Blütenpresse 2/2022

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Blütenpresse

ISSN 2512-7519 2/2022
Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V.
2 €
Schutzgebühr

Impressum

Redaktion:

Harro Hieronimus (v.i.S.d.P.)

Matthias Nitsche

Zuschriften an: H. Hieronimus

Dompfaff weg 53

42659 Solingen

Tel.: 0212-819878

redaktion@bluetenpresse.de

Die Blütenpresse ist eine Zeitschrift für die Mitglieder der Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V. sowie die Besucher des Botanischen Gartens. Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Abonnementsmöglichkeiten bitte bei der Redaktion erfragen. Veröffentlichte und namentlich gekennzeichnete Manuskripte stellen nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers dar. Für den Inhalt sind die Autoren selbst verantwortlich. Jegliche Gewährleistung für

Titelfoto: Tulpenfeld im Frühjahr 2022.

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Alle Anfragen und Einsendungen sind möglichst direkt an die Redaktion zu richten.

www.botanischer-garten-solingen.de Blütenpresse Inhalt Heft 2-2022 Impressum 42 Editorial 43 Aus der Stiftung kurz berichtet 44 Zwei neue Bücher zur Solinger Geschichte 45 Neue „Hüte“ für die Unterstände im Botanischen Garten 47 Zur Floriade nach Almere (Amsterdam, NL) 49 Noch einmal: auf zur Floriade 2022! 52 Lady Remy Matelots Seifenblasen 54 Kunst im Herbst 57 Malkursausstellung 2022 60 Kunstauktion Oktober 2023 63 Plan des Botanischen Gartens 64/65 Coole Schulhöfe 70 Unser Bauerngarten „for future“ 72 Besuch des „Hortvs Janke“ am 29.10.2022 74 SOS! Rosenbeete in Not! 77 Zwei Kuchenrezepte aus dem Kiosk 79 Zweifacher Abschied 80 Bald fertig 80 Helfer gesucht – Mitmachen erwünscht! 84 Mitgliedsantrag 86 Ein Schmetterling mit zwei Formen 87
Foto: H. Hieronimus

Blütenpresse

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freundinnen und Freunde des Botanischen Gartens Solingen,

das abgelaufene Jahr hat für die Mitarbeiter im Botanischen Garten viel Arbeit gebracht. Aber der teilweise enorme Zuspruch, den wir, um nur ein Beispiel zu nennen, am Garten- und Blumentag Anfang Mai hatten – auch wetterbedingt, es war geradezu ideal –, hat uns gezeigt, dass sich die Arbeit lohnt und wir weitermachen müssen.

Leider wird uns dies nicht unbedingt dadurch erleichtert, dass wir von einem wichtigen, jahrelang bewährten Punkt Abstand nehmen müssen: dem Verkauf der von unseren Mitgliedern selbst gebackenen Kuchen. Mehr dazu im Artikel von Sabine Schulz-Wolff auf Seite 80. Derzeit wird noch an einer Lösung gearbeitet, damit wir nicht nur den in jedem Supermarkt zu kaufenden Kuchen anbieten können. Egal wie es ausgeht, eine Einnahmequelle wird vielleicht nicht ganz versiegen, aber wir werden dadurch sicher Einbußen haben, die wir an anderer Stelle kompensieren müssen.

An dieser Stelle ist auch zu vermelden, dass Sabine Schulz-Wolff zum Jahresende 2022 den Vorsitz der Stiftung niedergelegt hat. Auch die Beisitzerin Anneli Saure hat ihre Tätigkeit zu diesem Termin beendet. Auf der nächsten Jahreshauptversammlung – die Einladung wird in Kürze verschickt – wird also ein Teil des Vorstands neu gewählt werden müssen. An dieser Stelle sei Frau Schulz-Wolff für ihren Einsatz gedankt. Glücklicherweise wird sie uns aber insofern erhalten bleiben, als dass der Malkurs weiter stattfinden werden und vielleicht auch weitere Kurse – wir werden sehen und uns gerne überraschen lassen.

Die nebenstehenden Abbildungen der Titelseiten unserer entsprechenden Flyer kennen Sie vielleicht schon vom letzten Editorial. Sie sind aber weiterhin aktuell und wir würden uns freuen, wenn Sie weiterhin fleißig davon Gebrauch machen. Sie finden diese Flyer im Flyerkasten an der Sponsorentafel und in Spendern in der Orchideenhalle. Wenn Sie in diesem Heft Veranstaltungshinweise für 2023 vermissen, dann liegt das daran, dass der entsprechende Flyer noch in Produktion ist. Er wird im Januar verschickt werden und Sie können dann weitere Exemplare an den beiden im vorhergehenden Absatz genannten Stellen mitnehmen.

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Foto: Privat

Aus der Stiftung kurz berichtet

Liebe Mitglieder, es gibt wieder einiges aus der Stiftung und dem Botanischen Garten zu berichten. Ich habe wieder einige Informationen für Sie kurz zusammengefasst:

Stiftungsfahrt

2022 hatten wir erstmals eine Stiftungsfahrt mit zwei Übernachtungen zum Botanischen Garten

Berlin geplant. Leider hatten sich bis zum 15. Mai nicht ausreichend Mitglieder für die Fahrt angemeldet, sodass wir diese leider absagen mussten. Wir konnten aber kurzfristig für den 20. August eine Tagesfahrt zur Floriade, der Welt-Gartenexpo, organisieren. Zwei ausführliche Artikel gibt es in dieser Ausgabe. Für dieses Jahr planen wir eine Stiftungsfahrt zur Landesgartenschau nach Höxter. Weitere Informationen werden wir noch bekanntgeben.

Veranstaltungen 2022

2022 durften wir wieder unsere beliebten Veranstaltungen im Garten durchführen. Der Saisonstart war Ostersonntag mit dem Ostereiersuchen, das wieder ein großer Erfolg war. Zuvor hatten wir schon unseren Kakteenworkshop veranstaltet. Es folgten die Bücherbörse, der Garten- und Blumentag mit Rekordbesucherzahl, der Zwiebeltag, Tag des Baumes, Schachturnier, unser erster Tanztee usw.

Allen Helfern herzlichen Dank für ihren Einsatz.

Sicherung des Trompetenbaums

In der letzten Ausgabe hatten wir über die Sanierungsmaßnahmen am Trompetenbaum neben dem Spielplatz berichtet. Diese sind jetzt abgeschlossen. Im November wurde von der Stadt noch eine Infotafel am Weg vor dem Trompetenbaum angebracht. Dort können jetzt alle Besucher weitere Hinweise zum Trompetenbaum nachlesen.

Begrünungsarbeiten am „Pilz“ und „Heidehaus“ sind abgeschlossen

Der Unterstand am Teich, auch „Pilz“ genannt, sowie der Unterstand im Heidegarten, auch „Heidehaus“ genannt, haben jetzt ihr „grünes Dach“

bekommen. Beide Unterstände sich jetzt nach mehrjähriger Sanierung für die Öffentlichkeit wieder freigegeben.

ISEK Wald – Förderung für den Botanischen Garten

In der letzten Ausgabe haben wir berichtet, dass der Botanische Garten durch das Landesförderprogramm ISEK Wald gefördert wird. Im Herbst dieses Jahres wurde ein Landschaftsarchitekturbüro von der Stadt damit beauftragt, alle Projekte, Wünsche und Ideen für den Botanischen Garten in ein förderungswürdiges Konzept einzubinden, das dann beim Förderungsgeber (Land NRW) eingereicht werden kann. Das Konzept soll bis April 2023 erstellt sein. Wenn alles klappt, könnten die ersten Maßnahmen in der zweiten Jahreshälfte 2023 starten.

Sanierung der Lesehalle und des Bücherschranks

Vielleicht ist es dem einen oder anderen bei einem Spaziergang durch den Garten aufgefallen: Die Lesehalle ist abgesperrt und die Steinplatten wurden aufgenommen. Die Stadt Solingen hat mit Sanierungsmaßnamen begonnen. Die Steinplatten sollen angehoben, neu verlegt und, wenn nötig, ersetzt werden. Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen musste auch der Bücherschrank, der seit 2008 an der Lesehalle steht, abgebaut werden. Wir haben diese Gelegenheit genutzt, den Bücherschrank nach 14 Dienstjahren durch den Erbauer, die Jugendhilfewerkstatt (JHW), abbauen und sanieren zu lassen. Vandalismus, Feuer und der Zahn der Zeit hatten dem Bücherschrank doch stark zugesetzt. Wir rechnen damit, dass wir den Bücherschrank im Februar wieder aufstellen können.

Der „Wuchs“ steht jetzt im Botanischen Garten

Im Dezember 2020 hat uns die Stadtsparkasse Solingen die Bronzeskulptur „Wildwuchs“ des Künstlers Heinz Knoop als Spende angeboten. Die ca. 2,5 Meter große Skulptur entstand 1994 und hatte zuvor ihren Platz vor der Sparkassenfi liale in Aufderhöhe. Nach einigen Abstimmungsgesprächen im Arbeitskreis mit der Stadt

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wurde die Skulptur am 11. November 2022 im alten Friedhofsbereich aufgestellt. Transport und Aufbaukosten hat die Stadtsparkasse Solingen übernommen. Damit wäre der „Wildwuchs“ die 19. fest im Botanischen Garten aufgestellte Skulptur.

Sanierung der Gewächshausscheiben hat begonnen

Im September hat die Stadt damit begonnen, die ersten Gewächshausscheiben zu sichern bzw. auszutauschen. Nachdem der TÜV im Auftrag der Stadt eine Überprüfung vorgenommen hatte, waren einige Mängel festgestellt worden. Die Wände

einiger Gewächshäuser bestanden nur aus dünnen, einfachverglasten, nicht bruchsicheren Scheiben. Um eine Gefährdung abzuwenden, wurden die Seitenwände im Kioskhaus sowie die Außenwand von Gewächshaus 1 mit einer Schutzfolie beklebt, um die Bruchgefahr zu verringern. Die Zwischenwand von Gewächshaus 1 und 2 wurde durch neue Scheiben ersetzt. Da sich im Fensterkitt der alten Scheiben Asbest befand, musste eine aufwendige Schadstoffentsorgung durchgeführt werden. Aus diesem Grund wurde die Glaswand von beiden Seiten mit Schutzfolie eingehaust. Alle Arbeiten wurden bis Mitte November abgeschlossen.

Text: Matthias Nitsche

Zwei neue Bücher zur Solinger Geschichte

Buch 1 vom Buchrücken: „Die Geschichte einer Stadt entsteht durch viele einzelne Ereignisse ganz unterschiedlicher Art, Menschen und ihr Handeln, private und öffentliche Gebäude sowie Wirtschaftsunternehmen, ehrenamtliche Einrichtungen und Vereinigungen. Kirchen, Denkmäler, Sportplätze, Friedhöfe, Museen und vieles mehr machen eine Stadt aus. Alles hat eine eigene Geschichte, die nicht immer beachtet wird. Acht Beiträge aus verschiedenen Bereichen zeigen die Vielfalt der Geschichte(n).“

Beate Battenfeld, nicht nur den Mitgliedern der Stiftung sowie den Lesern der Blütenpresse wohlbekannt, hat nun ihren zweiten Band „Beiträge zur Geschichte der Stadt Solingen“ vorgelegt.

War im ersten Band mit Ingeborg Meuter-Reckermann unsere Ehrenvorsitzende porträtiert worden, ist es nun Hildegard Terp. Wenn auch den meisten der Name vielleicht noch nichts sagt, wird das Bild auf Seite 11 aber vielen Besuchern des Botanischen Gartens die leider 2020 verstorbene Frau Terp in Erinnerung rufen. Denn dort ist sie mit einer Sammelbüchse bei der sonntäglichen Ehrenamtsarbeit des Spendensammelns im Botanischen Garten abgebildet und so wird sie vielen Besuchern gerne in Erinnerung bleiben. Darüber hinaus hat sich die gelernte Juristin mit dem Nachlass ihrer früh verstorbenen Schwester Gertrud Kortenbach, einer angesehenen Künstle-

rin, beschäftigt, ihn aufgearbeitet und ihr Schaffen 2009 in einem Buch ausführlich dokumentiert.

Des Weiteren ist im Buch die Lebensbeschreibung von Inge Knecht enthalten. Als Reisebüro-Fachkraft war die 2016 verstorbene Frau Knecht vielen Solin-

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gern bekannt, sicher noch bekannter ist hierzulande in diesem Bereich ihr Geburtsname Wiedenhoff.

Außerdem enthält das Buch ausführliche Beschreibungen der früheren Farbenfabriken der Familie Rütgers in Gräfrath sowie der ehemaligen Mathildenhütte in Ohligs. Beschrieben wird dann auch die Geschichte einiger interessanter Gebäude. Den Anfang macht die Villa Rautenbach, der Sitz der Jugendmusikschule. Es folgen das „Schwarze“ und das „Rote“ Haus auf der Neuenkamper Str. 163 und 163a, auffällig an der Straßenverengung gelegen.

Das zweite hier vorgestellte Buch beschäftigt sich ausführlich mit der Geldgeschichte der heute zu Solingen gehörenden früheren eigenständigen Städte Burg (auch wenn dieser heutige Stadtteil erst 1972 zu Solingen kam und nicht, wie die anderen Städte, bereits 1929), Gräfrath, Höhscheid, Ohligs, Solingen und Wald sowie der Landkreis Solingen, auch wenn der später seinen Sitz in Opladen hatte: „Als Solingen noch eigenes Geld hatte – Die Geschichte des Solinger Gelds von 1917-1923.“ Autor ist der Chefredakteur der Blütenpresse Harro Hieronimus, der hier bereits sein 15. Buch, aber sein erstes zur Solinger Geschichte vorlegt.

Der hohe Metallbedarf im Ersten Weltkrieg sowie das Horten von edleren Metallen führte dazu, dass die Kleingeld-Umlaufmünzen ab spätestens 1917 vom Markt genommen und eingeschmolzen wurden. Als Ersatz wurden Münzen aus Zinn und – im Falle Höhscheids – auch Papiergutscheine zu Werten zwischen 10 und 50 Pfennig produziert und auch als Kriegsgeld bezeichnet. Aber auch nach dem Krieg war Kleingeld knapp, so wurden Münzen in gleichen Nennwerten als Notgeld hergestellt. Auch Papiergeld wurde als Notgeld seit 1919 hergestellt, allerdings noch in geringem Umfang. Mit der beginnenden Inflation wurden immer höhere Wertstufen benötigt, die von der Reichsdruckerei nicht mehr alleine hergestellt werden konnten, weshalb die Städte ermächtigt wurden, eigene Gutscheide zu drucken. Mit der Hyperinflation, die Ende 1922 begann und bis Ende 1923 ihren Höhepunkt (Scheine zu 100 Billionen Mark) erreichte, kamen immer mehr Scheine mit immer kürzerer Gültigkeit in Umlauf.

Das Buch enthält die Auflistung aller je erschienenen Münzen und Scheine (plus des seltenen Kapselgelds), die auch nahezu alle farbig abgebildet

Dazu kommen das nicht mehr existierende Steiger(s) häuschen in Höhscheid, Relikt des Bleibergbaus, sowie die Hofschaft Haasenmühle an der Wupper, deren Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht.

Das Paperback-Buch (ISBN 978-3-925626-54-8) hat 128 Seiten im Format DIN A4. Enthalten sind 280 historische und aktuelle Fotos. Der Preis beträgt 18,50 €. Bezogen werden kann das Buch direkt über die Autorin unter Tel.: 0212-3828968 oder per EMail an bb@beate-battenfeld.de. Auch ist es sonntags von 14-18 Uhr in der Orchideenhalle erhältlich.

sind. Dazu kommen ausführliche erläuternde Texte zu den Orten und Gründen für die Ausgabe, auch zu vielen der ortsbezogenen Abbildungen, die viele der Scheine auch heute noch zu interessanten ortsgeschichtlichen Sammelstücken machen.

176 S., 357 Abbildungen, Paperback, Format DIN A5, ISBN 978-3-92612-005-4, 19,80 € (inkl. Versand in D). Das Buch kann beim Autor (0212819878 oder info@verlagnw.de) sowie über jede Buchhandlung bezogen werden. Es kann auch sonntags von 14-18 h in der Orchideenhalle erworben werden.

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Neue „Hüte“ für die Unterstände im Botanischen Garten

Dass die Besucher des Botanischen Gartens so lange auf Ruheplatz und Wetterschutz der beiden Unterstände verzichten mussten, war nicht zu erwarten und schon gar nicht geplant. Aber nun haben die beiden neuen Dächer im Heidegarten und am Eingang Frankfurter Damm schon einen ersten glanzvollen Auftritt mit ihrem saftigen Grün inmitten der bunten Herbstfärbung hingelegt.

Nachdem in der Vergangenheit vor allem die Reetdächer des Heidehauses und des Pilz-Unterstandes mehrfach dem Vandalismus zum Opfer gefallen sind, machte sich Anfang 2019 der Teilbetrieb Stadtgrün und Stadtbildpflege der Technischen Betriebe zusammen mit der Unteren Denkmalbehörde und der Stiftung Botanischer Garten Gedanken um eine verbesserte und weniger feuerempfindliche Lösung für die Sanierung der Unterstände. Um gleichzeitig dem allgemeinen Artensterben etwas entgegenzusetzen, kam man bald auf die Idee, die Dächer mit einer extensiven Dachbegrünung zu versehen. Hierbei dient ein der Tragfähigkeit der Häuser angepasster Substratkörper zugleich als Nährboden für niedrig wachsende Sukkulenten und als Wasserspeicher.

Nachdem die Untere Denkmalbehörde ihr Einverständnis für diese vom denkmalgeschützten Ursprungszustand abweichende Dachbedeckung erteilt hatte, ging es daran, die Statik der beiden Unterstände zu prüfen und zu berechnen, ob die Holzkonstruktionen die erhöhte Dachlast würden tragen können.

Im Heidehaus mussten die alten, teils verkohlten oder morschen Dachbalken und -bretter vollstän-

dig ausgetauscht werden. Zudem zeigte sich, dass ein Betonfundament zum Schutz der Unterkonstruktion erforderlich war.

Im „Pilz“ dagegen mussten zusätzliche Streben eingezogen werden. Außerdem waren hier die tragenden Rundstützen bis in den Kern marode, sodass sie durch neue zu ersetzen waren. Diese Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten wurden trotz

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bekannter Lieferschwierigkeiten für Konstruktionsholz sehr zuverlässig von Solinger Firmen erledigt.

Die anschließende Begrünung der Dächer mit den dafür notwendigen Dachaufbauten sollte ausschließlich von den Auszubildenden im Fachbereich Garten- und Landschaftsbau der Technischen Betriebe Solingen ausgeführt werden. Für die jungen Leute war dies eine Chance, die Herausforderungen der Dachbegrünung auf geneigten Flächen einmal praktisch kennenzulernen und zu meistern. Dafür waren im Bauablauf Unterbrechungen durch Schulzeiten und überbetriebliche Ausbildungsphasen in Kauf zu nehmen. Keine leichte Aufgabe für die koordinierenden Ausbilder!

Der Dachaufbau besteht aus mehreren Schichten von Schutz- und Speichervlies über spezielle Wabenplatten, in die das Substrat eingefüllt wird, bis schließlich die Vegetationsmatten aufgebracht

werden können. Alles muss sorgfältig gesichert und verankert werden, damit am Ende die Begrünung auch gleichmäßig auf dem gesamten Dach verteilt bleibt und nichts herunterrutschen kann. Auch die Arbeiten auf den Schrägdächern erfordern besondere Sicherheitsmaßnahmen.

Aber am Ende werden alle Mühen und Unwägbarkeiten belohnt durch zwei wunderschöne Unterstände, die sich sehr harmonisch in die vielen Grüntöne des Botanischen Gartens einfügen und sicherlich den heimischen Insekten viel Nahrung bieten.

Und so kann man mit einem großen Dankeschön an unsere Ausbildungstruppe sagen: Was lange währt, wird endlich gut!

Text: Claudia Mettenmeyer (TBS) Fotos: TBS

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Zur Floriade nach Almere (Amsterdam, NL)

Da sich leider nicht genügend Teilnehmer für die zweitägige Fahrt nach Berlin gemeldet hatten, wir aber gefragt wurden, ob wir nicht noch kurzfristig eine eintägige Fahrt organisieren könnten, haben wir mit der Floriade in den Niederlanden eine schöne Alternative gefunden.

Am Samstag, den 20. August, ging es dann um 7 Uhr für 53 Teilnehmer wie immer vom Parkplatz Vogelsang/Ecke Frankenstraße los. Unser Chauffeur Christoph Lütticke fuhr pünktlich los, sodass wir Viertel vor 10 Uhr auf dem Parkplatz des Floriade-Geländes ankamen.

Nachdem jeder beim Verlassen des Busses mit einer Eintrittskarte und einem Lageplan versorgt worden war, konnte die Floriade bis 16 Uhr selbstständig erkundet werden.

Im Jahr 2022 war Almere (NL) für sechs Monate Schauplatz der Internationale Gartenbauausstellung Floriade Expo 2022. Die Floriade findet alle zehn Jahre an einem anderen Ort in den Niederlanden statt. 2012 haben wir die Floriade als Stiftungsfahrt das erste Mal besucht.

Im Park konnten u.a. verschiedene Innovationen zum Thema „Growing Green Cities“, die Städte unterhaltsamer, lebenswerter und nachhaltiger ma-

chen, besichtigt werden. Der niederländische Gartenbausektor machte dies zusammen mit nationalen und internationalen Partnern zu einem außergewöhnlichen Erlebnis für Jung und Alt. Die Floriade machte auf kontroverse Weise neugierig auf eine grüne Zukunft. Viele Länder stellten in Pavillons sich und ihre Projekte vor. Hierbei war der deutsche Pavillon nicht nur ein beliebter Anlaufpunkt für die deutschen Besucher, sondern für solche aus aller Welt. Das lag sicher nur an den tollen Umweltprojekten, die in einer Erlebnistour vorgestellt wurden, und auch nicht am deutschen Bier, das im Gasthaus des Pavillons zusammen mit deutschen Speisen angeboten wurde. Mit der Seilbahn, die kostenlos genutzt werden konnte, hatte man einen tollen Ausund Überblick über das ganze Gelände.

Um 16 Uhr waren alle wieder im Bus und wir traten dann die Rückfahrt an. Gegen 19:30 Uhr kamen wir auf dem Parkplatz am Vogelsang/ Frankenstraße an.

Auch für das Jahr 2023 haben wir eine Stiftungsfahrt geplant. Dieses Mal wollen wir uns die Landesgartenschau NRW in Höxter anschauen. Weitere Infos zu den Preisen und den Anmeldeformalitäten geben wir dann im Januar bekannt.

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Text: Matthias Nitsche; Fotos: Gero Leuther
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Der deutsche Pavillon auf der Floriade in Almere 2022.
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Noch einmal: auf zur Floriade 2022!

Die diesjährige Stiftungsfahrt führte in unser Nachbarland Niederlande. Das Ziel war die Floriade, eine internationale Gartenbauausstellung, die alle zehn Jahre in den Niederlanden stattfindet. Dieses Jahr war die Stadt Almere in der Provinz Flevoland Gastgeber dieser Ausstellung. Unter dem Motto „Growing Green Cities“ präsentierten die Niederlande und auch zahlreiche internationale Aussteller in ihren eigenen Pavillons innovative Ideen rund um das Thema „Grüne Innenstädte –nachhaltig und lebenswert!“

Wir starteten sehr pünktlich um 7.00 Uhr bei Nieselregen und einem fast vollen Bus der Firma Latzel. Unser Fahrer hatte uns schon bei vergangenen Fahrten gut ans Ziel gebracht und steuerte auch heute souverän und zügig unser Ziel an, wo – Gott sei Dank – die Sonne schien. Unsere Solinger Truppe war die erste am Eingang und schwirrte sogleich in alle Richtungen aus; manche aber stärkten sich erst einmal mit einem holländischen „Koffie en Appelgebak“.

Gemütlich schlendernd erkundeten wir die zahlreichen Gärten, bunten Beete und staunten über die gelungenen Pflanzenkombinationen, teilweise bestehend aus trockenheitsresistenten Stauden, die auch bei heißem und trockenem Wetter ihr Bes-

tes geben. Gute Ideen für den heimischen Garten oder unseren Botanischen Garten !

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Die internationalen Pavillons boten zahlreiche Informationen, wie unsere Städte in Zukunft grüner gestaltet werden können und unsere Nahrung in regionaler Nähe zu unseren Lebensräumen nachhaltig produziert werden kann.

Das Gelände der Floriade war von Wasser umgeben und so ließ es sich auch an diesem heißen Tag sehr gut aushalten – immer wehte eine frische Brise. Zahlreiche Ruhezonen auf grünen Wiesen und unter schattigen Bäumen boten Möglichkeiten zur Entspannung und kleine Bistros oder Foodtrucks nicht ganz günstige, aber „smakelijke“ Snacks an. Eine willkommene „zu-Fuß-Pause“ bot die Fahrt mit der Seilbahn – Kosten waren schon im Ticketpreis enthalten –, die das ganze Areal der Floriade überspannte und dem Besucher eine grandiose Aussicht bot.

Eine große Gewächshausanlage präsentierte die nachhaltige Produktion von Obst, Gemüse und

Zierpflanzen. Die üppigen Pflanzungen von Orchideen, Funkien, Anthurien, Alocasien usw. begeisterten den Hobbygärtner und boten so manche Inspirationen für den heimischen Garten oder die Fensterbank.

Nach fast sechsstündigem Aufenthalt freute sich jeder auf seinen gemütlichen Sitz im Bus und so starteten wir pünktlich um 16.00 Uhr zur Rückfahrt – alle waren sich einig: Das war ein ein interessanter und schöner Ausflug!

Text & Fotos: Heike Monsieur

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Lady Remy Matelots Seifenblasen

Riesige Seifenblasen fliegen seit Anfang Juli 2022 immer wieder durch den Botanischen Garten Solingen. Verantwortlich dafür ist Lady Remy Matelot – halb Zauberin, halb Clown, gänzlich Steampunk. Steampunk ist eine seit etwa den 1980er-Jahren bestehende Kunstrichtung, in der aus Perspektive von Menschen des viktorianischen Zeitalters auf die Zukunft – unsere Jetztzeit – geschaut wird. Als berühmte Vertreter und Haupteinflüsse des Steampunks können an dieser Stelle z.B. Jules Verne oder H.G. Wells genannt werden. Ergebnis sind oft fantasievolle Kostüme, Geschichten, Bilder oder Alltagsgegenstände. Besonders die Idee des Zeitreisens und eine grundlegende Upcycling-Idee begründen meine Faszination für Steampunk. Lady Remy Matelot ist mein Künstlername. Mit bürgerlichem Namen heiße ich Sarah Schmitz und stelle mich Ihnen und Euch auf diese Weise hier in der Blütenpresse vor. Seit Mai 2022 bin ich bei Julia Freiwald im Küchenkräutergarten aktiv, später kam ich auch mit in den Bauerngarten. Derzeit studiere ich „Gesundheitsbezogene Soziale Arbeit“, ein Masterstudium an der Katholischen Hochschule in Paderborn.

Die Idee zu einer kleinen Seifenblasen-Vorstellung ergab sich durch einen Zufall. Der Kindergeburtstag des Neffen fiel krankheitsbedingt aus, also waren einige Liter Seifenlauge (enthält weder Seife noch Lauge) übrig. Nach kurzen Gesprächen mit einigen anderen ehrenamtlich Helfenden kam uns die Idee, die Seifenblasen mit in den Botanischen Garten zu nehmen. Diesbezüglich erfolgte eine kurze Absprache mit Sabine Schulz-Wolff und mein erster Auft ritt im Botanischen Garten fand beim Ananasfest 2022 statt. Es sind aber nicht „einfach nur“ Seifenblasen, die das Publikum begeistern: Das von meiner Schwester teilweise selbstgeschneiderte Kostüm, die aus Papier, Pappe und anderen Resten selbstgebauten Requisiten sowie mein Make-up tragen zu einem oft mals bleibenden Gesamteindruck bei.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind mir auch bei meinen Auft ritten sehr wichtig, daher werden für die Seifenblasen keine schädlichen Chemikalien verwendet und es wird Wert darauf gelegt, so wenig Abfall wie möglich zu produzieren.

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Foto: Paul Kassigkeit
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Foto: Axel Kreher

Schon während meines ersten Auftritts im Botanischen Garten wurde mir klar, wie viel Freude die Menschen an dieser Seifenblasenkunst haben und ich beschloss, dies gerne zu wiederholen. Mit zunehmenden Besuchen des Botanischen Gartens wuchs auch mein Repertoire. Inzwischen gehört auch der (Papp-)Roboterhund „K-Bot“ zu meinen Requisiten und trägt meinen Eimer mit der Seifenblasenflüssigkeit brav hinter mir her. Ebenso mit dabei, dies aber schon seit Beginn, ist die Steampunk-Kröte „Konrad“, die ab und zu kleine Seifenblasen aus meinem Zylinder aufsteigen lässt.

Seifenblasen sind für mich wie vergnügliche Träume: Flüchtig, nicht wirklich greifbar, aber oft hin-

terlassen sie ein angenehmes Gefühl, als ob man auf warmen Wolken spazieren geht und Regenbögen hinabrutscht. Und egal in welchem Alter: Das Publikum zeigt sich begeistert. Kinder haben Spaß am Hinterherjagen, am Pusten und Platzen. Erwachsene werden selbst noch einmal zum Kind. Sorgen, Nöte und Alltagstrott verblassen vorübergehend vor der schillernden Regenbogenkulisse der Seifenblasen über den traumhaften Blumenbeeten und Bäumen des Botanischen Gartens.

Mein Wunsch ist es, unseren Besuchenden auch in Zukunft schöne Träume mit auf den Weg zu geben.

Text: Sarah Schmitz (Lady Remy Matelot)

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Foto: Axel Kreher

Kunst im Herbst

Am Wochenende vom 22. bis 23. Oktober 2022 standen die Schauhäuser wieder ganz unter dem Motto „Kunst und Kunsthandwerk“. Zum sechsten Mal waren die Pflanzen nicht die Hauptakteure, sondern eine sehr ästhetische Kulisse für vielseitige Kunst und Kunsthandwerk. An siebzehn Ständen wurden die grundsätzlich selbst gefertigten Kunstwerke gezeigt und teilweise wurde auch live gearbeitet.

Besucher äußerten sich lobend über die Vielseitigkeit der Exponate und schlenderten aufmerksam von Stand zu Stand. Über die Hälfte der Ausstellenden nahm zum ersten Mal teil, so gab es viel Neues zu sehen. Die meisten kommen aus Solingen, manche konnten ihre Kunst zum Beruf machen, einige sind nicht hauptberuflich Künstler. Einige sind Mitglied der Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V., was zeigt, dass wir nicht nur Botanik können, sondern auch „kreativ“!

Bereits vor dem Eingang verzauberte Seifenblasenkünstlerin Remy Matelot die Besucher mit ihren riesigen Seifenblasen und ihrem fantasievollen Steampunk-Kostüm. Innen gab es viele Gemälde, Aquarelle, Acryl, abstrakt oder gegenständlich, auch Graffiti, Upcycling-Objekte, Schmuck aus verschiedenen Materialien, Quilting, Patchwork, Klöppelarbeiten, Maritimes, Bücher, aufwendige Papierarbeiten, Fotokunst, Mandalasteine.

Es ergaben sich viele nette und angeregte Gespräche zwischen den Besuchern und den Künstlerin-

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nen und Künstlern, die gerne Auskunft über ihre Werke gaben. Man konnte der Spinngruppe des Botanischen Gartens beim Spinnen zuschauen und zahlreiche aus den selbst gesponnenen Garnen gearbeitete Produkte bewundern.

Zeitweise untermalte Harfenspielerin Carola Ehl das Spinnidyll im Tropenhaus mit passenden Klängen. Der Glasbläser zeigte sein Können und stellte über seiner Gasflamme Glasperlen her.

Wer eine Pause benötigte, konnte selbst gebackenen Kuchen und Kaffee genießen und dabei (am Sonntag) bei Lesungen von Jeanette Baden, Mitglied der Solinger Schreibwerkstatt, zuhören. Nachmittags spielte an beiden Tagen das Gesangs- und Gitarrenduo Lorena und Denny dezente Rock- und Popmusik. Als das Wochenende am Sonntag um 18 Uhr mit allgemeinem Aufräumen und Abbau endete, waren sich alle Ausstellenden einig, dass sie sich sehr wohl gefühlt sowie die Atmosphäre genossen haben und nächstes Jahr sehr gerne wieder mitmachen möchten.

Martina Hörle vom Solingen Magazin stattete uns einen langen Besuch ab und hat einen ausführlichen

Artikel mit vielen Fotos geschrieben, der online verfügbar ist: https://solingenmagazin.de/botanischergarten-kunst-im-herbst-begeistert-besucher/

Die Ausstellerinnen und Aussteller (alphabetisch):

Melina Bender, Mandalasteine; Instagram: mandala_artist_melina

Carmen Dörner, Bücher, Acrylbilder; Instagram: carmen_doerner

Winston Doull, Glasarbeiten; www.designsinglass.de

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Zoe Eberhardt, Bilder, Acryl, Linolschnitt, Graffiti; Instagram: zlycreations

Martina Eiselein, Schmuck aus Metal Clay, Silver Clay, Mobilées; www.eiselein.de/Instagram: martinaeiselein

Nadine Hulsens, Pflanzenfotografie, anthropomorphe Objekte; Instagram: zauberderkleinendinge

Hedi Kloss, Papierarbeiten (Kurse im Botanischen Garten); hedikloss@t-online.de

JuliEtta, Gemälde; www.julietta-art.de/Instagram: juli_etta_art

Silvia Kurlbaum-Pitsch, Aquarelle, Acrylbilder; www.art-kurlbaum.com

Ursula Kurzrock, Klöppelarbeiten, Solinger Motive, u.kurzrock@t-online.de

Remy Matelot, Seifenblasenkünstlerin; Instagram: remymatelot001

Kersti Mummert, Patchwork und Quilting

Anneli Saure, Acrylbilder, Fototransfer, www. anneli-saure.de/Instagram: anneli_saure_kunst_ und_schmuck

Sabine Schulz-Wolff, Acrylbilder, handgesponnene Wolle, www.motherofpearls.de

Uwe Schünke, Upcycling-Lampen und Objekte; schuenke.uwe@gmail.com

Spinngruppe des Botanischen Gartens Solingen; (Spinntreffen einmal pro Monat im Botanischen Garten, Kurse möglich) Kontakt: schuwo13@hotmail.com

Silvia Wolgast, Schmuck aus Glasperlen; www. faedelstuecke.de/Instagram: faedelstuecke

Stefan Zahnsinger, Maritime Arts, www.maritimearts.de

Lorena und Denny, Gesang und Gitarre; Instagram: derby.music

Wer nicht dabei sein konnte, kann sich jetzt schon auf die Kunst im Herbst 2023 freuen, sie findet am 21. und 22. Oktober jeweils 11:00 – 18:00 Uhr statt!

Text & Fotos: Anneli Saure

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Malkursausstellung 2022

Nach langer Coronapause fand in diesem Jahr endlich wieder die beliebte Jahresausstellung der Malgruppe „Malen zwischen Beet und Baum“ statt, bei der eine Vielzahl der unterschiedlichsten Werke besichtigt werden konnte.

Am 15. und 16. Oktober eröffnete die Malgruppe „Malen zwischen Beet und Baum“ im Botanischen Garten ihre diesjährige Ausstellung in den Schauhäusern. In Haus 6 und in der Orchideenhalle reihte sich eine Vielzahl von Bildern aneinander. So unterschiedlich wie die Teilnehmer, so präsentierten sich auch ihre Werke: Widmet sich ein Künstler dem exakten Naturstudium und der fotorealistischen Malweise, experimentiert ein anderer lieber mit Motiven und Techniken. Während der Coronapause konnten die jährlichen Ausstellungen nur virtuell gezeigt werden.

„Wir sind sehr froh, dass die Ausstellung jetzt endlich wieder unter realen Bedingungen stattfinden kann“, freute sich Sabine Schulz-Wolff , die Kursleiterin.

Jahresausstellung „Malen zwischen Beet und Baum“

Wie immer passen sich die Werke wunderbar in die Pflanzenwelt ein, beispielsweise eine herbstliche Allee, die von einem Bewohner des Gerhard-

Berting-Hauses stammt. Er kann nicht persönlich zu den Gruppenterminen erscheinen, wird aber von Sabine Schulz-Wolff digital betreut.

Neben den typischen Motiven aus der Gartenlandschaft selbst sind diesmal zahlreiche ungegenständliche Werke zu finden. Hier kam es in erster Linie auf die Farbigkeit an, erklärte Sabine Schulz-Wolff. Im Unterschied zu abstrakten Werken, in denen immer noch Gegenstände als solche erkannt werden, auch wenn sie nicht mehr lebensecht aussehen (Beispiel Picasso), zeichnet sich die ungegenständliche Kunst dadurch aus, dass sie keine Gegenstände mehr aus dem echten Leben erkennen lässt. Andere Arbeiten der Ausstellung waren vom Surrealismus inspiriert. Da wird mit Farbe experimentiert und der Betrachter kramt in seinem inneren Fotoalbum nach etwas Bekanntem, was er glaubt, in der Malerei zu sehen. Diese gedanklichen Assoziationen können malerisch verstärkt werden. So kommt es zu einer Verbindung von experimenteller Malerei und gegenständlicher Darstellung.

Manches ist ungegenständlich geblieben, anderes ist gegenständlich gedeutet worden. Kursteilnehmerin Coco hat in ihren Arbeiten Schicht um Schicht der Farbe aufgetragen. An der ungegenständlichen Malerei liebt sie besonders das Ausleben der Fantasie. „Jeder sieht etwas Anderes.

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Das ist so spannend“, schilderte die begeisterte Hobbykünstlerin. Sie ist seit Februar 2022 in der Gruppe. „Ich habe gar nicht den Ehrgeiz, gegenständlich zu malen. Stattdessen spiele ich mit den Farben, das macht unglaublich viel Freude und gibt etwas für die Seele.“ Es ist ihr nicht wichtig, ob sich etwas in ihren Arbeiten erkennen lässt. Sie wird auf jeden Fall, das weiß sie mit Sicherheit, die nächsten Jahre bei der Malerei und in der Gruppe bleiben.

Ungegenständliche Werke wirken durch Farbigkeit

Die Malgruppe besteht derzeit aus rund zehn Teilnehmern, deren Altersspanne vom siebenjährigen Grundschulkind bis zum 82-jährigen Rentner reicht. Jedes Werk ist ein Experiment, ein kreatives Spiel mit zauberhaft en Resultaten. Hedi Kloss hielt in einer ihrer Arbeiten die Schrecken des Hochwassers fest. Jan Vermeers Motiv „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ hatte sie zur Ausgestaltung in unterschiedlichen Varianten inspiriert. Andrea Börner zeigte Köpfe hinter Glas. Sie hat ebenso mit Farben experimentiert. Besondere Leuchtkraft strahlten die gelben Blüten auf schwarzem Untergrund aus. Passenderweise waren sie gleich neben der entsprechenden Pfl anze aufgestellt. Zwei der Blü-

ten sind heruntergefallen und lagen dekorativ direkt neben dem Bild.

Wirklich bemerkenswert waren die Darstellungen der siebzehnjährigen Emily Gruber (Bild oben). Sie hatte als einzige Teilnehmerin neben diversen Malereien und Zeichnungen auch eine Skulptur aus Ton entworfen. Neben hervorragend getroffenen Gesichtern sind obendrein Baumzeichnungen entstanden. An der Darstellung einer Nixe hatte sie wochenlang gearbeitet. Die überaus begabte Schülerin hat jetzt in der Schule einen Leistungskurs in Kunst belegt.

Willy Hoppe, der älteste Teilnehmer der Malgruppe, hat sich in diesem Jahr mit der Darstellung von Wellen beschäftigt. Hobbykünstler Willi Hoppe präsentierte Werke in Öl. „Im Fernsehen habe ich einen Film über einen Bildfälscher gesehen“, erzählte er eifrig, „darin wurde auch die Technik der Ölmalerei beschrieben.“ Das hatte ihn fasziniert. Er liebt kräftige, leuchtende Farben. Früher hatte sich der Rentner mit Modellbau von Booten befasst und akribisch Pläne gezeichnet. Das lässt sich in einigen seiner Bilder noch erkennen. In diesem Jahr hat er sich intensiv mit Meereswellen beschäftigt. Natürlich darf das Segelboot nicht fehlen. Hoppe sei nicht nur der älteste, sondern auch der eifrigste Teilnehmer gewesen, verriet Sabine Schulz-Wolff.

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Auch sie selbst stellte einige ihrer Werke aus. Die Kursleiterin arbeitet gerne mit Acrylfarben. Unter Einsatz von Farbe und Pinsel, Acrylstiften, Spachtel und Schwamm sind farbenfrohe Exponate entstanden. „Ich habe schon immer die unterschiedlichsten Techniken angewendet“, sagt sie. Das Gegenständliche erfordert viel Zeit, man muss detailgetreu malen. Ihre ungegenständlichen Werke lässt sie gerne eine Zeitlang stehen und auf sich wirken. Manches hat sich dabei in eine gegenständliche Richtung entwickelt.

Erstmals wurde in der Malgruppe die Technik des Linoldrucks umgesetzt. Eines der Mitglieder hatte den Wunsch geäußert und war damit auf breite Zustimmung gestoßen. „Diese Technik ist vielen von uns noch aus der Schulzeit bekannt“, so Sabine Schulz-Wolff

Technik des Linoldrucks ausgegraben

Die ehemalige Lehrerin für Kunst, Biologie und praktische Philosophie hatte nach ihrer beruflichen Zeit nach einer ehrenamtlichen Tätigkeit gesucht und war im Botanischen Garten fündig geworden. Sie liebt dieses grüne Kleinod und möchte durch ihre Kurse nicht nur Maltechniken übermitteln, sondern bei den Teilnehmern auch den Blick

für die Natur schärfen und die Schönheit dieser Grünanlage nahebringen. Neben dem Malkurs engagiert sie sich auch u.a. mit einem Spinnkurs, um für diese alte Technik wieder neue Freunde zu finden.

Es gibt keinen festen Starttermin. Der Kurs fi ndet an jedem Dienstag von 16-18 Uhr statt, auch während der Sommerferien. Treffpunkt ist immer dienstags vor dem Gewächshaus. Je nach Wetterlage fi ndet der Kurs in den Schauhäusern oder im Freien statt. Daraus resultiert auch die Kursbezeichnung „Malen zwischen Beet und Baum“.

In diesem Jahr hat sich die Gruppe unter anderem mit der Technik des Linoldrucks befasst.

Grundsätzlich ist die Teilnahme am Kurs sehr frei organisiert. Wer kommt, zahlt 10,- € in die Spendenkasse der Stiftung Botanischer Garten. Es gibt keine Verpflichtung, nur sollte nach Möglichkeit vorher mitgeteilt werden, ob man dabei ist oder nicht. Verständlich, denn Sabine SchulzWolff muss ja entsprechendes Material mitbringen. Unter schuwo13@hotmail.com kann man sich anmelden.

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Text & Fotos: Martina Hörle

Kunstauktion Oktober 2023

25 Jahre Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V. und 60 Jahre Botanischer Garten sind ein Anlass, auch einmal etwas Neues auszuprobieren. Neben einem Weinfest mit Foodtrucks soll auch eine Kunstauktion dafür sorgen, dass sich die arg durch die veranstaltungsarme Coronazeit gebeutelten Kassen wieder etwas füllen.

Dazu werden nicht nur Künstlerinnen und Künstler aus Solingen und Umgebung angesprochen, sondern es sind natürlich auch die Mitglieder der Malgruppe „Malen zwischen Beet und Baum“ aufgerufen, sich mit Werk(en) zu beteiligen.

Aber auch alle Leserinnen und Leser dieser Zeilen, die vielleicht selbst nicht malen, aber ein Kunstwerk – es muss nicht nur ein Gemälde sein, sondern darf alles sein, was als Kunst bezeichnet wird, auch hochwertiges Porzellan – übrig haben, können es gerne in die Auktion einbringen.

Und die Stifter sollen auch nicht unbedingt leer ausgehen. Wer etwas stiften will, kann das natürlich gerne tun. Aber grundsätzlich bieten wir auch an, dass der Erlös zu gleichen Teilen zwischen Stifter und Stiftung aufgeteilt wird. Sie gehen also nicht leer aus, und beide Seiten können so einen Vorteil haben.

Haben Sie jemand in der Verwandt- oder Bekanntschaft, der vielleicht mitmachen würde? Sprechen sie ihn einfach an. Der Schätzwert der Artikel, die zur Auktion eingeliefert werden können, sollte allerdings bei mindestens 50 € liegen, damit die Auktion nicht zu lange dauert und auch etwas für beide Seiten dabei herumkommt.

Als Termin für die Kunstauktion steht der 15. Oktober 2023 fest. Sie wird in den Schauhäusern des Botanischen Gartens stattfinden, bei gutem Wetter (was auch schon mal im Oktober auftreten kann, wie wir gesehen haben) vielleicht auch draußen. Als Bieter können natürlich nicht nur Mitglieder der Stiftung teilnehmen. Wir hoffen auf rege Beteiligung.

Die Einlieferung für die Auktion wird einige Tage vorher sein. Der Termin dafür wird noch rechtzeitig bekanntgegeben. Leider können wir keine früheren Einlieferungen annehmen, da wir keine trockenen Lagerräume haben.

Sollten Sie Fragen dazu haben, stehe ich gerne zur Verfügung. Die Kontaktdaten stehen im Impressum.

Beispiele für den Linoldruck.
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Abenteuer Amazonas

Wie kleine Fische den grössten Regenwald der Welt retten

Abenteuer Amazonas

92 Seiten

Format 21 x 21 cm

Hardcover

ISBN 978-3-936616-95-8

Verlag Natur & Wissenschaft

Solingen 2019 19,80 € (D), 20,40 € (A) versandkostenfrei

Bestellungen an:

Verlag Natur & Wissenschaft

Postfach 170209

D-42624 Solingen info@verlagnw.de

Über das Buch:

Die Stichworte CO2, Klimaschutz und Klimawandel sind heute nahezu allgegenwärtig. Der Amazonas-Regenwald gilt als der wichtigste landgestützte CO2-Speicher und Sauerstoffproduzent. Gleichzeitig werden aber Tag für Tag riesige Wälder abgeholzt, im Amazonas-Becken sind es etwa 100 km² – pro Tag, Tendenz steigend. In diesem Buch wird gezeigt, wie durch den nachhaltigen Fang von Aquarienfischen ein Gebiet, das fast ein Drittel der Fläche Deutschlands umfasst, vor Holzfällern, Landwirtschaft, Goldsuchern, Palmölplantagen geschützt und der Regenwald in seiner ursprünglichen Form erhalten wird. Ein besonderes Anliegen dieses Buchs ist es, dem Leser zu zeigen, wie wichtig der Zierfischfang für den Erhalt des Regenwalds ist. Das Überleben von mehr als 1.000 Tierarten hängt vom Regenwald ab und dessen Überleben fast nur von einer einzigen Fischart. Und das ist das vielleicht wichtigste Ziel: der Schutz des Regenwalds in einem riesigen Gebiet. So viel Natur kann durch den Kauf von nachhaltig durch den Fang von Aquarienfischen bewirtschaftetem, naturbelassenem Regenwald gerettet werden. In Zusammenarbeit mit europäischen und amerikanischen Wissenschaftlern und Kaufleuten entstand das Projekt Piaba. Das Motto des Projekt Piaba lautet:

Kauf einen Fisch – rette einen Baum!

Die Autorin, Sy Montgomery, ist eine amerikanische Naturforscherin, Bestseller- und Drehbuchautorin, die für ihre Bücher schon zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Keith Ellenbogen ist ein bekannter Unterwasserfotograf mit dem Schwerpunkt auf Umweltschutz. Harro Hieronimus ist ein Aquarianer, der schon zahlreiche Bücher und zahllose Artikel zu verschiedensten Themen der Aquaristik veröffentlicht hat.

Text Sy Montgomery Fotografie Keith Ellenbogen Übersetzung Harro hieronimus

Coole Schulhöfe

Der 29. September 2022 war ein schöner, in die Zukunft weisender Tag und das Wetter meinte es gut mit uns. Das Humboldt-Gymnasium in Solingen wurde für das besonders klimafreundlich umgesetzte Konzept zum Projekt „coole Schulhöfe für Nordrhein-Westfalen“ ausgezeichnet und hatte an diesem Tag ein ansprechendes Programm organisiert.

Die Schüler, Eltern, Lehrer und der Schulleiter Herr Lübeck hatten mit Hilfe einer Firma bei diesem Projekt am Humboldt-Gymnasium eine Brache in eine Streuobstwiese umgewandelt und barrierefreie Hochbeete mit Früchten und NaschGemüse auf dem Schulhof errichtet. Dieser coole Schulhof wurde an diesem Tag auch offi ziell eingeweiht.

Sabine Schulz-Wolff, Anneli Saure und ich durften als Vertreter des Botanischen Gartens mit anderen Gästen bei der feierlichen Eröffnung dabei sein.

Die Deutsche Umwelthilfe hatte die Aktion gestartet und für zehn Schulen in NRW die Fördermittel bereitgestellt. Wir trafen uns mit Matthias Walter von der Deutschen Umwelthilfe, Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Vertretern der Stadtverwaltung, dem Schulleiter des HumboldtGymnasiums Alexander Lübeck und den geladenen Gästen an der Streuobstwiese, dem neuen Highlight der Schule.

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Abb. 1, 2: Die Hochbeete.
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Fotos: Anneli Saure Abb. 5: Die Benjeshecke. Abb. 4: Die Streuobstwiese. Abb. 3: Gruppenfoto. 8 Fotos: Carmen Dörner

Wir konnten auf dem Gelände, das nicht nur der Entspannung dienen sollte, sondern auch die Funktion eines Grünen Klassenzimmers haben wird, Benjeshecken, Totholzhaufen, Trockenmauern und viele Nektarpflanzen entdecken. All diese Einrichtungen dienen der Biodiversität.

Nach der Begrüßung fanden wir uns in der Aula der Schule ein, wo alle zehn Schulen und ihre Umsetzung des Themas von ihren Schulleitern, Lehrern und Schülern vorgestellt wurde.

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Abb. 6: Eine Trockenmauer. Abb. 7: Ein Totholzhaufen. Abb. 8: Ein Tipi als Rankgerüst. Abb. 9: Insektenpflanzen. Abb. 10: Nektarpflanzen. Abb. 11: Die Preisübergabe.

Die Vertreter der anderen Schulen kamen u. a. aus dem Raum Aachen, aus Heinsberg, Neuss, Langenfeld und Rheda-Wiedenbrück. So unterschiedlich die Größe und Beschaffenheit der Schulhöfe, so unterschiedlich war auch die Umgestaltung. Der Betonbelag der Schulhöfe konnte meistens entsiegelt werden, nach Möglichkeit wurden Grünflächen mit Nektarpflanzen und Sitzgelegenheiten errichtet. Eine Grundschule errichtete sogar ein Spielgerüst und eine Kletterwand auf dem Schulhof, damit die Schüler in der Pause ihren Bewegungsdrang ausleben können.

Leider hatten nicht alle Schulen das gewünschte Mitspracherecht, wie ihr Schulhof umgestaltet wurde. Dieser Umstand traf für das Humboldt-Gymnasium aber nicht zu.

Musikalisch wurden wir durch den 5-6-7-Chor (im Chor sind nur Schüler und Schülerinnen aus diesen drei Jahrgängen) der Schule unterhalten und mit dem Lied „We are the world“ auf die Themen „Nachhaltigkeit“ und „Respekt“ eingestimmt. Vor lauter Rührung vergaßen wir, ein Foto vom Chor zu machen.

Nach einem kleinen Fingerfood-Imbiss in der Mensa, der Veganerherzen höher schlagen ließ, ging es auf den Schulhof zu unserem Stand.

Beim „Markt der Möglichkeiten“ sollten sich noch einmal die Teilnehmerschulen und Bildungspartner präsentieren. Dazu gehörten Einrichtungen und Organisationen, die im weitesten Sinne mit dem Thema Schulgarten und Umweltbildung arbeiten,

wie zum Beispiel die Biologische Station Mittlere Wupper, der Arbeitskreis „Solingen summt“ und der NABU. Der Botanische Garten Solingen e.V. organisiert seit 2018 Saatgutbörsen und hat sich nachhaltiges Gärtnern auf die Fahne geschrieben, deshalb bekamen auch wir eine Einladung.

Wir hatten eine Menge Saatguttütchen für jeden Geschmack, Pflanzen in Töpfen für Zimmerkultur und Freiland, verschiedene Ableger und Stecklinge und natürlich das Binokular mitgenommen. Die Schüler und Eltern hatten großes Interesse, mal einen vergrößernden Blick auf Saatgut zu werfen. Wir waren ständig von Schülern und Eltern umgeben, die genau wissen wollten, wie sie mit den Ablegern oder dem Saatgut umgehen sollten oder welche Insekten damit gefördert würden. Wir konnten viele Gespräche über den Botanischen Garten führen und an die Schüler reichlich Flyer verteilen, die speziell für Jugendliche entworfen wurden.

Die Stimmung war sehr freundschaftlich und heiter. Unsere Kisten waren wesentlich leerer, als wir gegen 18 Uhr wieder nach Hause fuhren.

Wir hatten ein gutes Gefühl, dabei gewesen zu sein, etwas für die Natur und den Botanischen Garten getan und interessierte Menschen umfassend informiert zu haben.

Wie sagte schon Alexander von Humboldt: „Natur muss gefühlt werden.“

Text: Carmen Dörner

Unser Bauerngarten „for future“

Unzufriedenheit macht sich breit: Der Bauerngarten hat im letzten Jahr nicht die Blütenpracht hervorgebracht, die wir von ihm aus den letzten Jahrzehnten kannten. Der Klimawandel forderte auch bei uns im Botanischen Garten seinen Tribut. Aus unseren Wäldern und Gärten kennen wir das: Es hat ein großes Fichtensterben eingesetzt. So mussten auch auf dem Alten Friedhof viele Nadelbäume gefällt werden, weil sie unter der zunehmenden Trockenheit gelitten haben und nicht mehr erhalten werden konnten.

Im Unterschied zu den Wäldern und Parkbäumen, für die Förster und Gärtner zuständig sind, wird die Schuld für das Dahinsiechen von Pflanzen im Bauerngarten des Botanischen Gartens bei den ehrenamtlichen Pflegern und Pflegerinnen der Stiftung gesucht. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die sich um den Bauerngarten kümmern, haben jedoch alles in ihrer Macht stehende unternommen, um dem Bauerngarten zu seiner üblichen Pracht zu verhelfen. Dafür danken wir allen sehr herzlich! Gegen die Wetterlagen sind sie jedoch machtlos.

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Dieser Wandel hat dazu geführt, dass Überlegungen angestellt wurden, was zu tun ist, um den Garten für die Zukunft attraktiv zu halten. Das bisherige Konzept, das vor Jahrzehnten von Herrn Steen entworfen wurde, hat lange in jeder Saison für große Freude bei allen Besucher und Besucherinnen geführt. Dafür wurde zweimal im Jahr die gesamte Bepflanzung des Bauerngartens erneuert. Herr Steen hat sich immer zuverlässig um die Beschaffung der Neupfl anzungen gekümmert. Wir sind sehr dankbar dafür!

Jetzt haben sich die Anforderungen an Gärten geändert. Die Bepflanzung soll nachhaltig sein. Das passt nicht mehr zusammen mit einem zweimaligen Pflanzenwechsel in jedem Jahr. Sie soll den Artenreichtum fördern. Dazu ist heimischen Pflanzen der Vorzug zu geben, die unserer heimischen Tierwelt als Nahrung, Unterschlupf und Nistgelegenheit dienen können. Und sie soll klimaresilient sein. Das bedeutet, dass wir darauf achten müssen, den Boden zu pflegen, sodass er Feuchtigkeit so lange wie möglich hält und zur Artenvielfalt der Bodenlebewesen beiträgt. Das sieht nicht unbedingt „ordentlich“ aus, der nackte Boden wird mit Laub und Pflanzenresten bedeckt. Er bietet aber bei genauerer Betrachtung eine Fülle von Beobachtungsmöglichkeiten aller möglicher Lebensgemeinschaften von Tieren, Pflanzen und Pilzen.

Natürlich soll der Garten auch immer noch „schön“ aussehen. Die Schönheit besteht aber jetzt nicht mehr nur in äußerlicher Farbenpracht, sondern in dem Reiz, der Vielfalt und dem Wohlergehen möglichst vieler Lebewesen. Auch alte und abgeblühte Pflanzen entfalten ihre ästhetischen Reize, wenn man sie aufmerksam betrachtet. Für die Tierwelt und die Nachzucht sind sie unerlässlich. Ein allzu sauberer und aufgeräumter Garten ist lebensfeindlich. Das beste Beispiel dafür sind die in Mode gekommenen „Schottergärten“, die ordentlich aussehen, aber kaum Leben beinhalten.

Ein Bauerngarten im Botanischen Garten ist kein Naturgarten, er soll auch ästhetischen Ansprüchen genügen und seltene Pflanzen beherbergen. Aspekte der Permakultur können daher nur in Teilen verwirklicht werden.

Wir hoffen einen guten Weg zu finden für unseren Bauerngarten „for future“.

Text: Sabine Schulz-Wolff; Fotos: Anneli Saure

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Besuch des „Hortvs Janke“ am 29.10.2022

Am 29.10.2022 statteten zehn Ehrenamtler des Botanischen Gartens Solingen dem „Hortvs Janke“ an der Hochdahler Straße in Hilden einen Besuch ab. „Hortus“ ist der lateinische Begriff für Garten.

Schon die Einfahrt bzw. der Eingang ist gärtnerisch überaus einladend gestaltet. Akkurat in Form geschnittene, tiefgrüne Hecken und Mittelmeerzypressen begrenzen die üppige Bepfl anzung neben der asphaltierten Fahrbahn.

Die Führung durch Peter Janke begann im Silbergarten. Ein rechteckiger Graben begrenzt den sattgrünen Rasen, in dessen Mitte ein rund angelegter, sandiger Hügel zahlreiche Stauden und Gräser beheimatet. Hier berichtete Herr Janke auf faszinierende Weise von seiner gärtnerischen Laufbahn und wie er auf die Idee zu der naturnahen Gartengestaltung kam. Er erzählte, wie sehr Mrs. Beth Chatto ihn in England mit ihrem ungewöhnlichen und wertvollen Blick auf Gärtnerei und Gartenkultur beeinflusst hat. Sie sei seine Inspiration und Motivation, naturnahe und ansprechend gestaltete Gärten anzulegen. Er betonte, welche Bedeutung diese ökologische Art der Gartengestaltung

– insbesondere in Zeiten des Klimawandels – für Artenreichtum von Flora und Fauna sowie für Nachhaltigkeit insgesamt habe. Besonders beeindruckend ist, dass der Hortvs gänzlich ohne aufwendige Bewässerungssysteme auskommt. Sogar im Sommer ist das Gießen nicht notwendig, da die Pflanzenauswahl, ihr Standort sowie Pfl anzensymbiosen bei der Planung berücksichtigt werden, um einem Wassermangel vorzubeugen. Der betörende Duft einer im Silbergarten wachsenden Ölweide begleitete die begeisterte Gruppe noch ein ganzes Stück weiter, fast bis zum nächsten Halt, dem Kiesgarten. Dank mineralischem Mulch wachsen hier viele Gräser, blühende Bodendecker, Bäume und diverse Stauden. Also ganz anders als in den in einigen Vorgärten vorzufindenden, größtenteils unbepflanzten Kiesfl ächen. Die ökologische, naturverbundene und nachhaltige Bepflanzung sichert einer Vielzahl von Wildbienen und anderen Insekten das Überleben. Durch geschickt kalkulierte Pflanzenwahl und das richtige Mulchen ist ein Düngen mit Kunstdüngern laut Peter Janke nicht notwendig.

Der Weg zum Heidegarten führte unter einer Korkenzieherlärche „Diana“ entlang, die mit ihrer goldgelben Herbstfärbung beeindruckte. Pilze sprossen aus der Wiese, die eine kleine Oase aus weiteren Sitzgelegenheiten, umgeben von schwarzem Schlangenbart sowie kleinen Bäumen und Hecken, beherbergt. Die Wiese wiederum ist von kurz geschnittener Rasenfläche umgeben und schafft durch den Kontrast eine verwunschene Atmosphäre. Peter Janke berichtete über den Heidegarten zwischen der Rasenfl äche und dem Weg zum Wohnhaus. Das Heidebeet ist vielfäl-

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Foto: Sarah Schmitz Foto: Carmen Dörner Der Silbergarten

tig und ansprechend gestaltet, anders als manche mit Heidekraut überwucherten Vorgärten der 1980er-Jahre. Geschwungene Trampelpfade führen über den sandigen Boden. Neben Heidekraut wachsen hier auch zahlreiche in der Heide beheimatete Gräser und andere Pflanzen. Hier fanden Wildbienen auch Ende Oktober noch Nahrung. Der Fachmann betonte, dass auch in Hilden Heidelandschaft vorgeherrscht hat und etwas mehr als der halbe Hortvs auf natürliche Weise mit sandigem Boden versehen sei, was bei der Planung eine

erhebliche Rolle gespielt habe. Der Pfad durch den Heidegarten führte an einer hölzernen Bank vorbei, die laut Peter Janke zwar nicht sonderlich bequem ist, aber nach einem arbeitsreichen Tag für ihn der perfekte Ort sei, um seinen Feierabend im Sonnenuntergang zu genießen.

Das nächste Beet war erst wenige Wochen vor unserem Besuch angelegt worden. Es ist ebenfalls als Heidebeet konzipiert und liegt hinter einer kleinen Gruppe rotblättriger Bäume. Große Findlinge sind in dem neuen Beet wiederzufinden, das mit

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Der Heidegarten Foto: Carmen Dörner Foto: Sarah Schmitz Foto: Sarah Schmitz

einer dicken Schicht Sand gemulcht ist. Der Gärtner legte nahe, regional zu wirtschaften und zu gärtnern. So kämen der Sand und die Steine aus Steinbrüchen der Region (Hilden und Langenfeld). Die ersten Frühblüher waren bereits an der sandigen Oberfl äche zu sehen.

Die Führung ging an zwei Holzliegen vorbei in Richtung einiger Papierbirken zur Rückseite des Wohnhauses. Hier gab es noch einmal die Gelegenheit, mit Peter Janke ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen, bevor er die Führung beendete. Ein fast gänzlich ausgetrockneter Teich liegt am Ende der Rasenfläche. Nicht nur der Klimawandel, sondern auch Wohnungsbau in der Nachbarschaft setzen dem Garten zu. Diese Unwägbarkeiten muss der Fachmann bei der Planung und Gestaltung ebenfalls berücksichtigen. Neben dem trockenen Teich führt ein schmaler Weg in den hinteren Teil des Hortvs, den Waldgarten. Der Pfad führt über feuchten Waldboden zuerst unter dem tief gewachsenen, dicken Ast einer uralten Damokleseiche her. Zypressengewächse sind im

Waldgarten ebenfalls heimisch und spenden kühlen Schatten. Es ging an einem kleinen, schlammig-braunen Teich entlang, in dem sich ein paar Figuren zum Bade niedergelassen haben, sehr zum Vergnügen der Besucher.

Die Gruppe verließ den märchenhaften, modrig duftenden Waldgarten und fand sich im Verkaufsbereich wieder. Hier gab es noch allerlei zu entdecken und mitzunehmen. Neben zahlreichen, teils ungewöhnlichen Stauden und Gehölzen waren auch Blumenzwiebeln, unterschiedlichste Gräser und andere erlesene Gartenpflanzen zu erstehen. Das umfassende Angebot beinhaltete darüber hinaus Schnittblumen, schöne Sträuße und Gestecke sowie mit Hauswurz bewachsene Kränze. Ebenso erhältlich war hier das Buch „Mein Garten im Wandel – des Zeitgeistes und des Klimas“ von Peter Janke.

Mehr Informationen sind zu finden unter: www. peter-janke-gartenkonzepte.de/de/

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Text: Sarah Schmitz Foto: Carmen Dörner

Rosenbeete in Not!

Rosen sind Überlebenskünstler. Der gerade hinter uns liegende trockene, heiße Sommer hat es wieder bestätigt. In den Beeten des Rosenvereins im Botanischen Garten Solingen wurde nicht gegossen, auch Pflanzenschutzmittel wurden nicht eingesetzt, es wurde nur gedüngt.Trotzdem sind die Rosen gesund und werden bis weit in den späten Herbst hinein blühen, wie jedes Jahr. Kaum eine Pflanze hat eine der typischen Rosenkrankheiten: Mehltau oder Sternrußtau. Es gibt auch keine Trockenschäden.

Die fünf Rosenbeete im Botanischen Garten wurden von den Rosenfreunden im Herbst 1997 gepflanzt. Ausgesucht wurden besonders widerstandsfähige, gesunde Rosen. Jedes Jahr werden diese Pflanzen von den Mitgliedern des Rosenvereins noch einmal auf ihre Eignung für das bergische Klima getestet. Was für gut befunden wird, bleibt im Beet, Pflanzen, mit denen die Mitglieder nicht zufrieden sind, werden auch schon mal ersetzt.

77 SOS!
Die Sorte „Gebrüder Grimm“.

Daraus ist eine Rosenliste mit Sorten entstanden, die gut für das bergische Klima geeignet sind. Diese Liste kann auf der Internetseite der Rosenfreunde eingesehen werden:

www.rosenfreundesolingen.de

Um die Schönheit der Rosenbeete im Botanischen Garten zu erhalten, brauchen wir Ihre Unterstützung! Wir suchen dringend freiwillige Helfer, die Lust haben, uns beim Schnitt der Rosen zu unterstützen( wird erklärt, ist nicht schwer) und Unkraut aus den Beeten zu entfernen.

Der Rosenverein hat die Beete, auf denen die Rosen stehen, nur von der Stadt gepachtet. Wenn der Verein ihre Pflege aufgeben muss, weil nicht mehr genug Helfer mitmachen, kann es sein, dass die Stadt verlangt, dass die Rosenbeete aufgelöst werden. So steht es zumindest im Vertrag des Vereins mit der Stadt. Das wäre sehr schade!

Willkommen ist jeder. Man braucht nicht Mitglied im Rosenverein oder in der Stiftung Botanischer Garten Solingen zu sein. Zum Schneiden verabredet sich die Gruppe, wie es den einzelnen Mitgliedern gerade am besten passt. Wir haben keine festen Termine.

Wer Lust und Zeit hat zu helfen, ist herzlich willkommen und melde sich bitte bei:

Maike Wand (Vorsitzende des Rosenvereins Solingen): 0202-2955534

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Text & Fotos: Susanne Bochert Die Sorte „Alea“. Die Sorte „Sweet Haze“.

Zwei Kuchenrezepte aus dem Kiosk

Schwedische Apfeltorte

Hedi Kloss backt diese schmackhafte Torte besonders gerne. Das Backen erfordert ein bisschen Übung, ist aber nicht wirklich schwierig. Gebacken wird in einer Springform. Gebraucht werden:

Für die Springform: etwas Fett und Backpapier

Für den Biskuitteig:

2 Eier (M)

60 g Zucker

1 Pck. VanillinZucker

60 g Weizenmehl

1/2 gestr. Teelöffel Backpulver

Für die Füllung:

1 kg Äpfel

Saft von 1 Zitrone

150 ml Wasser

150 g Zucker

2 Pck. Dessertsoße Vanillegeschmack zum Kochen

2 Eier (M)

Für den Belag: 400 g kalte Schlagsahne, Sahnesteif

Springform fetten, mit Backpapier auslegen, Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) oder 160 °C (Umluft) vorheizen.

Eier schaumig schlagen, Zucker und VanillinZucker zugeben und weiterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und kurz unterrrühren. Teig in der Springform glattstreichen. Etwa 18 Min. backen und erkalten lassen.

Äpfel schälen, Zutaten zugeben, etwa 3 Min. kochen, gut umrühren dabei. Auf den Biskuitboden in die Springform geben, mind. 3 Std. im Kühlschrank abkühlen lassen. Vorher Backpapier entfernen.

Sahne mit Sahnesteif aufschlagen und auf der Apfelmasse verstreichen. Man kann auch Schokoladenraspel oder ein Zimt-/Kakaogemisch aufstreuen. Aus der Springform nehmen und im Kühlschrank max. 1 Tag aufbewahren.

Schmandkuchen

Im Kioskteam hilft Sabine Moseke und stellt auch häufig Kuchen zur Verfügung.

Für den Teig:

4 Eier

160 g Zucker

1 Pck. Vanillin-Zucker

320 g Mehl

1 Pck. Backpulver

170 ml Mineralwasser

80 ml Sonnenblumen- oder Rapsöl

Für den Belag:

4 Dosen Mandarinen

100 g gehackte Mandeln

3 Becher Schmand (200 g)

3 Becher süße Sahne (200 g)

2 Pck. Vanillin-Zucker

3 gehäufte Esslöffel

Zucker

1 Essl. Zimt

Eier, Zucker und Vanillinzucker 5 Min. schaumig schlagen. Dann die restlichen Zutaten in der Masse gut und gleichmäßig verrühren. Backblech einfetten und Masse hineingießen. Ca. 25-30 Min. backen (175 °C, Unter-/Oberhitze), bis der Boden leicht gebräunt ist. Erkalten lassen.

Mandarinen gut abtropfen lassen, Mandeln in einer Pfanne kurz anrösten. Die Mandarinen gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Schmand und Vanillin-Zucker gut verrühren. Die Sahne aufschlagen und mit leichtem Rühren darunterheben. Die Masse auf den Mandarinen verteilen und glatt streichen. Dann die gerösteten Mandeln auf dem Sahne-Schmand verteilen.

Die drei Esslöffel Zucker mit dem Zimt gut vermischen (die Mischung soll dunkel sein) und auf den Mandeln gleichmäßig aufstreuen. Bis zum Verzehr (maximal einen Tag) im Kühlschrank aufbewahren.

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Zweifacher Abschied

2022 mussten wir uns von Hannelore Nitsche verabschieden, die nach langer Krankheit verstorben ist. Sie hat mit großem Engagement dazu beigetragen, dass es über Jahrzehnte hinweg jeden Sonntag in der Saison selbstgebackenen Kuchen im Kiosk des Botanischen Gartens zu kaufen gab. Daran haben sich Generationen von Besuchern und Besucherinnen erfreut.

Oft wurde nachgefragt, wo denn das eine oder andere Kuchenrezept herzubekommen sei. Seitdem wurden Kuchenbäckerinnen und Kuchenbäcker mit ihren Rezepten in der Blütenpresse vorgestellt, wie auch in dieser Ausgabe. Die Kuchenspenden erreichten uns aus vielen Haushalten, wo eben mal zwischendurch für den Botanischen Garten Hand angelegt und ein Kuchen gebacken wurde, der dann von Mitgliedern der Stiftung sonntags am Kiosk verkauft werden konnte.

Das war eine jahrzehntelange Tradition, von der wir jetzt bedauerlicherweise Abschied nehmen müssen. Auch für die Stiftung Botanischer Garten gilt jetzt das bundesweit gesetzlich vorgeschriebene Verbot, Kuchen in den Verkehr zu bringen, der in einer privaten Küche gebacken wurde. Für Gewerbe, die jeden Sonntag in der Saison etliche Kuchen zum Verzehr anbieten, gelten besonders strenge hygienische Vorschriften, unter denen private Kuchenspenden nicht mehr möglich sind.

Ade also allen, die sich bisher ehrenamtlich mit der Kuchenbäckerei für den Botanischen Garten

Anm. d. Red.: Das Verbot des Angebots privat gebackener Kuchen ist leider noch nicht alles, was uns von den zuständigen Stellen der Stadt auferlegt wurde. Die Vorschriften zu diesem Verbot sind leider eindeutig, es gibt keine Möglichkeit für eine Ausnahme. Wo wir die Kuchen – die ja weiter angeboten werden sollen – zukünftig erwerben werden, steht allerdings noch nicht fest. Mehrere Möglichkeiten werden geprüft, damit wir nicht den Kuchen anbieten müssen, der in jedem Supermarkt zu kaufen ist.

Neben diesem Verbot gibt es eine weitere Aufl age der Behörden, der wir auch nachkommen müssen. So müssen alle (!) ehrenamtlichen Mitarbeiter im

engagiert haben und danke für Hunderte von Kuchen, die uns im Laufe der Jahrzehnte erreicht und uns geholfen haben, unsere finanziellen Verpflichtungen der Stadt Solingen gegenüber zu erfüllen!

In den Jahrzehnten der privaten Kuchenbäckerei ist nicht bekannt geworden, dass von unseren Kuchen jemals eine Infektion ausgegangen ist, anders als von Produkten von Großküchen, die öfter in den Schlagzeilen waren. Allerdings zählt das leider nicht für den Gesetzgeber. Wir werden deswegen auf Produkte von gewerblichen und hygienisch einwandfreien Bäckereien zurückgreifen müssen, wenn es weiter Kuchen im Botanischen Garten geben soll. Der Vorschlag von behördlicher Seite, jeden Samstag gemeinsam in einer hygienisch überprüften Küche, z.B. derjenigen einer Schule oder der Gläsernen Werkstatt, den Kuchen für den Sonntagsverkauf im Botanischen Garten backen zu gehen, überschätzt die Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements und ist reichlich realitätsfern. Eine andere Möglichkeit haben uns die städtischen Hygienebeauftragten trotz zahlreicher Diskussionen leider nicht offengelassen.

So werden wir uns also von den überaus leckeren, zuhause handwerklich hergestellten Kuchen, deren Ruf schon über Solingen hinaus gedrungen war, verabschieden und in Zukunft nur noch gekaufte Produkte in den Verkauf bringen. Ein Highlight weniger in Solingen...

Kiosk, Grill- und Getränkestand, also alle, die mit Lebensmitteln irgendwie zu tun haben, vor der kommenden Saison an einer Hygieneschulung des Gesundheitsamts teilnehmen. Wir prüfen derzeit noch, ob dies im Botanischen Garten stattfinden kann oder im Gesundheitsamt. Die Kosten werden jedenfalls von der Stiftung getragen. Wahrscheinlich stehen mehrere Termine zur Auswahl, alle Betroffenen werden rechtzeitig informiert. Wer geschult ist, darf auch z.B. neu hinzugekommene Helfer unterweisen (das muss sogar schriftlich belegt werden), damit auch weiterhin ein probeweises Helfen möglich ist. Wir bedauern diesen Aufwand, leider ist er durch bundesweit geltende Vorschriften nötig.

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Sabine Schulz-Wolff

Bald fertig

Das neue Aquarium geht seiner Vollendung entgegen

Es ist nun zwei Jahre her, dass die Arbeiten am zweiten Aquarium im Tropenhaus beginnen konnten. Corona, der Vorrang anderer Arbeiten und einiges andere haben dazu beigetragen, dass das Aquarium erst jetzt seiner Vollendung entgegensieht und die Fische Einzug halten können.

Apropos Fische: Dieses Aquarium soll ein besonderes Becken werden. Dort sollen fast ausschließlich Fische ihre Heimat finden, die aus dem afrikanischen Tanganjikasee stammen. Dort, im ostafrikanischen Grabenbruch, gibt es zwei Seen, die sich durch eine ganz besondere Vielfalt vor allem bei Buntbarschen auszeichnen. Neben dem Malawisee ist das eben der Tanganjikasee mit mehr als 500 verschiedenen Arten von Buntbarschen, von denen das Aquar ium natürlich nur einige (aber besonders interessante) Fische bevölkern sollen.

Das obere Bild zeigt die Ausgangssituation, nachdem die Orchideen und ihr Substrat entfernt worden waren. Wer damals, als es gebaut wurde, das Aquarium eingerichtet hat, wissen wir nicht, wohl aber, dass diese Einrichtung einfach nicht mehr

zeitgemäß war. Außerdem haben 20 Jahre Beregnung mehr Schaden angerichtet, als zuerst vermutet worden war.

Insgesamt wurden beim Entkernen des Aquariums bis auf die Betonwände etwa anderthalb Tonnen (1.500 kg!) Steine und Mörtel entfernt. Alleine das war schon eine größere Anstrengung. Und als das überflüssige Material weg war, stellten wir fest, dass die Schäden an der metallenen Aquarieneinfassung, die von außen kaum zu sehen, aber notwendig ist, viel größer waren als angenommen. Vor allem an der Oberkante, ständig der Beregnung ausgesetzt, war das Metall derartig korrodiert, dass ein kompletter Ersatz notwendig war. Planung, Anfertigung und Installation dauerten dann länger als geplant, denn die ursprüngliche Idee, das Ganze von einem Metallbauer anfertigen und installieren zu lassen, erwies sich schnell als zu kostspielig. So wurde –auch mit Hilfe des Glasers, der schon viel Erfahrung mit der Installation von Glasscheiben an Aquarien hatte – eine eigene Lösung gefunden, die dekorativer und hoffentlich langlebiger sein sollte als die alte. Ohne die Mithilfe von Sebastian Hakenberg

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und vor allem Sascha Verfürth hätte das aber nicht klappen können. Ihnen sei an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich gedankt.

Da diese Planung und dann die Realisierung doch einige Zeit auf sich nahmen, verging das Jahr 2021, ohne dass man allzu viele Fortschritte sah, es aber doch in vielen Punkten weiterging.

So dauerte es schließlich bis Mitte 2022, bis der Glaser endlich die Glasscheibe einsetzen konnte. Es war der vielleicht heißeste Tag des Jahres, ein Umstand, der noch zu Problemen führen sollte. Aber das wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht und es war sicher auch dem Glaser nicht klar, der hier sein Bestes gab. Aber bei über 40 °C zu arbeiten, ohne dass ein Lüftchen weht, ist schon nicht ganz einfach. Wir haben den Mitarbeiter, der dann im Aquarium saß und die Scheibe verklebte, auch bedauert.

Nachdem der Silikonkautschuk mehrere Tage getrocknet war, ging es an die Inneneinrichtung. Auf der rechten Seite befindet sich Lochgestein, das die vorgesehenen Fische besonders mögen würden. Links wurde dann ein Aufbau aus Schieferplatten gebaut. Diese stammten von der alten Aquariendekoration. Auch die Trittsteine in der Mitte, als Höhle gestaltet, stammten aus dieser Quelle. Auf dem Sand

wurden dann noch leere Schneckengehäuse platziert, die Wohnstätte einiger spezieller Buntbarsche.

Als Bodengrund wurde zur Hälfte Sand, zur anderen Hälfte Kalksplit benutzt. Da die vorgesehenen Fische hartes Wasser brauchen, das in Solingen nicht gerade aus der Leitung fließt, sollen der Split und das ebenfalls kalkhaltige Lochgestein das Wasser auf natürliche Art und Weise aufhärten. Wenn nötig, wird das Wasser weiter aufgehärtet werden.

Nun folgte ein weiterer wichtiger Schritt, um das Aquarium dekorativer wirken zu lassen: Sowohl die Wände im Aquarienvorraum um das bestehende Aquarium sowie die Wände um und neben dem neu eingerichteten Aquarium wurden in einem warmen Farbton gestrichen.

Aber wie so häufig bei einem so komplexen Projekt sind wir auch danach nicht von Problemen verschont geblieben. Als wir etwa 15 cm Wasser eingelassen hatten, stellte sich heraus, dass die Silkonnaht am unteren Ende der Glasscheibe einige Fehlstellen aufwies. Wir waren zwar weitgehend überzeugt, dass dadurch keine Probleme mit der Dichtigkeit entstehen würden, aber wir wollten auf Nummer Sicher gehen. Also Wasser raus, trocknen lassen und die Naht an diesen Stellen erneuern.

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Nachdem dies auch gemacht wurde, stieg Sebastian ins Aquarium und brachte einige Pflanzen an ihren vorgesehenen Stellen unter. Danach wurde das Wasser aufgefüllt und der Filter wurde eingeschaltet. Als wir ein paar Tage später wiederkamen, um den Erfolg zu begutachten, sahen wir – nichts! Das ganze Wasser war durch Mikroalgen derart grün gefärbt, dass man vielleicht zwei Zentimeter hineinschauen konnte. Das kennt man von manchen Gartenteichen, aber im Aquarium ist es selten. Um das Wasser zu klären, wurde ein spezielles Mittel zugegeben. Und tatsächlich, am nächsten Tag war das Wasser wieder klar. Aber das sollte nicht von langer Dauer sein, schon eine Woche später war das Aquarienwasser wieder undurchsichtig grün. Gleichzeitig stellten wir fest, dass die Reinigung der Scheibe aufgrund der Lage der inneren Silikonnähte ein Problem sein und diese beschädigen könnte. Auch hier wurde schnell eine Lösung gefunden, deren Umsetzung aber wieder etwas dauerte. Denn das Wasser musste komplett wieder heraus und die Umrandung der Scheibe musste völlig trocken sein. Dann wurde mit weiterem Silikon und einer kleinen Aluminiumschiene ein Schutz angelegt, der die Nähte vor einer Beschädigung beim Reinigen schützen wird.

Nachdem auch diese neuen Silikonschichten durchgetrocknet waren, konnte Sebastian wieder die Pflanzen einsetzen, wobei wir uns aber für etwas weniger

als auf dem Bild entschieden. Dafür wurde noch deutlich mehr Lochgestein eingebracht, das für viele der Fische einen idealen Lebensraum bilden wird. Wieder wurde das Aquarium aufgefüllt und der Filter angestellt. Auch die Beleuchtung war inzwischen angebracht worden, vier LED-Leuchten von einem Meter Länge werden das Aquarium gut ausleuchten, so wie es auch am Tanganjikasee ist.

Mit großer Spannung bin ich dann eine Woche später wieder zum Aquarium gefahren und habe vorsichtig um die Ecke geschaut. War das Aquarienwasser wieder grün? Konnte man ins Aquarium schauen? Zu meiner Freude war das Aquarienwasser kristallklar und wird in wenigen Wochen für den Einzug der Fische parat stehen.

In der nächsten Blütenpresse werde ich ausführlicher über die Fische berichten, die dort ihre Heimat finden. Da sind Buntbarsche dabei, welche die Schneckengehäuse bewohnen. Andere „verpflichten“ ihren Nachwuchs dazu, auf ihre jüngeren Geschwister aufzupassen. Andere Buntbarsche schwimmen im freien Wasser und die Weibchen nehmen Eier und Junge ins Maul nehmen. Einige Welse werden aber aber der Clou sein: Sie schieben in Kuckucksmanier ihre Eier anderen Fischen, nämlich Buntbarschen, unter und lassen sie von denen ausbrüten.

Text & Fotos: Harro Hieronimus

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Helfer gesucht – Mitmachen erwünscht

Die Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V. sieht ihre Aufgabe darin, Solingens grüne Lunge, den Botanischen Garten, zu erhalten und noch attraktiver zu machen. Unter unserem Wahlspruch „Gemeinsam für ein schönes Stück Solingen“ suchen wir Gleichgesinnte, die Lust haben, unsere einzelnen Arbeitsteams zu unterstützen.

Ihre Hilfe wird dringend benötigt, vielleicht schnuppern Sie einfach bei einem unserer Teams rein. Unser Freilandpflegeteam

Die Stiftung pflegt einige Beete im Freigelände, u.a. den Bauerngarten, den Heilpflanzengarten, den Bibelgarten oder die Wechselbepfl anzungsfläche. Die Teams treffen sich mittwochs und samstags oder nach Absprache und jäten Unkraut, mähen den Rasen, schneiden den Ilex, pfl anzen Blumen u.v.m.

Unser Schauhauspflegeteam

Die Stiftung hat die Pflege des Sukkulentenhauses, des Bromelienhauses und der Orchideenhalle übernommen. Auch hier sind weitere Mitstreiter jederzeit herzlich willkommen. Auch für die Anzuchtarbeiten im „Mutterpflanzenhaus“ wird immer Verstärkung gebraucht.

Kiosk und Küchenteam

Seit 2008 bietet die Stiftung in ihrem Kiosk Kaffee, Kuchen, Eis und Erfrischungsgetränke an. Von Ostersonntag bis Ende Oktober wird dieser ehrenamtliche Service für die Besucher an jedem Sonn- und Feiertag von 14-18 Uhr angeboten. Vielleicht haben Sie Spaß dabei, uns im Verkauf, in der Küche, beim Kaffeekochen und Spülen zu unterstützen. Auch wenn wir den von den vielen Helfern und Helferinnen selbstgebackenen Kuchen nicht mehr anbieten dürfen, werden wir für eine Alternative sorgen und brauchen auch dafür natürlich wieder Helfer. Machen Sie mit – und wenn es nur für eine Stunde am Sonn- oder Feiertag ist.

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Fotos: Valeria Luhn

Reparatur- und Instandhaltungsteam

Dazu werden Bastler und Tüftler gesucht. In einem Botanischen Garten mit über sechs Hektar Fläche gibt es viel instandzusetzen und zu reparieren. Sie haben Spaß am Schrauben, Malern, Mauern, Schreinern usw.? Dann ist dieses Team vielleicht etwas für Sie. Mitglieder verschiedenster Gewerke arbeiten hier ehrenamtlich Hand in Hand für den Botanischen Garten.

Veranstaltungsteam

Der Botanische Garten ist bekannt für seine vielen abwechslungsreichen Veranstaltungen, von Konzerten über Tanztees bis hin zu Vorträgen und Führungen. Auch für den Auf-, Abbau und die Durchführung dieser Veranstaltungen werden wieder viele fleißige Hände benötigt. Bei einigen Veranstaltungen werden auch ein Grill und ein Getränkestand aufgebaut, deren Betreuer sich über weitere Verstärkung freuen würden.

Mitmachen!

Sie haben Interesse, Lust und Spaß, uns in einer der verschiedenen Gruppen zu unterstützen, möchten mehr erfahren oder einfach mal bei uns reinschnuppern, dann nehmen Sie doch einfach Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Sie: info@botanischer-garten-solingen.de

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Gemeinsam für ein schönes Stück Solingen

WWW. BOTANISCHER-GARTEN-SOLINGEN .de

Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V. Postfach 19 01 13, 42701 Solingen, E-Mail: info@Botanischer-Garten-Solingen.de

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Die Arbeit der "Stiftung Botanischer Solingen Garten e.V." hat Früchte getragen: Unser Konzept hat die Zustimmung von Politik und Verwaltung gefunden. Der Botanische Garten Solingen steht seit 2010 unter Denkmalschutz.

Wir stellen der Stadt Solingen jährlich einen Betrag von 25.000 Euro zur Verfügung um die Kosten für den Botanischen Garten zu reduzieren. Desweiteren übernehmen wir haushaltwirksame Tätigkeiten und Arbeiten und ersparen so der Stadt Solingen Kosten von insgesamt ca 80.000 Euro.

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Ein Schmetterling mit zwei Formen

Das Insekt des Jahres 2023, der Landkärtchenfalter Araschnia levana, ist eine besondere Art: Denn sie kommt in zwei verschiedenen Formen vor. Die im Frühjahr schlüpfenden Schmetterlinge sind orange gefärbt, wie im oberen Foto. Die Exemplare, die erst später im Jahr bei längerer Tageslichtdauer und höheren Temperaturen schlüpfen, sehen wie der auf dem unteren Foto abgebildete Schmetterling aus. Die Exemplare der Frühjahrsform sind etwas kleiner als die der Sommerform. Die Männchen haben 32 bzw. 38 mm Spannweite, die Weibchen dagegen etwa 5 mm mehr. Ursprünglich wurden diese beiden Formen sogar als unterschiedliche Arten beschrieben.

Die Larven entwickeln sich meist an Brennnesseln, an denen auch die Eier abgelegt werden. Diese sind sehr auffällig, zwar tarnfarben grün, aber wie in einer Kette hängend abgelegt. Nicht nur für diese Falter sind Brennnesseln eine wichtige Nahrung und Voraussetzung für die Fortpflanzung. Das Landkärtchen gilt nicht als gefährdete Art und kommt in manchen Gegenden sogar sehr häufig vor.

Text: Harro Hieronimus

Stiefmütterchen zieren auch einige Bereiche im Botanischen Garten. Foto: H. Hieronimus

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