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Ausgabe 03/2018

Sachsens Bläserpost

Die Zeitschrift des Sächsischen Blasmusikverbandes e.V.

LPL-Band Camp 2018 | Seite 5 Hans Ross – 60 Jahre aktiver Musiker | Seite 7 Workshopangebot – Einzelcoaching mit Rüdiger Baldauf | Seite 14


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Inhalt AUS DEM VERBAND

Editorial Liebe Leserinnen und Leser, die begonnene Adventszeit ist für viele Menschen eine Zeit der Einkehr – eine Zeit der Besinnlichkeit, Ruhe und der Konzentration auf das familiäre Umfeld. Für die meisten der mitteldeutschen Musikvereine ist die Advents- und Weihnachtszeit aber auch eine Zeit voller Aufgaben. Advents- und Weihnachtsmärkte, Konzerte, Gottesdienste, Bergparaden und vieles mehr. Die Wochen im Dezember verlangen den Musizierenden und ihren Familien ein besonderes Maß an Organisationsfähigkeit und Toleranz ab. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag zu einer wohltuenden Bürgerlichkeit, die in vielen Zeiten Gutes schafft. Doch während dieser Zeit laufen auch wieder Vorbereitungen für das neue Vereins- und Konzertjahr, Einladungen werden verschickt, Projekte zu Ende geplant – letzte Förderanträge fürs kommende Jahr gestellt… Kurzum: es gibt wie immer viel zu tun. In dieser Ausgabe von Sachsens Bläserpost lesen Sie von den zahlreichen Aktivitäten tausender Ehrenamtler in Sachsen, Deutschland und Europa. Die Vielfalt der Bläserwelt zeichnet sich dabei durch gegenseitige Achtung und auch gemeinsames Lernen aus. Viel Spaß beim Lesen!

Ihr Redaktionskollegium SBP

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Verbandsmitglieder, auch im nun zu Ende gehenden Jahr 2018 haben Sie mit Ihren Musikerinnen und Musikern Großartiges geleistet, vielen Menschen Freude bereitet, so manche Festveranstaltung musikalisch bereichert und mit Sinn und Verstand Gemeinschaft gestiftet. Dafür gebührt Ihnen mein größter Respekt und Dank. Nutzen Sie die Zeit zwischen den Jahren auch, um Dinge zu überdenken, Nützliches von Unwichtigem zu trennen und vor allem auch, Kraft und Energie für interessante neue Vorhaben zu tanken. Ihnen und Ihren Familien wünsche ich im Namen von Präsidium und Vorstand ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start in ein gesundes neues Jahr 2019.

Mit musikalischen Grüßen Ihr

Frank Vogel Präsident Landrat des Erzgebirgskreises

04 Görlitz und der SBMV 2018 | Krone der Blasmusik und KlangFARBEN 04 Diana Drechsel – neue Leiterin der Geschäftsstelle des SBMV 05 LPL Band Camp 2018 05 Datenschutzgrundverordnung 06 Moderatoren-Workshop 06 D-Leistungsnachweis des SBMV/BJS 07 Hans Ross – 60 Jahre aktiver Musiker 07 Ehrungen Musikerinnen und Musiker aus unseren Mitgliedsvereinen | August bis Dezember 2018

AUS DEN VEREINEN

08 Erfolgreiche Teilnahme am 13. Deutschen Bergmannstag 08 9. Internationales Musikantentreffen in Grimma 09 Gelebte Partnerschaft zweier Berg orchester aus Ost und West 09 21. Europäisches Blasmusikfestival 2018 10 Den guten Ton in die Kita und an die Grundschule tragen 11 Neuer Dirigent für JugendBrass Leipzig 11 Brass Band BlechKLANG in Sachsen zu erleben 12 Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement – ERZgeBÜRGER 2018 12 Freie Förderplätze für kostenfreie Webseitenerstellung – Azubis suchen Projektpartner aus Sachsen

KALENDER

13 Termine Januar bis Juni 2019

BLÄSERMUSIK REGIONAL

14 15. SAXONIADE 2019 in Hohenstein Ernstthal 14 Workshopangebot - Einzelcoaching mit Rüdiger Baldauf 15 BDMV – Entertainment vom Allerfeinsten 15 Programm Deutsches Musikfest 2019 16 Parlamentarischer Abend der Amateurmusik 16 BDB-Musikakademie Staufen (Ausbildungen 2019) 17 Sächsische Bläserphilharmonie spielt beim Bürgerfest des Bundespräsidenten 17 Barbara Venetikidou neue Orchester managerin der Sächsischen Bläser philharmonie

BLÄSERMUSIK NATIONAL UND INTERNATIONAL 18 18 19 19

Hans Hütten tot Zum Tod von Jochen Westermann Bundesakademie Trossingen stellt Weiterbildungsprogramm 2019 vor Mitteleuropa Blasmusikfest 2019 in Rijeka / Kroatien

JUGEND- UND VEREINSARBEIT 20 Der Rechtsanwalt berät 20 DBJ – Logo Wettbewerb

BLASMUSIKGESCHICHTE

21 Über den Zapfenstreich (Teil 1)


AUS DEM VERBAND

Görlitz und der SBMV 2018

Das Altstadtfest Görlitz erklingt durch KlangFARBEN und „Krone der sächsischen Blasmusik“ einmal anders Auf den Regionalgesprächen 2017 wurde von Uwe Flaschel, Orchesterleiter des Jugendblasorchester Görlitz, der Wunsch geäußert, dass der Sächsische Blasmusikverband e.V. das Jugendblasorchester unterstützt und dass ein wahres Feuerwerk gezündet wird. Grund – der runde Geburtstag des Klangkörpers. Aus diesem Impuls heraus entstanden mehrere Treffen, es wurden Ideen ausgetauscht und viel gerechnet – herausgekommen war ein angepasstes KlangFARBEN-Projekt und der Wettbewerb „Krone der sächsischen Blasmusik“, eingebettet in das etablierte Altstadtfest Görlitz vom 24.-26.

Foto: Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH

August 2018. Partner wurden der SBMV, das Stadtmarketing Görlitz und die Musikschule Görlitz. Eine sehr fruchtende Partnerschaft, welche eine besondere Wertschätzung durch die Übernahme der Schirmherrschaft des sächsischen Ministerpräsidenten, Herrn Michael Kretschmer, für den Wettstreit „Krone der sächsischen Blasmusik“ erfuhr. Den Klangkörpern MV Löbauer Bergmusikanten, Bläserphilharmonie Thum, Brass`94, Musikkorps der Stadt Olbernhau, Jugendblasorchester Sebnitz und dem Jugendblasorchester Görlitz sei an dieser Stelle für ihr Engagement bei den KlangFARBEN gedankt. Der Wettstreit traditioneller Blasmusik wurde am Samstag mit der Uraufführung der SBMVFanfare, ein Geschenk des Hohenstein-Ernstthaler Komponisten Horst Häupl, sowie durch den Schirmherrn persönlich, den Bürgermeister der Stadt Görlitz und unserem Präsidenten Landrat Frank Vogel eröffnet. Wobei hier der Schirm wörtlich genommen werden musste – leider spielte das Wetter nicht wie erhofft mit und so war es gerade für die beiden ersten Teilnehmer eine echte Herausforderung, sich auf der Freiluftbühne am Untermarkt geeignete

KRONE

DER SÄCHSISCHEN BLASMUSIK

Rahmenbedingungen zu schaffen. Dafür hoher Respekt an das Jugendblasorchester Görlitz und die Mährischen Vagabunden. Die weiteren Teilnehmer Jugendblasorchester Sebnitz, Andreas Bergener und seine Schlossberg-Musikanten und die Heidelbachtal Musikanten hatten da mehr Glück und das Publikum war sehr angetan von den jeweiligen Bühnenprogrammen. Die Jury bewertete sehr genau alle Aufführungen, traf aber leider nicht immer die richtige Wortwahl bei der Vorstellung ihrer Bewertung. Die Auswertung des Publikumsvotings bestätigte weitestgehend die fachliche Bewertung und so gewann Andreas Bergener und seine Schlossberg-Musikanten und verteidigte damit den bereits im letzten Jahr gewonnenen Titel. Herzlichen Glückwunsch! Zum Schluss gibt es noch einen Ausblick auf das nächste Jahr: 2019 findet der volkstümlich-traditionelle Wettstreit in der Saigerhütte Olbernau statt – damit sind wir in jedem Fall wetterunabhängig. Und noch eine Idee wird weiter thematisiert; ein eigenständiger Wettstreit für Jugendorchester – Arbeitstitel „Young SBMV-Jam Session“ – geplant erstmals für 2020, aber mehr dazu demnächst. ※ Gaston Saborowski, Vizepräsident SBMV

Diana Drechsel – neue Leiterin der Geschäftsstelle des SBMV „Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“ Diese Liedzeile von John Lennon beschreibt ziemlich genau die einzelnen Stationen meines beruflichen Werdegangs. Nach dem Abitur in meiner Heimatstadt Burgstädt stand für mich fest, dass ich „irgendwas mit Medien“ machen wollte. Leider war ich nicht alleine mit diesem Plan und so wurde aus dem kreativen Journalismus -Studium ein bodenständiges Diplom für Wirtschaftsingenieurwesen, immerhin mit der Vertiefung Marketing. Nachträglich betrachtet eine gute Wahl, denn so lernte ich, mich schnell in die verschiedensten Themen einzuarbeiten – von der Buchführung bis zur Technischen Mechanik. Und wieder kam es anders als gedacht und ich landete nach einem Abstecher als Redakteurin bei der Chemnitzer Morgenpost schließlich doch in der Unternehmenskommunikation bei einem Chemnitzer Energieversorger. Weil Arbeit im Leben aber nicht alles ist, ließ die nächste Veränderung nicht lange auf sich warten. Meine neue Aufgabe hieß also „Henry“, und ist nun bereits eineinhalb Jahre alt – wie die Zeit vergeht.

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Was mich jedoch immer begleitete, sei es in der Schule, dem Studium, nach dem Feierabend oder in der Elternzeit, war die Musik. Nach langjährigem Unterricht in Blockflöte und Klarinette, packte mich mit 14 Jahren die Trommel-Lust und ließ mich seitdem nicht mehr los. Klar, dass die wöchentliche Bandprobe ein fester Termin im Kalender ist. Dass ich Musik und Job einmal verbinden kann, hatte ich schon fast abgeschrieben – schließlich kann man nicht ewig vom Rockstar-Leben träumen. Fest stand aber, dass ich nach einem guten Jahr zwischen Windeln und Babybrei endlich wieder den Arbeitsmarkt „rocken“ wollte und so kam genau zur richtigen Zeit das Stellenangebot vom Sächsischen Blasmusikverband. Seit November habe ich meinen Platz als Leiterin der Geschäftsstelle in Frankenberg /Sa. eingenommen und werde von den geduldigen Kolleginnen vor Ort in die Welt der musikalischen Abkürzungen (LPL, KNOT, DBA) eingearbeitet. Natürlich müssen sich in den ersten Wochen nicht nur die zahlreichen Excel-Tabellen, sondern auch erst einmal alle Abläufe und Struktu-

ren in meinem Kopf verknüpfen. Dazu kamen bereits erste telefonische oder persönliche Kontakte zu den Vereinsmitgliedern – eine Sache, die mir auch in Zukunft sehr am Herzen liegen wird. Foto: privat Neben der Sicherung einer stabilen finanziellen Basis, denn ohne Moos ist leider auch bei einem Musikverband nix los, hoffe ich meine bisherigen Erfahrungen künftig auch für eine starke Außenwahrnehmung des Verbandes, seiner Mitglieder und zahlreicher Aktivitäten nutzen zu können. Weiterhin werde ich es mir nicht nehmen lassen, das wofür der Verband steht, auch hautnah und nicht nur am Schreibtisch zu erleben: Sei es ein Weihnachtskonzert, das Junior Band Camp oder vielleicht sogar die eigene Teilnahme am D-Leistungsnachweis. ※ Diana Drechsel

Sachsens Bläserpost 03 | 2018


AUS DEM VERBAND

LPL Band Camp 2018

Neues neben Altem – Vom Solo zum Tutti – Auch in die Zukunft? Horst Häupl maßen Musizierende und Publikum eine gleich hohe Bedeutung bei, ist es doch immer eine besondere Möglichkeit, dem lebenden Tonschöpfer zu begegnen.



Auch mit einer überschaubaren Anzahl konnte in diesem Jahr ein interessantes und produktives Band Camp durchgeführt werden. Bei der Literaturauswahl hatte LMD Norman Grüneberg dieses Mal einen Schwerpunkt zum einen auf Klassiker der Bläsermusik gelegt, und zum anderen die (Wieder)Bekanntmachung mit einst bekannten und oft gespielten Werken sächsischer Komponisten. Mittelpunkt des Programmes bildeten Werke des Hohenstein-

Foto: SBMV

Ernstthalers Horst Häupl, dessen "Impulse" oder "Barock in Swing"-Suite auch heute noch interessant zu spielen und (was mitunter nicht immer gegeben ist) zu hören ist. Dem Publikum gefielen daneben Werke von Pavel Stanék, Jan van der Roost und eine der Geschichte der Bläsermusik nachspürende Militär-Sinfonie von François Joseph Gossec (1734-1829). Der Anwesenheit des 87jährigen

Die Organisation des 26. LPL Band Camps stellte die Organisatoren in diesem Jahr vor einige Herausforderungen - erstmals konnten einige Ensembleworkshops mangels Teilnehmern nicht durchgeführt werden. Obwohl die regelmäßigen Mitwirkenden des Band Camps vorrangig terminliche Schwierigkeiten anführten und ein Wiederkommen beim nächsten Projekt zusicherten, bleiben für die Projektleitung und den Landesmusikdirektor Fragen offen: Sind die Bedingungen und Inhalte eines der ersten und ältesten Projekte der Verbandsarbeit noch zeitgemäß? Suchen die Musikerinnen und Musiker in den Vereinen noch die Herausforderung des Band Camps, nämlich in kurzer Zeit anspruchsvolle Literatur so zu



Foto: SBMV

erarbeiten, dass ein Demonstrationskonzert möglich wird? Ist die Vielzahl an Vereinsterminen noch mit Verbandsprojekten überein zu bekommen? Sind neue Formen der Vermittlung und des gemeinsamen Musizierens notwendig. All diese Fragen wollen und sollen die Verbandsmitglieder möglichst in offener Kommunikation mit den Organisatoren und der Verbandsleitung klären. Ideen, Kritik und Anregungen sind jederzeit sehr willkommen. Im nächsten LPL Band Camp sollen noch einmal die bislang bewährten Workshop-Formate angeboten werden, auch um mit genügend Vorlauf neue Möglichkeiten erarbeiten und umsetzen zu können. Man darf also neugierig bleiben. ※ N. Grüneberg, LMD

Datenschutzgrundverordnung

Ein Seminar gegen die allgemeine Verunsicherung Am 01. September lud der Sächsische Blasmusikverband zum Seminar in die Geschäftsstelle nach Frankenberg/Sa. Thema war die neue und oft angsteinflößende Datenschutzgrundverordnung und ihre Auswirkung auf die Vereinsarbeit. Mit Ulrike Jung konnte der Verband die wohl qualifizierteste Dozentin gewinnen, denn sie ist sowohl Rechtsanwältin, als auch Vorstandsvorsitzende eines Orchesters und Musikerin. Somit entstand von vornherein eine lockere Vortragsatmosphäre und alle fühlten sich gut aufgehoben. Einige Wochen vor dem Inkrafttreten am 25.05.2018 und noch deutlicher einige Wochen danach verschwanden aus dem Internet einige Vereins-Webseiten und auch die mancher Unternehmen aufgrund der DS-GVO. Sachsens Bläserpost 03 | 2018

Die drohenden Konsequenzen für Datenschutzverletzungen und die scheinbar unüberschaubare Menge an Vorgaben und Regelungen stellten viele Verantwortliche vor unlösbare Aufgaben und ein scheinbar unkalkulierbares Risiko. So wurden in den rund 3 Stunden alle Belange von der Verarbeitung der Mitgliederdaten, die Kommunikation mit den Mitgliedern, beispielsweise über Whatsapp-Gruppen und auch das Veröffentlichen von Fotos der Mitglieder oder auch Konzertbesucher besprochen. Natürlich durften auch Themen wie Löschfristen, Auftragsverarbeitungsverträge und technische Maßnahmen zur Datensicherheit nicht fehlen. Abschließend wurden anhand von positiven wie negativen Musterbeispielen konkrete Anhaltspunkte für die Umsetzung der DS-GVO im Verein gegeben.

Mit “Daten-Dieter” auf der sicheren Seite – Rechtsanwältin Ulrike Jung informiert über die Anforderungen der DS-GVO und gibt Hinweise für ihre Umsetzung im Vereinsalltag.  Foto: SBMV

Dank des Seminars konnten zahlreiche Unsicherheiten aufgeklärt und die damit verbundenen Fragestellungen beantwortet werden. So gingen wir alle mit einem guten Gefühl nach Hause. ※ Fabian Eschrich, Vereinspräsident des Brass & Swing Orchester Ottendorf e. V.

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AUS DEM VERBAND

Sehr geehrtes Publikum… Wie wichtig ist der Moderator? Endlich! Ich habe eine Weiterbildung zum Thema Moderation gefunden! Was wird mich erwarten an diesem Tag? Mit dieser und einigen anderen Fragen im Kopf ging es auf nach Freiberg, wo die SBMV-Akademie den Workshop Gute Moderation für gute Konzerte in den Räumlichkeiten der „Alten Mensa“ veranstaltete. Schon während der Begrüßungsrunde war mir schnell klar – hier kann ich, trotz 9-jähriger Erfahrung, noch was lernen. Thomas Schmalz leitete den Workshop kurzweilig und zeigte uns, dass man auch nach 30 Jahren Bühnenerfahrung Lampenfieber haben kann. Er beantwortete alle Zwischenfragen und ließ den regen Erfahrungsaustausch zu, ohne den roten Faden zu verlieren. Das bereitgestellte Material wurde von mir mit Beispielen und Anmerkungen vollgeschrieben und bleibt in Sichtweite bei meinen Unterlagen

liegen. So kann ich bei Bedarf auf die ein oder andere Formulierungshilfe schauen. Das wichtigste Fazit an diesem Tag – da waren wir uns alle einig: Es war ein gelungener Tag und wir möchten gern eine Fortsetzung im

nächsten Jahr, denn es gibt noch so viel zu diesem Thema zu lernen! ※ Susanne Voigt, Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Schönfeld

Thomas Schmalz informiert über die DOs und DON’Ts einer gelungenen Moderation



Foto: SBMV

Gedanken zum Moderatoren-Workshop Am 15.09.2018 folgte ich der Einladung des SBMV zum Workshop Gute Moderation für gute Konzerte. Die Motivation dazu hatte ich sofort, denn erstens ist Freiberg eine wunderbare Stadt, und zweitens möchte ich unsere Konzerte noch besser als bisher moderieren können. Das Thema war „wie für mich gemacht“. Hauptsächlich habe ich erwartet, lernen zu können, wieviel Text zu wieviel Musik gehört und mit welcher Aussprache ich gut bei den Zuhörern ankomme. Da ich mit der Moderation zu Classic Open mit meinem eigenen Dialekt nicht

zufrieden war, wollte ich unbedingt auch ein „Sprachtraining“ haben. Außerdem wollte ich wissen, wie man die Anspannung vor besonders anspruchsvollen Konzerten verlieren kann. Mit großem Interesse verfolgte ich zunächst die Ausführungen vom Dozenten Thomas Schmalz. Sehr anschaulich hat er Beispiele benannt und den Teilnehmern selbst die Möglichkeit gegeben, über die eigenen Erfahrungen zu diskutieren. Herr Schmalz hat diesen Workshop hervorragend vorbereitet, er ließ eigentlich keine Frage offen. Ich habe alles gelernt, was mir wichtig war. Mit

dem ausführlich erstellten Handout habe ich ein komplettes Lehrmaterial bekommen. Meinen Dialekt muss ich nicht verbergen, obwohl wir sogar Sprachübungen bekommen haben. Meine Anspannung ist gesund und mit jeder Moderation wird man sicherer. Danke den Organisatoren, Danke auch an Constanze Schlegel, die mit persönlicher Sorgfalt die Pausenversorgung übernommen hat. Gern würde ich die Gelegenheit des „Fortgeschrittenen-Seminars“ nutzen. ※ Mandy Thieme-Gandt, Musikverein Brandis e.V.

D-Leistungsnachweis des Sächsischen Blasmusikverbandes e.V. / Bläserjugend Sachsen Am 10.11.2018 haben Musikerinnen und Musiker aus ganz Sachsen in Frankenberg/Sa. am D-Leistungsnachweis teilgenommen und diesen nach der Prüfungsordnung des Sächsischen Blasmusikverbandes e.V. sowie den Einheitlichen Kompetenzstandards der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V. in den Qualifikationsstufen D1, D2 und D3 bestanden. 46 der insgesamt 51 erfolgreichen Teilnehmer konnten dabei sogar gute bis sehr gute Ergebnisse erzielen. ※ Der SBMV gratuliert allen Musikern zu den erreichten Leistungen!

Landesmusikdirektor Norman Grüneberg verkündet die Ergebnisse der theoretischen Prüfung. Foto: SBMV

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AUS DEM VERBAND | AUS DEN VEREINEN

Ehrungen von Musikerinnen und Musikern aus unseren Mitgliedsvereinen | August bis Dezember 2018 Ehrennadel in Bronze für 10-jährige Tätigkeit Markus Franz | MV Lichtenstein/Sa. e.V. Lisa Fröhlich | MV Lichtenstein/Sa. e.V. Juliane Hahn | MV Lichtenstein/Sa. e.V. Franz Klötzer | MV Lichtenstein/Sa. e.V. Jenny Ketzel | Stadtkapelle Oelsnitz/V. e.V. Hendrik Jenisch | Blasmusikverein Meerane 1968 e.V. Ehrennadel in Silber für 20-jährige Tätigkeit Robert Wille | MV Lichtenstein/Sa. e.V. Danny Scheffler | MV Lichtenstein/Sa. e.V. Judith Schmeißer | Blasmusikverein Meerane 1968 e.V. Max Fischer | Blasmusikverein Meerane 1968 e.V.

Ehrennadel in Gold für 30-jährige Tätigkeit Markus Leinberger | MV Lichtenstein/Sa. e.V. Ehrennadel in Gold mit Kranz, Diamant und Ehrenbrief für 40-jährige Tätigkeit Ulf Jansen | MV Lichtenstein/Sa. e.V. Mario Müller | MV Lichtenstein/Sa. e.V. Silke Blum | MV Lichtenstein/Sa. e.V. Verdienstmedaille in Gold für 20-jährige Tätigkeit Tobias Hahn | MV Lichtenstein/Sa. e.V. Dirigentennadel in Gold für 20-jährige Tätigkeit Tobias Hahn | MV Lichtenstein/Sa. e.V.

Ehrennadel in Gold für 40-jährige fördernde Mitgliedschaft Babette Mehl | Blasmusikverein Meerane 1968 e.V. Uwe Röhner | Blasmusikverein Meerane 1968 e.V. Ehrennadel in Gold für 50-jährige fördernde Mitgliedschaft Peter Kalke | Stadtorchester Klingenthal 1866 e.V. Dirigentennadel in Bronze für 10-jährige Tätigkeit Larissa Melzer | Blasmusikverein Meerane 1968 e.V. ➡

Unsere Vereine weisen wir darauf hin, dass alle Anträge auf Ehrungen spätestens 6 Wochen vor dem Ehrungs- termin über die Geschäftsstelle des SBMV bei der BDMV eingereicht werden müssen.

Hans Ross – 60 Jahre aktiver Musiker Einen ganz besonderen Anlass gab es für uns, am 15.04.2018, den Landesmusikdirektor Norman Grüneberg, als Gast zu unserem 1. Sonntagskonzert in der Oberschule Brandis begrüßen zu dürfen. Er überreichte unserem Hans Ross eine Ehrung der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V. - die Ehrennadel in Gold mit Kranz, Diamant und Ehrenbrief für 60-jährige Tätigkeit. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir Herrn Ross als Mitbegründer der Brandiser Orchester, Vorsitzender der Musikarche und immer noch aktiven Musiker in diesem Rahmen für seine Leistung ehren und ihm unsere Wertschätzung entgegenbringen durften.

Sein Verein brachte die Ehrung mit folgenden Worten zum Ausdruck:

Zum 60. Musikerjubiläum Lieber Hans Ross, es ist nicht immer leicht, in Worte zu fassen, was man so fühlt und denkt. Auf jeden Fall haben wir hier für Dich ein ganz besonderes Geschenk. In 60 Jahren passiert viel, doch Du bist immer noch nicht am Ziel. Du hast unendlich viele Herzen erfreut, Du spielst leidenschaftlich Tuba, auch noch heut. Zum Jubiläum hier und heute gratulieren Dir sehr viele Leute. Nur wenige von ihnen aber wissen, was Du bisher geleistet hast. Du liegst nicht abends auf dem Sofa-Kissen sondern bist ständig unterwegs ohne Ruh und Rast. Musizieren ist das EINE 60 Jahre lang im Vereine. Doch Dein Einsatz gilt nicht nur der Musik allein, sondern Dein ganzes Herz steckst du in die Musikarche hinein. Mit Fleiß und Müh, oft bis Nachts oder gar bis in die Früh entstand unser wunderbares Haus. Und nach nun schon 5 Jahren wachsen immer mehr Musiker heraus. Lieber Hans, wir wünschen Dir weiterhin beste Gesundheit, Kraft & Endlos-Energie und sagen Herzlichen Glückwunsch & Danke Mandy Thieme-Gandt & Joachim Kühnel Musikverein Brandis e.V.

Herzliche Glückwünsche an Hans Ross Foto: Joachim Kühnel

Sachsens Bläserpost 03 | 2018

Der Sächsische Blasmusikverband e.V. schließt sich mit den herzlichsten Glückwünschen an.

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AUS DEN VEREINEN |

Erfolgreiche Teilnahme am 13. Deutschen Bergmannstag Olbernhau / Essen / Bochum. Das Musikkorps der Stadt Olbernhau und die Saigerhüttenknappschaft sind am frühen Montagmorgen, des 2. Juli 2018, mit vielen positiven Eindrücken aus dem Ruhrgebiet zurückgekehrt. Anlass war der 13. Deutsche Bergmanns-, Hütten und Knappentag in den Städten Essen und Bochum.

Am Deutschen Bergbaumuseum Bochum 

Da die Olbernhauer ihr Quartier in Duisburg bezogen hatten, ergab sich zusätzlich die Möglichkeit die einstige Eisenhütte Duisburg-Nord zu besichtigen. Die ehemalige Schmelzhütte mit 5 Hochöfen ist heute ein beeindruckender Landschaftspark, in dem die riesengroßen technischen Anlagen einer neuen Nutzung z. B. als Tauchbecken, Kletterpark, Jugendherberge oder Veranstaltungsgelände und natürlich als Parkanlage genutzt werden. Höhepunkt der Reise war die Teilnahme am „Großen Bergmännischen Zapfenstreich“ auf der Zeche Zollverein am Samstagabend. Mit Tränen in den Augen standen die einstigen und die noch wenigen aktiven Kohlekumpel aus dem Ruhrgebiet vor der „schönsten Steinkohlezeche“ des Ruhrgebietes, welche seit 2002 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, und verfolgten die Aufführung Foto: Julia Haustein durch das Landesbergmusik-

korps Schneeberg, des Rheinpreußen Orchesters Moers und dem Musikkorps der Stadt Olbernhau. Die Begeisterung war gewaltig. Bereits am späten Nachmittag wurde der Bergmannstag mit einem Sternenmarsch der teilnehmenden Vereine und 10 Orchestern und Spielmannszügen eröffnet. Den Abschluss des Bergmannstages bildete am Sonntag die Bergparade durch Bochum. Am Rathaus der Ruhrmetropole vorbei, zogen die rund 2.500 Berg- und Hüttenleute aus ganz Deutschland und Europa zum Deutschen Bergbau Museum Bochum, wo der Bergmannstag mit einem großen Berg- und Familienfest endete. Neben den Olbernhauern waren auch die Bergbrüderschaft Pobershau und die Bergknappschaft Marienberg im Ruhrgebiet dabei. Bereits am Freitag hatte Marienbergs Oberbürgermeister André Heinrich, als Gastgeber des letzten Bergmannstages, die Bergbarde in der Zeche Zollverein an die Ausrichter-Städte des 13. Deutschen Bergmannstages übergeben. ※ Udo Brückner, Vorsitzender des Bergmusikkorps Olbernhau

9. Internationales Musikantentreffen in Grimma Das Jugendblasorchester Grimma lud ein, 700 Musiker aus aller Welt kamen. Vom 31. August bis zum 2. September 2018 fand in Grimma das Internationale Musikantentreffen zum nunmehr 9. Mal statt. 700 Musikanten in 20 Musikformationen aus 9 Ländern feierten an 3 Tagen gemeinsam mit vielen Grimmaerinnen, Grimmaern und aus nahen und fern bestehenden Freundschaften oder begründeten Neue. Der kulturelle Austausch stand dabei wie jedes Mal im Mittelpunkt - das Verständnis für andere Kulturen - ganz egal, aus welcher Himmelsrichtung Musiker und Gäste kamen. Die Eröffnung gestaltete, wie gewohnt, das JBO Grimma als Gastgeber des Musikantentreffens. Abgeschlossen wurde der internationale Abend am Freitag mit Showkonzerten des "Kybartai Small Orchestra" aus Litauen und des "Asahino Brass Orchesters" aus Japan. Auf grandiose Stimmung am Freitag sollte grandiose Stimmung am Samstag folgen. Nachdem sich am Nachmittag alle teilnehmenden Musikvereine im Grimmaer "Stadion der Freundschaft" zum "Weltorchester" formierten und gemeinsam musizierten, brachten die Musiker im Anschluss die Stimmung im großen

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Festzelt beim großen "Ausscheid um den Publikumsliebling" zum Siedepunkt. Nach vielen weiteren Darbietungen am Sonntag beschloss der brasilianische Abend mit der "Winterschneise Blaskapelle" aus Bom Principio ein überaus erfolgreiches Musikantentreffen. ※

Publikumslieblinge 2018 waren: Blasorchester - Inland: Jugendblasorchester Tröbnitz e.V. Blasorchester - Ausland: Asahino Brass Orchester - Japan

Alle Informationen zum 9. Internationalen Musikantentreffen incl. eines umfangreichen Fotoalbums sind auch bei Facebook unter facebook.musikantentreffen.com zu finden

Gala-/Eröffnungskonzert durch das JBO Grimma 

Schalmeienkapelle - Inland: Schalmeienkapelle Plauen e. V. offene Klasse - Inland: Musikverein Brandis e. V. offene Klasse - Ausland: Winterschneise Blaskapelle - Brasilien

Reiner Rahmlow, Stadtmusikdirektor Grimma

Foto: flashlight media

Sachsens Bläserpost 03 | 2018


AUS DEN VEREINEN

Gelebte Partnerschaft zweier Bergorchester aus Ost und West Bereits seit Mitte der 1990er Jahre unterhält das Bergmusikkorps Saxonia Freiberg eine Partnerschaft zur Bergmannskapelle des Musikvereins Neubulach im Schwarzwald. Verknüpfungspunkte in dieser Partnerschaft gibt es viele. Bei beiden Orchestern handelt es sich um Blaskapellen, sowohl die Neubulacher als auch die Freiberger treten in historischen Bergmannsuniformen in Erscheinung, Neubulach liegt im Landkreis Calw, also dem Partnerlandkreis des Landkreises Mittelsachsen, und beide Orte, Freiberg und Neubulach, können auf einen Silbererzbergbau in ihrer Geschichte zurückblicken. Geradezu naheliegend war es also für die Musiker des Freiberger Bergmusikkorps, ihre Freunde aus dem Schwarzwald ausgerechnet 2018 zum Besuch nach Freiberg einzuladen. Einerseits lag der letzte Besuch der Freiberger in Neubulach drei Jahre zurück, andererseits begeht Freiberg gerade sein Silberrauschfestjahr, mit dem an den ersten Silberfund auf Freiberger Flur im Jahr 1168, also vor 850 Jahren, erinnert werden soll. Ein geeigneter Termin war schnell gefunden, das letzte Juniwochenende an dem man in Freiberg das Bergstadtfest feiert. Am Freitag, den 22. Juni, war es soweit. Der Bus aus dem Schwarzwald traf in Freiberg ein. Beim Gemeinschaftsabend in der SaxoniaFreiberg-Stiftung frischte man alte Bekannt- und Freundschaften neu auf, plante das folgende Wochenende und blickte erwartungsvoll auf das bevorstehende Programm. Dies war gut gefüllt. Nach dem gemeinsamen Frühstück am Samstagmorgen im Schloß Freudenstein fand das Doppelkonzert auf der Hauptbühne am Obermarkt statt. In einem etwa zweistündigen musikalischen Programm spielten zunächst beide Kapellen abwechselnd ihr eigenes Programm, später musizierte man gemeinsam. Nach einer zünftigen Stärkung und einem Bergbier erkundete man gemeinsam und in zivil das 33. Freiberger Bergstadtfest. Für den einen oder anderen dürfte die folgende Nacht eine kurze

Die Musiker beider Orchester beim Doppelkonzert auf der Hauptbühne am Obermarkt

gewesen sein. Denn am Sonntagmorgen traf man sich bereits 7:30 Uhr in der Nikolaikirche zum gemeinsamen Frühstück. Eile war geboten, da bereits der nächste wichtige Programmpunkt folgte. Die Teilnahme an der großen Bergparade. Als eines von insgesamt sieben Bergorchestern marschierten die Neubulacher mit der großen Parade durch die Freiberger Altstadt. Für die Musiker aus dem Schwarzwald das wohl beeindruckteste Erlebnis dieses Wochenendes, denn Bergparaden oder Marschmusik vor einem solch riesigen Publikum kennt man in BadenWürttemberg nicht. Musikalisch war der zur Bergparade gehörende Berggottesdienst im Dom St. Marien der Höhepunkt des Sonntags. Die Musiker aus Neubulach und Freiberg bildeten einen gemeinsamen Klangkörper mit etwa 65 Musikern. Die gespielten Choräle und die einzigartige Akustik des Freiberger Doms hinterließen bei Musikern und Publikum wohl gleichermaßen Gänsehaut. Traditionsgemäß endet die Freiberger Bergparade mit der Aufwartung am Obermarkt und danach hieß es auch schon wieder: Abschied nehmen. Der Bus der

Foto: Wieland Josch

Neubulacher verließ Freiberg unter den Klängen des Steigermarsches, welchen die Freiberger Bergmusiker ihren Freunden aus Neubulach zum Abschied spielten. Bis zum nächsten Besuch des Bergmusikkorps im Schwarzwald dürfte wieder einige Zeit vergehen. Doch die Partnerschaft beider Orchester lebt auch durch private Initiativen der Musiker. Wenige Wochen nach dem Bergstadtfest besuchten und unterstützten drei Freiberger ihre Kollegen in Neubulach beim dortigen Rettichfest. Und wenn in wenigen Wochen die Freiberger Mettenschicht stattfindet, dann werden auch Neubulacher Musiker in den Uniformen des Freiberger Bergmusikkorps dabei sein. Ein herzlicher Dank geht an alle Unterstützer, die dieses Partnerschaftswochenende in Freiberg ermöglicht haben. Einen großen Beitrag hierzu haben der Landkreis Mittelsachsen, der Landkreis Calw und die Stadt Freiberg geleistet. ※ Richard Thum, 2. Vorsitzender Bergmusikkorps Freiberg Saxonia e.V.

21. Europäisches Blasmusikfestival (21.–23. September 2018) Europa war gestern, jetzt kommt die Welt! Das 21. Europäische Blasmusikfestival und 27. Internationale Musikfest in Bad Schlema vereinte in diesem Jahr Orchester aus elf Nationen, unter anderem aus der Tschechischen Republik, der Schweiz, Kolumbien, der Ukraine, Australien, Österreich und Südtirol. Über 800 Musiker sorgten in diesem Jahr für eine fantastische Stimmung. Zum ersten Mal zu Gast war Sachsens Ministerpräsident Michael Sachsens Bläserpost 03 | 2018

Kretschmer. Er übernahm gemeinsam mit Landrat Frank Vogel den Festbieranstich und sagte: "Ich wusste, dass es toll werden soll, aber es ist gigantisch." Höhepunkte waren die beiden Festumzüge und das gemeinsame Konzert aller Orchester im proppenvollen Festzelt. Die Stimmung war prächtig und wuchs bis in die späten Nachtstunden. BBO Kurbad Schlema e.V.

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AUS DEN VEREINEN

Den guten Ton in die Kita und an die Grundschule tragen Mit der „Mobilen Musikwerkstatt“ Nachwuchs gewinnen Der Blasmusikverein Carl Zeiss Jena hat im Mai ein neues Projekt gestartet, das binnen weniger Wochen bei Kindertagesstätten und Grundschulen auf große Resonanz gestoßen ist.

Verein darauf wartet, mehr über Musik, das Musizieren, über Klang und Ton zu erfahren. Seinen Ursprung hat die „Mobile Musikwerkstatt“ in Nordrhein-Westfalen. Der Aktionskünstler und pensionierte Professor für Musik, Das Projekt trägt den Namen „Mobile MusikKunst, Musikpädagogik, der leidenschaftliche werkstatt“. Sammler von Instrumenten und Handwerker Im wahrsten Sinne des Wortes macht sich ein Peter Ausländer hat das ganzheitliche Konzept ehrenamtliches Team des Vereins auf den Weg der Mobilen Musikwerkstatt entwickelt. Eines dorthin, wo der potentielle Nachwuchs für den der Ziele ist, mitzuwirken bei der Überwindung von Defiziten vorrangig in der musikalischen Bildung in Kindertagesstätten und an Grundschulen. Er wartet nicht darauf, dass die Kinder zu ihm kommen, sondern er fährt mit einem Team und einer mobilen Werkstatt in die Einrichtungen, um mit den Kindern und Schüler Instrumente zu bauen, Instrumente zu reparieren, aber auch Erzieherinnen und Erzieher Großes Interesse fand der Stand der „Mobilen Musikwerkstatt Jena“ im Rahmen eines weiterzubilden u.v.m. An Foto: RR städtischen Familienfestes.  Bord hat er Material des Alltags, vom Joghurtbecher bis zum Installationsrohr aus dem Baumarkt. Dieses Konzept hat die Bertelsmann Stiftung aufmerksam werden lassen und Peter Ausländer konnte sie auf seine Seite ziehen. Die Stiftung fördert aktiv das Konzept der „Mobilen Musikwerkstatt“. Sie sieht in ihr eine Möglichkeit, Kindern den Weg zur Musik zu Schüler einer Grundschule aus dem Umland von Jena bastelten sich „ihren“ Klang und ebnen (https://www.bertelsnahmen ihn anschließend mit nach Hause.  Foto: RR mann-stiftung.de/de/ unsere-projekte/musikalischebildung/projektthemen/ mika-musik-im-kita-alltag/ .)

Das gemeinsame Basteln eines „Klanges“ bereitet vielen Kindern und Eltern Freude und Foto: RR führt nicht selten zur Frage des Kindes: Darf ich ein Instrument lernen? 

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In den letzten Jahren verbreitet sich die Idee der „Mobilen Musikwerkstatt“ deutschlandweit, gründen sich nach Qualifizierung und Zertifizierung „Mobile Musikwerkstatt Teams“ in verschiedenen Bundesländern. Neben einem Team in Mecklenburg-Vorpommern ist das Team in Jena das

zweite in den neuen Bundesländern. Die Bertelsmann Stiftung und die regionale Sparkassenstiftung Jena Saale Holzland unterstützten den Aufbau der Werkstatt mit einer bedeutsamen Finanzspritze. Maschinen für Holz- und Metallbearbeitung konnten angeschafft, ein Materialfundus eingerichtet werden. Seit Mai hat die Mobile Musikwerkstatt Jena mehr als 15 Projekte realisiert, der Kalender mit Anfragen aus Kitas und Grundschulen ist bis ins nächste Jahr hinein gut gefüllt. Stellt sich nun die Frage, was bringt ein solches Projekt einem Musikverein, der genug damit zu tun hat, sein Orchester zu sichern, Nachwuchs zu gewinnen und Auftritte zu realisieren. Unsere Antwort darauf ist: Sehr viel! Wer in seiner Selbstwahrnehmung sich allein darauf beschränkt, den Status quo so recht und schlecht zu sichern, der wird seine Probleme betreff der Zukunftssicherung nicht in den Griff bekommen. Musikvereine müssen lernen, über den Tellerrand weit hinaus zu blicken. Sie müssen sich als Kompetenzpartner in Sachen Musik mit zusätzlichen Angeboten platzieren, sie müssen dort gezielt Angebote platzieren, wo sich der potentielle Nachwuchs befindet. Musikvereine müssen sich als Teil der regionalen Bildungslandschaften verstehen, sie müssen sich anbieten als professionelle Mitgestalter bei der Überwindung von Defiziten in der musikalischen Bildung, egal ob in Kitas und an Grundschulen. Mit außerschulischen musikpädagogischen Projektangeboten haben sie eine Chance, Kinder auf Musik und das Musizieren und somit auf sich als Verein aufmerksam zu machen. Die „Mobile Musikwerkstatt“ ist hierbei eine Möglichkeit. Dass wir in Jena davon sprechen können, kein Nachwuchsproblem zu haben, hat viel damit zu tun, dass wir uns in der Region mit unterschiedlichen musikpädagogischen Projekten engagieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Allein im September mehr als 50 Neuanmeldungen im Rahmen unserer Angebote „Musikalische Früherziehung“ und 23 Neuanmeldung von Kindern im Grundschulalter für den Instrumentalunterricht. ※ Bei Interesse am Projekt „Mobile Musikwerkstatt“ stehen wir für Gespräche jederzeit zur Verfügung. Email: jena@mobile-musikwerkstatt.de. Infos auch unter: www.mobile-musikwerk- statt.de, Team Jena. Dr. Ulrich Richter (Leiter der MMW Jena)

Sachsens Bläserpost 03 | 2018


AUS DEN VEREINEN

Neuer Dirigent für JugendBrass Leipzig Seit nun mehr einem Jahr steht das Orchester JugendBrass Leipzig unter der künstlerischen Leitung von Dirigent Sören Hofmann. Nach knapp 25 Jahren sehr erfolgreicher Zusammenarbeit leitete Vorgänger Dietmar Heberle im Mai 2017 sein letztes Jahreskonzert für das JugendBrass und erhielt zum Dank für sein Engagement die Ehrenmitgliedschaft im Verein. Nach der Ausschreibung der Stelle und mehreren Probedirigaten entschied sich der Verein für die Zusammenarbeit mit Sören Hofmann. Der neue Dirigent nahm seine Tätigkeit im Oktober 2017 auf und stand gleich vor der Herausforderung, mit seinem neuen Klangkörper das Weihnachtskonzert 2017 vorzubereiten. Trotz der nur knapp bemessenen Vorbereitungszeit konnte das Orchester bereits am 16. Dezember 2017 ganz neue Qualitäten unter seiner neuen Leitung unter Beweis stellen. Mit frischem Elan ging es anschließend ins neue Jahr. Auf dem Plan standen das Saisonprogramm sowie das diesjährige Jahreskonzert. Mit der qualitativen und quantitativen Intensivierung der Probenarbeit gelang es

Foyer Mendelssohnsaal Gewandhauses Leipzig

Foto: Hanjo Ziegner / Jan Klöber

Dirigent Hofmann und seinem Orchester den gemeinsamen Ansprüchen gerecht zu werden.

Brass Leipzig freuen sich auf die anspruchsvollen und unterhaltsamen Aufgaben.

Die nächsten Highlights sind das Weihnachtskonzert am 15. Dezember sowie das 2019er Jahreskonzert am 25. Mai im historischen und frisch sanierten Kulturzentrum „Anker“ in Leipzigs Nordwesten. Ende Mai kommenden Jahres stellt sich das Orchester im Rahmen des Deutschen Musikfestes in Osnabrück auch erstmals seit vielen Jahren wieder den Herausforderungen eines Wertungsspiels. Dirigent und Mitglieder des Orchesters Jugend-

Neben seiner neuen Tätigkeit für das JugendBrass Leipzig unterrichtet Sören Hoffmann tiefes sowie mittleres Blech an diversen Musikschulen im Chemnitzer Umland und hat die künstlerischen Leitungen des Jugendblasorchesters Hohenstein-Ernstthal und des Blasorchesters der Freien Jugendkunstschule Waldenburg inne. Ferner ist er aktives Mitglied der Brass Band Sachsen. ※ Marko Knaack, JugendBrass Leipzig e.V.

Brass Band BlechKLANG in Sachsen zu erleben

Beseelte Orgel trifft Anna und Elsa – BlechbläserKLÄNGE zur Weihnachtszeit Gewaltige Orgelklänge eröffnen in diesem Jahr das weihnachtliche Programm der Brass Band BlechKLANG am 08.12. um 17:00 Uhr in der Petrikirche zu Chemnitz. Die berühmte Orgeltoccata von CharlesMarie Widor, bearbeitet für den prächtigen Klang von 30 Blechbläsern und Schlagwerken, mit dieser virtuosen Adaption, bringen die preisgekrönten Jenaer Musiker erstmalig die neugotische Hallenkirche direkt am Theaterplatz mit ihrer „Chemnitzer Bläserweihnacht“ zum Klingen. Der musikalische Bogen ist weit gespannt. So kommen neben höchst effektvollen Originalkompositionen für diese unglaublich vielseitige Besetzungsform natürlich auch internationale und traditionelle deutsche Weihnachtslieder nicht zu kurz. Beeindruckend ist dabei die Wechselwirkung von solistischer Brillanz und Virtuosität und dem

prachtvollen sinfonischen Klang einer nach britischem Vorbild besetzten Brass Band. Dem stets präsenten Klangideal einer beseelten Orgel folgend, verwöhnt die Jenaer Ausnahmeformation unter der Leitung ihres Dirigenten Alexander Richter (Solotrompeter im Philharmonischen Orchester Plauen/Zwickau) ihr Publikum mit musikalischen Leckerbissen wie dem Brass Band Klassiker „Vitae Aeternum“, der Filmmusik zu Disney´s „Eiskönigin“, „White Christmas“ und „Stille Nacht“ und beschenkt sich damit auch ein wenig selbst, um sich für ein historisches Jahr, inklusive dem denkwürdigen Titelgewinn bei der 7. Deutschen Brass Band Meisterschaft in gleich zwei Kategorien zu belohnen. ※

Die Brass Band dirigiert von Patricio Cosentino, Tubist und Besson Artist, Solist ist Alexander Richter  Foto: RR

In Bad Kissingen holte sich die Brass Band BlechKLANG bei der Deutschen Brass Band Meisterschaft in diesem Jahr den Meistertitel in der 2. Division, aktuell bereitet sie sich auf den Entertainment-Wettbewerb 2019 im Rahmen des Deutschen Musikfestes in Osnabrück vor.  Foto: RR

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Vorstand BMV Carl Zeiss Jena e.V.

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AUS DEN VEREINEN

Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement – ERZgeBÜRGER 2018 Der „Erzgebürger“ 2018 – ein Preis, der ehrenamtlich Tätige im Erzgebirgskreis würdigt – wurde am Freitag, dem 16. November 2018 im Kulturhaus in Aue verliehen. Nominiert wurden Einzelpersonen, Vereine und Gruppen, die für ihr Engagement in den Bereichen Gemeinwohl, für eine lebenswerte Heimat, für Kultur, Sport und Tourismus sowie für den Sonderpreis „jung und engagiert im Erz“ eine Auszeichnung verdienen. Eine Jury entschied sich in den drei Kategorien für jeweils drei Preisträger. Gerahmt von einem Sektempfang, Reden von Barbara Klepsch, Sächsische Staatsministerin

für Soziales und Verbraucherschutz, Landrat Frank Vogel und zahlreichen Laudatoren für die Preisträger und Showeinlagen von erzgebirgischen Ensembles, wurden ehrenamtlich Engagierte aus dem Erzgebirgskreis gewürdigt. Zu den Preisträgern von den insgesamt 69 Nominierten gehörten neben dem Kriseninterventionsteam Annaberg und dem Männergesangsverein Sachsentreue Neuwürschnitz auch zwei Nominierte aus Thum. Der Sonderpreis wurde dem Schulsanitätsdienst des Humanistischen Greifenstein Gymnasiums Thum verliehen.

In der Kategorie „Kultur, Sport und Tourismus“ wurde der Verein Jugendblasorchester der Stadt Thum/Erzgeb. e.V. mit dem „Erzgebürger“ als Gewinner ausgezeichnet. Unser Verein ist seit 1961 auf mittlerweile über 500 Mitglieder gewachsen, von denen zahlreiche in den vier Ensembles des Vereins aktiv tätig sind. Der Fokus der Vereinsarbeit liegt vor allem im Bereich der Nachwuchsarbeit. Selbstverständlich leistet der Verein ebenfalls einen bedeutenden Beitrag für die Kulturlandschaft des Erzgebirgskreises und ist durch die Teilnahme der Bläserphilharmonie, dem Hauptensemble des Vereins, an nationalen und internationalen Wettbewerben und Konzerten weit über die Grenzen des Erzgebirges hinweg bekannt, würdigte Landrat Vogel in seiner Funktion als Präsident des Sächsischen Blasmusikverbandes das Engagement der Mitglieder des Vereins. Gratulationen nahm der Vorstand unseres Vereins auch von Ehrengast Ministerpräsident Michael Kretzschmer entgegen. Im Anschluss an die Preisverleihung lud der Landkreis als Veranstalter alle anwesenden Nominierten zu einem Galadinner. Die Würdigung der Arbeit von Ehrenamtlichen im Rahmen einer solchen Veranstaltung wie der Verleihung des „Erzgebürgers“ bezeichnete Ministerpräsident Kretzschmer als äußerst angemessen und sprach den anwesenden freiwillig Engagierten seinen tiefsten Dank aus. ※

Ehrung des Vereins Jugendblasorchester der Stadt Thum/Erzgeb. e. V. im Rahmen der Auszeichnungsveranstaltung zum Großen Regionalpreises ERZgeBÜRGER am 16.11.2018 im Kulturhaus Aue, der in diesem Jahr erstmals vom Erzgebirgskreis verliehen wurde. Der Verein erhielt den ersten Preis in der Kategorie „Engagement für Kultur, Sport und Tourismus   Foto: STUDIO2 MEDIA / Landratsamt Erzgebirgskreis

i.A. Luise Richter Pressesprecherin Verein Jugendblasorchester der Stadt Thum Erzgeb. e.V.

PRESSEMITTEILUNG

Freie Förderplätze für kostenfreie Webseitenerstellung – Azubis

suchen Projektpartner aus Sachsen Der Förderverein für regionale Entwicklung e.V. setzt sich mit seinen Azubi-Projekten für die praxisnahe Ausbildung von Berufsschülern und Studierenden ein. Um es den Berufseinsteigern zu ermöglichen an abwechslungsreichen, realen Projekten zu arbeiten, werden im Rahmen des Förderprogramms „Sachsen vernetzt“ nun neue Projektpartner aus Sachsen gesucht. Kommunen, soziale und öffentliche Einrichtungen, Vereine und kleinere Unternehmen können sich hierbei von den Azubis eine individuelle Webseite erstellen lassen und ermöglichen ihnen hiermit praktische Berufserfahrung zu sammeln. Die Erstellung des Internetauftritts ist dabei für die Projektpartner kostenfrei. Lediglich die Kosten für die Webadresse und den Speicherplatz sind selbst zu tragen. Geltende Da-

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tenschutzrichtlinien werden natürlich bei der Erstellung der Webseite berücksichtigt und umgesetzt. Nach Projektabschluss ermöglicht ein bedienerfreundliches Redaktionssystem es den Projektpartnern ihre Webseite selbstständig zu pflegen – ganz ohne Programmiererkenntnisse. Sollte es dennoch mal eine Frage geben, kann man sich natürlich auch nach Projektabschluss noch bis mindestens 2025 an den WebseitenSupport der Azubi-Projekte wenden. Bei Fragen oder Interesse am Förderprogramm, können Sie sich gerne telefonisch unter 0331 55047471 oder per E-Mail an info@azubi-projekte. de an den Förderverein für regionale Entwicklung wenden. Einige bereits abgeschlossene Webseitenprojekte aus Sachsen finden Sie unter www.azubi-projekte.de/sachsen. Sachsens Bläserpost 03 | 2018


KALENDER

Termine unserer Mitgliedsvereine | Januar bis Juni 2019

Januar 2019

01.01.2019 Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V. / Brass Band BlechKLANG Neujahrskonzert in Bad Sulza 05.01.2019 Brass Band Sachsen Gemeinschaftskonzert mit dem Sächsischen Klarinettenensemble im Adventshaus Chemnitz 06.01.2019 Jugenblasorchester Grimma e.V. Neujahrskonzert im Soziokulturellen Zentrum

27.04.2019

Bergmusikkorps Saxonia Freiberg e.V. Frühlingskonzert in der Nikolaikirche Freiberg

Mai 2019 01.05.2019 Städtischer Musikverein Frankenberg/Sa. e.V. Jahreskonzert des Sinfonischen Blasorchesters 04.05.2019 Verein Jugendblasorchester der Stadt Thum/Erzgeb. e.V. Bläserphilharmonie, Konzert im Volkshaus Thum Februar 2019 12.05.2019 Jugenblasorchester Grimma e.V. 09.02.2019 Brass Band Sachsen Muttertagskonzert auf dem Grimmaer Marktplatz Galakonzert im Konzertsaal der Hochschule für Musik Dresden 18.05.2019 Städtischer Musikverein Frankenberg/Sa. e.V. 1. Frankenberger Musiktage auf dem Gelände 10.02.2019 Dresdner Bläserphilharmonie e.V. der Landesgartenschau 17. Sinfonisches Bläserkonzert, 19:00 Uhr im Konzertsaal des Kulturpalastes Dresden, 19.05.2019 Städtischer Musikverein Frankenberg/Sa. e.V. Leitung: Stefan Fritzen 1. Frankenberger Musiktage auf dem Gelände der Landesgartenschau 10.02.2019 Brass Band Sachsen Galakonzert in der Kirche Erdmannsdorf 19.05.2019 Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V. / Brass Band BlechKLANG 16.02.2019 Blasorchester Langeln 1951 e.V. Galakonzert im Jenaer Volkshaus Winterfest der Blasmusik in Langeln 25.05.2019 JugendBrass Leipzig e.V. März 2019 Jahreskonzert - Der Anker in Leipzig-Möckern 24.03.2019 Verein Jugendblasorchester der Stadt Thum/Erzgeb. e.V. 30.05.2019 Musikverein Lichtenstein/Sa. e.V. Bläserphilharmonie, Konzert im kleinen Saal Bier-Bratwurst-Blasmusik an der Käpplereiche der Stadthalle Chemnitz Juni 2019 31.03.2019 Orchester Holzhausen e.V. 14.-16.06.19 Verein Jugendblasorchester der Stadt Jahreskonzert in der Schule Holzhausen Thum/Erzgeb. e.V. 29. Thumer Orchestertreff (mit dem KNOT des SBMV) April 2019 07.04.2019 Musikkorps der Stadt Olbernhau 16.06.2019 Jugenblasorchester Grimma e.V. Frühjahrskonzert im Haus des Gastes Cämmerswalde Parkkonzert des JBO Grimma am Schwanenteich in Grimma 14.04.2019 Jugend- & Blasorchester Leipzig e.V. Pfiffige Musikusse, Symphonisches Blasorchester 21.06.2019 Städtischer Musikverein Frankenberg/Sa. e.V. Leipzig, ISKRA Oldstars – Jahreskonzert in der Abschlusskonzert „Wir sind ein Orchester", schulüber Kongresshalle Leipzig greifendes Projekt mit dem Nachwuchsorchester und den Bläserklassen der Stadt Frankenberg auf der 14.04.2019 Musikkorps der Stadt Olbernhau Landesgartenschau Frühjahrskonzert im Treibehaus der Saigerhütte Olbernhau 23.06.2019 Jugenblasorchester Grimma e.V. Parkkonzert der Orchesterschule JBO Grimma + 14.04.2019 Musikverein Lichtenstein/Sa. e.V. Musikförderklassen am Schwanenteich in Grimma Frühlingskonzert in Lichtenstein 29.06.2019 Verein Jugendblasorchester der Stadt Thum/ 21.04.2019 Jugenblasorchester Grimma e.V. Erzgeb. e.V. Osterkonzert an der Klosterruine in Nimbschen Bläserjugend, Jahreskonzert in der Kirche Jahnsbach Änderungen vorbehalten!

Sachsens Bläserpost 03 | 2018

Weitere Termine lagen uns bei Redaktionsschluss von unseren Mitgliedsvereinen nicht vor. Bitte senden Sie uns Ihre Konzert- und Veranstaltungstermine zu, damit wir diese in Sachsens Bläserpost veröffentlichen können.

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BLÄSERMUSIK REGIONAL

15. SAXONIADE

Internationales Festival für Jugendblasorchester

04. Juli 2019 bis 07. Juli 2019 | Hohenstein-Ernstthal, Landkreis Zwickau, Freistaat Sachsen Die SAXONIADE ist ein internationales Treffen mit Leistungsvergleich von Blasorchestern in der Karl-May-Geburtsstadt HohensteinErnstthal, am legendären „Sachsenring“ und am Rande des malerischen Erzgebirges. Neben dem internationalen Leistungsvergleich mit sinfonisch konzertanter Blasmusik liegt ein Schwerpunkt des Festivals in den Showauftritten der teilnehmenden Orchester in der Festhalle und bei der Musikschau der Nationen. Die Orchester haben hierbei die Möglichkeit die gesamte Bandbreite ihres musikalischen Könnens zu präsentieren und mit Tanzformationen oder Majoretten ihre Konzerte zu bereichern. Die SAXONIADE versteht sich als völkerverbindendes Event und bietet unserer Region Leistungsschau, Show und Unterhaltung. Teilnahmebedingungen: 1. Teilnahmeberechtigt sind alle Blasorchester, die als reine Amateurorchester agieren. 2. Das Programm der SAXONIADE besteht aus folgenden zentralen Events: - Wertungsspiel - Musikschau der Nationen (Probe und Aufführung) - Showprogramm Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen

ist für jedes Orchester Pflicht. 3. Eine Bewerbung nur für die Musikschau der Nationen und das Showprogramm ist möglich. Eine Bewerbung nur für das Wer tungsspiel ist nicht möglich. 4. Um eine reibungslose Verständigung zu gewährleisten, sind ausländische Orches ter verpflichtet, einen deutsch sprechenden Dolmetscher mitzubringen. Die Dolmetscher müssen mit den musikalischen Fachbegriffen umgehen können, um die gegebenen Emp fehlungen der Jury verständlich übersetzen zu können. 5. Auszug aus dem Festival-Programm: 04.07.2019 Anreise und Begrüßung 05.07.2019 Wertungsspiele, Showauftritte 06.07.2019 Wertungsspiele, Musikschau der Nationen in Hohenstein-Ernstthal und Zwickau, Showauftritte 07.07.2019 Abschlussveranstaltung und Preis verleihung, Dankeschön-Konzerte in den umliegenden Städten und Gemeinden Unterkunft, Verpflegung und Reisekosten Die Unterkunft erfolgt in Städten und Gemeinden des Landkreises.

Die Unterkunft in den Gemeinschaftsquartieren (Schulen und Sporthallen) und die Verpflegung werden für maximal 45 Musiker, zzgl. Leiter, Dirigent und Dolmetscher kostenlos zur Verfügung gestellt. Wird die Übernachtung in Hotels oder Bungalows gewünscht, gehen die Kosten zu Lasten des teilnehmenden Orchesters. Bei der Vermittlung kostengünstiger Unterkünfte ist der SAXONIADE e.V. behilflich. Die Reise- und Transportkosten werden vom teilnehmenden Orchester getragen. Anmeldung bis zum 31.09.2019 Anmeldegebühr 10,00 Euro pro Anreisenden, diese ist nach Zugang der Einladung und Rechnung innerhalb von 14 Tagen zu überweisen. Eine Erstattung der Anmeldegebühr kann nicht erfolgen. Ausführliche Ausschreibung unter: www.saxoniade.de Veranstalter: SAXONIADE e.V. Schulstraße 7 | D-09337 Hohenstein-Ernstthal, Tel.: +49 (0) 3723-3398 Fax: +49 (0) 3723-3398 E-Mail: saxoniade@gmx.de

Workshopangebot - Einzelcoaching mit Rüdiger Baldauf Samstag, 16. Februar 2019 | passion in brass, Zschochersche Str. 28, 04229 Leipzig BASICS FÜR TROMPETER Dieser Kurs bietet Lösungsvorschläge für häufig aufttretende Probleme von Spielern jeder Spielstärke und befasst sich insbesondere mit folgenden Themen: ∙ Bodychec Körperhaltung: Kopf – Schulter - Arm - Hand – Finger - Bein - Rückenhaltung ∙ Sinnvoll Üben: die besten Übungen ∙ Effizientes Atmen: Ein/Ausatmung – Menge – Kompression ∙ Ansatzoptimierung: Ansatzwinkel - Andruck - Kieferstellung – Lippenöffnung - Luftgeschwindigkeit - Tonvolumen - Lippen spannung - Luftmenge Reine Nervensache Ratschläge zum Thema Lampenfieber Das Erlernen eines Instrumentes ist eine sehr intensive Auseinandersetzung mit seinen Stärken und Schwächen. Das macht es so reizvoll und gleichzeitig auch kompliziert: Häufig kämpfen wir gegen uns selbst und bewerten unsere Leistung zu emotional. Dies wirkt sich negativ auf die Musik & Psyche aus und kann körperliche Blockaden hervorrufen.

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EQUIPMENTBERATUNG Lasst Euch von mir beraten bezgl. des zu Euch passenenden Instrumentes und Mundstück. Ich werde verschiedene Instrumente präsentieren und deren Klangeigenschaften demonstrieren. Interessant ist dieser Kurs für alle Trompeter, die auf der Suche nach dem passenden Instrument oder Mundstück sind, auch für Neugierige, die mehr über die verschiedenen Aspekte bei der Auswahl eines Instrumentes oder Mundstückes wissen möchten – Für jedes Niveau interessant. Mit der Beantwortung folgender Fragen: • Welche Ansprüche hast Du an Sound und Tonumfang? • Welche Trompete lässt sich für Dich am Leichtesten spielen? • Wie möchtest Du klingen? • Welche Klangeigenschaften bringst Du schon von Natur aus mit? • Finde heraus, welcher Instrumententyp am Besten zu Dir passt.

Infos und Anmeldung unter: info@vogt-instruments.com Vorgesehen sind Übungseinheiten für jeweils 30 min á 50,- EUR oder 60 min á 90,- EUR. Ein längeres Coaching kann sicher auch individuell vereinbart werden. Sachsens Bläserpost 03 | 2018


BLÄSERMUSIK REGIONAL

Entertainment vom Allerfeinsten DEUTSCHES M US I K F E S T OSNABRÜCK 2019

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Das 6. Deutsche Musikfest in Osnabrück verspricht ein musikalisches Vergnügen der Spitzenklasse zu werden. Unzählige Konzert- und Wettbewerbsformate aller Couleur lassen vom 30. Mai bis 02. Juni 2019 die Herzen aller musikbegeisterten Besucher und natürlich auch der erwarteten 15.000 Teilnehmer höherschlagen. Viele werden in dieser opulenten Vielfalt gar nicht wissen, für welches Hörvergnügen sie sich zuerst entscheiden sollen. Mit dem erstmalig ausgetragen „Entertainment Wettbewerb“ erscheint in Kooperation von Bundevereinigung Deutscher Musikverbände e.V. (BDMV) und Deutschem Brass Band Verband e.V. (DBBV) eine weitere Versuchung auf der musikalischen Speisekarte. Am britischen Vorbild orientierte Brass Band

schen Aspekten des Vortrages befasst, während Bühnenpräsentation und Unterhaltungswert in die Beurteilung der anderen Hälfte der Wertungsrichter einfließen. Die jeweiligen Kurzprogramme sind von den teilnehmenden Bands komplett frei wählbar, stilistische Abwechslung ist also garantiert. Auch in der Wahl der zusätzlichen Showelemente haben die Teilnehmer maximale Freiheiten, können beispielsweise durch verschiedenste Aufstellungen, choreographische und visuelle Finessen den Unterhaltungswert und bestenfalls auch die musikalische Durchschlagskraft ihres Vortrages weiter steigern. Der „Entertainment-Wettbewerb“ wird ohne feste Leistungsklassen ausgetragen. Im dementsprechend offenen Teilnehmerfeld treffen Brass Bands unterschiedlichster musikalischer „Gewichtsklassen“ aufeinander. Aufgrund des spezifischen Wertungsverfahrens wird sich daraus mit Sicherheit die eine oder andere Überraschung in der abschließenden Platzierung ergeben. Für zusätzliches internationales Flair sorgt die europaweite Ausschreibung des Wettbe-

Deutscher Brass Band Meister 2018 „3BA Concert Band“ (Dirigent: Thomas Ludescher) 

Musik mit ihrer Klangfülle und Virtuosität stellt in Deutschland nach wie vor noch eine vergleichsweise unbekannte Gattung der Blasmusik dar. Umso größer ist der Reiz für die äußerst agile und wettbewerbsaffine deutsche Brass Band Szene, die Vielfalt und Originalität ihrer Musikrichtung in einem außergewöhnlichen Wettbewerbsformat einem möglichst breiten Publikum zu präsentieren und dabei bisher „Ungehörtes“ aber auch „Ungesehenes“ auf die Bühne zu bringen. Gleich zwei Juroren-Teams werden die Darbietungen nach verschiedenen Gesichtspunkten bewerten. So ist der eine Teil der international hochkarätig besetzten Jury mit den musikaliSachsens Bläserpost 03 | 2018

Foto: DBBV

werbs. Man darf also gespannt sein, ob sich beispielsweise Brass Bands aus der Schweiz, Holland, Belgien, Skandinavien oder Großbritannien Ende Mai 2019 in Niedersachsen die Ehre geben. In jedem Fall darf sich das Publikum ganz in der Tradition des in Brass Band Kreisen bestens bekannten „Brass in Concert“-Wettbewerbs im englischen Newcastle auf beste Unterhaltung in allen Facetten der Blechblasmusik freuen. Alexander Richter, Vizepräsident des DBBV

Weitere Informationen unter: www.deutsches-musikfest.de

Programm 6. Deutsches Musikfest 2019 Donnerstag, 30. Mai 2019 9.30 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst, Domvorplatz 11.30 Uhr: Eröffnung des Deutschen Musik festes 2019, Marktplatz 14 Uhr: Eröffnung Kindermusikzentrum (Beginn Bläserklassenwettbewerb), Haus der Jugend 15 Uhr: Eröffnungskonzert 15 Uhr: Kirchenkonzert, Landesspielleute korps NRW (Volksmusikerbund NRW), Katharinenkirche 16 Uhr: Familienkonzert 19 Uhr: Willkommensgala 21 Uhr: Konzert Mallet and Drums (Schleswig-Holstein), Osnabrück Halle - Kongresssaal 21 Uhr: Partynacht mit Band, Marktplatz Freitag, 31. Mai 2019 9 Uhr: Brass Band Entertainment Wettbewerb 12 Uhr: Unterhaltungskonzerte nonstop auf zwei Bühnen 15 Uhr: Konzert, Marienkirche 15 Uhr: Gemeinschaftskonzert der Bläser klassen, Marktplatz 17 Uhr: Präsentation Show und Marsch parade, Domvorplatz 19 Uhr: Drum Battle, Domvorplatz 21 Uhr: Konzert Mallet and Drums (Schleswig-Holstein), Osnabrück Halle - Kongresssaal Samstag, 1. Juni 2019 9 Uhr: Brass Band Entertainment Wettbewerb 12 Uhr: Unterhaltungskonzerte nonstop auf zwei Bühnen 16.30 Uhr: Galakonzert LandesFlöten Orchester argentum (Niedersachsen), OsnabrückHalle - Europasaal 17.30 Uhr: Vielfalt der Spielleutemusik: Projektorchester Ost (LSW Bayern), Marktplatz 19 Uhr: Showprogramm Greenbeats, Marktplatz 20 Uhr: Siegerehrung der Deutschen Meisterschaft Spielleutemusik, Marktplatz 21 Uhr: Open-Air-Konzert, Domparkplatz Sonntag, 2. Juni 2019 Sonderkonzert 11 Uhr: 11 Uhr: Preisträgergala der Blasmusik- Wettbewerbe 12 Uhr: Unterhaltungskonzerte nonstop auf zwei Bühnen 15.30 Uhr: Gemeinschaftskonzert und großer Festumzug, Domparkplatz 18 Uhr: Abschiedskonzert zum Deutschen Musikfest, Marktplatz 20 Uhr: Nachklang-Konzert

Änderungen vorbehalten!

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BLÄSERMUSIK REGIONAL

Parlamentarischer Abend der Amateurmusik mit Frau Professor Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien in Berlin „Die Amateurmusik ist mir wirk lich ein Herzensanliegen“, bekannte Prof. Monika Grütters beim parlamentarischen Abend der Amateurmusik am 9. Oktober in der Bundeshauptstadt, „... nicht zuletzt deshalb, weil sie es schafft, Menschen zusammenzubringen.“ Die Dachverbände Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V. (BDMV), Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände e.V. (BDO) und Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. (BDC) hatten Bundestagsabgeordnete und Verbandsvertreter zum Gedankenaustausch in die bayrische Landesvertretung eingeladen. Bei einem abwechslungsreichen musikalischen Rahmenprogramm gab es Begegnungen und Gespräche zwischen Politik und Musik. In ihrem Redebeitrag bezeichnete die Staatsministerin für Kultur und Medien die vielen tausend Amateurorchester, -chöre und -ensembles als wichtiges Bindeglied unserer Gesellschaft, die zugleich die „kulturelle Grundversorgung“ in Deutschland sicherstellten. Trotz der Kulturhoheit der Länder habe der Bund, so Grütters, doch die Verantwortung für die Rahmenbedingungen dieses Musizierens und dafür, die Amateurmusik und ihre rund 14 Millionen Aktiven ins öffentliche und politische Bewusstsein zu bringen. Darum finanziere er einzelne herausgehobene Projekte wie beispielsweise die Tage der Chor- und Orchestermusik und das Deutsche Musikfest. Grütters verwies auch

Ernst Burgbacher, Präsident der BDO, Prof. Monika Grütters und Paul Lehrieder MdB, Präsident der BDMV  Foto: Frank Ossenbrink, mediagroupberlin

Prof. Monika Grütters

Foto: Frank Ossenbrink, mediagroupberlin

auf die Kulturstiftung des Bundes als (Ko-) Finanzier für ausgewählte Kulturarbeit insbesondere in ländlichen Räumen. Kunst und Musik verändern sich, führte Monika Grütters weiter aus, und mit ihr die Bedürfnisse der Menschen. Sie ermunterte die Verbände der Amateurmusik, noch stärker zusammenzuarbeiten. Daran knüpfte Ernst Burgbacher, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Chor- und Orchesterverbände e.V., nahtlos an und kündigte an, dass die gute Kooperation von BDC und BDO demnächst in die Gründung eines neuen, gemeinsamen Dachverbands der Amateurmusik münden werde, der gerne Ansprechpartner für Politik und Öffentlichkeit in Sachen Chor- und Orchestermusik ist. Paul Lehrieder MdB, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V., zeigte sich erfreut, dass Staatsministerin Grütters das Deutsche Musikfest (30.5.–02.06.2019 in Osnabrück) durch ihr Haus fördern wird. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass aktuelle Regelungen wie etwa die Datenschutzgrundverordnung das Ehrenamt stark belasteten und regte die Intensivierung des gemeinsamen Dialogs an, um die Belange des Amateurmusizierens besser in die Überlegungen der Politik und in Gesetzesentwürfe einzubeziehen. Ein weiterer Schritt zu einem kontinuierlichen Dialog wurde an diesem Abend getan. Bis in die späten Abendstunden tauschten sich die Vertreter aus, es wurden Verbindungen geknüpft und weitere Gespräche vereinbart. ※ Silke Schulze, Präsidiumsmitglied BDMV, Vorsitzende FB Öffentlichkeitsarbeit

BDB-Musikakademie Staufen:

Mit Ausbildungen im Bereich Dirigieren ins neue Kursjahr Das neue Kursprogramm der BDB-Musikakademie liegt druckfrisch vor und bietet eine große Vielfalt an Kursen, Fortbildungen, Workshops und Festivals für Blasmusiker, Dirigenten, Vereinsverantwortliche, Musikund Instrumentallehrer. Traditionell fällt mit dem Jahresbeginn der Startschuss für Aus- und Weiterbildungen im Bereich Dirigieren. Hier bietet die BDB-Musikakademie inzwischen ein breites Portfolio unterschiedlicher Formate. Für Anfänger und Einsteiger in das Themenfeld Dirigieren ist hier genauso das passende Bildungsangebot dabei wie

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für erfahrene Könner und Profis. Das Spektrum reicht dabei von der Einführung in die Orchesterleitung und einem Coaching im Sommerkurs über den Meisterkurs Dirigieren beim international renommierten Dirigenten Douglas Bostock bis hin zum einjährigen Dirigentenlehrgang C3 und dem berufsbegleitenden Studium Leitung von Blasorchestern unter der Leitung von Alex Schillings und Rob Goorhuis. Termine und Infos unter www.bdb-musikakademie.de Sachsens Bläserpost 03 | 2018


BLÄSERMUSIK REGIONAL

Sächsische Bläserphilharmonie spielt beim Bürgerfest des Bundespräsidenten Der Bundespräsident hat Wort gehalten: Als Frank-Walter Steinmeier mit seiner Frau Elke Büdenbender und dem damaligen sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich den Probensitz in Bad Lausick besuchte, lud er die Sächsische Bläserphilharmonie ein, auf seinem alljährlichen Sommerfest auf Schloss Bellevue in Berlin zu spielen. Diese Einladung nahm das Orchester dankend an und spielte am zweiten Septemberwochenende gleich zwei Konzerte auf dem Bürgerfest des Bundespräsidenten, dessen Partner-Bundesland in diesem Jahr passenderweise Sachsen war. Bereits am Freitagnachmittag eröffnete die Sächsische Bläserphilharmonie gemeinsam mit dem Bundespräsidenten und seiner Frau das Bürgerfest im Schlosspark von Schloss Bellevue in Berlin. Neben namhaften Künstlern wie Gianna Nannini und Gregor Meyle mit der Big Band der Bundeswehr war das Orchester einer der Überraschungsgäste für rund 5.500 geladene Gäste. Am Samstagvormittag spielte das deutschlandweit einzigartige Ensemble sein zweites Konzert, nach dem der Bundespräsident das Fest für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger offiziell eröffnete. Die Sächsische Bläserphilharmonie präsentierte dabei eine Mischung ihres breiten Repertoires von Verdis Triumphmarsch aus

Foto: Sächsische Bläserphilharmonie

Aida über russische Klassiker von Glinka und Schostakowitsch bis hin zu Musicalmelodien von Bernstein und Gershwin und den schwungvollen Mambos von Prado. Besonderer Höhepunkt der Konzerte war der gemeinsame Auftritt mit Jakob Spahn, SoloCellist der Bayerischen Staatsoper, mit dem Auszüge aus Friedrich Guldas Konzert für Cello und Sinfonische Bläserbesetzung aufgeführt wurden.

„Es war ein großartiges Wochenende beim Bundespräsidenten in Berlin. Wir sind sehr dankbar für die Einladung und dass wir die zwei Konzerte bei ihm spielen konnten.“, so Gabriele Hegner, Geschäftsführerin des Orchesters. Die Sächsische Bläserphilharmonie wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ gefördert. ※ Stefanie Schennerlein Referentin Öffentlichkeitsarbeit

Barbara Venetikidou neue Orchestermanagerin der Sächsischen Bläserphilharmonie



Foto: Sächsische Bläserphilharmonie

Seit Mitte September hat die Sächsische Bläserphilharmonie eine neue Orchestermanagerin. Barbara Venetikidou tritt die Nachfolge von Gabriele Hegner an, die im April die Geschäftsführung der Trägergesellschaft „Deutsche Bläserakademie“ übernommen hatte. Sachsens Bläserpost 03 | 2018

Die Berlinerin mit griechischen Wurzeln studierte Klarinette an der Universität der Künste Berlin und an der Hochschule für Musik Würzburg. Sie spielte vier Jahre Klarinette an der Nationaloper Griechenlands in Athen und dozierte am Staatskonservatorium ihrer Heimatstadt Thessaloniki. Danach war sie sechs Jahre Solo-Klarinettistin beim Landespolizeiorchester Brandenburg, bevor Sie sich für ein Masterstudium in Kultur- und Medienmanagement an der Freien Universität Berlin entschied. Barbara Venetikidou leitete zuletzt das Künstlerische Betriebsbüro des „Gustav Mahler Jugendorchesters“ in Wien und ist nun glücklich wieder in ihrer Wahlheimat Deutschland arbeiten zu können: „Aus der wunderbaren Welt der Blasinstrumente kommend, ist es mir eine enorme Freude, dies-

mal in einer anderen Funktion zu einem Bläserensemble zurückzukehren. Der hervorragende Ruf der Sächsischen Bläserphilharmonie ist mir schon seit über 15 Jahren bekannt und es ist mir eine große Ehre, diesen wichtigen Namen nun selber zu tragen und zu repräsentieren!“ Die Sächsische Bläserphilharmonie ist das einzige Kulturorchester Deutschlands, das in ausschließlich sinfonischer Bläserbesetzung auftritt und ist damit einzigartig in der deutschen Orchesterlandschaft. Im Herbst des vergangenen Jahres wurde das Orchester in das Förderprogramm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ aufgenommen, das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert wird. ※ Stefanie Schennerlein Referentin Öffentlichkeitsarbeit

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BLÄSERMUSIK NATIONAL UND INTERNATIONAL

Hans Hütten tot

Ein musikbesessener Macher ist nicht mehr Im 76. Lebensjahr ist der Cottbuser Komponist und Dirigent Hans Hütten verstorben. Er hinterlässt seine Ehefrau Jutta und seine Familie. Als unermüdlicher Tonschöpfer, Organisator und Dirigent ist er dem Verfasser dieser Zeilen ein guter Ratgeber und gern gesehener Zeitgenosse gewesen. Mit einem geradezu klassischen Bildungsweg vom Pionierblasorchester, die Musikhochschule und das Theater hin zur lange Jahre maßgeblich beeinflussten Musikszene in der Lausitz und weit darüber hinaus ist mit Hans Hütten ein dem Leben stets sinnesfreudig zugewandter, froher Mensch gegangen. Seine Werke atmen einen freien, unbeschwerten, immer auch mit einem feinen Grad an Hintersinnigkeit bereicherten Geist. Als Gründungsmitglied des Borgsdorfer Kreises ist es auch ihm zu verdanken, dass viele Werke von Komponisten der ehemaligen DDR einer großen Menge Kunstschaffender bekannt wurden und

nicht der Vergessenheit anheim fielen. Sein unermüdlicher Einsatz, gerade auch für die Neue Musik, wurde zuletzt bei einer intensiven Zusammenarbeit beim Cottbuser Musikherbst vor einiger Zeit deutlich. Mit dem "Chemnitzer Festruf" bereicherte er 2013 das dort stattfindende Deutsche Musikfest. Darüber hinaus ist Hans Hütten dem Autor vor allem auch als wohlwollender aber kritischer Juror in guter Erinnerung. Das hinterlassene Werk des aus Meißen stammenden Komponisten umfasst zahlreiche Genres und Besetzungsformen, insofern ist Hütten eben kein "typischer" Blasorchesterkomponist, sondern vielseitig interessiert und tätig gewesen. Sein zuletzt entstandenes Lied "Lehre an die verlorenen Söhne" für Bariton und Posaunenquartett nach Texten von Villon bleibt ein letzter augenzwinkernder aber ernsthafter Ruf in die Welt.

Foto: BDMV

Sein umfangreiches Œuvre wird weiterleben, so wie die zahlreichen - mitunter Anekdote gewordenen - Begegnungen mit Musikerinnen und Musikern des ganzen Landes, dessen Geist Hans Hüttens noch auf lange Zeit hin lebendig halten werden. ※ Ruhe in Frieden, lieber Hans. N. Grüneberg, LMD

Zum Tod von Jochen Westermann Arnsberg, 16. August 2018 – Der im Jahr 2015 verstorbene Bundeskanzler Helmut Schmidt hatte sich als Lebensmaxime ein Gebet des Theologen Reinhold Niebuhr gewählt. Obwohl selber nicht religiös, passte es doch zu diesem Leben: "Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, / den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, / und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden." Diese Maxime passte zweifellos auch zu einem anderen Sozialdemokraten, der lange Jahre an der Spitze unseres Verbandes stand. Jochen Westermann prägte seit seinem Amtsantritt im Jahr 1990 diesen Musikverband in einer entscheidenden Zeit. Damals ging es um die Zusammenführung der beiden Verbände aus dem Rheinland und Westfalen zu einem gemeinsamen Landesverband „Nordrhein-Westfalen“. Später um die Professionalisierung seiner Strukturen, vor allem im Qualifizierungs- und Fortbildungsbereich. Das alles geschah mit viel ehrenamtlichem Engagement, nicht zuletzt von Westermann selbst. Als Staatssekretär im Düsseldorfer Wirtschaftsministerium war das Amt des Präsidenten ein klassisches Ehrenamt. Er füllte es mit der Leidenschaft eines Politikers aus, dem die große Bedeutung des freiwilligen

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Engagements für den Zusammenhalt dieser Gesellschaft immer bewusst war. So agierte Jochen Westermann auch gegenüber der Politik. Mit großer Entschiedenheit die Anliegen der 50.000 aktiven Musikerinnen und Musiker zu vertreten, ohne dabei jemals den Blick für das Mögliche zu verlieren. Dabei half das Wissen des gelernten Ökonomen, der die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eines solchen Verbandes sehr gut kannte. Dass Solidität bis heute eines der Markenzeichen des Volksmusikerbundes NRW ist, ist dessen langjährigem Präsidenten zu verdanken. Zudem konnte sich jeder auf seine Hilfsbereitschaft verlassen. Nicht zuletzt die Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände, als er dort in den Jahren 2008 - 2010 in einer schwierigen Zeit das Amt des Schatzmeisters übernahm. So machte Jochen Westermann bis zu seinem Ausscheiden aus dem Amt des Präsidenten des Volksmusikerbundes NRW im Jahr 2016 immer mehr als man erwarten durfte, und es war für ihn trotzdem eine Selbstverständlichkeit. Er hätte es Verantwortungsbewusstsein und Pflichtgefühl genannt. Entsprechend blieb er dem Verband nach seinem Ausscheiden aus dem Amt im Jahr 2016 verbunden. Zuletzt auf

Foto: Dietmar Anlauf

dem Landesmusikfest in Schmallenberg, das er noch als Vorsitzender des Kreisverbandes Hochsauerland verantwortete. Mag Gott uns also die Gelassenheit geben, Dinge hinzunehmen, die wir nicht ändern können, um das Gelassenheitsgebet von Niebuhr noch einmal zu zitieren. Es passt zu einem Leben, wo die Philosophie eine wichtige Rolle spielte. Am 15.08.2018 verstarb Jochen Westermann im Alter von 70 Jahren nach langer Krankheit in Arnsberg. Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Hildegard, den beiden Kindern Diana und Christoph sowie den Enkelkindern. Frank Lübberding

Sachsens Bläserpost 03 | 2018


BLÄSERMUSIK NATIONAL UND INTERNATIONAL

Bundesakademie Trossingen stellt Weiterbildungsprogramm 2019 vor Mit über 100 Weiterbildungen setzt die Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen auch 2019 vielfältige Impulse für die musikalische und musikpädagogische Praxis. Zahlreiche Weiterbildungen bieten Instrumentallehrer*innen und Ensembleleiter*innen Gelegenheit, ihre Kompetenzen zu aktualisieren und zu erweitern: Neu konzipiert wurden die berufsbegleitenden Fortbildungen „Querflöte – Klarinette – Oboe: Zwischen Podium & Unterricht“ und „Von Mandoline bis Bass: Aufbau & Leitung eines Zupfensembles“. Zudem starten unter anderem die bundeszentralen berufsbegleitenden Lehrgänge „Zertifizierung Klavier: Spielpraxis & Unterricht“, „Gitarre zwischen Klassik & Pop“, „E-Gitarre: Unterricht & Spielpraxis“, „Leitung von Blasorchestern“ sowie der international ausgeschriebene Lehrgang „Zertifizierung Juror*innen in der Blasmusik“. Fachübergreifenden Fragen widmen sich zum Beispiel die Seminare „Generationen verbinden“ und „Ensemble-Werkstatt: Heterogenität erwünscht!“. Unter dem Label welt.kultur.praxis bietet die Bundesakademie zudem einen Lehrgang und Seminare zur interkulturellen Musikpädagogik an. Zu den weiteren Neukonzeptionen zählen die Seminare „Scat’n’more“ und „BODY as VOICE: Klangarbeit & Performance im Chor und Vokalunterricht“, „Apps, Musik & mehr“ und „Texten – Vermitteln

– Einladen: Pressearbeit für Orchester und Musiktheater“. Auch die Seminarreihe „Soft Skills im Unterricht“, die sich den überfachlichen Aspekten im Vokal- und Instrumentalunterricht widmet, wurde um neue Module erweitert. Die Bundesakademie Trossingen ist zertifiziert nach ISO 9001 sowie nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV). Die Zertifizierungen belegen erneut die hohe Qualität der Weiterbildungen und erleichtern es den Teilnehmenden zudem, für eine Weiterbildung an der Bundesakademie Bildungsurlaub zu beantragen. Außerdem kann die Teilnahme über die Bundesagentur für Arbeit gefördert werden. Informationen zu allen Weiterbildungen finden Sie unter www.bundesakademie-trossingen.de. Die Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK). Kontakt: Antonia Emde (Öffentlichkeitsarbeit) emde@bundesakademie-trossingen.de 07425 / 9493-20

Mitteleuropa Blasmusikfest 2019 in Rijeka / Kroatien

Kroatien, Hotel Uvala Scott - Kraljevica, Stadt Rijeka. Kroatisches Kulturhaus Sušak Sehr geehrte Senioren und Jugendorchester, liebe Musiker, wir laden Sie/euch herzlich zum „10. Internationalen Festival der Amateur-Blasmusik Mitteleuropa Blasmusikfest 2019 " in der Stadt Rijeka / Nord Adria – Kroatien, alle Wind-Orchester (und auch Majoretten) an dem Programm teilzunehmen. Alle Teilnehmer des Festivals und ihre Begleitpersonen aus fernen Orten im In- und Ausland befinden sich im Hotel Uvala Scott in Kraljevica, 4 km vom Flughafen Rijeka entfernt.

Windorchester findet am Samstag (27.04) im Hotel Neboder (Wol kenkratzerhotel) statt. Das Festival ist als ein Wettbewerb angedacht und die teilnehmenden Orchester werden in vier Kategorien antreten. Die Orchester können beim Wettbewerb zwischen einer Teilnahme in der schweren Kategorie A) Höchststufe, B) Oberstufe, C) Mittelstufe, D) Unterstufe und E) Eingangstufe wählen. In fünf Kategorien müssen insgesamt drei Stücke vorgetragen werden:

Ziel des internationalen Wettbewerbs ist es, die Qualität der Amateurarbeit, die Entwicklung der gegenseitigen Kooperation von Windorchestern und die Popularisierung der Blasmusik in Kroatien und der Region Mitteleuropa und darüber hinaus zu erhöhen. Die Orchester aus anderen Teilen der Welt können sich auch für den Wettkampf bewerben. Die Orchester werden in drei älteren Kategorien (A, B, C) und zwei Jugend (D und E) Kategorien durch den Grad des Leistungsgewichts konkurrieren.

Pflichtstücke A) Höchststufe: Philip Sparke - Sinfonietta n. 4 (Anglo Music - www.bandmusicshop..com) B) Oberstufe: Fritz Neuböck - Dance with the Devil (Tierolff Musikverlag - www.tierolff.nl) C) Mittelstufe: Thomas Asanger - Blue Hole (Rundel Verlag - www.rundel.de)

Programm Mitteleuropa Blasmusikfest 2019 Das Festivalprogramm besteht aus drei Teilen: 1. Wettbewerb in drei leitenden Kategorien und zwei Jugendkategorien in der Stadt Rijeka 2. Die festliche Parade aller Orchester findet in Rijeka an der berühmten Stadtpromenade – Korzo Rijeka. Die Orchester spielen Lieder ihrer eigenen Wahl, danach spielen alle Orchester drei Stücke zusammen (Radetzkymarsch, Show Time (Abel Lex) und eine lokales Lied). Wir laden auch und Majoretten ein, an dem Programm teilzunehmen 3. Die erste internationale Messe für Instrumente und Ausrüstung für das Sachsens Bläserpost 03 | 2018

(Jugendorchester): D) Unterstufe: Matteo Firmi - Grado, portrait of Isola del Sole (www.orchestralart.com) E) Eingangsstufe : Manfred Sternberger - Journey through the Highlands (Kliment Verlag - www.kliment.at)

Alle vollständigen Informationen unter: www.blasmusikfestival.net (Mitteleuropa Blasmusikfest 2019) Kontakt: E-Mail: info.mitteleuropa@gmail.com | event@blasmusikfestival.net

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JUGEND- UND VEREINSARBEIT

Aus der Praxis:

Der Rechtsanwalt berät

Neuer Mindestlohn ab 1.1.2019 Ab dem 1.1.2019 steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 9,19 EUR. Im Musikverein „Grünländer Blasmusik e. V.“ wird eine Pauschalkraft beschäftigt, die sich um die Geschicke des Vereins kümmert. Vereinsvorsitzender Heinrich fragt an, was die Änderung für den Verein bedeutet. Muss der Arbeitsvertrag mit der Pauschalkraft geändert werden? Geschieht die Anpassung automatisch? Was geschieht, wenn die Pauschalkraft einer Änderung nicht zustimmt?

Rechtsanwalt Bertram Petzoldt Fachanwalt für Arbeitsrecht Fachanwalt für Sozialrecht Berät und vertritt den Sächsischen Blasmusikverband e.V. sowie dessen angeschlossene Vereine. Telefonische Fragen zu Rechtsfragen des Vereinslebens werden jeweils am ersten Donnerstag des Monats in der Zeit von 16:00–17:30 Uhr beantwortet. Tel. (0351) 21 30 30 40 b.petzoldt@kanzlei-queisser.de www.ra-petzoldt.de Haben Sie Anregungen und Fragen zu dem Thema? Schreiben Sie uns bitte. Wir freuen uns über jede Zuschrift.

Nun, das kommt ganz darauf an. Wenn ein Verein eine Pauschalkraft beschäftigt, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass der gesetzliche Höchstrahmen von 450 EUR ausgeschöpft wird. Wenn eine Pauschalkraft beispielsweise im Monat 30 Stunden arbeitet und 10 EUR je Stunde erhält, ändert sich praktisch nichts. Arbeitet die Pauschalkraft 30 Stunden und erhält den Mindestlohn, erfolgt die Anpassung in der Tat nahezu automatisch. Die Pauschalkraft erhält einfach ab Januar etwas mehr Geld. Etwas komplizierter sind die Fälle, in denen der Höchstrahmen von 450 EUR – auf Mindestlohnbasis – ausgeschöpft wird. Hier gilt dann Folgendes: Bei dem im Jahr 2018 geltenden Mindestlohn von 8,84 EUR beträgt die aktuell zulässige Gesamtarbeitszeit 50,9 Stunden im Monat. Da der Gesetzgeber zwar einerseits den Mindestlohn regelmäßig anhebt aber gleichzeitig nicht gewillt ist, die Geringfügigkeitsgrenze von 450 EUR dieser Entwicklung anzupassen, verringert sich ab dem 1.1.2019 zwangsläufig die zulässige Gesamtarbeitszeit im Monat auf 48,97 Stunden. Diese Anpassung erfolgt keineswegs automatisch. Vielmehr kommt es darauf an, was im Pauschalarbeitsvertrag geregelt ist. Ist im Arbeitsvertrag eine (negative) Dynamisierung der Stundenzahl in Abhängigkeit der Mindestlohnentwicklung vereinbart, muss man dem Grunde nach nichts machen. Anders verhält es sich, wenn eine feste Arbeitszeit (50,9 Stunden) vereinbart wurde. Hier würde, wenn es bei der bisherigen Stundenzahl verbleibt, die Geringfügigkeitsgrenze überschritten werden. Die Folge wäre, dass ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis entsteht. Wenn es aber bei einem geringfügigen Arbeitsverhältnis verbleiben soll, muss in dem Fall eine Anpassung erfolgen. Idealerweise natürlich einvernehmlich. Wie überall hat man natürlich auf eine einvernehmliche Regelung keinen Anspruch. Lehnt die Pauschalkraft eine Änderung ab, bleibt nichts anderes übrig, als eine Änderungskündigung auszusprechen.

Logo Wettbewerb

Neues Logo – Neuer Auftritt

Im Zuge der Weiterentwicklung unseres Erscheinungsbildes sucht die Deutsche Bläserjugend (DBJ) ein neues Logo. Wer sind wir?

Die DBJ ist die Jugendorganisation der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V. (BDMV). Sie ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und der bundesweite Dachverband für die musikalische Kinder- und Jugendarbeit. Sie vertritt ca. 350.000 Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 26 Jahren in ungefähr 10.000 Blasorchestern, Spielmanns- und Fanfarenzügen sowie weiteren musiktreibenden Vereinigungen. Sie ist der Zusammenschluss von 22 Mitgliedsverbänden aus ganz Deutschland.

Dafür steht die DBJ:

Überfachliche Kompetenz Die DBJ bietet Kurse und Arbeitstagungen zu

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aktuellen Themen der Kinder- und Jugendarbeit von bundeszentraler Bedeutung an. Fachliche Kompetenz Die DBJ fördert die musisch-kulturelle Kinder- und Jugendarbeit und entwickelt diese in Zusammenarbeit mit Verbänden und Institutionen weiter. Förderung, Beratung und Begleitung Die DBJ ist Zentralstelle für Mittel aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes und leitet dadurch Fördermittel für qualifizierte internationale Jugendbegegnungen an die Mitgliedsvereine weiter. Die DBJ ist Träger für den Bundesfreiwilligen-

dienst Kultur und Bildung. Die pädagogische Begleitung der Freiwilligen steht dabei im Mittelpunkt der Arbeit. Zudem berät die DBJ interessierte Einsatzstellen und potenzielle Freiwillige. Starkes Ehrenamt Die Mitgliedsstrukturen der DBJ werden nahezu vollständig durch ehrenamtliches Engagement getragen. Jugendpolitik und Vernetzung Jugendpolitisches Handeln zählt zum Kerngeschäft der DBJ als die Interessensvertretung junger Musiker_innen gegenüber Politik und Verwaltung. Sachsens Bläserpost 03 | 2018


JUGEND- UND VEREINSARBEIT | BLASMUSIKGESCHICHTE

Wettbewerb

inhaltliche Anforderung an das Logo: - Logo soll in drei Versionen erstellt werden: - eine Version mit Schriftzug „DBJ“ - zweite Version zusätzlich mit Wortmarke „Deutsche Bläserjugend“ - dritte Version ohne Text - Logo kann weitere Elemente enthalten - Logo soll farbig, graustufen und schwarz/ weiß kompatibel sein: - einfarbig druckbar (z.B. Stempel) - muss als positive und negative Umsetzung erkennbar bleiben - Logo soll max. 3 Farben enthalten - Logo soll jugendlich dynamisch, schlicht, zeitlos sein - Logo soll mit Wiedererkennungswert gestaltet sein - Schrift muss zu Schriftart Arial passen und lizenzfrei sein Technische Anforderung: - druckbar als PDF mit sehr guter Auflösung - möglichst auch als Vektorgrafik bzw. in weiteren druckbaren Formaten - wenn als Farb-Logo gestaltet: zusätzlich eine Fassung in schwarz/weiß und Graustufen Gewinn: - Der_die Gewinner/in erhält 400€. Des Weiteren werden 4x50€ an die weiteren Plätze vergeben. - Der/die Gewinner/in wird durch Beschluss der Jury ermittelt. - Sollte keiner der eingereichten Entwürfe auf Zustimmung der Jury stoßen, behält sich die DBJ das Recht vor, keinen Preis zu vergeben.

Einsendung: - max. drei verschiedene Logos pro Person - jeweils mit entsprechender Erläuterung zum Logo und der damit verbundenen Idee - Angabe von Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse und Wohnort - Einsendung unter logo@deutsche-blaeserjugend.de Einsendeschluss: Einsendungen sind noch kurzfristig möglich! Bekanntgabe: Die Entscheidung wird im Januar 2019 getroffen und der_die Gewinner_in wird anschließend durch die DBJ informiert. Das Logo wird zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht. Teilnahme: - Es ist ein offener Wettbewerb. Alle natürlichen Personen dürfen teilnehmen. - Die Teilnahme am Wettbewerb ist kosten los. Aufwendungen, die im Rahmen der Erstellung und Teilnahme entstehen, werden nicht erstattet. - Durch die Einsendung von Vorschlägen wer den die Teilnahmevoraussetzungen akzeptiert. Jury: Die Jury besteht aus dem Vorstand der DBJ und den hauptamtlich Angestellten der DBJ. Rechte: - Die Teilnehmenden müssen allein die ausschließlichen Urheber/innen ihrer Entwürfe sein. - Es darf bei allen Entwürfen kein Verstoß gegen Urheber-/Marken- oder sonstiges Recht vorliegen.

- Der/die Teilnehmer/in versichert, dass er/sie frei über die Entwürfe und die Rechte daran verfügen kann und diese nicht mit Rechten Dritter belastet sind. - Die Entwürfe dürfen während des Wett bewerbs nicht anderweitig veröffentlicht werden. - Der/die Gewinner/in räumt das unentgelt liche und ausschließende Recht der DBJ an den Entwurf ein, sowie zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkt alle Nutzungs- und Verwertungsrechte. - Das eingeräumte Nutzungsrecht umfasst alle Nutzungsarten, die erforderlich sind, um der DBJ die Verwertung zu ermöglichen, insbesondere das Vervielfältigungsrecht gem. § 16 UrhG, das Verbreitungsrecht gem. § 17 UrhG, das Ausstellungsrecht gem. § 18 UrhG und das Recht der öffentlichen Zu gänglichmachung gem. § 19 a UrhG. - Die DBJ ist außerdem berechtigt, den Entwurf zu bearbeiten und/oder umzuge stalten. Die vorgenannten Nutzungsrechte bestehen dann auch am Ergebnis der Bearbeitung bzw. Umgestaltung. - Die Entscheidung der Jury ist endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Datenschutz: Die erfassten Daten und Einsendungen werden spätestens 6 Monate nach der Entscheidung gelöscht, sofern die Einsendung nicht zum Gewinn geführt hat. Die Daten werden nur für den Zweck der Durchführung des Wettbewerbes gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben. Der Name des/der Gewinners/in werden im Internet (Homepage, Soziale Medien) und als Pressemitteilung nach Entscheidung öffentlich bekannt geben.

MUSIKDIREKTOR WERNER KUNATH SCHREIBT AUS DER SÄCHSISCHEN BLASMUSIKGESCHICHTE

Über den Zapfenstreich (Teil 1) Sachsen hatte und hat einen eigenen Zapfenstreich, der sich in seiner Form von dem sonst heute noch üblichen ehemals preußischen Großen Zapfenstreich unterscheidet. Bevor näher darauf eingegangen wird, soll zunächst die allgemeine Entwicklung und Bedeutung des Zapfenstreiches kurz umrissen werden. Der Zapfenstreich als Abendsignal hat eine weit zurückreichende interessante Geschichte. Ursprünglich wurde dadurch in den Soldatenlagern, später in den Kasernen, der Beginn der Nachtruhe angekündigt. Nachweislich beendete schon bei den römischen Legionen ein Signal der Tuba (einröhrige VorSachsens Bläserpost 03 | 2018

läuferin der Trompete) den Lagertag. Danach musste absolute Lagerruhe herrschen. Die Bedeutung des Abendsignals, des Abendrufes als Ruheorder, erhöhte sich noch bei den Landsknechtsheeren. Bei diesen zusammengewürfelten Söldnerhaufen war es ohnehin schwer, Ordnung und Disziplin durchzusetzen. Die berittenen Truppen wurden von ihren Trompetern durch Signale zur Ruhe gemahnt, die der Artillerie durch einen Kanonenschuss. Bei den Fußtruppen pfiffen und schlugen die Spielleute die Retraite. Mit ihnen zog der Regimentsprofos (auch Stock- oder Rumormeister genannt), der die Polizeigewalt hatte und die Militärgerichtsbarkeit vertrat, durchs Lager

und kontrollierte die Schankstätten und Würfelzelte der Marketenderinnen. Mit seinem Stock, dem Zeichen seiner Würde und Befehlsgewalt, schlug er auf den Zapfen der Wein- oder Bierfässer und gebot damit Schankschluss. Wer danach noch in den Lagergassen angetroffen wurde oder noch weiter zechte, wurde streng bestraft. Diese mit dem Signal verbundene Amtshandlung des Profos wurde als „Zapfenschlag“ zum allgemeinen militärischen Begriff in allen deutschen Landen. In vielen kleinen kaiserlichen „Kriegsartikeln“ und „Ordres“ damaliger Zeit findet man ihn ebenfalls als offiziellen Begriff. Älteste schriftliche Überlieferungen dafür dürften wohl die

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BLASMUSIKGESCHICHTE

„Artikel über die Neubestallten Adelsbursche“ von 1596 sein. Auch in einer Ordre von 1672 wird noch der Ausdruck Zapfenschlag gebraucht: „Soll auch kein Soldat sich nach dem Zapffen Schlag in einem Wirtshause oder auf der Gassen finden, noch der Wirth ihm nach dem Zapffen Schlag Bier reichen, sondern wenn er betroffen wird, aufgenommen und exemplariter abgestraffet werden“. In den folgenden Jahrzehnten muss dann der Wortwandel vom „Zapfenschlag“ zum „Zapfenstreich“ stattgefunden haben, denn Hanns von Flemming schreibt in seinem 1726 in Leipzig erschienenen Buch „Der vollkommene Deutsche Soldat“ bereits vom Zapfenstreich. Aber nicht nur beim Militär, auch für die Bürger in vielen Städten war ein Abendsignal üblich. Im Mittelalter blies der Türmer oder Torwächter oder schlug die Stadtwache auf ihren Trommeln diesen Ruf zur Nachtruhe. Danach durften die Straßen oft nur noch mit Fackel oder Laterne betreten werden. Erhalten ist ein Kurbrandenburgisches Edikt „Zur Herstellung der guten Ordnung“, erlassen zu Cölln an der Spree am 29.08.1636: “Ferner gebiethen Wir, das des Abends sobald die Trommel geschlagen, welches von nun an allemahl, wenn es in Unserer Kirchen zur Heiligen Dreyfaltigkeit neun Uhr schläget, geschehen soll, in keinem Schenk-Hause, in Rath- oder Privatkellern, einiger Wein oder Bier mehr, denen Gästen gezapffet, sondern die selben nach Hause zu gehen angewiesen werden sollen“. Das beweist, dass der Zapfenstreich für Soldaten und Bürger gleichermaßen als Polizeistunde galt. Ähnliche Verfügungen gab es in allen deutschen Ländern, also auch in Sachsen. Man sollte also die ursprüngliche Bedeutung des Zapfensteiches nicht zu eng nur auf die militärischen Quellen reduzieren. Zum festlich-feierlichen Zeremoniell wurde er allerdings beim Militär entwickelt. Begünstigt wurde diese Erweiterung zur großen Form mit Spielleuten und Blasorchestern durch das allgemeine Aufblühen der Militärmusik in den Jahren nach den Befreiungskriegen 1813/14. Folgende Begebenheit, die wesentlichen Einfluss auf die Gestaltung des Zapfenstreiches hatte, ist überliefert: Anfang August 1813 besichtigten der preußische König Friedrich Wilhelm III. und der russische Zar Alexander I. nach der Schlacht bei Großbeeren die verbündeten preußischen

Zapfenstreich vor dem Neuen Schloss Ingolstadt 2015

und russischen Truppen im Feldlager. Es war die Zeit, als der Zapfenstreich geblasen und geschlagen wurde. Danach sangen die russischen Grenadiere den Choral „Ich bete an die Macht der Liebe“ von D.S. Bortnjanski. Das beeindruckte den preußischen König so, dass er durch Allerhöchste Kabinettsorder vom 10.08.1813 die Aufnahme dieses Liedes als festen Bestandteil des Zapfenstreiches der preußischen Armee befahl. Auf dieser Grundlage, Signal – Choral, schuf dann Wilhelm Friedrich Wieprecht (1802-1872), der geniale Reformer und Organisator der deutschen Militärmusik, den „Großen (preußischen) Zapfenstreich“ als militärisches Zeremoniell in der Form: Locken – Zapfenstreichsignale (1. 2. 3. Post) – Signal zum Gebet – Choral. Später wurde dann noch das Deutschlandlied angefügt. In dieser Form wird er noch heute von der Bundeswehr aufgeführt. Wieprecht wurde 1827 vom preußischen Kriegsminister beauftragt, die Trompeterkorps der preußischen Kavallerie-Regimenter neu zu formieren und damit die Kavalleriemusik weiter zu entwickeln. 1838 berief ihn der preußische König Friedrich Wilhelm III. zum Direktor der Musik des gesamten preußischen Gardekorps. Am 18.05.1838 organisierte und leitete er ein Großkonzert mit über 1.000 Militärmusikern (Herman Schmidt gibt 1.086 an ) und 150 Spielleuten anlässlich eines Besuches des Zaren Nikolaus I. in Berlin. Dieses Zeremoniell endete mit dem Großen Zapfenstreich. Vom einfachen abendlichen Gebrauchssignal

Foto: Markus Haile (wikimedia, 13. Juni 2015)

hatte sich der Zapfenstreich in neuer Form zum eigenen selbstständigen festlichen Zeremoniell entwickelt. Neben dem preußischen Zapfenstreich entstanden in Sachsen und Bayern eigene Zapfenstreiche, im damaligen Königreich Hannover ein Zapfenstreich der Gardejägertruppen. Grundlage waren auch dabei die ruhegebietenden Abendsignale der verschiedenen Truppengattungen. In Form und Inhalt unterschieden sie sich etwas von der preußischen Art. In Sachsen ist bereits von 1730 eine Urform des Zapfenstreiches als großes militärisches Zeremoniell nachzuweisen: Im Juni dieses Jahres hatte August der Starke, Kurfürst von Sachsen und König von Polen, die souveränen Fürsten der deutschen Länder sowie Vertreter anderer europäischer Staaten zu einer festlichen Zusammenkunft bei dem sächsischen Zeithain eingeladen. Mit diesem „Zeithainer Lager“ wollte er den Abschluss der Augusteischen Heeresreform (1722-1730) durch eine große Manöverschau demonstrieren. Aus diesem Anlass zog er dort den Grossteil der sächsischen Armee und auch polnische Regimenter zusammen (ca. 30.000 Mann), um sie mit allem Prunk den anwesenden Potentaten vorzuführen.  we.-th. Fortsetzung Teil 2 | BP 01/2018

Lesen Sie in der folgenden Ausgabe: Mobile Musikwerkstatt in Jena – Aufruf an alle Vereine des SBMV

IMPRESSUM Herausgeber: Sächsischer Blasmusikverband e.V. / Bläserjugend Sachsen | V.i.S.d.P. Präsident Frank Vogel, Landrat des Erzgebirgskreises Geschäftsstelle: Bahnhofstraße 1 | 09669 Frankenberg/Sa. | Tel.: 037206 894189 Fax: 037206 894190 | E-Mail: sbmv@blasmusik-sachsen.de | www.blasmusik-sachsen.de Redaktionskollegium: MD Werner Kunath | Heinrich-Budde-Straße 10 | 04157 Leipzig | Tel.: 0341 9129663 | Marion Frank, Silke Schulze, Norman Grüneberg, Patricia Schütze | Bei eingereichten Texten und Bildern behält sich das Redaktionskollegium die Veröffentlichung und sinnwahrende Kürzungen vor. Ein weitergehender Haftungsausschluss besteht. Redaktionsschluss Ausgabe für 01/2019 ist der 15.03.2019 Anzeigenverkauf: Katrin Kummer – Mediaberatung | Schillerstraße 3 | 01896 Pulsnitz | Tel.: 035955 70577 | Fax: 03212 1426733 Layout/Satz: taktiker Werbeagentur GmbH | www.die-taktiker.de Titelfoto: STUDIO2 MEDIA / Landratsamt Erzgebirgskreis Druck: Aussiger Druckereien GmbH Auflage: 2.500 Der SBMV e.V. dankt dem Freistaat Sachsen – dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz – sowie allen Freunden und Sponsoren, insbesondere der Theo Müller Stiftung für die finanzielle Unterstützung unseres Verbandes. © Alle Rechte bei SBMV e.V./BJS

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Sachsens Bläserpost 03 | 2018


Termine der SBMV-Akademie Januar bis März 2019

ntrum robeirnze Das P e g Erzgeb im

12.01.2019 Seminar: Vereinsverwaltung mit ComMusic Software – Schwerpunkt Buchhaltung und Finanzmanagement | Frankenberg/Sa. 26.01.2019

Seminar: Der Verein und die Gemeinnützigkeit – eine steuerrechtliche Gradwanderung | Zwickau

01.-03.02.2019 Prüfung C-Grundkurs 2018 (Fr. Abend Theorie, Sa.+So. Praxis) Deutsche Bläserakademie, Bad Lausick 09.02.2019 Seminar: Versicherungsschutz für den Verein Frankenberg/Sa. 08.-10.03.2019 Jugendleiterausbildung (Juleica) – Grundseminar 1. WE | Europa-Jugendherberge Schloss Colditz

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08.-10.03.2019 Jugendleiterausbildung (Juleica) – Aufbauseminar Europa-Jugendherberge Schloss Colditz 15.-17.03.2019 25. LPL – Junior Band Camp KiEZ „Am Filzteich“ Schneeberg 16.03.2019

Dirigentenkonzil | KiEZ „Am Filzteich“ Schneeberg

22.-24.03.2019 Jugendleiterausbildung (Juleica) – Grundseminar 2. WE | Europa-Jugendherberge Schloss Colditz 23.03.2019

Ersthelfer-Ausbildung | Europa-Jugendherberge Schloss Colditz

29.-31.03.2019 C-Grund- und Aufbaukurs 1/2019 Deutsche Bläserakademie, Bad Lausick

Unsere Welt klingt bunt Der Wettbewerb findet zum Deutschen Musikfest, 30. Mai bis 1. Juni 2019 in Osnabrück statt. Die Ausschreibung findet Ihr auf:

es-m www.deutsch

usikfest.de


Je mehr Freude wir anderen Menschen machen, desto mehr Freude kehrt ins eigene Herz zurĂźck. (Deutsche Weisheit)

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FrĂśhliche Weihnachten und alles Gute im neuen Jahr!

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Bläserpost 3/2018  

Bläserpost 3/2018  

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