

Raiffeisen Mitteilungen
Raiffeisenverbandes Südtirol Genossenschaft

Partnerschaften:
Quality Partner der Sennerei
Einzigartige Zusammenarbeit von Bauern und Hoteliers im Hochpustertal gestartet
Die Verwendung von einheimischer Qualitätsware an Milchprodukten im Hotelbetrieb wird vom Gast vorausgesetzt. Doch viele Betriebe verwenden Haltbarmilch oder Milchpulver, um Kosten zu sparen. Dies betrifft nicht nur Milchprodukte, sondern auch andere Lebensmittel. Der Tourismusverband Hochpustertal mit Präsident Alfred Prenn an der Spitze bietet seinen Mitgliedern eine neuartige Zusammenarbeit mit der Sennerei Drei Zinnen in Toblach an. Ziel ist es, verstärkt Milchprodukte heimischer Herstellung anzupreisen. All jene Betriebe, die sich dazu bereit erklären, dürfen sich als Quality Partner bezeichnen. „Voraussetzung dafür ist der regelmäßige Bezug von Frischmilch, Frischsahne,
Butter, Käse oder Handelsware. Vier von fünf Produkten werden gewertet“, erklärt Markus Amalthof von der Sennerei Drei Zinnen. Dabei gehe es nicht um die Quantität, sondern um die Kontinuität der Bestellungen, die in einem Jahr getätigt werden. „Diese Zusammenarbeit zwischen Bauern und Touristiker ist einzigartig in Südtirol“, bestätigt SennereiObmann Anton Tschurtschenthaler.
Positives Echo
Bisher unterstützen 25 Beherbergungsbetriebe aus dem Hochpustertal diese Initiative. Sie dürfen das Quality-Partner-Logo auf ihrer Homepage und die Plakette am Hoteleingang
platzieren. Mit dabei ist auch Dieter Wurmböck, Besitzer des Sporthotels in Innichen: „Ich mache mit, weil ich glaube, dass wir Südtiroler Produkte auftischen müssen und damit die heimische Landwirtschaft unterstützen. Ich bin authentischer damit.“
Für die Sennereigenossenschaft Drei Zinnen bedeutet dies einen zusätzlichen logistischen Aufwand. Denn sie verpflichtet sich, Bestellungen innerhalb kürzester Zeit frei Haus zu liefern und ihre Produktpalette zu erweitern, um den Bedürfnissen der Kunden entgegen zu kommen. Nach dem erfolgreichen Start in dieser Wintersaison spielt nun auch die Käserei Sexten mit dem Gedanken, sich der Aktion anzuschließen.
sozialpartner
Weniger Steuern

Im Raiffeisenhaus wurde das Rahmenabkommen von den Sozialpartnern unterschrieben.
Die Vertreter der Sozialpartner haben kürzlich im Raiffeisenhaus ein Rahmenabkommen erneuert, das eine begünstigte Besteuerung vorsieht. Diese wird auf Betriebsprämien, auf der Entlohnung der Überstunden und der Zulagen für Schicht- und Nachtarbeit angewandt, die sonst zwischen 23 und 27 Prozent und teilweise höher besteuert wurden. Der variable Lohnanteil wird nur bis zu einer Summe von 6000 Euro berücksichtigt. Das bedeutet, dass die vergünstigte Steuerlast pro Arbeitnehmer bis zu 600 Euro jährlich betragen kann. Von dieser steuerlichen Begünstigung profitieren etwa 130.000 Beschäftigte in der Privatwirtschaft. Ausgenommen sind jene Arbeitnehmer/-innen, die jährlich mehr als 40.000 Euro steuerliches Einkommen aufweisen.
Treffpunkt für Familien
Anfang Februar lud das Südtiroler Kinderdorf in Lana alle Interessierten zum Tag der offenen Tür. Dabei wurde das Projekt Treff.Familie vorgestellt.
Am Sitz im alten Areal des Lorenzerhofes in Lana konnten sich Anfang Februar alle Interessierten über das neue Angebot informieren. Treff.Familie ist für alle Familien aus Lana und den Nachbargemeinden da, die Fragen zur Erziehung, Förderung, Betreuung und auch zur Freitzeitgestaltung ihrer Kinder haben und neue Anregungen für ihre Elternarbeit wünschen. Es bietet seine Dienste jenen Müttern und Vätern an, die die „Herausforderung Familie“ kreativ, konstruktiv und lösungsorientiert annehmen. Treff.Familie berät interessierte Familien, vermittelt ihnen auf Wunsch Ansprechpartner bei Trägern verschiedener Einrichtungen wie Kindergarten, Schule, Gemeinde oder anderer Dienste. Mit diesem Dienst sucht das Südtiroler Kinderdorf individuelle Lösungen für junge Mütter und Väter,

Das Südtiroler Kinderdorf will ein Treffpunkt zum Dialog zwischen Eltern und Kindern sein.
die von ihren Familien keine Unterstützung bekommen und/oder sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Das Projekt Treff.Familie wird vom Land Südtirol und der Gemeinde Lana unterstützt.
Neue Raika Prad-Taufers operativ
Gremien bei der Vollversammlung in Prad neu gewählt.

Der neu gewählte Verwaltungs- und Aufsichtsrat der Raiffeisenkasse Prad-Taufers – links im Bild Geschäftsführer Werner Platzer und Generaldirektor Paul Gasser
Mitte Jänner fand im Raiffeisensaal im Nationalparkhaus Aquaprad die erste Vollversammlung der Raiffeisenkasse Prad-Taufers statt. Dabei wurden die neuen Gremien der Raiffeisenkasse gewählt, die seit 1. Jänner operativ ist.
Im voll besetzten Raiffeisensaal nahmen 630 Wahlberechtigte an den Neuwahlen teil. Mit großer Zustimmung wurde der bisherige Obmann der Raiffeisenkasse Prad, Karl Heinrich Kuntner, zum neuen Obmann der Raiffeisenkasse Prad-Taufers gewählt. „Ich freue mich auf die gemeinsame Zukunft. Wir werden die uns gesteckten Ziele gemeinsam erreichen können“, sagte Kuntner unmittelbar nach der Wahl in einer ersten Reaktion. In ihrer bisherigen Funktion wurden Günther Platter
als Vizeobmann und Luis Alonso Lillo als Präsident des Aufsichtsrates bestätigt. Bei den Wahlen konnten sich auch vier Kandidatinnen durchsetzen, wodurch der Frauenanteil wiederum erhöht wurde. In den Verwaltungsrat berufen wurden Gerlinde Warger Pegoraro und Andrea Dietrich Steiner, die beiden Aufsichtsrätinnen sind Hildegard Spiess und Brigitte Maschler. Im neuen Verwaltungsrat sind des Weiteren Gerhard Kapeller, Arthur Blaas, Hannes Rungg, Erich Stocker und Alois Reinstadler vertreten. Als Gastredner referierte der Generaldirektor des Raiffeisenverbandes, Paul Gasser, über das Jahr der Genossenschaften 2012, das von der UNO ausgerufen wurde. Er gratulierte der Raiffeisenkasse zu diesem historischen Schritt.
Gemeinsame Bildungsinitiative von Nord- und Südtirol gestartet
Aufsichts- und Verwaltungsräte der Raiffeisenkassen Nord- und Südtirols trafen sich Anfang Jänner im Bildungshaus Kloster Neustift zu einem Erfahrungs- und Fachaustausch.

Verwaltungs- und Aufsichtsräte der Raiffeisenkassen Süd- und Nordtirols und Referenten im Bildungshaus Kloster Neustift
Zu dem zweitägigen Bildungsseminar, das im Rahmen eines Kooperationsabkommens zwischen den Raiffeisenverbänden Tirol und Südtirol zustande gekommen ist und unter dem Motto „Engagierte Mandatare/Funktionäre mit Qualifikation“ stand, konnte Georg Terleth, Leiter der Abteilung Bildungswesen, 45 Aufsichts- und Verwaltungsräte begrüßen.
Die Idee für die Länder überschreitende Bildungsveranstaltung entstand im Rahmen der Klausurtagung der Verwaltungsräte beider Verbände im Jahr 2010.
Gemeinsame Tätigkeit
„Für den beiderseitigen Erfolg ist es wichtig, dass unsere gemeinsamen Tätigkeiten auch von den Mandataren mitgetragen und unterstützt werden“, sagte Generaldirektor Paul Gasser. Gemeinsam mit Arnulf Perkounigg, Direktor des Raiffeisenverbandes Tirol, beleuchtete er das Leistungsspektrum beider Verbände, den gesetzlichen Revisionsauftrag und die Stellung der Genossenschaftsbanken. „Genossenschaften ermöglichen Mitbestimmung und Mitgestaltung“, meinte Perkounigg.
Klaus Schwarz, Leiter der Abteilung Marketing, stellte die Ergebnisse einer Studie zum Profil der Marke Raiffeisen und die positiven Assoziationen der Bankkunden mit Raiffeisen vor. Klaus Holy, Leiter der Personalentwicklung bei Raiffeisen Tirol,
und Michael Obrist, Leiter der Hauptabteilung Recht, zeigten anhand des Musterstatuts der Raiffeisenkassen die wesentlichen statutarischen und gesetzlichen Bestimmungen auf.
Globale Verflechtung
Univ.-Prof. Dr. Theresia Theurl, Direktorin am Institut für Genossenschaftswesen an der Wilhelmsuniversität Münster, beleuchtete in einem Vortrag die aktuelle Finanz-, Banken- und Schuldenkrise und erläuterte die Auswirkungen auf die genossenschaftlichen Banken. Die globale Verflechtung habe dazu geführt, dass die Finanzmärkte heute die weltweite Entwicklung stärker vorgeben als die Realwirtschaft. Durch ihr dezentrales Geschäftsmodell und ihren engen Bezug zur Realwirtschaft waren die Genossenschaftsbanken lange Zeit nicht direkt von der Krise betroffen. Je länger die Krise aber anhält, desto stärker hätten auch die Genossenschaftsbanken mit den Folgen der Auswirkungen auf die Realwirtschaft zu kämpfen. Und, obwohl selbst nicht die Verursacher der Krise, seien auch die Genossenschaftsbanken von den neuen, auf die Großbanken zugeschnittenen und im Zuge der Finanzkrise verschärften europäischen Bankenregulierungsmaßnahmen betroffen, sofern diese den Besonderheiten des genossenschaftlichen Geschäftsmodells nicht Rechnung tragen sollten, meinte Theurl.
erffnung
ROL bezieht neue Büros
Im November hat ein Teil des ROL-Teams neue Büroräume bezogen. Nun sind alle ROL-Abteilungen geschlossen im 4. Stockwerk des Bürogebäudes in der Buozzistraße 8 (drei Gehminuten vom Messegelände) in Bozen untergebracht. Der bisher leer stehende Nordflügel wurde in Rekordzeit umgebaut und bezogen. Die neuen Räume beherbergen die Direktion, die Abteilung Marketing & Organisation und das ROL-Qualitätsmanagement nebst mehreren Sitzungssälen.
Pater Martin Steiner segnete die Büros im Beisein zahlreicher Vertreter der Raiffeisenkassen, der anderen ROL-Mitgliedsgesellschaften und des Raiffeisenverbandes. Zu den Gästen zählten u. a. Landesrat Florian Mussner und RVS-Vizedirektor Christian Tanner. „Die neuen ROL-Büros entsprechen nicht nur den Anforderungen eines modernen IT-Unternehmens, sondern schaffen auch ein angenehmes Ambiente, das unser Team zu engagierter Arbeit motiviert“, sagte ROL-Direktor Peter Nagler bei der Einweihung.

Pater Martin Steiner segnete die neuen Räumlichkeiten.
In die Autonomie entlassen
Menschen in Raiffeisen-Genossenschaften: Marianne Amplatz war viele Jahre lang Präsidentin der Sozialgenossenschaft Lebenshilfe in Auer.
Marianne Amplatz arbeitet bevorzugt im Hintergrund, sie scheut das Rampenlicht und persönliche Profilierung. Was sie auszeichnet, ist ihre Beharrlichkeit. „Am Anfang wusste der Verband die Rolle der Sozialgenossenschaft nicht so recht einzuschätzen“, sagt sie. So musste sie Pionierarbeit leisten, als sie 1980 die erste Sozialgenossenschaft in Kurtatsch gründete, um einen neuen Dienst aufzubauen. Heute ist sie dem Verband dankbar, denn dieser hat sie unterstützt, ihr Lesen und Schreiben beigebracht. „Ich meine das Lesen der Bilanzen und das Schreiben der Buchhaltung.“
Wichtige Einrichtung
Die Wohngemeinschaft der Sozialgenossenschaft Lebenshilfe in Auer ist eine sozialpädagogische Einrichtung, die im Unterland anerkannt und geschätzt ist. Sie betreut Menschen mit Beeinträchtigung. Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, das es ihnen ermöglicht, weitgehend selbständig zu leben und eigenverantwortlich zu arbeiten. „Wir haben es in den letzten Jahren immer wieder geschafft, Einzelne in die Eigenverantwortlichkeit zu entlassen“, sagt Marianne. „Den Josef, den Erwin, aber auch die Helga und den Robert.“ Gut bewährt haben sich die sogenannten Trainingswohnungen, in
Raiffeisen-Weiterbildungskurse

Marianne Amplatz, ehemalige Präsidentin der Sozialgenossenschaft Lebenshilfe
denen die betreuten Menschen zu zweit oder zu dritt ihren Alltag möglichst autonom von der Gruppe gestalten.

Internationales Jahr der Genossenschaften 2012
fusion
Kreditbürgschaften gemeinsam
Die Kreditbürgschaftsgenossenschaft für die Industrie und für den sozialen Bereich haben fusioniert. Die neue Garantiegenossenschaft namens Confidi Südtirol schützt die Interessen der kleinen und mittleren Unternehmen Südtirols. Die Vorteile liegen auf der Hand: mehr Mitglieder, ein höherer Garantiefonds, höheres Reinvermögen, verbesserte Dienstleistungen und weniger Kosten. Die neue Confidi Südtirol kommt laut eigenen Angaben auf 598 Mitgliedsbetriebe, garantiert Finanzierungen für 182 Millionen Euro und weist ein Nettovermögen von 20,5 Millionen Euro auf.
landwirtschaft
Tierhaltende Betriebe
Das Landesinstitut für Statistik hat kürzlich die neuesten Daten u. a. über Südtirols Landwirtschaft veröffentlicht. Ein Südtiroler Viehbauer hat durchschnittlich 16 Stück Vieh im Stall. kursangebot
Bildungsreihe Kompetenzentwicklung für Banklehrlinge – 1. Teil für Banklehrlinge/Auszubildende und Mitarbeiter mit abgeschlossener Grundausbildung
Fachseminar zum Thema „Professionelles Sponsoring vor Ort“ für Sponsoring-Beauftragte, Marketing-Verantwortliche, Bank-The-FutureVerantwortliche
Workshop mit Markt- und Vertriebsleiter für Geschäftsführer, Marktleiter, Vertriebsleiter, Centerleiter
Der Selbstwert – ein Geschenk, das man nicht zufällig erhält für alle, die das Seminar „Die eigenen Potentiale entdecken und entfalten“ besucht haben, und interessierte Mitarbeiter, die Lust auf Selbstentwicklung haben
Qualifizierung Jugendberater -– 2. Teil für Jugendberater und alle Interessierten im Marktbereich
Weiterbildung für Führungskräfte 2012 – 2.2 für Geschäftsführer und leitende MitarbeiterInnen von Genossenschaften
Padroneggiare il dialogo con i clienti di madrelingua italiana für Mitarbeiter im Kundenkontakt, Interessierte
Workshop Geldwäsche für alle betroffenen Mitarbeiter
Statistik 2011
Hotel Eberle/Bozen
28.2.2012 Hotel Eberle/Bozen
29.2.2012 Hotel Eberle/Bozen
2.3.2012 Hotel Eberle/Bozen
6./7.3.2012 Hotel Eberle/Bozen
7./8.3.2012 Hotel Eberle/Bozen
8.3.2012 Hotel Eberle/Bozen
Quelle: Autonome Provinz Bozen, Landesinstitut für Statistik, 2012