuten: Exponiere ich mich zu stark und bin dadurch blossgestellt? Wo sollte ich mich in meinen Beziehungen mehr schützen? Wie gestalte ich Nähe, Distanz, Vertrauen in meinen Beziehungen?

Eine nahestehende Person stirbt: Befürchte ich, dass so etwas passieren könnte? Käme ich ohne die Person im Leben zurecht?

Ich habe eine Prüfung: Fühle ich mich schlecht oder gar nicht auf eine schwierige Situation vorbereitet?

Fliegen wie ein Vogel: Wo bin ich befreit von materiellen Zwängen oder irdischen Belastungen? Oder bin ich abgehoben und versuche, mich der harten Realität zu entziehen?

irgendetwas fliehen: Wo bedroht mich eine gewaltige Kraft der Natur? Welche Beziehung habe ich zu meinen Trieben und Instinkten? Überwältigen sie mich? Missachte ich sie?

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_ Wie verrückt suche ich das Klo: Habe ich ein dringendes

Bedürfnis, dessen Befriedigung durch die Umstände erschwert wird?

potenziell Suchtgefahr vorhanden ist, empfehle ich, immer zuerst pflanzliche Produkte anzuwenden, bevor man zu stärkeren Mitteln greift.

Wie das Durchschlafen gelingt Nebst den erwähnten Produkten auf pflanzlicher Basis sollte man besonders bei Durchschlafstörungen auf die innere Organuhr achtgeben. Organe sind auch in der Nacht aktiv und können allenfalls leichte Funktionsstörungen aufweisen, welche nicht selten für Durchschlafstörungen mitverantwortlich sind. So kann man beispielsweise bei leichter Leberfunktionsstörung mit einem natürlichen Mittel wie Mariendistel, Löwenzahn oder Artischocke die Leber aktivieren und dadurch auch Durchschlafstörungen verhindern. Im Falle von Leberproblemen wäre typisch, dass man regelmässig zwischen ein und drei Uhr in der Nacht aufwacht. Lassen Sie sich in Ihrer Drogerie ausführlich beraten.

_ _ Eine Bestie bedroht mich (z. B. ein Löwe) / Ich muss vor _

Ich komme zu spät: Habe ich Angst, etwas nicht zu schaffen?

Hilfe bei unruhigen Träumen oder Albträumen Unruhiger Schlaf oder auch Albträume haben nicht selten viel mit dem Alltag zu tun. Ist man häufig gestresst oder hat viele negative Gedanken, hat dies auch oft Auswirkungen auf den Schlafverlauf. Hier kann man einerseits mit pflanzlichen Mitteln wie beispielsweise Johanniskraut oder Rosenextrakt ein gewisses Gleichgewicht und eine Harmonisierung in der psychischen Verfassung bewirken. Aber gleichzeitig gilt es, bekannte Stör- und Stressfaktoren bewusst zu reduzieren. Allenfalls empfiehlt sich, die Unterstützung von Fachpersonen in Anspruch zu nehmen.

Müde trotz genügend Schlaf Viele kennen das: Wenn ma morgens mit dem Gefühl erwacht, nicht erholt zu sein. Dieses Gefühl deutet auf einen unruhigen Schlaf, auf eine ungenügende Schlafzeit oder auch auf eine unge-

nügende Tiefschlafphase hin. Nebst den erwähnten Massnahmen kann man versuchen, gewisse Muster zu durchbrechen. Also beispielsweise das Fernsehen vor dem Schlafengehen zu unterlassen oder auch konsequent eine Stunde früher ins Bett zu gehen als üblich. Grundsätzlich sollte man darauf achten, was der Körper für Signale gibt, diese beachten und dementsprechend individuelle Massnahmen ergreifen. Ein gesunder Schlaf ist enorm wichtig für die Erholung des ganzen Stoffwechsels, die Energiebereitstellung des Körpers und für das allgemeine Wohlbefinden. Text: Ann Schärer Fotos: Corinne Futterlieb und Flavia Trachsel, fotolia.com


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Männer, drückt auf die Tube! Auch Männer brauchen regelmässig einen Klecks Creme im Gesicht. Denn Heizungs- und Frostluft machen ihrem Teint ebenso zu schaffen wie die Rasur. Die Frau ist heute nicht mehr das einzige Geschlecht, das gegen faltige Haut ankämpfen will. Auch der Mann will jung und attraktiv erscheinen und die Spuren des Alters so lange wie möglich hinauszögern. Der Griff in den Topf der Gattin reicht da aber nicht aus. Schliesslich brauchen Männeroberflächen eigene Produkte. Denn was Mann wissen muss: «Männerhaut braucht eine etwas andere Pflege als die einer Frau», weiss die dipl. Drogistin Doris Hermann, Mitinhaberin der Drogerie Hermann in Unterägeri. «Die Struktur der männlichen Gesichtshaut ist viel robuster, da sie aus wesentlich mehr Hornschichten besteht. Deshalb enthalten Pflegeprodukte für Männer grundsätzlich weniger Fett.» Zudem altere Männerhaut ab vierzig schneller als bei Frauen, was einen erhöhten Anteil an Feuchtigkeit, Kollagen und Elastin in den Pflegeprodukten nötig mache.

Rasieren, aber richtig Was die Männerhaut besonders belastet, ist die tägliche Rasur. «Deshalb sollten unbedingt ein Rasierschaum und eine scharfe Klinge verwendet werden», erklärt Doris Hermann. Nach der Rasur sei ein Balsam oder Gesichtswasser ein Muss. Die Drogistin rät zu einer Aftershave-Creme oder -Emulsion, die zum Beispiel Glyzerin oder Hyaluronsäure enthält, um Reizungen zu verhindern und leichte Blutungen zu stoppen. Rasierwasser könne sie allerdings nicht empfehlen, da es häufig brenne und die Haut unnötig austrockne.

Basisprodukte für den Mann Aber nicht nur Rasieren reizt die Gesichtshaut. Auch ungesunde Ernährung, Alkohol und Nikotin, Stress, Umwelteinflüsse wie Sonne, Hitze und Kälte – und nicht selten auch die falschen Pflegeprodukte belasten. Die Drogistin

empfiehlt Männern folgende Grundausstattung für die tägliche Pflege: ein mildes Waschgel für die Reinigung (nicht das Duschmittel verwenden!) einen milden Rasierschaum einen Aftershave-Balsam eine fettfreie, hauttypgerechte Tagescreme eine regenerierende Nachtcreme Sonnenschutzprodukte

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Die fünf Hauttypen Für die Gesichtspflege – ob Mann oder Frau – ist es wichtig zu wissen, mit welchem Hauttyp man es zu tun hat. Grundsätzlich lassen sich fünf unterscheiden: die fettige, die normale, die Misch-, die trockene und empfindliche sowie die allergische Haut. Am einfachsten ist, sich in einer Drogerie über den Hauttyp von einer Fachperson aufklären zu lassen.

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Gesichtspflege ist auch Männersache.

Fahrplan für die tägliche Gesichtspflege

_ Reinigung: Befreien Sie die Haut mit einem Reinigungsgel von Schmutz. Dazu einfach Hals und Gesicht mit Wasser anfeuchten, einen etwa haselnussgrossen Klecks des Gels in der Hand zusammen mit etwas Wasser aufschäumen, und den Schaum gleichmässig auf Gesicht und Hals verteilen. Wer mag, kann das Auftragen des Gels mit einer kleinen Gesichtsmassage verbinden, indem mit Zeige- und Mittelfinger und leichtem Druck kleine Kreise aufs

Gesicht gezeichnet werden. Danach das Gel gut abspülen. Extratipp: Wer auf Effizienz setzt, der kann die Reinigung beim Duschen einbauen. Wer es gerne noch gründlicher hat, kann ein- bis zweimal pro Woche ein Peeling anwenden. Achtung: Direkt nach einem Gesichtspeeling sollte nicht rasiert werden, denn die Gefahr, sich zu schneiden, ist dann erhöht. Entfetten: Reinigen Sie allenfalls mit einem Tonic nach, um die Haut etwas zu entfetten. Vor allem, wenn sie glänzt

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oder unrein ist, sollte zur Nachreinigung ein Tonic eingesetzt werden. Denn solche Gesichtswasser wirken entzündungshemmend und entfetten die Haut zusätzlich. Am einfachsten das Tonic auf ein Wattepad geben und dann das Gesicht, ausgenommen die Augenpartie, reinigen. Wer unter trockener oder besonders empfindlicher Haut leidet, sollte auf ein beruhigendes, alkoholfreies Produkt achten. Extratipp: Ein Dreitagebart ist keine Ausrede dafür, auf ein Tonic zu verzichten. Anstelle des Wattepads kann das Reinigungs-


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höheren Lichtschutzfaktor, zusätzlichen Vitaminen oder glättendem Antifalteneffekt ermöglichen eine individuelle Pflege.

Trockene und kalte Luft schadet der Haut Im Winter, wenn die Luft kalt und trocken ist, braucht die Haut mehr Zuwendung. «Die Gesichtscreme kann einen leicht höheren Fettanteil enthalten, und die empfindliche Augenpartie sollte zusätzlich gepflegt werden», so die Drogistin Doris Hermann. Ein guter Sonnenschutz sei im Schnee und beim Sport draussen wichtig, allenfalls auch ein Kälteschutz. Mit Balsam können die Lippen zudem vor kleinen Rissen geschützt werden. Text: Anania Hostettler Foto: Corinne Futterlieb

Mann, ist der stur Was tun, wenn sich der Partner jeglichen Cremen verweigert und seine Haut wieder einmal so trocken, schuppig und spröde ist, dass das Küssen nur noch halb so viel Spass macht? Doris Hermann kennt diese Fragen aus dem Drogeriealltag: «Dann gilt es, mal mit ein, zwei Produkten anzufangen und ihn nicht gleich von einer kompletten Pflegeausstattung überzeugen zu wollen. Praktische Two-in-one-Produkte vereinfachen die Pflege und sparen Zeit, das mögen Männer.»

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wasser genau gleich wie ein Aftershave mit sauberen Händen aufgetragen werden. Pflegen: Versorgen Sie die Haut dann mit einer feuchtigkeitsspendenden Pflege. Denn Umwelteinflüsse wie Wind, Sonne und Kälte strapazieren die Haut, Eincremen macht die Haut widerstandsfähiger. Wichtig dabei ist, ein auf den Hauttyp abgestimmtes Produkt zu verwenden, sei dies eine Creme, ein Fluid, eine Emulsion oder ein Gel. Extratipp: Produkte mit wertvollen Zusatzfunktionen wie beispielsweise einem

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Oh Schreck – ein Fleck! Eine lustige Runde mit Freunden – und schnell ist es passiert: Rotwein- oder Bratensaucenspritzer auf Tischtuch oder Hemd. Was tun? Eine Drogistin und erfahrene Hausfrau weiss Rat.

Einen Moment nicht aufgepasst, und schon tropft das Kerzenwachs oder der Rotwein auf das Tischtuch. Erste und wichtigste Regel bei derlei Missgeschicken: «Schnell reagieren.» Das betont Ruth Stettler, eidg. dipl. Drogistin in der Studer Drogerie in Münchenbuchsee. Denn je rascher man den Fleck behandelt, desto grösser sind die Chancen, ihn vollständig wegzubekommen. Wer sofort handelt, braucht in der Regel keine teuren Spezialreiniger oder Fleckenmittel zu verwenden. Zwei Dinge sind bei der «Erstversorgung» von Flecken zentral: «Mit einem trockenen, saugfähigen und vor allem hellen Tuch immer von aussen gegen innen reiben, damit man den Fleck nicht noch vergrössert, und nur tupfen, niemals reiben. Wer reibt, arbeitet den Fleck nur weiter ins Gewebe ein», erklärt die Drogistin und erfahrene Hausfrau. Am besten unterlege man die zu behandelnde Stelle vorgängig mit einem saugfähigen Tuch.

Ursache herausfinden Wichtig ist es, herauszufinden, welche Substanz den Fleck verursacht hat. Meistens findet Ruth Stettler dies im Gespräch mit der Kundin oder dem Kunden heraus. Nur so ist eine gezielte Reinigung möglich. «Am besten ist es, wenn man die betroffenen Textilien gleich mit in die Drogerie bringt. So können wir unsere Kunden am besten ganz gezielt beraten», meint die Drogistin. Zudem sei es oft hilfreich, die in den Kleidungsstücken eingenähten Pflegeund Waschinstruktionen zu beachten. So findet man am schnellsten heraus, um welche Gewebeart es sich dabei

handelt. Es gebe auch Kleidungsstücke wie teure Sportjacken oder Anzüge, bei denen es sich lohne, diese in die chemische Reinigung zu geben. «Dort sollte man besser nicht herumexperimentieren. Denn die Gefahr, damit noch alles schlimmer zu machen, ist gross», warnt Ruth Stettler. Text: Ann Schärer / Foto: Corinne Futterlieb

Das hilft gegen Flecken von … … Kaugummi Hier rät Ruth Stettler zur mechanischen Entfernung, also beispielsweise mit einem Messer. Diese wird oft einfach, wenn der Stoff vorher in den Tiefkühler gelegt wird. … Harz oder Teer Am besten wirkt Terpentinöl, das direkt auf den Fleck gegeben wird. Anschliessend wird das Öl mit Pfeifenerde und Leichtbenzin (aus der Drogerie) oder auch mit Gallseife wieder aus dem Gewebe entfernt. Pfeifenerde und Leichtbenzin leisten allgemein bei fettigen, öligen Flecken gute Dienste. … Ei, Milch oder Blut Sofort mit kaltem Wasser behandeln, denn bei Temperaturen über 40 Grad gerinnt das Eiweiss und lässt sich kaum mehr aus dem Gewebe entfernen.

… Wein oder Kaffee Hier bietet sich als erste Massnahme an, aus normalem Speisesalz und kohlensäurehaltigem Mineralwasser eine Art Teig anzurühren und diesen auf den Fleck zu geben. Auch Essig, Zitronensäure (in Pulverform aus der Drogerie) oder Zitronensaft helfen.


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… Kerzenwachs Am besten erkalten lassen und erst einmal mechanisch entfernen, zum Beispiel mit dem Messerrücken. Dann Löschoder Haushaltspapier auf die Wachsreste legen und lauwarm ausbügeln. Auf den zurückbleibenden Wachsfleck gibt man am besten Gallseife, die man über Nacht einwirken lässt. Stammen die Wachsflecken von farbigen Kerzen, ist je nachdem ein anschliessendes Bleichen notwendig.

… fettigen Saucen Fleck vor dem Waschen mit Gallseife vorbehandeln und am besten über Nacht einwirken lassen. Auch spezielle Fleckensalze können helfen. Von diesen gibt man im Idealfall zusätzlich etwas zum Waschmittel dazu.

… Tomaten und Früchte Hier leisten Gallseife oder Fleckensalz gute Dienste. Je nachdem, ob das betroffene Gewebe weiss ist, können auch bleichende Mittel wie Essigsäure, Zitronensaft und Zitronensäure zum Einsatz kommen.

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Allergie: Was reizt, muss raus Katze und Hund, Schimmelpilze und Zimmerpflanzen können zu unliebsamen Hausbewohnern werden. Denn bei quälenden Allergien sind oft sie die Ursache. Deshalb sollten Allergiegeplagte die richtigen Massnahmen treffen. Eine Niesattacke jagte die nächste, dazu lief die Nase von Andrea Webers Tochter ständig. Die Mutter ging mit ihrer 14-jährigen Tochter zum Kinderarzt. Er führte verschiedene Allergietests durch und stellte fest: Die Jugendliche leidet an einer Katzen- und Pferdehaar-, Pollen- und Hausstaubmilbenallergie und ist damit in bester Gesellschaft: Ungefähr 20 bis 25 Prozent der Schweizer Bevölkerung haben bereits allergische Symptome gezeigt. Die häufigste Innen-

raumallergie in unseren Breitengraden ist die Hausstaubmilbenallergie. Rund jeder Zwanzigste ist davon betroffen. Obwohl die Schülerin selbst nie eine Katze hatte, leben in der Nachbarschaft etliche dieser beliebten Haustiere. Und weil Tierallergene aus Schweiss, Talg, Speichel oder Urin sogar über grosse Distanzen schweben können, kommt das Mädchen unweigerlich mit diesen allergieauslösenden Hinterlassenschaften in Kontakt.

Allergieauslöser Teppich ist rausgeflogen Katzen und Pferden geht die Jugendliche so gut es geht aus dem Weg. Als weitere wichtige Massnahme in einer ganzen Reihe sind die Webers im Haushalt zur Tat geschritten. Auf Anraten des Arztes entfernten sie den Teppich im Zimmer, bezogen die Matratze mit einem milbendichten Überzug. Denn die 0,3 Millimeter grossen Hausstaubmilben leben gerne in Teppichen, Polstermöbeln, Tierfellen und be-


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Druckgefühl im Kopf? Verstopfte Nase?

Häufiges Putzen ist sinnvoll Mutter Andrea Weber legt in den Staubsauger nur noch effiziente Spezialfilter ein, die kleinste Partikel herausfiltern können. Im Zimmer der Tochter liegt jetzt ein Parkettboden. Es wird häufiger als vor Ausbruch der Allergie Staub gesaugt, die Bettwäsche wöchentlich gewechselt. Gemäss aha! sollte diese bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, und häufiges Putzen macht Sinn: «Die Frequenz hängt von der Anzahl Personen im Haushalt ab», erklärt Karin Stalder. Denn mehr Leute produzieren mehr Staub. Das Allergiezentrum Schweiz empfiehlt weiter, Staubfänger zu entfernen. «Optimal sind Böden wie Parkett, Laminat oder PVC, die man feucht reinigen kann.» Auch Staubwischen sollte man mit einem feuchten Tuch. Dazu empfiehlt Peter Geisselhardt, Geschäftsinhaber der Bahnhof-Drogerie Amriswil, ein Mikrofaserreinigungssystem für den ganzen Haushalt. So schwer es auch fällt: Wer auf Milben, Hundehaare und Co. allergisch reagiert, befreit am besten seine Wohnung davon.

sonders in Matratzen. Hauptallergen ist der Milbenkot, der, sobald trocken, in der Luft herumwirbelt. 20 bis 40 Kotbällchen produziert eine Milbe täglich.

Milben gedeihen in feuchter und warmer Umgebung Hausstaub ist ein Gemisch aus Bestandteilen wie Haaren und Hautschuppen von Menschen und Tieren, Fasern, Pilzsporen, Federn, Bakterien, Milben und falls in der Wohnung vorhanden: getrockneten Sekreten des Gummibaums. Milben fühlen sich in einer feuchten, warmen Umgebung wohl, vermehren sich, fressen Hautschuppen von Mensch und Tier. «Täglich verliert ein Mensch davon 1,5 Gramm», weiss Karin Stalder, stellvertretende Leiterin Fachteam von aha! Allergiezentrum Schweiz. Daran können sich 300 000 Milben gütlich tun. Ein weiteres gefundenes Fressen für die Tierchen ist, wenn in der Wohnung Schimmelpilz gedeiht.

Schimmelpilz auf den Pelz rücken «Bereits mit wenig Reinigungsmittel putzt es sich gründlich, und selbst feine Partikel lassen sich entfernen», sagt Peter Geisselhardt. Allergikern rät er, hypoallergene Mittel ohne Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe zu benützen, die sich für verschiedene Materialien eignen. Produkte auf Basis von Chlor oder Fruchtsäure würden Schimmelpilz den Garaus machen und die Sporen abtöten. «Um erneuten Befall zu verhindern», betont der eidg. dipl. Drogist, «ist es jedoch wichtig, zu hohe Feuchtigkeit zu vermeiden und häufig zu lüften» (siehe Kasten auf nächster Seite). Zusätzlich empfiehlt Geisselhardt, bei ersten Symptomen, welche auf eine allergische Reaktion schliessen lassen, eine individuelle Beratung in der Drogerie und eine Behandlung etwa mit spagyrischen Essenzen aus der Ballonrebe, Bienenkittharz und Pestwurz. «Diese helfen dem Körper, mit störenden Umwelteinflüssen selbst zurechtzukommen.» Schon bald ist der Winter da. Auf die Schneesportferien freut sich Andrea Webers Tochter besonders. Nicht nur, weil sie gerne Ski fährt. Sondern weil Orte über 1200 Metern über Meer wegen der trockenen, kalten Luft milbenarm sind.

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So schaffen Sie in Räumen ein allergiefreies Klima Hausstaubmilben

Schimmelpilze

Auslöser: Milbenkot Leben in: Matratzen, Kopfkissen, Duvets, Teppichen, Polstermöbeln, Stofftieren

Wichtige Massnahmen:

_ Matratze und Bettzeug mit milbendichtem Überzug versehen. _ Bettwäsche wöchentlich bei 60 °C waschen. _ Reduktion von Temperatur (Schlafzimmer nicht über 18 °C, Wohnzimmer: 19 – 21 °C) und Luftfeuchtigkeit (in Heizperiode nicht über 50 %).

_ Regelmässig kurz lüften, besonders bei kaltem Wetter. _ Vermeiden von Staubfängern, keine Grünpflanzen im Schlafzimmer, keine Haustiere. _ Ferien: Orte über 1200 m ü. M. sind wegen der trockenen, kalten Luft milbenarm.

Auslöser: Die fadenförmigen Mikropilze entwickeln sich v. a. dort, wo erhöhte Luftfeuchtigkeit herrscht, bei Wärme-/Kältebrücken etc. Weitere Risiken: Luftbefeuchter, Zierbrunnen, viele Pflanzen in der Wohnung. Wachsen: auf feuchten Wänden, Tapeten und Holz, in Klimaanlagen, in Topferde, in der Küche und in Nasszellen. Wichtige Massnahmen:

_ Relative Luftfeuchtigkeit auf unter 50 % senken (mit Hygrometer überprüfen). _ Temperatur: in Wohnräumen nicht weniger als 20 °C bzw. 17 °C in Schlafräumen. _ 2 – 3× täglich 5 – 10 Min. kräftig lüften (Durchzug). _ In Heizperiode offene Kippfenster vermeiden. _ Während und nach dem Kochen Dampfabzug laufen lassen oder Fenster öffnen. _ Nach dem Duschen einige Minuten durchlüften.

Haustiere Auslöser: Tierallergene binden sich an Staubpartikel. Über menschliches Haar und Kleidung werden sie weit herum verschleppt.

Zierpflanzen Auslöser: Unter anderem Birkenfeige (Ficus benjamina), Yuccapalme, Weihnachtsstern, Zimmerlinde.

Besonders Katzen- und Hundeallergien sind bei uns weitverbreitet. Wichtige Massnahmen:

_ Wenn möglich, sich vom Tier trennen. _ Medikamentöse Therapie. _ Immuntherapie. _ Tierhaltung möglichst ausserhalb Wohnung. _ Schlafzimmerverbot für das Tier. _ Händewaschen nach jedem Kontakt. _ Regelmässiges Staubsaugen

Die Begrünung von Innenräumen kann Allergien auslösen. Wichtige Massnahmen:

_ Pflanzen entfernen; die Symptome bessern meist rasch.

(HEPA-Filter Stufe 11 einlegen).

Text: Claudia Merki / Foto: Flavia Trachsel, fotolia.com

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Zähnebleichen – Weiss um jeden Preis? Zähne so weiss wie ein Brautkleid – das wünschen sich viele Menschen. Ob mit Zahnpasta und Bleichschienen zum Selbermachen oder beim Zahnarzt: Wer mit einem Bleaching liebäugelt, sollte einige Regeln beachten. Kristallblau leuchtet das UV-Licht während des Zähnebleichens. 40 Minuten in der Mittagspause vor dem TV, «so cool und easy ist mein Service», sagt Omer Aloussy, dipl. Ingenieur und Geschäftsführer von Smile’Up in der Schweiz. Eine Assistentin füllt das Gel in eine Kunststoffschiene. Dann heisst es für die Kunden nur noch: hinsetzen, zubeissen, und der Traum vom weissen Gebiss wird Wirklichkeit. Das Hollywood-Lächeln à la Julia Roberts soll bis zu sechs Monate anhalten und kostet rund 125 Franken. Beim Zahnarzt muss man für Ober- und Unterkiefer mit 700 Franken rechnen.

Allerdings soll das Ergebnis nach einer zahnärztlichen Behandlung mit Bleichschienen bis zu zwei Jahre anhalten. Innerhalb der Zahnärzteschaft ist der Trend zum künstlichen Zahnweiss aber durchaus umstritten. Denn das Aufhellen birgt Risiken und hat auch Grenzen.

Wann Sie die Finger davon lassen sollten Dr. med. dent. Brigitte Zimmerli, Mitinhaberin der Zahnarztpraxis Braun & Zimmerli in Burgdorf, kennt die Problematik: «Bei richtiger Handhabung sind die modernen Bleichverfahren ungefähr-

lich.» Damit aus dem Traum in Weiss jedoch kein Albtraum wird, sollte ein Zahnarzt zuerst abklären, ob sich die Zähne in einem einwandfreien Zustand befinden. Das heisst: «Bei Karies, Zahnfleischentzündung, empfindlichen Zahnhälsen, undichten Zahnfüllungen und Parodontitis ist ein Bleaching nicht sinnvoll», erklärt die Expertin. Denn wurzelbehandelte Zähne, Füllungen und Kronen liessen sich nicht mit der gängigen Schienentechnik aufhellen und würden nach dem Bleichen erst recht sichtbar. Wer seine Füllung im Nachhinein erneuern müsse, greife letztlich noch tiefer ins

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Portemonnaie – rund 400 Franken koste die Reparatur an einem einzigen Zahn. In der Bleaching-Bar wird der Kunde über die Risiken aufgeklärt und bestätigt, dass alle Zähne gesund sind.

Der Weg zum Traumlächeln Weisse Zähne stehen für Gesundheit und Erfolg. Die Folge davon sind gute Geschäfte, aber auch hohe Erwartungen der Kunden: «Ich erlebe oft, dass Leute in meine Praxis kommen und sich ein schneeweisses Gebiss wünschen», sagt Brigitte Zimmerli. Mit mehr als um zwei Farbtöne helleren Zähnen sei allerdings nicht zu rechnen. So strahlend weisse Beisserchen wie die der Models auf Plakatwänden erziele man nur mit einem Bildbearbeitungsprogramm oder Keramikschalen (Veneers). Bloss, wer sich Letzteres wünscht, sollte praktisch ebenso viel verdienen wie ein Topmodel: Denn die Veredelung eines einzigen Zahns durch Keramik kostet stolze 1300 Franken. Wer sich dagegen mit einem Elfenbeinweiss zufriedengibt, dem empfiehlt die Zahnärztin ein HomeBleaching. Wie der Name bereits verrät, werden die Zähne zu Hause mit einer individuell angefertigten Kunststoffschiene gebleicht. Diese trägt man in der Regel während zwei Wochen täglich ein bis zwei Stunden, je nach Empfindlichkeit der Zähne. «Abhängig ist der Effekt davon, wie die Zähne beschaffen sind und wie oft und lange gebleicht wird.» Eine Tragedauer von mehr als zwei Stunden bringe jedoch keinen besseren Erfolg.

Zu viel Schmirgeln schadet dem Zahnschmelz Zitronensaft, Backpulver und Salz sollen die Zähne angeblich aufhellen – darauf schwören einige Menschen. «Völliger Quatsch», sagt Brigitte Zimmerli. Im Ge-

Wie das Aufhellen der Zähne funktioniert Beim Bleaching der Zähne wird die Farbe des Zahnschmelzes mithilfe von aufhellenden Stoffen gebleicht. Und das geht so: Fast alle angebotenen Zähne-bleichprodukte enthalten Peroxide (Wasserstoff- oder Carbamidperoxid) in unterschiedlichen Konzentrationen. Das Peroxid dringt in den Zahn ein und kann dort Sauerstoffradikale freisetzen, die in der Lage sind, Farbstoffe in der äussersten Schicht des Zahnes, dem Schmelz, aufzuhellen. Die Zahnärzte arbeiten mit Mitteln, die bis zu 30 Prozent Wasserstoffperoxid enthalten. WeissmacherPasten aus der Drogerie enthalten maximal 6 Prozent Peroxid. Die Nachhaltigkeit des Bleichens ist immer abhängig von der Zahnpflege, der Ernährung und den Lebensgewohnheiten.

Brille aufsetzen, Platz nehmen, zubeissen: In sogenannten Bleaching-Bars kann man sich selbst die Zähne bleichen.

genteil: «Säure und grobe Körner in den Hausmitteln reduzieren den Zahnschmelz, und das gelbliche Dentin im Inneren des Zahns scheint durch. Folglich erscheinen die Zähne dunkler als vorher.» Und noch schlimmer: Bei längerfristiger Anwendung dieser Hausmittel würden die Zähne arg beschädigt. Günstige Abhilfe schaffen Weissmacher-Pasten. «Sie können leichte Verfärbungen reduzieren

oder entfernen und hellen bis einen Farbton auf», so die Expertin. Doch Paste ist nicht gleich Paste! Steffi Bucher, Drogistin HF und Geschäftsführerin der Drogerie Flükiger in Hinwil (ZH), erklärt, was nützt und was schadet: «Es gibt Produkte wie Raucher- oder Antizahnsteinpasten, die einen hohen Anteil an Putzkörperchen, sogenannten Abrasivstoffen, aufweisen, welche den Zahnschmelz bei fal-

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scher Anwendung beschädigen.» Bei Zahnschäden oder empfindlichen Zahnhälsen sollten solche Pasten nur in Absprache mit einem Zahnarzt angewendet werden. Damit Produkte mit einem hohen RDA-Wert – also mit vielen Putzkörperchen – nicht als Schmirgelpapier fungieren, empfiehlt Bucher: «Ein- bis zweimal pro Woche die befleckten Stellen auf den Zähnen mit kleinen, kreisenden Bewegungen zu bürsten, reicht völlig.» Zahnschonender seien Pasten, die Zinkfluorid und Peroxid enthalten. Diese könne man sogar zweimal täglich anstelle einer normalen Zahnpasta anwenden.

Wenn die Zähne nach dem Bleichen schmerzen Manchmal reicht ein kaltes Bier oder ein saurer Apfel – und schon durchzieht

ein ziehender Schmerz den Kiefer. Schuld daran ist möglicherweise das Bleaching: «Die Zahnhälse können in den ersten paar Tagen nach der Behandlung empfindlich auf Luft, Kälte, Hitze, sauer, süss und Berührung reagieren», sagt Drogistin Steffi Bucher. Dagegen helfe unter anderem ein Gel mit Zinnfluorid, welches man jeden Abend mit den Fingerspitzen auf die Zähne aufträgt. Die Gelreste könne man anschliessend ausspeien, aber wichtig: Den Mund nicht mit Wasser ausspülen. «Das Gel bewirkt, dass sich ein Schutzfilm über die Dentinkanälchen der Zähne bildet und die Reizleitung an die Zahnnerven unterbunden wird.» Lindernd wirken laut Bucher auch Schüssler-Salze, die ergänzend zum Gel eingenommen werden können. Und last, but not least: «Die

meisten Beschwerden erspart sich sowieso, wer seine Zähne von Kindesbeinen an vorbeugend reinigt», ergänzt Zahnexpertin Brigitte Zimmerli. Denn wo sorgfältig und professionell geputzt werde, bleibe auch das Kauwerkzeug länger gesund und folglich natürlich weiss. Schliesslich erhalten wir im Verlaufe unseres Lebens nur zweimal neue Zähne. Da hat es der Hai schon besser: Bei ihm wachsen die Zähne bis ans Lebensende neu nach. Text: Vanessa Naef / Foto: Corinne Futterlieb

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Diese Fette sind bärenstark Machen Sie es wie der Grizzlybär. Essen Sie regelmässig fettreichen Fisch. Denn die darin enthaltenen OmegaFettsäuren sind sehr gesund. Fett macht fett und ist ungesund? Das gilt ganz sicher nicht, wenn es um Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren geht. Der Körper benötigt zum Leben Fettsäuren. Die meisten von ihnen kann er selbst herstellen – bis auf zwei: die Omega3-Fettsäure Alpha-Linolensäure sowie die Omega-6-Fettsäure Linolsäure. «Diese beiden werden als essenziell bezeichnet, da sie von aussen, das heisst mit der Nahrung, zugeführt werden müssen. Sie erfüllen wichtige Funktionen und sind in allen Körperzellen enthalten, insbesondere im Gehirn», erklärt Irene Näf von der Drogerie Müli-Märt in Lenzburg.

Fettsäuren haben einiges auf dem Kasten Omega-3- und -6-Fettsäuren sind an der Bildung von sogenannten «guten» Eicosanoiden beteiligt. Dabei handelt es sich um hormonähnliche Substanzen mit vielen positiven Wirkungen: Dazu gehören etwa die Regulation der Blutfettwerte (Cholesterin), die Senkung des Blutdrucks oder die Entzündungshemmung. Die Fettsäuren haben auch positive Auswirkungen auf das Immunsystem sowie die psychische Befindlichkeit. «Zudem sind sie Bestandteile der Zellmembranen und werden somit beim Aufbau von neuen Zellen, wie im Wachstum oder nach Verletzungen, vermehrt gebraucht», erklärt die diplomierte Drogistin HF.

Wie unterscheiden sie sich? An einem einzigen Tag kann ein Grizzlybär aus Alaska bis zu 50 Lachse fressen.

Fettsäuren haben unterschiedliche Wirkungen im Stoffwechsel. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren werden weitgehend von denselben Enzymen weiterverarbeitet, aber jeweils zu unterschiedlichen Boten-

stoffen mit verschiedenen Eigenschaften. Aus Omega-6-Fettsäuren entstehen viele Botenstoffe, die im Stoffwechsel entzündlich wirken, währenddem Botenstoffe, die aus Omega-3-Fettsäuren entstehen, antientzündlich wirken. Da beide Fettsäuren wichtig sind, sollten sie in einem für den Körper optimalen Verhältnis konsumiert werden. Omega-6-Fettsäuren dienen beispielsweise dem Wachstum, der Infektionsabwehr sowie der Wundheilung. Omega-3-Fettsäuren, die gerinnungs- und arteriosklerosehemmende Eigenschaften haben, verbessern die Blutwerte und sind ein wichtiger Bestandteil gesunder Zellmembranen in allen Geweben, nicht zuletzt der Hirn- und Nervenzellen.

Das richtige Verhältnis «Es sollten nicht mehr als fünfmal so viele Omega-6- wie Omega-3-Fettsäuren zugeführt werden», erklärt die Drogistin. Leider werden hierzulande zehn- bis zwanzigmal mehr Omega-6-Fettsäuren konsumiert, da diese in rotem Fleisch und tierischen Fetten (also auch in Milchprodukten) und den meisten Salatölen zahlreich enthalten sind. Omega3-Fettsäuren in relevanten Mengen liefern Raps- und Leinöl sowie fettreicher Fisch. «Das sind Lebensmittel, die heute vergleichsweise selten auf dem Speiseplan stehen», so Irene Näf. Die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren sollte ein halbes bis zwei Prozent des Tagesenergiebedarfs ausmachen. Der Tagesenergiebedarf ist bei jeder Person verschieden, man erreicht jedoch die täglich empfohlene Menge im Durchschnitt, wenn man beispielsweise 50 Gramm Lachs oder 17 Gramm Rapsöl pro Tag zu sich nimmt.

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Fettreicher Fisch hats in sich Fettreicher Fisch wie Lachs und Hering ist sehr reich an Omega-3-Fettsäuren. «Es ist aber schwierig, den Tagesbedarf nur durch Fischkonsum zu decken», so Näf. Daher wird empfohlen, zusätzlich zu den ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche ein hochwertiges Öl wie Leinsamenöl, Sojabohnenöl, Walnuss- oder Weizenkeimöl zu verwenden. Omega-6-Fettsäuren findet man vor allem in Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Distelöl, Fleisch, Käse und tierischen Fetten.

Für fitte Kinder Da der Mensch zwingend auf die Zufuhr der gesunden Fette angewiesen ist, kann diese in Form von speziellen Produkten (z. B. Fischölkapseln) sichergestellt werden. Auch Kinder benötigen Omega-3und Omega-6-Fettsäuren in guter Qualität. «Vor allem im Kleinkindalter ist die Zufuhr durch gesunde, ausgewogene Ernährung sehr wichtig, da das Hirn noch wächst und reift», weiss Irene Näf.

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_ Nehmen Sie gekauftes Fladenbrot oder eine hausgemachte Crêpe. _ Bestreichen Sie die Crêpe bzw. das Fladenbrot mit Philadelphia, Cantadou oder Kräuterbutter und etwas Wasabi.

_ Dann den Teig mit geräuchertem

oder mariniertem Lachs belegen, eventuell etwas Zitronensaft darüberträufeln sowie Parmesanspäne darauf verteilen und einrollen.

_ Die Lachsroulade ist sowohl kalt als auch warm geniessbar.

Spezialtipp für Berufstätige: Dieses Menü kann problemlos abends zu Hause vorbereitet und am nächsten Tag in der Mikrowelle erwärmt werden. So machen Sie eine Crêpe: 100 Gramm Mehl, zwei bis drei Eier und etwas Milch und Mineralwasser in eine Schüssel geben und verrühren. Olivenöl in einer Bratpfanne erhitzen und eine Kelle voll Teig in die Pfanne giessen, sodass der Pfannenboden gleichmässig dünn mit Teig überzogen ist. Die Crêpe hellbraun backen.

Christian Gwerders Spezialtipp Lachs ist ein guter Omega-3-Lieferant und obendrein sehr schmackhaft. Christian Gwerder (23), Student und Koch im Restaurant Nidair in Ennetbürgen (NW), stellt eines seiner Lieblings-Fischrezepte vor, welches übrigens besonders geeignet ist, wenn die Zeit zum Kochen fehlt. 2012 zählte Gwerder zur Küchenbrigade des 5-Sterne-Hotels Castello del sole in Ascona, welches 17 Gault-Millau-Punkte erhielt.

Text: Silvia Stähli-Schönthaler Foto: weyrichfoto.ch

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«eHealth»: Chancen und Risiken Vor sechs Jahren wurde die «Strategie eHealth Schweiz» vom Bund festgelegt und seither umgesetzt – mit Erfolg: Akteure des Gesundheitswesens tauschen im Netz einfach und schnell Informationen untereinander aus. Die Expertin für elektronische Gesundheit, Professorin Andréa Belliger, erklärt im Interview, um was es bei der neuen Technologie eigentlich geht. Es sind vornehmlich die wachsenden Behandlungsbedürfnisse der Bevölkerung, die immer komplexeren Krankheitsbilder und die steigende Anzahl beteiligter Gesundheitsfachpersonen je Krankheitsfall, die unser Gesundheitswesen an die Leistungsgrenze bringen. Der Bund, zahlreiche Akteure im Gesundheitswesen und uns Patienten beschäftigt daher seit Längerem die Frage: Wie lässt sich künftig der Austausch zwischen den verschiedenen Parteien vereinfachen? Bund und Kantone erarbeiteten in diesem Zusammenhang gemeinsam die «Strategie eHealth Schweiz». Der Bundesrat verabschiedete die Strategie vor gut sechs Jahren. Als wegweisend wurden neue Technologien für elektronische Gesundheitsdienste erachtet. Der Begriff «eHealth» tauchte auf. Die moderne Informations- und Kommunikationstechnologie bietet den Patienten und ihrer Behandlung völlig neue Möglichkeiten, wie zum Beispiel virtuelle medizinische Beratungen oder Sprechstunden. Doch wo steht die digitale Gesundheit heute? Und sind die nun geplanten Schritte im Sinne der Bevölkerung?

Grosses Potenzial «eHealth» ist eine junge Informationstechnologie im Gesundheitswesen, die hilft, Dienstleistungen und Patienten zu vernetzen. Vorteile für den Patienten seien insbesondere Qualität und Mobilität, Sicherheit, Effizienz und Selbstständigkeit, wie es in einem Bericht der Exper-

tengruppe eHealth zuhanden des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) heisst. Die elektronischen Gesundheitsdienste seien wichtige Elemente, dazu zählten vor allem das elektronische Patientendossier mit zeit- und ortsunabhängigen Zugriffsmöglichkeiten, qualitativ hochstehende Online-Gesundheitsplattformen zur Förderung der persönlichen Gesundheitskompetenz sowie Telemonitoring zur medizinischen Beratung und Behandlung auf Distanz.

Strategie «Gesundheit 2020» Die Zukunft des Schweizer Gesundheitssystems wird durch digitale Neuerungen geprägt. Der Bundesrat unterstützt die Entwicklung von «eHealth» in der Schweiz aktiv und hat das Thema in den Zielen der am 23. Januar 2013 verabschiedeten Strategie «Gesundheit 2020» aufgenommen. Die «Strategie eHealth Schweiz» ist fester Bestandteil der umfassenden Strategie «Gesundheit 2020». Aber der Bundesrat unterstützt auch die Verbreitung elektronischer Prozesse in anderen Bereichen wie etwa EGovernment, Wirtschaft, Kultur und Bildung unterstützt.

Mehr Wissen: Das Institut für Kommunikation & Führung IKF Luzern bildet Experten für «eHealth» aus.


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«Es entsteht eine neue Patientengeneration» Eine neue Patientengeneration entsteht Frau Belliger, wofür steht «eHealth» genau? Andréa Belliger: «eHealth» steht für «Electronic Healthcare» und beschäftigt sich mit den grossen gesellschaftlichen Veränderungen, die durch die Digitalisierung des Gesundheitswesens seit ein paar Jahren zu wirken beginnen. Wir erleben gegenwärtig eine Veränderung im Umgang

der Menschen mit Gesundheit und Krankheit, die zurückzuführen ist auf die Nutzung von Computern, Smartphones und Internet. Was bietet «eHealth»? Bei «eHealth» geht es um die elektronische Zurverfügungstellung von Gesundheitsdienstleistungen im weitesten Sinn: von Gesundheitsinformationen im Internet für Konsumenten, Patienten und Gesundheitsfachleute, über Gesundheits-Apps bis hin zu E-Commerce- und E-Business-Anwendungen für das Management des Gesundheitswesens. Dazu zählen etwa das digitale Patientendossier, der elektronische Impfausweis sowie der elektronische Austausch von Patientendaten zwischen Arzt, Spital und Spitex. Im Zentrum von «eHealth» steht stets der integrierte Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien zur Gestaltung, Unterstützung und Vernetzung aller Prozesse und Beteiligten im Gesundheitswesen, nicht zuletzt der Bevölkerung. Wie kann man sich die Patientengeneration der Zukunft vorstellen? Was wir sehen, ist das Entstehen einer neuen Patienten- oder Konsumentengeneration, der sogenannten «ePatients». Es handelt sich dabei um eine vernetzte Patientengeneration. «ePatients» kommunizieren und informieren sich auf vielfältige Weise. Sie lesen und schreiben in Blogs, kommunizieren online mit anderen Patienten und Ärzten in Portalen und virtuellen Sprechstunden,

tauschen Gesundheitsdaten aus und beeinflussen damit Diagnose, Arztwahl, Medikation und Therapie. Diese «ePatients» sind zu einer neuen Einflussgrösse auf dem Gesundheitsmarkt geworden und fordern vom Gesundheitswesen Kommunikation, Partizipation und Transparenz. Dabei steht das kleine «e» vor «Patients» nicht so sehr als Abkürzung für «elektronisch», sondern für «empowered» – aktiv, befähigt, kompetent. Sind «ePatients» vor allem junge Leute, die mit dem Internet aufgewachsen sind? Überhaupt nicht. Zunehmend gesellen sich die «Silver Surfers» dazu, Menschen ab 60. Das Credo dieser neuen Patientengeneration lautet: «Lasst Patienten mithelfen» – eine Aufforderung an das Gesundheitssystem, Bürgerinnen und Patienten in Entscheidprozesse um ihre Gesundheit und Krankheit mit einzubeziehen. Denn wir sind im Moment mit einem Gesundheitssystem konfrontiert, das eine der wichtigsten Ressourcen, den Patienten, nicht einbezieht. Welche Rolle spielen Leistungserbringer, Versicherer und Gesundheitspolitik im «eHealth»-System? Seit vielen Jahren laufen Bemühungen unter den Hauptakteuren im Gesundheitswesen, «eHealth» auf der Ebene des digitalen Datenaustausches zu etablieren. Mit mässigem Erfolg. Die Verständigung ist aufgrund der unterschiedlichen Interessen von Leistungserbringern, Versicherungen und Ge-

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sundheitspolitik schwierig, und es fehlt der Anreiz, Änderungen vorzunehmen. Ich bin deshalb überzeugt, dass wie in vielen andern gesellschaftlichen Bereichen die Veränderung «von unten», aus der Bevölkerung, geschieht. Nicht durch eine Revolution und klar formulierte Forderungen, sondern schlicht und einfach durch ein verändertes Verhalten.

ten und vernetzten, die sich holen können, was sie brauchen, dort die anderen, die hoffnungslos überfordert sind? Was müsste unternommen werden, damit sich dieser Graben nicht noch mehr vergrössert? Und wie können endlich die Leistungserbringer motiviert werden, die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung und Vernetzung zu nutzen?

Welche Aspekte von «eHealth» werden in der Öffentlichkeit diskutiert? Im Zusammenhang mit der Digitalisierung der Themen Gesundheit und Krankheit werden zurzeit insbesondere datenschutzrechtliche Aspekte diskutiert: Wem gehören eigentlich meine Gesundheitsdaten? Wie können diese vor Missbrauch geschützt werden? Entwickelt sich ein neues Zweiklassensystem von Patienten – hier die informier-

Wie präsent ist das Thema «eHealth» im Bewusstsein der Schweizerinnen und Schweizer? Das Thema ist präsent, wenn auch nicht unter dem Namen «eHealth». 80 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer, die im Internet sind, suchen dort auch nach gesundheitsrelevanter Information. Das ist bereits eine Form von «eHealth». In den App-Stores finden sich über 40 000 Gesundheits-Apps. Wer joggt, zeichnet seine Werte digital auf, im Computerladen können Sie digitale Gewichtswaagen kaufen, die Ihr Gewicht per Bluetooth ans Handy schicken, viele von uns messen Schrittzahl, Kalorienverbrauch und

Zur Person Prof. Dr. Andréa Belliger ist Prorektorin der Pädagogischen Hochschule Luzern und Co-Leiterin des Instituts für Kommunikation & Führung IKF. Sie leitet den Studiengang «eHealth – Gesundheit digital». Ihre Arbeit am Thema «eHealth» verfolgt diese Schwerpunkte: Zusammen mit anderen Forscherinnen und Forschern beobachtet sie die Veränderungen im Umgang mit Gesundheit und Krankheit in unserer Gesellschaft, zudem bietet das IKF für Fachleute aus dem Gesundheitssystem den Weiterbildungskurs «eHealth – Gesundheit digital» an, der sich intensiv mit Trends und Themen wie «eHealth», partizipative Medizin, Social Media Healthcare und «ePatients» auseinandersetzt. «Fachleute im Gesundheitswesen sollten sich mit den Themen Digita-lisierung der Gesundheit und verändertes Kommunikationsverhalten intensiv auseinandersetzen. Im Moment widerspiegeln die Lehrpläne diese Themen in keiner der Ausbildungen – weder an Berufsschulen, Fachhochschulen noch Universitäten», bemerkt Andréa Belliger. Für Patienten erarbeitet das Team um Belliger gegenwärtig einen neuen OnlineKurs zum Thema «Gesundheit & Internet».

zurückgelegte Höhenmeter mit einem digitalen Schrittzähler oder Puls-, Herzfrequenz und Blutdruck über das eigene Messgerät zu Hause übers Mobiltelefon. «eHealth» scheint komplex und viel Selbstorganisation durch Patienten und Organisationen zu verlangen. Wie lässt sich das in der Übergangsphase trotz traditionellen Strukturen managen? Der Hauptvorteil von «eHealth» liegt in der Vernetzung. Netzwerke sind das prägende Merkmal des künftigen Gesundheitswesens. Nun ist es aber so, dass sich Netzwerke im Gegensatz zu klassischen Systemen nicht top down managen lassen. Das Management beschränkt sich auf das Bereitstellen von guten Rahmenbedingungen, den Abbau technischer Hürden, den Aufbau von Kompetenzen im Umgang mit neuen Medien, die offene Kommunikation zwischen allen Akteuren und den gleichberechtigten Miteinbezug der Bürgerinnen und Bürger in diesen Prozess. Text: Nadja Mühlemann / Foto: fotolia.com

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Dem «Herbstblues» einfach davontanzen Wenn die Tage kürzer werden und Nebel die Landschaft verhüllt, leiden viele Menschen unter einem Stimmungstief. Das muss nicht sein. Wer aktiv wird und Wind und Wetter trotzt, gibt schlechter Laune keine Chance.


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Erst noch hatten wir uns an Sommer, Sonne und Wärme gewöhnt, und schon hält der Herbst wieder Einzug. Dieser beschert uns nicht nur leuchtende Farben in der Natur, sondern auch kürzer werdende Tage, fallende Temperaturen, Regen und Nebel. Kein Wunder, dass viele Menschen in dieser Jahreszeit in ein Stimmungstief fallen. Die möglichen Ursachen für eine depressive Verstimmung sind vielfältig. Schuld daran ist in der Regel aber das mangelnde Licht während der Herbst- und Wintertage. Ein Phänomen, das man beobachtet: Bei fehlendem Licht produziert der Körper mehr vom müde machenden Botenstoff Melatonin, der auch als Schlafhormon bekannt ist. Ein hoher Melatoninspiegel im Körper drückt auf die Stimmung. Dafür wird während der hellen Stunden vermehrt Serotonin gebildet – ein stimmungsaufhellender Botenstoff, auch bekannt als unser Glückshormon: Dieses aktiviert den Körper und hebt die Stimmung.

Relikt aus der Steinzeit Dass der Körper in der kalten Jahreszeit auf Sparflamme schaltet, macht durchaus Sinn und kann als Überbleibsel aus der Entstehungsgeschichte des Menschen angesehen werden. Es war überlebenswichtig, im Winter einen Gang runterzuschalten. Da in der kalten Jahreszeit die Nahrungsversorgung knapp wurde, musste mit den eigenen Energieressourcen sparsam umgegangen werden. Leider lässt unsere heutige Lebensweise solche Ruhephasen kaum mehr zu. Hinzu kommt, dass die meisten Menschen heute fast den ganzen Tag in geschlossenen Räumen verbringen.

Stimmungstief oder Depression? Ist das Wetter draussen noch so schlecht, verkriechen Sie sich nicht im stillen Kämmerlein.

«Stimmungstiefs können in der dunklen Jahreszeit bei vielen Menschen als normale Reaktion auf die veränderten Lebensbedingungen angesehen werden», erklärt

Wechseljahre

Winterblues oder Depression? Vom vorübergehenden Stimmungstief unterscheidet sich die Depression dadurch, dass sie über Wochen und Monate anhalten kann und die allgemein bekannten Symptome wie Traurigkeit oder Antriebslosigkeit von anderen Symptomen begleitet werden. Bei der Depression ist der Stoffwechsel im Gehirn verändert. Die Konzentration der chemischen Botenstoffe (Neurotransmitter) Noradrenalin und Serotonin, welche die Nervensignale weiterleiten, ist bei Depressiven niedriger als bei Gesunden.

Evelyne Jost von der Drogerie Unterstadt in Zofingen. Wenn die niedergedrückte Stimmung aber über einen längeren Zeitraum, also mehr als zwei bis drei Wochen, anhalte und man sich nicht mehr aufraffen könne, den täglichen Pflichten nachzugehen, sollte dringend das Gespräch mit einem Arzt gesucht werden. Denn es könnte sich hier um eine echte Depression und damit um eine schwerwiegende Erkrankung handeln.

Bewegung lohnt sich Eine der effizientesten Massnahmen, um sich von einem Stimmungstief zu befreien, ist die körperliche Bewegung. Denn Sport wirkt sich äusserst positiv auf die Psyche des Menschen aus. «Regelmässige körperliche Aktivität hat eine antidepressive, angstlösende sowie entspannende Wirkung», erklärt Evelyne Jost. Wer unter einer gedrückten Stimmung leide, sollte sich bestimmt nicht zu Hause verkriechen und nur noch ferngucken, sondern die Laufschuhe anziehen und aktiv werden. «Bereits nach wenigen Minuten Laufen merkt man, wie sich die Laune verbessert.»

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Johanniskraut hebt die Stimmung Einem Stimmungstief ist man nicht hilďŹ&#x201A;os ausgeliefert. Es gibt natĂźrliche Präparate, die den trĂźben Gedanken ein Ende bereiten kĂśnnen. ÂŤProdukte mit Johanniskraut wirken stimmungsaufhellend, seelisch entspannend und motivierendÂť, weiss die Drogistin EFZ. Auch spagyrische Mischungen, die individuell hergestellt werden, hätten sich im Kampf gegen saisonale depressive Verstimmungen bewährt. Besonders wichtige Essenzen sind dabei nebst dem Johanniskraut die Taigawurzel, welche aufbauend wirke und dem KĂśrper helfe, sich besser der Situation anzupassen.

Schlechte Laune darf sein! Depressive Verstimmungen und Herbstdepressionen werden oft erst richtig schlimm durch den falschen Umgang damit. Wer darunter leidet, fĂźhlt sich oft minderwertig oder als ÂŤVersagerÂť. Daher rät Evelyne Jost: ÂŤMan sollte sich auch mal das Recht nehmen, schlechte Laune zu haben â&#x20AC;&#x201C; und dazu stehen.Âť Auf diese Weise befreie man sich von unnĂśtigem

Druck. ÂŤDes Weiteren hilft es, wenn man mit einem vertrauten Menschen oder einer Fachperson Ăźber die eigene BeďŹ ndlichkeit sprechen kann.Âť

Achtung, fertig, Bewegung!

_ Aktiv sein: Einsame Menschen laufen Ăśfter Gefahr, sich trĂźben Gedanken hinzugeben. Werden Sie aktiv, treffen Sie Freunde, gehen Sie aus und gĂśnnen Sie sich etwas Gutes. Bewegung bringts: Regelmässige Bewegung beugt trĂźben Gedanken vor. Sport steigert das psychische WohlbeďŹ nden durch die AusschĂźttung verschiedener kĂśrpereigener GlĂźckshormone und Stimmungsaufheller. Ob Joggen, Nordic Walking oder Radfahren â&#x20AC;&#x201C; Hauptsache ist die Bewegung an der frischen Luft. Draussen Licht tanken: Auch wenn es trĂźb und nass ist, sollte man jeden Tag einen kurzen Spaziergang im Freien machen. Selbst an grauen Tagen ist das Tageslicht noch drei- bis viermal stärker als die kĂźnstliche Beleuchtung im BĂźro. Ausgewogene Ernährung: Depressive Menschen essen im Winter mehr SĂźsses

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DIE SICHERHEIT IM BLICK Â&#x2026;OWHUH 0HQVFKHQ ZHUGHQ DOV )XVVJÂĽQJHU ½EHUGXUFKVFKQLWW OLFK RIW 2SIHU YRQ 9HUNHKUVXQIÂĽOOHQ 'DEHL KHOIHQ EHUHLWV HLQIDFKH9HUKDOWHQVZHLVHQXPGDV5LVLNRNOHLQ]XKDOWHQ

und Kohlehydrate. Mit gutem Grund: Denn Letztere gehen mit der Produktion des stimmungsaufhellenden Serotonins einher. Grundsätzlich ist es aber besser, eine fettarme, ballaststoffreiche Ernährung mit viel frischem Gemßse und Obst, fettarmem Fisch und Fleisch zu bevorzugen. VerwÜhnprogramm: Wer keine Ferien hat, sollte sich eine kurze Auszeit vom Alltag gÜnnen und fßr ein Wochenende in einen Wellness-Kurzurlaub fahren. Sauna, Massage und Wellness-Anwendungen verwÜhnen KÜrper und Seele! Dßfte bringen gute Laune: Besorgen Sie sich eine Aromalampe und bringen Sie den Sommer in Form von Dßften in Ihre Wohnung. Jasmin, Bergamotte und ZitrusÜle wirken sich positiv auf die Stimmung aus. Kreislauf ankurbeln: Bringen Sie Ihren Kreislauf in Schwung. Ob mit Gymnastik am offenen Fenster, mit Wechselduschen am Morgen oder einer Radtour ins Bßro.

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Text: Silvia Stähli-SchÜnthaler Foto: Flavia Trachsel

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Sie können mehr als nur gut duften Ihren Ursprung haben sie in Blüten, Blättern, Wurzeln sowie anderen Teilen der Pflanzen. In unserem Alltag finden wir sie wieder in den unterschiedlichsten Formen und Situationen: die ätherischen Öle. Der enorme Gehalt an Inhaltsstoffen macht ätherische Öle zu etwas ganz Besonderem. Es gibt Pflanzen, die mehr als 300 verschiedene Bestandteile enthalten und ihre Wirksamkeit dann im Zusammenspiel entfalten können. Deshalb sagt man auch, dass ätherische Öle die Seele und die Energie einer Pflanze widerspiegeln. Für eine optimale Wirkung sind hochwertige Duftstoffe von grosser Bedeutung, denn künstlich hergestellte Duftöle ent-

halten oft nur diejenigen Inhaltsstoffe, welche für den charakteristischen Geruch verantwortlich sind. Es lohnt sich daher, beim Kauf zur Qualitätssicherung auf die Herkunft der Rohstoffe zu achten. «Wildwuchs» oder «biologisch-dynamischer Anbau» geben uns den Hinweis, dass die Hersteller viel Wert auf die pflanzlichen Wirkstoffe legen und sie auch korrekt an ihre Kunden weitergeben wollen. Vor allem bei Hautkontakt oder innerlicher Anwen-

Ätherische Öle entspannen und beglücken unsere Sinne.

dung ist es wichtig, mit reinen ätherischen Ölen zu arbeiten. Solche Qualitätsprodukte sind in Drogerien erhältlich. Dort erklärt man Ihnen gerne die genaue Anwendung, damit unerwünschte Nebeneffekte ausgeschlossen werden können.

Vielseitig einsetzbar Natürliche Düfte begleiten uns ein ganzes Leben lang. Sie beeinflussen unser Gemüt, rufen Erinnerungen wach und

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entführen uns in eine andere Welt. Diese emotionale Seite einer Pflanze kennen wir in Form von Duftlampen, Aromasprays und angenehm riechenden Körperpflegeprodukten. Wir treffen sie aber ebenfalls in Kaffeehäusern, Küchen und Wellnessoasen. Dort werden sie gezielt eingesetzt, um uns zu entspannen oder unseren Appetit anzuregen. Doch ätherische Öle können noch viel mehr. Manche naturreinen Öle hemmen beispielsweise das Wachstum krankheitserregender Keime und Bakterien. Dazu gehören unter anderem Thymian und Eukalyptus. Sie werden zum grössten Teil bei Erkrankungen der Atemwege eingesetzt, um zähen Schleim besser abhusten zu können und die Ausbreitung der Infektion zu verhindern. Thymian löst das häufig krampfhafte Gefühl beim Husten, indem er eine Entspannung der Bronchien bewirkt. Oft finden diese beiden Öle Einsatz als Inhalationsmittel oder Erkältungssalbe. Wird die Essenz inhaliert, gibt man einige Tropfen des Mittels in heisses Wasser oder träufelt sie auf

ein Taschentuch. Falls kein spezielles Inhalationsgerät vorhanden ist, tut es auch eine alte Pfanne. Es wird jedoch empfohlen, die Augen vorsorglich geschlossen zu halten, da sonst Reizungen und Rötungen im Augenbereich entstehen können. Besonders mit Kindern kann ein spezieller Inhalator deshalb Sinn machen. Die Kleinen müssen so den ungewohnten heissen Dampf nicht im gesamten Gesicht ertragen und können sich auch nicht die Finger am heissen Topf verbrennen.

pe nicht in Betrieb genommen werden. Ein Zuviel an Duftstoffen in der Luft kann zu Kopfschmerzen oder Übelkeit führen. Lüften Sie Räume, in denen Duftlampen verwendet werden, regelmässig.

Vorsicht bei Kindern Auch bei Einreibemitteln wie Erkältungssalben werden die Dämpfe zum Teil tief eingeatmet. Zusätzlich wird lokal die Durchblutung angeregt, und die Wirkstoffe gelangen via Blutkreislauf zu den Lungen, um dort ebenfalls ihre Wirkung zu entfalten. Hier ist vor allem Vorsicht bei Säuglingen und Kleinkindern geboten. Im Bereich des Gesichtes, insbesondere der Nase, sollten keine Produkte mit ätherischen Ölen aufgetragen werden. Diese nehmen nicht nur negativen Einfluss auf die Atmung, sondern reizen zusätzlich die sensible Gesichtshaut des Kindes, was zu Rötungen und Juckreiz führen kann. Ein weiteres Multitalent unter den naturreinen Ölen ist das Teebaumöl. Es

Besser niedrig dosieren Bei empfindlichen Personen sowie Kindern ist es wichtig, die ätherischen Öle niedrig zu dosieren. Ist das Öl zu stark konzentriert, kann es zu Verkrampfungen der Bronchien sowie einem reflexartigen Aussetzen der Atmung kommen. Eine andere, äusserst beliebte Variante ist die Duftlampe. Auch hier reichen bereits einige Tropfen aus, um die Raumluft mit den Aromen anzureichern. Mehr als drei Stunden täglich sollte die Lam-

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wirkt nicht nur gegen Viren und Bakterien, sondern verhindert auch das Wachstum von Pilzen. Durch seine entzündungshemmende Eigenschaft kann das Teebaumöl vielseitig eingesetzt werden: bei Hauterkrankungen wie leichter bis mittlerer Akne, Warzen, Haut- sowie Nagelpilzen, aber auch bei Entzündungen im Hals- und Rachenraum wie zum Beispiel Schluckbeschwerden, Aphthen und gereiztem Zahnfleisch. Hinzu kommt, dass Teebaumöl ebenfalls bei oberflächlichen Wundinfektionen und Verbrennungen gute Dienste leistet.

Machen Sie den Allergietest! Wendet man ätherische Öle äusserlich an, ist es wichtig, sie nicht unverdünnt aufzutragen. Damit keine Reizungen auf der Haut und Schleimhaut entstehen, können die Öle problemlos mit Salben (zum Beispiel neutralen Basiscremen oder Mandelölsalben) gemischt oder zum Gurgeln mit Wasser verdünnt werden. Bei der Anwendung auf der Haut empfiehlt es sich zudem, das Öl vorgängig in der Armbeuge auf allfällige allergische Reaktionen zu testen. Da die Haut an dieser Stelle sehr dünn und empfindlich ist, eignet sie sich besonders gut, um festzustellen, ob das ätherische Öl auch verträglich ist.

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Innerliche Anwendung ist möglich

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Einzelne ätherische Öle können sogar innerlich angewendet werden. Besonders bei Beschwerden des Magen-Darm-Traktes können sie Linderung bringen. Die Anwendung beschränkt sich aber auf wenige Wochen sowie niedere Dosierungen. Möchten Sie reine ätherische Öle einnehmen, besprechen Sie dies bitte mit einem Naturheilarzt oder lassen Sie sich in Ihrer Drogerie beraten, damit keine unerwarteten Nebenwirkungen auftreten. Mit ätherischen Ölen kann viel erreicht werden, wenn situationsbedingt alle wichtigen Fakten beachtet werden. So wird beispielsweise Schwangeren von der Benutzung reiner Öle abgeraten. Ansonsten können Sie Ihrer Freude und Fantasie mit diesen vielseitigen Naturprodukten freien Lauf lassen. Mit ein bisschen Neugierde und Erfahrung können sie uns zu einem besseren Wohlbefinden im Alltag verhelfen.

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Auflage: 240 258 Exemplare (WEMF-Beglaubigung), 880 000 Leser (MACH Basic) Herausgeber: Schweizerischer Drogistenverband, Nidaugasse 15, Postfach 3516, 2500 Biel 3, Telefon 032 328 50 30, Fax 032 328 50 41, info@drogistenverband.ch, www.drogerie.ch Geschäftsführung: Martin Bangerter Redaktion: Heinrich Gasser (hrg), Chefredaktion, h.gasser@drogistenverband.ch; André Schnider (ase), Leiter Publikumsmedien, a.schnider@drogistenverband.ch; Vanessa Naef (vn), Chefredaktorin Stv., v.naef@drogistenverband.ch; Didier Buchmann (dib), d.buchmann@ drogistenverband.ch; Bettina Epper (bep), b.epper@drogistenverband.ch Fachliche Beratung: Julia Burgener (Wissenschaftliche Fachstelle SDV); Andrea Ullius (Drogist HF) Fotografi nnen: Corinne Futterlieb; Flavia Trachsel Verkauf und Sponsoring: Josef Nietlispach, Leiter Verkauf, Vertrieb und Sponsoring, j.nietlispach@drogistenverband.ch; Nicolas Bobillier, n.bobillier@drogistenverband.ch; Corinne Sommer, Anzeigenadministration, Telefon 032 328 50 51, inserate@drogistenverband.ch Abonnemente: Jahresabonnement Fr. 26.– (10 Ausgaben, inkl. MWSt.); Telefon 058 787 58 70, Fax 058 787 58 15, abo@drogistenstern.ch Layout: Claudia Luginbühl Druck: Swissprinters AG, 4800 Zofingen Titelbild: panthermedia.net Bestellen Sie jetzt kostenlos eine Ausgabe des Drogistensterns via E-Mail an info@drogistenverband.ch oder unter Telefon 032 328 50 30.


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Drogistenstern – die Zeitschrift aus Ihrer Drogerie

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