Skip to main content

Rm14 21

Page 1


Raiffeisen Mitteilungen

des Raiffeisenverbandes Südtirol Genossenschaft

Die Sortiertechnik weiter zu harmonisieren, ist ein wichtiges Ziel im Verband der Südtiroler Obstgenossenschaften VOG.

VOG zieht positive Jahresbilanz

Der Verband der Südtiroler Obstgenossenschaften VOG blickt auf ein insgesamt positives Geschäftsjahr zurück. Bei der Jahresvollversammlung Mitte November in Terlan wurde einmal mehr die Bedeutung eines konzentrierten Marktauftritts betont.

„Trotz der schwierigen Marktbedingungen konnte die Vermarktungssaison 2013-14 erfolgreich abgeschlossen werden“, sagte VOGObmann Georg Kössler im „Haus des Apfels“. Allerdings konnten nicht mehr jene Verkaufserlöse erzielt werden, wie im Jahr zuvor, im Zehn-Jahresvergleich stehen sie aber gut da. Insgesamt wurden den 16 VOG-Genossenschaften aus der Ernte 2013 671.000 t Obst angeliefert (+13%). Von den 554.900 t der eingelagerten Tafelware (+ 2,6%) wurden 477.000 t vermarktet und daraus ein Brutto-Umsatzerlös von 406,5 Mio. Euro erwirtschaftet bzw. 0,8521 Euro/kg. Gegenüber der Saison 2012-13 (mit 460 Mio. Euro bzw. 0,9526 Euro/kg) ist das

ein Minus von rund 11%. Trotzdem konnten die Genossenschaften ihren Mitgliedern zufriedenstellende Auszahlungspreise weitergeben, auch wenn diese durch starken Hagelschlag in manchen Gebieten und durch unterschiedlich ausgeprägte Sortenspiegel variierten, erklärte Kössler.

Im Entwicklungsprozess

Die Vermarktungssaison erfolgte erneut nach den Regeln der Strategie „VOG 2010“, welche vier Abrechnungspools vorsieht, und die auch für die neue Saison beibehalten wird. Gleichzeitig wurden im Geschäftsjahr aber auch wei-

tere Schritte gesetzt, um die gemeinsame zentrale Vermarktung strategisch noch besser zu gestalten und die unterschiedlichen Bedürfnisse am Markt stärker zu bündeln – eine zentrale Aufgabe der Erzeugerorganisation. „Unser Vermarktungssystem befindet sich im Entwicklungsprozess“, sagte Obmann Kössler. So wurden die Qualitätsstandards der Marke „Marlene“ bzw. die Verkaufsstandards noch genauer beschrieben und ein Qualitätssicherungssystem eingeführt, damit ein Kunde auch jene Qualität erhält, die er bestellt. Zudem wurden die Anlieferungs-und Auszahlungsrichtlinien zwischen den Genossenschaften weiter angepasst. Maßnahmen, die einen konzentrierten Marktauftritt

fördern, denn nur damit seien mittelfristig gute Vermarktungsergebnisse möglich.

Sortiertechnik: Lösung offen

Ein zentrales Thema blieb auch im abgelaufenen Jahr die Angleichung der Sortiermaschinen der einzelnen Genossenschaften in den Pools, um den Mitgliedern möglichst gerechte Sortierergebnisse nach dem Bauernprogramm präsentieren zu können, das die Grundlage zur Verteilung der Erlöse bildet. Die Sortiertechnik zu harmonisieren, sprich, dass sich die Sortierergebnisse der einzelnen Sortiermaschinen sehr annähern, ist ein schwieriges Unterfangen. Die Einführung einer einheitlichen Sortiertechnologie und Klassifizierungsmethode gilt als entscheidende Voraussetzung hin zu einer Vermarktung mit einem Abrechnungstopf.

Konzept für Zweitmarke

VOG Direktor Gerhard Dichgans, der die Erntedaten und die Vermarktungsaussichten für die neue Saison analysierte, erläuterte die

Möglichkeiten für den Aufbau einer Zweitmarke neben „Marlene“, nachdem ein diesbezüglicher Wunsch immer wieder geäußert wird. So könne eine Zweitmarke dazu dienen, die Marke Marlene zusätzlich zu segmentieren, eine Apfelqualität zwischen EU-Standard und höher liegenden Marlene-Standard abzudecken

oder als reine Seconda-Marke zu fungieren. Anfang des Jahres soll über ein Konzept für den Einsatz und die Funktion einer Zweitmarke entschieden werden.

„Allerdings kann eine Zweitmarke aber nicht alle Anforderungen im Verband abdecken“, meinte Dichgans.

Durchschnittliche Bruttoumsatzerlöse Tafelware in Euro/kg

2002/20032003/20042004/20052005/20062006/20072007/20082008/20092009/20102010/20112011/20122012/20132013/2014

Die Grafik zeigt die Entwicklung im Zehn-Jahres-Zeitraum

„Verkaufserlöse derzeit nicht befriedigend“

Die heurige Ernte sei gut ausgefallen, auch die Nachfrage sei zurzeit sehr gut, nur die Verkaufserlöse seien derzeit nicht befriedigend, meint VOG-Obmann Georg Kössler.

Herr Kössler, wie bewerten sie die heurige Ernte?

Georg Kössler: Die heurige Ernte ist in Menge und Qualität sehr positiv ausgefallen. Die Kaliber lagen bei allen Sorten über den Durchschnitt der letzten Jahre und die Ausfärbung der zweifarbigen Sorten ist durchwegs sehr gut.

Und die bisherige Verkaufssaison?

Die Nachfrage nach unseren Äpfeln ist zurzeit sehr stark. Was derzeit absolut nicht befriedigend ist, sind die Verkaufserlöse, die nahe an der Grenze der Produktionskosten liegen und bei manchen Sorten auch eindeutig darunter. Für Sorten wie Braeburn oder Granny Smith gibt es derzeit kaum Märkte. Die Clubsorten liegen hingegen nur leicht unter dem Vorjahresniveau.

Wo sehen Sie die Herausforderungen in der Vermarktung?

Die Herausforderung liegt in der klaren Differenzierung von unseren Mitanbietern in der Qualität und in der Erschließung neuer Absatzmärkte. Steigende Bedeutung gewinnt für uns verstärkt der Mittelmeerraum wie Nordafrika, Ägypten, Israel sowie Gebiete im Nahen Osten. Der Inlandsmarkt Italien ist rückläufig, hier erzielen wir nicht mehr jene Preise, die wir für unsere Qualität wollen. Und in Deutschland gibt es eine stetig steigende Inlandsproduktion.

Die Qualitätsanforderungen an die Bauern werden auch immer strenger …

Wir können heute gegenüber den Konkurrenten nur durch ein einwandfreies qualitativ hochwertiges Produkt punkten. Wir sind flächenmäßig beschränkt, haben ein Genossenschaftssystem, in dem kleine Betriebe gemeinsam vermarkten. Gemeinsam vermarkten heißt, dass wir uns gleiche Regeln geben, sei es in der Produktion und in allen Prozessen bis hin zum Kunden. Regeln und

Georg Kössler, Obmann des Verbandes der Südtiroler Obstgenossenschaften

Qualitätsstandards müssen eingehalten werden.

Auch die Kostenkontrolle spielt eine immer größere Rolle …

Wir müssen heute mit dem Faktor Kosten viel umsichtiger umgehen, das heißt u. a. zum Beispiel, auch nur jene Ware länger zu lagern, die für eine Langlagerung geeignet ist. th

Baumfallend
GESAMT TW

Medaillen für Südtiroler Käse und Butter

Bei der 12. Internationalen Käsiade in Hopfgarten wurde Südtirols Milchwirtschaft Anfang November mit neun Gold-, fünf Silber- und fünf Bronze-Medaillen ausgezeichnet. Unter 400 Produkten aus elf Nationen.

Die Vertreter der Südtiroler Milchhöfe und die Direktvermarkter konnten einen Rekord von 19 Medaillen erzielen. Mit Gold ausgezeichnet wurden der Milchhof Brixen für Brimi Bio Mozzarella, Brimi Mozzarella 125 g Kugel und Brimi Mozzarella Bocconcini-Ovoline 200 g Becher, die Bergmilch Südtirol für Mascarpone Mila und den Alta Badia, der Milchhof Sterzing für Sterzinger Bio Butter, die Sennerei Algund für Algunder Butter und die Hofkäserei Neuhaushof für Kräuterkäse und Lambert’s.

Silber ging an den Milchhof Brixen für die Brimi Mozzarella laktosefrei und die Brimi Bio Butter, an die Sennerei Algund für den Algunder Ziegenfrischkäse und die Algunder Ziegenbutter sowie an die Hofkäserei Neuhaushof für den Rieserferner.

Bronze erhielten die Bergmilch Südtirol für den Dolomitenkönig und den Weinkäse Lagrein, die Sennerei Burgeis für den Burgeiser Halbfett, die Sennerei Drei Zinnen für den Hirtenkäse und die Sennerei Algund für den Gran Capra.

Die Preisträger mit Direktorin Annemarie Kaser und Obmann Joachim Reinalter vom Sennereiverband Südtirol (Bildmitte) und Vertretern aus Tirol.

Starke Milchwirtschaft

„Die Käsiade hat wieder gezeigt, dass unsere Milchwirtschaft den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht“, sagt Joachim Reinalter, Obmann des Sennereiverbandes Südtirol. Die Käsiade samt Butterwettbewerb wird zweijährlich vom Verband der Käserei- und Molkereifachleute veranstaltet. Die Beurteilung erfolgt durch eine internationale Fachjury. Wichtigstes Kriterium ist der Geschmack.

Neue Entwicklungen im Gesellschaftsrecht

Namhafte Rechtsexperten der Universität Padua informierten im Rahmen eines sechsteiligen Lehrganges im Raiffeisenhaus Bozen über die neuesten Entwicklungen im Gesellschaftsrecht.

An der „Höheren Ausbildung im Gesellschaftsrecht“ hatten über 70 Freiberufler, Notare, Rechtsanwälte und Bankenvertreter teilgenommen. Die zweite Ausgabe der Weiterbildungsveranstaltung, die vom Raiffeisenverband Südtirol mit der Notarkammer Bozen organisiert wurde, fand von Ende Oktober bis Ende November in Bozen statt.

Wichtige Unternehmensformen

Die Teilnehmer konnten ihren Wissensstand zu den gesetzlichen Regelungen und den Anwendungsmöglichkeiten der beiden Gesellschaftsformen GmbH und Genossenschaft vertiefen. „GmbHs und Genossenschaften ge-

hören in unseren Regionen zu den wichtigsten und üblichsten Unternehmens- und Organisationsformen. Sie sind sehr komplex und unterliegen ständigen Neuerungen, die es zu berücksichtigen gilt“, sagte Marco Cian, Professor für Handelsrecht an der Universität Padua und Referent des Lehrganges. Von besonderem Interesse für die teilnehmenden Mandatare, Führungskräfte und Mitarbeiter der Raiffeisenkassen waren die Ausführungen zum Genossenschaftsrecht. Hier standen aktuelle Anwendungsbeispiele aus der Praxis im Vordergrund. Referenten des Lehrgangs waren Prof. Paolo Menti, Assistenz-Dozent für Gesellschaftsrecht der Universität Padua, Prof.ssa RA. Lina Miotto, Forscherin im Gesellschaftsrecht

der Universität Udine und Massimo Zappalá, Rechtsanwalt aus Treviso und Dozent für Gesellschaftsrecht der Universität Padua.

Marco Cian, Professor für Handelsrecht an der Universität Padua und Referent des Lehrganges

fachtagung

Erbfolge

„Die Erbfolge bei ertragsbringendem und familiärem Vermögen“ ist der Titel einer Fachtagung der Notarkammer Bozen am 28. November im Raiffeisenhaus Bozen. Die Tagung richtet sich u. a. an Notare, Rechtsanwälte, Wirtschafts- und Steuerberater und an Interessierte. Eines der Themen: Erbschaft von Unternehmen: Problemstellungen und Lösungen. Nähere Informationen und das Tagungsprogramm gibt es auf der Internetseite der Notarkammer Bozen.

Bozner Kunstauktion im Schloss

Die Bozner Kunstauktion steht vor der Tür. Die 26. Auflage bietet wieder eine breite Auswahl und geht diesmal am 29. November im Schloss Maretsch über die Bühne.

Der Raiffeisenverband Südtirol ist bereits seit der Gründung der Bozner Kunstauktionen im Jahr 2002 als Partner mit dabei. „In diesen zwölf Jahren konnten sich die Versteigerungen zu überaus beliebten Kunstevents etablieren“, erklärt Auktionsleiter Stefano Consolati.

Neben Versteigerungen bieten die Bozner Kunstauktionen – das erste Auktionshaus Südtirols – auch Beratungen und Expertisen für öffentliche und private Institutionen, die ihre Sammlungen mit österreichischer und deutscher Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zeitgenössischer und moderner italienischer Kunst erweitern möchten.

kellerei terlan

SensEvent Party

Zum Auftakt des MeranerWinefestival-Wochenendes lud die Kellerei Terlan kürzlich Weinkritiker und Weinliebhaber zur ersten SensEvent Party nach Terlan. Zu den Höhepunkten des Abends mit 400 Gästen zählten neben Weinen der Kellerei Terlan und der Kellerei Andrian u. a. eine exklusive Champagner-Auswahl aus dem Hause Legras & Haas sowie kulinarische Kreationen von drei „Jeunes Restaurateurs d’Europe“ aus Südtirol: Wolfgang Kerschbaumer („La Passion“/ Vintl), Thomas Haselwanter („Unterwirt“/Gufidaun) und Karl Baumgartner („Schöneck“/Pfalzen).

Vertriebsleiter Klaus Gasser (2.v.r.), Spitzenköche W. Kerschbaumer, Th. Haselwanter, K. Baumgartner.

Auch die heurige Herbstauktion am 29. November, die aus organisatorischen Gründen diesmal nicht wie üblich im Raiffeisenhaus, sondern in Schloss Maretsch stattfindet, präsentiert wieder ein umfang- und facettenreiches Angebot für Sammler und Kunstinteressierte.

Tiroler Kunst & Varia

Traditionsgemäß stehen Werke von (Süd-)Tiroler Künstlern im Mittelpunkt, darunter von Seelos, Defregger, Egger-Lienz, Stolz, Moser, Durst, Fellin, Ebensperger, Plattner und Flora. „Sondersektionen bilden verschiedene Bilder und Dokumente zum Ersten Weltkrieg sowie Aquarelle aus dem Nachlass von Hans Weber-Tyrol“, erklärt der wissenschaftliche Leiter Carl Kraus.

Raiffeisen Weiterbildungskurse

Eines von 450 Objekten: Karl Pferschy, Winternacht in Kolfuschg, 1919

Insgesamt kommen 450 Lose zur Versteigerung, wobei die Rufpreise von 50 Euro bis 40.000 Euro reichen. Die Objekte können vom 26.–28. November von 10–19 Uhr sowie am Samstag, 29. November von 8–10 Uhr vorbesichtigt werden. Die Auktion findet dann am Samstag, 29. November mit Beginn um 15 Uhr statt.

Der Katalog ist kostenlos in den Südtiroler Raiffeisenkassen erhältlich oder kann angefordert werden (Tel. 0471 301893, inf@bozner-kunstauktionen. com). Der Onlinekatalog findet sich unter www. bozner-kunstauktionen.com.

Die 25-Stunden-Frau Power durch richtiges Zeitmanagement 01.-02.12.2014

Einführung in die zeb-Ergebnissteuerung 03.12.2014 RIS Schulungsraum/ Bozen

Unternehmensbesteuerung bei Genossenschaftsbanken

Konkursrecht und Zwangsvollstreckung

04.12.2014

05.12.2014

Praxisworkshop Controlling 12.12.2014

Hotel Eberle/Boze

Hotel Eberle/Bozen

Hotel Eberle/Bozen

Impressum: Herausgeber: Südtiroler Bauernbundgenossenschaft, Druck: Athesiadruck – Ermächtigung vom Landesgericht Bozen, 13.4.1984, Nr.13/84 Presserechtlich verantwortlich: Guido Steinegger, Redaktion: Thomas Hanni, Ingeborg Stubenruß (Raiffeisenverband Südtirol, 0471 945453, rvs-presse@raiffeisen.it, www.raiffeisenverband.it)

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Rm14 21 by Raiffeisenverband Südtirol - Issuu