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Ostschweizer Kulturmagazin

N째218 21 Unterg채nge Dezember 2012

ausserdem:

Die Sauerei mit dem Sparen und 체berhaupt: Worst of 2012


Editorial Mindestens 82 Mal hätte die Welt in den letzten hundert Jahren untergehen sollen. 82 Mal hat sie sich danach unbeeindruckt weitergedreht, aber so schnell will der Mensch seine Untergangshoffnung nicht fahren lassen, scheint es. Und so schiessen die Prophezeiungen vom Weltende weiter ins Kraut. Erst kamen nur alle paar Jahre düstere Vorahnungen auf, seit den Achtzigern sind es mehrere pro Jahr, ungeschlagen ist noch immer das Jahr 2000. Und nun ist es wieder soweit. Am 21. Dezember endet der grosse Zyklus, die «lange Zählung» des Maya-Kalenders, das können linear denkende Kulturen natürlich nur als Untergang verstehen. Eine neue Gelegenheit für das grosse Delete also? Jedenfalls die Gelegenheit, dieses Jahr weder 24 schöne Aussichten noch 24 Postkarten zum Advent zu servieren, sondern einen Countdown. «Saiten» hat 21 Autorinnen und Autoren, Illustratorinnen, Fotografen und Künstler um einen Untergangsbeitrag gebeten. Bei allen Verlustängsten: Manches schmeisst man doch mit Freuden weg!? Wir erwarteten jede Menge dunkles Rabaukentum und grelle Hau-drauf-Texte – und erhielten Differenziertes, Kritisches und Positives. Wenn es ans Ende geht, dann ist das Leben doch zu loben, dann soll es wuchern (Johannes Stieger), wuseln (Dani Fels) und sich recyceln (Corinne Riedener). Aber natürlich, die Pauken und Fanfaren fehlen nicht, Matze B., Monika Slamanig, Ruedi Widmer und Andreas Niedermann stürzen sich mit Getöse in den Untergang. Und von Roman Signer haben wir einen poetisch gefassten Kommentar zum Thema erhalten. Allen Propheten, Sphinxen und Zungenrednerinnen dieses Hefts: Besten Dank und toi, toi, toi! Denn eines teilen alle Beiträge: Es geht, ob laut oder leise, immer auch um das Danach. Wir sind eben alles Survivors. Die 82 unerfüllten Prophezeiungen sind nicht spurlos an uns vorbeigegangen. Bis wohin auch immer uns und Ihnen das Wasser am 21. Dezember reichen wird: Machen Sies gut und bleiben Sie trockenen Fusses – bis ins aufgeräumte nächste Jahr! Andrea Kessler und Peter Surber

Impressum Saiten – Ostschweizer Kulturmagazin 218. Ausgabe, November 2012, 18. Jahrgang, erscheint monatlich Herausgeber: Verein Saiten, Verlag, Schmiedgasse 15, Postfach 556, 9004 St.Gallen, Tel. 071 222 30 66, Fax 071 222 30 77, Redaktion: Andrea Kessler, Peter Surber, redaktion@ saiten.ch Verlag/Anzeigen: Peter Olibet, verlag@saiten.ch Sekretariat: Gabriela Baumann, sekretariat@saiten.ch Kalender: Anna Tayler, kalender@saiten.ch Gestaltung: Carol Pfenninger, Michael Schoch, grafik@saiten.ch Vereinsvorstand: Susan Boos, Lorenz Bühler, Heidi Eisenhut, Christine Enz, Hanspeter Spörri (Präsident), Rubel Vetsch

Vertrieb: 8 days a week, Rubel Vetsch Druck: Niedermann Druck AG, St.Gallen Anzeigentarife: siehe Mediadaten 2010 Saiten bestellen: Standardbeitrag Fr. 70.-, Unterstützungsbeitrag Fr. 100.-, Gönnerbeitrag Fr. 280.-, Tel. 071 222 30 66, sekretariat@saiten.ch Internet: www.saiten.ch Fotografie, Illustration: Daniel Ammann, Florian Bachmann, Beni Bischof, Michael Bodenmann, Stefan Bösch, Christiane Dörig, Tine Edel, Adrian Elsener, Rahel Eisenring, Georg Gatsas, Mirjam Graf, Jonathan Németh, Lika Nüssli, Franziska Messner-Rast, Elias Raschle, Tobias Siebrecht, Theres Senn, Barbara Signer, Manuel Stahlberger, Felix Stickel, D-J Stieger, Lukas Unseld

Text: Eva Bachmann, Marcel Bächtiger, Anjana Bhagwati, Susan Boos, Wolfgang Bortlik, Matthias Brenner, Rolf Bossart, Kurt Bracharz, Sabina Brunnschweiler, Wendelin Brühwiler, Sina Bühler, Richard Butz, Bettina Dyttrich, Heidi Eisenhut, Marcel Elsener, Christian Erne, Andreas Fagetti, Hans Fässler, Tin Fischer, Anna Frei, Mathias Frei, Silvio Frigg, Carol Forster, Christina Genova, Andrea Gerster, Flori Gugger, Giuseppe Gracia, Nathalie Grand, Eva Grundl, Michael Guggenheimer, Etrit Hasler, Frank Heer, Damian Hohl, René Hornung, Ralph Hug, Kathrin Haselbach, Lea Hürlimann, Marco Kamber, Daniel Kehl, Florian Keller, Thomas Knellwolf, Andreas Kneubühler, Fred Kurer, Noëmi Landolt, Manuel Lehmann, David Loher, Sandra Meier, MelissaMüller, Peter Müller, Fabienne Naegel­i, Andreas Niedermann, Jürg Odermatt, Charles Pfahlbauer jr.,

Milo Rau, Philippe Reichen, Holger Reile, Shqipton Rexhaj, Adrian Riklin, Mark Riklin, Roman Riklin, Harry Rosenbaum, Anna Rosenwasser, Andri Rostetter, Andreas Roth, Daniel Ryser, Kristin Schmidt, Verena Schoch, Anja Schulthess, René Sieber, Monika Slamanig, Barnaby Skinner, Yves Solenthaler, Hanspeter Spörri, Wolfgang Steiger, Johannes Stieger, Susi Stühlinger, Kaspar Surber, Florian Vetsch, Daniela Vetsch Böhi, Roger Walch, Michael Walther, Anne Käthi Wehrli, Bettina Wollinsky, Rafael Zeier Korrektur: Patricia Holder, Esther Hungerbühler. © 2012: Verein Saiten, St.Gallen. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung. Die Urheberrechte der Beiträge und Anzeigenentwürfe bleiben beim Verlag. Keine Gewähr für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen.


InhALT

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Parkplätze. von Peter Surber Reaktionen. Tankstellenende. von Katja Fässler Maag & Minetti. von Keller + Kuhn Redeplatz. mit Francesco Bonanno Mehrfach belichtet. mit Daniel Ammann und Kaspar Surber

TITEL 12 Ein Untergangs-Countdown zum Advent. 21 Reihen Sie sich ein! Ein MotivationsMemo. von Matze B. 20 Gesponsert von Red Bull®. von Ruedi Widmer 19 Wenn morgen die Sonne scheint. von Etrit Hasler 18 Gegen den Schluss. von Peter Surber 17 Gegen das Schweigen. von Peter Müller 16 Gegen das Sprengen. Von Johannes Stieger 15 Dämonen. von Fridolin Schoch 14 Vom Verschwinden des öffentlichen Raums. von Dani Fels 13 Alle Vögel ... von Lika Nüssli 12 Hör auf zu denken! von Martina Hügi 11 The Incredible HULG®. von Hans Fässler 10 Tick-Tack-Tick-Tack. von Carlos Hanimann 09 In der Sperrgut-Station. von Corinne Riedener 08 Eine weitere ruhige Nacht in Bukarest. von Dana Grigorcea 07 Truffes fin du monde. von Florian Bachmann 06 Vernichten! Eine Tirade. von Andreas Niedermann 05 Ein grosser Haufen fallender Sternchen. von Andrea Kessler 04 Sockenarmee. von Beni Bischof 03 Müll zu Müll. von Monika Slamanig 02 Schluss mit dem Untergang. von Kaspar Surber 01 Land unter. von Roman Signer

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ThEMA 25 Rundflug. von Susi Stühlinger, Daniela Vetsch Böhi, Kurt Bracharz, Wendelin Brühwiler und Melina Cajochen 28 Sparen: Der St.Galler Kahlschlag. von Andreas Kneubühler 29 Investieren: 16 Millionen für Ittingen. von Brigitta Hochuli 30 Flaschenpost. von Michael Bodenmann aus China KULTUR 33 Musik. Alfons Zwicker schliesst das Folterthema ab. von Peter Surber 34 Kunst. Sebastian Stadler pflegt den Blick auf armselige Dinge. von Marc Peschke 36 Literatur. Jürg Amann war bestimmt kein 68er. von Kurt Bracharz 37 Theater. Schauspielerinnen, preisgekrönt. von Peter Surber 39 Film. Es fehlen behindertengerechte Kinos. von Walter Gasperi 40 Von der Rolle. von Anja Schulthess 40 Forward. 41 Literatour. mit Florian Vetsch 41 Theaterland. 42 Schaufenster. 43 Presswerk. von René Sieber 44 Worst of 2012. von Andrea Gerster, Andrea Kessler, Bettina Dyttrich, Christina Genova, Daniel Fuchs, Guerilla Galerie, Eleonora Farinello, Esther Hungerbühler, Fabienne Naegeli, Marcel Elsener, Marco Kamber, Mark Staff Brandl, Peter Surber, Pius Frey und René Hornung KALEnDER 51 Termine im Dezember. 69 Charles Pfahlbauer jr. 71 nr. 2013. von Theres Senn 71 Saitenlinie.


Kanton St.Gallen Amt für Kultur

Anita Zimmermann Amtskarussell 7. Dezember 2012 bis 3. Februar 2013 Eröffnung Freitag, 7. Dezember 2012, 18.30 Uhr Kulturraum am Klosterplatz Klosterhof 1, 9001 St. Gallen www.kultur.sg.ch Öffnungszeiten Mittwoch bis Sonntag 12 bis 17 Uhr Donnerstags 12 bis 20 Uhr

Lebensqualität ist, in Energiefragen den Durchblick zu haben. www.sgsw.ch


ParkPlätze

«Saiten» zählt 882

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Dauernd halbleer: Belegung der Parkhäuser um den Marktplatz. Kein Parkhaus Schibenertor mit 285 Plätzen, dafür rund fünfzig Parkplätze zusätzlich am Unteren Graben: So hat es der St.Galler Stadtrat dem Parlament vorgeschlagen, nach Redaktionsschluss wurde darüber debattiert. Für die Parkhaus-Freunde blieb weiterhin das Schibenertor im Fokus. So beharrte die FDP schon im Vorfeld der Parlamentsdebatte darauf, am Schibenertor liege ein «bewilligungsfähiges Projekt» vor

– obwohl das Volk im Mai 2011 in erster Linie dank diesem Projekt Nein zur ganzen Marktplatz-Umgestaltung gesagt hatte. Der Verzicht auf neue Parkplätze «würde zu einer weiteren und beschleunigten Erosion der Umsätze der Geschäfte in der Innenstadt führen». Also höchste Parkplatz-Not? «Saiten» hat per Computer das städtische Parkleitsystem zählen lassen, drei Novemberwochen lang, um zu er-

reaktionen november-«Saiten»

sterben. Sogar im Uno-Welternährungsbericht heisst es, die Ernährung der ganzen Weltbevölkerung könne nur durch Ökolandwirtschaft gesichert werden. Weiteres Stichwort «El Ejido»: die nordafrikanischen Landarbeiter, die in Südspanien unter miesesten Bedingungen arbeiten müssen. Sie müssen in Wellblechverschlägen leben, arbeiten ungeschützt und erkranken oft wegen all dieser Gifte. Nur damit wir hier unverschämt billige Tomaten kaufen können. Aber vielleicht besitzt Herr Žižek ja Aktien von Syngenta. andrea (martina) graf, st.gallen

«Us liebi zur natur» Ach, Herr Žižek, hätten Sie (doch) geschwiegen, wären Sie Philosoph geblieben (si tacuisses philosophus mansisses). Wäre es nicht Aufgabe eines Philosophen, herrschende Meinungen zu hinterfragen, das Denken auf ungewohnte Pfade zu führen? Herr Žižek tut genau das Gegenteil. Er stützt den herrschenden Trend. Heutzutage ist es ja geradezu in Mode gekommen, sich über ökologische Lebensweisen lustig zu machen. In ist wieder, moralische Aspekte auszublenden (geniessen wir rücksichtslos drauflos!). Ganz analog neoliberalistischem Fuhrwerken. Herr Žižek weiss offensichtlich auch nichts über die Auswirkungen von Ökolandwirtschaft. Sie laugt die Böden nicht dermassen aus, dass sie unfruchtbar werden, so dass wieder massenhaft «Chemie» in den Boden gepumpt werden muss ... Ökolandwirtschaft ist unter anderem viel weniger ressourcenverschwendend, zudem klimaschonender. Macht die Bauern auch weniger abhängig von den Chemiemultis. Zudem sind Pestizide mitverantwortlich fürs Bienen-

«narrenfreiheit gabs nicht» In der November-Ausgabe von «Saiten» erinnert sich Urs Tremp an das Verbot des Heftes «anderscht ome». Hier das «anstosserregende» Titelbild des Heftes, das sich «anderschume» nannte. 1977 verweigerte die Stadtsanktgaller Gewerbepolizei zweimal die Bewilligung zum Verteilen des Heftes an einem Stand «bei der Löwenburg». Das war, wenn die Erinnerung nicht täuscht, das heutige «Bären»-Plätzchen oben an der Marktgasse. Begründet war das

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fahren, wie eng es in den Parkhäusern rund um den Marktplatz ist. Das Ergebnis zeigt die Grafik. Es ist, für die City Parking AG (zwei Stadträte im VR), niederschmetternd. Im Durchschnitt sind an Werktagen zur Einkaufszeit pausenlos 300 bis 400 der 882 Plätze frei (Parkhäuser Unterer Graben, Burggraben, Spisertor und Brühltor). Selbst am Samstag mittag gibt es noch mehrere Dutzend freie Plätze. Unter dem Schibenertor würden also dreissig Millionen unnötigerweise verlocht. Und auch die fünfzig Ersatzplätze braucht es nicht: Es gibt sie bereits. Bleiben die Fragen, die Andreas Kneubühler bereits 2011 im «Saiten»-Blog gestellt hatte und die wir hier nochmal in Erinnerung rufen: «Wann zahlt die City Parking AG der Stadt die Steuergelder zurück, die sie nicht benötigt? 2009 war das Aktienkapital wegen der anstehenden Bauprojekte von 4,2 auf 6,9 Millionen Franken erhöht worden. Das Stadtparlament hatte dem Stadtrat dafür maximal 2,96 Millionen. Franken bewilligt, um den Anteil von knapp vierzig Prozent zu halten. In der Vorlage des Stadtrats dazu steht für den Fall, dass die Parkgarage nicht realisiert wird: «In diesem Fall würde die City Parking AG deutlich weniger Bankkredite benötigen und könnte mittelfristig eine Nennwertreduktion vornehmen und diese den Aktionären ausschütten». Wieso beteiligt sich die Stadt überhaupt an der City Parking AG? Bei anderen Tiefgaragen ist das auch nicht der Fall. Eigentlich gibt es bei dieser Ausgangslage nur eine Forderung: Die Stadt muss sich aus der politisch verseuchten City Parking AG zurückziehen.» Dies gilt auch 2012 noch. Peter Surber

Verbot mit einer «gewissen Anstössigkeit» des Covers. Rekurse durch alle Instanzen, bis ans Bundesgericht, brachten nichts. Eine lokale Behörde habe einen gewissen Ermessensspielraum, befanden die Lausanner Richter damals, auch wenn die Darstellung auf dem Titel nicht strafbar sei. Und heute? Die St.Galler Gewerbepolizei gefällt sich noch immer in der Rolle des Super-Bewilligers und versucht sich mit Verboten, etwa von 1. Mai-Aktionen oder Unterschriftensammlungen. Wenigstens bekommt die Behörde heute von den Richtern nicht mehr recht. rené hornung, st.gallen

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tankStell

Bild: Tobias Siebrecht

Das Ende einer Ära

«Tankstell sucht Tankwart» – so lautete das Inserat, das Melanie Diem vor drei Jahren zur Erfüllung eines Traums verholfen hat: Die 28-jährige St.Gallerin, die vor vier Jahren ihre Gastrounternehmerausbildung abgeschlossen hat, wollte schon immer ein Lokal nach eigenem Gusto führen. So unterschrieb sie im Oktober 2009 den Pachtvertrag für die Tankstell-Bar. Ihr Partner, Philipp Grob, unterstützte sie während der ersten beiden Jahre abseits des Tresens. Weil die Bar immer besser lief, kündigte Philipp schliesslich seinen Hundertprozent-Job und stieg offi-

ziell mit ein. Drei Jahre lang haben die beiden das Ambiente der Bar an der Teufenerstrasse geprägt; Ende Dezember ist Schluss, bald erhält das Lokal ein neues, noch unbekanntes Gesicht. Das Konzept war von Anfang an festgelegt. Die Tankstell sollte ein Ort zum Verweilen, Auftanken, aber auch zum Tanzen und Schlemmen sein. Und ein Treffpunkt für Freunde der Kultur und Musik. In den Anfangszeiten tanzten die Barbesucher Lindy Hop zu Kaffee und Kuchen, an weiteren Tagen wurden kleine

Konzerte mit Musikern aus aller Welt veranstaltet. «Wir haben sie oft in unseren eigenen vier Wänden beherbergt und bekocht», erzählt Philipp. Auf diese Weise hielten sich die Kosten für die Konzertabende in Grenzen. Selten mussten die Gäste den Eintritt bezahlen, finanziert wurden die Events hauptsächlich durch die Einnahmen an der Bar und aus Kollekten. «Wir wollten keine Subventionen von der Stadt, denn die Bar war unser Baby», sagt Philipp. So etablierte das junge Paar eigenständig ein buntes Programm, teilweise durch Ideen, die sozusagen durch die Tür hereingeschneit kamen. «Wir begegneten aussergewöhnlichen Leuten, die unser Schaffen bereichert und unser Netzwerk vergrössert haben», erzählt Melanie. Daneben gab es die vielen Anlässe, die sich aus eigenen Geistesblitzen entzündeten, wie den «Extraordinary Cocktail Club» oder die «Meitle Welt», eine Veranstaltung, die Melanie gemeinsam mit D-Jane Pa-Tee ins Leben gerufen hat. Ideenreichtum war eins der Erfolgsrezepte dieser drei Jahre – so war auch der «Textilkunstmarkt» Teil des Programms, und lokale Kreativköpfe fanden in der Bar einen Ort der Entfaltung, wenn sie an Musikabenden wie «Tanz mit mir» die Platten heiss laufen liessen. Doch jetzt ist Schlusss, am 31. Dezember heisst es in der Tankstell «The game is over». Melanie Diem plant die Lancierung eines eigenen Cafés im Linsebühl, und Philipp Grob zieht es ins Ausland, wo er weiterhin als Barkeeper tätig sein will. Bleibt zu hoffen, dass die Bar in ebenso einfallsreiche Nachfolger-Hände gerät. Katja Fässler

Maag&Minetti StadtgeSchichten

Während Minetti von Sender zu Sender zappt, stellt er fest, dass ein hoher öffentlicher Bekanntheitsgrad anscheinend automatisch mit Expertentum für alles gekoppelt ist. Der Golfspieler treibt die Weltlage mit lockeren Schlägen über den Fairway, um sie auf dem Green präzis einzuputten. Ein Regierungsmitglied erläutert die unbedingt einzuschlagende 4-2-4Spieltaktik für das nächste Fussball-Länderspiel. Die beliebte Schlagernudel äussert sich ultimativ zu den Integrationsproblemen der muslimischen Bevölkerung. Der Eishockeystar, der seine Gegner gnadenlos gegen die Banden plättet, erteilt Ratschläge für die Senkung der Kriminalitätsrate in den Bidonvilles. Die Tennisspielerin, die den Ball mit aussergewöhnlicher Präzision in die Platzecken drischt, fühlt sich berufen, ein eigenes Sportbekleidungslabel zu entwerfen. Kaum ein TV-Sender, der sich nicht mit einer neuen Variante an diesem Spiel beteiligt.

Je länger Minetti hinschaut, umso offensichtlicher nimmt er an kleinen physischen Symptomen wahr, wie ein zuerst noch sympathisch bescheidenes Ego auf eine Grösse anschwillt, die befürchten lässt, selbst die Bildröhre ertrage den Druck nicht mehr. Zeit, den Sender zu wechseln. Christoph Keller und Heinrich Kuhn

Zeichnung: Beni Bischof

Experten

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Redeplatz

«Der Kunstbetrieb ist ein Riesen-Babylon» Francesco Bonanno zügelt seit 25 Jahren mit seiner Galerie durch St.Gallen. Öffentliche Gelder für Galerien fände er falsch. «saiten»: Sie haben Ahornblätter mit dem Logo der Galerie Macelleria d’Arte gestempelt. Eine Kunstaktion? Oder was passiert mit den Blättern? francesco bonanno: Die verteile ich auf der Strasse. Das ist meine Art von Streuwerbung. Für teure Reklame reicht das Geld nicht. Die Zeiten sind nicht so rosig wie früher. Inwiefern? Die Leute setzen andere Prioritäten, Kunst ist nicht mehr so gefragt. Das gilt natürlich nicht überall. Ich war auf der Basler «Art» – dort, in der obersten Kategorie, laufen die Geschäfte blendend. Aber hier … viele Leute sparen. Das soll aber keine Klage sein. Als Sie in den Achtzigerjahren begonnen haben, war das anders? 1987 habe ich angefangen. Eigentlich brauchte ich damals ein Atelier, nachdem ich vorher in der Wassergasse war. Schliesslich fand ich den Raum in der Metzgergasse, eine frühere Metzgerei, darum der Name: Macelleria d’Arte. Er trifft bis heute zu auf das, was im Kunstmarkt passiert, gerade auch an der «Art»: Künstler werden auf die Schlachtbank geführt, ihre Arbeit wird nach Qualität und Gewicht verkauft. Es gibt Filetstücke, Knochen … … als welches Stück sehen Sie sich selber? Als Halsstück. Das ist nicht so edel, aber man

kann viel daraus machen, zum Beispiel ausgezeichnetes Siedfleisch. Jeder Teil ist etwas wert – das sollte auch in der Kunst gelten.

ihm ein Kolorit geben. Wir haben schon damit angefangen, an der Museumsnacht zum Beispiel. Da sehe ich mich als Kunst-Agitator.

Dann verliess die Macelleria die Metzgergasse … Das Haus wechselte den Besitzer, dieser verdoppelte die Miete. Ich war danach acht Jahre in der Bankgasse, bis auch dort das Haus verkauft und die Miete erhöht wurde. Immer dasselbe Spiel. Dann im blauen Haus, bis Maestrani kam, anschliessend im Leopard. Es folgten nochmal drei Jahre Bankgasse, dann die Hintere Poststrasse, und jetzt bin ich am roten Platz. Im «Aquarium».

In der letzten Zeit sind mehrere St.Galler Galerien geschlossen worden. Lock, Kulli, die Galerie Friebe: Viele sind verschwunden, bald auch die «Kultur im Bahnhof». Es gibt daneben aber auch neue Initiativen, wie die Guerilla Galerie, was ich sehr gut finde.

Das geht immer so weiter? Nein, jetzt habe ich keine Lust mehr zu zügeln. Die Räume sind gut. Und wir haben einen Klub ins Leben gerufen, Amici d’Arte, die mich unterstützen. So ist die Miete gesichert. Es sind etwa dreissig Personen aus der Textilwirtschaft, Anwälte, Politiker, aber auch andere Kunstliebhaber. Sie bekommen jedes Jahr ein Originalwerk und können den Galerieraum nutzen. Macht man sich so nicht abhängig? Nein, ich passe mich nicht an. Ich habe mein Programm. Ich bin auch mit Raiffeisen im Gespräch zur Belebung des Platzes hier. Das soll ja die gute Stube der Stadt sein, aber der Platz ist tot, nicht rot. Ich möchte ihn farbiger machen,

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Müsste für Galerien mehr getan werden? Ich denke, Stadt und Kanton fördern junge Künstler genug, mit Werkbeiträgen, Ateliers, Förderpreisen, mit dem «Heimspiel», mit Ankäufen. Galerien direkt zu unterstützen, fände ich falsch. Dann ist man abhängig vom Staat, so wie es andere sind, das Palace oder die Kunst Halle, die Leistungsvereinbarungen erfüllen müssen. Ich habe das nicht, ich kann das machen, was ich will: Kunst von Newcomern fördern, die etwas zu sagen haben. Heute ist der Kunstbetrieb ja ein Riesen-Babylon, wo es oft nur darum geht, Aufsehen zu erregen und sich zu verkaufen. Ich finde entscheidend, dass Kunst Schönheit zeigt. Teuer muss sie nicht sein. Aber sie soll Schönheit zeigen. Schreckliches sieht man genug. Ab 15. Dezember zeigt die Macelleria d’Arte Werke des in der Toscana lebenden Ostschweizers Tobias Bucher (bis Ende Januar 2013). Interview: Peter Surber / Bild: Tine Edel


Mehrfach belichtet

mit Daniel Ammann (Bild) und Kaspar Surber (Text)

Von der Frau links im Porträt weiss ich, dass sie sich für die Kultur eingesetzt hat, in vielen Reden, Workshops, Konferenzen. Die Lokremise konnte eröffnet werden, hoffentlich wird aus der Bibliothek noch etwas! Von der Frau rechts weiss ich, dass sie ihr Departement von Justiz- und Polizeidepartement in Sicherheitsdepartement umgetauft hat. Dass dabei das Recht aus dem Namen verschwand, sagt schon das meiste über ihre Politik. Nur den Mann in der Mitte kenne ich nicht. Vermutlich war er für die Diskretion zuständig.

Der Fotograf Daniel Ammann schickt der «Saiten»-Redaktion monatlich ein Bild ohne Hintergrundinformationen. Wechselnde Autorinnen und Autoren schreiben die Legende.

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21 Untergänge

21) Reihen Sie sich ein! Ein Motivations-Memo Von: Matze B. An: Alle Betreff: Weltuntergang, Terminschwierigkeiten Bald glaube ich ja auch nicht mehr an den Weltuntergang am 21.12.2012. Und dabei hatte ich mich schon richtig darauf gefreut, schliesslich erlebt man so einen Weltuntergang nicht zwei Mal im Leben. Ich halte ihn auch grundsätzlich immer noch für möglich und machbar. ­Gut, dass das Datum auf einen Freitag fällt, ist schon ein wenig ärgerlich, wenn man die Woche vor dem Ende aller Tage durcharbeiten muss, aber dafür kann man danach gleich in ein unendlich verlängertes Wochenende starten. Zudem hat die Welt auch ein Recht auf Untergang. Schliesslich geht die Sonne ja auch unter. Sogar täglich. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie wir das alles noch rechtzeitig hinbekommen sollen, so kurz nach der amerikanischen Präsidentschaftswahl, mitten im Vorweihnachtsgeschäft. Noch nichts ist geplant und vorbereitet, obwohl man das mit dem Datum schon 5000 Jahre lang weiss. Und plötzlich schreien alle: «Four more years!», statt: «Yes we can, Weltuntergang!». Schon peinlich. Man muss das doch auch mal von der positiven Seite angehen und als einmalige Chance begreifen. So ein Mega-Event, das hat doch Weltformat, das ist doch einmalig in der Menschheitsgeschichte; ultimativ rekordverdächtig! Der letzte grosse Eintrag ins Guinnessbuch sozusagen. Das hat doch gigantische Dimensionen, kosmische Konsequenzen, vom Vermarktungspotential ganz zu schweigen. Da will man doch dabei sein! Aber nix da. Alle bauen nur gelangweilt den Weihnachtsmarkt auf, als obs ein Morgen gäbe! Jeder hat davon gehört, aber keiner weiss was Genaues. Niemand fühlt sich richtig verantwortlich, obwohl das ja wirklich jeden was angeht. Wo bleibt die Begeisterung? Wo bleiben die Mottopartys, Gelage und Sexorgien, wo die Selbstmordsekten? Da muss man halt auch mal was für tun, für ein anständiges Armageddon. So eine Maya-Prophezeiung erfüllt sich ganz bestimmt nicht von selbst. Zugegeben: Es ist auch schon viel erreicht worden in den letzten Jahren. Gerade in Sachen Schwefelregen sind wir ganz gut aufgestellt. Aber das muss jetzt alles koordiniert, konzentriert und kontrolliert eskaliert werden! Die Ölpest im Golf von Mexico hat doch gezeigt, was für ein Apokalypsenpotential da in den Tiefen der Welt schlummert. Aber es reicht eben nicht, wenn eine Ölplattform untergeht. Das müssen schon alle sein. Am besten zeitgleich. Oder die Idee, Atomkraftwerke in Tsunamigebieten direkt am Strand zu bauen. Oder direkt hier am Bodensee, immerhin der grösste Trinkwasserspeicher Europas, die Möglichkeiten des Fracking zur Förderung von Erdgas in Erwägung zu ziehen … Alles lobenswerte Ansätze, aber eben noch nicht radikal genug. Nicht bei dem Liefertermin. Ebenso die Eurokrise. Auch hier kann expandiert werden. Krisen sind schliesslich ein weltweiter Wachstumsmarkt! Hier müssen noch radikalere Instrumente zur Deregulierung gefunden werden. Ein Destabilisierungspakt könnte helfen. Auch der Kapitalismus muss jetzt noch einmal vollen Einsatz zeigen und mit aller Entschiedenheit den grossen, roten Turboboost-Knopf drücken! All-in, volles Risiko, denn bald heisst es auch an den Spieltischen der weltgrössten Casinos: «Rien ne va plus!» Gründen Sie deshalb jetzt noch eine Firma in Griechen-, Ir- oder Island. Verschulden Sie sich so hoch es geht, um die Länge der Laufzeiten brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, denn auf einen totaleren Schuldenschnitt als den 21.12. können Sie gar nicht hoffen. Spekulieren Sie auch als Laie mit toxischen Derivaten und Wertpapieren. Ein kleiner Tipp: Schliessen Sie hochriskante Wetten auf Missernten, Lebensmittel- und Trinkwasserknappheit ab, aber denken Sie daran, sich gegen Tsunamis, Erdbeben, Kometeneinschlag und Froschregen rückzuversichern. Was und wo Sie produzieren wollen, ist eigentlich zweitrangig, aber achten Sie darauf, möglichst viele seltene Rohstoffe und Unmengen an Strom und Wasser für die Herstellung aufzuwenden und bei der Standortsuche möglichst weite Transportwege mit einzukalkulieren. Wir dürfen gerade jetzt den Glauben nicht verlieren, dass es weiter ungebremst bergab gehen kann! Der Abgrund ist das Limit. Mein Appell also: Versuchen auch Sie die Welt ein Stückchen schlechter zu hinterlassen, als Sie sie vorgefunden haben. Leisten Sie der alten Dame aktiv Sterbehilfe: «Exitus statt Exodus» muss das Motto lauten. Also raus mit dem SUV, und dann so lange tanken, bis er überquillt, der Wochenendpanzer. Danach fahren Sie mit der Familie schön raus ins Graue und fackeln in der Götterdämmerung Ihren fetten Viertwagen einfach nahe dem örtlichen Naturschutzgebiet ab. Zeigen Sie Eigeninitiative. Produzieren Sie mehr Müll, verbrauchen Sie mehr Strom. Warum den Wasserhahn im Dezember überhaupt noch zudrehen? Fliegen sie ab jetzt doch zum Einkauf, warum nicht mal saisonales Gen-Gemüse direkt vom Markt in Beijing? Hier geblieben und mitgemacht, Einsteigen beim absoluten Ausstieg! Reihen Sie sich ein und springen Sie auf, auf den Zug der Lemminge. Die Abfahrt kann sich aufgrund eines Personenschadens um einige Minuten verzögern. Mit dem pünktlichen Ende der Fahrt wird weiter gerechnet. Matthias Brenner, 1977, ist freier Autor und Slampoet.

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21 Untergänge

19) Wenn morgen die Sonne scheint

20) Gesponsort von Red Bull®

Und der Gedanke, dass es vorbei ist, kann so verdammt schnell kommen: Nachdem du dir zwei Wochen lang Ponstan eingeworfen hast gegen deine stechenden Kopfschmerzen, von denen du dachtest, sie seien einfach nur eine enorm bösartige Migräne, musst du in der Mittagspause plötzlich kotzen, kippst neben der Kloschüssel weg und dann wird es dunkel und über dir hörst du den Schlag von Flügeln. Oder du wirst in die Notaufnahme eingeliefert, weil du mitten bei der Arbeit umgekippt bist, und dann erwachst mit Schläuchen in so ziemlich jeder deiner Körperöffnungen und Zeit als letzter Verhandlungsbasis. Wie viel Tage, wie viel Nächte, wie viel Sex, wie viele letzte Drinks? Eine gnädige Form des Abgangs, eigentlich, die dir selber offen lässt, den Ausgesuchten zu sagen, dass du sie geliebt hast. Oder dich doch in ein Loch zu verkriechen wie ein Strassenkater, nichts als das Versprechen auf den Lippen, euch allen einen Platz im Schwefel warm zu halten. Oder der Routinebesuch im Durchgangszentrum, das sie Gruppenpraxis nennen, endet mit dem Satz: «Wir machen uns Sorgen.» Und das einzige, was du denken kannst ist: «Wer zum Teufel ist wir?» Ein Gedanke, der dich nicht mehr loslässt durch die ganze Barrage an Tests, Höllenmaschinen und Krankenschwestern, die dir so häufig Blut abnehmen, dass du dich fragst, wie viele Vampire auf der Nadel auf dem Haus 04 des Kantonsspitals wohl tanzen können. Und dazwischen nichts als Warten. Darauf, dass Jesus mit seinem Feuerschwert den Himmel teilt. Dass der Regen wieder aufhört und es endlich Winter wird. Darauf, dass eine deutsche Ärztin mit besorgtem Gesichtsausdruck in dein Zimmern kommt und dir sagt: «Es tut uns leid». Wer zum Teufel ist «wir»? Doch so geschieht es eben nur im Fernsehen. In der Sommerfolge von Grey's Anatomy, wo die überbezahlten Schauspieler wie die Fliegen wegsterben, damit man sich noch eine weitere Staffel leisten kann. Die Wirklichkeit ist so viel einsamer. In der Wirklichkeit schicken sie dich nach der Chemo solange wieder allein nach Hause, bis du nicht mehr wieder kommst. Oder der Engel in Weiss schiebt sich die Brille zurecht, zuckt mit den Schultern und sagt: «Ich weiss, dass ich nichts weiss». Wie beruhigend, in Zitaten lügen zu können. Und du folgst dem Beispiel, reisst dich zusammen und setzt SMS auf an all die Besorgten da draussen: «Alles wird gut. – Dani Göldin». Oder: «Wenn morgen die Sonne scheint, kann alles so schlimm nicht sein. – Jupiter Jones». Wie einfach uns das fällt. Wer zum Teufel ist «wir»? Und dann: Einatmen. Ausatmen. Weitermachen. Lernen, wieder in der Nase zu bohren. Seinen Arsch und seinen Mund abzuwischen, weil das der Respekt gebietet. Den Moment der Stille zu geniessen, wenn du wach liegst, morgens, kurz bevor die Strasse erwacht und sich die Kälte in die Briefschlitze friert. Wenn da nichts ist ausser dir und dem der zuhört, wenn du sagst: Fick dich, Leben. So leicht kriegst du mich nicht.

Ruedi Widmer, 1973, ist Zeichner und Autor.

Etrit Hasler, 1977, schrieb drei Jahre eine Weltuntergangskolumne für die «Fabrik Zeitung».

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21 Untergänge

18) Gegen den Schluss

17) Gegen das Schweigen

16) Gegen das Sprengen

Das Stück ist zu Ende, Applaus und Adieu. Das Buch ausgelesen, Deckel zu. Vorhang, Finissage, Abspann, Licht an. Lauter kleine, traurige Untergänge. «Ende, es ist zu Ende, es geht zu Ende», überall und immer wieder – so verkündigen es die ersten Worte in Becketts «Endspiel». In der englischen Fassung: «Finished, it’s finished, nearly finished.» Da deutet sich schon an, was als nächster Satz kommt: Relativierung. «Es geht vielleicht zu Ende.» Vielleicht also auch nicht. Becketts Spiel jedenfalls fängt so erst an. Das Buch, die Ausstellung, das Konzert gehen trotz Schluss über den Schluss hinaus weiter – Nachklänge, Irritationen, Beglückung oder Verstörung in die Nacht und in die nächsten Tage hinein, jedenfalls wenn es gut war. Im Zeughaus Teufen macht Kurator Ueli Vogt mit diesem Nicht-AufhörenKönnen jetzt Ernst: Er hat Ende November eine Ausstellung mit dem Titel «Zwischenstellung» eröffnet. Begründung: «Zwischen zwei Ausstellungen sind Ausstellungsräume in der Regel dem Publikum nicht zugänglich. Dabei wäre gerade beim Ab- und Aufbau viel Spannendes zu beobachten: das allmähliche Verschwinden von liebgewordenen Exponaten, die aus ihrem vorübergehenden Zusammenhang gerissen und oft unwiderruflich zerstört werden oder ihren Status als Kunstwerk verlieren. Im Gegenzug entsteht Neues.» Das geht zum Teil harmonisch und zum Teil dramatisch: So zügelt Sandra Kühnes Papiergespinst in einen anderen Raum, Thomas Stüssis Holzkonstruktion dagegen wird in «Bechüe» zerlegt, ein Teil wird einstürzen. Zwei Musiker entwickeln darüber hinaus innerhalb der Ausstellung ein neues Musikprojekt. Kurzum: Man kann beim Vergehen dabei sein und beim Beginnen. So ist es auch mit dem Weltuntergang. Der war bei den Maya, die spirituell einiges mehr auf der Platte hatten als wir, sicher nicht als Unter-, sondern als Übergang gedacht. Als Zwischenstellung, Wechselchance, als Einladung, einiges loszuwerden und anderes neu zu machen. Also kein Esoterikkram, sondern alltagstaugliche Handlungsanweisung. Dazu passt die Anekdote, die eine Freundin nach der Rückkehr aus Bolivien erzählt hat, als sie dort einen der legendären Steine mit der angeblichen Prophezeiung des Untergangs besuchte. Sie fragte sich: «Is it really the end of the world»? Und die Antwort kam von irgendwo her: «May­ be it’s just the end of the stone.»

St.Gallen ist ein Städtchen. Menschen begegnen sich hier in verschiedensten Konstellationen. Man ist Teil eines komplizierten Netzes, das mit allerlei Unsicherheiten und Unwägbarkeiten verbunden ist: Was passiert, wenn ich an diesem Faden zerre? Was, wenn ich jenen kappe? Da niemand dem anderen auf die Füsse treten will, geht man eben freundlich miteinander um – zumindest vordergründig. Alles ist schön, toll, spannend. Hintenherum wird dafür umso heftiger kritisiert und verurteilt. Bei Bedarf auch totgeschwiegen. Das beginnt im Kleinen – ein Zeitungsbeitrag, ein Vortragsabend – und geht bis zu fundamentalen Themen, wie dem Verteilungs- und Verdrängungswettkampf im Kulturbereich. Diese Unlust an offener Kritik tut verschiedensten Lebensbereichen nicht gut. Sie ist der Orientierung nicht gerade förderlich, verhindert allzu oft ein wirkliches Diskutieren, das den Blick schärft und Räume für Neues öffnet. Manchmal wirkt die Situation geradezu gespenstisch. Nichts zu hören, nichts zu lesen, kein Diskurs. Und wenn doch diskutiert wird, dann läuft das gern in vorhersehbaren Bahnen ab. Die Standpunkte und Rollen sind verteilt – jetzt muss alles nur abgespult werden. Die Diskussion wird zum Ritual. Gegenseitig führt man sich die eigenen Standpunkte vor, und niemand bemüht sich darum, das Gegenüber zu verstehen. Der Andere könnte ja Recht haben, zumindest ein Stück weit? Ausgeschlossen. Oder es wird aus der Position des Stärkeren heraus eine Pseudodiskussion geführt, deren Verlauf und Wirkung nach eigenem Gutdünken gestaltet wird. Also, wie wird wohl der Weltuntergang am 21. Dezember in St.Gallen ablaufen? Vielleicht wird er einfach totgeschwiegen. Oder verschiedensten Institutionen oder Gruppierungen angehängt, dem Kantonalen Lotteriefonds zum Beispiel, den Grünen oder dem Vatikan. Vielleicht auch den Deutschen – wer weiss. Dabei hat der Weltuntergang längst schon begonnen – schleichend, in einer sanften, unerbittlichen Erosion. In den Köpfen und Herzen, im Tun und Nicht-Tun von uns allen.

Vor einiger Zeit haben sich in St.Gallen ein paar Leute Gedanken zur Architektur gemacht. Es gab eine Kunstinstallation mit Fotos der scheints hässlichsten Häuser der Stadt. Die Gebäude wurden alle nach den Fünfzigerjahren gebaut. Wenn ich mich recht erinnere, wurde auch gefragt, welches Haus man am liebsten in die Luft jagen würde. Irgendwie war das nicht so recht zu Ende gedacht – wie wenn Parkett mit Wohnqualität gleichzusetzen wäre, oder Stuck mit Charme. Subversiv sind solche Gedanken auch nicht wirklich: Fortschritt durch Abbruch, abäprätschä, fertig machen, dafür sind doch die Starrköpfe vom rechten Rand mit ihren Haudrauf-und-schauen-was-passiert-Methoden zuständig. Nach dem Reinetischmachen nehmen eh meist ungute Geister den Raum ein: die miese Laune nach dem (vielleicht durchaus berechtigten) Magenbox, die weisse Mittelschicht nach dem Sturm Katrina in New Orleans. Die Gewinner des Reinemachens sind meist jene, die einen Plan haben, wie sie aus dem Chaos Profit schlagen. Oder eben: Man überlässt das Haus so lange sich selbst, bis es nicht mehr so schwer ist, auch dem Hinterletzten klar zu machen, dass es abgerissen werden muss. Oder komplexer, gerade in diesem Kanton brisant: Man fährt die Steuern für Unternehmer und Vermögende so weit herunter, dass scheinbar gar nichts mehr anderes übrig bleibt, als bei der Bildung, in der Pflege und Kultur, beim Personal zu sparen. Es ist aber auch in Diskussionen zu erleben; Totschlägerargumente, wie sie es in der Arena nicht besser können, haben Einzug ins Geplänkel am Beizentisch gehalten. Man könnte meinen, es sei wahnsinnig einfach, immer eine klare Meinung zu haben in der heutigen Zeit. Der Musiker Olifr M. Guz sang einmal: «Wenn man weiss, wie es sein muss, gibt der Rest nicht viel her». Und darum, wenn etwas getrost bachab gehen darf, dann ist das die Illusion der einen grossen reinemachenden Wahrheit. Und darum auch: gegen das Sprengen, für das Wuchern!

Peter Müller, 1964, ist Historiker, freier Journalist und Mitarbeiter des Historischen und VölkerkundeMuseums St.Gallen.

Johannes Stieger, 1979, gestaltet und konzipiert Ausstellungen.

Peter Surber, 1957, ist «Saiten»-Redaktor.

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14) Vom Verschwinden des öffentlichen Raums

15) Dämonen

Der Reiz des städtischen Lebens, der die Agglomerationsjugend genauso wie die urbanen Freundinnen und Freunde der Nacht anzieht, besteht unter anderem darin, dass im öffentlichen Raum der Stadt etwas passiert oder dass man etwas begegnen könnte, was man weder erwartet noch gesucht hat, weil man es ja noch nicht kannte. Guy Debord entlarvte schon 1967* das gesellschaftliche Leben im öffentlichen Raum der Stadt als eine Show, die alle – selbst jene, die das Ganze zu kontrollieren schienen – zu passiven Beobachtern machte, zu Konsumenten ihrer Entfremdung von den eigenen Worten, Taten und Sehnsüchten. Aus der Perspektive des heutigen Stadtmarketings muss das Bild vom Städtischen umso mehr zum Erlebnis werden, wo doch dauernd von seinem Verschwinden die Rede ist. So wird denn der öffentliche Raum durch Inszenierung mehr und mehr verändert und zugerichtet. Die steigende Bedeutung und kommerzielle Nutzung führt zur Observation der Orte und Nutzenden und zu einer teilweise rigiden Kontrolle. Die städtische Politik ist auf ein poliertes Image als Standortvorteil bedacht. Populärkulturelle und sportliche Events, Grossprojekte und eine «sichere und saubere» Innenstadt sollen das Image aufwerten und Investoren anziehen. Die Politik setzt die Stadt als Visitenkarte ein und mit ihr die darin Lebenden. Das erfordert Konsequenzen im städtischen Handeln und insbesondere Interventionen im öffentlichen Raum. Der marktund mediengerechte Um- und Ausbau zur Konsum- und Erlebnislandschaft Stadt führt zum Ausschluss all derer, die nicht konsumieren können oder wollen, der «unnötige Aufenthalt» ist zunehmend nicht mehr gestattet. Für funktionierende Urbanität sind unkontrollierte Orte, an denen sich Öffentlichkeit herstellen kann, jedoch essenziell wichtig. Der Idealvorstellung von Urbanität liegt eine Utopie des liberalen Anarchismus zugrunde – bürgerlich und antibürgerlich zugleich. Eine urbane Stadt ist eine lebendige Stadt, und es kann nicht sein, dass eine kaum zu übersehende Flut von Regelungen und Interventionen die Aneignung des öffentlichen Raums beschränkt und verhindert. Trotz aller technischen Neuerungen des Sicherheits-, Überwachungs- und Vertreibungswesens wird weiter versucht, eine sich gestört fühlende Öffentlichkeit zu entstören. Das Abschieben, Wegweisen und Fortjagen hat eine jahrhundertealte Tradition, und bis hin zur heutigen «Nulltoleranz»-Politik besteht eine Kontinuität des repressiven Umgangs mit Gruppen, welche die bürgerliche Ordnung des öffentlichen Raums zu stören drohen. Die im Stadtraum installierten Überwachungsgeräte werden plötzlich als Dokumente lauernder Gefahren wahrgenommen – ganz im Sinn der These von William Thomas: «If men define situations as real, they are real in their consequences». Im Sinn einer möglichen Gegenstrategie oder -perspektive benötigt die Stadt Schwellen- und Transiträume der Vermischung, des Austauschs, der Häufungen und Mischungen, des Kontakts, der wechselseitigen Durchdringung und Vervielfältigung. Der öffentliche Raum soll ein Amalgam aus Vielfalt und Anregungen, Widersprüchen, Risiko und Gefahr darstellen. Und nicht ihr Gegenteil.

Fridolin Schoch, 1989, stammt aus Herisau und studiert an der Kunstakademie in Düsseldorf.

Dani Fels, 1961, ist Dozent an der FH St.Gallen und fotografiert als «raumsinn» Musik und öffentliche Räume. * Guy Debord: La Société du Spectacle. Erstveröffentlichung am 14.11.1967 bei Buchet/Chastel, Paris.

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13) Alle Vögel …

12) Hör auf zu denken! Fühlst du dich gestresst? Unter Zeitdruck? Hast du manchmal das Gefühl, den Halt in deinem Leben verloren zu haben? Und rennst ihm hinterher? Kein Wunder, wenn alles so schnelllebig an dir vorbeizieht. Und du keine Zeit mehr hast, zu wissen, wonach du eigentlich suchst. Du bist hier genau richtig. Bei mir findest du alles, was du bisher vergeblich gesucht hast. Ich kann alle deine Wunden heilen! Ich beseitige alle deine Sorgen und Probleme! Es ist wirklich einfach: Du musst dich nur entscheiden, Zeit zu haben. Und dann hast du auch Zeit! Wir üben das nun. Sprich folgende Zeilen bitte laut aus: «Ich bin glücklich und habe Zeit!» Das machst du sehr gut. Ungeduld ist Gift! Gift für die Seele. Das schütteln wir nun von uns. Einmal tief seufzen bitte. Hör auf zu denken, komm zur Ruhe, schick deine Skepsis in die Vergangenheit. Ist doch entspannend, nicht? Lass mich deine Meisterin sein, dein Guru, dini Muetter! Du hast es vielleicht noch nicht bemerkt, weil es dir zu schnell ging, aber wir treiben auf eine Katastrophe zu. Die Zeit wird immer knapper und am Ende kehrt sie an ihren Ursprung zurück. Nur, wer die göttliche Zeit in sich trägt, kann dem klaffenden Loch des Nichts entgehen und die kommende Apokalypse überstehen. Dies, meine Lehre, ist die einzig wahre Wissenschaft. Und jeder, der das bestreitet, beweist im Grunde nur, dass ich Recht habe. Nun, da die Welt untergehen wird, bereiten wir uns darauf vor. Dein Geld brauchst du nicht mehr. Gib es mir! Gib mir all deinen Besitz! Denn er raubt dir deine Zeit, die du für deine Rettung benötigst! Du brauchst kein Auto zu putzen, wenn du keins mehr hast! Freu dich drauf! Es wird alles gut! Den Weltuntergang zu überleben, braucht aber noch mehr. Geduld zum Beispiel, und dafür trainieren wir. Vergiss dein normales Leben! Nur für eine Sekunde! Dehn sie aus! Und mach daraus deine neue Gegenwart! Was, du zweifelst? Willst du denn nicht geheilt werden, mein Kind? Willst du wirklich sterben? Nein. Und ich bin deine Rettung! Du sollst wissen, jeder kann dazugehören. Sei wie du bist: alt, jung, reich, gross oder klein. Spielt alles keine Rolle. Widmen wir uns nun einer frohen Schweigeminute - - -. Du, das war keine Minute! Du hast mich betrogen! Ich seh es ganz genau! Na gut, du hast die drei Gesetze noch nicht gehört. Lass mich nochmals ein Auge zudrücken und dir Folgendes erklären:

Lika Nüssli, 1973, ist freischaffende Zeichnerin in St.Gallen.

Regel Nr. 1: Liebe, Gehorsam und Geduld! Regel Nr. 2: Besitz und Geld sind böse! Der Besitz von Besitz ist verboten! Regel Nr. 3: Brich keine Regeln! Bestrafung ist Liebesentzug und Zeitnot! Stress! Burn-Out! Es sind schon viel zu viele Ungläubige daran gestorben! Lass dir das eine Warnung sein! Erlaube es, dich durch meine Lehre leben zu lassen! Du kannst den kommenden Weltuntergang überstehen! Überleg nicht lange. Komm – am besten heute noch – zu uns. Martina Hügi, 1985, ist Poetry-Slammerin, zusammen mit Lara Stoll auch im Trio Logorrhö. Sie lebt in Winterthur.

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11) The Incredible HULG®

10) Tick-Tack-Tick-Tack

Wenn in Fachhochschulen, Beratungsbüros, Planungsstäben, Universitätsinstituten, Entwicklungsabteilungen und Projektgruppen Texte produziert werden, die möglichst modern klingen und möglichst wenig aussagen, so greift man gerne zu HULG® («Hyped-up Language Generator»). HULG® gibt es als Baukasten mit Magnetwand sowie als Software mit Zufallsgenerator. Das Prinzip ist einfach und geht aus der untenstehenden Tabelle sofort hervor: Mittels Kombination von Begriffen in sechs Spalten lassen sich fast beliebig viele Phrasen generieren, die dann all die von Projektgruppen, Entwicklungsabteilungen, Universitätsinstituten, Planungsstäben, Beratungsbüros und Fachhochschulen produzierten Strategieberichte, Evaluationsverfahren, Bachelorarbeiten, Zielvereinbarungen und Standortbestimmungen kolossal aufwerten.

Das Schreiben ist ein Fluch. Nicht immer. Aber oft. Es ist wie mit dem Ficken: Nur Amateure haben Spass daran. Das hat mal einer gesagt, der etwas vom Schreiben verstand. Aber das ist lange her. Und dass er sich vor ein paar Jahren in den Kopf geschossen hat, macht die Sache auch nicht besser.

qualitäts basierte/r/s Management prozess im Hinblick auf prozess zentrierte/r/s Change vereinbarung im Kontext von kompetenz orientierte/r/s Organisations steuerung als Teil von ziel dynamische/r/s Prozess evaluation zur Verbesserung der/des wissens gestützte/r/s Kommunikations zertifizierung gemessen an/m kunden relevante/r/s Evaluations projekt angepasst an/m potenzial immanente/r/s Leistungs kommunikation als Kriterium für qualitäts modulare/r/s Wissens potenzial zur Umsetzung von projekt implementierende/r/s Akkreditierungs entwicklung als Prinzip von entwicklungs gesteuerte/r/s System dynamik im Dialog mit web adäquate/r/s Fremd konzept als Challenge für markt neutrale/r/s Standort dokumentation als Plattform für lösungs gesteuerte/r/s Ressourcen definition als Ausgleich zu/m/r kontext begleitende/r/s Employability dependenz losgelöst von/m

Crowdsourcing Best Practice Empowerment Work-Life-Balance Controlling und Reporting New Public Management Change Management Peer Groups Outcome Requirements Engineering Corporate Identity Strategic Knowhow Benchmarking Performance Marketing

Die ungeheure und bislang ungebremste Verbreitung von HULG® ist natürlich nicht der Weltuntergang, aber schon mal ein erster Schritt auf dem Weg dorthin. Ebenso ist das Aufspüren, Sichtbarmachen, Denunzieren und Zurückdrängen von HULG® noch nicht die Rettung der Welt, aber schon mal ein Anfang.

Tick-Tack-Tick-Tack. Jemand ruft an oder schickt eine Nachricht. In diesem Fall sogar beides. Das hätte mich misstrauisch machen müssen. «Kurzfristige Anfrage», hiess es. «Kurzfristige Abgabe», meinten sie. Der Anruf kam ja unmittelbar vor Redaktionsschluss. «Kurzfristige Absage», hätte ich sagen sollen. Aber natürlich, sie erwischen einen immer im falschen Moment. Man ist gerade gut gelaunt, zu gut. Sie gewähren Aufschub. Die Deadline wird nach hinten verschoben. Ausnahmsweise. Nur für dich. Und schon steckt man wieder tief in der Scheisse. Tick-Tack-Tick-Tack. Deadlines müsste man abschaffen. Das sage ich mir jedes Mal, wenn ich über einem Text brüte, das heisst: wenn ich vor einem Fragment sitze, vor wirren Notizen, vor einem Stapel Papier, vor einem weissen Bildschirm. lksdjfa sldfjlskdfj lsdkfj alsdkfj – irgendetwas tippen. Nur damit beim Zeichenzählen nicht eine grosse Null aufscheint. Tick-Tack-Tick-Tack. Die Deadline ist ein Oxymoron – dumm, aber schlau. Sie treibt in die Verzweiflung, sie macht Hoffnung, sie ist Bremse und Motor. Ohne sie würde ich wohl nur alle paar Monate einen Text abliefern. Wegen ihr habe ich schon viel zu viele Texte geschrieben. Aber eine leere Zeitung verkauft sich schlecht.

Hans Fässler, 1954, ist Lehrer und Kabarettist in St.Gallen.

Tick-Tack-Tick-Tack. Am 21.12.2012 geht die Welt unter, hört man sagen. Die endgültige Deadline. Aber man hört auch, das sei alles nur ein grosser Irrtum. Ich habe mich jedenfalls angemeldet, auf Facebook: «Carlos Hanimann wird am Weltuntergang teilnehmen.» Allerdings glaube ich ja: Der Weltuntergang wird überschätzt. 20.12.2012, 23:59:57 … 23:59:58 … 23:59:59 … Tick-Tack-Tick-Tack. Mit der Deadline ist es wie mit dem Weltuntergang: Sie geht vorüber. Tick-Tack-Tick-Tack … 00:00:00 … 00:00:01 … 00:00:02. Am Tag danach wird wieder jemand anrufen. Oder eine Nachricht schicken. Oder beides. Ich werde gewarnt sein. Aber jetzt: Weg damit. Weg mit der Deadline, weg mit dem Druck, weg mit dem Text. Carlos Hanimann, 1982, ist «Woz»-Journalist.

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09) In der Sperrgut-Station Die Einfahrt zum Gelände des Familienbetriebs ist doppelspurig. In der Mitte der Fahrbahnen steht ein Häuschen, in dem ein gutgelaunter Angestellter in Latzhosen sitzt. Er wiegt die Fahrzeuge von Privatpersonen und die Lastwagen der Mitarbeiter bei der Ein- und Ausfahrt. Aus der Differenz ergibt sich das Gewicht des Abfalls. Abfall: Dazu wird am Ende alles. Egal was wir besitzen, über kurz oder lang müssen wir es loswerden. Zum Beispiel hier – beim Transport- und Recycling-Unternehmen Schnider AG in Engelburg bei St.Gallen. Unser Augenschein zeigt: Dank Recycling-Pflicht sind die Entsorger heute zugleich Versorger. Erste Endstation ist die Werkstoffsammelstelle – dort enden die sogenannten Hohlkörper. In den blauen Mulden liegen hunderte Pet-Flaschen, Gläser, Dosen und Plastikbehälter. Alle feinsäuberlich sortiert. «Diese Sammelstelle kann man mit jeder öffentlichen vergleichen», sagt Daniel Schnetzer vom Aussendienst. Ein Stück weiter oben werden die Ausmasse der Entsorgungsanlage sichtbar: Dutzende Container stehen in Reih und Glied in einer Halle. Im einen liegt ein einäugiges Schaukelpferd, im anderen ein seltsamer Kelch aus Aluminium. Bilderrahmen, Tupperware, Kleiderständer, Mikrowellen – in der Sperrgutstation findet man so ziemlich alles, was entsorgt werden kann. Die Halle erinnert an ein Brockenhaus, und kaum gedacht, fährt auch schon ein Brocki-Lastwagen herein. «Wir arbeiten oft mit Brockenhäusern zusammen», sagt Schnetzer. «Vor allem bei Hausräumungen.» Alles, was in diese Halle kommt, wird sortiert, zerlegt oder geschrottet und, sofern geeignet, wiederverwertet. Beim mühsamen Abfallsortieren an den Förderbändern erhalten sie Hilfe vom zweiten Arbeitsmarkt: «Wir arbeiten eng mit der Stiftung Suchthilfe und der Stiftung für Arbeit zusammen.» Wehmut beim Anblick all der Müllberge? «Wir sehen eher das Potenzial im Abfall», sagt Daniel Schnetzer. Während weltweit über eine Milliarde Menschen hungern, leben wir in der Schweiz in Saus und Braus. Laut Bundesamt für Umwelt produziert jede Schweizerin und jeder Schweizer etwa 700 Kilogramm Abfall pro Jahr – Industrie- und Bauabfälle nicht eingerechnet. Was für die Umwelt ein Problem darstellt, ist für die Abfallindustrie ein Segen. Insbesondere, seit 1985 die Pflicht zur Abfallverwertung gesetzlich verankert wurde. Eins der imposantesten Areale ist denn auch die Altholzverwertung ein wenig abseits des Geländes. Schon von weitem sieht man drei riesige Silos, die wie die Steinskulpturen der Osterinseln aus dem Boden ragen. Sie sind gefüllt mit Holzschnitzeln. Vorher waren es Betten, echte Ostschweizer Eckbänke oder eben Schaukelpferde. «Die Schnitzel verwenden wir zur Warmwasseraufbereitung. Wir beheizen damit uns und das Industriegebiet Breitschachen.» Und bald sollen die Schnitzel auch etwa zwanzig Haushalte in Engelburg mit Wärme versorgen: «Die Gemeinde kauft von uns das Wasser, das wir mithilfe der Schnitzel erwärmen», sagt Schnetzer. Ähnlich läuft es im Kompostierwerk nebenan. Dort riecht es irgendwie grün. Und modrig. In dieser Halle verwesen Grünabfälle auf riesigen, mit Schimmel und allerlei Sporen durchsetzten Haufen. Auch das Grüngut des Gartenbauamts der Stadt St.Gallen endet hier. Danach wird es mehrere Wochen umgewälzt, bis es schliesslich als Kompost, Humus oder Torf wiederverkauft wird. Und das ist nicht der einzige Bereich, in dem die Schnider AG der Stadt unter die Arme greift: «Ab dem 1. Januar 2013 werden wir die Altpapiersammlung der Stadt übernehmen», sagt Schnetzer. Die 35 Schnider-Mitarbeiter sprechen Schweizerdeutsch. Auch auf ihren Spinden sind nur typisch schweizerische Namen zu finden. Nach getaner Arbeit sitzen sie um den runden Tisch im kleinen Personalraum. «Jeden Freitag spendiert der Chef ein Bier», erzählt ein Angestellter. Feierabend. Ein letzter Blick zurück in die Sperrguthalle: Zum Abschied winkt der traurige Arm einer Schaufensterpuppe aus einem Container. Corinne Riedener, 1984, studiert in Winterthur Journalismus.

08) Eine weitere ruhige Nacht in Bukarest Der Schrei des Untiers, der von überall herzukommen schien, am lautesten aber im Badezimmer der Familie Stanescu hallte, schreckte Herrn Stanescu auf. Er war sicher, bei ihm würde die heuer in den Nachrichten prophezeite Apokalypse der Mayas früher als bei anderen ankommen. Noch unschlüssig, welche Massnahmen er dagegen ergreifen sollte, tastete er sich durch das grosse Schlafzimmer, das zugleich Wohnzimmer war und woraus ihn jetzt ein sogenannter ehemaliger Eigentümer, nach fünfzig Jahren vorbildlichem Mieterdasein, schassen wollte. Am Fenster legte er die Hände auf die lauwarmen Heizkörperelemente, in denen es gerade rumorte, und schaute nach unten ins starre Strassenlicht, das, gleichmässig verteilt auf dem nassen Asphalt, der St.-Visarion-Strasse etwas Postkartenartiges verlieh und Herrn Stanescu allmählich zur befriedigenden Einsicht brachte, alles sei noch beim Alten. Blauer Strassen- und Mondlichtabglanz schien auch auf der Bettseite der Frau Stanescu wider und liess ihre bis unters Kinn gezogene Decke steinern erscheinen. Um nicht allein den Schlaf zu suchen, weckte Herr Stanescu seine Frau. «Riechst Du das auch?» «Leg dich schlafen, Bebe.» «Riechst du nicht?» «Nicht mitten in der Nacht.» Herr Stanescu rührte sich nicht, bis seine Frau wach wurde. «Was soll ich riechen?» «Diesen Geruch.» Sie schniefte ein paar Mal mit. «Gas?» «Nein, riech doch!» Sie hob die Nasenspitze in den Mondschein. «Ich rieche nichts.» Er schniefte wieder und bedeutete ihr, dasselbe zu tun. «Ich rieche nichts.» «Weil du dich daran gewöhnt hast.» «An was?» «Dass es schon wieder nach nassem Hund riecht!» Frau Stanescu seufzte den routinierten Seufzer einer erprobten Ehefrau, an dessen Ende sie wieder einschlief. Ihr Gatte blieb schlaflos, wie auch der Strassenhund im Badezimmer, der nun an die Tür kratzte. Ob er Hunger hatte oder Durst oder einfach nur raus wollte? Dem Winseln nach war das ein kleiner Hund, dem Türkratzen nach ein grosser. Jetzt bloss nicht mal müssen, Herr Stanescu! Er vergrub den Kopf im Kissen, versuchte, an etwas Schönes zu denken. Da stand er zum Beispiel im alten Glanz, Genosse Major Stanescu! Was glotzt ihr so? Defilieren! Über Stock und Stein, laut singend, über die Pfützen. Luftangriiiiff! (alternativ auch: Nuklearattackeeee!) Alle bäuchlings in die Pfützen. Dann wieder mit Gesang defilieren: Zur Feldarbeit. Das Maisfeld bewässern mit einem Glas. Defilieren! Weiter, ihr Weicheier, antreten: Die Zimmer mit der Zahnbürste putzen! Danach würde er mit seinen schmutzigen Sturmstiefeln zur Kontrolle kommen. Defilieren! Rapportieren! Defilieren! Rapportieren! Barfuss antreten im Schnee, zur Überprüfung der Fussnägel. Herr Stanescu zog sich die Bettdecke über den Kopf, rieb die kalten Füsse an den Waden seiner Frau und fühlte sich ganz wohlig. Einen Moment lang überlegte er, ob er unter der Decke onanieren sollte, verwarf aber diese Idee, aus Angst, er hätte dann auch andere Bedürfnisse und müsste ins Bad. Er war halt nicht mehr der Jüngste. Dana Grigorcea, 1979, geboren in Bukarest, ist Schriftstellerin in Zürich.

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07) Truffes fin du monde

Florian Bachmann, 1981, ist Fotograf und Filmstudent.

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06) Vernichten! Eine Tirade Ich habe Vernichtungsfantasien. Nicht täglich, aber fast. Das ist normal. In der Grossstadt. Behaupte ich. Sagte schon Thomas Bernhard. Und der musste es schliesslich wissen. Der war Österreicher. Das geht doch jedem so. Taxi schneidet dich auf dem Fussgängerstreifen? Vernichtung. Dieser Typ, der dir gerade den Lieblingsspind in der Garderobe des Gyms wegschnappt? Vernichtung. Der Rentner, der an der Kasse quälend lange in seinem Portemonnaie wühlt? Vernichtung. Der Tag beginnt um 6.30 Uhr mit dem Ballern eines Presslufthammers? Vernichtung. Der gesamten Baumannschaft. Überall auf der Welt. Oder zumindest in Hörweite. Lärm, Warten, Konkurrenz? – Vernichtung. Wie gesagt. Beinahe täglich. Wie Gott. Als er noch praktizierte, und das Business noch nicht vollständig Jahve und Allah überlassen hatte. Vor seiner Pensionierung hatte Gott auch so Fantasien. Das eine und das andere Mal beliess er es nicht bei der Vorstellung. Ich sage nur: Sodom und Gomorrrha. Ein stümperhafter Versuch. Feuer und so. Und ein paar Taschenspielertricks. Salzsäule, oder was. Als wären Gott die Vernichtungsideen ausgegangen, und er hätte in der griechischen Mythologie, bei Orpheus und Eurydike Anleihen machen müssen. Von wegen nicht zurückschauen und so. Das erste Plagiat der Weltgeschichte. Und dann noch der ganz grosse Reinfall: die Sintflut. Man muss ihm mal sagen, dass es etwas Lächerliches hat, wenn man die eigene Kreation immer wieder in die Tonne treten will. Versagensangst. Oder besser: das Eingeständnis des Versagens. Bei den Autoren heisst es: writing means rewriting. Und bei den Gotts? Creating means recreating. Schöpfen heisst Umschöpfen? Nun. Jahve und Allah habens besser. Die stehen nicht so auf Vernichtung. Das macht sie erfolgreich. Aber, das muss auch erwähnt werden: Sie haben es leichter. Jahve handelte – klugerweise – mit seiner Klientel einen ordentlichen Deal aus. Allahs Kinder sind fügsam und gehorchen dem Buchstaben des Buches, das sein Prophet unters Volk gebracht hat. Nur das Ding mit den Jungfrauen im Paradies bereitet Allah manchmal etwas Kopfzerbrechen. Wo soll er die alle hernehmen? Ohne sein Volk aussterben zu lassen. Aber sonst? Alles paletti. Nur Gott hatte genug von dem Job, und ging in Frühpension. Vielleicht ist Gott Wiener? Wiener stehen auf Frühpension. Könnte sein. Ich jedenfalls bin nicht Gott. Was ziemlich gut ist. Für die Menschheit. Für die Welt. Ich käme aus dem Vernichten gar nicht mehr heraus. Manchmal frage ich mich, warum Gott das Ding mit der Flut nicht konsequent durchgezogen hat? Na gut, überall nur Wasser. Ist auf Dauer ja auch nicht das Wahre, oder? Aber wenn man ein paar von uns übrig lässt – siehe Ham, Sem und Japhet, die Söhne Noahs –, wird die ganze Kiste neu gezimmert. Vielleicht hätte jemand Gott darüber informieren sollen. Ein zähes Geschlecht, diese Menschen. Und redundant. Schwer, es vorbehaltlos zu mögen. Lieben kann man die Menschen ja. Aber mögen? Da wirds schon schwieriger. Ich jedenfalls hab da meine Schwierigkeiten. Na gut. Ein paar geht schon. Am ehesten die, die man nicht persönlich gekannt hat, die aber tolle Sachen gemacht haben. Jimi Hendrix oder Ryan Adams. Oder Cormac McCarthy, Hemingway oder Robert Crumb. Oder der Typ mit dem Pferdeschwanz im Fitnessladen, der immer freundlich grüsst, aber mich nie von schräg hinten anquatscht. Das sind klasse Exemplare. Klar, es gibt noch mehr. Aber so auf die Schnelle? Und nun soll die Welt schon wieder untergehen? Nach all den erfolglosen und halbherzigen Versuchen? Wir mögens nicht mehr so recht glauben. Aber wenn Gott noch ordinieren würde, so würde er zumindest den Freudenberg und den Rosenberg aus der Landschaft tilgen. Wenn er einen guten Tag hätte. Damit die jungen Leute am Wochenende nicht immer durchdrehen müssten. Weil es in der St.Galler-Ritze so eng ist. Und Gott würde der Stadt sicher auch noch die eine oder andere Lampe spendieren, damit die Jungs und die Mädels nicht immer in dieser Fliegerangriffsbeleuchtung herumbaggern müssten. Denn auch Gott muss auf den Preis schauen. Das wäre bestimmt billiger, als so eine Komplettvernichtung. Ist doch wahr, oder?

05) Ein grosser Haufen fallender Sternchen Gibts eigentlich noch irgendwas, das geschmiert funktioniert? Überall chroset, ächzt und wütet es, Fundamente werden ausgespült. Unten sind zu wenig Junge, oben zu viele Alte, unten zu wenig Lehrstellen, oben zu viele Maturanden, das Bankensystem ist so wirr, dass es ihm selber regelmässig schlecht wird, das Klima dampft im heissen Staatengerede vor sich hin, und was interessiert die Leute? Celebrities – Dazu gibt es Zahlen. Gut eine Million Menschen liest die «Schweizer Illustrierte» und eine Viertelmillion schaut täglich «Glanz & Gloria». Und die boulevardisierte Gesellschaft ist anstrengend. Alle sehen sich geistig ständig auf einem Cover, ob von «Vanity Fair», der «Glückspost» oder einer Fachzeitschrift. Jeder feiert und zelebriert sich ohne Pause. Die Kleider sind designed oder mit Statement undesigned, der Kaffee geflavored, das Leben getuned, gefilmed und geposted. Gruppenbegriffe für mehr als drei Leute sind diskriminierend und politisch fragwürdig. Alles wichtige Leute mit Ich-Vortritt da draussen in den nebligen Gassen und den überfüllten Läden. Selber auch, natürlich. Das regt ja dann so auf. Keine Bescheidenheit, kein Sinn für Solidarität und eine Überdosis Geltungsdruck. Wir stolpern durch einen einzigen langen Elendstunnel, ausgehöhlt von den Integritätsverkäufern, wenn es einen Rappen herauszuholen gilt, verschwitzt von den Gang-Nam-Style-Tänzern, vertrötet von den ständig nachkommenden Singtalenten. Aber Licht naht! Es gibt das Heilmittel gegen den in jede Zelle gedrungenen Individualismus: die Astrophysik. Im Buch «The Curious Incident of the Dog in the Nighttime» lässt es Mark Haddon allen durchschnittlich Begabten vom autistischen Jungen Christopher ganz schön erklären: Das Universum dehnt sich aus. Von seinem Ursprungspunkt aus dehnt es sich mit einer ungeheuerlichen Geschwindigkeit aus. Und wenn das Universum fertig ist mit Explodieren, werden all die Sterne langsamer und langsamer werden – wie ein Ball, der in die Luft geworfen wurde –, und dann werden sie zu einem Stopp kommen und beginnen, zurück ins Zentrum zu fallen, und wir werden alle Sterne der Welt sehen, weil sie alle auf uns zukommen, immer schneller und schneller. Und wir werden wissen, dass die Erde bald enden wird, denn wenn wir in der Nacht in den Himmel schauen, wird er nicht mehr dunkel sein, sondern er wird im gleissenden Licht von Billionen und Billionen fallender Sterne stehen. Beim grossen Ende aller Zeiten werden unsere Star-Gefühle glanzlos verglühen und wir werden in jeder Zelle nur noch Higgs sein. Ein Prosit darauf. Andrea Kessler, 1980, ist «Saiten»-Redaktorin.

Andreas Niedermann, 1956, ist Autor und Verleger, stammt aus St.Gallen und lebt in Wien.

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04) Sockenarmee

Beni Bischof, 1976, ist K체nstler.

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21 Untergänge

03) Müll zu Müll Am 21. Dezember werde ich in St.Gallen auf einer Kuppe stehen. Mond oder Schnee erhellen die Nacht. Zu meinen Füssen brummt die Stadt wie ein riesiges Tier. Dahinter, der Bodensee, ein blinder Spiegel. Da und dort zucken Lichter auf. Mir ist schafwohl, in Wolle und Frieden gehüllt von den Zehen bis zum Scheitel. Plötzlich ein gewaltiger Knall. Er reisst mich um, reisst mir die Wolle vom Leib, die Brille von der Nase. Eine gespenstische Welle rollt heran, kein Wasser, keine Materie, und doch fest, schiebt sich vor den Horizont und alles verschwimmt. Ein astrales Magnetfeld, eine Meteoritenstaubwolke, die plejadischen Heerscharen? Hatten all die Apokalyptiker doch recht? Blind und taub vom Getöse merke ich nur noch, dass ich mich am Boden an etwas festkralle. Dann hagelt es Handfestes: Normgartenmöbel und Balkonpflanzen in Schutzhüllen Elektro- und Gasgrillungetüme Laubbläser, Heubläser, Schuhbläser Rasenmäher, Kreissägen, Kreischscheren Nespressomaschinen, Entkapselungsmaschinen Trimmer, Tumbler, Steamer, Beamer Elektronische Waagen, Dosen mit Diät- und Kraftpulver Kameras, Monitore, Kinderleinen Schneeschleudern, Dreckschleudern (Wie kommt es, dass ich ungerührt hier kauere?) Tonnenweise Kunststoff, Pet, Aludosen Plastikgeschirr, Plastikpuppen, Plastikpistolen Elektrische Messer, Zitronenpressen, Eierkocher, Joghurt- und Brotbackmaschinen Ventilatoren, Epilatoren, Spielkonsolen Stahlkoffern, Geldautomaten Alles, was einen Pin braucht (Ich rufe den Freund an, der sich für solche Fälle Solargeräte und einen Notvorrat an Lebensmitteln angelegt hat … – kein Empfang.) Es kommt immer dicker, von allen Seiten: Automotoren, Geländewagen, Motorräder (War das nicht mein Elektrobike? Auch das?) Beton, Beton, jetzt auch von der FHS und ferneren Überbauungen Teile der Stadtautobahn Motorboote und Jachten Bruchstücke von Einkaufszentren: An manchen hängen noch zerquetschte Kartenlesegeräte Ölheizungen, Tanksäulen (Ich werde Holz sammeln, Nüsse und Beeren, Schnee schmelzen …) Recyclinggeräte, Roboter Smartphones und iPhones, iPads und oPads, tablets und netbooks Unmengen von Elektroschrott (Irgendwann höre ich auf, die Einzelteile zu identifizieren.) (Das Stadtbiest bäumt sich auf.) Teile vom roten Platz, von der Raiffeisen, der Olma, dem Casino, Silberturm, Rathaus, Bundesgericht fliegen durch die Luft. Zeughauskästen voller Armeewaffen Achtung: Gummigeschosse, Schusswaffen, Handgranaten Darüber legen sich meterdicke Schichten von Kleidern aus Polyester made in China oder Taiwan oder by Kinderarbeit. Dann explodiert der ganze Müll, die Hügel beben, die Weiher schwappen über. Es rieselt Feinstaub und zerstückelten Schrott. Irgendwann Stille. Der Dampf verzieht sich, ein paar Sterne blinken und ich sehe, dass von der Stadt nur jene Gebäude übrig sind, die schon Jahrhunderte überdauert haben. Und die Steinach fliesst wieder oberirdisch. Hu-uuuh! Ist da noch jemand? (Ich wollte niemals die einzige Überlebende sein!) Im Morgengrauen kommen die Kinder. Hunderte von Kindern krabbeln wie Ameisen auf die Hügel, schauen und staunen. Einige sammeln Brauchbares zusammen, schichten es auf, ein Mädchen hat Zündhölzer dabei. Es ist der schönste Funken, den St.Gallen je gesehen hat. Ich kann beruhigt schlafen gehen.

02) Schluss mit dem Untergang Kein Vortrag hat mich in diesem Jahr mehr begeistert als der von Simon Reynolds, der am 19. Oktober sein Buch «Retromania» im Palace vorstellte. Der Popjournalist, wohnhaft in Los Angeles, zeichnet darin nach, wie die Musik in den Nullerjahren bloss noch ihr eigenes Archiv plünderte: Die Wiederkehr des Garage-Punk mit The White Stripes oder die Neuauflage von Vintage-Soul bei Amy Winehouse. «Es gibt keine Originalität mehr, alles ist ein Remix», meinte Reynolds. Und wünschte sich wieder Innovation. Erneuerung nicht verstanden als Geniekult, sondern als Einfall, gerade in einer Gruppe. Die Neuerung, so Reynolds, trete als Wortspiel in die Runde. Seinen Vortrag hatte er mit dem bekannten Zitat des italienischen Journalisten, Kommunisten und Antifaschisten Antonio Gramsci begonnen, wonach einen der Verstand zum Pessimismus leite, doch der Wille zum Optimismus. Im Wortlaut, in den Gefängnisheften von Gramsci, heisst es so: «Man muss nüchterne, geduldige Menschen schaffen, die nicht verzweifeln angesichts der schlimmsten Schrecken und sich nicht an jeder Dummheit begeistern. Pessimismus des Verstandes, Optimismus des Willens.» Nicht verzweifeln angesichts der schlimmen Schrecken. Gramscis Aufforderung scheint mir deshalb so wichtig, weil bei vielen Menschen, auch bei linken, gegenwärtig ein Denken auf die Katastrophe hin verbreitet ist: Dass dieses kapitalistische System jetzt dann gleich kollabiert. Dass es zum atomaren Super-GAU kommt. Dass Europa definitiv zur Festung gegen Flüchtlinge wird, überwacht total mit Drohnen und Satelliten. Nicht verzweifeln angesichts der schlimmen Schrecken. Ein solches Denken des «immer schlimmer» verkennt nicht nur, dass die Katastrophen längst passieren. Um bei der Migrationspolitik zu bleiben: im totalen Zugriff auf Menschen, die gefesselt werden in Ausschaffungsgefängnissen unweit von unseren Wohnungen. Das «immer schlimmer» verpasst es auch, Fortschritte zu betonen, die ebenfalls erkämpft werden: etwa die rechtlichen Verbesserungen bei Einbürgerungen, die Ausländerinnen aus unserer Nachbarschaft, zum Beispiel aus Rheineck, vor dem Bundesgericht erstritten haben. Nicht verzweifeln angesichts der schlimmsten Schrecken. Wenn in diesem «Saiten» laut «Weg da!» gerufen wird, fordere ich also: Schluss mit dem Untergang! Bei den grossen Diskussionen, die oft auch die kleinen sind. Eine Katastrophe verhindert nicht, wer sie zeitig erkennt und ihr standhaft, gewissermassen soldatisch ins Auge blickt. Sondern nur, wer ihr auch eine Erneuerung und – das kann im Kanton St.Gallen nicht oft genug betont werden – auch eine finanzielle Investition entgegenhält. Nur wer sich eine Zukunft vorstellen kann, beispielsweise eine Demokratie, in der alle, aber wirklich alle Anwesenden stimmberechtigt sind, was nichts anderes heisst als mitbestimmberechtigt – nur der wird gegen die Folgen der aktuellen Asylgesetzrevision ankämpfen können. Sich nicht an jeder Dummheit begeistern. Kaspar Surber, 1980, ist «Woz»-Redaktor und Autor des Buchs «An Europas Grenze».

Monika Slamanig, 1963, ist freie Übersetzerin und Autorin.

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21 Untergänge

01) Land unter Nicht ganz, aber fast. Das Land geht zwar unter, das Fass aber steht, als würde es senkrecht obenauf schwimmen, ein prekäres Treibgut. Der Lotse ist schon von Bord, himmelwärts und ungestiefelt. Das Fass steht, wenn es denn noch steht, seit dem 11. August auf einer der 381 Inselchen im Fjord von Fitjar in Norwegen. Roman Signer hat es dort installiert, als Teil der Ausstellung «Five thousand generations of birds». Die Ausstellung stellte allen Teilnehmern (die meisten aus Norwegen) eine Insel zur Verfügung. Samt Naturgewalten. Namentlich Ebbe und Flut. Die machen, dass die Welt ständig untergeht und wieder auftaucht. Roman Signer erzählt von der Vernissage, die sehr speziell und aquatisch gewesen sei: Per Motorboot tuckerte man von Inselchen zu Inselchen. Die Auseinandersetzung mit der Flut stand für ihn im Vordergrund, die Vorstellung könnte einen ängstigen, sagt er, dass der Wasserpegel mit der Klimaerwärmung höher steigt. An den Weltuntergang glaubt er nicht, aber daran, dass man auf jeden Fall Stiefel braucht. Für diese Ausgabe von «Saiten» hat Roman Signer grosszügigerweise Bilder seiner Arbeit aus Fitjar zur Verfügung gestellt, das Cover fotografierte Aleksandra Signer. Dafür bedanken wir uns herzlich. Und sollte der Weltuntergang kommen, nehmen wir gern Signers Stiefel in Anspruch, um ihn trockenen Fusses zu überstehen. (Su.) Roman Signer, 1938, ist Künstler.

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Thema SchaffhauSen

Gehobene Gesellschaft Ein kulturbefrachtetes Wochenende war das neulich. Eine Künstlerin, von der ich mal ein Bild gekauft hatte, bat mich, anlässlich ihrer Vernissage im Schaffhauser Forum-Vebikus etwas vorzulesen, das mit ihrer Kunst zu tun hat. Sie malt männliche Akte. Ich schrieb zwei, drei Texte, von denen ich dachte, dass sie in diesem Kontext interessant sein könnten. Und das Interessante schien mir in diesem Fall unter der Gürtellinie. An der Vernissage dann überkam mich das nackte Grausen angesichts der weit über hundert Bildungsbürger, die der Lesung beiwohnen sollten. Ich verabscheue Vernissagen. Ich verabscheue die Leute, die Vernissagen besuchen. Ich verabscheue das pseudobelesene Kunstgeschwurbel. Ich wollte auf der Stelle tot sein, weil ich wusste, dass die illustre Gesellschaft ja nicht wegen mir, sondern wegen der Kunst und des Geschwurbels zugegen war. Die gehobene Gesellschaft machte mir eine Heidenangst. Doch dann besann ich mich darauf, welch einmalige Gelegenheit sich bieten würde, vor der versammelten Bildungsbürger-Hundertschaft mindestens sieben Mal das Wort «Penis» in den Mund zu nehmen, legitimiert durch das Schaffen der Künstlerin. Das Resultat war ganz zufriedenstellend. Während der Grossteil des Publikums sich betreten räusperte, kicherten einige wenige vergnügt vor sich hin, vornehmlich Damen älteren Semesters, die mich nach der Vorstellung am Abschleichen hinderten. «Ganz toll, wie Sie diese fantastischen Bilder kontextualisiert haben», sagte eine. «Elegant, wie sie diesem schreckli-

Lappi-Autor Basil Kraft bei der Wahl des Lappi des Jahres. Bild: pd

chen Müll doch noch interessante Aspekte abringen konnten», sagte eine andere. Kunst liegt im Auge des Betrachters, heisst es so schön. Die angenehmere Veranstaltung folgte einen Tag später: Der «Lappi», das wunderbare, einzige Schaffhauser Magazin, das den Namen Magazin verdient, feierte am elften Elften seine elfte Ausgabe, mit einer Gala, wie sie Schaffhausen noch nie gesehen hatte: Rund siebzig mehrheitlich junge Menschen schmissen sich in Schale und flanierten über den roten Teppich, der eigens für den Anlass im Tap-Tab-Musikraum ausgelegt worden war. Gekürt werden sollte der «Lappi des Jahres 2012» – eine Art Goldene Himbeere des gesellschaftlichen Parketts zu Schaffhausen. Im vorgängigen OnlineVoting waren für den Final gekürt worden: der Chefredaktor der Schaffhauser Tageszeitung, der sich ohne Rücksicht auf Urheberrechte am Blog einer Ökonomin bediente; der selbsternannte Schaffhauser Fussballkönig, der sein Stadionprojekt nicht auf die Reihe kriegt; eine SVP-Seniorin, die Leute an Volksfesten für die Kantonsratswahlen aufstellen liess, ohne dass die Betroffenen davon etwas mitbekamen; schliesslich der Chefredaktor eines Wochenblatts, das hauptsächlich Werbung enthält, der sich nicht entblödete, den Streit zwischen einem Kolumnisten und dem Chefredaktor des linken Schaffhauser Wochenblatts per Copy-Paste auf seine eigene Titelseite zu heben. Letzterer war als einziger der Nominierten im Tap-Tab erschienen, um seine Kandidatur wortreich zu befeuern. Doch das Publikum wählte den Chefredaktor der «Schaffhauser Nachrichten» Norbert Neininger zum Sieger. Dieser nahm den Preis – einen verbeulten Pokal des Schlauchboot-Wettrennens 2002 – in der Gestalt seines wohl besten Impersonators entgegen. Das Publikum jubelte, der Sekt perlte, und durch Schaffhausen wehte ein Hauch von Oscar, als die Herren in Anzug und die Damen in Abendrobe den Nachhauseweg durch die kalte Nacht antraten. Wenn Sie das lesen und merken, dass sie auch an der erstgenannten Vernissage waren: Sie selber sind ganz bestimmt nicht so wie die übrige gehobene Kunstschwurbel-Gesellschaft, und es liegt mir fern, Sie zu verunglimpfen. Aber kommen Sie doch nächstes Mal einfach auch noch an die Lappi-Gala. Susi Stühlinger, 1985, ist Inland-Redaktorin bei der «Woz».

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Traumprojekt Bergrestaurant Chäserrugg. Herzog & de Meuron zieht es auf die Churfirsten. Bild: pd

Toggenburg

Gewählt ist … Die Toggenburger Bergbahnen haben an ihrer Generalversammlung bekanntgegeben, dass sie 347’000 Franken Gewinn gemacht haben. Gründe dafür seien der Zuwachs des Sommerumsatzes und der Gastronomie. Angeblich. Damit wir das klar sehen: Man sollte auch den Kunsthallen Toggenburg ein grosses Dankeschön weitergeben, denn die haben mit dem diesjährigen Performance-Wochenende auf der Alp Sellamatt (nach Saisonschluss der Alpgastronomie) sicher wesentlich zu dieser «Bergbahn-Gewinneuphorie» beigetragen. Mehr noch: Ohne die Kunsthallen Toggenburg wäre der Gewinn nicht so hoch ausgefallen. Dieser lässt jetzt bei den Verantwortlichen im Tourismusbereich Fantasien aufkommen. Der Zufall will es, dass gerade jetzt Simon Ammann, der Doppel-Olympiasieger im Skispringen, und der Seilbahnexperte Franz Niederberger neu in den Verwaltungsrat der Toggenburger Bergbahnen gewählt worden sind. Der Verwaltungsrat ist wieder komplett, neuen Ideen sollen umgesetzt werden. Simon Ammann taucht nicht «unter Wasser», nein, er setzt auf den Chäserrugg, besser gesagt: Er investiert in ein Kunstbauprojekt. Haben die Kunsthallen jetzt eine Dauer-Performancewelle ausgelöst in den sieben Bergen? Habe ich mit dem letzten Rundflug und dem Vergleichen der zwei Burgs (Hamburg und Toggenburg) die Toggenburger übermütig wer-


thema

Rundflug

den lassen? Wie dem auch sei, jedenfalls wurden die Stararchitekten Herzog und de Meuron für das Traumprojekt Bergrestaurant Chäserrugg gewonnen. Der Baubeginn der zu schaffenden Räume, Zeiten, Gezeiten, Geberge soll in zwei Jahren sein. Das «Kunstraumrestaurant», das eine möglichst grosse Flexibilität der Nutzung erlauben soll, müsste dann auf die Wintersaison 2015 eröffnet werden können. Simon Ammann investiert also in Kunst – wer hätte das gedacht. Schön, denk ich mir, diese Symbiose zwischen Sport, Kunst, Kultur mit Sommertourismus und Investment. Die Investitionen von rund sieben Milliönli, die der Verwaltungsrat den Aktionären der Toggenburger Bergbahnen vorgeschlagen hat, sind angenommen worden. Wow. Jetzt hoffen wir, dass nach dem gescheiterten Peter ZumthorKlanghausprojekt mit Jacques Herzog und Pierre de Meuron ein anderes Zugpferd wirklich in die Churfirsten geschickt wird. Wenn die Wellen schon rund um die Elbphilharmonie in Hamburg so hoch schlagen, hebt es so ein Bergkunstbauprojekt locker in den Himmel. Hoffen wir, es bleibt bei den sieben Millionen. Denn im Toggenburg sind die Investoren nicht so breit gestreut wie in Hamburg, wo ein paar Millionen mehr aufgetrieben werden können, wenn die geplanten ausgehen. Freuen wir uns über das, was kommt – und es wird nur zum Besten sein für dieses Tal … äh, diese Berge, denn die Kultur- und Kunst-Touristen werden in einer Ausstellung zu sehen war. Etwas exfortan in das Toggenburg strömen. Chönd is pressionistische Grafik wurde auch noch gezeigt, eher Gesichter als Körper. Auf der WikipediaToggeburg – klingt gut! Seite kann man immer noch genau diese Bilder Daniela Vetsch Böhi, 1968, sehen: ein Selbstbildnis mit skeptischer Miene, Textildesignerin, umweltpolitisch Aktive ein Porträt seiner Frau Ilse, die manierlich (und und Mutter von zwei Kindern. voll bekleidet) an einem Tisch sitzt, ein Bild, das einen Kaktus, eine Puppe und ein Spielzeugschäfchen zeigt, und der Blick durch ein Fenster VorarlBerg auf das Bregenzer Stadtbild gegen den See hin. Die Stillleben wirkten übrigens seinerzeit auf die lokale Kritik durchaus skandalös, und zwar wegen ihrer «Sinnlosigkeit». Das liess sich aber Ich habe hier schon einmal über den Bregenzer Jahrzehnte später und angesichts «moderner» Maler Rudolf Wacker (1893–1939) geschrie- Kunst nicht mehr nachvollziehen. In seinen Tagebüchern aus der Kriegsgefanben, anlässlich einer Ausstellung im Vorarlberger Landesmuseum im Jahre 2009. Damals genschaft in Russland (1915 bis 1920) berichtete wies ich auf die Diskrepanz hin zwischen der Wacker von mehreren homosexuellen ErlebnisPersönlichkeit Wackers, wie sie sich aus seinen sen mit Mitgefangenen, die er im Rückblick als Tagebüchern erschliesst, und jenem Teil seines «gesteigerte Männlichkeit» bei sich selbst empWerks, der in den Ausstellungen stets zu sehen fand, weil der andere so sehr «Weib» gewesen war, nämlich den Bildern im Stil der Neuen sei. Wackers wirkliche Interessen zeigen andere Sachlichkeit. Dieser Stil galt als moderner und Eintragungen: «Möchte orgiastische Zeichnundamit als Fortschritt gegenüber der vorigen gen nach Weibern machen» (20. März 1920), Produktion des Künstlers. Vor der Lektüre oder «Manchmal bin ich dicht hinter einer seiner Tagebücher hatte ich Wacker für einen Wand, die ich sprengen möchte – mich dem harmlosen Genremaler eher provinziellen Zu- Taumel – o schmerzlichster Genuss hingeben schnitts gehalten, der schadhafte Puppen, Blu- möchte, eine wilde, blutige Orgie» (27. März mentöpfe mit Kakteen, Kruzifixe und andere 1920). Das Gefangenenlager war übrigens noch Gegenstände beinahe fotorealistisch (ante lit- nicht von Stalin’schem Zuschnitt, Wacker teram) darstellte und auch ein paar Landschaften konnte Bücher lesen und zeichnen und durfte rund um Bregenz ins immer sehr ruhige Bild wie die anderen Gefangenen gelegentlich das gesetzt hatte. Das waren nämlich bis vor kurzem Lagergelände verlassen, wo er dann unter den die Standardmotive, wenn etwas von Wacker Strassenkehrerinnen und Bahnarbeiterinnen

Der ganze Wacker!

Rudolf Wacker (1893–1939): Selbstbildnis. «prächtige Weiber» mit «strotzenden Brüsten», «stabilen Fesseln» und «muskulösen Rücken» entdeckte. Die Frauen, die Robert Crumb gut fünfzig Jahre später zeichnete, hätten Wacker wahrscheinlich sehr gut gefallen, seine weibliche Akte zeigen ähnlich stämmige Figuren. Aber Wacker zeichnete nicht nur Aktbilder, sondern auch sexuelle Akte – und isolierte Darstellungen von erregten Genitalien. Diese Bilder verbarg er selbst, in einer Gesellschaft, die ihm schon ankreidete, dass er gemeinsam mit seiner Frau im Bodensee badete – eine Tätigkeit, für die damals noch Geschlechtertrennung angesagt war. Nach seinem Tod genierte sich seine Witwe für diesen Teil seines Werks, wie mir von Augenzeugen berichtet wurde, sie war aber nicht so prüde, dass sie sie vernichtet hätte. In einer Sendung des Lokalfernsehens über eine aktuelle Wacker-Ausstellung stellte sich ein interviewter Kunsthistoriker wohl nicht zufällig an eine Stelle, wo hinter ihm ein metergrosser farbiger Phallus von der Wand in die Kamera blinzelte. Die Ausstellung «Rudolf Wacker. Vom Expressionismus zur wahrgenommenen Sachlichkeit» im Rohnerhaus in Lauterach zeigt jetzt also endlich den ganzen Wacker, zumindest in Umrissen. Sie ist bis zum 6. April 2013 von Mittwoch bis Samstag von 11 bis 17 Uhr geöffnet, freitags bis 20 Uhr. Kurt Bracharz, 1947, arbeitet als Schriftsteller, Kolumnist und Übersetzer in Bregenz.

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Rundflug t h e m a Winterthur

Zwischen Anspruch und Abendunter­ haltung Im Stadtleben ist der Anlass ein Fixpunkt: So­ bald der Hochnebel im November den De­ ckel über Winterthur schliesst, hängt für die Passanten an der Stadthausstrasse eine Ahnung von Kurzfilm in der nasskalten Luft. Unter den 16‘000 Besucherinnen und Besuchern der dies­ jährigen Kurzfilmtage sind auch viele Auswär­ tige, die es in die Spielstätten im Casinotheater und im Theater Winterthur zieht. Den Kern des Publikums bilden junge Menschen, ihnen kommt der Anlass mit kurzen Formaten und einem Touch Kreativszene wie gerufen: Man kann es an der Garderobe sehen und an den Frisuren. Sie lassen eine stilbewusste Generation erkennen, für die Kultur nicht nur Zuschauen heisst, sondern auch sich sehen lassen. Aber was red ich da, ein gesellschaftlicher Anlass halt. Für die Positionierung zwischen «indepen­ dent» und ZKB­Karten­Rabatt, zwischen Vier­ zehntagebart und getupfter Bluse ist der Spielort Casinotheater wesentlich. Es hat eine promi­ nente Lage, nur wenige Minuten vom Bahnhof, die Menschentraube vor der Tür wird von Pas­ santen in den Einkaufspassagen der Fussgänger­ zone registriert, es bietet repräsentative Räume und ist mit der Trägerschaft (Viktor Giacobbo, Patrick Frey und andere) und dem Comedy­ Programm bereits gut geeicht auf die mittige Lage zwischen Anspruch und Anspruch auf Abendunterhaltung. Von daher ist es vielleicht dem Palace in St.Gallen vergleichbar, mit dem Unterschied, dass die Trägerschaft ein bis zwei Generationen Jahre älter ist, beim Schweizer Fernsehen arbeitet und an Stelle von Jacques Palminger Mike Müller auftritt. (Naja, vielleicht ist das nun doch kein so guter Vergleich.)

Anziehend: Casinotheater Winterthur. Bild: pd

Es hat sich nur der Eindruck ergeben, dass die beiden Orte ihre Besucher ähnlich organisieren: Die Raucherinnen unter ihnen belagern den Eingang, man hält sich eine Doppelschwingtür auf (beschweren Sie sich, wenn ich mir beim Palace jetzt etwas einbilde) und gelangt in ein Foyer, das in Winterthur etwas grosszügiger an­ gelegt ist als in St.Gallen. Ein Foyer, darauf kommt es an. Ein Vor­ raum, wo sich der Besucher durch die Menge der anderen Besucher wälzen muss, um aus der ganzen Sache raus zu kommen oder erst in sie hinein. Dazugehören ist damit eine Frage des Aneinander­vorbei­Kommens: Man trifft sich, wechselt Worte, tauscht Blicke und passt auf, sich nicht auf die Füsse zu treten. Die Architek­ ten, die das Casinotheater um 1860 entwarfen, wussten, welche Szenerie dem Bildungsbürger­ tum – zunächst dem Musikkollegium und der Lesegesellschaft – angemessen war. Ihre Archi­ tektur funktioniert auch im Fall des kultur­ und konsumbürgerlich verstärkten Kreativprekariats der Gegenwart. Diese Allianz hat an den Kurz­ filmtagen Geltungsansprüche unterstrichen. Welche das sind, muss an dieser Stelle offen blei­ ben, denn leider blieb für das Programm – das ist ganz mein Fehler – vor lauter rumstehenden Menschen kein Platz. Wendelin Brühwiler, 1982, ist freier Journalist und arbeitet an der Forschungsstelle für Sozial­ und Wirtschaftsgeschichte der Uni Zürich.

Appenzell

Appenzeller Winterwende Spätestens Mitte Dezember bin ich ästhetisch, akustisch und anderswie von Weihnachten ge­ sättigt. Kollegen die im Detailhandel arbeiten, wird es nicht anders ergehen – denn ab Mitte Oktober wollen Kunden chlösle, also Weih­ nachtseinkäufe tätigen, und das können sie dann auch in dementsprechend dekoriertem Umfeld tun. Das heisst für uns zweieinhalb Monate lang Tannenzweigdeko, Orangen­ zimtaroma und Klingeling. Deshalb entwerfe ich hiermit für mich und all die anderen rund tausend in Appenzell Innerrhoden im Verkauf Tätigen einen neuen Winterfeiertag: Die Ap­ penzeller Winterwende, stattfindend am 21. Dezember. Wer an dieser Stelle nun einwerfen will, dass Feiertage nicht erfunden werden können, son­ dern Resultate eines langwierigen historischen Prozesses seien, dem antworte ich: Kann ich doch! Es ist ganz einfach. Zum einen muss die Benennung dieses neuen Feiertages gelingen, zum anderen muss auf Vergangenes Bezug ge­ nommen werden und schliesslich ist es eine Stilfrage – das heisst, der Feiertag sollte nach

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Möglichkeit ein wenig trendig und gleichzeitig traditionell sein. Die Benennung stellt kein Problem dar. Da gibt es zum Beispiel dieses Olivenöl. Wer seinen Blick über die Appenzeller Hügel schweifen lässt, sieht Wälder und Bauernhöfe, aber kei­ ne Olivenbäume. Trotzdem kann man Appen­ zeller Olivenöl kaufen. Wenn also «Appenzell» davorsteht, muss das anscheinend nicht heissen, dass das Produkt in Appenzell hergestellt wird, sondern bloss, dass mindestens ein Appenzeller irgendwie seine Finger mit im Spiel hat. Zu­ dem attestieren Marketingfachleute der Marke «Appenzell» einen hohen Wert, weil sie für Au­ thentizität steht. Das alles spricht für den neuen Feiertag, die «echte» Appenzeller Winterwende. Jetzt fehlt bloss noch ein prägnantes Wort im Appenzeller Dialekt, das zuerst von Einheimi­ schen und später auch vom Appenzellerland Tourismus als Synonym für die «Appenzeller Winterwende» benutzt werden kann. Ich bin offen für Vorschläge. Weshalb Winterwende? Im julianischen Kalender war der Beginn des astronomischen Winters und die längste Nacht des Jahres am 25. Dezember, also dem Christ­ oder Weih­ nachtstag. Bei der Umstellung auf den gregori­ anischen Kalender hat sich die Wintersonnen­ wende kalendarisch gesehen nach vorne, auf den 21. Dezember verschoben. Die Appenzeller Winterwende ist also der Feiertag, der aus na­ turwissenschaftlicher und aus historischer Sicht immer noch der wichtigste Winterfeiertag sein müsste. Und überhaupt war früher eh alles bes­ ser. Oder zumindest übersichtlicher. Schliesslich noch zum Stil der Appenzeller Winterwende: Der Feiertag soll laut und cha­ otisch sein und draussen stattfinden. Laut und chaotisch, weil ruhig und geordnet sind wir bei der Arbeit und zuhause vor dem Fernseher. Und das Besinnliche haben wir mit einem Wellnessaufenthalt im November im nahen Österreich für dieses Halbjahr bereits abge­ deckt. Und draussen, weil Draussensein «in» ist, siehe steigender Umsatz der Outdoorbeklei­ dung, und weil Natur «in» ist, siehe die ganzen Bioprodukte, das Bier Naturperle, Glacé vom Fleckenmoos, Kabier und so weiter. Ich stelle mir ein grosses Feuer, Biobier und Bioeistee, elektrisch verstärkte Hackbrettklänge, wum­ mernde Kontrabässe und Rugguseli aus jungen und alten Kehlen vor. Wenn die Appenzeller Winterwende das zweite Mal stattgefunden hat, ist dieser Feiertag bereits Tradition und damit ist bestimmt, wie das Ganze immer wieder ab­ zulaufen hat. Früher war Weihnachten später, um es mit einem Diogenes­Titel zu sagen. Und jetzt, wo Weihnachten bereits im Oktober beginnt, tut ein vorgezogener Weihnachtsfeiertag – die Ap­ penzeller Winterwende – not. Das sollte funk­ tionieren. Melina Cajochen, 1982, arbeitet im Bücherladen Appenzell.


Sparen t h e m a

Kahlschlag Im Kanton St.Gallen werden Sparpakete geschnürt, in Griechenland fehlen funktionierende Spitäler. Die Folgen des Steuerwettbewerbs kennen keine Grenzen. von andreas kneubühler Im Kanton St.Gallen macht sich eine neue Schäbigkeit breit. Gemeint sind nicht die breit diskutierten Sparmassnahmen. Es sind die kleinen Kürzungen, die betragsmässig kaum ins Gewicht fallen. Hier ist eine davon: Dem Verwaltungspersonal der Universität St.Gallen wird das Weihnachtsessen gestrichen. Es wäre in Zeiten des Spardrucks ein falsches Signal, soll die Begründung lauten. Ein weiteres Beispiel ist die Kürzung der Fördermassnahmen für lernschwache Lehrlinge. Beide Beispiele stehen stellvertretend für die rigorose Abbaupolitik der letzten beiden Jahre, die ungebremst weitergeht. Sie legen nahe, dass sich der Kanton St.Gallen in einer grossen Krise befindet und sich eigentlich nichts mehr leisten kann.

Der Spar-Mainstream Stimmt das? Das Glaubensbekenntnis von FDP, SVP oder IHK lautet so: St.Gallen steht im Steuerwettbewerb mit anderen Kantonen, allen voran Ausserrhoden und Thurgau. Diese locken mit tiefen Steuersätzen Unternehmen und Reiche an, die ihnen unter dem Strich zusätzliche Einnahmen ermöglichen. Der Kanton St.Gallen muss mitmachen, sonst gerät er ins Hintertreffen. Sowieso geht der Staat zu verschwenderisch mit seinen Mitteln um. Es braucht immer neue Sparpakete, um zu verhindern, dass die Ausgaben wachsen. Natürlich ist diese ideologisch untermauerte Strategie nicht auf dem Mist der St.Galler FDP und SVP gewachsen. Sie ist internationaler Mainstream und gilt als Beleg für den weltweiten Siegeszug des Neoliberalismus: Der Staat wird im ständigen Wettbewerb um die besten Steuerzahler geschwächt, das Primat gehört der Wirtschaft und den internationalen Konzernen, die stets dorthin ziehen, wo es die günstigsten Tarife gibt. Das aktuelle Bild sieht so aus: Genau wie sich Schwyz oder Zug im Steuerwettbewerb gegen die grösseren Kantone wie Luzern, St.Gallen oder Zürich mit Discounttarifen profilieren, positioniert sich die kleine Schweiz gegenüber anderen europäischen Staaten als Steuerparadies für Reiche und Unternehmen. Oder anders betrachtet: Zählt man bei einem Schweizer Steuerzahler die Ausgaben für Krankenversicherung und Pensionskasse dazu, entspricht die Gesamtbelastung in etwa derjenigen eines EU-Bürgers. Den Unternehmen bietet die Schweiz hingegen Dumpingtarife. Nochmals anders erzählt: Ergänzt man die Rangliste

Bäumig: Die Folgen der kantonalen Abbaupolitik. Bild: pd der Länder mit den tiefsten Unternehmenssteuern mit den Kantonshauptstädten, belegen diese gleich alle Spitzenplätze. Einzig Irland könnte mithalten.

Diese Politik funktioniert nicht Man kann also zusammenfassen: Der Kanton St.Gallen hätte im internationalen Vergleich auch ohne die Senkungsrunden der letzten Jahre sehr tiefe Unternehmenssteuern anzubieten. Gegen Zug oder Schwyz hat er allerdings keine Chance, auch nicht nach den teuer erkauften Anpassungen. Lohnt es sich trotzdem, den Staatshaushalt derart aus dem Lot zu kippen? Die Antwort von Beat Ringger vom linken Think Tank Denknetz: «Wenn man auf diejenigen setzt, die sofort weiterziehen, wenn irgendwo tiefere Steuern angeboten werden, hat man verloren». Die St.Galler Linke, die Gewerkschaften, die Personalverbände argumentieren: Seit 2010 fehlen dem Kanton nach insgesamt fünf Runden mit Steuersenkungen (zwischen 2006 und 2009) Einnahmen von jährlich rund 550 Millionen Franken. Diese Zahlen der St.Galler Regierung belegen, dass die Steuerpolitik nicht funktioniert. Unternehmen und Vermögende zogen deswegen nicht in den Kanton St.Gallen. Es bleibt ein Loch in der Kasse, das einem Viertel des Staatsbudgets entspricht. Kein Kanton könnte solche Einnahmenausfälle verkraften.

Wenn nun dafür bei der Bildung, in der Forschung und im Gesundheitswesen abgebaut wird, verschwinden die wenigen Trümpfe, die dieser Kanton mit seiner schwachen Wirtschaft und seiner Randlage überhaupt hat.

Schlecht für uns, schlecht für andere Es gibt aber nicht nur Zahlen – sondern auch das Bauchgefühl: Es besagt, dass der Kanton St.Gallen kaum zu den grossen Verschwendern gehören kann. Hier wurde zwar ein Zeitlang von Visionen und Leuchttürmen geredet, realisiert wurde aber praktisch nichts – auch nicht, als der Kanton dank der Goldmillionen der Nationalbank im Geld schwamm. Es passt schlicht nicht zusammen: Ausgerechnet der brötige Kanton St.Gallen muss eine rigorose Abbaupolitik durchziehen und streicht die Berufsbildung zusammen. Gegen den ruinösen Steuerwettbewerb spricht aber noch ein weiteres Argument – ein moralisches. Denknetz hat berechnet, wie hoch die Einnahmen sind, die anderen Staaten wegen der Schweizer Dumpingsteuern für Unternehmen entgehen: Es sind 29 bis 37 Milliarden Franken. Diese Zahl muss nicht abstrakt bleiben. Nochmals Beat Ringger: «Wenn einem Staat wie Griechenland Steuereinnahmen von beispielsweise 200 Millionen Franken fehlen, bedeutet das einige funktionierende Spitäler weniger».

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Thema

Investieren

16 Millionen für Ittingen Das Kunstmuseum in der Kartause Ittingen soll einen Erweiterungsbau erhalten. Am 5. Dezember entscheidet das Thurgauer Kantonsparlament. Das Projekt hat gute Chancen, aber es gibt Kritik am wettbewerbslosen Verfahren. von brigitta hochuli Der Innenraum des geplanten Neubaus: ein schmaler Baukörper nördlich des bestehenden Museums. Bild: Büro Harder und Spreyermann Vor dreissig Jahren gebaut, sind die Ausstellungsräume des Kunstmuseums Thurgau sanierungsbedürftig. Klimatisch, energetisch, sicherheits- und versicherungstechnisch genügen sie den Anforderungen moderner Präsentationen nicht. Kommt hinzu, dass die jährlichen Besucherzahlen zuletzt auf 32’000 gesunken sind. Dem Museum ist im Lauf der Zeit durch neue Angebote in Winterthur, Bregenz, Glarus, Bern, Basel oder im süddeutschen Raum moderne Konkurrenz erwachsen. Unbefriedigend ist die räumliche Situation für die Sammlung, deren wichtigste Künstler Adolf Dietrich, Hans Krüsi, Joseph Kosuth, Muda Mathis, H.R. Fricker oder Simone Kappeler-Kuhn sind. Das Potenzial sei unterschätzt, sagt Museumsdirektor Markus Landert. Unbefriedigend ist die Situation aber auch für die zeitgenössische Kunst. Unter anderem bräuchte sie mehr Fläche und Höhe, als der Museumskeller und die sieben Kartäuserzellen bieten können.

Standort diskutiert Ende 2009 handelt der Regierungsrat und setzt eine Steuergruppe ein. Sie stützt sich auf die Vorarbeit einer Groupe de réflexion und empfiehlt einen Erweiterungsbau für das Kunstmuseum in Ittingen und eine neue Museumsstrategie, wobei mit dem Neubau auch die Sanierung der bestehenden Gebäudeteile unumgänglich wird. Zuvor hatte die Diskussion einer Studie des Think Tank Thurgau mit dem Vorschlag etwas Staub aufgewirbelt, in Kreuzlingen eine Kunsthalle mit einem grenzüberschreitenden KulturCluster zu errichten. Die Standortfrage wirkt bis heute nach. Doch die Weichen sind nun gestellt. Am 5. Dezember stimmt das Kantonsparlament via Investitionsbudget über einen Objektkredit von 4,6 Millionen Franken für die Sanierung ab. Weitere neun Millionen sollen für den Neubau dem Lotteriefonds entnommen werden, in dem sich aktuell 21 Millionen befinden. Die Stiftung Kartause Ittingen steuert als Bauherrin 2,25 Millio-

nen bei. Über den Lotteriefondsbeitrag verfügt die Regierung im Alleingang, im Gegenzug bezahlt der Kanton für die Nutzung der Räume keine Miete. Die höheren Betriebskosten von jährlich 90’000 Franken sollen durch Besuchereinnahmen und Sponsoring gedeckt werden.

Baurechtlicher Sonderfall Die Planungen sind schon weit fortgeschritten. Baubeginn wäre im Sommer 2013. Den Architekturauftrag hat die Stiftung dem Zürcher Büro Harder und Spreyermann erteilt. Dass kein Wettbewerb durchgeführt wurde, begründen Kanton und Stiftung mit der Tatsache, dass Harder und Spreyermann 2001 nach SIARegeln den Auftrag gewonnen hätten, «künftig sämtliche architektonischen Belange im Zusammenhang mit der kulturhistorisch wertvollen Gesamtanlage Kartause Ittingen zu betreuen». Die Kartause sei mit ihren denkmalpflegerischen Auflagen ein Sonderfall, bei dem ähnlich wie zu Zeiten romanischer und gotischer Bauhütten eine einheitliche Handschrift sinnvoll sei. So war es schon bei den Vorgänger-Architekten Esther und Rudolf Guyer. Was bleibt, sind gemäss Kulturkommissionspräsident Kantonsrat Kurt Egger allenfalls Bedenken «moralischer oder ethischer» Art, die die Bauherrin hätten verpflichten können, sich bei einer im Kulturgesetz rechtlich verankerten Institution wie dem Kunstmuseum dem öffentlichen Beschaffungsrecht zu unterziehen. Bedenken haben offensichtlich auch SPMitglieder im Grossen Rat. Fraktionspräsidentin Cornelia Komposch hat für die Budgetdebatte vom 5. Dezember einen Antrag zum kantonalen Beitrag an den Neubau in Aussicht gestellt. Nichtsdestotrotz hat die Vorlage gute Chancen, vom Parlament befürwortet zu werden. Der geplante Neubau scheint zu gefallen. Nach der Prüfung fünf möglicher Bauplätze, ober- und unterirdisch, soll er zwischen Klostermauer und Kunstmuseum zu stehen kommen. Hier soll auf einem schmalen Streifen

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Land eine 600 Quadratmeter grosse separate Ausstellungsfläche entstehen. Der längliche dunkelfarbene, aber lichtdurchflutete Baukörper ähnelt in seiner Ästhetik einem ländlichen Schopf. Vom Neubau werden höchstens die Kopffronten sichtbar sein, auch wenn der heutige Eingangsbereich mit einer grossflächigen Öffnung besser sichtbar würde.

Neue Strategie Bereits begonnen hat die Museumsleitung mit der von Experten empfohlenen neuen Strategie. Das Kunstmuseum und das ihm räumlich angegliederte (historische) Ittinger Museum sollen mit gemeinsamen Themen auftreten. In diesem Jahr hiess das Thema «Handwerk». Ein künftiges könnte gemäss Direktor Landert unter dem Titel «Rausch» die Weinproduktion des Klosters sowie den Schaffensrausch in der Kunst beinhalten. Mehr Gewicht soll auch der Sammlung und damit der Kunst aus der Region zukommen. Dabei habe ein Gutachten des Kunstberaters Rudolf Koella bestätigt, «dass Adolf Dietrich gleichsam der Kern der Sammlung ist, um den herum sich die folgenden Erweiterungen manchmal harmonisch, manchmal als Bruch gruppieren». Zu den Ausstellungsplänen im Neubau gibt Markus Landert noch keine Namen preis. Er will aber nicht dem Kunsthaus Bregenz, der Fondation Beyeler, dem Fotomuseum Winterthur oder dem Zentrum Paul Klee nacheifern, sondern eine eigene «Strahlkraft» entwickeln. Die Räume im Erweiterungsbau gäben dem Kunstmuseum die Möglichkeit zu internationalen Kooperationen mit kleineren bis mittelgrossen Institutionen, die beim weltläufigen Publikum einen hervorragenden Ruf genössen. Ein Wunschpartner wäre die Maison Rouge in Paris, eine private Institution, die Schnittstellen zwischen Aussenseiterkunst und aktuellsten zeitgenössischen Positionen zeige. «Und das ist genau das Thema des Kunstmuseums Thurgau», sagt Landert.


Flaschenpost

aus China

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Flaschenpost

«Jade-Belt Bridge in Rainbow Shape» Oriental Pearl Tower und Schiffe beim Bund (Uferpromenade in Shanghai), deckenputzende Frauen an der Biennale in Shanghai. Vergessene Bronzestatuen in einem Innenhof des Campus der China Academy of Art. Männer zwischen den Häusern und Männer den Sonnenaufgang anschauend am Fluss in Hangzhou. Schweisser, Rückkopplungsmikrofonstimmen, Schafverkäufer und grosse Parks in Ürümqi. Hohe Säulen aus Marmor auf den Hügeln im Nirgendwo. Lu Xun im Treppenhaus der Schlafräume für die ausländischen Studenten der China Academy of Art. Weisse Pferde neben der Autobahn die mitten durch die Stadt führt. Männer schlafend vor der Subway. Schnellzüge im Bahnhof von Suzhou. Dazwischen Derlook, West Lake-Impression Show with the first New-Age-Soundtrack, who was nominated for the Grammy, Big Celebration, Love-Design-Life, Orioles Singing in Ripples of Willows, Three Gun Design, Three Pools Mirroring the Moon, BMN Clothing for Handsome People, Aston Martin, Lamborghini, Jade-Belt Bridge in Rainbow Shape, KFC und KTV in den Strassen der grossen Städte. Michael Bodenmann, 1978, studiert an der ZHdK Fotografie. Absolviert zurzeit ein Semester an der China Academy of Art in Hangzhou. Hat diesen Herbst von der Stadt St.Gallen einen Werkbeitrag erhalten. Lebt in St.Gallen und Zürich.

Bilder: Michael Bodenmann

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Franco Marchesoni T채glich frische, hausgemachte Eier-Nudeln, Spinat-Nudeln, Spaghettini, Lasagne und Ravioli Unterer Graben 20, St.Gallen, Telefon 071 222 60 33


Kultur Trauma und Trost Der Komponist Alfons Karl Zwicker, St.Galler Kulturpreisträger, schliesst seine zwölfjährige Auseinandersetzung mit dem Folterthema mit einer Uraufführung ab. Und plant eine neue Oper. von p eter surber

Posaunist Alain Pasquier probt, Alfons Zwicker hört zu. Bild: Tine Edel «Das Hineingeworfensein in historische wie psychische Extremsituationen, das Verhältnis von Opfer und Täter sind Themen, denen Alfons Karl Zwicker in berührender und ergreifender Weise Ausdruck verleiht.» So steht es auf der Urkunde zum Kulturpreis der St.Gallischen Kulturstiftung, den Zwicker zusammen mit dem Filmer Michael Steiner erhalten hat. Gefeiert wurde am 9. November in Rapperswil-Jona. Live «berühren» und «ergreifen» lassen musste sich das Festpublikum dort allerdings von anderer Musik. «Etwas Unterhaltendes», hört man, habe sich das organisierende St.Galler Amt für Kultur gewünscht. Zwicker ist tatsächlich öfter anstrengend statt unterhaltend – aber ihn deshalb ohne Live-Aufführung zu ehren, ist dennoch ein Schildbürgerstreich. Und typisch für die schwierige Position, welche die zeitgenössische Klassik bis heute hat.

Die Posaune und die Bienen Zwicker trägt es mit Humor, die Feier sei schön gewesen, der Preis eine grosse Ehre, und zudem erklingt seine Musik trotzdem live: Das Nouveau Ensemble Contemporain (NEC) aus der Westschweiz ist mit zwei Werken auf Tournee und macht am 2. Dezember in St.Gallen Station. Aufgeführt werden «Mirlitonnades» nach BeckettTexten von 2007 sowie als Uraufführung «Erinnerungen im Ohr» für Posaune und Ensemble. Posaunist Alain Pasquier vom Sinfonieorchester wird mit seinem Instrument eine ganze Batterie von Perkussionsinstrumenten durch Luftströmung zum Klingen bringen. Einmal, lacht Zwicker, töne das Ganze wie ein Schwarm Bienen. Zwicker lacht gern, wenn er von seiner Musik erzählt. Obwohl es um todernste Dinge geht.

Man erinnert sich: «Der Tod und das Mädchen», Zwickers Oper über einen argentinischen Folterer und sein Opfer, wurde in der letzten Spielzeit am Theater St.Gallen aufgeführt und erschien danach auf CD. Seit dem Jahr 2000 hatte ihn der Stoff begleitet, Krisen wie eine in letzter Minute abgesagte Uraufführung in Leipzig inklusive. «Jetzt musste ich mich irgendwie vom Stoff verabschieden», sagt Zwicker. Die «Erinnerungen im Ohr» sind das Resultat. In drei Teilen erforscht das Stück, was Folteropfer an Hörerinnerungen mit sich herumtragen. Weil die Augen verbunden seien, nehme das Hören eine so extreme Stellung ein, sagt Zwicker. Erzählen lassen hat er sich das von Ruben Gallucci, einem argentinischen Folteropfer, der seine Geschichte im Buch «Morgen ist ein anderer Tag» erzählt hat und der in Zürich lebt. Teil 1, «In der Dunkelheit», evoziert die Angst vor nächtlichen Geräuschen. Teil 2, «Der Irre», lässt einen Folteroffizier musikalisch toben. «Los compañeros», der Schlussteil, schildert Klopftöne, Flüstern, Litaneien und ähnliche Geräusche des Eingesperrtseins «an der Schwelle von Hören und Nichthören». Eigentlich müsste man die Stücke in der Dunkelheit spielen, sagt Zwicker. Ein Jahr hat er an ihnen komponiert, «jetzt bin ich frei». Frei für Neues. «Der Tod und das Mädchen» wurde in St.Gallen in fünf Vorstellungen von immerhin rund 1500 Personen besucht, Auslastung 42 Prozent – für ein zeitgenössisches Stück ein Erfolg. Ob sich eine weitere Bühne für das Stück entscheide, sei noch offen, Interessenten gebe es. Aber wichtiger ist ihm das nächste Projekt: eine Oper nach dem Roman «Das Konzert» von Hartmut Lange aus dem Jahr 1986. Das

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«hochmusikalische Buch» (Zwicker) erzählt von Juden, die im Holocaust umgebracht wurden und sich im Salon Altenschul in Berlin posthum zusammenfinden. Erlösung soll ihnen ein Konzert eines Pianisten bringen. Versöhnung sei das Hauptthema des Romans, sagt Zwicker. Gemeinsam mit dem Berliner Autor hat er in den letzten Monaten das Libretto erstellt, im Januar will er mit Komponieren anfangen. Aber wo und wie anfangen bei einem Stoff, «der dort anfängt, wo alles aufhört»? «Da habe ich mir wieder etwas aufgeladen», lacht Zwicker.

Mehr Neugier! Berlin oder St.Gallen: Zeitgenössische Klassik ist hier wie dort ein Minderheitenprogramm. Zwicker sieht die «Ghettoisierung» der modernen Klänge mit Unbehagen, hat aber auch keine einfache Antwort, wie sie zu durchbrechen wäre. Sicher sei: Seine eigene Oper habe im Theater St.Gallen Leute erreicht, die sonst kaum in Kontakt mit Zeitgenössischem kämen. Es brauche Vermittlung – es brauche aber auch Neugier beim Publikum, die Bereitschaft, «sich einer solchen Sache auszusetzen». Zeitgenössisches sei unbequemer als das traditionelle romantische Repertoire – «es ist intensiv, man muss sich mit Haut und Haar darauf einlassen. Aber genau das sind ja wunderbare Qualitäten, die man auch sonst im Leben braucht», sagt Zwicker.

Alfons K. Zwicker: Mirlitonnades. Erinnerungen im Ohr. Lokremise St.Gallen. Sonntag, 2. Dezember, 17 Uhr. Mehr Infos: www.lokremise.ch


kultur

Kunst

Scheinbar unscheinbar Sebastian Stadler fängt mit genauem Blick die Armseligkeit der Dinge ein. Einige seiner Arbeiten werden am diesjährigen «Heimspiel» in der Kunsthalle St.Gallen gezeigt. von marc p eschke

«Das Sehen beziehungsweise Nicht-Sehen spielt in meiner Arbeit immer wieder eine Rolle.»: Sebastian Stadler. Bild: Marco Kamber «Das Objekt wird zur Zeit restauriert», dieser Satz ist öfter in Museen zu lesen. An der Stelle eines Ausstellungsstücks ist er auf Karton kopiert in einer Vitrine ausgestellt – als Platzhalter, als Verweis auf das, was derzeit nicht zu sehen ist. Der Satz taugt dem jungen Schweizer Fotografen Sebastian Stadler als Titel für eine Serie kleinformatiger Schwarzweissbilder, die vom ersten Moment an in ihrer unprätentiösen Lakonie in Bann ziehen. Wenn wir vom Titel ausgehen, überraschen seine Bilder. Denn das, was wir auf ihnen sehen, ist eigentlich gar nicht für eine Restaurierung gemacht. Nur eine Fotografie zeigt eine Vitrine mit dem Hinweis auf eine Restaurierung, zwei andere Exponate in Vitrinen, der Rest der Bilder scheint ganz aus dem Alltag, aus dem Leben gegriffen.

Die Armseligkeit der Dinge «Eine Bildergruppe, die in den letzten Jahren in diversen Städten Europas» entstanden ist, mehr gibt Stadler über seine Bilder nicht preis. Das lässt vermuten: Es ist auch gar nicht entscheidend, wo sie fotografiert sind. Die klein- bis mittelformatigen Inkjet-Prints, die er bei Ausstellungen zu einem frei gehängten Tableau ordnet, zeigen eine erleuchtete Fensteröffnung bei Nacht, bröckelnden Putz einer Decke, drei Tauben, flatternd vor einem Rollladen, alles Grau in Grau, einen sonderbar verbauten Hauseingang, wo die Schnitte unterschiedlicher Baukörper auf

groteske Weise zusammenstossen, eine armselige Pflanze in einem Plastiktopf, auf einen Teppich nässend. Das alles ist weder schön, noch ungewöhnlich. Das ist, wir müssen es immer wieder feststellen, leider die Welt, in der wir leben. Für die Hässlichkeit und Armseligkeit der Dinge, aber auch für ihre groteske Symbolhaftigkeit, hat Sebastian Stadler einen sehr genauen Blick. In der Gleichsetzung dieser Alltagsdinge mit jenen, die er in zumeist archäologischen Museen findet, gesteht er ihnen eine Wichtigkeit als Teil der Kulturgeschichte zu, die überrascht. Nach der Definition des internationalen Museumsverbands Icom beschreibt der Begriff «Restaurierung» alle «Handlungen, die die Wahrnehmung, Wertschätzung und das Verständnis für das Objekt fördern». In diesem Sinn ist auch die Arbeit zu verstehen – als eine Serie, welche die Wahrnehmung der Dinge fördert. «Das Sehen beziehungsweise Nicht-Sehen spielt in meiner Arbeit immer wieder eine Rolle. Die Frage nach der Wahrnehmung und wie die Fotografie unsere Realität abbildet.» sagt Sebastian Stadler über seine Arbeit. Wie lange vor ihm etwa die surrealistische Fotografie, schöpft der in Zürich lebende, 1988 geborene und in Wilen bei Wil aufgewachsene Künstler aus den Verrücktheiten des Alltags. Ein verhüllter Konzertflügel ist von enorm visuellem Reiz, verunsichert den Betrachter-Blick.

Jene Sekunden dazwischen Vom 15. Dezember 2012 bis zum 24. Februar 2013 ist seine Serie «Das Objekt wird zur Zeit restauriert» im Rahmen der Ausstellung «Heimspiel» zu sehen, die alle drei Jahre in St.Gallen stattfindet. Am «Heimspiel 2012» beteiligen sich die Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Thurgau sowie das Fürstentum Liechtenstein und Vorarlberg. Aus 400 Eingaben hat die Jury 53 Künstlerinnen und Künstler ausgewählt – darunter Sebastian Stadler, der im Rahmen der Ausstellung auch eine filmische Arbeit zeigt; die VideoAudio-Projektion «lumi / ei lunta (snow / no snow)». Diese nähert sich dem Alltag auf eine andere, stärker poetisierte Art und Weise. Mit langsamen Filmbildern zeigt Stadler einen nordischen Sommer und einen nordischen Winter: ein neunminütiger geloopter Film, der im Rahmen der Ausstellung auf eine Wand projiziert wird. Der Film beginnt mit einem Blick in einen winterlichen Wald. Langsam fährt die Kamera ins Gehölz, Vögel zwitschern. In der nächsten Einstellung ist ein Auto zu sehen, nachts vor einem Haus, aus dem ein warmes Licht fällt. Dann blicken wir in das treue Antlitz eines Hundes, der müde auf einem Teppich lungert. Gefolgt von einem Blick in ein nostalgisches Interieur. Es ist ein Werk, das fasziniert. Es offenbart viel Sinn für die Poesie stiller Momente – für jene Sekunden dazwischen, in denen nichts passiert, die aber doch entscheidend sind: als Sekunden vor einem «eigentlichen» Ereignis, das aber vielleicht niemals eintreten wird. Stadler lässt sich Zeit in diesem Film, der wenig und gleichzeitig vieles erzählt. Man folgt ihm gespannt – und entspannt im selben Moment, sieht Baumfällern bei der Arbeit zu, dann verfolgt man die unendlich langsamen Bewegungen eines Mobiles. Wie grossartig, zu beobachten, wie es sich bewegt! Das ist die Kunst von Sebastian Stadler: dem scheinbar Unscheinbaren Bedeutung verleihen. Heimspiel 2012 Diverse Orte in St.Gallen. 15. Dezember 2012 bis 24. Februar 2013. Mehr Infos: www.heimspiel.tv Sebastian Stadler Kunsthalle St.Gallen. Mehr Infos: www.sebastianstadler.ch / www.k9000.ch

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«Das Objekt wird zur Zeit restauriert». Bild: Sebastian Stadler

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kultur

Literatur Drei verschlafene Typen Die Figur des Berliner «Hölderlin» dürfte autobiographische Züge tragen. Amann war als Student in jener Zeit in Berlin, mehrere Episoden in dem Buch haben anekdotischen Charakter, beispielsweise ein Besuch der Ostberliner Humboldt-Universität, bei dem die drei offensichtlich politisch sehr naiven Studenten am zufällig gerade nicht besetzten Schalter vorbei in die Kantine gelangen, dort keinen rechten Anschluss finden und ganz erstaunt sind, als sie von zwei Typen in grauen Anzügen aus der Uni geworfen werden. Auch jene Geschehnisse, die damals jeder auch nur etwas politisch interessierte Mensch wenigstens über die Medien verfolgte, also die Anti-Schah-Demos, die Erschiessung des Studenten Benno Ohnesorg durch einen Westberliner Polizeiwachmeister (der sich mittlerweile als Stasi-Mann herausgestellt hat, was bei Amann in diesem Zusammenhang nicht erwähnt wird), die Bildung der APO und der RAF, zu alledem heisst es nur: «Die Revolution hatten sie beinahe verschlafen.» Revolution gab es eh keine (wenn man nicht von einer «Revolution des Lebensstils» sprechen will, die tatsächlich stattgefunden hat, aber von Grossbritannien und den USA ausging), nur eine Revolte, aber auch an der hatten die verschlafenen Drei nicht teilgenommen.

«Paradise Now»: Aufführung des Living Theatre in den Sechzigerjahren in Berlin. Bild: pd

Kein alter Achtundsechziger Der 1947 in Winterthur geborene Autor Jürg Amann lebt in Zürich und veröffentlicht unter anderem beim Innsbrucker Haymon Verlag. In seinem neuen Roman «Wohin denn wir» geht es um zwei Studententrios in politischen Aufbruchzeiten, das eine Trio ist 1793 in Tübingen, das andere 1969 in Westberlin. von kurt bracharz

Die «Tübinger Drei», das sind Hölderlin, Schelling und Hegel, der Dichter und die beiden (späteren) Philosophen. Ihre Studentenparole am Tübinger Stift hiess «Reich Gottes», obwohl sie von der Französischen Revolution inspiriert waren. Die anderen drei auch aus Süddeutschland stammenden Studenten, die Amann ebenfalls Hölder(lin), Schelling und Hegel nennt, lesen bei ihrer Ankunft 1969 in Berlin auf überall affichierten Plakaten «Paradise now!» und machen das zu ihrem Motto, wobei sich als ihr Paradies bald eine private Wunschvorstellung erweist, nämlich die, endlich eine Freundin zu finden. Amann reiht, immer zwischen Tübingen und Berlin und den Zeiten wechselnd, die jeweils römisch (1793) und arabisch (1968) nummerierten Abschnitte aneinander, wobei die Verbindung stilistisch oder assoziativ erfolgt: So beginnt der erste Abschnitt mit «Reich Gottes!», der zweite dann mit «Paradise now!», die beiden letzten dann mit dem Bericht, was aus den dreien nach ihrer Zeit in Berlin und was aus den anderen drei in ihrer späteren Laufbahn geworden ist – die Gemeinsamkeit ist die Enttäuschung nach der usprünglichen Aufbruchsstimmung.

Drei Lektürefrüchte Die «Paradise now!»-Vorstellung des Living Theatre im alten Berliner Sportpalast hatte das Trio aber schon besucht, schliesslich ging es um ihre ureigenste Utopie: «Und im Zentrum der Aufführung stand eine grosse Liebesszene, die Verschmelzung der Gegensätze, Anfang und Ende, die Umarmung von Mann und Frau. Jeder Mann, jede Frau waren dazu eingeladen, nach vorn auf die Bühne zu kommen und daran teilzuhaben. Wie Gott sie geschaffen hatte, wenn er es denn war, der sie geschaffen hatte, da war man sich nicht mehr so sicher. (...) Hölderlin, Hegel und Schelling konnten es nicht, Nacktheit war ihnen sozusagen keine zweite Haut, da, wo sie herkamen, in ihren Kinderstuben, in ihren Elternhäusern, hatten sie sie nicht geübt.» Der Handlungsstrang mit den drei Studenten in Berlin ist der lebendigere von beiden, weil ihm Selbsterlebtes zugrunde liegt, während die Tübinger Drei ja nur Lektürefrüchte sein können. Auch blitzt hier manchmal Humor auf, an sich nicht gerade eine Stärke des in Winterthur geborenen Autors Jürg Amann. Übrigens: «Hegel», dessen Name einmal auch als Synonym für das Schweizer Armeemesser eingesetzt wird, fand recht schnell eine Freundin, «Schelling» versuchte lieber wieder zuhause eine alte Bekanntschaft aufzuwärmen, und «Hölderlin» scheiterte in seiner Berliner Zeit mehrmals kurz vor dem Ziel. Jürg Amann: Wohin denn wir. Haymon Verlag, Innsbruck 2012. Fr. 24.90

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Theater kultur

Vom Land in die Metropolen Die Internationale Bodenseekonferenz hat erstmals die Schauspiel-Sparte juriert. Zwei Appenzellerinnen und eine Thurgauerin gewannen Förderpreise – bemerkenswert in mehrfacher Hinsicht. von p eter surber Sie konnte nicht dabei sein an der Preisverleihung. Sie musste spielen. Generalprobe für das neue Stück, in dem sie die Hauptrolle spielt: «Emilia Galotti» von Gotthold Ephraim Lessing am Nationaltheater Weimar. Deshalb fehlte Jeanne Devos bei der Vergabe der acht Schauspielpreise der Internationalen Bodenseekonferenz am vergangenen 7. November – und dies ausgerechnet in Heiden, dem Dorf, wo sie aufgewachsen ist.

Heiden-Weimar Von Heiden nach Weimar, grosse tragische Frauenrolle in einem Hauptstück der Weimarer Klassik, und dies auf Goethes und Schillers Bühne: Jeanne Devos hat es weit gebracht. Erste Theatererfahrungen sammelte sie an der Kanti Trogen, 2010 schloss sie ihr Schauspielstudium in Bern und Zürich ab, gewann mehrere Preise, spielte an festen Häusern und in der freien Szene, unter anderem in einem eigenen Projekt die eigenwillige Jeanne-Johanna – und ist seit der Spielzeit 2010/11 fest in Weimar. Vergleichbar grosse Sprünge hat auch die zweite Ostschweizer Preisträgerin hinter (und vor) sich. Karin Enzler aus Appenzell studierte in Hamburg, spielte bis 2010 im Ensemble des Landestheaters Linz, war anschliessend freischaffend und wurde auf die jetzige Spielzeit vom Theater Bremen engagiert. In Heiden war Karin Enzler mit dabei, sie strahlte von der Bühne herab und freute sich «uuuchogemässig» in heftigstem Innerrhoder Dialekt über den Preis. Ein dritter der acht Förderpreise ging ebenfalls in die Ostschweiz: an Anja Tobler, gebürtige Thurgauerin mit Wohnsitz in Basel und Berlin, vielseitige freischaffende Schauspielerin, Sängerin und Cellistin. Talent – und mehr An der Geschichte ist mehreres bemerkenswert. Zum einen: dass im Rahmen der IBK erstmals überhaupt Förderpreise an Schauspielerinnen und Schauspieler vergeben worden sind. Seit 1991 verteilen die Bodensee-Anrainer ihre Förderpreise an alle möglichen Sparten, von A-

Anja Tobler, Jeanne Devos, Karin Enzler (von links) Bild: pd Cappella-Gesang bis Kulturvermittlung, – aber Schauspieler, «bloss Darsteller», «nur ausführende» Künstler? Gegen dieses Vorurteil, das sich noch immer bis in Fördergremien hineinhält, musste sich die diesjährige Ausschreibung erst einmal durchsetzen. Zudem war für die dreiköpfige Jury ein Grossaufwand nötig, um alle rund zwanzig Kandidatinnen und Kandidaten live auf den Bühnen von Norddeutschland bis ins Südtirol zu sehen. Das Fazit des IBK-Vorsitzenden aus Vorarlberg, Werner Grabher: Es sei klar geworden, «wie sehr das Schauspiel weit über das interpretative Element hinaus eine eigene kreative Dimension entfalten kann.» Zum andern, noch auffälliger: Mit Enzler und Devos gingen zwei Preise ins Appenzellerland, also in die rund um den Bodensee einzige komplett theaterfreie Zone. Und auch der Thurgau hat zwar eine lebendige freie Szene, aber kein dominierendes Staatstheater wie St.Gallen, Zürich oder München. Man könnte daraus schliessen, dass Talent sich überall durchsetzt – oder auch: dass gerade der ländliche Raum besonders gute Bedingungen bietet, seine eigenständige künstlerische Persönlichkeit zu entwickeln. Jedenfalls sind sowohl Devos als auch Enzler Schauspielerinnen mit Konturen, Ecken und Kanten. So lobt Juror Michael Huthmann am Spiel von Jeanne Devos dessen «Bann und Suggestivität» und an ihren Figuren die «Ausserordentlichkeit und Unberechenbarkeit». Sie zwinge «den Zuschauer, noch bevor er sich ganz klar darüber werden kann, was da auf ihn einstürmt und ihn mitreisst, zu fragen, wie das handwerklich entstanden ist, was er da sieht, beziehungsweise

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woher diese junge Frau das alles nimmt.» Und Juror Dirk Diekmann attestiert der Innerrhoderin Karin Enzler «Mut, Kraft zur Konfiguration und konzeptionelles Denken».

Am Existenzminimum Ob all den Lobreden darf man nicht unterschlagen, was auch die Jury mehrfach hervorhob: Schauspielerei ist eine Kunst, die man nur mit Haut und Haar oder gar nicht betreiben kann. Und sie ist schlecht bezahlt. Namentlich in Deutschland verdienen Schauspielerinnen und Schauspieler einen Monatslohn, der bei uns weit unter dem Existenzminimum liegen würde. Sie setzen also ihre Existenz, körperlich wie seelisch, Abend für Abend live aufs Spiel. Auch darum waren die zehntausend Franken, die Summe der IBK-Förderpreise, bei allen Gewinnerinnen hoch willkommen.


Film

Die Kinos hinken

10 Uhr

Eben erst haben Kinos digital aufgerüstet. Dass das Filmfestival «Look & Roll» im Haus Vorderdorf in Trogen gastiert, macht aber deutlich, dass eine andere Aufrüstung nötig wäre: Es fehlen behindertengerechte Kinos. von walter gasp eri

Frech gehen aktuelle Kinofilme mit der Situation von Menschen mit Behinderung um. Zu einem der grössten Publikumserfolge des Jahres entwickelte sich die Komödie «Les Intouchables», die von der Beziehung zwischen einem Tetraplegiker und seinem wenig sensiblen schwarzen Pfleger erzählt. Die drei Behinderten in «Hasta la vista», die sich nach Sex sehnen, machen auch Witze über sich selbst und ihre Behinderung. Unsentimental und roh geht der Boxer Ali in «De rouille et d’os» mit der zarten Wal-Trainerin um, die beide Beine verloren hat. Nachdem jahrzehntelang Menschen mit Behinderung in Filmen kaum vorkamen oder als Freaks gezeichnet wurden, gibt es inzwischen kaum mehr Berührungsängste.

Eingeschränkter Filmgenuss Während Menschen mit Behinderung als Leinwandfiguren somit zum Alltag gehören, stehen ihnen bei einem Kinobesuch noch immer zahlreiche Erschwernisse entgegen. Sind in älteren Kinos wie dem St.Galler Scala nur zwei Säle und das Rex überhaupt nicht rollstuhlgängig, so wurde bei neueren Bauten wie dem Cinedome in Abtwil oder dem St.Galler Kinok auf diesen Punkt geachtet. Nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern auch ältere Menschen, die Probleme mit dem Gehen haben, profitieren davon. Allerdings verfügen auch neuere Kinos nur über sehr wenige Rollstuhlplätze, sodass hier mehrere Freunde im Rollstuhl nicht gemeinsam einen Film besuchen können. Zudem befinden sich diese Rollstuhlplätze oft direkt vor der Leinwand, was den Filmgenuss erheblich einschränkt. Aus diesem Grund – aber auch aufgrund besserer technischer Ausstattung, wie Festivalleiter Gerhard Protschka erklärt -, weicht das Filmfestival «Look & Roll», das Kurzfilme über das Leben mit einer Behinderung zeigt, gelegentlich auf andere Säle wie das Haus Vorderdorf in Trogen aus. Nur wenige Kinos in der Schweiz, wie das Cinematte in Bern oder das Stadtkino Basel, bieten mehreren Rollstuhlfahrern gute Plätze. Das Internetportal zugangsmonitor.ch von Procap, der Selbsthilfeorganisation für Menschen mit Behinderung, informiert dreisprachig über die Zugänglichkeit von Kinos, Museen und Theaterbühnen in der ganzen Schweiz.

Die Chance der Digitalisierung Noch schlechter als für Mobilitätsbehinderte ist die Situation für Menschen mit Seh- oder Hörbehinderung. Sehbehinderten wäre mit einer begleitenden Beschreibung der Filmhandlung sehr geholfen, ob live oder über eine Tonspur eingesprochen. Während beispielsweise in England eine ganz andere Kultur im Umgang mit Menschen mit Behinderung herrscht und rund 250 Kinos regelmässig eine solche Audiodeskription anbieten, ist in der Schweiz kein einziges Kino technisch darauf eingestellt. Dabei würden sich laut Gerhard Protschka die Anschaffungskosten bei nur einem Besucher mehr pro Vorstellung schon in drei Jahren amortisieren, wie Untersuchungen in England und Australien zeigten. Nur wenige Angebote gibt es bislang auch für hörgeschädigte Menschen. Diese können zwar bei fremdsprachigen Filmen die Untertitel lesen, doch fehlen ihnen die Informationen zur Geräuschkulisse. Gänzlich ausgegrenzt wird diese Gruppe bei deutschsprachigen Filmen, die bislang nicht untertitelt werden. Die St.Galler Kinos Kinok, Scala und Storchen verfügen aber immerhin über eine induktive Hörschleife. Dabei handelt es sich um eine Ringleitung, die den Filmton für Menschen mit Hörgerät verstärkt. Wichtig ist hier freilich ein deutlicher Hinweis auf dieses Angebot und darauf, an welchen Sitzplätzen es zur Verfügung steht. Vielfältige Chancen sieht Protschka in der Digitalisierung der Kinolandschaft. Deshalb arbeitet Procap verstärkt mit der Filmbranche, im Speziellen mit Verleihern zusammen. Verbesserungen werden dabei aber nicht nur im Bereich der Untertitelung angestrebt. Auch für Sehbehinderte bietet das digitale Kino ganz andere Möglichkeiten, kann doch hier auf einer der Tonspuren eine Audiodeskription für Sehbehinderte zugeschaltet werden, die parallel zur Kinovorführung ohne Störung für andere Besucher über Kopfhörer empfangen werden kann – Pilotkinos für dieses Projekt werden gesucht.

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Kys min Bror

kultur

AnythinG yoU CAn Do Zwei Jungs, ein Zimmer, ein Wettkampf: Grimassen schneiden, Zielschiessen mit Weintrauben, Rülpsen. BEAUtiFUl

Lasse in seinem PanzerRollstuhl und sein Bruder Simon feiern Sylvester bei Rikke. Sie haben sich beide in sie verliebt. A DEAF PErson’s GUiDE to thE soUnD sEnsitivE Ein gehörloser Wissenschaftler erklärt die Pflege und Stimulation von «Geräuschempfindlichen».

Ein junges lernbehindertes Paar verteidigt seine Liebe gegen den Druck der Verwandten und die Vorurteile der Gesellschaft.

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trAvEls with my BrothEr Vas, der Autist, und Christine, seine ältere Schwester, reden über Liebe, Kunst, Hoffnung und das Schicksal.

thE EnD Nach der Entdeckung neuer Therapien zur Eliminierung von Gehörlosigkeit steht die Kultur der Gebärdensprache auf dem Spiel.

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CoUsin

BE my BrothEr Mit Charme begegnet ein junger Mann mit Trisomie 21 an der Bushaltestelle den Vorurteilen einer Fremden. EU não QUEro voltAr sozinho

Der blinde Leonardo muss die Eifersucht seiner Freundin ertragen, während er versucht herauszufinden, welche Gefühle er für seinen neuen Freund hegt.

Sie waren dicke Freunde, haben die Superhelden gespielt und ihr Leben geteilt, bis Adams Cousin ins Heim musste. vEroniKA Als Kind wurde ihr ein IQ von Null attestiert, sie ist autistisch und mehrfach körperlich behindert. Niemand konnte sich vorstellen, dass Veronika über einen hellwachen Geist verfügt.

Am Adventsmarkt in trogen werden im haus vorderdorf am samstag, 8. Dezember, die meisterwerke aus dem internationalen Kurzfilmfestival «look 14 Uhr & roll» gezeigt und siGns & viBrAlive audiodeskribiert. tions Ein spektakuläres Konzert Der Festivalleiter Gerhard Protschka mit starken Schwingungen für ein Publikum aus moderiert den Anlass. mehrheitlich Gehörlosen Der Eintritt ist gratis. mehr infos: und Schwerhörigen. www.lookandroll.ch oUtsiDE in Sechs Tänzer, darunter David Toole, erwecken den Eindruck unendlicher Bewegung.


Bild: Martin Linsi

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Von der rolle von Anja Schulthess

Sundiver: Uplift nach sechs Jahren

Lidtragend sit immer dir Ich schaue kein Fernsehen. Klar, das sagen alle, die ernsthaft glauben, Fernsehen an sich mache dumm. Und dann relativieren sie: «Du, vilicht mol Tagesschau, Arte oder so, weisch». Aber bei mir stimmts, Ehrenwort. Und wenn, dann nur etwas wirklich Nützliches, wie zum Beispiel den Kassensturz. Seit ich den letztens geschaut habe, lässt mir etwas keine Ruhe. Ich sehe nämlich den Verdacht bestätigt, dass es Leute Bild: pd gibt, die auf wahnsinnig viel Geld hocken, das eigentlich mir zusteht und ja, auch Ihnen. Stellen Sie sich das einmal bildlich vor. Überall wird gelogen und betrogen und «lidtragend sit immer dir Konsumäntä». Haben Sie sich beispielsweise schon einmal überlegt: «Worum sötted dir Flugtaxe zahle, we dir de Flug nid tüed aaträte?» – «Daas isch e gueti Frog», meint Ueli Schmezer, grundsolider Schweizer Bürger und Normalverbraucher, worauf wir sogleich von namhaften Experten darüber aufgeklärt werden, was uns als Kunden zusteht und zwar zu Recht. Nun, da ich mir Fliegen nicht leisten kann, betrifft mich das jetzt weniger. Was mir aber weniger wurst ist, ist die Sache mit den Würsten. So erfahre ich: Nicht überall, wo Wurst draufsteht, ist auch Wurst drin. Beispielsweise gibt es Vegiwürste, die aus Quorn – einem fermentierten Schimmelpilz – bestehen. Aber damit nicht genug. Die Vegiwurst ist nicht unbedingt fettärmer als das herkömmliche Fleischprodukt. Gerade die Vegiwurst mit dem verlockenden Namen «urban bio» schneidet punkto Fett- und Salzgehalt massiv schlechter ab als andere Würste. Ich werde mich hüten. Empörender noch als die Sache mit den Würsten finde ich die Tatsache, dass Banken vom Pensionskassengeld kleiner Leute Retrozessionen kassieren. Wie das genau funktioniert, habe ich zwar nicht verstanden, aber sicher ist: In ein paar Jahren könnte es mir so gehen wie dem armen alten Emil («die bhautet Gäud zrugg, wo mir ghört, das isch abgspaart»). Kassensturz, das nenne ich noch wahren service public – eine Sendung ohne Schnörkel mit dem hehren Ziel, aus dem Kunden einen Kundigen zu machen. Todernst und gänzlich ironiefrei wird uns zum Ende der Sendung auch noch bestätigt, was wir schon immer geahnt haben: paranormale Fähigkeiten gibts nicht. Dies wird nicht nur einfach behauptet, sondern in einem streng wissenschaftlichen Verfahren mit namhaften Experten (einem Zauberer, der sich mit Tricks auskennt, und einem Professoren für Verfahrenstechnik) bewiesen, womit dank starkem Glauben ans Expertentum sämtliche Zweifel restlos ausgemerzt sind. Herr B. aus dem Solothurnischen, Pendler und Erfinder des Neutralisatorplättlis, schliesst mit einem miserablen Testergebnis ab: siebzig Prozent Nieten. Womit eindeutig bewiesen ist: alles Gugus. Und so muss Herr B. ohne die 10’000 Franken nach Hause gehen, die demjenigen zustehen, der seine paranormalen Fähigkeiten unter Beweis stellt. Sein Kommentar: «Nei, das isch nid guet». Nein, gut ist das alles wirklich nicht. Aus Angst, einem Guru oder Bankster auf den Leim zu gehen, zu verfetten, an meinem eigenen Cholesterinspiegel zugrunde zu gehen oder letztlich alt und arm zu enden wie Emil, habe ich nach der Sendung sämtliche Beruhigungsglobuli geschluckt, die ich finden konnte. Ich vermute: noch so ein Bschiss!

Darwin oder Erich von Däniken? Who is right? So heisst nicht nur das zentrale Stück auf dem neuen Album «Demwa» der Band Sundiver, sondern auch die grosse Frage, die sie darauf in neun Stücke verwebt. Ganze sechs Jahre haben sich die vier St.Galler dahintergeklemmt, viel diskutiert und gelesen. Und zwar den Mystery-Bestseller, nach welchem sie – damals, vor über zehn Jahren, unwissentlich – ihre Band getauft hatten. «Sundiver», die englische Novelle von David Brin, ging 1980 wie warme Weggli über den Buchladentisch. Sie behandelt die Frage, ob der Mensch durch die Evolution oder durch ein ausserirdisches «Uplift» zum verstehenden, bewussten Wesen geworden ist. Man könne die ScienceFiction-Erzählung, die die Welt erklären soll, durchaus naiv finden, sagt Barnabas Németh, Texter und Sänger von Sundiver. Dennoch haben die vier sich tief mit ihr befasst. So tief, dass daraus das Konzept ihres demnächst erscheinenden Albums geworden ist. Eine bemerkenswerte Sache. Wahrscheinlich sogar überlebenswichtig für die Band: Immerhin bot das Konzept den Leitfaden für eine sechs Jahre andauernde Arbeit an einem Musikalbum. Nie seis versandet, sagt Németh. «Praktisch jede Woche haben wir uns getroffen, eingespielt und aufgenommen». Dies in aller Ruhe und immer unter alleiniger Regie – «eine Entscheidung, die wir damals schon nach dem letzten Album getroffen haben». Um das Jahr 2005 waren Sundiver die Hoffnung des St.Galler Indie-Rocks. In vier Jahren haben sie über hundert Konzerte gespielt. «Doch wir sahen nicht mehr ein, weshalb die Live-Auftritte für eine Band immer das Höchste der Gefühle sein sollten», sagt Németh. Immer nur fürs nächste Konzert proben, tolle Bühnenarrangements ausdenken, und dann die teilweise uninteressierten AusgangsClowns im Publikum: Das schnüre jeglichem kreativen Prozess die Luft komplett ab. So gingen Sundiver in sich und schlossen hinter sich die Tür ab: schreiben, aufnehmen und mischen, zum Teil im Proberaum, zum Teil in der leeren Grabenhalle. «Wir hatten genug Zeit, brauchten kein Geld und es gab keine Techniker, die uns beeinflussen konnten». Wenn Németh die sechs Jahre Arbeit an der neuen Scheibe beschreibt, ist man überzeugt, dass sie den künstlerisch natürlichsten aller Prozesse fürs Machen eines Musikalbums gewählt haben.

So klingt es dann auch: authentisch, skrupellos und nicht eingeschüchtert von Stil-Diktaten. Irgendwie nach PostRock, irgendwo zwischen Mogwai und The Cure. Verglichen mit dem Vorgänger sind die Songs offener, weniger nach Rocksong-Konzept strukturiert und somit (ihr Glück!) nicht sehr radiotauglich. «Who is right», das Paradestück, ist gespickt mit Brachialität und Weichheit zugleich: Es beginnt ruhig, steigert sich zur Mitte hin, wo unzählige Gitarrenschichten turnhallengrosse Räume auftun, die dann kurz vor Schluss wieder in sich zusammenbrechen. Némeths Gesang mag noch so zerbrechlich klingen: «Demwa» strahlt positiv aus. Selber hören kann man das am 15. Dezember bei der Plattentaufe in der Grabenhalle. Marco Kamber Sundiver: demwa. Konzert und CD-Taufe Grabenhalle St.Gallen. Samstag, 15. Dezember, 21.15 Uhr Mehr Infos: www.sundiver-music.ch

Ohne Druck am Werk: Sundiver und Barnabas Németh (hinten links) Bild: pd

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LITERATOUR mit Florian Vetsch Im Dezember hagelt es Geschenke. Denn Er ist ein Gott der Fülle! Guetzli, Schoggitaler und Nüssli schiessen aus dem Chlausensack auf den Teppich, und unterm Weihnachtsbaum macht sich vielleicht auch eine von diesen vier Trouvaillen gut:

Für GraphicNovel-Addicts Der Schreiber Will Bingley und der Zeichner Anthony Hope-Smith haben aus der Biografie des Autors und Journalisten Hunter S. Thompson (geboren 1937 in Louisville, Kentucky, gestorben 2005 in Woody Creek bei Aspen, Colorado) eine sehens- und lesenswerte Graphic Novel gestaltet. Hunter S. Thompson war ein dezidierter NixonGegner, ein zeitweiliger Hells-AngelsBegleiter, Reporter der Studentenunruhen, Kandidat für den Sheriffsposten in Aspen, Waffennarr, fanatischer Sportler, Erfinder des Gonzo-Stils, Alkoholiker, Acid-Konsument, Suizidant … Thompsons Emblem war die Gonzo-Fist, die gereckte sechsfingrige Faust. Sie ist sicher das beste Symbol für sein Leben voller Rausch, Bewegung, Action und mit einer Schreibmaschine, deren Tasten wie ein Maschinengewehr ratterten. Natürlich bietet dieses Leben eine herrliche Vorlage für eine Graphic Novel. Will Bingley und Anthony Hope-Smith haben diese Chance gepackt und schildern Thompsons Vita auf rund 180 Seiten packend und gespickt mit geschickt ausgewählten Zitaten.

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Für UndergroundAficionados

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WILL BINGLEY UND ANTHONY HOPE-SMITH: GONZO. Die grafische Biografie von Hunter S. Thompson. Tolkemitt, Berlin 2011. Fr. 21.–

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FLORIAN GÜNTHER: FOTOGRAFIEN 1984–1994. Lükk Nösens Edition, Berlin 2012. Fr. 42.–

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POESIE AGENDA 2013. Orte Verlag, Oberegg 2013. Fr. 16.–

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CLUB DER TOTEN DICHTER: EINES WUNDERS MELODIE. Zug Records, Berlin 2010. Fr. 28.–

Bild: pd

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Der Dichter und «Drecksack»-He­ rausgeber Florian Günther (1963) bringt dieser Tage «Fotografien 1984–1994» in der Edition Lükk Nösens, Berlin, heraus. Zu den Fotos aus Brasilien, Tschechien, Russland, Lettland, der Schweiz, aus Italien und Frankreich gesellen sich Begleittexte von William Cody Maher sowie ein etwa vierzigseitiges Interview, das der Sozialwissenschaftler, Autor und Musiker Marvin Chlada mit Günther geführt hat. Einen schrägen Band, ein verstörendes Buch dürfen wir erwarten. Keine Postkarten-Idyllen.

THEATERLAND

The Beauty ... 5 Immer schneller, heftiger, spektakulärer, strapaziöser? Dagegen setzt die Bieler Tänzerin Susanne Daeppen ihre «Kunst der Langsamkeit». Harmonisch fliessende, zeitlupenartig gedehnte, nach innen konzentrierte Bewegungen prägen ihre Arbeit. Zusammen mit ihrem Tanz- und Lebenspartner Christoph Lauener zeigt sie in der St.Galler Lokremise «Silk». Man kann es eine TanzMeditation nennen, entwickelt aus sparsam gesetzten Gesten und umgeben von einer Rauminstallation, die die heimliche Hauptfigur des Stücks ist: Der Solothurner Künstler Joerg Mollet hat segelartige Bahnen aus Shoji-Papier geschaffen und blau eingefärbt. Hergestellt sind sie aus Fasern des Maulbeerbaums, dessen ­Blätter die Seidenraupen fressen. So kam das Stück zu seinem Titel und zu einem intensiven Blauraum – später fügt sich noch das komplementäre Gelb hinzu. Blau und Gelb sind auch die Kostüme, den dritten Farbakzent setzt die Tänzerin zu Beginn mit roten Pinselstrichen auf dem Rücken ihres Partners. Begleitet wird das Duo von Sphärenklängen des New Yorker Gitarristen Michael Hewett, die wie der Tanz auch alle Ecken und Kanten vermeiden. Das ist programmatisch für ein Stück, das darauf verzichten will, «Liebe in ihrer Fragilität, als Kampf der Geschlechter und als Drama» zu zeigen. Vielmehr ­sollen Schönheit und die Gleichwertigkeit von Mann und Frau im Vordergrund stehen. Damit stellt sich Susanne Daeppen in einen gewissen Widerspruch zur Tradition des klassischen Butoh-Tanzes. In den Achtziger- und Neunzigerjahren hatte Daeppen in den USA und in Japan Butoh gelernt, unter anderem bei Altmeister Kazuo Ohno. In ihrem Buch «Die Kunst der Langsamkeit» beschreibt sie die Faszination einer Bewegungskunst, die sich aus dem Alltags-Zeitbegriff herauslöst und so «Verborgenes, Ungeahntes, Vergessenes» zum Vorschein bringen kann. Den oft schmerzhaft verkrallten, leidensvollen «Tanz der Finsternis», wie Butoh in Japan genannt wird, kontrastiert sie in

Für Poesie-Erleuchtete 3

Im Orte-Verlag ist, herausgegeben von Werner Bucher, Jolanda Fäh und Virgilio Masciadri, vor wenigen Wochen die «Poesie Agenda 2013» erschienen, ein handliches Büchlein mit träfen Gedichten, witzigen Texten, kruden Zeitungsenten, närrischen Cartoons und abgedrehten Fotos. Wer diese Agenda verwendet, der erfährt mitunter mitten im Alltag die Wahrheit von Gérard de Nervals Motto aus dieser Agenda: «Die Poesie ist die Ergiessung des Traums in die Wirklichkeit des Lebens.»

Für Rilke-Junkies 4

Am 13. November hat Katharina Franck (1963) im Kult-Bau in St.Gallen ein einzigartiges Konzert gegeben. Dabei elektrisierte sie das Publikum ausschliesslich mit ihrem eigenen ­Repertoire. Doch mit Reinhardt Repkes «Club der toten Dichter» hat die Sängerin, Gitarristin und Songwriterin unlängst Rilke-Texte neu vertont. Katharina Francks charismatische Stimme haucht Rilkes Gedichten neues Leben ein, gibt ihnen ein Timbre, das sie an der Sehnsuchtsvertiefung teilhaben lässt, an welcher diese Künstlerin seit ihren Rainbirds-Jahren konsequent arbeitet.

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5 SILK. Lokremise St.Gallen. Samstag, 15. Dezember, 20 Uhr; ­Sonntag, 16. Dezember, 11 und 17 Uhr. Mehr Infos: www.lokremise.ch 6

SCHLACHTHUUS SÜDPOL. Grabenhalle St.Gallen. Donnerstag, 27. und Freitag, 28. Dezember, jeweils 21.15 Uhr.

Mehr Infos: www.splaetterlitheater.com

ihren Dakini Dance Projects jedoch mit einem «Tanz der Seele», der auf Achtsamkeit setzt. Das tibetische Wort Dakini bedeutet «Himmelswanderin» – das Blau im Stück «Silk» holt diesen Himmel für anderthalb Stunden auf die Erde herab. (Su.)

… and the Beast 6

Tra-tra-trallala heisst das Motto – aber höchst ironisch. Dem pseudoanarchistischen und darin zugleich systemerhaltenden Kasperli des Kinderstücks stellt das Splätterlitheater seine widerborstigen Märchen für Erwachsene entgegen. Jetzt ist die neuste Produktion des in der Innerschweiz beheimateten Ensembles unterwegs: «Schlachthuus Südpol» erzählt von vier Expeditionen, die sich ein Wettrennen um den Südpol liefern. Der deutsche Biologe will forschen, der britische Lord Sandwich triumphieren, Prinzessin Nütelinüt sucht das Nichts, zwei Extremsportler gehen aufs Ganze. Und dann treiben sich am Südpol noch ganz andere Wesen herum. Den Splätterlis und ihrem Autor Matto Kämpf wäre zuzutrauen, dass sich darunter auch ein Krokodil befindet. Sicher ist: Das mit dem Ehrentitel «Puppentheater für Hartgesottene» ausgezeichnete Ensemble garantiert Trash ebenso wie kunstvolles Handpuppenspiel. (Su.)


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Die schönsten schweizer Bücher 2011 Sitterwerk St.Gallen. Bis Sonntag, 16. Dezember. Mehr Infos: www.sitterwerk.ch

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Beni Bischof Zeichnungen für das Burgtheater 2009–2012. Burgtheater Wien, 2012. EUR 12.50 small talks Galerie Paul Hafner St.Gallen. Bis Mittwoch, 23. Januar 2013. Mehr Infos: www.paulhafner.ch sangallensia iV Galerie Christian Röllin St.Gallen. Bis Samstag, 19. Januar 2013. Mehr Infos: www.christianroellin.com heimspiel 2012 Diverse Orte St.Gallen. Samstag, 15. Dezember 2012 bis Sonntag, 24. Februar 2013. Mehr Infos: www.heimspiel.tv aUsBeUte 2012. regionales kUnstschaffen Kunst(Zeug)Haus Rapperswil. Bis Sonntag, 30. Dezember. Mehr Infos: www.kunstzeughaus.ch

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SchaufenSter

Die guten Geister Ghost Knigi ist Leseanfänger und bekommt zum Geburtstag von seiner Tante Abel ein Buch geschenkt. Doch als er es aufschlägt, ist es weiss. Dabei hat er auch schon welche gesehen, und die hatten allesamt Bilder und Zeichen drin. Aber dieses hier ist von vorne bis hinten leer. 1 Dem Besucher der Ausstellung «Die schönsten Schweizer Bücher 2011» im Sitterwerk geht es wie Ghost Knigi beim Anblick der 27 prämierten Werke. Stumm liegen sie auf den sechs Holzwagen verteilt, manche wirken scheu und unscheinbar, andere aufdringlich und wuchtig. Ghost Knigi begibt sich auf die Suche nach dem Lesegeheimnis, er besucht die Geisterbibliothek – alles weisse Bücher, er beobachtet seine Geistermitschüler – alles Bluffer. Da geht es den Ausstellungsbesuchern besser. Die «Schönsten» (darüber liesse sich streiten) beginnen mit dem zu plaudern, der sie aufschlägt. Da warten im Folien-Trasheinband «Amber» Zeitungsbögen zur vierten Arnhem Mode Biennale. Und zwischen den Kartondeckeln «Armand Schulthess. Rekonstruktion eines Universums» öffnet sich das schöpferische Chaos des Messies Schulthess. Es liegen auch ein paar Bücher hiesiger Bekannter auf den Wagen. Jost Hochulis Werk «Das ABC des Typografen» wurde so ausgezeichnet, wie er selber Mitte November im Palace mit dem Anerkennungspreis der Stadt St.Gallen. Herausgeberin des feinen Büchleins ist die Verlagsgenossenschaft

St.Gallen, die zeitgleich mit Hochuli den Förderpreis der Stadt erhielt. Auch das Buch «Andreas Züst. Himmel» von Peter Weber und Mara Züst ist eines der schönsten geworden. Aufzuschlagen gibt es nebst den 27 ausgezeichneten Werken auch die 400 anderen, die beim Bundesamt für Kultur für den Preis eingereicht wurden. Gschämig einige, zu bedauern andere, dass die fünfköpfige kunstlastige Jury für sie nicht zu erwärmen war. Eine zu erstöbernde Ausstellung, die von den persönlichen Entdeckungen lebt – und wenn trotz bedruckter Seiten der Inhalt einmal doch blank bleiben sollte, dann empfiehlt sich, es Ghost Knigi gleichzutun. Am Ende dieses schönsten Buches, gezeichnet und gestaltet von Benjamin Sommerhalder und herausgegeben in seinem Eigenverlag Nieves, hat Ghost Knigi den Dreh raus, wie Bücher zum Sprechen gebracht werden können – verraten sei es hier nicht. Bis zum 13. Januar können übrigens die schönsten Schweizer Bücher von 2012 eingereicht werden. Das kann jedes Buch sein, solange es entweder in einem Schweizer Verlag verlegt, in einer Schweizer Druckerei gedruckt oder von einer Schweizer Grafikerin oder einem Schweizer Grafiker gestaltet wurde. 2 Das disqualifiziert leider das neu erschienene Werk «Beni Bischof. Zeichnungen für das Burgtheater 2009–2012». Der ständig produktive, unerschöpflich kreative und mehrfach ausgezeichnete Künstler (auch er hat – Sie mögen es erraten haben – Mitte

November im Palace einen Förderpreis der Stadt überreicht bekommen), ist nicht nur im «Saiten» ein altbekanntes gutes Gesicht, sondern auch im Programmheft des Burgtheaters in Wien, das über ihn sagt: «Der öffentliche Auftritt der Burg ist ohne sie (Beni Bischofs Illustrationen) undenkbar geworden». Mit unvergleichlichem Humor, grenzenlosem Querdenken und schnellen schwarzen Strichen kommentiert er einfach alles. Obwohl Beni Bischof an einer Stelle «Occupy Weihnachtsbaum» fordert, sei das Buch rücksichtslos als Geschenk empfohlen. Zusammen mit «Ghost Knigi». (ak) nachtrag: Beni Bischofs Werke werden zurzeit in der Galerie Paul Hafner, der Galerie Christian Röllin, im Kunst(Zeug)Haus und am diesjährigen Heimspiel gezeigt. In der Sommer & Kohl Galerie in Berlin ist seine Einzelausstellung «(Bad) Habits» noch bis zum 22. Dezember zu sehen.

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Presswerk von René Sieber, Autor und Pop-Aficionado «Mit einem Strauss Blattläuse stehe ich vor Deiner Tür. – Woher kommt diese Einsamkeit?» Hans Unstern Dadaismus aus Deutschland

Hans Unstern.

Als ich diese Musik direkt aus Berlin bekam, war das wie vorgeschobene Weihnachten. Hans Unstern, hiess es beim zuständigen CH-Vertrieb, könne man nicht liefern. Tja, der eigensinnige Liedermacher ist eben kein Grönemeyer, mit dem man Kaufhäuser beschallt. Die herrliche Anspielung im Albumtitel auf die Sex Pistols hat vom Sound her nichts mit Punk zu tun. Sie spiegelt eher die rigorose Haltung und Individualität wider, die den Berliner Hans Unstern als einen vom Dadaismus infizierten, höchst unkalkulierbaren Künstler offenbaren. «Kratz Dich Raus», sein Debüt von 2010, liess schon Grosses vermuten. Nun hat der ehemalige Strassensänger mit «The Great Hans Unstern Swindle» (Staatsakt) ein Nachfolgewerk abgeliefert, das im alternativen Feuilleton einen Sturm im Wasserglas verursacht hat. Es ist schon erstaunlich und macht neidisch, wie frei und assoziativ dieser Kerl mit Sprache umgeht. Zudem fällt auf, wie sehr er gerade diese in seinen Liedern immer wieder zum Thema macht. «Worte kommen als Staubwolken aus Deinem Mund – Staubsaugerbeutel in unseren Köpfen. Jedes Wort sollen wir umdrehen und damit spielen. Ich hasse Gedichte», singt Unstern im Stück «Mit Schwarzen Lippen Sitzen Wir Hinten». Und hat mit «Hanky Panky Know How» selber gerade einen Lyrikband veröffentlicht. Der grosse Schwindler hat seine Gedichtbände wohl in einem Safe eingeschlossen. Da ich parallel zu diesem Album jenes von Scott Walker hörte, fiel mir ein ähnlicher Umgang mit Sprache und Musik auf. Staccatohaft kommt vieles daher, schleierhaft und dissonant: hier eine Mundtrommel, ein hart angeschlagenes Klavier und eine Tuba, dort ein Harmonium-Intro, Akkordeon- und Glockenspielklänge. Seltsamerweise bleiben einem diese unharmonischabgehackten Songs aber umso hartnäckiger im Gehirn kleben. Mit «The Great Hans Unstern Swindle» hat der bärtige Waldschrat sein vorläufiges Meisterstück abgeliefert.

SieBerS Top-Ten-poDeSTLi: The Beatles Rubber Soul (1965)

Frickel-Beats aus Los Angeles

Apokalyptischer Teufelsritt

Scott Walker.

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The Gil evans orchestra Out Of The Cool (1961)

Die grossen genreübergreifenden Innovationen finden derzeit hauptsächlich in der elektronischen Musik statt. Den Boden dazu vorbereitet haben in den 70er- und 80er-Jahren Kraftwerk, Depeche Mode und Suicide. In den 90er-Jahren verarbeiteten Bands wie Radiohead, Stereolab und Tortoise elektronische Elemente in Strukturen des klassischen Songwritings und trugen damit zu einer Etablierung dieser Musikrichtung ausserhalb der TechnoSzene bei. Unlängst haben Daphni (besser bekannt unter Caribou) und The Weeknd aus Kanada herausragende neue Alben veröffentlicht. Und im Herbst hat der Elektrozauberer Steven Ellison alias Flying Lotus ein beeindruckendes Lebenszeichen von sich gegeben. Der ambitionierte Musiker aus Los Angeles macht auf «Until The Quiet Comes» (Musikvertrieb) dort weiter, wo er mit seinem Vorgängerwerk «Cosmogramma» (2010) aufgehört hatte. Sein kreativer Kopf scheint vor zu vielen Ideen fast zu explodieren. Unzählige Frickel-Beats, gewagte Soundspielereien, oszillierende Rhythmen, Breakbeat, Downbeat und brodelnde Melodieböden: Aus all diesen Zutaten entsteht eine Art digitaler Free Jazz, der sich aus Elementen des R’n’B, Soul und Hip-Hop speist. In der Musik von Flying Lotus gibt es weder Ruhe noch Stille, wie es der Titel des Albums zu suggerieren scheint. Der Laptop rotiert und die Knöpfchen darauf werden im Akkord gedrückt. Einzig die wunderbar mitschwingenden Gaststimmen von Niki Randa, Laura Darlington, Erykah Badu und Radiohead-Sänger Thom Yorke bringen etwas Gelassenheit in das nervöse Räderwerk von «Until The Quiet Comes» und justieren das Ganze. Wo einem dann der Kopf nach den 18 Songschnipseln und einer Dreiviertelstunde steht, weiss man am Schluss allerdings trotzdem nicht.

Kult war, ist und bleibt er. Weil es im Jahr 1995 – nach einer elfjährigen Schaffenspause –zum legendären Comeback-Album «Tilt» keine Bilder des menschenscheuen Stars gab, setzte eine Londoner Boulevardzeitung 1000 Pfund für ein aktuelles Scott-WalkerFoto aus. Beim Anhören jener avantgardistischen Soundcollagen hätte niemand auf einen Sänger getippt, der Mitte der Sechzigerjahre mit den weltberühmten Walker Brothers zum Teeniestar avancierte. «My Ship Is Comin’ In», «There Goes My Baby» und «The Sun Ain’t Gonna Shine Anymore» sangen die drei unbedarften Jungs vor kreischenden, in Ohnmacht fallenden Pubertierenden. Zwischen 1967 und 1969 gab Noel Scott Engel (so sein bürgerlicher Name) seine vier legendären, meisterlichen Soloalben «Scott 1» bis «Scott 4» heraus, die heute gesuchte Sammlerstücke sind. In den Siebzigerjahre versackte der egozentrische Sänger in einem Meer von Drogen und Depressionen. Wahrscheinlich waren es jene stockdunklen Jahre, die Scott Walker einen höchst eigenwilligen Solo-Pfad einschlagen liessen. Und die Lektüre der Existenzialisten Camus und Sartre. 1983 schockierte er seine alte Fangemeinde mit «Climate Of Hunter». Nur ein paar Kritiker schienen angetan von den surrealen Tongemälden. Das ist bis heute so geblieben. «Tilt» und «The Drift» (von 2006) waren noch radikaler in jeglicher Abkehr von tonaler Musik. Das neue Opus «Bish Bosch» (Musikvertrieb) ist kein Jota eingänglicher. Walkers extrem artifizieller und gespreizter Gesang schwebt über düsteren, opulenten Geräuschkulissen. Meissel, Säbel und Hammer liess Scotty in den Londoner Abbey Road Studios herumschwirren, um seine gewünschten Toneffekte in die Wirklichkeit umzusetzen. Auch textlich lässt «Bish Bosch» nichts anbrennen. Nazis, ein katholischer Priester und Ratten sind gleichermassen Teil des Erzählstranges wie der rumänische Diktator Ceausescu, der amerikanische Politiker Rumsfeld und Epidemien. Der von David Bowie verehrte Klangfetischist ist endgültig abgefahren auf seinem apokalyptischen Teufelsritt.

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pearl Jam Ten (1991)

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Hans Unstern The Great Hans Unstern Swindle

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Aztec Camera Frestonia (1995)

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Flying Lotus Until The Quiet Comes

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Bob Dylan Tempest

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Scott Walker Bish Bosch

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Dinosaur Jr. I Bet On Sky

Flying Lotus.

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10 Donald Fagen Sunken Condos


WORST OF 2012

werden müssen. Aber wollen wir es trotzdem als das Aufgehen des Morgensterns nach langer dunkler Nacht sehen: Endlich geht es auch im Genre des Märchens mit den Frauenrollen vorwärts. Wenn dann Filme geschaut werden wie «The Avengers» oder «Batman – The Dark Knight Rises» mit ihren Feigenblatt-Superfrauen, wird klar, welches Genre als nächstes getrost dran glauben könnte. Fledermaus hin, Superhelden her, der emanzipatorische Tiefschlag des Jahres kam aus dem Netz in Form des Trailers «Attack of the Saints» zum Killergame «Hitman – Absolution». Acht bis an die Zähne bewaffnete Latex-Nonnen werden von einem einzigen Mann in Sakko und roter Krawatte niedergemäht. Incredible echt, incredibly zugeschnitten auf die männliche Gamer-Community. Die Fanboys wehrten sich dann auch rapidly und orchestriert gegen die US-kanadische Videobloggerin Anita Sarkeesian, die es wagte, Frauenrollen in Videogames analysieren zu wollen. In einem Shitstorm drohten ihr die Trolle mit Vergewaltigung und Tod, müllten ihre Wikipedia-Seite mit Pornografie zu, legten ihre Webpage lahm und meldeten ihren Youtube-Kanal als TerrorSeite. Das ist wirklich Worst of 2012.

PFUI FANBOYS An den Solothurner Filmtagen im Januar gabs alles: ärgerliche Filme wie «Bottled life», grauenhaft abgedrehtes wie «Quai Ouest» (kam nie bis in die Deutschschweizer Kinos), aber auch augenöffnendes wie «De la cuisine au parlement». Jaja, Frauenwahlrecht in der Schweiz, gähn, dachte ich noch beim Präludium, aber am Ende sass ich mit einigen neu aufgegangenen Lichtern im Kopf da. Das stimmte mich auf ein frauenstarkes Filmjahr ein – dann kam «Snow White and the Huntsman». Endlich ein emanzipiertes Schneewittchen, kein dummes Ding, das arglos giftige Äpfel futtert und als schöner Preis für den Edlen endet. Nein, dieses hier führt selber ein Schwert, braucht keinen Mann und ist im Herzen schön – weil: pfui Schönheitswahn, ­dagegen will der Film schliesslich protestieren. Bloss macht er das ausgerechnet mit Charlize Theron als Hexe und Kristen Steward als Schneewittchen, bei denen die Makel wie sieben Fehler gesucht

Andrea Kessler, 1980, ist «Saiten»-Redaktorin.

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Mark Staff Brandl, 1955, ist Künstler und Kunsthistoriker.


Kultursplitter Monatstipps der Magazine aus aarau · Basel · Bern · olten · luzern · Vaduz

23 Sternschnuppen Hinter 23 Türchen warten auf das neugierige Publikum 23 überraschende Momente. Jeden Abend, vom 1. bis 23. Dezember, bieten siebzehn Oltner Kulturveranstalter eine neue Sternschnuppe. Das Programm ist bekannt; wer jedoch an welchem Tag im Kino Lichtspiele auftreten wird, ist eine Überraschung. Mit Knuth & Tucek, Simon Libsig, Berlin Comedian Harmonists seien drei Leckerbissen aufgezählt. Alles ganz unkompliziert: Eine Vorstellung, kein Eintritt, ohne Anmeldung, ohne Reservation.

Weihnachtsstück für die ganze Familie

Temporeiches Jugendtheater

Das Junge Theater Liechtenstein, das sind sechs verschiedene Theatergruppen unterschiedlichsten Alters, bringt ein Weihnachtsstück frei nach der Geschichte «Die sieben Raben» auf die Bühne. Das Besondere ist, dass Kinder zwischen acht und elf Jahren und Erwachsene gemeinsam Theater spielen. Das Junge Theater Liechtenstein ist ein selbständiger Verein, der sich seit zehn Jahren die Förderung der Theaterpädagogik in Liechtenstein zum Ziel gesetzt hat.

Auf den ersten Blick passen sie nicht zusammen, der Unternehmersohn Maik Klingenberg und Andrej Tschichatschow, der kleinkriminelle Sohn armer russischer Einwanderer. Doch dann brechen die beiden vierzehnjährigen Kameraden in einem gestohlenen Lada zu einer Reise in die Walachei auf und erleben einen wilden Sommer. Das Junge Theater Basel bringt den Erfolgsroman von Wolfgang Herrndorf mit viel Witz und Tempo auf die Bühne, klug gekürzt, in Mundart und auf hiesige Verhältnisse angepasst.

Der Oltner Adventskalender Ab 1. Dezember, 18.15 Uhr, Kino Lichtspiele Olten. Mehr Infos: www.23sternschnuppen.ch

Die sieben Raben Samstag, 8. Dezember, 16 Uhr (Premiere), Takino Schaan. Mehr Infos: www.tak.li

Tschick Bis Samstag, 12. Januar 2013, jeweils 20 Uhr, Junges Theater Basel. Mehr Infos: www.jungestheaterbasel.ch

Kerbiges Must

Spoken Word Theater

Amman in Aarau

Die Ex-Sticks-And-Stones-Saxofonistin Matana Roberts ist eine der interessantesten Musikerinnen unserer Zeit. Ihr letztjähriges Album «Coin Coin Chapter One: Gens de couleur libres», das sich mit Spuren und Hinterlassenschaften von Vorfahren, ihrer afroamerikanisch-indigenen Familie auseinandersetzt, liess Kritiker in Hymnen verfallen. Da ist Schmerz drin, da sirrt Voodoo, da lärmen die Sklavenverkäufer. Geschichte wuselt. Klänge sürmeln, brechen aus. Kehlige Schreie. Kerbiges Altsax. Ein Must!

Der gern gelesene und viel verkaufte Mundartroman «Der Goalie bin ig» von Pedro Lenz kommt auf die Bühne: Till Wyler inszeniert das Werk fürs Konzert Theater Bern, Jonathan Loosli spielt den Goalie. Die Geschichte handelt vom kleinen und grossen Scheitern und von der Hoffnung eines Mannes, der eben aus dem Knast zurückgekehrt ist. Der erste Roman von Lenz packte mit dem Plauderton des Erzählers – die Theateradaption ist schon fast eine Rückkehr in Lenz’ Genre Spoken Word.

Matana Roberts Dienstag, 4. Dezember, 20 Uhr, Mullbau Luzern. Mehr Infos: www.mullbau.ch

«Der Goalie bin ig» Samstag, 15. Dezember, 19.30 Uhr (Premiere), Konzert Theater Bern. Mehr Infos: www. konzerttheaterbern.ch

Selten genug sind Arbeiten von Kunstschaffenden aus dem Nahen Osten in unseren Breitengraden zu sehen. Das Forum Schlossplatz in Aarau zeigt nun in der Ausstellung «Amman Journal» Arbeiten von jordanischen und Schweizer Künstlerinnen und Künstlern. Sibylle Omlin, die längere Zeit in der jordanischen Hauptstadt die Kunstszene und die Geschichte Jordaniens erforschte, hat die Ausstellung kuratiert und zeigt Werke u.a. von Barbara Caveng, Samah Hijawi, Raed Ibrahim, Saba Innab, Helen Keiser, Walid Raad, Christoph Rütimann, Ala Younis, René Zäch und Sima Zureikat. Amman Journal Bis 27. Januar 2013, Forum Schlossplatz Aarau. Mehr Infos: www.forumschlossplatz.ch

Mit «saiten» zusammen bilden diese unabhängigen Kulturmagazine die Werbeplattform «Kulturpool» und erreichen gemeinsam eine auflage von über 200’000 exemplaren. www.kulturpool.biz


Kalender 01.12. – 31.12.2012

Inhaltsverzeichnis Kulturprogramme 2 Konzert und Theater St.Gallen. 6 Kulturraum am Klosterplatz St.Gallen. 10 Naturmuseum St.Gallen. 24 J.S. Bach-Stiftung Trogen. Schloss Wartegg Rorschacherberg. 38 Diogenes Theater Altstätten. Kellerbühne St.Gallen.

SA

38 Kinok St.Gallen. 50 Figurentheater St.Gallen. Museum im Lagerhaus St.Gallen. Palace St.Gallen. 54 Gare de Lion Wil. Grabenhalle St.Gallen. Kugl St.Gallen. 58 Jüdisches Museum Hohenems. Kultur is Dorf Herisau.

01.12

Konzert Bastian Stein Group. Das neue Projekt des Trompeters. Theater am Saumarkt Feldkirch, 20:15 Uhr Camouflage. Synthiepop-Ikonen. Spielboden Dornbirn, 20 Uhr Coro Mille Voci. Der Chor singt von Pop bis Volksmusik. Evangelische Kirche Müllheim, 19:30 Uhr FM Belfast DJ Set. Wildes, elektronisches Konzert. Oya Bar Kafé St.Gallen, 22 Uhr Heinz de Specht. Kleinkunst-Pop. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Insieme Tango. Repertoire aus traditionellen Stilen. Kaffeehaus St.Gallen, 19:30 Uhr James Gruntz. Souliger Pop. S-Ka Altnau, 20:30 Uhr Jolly und The Flytrap. Global Rock’n’Roll. Gaswerk Winterthur, 20:30 Uhr Liaison Lalier. Mit ihrer Bande, Katrin Züst alias Katharina Kasümpel und Nadine Wismer. Bierstübli St.Gallen, 21 Uhr Musique Simili. Unterwegs in den Steppen des Balkans. Chössi-Theater Lichtensteig, 20:15 Uhr Nun komm o Heiland. Kammerchor Winterthur. Kirche St. Laurentius Frauenfeld, 19:30 Uhr The Parov Stelar Trio. Electroswing. Kugl St.Gallen, 22 Uhr Tyst. Ein-Mann-Band. CuphubDesign Kultur Café Arbon, 21 Uhr Zapzarap. Ochsentour auf dem Depot Tellplatz Kirchberg, 20:30 Uhr Clubbing/Party Cafetango. Kaffee trinken und Tango tanzen. Kaffeehaus St.Gallen, 16 Uhr Disco Chamäleon. Die Kult-Disco ab 30. K9 Konstanz, 21 Uhr Rap History 1996. Mit Paul Neumann, Reezm und DJ Johny Holiday. Palace St.Gallen, 22 Uhr Riderbang Party. Partynacht. Salzhaus Winterthur, 21 Uhr Underground Party. Tanzen tanzen. Gare de Lion Wil, 22 Uhr Wild Wild East. Durch den Wilden Osten. Kraftfeld Winterthur, 22 Uhr Film Cloud Atlas. Spielfilm mit Tom Hanks und Halle Berry. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Holy Motors. Leos Carax' kontroverses Meisterwerk mit Denis

58 Salzhaus Winterthur. 62 Zeughaus Teufen. 67 Henessenmühle Gossau. Kunstmuseum St.Gallen. Look & Roll Trogen. 72 Heimspiel St.Gallen.

Lavant, Eva Mendes, Michel Piccoli und Kylie Minogue. Kinok, Lokremise St.Gallen, 21:30 Uhr I, Anna. Kommissar Reid verliebt sich bei Mordermittlungen in die faszinierende Anna. Kinok, Lokremise St.Gallen, 19:15 Uhr La maison corse. Christine erbt ein baufälliges Haus auf Korsika und beginnt ein neues Leben. Kinok, Lokremise St.Gallen, 17:15 Uhr Sagrada. Dokumentarfilm über den Architekten Antoni Gaudi­. Kino Rosental Heiden, 17:15 Uhr Zarafa. Trickfilm über die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa, die von Afrika nach Paris reist. Kinok, Lokremise St.Gallen, 15:30 Uhr Theater DinnerKrimi. Monika mordet mittags. Einstein Hotel St.Gallen, 19 Uhr Ein Fall für GSI. Comedy-KrimiHörspiel-Kino für alle Sinne. Kulturbühne Ambach Götzis, 20 Uhr Fette Männer im Rock. Klassisches, episches und absurdes Theater. Theaterhaus Thurgau Weinfelden, 20:15 Uhr Illusionen einer Ehe. Stück von Eric Assous. Mephisto & Co. Schloss Seeheim Konstanz, 20 Uhr Im Herbst. Zwei Glückssucher um die Fünfzig. Was bringt das Alter? Wo blieb die Jugend? Theater Kosmos Bregenz, 20 Uhr Lametta. Weihnachtskomödie von Fitzgerald Kusz. Stadttheater Konstanz, 20 Uhr Merry Christmas. Eine Adventsshow mit über 20 Sängerinnen, Tänzerinnen und Solisten. Hotel zur Linde Teufen, 17:30 Uhr Stille Kracht. Alle Jahre wieder. Casinotheater Winterthur, 19 Uhr Wo ist Klara? Theater zum 25 Jahre Jubiläum des Bildungsklub Thurgau. Trotte Pfyn, 19:30 Uhr Kabarett Philipp Galizia. Roti Rösli. Aula Goldach, 20 Uhr Stéphanie Berger. ComedyShow. Casino Frauenfeld, 20 Uhr Uli Boettcher. Keine Ahnung! Casinotheater Winterthur, 20 Uhr Uta Köbernick. Auch nicht schlimmer. Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr Zweierleier. Mit Walter Andreas Müller und Birgit Steinegger. Stadttheater Schaffhausen, 20 Uhr Tanz Drei Duos. Drei Tanzduos an einem Abend. Irina Lorez, Meret Schlegel und Kylian Haselbeck. Phönix Theater Steckborn, 20:15 Uhr Musical Miss Biancas Abenteuer. Bernard und Bianca als Musical. Theater Winterthur, 17 Uhr

Wird unterstützt von:

Schützengarten Bier My Fair Lady. Musical von F. Loewe und A. J. Lerner. Zentrumbühne Bottighofen, 20 Uhr Rebecca. Musical von Michael Kunze und Sylvester Levay. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Kunst/Ausstellungen A-H 2012. Kunstschaffen aus Glarus und dem Linthgebiet. Vernissage. Kunsthaus Glarus, 18 Uhr Das Geheimnis des Appenzellers. Führung. Appenzeller Volkskunde-Museum Stein, 11 Uhr Florian Pumhösl. Führung. Kunsthaus Bregenz, 14 Uhr Rhythm – Nature – Culture. Führung. Naturmuseum Thurgau Frauenfeld, 15 Uhr Literatur Hausgespräch. Richi Küttel lässt sich von Mundartausdrücken inspirieren, die der Kunstmaler Otto Bruderer gesammelt hat. Otto-Bruderer-Haus Waldstatt, 16 Uhr U20-Slam Länderbattle. Mit drei Jung-Poeten aus der Schweiz, aus Hessen und Wien. Jugendkulturraum flon St.Gallen, 19:30 Uhr Kinder Chonnt ächt hüt de Samichlaus. Für Kinder ab 4 Jahren. FigurenTheater St.Gallen, 14:30 Uhr Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als fantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 15 Uhr Das Sonnenschloss. Ein Zaubermärchen aus dem Tessin. Rudolf Steiner Schule St.Gallen, 14 und 16:30 Uhr Heidi. Das Musical für Kinder. Casinotheater Winterthur, 11 und 14 Uhr Kasperletheater. Und der Adventskalender. K9 Konstanz, 15 und 16:15 Uhr Miss Biancas Abenteuer. Dialekt-Musical nach dem Roman von Margery Sharp. Theater Winterthur, 17 Uhr Mutter, sag wer macht die Kinder? Kindertheater ab 5 Jahre. Theater am Saumarkt Feldkirch, 15 Uhr Schneehase Nagobert & der klingende Adventkalender. Mitmachkonzert für Kinder ab 4 Jahren. Spielboden Dornbirn, 15 Uhr Diverses Bücherflohmarkt. Reinschauen und schmökern. Frauenbibliothek Wyborada St.Gallen, 13 Uhr Öffentliches Kerzenziehen. Hongler Kerzenladen Altstätten, 9:30 Uhr

Kleine Preise, grosse Wirkung. Werben im SAITEN. Einzelheiten und Tarife: www.saiten.ch/werbung, verlag@saiten.ch oder Tel. +41 71 222 30 66

51 SAITEN 12.12

SO

02.12

Konzert Adonia-Gospel. Nicht nur für Gospel-Fans. Hotel Metropol Widnau, 17 Uhr Bochabela String Orchestra. Benefizkonzert zum Advent. Theater am Kirchplatz Schaan, 17 Uhr Drei Wege. Kunst ohne Werk mit Co Streiff, Saxophon, Marco von Orelli, Trompete, Tommy Meier, Bassklarinette. Oxyd Kunsträume Winterthur, 11:30 Uhr Shantel & Bucovina Club Orkestar. Balkan-Pop. Kulturladen Konstanz, 21 Uhr Stradis Orchester. Eine klassische Matinée. Kultur im Bären Häggenschwil, 11 Uhr Thurgauer Kammerchor. Werke von Monteverdi, Carissimi, Hayden. Klosterkirche St.Ulrich Kreuzlingen, 16 Uhr The Parov Stelar Trio. Pionier des Electroswing. Kugl St.Gallen, 22 Uhr Film Cloud Atlas. Spielfilm mit Tom Hanks und Halle Berry. Kino Rosental Heiden, 19:15 Uhr Comerades in Dreams. Dokumentarfilm über vier Kino-Verrückte. Cineclub im Kino Rex St.Gallen, 10 Uhr Hiver Nomade. Carole und Pascal treiben eine Schafherde durch die winterliche Schweiz. Kinok, Lokremise St.Gallen, 13:30 Uhr Janosch, komm wir finden einen Schatz. Tiger und Bär finden in einer alten Kiste eine Schatzkarte. Kino Rosental Heiden, 15 Uhr La maison corse. Christine erbt ein baufälliges Haus auf Korsika und beginnt ein neues Leben. Kinok, Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Parada. Radmilo und Mirko sind erfolgreich und schwul. In fast jedem Land Europas könnten sie glücklich sein – in Serbien nicht. Gaswerk Winterthur, 19:30 Uhr Sagrada – El misteri de la creació. Stefan Haupts Dokumentation über die Sagrada Família in Barcelona, Gaudís Wunderwerk. Kinok, Lokremise St.Gallen, 11 Uhr Tabu. Aurora hat ihr Vermögen im Casino verjubelt und träumt nun von früheren Leidenschaften. Kinok, Lokremise St.Gallen, 17:30 Uhr Theater Adventsmatinee. Mit Ensemblemitgliedern des Theaters St.Gallen. Lokremise St.Gallen, 19:30 Uhr Das Sonnenschloss. Ein Zaubermärchen aus dem Tessin. Rudolf Steiner Schule St.Gallen, 16:30 Uhr DinnerKrimi. Kulinarik und Comedy. Gasthof zum Goldenen Kreuz Frauenfeld, 17 Uhr

Ein Fall für GSI. ComedyKrimi-Hörspiel-Kino für alle Sinne. Kulturbühne Ambach Götzis, 18 Uhr Im Herbst. Zwei Glückssucher um die Fünfzig. Was bringt das Alter? Wo blieb die Jugend? Theater Kosmos Bregenz, 20 Uhr Merry Christmas. Eine Adventsshow mit über 20 Sängerinnen, Tänzerinnen und Solisten. Hotel zur Linde Teufen, 16:30 Uhr Rigoletto. Oper von Giuseppe Verdi. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Kabarett Sven Görtz. Wo war ich stehengeblieben? K9 Konstanz, 20 Uhr Musical Miss Biancas Abenteuer. Bernard und Bianca als Musical. Theater Winterthur, 11 und 15 Uhr Kunst/Ausstellungen Bruno P. Zehnder. Führung. Museumbickel Walenstadt, 14 Uhr Chrissy Angliker und Fredy J. Ambroschütz. Finissage. Galerie zur grünen Tür Uznach, 14 Uhr Florian Pumhösl. Führung. Kunsthaus Bregenz, 11 und 16 Uhr François Burland. Atomik Submarine. Führung. Kunstmuseum Thurgau Warth, 15 Uhr Kultur am Sonntag: … der Kaiser kommt. Führung. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 11 Uhr Rhythm – Nature – Culture. Führung. Naturmuseum Thurgau Frauenfeld, 14 und 16 Uhr Treten Sie ein! Treten Sie aus! Führung. Jüdisches Museum Hohenems, 11:30 Uhr Von Hans Arp bis Victor Vasarely. Führung. Museum Liner Appenzell, 14 Uhr Willi Oertig. Führung. Kunstmuseum Thurgau Warth, 15 Uhr Literatur Russische Wintergeschichten. Es lesen: Regine Weingart und Arnim Halter. Schloss Wartegg Rorschacherberg, 17 Uhr Schöne, schräge, garstige Weihnacht. Mit Eike Domroes. Kaffeehaus St.Gallen, 20 Uhr Vortrag Im Anfang war das Wort. Die Bibel im Kloster St.Gallen. Eröffnung der Jahresausstellung. Regierungsgebäude St.Gallen, 10:30 Uhr Kinder Chonnt ächt hüt de Samichlaus. Für Kinder ab 4 Jahren. FigurenTheater St.Gallen, 14:30 Uhr Clio und Castor. Kindertheater Floh mit seiner dritten Musical-Produktion. Kulturzentrum Dreispitz Kreuzlingen, 14:30 Uhr


kalender

02.–07.12.

Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als fantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 11 und 15 Uhr Miss Biancas Abenteuer. Dialekt-Musical nach dem Roman von Margery Sharp. Theater Winterthur, 11 und 15 Uhr Theaterzwerge: Der rote Schal. Eine Weihnachtsgeschichte für Kinder ab 6 Jahren. Theater am Saumarkt Feldkirch, 15 Uhr

MO

03.12

Konzert Abendmusik zum Advent. Mit Domorganist Willibald Guggenmos und den Choralscholen der Kathedrale St.Gallen, 18:30 Uhr Domi Chansorn. Echte Songs. Portier Winterthur, 20 Uhr Mad Caddies. Ska mit Reggae, Dixieland, Polka, Rockabilly und Country. Kugl St.Gallen, 20 Uhr Malcolm Green. Jazz und Blues. Rotfarbkeller Aadorf, 20:15 Uhr Film I, Anna. Kommissar Reid verliebt sich bei Mordermittlungen in die faszinierende Anna. Kinok, Lokremise St.Gallen, 20:30 Uhr Modest Reception. Ein Mann und eine Frau verteilen sackweise Geld. Das jüngste Kinowunder aus dem Iran. Kinok, Lokremise St.Gallen, 18:15 Uhr Theater Ein Fall für GSI. ComedyKrimi-Hörspiel-Kino für alle Sinne. Kulturbühne Ambach Götzis, 20 Uhr Heidi. Familienstück nach Johanna Spyri. Theater St.Gallen, 14 Uhr Kabarett Topas. Gerät ausser Kontrolle. Ristorante il Boccone Konstanz, 20:30 Uhr Kunst/Ausstellungen Giordano Gelli und Veronique Bovet. Vernissage. Museum im Lagerhaus St.Gallen, 18:30 Uhr Literatur Dichtungsring Nr. 72. St.Gallens Lesebühne mit Patrick Armbruster und Etrit Hasler. Grabenhalle St.Gallen, 20:30 Uhr Kinder Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als phantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 9:30 und 11:30 Uhr Diverses Frauentempel Stimmenfeuer. Stimme und Tanz. Frauentempel St.Gallen, 20 Uhr Weihnachtszauber. Gestecke und Schmuck. Solidaritätshaus St.Gallen, 14:30 Uhr

DI

04.12

Konzert Musikkollegium Winterthur. Bilder werden Klang. Stadthaus Winterthur, 19:30 Uhr

Kontantin Wecker. Wut und Zärtlichkeit Tournee. SAL Schaan, 20 Uhr Film Cloud Atlas. Spielfilm mit Tom Hanks und Halle Berry. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Fargo. Die Gangsterballade der Coens strotzt vor schwarzem Humor und weissem Schnee. Kinok, Lokremise St.Gallen, 20:30 Uhr Il Gattopardo. Ein Film zum Monatsthema: In und aus Sizilien. Kino Loge Winterthur, 20 Uhr Tabu. Aurora hat ihr Vermögen im Casino verjubelt und träumt nun von früheren Leidenschaften. Kinok, Lokremise St.Gallen, 18 Uhr Theater La Wally. Oper von Alfredo Catalani. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Theatersport. Zwei Teams messen sich in der Kunst der Improvisation. Casinotheater Winterthur, 20 Uhr Vortrag Splitterwerk: Gebaute Bilder. Vortrag von Edith Hemmrich und Mark Blaschnitz. Kunstraum Engländerbau Vaduz, 18 Uhr Kinder Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als fantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 9:30 und 11:30 Uhr Diverses Kerzenziehen. Mit Musik. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Weihnachtszauber. Gestecke und Schmuck. Solidaritätshaus St.Gallen, 14:30 Uhr

MI

05.12

Konzert Konstantin Wecker und Band. Wut und Zärtlichkeit II. Tonhalle St.Gallen, 20 Uhr MusicaMundo. Mit Duo Bachdaca. Alte Kaserne Winterthur, 20 Uhr Weihnachtskonzert. Mit dem Engel-Chörli und dem russischen Jugendchor Pokroff. Pfarrkirche St.Mauritius Appenzell, 20 Uhr White Fence und Mac DeMarco. Doppelkonzert. Palace St.Gallen, 21 Uhr Film Hiver Nomade. Carole und Pascal treiben eine Schafherde durch die winterliche Schweiz. Kinok, Lokremise St.Gallen, 15:30 Uhr La maison corse. Christine erbt ein baufälliges Haus auf Korsika und beginnt ein neues Leben. Kinok, Lokremise St.Gallen, 18 Uhr Sagrada – El misteri de la creació. Stefan Haupts Dokumentation über die Sagrada Família in Barcelona, Gaudís Wunderwerk. Kinok, Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Theater Bunburry oder Ernst sein ist alles. Komödie von Oscar Wilde. Theater am Kornmarkt Bregenz, 19:30 Uhr Illusionen einer Ehe. Stück von Eric Assous. Mephisto & Co. Schloss Seeheim Konstanz, 20 Uhr

Lametta. Weihnachtskomödie von Fitzgerald Kusz. Stadttheater Konstanz, 20 Uhr Rigoletto. Oper von Giuseppe Verdi. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Stille Kracht. Alle Jahre wieder. Casinotheater Winterthur, 19 Uhr Theater über Depression. Mittendrin und voll im Leben, Theater Knotenpunkt. Psychiatrische Klinik Münsterlingen, 14 Uhr Kabarett Ass-Dur. 2. Satz. Largo maggiore. Casinotheater Winterthur, 20 Uhr Tanz Bulldog ant. Tanzstück von Linda Kapetanea und Jozef Frucek. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Kunst/Ausstellungen Das Geheimnis des Appenzellers. Führung. Appenzeller Volkskunde-Museum Stein, 14 Uhr Verdingkinder reden. Fremdplatzierungen damals und heute. Führung. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 17:30 Uhr Vortrag Mittagstreff. «Stumm wie ein Fisch?», Zu Gast: Roland Kurt. Naturmuseum St.Gallen, 12:15 Uhr Simone de Beauvoir – Das andere Geschlecht. Prof. Dr. Ursula Pia Jauch. Kantonsschule am Burggraben St.Gallen, 19 Uhr Kinder Chonnt ächt hüt de Samichlaus. Für Kinder ab 4 Jahren. FigurenTheater St.Gallen, 14:30 Uhr Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als phantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 9:30 und 11:30 Uhr Heidi. Familienstück nach Johanna Spyri. Theater St.Gallen, 14 Uhr Spanische Erzählstunde. Für Kinder ab 3 Jahren. Freihandbibliothek St.Gallen, 16 Uhr Schtärnäfunklä. Weihnachtliche Geschichten für Kleine Zuhörer. Chössi-Theater Lichtensteig, 18 Uhr Theaterzwerge: Der rote Schal. Eine Weihnachtsgeschichte für Kinder ab 6 Jahren. Theater am Saumarkt Feldkirch, 10 Uhr Diverses Kerzenziehen. Mit Musik. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Öffentliches Kerzenziehen. Für Jung und Alt. Hongler Kerzenladen Altstätten, 14 Uhr

DO

06.12

Konzert Food for Live. Goes Jazz. Kugl St.Gallen, 21 Uhr Jeff Turner und Frank Tender. Concert at Christmas. Casino Herisau, 20 Uhr clubbing/party Gare.Tango. Nicht nur für Tanzbegeisterte. Gare de Lion Wil, 20 Uhr Film Modest Reception. Ein Mann und eine Frau verteilen sackweise Geld. Das jüngste Kinowunder aus dem Iran. Kinok, Lokremise St.Gallen, 18:15 Uhr

Yossi. Der israelische Kardiologe Yossi leidet immer noch unter dem tragischen Tod seines Geliebten Jagger. Kinok, Lokremise St.Gallen, 20:30 Uhr Theater Ein Fall für GSI. Comedy-KrimiHörspiel-Kino für alle Sinne. Kulturbühne Ambach Götzis, 20 Uhr Illusionen einer Ehe. Stück von Eric Assous. Mephisto & Co. Schloss Seeheim Konstanz, 20 Uhr Lametta. Weihnachtskomödie von Fitzgerald Kusz. Stadttheater Konstanz, 20 Uhr Othello. Tragödie von Shakespeare. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Stille Kracht. Alle Jahre wieder. Casinotheater Winterthur, 19 Uhr Wir gründen eine Partei. Aktionstheater ensemble. Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr Zimtstern. Mit dem PlaybackTheater St.Gallen. Offene Kirche St.Gallen, 20 Uhr Kabarett 81. Splitternacht. Offene Bühne für Profis, Amateure u. Dilettanten. K9 Konstanz, 20 Uhr Alfred Dorfer. Polit-Kabarett. Casinotheater Winterthur, 20 Uhr Kellerschuran. Die Frauenfelder Wochenschau geht in die 3. Staffel. Dreiegg Kaffee Frauenfeld, 21 Uhr Oropax. Die Weihnachtsshow. Theater am Kirchplatz Schaan, 20 Uhr Kunst/Ausstellungen Florian Pumhösl. Führung. Kunsthaus Bregenz, 19 Uhr Literatur Frühschicht. Lesung mit Manfred Heinrich und einem Gast. Alte Kaserne Winterthur, 06:30 Uhr Jam on Poetry. Poeten bringen zwei eigene Texte mit und die Zuhörer einen Beitrag für den Gewinnertopf. Spielboden Dornbirn, 20 Uhr Kinder Albanische Erzählstunde. Für Kinder ab 4 Jahren. Freihandbibliothek St.Gallen, 17 Uhr Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als fantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 11:30 Uhr Diverses Kerzenziehen. Mit Musik. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Öffentliches Kerzenziehen. Für Jung und Alt. Hongler Kerzenladen Altstätten, 15 Uhr Töggeliturnier. Zeig dein Tischfussballtalent. Salzhaus Winterthur, 20 Uhr

FR

07.12

Konzert 4. MCS-Konzert. Münchner Symphoniker und Benjamin Moser. Kirche St. Johann Schaffhausen, 19:30 Uhr Cirque Royal. Rock. Gare de Lion Wil, 20:45 Uhr Hommage à Astor Piazzolla. Zum 20.Todestag des argentinischen Komponisten und Begründers des Tango Nuevo. Theater am Saumarkt Feldkirch, 20:15 Uhr

Jazzchor Konstanz. 30 Sängerinnen und Sänger und zwei grandiose Instrumentalisten. K9 Konstanz, 20 Uhr Kaltstart. Brotzeit, The goodbye Johnnys und Tonga Tale. Gaswerk Winterthur, 20:30 Uhr Landstriichstubete. Mit em Giigämaa. Kaffeehaus St.Gallen, 20 Uhr Manuel Stahlberger. Soloprogramm Innerorts. Schlösslekeller Vaduz, 20 Uhr Music-Session. S’Trio mit Niklaus Looser, Heidi und Ruedi Wachter. Hotel Mozart Rorschach, 19 Uhr New Orleans Hot Shots. New Orleans Jazz. Evangelisches Kirchgemeindehaus Heiden, 20 Uhr Pollens. Mit Support von The Years Between. Talhof St.Gallen, 21 Uhr Schweizer Klaviertrio, Michel Rouilly, Frank Sanderell. Forellenquintett und andere Delikatessen. Kunsthalle Ziegelhütte Appenzell, 20 Uhr Sean Strange. feat. DJ Illegal. Hip-Hop. Jugendkulturraum flon St.Gallen, 21 Uhr Shantel & Bucovina Club Orkestar. Live Balkan Pop. Salzhaus Winterthur, 20 Uhr Stephane Belmondo Quartet. feat. Kirk Lightsey. Jazzhuus Lustenau, 21 Uhr Swing & More. Stickerei-Jazz-Trio. Einstein Hotel St.Gallen, 21 Uhr The Tandemthing. Instrumental Electro Pop. Rab-Bar Trogen, 21 Uhr Vikovsky Trio. Auch dabei sind Thomaten und Beeren. Tankstell Bar St.Gallen, 21 Uhr Winterwege. Weihnachtsmusik des 16. Jahrhunderts trifft auf neue Texte von Melinda Nadj Abonji. Ev. Kirche St. Mangen St.Gallen, 20 Uhr Zammuto. Experimental collagepop. Palace St.Gallen, 22 Uhr Clubbing/Party A Curious Dirty Dancing Night Fever. Drei Bands, fünf Nationen, zwei Bühnen. Kraftfeld Winterthur, 21 Uhr Echoes feat. Re.You. Von Deep House bis zu Club Techno. Kugl St.Gallen, 21 Uhr Roskilde DJ Team. Indie Electronic Rock Folk. Oya Bar Kafé St.Gallen, 20:30 Uhr Film Cloud Atlas. Spielfilm mit Tom Hanks und Halle Berry. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Hiver Nomade. Carole und Pascal treiben eine Schafherde durch die winterliche Schweiz. Kinok, Lokremise St.Gallen, 17:15 Uhr Holy Motors. Leos Carax' kontroverses Meisterwerk mit Denis Lavant, Eva Mendes, Michel Piccoli und Kylie Minogue. Kinok, Lokremise St.Gallen, 19:15 Uhr I, Anna. Kommissar Reid verliebt sich bei Mordermittlungen in die faszinierende Anna. Kinok, Lokremise St.Gallen, 21:30 Uhr Yellow Submarine. Das BeatlesAbenteuer als restauriertes Werk. Kulturcinema Arbon, 20:30 Uhr Theater Ein Fall für GSI. ComedyKrimi-Hörspiel-Kino für alle Sinne. Kulturbühne Ambach Götzis, 20 Uhr

52 SAITEN 12.12


07.–09.12.

kalender

Melodienseligkeit

Wut und Zärtlichkeit II

Quirlige Soundbibliothek

Besser unglücklich

Stradis Orchester im Bären

Konstantin Wecker in der Tonhalle

Zammuto im Palace

Guz solo in Sommeri

Werner Strassmann am Pult, eine besetzung aus Streichern, Holz- und blechbläsern sowie Akkordeon, Klavier und Schlagzeug: Das garantiert abwechslungsreiche und farbige Arrangements. Fast vergessene Melodien aus Wiener Operetten, Musicals und aus der modernen Unterhaltungsmusik werden lebendig und versetzen das Publikum in vergangene zeiten. Im bären geht es nach dem Matineekonzert auch kulinarisch weiter.

«Umso älter ich werde, desto zurückhaltender verhalten sich die Musen», meint Konstantin Wecker bescheiden. Vielleicht etwas zu bescheiden, denn im letzten Jahr schmiegten sich die göttlichen Schwestern in der Toskana sehr eng an ihn. Dabei herausgekommen sind vierzehn Lieder, die 2011 auf der CD «Wut und zärtlichkeit» erschienen sind. Jetzt kommt Konstantin Wecker mit diesen, um ein Jahr gereiften, sowie älteren Liedern nach St.Gallen. Wer ihn kennt, weiss auch seine scharfen Kommentare zum Weltgeschehen zu schätzen.

Mit experimentellem Collage-Cut-Up-Pop bringen zammuto den innovativen Sound der Vorgängerband The books voran, welche 2006 und 2011 für zwei Palace-Konzerthöhepunkte gesorgt und sich dieses Jahr leider aufgelöst hat. Das bei Nick zammuto zu Hause in den bergen von Süd-Vermont entstandene Album hört sich an wie eine quirlige Soundbibliothek, es bringt Folk- und Pop-Fragmente geschickt mit Vocalsamples zusammen, immer wieder überraschen Melodien und merkwürdige rhythmen.

Guz ist unterwegs. Diesmal allein und ohne den ganzen Lärm. Guz ist ein Geschichtenerzähler und dazu reicht eine Gitarre. Guz beobachtet die Eingeborenen auf zeltplätzen, beim Kleiderkauf oder in einem Ort namens Schaffhausen. Halbheiten sind nicht vorgesehen. Guz ist immer etwas besser glücklich oder unglücklich als andere. «Wenn alles klingt und im rhythmus schwingt/braucht es einen, der ein Scheisslied singt!/GUz haut uns raus!». Und dies in begleitung einer akustischen Gitarre und einer silbernen Trommelmaschine vom Mars.

Freitag, 7. Dezember, 22 Uhr, Palace St.Gallen. Mehr Infos: www.palace.sg

Samstag, 8. Dezember, 20.30 Uhr, Löwenarena Sommeri. Mehr Infos: www.loewenarena.ch

Sonntag, 2. Dezember, 11 Uhr, Bären Häggenschwil. Mehr Infos: www.kulturimbaeren.ch

Mittwoch, 5. Dezember, 20 Uhr, Tonhalle St.Gallen. Mehr Infos: www.dominoevent.ch

Illusionen einer Ehe. Stück von Eric Assous. Mephisto & Co. Schloss Seeheim Konstanz, 20 Uhr Lametta. Weihnachtskomödie von Fitzgerald Kusz. Stadttheater Konstanz, 20 Uhr Rigoletto. Oper von Giuseppe Verdi. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Stille Kracht. Alle Jahre wieder. Casinotheater Winterthur, 19 Uhr Wir gründen eine Partei. Das Aktionstheater ensemble wird politisch. Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr

DIVErSES Café Belluna. Weihnachtsthema: Fair Trade. Solidaritätshaus St.Gallen, 18:30 Uhr Henessen Weihnachtsmarkt. Weihnachts- und Kunsthandwerk. Henessenmühle Gossau, 15 Uhr Öffentliches Kerzenziehen. Für Jung und Alt. Hongler Kerzenladen Altstätten, 15 Uhr

KAbArETT Alfred Dorfer. Polit-Kabarett. Casinotheater Winterthur, 20 Uhr Massimo Rocchi. rochipedia. Stadtsaal Wil, 20 Uhr

KONzErT Barockmusik zum Advent. Collegium Instrumentale der Kathedrale mit dem amerikanischen bassisten Joel Frederiksen. Kathedrale St.Gallen, 19:15 Uhr Bossaffair. Modernes wird mit Altbewährtem vermischt. Cuphub Arbon, 21 Uhr Girls do it better. Mit Camea und Dana ruh. Salzhaus Winterthur, 22 Uhr Guz solo. Ohne den ganzen Lärm. Löwenarena Sommeri, 20:30 Uhr Jazz in Winterthur. Daniel Erdmann–Samuel rohrer Quartet. Alte Kaserne Winterthur, 20:15 Uhr Jazzchor Konstanz. 30 Sängerinnen und Sänger und zwei Instrumentalisten. K9 Konstanz, 20 Uhr Manuel Stahlberger solo. Innerorts. Kul-Tour auf Vögelinsegg Speicher, 18 Uhr Müslüm und Band. Süpervitamin-Tour. Grabenhalle St.Gallen, 21 Uhr Patent Ochsner. Johnny. Eisenwerk Frauenfeld, 21 Uhr The Anomalys. remember the good old Days der remise. Gare de Lion Wil, 22 Uhr The Messiah. Oratorium für Soli Chor und Orchester. Ev. Stadtkirche Frauenfeld, 19:30 Uhr The Tarantula Waltz. Schwedischer Singer-Songwriter. Oya bar Kafé St.Gallen, 20:30 Uhr

TANz Fú – Getanzte Klangskulpturen. Mit Ania Losinger, Xala III, und Mats Eser, Percussion. Kultur-Keller Stettfurt, 20 Uhr MUSICAL My Fair Lady. Musical von F. Loewe und A. J. Lerner. zentrumbühne bottighofen, 20 Uhr KUNST/AUSSTELLUNGEN Focus & Bendicht Fivian. Vernissage. Kunstmuseum Winterthur, 18:30 Uhr Museum Appenzell. Führung. Museum Appenzell, 14 Uhr LITErATUr 45. Poetry Slam. Der letzte Poetry Slam des Jahres. Grabenhalle St.Gallen, 21 Uhr KINDEr Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als phantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 11:30 Uhr Die sieben Raben. Junges Theater Liechtenstein mit der neuen Eigenproduktion. Takino Schaan, 10 Uhr.

SA

08.12

X-Mas Metal Attack II. Vorweihnachtlicher Heavy Metal Power. Kulturladen Konstanz, 19:30 Uhr CLUbbING/PArTy Afro Abend. Party. Tankstell bar St.Gallen, 22 Uhr Disco Chamäleon. Die Kult-Disco ab 30. K9 Konstanz, 23:30 Uhr Fillet Of Soul. Soul Music Haute Cuisine. Kraftfeld Winterthur, 22 Uhr High 5. Partykracher. Kugl St.Gallen, 20 Uhr FILM Cloud Atlas. Spielfilm mit Tom Hanks und Halle berry. Kino rosental Heiden, 20:15 Uhr Holy Motors. Leos Carax' kontroverses Meisterwerk mit Denis Lavant, Eva Mendes, Michel Piccoli und Kylie Minogue. Kinok, Lokremise St.Gallen, 21:30 Uhr Look & Roll. Meisterwerke des internationalen Kurzfilmfestivals zum Thema behinderung. Haus Vorderdorf Trogen, 10 Uhr Sagrada. Dokumentarfilm über den Architekten Antoni Gaudi. Kino rosental Heiden, 17:15 Uhr Tabu. Aurora hat ihr Vermögen im Casino verjubelt und träumt von früherem Glanz und Leidenschaft. Kinok, Lokremise St.Gallen, 17 Uhr Yossi. Der israelische Kardiologe yossi leidet immer noch unter dem tragischen Tod seines Geliebten Jagger. Kinok, Lokremise St.Gallen, 19:30 Uhr THEATEr Bunburry oder Ernst sein ist alles. Komödie von Oscar Wilde. Theater am Kornmarkt bregenz, 19:30 Uhr Comedian Harmonists. Ein szenischer Konzertabend. Theater Konstanz, 18 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr

53 SAITEN 12.12

Ein Fall für GSI. Comedy-KrimiHörspiel-Kino für alle Sinne. Kulturbühne Ambach Götzis, 20 Uhr Illusionen einer Ehe. Stück von Eric Assous. Schloss Seeheim Konstanz, 20 Uhr Operette Sirnach. Viktoria und ihr Husar. Gemeindezentrum Dreitannen Sirnach, 17:30 Uhr Stille Kracht. Alle Jahre wieder. Casinotheater Winterthur, 19 Uhr Tiltanic. ImprovisationsTheater. FigurenTheater St.Gallen, 20 Uhr Wir gründen eine Partei. Das Aktionstheater ensemble wird politisch. Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr KAbArETT Annamateur und Aussensaiter. Ein Abend für Edding, Stimme, Cello und Gitarre. Chössi-Theater Lichtensteig, 20:15 Uhr Die Kapelle II. Mit Ingo Ospelt, Mathias Ospelt und Marco Schädler. Werdenberger Kleintheater fabriggli buchs, 20 Uhr Schertenlaib & Jegerlehner. Schwäfu. Gasthaus rössli Mogelsberg, 20:15 Uhr Severin Groebner. Ein bunter Abend voller Halbwahrheiten und zulässiger Verallgemeinerungen. Casinotheater Winterthur, 20 Uhr MUSICAL My Fair Lady. Musical von F. Loewe und A. J. Lerner. zentrumsbühne bottighofen, 20 Uhr KUNST/AUSSTELLUNGEN Florian Pumhösl. Führung. Kunsthaus bregenz, 14 Uhr LITErATUr An Einspänner bittschen. Lieder, Geschichten und Textsplitter aus der Welt des Kaffeehauses. Theater Parfin de siècle St.Gallen, 20 Uhr

VOrTrAG Traumlandschaften Kanada– Alaska. Multivisions-Show. regierungsgebäude St.Gallen, 15 und 20 Uhr KINDEr Aschenputtel. Dialektmärchen nach den brüdern Grimm. Kellerbühne St.Gallen, 14 und 16:30 Uhr Der Lebkuchenmann. Kinder-Musical von David Wood, Stadttheater Schaffhausen, 14 und 17 Uhr Die kleine Meerjungfrau. Für Kinder ab 5 Jahren. Theater am Saumarkt Feldkirch, 15 Uhr Die sieben Raben. Junges Theater Liechtenstein mit der neuen Eigenproduktion. Takino Schaan, 16 Uhr. Freunde. Für Kinder ab 4 Jahren. Figurentheater St.Gallen, 14:30 Uhr Italienische Erzählstunde. Für Kinder ab 3 Jahren. Freihandbibliothek St.Gallen, 10 Uhr Kinderweihnachtsmatinée. Weihnachten mit der Theatertanzschule. Lokremise St.Gallen, 14 und 17 Uhr DIVErSES Henessen Weihnachtsmarkt. Weihnachts- und Kunsthandwerk. Henessenmühle Gossau, 11 Uhr Öffentliches Kerzenziehen. Für Jung und Alt. Hongler Kerzenladen Altstätten, 9:30 Uhr

SO

09.12

KONzErT Illute. Singersongwriter. Dimensione Winterthur, 19 Uhr Ittinger Sonntagskonzert 02. Philharmonisches bläserquintett berlin. Kartause Ittingen Warth, 11:30 Uhr Jeff Turner und Frank Tender.


09.–11.12.

kalender

Basso profondo

Screamshots

Spiegel im Spiegel

Die Ahninnen-Steine Europas

Barock mit Joel Frederiksen

Annamateur im Chössitheater

Duo Cunz/Ott in Romanshorn

Bilder-Vortrag mit Max Dashu

Seine schwarzen Bassregister erregten bereits an den St.Galler Festspielen Aufmerksamkeit. Jetzt gastiert der amerikanische Bassist Joel Frederiksen erneut in St.Gallen. Er konzertiert im Chorraum der Kathedrale St.Gallen mit dem Collegium Instrumentale (Leitung und Truhenorgel: Michael Wersin). zur Aufführung gelangt frühbarocke geistliche Vokalmusik für «Basso profondo», unter anderem von Dietrich Buxtehude und Heinrich Schütz. Joel Frederiksen ist ein ausgewiesener Spezialist für dieses selten zu hörende Repertoire.

«In Deinem Leben sind 5 Fehler versteckt. Finde sie und kreise ein. Du hast zwei Minuten zeit. Arbeite sauber!» Annamateur alias Anna Maria Scholz bietet einen Abend für Edding, Stimme, Cello und Gitarre: eine visuell-akustische Skizzenschlacht um Malen nach zahlen und den Schrei nach Nachvollziehbarkeit. Über Lückentexte, Liebeslieder, Bauchsparverträge, Blindmaps und Phantomscherze. Screamshots ist Pflichtprogramm für Hyperaufmerksamkeits-/Aktivitätsdefizits-/ Syndrom-Traumatisierte und Angehörige.

Die Konzertmeisterin des Musikkollegiums Winterthur Rahel Cunz ist zusammen mit der Perkussionistin Jacqueline Ott in einem Programm mit virtuosen Bearbeitungen und poetischen Kompositionen der Neuen Musik zu hören. Bekannte Werke wie Corellis «La Follia» oder Rossinis «Andante con Variazioni» erscheinen durch die ungewohnte Instrumentierung in neuem Licht: Perkussion ist in diesem Programm Melodie, Klang und Farbe. Béla Bartóks «Duette», Arvo Pärts «Spiegel im Spiegel» und Evelyn Glennies «Giles» kontrastieren die Bearbeitungen der traditionelleren Werke.

Die weiblichen Menhir-Stelen von Frankreich, Spanien, Portugal, Italien und Sardinien sind Europas älteste monumentale Kunst, und doch werden sie in der Geschichtsschreibung meist weggelassen. Die Amerikanerin Max Dashu korrigiert dieses Bild, gestützt auf ihre legendäre Sammlung von rund 30’000 Bildern, in ihrem Vortrag. Schwerpunkte bilden die wiederkehrende Symbolik von Brust- und Halsketten, das «Ahninnen-Gesicht» und die Vulva-zeichen. Die Denkmäler dokumentieren das matriarchale Erbe und die verborgene Geschichte der Frauen Westeuropas seit ihren Anfängen.

Sonntag, 9. Dezember, 17 Uhr, Alte Kirche Romanshorn. Mehr Infos: www.klangreich.ch

Dienstag, 11. Dezember, 18.30 Uhr, Kantonsbibliothek Vadiana St.Gallen. Mehr Infos: www.matriarchiv.info

Samstag, 8. Dezember, 19.15 Uhr, Kathedrale St.Gallen. Mehr Infos: www.dommusik-sg.ch

Concert at Christmas. Casino Frauenfeld, 20 Uhr Jürg Hanselmann und Karl Jerolitsch. Liedersoiree. Saal am Lindaplatz Schaan, 17 Uhr Klassischer Liedernachmittag. Stephanie Bucher und Ursula Oelke musizieren von Händel bis Mozart. Kaffeehaus St.Gallen, 16 Uhr Spiegel im Spiegel. Rahel Cunz, Violine und Jacqueline Ott, Marimba Vibrafon. Alte Kirche Romanshorn, 17 Uhr The Messiah. Oratorium für Soli Chor und Orchester. Ev. Stadtkirche Frauenfeld, 17 Uhr FILM Angel-A. Eine Liebeserklärung an Paris und gleichzeitig erfrischend amüsante Unterhaltung à la française. Gaswerk Winterthur, 19:30 Uhr Cloud Atlas. Spielfilm mit Tom Hanks und Halle Berry. Kino Rosental Heiden, 19:15 Uhr La maison corse. Christine erbt ein baufälliges Haus auf Korsika und beginnt ein neues Leben. Kinok, Lokremise St.Gallen, 13:30 Uhr Modest Reception. Ein Mann und eine Frau verteilen sackweise Geld. Das jüngste Kinowunder aus dem Iran. Kinok, Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Sagrada – El misteri de la creació. Stefan Haupts Dokumentation über die Sagrada Família in Barcelona, Gaudís Wunderwerk. Kinok, Lokremise St.Gallen, 11 Uhr The Gold Rush. Chaplins Meisterwerk: Charlie trotzt als Goldsucher in Alaska vielen Gefahren. Kinok, Lokremise St.Gallen, 18 Uhr THEATER DinnerKrimi. Kulinarik und Comedy. Gasthof zum Goldenen Kreuz Frauenfeld, 17 Uhr Ja Schatz. Musikalisches Beziehungsdrama. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr

Samstag, 8. Dezember, 20.15 Uhr, Chössitheater Wattwil. Mehr Infos: www.choessi

KABARETT TmbH-Das Match. Impro-Theater. K9 Konstanz, 20 Uhr TANz Kinderweihnachtsmatinée. Weihnachten mit der Theatertanzschule. Lokremise St.Gallen, 11 Uhr MUSICAL My Fair Lady. Musical von F. Loewe und A. J. Lerner. zentrumsbühne Bottighofen, 15 Uhr KUNST/AUSSTELLUNGEN Ausbeute. Regionales Kunstschaffen. Führung. Kunst(zeug)Haus Rapperswil, 11:30 und 13 Uhr Bendicht Fivian. Führung. Kunstmuseum Winterthur, 11:30 Uhr Claudia Züllig. Führung. Galerie vor der Klostermauer St.Gallen, 10 Uhr Drei Ausstellungen. Führung. Oxyd Kunsträume Winterthur, 11:30 Uhr Ein zartes Schaudern – Fragmente der Wirklichkeit. Führung. Kunst(zeug)Haus Rapperswil, 11:30 Uhr Florian Pumhösl. Führung. Kunsthaus Bregenz, 16 Uhr Hans Krüsi. Führung. Museum für Lebensgeschichten Speicher, 11 Uhr Kultur am Sonntag: … der Kaiser kommt. Führung. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 11 Uhr Ottmar Hörl. Führung. Kunsthalle ziegelhütte Appenzell, 14 Uhr LITERATUR Jaap Achterberg. Die Geschichte von Herrn Sommer. Ein Erzähltheater nach einer Novelle von Patrick Süskind. Asselkeller Schönengrund, 10:30 Uhr Matthias Zschokke. Der Mann mit den zwei Augen. Lesung. Theater am Kirchplatz, 17 Uhr

Winterwunderland. Amerikanische Weihnachtsgeschichten. Theater Parfin de siècle St.Gallen, 17:30 Uhr KINDER Aschenputtel. Dialektmärchen nach den Brüdern Grimm. Kellerbühne St.Gallen, 14 und 16:30 Uhr Cinderella. Nach Grimms Aschenputtel ab 5 Jahren. Puppentheater Marottino Arbon, 11 Uhr Clio und Castor. Kindertheater Floh mit seiner dritten MusicalProduktion. Pentorama Amriswil, 14:30 Uhr Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als fantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 11 Uhr Der Fischer und seine Frau. Aufgeführt vom Ensemble «Märchen -Reich» für Kinder ab sechs Jahren. Naturmuseum St.Gallen, 10:30 Uhr Die sieben Raben. Junges Theater Liechtenstein mit der neuen Eigenproduktion. Takino Schaan, 16 Uhr. Freunde. Für Kinder ab 4 Jahren. Figurentheater St.Gallen, 14:30 Uhr Heidi. Familienstück nach Johanna Spyri. Theater St.Gallen, 14 Uhr Janosch, komm wir finden einen Schatz. Tiger und Bär finden in einer alten Kiste eine Schatzkarte. Kino Rosental Heiden, 15 Uhr Kein Geschenk zu Weihnachten. Familienführung in der Ausstellung Verdingkinder. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 11 Uhr Zarafa. Trickfilm über die Abenteuer der kleinen Giraffe zarafa, die von Afrika nach Paris reist. Kinok, Lokremise St.Gallen, 15:30 Uhr DIVERSES Henessen Weihnachtsmarkt. Weihnachts- und KunsthandwerkerInnenmarkt. Henessenmühle Gossau, 11 Uhr

55 SAITEN 12.12

MO

10.12 DI

KONzERT Abendmusik zum Advent. Mit Domorganist Willibald Guggenmos. Kathedrale St.Gallen, 18:30 Uhr Illute. Singersongwriter. Restaurant Schwarzer Engel St.Gallen, 21 Uhr Reza Dinally. Indie-Folk im Kleinformat. Portier Winterthur, 20 Uhr FILM Holy Motors. Leos Carax' kontroverses Meisterwerk mit Denis Lavant, Eva Mendes, Michel Piccoli und Kylie Minogue. Kinok, Lokremise St.Gallen, 20:30 Uhr Yossi. Der israelische Kardiologe Yossi leidet immer noch unter dem tragischen Tod seines Geliebten Jagger. Kinok, Lokremise St.Gallen, 18:30 Uhr THEATER Ein Fall für GSI. ComedyKrimi-Hörspiel-Kino für alle Sinne. Kulturbühne Ambach Götzis, 20 Uhr Tracy Letts’ Pulitzer-Stück. Eine Familie. Präsentiert vom HSGStudententheater. Grabenhalle St.Gallen, 20:30 Uhr KABARETT Alfred Dorfer. Bisjetzt. Theater Konstanz, 20 Uhr Frischlingsparade. Die zukünftigen Stars der Kleinkunst. Casinotheater Winterthur, 20 Uhr KINDER Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als phantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 9:30 und 11:30 Uhr Die sieben Raben. Junges Theater Liechtenstein mit der neuen Eigenproduktion. Takino Schaan, 16 Uhr.

11.12

KONzERT Otto Lechner & Klaus Trabitsch & Bethlehem. Altes Liedgut mit exotischem Behang aus dem Balkan. Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr The Tandemthing. Instrumental Electro Pop. Splügeneck St.Gallen, 20:30 Uhr Weihnachtskantate. Vom Himmel hoch, von Peter Roth. Ev. Kirche Teufen, 20 Uhr CLUBBING/PARTY Disaster.bar. DJ Johnny Guitar. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr FILM Sagrada – El misteri de la creació. Stefan Haupts Dokumentation über die Sagrada Família in Barcelona, Gaudís Wunderwerk. Kinok, Lokremise St.Gallen, 18:30 und um 20:15 Uhr im Kino Rosental Heiden Tanz der Vampire. Professor Abronsius und sein Diener Alfred jagen im winterlichen Transsilvanien nach Vampiren. Kinok, Lokremise St.Gallen, 20:30 Uhr The Godfather 1. Teil. Ein Film zum Monatsthema: In und aus Sizilien. Kino Loge Winterthur, 20 Uhr THEATER La Wally. Oper von Alfredo Catalani. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Tracy Letts’ Pulitzer-Stück. Eine Familie. Präsentiert vom HSG-Studententheater. Grabenhalle St.Gallen, 20:30 Uhr KABARETT Annamateur und Aussensaiter. Ein musikalisches Overheadprojekt. Casinotheater Winterthur, 20 Uhr


kalender

11.–15.12.

Gerhard Polt und die Wellbrüder aus’m Biermoos. Bajuwarisches Kabarett und Musik der Sonderklasse. Hotel Thurgauerhof Weinfelden, 19:30 Uhr Kunst/Ausstellungen Bendicht Fivian. Führung. Kunstmuseum Winterthur, 18:30 Uhr Vortrag Die megalithischen AhninnenSteine Europas. Bildvortrag von Max Dashu. Kantonsbibliothek Vadiana St.Gallen, 18:30 Uhr Kinder Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als phantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 9:30 und 15 Uhr Französische Erzählstunde. Für Kinder ab 2 Jahren. Freihandbibliothek St.Gallen, 16 Uhr

MI

12.12

Konzert Illute. Singersongwriter. Fass Beiz Schaffhausen, 21 Uhr Jeff Turner und Frank Tender. Concert at Christmas. Katholische Kirche Walenstadt, 20 Uhr Musikkollegium Winterthur. Fröhliche Werkstatt. Stadthaus Winterthur, 19:30 Uhr Film Ahimsa – Die Stärke von Gewaltfreiheit. Das indische Dorf Sannai erstreitet sich in jahrzehntelangem gewaltfreiem Kampf das Recht auf Boden und Wasser. Kinok, Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Hiver Nomade. Für den Europäischen Filmpreis 2012 nominiert: Carole und Pascal treiben eine Schafherde durch die winterliche Schweiz. Kinok, Lokremise St.Gallen, 18 Uhr La maison corse. Christine erbt ein baufälliges Haus auf Korsika und beginnt ein neues Leben. Kinok, Lokremise St.Gallen, 15:30 Uhr Steam of Life. Finnische Männer erzählen im Schweisse ihres nackten Körpers aus ihrem Leben. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Theater Aus freien Stücken. Schauspiel von Martin Gollwitz. Theater Konstanz, 15 Uhr Ein Fall für GSI. Comedy-KrimiHörspiel-Kino für alle Sinne. Kulturbühne Ambach Götzis, 20 Uhr Illusionen einer Ehe. Stück von Eric Assous. Schloss Seeheim Konstanz, 20 Uhr Ja Schatz. Musikalisches Beziehungsdrama. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Stille Kracht. Alle Jahre wieder. Casinotheater Winterthur, 19 Uhr Tracy Letts’ Pulitzer-Stück. Eine Familie. Präsentiert vom HSGStudententheater. Grabenhalle St.Gallen, 20:30 Uhr Viktoria und ihr Husar. Operette von Paul Abraham. Gemeindezentrum Dreitannen Sirnach, 19:30 Uhr Virgins. Schauspiel über das geheime Leben von Teenagern und Erwachsenen. Theater am Kirchplatz Schaan, 19:30 Uhr

Kabarett Gerhard Polt und die Wellbrüder aus’m Biermoos. Bajuwarisches Kabarett und Musik der Sonderklasse. Stadttheater Schaffhausen, 19:30 Uhr Uli Masuth. Ein Mann packt ein. Casinotheater Winterthur, 20 Uhr

I, Anna. Kommissar Reid verliebt sich bei Mordermittlungen in die faszinierende Anna. Kinok, Lokremise St.Gallen, 18:30 Uhr Tabu. Aurora hat ihr Vermögen im Casino verjubelt und träumt nun von früheren Leidenschaft. Kinok, Lokremise St.Gallen, 20:30 Uhr

Kunst/Ausstellungen Kunstgenuss über Mittag. Führung. Kunstmuseum Winterthur, 12:15 Uhr

Theater Der alte König in seinem Exil. Erzähltheater mit Live-Musik. Theataer am Kirchplatz Schaan, 20 Uhr. Ein Fall für GSI. Comedy-KrimiHörspiel-Kino für alle Sinne. Kulturbühne Ambach Götzis, 20 Uhr Illusionen einer Ehe. Stück von Eric Assous. Schloss Seeheim Konstanz, 20 Uhr Stille Kracht. Alle Jahre wieder. Casinotheater Winterthur, 19 Uhr Virgins. Schauspiel über das geheime Leben von Teenagern und Erwachsenen. Theater am Kirchplatz Schaan, 14 Uhr

Literatur An Einspänner bittschen. Lieder, Geschichten und Textsplitter aus der Welt des Kaffeehauses. Theater Parfin de siècle St.Gallen, 20 Uhr Jolanda Spirig. Schürzennäherinnen. Frauenforum Rheintal Widnau, 20 Uhr Vortrag Natur am Sibni. Auf Fischfang im bolivianischen Teil des AmazonasBeckens, Vortrag von Robert Guggenbühl. Naturmuseum St.Gallen, 19 Uhr Erfolg und Krise der Schweizer Stickerei-Industrie in globaler Perspektive 1865-1929. Referenten: Caspar Meili und Eric Häusler. Hauptpost St.Gallen, 18:15 Uhr Kinder Aschenputtel. Dialektmärchen nach den Brüdern Grimm. Kellerbühne St.Gallen, 14 und 16:30 Uhr Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als fantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 9:30 Uhr Die sieben Raben. Junges Theater Liechtenstein mit der neuen Eigenproduktion. Takino Schaan, 16 Uhr. Freunde. Für Kinder ab 4 Jahren. FigurenTheater St.Gallen, 14:30 Uhr Heidi. Familienstück nach Johanna Spyri. Theater St.Gallen, 14 Uhr Märchen im Museum. Der Tannenbaum und andere Geschichten. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 14 Uhr Schtärnäfunklä. Weihnachtliche Geschichten für Kleine Zuhörer. Chössi-Theater Lichtensteig, 18 Uhr Diverses Öffentliches Kerzenziehen. Für Jung und Alt. Hongler Kerzenladen Altstätten, 14 Uhr

DO

13.12

Konzert Django 3000. Bayerischer GypsyPop. Kulturladen Konstanz, 21 Uhr HSG Big Band. Von Modern Jazz über Funk, Rock und Latin. Kugl St.Gallen, 21 Uhr Musikkollegium Winterthur. Fröhliche Werkstatt. Stadthaus Winterthur, 19:30 Uhr Nils Burri. Maybe Someday. Eisenwerk Frauenfeld, 20:15 Uhr The Tiger Lillies. Melancholische Klänge und rabenschwarzer Humor. Grabenhalle St.Gallen, 20:30 Uhr Film Der Weg nach Mekka. Die Reise des Muhammad Asad. Anschließend Gespräch mit Günther Windhager und Regisseur Georg Misch. Spielboden Dornbirn, 19:30 Uhr

Kabarett Andreas Thiel & Les Papillons. Politsatire IV– Macht. Stadttheater Schaffhausen, 20 Uhr Bernd Lafrenz Hamlet. Frei nach Shakespeare. K9 Konstanz, 20 Uhr Kellerschuran. Die Frauenfelder Wochenschau geht in die 3. Staffel. Dreiegg Kaffee Frauenfeld, 21 Uhr Pfannestil Chammer Sexdeet. Musikkabarett. Casinotheater Winterthur, 20 Uhr Schlössle TV. Multimediale Show mit Mathias Ospelt und Marco Schädler. Schlösslekeller Vaduz, 20 Uhr Simon Enzler. Vestolis. Schulhaus Gringel Appenzell, 20 Uhr Musical My Fair Lady. Musical von F. Loewe und A. J. Lerner. Zentrumsbühne Bottighofen, 20 Uhr Kunst/Ausstellungen Ante Timmermans. Ante Post Ante. Kunstcafé mit Claudia Hürlimann. Kunstmuseum St.Gallen, 14:30 Uhr Florian Pumhösl. Führung. Kunsthaus Bregenz, 19 Uhr Literatur Anna Gruber und Tone Finke. Anna Gruber präsentiert ihren neuen Band Gedichte. Spielboden Dornbirn, 19 Uhr Lesung. Mit dem chinesischen Schriftsteller Fan Wen. Bürgerasyl Stein am Rhein, 19 Uhr Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran. Musikalisch szenische Lesung. Varieté Tivoli St.Gallen, 20:15 Uhr Vortrag Erich von Däniken. Rückkehr der Götter. Fürstenlandsaal Gossau, 20 Uhr Liebe. Philosophischer Zirkel mit Angelika Krebs. Freihandbibliothek St.Gallen, 19:15 Uhr Werner Wüthrich über BauKleine Preise, grosse Wirkung. Werben im SAITEN. Einzelheiten und Tarife: www.saiten.ch/werbung, verlag@saiten.ch oder Tel. +41 71 222 30 66

ern, Bäuerinnen. Und über Bertolt Brecht. Bodman-Literaturhaus Gottlieben, 20 Uhr Kinder Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als fantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 9:30 und 11:30 Uhr Diverses Öffentliches Kerzenziehen. Für Jung und Alt. Hongler Kerzenladen Altstätten, 15 Uhr

FR

14.12

Konzert Akkordeonkonzert. Colorful Accordionists. Geheimnisvolle russische Seele. Kaffeehaus St.Gallen, 20 Uhr Cyberpunkers. Elektro der härteren Gangart. Kugl St.Gallen, 20:15 Uhr Festkonzert 30 Jahre Friedensarbeit. Malcolm Green mit Jugendband. Offene Kirche St.Gallen, 19:30 Uhr Pee Wee Ellis. Funk. Jazzclub Rorschach Rorschach, 21 Uhr The Dusa Orchestra. Adventskonzert. Genossenschaft Hotel Linde Heiden, 20:15 Uhr The Tandemthing. Instrumental Electro Pop. La Buena Onda St.Gallen, 20:30 Uhr Vorweihnächtliches Geholze. Mit Virus, Vulture Industries, Krakow und Mondvolland. Gaswerk Winterthur, 20:30 Uhr Clubbing/Party Dance Free. Bewegen, tanzen und begegnen. Alte Kaserne Winterthur, 20 Uhr DJ Tobias Bolzern. Electro Nordic Indie. Oya Bar Kafé St.Gallen, 20:30 Uhr Thirtylicious. Tanzen ab 30. Salzhaus Winterthur, 21:30 Uhr Film Cloud Atlas. Spielfilm mit Tom Hanks und Halle Berry. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Fargo. Die Gangsterballade der Coens strotzt vor schwarzem Humor und weissem Schnee. Kinok, Lokremise St.Gallen, 21:30 Uhr Le gamin au velo. Der neue sensible Film der Brüder Dardenne. Kulturcinema Arbon, 20:30 Uhr Modest Reception. Ein Mann und eine Frau verteilen sackweise Geld. Das jüngste Kinowunder aus dem Iran. Kinok, Lokremise St.Gallen, 19:30 Uhr Yossi. Der israelische Kardiologe Yossi leidet immer noch unter dem tragischen Tod seines Geliebten Jagger. Kinok, Lokremise St.Gallen, 17:30 Uhr Theater Dimitri der Porteur. Klassiker des Clowntheaters. Theater am Kirchplatz Schaan, 20 Uhr Die Gebirgspoeten. Letztbesteigung. Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr Ein Fall für GSI. Comedy-KrimiHörspiel-Kino für alle Sinne. Kulturbühne Ambach Götzis, 20 Uhr Illusionen einer Ehe. Stück von Eric Assous. Schloss Seeheim Konstanz, 20 Uhr

Salon d’amour – Subversives. Hautnah. Exklusive anarchische Lounge. Magazin 4 Bregenz, 20:30 Uhr Stille Kracht. Alle Jahre wieder. Casinotheater Winterthur, 19 Uhr Viktoria und ihr Husar. Operette von Paul Abraham. Gemeindezentrum Dreitannen Sirnach, 19:30 Uhr Kabarett Bernd Lafrenz. Frei komisch nach Shakespeare. K9 Konstanz, 20 Uhr Cabaretduo Divertimento. Gate 10. Stadtsaal Wil, 20 Uhr Simon Enzler. Vestolis. Schulhaus Gringel Appenzell, 20 Uhr Musical My Fair Lady. Musical von F. Loewe und A. J. Lerner. Zentrumbühne Bottighofen, 20 Uhr Kunst/Ausstellungen Heimspiel 2012. Vernissage. Kunstmuseum St.Gallen, 18 Uhr, Kunsthalle St.Gallen, 19:30 Uhr Museum Appenzell. Führung. Museum Appenzell, 14 Uhr Literatur An Einspänner bittschen. Lieder, Geschichten und Textsplitter aus der Welt des Kaffeehauses. Theater Parfin de siècle St.Gallen, 20 Uhr Casino Slam. Vom Gedicht, das nie hätte geschrieben werden dürfen, bis zum poetischen Ereignis. Casinotheater Winterthur, 20 Uhr Kinder Aschenputtel. Dialektmärchen nach den Brüdern Grimm. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als fantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 9:30 Uhr Die sieben Raben. Junges Theater Liechtenstein mit der neuen Eigenproduktion. Takino Schaan, 19 Uhr. Diverses Henessen Weihnachtsmarkt. Weihnachts- und Kunsthandwerk. Henessenmühle Gossau, 15 Uhr Öffentliches Kerzenziehen. Für Jung und Alt. Hongler Kerzenladen Altstätten, 15 Uhr Singbar. Offenes Singen mit Hermann Hohl. Kulturbar Rab-Bar Trogen, 18 Uhr Sprachenkaffee. Gelernte Sprache entspannt anwenden. Restaurant Dufour St.Gallen, 18:30 Uhr

SA

15.12

Konzert 3 Engel fürs Chössi. Kulinarische Höhenflüge und musikalische Schelmereien. Chössi-Theater Lichtensteig, 19 Uhr Bar 25 meets St.Gallen. Jan Blomqvist, Sven Dohse und Manuel Moreno live. Kastanienhof St.Gallen, 23 Uhr Earthship. Support: Abraham. Gaswerk Winterthur, 20:30 Uhr Gaptones. Eigenkompositionen und Funk & Soul-Klassikern. S-ka Altnau, 20:30 Uhr Leberhauer. Liedermacher. Cuphub-Design Kultur Café Arbon, 21 Uhr

56 SAITEN 12.12


15.–16.12.

kalender

Brecht, Punk, Cabaret

Schwerelos im Raum

In Zeitlupe

Moderne Hirtenmusik

Tiger Lillies in der Grabenhalle

Sundivers Plattentaufe

Tanz-Performance SILK

Lavarinis Weihnachtskonzert

The Tiger Lillies sind schwer einzuordnen. Die Songs von Brecht/Weill gelten als eine ihrer Inspirationsquellen; so wird ihre Musik meist «Brechtian Punk Cabaret» genannt. Sie scheinen direkt aus dem düsteren Londoner Soho des Viktorianischen Zeitalters zu entstammen und verzaubern mit melancholischen Klängen und rabenschwarzem Humor. Ihre bitterbösen, schräg-komödiantischen Texte, versetzt mit beissender Ironie, sind nichts für Wertkonservative, ihre Mischung aus Variété, Kabarett, Punk und Gypsy-Musik ist einzigartig.

Sundiver… Sonnentaucher. Der eigene Bandname und das gleichnamige Buch: Aus dieser ungewollten Verwandtschaft ist ein Konzeptalbum entstanden, ein Soundtrack für das Leben und für das Buch «Sundiver – an uplift novel» von David Brin. Er handelt von der Frage, ob die Menschheit durch Evolution oder durch ein ausserirdisches «Uplift» wurde, was sie heute ist. Who is right, Darwin or Däniken? Sundivers neues Album «Demwa» entführt in den schwerelosen Raum, schlägt zurück auf die Erde und ist doch nur ein Versuch, das Grosse und ganz Kleine im Leben musikalisch zu vereinen.

Die neue Tanz-Produktion von und mit Susanne Daeppen und Christoph Lauener widmet sich dem Thema Schönheit und Liebe. Ein raumgreifendes, visuelles Gesamtkunstwerk ist entstanden, das vielschichtig berührt und das Publikum einlädt, in die Poesie des Blauraumes einzutauchen. SILK ist eine 80-minütige Zeitlupenaufnahme, ein ganzheitlicher Tanz aus Licht, Klang, Farben und Langsamkeit. Nach über 20 Vorstellungen in der Schweiz und im Ausland ist SILK nun auch in St. Gallen zu sehen.

Advent: Das ist traditionellerweise die hohe Zeit der geistlichen Konzerte. Seinen zeitgenössischen Beitrag dazu leistet der Walenstadter Komponist und Dirigent Enrico La varini seit vielen Jahren mit den Weihnachtskonzerten des Concentus rivensis. Dieses Jahr ist Lavarinis Chor- und Orchesterwerk «Quem pastores laudavere» zweimal zu hören. Unter der Leitung des Komponisten wirken mit: Carmela Konrad, Sopran, Karl Jerolitsch, Tenor, Samuel Zünd, Bariton, sowie Chor und Orchester Concentus rivensis.

Samstag, 15. Dezember, 20 Uhr, Sonntag, 16. Dezember, 11 Uhr, Sonntag, 16. Dezember, 17 Uhr, Lokremise St.Gallen. Mehr Infos: www.lokremise.ch, www.dakini-dance.ch

Sonntag, 16. Dezember, 17.00 Uhr, Klosterkirche Pfäfers. Samstag, 22. Dezember, 19.30 Uhr, Katholische Kirche Walenstadt. Mehr Infos: www.concentus.ch

Donnerstag, 13. Dezember, 20.30 Uhr, Grabenhalle St.Gallen. Mehr Infos: www.grabenhalle.ch

Martin O. Der mit der Stimme tanzt. Diogenes Theater Altstätten, 20 Uhr Murs und Fashawn. Hip Hop. Gare de Lion Wil, 21 Uhr Plüsch. Die Berner Mundartrocker Plüsch spielen Eile mit Weile. Restaurant Eintracht Kirchberg, 20 Uhr Sequoia und die Ble(i)chgesichter. Native Chill Rap und Rock Musik. K9 Konstanz, 19:30 Uhr Sundiver. Plattentaufe. Who is Right? Grabenhalle St.Gallen, 20:30 Uhr Tim & Puma Mimi. ElectronicPop, Hip-Hop, Reggae. Kulturhaus Rose Stein, 20 Uhr Weihnachtskantate. Vom Himmel hoch, von Peter Roth. Stadtkirche St. Nikolaus Wil, 20 Uhr CLUBBING/PARTy Disco. Von Abba bis Zappa. Altes Zeughaus Herisau, 21 Uhr Disco Chamäleon. Die Kult-Disco ab 30. K9 Konstanz, 21 Uhr I love Disco. Funk und Soul aus den Siebzigern. Spielboden Dornbirn, 21 Uhr We love 80s. Music & Visuals by the one and only Baywatch S oundsystem. Salzhaus Winterthur, 22 Uhr Winter-Sonnen-Wende. Halte Ausschau nach dem Spezial-Filmtrailer. Kraftfeld Winterthur, 21 Uhr Winterwecker. Gitarre trifft auf Reggae und Ballade auf Elektropop. Kraftwerk Krummenau, 21 Uhr FILM Anna Karenina. Russland, 19. Jahrhundert. Drei adlige Familien zerstreiten sich. Mit Keira Knightley und Kelly Macdonald. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Bar 25. Ein Liebeslied an einen Ort im Herzen Berlins: Mit tagelangen Partys wurde die Bar 25 zum Mythos. Kinok, Lokremise St.Gallen, 21:30 Uhr

Samstag, 15. Dezember, 21.15 Uhr, Grabenhalle St.Gallen. Mehr Infos: www.sundiver-music.ch

Hiver nomade – Winternomaden. Dokumentarisches Roadmovie über die Wanderung einer Schafsherde durch die Schweiz. Kino Rosental Heiden, 17:15 Uhr Holy Motors. Leos Carax' kontroverses Meisterwerk mit Denis Lavant, Eva Mendes, Michel Piccoli und Kylie Minogue. Kinok, Lokremise St.Gallen, 19 Uhr The Gold Rush. Chaplins Meisterwerk: Charlie trotzt als Goldsucher in Alaska vielen Gefahren. Kinok, Lokremise St.Gallen, 17 Uhr THEATER Der grosse Coup. Cargo-Theater mit Samuel Kübler und Stefan Wiemers. Werdenberger Kleintheater fabriggli Buchs, 20 Uhr DinnerKrimi. Monika mordet mittags. Einstein Hotel St.Gallen, 19 Uhr Ein Fall für GSI. ComedyKrimi-Hörspiel-Kino für alle Sinne. Kulturbühne Ambach Götzis, 20 Uhr Illusionen einer Ehe. Stück von Eric Assous. Schloss Seeheim Konstanz, 20 Uhr Konzert in der Kirche. Otmarmusik St.Gallen. Evangelische Kirche St.Laurenzen St.Gallen, 18 Uhr Lametta. Weihnachtskomödie von Fitzgerald Kusz. Stadttheater Konstanz, 20 Uhr Rigoletto. Oper von Giuseppe Verdi. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Stille Kracht. Alle Jahre wieder. Casinotheater Winterthur, 19 Uhr Viktoria und ihr Husar. Operette von Paul Abraham. Gemeindezentrum Dreitannen Sirnach, 19 Uhr KABARETT Cabaretduo Divertimento. Gate 10. Stadtsaal Wil, 20 Uhr Oropax x-mas. Der schlimme Alltag der scheinheiligen Vorweihnachtszeit. Casinotheater Winterthur, 20 Uhr

TANZ Jessica Huber. The Rebellion Of The Silent Sheep. Phönix Theater 81 Steckborn, 20:15 Uhr Silk. Die neue Tanz-Produktion von Dakini Dance Projects widmet sich dem Thema Schönheit und Liebe. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr

DIVERSES Henessen Weihnachtsmarkt. Weihnachts- und Kunsthandwerk. Henessenmühle Gossau, 11 Uhr Öffentliches Kerzenziehen. Für Jung und Alt. Hongler Kerzenladen Altstätten, 9:30 Uhr

MUSICAL My Fair Lady. Musical von F. Loewe und A. J. Lerner. Zentrumbühne Bottighofen, 20 Uhr

SO

KUNST/AUSSTELLUNGEN Florian Pumhösl. Führung. Kunsthaus Bregenz, 14 Uhr LITERATUR An Einspänner bittschen. Lieder, Geschichten und Textsplitter aus der Welt des Kaffeehauses. Theater Parfin de siècle St.Gallen, 20 Uhr KINDER Aschenputtel. Dialektmärchen nach den Brüdern Grimm. Kellerbühne St.Gallen, 14 und 16:30 Uhr Bis nach Bethlehem! Ein Weihnachtsspiel für Kinder ab 4 Jahren. Figurentheater St.Gallen, 14:30 Uhr Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als fantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 15 Uhr Der Lebkuchenmann. KinderMusical von David Wood, Stadttheater Schaffhausen, 14 und 17 Uhr Englische Erzählstunde. Story telling für Kinder ab 3 Jahren. Freihandbibliothek St.Gallen, 10 Uhr Hänsel und Gretel. Für Kinder ab 6 Jahren. Theater am Saumarkt Feldkirch, 15 Uhr Kinderclub. Laubsägele für Weihnachten ab 7 Jahren. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 14 Uhr Sag mir, wie ist Afrika. Kindertheatergruppe Koblach mit einem Stück für Kinder ab fünf Jahren. Spielboden Dornbirn, 15 Uhr

57 SAITEN 12.12

16.12

KONZERT Konzert in der Kirche. Otmarmusik St.Gallen. Ev. Kirche St.Laurenzen St.Gallen, 17 Uhr Tarallucce. Lichtgesänge und Musik zum Advent. Rathaus Diessenhofen Diessenhofen, 17 Uhr Weihnachtskantate. Vom Himmel hoch, von Peter Roth. Stadtkirche St. Nikolaus Wil, 15 Uhr FILM Hiver nomade – Winternomaden. Dokumentarisches Roadmovie über die Wanderung einer Schafsherde durch die Schweiz. Kino Rosental Heiden, 19:15 Uhr I, Anna. Kommissar Reid verliebt sich bei Mordermittlungen in die faszinierende Anna. Kinok, Lokremise St.Gallen, 18 Uhr La Belle et la Bête. Film von 1946. Er gilt als Meisterwerk des poetischen Films und Vorläufer des Fantasyfilms. Gaswerk Winterthur, 19:30 Uhr La maison corse. Christine erbt ein baufälliges Haus auf Korsika und beginnt ein neues Leben. Kinok, Lokremise St.Gallen, 11 Uhr Modest Reception. Ein Mann und eine Frau verteilen sackweise Geld. Das jüngste Kinowunder aus dem Iran. Kinok, Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Sagrada – El misteri de la creació. Stefan Haupts Dokumentation über die Sagrada Família in Barcelona, Gaudís Wunderwerk. Kinok, Lokremise St.Gallen, 13:30 Uhr

THEATER DinnerKrimi. Kulinarik und Comedy. Gasthof zum Goldenen Kreuz Frauenfeld, 17 Uhr La Wally. Oper von Alfredo Catalani. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Weihnachtserinnerungen. Geschichte von Truman Capote. Theaterhaus Thurgau Weinfelden, 17:15 Uhr TANZ Silk. Tanz-Performance von Dakini Dance Projects. Lokremise St.Gallen, 11 und 17 Uhr KUNST/AUSSTELLUNGEN Bendicht Fivian. Führung. Kunstmuseum Winterthur, 11:30 Uhr Fische. Führung. Naturmuseum St.Gallen, 10:15 Uhr Florian Pumhösl. Führung. Kunsthaus Bregenz, 11 und 16 Uhr Giordano Gelli/Veronique Bovet. Vernissage. Museum im Lagerhaus St.Gallen, 11 Uhr LITERATUR Schöne, schräge, garstige Weihnacht. Mit Eike Domroes. Kaffeehaus St.Gallen, 15 Uhr Winterwunderland. Amerikanische Weihnachtsgeschichten. Theater Parfin de siècle St.Gallen, 11 und 17:30 Uhr VORTRAG Matinée: Der Messias. Einführung in das Schauspiel von Patrick Barlow. Lokremise St.Gallen, 11 Uhr Matinée: Eine Nacht in Venedig. Einführung in die Operette von Johann Strauss. Theater St.Gallen, 11 Uhr KINDER Aschenputtel. Dialektmärchen nach den Brüdern Grimm. Kellerbühne St.Gallen, 14 und 16:30 Uhr Bis nach Bethlehem! Ein Weihnachtsspiel für Kinder ab 4 Jahren. Figurentheater St.Gallen, 14:30 Uhr


16.–21.12. Cinderella. Nach Grimms Aschenputtel ab 5 Jahren. Puppentheater Marottino Arbon, 11 Uhr Clio und Castor. Kindertheater Floh mit seiner dritten Musical-Produktion. Hotel Thurgauerhof Weinfelden, 14:30 Uhr Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als fantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 9:30 und 11:30 Uhr Der Lebkuchenmann. KinderMusical von David Wood. Stadttheater Schaffhausen, 14 und 17 Uhr Es weihnachtet bei Mimi und Brumm. Für Weihnachtsungeduldige ab 4 Jahren. Fabriggli Buchs, 16 Uhr Frau Holle. Puppentheater Magdeburg. Theater am Kirchplatz Schaan, 16 Uhr Hänsel und Gretel. Für Kinder ab 6 Jahren. Theater am Saumarkt Feldkirch, 15 Uhr Heidi. Familienstück nach Johanna Spyri. Theater St.Gallen, 14 Uhr Janosch, komm wir finden einen Schatz. Tiger und Bär finden in einer alten Kiste eine Schatzkarte. Kino Rosental Heiden, 15 Uhr Marius von der Jagdkapelle. Für Kinder von 2 bis 12 Jahren. Oberstufenzentrum Bünt Waldkirch, 15 Uhr Zarafa. Trickfilm über die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa, die von Afrika nach Paris reist. Kinok, Lokremise St.Gallen, 15:30 Uhr DIvERSES Henessen Weihnachtsmarkt. Weihnachts- und KunsthandwerkerInnenmarkt. Henessenmühle Gossau, 11 Uhr Musik in Afrika. Klänge, Songs und Geschichten mit Richard Butz. Historisches und völkerkundemuseum St.Gallen, 11 Uhr

MO

17.12

KONZERT Abendmusik zum Advent. Mit Domorganist Willibald Guggenmos und Collegium vocale der Kathedrale. Kathedrale St.Gallen, 18 Uhr Anna Kaenzig. Singer-Songwriterin. Portier Winterthur, 20 Uhr

DI

18.12

KONZERT Bliss. Merry Blissmas. Kino Theater Madlen Heerbrugg, 20 Uhr The English Concert. Weihnachtskonzert mit Werken von Bach und Corelli. vaduzer Saal vaduz, 20 Uhr FILM Anna Karenina. Russland, 19. Jahrhundert. Drei adlige Familien zerstreiten sich. Mit Keira Knightley und Kelly Macdonald. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Die Wiesenberger. Der Chor der Bergler wird vom eigenen Erfolg überrollt. Die zwanzig Innerschweizer zwischen Show-Business und Brauchtum. Kino Rosental Heiden, 14:15 Uhr Modest Reception. Ein Mann und eine Frau verteilen sackweise Geld. Das jüngste Kinowunder aus dem Iran. Kinok, Lokremise St.Gallen, 18:15 Uhr The Godfather 2. Teil. Ein Film zum Monats-Thema: In und aus Sizilien. Kino Loge Winterthur, 20 Uhr Yossi. Der israelische Kardiologe Yossi leidet immer noch unter dem tragischen Tod seines Geliebten Jagger. Kinok, Lokremise St.Gallen, 20:30 Uhr THEATER Bunburry oder Ernst sein ist alles. Komödie von Oscar Wilde. Theater am Kornmarkt Bregenz, 19:30 Uhr Die Möwe. Schauspiel von Anton Tschechow. Stadttheater Schaffhausen, 19:30 Uhr KUNST/AUSSTELLUNGEN Bendicht Fivian. Führung. Kunstmuseum Winterthur, 18:30 Uhr Heimspiel 2012. Führung. Kunsthalle St.Gallen, 18:30 Uhr

MI

19.12

Die Möwe. Tschechows bittersüsser Komödie. Theater Winterthur, 19:30 Uhr Ein Fall für GSI. Comedy-KrimiHörspiel-Kino für alle Sinne. Kulturbühne Ambach Götzis, 20 Uhr Stille Kracht. Alle Jahre wieder. Casinotheater Winterthur, 19 Uhr Super Theo. Eine Erziehungskomödie. Casinotheater Winterthur, 20 Uhr KUNST/AUSSTELLUNGEN Heimspiel 2012. Führung. Kunstmuseum St.Gallen, 18 Uhr Treten Sie ein! Treten Sie aus!. Führung. Jüdisches Museum Hohenems, 18 Uhr LITERATUR On violence and memory. Gespräch in Englisch mit Hanno Loewy und Agnes Janich. Jüdisches Museum Hohenems, 19:30 Uhr Winterwunderland. Amerikanische Weihnachtsgeschichten. Theater Parfin de siècle St.Gallen, 20 Uhr KINDER Aschenputtel. Dialektmärchen nach den Brüdern Grimm. Kellerbühne St.Gallen, 14 und 16:30 Uhr Bis nach Bethlehem! Ein Weihnachtsspiel für Kinder ab 4 Jahren. FigurenTheater St.Gallen, 14:30 Uhr Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als fantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 9:30 und 11:30 Uhr Frau Holle. Puppentheater Magdeburg. Theater am Kirchplatz Schaan, 16 Uhr Heidi. Familienstück nach Johanna Spyri. Theater St.Gallen, 14 Uhr Schtärnäfunklä. Weihnachtliche Geschichten für Kleine Zuhörer. Chössi-Theater Lichtensteig, 18 Uhr Ungarische Erzählstunde. Für Kinder ab 3 Jahren. Freihandbibliothek St.Gallen, 16:30 Uhr DIvERSES Öffentliches Kerzenziehen. Für Jung und Alt. Hongler Kerzenladen Altstätten, 14 Uhr

Freestyle-Bar. Feinste Beats zum freestylen. Jugendkulturraum flon St.Gallen, 19 Uhr Hallenbeiz. Ping-Pong und Sounds vom Plattenteller. Grabenhalle St.Gallen, 20:30 Uhr FILM I, Anna. Kommissar Reid verliebt sich bei Mordermittlungen in die faszinierende Anna. Kinok, Lokremise St.Gallen, 20:30 Uhr Yossi. Der israelische Kardiologe Yossi leidet immer noch unter dem tragischen Tod seines Geliebten Jagger. Kinok, Lokremise St.Gallen, 18:30 Uhr THEATER Aus freien Stücken. Schauspiel von Martin Gollwitz. Theater Konstanz, 20 Uhr Die Möwe. Tschechows bittersüsser Komödie. Theater Winterthur, 19:30 Uhr Ein Fall für GSI. Comedy-KrimiHörspiel-Kino für alle Sinne. Kulturbühne Ambach Götzis, 20 Uhr Stille Kracht. Alle Jahre wieder. Casinotheater Winterthur, 19 Uhr KABARETT Kellerschuran. Die Frauenfelder Wochenschau geht in die 3. Staffel. Dreiegg Kaffee Frauenfeld, 21 Uhr KUNST/AUSSTELLUNGEN Florian Pumhösl. Führung. Kunsthaus Bregenz, 19 Uhr KINDER Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als fantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 9:30 und 11:30 Uhr Schneewittchen und die 7 Zwerge. Erzähltheater frei nach den Gebrüdern Grimm. Theater am Kirchplatz Schaan, 10 Uhr

FR

21.12

THEATER Die Möwe. Schauspiel von Anton Tschechow. Stadttheater Schaffhausen, 19:30 Uhr Ein Fall für GSI. ComedyKrimi-Hörspiel-Kino für alle Sinne. Kulturbühne Ambach Götzis, 20 Uhr

FILM Holy Motors. Leos Carax' kontroverses Meisterwerk mit Denis Lavant, Eva Mendes, Michel Piccoli und Kylie Minogue. Kinok, Lokremise St.Gallen, 20:30 Uhr Sagrada – El misteri de la creació. Stefan Haupts Dokumentation über die Sagrada Família in Barcelona, Gaudís Wunderwerk. Kinok, Lokremise St.Gallen, 15:30 Uhr Tabu. Aurora hat ihr vermögen im Casino verjubelt und träumt von früherem Glanz und Leidenschaft. Kinok, Lokremise St.Gallen, 18 Uhr

KONZERT Bliss. Merry Blissmas. Kino Theater Madlen Heerbrugg, 20 Uhr Cédric Tiberghien und Maurice Steger. Piano Plus. Stadthaus Winterthur, 19:30 Uhr Christmas-Party. Weihnachtlicher Pop und Rock. Kulturbeiz Kaff Frauenfeld, 19 Uhr Jazz-Session. Präsentiert vom Jazzclub Konstanz. K9 Konstanz, 20:30 Uhr Olli Schulz. SOS Tour. Kulturladen Konstanz, 21 Uhr Orchester Musikfreunde St.Gallen. Werke von J. Sibelius, J.C. Meier und M. Reger. Tonhalle St.Gallen, 20 Uhr Sophie Hunger. Singersongwriterin. Palace St.Gallen, 21 Uhr Wiener Sängerknaben. Weihnachtskonzert. Evangelische Kirche St.Laurenzen St.Gallen, 19:30 Uhr

KONZERT Alvin Zealot. Support: One Lucky Sperm. Gaswerk Winterthur, 20:30 Uhr Fair Haven. Es rockt so richtig unter der Sitterbrücke. Fridays Music Bar St.Gallen, 21 Uhr Fräulein Hona & Any Mayor Dude. Acoustic-Session. Theater am Saumarkt Feldkirch, 20:15 Uhr J.S.Bachstiftung: Kantate BWV 110. Unser Mund sei voll Lachens. Reflexion: Joachim Rittmeyer. Ev. Kirche Trogen, 19 Uhr Mustache. Support: Proximo. Talhof St.Gallen, 21 Uhr Raggabund. And The Dubby Conquerors. Gare de Lion Wil, 20:30 Uhr Sophie Hunger. Singersongwriterin. Palace St.Gallen, 21 Uhr Stress. Hip Hop. Stadtsaal Wil, 20 Uhr Volksmetal. Support: Mirto Massaker. Kulturladen Konstanz, 21 Uhr Weihnachtsjazz mit Kaiapó. Feat. Anne-Florence Schneider. Jazzhuus Lustenau, 21 Uhr

DIvERSES Frauentempel Stimmenfeuer. Stimme und Tanz. Frauentempel St.Gallen, 20 Uhr

THEATER Der Messias. Schauspiel von Patrick Barlow. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr

CLUBBING/PARTY DJ Clyde Mono a.k.a. DJ Shit. From Shit To Shine: The Eclectic Cool. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr

CLUBBING/PARTY Das House. Mit La Pasta und Fais Berber. Kraftfeld Winterthur, 23 Uhr

FILM El ultimo Tren. Drei veteranen versuchen einen Lok-verkauf zu verhindern. Cineclub im Kino Rex St.Gallen, 20 Uhr Hiver Nomade. Carole und Pascal treiben eine Schafherde durch die winterliche Schweiz. Kinok, Lokremise St.Gallen, 20:30 Uhr La maison corse. Christine erbt ein baufälliges Haus auf Korsika und beginnt ein neues Leben. Kinok, Lokremise St.Gallen, 18:30 Uhr

KONZERT Bliss. Merry Blissmas. Kino Theater Madlen Heerbrugg, 20 Uhr Bullaugenkonzert # 30. Mit Guz, dem besten Freund des Menschen. Grabenhalle St.Gallen, 21 Uhr StimmVolk. Singend Brücken bauen. Lieder aus der Schweiz und anderen Kulturen. Offene Kirche St.Gallen, 19:30 Uhr

DO

20.12

59 SAITEN 12.12

kalender

Miteinander über den Jordan. Manuelle Musik. Luke Redford und Karl Kyrill, Pablo Einzig und Abdel Hady und Sophos. Salzhaus Winterthur, 22 Uhr Schwoof.ch. Let your soul fly. Lagerhaus St.Gallen, 21 Uhr World goes Down. Mit Bit Tuner. Tankstell Bar St.Gallen, 21 Uhr FILM Anleitung zum Unglücklichsein. Film nach dem Bestseller von Paul Watzlawick. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Modest Reception. Ein Mann und eine Frau verteilen sackweise Geld. Das jüngste Kinowunder aus dem Iran. Kinok, Lokremise St.Gallen, 21:30 Uhr Sagrada – El misteri de la creació. Stefan Haupts Dokumentation über die Sagrada Família in Barcelona, Gaudís Wunderwerk. Kinok, Lokremise St.Gallen, 17:15 Uhr Tanz der Vampire. Professor Abronsius und sein Diener Alfred jagen im winterlichen Transsilvanien nach vampiren. Kinok, Lokremise St.Gallen, 19:15 Uhr THEATER Aus freien Stücken. Schauspiel von Martin Gollwitz. Theater Konstanz, 20 Uhr Bunburry oder Ernst sein ist alles. Komödie von Oscar Wilde. Theater am Kornmarkt Bregenz, 19:30 Uhr Der Messias. Schauspiel von Patrick Barlow. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Die Möwe. Tschechows bittersüsser Komödie. Theater Winterthur, 19:30 Uhr Lametta. Weihnachtskomödie von Fitzgerald Kusz. Stadttheater Konstanz, 20 Uhr Nachtzug – Late Night Lok. In einem anderen Licht. Lokremise St.Gallen, 22 Uhr Stille Kracht. Alle Jahre wieder. Casinotheater Winterthur, 19 Uhr Super Theo. Eine Erziehungskomödie. Casinotheater Winterthur, 20 Uhr

R E K LA M E


kalender

21.–27.12.

Kabarett TmbH-Das Match. Improvisationstheater. K9 Konstanz, 20 Uhr Kunst/Ausstellungen Museum Appenzell. Führung durchs Haus. Museum Appenzell, 14 Uhr Thomas Bechinger. Finissage. Kunstraum Engländerbau Vaduz, 13 Uhr Vortrag Meritokratie. Daniel Model gründete den Staat «Avalon» und lässt eigene Münzen prägen. Kaffeehaus St.Gallen, 20 Uhr Lesung. Zweisprachige Geschichten aus Nah und Fern. Solidaritätshaus St.Gallen, 19:30 Uhr Kinder Aschenputtel. Dialektmärchen nach den Brüdern Grimm, aufgeführt von der St.Galler Bühne. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als fantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 9:30 Uhr

SA

22.12

Konzert Dodo Hug & Efisio Contini. Sorriso Amaro. Fabriggli Buchs, 20 Uhr Festival of Nine Lessons and Carols. Vokalensemble der St.Galler Dommusik. Kathedrale St.Gallen, 19:15 Uhr Juelz & Max Dane. Hip Hop. Cuphub-Design Kultur Café Arbon, 21 Uhr Michael Neff Group. Fantasievolle Kompositionen von experimentellem Jazz bis zu Popmusik. Restaurant Schlössli Appenzell, 20:30 Uhr Talco. Reggae. Kulturladen Konstanz, 21 Uhr X-Mas: Gin Ga. Pop-Formation. Spielboden Dornbirn, 21 Uhr Zappa-Party mit Grandsheiks. Zappa-Tribute-Band. Z88 Kreuzlingen, 21 Uhr Clubbing/Party 90s are now. DJs und Visuals. Salzhaus Winterthur, 22 Uhr Africana Memorial Night. Musik aus den 1950– 1970er Jahren. Offene Kirche St.Gallen, 20 Uhr Cash for Trash. Afterparty. Tankstell Bar St.Gallen, 21 Uhr Christian Kjellvander. Schwedischer Meister der Melancholie. Oya Bar Kafé St.Gallen, 20:30 Uhr Disco Chamäleon. Die KultDisco ab 30. K9 Konstanz, 21 Uhr Feine Musik. Tanzen, tanzen. Gare de Lion Wil, 23 Uhr Psychedelic Toodeloo Spezial. Asep Stone Experience. Kraftfeld Winterthur, 22 Uhr Round Table Knights. Tanzen, tanzen. Kugl St.Gallen, 21 Uhr Film Anna Karenina. Russland, 19. Jahrhundert. Drei adlige Familien zerstreiten sich. Mit Keira Knightley und Kelly Macdonald. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Hiver nomade – Winternomaden. Dokumentarisches Roadmovie über die Wanderung einer Schafsherde durch die Schweiz. Kino Rosental Heiden, 17:15 Uhr

Holy Motors. Leos Carax' kontroverses Meisterwerk mit Denis Lavant, Eva Mendes, Michel Piccoli und Kylie Minogue. Kinok, Lokremise St.Gallen, 19 Uhr I, Anna. Kommissar Reid verliebt sich bei Mordermittlungen in die faszinierende Anna. Kinok, Lokremise St.Gallen, 21:30 Uhr Unter Schnee. Ulrike Ottinger, die grosse Reisende des Kinos, bricht ins Schneeland Japan auf. Kinok, Lokremise St.Gallen, 17 Uhr Theater Dock Dock Dock Dock. Die schlechteste Late Night Show aller Zeiten. Theater Konstanz, 21 Uhr Eine Nacht in Venedig. Operette von Johann Strauss. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Stille Kracht. Alle Jahre wieder. Casinotheater Winterthur, 19 Uhr Super Theo. Eine Erziehungskomödie. Casinotheater Winterthur, 20 Uhr Kunst/Ausstellungen Florian Pumhösl. Führung. Kunsthaus Bregenz, 14 Uhr Kinder Aschenputtel. Dialektmärchen nach den Brüdern Grimm, aufgeführt von der St.Galler Bühne. Kellerbühne St.Gallen, 14 und 16:30Uhr Bis nach Bethlehem! Ein Weihnachtsspiel für Kinder ab 4 Jahren. FigurenTheater St.Gallen, 14:30 Uhr Schneewittchen und die 7 Zwerge. Erzähltheater frei nach den Gebrüdern Grimm. Theater am Kirchplatz Schaan, 10 Uhr Theater Rikiko. Die Bremer Stadtmusikanten feiern Weihnachten. Eisenwerk Frauenfeld, 15 Uhr Violettas Weihnachten. Stars und Sternchen der Konstanzer Puppenbühne. K9 Konstanz, 15 und 16:15 Uhr X-Mas: Mimi und Herbert – Advent, Advent. Clowntheater für Kinder ab vier Jahren. Spielboden Dornbirn, 15 Uhr

SO

23.12

Konzert Chilifunk X-Mas Special. Mit Gee-K & Ze-Bond. Kugl St.Gallen, 20 Uhr Disco Doom. Verzerrte, hallbeladene Gitarrenakkorde. Salzhaus Winterthur, 20 Uhr Clubbing/Party X-Mas: Superbacon. Tanzen, tanzen. Spielboden Dornbirn, 21 Uhr Film Anleitung zum Unglücklichsein. Film nach dem Bestseller von Paul Watzlawick. Kino Rosental Heiden, 19:15 Uhr Hiver Nomade. Für den Europäischen Filmpreis 2012 nominiert: Carole und Pascal treiben eine Schafherde durch die winterliche Schweiz. Kinok, Lokremise St.Gallen, 11 Uhr La maison corse. Christine erbt ein baufälliges Haus auf Korsika und beginnt ein neues Leben. Kinok, Lokremise St.Gallen, 18 Uhr

Sostiene Pereira. Verfilmung des Erfolgsromans von Antonio Tabucchi. Gaswerk Winterthur, 19:30 Uhr Tabu. Aurora hat ihr Vermögen im Casino verjubelt und träumt von früherem Glanz und Leidenschaft. Kinok, Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Unter Schnee. Ulrike Ottinger, die grosse Reisende des Kinos, bricht ins Schneeland Japan auf. Kinok, Lokremise St.Gallen, 13 Uhr Theater Der Messias. Schauspiel von Patrick Barlow. Lokremise St.Gallen, 17 Uhr Musical Rebecca. Musical von Michael Kunze und Sylvester Levay. Theater St.Gallen, 17 Uhr Kunst/Ausstellungen Florian Pumhösl. Führung. Kunsthaus Bregenz, 16 Uhr Kinder Aschenputtel. Dialektmärchen nach den Brüdern Grimm, aufgeführt von der St.Galler Bühne. Kellerbühne St.Gallen, 14 und 16:30Uhr Bis nach Bethlehem! Ein Weihnachtsspiel für Kinder ab 4 Jahren. FigurenTheater St.Gallen, 14:30 Uhr Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als fantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 11 und 15 Uhr Sammys Abenteuer 2. Animationsfilm mit den Schildkröten Sammy und Ray. Kino Rosental Heiden, 15 Uhr Zarafa. Trickfilm über die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa, die von Afrika nach Paris reist. Kinok, Lokremise St.Gallen, 15:30 Uhr Diverses Solinetz-Weihnachten. Mit Flüchtlingen, Migranten und Freunden des Solinetzes. Solidaritätshaus St.Gallen, 16 Uhr

MO

24.12

Kinder Bis nach Bethlehem. Ein Weihnachtsspiel für Kinder ab 4 Jahren. Figurentheater St.Gallen, 10:30 und 14:30 Uhr Heidi. Familienstück nach Johanna Spyri. Theater St.Gallen, 14 Uhr Kasperltheater. Die Geschichte vom Bravsein. Theater am Saumarkt Feldkirch, 15 Uhr Philothea Figurentheater. Figurenspiel von Nicole Langenegger für alle, die einmal 4 Jahre alt waren. Diogenes Theater Altstätten, 15 Uhr Schneewittchen und die sieben Zwerge. Frei nach den Gebrüdern Grimm unter der Regie von Romy Forlin. Altes Kino Mels, 14 Uhr Sammys Abenteuer 2. Animationsfilm mit den Schildkröten Sammy und Ray. Kino Rosental Heiden, 15 Uhr X-Mas: Kasperletheater. Weihnachtsgeschicht. Spielboden Dornbirn, 14 und 15:30 Uhr Zarafa. Trickfilm über die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa, die von Afrika nach Paris reist. Kinok, Lokremise St.Gallen, 15:30 Uhr

DI

25.12

Konzert Dubtrex Xmas Special. Mit LF&, The Apple Trees, Skitsnygg (USA), Pa-Tee und Sequen2. Grabenhalle St.Gallen, 22 Uhr Food for Live goes SingerSongwriter Circle. Mit Eibish, Egli, I am Bronson. Kugl St.Gallen, 20 Uhr Clubbing/Party Tanz.apfen 1. An Electronic Guide to Christmas Entertainment. Kraftfeld Winterthur, 23 Uhr Tensionstate XMas. Hiphop Special 2012, Salzhaus Winterthur, 22 Uhr Wunderbar-Revival-Party. Die Kult-Party mit den WunderbarBoys. K9 Konstanz, 21 Uhr X-Mas: Soundterrasse. Tanzen, tanzen. Spielboden Dornbirn, 21 Uhr

Konzert Ordnungsamt. Elektrorock. Restaurant Schwarzer Engel St.Gallen, 22 Uhr

Theater Comedian Harmonists. Ein szenischer Konzertabend. Theater Konstanz, 20 Uhr

Clubbing/Party Ausklingelingeling. Tanzmusik für Baum & Bein. Salzhaus Winterthur, 24 Uhr Heiligr Abend. Oh du Fröhliche! Kulturbar Rab-Bar Trogen, 22 Uhr X-Mas 2012. Christbaumkugeln und Nikolause. Kraftwerk Krummenau, 22 Uhr X-Mas: Kantine. Tanzen, tanzen. Spielboden Dornbirn, 21 Uhr

Film Doctor Zhivago. Eine schicksalhafte Liebe vor dem Hintergrund der russischen Revolution mit Omar Sharif, Julie Christie und Geraldine Chaplin. Kinok, Lokremise St.Gallen, 15:30 Uhr

Film It’s a Wonderful Life. Capras Weihnachtsklassiker: In einer Winternacht bewahrt ein Engel George vor dem Selbstmord. Kinok, Lokremise St.Gallen, 17:15 Uhr

Konzert Klangkarussel. Support: Oben Am Berg. Grabenhalle St.Gallen, 20 Uhr

Literatur Stille Nacht. Eine kleine Geschichte zur Weihnachtseinstimmung gelesen von Eva Maron. Hotel Wunderbar Arbon, 16:30 Uhr

MI

26.12

Clubbing/Party Jürgen Waidele’s Friends Quintet. feat. Elysa Kay. K9 Konstanz, 21 Uhr X-Mas: Grizzly The Kid. Tanzen, tanzen. Spielboden Dornbirn, 21 Uhr

Film Hiver Nomade. Carole und Pascal treiben eine Schafherde durch die winterliche Schweiz. Kinok, Lokremise St.Gallen, 18:30 Uhr La maison corse. Christine erbt ein baufälliges Haus auf Korsika und beginnt ein neues Leben. Kinok, Lokremise St.Gallen, 20:30 Uhr Life of Pi. Die schicksalhafte Reise eines Teenagers wird zunehmend ein episches Abenteuer voller gefährlicher Entdeckungen und Erlebnisse. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Nuovo Cinema Paradiso. Ein Film zum Monats-Thema: In und aus Sizilien. Kino Loge Winterthur, 20:30 Uhr Sagrada – El misteri de la creació. Stefan Haupts Dokumentation über die Sagrada Família in Barcelona, Gaudís Wunderwerk. Kinok, Lokremise St.Gallen, 11 Uhr The Gold Rush. Chaplins Meisterwerk: Charlie trotzt als Goldsucher in Alaska vielen Gefahren. Kinok, Lokremise St.Gallen, 15:30 Uhr Theater Die Grosse Giuseppe-Verdi-Gala. Die schönsten Auszüge aus Verdis Werken. Tonhalle St.Gallen, 18 Uhr Lametta. Weihnachtskomödie von Fitzgerald Kusz. Stadttheater Konstanz, 20 Uhr Super Theo. Eine Erziehungskomödie. Casinotheater Winterthur, 20 Uhr Viktoria und ihr Husar. Operette von Paul Abraham. Gemeindezentrum Dreitannen Sirnach, 17:30 Uhr Kinder Heidi. Familienstück nach Johanna Spyri. Theater St.Gallen, 14 und 17 Uhr Konferenz der Tiere. Animationsfilm mit gutem Sound, inspiriert durch Erich Kästners Literaturklassiker. Gaswerk Winterthur, 14:30 Uhr Sammys Abenteuer 2. Animationsfilm mit den Schildkröten Sammy und Ray. Kino Rosental Heiden, 15 Uhr Schneewittchen und die sieben Zwerge. Frei nach den Gebrüdern Grimm unter der Regie von Romy Forlin. Altes Kino Mels, 17 Uhr Zarafa. Trickfilm über die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa, die von Afrika nach Paris reist. Kinok, Lokremise St.Gallen, 13 Uhr

DO

27.12

Konzert Skarface. Skaband. Restaurant Schwarzer Engel St.Gallen, 21:30 Uhr X-Mas: Wolfgang Muthspiel Vienna naked. Feat. Alegre Corrêa & Alune Wade. Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr Clubbing/Party DJ Shoesoul & Les Pedaleurs De Charme. Swingin’ Soul, Funk & HipHop Music. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Film Anleitung zum Unglücklichsein. Film nach dem Bestseller von Paul Watzlawick. Kino Rosental Heiden, 17:15 Uhr

60 SAITEN 12.12


Einzelheiten und Tarife im Internet: www.saiten.ch/werbung

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27.–30.12.

Love is all you need. Liebeskomödie mit Pierce Brosnan, Kim Bodnia und Trine Dyrholm. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Unter Schnee. Ulrike Ottinger, die grosse Reisende des Kinos, bricht ins Schneeland Japan auf. Kinok, Lokremise St.Gallen, 18:15 Uhr Yossi. Der israelische Kardiologe Yossi leidet immer noch unter dem tragischen Tod seines Geliebten Jagger. Kinok, Lokremise St.Gallen, 20:30 Uhr THEATER Bunburry oder Ernst sein ist alles. Komödie von Oscar Wilde. Theater am Kornmarkt Bregenz, 19:30 Uhr Der Messias. Schauspiel von Patrick Barlow. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Splätterlitheater. Schlachthuus Südpol. Das Kasperlitheater für Horrorfans. Grabenhalle St.Gallen, 21:15 Uhr Super Theo. Erziehungskomödie. Casinotheater Winterthur, 20 Uhr Viktoria und ihr Husar. Operette von Paul Abraham. Gemeindezentrum Dreitannen Sirnach, 19:30 Uhr MUSICAL Rebecca. Musical von Michael Kunze und Sylvester Levay. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr KUNST/AUSSTELLUNGEN Florian Pumhösl. Führung. Kunsthaus Bregenz, 19 Uhr KINDER Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als fantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 15 und 18 Uhr Schneewittchen und die sieben Zwerge. Frei nach den Gebrüdern Grimm unter der Regie von Romy Forlin. Altes Kino Mels, 17 Uhr

Sorriso amaro

Echo vom Hangsack

Arien-Feuerwerk

Dodo Hug und Efisio Contini im fabriggli

Gut gecovert in Mels

Silvester-Gala im Stadthaus

Dodo Hug (vocals, guitars, cuatro, percussion) und Efisio Contini (vocals, guitars, mandolin, loops) begeistern mit ihrem berührenden Gesang und ihren sich ergänzenden Stimmen das Publikum immer wieder aufs Neue. zu hören sind Songs heutiger Cantautori wie auch Canti di Lavoro, Arbeiterlieder, die von den Nöten und Mühen, den Sehnsüchten und Hoffnungen der Arbeiterinnen in den Spinnereifabriken und auf den Reisfeldern der Po-Ebene anfangs des letzten Jahrhunderts erzählen.

Der Bandname der Melser Rocker hat schon manchen leicht verwirrt. Wer glaubt, es handle sich um eine volkstümliche Kapelle, befindet sich auf dem heimeligen Holzweg. Der Hangsack ist einer der schönsten Berge im Weisstannental. Und die Gruppe gleichen Namens, die Coverband um Andy Egert (Bass), Thömi Cardano (Schlagzeug), Janni Good (Gitarre), Märti Hilty (Gitarre) und Oli Thüring (Gesang) ist seit mehr als 18 Jahren in Sachen Rock’n’Roll unterwegs. Alfred und das Echo vom Hangsack werden im Alten Kino eine AC/DC-Fuhre zum Jahresausklang rocken.

Das Musikkollegium Winterthur lädt unter Leitung von Douglas Boyd zum Jahreswechsel-Konzert. Auf dem Programm stehen populäre Arien und Chöre aus «Le Nozze di Figaro», «La Traviata», «Nabucco», «Aida», «Madame Butterfly» sowie Ouvertüren von Mozart, Rossini und Glinka. Solisten sind Sen Guo, Sopran (Bild), Christina Daletska, Mezzosopran und Kenneth Tarver, Tenor. Das Konzertticket berechtigt zur anschliessenden Silvesterparty im Theater samt Feuerwerk und Tanz.

Samstag, 22. Dezember, 20.00 Uhr, werdenberger kleintheater fabriggli Buchs. Mehr Infos: www.fabriggli.ch

FR

28.12

KONzERT Corretto. Rendez-vous mit Tango. Haus zum Falken Rorschach, 20 Uhr Delinquent Habits. Hip Hop. Kugl St.Gallen, 21 Uhr Edmauro de Oliveira, Benjamin Scheck: Choros. Virtuose traditionelle Saitenmusik aus Brasilien. Schloss Wartegg Rorschacherberg, 18 Uhr J.S.Bachstiftung: Sonderkonzert. «Bach zwischen den zeiten». Mit Werken von J. S. Bach und einem literarischen Beitrag. Evangelische Kirche St.Laurenzen St.Gallen, 19 Uhr Lilly Martin. Blues & Soul-Jazz. S-ka Altnau, 20:30 Uhr Swing & More. Stickerei-Jazz-Trio. Einstein Hotel St.Gallen, 19 Uhr Töbi Tobler und Ficht Tanner. Aus Freude an der Musik. Diogenes Theater Altstätten, 20 Uhr CLUBBING/PARTY Salsa Party. Tanzen tanzen. Gasthaus Rössli Mogelsberg, 20:30 Uhr Tanz.apfen 2. Do the Disco Tiger im tiefen tunklen Tannenwald. Kraftfeld Winterthur, 22 Uhr FILM Dead fucking last – Wer bremst, verliert! Schweizer Film mit Mike Müller. Roeland Wiesnekker und Oriana Schrage. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Doctor Shivago. Eine schicksalhafte Liebe vor dem Hintergrund der russischen Revolution mit Omar Sharif, Julie Christie und Geraldine Chaplin. Kinok, Lokremise St.Gallen, 20 Uhr I, Anna. Kommissar Reid verliebt sich bei Mordermittlungen in die faszinierende Anna. Kinok, Lokremise St.Gallen, 18 Uhr

Sonntag, 30. Dezember, 21 Uhr, Altes Kino Mels. Mehr Infos: www.alteskino.ch

THEATER Der Messias. Schauspiel von Patrick Barlow. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Eine Nacht in Venedig. Operette von Johann Strauss. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Splätterlitheater. Schlachthuus Südpol. Das Kasperlitheater für Horrorfans. Grabenhalle St.Gallen, 21:15 Uhr Super Theo. Erziehungskomödie. Casinotheater Winterthur, 20 Uhr KUNST/AUSSTELLUNGEN Museum Appenzell. Führung. Museum Appenzell, 14 Uhr KINDER Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als fantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 15 Uhr Sammys Abenteuer 2. Animationsfilm mit den Schildkröten Sammy und Ray. Kino Rosental Heiden, 17:15 Uhr Schneewittchen und die sieben Zwerge. Frei nach den Gebrüdern Grimm unter der Regie von Romy Forlin. Altes Kino Mels, 17 Uhr

SA

29.12

KONzERT Dub Corner St.Gallen. Reggae. Grabenhalle St.Gallen, 22 Uhr Töbi Tobler und Ficht Tanner. Aus Freude an der Musik. Diogenes Theater Altstätten, 20 Uhr X-Mas: 5/8erl in Ehr’n. Die Strottern, Kollegium Kalksburg. Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr CLUBBING/PARTY Das Leben ist kein Ponyhof. Mit The Sexinvaders. Salzhaus Winterthur, 22 Uhr Rocksteady Bang-A-Rang. Hot Reggae, Sharp Soul, Ska & Rocksteady. Kraftfeld Winterthur, 22 Uhr

61 SAITEN 12.12

kalender

Montag, 31. Dezember, 19.30 Uhr, Stadthaus Winterthur. Mehr Infos: www.musikkollegium.ch

FILM It’s a Wonderful Life. Capras Weihnachtsklassiker: In einer Winternacht bewahrt ein Engel George vor dem Selbstmord. Kinok, Lokremise St.Gallen, 17 Uhr Life of Pi. Die schicksalhafte Reise eines Teenagers wird zunehmend ein episches Abenteuer voller gefährlicher Entdeckungen und Erlebnisse. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Love is all you need. Liebeskomödie mit Pierce Brosnan, Kim Bodnia und Trine Dyrholm. Kino Rosental Heiden, 17:15 Uhr Modest Reception. Ein Mann und eine Frau verteilen sackweise Geld. Das jüngste Kinowunder aus dem Iran. Kinok, Lokremise St.Gallen, 19:30 Uhr Tanz der Vampire. Professor Abronsius und sein Diener Alfred jagen im winterlichen Transsilvanien nach Vampiren. Kinok, Lokremise St.Gallen, 21:30 Uhr THEATER Der Messias. Schauspiel von Patrick Barlow. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Dinner for one. Gastspiel American Drama Group. Theater Konstaz, 18 Uhr Ein Fall für GSI. Das Comedy-Krimi-Hörspiel-Kino für alle Sinne. Kulturbühne Ambach Götzis, 20 Uhr Super Theo. Eine Erziehungskomödie. Casinotheater Winterthur, 20 Uhr Viktoria und ihr Husar. Operette von Paul Abraham. Gemeindezentrum Dreitannen Sirnach, 19 Uhr KUNST/AUSSTELLUNGEN Florian Pumhösl. Führung. Kunsthaus Bregenz, 14 Uhr

KINDER Das kalte Herz. Wilhelm Hauffs Märchen als fantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 11 Uhr Michel aus Lönneberga. Ein witziges, freches Stück für die ganze Familie. Casinotheater Winterthur, 11 und 14 Uhr Schneewittchen und die sieben Zwerge. Frei nach den Gebrüdern Grimm unter der Regie von Romy Forlin. Altes Kino Mels, 17 Uhr

SO

30.12

KONzERT Alfred und das Echo vom Hangsack. Coverband mit dem Motto: AC/DC-Party-Nacht. Altes Kino Mels, 21 Uhr Cruxshadows. Electrowave. Kulturladen Konstanz, 21 Uhr CLUBBING/PARTY X-Mas: Good Night and Good Luck. Tanzen, tanzen. Spielboden Dornbirn, 21 Uhr FILM Hiver Nomade. Für den Europäischen Filmpreis 2012 nominiert: Carole und Pascal treiben eine Schafherde durch die winterliche Schweiz. Kinok, Lokremise St.Gallen, 13:30 Uhr Holy Motors. Leos Carax' kontroverses Meisterwerk mit Denis Lavant, Eva Mendes, Michel Piccoli und Kylie Minogue. Kinok, Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Life of Pi. Die schicksalhafte Reise eines Teenagers wird zunehmend ein episches Abenteuer voller gefährlicher Entdeckungen und Erlebnisse. Kino Rosental Heiden, 19:15 Uhr Unter Schnee. Ulrike Ottinger, die grosse Reisende des Kinos, bricht ins Schneeland Japan auf. Kinok, Lokremise St.Gallen, 11 Uhr


Alle Termine finden Sie auch online! www.saiten.ch/kulturkalender

30.–31.12.

Ein Kleid und seine Geschichte Schürzen im Museum Appenzell Die Schürze war bis in die 1960er Jahre ein allgegenwärtiges Kleidungsstück. In Schürzen wurde geputzt, gewaschen, bedient, gebacken, geschustert und gemetzget. Schürzen sollten aber auch schmücken und auszeichnen. Und sie transportierten unterschiedliche Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit. Das Museum Appenzell zeigt über 70 Alltags- und Berufsschürzen. Ergänzt werden diese durch eine reiche Auswahl an Fotos, die einen Zeitraum von 1890 bis heute abdecken. Bis 20. Mai 2013, Museum Appenzell. Mehr Infos: www.museum.ai.ch

kalender

Entdecken – Begreifen – Staunen Hochgelobte Sammlung Nominiert für den Europäischen Museumspreis 2012 und ausgezeichnet mit dem Schweizer Prix Expo 2007, zählt das Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld zu den herausragenden Naturmuseen der Schweiz. In lebensechten Darstellungen sind viele einheimische Pflanzen und Tiere zu entdecken. Ein naturgetreu nachgebauter Biberbau gibt Einblick ins Leben der Nager. Die Ameisenarena mit lebenden Ameisen zählt zu den höhepunkten der spannenden Ausstellung. Berühren ist erlaubt und Streichelfelle, hörund Riechstationen und vieles mehr laden ein zum Entdecken und Begreifen. Naturmuseum Thurgau. Mehr Infos: www.naturmuseum.tg.ch

Waste Land. Unter Anleitung des brasilianischen Künstlers Vik Muniz erschaffen die Catadores (Müllpflücker) aus Rio de Janeiro überdimensionale Portraits von sich selbst. Gaswerk Winterthur, 19:30 Uhr Yossi. Der israelische Kardiologe Yossi leidet immer noch unter dem tragischen Tod seines Geliebten Jagger. Kinok, Lokremise St.Gallen, 18 Uhr ThEATER Der Messias. Schauspiel von Patrick Barlow. Lokremise St.Gallen, 17 Uhr MUSICAL Chicago. Musical von John Kander und Fred Ebb. Theater St.Gallen, 17 Uhr KUNST/AUSSTELLUNGEN Ab in die Ferienkolonie. Finissage. Museum herisau, 11 Uhr Florian Pumhösl. Führung. Kunsthaus Bregenz, 11 und 16 Uhr KINDER Das kalte Herz. Wilhelm hauffs Märchen als fantasievolles Familienstück. Stadttheater Konstanz, 11 Uhr Michel aus Lönneberga. Ein witziges, freches Stück für die ganze Familie. Casinotheater Winterthur, 11 und 14 Uhr Sammys Abenteuer 2. Animationsfilm mit den Schildkröten Sammy und Ray. Kino Rosental heiden, 15 Uhr Zarafa. Trickfilm über die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa, die von Afrika nach Paris reist. Kinok, Lokremise St.Gallen, 15:30 Uhr LITERATUR 6x6. Neue Schauspieler lesen 6 neue Texte von 6 Autoren. Theater Konstanz, 20 Uhr

MO

31.12

KoNZERT Froilein Heidelberger. Nachgespieltes Liedgut. Löwenarena Sommeri, 22:30 Uhr Geschwister Küng: Nüdallgraduus. Inspirierte, klingende Tradition aus Appenzell. Schloss Wartegg Rorschacherberg, 21:30 Uhr Organ Fireworks. orgelmusik zur Jahreswende mit Domorganist Willibald Guggenmos. Kathedrale St.Gallen, 22 Uhr Silvester-Gala. Musikkollegium Winterthur. Stadthaus Winterthur, 19:30 Uhr Silvester mit Corretto. Italienisches Menue mit einen akustischen Schluck Corretto geniessen. Kulturcinema Arbon, 20 Uhr Silvesterkonzert. Mit der Sinfonietta Schaffhausen und dem Duo Calva, Stadttheater Schaffhausen, 17:30 Uhr CLUBBING/PARTY Silvester Party. Tanzend ins neue Jahr. K9 Konstanz, 22 Uhr Fabriggli-Silvester. Beschwingt und humorvoll ins neue Jahr. Fabriggli Buchs, 19:30 Uhr Game is Over. Die Tankstell schliesst die Tore. Abschiedsparty. Tankstell Bar St.Gallen, 22 Uhr Kugl goes 2013. Marc DePulse & Boe– Yippiee007– Westbalkon. Kugl St.Gallen, 22 Uhr SilvesterBarty. Silvesterparty im Rab, Feuer auf dem Dorfplatz. Kulturbar Rab-Bar Trogen, 21 Uhr FILM Love is all you need. Liebeskomödie mit Pierce Brosnan, Kim Bodnia und Trine Dyrholm. Kino Rosental heiden, 17:15 Uhr Unter Schnee. Ulrike ottinger, die grosse Reisende des Kinos, bricht ins Schneeland Japan auf. Kinok, Lokremise St.Gallen, 18 Uhr

ThEATER Bunburry oder Ernst sein ist alles. Komödie von oscar Wilde. Theater am Kornmarkt Bregenz, 19:30 Uhr Comedian Harmonists. Ein szenischer Konzertabend. Theater Konstanz, 17 und 21 Uhr Der Messias. Schauspiel von Patrick Barlow. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Eine Nacht in Venedig. operette von Johann Strauss. Theater St.Gallen, 19 Uhr Super Theo. Erziehungskomödie. Casinotheater Winterthur, 18 Uhr Viktoria und ihr Husar. operette von Paul Abraham. Gemeindezentrum Dreitannen Sirnach, 17:30 Uhr

Kunst Alte Fabrik Kulturzentrum. Klaus-Gebert-Str. 5, RappersWil, +41 55 210 51 54, www.alte-fabrik.ch Ausbeute. Regionales Kunstschaffen. Die Alte Fabrik und das Kunst(Zeug) haus präsentieren erstmalig gemeinsam eine jurierte Gruppenausstellung mit Kunstschaffenden aus der Region. bis 23.12.2012 Fotomuseum Winterthur. Grüzenstrasse 44 & 45, Winterthur, +41 52 234 10 60, www.fotomuseum.ch Junge Menschen. Die distanziertere Betrachtung jugendlicher Phänomene aus der ErwachsenenPerspektive. Bilder verschiedener Jugendgenerationen. bis 10.02.2013 Yto Barrada. Yto Barrada setzt sich in ihren Arbeiten seit über einem Jahrzehnt intensiv mit den politischen Realitäten in Nordafrika auseinander. bis 10.02.2013

63 SAITEN 12.12

Fotostiftung Winterthur. Grüzenstrasse 44 & 45, Winterthur, +41 52 234 10 60, www.fotomuseum.ch Andreas Seibert. huai he – Alles im Fluss. Der huai he gehört zu den wichtigsten Flüssen Chinas. Für Millionen von Menschen ist er eine zentrale Lebensader. Der in Tokio lebende Schweizer Fotograf Andreas Seibert ist dem rund 1000 Kilometer langen huai-Fluss von der Quelle bis zur Mündung entlang gereist. An seinem Beispiel beleuchtet er die Ängste und hoffnungen sowie den täglichen Überlebenskampf der Bevölkerung, die sich damit abfinden muss, dass – buchstäblich – alles im Fluss ist. bis 03.03.2013 Kesselhaus Josephsohn. Sittertalstrasse 34, St.Gallen, +41 71 278 87 47, www.kesselhaus-josephsohn.ch hans Josephsohn. Das Kesselhaus Josephsohn als museale Ausstellungshalle und zugleich Lager und Arbeitsraum, wo Josephsohns oeuvre an Ausstellungen vermittelt, konservatorisch betreut und in einem Verzeichnis aufgearbeitet wird. bis 16.08.2014 Kultur im Hauptbahnhof. Bahnhofplatz 2, St.Gallen, +41 71 228 15 00, www.klubschule.ch Johanna Klasing und Marietta Widmer. Atempause. Zwei Künstlerinnen und eine gemeinsame Ausstellung, die mit überraschenden Motiven von Tauchern trotzdem oder gerade deshalb so gut in die Weihnachtszeit passt. bis 07.01.2013 Kunst Halle St.Gallen. Davidstrasse 40, St.Gallen, +41 71 222 10 14, www.k9000.ch heimspiel 2012. Das Ausstellungsformat «heimspiel» macht alle drei Jahre die St.Galler Institutionen

Kunsthalle St.Gallen, Kunstmuseum und Projektraum Nextex zu Drehscheiben heimischen Kunstschaffens. Die Ausstellung wird von einem umfassenden Rahmenprogramm begleitet. 15.12.2012 bis 24.02.2013 Sylvia Sleigh. bis 02.12.2012 Kunsthalle Wil. Grabenstrasse 33, Wil, +41 71 911 77 71, www.kunsthallewil.ch hendrikje Kühne und Beat Klein. Sie beschäftigen sich seit mehreren Jahren mit Collagen. Als Arbeitsmaterial dient ihnen gedruckte photographische Reproduktionen auf Postkarten und in Zeitschriften und Kunstkarten aus allen Epochen. Diese verarbeiten Kühne/Klein zu zweidimensionalen Panoramaarbeiten und zu installativen Skulpturen; wichtige Motive sind Wasser, Wald und Luft. bis 23.12.2012 Kunsthalle Ziegelhütte. Ziegeleistrasse 14, Appenzell, +41 71 788 18 60, www.kunsthalleziegelhuette.ch ottmar hörl. Für seine erste museale Einzelausstellung in der Schweiz versetzt der deutsche Bildhauer und Konzeptkünstler das Matterhorn in das Appenzellerland. bis 13.01.2013 Kunsthaus. Im Volksgarten, Glarus, +41 55 640 25 35, www.kunsthausglarus.ch Kunstschaffen Glarus und Linthgebiet A-h 2012. Fokus: Claudio Zopfi featuring U5 Kollektiv und Suleika de Vries. 02.12.2012 bis 20.01.2013 Kunsthaus KUB. Karl-Tizian-Platz, Bregenz, +43 5574 485 94 0, www.kunsthaus-bregenz.at Florian Pumhösl. Auf allen drei Etagen zeigt der Künstler neue Werke, in denen er sich unter anderem mit historischen Stickereien aus Peru


ausstellungen

beschäftigt, die schon BauhausKünstlerInnen wie Anni Albers seit den späten 1930er Jahren inspirierten. bis 20.01.2013 Kunstmuseum St.Gallen. Museumstrasse 32, St.Gallen, +41 71 242 06 71, www.kunstmuseumsg.ch Ante Timmermans. Ante Post Ante. Was ist eine Zeichnung? Die grundlegende Frage hat Timmermans in ein eigentliches künstlerisches Universum übersetzt mit Alltagsbeobachtungen, Systemanalysen oder Visionen urbaner Räume zwischen Disneyfication und Gotham CityÄsthetik. Die Stadt als Metapher sowie der Schaffensprozess an sich bilden die Grundlagen seines künstlerischen Handelns.Die Ausstellung Ante Post Ante ist Ante Timmermans erste umfassende Werkschau in einem Schweizer Museum. bis 17.03.2013 Heimspiel 2012. Das Ausstellungsformat «Heimspiel» macht alle drei Jahre die St.Galler Institutionen Kunsthalle St.Gallen, Kunstmuseum und Projektraum Nextex zu Drehscheiben heimischen Kunstschaffens. Die Ausstellung wird von einem umfassenden Rahmenprogramm begleitet. 15.12.2012 bis 24.02.2013 Kunstmuseum Liechtenstein. Städtle 32, Vaduz, +41 423 235 03 00, www.kunstmuseum.li Don’t Smile. Vom Humor der Kunst. Die Ausstellung spürt einem leisen, einem leichten, einem verschmitzten, einem trockenen als auch selbstreflexierten Humor der Kunst nach. bis 20.01.2013 Prostor Oblik. Die besonderen künstlerischen Traditionen BosnienHerzegowinas im 20. Jahrhundert sind in Mitteleuropa so gut wie unbekannt. Dies nahm das Kunstmuseum Liechtenstein als Nationalgalerie des Fürstentums Liechtenstein zum Anlass, die Schwesterinstitution aus Sarajevo einzuladen, eine Präsentation zur Geschichte der abstrakten Kunst in Bosnien-Herzegowina zu erarbeiten. bis 17.02.2013 Kunstmuseum Thurgau Kartaus Ittingen Warth, +41 58 345 10 60, www.kunstmuseum.ch François Burland. Atomik Submarine. Im Grossen Ausstellungskeller des Kunstmuseums Thurgau ist ein U-Boot gestrandet. bis 24.02.2013 Willi Oertig– Wenn ich etwas bin, dann bin ich ein Indianer. Fotografische Realitätsspiegelungen. Seit vier Jahrzehnten bilden Landschaftsbilder, Stillleben und Interieurs die wichtigsten Themen seines Schaffens. bis 31.03.2013 Kunstmuseum Winterthur. Museumstrasse 52, Winterthur, +41 52 267 51 62 www.kmw.ch Bendicht Fivian: Werke aus der Sammlung. In der Reihe der Sammlungsausstellungen im Neuen Saal werden die Gemälde und Zeichnungen Fivians gezeigt, die zusammen eine repräsentative Werkgruppe bilden. 08.12.2012 bis 01.04.2013 Dezember-Ausstellung: Focus. Eine fokussierte Auswahlausstellung, zu der das Kunstmuseum Winterthur einlädt. 08.12.2012 bis 06.01.2013

Kunstraum Engländerbau. Städtle 37, Vaduz, +41 423 233 31 11, www.kunstraum.li Thomas Bechinger. In eigens für den Kunstraum Engländerbau geschaffenen Arbeiten untersucht Thomas Bechinger die Bildhaftigkeit von ornamentalen Mustern. bis 21.12.2012 Kunstraum Kreuzlingen. Bodanstrasse 7a, Kreuzlingen, +41 71 688 58 30, www.kunstraum-kreuzlingen.ch Patrick Kull und Rudy Decelière. Patrick Kull im Kunstraum: «Max Daetwyler (1886-1976)– Was wa(h)r» und Rudy Decelière im Tiefparterre: Insulaires. bis 17.01.2013 Museum im Lagerhaus. Davidstrasse 44, St.Gallen, +41 71 223 58 57, www.museumimlagerhaus.ch Giordano Gelli/Veronique Bovet. Mit Giordano Gelli und Veronique Bovet sind im vergangenen Jahr zwei Künstler der Art Brut internationalen Ranges verstorben, denen das Museum im Lagerhaus mit dieser Ausstellung eine Hommage widmet. Es handelt sich um zwei sehr unterschiedliche Künstlerpersönlichkeiten, die jedoch manches verbindet. 04.12.2012 bis 10.03.2013 St.Gallen sind wir. Dauerausstellung mit Stadt-Bildern anlässlich des Gallus-Jubiläums 2012. bis 31.12.2013 Museum Liner. Unterrainstrasse 5, Appenzell, +41 71 788 18 00, www.museumliner.ch Von Hans Arp bis Victor Vasarely. Graphische Mappenwerke von 1937 bis 1976 aus dem Besitz der Fondazione Arp, Locarno. Eine Auswahl von neun Mappenwerken. bis 03.03.2013 Nextex. Blumenbergplatz 3, St.Gallen, +41 71 220 83 50, www.nextex.ch Heimspiel 2012. Das Ausstellungsformat «Heimspiel» macht alle drei Jahre die St.Galler Institutionen Kunsthalle St.Gallen, Kunstmuseum und Projektraum Nextex zu Drehscheiben heimischen Kunstschaffens. Die Ausstellung wird von einem umfassenden Rahmenprogramm begleitet. 15.12.2012 bis 24.02.2013 Städtische Ausstellung im Lagerhaus Davidstrasse 40, St.Gallen, +41 71 371 24 11, www.a-f-o.ch Bernard Tagwerker. Unter dem Patronat der Stadt St.Gallen und des Kunstvereins St.Gallen zeigt der Künstler Bernard Tagwerker anlässlich seines 70. Geburtstages neue Werke im städtischen Ausstellungsraum im Lagerhaus. bis 02.12.2012

Museum Appenzeller Brauchtumsmuseum. Dorfplatz, Urnäsch, +41 71 364 23 22, www.museum-urnaesch.ch Öseri Tracht aus modischer Sicht. Trachten vermitteln Zeitlosigkeit, Beständigkeit und Tradition. Dass

sie mit der Mode gehen könnten, ist ungewohnt. Die Vergangenheit macht jedoch deutlich, dass dies einmal so war. Die Ausstellung stellt den modischen Aspekt und die Entwicklung der Frauen- und Sennentracht heraus. bis 13.01.2013 Appenzeller VolkskundeMuseum. Postfach 76, Stein AR, +41 71 368 50 56, www.avm-stein.ch Das Geheimnis des Appenzellers. Eine Ausstellung die Fragen stellt und durch interaktive, alters- und zielgruppengerechte Zugangsarten ein Wissen über Kultur, Land, Leute und Käse vermittelt. bis 24.02.2013 Ueli Alder. Die Ausstellung «Das Geheimnis des Appenzellers» wird mit einer speziellen Sonderschau angereichert. Fotograf Ueli Alder sucht das Geheimnis des Appenzells schon länger und zeigt diese Suche mit fantastischen Selbstporträts und Landschaftbildern auf. bis 24.02.2013 Gewerbemuseum Winterthur. Kirchplatz 14, Winterthur, +41 52 267 51 36, www.gewerbemuseum.ch Wood loop– auf Biegen und Brechen. Die Ausstellung zeigt Exponate aus Architektur, Kunst und Design, historische Klassiker ebenso wie zeitgenössische Interpretationen. Mit der Präsentation des Einschneideverfahrens «dukta» der beiden Schweizer Gestalter Christian Kuhn und Serge Lunin erlaubt die Schau gleichzeitig einen vertieften Einblick in eine neue Technik. bis 21.04.2013 Historisches und Völkerkundemuseum. Museumstrasse 50, St.Gallen, +41 71 242 06 42, www.hmsg.ch Verdingkinder reden. Fremdplatzierungen damals und heute. Was geht in einem Kind vor, das von seinen Eltern getrennt wird und in einem ganz neuen Umfeld aufwächst? Im Zentrum der Wanderausstellung stehen Hördokumente aus 300 Interviews mit ehemaligen Verding- und Heimkindern. bis 03.03.2013 … der Kaiser kommt!. Das Kaisermanöver 1912 bei Kirchberg– Die Schweiz am Vorabend des Ersten Weltkrieges. bis 01.03.2013 inatura– Erlebnis Naturschau Dornbirn. Jahngasse 9, Dornbirn, +43 5572 232 35, www.inatura.at Klimazeiten– Wenn die Erde Fieber hat. Der eneu Schwerpunkt der inatura. Das Prinzip und Ursachen einer Erderwärmung. bis 31.12.2012 Ittinger Museum (Kartause Ittingen). Warth, +41 52 748 41 20, www.ittingermuseum.tg.ch Die Welt im Kästchen. Klosterarbeiten als Objekte der Andacht. bis 20.05.2013 Jüdisches Museum. Schweizerstrasse 5, Hohenems, +43 5576 739 89 0, www.jm-hohenems.at Treten Sie ein! Treten Sie aus!.

65 SAITEN 12.12

Warum Menschen ihre Religion wechseln. Gesellschaftliche Diskussionen über das Thema verlaufen auch heute keineswegs konfliktfrei, ja sie berühren neue Tabus und offene Fragen.Die Jüdischen Museen in Hohenems, Frankfurt am Main und München bieten diesen Kontroversen mit einer gemeinsamen Ausstellung eine Bühne. bis 24.03.2013 Küefer-Martis-Huus. Giessenstrasse 53, Ruggell, +41 423 371 12 66, www.kmh.li Was einst Sünde war. Vieles was einst als Sünde erachtet wurde, ist nun gesellschaftlich akzeptiert.Die Ausstellung widmet sich dem Wandel, der sich in den letzten Generationen auch in unserer Region vollzogen hat. bis 16.12.2012 Museum Appenzell. Hauptgasse 4, Appenzell, +41 71 788 96 31, www.museum.ai.ch Schürzen und Schoosse. Die Schürze war bis in die 1960er Jahre ein allgegenwärtiges Kleidungsstück. Für Generationen von Frauen und Männern war es undenkbar, keine Schürze zu tragen. Das Museum Appenzell zeigt über 70 Alltags- und Berufsschürzen. Ergänzt werden diese durch eine reiche Auswahl an Fotos, die einen Zeitraum von 1890 bis heute abdecken. bis 20.05.2013 Brüechli– Schmuckstück der Innerrhoder Frauentracht. Das Brüechli der Innerrhoder Frauentrachten ist ein dekorativer Blickfang. Dieses spezielle Trachtenteil– ein über das Dekolleté verlängertes Göller– hat sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts herausgebildet. Die Ausstellung zeigt eine reiche Auswahl an Brüechli. Neben den aktuellen sind vor allem Brüechli aus dem 19. Jahrhundert zu bewundern. bis 31.08.2013 Museum für Lebensgeschichten (Hof Speicher). Zaun 5 bis 7, Speicher, +41 71 343 80 8, www.museumfuerlebensgeschichten.ch Hans Krüsi. Unter dem Titel «Mit der Kuh per Du» zeigt das Museum für Lebensgeschichten im Hof Speicher ausgewählte Werke aus der Hans-Krüsi-Sammlung des Kantons Appenzell Ausserrhoden. bis 30.03.2013 Museum Herisau. Oberdorfstrasse 2 b, Herisau, +41 79 377 34 43, www.museumherisau.ch Ab in die Ferienkolonie!. Blickpunkt Appenzellerland. Vom Museum Herisau und vom Staatsarchiv Appenzell Ausserrhoden unter Leitung von Peter Witschi. bis 30.12.2012 Robert Walser– Nachschrittwechseln. Die Arbeit von Caroline Winkler und Millay Hyatt ist das Ergebnis einer 10-tägigen Wanderung in den Fussstapfen Robert Walsers, welche im Juli 2011 stattfand. Aus den gesammelten Eindrücken, Tönen und Interviews werden entstandene Texte, ein Klangspiel und ein Wandfries mit Collagen im Museum gezeigt. bis 30.12.2012

Museum Prestegg. Gerbegasse, Altstätten, +41 71 755 20 20, www.museum-altstaetten.ch Neue Blicke auf alte Schätze: Ausstellungseröffnung. Neue Wechselausstellung «Direkte Aussicht auf das Schlachtfeld: Neue Blicke auf alte Schätze». Diese für das Schloss Prestegg neue Ausstellungsart markiert einen Neubeginn: Das Museum wird in zirka drei Jahren teilweise umgebaut und sein Leitprogramm vollständig neu konzeptioniert. bis 31.05.2013 Museumbickel. Zettlereistrasse 9, Walenstadt, +41 81 710 27 77, www.museumbickel.ch Bruno P. Zehnders. Antarktisbilder «Unter Pinguinen». Das Museumbickel zeigt die sensationellen Pinguin-Fotografien des aus Bad Ragaz stammenden Bruno P. Zehnder. Die Ausstellung ist gleichzeitig ein kulturelles und ein umweltpolitisches Engagement. Denn Bruno P. Zehnder schuf nicht nur aussergewöhnliche Bilder, sondern erhielt auch international Anerkennung für seinen Einsatz zum Schutz der Antarktis. bis 02.12.2012 Napoleonmuseum Thurgau Arenenberg, Salenstein http://www.napoleonmuseum.tg.ch 0041 (0)58 345 74 10) Dauerausstellung. Seit Mitte des 15. Jahrhunderts lässt sich auf dem heutigen Arenenberg eine Befestigungsanlage nachweisen. Arenenberg war im Besitz von Patrizierfamilien, bevor es an Hortense de Beauharnais, Adoptivtochter und Schwägerin Napoleons I, verkauft wurde. Sie liess es im Stil des französischen Empires umbauen und wohnte ab 1817 mit ihrem Sohn Louis Napoleon darin, dem späteren Kaiser Napoleon III, der laut Berichten neben Französisch auch Thgurgauer Dialekt gesprochen haben soll. Die Einrichtung ist weitgehend im Original erhalten und alle Räume des Schlosses sind frei zugänglich. bis 01.06.2013 Naturmuseum. Museumstrasse 32, St.Gallen, +41 71 242 06 70, www.naturmuseumsg.ch AD 612– ein Bärenleben zu Gallus Zeiten und heute. Zur Zeit von Gallus war der Braunbär in der Ostschweiz noch weit verbreitet. Er lebte in den dichten Wäldern,Mit zunehmender Beseidlung und der Rodung der Wälder verschwand der grosse Beutegreifer aber schon bald. bis 30.12.2012 Fische. Fische kennen die meisten von uns als gesunde und schmackhafte Speise. Weniger vertraut sind wir mit der geheimnisvollen Welt unter Wasser, wo die Fische leben. Das Naturmuseum Solothurn hat eine Sammlung preisgekrönter Präparate einheimischer Fische angelegt, welche es im Rahmen einer Sonderausstellung auf Reise schickt. bis 03.03.2013 Wasserwelten. Unterwasser-Fotografien von Michel Roggo. Der Fribourger Naturfotograf porträtiert seit 25 Jahren die Welt der Süssgewässer und ihrer Bewohner. Seine eindrücklichen Aufnahmen zeugen


ausstellungen

nicht nur von der märchenhaften Fülle dieser Lebensräume, sondern zeigen auch deren Zerbrechlichkeit. Auf rund 40 grossformatigen Aufnahmen ist ein Querschnitt durch sein Werk zu sehen. bis 05.05.2013 Naturmuseum Thurgau. Freie Strasse 26, Frauenfeld, +41 52 724 22 19, www.naturmuseum.tg.ch Entdecken– Begreifen– Staunen. In lebensechten Darstellungen sind viele einheimische Pflanzen und Tiere zu entdecken. Fossilien lassen längst vergangene Zeiten lebendig werden. Ein naturgetreu nachgebauter Biberbau gibt Einblick ins Leben der emsigen Nager. Die Ameisenarena mit lebenden Ameisen zählt zu den Höhepunkten der spannenden Ausstellung. bis 01.05.2013 Rhythm – Nature – Culture. Die Welt der Schlaginstrumente. In der Ausstellung von Max Castlunger und Emanuel Valentin sind vielfältige Schlaginstrumente aus der ganzen Welt– die meisten aus natürlichen Materialien wie Knochen, Fell oder Holz– zu sehen und natürlich zu hören. bis 02.12.2012 Seltene Holzbibliothek ausgestellt. Die Kabinettausstellung zeigt eine 200 Jahre alte Sammlung von Holzarten in Form von Büchern. bis 02.12.2012 Seemuseum. Seeweg 3, Kreuzlingen, +41 71 688 52 42, www.seemuseum.ch Industriekultur in der Ostschweiz. Eine Wanderausstellung der Schweizerischen Gesellschaft für Technikgeschichte und Industriekultur führt Ihnen eindrückliche Zeugen der Industrialisierung in der Nordostschweiz vor. bis 30.04.2013 Textilmuseum. Vadianstrasse 2, St.Gallen, +41 71 222 17 44, www.textilmuseum.ch Herrlichkeiten– textile Kostbarkeiten aus St.Gallen. Sonderausstellung zum Gallusjahr. Auftakt der Ausstellung bilden kostbarste kirchliche Textilien, welche dem Textilmuseum 1904 von Leopold Iklé geschenkt wurden. bis 30.12.2012 Traum & Realisation– Stoffe aus der Ostschweiz. Sie gibt einen Einblick in die facettenreicht Textilproduktion der Ostschweiz vom 16. Jahrhundert. bis heute. Vom «weissen Gold» Leinen spannt sich der Bogen bis zu Hightec Textilien der neuesten Generation. Feinbestickt, bunt bedruckt oder täuschend unscheinbar breiten sich die Produkte vor den Besuchern aus. bis 31.12.2013 Vision– Winter 2013/14. Aktuelle Textilkreationen der Saison Winter 2013/14. In order for the light to shine so brightly, the darkness must be present. (Francis Bacon). bis 01.03.2013

Galerie Galerie Arte Nuova. Weidwiesstrasse 2, Amriswil, +41 71 393 55 45, www.artenuova.ch Hans Krüsi/Ulrich Bleiker. Hans Krüsi und Ulrich Bleiker waren zu Lebzeiten befreundet und verstanden es ihr Seelenleben mit kindlicher, unverdorbener Phantasie in ihren Werken auszudrücken. bis 31.03.2013 Galerie Christian Roellin. Talhofstrasse 11, St.Gallen, +41 71 246 46 00, www.christianroellin.com Sangallensia IV. Beni Bischof, JeanChristophe de Clercq, Felix de la Concha. bis 19.01.2013 Galerie Kunsthaus Rapp. Toggenburgerstrasse 139, Wil, +41 71 923 77 44, www.kunsthaus-rapp.ch Birgit Lorenz «Ma(h)lzeit – Ein Kunstgenuss». Unter dem Titel «Ma(h)lzeit – Ein Kunstgenuss» hat Birgit Lorenz eindrückliche Kunstwerke geschaffen, von dem jedes ein gemalter Leckerbissen darstellt. bis 21.12.2012 Galerie Paul Hafner (Lagerhaus). Davidstrasse 40, St.Gallen, +41 71 223 32 11, www.paulhafner.ch Spot_Light. Gruppenausstellung mit Werken von Ueli Alder, Rik Beemsterboer, Beni Bischof , Julia Bornefeld, Karin Bühler, Hadrien Dussoix, Adalbert Fässler, Michael Kienzer, Vera Marke, Alexandra Maurer, Tobias Pils, Marianne Rinderknecht, Daniela Schertenleib und Pascal Seiler. bis 22.12.2012 Galerie Schönenberger. Florastrasse 7, Kirchberg SG, +41 71 931 91 66, www.galerie-schoenenberger.ch Accrochage. die Galerie mit Fokus Ostschweizer KünstlerInnen. 02.12.2012 bis 23.12.2012 Galerie Speicher. Reutenenstrasse 19, Speicher, +41 71 344 18 77 Hansjörg Rekade. Neue Arbeiten auf Papier und Leinwand in Acryl gemalt. Es sind phantastische, figurative Arbeiten, die spontan entstehen und weiterentwickelt werden. Surreale Spielereien und der Spass an Farbigkeit, sowie die unerschöpflichen Möglichkeiten von verschiedenen Formen, Gegenständen, Gestalten und Gesichtern prägen Rekades Werke und führen immer wieder zu neuen Entdeckungen. bis 02.12.2012 Galerie vor der Klostermauer. Zeughausgasse 8, St.Gallen, +41 78 775 56 49, www.klostermauer.ch Claudia Züllig. Felsenfest. Neue Arbeiten. bis 16.12.2012 Galerie zur grünen Tür. Zürcherstrasse 28, Uznach, +41 55 280 48 48, www.artschweiz.ch Chrissy Angliker/Fredy J. Ambroschütz. Der Galerist Markus Timo

Rüegg zeigt neueste Werke der in New York lebenden Schweizer Künstlerin Chrissy Angliker und des Bildhauers Fredy J. Ambrosch aus Rapperswil-Jona. Chrissy Angliker malt Porträts, Landschaften und Stillleben in der ihr eigenen «DrippingTechnik». bis 02.12.2012 Galerie zur Alten Bank. Henauerstrasse 20, Niederuzwil, +41 71 955 44 75 Kunstwerk. Eine gelungene Kombination mit Bildern von Monica Ott und Schachteln von Anne Weber. Klare Farben schlagen die Brücke zwischen den Bildern und den Schachtelwerken. Das feine Kunsthandwerk und der Pinselstrich. bis 16.12.2012 Galerie.Z. Landstrasse 11, Hard, Vorarlberg, +43 650 648 20 20, www.galeriepunktz.at Lukas Moll. Lukas Moll ist Beobachter, Sammler und Zeichner – genau in dieser Reihenfolge. Über die Konturen nimmt er sich des Gegenstandes an, wobei er intuitiv das Vorne,Hinten, Links und Rechts auf eine Ebene reduziert, nebeneinander anordnet. 02.12.2012 bis 05.01.2013

Heim Klement malt seit mehr als 15 Jahren regelmässig. Sie arbeitet mit Gouachefarbe, Ölpastellkreiden und diversen anderen Stiften in freier, eigener Technik. Den Bildern liegen keinerlei Vorstellungen und Absichten zugrunde. bis 16.12.2012 Kulturbar Baradies. Engelgasse 214, Teufen AR, +41 71 333 21 59, www.baradies.ch Öses Appezellerland. Brauchtum und Landschaften in Acryl auf Leinwand von Rosmarie Fässler-Inauen bis 31.12.2012 Psychiatrische Klinik Wil. Zürcherstrasse 30, Wil, +41 71 913 11 11, www.psychiatrie-nord.sg.ch Über dem Meer. . darauf. . darinnen. Foto-Bilder von Ruth Käch. bis 09.12.2012

Katharinensaal. Katharinengasse 11, St.Gallen Weben fürs Leben. Runas-Kelims aus Südostanatolien. Im Foyer die Fotoausstellung «Im Herzen Kurdistans– Am Ende der Türkei». bis 16.12.2012

Schloss Dottenwil. Dottenwil, Wittenbach, +41 71 298 26 62, www.dottenwil.ch Hannes vo Wald und Barbara Zimmermann Irniger. Erstmals stellen Hannes vo Wald und seine Frau Barbara Zimmermann Irniger zusammen aus. Hannes vo Wald, bekannt auch als Zauberer- und Feuerkünstler, zeigt auf Schloss Dottenwil verspielte Objekte und Pseudo-Erfindungen. Barbara Zimmermann hingegen zeigt grossformatige Acrylbilder, die ebenso verspielt in Farben und Formen variieren. bis 16.12.2012

Macelleria d’Arte. Gartenstrasse 11, St.Gallen, +41 71 220 10 35, www.macelleria-darte.ch Tobias Bucher. Neue Werke. 15.12.2012 bis 01.02.2013

Silberschmuckatelier O’la la. Oberdorfstrasse 32, Herisau, +41 71 351 35 70 Silvesterchläuse. Von Andreas Brunner. Karten Silvesterchläuse von Stefan Ziegler. bis 31.01.2013

Oxyd Kunsträume. Wieshofstrasse 108, Winterthur, +41 52 316 29 20, www.oxydart.ch Drei Ausstellungen. Max Matter gehörte einst der aufmüpfigen Aarauer Ziegelrain-Gruppe an, schuf Beiträge zur Schweizer Pop-Art und fand darauf seine ihm unverwechselbar eigenen Themen, die er mit der Beharrlichkeit des Forschers langsam weiterentwickelte. bis 23.12.2012

Seemuseum. Seeweg 3, Kreuzlingen, +41 71 688 52 42, www.seemuseum.ch Industriekultur in der Ostschweiz. Eine Wanderausstellung der Schweizerischen Gesellschaft für Technikgeschichte und Industriekultur führt Ihnen eindrückliche Zeugen der Industrialisierung in der Nordostschweiz vor. Das Seemuseum ist einziger Ausstellungsort im Thurgau. bis 30.04.2013

Weitere

Sitterwerk. Sittertalstrasse 34, St.Gallen, +41 71 278 87 09, www.sitterwerk.ch Die schönsten Schweizer Bücher 2011. In der Ausstellung werden neben den prämierten Büchern auch sämtliche zum Wettbewerb eingereichte Publikationen gezeigt. bis 16.12.2012

Abacus Research AG. Ziegeleistrasse 12, Wittenbach, +41 71 292 25 25, www.abacus.ch heartware. Von Simon Kness, Thomas Kölla, Silvan Köppel, Simone Nold, Daniel Stiefel bis 08.12.2012 Johanniterkirche. Marktplatz, Feldkirch Glaser/Kunz. Eine spannende Verbindung von Bildhauerei, Film, Theater und Literatur zeigt das Schweizer Künstlerpaar mit der Ausstellung «Homeless». Die Installation der beiden Shooting Stars besteht aus sieben Talking Heads. bis 08.12.2012 Kloster Fischingen. Hauptstrasse, Fischingen, +41 71 978 72 20, www.klosterfischingen.ch Monika Heim Klement. Monika

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Tanzschule Karrer. Zeitgenössischer Kindertanz, Kinderjazz, Rhythmik, Teeny-Dance, Jazz, Improvisation, Flamenco, Pilates Matwork. Regina M. Karrer, Schule 071 222 27 14, P: 071 352 50 88, reginakarrer@bluewin.ch, www. rhythmus-tanz.ch Hilal Dance. Moderner Ägyptischer Tanz. Tanz-Zentrum, Haggenstr. 44, St. Gallen, Yvette Blum, 0049 7531 65418, yvette@blumtanz.de Tanz.Impro. Ein Angebot für alle Altersstufen. Körpertraining, Bewegungsgestaltung, Entspannung, Gisa Frank, Aula Kantonsschule, Notkerstr. 20, SG, 071 877 49 37, info@ frank-tanz.ch, jew. Mo., 18 –19:30 & 19:45 –21:15 Uhr. Tanze was dich bewegt. Aktuelle Lebensthemen frei tanzen, keine Vorkenntnisse nötig. Erika Friedli, dipl. Tanztherapeutin, Gais, 076 376 36 77 und 071 793 33 06 ein Samstag/Monat 10 –14 Uhr, Auch Einzeltage möglich. Tanz dich frei, Orientalischer Tanz (Bauchtanz). Improvisation, Freude am Ausdruck, Selbstwahrnehmung. Nicole Lieberherr, St.Gallen und Speicher, 071 351 37 82, www.freier-tanz.ch Tanzimprovisation und Körperarbeit für Frauen. B. Schällibaum, 071 223 41 69, Sala, Do 20 –21:30 Uhr, Fr 17:30 –19 Uhr Taketina – Rhythmische Körperarbeit. Urs Tobler, 071 277 37 29, Mi 18:30 –21 Uhr Tango Argentino. Kurse für alle Niveaus. Tango Almacèn, Lagerhaus 42, St.Gallen, 071 222 01 58, www.tangoalmacen.ch Schule für Ballett und Tanz, St.Gallen, Workshop für Anfänger bis Fortgeschrittene, 071 222 28 78, Tap/Irish Dance, Stephan Grühn, 14. – 16.12., www.ballettundtanzhaindl.ch Tanz, Bewegung & Ausbildung. Danielle Curtius. Laienkurse: Jazz-/Moderndance, HipHop für EW und Jugendliche, Bewegungstraining, Pilates, Zumba, Moderner Kindertanz, Teenie Dance. Ausbildungen: Bewegungspädagogik, Bewegungstrainer, Zusatzausbildung Tanzpädagogik & Kinder-/Teeniedance Pädagogik. Schachenstrasse 9, 9016 St.Gallen, 071 280 35 32, www.curtius-tanz.ch, info@curtius-tanz.ch Schule für Tanz und Performance Herisau. Weiterbildung Tanz Intensiv, www.tanzraum.ch/ schule Flamencoprojekt Schweiz Bettina Castano. Flamencotanz! auch Seniorinnen, fortlaufender Unterricht. WE-Kurse und Shows, Gallusplatz 32, SG. Bettina Castano, 079 708 13 41, b.castano@interbook.net., www.castano-flamenco.com jew. Di. 18:15 –19:45 Uhr, Mittelstufe, 19:45 –21:15 Uhr, Fortgeschrittene, jew. Do. 19:30 –20:15 Uhr, Sevillanas, 20:15 –21:30 Uhr, Anfänger AFRO. Afrikanisch inspirierter Tanz. Traditionell-ModernPop. Wir tanzen zu versch. Rhythmen. Tanja Langenauer, Höhenweg 64, St.Gallen, 079 783 68 70, tanja.langenauer@gmx.net, jeden Do 18:30 –20 Uhr (Mittel-Fortgeschr.) und 20 –21:30 Uhr (Anfänger), Amriswil jew. Di 9 –10:30 Uhr Contact Improvisation. Tanz

mit Körperkontakt. Die Bewegung entsteht aus dem Moment heraus. Zu zweit, zu mehreren, alleine. Mit Musik und ohne. Felsenstr. 33, Rhythmikraum der HPS, SG, Leitung: Katharina Schwander, Tanzpädagogin, 079 267 56 17, 071 222 72 65, kschwander@gmx.ch, Jeden Do. 19:15 –21 Uhr, Einstieg auch für Anfänger möglich. Körperwahrnehmung, Bewegung, Tanzimprovisation. Annlies Stoffel, Bewegungs- und Tanztherapeutin, St.Gallen, Auskunft und Anmeldung: 079 790 97 53 Tanzschule: raumbewegen bewegungsraum. Kindertanz, Streetdance, Zeitgenösssischer Tanz, Ballett, Gymnastik. Kerstin Frick, Merkurstr. 2, St.Gallen, 071 223 30 12, info@raumbewegen.ch, www.raumbewegen.ch Tanz, Improvisation, Körperarbeit, Bewegung. Kurse und Workshops mit Wilma Vesseur, SubsTanz, 9043 Trogen, 071 344 91 16, www.subsTanz.ch Zauberland im Theaterwerk. Theaterkurse für Kinder, 5-12J. Sandra Sennhauser, Teufenerstr. 73b, St.Gallen, 079 677 15 89, sandra_spoerri@yahoo.com, jew. Mi. ig – Tanz Training Weiterbildung für Tanz- und Bewegungsschaffende. Theatertanzschule, Notkerstrasse, St.Gallen. Infos: www.igtanz-ostschweiz.ch, Cordelia Alder, 071/ 793 22 43, alder.gais@gmx.ch Yoga. Susanne Daeppen, 7.,14., & 21.12., 9 –11 Uhr fernost Wen-Do. Selbstverteidigungskurse für Frauen und Mädchen. Verein Selbstverteidigung Wen-Do, Bühlbleichestr. 2, St.Gallen, 071 222 05 15, wendo.sg@bluewin.ch Aikido Einführungskurs. www.aikido-meishin-sg.ch, Einführungskurs 18:30 –19 Uhr, Fortgeschr. Mo/Mi/Fr 19:30 –21 Uhr Escrima. Philippinische Stockkampfkunst. Offene Abende. Alle Niveaus willkommen. Felsenstrasse 33, 1. Stock. Claudia Fantelli, 071 277 90 42, cfantelli@gmx.ch, 07.11., 18 –19:30 Uhr I Ging Kurs. der richtige Zeitpunkt. Michael Zwissler, 071 534 33 23, fengshui@zeitimraum.ch, www.zeitimraum.ch malen kleine Kunstschule. Gestaltungsschule für Kinder und Jugendliche St.Gallen. Verein kleine Kunstschule, Lucia Andermatt-Fritsche, 071 278 33 80 Atelier Sonja Hugentobler. Mal- und Zeichnungskurse wöchentlich / diverse Themensamstage als Experiment. Infos & Anmeldung: www.sokunst.ch, 071 260 26 86. Begleitetes Malen für Kinder/ Erwachsene. In Gruppen oder Einzel. Karin Wetter, 071 223 57 60 Malatelier für Kinder und Erwachsene. Marlis Stahlberger, Museumstr. 41, St.Gallen. 071 245 40 30, p.stahlberger@bluewin.ch Seelennahrung. Malen über die Mittagspause, Bernadette Tischhauser, Brühlgasse 39, SG, 071 222 49 29, jew. Do. 12:15 –13:30 Uhr

Kurs im Malatelier. Arbeiten mit Öl, Acryl, Spachtel. Gruppen und Einzel. Vera Savelieva, Schwertgasse 23, St.Gallen, 078 768 98 07, info@doma-sg.ch Vorbereitungskurs für gestalterische Berufsrichtungen. Lisa Schmid, Atelier Galerie, St.Gallen. 071 222 40 88 oder 071 223 37 01, www.atelier-lisaschmid.ch. il pennello Kulturraum03.ch. Malerlebniswerkstatt für Erwachsene und Kinder. Individuelle Einzelbegleitung. Maya Bärlocher, Bahnhofstr. 30, 9402 Mörschwil, 071 845 30 32, www.kulturraum03.ch, info@kulturraum03.ch Freies Malen. Im Atelier am Singenberg, Rorschacherstrasse 71A, St. Gallen, Judith Schläpfer 079 515 37 84 Begleitung künstlerischer Werkprozesse. Beratung – Kunst und Gestaltung. Teresa Peverelli, Kunstschaffende, Dozentin mit langjähriger Lehrerfahrung, Schule für Gestaltung St.Gallen, 079 749 11 73, tpeverelli@pingnet.ch dreidimensional kleine Kunstschule. Gestaltungsschule für Kinder und Jugendliche St.Gallen. Verein kleine Kunstschule, Lucia Andermatt-Fritsche, 077 414 10 94 Atelier Keramik Plus. Atelier für Kunst-Keramik und ausdrucksorientiertes Gestalten mit div. Materialien. Tages und Wochenkurse, Ferienangebote. Margrith Gyr, Degersheim, 071 371 54 32, www.keramik-plus.ch Offenes Atelier für freies Malen und Gestalten. In Kleingruppen für Jugendliche und Erwachsene. AtelierPraxis, Brigitta Bertozzi, Im Lagerhaus, Davidstr. 40, St. Gallen 077 476 49 25, www.kunsttherapiepraxis.ch Landart und NaturKunst Kurse. Patrick Horber, Altstätten, 071 222 32 33, patrick.horber@gmail. com, www.streuwerk.ch Modellieren. Anfänger bis Fortgeschrittene. Natalia Kaya Zwissler. Filzen. für Kinder und Erwachsene. Yukiko Kawahara, Atelier Oberstrasse 167, St.Gallen, 071 277 26 36 Natur WWF Naturlive Naturerlebnisse & Kurse. Exkursionen, Ferien- und sanfte Reiseangebote für Kinder, Familien und Erwachsene. WWF-Regiobüro AR/AI-SG-TG, Merkurstrasse 2, Postfach 2341, 9001 St.Gallen, 071 223 29 30, Kursangebote und Infos unter: www.wwfost.ch/naturlive Heilpflanzen und gesundheitliche Selbstkompetenz. Sie erkennen und erleben Heilpflanzen, ihr Wesen und ihre Wirkung. Naturheilpraxis Jacqueline Vogel, Rehetobel, 071 877 30 90, www.der-ganze-mensch.ch diverses Atelier am Harfenberg – Der Ort fürs Wort und Werken. Das Wort – gelesen oder geschrieben wird im Atelier am Harfenberg, Harfenbergstr. 15, St.Gallen mit Sorgfalt gepflegt. Der Austausch über Geschriebenes beflügelt zum weiterschreiben. Kurse vermitteln das Rüstzeug dazu. Infos unter www. schreibwerk.ch Schreibwerkstatt. Kurse in Klein-

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Änderungen und Ergänzungen bitte an: sekretariat@saiten.ch Die Adressen der Museen und Galerien sind unter «Ausstellungen» aufgeführt.

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Nachrichten aus dem Sumpf

Wann und warum der Traktor seinen Geist aufgegeben hatte und am Ende in Brand geraten war, wusste später keiner mehr; nicht dass einer von uns ernsthaft mit dem wackligen Gefährt gerechnet hatte. Allein der speckige Mantel von Fahrer Hugo hätte uns misstrauisch machen müssen. Jetzt waren wir nicht mehr mobil, oder auf Direktdeutsch: am Arsch. Es war irgendwo zwischen St.Margrethen und Widnau gewesen, pardon Sun City und Redbullau, auch die Chancental-Gemeinden hatten in jener Saison temporär lustige Sponsorennamen erhalten. Wir nahmen es als Wink des Schicksals, kehrten um und gingen gezwungenermassen zu Fuss Richtung Grosser Pfahlbauersee, unterhalb von Sun City sahen wir im stockdichten Nebel höchstens mal zehn Meter weit, aber wir hielten uns an den Alten Rhein, der allerdings wie der richtige Rhein nur noch ein Rinnsal war. Je näher wir zum See kamen, desto unerträglicher wurde der Modergestank, der über dem ganzen Landstrich lag; eine irgendwie endgültige Fäulnis, die wir uns nicht erklären konnten. Wir waren noch zu fünft, Sumpfbiber, Rotbacke, Oskar, ich und eben der schiefgrinsige Hugo, der uns zunehmend suspekter war. Die andern, auch die Frauen, hatten sich mit hastig erbeuteten Vorräten aus dem verwaisten Rheinecker Chinaschiffrestaurant längst Richtung Appenzellerland abgesetzt. Auf Höhe des Flughafens meinten wir russische Rufe und sogar Schüsse gehört zu haben, aber wir sahen niemanden, nur zwei ausgebrannte Kleinflugzeuge, die wir vergeblich nach etwas Brauchbarem durchstöberten; da waren welche vor uns da gewesen. Nun gabs ab und zu merkwürdige Aufhellungen, und mehrmals

Die hatten ihn abgelassen! erblickten wir für einen Moment bullige Ballone am Himmel; grellbunte Werbezeppeline, auf denen wir Slogans lesen oder erahnen konnten: Grenzen überschreiten! Der Sumpf blüht! Zweifelt nicht, der Osten leuchtet! Sie schienen wie blanker Hohn, in der nebligen Katastrophenlandschaft. Nach vielen mühseligen Stunden erreichten wir endlich den See – und stolperten vor Schreck als gesamte Gruppe über die alten Eisenbahnschienen. Die wilden Gerüchte, die seit Tagen die Runde gemacht hatten, waren wahr: Die hatten ihn tatsächlich abgelassen! Kein Wasser, nirgends – der ganze See nur noch ein riesiger matschiger Krater! Ein unglaubliches Bild, ein grausliger Gestank und ein fürchterliches Gewühl: Tausende wateten an den Uferstreifen und jagten in Resttümpeln nach verzweifelt zuckenden Fischen oder jaulten auf Grabsteinen, Kühlschränken und anderen Grundfundstücken, manche hatten sich auch schon weit heraus gewagt und machten sich an Bootswracks oder Seefahrtsmarkierungen zu schaffen; die Nebelschwaden dramatisierten eine Szenerie, die Hieronymus Bosch sehr inspiriert hätte. Wir hielten uns nicht lange auf damit. Sumpfbiber, schon wegen seiner Dynamitstangen der unbestrittene Anführer, war ausser sich

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pfahlbauer

und packte den Schiefgrinser am speckigen Kragen. Er musste ihn nicht lange würgen: Hugo gab zu, von all dem gewusst zu haben. «Aber doch im Guten», wie er beteuerte, bis aus ihm herausplatzte, was wir geahnt hatten: «Ich bin Expo-Botschafter! Wir haben alle etwas davon!» Du meine Güte. Bevor Sumpfbiber Hugo in eine Welt der Schmerzen führen konnte, gaben wir dem armen Tropf zwei Sekunden, die er wohlweislich für einen beherzten Sprung über das Wiesenbord nutzte. Wir hörten einen dumpfen Aufschlag, aber wir hatten keine Zeit zu verlieren. Nun mussten wir schnell entscheiden, wie wir zurück in die Gallenstadt gelangten, die jetzt freitags Akrisopolis, samstags Schüga Town und sonst immer schlicht Raiffeisen City hiess – wie gesagt, die Sponsoren bekamen hier wirklich was für ihre Kröten. Was wäre schlauer, auf dem gefährlicheren Seeweg durch Würthgart (ehemals Rorschach) und dann via HarrassStadt (Arbon) zu schleichen, oder bergwärts über Untereggen und durchs Pneu-Eggerstobel …? Rotbacke plädierte leidenschaftlich für die Seevariante, als uns wie aus dem Nichts eine Bande langnasiger Zwerge mit Pyrofackeln und Ostrandzonenfahnen attackierte --Dring-dring-dlllringl! Erst jetzt hörte ich die halb defekte Klingel, ich musste eingeschlafen sein auf dem alten Sofa, der Fernseher lief noch, ein Glatzkopf quasselte auf Tvaunull über eine Expo27, und in der Küche kochte Wasser, offenbar seit längerem, denn die halbe Wohnung dampfte schon. Oskar musste minutenlang geläutet haben, er war genervt: Charlie, alte Schlaftüte, ehrlich, so was lass ich mir nicht mehr bieten! Er war allerdings schnell beruhigt, als er meinen brandneuen Indoor-Marroniofen sah und was bereits aufgetischt war: Taleggio, scharfer Salami, griechische Oliven, Gewürzgurken, zwei Flaschen Norico. Es wurde ein unvergesslicher Abend, besonders weil mir Oskar weinselig-dringlich Bob Dylans «Tempest» ans Herz legte und einen Psalm für Verteidiger (Psalm 118, 11-14) aufsagte, den er fehlerfrei auswendig gelernt hatte: «Sie umringen, ja, sie umringen mich; ich wehre sie ab im Namen des Herrn. Sie umschwirren mich wie Bienen, wie ein Strohfeuer verlöschen sie; ich wehre sie ab im Namen des Herrn. Sie stiessen mich hart, sie wollten mich stürzen; der Herr aber hat mir geholfen …» Alles wird gut. Charles Pfahlbauer jr.


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Saitenlinie Seine Kellerbühne war voll, als Matthias Peter das Stück vom «Mann im Turm» spielte, vier Mal im November. Und da gab es auch schon mal Lob von unerwarteter Seite: zwei Besucherinnen, eigentlich wegen Comedy à la Knuth & Tucek gekommen, waren nach dem ernsten Sprechtheater hell begeistert von dessen Poesie. Nachdem die Kellerbühne auch im Politrating obenaufschwingt (zwei von fünf Stadtratskandidaten, Huber & Blumer, gaben als ihr letztes Kulturerlebnis einen Kabarett-Besuch in der Kellerbühne an, während CVP-Frau Patrizia Adam die Olmakultur genoss), kann Peter erst recht stolz sein. Noch nicht ganz so renommiert ist die Villa

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Tivoli – immerhin war hier aber unlängst der Filmer Jan Buchholz zu Gast und zeigte seinen neuen Villa-Wiesental-Film. Buchholz hat St.Gallen sonst den Rücken gekehrt – schon fast eingemeindet haben wir dafür den Berner Autor Pedro Lenz, zumindest so sehr, dass er im FCSG-Fanlokal als literarischer «Goalie» und leibhaftiger Fussballkenner brillierte, als man hier ein Jahr Fanarbeit feierte. Gefeiert hat auch das Kulturbüro: seinen offensichtlich erfolgreichen Start in St.Gallen. Büro-Mitbetreiber Ben Stokvis nutzte Synergien und hängte an den Apéro gleich seine CD-Taufe mit Thomaten und Beeren und «Strahlen der Liebe» an, vis-à-vis im Palace.

Bannstrahlen der Hassliebe gab es fast gleichzeitig von HébdoJournalistin Tasha Rumley. Unter dem Titel «Saint-Gall, la malaimée» porträtierte das Lausanner Magazin die Stadt als statisch und unattraktiv – wenn auch vielleicht doch nicht ganz. Historiker Hans Fässler kam immerhin zu Wort als Kronzeuge des fortschrittlichen St.Gallens, und die Modemacherin Ly-Ling Vilaysane und ihr Label Aéthérée könnten gar als «Ikone des neuen St.Gallens» gelten. Das andere, junge St.Gallen suchen auch Mirjam Durot und Eliane Egger; als Projektarbeit der Churer FH wollen die künftigen Informations-Wissenschaftlerinnen einen St.Galler Stadt-

führer herausgeben. Spannende Läden, unbekannte Lokale? Wem dazu etwas einfällt, der kann sich bei den Autorinnen melden via www.iw.htwchur.ch. Bewegung in der Stadt gab es zumindest geografisch: Nextex, der Ausstellungsraum der Visarte, hat seinen bisherigen Standort und damit die langjährige «Cohabitation» mit dem «Saiten»-Büro verlassen, ist zum Kulturbüro hin- und an den Blumenbergplatz zurückgezogen. Neu bei «Saiten» eingemietet sind journalistische Profis: Martin Arnold und Urs Fitze vom Pressebüro Seegrund sowie IT-Fachmann Werner Schachtler. «Saiten» hat jetzt also Seeanstoss. Ein Grund zum Anstossen. Am 21. Dezember.


N°218 · 21 Untergänge  

Dezember 2012