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Ausgabe 2011 Die Wirtschaftskraft der Raiffeisenorganisation S체dtirol Wichtigste Eckdaten, tabellarisch dargestellt nach den Grunds채tzen der Sozialbilanz


Sehr geehrte Damen und Herren, dieser Folder über die Wirtschaftskraft der Raiffeisenorganisation in Südtirol stellt die Bruttowertschöpfung summarisch, exemplarisch und tabellarisch dar. Die Bruttowertschöpfung im Jahr 2009 ergibt den Betrag von 500 Mio. €. Dies bedeutet, dass die Raiffeisenorganisation für jeden einzelnen Haushalt in Südtirol fast 2.500 € an Bruttowertschöpfung generiert. Den Daten sind die Bilanzarchive zugrunde gelegt. Die Vorgehensweise zur Errechnung der Bruttowertschöpfung entspricht den Vorgaben des ISTAT. Die für die Mitglieder der landwirtschaftlichen Genossenschaften der Sparten Obst, Wein und Milch erbrachten Leistungen in Form von Auszahlungen für die angelieferten Waren beziffern sich auf 539 Mio. €. Die Bruttoinvestitionen der landwirtschaftlichen Genossenschaften der genannten Sparten erreichten fast 120 Mio. €. Die Leistungen zu Gunsten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der gesamten Raiffeisenorganisation betrugen 322 Mio. €. Zum 31.12.2009 gehörten dem Raiffeisenverband insgesamt 346 Genossenschaften mit fast 117.000 Einzelmitgliedern und 26 Körperschaften ohne Revisionspflicht an. Das sind circa 37 Prozent aller Genossenschaften Südtirols. Diese Zahlen verdeutlichen welch bedeutende wirtschaftliche, soziale und gesellschaftspolitische Rolle die Raiffeisenorganisation in Südtirol spielt. Der Raiffeisenverband Südtirol

Die Raiffeisenorganisation Südtirol 1 Raiffeisenkassen

2 Obst- und Saatbaugenossenschaften

Support (RK Leasing, Run, RVD)*

5

Raiffeisenverband Südtirol (RVS) 3

Raiffeisen Landesbank Südtirol und sonstige Mitglieder

Kellereigenossenschaften

4 Molkereigenossenschaften

Stand 2009 * RK Leasing (RVS-Mitglied), RK Leasing 2 und RK Leasing 3 – Raising Unified Network (RUN) – Raiffeisen Versicherungdienst (RVD)


Anzahl (31.12.2009) Gruppe

11

Raiffeisenkassen

22

Mitglieder

Mitarbeiter

51.743

1.754

Obst- und Saatbaugenossenschaften

7.386

2.145

23

Kellereigenossenschaften

3.650

325

44

Molkereigenossenschaften

5.890

850

55

Raiffeisen Landesbank Südtirol u. sonst. Mitgl.

47.949

1.683

Support

RK Leasing (3 Gesellschaften), RUN, RVD

RVS

Raiffeisenverband Südtirol

91

Summen

372**

256

116.990

7.104

** Genossenschaften/Körperschaften der Primärstufe und 2. Grades Aufgrund der unterschiedlichen Ermittlungsmethodik können die Daten in der Tabelle von jenen im Jahresbericht des Raiffeisenverbandes Südtirol abweichen.

Beträge in Mio. € (31.12.2009 – mit Ausnahmen: s. unten) Gruppe

11

Raiffeisenkassen

22

(d) Obst- und Saatbaugenossenschaften

33

(d) Kellereigenossenschaften

44 55

BruttowertPersonalkosten schöpfung (a)

Molkereigenossenschaften (e) Raiffeisen Landesbank Südtirol u. sonst. Mitgl.

Summen

Eigenkapital (c)

175

116

10.041

1.512

103

62

738

329

24

15

131

58

49

33

318

148

117

71

2.581

403

- Raiffeisen Landesbank Südtirol

15

11

1.761

193

- Energiegenossenschaften

30

4

267

97

- Genossenschaftsverbände

23

17

151

42

Support (f) RK Leasing (3 Gesellschaften), RUN, RVD RVS

Bilanzsumme (b)

Raiffeisenverband Südtirol

8

5

224

14

25

19

59

44

500

322

14.092

2.509

(a) Betriebswirtschaftliche Ermittlungsmethode (aus Bilanzen) – (b) addierte Bilanzsumme – (c) addiertes Eigenkapital – (d) Bilanzen betreffend das Geschäftsjahr 2009/2010 – (e) darunter Bilanzen betreffend das Geschäftsjahr 2009/2010 – (f) Bruttowertschöpfung beschränkt auf RUN und RVD

Die Beträge in der Tabelle stammen aus den Bilanzen der Mitglieder und Hilfsgesellschaften. Die Bilanzdaten wurden tabellarisch einer Gruppe zugewiesen und addiert. Es wurden keine Konsolidierungen vorgenommen, wodurch sich bei den Molkereigenossenschaften Abweichungen zu der Darstellung der Kennzahlen und Eckdaten im Jahresbericht des Raiffeisenverbandes Südtirol ergeben. Die in den Innenseiten angeführten Geldbeträge, die Zeiträume vor dem Jahr 2009 betreffen, wurden mit dem Koeffizienten des Istat aufgewertet und auf den Stand von Jahresende 2009 gebracht. Dadurch sind die Effekte des Wertverlustes im Zeitverlauf neutralisiert. Die Entwicklungsdaten betreffend die Obstgenossenschaften auf der Innenseite umfassen jene Mitgliedsgenossenschaften, die in den Raiffeisen-Obststatistiken berücksichtigt sind. Die nicht berücksichtigten Obstgenossenschaften weisen einen geringen Anteil am Gesamtvolumen auf. Ein ähnlicher Sachverhalt gilt, in eingeschränktem Maße, auch für die Kellerei- und Konsumgenossenschaften. Die Grafiken auf den Innenseiten beschränken sich auf die Mitgliedsgruppen Raiffeisenkassen und Raiffeisen Landesbank Südtirol, Obst-, Kellerei-, Molkerei-, Konsum-, Bezugs- und Energiegenossenschaften.


Raiffeisenkassen (samt Landesbank) Entwicklung der Leistungen für die örtliche Gemeinschaft 16,00 Mio. €

32 €

30

30

14,74 29

14,31 14,00 Mio. €

28 €

13,86 27

12,26 12,00 Mio. €

24 €

10,00 Mio. €

1994

1999

2004

20 €

2009

Werbung, Spenden und Repräsentation

Die Raiffeisenkassen und die Raiffeisen Landesbank Südtirol unterstützen die örtliche Gemeinschaft flächendeckend in Form von Werbung, Spenden und Repräsentation. Im Jahr 2009 wurden dafür 14,74 Mio. € aufgewendet. Auf die Bevölkerung umgelegt entspricht dies 29 € für jede Südtirolerin, jeden Südtiroler. Im Betrachtungszeitraum sind die Leistungen für die örtliche Gemeinschaft um etwa 20 Prozent angestiegen.

Euro je Südtiroler/in

Beträge vor 2009 mit dem ISTAT-Koeffizienten zum 31.12.2009 aufgewertet Quellen: Werbestatistiken Raiffeisen Geldorganisation, ASTAT

Entwicklung der Marktanteile 60,0 %

48,3 %

50,5 % 47,3 %

44,3 % 41,5 %

40,0 %

41,5 % 38,2 %

34,0 % 32,9 %

34,2 %

22,8 % 20,0 %

Im Jahre 1970 erreichten die Marktanteile der Südtiroler Raiffeisenkassen und der Raiffeisen Landesbank Südtirol bei den Kundeneinlagen 22,8 Prozent und bei den Kundenausleihungen 19,3 Prozent. Im Jahre 2009 betrug der Anteil bei den Einlagen über 47 Prozent und hat sich gegenüber dem Jahr 1970 mehr als verdoppelt. Beinahe verdoppelt hat sich auch der Marktanteil bei den Ausleihungen.

19,3 %

0,0 %

1970

1980

1990

1997

Marktanteile Kundeneinlagen* * ohne Obligationen Quellen: Buch ”100 Jahre Raiffeisenkassen in Südtirol”, Banca d’Italia

2004

2009 Marktanteile Kundenausleihungen


Obstgenossenschaften Entwicklung der Kernobstproduktion und der Marktanteile 1.500 Tsd. t

20.000 ha

16.662

16.516

1.159 14.018 1.000 Tsd. t

1.075

12.616

15.000 ha

913 Anteil: 92,8 %

813

10.000 ha

500 Tsd. t.

Anteil: 89,1 %

569

516

442 5.000 ha

347 Anteil: 77,7 %

Anteil: 67,2 %

11

0 Tsd. t

1979

1989

1999

Kernobstproduktion Südtirol

Hatten die Obstgenossenschaften im Jahr 1979 noch einen Anteil an der Kernobstproduktion Südtirols von 67,2 Prozent, so lag dieser im Jahre 2009 bei beachtlichen 92,8 Prozent. Die von den Obstgenossenschaften produzierte Kernobstmenge wuchs im Betrachtungszeitraum von 347 Tsd. auf 1,075 Mio. Tonnen (+ 210 Prozent), während die Gesamtauszahlung an die Mitglieder in diesem Zeitraum real um etwa 90 Prozent angestiegen ist. Der Mengenzuwachs hat den Auszahlungszuwachs also übertroffen, d. h. das Niveau des Auszahlungspreises ist gesunken.

0 ha

2009

Kernobstproduktion Raiffeisen samt Anteil (in %)

Anbaufläche Raiffeisen (ha)

Gesamtauszahlung (siehe Text rechts der Grafik) mit dem ISTAT-Koeffizienten zum 31.12.2009 aufgewertet Quellen: Jahresberichte Raiffeisenverband Südtirol, Raiffeisen-Obststatistiken, Handelskammer

Kellereigenossenschaften Entwicklung der Weinproduktion und der Marktanteile 1.000 Tsd. hl

4.000 ha

3.177 750 Tsd. hl

3.234

3.008

3.000 ha

2.803 600

2.000 ha

476

500 Tsd. hl

Die Kellereigenossenschaften produzierten im Jahr 2009 rund 245 Tsd. Hektoliter Wein. Dies entspricht einem Anteil an der Gesamtproduktion von 75,2 Prozent. Die vielen Auszeichnungen der Südtiroler Weine in den letzten Jahren belegen die Entwicklung von der Quantität hin zur Qualität.

390 326

305 250 Tsd. hl Anteil: 50,8 %

0 Tsd. hl

1985 Weinproduktion Südtirol

265

271

Anteil: 55,7 %

Anteil: 69,5 %

1989

1999

245

1.000 ha

Anteil: 75,2 %

2009*

Weinproduktion Raiffeisen samt Anteil (in %)

0 ha

Anbaufläche Raiffeisen (ha)

* Die Produktion Raiffeisen 2009 umfasst auch jene Weinmenge, die aus den Anlieferungen an die Kellereien Salurn und Brixen-Neustift hergestellt wurde. Um die Vergleichbarkeit im Zeitverlauf zu gewährleisten, wurden Most und Konzentrat aus der Produktion Raiffeisen 2009 herausgerechnet. Quellen: Raiffeisen-Weinstatistiken, Abteilung Landwirtschaft der Autonomen Provinz Bozen


Molkereigenossenschaften Entwicklung der Milchproduktion 600 Tsd. t

30 Tsd. € 28

23 20

400 Tsd. t

20 Tsd. € 367 341

264 11 200 Tsd. t

10 Tsd. €

Nahezu 100 Prozent der Südtiroler Milchproduktion ist genossenschaftlich organisiert. Innerhalb von 28 Jahren hat sich die Produktion der Molkereigenossenschaften mehr als verdreifacht. Fast verdreifacht hat sich der durchschnittliche Auszahlungspreis an die Mitglieder. Die Mitgliederanzahl erfährt seit Jahren eine rückläufige Tendenz: im Jahre 1980 waren es noch 7.245 Milchbauern, im Jahre 2009 schrumpfte diese Zahl auf 5.890.

116

0 Tsd. t

1981

1989

1999

2009

0 Tsd. €

o/ Auszahlung je Mitglied

Milchmenge

Beträge vor 2009 mit dem ISTAT-Koeffizienten zum 31.12.2009 aufgewertet Quelle: Jahresberichte Raiffeisenverband Südtirol

Konsum- und Bezugsgenossenschaften Entwicklung des Umsatzes 30,0 Mio. €

160,0 %

133,2 21,0

120,0 %

20,0 Mio. €

80,0 % 12,6 10,0 Mio. €

9,0

9,2 40,4

0,0 Mio. €

40,0 %

2,1

1989

1994

Umsatz

1999

Veränderung gegenüber 1989 in %

Beträge vor 2009 mit dem ISTAT-Koeffizienten zum 31.12.2009 aufgewertet Quelle: Jahresberichte Raiffeisenverband Südtirol

2009

0,0 %

Der Umsatz der Konsumgenossenschaften und der landwirtschaftlichen Bezugsgenossenschaften kletterte im Zeitraum zwischen 1989 und 2009 von 9,0 auf 21,0 Mio. €. Der reale Zuwachs im genannten Zeitraum beträgt 133,2 Prozent.


E-Werk-Genossenschaften Entwicklung der Stromerzeugung 300 GWh

30 Gen. 28

23

23 214

200 GWh

20 Gen.

18

17

17 138 117

100 GWh

10 Gen. 67 39 26

0 GWh

1986

1990

1995

2000

Stromerzeugung (GWh)*

2005

2009

0 Gen.

Im Jahre 1986 betrug die Stromerzeugung der 17 Mitgliedsgenossenschaften des Raiffeisenverbandes Südtirol 26 GWh. Mit 214 GWh im Jahre 2009 ist die Erzeugung der mittlerweile 28 Mitgliedsgenossenschaften im Betrachtungszeitraum auf mehr als das Achtfache angestiegen. Aufgrund des mittleren Verbrauches an elektrischer Energie, der in Südtirol im Jahr 2009 bei 4.536 kWh je Vier-Personen-Haushalt lag, hat die Produktion 1986 den Bedarf an elektrischer Energie von 5.732 Vier-Personen-Haushalten gedeckt, während die Produktion 2009 ausgereicht hat, um den Bedarf von 47.178 Vier-PersonenHaushalten zu decken.

Anzahl E-Werk-Genossenschaten

* GWh = Gigawattstunde, das sind 1.000.000 Kilowattstunden (kWh) Quellen: Jahresberichte Raiffeisenverband Südtirol, ASTAT

Fernheizwerk-Genossenschaften Entwicklung der Wärme- und Stromerzeugung 600 GWh

30 Gen.

26 25

25

24 400 GWh

322 20 Gen.

284

Im Zeitraum zwischen 2007 und 2010 hat sich die Wärmeerzeugung der Fernheizwerk-Genossenschaften fast verdoppelt, während die Stromerzeugung im selben Zeitraum auf mehr als das Doppelte angestiegen ist. Die Anzahl der Mitgliedsgenossenschaften ist im Betrachtungszeitraum nahezu konstant geblieben.

244 200 GWh

0 GWh

172

2007

2008

Wärmeerzeugung (GWh) Quelle: Jahresberichte Raiffeisenverband Südtirol

29

22

15

13

2009

2010

Stromerzeugung (GWh)

10 Gen.

Anzahl FHW-Genossenschaften


Engagement der Raiffeisen Geldorganisation Raiffeisen engagiert sich seit Jahren für die örtliche Gemeinschaft. Im Jahr 2009 hat Raiffeisen 3,1 Mio. € für den Sportbereich zur Verfügung gestellt, auf den Bereich Kultur entfielen knapp 2,5 Mio. €, soziale Projekte unterstützte Raiffeisen mit 1,8 Mio. €. Im Bereich Sport tritt Raiffeisen als Exklusivsponsor des Verbandes der Sportvereine Südtirols auf. Die Gustav-Mahler-Musikwochen in Toblach, die zu den renommiertesten Festivals Südtirols gehören, werden von Anfang an von Raiffeisen finanziell unterstützt. Die Südtiroler Herzstiftung wurde 2007 von Ärzten und Herzpatienten gegründet, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Öffentlichkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sensibilisieren.


Sozialbilanz_10.6.2011de  

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